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Der Tineco Floor One S3 im Test, einfach nur empfehlenswert!

Waschsauger und regulärem Staubsauger an, die aus meinem Alltag mittlerweile kaum noch wegzudenken ist.

Spätestens seit ich einen Hund besitze ist meine Wohnung nicht nur voller Haare, sondern es finden sich auch immer wieder Fußtapsen und ähnliches auf den Fliesen. Neben Staubsaugen (was ich dank Saugroboter nur selten zu machen habe), ist leider ein regelmäßiges Putzen unausweichlich. Normales Putzen mit Eimer und Lappen ist allerdings die Pest!

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Hier soll der Tineco Floor One S3 Abhilfe schaffen. Dieser vereint die Funktion eines Staubsaugers und eines automatischen Putzsystems.

Und das ganze funktioniert deutlich besser als ich dies erwartet hätte, mehr dazu im Test des Tineco Floor One S3.

 

Der Tineco Floor One S3 im Test

Bei dem Tineco Floor One S3 handelt es sich auf den ersten Blick vielleicht um einen recht klassischen „Stiel“ Staubsauger, dieser Anschein trügt aber etwas.

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In der Basis des Floor One S3 sind unter anderem zwei Wassertanks verbaut. Oben findet sich ein Frischwassertank und etwas weiter unten der Schmutzwassertank. In letzterem landet nicht nur das Schmutzwasser, sondern auch alle anderen Dreckpartikel die der Sauger/Putzer aufnimmt.

Den Schmutzwassertank solltet Ihr einfach in die Toilette entleeren.

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In dem Schmutzwassertank ist auch ein kleiner Feinstaubfilter für die Abluft integriert. Dieser wird aber kaum benötigt, da Staub usw. eh durch das Wasser gebunden wird.

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Gesteuert wird der Floor One S3 über eine Taste am Handgriff, wie auch eine Art kleines Display. Auf letzterem wird die aktuelle Sauleistung angezeigt und auch der Akkustand. Theoretisch könnt Ihr den Floor One S3 auch mit Eurem WLAN Verbinden. Es gibt eine Tineco App, welche aber in der Praxis nicht übermäßig hilfreich oder wichtig ist.

Zum Laden und auch für die Selbstreinigung müsst Ihr den Floor One S3 auf ein kleines Ladepad stellen. Dies verhindert auch ein nachträgliches Tropfen der Hauptbürste.

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Mit im Lieferumfang ist neben dem Sauger/Putzer, der Tanks und der Ladestation auch eine zweite Hauptbürste und Filter.

 

Wie genau funktioniert der Tineco Floor One S3?

Aber wie genau putzt und saugt der Floor One S3 gleichzeitig? Das Kernstück der Floor One S3 ist eine sehr flauschige Rotierende Walze auf der Front. Diese wird von oben mit Wasser besprüht. Durch die Rotation der Walze entsteht eine Schubwirkung, welche Schmutz entfernt.

Dabei wird das dreckige Schmutzwasser durch die Rotation abtransportiert und vom Saugmotor in den Wassertank befördert.

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Regulärer Schmutz wird dabei ebenso von der Walze angehoben und abtransportiert.

Da konstant ein feiner Nebel Wasser auf die Walze gesprüht wird, wird diese im Betrieb durchgespült und kann eigentlich nicht verschmutzen.

Und ja das kann ich absolut bestätigen, der Tineco Floor One S3 verteilt Schmutz nicht, sondern nimmt diesen gut auf!

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Lediglich alle paar Wochen ist es empfohlen die Walze zu entfernen und manuell durchzuspülen. Dies nicht mal zwingend weil diese offensichtlich verschmutzt ist, die Selbstreinigung macht einen top Job, aber irgendwann wir die Walze einfach etwas „muffig“. Ich denke Ihr könnt Euch denken was ich meine.

 

Selbstreinigung und Wartung

Der Tineco Floor One S3 verfügt über eine Selbstreinigung. Diese wird in gewissen Intervallen automatisch ausgeführt oder kann auf Wunsch auch manuell gestartet werden.

Hierfür musst Ihr das Gerät mit vollem Wassertank auf seine Ladestation stellen. Dort wird die Walze unter anderem in die entgegen gesetzte Richtung gedreht und bei voller Motorleistung mit Wasser durchgespült. Und ja das hält die Walze wirklich gut sauber!

Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht das sich Hundehaare gerne mal unter der Abdeckung etwas verkleben. Diese müssen manuell entfernt werden.

 

Wie gut funktioniert der Floor One S3?

Kommen wir zu alles entscheidenden Frage, wie gut funktioniert der Floor One S3? Die Antwort ist sehr gut!

Grundsätzlich benutzt Ihr den Floor One S3 wie einen normalen Staubsauger. Ihr Fahrt mit diesem einfach eure Wohnung ab, dabei putzt und saugt dieser gleichzeitig.

Aufgrund der großen rotierenden Rolle treibt sich der Floor One S3 auch zu großen Teilen selbstständig an, dieser hat also konstant etwas vortrieb, was das Arbeiten mit diesem noch leichter macht.

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Die Putzleistung würde ich als sehr gut einstufen! Fußabdrücke, Schlammpfoten-Abdrücke einfache Kochverschmutzungen werden perfekt gereinigt. Dies sogar OHNE die Zugabe von Putzmitteln. Putzmittel sind nur für den Geruch nötigt, wenn Ihr diesen wollt.

Eingetrocknete Flecken lassen sich ebenfalls erstaunlich gut reinigen. Hier ist es allerdings nötig den Putzer mehrfach über eine Stelle zu fahren.

Die Saugleistung ist soweit okay. Wir haben hier keinen übermäßig starken Saugmotor. Die Saugleistung lebt also davon das Schmutz mit dem Wasser gebunden und abtransportiert wird. Dies funktioniert bei normalem Hausstaub und auch Tierharen problemlos. Sehr grober Schmutz, Blätter, Heu usw. sind allerdings nichts für den Tineco Floor One S3.

Erfreulicherweise wird auch nur sehr wenig Feuchtigkeit zurückgelassen. Meine Fliesen sind meist nach 1-2 Minuten wieder komplett trocken. Ich glaube „Nebelfeucht“ nennt sich das Ganze.

 

Teppiche und der Tineco Floor One S3

Hat Ihr viele oder sogar nur Teppichboden in Eurer Wohnung, dann ist der Floor One S3 weniger etwas für Euch!

Prinzipiell kann der Floor One S3 auch über flacheren Teppich fahren und dort für eine leichte Reinigung sorgen, aber dieser kann keinen Schmutz tief aus dem Teppich ziehen. Auch klebende Tierhaare sind auf Teppichen zu viel.

Kurzum, für Teppiche benötigt Ihr einen zusätzlichen Staubsauger.

 

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit vom Floor One S3 wird heftig diskutiert. Grundsätzlich verspricht der Hersteller bis zu 35 Minuten. Die 35 Minuten sind aber nur bei der niedrigsten Leistungsstufe zu erreichen. Auf der Turbostufe sind um die 10-15 Minuten möglich.

Der Floor One S3 verfügt allerdings über einen recht guten Automatik-Modus, welcher anhand der Menge des aufgenommenen Schmutzes die Saugleistung regelt. Dies funktioniert auch sehr gut und hilft Akkulaufzeit zu sparen.

Ich schaffe mit dem Floor One S3 problemlos meine rund 80m2 zu putzen. Arbeitet Ihr aber etwas langsamer oder habt noch größere Flächen, dann müsst Ihr eine Pause zwischen den Reinigungsvorgängen einlegen.

Kurze Pausen müsst Ihr so oder so einplanen, denn die Akkulaufzeit reicht um gut zweimal den Wassertank zu leeren bzw. den Schmutzwassertank zu füllen.

 

Update: Der Nachfolger ist da 

Mittlerweile hat Tineco den Nachfolger des One S3 auf den Markt gebracht. Der Test: Tineco Floor One S5 (hier geht es zum Test) bietet größere Tanks und eine deutlich verbesserte Ecken und Kantenreinigung.  

Die grundsätzliche Putzleistung ist höchsten leicht gestiegen. Ich würde das Upgrade vom One S3 auf den One S5 als gelungen bezeichnen, aber der One S3 macht auch weiterhin sinn! Gerade aus sicht der Preis/Leistung ist der One S3 vielleicht sogar die etwas bessere Wahl, vor allem wenn du eine etwas kleinere Wohnung hast.  

 

Fazit

Der Floor One S3 gehört zu den besten Anschaffungen die Ich seit einiger Zeit getätigt habe! Ich bin von diesem einfach begeistert, anders kann ich es nicht sagen.

Der Floor One S3 hat es geschafft das Putzen von der schlimmsten Betätigung zu einer der angenehmsten im Haushalt wurde. Ihr könnt Euch einfach mal zwischendurch den Putzer schnappen und in 5-10 Minuten die Küche durchwischen.

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Dabei ist die Putzleistung sehr gut! Viel besser (wenn überhaupt) bekomme ich dies mit einem Putz-Mopp nicht hin. Auch das es nicht nötig ist vorher zu saugen, da dies in einem Arbeitsgang erledigt wird, ist angenehm und Zeitsparend.

Wenn Ihr Teppichböden habt kann der Floor One S3 zwar keinen Staubsauger ersetzen, aber dieser ist ein zusätzliches Hilfsmittel welches wirklich viel Lebenszeit spart.

