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Test: eufy Security Indoor Cam 2K Pan and Tilt

Eufy gehört zu den interessantesten Herstellern von Überwachungskameras aktuell am Markt. Gerade die außen Überwachungskameras konnten schon im Test voll überzeugen! Nun hat eufy endlich sein Lineup vervollständigt und zwei Innen-Überwachungskameras auch auf den deutschen Markt gebracht.

Eufy Security Indoor Cam 2k Pan And Tilt Test Review 5

Eine davon ist die eufy Security Indoor Cam 2K Pan and Tilt. Wie der Name schon vermuten lässt soll die Kamera zum einen mit einem 2K Sensor überzeugen, wie auch mit einer Pan und Tilt Funktion. Dies zu einem Preis von 50€. Klingt doch erst einmal gut, aber wie sieht es im der Praxis aus? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an eufy für das Zurverfügungstellen der Kamera für diesen Test.

 

Test: eufy Security Indoor Cam 2K Pan and Tilt

Bei der Indoor Cam 2K Pan and Tilt handelt es sich um eine reine Innen-Überwachungskamera. Dementsprechend verfügt diese über keinen Wasserschutz und benötigt eine permanente Stromversorgung.

Eufy Security Indoor Cam 2k Pan And Tilt Test Review 1

Aufgrund der Pan and Tilt Funktion ist die Kamera einen Hauch größer als die normale Indoor Cam 2K von eufy. Mit 109 x 75 x 75 mm ist die Kamera auch nicht riesig, diese gehört genau genommen zu den kleineren Modellen mit Motor.

Eufy Security Indoor Cam 2k Pan And Tilt Test Review 3

Dabei ist das Design der Kamera als schlicht zu bezeichnen. Die Kamera selbst ist weitestgehend aus einem weißen Kunststoff gefertigt, der stark abgerundet ist. Im oberen Bereich sitzt das Kameramodul aber in einer schwarzen Kugel, welche sich vertikal schwenken lässt.

Eufy Security Indoor Cam 2k Pan And Tilt Test Review 4

Auf der Front der Indoor Cam 2K Pan and Tilt findet sich eine kleine Status-LED. Auf der Rückseite ist ein microUSB Anschluss wie auch eine Sync-Taste. Der microUSB Anschluss dient der Stromversorgung. Ein passendes Netzteil und Kabel liegt bei, allerdings könnt Ihr prinzipiell jedes USB Ladegerät mit mindestens 5V/2A nutzen.

 

Einrichtung und App

Um die Cam 2K Pan and Tilt zu nutzen müsst Ihr Euch zunächst ein Konto bei eufy anlegen. Dafür reicht wie üblich eine eMail Adresse und ein Passwort. In der App wählt unter Hinzufügen die Indoor Cam 2K Pan and Tilt und scannt der QR Code auf der Unterseite der Kamera.

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Anschließend verbindet die Kamera mit dem Strom und Euer Smartphone verbindet sich zunächst via Bluetooth mit der Kamera. Anschließend werden Eure WLAN Daten übertragen und nach einer Zuordnung zu einem Raum ist die Einrichtung fertig.

Die Eufy Security App ist erfreulich gut und wertig aufgebaut! Auf der Startseite findet Ihr eine Übersicht über alle verbundenen Kameras, inklusive einer Vorschau der letzten aufgenommenen Aktivität. Wichtig, alle Eufy Kameras nutzten natürlich die gleiche App und lassen sich dort auch alle zeitgleich nutzen. Ein Limit an maximal verbundenen Kameras scheint es nicht zu geben.

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Tippt Ihr diese Vorschau an landet Ihr in der Live-Ansicht. Das Laden der Live-Ansicht dauert gerade mal eine Sekunde, geht also extrem schnell. In der Live-Ansicht könnt Ihr manuell Fotos und Videos aufnehmen, die 2-Wege Kommunikation einleiten und natürlich die Kamera drehen und steuern.

 

Aufnahme und Feature

Die eufy Security Indoor Cam 2K Pan and Tilt nimmt Videos wahlweise konstant auf oder nur beim Erkennen einer Bewegung. Das konstante Aufnehmen macht die Auswertung aber nur recht schwer und nutzt Eure Speicherkarte schnell ab.

Ich würde Euch viel mehr empfehlen die Bewegungserkennung zu nutzen, welche hier auch recht gut ist! Die Kamera kann dank KI aktiv zwischen Mensch und Tier unterscheiden. Aktiv = anstelle eines nur passiven Sensors der einfach nur auf Menschen reagiert analysiert die Kamera jedes Bild und versucht auf diesem Umrisse von Menschen/Tieren zu erkennen.

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Hierdurch könnt Ihr auch gezielt Benachrichtigungen erhalten, nur für Menschen, Mensch + Tier oder für alle Arten von Bewegungen. In der Benachrichtigung steht auch gleich was erkannt wurde.

Dies ermöglicht auch ein lustiges Feature namens „Haustier-Befehl“. Betritt Euer Haustier einen zuvor in der App festgelegten Bereich kann automatisch ein von Euch eingesprochener Befehl abgespielt werden. Frei nach dem Motto „nein nicht auf die Couch springen“.

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Die Bewegungserkennung funktioniert generell gut bis sehr gut! Auch die Erkennung von Haustieren, in diesem Fall meines Hundes, funktionierte ordentlich. Wie gut diese wirklich funktioniert hängt aber stark von der Positionierung der Kamera und auch von den Lichtverhältnissen ab.

 

Datenschutz und Speicherung

Der Datenschutz ist gerade bei Innen-Überwachungskameras sehr wichtig! Eufy verspricht hier die höchsten Datenschutz-Standards und eine durchgehende Verschlüsselung. Super! Allerdings welcher Hersteller verspricht keinen hohen Datenschutz?

Minuspunkte gibt es zunächst für den Registrierungszwang. Nicht unüblich, aber dies gibt einem Angreifer die Möglichkeit gezielt einen Account anzugreifen. Wählt also ein sicheres Passwort oder nutzt die 2 Faktor-Authentifizierung die Eufy anbietet.

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Ein sehr wichtiger Punkt bei der Datensicherheit ist der Speicherort der Aufnahmen. Hier bietet die  eufy Security Indoor Cam 2K Pan and Tilt drei Optionen:

  • Lokal auf einer microSD Speicherkarte
  • In der Eufy Cloud (kostenpflichtig)
  • Auf einem NAS mit RTSP Unterstützung

In der Cloud ist generell gesprochen ein reicht komfortabler Speicherort für Aufnahmen. Eufy speichert auch alle Aufnahmen verschlüsselt in einem deutschen Rechenzentrum. Allerdings wie gut die Verschlüsselung ist und vor allem wie gut die Schlüssel gesichert sind kann ich Euch nicht sagen. Allerdings bietet die Cloud einen hohen Schutz auch im Falle einer Zerstörung der Kamera. Die Cloud-Aufzeichnung kostet Euch faire 2,99€ pro Monat bzw. 29,99€ pro Jahr.

Langfristig günstiger ist hier die Speicherung auf einer lokalen Speicherkarte. Diese bietet auch aus Sicht der Datensicherheit Vorzüge. Sicherlich wenn jemand in Euren Account kommt, kann diese Person weiterhin an die Aufnahmen kommen, aber das Risiko ist nochmals verringert verglichen mit der Speicherung auf einem letztendlich fremden Server. In meinem Test funktionierte eine 64GB Speicherkarte absolut problemlos.

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Wollt Ihr das Maximum an Datenschutz, dann müsst Ihr zu RTSP greifen. RTSP erlaubt es 3. Anbieter Systeme direkt auf das Video-Signal zuzugreifen. Dies wäre z.B. ein Synology oder QNAP NAS, mit den jeweiligen Surveillance Station Anwendungen. In diesem Fall kann beispielsweise die Synology Surveillance Station direkt den Video-Stream abgreifen und sich um die Aufnahme kümmern. In der Eufy App landen dann keine Aufnahmen, sondern auf Eurem lokalen NAS. Diese Option ist allerdings eher etwas für „Profis“. Den Normalnutzern würde ich zur Nutzung der Speicherkarte raten.

 

Bildqualität

Eufy wirbt bei der Security Indoor Cam 2K Pan and Tilt mit einer 2K Auflösung. Bei dieser handelt es sich um 2304 x 1296 Pixel, welche damit wirklich ca. 44% über Full HD liegt!

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Und ja in der Praxis ist die Bildqualität wirklich sehr ordentlich! Ich habe zwar schon eine noch bessere Bildqualität gesehen, aber in dieser Preisklasse ist mir nichts Besseres bekannt.

Die Bildschärfe ist gut, auch wenn es sicherlich bei der Detaildarstellung noch etwas Luft nach oben gibt. Dafür ist die Dynamik und Bildausleuchtung aber gut!

 

Fazit

Die eufy Security Indoor Cam 2K Pan and Tilt ist voll zu empfehlen. Viel mehr brauchen wir gar nicht mehr zu sagen. Die Mischung aus günstigem Preis, guter Software und flexibler Speichermöglichkeiten ist aktuell schwer zu schlagen.

Eufy Security Indoor Cam 2k Pan And Tilt Test Review 7

Gerade die Speichermöglichkeiten heben die eufy Security Indoor Cam 2K Pan and Tilt etwas von der Konkurrenz ab. So bietet Eufy Euch die Möglichkeit Aufnahmen auf einer Speicherkarte, in der Cloud oder auf einem lokalen NAS abzulegen. Hinzu kommt die sehr gute Bewegungserkennung mit KI Unterstützung, Unterstützung von Apple HomeKit usw.

Das Ganze zu einem Preis von +- 50€ ergibt eine wirklich hervorragende Überwachungskamera! Überlegt nur ob Ihr wirklich den Motor zum Drehen benötigt. Die eufy Security Indoor Cam 2K ist technisch identisch, nur ohne Motor und dafür etwas günstiger.

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  • Gute Bildqualität mit 2K Sensor
  • Speicherung der Aufnahmen lokal, auf einem NAS oder in der Cloud
  • Gute App

Die Kingston KC2500 SSD im Test

Die KC2500 ist die aktuelle Flaggschiff NVME SSD aus dem Hause Kingston. Diese soll vor allem mit einer hervorragenden Leistung punkten, ohne dabei zu teuer zu sein. Auf dem Papier lesen sich die bis zu 3500MB/s Datenrate auch sehr beeindruckend! Wir sind hier klar am obersten Limit das eine PCIe 3.0 SSD erreichen kann.

Kingston Kc2500 Ssd Im Test 5

Ermöglicht wird dies durch einen 96 lagigen 3D TLC NAND und den Silicon Motion SM2262EN Controller. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Kingston KC2500 überzeugen und wie schlägt sie sich gegen die Konkurrenz?

Finden wir es heraus!

 

Die Kingston KC2500 im Test

Die Kingston KC2500 ist optisch eine recht einfache NVME SSD. So verfügt diese über ein schwarzes PCB und einen einfachen schwarz/weißen Aufkleber. Auf einen Kühler oder eine Kupferschicht unter dem Aufkleber hat Kingston verzichtet. Diese scheinen hier recht optimistisch zu sein, dass es keine Temperaturprobleme gibt.

Kingston Kc2500 Ssd Im Test 2

Aktuell ist die KC2500 in vier Kapazitätsgrößen verfügbar:

250GB 500GB 1TB 2TB
Preis ca. 60 € 105 € 180 € 400 €
Lesend 3500MB/s 3500MB/s 3500MB/s 3500MB/s
Schreibend 1200MB/s 2500MB/s 2900MB/s 2900MB/s

 

Ungewöhnlich, dass es die High End SSD auch noch in einer 250GB Version gibt, auf welche mittlerweile viele Hersteller verzichten. Aus Sicht der Preis/Leistung ist die 1TB Version ebenfalls wie oft üblich die beste Version.

Lesend sollen dabei alle Versionen 3500MB/s erreichen. Schreibend schwankt die Datenrate zwischen 1200MB/s bei der kleinen 250GB Version und 2900MB/s bei den beiden großen Versionen.

Kingston Kc2500 Ssd Im Test 4

Kingston setzt bei der KC2500 auf den Silicon Motion SM2262EN Controller. Der SM2262EN ist ein durchaus populärer Controller im High End Bereich. So setzt beispielsweise auch die ADATA XPG SX8200 Pro und die Intel 760p auf diesen.

Interessant ist der verbaute NAND. Offiziell handelt es sich hier um 3D TLC 96 Layer NAND, dieser ist allerdings Kingston (FB12808UCT1) gebrandet! Kingston stellt allerdings selbst keinen her, es handelt sich hier vielmehr um Toshiba NAND der nur das Kingston Branding besitzt.

TbwKingston spezifiziert die Haltbarkeit der SSD mit 300TBW bei der 500GB Version, 600TBW bei der 1TB Version und 1,2PB bei der 2TB Version. Dies ist solider Durchschnitt! Natürlich bedeutet dies nicht, dass die SSD zwangsweise kaputt geht wenn dieses Limit überschritten wird, aber die Garantie erlischt. Selbiges gilt nach 5 Jahren in Eurem Besitz. Wie viel bereits auf die SSD geschrieben wurde, könnt Ihr mit Tools wie CrystalDiskInfo auslesen.

Kc2500 Info

Das Testsystem

Folgendes Testsystem kommt für den SSD Test zum Einsatz:

  • AMD Ryzen 5 3600X
  • ASUS Prime X570-P
  • 16GB RAM
  • Corsair HX Series HX850 Netzteil
  • Windows 10

Wichtig, bei Windows 10 handelt es sich um einen etwas älteren Update-Stand der über alle SSD-Tests konstant gehalten wird um vergleichbare Werte zu erhalten.

 

Ein erster theoretischer Test

Starten wir in den Test mit einem absoluten Klassiker, CrystalDiskMark, hier noch in Version 6.

