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Der leistungsstärkste Akku-Staubsauger 2020 stammt nicht von Dyson! Der JIMMY JV85 Pro im Test

Akku-Handstaubsauger haben den Markt für Staubsauger in den letzten Jahren regelrecht übernommen. Dies ist auch absolut verständlich! Staubsaugen ist nervig genug, da dann immer einen Kasten hinter sich herziehen, Kabel umstecken usw. muss doch nicht sein.

Aber was für ein Modell kaufen? Leider habe ich eher mittelmäßige Erfahrungen mit den großen Modellen der üblichen Verdächtigen gemacht, mit Ausnahme von Dyson welche ohne Frage die Akku-Staubsauger Könige sind.

Jimmy Jv85 Pro Im Test 22Dementsprechend könnt Ihr aber auch für einen aktuellen Dyson einige hunderte € loswerden. Als Alternative präsentieren sich diverse asiatische Hersteller. Einer der Geheimtipps ist JIMMY, welche unter anderem mit Xiaomi zusammenarbeiten.

Das aktuelle Flaggschiff-Modell von JIMMY ist der JV85 Pro. Dieser ist mit 300€ auch sicherlich kein Schnäppchen, dafür soll dieser aber auch mit den ganz großen mithalten. Hierfür bietet dieser unter anderem 200AW Saugkraft, was sehr viel ist!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der JIMMY JV85 Pro überzeugen? Finden wir es im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an JIMMY, welche mir den Sauger für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der JIMMY JV85 Pro im Test

Normalerweise sind Akku-Handstaubsauger alle sehr ähnlich aufgebaut. JIMMY hat beim JV85 Pro aber offensichtlich entschieden „hey last uns mal etwas anders machen“.

Jimmy Jv85 Pro Im Test 9So ist das Design des Handstaubsaugers etwas „abgespaced“ und vergleichsweise verspielt. Der größte Unterschied zu 99% aller Akku-Handstaubsaugern ist der Schmutzauffangbehälter. Dieser ist horizontal unter dem Handgriff angebracht. Ich vermute hierbei handelt es sich um eine reine Designentscheidung, denn funktional sehe ich keine Vorteile.

Hinter dem Schmutzauffangbehälter findet sich der Motor und der Luftauslass. Beides ist etwas in einer Art Turbinen-Form gehalten. Wobei ich dies für recht clever halte, denn der Luftauslass zur Seite macht Sinn.

Jimmy Jv85 Pro Im Test 11Wiederrum hinter dem Motor sitzt der Akku. Dieser ist beim JIMMY JV85 Pro austauschbar! Bei diesem handelt es sich um ein rundes „Modul“ mit satten 72Wh Kapazität. Dies ist recht viel für einen Handstaubsauger.

Jimmy Jv85 Pro Im Test 3Semi-gut gelöst ist das Laden des Akkus. Ihr könnt den Akku nicht direkt mithilfe des Ladegerätes laden, sondern Ihr müsst immer die Wandhalterung zum Laden des JV85 Pro nutzen! Prinzipiell ist eine Wandhalterung immer sehr praktisch, auch da diese hier einen guten Eindruck macht. Allerdings werdet Ihr hier zum Nutzen der Wandhalterung mehr oder weniger gezwungen. Ihr könnt den Sauger nicht einfach in einer Ecke laden, denn dieser neigt dazu aus der Halterung auf dem Boden heraus zu rutschen, es wäre aber im Notfall möglich.

Abseits davon wirkt der JIMMY JV85 Pro aber gut gebaut! Auch das Gefühl in der Hand ist gut, auch wenn der Sauger nicht ganz leicht ist.

Jimmy Jv85 Pro Im Test 10Bonuspunkte gibt es für die Steuereinheit. Der JIMMY JV85 Pro verfügt über ein kleines LC Display, das Euch den aktuellen Modus und die Restladung in % anzeigt. Gesteuert wird der Sauger über zwei Tasten. Ein/Aus und eine Taste für die Leistungswahl. Im Gegensatz zu Dyson und Co muss der Einschalter aber nicht konstant gedrückt werden, sondern der Sauger bleibt so lange an bis Ihr diesen abschaltet. Etwas schade wiederum ist das Gedächtnis, denn der Sauger merkt sich nicht den letzten Modus den Ihr genutzt habt. Es gibt hier drei ECO, Turbo und MAX. Der Sauger startet immer im Turbo-Modus, auch wenn sehr oft ECO ausreichen würde.

Jimmy Jv85 Pro Im Test 1Neben dem eigentlichen Staubsauger liegt folgendes Zubehör mit im Lieferumfang:

  • 1x Akku mit 72Wh
  • 1x Ladegerät
  • 1x Wandhalterung
  • 1x Bodenstiel
  • 1x Elektrische Bodendüse
  • 1x Rolle für Glatte-Böden
  • 1x Rolle für Teppichböden
  • 1x Elektrische Polsterbürste
  • 1x Flexibler Schlauch
  • 3x Verschiedene Eckendüsen.

Damit ist der Lieferumfang sehr schön umfangreich. Ich hätte mir lediglich ein paar Ersatz-Filter gewünscht. Zumal diese nicht ganz so leicht in Deutschland zu bekommen sind. Bonuspunkte gibt es für den klappbaren Stiel, womit Ihr leichter unter Möbel kommt.

 

Der Filter und Schmutzauffangbehälter

JIMMY gibt die Größe des Schmutzauffangbehälters mit 0,6L an. Leider ist dies immer ein Problem der Akku-Handstaubsaugern, die Auffangbehälter sind recht klein! 0,6L sind auch hier nicht viel und bei einer größeren Wohnung + Kinder + Tiere werdet Ihr den Behälter sicherlich mehrfach pro Saugvorgang leeren müssen. Immerhin funktioniert dies sehr gut und einfach.

Jimmy Jv85 Pro Im Test 5Ihr könnt die Klappe über einen kleinen Klipp öffnen und der meiste Schmutz fällt einfach hinaus. Staub kann sich aber auch etwas tiefer im Filter „verklemmen“. Hier könnt Ihr aber den Mittelteil des Filters einfach entnehmen.

Bei dem Filtersystem handelt es sich um einen recht einfaches Zyklonen System. Dieses wirkt vernünftig gebaut, ist aber auch nicht auf Dyson Level. Hinter dem Schmutzauffangbehälter sitzt noch ein kleiner Hepa-Filter, welcher sich ebenfalls leicht entfernen lässt.

Jimmy Jv85 Pro Im Test 6Grundsätzlich ist die Filterung des JIMMY JV85 Pro der gehobenen Preisklasse angemessen!

 

Leistung theoretisch

JIMMY wirbt beim JV85 Pro mit einer Saugleistung von 200AW. AW steht für AirWatt, was eine Art Messeinheit für Saugkraft ist. Diese ist allerdings kein offizieller Standard (und hier gibt es auch Abweichungen bei der Berechnung) und wurde im Grunde aus der Not heraus eingeführt. Bisher wurde die Leistung von Staubsaugern in Watt angegeben. Hierbei handelt es sich aber um die Leistungsaufnahme der Motoren. Das Problem liegt auf der Hand, Dinge wie die Effizienz der Filterung usw. wird nicht in die Berechnung mit einbezogen. Im Grunde ist es so als würden wir die Leistung eines Autos aufgrund dessen Verbrauchs bewerten. AW beschreibt hingegen die „Echte Saugleistung“ (Luftstrom und erzeugtes Vakuum wird für die Berechnung verwendet) und nicht nur die Leistungsaufnahme des Motors.

Jimmy Jv85 Pro Im Test 20200 AW ist extrem viel! Der Eufy HomeVac S11 Go schafft nur 120 AW und ist damit schon in der Oberklasse angesiedelt. Der Dyson V11 kommt auf 185 AW!

Aber wie steht es um die Motorleistung? Hier haben wir ein paar Diskrepanzen. Offiziell hat der JIMMY JV85 Pro einen 550W Motor, was viel wäre! Allerdings rechnen wir die Laufzeit von offiziell 15 Minuten bei voller Power gegen den 72Wh Akku, kommen wir nur auf 288W.

Messen wir doch einfach mal einen Faktor der Saugleistung und zwar den Luftstrom. Diesen messe ich direkt am Ansaugrohr in m/s.

LuftstromDiese Messwerte untermauern die Angabe JIMMYs, dass wir hier den leistungsstärksten Akku-Staubsauger auf dem Markt vor uns haben. Dieser kann die bereits sehr guten Werte des Dyson V11 und des EUFY HomeVac S11 Go nochmals etwas überbieten.

Wichtig, ein gutes Abscheiden hier heißt noch nicht zwingend ein eine gute Saugleistung in der Praxis! Diese hängt dort auch von der Bodendüse usw. ab. Was wir aber festhalten können ist das der Sauger sehr viel Luft durchzieht!

 

Saugleistung in der Praxis

In der Praxis kann die Welt aber schon wieder ganz anders aussehen. Hier müssen wir zunächst zwischen harten Böden und Teppichboden unterscheiden.

Jimmy Jv85 Pro Im Test 19Auf harten Böden ist die Saugleistung weitestgehend als perfekt zu bezeichnen! Die weiche „Bodenrolle“ macht einen starken Job Haare und andere Verschmutzung aufzusammeln, ohne diese noch mehr zu verteilen, wie es bei normalen motorisierten Bodendüsen passieren kann. Auch konnte ich keine Probleme mit dem Verwickeln von Haaren usw. feststellen. Lediglich sehr große Gegenstände und Schmutz haben Probleme unter die Bodendüse zu kommen. Ähnliches gilt auch für Heu usw. falls Ihr Kleintiere habt. Heu ist allerdings immer ein gewisses Problem, aufgrund der recht engen Luftkanäle.

Auf Teppichboden müsst Ihr auf die zweite Rolle wechseln. Erneut ist die Saugleistung hier hervorragend, selbst verglichen mit einem Dyson V11. Ich habe hier eine kleine Mehlstraße für den Vergleich angelegt. Mehl in einem Teppichboden ist schon eine härtere Aufgabe.

Einmal drüberfahren auf mittlerer Stufe hat beim V11 und beim JV85 Pro für eine fast perfekte Reinigung ausgereicht. Beim EUFY HomeVac S11 Go ist noch eine minimale Spur vom Mehl zu sehen.

Dies spiegelt auch meine Erfahrung in der Praxis wieder. Selbst auf etwas tieferen Teppichen erreicht der JIMMY JV85 Pro eine 100% Reinigungsleistung. Dabei ist bereits die mittlere Stufe in 99% der Fällen völlig ausreichend!

Jimmy Jv85 Pro Im Test 25Jimmy Jv85 Pro Im Test 26Es gibt allerdings einen Punkt wo der JIMMY JV85 Pro gegen den Dyson V11 verliert. Die Bodenbürste beim Dyson läuft um einiges weicher und angenehmer, wo die des JV85 Pro etwas billiger anmutet. Damit beziehe ich mich aber ausschließlich auf das „Fahrverhalten“. Die Dyson Bodendüse hat einen größeren Durchmesser und läuft somit etwas weicher, ist aber weniger flexibel.

 

Lautstärke

Handstaubsauger sind leider in der Regel recht laut. Siehe der Dyson V11 der sehr viel Leistung hat, aber auf voller Power regelrecht schreit. Wie steht es um den JIMMY JV85 Pro?

Jimmy Jv85 Pro Im Test 23Für diesen Test messe ich die Lautstärke ca. 30 cm hinter dem Handgriff auf allen drei Stufen.

LautstärkeWie zu erwarten war, ist der JIMMY JV85 Pro schon als recht laut zu bezeichnen. Gerade auf voller Lautstärke sind 87.4 db nicht wenig! Verglichen mit dem Dyson V11 ist der JIMMY JV85 Pro allerdings noch als leise zu bezeichnen, was allerdings auch keine Kunst ist.

 

Akkulaufzeit

Mit 72Wh hat der JIMMY JV85 Pro erst einmal einen recht großen Akku! Allerdings frisst der leistungsstarke Motor auch ordentlich Energie. Folgende Werte gibt JIMMY an:

ECO Turbo Max
Mit Motor-Düse 55 min 25 min 13 min
Ohne Motor-Düse 70 min 30 min 15 min

 

Diese Werte kommen absolut hin! Beispielsweise mit Motor-Düse und im Turbomodus konnte ich genau 25:11 Minuten messen, wo JIMMY 25 Minuten angibt. Im Max Modus konnte ich 15 Minuten messen und JIMMY spricht von 13 Minuten. Wichtig nach 10 Minuten im Max Modus schaltet sich der Sauger für die verblieben 5 Minuten in den Turbo Modus herunter.

Die Herstellerangabe passt also. Leider dauert eine vollständige Ladung mit rund 3,5 Stunden recht lange.

 

Fazit

Der JIMMY JV85 Pro ist wohlmöglich der beste Akku-Handstaubsauger aktuell auf dem Markt. Dieser muss sich nicht einmal hinter dem großen Dyson V11 verstecken, ganz im Gegenteil! Die Motorleistung und auch die Saugleistung liegt auf oder über dem Level des Dyson V11, welcher aktuell eigentlich klar die Nummer 1 ist.

