True Wireless Ohrhörer haben den Markt für mobilen Musikgenuss übernommen, anders kann man dies nicht sagen.
True Wireless Ohrhörer sind überall und in allen Preisklassen zu bekommen. Modelle für um die 15€ sind hier durchaus verfügbar.
Für um die 15€ bekommt Ihr auch die Bluedio Hi aus Asien. Diese werden von Bluedio sehr blumig beworben, als Hifi Ohrhörer mit neuartigen Treibern usw.
Aber kann man hier wirklich Qualität für 15€ erwarten? Tja wollen wir dies doch einmal im Test herausfinden!
Der erste Eindruck der Bluedio Hi fällt sehr durchwachsen aus. Wie die meisten ture Wireless Ohrhörer werden auch die Bluedio Hi in einer Lade/Transportbox geliefert.
Diese fällt aber ganz klar in die „billig“ Kategorie. Der hier von Bluedio verwendete Kunststoff ist auf dem Level von McDonalds Spielzeug. Es ist also sofort klar das wir hier sehr günstige Ohrhörer vor uns haben.
Aber auch abseits des Kunststoffes kann die Ladebox nicht überzeugen. Der Deckel wird nicht wie eigentlich üblich magnetisch gehalten, sondern einfach auf geklemmt, was auch nicht sonderlich wertig erscheint.
Die Ohrhörer werden eben so wenig über Magnete gehalten. Auf der Unterseite der Aussparung der Ohrhörer findet sich ein Pin, in welchen Ihr die Ohrhörer drücken müsst. Dies macht das Herausnahmen aber teils etwas „fummelig“.
Immerhin verfügt die Ladebox über einen USB C Port und kann die Ohrhörer ca. 2,5x laden. Mit jeder Ladung sollen die Ohrhörer 5-6 Stunden halten. Etwas optimistisch, rechnet eher mit drei Stunden.
Die Bluedio Hi selbst sind recht große Ohrhörer, welche auf das „Steg“ Design setzen. An den Ohrhörern ist hier ein vergleichsweise dickes und langes Rohr angebracht welches auf der Höhe von Eurem Ohrläppchen hängt. In diesem Steg ist diverse Bluetooth Elektronik.
Ähnlich wie auch die Transportbox schreien die Bluedio Hi auch nicht nach Wertigkeit. Der verwendete Kunststoff ist recht einfach und hat teils recht harte Übergänge, welche sich nicht schön anfühlen.
Tragekomfort
Zwar ist der Steg der Bluedio Hi recht dick und lang, die Ohrhörer selbst sind aber vergleichsweise kompakt.
Hierdurch passen diese an sich ganz gut in meine Ohren. Der Tragekomfort geht also in Ordnung. Er wäre sogar ganz gut gäbe es nicht einen spürbaren Übergang bzw. harte Kante an der Stelle wo die Ohrhörer verklebt wurden.
So würde ich den Tragekomfort mit einer 3+ bewerten.
Klang
Eigentlich könnten wir es hier recht kurz machen. Die Bluedio Hi sind nicht das Gelbe vom Ei, auch was den Klang angeht.
Starten wir aber am Anfang und auch schwächsten Element, den Höhen. Die Höhen der Bluedio Hi sind recht matt und kurz vor „dumpf“.
Es fehlt hier die Leichtigkeit und Luftigkeit im Klang. Zudem fransen die Höhen recht stark aus. Die Ohrhörer produzieren hier teils eine Art knistern, welches dem Klang viel raubt.
Die Mitten sind unspektakulär. Ich will diese nicht mal als schlecht bezeichnen, das sind diese nicht, aber von einem Highlight zu sprechen wäre auch falsch. Dafür fehlt es doch etwas an Fülle und Detailwiedergabe. Immerhin Stimmen werden weitestgehend Okay abgebildet.
Ähnliches wie bei den Mitten gilt auch für den Bass. Dieser ist im Anbetracht des Preises gar nicht übel. Die Masse ist ausreichend und auch der Tiefgang und das Volumen sind okay. Nein auch der Bass ist kein Highlight, aber er hätte schlimmer sein können.
Wären also die Höhen etwas besser, dann wäre ich mit dem Klang sogar recht zufrieden. Aber so wirken die Bluedio Hi einfach etwas langweilig und träge.
Wir sind hier so auf dem Level von Ohrhörer die bei einfachen Smartphones beiliegen. Man kann den Klang aushalten, er ist aber auch beim besten Willen kein Genuss.
Dies beginnt schon beim Äußeren. Die Transport/Ladebox ist billigster Kunststoff, die Ohrhörer fummelig aus der Transportbox zu bekommen und die Ohrhörer selbst vergleichsweise riesig.
Das Wichtigste ist aber natürlich der Klang. Diesen würde ich als durchwachsen bis schlecht bezeichnen. Einige Klangelemente sind okay, wie die Mitten und die Tiefen.
Die Höhen sind aber matt und dumpf. Zudem neigen die Bluedio Hi zu einer Art ausfransen, was dem Klang viel raubt.
Allerdings das größte Problem ist der Preis. Ihr bekommt die Bluedio Hi für 16-20€. An sich sehr günstig, aber Ihr bekommt für 25-30€ true Wireless Ohrhörer die signifikant besser klingen.
Selbst wenn das Geld knapp ist spart irgendwo noch 10€ mehr zusammen, der Aufpreis zu beispielsweise den Xiaomi RedMi Airdots werdet Ihr nicht bereuen!
Zendure gehört zwar zu den kleineren Herstellern von Powerbanks und Ladegeräten, hat aber gleichzeitig einige sehr spannende Modelle im Sortiment, siehe die Zendure SuperTank Powerbank.
Passend zu dieser 100W Powerbank bietet Zendure aber auch mit dem SuperPort 4 eins der wenigen 100W USB C Ladegeräte aktuell auf dem Markt an. Dieses soll durch ein schickes Design und natürlich zwei USB C Power Delivery Ports, wie auch zwei Quick Charge 3.0 Ports überzeugen. Klasse!
Allerdings mit rund 100€ ist das SuperPort 4 auch ein recht teuer Spaß! Lohnt sich dieses Ladegerät aber und ist dieses technisch empfehlenswert? Finden wir es im Test heraus!
An dieser Stelle einen großen Dank an den Leser Christoph aka Bifi der mir dieses Ladegerät freundlicherweise ausgeliehen hat!
Wie auch schon der SuperTank nutzt das SuperPort Ladegerät ein recht außergewöhnliches „Rillen-Design“ für das Äußere. Dabei besteht dieses zwar aus Hochglanzkunststoff, dieser ist aber aufgrund der Rillen deutlich aufgewertet.
Das SuperPort 4 sticht klar aus der Masse hervor und dies meine ich positiv! Auch generell wirkt das Ladegerät gut und wertig gearbeitet! Dieses ist sehr flach gebaut, aber recht breit und tief.
Auf der Front finden wir vier USB Ports, 2x USB C und 2x USB A.
Der primäre USB C Port ist dank seiner Leistung von bis zu 100W natürlich der Kaufgrund für dieses Ladegerät. Genau genommen kann dieser USB C Port 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/5A liefern. Ideal für größere Notebooks, für welche auch der primäre Einsatzzweck des SuperPort 4 ist.
Der sekundäre USB C Port unterstützt auch den Power Delivery Standard, ist aber mit 18W (5V/3A, 9V/2A oder 12V/1,5A) nicht ganz so leistungsstark, reicht aber für Smartphones völlig aus.
Hinzu kommen noch die beiden Quick Charge 3.0 Ports, welche wie üblich 18W liefern können.
Leider können wir aber nicht alle USB Ports gleichzeitig voll nutzen. Die maximale Leistung insgesamt liegt bei 100W. Aber keine Sorge Ihr könnt das Ladegerät nicht „ausversehen“ überbelasten. So drosselt sich der 100W USB C Port je nachdem wie viele Geräte Ihr angeschlossen habt auf.
Geschwister des Zendure SuperPort 4
Vielleicht habt Ihr Euch beim Betrachten des Zendure SuperPort 4 gedacht „hey das kommt mir bekannt vor“. Dann liegt Ihr nicht ganz falsch!
Lediglich was die Optik angeht und auch die Leistungsverteilung gibt es leichte Unterschiede. So hat das Xtorm und tizi Ladegerät 60 + 30W und das Zendure und Anker 100W auf Seiten der USB C Ports.
Hier kommt es etwas auf Eure Ansprüche an was besser passt, technisch gibt es aber einige Parallelen.
Erster Test und Temperatur
Wie von Zendure versprochen bietet der primäre USB Port 100W Leistung. In meinem Test konnte dieser Port die 100W auch über einige Stunden halten.
Allerdings hat das Ladegerät den 12 Stunden Test einmal abgebrochen, nach ca. 10-12 Stunden. Beim zweiten Versuch lief der Test durch. Schauen wir uns die Temperaturen an gibt es eine mögliche Erklärung für die Probleme:
Auf der Oberseite konnte ich maximal 59,8 Grad messen. Heiß ja, aber nicht kritisch heiß. Auf der Unterseite wiederum lag die Temperatur bei stolzen 82,5 Grad. Diese Temperatur wurde direkt unterhalb des USB C Ports erreicht. Bedenken wir, dass dies die Außentemperatur ist, würden innerlich 100 Grad+ mich nicht überraschen.
Prinzipiell kann ein Netzteil solche Temperaturen aushalten, gut sind diese langfristig nicht. Daher würde mich auch nicht wundern wenn bei einer hohen Raumtemperatur und 10+ Stunden Volllast eine Temperatur Abschaltung greift.
Das Ladetempo
Folgende Geräte habe ich am Zendure SuperPort 4 getestet:
Apple iPhone 11 Pro Max
Apple MacBook Pro 13
Apple MacBook Pro 16
Dell XPS 13 9380
Dell XPS 15 7590
Huawei P40 Pro
Samsung Galaxy S20 Ultra
Xiaomi Mi 10 Pro
Hier können wir es prinzipiell kurz machen. Dank des 100W USB C Ports können alle getesteten Notebooks mit dem maximal möglichen Tempo an dem Ladegerät laden. Kompatibilitätsprobleme konnte ich keine feststellen, auch nicht mit dem oftmals zickigen MacBook Pro 16!
Auf Seiten der Smartphones erreichen wir das jeweils maximal mögliche Ladetempo an einem universellen USB Power Delivery Ladegerät. So können das Huawei P40 Pro, das S20 Ultra und das Mi 10 Pro zwar noch schneller laden, dies aber nur an den eigenen proprietären Ladegeräten. Das Ladetempo an den USB C Ports liegt aber immer über dem „Standard“ Ladetempo, das an einem normalen 5V USB Port erreicht würde. Leider unterstützt das SuperPort 4 kein PPS! Daher kann das S20 Ultra hier auch nur mit normalen Schnellladetempo laden.
