Vergleich, die besten Saugroboter 2021, Roborock, iRobot, Ecovacs oder doch wer anderes?

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Ein Saugroboter ist für mich und auch fast alle mir bekannten Personen mittlerweile etwas Essenzielles. Es ist einfach unheimlich praktisch nicht jeden Tag, oder jeden zweiten Tag selbst saugen zu müssen. Moderne Saugroboter sind dabei so gut, dass diese den Job auch oftmals perfekt erledigen!

Irobot S9+ Test 21

Aber es gibt duzende Saugroboter auf dem Markt, welchen kaufen? Hier gibt es durchaus massive qualitative Unterschiede. Für Techtest.org habe ich mittlerweile einige Modelle getestet, hier daher eine kleine Zusammenfassung/Vergleich, welcher ist der beste Saugroboter für Euch?


Im Test

Folgende Saugroboter waren bei Techtest.org schon im Test. Wichtig, diese Saugroboter wurden wirklich von mir genutzt und getestet. Dies ist nicht einfach nur eine Zusammenstellung anhand technischer Daten.


Die vier Arten der Navigation

Wir können moderne Saugroboter in vier „Gruppen“ unterteilen wenn es um die Navigation geht.

  1. Die Dummen. Dumme Saugroboter nutzen eine Zufallsnavigation. Diese fahren los bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab, fahren erneut bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab usw. Hierdurch sind diese Modelle aber sehr ineffizient, langsam und haben gerade mit komplexen Wohnungen mit vielen Räumen große Probleme. Solche Saugroboter sind sehr günstig und einfach zu bauen. Daher sind sie vor allem in der untersten Preisklasse zu finden. Ich würde solche dummen Saugroboter vermeiden!
  2. Blinde Saugroboter. „Blinde“ Saugroboter nutzen ein Gyroskope zur Navigation. Der Roboter kann seine Umgebung zwar nicht sehen, merkt sich aber in welche Richtung er fährt, in welche Richtung er abdreht und wo er Hindernisse ertastet. Hierdurch kann er eine Art Karte mitzeichnen und arbeitet daher etwas effizienter und zuverlässiger. Solche Saugroboter sind mittlerweile oft in der 200-300€ Preisklasse anzutreffen und sind generell durchaus brauchbar, in kleinen bis mittelgroßen Wohnungen.
  3. Kamera Saugroboter. Einige Saugroboter setzen zusätzlich zu anderen Sensoren (oftmals einem Gyroskope) auf eine Kamera, auf der Oberseite. Diese Kamera zeichnet markante Merkmale in Eurer Wohnung auf und ordnet diese den Positionen zu. Hierdurch kann der Saugroboter nicht nur eine Karte erstellen, sondern auch eine Position auf der Karte erkennen. Solche Saugroboter gehören meist schon in die „Königsklasse“ und eignen sich nach meiner Erfahrung für mittelkomplexe und große Wohnungen. Beispielsweise iRobot ist der bekannteste Nutzer dieser Technologie.
  4. Laser Saugroboter. Laser Saugroboter erkennt Ihr sofort an dem markanten Hubbel auf der Oberseite. In diesem steckt ein Laser-Abstandsmesser der sich permanent dreht. Hierdurch kann der Saugroboter eine extrem präzise Karte der Umgebung erstellen und auch seine Position in dieser Karte jederzeit wiederfinden. Diese Saugroboter eigenen sich grundsätzlich für jede Art der Wohnung.

Natürlich gibt es innerhalb jeder Kategorie bessere und schlechtere Modelle. Generell bevorzuge ich „Laser“ Saugroboter, da diese nach meiner Erfahrung am zuverlässigsten arbeiten.


Der Wohnungstyp ist entscheidend!

Welchen Saugroboter ich Euch empfehlen würde hängt sehr stark von Eurer Wohnung ab!

In der Praxis ist oftmals die Saugleistung gar nicht so wichtig. Wirklich schlecht saugen tun die wenigsten aktuellen Modelle. Klar die „Tiefen Reinigung“ von Teppichen ist meist nicht so gut, aber bei einem Saugroboter geht es primär darum das generelle „Schmutz-Level“ in der Wohnung niedrig zu halten.

Hierfür benötigt es einen Saugroboter der auch zuverlässig alle Stellen in Eurer Wohnung erreicht.

Ich unterteile hier meist in große bis kleine Wohnungen und weniger bis sehr komplexe Wohnungen. Eine sehr komplexe Wohnung ist für mich eine Wohnung die viele Möbel hat, verwinkelte Ecken, oftmals nur schmälere Gänge, Kabelnester in den Ecken hat, viele Stühle herumstehen usw. Solche Wohnungen sind meist die Kunst.