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Ihr hört vielleicht heraus das ich etwas begeistert bin vom Floor One S3, wie ich es selten in Tests bin. Ich kann den Putzer Euch nur ans Herz legen, gerade wenn Ihr Kinder oder Haustiere habt. Spätestens seit ich meinen Hund habe, hat sich der Floor One S3 doppelt und dreifach bezahlt gemacht.

399€ (UVP) ist natürlich ein stolzer Preis, aber diesen holt Ihr durch gesparte Lebenszeit schnell wieder rein. Mittlerweile haben auch zwei Parteien in meinem Freundeskreis den Floor One S3 gekauft und auch von diesen habe ich bisher nur Positives gehört.

Putzen und Saugen in einem Arbeitsgang
Sehr gute Putzleistung
Schnell einsatzbereit
Relativ leise
Selbst ohne Putzmittel gut verwendbar
Einfache Nutzung und guter Automodus
Tierhaare können sich im Inneren etwas verkleben, gelegentliche manuelle Reinigung erforderlich.
Recht hoher Preis
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Das Creative AURVANA TRIO WIRELESS im Test, gut aber mit Nackenband Design

Mit den AURVANA TRIO WIRELESS bietet Creative so genannte Nackenband Bluetooth Ohrhörer an. Das Nackenband Design ist dabei in den letzten Jahren etwas aus der Mode gekommen, zugunsten der TWS Ohrhörer.

Allerdings konnten viele Nackenband Bluetooth Ohrhörer durchaus mit einem sehr starken Klang überzeugen. Auch Creative wirbt bei den AURVANA TRIO WIRELESS mit diversen „Hifi“ Features wie aptX HD, aptX LL, AAC und Creatives eigenes Super X-Fi.

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Wollen wir uns da doch einmal im Test ansehen bzw. anhören ob die Ohrhörer mithilfe ihres Klangs so überzeugen können, dass die Nachteile des Nackenband Designs ausgeglichen werden.

An dieser Stelle vielen Dank an Creative für das zur Verfügung stellen des AURVANA TRIO WIRELESS für diesen Test.

 

Das Creative AURVANA TRIO WIRELESS im Test

Wie im Intro schon erwähnt handelt es sich bei den AURVANA TRIO WIRELESS um so genannte Nackenband Ohrhörer.

Das Kernstück dieser bildet ein Gummi/Silikon Band, das Ihr Euch um den Hals legt. Am Ende dieses Nackenbandes findet sich ein kleines Aluminiumstück, in welchem die Elektronik untergebracht ist. Am Ende dieses Aluminiumstücks sind wiederum die Kabel angebracht, welche zu den Ohrhörern führen. Die Ohrhörer sind dabei normale passive Ohrhörer.

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Erfreulicherweise ist das Nackenband sehr schön „weich“ und flexibel. Dieses wird sich also gut an Euren Nacken anpassen, auch wenn dieser etwas schmäler oder breiter ist. Die Aluminiumendstücke sorgen dabei für eine subjektiv hohe Wertigkeit.

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Am rechten Endstück sind dabei die Steuerungstasten angebracht, wie auch der microUSB Ladeport. Letzterer wird durch eine sehr einfache Abdeckung von Wasser/Schweiß geschützt. Die Abdeckung wirkt aber auch subjektiv eher mäßig dicht. Dies passt auch zu Creatives Marketing, welches die Ohrhörer weniger für den Sport bewirbt.

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Die Akkulaufzeit bewirbt Creative mit 20 Stunden. Die grobe Tendenz von 10+ Stunden kann ich bestätigen.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort der Creative AURVANA TRIO WIRELESS ist etwas Geschmackssache. Das wichtigste hier ist natürlich das Nackenband. Dieses ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings neutral betrachtet nicht störend. So ist das Gewicht auf Euren Schultern absolut minimal und Ihr werdet das Nackenband bald vergessen. Dieses ist auch wirklich angenehm geformt.

Die Ohrhörer selbst sind relativ groß, aber die Passform ist Okay. Habt Ihr sehr kleine Ohren sind die AURVANA TRIO WIRELESS vielleicht nichts für Euch, aber im Generellen würde ich den Tragekomfort mit einer 2- bewerten.

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang der Ohrhörer. Starten wir mit etwas Generellem.

Die AURVANA TRIO WIRELESS haben einen sehr weiten und „tiefen“ Klang, fast so als wäre ein leichter Raumklang Effekt aktiv. Ich vermute dies ist auch genau der Fall. Dieser leichte Raumklang Effekt klingt aber nicht künstlich oder störend, sondern ist sehr dezent, macht aber den Klang der Ohrhörer etwas „einzigartiger“. Dies gilt gerade für den Bereich der Höhen.

Die Höhen der AURVANA TRIO WIRELESS sind interessant. Diese sind einerseits im oberen Bereich sehr klar und hell, aber wirken im unteren bis mittleren Bereich tendenziell etwas wärmer. Hierdurch sind helle Geräusche (wie Hi Hats) sehr klar und brillant, aber generell wirken die Höhen und auch Stimmen eher etwas weicher und abgerundet.

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Ähnliches gilt auch für die eher unauffälligen Mitten. Diese stechen nicht groß hervor. Stimmen klingen Okay, neigen aber etwas im Beat zurückzufallen.

Dies liegt natürlich auch am Bass. Der Bass der AURVANA TRIO WIRELESS ist als gut zu bezeichnen. Dieser ist satt, rund und ausreichend kräftig. Die Ohrhörer sind aber auch keine absoluten Bass-Monster. Ich würde den Bass als leicht dominant bezeichnen, aber er ist auch in keiner Weise extrem.

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Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Die AURVANA TRIO WIRELESS von Creative sind für rund 80€ sehr ordentliche Bluetooth Ohrhörer. Diese können vor allem aufgrund des schicken Designs, des Tragekomforts und auch des Klangs überzeugen.

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Über Design kann man natürlich streiten, aber ich finde die AURVANA TRIO WIRELESS sehr schick. Auch die Verarbeitung ist 1a. Der Klang der Ohrhörer ist tendenziell etwas auf der wärmeren Seite, wirkt aber sehr wertig und gut umgesetzt. Die Detaildarstellung ist stark und der Bass mehr als ordentlich. Allerdings haben mich die AURVANA TRIO WIRELESS auch nicht „umgehauen“. Für rund 80€ klingen diese gut, wenn nicht sogar sehr gut, aber auch nicht absolut außergewöhnlich.

Am Ende kommt es etwas darauf an, wie Ihr zum Nackenband Design steht. Mögt Ihr das Nackenband? Dann spricht wenig bis nichts gegen die AURVANA TRIO WIRELESS. Seid Ihr hier etwas skeptisch, dann würde ich Euch eher zu den Creative Outlier Air V2 raten.

Die Lexar SL200 im Test, solide externe SSD für den allround Nutzer!

Mit der SL200 bietet Lexar eine neue externe SSD, welche sich primär an professionelle Nutzer und Content Creator richtet. Die SSD soll daher mit einer besonders hohen Zuverlässigkeit und Haltbarkeit punkten.

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Aber natürlich kommt auch die Performance mit bis zu 550MB/s nicht zu kurz. Dies sind allerdings nur Herstellerversprechen, wie sieht es in der Praxis aus? Ist die SL200 wirklich so gut wie von Lexar beworben? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Lexar für das Zurverfügungstellen der SL200!

 

Die Lexar SL200 im Test

Bei der Lexar SL200 handelt es sich mit 60 x 86 x 9,4mm um eine recht kompakte externe SSD, welche allerdings auch nicht winzig ist. Es gibt klar größere aber auch kleinere Modelle auf dem Markt.

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Etwas enttäuscht hat mich das Gehäuse. Dieses ist „nur“ aus Kunststoff gefertigt. Ja die SSD sieht durchaus edel aus, aber ein Aluminium Gehäuse hätte die Robustheit und Wertigkeit nochmals unterstrichen.

Was die Verarbeitung und Massivität angeht wirkt die SL200 soweit Okay.

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Wie es sich für eine moderne SSD gehört setzt die SL200 auf einen USB C Port. Lexar legt auch ein USB A auf USB C Kabel wie auch ein USB C auf USB C Kabel bei.

Ihr könnt die SL200 grundsätzlich in den drei gängigen Kapazitäten erhalten.

Lexar SL200 512GB 1TB 2TB
Lesen 550 MB/s 550 MB/s 550 MB/s
Schreiben 400 MB/s 400 MB/s 400 MB/s
Preis ca. 80 € 150 €

 

Aktuell ist aber die 2TB Version noch nirgends verfügbar. Lesend gibt Lexar die Datenrate mit 550MB/s an und schreibend mit 400MB/s. Preislich liegen die SSDs klar im oberen Mittelfeld. Ich erwarte aber, dass die Preise mit besserer Verfügbarkeit etwas sinken werden.

 

Das Testsystem

Folgendes Testsystem kam für alle Tests zum Einsatz:

  • AMD Ryzen 5 3600X
  • ASUS Prime X570-P
  • 16GB RAM
  • ADATA XPG SX8200 Pro
  • Windows 10 20H2

 

Benchmarks

Bei der SL200 handelt es sich um eine USB 3.2 externe SSD, welche im Inneren auf die mSATA Schnittstelle setzt. Auf letzteres deuteten zumindest die Leistungsangaben von Lexar hin. mSATA SSDs haben eine maximale Datenrate von 550MB/s, was auch auf die SL200 zutrifft.

