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Die Baseus W09 TWS im Test, klingen wie ein 10€ Radio

Baseus ist ein Stammgast auf Techtest.org und aus meiner Sicht ein Geheimtipp, wenn es um gute und günstige Zubehör Produkte geht. Neben Ladekabeln, Powerbanks, Ladegeräten produziert Baseus auch Ohrhörer.

Die Baseus W09 Tws Im Test 6, Eins der neusten Modelle ist hier der Baseus W09 TWS. Bei diesem handelt es sich zwar nicht um einen direkten Apple AirPod Clone, aber durchaus um Ohrhörer, die von Apple inspiriert sind. So ist die Form ähnlich und Baseus setzt ebenfalls auf das Semi-In-Ear Design.

Dies zu einem Preis von unter 20€. Klingt doch gut, oder? Ob die Ohrhörer wirklich gut Klingen finden wir im Praxis Test heraus!

 

Die Baseus W09 TWS im Test

Baseus setzt bei den W09 TWS auf eine erfreulich kompakte Ladebox im „Apple AirPod Style“. Diese misst 53,8 x 45 x 24 mm und ist aus einem schwarzen Hochglanz Kunststoff gefertigt.

Die Baseus W09 Tws Im Test 1Dieser ist leider sehr anfällig gegenüber Kratzer und Fingerabdrücken! Schade, denn der generelle Qualitätseindruck ist soweit völlig okay! Der Deckel sitzt sehr schön straff und auch der Magnet, welcher den Deckel geschlossen hält, ist ausreichend stark. Es gibt die W09 auch in Weiß (diese Version ist allerdings teurer).

Die Baseus W09 Tws Im Test 2Die Ladebox kann die Ohrhörer rund 5x unterwegs Aufladen, ehe diese selbst über einen USB C Port auf der Unterseite geladen werden muss. Mit einer Ladung halten die Ohrhörer rund 4 Stunden durch, was kein Weltklasse Wert ist, aber in die Kategorie „völlig Okay“ gehört.

Die Ohrhörer selbst sind ähnlich wie die Ladebox in einem schwarzen Hochglanz Kunststoff gehalten. Dabei setzt Baseus auf das von mir genannte „Steg-Design“. Heißt an den Ohrhörern befindet sich ein kleiner Steg der aus dem Ohr hervorragt und bis auf die Höhe der Ohrläppchen hängt.

Die Baseus W09 Tws Im Test 3Dieser Steg beinhaltet den Akku und andere wichtige Elektronik. Ebenso ist die Rückseite, welche über eine Fräsung verfügt, Touch sensitiv. Hierrüber könnt Ihr die Ohrhörer steuern.

Die Baseus W09 Tws Im Test 4Das Ein- und Ausschalten funktioniert aber wie üblich automatisch, wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox legt bzw. herausnehmt.

 

Der Klang

Ganz offen gesagt die Baseus W09 TWS klingen nicht gut. Starten wir aber am Anfang. Die Höhen sind soweit okay. Diese sind ausreichend klar und halbwegs sauber. Neigen allerdings bei einigen Frequenzen zu einem gewissen Ausfransen.

Die Mitten kann ich nur als akzeptabel bis blechern bezeichnen. Stimmen klingen im Allgemeinen Okay und ausreichend natürlich. Aber gerade die unteren Mitten sind einfach nur dumpf, als hättet Ihr ein 10€ Radio vor Euch.

Die Baseus W09 Tws Im Test 7Der Bass ist bei allen Semi-In-Ear Ohrhörern etwas problematisch. Da diese Ohrhörer keine Versiegelung aufbauen, hat der Bass Probleme Druck aufzubauen. Dies kann man etwas durch besonders große und leistungsstarke Treiber kompensieren oder halt nicht.

„Oder halt nicht“ ist hier der Fall. Ähnlich wie die unteren Mitten ist der Bass recht dumpf und leblos. Die Baseus W09 erinnern mich hier etwas an die billigen Apple AirPod Kopien.

 

Fazit

Ich habe diesen Test recht kurz gehalten, da ich nicht denke irgendjemand sollte die Baseus W09 TWS kaufen.

Die Ohrhörer klingen zwar nicht absolut unnutzbar grässlich, sind aber kurz davor. Gerade die Mitten und der Bass sind teils unheimlich blechern und matt. Stimmen und Höhen sind okay, aber auch nicht mehr als das.

Die Baseus W09 Tws Im Test 9Für um die 20€ gibt es deutlich bessere Ohrhörer! Siehe die Xiaomi RedMi AirDots. Wollt Ihr unbedingt Ohrhörer im Semi-In-Ear Style dann würde ich mir die Tronsmart Onyx Ace ansehen.

Die Anker PowerExpand Elite 13-in-1 Thunderbolt 3 Docking Station im Test

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Mittlerweile ist es nicht mehr unüblich ein Notebook auch am Schreibtisch als „Desktop-PC“ zu nutzen. Wer dies allerdings macht wird früher oder später Bedarf an einer Docking Station haben. Gerade dank Thunderbolt 3 sind diese einfacher denn je. Ein Kabel mit seinem Notebook verbinden und das Notebook wird geladen, das Display Signal übertragen und jede Menge USB Ports verbunden.

Leider sind Thunderbolt 3 Docks aber aufgrund der teils sehr hohen Preise eher ein „exotisches Produkt“. Dennoch möchte Anker mit seinem PowerExpand Elite 13-in-1 diesen Markt nun etwas aufräumen.

Anker Powerexpand Elite 13 In 1 Thunderbolt 3 Docking Station Review Test 8Das PowerExpand Elite 13-in-1 Thunderbolt 3 Dock ist dabei aus einer Zusammenarbeit von Anker und Intel entstanden. Wie der Name schon vermuten lässt erweitert dieses Dock Euer Notebook um bis zu 13 Ports. Allerdings kostet dieser Spaß mit 299€ auch eine stolze Summe.

Wollen wir uns da in der Praxis einmal ansehen wie gut das Anker PowerExpand Elite 13-in-1 wirklich ist! An dieser Stelle vielen Dank an Anker für das Zurverfügungstellen des Docks für diesen Test.

 

Die Anker PowerExpand Elite 13-in-1 Thunderbolt 3 Docking Station im Test

Wie es sich auch für eine Docking Station gehört die 299€ kostet ist der Anker PowerExpand Elite auch äußerlich sehr wertig gehalten. Die Docking Station ist aus einem massiven Aluminium gefertigt, welches nicht nur schick aussieht, sondern auch bei der Wärmeabfuhr hilft.

Anker Powerexpand Elite 13 In 1 Thunderbolt 3 Docking Station Review Test 1Dabei erinnert mich der Formfaktor etwas an das CalDigit TS3 Plus Dock. Auch der Anker PowerExpand Elite ist vergleichsweise klein, aber recht dick aufgebaut. Das Dock misst 125 x 42 x 88mm und ist primär für eine Hochkant-Nutzung ausgelegt.

Anker Powerexpand Elite 13 In 1 Thunderbolt 3 Docking Station Review Test 4Auf der Front des Docks finden wir zunächst eine Status LED wie auch einen Einschalter. Des Weiteren sind hier folgende Ports zu finden:

  • 1x SD-Kartenleser
  • 1x microSD-Kartenleser
  • 1x 3,5mm Kopfhörer/Headset Anschluss
  • 2x USB C 10Gbit
  • 1x USB A 5Gbit

Einer der USB C Ports ist sogar als ein Power Delivery Ladeport mit bis zu 18W ausgelegt. Ideal falls Ihr Euer Smartphone Synchronisieren und schnellladen wollt.

Anker Powerexpand Elite 13 In 1 Thunderbolt 3 Docking Station Review Test 2Auf der Rückseite sind folgende Ports zu finden:

  • 1x DC Eingang
  • 1x Gbit LAN
  • 1x HDMI 2.0
  • 3x USB A 5Gbit
  • 1x TB3 Eingang
  • 1x TB3 Ausgang

Der Thunderbolt 3 Eingang kann parallel Euer Notebook mit bis zu 85W versorgen. Dementsprechend ist das beiliegende Ladegerät auch etwas mächtiger gewählt. Anker ist hier auch komplett auf Nummer sicher gegangen und legt ein 180W Netzteil bei. Das Dock hat also mehr als genug Leistung auch leistungshungrigere Geräte an allen USB Ports zu versorgen. 180W maximale Leistung ist wirklich großzügig gewählt.

Neben dem Netzteil und dem Dock liegt auch ein 1 Meter Thunderbolt 3 Kabel bei.

 

Die Praxis

Ganz ehrlich gesagt Thunderbolt 3 kann recht zickig sein! Dies gilt nicht nur für das Anker PowerExpand Elite, sondern generell für Thunderbolt 3 Docks. So kann es passieren, dass sich das Dock von alleine trennt wenn ich dieses an den linken Thunderbolt 3 Ports meines XPS 17 nutze. An den rechten Thunderbolt 3 Ports funktioniert es hingegen problemlos. Dieses Problem hat im Übrigen nicht nur das Anker PowerExpand Elite, sondern auch beispielsweise das CalDigit TS3 Plus Dock. Damit will ich nur sagen es gibt bei Thunderbolt 3 ab und zu mal ein paar „Merkwürdigkeiten“. Für solche kann das Dock aber in der Regel nichts.

Anker Powerexpand Elite 13 In 1 Thunderbolt 3 Docking Station Review Test 9Generell gesprochen funktionierte das Anker PowerExpand Elite 13-in-1 Thunderbolt 3 Dock gut! Ich habe dies am Dell XPS 13 9380, Dell XPS 17 9700 und Apple MacBook Pro 16 getestet. Am XPS 13 und MacBook Pro 16 konnte ich keine Probleme bemerken und am XPS 17 9700 nur das oben genannte. Damit gehört das PowerExpand Elite 13-in-1 sogar zu den unproblematischeren Thunderbolt 3 Docks die ich bisher in den Fingern hatte.

Laden

Grundsätzlich kann das PowerExpand Elite 13-in-1 Euer Notebook über den USB C Port mit bis zu 85W Strom versorgen. Wie viel aber effektiv in Eurem Notebook landet hängt vom Notebook ab.

Dell XPS 17 9700 Dell XPS 13 Apple MacBook Pro 16
67W 45W 83W

 

Das XPS 17 gönnt sich von den 85W die verfügbar sein leider nur 67W, ausreichend in 90% der Fälle, aber unter Volllast kann es passieren, dass sich das Notebook trotz Dock entlädt.