Crystal SchreibendCrystal LesendDaumen hoch für Kingston! Die SSD kann +- die Herstellerangabe erreichen. Lesend konnte ich maximal 3472MB/s messen, was nur minimal unter der Herstellerangabe von 3500MB/s liegt. Schreibend konnte die KC2500 mit 2970MB/s die Herstellerangabe sogar minimal überbieten.

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Verglichen mit anderen SSDs kann gerade die Leseleistung überzeugen. Hier liegt die Kingston KC2500 auf Platz 3, hinter der PCIe 4.0 Corsair MP500 und knapp hinter der ADATA SX8200 Pro, welche den gleichen Controller nutzt. Schreibend fällt die KC2500 auf einen immer noch respektablen 4. Platz ab. Die SX8200 Pro kann hier nicht mithalten.

Diese positiven Ergebnisse gehen zunächst auch im AS SSD Benchmark weiter. Dieser bescheinigt der Kingston KC2500 vor allem eine sehr gute Zugriffszeit.

ZugriffszeitenAllerdings im Kopier-Benchmark von AS SSD fällt die Kingston KC2500 etwas zurück.

KopierbenchmarkAS SSD ist leider weniger gut auf NVME SSDs optimiert und daher nicht ganz so aussagekräftig, dennoch interessant, dass hier die KC2500 etwas schwächer abschneidet.

 

Praktische Tests

Allerdings sind Benchmarks nur das eine, die Praxis das andere. Starten wir hier mit der Installation von Windows 10 von einem USB Stick aus. Es wird die Zeit vom letzten „weiter“ Klicken des Installations-Programms bis zur ersten Nutzerinteraktion gemessen.

Windows InstallationHier kann die Kingston KC2500 nur bedingt ihre Stärken zeigen und landet eher im Mittelfeld, hinter der KIOXIA EXCERIA PLUS. Dieser Test scheint aber den SSDs mit SM2262EN Controller im Allgemeinen nicht zu liegen, da auch die ADATA SX8200 PRO hier deutlich schlechter abschnitt als in anderen Tests.

Was kann ein SSD Test ohne das Messen der Windows Startzeit sein? Hierbei messe ich die Zeit vom Betätigen des Einschalters bis zum Öffnen eines Windows Editor Fensters, das im Autostart von Windows liegt. Dieser Test wird fünf mal wiederholt um die üblichen Schwankungen zu minimieren.

Windows 10 StartWindows 10 startet mit allen SSDs sehr schnell und die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen liegen bei wenigen Sekunden. Allerdings kann sich die KC2500 auf Platz 2 setzen, vor der ADATA SX8200 Pro und hinter der KIOXIA EXERIA PLUS, ein Top Ergebnis!

In Windows angekommen entpacken wir zwei Dateipakete mit WinRAR. Test-Datei Paket Nr. 1 besteht aus 47.000 teils sehr kleinen Dateien und bringt 41GB auf die Waage. Test-Datei Paket Nr. 2 ist 25GB groß und besteht aus rund 2000 Dateien. Paket Nr. 2 ist die Installation von Bioshock Infinite.

WinrarHier kann sich die KC2500 im oberen Teil des Felds platzieren. Bei den Test-Dateien 1 schneidet die SSD aber tendenziell etwas schlechter ab als bei Datei-Set 2. Die vielen kleinen Dateien machen der SSD also etwas mehr Probleme als die tendenziell etwas größeren Dateien.

Kopieren wir nun die entpackten Daten von Ort a nach Ort b, innerhalb der SSD.

Dateien KopierenHier kann sich die Kingston KC2500 auf einen starken 2. Platz positionieren.

 

Temperatur

Die Kingston KC2500 verfügt nicht über einen Kühlkörper oder Ähnliches. Wird solch einer denn nicht benötigt?

TemperaturLaut Software wird die SSD maximal 69 Grad heiß und dies unter absoluter Volllast. 69 Grad sind vergleichsweise kühl, allerdings drosselt sich die SSD bei dieser Temperatur bereits! So konnte ich lesend nur noch 2400MB/s und 1400MB/s schreibend erreichen. In einem von Natur aus wärmeren Notebook könnten die Werte noch etwas schlechter ausfallen.

Wie genau die SSD auf 69 Grad kommt ist mir dabei ein kleines Rätzel.

TemperaturDie Wärmebildkamera zeigt Temperaturen im Bereich von 88 Grad im Bereich des Controllers und 7X Grad bei den NAND Chips. Bei solchen Temperaturen ist eine Drosslung nicht ungewöhnlich und vermutlich auch sinnvoll.

 

Leistungsaufnahme

Leider ist das Messen des Stromverbrauchs bei M.2 SSDs etwas nicht ganz Triviales. Ich muss mich hier eines Tricks bedienen. Ich verbaue die SSDs in ein externes NVME fähiges USB C 3.1 Gehäuse (Jmicron JMS582) und messe hier den Stromverbrauch dieses Gehäuses inklusive SSD. Ich kann hier das leere Gehäuse in einem gewissen Rahmen herausrechnen, aber die so erhaltenen Werte werden nicht 100%ig genau sein! Allerdings, eine SSD die tendenziell mehr Strom benötigt, wird auch dies in der Tabelle zeigen. Achtet also weniger auf die absoluten Werte und mehr auf den Vergleich zu den anderen Modellen um einzuschätzen ob nun eine SSD eher mehr oder weniger Energie benötigt.

Für die Nutzung in einem Desktop spielt dieser Test fast keine Rolle, hier wirkt sich +- 1W so gut wie 0 auf die Stromrechnung aus. Allerdings in einem Ultrabook kann +- 1W schon fast ne Stunde Laufzeit ausmachen.

LeistungsaufnahmeDie Kingston KC2500 ordnet sich hier im Mittelfeld ein. Damit ist diese auch für Notebook Nutzer zu gebrauchen. Wollt Ihr aber das absolute Maximum an Akkulaufzeit, dann müsst Ihr etwas Performance opfern.

Wie groß ist der Unterschied zwischen der Crucial P1 (sehr sparsam, aber etwas langsamer) und der Kingston KC2500? In einem extrem sparsamen Ultrabook wie dem XPS 13, würde die Crucial P1 die Akkulaufzeit um ca. 5-7% verlängern, verglichen mit der KC2500. In einem Gaming Notebook wäre der Unterschied aber nur 1-3%.

 

Fazit

Die Kingston KC2500 ist eine absolute spitzen SSD! Gerade lesend gehört diese eindeutig zu den top 3 SSDs die ich bisher im Test hatte. In der Praxis kann diese sich sogar gegen PCIe 4.0 SSDs behaupten.

Dabei bietet die KC2500 gerade im Alltag eine hervorragende Leistung! Dies liegt sicher auch zu weiten Teilen am sehr starken Silicon Motion SM2262EN Controller, welcher auch schon der ADATA SX8200 Pro zu top Ergebnissen verholfen hat. Verglichen mit der günstigeren SX8200 Pro bietet die Kingston KC2500 eine bessere Schreibleistung, während lesend beide Modelle +- gleich auf sind.

Kingston Kc2500 Ssd Im Test 7

Wo es noch Luft nach oben gibt, wäre bei der Kühlung! Die SSD meldet zwar via Software vergleichsweise niedrige Temperaturen, in der Praxis werdet Ihr aber ohne separaten Kühler bei konstanter Last in eine Drosslung laufen. Bereits ein einfacher SSD Kühler kann hier aber helfen.

Unterm Strich kann ich die Kingston KC2500 mit gutem Gewissen jedem Desktop und gegebenenfalls auch Notebook Nutzer (wenn hier eine SSD Kühlung vorhanden ist) empfehlen, wenn Ihr eine High End SSD mit hoher Lese- und Schreibleistung sucht.

Synology Surveillance Station, was kann Sie und welche Kameras sind im Jahr 2020 kompatibel?

Überwachungskameras auf dem eigenen Grundstück und in den eigenen vier Wänden werden immer normaler, dank diverser einfach zu nutzenden „Smart Home Überwachungskameras“. Allerdings bleibt dabei oftmals der Datenschutz etwas auf der Stecke. Zwar versprechen alle Hersteller hier höchste Standards, aber wer weiß schon wirklich wer innerhalb der Unternehmen zugriff auf Eure Accounts und die Aufnahmen hat?

So genug Angst geschürt, was sind aber die potenziellen Lösung um einen 100% perfekten Datenschutz bei der Video-Überwachung zu erzielen? Eine spannende Lösung ist die sogenannte Synology Surveillance Station. Hierbei handelt es sich um ein Programm das auf NAS Systemen des Herstellers Synology laufen kann und eine Art Management Software für Überwachungskameras ist.

Synology Surveillance Station 2020 3

Ihr könnt in die Synology Surveillance Station Überwachungskameras von 3. Anbietern einbinden, welche dann vom NAS gesteuert werden. Ebenso werden Aufnahmen dann lokal auf EUREM NAS gesichert. Ein Zugang für dritte ist so nicht möglich.

Klingt doch spannend, aber was kann die Synology Surveillance Station im Jahr 2020 alles und welche Überwachungskameras werden unterstützt? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Voraussetzungen

Starten wir mit den Basics, was braucht Ihr um die Synology Surveillance Station nutzen zu können?

Synology Surveillance Station 2020 1

  1. Ihr benötigt ein Synology NAS. Dabei unterstützt prinzipiell erst einmal jedes NAS von Synology die Surveillance Station, größere Modelle können aber mit mehr Kameras umgehen und sind generell in der Nutzung (dem Scrollen durch Aufnahmen usw.) etwas flüssiger. Die Synology DiskStation DS120j wäre so das einfachste aktuelle Modell und kann prinzipiell mit bis zu 5 Kameras umgehen, die größere DiskStation DS720+ mit bis zu 40 Kameras.
  2. Passende Festplatten/SSDs. In dem NAS muss natürlich mindestens eine passende Festplatte oder SSD verbaut werden. Hier solltet Ihr dringend eine spezielle NAS bzw. DVR geeignete HDD wählen, oder eine SSD die für hohe Schreiblasten ausgelegt ist. Bei den HDDs habe ich gute Erfahrungen mit den Western Digital WD Purple Modellen gemacht, welche nicht übermäßig teuer sind, aber gut mit den konstanten Datenströmen klar kommen. SSDs haben den Vorteil eines deutlich niedrigeren Stromverbrauchs, aber SSDs welche für konstante Schreiblasten in einem 24/7 Umfeld ausgelegt sind, sind teuer! Solch eine SSD wäre z.B. die Synology SAT5200 mit rund 180€ für 500GB.
  3. Von Haus aus könnt Ihr maximal 2 Kameras in die Surveillance Station einbinden. Wollt Ihr mehr Kameras, dann müsst Ihr zusätzliche Lizenzen kaufen. Pro zusätzlicher Kamera werden 50€ fällig.
  4. Eine passende Überwachungskamera. Ihr benötigt natürlich eine unterstütze Überwachungskamera. Leider werden die meisten „Smart Home Überwachungskameras“ nicht von der Synology Surveillance Station unterstützt, ihre Hersteller wollen dies auch nicht. Hier gibt es eine Liste mit unterstützter Überwachungskameras: https://www.synology.com/de-de/compatibility/camera

 

Empfohlene Überwachungskameras für die Synology Surveillance Station

Zwar finden sich „über 7600 IP-Kameras von 130 bekannten Marken“ auf Synologys Kompatibilitätsliste https://www.synology.com/de-de/compatibility/camera , aber viele dieser Modelle sind älter, nicht mehr zu bekommen oder waren in Deutschland nie zu bekommen. Daher hier ein paar Empfehlungen für Modelle die mit der Synology Surveillance Station kompatibel sind und auch aktuell verfügbar sind. Dabei will bzw. muss ich mich auf zwei Marken beschränken, Eufy und INSTAR.

INSTAR

INSTAR ist ein deutscher Hersteller von recht klassischen Überwachungskameras. Diese sind generell alle mit der Synology Surveillance Station kompatibel!

Instar In 8001 Test 5

Dabei hat INSTAR einen weiteren Vorteil, die Kameras verzichten komplett auf eine Cloudanbindung und Ihr müsst Euch für die Nutzung auch kein Konto beim Hersteller anlegen usw. INSTAR Überwachungskameras können völlig unabhängig vom Internet funktionieren. Hier einfach mal fünf Modelle:

Die INSTAR Überwachungskameras lassen sich einfach in der Surveillance Station auswählen und dann auch nutzen.

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Eine großartige Konfiguration ist so nicht nötig, alles funktioniert mehr oder weniger von Haus aus.

Eufy

Eufy ist eigentlich ein Smart Home Überwachungskamera Hersteller wie er im Buche steht. Diese bieten Cloud Aufzeichnung an, haben komplett kabellose Überwachungskameras im Sortiment usw.

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Allerdings sind auch einige von Eufys Überwachungskameras mit der Surveillance Station kompatibel. Folgende Modelle wären mit bekannt:

WICHTIG! Im Gegensatz zu INSTAR könnt Ihr bei Eufy die Herstelleranbindung nicht ganz koppeln. Die Kameras müssen weiterhin mit Eurem Account und dem Internet verbunden sein. Das Aufnehmen über das Eufy System könnt Ihr aber theoretisch abschalten, oder parallel weiterlaufen lassen.

Um die Kameras in die Surveillance Station einzubinden müsst Ihr zunächst das „Auf NAS speichern“ Feature in der Eufy App einschalten.

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Anschließend tragt die Daten aus der Eufy App in die Surveillance Station unter „Benutzerdefiniert“ ein.

 

Was kann die Synology Surveillance Station?

Bei der Surveillance Station handelt es sich um ein Programm, das auf Eurem Synology NAS laufen kann. Dieses ist eine Art DVR System, welches die verbundenen Kameras im Grunde nur als Augen verwendet und sich selbst um die Aufzeichnung, Bewegungserkennung, Auswertung usw. der Aufnahmen kümmert. Dabei könnt Ihr auf die Surveillance Station wahlweise via Webbrowser, Smartphone App oder Desktop App zugreifen. Letztere besitzt den größten Funktionsumfang.

