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Bosch vs. Tado, welches smarte Heizsystem ist besser?

Smartes Heizen ist aller Munde und ich habe das Glück zwei Haushalte, welche vollständig mit den beiden beliebtesten Smart Home Heizsystemen ausgestattet sind, von Bosch und Tado, zur Verfügung zu haben.

Dies erlaubt es mir, einen durchaus guten Blick auf beide Systeme in der Praxis zu werfen und diese auch parallel zu vergleichen. Hier haben sich doch durchaus einige große Unterschiede gezeigt.

Wollen wir uns in diesem Test/Vergleich/Erfahrungsbericht doch einmal ansehen welches smarte Heizsystem ich dir am Ende empfehlen würde.

 

Beide mit Basis-Station

Sowohl bei Bosch als auch bei Tado benötigst du neben den Heizkörper Thermostaten auch eine Basis Station. Diese kümmert sich um die Verbindung zwischen den Thermostaten und dem Internet.

Diese Basis-Station liegt in den jeweiligen Starter-Sets bei. Dabei sind die Stationen recht unterschiedlich. Bei Tado ist diese sehr minimalistisch gehalten, viel kleiner kannst du diese nicht bauen.

Bei Bosch ist sie um einiges größer. Allerdings ist die Basis-Station bei Tado auch nur für die Heizkörperthermostate zuständig. Bei Bosch ist die Basis Station mit allen Modulen des Bosch Smart Home Ökosystems kompatibel.

Beide Basis-Stationen haben KEIN WLAN und müssen via LAN mit deinem Router verbunden werden. An sich kein Weltuntergang, aber reduziert doch etwas die Flexibilität bei der Positionierung.

 

Die Thermostate von Bosch und Tado im Vergleich

Optisch unterscheiden sich die Thermostate von Bosch und Tado sehr deutlich!

Die Tado Thermostate sind relativ klein und super schlicht. Es gibt kein sichtbares Display und lediglich der vordere Bereich kann gedreht werden. Drehst du diesen kannst du die Temperatur verstellen. Die eingestellte Temperatur kannst du auf einem Display erkennen, welches im Gehäuse versteckt ist.

Schick, aber die Ablesbarkeit ist nicht Weltklasse und im Standby kannst du nicht die aktuelle Temperatur ablesen.

Die Bosch Thermostate sind hingegen um einiges größer. Dafür haben wir aber auch ein “richtiges” Display. Zudem befindet sich am hinteren Ende auch ein Drehschalter, der sich aber nicht drehen lässt, sondern nur kippen.

Funktional gefallen mir die Bosch Thermostate vielleicht doch etwas besser.

Beide Thermostate nutzen im Übrigen AA Batterien für die Stromversorgung.

 

Bosch nicht nur fürs Heizen

Das Tado System ist ausschließlich fürs Heizen gedacht und gemacht. Es gibt keine anderen Module außer diverse Thermostate.

Bosch hingegen bietet ein komplettes Ökosystem an, das weit über nur Thermostate hinausgeht. Eine kleine Auswahl an verfügbaren Bosch Smart Home Modulen:

  • Rauchwarnmelder
  • Bewegungsmelder
  • Schaltbare Zwischenstecker
  • Tür/Fenster-Kontakte (Alarmanlage, offene Fenstererkennung )
  • Wassermelder
  • Lichtsteuerung
  • Rollladensteuerung

Willst du also etwas mehr ins Smart Home eintauchen, dann ist Bosch vielleicht die bessere Wahl. zumindest müsstest du bei Bosch nicht ein weiteres System aufmachen, mit einer weiteren Smart Home Box, App usw.

 

Die Apps

Die Apps bei Bosch und Tado könnten nicht unterschiedlicher sein, zumindest was die Optik betrifft. So ist die App von Tado sehr hell und freundlich aufgebaut. Diese wirkt auch vergleichsweise einfach in der Nutzung.

(Tado)

Die Bosch Smart Home App hingegen ist recht dunkel und schwer gestaltet. Auch wirkt es funktional etwas mehr verschachtelt. Verwunderlich ist das nicht, da die Bosch App für das komplette Bosch Smart Home Ökosystem zuständig ist. Entsprechend hat sie natürlich etwas mehr Umfang.

Bilde dir anhand der Bildschirmfotos beider Apps am besten ein eigenes Bild.

 

Statistiken nur bei Tado

Leider bietet das Bosch System keine Temperatur-Statistiken. Diese gibt es nur bei Tado, mit deren Hilfe du verfolgen kannst, wie sich die Temperatur an einem beliebigen Tag verhalten hat.

 

Nur zwei Temperaturen einstellbar bei Bosch

Beim Bosch System gibt es eine massive Einschränkung, welche ich nicht so ganz verstehe. So kannst du bei Bosch nur zwei Temperaturen einstellen, zwischen denen gewechselt wird.

Es gibt eine “Hoch” Temperatur und eine “Niedrig” Temperatur. Diese beiden Temperaturen kannst du frei festlegen und im Zeitplan auswählen, wann welche Temperatur eingestellt wird.

Willst du aber zwischen drei oder mehr Temperaturen wechseln, dann hast du bei Bosch Pech gehabt.

Beispielsweise willst du nachts 16 Grad, morgens 20 Grad, mittags 21 Grad und abends 19 Grad, dann geht dies bei Bosch NICHT!

Du könntest nachts 16 Grad und dann für die anderen Zeiten eine Temperatur. Wichtig dies gilt bei einer “pro Thermostat-Basis”, du kannst diese beiden Temperaturen für jedes Thermostat einzeln festlegen.

Bei Tado hingegen kannst du frei bestimmen, wann welche Temperatur eingestellt wird.

 

Offene Fenstererkennung

Sowohl Tado als auch Bosch bringen eine offene Fenstererkennung mit, welche die Heizkörper automatisch ausschaltet.

Tado

Bei Tado läuft die Erkennung rein über die Software. Erkennt das Thermostat plötzlich einen Temperaturabfall und eine Veränderung der Luftfeuchtigkeit, dann geht dieses davon aus, dass ein Fenster geöffnet wurde. In der Praxis funktioniert dies auch gut, aber auch nicht immer perfekt. Gelegentlich gibt es auch mal Fehlalarme, z.B. wenn in einem anderen Raum das Fenster geöffnet wurde oder die Haustür mal ein paar Minuten offen war/ist.

Tendenziell funktioniert das System aber ordentlich! Allerdings versteckt dieses Tado hinter einem Abo! Von Haus aus erhältst du nur eine Meldung “Es wurde ein offenes Fenster erkannt” und musst hier manuell reagieren. Willst du das das dies automatisch passiert, dann musst du rund 25€ pro Jahr zahlen. Unschön.

Bosch

Bosch hat keine “Softwareerkennung” sondern nutzt Hardware. So kannst du Fenster/Tür Sensoren der Alarmanlage mit den Thermostaten verknüpfen. Wird die Entsprechende Tür/Fenster geöffnet, geht das Thermostat aus.

Dies funktioniert natürlich zu 100% zuverlässig, kostet dich aber effektiv rund 25€ pro Tür/Fenster. Macht also nur Sinn, wenn du dies mit einer Alarmanlagen Funktion verknüpfst.

 

Optionales Abo bei Tado

Tado hat sich leider etwas cleveres Ausgedacht um mehr Geld zu verdienen. So bietet Tado ein Abo an “Auto-Assist”. Einige erweiterte Software Feature sind hinter einer Paywall versteckt (24,99€ pro Jahr). Diese Feature wären:

  • Volle Transparenz: Alle Infos zum Energieverbrauch und Kosten (eine Kostenschätzung seitens Tado)
  • Niemand da? Dann heizt Tado nicht (wenn dein Smartphone das Haus verlässt gehen die Heizungen aus)
  • Bald zu Hause? Tado heizt automatisch vor (dein Smartphone nähert sich deiner Wohnung, dann geht die Heizung kurz vorher schon an).
  • Fenster offen? Tado pausiert selbstständig
  • Alles im Blick: Tado überwacht dein Heizsystem
  • Ausfälle passe! Tado meldet Unregelmäßigkeiten (wenn deine Heizung plötzlich länger benötigt als sonst zum Heizen bekommst du eine Meldung)

Dies sind alles erweiterte Optionen, die du nicht zwingend brauchst. Ich nutze Tado ohne dieses Abo. Hierbei handelt es sich auch im Funktionen welche von Bosch beispielsweise gar nicht geboten werden.

Dennoch bin ich natürlich kein Fan davon, solche Funktionen hinter einem Abo zu verstecken, vor allem da Tado auch alles andere als ein günstiges System ist, das dringend subventioniert werden muss über solch ein Abo.

 

Wie genau heizen die Systeme?

Im Kern sollte ein Smart Home Thermostat versuchen, die eingestellte Temperatur möglichst genau zu erreichen. Günstige Systeme machen dies meist sehr einfach, wenn gemessene Temperatur niedriger als eingestellte Temperatur, dann Ventil öffnen, wenn Temperatur größer als eingestellt, dann Ventil schließen.

Sowohl Bosch als auch Tado arbeiten allerdings etwas feiner. So öffnen diese das Ventil selten zu 100% sondern fahren die Heizung langsam hoch und herunter. So versuchen auch beide Systeme die Temperatur zu halten, indem sie die Heizung auch bei Erreichen der Temperatur leicht aufgedreht halten. Es gibt also kein konstantes hektisches auf zu, auf zu usw.

In der Praxis ist nach meiner Erfahrung Tado doch ein gutes Stück besser darin, die gewünschte Temperatur zu treffen! Tado schafft es, die eingestellte Temperatur meist auf +- 0,2-0,3 Grad zu erreichen. Es gibt also selten eine „Übertemperatur“ und wenn dann vielleicht 0,2 Grad. Tado reagiert auch sehr zügig und zuverlässig auf den Zeitplan.

Mit Bosch hatte ich zunächst Probleme! So hatten die Bosch Thermostate teils die eingestellte Temperatur und 2 Grad oder mehr übertroffen! Dabei kannst du in der App sogar sehen zu viel % das Ventil geöffnet ist (was praktisch ist!).

Hier war ich massiv verwirrt und nach etwas Googlen war klar, dies ist ein normales Verhalten. https://community.bosch-smarthome.com/t5/technische-probleme/heizk%C3%B6rper-thermostat-ge%C3%B6ffnet-trotz-%C3%BCberschreitung-der-eingestellten-temperatur/m-p/1828

Laut Bosch lernen die Thermostate wie stark und schnell deine Heizung heizt und dies dauert ein paar Tage und danach verschwindet dieses Verhalten. Und ja, das kann ich bestätigen, nach ein paar Tagen waren die Bosch Thermostate um einiges zuverlässiger.

Allerdings neigt die Temperatur doch bei Bosch mehr zu schwanken als bei Tado. Bosch neigt auch eher zu einer leichten Übertemperatur (geschätzt +- 0,5-1 Grad nach meiner Erfahrung).

Im Kern funktionieren beide Systeme ordentlich, ich sehe aber beim Treffen der eingestellten Temperatur Tado vorne.

 

Keine gute Reichweite!

Die Reichweite zwischen Basis-Station und Heizkörperthermostaten ist sowohl bei Bosch als auch Tado überschaubar!

Für eine normale Wohnung ist diese okay, aber hast du z.B. mehrere Etagen oder eine etwas in die Länge gezogene Wohnung, viel Glück!

Gerade bei Tado gibt es keine Möglichkeit, die Reichweite zu verlängern. Ebenso kannst du nicht komfortabel zwei Basisstationen in einem Haus nutzen (dafür ist die App nicht ausgelegt).

Bosch hat an sich auch keine bessere Reichweite, aber hier gibt es einen Repeater! Diesen habe ich zwar nicht ausprobiert, sollte aber theoretisch funktionieren. Daher ist es mit dem Bosch System eher möglich, ein großes Haus abzudecken.

 

Fazit

Am Ende hängt das Fazit von einer Frage ab, willst du das Smart Home System über das Heizen hinaus erweitern? Ja? Dann würde sich natürlich Bosch mit seinem Smart Home System anbieten, welches unter anderem zur Alarmanlage usw. ausgebaut werden kann.

Geht es dir allerdings rein ums Heizen, dann sieht die Welt anders aus und ich würde klar zu Tado greifen.

Es gibt zwar am Tado System auch einige Dinge nicht zu mögen, wie beispielsweise das zusätzliche Abo das Tado dir versucht zu verkaufen (ist aber nicht zwingend nötig) oder die Thermostate selbst welche zwar schön minimalistisch sind, aber an sich funktional schwächer als von Bosch.

Aber die Kernfunktionalität bekommt Tado extrem gut hin, das Heizen auf die von dir gewünschte Temperatur! Zum einen kannst du bei Tado mehrere unterschiedliche Temperaturen einstellen und nicht nur zwei wie bei Bosch zwischen welchen gewechselt wird, zum anderen sind die Thermostate extrem gut darin, diese Temperatur auch zu treffen!

Die Tado Thermostate heizen nicht zu viel oder zu wenig, diese treffen die gewählte Temperatur einfach unheimlich gut. Bei Bosch schwankt die Temperatur viel mehr und teils auch deutlich über das Eingestellte. Gerade in der Anfangszeit heizen die Thermostate wie irre, obwohl die eingestellte Temperatur erreicht wurde. Laut Bosch gibt es hier eine “Lernphase” in welcher die Thermostate lernen, wie schnell deine Heizung reagiert und entsprechend sich anpassen. Dies kann ich zwar in einem gewissen Rahmen bestätigen, aber dennoch bleibt Tado treffsicherer bei der Zieltemperatur.

Zudem wirkt die Tado App einfach etwas schicker und moderner. Gerade das Bosch dich nur auf zwei Temperaturen limitiert, eine “niedrige” Temperatur und eine “hohe” Temperatur ist einfach eine Einschränkung, die ich nicht verstehe. Was, wenn ich es morgens wärmer will als nachts und kälter als abends, aber nicht so kalt wie in der Nacht. Dies geht mit Bosch nicht.

