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Der Corsair iCUE Nexus Companion Touch Screen im Test, der geistige Nachfolger der Logitech G15

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Erinnert sich noch wer von Euch an die Logitech G15? Die Logitech G15 war vor gefühlt 100 Jahren die geilste Tastatur auf dem Markt. Warum? Diese besaß ein kleines LCD Display, welches zusätzliche Informationen wie CPU Auslastung, FPS, die Uhrzeit usw. anzeigen konnte.

Corsair hat dieses Konzept im Jahr 2020 neu aufgegriffen und mit dem iCUE NEXUS ein kleines Zusatzmodul erstellt, das Informationen wie CPU Temperatur, Auslastung usw. anzeigen kann. Dabei ist dieses natürlich etwas funktionaler gestaltet als es noch bei der Logitech G15 der Fall war. So ist das Display natürlich farbig und mit einem Touchscreen versehen. Hierdurch könnt Ihr Makros und andere Einstellungen direkt über den iCUE NEXUS aufrufen. Klingt doch spannend oder?

Corsair Icue Nexus Test 6Aber wie praktisch ist der iCUE NEXUS in der Praxis wirklich? Finden wir dies im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen des iCUE NEXUS für diesen Test.

 

Der Corsair iCUE NEXUS

Beim iCUE NEXUS handelt es sich zunächst um eine ca. 153 x 32 x 16mm große Einheit. Diese verfügt über ein schwarzes Kunststoffgehäuse und ein kleines Display auf der Front.

Corsair Icue Nexus Test 1Um den iCUE NEXUS in der Praxis wirklich effektiv nutzen zu können müsst Ihr eine Halterung nutzen. Hier gibt es zwei Optionen, a) eine Halterung die an Eurer Tastatur befestigt wird oder b) ein kleiner Tischstandfuß.

Corsair Icue Nexus Test 2Die Möglichkeit den iCUE NEXUS an seiner Tastatur zu nutzen ist sicherlich in den meisten Fällen die eleganteste Option, ist aber nur möglich wenn Ihr eine Corsair K70 MK.2 (Low Profile) oder eine K95 Platium habt. Hierfür passend ist das USB Kabel auch nur ca. 80mm lang, genug um den USB Anschluss auf der Rückseite der Tastatur zu erreichen.

Alternativ ist ein Standfuß mit im Lieferumfang, in welchen die Displayeinheit eingeklemmt wird. Gleichzeitig verlängert der Standfuß auch das USB Kabel auf 1,5 Meter.

Corsair Icue Nexus Test 4Über Tasten oder Ähnliches verfügt der NEXUS im Übrigen nicht, lediglich das Display und der damit verbundene Touchscreen ist auf der Front.

 

Das Display

Das Display des iCUE NEXUS misst laut Corsair 5 Zoll und besitzt eine Auflösung von 640 x 48 Pixeln. Die 5 Zoll Angabe ist aber etwas „irreführend“, da das Display einen sehr schmalen Formfaktor besitzt, was Ihr auch an der Auflösung erkennen könnt. Ich konnte ca. 127 x 10mm messen.

Corsair Icue Nexus Test 11Corsair setzt hier auf ein LCD Panel, welches auf den ersten Blick okay aussieht. Der Kontrast ist ausreichend gut und die Farben klar. Auch die Helligkeit und Auflösung passt.

Corsair Icue Nexus Test 14Allerdings ist dieses auch kein absolutes „Spitzen-Display“. So ist die Auflösung ausreichend, aber auch nicht großzügig. Ähnliches gilt auch für die Blickwinkelstabilität. Diese ist okay, aber bei extremeren Blickwinkeln ist schon ein Abfall des Kontrasts merkbar.

 

Feature und Funktionen

Was kann aber nun der iCUE NEXUS? Um den iCUE Nexus zu nutzen, müsst Ihr zunächst die iCUE Software installieren. Wer aktuelle Corsair Produkte nutzt, wird iCUE natürlich schon kennen, denn darüber werden Corsair Tastaturen, Mäuse, Netzteile, AIOs usw. ebenfalls gesteuert.

Corsair Icue Nexus (1)Grundsätzlich ist das Display des NEXUS in 6 Kacheln unterteilt, ähnlich wie bei Smartphones. In jede dieser Kacheln kann eine Funktion oder ein Widget gelegt werden.

Eine Kachel kann eine Funktion sein, wie Lautsprecher muten, Programm XYZ starten usw. oder auch ein frei erstelltes Makro. Jede dieser Kacheln könnt Ihr ein ICON, eine Farbe usw. zuordnen. Ich will nicht sagen, dass die Möglichkeiten grenzenlos sind, aber iCUE gibt Euch hier schon sehr viele Optionen. Ich würde mir lediglich wünschen, dass es mehr vordefinierte Profile bzw. Optionen gibt und diese nicht alle per Hand erstellt werden müssten.

Corsair Icue Nexus (2)Fertig vorbereitet sind die so genannten Widgets. Diese sind „bewegliche“ Kacheln und können beispielsweise Eure CPU Auslastung, CPU oder GPU Temperatur usw. anzeigen. Auch die Uhrzeit lässt sich so dynamisch anzeigen. Praktisch! Allerdings hätte ich mir hier ebenfalls noch mehr Optionen gewünscht, wie eine FPS Anzeige oder Ähnliches. In Kombination mit anderen Corsair Produkten gibt es hier noch mehr Möglichkeiten, wie ein Ändern der Lüfter-Profile „on the Fly“, das Ändern der Maus DPI Einstellungen usw.

Corsair Icue Nexus (6)Natürlich lassen sich Widgets und statische Elemente wie Makros usw. beliebig mixen. Ihr könnt sogar mehrere „Displays“ speichern und je nach Situation aufrufen.

Corsair Icue Nexus (4)

Fazit

Der Corsair iCUE NEXUS ist natürlich ein Luxus-Produkt wie es im Bilderbuch steht. Allerdings kann der iCUE NEXUS sehr nützlich und informativ sein, gerade wenn Euch Dinge wie die CPU/GPU Temperatur, Auslastung usw. während des Spielen interessiert, ohne dass Ihr ein Overlay wünscht.

Corsair Icue Nexus Test 5Auch für Nutzer von Makros kann das kleine Zusatzdisplay einen Mehrwert darstellen, da Ihr über dieses mehr oder weniger frei Makros programmieren und in der Schnelle aufrufen könnt. Dabei ist die Flexibilität beeindruckend die iCUE Euch bietet, auch wenn Ich mir hier und da mehr bereits fertige „Profile“ wünschen würde. Ihr müsst bei der erstmaligen Nutzung vergleichsweise viel per Hand machen. Auch fehlt mir beispielsweise noch ein FPS Counter, welcher aber vielleicht noch via Update kommt.

Die Hardware des iCUE NEXUS ist soweit okay. Das Display ist völlig akzeptabel, wenn auch nicht absolute Weltklasse.

Dennoch, unterm Strich ist und bleibt der Corsair iCUE NEXUS ein Luxus Produkt, welches aber gut von Corsair umgesetzt wurde!

Corsair Icue Nexus

Warum so wenig Smartphone und OnePlus Tests auf Techtest?

OnePlus gehört zu den beliebtesten Herstellern von Smartphones und Smartphone Produkten wie Ohrhörern usw. Allerdings schreibe ich vergleichsweise wenig über OnePlus Produkte auf Techtest.org. Wie kommt’s?

Dies soll ein kleiner „behind the scenes“ Artikel werden, sollte so etwas Euch nicht interessieren, klickt einfach weg.

 

Smartphone Hersteller mögen Techtest eher semi-gerne

Techtest.org ist generell recht breit aufgestellt, daher dürfen Smartphone Tests auch nicht fehlen. Allerdings schreibe ich auch nicht über jedes Smartphone das auf dem Markt erhältlich ist.

Warum? Ich habe hier Probleme mit der Beschaffung. Hier gibt es in der Regel zwei Möglichkeiten:

  1. Die Smartphones selbst kaufen und gegebenenfalls nach Zeitraum X wieder verkaufen.
  2. Die Smartphone Hersteller anschreiben und um ein Testgerät bitten.

Option 1 ist natürlich auf Dauer sehr teuer. Selbst wenn ich die Testgeräte wieder verkaufe verliert dieses alleine durch einen Monat Nutzung bestimmt 20-30% Wert, was bei einem 1000€ Smartphone nicht wenig ist. Heißt der Test eines Flaggschiff Smartphones kostet mich effektiv 200-300€. Diese 200-300€ bekomme ich aber nicht durch Affiliate Verkäufe oder Werbung wieder rein geholt. Ich darf hier nicht über genaue Zahlen sprechen, aber ich bekomme bei Smartphones für jeden Verkauf über meine Links 1-3% vom Kaufpreis. Heißt im Worst Case müssten ca. 30 Flaggschiff Smartphones über meinen Link verkauft werden damit ich +- 0 rauskomme. Will ich ein Smartphone ein Jahr für weitere Vergliche behalten, verliert es +- 50-60% an Wert und ich müsste dementsprechend mehr Geräte über meine Links verkaufen.

Techtest SmartphonesVon 1000 Lesern wird nun solch ein Affiliate Link vielleicht von 10-30 Leuten geklickt und ein Verkauf findet vielleicht einmal statt. Klar niemand wird sich aufgrund meines Tests denken „hey das neue iPhone sieht gut aus, dieses kaufe ich mir nun spontan“. Solche Käufe sind gut überlegt und dann werden keine Affiliate Links genutzt.

Heißt Smartphone Tests sind für mich höchst unprofitabel und lohnen nur wenn mich das Smartphone selbst interessiert, ich dieses für weitere Zubehörtests usw. benötige oder ich es selbst nutzen möchte.

 

Die Lösung ist hier natürlich Option 2, ich bekomme das Smartphone vom Hersteller geliehen. Direkt klar gesagt, geschenkt bekomme ich hier keine Smartphones! Das sind alles Leihgeräte, meist mit einer 14 Tage Frist und sogar teils mit Verträgen, dass ich bei Überschreitung dieser 14 Tage theoretisch eine Strafe zahlen müsste.

Leider ist hier Techtest.org nicht groß genug oder zu schlecht vernetzt. Ich könnte vielleicht von 50% aller aktuellen Smartphone Herstellern ein Leihgerät bekommen, das aber erst in der zweiten oder dritten Welle! Heißt nachdem die ersten Tester durch sind, die Geräte wieder bei der Marketingagentur landen usw. kann ich diese bekommen. Meist vergehen hier 1-3 Monate.

Ein Smartphone Test 3 Monate nach Veröffentlichung dieses lohnt in der Regel sehr sehr wenig!  In diesem Moment ist dieses für mich eher nur noch Füllmaterial und persönliche Neugier.

Finanziell muss ich hier nur die Rücksendekosten reinholen, was in der Regel kein Problem ist.

 

OnePlus ist „the worst Case“

Leider hat OnePlus eine Angewohnheit die alles noch etwas problematischer macht. OnePlus gibt Testgeräte vor dem Marktstart heraus und das in großen Mengen.

Klasse für Leute die welche bekommen, schlecht für mich. Selbst wenn ich mich entscheide OnePlus Smartphone XYZ zu kaufen, bin ich zwingend X Wochen langsamer als die „anderen“. Und nur der frühe Vogel bekommt die gute Google Position.

Oneplus 8 Pro Test Review 8Dieses Problem habe ich zur Zeit bei den ONEPLUS Buds. Ich würde die Ohrhörer gerne testen, aber diese kommen erst offiziell am 05.08.20 heraus, die ersten Tests stehen seit dem 24.07 bereits Online und ich bin auf der Warteliste bei OnePlus. Vermutlich bekomme ich die Ohrhörer dann Mitte/Ende August, ab wann ein Test deutlich an Wert verliert. Alternativ könnte ich auch 90€ ausgeben, was ich prinzipiell tun würde, aber in diesem Fall wäre ich dennoch rund 2 Wochen zu spät dran.

Diese Problematik gilt auch für die OnePlus Smartphones und alle Hersteller die weit im Voraus Testgeräte rausgeben.

 

Fazit

Ich habe keine Ahnung ob dieser kleine Artikel für Euch interessant ist oder auch nicht. Falls es interessant war sagt es dann schreibe ich mehr solcher „Artikel“.