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Starten wir bei der Live-Ansicht der Kameras. Ihr könnt natürlich die Live-Ansicht aller Kameras betrachten, dies auch mehrerer Kameras parallel. Dabei könntet Ihr theoretisch das Bild bis zu 100 Kameras in einem Fenster sehen.

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Ebenso könnt Ihr hier Alarme erstellen, so das Euch direkt ein Bild Markiert wird auf welchem gerade eine Bewegung stattfindet.

Das kontinuierliche Betrachten der Live-Ansicht ist natürlich das eine, das Aufzeichnen das andere. Hier habt Ihr grundsätzlich zwei Möglichkeiten, kontinuierlich Aufzeichnen oder nur beim erkennen einer Bewegung. Wichtig habt Ihr beispielsweise eine der komplett kabellosen Eufy Kameras könnt Ihr nur beim Erkennen einer Bewegung aufzeichnen. Die Speicherung der Aufnahmen erfolgt dabei natürlich ausschließlich lokal. Ihr könnt hier für jede Kamera ein maximales Speicherdatum oder maximale Aufnahmegröße festlegen.

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Solltet Ihr Aufnahmen nicht nur lokal Speichern wollen, dann könnt Ihr diese über andere Synology Tools auch mit öffentlichen Cloud Diensten wie Dropbox usw. synchronisieren, dies gegebenenfalls auch komplett verschlüsselt, solltet Ihr Dropbox und Co. nicht trauen.

Wollt Ihr nur tagsüber aufzeichnen und vielleicht nachts nur basierend auf der Bewegungserkennung, ist dies dank eines Zeitplans auch möglich. Grundsätzlich ist die Surveillance Station aber etwas auf ein konstantes Aufzeichnen optimiert.

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Dies seht Ihr auch bei der Auswertung der Aufnahmen. In der Timeline könnt Ihr komfortabel durch die kompletten Aufnahmen scrollen. Dabei werden Momente mit einer erkannten Bewegung gesondert markiert, egal ob Ihr die Bewegungserkennung nutzt oder kontinuierlich aufnehmt. Dies beschleunigt das Auswerten der Aufnahmen massiv!

In der Desktop App habt Ihr auch Zugriff auf das Smart Search Feature. Smart Search erlaubt es Euch Aufnahmen gezielt zu durchsuchen. Ihr könnt beispielweise einen Bereich festlegen in welchem ein Objekt stand und das System sucht nach dem Moment in welchem das Objekt entfernt wird, „Missing Objekt“ nennt sich das Ganze. Umgekehrt könnt Ihr auch nach hinzugestellten Objekten „Foreign Objekt“ oder nach Momenten suchen in welchen die Kamera abgedeckt wurde.

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Praktisch! Wurde beispielsweise etwas geklaut müsst Ihr nicht stundenlang Aufnahmen durchsehen, sondern das NAS macht dies für Euch. Leider funktioniert dies aber nicht „LIVE“, sondern nur in den Aufnahmen. Wollt Ihr eine „Live“ Personen oder sogar Fahrzeug Erkennung, inklusive der Möglichkeit „No Go“ Bereiche festzulegen, dann ist dies auch möglich, aber nur auf den speziellen „DVA“-Systemen von Synology. Diese Systeme bieten dann auch eine Gesichtserkennung und Zuordnung usw. Der Spaß kostet aber gute 1500€.

Wollt Ihr die Aufnahmen ganz klassisch auswerten, dann könnt Ihr diese einfach auf Euren PC kopieren. Diese werden als einfache Video-Clips auf dem NAS gesichert.

Neben diesen Basis-Funktionen gibt es auch einige Spielereien, wie z.B. die Möglichkeit Zeitrafferaufnahmen zu erstellen usw.

 

Benachrichtigungen und Smartphone App

Natürlich kann Euch die Surveillance Station auch über Ereignisse benachrichtigen. Hierzu zählen Ereignisse wie das Erkennen einer Bewegung, das Trennen einer Kamera usw. Benachrichtigungen könnt Ihr via E-Mail, SMS (über einen online SMS Anbieter) und via Pusch Dienst erhalten. Letzterer kann dabei die Synology Smartphone Apps nutzen.

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Die Surveillance Station Smartphone App hört auf den Namen DS Cam. Diese erlaubt es Euch auf viele der Surveillance Station Feature auch von unterwegs zuzugreifen.

Dabei habt Ihr die Wahl, Ihr könnt Euch direkt mit Eurem NAS verbinden, müsst dafür aber Portfreigaben erstellen und ein wenig mit der in der Regel dynamischen IP Adresse Eures DSL Anschlusses kämpfen. Alternativ könnt Ihr Synologys Quick Connect Feature nutzen, bei welchem aber der Trafik der Surveillance Station durch einen Synology Server läuft, der als Mittelsmann dient.

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Die DS Cam App ist grundsätzlich gut aufgebaut und bietet alle Feature die Ihr unterwegs vermutlich benötigen werdet. Hierzu gehört natürlich primär die Live-Ansicht und die Möglichkeit Aufnahmen zu betrachten. Letzteres Wahlweise in Listenform oder mithilfe der Zeitachse, auf welcher Bewegungen markiert sind.

 

Fazit

Ich hoffe dieser kleine Artikel konnte Euch helfen 1. Einen Eindruck von der Synology Surveillance Station zu erhalten und 2. Eine Möglichkeit zu finden eine Video-Überwachung mit unbedenklichem Datenschutz zu erstellen.

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Solltet Ihr weitere Fragen haben, dann werde ich versuchen diese zu beantworten.

Test: Denon Home 250, der Moderne „smarte“ Netzwerklautsprecher, mit ALEXA?

Mit der Home Serie hat der Audio-Speziallist Denon ein paar absolute Multitalente im Sortiment. So handelt es sich bei diesen nicht einfach nur um normale Lautsprecher, sondern um ein vollwertiges Multiroom System, inklusive dem Support gängiger Sprachassistenten wie Amazons ALEXA oder dem Google Assistent. Auch Apple AirPlay, Spotify Connect und nicht zuletzt Bluetooth ist mit an Bord.

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In der Home Serie finden sich aktuell drei Lautsprecher, der Home 150, der Home 250 und der große Home 350. In diesem Test soll es um den mittleren Home 250 gehen.

Mit rund 400€ ist dieser preislich schon als gehoben zu deklarieren. Dafür muss dieser neben dem Support diverser Dienste und Sprachassistenten auch beim Klang einiges bieten. Ist dies auch der Fall? Finden wir es im Test des Home 250 heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Denon die mir den Home 250 für einen Test ausgeliehen haben.

 

Der Denon Home 250 im Test

Oftmals ist die Größe eines Produkts auf Produktbildern nicht so leicht zu erkennen. So muss ich gestehen etwas von der Größe des Denon Home 250 überrascht gewesen zu sein.

Hier einfach mal im Vergleich zum Amazon Echo Plus:

Denon Home 250 Test Review 5

Der Denon Home 250 ist geschätzt 3-4x so groß wie der Amazon Echo Plus und misst 295x216x120mm. Auch das Gewicht ist mit 3,7 KG ordentlich! Bei einem Lautsprecher ist natürlich ein höheres Gewicht und größere Abmessungen immer ein gewisser Vorteil, gerade wenn diese nicht portabel genutzt werden kann/soll.

Was das Design angeht hat Denon einen guten Job gemacht! Der Home 250 wirkt edel und wertig, ohne dabei zu viele Blicke auf sich zu lenken. Ideal für ein etwas wertiger eingerichtetes Wohnzimmer.

Denon Home 250 Test Review 1

Die Front und Rückseite sind dabei komplett mit Stoff bespannt. Unter dem Stoff auf der Front finden sich vier aktive Treiber, zwei 100mm Tief/Mitteltöner und zwei 19mm Hochtöner. Auf der Rückseite ist zudem eine Passivmembran angebracht, welche die Bass-Performance verbessern soll.

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Gesteuert wird der Denon Home 250 über Touch-Tasten auf der Oberseite und natürlich die Denon App. Bei den Touch-Tasten handelt es sich um Play/Pause, Lauter, Leiser und drei frei programmierbare Schnellwahltasten. Ebenfalls auf der Oberseite finden sich vier Mikrofone für Sprachassistenten.

Denon Home 250 Test Review 3

Auf der Rückseite finden wir den Netzanschluss (Netzteil ist integriert), einen LAN Port, ein AUX Anschluss, eine Bluetooth und Connect Taste, wie auch einen USB Port. WLAN ist natürlich auch im Lautsprecher integriert.

Im Leerlauf benötigt der Denon Home 250 im übrigen rund 1,6W.

 

Software und Feature

Um den Denon Home 250 zu nutzen benötigt Ihr die HEOS App. Die HEOS App ist recht einfach aufgebaut. Funktional ist diese zwar tadellos, aber ganz offen gesagt optisch lässt diese schon etwas zu wünschen übrig. Diese sieht nicht nach der App eines 400€ Smart Lautsprechers aus, sondern eher als wäre diese mit der heißen Nadel gestrickt. Erneut funktional will ich nichts Negatives sagen, aber an der Optik und Präsentation sollte Denon noch arbeiten.

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In der App könnt Ihr zunächst einige Einstellungen des Denon Home 250 anpassen, diesen beispielsweise mit dem WLAN Verbinden, FW Updates Einspielen oder diesen auch mit anderen HEOS kompatiblen Geräten in Gruppen „Räumen“ zusammenfassen.

Das Wichtigste sind aber die Wiedergabemöglichkeiten. Zunächst kann der Denon Home 250 lokale Musik aus diversen Quellen Wiedergeben:

  • Von Eurem Smartphone
  • Von einem angeschlossenen USB Stick
  • Von einem lokalen Server/NAS

Dabei wird die Musik innerhalb der App in Interpret, Album usw. aufgeschlüsselt. Neben der Wiedergabe lokaler Musik kann der Denon Home 250 auf diverse online Dienste zugreifen.

Folgende online Dienste werden unterstützt:

  • Amazon Music
  • Deezer
  • Mood Mix
  • Napster
  • SoundCloud
  • Spotify
  • TIDAL
  • TuneIn Radio

Via TuneIn könnt Ihr normale Radio-Sender hören. Diese könnt Ihr für die schnelle Wiedergabe auch direkt auf eine der Schnellwahltasten legen. Nutzt Ihr Spotify, dann könnt Ihr Musik direkt aus der Spotify App auf den Lautsprecher streamen, Ihr müsst dafür nicht mal die HEOS App öffnen, dank der Unterstützung von Spotify Connect.

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Abseits dieser Dienste könnt Ihr auch universell Musik und Medien auf den Lautsprecher über folgende Dienste streamen:

  • Apple AirPlay 2
  • Spotify Connect
  • Amazon ALEXA
  • Bluetooth

Erfreulicherweise funktionieren die Dienste die ich getestet habe sehr gut! Auch wirkt der Denon Home 250 recht reaktionsfreudig.

 

Denon Home + ALEXA?

Wie genau funktioniert nun ALEXA und der Denon Home 250? Genau genommen hat der Denon Home 250 ALEXA NICHT eingebaut! Es ist lediglich möglich Musik via ALEXA auf dem Denon Home 250 wiederzugeben.

Ihr benötigt dafür irgendeine Form von Amazon Echo Lautsprecher, also z.B. ein Amazon Echo Dot. Diesem könnt Ihr sagen „Alexa gib XYZ auf dem Denon Home 250 wieder“. Der Amazon Echo wickelt den Sprachbefehl ab und die Audioausgabe kommt aus dem Home 250.

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Dies ist natürlich weniger elegant als würde der Home 250 auch direkt als ALEXA Lautsprecher fungieren, funktioniert in der Praxis aber ordentlich. Auch die Verzögerung für die Reaktion ist gering, ebenso schaltet sich der Lautsprecher automatisch ein wenn eine Wiedergabe beginnt.

Denon Home 250 Test Review 9

WICHTIG! Denon will eine direkte Integration von ALEXA im Home 250 via Software später dieses Jahr nachrüsten (via Software Update)!

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang. Aufgrund des durchaus gehobenen Preises dürfen hier unsere Erwartungen auch etwas größer sein. Erfreulicherweise könnte der Denon Home 250 meine Erwartungen klanglich durchaus übertreffen!

Starten wir beim wichtigsten Punkt, dem Bass. Hier war ich sehr überrascht, denn der Home 250 liefert einen erstaunlich starken und voluminösen Bass! Dieser ist in seiner Basis-Einstellung fast schon etwas sehr dominant, aber das ist letztendlich Geschmackssache. Ich könnte mir aber glatt vorstellen, dass der Home 250 in sehr kleinen Räumen etwas zum Wummern neigen könnte, hier müsstet Ihr in der „Lautsprecheraufstellung“ Einstellung etwas herumprobieren. Je nachdem was Ihr dort einstellt ändert dies die Bass-Performance deutlich! Dennoch ist der Bass und dessen Qualität  für solch einen Lautsprecher wirklich imposant.

Denon Home 250 Test Review 8

Die Mitten des Denon Home 250 sind ordentlich, allerdings neigt der Lautsprecher in seiner Basis-Einstellung etwas zu einer Badewannen Klangsignatur. Ich würde die Mitten nicht als dünn bezeichnen, aber der Bass ist teils schon recht dominant. Einzelne Stimmen und auch Gesang wird aber gut bis sehr gut wiedergegeben!

Dank der gesonderten Hochtönern ist es keine Überraschung, dass die Höhen ordentlich sind! Diese sind klar und absolut sauber. Hier habe ich nichts zu kritisieren für einen Lautsprecher dieser Klasse. Das einzige was mir etwas aufgefallen ist, die Höhen fallen seitlich zum Home 250 recht stark ab. Hierdurch handelt es sich beim Denon Home 250 um einen etwas direktionaleren Lautsprecher, als viele der Modelle von Amazon und Co.