Jimmy Jv85 Pro Im Test 21Das soll nicht heißen, dass der JIMMY JV85 Pro perfekt ist. Ich würde sagen dieser ist primär für leichteren und feineren Schmutz gedacht. So ist der Auffangbehälter nicht übermäßig groß und beispielsweise Heu kann schnell die Zugänge verstopfen. Sehr lange Haare können sich wiederum schneller in der Teppichdüse verfangen als beispielsweise beim V11. Dabei kann der JIMMY JV85 Pro generell gut mit Haaren umgehen! Der extrem hohe Luftstrom ist ideal für Tierhaare, gerade auf glatten Böden.

Einfach generell gesagt, der Motor des JIMMY JV85 Pro ist besser als der des Dyson V11, der Dyson V11 hat aber die bessere Bodendüse. Unterm Strich gleicht sich dies etwas aus.

Weitere Pluspunkte kann der JIMMY JV85 Pro für das gute Filtersystem, die solide Akkulaufzeit und das große Zubehör sammeln. Auch die Steuerung ist sehr angenehm, da Ihr nicht dauerhaft den Einschalter gedrückt halten müsst. Lediglich das Laden ist aufgrund des Zwangs zur Wandhalterung etwas suboptimal gelöst.

Kurzum ja ich kann den JIMMY JV85 Pro absolut empfehlen, gerade weil dieser in Deutschland zu einem fairen Preis verfügbar ist. Was ist ein fairer Preis für den JIMMY JV85 Pro? Ich denke wir müssen etwas unter dem Dyson V11 bleiben also rund 299-399€ wäre ein absolut angemessener Preis!

Jimmy Jv85 Pro

Gewinnspiel, die AZIO Retro Classic BT Tastatur im Wert von 200€

BEENDET! Das Gewinnspiel ist beendet, herzlichen Glückwunsch an Stefan!

 

 

Seid Ihr auf der Suche nach einer neuen Tastatur, die auch etwas exotischer sein darf? Dann ist heute vielleicht Euer Glückstag, denn Techtest.org verlost die AZIO Retro Classic BT Tastatur!

Gewinnspiel 1Bei der AZIO Retro Classic BT Tastatur handelt es sich wie der Name schon sagt um eine Tastatur im Retro Design, welche aber auf wertige mechanische Taster und auf Wunsch eine Bluetooth Verbindung setzt.

Da es sich bei der AZIO Retro Classic um eine recht extische, aber technisch moderne Tastatur handelt ist diese natürlich etwas kostspieliger. Aktuell müsst Ihr für diese rund 200€ auf den Tisch legen oder Ihr gewinnt diese einfach bei techtest!

Die Azio Retro Classic Bt Tastatur Im Test 10

Wichtig es handelt sich bei dieser um ein Testgerät aus dem Test von Techtest.org. Diese wurde also schon kurz genutzt befindet sich aber Technisch wie auch optisch in einem neuwertigen zustand.

Teilnahme

Ihr wollt mitmachen? Dann gibt es drei Wege teilzunehmen, techtest.org, Facebook oder Instagram.

Techtest.org

Einfach einen Kommentar unter diesen Artikel schreiben. Eure Mail Adresse wird dabei nicht veröffentlicht und nur dafür genutzt Euch im Falle eines Gewinns zu kontaktieren (beachtet dennoch die Datenschutzbedingungen). Ihr müsst nicht zwingend Euren vollen Namen beim Kommentieren angeben.

Facebook

Einfach den Gewinnspielbeitrag liken und die techtest.org Seite, fertig. Kein nerviges Nutzer- Markieren oder Ähnliches nötig.

Facebook-2

Ein Kommentar unter dem Beitrag ist allerdings erwünscht! Warum? Ich kann Euch via Techtest nur direkt anschreiben, wenn Ihr einen Kommentar geschrieben habt, ansonsten muss ich dies über meinen privaten Facebook Account machen. Ja ist eine dämliche Regelung bei Facebook.

Instagram

Einfach das passende „Verlosungsbild“ liken und techtest.org folgen, fertig.

 

Die Auslosung

Das Gewinnspiel läuft 14 Tage bis zum Abend des 06.09.20 Am Ende werden alle in eine Excel Tabelle übertragen und daraus via https://www.random.org/ der Gewinner bzw. die Gewinnerin gezogen.

 

Datenschutz und Wichtiges

Eure Daten werden nur für dieses Gewinnspiel genutzt und nicht weitergegeben! Beachtet natürlich die Datenschutzbedingungen von Facebook usw. wenn Ihr über diese Plattformen teilnehmt.

Lediglich die Daten des Gewinners werden an DHL für den Versand des Gewinns weitergegeben und ich veröffentliche Euren Vornamen nach Abschluss des Gewinnspiels.

 

Gewinnspiel

Allgemein

Sollten einzelne Bestimmungen dieser Teilnahmebedingungen unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Rechtswirksamkeit der übrigen Teilnahmebedingungen nicht berührt. An ihre Stelle tritt eine angemessene Regelung, die dem Zweck der unwirksamen Bestimmungen am ehesten entspricht. Der Veranstalter behält sich bezüglich der Gestaltung, des Inhalts und der Form der Gewinnspielaktion redaktionelle Freiheit vor. Insbesondere ist der Veranstalter berechtigt, Form und Inhalt der Aktion zu ändern.

 

Teilnahmeberechtigung

Es sind alle Personen mit Wohnsitz in Deutschland teilnahmeberechtigt, die zum Zeitpunkt ihrer Teilnahme das 16. Lebensjahr vollendet haben. Personen unter 16 Jahren und andere in ihrer Geschäftsfähigkeit beschränkte Personen benötigen zur Teilnahme am Gewinnspiel die Zustimmung des/der gesetzlichen Vertreter(s).

 

Teilnahme

Durch das Liken der techtestorg Facebook Seite und des passenden Gewinnspielbeitrages, eines Kommentares auf dieser Seite und via Instagramm.

 

Gewinn

1x AZIO Retro Classic BT Tastatur

Die Gewinner werden per Mail oder Privatnachricht über Facebook oder Instagram benachrichtigt. Die Gewinner haben 3 Tage Zeit mir daraufhin ihre vollständige Adresse mitzuteilen, ansonsten verfällt leider der Gewinn.

 

Zeitraum

Vom 23.08.20 bis zum Abend des 06.09.20

 

Umgang mit personenbezogenen Daten

Im Rahmen der Aktion werden personenbezogene Daten der Teilnehmer/innen erhoben (Vor- und Nachname, E-Mail-Adresse und die Anschrift). Diese Daten werden ausschließlich für die Durchführung der Aktion gespeichert und verwendet. Darüber hinaus werden persönliche Daten nicht gespeichert oder in sonstiger Form ausgewertet oder weitergegeben.

 

Verhaltensregeln

Der Betreiber hat das Recht, Teilnehmer/innen von der Aktion auszuschließen, die den Teilnahmevorgang oder die Aktion manipulieren bzw. dieses versuchen und/oder die gegen die Spielregeln verstoßen.

 

Beendigungsmöglichkeiten

Ich behalte mir das Recht vor, das Gewinnspiel unter Umständen ohne Ankündigung abzubrechen oder beenden zu können. Dies gilt insbesondere, wenn das Gewinnspiel nicht planmäßig laufen kann, beispielsweise bei Fehlern der Soft- und/oder Hardware und/oder aus sonstigen technischen und/oder rechtlichen Gründen, welche die reguläre und ordnungsgemäße Durchführung des Gewinnspiels beeinflussen.

 

Haftung

Der Teilnehmer stellt techtest.org auf erstes Anfordern von sämtlichen Ansprüchen frei, die Dritte mit der Behauptung gegenüber techtest.org geltend machen, die vom Teilnehmer eingestellten Inhalte verletzten sie in ihren Rechten oder verstoßen gegen gesetzliche Bestimmungen.

Jede Haftung von techtest.org für das Bestehen der technischen Voraussetzungen der rechtzeitigen Teilnahme am Gewinnspiel oder der Versendung des Gewinns (ständiger Zugang der Internetseiten auf denen die Teilnahme möglich ist oder Versendung der Preise durch Transportunternehmen) ist ausgeschlossen. Das gleiche gilt für Schäden, die durch unrichtige Inhalte, Verlust oder Löschung von Daten oder Viren verursacht wurden.

 

Verantwortlicher

Sämtliche Anfragen zu der Aktion sind an kontakt@techtest.org zu richten. Kontaktdaten sind auf der Seite zu entnehmen

 

Rechtsweg

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Das Gewinnspiel steht wie üblich in keinem Zusammenhang mit Facebook!

Die Crucial P5 im Test, Crucials neue Flaggschiff NVME SSD

Micron ist einer der größten Flash Speicher Hersteller der Welt. Im Gegensatz zu Samsung und Toshiba sind diese aber nicht direkt auf dem Endkundenmarkt vertreten, sondern nur über die Tochtermarke Crucial. Crucial hat sich dabei primär auf Preis/leistungsstarke SSD konzentriert, wo diese auch mit der P1 und MX500 einige Erfolge erzielen konnten!

Crucial P5 Im Test 4Mit der P5 bietet Crucial nun seit langem mal wieder eine richtige High End SSD an. Die Crucial P5 soll mit einem neuen Controller und Datenraten von bis zu 3400MB/s punkten. Damit handelt es sich bei dieser um eine wahre Flaggschiff SSD, aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Crucial P5 auch überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Crucial P5 im Test

Auf den ersten Blick hat Crucial bei der P5 schon einmal einiges richtig gemacht. So setzt Crucial wie es sich für eine High End SSD gehört auf ein schwarzes PCB und einen sehr schlichten schwarzen Aufkleber. Dies signalisiert gleich, dass wir eine etwas leistungsstärkere SSD vor uns haben.

Crucial P5 Im Test 1Leider hat Crucial aber auf einen Kühlkörper oder Kupfer-Aufkleber verzichtet. Dementsprechend wäre zu erwarten, dass die SSD auch ohne externe Kühlung klar kommt.

Aktuell verkauft Crucial die P5 in vier Versionen, 250GB, 500GB, 1TB und 2TB. Die 500GB und 1TB Versionen sind dabei wie so oft üblich am stärksten bei der Preis/Leistung. Was die reine Leistung angeht tun sich die Versionen nicht viel.

250GB 500GB 1TB 2TB
Lesen 3400MB/s 3400MB/s 3400MB/s 3400MB/s
Schreiben 1400MB/s 3000MB/s 3000MB/s 3000MB/s
TBW 150TB 300TB 600TB 1,2PB

Alle Versionen sollen lesend satte 3400MB/s erreichen, was dem Limit von PCIe 3.0 entspricht. Schreibend sollen 3000MB/s möglich sein. Lediglich bei der kleinen 250GB Version spricht Crucial von 1400MB/s.

Crucial P5 Im Test 2Aufseiten der Lebensdauer verspricht Crucial 300TBW bei der 500GB Version, 600TBW bei der 1T Version usw.

TbwDies ist ein recht durchschnittlicher bis konservativer Wert. Natürlich bedeutet dies nicht, dass Eure SSD nach 300TB geschriebenen Daten (bei der 500GB Version) automatisch stirbt. Aber ab diesem Moment ist Eure Garantie vorbei und die SSD hat Ihr Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht. Oftmals übertreffen SSDs diese Angabe um ein Vielfaches.

Die maximale Garantie-Dauer ist 5 Jahre oder bis zum überschreiten des TBW Wertes.

 

Die Technik

Crucial setzt bei der P5 wenig überraschend auf Micron TLC NAND im üblichen 96 Layer Verfahren. Die 1TB Version ist dabei lediglich einseitig mit zwei NAND Chips bestückt, die mit „Micron 9WC22“ beschriftet sind.

Etwas mysteriös ist der Controller, denn Micron setzt hier auf eine Eigenentwicklung. Zu dieser gibt es keinerlei Datenblätter oder Information! Selbst eine Google Suche nach dem Controller „Micron DMO1B2“  bringt aktuell keine neuen Erkenntnisse.

 

Das Testsystem

Folgendes Testsystem kommt für den SSD Test zum Einsatz:

  • AMD Ryzen 5 3600X
  • ASUS Prime X570-P
  • 16GB RAM
  • Corsair HX Series HX850 Netzteil
  • Windows 10 1903

Wichtig, bei Windows 10 handelt es sich um einen etwas älteren Update-Stand der über alle SSD-Tests konstant gehalten wird um vergleichbare Werte zu erhalten.

 

Ein erster theoretischer Test

Der wichtigste Benchmark für SSDs ist natürlich Crystaldiskmark, mit welchem wir auch starten.

Crucial P5 Cdm LesendCrucial P5 Cdm SchreibendCrucial selbst verspricht bei der P5 lesend 3400MB/s und schreibend 3000MB/s. Diese Werte hat die SSD in meinem Test leicht verfehlt. So erreichte diese lesend „nur“ 3140 MB/s und schreibend 2922MB/s.

