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Die Arbily G9 im Test, das Maximum an Bass ohne Rücksicht auf Verluste!

Mit aktuell rund 26€ gehören die Arbily G9 zu den günstigsten true Wireless Ohrhörern die Ihr auf Amazon finden könnt.

Arbily G9 Im Test 6Dabei sollen die Arbily G9 dennoch mit einer „Luxuriösen Lederbox“ und einem „HIFI-Stereoklang“ punkten. Gerade letzteres ist natürlich primär Marketing, oder etwa nicht? Finden wir dies im Test der Arbily G9 heraus!

 

Die Arbily G9 im Test

Das erste was bei den Arbily G9 auffällt, ist sicherlich die etwas ungewöhnliche Ladebox. Arbily setzt hier äußerlich auf Leder! Die Ladebox hat also eher die Optik eines kleinen Leder-Etuis.

Arbily G9 Im Test 1Leder ist dabei allerdings lediglich das äußere Material. Der Kern der Ladebox besteht aus einem einfachen Kunststoff. Qualitativ würde ich deshalb die Box als Okay, aber auch nicht überragend einstufen. Dabei ist die Optik und die Leder-Komponente klar als „Geschmackssache“ einzustufen.

Um die Ohrhörer zu erreichen müsst Ihr einfach nur den oberen Deckel aufklappen, welcher über Magnete gehalten wird.

Arbily G9 Im Test 3Im Inneren sind die Ohrhörer selbst. Diese setzen auf das „Steg-Design“, wie dieses durch die Apple AirPods populär gemacht wurde. Im Gegensatz zu den Apple AirPods besitzen die Arbily G9 aber Silikon-Ohraufsätze.

Gefertigt sind die Ohrhörer weitestgehend aus eine matten Kunststoff, welcher soweit ausreichend wertig anmutet. Lediglich eine kleine Fläche auf der Rückseite ist aus Hochglanz Kunststoff, unter welcher sich die Touch Tasten verbürgen.

Arbily G9 Im Test 5Ein/ausgeschaltet werden die Ohrhörer wie üblich durch das Einlegen oder Herausnehmen aus der Ladebox. Musik Pausieren, Fortsetzen usw. geschieht über ein Antippen der Rückseite.

Die Akkulaufzeit der Arbily G9 liegt bei 3-4 Stunden und die Ohrhörer können unterwegs bis zu 4x durch die Ladebox geladen werden. Dies sind „gängige“ Werte.

 

Tragekomfort

Die Arbily G9 sind zwar durchaus etwas größer, aber generell würde ich die Form der Ohrhörer als klassisch einstufen. So sind diese weder besonders dick noch besonders lang. Zudem ist der Ohrkanal leicht schräg gewinkelt, was für den Tragekomfort ideal ist.

Arbily G9 Im Test 7Daher überrascht es auch nicht, dass die G9 durchaus bequem sind! Der halt ist nicht super fest, aber ausreichend für leichteren Sport oder Bewegung.

 

Klang der Arbily G9

In der letzten Zeit hatte ich einige „Bass-Bomber“ Bluetooth Ohrhörer im Test, die Arbily G9 übertreffen diese aber alle!

Der Bass bei den Arbily G9 ist bis ans absolute Maximum angehoben! Hierbei machen die Ohrhörer auch keine Gefangene, der Bass überschattet so ziemlich alles. Dabei ist gerade der Tiefgang der Ohrhörer nicht schlecht, aber auch nicht absolut überragend. Hier sind die Arbily G9 dem Preis von unter 30€ mehr als angemessen.

Prinzipiell könnte der Bass einen Hauch knackiger sein. Ihr könnt schon merken, dass Arbily bei den G9 diesen etwas künstlich boostet und dies vielleicht ein wenig zu viel. Hier und da neigen die Ohrhörer zum Dröhnen. Ich will dies aber auch nicht überdramatisieren. Wollt Ihr einen extremen Bass in dieser Preisklasse ist dies vermutlich der Preis den Ihr zahlen müsst. Generell ist der Bass qualitativ völlig in Ordnung! Abseits, dass dieser was die Masse angeht bis ins bescheuerte angehoben ist.

Arbily G9 Im Test 11Die Mitten sind zunächst weitestgehend Okay. Gerade die unteren Mitten werden sehr gut dargestellt. Setzt allerdings der Beat ein gibt es kein Halten mehr und die Mitten und auch Höhen werden gnadenlos überschattet.

Die Höhen sind dabei nicht perfekt, aber ausreichend klar und sauber. Diese sind nicht matt oder dumpf. Hierdurch wirken die Arbily G9 auch nicht blechern! Die Höhen kommen nur einfach nicht gegen den Bass an.

Dies fällt zum Beispiel in „In You Eyes“ von Robin Schulz auf. Der recht ruhige Beginn des Songs klingt weitestgehend normal. Die Stimme der Sängerin wird vernünftig abgebildet. Setzt dann bei 1:20 der Beat ein, reißt der Bass aber den Song an sich. Der Beat ist absolut dominant und lässt viele Teile des Songs „untergehen“.

Auch bei „Reasons I Drink“ von Alanis Morissette sollte die Stimme der Sängerin im Vordergrund stehen, allerdings ist dies bei den Arbily G9 nicht der Fall. Hier ist das Schlagzeug klar im Vordergrund.

Allerdings gibt es auch Titel wo dies nicht stört z.B. „Witchcraft“ von Pendulum. Hier ist die Stimme eh im Hintergrund und der Beat im Vordergrund, was den Ohrhörern doch sehr liegt.

Hier noch abschließend die Frequenzkurve der Arbily G9:

Arbily G9 VergleichArbily G9Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert schon neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Die Arbily G9 sind sehr spezielle Ohrhörer die nicht jedem zu empfehlen sind! Dabei ist das äußere und auch die technische Seite tadellos. Klar die Ladebox mit Leder-Deckel ist etwas Geschmackssache, aber generell gut umgesetzt!

Arbily G9 Im Test 12Das Kontroverse ist die Klangsignatur. Die Arbily G9 sind Bass-Monster! Der Bass ist bis ans Limit und teils darüber hinaus hochgedreht. Dabei sind die Mitten und Höhen nicht generell schlecht, werden aber vollständig überschattet sobald der Beat losgeht. Selbst wenn Ihr etwas mehr Bass mögt sind die G9 schon hart am Limit.

Damit ich Euch die Arbily G9 empfehlen kann müsst Ihr wirklich das absolute Maximum an Bass suchen! Hier sind die G9 wirklich Eure beste Option in der +- 30€ Preisklasse.

Erfahrungsbericht Grover, Technik einfach mieten statt kaufen?

Grover wird dem ein oder anderen sicherlich schon einmal in Form von Werbung über den Weg gelaufen sein. Bei Grover handelt es sich um einen Verleihdienst für Technik.

Ihr könnt Euch also bei Grover neuste Smartphones, Audio-Produkte, Notebooks usw. ausleihen, für einen mehr oder weniger beliebigen Zeitraum. Klingt doch sehr interessant, gerade für Technik- Enthusiasten. Warum andauernd ein neues Smartphone kaufen, wenn dieses doch eh nach 6 Monaten schon wieder zum alten Eisen gehört? Einfach für 6 Monate das Smartphone mieten und danach gegen ein neues Modell tauschen.

Grover (1)Dies ist auch für mich ein spannender Service. Warum ein Smartphone nur für einen Test kaufen und dann mit großem Verlust verkaufen?

Kurzum ich habe Grover einmal ausprobiert, meine Erfahrungen lest Ihr in folgendem Bericht!

 

Infos und Transparenz

Wie Ihr vielleicht gesehen habt, hat mir Grover das Samsung Galaxy S20 für einen Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Im Zuge dieser Kommunikation hat Grover den Wunsch nach einem gesonderten Artikel geäußert. Grundsätzlich gerne, aber wenn wollte ich die volle „Grover Erfahrung“ und hierzu passt kein gesponsertes Testgerät. Ihr könnt Euch ja vorstellen, dass hier die Abwicklung besonders problemlos ist.

Kurzum für diesen Artikel habe ich mir zwei Geräte bei Grover über einen privaten Account ausgeliehen. Ich habe hierfür kein Geld bekommen, sondern gezahlt (welches ich auch nicht zurückgefordert habe!). Ebenso wenig habe ich Grover mitgeteilt wie der Account von mir heißt und was ich mir wann ausgeliehen habe. Eine Sonderbehandlung ist damit ausgeschlossen.

Auch werde ich versuchen diesen Artikel so neutral wie möglich zu halten.

 

Die Bestellung und Lieferung

Ich habe bei Grover ein Samsung Galaxy A51 128GB und die Jabra Elite 85h ausgeliehen. Beide Geräte wurden mit „Lieferung 3–7 Werktage“ beworben.

Beim Leihen der Geräte müsst Ihr die gleichen Daten angeben wie bei jedem Online Shop. Name, Mailadresse, Adresse usw. Allerdings müsst Ihr auch eine Handy-Nummer angeben, die über einen zugesandten Code verifiziert wird!

Grover (11)Als Zahlungsmöglichkeiten bietet Grover lediglich Paypal und Kreditkarte an. Schade, dass es keinen Bankeinzug optional gibt. Ich habe für meine Bestellung Paypal gewählt und lasst uns ehrlich sein 95% aller potenziellen Kunden werden auch Paypal nutzen .

Nach dem Aufgeben der Bestellung gehen die Geräte nicht direkt in den Versand! Eure Bestellung durchläuft zunächst einer Prüfung, vermutlich ob Ihr nicht auf irgendwelchen Black-Listen steht. Auf Nachfrage wurde mir von Grover mitgeteilt, dass es eine einfache Bonitätsprüfung gibt, welche aber weniger intensiv ist als bei einer regulären Kreditprüfung. Dazu wird eine interne Betrugsprüfung durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Miete nicht mit gestohlenen Daten durchgeführt wird.

Grover (16)Die JABRA Elite 85h habe ich am 10.03 bestellt, am 11.03 nach erfolgreicher Überprüfung meiner Bestellung wurde das Geld via PayPal eingezogen und die Kopfhörer versendet.

Grover (20)Grover (22)

Diese sind am 12.03 via DHL bei mir eingetroffen. Also lediglich zwei Tage Lieferzeit! Klasse!

Etwas anders sieht es bei dem Samsung Galaxy A51 128GB aus. Dieses habe ich am 02.03 bestellt und am gleichen Tag wurde die Bestellung bestätigt und das Geld eingezogen.

Am 09.03 erhielt ich eine Mail „viele fleißige Grover-Hände setzen gerade alle Hebel in Bewegung, damit deine Bestellung schnellstmöglich bei dir ist. Doch aufgrund des erhöhten Bestellaufkommens verzögert sich der Versand leider noch etwas.“.

Grover (23)Tja etwas war sicherlich etwas untertrieben. Erst am 07.04 wurde dann das Smartphone versendet, welches am 09.04 bei mir eintraf. Lieferzeit über ein Monat! Es ist hier leider recht offensichtlich, dass das Smartphone doch nicht in 3-7 Tagen lieferbar war, dann Corona zugeschlagen hat und vermutlich Lieferketten lahmgelegt hat.

Kurzum, ist ein Artikel wirklich lieferbar geht es bei Grover recht flott. Rechnet hier mit +- 3-4 Tagen. Allerdings ist die Anzeige bezüglich der Lieferdauer wohl nicht ganz so genau wie diese sein sollte, zumindest bei ganz neuen Artikeln.

Wichtig Bei der Lieferung müsst Ihr dem Postboten Eueren Personalausweis vorzeigen! Geliefert werden die Grover Produkte in einer „einzigartigen“ Verpackung, welche auch für den

Rückversand vorbereitet ist. Bewahrt diesen Karton also am besten während der Leihdauer auf.

 

Der Zustand

Ich habe es Grover recht leicht gemacht. Das Samsung Galaxy A51 ist nagelneu und war zuvor offensichtlich bei noch keinem Nutzer. Kein Wunder dieses ist nicht mal einen Monat auf dem Markt. Dementsprechend war hier der Zustand perfekt.

Die Jabra Elite 85h waren hingegen schon mal bei einem anderen Nutzer. Dies erkenne ich primär an der bereits geöffneten Verpackung. Die Kopfhörer selbst waren in einem tadellosen Zustand. Hier kann ich wirklich nicht klagen.

 

Die Rücksendung              

Wollt Ihr nun ein Produkt zurücksenden und damit Eure Miete beenden, geht einfach auf der Grover Webseite in Euer Kundenkonto und wählt Rücksendung.Dort erklärt Grover Euch zunächst was Ihr vor der Rücksendung machen müsst, wie den PIN von Geräten entfernen usw.

Grover (29)Habt Ihr dies gemacht erhaltet Ihr einen Rücksendeschein von DHL. Verpackt Euer Gerät, Klebt den Rücksendeschein drauf und geht zu einer DHL Annahmestelle, fertig.

Grover (31)Als Rücksendedatum wird das Einlieferungsdatum gewertet. Es ist also Egal sollte das Paket 10 Tage brauchen um bei Grover anzukommen. Die Rücksendung müsst Ihr natürlich nicht gesondert bezahlen!Hier gibt es keine versteckten Gebühren.

 

Abnutzung und Schäden                                    

Grover erwartet, dass Ihr Eure Produkte nutzt als wären es Eure. Einfache Abnutzungen, kleinere Kratzer usw. werden bei einer Rücksendung, laut Angaben von Grover, nicht bemängelt. Und auch bei meinen Testbestellungen gab es keine Klagen oder Probleme. Hier ein Beispiel was Grover als normale Nutzungsspuren bezeichnet: https://www.grover.com/de-de/g-about/asset-condition

Was aber wenn mein geliehenes Smartphone zu Boden geht und eine Beschädigung aufweist?

In diesem Fall zeigt sich Grover sehr großzügig, denn es werden Euch nur 10% der Reparaturkosten in Rechnung gestellt. Oder in anderen Worten, Grover übernimmt 90% der Reparaturkosten. Im Worst Case müsstet Ihr also 10% der UVP bezahlen. Z.B. Ihr zerlegt ein neues iPhone 11, dann kostet Euch dies maximal 100€ (bei einem Preis von 1000€ des Gerätes).

Dies ist ein klasse Service und ein dicker Pluspunkt. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, dies wären z.B. Drohnen. Ich vermute diese gehen sehr oft kaputt, daher übernimmt Grover hier nur 50% der Reparaturkosten.

Ebenfalls gilt dies nicht bei Diebstahl! Hier müsst Ihr das Gerät voll ersetzen. Die Gründe sind hier aber auch offensichtlich. Es würde Leute geben die sich teure Technik mieten, behaupten diese wäre geklaut worden und Grover bleibt auf den Kosten sitzen. Lasst Euch Eure Leihgeräte also nicht klauen. Habt ihr aber Haftpflichtversicherung, greift diese in diesen Fällen, da es sich bei Mietgeräten um Fremdes Eigentum handelt.

Ebenfalls eine Ausnahme stellen reguläre Ausfälle dar die normalerweise unter die Garantie fallen würden. Hier entstehen Euch keine Kosten.

 

Die Preise            

Kommen wir zu einem nicht ganz unwichtigen Punkt, den Preisen. Diese sind gestaffelt je nachdem wie lange Ihr ein Produkt mindestens mieten wollt. In der Regel habt Ihr hier die Wahl zwischen 1 Monat, 3 Monaten, 6 Monaten oder 12 Monaten. Ihr könnt jedes Produkt beliebig lang mieten, Ihr zahlt nach diesem Zeitraum Monatlich die Summe weiter, bis Ihr das Gerät zurücksendet.

Grover (3)Nehmen für dieses Beispiel das Apple iPhone 11 Pro (64 GB)

  • 1 Monat – 129,90€
  • 3 Monate – 79,90€
  • 6 Monate – 69,90€
  • 12 Monate – 59,90€

Eine ähnliche Staffelung findet Ihr bei den meisten Produkten, diese nur einen Monat mieten ist sehr teuer, 3 Monate oder länger wird signifikant günstiger.

Wollt Ihr das iPhone 11 Pro (64 GB) für 12 Monate kostet dieses Euch 718,80€. Ein guter Deal? Schwer zu sagen. Das iPhone 11 Pro kostet 1149€ bei Apple, dafür gehört dieses aber Euch und könnt es nach Zeitraum X gut weiterverkaufen. Auch könntet Ihr das iPhone 11 Pro einfach über Apple in Raten zahlen.