Neben der sehr starken Basswiedergabe hat mich auch die Pegelfestigt des Lautsprechers sehr überrascht! Unterm Strich ist der Denon Home 250 damit ein sehr lebendig und groß klingender Lautsprecher. Dieser klingt beispielsweise noch um einiges gewaltiger als ein Amazon Echo Studio und das trotz durchaus vergleichbarer Abmessungen.

 

Fazit

Der Denon Home 250 ist ein beeindruckender Netzwerklautsprecher! Dies liegt zum einen an den zahlreichen unterstützten Diensten, wie aber auch am Klang.

Auf Seiten der unterstützten Diensten bringt der Home 250 im Grunde alles mit was Ihr Euch wünschen könnt, die Wiedergabe lokaler Musik (vom Smartphone, USB Stick oder NAS), Spotify Connect, Amazon Music, Apple AirPlay 2, Webradio usw. Selbst Amazon ALEXA wird unterstützt, dies aber nur indirekt.

Denon Home 250 Test Review 10

So könnt Ihr zwar Musik via ALEXA auf dem Lautsprecher via Netzwerk wiedergeben, dafür benötigt Ihr aber einen separaten Amazon Echo Lautsprecher. Diesem könnt Ihr dann sagen „ALEXA spiele XYZ auf Denon Home 250“. Da man einen Amazon Echo Dot sehr günstig bekommt ist dies an sich kein großes Ding, aber eine direkte Integration von ALEXA wäre sicherlich noch etwas nahtloser gewesen.

Auch bei der HEOS App ist noch etwas Luft nach oben. Funktional ist diese top, aber optisch geht noch was.

Der Klang des Home 250 hingegen ist absolut tadellos! Der Lautsprecher übertrifft beispielsweise einen Amazon Echo Studio deutlich, trotz vergleichbarer Abmessungen. Gerade der Bass des Denon Home 250 ist ausgesprochen mächtig!

Kurzum, ja der Denon Home 250 ist ein toller Netzwerk Lautsprecher! Hier und da gibt es sicherlich noch Luft nach oben, aber gerade die Hardware ist erste Klasse!

Test: Teufel Holist M, der beste Amazon ALEXA Lautsprecher aktuell? Ja!

Mit der Holist Serie hat der deutsche Audio Hersteller Teufel dieses Jahr nun seine ersten Lautsprecher mit einer direkten Integration von ALEXA auf den Markt gebracht. Dabei sollen sich die Holist Modelle klanglich oberhalb der Amazon eigenen Modelle einordnen, was sich natürlich auch auf den Preis auswirkt.

Teufel Holist M Test Review 8

Hier ist aber gerade der große Teufel Holist M spannend, welcher potenziell der klanglich beste Lautsprecher mit Amazon ALEXA im Jahr 2020 sein könnte. Stellt sich dennoch die Frage, lohnt es sich hier rund 500€ auszugeben? Klingt der Teufel Holist M wirklich so viel besser als ein Amazon Echo Studio, wie steht es um die Spracherkennung und gibt es sonstige Probleme, die 3. Anbieter Amazon ALEXA Lautsprecher gerne mal haben? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Teufel Holist M im Test

Der Holist M ist mit einer Höhe von 40cm und einem Durchmesser von rund 27cm schon ein ziemlicher Brocken! Zum Vergleich dieser ist ca. 3x so groß wie ein Amazon Echo Studio, welcher schon der größte von Amazons eigenen Lautsprechern ist. Damit ist der Holist M durchaus auch für größere Räume wie das Wohnzimmer geeignet.

Teufel Holist M Test Review 2

Dabei setzt Teufel auf eine Art 360 Grad Design, welches hier aber in einer 6-eckigen Zylinderform umgesetzt wurde, was den Holist M etwas von der Masse abhebt.

So wirkt der Holist M schon etwas kantiger und „offensiver“ als die Amazon Echo Modelle. Dies könnt Ihr auch noch etwas mehr unterstreichen, wenn Ihr den optionalen Standfuß mit kauft (siehe hier).

Teufel Holist M Test Review 4

Äußerlich ist dabei der Lautsprecher komplett mit Stoff umspannt, was diesen wieder etwas freundlicher und wohnlicher erscheinen lässt. Lediglich der „Sockel“ auf welchem der Lautsprecher steht ist aus Hochglanzkunststoff und auf der Oberseite das Bedienelement ist aus Kunststoff.

Teufel Holist M Test Review 3

In diesem Bedienelement sind die vier für ALEXA notwendigen Mikrofone verbaut, wie auch Touch Tasten für:

  • Vor
  • Zurück
  • Play/Pause
  • Lauter
  • Leiser
  • Mikrofon ein/aus
  • AUX-Eingang
  • Bluetooth

Dies lässt schon erahnen das der Holist M etwas mehr kann als „nur“ ALEXA. Die Anschlüsse des Lautsprechers und zwei weitere „Tasten“ finden wir auf der unteren Rückseite.

Teufel Holist M Test Review 5

Hier ist der Netzanschluss wie auch ein 3,5mm AUX Eingang. Des Weiteren findet sich hier eine Reset-Taste, ein Modi-Schalter und ein Drehrad für die Bass stärke. Aufseiten der Modi habt Ihr die Wahl zwischen:

  • Direkt
  • Neutral
  • Wide

Interessant, dass solche Einstellungen als physische Schalter am Lautsprecher angebracht sind und nicht via Software umgesetzt wurden.

Teufel Holist M Test Review 6

Der Stromverbrauch im Leerlauf liegt bei 2,1W und bei regulärer Zimmerlautstärke bei ca. 6,8W.

 

App, ALEXA und Feature

Um den Holist M zu nutzen müsst Ihr diesen zunächst über die Teufel Holist App einrichten. Die Einrichtung geht recht einfach und problemlos.

Teufel Holist App (2) Teufel Holist App (4)

Einfach ist auch eine gute Beschreibung für die Holist App. diese ist eindeutig eine Abwandlung der älteren Teufel Raumfeld Apps, wirkt aber zum Teil etwas leer auf mich. Damit beziehe ich mich nicht auf den Funktionsumfang, welcher völlig okay ist, sondern auf das Design und den Aufbau.

Teufel Holist App (9) Teufel Holist App (15)

Der Holist M ist erfreulicherweise mehr als nur ein einfacher „ALEXA-Lautsprecher“. Die Unterstützung von ALEXA ist aber sicherlich das primäre Feature, warum Ihr den Lautsprecher kaufen wolltet. Ihr könnt den Holist M zunächst wie einen regulären Amazon Echo Lautsprecher nutzen. Ihr könnt also jederzeit einfach mit dem Lautsprecher reden und befehle nutzen wie:

  • ALEXA spiele Radio-Sender XYZ
  • ALEXA spiele Musik von XYZ
  • ALEXA wie wird morgen das Wetter
  • ALEXA stell einen Timmer auf X Minuten

ALEXA versteht Euch dabei erfreulicherweise sehr gut! Die Mikrofonqualität des Holist M steht den Amazon Echo Lautsprechern nicht viel nach. Ja ein Amazon Echo ist hier noch etwas sensibler, aber im gleichen Raum versteht Euch der Holist M gut bis sehr gut, sofern die Musik nicht zu laut ist.

Teufel Holist App (7) Teufel Holist App (8)

Was die ALEXA Funktionen angeht, ist der Holist M +- identisch zu den Amazon Echo Modellen. Ihr könnt nur keine zwei Lautsprecher zu einem Stereo-Paar verbinden.

Teufel Holist App (14) Teufel Holist App (17)

Abseits von Amazons ALEXA unterstützt der Holist M Webradio via TuneIn, Spotify Connect, TIDAL und NAPSTAR. Ihr könnt auch Musik via Bluetooth an den Lautsprecher senden.

 

Klang – der Aufbau

Auch wenn es auf den ersten Blick gar nicht so aussieht, der Holist M ist ein 3-Wege Lautsprecher. Dieser verfügt also über einen Hochtöner, einen Mitteltöner und einen Tieftöner.

Pds Holist M Explosionsgrafik

Der Hochtöner ist auf der Oberseite in einer Art Dome integriert, welcher den Klang leicht schräg nach oben heraus projiziert. Die Höhen werden also 360 Grad im Raum verteilt. Ähnliches gilt für den Tieftöner, welcher auf der Unterseite des Lautsprechers eingelassen ist. Der Mitteltöner ist hingegen auf der Front des Holist M integriert.

Neben den drei aktiven Treibern verfügt der Lautsprecher auch drei passive Treiber.

 

Klang

Der Klang des Teufel Holist M schwankt massiv basierend auf den Einstellungen die Ihr tätigt. Ich versuche hier aber den Klang etwas im Generellen zu beschreiben.

Starten wir mit dem Highlight des Holist M und das ist eindeutig der Bass! Der Teufel Holist M hat je nachdem wie weit Ihr den Bass über das Drehrad auf der Rückseite hochdreht, einen starken bis gewaltigen Bass! Gewaltig ist hier wirklich eine gute Beschreibung, denn der Lautsprecher kann bereits ab ca. 60% Lautstärke Tischplatten ordentlich zum Wackeln bekommen. Dabei ist der Bass aber qualitativ ebenfalls sehr gut. Dieser hat einen sehr guten Tiefgang und ist wunderbar satt. Für mein kleines 25m² Büro musste ich auf hohen Lautstärken den Bass sogar etwas drosseln, da dieser ansonsten zu viel für die Raumakustik war. Der Holist M hat somit auch für größere Räume mehr als genug „Bass-Reserven“.

Teufel Holist M Test Review 11

Die Mitten würde ich als unauffällig bis neutral bezeichnen. Stimmen werden sehr gut und verständlich wiedergeben und Instrumente wirken schön voll. Hier kommt es nur etwas darauf an, wie hoch Ihr den Bass dreht. Dreht Ihr diesen auf 100% ist der Bass natürlich etwas dominant. Auf 50% ist der Holist M angenehm neutral und gut ausbalanciert.

Die Höhen sind soweit Okay, sie sind aber von den drei Klangbereichen der „schwächste“ beim Holist M. Grundsätzlich sind die Höhen schön klar und luftig, aber diese wirken zu teilen etwas weniger „direkt“. Hier kommt es etwas darauf an wie Ihr den Lautsprecher aufstellt. Habt Ihr diesen zu hoch stehen, ist der Effekt der „indirekten“ Höhen stärker ausgeprägt, als wenn der Lautsprecher etwas tiefer steht. Nochmals gesagt die Höhen sind als gut zu bezeichnen, aber bei 500€ können wir auch schon etwas kritischer sein. Schade, dass es keine Möglichkeit gibt die Höhen etwas anzupassen, wie es beim Bass der Fall ist.

Generell schafft es der Holist M eine sehr schönes Klangvolumen und Tiefgang zu erzeugen. Verglichen mit dem Holist M wirkt sogar der Große Amazon Echo Studio plötzlich reichlich dünn und schwach auf der Brust. Dabei ist nicht nur der Bass des „Teufels“ ein gutes Stück mächtiger, auch die Klangfülle wirkt beim Holist M signifikant besser. Amazon setzt bei seinen Echo Modellen meist auf die „Badewannen“ Klangsignatur, bei welcher primär Höhen und Bässe geboostet werden. Der Teufel Holist M verfolgt hier mehr dem klassischen „HiFi“ Prinzip. Bei den Höhe kann der Echo Studio aber durchaus mithalten, teils wirkt dieser sogar noch einen hauch klarer.

Teufel Holist M Test Review 9

Ja ich würde den Teufel Holist M als HiFi Lautsprecher bezeichnen, der auch etwas höheren Ansprüchen und größeren Wohnungen gerecht werden kann! Wenn Ihr den Bass etwas mehr aufdreht (dazu lädt der praktische Drehknopf auch ein), dann kann der Holist M aber auch problemlos eine Party befeuern!

Klären wir aber noch ganz kurz was die Einstellungen Direkt, Neutral und Wide machen.

  • Direkt = Der Lautsprecher fokussiert den Klang etwas auf die Front und auf die Mitten. Für Hörbücher und Ähnliches ganz nett, aber für Musik weniger mein Fall.
  • Wide = Der Lautsprecher versucht größer und weiter zu klingen. Funktioniert wie ich finde tendenziell eher weniger gut, da die Höhen doch sehr distanziert klingen. In sehr großen Räumen kann der Effekt tendenziell etwas besser rüberkommen.
  • Neutral = Der eindeutig beste Modus für Musik, aus meiner Sicht. Hier klingt der Lautsprecher einfach „neutral/natürlich“. Es wurde hier kein Klangfilter drüber gelegt.

Ich habe meinen Holist M mehr oder weniger konstant auf „Neutral“ belassen.

 

Fazit

Der Teufel Holist M ist der klangstärkste ALEXA Lautsprecher der mir bisher begegnet ist! Dies sollte aber bei der Größe und auch dem Preis weniger überraschen.

Teufel Holist M Test Review 15

Klanglich bietet der Teufel Holist M wahlweise einen neutralen HiFi Klang oder wenn Ihr den Bass über den integrierten Regler auf der Rückseite etwas weiter hochdreht, ordentlich Party Stimmung. Der Bass und die Klanggröße sind dabei ohne Frage die Highlights des Holist M! Ihr könnt mit diesem ohne Probleme auch ein großes Wohnzimmer gut beschallen. Hier wirkt ein „großer“ Amazon Echo Studio im direkten Vergleich erstaunlich klein und schwach auf der Brust.

Probleme mit ALEXA hatte ich erfreulicherweise keine! ALEXA verstand mich immer sehr gut, auch wenn der Lautsprecher auf sehr hoher Distanz in diesem Punkt etwas schwächer ist als ein Amazon Echo. Bonuspunkte gibt es für die zusätzlich unterstützenden Dienste wie Spotiy Connect oder die Möglichkeit Musik via Bluetooth oder direkt von Eurem Smartphone wiederzugeben.