Bei den Benchmarks ist mir dabei allerdings eine Anomalie aufgefallen.

crystal lesend crystal schreibend

Lesend erreichen wir laut CrystalDiskMark 568 MB/s, was sogar leicht über der Herstellerangabe liegt. Schreibend schwankt die Leistung aber stark! In manchen Durchläufen bescheinigt mir CrystalDiskMark knapp über 500MB/s, in machen Durchläufen knapp über 400MB/s. Letzteres würde mehr zu der Herstellerangabe von 400MB/s passen.

Auch AS SSD spricht lesend von über 520MB/s und schreibend von knapp 500MB/s.

 

Praxis-Test

Folgende Praxis-Tests habe ich auf der SL200 durchgeführt:

  1. Das Übertragen einer 40GB Datei
  2. Das Übertragen einer Spiele Installation (25,4GB 6685 Dateien)
  3. Das Übertragen meiner Lightroom Bibliothek (38,5GB, 47533 Dateien)
  4. Das Übertragen einer sehr großen Datei (231GB)

Warum diese unterschiedlichen Tests? Jeder Test besitzt eine andere Dateizusammenstellung. Eine SSD kann im Vergleich beim Übertragen einer großen Datei besser oder schlechter abschneiden als bei einer etwas bunteren Dateimischung. Viele externe SSDs nutzen zudem einen Cache, also ein Teil der SSD ist schneller beschreibbar als der Rest. Dies würde bei Test NR. 4 auffallen.

bioshock groß lightroom

Die Lexar SL200 spielt +- in einer Liga mit der Western Digital My Passport SSD 1TB und der Samsung T5 1TB.

Hier fällt vor allem auf, dass die SL200 mit einer recht guten Schreibrate überzeugen kann. Hier liegt diese sogar vor der WD SSD. Lesend ist die SL200 allerdings minimal langsamer.

sehr groß

Positiv, die SSD verfügt anscheinend über keinen allzu aggressiven Schreibcache. Das heißt die Schreibrate ist auch beim Schreiben sehr großer Dateien konstant gut.

 

Leistungsaufnahme

Wenn Ihr Euch eine externe SSD kauft, dann ist es wahrscheinlich, dass Ihr diese auch unterwegs an einem Notebook nutzt. Hier könnte die Leistungsaufnahme durchaus relevant sein!

„Aber hat eine externe SSD überhaupt einen Einfluss auf die Akkulaufzeit?“ Ja! Nehmen wir an Ihr habt ein aktuelles Ultrabook, ein Dell XPS 13 2-in-1. Dieses hat einen 52Wh Akku und hält mit diesem ca. 8 Stunden durch. 52Wh / 8h = 6,5W, verbraucht das Notebook. Benötigt nun eine externe SSD 2W, dann würde diese die Akkulaufzeit um 30% senken. Nur um für ein wenig Kontext zu sorgen wie groß durchaus der Einfluss eines externen Laufwerks auf die Akkulaufzeit sein kann.

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Hier gibt es eine große positive Überraschung! Die Lexar SL200 ist die sparsamste externen SSDs die ich bisher im Test hatte und dies sowohl unter Last wie auch im Leerlauf.

Klasse! Auch die Hitzeentwicklung der SSD ist angenehm gering.

 

Fazit

Die Lexar SL200 ist eine sehr gute externe SSD, welche auch voll empfehlenswert ist. Die SSD bietet eine gute Performance auf dem Level der „großen“ Konkurrenz von Samsung oder WD, läuft zuverlässig und benötigt sehr wenig Energie.

Das Problem der SL200 ist allerdings der Preis! 1TB bekommt Ihr aktuell für rund 140-150€, die etwas flottere Samsung T5 bekommt Ihr für 120€. Abseits des wirklich niedrigen Stromverbrauchs ist es hier schwer den 30€ höheren Preis zu rechtfertigen.

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Vielleicht ist die Lexar zuverlässiger und langlebiger als die Samsung, aber das kann ich nicht beurteilen. So etwas zeigt sich erst nach X Jahren Nutzung.

Am Ende kommt es etwas auf Euch an. Die SL200 ist eine flotte externe SSD und habt Ihr vielleicht gute Erfahrungen mit Lexar gemacht oder wünscht den besonders niedrigen Stromverbrauch, dann kann sich der kleine Aufpreis verglichen mit der Samsung T5 vielleicht für Euch lohnen.

Test: QNAP QHora-301W, High End WLAN Router mit WiFi 6 und 10 Gbit LAN

Wenn Ihr an einen WLAN Router denkt, dann werden Euch vermutlich Modelle von ASUS, Netgear oder vielleicht im professionellem Umfeld auch von Ubiquiti oder Cisco zuerst in den Sinn schießen.

Allerdings bietet QNAP mit dem QHora-301W ein außerordentlich spannendes Modell an! Bei dem QHora-301W handelt es sich um einen Leistungsstarken WLAN 6 Router mit zwei 10Gbit LAN Ports. Hinzu kommen noch vier weitere klassische Gbit Ports, USB 3.0 usw.

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Klingt doch wirklich interessant, zumal QNAP durchaus etwas von Netzwerk-Hardware versteht. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der QHora-301W überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Der QNAP QHora-301W im Test

Auf dem ersten Blick handelt es beim QNAP QHora-301W um ein extrem schlichtes Gerät. Dieses ist nur eine ca. 250x180x48mm große Box aus weißem Kunststoff.

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Es gibt keine auffälligen externen Antennen oderÄhnliches. QNAP wirbt allerdings damit, dass im Inneren satte 8 Antennen verbaut sind. Äußerlich ähnelt der QHora-301W aber eher einem LAN Switch als einem WLAN Router, was aber nichts Schlimmes sein muss. Ich finde das Gerät durchaus schick und elegant!

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Wie aber jeder gute WLAN Router hat natürlich auch der QHora-301W zahlreiche Status LEDs auf der Front (9 Stück). Diese sind nicht übermäßig auffällig, aber durchaus sichtbar.

Das Spannendste sind aber sicherlich die Anschlüsse auf der Rückseite. Hier haben wir zwei 10 GBit RJ45 LAN Ports, vier 1Gbit LAN Ports, 2x USB 3.0 und einen DC Eingang.

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Ansonsten findet sich hier natürlich noch der übliche Ein/Ausschalter, eine Reset Taste und eine WPS Taste.

 

Software und Benutzeroberfläche

Um den QNAP QHora-301W einzurichten, müsst Ihr diesen zunächst mit dem Strom und Eurem bestehenden Netzwerk verbinden.

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Anschließend verbindet Ihr Euch mit dem Router, via LAN oder WLAN. Die Standard WLAN Daten und auch das Standard Admin Passwort findet such auf der Unterseite des Routers.

Um die Benutzeroberfläche des QNAP zu erreichen müsst Ihr die IP Adresse in Euren Webbrowser eingeben, was hier 192.168.100.1 sein sollte.

Anschließend landet Ihr auf einer sehr schicken Benutzeroberfläche. Diese ist zwar sehr leuchtend und bunt designt, richtet sich aber klar eher an Nutzer „die wissen was sie tun“. Bei dem QHora-301W handelt es sich nicht um ein Einsteiger-Gerät! Ihr müsst zwar auch kein Informatik Studium absolviert haben, aber beispielsweise Netgear macht Euch das Leben etwas „leichter“.

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So ist beim QHora-301W interessanterweise von Haus aus das 5Ghz WLAN Band abgeschaltet, achtet darauf dieses einzuschalten.

Optisch gefällt mir die Benutzeroberfläche sehr gut, auch wenn QNAP mehr Diagramme und Ähnliches hätte nutzen können. So gibt es zwar eine Text-Anzeige wie viel Trafik aktuell Eure WLAN Geräte verursachen, aber es gibt keine Historischen Daten oder ähnliches.

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Auch „Bonus“-Feature sind überschaubar. Im QHora-301W ist ein VPN Server integriert, Ihr könnt bis zu 3 unterschiedliche WLAN Netze + Gast-Netzwerk erstellen und es gibt einen einfachen Jugendschutz. Eine Firewall und ein QoS Feature sind natürlich auch mit an Board.

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Was mir allerdings nicht klar ist, ist der Sinn der beiden USB 3.0 Ports. Ich konnte in der Benutzeroberfläche kein Feature entdecken, welches diese nutzt. Also nein im QHora-301W ist keine „NAS“ Funktionalität integriert.

 

Technik

Bei dem QNAP QHora-301W handelt es sich um einen so genannten AX3600 WLAN Router. Dieser besitzt also:

  • 1148 Mbit auf dem 2,4GHz Band
  • 2402 Mbit auf dem 5GHz Band
  • WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac/​ax/​h (Wi-Fi 6)

Wichtig, es handelt es beim QHora um einen 2×2 WLAN Router! Um die 2402 Mbit auf dem 5GHz Band zu erreichen müsst Ihr eine Kanalbreite von 160 MHz einstellen. Dies ist von Haus aus erstaunlicherweise nicht der Fall.

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Zudem muss natürlich Euer Client WLAN 6 und auch 160Mhz unterstützen, ansonsten fällt das Tempo ein Stück weit niedriger aus.

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Die beiden 10GBit LAN Ports unterstützen neben 10GBit auf 5GBit, 2,5Gbit und natürlich auch 1GBit LAN. Von Haus aus ist allerdings LAN Port 1 der WLAN Port.

 

Der Leistungstest

Wie steht es aber nun um die Leistung des QNAP QHora-301W? Folgende Tests sind „optimal“-Werte auf kurzer Distanz.

2,4ghz tp 5ghz tp

Die Werte des QNAP QHora-301W in Kombination mit dem TP-Linkt T9E WLAN Adapter (WLAN 5) sehen doch gerade auf dem 5GHz Band sehr gut aus!