Generell sind dies keine schlechten Werte, aber diese reichen im Vergleich zu den anderen Modellen in meinem Testfeld nur für einen Platz im oberen Mittelfeld, auch wenn der Abstand zu den vordersten Plätzen sehr gering ist.

Interessant sind die Zugriffszeiten laut AS SSD.

ZugriffszeitSo sind die Zugriffszeiten lesend ordentlich und reichen erneut für eine gute Platzierung im oberen Mittelfeld, allerdings die Zugriffszeit schreibend ist erstaunlich schlecht. Dies kann natürlich in einem gewissen Rahmen auch an AS SSD liegen, welches schon lange nicht mehr auf modernere SSDs geupdatet wurde.

KopierbenchmarkIm Kopierbenchmark von AS SSD hingegen belegt die P5 wieder ihren üblichen Platz im oberen Mittelfeld.

 

Praktische Tests

Allerdings sind Benchmarks nur das eine, die Praxis das andere. Starten wir hier mit der Installation von Windows 10 von einem USB Stick aus. Es wird die Zeit vom letzten „Weiter“ Klicken des Installations-Programms bis zur ersten Nutzerinteraktion gemessen.

Windows InstallationEs geht mehr oder weniger ungebrochen für die Crucial P5 weiter. In diesem Test kann die SSD sich erneut ins oberen Mittelfeld, wenn nicht sogar ins untere Oberfeld setzen.

Dieser positive Trend geht auch beim Messen der Windows 10 Startzeit weiter. Hierbei messe ich die Zeit vom Betätigen des Einschalters bis zu Öffnen eines Windows Editor Fensters, das im Autostart von Windows liegt. Dieser Test wird fünf Mal wiederholt, um die üblichen Schwankungen zu minimieren.

Windows StartHier kann sich die Crucial P5 sogar auf den dritten Platz setzen! Allerdings startet Windows 10 generell mit allen SSDs extrem schnell, in der Praxis werdet Ihr kaum einen Unterschied zu anderen guten NVME SSDs spüren.

In Windows angekommen entpacken wir zwei Dateipakete mit WinRAR. Test-Datei Paket Nr. 1 besteht aus 47.000 teils sehr kleinen Dateien und bringt 41GB auf die Waage. Test-Datei Paket Nr. 2 ist 25GB groß und besteht aus rund 2000 Dateien. Paket Nr. 2 ist die Installation von Bioshock Infinite.

Entpacken 2Entpacken 1Interessant! Beim Entpacken der vielen Kleinen in den Test-Dateien 1 rutscht die Crucial P5 ein gutes Stück ab, eher Richtung ende des Testfelds. Beim Entpacken der tendenziell eher etwas größeren Dateien in Test-Paket 2 setzt sich die P5 an die Spitze des Testfelds. Vielleicht hat AS SSD hier recht und die Crucial P5 hat eine etwas höhere Zugriffszeit beim Schreiben, welche sich beim schreiben sehr vieler kleiner Dateien eher bemerkbar machen würde.

Kopieren wird nun die entpackten Daten von Ort a nach Ort b, innerhalb der SSD.

KopierenHier haben sich die beiden Ergebnisse gemixt und die Crucial P5 platziert sich auf dem 3. Platz des Testfelds.

 

Cache?

Die Crucial P5 verfügt über einen Schreibcache. Heißt wenn Ihr mehr als XYZ GB Daten am Stück auf die SSD übertragt, dann sinkt das Schreibtempo ein gutes Stück. Ist die Übertragung beendet, dann benötigt die SSD ein paar Sekunden ehe der Cache wieder freigeschaufelt ist und es steht Euch wieder das volle Tempo zur Verfügung.

Der Schreibcache innerhalb welchem Euch das volle Tempo zur Verfügung steht beträgt bei der 1TB Version ca. 120GB.

Hier die Datenraten laut H2TestW:

SchreibgeschwindigkeitAb ca. 120GB bricht hier das Schreibtempo kontinuierlich ein, ehe dieses sich bei ca. 450MB/s stabilisiert.

 

Temperatur

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Hitzeentwicklung der Crucial P5 an.

Temperatur SoftwareHier gab es zunächst eine positive Überraschung! Laut Software erreicht die SSD eine maximale Temperatur von zahmen 76 Grad. Auch musste ich die SSD vergleichsweise lange quälen ehe diese anfing sich zu drosseln und dies auch vergleichsweise sacht, auf lesend 2200MB/s.

Allerdings der Blick durch die Wärmebildkamera offenbart ein anderes Bild.

TemperaturDie SSD bzw. der Controller dieser erwärmt sich mit fast 100 Grad extrem stark! Crucial scheint die 76 Grad in den NAND Modulen auszulesen und im Controller. 100 Grad sind hier wirklich extrem, die meisten anderen SSDs drosseln bereits bei 80-90 Grad.

Crucial weiß natürlich am besten was sie hier machen und generell drosselt sich die SSD aufgrund der Temperatur nur unterdurchschnittlich stark, dennoch würde ich einen SSD Kühler ganz klar empfehlen!

 

Leistungsaufnahme

Leider ist das Messen des Stromverbrauchs bei M.2 SSDs etwas nicht ganz Triviales. Ich muss mich hier eines Tricks bedienen. Ich verbaue die SSDs in ein externes NVME fähiges USB C 3.1 Gehäuse (Jmicron JMS582) und messe hier den Stromverbrauch dieses Gehäuses inklusive SSD. Ich kann hier das leere Gehäuse in einem gewissen Rahmen herausrechnen, aber die so erhaltenen Werte werden nicht 100%ig genau sein! Allerdings, eine SSD die tendenziell mehr Strom benötigt, wird auch dies in der Tabelle zeigen. Achtet also weniger auf die absoluten Werte und mehr auf den Vergleich zu den anderen Modellen um einzuschätzen ob nun eine SSD eher mehr oder weniger Energie benötigt.

Für die Nutzung in einem Desktop spielt dieser Test fast keine Rolle, hier wirkt sich +- 1W so gut wie 0 auf die Stromrechnung aus. Allerdings in einem Ultrabook kann +- 1W schon fast ne Stunde Laufzeit ausmachen.

LeistungsaufnahmeLeider zeigte sich die Crucial P5 in meinem Test als eher stromhungrigere SSD, zumindest im Leerlauf. Damit ist diese weniger für Ultrabooks oder Notebooks geeignet bei denen besonders auf die Akkulaufzeit geachtet wird. Interessanterweise ist die Leistungsaufnahme unter Last etwas besser als der Leerlauf/standby Verbrauch.

 

Fazit

Die Crucial P5 ist eine gute NVME SSD, welche sich in der unteren Oberklasse einordnet.

Im Test erreichte die 1TB Version Datenraten von 3140MB/s lesend und 2922MB/s schreibend. Dabei war die SSD in der Praxis lesend tendenziell etwas stärker einzuordnen als schreibend. Bei leseintensiven Tests konnte diese sich in den Top 5 des Testfelds einordnen.

Damit ist die P5 eine Klasse SSD für beispielsweise Gamer, wo das Lesen von Daten wichtiger ist als das Schreiben.

Crucial P5 Im Test 5Etwas zwiegespalten bin ich bezüglich der Hitzeentwicklung. Prinzipiell kommt die SSD recht gut bzw. besser als viele Konkurrenten ohne gesonderten Kühler klar, aber dies liegt auch an der recht hohen maximalen Temperatur. So throttelt die SSD erst ab einer Oberflächentemperatur von rund 100 Grad, was sehr heiß ist! Wenn möglich würde ich also doch einen Kühler empfehlen.

Leider ist die Leistungsaufnahme im Leerlauf recht hoch, weshalb ich die SSD nicht für Notebooks empfehlen würde, wo Ihr eine besonders lange Laufzeit wünscht. Hier eignet sich die kleinere Crucial P1 deutlich mehr.

Dennoch unterm Strich ist die Crucial P5 eine gute High End SSD! Diese führt zwar meine Bestenlisten nicht an, kann sich aber durchaus im Oberfeld behaupten. Zumal auch der Preis der SSD etwas unter vielen anderen High End Modellen liegt.

Crucial P5

AUKEY EP-T21, Geheimtipp unter den TWS Ohrhörern!

Mit den EP-T21 bietet der asiatische Zubehör Spezialist AUKEY sehr günstige und schnörkellose true Wireless Ohrhörer an. Anstelle zu versuchen mit einem auffälligen Design zu punkten konzentrieren sich die EP-T21 viel mehr auf die Basics. Mit Basics ist natürlich der Klang gemeint.

Aukey Ep T21, Geheimtipp Unter Den Tws Ohrhörern! 11Aber stimmt dies? Versuchen wir diese Frage im Test zu klären!

 

Die AUKEY EP-T21 true Wireless Ohrhörer im Test

AUKEY setzt bei den EP-T21 auf ein sehr schnörkelloses und einfaches Design. So ist die Ladebox aus einem sehr einfachen, matten Kunststoff gefertigt.

Aukey Ep T21, Geheimtipp Unter Den Tws Ohrhörern! 1Dieser strahlt zwar kein absolutes premium Feeling aus, wirkt aber generell gut gearbeitet. So sitzt beispielsweise der Deckel der Ladebox schön fest, obwohl dieser nur über Magnete gehalten wird.

In der Ladebox ist ein 380mAh großer Akku verbaut. Dieser wird leider noch über einen microUSB Port auf der Rückseite geladen. Allerdings reichen diese 380mAh um die Ohrhörer 3-4x vollständig unterwegs zu laden. Dies ergibt eine gesamte Laufzeit von bis zu 25 Stunden, laut AUKEY. Etwas optimistisch, aber knappe 20 Stunden sind durchaus möglich (ca. 4 Stunden pro Ladung).

Aukey Ep T21, Geheimtipp Unter Den Tws Ohrhörern! 2Die AUKEY EP-T21 selbst sind in einem stark abgerundeten „Steg“ Design gehalten. Das heißt die Ohrhörer ragen ein Stück weit nach unten aus Euren Ohren hervor, ähnlich wie bei den Apple Airpods. Dies erlaubt es den Herstellern mehr Elektronik in den Ohrhörern unterzubringen.

Aukey Ep T21, Geheimtipp Unter Den Tws Ohrhörern! 4Optisch sind die AUKEY EP-T21 absolut „clean“. Es gibt auf der matten Kunststoff Rückseite nicht einmal ein AUKEY Logo. Um ehrlich zu sein nicht verwunderlich da es sich bei den AUKEY EP-T21 um Brüder der QCY T5 handelt.

Aukey Ep T21, Geheimtipp Unter Den Tws Ohrhörern! 5Was dafür auf der Rückseite zu finden ist, ist eine touch-sensitive Oberfläche. Diese erlaubt es Musik zu pausieren, fortzusetzen usw. Das Ein/Ausschalten geschieht aber automatisch wenn du die Ohrhörer in die Ladebox legst bzw. herausnimmst.

 

Tragekomfort

Leider verfügen die AUKEY EP-T21 nicht über die aller ergonomischste Passform. Die Ohrhörer sind etwas sehr rundlich und „unförmig“. Dies können andere Modelle besser. Allerdings ist dennoch der Tragekomfort nicht schlecht!

Aukey Ep T21, Geheimtipp Unter Den Tws Ohrhörern! 9Ganz im Gegenteil, beim normalen Tragen Zuhause, in Bus und Bahn sitzen die EP-T21 recht angenehm und bequem. Allerdings ist der Halt eher mäßig. Erneut im normalen Alltag Okay, aber für den Sport würde ich mir andere Ohrhörer zulegen.

 

Klang

Das Spannendste ist natürlich der Klang, wie schlagen sich hier die AUKEY EP-T21? Gut, aber gehen wir der Reihe nach vor, startend bei den Höhen.

Aukey Ep T21, Geheimtipp Unter Den Tws Ohrhörern! 8Die Höhen der AUKEY EP-T21 sind top! Diese sind sehr schön klar und sauber, aber ohne dabei eine übermäßige Schärfe zu zeigen. AUKEY hat hier eine sehr gute Balance aus Klarheit und guter Abrundung von Zischlauten getroffen. Dabei schaffen es die Höhen aber dennoch eine gute Leichtigkeit und Offenheit zu vermitteln. Viel bessere Höhen könnt Ihr für rund 30€ nicht erwarten.

Die Mitten wiederum würde ich als unauffällig/durchschnittlich bezeichnen. Diese sind weder angehoben noch abgesenkt. Hierdurch werden Stimmen gut und vor allem natürlich wiedergegeben. Dabei kommen die AUKEY EP-T21 gleich gut mit hellen wie auch dunklen Stimmen klar. Musik klingt generell ausreichend voll und Instrumente werden gut, aber auch nicht überragend gut wiedergegeben.

Der Bass ist für viele Nutzer natürlich die Priorität Nr.1. Der Bass der AUKEY EP-T21 ist einfach nur als top zu bezeichnen! Dieser schön voluminös, rund und satt. Dabei ist dieser massetechnisch sicherlich etwas angehoben, aber auch nicht bis ins Extreme gepuscht. Ich würde den Bass einfach als passend einstufen. Dieser ist spaßig, aber auch nicht übertrieben. Eben so wenig überschattet dieser den restlichen Klang.