Die beiden Quick Charge Ports sind sauber für IOS und Android Smartphones optioniert.
Die Effizienz
Ganz offen gesagt hat mich die Effizienz des Zendure SuperPort 4 etwas negativ überrascht. Ich habe diese am primären USB C Port gemessen:
Bei geringer Last, also 5V 1-3A oder 9V 1-3A, konnte ich gerade einmal 49-75% Effizienz messen. Dies ist sehr wenig! Unter Volllast steigt die Effizienz auf gute 87% an. Dies bedeutet aber dennoch, dass bei 100W Last satte 13W als Wärme abfallen, was auch die hohen Temperaturen erklärt.
Fazit
Das Fazit zum Zendure SuperPort 4 fällt mir etwas schwer. Prinzipiell haben wir hier ein gutes Ladegerät vor uns. Dieses erreicht ein hohes Ladetempo und zeigte im Test auch keine Kompatibilitätsprobleme. Ebenso ist dieses technisch grundsätzlich gut gebaut!
Aufgrund des 100W USB C Ports gehört dieses zudem zu einem kleinen „exklusiven“ Club.
Allerdings hat dieses zwei Schwächen. Zum einen ist die Effizienz nicht gut! Gerade bei geringer Auslastung an den USB C Ports konnte ich miserable Werte messen. Bei hoher Last, wie bei einem Notebook geht die Effizienz allerdings in Ordnung.
Allerdings bei Voll-Last erwärmt sich das Ladegerät kritisch stark! Kein Problem wenn Ihr an diesem nur 45W oder 60W Notebooks anschließt. Nutzt Ihr aber die 100W über längere Zeit voll aus erwärmt sich das Äußere des Ladegerätes auf über 80 Grad! Zu viel!
Kurzum, prinzipiell kann ich das Zendure SuperPort 4 empfehlen, aber nicht für eine dauerhafte Last! Wollt Ihr mal eben eine Powerbank mit 100W laden, was selten mehr als eine Stunde dauert, dann ist das SuperPort 4 Okay. Aber um konstant z.B. ein MacBook Pro 16 mit Energie zu Versorgen würde ich andere Modelle empfehlen.
OnePlus Smartphones sind neben ihrem hohen Arbeitstempo auch für das besonders schnelle Aufladen bekannt. So war OnePlus einer der ersten Hersteller, der auf ein sehr schnelles Laden seinen Fokus gelegt hat.
Allerdings ist mittlerweile ein schnelles Aufladen nichts mehr besonderes. Das Samsung Galaxy S20 Ultra kommt auf 40W und das Xiaomi Mi 10 Pro auf 45W. Da wirken die 30W des aktuellen OnePlus 8 Pro plötzlich recht konservativ. Aber natürlich entscheidet nicht nur das Spitzentempo, sondern auch wie lange das maximale Tempo gehalten wird.
Ebenso stellt sich die Frage welche Ladestandards denn das OnePlus 8 Pro abseits von WARP Charge unterstützt. Finden wir dies doch in der Ladeanalyse heraus!
Welche Ladestandards werden unterstützt und wie schnell?
Mit im Lieferumfang des OnePlus 8 Pro liegt das hauseigene „WARP Charge“ Ladegerät. Es gibt beim Schnellladen grob gesagt zwei Herangehensweisen.
Eine hohe Ladespannung (Quick Charge und USB Power Delivery)
Ein hoher Ladestrom (Huawei Super Charge)
Quick Charge und USB Power Delivery setzen für eine höhere Leistungsübertragung auf eine angehobene Spannung. Hat ein normaler USB Port 5V ist bei Quick Charge oder USB PD 9V, 12V, 15V oder sogar 20V gängig. Beispielsweise Huawei setzt bei Super Charge primär auf einen besonders hohen Ladestrom. Je nach Generation wird die Spannung bei 4,5-5V belassen aber der Ladestrom auf Teils über 5A getrieben.
Ähnlich wie Super Charge macht es auch WARP Charge. So hat das beiliegende Ladegerät 5V/6A, also 30W! Hier einfach mal ein Lob an OnePlus, sowohl das Ladegerät wie auch das Ladekabel wirken weit überdurchschnittlich wertig.
Aber kann das OnePlus 8 Pro nur am eigenen WARP Charge schnellladen oder werden auch andere, weiter verbreitete, Ladestandards zusätzlich unterstützt? Beispielsweise Huawei unterstützt neben seinem eigenen Super Charge Standard auch USB Power Delivery zum „schneller laden“.
An einem normalen USB A Port mit 5V 2,4A erreicht das OnePlus 8 Pro maximal rund 7,xW Ladestrom. Sehr Ähnliches gilt auch für Quick Charge Ladeports. Das OnePlus 8 Pro interessiert sich 0 für Quick Charge und lädt an solchen Ladegeräten wie an normalen 5V 2,4A Modellen. In meinem Test war sogar das Laden via Quick Charge minimal langsamer.
USB Power Delivery
Schneller als normal geht es an USB Power Delivery Ladegeräten! Hier kann das OnePlus 8 Pro 13,xW erreichen. Dabei spielt es keine Rolle ob das Ladegerät 18W, 60W, PPS oder Ähnliches besitzt. Das 8 Pro scheint keine höhere Spannung als 5V zu unterstützen. Dieses nimmt „nur“ 5V bei 2,7-2,8A auf. Hat Euer USB Power Delivery Ladegerät also 5V/3A dann ist hier das maximale Tempo im Zusammenspiel mit dem OnePlus 8 Pro zu erreichen.
Schneller geht’s natürlich via WARP Charge. Hier konnte ich maximal rund 28W messen, was dicht an den maximalen 30W des Ladegerätes liegt.
WARP Charge näher angesehen
Spannenderweise lag die Spannung beim WARP Laden NICHT bei 5V/6A wie der Aufdruck auf dem Ladegerät vermuten lassen würde. Das WARP Charge Ladegerät ist anscheinend deutlich feiner reguliert.
Der Ladestrom liegt in der Spitze wirklich bei 6A, die Spannung hingegen sinkt auf 4,39V. Dies scheint auch wirklich gewollt zu sein und kein unerwünschter Spannungsabfall durch das Ladekabel.
Im späteren Ladeverlauf sinkt der Ladestrom langsam ab, aber die Spannung steigt nur sehr langsam an. Erst gegen Ende übersteigt diese ruckartig 5V.
Positiv die Hitzeentwicklung beim „WARP Charging“ ist erstaunlich gering.
Normales LadenTemperatur WARP
Zwischen dem WARP und normalen Laden liegen gerade einmal +- 1 Grad, nach Abzug der Differenz in der Raumtemperatur. Allgemein ist auch eine Erwärmung auf +- 30 Grad nicht zu viel fürs Schnellladen.
Wie schnell wirklich?
Wir haben uns hier primär das absolute Spitzen-Ladetempo angesehen. Aber wie lange dauert das Laden in der Praxis wirklich?
0% auf 100% dauert:
Mit WARP Charge ca. 1:08 Stunden
Mit USB Power Delivery ca. 2:18 Stunden
Mit normalen Laden ca. 2:59 Stunden
Hier auch einmal der Akkustand nach 15, 30 und 60 Minuten.
WARP
USB PD
USB A
Nach 15 Minuten
34%
17%
10%
Nach 30 Minuten
63%
35%
20%
Nach 60 Minuten
97%
69%
41%
Ja WARP Charge ist schon deutlich schneller als USB Power Delivery, zumindest beim OnePlus 8 Pro.
Interessanterweise ist WARP Charge auch einen Hauch effizienter was das Laden angeht.
Die weiterhin höchste Effizienz mit 88,1% erreicht das OnePlus 8 Pro beim langsamen normalen Laden. Via WARP werden ebenfalls sehr gute 87% erreicht und via USB PD 82,7%.
Passende Ladegeräte und Powerbanks für das OnePlus 8 Pro
Wie üblich lädt das OnePlus 8 Pro an allen Ladegeräten oder Powerbanks. Allerdings gibt es beim Tempo durchaus Unterschiede.
Wollt Ihr das maximale Ladetempo, dann müsst Ihr Ladegeräte/Powerbanks mit WARP Charge verwenden! Leider gibt es allerdings keine Powerbanks mit WARP Charge. Wollt Ihr also ein anderes Ladegerät, gegebenenfalls mit mehreren Ports, oder eine Powerbank und sucht ein hohes Ladetempo, dann wählt ein Modell mit USB Power Delivery.
Über USB Power Delivery kann das OnePlus 8 Pro ein hohes Ladetempo erreichen, das ca. 40% über dem normalen Laden liegt. Hier ist prinzipiell jede Powerbank oder Ladegerät mit 18W oder mehr auf dem USB C Port völlig ausreichend! Genau genommen brauchen wir nur 5V/3A auf dem USB C Port.
Dies wären ein paar Empfehlungen meinerseits.
Powerbanks (Ihr benötigt ca. 5810mAh Kapazität für eine 0 auf 100% Ladung):
WARP Charging ist die schnellste Möglichkeit Euer OnePlus 8 Pro zu laden und erreicht praktisch ca. 28W (6A bei 4,4-4,6V). Hierrüber ist das OnePlus 8 Pro in knapp über einer Stunde von 0% auf 100%. Dies ist als sehr schnell zu bezeichnen!
Abseits von WARP Charge unterstützt das OnePlus 8 Pro auch USB Power Delivery, aber nur mit 5V/2,8A, also +- 14W. Dies ist schon ein gutes Stück schneller als das normale Laden (+- 7W), aber natürlich langsamer als WARP.
Dennoch, sucht Ihr beispielsweise eine Powerbank für Euer OnePlus 8 Pro, dann wäre ein Modell mit USB Power Delivery die beste Option.
Auf Techtest.org findet Ihr aktuell über 55 Tests zu true Wireless Ohrhörern und selbst dies ist nur ein kleiner Anteil der auf dem Markt verfügbaren Modelle. True Wireless Ohrhörer sind der größte und so ziemlich wichtigste Trend im portablen Audio Bereich. Waren diese komplett kabellosen Ohrhörer vor ein paar Jahren noch sehr exotisch und auch nur bedingt empfehlenswert, so sind diese mittlerweile vollkommen ausgereift.
Sogar in den untersten Preisklassen gibt es mittlerweile sehr empfehlenswerte Modelle! Allerdings bei der Masse an true Wireless Ohrhörern im Handel ist es gar nicht so leicht durchzusteigen welche nun gut und welche schlecht sind.
Damit Ihr diese nicht alle durcharbeiten müsst, möchte ich Euch in dieser Bestenliste eine kleine Übersicht über die besonders interessanten Modelle jeder Preisklasse geben.
Starten wir mit der günstigsten Preisklasse. In dieser gibt es neben sehr vielen sehr mäßigen Modellen auch einige echte Highlights!
