Günstige und gute Solar-Puffer-Powerbank, die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh im Test

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Wenn Ihr ein USB Solarpanel nutzt, dann solltet Ihr auch eine sogenannte Puffer-Powerbank verwenden. Diese wird zwischen das Smartphone und das Solarpanel geschaltet und fängt zum einen Stromspitzen ab und nimmt zum anderen überschüssige Energie für später auf.

Allerdings ist es gar nicht so leicht Puffer-Powerbanks zu finden. Die meisten regulären Powerbanks taugen für diesen Job leider weniger. Mit einer Handvoll Ausnahmen können diese mit den schwankenden Strömen an einem Solarpanel nicht umgehen und/oder nicht parallel laden und entladen werden. Mehr dazu in diesem Artikel bezüglich Puffer-Powerbanks.

Sunnybag Powerbank 10.000mah Im Test 4Eine der wenigen Ausnahmen war hier das Sunnybag POWERPACK. Eine Powerbank die speziell für die Nutzung als Puffer-Powerbank gedacht war. Das Sunnybag POWERPACK hat nun einen kleinen Bruder in Form der SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh erhalten. Diese ist günstiger und kleiner, aber ebenso als Solar-Puffer-Powerbank geeignet, zumindest laut Hersteller.

Wollen wir uns in der Praxis doch einmal ansehen ob die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh wirklich überzeugen kann.

 

Die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh im Test

Das Erste was an der SunnyBAG POWERBANK auffällt sind klar die Abmessungen. Diese sind mit 89,5 x 62,6 x 21,8mm wirklich angenehm kompakt, gerade wenn wir die doch niedrige Preisklasse bedenken. Allerdings merken wir die niedrige Preisklasse etwas bei der Ausstattung und dem Design.

Sunnybag Powerbank 10.000mah Im Test 1So ist beispielsweise das Design unheimlich „minimalistisch“. Wir haben ein einfaches abgerundetes Gehäuse aus „Softtouch-Kunststoff“. Dieser zeigt recht schnell Fingerabdrücke, fasst sich aber generell gesprochen gut an. Auch die Verarbeitung ist unspektakulär, aber solide. Keine Klagen hier.

Auf Seiten der Ausstattung haben wir lediglich zwei USB Ports. Ein USB C Port der nur als Eingang dient und einen USB A Ausgang. Der USB C Eingang kann maximal 5V/2A bzw. 10W aufnehmen. Der USB A Ausgang hingegen 5V/2,1A ausgeben. Schnellladestandards oder Ähnliches gibt es keine.

Sunnybag Powerbank 10.000mah Im Test 2Dies ist nicht übermäßig tragisch. Zum einen hält dies den Preis niedrig, zum anderen ist dies bei einer Puffer-Powerbank meist auch nicht nötig. Das normale Laden bei 5V ohne USB PD oder Quick Charge ist meist immer noch effizienter.

Das Besondere an dieser Powerbank ist klar die von SunnyBAG „OPF“ getaufte Technologie. OPF steht für Omnidirectional Powerflow, was ein gleichzeitiges Laden und Entladen ermöglichen soll. Dabei wird auch nicht einfach nur der Eingang auf den Ausgang durchgeschliffen, wie bei vielen anderen Modellen. Dazu aber später mehr.

Sunnybag Powerbank 10.000mah Im Test 3Für die Kontrolle des aktuellen Ladestands sind vier LEDs auf der Oberseite eingelassen.

 

Was muss eine Solar-Puffer-Powerbank können?

Stellen wir uns an dieser Stelle einmal die Frage was denn eine Puffer-Powerbank für USB Solarpanels besonders können muss.

Prinzipiell unterscheidet sich das Laden an einem USB Solarpanel nicht von einem normalen Ladegerät, mit einem Unterschied. Bei einem Schattenwurf kann die Leistung und Spannung eines USB Solarpanels von einer auf die anderen Sekunde extrem einbrechen und wieder ansteigen. Dies kann die Ladeelektronik von Powerbanks und auch Smartphones verwirren und teils auch komplett zum Erliegen bringen. Ich hatte sogar schon Smartphones die in dieser Situation einfach abgestürzt sind. Eine Puffer-Powerbank muss also auf diese Schwankungen optimiert sein.

Sunnybag Powerbank 10.000mah Im Test 8Ein weiterer Punkt ist das gleichzeitige Laden/Entladen werden. Dies können einige Powerbanks, aber wenige gut. Viele Powerbanks schleifen einfach den Eingang auf den Ausgang durch. Schwankungen bei Spannung und Strom würden hier aber 1 zu 1 und teils sogar noch verstärkt an die Smartphones weitergegeben. Bei einer guten Puffer-Powerbank ist der Eingang vom Ausgang „entkoppelt“.

Das wahre Problem ist aber beide Features in einer Powerbank zu finden. Hier gibt es vielleicht eine Handvoll Modelle auf dem Markt die diese Kriterien erfüllen.

 

Wie schlägt sich die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh als Puffer-Powerbank?