Die AUKEY EP-T21 wirken für Ohrhörer der 30€ Preisklasse erfreulich ausbalanciert mit lediglich einem leichten Hang zur „Spaßigkeit“.

Aukey Ep T21 Frequency Response

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert schon neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Für unter 30€ sind die AUKEY EP-T21 eine absolute Empfehlung wert! Optisch sind die Ohrhörer zwar eher als unspektakulär zu bezeichnen, aber gerade klanglich sind diese top.

Aukey Ep T21, Geheimtipp Unter Den Tws Ohrhörern! 13Die Ohrhörer besitzen einen recht ausgeglichenen Klang mit guten Höhen und einem satten Bass, der aber nicht den kompletten Klang an sich reißt. Ja der Bass ist etwas angehoben, wodurch die Ohrhörer etwas lebendiger und spaßiger klingen, aber diese sind deutlich weniger „extrem“ als viel in der 30€ Preisklasse. Die AUKEY EP-T21 klingen einfach gut und wertig!

Dementsprechend kann ich die AUKEY EP-T21 auch mit gutem Gewissen empfehlen! Unter 30€ werdet Ihr kaum etwas Besseres finden.

Die KZ S2 TWS Bluetooth Ohrhörer im Test

Der Hersteller KZ Acoustics ist seit vielen Jahren ein Stammgast auf Techtest.org. Warum? Diese bieten außergewöhnliche gute Ohrhörer zu außergewöhnlich niedrigen Preisen. Dabei war KZ immer ein „Geheimtipp“ der nie den Sprung in den deutschen oder auch amerikanischen Massenmarkt geschafft hat. Daher war ich etwas überrascht als KZ seine neusten true Wireless Ohrhörer via Indiegogo bewarb. Dies auch mit großem Erfolg!

Kz S2 Tws Bluetooth Ohrhörer Im Test 7Die KZ S2 sammelten über 270.000$ ein und sind mittlerweile auch regulär über AliExpress erhältlich. Dabei sollen die S2 fast schon mit dem üblichen „KZ-Acoustics“ Rezept überzeugen, ein wertiges „Hi-Fi“ Design gepaart mit einem dual Treiber Aufbau inklusive balanced armature Treiber, einem sehr guten Bluetooth Chip und das zu einem Preis von weit unter 50€.

Ließt sich doch auf dem Papier gut, aber wie sieht es in der Praxis aus? Finden wir dies im Test der KZ S2 TWS Bluetooth Ohrhörer heraus!

 

Die KZ S2 TWS Bluetooth Ohrhörer im Test

KZ setzt bei den S2 auf eine vergleichsweise einfache und klassische Ladebox. Diese misst rund 62 x 32 x 43 mm und bringt inklusive Ohrhörer 52g auf die Waage. Dabei lassen sich die Ohrhörer einfach über den Deckel entnehmen.

Kz S2 Tws Bluetooth Ohrhörer Im Test 2Die Box besteht aus einem einfachen und bei mir nicht ganz perfekt gearbeiteten Kunststoff. Dennoch würde ich diese als qualitativ Okay einstufen! Diese ist definitiv alltagstauglich.

In der Ladebox ist ein 400mAh Akku verbaut, welcher über einen USB C Port auf der Unterseite geladen wird. Die Ladebox kann die Ohrhörer rund 4-5x unterwegs laden. Mit jeder Ladung halten die Ohrhörer rund 4 Stunden. Kein überragender Wert, aber Okay.

Kz S2 Tws Bluetooth Ohrhörer Im Test 3Im Gegensatz zur Ladebox sind die Ohrhörer selbst in einem schwarzen Hochglanz Kunststoff gehalten. Dieser wirkt sehr wertig und gut gearbeitet! Interessant ist dabei die sehr komplexe, aber ergonomische Form. Diese ähnelt professionellen In-Ear Ohrhörern. Daran erkennen wir das KZ schon einen etwas höheren Anspruch hat.

Abseits des schwarzen Hochglanz Kunststoffes findet sich noch ein sehr verspieltes KZ Logo auf der Rückseite. Erfreulicherweise ist dieses etwas „verspielt“, denn KZ ist nicht unbedingt das beste Logo für den deutschen Markt.

Kz S2 Tws Bluetooth Ohrhörer Im Test 5Dieses Logo ist zeitgleich auch eine Touch empfindliche Oberfläche. Hierrüber könnt Ihr Musik pausieren, Anrufe annehmen, Sprachassistenten starten usw. Das Ein/Ausschalten geschieht automatisch beim Einlegen bzw. Herausnehmen aus der Ladebox.

 

Die Technik

Sprechen wir an diesem Punkt einmal über die Technik. KZ setzt bei den S2 auf einen Dual-Treiber Aufbau. Hierbei kommen aber nicht einfach nur zwei dynamische Treiber zum Einsatz, sondern ein „Dual Coil“ dynamischer Treiber und ein so genannter balanced armature Treiber.

Während normale dynamische Treiber jedem bekannt sein sollten (diese sind die normale Treiber wie aus Lautsprechern) sind balanced armature Treiber völlig anders aufgebaut. In diesen befindet sich eine Art Anker, der zum Schwingen gebracht wird und so den Klang erzeugt. Hier ein Bild eines armature Treibers. Fun fakt, der Treiber alleine kostet im Großhandel zwischen 20 und 30$ https://www.aliexpress.com/item/1000001396804.html

Kz S2 Tws Bluetooth Ohrhörer Im Test 10Balanced armature Treiber spielen in der Regel etwas feiner und präziser als reguläre dynamische Treiber, sind aber nicht so gut im Bass-Bereich. Daher wird oft ein balanced armature Treiber mit einem regulären dynamischen Treiber kombiniert. Der balanced armature Treiber übernimmt die Höhen und oberen Mitten und der dynamische Treiber die Bässe und unteren Mitten, dies ist auch bei den KZ S2 der Fall.

Als Bluetooth Chip kommt der Realtek 8763 zum Einsatz, welcher natürlich Bluetooth 5.0 unterstützt und auch den AAC Standard, ideal für IOS Nutzer. Beim Realtek 8763 handelt es sich um einen guten Bluetooth Chipsatz, der auf keinen Fall der Flaschenhals sein wird.

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang der KZ S2. Diese Klingen offen gesagt etwas anders als ich dies erwartet hätte. Starten wir aber am Anfang, also bei den Höhen.

Kz S2 Tws Bluetooth Ohrhörer Im Test 13Die Höhen der KZ S2 sind sehr aggressiv! Diese sind glasklar und sehr brillant. Je nach Song können die Höhen auch etwas ins Scharfe driften. Im Gegenzug wirken die Höhen aber auch sehr detailliert und präzise. Der balanced armature Treiber zeigt in diesem Punkt eindeutig sein Können.

Erstaunlicherweise recht auffällig sind die Mitten der KZ S2! Diese sind recht stark ausgeprägt und klingen schön voll. Stimmen werden gut wiedergegeben, auch wenn höhere Stimmen etwas „spitz“ klingen können, genau wie Zisch-Laute.

Beim Bass bin ich etwas hin und her gerissen. Teils gefiel mir der Bass sehr gut, teils aber auch nicht. Generell sind die KZ S2 eher etwas zurückhaltender was den Bass angeht. Gerade der Tiefgang ist eher mäßig gut. Dies bestätigt sich auch in den Messwerten. Der obere Bass-Bereich ist allerdings mehr als ordentlich. Hier kommt es etwas auf den jeweiligen Song an, wird ein eher tiefer Bass gefordert schwächeln die S2, wird ein „höherer“ Bass gefordert klingen sie klasse.

Thirty Seconds To Mars – Rescue Me ist beispielsweise ein Song der den Ohrhörer zu 100% liegt, Pendulum – Witchcraft hingegen passt gar nicht zu den KZ S2.

Dicke Bonuspunkte bekommen diese für eine sehr gute Auflösung und „Klangtiefe“ und -breite. Hier spielen die S2 einige Klassen über ihrem Kaufpreis.

Hier noch die Frequenzkurve der KZ S2:

Kz S2 Frequency Response

VergleichErklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  rechts = Höhen. Ist ein Teil höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve links sehr hoch, bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert schon neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Ich tue mich bei den KZ S2 ungewohnt schwer! Die KZ S2 sind gute Ohrhörer die ihren Kaufpreis von 30-40€ auch problemlos wert sind. Diese haben allerdings eine etwas ungewohnte Klangsignatur, mit sehr starken Höhen und Mitten, aber einem etwas flacheren Bass. Dabei ist allerdings die Detaildarstellung hervorragend! Eine der besten die ich in dieser Preisklasse bisher gehört habe.

Kz S2 Tws Bluetooth Ohrhörer Im Test 9Dennoch habe ich das Gefühl das die KZ S1 oder KZ Z1 vieles besser machen. Die KZ S1 verfolgen eine ähnliche Klangsignatur mit einem recht ausbalancierten Klang, bieten aber einen besseren Bass. Die KZ Z1 hingegen klingen deutlich aufgeregter und spannender, mit deutlich mehr Bass.

Von daher würde ich Euch eher zu den KZ S1, wenn Ihr einen guten und ausbalancierten Klang sucht, oder den KZ Z1, wenn Ihr es etwas mehr krachen lassen wollt, raten. Die KZ S2 sind keine schlechten Ohrhörer, aber spezieller!

Das Xiaomi Poco F2 Pro im Test, endlich mal wieder ein P/L starkes Smartphone!

Moderne Flaggschiff Smartphones werden immer teurer. Mittlerweile verlangt selbst Xiaomi für sein Mi 10 Pro satte 1000€! Was aber wenn Ihr keine 1000€ ausgeben wollt, aber dennoch High End Leistung sucht? Eine der interessantesten Optionen ist hier das Xiaomi Poco F2 Pro.

Das Xiaomi Poco F2 Pro verfügt über den Aktuellen High End Qualcomm Snapdragon 865, 8GB RAM eine Quad-Kamera, ein AMOLED Display usw. Dabei kostet dieses aber „nur“ 500€. Sicherlich auch nicht billig, aber für ein Smartphone dieser Klasse ein top Preis!

Xiaomi Poco F2 Pro Im Test 8Stellt sich die Frage, gibt es einen Haken? Taugt die Kamera des Poco F2 Pro? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Xiaomi für das Zurverfügungstellen des Poco F2 Pro für diesen Test.

 

Das Xiaomi Poco F2 Pro im Test

Was das Design angeht ist das Poco F2 Pro eins der schickeren Smartphones die ich dieses Jahr erlebt habe! Grundsätzlich setzt Xiaomi hier aber auf das übliche Flaggschiff Smartphone Design. Wie haben also eine Glas-Front, einen Metall Rahmen und eine Glas-Rückseite.

Xiaomi Poco F2 Pro Im Test 1Dabei verfügt die Rückseite nicht nur über stark abgerundete Kanten, sondern auch über eine leicht seidige Textur. Diese fühlt sich ohne Frage sehr gut an, ist aber auch sehr anfällig gegenüber Fingerabdrücken! Das Poco F2 Pro sieht selbst für ein Glas Smartphone sehr schnell sehr beschmiert aus. Über die Verarbeitung hingegen kann ich nicht meckern. Diese ist auf dem Level anderer Flaggschiff Smartphones.

Was das generelle Design angeht gibt es beim Poco F2 Pro zwei ungewöhnliche Elemente. Zunächst sind die Linsen der Quad-Kamera auf der Rückseite in Form eines „X“ angeordnet, was ungewöhnlich aber schick aussieht. Der Kamera „Buckel“ ist zwar sehr betont, aber wenn dafür die Qualität passt will ich nicht meckern.

Xiaomi Poco F2 Pro Im Test 4Das zweite etwas ungewöhnliche Element ist die Frontkamera. Um ein komplett vollflächiges Display zu erreichen setzt Xiaomi beim Poco F2 Pro auf eine ausfahrbare Kamera! Ja diese sind super nerdig, aber ich finde es sehr cool! Zumal so das Smartphone wirklich mit extrem schmalen Displayrahmen punkten kann, ohne dass eine Edge oder Ähnliches genutzt wird.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 6,67 Zoll AMOLED Display, eine Ohrmuschel und die Front-Kamera, welche zur Nutzung ausgefahren werden muss.

Xiaomi Poco F2 Pro Im Test 2Der Einschalter wie auch die Lautstärke-Wippe sind auf der rechten Seite des Smartphones angebracht und besitzen einen guten Druckpunkt. Auf der Unterseite ist der primäre Lautsprecher, der USB C Ladeport und der Steckplatz für die SIM-Karte. Spannenderweise besitzt das Poco F2 Pro sogar noch einen 3,5mm Kopfhöreranschluss!

Auf der Rückseite findet sich lediglich das runde Kamera-Modul, in welchem die Sensoren in „X“ Form angeordnet sind.