Beim XPS 13 und Apple MacBook Pro 16 ist dies hingegen kein Problem! Das XPS 13 gönnt sich 45W, braucht aber auch nur 45W. Das Apple MacBook 16 lädt mit +- 83W. Zwar hat das originale Ladegerät des MacBooks 96W, aber zumindest bei meiner kleineren Version des MacBooks ist dies kein Problem! Das Notebook hat sich auch unter Last nicht entladen.

Anker Powerexpand Elite 13 In 1 Thunderbolt 3 Docking Station Review Test 10Wichtig! Es gibt Thunderbolt 3 Kabel die nur 3A unterstützen, hier ist das Laden auf 60W limitiert. Kauft also ein 5A Kabel oder nutzt das beiliegende, welches natürlich auch 5A unterstützt.

Monitor

Ihr könnt einen Monitor via HDMI mit dem Dock verbinden. Dabei unterstützt das Dock maximal eine 4K Auflösung bei 60Hz! Ich hatte hier keinerlei Probleme. Der Monitor wurde zu 100% erkannt und umgeschaltet. Ein zweiter Monitor kann via USB C angebunden werden, laut Anker ebenfalls mit 4K/60Hz.

  1. Anker schreibt in der Produktbeschreibung „Gönn dir erstklassige HDMI-Auflösung von 4K@30Hz per HDMI und 5K@60Hz per Thunderbolt 3 Eingang.“ Dies impliziert das via HDMI nur 4K@30Hz möglich wären, dies ist aber nicht richtig!

Netzwerk

Im Anker Dock ist ein Gbit LAN Port verbaut. Dieser wird von einem Realtek RTL8153 gespeist. Probleme gab es hier keine. Zu meinem lokalen NAS konnte ich Datenraten von bis zu 108MB/s erreichen, was dem üblichen Gbit Standard entspricht.

SD Kartenleser

Der verbaute SD-Kartenleser unterstützt lauf Anker den UHSII Standard und kann somit bis zu 300MB/s erreichen. Leider habe ich gerade keine UHSII Speicherkarte auf Lager, daher kann ich dies nicht praktisch testen. Allerdings mit einer UHSI Speicherkarte wurden sehr gute 97MB/s lesend und 88MB/s schreibend erreicht.

USB Ports

Wir haben auf der Front des Anker PowerExpand Elite 13-in-1 Docks 2x USB C 3.1 Gen 2 Ports wie auch einen normalen USB 3.1 Gen 1 Port. Beide Port Typen haben, wie zu erwarten war, performt.

Mit einer Crucial X8 externen SSD konnte ich bis zu 973MB/s erreichen, was dem üblichen Tempo entspricht.

 

Power-Verhalten

Im Gegensatz zu vielen anderen Thunderbolt 3 Docks verfügt das Anker PowerExpand Elite 13-in-1 Dock über einen Einschalter auf der Front. Dieser Einschalter merkt sich seine Position NICHT! Zieht Ihr das Dock aus der Steckdose und steckt es wieder ein ist es immer zunächst aus.

Komplett ausgeschaltet benötigt dieses rund 0,8W. Eingeschaltet, ohne das dieses Euer Notebook lädt aber mit einem Monitor, LAN und einem USB Gerät, liegt der Verbrauch bei ca. 13-14W.

 

Im Inneren

Ich konnte es mir nicht nehmen lassen mir auch einmal das Innere des PowerExpand Elite anzusehen.

  • Anker Powerexpand Elite 13 In 1 Thunderbolt 3 Docking Station Review Test 6Anker Powerexpand Elite 13 In 1 Thunderbolt 3 Docking Station Review Test 7Als Thunderbolt 3 Controller kommt der Intel JHL7540 zum Einsatz. Keine große Überraschung, dieser ist der „Standard“ Thunderbolt Controller.
  • Die USB 3.1 Gen 1 Ports kommen von einem bzw. zwei VIA VL817-Q7 Jeder Controller kann vier USB 3.1 Gen 1 Ports bereitstellen.
  • Der SD Kartenleser hängt an einem Genesys Logic GL3226 Controller, welcher intern an einem USB 3.1 Gen 1 Port hängt. Der Controller unterstützt den SD 4.0 UHS-II Standard.
  • Die LAN Karte hat mich etwas enttäuscht, denn hier handelt es sich um einen Realtek RTL8153. Die LAN Karte ist intern ebenfalls via USB angebunden. Viele Thunderbolt 3 Docks setzten hier auf Intel LAN Karten, die an einem PCIe Slot hängen, was in der Regel „eleganter“ ist.
  • Bei der Soundkarte wird es sich vermutlich um die Realtek ALC3263 Diese ist via USB 2.0 intern angebunden.

 

Fazit

Das Anker PowerExpand Elite 13-in-1 ist ein klasse Thunderbolt 3 Dock! Dies liegt an drei Punkten.

  1. 85W Ladeleistung und ein großzügiges 180W Netzteil
  2. Große Portausstattung inklusive SD Kartenleser
  3. Wertiges Aluminium Design

Aufgrund der Ladeleistung von bis zu 85W über den Thunderbolt 3 Anschluss könnt Ihr Euch bei sehr vielen Notebooks wie dem Dell XPS 13 oder den Apple MacBooks das originale Ladegerät komplett sparen. Einfach ein Kabel einstecken und Euer Notebook ist angedockt.

Anker Powerexpand Elite 13 In 1 Thunderbolt 3 Docking Station Review Test 12Wichtig ist hier natürlich die Portausstattung, welche fast perfekt ausfällt! Ein SD Kartenleser auf der Front, 2x USB C 10Gbit und 5x USB A, Gbit LAN und HDMI um nur das wichtigste zu erwähnen. Gerade der SD Kartenleser wird die Fotografen unter Euch freuen.

Dabei funktionieren alle Ports so wie dies zu erwarten ist! Einer der USB C Ports unterstützt sogar das Schnellladen von iPhone und Co. Probleme sind mir mit dem Anker PowerExpand Elite 13-in-1 keine begegnet, auch wenn Thunderbolt 3 generell ab und zu mal etwas zickig sein kann.

Kurzum, ich kann die Anker PowerExpand Elite 13-in-1 Thunderbolt 3 Docking Station mit gutem Gewissen empfehlen, auch wenn es z.B. in Form des CalDigit TS3 Plus Dock starke Konkurrenz gibt. Der Preis wirkt zwar mit 299€ (zum Zeitpunkt des Tests) recht hoch, passt aber für ein Thunderbolt 3 Dock dieser Klasse.

Die eufy Security Indoor Cam 2K im Test, die beste günstige Überwachungskamera 2020!

Eufy gehört eindeutig zu den besten Herstellern von Heim-Überwachungskameras. Diese boten allerdings bisher lediglich Kameras für den Außenbereich an, wie die eufyCam 2. Dies ändert sich nun aber mit der eufy Security Indoor Cam 2K.

Diese soll zum einem mit einer besonders hohen 2K Auflösung, wie aber auch durch einen besonders attraktiven Preis von gerade einmal 40€ punkten! Damit tritt diese als direkter Konkurrent zur Blink Mini an, welche ebenfalls durch einen niedrigen Preis und kompakte Abmessungen punkten soll.

Eufy Security Indoor Cam 2k Im Test 5Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die eufy Security Indoor Cam 2K überzeugen? Finden wir dies im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an eufy für das zur Verfügung stellen der eufy Indoor Cam 2K für diesen Test.

 

Die eufy Security Indoor Cam 2K im Test

Die eufy Security Indoor Cam 2K hat gerade optisch gewisse parallelen zur Blink mini Überwachungskamera. Beides sind sehr kompakte Kameras, welche auf eine dezente Nutzung im Wohnraum zugeschnitten sind.

Eufy Security Indoor Cam 2k Im Test 1So misst die Indoor Cam 2K gerade einmal 56 x 57 x 35 mm und lässt sich somit recht gut versteckt positionieren. Hierzu passt auch das vergleichsweise schlichte und einfache Design. Wir haben eine schwarze Hochglanzfront, in welcher die Linse eingelassen ist, und ein Gehäuse aus weißem Hochglanz-Kunststoff.

Das viereckige Kamera-Gehäuse ist dabei auf einem kleinen Standfuß mit Kugelkopf positioniert. Dieses erlaubt eine sehr freie und flexible Ausrichtung der Kamera. Es ist sogar eine Wandmontage möglich!

Eufy Security Indoor Cam 2k Im Test 4Die Energieversorgung der Kamera läuft über einen einfachen microUSB Port auf der Rückseite. Die Kamera benötigt ein einfaches 5V/1A USB Ladegerät, welches natürlich auch passend beiliegt. Ebenfalls auf der Rückseite findet sich eine „Sync-Taste“. Seitlich ist zudem ein microSD Karten Steckplatz angebracht. Eine passende Speicherkarte liegt aber nicht bei!

Eufy Security Indoor Cam 2k Im Test 2Die Leistungsaufnahme der Kamera liegt bei rund 1,2W bzw. 2,3W wenn die IR-LEDs aktiv sind.

 

Einrichtung und Eufy App

Die Einrichtung der Indoor Cam 2K ist sehr einfach! Ladet Euch die Eufy Security App herunter, legt Euch dort ein Konto an und wählt Gerät hinzufügen. Dort wählt die Indoor Cam 2K und scannt der QR Code auf der Unterseite. Anschließend verbindet die Kamera mit dem Strom und Euer Smartphone verbindet sich zunächst via Bluetooth mit der Kamera. Anschließend werden Eure WLAN Daten übertragen und nach einer Zuordnung zu einem Raum ist die Einrichtung fertig.

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Die Eufy Security App ist erfreulich gut und wertig aufgebaut! Auf der Startseite findet Ihr eine Übersicht über alle verbundenen Kameras, inklusive einer Vorschau der letzten aufgenommenen Aktivität.

Tippt Ihr diese Vorschau an landet Ihr in der Live-Ansicht. Das Laden der Live-Ansicht dauert gerade mal eine Sekunde, geht also extrem schnell. In der Live-Ansicht könnt Ihr manuell Fotos und Videos aufnehmen und die 2-Wege Kommunikation einleiten.

 

Aufnahme und Feature

Die eufy Security Indoor Cam 2K nimmt Videos generell nicht konstant auf. Videos werden nur aufgezeichnet wenn zuvor eine Bewegung erkannt wurde. Dabei kann die Kamera dank KI aktiv zwischen Mensch und Tier unterscheiden. Aktiv = anstelle eines nur passiven Sensors der einfach nur auf Menschen reagiert analysiert die Kamera jedes Bild und versucht auf diesem Umrisse von Menschen/Tieren zu erkennen.