Das Fazit ist aber leider, dass sich Smartphone Tests, gerade wenn diese zeitnah sein sollen, sich finanziell überhaupt nicht lohnen. Techtest.org ist mit seinen 200K Seitenaufrufen entweder noch zu klein oder halt nicht gut genug vernetzt/beliebt genug, um hoch genug in der Gunst der Smartphone Hersteller zu stehen.

Xiaomi Redmi 9 Test Review 13

Will ich zu den ersten gehören die einen Test veröffentlichen, dann muss ich die Smartphones aus eigener Tasche kaufen und das rechnet sich selten. Meist wenn eher bei den kleinen Modellen wie dem Xiaomi Redmi 9.

Ich versuche die „großen“ Modelle auch immer im Test zu haben, aber ein komplettes Abdecken aller Flaggschiff Smartphones ist für mich leider unmöglich.

PS. Unterstützt mich und Techtest.org mit einer einmaligen Spende oder via Patreon.

Ambilight für den PC, Corsair iCUE LT100 Smart Lighting Towers Starter Kit im Test

Corsair ist vermutlich der Hersteller der den RGB Trend im Gaming Bereich am meisten befeuert hat. Daher sollte es nicht überraschen, dass Corsair nach RGB Tastaturen, Lüftern und Headsets nun noch einen Schritt weitergeht und Smart Lighting Towers auf den Markt gebracht hat.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 9Smart Lighting Towers? Hierbei handelt es sich um „Dekolampen“ die Ihr auf Eurem Schreibtisch platzieren könnt und eine Steuerung via Software erlauben. Alternativ lassen sich diese auch als Headset Halter nutzen. Spannend oder unnütz? Diese Frage versuchen wir doch einmal im Test zu klären.

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen des iCUE LT100 Starter Kits.

 

Test: Corsair iCUE LT100 Smart Lighting Towers Starter Kit

Das Starter Set der iCUE LT100 Smart Lighting Towers besteht neben diversen Kabeln usw. aus zwei Licht-Türmen. Diese bestehen wiederum aus zwei Teilen, der Basis und der eigentlichen Lichteinheit. Letztere wird einfach in die Basis gesteckt.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 1Corsair setzt etwas überraschend beim Gehäuse auf Aluminium! Sowohl der Standfuß wie auch der LED Streifen sind äußerlich aus einem stabilen Aluminium gefertigt, welches das System gleich um einiges wertiger anmuten lässt.

Beide LED Türme messen ca. 43 cm in der Höhe, inklusive der Basis. Dabei sind LEDs in einer Streifenform vertikal in jedem Turm integriert, wie auch am unteren Ende der Fußes.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 2Zwar sehen beide Türme auf den ersten Blick identisch aus, allerdings gibt es einen primären und einen sekundären Turm. Der „primäre“ Licht-Turm besitzt einen Anschluss für das Netzteil (5V/5A), einen microUSB Eingang für die Verbindung zu Eurem PC wie auch einen proprietären Anschluss für die Verbindung untereinander. Das beiliegende Verbindungskabel misst ca. 1,5 Meter, was damit auch der maximale Abstand zwischen beiden Türmen ist. Zudem besitzt der primäre Licht-Turm einen kleinen Schalter auf der Front für die diversen Modi, dazu später mehr.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 5Neben der Funktion einfach als Deko-Licht könnt Ihr einen der Türme mithilfe einer Halterung zu einem Headset Ständer „umbauen“. Dies funktioniert Okay, die Auflagefläche für das Headset könnte aber größer sein.

 

Was können die Corsair iCUE LT100 Smart Lighting Towers?

Kommen wir zur wichtigsten Frage, was können die Corsair iCUE LT100 Smart Lighting Towers? Um die LT100 vernünftig nutzen zu können müsst Ihr Corsairs iCUE installieren. iCUE ist eine Steuerungssoftware für alle Corsair Produkte, inklusive Mäusen, Tastaturen usw.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 8Über iCUE habt Ihr gefühlt hunderte Anpassungsoptionen, ob Ihr nun eine statische Farbe wollt, einen Regenbogen-Effekt, einen Farbwechsel usw. Wichtig, jede LED in den iCUE LT100 Smart Lighting Towers kann individuell angesteuert werden! Hierdurch sind auch komplexere Lichteffekte möglich.

Ganz offen gesagt soweit wären die LED-Türme nicht 100€+ wert. Allerdings hat Corsair ein paar durchaus interessante Effekte die den höheren Preis rechtfertigen. So können die LED Türme farblich die Temperatur Eures PCs wiedergeben, was ein durchaus interessanter Indikator ist. Des Weiteren können die LEDs passend zur Musik leuchten bzw. blinken und die LT100 unterstützen Ambilight!

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 15Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 18Ambilight? Ambilight ist natürlich ein Marken-Begriff von Phillips aber über iCUE ist ein sehr ähnlicher Effekt möglich. Das Ganze nennt sich Video-Beleuchtung. Dabei spiegeln die LEDs farblich den Inhalt Eures Monitors wieder. Dabei wird auch auf die Position geachtet!

Habt Ihr ein Bild mit blauem Himmel und grüner Wiese, dann werden die Licht-Türme oben Blau und unten grün leuchten. Dabei ist die Verzögerung dieses Effekts absolut minimal, wodurch er auch in Spielen sehr viel Spaß macht! Die iCUE LT100 Smart Lighting Towers können die „Spieltiefe“ deutlich verstärken und das Bild über die Ränder des Monitors erweitern. Jeder der mal einen Ambilight Fernseher hatte wird wissen wovon ich spreche. Dieser Effekt funktioniert auch wirklich tadellos!

 

Das Licht und Stromverbrauch

Corsair nutzt bei allen Geräten die ich bisher gesehen habe immer sehr vernünftige RGB LEDs. Da sind die iCUE LT100 Smart Lighting Towers keine Ausnahme. Farben werden wunderbar kräftig und satt dargestellt. Auch der Übergang und Animationen laufen schön weich.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 7Die Helligkeit würde ich als passend deklarieren. Die LEDs sind bereits bei Tageslicht sichtbar, aber den vollen Effekt können diese nur bei gedimmter Beleuchtung entfalten.

Mit zwei Licht-Türmen benötigt das System im Übrigen 4,5-5W, was soweit okay ist.

 

Fazit

Lohnt es sich um die 140€ für zwei kleine LED Türme auszugeben? An sich sicherlich nur bedingt, so was gibt es einfach günstiger von anderen Herstellern. Für 140€ bekommt Ihr sehr viele RGB LEDs in diversen Formen.

Den durchaus hohen Preis zahlt Ihr aber nicht nur für die Hardware, welche dank Aluminium Gehäuses und guter Lichtqualität auch nicht schlecht ist, sondern das Feature der LT100 ist die Software.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 11Über die Software könnt Ihr die LEDs in diversen Mustern, Farbverläufen usw. Steuern. Auch eine Synchronisation mit anderen Corsair Produkten ist möglich, nett! Was die LT100 aber wirklich interessant macht ist das Ambilight Feature oder wie Corsair es nennt die Videobeleuchtung. Hierbei passen die Licht-Türme Ihre Farbe basierend auf dem Inhalt Eures PC Monitors an. Dies auch in der Position. Habt Ihr oben Links einen größtenteils blauen Bereich, dann leuchtet der linke Turm oben auch blau.

Das Ganze funktioniert auch in der Praxis wunderbar und ein toller Effekt, der auch einen Mehrwert darstellt. Gerade in einem dunklen Raum vergrößert dies Euren Monitor deutlich. Von daher kann ich mit einem sehr guten Gewissen eine Empfehlung für die Corsair iCUE LT100 Smart Lighting Towers aussprechen, wenn Ihr Euch für einen „Ambilight-Artigen“ Effekt interessiert! Auch abseits davon sind die Smart Lighting Towers nicht schlecht, aber die Videobeleuchtung ist aus meiner Sicht der Effekt der auch den Preis rechtfertigt.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers

Teufels erste true Wireless Ohrhörer, die AIRY TRUE WIRELESS im Test

Endlich sind Teufels erste TRUE WIRELESS Ohrhörer da! Teufel hat sich mit diesen lange Zeit gelassen, aber wie heißt es so schön „Was lange währt, wird endlich gut“.Die AIRY TRUE WIRELESS sollen hier die 150€ Preisklasse aufmischen und sich gegen die Konkurrenz aus dem Hause JBL, Samsung, Apple und Co. bewähren.

Teufel Airy True Wireless Test Review 11Gelingt dies? Klären wir genau diese Frage im Test der AIRY TRUE WIRELESS von Teufel!

An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Zurverfügungstellen der AIRY TRUE WIRELESS.

 

Die Teufel AIRY TRUE WIRELESS im Test

Der erste Eindruck der Teufel AIRY TRUE WIRELESS fällt um ehrlich zu sein eher durchwachsen aus. Wie üblich bestehen die AIRY TRUE WIRELESS aus zwei Teilen, den Ohrhörern selbst und der Ladebox.

Teufel Airy True Wireless Test Review 1Die Ladebox ist vergleichsweise einfach gestaltet. Front und Rückseite sind aus einem matten Kunststoff, während der Rahmen in Hochglanz gehalten ist. Die Verarbeitung ist soweit okay, aber wirkt etwas „Plastikhaft“. Klopft Ihr gegen die Box, dann merkt Ihr, dass diese leicht hohl ist.

In einer niedrigeren Preisklasse wäre dies kein Problem, aber für 150€ geht mehr, um es so zu sagen. Der Deckel der Ladebox wird wie üblich über Magnete gehalten, was auch gut funktioniert.

Teufel Airy True Wireless Test Review 2Der Deckel öffnet sich nicht ungewollt und selbst wenn sind auch die Ohrhörer im Inneren magnetisch gehalten, diese fallen also auch nicht einfach heraus.

Merkwürdigerweise wird die Ladebox noch via microUSB geladen. Hier finde ich es schade, dass Teufel nicht auf USB C umgestiegen ist, wo dieses mittlerweile sowohl im Apple wie auch Android Ökosystem verbreitet ist.

Enttäuscht hat mich etwas das Design der Ohrhörer. Teufel ist normalerweise sehr gut was das Design von Produkten angeht. Alle Teufel Geräte wirken irgendwie einzigartig, auch beispielsweise die MOVE BT.

Teufel Airy True Wireless Test Review 3Verglichen damit wirken die AIRY TRUE WIRELESS fast schon etwas langweilig und gewöhnlich. Ich will die Ohrhörer nicht als hässlich bezeichnen, aber diese sind auch nichts Besonderes.

Die Ohrhörer sind im Apple AirPod Style gehalten, verfügen also über eine Art Steg, der aus der Unterseite herausragt. Mittlerweile hat man sich ja etwas an dieses Design gewöhnt und es gibt den Herstellern etwas mehr Raum für Elektronik. Von daher geht dies für mich in Ordnung.

Die AIRY TRUE WIRELESS sind dabei komplett aus einem einfachen Kunststoff gefertigt. Auf der Rückseite findet sich lediglich das Teufel Logo, welches allerdings in der gleichen Farbe wie das Gehäuse ist und damit etwas „untergeht“.

Teufel Airy True Wireless Test Review 5Die Rückseite ist wie meist üblich auch bei den AIRY TRUE WIRELESS Touch-Sensitiv. Einmal Tippen = Play/Pause usw.. Das Ganze funktioniert auch gut!

Ebenso gut funktioniert das automatische Ein/Ausschalten, wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox legt oder herausnehmt.

Die Teufel AIRY TRUE WIRELESS haben sich hier als zuverlässig im Alltag erwiesen.

 

Tragekomfort

Die AIRY TRUE WIRELESS sind im Bereich des Tragekomforts recht unspektakulär. Diese sind vergleichsweise kleine und kompakte Ohrhörer, welche daher universell gut in allen Ohren passen sollten.

Teufel Airy True Wireless Test Review 10In der Praxis waren die AIRY TRUE WIRELESS auch nicht unbequem oder störend ganz im Gegenteil! Teils saßen diese ein wenig locker, für intensiven Sport nicht ganz optimal. Allerdings für das tägliche Bus/Bahnfahren taugen diese völlig!

Ich würde den Tragekomfort mit einer 2 bewerten.

 

Klang der Teufel AIRY TRUE WIRELESS

Kommen wir zum interessantesten Punkt, dem Klang der Teufel AIRY TRUE WIRELESS. Starten wir hier bei den Höhen.

Diese sind tadellos! Die AIRY TRUE klingen schön klar und sauber. Dabei haben die Höhen einen angenehmen leichten Unterton, ohne dabei schrill oder anstrengend zu sein.