Xiaomi Poco F2 Pro Im Test 1Einen Fingerabdruckscanner besitzt das Poco F2 Pro auch, dieser ist aber unter dem Display versteckt. Was das Smartphone dafür nicht besitzt ist ein Wasserschutz und kabelloses Laden.

 

Display

Das Poco F2 Pro verfügt über ein 6,67 Zoll AMOLED Display mit einer Auflösung von 2400×1080 Pixeln. Wir haben also ein klassisches „langgezogenes“ Full HD Display vor uns. Leider hat das hier verwendete Panel „nur“ 60Hz. An sich kein Weltuntergang, aber ein Unterschied zu den regulären Flaggschiffen, welche mittlerweile fast immer 90 oder 120Hz haben.

Abseits davon steht das Poco F2 Pro den teureren Modellen aber nur wenig nach! Das AMOLED Display ist ausreichend scharf, der Kontrast perfekt, Farben klar und kräftig und auch die Helligkeit ist okay. Letztere ist aber nicht ganz auf dem Level der High End Samsung Modelle.

Dennoch ist die Ablesbarkeit des Poco F2 Pro im Freien ordentlich.

 

Lautsprecher

Leider nutzt das Poco F2 Pro nur den unteren Lautsprecher für die Medien-Wiedergabe. Die Ohrmuschel ist ausschließlich für Telefonate reserviert. Hierdurch klingt das Smartphone deutlich schmäler und „kleiner“ als beispielsweise ein iPhone 11 Pro oder ein Samsung Galaxy S20.

Qualitativ ist der Lautsprecher aber okay. Dieser könnte noch etwas voller klingen ist dafür aber vergleichsweise laut.

LautstärkeZudem hat das Poco F2 Pro als eins der wenigen High End Smartphones noch einen Kopfhöreranschluss.

 

Kamera(s)

Das Poco F2 Pro verfügt über vier Kameramodule auf der Rückseite.

  • Hauptkamera 64 Megapixel f/1.89 Sony IMX686
  • Weitwinkel 13 Megapixel f/2.4 Samsung S5K3L6
  • Makrolinse 5 Megapixel f/2.2 Samsung S5K5E9
  • Tiefenschärfe 2 Megapixel f/2.4

Die Tiefenschärfe-Kamera können wir direkt als unnötig streichen. In der Theorie wird diese im Porträt Modus genutzt, praktisch wird diese aber nicht viel bringen. Hier wurde einfach für ein besseres Marketing ein „billiges“ 2 Megapixel Modul verbaut.

Xiaomi Poco F2 Pro Im Test 9Auch die Makrolinse ist so eine Sache. Diese ermöglicht es zwar sehr dicht an Objekte heranzugehen, weit näher als mit der normalen Kamera, aber qualitativ kann sie nicht mit der Hauptkamera mithalten.

Das Spannendste ist natürlich die Hauptkamera. Hier kommt der Sony IMX686 Sensor zum Einsatz, welcher recht exotisch ist.

SensorBei diesem handelt es sich durchaus um einen Sensor der gehobenen Klasse. Letzteres Jahr wäre dieser noch High End, mittlerweile gibt es aber zumindest auf dem Papier noch größere und bessere Sensoren.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Schauen wir uns ein paar Testbilder an.

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Das erste was auffällt ist der generelle Bildstyle, welche in einem extremen Kontrast zum Xiaomi Mi 10 Pro steht! Das Xiaomi Poco F2 Pro erzeugt die buntesten und farbenfrohsten Bilder die ich seit langem in einem Smartphone gesehen habe!

Ein blauer Himmel ist beim Poco F2 Pro wirklich strahlend blau, grüne Pflanzen strahlend grün usw. Ich will dies gar nicht zu sehr werten, bunte Aufnahmen sind oftmals deutlich ansprechender. Gerade bei Urlaubsfotos bevorzuge ich „Strahlend-Bunte“ Aufnahmen. Sucht Ihr aber ein Smartphone mit besonders akkuraten Farben, dann ist das Xiaomi Poco F2 Pro nichts für Euch.

Die generelle Bildschärfe ist gut, aber die Detaildarstellung liegt etwas unter dem Samsung Galaxy S20 Ultra. Schwankend ist die Dynamik und die Ausleuchtung. Zündet der HDR Modus produziert das Smartphone gut ausgeleuchtete Bilder mit einer sehr starken Dynamik. Zündet der automatische HDR Modus nicht, ist die Ausleuchtung leicht unterdurchschnittlich. Ähnlich wie die Farben ist aber HDR recht aggressiv beim Poco! Dies kann zu „interessanten“ Artefakten führen (siehe Äste die vor einem hellen Himmel hängen). Dies können andere Smartphones etwas besser und dezenter, auch wenn HDR beim Xiaomi Poco F2 Pro nicht schlecht ist.

Schauen wir uns ein paar Vergleichsbilder an.

Xiaomi Poco F2 Pro (7)
Xiaomi Poco F2 Pro
Apple Iphone 11 Pro Max (7)
Apple Iphone 11 Pro Max
Xiaomi Mi 10 Pro (7)
Xiaomi Mi 10 Pro
Xiaomi Poco F2 Pro (3)
Xiaomi Poco F2 Pro
Xiaomi Mi 10 Pro (3)
Xiaomi Mi 10 Pro
Apple Iphone 11 Pro Max (3)
Apple Iphone 11 Pro Max
Xiaomi Poco F2 Pro (5)
Xiaomi Poco F2 Pro
Xiaomi Mi 10 Pro (5)
Xiaomi Mi 10 Pro
Apple Iphone 11 Pro Max (5)
Apple Iphone 11 Pro Max

Was den Bildstyle angeht geht das Xiaomi Poco F2 Pro etwas in Richtung des Samsung Galaxy S20 Ultras. Allerdings ist das Poco F2 Pro noch etwas „extremer“ was die Farben angeht. Der extremste Unterschied ist aber zwischen dem Mi 10 Pro und dem Poco F2 Pro.

Das Mi 10 Pro bietet sehr „nüchterne“ Aufnahmen, die fast etwas entsättigt aussehen. Da ist das Poco F2 Pro das völlige Gegenteil. Müsste ich mich entscheiden, würde ich das Poco F2 Pro dem Mi 10 Pro vorziehen.

Wie steht es um die Weitwinkel Kamera?

Xiaomi Poco F2 Pro (8)
Xiaomi Poco F2 Pro
Xiaomi Mi 10 Pro (8)
Xiaomi Mi 10 Pro
Apple Iphone 11 Pro Max (8)
Apple Iphone 11 Pro Max
Xiaomi Poco F2 Pro (2)
Xiaomi Poco F2 Pro
Xiaomi Mi 10 Pro (2)
Xiaomi Mi 10 Pro
Apple Iphone 11 Pro Max (2)
Apple iPhone 11 Pro Max

Die Weitwinkelkamera ist völlig brauchbar! Sie ist allerdings nicht ganz auf dem Level der Konkurrenten, gerade was die Bild-verzerrung angeht. Das Bild ist abseits der Mitte beim Poco F2 Pro etwas verzerrt und generell sind die Aufnahmen weniger detailliert. Allerdings ist dies ein Meckern auf einem sehr hohen Level!

 

Performance

Im Poco F2 Pro ist der Qualcomm SM8250 Snapdragon 865 verbaut. Bei diesem handelt es sich um den High End SoC von Qualcomm für das Jahr 2020. Dieser steckt auch in vielen anderen Flaggschiff Smartphones, wie dem Xiaomi Mi 10 Pro, OnePlus 8 Pro, Motorola Edge+ usw.

Zum Zeitpunkt dieses Tests ist das Xiaomi Poco F2 Pro das günstigste Smartphone mit dem Snapdragon 865. Dieser kann hier mit 6GB RAM und 128GB Speicher oder 8GB RAM und 256GB Speicher kombiniert werden.

6GB RAM sind in der Regel noch völlig ausreichend, 8GB sind aber schon etwas großzügiger.

Schauen wir uns einmal ein paar Benchmarks des Poco F2 Pro an.

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Die Praxis

Wie die Benchmarks vermuten lassen ist das Poco F2 Pro ein sehr flottes Smartphone! Dies bestätigt sich auch in der Praxis, wo dies dem Mi 10 Pro oder auch in gewissen teilen dem OnePlus 8 Pro nichts oder nur wenig nachsteht. Ja ein OnePlus 8 Pro wirkt schon noch etwas flotter, dies aber primär aufgrund des 120Hz Displays und der Software.

Wobei Xiaomi bei der Software auch einen tollen Job macht. Die Software ist optisch und auch funktional Geschmackssache, aber die Optimierung gelingt Xiaomi immer sehr gut!

Was das Poco F2 Pro etwas negativ beeinflusst ist das 60Hz Display. Der Unterschied zu Modellen mit 90Hz ist gering oder im direkten Vergleich hier und da merkbar. Allerdings läuft das Poco F2 Pro so reaktionsfreudig, dass ich auch nicht zu laut kritisieren will.

 

Akkulaufzeit

Das Poco F2 Pro verfügt über einen 4700mAh großen Akku. 4700mAh ist eine ordentliche Größe, in der Praxis hängt die Akkulaufzeit aber oft mehr von der Energieeffizienz der einzelnen Komponenten ab.

Erfreulicherweise ist die Akkulaufzeit des Poco F2 Pro gut! Bei meiner üblichen gemischten Nutzung aus Webbrowsen, Videos schauen usw. hielt das Smartphone rund 7 Stunden durch. Kein absoluter Spitzenwert (dieser wäre hier 9+ Stunden), aber auch bei weitem nicht schlecht (schlecht wären unter 5 Stunden). Klar bei voller Displayhelligkeit und einem aktiven Spiel bekommt Ihr das Smartphone auch deutlich schneller leer, aber der Akku ist keine Schwäche des Poco F2 Pro.

Ladetempo

Das Smartphone kann laut Xiaomi mit bis zu 30W geladen werden. In meinem Test konnte ich aber maximal 25W messen. Diese 25W kann das Poco F2 Pro nur an seinem original Ladegerät erreichen. Allerdings kann das Xiaomi Poco F2 Pro auch via Quick Charge und USB Power Delivery schnellgeladen werden, dies aber nur mit +- 15W.

 

Fazit

Das Xiaomi Poco F2 Pro ist das Android Smartphone des Jahres! Klar es gibt noch bessere Smartphones, aber die Preis/Leistung des Poco F2 Pro ist fantastisch, was in Zeiten wo das Geld nicht mehr ganz so locker sitzt viel wert ist.

Starten wir aber am Anfang, was macht das Xiaomi Poco F2 Pro so gut?

Xiaomi Poco F2 Pro Im Test 11Zwar ist das Smartphone sehr anfällig gegenüber Fingerabdrücken, aber generell ist das Design und die Verarbeitung gelungen! Dieses steht hier deutlich teureren Modellen in nichts nach, ganz im Gegenteil. Aufgrund der ausfahrbaren Front-Kamera konnte Xiaomi sogar auf eine Notch oder Aussparung im Display verzichten. Zudem ist die ausfahrbare Kamera immer ein großer Hinkucker. Der sicherlich wichtigste Punkt am Poco F2 Pro ist aber der SoC! Der Snapdragon 865 bietet eine herausragende Performance, welche dank der gut optimierten Software sogar einige „echte“ Flaggschiff Smartphones schlägt. Die 6GB RAM in der kleinen Version sind zwar recht konservativ, aber ausreichend. Ihr werdet selbst für das doppelte Geld kein deutlich schnelleres Smartphone bekommen als das Xiaomi Poco F2 Pro.

Ebenso positiv überrascht hat mich die Kamera. Die Hauptkamera bietet sehr bunte und lebendige Bilder, welche qualitativ überzeugen können. Mir gefällt die Hauptkamera des Poco F2 Pro sogar besser als die des Mi 10 Pro, auch wenn diese nicht perfekt ist. Teils werden Fotos etwas zu bunt und das HDR ist sehr aggressiv. Aber dennoch würde ich die Kamera nicht als einen Schwachpunkt bezeichnen, ganz im Gegenteil.  Hinzu kommt noch eine gute Weitwinkelkamera, ein gutes Display und eine hohe Akkulaufzeit.

Xiaomi Poco F2 Pro Im Test 12Aber worauf müsst Ihr beim Xiaomi Poco F2 Pro verzichten, verglichen mit einem S20, Mi 10 Pro, OnePlus 8 Pro usw.?

  • Kabelloses Laden
  • Einen Wasserschutz
  • Dual-Lautsprecher
  • Eine Zoom-Kamera

Dies sind die vier großen „Baustellen“ am Poco F2 Pro. Dies sind einfach Luxus-Feature die bei einem Preis von 450-550€ eingespart wurden. Wie schlimm dies für Euch ist, kann ich nicht beurteilen. Solltet Ihr mit diesen Punkten aber leben können (was vermutlich 95% aller Nutzer können), dann greift zu! Das Xiaomi Poco F2 Pro ist ein top Smartphone zu einem mehr als fairen Preis!