Habt Ihr eine offene und leere Wohnung, dann könnt Ihr fast jedes aktuelle Modell kaufen, habt Ihr aber eine komplexere Wohnung, dann machen die teureren Modelle zunehmend mehr Sinn.

Hier eine kleine Übersicht welchen Saugroboter ich für was empfehlen würde.

Wohnungsgröße Wohnungskomplexität
360 S6 Mittel bis Groß Mittel
Cecotec CONGA 5090 Mittel bis Groß Mittel
ECOVACS DEEBOT OZMO T8 AIVI Mittel bis Groß Hoch
ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ Mittel bis Groß Hoch
iRobot S9+ Groß bis sehr Groß Niedrig bis Mittel
Proscenic 850T Klein bis Mittel Klein bis Mittel
RoboRock S6 Mittel bis Groß Hoch
Roborock S6 MaxV Groß Hoch
Simum 6 Klein bis Mittel Mittel
Tesvor S6 Klein bis Mittel Mittel
Xiaomi Mi Robot Vacuum Klein bis Mittel Mittel
Xiaomi Roborock S50 Mittel bis Groß Mittel
Yeedi 2 Hybrid Mittel bis Groß Mittel
Yeedi K650 Klein bis Mittel Klein

 


Für große und offene Wohnungen

Ihr habt eine vergleichsweise große und offene Wohnung, dann würde ich Euch folgende Modelle empfehlen:

Der iRobot S9+ ist zwar ein relativ lauter Saugroboter, von den High End Modellen der lauteste, aber was Flächenleistung und Saugleistung angeht ist dieser kaum zu schlagen! Die große Doppelbürste die iRobot nutzt in Kombination mit einer hohen Fahrgeschwindigkeit und hohen Motorleistung macht den S9+ ideal für besonders große Wohnungen, welche er effizient abarbeiten kann. Dabei ist auch die Reinigungsqualität Spitzenklasse! Der S9+ tut sich zwar etwas schwer mit höheren Teppichen, aber generell ist dieser das Modell mit der besten Saugleistung. Wo ich den S9+ nicht empfehlen würde wäre bei besonders verwinkelten und engen Wohnungen, hier machen die Ecovacs und Roborocks einen besseren Job. Pluspunkte gibt es für die hervorragende Absaugstation.

Irobot S9+ Test 21

Irobot S9+ Test 22

Der ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ wäre meine Alternative zum Roborock S9+. Dieser arbeitet zwar nicht ganz so schnell, bietet aber ebenso eine gute Saugleistung und sogar noch eine bessere Navigation und Hindernisvermeidung. Wirkliche Schwächen hat der OZMO T8+ nicht! Dieser kommt mit allen Gegebenheiten gut klar. Ein kleiner Bonus ist die solide Absaugstation, welche im Alltag ein großer Helfer ist. Alternativ könnt Ihr auch den OZMO T8 ohne Plus kaufen, dann bekommt Ihr nur den Saugroboter ohne Absaugstation für knappe 200€ weniger.


Für komplexere Wohnungen der beste Saugroboter

Habt Ihr eine komplexere Wohnung mit vielen Möbeln, Ecken, zugestellten Bereichen usw. und eventuell auch noch Dinge herumliegend (Spielzeug von Kindern oder Haustieren), dann würde ich Euch folgende Saugroboter empfehlen:

 

Der ECOVACS DEEBOT OZMO T8 AIVI und auch der Roborock S6 MaxV nutzen eine „KI“. Dabei besitzen diese Saugroboter eine Kamera auf der Front, die herumliegende Objekte und sogar Haustier Hinterlassenschaften erkennen sollen und dementsprechend vermeidet. Diese Objekterkennung funktioniert zwar nicht immer zu 100% genau, aber nach meiner Erfahrung sind beide Modelle doch deutlich zuverlässiger wenn es um das Umfahren von Hundespielzeug geht oder allgemein um das „nicht steckenbleiben“ geht.

Ecovacs Robotics Deebot Ozmo T8 Aivi Test Review 17

Gerade der OZMO T8 AIVI ist sehr gut darin nicht hängen zu bleiben, selbst wenn Ihr Kabelnester usw. habt. Die KI bringt dabei aber wirklich nur etwas wenn Ihr ab und zu Dinge herumliegen habt, wie Socken, Hundespielzeug usw. Die Navigation beider Modelle und auch die Saugleistung ist 1a, aber beides ist prinzipiell nicht besser als bei den „KI“ losen Schwestermodellen (Ecovacs OZMO T8 und Roborock S6).

Roborock S6 Maxv Test Review 17

Der OZMO T8 AIVI ist nach meiner Meinung tendenziell etwas besser als der Roborock S6 MaxV, letzter ist aber günstiger und hat die bessere Preis/Leistung.