Ich denke an sich, dass die Hardware von Bosch auf dem Level von Tado oder sogar drüber ist, aber Tado die Software und die Steuerung viel besser und feiner gelöst hat.

Daher würde ich, wenn es rein ums Heizen geht, am Ende doch klar Richtung Tado tendieren. Bosch macht nur Sinn, wenn du generell in den Smart Home Bereich eintauchen möchtest. Die reine “Heizfunktion” macht aber Bosch klar schlechter.

tado° smartes Heizkörperthermostat – Wifi Starter Kit V3+, inkl...

  • Arbeitet sehr zuverlässig
  • Trifft die Eingestellte Temperatur sehr gut und genau
  • App klar und freundlich aufgebaut
  • Diagramme und andere Zusatzfunktionen
  • Offene Fenstererkennung ohne zusätzliche Hardware
  • Thermostate sehr schick und schlicht
  • Reichweite mäßig
  • Optionales kostenpflichtiges Abo
  • Nur Thermostate in Tados Lineup

Bosch Smart Home Heizkörperthermostat II, smartes Thermostat mit...

  • Bosch Smart Home System sehr umfangreich
  • Bosch Smart Home kann mehr als nur heizen
  • Thermostate etwas größer, aber mit gut lesbarem Display
  • System funktioniert im Kern zuverlässig
  • Reichweite mäßig, Repeater aber verfügbar
  • Etwas weniger präzise beim Treffen der Temperatur
  • Nur zwei Temperaturen im Zeitplan einstellbar

Das UGREEN CD294 Nexode 45W im Test, wertig, schick und leistungsstark!

UGREEN bietet einige spannende USB C Ladegeräte in seiner noch recht jungen Nexode Serie.

Eins der kleineren Modelle ist das UGREEN Nexode 45W CD294. Bei diesem handelt es sich wie der Name schon vermuten lässt um ein 45W USB C Ladegerät, welches aber über zwei USB C Ports verfügt. Ideal falls du zwei Geräte gleichzeitig laden möchtest.

Schauen wir uns das UGREEN Nexode 45W einmal näher im Test an.

An dieser Stelle vielen Dank an UGREEN für das zur Verfügung stellen des Nexode 45W für diesen Test.

 

Das UGREEN CD294 Nexode 45W im Test

UGREEN setzt beim Nexode 45W auch wieder auf ein kompaktes Steckdosen-Adapter Design. Zwar würde ich das Nexode 45W durchaus als kompakt einstufen, dieses ist aber mit 48 x 39 x 39 mmfür ein 45W Ladegerät auch nicht absolut winzig.

Dieses ist klar größer als das Anker Nano 2 45W, hat allerdings auch zwei USB C Ports. Das Gewicht wiederum ist mit 98 g sehr passend.

Positiv loben möchte ich das Gehäuse. UGREEN hat sich bei der Verarbeitungsqualität in den letzten Jahren deutlich gesteigert.

So würde ich das Nexode 45W ganz klar in die premium Kategorie stecken, was Haptik und Verarbeitung betrifft.

 

Die Anschlüsse

Das Nexode 45W besitzt zwei USB C Ports.

  • USB C 1 / 2 – USB PD 45W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2,25A

Prinzipiell sind beide USB C Ports des Nexode 45W erst einmal gleichwertig. Diese können beide bis zu 45W bereitstellen, nach dem USB PD Standard.

Allerdings dies natürlich nicht gleichzeitig, denn das Ladegerät kann insgesamt auch “nur” 45W liefern. Nutzt du beide Ports gleichzeitig, dann werden diese gedrosselt.

 

Drosselung

Das UGREEN Nexode 45W kann zwar bis zu 45W pro USB C Port liefern, aber auch die gesamte maximale Leistung liegt bei 45W.

Nutzt du also beide Ports, dann werden diese gedrosselt. Aber auf welche Leistung werden die Ports gedrosselt?

  • Port 1 – 24,96W – maximal 12V/2,08A
  • Port 2 – 20,04W – maximal 12V/1,67A

Die beiden USB C Ports werden ungleichmäßig gedrosselt. Port 1 bekommt 25W, Port 2 20W.

 

PPS

Erfreulicherweise verfügt das UGREEN Nexode 45W über PPS!

  • 3,3-11V bei 4A

3,3-11V bei 4A ist eine super PPS Range für ein Ladegerät dieser Klasse und auch ideal für größere Smartphones wie das S22 Ultra.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/SS Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des SS2 Ultra. Ein S21 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 25W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Belastungstest

Wie üblich habe ich das UGREEN Nexode 45W einen 6 Stunden Volllast Test unterzogen. Hierbei habe ich das Ladegerät konstant mit 45W belastet, um zu überprüfen, ob es Auffälligkeiten oder sogar Ausfälle gibt.

Aber nein das Ladegerät hat diese Zeit absolut problemlos überstanden. Selbst die Hitzeentwicklung war mit maximal 62 Grad sehr unproblematisch.

 

Spannungsstabilität

An sich ist die Spannungsstabilität bei modernen USB C Ladegeräten gar nicht so wichtig. So wirkt sich diese bei USB C Ladegeräten mit Power Delivery weniger auf die Leistung aus als bei klassischen USB A Geräten. Hier ist erst einmal nur wichtig, dass alles innerhalb der Grenzwerte ist und nichts zu wild schwankt.

Die Spannungsstabilität ist soweit okay. Die Spannung bleibt innerhalb der Grenzwerte, ist aber auf nicht ganz perfekt stabil. Dies ist aber nicht weiter problematisch, zumal es keinen massiven Abfall gibt.

 

Das Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +

+++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
+ = flottes Ladetempo zu erwarten
0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
– = Langsames Ladetempo zu erwarten
— = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Die Mischung aus 45W im USB Power Delivery Standard und der Unterstützung des PPS Standards erlaubt es dem Nexode 45W sowohl Apple iPhones wie auch Samsung Galaxy und Google Pixel Smartphones mit dem vollen Tempo zu laden.

Dieses eignet auch für Huawei, Xiaomi, Realme und OnePlus Smartphones, bei diesen würde aber nicht zwingend das volle Ladetempo erreicht.

Ähnliches gilt auch für Notebooks und Tablets. Du wirst die Apple iPads in der Regel mit dem vollen Tempo laden können und sogar kleinere Notebooks. Aber gerade bei Notebooks ist es nicht sicher das diese geladen werden können bzw. dies mit dem vollen Tempo.

Bei Notebooks wie dem MacBook Pro 13 M1 gibt es aber keine Probleme.

 

Effizienz

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Effizienz unter Last an.

Die Effizienz des Nexode 45W schwankt zwischen 80,5% bei niedriger Last und 90,8% bei hoher Last. Dies sind absolut brauchbare Werte! 80,5% bei niedriger Last ist nicht Weltklasse, aber völlig okay. Die 90,8% bei Volllast sind hingegen tadellos!

 

Fazit

Du suchst ein Dual-Port USB C Ladegerät in der 45W Klasse? Dann spricht nichts gegen das UGREEN Nexode 45W. Dieses ist technisch absolut tadellos, bietet eine gute Effizienz und scheint allgemein gut gebaut zu sein.

Dieses ist dank der Unterstützung von PPS nicht nur für die iPhones, sondern auch für die Samsung Galaxy oder Google Pixel Geräte absolut geeignet.

Bedenke nur das natürlich bei einer gleichzeitigen Nutzung beider Ports die Ports jeweils ein gutes Stück auf 25W bzw. 20W gedrosselt werden.

Aber ansonsten spricht nichts gegen das UGREEN Nexode 45W!

UGREEN Nexode 45 W Schnellladegerät USB C mit 2 Ports GaN II Tech...

  • Sehr wertiges Design
  • Sehr gute Effizienz mit bis zu 90,8%
  • Mit großer PPS Stufe (3,3-11V bei 4A)
  • Niedrige Hitzeenntwicklung
  • Zwei USB C Ports mit bis zu 45W 
  • Kein USB A 
  • Deutliche Drosselung der USB C Ports beim Laden von zwei Geräten (25+20W) 

UGREEN CD294 Nexode 45W
POSITIV
Sehr wertiges Design
Sehr gute Effizienz mit bis zu 90,8%
Mit großer PPS Stufe (3,3-11V bei 4A)
Niedrige Hitzeenntwicklung
Zwei USB C Ports mit bis zu 45W 
NEGATIV
Kein USB A 
Deutliche Drosselung der USB C Ports beim Laden von zwei Geräten (25+20W) 
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Der ACEMAGICIAN AMR5 im Test, ein mini-eSport Gaming PC mit AMD Ryzen 5 5600U

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ACEMAGICIAN bietet mit dem AMR5 einen Mini-PC, der auch bzw. besonders fürs Gaming beworben wird.

Mutig, denn der AMR5 setzt auf eine iGPU! Bei dieser handelt es sich aber um die iGPU des AMD Ryzen 5 5600U, welche an sich recht fähig ist.

Klingt doch interessant, zumal der PC auch ein sehr außergewöhnliches Design hat, welches sich massiv von anderen Mini-PCs unterscheidet.

Wollen wir uns daher den ACEMAGICIAN AMR5 im Test ansehen. Ist die GPU wirklich schnell genug fürs Gaming?

 

Der ACEMAGICIAN AMR5 im Test

Der AMR5 setzt auf ein sehr außergewöhnliches Design für einen Mini-PC. So haben die meisten Mini-PC den Intel NUC Formfaktor.

Der AMR5 hingegen setzt auf ein Hochkant-Design, welches grob in Richtung der PS5 geht. Dabei findet sich am oberen Rand des Mini-PCs ein interessantes Drehrad, welches dir die Auswahl aus drei Leistungsmodi erlaubt. Zudem kannst du das Drehrad drücken, um den PC einzuschalten.

ACEMAGICIAN hat die Anschlüsse des AMR5 auf der Front und Rückseite verteilt. Auf der Front finden wir:

  • 2x USB A 3.0
  • 1x USB C 3.1
  • 1x 3,5mm Audio-Ausgang

Zudem haben wir auf der Rückseite:

  • 2x USB 3.0
  • 1x Display
  • 1x HDMI
  • 1x Gbit LAN
  • 1x DC Eingang

Damit ist die Portausstattung des ACEMAGICIAN AMR5 ordentlich, aber auch nicht absolut überragend. Ein weiterer USB-C Port und vielleicht ein Kartenleser wäre nett.

 

Einfach aufrüsten

Du kannst beim AMR5 einfach eins der Seitenteile abnehmen. Unter diesem findest du 2x m.2 SSDs Slots und zwei SO-DDR4 Slots.

Entsprechend kannst du den Arbeitsspeicher und vor allem den Speicher des Mini-PC sehr einfach aufrüsten.

 

Leistungsauswahl?

Auf der Oberseite des ACEMAGICIAN AMR5 findest du das Drehrad mit drei Leistungsstufen.

  • Silent
  • Normal
  • Performance

Was macht dieser Schalter? Im Kern verändert dieser die maximale Leistungsaufnahme der CPU.

  • Silent = 10W TDP
  • Normal = 20W TDP
  • Performance = 28W TDP

Wenn du der CPU mehr Leistung gibst, dann kann diese einen höheren Takt erreichen und ist entsprechend schneller.

Interessanterweise ist dieser Schalter dabei in der Hardware integriert zu sein. Dieser arbeiten augenscheinlich nicht mit einer sichtbaren Software in Windows zusammen. Hier gibt es auch kein Feedback, drehst du den Schalter, wird einfach sofort die maximale Leistung der CPU hochgeschaltet.

 

Performance

Das Herzstück des AMR5 ist der AMD Ryzen 5 5600U. Der AMD Ryzen 5 5600U ist eine 6 Kern bzw. 12 Thread CPU, welche normalerweise für Mittelklasse-Notebooks gedacht ist.

Der AMD Ryzen 5 5600U taktet mit bis zu 4,2GHz und hat die AMD Radeon RX Vega 7 integriert.

Schauen wir uns zunächst die Leistung des ACEMAGICIAN AMR5 je nach TDP an, in Cinebench R20.

Hier können wir direkt sehen, dass der “Performance” Schalter des AMR5 funktioniert und durchaus einen großen Einfluss auf die Leistung des Systems hat.

Alle folgende Benchmarks sind daher im “Performance” Modus gemacht. Wir wollen ja die maximale Leistung des Systems sehen.

Dank des Performance Modus kann der AMR5 durchaus etwas mehr Leistung abrufen, als es mit dem 5600U eigentlich üblich wäre. So kann der Beelink SER5 geschlagen werden und vor allem die Single Core Performance ist auf einem sehr hohen Level!

Wir haben hier eine Single Core Leistung die eher auf dem Level des Ryzen 7 5800HS unterwegs ist.

 

Gaming auf dem AMD Ryzen 5 5600U

ACEMAGICIAN war es beim AMR5 sehr wichtig das wir über die Leistung in Spielen sprechen. Diese vermarkten den AMR5 schließlich als mini-Gaming PC. Ein mutiges Statement in Anbetracht der integrierten Grafikeinheit.

Um ehrlich zu sein halte ich den AMR5 nicht für einen Gaming PC. Hier musst du etwas mehr Geld in die Hand nehmen (+- 800€+) oder dich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen, wenn du wirklich in dieser Klasse einen richtigen Gaming-PC willst.

Allerdings suchst du wirklich gezielt einen super Stromsparenden mini-Gaming PC, dann kann der AMR5 vielleicht doch Sinn machen, je nach Spiel.

AAA Titel

Hier müssen wir zunächst etwas unterscheiden zwischen verschiedenen Spiele-Klassen. Aktuellere AAA Spiele kannst du leider auf dem AMR5 etwas vergessen.

Hier kommen wir bestenfalls bei 720p Auflösung und “Low” (oder Mittel) auf spielbare Bildraten.

Ältere AAA Titel

Bei älteren AAA Spielen oder Spielen die nicht ganz so Leistungshungrig sind sieht die Welt schon etwas anders aus.