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Hierdurch könnt Ihr auch gezielt Benachrichtigungen erhalten, nur für Menschen, Mensch + Tier oder für alle arten von Bewegungen. In der Benachrichtigung steht auch gleich was erkannt wurde.

Dies ermöglicht auch ein lustiges Feature namens „Haustier-Befehl“. Betritt Euer Haustier einen zuvor in der App festgelegten Bereich kann automatisch ein von Euch eingesprochener Befehl abgespielt werden. Frei nach dem Motto „nein nicht auf die Couch springen“.

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Die Bewegungserkennung funktioniert generell gut bis sehr gut! Auch die Erkennung von Haustieren, in diesem Fall meines Hundes, funktionierte ordentlich. Wie gut diese wirklich funktioniert hängt aber stark von der Positionierung der Kamera und auch von den Lichtverhältnissen ab.

Es gibt auch die Möglichkeit Videos fortlaufend aufzunehmen, aber dies macht die Auswertung nur recht schwer und nutzt Eure Speicherkarte schnell ab.

 

Datenschutz und Speicherung

Der Datenschutz ist gerade bei Innen-Überwachungskameras sehr wichtig! Eufy verspricht hier die höchsten Datenschutz-Standards und eine durchgehende Verschlüsselung. Super! Allerdings welcher Hersteller verspricht keinen hohen Datenschutz?

Eufy Security Indoor Cam 2k Im Test 7Minuspunkte gibt es zunächst für den Registrierungszwang. Nicht unüblich, aber dies gibt einem Angreifer die Möglichkeit gezielt einen Account anzugreifen. Wählt also ein sicheres Passwort oder nutzt die 2 Faktor-Authentifizierung die Eufy anbietet.

Ein sehr wichtiger Punkt bei der Datensicherheit ist der Speicherort der Aufnahmen. Hier bietet die  eufy Security Indoor Cam 2K drei Optionen:

  • Lokal auf einer microSD Speicherkarte
  • In der Eufy Cloud (kostenpflichtig)
  • Auf einem NAS mit RTSP Unterstützung

In der Cloud ist generell gesprochen ein reicht komfortabler Speicherort für Aufnahmen. Eufy speichert auch alle Aufnahmen verschlüsselt in einem deutschen Rechenzentrum. Allerdings wie gut die Verschlüsselung ist und vor allem wie gut die Schlüssel gesichert sind kann ich Euch nicht sagen. Allerdings bietet die Cloud einen hohen Schutz auch im Falle einer Zerstörung der Kamera. Die Cloud-Aufzeichnung kostet Euch faire 2,99€ pro Monat bzw. 29,99€ pro Jahr.

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Langfristig günstiger ist hier die Speicherung auf einer lokalen Speicherkarte. Diese bietet auch aus sicht der Datensicherheit Vorzüge. Sicherlich wenn jemand in Euren Account kommt kann diese Person weiterhin an die Aufnahmen kommen, aber das Risiko ist nochmals verringert verglichen mit der Speicherung auf einem letztendlich fremden Server. In meinem Test funktionierte eine 64GB Speicherkarte absolut problemlos.

Wollt Ihr das Maximum an Datenschutz, dann müsst Ihr zu RTSP greifen. RTSP erlaubt es 3. Anbieter Systeme direkt auf das Video-Signal zuzugreifen. Dies wäre z.B. ein Synology oder QNAP NAS, mit den jeweiligen Surveillance Station Anwendungen. In diesem Fall kann beispielsweise die Synology Surveillance Station direkt den Video-Stream abgreifen und sich um die Aufnahme kümmern. In der Eufy App landen dann keine Aufnahmen, sondern auf Eurem lokalen NAS. Diese Option ist allerdings eher etwas für „Profis“. Den normal Nutzern würde ich zur Nutzung der Speicherkarte raten.

 

Bildqualität

Eufy wirbt bei der Security Indoor Cam 2K mit einer 2K Auflösung. Bei dieser handelt es sich um 2304 x 1296 Pixel, welche damit wirklich ca. 44% über Full HD liegt!

2020 07 07 08 58 23Und ja in der Praxis ist die Bildqualität wirklich sehr ordentlich! Ich habe zwar schon eine noch bessere Bildqualität gesehen, aber in dieser Preisklasse ist mir nichts Besseres bekannt.

Die Bildschärfe ist gut, auch wenn es sicherlich bei der Detaildarstellung noch etwas Luft nach oben gibt. Dafür ist die Dynamik und Bildausleuchtung aber gut!

 

Fazit

Die eufy Security Indoor Cam 2K ist die besten Indoor-Überwachungskamera unter 50€ die mir bisher begegnet ist! Dies sogar mit einem großen Abstand.

Warum lässt sich in drei Punkten gut zusammenfassen:

  • Gute Bildqualität
  • Gute Bewegungserkennung mit KI-Featuren
  • Vielfältige Aufzeichnungsoptionen

Dank des 2K Sensors bietet die Eufy Indoor Cam 2K eine generell hohe bis sehr hohe Bildqualität. Es gibt zwar durchaus auch Full HD Überwachungskameras die eine noch höhere Bildqualität haben, aber unter 100€ ist mir hier kein Model bekannt.

Eufy Security Indoor Cam 2k Im Test 6Ähnliches gilt auch für die sehr gute Bewegungserkennung, welche sogar zwischen Mensch und Tier unterscheiden kann. Diese funktioniert auch in der Praxis gut wenn nicht sogar sehr gut! Die Indoor Cam 2K erkennt Bewegungen zuverlässig, kann diese gut einschätzen und benachrichtigt Euch dementsprechend.

Aufnahmen der Kamera können dabei wahlweise in der kostenpflichtigen Cloud, lokal auf einer Speicherkarte (liegt nicht mit im Lieferumfang) oder auf einem Heim-NAS gespeichert werden. Diese Flexibilität hebt die eufy Security Indoor Cam 2K auch stark von Modellen wir der Blink Mini ab. Und ja ich würde die Eufy Kamera der Blink Mini klar vorziehen! Je nach gewählter Speicherung variiert meine Einschätzung des Datenschutzes zwischen gut und sehr gut! Generell wirkt Eufy bei der Datensicherheit mehr als nur bemüht und dies in Kombination mit der Möglichkeit Aufnahmen lokal zu sichern macht die eufy Security Indoor Cam 2K schon besser als 90% aller „Smart Home Überwachungskameras“ auf dem Markt.

Hinzu kommt ein niedriger Stromverbrauch, eine gute App und ein klasse Ökosystem und ich kann die eufy Security Indoor Cam 2K mit gutem Gewissen empfehlen! Müsste ich mir aktuell eine Inn-Überwachungskamera kaufen, dann würde ich die Eufy wählen, gerade zu einem Preis von 40€ (zum Zeitpunkt des Tests)!

Angebot
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  • Ordentliche Bildqualität mit 2K Sensor
  • Gute Bewegungserkennung mit einfachen KI Featuren
  • Speicherung Lokal, in der Cloud oder auf einem NAS

Die UiiSii TWS808 im Test

True Wireless Ohrhörer gibt es tausende im Handel. Sich hier von der Masse abzusetzen ist nicht einfach, gerade für einen kleineren Hersteller. Aber genau dies versucht UiiSii mit seinen TWS808. Hierfür setzen diese auf den gleichen Bluetooth 5.0 Chip (Airoha AB1536) der auch in den großen Sony WF1000XM3 zum Einsatz kommt, wie auch auf einen Dual-Treiber Aufbau. Gerade letzterer ist immer spannend!

Uiisii Tws808 Im Test 9Aber wie sieht es in der Praxis aus? Sind die UiiSii TWS808 ein absoluter Geheim-Tipp oder sind diese nur einer von Vielen? Finden wir genau dies im Test heraus!

 

Die UiiSii TWS808 im Test

UiiSii setzt bei den TWS808 wie üblich auf eine kleine Kunstsoff Lade/Transportbox. Diese ist mit 72 x 42 x 33 mm und einem Gewicht inklusive Ohrhörer von 67g als mittelgroß bis klein zu bezeichnen.

Uiisii Tws808 Im Test 6Das Design der Ladebox ist dabei zwar recht simpel, aber als funktional zu bezeichnen. So besteht das Gehäuse aus einer Mischung aus einem matten schwarzen Kunststoff für die Basis und einem halb durchsichtigen Kunststoff bei der Oberseite.

Letzteres ist auch ein wenig „das“ Design Merkmal der Ladebox. Die generelle Verarbeitung wirkt dabei ordentlich. So ist der Klapp-Mechanismus des Deckels gut gemacht und die Ladebox angenehm massiv. Es gibt lediglich bei mir eine kleine Unsauberkeit im Deckel, welche aber vermutlich eher eine Ausnahme ist.

Uiisii Tws808 Im Test 3In der Ladebox integriert ist ein 600mAh Akku, welcher die Ohrhörer satte 6x unterwegs wiederaufladen kann. Mit einer Ladung halten die Ohrhörer dabei rund 4 Stunden. Kein absoluter Spitzenwert, aber vernünftig. Wie viel Ladung noch in der Ladebox vorhanden ist wird von einem kleinen LC Display angezeigt. Dieses leuchtet auf wenn Ihr den Deckel öffnet.

Bei den TWS808 selbst setzt UiiSii auf ein Steg Design. Bei diesem ragt an den Ohrhörern ein kleiner Kunststoff-Steg bis auf die Höhe der Ohrläppchen herunter. Dieses Design wurde etwas von den Apple Airpods etabliert, auch wenn die UiiSii TWS808 ansonsten nicht viel mit den Airpods zu tun haben.

Uiisii Tws808 Im Test 4Die Rückseite der Ohrhörer ist in einem dunklen Silber/Grau gehalten und hat die Anmutung von Aluminium. Dies ist auch sicherlich gewollt, denn UiiSii setzt zudem auf zwei „Nieten“ auf der Rückseite der Ohrhörer. Das Gehäuse der Ohrhörer ist allerdings komplett aus Kunststoff gefertigt.

Unterhalb dieser Nieten befindet sich eine kleine touch-sensitive Fläche, zur Steuerung der Lautstärke usw. Das Ein/Ausschalten der Ohrhörer passiert wie üblich automatisch wenn Ihr diese in die Ladebox legt bzw. heraus nehmt.

 

Tragekomfort

Ich würde den Tragekomfort der UiiSii TWS808 mit einer 2- bewerten. Generell sitzen die Ohrhörer bequem und gut in den Ohren, aber es gibt hier einen kleinen Kunstsoff „Bügel“ der etwas drücken kann, daher ein kleiner Punkt Abzug. Dies ist aber auch kein großes Problem und Meckern auf einem hohen Level.