Teufel Holist M Test Review 14

Wirklich große Kritikpunkte konnte ich am Teufel Holist M nicht finden! Dieser ist ein gut funktionierender und vor allem klangstarker „smarter“ Lautsprecher, der auch etwas höheren Ansprüchen gerecht werden kann. Die Preis/Leistung ist dabei natürlich nicht ganz auf dem Level der Amazon eigenen Modelle, wo so gut wie kein Hersteller mithalten kann, aber sucht Ihr einen Lautsprecher der noch 1,5 Klassen über einem Echo Studio spielt, dann sollte der Teufel Holist M Eure erste Wahl sein, gerade wenn Ihr große Räume mit viel Bass beschallen wollt.

Das leichteste Notebook, das LG Gram 14 14Z90N im Test

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LG hat endlich seine „Gram“ Notebooks auch auf den deutschen Markt gebracht. Diese gelten schon seid einigen Jahren international als ein Geheimtipp, wenn Euch die Portabilität bei einem Notebook besonders wichtig ist.

So ist das primäre Alleinstellungsmerkmal der LG Gram Notebooks das Gewicht. So wiegt die 14 Zoll Version gerade mal 999g, die 15 Zoll Version 1130g und die 17 Zoll Version 1350g. In diesem Test soll es aber erst einmal nur um das Leichteste Modell, das LG Gram 14 gehen. Neben des sehr niedrigen Gewichts soll das Gram 14 aber dennoch durch eine hohe Leistung und Akkulaufzeit punkten.

Lg Gram 14 14z90n Im Test 9

Wollen wir da doch einmal im Test schauen ob dies auch gelingt! An dieser Stelle vielen Dank an LG für das Ausleihen des Gram 14 für diesen Test.

 

Das LG Gram 14 14Z90N im Test

Das erste was beim LG Gram 14 heraussticht ist natürlich das Gewicht. Mit 999g ist das Gram 14 eins der leichtesten Notebooks der 13/14 Zoll Klasse.

Lg Gram 14 14z90n Im Test 1

Ja es gibt durchaus Notebooks die noch leichter sind, wie das Fujitsu Lifebook U9310 oder das Samsung Galaxy Book Ion 13.3″ aber diese sind glatt noch exotischer als das LG Gram und die üblichen Verdächtigen bringen um einiges mehr Gewicht auf die Waage.

Gewicht

Auf den ersten Blick könnte man meinen der Unterschied zwischen 999g und 1200g bei einem Dell XPS 13 ist derartig minimal, dass dieser kaum spürbar ist. Allerdings in der Praxis machen diese 200g schon einen merkbaren Unterschied aus. Das LG Gram 14 wirkt für die Größe einfach extrem leicht und fast schon hohl. Ich bin zwar an die sehr leichten Notebooks der Dell XPS Serie gewöhnt, aber selbst da ist das LG Gram 14 nochmals eine andere Erfahrung.

Lg Gram 14 14z90n Im Test 4

Beim Händeln des LG Gram 14 hatte ich teils eher das Gefühl einen Block Papier in der Hand zu halten als ein vollwertiges Notebook.

Allerdings kommt das niedrige Gewicht auch zu einem Preis! Zwar setzt LG beim Gehäuse des Gram 14 auf eine Magnesiumlegierung (also Metall), aber praktisch ist eindeutig zu merken, dass das Gehäuse deutlich dünner und weniger massiv ist als bei einem MacBook oder Dell XPS. Gerade die Oberseite lässt sich problemlos etwas eindrücken und generell hätte ich das Gehäuse blind eher als Kunststoff eingeordnet.

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Das soll nicht heißen dass das LG Gram 14 schlecht gebaut wäre, dieses wirkt schon ausreichend robust und erfüllt auch die MIL-STD-810G Qualitätsnorm für Aufprallschutz usw., aber dieses spielt klar eine Klasse unter einem XPS 13 oder MacBook Pro 13.

Was das Design angeht ist das LG Gram 14 extrem schlicht! Dieses sticht nicht aus der Masse heraus, weder besonders positiv noch negativ. Erfreulicherweise setzt LG beim Gram 14 auf kleine Displayrahmen, weshalb das Notebook trotz des 14 Zoll Displays eher in die 13 Zoll Klasse einzuordnen ist. Allerdings sind die Rahmen nach 2020 Standards auch nicht als super winzig zu bezeichnen.

Lg Gram 14 14z90n Im Test 5

Mit 17,8mm ist das Gram 14 auch ausreichend schlank. Erneut gibt es noch schlankere Notebooks, allerdings ist dafür die Portausstattung des LG Gram 14 den meisten Konkurrenten deutlich überlegen!

Auf der linken Seite des Notebooks finden wir:

  • 1x DC Eingang
  • 1x USB A 3.0
  • 1x HDMI
  • 1x Thunderbolt 3

Auf der rechten Seite finden wir:

  • 1x USB A 3.0
  • 1x 3,5mm Kopfhöreranschluss
  • 1x microSD Kartenleser

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Damit würde ich die Portausstattung als ziemlich ideal für solch ein kompaktes Notebook einstufen!

 

Display

Das LG Gram 14 verfügt aktuell in allen Versionen über ein 14 Zoll Full HD IPS Display. Dies macht auch sinn, höhere Auflösungen als Full HD bei solch einer Displaygröße benötigt einfach nur mehr Energie und sieht praktisch nur minimalst besser aus. Interessanterweise setzt LG auf eine Hochglanz-Oberfläche, verzichtet aber vermutlich aufgrund des Gewichts auf Glas!

Qualitativ ist das Display aber soweit tadellos! Subjektiv ist der Kontrast ordentlich und die Farben stark. Lediglich die maximale Helligkeit könnte besser sein. Dieser Eindruck wird auch weitestgehend von den Messwerten bestätigt.

Farbraum

Hier erreicht das Gram eine 99% Abdeckung des sRGB Farbraums und 75% von AdobeRGB. Ordentliche Werte! Ebenfalls ordentlich ist die Farbtreue ab Werk. Hierdurch eignet sich das Display durchaus auch für Hobby Foto und Video-Bearbeitung.

Die maximale Helligkeit liegt bei 261 cd/m² und der Kontrast bei 1:650. Für eine indoor Nutzung ist das völlig Okay, aber für draußen könnte das Display etwas heller sein, zumal dieses leicht spiegelt.

 

Lautsprecher

Das LG Gram 14 14Z90N verfügt über zwei Lautsprecher auf der Unterseite. Diese klingen „Okay“. Das Notebook ist definitiv kein Klangwundern, aber die Lautsprecher sind auch nicht schlecht. Diese sind sehr schön klar und sauber, haben aber ein sehr niedriges Bass-Level.

Hierdurch klingt das Gram 14 teils recht dünn, aber gut verständlich. Sofern Ihr dies auf einem Tisch nutzt! Auf einer Bettdecke beispielsweise können die Lautsprecher auf der Unterseite blockiert werden.

Kurzum, die Lautsprecher sind nicht schlecht, aber auch nicht die besten.

 

Eingabegeräte

Da das LG Gram 14 14Z90N regulär auf dem deutschen Markt erhältlich ist, sollte es natürlich keine Überraschung sein, dass dieses auch über das deutsche QWERTZ Layout verfügt. Allerdings setzt LG auf ein leicht modifiziertes QWERTZ Layout.

So ist die Enter-Taste „flach“ und die Zurück-Taste etwas kürzer als regulär. Die Shift-Taste und Feststell-Taste sind hingegen normal, auch wenn klar ersichtlich ist, dass die Shift Taste ursprünglich länger war (wie im amerikanischen Layout) und für uns nur in Shift und „<“ geteilt wurde.

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Generell ist der Druckpunkt der Tasten etwas weich, aber nicht unangenehm. Ebenso verfügt das Tastaturdeck über ein gewisses Spiel, was auch den Anschlag etwas federnder gestaltet. Klingt eher so semi-positiv, aber in der Praxis kann ich mit der Tastatur leben.

Dies ist sicherlich keine Traumtastatur für angehende Autoren, aber um in der Uni etwas mitzuschreiben oder in der Bahn an Texten zu arbeiten geht diese völlig in Ordnung.

Am Trackpad habe ich hingegen gar nichts auszusetzen! Dieses besitzt ein gutes Tracking und hat sich während meines Tests zuverlässig verhalten.

 

Leistung

Ihr könnt das LG Gram 14 aktuell lediglich in einer Version bekommen.

  • LG gram 14
  • Intel Core i5-1035G7
  • 8GB RAM
  • 256GB Speicher
  • Intel Iris Plus Graphics

Dass LG nur eine Version mit Intel Core i5-1035G7 anbietet ist erstaunlich, wenn auch nicht übermäßig tragisch. So ist der größere Intel Core i7-1065G7 lediglich 100Mhz bzw. 200Mhz schneller und verfügt über einen leicht größeren Level 3 Cache. Beide CPUs haben 4 Kerne.

Schauen wir uns die Leistung des LG Gram 14 uns einmal in ein paar Benchmarks an.

Cinebench R15 Cinebench 20 B

Direkt vorweggesagt das LG Gram 14 ist kein langsames Notebook! Office Anwendungen, Webbrowsen und auch leichte Foto/Video-Bearbeitung sind für dieses kein Problem und generell fühlt es sich schön reaktionsfreudig an.

Handbrake

Allerdings sind die Benchmarkergebnisse sehr eindeutig! Das LG Gram 14 14Z90N ist kein wahnsinnig schnelles Notebook. Dieses setzt sich bei allen Benchmarks eher ans Ende des Felds. Interessanterweise ist der i5-1035G7 nicht schneller als beispielsweise der i5-8250U, welcher eigentlich zwei Generationen älter ist.

Warum dies genau der Fall ist kann ich Euch nicht sagen. Die Kühlung des LG Gram 14 14Z90N ist adäquat. Während des anfänglichen Turbo-Boosts steigt die CPU Temperatur auf 91 Grad, was soweit unproblematisch ist.  Bei konstanter Last fällt der Takt auf ca. 1,9 GHz, aufgrund der maximalen TDP von 15 W, und die Temperatur pendelt sich bei ziemlich genau 80 Grad ein. Dabei dreht der Lüfter so gut wie gar nicht hoch!

Allgemein erwärmt sich das Notebook so gut wie gar nicht.

Auf Seiten der SSD hat LG keine Kosten und Mühen gescheut und die Samsung SSD PM981 256GB verbaut. Abseits der etwas niedrigen Kapazität ist diese aber eine Top SSD!

Ssd

Lesend erreicht diese 3232MB/s und schreibend immer noch beachtliche 1536MB/s. abseits der Kapazität könnt Ihr keine viel bessere SSD im Notebook verbauen.

 

Aufrüstbarkeit

Aktuell ist das LG Gram 14 nur mit 8GB RAM und einer 256GB SSD verfügbar. Ihr könnt aber beides aufrüsten! Das RAM Modul ist zwar fest verbaut, aber es gibt einen zusätzlichen Slot. Über diesen könnt Ihr den Arbeitsspeicher auf bis zu 24GB erweitern.

Bei der SSD handelt es sich um eine Standard NVME M.2 SSD, welches sich natürlich problemlos gegen ein größeres Modell austauschen lässt.

 

Akku

Die Akkulaufzeit könnte eine Parade Disziplin des LG Gram 14 14Z90N sein. Warum? Dieses verfügt über einen 72 Wh großen Akku. 72 Wh ist für ein Notebook dieser Klasse sehr groß! Konkurrenten haben meist nur 40-50 Wh. Aber in der Praxis kommt es nicht nur auf die Kapazität an, auch die Energieeffizienz spielt eine große Rolle.

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Erfreulicherweise ist die Akkulaufzeit des LG Gram 14 14Z90N gut bis sehr gut! Bei halber Displayhelligkeit konnte ich eine Video-Wiedergabezeit von rund 11,5 Stunden erreichen. Bei einer Office-Nutzung mit etwas Webbrowsen usw. waren 9,X Stunden möglich, top Werte!

Sollten Euch diese 9-11 Stunden nicht genug sein könnt Ihr das Notebook auch absolut unproblematisch via USB C laden! Das LG Gram 14 benötigt für das Laden via USB C lediglich eine USB Power Delivery Powerbank mit 18W +. 12V/1,5A ist hier der niedrigste Ladestrom der akzeptiert wird. Maximal nimmt das Notebook ca. 43W auf.

 

Fazit

Das LG Gram 14 ist ein etwas spezielleres Notebook. Dieses ist voll auf die Portabilität getrimmt! Das wichtigste Merkmal ist hier natürlich das niedrige Gewicht von unter 1KG und die sehr hohe Akkulaufzeit.

Es ist wirklich erstaunlich wie leicht und handlich das Gram 14 wirkt, selbst im Vergleich zu anderen Ultrabooks wie den Dell XPS Modellen. Müsste ich mein Notebook täglich über X Stunden mit mir herumtragen, dann würde ich klar das LG Gram 14 bevorzugen, auch wenn die Verarbeitung und Haptik deutlich unter einem XPS 13 oder MacBook Pro liegt.

Lg Gram 14 14z90n Im Test 12

Dafür übertrifft es die Akkulaufzeit des XPS 13 und MacBook Pro 13! Für seine kompakten Abmessungen hat das LG Gram 14 mit 72Wh einen sehr großen Akku, was sich auch in der Praxis mit zweistelligen Akkulaufzeiten wiederspiegelt.

Allerdings kommt das niedrige Gewicht auch zu einem Preis. So ist die Performance des Gram 14 nicht schlecht, aber das Notebook ist kein Ersatz für einen Desktop PC, gerade wenn Ihr viel Foto und Video-Bearbeitung betreibt. Hier liegt dieses ein Stück weit unter der Konkurrenz. Auch die Tastatur und die Lautsprecher sind eher Mittelmaß.

Lg Gram 14 14z90n Im Test 13

Kurzum, das LG Gram 14 ist ein starkes Notebook. Dieses empfiehlt sich aber wirklich primär für Nutzern denen Portabilität und Akkulaufzeit über Verarbeitung und das Maximum an Performance geht.