Hier können wir in der Regel auf Full HD Auflösung hochgehen. “Ganz alte” Spiele alla Tomb Raider 2013 erreichen sogar bei hohen Einstellungen 60FPS. Auch die Skyrim Special Edition oder Metro Last Light sind auf hoch locker spielbar.

eSport Titel

Bei eSport Titeln oder “Multiplayer” fokussierten Spielen sieht die Welt nochmal anders aus.

Über Spiele wie Starcraft 2 oder DOTA 2 lacht der ACEMAGICIAN AMR5 regelrecht. Selbst auf hohen Einstellungen kratzen wir in DOTA 2 an den 60 FPS und bei Mittleren Einstellungen werden 100 FPS überschritten.

Besonders überraschend war aber Overwatch 2. Selbst bei Full HD und hohen Einstellungen überschreiten wir 30 FPS im Schnitt. Bei mittel sind wir sogar bei 60 FPS. Damit hätte ich nicht gerechnet!

Unterm Strich kommt es also etwas auf die Spiele an die du spielst. Spielst du nur Overwatch, DOTA oder Ähnliches, dann kann der ACEMAGICIAN AMR5 durchaus als Gaming PC durchgehen.

 

Etwas schwache SSD

Leider eine Schwäche des ACEMAGICIAN AMR5 ist die SSD. In diesem steckt eine “FPT310M8 SSD 512GB”.

Leider haben wir hier eine NoName SSD. Eine No name SATA SSD.

Ich will damit nicht sagen das du die SSD sofort austauschen solltest, aber diese ist mit 475 MB/s lesend und schreibend sicherlich kein High End Modell.

Eine einfache NVME SSD könnte hier schon einen Performance-Sprung bei Ladezeiten und dem installieren von Programmen mitbringen.

 

Stromverbrauch

Einer der größten Vorteile von Mini-PCs ist der Stromverbrauch. Dies ist auch der größte Vorteil gegenüber dem Kauf eines alten PCs.

  • Im Leerlauf benötigt der ACEMAGICIAN AMR5 ca. 10-11W.
  • Bei normaler Nutzung/Youtube Videos kommen wir im Performance Modus auf +- 16-22W.
  • Unter Volllast im Performance Modus kommen wir auf +- 48W.

 

Fazit

Für mich strahlen mini PCs wie die Intel NUCs oder auch der AMR5 eine gewisse Faszination aus. Es ist einfach spannend und cool wie viel Technik wir mittlerweile auf super kleinen Raum unterbringen können.

Dabei können solche Mini-PCs auch durchaus Sinn machen, gerade in der heutigen Zeit. Denn ein großer Vorteil dieser ist der Stromverbrauch. So benötigt der AMR5 gerade einmal 10W im Leerlauf und +- 20W bei normaler Last. Das kann kein normaler PC unterbieten.

Dabei hat dieser dank des AMD Ryzen 5 5600U durchaus ordentlich Leistung. Fürs normale Webbrowsen, Office, leichte Media-Bearbeitung ist der ACEMAGICIAN AMR5 mehr als geeignet. Vor allem im Performance Modus mit 28W TDP schlägt sich dieser nochmals ein Stück besser als es die CPU eigentlich zulassen würde.

Hierdurch ist der PC auch durchaus für ESport Spiele zu gebrauchen. DOTA 2, Starcraft 2 oder auch Spiele wie Skyrim, Diablo usw. sind bei Full HD Auflösung mit mittleren bis hohen Details flüssig spielbar. Selbst aktuellere leichte Spiele wie Overwatch 2 laufen erfreulich gut. Mit Full HD Auflösung und mittleren Details hätte ich nicht mit 60 FPS gerechnet.

Allerdings sei auch dazu gesagt, dass aktuelle AAA Spiele schon zu viel sind. Diese laufen, wenn nur bei reduzierter Auflösung (720p).

Dennoch zeige ich mich vom ACEMAGICIAN AMR5 mehr als nur positiv überrascht! Die kleine Kiste ist ein super Media-PC mit angenehm niedrigem Stromverbrauch.

ACEMAGICIAN Mini-PC AMD Ryzen5 5600U (bis zu 4,2 GHz), Computer 16GB...

  • Niedriger Stromverbrauch im Leerlauf/beim Webbrowsen
  • Sehr ordentliche CPU Leistung
  • Drei Leistungsmodi zur Auswahl
  • Ausreichend Grafikleistung für eSport Spiele
  • Gute IO
  • 2x NVME SSD Slots
  • Design nichts für jeden

ACEMAGICIAN AMR5
POSITIV
Sehr ordentliche CPU Leistung
Niedriger Stromverbrauch im Leerlauf/beim Webbrowsen
Drei Leistungsmodi zur Auswahl
Ausreichend Grafikleistung für eSport Spiele
Gute IO
2x NVME SSD Slots
Design nichts für jeden
NEGATIV
Design nichts für jeden
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Die EnergyQC Pilot X7 20000mAh PD im Test, einfach aber gut!

Du suchst eine einfache Powerbank mit hoher Kapazität und einen 18W USB-C Ausgang für möglichst wenig Geld?

Dann könnte die EnergyQC Pilot X7 für dich spannend sein. Bei der EnergyQC Pilot X7 handelt es sich um eine vergleichsweise günstige und einfache Powerbank, welche aber immerhin über 20000 mAh und einen 18W USB C Power Delivery Ausgang verfügt.

Wollen wir uns doch einmal die EnergyQC im Test ansehen. Kann die Powerbank überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an EnergyQC für das zur Verfügung stellen der Pilot X7 20000mAh PD für diesen Test.

 

Die EnergyQC Pilot X7 20000mAh PD im Test

Die EnergyQC Pilot X7 ist eine sehr einfache und günstig gebaute Powerbank. Diese besteht äußerlich komplett aus einem sehr einfachen Kunststoff. Auch die generelle Verarbeitung ist wirklich nichts Besonderes.

Hersteller wie Anker spielen hier in einer deutlich höheren Liga.

Mit 155 x 73 x 19,8 mm und einem Gewicht von 339g ist die EnergyQC Pilot X7 allerdings für die beworbene Kapazität von 20000mAh angenehm kompakt.

Auf der Oberseite finden wir einen Einschalter und eine vierteilige Status LED.

 

Die Anschlüsse

Die EnergyQC Pilot X7 verfügt über folgende Ports:

  • 2x USB A – Quick Charge 3.0 18W
  • 1x USB C – Power Delivery – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A – 18W
  • 1x microUSB Eingang – Quick Charge – bis zu 18W

Erfreulicherweise verfügt die EnergyQC Pilot X7 über die optimale Mischung aus Quick Charge und USB Power Delivery. So haben wir zwei 18W Quick Charge USB A Ausgänge, welche natürlich auch mit normalen USB Geräten kompatibel sind. Zudem besitzt die Powerbank einen USB C Ausgang mit ebenfalls 18W Leistung

Damit kann die Powerbank so ziemlich alle aktuellen Smartphones flott laden.

Allerdings liegt die maximale Leistung der Powerbank bei 18W! Nutzt du also mehr als nur einen Port, dann werden alle Ports an der Powerbank stark gedrosselt.

Ich würde empfehlen maximal ein Gerät gleichzeitig zu laden oder höchstens zwei.

Ist die Powerbank leer, kannst du diese Wahlweise via microUSB oder USB-C laden. Über beide Ports akzeptiert diese auf dem Papier bis zu 18W.

 

18W oder 20W?!

Auf der Rückseite der EnergyQC Pilot X7 steht beim USB C Port eine maximale Leistung von 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A.

Dies ist aber falsch! Der USB C Port bietet in Wirklichkeit 20W bzw. 5V/3A, 9V/2,20A oder 12V/1,5A. 9V * 2,2A = 19,8W bzw. 20W.

Ob nun ein USB C Port 18W oder 20W hat spielt in der Praxis kaum eine Rolle, aber in der Theorie gibt dir dies ein minimal besseres Ladetempo in Kombination mit iPhones.

 

Mit PPS

Erfreulicherweise hat der USB PD Unterstützung für den PPS Standard! So bietet der USB C Port zwei PPS Stufen:

  • 5-5,90 V / 3A
  • 5-11 V / 2A

Die PPS Stufen sind nicht gigantisch groß, aber helfen beim Laden der diversen Samsung Smartphones.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/SS Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des SS2 Ultra. Ein S21 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 25W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Die Kapazität

Kommen wir zur Kapazität. Hier verspricht EnergyQC 20000mAh, folgendes konnte ich Messen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 52,765 14260,81081 71,3%
9V/1A 52,472 14181,62162 70,9%
9V/2A 49,754 13447,02703 67,2%

Je nach Last schwankt die Kapazität der Powerbank zwischen 13447 und 14261 mAh, was für meinen Geschmack etwas niedrig ist. Dies ist 67-71% der Herstellerangabe. Es ist normal, dass eine Powerbank nicht 100% der Herstellerangabe erreicht. Aber um die 70% ist schon etwas niedrig, normal wären 80-90%.

 

Das Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +
Apple iPhones ++
Apple MacBooks 0
Google Pixel ++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.)
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = Langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Dank des 18/20W USB C Ausgangs ist die Powerbank sehr gut für die aktuellen iPhones geeignet. Zwar können die iPhones teils mit mehr als 20W laden, aber mit bis zu 20W erreichst du hier schon das so ziemliche maximale Ladetempo.

Dank PPS werden auch die aktuellen Samsung S Smartphones flott, aber zugegeben nicht ganz mit dem vollen Tempo geladen.

 

Ladedauer

Die EnergyQC Pilot X7 kann via Quick Charge oder USB Power Delivery mit bis zu 18/19W geladen werden. Alternativ kannst du auch ein normales 5V Ladegerät nutzen, womit das maximale Ladetempo bei rund 9,xW.

An einem 18W Schnellladegerät ist die EnergyQC Pilot X7 in knapp über 4 Stunden von 0% auf 100% gebracht. An einem Standard-Ladegerät dauert es ca. 8 Stunden.

 

Die Ladeeffizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Ladeeffizienz zu sprechen, also wie groß die Differenz zwischen Energie die die Powerbank aufnimmt um zu 100% geladen zu werden im Verhältnis zur am Ende nutzbaren Kapazität.

Eingang im besten Fall im schlechtesten Fall
USB PD 77% 73%
5V/2,4A 78% 74%

Beim Laden via USB PD benötigte die Powerbank in meinem Test 68,1 Wh für eine vollständige Ladung und beim Laden an einer 5V Quelle 67,3 Wh. Die Ladeeffizienz schwankt zwischen 78% und 73%.

Dies ist eine durchschnittliche Ladeeffizienz.

 

Fazit

Die EnergyQC Pilot X7 20000mAh ist eine gute Powerbank, aber in keinem Punkt wirklich besonders oder meine erste Wahl, so ehrlich muss ich sein.

Die Pilot X7 macht an sich einen vernünftigen Job als einfache Smartphone Powerbank. Wir haben Quick Charge und USB Power Delivery, einen kompakten Formfaktor und ein ausreichend flottes Laden der Powerbank selbst.

Die Kapazität ist mit effektiv 13447 bis 14261 mAh etwas niedrig für meinen Geschmack (da wir hier 20000mAh auf dem Papier haben), geht aber in Ordnung. Ein aktuelles Smartphone wirst du hier 3 mal gut voll bekommen.

Etwas schade ist auch, dass sich die Powerbank beim Laden mehrerer Geräte sehr deutlich drosselt.

Unterm Strich würde ich es etwas vom Preis abhängig machen. Zum Zeitpunkt des Tests ist die EnergyQC Pilot X7 20000mAh schön günstig für eine 20000 mAh Powerbank mit 18/20W USB C und PPS. Suchst du hier ein einfaches Modell, dann warum nicht?

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Das NZXT H5 Elite im Test, tolles Design und brauchbare Kühlung?

NZXT hat mit seinen Gehäusen den PC-Markt etwas umgekrempelt. So war NZXT einer der ersten Hersteller die auf besonders viel Glas und ein extra schlichtes Design bei seinen Gehäusen setzte.

Dabei war der Innenraum aufgeräumt und durchdacht. Auch das Bauen in NZXT Gehäusen geht gut von der Hand.

NZXT hat seinem mittlerweile fast schon etwas legendären H510 nun ein kleines Face Lift verpasst und das Design nochmals modernisiert.

So setzt auf das neue NZXT H5 Elite auf das gleiche geradlinige Design mit viel Glas. Allerdings gibt es im Detail einige Verbesserungen. Neben RGB Lüftern haben wir beispielsweise im Gehäuseboden einen speziellen “Grafikkarten-Lüfter”, welcher zusätzliche Luft in Richtung deiner Grafikkarte pustet.

Aber schauen wir uns das Gehäuse doch einmal im Detail an.

An dieser Stelle vielen Dank an NZXT für das Zurverfügungstellen des H5 Elite für diesen Test.

 

Flow und Elite

NZXT bietet das H5 als “Flow” und als “Elite” Version an. Die Flow Version ist wie der Name schon vermuten lässt auf einen möglichst hohen Luftstrom optimiert. Hierfür haben wir ein Mesh Front Panel.

Die Elite Version hingegen setzt auf ein Glas Frontpanel und RGB Lüfter. Sieht schicker aus, reduziert aber den Luftstrom, da dieser nur seitlich eingezogen werden kann.

Aufgrund der RGB Lüfter und des RGB Controllers ist die Elite Version allerdings auch etwas teurer.

Sagen wir es so, die NZXT H5 Flow ist die „vernünftige“ Wahl, das NZXT H5 Elite die schöne.

 

Das NZXT H5 Elite im Test

“if it ain’t broke, don’t fix it”  war sicherlich auch NZXTs Motto beim H5 Elite. So sieht das H5 dem H510 Elite zum Verwechseln ähnlich!

Auf den ersten Blick hat sich so gut wie nichts verändert. So haben wir weiterhin ein zweiteiliges “Glasgehäuse”. Das Seitenteil und die Front bestehen aus Glas (leicht getönt), es gibt aber im unteren Bereich einen Metallbereich, auf Höhe des Netzteils.

Dies lockert das Design massiv auf und gefällt mir sehr gut. Ich finde das NZXT H5 Elite ist eins der schicksten Gehäuse auf dem Markt! Es wirkt hochwertig und minimalistisch, aber dank des Glases auch spannend.