 

Klang

Aber wie klingen nun die UiiSii TWS808? Gut bis sehr gut, aber beginnen wir am Anfang, also bei den Höhen.

Uiisii Tws808 Im Test 11Die Höhen der UiiSii TWS808 sind sehr klar und brillant. Diese haben eine hohe Leichtigkeit und auch eine gewisse Schärfe. Hierdurch wirken diese sehr detailliert und präzise, können aber auch teils etwas anstrengend wirken. Dies ist aber letztendlich Geschmackssache! Mir sind etwas brillantere Höhen lieber als mattere.

Die Mitten sind absolut unspektakulär. UiiSii setzt auf eine Badewannen-Klangsignatur. Das heißt die Höhen und Bässe sind angehoben, die Mitten aber tendenziell eher flach. Stimmen und Gesang werden gut dargestellt, sind aber auch nicht spektakulär. Ähnliches gilt auch für die generelle Klangfülle. Diese ist in Ordnung, nicht mehr und nicht weniger.

Kommen wir zum Bass. Der Bass der UiiSii TWS808 ist kräftig und satt! Sofern Ihr etwas mehr Bass mögt gibt es hier nichts an den Ohrhörern auszusetzen. Dieser hat einen sehr guten Tiefgang und auch das Volumen ist stark. Dabei wirkt der Bass auch nicht künstlich oder übertrieben. Also nein der Bass ist zwar ein gutes Stück angehoben überschattet den restlichen Klang aber nicht völlig.

Somit bieten die UiiSii TWS808 zwar einen sehr spaßigen und lebendigen Klang, aber sind auch keine extremeren Ohrhörer bzw. es gibt deutlich extremere Modelle. Sucht Ihr allerdings besonders gut ausbalancierte Ohrhörer, dann gibt es bessere Modelle für Euch. Über die generelle Detaildarstellung kann ich nichts negatives sagen, diese ist gut bis sehr gut. Auch die maximale Lautstärke passt. Die Ohrhörer sind zwar nicht brüllend laut, gehören aber zu den lauteren Modellen auf dem Markt.

Uiisii Tws808 Frequency Response

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert schon neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Die UiiSii TWS808 gehören zu den Top 6 Ohrhörer in der 50€ Preisklasse die mir bisher begegnet sind. Zumindest dann wenn Ihr einen etwas lebendigeren und bassstärkeren Klang mögt!

Uiisii Tws808 Im Test 8Dies ist auch ganz klar die Stärke der UiiSii TWS808. Diese verfolgen zwar die klassische Badewannen-Klangsignatur, klingen aber nicht übertrieben oder unsauber, ganz im Gegenteil. Der Bass ist stark und gekonnt, ähnlich wie die Höhen.

Hinzu kommt ein ordentlicher Tragekomfort, eine solide Akkulaufzeit und eine gute Ladebox und es ist nicht schwer die UiiSii TWS808 zu empfehlen!

Test: Meaco Fan 1056 DC Tischventilator, leise, leistungsstark und günstiger als Dyson!

Gerade im Home Office ist ein Hitze-Sommer sehr stressig, mangels guter Klimatisierung. Klimaanlagen sind in Deutschland ja eher selten anzutreffen. Aber was machen um das Klima etwas erträglicher zu machen? Richtig ein Ventilator ist hier oftmals das Mittel der Wahl.

Von diesen gibt es tausende im Handel, vom einfachen Standventilator bis hin zu 300€ teuren Luxus-Modellen von Dyson und Co. Der Meaco Fan 1056 ordnet sich hier etwas in die Mitte ein. Für knapp über 100€ soll dieser eine hohe Leistung bei geringer Lautstärke bieten. Dabei ist dieser vom Design natürlich nicht ganz so edel wie die Dysons, aber das spiegelt sich dann auch im Preis wieder.

Test Meaco Fan 1056 Dc Tischventilator 6Dennoch bleibt die Frage ist der Meaco Fan 1056 wirklich gut und ist die Lautstärke im Anbetracht der Leistung akzeptabel? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Meaco, welche mir den Tischventilator für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der Meaco Fan 1056 DC Tischventilator im Test

Was den generellen Aufbau angeht ist der Meaco 1056 DC Tischventilator recht klassisch aufgebaut. Wir haben hier also keine versteckten Rotorblätter oder Ähnliches.

Test Meaco Fan 1056 Dc Tischventilator 1Allerdings nutzt Meaco eine Art Turbinen Design, bei welchem der Korpus des Tischventilator in einer bauchigen Röhre versteckt ist. Verglichen mit den ganz offenen Ventilatoren hilft dies den Luftstrom etwas in die gewünschte Richtung zu fokussieren und zu lenken.

Dabei ist der Tischventilator aber auch kein Föhn. Unter anderem aufgrund des Durchmessers von satten 26 cm ist der Luftstrom schon etwas breiter. Der Rotor im Inneren wird durch Plastiklamellen gut vor Fingern geschützt. Die Lamellen haben einen Abstand von unter einem Zentimeter, was auch für Kinder ausreichen sollte. Die Lamellen lassen sich lediglich mit etwas Kraft beiseite biegen! Der Nachteil von Kunststoff.

Test Meaco Fan 1056 Dc Tischventilator 2Die Turbine mit Rotor ist auf einem Sockel montiert. Dieser Sockel kann sich auf Wunsch sowohl vertikal wie auch horizontal drehen. Gesteuert wird dies über Touch Tasten oder über die beiliegende Fernbedienung.

Das Horizontale und Vertikale drehen kann dabei unabhängig oder gemeinsam von einander gesteuert werden. Natürlich könnt Ihr das Ganze auch abschalten. Der Ventilator selbst kann in 12 Stufen gesteuert werden oder Ihr könnt diesen in den ECO Modus schalten. Im Tischventilator ist ein Temperatur-Sensor verbaut, im Ökomodus ist die Geschwindigkeit an die Temperatur gekoppelt.

Test Meaco Fan 1056 Dc Tischventilator 3Bonuspunkte gibt es für den verbauten Timmer. Ihr könnt zwischen 1-12 Stunden einstellen bis der Ventilator sich einschaltet oder ausschaltet! Im Sockel ist dafür ein kleines LC Display verbaut welches unter anderem die Zeit anzeigt. Die Beleuchtung der Touch-Tasten und des Displays lässt sich im Übrigen über die Fernbedienung abschalten. Clever, denn so stört diese nachts im Schlafzimmer nicht.

 

Leistung

Der Meaco Fan 1056 hat mich bei der Leistung positiv überrascht. Der Tischventilator schafft es einen durchaus ordentlichen Luftstrom auch auf höherer Distanz zu erzeugen. So wirbt Meaco mit einer Leistung von 1056m³ in der Stunde! Als kleine Referenz, dies entspricht 10 normalen PC Lüftern auf voller Leistung!

Test Meaco Fan 1056 Dc Tischventilator 7Wie stark dieser Luftstrom subjektiv ist hängt aber natürlich von der Stärke und der Distanz zum Ventilator ab. Hier Messwerte für eine Distanz von ca. 20 cm.

LeistungDiese sagen allerdings wenig aus, da der Meaco 1056 einen recht breiten Luftstrom hat. Sagen wir es so ab Stufe 10 bekommt dieser Eure Haare ordentlich zum Flattern, wie an einem stark windigen Tag. Hier ist der Luftstrom auch gute 5 Meter vom Ventilator noch gut zu spüren.

Dabei wirkt der Luftstrom erfreulicherweise recht sauber! Es gibt nicht diese pulsierenden „Wellen“ wie es oft bei günstigeren Modellen der Fall ist. Lediglich in der Mitte ist zu merken, dass der Luftstrom etwas schwächer ist. Ab einer gewissen Distanz ist dies aber auch nicht mehr zu merken.

Der Motor für die Drehbewegungen arbeitet im Übrigen schon sanft und ist auch nicht hörbar.

 

Lautstärke

Meaco bewirbt die Lautstärke des Fan 1056 DC Tischventilator mit 20 dB(A). Dies ist ein sehr niedriger Wert, falls richtig. Leider kann ich diese Angabe nicht genau nachprüfen, da mir zum einen ein schallisolierter Raum fehlt und zum anderen eine Angabe auf welche Distanz diese 20 dB(A) gemessen wurde.

Test Meaco Fan 1056 Dc Tischventilator 9Was ich natürlich habe ist eine subjektive Einschätzung und Messwerte. Starten wir mit der subjektiven Einschätzung.

  • Auf Stufe 1-3 ist der Tischventilator wirklich als extrem Leise zu bezeichnen und ab einer Distanz von +- 2 Metern unhörbar.
  • Ab Stufe 4 wird der Tischventilator langsam hörbar. Hörbar = die Lautstärke ist mit einem Laptop im Leerlauf vergleichbar.
  • Ab Stufe 7 entspricht die Lautstärke des Meaco Fan 1056 eines PCs unter Last.
  • Ab Stufe 10 ist er immer noch ausreichend leise, geht aber in Richtung eines Gaming Notebooks unter Last, nur deutlich wärmer und angenehmer klingend.

Generell war ich wirklich positiv überrascht vom Verhältnis Luftausstoß zu Lautstärke. Der Meaco Fan 1056 ist deutlich leiser als ein 08/15 Tischventilator!

Für das Protokoll hier auch einmal die Messwerte bei einem Abstand von 20cm zum Tischventilator.

LautstärkeMeaco hat durchaus recht, der Tischventilator wird +- 20dB lauter als die Umgebungslautstärke.

 

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme des Tischventilators schwankt basierend auf der gewählten Stufe.

Ausgeschaltet benötigt dieser 0,8W, auf Stufe 1 4,1W und auf Stufe 12 19,8W. Generell bin ich mit der Leistungsaufnahme recht zufrieden! 4-6W im normalen Gebrauch sind absolut okay. Lediglich die 0,8W im Leerlauf könnten noch einen Hauch niedriger sein.

 

Fazit

Knapp über 100€ (zum Zeitpunkt des Tests) für einen Tischventilator sind natürlich weiterhin eine stolze Summe. Allerdings bietet der Meaco Fan 1056 für dieses Geld auch einiges!

Das Wichtigste ist ein starker Luftstrom. Bereits auf den niedrigeren Stufen bietet der Tischventilator einen kräftigen Luftstrom, welcher aufgrund des großen Durchmessers des Rotors bereits einiges an Luft bewegt. Auf höheren Stufen zündet der Meaco Fan 1056 einen kleinen Sturm in Eurem Wohnzimmer/Arbeitszimmer, der Haare durchaus zum Flattern bringen kann.

