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Luminar Neo, hervorragender Umfang aber etwas langsam, die Lightroom Alternative ohne Abo

Wenn wir an eine Software zum Verwalten und Bearbeiten von Fotos denken, fällt den meisten sicherlich Adobe Lightroom ein. Kein Wunder, denn gute Alternativen zu Lightroom waren immer sehr rar.

Allerdings in den letzten Jahren ist mit Luminar eine wirklich spannende Alternative erschienen. Dabei legt Luminar ein ordentliches Entwicklungstempo vor. Nach Luminar Ai folgt jetzt Luminar Neo.

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Luminar Neo soll klassische Foto Bearbeitung mit AI Funktionen und spannenden neuartigen Featuren wie dem automatischen Erkennen von Staubflecken vereinen.

Wollen wir uns im Test ansehen ob Luminar Neo eine deutliche Verbesserung von Luminar AI ist und wie es sich im Vergleich mit Adobe Lightroom schlägt.

 

Das Preismodel

Luminar bietet dir zwei Preismodelle an.

  • 79€ einmalig für Luminar Neo
  • 59€ im Jahr für Luminar Neo (und nachfolgende Luminar Produkte)

Du kannst Luminar Neo für faire 79€ kaufen und unbegrenzt auf bis zu 2 Computern gleichzeitig nutzen. Alternativ kannst du auch ein Abo für 59€ im Jahr abschließen, dann erhältst du immer Zugriff auf die jeweils aktuelle Software von Luminar.

 

Import und Fotoverwaltung

Luminar Neo ist ähnlich wie Adobe Lightroom nicht nur ein Programm zur Foto-Bearbeitung, sondern auch zur Verwaltung.

Du kannst hier all deine Bilder in eine große Bibliothek importieren und sortieren. Tendenziell ist hier Luminar Neo etwas schicker als Lightroom, aber vielleicht auch ein wenig weniger Übersichtlich. Du kannst hier zwar all deine Aufnahmen nach Datum, Alben, Ordner usw. sortieren, dennoch habe ich das Gefühl, dass bei Luminar die Optik im Vordergrund stand.

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Ein Pluspunkt ist klar die Geschwindigkeit des Imports. Du musst hier nicht groß warten. Wählst du einen Ordner mit Aufnahmen zum Importieren, dann sind die Bilder mehr oder weniger ohne Verzögerung in Luminar Neo. Es gibt hier keinen eigentlichen Importvorgang.

Änderungen, die du bei Bildern durchführst, werden dabei nicht direkt in den Bildern gespeichert. Diese Änderungen werden nur in der Bibliothek gespeichert. Willst du die Aufnahmen extern nutzen, dann musst du diese erst exportieren.

 

Das Design und der Aufbau

Luminar Neo und Luminar AI sind sich sehr ähnlich, zumindest was die Optik und die Präsentation angeht.

Beide sind sehr modern und schick gestaltet. Hier und da würde ich das Design sogar als etwas verspielt bezeichnen. Adobe Lightroom wirkt hier im direkten Vergleich etwas professioneller und “effizienter”.

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Der grundsätzliche Aufbau ist aber ähnlich. So wird auch hier die Benutzeroberfläche in zwei Bereiche unterteilt, Katalog und Bearbeiten.

Im Katalog siehst du all deine Aufnahmen und kannst die entsprechende Aufnahme auswählen und durch einen Klick auf “Bearbeiten” bearbeiten.

Bearbeiten ist wiederum in drei Unterbereiche unterteilt.

  • Werkzeuge
  • Änderungen
  • Presets

Werkzeuge beinhaltet alle Basis-Funktionen (und auch einige erweiterte Funktionen) zum Bearbeiten deiner Bilder. Hier spreche ich natürlich vom Anpassen der Helligkeit, Kontrast usw.

Hier finden sich aber auch Tools wie ein RAW Editor, diverse AI Feature usw.

Unter Änderungen findest du wirklich nur die Änderung, die du vorgenommen hast. Alle Schieber usw. die du verschoben hast werden hier aufgelistet.

Presets enthält jede Menge “Filter”, welche dir helfen sollen, auch ohne viel Arbeit schnell ein interessantes Bild zu erstellen.