Abmessungen:

  • Höhe 464 mm
  • Breite 227 mm
  • Tiefe 446 mm
  • Gewicht 8,1 KG

So verfügt die Elite Version auf der Front über zwei 140mm RGB Lüfter von NZXT (inklusive Hub), welche durch das leicht getönte Glas einfach super aussehen!

Auch an der Verarbeitungsqualität ist nichts zu bemängeln! Ebenso ist die Halterung der Seitenpanel gelungen. Vor allem das Glaspanel springt dir nicht einfach entgegen, wenn du die Schraube löst.

 

Im Inneren

Das H5 Elite ist im Kern ein klassisches, modernes ATX Gehäuse. So frisst dieses normale bis zu EATX große Mainboards (wobei EATX sehr eng wäre!) und erlaubt auch normale Netzteile.

  • Mainboards: Mini-ITX, Micro-ATX, ATX, und EATX (bis zu 272 mm)
  • Netzteil: ATX bis ca. 200 mm
  • CPU Kühler: bis zu 165 mm Höhe
  • Grafikkarten: bis zu 365 mm Länge

Damit bekommst du so ziemlich alle CPU Kühler (Luft), wie auch alle Netzteile und Grafikkarten in das H5 Elite. Selbst eine RTX 4090 würde knapp passen, genau wie ein gängiges 1500W Netzteil.

Auf Seiten der Lüfter ist das Gehäuse allerdings etwas weniger flexibel.

  • Front: 2x 140mm
  • Oben: 2x 120mm
  • Hinten: 1x 120mm
  • Unten: 1x 120mm

Auf der Front haben wir die beiden 140 mm RGB Lüfter von NZXT. Diese sind einer Art Rahmen befestigt, welchen du samt Lüfter abnehmen kannst.

In diesem Rahmen kannst du auch einen 280 mm Radiator verbauen. Wichtig, es scheint nicht möglich zu sein den Radiator beidseitig zu bestücken, da es ansonsten nicht möglich ist den Rahmen zu verbauen!

Auf der Oberseite haben wir Platz für 2x 120 mm Lüfter. Allerdings sehe ich keine Grund warum es nicht möglich sein sollte 140 mm Lüfter zu montieren?! Der Platz wäre da und eventuell könntest du die Lüfter sogar durch das Gitter verschrauben, es gibt aber keine “Offiziellen” Löscher, was ich nicht verstehe.

280 mm Radiatoren passen oben allerdings auf keinen Fall! 240 mm Radiatoren sind hingegen laut NZXT auch oben möglich.

Auf der Rückseite haben wir den typischen 120 mm Lüfter-Platz.

Ungewöhnlich ist der Lüfter im Boden. Dieser ist leicht schräg Richtung Grafikkarte gewinkelt und soll für diese etwas zusätzliche frische Luft bereitstellen. Interessantes Konzept!

Wo du Kompromisse eingehen musst ist bei den Laufwerken!

  • 2,5 Zoll: 1 + 1
  • 3,5 Zoll: 1 ( +0)

Das Gehäuse besitzt lediglich zwei “Slots” für Speichermedien. Diese finden sich auf der Rückseite des Mainboards! Dort kannst du bis zu 2x 2,5 Zoll SSDs oder 1x 2,5 Zoll SSD + 1x 3,5 Zoll HDD verbauen.

Dies ist etwas dünn und ich bin auch nicht der größte Fan vom Verschrauben der HDD auf der Rückseite des Mainboards. Dies ist klar ein Gehäuse für “SSD Only” Nutzer, im besten Fall NVME SSD Only.

 

Unterschiede H5 zu H510 Elite

Im Kern gibt es zwei große Unterschiede zwischen dem alten H510 Elite und dem neuen H5 Elite.

  1. Der Deckel des H5 Elite ist komplett offen und erlaubt zwei 120mm Lüfter (140mm werden offiziell nicht unterstützt, lassen sich aber unter Umständen verbauen).
  2. Im Inneren gibt es einen zusätzlichen “Grafikkarten-Lüfter”, zu diesem später mehr.

 

RGB und Lüfter

Mit im Lieferumfang des NZXT H5 Elite sind drei Lüfter, 2x F140 RGB Fan (ca. 30€ pro Stück) und 1x F120Q Airflow Fan (ca. 16€).

Dies sind sehr hochwertige Lüfter! Ein Austausch der Lüfter macht hier keinen Sinn, viel bessere Lüfter wirst du nicht bekommen, von daher sind diese eine Beigabe die einen Mehrwert hat.

Bei den beiden Lüftern in der Front handelt es sich auch im RGB Lüfter, welche allerdings auf das RGB System von NZXT setzen und entsprechend einen Hub benötigen. Ein HUB mit 3x RGB Anschlüssen ist auch mit im Lieferumfang. Der HUB steuert aber nur die Beleuchtung, die Lüftergeschwindigkeit wird über das Mainboard gesteuert (RGB Lüfter 4-PIN, 120mm Lüfter 3-PIN).

Ich finde die RGB Beleuchtung ist wertig und schick!

 

Das bauen im NZXT H5 Elite

An sich ist das Bauen im H5 Elite sehr angenehm! Ich würde dieses auch für Anfänger ohne Probleme empfehlen.

Mainboard Abstandshalter sind vorinstalliert und dank “Kabelbügel” und Netzteilabdeckung sieht der Innenraum immer sehr aufgeräumt aus. Dabei sind Kabeldurchführungen sinnvoll verteilt.

Auch das Kabelmanagement auf der Rückseite des Mainboards ist gut möglich, zumal du hier auch recht viel Raum hast.

Etwas eng ist der Raum hinter dem Netzteil. Hier ist das Einstecken von Kabeln etwas schwierig. Auch von der HDD Halterung bin ich kein Fan. Ich würde das H5 Elite nur für SSDs empfehlen!

Ansonsten kann ich aber von keinen Problemen oder Auffälligkeiten berichten.

 

Temperaturen

Das NZXT H5 Elite setzt auf extrem viel Glas. Gerade die Front Lüfter sind etwas eingeschränkt. So können diese nur durch einen kleinen Spalt an der rechten Seite und auf der Unterseite an Frischluft gelangen.

Dieser Spalt ist beim H5 Elite vergleichsweise groß. Viele Gehäuse mit einem ähnlichen Design geben den Lüftern nochmals weniger Raum zum Atmen.

Zudem wird dieses Problem beim H5 Elite durch die sehr guten Lüfter kompensiert. Die  F140 Lüfter in der Front sind zwar auf höheren Drehzahlen nicht die leisesten, aber bewegen sehr viel Luft! NZXT wirbt mit bis zu 152,03 m³/​h bei 100% Leistung, was sehr viel ist.

Aber wie stark werden die Lüfter durch die Front eingeschränkt? Machen wir hier zwei Testdurchläufe mit Cinebench R23 (10 Minuten). Einmal mit der Front im Normalzustand und einmal mit abgenommenem Front-Panel.

Es ist eindeutig zu sehen, dass die CPU Temperaturen etwas niedriger sind wenn wir nicht die Glasfront hätten. Der Temperaturunterschied (alle Lüfter auf das gleiche Level fixiert) beträgt ca. 3-4 Grad im Maximum.

Hier musst du wissen, ob das für dich okay ist.

 

Bringt der Grafikkarten Lüfter etwas?

Im unteren Bereich des Gehäuses findet sich ein gesonderter Lüfter, welcher Luft durch den Boden ansaugt und Richtung Grafikkarte bläst. Dies dabei in einem leicht schrägen Winkel.

Bringt dieser Lüfter etwas? Hierfür habe ich diesen einmal abgeschaltet und einmal bei 100% laufen lassen und die GPU Temperaturen (RTX 3070 Founders) im 3D Mark Time Spy mitgeloggt.

Also prinzipiell ist mehr frische Luft im Gehäuse immer gut. Allerdings scheint der Lüfter in meinem Fall kaum einen Unterschied bei der Grafikkartentemperatur zu machen.

Spannenderweise hat dieser Lüfter einen größeren Einfluss auf die CPU Temperatur. Hier der Unterschied zwischen dem Lüfter Ein/Aus bei einem Cinebench R23 Durchlauf.

Gerade im späteren Verlauf des Tests ist klar zu erkennen, dass der zusätzliche Luftstrom die internen Gehäusetemperaturen etwas niedriger hält und entsprechend die CPU besser kühlt.

Der Lüfter hat also durchaus eine Daseinsberechtigung! Knappe 2-3 Grad am Ende des Tests ist nicht wenig.

 

Subjektive Lautstärke

Du benötigst beim NZXT H5 Elite eine angepasste Lüftersteuerung, denn ansonsten ist das Gehäuse etwas lauter.

Dies liegt an den beiden NZXT F140 RGB. Die F140 RGB sind mit bis zu 1800 RPM und 152,03 m³/​h recht starke Lüfter. Diese bewegen viel Luft, aber sind ab 50-60% Leistung doch hörbar. Daher würde ich empfehlen diese etwas zu drosseln, was aufgrund des 4 Pin Steckers absolut problemlos über dein Mainboard möglich ist.

Solltest du eine möglichst gute Balance aus Lautstärke und Temperatur suchen, dann würde ich dir empfehlen die beiden RGB Lüfter etwas runter zu drehen (40-60%) und den unteren “F120Q Airflow Fan” etwas höher zu drehen. Dieser reduziert die Gehäusetemperatur recht deutlich, bekommt mehr oder weniger frei Luft über den Boden und ist selbst bei höheren Stufen (80%+) noch relativ leise. Auf dem Papier bewegt dieser aber auch nicht so viel Luft wie die beiden anderen Lüfter, was allerdings wieder durch das freiere Atmen dieses ausgeglichen wird.

 

Fazit

Das NZXT H5 Elite gehört zu den schönsten PC Gehäusen derzeit auf dem Markt, zumindest meiner Meinung nach. Das schlichte Glas und Metall Design ist absolut Zeitlos und edel.

Dabei ist das Gehäuse auch intern gut und sinnvoll gebaut! So ist das Kabelmanagement in diesem sehr einfach und das H5 Elite wirkt immer aufgeräumt.

Dabei wirken die RGB Lüfter in der Front unheimlich schick und wertig. Allgemein sind dies sehr gute Lüfter mit einem hohen potenziellen Luftdurchsatz. Ich schreibe absichtlich potenziellen Luftdurchsatz, denn die Glasfront kostet dich natürlich etwas Luftdurchsatz.

Beim H5 Elite ist der Abstand zwischen Glaspanel und Lüfter etwas größer, aber dennoch nicht “optimal”. Ohne dem Glaspanel auf der Front lägen beispielsweise die CPU Temperaturen bei voller Last ca. 3-4 Grad niedriger.

Kein Weltuntergang, suchst du aber die maximale Leistung, dann natürlich etwas unschön.

Der neue zusätzliche Lüfter im Boden des NZXT H5 Elite sorgt aber für merklich bessere Temperaturen, primär auf Seiten der CPU. Durch diesen gewinnst du wieder 2-3 Grad.

Daher ist zu erwarten, dass du im H5 Elite bessere Temperaturen erhältst als im H510 Elite. Geht es dir aber um die bestmöglichen Temperaturen, solltest du eh zur Airflow Version greifen.

Das H5 Elite ist primär auf Optik, mit soliden Temperaturen ausgelegt. Und bei der Optik kann dieses auch absolut überzeugen!

Habe ich etwas zu bemängeln? Ja das Lüfter-Design im Deckel finde ich etwas merkwürdig, denn hier hätten auch zwei 140mm Lüfter gepasst.

Abseits davon bin ich mit dem NZXT H5 Elite absolut zufrieden. Selbst der Preis geht in Ordnung! Derzeit kostet das H5 Elite um die 150€, was in Anbetracht der beiden F140 RGB Lüfter absolut okay ist.

NZXT H5 Elite
POSITIV
Sehr schickes Design
Zwei hochwertige RGB Lüfter mit im Lieferumfang
Sehr gute Verarbeitung
Einfaches Kabelmanagement
Lüfter im Boden hilft dem Airflow deutlich
Einfach im Inneren zu arbeiten
NEGATIV
Nicht gut für viele HDDs/2,5 Zoll SSDs geeignet
Glasfront kostet etwas Airflow
90

Die Glorious GMMK 2 im Test, eine spitzen Tastatur mit Hotswap zum fairen Preis

Die Glorious GMMK Pro ist derzeit die Tastatur meiner Wahl. Die GMMK Pro ist zwar eine tolle Tatatur, aber diese ist auch wahnsinnig teuer! Wer will schon gerne über 200€ für eine Tastatur ausgeben?

Glorious bietet mit der GMMK 2 aber auch eine deutlich günstigere Tastatur an. Diese ist bereits für 129€ zu bekommen und bietet viele der Qualitäten der GMMK Pro wie das schicke Design, Hot Swap Taster, gute Verarbeitung usw.

Klingt doch erst einmal gut! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist die GMMK 2 eine besondere Tastatur oder nur 08/15 Ware? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Glorious für das zur Verfügung stellen der GMMK2 für diesen Test.

 

Die Glorious GMMK 2 im Test

Auf dem ersten Blick ist die Glorious GMMK 2 durchaus eine Tastatur der gehoben Klasse. Gerade das Gehäuse der Tastatur strahlt eine gewisse Wertigkeit aus!

Mit rund 27mm ist dieses recht dick. Dabei setzt Glorious auf eine Mischung aus Metall für den oberen Teil des Gehäuses und Kunststoff für die untere Hälfte. Im Gegensatz zur GMMK Pro verfügt die GMMK 2 auch über Füße um diese aufzustellen.

Hierdurch kannst du diese zum Tippen etwas angenehmer winkeln. Eine Handballenauflage gibt es allerdings nicht! Ich kann dir hier aber die Stealth Tastatur-Handballenauflage von Glorious empfehlen, welche ich auch bei der GMMK Pro nutze.