Dabei ist der Ventilator nicht übermäßig laut! Auf den niedrigeren Stufen (1-4) ist dieser an der Grenze des Hörbaren und selbst unter Volllast bleibt der Meaco Fan vergleichsweise angenehm. Auf höchster Stufe ist dieser mit einem PC vergleichbar, was die Lautstärke betrifft.

Test Meaco Fan 1056 Dc Tischventilator 11Weitere Bonuspunkte gibt es für die Steuerungsoptionen. Neben 12 Stufen für den Rotor könnt Ihr den Ventilator horizontal und vertikal rotieren lassen, einen Eco Modus aktivieren (Temperatur-Steuerung) einen Timmer nutzen usw.

Das Design ist soweit okay, könnte aber noch etwas „einmaliger“ sein. Abseits davon habe ich aber nichts zu bemängeln! Kurzum ja der Meaco Fan 1056 ist deutlich besser als ein 08/15 Tischventilator. Auch die 100-120€ Kaufpreis sind zwar weiterhin viel Geld für einen Tischventilator, aber die gewonnene Produktivität/Lebensfreude durchaus wert!

Die Jauch JPB20AHB im Test, 20000mAh Kapazität und flexibler DC Ausgang

Der Powerbank Hersteller Jauch wird den meisten von Euch vermutlich noch sehr unbekannt sein. Nicht überraschend, da diese erst recht frischt unter dem eigenen Namen in den Markt eingestiegen sind. Jauch steht allerdings hinter dem Hersteller XTPower, welcher deutlich bekannter ist.

Die Jauch JPB20AHB ist dabei ist kleinste Powerbank im aktuellen Lineup, wobei klein sicherlich auch relativ ist. Die Jauch JPB20AHB verfügt über eine Kapazität von 20100mAh und soll durch Quick Charge 3.0 und DC Ausgängen überzeugen.

Jauch Jpb20ahb Im Test 6Aber gelingt dies auch? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Jauch welche mir die JPB20AHB für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Die Jauch JPB20AHB im Test

Mit 169 x 80 x 23 mm ist die Jauch JPB20AHB auch im Anbetracht der Kapazität von 20100mAh keine kleine Powerbank!

Jauch Jpb20ahb Im Test 1Dies überrascht auch beim Blick auf die Ausgangsleistung von maximal 75W auch weniger. Solche „Hochleistungs-Notebook“ Powerbanks sind immer etwas größer als Reine Smartphone Powerbanks. Dabei stammt sicherlich auch etwas des hohen Gewichts von 507 g vom massiven Aluminium Gehäuse.

Hierdurch wirkt die Powerbank sehr schön robust und massiv! Allerdings ist das Design etwas langweilig und „altbacken“. Es gibt ohne Frage optisch modernere und schickere Powerbanks auf dem Markt.

Jauch Jpb20ahb Im Test 3Aber wie steht es um die Technik? Auf der Front der Powerbank finden wir einen USB C Ports, zwei USB A Ports und einen DC Port.

Bei den USB A Ports handelt es sich um einen Quick Charge 3.0 Port mit 18W und einen normalen 5V/2,1A Port. Der Quick Charge Port kann wie üblich 5V/3A, 9V/2A oder 12V/1,5A liefern.

Jauch Jpb20ahb Im Test 5Der DC Ausgang ist für Notebooks oder andere größere Geräte gedacht. Dementsprechend kann dieser bis zu 75W liefern, was durchaus beeindruckend ist! Ihr könnt dabei die Spannung zwischen:

  • 12V
  • 16,5V
  • 19V
  • 20V
  • 24V

Verstellen. Dies geschieht über die Taste auf der Oberseite und das kleine LCD Display, welches auch die aktuell verbliebene Restladung anzeigt.

Der USB C Port ist bei der Jauch JPB20AHB leider ein reiner Eingang! Dieser unterstützt, wie auch der primäre USB Ausgang, Quick Charge 3.0 mit bis zu 18W. Wichtig Quick Charge 3.0 und nicht USB Power Delivery!

 

Die Kapazität

Jauch verspricht bei der JPB20AHB eine Kapazität von 20100mAh. In der Praxis variiert die nutzbare Kapazität aber deutlich basierend auf dem Entladetempo und dem Anschluss den Ihr nutzt.

Wh mAh
USB A 5V/1A 59.027 15953.24
DC 20V/3A 55.398 14972.43
DC 20V/1A 61,224 16547027
DC 12V/1A 61.762 16692.43

In der Praxis liegt die Kapazität im schlimmsten Fall bei 55,398Wh bzw. 14972mAh und im besten Fall bei 61,762Wh bzw. 16692mAh. Dies entspricht einem Bereich von 74% bis 83% der Herstellerangabe, was ein akzeptabler Wert ist. Die Herstellerangabe bezieht sich immer auf die Kapazität der Akkuzellen im Inneren der Powerbank. Ihre Entladung ist aber nicht zu 100% effizient, daher die Abweichung zur Herstellerangabe. Gerade beim schnellen Entladen sinkt die Effizienz merkbar.

Temperatur
Temperaturentwicklung bei 75W Last ist als unkritisch zu bezeichnen

Ladetempo

Die Jauch JPB20AHB verfügt über zwei USB Ports. Der reguläre USB A Port ist leider eher mäßig gut optimiert. Dieser unterstützt das BC1.2 DCP wie auch Samsung 2.0A Protokoll. BC1.2 = USB battery charging, was einem angeschlossenen Smartphone „universell“ mitteilt das es 5V/1,5A aus der Powerbank ziehen darf. Für Samsung Smartphones gilt sogar ein Limit von 2,0A.

LadetempoIn der Praxis liefert der normale USB A Port ein solides „normales“ Ladetempo. Es fehlt lediglich die Optimierung für IOS Geräte komplett! iPhones und iPads sind also auf 5W limitiert!

Der Quick Charge 3.0 Port hingegen zeigt sich einiges flotter! Neben Quick Charge 3.0 unterstützt dieser auch das BC1.2, Apple 2.4A, Samsung AFC und Huawei FCP Protokoll! Dieser Port kann also Quick Charge Geräte mit maximal 18W laden, genau wie Samsung und viele Huawei Smartphones! Apple iPhones und iPads können sich bis zu 12W aus der Powerbank genehmigen. Dies bestätigt sich auch in der Praxis.

Wie steht es aber um den DC Ausgang? Prinzipiell sehr gut! Dieser kann die beworbene Leistung liefern und dank der vielen Adapter mit im Lieferumfang ist die Powerbank universell zu vielen Geräten kompatibel. Wie gut allerdings das Laden von Notebooks geht hängt sehr stark von Eurem Notebook ab!

Jauch Jpb20ahb Im Test 7Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass hier viele Notebooks sehr zickig sind. Beispielsweise Dell Notebooks neigen dazu nicht an solchen Powerbanks zu laden, sondern nur benötigte Energie aus der Powerbank zu ziehen (so dass der interne Akku nicht entladen wird). Wie gut oder schlecht das Laden Eures Notebooks funktioniert ist ein wenig Glücksspiel. Hierfür kann die Jauch JPB20AHB aber nichts! Dies gilt für alle DC Powerbanks. Prinzipiell bringt die Jauch JPB20AHB aber alles mit damit das Laden via DC Port glücken kann.

 

Wiederaufladetempo

Die Jauch JPB20AHB nutzt den USB C Port zum Wiederaufladen. Über den USB C Port wird rund 18,17W bei der Nutzung von Quick Charge 3.0 aufgenommen und bis zu 10,52W beim Nutzen eines normalen 5V USB Ladegerätes.

Hieraus resultiert eine Ladedauer von ca. 7 Stunden bzw. 10 Stunden, je nachdem welche Ladetechnologie Ihr nutzt.

 

Fazit

Die Jauch JPB20AHB ist eine sehr gute Powerbank, welche aber natürlich etwas speziellerer Natur ist. Sucht Ihr nur eine normale Powerbank mit Quick Charge usw., dann gibt es bessere Modelle für Euch.

Das entscheidende Merkmal ist klar der DC Ausgang, welcher durch eine große Freiheit bei der Spannungswahl (12V, 16,5V, 19V, 20V und 24V) wie auch durch eine hohe Leistung von bis zu 75W punkten kann. Und ja der DC Port funktioniert wie beworben! Bedenkt allerdings, dass das Laden älterer Notebooks über den DC Port etwas „problematischer“ sein kann. Manche Notebooks können hier trotz richtiger Spannung und Anschluss etwas zickiger sein.

Jauch Jpb20ahb Im Test 9Die Kapazität wird mit 20000mAh beworben, effektiv nutzbar sind im besten Fall 16692mAh, was völlig okay ist, wenn nicht sogar ein guter Wert für eine Powerbank dieser Klasse ist! Hinzu kommen die beiden normalen USB A Ports, wovon einer Quick Charge 3.0 unterstützt. Leider ist der primäre USB A Port nicht sonderlich gut auf IOS Geräte optimiert. Der Quick Charge Port hingegen weist eine gute Optimierung für IOS und Android Smartphones auf.

Kurzum, sucht Ihr eine Powerbank mit einem leistungsstarken und flexiblen DC Ausgang dann ist die Jauch JPB20AHB eine sehr gute Wahl in der 20000mAh Klasse!

Die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage im Test, eine Klimaanlage von Xiaomi?

Spätestens wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen wird der innere Wunsch nach einer Klimaanlage immer lauter. Aber Klimaanlagen sind teuer, klobig und brauchen viel Strom. Da kommt uns Xiaomi mit seiner Microhoo mini Klimaanlage doch gerade recht.

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 9Die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage kostet gerade einmal +- 30€, benötigt unter 10W Strom und ist kaum größer als ein Ventilator. Dennoch soll diese für eine kalte Briese sorgen.

Kann dies überhaupt funktionieren und falls ja wie? Finden wir dies im Test der Xiaomi mini Klimaanlage heraus!

Xiaomi?

Wenn Ihr die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage erhaltet werdet Ihr Euch zunächst wundern, Xiaomi? Denn weder auf der Verpackung noch auf dem Gerät selbst ist der Xiaomi Schriftzug zu finden.

Betrug? Jein, Xiaomi stellt nur einen Bruchteil der Xiaomi gelabelten Produkte selbst her. Allerdings betreibt Xiaomi in Asien Stores in welchen auch „fremde“ Produkte verkauft werden, die teils Xiaomi gelabelt werden, in das Xiaomi Ökosystem (die Xiaomi Mi Home App) eingebunden werden, wo Xiaomi am Unternehmen Teilhaber ist usw. Aber auch Teils einfach unter dem originalen Namen weiter verkauft werden.