Positiv

  • Sehr gute Akkulaufzeit, dank großem Akku
  • Sehr leicht und auch kompakt
  • Große Anschlussvielfalt, inklusive HDMI und USB A
  • Ladbar via USB C
  • Gutes Trackpad
  • Sehr leise und brauchbar gekühlt
  • Schnelle SSD
  • Gut aufrüstbar

Negativ

  • Performance könnte besser sein
  • Gehäuse lässt sich eindrücken

Die Samsung Galaxy Buds Live im Test, ich bin hin und her gerissen….

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Mit den Galaxy Buds Live hat Samsung die vermutlich außergewöhnlichsten Ohrhörer der letzten Jahre auf den Markt gebracht. Diese verfügen über einen komplett neuen Formfaktor, den ich so noch nie zuvor gesehen habe.

Samsung Galaxy Buds Live Im Test 5

Die Ohrhörer sind wie eine Bohne geformt! Dabei verzichtet Samsung auf eine 100%ige Versieglung Eurer Ohren, will aber dennoch bis zu 97% aller Hintergrundgeräusche dank aktiven Noise Cancellings blocken. Auch der Klang soll dank der Zusammenarbeit mit AKG stimmen. Klingt doch gut, aber wie klingen die Galaxy Buds live in der Praxis? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Samsung Galaxy Buds Live im Test

Ungewöhnlich ist eine recht treffende Beschreibung der Samsung Galaxy Buds Live. Die Ohrhörer selbst setzen auf eine Art „Bohnen-Form“ und verzichten gänzlich auf einen Silikon-Aufsatz. Anstelle dessen werden die Ohrhörer einfach in Eure Ohren gelegt. Dabei gibt es lediglich ein kleines Silikon-Kissen am oberen Ende, das verhindern soll, dass der Kunststoff der Ohrhörer an der Innenseite Eures Ohrs reibt.

Samsung Galaxy Buds Live Im Test 1

Neben der Form ist die „Chrome“ Rückseite sicherlich das optisch herausstechende Merkmal der Ohrhörer. Diese Rückseite ist ohne Frage sehr schick, aber auch sehr empfindlich was Kratzer usw. angeht. In der Rückseite ist zudem ein Touchpad für die Steuerung der Ohrhörer integriert. Dieses ist sehr empfindlich! Für meinen Geschmack genau genommen schon etwas sehr empfindlich.

Samsung Galaxy Buds Live Im Test 2

Geladen werden die Ohrhörer wie üblich in einer kleinen Ladebox. Diese misst 50 x 50 x 27mm und kann die Ohrhörer rund 2,x mal aufladen. Mit jeder Ladung halten die Ohrhörer laut Samsung 6 Stunden durch, ein Wert der durchaus hinkommt.

Samsung Galaxy Buds Live Im Test 4

Die Ladebox selbst lässt sich wahlweise kabellos oder über den USB C Port auf der Rückseite laden.

 

Tragekomfort

Der Formfaktor der Galaxy Buds Live ist ganz klar als außergewöhnlich zu bezeichnen. Im Kern handelt es sich bei diesen aber um Semi-in-Ear Ohrhörern, ähnlich wie bei den Apple AirPods.

Samsung Galaxy Buds Live Im Test 8

Die Ohrhörer werden zwar in Eure Ohren gesteckt, allerdings dringen diese nicht in den Gehörgang ein und versiegeln diesen auch nicht. Hierdurch habt Ihr nicht dieses „Finger in den Ohren“ Gefühl. Angenehm! Die Galaxy Buds live fühlen sich deutlich luftiger und leichter an.

Allerdings neigten die Ohrhörer bei mir minimal zum Drücken, wenn ich diese etwas tiefer in meine Ohren gesetzt habe.

Unterm Strich würde ich den Tragekomfort dennoch als gut bis sehr gut einstufen!

 

ANC

Die Samsung Galaxy Buds Live verfügen über aktives Noise Cancelling. Überraschend denn die Ohrhörer setzen nicht auf eine Versiegelung Eures Ohrs. Hierdurch ist das passive Noise Cancelling sehr gering und Umgebungsgeräusche können mehr oder weniger ungehindert „eindringen“. Das aktive Noise Cancelling muss also die ganze Arbeit machen.

Leider ist das ANC einfach nur als schlecht zu bezeichnen. Der Unterschied zwischen Ein und Aus ist absolut gering. Zwischenzeitlich war ich mir nicht mal sicher ob das ANC überhaupt funktioniert, aber ja das tut es. Es ist nur sehr schwach. Selbst „einfache“ Geräusche wie Lüfter oder Motoren werden lediglich minimal reduziert. Kauft die Samsung Galaxy Buds Live also bloß nicht für das Noise Cancelling!

 

Klang

Ich muss gestehen selten so gespannt auf den Klang von Ohrhörern gewesen zu sein wie bei den Samsung Galaxy Buds Live. Sagen wir es so die Ohrhörer klingen besser als befürchtet, aber Klang Champions sind diese auch nicht.

Samsung Galaxy Buds Live Im Test 9

Starten wir am Anfang, also bei den Höhen. Die Höhen sind absolut gelungen. Diese sind klar und wunderbar sauber, ohne dabei schrill oder störend zu klingen. Dies war ein Punkt, den auch schon die älteren Galaxy Buds immer sehr gut hinbekommen haben.

Die Mitten sind unauffällig bis neutral. Stimmen und Gesang werden natürlich wiedergeben. Dies liegt aber auch an der etwas offeneren Bauform, wodurch die Ohrhörer allgemein etwas luftiger klingen. Instrumente klingen vernünftig, könnten aber hier und da etwas voller sein.

Kommen wir aber zum wirklich spannenden Punkt, dem Bass. Hier stehen die Galaxy Buds Live etwas zwischen zwei Stühlen. Aufgrund der offeneren Bauform haben die Ohrhörer massive Probleme „Druck“ aufzubauen. Ähnlich ergeht es allen „Semi-In-Ear“ Ohrhörern ohne Silikon Aufsätzen, wie den Apple AirPods. Hierdurch wirkt der Bass eindeutig flacher und weniger satt als bei vielen regulären in-Ear Ohrhörern. Allerdings soll dies nicht heißen, dass der Bass per se schlecht ist. Die Ohrhörer haben durchaus einen guten Tiefgang und ein beeindruckendes Volumen, klingen aber weniger direkt. Wenn wir so wollen können die Ohrhörer Ihre Leistung aufgrund der Bauform und der fehlenden Versiegelung nicht so recht auf die Straße bringen.

Ich bin recht hart zu den Galaxy Buds Live und allgemein zu vielen „Semi-in-Ear“ Ohrhörern, aber diese Bauform hat auch viele Vorteile. So klingt Musik deutlich offener und weiter als bei den meisten regulären in-Ear Ohrhörern. Der Klang kann sich bei den Galaxy Buds Live mehr entfalten und klingt etwas leichter und luftiger. Musik wirkt einfach räumlicher und nicht so als käme Sie aus einem kleinen Stöpsel in Eurem Ohr. Wäre also nicht die leichte Bass-Schwäche würde auch ich diese Bauform klar bevorzugen.

 

Fazit

Ich stehe bei den Samsung Galaxy Buds Live etwas zwischen den Stühlen. Ich würde mir ganz offen gesagt die Ohrhörer nicht für 150€ kaufen und ich halte die normalen Samsung Galaxy Buds+ für die bessere Alternative.

Allerdings ist der „Semi-in-Ear“ Style natürlich Geschmackssache! Das Gefühl nicht etwas tief in den Ohren stecken zu haben, kann auch sehr angenehm sein. Ich habe im Freundeskreis diverse Personen die solche Ohrhörer bevorzugen, obwohl diese klanglich etwas schlechter dastehen.

Samsung Galaxy Buds Live Im Test 11

Dabei klingen die Samsung Galaxy Buds Live sogar recht ordentlich! Die Höhen sind perfekt, die Mitten solide und der Bass an sich Okay. Dieser hat ein gutes Volumen und an sich einen brauchbaren Tiefgang, allerdings aufgrund der Bauform verpufft viel des Basses wieder. Ihr habt also wenig „Druck“ im Klang. Klanglich gibt es also klar bessere Ohrhörer, gerade wenn Ihr viel Bass mögt.

Was ich aber absolut kritisieren muss ist das ANC. Dieses ist praktisch nutzlos! Ich habe selten Ohrhörer/Kopfhörer gehört die so wenig Außengeräusche blocken wie die Galaxy Buds Live.

Unterm Strich hängt es also etwas von Eurem Geschmack ab. Mögt Ihr das Semi-in-Ear Design und wollt mal etwas anderes ausprobieren? Dann schlagt zu, schlecht sind die Samsung Galaxy Buds Live nicht! Ich würde sie aber vermutlich nicht kaufen oder nutzen.

Die Toshiba P300 Festplatten im Test

Wenn wir an klassische Festplatten denken springen sicherlich Western Digital und Seagate als erste Hersteller ins Gedächtnis. Allerdings gibt es auch eine Nummer 3, Toshiba!

Toshiba Festplatten sind dabei gerade was den Preis angeht ausgesprochen attraktiv! So zahlt Ihr aktuell für eine 6TB Toshiba P300 rund 120€ und für eine 4TB Toshiba P300 rund 80€. Damit sind die Preise nochmals ein Stück unter dem was Western Digital und Seagate für ihre Festplatten verlangen.

Toshiba P300 Festplatten Im Test 3

Wollen wir uns in diesem Kurz-Test doch einmal ansehen was die Toshiba P300 mit 6TB und 4TB so zu leisten vermag! An dieser Stelle vielen Dank an Toshiba für das Ausleihen der Festplatten für diesen Test.

 

Die Toshiba P300 im Test

In Toshiba bietet in der „300er“ Serie aktuell fünf verschiedene Festplatten-Serien an, je nach Nutzungsanforderungen.

  • P300 = Desktop HDDs, P/L optimiert
  • X300 = Desktop HDDs, Leistungs optimiert
  • N300 = NAS HDDs
  • S300 = Video/Überwachungssysteme
  • V300 = Video/Überwachungssysteme, Leistungs optimiert

Die P300 ist hier das klassische Einsteiger-Modell, welches eine besonders hohe Kapazität zum fairen Preis bieten soll. Die P300 ist also nicht auf einen 24/7 Betrieb optimiert oder ähnliches. Das soll natürlich nicht heißen das die HDD keinen 24/7 aushält, die Garantie deckt diesen nur nicht ab.

Toshiba P300 Festplatten Im Test 1

Aktuell sind die Festplatten der P300 Serie folgenden Kapazitäten verfügbar:

  • 500GB
  • 1TB
  • 2TB
  • 3TB
  • 4TB
  • 6TB

Spannenderweise handelt es sich bei den 500GB-3TB Versionen um 7200rpm Festplatten, während die beiden großen Versionen lediglich 5400rpm bieten. Um die beiden großen Versionen soll es auch in diesem Test gehen.

 

SMR – Shingled Magnetic Recording

Die 4TB und 6TB Versionen der Toshiba P300 nutzen die so genannte SMR Technologie. SMR steht für Shingled Magnetic Recording. Im Gegensatz zu CMR werden hier die Daten auf der Magnetscheibe nicht hintereinander geschrieben, sondern leicht überlappend. Der Vorteil ist offensichtlich, Ihr bekommt mehr Daten auf die gleiche Fläche.

Toshiba P300 Festplatten Im Test 2

Dieses überlappende Schreiben der Daten hat allerdings auch Nachteile. Generell geht das Lesen der Daten vergleichbar schnell wie bei einer regulären HDD. Allerdings das Schreiben kann deutlich langsamer sein.

Ist die Festplatte leer bzw. werden Daten in die Leeren Bereiche geschrieben geht auch das Schreiben genauso schnell wie bei einer normalen HDD. Allerdings müssen Daten in Lücken geschrieben werden, müssen diese Lücken wie bei einem Dach zunächst aufgedeckt werden. Dieses Aufdecken erfordert das Verschieben einiger Daten, was Zeit und somit Datenrate kostet.

Hierdurch werden SMR HDDs beispielsweise nicht für RAIDs empfohlen.

 

Performance

Schauen wir uns einmal die Datenraten der HDDs im Test an. Folgendes Testsystem kam dabei zum Einsatz:

  • AMD Ryzen 5 3600X
  • ASUS Prime X570-P
  • 16GB RAM
  • ADATA XPG SX8200 Pro
  • Windows 10

Um für etwas Kontext zu sorgen habe ich alle Tests auch mit einer 4TB Western Digital RED, einer 2TB Western Digital Green und einer 6TB Seagate Iron Wolf durchgeführt.

Starten wir mit CrystalDiskMark:

Crystal Lesend Crystal Schreibend

Mit lesend jeweils rund 19X MB/s und schreibend 20X MB/s bieten die Toshiba P300 HDDs ein erfreulich gutes Tempo, gerade für die 5400rpm! Zwar zeigte die Seagate IronWolf HDD nochmals bessere Werte, diese ist aber auch eine Stufe teurer und allgemein eine der schnellsten HDDs auf dem Markt. Die Vergleichsmodelle von WD wurden hingegen problemlos geschlagen.

Ähnliche Werte zeigt auch HD Tune Pro:

Hd Tune Zugriffszeit

Auch hier erreichte beide HDDs sehr beachtliche Werte! Etwas überraschend ist hierbei wie ähnlich die 4TB und 6TB Versionen abscheiden. Genau genommen ist sogar die kleinere 4TB Version minimal schneller. Ungewöhnlich!

Im letzten Test schauen wir uns noch einmal die Performance in einer Alltagssituation an. Hierfür kopiere ich zwei Ordner auf und von den Festplatten. Ordner 1 = eine große 40GB Datei, Ordner 2 = eine Spiele Installation mit 25GB und 2000 Dateien mit unterschiedlichen Größen.

Praxis Test Lesend Praxis Test Schreibend

Interessant! Bei der großen Datei können die beiden Toshiba P300 Festplatten die WD RED 4TB klar schlagen. Beim Kopieren vieler kleiner Dateien ist die WD plötzlich gleich schnell oder sogar schneller (schreibend). Die P300 scheinen also besser mit großen Dateien umgehen zu können.