 

Presets

Presets sind ein großer Punkt von Luminar Neo. Presets sind Filter/Color-Looks für deine Bilder von welchen Luminar Neo duzende, wenn nicht sogar hunderte mitbringt.

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Die Filter sind in diversen Gruppen sortiert und du kannst diese mit einem Klick anwenden.

Dabei sind die Filter deutlich aufwendiger als beispielsweise bei Instagram! So werden teils nicht nur Farben verändert, sondern auch Rauschen eingefügt, unterdrückt usw. Sogar wird teils ein Nebeleffekt hinzugefügt.

Die Presets sind dabei natürlich kein Allheilmittel! Oftmals wirken die Bilder etwas “over the top”, teils ist aber der Effekt aber auch wirklich beeindruckend!

Zudem kannst du die Bilder auch nach dem Anwenden der Presets weiter “manuell” bearbeiten, den Effekt reduzieren usw.

 

Das manuelle Bearbeiten

Neben Presets kannst du deine Bilder natürlich auch klassisch “manuell” bearbeiten. Hier bietet Luminar Neo tonnenweise Optionen, welche aber etwas anders sortiert sind als in Lightroom. So nutzt Luminar etwas “freundlichere” Bezeichnungen.

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Starten wir mit der basic RAW Bearbeitung. Luminar Neo unterstützt natürlich das Bearbeiten von RAW Bildern. Hier kannst du zunächst unter “Entwickeln” folgendes anpassen:

  • Belichtung
  • Kontrast
  • Lichter
  • Schatten
  • Weißtöne
  • Schwarztöne
  • Belichtungs-Kurve
  • Weißabgleich
  • Färbung
  • Sättigung
  • Dynamik
  • Schärfen (Radius, Maskieren)
  • Rauschunterdrückung (Luminanz, Farbe, Verstärken)
  • Automatische Verzerrungskorrektur
  • Chromatische Aberrationen korrigieren
  • Farbsäume entfernen
  • Objektivverzeichnung
  • Vignettierung Entfernen
  • Bildmitte Aufhellen
  • Transformieren (Senkrecht, Horizontal, Seitenverhältnis)

Dabei funktionierten alle Einstellungsmöglichkeiten bei mir absolut tadellos! Die subjektive Qualität der Optionen ist dabei auf dem Level von Adobe Lightroom.

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Wir haben aber in Luminar Neo noch viel mehr Funktionen!

  • Radieren (entfernen von ungewollten Objekten im Bild)
  • Struktur
  • Farbe (Sättigung, Dynamik, anpassen einzelner Farben usw.)
  • Schwarz/Weiß
  • Details
  • Bildrauschen entfernen
  • Landschaft (Dunst entfernen, Goldene Stunde, Grünverbesserung)
  • Vignettierung

Hier sind einige Optionen zu finden die in anderen Programmen fehlen. Beispielsweise unterscheidet Luminar Neo beim “Nachschärfen” von Details zwischen drei Stufen, kleine, mittlere und große Details.

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Das Nachschärfen bei Luminar Neo wirkt aber etwas anders als bei Lightroom. So ist dieses hier “extremer” und auffälliger. Sei mit den Schiebern etwas vorsichtiger.

Pluspunkte gibt es für Funktionen wie “Goldene Stunde”, welche deine Bilder etwas wärmer gestaltet oder die sehr gute Vignettierung.

 

Der Automatik Modus

Luminar Neo bringt natürlich auch einen Automatik Modus mit. Dieser nennt sich hier “Verstärken”.

Verstärken erlaubt es dir mit einem einzigen Schieber dein Bild zu bearbeiten. Dabei passt Luminar Neo vor allem die Belichtung an. Zu helle Punkte werden abgesenkt, zu dunkle angehoben usw. Auch Farben werden etwas verbessert usw.

Erstaunlicherweise ist der “Verstärken” Modus relativ dezent. Selbst auf 100% ist dieser in den meisten Fällen nicht übertrieben und wirkt bei fast allen Fotos gut!

 

Kreativ

Neben diesen etwas klassischeren Bearbeitungsmöglichkeiten bietet Luminar Neo auch “Kreative” Bearbeitungsmöglichkeiten. Diese werden in folgende Kategorien unterteilt:

  • Neubelichtung
  • Atmosphäre
  • Sonnenstrahlen
  • Dramatisch
  • Stimmung
  • Tönung
  • Matt
  • Mystisch
  • Leuchten
  • Filmkorn

Nutzt du Neubelichtung erkennt Luminar Neo automatisch Vordergrund und Hintergrund deines Bildes und lässt dich diese unabhängig voneinander bearbeiten.