Klasse!

Teufel Airy True Wireless Test Review 6Ebenfalls sehr gut gefallen mir die Mitten, welche toll aufgelöst werden! Stimmen klingen unheimlich plastisch und natürlich. Ich würde glatt sagen die Darstellung von Stimmen ist bei den Teufel AIRY TRUE WIRELESS Weltklasse!

Aus dem Bauch heraus wüste ich keinen Ohrhörer, der dies besser macht und nicht signifikant mehr kostet. Ein wenig erinnert mich die Klangsignatur der Ohrhörer an die Apple Airpods Pro, welche ebenfalls recht natürlich, leicht und wenig anstrengend daherkommen.

Allerdings gerade beim Bass unterscheiden sich die Teufel AIRY TRUE WIRELESS von den Apple AirPods Pro. Wie es sich für Teufel Ohrhörer gehört sind die AIRY TRUE WIRELESS hier etwas wuchtiger und kräftiger.

Von der Masse ist der Bass leicht angehoben, aber das wirklich Besondere ist die Qualität des Basses!

Teufel Airy True Wireless Test Review 9Die AIRY TRUE WIRELESS haben einen hervorragenden Tiefgang! Bass kann richtig schön in die Tiefe gehen und wirkt voluminös. Dabei hält dieser aber eine gute Schärfe, was in einer subjektiv hohen Detailwiedergabe resultiert. Die Detailwiedergabe und Auflösung ist aber generell eine Stärke der Ohrhörer, über den gesamten Frequenzgang. Musik wird toll in die Breite und Tiefe gezogen und klingt hierdurch sehr plastisch.

Am Ende kommt aus den AIRY TRUE WIRELESS ein schon lebendiger und treibender Klang, der auch eine tolle Dynamik aufweist. Toll! So macht Musik Spaß!

Kritikpunkte? Um ehrlich zu sein, keine. Hier und da gibt es Ohrhörer die noch etwas mehr auf die „Pauke“ schlagen wie es so schön heißt. Aber dies ist Geschmackssache. Die Teufel AIRY TRUE WIRELESS halten eine gute Waage aus einem noch neutralen/natürlichen Klang und hoher Spielfreude. Kein Klangelement wird übermäßig dominant gegenüber einem anderen, wodurch die Ohrhörer auch in so ziemlich allen Musikrichtungen eine gute Figur machen.

Teufel Airy True Wireless Frequency Response
Teufel AIRY TRUE WIRELESS Frequency Response

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert schon neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Teufel hat bei den AIRY TRUE WIRELESS viel aber auch nicht alles richtig gemacht! Leider wirken die Ohrhörer und auch die Ladebox etwas „plastikhaft“.Auch das Design ist anders als man dies von Teufel kennt etwas uninspiriert. Nein die TWS Ohrhörer sind nicht hässlich, aber auch nichts Besonderes. Hinzu kommt die Nutzung von microUSB, wo doch so ziemlich alle Hersteller mittlerweile auf USB C umsteigen.

Klingt soweit eher negativ, allerdings können die Teufel AIRY TRUE WIRELESS viel Boden auf der technischen Seite gut machen.

Teufel Airy True Wireless Test Review 11Gerade klanglich sind die AIRY TRUE WIRELESS gut bis herausragend! Die Ohrhörer klingen wunderbar plastisch, detailreich und lebendig, mit einem guten Schuss Bass! Stimmen werden hervorragend abgebildet und der Bass hat einen spitzen Tiefgang.Auch die Bluetooth Verbindung war tadellos. Probleme mit Abbrüchen oder Ähnlichem hatte ich 0. Ebenso funktionierte das automatische Ein/Ausschalten sehr gut und der Tragekomfort war völlig Okay.

Trotz meiner Kritik am Äußeren der Ohrhörer, technisch und klanglich sind diese eine Meisterleistung! Daher kann ich die Teufel AIRY TRUE WIRELESS am Ende wirklich nur empfehlen, vor allem dann wenn für Euch der Klang die NR.1 Priorität ist. Auch der Preis von rund 150€ geht in Ordnung, auch wenn wir hier schon am oberen Ende sind was Preislich für Ohrhörer ohne ANC usw. machbar ist.

Die JBL LIVE 300TWS im Test, von JBL für Bass-Fans

Die LIVE 300TWS sind JBLs aktuellen „Flaggschiff“ true Wireless Ohrhörer. Im Gegensatz zu den JBL TUNE 220TWS setzt JBL bei diesen auf ein typisches in-Ear Design. Dabei sollen diese neben einem Weltklasse Klang auch mit einer hohen Akkulaufzeit, Ambient Aware und der TalkThruTechnologie punkten.

Jbl Live 300tws Im Test 4Letztere nutzt die Mikrofone der Ohrhörer damit Stimmen trotz Musikgenusses weiterhin hörbar bleiben. Ließt sich durchaus spannend, aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert dies und vor allem klingen die JBL LIVE 300TWS gut?

Finden wir dies im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an JBL für das Zurverfügungstellen der Ohrhörer für diesen Test.

 

Die JBL LIVE 300TWS im Test

Das Erste was an den JBL LIVE 300TWS auffällt ist die vergleichsweise große Ladebox. Diese misst satte 72,4 x 31,8 x 48,4 mm und bringt gute 68g auf die Waage.

Jbl Live 300tws Im Test 1Damit gehört diese zu den durchaus größeren Ladeboxen die Ihr bei TWS Ohrhörern finden könnt. Was die Verarbeitungsqualität angeht bin ich recht zufrieden mit der Ladebox. Der Deckel wird wie üblich mithilfe von Magneten geschlossen gehalten und hat nur minimal spiel. Allerdings die Materialwahl konnte mich nicht überzeugen!

JBL setzt hier auf einen leicht glänzenden Kunststoff, welcher aber extrem anfällig gegenüber Fingerabdrücken und Schmutz ist. Zudem fühlt sich dieser einfach nicht wertig in der Hand an. Hier ist also noch gut Luft nach oben.

Ebenso kann die Ladebox die Ohrhörer nur 2x unterwegs wiederaufladen, was in der Regel ausreicht aber auch nicht großzügig ist. Immerhin wird der Akku anschließend über USB C geladen! JBL hat hier auch einen schicke Status LED um den USB C Port angebracht.

Jbl Live 300tws Im Test 2Ähnlich wie die Ladebox sind auch die JBL LIVE 300TWS etwas größter. Diese messen rund 20mm an der dicksten Stelle und bringen jeweils rund 6,6g auf die Waage. Damit sind diese zwar nicht absolut riesig, gehören aber schon zu den Top 20% was die Abmessungen angeht.

Bei der Ladebox war ich etwas kritisch was die Materialwahl anging, daher muss ich fair sein und die Haptik und Optik der Ohrhörer loben. Zwar setzt hier JBL auch auf einen einfachen Kunststoff, dieser wirkt aber ausreichend wertig. Allgemein könnt Ihr den LIVE 300TWS ansehen das diese keine „billigen“ Ohrhörer sind.

Jbl Live 300tws Im Test 3Gesteuert werden die Ohrhörer über eine Touch sensitive Oberfläche. Das Ein/Ausschalten funktioniert allerdings automatisch wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox legt oder herausnehmt. Dies funktioniert auch soweit sehr gut! Die Ohrhörer können auch automatisch erkennen wenn Ihr diese einsetzt und herausnehmt und pausieren bzw. setzen die Musik-Wiedergabe fort.

Die Akkulaufzeit liegt laut JBL bei 6 Stunden pro Ladung. Dies kommt bei einer niedrigen Lautstärke auch hin! Bei hoher Lautstärke rechnet eher mit 4,5-5 Stunden.

 

Tragekomfort

Die LIVE 300TWS sind große bis sehr große Ohrhörer, daher habe ich keine all zu großen Erwartungen an den Tragekomfort gestellt. Allerdings sitzen die Ohrhörer in der Praxis recht gut! Ich würde diese nur bedingt Nutzern mit sehr kleinen Ohren empfehlen, aber in normal bis großen Ohren sitzen diese gut.

Jbl Live 300tws Im Test 8Für etwas überflüssig halte ich nur die Ohrhacken. Bei den Ohrhaken handelt es sich um kleine Silikonbügel die sich in Eurem Ohr verkeilen sollen um für einen besseren Halt zu sorgen. Allerdings sind die LIVE 300TWS so lang das ich diese zu tief in meine Ohren drücken muss, damit die Ohrhaken greifen.

Ohne Ohrhaken sitzen die Ohrhörer deutlich angenehmer, auch wenn diese für Sport nicht zwingend meine erste Wahl wären.

 

Ambient Aware und der TalkThru-Technologie

Beim Nutzen von Ambient Aware werden die in den Ohrhörern verbauten Mikrofone genutzt um Außengeräusche zu verstärken. Dies soll Euch helfen trotz Musik Umgebungsgeräusche, Autos, Durchsagen usw. dennoch wahrzunehmen. Und ja dies funktioniert auch gut bei den JBL LIVE 300TWS!

 

Klang

Die JBL LIVE 300TWS sind ziemlich aggressiv klingende Ohrhörer mit einem teils fast schon extremen Bass! Starten wir daher auch bei diesem. Der Bass ist absolut eindeutig das primäre Klangelement der Ohrhörer! Der Bass ist extrem kräftig, tief und satt. Allerdings wirkt der Bass auch gekonnt! So ist das Volumen im Bass wirklich beeindruckend und passt zu den größeren Abmessungen der Ohrhörer. Auch der Tiefgang ist top. Sucht Ihr Bass bis zum Anschlag, dann werdet Ihr in dieser Preisklasse wenig besseres Finden.

Jbl Live 300tws Im Test 6Allerdings ist der Bass schon sehr dominant! Gerade die mittleren Mitten bis hin zu den unteren Höhen werden sehr in den Hintergrund gedrängt. Hier und da habe ich mir bei Stimmen sinngemäß gedacht „Kann jemand die Sängerin bitte lauter machen“. Auf niedrigen bis mittleren Lautstärken geht es, aber auf hoher Lautstärke überschattet der Beat Stimmen schon recht deutlich, auch wenn dies natürlich etwas von der Abmischung des Songs abhängt.

Bei den Höhen kommt es etwas darauf an. Die unteren Höhen sind prinzipiell nicht schlecht, werden aber vom Bass auch etwas überschattet. Die oberen Höhen hingegen können durchaus gegen den Bass anspielen. Unter anderem hierdurch wirken die JBL LIVE 300TWS auch nicht dumpf oder matt, ganz im Gegenteil!

Generell wirken die Ohrhörer erfreulich dynamisch und lebendig. Musik klingt extrem kraftvoll und spaßig. Bei vielen Songs haben mir die Ohrhörer ein regelrechtes Lächeln ins Gesicht gezaubert, primär aufgrund des mächtigen Basses. Allerdings sind dies auf keinen Fall Ohrhörer für Nutzer die ein ausgeglichenes Klangbild suchen!

Bonuspunkte gut es für die hohe maximale Lautstärke und die sehr gute räumliche Darstellung.

Jbl Live 300twsErklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve links sehr hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert schon neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Mögt Ihr Bass? Also so richtig? Dann könnten Euch die LIVE 300TWS von JBL gefallen! Starten wir aber mit den Leuten die die Ohrhörer besser nicht kaufen sollten. Sucht Ihr einen besonders ausgewogenen Klang mit starken Stimmen, dann gibt es bessere Ohrhörer für Euch.

Jbl Live 300tws Im Test 9Die JBL LIVE 300TWS punkten durch einen sehr starken und aggressiven Bass, der auch zu weiten teilen sehr das Klangbild domminiert. Dabei ist der Bass aber technisch 1a umgesetzt. Dieser hat ein tolles Volumen und einen guten Tiefgang. Auch die generelle räumliche Darstellung der Ohrhörer ist gut. Hinzu kommen sehr klare Höhen, welche für eine gute Dynamik und subjektive Spielfreude sorgen.

Auch der Tragekomfort und die Akkulaufzeit können überzeugen, wenn auch die Ohrhörer und die Ladebox etwas kleiner sein dürften.

Am Ende kommt es darauf an wie viel Bass Ihr sucht. Die LIVE 300TWS ordnen sich hier schon am oberen Ende ein, was auch durchaus Spaß machen kann! Ist es das war Ihr sucht, dann kann ich die Ohrhörer mit gutem Gewissen für rund 100€ empfehlen! Diese sind Bass-Bomber der oberen Güteklasse.