1More True Wireless ANC Ohrhörer im Test, tolles Design, starker Klang, solides ANC, mäßiger Akku!

True Wireless Ohrhörer mit ANC sind eine absolute Seltenheit! Es gibt nur sehr wenige Modelle die dies beherrschen und noch weniger die es gut beherrschen.

Kein Wunder, die durchaus komplexere Elektronik von aktivem Noise Cancelling in winzige Ohrstöpsel unterzubringen ist nicht einfach. Daher war ich sehr überrascht als der eher kleinere Hersteller 1More ankündigte True Wireless Ohrhörer mit ANC auf den Markt zu bringen.

1more Ehd9001ta True Wireless Anc Test 6Die 1More EHD9001TA True Wireless ANC In-Ear Ohrhörer sind mittlerweile für rund 200€ erhältlich. 200€ ist sicherlich eine stolze Summe, aber sollte der Klang passen und ANC funktionieren, dann sind diese auch nicht zu viel.

Wollen wir uns da doch einmal die 1More EHD9001TA True Wireless ANC In-Ear Ohrhörer im Test ansehen bzw. anhören!

 

Die 1More EHD9001TA True Wireless ANC In-Ear Ohrhörer im Test

Der erste Eindruck der 1More True Wireless ANC Ohrhörer fällt absolut positiv aus! Bereits die Ladebox macht einen sehr wertigen Eindruck.

1more Ehd9001ta True Wireless Anc Test 3Diese ist in einer länglichen Form gehalten, aber mit 81 x 30 x 39 mm vergleichsweise kompakt. Nein die Ladebox ist nicht winzig und auch das Gewicht ist mit 76g (inklusive Ohrhörer) nicht super gering, aber für solche High End Ohrhörer ist dies auch nicht zu viel. Zumal die Ladebox äußerlich sogar aus premium Materialien (Aluminium) gefertigt ist. Auch die Deckelkonstruktion wirkt sehr schön stabil und robust gebaut.

Der integrierte Akku kann die Ohrhörer ca. 2-2,5x unterwegs aufladen, ehe die Ladebox selbst via USB C oder kabellos geladen werden muss. Ja die Ladebox lässt sich kabellos laden!

1more Ehd9001ta True Wireless Anc Test 1Mit einer Ladung sollen die Ohrhörer 5 Stunden mit ANC oder 6 Stunden ohne ANC durchhalten. Diesen Wert halte ich aber etwas hoch. In der Praxis liegt die Akkulaufzeit eher bei +-3 Stunden, mit ANC. Eventuell kommt Ihr auch auf 5 Stunden, dann aber nur bei leiseren Hörbüchern.

Was das Design angeht sind auch die EHD9001TA selbst absolut gelungen! 1More setzt bei den Ohrhörern auf eine Rückseite mit einer Art Karbonfaser Optik. Praktisch handelt es sich hier aber nur um normalen Hochglanzkunststoff mit einer etwas exotischeren Bedruckung. Neben der Carbon Optik findet sich auf der Rückseite auch der 1More Schriftzug, wie auch ein Mikrofongitter, welches rot gefärbt ist.

Allgemein würde ich sagen die 1More True Wireless ANC Ohrhörer sind sehr schicke Ohrhörer!

1more Ehd9001ta True Wireless Anc Test 2Gesteuert werden diese über eine touch-sensitive Oberfläche auf der Rückseite, wie auch über jeweils eine Taste. Über diese könnt Ihr unter anderem das ANC ein/ausschalten. Die Ohrhörer verfügen auch über einen Sensor der Musik automatisch pausiert wenn Ihr diese aus den Ohren nehmt bzw. wieder einsetzt. Des Weiteren funktioniert natürlich das Ein/Ausschalten automatisch wenn Ihr die Ohrhörer aus der Ladebox nehmt bzw. diese einsetzt.

 

Tragekomfort

Die 1More True Wireless ANC Ohrhörer sind recht große Ohrhörer. Hierdurch ist natürlich der Tragekomfort etwas „problematisch“. Abseits der Größe sitzen die Ohrhörer aber sehr gut und fest.

Für sehr kleine Ohren könnten Sie etwas problematisch sein, aber generell würde ich den Tragekomfort als gut einstufen!

 

Klang

Kommen wir zum mit Abstand spannendsten Punkt dem Klang. Ganz klar gesagt die 1More EHD9001TA klingen ganz anders als ich dies erwartet hätte. Diese klingen erfreulich „neutral“ und wertig. 1More setzt bei diesen auf ein „Hybrid dual Driver“ Aufbau. Heißt es ist in jedem Ohrhörer ein normaler dynamischer Treiber, wie aber auch ein balanced armature Treiber verbaut.

1more Ehd9001ta True Wireless Anc Test 10Starten wir wie üblich bei den Höhen. Die Höhen der 1More True Wireless ANC Ohrhörer sind tadellos! Diese sind sehr schön brillant und klar, ohne dabei extrem scharf zu sein. Auch Stimmen und vor allem Zischlaute werden gut dargestellt. Der balanced armature Treiber macht einen wirklich sehr guten Job!

Die Mitten sind aber glatt die größte Überraschung. Viele Ohrhörer mit einem hybrid Aufbau schwächeln bei den Mitten etwas, nicht so die 1More EHD9001TA! Stimmen und Gesang wird wunderbar plastisch und natürlich dargestellt. Damit eignen sich die Ohrhörer auch sehr gut für Hörbücher, Podcasts usw. Dabei vermeiden es die Ohrhörer aber auch zu mittenlastig zu klingen, was oftmals in einem etwas bauchigen Klang resultiert.

Kommen wir zum Bass. Der Bass der 1More ist gut, aber die Ohrhörer sind vergleichsweise zurückhaltend. Diese bieten etwas mehr Bass als die Samsung Galaxy Buds+ und +- so viel Bass wie die Apple AirPods Pro. Sucht Ihr also Ohrhörer die es richtig krachen lassen, dann sind diese vielleicht nicht die richtigen für Euch. Die Bass-Qualität ist dabei ordentlich. Dieser wirkt rund und sauber, auch wenn die 1More EHD9001TA nicht super voluminös klingen und auch eher einen durchschnittlichen Tiefgang haben. Der Bass ist aber nicht schlechter als bei Samsung oder Apple!

Im Allgemeinen klingen die 1More True Wireless ANC Ohrhörer sehr gut und vor allem ausbalanciert. Es gibt keine Klangelemente die sich versuchen übermäßig in den Vordergrund zu drängen, wodurch die Ohrhörer einen sehr natürlichen Unterton haben. Hierdurch liegt im Grunde sämtliche Musik den Ohrhörern.

Hier und da könnten diese lediglich etwas harmonischer klingen. Dies ist Kritik auf einem sehr hohen Level, aber vermutlich aufgrund des hybrid dual Driver Aufbaus ist hier und da ein leichter „Handoff“ zu spüren, wo Treiber A in Treiber B übergibt. Gerade die Höhen wirken teils etwas separiert vom restlichen Klangbild. Dies muss aber auch nicht immer etwas Negatives sein! Dies kann dem Klang durchaus einen etwas größeren, interessanteren Charakter geben, als hättet Ihr zwei Lautsprecher in den Ohren.

Dies fällt besonders in Titeln wie Genesis – Invisible Touch oder Toto – Africa auf. In letzterem können die Ohrhörer auch zeigen, dass diese durchaus eine sehr gute räumliche Darstellung haben.

1more Ehd9001ta True Wireless Anc In Ear Ohrhörer Frequency Response

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

ANC

Kommen wir zu DEM Feature der 1More EHD9001TA True Wireless ANC, dem aktiven Noise Cancelling.

Bei diesen werden Mikrofone in den Ohrhörern genutzt um Außengeräusche zu reduzieren. Und ja dies funktioniert bei den 1More! Allerdings dürft Ihr hier auch keine Wunder erwarten.

1more Ehd9001ta True Wireless Anc Test 8Tiefe Geräusche, wie Motoren, Lüfter usw. werden deutlich bis fast komplett geblockt. Hohe Geräusche, wie Stimmen usw. werden lediglich leicht reduziert. Hier wird sicherlich das passive Noise Cancelling einen großen Anteil haben. Bei tiefen Geräuschen ist aber klar zu hören dass das aktive Noise Cancelling arbeitet. Dies auch recht hart, denn die 1More EHD9001TA produzieren viel weißes Rauschen.

Unterm Strich ist das ANC der 1More EHD9001TA sicherlich nicht mit großen Kopfhörern von Sony oder Bose vergleichbar. Auch die Apple AirPod Pros spielen nochmals eine halbe Klasse höher. Dennoch kann das 1More EHD9001TA bei längeren Autofahrten, Flugreisen usw. durchaus für etwas Entspannung sorgen.

Ihr könnt das ANC im Übrigen auch umkehren. Dabei werden Außengeräusche verstärkt, falls Ihr beispielsweise im Zug nicht eine Ansage verpassen wollt. Ich schätze dieses Feature sehr und es ist hier auch gut umgesetzt.

 

Fazit

Starten wir mit dem Elefanten im Raum, dem ANC der 1More EHD9001TA. Grundsätzlich funktioniert das aktive Noise Cancelling der Ohrhörer ausreichend gut, dennoch würde ich Euch nicht dazu raten die Ohrhörer nur deshalb zu kaufen. Große Kopfhörer bieten nochmals eine deutlich stärkere Reduktion der Umgebungslautstärke. Allerdings können bereits die Ohrhörer gerade Motorengeräusche merklich reduzieren, seht dies aber eher als Bonus an.

1more Ehd9001ta True Wireless Anc Test 5Das Wichtigste ist aber letztendlich die Klangqualität. Hier treten die 1More EHD9001TA voll in die Fußstapfen der Apple AirPod Pros und der Samsung Galaxy Buds +. Die Ohrhörer klingen also recht erwachsen, ausbalanciert und wertig. Diese sind also keine Bass-Bomber oder Ähnliches, klingen aber auch nicht langweilig oder „öde“. Diese sind einfach wertig klingende „HiFi“ Ohrhörer.

Hinzu kommt eine wirklich herausragende Verarbeitung und Optik. Dies ist ein Punkt den 1More immer schon beherrschte!

Kurzum die 1More True Wireless ANC sind gute, wenn nicht sogar sehr gute true Wireless Ohrhörer. Dies in erster Linie aufgrund des ausbalancierten und wertigen Klangs, zu welchem ANC als „Bonus“ hinzukommt.

Test: Sony WH-1000XM4, das beste ANC! Aber kann auch der Klang überzeugen?

Wenn es um Kopfhörer mit ANC geht fallen in der Regel zwei Namen, Bose und Sony. Beide haben das aktive Noise Cancelling stark vorangetrieben und sind die Marktführer in diesem Bereich.

Mit den WH-1000XM4 hat Sony nun die neusten Kopfhörer seiner High End Serie vorgestellt. Diese sollen abermals mit einem verbesserte Noise Cancelling punkten, wie auch mit einem verbesserten Klang und neuem Chipsatz.

Sony Wh 1000xm4 Im Test 13Für diesen Spaß verlangt Sony aber auch stolze 380€! Sind diese für die Sony WH-1000XM4 gerechtfertigt? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Sony WH-1000XM4 im Test

Was das Design angeht hat Sony bei den WH-1000XM4 wenig verändert. Die WH-1000XM4 sind sehr schlichte, einfache und elegante Kopfhörer.

Sony Wh 1000xm4 Im Test 1So ist die Rückseite dieser in einem glatten und sehr schlichten Kunststoff gehalten. Sony hat hier auf ein auffälliges Logo oder Musterung verzichtet, wodurch die Kopfhörer etwas mehr „businesslike“ wirken. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Sony WH-1000XM4 auch von „Anzugträgern“ auf dem Weg zu einem wichtigen Meeting getragen werden können, ohne dass diese deplatziert wirken. Damit will ich nur sagen die Kopfhörer strahlen eine schlichte Eleganz aus.

Sony Wh 1000xm4 Im Test 7Das Einzige was etwas auffällt ist nur das kleine bronzefarbene Sony Logo am oberen Rand der Aufhängung.

Etwas kritischer können wir die Materialwahl sehen, denn Sony setzt weitestgehend auf Kunststoff. Lediglich das Kopfband ist mit einem Metall-Bogen verstärkt. Grundsätzlich wirken aber die Sony WH-1000XM4 nicht billig oder schlecht gebaut. Diese sind sicherlich nicht super massiv, passen aber zu den Konkurrenten aus dem Hause Bose und B&W.

Sony Wh 1000xm4 Im Test 3Auf Seiten der Anschlüsse finden wir einen USB C Port wie auch einen normalen 3,5mm Eingang. Letzterer ist beispielsweise für Flugzeuge usw. Der USB C Port ist zum Laden der Kopfhörer und unterstützt auch das Schnellladen. So sind nach nur 10 Minuten Ladezeit bereits 5 Stunden Musikwiedergabe möglich.

Sony Wh 1000xm4 Im Test 8Die generelle Akkulaufzeit liegt bei 30 Stunden, inklusive der Nutzung von ANC. Diesen Wert kann ich auch +- bestätigen.