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“Atmosphäre” versucht Nebel in Bilder einzufügen und “Sonnenstrahlen” fügt wenig überraschend Sonnenstrahlen ein. Gerade letzteres Feature ist sehr gelungen und funktioniert wunderbar in Kombination mit bereits natürlich vorhandenem Licht.

“Dramatisch” gibt Bildern einen “Cineastischen” Look, mit einem sehr harten Kontrast. “Stimmung” erlaubt dir LUTs zu laden und mit “Tönung” kannst du Schatten und Lichtern einen “Farbstich” geben.

“Leuchten” gibt Bildern eine gewisse Unschärfe “weiches Licht” Effekt und “Filmkorn” erlaubt es dir ein künstlerisches Rauschen einzufügen.

 

Porträts

Eine der großen Stärken von Luminar Neo sind klar Porträts! Hier gibt es jede Menge Feature, die wir in Lightroom und Co so nicht finden.

  • Porträt mit Bokeh
  • Gesicht
  • Haut
  • Körper
  • Überbelichtung

Porträt mit Bokeh erlaubt es dir eine künstliche Hintergrundunschärfe einzufügen. Diese schneidet automatisch das Gesicht aus bzw. erkennt was Gesicht und was Hintergrund ist.

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Dies funktioniert auch erfreulich gut! Gerade wenn man es mit dieser Funktion nicht übertreibt, lassen sich sehr schöne Porträts auch ohne große Blende erreichen. Das Ausschneiden gerade von Haaren funktioniert erfreulich gut und genau.

Unter Gesicht kannst du jede Menge Einstellungen vornehmen:

  • Gesicht aufhellen
  • Gesicht schmälern
  • Irissichtbarkeit
  • Irisglanz
  • Augen vergrößern
  • Augen Aufhellen
  • Rote Augen entfernen
  • Augenringe entfernen
  • Augenbraun verbessern
  • Lippenstiftsättigung
  • Lippenrötung
  • Lippen betonen
  • Zähne Aufhellen

Diese Feature laufen auch alle “automatisch”. Du musst das Gesicht nicht auswählen oder Ähnliches. Dabei wirken die Effekte (sofern du nicht übertreibst) auch sehr gut!

“Haut” erlaubt es dir die Haut zu glätten, Glanz zu entfernen und auch Hautunreinheiten automatisch zu entfernen.

“Körper” wiederum erlaubt es dir eine Person schlanker (oder dicker) zu machen und gegebenenfalls auch den Bauch zu reduzieren.

Unterm Strich ist Porträt Fotografie absolut eine Stärke von Luminar Neo.

Gerade wenn wir diese ganzen Einstellungen mit anderen Bearbeitungen kombinieren, lassen sich hier klar bessere Bilder erzeugen als mit Lightroom.

 

Maskieren (mit KI)

Jeden Effekt von Luminar Neo lässt sich auch mit einer Maske versehen. Das bedeutet du kannst mithilfe eines Pinsels, linearen Verlauf oder radialen Verlauf auswählen, auf was der jeweilige Effekt angewendet wird.

Du willst nur einen gewissen Teil des Bildes aufhellen? Kein Problem! Du wählst diesen mit dem Pinsel aus.

Neben diesen Methoden bringt Luminar Neo auch eine KI mit! Diese versucht Bildobjekte automatisch zu erkennen und gibt dir anschließend eine Liste, aus welcher du einfach nur auswählen musst und das entsprechende Objekt wird ausgewählt.

Dies funktioniert Okay. Menschen und klare Dinge wie der Himmel werden gut erkannt. Kleinere Objekte eher weniger.

 

Himmelaustauschen

Sicherlich eins der beeindruckendsten Feature von Luminar Neo ist die Möglichkeit den Himmel in Bildern auszutauschen.

Luminar Neo erkennt den Himmel automatisch und fügt den von dir ausgewählten Himmel ein. Dabei passt dieses auch Dinge wie die Lichtstimmung usw. automatisch an!

Gerade wenn du dies auf RAW Bilder anwendest, sind die Ergebnisse beeindruckend überzeugend!