 

Test: Gardena HandyMower, ein leistungsstarker mini Akku-Rasenmäher?

Rasenmähen ist bekanntlich das liebste Hobby der Deutschen. Allerdings gerade in großen Städten und dem Umland sind die Gärten in der Regel sehr klein. Hier lohnt es sich oftmals gar nicht so richtig einen großen Rasenmäher anzuschaffen, geschweige denn einen Benzin Rasenmäher. Hier hat sich Gardena etwas Neues ausgedacht und zwar einen „mini“-Rasenmäher, der speziell für kleine Gärten konzipiert ist.

Der Gardena HandyMower Li-18/22 ist für kleine Rasenflächen von +- 50m² gedacht und besonders handlich und kompakt designt. Dabei setzt dieser auf das 18V Akku-System von Gardena. Im Gegensatz zu vielen anderen „kleinen“ Rasenmähern ist der HandyMower Li-18/22 aber kein „billig“ Gerät, sondern ist durchaus in der premium Preisklasse platziert.

Gardena Handymower Test 19Dieses Konzept eines super kompakten und handlichen Mähers, der aber auch einen gewissen Qualitätsanspruch verfolgt, finde ich durchaus interessant! Aber hat der HandyMower Li-18/22 überhaupt genug Power, schließlich setzt dieser nur auf ein 18V Akku-System, oder handelt es sich bei diesem nur um ein teures Spielzeug?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Gardena HandyMower Akku-Rasenmäher im Test

Es gibt einige kompakte Akku-Rasenmäher im Handel. Dies ist aber oft einfach nur ein Nebenprodukt beim Versuch den Verkaufspreis niedrig zu halten. Dies ist beim Gardena HandyMower etwas anders. Die kompakten Abmessungen und die hohe Wendigkeit sind hier DIE Feature.

Gardena Handymower Test 8So ist der Gardena HandyMower der kleinste und auch leichteste (4,2Kg) Rasenmäher der mir bisher begegnet ist. Dabei setzt Gardena auch auf eine etwas ungewöhnlichere Form. Anstelle einfach nur einen normalen Rasenmäher zu schrumpfen, ist die Form speziell auf den Einsatz als „Mini-Rasenmäher“ zugeschnitten. So erinnert mich die Form und Größe des HandyMower etwas an einen Rasenmähroboter an einem Stiel. Ja gewisse Design-Parallelen zu einem SILENO City von Gardena sind durchaus vorhanden, auch wenn beide technisch nichts miteinander gemein haben. Erfreulicherweise wirkt der Gardena HandyMower trotzt des niedrigeren Gewichts nicht billig oder zu leicht, das dieser nicht gut über Gras navigieren könnte.

Der auffälligste Unterschied zu einem regulären Rasenmäher ist aber der Handgriff. Dieser ist nicht fixiert sondern lässt sich frei im Winkel verstellen. Dies macht den Gardena HandyMower noch ein Stück flexibler und erlaubt ein noch einfacheres Verstauen.

Gardena Handymower Test 16Am Handgriff befindet sich der übliche zweistufige Einschalter, der ein versehentliches Einschalten verhindern soll. Ebenso ist hier ein kleiner „Zündschlüssel“ angebracht, den Ihr abziehen könnt. Dies soll z.B. vermeiden, dass Kinder den Rasenmäher ungewollt nutzen können. Habt Ihr keine Kinder im Haushalt, dann könnt Ihr den Schlüssel einfach stecken lassen.

Der Rasenmäher selbst verfügt über zwei große Räder auf der Front und eine Art Rolle am hinteren Ende. Erneut hilft dies dabei den Mäher so wendig wie möglich zu halten. An einem der vorderen Räder ist auch die Verstellung der Schnitthöhe angebracht. Der HandyMower kann in drei Stufen zwischen 30 und 50mm eingestellt werden. Dabei setzt dieser auf ein Mulchmesser. Es gibt also keinen Auffangbehälter für das Schnittgut, auch nicht optional.

Gardena Handymower Test 12Bei dem Messer handelt es sich um ein „reguläres“ Rasenmäher Messer aus Metall, das nur mit 22cm etwas kleiner gehalten ist.

Als Energiequelle dient ein 18V Akku. Es handelt sich hierbei um den gleichen 18V Akku den auch diverse andere Gardena Akku-Geräte nutzen. Habt Ihr bereits solch eins könnt Ihr das günstigere Set ohne zusätzlichen Akku kaufen.

Gardena Handymower Test 9Leider bietet Gardena abseits seines 18V 2,6Ah Akku KEINE größeren Modelle an. Ihr könnt die Laufzeit des Mähers also nur durch mehrere Austausch-Akkus verlängern. Zwar ist an den Akkus eine Ladestandsanzeige angebracht, aber da sich der Akku „verschlossen“ in der Basis des Mähers untergebracht ist habt Ihr leider während des Mähens keinen Indikator wie lange der Mäher noch hält.

 

Hat der HandyMower Li-18/22 genug Leistung?

Der Gardena HandyMower setzt lediglich auf einen 18V Akku für die Energieversorgung. Die meisten anderen Akku-Rasenmäher nutzen wahlweise zwei 18V Akkus oder einen 36V Akku. Es gibt zwar auch andere Modelle die nur einen 18V Akku nutzen, dies aber meist aufgrund des Preises.

Gardena Handymower Test 18Dies stellt natürlich die Frage nach der Leistung. Zwar kann auch ein 18V Akku prinzipiell 1000W+ liefern, aber dies nur sehr kurz. Gardena liefert beim HandyMower Li-18/22 einen 18V 2,6Ah Akku mit, der 20 Minuten Laufzeit ermöglichen soll. Hieraus ergibt sich eine Motorleistung von ca. 140W. Verglichen mit großen Mähern sicherlich weniger imposant, allerdings wird die Motorleistung natürlich etwas dynamisch geregelt. Trifft der Mäher auf mehr Widerstand, dann wird die Motorleistung diese 140W auch um ein Vielfaches übersteigen können. Zudem hat Gardena einen besonders effizienten bürstenlosen Motor verbaut.

Als Vergleichsobjekt habe ich einen etwas älteren 36V Bosch Rotak 32 LI high Power Mäher. Theoretisch spielt dieser ganz klar eine wenn nicht sogar zwei Klassen über dem HandyMower. Praktisch hingegen tun sich die beiden nicht viel!

Die Kombination aus effizientem Motor, kleiner Schnittbreite und scharfem Messer sorgt für eine sehr anständige Mähleistung! Der HandyMower kann problemlos auch Gras schneiden das höher ist als er selbst. Dementsprechend stellt normales bis niedriges Gras natürlich überhaupt kein Problem dar!

Lediglich etwas wie Maulwurfshügel usw. solltet Ihr vermeiden.

 

Sicherheit ist nicht immer komfortabel

Sicherheit gerade bei Geräten die ein sehr schnell rotierendes Messer haben ist nicht ganz unwichtig. Der HandyMower hat hier aber ein Feature über das man sich streiten kann. So schaltet sich der Mäher automatisch ab wenn der Handgriff zu steil oder zu Flach gestellt wird. Dies soll verhindern das Ihr Euch z.B. ausversehen selbst über die Füße fahrt. Ihr habt also nur ein gewisses Spiel beim Handgriff, innerhalb welchen der Mäher zu nutzen ist.

Gerade anfangs führt dies aber viel zu ungewollten Abschaltungen! Das leichte Design in Kombination mit dem flexiblen Handgriff lädt dazu ein den Mäher ähnlich wie einen Staubsauger zu nutzen, also gerade in Ecken diesen im Stand vor und zurückzuschieben, ohne sich selbst dabei zu bewegen.

Gardena Handymower Test 15Dies geht natürlich in einem gewissen Rahmen, aber es dauert etwas bis man ein Gefühl entwickelt hat wie weit man den Griff anwinkeln kann. Wo die Abschaltung aber definitiv etwas stört ist in sehr steilen Hängen oder Böschungen! Der Gardena HandyMower wäre der perfekte Mäher für Hänge, wäre da nicht diese Abschaltung wenn der Mäher zu steil zum Handgriff steht. Hier wäre mir glatt eine Fixierung des Handgriffs lieber auf die Positionen die „erlaubt“ sind.

Hier können wir aber nicht nur Gardena die Schuld geben, diese müssen sich auch an gesetzliche Vorgaben halten. Ich kann nur nicht so ganz verstehen warum man dem Griff dann überhaupt so viel Spiel gibt.

 

Die Praxis

Die Praxis mit dem Gardena HandyMower wird natürlich primär vom Formfaktor geprägt. Der Rasenmäher fühlt sich weniger wie ein Rasenmäher an und viel mehr wie ein Staubsauger. Dies liegt natürlich am niedrigen Gewicht und dem flexiblen Handgriff. Ihr könnt mit dem HandyMower regelrecht über den Rasen „wischen“, was gerade in Ecken praktisch ist.

Gardena Handymower Test 20Grundsätzlich ist es dabei sogar problemlos möglich den gesamten Mäher mit einer Hand zu fahren. Lediglich der Schalter des Handgriffs ist hier auf Dauer etwas straff und unangenehm, mit zwei Händen am Handgriff ist dies aber kein Problem mehr.

Wir haben zwar schon über die Leistung des Mähers gesprochen, aber auch hier will ich noch mal erwähnen, dass der Gardena HandyMower mich positiv überrascht hat! Dass der Mäher stehen blieb passierte nur beim Aufsetzen auf einen Erdhügel oder bei extrem nassen Gras. Auch das Mulchen funktioniert tadellos! Die einzelnen Grasstücke werden schön und fein zerkleinert. Sofern Euer Rasen nicht zu hoch war, werdet Ihr den Rasenschnitt nicht einmal mitbekommen.

Die Akkulaufzeit liegt wie beworben bei +- 20 Minuten. Ist der Mäher allerdings unter höherer Last kann die Laufzeit auch ein gutes Stück nach unten abweichen.

 

Fazit

Auf den ersten Blick könnte man den Gardena HandyMower für ein unnützes Spielzeug halten, aber dies ist eine gewaltige Fehleinschätzung. Der HandyMower ist ein nahezu perfekter Rasenmäher für:

  • Kleine Gärten und Rasenflächen
  • Sehr verwinkelte oder enge Gärten
  • Ältere Nutzer die nicht mehr ganz so viel Kraft haben
  • Und in einem gewissen Rahmen schrägen.

Aufgrund der Arbeitsbreite von gerade einmal 22cm und der doch etwas eingeschränkten Akkulaufzeit von rund 20 Minuten eignet sich der Gardena HandyMower eher weniger für große Gartenflächen. Gardena selbst spricht von bis zu 50m², womit der HandyMower eher ein Ersatz für einen Spindelmäher ist. Ich würde den Mäher aber auch noch für etwas größere Gartenflächen empfehlen können, wenn Ihr Euch einfach einen 2. Akku zulegt.

Gardena Handymower Test 19Dabei eignet sich der Gardena HandyMower besonders für schmale oder verwinkelte Gärten. Hier kann der Mäher sogar als 2. Rasenmäher Sinn machen. Sein größter Pluspunkt  ist die extrem hohe Wendigkeit und das niedrige Gewicht. Dies macht den Mäher auch für viele ältere Nutzer interessant! Meine Oma beispielsweise fand den HandyMower klasse!

Was die Leistung angeht müsst Ihr Euch im Übrigen keine Sorgen machen. Zwar haben wir hier nur ein 18V System, aber der HandyMower schafft sogar Gras das über diesen hinausragt ohne größere Probleme. Klar Maulwurfshügel werdet Ihr mit ihm nicht „abfräsen“, aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl der Motor wäre zu schwach. Auch das Schnitt und Mulchergebnis ist top!

Den einzigen wirklichen Kritikpunkt den ich am Gardena HandyMower Li-18/22 habe ist die Abschaltung wenn der Haltegriff zu steil oder zu flach gestellt wird. Ohne dieses „Problem“ wäre der Mäher beispielsweise auch ein Traum für das Mähen von Schrägen oder Böschungen. Ja man gewöhnt sich an diese Abschaltung und hat irgendwann darauf wie schräg der Griff stehen kann, aber dennoch hätte Gardena dieses Sicherheitsfeature besser lösen können.