Dabei gilt dies aber immer als „Qualitätsmerkmal wenn Xiaomi Produkte in den eigenen Stores führt, weshalb viele Hersteller dann ein Xiaomi mit in den Produktnamen einfügen.

Ein gutes Beispiel ist hier der Xiaomi Wiha Zu Hause Akku-Schraubendreher, welcher aus der Zusammenarbeit des deutschen Herstellers Wiha und Xiaomi entstanden ist.

 

Die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage im Test

Bei der Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage handelt es sich um eine recht klassische Wasserklimaanlage. Diese nutzt das Prinzip der Verdunstungskälte um den Luftstrom zu kühlen.

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 1Solche „mini China Klimaanlagen“ gibt es aktuell gefühlt hunderte aktuell im Handel, mit schwankernder Qualität. Hier ist das Xiaomi Branding aber mal wieder ein kleiner Granat für ein Mindestmaß an Qualität, denn die Microhoo mini Klimaanlage ist das mit Abstand wertigste Modell das ich bisher in diesem Sektor gesehen habe!

Das Gehäuse ist natürlich weiterhin aus Kunststoff gefertigt. Dieser wirkt aber recht wertig und generell ist die Konstruktion gelungen. So sind die Spaltmaße passend und das Gehäuse wirkt stabil, was wir über viele dieser „mini China Klimaanlagen“ nicht sagen können.

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 5Der Aufbau ist dabei aber fast identisch zu den günstigeren Modellen. So befindet sich im Heck der Xiaomi Klimaanlage ein 120mm Lüfter, vermutlich ein umfunktionierter PC Lüfter, der die Luft durch eine Art Pappe-Filter bläst.

Dieser Filter saugt sich mit Wasser voll und gibt dieses dann an die Luft ab. Das Wasser kommt aus einem 1L Tank, der sich an der Seite der mini Klimaanlage befindet. Erfreulicherweise ist dieser Tank abnehmbar! So könnt Ihr diesen komfortabel unter einem Wasserhahn befüllen.

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 4Ein weiterer großer Unterschied zu den billigeren Modellen ist die Steuerungseinheit. Diese verfügt über drei Touch Tasten, Ein/Aus, „+“ und „-„. Die Lüftergeschwindigkeit lässt sich zwischen 0 und 99 in 1er Schritten steuern. Dies ist allerdings etwas nervig, da Ihr wirklich für jeden Schritt die Tasten einmal antippen müsst, ein gedrückt halten funktioniert nicht.

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 6Mit Energie wird die mini Klimaanlage via USB C Versorgt. Ihr selbst müsst hier aber ein 2A+ Netzteil beisteuern. Auf Stufe 10 (also recht langsam) benötigt die mini Klimaanlage ca. 1,9W und bei Stufe 99 (volles Tempo) rund 4,5W.

 

Wie funktioniert die mini Klimaanlage?

Wärme lässt sich nicht einfach „auflösen“, so viel ist klar. Daher nutzen große Klimaanlagen ein Außenmodul oder einen Abluftschlauch um die Wärme nach draußen zu befördern. So etwas hat die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage aber nicht.

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 13Diese nutzt das Prinzip der Verdunstungskälte! Wasser benötigt beim Wechsel aus dem flüssigen in den Gasförmigen Zustand Energie. Diese Energie ist hier Wärme, verdunstet Wasser wird die Umgebende Luft gekühlt. Umgekehrt kondensiert das Wasser wieder wird diese „gespeicherte“ Wärme/Energie wieder abgegeben.

Quelle : https://de.wikipedia.org/wiki/Verdampfungsw%C3%A4rme

Quelle: https://www.haustec.de/klima-lueftung/klimatechnik/gewusst-wie-so-funktioniert-verdunstungskaelte

Daher schwitzen wir auch, wir stoßen über unsere Haut Wasser aus, dass dann verdunstet und uns so kühlt. Dies ist also kein neues Prinzip und wohl erprobt. So hat meine Mutter mir früher immer empfohlen feuchte Bettlaken bei Hitze ans Fenster zu hängen, mit dem gleichen Prinzip. Das Wasser verdunstet und kühlt den Raum.

Temperatur Nasse Erde
Die feuchte Erde der Pflanze ist kühler als die sonstige Raumtemperatur

Warum arbeiten dann große Klimaanalgen nicht mit dem gleichen Prinzip? In einem kleinen Rahmen funktioniert dieses Prinzip gut, aber der Kühleffekt hängt unter anderem von der Luftfeuchtigkeit ab. Höhere Luftfeuchtigkeit = schlechtere Ergebnisse, da Wasser so nicht mehr gut verdunsten kann. Pumpen wir also mit einer großen Klimaanlage über Stunden, Tage große Mengen Wasser effektiv in die Luft, dann ist schnell der Punkt erreicht wo die Effizienz der Kühlung massiv sinkt und auch das Raumklima nur bedingt profitiert.

 

Funktionierts?

Kommen wir zur Frage Nummer 1, funktioniert es? Generell ja! Es ist eindeutig zu messen, dass der Luftstrom aus der Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage gekühlt ist.

Damit übertrifft diese jeden normalen Ventilator. Wie stark die Kühlung ist hängt von Eurer Umgebungstemperatur und der Luftfeuchtigkeit. Ich habe das Gerät bei 26,5-27 Grad Raumtemperatur getestet. Nach ca. 5-10 Minuten ist die Austrittstemperatur der Luft auf ca. 19,5-20,2 Grad gefallen.

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 12Die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage erreichte in diesem Fall also eine Kühlung von ca. 6-7 Grad unter Raumtemperatur!

Wer jetzt aber glaubt „dann kühlt die Klimaanlage meinen Raum ja null Komma nix herunter“ den muss ich enttäuschen. Abhängig von der Größe Eures Raums, der Dämmung usw. wird sich die Raumtemperatur +- 0 bis vielleicht -1 Grad verändern. In kleineren Räumen konnte ich eine leichte Kühlung von -0,5 bis -2 Grad nach ca. 1-2 Stunden messen, aber im generellen wird die Wärme im Sommer schneller von außen hineindrücken als die mini Klimaanlage gegenhalten kann.

1 Liter Wasser das verdunstet entspricht ca. 650W Wärmeenergie die der Luft entzogen wird.

Quelle: https://adiabatekuehlung.de/produkte/sprayduesen-duesen-lanzen

Die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage benötigt für das Verdunsten von ca. 1L ca. 2 Stunden, wir können also mit einer Leistung von +- 300W rechnen. Eine große Klimaanlage hat ca. 2000-3000W Leistung. Um also einen großen Raum richtig herunter zu Kühlen würde ihr also 5-10 dieser kleinen Klimaanlagen benötigen.

Dennoch in der Praxis kann so eine mini Klimaanlage angehen sein! So wird zwar der Raum nicht gekühlt, aber der Luftstrom der Klimaanlage ist gekühlt! Sitzt Ihr direkt vor dieser ist es deutlich besser auszuhalten.

Temperatur 1Dieser Effekt kann gut auf einem Wärmebild erkannt werden. Hier ist vor der Klimaanlage ein deutlicher Kältekegel zu erkennen.

 

Fazit

Mini Wasser-Klimaanlagen sind etwas Feines, aber auch keine Wundergeräte. Diese nutzen Verdunstungskälte um aktiv die ausgestoßene Luft zu kühlen.

Also ja die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage produziert kalte Luft und zirkuliert diese nicht einfach nur, wie es ein normaler Ventilator täte. Dabei erreichte die mini Klimaanlage Temperaturen von rund 6-7 Grad unter Raumtemperatur in meinem Test. Ordentlich!

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 11Allerdings werdet Ihr dennoch keinen Raum effektiv mit dieser kühlen können. In der Regel wird im Sommer die Wärme schneller in Eure Wohnung drücken als die Klimaanlage gegenhalten kann. Mit 5 Stück könne das effektive Kühlen eines Raums funktionieren, aber dies macht natürlich dann auch keinen Sinn mehr. Dennoch erzeugt die Klimaanlage eine angenehme kühle Brise, welche einen Hochsommer-Tag deutlich angenehmer gestallten kann, sofern Ihr direkt in dieser sitzt.

Dabei ist die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage die wertigste Mini-Klimaanlage die ich bisher in den Fingern hatte. Gerade der abnehmbare Wassertank ist sehr angenehm.

Kurzum ja ich kann die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage durchaus empfehlen, wenn Ihr natürlich keine zu hohen Anforderungen an diese stellt.

M.2 SSD Gehäuse mit Realtek RTL9210B Chipsatz, das ORICO M2PJM-C3 im Test (vs. JMicron JMS583)

Wollt Ihr eine sehr schnelle externe SSD, dann ist das Selbstbauen eine absolut legitime Option! So sorgt die breite Verfügbarkeit von USB NVME Gehäusen für einige Möglichkeiten. Ihr könnt einfach eine NVME SSD kaufen der Ihr vertraut und in ein externes Gehäuse stecken. Diese ganzen Gehäuse haben auf den JMicron JMS583 Chipsatz gesetzt. Allerdings gibt es einen Neuen in der Stadt, den Realtek RTL9210B. Der Realtek RTL9210B soll noch stabiler, schneller und flexibler arbeiten. So unterstützt der RTL9210B neben NVME m.2 SSDs auch SATA m.2 SSDs!

Orico M2pjm C3 Im Test 7Eins der ersten SSD Gehäuse das auf diesen Chipsatz setzt ist das ORICO M2PJM-C3. Wollen wir uns dieses doch einmal im Test ansehen!

 

Das ORICO M2PJM-C3 im Test

Wie die meisten NVME SSD Gehäuse setzt auch das ORICO M2PJM-C3 auf ein massives Aluminium Gehäuse. Dies hat dabei nicht nur ästhetische Gründe, das Aluminium wird auch zur Abfuhr von Wärme genutzt, von welcher NVME SSDs einige produzieren.

Orico M2pjm C3 Im Test 1ORICO hat sogar clevererweise die Oberfläche mit kleinen Kühlrippen versehen. Diese werden sicherlich keinen gewaltigen Unterschied bei der Kühlung machen, aber eine vergrößerte Oberfläche ist nie schlecht.

Das Gehäuse selbst misst rund 106,5 x 28,9 x 11,3 mm und bringt inklusive einer m.2 SSD rund 47,1g auf die Waage. Dieses ist also nur minimal größer als eine normale m.2 SSD.