Hier konnte ich auf kurzer Distanz einen Datendurchsatz von über 100MB/s zu einem lokalen Server erreichen.

Aber wie sieht es in Kombination mit einem WLAN 6 Client aus, hier der weit verbreiteten Intel AX200?

5ghz ax

Sehr gut ist die Antwort! Dank der 10GBit LAN Ports können wir problemlos die Marke von 170MB/s via WLAN Sprengen.

Damit wäre der QNAP QHora-301W theoretisch Leistungsstark genug für duzende 4K Video-Streams gleichzeitig, sofern Eure Internet Leitung dies hergeben würde.

 

USB Ports

Der QNAP QHora-301W besitzt zwei USB 3.0 Ports. Allerdings kann ich Euch nicht sagen was diese USB Ports machen. Ich konnte in der Software keine Option für eine Netzwerkfreigabe oder Ähnliches entdecken.

 

Stromverbrauch

Schauen wir uns den Stromverbrauch zum Abschluss an.

stromverbrauch

Im Normalbetrieb liegt dieser bei ca. 8,6W, was nicht zu viel ist im Anbetracht der Leistung. Allerdings kann gerade bei der Nutzung der 10Gbit Ports der Stromverbrauch auch deutlich steigen.

Ihr könnt pro 10Gbit LAN Port mit +2W Verbrauch rechnen. Ja leider ist es normal das 10Gbit extrem viel Strom frisst.

 

Fazit

Ich bin positiv vom QNAP QHora-301W überrascht! Der WLAN Router machte im Test eine erfreulich positive Figur, gerade aus technischer Sicht!

Die Portausstattung inklusive der beiden 10 Gbit LAN Ports ist beeindruckend und „fortschrittlich“. Dies erlaubt Euch beispielsweise ein 10Gbit LAN NAS und PC komfortabel mit dem Netzwerk zu verbinden. Hinzu kommen noch vier klassische Gbit LAN Ports.

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Das WLAN ist dank des WLAN 6 Standards und der Unterstützung der 160 MHz Kanalbreite ebenfalls flott und knackte im Optimalfall bei mir im Test die 170MB/s Grenze (mit einem 10GBit LAN NAS).

Die Software ist ordentlich, richtet sich aber klar eher etwas an die „Profis“ unter Euch. So sind einige Optionen, wie die für die 160MHz Kanalbreite, etwas versteckt und es gibt für vieles eine recht technische Beschreibung.

Ich würde sagen dies ist weniger ein WLAN Router für Einstiger, was aber auch nicht QNAPs Zielgruppe sein dürfte.

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Was mich lediglich etwas enttäuschte sind die beiden USB Ports, welche aktuell keinen Nutzen haben. Eine NAS Funktionalität wäre klasse gewesen.

Dennoch kann ich den QNAP QHora-301W mit gutem Gewissen den „erweiterten“ Nutzern unter Euch empfehlen.

Desgin und Verarbeitung
86
WLAN Leistung
94
Software
88
Sonstiges
86
Leistungsaufnahme
80
Schlichtes Desig
Umfangreiche Software
WLAN 6 mit guter Leistung!
10 Gbit LAN Ports
Akzeptable Leistungsaufnahme
Software teils etwas unübersichtlich
USB Ports ohne Funktion
90

Die Tribit StormBox Pro im Test, guter Klang und schickes Design.

Tribit gehört klar zu den Geheimtipps wenn es um günstige Bluetooth Lautsprecher und Kopfhörer geht. Mit der StormBox Pro hat nun Tribit einen „Flaggschiff“ Bluetooth Lautsprecher in der 100€ Preisklasse auf den Markt gebracht.

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Dieser soll dank eines 2.1 Audio-Systems im kompakten Design wie auch einem neuen DSP Audio Chip überzeugen. Wollen wir uns im Test einmal anhören ob die Tribit StormBox Pro wirklich so gut klingt wie vom Hersteller beworben.

An dieser Stelle vielen Dank an Tribit für das Zurverfügungstellen der StormBox Pro!

 

Die Tribit StormBox Pro im Test

Die Tribit StormBox Pro ist ein mittelgroßer Bluetooth Lautsprecher mit ca. 96 x 96 x 180 mm und einem Gewicht von 973g.

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Dabei setzt Tribit auf ein „Tragetaschen“ Design. Der Lautsprecher ist recht hoch, aber schmal und verfügt auf der Oberseite über einen Tragegriff aus Silikon. Der Lautsprecher selbst ist allerdings äußerlich weitestgehend mit einem Leinen-Stoff umspannt.

Lediglich die Oberseite besteht aus einem stark gummierten Kunststoff. Unter diesem sind auch die Tasten eingelassen. Neben lauter, leiser, Play/Pause finden wir hier den Einschalter, eine „Bluetooth“ Taste und die XBass Taste, welche den Bass ein Stück weit verstärkt.

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Die generelle Haptik und Massivität der Tribit StormBox Pro ist gut! Der Lautsprecher fühlt sich mehr als vernünftig an.

Erfreulicherweise hat Tribit der StormBox Pro einen IP67 Wasserschutz verpasst. Damit dürfte der Bluetooth Lautsprecher sogar theoretisch komplett untertauchen. Hierfür findet sich über den Anschlüssen eine dicke Gummiklappe.

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Würde ich diesen Wasserschutz vertrauen? Sagen wir es so, ich würde den Lautsprecher nicht unnötig untertauchen.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir einen USB C Port und einen USB A Ausgang. Der USB C Port ist natürlich zum Laden des Lautsprechers. Der USB A Port ist für eine Art Powerbank Funktion, sollte mal Euer Smartphone komplett leer sein.

In der StormBox Pro ist ein 10000mAh Akku verbaut, welcher bis zu 24h halten soll, was bei geringer Lautstärke auch durchaus hinkommt.

 

Klang

Tribit wirbt bei der StormBox Pro mit einem „2.1“ Sound und dem recht neuen und guten AKM7755 DSP. Das „2.1“ ist natürlich ein schönes Wort für zwei verbaute Hochtöner und einen Tieftöner.

Aber wie klingt die StormBox Pro? Starten wir bei den Höhen.

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Die Höhen der StormBox Pro sind gut bis sehr gut! Diese sind sehr schön klar und brillant. Dabei strahlen diese auch eine angenehme Leichtigkeit aus. Das einzige was ich etwas kritisieren kann und muss, ist die Positionierung der Hochtöner. Diese sind seitlich am Lautsprecher angebracht. Ihr habt also die „klarsten“ Höhen, wenn Ihr den Lautsprecher seitlich zu Euch dreht.

Die Mitten sind etwas reduziert bzw. der Fokus der StormBox Pro liegt eher auf den Höhen und Tiefen. Stimmen werden Okay dargestellt, neigen aber etwas dazu in den Hintergrund gedrängt zu werden.

Das Highlight der StormBox Pro ist aber sicherlich der Bass, so verspricht es zu mindestens der Hersteller. Mit „XBass“ aktiv zaubert die StormBox Pro auch einen sehr beachtlichen Bass! Dieser hat eine gute Masse und wirkt auch recht tief. Sicherlich sind wir hier weiterhin innerhalb der Limitierungen eines mittelgroßen Bluetooth Lautsprechers, aber ich würde sagen für seine Größe hat dieser einen überdurchschnittlich guten Bass.

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Unterm Strich klingt die Tribit StormBox Pro gut bis sehr gut, selbst für ein Modell der 100€ Preisklasse! Auch die Pegelfestigkeit ist beachtlich. Der Lautsprecher kann problemlos eine kleinere Party „beschallen“.

 

Fazit

Für rund 100€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist die Tribit StormBox Pro einer der besten Bluetooth Lautsprecher der mir bisher begegnet ist. Gerade dann wenn wir bedenken, dass dieser weiterhin recht kompakt ist.

Dabei ist der Formfaktor mit dem interessanten Henkel Design ausgesprochen praktisch und angenehm!

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Das wichtigste ist aber der Klang, welcher mit guten Höhen und einem durchaus kräftigen Bass punkten kann. Ihr dürft beim Bass selbstverständlich keine Wunder erwarten, der Lautsprecher ist hier weiterhin von seiner Größe etwas eingeschränkt, für seine Abmessungen und Preisklasse würde ich den Bass aber klar als überdurchschnittlich bezeichnen!

Kurzum, ja ich kann die Tribit StormBox Pro mit gutem Gewissen für +-100€ (zum Zeitpunkt des Tests) empfehlen!

Die ORICO Protable SSD CN300 im Test

SSDs machen gerade als externe Laufwerke besonders viel Sinn. Diese sind schneller als externe HDDs, benötigen weniger Strom und sind vor allem deutlich robuster. Ideal für unterwegs!

Ein zunächst optisch besonders spannendes Modell ist die ORICO Protable SSD CN300. Diese verfügt über ein interessantes Block Design, das fast etwas an Lego erinnert. Zudem soll die SSD mit einem Tempo von bis zu 540MB/s punkten.

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Wollen wir uns einmal die ORICO CN300 im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an ORICO für das Zurverfügungstellen der CN300 für diesen Test.

 

Die ORICO Protable SSD CN300 im Test

Die CN300 hebt sich auf den ersten Blick direkt klar von der Konkurrenz ab. So verfügt die SSD über ein Block Design, welche so aussieht als wäre die SSD aus mehreren Bausteinen zusammengesetzt.