Wollt Ihr auf die KI verzichten, dann würde ich den Ecovacs OZMO T8 empfehlen. Auch dieser hat einen Frontsensor, welcher zwar Objekte nicht identifizieren kann, aber merkt wenn etwas kleines vor dem Roboter ist. Hierdurch kann dieser durchaus Hausschuhe, Tierspielzeug oder teils auch Socken umfahren und verschlingt diese nicht, wie es beispielsweise der iRobot S9+ machen würde.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 13

Ich habe den OZMO T8 eine lange Zeit selbst genutzt und ich hatte nie einen Saugroboter welcher derart wenig hängen oder steckengeblieben ist. Hinzu kommt die gute Navigation und starke Saugleistung. Ähnlich wie auch die beiden anderen Modelle ist der OZMO T8 auch einer der leiseren Saugroboter.


Der Preis/Leistungs Tipps

Was wenn Ihr etwas auf die Preis/Leistung Eures Saugroboters achten müsst? Hier würde ich Euch folgende drei Modelle empfehlen:

Der Yeedi K650 ist der beste Saugroboter unter 200€. Könnt Ihr wirklich nicht mehr als das ausgeben, dann würde ich zu diesem Modell greifen. Der Yeedi K650 ist zwar ein „blinder“ Saugroboter, setzt aber auf ein Gyroskope für eine geordnete Navigation. Hierdurch eignet sich der Roboter primär für kleine bis mittelgroße und wenig bis mittel komplexe Wohnungen.

Yeedi K650 Im Test 9

 

Der Xiaomi Mi Robot Vacuum ist der Klassiker unter der Saugrobotern. Dieser ist zwar schon ein paar Jahre auf dem Markt, ist aber weiterhin voll empfehlenswert, für knapp unter 250€. Der Xiaomi Mi Robot Vacuum ist der Klassiker unter den Saugrobotern und weiterhin meine Empfehlung für unter 300€. Der Xiaomi hat eine 1a Navigation und ordentliche Saugleistung. Er kommt sogar mit etwas komplexeren Wohnungen gut klar.

xiaomi-mi-robot-vacuum-im-test-10

Ihr dürft lediglich keine allzu hohen Teppiche haben, da er diese nicht sonderlich mag. Solltet Ihr mehrere Teppiche haben, dann würde ich alternativ den Simum 6 empfehlen.

Der Xiaomi Roborock S50, oder auch nur Roborock S5 genannt, ist mit 350€ kein ganz günstiges Modell, arbeitet aber glatt auf dem Level der High End Modelle. Gerade was die Navigation und die Saugleistung angeht gibt es gar nicht mehr so viel Luft nach oben. Lediglich was Lautstärke und „Bonus“ Feature angeht ist der S50/S5 nicht ganz auf Flaggschiff Level.


Absaugstationen, ein wirklich hilfreiches Feature!

Einige Saugroboter setzen mittlerweile auf eine so genannte Absaugstation. Saugroboter haben alle ein Problem, die Schmutzauffangbehälter sind sehr klein!

Habt Ihr Haustiere, dann ist ein Saugroboter in der Regel nach jeder Fahrt komplett voll. Ich habe eine Katze und einen Hund, wenn ich meinen Saugroboter nicht täglich losschicke, dann ist dieser glatt bei einer Fahrt überfüllt.

Irobot S9+ Test 13

Dies reduziert aber die Autonomie des Saugroboters, nach jeder Fahrt müsst Ihr diesen manuell leeren. Immer noch besser als per Hand saugen, aber dennoch nervig.

Hier kommen Absaugstationen ins Spiel. Fährt der Saugroboter auf die Ladestation wird der Inhalt des Tanks in einen großen Auffangbehälter „umgeladen“. Hierdurch müsst Ihr nur alle 3-8 Wochen einmal die Absaugstation leeren und den Rest macht der Saugroboter autonom.

Bisher hatte ich 2,5 Modelle mit Absaugstation im Test:

Grundsätzlich kann ich hier alle Modelle empfehlen! Die Absaugstation des iRobot S9+ war allerdings einen Hauch besser als von Ecovacs. Die Ecovacs Absaugstation saugt teils nicht ganz sauber ab, wenn der Saugroboter zu voll war.

iRobot hat hier die Nase etwas vorne, auch wenn ich die Absaugstation von Ecovacs genauso empfehlen kann!

Wichtig! Die Absaugstationen setzen alle auf Staubsaugerbeutel, welche sehr teuer im Nachkauf sind! Für iRobot gibt es allerdings günstigere Nachbauten, hier müsst Ihr selbst entscheiden ob diese qualitativ für Euch Okay sind.


Editors Choice

Vielleicht stellt Ihr Euch die Frage welchen Saugroboter ich nutze? Es ist aktuell der ECOVACS DEEBOT OZMO T8 AIVI und der S9+ im Büro.

Michael Barton
Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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