Orico M2pjm C3 Im Test 4Mit im Lieferumfang des Gehäuses liegt ein Wärmeleitpad, ein Schraubendreher und zwei Kabel. Eins von USB C zu USB C und eins von USB A zu USB C. Dem könnt Ihr entnehmen das ORICO natürlich auf einen USB C Port setzt. des Weiteren findet sich eine kleine Status-LED am Gehäuse.

 

Technik und Montage

Das Gehäuse wird über eine kleine Torx Schraube auf der Unterseite geöffnet. Anschließend erhaltet Ihr drei Teile, den Deckel, das Haupt-Gehäuse und die Platine. Auf der Platine ist die komplette Elektronik untergebracht und auch hier müsst Ihr Eure M.2 SSD einstecken.

Orico M2pjm C3 Im Test 6Das ORICO M2PJM-C3 akzeptiert dank des Realtek RTL9210B Chipsatzes sowohl NVME wie auch SATA SSDs! SATA SSDs können dabei aber maximal rund 4xxMB/s erreichen, während NVME SSDs maximal 1000MB/s erreichen können. Das Tempo wird hier im Übrigen durch den 10Gbit USB C Port limitiert.

In meinem Test habe ich folgende SSDs im Gehäuse ausprobiert:

  • Seagate FireCuda 510
  • Samsung 970 EVO
  • Toshiba RD400
  • Western Digital Green SSD
  • Corsair MP 500
  • Corsair MP 600
  • Samsung 850 EVO

Die SSDs haben alle im ORICO M2PJM-C3 funktioniert!

 

Erster Test

Für diesen Test nutze ich folgendes Test-System:

  • AMD RYZEN 5 3600X
  • 16GB RAM
  • ASUS Prime X570-P
  • ADATA XPG SX8200 (als System SSD)

Als SSD kommt eine Corsair MP 600 wie auch eine Samsung 850 EVO zum Einsatz. Erstere ist eine NVME SSD, letztere eine SATA SSD.

Orico Nvme Ssd 2Orico Nvme Ssd

Im besten Fall konnte das ORICO M2PJM-C3 931,5 MB/s lesend und 903,5MB/s schreibend im CrystalDiskBenchmark erreichen. An einem USB 3.1 Gen 1 Port sind immerhin 398,4MB/s lesend und 411MB/s schreibend möglich. Dies zumindest mit einer NVME SSD.

Orico Sata SsdOrico Sata Ssd 2

Bei einer SATA SSD liegt das Maximum bei 535MB/s lesend und 503MB/s schreibend.

Damit liegt das ORICO M2PJM-C3 wahlweise am Limit das der USB C Port schafft oder am Limit der SATA SSD.

 

Praxis Test + Realtek RTL9210B gegen JMicron JMS583

Im Praxisteil habe ich drei Dateigruppen auf bzw. von der SSD kopiert und die zweit gestoppt.

  • Test 1 = eine große 40GB Datei
  • Test 2 = BioShock Infinite Installation, 6685 Dateien, 24,5GB
  • Test 3 = Lightroom Library, 47.000 Dateien, 38,5GB

Um die Sache noch etwas interessanter zu gestallten habe ich mir ein weiteres NVME SSD Gehäuse das auf dem JMicron JMS583 basiert geschnappt und alle Tests auch mit diesem durchgeführt.

Übertragungstest LesendÜbertragungstest SchreibendGanz klar gesagt, beim Tempo tun sich beide Chipsätze nicht viel. Lediglich beim Lesen von extrem vielen kleinen Dateien ist der JMicron JMS583 merklich langsamer als der Realtek RTL9210B Chipsatz. Abseits davon konnte ich keine großen Unterschiede feststellen.

Dies gilt auch für die Zuverlässigkeit. Zwar gibt es durchaus Berichte, dass Nutzer Probleme mit dem älteren JMicron JMS583 hatten, was die Zuverlässigkeit angeht, diese kann ich aber nicht wirklich aus erster Hand bestätigen. Ja ab und zu ist der JMicron JMS583 etwas zickig, aber massive Probleme hatte ich mit diesem nicht.

Mit dem Realtek RTL9210B hatte ich allerdings bisher absolut 0 Probleme, ungewollte Disconnects oder andere Hänger. Daumen hoch dafür!

 

Leistungsaufnahme

Wo mir ein großer Unterschied zwischen dem Realtek RTL9210B und dem JMicron JMS583 aufgefallen ist, ist bei der Leistungsaufnahme. Hier die Werte mit der Corsair MP 600:

LeistungsaufnahmeGerade im Leerlauf benötigt das Gehäuse mit dem neuen Realtek RTL9210B Chipsatz mit 0,689W zu 1,746W deutlich weniger Energie. Unter Last gleicht sich der Unterschied allerdings wieder +- aus.

 

Fazit

An sich können wir es kurz machen, das ORICO M2PJM-C3 ist ein absolut zu empfehlendes USB C m.2 SSD Gehäuse!

Dieses zeichnet sich durch eine Kompatibilität sowohl zu SATA m.2 SSDs wie auch NVME SSDs aus. Dabei liefert das Gehäuse das maximal mögliche Tempo an einem USB C 3.1 Gen 2 Port, also knapp über 900MB/s.

Orico M2pjm C3 Im Test 10Im Test zeigte sich zudem der Realtek RTL9210B als sehr zuverlässig und stabil. Zudem lag die Leistungsaufnahme des Realtek RTL9210B etwas unter den Modellen mit dem JMicron JMS583.

Kurzum, ja ich kann das ORICO M2PJM-C3 mit gutem Gewissen empfehlen!

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Test: EarFun Air, ein weiterer Geheimtipp?

EarFun gehört zu den spannendsten Herstellern von günstigen Audio-Produkten auf der Amazon Plattform. Gerade die Bluetooth Lautsprecher von EarFun sind klasse! Allerdings in diesem Test soll es um die neuen EarFun Air gehen, true Wireless Ohrhörer.

Die EarFun Air sollen zu einem Preis von 60€ dank eines überlegenen HiFi Klangs, einer langen Akkulaufzeit, der Möglichkeit des kabellosen Ladens und noch vielem mehr überzeugen. Intern wirbt EarFun sogar damit besser zu sein als die Apple AirPod 2.

Earfun Air Im Test 4Liest sich doch durchaus spannend, aber wie sieht es in der Praxis aus? Können hier die EarFun Air auch überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an EarFun für das Zurverfügungstellen der Air für diesen Test!

 

Die EarFun Air im Test

Die EarFun Air werden wie üblich in einer kleinen Ladebox geliefert, in welcher Ihr diese auch bei einer Nichtnutzung verstaut.

Earfun Air Im Test 1Generell würde ich die Ladebox als klein bis mittelgroß einstufen. Äußerlich setzt EarFun auf einen matten Kunststoff, welche überdurchschnittlich resistent gegenüber Fingerabdrücken ist. Die Verarbeitungsqualität würde ich ebenso als leicht überdurchschnittlich für diese Preisklasse einstufen. So sitzt der Deckel straff und der Klappmechanismus wirkt solide.

In der Ladebox ist ein erfreulich großer Akku verbaut, der die Ohrhörer rund 4x unterwegs wiederaufladen kann. Danach muss die Ladebox selbst ans Netz, wahlweise über den USB C Port auf der Unterseite oder über ein kabelloses Ladepad. Ja die EarFun Air lassen sich auf einem handelsüblichen QI Ladepad laden!

Die Ohrhörer selbst sollen mit einer Ladung 7 Stunden durchhalten. Diesen Wert halte ich zumindest bei der Musikwiedergabe für etwas hoch angesetzt. Rechnet hier eher mit 5-6 Stunden, was aber immer noch ein guter Wert ist.

Earfun Air Im Test 2Die EarFun Air selbst setzen auf das bekannte Steg-Design. Dabei ragt ein Steg an den Ohrhörern herunter, welcher bis auf die Höhe Eurer Ohrläppchen hängt. In diesem Steg ist diverse Elektronik verstaut. Die grundsätzliche Form wurde durch die Apple AirPods bekannt, allerdings sind die EarFun Air kein einfacher Klon der Apple Ohrhörer.

Die EarFun Air sind etwas kantiger geformt und setzen auch auf einen Silikon-Ohraufsatz. Das Gehäuse der Ohrhörer ist dabei generell ähnlich wie die Ladebox aus einem einfachen Kunststoff gefertigt. Allerdings die Rückseite setzt auf einen Hochglanz-Kunststoff.

Earfun Air Im Test 3In dieser Rückseite ist auch eine Touch-Oberfläche versteckt. Mit dieser könnt Ihr Anrufe annehmen, Musik pausieren/fortsetzen usw. Das Ein/Ausschalten geschieht automatisch wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox einlegt bzw. herausnehmt.

 

Tragekomfort

Zwar sind die EarFun Air auf den ersten Blick nicht übermäßig ergonomisch geformt, aber dennoch würde ich den Tragekomfort mit einer 2+ bewerten. Die Ohrhörer sitzen sehr angenehm in den Ohren und drücken nicht.

Earfun Air Im Test 8Auch der Halt ist soweit okay, auch wenn es für den Sport bessere Modelle gibt.

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang. Starten wir hier wie üblich bei den Höhen.

Die Höhen der EarFun Air sind an sich recht neutral. Diese sind gut abgerundet und Zischlaute sind angenehm weich. Dabei wirken die Höhen aber auch nicht matt oder träge. Nein die EarFun Air produzieren nicht die „brillantesten“ oder aufregendsten Höhen, aber diese sind auch beim besten willen nicht schlecht. Etwas auffällig ist leidglich eine kleine „Spitze“ bei den obersten Höhen. Hierdurch können einzelne Elemente wie Snare Drums usw. eine doch etwas unerwartete Schärfe haben, obwohl die Höhen generell recht neutral sind.

Earfun Air Im Test 9Die Mitten würde ich als neutral bis leicht angehoben deklarieren. Die oberen Mitten sind ähnlich wie die Höhen unauffällig natürlich. Die unteren Mitten hingegen sind leicht angehoben. Je nach Song kann dies dem Klang deutlich mehr Fülle geben. Auch viele etwas wärmere Stimmen klingen schön voll. In dem ein oder anderen Song können die EarFun Air aber auch etwas bauchiger klingen.