Ein sehr langes Ausleihen bei Grover rechnet sich also in der Regel eher weniger. Grover ist primär interessant wenn Ihr ein Gerät nur 1-6 Monate benötigt. Hier rechnet sich ein Kauf in der Regel nicht. Kauft Ihr ein iPhone 11 Pro, packt es aus und nutzt es einen Monat, wird dieses im Weiterverkauf vermutlich mehr als 129€ an Wert verlieren.

 

Kaufen statt mieten (Geräte „übernehmen“)

Etwas anders kann es aussehen falls Ihr plant ein Gerät zu „übernehmen“. Grover bietet Euch die Möglichkeit jedes Gerät nach X Monaten für einen symbolischen € zu übernehmen. Wie lang der Zeitraum ist, schwankt je nach Gerät und Tarif. Dies könnt Ihr im Warenkorb aber vor der Bestellung sehen.

Nehmt Ihr z.B. das iPhone 11 Pro für 12 Monate könnt Ihr dieses nach 23 Monaten behalten. 23 x 59,90€ = 1377,7€, Neupreis bei Apple 1149€.

Ihr Zahlt also klar einen Aufpreis, aber dieser ist gerade bei längeren Mietdauern weniger groß als man denken könnte. Zumal Ihr Euch gegebenenfalls es Euch noch anders überlegen könntet und während der Mietdauer Grover Care genießt. Kauft Ihr ein Apple iPhone 11 Pro + Apple Care ist dies nicht viel günstiger als das iPhone 24 Monate bei Grover zu mieten und dann für einen € zu übernehmen. Und ja Grover Care ist mit Apple Care zu vergleichen, auch bei Letzterem müsst Ihr pro Schaden eine Selbstbeteiligung zahlen.

Es gibt aber auch Produkte, wo dies sich nicht lohnt. Z.B. bei den SONY WF-1000XM3. Übernahme nach 21 Mietzahlungen bei 12 Monaten Mindestdauer = 14,90 * 21 = 312,90€, aktueller Neupreis +- 190€. 122,90€ ist schon ein saftiger Aufpreis, welcher im Gegensatz zum iPhone nicht durch Grover Care zu rechtfertigen ist.

Durchrechnen ist also angesagt!

 

Fazit

Mein Fazit zu Grover fällt positiver aus, als ich es erwartet hätte. Starten wir beim wichtigsten Thema, den kosten. Grover lohnt sich primär bei kurzen bis mittleren Mietdauern. Wollt Ihr ein technisches Gerät einfach mal für einen Monat ausprobieren, oder braucht beispielsweise einen Mac temporär für irgendein Projekt, dann ist Grover klasse! Anstelle das Gerät zu kaufen und gegebenenfalls mit großem bzw. größerem Verlust weiterzuverkaufen, leiht Euch dieses für Zeitraum x aus. Wollt Ihr Geräte für längere Zeit nutzen und Euch nicht Vertraglich auf 6 oder 12 Monate festlegen, dann kann es schnell aber teurer werden. Hier loht sich oft eine reguläre Ratenzahlung mehr.

Allerdings hat Grover hier ein Ass im Ärmel, dieses wäre die Geräte Übernahme und Grover Care. Mietet Ihr etwas für einen längeren Zeitraum könnt Ihr das Gerät anschließend für 1€ übernehmen. Beispielsweise beim iPhone 11 Pro (64 GB) wäre dies nach 24 Monaten (bei 12 Monate Mindestmietdauer). Hier zahlt Ihr bei Grover „nur“ 218,70€ drauf, verglichen mit dem Direktkauf. Dafür erhaltet Ihr aber auch Grover Care, welches im Falle eines Schadens 90% der Reparaturkosten übernimmt. Gar nicht mal so ein schlechter Deal.

Hier lautet das Motto durchrechnen! Gerade bei längeren Mietdauern müsst Ihr schauen, ob sich dies für Euch lohnt, rechnet aber die Geräte Übernahme gegebenenfalls mit ein! Ebenfalls bedenkt den Mehrwert von Grover Care .

Erfahrungsbericht Grover 3Das Einzige was ich etwas kritisieren muss ist die Lieferzeit bzw. deren Angabe im Shop. Ja Corona hat alles etwas durcheinandergewirbelt, aber wenn aus 3-7 Tagen ein Monat wird, ist dies schon ärgerlich. Hier war offensichtlich ein Produkt nicht auf Lager, da im gleichen Zeitraum ein anderes Produkt bereits nach 3 Tagen da war. Es kann also auch sehr schnell bei Grover gehen.

Roborock S6 MaxV im Test, der beste Staubsaugroboter 2020 mit KI!

Der S6 MaxV ist der Flaggschiff Staubsaugroboter aus dem Hause Roborock und eins der vermutlich besten Modelle im Jahr 2020. Roborock wird Euch vielleicht etwas aufgrund der Zusammenarbeit mit Xiaomi und den aktuellen Modellen in Form des S6 und S5 sagen.

Roborock hat immer eine sehr starke Kombination aus hoher Saugleistung, intelligenter Navigation und einem fairen Preis geboten. So war Roborock einer der ersten Hersteller die einen Laser-Sensor für die Navigation nutzten und dies in der unter 500€ Preisklasse, als die Konkurrenten noch alle dumm durch die Gegend fuhren.

Roborock S6 Maxv Test Review 16Mit dem S6 MaxV puscht Roborock den Markt nun wieder in eine neue Richtung. So verfügt der Staubsaugroboter über eine KI die Hindernisse mithilfe einer Kamera erkennt und identifiziert, der Saugmotor ist zudem nochmals stärker geworden und die Putzfunktionen wurden weiter ausgebaut.

Klingt doch toll, allerdings hat dies auch zu einer Preissteigerung geführt. Aktuell müsst Ihr für den Roborock S6 MaxV rund 649€ auf den Tisch legen. Sicherlich nicht extrem viel, günstig ist der S6 MaxV damit aber auch nicht.

Stellt sich die Frage, lohnt es sich so viel Geld in die Hand zu nehmen? Finden wir dies im Test heraus!

 

Roborock S6 MaxV im Test

Das Erste was am Roborock S6 MaxV verglichen mit seinen Vorgängern auffällt ist die Farbe. Waren andere Roborock immer weiß so setzt der Hersteller hier auf einen schwarzen Hochglanz-Lack.

Roborock S6 Maxv Test Review 3Dies sieht auf den ersten Blick sicherlich cool aus, in der Praxis ist allerdings der weiße Lack aber etwas alltagstauglicher. Ihr werdet den S6 MaxV des Öfteren selbst reinigen müssen damit dieser nicht schmutzig aussieht.

Der Aufbau ist allerdings klar als „Klassisch“ zu bezeichnen. Roborock setzt auf die typische runde Form. In der Mitte des Staubsaugroboters ist zudem der Laser-Abstandssensor zu finden. Die Höhe des S6 MaxV beträgt rund 9,5 cm. Damit ist dieser weder extrem hoch noch besonders flach.

Roborock S6 Maxv Test Review 2Auf der Front des Staubsaugroboters ist der übliche Stoßsensor angebracht. Hier gibt es aber eine Besonderheit, denn zentral ist ein kleines Fenster eingelassen. Hinter diesem sind zwei Kameras für das KI-Feature angebracht. Solch ein Kamera-System ist das nächste „dicke“ Ding bei Staubsaugroboter und der S6 MaxV ist einer der erste der dies bietet.

Nicht ganz unwichtig sind aber auch die mit der Reinigung verknüpften Feature. Auf der Unterseite finden wir zwei Bürsten. Zunächst gibt es hier eine kleine Bürste am Rand des Roboters, welche als eine Art Besen dient. Dieses „Kehrt“ Schmutz von Rändern in die Mitte, so dass dieser besser von der primären rotierenden Bürste aufgenommen werden kann.

Roborock S6 Maxv Test Review 10Die rotierende Bürste trägt einen großen Teil zur Reinigungsleistung des S6 MaxV bei! Diese Bürste besitzt grundsätzlich den bekannten Formfaktor aus dem S5 und dem Xiaomi Roborock, Sie ist allerdings etwas weicher als bei diesen Modellen.

Kommen wir an dieser Stelle leider zu meinem größten Kritikpunkt am S6 MaxV, der Schmutzauffangbehälter. Dieser befindet sich unter einer Klappe auf der Oberseite. Soweit Okay, aber dieser ist recht klein! Bereits der Schmutzauffangbehälter des S6 und S5 waren mit 480ml Volumen recht kompakt. Beim S6 MaxV ist der Schmutzauffangbehälter deutlich schmäler, aber etwas breiter geworden. Auf dem Papier ist das Volumen nur auf 460ml geschrumpft. In der Praxis wirkt der Behälter aber noch etwas kleiner.

Roborock S6 Maxv Test Review 6Vielleicht ist meine Wohnung auch nur super schmutzig, aber ich bekomme den Behälter täglich voll. Gut ich habe einen haarenden Schweizer Sennenhund, also schon etwas Größeres, aber etwas mehr Volumen wäre schon nett gewesen. Neato macht dies bei seinen großen Modellen mit 700ml etwas besser.

Neben der Steuerung via App könnt Ihr den S6 MaxV auch über drei Tasten auf der Oberseite steuern. Dies ist oftmals etwas komfortabler als jedes Mal das Smartphone zum Starten zu holen. Allerdings können über diese Tasten viele der erweiterten Features nicht aufgerufen werden.

Roborock S6 Maxv Test Review 7Neben dem Saugen kann der Roborock S6 MaxV auch feucht wischen. Hierfür verfügt der Saugroboter auf der Rückseite über einen Wassertank, wie auch einen Aufsatz für ein Putztuch.

Roborock S6 Maxv Test Review 1Hier ist der Lieferumfang leider etwas „sparsam“. So ist nur ein (waschbares) Putztuch in diesem enthalten. Ebenso gibt es auch keine Ersatzfilter oder Ähnliches.

 

App und Feature

Um alle Feature des Roborock S6 MaxV nutzen zu können müsst Ihr diesen mit Eurem WLAN-Verbinden und in der Roborock App einbinden.

Roborock App (3)Roborock App (1)

Die Roborock App ist generell sehr einfach und übersichtlich aufgebaut. Erfreulicherweise ist diese auch komplett in einem klaren Deutsch. Sogar der S6 MaxV beherrscht eine deutsche Sprachausgabe.

Über die App könnt Ihr mehrere Roborock Produkte steuern. Wählt Ihr hier den S6 MaxV aus seht Ihr zunächst die aktuelle Karte Eures Staubsaugroboters. Diese wird während der ersten Fahrt erstellt und danach konstant geupdatet, sollte sich was in Eurer Wohnung verändern.

Roborock App (14)Roborock App (15)

Diese Karte könnt Ihr in einzelne Räume unterteilen, beispielsweise Küche, Wohnzimmer, Arbeitszimmer usw. Anschließend könnt Ihr den Roboter gezielt in gewisse Räume schicken. Ebenso könnt Ihr Zeitpläne für einzelne Räume anlegen. Beispielsweise jeden Montag die Küche saugen oder jeden Dienstag das Wohnzimmer.

Im Gegenzug könnt Ihr aber auch „NoGo“ Bereiche in der App festlegen. Diese Bereiche werden dann vom Roborock S6 MaxV ausgelassen. Früher musstet Ihr für so etwas Magnetbänder oder Ähnliches verlegen, heutzutage geht sowas via App.

Roborock App (25)Roborock App (29)

Über die App könnt Ihr auch genau sehen wo der Roboter gesaugt hat und wo nicht. Ebenso seht Ihr hier von der KI erkannte Objekte. Dazu aber später mehr.

 

Logik und Fahrverhalten

Grundsätzlich nutzt der Roborock S6 MaxV seinen LDS-Sensor für die Navigation. Bei dem LDS-Sensor handelt es sich um einen rotierenden Laser der konstant den Abstand in alle Richtungen misst. Aus diesen Informationen kann der Roboter eine Karte von Eurer Wohnung erstellen und deutlich effizienter navigieren.

So weiß der Roborock S6 MaxV immer wo er ist! Ihr könnt diesen irgendwo in Eurer Wohnung absetzen und er wird zielsicher zu seinem Zielort finden. Dieser gleicht konstant die Messwerte mit zuvor erstellten Karten ab, um zu erkennen in welchem Raum er sich gerade befindet bzw. bei seiner ersten Fahrt erstellt er natürlich erst einmal eine Karte.

Dabei hat sich allerdings die grundsätzliche Logik verglichen mit den älteren Roborock Modellen nicht groß geändert. Startet Ihr den Staubsaugroboter unterteilt dieser Eure Wohnung zunächst in kleinere Bereiche. Diese werden direkt an der Wand umfahren, bis der Bereich äußerlich einmal umsteckt ist. Daraufhin wird der innere Teil in geraden Bahnen vom S6 MaxV gereinigt.

Roborock S6 Maxv Test Review 12Der S6 MaxV ist dabei auf eine gewisse Effizienz getrimmt. Es ist klar ersichtlich das dieser immer versucht die Effizienteste Router beim Reinigen zu wählen. Damit ist der S6 MaxV älteren und günstigeren Modellen mit Zufallsnavigation deutlich überlegen.

Da der Roboter immer weiß wo er gerade ist, wird auch kein Raum ausgelassen! Dieser merkt sich Bereiche wo es noch weiter geht. Selbst wenn diese im ersten Moment ausgelassen werden, kehrt der Roboter später dorthin zurück und ja dies funktioniert extrem gut! Teils ist es fast schon etwas beängstigend wenn der Staubsaugroboter zielsicher durch die Wohnung fährt weil er an stelle XYZ noch etwas ausgelassen hat.

Diesen ganzen Prozess könnt Ihr in der App auch verfolgen. Hier wird genau eingezeichnet wo er schon war und wo er noch hinmuss.

Weitere Pluspunkte gibt es für die Fluchtlogik. Der S6 MaxV bekommt sich aus so ziemlich allen Situationen befreit in die er auch hinein gekommen ist. Lediglich ein Hocker mit schräg verlaufenden Beinen, an welchen der Roboter versucht hochzufahren, kann diesen bei mir regelmäßig stoppen. Allerdings könnt Ihr über die App Zonen bzw. Bereiche festlegen in welche der Roboter nicht fährt, dazu aber später mehr.

Es gibt lediglich ein Objekt in meinem Test das den Roboter sichtlich überfordert, ein pech schwarzer kurzhaariger Teppich. Ich vermute dieser löst die Fallsensoren teilweise aus, was dann den Roboter verwirrt usw. Teils fährt dieser auf den Teppich, wirkt dann aber völlig überfordert mit der Situation das die Sensoren ihm sagen er wäre auf einem Abgrund. Er ist so verwirrt das dann die Orientierung völlig aussetzt, die aktuelle Karte verworfen wird und ich den S6 MaxV manuell retten muss.

Normale etwas längere schwarze Teppiche sind kein Problem, aber diesen einen mögen alle Roborock Staubsaugroboter irgendwie nicht.

 

Räume und Zonen

Über die Roborock App könnt Ihr Räume und Zonen anlegen. In diese Räume und Zonen kann der S6 MaxV gezielt geschickt werden. Wollt Ihr also nur die Küche gesaugt haben, dann könnt Ihr dies dem Roboter sagen.

Ebenso könnt Ihr Zeitpläne anlegen, frei nach dem Moto saug jeden Montag die Küche, jeden Dienstag das Wohnzimmer usw. Ihr könnt sogar die Saugkraft basierend auf dem Raum in welchem sich der S6 MaxV befindet steuern.

Roborock App (23)Roborock App (24)

Habt Ihr mehrere Etagen kann der Roborock S6 MaxV auch zwischen diesen unterscheiden. Allerdings müsst Ihr diesen natürlich manuell von Etage zu Etage tragen, Treppen fahren kann auch der S6 MaxV nicht.

Neben der gezielten Reinigung könnt Ihr aber auch NoGo Zonen festlegen. Diese werden dann immer vom Sauger ausgelassen. Ja das funktioniert sehr gut und genau! So spart Ihr Euch die Begrenzungsbänder die es früher gab.

 

Die KI

Eins der wichtigsten Feature des Roborock S6 MaxV ist natürlich die KI. Hierfür besitzt der Roboter zwei Kameras auf der Front welche Objekte erkennen und einordnen sollen.

Liegt beispielsweise ein Pantoffel im Weg, soll der Staubsaugroboter nicht einfach auf diesen fahren und sich gegebenenfalls verheddern .Anstelle dessen soll dieser von der KI erkannt und umfahren werden.