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Diese haben zudem noch unterschiedliche Farben. Es gibt die CN300 auch generell in mehreren Farbversionen, ich habe die Version „Rosa“.

Auf Seiten des Speicherplatzes habt Ihr die Wahl zwischen:

  • 250GB
  • 500GB
  • 1TB

Preislich finden wir uns mit rund 63€ / 103€ / 173€ durchaus in der gehobenen Klasse.

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Dafür bekommen wir aber auch qualitativ ein sehr gutes Gehäuse! Dieses ist sehr schön massiv und stabil gebaut. Auch an der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Ich würde das Gehäuse als „Premium“ bezeichnen“.

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Neben der SSD finden sich im Lieferumfang ein USB A auf USB C Kabel und ein USB C auf USB C Kabel.

 

Performance

ORICO wirbt bei der CN300 mit Datenraten von bis zu 540MB/s, lesend wie auch schreibend. Dies in Kombination mit dem Formfaktor sagt uns, dass wir hier intern vermutlich eine mSATA haben.

Interessanterweise erkennt CrystalDiskMark die SSD auch sauber und kann Werte wie gesamte Leseleistung, Schreibleistung oder Temperatur auslesen. Dies ist klasse, denn so können auch Rückschlüsse auf die verbliebene Lebensdauer gemacht werden.

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CrystalDiskInfo erkennt die SSD als ORICO N100-512G

Aber wie steht es um die Performance? Folgendes Testsystem kam hier zum Einsatz:

  • Dell XPS 17 9700
  • Intel Core i7-10875H
  • 32GB RAM
  • Windows 10 20H2

Getestet wurde die SSD hier an einem Thunderbolt 3 Port.

orico protable ssd cn300 crystaldiskmark

Mit 537MB/s lesend lasse ich die Herstellerangabe von 540MB/s als erfüllt gelten. Schreibend konnte ich aber „nur“ 460MB/s messen, was etwas weniger ist. Es ist hier möglich, dass die 1TB Version etwas schneller ist (größere SSDs sind meist schneller), aber 460MB/s ist an sich ein ordentliches Tempo.

as ssd bench orico cn300 500g 13.02.2021 08 11 10

Die Werte werden auch weitestgehend von AS SSD bestätigt, welches wie üblich etwas niedriger misst aber eine ähnliche Tendenz zeigt.

Wie stehts aber in der Praxis? Für Test Nr. 1 kopiere ich eine 40GB Datei auf die SSD und von dieser wieder herunter.

große daten Übertragen

Für Test Nr. 2 kopiere ich meine Lightroom Library (ca. 28955 Dateien, 38,5GB) auf die SSD und von dieser wieder herunter.

lightroom daten Übertragen

Bei Praxistest Nr. 3 kopiere ich die Spiele Installation von BioShock Infinite (6685 Dateien, 24,5GB) auf und von der SSD.

spiele daten Übertragen

Unterm Strich bietet die ORICO CN300 eine solide Leistung, welche aber auch nicht das Feld anführen kann! Die SSD ist in der Praxis etwas langsamer als die Western Digital My Passport SSD 1TB.

 

Leistungsaufnahme

Gerade bei einer portablen Nutzung ist die Leistungsaufnahme gar nicht so unwichtig! +- 2W Leistungsaufnahme entsprechen bei einem Ultrabook durchaus 1 Stunde Laufzeit.

leistungsaufnahme

Erfreulicherweise ist die Leistungsaufnahme der ORICO CN300 sehr gering! Diese gehört sowohl im Leerlauf wie auch unter Last zu den sparsamsten externen SSDs die ich bisher im Test hatte.

Was die Hitzeentwicklung angeht ist die ORICO SSD absolut unkritisch!

 

Fazit

Die ORICO CN300 verkauft sich natürlich primär etwas über das sehr schicke und wirklich außergewöhnliche Design! Der bunte Block Style ist als einmalig zu bezeichnen.

Technisch ist die CN300 solide, aber auch zugegeben nichts besonderes. Hier bekommt Ihr von Samsung und Co. durchaus schnellere SSDs. Langsam ist die CN300 aber mit 537MB/s lesend und 461B/s schreibend auch nicht!

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Diese liefert eine absolut solide und alltagstaugliche Leistung! Hinzu kommt eine sehr niedrige Leistungsaufnahme und geringe Hitzeentwicklung.

Spricht Euch also das Design an, dann könnt Ihr die ORICO CN300 mit gutem Gewissen kaufen!

Die Xtorm FS401 10000mAh Powerbank im Test, 20W USB PD + QC 3.0!

Mit der FS401 hat der niederländische Hersteller Xtorm eine extrem spannende Powerbank auf den Markt gebracht. Die Powerbank verfügt über 10000mAh Kapazität, zwei Quick Charge 3.0 USB A Ports und einen 20W USB C Port.

Klingt doch extrem spannend! Zumal auch das Design der Xtorm FS401 außergewöhnlich ist.

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Wollen wir uns daher die Powerbank doch einmal näher im Test ansehen. Kann diese überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Xtorm für das Zurverfügungstellen der Powerbank für diesen Test.

 

Die Xtorm FS401 10000mAh Powerbank im Test

Mit 10000mAh bietet die Xtorm FS401 eine mittelgroße Kapazität, was auch zu den Abmessungen der Powerbank passt. Diese misst 136 x 71 x 15 mm und bringt ein Gewicht von 215g auf die Waage.

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Damit ist die Powerbank angenehm handlich, allerdings auch nicht winzig. Dies liegt sicherlich auch an der vergleichsweise hohen Ausgangsleistung.

Rein optisch würde ich die Xtorm FS401 als premium Powerbank bezeichnen. Diese ist klar etwas aufwendiger und auffälliger gebaut. So besitzt die Ober und Unterseite eine interessante Wabentextur, welche von einem grauen Kunststoffrahmen eingerahmt wird.

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Bei der Xtorm FS401 handelt es sich nicht um eine 08/15 Powerbank eines chinesischen Fertigers, die so unter x Namen verkauft wird. Auch die Haptik und Optik ist 1a!

Das spannendste sind aber klar die Anschlüsse. Auf der Front finden wir zwei USB A Ports und einen USB C Port.

Bei den beiden USB A Ports handelt es sich um Quick Charge 3.0 Ports mit bis zu 18W Leistung. Diese unterstützen aber auch den SCP Standard mit 5V/4,5A bzw. 4,5V/5A. SCP ist im Grunde Huawei Super Charge. Also ja die Xtorm FS401 unterstützt auch Huawei Super Charge!

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Bei dem USB C Port handelt es sich um einen Power Delivery Port mit bis zu 20W. Dieser kann genau genommen 5V/3A, 9V/2,22A oder 12V/1,5A liefern. Zusätzlich unterstützt der USB C Port den PPS Standard, ideal für die Samsung Smartphones der S20 Serie welche diese Erweiterung des Power Delivery Standards für das volle Ladetempo benötigen.

Leider könnt Ihr aber nicht alle Ports gemeinsam nutzen. Ihr könnt lediglich einen Port voll belasten, ansonsten werden die Ports auf maximal 22,5W Leistung gedrosselt.

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Der USB C Port wird wie üblich auch zum Wiederaufladen der Powerbank genutzt. Hier soll diese bis zu 18W akzeptieren.

 

Die Kapazität

Xtorm wirbt mit einer Kapazität von 10000mAh. Messen konnte ich Folgendes:

Wh mAh
5V/1A 34.697 9378
5V/3A 28.523 7709
9V/1A 33.376 9021

 

Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihre Entladung nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw.  Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gänige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt, dass auch Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber etwas vom Model und der Art des Ladens ab.

Mit 9378mAh im Optimalfall bietet die Xtorm FS401 eine sehr gute Kapazität! Ich würde damit die Herstellerangabe als „erfüllt“ ansehen.

 

Der Ladetest

Folgende Geräte habe ich an der Xtorm FS401 getestet:

USB C USB A
Apple iPhone 12 Pro 18,08 W 10,8 W
Apple iPad Pro 11 18,2 W 7,6 W
Apple MacBook Pro 13 M1 17,4 W
Samsung Galaxy S21 Ultra 13,8 W 13,1 W
Xiaomi Mi 10 Pro 13,86 W 15,1 W

Grundsätzlich hat sich die Powerbank genau so verhalten wie dies von einer Powerbank mit Quick Charge und USB Power Delivery zu erwarten wäre. Ihr könnt fast alle aktuellen Geräte schnell laden. Oftmals allerdings auch nicht mit ganz 100% des maximalen Tempos, da hierfür spezialisierte Standards wie USB PD PPS oder Ähnliches nötig wären.

Ausnahmen wäre hier beispielsweise die iPhones, welche mit dem vollen Tempo an der Xtorm FS401 laden.

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Eine weitere kleine Ausnahme wäre das Xiaomi Mi 10 Pro, welches etwas zickig am USB C Port war und nach 30 Sekunden das Laden eingestellt hatte, warum auch immer. An den USB A Ports gab es keine Probleme.

 

Wiederaufladen

Wie lange bzw. schnell geht aber das Wiederaufladen der Xtorm FS401?

USB C PD 30W 18.4 W
USB C PD 18W 18.4 W
USB A QC 3.0 18.4 W
USB A 5V/2,4A 15.06 W

 

Die Powerbank kann entweder via Quick Charge oder USB Power Delivery schnellgeladen werden. Über beide Wege kann die Powerbank bis zu 18,4W aufnehmen.