Gardena Handymower Test 23Trotzdem kann ich den Gardena HandyMower mit gutem Gewissen empfehlen, wenn Ihr einen kleinen oder sehr verwinkelten Garten habt! Selbiges gilt wenn Ihr vielleicht auch schon etwas älter seid. Denkt nur gegebenenfalls über die Anschaffung eines 2. Akkus nach.

Gardena Handymower

Der ASUS ZenWiFi AX XT8 AX6600 im Test, die Ideale WLAN 6 Bridge!

Mit dem ZenWiFi XT8 AX6600 System hat ASUS die nächste Generation seines WLAN Mesh Systems auf den Markt gebracht. Dieses setzt sowohl auf den neuen WLAN AX „6“ Standard, wie auch auf einen 2,5Gbit WAN Eingang. Damit ist dieses perfekt für das „Post Gbit“ Zeitalter vorbereitet.

Asus Zenwifi Ax Xt8 Ax6600 Test 6Hinzu kommt ein sehr schickes und schlichtes Design. Allerdings ist das ASUS ZenWiFi XT8 System mit fast 500€ auch kein Schnäppchen. Ist dieser hohe Preis durch die Leistung gerechtfertigt?

Finden wir dies im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen des WLAN Systems für diesen Test.

 

Der ASUS ZenWiFi AX XT8 AX6600 im Test

ASUS WLAN Router der Zen Serie setzen auf ein etwas schlichteres „wohnzimmerfreundlicheres“ Design als die regulären „Gaming“ Modelle von ASUS. So ist der ZenWiFi XT8 in einem recht schicken und schlichten weißen Gehäuse gehalten. Dieses wirkt wertig gestaltet und gebaut.

Asus Zenwifi Ax Xt8 Ax6600 Test 1Eine Station des Mesh Systems, wovon zwei im Standard Set enthalten sind, misst ca. 16 x 16,5 x 7,5 cm. Damit würde ich die Basisstationen als „mittelkompakt“ einstufen. Beide im Set enthaltene Stationen unterscheiden sich optisch und technisch nicht. Ihr könnt hier frei wählen welche die Basis und welche der Mesh Punkt ist.

Die Anschlüsse des ZenWiFi XT8 Systems finden sich jeweils auf der Rückseite der Stationen. Hier finden wir zunächst den Stromanschluss, drei LAN Ports, ein WAN Port und ein USB 3.0 Port. Dies war es auch, weitere Tasten oder Anschlüsse gibt es nicht.

Asus Zenwifi Ax Xt8 Ax6600 Test 5Allerdings hat das ZenWiFi XT8 System noch ein Ass im Ärmel. Der WAN Port unterstützt 2,5Gbit LAN! Normale Gbit LAN Ports sind wie der Name schon sagt auf 1Gbit also +- 120MB/s limitiert. In der Regel völlig ausreichend, aber in Zeiten wo WLAN sogar schneller als Gbit sein kann, macht es durchaus sinn auch auf schnellere LAN Chips zu setzen.

Asus Zenwifi Ax Xt8 Ax6600 Test 3Allerdings ist alles über 1 Gbit LAN vergleichsweise teuer und auch Leistungs-hungrig, daher hier nur der WAN Port 2,5Gbit. 2,5Gbit LAN kann in der Theorie 312,5MB/s erreichen.

Den WAN Port an der Mesh Station wird im Übrigen wie ein regulärer LAN Port behandelt.

 

Software

Aufseiten der Software habt Ihr generell zwei Optionen. Ihr könnt die Smartphone App nutzen oder das Webinterface am PC. Die Smartphone App ist hier eindeutig etwas moderner gestaltet. Bei der WebUI handelt es sich hingegen um mehr oder weniger die gleiche Benutzeroberfläche die ASUS seit Jahren nutzt.

Screenshot 20200710 110917 Asus RouterScreenshot 20200710 110912 Asus Router

Normalerweise würde ich immer die WebUI bevorzugen, aber im Fall des ZenWiFi XT8 wirkt die App schon etwas besser auf das System zugeschnitten. Wobei dies auch etwas relativ ist, denn das Design der App passt an sich weniger zu dem „edlen“ Design der ZenWiFi Router.

Funktional kann ich aber nicht klagen! Die ASUS WLAN Router sind was den Funktionsumfang und die Einstellungsmöglichkeiten angeht absolute Weltklasse! So könnt Ihr wirklich jeden Detail Eueres WLAN Netzwerkes anpassen. Ihr könnt sogar Dinge anpassen wie das automatische Umschalten zwischen 2,4GHz und 5GHz (bei welcher Signalstärke dies passieren soll usw.).

Screenshot 20200710 113308 Asus RouterScreenshot 20200710 113319 Asus Router

Des Weiteren gibt es einige nützliche Verwaltungsoptionen, Echtzeit Daten über den Netzwerk-Trafik usw. Besonders nennenswert sind aber AiMesh und AiProtection.

AiMesh erlaubt es Euch mehrere ASUS WLAN Router in ein großes Mesh System zu verwandeln. Habt Ihr also bereits einen älteren ASUS Router der AiMesh unterstützt (alle Modelle der letzten ca. 3-4 Jahre tun dies), dann könnt Ihr diesen in das Mesh System des ASUS ZenWiFi AX XT8 integrieren.

Screenshot 20200711 081658 Asus RouterScreenshot 20200711 081756 Asus Router

AiProtection hingegen ist eine Art Antivirenschutz auf Eurem WLAN Router. Dieser scannt zwar nicht alle Dateien, hat aber eine Blockliste integriert die sich laufen aktualisiert. Versucht nun einer der Computer oder auch Smart Home Geräte in Eurem Haus Verbindung zu einem Bot Netzwerk aufzunehmen, dann wird diese Verbindung geblockt. Ähnliches gilt auch für Viren die erst den eigentlichen Virenteil „nachladen“. Diese Blockliste wird im Übrigen von Trend Micro gepflegt, einem großen japanischen Antivirenschutz Hersteller.

 

Technik und Mesh des ASUS ZenWiFi XT8 AX6600

Starten wir mit dem wichtigsten Punkt, das ZenWiFi XT8 System setzt auf einen Tri-Band Aufbau. Das Mesh System verfügt also über ein 2,4Ghz Band und zwei 5GHz Bänder. Wahlweise wird eins dieser 5GHz Bänder für die Mesh Verbindung reserviert.

Was ist überhaupt ein „WLAN Mesh“ System? Es gibt hier keine feste Definition, im Grunde handelt es sich um eine Basis Station und einen „Repeater“, der das Signal erweitert. Hierdurch erhaltet Ihr eine deutlich erweiterte Reichweite und konstantere Abdeckung.

Asus Zenwifi Ax Xt8 Ax6600 Test 7Verglichen mit einem klassischen Router und Repeater Set-up gibt es aber ein paar Unterschiede. Ein normaler Repeater wird von einem Router nur als ein weiterer Client behandelt. Es gibt hier keine erweiterte Kommunikation zwischen dem Router und Repeater. Bei einem Mesh System sprechen alle Stationen mehr miteinander. Hierdurch ist die Einrichtung zum einen einfacher und zum anderen der Übergang zwischen zwei Stationen, wenn Ihr durchs Haus lauft, flüssiger.

Ob es auch Vorteile bei der Performance gibt hängt davon ab ob wir einen Dual-Band oder Tri-Band Mesh System vor uns haben. Bei einem Dual-Band Aufbau oder auch einem klassischen Repeater halbiert sich die effektive Geschwindigkeit, da auf einem WLAN Band sowohl gesendet wie auch gleichzeitig empfangen werden muss.

Bei Tri-Band WLAN Mesh Systemen wird das sekundäre 5GHz Band für die interne Kommunikationen reserviert. Sozusagen muss nicht das gleiche WLAN Modul das mit Eurem Endgerät spricht auch mit der Basisstation sprechen, was die Performance deutlich erhöhen kann.

Solch einen Tri-Band Aufbau haben wir beim ZenWiFi XT8 System! Genaugenommen bietet dieses sogar drei WLAN 6 „AX“ Bändern, was die Performance nochmals verbessert.

2,4GHz 5GHz -1 5GHz -2
WLAN 5 „AC“ 400 Mbit 867 Mbit 3467 Mbit
WLAN 5 „AC“ + nitro-QAM 500 Mbit 1083 Mbit 4333 Mbit
WLAN 6 „AX“ 574 Mbit 1201 Mbit 4804 Mbit

 

Mit bis zu 4804 Mbit via WLAN 6 ist das ASUS ZenWiFi XT8 mit gutem Gewissen als High End System zu bezeichnen. Das erste 5GHz Band nutzt einen 2×2 Aufbau und das zweite 5GHz Band einen 4×4 Aufbau. 4×4 = es gibt vier Antennen die vier Datenströme parallel Senden können. Insgesamt stecken in jeder ASUS ZenWiFi XT8 Station 6 Antennen.

Das sekundäre 5GHz WLAN Band wird von einem BCM43684 Chipsatz befeuert und das primäre 5GHz und 2,4GHz Band von einem BCM6755. Hierbei handelt es sich um High End Chipsätze.

Brauche ich so viel Performance? Die Antwort ist in der Regel nein, die wenigsten Endgeräte können mit mehr als 2402 Mbit etwas anfangen.

 

Performance

Um die Performance des ASUS ZenWiFi XT8 Systems zu testen habe ich mir zwei WLAN Karten geschnappt. Zum einen die WLAN AC TP-LINK Archer T9E mit maximal 1300Mbit und zum anderen die Intel Wi-Fi 6 AX200 mit WLAN AX support und bis zu 2402Mbit. Für den Perfomance Test wird der Test-PC und der WLAN Router in einem Abstand von ca. 2 Metern positioniert und die Datenrate von und zu einem lokalen NAS gemessen. Es handelt sich hier also um ziemliche Optimal-Werte.

Wlan Ac 2Wlan Ac 5Oh! Der ASUS ZenWiFi XT8 schneidet hier etwas schlechter ab als wir es auf den ersten Blick hätten erwarten können. Wie kommt es? Zwar bietet das System „bis zu 6,6Gbit“ allerdings sind diese auf zwei 5Ghz Bänder aufgeteilt. Das primäre 5GHz Band hat dabei lediglich bis zu 1201Mbit! Lediglich der Rückkanal zwischen den einzelnen WLAN Stationen hat bis zu 4804Mbit.

Dementsprechend haben wir eine extrem schnelle und starke Mesh-Verbindung, aber die Verbindung zu Euren Endgeräten ist eher im Bereich der oberen Mittelklasse. Schlimm? Das ASUS ZenWiFi XT8 ist weniger für Nutzer die wirklich große Dateimengen übers WLAN bewegen wollen. Schneidet Ihr beispielsweise viele Videos auf Eurem Notebook und wollt diese so schnell wie möglich auf ein NAS übertragen, dann gibt es bessere Systeme für Euch. Geht es Euch aber nur ums generelle Internet surfen, Dinge herunterladen usw. dann ist der Ansatz von ASUS vielleicht sogar noch etwas besser.

 

Mesh Performance

Ein sehr spannender Punkt ist die Mesh Performance, also wie hoch die Datenrate zwischen den beiden Knotenpunkten ist. Folgenden Versuchsaufbau habe ich für folgenden Test genutzt:

NAS System —-LAN—-> Basisstation —– WLAN ——- Mesh-Knoten ——LAN—–à PC

Wie hoch die Datenrate ist hängt natürlich extrem von der Distanz zwischen den beiden Stationen ab, daher habe ich hier drei Distanzen gemessen:

  1. 3 Meter, im gleichen Raum
  2. 6 Meter, durch eine Wand hindurch
  3. 15 Meter, durch zwei Wände hindurch

MeshBeeindruckend! Selbst ein Raum weiter erreichen die ASUS ZenWiFi XT8 Stationen über 100Mb/s untereinander und zwei Räume weiter sind es immer noch knappe 90MB/s.

Damit eignet sich das ASUS ZenWiFi XT8 System perfekt wenn Ihr innerhalb eines Hauses ein LAN Signal „brücken“ wollt.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch im Jahr 2020 ist wichtiger denn je, gerade bei Geräten die 24/7 laufen.

StromverbrauchErfreulicherweise sind die ganzen WLAN 6 „AX“ Router vergleichsweise sparsam was den Stromhunger angeht. So braucht auch der ASUS ZenWiFi AX XT8 nur 8W im Normalbetrieb und selbst unter Last übersteigt der Verbrauch nicht die 10W Grenze.

Bedenkt allerdings, dass Ihr hier 2x 8W habt!