Roborock App (21)Roborock App (22)

Objekte wie Pantoffeln, Socken usw. werden vom Laser-Sensor natürlich normalerweise nicht erkannt. Ebenso sind diese zu leicht für den Stoßsensor. Daher kann die Front-Kamera + KI hier durchaus Sinn machen.

Ganz klar gesagt, die KI funktioniert gut aber auch nicht zu 100%. Viele Objekte werden erkannt, aber auch nicht alle. So wird beispielsweise der Hunde-Wassernapf einfach nur als Hindernis erkannt und einige kleinere Objekte oder Hundespielzeug noch gar nicht. Hingegen einige Kabelnester an der Seite von Schränken usw. werden korrekt als Kabel erkannt und auch ausgelassen. Selbiges gilt für herumliegende Kabel, sofern diese etwas ineinander verwickelt sind.

Roborock App (27)Roborock App (11)

Der Roborock S6 MaxV soll sogar Hunde Hinterlassenschaften erkennen können. So blöd es klingt, aber wenn man einen Welpen hat ist dies ein Feature das Gold wert ist.

Also die KI ist nicht nur Marketing, aber braucht eventuell noch etwas „Erfahrung“ gerade exotischere Objekte zu erkennen. Via Updates soll die KI in Zukunft auch noch verbessert werden.

 

Datenschutz bei der Kamera?

Gerade aufgrund der Kamera ist der Datenschutz beim Roborock S6 MaxV nicht ganz unwichtig. Daten wie beispielsweise der Grundriss Eurer Wohnung werden in die Cloud geladen, damit Ihr diese auch über die App sehen könnt.

Bilder, Videos usw. der Kamera hingegen werden ausschließlich lokal auf dem Staubsauger verarbeitet. Diese Aufnahmen sollen dabei auch nicht gesichert oder in die Cloud hochgeladen werden. Roborock betont dies sehr oft und enthusiastisch.

Ob dies so stimmt kann ich nicht zu 100% bestätigen, allerdings war der Datenverkehr des S6 MaxV nicht auffällig. So wurden in 24 Stunden ca. 4-5MB an Daten hochgeladen und auch heruntergeladen. Dies ist zum einen für Fotos und Videos zu wenig, zum anderen ist dies nicht mehr als beim regulären S6 ohne Kamera. Daher glaube ich Roborock!

Als Server wird http://api-eu.roborock.com/ und http://awsde0.fds.api.xiaomi.com/ angefunkt. Beide Server sind in Deutschland stationiert. Der Datenschutz sieht also soweit okay aus.

Lässt sich der Roborock S6 MaxV auch ohne WLAN-Verbindung nutzen? Grundsätzlich müsste dies funktionieren. Ihr verliert natürlich alle App Feature usw. könnt den Roboter aber direkt am Gerät noch Steuern. Zumindest kurzfristig konnte ich die WLAN-Verbindung kappen ohne das der Roboter die Arbeit verweigerte.

 

Die Saugleistung

Laut Roborock liegt die Saugleistung des S6 MaxV bei 2500Pa. Der S6 und S5 schafften jeweils „nur“ 2000Pa, der S6 MaxV hat also auf dem Papier eine 20% höhere Saugleistung. Für einen Staubsaugroboter sind 2500Pa absolute Oberklasse!

Diese Saugleistung wird in der Regel aber nicht konstant genutzt. Ihr könnt den Roboter in fünf Stufen steuern. In der Regel wollt Ihr den S6 MaxV im „Balancierten“ Modus nutzen. Wie der Name schon sagt ist hier Akkulaufzeit, Lautstärke und Saugleistung „Balanciert“. Dabei ist der S6 MaxV auch ausreichend leise, dass dieser nicht groß stört.

Roborock App (18)Roborock App (13)

In den Einstellungen könnt Ihr zudem die Teppicherkennung einschalten. Hier dreht der Sauger automatisch den Motor hoch, wenn dieser erkennt auf einem Teppich zu sein. Dies ist aus meiner Sicht absolut sinnvoll!

Im balancierten Modus bekommt dieser von glatten Böden bereits fast 100% des Schmutzes entfernt. Dies liegt dabei aber nicht nur an der Saugleistung, vor allem die rotierende Bürste trägt hier einen großen Teil bei. Diese Bürste ist verglichen mit älteren Modellen etwas weicher. Ideal für glatten Boden!

Hier müsste man aber meinen die Saugleistung ist auf Teppichen dafür schwächer. Dies ist aber nicht der Fall! Der S6 MaxV scheint eine bessere Versiegelung der „Saugkammer“ zu haben. Es wird also weniger Luft seitlich eingezogen und die gesamte Saugleistung wird nach unten konzentriert. Dies in Kombination mit der höheren Saugleistung sorgt doch für ein besseres Ergebnis als noch beim S5 und S6.

Roborock S6 Maxv Test Review 9Ja die Haare von meinem Hund sind weiterhin eine extreme Herausforderung und wird auch nicht auf allen Teppichen zu 100% perfekt gelöst. Selbst auf voller Leistungen können hier und da mal ein paar besonders klebende Haare hängen bleiben. Erstaunlicherweise sind Katzenhaare kein Problem.

Dennoch würde ich die Saugleistung auch auf Teppichen als sehr gut einstufen. Ich habe bisher noch keinen besseren Staubsaugroboter erlebt was die Tierhaarentfernung angeht. Ja dieser ist hier auch merklich besser als der S6! Ist der Unterschied wie Tag und Nacht? Das nicht, aber Haare werden doch ein gutes Stück besser entfernt.

 

Er kann auch Putzen!

Der Roborock S6 MaxV kann nicht nur staubsaugen, sondern auch putzen! Ja dies konnten auch schon einige frühere Modelle, allerdings ist die Wischfunktion beim S6 MaxV deutlich ausgebaut.

Zum einen funktioniert das Putzen deutlich gründlicher, zum anderen könnt Ihr beispielsweise auch Wassermengen anpassen.

Hartnäckige Flecken bekommt der S6 MaxV nicht entfernt, aber leichterer Schmutz wird schon zuverlässig bereinigt.

 

Fazit

Ja der Roborock S6 MaxV ist eindeutig der beste Staubsaugroboter den ich bisher in den Händen hatte! Dieser stellt eine konsequente Weiterentwicklung des S5 und S6 dar.

So bietet der S6 MaxV eine nochmals merkbar gesteigerte Saugleistung. Auf glatten Böden kann dieser fast 100% sämtlichen Schmutzes aufnehmen. Hier sind selbst große Staubsauger nicht gründlicher. Zumal auch die Logik mithalten kann.

Der Roboter navigiert absolut zuverlässig und das fast schon mit einer beängstigenden Präzision. Der S6 MaxV weiß konstant wo er ist, wo er schon war und wo er noch hin muss. Dies ist nicht mit Staubsaugrobotern vergleichbar die eine Zufallsnavigation nutzen! So kommt der Roborock auch mit komplexesten Wohnungen klar.

Allerdings waren auch die beiden Vorgänger des S6 MaxV hierin sehr gut! Der S6 MaxV wirkt allerdings nochmals etwas effizienter bei seiner Routenplanung und der Ausführung. Dies auch dank der integrierten KI. Diese ist nicht nur Marketing! Dank der beiden Kameras auf der Front kann der Roboter Objekte erkennen und noch besser umfahren. Dies gilt beispielsweise für Socken oder Kabel, die von älteren Modellen gerne eingesaugt wurden. Nein die KI ist nicht zu 100% perfekt, wird aber via Updates noch verbessert!

Roborock S6 Maxv Test Review 17Auch die Saugleistung abseits von glattem Boden ist 1A. Nein die Kombination Tierhaare + Teppich ist weiterhin ein Härtefall, aber der Roborock S6 MaxV macht hier einen sehr brauchbaren Job! Der Roborock S6 MaxV entfernt 98% aller Tierhaare. Ich sauge meine Teppiche höchstens 1x die Woche noch mal manuell ab (ich besitze einen größeren Hund) und alles ist gut.

Glaubt mir, hattet Ihr noch keinen Staubsaugroboter Ihr wollt einen haben! Gerade wenn Ihr Tiere habt reduzieren diese deutlich das Schmutzaufkommen.

Leider gibt es hier aber auch einen Kritikpunkt. Der Schmutzauffangbehälter ist etwas klein. Dieser muss nach jedem Saugen bei mir zwingend entleert werden. Ein zweites Saugen ist ohne eine Leerung auf keinen Fall möglich. Dies reduziert natürlich etwas den Automatismus. Ihr müsst doch nach jedem Saugen etwas manuell machen.

Dennoch fällt mein Fazit zum Roborock S6 MaxV sehr positiv aus! Ich kann den Roborock S6 MaxV nur empfehlen. Wir haben hier den besten Staubsauger-Roboter im Jahr 2020 vor uns, anders kann ich dies nicht sagen. Vielleicht saugt der Dyson Heurist noch etwas besser, aber verliert bei der Logik und Navigation (welche sehr wichtig ist!) und ist auch fast doppelt so teuer wie der S6 MaxV.

649€ für den S6 MaxV ist ein angemessener Preis im Anbetracht der Leistung. Allerdings bietet der Roborock S5 nochmals eine etwas bessere Preis/Leistung, sollte Euch der S6 MaxV zu teuer sein.

Roborock S6 Maxv

12x AA Akkus von Eneloop, Ikea, Amazon, ANSMANN,…. im Vergleich, welcher ist der beste AA Akku? UPDATE2!

Immer mehr Geräte nutzen Lithium Akkus. Dennoch bleiben aber die klassischen AA und AAA Batterien im Haushalt fast schon essenziell. Egal ob es nun um Beleuchtung im Winter geht, Wetterstationen, Schnurlostelefone usw.

Hier macht es aber oftmals Sinn nicht auf Batterien zu setzen, sondern auf Akkus. Diese sind auf Dauer günstiger und auch Umweltschonender!


Aber welche Akkus kaufen? Es gibt duzende Akkus in diversen Preisklassen. So werden oftmals die Akkus von Eneloop empfohlen, welche aber auch leider die so ziemlich teuersten sind.

Daher habe ich mich entschlossen doch einmal 12 Akkus von diversen Herstellern wie Eneloop, Varta, hybridX, Ikea usw. zu bestellen und in einem kleinen Vergleich gegeneinander antreten zu lassen.

Welche sind die besten AA Akkus im Jahr 2019?

 

Die Testkandidaten

Für diesen Akku-Test habe ich mir insgesamt 12 verschiedene Akku Modelle gekauft. Hierunter die üblichen verdächtigen von Eneloop, Varta, ANSMANN usw. aber auch ein paar kleinere Modelle wie von BONAI oder hybridX. Auch Ikea ist mit seinen Ladda Akkus dieses Jahr vertreten.

Anzahl Preis (Stand 07.06.2020) Kapazität Zyklen
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AA-Akkus 4           8,99 € 2500 500
ANSMANN Akku AA Mignon 4           9,93 € 2500
BONAI AA Wiederaufladbare Akku 8         14,99 € 2300 1200
BONAI Wiederaufladbare Batterien AA 4           9,99 € 2800 2800
Duracell Recharge Ultra AA 4           9,28 € 2400
Eneloop AA 8         24,40 € 2000 2100
eneloop pro AA 4         14,26 € 2500 500
hybriX pro 8         15,74 € 2100
hybriX pro Black AA 4           9,90 € 2600
Ikea Ladda 4           6,49 € 2450 500
Panasonic High Capacity, Akku Ni-MH 4         11,35 € 2700
Varta Rechargeable Accu Ready2Use 4           6,59 € 2100

Preislich haben wir hier durchaus eine etwas größere Spanne. Die Preise variieren natürlich nach Tagespreis und gekaufter Menge. Ich habe entweder vierer oder achter Pakete gekauft, je nachdem was besser verfügbar war.

Hier die Übersicht „Preis pro Akku“:

Mit über 3€ pro Akku sind die Eneloop Akkus klar die teuersten! Ebenfalls recht teuer sind die Akkus von Panasonic mit 2,84€.

Die meisten anderen Akkus pendeln sich bei 1,8-2,6€ pro Stück ein. Spannend sind hier die Ikea Ladda. Mit 1,62€ pro Akku sind diese die günstigsten im Vergleich, aber auch zeitgleich mit 2450mAh durchaus größere Akkus. Hier könnte sich ein Preis/Leistungssieger verstecken.

 

Erster Eindruck und Abmessungen

Schauen wir uns die Akkus zunächst einmal an. Starten wir hier mit der Herkunft. Die Akkus von Eneloop, Ikea, Panasonic und Amazon werden als Made in Japan beworben.

Dies bedeutet natürlich nicht zwingend etwas. Es wird auch in China sehr gute Akku Produzenten geben, aber es lässt die Frage zu, wie viele Akku Fabriken gibt es noch in Japan?

Dass die Eneloop und Panasonic Akkus aus einer Fabrik kommen liegt nahe. Ist es aber auch möglich, dass Amazon und Ikea Akkus aus den gleichen Fabriken kommen? Diese Frage kann ich Euch nicht beantworten, möglich ist es aber.

Interessant ist, dass Made in China anscheinend kein Qualitäts-Prädikat zu sein scheint, denn kein anderer Hersteller außer hybriX bzw. Kraftmax schreiben Made in China auf ihre Akkus.

Bei den anderen konnte ich diesen Vermerk höchstens klein auf der Verpackung bemerken.

Was die Haptik angeht, bin ich an sich mit allen Akkus zufrieden. Die BONAI wirken allerdings was die Ummantelung angeht etwas billiger, genau wie die hybriX Black. Diese ähneln von der Aufmachung, der Textur der Ummantelung usw. sehr den großen BONAI 2800mAh Akkus. Hier will ich nicht ausschließen, dass beide Akkus vom selben Produzenten kommen (was nicht bedeutet die gleiche Qualität zu haben!).

Die normalen hybriX und die kleinen BONAI Akkus hingegen unterscheiden sich beim „fit and finish“ etwas.

Schauen wir uns das Gewicht der Akkus einmal an. An sich ist zwar ein kleineres Gewicht schöner, aber ein kleineres Gewicht ist bei Akkus auch immer ein bedenkliches Zeichen. Schwerere Akkus haben oftmals die höhere Kapazität.

Und ja auch in der Praxis sind die Akkus mit dem höheren Kapazitätsrating tendenziell etwas schwerer. Der schwerste Akku ist der Eneloop Pro mit 30,27g gefolgt vom Ikea Ladda mit 30,22g und dem Panansonic Akku mit 30,08g.

Auf der anderen Seite ist der normale Eneloop Akku der mit Abstand leichteste mit 26,24g, gefolgt vom normalen BONAI Akku mit 27,1g.

Etwas auffällig ist der große BONAI Akku mit angeblich 2800mAh. Dieser kommt gerade einmal auf 27,3g, der hybridX Pro Black hingegen kommt auf 29,2g. Baugleich sind beide Akkus also nicht, wie zunächst vermutet.

Die Größe von AA Akkus und Batterien sollte genormt sein, aber sind daher auch alle Akkus in der Praxis gleich groß?

Wichtig hier habe ich zwei Längen gemessen. Einmal Ende bis Oberkannte Gehäuse und einmal Ende bis Pol.

Durchmesser Länge Länge Pol
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AA-Akkus 14,09 mm 48,81 mm 50,2 mm
ANSMANN Akku AA Mignon 14,29 mm 49,05 mm 50,29 mm
BONAI AA Wiederaufladbare Akku 2300 14,11 mm 48,93 mm 50,15 mm
BONAI Wiederaufladbare Batterien AA 2800 13,98 mm 49,12 mm 50,29 mm
Duracell Recharge Ultra AA 14,31 mm 48,12 mm 50,12 mm
Eneloop AA 13,97 mm 48,44 mm 50,14 mm
eneloop pro AA 13,99 mm 48,86 mm 50,18 mm
hybriX pro 14,32 mm 48,98 mm 50,26 mm
hybriX pro Black AA 14,26 mm 48,96 mm 50,17 mm
Ikea Ladda 14,18 mm 48,92 mm 50,16 mm
Panasonic High Capacity, Akku Ni-MH 14,21 mm 48,96 mm 50,19 mm
Varta Rechargeable Accu Ready2Use 14,2 mm 48,81 mm 50,17 mm

Ja es gibt auch bei den Abmessungen Unterschiede. Hier stechen drei Akkus etwas aus der Masse hervor. Dies wäre zunächst der ANSMANN Akku, welcher klar der größte und längste Akku ist. Gefolgt wird dieser vom normalen hybrix Pro, welcher größer ist als die Black Version, welche eigentlich mehr Kapazität besitzen soll.