An einem normalen Ladeanschluss mit 5V kann die Powerbank bis zu 15W aufnehmen, sofern Euer Ladegerät diese bereitstellen kann.

wiederaufladetempo

Sofern Ihr ein 18W Ladegerät nutzt resultiert dies in einer Ladezeit von ca. 3,5 Stunden.

 

Fazit

Die Xtorm FS401 ist eine klasse Powerbank, wenn Ihr ein Modell um die 10000mAh sucht! Aktuell würde ich die Xtorm FS401 sogar als meine Nummer 1 Empfehlung nennen, wenn es um eine Powerbank für Smartphones in dieser Klasse geht.

Die Kombination aus 20W USB C Ladeport und Quick Charge Ports ist schon einmal ideal. So könnt Ihr die überwältigende Mehrheit aller Smartphones schnellladen.

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Auch die Kapazität von 10000mAh in Kombination mit dem schicken Design gefällt. Dabei kann die Powerbank auch über 90% der Herstellerangabe in der Praxis erreichen.

Kurzum, die Xtorm FS401 ist eine absolut empfehlenswerte Powerbank!

Der Dreame L10 Pro im Test, ein vorsichtiger Saugroboter für empfindliche Möbel!

Mit dem L10 Pro bringt Dreame einen neuen High End Saugroboter zum fairen Preis auf den Markt. Die große Neuerung beim Dreame L10 Pro ist ein „3D-Sensor“ in der Front, welcher Objekte und Hindernisse erkennen soll.

Hierdurch soll der Saugroboter Kabel und Ähnliches einfach umfahren, anstelle auf diesen hängen zu bleiben.

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Diese Art der Objekterkennung ist sonst nur bei den Top-Modellen von Ecovacs und Roborock zu finden. Wollen wir uns da doch einmal den Dreame L10 Pro näher ansehen. Kann dieser Saugroboter überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Dreame für das Zurverfügungstellen des L10 Pro.

 

Der Dreame L10 Pro im Test

Auf den ersten Blick ist der L10 Pro ein recht klassischer Saugroboter. Dieser setzt auf die übliche runde Form und den Buckel auf der Oberseite mit dem Laser-Sensor, der für die Navigation benötigt wird.

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Etwas ungewöhnlich ist die schwarze Färbung, welche aber durchaus schick aussieht, auch wenn der schwarze Hochglanz-Kunststoff etwas Schmutz anzieht.

Neben dem Laser-Sensor haben wir auf der Oberseite drei Tasten, zur manuellen Steuerung ohne Smartphone. Etwas versteckt ist der Schmutzauffangbehälter unter einer Klappe.

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Der Schmutzauffangbehälter wirkt nicht riesig, was bei kaum einem Saugroboter der Fall ist, aber dieser ist ausreichend groß für die meisten Wohnungen. Am Ende des Schmutzauffangbehälters ist ein Feinstaubfilter integriert.

Der Schmutz wird über eine recht weiche rotierende Bürste auf der Unterseite angehoben und vom Saugmotor abtransportiert.

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Mit im Lieferumfang des L10 Pro findet sich neben dem Saugroboter selbst nur die Ladestation und der Putzaufsatz.

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Leider sind keine Ersatzfilter oder ähnliches mit im Lieferumfang.

 

Putzfunktion

Wie die meisten modernen Saugroboter kann auch der L10 Pro putzen, auch wenn die Funktion hier recht rudimentär ist. Im Grunde fährt der Saugroboter mit einem Tuch unterm Hintern durch Eure Wohnung. Dabei wird aus einem kleinen Tank konstant Wasser in das Tuch gepumpt.

Dies hilft auch durchaus die Wohnung ein wenig „aufzufrischen“. Aber eine Kernreinigung bekommt Ihr mit dem L10 Pro nicht hin (was das feuchte Wischen) angeht.

 

Wie Navigiert der D9?

Wir können moderne Saugroboter in vier „Gruppen“ unterteilen wenn es um die Navigation geht.

  1. Die Dummen. Dumme Saugroboter nutzen eine Zufallsnavigation. Diese Fahren los bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab, fahren erneut bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab usw. Hierdurch sind diese Modelle aber sehr ineffizient, langsam und haben gerade mit komplexen Wohnungen mit vielen Räumen große Probleme. Solche Saugroboter sind sehr günstig und einfach zu bauen. Daher sind sie vor allem in der untersten Preisklasse zu finden. Ich würde solche dummen Saugroboter vermeiden!
  2. Blinde Saugroboter. „Blinde“ Saugroboter nutzen ein Gyroskope zur Navigation. Der Roboter kann seine Umgebung zwar nicht sehen, merkt sich aber in welche Richtung er fährt, in welche Richtung er abdreht und wo er Hindernisse ertastet. Hierdurch kann er eine Art Karte mitzeichnen und arbeitet daher etwas effizienter und zuverlässiger. Solche Saugroboter sind mittlerweile oft in der 200-300€ Preisklasse anzutreffen und sind generell durchaus brauchbar, in kleinen bis mittelgroßen Wohnungen.
  3. Kamera Saugroboter. Einige Saugroboter setzen zusätzlich zu anderen Sensoren (oftmals einem Gyroskope) auf eine Kamera, auf der Oberseite. Diese Kamera zeichnet markante Merkmale in Eurer Wohnung auf und ordnet diese den Positionen zu. Hierdurch kann der Saugroboter nicht nur eine Karte erstellen, sondern auch eine Position auf der Karte erkennen. Solche Saugroboter gehören meist schon in die „Königsklasse“ und eignen sich nach meiner Erfahrung für mittelkomplexe und große Wohnungen. Beispielsweise iRobot ist der bekannteste Nutzer dieser Technologie.
  4. Laser Saugroboter. Laser Saugroboter erkennt Ihr sofort an dem markanten Hubbel auf der Oberseite. In diesem Steckt ein Laser-Abstandsmesser der sich permanent dreht. Hierdurch kann der Saugroboter eine extrem präzise Karte der Umgebung erstellen und auch seine Position in dieser Karte jederzeit wiederfinden. Diese Saugroboter eigenen sich grundsätzlich für jede Art der Wohnung.

Der Dreame L10 Pro setzt auf die Laser-Navigation in Kombination mit einem „Front-Laser“. Letzterer soll Objekte vor dem Saugroboter erkennen.

 

App und Feature

Der Dreame L10 Pro setzt auf die Xiaomi Mi Home App zur Steuerung. Die Xiaomi Mi Home App ist eine universelle App für diverse Geräte aus dem Xiaomi Universum.

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Diese ist grundsätzlich gut, aber sehr klassisch aufgebaut! Wählt Ihr den Saugroboter aus, seht Ihr zunächst eine Karte Eurer Wohnung, welche beim ersten Start erstellt wird. Ihr könnt diesen nun auf Eure gesamte Wohnung loslassen oder bestimmte Räume oder Bereiche auswählen.

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Der L10 Pro unterstützt eine Raumaufteilung und auch mehrere Etagen bzw. Karten. Des weiteren könnt Ihr natürlich NoGo Zonen anlegen und die Saugleistung in 5 Stufen einstellen.

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Navigation und Fahrverhalten, ein vorsichtiger Fahrer!

Grundsätzlich verhält sich der Dreame L10 Pro wie die meisten Saugroboter mit Laser-Navigation. Nach dem Start sucht dieser sich eine Wand, folgt dieser ein Stück weit, dreht ab bis er eine neue Wand findet, dreht ab usw. bis dieser einen ca. 4×4 Meter großen Bereich umfahren hat.

Dieser Bereich wird dann innerlich in so geraden Bahnen wie möglich gereinigt. Ist dies geschafft, setzt der Roboter wieder an einem zuvor ausgelassenen Punkt wieder an, beginnt erneut einen 4×4 großen Bereich abzustecken usw.

Dabei merkt sich der Dreame L10 Pro wo er schon war und wo er noch hin muss. Selbst wenn mal ein Raum ausgelassen wurde, dann setzt dieser dort etwas später wieder an.

Wo der Roboter schon überall war könnt Ihr gut in der App verfolgen. Dort wird „Live“ eine Karte von Eurer Wohnung erstellt und die bereits gereinigten Bereiche abgehackt.

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Auffällig ist dabei das der Dreame L10 Pro überdurchschnittlich „vorsichtig“ unterwegs ist. In etwas engeren Ecken fährt dieser sehr langsam, drosselt teilst die vordere Bürste usw. Dieser vermeidet auch generell einen Kontakt zu Möbeln so gut wie möglich.

Hier und da bleibt der Roboter allgemein recht langsam und „schaut sich um“. Dies macht den L10 Pro etwas langsamer als viele seiner Konkurrenten, die oftmals etwas rabiater in die Ecken fahren.

Allerdings vermeidet der L10 Pro wie beworben weit überdurchschnittlich gut Hindernisse wie Kabel, Haustierspielzeug usw. Ich hatte bisher sehr wenige Saugroboter die so unproblematisch waren was herumliegende Hindernisse angeht. Dementsprechend hatte ich auch so gut wie keine Situationen in welchen ich den Dreame L10 Pro per Hand befreien musste.

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Aber ich sehe auch noch was Luft nach oben! So wirkt der L10 Pro Teils etwas über vorsichtig. Manchmal verhält dieser sich so als würde er Geister-Hindernisse sehen. Er dreht plötzlich ab und umfährt eigentlich freie Stellen bzw. versucht diese aus einem anderen Winkel anzufahren usw. Warum er dies macht kann ich Euch nicht sagen, eventuell liegt es aber an Spiegelungen oder Ähnlichem die falsch erkannt werden. Allerdings ist Dreame schon fleißig Updates am Verteilen, die dieses Problem deutlich reduzieren und verbessern.