 

Fazit

Das ASUS ZenWiFi AX XT8 System ist etwas spezieller als ich es erwartet hätte! Warum? ASUS setzt auf einen Tri-Band Aufbau, bei welchem es zwei 5Ghz Bänder gibt. Ein langsameres das sich um die Kommunikation mit Euren Geräten kümmert und ein schnelleres für die Kommunikation der Stationen untereinander.

Das „langsamere“ 5Ghz Band erreicht weiterhin knapp über 80MB/s bzw. 100MB/s beim Nutzen von WLAN 6, unter optimalen Bedingungen. Damit ist dieses als ausreichend schnell zu betiteln! Allerdings gibt es hier noch extremere WLAN Router, auch im ASUS eigenen LineUp.

Asus Zenwifi Ax Xt8 Ax6600 Test 12Wirklich interessant ist aber die Nutzung als WLAN „Brücke“. Die beiden Stationen des ASUS ZenWiFi AX XT8 kommunizieren mit bis zu 4808Mbit untereinander! Praktisch wird hier auf kurzer Distanz problemlos das Tempo eines Gbit LAN Ports geknackt. Selbst mit einer Wand zwischen den beiden Stationen sind noch 100Mb/s + möglich! Bei zwei Wänden rund 90MB/s usw. Hierdurch ist auch generell die Mesh-Anbindung extrem schnell!

Dies passt auch ganz gut zu meinem Fazit. Ich würde Euch das ASUS ZenWiFi AX XT8 System primär empfehlen wenn Ihr wirklich große Distanzen schnell „brücken“ wollt. Habt Ihr beispielsweise im Erdgeschoss Euren Internet Anschluss, einen Server usw. und im 1OG Euren PC und habt keine Möglichkeit ein LAN Kabel zu legen, dann ist das ASUS ZenWiFi AX XT8 System die beste Möglichkeit „LAN ähnliche“ Geschwindigkeiten zu erreichen. Ähnliches gilt auch generell wenn Ihr große Wohnungen und Häuser mit schnellem WLAN abdecken wollt. Lediglich wenn es Euch um das maximale „Kurzdistanz“ Tempo geht gibt es bessere Router!

Asus Zenwifi Ax Xt8 Ax6600

Das Xiaomi Mi 10 Pro im Test

War Xiaomi vor ein paar Jahren noch ein absoluter Nischen Hersteller sind diese im Jahr 2020 mit aller Macht auf dem deutschen Markt präsent. So ist das Mi 10 Pro ohne Probleme bei allen großen Händlern zu bekommen.

Allerdings hat Xiaomi auch ein wenig sein Markenzeichen eingebüßt, den super günstigen Preis. Für das Mi 10 Pro müsst Ihr satte 999€ auf den Tisch legen, was mehr ist als für ein Samsung Galaxy S20+.

Xiaomi Mi 10 Pro Im Test 6Dafür bekommt Ihr mit dem Mi 10 Pro auch ein wahres Flaggschiff Smartphone mit allen Featuren die Ihr Euch wünschen könnt. Dies zumindest auf dem Papier. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier das Mi 10 Pro wirklich ganz oben mitspielen? Finden wir es im Test heraus!

 

Das Xiaomi Mi 10 Pro im Test

Flaggschiff Smartphones im Jahr 2020 sind zugegeben recht vorhersehbar geworden. So setzt Xiaomi beim Mi 10 Pro auf das „Standard“ Flaggschiff-Smartphone Design. Vorne Glas, hinten Glas und in der Mitte ein Aluminium Rahmen.

Xiaomi Mi 10 Pro Im Test 1Dabei setzt Xiaomi auf ein besonders stark abgerundetes Glas, sowohl auf der Front wie auch auf der Rückseite. Das Mi 10 Pro besitzt ein Display welches sich recht stark um die Kanten biegt, stärker als beim S20+.

Natürlich ist dies Geschmackssache, ich bevorzuge aber etwas glattere Displays. Diese sind weniger empfindlich und es gibt weniger ungeplante Berührungen. Letztere sind beim Mi 10 Pro kein riesiges Problem, können aber auftreten.

Xiaomi Mi 10 Pro Im Test 4Eine weitere Besonderheit betrifft die Rückseite. Diese ist nicht glatt, sondern hat eine seidenmatte Textur. Diese gefällt mir gut, könnte für meinen Geschmack glatt noch etwas rauer sein. Was Fingerabdrücke angeht hilft diese Textur im Übrigen nicht, das Mi 10 Pro wird weiterhin schnell beschmiert aussehen.

Was die Verarbeitung und das Gefühl in der Hand angeht ist Xiaomi voll auf Flaggschiff-Level! Das Smartphone ist absolut hervorragend verarbeitet und die Übergänge am Gehäuse sind angenehm.

Xiaomi Mi 10 Pro Im Test 2Was allerdings auffällt ist die Balance in der Hand. Das Mi 10 Pro hat seinen gefühlten Schwerpunkt recht weit oben. In diesem Bezug ähnelt das Mi 10 Pro dem S20 Ultra. Ich vermute es liegt am aufwendigen Kamerasetup, welches etwas Gewicht am oberen Rand des Gehäuses mitbringt. Allerdings ist die Balance beim Mi 10 Pro schon noch etwas besser als beim S20 Ultra.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 6,67 Zoll AMOLED Display, wie auch die Ohrmuschel und die 20 Megapixel Frontkamera. Letztere sitzt in einem Loch im Display. Auf eine Notch verzichtet Xiaomi.

Xiaomi Mi 10 Pro Im Test 3Der USB C Ladeport sitzt wie üblich auf der Unterseite, genau wie Lautsprecher Nr. 1. Auf der Oberseite gibt es einen weiteren Lautsprecher! Ja Xiaomi bietet einen Stereo Klang ohne dabei die Ohrmuschel als sekundären Lautsprecher zu nutzen. Anstelle dessen gibt es einfach einen zweiten regulären Lautsprecher.

Der Einschalter ist wie üblich mit der Lautstärkewippe am Rechen Rand des Smartphones angebracht.

Auf der Rückseite finden wir nur die vier Kameras + LED Blitz. Der Fingerabdruckscanner ist unter dem Display angebracht.

 

Das Display

Xiaomi setzt beim Mi 10 Pro auf ein 6,67 Zoll AMOLED Display. Dieses löst mit 2340×1080 Pixel auf und besitzt eine Bildwiederholungsrate von 90Hz.

Reden wir zunächst über die 90Hz Bildwiederholungsrate. Diese macht durchaus einen Unterschied! Bewegungen und das Scrollen von Texten und Bildern ist schon ein merkbares Stück weicher beim Mi 10 Pro, verglichen mit einem normalen 60Hz Smartphone. Also ja 90Hz ist ein Mehrwert!

Der Sprung von 90Hz auf 120Hz, wie z.B. beim S20 Ultra, ist wiederum nur im direkten Vergleich wirklich merkbar. Ja liegen beide Smartphones auf dem Tisch nebeneinander ist ein Unterschied erkennbar, aber blind und ohne direkten Vergleich hätte ich Schwierigkeiten 90 von 120Hz zu unterscheiden. Von daher sin 90Hz für mich Okay.

Auch Okay ist die Auflösung von 2340×1080 Pixeln. Erneut gibt es Smartphones die noch höhere Auflösungen schaffen, aber 2340×1080 ist auf 6,67 Zoll mehr als ausreichend scharf.

Dafür ist das AMOLED Display des Mi 10 Pro auch angenehm hell! Die Ablesbarkeit im Freien auch beim starker Sonneneinstrahlung ist gegeben. Qualitativ gibt es ansonsten wenige Überraschungen.

Wirklich schlechte AMOLED Panels gibt es in dieser Preisklasse keine. Farben sind beim Mi 10 Pro satt und kräftig und Kontraste ziemlich perfekt.

 

Lautsprecher

Das Xiaomi Mi 10 Pro hat zwei reguläre Lautsprecher zusätzlich zur Ohrmuschel. Dementsprechend sollte es nicht überraschen, dass das Smartphone sehr ordentlich klingt!

Ihr habt einen ziemlich perfekten Stereo Klang, mit einer guten Fülle und Klarheit. Klanglich liegt das Mi10 Pro hier über dem S20 aber leicht unter dem iPhone 11 Pro Max. Letzteres ist noch etwas voller im Klang und noch etwas lauter.

Zwar ist das Mi 10 Pro nicht leise, aber brüllend laut sind die Lautsprecher auch nicht.

 

Die Kamera(s)

Das Mi 10 Pro verfügt über ein Quad-Kamera-Setup.

  • Hauptkamera 108 Megapixel f/1.69 Samsung Bright S5KHMX
  • Weitwinkelkamera Megapixel f/2.2 Sony IMX350
  • Zoom Kamera (2x) 12 Megapixel f/2.0 Samsung S5K2L7
  • Zoom Kamera (3,8x) 8 Megapixel f/2.0 Omnivision OV08A10

Auf dem Papier ist dies ein extrem spannendes Kamerasetup! Das Wichtigste ist natürlich die Hauptkamera. Diese setzt auf den riesigen 108 Megapixel Samsung Bright S5KHMX Sensor und mit riesig meine ich nicht nur die Auflösung, sondern auch den Sensor an sich. Es handelt sich hier um einen 1/1,33 Zoll. Im Vergleich hierzu wirken die 1/2.55 des iPhone 11 Pro fast schon traurig klein.

Xiaomi Mi 10 Pro Im Test 10Es handelt sich hierbei im Übrigen um den gleichen Sensor wie im S20 Ultra von Samsung. Wie auch bei Samsung werden im Standard Modus die Bilder auf 12 Megapixel heruntergerechnet. Dabei werden 9 Pixel des Sensors zu einem „besseren“ Pixel zusammengerechnet.

Die Weitwinkelkamera setzt hingegen auf den Sony IMX350. Hier ist wichtig zu erwähnen, dass die Weitwinkelkamera beim Mi 10 Pro nicht so weitwinklig ist wie bei Samsung oder Apple! Xiaomi kann maximal 0,6x, Samsung und Apple 0,5x.

Besonders gespannt bin ich zugegeben auf die 3,8x Zoom Kamera, welche via Software auf 5x „aufgeblasen“ wird. Hier setzt Xiaomi auf einen recht exotischen Omnivision OV08A10 Sensor.

Der erste Eindruck der Kamera App des Mi 10 Pro fällt positiv aus. Die App ist zwar etwas verspielt aufgebaut, startet aber schnell und auch das Verarbeiten der Aufnahmen beginnt sofort.

Schauen wir uns die Testbilder an.

Img 20200421 091634Img 20200425 164259Img 20200712 094947Img 20200712 103051

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Holen wir direkt ein wenig Kontext in Form des Samsung Galaxy S20 Ultras und des Apple iPhone 11 Pro Max hinzu. Im Vergleich werden die Stärken und Schwächen einer Kamera immer etwas schneller klar.

18 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
18 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
18 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
9 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
9 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
9 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
13 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
13 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
13 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max

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1 P40
Huawei P40 Pro
1 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
1 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
1 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
2 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
2 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
2 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
2 P40
Huawei P40 Pro

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Zwar setzt das Xiaomi Mi 10 Pro auf den gleichen Sensor wie das S20 Ultra, aber die Bilder fallen doch extrem unterschiedlich aus. So sind die Aufnahmen des S20 Ultra sehr leuchtend und kontraststark.

Das Mi 10 Pro hingegen setzt auf vergleichsweise matte und „dezente“ Aufnahmen mit einer sehr guten Ausleuchtung. In den meisten Bildern ähnelt der Style eher dem iPhone als dem Samsung Galaxy.

Auffällig ist dabei zunächst die sehr gute Dynamik. Sowohl in hellen wie auch dunklen Stellen bietet das Mi 10 Pro sehr viele Details. Das HDR arbeitet hier sehr ausgiebig. Allerdings sorgt dies auch für recht kontrastarme Bilder. Schatten werden zu großen Teilen einfach ausbelichtet. Im Allgemeinen gefällt mir die Helligkeit des Mi 10 Pro aber gut.

Was mir weniger gefällt sind die Farben. Das Smartphone produziert recht wenig gesättigte Bilder. Achtet auf den Himmel, dieser ist beim Mi 10 Pro oft eher grau/blau. Hier ist ein iPhone deutlich näher an der Realität und das S20 Ultra ansehnlicher.