 

Die größte Schwäche, Performance!

Die größte Schwäche von Luminar Neo ist ohne Frage die Performance! Hier einfach mal die Rahmenbedinungen in meinem Fall:

  • Sony A7 R IV 61 Megapixel RAW Bilder
  • AMD Ryzen 9 5950X
  • 64GB RAM
  • Nvidia RTX 3060TI

Klar die 61 Megapixel Bilder der A7R IV sind im RAW Format sind schon ein dicker Brocken. Allerdings der AMD Ryzen 9 5950X ist eine der stärksten CPUs, die du aktuell bekommen kannst. Dies in Kombination mit 64GB RAM und es ist aktuell kaum möglich einen schnelleren PC für Fotobearbeitung zu bauen.

Dennoch fühlt sich Luminar Neo oft träge an! Das Importieren von Bildern geht klar schneller als bei Lightroom! Der Rest geht aber klar langsamer.

Effekte werden zwar flott angewendet, aber anscheinend nutzt Luminar immer eine Vorschau mit geringer Auflösung. Es dauert hier durchaus ein paar Sekunden, bis das Bild wieder scharfgestellt wird.

Es kommt hier aber natürlich auch auf den Effekt an. Eine einfache Helligkeitsanpassung ist sehr schnell gemacht, aber gerade der Bokeh Effekt frisst richtig Leistung! Hier kann die CPU für viele Sekunden bei 100% Last hängen.

Auch kann Luminar Neo richtig viel RAM fressen, falls vorhanden! 16GB genehmigt sich Luminar Neo wie nichts, falls vorhanden. Dies kann auch Lightroom, aber tendenziell ist die RAM Auslastung bei Lightroom geringer.

 

Fazit

Luminar Neo ist ein tolles Stück Software! So ist Luminar Neo Adobe Lightroom in sehr vielen Punkten voraus bzw. macht diese nutzerfreundlicher.

Alleine schon die Presets erlauben es dir ein Bild ohne jegliche Mühe schick oder interessant aussehen zu lassen.

Willst du eine etwas dezentere Bearbeitung, kein Problem! Dann kannst du wahlweise den “Automatik” Modus nutzen oder selbst an vielen Schiebern für Belichtung, Kontrast usw. herumschrauben.

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Dabei bietet Luminar Neo deutlich mehr Feature über die klassischen Bearbeitungsmöglichkeiten hinaus. So etwas wie das Austauschen eines Himmels oder das Einfügen von Sonnenstrahlen ist mit Adobe Lightroom nicht möglich und selbst in Photoshop nur mit etwas größeren Mühen zu machen.

Gerade in der Porträt Fotografie bietet Luminar Neo viele erweiterte “Ai” Feature. Du kannst mit einem Klick ein Gesicht verschmälern, Augen hervorheben, Augenringe reduzieren usw. Auch das Glätten von Haut ist mit einem Klick bzw. einem Schieber möglich.

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Hier und da sind manche Effekte von Luminar Neo etwas übertrieben. Allerdings setzt du diese sparsam ein, dann habe ich keine Zweifel, dass es mit Luminar Neo möglich ist bessere Fotos zu erstellen als mit Adobe Lightroom!

Gibt es aber auch Punkte, die gegen Luminar Neo sprechen? Ja die Performance! Selbst bei meinem High End System ist Luminar Neo signifikant langsamer als Lightroom. Es kann hier einige Sekunden dauern, bis ein neuer Effekt oder das Ändern einer Einstellung angewendet wird. Teils wird das Bild auch einfach für ein paar Sekunden nicht scharf gestellt usw. Klar bei kleinen JPEG Bilder ist dies kein Problem, aber ein richtiger Fotograf arbeitet nun mal mit RAW.

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Aber auch abseits von der Performance des Programms selbst brauche ich in Luminar Neo mehr Klicks, um ein Bild zu bearbeiten als in Lightroom.

Dies passt auch perfekt zu meinem Fazit! Luminar Neo hat absolut das Potenzial Adobe Lightroom zu schlagen. Du hast hier mehr Bearbeitungsmöglichkeiten und viele durchaus gute Bonusfunktionen, die es in Lightroom nicht gibt! Hierdurch kannst du mit Luminar Neo bessere Bilder erstellen.