Die Seagate Iron Wolf spielt was die Performance angeht in einer anderen Liga.

 

Stromverbrauch

Gerade bei Backup-Festplatten die potenziell viel laufen ist der Stromverbrauch nicht unwichtig.

Schauen wir uns diesen in zwei Situationen an, im Leerlauf und unter Last.

Stromverbrauch

Erfreulicherweise ist der Stromverbrauch der Toshiba P300 als gering zu bezeichnen! Diese benötigen weniger Energie als die WD Red 3TB, WD Red 4TB und vor allem deutlich weniger als die Seagate Iron Wolf. Letztere benötigt +- so viel Energie wie beide P300 gemeinsam.

 

Fazit

Toshibas P300 HDDs sind die idealen Backup bzw. “Archiv“ Festplatten. Diese bieten eine ordentliche Performance, welche allerdings bei großen Dateien vergleichsweise besser ist als bei vielen kleinen Dateien.

Toshiba P300 Festplatten Im Test 4

Einfach als Einordnung, die P300 Modelle übertreffen die Western Digital Red Festplatten leicht beim Kopieren einzelner großer Daten, unterliegen aber leicht bei vielen kleinen einzelnen Dateien. Die moderneren Seagate Festplatten sind was die Leistung betrifft nochmals ein gutes Stück oberhalb der P300 anzuordnen.

Allerdings hat die P300 Serie noch ein Ass im Ärmel, die Leistungsaufnahme. Diese ist niedriger als bei den WD Red Modellen und deutlich niedriger als bei Seagates IronWolf Festplatten. Daher auch die Empfehlung als Nutzung für Backups und Video-Archive oder Ähnliches.

Test: Samsung Galaxy Note 20 Ultra, ein S20 Ultra mit Stift, nicht mehr und nicht weniger

Samsungs Note Smartphone Serie gilt jedes Jahr als absolutes Highlight! Größer, besser und schneller ohne Rücksicht auf Verluste ist hier das Motto. War es zumindest viele Jahre lang. Mittlerweile ist die Note Serie von Samsung etwas weniger spektakulär.

Dies gilt auch für das neue Note 20 Ultra. Auf den ersten Blick ist dieses einfach ein S20 Ultra mit Stift und höherem Preis. Nicht mal das Display des Note 20 Ultra ist größer als das des S20 Ultra.

Test Samsung Galaxy Note 20 Ultra 9

Aber oftmals steckt der Teufel im Detail! Hat hier Samsung beim Note 20 Ultra Veränderungen „unter der Haube“ vorgenommen, welches dieses doch mehr vom S20 Ultra abhebt als auf den ersten Blick ersichtlich? Schauen wir uns dies doch einmal im Test an!

 

Note 20 Ultra vs. S20 Ultra

Schauen wir uns zunächst das Note 20 Ultra im Vergleich zum S20 Ultra an.

Samsung Galaxy Note 20 Ultra Samsung Galaxy S20 Ultra
Display 6,9 Zoll 3088 x 1440 Pixel 6,9 Zoll 3200 x 1440 Pixel
SoC Samsung Exynos 990 Samsung Exynos 990
RAM 12 GB 12GB / 16GB
Speicher 256GB / 512GB 128GB / 512GB
Kamera 1 108MP F1.8 108MP F1.8
Kamera 2 12MP F3.0 48MP F3.5
Kamera 3 12MP F2.2 12MP F2.2
Kamera 4 Tiefenschärfe
Akku 4500mAh 5000mAh
Preis (ab) 1.219 € 999 €

 

Dieser Vergleich wirkt um ehrlich zu sein etwas traurig für das Note 20 Ultra. Dieses ist auf dem Papier identisch oder schlechter als das S20 Ultra! Gerade das Samsung den gleichen SoC nutzt ist etwas enttäuschend. Auch das die 100x auf dem Papier ein kleines Downgrade erfahren hat ist durchaus überraschend.

 

Das Samsung Galaxy Note 20 Ultra im Test

Das Note 20 Ultra ist ein vergleichsweise kantiges und „blockiges“ Smartphone. So sind zwar die Displaykanten wie bei Samsung üblich etwas abgerundet, aber sowohl die Oberseite wie auch die Unterseite sind komplett flach gehalten. Auch die Display „Edge“ ist vergleichsweise dezent.

Test Samsung Galaxy Note 20 Ultra 1

Hierdurch wirkt das Note 20 Ultra minimal größer als das S20 Ultra, obwohl beide auf dem Papier ein gleich großes Display haben. Wenn Ihr Euch für das Note 20 Ultra entscheidet müsst Ihr natürlich generell große Displays mögen. 6,9 Zoll ist schon ordentlich! Um das Smartphone dennoch halbwegs handlich zu halten sind die Displayrahmen natürlich absolut minimal gehalten.

Test Samsung Galaxy Note 20 Ultra 3

Das Note 20 Ultra gehört klar zu den Smartphones mit den kleinsten Displayrahmen aktuell auf dem Markt. Die Front-Kamera hat Samsung dabei in einem Loch im Display untergebracht, welche sich zentriert in der oberen Mitte befindet.

Eine große Designauffälligkeit ist aber die Kamera auf der Rückseite. Ähnlich wie die S20 Serie hat das Note 20 Ultra ein großes rechteckiges Kameramodul, in welchem drei Kameras + LED Blitz untergebracht sind. Dieses steht allerdings beim Note 20 Ultra sehr stark hervor! Ich würde Euch hier zu irgendeiner Form von Schutz raten.

Test Samsung Galaxy Note 20 Ultra 4

Was die Verarbeitung und Haptik angeht, kann ich nicht klagen! Das Smartphone wirkt hervorragend und massiv gebaut, was man auch bei einem 1000€+ Gerät erwarten darf.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 6,9 Zoll Display, wie auch eine 10 Megapixel Frontkamera und einen winzigen Schlitz für die Ohrmuschel. Auf der Unterseite ist der USB C Ladeport, der Lautsprecher und der Steckplatz für den Stift des Note 20 Ultras. Der S-Pen ist wie üblich aus Kunststoff gefertigt und mit einer Taste ausgestattet.

Test Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5

Auf der Oberseite gibt es nur den SIM-Karten Slot. Ein Kopfhöreranschluss ist nicht vorhanden.

 

Display

Im Note 20 Ultra ist ein 6,9 Zoll Display verbaut, welches mit 3088 x 1440 Pixeln auflöst. Des Weiteren unterstützt dieses eine 120Hz Bildwiederholungsrate. Hier aber Achtung, Ihr müsst wählen zwischen 120Hz und 2316 x 1080 Pixel oder 3088 x 1440 Pixel und 60Hz. Ich bevorzuge die 120Hz + Full HD Auflösung. Der Unterschied zwischen Full HD und 1440P ist absolut minimal und wirklich nur im direkten Vergleich bemerkbar. Dies denkt vermutlich auch Samsung, denn von Haus aus ist die Auflösung auf Full HD eingestellt.

Qualitativ ist das Display absolut oberste Klasse! Samsung ist der beste Displayhersteller im Smartphone Bereich und dies zeigt auch das Note 20 Ultra. Das Display besitzt kräftige Farben, einen perfekten Kontrast (AMOLED halt) und ist auch sehr schön hell! Hierdurch ist die Ablesbarkeit auch im Freien stark.

Des Weiteren setzt das Display auf das neue Gorilla-Glas Victus, welches noch bruchsicherer und kratzfester sein soll. Dennoch hat Samsung einen Displayschutzfolie vorinstalliert, besser auf Nummer sicher gehen war hier wohl das Motto.

 

Sound

Wie es sich für ein Flaggschiff Smartphone gehört verfügt auch das Note 20 Ultra über zwei Lautsprecher für die Wiedergabe von Medien. Einmal den normalen primären Lautsprecher auf der Unterseite und zum anderen die Ohrmuschel, welche bei der Medien-Wiedergabe als zweiter Lautsprecher fungiert. Und ja dieser Aufbau macht absolut Sinn und verbessert die Audio-Wiedergabe von Medien massiv!

Der Klang wirkt deutlich größer und breiter als wenn nur ein Lautsprecher zum Einsatz kommt. Auch qualitativ kann ich über die Lautsprecher des Note 20 Ultra nicht meckern. Diese sind nicht die aller besten, es gibt durchaus Smartphones wie das iPhone 11 Pro Max die noch etwas mehr Bass und Volumen haben, aber generell klingt das Smartphone sauber und klar.

Auch die maximale Lautstärke ist völlig ausreichend!

 

Kamera

Im Note 20 Ultra sind drei Kameramodule verbaut:

  • Primäre Kamera 108 Megpaixel F1.8 – Samsung Bright S5KHM1 Sensor
  • Weitwinkelkamera 12 Megapixel F2.2 – Samsung S5K2L3 Sensor
  • Zoom Kamera (5X) 12 Megapixel F3.0 – Samsung S5K3M5 Sensor

Bei der primären Kamera handelt es sich um den Samsung Bright S5KHM1 Sensor, welcher mit 1/1.33 Zoll zu den größten Sensoren zählt die Ihr aktuell in Smartphones bekommen könnt.

Sensor

Lediglich das Huawei P40 Pro hat nochmals einen minimal größeren Sensor. Größere Sensoren haben diverse Vorteile, so können diese mehr Licht aufnehmen und Bilder erhalten einen natürlichen Hintergrundunschärfe-Effekt. Letzter kann natürlich auch ein Nachteil sein.

Generell gesprochen neigen Smartphones mit größerem Sensor zu besseren Bildern, Ausnahmen gibt es aber dennoch. Siehe das iPhone welches einen sehr kleinen Sensor hat, aber viel aus diesem herausholt.

Test Samsung Galaxy Note 20 Ultra 10

Die Zoom Kamera des Note 20 Ultras hat einen 5x optischen Zoom, womit diese im Spitzenfeld liegt. Diese 5x können via Software auf bis zu 50x aufgeblasen werden. Damit hat das Note 20 Ultra etwas weniger Zoom als das S20 Ultra, welches 100x schaffte. Schlimm? Bedingt. Samsung setzt beim Note auf einen etwas niedriger aufgelösten Sensor, welcher dafür aber eine größere Blende hat und somit mehr Licht aufnehmen kann. Dies sollte in der Theorie die Bildqualität bei niedrigeren Zoomleveln verbessern, kostet aber etwas maximal Zoom. 100x Zoom war beim S20 Ultra eh nicht groß nutzbar.

Schauen wir uns aber die Kameras einmal in der Praxis an.

20200823 093442 20200902 091753 20200829 101052 20200829 101043 20200829 100558 20200829 095619 20200823 100238 20200823 094131

20200823 092351 20200823 092356 20200823 092358 20200823 093710 20200823 093936 20200823 095744 20200823 101106 20200823 101114 20200823 101118(0) 20200827 141142 20200828 161533 20200829 100545 20200829 100800 20200829 100834 20200829 101217 20200830 163852 20200902 091428 20200902 092355 20200902 092803 20200902 092808 20200902 092812 20200902 093629 20200902 093744 20200902 100344

Ich könnte es mir hier sehr einfach machen. Ich könnte den Text des Samsung Galaxy S20 Ultra hier einfach einfügen, mit den Testbildern dieses. Die primäre Kamera des S20 Ultras und Note 20 Ultras liefern die nahezu exakt gleiche Qualität! Selbiges gilt auch für die Weitwinkelkamera.

Hier und da habe ich mir zwar eingebildet, dass das Note 20 Ultra eine etwas bessere Dynamik hat, aber dies ist so ein minimaler Unterschied der möglicherweise einfach Zufall war und zu den üblichen Schwankungen gehört. Ich würde die Primäre und Weitwinkel Kamera beider Smartphones als identisch bezeichnen.

Aber wie sind denn die Bilder der Hauptkamera? Das Note 20 Ultra produziert generell sehr bunte, helle und lebendige Aufnahmen! Gerade die Farben lassen Fotos des Note 20 Ultra aus der Masse hervorstechen. Bei Sonnenschein erhaltet Ihr wunderschöne blaue Himmel, grüne Wiesen und bunte Blumen. Natürlich ist dies immer etwas Geschmackssache, aber dies in Kombination mit der sehr hohen Bildschärfe und Weltklasse Detaildarstellung lässt mich das Note 20 Ultra als das beste Schönwetter Smartphone betrachten! Und ja hier halte ich dieses für besser als das Xiaomi Mi 10 Pro, Apple iPhone 11 Pro Max, Huawei P40 Pro und OnePlus 8 Pro.

Sehr Ähnliches gilt auch für die Weitwinkelkamera. Diese gehört klar zu den besten die Ihr aktuell in Smartphones finden könnt.

Abseits des schönen Wetter wird es etwas schwieriger. Bei starker Bewölkung oder Innenaufnahmen kann das Note 20 Ultra weiterhin problemlos mit der Konkurrenz mithalten. Ich will nicht sagen, dass dieses hier klar das beste Smartphone ist, aber es spielt sicherlich in den Top 5.

Im Ultra-Low Light kann das Note 20 Ultra aber nicht mehr mit Smartphones wie dem Huawei P40 Pro mithalten! Prinzipiell ist die Low Light Performance okay, wenn nicht sogar gut, aber es gibt hier Konkurrenten die es noch besser machen. Zumal der „Nacht Modus“ von Samsung eher zu den schwächeren gehört.

Schauen wir uns aber ein paar Vergleichsbilder zwischen dem Note 20 Ultra, S20 Ultra, Xiaomi Mi 10 Pro und iPhone 11 Pro Max an.