Der kleinste Akku ist der Eneloop, wie es auch schon beim Gewicht der Fall war.

Probleme mit einer zu großen Größe hatte ich bei meinen Geräten keine! Allerdings merkte man das gerade der ANSMANN Akku etwas straffer in einigen Geräten sitzt.

 

Haltbarkeit

Die meisten Hersteller geben für ihre Akkus eine Haltbarkeit in Zyklen bzw. Jahren an.

Zyklen
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AA-Akkus 500
ANSMANN Akku AA Mignon
BONAI AA Wiederaufladbare Akku 1200
BONAI Wiederaufladbare Batterien AA 2800
Duracell Recharge Ultra AA
Eneloop AA 2100
eneloop pro AA 500
hybriX pro
hybriX pro Black AA
Ikea Ladda 500
Panasonic High Capacity, Akku Ni-MH
Varta Rechargeable Accu Ready2Use

Diese Angabe kann man durchaus als Tendenz ansehen. Ein Hersteller wie Eneloop der über 2100 Zyklen angibt wird vermutlich eine bessere Haltbarkeit bieten wie ein Hersteller der nur von 300 Zyklen spricht.

Auch wenn ein Hersteller keine Angabe zu den Zyklen machen wird dies sicherlich ein Hinweis auf einen unspektakulären Wert sein, von 500 oder weniger.

Allerdings muss man diese Angaben auch mit einer gewissen Vorsicht betrachten. Was bedeutet bis zu XXXX Zyklen? Geht dann der Akku kaputt, fällt dann die Kapazität auf null oder wird noch eine Kapazität von mindestens XX % erreicht?

Gerade bei den kleineren Hersteller, aber auch den großen findet sich hierzu keine Antwort.

Zudem habe ich klar die Erfahrung gemacht, dass viele Akkus einfach schon vorher den Geist aufgeben. Bereits vor einigen Jahren habe ich einen Vergleichbaren Test angefertigt. Die Akkus aus diesem Test habe ich natürlich weiter genutzt.

Leider kann ich nicht sagen nach wie vielen Zyklen welcher Akku genau gestorben ist bzw. nach wie vielen Zyklen die Akkus noch leben. Leider wäre auch ein richtiger “ein Zyklen Test“ sehr schwer und aufwendig durchzuführen. Daher hier nur meine Beobachtungen. Keiner der Akkus wird im Übrigen mehr als 100 Zyklen erlitten haben! Vermutlich deutlich weniger. Alle Ausfälle sind also auf einen Fehler zurückzuführen und nicht auf Verschleiß.

Starten wir mit den positiven Ergebnissen. Ich habe mittlerweile gut 20-30 Eneloop Akkus, ob normal oder pro. Von diesen ist mir noch kein einziger gestorben, oder hat massiv an Kapazität eingebüßt. Damit bestätigt sich für mich der gute Ruf von Eneloops Zuverlässigkeit.

Auch von den HybridX Akkus habe ich mir für meine Weihnachts-Deko einige zugelegt, auch hier erstaunlicherweise 0 Ausfälle (15+ Akkus). Selbiges gilt für Varta Akkus (8 Akkus) und Panasonic (4 Akkus).

Mit ANSMANN hatte ich leider nicht so viel Glück! Von 8 Akkus, 4x die 2850 und 4x die 2500, sind mir drei gestorben! Auch von den AmazonBasics gab es durchaus 3-4 Ausfälle (von ca. 16 Akkus).

Zu guter Letzt hatte ich einen toten Mumbi Akku(von 4 Stück) und vier tote HEITECH Akkus (von 8 Stück).

Dies hängt natürlich alles etwas vom Glück ab und meine Beobachtungen waren natürlich alles andere als repräsentativ. Dennoch vielleicht eine Beobachtung die Euch bei Eurer Kaufentscheidung hilft!

PS. Von den neuen Akkus ist keiner während meines Tests gestorben!

 

Der Test

Kommen wir zum eigentlichen Test der Akkus.

Die Akkus wurden alle mit einem Kraftmax BC-4000 bei 500mAh Ladestrom aufgeladen, ehe diese mit einem Skyrc MC3000 entladen wurden. Dabei gab es drei Durchläufe, einmal mit 0,2A, 0,5A und 1A.

Das Entladen wurde beendet wenn die Akkus eine Spannung von unter 1V erreicht haben. Teilweise geben einige Hersteller ihre volle Kapazität bei einer minimalen Spannung von 0,95V an, aber die wenigsten Geräte können Batterien bzw. Akkus bei solch niedrigen Spannungen noch nutzen.

[spoiler title=’Werte in Zahlenform‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

0,2A 0,5A 1A
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AA-Akkus 2342 2230 2293
ANSMANN Akku AA Mignon 2535 2463 2374
BONAI AA Wiederaufladbare Akku 2058 1955 1982
BONAI Wiederaufladbare Batterien AA 2077 2025 1923
Duracell Recharge Ultra AA 2402 2372 2383
Eneloop AA 1940 1862 1879
eneloop pro AA 2457 2376 2380
hybriX pro 2135 1961 2023
hybriX pro Black AA 2270 2237 2217
Ikea Ladda 2491 2352 2324
Panasonic High Capacity, Akku Ni-MH 2446 2411 2388
Varta Rechargeable Accu Ready2Use 2055 2077 2073

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Um es einfach zu machen starten wir mit dem klaren Verlierer. Dies wäre der BONAI 2800mAh Akku. Dieser bietet zwar nicht die schlechteste Kapazität im Testfeld, ist allerdings meilenweit von den 2800mAh entfernt. Im besten Fall konnte ich gerade mal 2077mAh messen

Damit hat dieser im Schnitt gerade einmal 0,05% mehr Kapazität als der günstigere BONAI Akku mit 2300mAh. Und nein ich gehe nicht davon aus, dass dies ein Fehler ist, denn auch das Gewicht passt zu dieser Kapazitätsmessung.

Gehen wir allerdings nach der reinen Kapazität, dann hat der klassische Eneloop Akku den Test „verloren“. Dieser unterschritt bei 0,2A entlade Strom als einziger Akku die magische 2000mAh grenze mit 1940mAh. Die zweit schlechteste Kapazität bot der Varta Akku mit 2055mAh (2100mAh angegeben) und auf Platz 3 landete der kleine BONAI Akku mit 2058mAh (2300mAh angegeben).

Auf dem ersten Platz liegt, wenn es nach der reinen Kapazität geht, liegt der 2500mAh Akku von ANSMANN mit 2535mAh!

Platz 2 belegt der Ikea Ladda mit 2491mAh und Platz 3 geht an den Enelopp Pro Akku mit 2457mAh.

Dies gilt allerdings nur für den niedrigen Entladestrom! Bei höheren Entladeströmen verschiebt sich das Bild etwas. Spannenderweise kommt der Akku von Duracell am stabilsten mit den unterschiedlichen Strömen klar (2402/2372/2383). Dieser landet beim 1A Entladestrom auch auf Platz 2.

Platz 1 geht hier an den Panasonic Akku, welcher auch spezifisch für „Hochstromanwendungen“ beworben wird.  Platz 2 geht an Duracell und Platz 3 an den Eneloop Pro.

Neben der unterschiedlichen Kapazität bei verschiedenen Strömen gibt es aber noch einen weiteren Unterschied zwischen den Akkus. Dies wäre die Spannung.

Diese ist vielleicht auch ein Grund für die Beleibtheit von Eneloop Akkus. Es ist hier beim Entladen doch auffällig das die Eneloop Akkus, gerade der normale, länger eine höhere Spannung hält als alle anderen Akkus im Testfeld.

Beispielsweise nach rund 1000mAh kommt der Eneloop Akku noch auf rund 1,27V, der HybriX Akku auf 1,241V, der Amazon Akku auf 1,26V und der kleine BONAI Akku auf 1,248.

Dieser Unterschied ist nicht gigantisch, aber kann bei Geräten die nicht auf Akkus optimiert sind durchaus etwas ausmachen. Normale Batterien bieten eine normal Spannung von 1,5V, Akkus von 1,2V. Viele Geräte kommen also etwas besser damit klar wenn die Akkus eine höhere Spannung haben.

Hier fällt gerade auf, dass die meisten großen Akkus bei 50% der Kapazität eine vergleichsweise geringe Spannung haben, mit Ausnahmen. So haben beide Eneloop Akkus ein recht hohes Spannungslevel, genau wie der Akku von Panasonic und Ikea.

Der ANSMANN Akku hingegen hat eine eher geringe Spannung, hält diese aber nach hinten raus am besten, woher die hohe Kapazität kommt.

 

Eneloop = Panasonic = Ikea = Amazon?

Ist es möglich, dass die Akkus von Eneloop, Panasonic, Ikea und Amazon aus der gleichen Fabrik und vom gleichen Fertigem kommen?

Bei den Eneloop und auch Panasonic Akkus kann man fest davon ausgehen, denn Eneloop gehört Panasonic.

Aber wie steht es um Amazon und Ikea? Die Amazon und Ikea Akkus aus diesem Test sind Made in Japan. Ohne genau die Akkuproduktionen in Japan zu kennen, würde es mich nicht wundern wenn die meisten Fabriken nach China abgewandert wären.

Die Vermutung wäre also nahe das es sich hier um Eneloop Akkus unter falscher Flagge handelt.

Hierzu passt auch die Charakteristik der Akkus. Gerade der Ikea Ladda Akku weißt große Ähnlichkeiten zum Eneloop Pro auf. Sowohl was die Kapazität und Spannung betrifft, aber auch die Haptik und Größe beider Akkus sind ähnlich.

Nein der Eneloop Pro und der Ikea Ladda sind nicht 1 zu 1 das gleiche Produkt, aber ich würde darauf tippen, dass hier die gleiche Technik, Rezeptur usw. zum Einsatz kommt, nur ist der Ikea Ladda minimal kleiner designet worden, um für einen Unterschied zu sorgen.

Beim Akku von Amazon ist es etwas schwerer. Auch hier gibt es Parallelen, aber der Akku passt aufgrund der Kapazität nicht so recht zum Eneloop Pro oder dem normalen Eneloop. Gut möglich, dass hier auch die gleiche Rezeptur zum Einsatz kam, aber sicher bin ich mir hier nicht.

 

UPDATE nach einem Jahr! Geringe Selbstentladung?

Eine geringe Selbstentladung war vor einigen Jahren noch etwas Besonderes. Mittlerweile scheint dies allerdings ein gängiges Feature zu sein.

Abseits von Ikea und Panasonic werben ALLE Hersteller mit einer geringen Selbstentladung. Wobei hier Zweifel angebracht sind ab dies denn so bei allen Herstellern so stimmt.

Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen einen Langzeit Test zu starten! Hierfür habe ich drei Akkus jeden Herstellers vollgeladen und in einer Schublade verstaut. Nach 6 Monaten wurde der erste entnommen und die Kapazität gemessen. Nach 12 Monaten dann der zweite. Der dritte Akku diente als eine Art Backup, sollte einer kaputt gehen oder etwas bei der Messung schiefgehen.

Dieser Test begann April 2019 und ist nun im April 2020 geendet. Welcher Akku hat die geringste Selbstentladung?

Kapazität Nach 12 Monaten

Kapazität frisch nach 6 Monaten Nach 12 Monaten
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AA-Akkus 2342 1980 1928
ANSMANN Akku AA 2500mAh 2535 2129 927
BONAI AA Wiederaufladbare Akku 2058 1695 1608
BONAI Wiederaufladbare Batterien AA 2077 1760 1664
Duracell Recharge Ultra AA 2402 2035 2099
Eneloop AA 1940 1694 1685
eneloop pro AA 2457 2138 2067
hybriX pro 2135 1750 1590
hybriX pro Black AA 2270 1836 1722
Ikea Ladda 2491 2096 2064
Panasonic High Capacity, Akku Ni-MH 2446 2080 2019
Varta Rechargeable Accu Ready2Use 2055 1772 1701
nach 6 Monaten Nach 12 Monaten
Duracell Recharge Ultra AA 85% 87%
Eneloop AA 87% 87%
eneloop pro AA 87% 84%
Ikea Ladda 84% 83%
Varta Rechargeable Accu Ready2Use 86% 83%
Panasonic High Capacity, Akku Ni-MH 85% 83%
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AA-Akkus 85% 82%
BONAI Wiederaufladbare Batterien AA 85% 80%
BONAI AA Wiederaufladbare Akku 82% 78%
hybriX pro Black AA 81% 76%
hybriX pro 82% 74%
ANSMANN Akku AA 2500mAh 84% 37%

Beginnen wir mit den Auffälligkeiten. Der Duracell Akku hatte nach 6 Monaten noch 84,7% der „neu“ Kapazität und nach 12 Monaten 87,4. Wie kann das sein? Da es sich hier um drei unterschiedliche Akkus handelt kann dies eine Schwankung sein. So ist es möglich das der Akku B eine von Natur aus niedrigere Kapazität hatte als Akku C. Solche Schwankungen sind leider nicht ganz zu vermeiden.

Die nächste Auffälligkeit ist der ANSMANN Akku. Dieser hatte nach 12 Monaten nur noch eine Kapazität von 927mAh. Ganz blöd gesagt hier ist irgendwas im Akku schief gegangen, Produkts Fehler oder Ähnliches. Solch ein massiver Kapazitätsverlust ist nicht normal. Leider decken sich solche Probleme aber mit meinen Erfahrungen mit ANSMANN Akkus.

Kommen wir zur eigentlichen Auswertung. Abseits der etwas merkwürdigen Werte des Duracell Akkus bietet wenig überraschend der normale Eneploop Akku die niedrigste Selbstentladung. Nach einem Jahr kam dieser noch auf 86,9% der „neu“ Kapazität. Auch nach 6 Monaten lag dieser bereits vorne.

Erstaunlich gut mit dabei war auch der Eneloop Pro mit 84,1% und die Eneloop Akkus unter „falscher Flagge“. Ikea Ladda erreichte 82,9%, Panasonic 82,5% und AmazonBasics 82,3%. Ebenfalls sehr stark war der Varta Akku mit 82,8%.

Negativ fallen die BONAI Akkus wie auch die hybriX Pro Akkus auf. Die beiden hybriX Pro Akkus erreichten gerade einmal 75,9% bzw. 74,5%.

Zusammenfasst, ja die Eneloop Akkus sind die Könige wenn es um geringe Selbstentladung geht! Sowohl die normalen Eneloop Akkus wie auch die Eneloop Pros schlugen sich extrem gut. Allerdings sind die „guten“ Konkurrenten von beispielsweise Varta, Duracell und die ganzen Enelopp Akkus unter falscher Flagge (Ikea usw.) auch nur knapp dahinter.

 

[spoiler title=’Selbstentladung-Langzeit-Test (6 Monate)‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Wie im ursprünglichem Test angekündigt lagen nun jeweils drei der 12x Akkus vollgeladen in meiner Schublade. Warum drei? Einer soll nach 6 Monaten geprüft werden, einer nach 12 Monaten und einer dient als Reserve.

Die Schubladen in welcher die Akkus gelagert wurden, hatte normale Raumtemperaturen. In den „kalten“ Monaten zwischen 20 und 22 Grad und im Sommer zwischen 22 und 26 Grad.

Sicherlich nicht die perfekten Temperaturen, um Akkus zu lagern, aber alltägliche Temperaturen mit denen jeder Akku klar kommen muss.

 

Die Spannung

Checken wir zunächst die Spannung aller drei Akkus. Dies muss kein Indikator für die Kapazität sein, sagt uns aber wie gleichmäßig die drei Akkus gealtert sind und ob es vielleicht auch schon einen toten Akku gibt.

Langzeit Test 6 Monate

Starten wir mit dem Positiven. Alle Akkus haben das Herumliegen anscheinend überlebt und weisen eine nennenswerte Spannung auf. Dabei gibt es durchaus gewisse Unterschiede untereinander. So tanzte ein hybriX Pro Black Akku und ein ANSMANN Akku besonders stark aus der Reihe.Diese werde ich beiseitelegen.