 

Tragekomfort

Grundsätzlich hat Sony beim Tragekomfort viel richtig gemacht! Die Ohrmuscheln sind ausreichend groß, die Polsterung schön weich und der Anpressdruck ziemlich ideal.

Sony Wh 1000xm4 Im Test 14Allerdings da Sony versucht so viele Geräusche passiv zu unterdrücken sind die Kopfhörer natürlich völlig geschlossen. Hierdurch können diese beim Tragen warm werden! Gerade bei 30 Grad + Außentemperaturen werdet Ihr leicht unter den Sony WH-1000XM4 schwitzen.

Dennoch würde ich den Tragekomfort als gut einstufen! Mir sind hier auch keine „luftigeren“ Kopfhörer mit vergleichbarem ANC bekannt.

 

ANC

Sony und Bose sind die Könige was das aktive Noise Cancelling angeht und das zeigen auch die WH-1000XM4! Beim aktiven Noise Cancelling werden Mikrofone in den Kopfhörern genutzt um Umgebungsgeräusche aufzuzeichnen und aktiv auszugleichen. Stellt Euch Schallwellen wie Wellen auf dem Wasser vor. Das was wir letztendlich wahrnehmen ist nur die Differenz zwischen Meeresspiegel und Spitze der Welle. ANC Kopfhörer schicken nun Ihrerseits Wellen los, welche die äußeren Schallwellen „neutralisieren“ (siehe weißes Rauschen). Hierdurch sind die Außengeräusche zwar nicht direkt weg, wir nehmen diese aber nicht mehr war.

ANC funktioniert traditionell bei tiefen Geräuschen wie Motoren, Lüfter usw. deutlich besser als bei hohen und komplexen Geräuschen wie Stimmen.

Das ANC der Sony WH-1000XM4 ist Weltklasse! Anders kann ich dies nicht sagen. Das Brummen von Motoren oder auch das Surren von Lüftern ist mit den Kopfhörern praktisch nicht mehr wahrnehmbar. Aber auch Stimmen, Vogelzwitschern, irgendwelches Knistern usw. werden massiv reduziert. Nein ein schreiendes Kind direkt neben Euch werdet Ihr weiterhin hören, aber selbst dieses würde um einige Stufen gedämpft. Ich habe bisher noch kein besseres ANC gehört als bei den WH-1000XM4!

 

Klang der Sony WH-1000XM4

Zwar ist die Sony Headphones Connect App nicht zwingend für die Nutzung der Kopfhörer nötig, ich würde Euch aber empfehlen diese zu nutzen! Unter anderem auch da die App einen EQ zur Anpassung des Klangs anbietet. Hierrüber könnt Ihr den Klang der Kopfhörer massiv an Eure Bedürfnisse anpassen und auch gegebenenfalls ein paar Schwächen korrigieren. Für diesen Test ist es natürlich absolut unmöglich alle EQ Einstellungen zu betrachten, daher konzentriere ich mich auf den generellen Klang und Basis-Einstellung.

Sony Wh 1000xm4 Im Test 15Starten wir hier wie üblich bei den Höhen. Von Haus aus bieten die Sony WH-1000XM4 gute, aber auch nicht überragende Höhen. Diese sind generell mehr als ausreichend brillant und „sauber“, allerdings wirken gerade die unteren Höhen oftmals etwas distanzierter. Die unteren Höhen wirken einfach weniger „clean“ und direkt als bei einigen anderen High End Kopfhörern. Dies soll aber auch nicht heißen, dass die Höhen schrecklich sind, aber bei fast 400€ muss ich etwas kritischer an die Sache gehen. Zum anderen sind die oberen Höhen tadellos und Ihr könnt via EQ noch etwas nacharbeiten. Generell gefallen mir die WH-1000XM4 schon ein Stück besser als die WH-1000XM3.

Die Mitten würde ich als unauffällig einstufen. Warme Stimmen und Instrumente werden soweit gut wiedergegeben. Tendenziell setzen die WH-1000XM4 aber auf eine „V“ oder Badewannen Klangsignatur, welche nicht übermäßig ausgeprägt ist, sich aber leicht zeigt.

Der Bass der Sony WH-1000XM4 hat mich etwas überrascht! Auch die Vorgänger der WH-1000XM4 waren immer etwas wärmere Kopfhörer, aber die WH-1000XM4 zeigen sich im Bass noch etwas mächtiger und etwas klarer definiert! Nein auch diese sind keine absoluten Bass-Bomber, aber die etwas angehobenen Tiefen fallen schon auf. Dabei ist der Bass nicht nur von der Masse etwas angehoben, auch die Bass-Qualität ist sehr ordentlich. So besitzen die WH-1000XM4 einen sehr guten Tiefgang und auch ein schönes Bass-Volumen.

Unterm Strich klingen die Sony WH-1000XM4 auch wieder recht warm, aber weniger träge als die älteren Modelle. Gerade mit ein paar EQ Anpassungen machen die Kopfhörer richtig Spaß oder können auf Wunsch etwas neutraler spielen. Etwas überrascht hat mich die hohe maximale Lautstärke, welche klar überdurchschnittlich ist.

Sony Wh 1000xm4 Frequency ResponseErklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  rechts = Höhen. Ist ein Teil höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve links sehr hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Sony hat mit den WH-1000XM4 seine High End Kopfhörer Serie erneut verbessert. Dabei ist das ANC wieder der Star der Show! Ich hatte schon viele Bluetooth Kopfhörer in den Fingern und ich kann mit gutem Gewissen behaupten die WH-1000XM4 haben das beste aktive Noise Cancelling das ich bisher gehört habe! Dabei werden tiefere Geräusche, wie Motoren usw. fast zu 100% geblockt und selbst komplexere Geräusche wie Stimmen massiv reduziert. Besser kann dies aktuell kein anderer Kopfhörer.

Sony Wh 1000xm4 Im Test 12Allerdings gibt es natürlich auch etwas Raum für Kritik. Diese bezieht sich primär auf den Klang. Die Sony WH-1000XM4 klingen nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Diese bieten einen schönen dynamischen Klang mit einer sehr guten Basswiedergabe und Anpassbarkeit. Musik macht hier absolut Spaß! Allerdings wären 380€ nur für den Klang zu viel! So könnten die Höhen beispielsweise etwas direkter und cleaner sein, auch wenn diese prinzipiell nicht schlecht sind. Dennoch denke ich das 95% aller Nutzer mit dem Klang absolut zufrieden wären! Die Sony WH-1000XM4 klingen sehr gefällig, mit einem leichten Bass-Fokus.

Beim Tragekomfort gibt es nichts zu bemängeln. Anpressdruck, Polsterung usw. sind gelungen. Die Kopfhörer können bei höheren Temperaturen etwas schwitzig werden, aber dies ist ein verbreitetes Problem bei gut isolierten ANC Kopfhörern.

Sony Wh 1000xm4 Im Test 11Kurzum, 380€ die Sony zum Zeitpunkt des Tests verlangt ist eine Stange Geld! Rein klanglich wären dies die Sony WH-1000XM4 nicht ganz wert, hier schwirren diese eher in der 200-280€ Preisklasse herum. Allerdings kommt das wirklich überragende ANC hinzu! Und hier kommt es nun auf Euch an. Braucht Ihr das ANC nicht? Dann gibt es bessere bzw. günstigere Kopfhörer für Euch. Legt Ihr aber einen hohen Wert auf aktives Noise Cancelling, dann sind die Sony WH-1000XM4 die besten allround Kopfhörer auf dem Markt.

Test: Bosch DIY Indego M+ 700, der Mähroboter für eine kontrollierte Mähung

Bosch gehört gemeinsam mit Gardena und Husqvarna zu den größten Mähroboter Herstellern auf dem deutschen Markt. Dabei unterscheiden sich Bosch Mähroboter aber ein gutes Stück von fast sämtlichen Konkurrenten.

So nutzt Bosch als einer der wenigen Herstellern keine Zufallsnavigation, sondern Bosch Mähroboter „planen“ Euren Garten und fahren diesen in geraden Bahnen ab. Dies ist deutlich zeiteffizienter, benötigt aber auch mehr Logik im Mähroboter.

Bosch Diy Indego M+ 700 Im Test 9Das aktuelle Flaggschiff aus dem Hause Bosch ist der Indego M+ 700. Wie der Name schon vermuten lässt ist dieser Mähroboter für Flächen von bis zu 700m² gemacht und verfügt neben dem LogiCut getauften Feature auch über ein Mähen je nach Wetterlage und einer Appunterstütztung.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert hier der Indego M+ 700 so gut wie es Bosch verspricht? Ist die Logik ausgereift? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Bosch für das Ausleihen des Indego M+ 700 für diesen Test.

 

Der Bosch DIY Indego M+ 700 im Test

Rein optisch ähnelt der Indego M+ 700 dem bekannten Indego S+ 350/400 sehr deutlich! Ich würde sogar sagen beide nutzen das weitestgehend identische Gehäuse, auch wenn ich gerade keinen direkten Vergleich vor mir habe. Damit ist der Indego M+ 700 ein vergleichsweise kleiner und kompakter Mähroboter!

Bosch Diy Indego M+ 700 Im Test 1Allerdings wirkt dieser sehr wertig und gut gebaut! Der Mähroboter ist sogar recht schwer, was diesem eine gute Bodenhaftung verleiht. Auf Seiten des Antriebs verfügt der Mäher über zwei große Hinterräder die von Motoren angetrieben werden. Auf der Vorderseite gibt es zwei einfache und flexible „Rollen“, die sich passiv mitdrehen.

Bosch Diy Indego M+ 700 Im Test 5Wie die meisten kompakten Mähroboter ist auch der Bosch keine Berziege. Dieser kann „lediglich“ 27% Steigungen bewältigen. Ausreichend für die meisten Gründstücke, aber für Böschungen oder Hanglagen ist dieser nur bedingt geeignet.

Bosch Diy Indego M+ 700 Im Test 10Gesteuert wird der Mähroboter über 8 Tasten und ein kleines LCD Display auf der Oberseite. Die deutlich sichtbarste Taste ist natürlich der Stop-Knopf. Habt Ihr die „+“ Version gewählt, könnt Ihr den Mähroboter zudem via Smartphone App steuern.

 

Installation und Montage

Die Installation eines Mähroboters ist einfach und kompliziert zugleich. Leider ist die Installation eines Bosch Mähroboters etwas aufwendiger als bei vielen Konkurenten. Beispielsweise bei Gardena gibt es zwar auch empfohlene Mindestabstände usw. aber im Grunde reicht es diesen Mährobotern wenn das Kabel irgendwie um Euren Garten liegt. Bei Bosch müsst Ihr zu 100% nach dem Handbuch arbeiten ansonsten arbeitet der Mähroboter gar nicht.

Bosch Diy Indego M+ 700 Im Test 2Bosch Diy Indego M+ 700 Im Test 4

 

  1. Wählt die Position der Ladestation. Diese muss zum einen gerade sein, muss in einer Ecke Eures Gartens sein (die Kabel müssen in einem 90 Grad winkel durch die Station gehen), sie muss in der Nähe einer Steckdose sein und Ihr müsst vor dieser mindestens 1,5 Meter gerade Platz haben.
  2. Um den kompletten zu mähenden Bereich muss ein Begrenzungskabel verlegt werden. Dieses sendet ein Funksignal, welches dem Mäher mitteilt „bis hier hin und nicht weiter“. Dieses Kabel muss genau 30cm von Hindernissen, Wänden usw. entfernt bleiben. Unterschreitet Ihr diese 30cm wird der Mähroboter die Arbeit verweigern, verlegt das Kabel also so akkurat wie möglich. Keine Sorge die Kabel wachsen innerhalb eines ½ Jahrs vollständig ein.
  3. Verbindet die Kabel mit der Ladestation und starten den Mähroboter. Der Indego M+ 700 checkt zunächst ob Ihr die Kabel richtig verlegt habt. Ist dies nicht der Fall verweigert dieser den Dienst.
  4. Hat alles in der ersten Testrunde geklappt kann es nun losgehen!

 

Ein austauschbarer Akku!

In den meisten Mährobotern ist der Akku fest verbaut bzw. kann nur mit einem gewissen Aufwand und teils auch nur von Service getauscht werden. Eine der wenigen Ausnahmen ist der Einhell FREELEXO 600 und auch der Indego M+ 700!

Bosch Diy Indego M+ 700 Im Test 15Unter einer Klappe auf der Unterseite des Indego M+ 700 sitzt ein 18V Bosch „Home and Garden“ Akku, wie Ihr diesen aus diversen Garten-Geräten von Bosch kennt. Sollte der Akku nach X Jahren kaputt gehen, dann würde ein Nachkauf einfach nur 40€ kosten. Der von Haus aus verbaute Akku hat 18V und 2,5Ah. „Wäre es auch möglich einen größeren Akku zu verbauen?“ Nein unter der Klappe ist nur Platz für einen einreihigen Akku und da sind 2,5Ah aktuell das größte was Bosch anbietet. Zudem würde ein größerer Akku die Ladedauert +- um den gleichen Faktor wie die Laufzeit verlängern, weshalb es keine positiv Auswirkungen in der Praxis gäbe.

