Wenn Ihr ein USB Solarpanel nutzt, dann solltet Ihr auch eine sogenannte Puffer-Powerbank verwenden. Diese wird zwischen das Smartphone und das Solarpanel geschaltet und fängt zum einen Stromspitzen ab und nimmt zum anderen überschüssige Energie für später auf.
Allerdings ist es gar nicht so leicht Puffer-Powerbanks zu finden. Die meisten regulären Powerbanks taugen für diesen Job leider weniger. Mit einer Handvoll Ausnahmen können diese mit den schwankenden Strömen an einem Solarpanel nicht umgehen und/oder nicht parallel laden und entladen werden. Mehr dazu in diesem Artikel bezüglich Puffer-Powerbanks.
Wollen wir uns in der Praxis doch einmal ansehen ob die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh wirklich überzeugen kann.
Die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh im Test
Das Erste was an der SunnyBAG POWERBANK auffällt sind klar die Abmessungen. Diese sind mit 89,5 x 62,6 x 21,8mm wirklich angenehm kompakt, gerade wenn wir die doch niedrige Preisklasse bedenken. Allerdings merken wir die niedrige Preisklasse etwas bei der Ausstattung und dem Design.
Auf Seiten der Ausstattung haben wir lediglich zwei USB Ports. Ein USB C Port der nur als Eingang dient und einen USB A Ausgang. Der USB C Eingang kann maximal 5V/2A bzw. 10W aufnehmen. Der USB A Ausgang hingegen 5V/2,1A ausgeben. Schnellladestandards oder Ähnliches gibt es keine.
Das Besondere an dieser Powerbank ist klar die von SunnyBAG „OPF“ getaufte Technologie. OPF steht für Omnidirectional Powerflow, was ein gleichzeitiges Laden und Entladen ermöglichen soll. Dabei wird auch nicht einfach nur der Eingang auf den Ausgang durchgeschliffen, wie bei vielen anderen Modellen. Dazu aber später mehr.
Was muss eine Solar-Puffer-Powerbank können?
Stellen wir uns an dieser Stelle einmal die Frage was denn eine Puffer-Powerbank für USB Solarpanels besonders können muss.
Prinzipiell unterscheidet sich das Laden an einem USB Solarpanel nicht von einem normalen Ladegerät, mit einem Unterschied. Bei einem Schattenwurf kann die Leistung und Spannung eines USB Solarpanels von einer auf die anderen Sekunde extrem einbrechen und wieder ansteigen. Dies kann die Ladeelektronik von Powerbanks und auch Smartphones verwirren und teils auch komplett zum Erliegen bringen. Ich hatte sogar schon Smartphones die in dieser Situation einfach abgestürzt sind. Eine Puffer-Powerbank muss also auf diese Schwankungen optimiert sein.
Das wahre Problem ist aber beide Features in einer Powerbank zu finden. Hier gibt es vielleicht eine Handvoll Modelle auf dem Markt die diese Kriterien erfüllen.
Wie schlägt sich die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh als Puffer-Powerbank?
Wie zu erwarten war schlägt sich die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh sehr gut als Puffer-Powerbank! Diese kommt absolut problemlos mit den schwankenden Strömen von USB Solarpanels klar. Auch wird die Ladegeschwindigkeit immer wieder „hochgefahren“, wenn es einen Schattenwurf oder Ähnliches gab.
Damit taugt diese Powerbank auch als eine Art UPS für beispielsweise einen RaspberryPI oder Ähnliches.
Die Kapazität
SunnyBAG gibt die Kapazität der Powerbank mit 10000mAh an. Messen konnte ich 31,307Wh bzw. 8461mAh. Dies entspricht soliden 85% der Herstellerangabe. Kein Weltklasse Wert, aber völlig Okay. Es ist normal das eine Powerbank nicht ganz die Herstellerangabe erreicht. Diese bezieht sich so gut wie immer auf die Kapazität der internen Akkuzellen und nicht auf die nutzbare Kapazität.
Das Ladetempo
Grundsätzlich können wir diesen Teil des Test sehr kurz halten. Wir haben einen „Standard“ USB Ausgang mit 5V/2,1A.
Dieser Ausgang ist sauber für IOS und Android Smartphones optimiert. Ihr dürft hier aber auch keine Wunder erwarten. Die meisten aktuellen Smartphones laden mit soliden 5,9-8W.
| Samsung Galaxy S20 Ultra | 6,403 W |
| Huawei Mate 20 Pro | 5,963 W |
| Apple iPad Pro 11 | 7,056 W |
Nicht spektakulär, aber für eine Solar-Puffer-Powerbank völlig Okay. Mehr als 5,9-8W werden die wenigsten Solarpanels liefern können.
Das Aufladen
SunnyBAG spezifiziert den Eingang der Powerbank mit 5V/2A. In der Praxis kann die Powerbank aber maximal „nur“ 1,7A aufnehmen. Es wurde also etwas gerundet.
Spannenderweise akzeptiert die Powerbank auch vergleichsweise niedrige Spannungen. Bereits 4,1V sind fürs Laden ausreichend. Hier sieht man die Optimierung der Ladeelektronik auf Solarpanels sehr gut.
Fazit
Ja kaufen! Es gibt ohne frage bessere und aufregendere Powerbanks, aber als Puffer-Powerbank macht die SunnyBAG einen tadellosen Job!
Diese kann ausreichend schnell Energie aufnehmen und ist auch tatsächlich perfekt auf die schwankende Leistung von Solarpanels optimiert. Selbst in extremen Situationen kann die Powerbank konstant das Maximum an vorhandener Energie aus dem Solarpanel nutzen. Dies bis zu einem Maximum von ca. 9W.
Damit ist die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh ideal für USB Solarpanels bis ca. 15-20W, welche in der Regel die angegebene Leistung eh nie zu 100% erreichen.
Von daher ja Ihr bekommt bessere „normale“ Powerbanks, aber sucht Ihr eine Powerbank speziell als Puffer für ein USB Solarpanel, dann macht die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh einen ziemlich perfekten Job zu einem sehr fairen Preis! Unter 20€ (zum Zeitpunkt des Tests) für eine doch etwas speziellere Powerbank sind aus meiner Sicht völlig Okay. Zumal die Powerbank auch angenehm kompakt ist.
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Ich mir die Powerbank vor kurzem als Pufferakku gekauft und bin nicht so ganz zufrieden, da beim gleichzeitigen Laden/Entladen (IN: 21W Solarpanel, OUT: 20.000mAh Powerbank) die Seite mit den Eingängen so heiß wird, dass man sie nicht mehr berühren kann.
Auch wenn die Powerbank richtiges ‚Charge through‘ beherrscht ist die thermische Belastung extrem hoch und dürfte sich negativ auf die Haltbarkeit auswirken oder aber sogar den Einsatz verhindern. Das ist sehr schade, da ich bisher keine weitere Alternative finden konnte.