Positiv hervorstechen konnten die Akkus von Eneloop, Varta, die weißen von BONAI, die Amazon Basics, die Panasonic und die Ikea Akkus, was die Spannungsstabilität angeht. Hier waren alle drei Akkus +- gleich auf.

Die niedrigste durchschnittliche Spannung wiesen eindeutig die Zellen von ANSMANN und hybrix auf, mit 1,2630 bis 1,2852V.

Die höchste durchschnittliche Spannung ist bei den Eneloop und Ikea Akkus zu finden! Diese erreichten 1,3225 bis 1,3185V.

 

Die Kapazität

Um die Kapazität zu messen, habe ich das gleiche Messgerät und die gleichen Einstellungen wie vor 6 Monaten genutzt. Die Akkus wurden mit 0,2A entladen bis diese 1V Spannung unterschritten.

Langzeit Test 6 Monate Kapazität Vergleich

Ich muss gestehen überrascht zu sein! Die Unterschiede zwischen den Akkuzellen sind weniger groß als ich dies erwartet hätte.

Langzeit Test 6 Monate Kapazität

Der beste Akku ist der Eneloop, was vermutlich keine Überraschung ist. Dieser erreichte nach 6 Monaten noch 87% seiner Kapazität. Etwas überraschend ist, dass der Eneloop Pro ebenfalls auf 87% Kapazität kam.

Ebenfalls sehr stark ist der Akku von Varta (86%), Panasonic (85%), BONAI (85%), Duracell (85%) und Amazon (85%).

Akku Langezeit Test 1

Ein wenig enttäuscht hat mich der Ikea Ladda, welcher „nur“ 84% schaffte. Wie Ihr seht unterscheiden sich die Akkus nur minimal.

Eine eindeutige Tendenz sehen wir aber bei den HybriX Akkus, welche das Ende des Felds mit 81% und 82% belegen.

Dennoch nach 6 Monaten sehen wir zwar gewisse Tendenzen, aber die Unterschiede sind noch recht minimal.

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Fazit

Mal wieder ein paar interessante Ergebnisse im Akku-Test. Leider auch wieder das Fazit, es gibt nicht den Akku für alles.

Was die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit angeht, würde ich klar den klassischen Eneloop Akku empfehlen! Dieser macht signifikant mehr Zyklen mit und wird das beste verhalten bei der Selbstentladung zeigen. Allerdings ist der normale Eneloop Akku von der Kapazität recht klein und auch sehr teuer.

Wollt Ihr das Maximum an Kapazität greift zu dem Eneloop Pro, Panasonic 2700mAh Akku oder zum Modell von ANSMANN. Letzteres ist allerdings bei Hochstrom Anwendungen etwas schwächer, dafür bei leichterer bis mittlerer Belastung besser.

Unterm Strich würde ich aber den Eneloop Pro zum Testsieger erklären, wenn es um die Leistung geht. Der Akku bietet unter allen Lastsituationen eine hervorragende Leistung und besitzt zudem ein hohes Spannungslevel.Allerdings ist der Eneloop Pro auch der teuerste Akku im Vergleich.

Kommen wir damit zu meiner wahren Empfehlung und das wäre der Ikea Ladda. Der Ikea Ladda scheint ein leicht schwächeres Schwestermodell zum Eneloop Pro zu sein. Dieser bietet rund 1% weniger Kapazität, kostet aber rund die hälfte!

Allgemein ist der Ikea Ladda der mit Abstand günstigste Akku, wenn man die Kapazität zum Preis ins Verhältnis setzt.

Wenn Ihr also das nächste Mal zu Ikea unterwegs seid (der Akku ist auch online bestellbar!) Packt Euch ein paar Ladda ein! Dieser ist in allen Situationen eine hervorragende Wahl, egal ob bei kleinen oder besonders leistungshungrigen Geräten. Lediglich wenn Ihr wirklich mehr als 500 Zyklen in einer überschaubaren Zeit braucht, ist vielleicht der normale Eneloop die bessere Wahl.

Am Ende möchte ich aber auch die anderen Akkus im Test loben. Egal ob Amazon, Duracell, hybriX, Panasonic oder Varta, wirklich schlecht war hier kein Akku! Außer vielleicht die Modelle von BONAI welche mit einer viel zu hohen Kapazität beworben werden. (Kauft keine No Name Akkus bei Amazon oder eBay).

Empfehlungen:

4x 100W USB C Powerbanks (für das MacBook Pro16) im Vergleich, welche ist die Beste?

Immer mehr auch große Notebooks lassen sich via USB C laden. Praktisch, gerade unterwegs wo es doch dank Powerbanks problemlos möglich ist die Akkulaufzeit dieser Notebooks deutlich zu verlängern.

Zwar steigt langsam die Anzahl an high Power Powerbanks mit USB C, aber Modelle mit 100W USB C Ports sind doch extrem selten. Aktuell sind mir hier nur 3 ½ Modelle bekannt, von Hyperjuice, Zendure, AlsterPlus und Sandberg. Letztere hat zwar „nur“ 88W, aber diese lasse ich einfach mal in der 100W Klasse.

4x 100w Usb C Powerbanks 1Solche 100W USB C Powerbanks besitzen neben einer hohen Leistung vor allem auch einen hohen Preis. 200-300€ pro Powerbank sind hier nicht ungewöhnlich. Daher stellt sich mehr denn je die Frage welche ist die beste Powerbank aktuell in der 100W Klasse?

Finden wir dies in diesem Vergleich heraus!

 

Die Testkandidaten

Folgende Powerbanks finden sich in diesem Vergleich

Die Modelle von AlsterPlus, HyperJuice und Zendure verfügen über einen 100W USB C Port, 99Wh (26800/27000mAh) Kapazität und mindestens einen weiteren High Power USB C Port und Quick Charge.

4x 100w Usb C Powerbanks 3Das Modell von Sandberg ist mit 20000mAh und einem 88W USB C Port etwas minimalistischer ausgestattet. Dies wirkt sich aber auch auf den Preis aus. Mit 129€ ist die Sandberg Powerbank eindeutig die günstigste, gefolgt von Zendure mit 169€, HyperJuice mit 199€ und AlsterPlus 299€ (im Set mit einem 100W Ladegerät).

 

Die Abmessungen

Eine gewisse Portabilität ist bei einer Powerbank immer wünschenswert. Allerdings sind leider gerade High Power Powerbanks wie diese Modelle meist eher auf der größeren Seite.

VolumenDie kompakteste Powerbank hier ist das Modell von Sandberg, was natürlich auch an der etwas niedrigeren Kapazität liegt. Auf Platz 2 landet die HyperJuice auf Platz 3 die AlsterPlus und auf Platz 3 die Zendure.

Gerade Letzteres überrascht etwas, da diese subjektiv nicht übermäßig groß ist. Allerdings ist diese natürlich signifikant dicker als die anderen Modelle.

 

Die Kapazität

AlsterPlus, HyperJuice und Zendure werben bei Ihren Powerbanks mit 27000mAh bzw. 99,xWh. Die Sandberg Powerbank soll hingegen „nur“ 20000mAh bieten.

Die „echte“ Kapazität weicht aber bei Powerbanks immer etwas von der Herstellerangabe ab. Die Herstellerangabe bezieht sich auf die Kapazität der Akkuzellen im Inneren. Allerdings durch diverse Spannungswandlungen usw. geht etwas Energie in Form von Wärme verloren.

Ich habe alle vier Powerbanks vollgeladen und dann einmal beim jeweils maximal möglichem Tempo (100W) und einmal bei 20W(1A) entladen.

KapazitätLeider musste ich die Erfahrung machen, daSs „High Power“ Powerbanks meist eine deutlich niedrigere nutzbare Kapazität haben, was sich hier auch bestätigt. Nicht ganz unerwartet bietet die Sandberg Powerbank die niedrigste Kapazität mit 51,475Wh bei 20V/1A bzw. 63,885Wh bei 20V/5A. Diese bietet auch die größte Diskrepanz zwischen den beiden Messungen.

Von den drei großen Powerbanks bietet die HyperJuice mit 74,87Wh bzw. 73,88Wh die niedrigste „echte“ Kapazität gefolgt von AlsterPlus mit 79,67Wh bzw. 77,08Wh. Die beste Kapazität bietet der Zendure SuperTank mit 79,09Wh bzw. 85,4Wh.

 

Wirklich 100W?

Zwar werden die Modelle von AlsterPlus, HyperJuice und Zendure mit 100W Leistung beworben, aber dies stimmt nur so halb. Keine dieser Powerbanks kann wirklich konstant 100W liefern!

Die drei Modelle drosseln sich basierend auf der verbliebenen Restladung.

Leistung Bassierend Auf Der RestladungDie HyperJuice Powerbank kann nur 100W von 100-80% liefern, dann wird auf 87W von 80-60% gedrosselt, dann auf 60W von 60-10% und bei den letzten 10% hat die HyperJuice nur noch 30W.

Die Modelle von AlsterPlus und Zendure drosseln auch, aber nur einmal bei 60% bzw. 50% Restkapazität und dann auch nur auf 60W. Sandbergs Powerbank hingegen bietet konstant 88W Leistung.

Diese Drosselung ist nicht aufgrund der Temperatur! Ich vermute dies hat einen anderen Grund. Eine volle Lithium Zelle hat 4,2V Spannung. Wollen wir aus dieser nun 10W Leistung holen benötigen wir einen Strom von 2,38A. Ist die Zelle fast leer hat sie nur noch eine Spannung von 3,3V (3,2V ist meist die Schlussspannung). Um bei 3,3V noch 10W Leistung zu erhalten, müssen wir den Strom auf 3A erhöhen. Skalieren wir dies nun auf 100W hoch ist es in der Tat schwieriger die 100W im fast leeren Zustand zu erhalten. Möglich ja, aber dies belastet die Akkuzellen und die Elektronik mehr.

Ich vermute daher haben die Hersteller die Drosslung eingebaut.

 

Ladegeschwindigkeit und brauchte ich 100W?

Kommen wir zu einer sehr wichtigen Frage, braucht Ihr überhaupt 100W Leistung auf dem USB C Ausgang? Denn die Antwort auf diese Frage wird vermutlich nein sein. Nur sehr wenige Geräte können mit den 100W überhaupt etwas anfangen. Genau genommen ist mir nur ein Notebook bekannt, das Apple MacBook Pro 16. Die meisten Notebooks die USB C zum Laden nutzen sind sehr kleine und kompakte Modelle, welche einfach keine 100W benötigen. Siehe die diversen Ultrabooks, welche sich mit 30W oder 45W bereits völlig zufriedengeben. Selbst das Dell XPS 15 7590 kann via USB C maximal 60W aufnehmen.

4x 100w Usb C Powerbanks 6Zwar schadet mehr Leistung seitens der Powerbank nicht, bringt aber auch nicht mehr.

Was das Ladetempo angeht, gilt bei USB Power Delivery eine sehr einfache Faustregel, wenn es funktioniert, dann mit dem maximalen Tempo das entweder das angeschlossene Gerät aufnehmen kann oder die Quelle liefern kann.

Allerdings gibt es auch Fälle, wo es Probleme gibt. So gibt es beispielsweise zwischen der Sandberg Powerbank und dem Apple MacBook Pro 16 eine Inkompatibilität! Die drei anderen Powerbanks funktionierten tadellos in Kombination mit dem MacBook Pro 16.

Hier einfach mal ein paar Messwerte:

LadetempoWie Ihr sehen könnt, gibt es kaum einen Unterschied zwischen den Powerbanks was das Laden von Notebooks angeht, abseits des Problems mit dem MacBook Pro 16.

 

Temperatur 

Schauen wir uns noch zum Abschluss die Temperatur unter last an.

Hyperjuice
Hyperjuice
Sandberg
Sandberg
Zendure
Sandberg
Alsterplus
AlsterPlus

Fazit

Welche nun die beste 100W Powerbank für EUCH ist, hängt doch von einigen Faktoren ab. So ist äußerlich die HyperJuice die schickste und wertigste Powerbank in diesem Vergleich. Auch technisch macht sie einen sehr guten Eindruck, wäre da nicht die Drosslung.

HyperJuice drosselt die USB C Ports seiner Powerbank je nach verbliebender Restladung von 100W auf bis zu 30W herunter! Für Apple MacBooks nicht der Weltuntergang, aber auch nicht das Optimum. Auch die AlsterPlus und Zendure Powerbanks drosselt sich bei ca. 50-70% verbliebender Kapazität auf 60W herunterunter, können diese 60W aber bis zum Ende liefern.

4x 100w Usb C Powerbanks 5Müsste ich einen Testsieger wählen, dann wäre dies der Zendure Super Tank. Dieser bietet eine recht konstante Leistung, die höchste Kapazität und wirkt generell gut gemacht. Zudem konnte ich bei diesem keine Kompatibilitätsprobleme oder Ähnliches feststellen.

Die AlsterPlus Powerbank ist ebenfalls auf einem ähnlich guten Level, aber deutlich teurer und mir gefällt die Optik des Zendure Super Tank besser. Grundsätzlich wäre auch die Sandberg Powerbank gerade aufgrund des Preises zu empfehlen, aber bei dieser gibt es eine merkwürdige Inkompatibilität mit dem MacBook Pro 16.

Zusammengefasst:

  • Zendure Super Tank <- höchste nutzbare Kapazität, schickes Design, viele Anschlüsse, lädt schnell,  kann die 100W Leistung 50% der Zeit halten, fairer Preis
  • AlsterPlus USB C 100W Powerbank <- wertiger Eindruck, hohe Kapazität, viele Anschlüsse, HUB Funktion, lädt sehr schnell auf, kann die 100W nur 30% der Zeit halten (dann 60W), hoher Preis
  • HyperJuice 130W USB-C Battery Pack <- Schickes und sehr wertiges Design, viele Anschlüsse, halbwegs kompakt, bester Ersteindruck, nutzbare Kapazität mittelmäßig, starke Drosselung auf bis zu 30W
  • Sandberg Powerbank USB-C PD 100W <- Sehr fairer Preis, „nur“ 88W Leistung, diese aber konstant, wertiges Design, mittelmäßige Kapazität

Test: XLayer Wireless Charging Station, überzeugende kabellose Powerbank und Ladestation!

Fast alle aktuellen Flaggschiff-Smartphones unterstützen das kabellose Laden. Dies stellt Euch vor eine Herausforderung, welche kabellose Ladestation nehmen? Einfache Ladepads gibt es viele im Handel, aber es gibt auch ein paar außergewöhnlichere Konzepte. So verbinden einige Hersteller kabellose Ladegeräte mit Powerbanks, siehe die Pitaka MagEZ Juice Ladestation.

Zuhause könnt Ihr einfach ganz normal Euer Smartphone auf der Ladestation laden. Habt Ihr aber mal das Laden vergessen, dann könnt Ihr die Powerbank aus der Ladestation nehmen und unterwegs weiterladen.

Test Xlayer Wireless Charging Station 8So hat Pitaka dieses Konzept sehr edel und gut umgesetzt, aber zum einen braucht Ihr bei diesen eine spezielle Smartphone Hülle, zum anderen ist die Powerbank mit 2000mAh sehr klein und die Ladestation recht teuer.

XLayer verfolgt mit seiner „Powerbank Wireless Charger mit Dock“ ein sehr ähnliches Konzept, ist aber deutlich günstiger, bietet eine höhere Kapazität und besseres Ladetempo. Klingt doch sehr spannend. Aber wie gut hat XLayer das Konzept Powerbank + kabellose Ladestation umgesetzt?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Die XLayer Wireless Charging Station mit Powerbank im Test

Die kabellose Ladestation besteht aus zwei Teilen. Einerseits dem Dock und andererseits der Powerbank.

Test Xlayer Wireless Charging Station 1Im Grunde ist die XLayer Wireless Charging Station nur eine Powerbank mit kabelloser Ladefunktion, welche in ein Dock gestellt wird. Dieses magnetische Dock winkelt die Powerbank etwas an und verhindert ein Herausrutschen des Smartphones. Elektronik oder Ähnliches findet sich nicht in diesem Dock, es wird einfach nur das Signal des USB Kabels zur Powerbank durchgeschliffen, welche über magnetische Pins „angedockt“ wird.

Test Xlayer Wireless Charging Station 3Dank dieser Magnete lässt sich die Powerbank einfach einsetzen und auf Wunsch auch herausnehmen. Etwa schade ist das fest integrierte Ladekabel im Fuß des Docks. Dieses ist mit einem Meter ausreichend, aber auch nicht großzügig lang.