Ebenfalls im Gegensatz zur GMMK Pro setzt die GMMK 2 auf das “schwebende Taster” Design. Die Tastatur verfügt also nicht über einen Rahmen, sondern die Taster sind bündig mit dem Gehäuse angebracht. Hierdurch wirkt es so als würden die Taster schweben. Dieses Design ist Geschmackssache, aber ich bevorzuge es, da es leichter zu reinigen ist.

Abseits davon ist die Tastatur sehr minimalistisch gestaltet. Wir haben keine Drehräder, zusätzliche USB Ports oder Sondertasten.

Angeschlossen wird die Tastatur via USB C. Ein entsprechendes Kabel in ordentlicher Qualität liegt bei.

 

Layout

Die Glorious GMMK 2 gibt es sowohl als “Full Size” wie auch als TKL, also ohne Nummernpad. Ich habe für diesen Test die englische Version der GMMK 2 bekommen, welche über das ANSI Layout verfügt.

Allerdings ist die Glorious GMMK 2 problemlos in Deutschland mit dem deutschen ISO Layout zu bekommen.

Kaufst du die deutsche Version erhälst du das ganz klassische QWERTZ Layout, ohne große Besonderheiten. Wobei dies nicht ganz stimmt, denn wir haben hier keine “100%” Tastatur, sondern eine 96% Tastatur.

Es wurde hierbei der zusätzliche Tastenblock, welcher sich zwischen dem Tastenfeld und dem Nummernpad befindet, weggelassen und nur die wichtigen Tasten wie Entfernen usw. über das Nummernpad verschoben.

Hierdurch ist die Tastatur etwas kompakter und kleiner.

Media-Tasten, ein Lautstärke-Drehrad oder ähnlichen Luxus gibt es bei der GMMK 2 nicht.

 

Taster, Glorious Fox Linear

Die GMMK 2 ist aktuell nur mit den “Glorious Fox Linear” Tastern verfügbar.

  • 45 g Operating Force
  • Fast Linear Style
  • Pre-Lubed Parts
  • Clear Housings for Bright RGB
  • 9 mm Travel Distance
  • 60 g Bottom Out

Die Glorious Fox Linear sind auf den ersten Blick recht klasse Lineare “Red” Taster.

Red Taster? Die bekanntesten Linearen Taster sind die Cherry MX Reds, welche in diesem Bereich der defacto Standard sind. Taster mit einer ähnlichen Charakteristik, in diesem Fall eine lineare Charakteristik, werden als “Red” Taster bezeichnet.

Eine Besonderheit bei der GMMK 2 bzw. bei den Glorious Fox Linear sind die von Haus aus gefetteten Taster. Warum ist das interessant?

Im High End Bereich werden Taster gerne gefettet/geölt damit diese weicher laufen und leiser sind. Dies selbst zu machen ist allerdings ein gigantischer Aufwand und Taster, die vom Werk aus gefettet sind, sind selten.

 

Hotswap!

Sollten dir die Glorious Fox Linear nicht gefallen, dann ist dies kein Problem, denn die GMMK 2 ist Hotswap fähig!

Du kannst die Taster einfach aus der Tastatur herausziehen und gegen andere Taster tauschen.

Hier ein paar interessante alternative Taster, falls du mal was ausprobieren möchtest:

 

Wie tippt es sich auf der Glorious GMMK 2?

Es tippt sich auf der GMMK 2 deutlich anders als ich es erwartet hätte. Die Tastatur klingt recht wertig und “leise”. Die GMMK Pro spielt hier zwar noch eine Klasse höher, aber die GMMK 2 hört sich schon ein gutes Stück wertiger an als die klassischen Gaming Tastaturen.

So dachte ich im ersten Moment glatt, dass es sich bei den Glorious Fox Linear um “Silent” Taster handelt. Diese sind sehr leise! Wäre das Gehäuse noch etwas gedämpfter, dann hätte die GMMK 2 durchaus das Potenzial in der obersten Klasse mitzuspielen, was den Klang angeht.

Beim Tippgefühl bin ich aber etwas hin und her gerissen. Die Glorious Fox Linear laufen zwar weich und geschmeidig, klar weicher und geschmeidiger als Cherry MX Reds, wirken aber gerade im Anschlag teils etwas “weniger präzise und hart” als ich es von MX Reds oder auch den Akko CS Jelly Pink gewöhnt bin.

Es wirkt eher so als wäre der Anschlag der Taster leicht gedämpft/gepolstert. Es gibt weniger diesen harten “klack”, wenn du die Tasten hämmerst.

Dies ist aber Geschmackssache! Das Tippen fühlt sich auf der Tastatur sehr sanft und weich an. Ich kann mir vorstellen, dass nach etwas Eingewöhnung auch sehr angenehm sein kann! Ich bevorzuge aber den etwas härteren Anschlag meiner GMMK Pro + Akko CS Jelly Pink.

Aber das ist auch das Schöne an der Glorious GMMK 2, wenn es dir nicht gefällt, dann könntest du die Taster austauschen oder deine Tastatur allgemein Moden.

 

Schöne Beleuchtung

Die GMMK 2 verfügt natürlich über eine RGB-Beleuchtung. Jede Taste besitzt eine RGB LED, welche gerade bei der weißen Version sehr schön zur Geltung kommt.

Wie genau die LEDs leuchten sollen kannst du über die Glorious oder über QMK steuern.

 

Fazit

Die Glorious GMMK 2 hebt sich massiv von klassischen Gaming Tastaturen ab. Dies weniger aufgrund des Designs und mehr aufgrund des Tippgefühls.

Das Tippen auf der GMMK 2 fühlt sich völlig anders an als auf Corsair, Razer oder Logitech Tastaturen. So wirkt die GMMK sehr massiv und stabil gebaut. Die obere Aluminiumplatte ist hier deutlich dicker und massiv als bei den normalen “Standard” Tastaturen, was dieser eine hohe Stabilität und Massivität verleiht.

Hinzu kommen die sehr weichen und fast schon etwas gedämpften Glorious Fox Linear Taster, welche von Werk aus geölt/gefettet sind. Diese bieten ein sehr weiches und geschmeidiges Tippgefühl, das ich so noch bei keiner anderen Fertigtastatur erlebt habe.

Hierdurch wirkt die Tastatur allerdings etwas weniger “aggressiv”, das muss aber nicht schlimm sein, sondern ist Geschmackssache. Sind die Glorious Fox Linear besser als Cherry MX Reds? Vielleicht ein wenig, aber diese fühlen sich schon recht unterschiedlich an, was eher in die Kategorie “Geschmackssache” fällt.

Treffen die Glorious Fox Linear nicht deinen Geschmack, kein Problem! Die GMMK 2 besitzt Hotswap Taster. Du könntest die Fox einfach austauschen sollten diese dir nicht gefallen oder falls du mal was anderes ausprobieren möchtest.

Hinzu kommen ein schickes Design und eine tolle RGB-Beleuchtung. Im Gegensatz zu GMMK Pro ist die GMMK 2 auch nicht zu teuer! Diese ist bereits für rund 130€ zu bekommen, was absolut fair ist!

Glorious GMMK 2
POSITIV
Massive und hochwertige Verarbeitung
Hotswap Taster
Sehr gute Glorious Fox Linear
Wertiger Klang beim Tippen
Fairer Preis
RGB Beleuchtung
NEGATIV
Sehr minimalistisches Design
Kein Lautstärkendrehrad
91

Welche Stromkosten verursachen Smartphones? Wie viel teurer ist kabelloses Laden?

In der aktuellen Situation wird viel über das Stromsparen diskutiert. Eins der von uns am meisten verwendeten Geräten ist sicherlich das Smartphone.

Aber wie viel Stromkosten verursacht ein Smartphone überhaupt? Kann ja nicht so wenig sein, denn erste Arbeitgeber verbieten das Laden des Smartphones am Arbeitsplatz, aufgrund der Stromkosten.

Hier findest du viele Beispielrechnungen, welche aber alle sehr theoretisch sind. Machen wir es doch einmal anders, messen wir doch wie viel Strom das Laden eines Smartphones wirklich kostet!

Wie viel mehr kostet das kabellose Laden? Finden wir es in einem Praxis-Test heraus!

 

Faktor 1 Größe des Akkus

Gehen wir zunächst einmal auf die unterschiedlichen Faktoren ein, die hier eine Rolle spielen. Der wichtigste Faktor ist natürlich der Akku deines Smartphones und wie oft du dieses laden musst.

Für meine Rechnungen gehe ich davon aus dass du dein Smartphone 1x pro Tag von 5% auf 100% lädst.

Aktuelle Smartphones haben in der Regel einen Akku mit 4000 mAh +- 1000mAh.

Ein iPhone 14 Pro benötigt also ca. 56% mehr Energie um den Akku zu füllen verglichen mit dem S22 Ultra, zu mindestens auf dem Papier.

Wichtig, ein Smartphone lädt aber nicht zu 100% effizient! Heißt, du benötigst beispielsweise beim Pixel 7 Pro nicht 5000mAh für eine 100% Ladung, sondern ca. 6300mAh. In der Regel laden Smartphones auch nur mit einer Effizienz von 80%. 20% geht in Wärme und anderer interner Prozesse verloren.

 

Faktor 2 das Ladegerät

Nicht ganz unwichtig ist natürlich das Ladegerät, das du nutzt. Dieses ist nicht zu 100% Effizient. Die genaue Effizienz schwankt natürlich stark je nach Auslastung, maximaler Leistung usw.

Hier einfach mal ein paar Beispiele:

Hier kannst du durchaus sehen, dass es gewisse Unterschiede bei der Effizienz gibt. In der Regel schwanken die Ladegeräte um die 80-90% Effizienz. Lediglich sehr große Multiport Ladegeräte können bei niedriger Last unter diese Werte fallen.

In der Praxis kannst du hier also durchaus von einer Schwankung von ein paar % ausgehen.

 

Faktor 3 Ladestandard und Art des Ladens

Extremes Schnellladen kann unter Umständen etwas ineffizienter sein als ein Laden bei einem mittleren Tempo. Nach meiner Erfahrung ist aber ein super langsames Laden wieder ineffizienter als ein mittelschnelles oder schnelles Laden.

Langsamer ist zwar schonender für den Akku, aber nicht zwingend effizienter. Extremes Schnellladen kostet wiederum etwas Effizienz.

Kabelloses Laden kostet dich auch um die 30% mehr Energie!

 

Der Versuchsaufbau

Für diesen Versuch habe ich zwei Smartphones genutzt:

  • Apple iPhone 14 Pro
  • Google Pixel 6 Pro

Als Ladegerät nutze ich das Anker 735, dessen USB C Port ich fürs Schnellladen nutze und den USB A Port fürs “langsame” Laden.

Das Anker 735 ist schon eins der effizienteren Ladegeräte die du aktuell bekommen kannst.

Allerdings gerade bei niedriger Last 1A und weniger verliert dieses doch ordentlich Effizienz. Das Problem, selbst beim Schnellladen lädt das Smartphone nur 50% der Zeit mit dem vollen Tempo, ab wann das Ladetempo massiv sinkt.

Dies kostet dann wieder ordentlich Effizienz.

Als Messgerät nutze ich einerseits das UNIT UT230B zum Messen der Leistungsaufnahme aus der Steckdose und die Power-Z Tester zum Messen der Leistungsaufnahme aus dem Ladegerät.

Wir haben also Messwerte “vor dem Ladegerät” und “nach dem Ladegerät”. Wichtig die Messwerte nach dem Ladegerät sind extrem genau, die Werte der Leistungsaufnahme aus der Steckdose sind etwas gröber.

 

Wie viel Strom benötigen Smartphones zum Laden?

Kommen wir zu den Messergebnissen.

Hier sehen wir zunächst einen deutlichen Unterschied zwischen dem Pixel 6 Pro und dem iPhone 14 Pro. Das Pixel 6 Pro braucht ein Stück weit mehr Energie, was auch nicht überrascht, denn der Akku des Pixel ist mit 5000mAh deutlich größer als vom iPhone mit 3200mAh.

So brauchte das Pixel 6 Pro beim Schnellladen 26Wh aus der Steckdose, das iPhone 14 Pro 19Wh.

Beim normalen Laden benötigte das Pixel 6 Pro 27Wh aus der Steckdose, das iPhone 14 Pro weiterhin 19Wh.

Spannend sind aber auch die Werte wie viel Energie die Smartphones aus dem Ladegerät aufnahmen.

Spannenderweise sehen wir hier, dass beide Smartphones beim langsamen Laden weniger Leistung zum vollständigen Laden benötigen als beim Schnellladen.

Langsames laden ist also effizienter! Allerdings, da Ladegeräte beim langsamen laden ineffizienter sind, wird dieser Effizienz-Vorteil direkt wieder aufgefressen und sogar umgekehrt.

Unterm Strich macht es also keinen Unterschied bei den Stromkosten, ob du langsam oder schnell lädst.

 

Was kostet einmal Laden?

Was kostet nun das Laden des Pixel 6 Pro und des iPhone 14 Pro? Hier einmal für 0,50€ pro kWh und 1€ pro kWh. Ich denke die meisten von uns zahlen um die 0,50€ pro kWh, aber wer weiß wo die Reise noch hingeht…… daher auch mal die Rechnung für 1€ pro kWh.

Bei 0,50€ zahlst du für 1x laden des Pixel 6 Pro ca. 0,013€, also 1 Cent, für das Laden des iPhone 14 Pro 0,0095€, also sogar etwas weniger als 1 Cent. Bei 1€ pro kWh entspricht das doppelte, also +- 2-3 Cent.

Das Laden eines Smartphones kostet also wirklich nicht die Welt, selbst bei den aktuell extremen Strompreisen!

Auf ein Jahr Hochgerechnet (365x Laden) bei 0,50€ pro kWh:

  • Google Pixel 6 Pro – 4,745€
  • Apple iPhone 14 Pro – 3,4675€

Smartphones sind keine großen Stromschlucker!

 

Wie viel kostet das kabellose Laden?

Machen wir die gleiche Rechnung auf wenn wir unsere Smartphones kabellos laden.