Dabei lasst Euch nicht vom günstigen Preis abschrecken. Einige der Modelle hier sind auf dem Level der 100€+ Preisklasse.
Um eine gewisse Übersichtlichkeit zu erhalten, beschränken wir uns in der ausführlichen Vorstellung nur auf die sechs besonders empfehlenswerten true Wireless Ohrhörer.
Die aus meiner sicht aktuell besten true Wireless Ohrhörer unter 50€ sind die KZ Z1. Bei den KZ Z1 handelt es sich um einen absoluten Geheimtipp, auch da diese in Deutschland leider nur recht schwer zu bekommen sind. Solltet Ihr Euch für die Ohrhörer entscheiden müsst Ihr diese via Amazon oder AliExpress aus China bestellen. Dafür erhaltet Ihr aber sehr wertige Ohrhörer die Klanglich gut eine wenn nicht sogar zwei Klassen über ihren Kaufpreis spielen. So ist der Bass der Z1 wunderbar kräftig, tief und satt, aber auch nicht bis ins extreme gepuscht. Der Bass überschattet weder die Mitten noch die Höhen, welche ebenfalls sehr gut ausfallen.
So würde ich die KZ Z1 als generelle Empfehlung ansehen. Mit der Klangsignatur kann eigentlich jeder etwas anfangen. Lediglich die Akkulaufzeit ist mäßig.
Unproblematische Nutzung und automatisches Ein/Ausschalten
Gute Funkverbindung
Hoher Tragekomfort
Mäßiger Akku
Die TRANYA B530 sind für knapp unter 50€ zu bekommen. Diese Ohrhörer sind etwas speziellerer Natur. Ihr müsst Ohrhörer mit viel, richtig viel Bass wollen, damit die B530 für Euch in frage kommen. Dabei sind die Ohrhörer aber nicht nur hole Bass-Bomber, sondern der Bass ist durchaus gekonnt. Dieser ist tief und richtig schön satt, drängt sich aber natürlich ein gutes Stück in den Vordergrund. Die Höhen sind soweit in Ordnung, wodurch die TRANYA B530 auch nicht matt klingen, aber dies sind dennoch keine Ohrhörer für Euch wenn Ihr einen besonders ausgewogenen Klang sucht.
Unproblematische Nutzung und automatisches Ein/Ausschalten
Ladebox mittelwertig
Sucht Ihr lebendige und dynamisch klingende true Wireless Ohrhörer? Dann sind die Xiaomi AirDots nach den KZ Z1 die beste Wahl. Die Xiaomi Mi AirDots und RedMi AirDots sind sich sehr ähnlich, kauft einfach die günstigere Version. Beide können aber mit einem sehr kräftigen und bassstarken Klang punkten, wie auch mit sehr klaren Höhen. Hierdurch besitzen die Ohrhörer eine sehr hohe Dynamik und Lebendigkeit im Klang.
Ja Spaß machen die Xiaomi Mi AirDots! Sucht Ihr aber einen besonders ausbalancierten Klang, dann sind die Mi AirDots eher weniger etwas für Euch. Weitere Bonuspunkte gibt es für den Tragekomfort. Die Ohrhörer sind sehr klein und somit recht unproblematisch was die Passform angeht. Eigentlich passen die Xiaomi Mi AirDots gut in alle Ohren. Auch die Alltagserfahrung ist top! Die Ohrhörer schalten sich zuverlässig ein bzw. aus wenn Ihr diese in die Ladebox legt, die Akkulaufzeit ist gut und eine größere Selbstentladung konnte ich nicht beobachten.
Unproblematische Nutzung und automatisches Ein/Ausschalten
Sehr guter Tragekofmort.
Nichts für Nutzer die einen neutralen Klang suchen
Ladebox qualitativ mittelmäßig
Die QCY T4 sind nicht die aller spannendsten Ohrhörer, auf dem ersten Blick. Diese sehen durchschnittlich aus und auch der Klang ist weniger „spektakulär“ als bei den anderen „Top 4“ Modellen. Allerdings liegt hier die Schönheit der T4, denn diese sind recht neutral ausbalanciert was in der unter 50€ Preisklasse selten ist. Dabei sind die Bässe und Höhen gut, aber diese verhalten sich natürlich neutral.
Ich kann mir vorstellen das viele von Euch an anderen Ohrhörer mit etwas mehr Bass usw. mehr spaß haben, sucht Ihr aber keinen Bass-Bomber, dann sich die T4 von QCY eine sehr gute Wahl!
Klar gesagt alle der hier aufgeführten Modelle „hat etwas“ und ist grundsätzlich voll empfehlenswert! Ebenso muss ich aber dazu sagen, dass der Sprung von der 50€ auf die 100€ Preisklasse nicht zwingende eine „Verdopplung“ der Klangqualität nach sich zieht.
Die gerade klanglich überzeugendsten TWS Ohrhörer in der 100€ Preisklasse stammen aus dem Hause JBL. Die JBL Tune 120TWS haben den besten und wie ich finde gefälligsten Klang aller Modelle. Die größte Stärke der JBL Tune 120TWS sind klar die Höhen. Diese sind unheimlich klar und sauber! Allgemein klingen die 120TWS sehr direkt und „scharf“.
Dabei sind aber nicht nur die Höhen gelungen, auch die Bässe sind angenehm kräftig und satt. Aufgrund dieses sehr starken Hoch/Tief Kontrastes ist die Dynamik der Ohrhörer herausragend! Ich würde die Klangsignatur als gefällig bezeichnen. Lediglich wenn Ihr einen besonders mitten starken Klang sucht, dann gibt es bessere Modelle. Zusätzlich zum guten Klang bieten die JBL Tune 120TWS eine gute Alltagstauglichkeit.
0 Berichte über schlechte Signalstabilität (kann ich nicht bestätigen)
Die beste Alternative zu den JBL Tune 120TWS sind die ebenfalls sehr guten Soundcore Spirit Dot 2. Die Spirit Dot 2 richten sich zwar primär an Sportler, sind aber auch im normalen Alltag völlig zu gebrauchen. Diese bieten, verglichen mit den JBL, einen noch etwas Bass stärkeren und treibenden Klang. Dabei sind die Ohrhörer aber auch keine stumpfen Bass-Bomber, auch wenn der Bass schon der klangliche Mittelpunkt ist. Auch die Höhen und die räumliche Darstellung sind gut! Hinzu kommt ein guter Tragekomfort, sehr guter Halt und gute Akkulaufzeit. Zwar klingen die JBL Tune 120 TWS etwas „ausbalancierter“ aber gerade wenn Ihr einen Bass stärkeren und etwas wärmer angehauchten Klang sucht, sind die Soundcore Spirit Dot 2 eine top Wahl.
Die FIIL T1 sind eindeutig die Exoten in dieser Top 4 und leider nur sehr schwer aus Asien zu bekommen. Die T1 ähneln akustisch den Spirit Dot 2, weshalb Letztere oftmals die einfachere und bessere Wahl sind. Die FIIL T1 bieten ebenfalls einen starken Bass aber noch etwas „freiere“ und leichtere Höhen.
Ebenso ist der Tragekomfort einen Hauch besser, dafür aber der Halt etwas schlechter. Damit würde ich die FIIL T1 rein akustisch den Spirit Dot 2 vorziehen (diese gehören auch zu meinen meist genutzten TWS Ohrhörern), aber aufgrund der schwierigen Bestellung sehe ich die Soundcore doch etwas vorne.
Wollt Ihr Bass? Dann wollt Ihr vielleicht die Urbanista ATHENS! Hatten schon die FIIL T1 und die Spirit Dot 2 viel Bass, so haben diese keine Chance gegen die Urbanista ATHENS. Diese sind Bass-Bomber wie sie im Bilderbuch stehen! Der Bass und allgemein alle tieferen Frequenzen sind mehr oder weniger bis ans maximum angehoben. Dabei vermeiden es die ATHENS aber matt oder dumpf zu klingen.
Dennoch sind dies keine Ohrhörer falls Ihr einen ausbalancierten oder neutralen Klang sucht. Der Bass ist absolut dominant! Allerdings setzten die Ohrhörer diesen extrem bass-betonten Klang auch gut um. Daher halte ich die ATHENS auch für empfehlenswert, wenn Ihr noch solch einem Bass sucht.
Wichtig! Nur weil Ihr mehr Geld für true Wireless Ohrhörer ausgebt werden diese nicht zwingend besser. Oftmals gibt es nur mehr Bonus-Feature wie Noise Cancelling usw. Klanglich sind teurere Ohrhörer oftmals nicht direkt besser. Viele der teureren Modelle klingen aber deutlich neutraler und ausgewogener, mit einer minimal besseren Detaildarstellung. Wollt Ihr aber vielleicht gar keine neutralen Ohrhörer usw., dann lohnt es sich fast nie 150€+ für diese auszugeben.
Hier einfach mal ein kleines Beispiel was ich meine:
Sennheiser MOMENTUM True Wireless = hell Grün
Apple AirPods Pro = dunkel Grün
Samsung Galaxy Buds+ = Orange
Soundcore Spirit Dot 2 = Blau
KZ Z1 = Braun
Die „Top 3“ also Apple AirPods Pro, Galaxy Buds + und die Sennheiser MOMENTUM True Wireless sind vergleichsweise neutrale Ohrhörer. Alle Bereiche der Linie sind also +- gleichwertig. Die günstigeren Modelle neigen dazu den Bass anzuheben (Bass = der linke Bereich). Sucht Ihr also Ohrhörer mit etwas mehr Bass schaut Euch in der 40-100€ Preisklasse um. Ins wirkliche High End Segment würde ich nur gehen wenn Ihr Noise Cancelling und einen neutralen HiFi Klang sucht. Klar es gibt hier auch Modelle die deutlich mehr Bass haben, aber umso teurer umso neutraler werden die Ohrhörer oftmals.
Ja es ist möglicherweise eine etwas kontroverse Entscheidung die Apple AirPods Pro als „die besten“ ture Wireless Ohrhörer zu bezeichnen. Aber das sind diese! Klanglich sind die AirPods Pro gut bis sehr gut. Diese haben einen gut ausbalancierten, leichten und luftigen Klang mit einem guten und satten Bass. Allerdings sind Ohrhörer zu bekommen die nochmals etwas besser klingen. Das Besonderen bei den AirPods Pro ist neben der wirklich herausragend unproblematischen Nutzung die Luftigkeit. Ich würde die Ohrhörer fast als „offene In-Ears“ bezeichnen, die aber nicht das Problem der mangelhaften Versieglung der normalen Airpods haben. Apple hat hier wirklich etwas Einmaliges geschafft! Ihr habt nicht das Gefühl Ihr hättet die Finger im Ohr wie es bei vielen anderen Modellen der Fall ist. Hinzu kommt der generell sehr gute Tragekomfort und das überzeugende Noise Cancelling.