Dennoch schön zu sehen, dass sich der Akku so einfach austauschen lassen würde!

 

Fahrverhalten und Logik

99% aller Mähroboter auf dem Markt nutzen eine Zufallsnavigation. Grob zusammengefasst fährt der Mähroboter los bis dieser sein Begrenzungskabel trifft, dreht in eine zufällige Richtung ab, fährt bis er sein Begrenzungskabel trifft usw. Irgendwann hat der Mähroboter so „per Zufall“ so die komplette Rasenfläche gemäht. Und ja das funktioniert, mit genug Zeit! Hier können ein paar hundert m² schon mehr als einen Tag in Anspruch nehmen.

Da ist Boschs „LogiCut“ doch deutlich eleganter, zumindest auf dem Papier. Hierbei erstellt der Mähroboter eine Karte Eures Gartens und fährt diesen in geraden und geplanten Bahnen ab. Dies funktioniert auch meist sehr gut und signifikant Zeiteffizienter als bei Mährobotern mit Zufallsnavigation!

Meist? Wie genau vermisst der Indego M+ 700 eigentlich Euren Garten? Im Grunde ist der Indego M+ 700 blind, aber sehr intelligent. Der Mähroboter umfährt zunächst Euren Garten und merkt sich die Umrisse, also „ich bin 36 Radumdrehungen geradeaus gefahren, habe mich dann 30 Grad nach links gedreht, bin dann 60 Radumdrehungen gefahren, habe mich dann 20 Grad nach rechts gedreht usw.“ Hierbei orientiert sich der Mähroboter natürlich am Begrenzugskabel, aber mithilfe dieser Informationen kann ein Grundriss Eures Gartens erstellt werden.

Wo nun aber der Mähroboter gerade innerhalb dieses Grundrisses ist, weiß er aber nicht. Er kann sich nur versuchen den Kurs zu merken den er gefahren ist und diesen in der Karte einzuzeichnen. Habt Ihr einen viereckigen Garten ohne Hindernisse funktioniert dies natürlich hervoragend! Auch bei etwas komplexeren Gartenflächen läuft das ganze Recht gut, deutlich besser als damals beim Indego S+ 350/400.

Bosch Diy Indego M+ 700 Im Test 19Ab und zu wirkt aber auch der Indego M+ 700 etwas „verwirrt“. Gerade wenn dieser aufgrund des Grases oder Bodenwellen nicht ganz gerade fahren konnte und plötzlich an einem anderen Ort ist als geplant. Weicht die aktuelle Position zu sehr von der erwarteten Position ab, ist der Indego M+ 700 aber so clever und umfährt den Garten wieder auf dem Begrenzungskabel bis er seine position neu erkannt hat. Er setzt dann das Mähen dort fort wo er aufgehört hat.

Einen kompletten Total Ausfall der Navigation konnte ich auf meiner Teststrecke nicht bemerken! Daumehoch dafür! Selbst wenn der Indego M+ 700 sich mal verkaufen hatte konnte er seine position im Alleingang wiederfinden.

Bosch Diy Indego M+ 700 Im Test 16Auch mit Hindernissen wie Gartenstühlen usw. kommt der Indego Okay zurecht. Werden diese mihilfe des Stoßsensors erkannt, werden sie großräumig umfahren. Der Indego M+ 700 versucht sich aber nicht vollständig unter diese Objekte zu arbeiten, wie es z.B. Gardena Modelle machen.

Unterm Strich bleibt aber das der Indego M+ 700 unheimlich zeiteffizient arbeitet, gerade bei weniger komplexen Gärten.

 

Mähleistung

Mähroboter haben gerade verglichen mit großen Rasenmähern gerade zu winzige Motorleistungen. Im Falle des Indego M+ 700 werden wir ca. 30-40W Motorleistung haben, unter Last vielleicht auch noch etwas mehr.

Dies reicht aber in der Regel völlig aus! Auf der Unterseite des Mähroboters haben wir drei flexible Messer, die sehr scharf sind und somit wenig Wiederstand beim Mähen haben und zum anderen ein sehr sauberes Schnittbild ergeben. Diese Messer sind einen hauch größer als bei Gardena und Husqvarna, aber mit 4 cm in der Länge immer noch als recht klein zu bezeichnen.

Bosch Diy Indego M+ 700 Im Test 13In der Regel lasst Ihr Euren Mähroboter einfach so oft fahren das der Rasen überhaupt keine problematische Höhe erreichen kann. +- 8cm Rasen würde ich als das maximum bezeichnen das der Mähroboter Suverän schafft, darüber hinaus solltet Ihr einmal per Hand mähen. Der Indego M+ 700 neigt dazu in hohem Gras stehen zu bleiben, weil dieses die Messer blockiert. Dies ist hier ein größeres Problem als bei Gardena oder Husqvarna.

Das Schnittbild des Rasens ist als sehr gut zu bezeichnen, solange die Messer scharf sind! Diese sollte Ihr je nach Fahrzeit alle 1-3 Monate tauschen um ein weiterhin sauberes Schnittbild zu erhalten.

 

Fazit

Habt Ihr eine vergleichsweise einfache Rasenfläche, mit wenigen Hindernissen? Dann sind die Bosch Mähroboter die so ziemlich beste Option für Euch! Warum?

Bosch Mähroboter wie der Indego M+ 700 nutzen die LogiCut Technologie, bei welcher der Mähroboter eine Karte von Eurem Garten erstellt und diesen in geraden und geplanten Bahnen abfährt. Dies funktioniert auch gut! Natürlich gibt es hier auch Schwächen, so kann der Indego M+ 700 sich ab und zu mal verlaufen oder mal einen schmalen Büschel Gras beim Erstmaligen überfahren stehen lassen. Generell wirkt der Indego M+ 700 aber deutlich suveräner als noch der kleine Indego S+ 350/400, ob dies nun an überlegender Hardware oder ausgreifterer Software liegt kann ich allerdings nicht sagen.

Bosch Diy Indego M+ 700 Im Test 23Hierdurch ist der Indego M+ 700 um ein vielfaches Zeiteffizienter als Gardena, Husqvarna, Einhell und Co.! Der Indego schaffte meine Testfläche in ca. einer Stunde komplett zu mähen, Gardena und Einhell benötigen mindestens das Doppelte!

Allerdings ist der Indego M+ 700 auch nicht perfekt. So mag dieser kein hohes Gras, hier bleibt dieser schnell stecken, und Steigungen dürfen nur sehr bedingt in Eurem Garten vorkommen. Auch wenn Ihr einen sehr komplexen Garten habt könntet Ihr den Indego M+ 700 überfordern, was zu einem deutlichen Verlusst an Arbeits Effizienz führt. Bonuspukte gibt es wiederum für den nutzer-austauschbaren Akku!

Bosch Diy Indego M+ 700 Im Test 21Kurzum, ja ich kann den Indego M+ 700 mit gutem Gewissen empfehlen, wenn Ihr einen recht offnen, großen und wenig komplexen Garten habt! Hier fühlt sich der Bosch Mähroboter sehr wohl und wird einen besseren Job machen als die überweltignde Mehrheit der Konkurenz. Allerdings um komplexer und verschachtelter Euer Garten wird, mit innenliegenden Beeten, kleineren Steigungen usw. umso mehr würde ich richtung Gardena oder Husqvarna tendieren. Also weniger Komplex = Bosch, sehr komplex = Gardena/Husqvarna, so wäre ein wenig meine „Standardempfehlung“.

Bosch Diy Indego M+ 700

Die Tribit StormBox Micro im Test, der günstige Bruder des Teufel BOOMSTER Go?

Tribit gehört zu den absoluten Geheimtipps unter den Herstellern von günstigen und guten Audio-Produkten. Das neuste Modell im Lineup von Tribit ist die StormBox Micro, ein kompakter Bluetooth Lautsprecher im Style des Teufel BOOMSTER Go.

Tribit Stormbox Micro Im Test 5Dabei soll die Tribit StormBox Micro trotz der kompakten Abmessungen mit einem großen Klang überzeugen. Bei einem Preis von 50€ dürfen wir auch durchaus einen gehobenen Klang erwarten. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Finden wir dies im Test der Tribit StormBox Micro heraus! An dieser Stelle vielen Dank an Tribit für das Zurverfügungstellen des Bluetooth Lautsprechers für diesen Test.

 

Die Tribit StormBox Micro im Test

Die Tribit StormBox Micro ist wie der Name schon vermuten lässt ein recht kompakter Bluetooth Lautsprecher. Dieser misst 96 x 96 x 38 mm und bringt 292 g auf die Waage.

Tribit Stormbox Micro Im Test 1Damit ist er nicht absolut winzig, aber schon recht klein. Die Abmessungen ähneln stark dem Teufel BOOMSTER Go. Wer nun denkt „oh hier gibt es ja wirklich einige Parallelen“ muss ich ein wenig enttäuschen, ja die StormBox Micro und der BOOMSTER Go sind sich wirklich sehr ähnlich, sie sind aber nicht identisch. Mich würde es aber nicht wundern wenn beide vom gleichen Fertiger stammen.

So setzt auch Tribit beim Gehäuse auf eine Mischung aus einem Hartgummi + eine textile Oberseite. Hierdurch fühlt sich der Lautsprecher sehr wertig und „edel“ an. Nein dieser wirkt nicht wie ein 08/15 China Modell, sondern spielt haptisch schon 2 Klassen über diesen.

Tribit Stormbox Micro Im Test 3Besonders gefällt mir wie üblich die Leinen-Stoff Oberseite unter welcher sich der Treiber versteckt. Diese sieht schick aus, fühlt sich gut an und ist resistent gegenüber Fingerabdrücken und Schmutz.

Erfreulicherweise ist die Tribit StormBox Micro IP67 wassergeschützt. Diese darf also theoretisch sogar kurz untertauchen ohne dabei Schaden zu nehmen. Spannend, denn der USB C Port welcher zum laden des Lautsprechers genutzt wird, ist nicht abgedeckt, muss also intern versiegelt sein.

Tribit Stormbox Micro Im Test 2Die Akkulaufzeit der Tribit StormBox Micro beträgt dabei 8 Stunden was soweit okay ist. Gesteuert wird der Bluetooth Lautsprecher über zwei Tasten auf der Oberseite wie auch drei Tasten auf der Front.

 

Klang

Der Klang der Tribit StormBox Micro hat mich überrascht! Aber gehen wir geordnet vor und starten beim Bass.

Natürlich ist die StormBox Micro kein absoluter Bass-Bomber, dies ist bei solch kompakten Abmessungen auch unmöglich. Allerdings ist der Bass nicht übel! Gerade bei niedriger bis mittlerer Lautstärke ist der Bass sehr schön rund und durchaus als satt zu bezeichnen. Bei höherer Lautstärke ist aber deutlich zu hören, dass der Bass etwas gedrosselt wird um ein Übersteuern zu verhindern. Nicht überraschend, zumal der Lautsprecher auch recht laut werden kann.

Tribit Stormbox Micro Im Test 6Die Mitten sind ziemlich ideal. Der Lautsprecher klingt ausreichend voll und Stimmen werden gut wiedergegeben.

Etwas kritisieren muss ich leider die Höhen. Diese wirken etwas matt. Nach einer längeren Einspielzeit meine ich, dass diese etwas aufgeklart sind, dies kann aber auch Einbildung sein. Ich würde die Höhen nicht als schlecht deklarieren, aber es ist hier eindeutig noch etwas Luft nach oben.

Es ist eindeutig zu merken, dass Tribit seinen Fokus eher auf die Tiefen gelegt hat.

 

Fazit

Kompakt, wertig und durchaus klangstark, so in der Art lautet das Fazit zur StormBox Micro.

Sprechen wird zunächst über den Klang. Ihr dürft hier natürlich keine Wunder erwarten bei solch einem flachen Lautsprecher, allerdings bietet dieser einen durchaus vollen und ausreichend bass-starken Klang. Die Höhen könnten noch etwas klarer sein, dies ist aber mein einziger Kritikpunkt. Ansonsten passt der Klang völlig für die Preisklasse und die Abmessungen.

Tribit Stormbox Micro Im Test 7Ebenfalls gelungen ist die Haptik und Optik. Der Lautsprecher sieht schick aus und fühlt sich wertig an! Hier steht dieser sogar deutlich teureren Modellen in nichts nach.

Ob ich Euch die Tribit StormBox Micro empfehlen kann hängt am Ende etwas von Euren Ansprüchen ab. Sucht Ihr einen besonders kleinen und kompakten Lautsprecher, wollt aber nicht 100€ für einen  Teufel BOOMSTER Go ausgeben? Dann kann die StormBox Micro eine Alternative darstellen. Allerdings bekommt Ihr auch bessere Bluetooth Lautsprecher, auch von Tribit, fürs gleiche Geld wenn Ihr bereit seit etwas den kompakten Formfaktor aufzugeben.