Adobe Lightroom kann lediglich im Punkto Arbeitsgeschwindigkeit und “Zeiteffizienz” noch Luminar Neo schlagen!

Luminar Neo
POSITIV
Sehr viele Bearbeitungsoption
Schickes Design des Programms
AI Feature für Porträt Bearbeitung gelungen
AI Himmelaustausch
Jeder Effekt lässt sich maskieren
Viele Presets für schnelle Effekte
NEGATIV
Programm arbeitet recht langsam und frisst sehr viele Ressourcen
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Wir wollen Bass! Die UGREEN HiTune T3 im Test

UGREEN bietet nicht nur diverse und auch sehr gute USB-Ladegeräte an, sondern in ihrer HiTune Serie auch true wireless Ohrhörer an.

Diese konnte bisher aus einer guten Mischung aus starkem Klang und fairem Preis punkten. Das neuste Modell sind die HiTune T3.

Die HiTune T3 sollen durch einen noch besseren Klang, unter anderem dank “dynamic 10 mm PU + wool composite driver”, punkten. Dabei bleibt der Preis mit deutlich unter 50€ auch in Zeiten ständig steigender Preise fair!

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Aber wie sieht es in der Praxis aus? Sind die UGREEN HiTune T3 eine Empfehlung in der “unter 50€” Preisklasse wert? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an UGREEN für das zur Verfügung stellen der HiTune T3 für diesen Test!

 

Die UGREEN HiTune T3 im Test

UGREEN setzt bei den HiTune T3 auf ein recht klassisches Design. So besitzt die Ladebox eine einfache schwarze Hochglanz Optik. Diese ist “mittelgroß” geraten. Die Ladebox misst 61 x 49 x 26 mm und bringt ein Gewicht von 43g inklusive Ohrhörer bzw. 33,5g ohne Ohrhörer auf die Waage.

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Die generelle Verarbeitungsqualität würde ich als angemessen einstufen, im Anbetracht des Preises. Die Ladebox wirkt nicht billig, drückst du aber an den richtigen Stellen, dann ist es durchaus möglich diese etwas einzurücken oder zum Knarzen zu bekommen.

Der Akku in der Ladebox kann die Ohrhörer ca. 2,5x Aufladen, ehe diese selbst via USB C geladen werden muss.

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Mit einer Ladung halten die Ohrhörer laut Hersteller 7 Stunden. Praktisch, bei höherer Lautstärke, rechne eher mit +- 5 Stunden.

Ähnlich wie die Ladebox setzen auch die Ohrhörer selbst auf einen schwarzen Hochglanz Kunstsoff. Abseits davon haben wir ein recht klassisches In-Ear Design mit “Steg”. An den Ohrhörern ragt also ein kleiner Stiel nach unten, ähnlich wie bei den Apple Airpods.

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Die Rückseite der Ohrhörer ist dabei touch-empfindlich.

 

ANC?

Die HiTune T3 verfügen über ANC “active Noise Cancelling”. Dieses ist Okay. Einfache Hintergrundgeräusche wie surren oder Brummen von Motoren oder Lüftern werden reduziert.

Allerdings darfst du hier echt keine Wunder erwarten! Das ANC bei den T3 ist eher “nice to have” als ein wirklicher Kaufgrund. Ist dir ANC wirklich wichtig, dann musst du +- 100€ in die Hand nehmen.

 

Tragekomfort

Die UGREEN HiTune T3 bieten einen recht unauffälligen Tragekomfort. Die Ohrhörer saßen in meinen Ohren recht gut und bequem, wenn auch nicht übermäßig tief. Dank des Steg-Designs ist der Schwerpunkt der Ohrhörer aber recht rief, weswegen diese gut hielten.

Kurzum, dies sind zwar beim besten Willen nicht die “leichtesten” oder “kleinsten” Ohrhörer, aber der Tragekomfort ist unauffällig gut.

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang. Hier verfolgen die UGREEN HiTune T3 eine etwas extremere Klangsignatur. Sagen wir es so, der Bass der Ohrhörer ist “etwas” angehoben. Gehen wir aber geordnet vor und starten bei den Höhen.

Die Höhen sind in Ordnung! Diese sind nicht überschärft aber auch nicht matt oder dumpf. Ich denke an sich sin die Höhen ganz gut getroffen.