Ja die AirPods Pro sind teuer, habt Ihr aber ein iPhone sind diese wirklich eine starke Wahl!
Die Samsung Galaxy Buds+ sind so etwas wie die Apple AirPods Pro für die Android Nutzer. Auch die Galaxy Buds+ haben einen sehr neutralen Klang, diese haben sogar genau genommen den neutralsten Klang den ich bisher bei TWS Ohrhörer erleben durfte.
Neutral bedeutet das der Klang von den Ohrhörern nicht gefärbt wird. Hat ein Song einen starken Bass, dann wird dieser auch stark von den Galaxy Buds+ wiedergegeben. Allerdings verstärken die Ohrhörer den Bass nicht! Dies ist letztendlich Geschmacksache, aber die sind auch dank der starken Detailwiedergabe sehr starke HiFi Ohrhörer!
Bass = die „Bass Bewertung“ sagt nur bedingt etwas über die Qualität des Basses aus, sondern soll Euch primär eine Information geben wie viel Bass die Ohrhörer jeweils liefern. Eine höhere Bewertung ist aber auch tendenziell ein Zeichnen für eine höhere Qualität.
Höhen = ähnlich wie beim Bass sagt Euch die Höhen Bewertung grob wie stark die Höhen ausgeprägt sind.
Dynamik = die Dynamik soll Euch einen Hinweis geben wie stark der Hoch/Tief Kontrast ausgeprägt ist. Eine höhere Dynamik ist zudem ein Indiz für eine höhere Spielfreude.
Färbung= viele Ohrhörer neigen dazu den Klang zu „verfälschen“ um beispielsweise den Bass noch mehr zu Boosten. Ohrhörer mit einer besseren Klang-Färbung sind tendenziell etwas neutraler bzw. natürlicher.
Wertung = die Wertung soll meine Meinung zu den jeweiligen Ohrhörern repräsentieren. Nur weil ich Ohrhörer A über Ohrhörer B einordne muss dies aber auch nicht bedeuten zwingend Ohrhörer A immer die bessere Wahl ist. Zudem fließt auch der Preis mit in die Wertung ein. Ein Ohrhörer der unter 50€ Klasse mit einer 90% Wertung ist nicht zwingend besser als einer der 100€ Klasse mit 89%.
+++ = sehr gut oder sehr ausgeprägt
++ = gut oder stark ausgeprägt
+ = überdurchschnittlich
0 = durchschnittlich oder neutral
-= unterdurchschnittlich oder reduziert
–= schwach oder deutlich reduziert
— = sehr schwach
Die Apple AirPods und die Kopien
Was den kommerziellen Erfolg angeht, ist es unstrittig, dass die Apple AirPods sicherlich die Nummer 1 sind. Dementsprechend gibt es tonnenweise Kopien. Manche werben direkt damit 1 zu 1 Kopien zu sein, andere sind wiederum nicht so dreist.
Namenstechnisch sind diese alle recht ähnlich aufgebaut, i10 TWS, i11 TWS, i30 TWS usw.
Ich halte um ehrlich zu sein, nicht viel von diesen Kopien, primär aufgrund des Klangs. Apple hat sich bei den AirPods ein Handicap angelegt.
Die AirPods verzichten auf Silikonaufsätze und versiegeln daher Euer Ohr nicht. Ob dies nun komfortabler ist oder nicht ist streitbar.
Optisch identisch, die i30 TWS
Allerdings macht es deutlich schwerer einen guten Klang und vor allem Druck aufzubauen. Um dies zu Kompensieren nutzt Apple durchaus fähige Treiber und eine perfekte Software Abstimmung.
Diese fehlt aber den Kopien! Auch wenn diese mit einer 1 zu 1 Kopie werben, konnte ich noch keine finden die auch klanglich auf dem gleichen Level der AirPods sind!
Je nach Preis schwanken die Fake Apple AirPods zwischen grausam und ausreichend.
Die ausreichend gut klingenden Modelle sind aber so teuer wie die RedMi AirDots, welche deutlich besser klingen!
Mein Rat kauft die RedMi AirDots, wenn es ums Geld geht. Ansonsten wählt die i30 TWS, welche noch am brauchbarsten klingen, oder noch besser die Originale.
Wenn Ihr viel mit RaspberryPIs, Arduinos oder anderen kleinen Smart Home Modulen experimentiert, werdet Ihr früher oder später vor der Netzteil-Frage stehen.
Klar die kleinen „Rechner“ müssen mit Energie versorgt werden und dies so effizient wie möglich. Gerade bei einem 24/7 Betrieb wollen wir ja so wenig Energie verschenken wie möglich.
Aber was für ein USB Netzteil kaufen? Gerade die kleinen Arduino bzw. ESP Module benötigen extrem wenig Energie. Einerseits gut aber auf der anderen Seite arbeiten Netzteile bei besonders niedriger Auslastung auch besonders ineffizient.
Da ich selbst vor dieser Frage stand welches Netzteil ich für ein kleines WLAN Relais nutze, habe ich mir einfach 8x verschiedene Modelle bestellt. Ja ich habe hier etwas Geld für die „Wissenschaft“ verschwendet.
Wollen wir doch einmal herausfinden wie gut und Effizient diese einfachen USB Netzteile arbeiten.
Schauen wir uns zunächst unsere Testkandidaten an:
AmazonBasics – USB-Ladeadapter mit 1 Anschluss
7,99 €
Anker 24W 2-Port USB Ladegerät
12,99 €
Anker PowerPort Mini
11,99 €
Aukru Micro-USB 5 V 3000 mA Ladegerät
9,99 €
CSL – USB Ladegerät 18W Quick Charge 3.0
9,85 €
MAKEASY Micro USB Stecker Netzteil 5V 3A
9,99 €
Raspberry offizielles Pi 3 Netzteil
16,90 €
UGREEN USB Ladegerät 18W Quick Charge 3.0
11,99 €
Generell handelt es sich bei diesen Ladegeräten erst einmal um normale Smartphone USB Ladegeräte. Es gibt hier aber zwei Modelle die etwas aus der Reihe tanzen und zwar das Aukru und das offizielle Raspberry Netzteil. Diese beiden Modelle besitzen ein fest integriertes microUSB Kabel. Dies kann ein Vorteil oder auch ein Nachteil sein.
Das offizielle Raspberry Netzteil ist auch mit 16,90€ eindeutig das teuerste Modell in diesem Vergleich. Das AmazonBasics ist hingegen mit 7,99€ das eindeutig günstigste. Die anderen Modelle liegen bei +- 10€.
Die Leistung
Starten wir in den Test mit der Leistung. Folgende leistungsangaben bieten die USB Netzteile bei 5V Spannung:
AmazonBasics – USB-Ladeadapter mit 1 Anschluss
2,4 A
Anker 24W 2-Port USB Ladegerät
2,4A
Anker PowerPort Mini
2,4A
Aukru Micro-USB 5 V 3000 mA Ladegerät
3A
CSL – USB Ladegerät 18W Quick Charge 3.0
3A
MAKEASY Micro USB Stecker Netzteil 5V 3A
3A
Raspberry offizielles Pi 3 Netzteil
2,5A
UGREEN USB Ladegerät 18W Quick Charge 3.0
3A
Alle Ladegeräte in diesem Vergleich bieten mindestens 2,4A. Dies ist mehr als ausreichend selbst für einen größeren Raspberry PI. Aber wie steht es um die Spannungsstabilität? Gerade der Raspberry PI kann hier etwas empfindlich sein, wenn die Eingangsspannung etwas zu niedrig ist.
Tendenziell bieten alle Ladegeräte eher eine Spannung leicht über 5V, was ich als positiv erachte. Dies gleicht ein wenig die Verluste durch Ladekabel und Ports aus.
Konstant unter 5V bietet nur das CSL und das AmazonBasics Ladegerät. Gerade das CSL Modell kann zwar wirklich 3A liefern, aber die Spannung fällt von 4,974V im Leerlauf auf gerade einmal 4,602V. Dies könnte einigen Geräten schon zu wenig sein.
Auf der entgegengesetzten Seite ist das Aukru Ladegerät, welches im Leerlauf eine Spannung von 5,424V und konstant ein sehr hohes Spannungslevel bietet. 5,424V ist mir fast schon etwas viel, ist aber noch im Rahmen des akzeptablen.
Interessanterweise konnte das MAKEASY Ladegerät als einziges im Test nicht die beworbenen 3A liefern. Bereits bei 2,8xA wird abgeschaltet. Das Raspberry Pi Netzteil konnte hingegen sogar seine Angabe von 2,5A mit 3A deutlich überbieten.
Wie hoch ist die Effizienz?
Kommen wir zu dem aus meiner Sicht spannendsten Punkt, der Effizienz. Diese messe ich ganz einfach über ein UNI-T UT230B Power Meter wie auch einen verstellbaren Widerstand. Hier gibt es allerdings gleich eine Warnung, das UNI-T UT230B misst zwar grundsätzlich sehr genau, hat aber eine vergleichsweise geringe Auflösung bei sehr kleinen Strömen. Daher sind die Messwerte bei 0,1A und 0,2A mit einem ? zu versehen.
Alle Ladegeräte sind bei höheren Auslastungen recht dicht beieinander. Allerdings gerade bei den niedrigeren Strömen gibt es Auffälligkeiten. So schneiden hier die beiden 3A Quick Charge Ladegeräte vergleichsweise schlecht ab.
Das beste Ladegerät für niedrigere Ströme ist das Aukru Micro-USB 5 V 3000 mA Ladegerät etwas überraschend das beste, gefolgt vom AmazonBasics und dem Raspberry Netzteil. Bei den höheren Strömen ist das Anker PowerPort Mini der Sieger.
Ein Ladegerät das also konstant die Nr. 1 ist gibt es also nicht. Ebenso ist die Effizienz der Ladegeräte im generellen eher schwach. Diese übersteigen lediglich knapp 80%.
Im Schnitt liegen wir gerade einmal zwischen 81,6% und 77,4%.
Hier auch noch mal das Ganze In Tabellenform:
0,1A
0,2A
0,4A
0,5A
1A
1,5A
2A
2,4A
AmazonBasics
72.1%
83.6%
82.9%
82.2%
84.0%
83.3%
82.0%
81.1%
Anker 24W
73.7%
79.8%
82.0%
79.8%
81.1%
81.4%
80.8%
79.9%
Anker PowerPort Mini
74.6%
78.6%
84.6%
85.1%
82.4%
81.6%
82.9%
81.9%
Aukru
77.1%
82.8%
85.3%
83.4%
83.0%
81.8%
80.3%
79.0%
CSL
70.9%
75.5%
79.0%
79.5%
79.9%
79.0%
78.1%
77.4%
MAKEASY
73.3%
73.6%
82.3%
82.3%
82.7%
81.8%
81.2%
80.7%
Raspberry
74.1%
80.5%
80.0%
81.2%
81.2%
80.6%
80.4%
79.5%
UGREEN
64.5%
73.6%
79.2%
80.1%
81.9%
82.6%
81.9%
81.7%
Fazit
Ich muss gestehen etwas spektakulärere Ergebnisse erwartet bzw. erhofft zu haben. Gerade bei der Effizienz ist die Spanne der Ladegeräte weniger groß als ich erwartet habe.