1 Note
Samsung Galaxy Note 20 Ultra
1 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
1 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
1 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
4 Note
Samsung Galaxy Note 20 Ultra
4 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
4 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
4 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro

Die Bilder des Note 20 Ultra und des S20 Ultra sind zunächst weitestgehend identisch. Verglichen mit dem Mi 10 Pro fällt vor allem die Farbstimmung auf. Das Mi produziert sehr matte Bilder, während das Note sehr bunte Bilder macht. Fun Fakt beide Smartphones nutzen den gleichen Sensor, sind aber völlig unterschiedlich was die Ergebnisse angeht. Welcher Style nun besser gefällt ist Geschmackssache, aber mit gefällt das Note eindeutig besser

Der Vergleich zum iPhone 11 Pro Max ist etwas schwerer. Unterm Strich tun sich beide nicht viel. Mal ist das iPhone besser, mal das Note.

Vergleichsbilder der Weitwinkelkameras:

15 Note
Samsung Galaxy Note 20 Ultra
15 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
15 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
15 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro

Es gibt aber noch einen spannenden Vergleich den wir uns noch nicht angesehen haben und das ist die Zoom Kamera.

17 Note
Samsung Galaxy Note 20 Ultra
17 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
17 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
17 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
2 Note
Samsung Galaxy Note 20 Ultra
2 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
2 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
2 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro

Bei 5x oder 10x Zoom sehe ich das Note 20 Ultra vor dem S20 Ultra! Der Unterschied ist nicht massiv, aber der Sensor scheint einen Hauch besser zu sein was Farbdarstellung angeht.

 

Performance und Benchmarks

Im Note 20 Ultra ist wie auch schon bei den Modellen der S20 Serie der Samsung Exynos 990 verbaut. Der Samsung Exynos 990 8 Kern SoC der im 7nm Verfahren gefertigt wird. Auf dem Papier ist der Exynos 990 ein durchaus fähiger Chip! Dieser kann allerdings nicht ganz gegen den Snapdragon 865 bestehen. Dies zeigt sich auch in den Benchmarks.

Screenshot 20200822 190424 Geekbench 4 Screenshot 20200822 190734 Geekbench 5 Screenshot 20200822 190924 Geekbench 5 Screenshot 20200822 191903 Pcmark Screenshot 20200822 184210 Antutu Benchmark Screenshot 20200822 184559 Geekbench 4

Antutu Vergleich Pc Mark Vergleich

Wie zu erwarten war schlägt sich das Note 20 Ultra gut in Benchmarks kann aber nicht ganz mit den Snapdragon 865 mithalten. Außer im PC Mark 2.0 Benchmark, wo das Note 20 Ultra sich sogar an die Spitze setzt.

 

Performance in der Praxis

Die Kombination aus flottem SoC und 120Hz Display verhelfen dem Note 20 Ultra zu einer erfreulich guten Alltagsperformance! Samsungs Software ist zwar weiterhin etwas überladen, aber grundsätzlich läuft die Benutzeroberfläche sehr gut. Gibt es Smartphones die sich noch schneller anfühlen? Klar, Modelle wie das OnePlus 8 Pro sind noch ein Hauch flotter, aber das Note 20 Ultra ist hier schon im obersten Bereich.

Test Samsung Galaxy Note 20 Ultra 8

Dies gilt dabei natürlich nicht nur für die Benutzeroberfläche! Auch Apps und Spiele laufen wunderbar auf dem Note 20 Ultra!

Erstaunlicherweise funktioniert der Fingerabdruckscanner, welcher unter dem Display des Note 20 Ultras angebracht ist, deutlich besser als noch beim S20 Ultra!

 

Der Stift

In der Theorie ist der Stylus der Haupt-Kaufgrund für das Note 20 Ultra, schließlich hebt dieser das Smartphone von der Masse ab.

Grundsätzlich ist der Stylus top umgesetzt! So kann dieser ganz normal als Stift für Notizen usw. genutzt werden, wie aber auch als Fernbedienung! Auf dem Stylus ist eine Taste angebracht welche Ihr beispielsweise zum Auslösen der Kamera betätigen könnt. Des Weiteren ist im Stylus eine Bewegungserkennung integriert, welche es Euch erlaubt Gesten mit diesem auszuführen.

Test Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5

So könnt Ihr beispielsweise einen Pfeil in die Luft malen und das Smartphone löst die Zurückfunktion aus. Dies funktioniert auch ganz gut! Auch das Schreiben auf dem Smartphone geht gut von der Hand bzw. dies geht so gut von der Hand wie bei Smartphones und Tablets üblich. Die Glas-Textur ist beim Schreiben sehr gewöhnungsbedürftig und führt zu mindestens bei mir zu einem größeren Schriftbild, was sich mit dem dann doch recht kleinen Display beißt. Lange Notizen wollt Ihr auf dem Note 20 Ultra also nicht machen!

 

Der Akku

Im Samsung Galaxy Note 20 Ultra steckt ein 4500mAh großer Akku. Damit ist dieser etwas kleiner als im S20 Ultra, was sicherlich am Platzbedarf des Stylus liegt.

In der Praxis ist die Akkulaufzeit des Note 20 Ultra gut, aber auch nicht absolut überragend! Ich komme mit dem Smartphone gut durch den Tag und habe abends noch 45-55% auf der Uhr. Ein zweiter Tag ohne Laden wäre aber so nur sehr bedingt möglich.

Aufgeladen wird das Note 20 Ultra via USB C und dem Power Delivery Standard. Für das volle Ladetempo von rund 25W ist aber ein USB PD PPS Ladegerät nötig. Ein passendes liegt mit in der Box.

 

Fazit

Lasst uns ehrlich sein, Samsung hat sein Note 20 Ultra selbst überflüssig gemacht! Beim Note 20 Ultra handelt es sich um ein S20 Ultra, mit Stift und zu einem höheren Preis. Und ja diese Aussage meine ich völlig ernst!

Beide Smartphones haben die gleiche Displaygröße, den gleichen Prozessor, die gleichen primären Kameras und die +- gleiche Software. Das Note 20 Ultra hat lediglich einen Stylus, dafür einen etwas kleineren Akku, hat eine bessere 5x Zoom Kamera, dafür weniger maximal Zoom und liegt etwas besser in der Hand als das S20 Ultra.

Test Samsung Galaxy Note 20 Ultra 11

Dies soll natürlich nicht heißen, dass das Note 20 Ultra ein schlechtes Smartphone ist! Das Gegenteil ist der Fall. Das Display ist absolute Weltklasse, der SoC zwar etwas langsamer als der Snapdragon 865, bietet aber dennoch eine tadellose Performance und die Kameras gehören klar zu den besten aktuell auf dem Markt! Ich würde sogar sagen das Note 20 Ultra hat aktuell das beste Kamera-System bei schönem Wetter und Tagelicht! Erst im Low Light gibt es Modelle die eindeutig vorbeiziehen können. Dabei ist auch nicht nur die primäre Kamera top, sondern auch die Weitwinkel und Zoom Kamera gehören eindeutig zu den besten auf dem Markt.

Es stellt sich am Ende nur die Frage nach dem Sinn, warum ein Samsung Galaxy Note 20 Ultra für 1250€ kaufen wenn es aktuell das 99% gleiche S20 Ultra schon deutlich günstiger gibt? Diese Frage müsst Ihr Euch selbst beantworten. Ist der Stylus und die etwas bessere Balance in der Hand den Aufpreis wert?

Der Ultimate Ears UE Wonderboom 2 im Test

Ab und zu bekomme ich Mails von Lesern die mir gewisse Produkte empfehlen. So wurde mir ein Test des Ultimate Ears UE Wonderboom 2 ans Herz gelegt. Dieser solle eine fantastische Leistung fürs Geld bieten und beispielsweise den Teufel BOOMSTER Go schlagen.

Ultimate Ears Ue Wonderboom 2 Im Test 6Kurzum, ich habe bei Logitech angefragt ob diese mir nicht vielleicht einen Wonderboom 2 für einen Test ausleihen könnten und sie haben ja gesagt. Wollen wir uns im Test doch einmal ansehen wie gut der 60€ Wonderboom 2 von Ultimate Ears wirklich ist!

 

Der Ultimate Ears UE Wonderboom 2 im Test

Ultimate Ears bzw. die Muttergesellschaft von Ultimate Ears, Logitech setzt beim Wonderboom 2 auf eine interessante „bauchige“ Dosen-Form.

Ultimate Ears Ue Wonderboom 2 Im Test 1So misst der Wonderboom 2 104 x 94 x 94 mm und ist somit weiterhin als recht kompakt, aber auch nicht als winzig zu bezeichnen. Für einen 60€ Bluetooth Lautsprecher hat der Wonderboom 2 sogar ein recht großes Volumen, was den Klang positiv beeinflusst.

Ebenfalls positiv überrascht hat mich die generelle Verarbeitung und Haptik. Ultimate Ears setzt auf eine Textilummantelung, die den kompletten Lautsprecher einmal umzieht. Ich bin bekanntlich ein Fan dieses Leinen-Stoff artigen Materials. Dieses ist Wasserabweisend und zeigt sich resistent gegenüber Fingerabdrücken und Kratzern.

Ultimate Ears Ue Wonderboom 2 Im Test 2Zudem fühlt sich der Leinen-Stoff gut in der Hand an! Lediglich die Ober- und Unterseite sind aus einem Hartgummi gefertigt, welcher eine gewisse Resistenz gegenüber Stürzen bietet und zudem rutschfest ist.

Die Tasten zur Steuerung des Wonderboom 2 sind an diesem etwas verteilt. So finden sich die Tasten zur Lautstärkensteuerung beispielsweise auf der Front, während der Ein/Ausschalter auf der Oberseite ist. Etwas versteckt ist zudem eine Taste für den Outdoormodus, die sich unter dem Lautsprecher befindet.

Ultimate Ears Ue Wonderboom 2 Im Test 4Der Outdoor Modus boostet die Lautstärke ein Stück weit, reduziert aber etwas die Bässe, welche ansonsten vermutlich übersteuern würden.

Geladen wird der Wonderboom 2 über einen microUSB Port auf der Rückseite. Dieser ist unter einer kleinen Klappe angebracht, welche beim Wasserschutz helfen soll. Laut Logitech ist der Lautsprecher IP67 wassergeschützt, heißt dieser darf sogar kurzzeitig komplett untertauchen. Hier wäre ich aber wie üblich recht vorsichtig, denn die Klappe über dem Ladeport wirkt nur semi-vertrauenswürdig. Ein Regenschauer oder nasses Gras wird allerdings kein Problem sein.

Ultimate Ears Ue Wonderboom 2 Im Test 3Die Akkulaufzeit soll laut Logitech bei 13 Stunden liegen. Die grobe Richtung mit +- 10 Stunden kommt auch hin!

 

Klang

Der spannendste Punkt ist natürlich der Klang. Beginnen wir hier bei den Höhen, welche eindeutig der größte Pluspunkt des Wonderboom 2 sind!

Der Wonderboom 2 verfügt über sehr gut, wenn nicht sogar perfekte Höhen für diese Preisklasse. Die Höhen sind glasklar, brillant und scharf! Dabei schafft es der Lautsprecher eine schöne Leichtigkeit zu erzeugen, welche auch gut in den Raum gestrahlt wird. Um den Vergleich aus dem Intro heranzuziehen, ja der Wonderboom 2 klingt offener und leichter als der Teufel BOOMSTER Go. Allgemein würde ich sagen der Wonderboom 2 hat die besseren Höhen.

Allerdings bei den Mitten wird es etwas dünner und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ultimate Ears verfolgt etwas die klassische Badewannen-Klangsignatur. Heißt Höhen und Bässe angehoben und Mitten etwas abgesenkt. Helle Stimmen werden vom Wonderboom 2 dank der starken Höhen wunderbar klar wiedergegeben. Auch tiefere Stimmen sind nicht schlecht! Lediglich wärmere Instrumente wirken deutlich weniger voll und satt.

Ultimate Ears Ue Wonderboom 2 Im Test 5Kommen wir damit zum Bass. Generell hat der Wonderboom 2 einen guten Bass! Dieser ist ausreichend satt und voll. Allerdings ist der Lautsprecher auch kein Bass-Wunder! Ich würde sagen der Bass ist neutral gut. Dieser ist nicht übermäßig tief und kann auch keinen Schreibtisch zum Beben bringen, aber es fehlt subjektiv nichts im Klangbild. Auch wenn wir die Preisklasse des Lautsprechers bedenken ist der Bass völlig Okay, auch wenn hier durchaus schon Lautsprecher mit noch mehr Bass gehört habe. Auch der Teufel BOOMSTER Go hat schon noch ein gutes Stück mehr Bass und Tiefgang,

Klarheit und Brillanz, welche mit einer sehr guten räumlichen Darstellung gepaart ist. Hinzu kommt ein ausreichend starker Bass. Es wirkt nicht so als würde etwas beim Klang fehlen. Allerdings ist der Bass des Wonderboom 2 auch nicht als extrem oder „besonders“ stark zu bezeichnen. Logitech geht beim Bass nicht „all in“. allerdings spielt dieser auch eine Preisklasse höher.

Generell gefällt mir aber der Klang des Wonderboom 2 sehr gut! Der Lautsprecher klingt luftig, groß und einfach angenehm! Ja für eine „fette Party“ gibt es schon Lautsprecher die mehr auf den Putz hauen, aber für eine normale alltägliche Nutzung ist der Wonderboom 2 klasse.

 

Fazit

Für aktuell 50-60€ ist der Ultimate Ears UE Wonderboom 2 ein hervorragender Bluetooth Lautsprecher!

Dieser bietet ein schickes und wertiges Design. Unter anderem dank des Leinen-Stoff Bezuges fühlt dieser sich auch gut in der Hand an und ist recht resistent gegenüber Schmutz und Fingerabdrücken. Das Wichtigste ist aber der Klang. Hier punktet der Wonderboom 2 primär aufgrund einer hohen

Ultimate Ears Ue Wonderboom 2 Im Test 8Sucht Ihr also einen Bluetooth Lautsprecher mit dem maximalen Bass, dann gibt es bessere Modelle für Euch! Sucht Ihr aber einen sehr guten Allround-Lautsprecher mit einem wertigen Klang, dann ist der Wonderboom 2 eine sehr gute Wahl.