Beim Pixel 6 Pro benötigt das kabellose Laden 33% mehr Energie, beim iPhone 14 Pro sogar 68%. Erstaunlich, dass das iPhone so viel “ineffizienter” kabellos lädt.

Allerdings habe ich hier auch ein „universelles“ kabelloses Ladepad genutzt.

Auf ein Jahr Hochgerechnet (365x kabellos Laden) bei 0,50€ pro kWh:

  • Google Pixel 6 Pro – 6,57€
  • Apple iPhone 14 Pro – 5,84€

 

Wie Effizient ist das Laden?

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Effizienz des Ladens an.

Spannenderweise bot das iPhone 14 Pro in meinem Test eine etwas schlechtere Ladeeffizienz. Diese lag hier beim Schnellladen bei 70,9%. Beim Pixel 6 Pro kommen wir auf 79,4%.

Es gehen bei den Smartphones also 20-30% der Energie beim Laden in Wärme verloren bzw. werden von anderen parallel laufenden Prozessen (das Always on Display usw.) gefressen.

Noch trauriger sieht es beim kabellosen Laden aus. Hier kommt das iPhone 14 Pro auf 46% und das Pixel 6 Pro auf 64%.

Diese Werte sind aber “vor dem Ladegerät”.

Rechnen wir die Effizienz des Ladegerätes noch mit ein, dann wird es fast etwas traurig. Hier fällt die Effizienz um fast nochmals 10% punkte beim kabelgebundenen Laden.

Kabellos fallen wir auf 51% bzw. 37%. Dies liegt daran, dass das Pixel kabellos nur mit 5W lädt und das iPhone 14 Pro mit 7,5W. Bei diesen niedrigen Laststufen werden die meisten “großen” Ladegeräte auch nochmal etwas ineffizienter.

 

Fazit

Selbst bei unseren aktuell extremen Stromkosten ist das Laden von Smartphones praktisch kaum relevant!

So kostet dich ein Laden eines aktuellen Smartphones +- 1 Cent beim Strompreis von 0,50€ pro kWh.

Selbst aufs Jahr beim täglichen 100% Laden kommen wir so auf keine gigantischen Summen. Je nach Smartphone kannst du praktisch mit 3,5-5€ Stromkosten pro Jahr rechnen. Erneut bei 0,50€ pro kWh, was aktuell ein mittlerer bis hoher Strompreis ist.

Sollte dir dein Arbeitgeber also das Laden des Smartphones am Arbeitsplatz verbieten “da Strom so teuer ist”, dann halte ich dies für einen Vorwand.

Allerdings gibt es noch ein paar andere interessante Fakten aus diesem Praxis-Test:

  • Langsames Laden (nicht schnellladen) ist sowohl beim Pixel 6 Pro wie auch iPhone 14 Pro +- 3% effizienter. Allerdings, da Ladegeräte beim langsamen Laden tendenziell ineffizienter sind, wird am Ende +- der gleiche Strom verbraucht.
  • Die Ladeeffizienz inklusive Ladegerät liegt beim Pixel 6 Pro bei 71% und beim iPhone 14 Pro bei 62%.
  • Kabelloses Laden benötigt zwischen 30% und 60% mehr Energie.

Ich hoffe dir konnte dieser Test etwas weiterhelfen und auch etwas informativ sein!

Die Baseus PPAP20K 20000mAh 20W USB-C Portable Power Bank im Test, eine günstige und gute Standard Powerbank

Mit der PPAP20K bietet Baseus eine günstige Powerbank mit 20000mAh Kapazität und 20W USB C Port an.

Günstig heißt in diesem Fall, dass du die Powerbank für +- 30€ bekommen kannst, was ein absolut fairer Preis ist!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist die Baseus PPAP20K auch eine gute Powerbank? Finden wir genau dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Baseus für das Zurverfügungstellen der Powerbank für diesen Test.

 

Die Baseus PPAP20K 20000mAh 20W USB-C Portable Power Bank im Test

Mit 153 x 69 x 29 mm ist die Baseus PPAP20K für die angegebene Kapazität von 20000mAh “angenehm groß”. Diese ist sicherlich nicht winzig, aber auch nicht zu groß. Auch das Gewicht geht mit 438g in Ordnung.

Positiv überrascht hat mich die Haptik und Optik der Powerbank. Die Powerbank besteht weitestgehend aus einem recht normalen matten Kunststoff, welcher sich aber sehr resistent gegenüber Fingerabdrücken usw. verhält.

Lediglich die Oberseite besitzt eine schöne raue Textur.

Unterm Strich fühlt sich die Powerbank gut bis sehr gut an, gerade in Anbetracht des Preises!

 

Die Anschlüsse

Auf der Front der Baseus PPAP20K finden wie 1x USB C, 1x USB A und 1x microUSB.

  • USB A – Quick Charge 18W
  • USB C – USB Power Delivery 20W – 5V/3A, 9V/2,22A, 12V/1,5A
  • MicroUSB – Quick Charge 18W

Dies ist aus meiner Sicht eine ziemlich optimale Portausstattung! Hier ist für jeden etwas dabei. Für moderne Smartphones haben wir den USB C Port mit Power Delivery. 20W sind hier genug für gängige Smartphone wie das iPhone 13 Pro Max usw. Für Notebooks ist die Powerbank allerdings weniger geeignet.

Der USB A Port unterstützt Quick Charge und ist damit ideal für ältere Smartphones und auch Zubehör wie Kopfhörer usw.

Geladen wird die Powerbank wahlweise via USB C oder microUSB. Beide Ports können die Powerbank mit bis zu 18W laden.

Leider verfügt der USB C nicht über den PPS Standard! Schade, aber bei 20W Leistung auch kein Weltuntergang.

 

Die Kapazität

Baseus verspricht bei der PPAP20K eine Kapazität von 20000mAh. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 64.846 17525.95 88%
5V/3A 64.726 17493.51 87%
9V/1A 69.514 18787.57 94%
9V/2A 64.374 17398.38 87%

 

Je nach Entladegeschwindigkeit 17398 mAh und 18787 mAh messen, was zwischen 87% und 94% der Herstellerangabe entspricht und top Werte sind!

Generelles: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihr Entladen nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw.  Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch das Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber etwas vom Model und der Art des Ladens ab.

 

Ladetempo

Ich teste derzeit meine Powerbanks mit einem Google Pixel 6, Samsung Galaxy S22 Ultra, Apple iPhone 13 Pro Max, Apple iPad Pro 11 M1, MacBook Pro 13 M1, Steam Deck, Nintendo Switch und einem Dell XPS 13 9380.

Zudem kann ich die Leistung der Powerbank mit anderen Geräten aus Erfahrung und generellen Messwerten einschätzen, um dir eine gewisse Orientierung zu geben.

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +
Apple iPhones ++
Apple MacBooks 0
Google Pixel ++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.)

 

+++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
+ = flottes Ladetempo zu erwarten
0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
– = Langsames Ladetempo zu erwarten
— = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Grundsätzlich kannst du bei der Baseus PPAP20K mit einem guten Ladetempo in Kombination mit Smartphones rechnen.

Der 20W USB C Port reicht, um beispielsweise das iPhone 13 Pro Max mit einem guten Tempo zu laden. Ähnliches gilt auch fürs Pixel 6 Pro. Allerdings wirst du bei den meisten aktuellen “High End” Smartphones auch nicht das maximale Tempo an der Powerbank erreichen.

So kann das iPhone 13 Pro Max mit mehr als 20W laden und um das volle Ladetempo bei der Samsung S20/S21/S22 Serie zu erhalten fehlt PPS. Ohne PPS sind die Samsung Smartphones auf 14,xW limitiert.

Grundsätzlich kannst du auch größere Geräte an der Powerbank laden, wie das iPad oder die MacBooks. Hierfür ist diese aber nicht optimal, im Notfall würde es aber gehen.

Rechne aber nicht damit, dass Windows Notebooks an der Powerbank laden werden. Diese benötigen meist mehr Leistung von einer Powerbank als 20W.

 

Ladedauer

Du kannst die Powerbank via USB C oder microUSB, mit “normal” USB (5V), USB Power Delivery oder Quick Charge laden.

An einem Schnellladegerät (USB Power Delivery) kann die Baseus PPAP20K 20000mAh 20W USB-C Portable Power Bank mit bis zu rund 19W laden, was in einer 0% bis 100% Ladezeit von ziemlich genau 6 Stunden resultiert.

Lädst du die Powerbank an einem 5V/2,4A Ladegerät, dann dauert eine 0% bis 100% Ladung ca. 9:30h.

 

Ladeeffizienz

Werfen wir zum Abschluss einen Blick auf die Ladeeffizienz. Beim Schnellladen benötigt die Powerbank ca. 85,75Wh.

Somit kommen wir im besten Fall auf eine Ladeeffizienz von 81,1% und im schlechtesten Fall auf 73,8%. Zwar wird die Effizienz von technischen Geräten immer wichtiger, aber daran würde ich jetzt nicht meine Kaufentscheidung festmachen.

Die Ladeeffizienz ist primär wichtig, wenn du planst die Powerbank via Solar zu laden.

 

Fazit

Du suchst eine einfache, günstige und große Powerbank zum Laden von Smartphones? Dann ist die Baseus PPAP20K 20000mAh 20W USB-C Portable Power Bank uneingeschränkt zu empfehlen.

Diese ist technisch nichts absolut Besonderes. Wir haben eine gute Kapazität von maximal 18787 mAh und der 20W USB C Port sorgt für ein flottes Ladetempo mit den meisten gängigen Smartphones.

Das Laden der Powerbank selbst geht zwar nicht rasant schnell (0% auf 100% ca. 6 Stunden), ist aber auch nicht zu langsam.

Hinzu kommt eine solide Verarbeitung und vor allem ein fairer Preis!

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5x externe SSDs im Vergleich, welche ist das beste Modell?

Externe SSDs sind etwas extrem Praktisches, nicht nur um Daten von A nach B zu transportieren, sondern auch für Backups und Sicherungen. Dabei sind externe SSDs zum einen natürlich deutlich schneller aber vor allem unterwegs auch deutlich zuverlässiger.

Die beliebtesten Modelle stammen hier ohne Frage von Samsung. Allerdings gibt es duzende Modelle von vielen Herstellern, welche auch zu großen Teilen eine höhere Leistung als die Modelle von Samsung versprechen.

Genau dies wollen wir uns einmal im Test ansehen! In diesem schicken wir 5x USB C externe SSDs von Samsung, Kingston, ADATA und SanDisk ins Rennen.

Welche ist die beste und schnellste externe SSD 2022? Finden wir es heraus!

 

Die Testkandidaten

Folgende externe SSDs schicken wir in den Vergleich:

1TB 2TB
ADATA SE900G 1TB  100 € 315 €
Kingston XS2000 2TB  135 € 220 €
Samsung Portable SSD T7 Shield  115 € 210 €
Samsung Portable SSD T7  110 € 210 €
SanDisk Professional G-DRIVE SSD 2TB  160 € 280 €

(Stand 03.08.22)

Die teuerste SSD in diesem Vergleich ist klar die SanDisk Professional G-DRIVE SSD mit 160€/1TB und 280€/2TB bzw. die 2TB Version der ADATA SE900G.

Die 2TB Version der ADATA SE900G ist aktuell schlecht verfügbar, was vielleicht den Preis erklärt. Ansonsten kosten die 1TB Versionen von Samsung, Kingston und ADATA +- gleich viel.

Dabei nutzt sowohl Kingston wie auch ADATA die neuere USB 3.2 Gen 2 2×2 20Gbit Verbindung, was diesen ein höheres Tempo erlauben sollte.

 

ADATA SE900G 1TB

Mit 109 x 66 x 14,2 mm und einem Gewicht von 160 g die größte und schwerste SSD in diesem Vergleich.

ADATA richtet die SE900G weniger an Content Creator, sondern mehr an Gamer. So soll sich die SSD laut dem Marketing auch für diverse Spielekonsolen eignen. Zudem hat ADATA der SSD auf der Oberseite eine RGB Beleuchtung spendiert.

Leider setzt ADATA hierfür auf der Oberseite auf eine Hochglanzabdeckung, welche schnell zerkratzen kann. Das eigentliche Gehäuse besteht aus massivem Aluminium.

Bei der ADATA SE900G handelt es sich im Kern natürlich um eine NVME SSD, welche aber bis zu 2000MB/s dank des USB 3.2 Gen 2 x2 Standards erreichen soll.

Angeschlossen wird diese entsprechend via USB C.

 

Kingston XS2000 2TB

Von der größten SSD zur kleinsten SSD. Mit gerade einmal 69 x 32 x 15,5 mm und 30g ist die XS2000 eindeutig die kleinste SSD im Vergleich.

Dies ist sehr überraschend, denn neben der SE900G ist die XS2000 die einzige USB 3.2 Gen 2 x2 SSD im Vergleich.

Allerdings was die “Massivität” und Stabilität angeht wirkt die Kingston XS2000 etwas schwächer als die anderen Modelle im Vergleich. So ist zwar auch hier das Gehäuse aus Aluminium, dieses ist aber dünner als bei ADATA, Samsung und SanDisk.

Immerhin legt Kingston eine Art Gummi-Hülle mit in den Lieferumfang. Diese soll die SSD etwas resistenter gegen Stürze machen.

Angeschlossen wird die Kingston XS2000 natürlich via USB C.

 

Samsung Portable SSD T7 

Die Samsung T7 ist sicherlich der “Klassiker” unter den externen SSDs. So ist die T7 gut gebaut und besteht äußerlich komplett aus Aluminium.

Das Auffälligste ist sicherlich die Dicke. Mit 85 x 57 x 7,8 mm ist die T7 die zweit kleinste SSD in diesem Vergleich. Auch das Gewicht von 61,7g ist ausgesprochen angenehm.

 

Samsung Portable SSD T7 Shield 

Die T7 Shield ist die T7 nur mit einem Gehäuse mit einer Art Silikon-Überzeug, welcher sich aber nicht entfernen lässt. Zudem ist der USB C Port versiegelt und somit die SSD “wasserdicht”.

Dies führt aber auch dazu, dass die T7 Shield mit 88 x 58 x 13 mm und 94,5g ein gutes Stück größer und schwerer ist.