Allerdings gibt es durchaus einige spannende Informationen die wir dem Test entnehmen können. So liegt die Effizienz-Spanne bei einer sehr niedrigen Auslastung (1W) bei 73,6% bis 83,6%. Bei Voll-Last konnte ich hingegen nur 77,4% bis 81,9% messen.
Kommen wir aber zu dem Punkt der Euch interessiert, welches Ladegerät solltet Ihr kaufen? Wenn Ihr bereits ein Ladegerät habt, selbst wenn dieses keine gute Effizienz hat, nutzt dieses weiter. Bis sich der Anschaffungspreis eines neuen Ladegerätes gerechnet hat sind wir alt und grau.
Generell würde ich das Aukru Micro-USB 5 V 3000 mA Ladegerät empfehlen. Dieses bietet eine sehr stabile Spannung und eine hohe Effizienz, gerade bei geringer Auslastung. Was die Effizienz bei niedriger Auslastung angeht, konnte auch das AmazonBasics und das offizielle Raspberry PI Ladegerät überzeugen. Allerdings ist die Spannung beim AmazonBasics etwas niedrig, was zu Problemen führen kann, und das offizielle Raspberry PI Ladegerät ist mit 15€ etwas teuer.
Bei einer mittleren bis hohen Last würde sich auch das Anker PowerPort Mini anbieten. Dieses ist zwar auch etwas teurer, bietet aber eine sehr gute Spannung und solide Effizienz.
Zusammengefasst, für kleine bis mittlere Verbraucher (0-2W) würde ich folgende Ladegeräte empfehlen:
Hier wird ein USB Power Delivery 18W Ladegerät im Style des Apple Ladegerätes für gerade einmal 2,68€ angeboten. Kann dies wirklich ein brauchbares Ladegerät sein? Gerade dann wenn wir dies mit dem teuren Original Ladegerät vergleichen?
Kurzum ich habe mir dieses bestellt, genau genommen sogar zwei mal, damit ich eins zerlegen kann.
Auf den ersten Blick wurde hier das 18W Apple Ladegerät ganz gut imitiert. Wir haben die gleiche Gehäuseform, ähnliche Farbgebung und Abmessungen. Allerdings versucht dieses Ladegerät das Apple original nicht zu sehr zu kopieren. Es findet sich kein Apple Logo auf dem Ladegerät und auch nicht die Apple typische Beschichtung.
Abseits des ersten Blicks besteht also keine Verwechslungsgefahr.
Spätestens nach dem Umdrehen fällt der große „Power 3.0 Quick Charger“ Schriftzug auf. Warte mal Power 3.0 Quick Charger? Dies klingt doch sehr nach Quick Charge 3.0? Wir haben hier doch ein USB Power Delivery Ladegerät bestellt?!
Quick Charge und ein 18W USB PD Ladegerät teilen sich oft die Spezifikationen, unterscheiden sich aber bei der Kommunikation. So bietet dieses Ladegerät laut Aufschrift 5V/3A oder 9V/2A, was sowohl zu Quick Charge wie auch UBS PD passen kann.
Dies heißt aber nicht, dass auch beides an diesem Ladegerät schnellladen kann.
Positiv zu erwähnen, der generelle Qualitätseindruck ist nicht ganz furchtbar. Auch wirkt das Ladegerät nicht zu leicht.
Quick Charge oder USB Power Delivery
Das „AR-PD“ wird eindeutig als „USB C 18W Power Lieferung Typ C Wand Ladegerät für MacBook Pro/Air iPad Pro 2018 iPhone 11 pro Max Nexus 6 P LG G6 Pixel C MateBook“ USB Power Delivery Ladegerät beworben.
Apple Smartphones und Tablets, genau wie die Pixel Geräte unterstützen kein Quick Charge. Um diese Geräte wie beworben schnell zu laden ist ein USB PD Ladegerät nötig.
Allerdings ist das AR-PD KEIN USB Power Delivery Ladegerät! Mein USB PD Trigger konnte kein dementsprechendes Signal feststellen. Der Quick Charge Trigger hingegen funktionierte.
Und ja hier kann das Ladegerät prinzipiell die beworbene Leistung liefern.
Quick Charge Ladegeräte lassen sich günstiger bauen als USB Power Delivery Modelle, daher möglicherweise der Betrugsversuch.
Auch als Quick Charge Ladegerät nicht gut
Ich habe mich ausnahmsweise nicht getraut alle meine Testgeräte an dem Fake Ladegerät anzuschließen. Lediglich mein Google Pixel 4 XL musste sich opfern, auch um auf Nummer Sicher zu gehen, dass wir hier nicht doch ein USB PD Ladegerät vor uns haben.
Und *Trommelwirbel* es ist NICHTS passiert! Das Google Pixel 4 XL verweigert das Laden an dem Fake Ladegerät völlig.
Dies ist ein Ergebnis das selbst mich überrascht hat, denn prinzipiell funktioniert das Ladegerät. Schließe ich eine Quick Charge Powerbank an, wird diese geladen.
Allerdings dies nur temporär. Beim Versuch die Effizienz des Ladegerätes zu messen ist die Quick Charge Funktionalität gestorben. Versuche ich nun eine Spannung über 5V zu triggern, dann resettet das Ladegerät.
Im 5V Bereich schwankt die Effizienz im Übrigen zwischen 76% und 78%.
Im Inneren
Ich habe mir extra zwei Ladegeräte bestellt um eins vor dem Test öffnen zu können. Folgendes fand ich im Inneren.
Das wohl spannendste sind die beiden kleinen Metallplatten. Ich habe so etwas noch nie gesehen. Diese wurden nicht als Kühlkörper oder Ähnliches eingesetzt. Vermutlich handelt es sich hier um Gewichte?!
Damit das Ladegerät wertiger wirkt wurde dieses künstlich beschwert. Ich habe durchaus von solchen Aktionen gehört, gesehen habe ich dies noch nie. Was die Elektronik angeht, werden sich sicherlich viele von Euch noch besser auskennen als ich es tue.
Diese ist ohne Frage sehr einfach gehalten, so einfach, dass ich diese vermutlich sogar reverse engineeren könnte.
Generell wirkt die Lötqualität okay und auch der Aufbau recht aufgeräumt. Die Separierung zwischen Primärseite und Sekundärseite ist sicherlich nicht perfekt, wird aber ausreichen. Es sind keine Lötpads direkt nebeneinander oder Ähnliches.
Allerdings wirkt die Komponentenauswahl recht billig. Gerade der Transformator ist nicht sonderlich vertrauenserweckend.
Kurzum die Elektronik funktioniert, aber auch nicht besonders schön!
Fazit
Kauft keine Fake Ladegeräte.
2,68€ sind zwar verlockend, aber Ihr werdet hier in vielen Punkten über den Tisch gezogen. In diesem Fall wurde mir ein USB Power Delivery Ladegerät versprochen, habe aber ein Quick Charge Modell erhalten. Das Quick Charge Modell ist nach kurzer Belastung teilweise gestorben (Spannungssufen über 5V funktionieren nicht mehr).
Hinzu kommt das künstlich beschwerte Gehäuse! Zwar wirkte die Elektronik nicht ganz furchtbar, aber ob ich dieser nun mein 800€ Smartphone anvertrauen würde, lasse ich mal dahingestellt.
Es gibt selbst auf AliExpress viele günstige und durchaus „gute“ Ladegeräte, falls Ihr Geld sparen müsst. Diese haben aber immer einen Herstellernamen. Selbst wenn es sich hier um einen mini Hersteller handelt, habe ich mit diesen 10x bessere Erfahrungen gemacht als mit den absoluten NoName Fake Produkten.
Zudem ist 2,68€ schon arg wenig für ein Ladegerät. Hier darf man auch nicht viel mehr erwarten. Dennoch war dies für mich ein spannendes Experiment.
Amazfit werden die meisten von Euch primär aufgrund von Fitness Trackern und Smart Watches kennen. Allerdings bietet Amazfit mit den Powerbuds seit neustem auch ein paar Bluetooth Ohrhörer an.
Diese sind aber keine gewöhnlichen Bluetooth Ohrhörer, sondern diese verfügen über einige spezielle Sport feature! So können die Ohrhörer unter anderem auch Euren Puls messen.
Klingt doch interessant. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Klingen vor allem die Ohrhörer auch gut? Finden wir dies im Test der Amazfit Powerbuds heraus!
Dafür das die Amazfit Powerbuds vergleichsweise viele Feature und Funktionen mitbringen sind die Ohrhörer und auch die Ladebox vergleichsweise klein und kompakt.
So misst die Ladebox gerade einmal 67 x 43 x 32 mm. Diese besteht aus einem einfachen matten Kunststoff und ist in einer ovalen Form gehalten.
Der Deckel setzt dabei wie so oft üblich auf einen Magnet Verschluss. Dass wir hier keine billig Bluetooth Ohrhörer vor uns haben ist schon beim Scharnier des Deckels zu bemerken, welches sich deutlich weicher öffnen lässt.
Leider kann die Ladebox die Ohrhörer nur 2x „on the go“ wiederaufladen. Vermutlich der Preis der für die kompakten Abmessungen zu zahlen ist. Geladen wird die Ladebox anschließend via USB C, Daumen hoch dafür!
Immerhin mit einer Ladung halten die Ohrhörer rund 8 Stunden durch! Kein schlechter Wert.
Die Powerbuds selbst setzten zunächst auf das klassische „Ohrstöpsel“ Design. Dieses ist allerdings etwas modifiziert um den Pulsmesser unterzubringen. So gibt es am Anfangsstück eine kleine Verdickung in welcher der Pulsmesser sitzt.
Die Rückseite der Ohrhörer ist komplett glatt gehalten und besitzt eine interessante schwarz rote Wabenstruktur. In der Rückseite sind auch Touch-Tasten integriert, welche Musik pausieren, vorspulen usw. können. Das Ein- bzw. Ausschalten passiert automatisch wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox legt.
Die Amazfit Powerbuds haben aber noch eine kleine Besonderheit. Amazfit legt optionale Ohrbügel bei. Hierbei handelt es sich um Silikonbügel die um Eure Ohren gelegt werden und den Halt verbessern.
Diese Silikonbügel sind allerdings nicht fest mit den Ohrhörern verbunden, sondern lassen sich auf Wunsch über Magnete befestigen und in der Ladebox lagern. Allerdings ganz unter uns, ich habe die Ohrhörer in 99% aller Fälle ohne diese Bügel genutzt, einfach aufgrund der Einfachheit.