Test Xlayer Wireless Charging Station 6Sowohl der Fuß des Docks, wie auch die Powerbank selbst sind wahlweise aus einem matten schwarzen oder weißen Kunststoff gefertigt. Dieser ist etwas anfällig gegenüber Fingerabdrücken, wirkt aber generell ausreichend wertig und massiv.

Test Xlayer Wireless Charging Station 5Die Oberseite der Powerbank bzw. des kabellosen Ladepads ist clevererweise mit Gummi-Pads ausgestattet, welche ein Rutschen des Smartphones minimieren.

 

Die Technik

Erfreulicherweise setzt XLayer auf ein vergleichsweise starkes 10W Ladepad das in der Ladestation verbaut ist. Normalerweise sind hier 5W gängig.

Solltet Ihr allerdings die Powerbank unterwegs nutzen wollen, ist es unpraktisch das kabellose Ladepad zu verwenden, daher verfügt die Powerbank auch über einen USB A Port. Dieser bietet klassisch 5V/2,4A. Ausreichend für eine Notfallsituation.

Ebenfalls ausreichend ist die Kapazität der Powerbank, welche mit 6000mAh angegeben ist. Genug um alle modernen Smartphones mindestens einmal unterwegs zu laden.

Test Xlayer Wireless Charging Station 11Ist die Powerbank leer, lässt diese sich entweder über das Dock laden, worüber diese bis zu 18W über den Quick Charge Standard akzeptiert, oder über den USB C Port auf der Oberseite(5V/2A).

Also ja im Optimalfall wollt Ihr die XLayer Wireless Charging Station mit einem Quick Charge Ladegerät verbinden. Dieses befindet sich nicht mit im Lieferumfang, was bei einem Preis von rund 35€ allerdings auch nicht zu erwarten ist. Ihr könnt hier im Grunde jedes Quick Charge 2.0 oder 3.0 Ladegerät für die optimale Leistung nutzen.

 

Die Kapazität

XLayer wirbt mit einer Kapazität von 6000mAh, aber wie sieht es in der Praxis aus? Hier konnte ich 19,377Wh bzw. 5237mAh messen. Dies entspricht guten 87% der Herstellerangabe!

Test Xlayer Wireless Charging Station 13Ja es ist normal, dass Powerbanks nicht 100% der vom Hersteller angegeben Kapazität erreichen. Die Herstellerangabe bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen und nicht auf die nutzbare Kapazität. Diese fällt aber aufgrund interner Wandlungen immer etwas niedriger aus. 87% echte Kapazität ist hier aber ein guter Wert!

Bedenkt aber beim kabellosen Laden fällt die Effizienz nochmals 10-20% niedriger aus.

 

Das Ladetempo

Beim Ladetempo müssen wir zwischen dem kabellosen Ladepad und dem USB Port unterscheiden. Starten wir zunächst beim USB A Port.

Kabelgebundenes LadenDieser ist mäßig schnell. Die meisten Smartphones können hier lediglich mit +- 5W laden. Gut optimiert sieht also anders aus. Allerdings im Notfall taugt der USB A Port, das Laden dauert halt nur.

Wie steht es um das kabellose Laden? Hier bietet die XLayer Wireless Charging Station auf dem Papier bis zu 10W Ladeenergie. In der Praxis ist dies schwer zu messen, da ich nur die Energie messen kann die in die Ladestation geht, was aber aufgrund der Powerbank Komponente nicht ganz einfach und genau ist.

Kabelloses LadenDas messbare Ladetempo liegt eindeutig oberhalb eines 5W Ladepads, aber auch nicht ganz auf dem Level eines regulären 10W Ladepads. Eventuell liegt dies aber auch an der ungenauen Messmethode.

Wie sieht es in einem Dauertest aus? Hier lege ich das Samsung Galaxy S7 Edge (welches mit 10W laden kann) für eine Stunde auf das Ladepad und schaue auf welchen Ladestand dies am Ende kommt. Der Ausgangspunkt sind immer 5%. Hier spielt nicht nur das Ladetempo eine Rolle, sondern auch die Hitze-Entwicklung, auf welche gerade das S7 Edge recht empfindlich reagiert.

DauertestAuch hier sehen wir, dass das Ladetempo der XLayer Wireless Charging Station nicht ganz Spitzenklasse ist. Nach einer Stunde kam das S7 Edge auf 40% Akkustand. Der beste Wert den ich bisher messen konnte waren 54%.

Hier wird sicherlich die Hitzeentwicklung eine große Rolle spielen, welche durchaus gegeben ist.

TemperaturGerade im oberen Bereich erwärmt sich die Ladestation ein gutes Stück, aber auch nicht kritisch stark.

 

Fazit

Klingt für Euch die Kombination aus einer kabellosen Ladestation und einer Powerbank gut? Passt es in Euren Alltag eine Ladestation zu haben die Euer Smartphone über Nacht lädt, aber bei Tag/Bedarf auch portabel nutzbar ist?

Dann ist die XLayer Wireless Charging Station Powerbank vielleicht genau das Richtige für Euch! Nein wir haben hier nicht das aller schnellste kabellose Ladegerät oder die schnellste Powerbank vor uns.

Test Xlayer Wireless Charging Station 17Ist dies aber in der Praxis überhaupt nötig? In der Regel werdet Ihr Euer Smartphone eh über Nacht laden und da hat dieses genug Zeit voll zu werden. Auch der Powerbank Teil der XLayer ist eher als eine Art Backup gedacht, als welche die Powerbank auch überzeugen kann.

Ein sehr wichtiger Punkt ist auch der Preis. 35€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist für eine Powerbank + kabelloses Ladegerät mehr als fair. Zumal das Ladetempo und auch die Kapazität der XLayer Wireless Charging Station höher ist als von den meisten Konkurrenten, siehe die Pitaka MagEZ Juice Ladestation.

Test Xlayer Wireless Charging Station 15Kurzum Daumen hoch für die XLayer Wireless Charging Station mit Powerbank! Müsste ich aktuell ein kabelloses Ladegerät + Powerbank kaufen, dann wäre dieses Modell meine erste Wahl.

Günstige und gute Solar-Puffer-Powerbank, die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh im Test

Wenn Ihr ein USB Solarpanel nutzt, dann solltet Ihr auch eine sogenannte Puffer-Powerbank verwenden. Diese wird zwischen das Smartphone und das Solarpanel geschaltet und fängt zum einen Stromspitzen ab und nimmt zum anderen überschüssige Energie für später auf.

Allerdings ist es gar nicht so leicht Puffer-Powerbanks zu finden. Die meisten regulären Powerbanks taugen für diesen Job leider weniger. Mit einer Handvoll Ausnahmen können diese mit den schwankenden Strömen an einem Solarpanel nicht umgehen und/oder nicht parallel laden und entladen werden. Mehr dazu in diesem Artikel bezüglich Puffer-Powerbanks.

Sunnybag Powerbank 10.000mah Im Test 4Eine der wenigen Ausnahmen war hier das Sunnybag POWERPACK. Eine Powerbank die speziell für die Nutzung als Puffer-Powerbank gedacht war. Das Sunnybag POWERPACK hat nun einen kleinen Bruder in Form der SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh erhalten. Diese ist günstiger und kleiner, aber ebenso als Solar-Puffer-Powerbank geeignet, zumindest laut Hersteller.

Wollen wir uns in der Praxis doch einmal ansehen ob die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh wirklich überzeugen kann.

 

Die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh im Test

Das Erste was an der SunnyBAG POWERBANK auffällt sind klar die Abmessungen. Diese sind mit 89,5 x 62,6 x 21,8mm wirklich angenehm kompakt, gerade wenn wir die doch niedrige Preisklasse bedenken. Allerdings merken wir die niedrige Preisklasse etwas bei der Ausstattung und dem Design.

Sunnybag Powerbank 10.000mah Im Test 1So ist beispielsweise das Design unheimlich „minimalistisch“. Wir haben ein einfaches abgerundetes Gehäuse aus „Softtouch-Kunststoff“. Dieser zeigt recht schnell Fingerabdrücke, fasst sich aber generell gesprochen gut an. Auch die Verarbeitung ist unspektakulär, aber solide. Keine Klagen hier.

Auf Seiten der Ausstattung haben wir lediglich zwei USB Ports. Ein USB C Port der nur als Eingang dient und einen USB A Ausgang. Der USB C Eingang kann maximal 5V/2A bzw. 10W aufnehmen. Der USB A Ausgang hingegen 5V/2,1A ausgeben. Schnellladestandards oder Ähnliches gibt es keine.

Sunnybag Powerbank 10.000mah Im Test 2Dies ist nicht übermäßig tragisch. Zum einen hält dies den Preis niedrig, zum anderen ist dies bei einer Puffer-Powerbank meist auch nicht nötig. Das normale Laden bei 5V ohne USB PD oder Quick Charge ist meist immer noch effizienter.

Das Besondere an dieser Powerbank ist klar die von SunnyBAG „OPF“ getaufte Technologie. OPF steht für Omnidirectional Powerflow, was ein gleichzeitiges Laden und Entladen ermöglichen soll. Dabei wird auch nicht einfach nur der Eingang auf den Ausgang durchgeschliffen, wie bei vielen anderen Modellen. Dazu aber später mehr.

Sunnybag Powerbank 10.000mah Im Test 3Für die Kontrolle des aktuellen Ladestands sind vier LEDs auf der Oberseite eingelassen.

 

Was muss eine Solar-Puffer-Powerbank können?

Stellen wir uns an dieser Stelle einmal die Frage was denn eine Puffer-Powerbank für USB Solarpanels besonders können muss.

Prinzipiell unterscheidet sich das Laden an einem USB Solarpanel nicht von einem normalen Ladegerät, mit einem Unterschied. Bei einem Schattenwurf kann die Leistung und Spannung eines USB Solarpanels von einer auf die anderen Sekunde extrem einbrechen und wieder ansteigen. Dies kann die Ladeelektronik von Powerbanks und auch Smartphones verwirren und teils auch komplett zum Erliegen bringen. Ich hatte sogar schon Smartphones die in dieser Situation einfach abgestürzt sind. Eine Puffer-Powerbank muss also auf diese Schwankungen optimiert sein.

Sunnybag Powerbank 10.000mah Im Test 8Ein weiterer Punkt ist das gleichzeitige Laden/Entladen werden. Dies können einige Powerbanks, aber wenige gut. Viele Powerbanks schleifen einfach den Eingang auf den Ausgang durch. Schwankungen bei Spannung und Strom würden hier aber 1 zu 1 und teils sogar noch verstärkt an die Smartphones weitergegeben. Bei einer guten Puffer-Powerbank ist der Eingang vom Ausgang „entkoppelt“.

Das wahre Problem ist aber beide Features in einer Powerbank zu finden. Hier gibt es vielleicht eine Handvoll Modelle auf dem Markt die diese Kriterien erfüllen.

 

Wie schlägt sich die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh als Puffer-Powerbank?

Wie zu erwarten war schlägt sich die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh sehr gut als Puffer-Powerbank! Diese kommt absolut problemlos mit den schwankenden Strömen von USB Solarpanels klar. Auch wird die Ladegeschwindigkeit immer wieder „hochgefahren“, wenn es einen Schattenwurf oder Ähnliches gab.

Sunnybag Powerbank 10.000mah Im Test 9Dabei ist der Ausgang der Powerbank gleichzeitig voll zu nutzen und unabhängig vom Eingang geregelt. Selbst wenn nur 4,2V auf dem Eingang liegen bleibt der Ausgang bei konstanten 5,10xV. Super!

Damit taugt diese Powerbank auch als eine Art UPS für beispielsweise einen RaspberryPI oder Ähnliches.

 

Die Kapazität

SunnyBAG gibt die Kapazität der Powerbank mit 10000mAh an. Messen konnte ich 31,307Wh bzw. 8461mAh. Dies entspricht soliden 85% der Herstellerangabe. Kein Weltklasse Wert, aber völlig Okay. Es ist normal das eine Powerbank nicht ganz die Herstellerangabe erreicht. Diese bezieht sich so gut wie immer auf die Kapazität der internen Akkuzellen und nicht auf die nutzbare Kapazität.

 

Das Ladetempo

Grundsätzlich können wir diesen Teil des Test sehr kurz halten. Wir haben einen „Standard“ USB Ausgang mit 5V/2,1A.

Dieser Ausgang ist sauber für IOS und Android Smartphones optimiert. Ihr dürft hier aber auch keine Wunder erwarten. Die meisten aktuellen Smartphones laden mit soliden 5,9-8W.

Samsung Galaxy S20 Ultra 6,403 W
Huawei Mate 20 Pro 5,963 W
Apple iPad Pro 11 7,056 W

Nicht spektakulär, aber für eine Solar-Puffer-Powerbank völlig Okay. Mehr als 5,9-8W werden die wenigsten Solarpanels liefern können.

 

Das Aufladen

SunnyBAG spezifiziert den Eingang der Powerbank mit 5V/2A. In der Praxis kann die Powerbank aber maximal „nur“ 1,7A aufnehmen. Es wurde also etwas gerundet.

Spannenderweise akzeptiert die Powerbank auch vergleichsweise niedrige Spannungen. Bereits 4,1V sind fürs Laden ausreichend. Hier sieht man die Optimierung der Ladeelektronik auf Solarpanels sehr gut.

 

Fazit

Ja kaufen! Es gibt ohne frage bessere und aufregendere Powerbanks, aber als Puffer-Powerbank macht die SunnyBAG einen tadellosen Job!

Diese kann ausreichend schnell Energie aufnehmen und ist auch tatsächlich perfekt auf die schwankende Leistung von Solarpanels optimiert. Selbst in extremen Situationen kann die Powerbank konstant das Maximum an vorhandener Energie aus dem Solarpanel nutzen. Dies bis zu einem Maximum von ca. 9W.

Damit ist die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh ideal für USB Solarpanels bis ca. 15-20W, welche in der Regel die angegebene Leistung eh nie zu 100% erreichen.

Sunnybag Powerbank 10.000mah Im Test 7Auch das gleichzeitige Laden und entladen funktioniert absolut tadellos! Der Ausgang der Powerbank ist komplett unabhängig vom Eingang geregelt. Die schwankende Leistung eines Solarpanels schlägt sich also nicht auf den Ausgang durch. Zwar ist das Ladetempo der Powerbank nicht übermäßig beeindruckend, aber diese lädt mit einem guten normalen Tempo.

Von daher ja Ihr bekommt bessere „normale“ Powerbanks, aber sucht Ihr eine Powerbank speziell als Puffer für ein USB Solarpanel, dann macht die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh einen ziemlich perfekten Job zu einem sehr fairen Preis! Unter 20€ (zum Zeitpunkt des Tests) für eine doch etwas speziellere Powerbank sind aus meiner Sicht völlig Okay. Zumal die Powerbank auch angenehm kompakt ist.

Sunnybag POWERBANK | Externer Akku mit 10.000mAh | Perfekt zum...

  • Kann gleichzeitig geladen und entladen werden
  • 8461mAh echte Kapazität
  • Kompaktes Design
  • Perfekt für USB Solarpanels optimiert
  • Kein Quick Charge oder USB PD

 

RAVPower RP-PC133 Pioneer 65W Power Delivery Ladegerät im Test (mit GaN!)

Mit dem RP-PC133 „Pioneer“ puscht RAVPower das Mögliche im Bereich der USB Netzteile ein gutes Stück. So bietet das RAVPower RP-PC133 eine Leistung von bis zu 65W in einem wirklich winzigen Formfaktor.

Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass ein 30 x 55 x 55 mm Ladegerät in der Lage ist ein Notebook mit vollem Tempo zu laden. Um dies möglich zu machen setzt RAVPower auf die GaN Technologie.

Ravpower Rp Pc133 Pioneer 65w Power Delivery Ladegerät Im Test 8Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier das RAVPower RP-PC133 wirklich zu empfehlen und kann dieses auch die vollen 65W über längere Zeit standhalten? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an RAVPower für das Zurverfügungstellen des RP-PC133 für diesen Test.

 

Das RAVPower RP-PC133 Pioneer 65W Power Delivery Ladegerät im Test

Das ohne Frage wichtigste beim RAVPower RP-PC133 sind die Abmessungen. Mit 30 x 55 x 55 mm ist dieses gerade zu winzig für die angegebene Leistung von 65W. Oftmals kann dies aber auch ein schlechtes Zeichen sein, wenn ein Ladegerät zu klein für seine Leistung ist. Dies ist hier aber nicht zwingend der Fall, denn RAVPower setzt auf GaN.