 

SanDisk Professional G-DRIVE SSD 2TB 

Wo sich die ADATA SE900G an Gamer richtet, ist die SanDisk Professional G-DRIVE SSD ganz klar an professionelle Nutzer und Content Creator gerichtet.

Dies ist vor allem bei der Haptik und Optik zu erkennen. Die G-DRIVE SSD wirkt extrem wertig und gut gebaut! So haben wir ein Gehäuse, dass aus einer Mischung aus Kunststoff und Aluminium besteht. Der Kern ist aus Aluminium, welcher aber mit einem wertigen Kunststoffgehäuse verkleidet ist.

Mit 95 x 50 x 14,6 mm und einem Gewicht von 93g eine der größeren SSDs im Vergleich.

 

Das Testsystem

Folgendes Testsystem kommt zum Einsatz:

  • AMD Ryzen 3600x
  • 16GB RAM
  • Samsung 970 Pro SSD
  • ASMedia ASM3242 (LC-Power LC-PCI-C-USB32-2X2)
  • Windows 11

Der ASMedia ASM3242 wird als USB Controller genutzt, da dieser USB 3.2 20Gbit “2×2” unterstützt, welches für die volle Leistung der Kingston XS2000 und ADATA SE900G 1TB notwendig ist.

 

USB 3.2 20Gbit

Die Kingston XS2000 und ADATA SE900G nutzen die USB 3.2 20Gbit Verbindung. Diese können natürlich auch an normalen USB Ports betrieben werden, sogar USB 2.0 Ports, aber dann wird das Tempo der SSDs natürlich entsprechend gedrosselt.

USB 3.2 20 Gbit “2×2” war in der Vergangenheit gerne mal etwas zickig.

Die Kombination aus Kingston XS2000 und ASM3242 Chipsatz hat in meinem Test auch perfekt funktioniert. Die ADATA SE900G war allerdings etwas “zickiger”. Diese hatte 2x während meines Tests die Verbindung verloren (und direkt wiederhergestellt). An USB 3.1 Ports gab es dieses Problem nicht. Nach einem update der Treiber des ASM3242 Chipsatzes hatte ich auch hier keine Probleme mehr bzw. diese zeigten sich nicht mehr.

 

Der erste Benchmark

Starten wir in die Benchmarks mit einem einfachen Durchlauf von CrystalDiskMark, welcher sicherlich der beste Test ist die maximale Leistung der Laufwerke zu ermitteln.

Beim sequenziellen Lesen von Daten können wir unsere SSDs in zwei Gruppen unterteilen. Die USB 3.2 2×2 SSDs mit 20Gbit und unsere 10Gbit SSDs.

Die Samsung Portable SSD T7, T7 Shield und die SanDisk G-DRIVE SSD 2TB erreichen mit 1084 MB/s praktisch das gleiche maximale Lesetempo. Hier ist ganz klar die USB Verbindung der limitierende Faktor. Allerdings bei kleineren Dateigrößen und zufälligen Zugriffen, fällt die Samsung T7 etwas zurück. Gerade bei den zufälligen Zugriffen zeigt sich die SanDisk SSD stark.

Bei sequenziellen Zugriffen können sich die SSDs von ADATA und Kingston aber klar absetzen. Mit 2059 MB/s und 2044 MB/s erreichen diese das doppelte Tempo der anderen SSDs und nutzen die USB C 3.2 2×2 Verbindung voll aus.

Schreibend haben wir +- das gleiche Bild. Bei den maximalen Werten sind die beiden Samsung SSDs und die Sandsik erneut +- gleich auf.

Die ADATA und Kingston SSDs kommen allerdings nur auf +- 1800 MB/s schreibend. Eventuell ist hier der USB Chipsatz der limitierende Faktor?

 

PC Mark und 3D Mark

PC Mark bietet mit seinem Data-Drive Test einen speziellen Test für externe Laufwerke an. Dieser soll eine etwas praxisnähere Nutzung simulieren und nicht einfach nur maximal Werte ermitteln.

Die Samsung T7 ist im PC Mark Test eindeutig die schwächste SSD, gefolgt von der T7 Shield und etwas überraschend der Kingston XS2000 2TB.

Warum die Kingston XS2000 hier vergleichsweise schlecht abschneidet, war mir im ersten Moment nicht ganz klar, wurde dann aber später ersichtlich. Selbiges gilt für das sehr gute Abschneiden der SanDisk G-DRIVE SSD 2TB.

Die Kingston XS2000 hat einen sehr aggressiven Schreibcache, währen die SanDisk G-DRIVE SSD eine sehr konstante Leistung hat, dazu aber später mehr.

Platz 1 geht hier aber klar an die ADATA SE900G 1TB.

Bem 3D Mark SSD Test sehen die Ergebnisse etwas anders aus. 3D Mark testet Folgendes auf den SSDs:

Folgendes testet der 3D Mark SSD Test:

  • Loading Battlefield™ V from launch to the main menu.
  • Loading Call of Duty®: Black Ops 4 from launch to the main menu.
  • Loading Overwatch® from launch to the main menu.
  • Recording a 1080p gameplay video at 60 FPS with OBS (Open Broadcaster Software) while playing Overwatch®.
  • Installing The Outer Worlds® from the Epic Games Launcher.
  • Saving game progress in The Outer Worlds®.
  • Copying the Steam folder for Counter-Strike®: Global Offensive from an external SSD to the system drive.

Damit scheint 3D Mark ein etwas lese-Intensiverer Test zu sein.

Hier schneidet die Samsung T7 und T7 Shield zunächst +- identisch ab, landen aber am Ende des Testfelds.

Auf Platz 3 landet die SanDisk G-DRIVE SSD, auf Platz 2 die ADATA SE900G und etwas überraschend auf Platz 1 die Kingston XS2000.

 

Schreibcache

Aber woher kommen diese starken Schwankungen bei den Testergebnissen, vor allem bei der Kingston XS2000?

Alle modernen SSDs nutzen einen so genannten SLC Cache. Heißt ein Teil der SSD, welcher im Hintergrund immer wieder freigeschaufelt wird, ist deutlich schneller zu beschreiben als die gesamte SSD.

Dies ist gerade bei hochgezüchteten internen SSDs sehr deutlich, wirkt sich aber auch auf externe SSDs aus. Zunächst habe ich die 2TB SSDs in unserem Test/Vergleich einmal mit H2TestW gefüllt.

Und hier sehen wir deutliche Unterschiede! Die Samsung T7 und auch die Kingston XS2000 sind um den Faktor 2-3x langsamer gefüllt als die T7 Shield und die SanDisk G-DRIVE SSD.

Die Samsung T7 und die Kingston XS2000 nutzen einen sehr aggressiven SLC Cache! Ist dieser voll, weil du mehr als 50-200GB auf einmal auf die SSD kopierst, dann wird’s langsam! Bei der Samsung T7 unter 200 MB/s, bei der Kingston XS2000 um die 300MB/s.

Die T7 Shield und auch die SanDisk G-DRIVE SSD halten Ihr Schreibtempo deutlich besser. Selbiges gilt auch für die ADATA SE900G, welche ebenfalls keinen übermäßig aggressiven Schreibcache besitzt.

Füllst du und leerst du deine SSDs regelmäßig, dann solltest du lieber zur ADATA SE900G, SanDisk G-DRIVE SSD oder Samsung T7 Shield greifen.

 

In der Praxis

Aber wie wirkt sich das Ganze in der Praxis aus? Hierfür kopiere ich zwei Datei Pakete auf die SSDs und von diesen.

  • Dateipakt 1 – eine 38,5GB große Datei
  • Dateipaket 2 – 47.000 Dateien mit einer Gesamtgröße von 38,5GB

Dateipaket 2 ist eine Kopie meiner Lightroom Library, weshalb diese aus vielen kleinen Dateien besteht.

Beim Kopieren der großen Datei sehen wir das zu erwartende Bild. Die beiden 20Gbit SSDs können sich vor die 10Gbit Modelle setzen.

Lesend ist dabei der Unterschied durchaus groß! Die SanDisk Professional G-DRIVE SSD 2TB schaffte die 38,5GB Datei in 46 Sekunden und war damit die schnellste 10GBit SSD, die ADATA SE900G brauchte gerade einmal 28 Sekunden.

Wir können also festhalten, SSDs die in Benchmarks schneller sind, sind auch in der Praxis schneller, wenn es sich um große Dateien handelt.

Aber wie sieht es bei den kleineren Dateien aus?

Hier bleiben die Kingston XS2000 2TB und die ADATA SE900G zwar weiterhin an der Spitze, aber das Testfeld schrumpft doch ein gutes Stück zusammen!

Lesend benötigte die schnellste SSD (Kingston XS2000) 384 Sekunden und die langsamste SSD (Samsung T7 Shield) 432 Sekunden. Dies ist kein relevanter Unterschied.

Beim Kopieren von so vielen kleinen Dateien ist einfach der Windows Explorer der limitierende Faktor.

 

Fazit

Welche die beste externe SSD für dich ist hängt davon ab was du mit dieser machen willst.

  • ADATA SE900G <- die schnellste SSD im Vergleich, mit konstant guter Leistung.
  • Kingston XS2000 <- der Preis/Leistungstipp, sehr hohe Lesegeschwindigkeit, weniger für sehr große Dateien geeignet (schreibend aufgrund des Cache).
  • SanDisk G-DRIVE SSD <- die schnellste 10Gbit USB SSD mit konstant hoher Leistung
  • Samsung T7 <- die “langsamste” SSD im Vergleich, aber zu teilen sehr günstig zu bekommen
  • Samsung T7 Shield <- die T7 in verbesserter Form mit mehr Leistung

Die generell schnellste SSD im Test war die ADATA SE900G vor der Kingston XS2000. Dies aber auch nur wenn du die USB 3.2 Gen 2 2×2 “20Gbit” Verbindung nutzen kannst. Diese erlaubt es beiden SSDs Datenraten im Bereich 2000MB/s / 1800MB/s zu erreichen, was knapp das Doppelte ist von normalen externen SSDs wie der Samsung T7 ist.

Die ADATA SE900G zeigte dabei eine konstant hohe Leistung. Die Kingston XS2000 war zu teilen (lesend) sogar schneller als die ADATA nutzt aber einen Schreibcache.

Kopierst du sehr große Datenmengen auf einmal auf die SSD, dann kann bei der Kingston XS2000 die Datenrate auf +- 300MB/s einbrechen. Damit ist die Kingston XS2000 weniger geeignet, wenn du beispielweise große Videos von A nach B überträgst.

Ein ähnliches Problem, vielleicht sogar noch etwas stärker, hat die Samsung T7. Nach den ersten GB sinkt bei dieser die Schreibrate auf unter 200MB/s.

Dies macht die Samsung T7 Shield und auch die SanDisk G-DRIVE SSD besser! An sich würde ich die SanDisk G-DRIVE SSD klar den Samsung T Modellen vorziehen. Diese ist minimal schneller und bietet eine gute konstante Leistung.

Allerdings hier kommt der Preis ins Spiel. Du bekommst die Samsung T7 gerade in Angeboten einfach sehr günstig. Die SanDisk G-DRIVE SSD hingegen ist sehr teuer und aus meiner Sicht nicht den Aufpreis wert. Hier würde ich gleich zur ADATA SE900G oder der ebenfalls recht günstigen Kingston XS2000 greifen.

Von daher, ADATA SE900G wenn du die maximale Leistung suchst, Kingston XS2000 für die beste Leseleistung und Samsung T7(Shield) für den oftmals sehr günstigen Preis.

Der ECOVACS DEEBOT T10 im Test, der neue Goldstandard unter den Saugrobotern?

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Wenn es um Saugroboter geht, gibt es zwei Marken, die das Feld so ein wenig anführen. Dies ist natürlich Roborock und ECOVACs. ECOVACs hat nun mit dem DEEBOT T10 seine neuste Generation Saugroboter auf den Markt gebracht.

So soll der DEEBOT T10 nicht nur die übliche Verbesserung bei der Saugleistung mitbringen, sondern vor allem über eine noch bessere KI verfügen. Diese soll besser denn je ihre Umgebung wahrnehmen und entsprechend navigieren, Hindernisse umfahren usw.

Dabei ist der DEEBOT T10 mit 699€ sicherlich nicht günstig, aber auch nicht extrem teuer für ein High End Modell.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der ECOVACS DEEBOT T10 überzeugen? Ist die KI wirklich verbessert?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle viele Dank an ECOVACS für das Zurverfügungstellen des DEEBOT T10 für diesen Test.

 

Der ECOVACS DEEBOT T10 im Test

Der DEEBOT T10 ist auf den ersten Blick ein recht klassischer, hochwertiger Saugroboter. Dieser setzt auf das typische runde Design mit dem “Buckel” auf dem Rücken.

Bei diesem “Buckel” handelt es sich um den Laser Abstandsmesser, welcher hauptverantwortlich für die Navigation ist.

Das Gehäuse besteht komplett aus einem hochwertigen weißen Hochglanzkunststoff, was an sich eine gute Wahl ist. Nach meiner Erfahrung sind Flecken und Schmutz auf weißen Saurobotern weniger gut zu erkennen als auf schwarzen Modellen.

Eine Besonderheit stellt der Schmutzauffangbehälter dar. Dieser ist hier unter der Abdeckung auf der Oberseite versteckt. Diese Abdeckung wird magnetisch gehalten und lässt sich einfach abnehmen.

Das Ganze sieht natürlich etwas “Cleaner” aus als mit einer Klappe, ist aber vielleicht minimal unpraktischer, da du die die Abdeckung immer beiseitelegen musst. In der Praxis ist dies aber eigentlich nicht störend.

Auf der Front des Saugers finden wir neben den beiden rotierenden Mini-Bürsten eine 3D Kamera.

Der ECOVACS DEEBOT T10 verfügt über eine Front 3D Kamera, welche eine Objekterkennung unterstützt. Dies soll dem Sauger helfen Hindernissen leichter auszuweichen.

 

Schmutzauffangbehälter leider recht klein!