Die App
Um den Pulsmesser zu verwenden benötigt Ihr die die Amazfit App. sind die Ohrhörer hier eingebunden erkennen diese automatisch wenn Ihr beginnt Sport zu treiben und messen dann Euren Puls.
Über die App könnt Ihr auch einen EQ festlegen oder einstellen, dass der Bass beim Sporttreiben automatisch etwas geboostet wird.
Tragekomfort
Aufgrund des Pulsmessers ist der untere Teil der Amazfit Powerbuds vergleichsweise dick. Dies ist für den Tragekomfort natürlich nicht ganz optimal. Generell würde ich die Ohrhörer nicht als unbequem bezeichnen, aber sie könnten auch noch bequemer sein. Dabei denke ich gerade an Nutzer mit kleinen Ohren.
Der Halt ist nicht schlecht. Zwar sind die optionalen Ohrbügel etwas fummelig, aber diese verhindern doch ein Herausfallen effektiv!
Klang
Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang der Amazfit Powerbuds. Ihr könnt den Klang der Ohrhörer über die Amazfit App noch ein gutes Stück nach Euren Wünschen anpassen. Wir konzentrieren uns hier aber auf den „Standard“ Klang. Starten wir hier bei den Höhen.
Die Höhen der Amazfit Powerbuds sind ausreichend klar und sauber. Diese sind allerdings tendenziell eher etwas auf der wärmeren Seite. Nein die Höhen sind nicht dumpf, aber auch nicht besonders luftig und leicht. Im Gegenzug haben diese aber auch nicht die oftmals etwas unangenehme Schärfe. Ich würde die Höhen als angenehm bezeichnen.
Erstaunlich gut sind die Mitten der Amazfit Powerbuds. Gerade die unteren Mitten werden von den Ohrhörern betont. Hierdurch klingen wärmere Stimmen sehr schön kräftig und lebendig. Allerdings neigen die Ohrhörer zu einem leicht bauchigen, aber wohl gefüllten Klangbild. Dieses steht etwas im Kontrast zu vielen populären Modellen, welche die Mitten oftmals etwas absenken um den Bass mehr hervorzuheben.
Der Bass bei den Amazfit Powerbuds ist auch durchaus etwas kräftiger, aber in keinem Fall extrem. Dabei werden primär die oberen Bass-Frequenzen betont, während der Tiefbass eher durchschnittlich ausfällt. Dies kann je nach Song sehr gut klingen! Gerade generell wärmere Titel liegen den Powerbuds. Teils fehlt aber etwas die Definition im Bass. Dies liegt auch an den kräftigeren unteren Mitten. Der Übergang zwischen unteren Mitten und dem oberen Bass ist absolut fließend. Viele andere Modelle senken die unteren Mitten sogar etwas ab um hier für einen subjektiv stärkeren Bass zu sorgen.
Der Bass bei den Amazfit Powerbuds wirkt etwas schwächer als er eigentlich ist, da die Mitten nicht ganz so „glattgebügelt“ sind.
Was ich meine ist auch gut in der Frequenzkurve ersichtlich.
Verglichen wir die Amazfit Powerbuds mit den KZ Z1, Xiaomi MI Airdots und den Urbanista ATHENS wird hoffentlich deutlicher was ich meine. Die Amazfit Powerbuds betonen den 100-400Hz Bereich recht stark, welcher stärker ausfällt als der 20-100HZ Bereich. Die anderen Ohrhörer puschen mehr genau diesen Bassbereich, wodurch der Bass im Verhältnis tiefer und satter wirkt.
Dies ist natürlich Geschmackssache und Ihr könnt den Tiefbass auch noch etwas über die App anheben, sollte Euch dies besser gefallen.
Fazit
Das Fazit zu den Amazfit Powerbuds fällt mir etwas schwer. Einerseits sind diese keine schlechten true Wireless Ohrhörer, aber auf der anderen Seite gibt es für weniger Geld bessere Modelle.
Das Merkmal der Amazfit Powerbuds sind die Fitness-Feature, also der Pulsmesser und die optionalen Ohrbügel. Allerdings verschlechtert der Pulsmesser den Tragekomfort etwas und zum anderen, wenn Ihr so viel Wert auf Fitness legt, werdet Ihr doch eh einen Fitnesstracker tragen?!
Wofür dann die Pulsmessung, zumal ein Schrittzähler oder Ähnliches fehlt?! Wir haben hier also schon ein nettes Bonus-Feature, dem ich aber in der Praxis nicht all zu viel Bedeutung zumessen möchte.
Viel wichtiger sind die Basics. So ist der Tragekomfort eher nur „Okay“. Mit Ohrbügeln ist der Halt zwar nicht schlecht, aber auch nicht absolut außergewöhnlich. Schön ist allerdings die sehr kompakte Ladebox.
Das Wichtigste ist der Klang. Dieser ist von Haus aus tendenziell recht warm mit guten unteren Mitten/oberen Tiefen, aber der Bass ist auch nicht „extrem“. Dies ist Geschmackssache! So klingen die Amazfit Powerbuds sehr gut gefüllt und auch harmonisch. Es gibt aber auch viele andere Modelle welche aufregender und treibender klingen. Selbstverständlich könnt Ihr die Powerbuds via EQ noch etwas an Euren Geschmack anpassen.
Ob ich nun die Amazfit Powerbuds zu einem Preis von 100€ empfehlen kann hängt von Eurem Bedarf nach einem Pulsmesser ab. Ist der Pulsmesser für Euch DAS Feature, dann okay greift zu. Ist Euch der Pulsmesser mehr oder weniger egal gibt es für unter 100€ bessere Modelle (außer natürlich die Klangsignatur ist genau das was Ihr sucht).
Mit den Onyx Ace bietet Tronsmart neue Semi-In-Ear Ohrhörer im Apple AirPod style an. Diese sollen dank eines Qualcomm Funkchips mit APTX und einem riesigen 13mm Treiber überzeugen.
Aber gelingt dies auch in der Praxis? Finden wir es im Test heraus!
Tronsmart hat sich bei den Onyx Ace ohne Frage etwas bei den Apple Airpods inspirieren lassen, aber ohne direkt eine 1 zu 1 Kopie zu produzieren.
So setzen die Onyx Ace ebenfalls auf eine weiße Hochglanz Ladebox in einem ovalen Design. Diese misst rund 49 x 54 x 22 mm und ist somit minimal größer als bei den Apple Airpods. Ebenso setzt Tronsmart auf einige silberne Akzente, welche die Optik etwas auflockern.
Erfreulicherweise ist die Verarbeitungsqualität der Ladebox gut! So wirkt diese ausreichend massiv und auch der Deckel hat nur sehr wenig Spiel. Keine Klagen in diesem Bereich von mir.
Die Ladebox kann die Ohrhörer ca. 3,5x wiederaufladen ehe diese selbst über einen USB C Port auf der Unterseite geladen werden muss.
Mit einer Ladung sollen die Ohrhörer laut Tronsmart rund 5 Stunden bei 50% Lautstärke durchhalten, was auch hinkommt.
Die Ohrhörer selbst setzten ähnlich wie die Apple AirPods auf ein Semi-In-Ear Design. Das heißt der Hersteller verzichtet auf die typischen Silikon Ohraufsätze und hat einfach einen Kunststoff Aufsatz. Dieser sitzt deutlich leichter und lockerer in Euren Ohren, was durchaus angenehm sein kann. Die Herausforderung ist dabei allerdings der Klang, welcher oftmals mangels der Versieglung des Ohrs eher schlechter ist. Dazu aber später mehr.
Die Ohrhörer selbst sind in einem weißen Hochglanz Kunststoff gehalten und wirken qualitativ okay. Diese sind etwas sehr leicht, was aber natürlich auch ein Vorteil sein kann.
Gesteuert werden die Ohrhörer wie so oft üblich über eine touch-sensitive Rückseite. Das Einschalten bzw. Ausschalten geschieht natürlich automatisch wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox legt.
Tragekomfort
Der Tragekomfort der Onyx Ace ist als sehr gut zu bezeichnen. Die Ohrhörer sitzen wunderbar leicht und luftig in meinen Ohren. Der Halt ist zwar nicht ganz perfekt, aber immer noch als gut zu bezeichnen.
Gerade wenn Ihr reguläre in-Ears nicht mögt, dann könntet Ihr die Onyx Ace lieben!
Der Klang der Tronsmart Onyx Ace
Aufgrund des Semi-in-Ear Formates haben die Tronsmart Onyx Ace von Natur aus einen gewissen Nachteil, was den Klang betrifft. Es gibt keine 100%ige Versieglung des Ohrs. Ihr könnt ja mal die Silikon-Aufsätze von regulären Ohrhörern entfernen und könnt hören wie wichtig diese für den Klang sind. Um diesen Nachteil zu kompensieren setzt Tronsmart auf größere Treiber und einen speziell optimierten EQ.
Wie sieht es aber in der Praxis aus? Ganz offen gesagt die Onyx Ace haben nicht den besten Klang aller in-Ears die ich bisher getestet habe, aber der Klang ist für Ohrhörer im Semi-in-Ear Format ganz in Ordnung.
Die Höhen sind in Ordnung. Diese könnten etwas direkter und brillanter sein, aber gerade aufgrund des Formfaktors wirkt der Klang der Ohrhörer generell recht luftig. Daher kann ich nicht über die Höhen klangen.
Sehr gut sind die Mitten! Diese sind schön neutral und natürlich. Stimmen werden gut wiedergegeben, gerade wenn diese etwas wärmer sind.
Der Bass ist aber traditionell das größte Problem dieser Semi-in-Ear Ohrhörer. Dies gilt aber nur teilweise für die Tronsmart Onyx Ace. Der Bass ist besser als ich dies erwartet hätte! Nein die Onyx Ace sind keine Bass-Bomber, aber es fehlt auch nicht massiv an Bass.
Die oberen Bass Bereiche würde ich sogar als gut bezeichnen, genau wie die unteren Mitten. Woran es den Onyx Ace etwas mangelt ist Tiefbass. In den unteren Bässen fehlt eindeutig etwas Druck. Hier sind die die Onyx Ace aber nicht alleine. Fast alle Semi-in-Ear Ohrhörer haben genau diese Schwäche.
Fazit
Ob die Onyx Ace für Euch in Frage kommen, würde ich von der Frage nach dem Formfaktor abhängig machen.
Semi-in-Ear Ohrhörer sitzen deutlich lockerer und luftiger in den Ohren. Auch bekommt Ihr mehr von der Umwelt mit, da Eure Ohren nicht versiegelt werden. Im Gegenzug sind solche Ohrhörer gerade bei der Bass Performance etwas eingeschränkt. Dies gilt selbst für die ganz großen Modelle wie die Apple Airpods.