Allgemein würde ich damit die Navigation als sehr gut und sehr schön vorsichtig bezeichnen. Die Navigation der großen Roborock Modelle wirkt noch etwas „souveräner“, aber gerade wenn Ihr etwas empfindlichere Möbel habt, ist vielleicht die vorsichtigere Herangehensweise des L10 Pro nichts schlechtes.

 

Saugleistung

Dreame wirbt beim L10 Pro mit einer Saugleistung von 4000pa, was ziemlich stark ist! In der Praxis auf seiner Standard Stufe ist der L10 Pro eher auf eine niedrige Lautstärke getrimmt.

Ich würde hier die Saugleistung sowohl auf glatten Böden wie auch auf Teppichböden als gut einstufen. Gut aber auch nicht außergewöhnlich.

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Dreht Ihr die Saugleistung auf Stark oder Turbo hoch, dann zeigt der L10 Pro, dass dieser durchaus ordentlich Power hat. Hier ist dieser auf dem Level der High End Saugroboter von Roborock oder ECOVACS.

Auf glatten Böden kann der Dreame L10 Pro eine fast 100% ige Reinigung erreichen. Haare, Haustaub oder auch mal Cornflakes sind kein Problem. Auch auf Teppichen erreicht der L10 Pro eine gute Reinigung. Allerdings kommt es hier etwas auf den Teppich an und die Art des Schmutzes.

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Auf meinen Ikea Teppichen kleben die Haare meines Hundes besonders gut. Hier reduziert der L10 Pro die klebenden Haare um ca. 95%, aber ganz zu 100% bekommt auch diese sie nicht entfernt.

Aber das ist auch nicht schlimm! Ein Saugroboter sorgt für eine gewaltige Reduktion des generellen Schmutzlevels, was deutlich hilft Eure Wohnung sauberer zu halten.

 

Fazit

Der Dreame L10 Pro ist ein absoluter High End Saugroboter, zum Preis der gehobenen Mittelklasse! Dank seines 3D Laser-Systems arbeitet dieser deutlich vorsichtiger und Möbelschonender als die aller meisten Konkurrenten.

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Teils „schleicht“ der L10 Pro sogar eher durch die Wohnung, aus Übervorsicht.  Habt Ihr also viele empfindlichere Möbel oder Dinge herumliegen, dann ist der L10 Pro ideal für Euch! Hier spielt dieser auf dem Level der Saugroboter mit Kamera-KI.

Auch die Saugleistung ist am oberen Ende des Spektrums angesiedelt. Vielleicht saugt ein Roborock S7 noch einen Hauch besser, aber abseits davon sind mir wenige Modelle bekannt die auch mit Tierhaaren besser umgehen als der Dreame L10 Pro.

Auf Seiten der Minuspunkte haben wir höchstens die recht rudimentäre Putzfunktion, das war es aber auch schon! Abseits davon ist der Dreame L10 Pro ein absoluter Spitzensaugroboter!

Verarbeitung und Haptik
91
Navigation
90
Saugleistung (glatte Böden)
93
Saugleistung (Teppich)
90
Lautstärke
88
Sonstiges
88
Sehr gute Navigation
Sehr gute Saugleistung
Gute Hindernisvermeidung
Vorsichtiges Fahrverhalten
Leiser Betrieb
Gute App und hoher Funktionsumfang
Putzfunktion überschaubar
92

Das Quntis 5-Port 65W USB C Ladegerät im Test, erstaunlicherweise ordentlich!

Der Hersteller Quntis sird Euch vermutlich nicht viel sagen. Bei diesem handelt es sich um einen kleinen asiatischen Händler der seine Ladegeräte und Zubehörprodukte wie üblich via Amazon vertreibt.

Mit dem Quntis 5-Port 65W USB C Ladegerät bieten diese ein recht günstiges, aber interessantes Notebook/Smartphone Ladegerät an. Dieses bietet zwei USB C Ports mit Power Delivery und drei USB A Ports, wovon einer sogar Quick Charge unterstützt.

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Die maximale Leistung liegt bei 65W und das bei einem Preis von unter 40€ klingt doch spannend!

Aber wie sieht es in der Praxis aus, kann hier das Quntis 5-Port 65W USB C Ladegerät überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Das Quntis 5-Port 65W USB C Ladegerät im Test

Quntis setzt bei seinem 5 Port USB C Ladegerät auf den üblichen Multiport Ladegeräte-Formfaktor. Dieses hat ungefähr die Größe einer Zigarettenschachtel.

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Was das Material angeht ist das Ladegerät zwei geteilt aufgebaut. Der vordere Teil besteht aus einem schicken aber empfindlichen Hochglanz Kunststoff. Der hintere Teil wiederum ist aus einem matten Kunststoff gefertigt.

Qualitativ würde ich das Ladegerät allerdings höchstens als mittelmäßig einstufen. Das Gehäuse wirkt im Detail doch recht einfach gefertigt.

Aber uns geht es ja um die inneren Werte. Hier hat das Quntis 5-Port 65W USB C Ladegerät einiges zu bieten!

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Auf der Front finden wir 2x USB und 3x USB A. Bei einem der der USB A Ports handelt es sich um einen Quick Charge 3.0 Port mit bis zu 18W.

Die beiden anderen sind normale USB A Ports mit bis zu 2,4A Leistung.

Der primäre USB C Port kann bis zu 65W nach dem Power Delivery Standard liefern, also 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/3,25A.

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Der sekundäre USB C Port kann 30W liefern bzw. 5V/3A, 9V/3A, 12/2,5A oder 15V/2A.

Damit eignet sich das Quntis 5-Port 65W USB C Ladegerät in der Theorie sowohl für Smartphones wie auch für Notebooks.

 

CE Zeichen nur am Standfuß

Ich bin hier kein Experte, aber nach meinem Wissen muss jedes in der EU verkaufte elektrische Gerät über das CE Zeichen verfügen.

Dies sagt im Grunde nicht viel aus nur, dass der Hersteller hoch und heilig verspricht sich an die europäischen Richtlinien zu halten.

Dieses CE Zeichen fehlt am Quntis Ladegerät! Genau genommen verfügt das Ladegerät über keinerlei Text oder Bedruckung, was sehr ungewöhnlich ist. Normalerweise finden sich wenigstens die Leistungsdaten am Ladegerät.

Quntis hat diese Zertifizierungen und Leistungsdaten nur auf den optionalen Standfuß gedruckt. Ob dies so zulässig ist weiß ich nicht.

 

Belastungstest und Generelles

Ich muss gestehen etwas vom Quntis 5-Port 65W USB C Ladegerät überrascht gewesen zu sein. So hat dieses den Belastungstest absolut problemlos überstanden!

Dabei waren sogar die Temperaturen sehr „human“.

wärmebild

Am Stecker wurde das Ladegerät mit 57 Grad etwas wärmer, aber das Gehäuse blieb mit unter 50 Grad gerade zu kühl!

Eine weitere Überraschung gab es beim Check der unterstützen Ladestandards. Quntis hat hier glatt vergessen einige zu erwähnen. Folgende unterstütze Ladestandards konnte ich am USB C Port erkennen:

  • BC 1.2
  • Apple 2.4A
  • Huawei FCP 5-12V
  • SCP 3.4-5.5V / 5A
  • QC 3.0 5-20V
  • USB PD
  • USB PD PPS 3.3-11V/5A
  • QC 4+

Gerade der Support von USB Power Delivery PPS und dem SCP Standard ist völlig überraschend, aber sehr erfreulich.

So sollte das Quntis Ladegerät sogar in der Lage sein Huawei, OnePlus oder Realme Smartphones schnellzuladen.

 

Das Ladetempo

Folgende Geräte habe ich am Quntis 5-Port 65W USB C Ladegerät getestet:

USB C QC 3.0 USB A
Apple iPhone 12 Pro 18,34 7,9 8,8
Xiaomi Mi 10 Pro 20,18 13,42 7,73
Samsung Galaxy S21 Ultra 19,3 14,2 7,4
Realme 8 Pro 12,1 10,44 7,16
Dell XPS 13 43,1
Apple MacBook Pro M1 48,6

Hier gab es keine negativen Auffälligkeiten! Das Auffälligste war eher wie gut und schnell das Quntis 5-Port 65W USB C Ladegerät alle getesteten Geräte aufladen konnte. Nicht verwunderlich bei der Vielzahl an unterstützen Schnellladestandards!

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Hierdurch kann das Quntis 99% aller aktuellen Smartphones schnellladen. Wirklich beeindruckend.

 

Effizienz

Schauen wir uns zum Abschluss einmal den Stromverbrauch bzw. die Effizienz an.

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Mit einer Effizienz von 74% bis 89% steht das Quntis 5-Port 65W USB C Ladegerät deutlich besser da als ich dies erwartet hätte! Für ein Multiport Ladegerät ist dies kein schlechtes Ergebnis!

Auch der Leerlaufstromverbrauch von 0,37W ist völlig okay.

 

Fazit

Ich muss gestehen beim Quntis 5-Port 65W USB C Ladegerät anfangs sehr skeptisch gewesen zu sein. Günstige USB Ladegeräte von „unbekannten“ Marken die dann auch noch äußerlich eher so semi wertig wirken sind immer so eine Sache.