Ähnliches gilt überraschenderweise auch für die Mitten. Auch diese wirken weder besonders betont noch übermäßig abgesenkt. Stimmen werden gut dargestellt und Musik klingt auch nicht zu “leer” oder clean.

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Das dicke Ding ist aber der Bass! Der Bass ist bei den HiTune T3 extrem angehoben! Gerade der Mid-Bass ist fast schon als extrem zu bezeichnen! Hierdurch hat Musik einen extremen “Wumms”. Der Beat überschattet ganz eindeutig alle anderen Klangelemente.

Hierdurch klingt gerade elektronische Musik oder Pop-Musik unheimlich kräftig und treibend. In einigen Songs ist der Bass sogar fast schon als lächerlich stark zu bezeichnen. Zum Beispiel in 2step von Ed Sheeran konnte ich mir beim ersten Hören ein Grinsen nicht verkneifen.

Der Bass ist hier so “over the top” dass es wieder spannend ist. Dabei ist der Bass aber an sich gut gemacht. Dieser ist zwar extrem, klingt aber noch sehr sauber und übersteuert auch nicht.

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UGREEN HiTune T3 Frequency Response

 

Fazit

Liebst du Bass? Suchst du günstige Bluetooth Ohrhörer mit einer “lächerlich” großen Bass-Menge? Dann bist du bei den UGREEN HiTune T3 absolut richtigen Adresse.

Die T3 können sich durch ihren extremen Bass von der Masse an Bluetooth Ohrhörern in dieser Klasse abheben. Ich kenne keine Ohrhörer in der unter 50€ Preisklasse die derzeit auch verfügbar sind mit ansatzweise dieser Bass-Menge!

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Dabei machen die HiTune T3 den Bass aber recht gut! Dieser ist qualitativ absolut in Ordnung und übersteuert trotz der sehr hohen Menge nicht. Auch der Tiefgang passt.

Höhen und Mitten werden zwar vom Bass deutlich überschattet, sind aber an sich auch nicht schlecht. So klingen die UGREEN HiTune T3 nicht matt oder dumpf.

Suchst du also Ohrhörer mit bescheuert viel Bass, dann sind die UGREEN HiTune T3 eine erfreulich gute Option!

Sharkoon PureWriter RGB vs. Logitech MX Mechanical, 120€ günstiger, aber gleiche Taster?

Logitech bietet mit der MX Mechanical seine erste “Luxus” Office/produktiv Tastatur auch mit mechanischen Tasten an.

Diese bietet ein schickes und flaches Design, eine wertige Optik und nicht zuletzt einen hohen Preis. So kostet die Logitech MX Mechanical dich aktuell rund 180€. Eine stolze Summe!

Aber gibt es keine günstigeren Alternativen zur Logitech MX Mechanical? Ja die gibt es, wenn auch mit ein paar Abstrichen.

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So kommt die beste Alternative etwas überraschend von Sharkoon. So bietet die Sharkoon PureWriter RGB ein sehr ähnliches Design und Taster vom gleichen Hersteller! Auch diese setzt auf Low Profile mechanische Tasten und ein schlankes Design. Dabei kostet die Sharkoon PureWriter RGB aber lediglich 60€ zum Zeitpunkt des Tests!

WOW! 120€ günstiger als die durchaus vergleichbare MX Mechanical. Aber kann die PureWriter für so wenig Geld auch gut sein? Finden wir dies im Test heraus!

 

Sharkoon PureWriter RGB vs. Logitech MX Mechanical

Sowohl die Logitech MX Mechanical wie auch die Sharkoon PureWriter RGB setzen auf ein Low Profile Design. Dieses flachere Design wäre an sich nichts Besonderes, hätten wir nicht bei beiden Tastaturen mechanische Taster. Mechanische Taster sind im Low Profile Bereich eher selten anzutreffen.

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Sharkoon PureWriter

Die PureWriter RGB ist an ihrer dicksten Stelle 22,6mm und die MX Mechanical 27,5mm. Damit ist die Sharkoon sogar noch etwas flacher.

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Logitech MX Mechanical

Beide Tastaturen verfügen über Füße, um diese etwas anzuwinkeln. Beide Tastaturen haben allerdings keine Handballenauflage mit im Lieferumfang. Diese ist auch beim flachen Design nicht zwingend nötig.