Die Tronsmart Onyx Ace klingen grundsätzlich gut! Das generelle Klangbild ist sehr wertig mit einem vernünftigen Bass. Lediglich beim Tiefgang schwächeln die Ohrhörer doch etwas. Ihr werdet also besser klingende in-Ears in dieser Preisklasse bekommen, wenn Ihr mit einer Versiegelung Eurer Ohren leben könnt!
Sucht Ihr aber gezielt Ohrhörer im „Apple Airpod“ Design, dann sind die Onyx Ace eine klasse Wahl (wenn nicht sogar die beste) für unter 40€ (zum Zeitpunkt des Tests), gerade verglichen mit den „Fake AirPods“ die Ihr des Öfteren bekommen könnt.
Mit dem PowerCore 10K Wireless hat Anker seine erste Powerbank mit kabellosem Ladepad vorgestellt. Diese vereint ein 5W kabelloses Ladepad mit einer 10000mAh Powerbank. Zuhaus könnt Ihr die Powerbank einfach an Eurem Ladegerät als kabelloses Ladepad nutzen und solltet Ihr Unterwegs Power benötigen, dann ist der PowerCore 10K Wireless eine reguläre Powerbank.
Klingt doch gut, aber wie gut hat Anker dieses Konzept umgesetzt? Finden wir dies im Test heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an Anker für das zur Verfügung stellen des PowerCore 10K Wireless für diesen Test!
Auf dem ersten Blick ist der PowerCore 10K Wireless eine recht klassische „kabellose Powerbank“. Diese ist mit 138 x 66 x 17 mm vergleichsweise groß für eine Powerbank mit 10000mAh, was aber am zusätzlichen Platzbedarf der Ladespule liegt. Leider sind daher alle Powerbanks mit einer kabellosen Ladefunktion etwas größerer Natur.
Der PowerCore 10K Wireless ist recht flach, aber lang und breit gehalten, womit dieser ein wenig die Form und Größe eines Smartphones kopiert.
Anker setzt beim Gehäuse auf einen Softtouch-Kunststoff. Dieser fühlt sich wie immer recht gut an, ist aber sehr empfindlich was Kratzer und Fingerabdrucke angeht. Zwar ist Softtouch an sich bereits etwas rutschhemmend, dennoch hat Anker einen kleinen Gummiring auf der Oberseite angebracht. Dieser markiert auch die kabellose Ladespule im inneren des Ladepads.
Abseits des Ladepads auf der Oberseite der Powerbank verfügt die PowerCore 10K Wireless auch drei Ladeports auf der Front. Hier finden wir 2x USB A und 1x USB C.
Die beiden USB A Ports sind reguläre 5V/2,4A Ports. Diese sind Anker typisch sehr gut optimiert, sind aber natürlich auch keine Schnellladeports.
Der USB C Port hingegen ist ein reiner Eingang! Dieser soll bis zu 5V/2A aufnehmen können. Etwas verschenktes Potenzial wie ich finde. Ebenso hat das kabellose Ladepad „nur“ 5W Leistung. Daher empfiehlt es sich unterwegs primär das kabelgebundene Laden zu nutzen.
Für eine normale Ladung über Nacht reichen 5W hingegen völlig!
Die Kapazität
Die Kapazität wird von Anker mit 10000mAh beworben. Beim Entladen mit 1A konnte ich 8962mAh bzw. 33,161Wh messen. Dies entspricht sehr guten 89% der Herstellerangabe!
Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im inneren. Allerdings ist das Entladen dieser nicht zu 100% Effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt, dass auch Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber etwas vom Model und der Art des Ladens ab.
Laden
Starten wir mit dem kabelgebundenen Laden. Hier verfügt die Powerbank über zwei USB A Ports mit jeweils 2,4A. Folgende Messwerte konnte ich hier erreichen:
Apple iPhone 11 Pro Max
11.04
Huawei P40 Pro
10.48
Xiaomi Mi 10 Pro
7.59
Samsung S20 Ultra
8.6
Ganz klar gesagt die USB A Ports sind tadellos optimiert! Diese erreichen mit den getesteten Smartphones problemlos das maximal mögliche Ladetempo. Wohlgemerkt das maximal mögliche Ladetempo an einem regulären USB A Port. Ein Quick Charge oder USB Power Delivery Port würde Eure Smartphones (je nach verwendeten Ladestandard) noch etwas schneller laden.
Wie steht es aber ums kabellose Laden? Hier haben wir leider maximal 5W! Daher ist das kabellose Ladetempo eher als langsam zu bezeichnen, in der Theorie.
Bei meinem kleinen Praxis-Test, eine Stunde das Samsung Galaxy S7 Edge laden, hat der PowerCore 10K Wireless besser abgeschnitten als erwartet.
Klar dieses lädt langsamer als auf den 10W Ladepads, aber der Unterschied ist auch nicht übermäßig signifikant. Gerade verglichen mit der XLayer kabellosen Powerbank.
Ladegeschwindigkeit
Ist die Powerbank leer lässt diese sich an einem passenden Ladegerät mit bis zu 2,11A laden. So dauert ein vollständiges Aufladen ca. 5 Stunden .
Ein gleichzeitiges Aufladen und Nutzung als kabelloses Ladepad ist möglich!
Fazit
Der Anker PowerCore 10K Wireless ist eine gute Powerbank, welche ich aber dennoch für Anker Verhältnisse eher als unspektakulär einstufen würde.
Grundsätzlich macht die Powerbank natürlich das was sie verspricht. Diese lädt Euer Smartphone wahlweise kabellos oder kabelgebunden auf. Dies allerdings auch nicht übermäßig schnell. Das Ladepad unterstützt „nur“ 5W und auch die USB Ports sind reguläre 5V 2,4A Ports. Gut optimiert Ja, aber halt auch nur so schnell wie das normale Laden sein kann.
Ebenso ist die Verarbeitung und Haptik okay, aber auch nicht außergewöhnlich. Dies ist dabei ein schönes Fazit für den Anker PowerCore 10K Wireless! Wir haben hier eine Grund solide kabellose Powerbank, die Ihr daheim als kabelloses Ladepad nutzen könnt, aber außergewöhnlich ist die Powerbank auch nicht. Vergleichbare Modelle gibt es von anderen Herstellern einige. Anker muss hier also etwas über den Preis und die Marke gehen, um den PowerCore 10K Wireless von der Konkurrenz abzuheben.
OnePlus galt viele Jahre als der Geheimtipp unter den Smartphone Herstellern. Diese boten hervorragende Smartphones zu sehr fairen Preisen an. Allerdings ähnlich wie Xiaomi hat auch OnePlus Größeres vor. So haben diese mit dem OnePlus 8 Pro ein wahres Flaggschiff Smartphone ohne Kompromisse auf den Markt gebracht. Bei diesem wurde gerade auf die Kamera großen Wert gelegt, welche ansonsten oftmals eher die Schwäche von OnePlus war. Allerdings kostet das OnePlus 8 Pro auch so viel ein „reguläres“ Flaggschiff Smartphone mit rund 900€.
Hier habe ich mir auch privat die Frage gestellt, lohnt sich ein OnePlus Smartphone zu diesem Preis? Das OnePlus Smartphones sehr schnell sind und gute Software haben ist bekannt, aber eine „Flaggschiff“ Kamera zu bauen ist nicht so einfach und selbst größere Hersteller wie LG, Sony oder Xiaomi tun sich hier schwer.
Daher war ich sehr froh die Möglichkeit zu haben nun auch einmal das OnePlus 8 Pro zu testen. Wollen wir doch einmal herausfinden ob dieses auch überzeugen kann!
Moderne High End Smartphones sind alle mehr oder weniger gleich aufgebaut. So setzt auch das OnePlus 8 Pro auf die übliche Glas-Metall-Konstruktion. Dabei bestehen Front und Rückseite aus Glas und werden von einem Metallrahmen umfasst.
Gerade die Front ist dabei ein gutes Stück an den Rändern abgerundet. OnePlus hat sich also für ein „Edge“ Display entschieden. Ich bevorzuge in der Regel glattere Displays und auch Hersteller wie Samsung haben eingesehen, dass die stark abgerundeten Displays zwar schick aussehen, aber eher weniger praktisch sind. So macht dies das Smartphone deutlich empfindlicher und es kann leichter zu Fehleingaben kommen. Mit diesen hatte ich zwar weniger Probleme beim OnePlus 8 Pro, aber hier und da können diese doch auftreten. Gerade dann wenn Ihr das Smartphone ohne Hülle nutzt. Eine Hülle liegt im Übrigen bereits mit im Lieferumfang.
Die Verarbeitungsqualität des OnePlus 8 Pro würde ich als tadellos bezeichnen. Der Übergang zwischen Rückseite und Rahmen ist zwar nicht ganz so nahtlos, aber dafür ist der Halt in der Hand etwas besser. Das 8 Pro wirkt weniger glitschig als viele andere High End Smartphones. Dies liegt aber auch zu einem großen Teil an der matten Glasrückseite meiner blauen Version.
Das Glas auf der Rückseite hat eine ganz leichte seidenmatte Textur, welche mir sehr gut gefällt! Wenn es nach mir geht, hätte diese sogar noch etwas stärker ausfallen können.
Etwas enttäuscht hat mich die Front-Kamera. Beim OnePlus 7 Pro hat OnePlus noch auf eine ausfahrbare Kamera gesetzt um ein vollflächiges Display nutzen zu können. Auf solch eine ausfahrbare Kamera wurde beim 8 Pro verzichtet. Anstelle dessen nutzt OnePlus die typische „Loch-Kamera“, ähnlich wie Samsung. Vielleicht etwas alltagstauglicher als die ausfahrbare Kamera, aber weniger cool. Dafür ist aber auch ein IP68 Wasserschutz vorhanden.
Gehen wir einmal um das OnePlus 8 Pro herum. Auf der Front finden wir das 6,78 Zoll AMOLED Display, wie auch die 16 Megapixel Frontkamera und die Ohrmuschel.
Auf der linken Seite ist die Lautstärkewippe angebracht und auf der rechten Seite der Ein/Ausschalter wie auch ein Schieber für den Lautlos-Modus. Letzterer ist in der Praxis deutlich praktischer als man erwarten könnte.
Der USB C Ladeport wie auch der primäre Lautsprecher sind auf der Unterseite, gemeinsam mit dem SIM Karten Slot.
Auf der Rückseite finden wir zuletzt die vier Kamera-Module. Der Fingerabdrucksensor ist versteckt unter dem Display angebracht.