Allgemein neigt das Mi 10 Pro zu einem leichten Braun-Stich. Dieser ist nicht auf allen Bildern zu finden, aber des Öfteren. Gerade in Situationen wo die Beleuchtung nicht eindeutig ist.

17 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
17 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
17 S20 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra

Was ebenfalls bei den Bildern des Mi 10 Pro sehr stark auffällt ist die Hintergrundunschärfe. Aufgrund des sehr großen Sensors und der großen Blende fällt diese für ein Smartphone sehr deutlich aus. Dabei gefällt mir das Bouquet besser als beim S20 Ultra. Es ist nicht auf dem Level einer Spiegelreflex, aber Ihr könnt auch ohne den Porträt Modus Objekte recht gut freistellen.

Allerdings hat dies nicht nur Vorteile. So ist der AF teils etwas unsicherer und Objekte können schnell aus dem Fokus verschwinden, wenn diese etwas im Hintergrund sind.

Was die Detaildarstellung angeht zeigt der 108 Megapixel Sensor wieder seine Stärken! Ja das MI 10 Pro produziert extrem scharfe und detailreiche Bilder. Hier schlägt dieses das iPhone klar und liegt mit dem S20 Ultra gleich auf. In diesem Punkt ist der Samsung Bright S5KHMX eindeutig Weltklasse.

Im Low Light macht das Mi 10 Pro einen guten Job. Hier gehört es zu den besseren Smartphones, aber auch nicht ganz zu den absoluten Spitzenmodellen. Gerade die sekundären Kameras sind im Low Light eher mäßig. Dies können andere Hersteller besser. Im Low Light sehe ich das Mi 10 Pro dennoch etwas vor dem S20 Ultra.

Kommen wir noch auf den Zoom zu sprechen.

4 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
4 S20 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
4 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max

Dieser ist wie zu erwarten war nicht ganz so gut wie beim S20 Ultra, schlägt sich aber im Bereich 5x-10x deutlich besser als ich es erwartet hätte. Ein iPhone oder auch das Google Pixel 4 lässt das Mi 10 Pro klar hinter sich!

Unterm Strich ist die Kamera des Mi 10 Pro als sehr gut zu bezeichnen! Diese ist auf Flaggschiff Level, auch wenn Sie nicht meine Nummer 1 ist. Beispielsweise das Apple iPhone 11 Pro Max produziert ähnliche Aufnahmen mit aber besseren Farben und einer nochmals minimal besseren Dynamik. Zwar hat das Mi 10 Pro die Nase vorne beim Zoom und der Detaildarstellung, aber dennoch würde ich das iPhone vorziehen. Im Standard Modus sind die Bilder des Mi 10 Teils etwas matt, wenn auch technisch hochwertig.

Daher würde ich die Kamerahardware als Spitzenklasse deklarieren, sehe aber beim Bildstyle noch Luft nach oben.

 

Die Performance

Es sollte nicht überraschen, dass im Mi 10 Pro nur die feinste Hardware steckt. So hat Xiaomi hier den Qualcomm Snapdragon 865 in Kombination mit 8GB RAM verbaut.

Hinzu kommen noch 256GB Speicher mit UFS 3.0 Anbindung und wir haben auf dem Papier ein absolutes High End Smartphone. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Schauen wir uns hierfür zunächst ein paar Benchmarks an.

Screenshot 2020 04 21 22 36 51 420 Com.primatelabs.geekbench5Screenshot 2020 04 21 22 38 39 506 Com.primatelabs.geekbench5Screenshot 2020 04 21 22 41 59 469 Com.primatelabs.geekbenchScreenshot 2020 04 21 22 42 54 271 Com.primatelabs.geekbenchScreenshot 2020 04 21 22 53 05 657 Com.futuremark.pcmark.android.benchmarkScreenshot 2020 04 21 23 06 08 522 Com.futuremark.dmandroid.application

 

Die Praxis

Es sollte nicht überraschen dass das Mi 10 Pro in der Praxis ziemlich perfekt läuft! Xiaomi war schon immer gut darin stark optimierte Software zu liefern, dies in Kombination mit Top Hardware sorgt für eine tadellose Nutzererfahrung.

Egal was Ihr macht das Mi 10 Pro läuft butterweich! Dies gilt gerade für die Benutzeroberfläche, welche dank 90Hz extra weich ist. Die 90Hz kommen Euch auch in Apps zu guten in welchen Ihr viel scrollt, Instagram, der Webbrowser usw.

Xiaomi Mi 10 Pro Im Test 12Spiele nutzen die 90Hz in der Regel nicht, aber laufen dennoch 1a! Egal ob aufwendigere Titel oder die üblichen Verdächtigen. Hier möchte ich auch den guten Stereo Klang des Smartphones loben, wodurch Spiele gleich extra viel Spaß machen.

Normalerweise mag ich Xiaomis MIUI Benutzeroberfläche. Diese bietet viele Feature und Einstellungsmöglichkeiten, wirkt dabei aber nicht überladen oder langsam. Allerdings hatte mein Mi 10 Pro einen Bug, so hing das Laden von Apps oder Webseiten wenn mobile Daten und WLAN gleichzeitig aktiv waren. Schaltet ich eins von beidem ab läuft alles normal, merkwürdig wird aber sicherlich via Update gefixt.

Loben kann und muss ich hingegen den Fingerabdruckscanner! Samsung sollte sich hier eine Scheibe abschneiden. Dieser arbeitet sehr schnell und zuverlässig! Top!

 

Der Akku

Das Xiaomi Mi 10 Pro hat einen beeindruckenden 4500mAh Akku. Dieser bringt das Smartphone auch bei heftiger Nutzung sicher durch den Tag. Im Home-Office hätte ich keinerlei Probleme mit dem MI 10 Pro 2,x Tage ohne Ladung durchzuhalten.

Bei einer reinen Video Wiedergabe hielt das Smartphone satte 12 Stunden durch! Also der Akku hält was er verspricht.

 

Fazit

Ich tue mich beim Mi 10 Pro etwas schwer mit einer vollherzigen Empfehlung. Normalerweise bin ich ein großer Xiaomi Fanboy, dies aber aufgrund der sehr guten Mischung aus hoher Qualität und einem sehr fairen Preis.

Ersteres kann das Mi 10 Pro problemlos bieten. Wir haben hier eins der besten Smartphones aller Zeiten vor uns! Dies beginnt beim hellen und sehr guten Display, geht über die weit überdurchschnittlichen Lautsprecher bis hin zur Kamera und Performance.

Letztere ist dank Snapdragon 865 und gut optimierter Software wirklich hervorragend! Das Smartphone läuft in allen Situationen butterweich. Egal ob es sich um die üblichen Alltagsanwendungen handelt oder aufwendige Spiele.

Xiaomi Mi 10 Pro Im Test 7Die Kamera bzw. Kameras sind technisch top. Gerade die primäre Kamera ist absolute Weltklasse mit ihren 108MP, F/1,69 Blende und riesigem Sensor. Aber selbst die Zoom-Kameras können überzeugen. Diese sind nicht ganz auf dem Level des S20 Ultras, aber nur ganz knapp dahinter.

Allerdings den „Standard“ Bildstyle des Mi 10 Pro mag ich weniger. Dieses produziert sehr gut ausgeleuchtete Aufnahmen mit einer sehr guten Dynamik, aber vergleichsweise matten Farben und wenig Kontrast. Gerade die Farben fallen im Vergleich zum S20 Ultra doch recht deutlich aus. Ich glaube in ca. 65% der Fälle schon das S20 Ultra und dessen Fotos zu bevorzugen. Das iPhone 11 Pro machte in 85% allen Situationen (abseits des Zooms) bessere Fotos und Videos.

Wir haben hier also sicherlich eine Top 6 Kamera, diese ist aber auch nicht überragend. Auch die Akkulaufzeit war höchstens solide und das Design ist zwar schick aber auch nichts Besonderes.

Kurzum das Mi 10 Pro ist ein absolutes Top Smartphone, aber der Preis ist für mich problematisch. 999€ ist mutig viel. Ein Huawei P40 Pro kostet zum Zeitpunkt dieses Tests 969€, ein S20+ 829€ und ein OnePlus 8 Pro 899€. 999€ sind also auf höhe der Konkurrenz, aber auch kein übermäßig attraktiver Preis, wie wir es eigentlich von Xiaomi gewohnt sind. Das Xiaomi Mi 10 Pro ist damit „nur ein weiteres Flaggschiff Smartphone“, wenn auch ein sehr gutes!

Anleitung Dell XPS 17 9700 öffnen, aufrüsten und Windows neuinstallieren

Das Dell XPS 17 9700 ist ein tolles Notebook, allerdings bietet Dell dies zum Zeitpunkt dieses Tests „nur“ mit maximal 16GB RAM und einer 1TB SSD an. Ausreichend, aber da geht mehr! Im Gegensatz zu den Notebooks von Apple lässt sich das XPS 17 9700 gut aufrüsten.

Wie Ihr dies macht, was Ihr beim Öffnen beachten müsst usw. möchte Ich Euch in diesem kurzen Artikel erklären.

 

Das Dell XPS 17 9700 öffnen

Wollt Ihr das XPS 17 aufrüsten müsst Ihr dieses zunächst öffnen. In der Theorie ist dies sehr einfach. Auf der Unterseite finden sich 8 Torx Schrauben, welche Ihr lösen müsst. Danach lässt sich diese einfach entfernen. In der Praxis ist dies aber nicht ganz so einfach!

Löst zunächst die Torx Schrauben, nicht wundern die in den Ecken saßen bei mir recht fest. Auch sind die Schrauben etwas dicker als bei früheren XPS Modellen.

Anleitung Dell Xps 17 9700 öffnen Inside Im Inneren 3Versucht nun die Metall-Unterseite vom Rest des Notebooks zu trennen. Beim Ersten mal sitzt die Unterseite bombenfest! Auch ich hatte große Probleme diese zu lösen. Mein Tipp kauft Euch ein iFixit Essential Electronics Toolkit, das macht Euch das leben deutlich einfacher.

Anleitung Dell Xps 17 9700 öffnen Inside Im Inneren 2Mein Tipp hier:

  1. Nicht zu gierig sein und zu viel Kraft ausüben, sonst könnte etwas brechen. Versucht das Notebook nicht ausversehen zu öffnen, denn dann schaltet dieses sich ein.
  2. Beginnt auf der vorderen linken Kante mit dem Öffnen (wenn die Status LED Euch zugewannt ist). Die Metall-Unterseite legt sich hinten um das Scharnier, daher müsst Ihr auch zwingend auf der Front anfangen.
  3. Schiebt einen kleinen Plastiköffner, alte Bankkarte oder einen speziellen Öffner, wie in diesem Set, vorsichtig in den Spalt und hebelt die Clips auf. Mit einem Messer könnt Ihr vorsichtig zunächst einen Spalt bilden, das hebeln würde ich aber mit einem Plastikgegenstand machen.
  4. Öffnet die Front bis zur Status LED und seitlich bis zu den USB C Ports, Kartenleser und Kopfhöreranschluss.
  5. Wechselt auf die rechte Seite und öffnet auch hier zunächst die Ecke, dann die Front dann die Seite.
  6. Die Scharnier Seite muss gar nicht geöffnet werden! Wenn Ihr die anderen Seite offen habt, könnt Ihr die Unterseite wie bei einem Buch „aufklappen“.
  7. Wollt Ihr das Notebook schließen beginnt auf der Scharnier-Seite und klappt von da aus das Notebook zu.

Im Notebook angekommen solltet Ihr zunächst die Batterie abklemmen. Hierfür findet sich neben der SSD (dem leeren Slot) ein großer Stecker der sich schön einfach lösen lässt!

 

Was lässt sich beim Dell XPS 17 9700 Aufrüsten?

Im Dell XPS 17 9700 finden sich zwei RAM Slots und zwei m.2 SSD Slots. Dementsprechend könnt Ihr den RAM (Arbeitsspeicher) wie auch die SSD aufrüsten bzw. bei letzterer eine zweite hinzustecken. Die WLAN Karte ist leider fest verbaut.