Ravpower Rp Pc133 Pioneer 65w Power Delivery Ladegerät Im Test 4GaN steht für Gallium Nitride, welches ein Halbleiter ist der so langsam seinen Weg in den Massenmarkt findet. Gallium Nitride hat gegenüber Silizium einige Vorteile im Bereich der Effizienz, bei Schaltnetzteilen. Dies erlaubt es kleinere Bauteile mit Gallium Nitride bei gleicher Leistung zu bauen als mit regulärem Silizium. Je nach Quelle sind GaN Bauteile ca. 32% kleiner bei gleicher Leistung und zudem noch effizienter.

Dies erklärt dann auch die hohe Leistungsdichte beim RAVPower RP-PC133.

Ravpower Rp Pc133 Pioneer 65w Power Delivery Ladegerät Im Test 2Auf Seiten des Formfaktors setzt RAVPower auf das übliche Steckernetzteil. Ideal für Reisen oder sonstige Ausflüge. Das Gehäuse ist dabei aus einem durchaus wertigen weißen Kunststoff gefertigt. Dieser ist teils matt und teils hochglänzend. Qualitativ macht das RAVPower RP-PC133 einen guten ersten Eindruck!

RAVPower hat uns gleich zwei USB Ports spendiert. Einen regulären USB A Port und einen USB C Port. Dies finde ich klasse, denn egal wie modern man ist, man hat immer noch ein paar microUSB Geräte herumfliegen und benötigt dank der zwei Ports nicht zwei Ladegeräte.

Ravpower Rp Pc133 Pioneer 65w Power Delivery Ladegerät Im Test 1Der USB A Port unterstützt dabei sogar Quick Charge mit bis zu 18W!

Der USB C Port hingegen setzt auf das USB Power Delivery Protokoll. Dieser kann hier bis zu 65W liefern bzw. 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/3,25A. Damit kann dieses kleine Ladegerät sogar Notebooks aufladen! Wirklich beeindruckend!

 

Der erste Test

Beginnen wir mit dem Wichtigsten, die Leistungsangaben von RAVPower sind korrekt! Das Ladegerät kann wirklich 60W liefern und dies auch konstant.

Für diesen Test habe ich das Ladegerät 6 Stunden voll belastet, was schon eine ziemliche Tortur ist. Es gab am Ende dieser 6 Stunden keine Ausfallserscheinungen.

TemperaturLediglich hat sich das Ladegerät ein gutes Stück erwärmt. Das Äußere wurde mit maximal 50 Grad nicht einmal übermäßig heiß. Allerdings durch die Ports können wir eine doch etwas deutlichere Erwärmung von bis zu 74 Grad erkennen. 74 Grad sind natürlich heiß, aber für ein Netzteil auch nicht zwingend absolut kritisch.

 

Das Ladetempo

Folgende Geräte habe ich am RAVPower RP-PC133 getestet:

  • Apple iPhone 11 Pro Max
  • Apple MacBook Pro 13 Late 2013
  • Dell XPS 13 9380
  • Dell XPS 15 7590
  • Huawei Mate 20 Pro
  • Samsung Galaxy A51
  • Samsung Galaxy S20 Ultra
  • Samsung Galaxy S20+
  • Xiaomi Mi 10 Pro
USB C USB A
Apple iPhone 11 Pro Max 23.8 W 10.2 W
Apple MacBook Pro 13 Late 2013 48.4 W 11.2 W
Dell XPS 13 9380 43.3 W
Dell XPS 15 7590 62.2 W
Huawei Mate 20 Pro 13.83 W 13.52 W
Samsung Galaxy A51 13.2 W 12.9 W
Samsung Galaxy S20 Ultra 14.7 W 14.98 W
Samsung Galaxy S20+ 14.74 W 14.94 W
Xiaomi Mi 10 Pro 13.59 W 13.06 W

Hier können wir es kurz machen, denn das RAVPower RP-PC133 verhält sich genau wie zu erwarten war! Heißt es gab keine Kompatibilitätsprobleme und alle Smartphones und Notebooks erreichten das theoretisch maximal mögliche Tempo, in Kombination mit diesem Ladegerät.

So kann das RAVPower RP-PC133 beispielsweise das Apple iPhone 11 Pro Max mit dem absolut maximal möglichen Tempo laden, sogar noch etwas schneller als mit dem beiliegenden 18W Ladegerät von Apple. Auch beim MacBook Pro 13 kann das RAVPower das originale Ladegerät voll ersetzen, ebenso beim XPS 13 von Dell.

Ravpower Rp Pc133 Pioneer 65w Power Delivery Ladegerät Im Test 9Smartphones wie das Huawei Mate 20 Pro, Samsung Galaxy S20 (Ultra) oder das Xiaomi Mi 10 Pro lassen sich schnell laden, aber nicht mit dem absolut maximal möglichen Tempo.

Dieses wird im Falle des Huawei Mate 20 Pro (und auch anderen Huawei Modellen) und Xiaomi Mi 10 Pro nur mit dem originalen Ladegerät erreicht. Diese laden allerdings schneller als an einem normalen 5V Ladegerät.

Die Samsung Modelle der S20 Serie benötigen für das maximale Ladetempo zwar USB Power Delivery, aber mit der PPS Erweiterung welche vom RAVPower RP-PC133 nicht geboten wird. Erneut laden diese dennoch schneller als an einem 5V Ladegerät. Ältere Samsung Modelle werden mit dem vollen Tempo am RAVPower RP-PC133 laden.

 

Die Effizienz

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Effizienz an.

Effizienz VergleichDie Effizienz des RAVPower RP-PC133 liegt im Schnitt bei 86,1%, was ein guter wenn nicht sogar sehr guter Wert ist! Dabei liegt die maximale Effizienz bei 91%, was ebenfalls als stark zu bezeichnen ist.

 

Fazit

Es ist schon beeindruckend wie viel Leistung RAVPower im RP-PC133 USB C Ladegerät unterbringen konnte! 65W in einem Ladegerät das kaum größer ist als ein 3 Jahre altes 18W USB Ladegeräte ist schon klasse.

Aufgrund dieser hohen Leistung von 65W auf dem USB C Port kann das RAVPower RP-PC133 USB C Ladegerät sogar zum Laden von Notebooks wie dem Dell XPS oder den Apple MacBook Pros genutzt werden. Hinzu kommt noch der Quick Charge 3.0 Port für viele ältere Smartphones und wir haben ein wirklich sehr rundes Produkt.

Ravpower Rp Pc133 Pioneer 65w Power Delivery Ladegerät Im Test 10Ja die Hitzeentwicklung ist recht hoch bei langer konstanter Volllast, aber selbst diese ist nicht „gigantisch“ hoch.

Kurzum Ihr sucht ein kompaktes Ladegerät mit genug Power selbst ein Notebook zu laden? Dann seid Ihr beim RP-PC133 von RAVPower an der richtigen Adresse!

Die JBL TUNE 220TWS im Test, eine gute alternative für AirPod Fans

JBL setzt bei seinen TUNE 220TWS auf ein interessantes und ungewöhnliches Konzept. So verzichtet JBL auf das übliche in-Ear Design zugunsten eines etwas offeneren Aufbaus ähnlich der Apple AirPods. Ideal für alle Nutzer die reguläre in-Ears nicht mögen oder so sehr von der Außenwelt abgeschottet sein wollen.

Jbl Tune 220tws Im Test 3Dabei verspricht JBL aber weiterhin einen spitzen Klang mit „JBL pure Bass“. Klingt doch spannend! Aber können Ohrhörer ohne Silikon Aufsatz auch wirklich gut klingen? Finden wir dies im Test der JBL TUNE 220TWS heraus!

 

Die JBL TUNE 220TWS im Test

Der erste Eindruck der TUNE 220TWS ist positiv! Die Ladebox der Ohrhörer ist sehr schön kompakt gehalten und wirkt wertig. JBL bietet die TUNE 220TWS in diversen Farbversionen an, ich habe diese in Türkis.

Jbl Tune 220tws Im Test 1Die Ladebox ist dabei aus einem recht hochwertigen matten Kunststoff gefertigt, welcher eine fast schon leicht seidige Oberfläche hat. Der Deckel der Ladebox wird dabei nicht wie sonst üblich über Magnete geschlossen gehalten, sondern über ein „Feder-System“, was fast noch etwas besser ist als die üblichen Magnete.

Die Ladebox kann die Ohrhörer rund 5x unterwegs aufladen, ehe diese selbst via USB C geladen werden muss. Laut JBL sollen die Ohrhörer mit einer Ladung rund 3 Stunden durchhalten. Ein wenig optimistisch! Gerade bei hohen Lautstärken rechnet eher mit 2-2,5 Stunden.

Das Design der TUNE 220TWS ist als ungewöhnlich zu bezeichnen! Diese verzichten auf die üblichen Silikon Aufsätze und setzten auf ein „Ohstöpsel“ Design ähnlich der Apple AirPods. Wenn Ihr so wollt sind die TUNE 220TWS „offene In-Ears“.

Jbl Tune 220tws Im Test 2Dabei werden die Ohrhörer natürlich weiterhin in Eure Ohren gesteckt, welche aber nicht versiegelt werden. Anstelle dessen liegen die Ohrhörer einfach in Euren Ohren.

Um dennoch Platz für die Elektronik und den Akku zu finden hat JBL den TUNE 220TWS einen „Steg“ verpasst der aus Euren Ohren herausragt. Auf der Rückseite dieses „Stegs“ findet sich auch die Taste zum Steuern der Ohrhörer. Diese ist ausreichend leicht zu betätigen.

Das Ein/Ausschalten funktioniert wie üblich aber automatisch, wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox legt oder herausnehmt.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort der TUNE 220TWS ist etwas Geschmacksache. Die Ohrhörer sitzen sehr locker und leicht in den Ohren. Dabei ist ein Herausfallen kein großes Problem. Sie wären zwar nicht meine erste Wahl für den Sport aber der Halt ist okay.

Im Gegensatz zu regulären in-Ears „verstopfen“ die TUNE 220TWS aber Deine Ohren nicht, was durchaus angenehm sein kann. So fühlt sich das Tragen etwas natürlicher und leichter an.

Allerdings könnte ich mir vorstellen das die TUNE 220TWS in sehr kleinen Ohren etwas drücken.

 

Klang

Wenn Ich Ohrhörer ohne Silikon-Aufsatz sehe habe ich immer etwas Bauchschmerzen. Es gibt hier viele Hersteller die versucht haben Apple zu kopieren, aber fast alle gescheitert sind. Nicht zuletzt da selbst die Apple AirPods klanglich keine „Meister“ sind. Der Verzicht auf die Versiegelung der Ohren ist akustisch einfach ein Nachteil, der schwer zu kompensieren ist.

Jbl Tune 220tws Im Test 6Zu 100% bekommt auch JBL dies bei den TUNE 220TWS nicht kompensiert, allerdings klingen die signifikant besser als ich es erwartet hätte. Beginnen wir aber mit etwas Wichtigem, Ihr könnt den klang solcher „offenen In-Ears“ nicht direkt mit regulären In-Ears vergleichen. Diese klingen von Natur aus einfach anders.

So besitzen die TUNE 220TWS einen sehr offenen und sehr räumlichen Klang, wie Ihr diesen bei in-Ears in der Regel nicht findet. Die Ohrhörer erinnern hier fast mehr an normale Kopfhörer.

Daher überrascht es auch nicht, dass die Höhen der TUNE 220TWS gut, wenn nicht sogar sehr gut sind! Diese sind schön klar und haben eine gewisse natürliche Offenheit, wodurch sie deutlich weniger anstrengend erscheinen. Und dies trotz deiner gewissen Schärfe.

Die Mitten sind im Gegenzug eher mittelmäßig. Die TUNE 220TWS klingen vergleichsweise kühl und auch etwas dünn in der Mitte. Stimmen sind dabei gut verständlich und klingen recht natürlich. Allerdings sind diese auch nicht super eindringlich.

Jbl Tune 220tws Im Test 9Beim Bass hat JBL prinzipiell wieder einen guten Job gemacht. Ich würde den Bass als ordentlich bezeichnen. Gerade der Tiefbass ist merklich gut und satt. Allerdings können die TUNE 220TWS nicht Druck aufbauen wie es Ohrhörer können die Eure Ohren versiegeln. Es ist klar zu merken, dass das die Ohrhörer einen sehr guten Bass besitzen, sie können diesen aber nicht zu 100% „auf die Straße bringen“.

Ich kann den Klang aber auch nicht als dünn oder schwach bezeichnen, ganz im Gegenteil. Die TUNE 220TWS klingen recht lebendig und dynamisch! Ich würde diese den AirPods vorziehen. Allerdings gerade wenn Ihr Bass Fans seid, sind normale In-Ears doch zu bevorzugen. Im Gegenzug ist die räumliche Darstellung und „Luftigkeit“ der TUNE 220TWS für reguläre in-Ears schwer zu erreichen.

 

Frequenzkurve der TUNE 220TWS

Schauen wir uns kurz einmal die Frequenzkurve der TUNE 220TWS an.

Jbl Tune 220tws Frequenzkurve

 

Fazit

Das Fazit zu den TUNE 220TWS ist nicht ganz leicht, da ich selbst etwas von diesen Ohrhörern hin und her gerissen bin. Warum?

JBL setzt bei den TUNE 220TWS auf das Apple AirPod Design, was die Aufsätze angeht. Es gibt bei diesen also nicht die üblichen Silikon-Aufsätze, sondern Ihr legt die Ohrhörer einfach in Eure Ohren. Hierdurch werden diese nicht versiegelt, wie es bei normalen in-Ears der Fall ist.

Dies bringt einige Vor- und Nachteile mit. Es gibt einige Menschen die diese Versiegelung der Ohren durch in-Ears unangenehm finden. Hier kann solch ein etwas offeneres Design angenehmer und „lockerer“ sein. Magst Du keine in-Ears, aber die normalen Ohrstecker ohne Silikon-Aufsatz, dann sind die TUNE 220TWS für Dich gemacht. Und ja sehe hier gerade im Alltag durchaus den Vorzug nicht ganz so von der Außenwelt abgeschirmt zu sein, wie es bei in-Ears normalerweise der Fall ist.

Jbl Tune 220tws Im Test 11Allerdings aufgrund dieses lockeren Designs und der fehlenden Versieglung der Ohren hat es der Klang schwerer. Gerade der Bass neigt bei solchen Ohrhörern zu „verpuffen“.

Die JBL TUNE 220TWS machen hier aber einen guten, wenn nicht sogar sehr guten Job! Die Ohrhörer klingen lebendig, mit einem guten Bass. Gerade der TIefbass ist erstaunlich gut! Und ja die JBL TUNE 220TWS klingen besser als die Apple AirPods! Ich würde sagen die TUNE 220TWS sind die klangstärksten Ohrhörer ohne Silikon-Aufsatz die ich bisher gehört habe.

Aber vergleichen wir die JBL TUNE 220TWS mit regulären in-Ears der 100€ Preisklasse wird es schwierig. Die 220TWS klingen weiterhin schön offen, räumlich mit einer sehr guten Detaildarstellung, aber der Bass ist deutlich weniger direkt oder kräftig.

Am Ende kommt es extrem auf Deinen Geschmack an! Ist es dir egal ob deine Ohrhörer nun das reguläre in-Ear oder das „AirPod“ Design nutzen, dann würde ich mich wo anders umsehen. Gute normale In-Ears, auch von JBL, haben schon noch etwas mehr Druck dahinter als die TUNE 220TWS. Magst Du aber keine regulären In-Ears oder bevorzugst einfach die etwas offenere Tragweise der TUNE 220TWS, dann greif zu! Dies sind ohne Frage die besten Ohrhörer ohne Silikon-Aufsatz die ich bisher nutzen durfte, auch besser als die Apple AirPods!

Das Samsung Galaxy S20 Plus im Test

Samsung hat dieses Jahr gleich drei Flaggschiff Smartphones in unzähligen Versionen auf den Markt gebracht. Neben dem „großen“ S20 Ultra gibt es auch noch das normale S20 und S20 Plus. Das große S20 Ultra haben wir uns bereits im Test angesehen.

Samsung Galaxy S20+ Im Test 7Fazit, sehr gutes Smartphone aber zu teuer, zu groß und zu schwer. Hier könnte das doch sehr ähnliche Samsung Galaxy S20+ für fast 400€ weniger ein deutlich besser Deal sein. Schließlich bietet dieses weiterhin 98% aller Features des S20 Ultras zu einem kleineren Preis.