Leider eine Schwäche, die mir beim DEEBOT T10 direkt ins Auge gesprungen ist, war der Schmutzauffangbehälter.

An sich ist dieser brauchbar designt und wir haben einen guten Filter usw. Allerdings ist dieser recht klein! ECOVACs wirbt zwar mit 400ml, was an sich ausreichend groß ist, aber dieser wirkt doch überschaubar groß.

Hast du einen normalen Haushalt ohne Haustiere, dann ist dies kein Problem! Hast du aber Haustiere, vielleicht sogar mehrere, dann könnte es eng werden! Wenn ich den DEEBOT T10 bei meinen beiden Hunden nicht täglich losschicke, dann ist dieser schnell überfüllt mit Haaren und saugt entsprechend nicht mehr.

 

App

Der DEEBOT T10 nutzt die klassische ECOVACs App. Diese gehört zu den besten Apps die du im Bereich der Saugroboter finden kannst. Dies gilt sowohl für die Nutzung wie auch den Funktionsumfang.

Hier eine kleine Übersicht über die Feature:

  • Live-Karte
  • Raum/Bereichsreinigung
  • Automatische Saugkraftverstärkung auf Teppichen
  • Sprachsteuerung (direkt im Saugroboter)
  • Virtuelle Wände
  • Individuelle Reihenfolge der Reinigung
  • Zeitplan
  • Deutsche Sprachausgabe

Zudem kannst du den DEEBOT T10 als eine Art fahrbare Überwachungskamera nutzen!

 

Navigationsprinzip

Wir können moderne Saugroboter in vier „Gruppen“ unterteilen, wenn es um die Navigation geht.

  1. Die Dummen. Dumme Saugroboter nutzen eine Zufallsnavigation. Diese fahren los bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine Zufällige Richtung ab, fahren erneut, bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab usw. Hierdurch sind diese Modelle aber sehr ineffizient, langsam und haben gerade mit komplexen Wohnungen mit vielen Räumen große Probleme. Solche Saugroboter sind sehr günstig und einfach zu bauen. Daher sind sie vor allem in der untersten Preisklasse zu finden. Ich würde solche dummen Saugroboter vermeiden!
  2. Blinde Saugroboter. „Blinde“ Saugroboter nutzen ein Gyroskope zur Navigation. Der Roboter kann seine Umgebung zwar nicht sehen, merkt sich aber in welche Richtung er fährt, in welche Richtung er abdreht und wo er Hindernisse ertastet. Hierdurch kann er eine Art Karte mitzeichnen und arbeitet daher etwas effizienter und zuverlässiger. Solche Saugroboter sind mittlerweile oft in der 200-300€ Preisklasse anzutreffen und sind generell durchaus brauchbar, in kleinen bis mittelgroßen Wohnungen.
  3. Kamera Saugroboter. Einige Saugroboter setzen zusätzlich zu anderen Sensoren (oftmals einem Gyroskope) auf eine Kamera, auf der Oberseite. Diese Kamera zeichnet markante Merkmale in Eurer Wohnung auf und ordnet diese den Positionen zu. Hierdurch kann der Saugroboter nicht nur eine Karte erstellen, sondern auch eine Position auf der Karte erkennen. Solche Saugroboter gehören meist schon in die „Königsklasse“ und eignen sich nach meiner Erfahrung für mittelkomplexe und große Wohnungen. Beispielsweise iRobot ist der bekannteste Nutzer dieser Technologie.
  4. Laser Saugroboter. Laser Saugroboter erkennt Ihr sofort an dem markanten Hubbel auf der Oberseite. In diesem Steckt ein Laser-Abstandsmesser der sich permanent dreht. Hierdurch kann der Saugroboter eine extrem präzise Karte der Umgebung erstellen und auch seine Position in dieser Karte jederzeit wiederfinden. Diese Saugroboter eigenen sich grundsätzlich für jede Art der Wohnung.

Natürlich gibt es innerhalb jeder Kategorie bessere und schlechtere Modelle. Der DEEBOT T10 setzt auf die Laser Navigation, verfeinert mit einer Objekterkennung.

 

Navigation

Im Kern funktioniert die Navigation des DEEBOT T10 wie bei den meisten Saugrobotern mit Laser Sensor. Nach dem Start sucht dieser sich eine Wand, folgt dieser ein Stück weit, dreht dann zur nächsten Wand ab, folgt dieser usw. bis er irgendwann am Ausgangspunkt angekommen ist.

Dann wird die abgesteckte Fläche innerlich in geraden Bahnen abgefahren.

Ist dies geschafft fährt der DEEBOT T10 zu einer bisher noch nicht gereinigten Stelle und wiederholt dort den Vorgang. Dank der Laser-Navigation weiß der T10 wo er schon war und wo er noch hinmuss bzw. wo es noch weiter geht.

Dies funktioniert auch gut! Der T10 navigiert die Wohnung zuverlässig.

Verglichen mit den Roborock Modellen fährt dieser vor allem etwas vorsichtiger. So vermeidet der Saugroboter wenn möglich den Kontakt mit Möbeln und stoppt kurz vorher ab. Dieses Feature ist sicherlich dank der Frontkamera/Sensoren möglich. Auch herumliegende Hindernisse werden in aller Regel vorsichtig umfahren und nicht einfach verschoben.

Allerdings hat dieses Verhalten auch Nachteile. So kann an Rändern eher mal was liegen bleiben, da sich der DEEBOT T10 nicht so feste an die Möbel presst. Hier musst du selbst wissen was dir lieber ist.

Ein wichtiger Teil des Marketings des T10 ist natürlich die KI/AI. So wirbt ECOVACs mit “Schnellere und genauere Objekterkennung”. Dem kann ich so halb zustimmen. Ich finde die KI im T10 eher weniger beeindruckend. In der Praxis merkst du von dieser einfach nicht viel. Der Saugroboter macht einfach gut und zuverlässig seinen Job und hat genauso an Stellen Probleme wie andere ECOVACs Modelle ohne KI. Beispielsweise die flach nach oben verlaufenden Beine eines Sessels bei mir im Wohnzimmer sind ein Problem. Hier fährt sich der T10 genauso fest wie 99% aller anderen Saugroboter.

Hindernisse werden allerdings schon etwas genauer umfahren als bei einfacheren Modellen, die meist einfach gegen solche Hindernisse fahren. Ob dies jetzt an der überlegenden Objekterkennung liegt, kann ich nicht sagen.

 

Navigation hat mit Geistern zu kämpfen

Bei allem Lob für die Navigation des DEEBOT T10, so hatte ich hier auch ein Problem, welches vermutlich via Software Update früher oder später behoben wird (hoffentlich).

Hast du beim ersten Saugvorgang, bei welchem die Karte erstellt wurde, ein Hindernis in deiner Wohnung stehen, räumst dieses aber später weg, dann verweigert der DEEBOT T10 diese Stelle bei zukünftigen Fahrten.

So kann es passieren, dass der DEEBOT T10 einfach um einen leeren Bereich herumfährt.

Dies sollte nicht sein, vor allem nicht bei einem Saugroboter der mit einer “KI/AI” wirbt. Du solltest also beim ersten Saugvorgang alles wegräumen, um dieses Problem zu vermeiden, damit der T10 diese “Geister” nicht mehr sieht.

 

Saugleistung über alle Zweifel erhaben!

Auf den ersten Blick ist das “Saugsystem” des DEEBOT T10 nicht außergewöhnlich. Wir haben eine klassische rotierende Bürste auf der Unterseite mit weichen Borsten. Der T9 hat noch auf ein Doppelwalzen-System gesetzt.

Die Saugleistung gibt ECOVACS mit guten 3000pa, aber auch diese sind in der High End Klasse nicht mehr ganz außergewöhnlich.

Daher hat mich die Saugleistung in der Praxis durchaus positiv überrascht! Gerade auf Teppichen saugt der DEEBOT T10 merklich besser als sein Vorgänger.

Normaler Staub wird problemlos von glatten Böden und auch Teppichböden entfernt. Tierhaare können etwas kritischer sein, aber von glatten Böden werden auch diese super aufgenommen, selbiges gilt für flachen Teppichboden.

Auf regulären Teppichen kommt es etwas auf den Teppich an. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass es Teppiche gibt auf welchen Haare deutlich mehr kleben als auf anderen.

Generell würde ich aber die Saugleistung als weit überdurchschnittlich beurteilen. Selbst kleinere Blätter usw. Nimmt der DEEBOT T10 erstaunlich gut auf.

 

Putzen mit OZMO Pro 3.0

Wie die meisten Saugroboter kann auch der DEEBOT T10 feucht putzen. Hierfür musst du den OZMO Pro 3.0 Putzaufsatz aufsetzen.

Bei diesem handelt es sich um einen etwas komplexeren Aufsatz, denn es wird nicht einfach nur ein Tuch über den Boden gezogen. Der Aufsatz verfügt über einen Motor, der das Tuch oszillieren lässt, also leicht hin und her bewegt.

Ähnlich wie bei einer elektrischen Schallzahnbürste verbessert dies die Putzleistung deutlich!

Und ja in der Praxis würde ich die Putzleistung des OZMO Pro 3.0 Systems klar über dem System vom Roborock S7 einordnen! Der DEEBOT T10 putzt schon ein Stück besser, du darfst allerdings auch keine Wunder erwarten.

Das Ganze kann keine großen Flecken lösen, aber Böden auffrischen und auch leichte Fußabdrücke usw. entfernen. Gerade helle Fliesen wirken einfach etwas strahlender und sauberer.

Bedenke allerdings, dass wir hier keine Waschstation haben und das Tuch natürlich auch nur eine gewisse Menge Schmutz aufnehmen kann. Wasser wird aber über den ausreichend großen Tank immer nachgegeben.

An sich würde ich den DEEBOT T10 klar vor dem Roborock S7 sehen, was die Putzqualität angeht. Allerdings gibt es hier eine Einschränkung. Mit Putzaufsatz kann der DEEBOT T10 nicht auf Teppiche fahren! Teppiche werden mit dem Putzaufsatz zu “No Go” Zonen. Hast du also viele Teppiche kann dies ein dicker Nachteil sein.

 

Fazit

ECOVACS gehört aus meiner Sicht ganz klar zu den Top 5 Saugroboter Herstellern auf dem Markt, wenn nicht sogar zu den Top 3. Entsprechend ist es nicht überraschend, dass der DEEBOT T10 als eins der Flaggschiff Modelle von ECOVACS auch eine entsprechende Leistung liefert.

Starten wir bei der Saugleistung, welche über jeden Zweifel erhaben ist. Du wirst aktuell kaum eine bessere Saugleistung bekommen. Selbst Tierhaare auf Teppichen sind kein übermäßiges Problem. Je nach Teppich erhalten wir zwar keine 100% perfekte Reinigung, aber 98% aller Tierhaare werden in der Regel entfernt. Auf Teppichboden sieht das Ergebnis in der Regel sogar noch besser aus.

Ebenfalls Pluspunkte gibt es für die Putzfunktion. Diese beißt sich zwar etwas mit Teppichen, der T10 überfährt mit dem Putzaufsatz keine Teppiche, aber die Reinigungsleistung ist sehr gut! Du musst das Putzpad zwar von Hand reinigen, aber an sich ist die Putzleistung besser als beim Roborock S7! Das oszillierende Putzpad sorgt einfach für eine bessere Reinigungsleistung. Nicht ganz so gut wie bei der X1 Serie von ECOVACs aber besser als von 99% aller Konkurrenten.

An sich sind auch die Navigation und die App tadellos. So navigiert der DEEBOT T10 sicher und zuverlässig durch deine Wohnung. Dank Laser-Navigation und Objekterkennung kommt der T10 auch sehr gut mit komplexeren und volleren Wohnungen klar.

Der Saugroboter weiß immer wo er ist, wo er war und wo noch Räume zu finden sind. Über die App kannst du den Saugfortschitte genau verfolgen, deine Wohnung in Räume unterteilen, nur gewisse Bereiche saugen lassen oder sogar den T10 als fahrbare Überwachungskamera nutzen.

Die KI/Objekterkennung hilft dem DEEBOT T10 herumliegenden Objekten auszuweichen und generell etwas vorsichtiger zu fahren. So hält der T10 in der Regel einen leichten Sicherheitsabstand zu Möbeln usw. Auch herumliegende Objekte werden nicht einfach durch die Gegend geschoben.

Dies macht der T10 besser als die Mehrheit anderer Saugroboter, dennoch schaffen dies auch manche Modelle ohne KI/Objekterkennung ähnlich gut.

Was habe ich aber am DEEBOT T10 auszusetzen oder ist dieser perfekt? Nein das ist dieser nicht. So hatte ich das Problem mit “Geister” Hindernissen, also wenn du Hindernisse von einer zu anderen Fahrt des Saugers verschiebst, dann glaubt der T10 diese immer noch an der ursprünglichen Stelle zu haben und umfährt diese “Geister” Hindernisse. Dies ist ein Firmware Problem und wird, wie ich denke behoben.

Das zweite, was ich kritisieren muss, ist der Schmutzauffangbehälter. Dieser ist sehr klein! Hast du Haustiere, dann ist es gut möglich, dass dieser bei einer Fahrt bereits überfüllt. Kaufst du die Version mit Absaugstation ist dies weniger ein Problem, dennoch war dies im Alltag der einzige Punkt, der mir wirklich negativ aufgefallen ist.

Stört dich dies aber nicht und du suchst einen guten und vorsichtig fahrenden Saugroboter mit starker Putzfunktion, dann bist du ECOVACS DEEBOT T10 gut versorgt! In der 600€ Preisklasse gibt es kaum etwas Besseres!

ECOVACS DEEBOT T10
POSITIV
Sehr gute Saugleistung auf allen Untergründen
Gute Navigation
Mit KI/Objekterkennung
Sehr gute Putzfunktion
Gute App mit vielen Funktionen
Auch für komplexere Wohnungen mit vielen Räumen geeignet
NEGATIV
Navigation teils etwas sehr vorsichtig
Recht kleiner Schmutzauffangbehälter
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