Für viele das Wichtigste ist aber der Bass. Generell ist der Bass der Ohrhörer ein Stück weit angehoben mit einem guten Tiefgang. Der Bass bei den EarFun Air wirkt aber etwas weicher und weniger aggressiv als bei vielen Konkurrenten. Dies liegt an den recht starken Mitten. EarFun verfolgt also nicht die Badewannen-Klangsignatur, bei der Höhen und Bässe besonders stark angehoben werden. Die EarFun Air klingen eher recht erwachsen und ausbalanciert, nur mit einem Schuss mehr Bass.

Dies wird auch von der Frequenzmessung bestätigt.

Earfun Air Frequency ResponseErklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  Rechts = Höhen. Ist ein Teil höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert schon neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

EarFun hat bei den Air viel richtig gemacht. Die Verarbeitung stimmt, der Tragekomfort ist völlig okay und die Akkulaufzeit ist sehr gut. Dicke Bonuspunkte gibt es für die Möglichkeit des kabellosen Ladens.

Earfun Air Im Test 11Das Wichtigste ist aber natürlich der Klang. Zwar haben die EarFun Air einen durchaus angehobenen Bass, aber generell würde ich den Klang als recht erwachsen und entspannt deklarieren. Die EarFun Air präsentieren sich deutlich weniger effekthascherisch als viele Konkurrenten in dieser Preisklasse. Im Gegenzug gibt es aber auch Ohrhörer die „aufregender“ klingen als die EarFun Air.

Hier kommt es etwas auf Euren Geschmack an. Sucht Ihr erwachsener klingende Ohrhörer mit einer generell wertigen Klangsignatur? Dann kann ich Euch die EarFun Air mit gutem Gewissen empfehlen. Sucht Ihr Ohrhörer die komplett „auf den Putz hauen“ gibt es aber auch noch bessere für Euch.

Die erste Jauch Powerbank im Test, kann die JPB30AHB mit 30000mAh und USB C überzeugen?

Der Hersteller Jauch wird vermutlich den meisten von Euch bisher noch unbekannt sein. Bei Jauch handelt es sich um ein deutsches Unternehmen das unter anderem hinter dem bekannten Powerbank Hersteller XTPower steht.

Diese haben nun aber auch unter dem eigenen Namen einige High End Powerbanks auf den Markt gebracht. Darunter auch die Jauch JPB30AHB.

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 12Bei der Jauch JPB30AHB handelt es sich um eine riesige 30000mAh Powerbank welche unter anderem über einen USB C Power Delivery Port verfügt. Damit ist diese auch aufgrund der großen Kapazität ideal für Notebooks.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Jauch JPB30AHB überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Jauch JPB30AHB Powerbank im Test

Mit 30000mAh Kapazität ist die Jauch JPB30AHB eine sehr große Powerbank. Dies gilt dabei aber nicht nur für die Kapazität, sondern auch für die Abmessungen und das Gewicht.

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 1Die Jauch JPB30AHB misst 185 x 118 x 27 mm und bringt ein Gewicht von 803 g auf die Waage. Damit ist diese keine Hosentaschen-Powerbank! Bedenkt auch, dass Ihr diese nicht ohne weiteres einfach mit in ein Flugzeug nehmen dürft. 30000mAh entsprechen 111Wh, was über dem gängigen 100Wh Limit bei den meisten Fluggesellschaften liegt. Solltet Ihr die Jauch Powerbank mit in Urlaub nehmen wollen, fragt zunächst bei Euerer Fluggesellschaft nach ob 111Wh Okay sind.

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 5Was das Design angeht, erinnert mich die Jauch JPB30AHB an eine etwas modernere Version der XTPower MP-32000. Die Powerbank ist also auch recht flach, aber breit und lang gehalten. Das Gehäuse besteht dabei aus Kunststoff, welches im Falle des Rahmens hochglänzend ist und bei der Oberseite matt.

Die generelle Verarbeitungsqualität und Haptik würde ich als Okay einstufen. Die Jauch JPB30AHB ist keine absolute premium Powerbank, wirkt aber auch nicht minderwertig.

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 4Neben der hohen Kapazität sind natürlich die Anschlüsse und die Ausstattung spannend. Auf der Front der Powerbank finden wir zwei DC Anschlüsse, zwei USB A Ports und einen USB C Port.

Bei den DC Anschlüssen handelt es sich um einen DC Eingang und einen Ausgang. Der Ausgang kann 3A bei 9V, 12V, 16V oder 20V liefern, also maximal 60W. Der Eingang kann 16-20V bei 2A aufnehmen. Ein passendes Netzteil liegt auch mit im Lieferumfang.

Die USB A Ports unterteilen sich in einen normalen 5V/2,4A Port und einen Quick Charge Port. Letzterer kann bis zu 18W liefern. Klasse!

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 6Noch etwas mehr Power hat der USB C Port. Dieser unterstützt das Power Delivery Protokoll, kann also Notebooks wie die Apple MacBooks, Dell XPS usw. aufladen. Der USB C Port kann 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/3A liefern, also auch 60W.  Ihr könnt die Jauch Powerbank auch über diesen Anschluss aufladen! Ebenfalls mit bis zu 60W.

Nochmals zusammengefasst:

Ausgänge:

  • USB A 1 5V/2,4A 12W
  • USB A 2 Quick Charge 3.0 18W
  • USB C 5-20V/3A 60W (USB Power Delivery)
  • DC Port 9V/3A, 12V/3A, 16V/3A oder 20V/3A 60W

Eingänge:

  • DC Port 16-24V 2A 48W
  • USB C 5-20V 3A 60W

Damit unterstützt die Powerbank alle gängigen Standards! Natürlich dürft Ihr aber nicht alle Ports gleichzeitig voll nutzen. Maximal sind 78W erlaubt, also eine volle Nutzung des USB C Ports oder DC Ports + des Quick Charge Ports.

Die % genaue verbliebene Restladung könnt Ihr jederzeit über ein kleines LC Display auf der Oberseite abrufen.

 

Kapazität und Temperatur

Jauch verspricht bei der JPB30AHB eine Kapazität von 30000mAh. Wie hoch die Kapazität in der Praxis ist hängt etwas davon ab wie Ihr die Powerbank entladet.

Kapazität Wh Kapazität mAh
USB C 20V/3A 91.001 24594.86
USB C 20V/1A 100.29 27105.41
USB C 5V/1A 92.959 25124.05
USB A 5V/1A 97.226 26277.3

 

Im besten Fall konnte ich 100.29Wh bzw. 27105mAh messen und im schlechtesten Fall 91Wh bzw. 24594mAh. Dies entspricht 90 – 82% der Herstellerangabe, was ein guter Wert ist!

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 10Warum? Die Herstellerangabe bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen und nicht auf die letztendlich nutzbare Kapazität. Letztere hängt aber von diversen Faktoren ab, der Effizienz, dem Ladetempo usw. Entladet Ihr die JPB30AHB zum Beispiel mit dem vollen Tempo erhaltet Ihr eine niedrigere nutzbare Kapazität als beim etwas langsameren Entladen.

Probleme bezüglich der Hitzeentwicklung bei der Jauch JPB30AHB konnte ich keine beobachten.

Temperatur 60w EntladenSelbst bei 60W bleibt die Powerbank ausreichend kühl.

 

Das Ladetempo

Folgende Geräte habe an der Jauch JPB30AHB getestet:

  • Apple iPhone 11 Pro Max
  • Apple MacBook Pro 16
  • Apple MacBook Pro 13
  • Dell XPS 13 9380
  • Dell XPS 17 9700
  • Huawei P40 Pro
  • Xiaomi Mi 10 Pro

Ladetempo 1Starten wir mit der größten Auffälligkeit, dem MacBook Pro 16. Leider verweigert das MacBook Pro 16 das Laden an der Jauch JPB30AHB. Bzw. dieses versucht zu laden, startet aber den Ladevorgang, dieser bricht ab, startet den Ladevorgang, bricht ab usw. Dies passiert mehrfach pro Sekunde. Dies ist kein neues Problem, das MacBook Pro 16 zeigt dieses Verhalten des Öfteren an Powerbanks. Ich kann Euch nicht sagen warum es hier mit einigen Modellen eine Inkompatibilität gibt, mehr dazu hier https://techtest.org/welche-powerbanks-und-ladegeraete-eignen-sich-fuer-das-apple-macbook-pro-16/

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 9Abseits davon funktionierten alle Notebooks an der Jauch JPB30AHB! Bei 13 Zöllern kann die Powerbank sogar das Ladetempo der originalen Ladegeräte erreichen. Beispielsweise beim XPS 13 erreicht die Powerbank die rund 45W die auch das originale Ladegerät liefert. Lediglich bei großen 15, 16 oder 17 Zöllern müsst Ihr mit Abstrichen rechnen. Diese werden in der Regel auch an der Jauch JPB30AHB laden, aber nicht mit dem vollen Tempo.

Wie steht es um Smartphones? Diese laden generell mit einem hohen Tempo an der Powerbank. Für Apple und Google Smartphones solltet Ihr den USB C Port nutzen, welcher hier das volle Ladetempo bietet. Für die meisten anderen Smartphones ist der Quick Charge 3.0 Port der optimale Anschluss.

 

Wiederaufladen

Ihr könnt die Jauch JPB30AHB wahlweise über das beiliegende DC Ladegerät laden oder via USB C.

LadetempoAn einem normalen 5V/2,4A USB Ladegerät lädt die Jauch JPB30AHB mit ca. 8-9W, womit eine Ladung rund 19 Stunden dauert! Deutlich schneller geht’s an USB Power Delivery Ladegeräten, welche bis zu 60W in die Powerbank Pumpen können. Somit dauert eine Ladung gerade einmal 2,5 Stunden.

Alternativ könnt Ihr auch das beiliegende Ladegerät nutzen, hierrüber werden ca. 31W erreicht.

 

Fazit

Die Jauch JPB30AHB ist eine absolut empfehlenswerte Powerbank, wenn Ihr ein modernes Modell mit einer besonders großen Kapazität sucht.

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 8Und ja die Kapazität von in der Theorie 30000mAh ist ohne frage das primäre Verkaufsargument der Jauch JPB30AHB. In der Praxis konnte ich zwar „nur“ eine nutzbarre Kapazität von +- 100Wh erreichen, dies ist aber immer noch ein Top Wert und übertrifft die meisten 26800mAh Powerbanks bei weitem. Hinzu kommt eine große Anschlussvielfalt mit USB Power Delivery, wodurch sich viele Notebooks an der Jauch JPB30AHB laden lassen, Quick Charge 3.0 und einem DC Ausgang.

Kurzum, sucht Ihr eine extra große Powerbank für Euer Notebook oder für den Betrieb an einem „DC“ Gerät, dann ist die Jauch JPB30AHB eine top Wahl!