Wollen wir uns hier doch das S20+ einmal im Test und im Vergleich zum großen Bruder dem S20 Ultra ansehen.

 

Vielen Dank an Grover

Dieser Test ist nur durch Grover möglich geworden, welche mir das S20+ kostenfrei ausgeliehen haben! Hierdurch muss ich mich nicht um ein Testgerät beim Hersteller bemühen, was es mir auch noch leichter macht neutral über dieses zu urteilen.

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Schaut also mal bei Grover vorbei!

 

Das Samsung Galaxy S20 Plus im Test

Mit einem 6,7 Zoll Display ist das Galaxy S20 Plus zwar weiterhin ein sehr großes Smartphone, aber dieses fühlt sich verglichen mit dem 6,9 Zoll Koloss an S20 Ultra fast schon handlich an.

Samsung Galaxy S20+ Im Test 1Dies liegt aber vor allem an der niedrigeren Dicke (7,8mm zu 8,8mm) und dem angenehmeren Schwerpunkt. Dieser liegt beim S20 Ultra recht weit oben, beim S20+ ist dieser hingegen deutlich besser balancierter.

Samsung Galaxy S20+ Im Test 6Ja das Galaxy S20 Plus liegt sehr gut in der Hand! Für ein noch besseres Handgefühl ist die Glasrückseite an den Rändern abgerundet und der Übergang zum Rahmen fließend.

Im Gegensatz zum älteren S10+ ist das Display des S20 Plus nicht mehr so stark abgerundet. Auf dem ersten Blick ein Rückschritt, schließlich war die Edge doch ein Markenzeichen von Samsung. Praktisch war die Edge aber nie sonderlich nützlich und hat nur für versehentliche Eingaben und eine höhere Empfindlichkeit gesorgt.

Empfindlich ist das S20+ wie alle Glas Smartphones mit Metallrahmen weiterhin, aber meine Probleme mit versehentlichen Eingaben oder Berührungen waren deutlich weniger.

Samsung Galaxy S20+ Im Test 3Die Verarbeitungsqualität des S20+ ist wie es sich für ein Flaggschiff Smartphone gehört top! Gerade der Übergang zwischen Metallrahmen und Glasfront und Rückseite ist sehr schön weich.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 6,7 Zoll Display mit extra kleinen Rahmen und einem Loch im Display für die Kamera. Ich bin nicht der größte Fan des Loch Designs, aber habe mich doch gut daran gewöhnt. Oberhalb des Displays sicht noch ein kleiner Ausschnitt für die Ohrmuschel.

Samsung Galaxy S20+ Im Test 5Der Einschalter und die Lautstärkewippe sind wie üblich am rechten Rand angebracht. USB C Ladeport und Lautsprecher sind auf der Unterseite. Über einen Kopfhöreranschluss verfügt das S20+ leider nicht mehr. Dafür ist aber auch ein IP68 Wasserschutz mit an Bord.

Auf der Rückseite finden wir das Kameramodul mit vier Linsen. Dieses ist beim S20+ deutlich kompakter gehalten als beim S20 Ultra. Dafür fehlt aber auch die „Super-Zoom“ Linse.

Samsung Galaxy S20+ Im Test 2Was die Biometrie Sicherheitsoptionen angeht, setzt Samsung auf einen Fingerabdruckscanner unterhalb des Displays. Eine IR Kamera oder Ähnliches gibt es nicht. Eine Gesichtsentsperrung ist möglich, aber weniger sicher als bei einem iPhone 11 Pro oder Pixel 4.

 

Das Display

Das Galaxy S20+ verfügt über ein 6,7 Zoll AMOLED Display mit einer Auflösung von 3200×1440 Pixeln, wie auch einer Bildwiederholungsrate von 120Hz.

Von Haus aus ist das Display aber auf 2400 x 1080 eingestellt und 60Hz. Die höhere Bildwiederholungsrate von 120Hz ist auch nur bei 2400×1080. Wollt Ihr die volle Auflösung gibt es „nur“ 60Hz für Euch.

Ich habe für 2400×1080 bei 120Hz entschieden. Ja 3200×1440 ist nochmals einen Hauch schärfer, aber sofern ich nicht gezielt nach dem Unterschied suche fällt mir dieser nicht auf. Die 120Hz sind da schon etwas deutlicher zu bemerken.

Samsung Galaxy S20+ Im Test 12Samsungs AMOLED Display sind berühmt, dies auch zurecht! Zwar können mittlerweile viele Hersteller die Qualität der Samsung Displays erreichen (auch weil viele diese sie bei Samsung kaufen), aber die Samsung eigenen Smartphones spielen hier immer ganz weit oben mit.

Dies sehr Ihr auch dem Display des S20+ an! Dieses ist scharf, Farben wunderbar klar und Kontraste AMOLED typisch stark. Gerade die Klarheit des Displays ist Weltklasse. Allerdings ist der Unterschied zu einem S10 oder auch S9 gering!

Die Helligkeit des S20+ ist gut und auch völlig ausreichend für eine gute Ablesbarkeit im Freien, allerdings war diese auch nicht ganz Spitzenklasse. Hier gab es fast eher einen kleinen Rückschritt.

 

Die Lautsprecher

Samsung setzt beim S20+ auf zwei Lautsprecher. Dies wäre zum einen der Lautsprecher auf der Unterseite des Smartphones, wie auch die Ohrmuschel welche für Medienwiedergaben genutzt wird.

Die Lautsprecher des S20+ sind ausreichend laut und sehr klar! Allerdings sind diese weder super laut noch besonders voll. Dies kann ein Apple iPhone 11 Pro oder ein Google Pixel 4 XL doch ein gutes Stück besser.

 

Die Kameras

Wie auch das S20 Ultra verfügt auch das S20+ über vier Kameras, aber in einem etwas anderem Setup.

S20/S20+ S20 Ultra
Hauptkamera 12MP F1.8 108MP F1.8
Weitwinkelkamera 12MP F2.2 12MP F2.2
Zoomkamera 64MP F2.0 48MPF3.5
Tiefenschärfe 0,3MP 0,3MP

 

Starten wir mit Kamera Nr. 4, welche für die Tiefenschärfe bzw. Tiefenunschärfe zuständig ist. Diese Kamera würde ich als unnötig deklarieren. Sie wird in der Praxis, selbst im Porträtmodus, nicht viel tun. Es handelt sich hier um Marketing „wir haben vier Kameras, auch wenn Kamera Nr. 4 nur 0,3MP hat“.

Der dickste Unterschied zwischen dem S20+ und dem S20 Ultra ist aber die Hauptkamera. Diese hat beim S20/S20+ „nur“ 12 Megapixel und beim S20 Ultra satte 108 Megapixel. Ein riesiger Unterschied auf dem Papier. In der Praxis werden die Aufnahmen des S20 Ultra auch auf 12 Megapixel heruntergerechnet.

Samsung Galaxy S20+ Im Test 8Der wichtigere Unterschied ist der Sensor und dessen Größe. So verfügt das S20 Ultra über den Samsung Bright S5KHM1 mit 1/1,33 Zoll Größe und das S20+ über den Samsung S5K2LD mit 1/1,76 Zoll. Der Sensor des S20+ ist deutlich kleiner, aber weiterhin als riesig einzustufen! Zum Vergleich das Apple iPhone 11 Pro Max hat einen 1/2,55 Zoll Sensor, also signifikanter kleiner.

Ein weiterer dicker Unterschied ist die Zoom Kamera. Dies hat beim S20+ eine höhere Auflösung, aber weniger Zoom. Genau genommen hat die 64 Megapixel Zoom Kamera nur einen 1,06x optischen Zoom, wird aber auf 3x via Software verstärkt. Samsung nutzt hier die höhere Auflösung für einen besseren digitalen Zoom verglichen mit der Hauptkamera.

Das S20 Ultra hat hingegen einen echten 5x Zoom, alles darüber hinaus ist auch beim Ultra Digital.

Etwas merkwürdig was hier Samsung gemacht hat. Offensicht wurden die guten Kamera Features dem S20 Ultra vorbehalten und versucht dies etwas zu verschleiern.

Aber wie sieht es in der Praxis aus?

20200420 09144120200420 09161720200420 09163320200420 09391020200413 16514520200418 100503

20200413 16495020200413 16515120200413 16561620200415 09113820200415 09161420200415 09171720200415 09175720200415 09263920200415 11160220200415 11172420200415 11173820200415 11221920200415 11343020200418 10013820200418 10014320200418 10044820200418 10045820200418 10052820200418 10053320200418 10053920200418 10055920200418 10070320200420 09254820200420 09410120200420 094103

Das Samsung Galaxy S20+ nutzt fast 1 zu 1 den Bildstyle des S20 Ultras, was wir auch später bei den Vergleichsbildern sehen.

So produziert auch das S20+ sehr bunte und „leuchtende“ Aufnahmen. Gerade das Blau des Himmels ist sehr stark gesättigt und wirkt hierdurch ausgesprochen lebendig. Nein dies ist bei weitem nicht das akkurateste Smartphone was die Farben angeht.

Allerdings mag ich meine Bilder etwas bunter, daher bin ich prinzipiell zufrieden mit der hohen Sättigung. Die Realität ist schließlich langweilig, erinnern wir uns an vergangene Urlaube sind diese auch in unserer Erinnerung immer etwas bunter als sie wirklich waren.

Der Kontrast ist etwas kontroverser. Das S20+ produziert sehr kontraststarke Aufnahmen! Schatten sind wirklich recht dunkel und schwarze Flächen haben eine gewisse Tiefe. Allerdings haben die Bilder des S20+ deutlich weniger Details in den Schatten sichtbar als beispielsweise die eines iPhone 11 Pro Max.

Letzteres produziert extrem gleichmäßig ausgeleuchtete Bilder, welche teils etwas „matt“ wirken, aber neutral betrachtet sicherlich als detailreicher gelten. Auch allgemein hat das iPhone 11 Pro Max eine etwas bessere Dynamik als das S20+.

Schauen wir uns doch einmal ein paar Vergleichsbilder S20+, S20 Ultra und iPhone 11 Pro Max an.

13 S20 Ultra
S20 Ultra
13 Iphone
11 Pro Max
13 S20
S20 Plus
5 Iphone
11 Pro Max
5 S20 Ultra
S20 Ultra
5 S20+
S20 Plus
6 Iphone
11 Pro Max
6 S20 Ultra
S20 Ultra
6 S20
S20 Plus
10 Iphone
11 Pro Max
10 S20 Ultra
S20 Ultra
10 S20
S20 Plus
11 Iphone
11 Pro Max
11 S20 Ultra
S20 Ultra
11 S20
S20 Plus

Auf den ersten Blick sind die Bilder des S20+ und S20 Ultras +- identisch! Beide haben den gleichen Bildstyle, Kontrast, eine sehr ähnliche Schärfe usw. Erstaunlich da wir hier doch zwei so unterschiedliche Sensoren haben.

VergleichIm Detail sehen wir aber doch ein paar Unterschiede. So ist das S20 Ultra einen Hauch detailreicher und schärfer. Teils hatte das S20+ dafür aber eine minimal bessere Dynamik. Ebenso konnte ich auch im Low Light wenige Unterschiede entdecken.

Das iPhone bietet deutlich besser ausgeleuchtete, aber teils etwas leblosere Aufnahmen. Hier und da würde ich die Bilder des iPhones als besser bezeichnen, müsste ich mir aber ein Smartphone auswählen das ich mit in den Urlaub nehme, dann wäre es das S20+ oder Ultra. Neutral betrachtet mag das iPhone bessere Bilder liefern, ich finde die Fotos des S20 aber ansprechender.

Letztendlich hängt dies von Eurem Geschmack ab!

Wo das S20+ aber dem S20 Ultra eindeutig unterlegen ist, ist beim Zoom. Zoomen wir mit allen drei Smartphones 5x, dann ist das Bild schon sehr deutlich.

2 S20
S20 Plus
2 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
2 S20 Ultra
S20 Ultra

Das S20 Ultra liefert eindeutig das schärfste und beste Bild (auch über 5x hinaus). Das S20+ und das iPhone liegen ziemlich gleich auf, mit vielleicht leichtem Vorteil für das S20+.

 

Die Leistung

In allen Modelle der S20 Serie arbeitet der gleiche Samsung Exynos 990 SoC. Bei diesem handelt es sich um einen 8 Kern Chip im 2+2+4 Design. Es gibt also zwei Samsung Mongoose 5 Kerne, zwei Cortex-A76 Kerne und vier Cortex-A55 big.LITTLE Kerne.

Je nach Anwendung werden unterschiedliche Kerne genutzt. So gelten die vier Cortex-A55 Kerne als besonders sparsam und die Samsung Mongoose 5 Kerne als besonders leistungsfähig.

Auf Seiten des RAMs haben 8GB in den 128GB Speicher Versionen des S20+ und 12GB bei den 512GB Versionen.

Schauen wir uns einmal die Performance des S20+ im Benchmark an.

Screenshot 20200413 085006 Geekbench 5Screenshot 20200413 084648 Geekbench 4Screenshot 20200413 084543 Geekbench 4

Die Praxis

Die Performance des S20+ in der Praxis ist einfach nur als tadellos zu bezeichnen, gerade wenn Ihr den 120Hz Modus einschaltet. Wie auch schon beim S20 Ultra laufen alle Animationen und Bewegungen butterweich auf dem Smartphone.

Dies gilt dabei sowohl für die Benutzeroberfläche, wie auch Apps. Letztere starten sehr schnell und laufen dann perfekt. Ich konnte keine App und auch kein Spiel ausfindig machen das dem S20+ irgendwelche Probleme bereitet hat.

Samsung Galaxy S20+ Im Test 11Spiele allerdings sind oftmals nicht auf die 120Hz des Smartphones optimiert und arbeiten nur mit 60 oder 30Hz. Und ja das wird Euch auffallen. Habt Ihr Euch einmal an die doch deutlich weicheren Bewegungen des 120Hz Displays gewöhnt ist es schwer zurückzukehren.

Mittelmäßig beeindruckt war ich von den Biometrie Optionen. Die Gesichtserkennung des S20+ ist nicht nur unsicherer als beim iPhone oder dem Google Pixel 4, sondern auch langsamer und unzuverlässiger. Ähnliches gilt auch für den Fingerabdruckscanner unter dem Display. Dieser ist vergleichsweise langsam. Allerdings kam mir dieser glatt einen Hauch schneller vor als beim S20 Ultra. Dennoch als flott würde ich den Fingerabdruckscanner nicht bezeichnen.

 

Fazit

Das Galaxy S20+ ist eindeutig das vernünftigere und ich würde fast bessere Smartphone aus dem Hause Samsung, verglichen mit dem S20 Ultra. Dieses ist trotz des 6,7 Zoll Displays angenehm handlich und dünn, besitzt einen guten Schwerpunkt und hat dennoch eine Top-Leistung!

So ist die Alltagsperformance hervorragend und die Benutzeroberfläche wirkt dank des 120Hz Displays extra weich. Dabei ist das Display Samsung typisch hervorragend, könnte aber noch etwas heller sein. Dies ist aber meckern auf einem sehr hohen Level! Auch so ist die Ablesbarkeit im Freien top.

Samsung Galaxy S20+ Im Test 9Ebenfalls top ist die Akkulaufzeit und die Kamera. Die Hauptkamera ist in der Praxis nicht schlechter als beim S20 Ultra. Ja der sehr bunte und kontrastreiche Bildstyle ist nicht jedermanns Geschmack, ein iPhone bietet z.B. deutlich besser ausgeleuchtete Bilder, aber mir gefällts. Ich finde die Bilder des S20+ deutlich lebendiger und ansehnlicher als vom iPhone.

Wo das S20+ verglichen mit dem Ultra etwas schwächelt ist bei der Zoom Kamera. Ja der Zoom ist signifikant besser beim S20 Ultra! Rechtfertigt dies aber gemeinsam mit 5G den Aufpreis von über 300€? Wohl eher nicht.

Mit rund 800€ ist das Samsung Galaxy S20+ preislich doch deutlich fairer, wenn nicht sogar „günstig“. Ein vergleichbares Xiaomi Mi 10 Pro oder Oneplus 8 Pro sind mit 999€ sogar teurer.

Samsung Galaxy S20 Plus