Wie zu erwarten war schlägt sich die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh sehr gut als Puffer-Powerbank! Diese kommt absolut problemlos mit den schwankenden Strömen von USB Solarpanels klar. Auch wird die Ladegeschwindigkeit immer wieder „hochgefahren“, wenn es einen Schattenwurf oder Ähnliches gab.

Sunnybag Powerbank 10.000mah Im Test 9Dabei ist der Ausgang der Powerbank gleichzeitig voll zu nutzen und unabhängig vom Eingang geregelt. Selbst wenn nur 4,2V auf dem Eingang liegen bleibt der Ausgang bei konstanten 5,10xV. Super!

Damit taugt diese Powerbank auch als eine Art UPS für beispielsweise einen RaspberryPI oder Ähnliches.

 

Die Kapazität

SunnyBAG gibt die Kapazität der Powerbank mit 10000mAh an. Messen konnte ich 31,307Wh bzw. 8461mAh. Dies entspricht soliden 85% der Herstellerangabe. Kein Weltklasse Wert, aber völlig Okay. Es ist normal das eine Powerbank nicht ganz die Herstellerangabe erreicht. Diese bezieht sich so gut wie immer auf die Kapazität der internen Akkuzellen und nicht auf die nutzbare Kapazität.

 

Das Ladetempo

Grundsätzlich können wir diesen Teil des Test sehr kurz halten. Wir haben einen „Standard“ USB Ausgang mit 5V/2,1A.

Dieser Ausgang ist sauber für IOS und Android Smartphones optimiert. Ihr dürft hier aber auch keine Wunder erwarten. Die meisten aktuellen Smartphones laden mit soliden 5,9-8W.

Samsung Galaxy S20 Ultra 6,403 W
Huawei Mate 20 Pro 5,963 W
Apple iPad Pro 11 7,056 W

Nicht spektakulär, aber für eine Solar-Puffer-Powerbank völlig Okay. Mehr als 5,9-8W werden die wenigsten Solarpanels liefern können.

 

Das Aufladen

SunnyBAG spezifiziert den Eingang der Powerbank mit 5V/2A. In der Praxis kann die Powerbank aber maximal „nur“ 1,7A aufnehmen. Es wurde also etwas gerundet.

Spannenderweise akzeptiert die Powerbank auch vergleichsweise niedrige Spannungen. Bereits 4,1V sind fürs Laden ausreichend. Hier sieht man die Optimierung der Ladeelektronik auf Solarpanels sehr gut.

 

Fazit

Ja kaufen! Es gibt ohne frage bessere und aufregendere Powerbanks, aber als Puffer-Powerbank macht die SunnyBAG einen tadellosen Job!

Diese kann ausreichend schnell Energie aufnehmen und ist auch tatsächlich perfekt auf die schwankende Leistung von Solarpanels optimiert. Selbst in extremen Situationen kann die Powerbank konstant das Maximum an vorhandener Energie aus dem Solarpanel nutzen. Dies bis zu einem Maximum von ca. 9W.

Damit ist die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh ideal für USB Solarpanels bis ca. 15-20W, welche in der Regel die angegebene Leistung eh nie zu 100% erreichen.

Sunnybag Powerbank 10.000mah Im Test 7Auch das gleichzeitige Laden und entladen funktioniert absolut tadellos! Der Ausgang der Powerbank ist komplett unabhängig vom Eingang geregelt. Die schwankende Leistung eines Solarpanels schlägt sich also nicht auf den Ausgang durch. Zwar ist das Ladetempo der Powerbank nicht übermäßig beeindruckend, aber diese lädt mit einem guten normalen Tempo.

Von daher ja Ihr bekommt bessere „normale“ Powerbanks, aber sucht Ihr eine Powerbank speziell als Puffer für ein USB Solarpanel, dann macht die SunnyBAG POWERBANK 10.000mAh einen ziemlich perfekten Job zu einem sehr fairen Preis! Unter 20€ (zum Zeitpunkt des Tests) für eine doch etwas speziellere Powerbank sind aus meiner Sicht völlig Okay. Zumal die Powerbank auch angenehm kompakt ist.

Sunnybag POWERBANK | Externer Akku mit 10.000mAh | Perfekt zum...

  • Kann gleichzeitig geladen und entladen werden
  • 8461mAh echte Kapazität
  • Kompaktes Design
  • Perfekt für USB Solarpanels optimiert
  • Kein Quick Charge oder USB PD

 

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Michael Barton
Michael Barton
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1 Kommentar

  1. Ich mir die Powerbank vor kurzem als Pufferakku gekauft und bin nicht so ganz zufrieden, da beim gleichzeitigen Laden/Entladen (IN: 21W Solarpanel, OUT: 20.000mAh Powerbank) die Seite mit den Eingängen so heiß wird, dass man sie nicht mehr berühren kann.
    Auch wenn die Powerbank richtiges ‚Charge through‘ beherrscht ist die thermische Belastung extrem hoch und dürfte sich negativ auf die Haltbarkeit auswirken oder aber sogar den Einsatz verhindern. Das ist sehr schade, da ich bisher keine weitere Alternative finden konnte.

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