Allerdings hat mir das Quntis Ladegerät im Test wenig Anlass für Kritik gegeben! Ganz im Gegenteil, gerade der Support von extrem vielen Schnellladestandards in Kombination mit einer unproblematischen Hitzeentwicklung und solider Effizienz lassen mich glatt eine Empfehlung aussprechen.

quntis 5 port 65w usb c ladegerät im test 7

Das Ladegerät unterstützt neben USB Power Delivery und Quick Charge auch Huawei FCP, SCP, USB PD PPS und Quick Charge 4+.

Wirklich beeindruckend! Damit kann das Ladegerät 99% aller Smartphones auf dem Markt schnellladen, was nur sehr wenige andere Modelle von sich behaupten können.

4K + Personenerkennung + PoE = ReoLink RLC-810A

Mit der RLC-810A bietet ReoLink eine 100€ UHD PoE Überwachungskamera, mit Personen und Fahrzeug-Erkennung an. Dies klingt doch nach einem sehr interessanten Deal.

Einerseits ist eine „echte AI“ Personen und Fahrzeug Erkennung auch weiterhin etwas sehr seltenes in einer Überwachungskamera, andererseits ist eine 4K Auflösung in dieser Preisklasse auch alles andere als gewöhnlich.

reolink rlc 810a test review 6

Wollen wir uns da doch einmal die RLC-810A näher im Test ansehen! Kann diese überzeugen?

 

Die ReoLink RLC-810A im Test

Zunächst klar gesagt, die ReoLink RLC-810A ist eine PoE Überwachungskamera! Das heißt es liegt kein Netzteil mit im Lieferumfang und die Kamera unterstützt auch kein WLAN. Anstelle dessen wird die Kamera über den LAN Port mit Strom und Daten versorgt.

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Der Vorteil liegt klar auf der Hand, Ihr müsst nur ein Kabel zur Kamera ziehen und diese erhält Strom und Netzwerk. Allerdings müsst Ihr über eine passende Infrastruktur mit LAN Kabeln und einem PoE Switch verfügen.

Bei der RLC-810A handelt es sich um eine recht klassische Überwachungskamera. Diese misst 60 x 68 x 105 mm und besitzt ein längliches Gehäuse. Dieses ist erfreulicherweise sogar komplett aus einem massiven Metall gefertigt.

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Aufgrund der weißen Farbe sticht die Kamera nicht ganz so sehr an einer Hauswand hervor, auch wenn ReoLink auf ein paar blaue Akzente setzt.

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Um die Kamera anzuschließen setzt ReoLink auf einen Kabelstrang der aus der Kamera ragt. Dies finde ich etwas suboptimal gelöst, denn der Kabelstrang stört in der Praxis etwas, gerade bei einer PoE Kamera. Ihr könnt den Kabelstrang nicht unter dem Fuß der Kamera verstecken (falls Ihr diese direkt auf das Loch setzt) und Ihr könnt diesen auch nicht durch die Wand ziehen. Hier wäre einfach ein LAN Port an der Kamera praktischer (ähnlich macht es auch Ubiquiti bei seinen Kameras).

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Am Kabelstrang findet sich der LAN Port, eine Reset Taste und ein optionaler DC Eingang.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch der ReoLink RLC-810A hängt natürlich etwas von der PoE Einspeisung und auch Eurem Switch ab. Rechnet im Normalfall bei Tag mit ca. 2,6-3,1W und bei Nacht mit rund 5,5W.

 

Einrichtung und App

Die Einrichtung bei ReoLink Überwachungskameras ist etwas anders als bei vielen anderen Modellen. ReoLink zwingt Euch nicht zum Anlegen eines Accounts! Ihr verbindet einfach die Kamera mit einem PoE Switch, scannt den QR Code, legt ein Passwort fest und fertig.

Wollt Ihr weitere Smartphones mit der Kamera verbinden, dann müssen diese ebenfalls den QR Code scannen und das von Euch zuvor festgelegte Passwort eingeben.

Von Haus aus ist die Kamera so auch über das Internet erreichbar. ReoLink nutzt hier seine eigenen Server um Eure Kamera auch ohne Portfreigaben „P2P“ via Internet erreichbar zu machen.

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Wollt Ihr keinen Internetzugriff auf Eure Kamera, dann könnt Ihr die „Cloud“ Anbindung komplett abschalten.

Neben der ReoLink Smartphone App gibt es auch eine rudimentäre WebUI die Ihr durch die Eingabe der IP Adresse der Kamera in Euren Webbrowser erreichen könnt.

In diesem Artikel konzentrieren wir uns aber primär auf die Smartphone App. Diese ist sehr simpel aufgebaut, aber durchaus funktional.

 

Feature und Aufnahme

Ihr habt bei der ReoLink RLC-810A sowohl die Möglichkeit nur Aufnahmen zu tätigen wenn eine Bewegung erkannt wurde oder auch konstant. Ich würde normalerweise empfehlen nur beim erkennen einer Bewegung aufzuzeichnen.

Dabei verfügt die ReoLink RLC-810A über eine erweiterte Bewegungserkennung. Die RLC-810A kann zwischen normalen Bewegungen, Personen und Fahrzeugen unterscheiden!

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Grundsätzlich löst die Bewegungserkennung bei allen drei Arten der Bewegung aus und zeichnet entsprechend Videos auf. Ihr könnt aber sagen „hey benachrichtige mich nur wenn eine Person erkannt wurde“.

Ebenso könnt Ihr später die Aufnahmen nach genereller Bewegung, erkannten Personen oder Fahrzeugen filtern. Kleine Anmerkung, dies hatte bei mir nicht funktioniert, es wurden immer alle Aufnahmen angezeigt, selbst wenn bei den Aufnahmen dabei stand, dass z.B. eine Person erkannt wurde. Dies ist also kein Hardware Problem, sondern ein einfacher Software-Bug, der hoffentlich bald gefixt wird.

Aufnahmen werden generell in einer Timeline angezeigt und lassen sich gut durchsuchen. Habt Ihr allerdings mehrere ReoLink Kameras, dann haben diese auch alle ihre eigenen Aufnahmen, die Ihr jeweils einzeln durchsuchen müsst.

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Die Qualität der Personenerkennung würde ich als gut bis sehr gut einstufen! Diese Art der Bewegungserkennung reduziert Fehlalarme um 90%. Wie gut das ganze funktioniert hängt aber auch etwas von „Euch“ ab und wo Ihr die Kamera platziert.

Die Kamera scheint Personen an den Beinen zu erkennen (so blöd dies klingt). Hängt die Kamera ungünstig und sie kann diese umgedrehte „V“ Form der Beine nicht gut erkennen, dann sinkt die Qualität der Personenerkennung massiv.

Was die Bewegungserkennung auf Distanz angeht, kann ich nicht klagen. Auch bei weit über 10 Metern ist die Bewegungserkennung weiterhin brauchbar.

 

Bildqualität

In der ReoLink RLC-810A steckt ein 4K 1/2.49″ CMOS Sensor. Aufgrund der 4K Auflösung sind Bilder der RLC-810A unheimlich scharf und detailliert! Ihr könnt in diese sogar noch ein gutes Stück hinein zoomen.

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Selbst bei Nacht sind die Aufnahmen noch schön klar und „sauber“. Die Dynamik bei schwankenden Lichtverhältnissen ist zwar nicht ganz Weltklasse, aber unterm Strich ist die Bildqualität als sehr gut zu bezeichnen.

Mit 87 Grad ist der Blickwinkel der Kamera „normal“. Wir haben kein extrem weitwinkeliges Bild. Ideal wenn Ihr einen Hof aus der Ferne überwachen wollt, suboptimal für breite Innenräume.

 

Fazit

Wenn Ihr nach einer etwas smarten PoE Überwachungskamera sucht, dann ist die ReoLink RLC-810A eine hervorragende Wahl! Die Kombination aus solider Software, einer sehr guten Bewegungserkennung mit KI und 4K Sensor für rund 100€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist aktuell kaum zu schlagen!

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Hinter der intelligenten Bewegungserkennung steckt zwar sicherlich keine „Wunder KI“, diese hilft aber dabei Fehlalarme auf fast 0 zu reduzieren. Neben der smarten Bewegungserkennung läuft aber auch noch eine klassische Bewegungserkennung, sollte der Personenerkennung mal was durchgehen.

Die Bildqualität des 4K Sensors ist als sehr gut zu bezeichnen! Bei der Dynamik ist zwar sicherlich noch etwas Luft nach oben, aber die generelle Bildschärfe ist hervorragend. Auch der generelle Bildeindruck weiß zu überzeugen. Die RLC-810A landet in meiner Persönlichen Top 3 Überwachungskameras was die Bildqualität betrifft.

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Die App und die Benutzeroberfläche der RLC-810A bzw. generell von ReoLink ist funktional. Ja was das Design angeht gibt es sicherlich noch etwas Luft nach oben, aber prinzipiell ist alles da was man braucht. Erfreulicherweise zwingt Euch ReoLink auch nicht in die Cloud. Wenn Ihr wollt könnt Ihr die Kamera komplett vom Internet abkoppeln. Aufnahmen werden natürlich ebenso lokal gespeichert.

Kurzum, unterm Strich ist die ReoLink RLC-810A fürs Geld eine herausragende Überwachungskamera!

 

Bildqualität
96
Bewegungserkennung
90
App
75
Sonstige Feature
90
Sehr gute Bildqualität
Smarte Personen- und Fahrzeugerkennung
Sehr gute Bewegungserkennung mit wenigen Fehlalarmen
Sehr fairer Preis
Kein Cloud Zwang
Der große Kabelstrang kann bei der Installation stören
App Visuell verbesserungswürdig
90