Display des OnePlus 8 Pro
Das 8 Pro besitzt ein 6,78 Zoll AMOLED Display mit einer Auflösung von 3168×1440 Pixeln. Dies ließt sich auf dem Papier allerdings etwas größer als es eigentlich ist. Zum einen sind die Displayrahmen sehr klein, was subjektiv das Smartphone weniger gewaltig erscheinen lässt. Zum anderen rechnet OnePlus 8 Pro die umgebogenen Ränder voll mit. Hierdurch wirkt das OnePlus 8 Pro beispielsweise deutlich kleiner als ein S20 Ultra auch wenn auf dem Papier zwischen diesen beiden nicht so viel liegt.
Das Display selbst ist qualitativ als 1a zu bezeichnen. Farben sind wunderbar klar und natürlich, der Kontrast AMOLED typisch stark und der generelle Bildeindruck hervorragend. Dabei besitzt das Display eine Bildwiederholungsrate von 120Hz! Animationen und Bewegungen sind super schnell und flüssig. Zwar ist der Unterschied zu einem 90Hz Display nicht gewaltig, aber in Kombination mit OnePlus super schnellen Software wirkt das Display extrem reaktionsfreudig, dazu aber später mehr.
Die maximale Helligkeit des OnePlus 8 Pro ist nicht übel.
Allerdings kann diese auch nicht ganz mit den iPhones und Samsung Galaxys mithalten.
Lautsprecher
OnePlus setzt auf ein „Dual-Lautsprecher“ Set-up, bei welchem der primäre Lautsprecher von der Ohrmuschel unterstützt wird, perfekt! Hierdurch erzeugt das Smartphone einen Stereo-Klang, welcher immer größer und voller klingt als nur von einem Lautsprecher. Generell würde ich den Klang des OnePlus 8 Pro als gut bezeichnen! Ja es gibt noch voller und satter klingende Smartphones, aber die Lautsprecher sind klar und laut. Laut ist dabei ein guter Stichpunkt:
Die Lautsprecher des OnePlus 8 Pro gehören zu den lautesten aktuell auf dem Markt! Kurzum mal abends im Bett ein Video oder eine Folge der Lieblings-Serie schauen ist absolut möglich, auch ohne Kopfhörer.
Kamera des OnePlus 8 Pro
Das OnePlus 8 Pro verfügt über vier Kamera Module
Hauptkamera 48 Megapixel F1.7
Weitwinkelkamera 48 Megapixel F2.2
Zoom Kamera (3X) 8 Megapixel F2.2
Farbfilter-Kamera 5 Megapixel
Bei der Farbfilter-Kamera handelt es sich um ein reines Gimmick, welches in der Praxis keine Rolle spielt.
Bei der primären Kamera handelt es um den Sony IMX689 Sensor, dessen 48 Megapixel zu 12 Megapixel herunter gerechnet werden. Dies verbessert die Bildschärfe ohne die Aufnahmen riesig zu machen. Der Sony IMX689 ist ein recht großer Sensor, aber kleiner als der Sensor im S20 Ultra, Mi 10 Pro oder P40 Pro.
Etwas schwach ließt sich die Zoom Kamera, welche nur 8 Megapixel hat und einen 3x Zoom bietet. Aber schauen wir uns ein paar Bilder an. Diese wurden wie üblich unbearbeitet hier hochgeladen und lassen sich durch einen Rechtsklick „in neuem Tab öffnen“ in voller Auflösung betrachten.
Ganz klar gesagt das OnePlus 8 Pro hat mich sehr positiv überrascht! Dieses hat zwar nicht die aller beste Kamera auf dem Markt, kann aber z.B. das Xiaomi Mi 10 Pro und sogar in einigen Situationen das P40 Pro schlagen!
Wie komme ich zu dieser Einschätzung? Hier ein paar Vergleichsbilder:
Samsung Galaxy S20 UltraOnePlus 8 ProApple iPhone 11 Pro MaxXiaomi Mi 10 ProHuawei P40 ProApple iPhone 11 Pro MaxXiaomi Mi 10 PriHuawei P40 ProSamsung Galaxy S20 UltraOnePlus 8 ProSamsung Galaxy S20 UltraHuawei P40 ProApple iPhone 11 Pro MaxXiaomi Mi 10 Pri
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Generell gesprochen bietet das OnePlus 8 Pro neutrale bis etwas lebhaftere Farben, einen mittleren bis hohen Kontrast, eine sehr gute Dynamik und gute Ausleuchtung. Im Low Light kann dieses zwar nicht das P40 Pro schlagen, setzt sich aber konstant vor das Apple iPhone 11 Pro (sofern dieses nicht den Nachmodus nutzen kann) und vor das Mi 10 Pro.
Im Duell gegen das iPhone 11 Pro Max, Samsung Galaxy S20 Ultra, Huawei P40 Pro und Xiaomi Mi 10 Pro würde ich das OnePlus 8 Pro auf Platz 3 setzen, hinter dem S20 Ultra und iPhone.
Selbst die Zoom-Kamera hat eine ordentliche Qualität. Hier ein paar Vergleichsbilder bei 5x Zoom:
OnePlus 8 ProApple iPhone 11 Pro MaxXiaomi Mi 10 ProHuawei P40 ProSamsung Galaxy S20 Ultra
Das OnePlus 8 Pro kann hier eindeutig das iPhone 11 Pro Max schlagen und überbietet auch das Xiaomi Mi 10 Pro. Dieses kommt zwar bei der Bildschärfe nicht ganz an das Samsung Galaxy S20 Ultra oder P40 Pro heran, hängt diesen aber dicht auf den Fersen.
Etwas schwächer fällt die Weitwinkelkamera aus:
OnePlus 8 ProApple iPhone 11 Pro MaxXiaomi Mi 10 ProHuawei P40 ProSamsung Galaxy S20 Ultra
Diese produziert immer noch sehr gute Aufnahmen, kann aber nicht ganz mit der großen Konkurrenz mithalten.
Unterm Strich bleibt dennoch festzuhalten, dass das OnePlus 8 Pro eine hervorragende Kamera hat! Wir haben hier ohne Frage eine „Top 5“ Kamera vor uns, auch wenn diese nicht immer und in allen Bereichen Smartphones wie das S20 Ultra, das Google Pixel oder Apple iPhone 11 Pro schlagen kann.
Benchmarks
Das OnePlus in seinen Flaggschiffen nur die feinste Hardware verbaut, gerade wenn es um die Leistung geht, ist sicherlich nichts Neues. So steckt im 8 Pro der Qualcomm SM8250 Snapdragon 865 in Kombination mit satten 8GB oder 12GB RAM, je nachdem ob Ihr die Version mit 128GB oder 256GB Speicher wählt. In beiden Fällen ist auch der Speicher nach dem schnellen UFS 3.0 Standard angebunden. In meinem Test erreichte der Speicher 1611MB/s lesend und 732MB/s schreibend. Extrem gute Werte für ein Smartphone!
Aber wie steht es um die klassischen Benchmarks, kann hier das OnePlus 8 Pro auch dominieren?
JA! Das OnePlus 8 Pro ist mit abstand das schnellste Android Smartphone das mir bisher begegnet ist, zu mindestens wenn wir den Benchmarks glauben dürfen.
Leistung in der Praxis
Ich kann das OnePlus 8 Pro nur bewundern, was die Leistung im Alltag angeht! Ich nutze aktuell privat ein Samsung Galaxy S20 Ultra, aber dieses wirkt teilweise schon träge im direkten Vergleich. Ich weiß nicht genau wie OnePlus dies macht, aber das Smartphone fühlt sich unglaublich reaktionsfreudig und schnell an. Ich glaube der Hauptgrund ist nicht einmal der Snapdragon 865, sondern die Mischung aus dem 120Hz Display und der Software.
Dass die Benutzeroberfläche und sämtliche Apps die ich finden konnte butterweich auf dem OnePlus 8 Pro laufen muss ich nicht mehr extra erklären. Dies ist aber auch bei fast allen Flaggschiff Smartphones der Fall. Was das OnePlus 8 Pro abhebt, sind die Kleinigkeiten.
Ihr wollt eine App installieren, diese ist fertig geladen und steht auf „wird installiert“. Dies dauert ein paar Sekunden und die App ist da. Ich habe allerdings noch nie ein Smartphone gesehen wo diese „wird installiert“ Phase so schnell abgeschlossen ist wie beim 8 Pro. So ist dieses hier ca. 50% schneller als das S20 Ultra! Auch Animationen, das Einschalten usw. geht deutlich flotter. Bei den Animationen bin ich überzeugt hat OnePlus einfach die Ablauf Geschwindigkeit hochgedreht.
Wie OnePlus es gemacht hat spielt aber am Ende auch keine große Rolle. Festzuhalten ist lediglich, dass das OnePlus 8 Pro das schnellste und reaktionsfreudigste Smartphone ist, das ich bisher genutzt habe!
Weitere Bonuspunkte gibt es für die Software. Diese ist als ziemlich perfekt zu bezeichnen. Sie ähnelt dem Standard Android das wir von den Google Pixel Geräten kennen, hat aber deutlich mehr Optionen und Anpassungsmöglichkeiten.
Fazit
Das OnePlus 8 Pro ist unheimlich dicht daran das beste Smartphone des ersten Halbjahres 2020 zu sein! So schlägt das OnePlus 8 Pro z.B. den großen Konkurrenten in Form des Xiaomi Mi 10 Pro in allen Belangen.
Die größte Stärke des OnePlus ist seine Performance und die Software. Diese gelten traditionell als die Stärken von OnePlus Smartphones und dies auch zurecht. Das 8 Pro läuft unheimlich flott und flüssig. Zwar sind alle modernen Flaggschiffe mittlerweile recht flott unterwegs, aber das OnePlus 8 Pro ist nochmals auf einem anderen Level, selbst verglichen mit meinem S20 Ultra. Animationen, das Einschalten oder auch das Installieren von Apps wirkt noch einen Hauch zügiger als bei allen anderen Smartphones die ich dieses Jahr getestet habe. Dabei bringt die Software eine tolle Mischung aus Minimalismus und Anpassungsfähigkeit mit.
Die Kameras der neueren OnePlus Smartphones waren schon lange nicht mehr als schlecht zu bezeichnen, diese waren aber nie ganz Weltklasse. Umso erfreulicher ist die Kamera bzw. Kameras des 8 Pro! Die Hauptkamera ist für mich in den Top 3 der Smartphone-Kameras, sowohl bei Tag wie auch bei Nacht. Diese bietet fast durchgehend eine bessere Bildqualität als das Mi 10 Pro und kann bei Tag sogar das Huawei P40 Pro schlagen.
Hinzu kommt ein gutes Display, sehr gute Lautsprecher und eine mehr als brauchbare Akkulaufzeit.
Kurzum ja ich kann das OnePlus 8 Pro mit vollem Herzen empfehlen und würde jedem raten dies dem Xiaomi Mi 10 Pro vorzuziehen! Müsste ich mir jetzt noch mal ein neues Smartphone aussuchen würde ich sogar vermutlich vom S20 Ultra auf das OnePlus 8 Pro umsteigen!