Anleitung Dell Xps 17 9700 öffnen Inside Im Inneren 1Dell verspricht, dass das XPS 17 9700 bis zu 64GB RAM unterstützt, theoretisch müssten aber sogar bis zu 128GB möglich sein. Erfahrungsgemäß können Dell XPS Notebooks aber etwas zickig bei der RAM Kompatibilität sein! Leider gibt es bisher noch keine Erfahrungswerte welche RAM Module gehen und welche nicht. Auf Reddit haben Nutzer aber eine kleine Liste für das XPS 15 zusammengetragen und hier würde ich Euch raten reinzuschauen https://www.reddit.com/r/Dell/comments/8r55ys/9570_working_ram_kits/

Funktionierend:

  • Crucial 8GB 2400 (CT8G4SFS824A)
  • Kingston DDR4-2400MHz SODIMM KCP424SD8/16
  • Corsair Vengeance DDR4-2666MHz SODIMM
  • Skill Ripjaws series DDR4-2666MHz SODIMM
  • Crucial DDR4-2666MHz SODIMM CT2K16G4SFD8266

Nicht funktionierend:

  • Crucial/Micron Ballistix Sport DDR4-2666MHz SODIMM
  • Kingston HyperX Impact DDR4-2666MHz SODIMM
  • Ballistix Sport LT DDR4 2666 MT/s BLS2K16G4S26BFSD
  • Crucial/Micron Ballistix Sport DDR4-2666MHz SODIMM

Dies ist natürlich keine Garantie, aber ich würde mein Glück zunächst bei den funktionierenden KITs versuchen. Ich habe das Corsair Vengeance SO-DIMM Kit 32GB Kit (CMSX32GX4M2A2666C18) verbaut und dieses funktioniert! Ich kann also für dieses meine Hand ins Feuer legen.

Anleitung Dell Xps 17 9700 öffnen Inside Im Inneren 6Aufseiten der SSD seid Ihr deutlich freier! Ihr habt hier zunächst zwei Slots, könnt also einfach eine SSD dazu stecken, zum anderen sollte das XPS alle NVME PCIe m.2 SSDs akzeptieren. Ob auch SATA m.2 SSDs akzeptiert werden, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.

Nutzt Ihr die SSD, als 2. SSD würde ich Euch aber zu einem recht energiesparenden Modell raten.

 

Windows neu installieren

Habt Ihr eine komplett neue SSD verbaut, ist es nötig Windows neu zu installieren. Dafür braucht Ihr einen USB Stick und einen USB C Adapter (der beiliegende funktioniert). Ladet Euch Windows von Microsoft herunter: https://www.microsoft.com/de-de/software-download/windows10

Um einen Key oder Ähnliches braucht Ihr Euch keine Sorgen machen. Dieser ist beim XPS 17 „eingebrannt“ und wird von Windows automatisch erkannt und eingelesen.

Neben Windows 10 solltet Ihr Euch auch direkt Treiber für das XPS 17 9700 herunterladen. Ganz wichtig ist der WLAN Karten-Treiber! Denn Windows 10 bringt von Haus aus keine Unterstützung für die WLAN Karte des Notebooks mit.

Treiber findet Ihr auf der Dell Webseite https://www.dell.com/support/home/de-de/product-support/product/xps-17-9700-laptop/drivers

Wichtig ist hier primär der „Treiber für die Wi-Fi-Controller Killer 1650/1435/1435s/1535“. Die meisten anderen Treiber werden automatisch von Windows nachgeladen. Manuell würde ich nur noch die Audio und Grafikkarten Treiber laden.

  1. Verbindet den USB Stick mit Eurem Notebook
  2. Schaltet das XPS 17 ein und hämmert „F12“ bis eine Meldung in rechten Bildrand erscheint.
  3. Nach ein paar Sekunden sollte ein weißer Bildschirm mit der Option, von welchem Laufwerk Ihr starten wollt erscheinen. Wählt den USB Stick.
  4. Nun sollte die bekannte Windows 10 Installation starten.
  5. Ist diese abgeschlossen installiert die Treiber und lasst Windows Update laufen.
  6. Fertig

„Hilfe mein Dell XPS bleibt beim Herunterfahren auf einem schwarzen Bildschirm hängen“ solltet Ihr dieses Problem auch haben, keine Sorge es gibt einen Fix, der aber eine Neuinstallation von Windows 10 erfordert.

Ihr müsst ins BIOS gehen (F12 beim Start, dann BIOS Set-up) und dort unter Storage den Modus von „RAID“ auf ACHI umstellen. Fragt mich nicht warum dies genau eine Auswirkung auf eine NVME SSD hat, aber es hilft.

Das XPG PRECOG Headset im Test, ein Gaming Headset mit elektrostatischem Treiber?

XPG, eine Tochterfirma von ADATA, wird den meisten von Euch vermutlich primär aufgrund der SSDs bekannt sein. Allerdings produziert XPG auch anderes Gaming Equipment wie Tastaturen, Mäuse und Headsets.

Um genau solch ein Headset soll es auch in diesem Artikel gehen und zwar um das noch recht neue XPG PRECOG. Dieses soll unter anderem durch einen Dual-Treiber Aufbau mit einem dynamischen und einem elektrostatischen Treiber überzeugen.

Xpg Precog Headset Im Test 8Ja Ihr habt richtig gehört im PRECOG Headset ist ein elektrostatischer Treiber verbaut! Diese Art von Lautsprecher-Treibern ist extrem exotisch und eigentlich Modellen jenseits der 1000€ vorbehalten. Dies macht dieses 140€ Headset natürlich sehr spannend!

Aber wie gut klingt das XPG PRECOG? Finden wir genau dies im Test heraus!

 

Das XPG PRECOG Headset im Test

Das es sich beim PRECOG um ein Gaming Headset handelt ist denke ich bereits auf den ersten Blick gut ersichtlich. Wo andere Hersteller immer mehr auf dezentere Designs setzen, zeigt das PRECOG seinen vollen Gamer-Charme.

Xpg Precog Headset Im Test 3Das Headset ist in einem schwarz/rot Design gehalten, mit einigen Chrom Akzenten bei der Aufhängung. Natürlich darf auch eine rote Beleuchtung der Rückseite der Ohrmuscheln nicht fehlen.

Dabei wirkt das XPG PRECOG qualitativ solide bis gut. Generell ist das Headset aus Kunststoff gefertigt. Allerdings die Aufhängung der Ohrmuscheln ist aus Metall, was dem Headset eine gewisse Massivität und Stabilität gibt. Allerdings war bei mir zum Beispiel eine Ohrmuschel etwas straffer als die andere, was einen Punktabzug bringt.

Xpg Precog Headset Im Test 4XPG hat das PRECOG recht modular aufgebaut. Die Kabel und auch das Mikrofon sind also nicht fest integriert. Auf Wunsch könnt Ihr das Mikrofon anstecken und bei den Anschlüssen bietet das Headset sowohl einen USB C Port, wie auch einen 3,5mm Eingang.

Pluspunkte gibt es für den Lieferumfang! Neben einer Transportbox erhaltet Ihr ein USB C auf USB C Kabel, mit Kabelfernbedienung, ein USB C auf USB A Adapterkabel, ein 3,5mm Kopfhörer Kabel, einen Splitter von einem 3,5mm Anschluss auf gesonderte Kopfhörer und Mikrofon Anschlüsse und natürlich das Mikrofon.

Xpg Precog Headset Im Test 2Die Kabel sind alle sauber ummantelt und wirken wertig gemacht!

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang. Hier bringt das Headset grundsätzlich drei Modi mit, Musik, 7.1 und FPS. Wir konzentrieren uns hier zunächst auf Musik.

Ganz klar gesagt das XPG PRECOG ist kein HiFi Kopfhörer. Suchst Du einen besonders neutralen und ausgeglichenen Klang bist Du hier falsch. So blöd es klingt, ich würde den Klang des XPG PRECOG als interessant bezeichnen. Ob dies nun an der Software in der Soundkarte liegt oder am Dual-Treiber Aufbau, kann ich dabei nicht genau sagen.

Xpg Precog Headset Im Test 10Das XPG PRECOG ähnelt klanglich ein wenig einem 2.1 Sound System. Starten wir aber am Anfang, also bei den Höhen. Diese sind sehr klar und sauber, werden aber etwas vom Bass und den Mitten in den Hintergrund gedrängt. Dies ist nicht extrem, aber setzt der Beat ein können die an sich sehr guten Höhen etwas in den Hintergrund geraten. Hier macht erstaunlicherweise der 7.1 Modus einen sehr guten Job den Klang etwas zu entzerren, dazu später mehr.

Die Mitten würde ich als weitestgehend tadellos bezeichnen. Das XPG PRECOG hat einen sehr starken unteren Mitten-Bereich der teils auch etwas dominant wirkt. Hierdurch wirken Stimmen durchaus gut, aber gerade Instrumente kommen beim XPG PRECOG sehr gut zum Vorschein.

An diese starken Mitten knüpft der Bass mehr oder weniger nahtlos an. Gerade die oberen Tiefenfrequenzen, also Kickbass usw. sind beim Headset sehr stark ausgeprägt! Musik hat hierdurch einen guten Druck, auch wenn der Tiefbass nicht super stark ist.

Dabei hat der Bass und generelle Klang aber einen interessanten Unterton. Bereits im „Musik“ Modus hat das XPG PRECOG einen vergleichsweise breiten und räumlichen Klang. Dies in Kombination mit dem Dual-Treiber Aufbau erweckt etwas den Anschein als hättet Ihr einen gesonderten Subwoofer in Eurem Headset. So blöd es klingt aber die Höhen wirken „getrennt“ vom Bass. Diesen Effekt muss man nicht mögen, kann man aber! So klingt das XPG PRECOG in Musik gar nicht mal so schlecht, auch wenn der Klang „anders“ ist. Die Detaildarstellung des Headset ist dabei ebenfalls nicht schlecht!

Xpg Precog Headset Im Test 11In Spielen gefällt mir dieser Effekt ebenfalls gut! Spiele klingen sehr breit und gut entzerrt. Dieser Effekt wird nochmals deutlich im 7.1 Modus verstärkt. Dieser entzerrt den Klang nochmals ein gutes Stück und erzeugt auch einen durchaus guten virtuellen Raumklang, ohne dabei die Klangqualität komplett zu zerstören. Ja dies ist einer der besseren virtuellen Raumklangeffekte! Die Balance zwischen Ortbarkeit von Geräuschen und Klang ist gut gelungen. Auch wenn es bei Ersterem noch bessere Raumklangeffekte gibt.

Zu guter Letzt bietet das XPG PRECOG auch noch einen „FPS“ Modus an. In diesem wird der Klang stark verfremdet um Schritte und Schüsse besser hervorzuheben. Ja funktioniert, klingt aber aus einer rein qualitativen eher schlecht. ?????

 

Das Mikrofon

Das optional ansteckbare Mikrofon des XPG PRECOG hat mich ganz klar positiv überrascht! Hier direkt einmal ein kleiner Testclip:

Das Mikrofon klingt recht voll und satt. Zudem ist dieses ausreichend klar und rauschen wird sehr gut unterdrückt. Hier und da würde ich mir vielleicht einen Hauch mehr Brillanz wünschen, aber das ist schon Kritik auf hohem Level. Das XPG PRECOG hat ein besseres Mikrofon als 90% aller Headsets.

 

Fazit

Das XPG PRECOG ist ein ausgesprochen spannendes und ungewöhnliches Gaming-Headset! Das Wichtigste ist der akustische Aufbau, welcher dank der Nutzung von zwei Treibern als ungewöhnlich zu bezeichnen ist.

Das PRECOG hat von Natur aus einen sehr breiten und satten Klang mit einem guten Bass! Dabei erinnert mich das Headset von der Klangsignatur etwas an ein 2.1 Soundsystem. Ihr habt auch hier den Eindruck der Bass käme aus einem anderen Lautsprecher als die Höhen. Dieser Effekt ist sicherlich etwas ungewöhnlich und nicht puristisch, hat aber etwas.

Xpg Precog Headset Im Test 7Generell schlägt sich das Headset sowohl in Spielen wie auch Musik gut, auch wenn ich den Klang etwas als Geschmacksache labeln würde. Mir gefällt dieser, daher von mir ein Daumen hoch.

Ebenso etwas Geschmackssache ist der harte Gamer-Style den XPG optisch setzt. Immerhin die Verarbeitungsqualität ist ohne Frage sehr gut! Ebenso sehr gut ist das Mikrofon, welches klar zu den besten gehört die ich bisher bei einem Headset erlebt habe.

Kurzum, gefällt Euch der optische Style des XPG PRECOG und reizt Euch die interessante Dual-Treiber Klangsignatur? Dann kann ich Euch meinen Segen zum Kauf des Headsets geben.

Xpg Precog