Auch der grundsätzliche Aufbau beider Tastaturen ist sehr ähnlich. Wir haben eine Aluminiumgrundplatte, auf welcher die Tasten “schwebend” angebracht sind. Die Unterseite beider Tastaturen ist aus Kunststoff.

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Allerdings gibt es hier schon einen deutlichen Qualitätsunterschied! Die Logitech MX Mechanical fühlt sich deutlich massiver uns stabiler an! Hier merken wir schon, dass die Logitech Tastatur um einiges teurer ist als die Sharkoon.

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Sharkoon PureWriter

Abseits davon gibt es nicht viel zu berichten. Sharkoon nutzt noch microUSB bei seiner Tastatur, während Logitech USB C nutzt.

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Logitech MX Mechanical

Auf irgendwelche “besonderen” Media-Tasten oder Drehräder verzichten beide Modelle.

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Sharkoon nicht kabellos

Starten wir direkt mit einem wichtigen und auch vermutlich dem größten Unterschied zwischen der Sharkoon PureWriter RGB und der Logitech MX Mechanical. Die PureWriter RGB ist kabelgebunden! Leider ist hier kein Akku wie bei der MX Mechanical verbaut.

Zusätzlich unterstützt die Logitech auch Bluetooth.

Logitech wirbt auf Seiten der Akkulaufzeit mit bis zu 15 Tagen beim Nutzen der Hintergrundbeleuchtung. Ohne Beleuchtung soll der 1500mAh Akku sogar satte 10 Monate halten. Den Wert mit Beleuchtung halte ich für etwas hoch, zumindest dann, wenn du den ganzen Tag vor der Tastatur sitzt.

 

Die Taster, fast identisch

Erstaunlicherweise nutzen Sharkoon und Logitech fast die gleichen Taster! Beide stammen vom asiatischen Hersteller Kaihua.

  • Sharkoon = Kailh Choc LOW PROFILE
  • Logitech = Kailh Choc V2 LOW PROFILE

Logitech nutzt den gleichen Taster vom gleichen Hersteller nur in der überarbeiten V2 Version, welcher sich primär durch die Unterstützung von Cherry Style Tastenkappen auszeichnet.

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Ich habe beide Tastaturen mit einem “Red” Switch, es gibt die Tastaturen aber auch mit braunen und blauen Tastern.

  • Rot = linear
  • Braun = spürbarer Auslösepunkt
  • Blau = spür- und hörbarer Auslösepunkt
Kailh Choc LOW PROFILE Kailh Choc V2 LOW PROFILE
Style Linear Linear
Kraft 50±10gf 50±10gf
Weg 3.0mm+0/-0.5  3.2mm+0/-0.25 
Auslösung 1.5mm±0.5 1.3mm±0.3

Die V2 Version bringt einen etwas längeren Weg mit sich und eine etwas frühere Auslösung. Der Unterschied von 0,2mm ist allerdings in der Praxis nur bedingt zu spüren.

 

Logitech hat die besseren Tastenkappen

Was die Tastenkappen angeht hat Logitech ganz klar die Nase vorne. Hierbei spreche ich nicht nur vom Design das edler aussieht (wenn auch Sharkoon besser ablesbar ist). Die Sharkoon Tastenkappen neigen extrem zum Zeigen von Fingerabdrücken!

Deine Tastastur wird sehr schnell sehr schmutzig aussehen, während diese bei Logitech länger in einem optisch guten Zustand bleibt.

Die Logitech Tastenkappen sind allerdings subjektiv etwas flacher. Hierdurch scheinen die Tasten einen geringeren Abstand zueinander zu haben, was auch etwas Gewöhnung erfordert. Die Tastenkappen der Sharkoon sind etwas klassischer geformt, nur “kürzer” als bei normalen Tastaturen.

 

Layout

Beide Tastaturen verfügen über ein fast identisches Layout. Wir haben kaum Sonder/Media Tasten und ansonsten das klassische QWERTZ Layout.

Ich finde es hier sehr schade, dass Logitech auf ein Drehrad oder Ähnliches verzichtet hat!

Beide Hersteller haben allerdings die F Tasten mit Media-Tasten doppelt belegt. Bei Sharkoon haben die normalen “F” Funktionen die Priorität bei Logitech die Media-Funktionen. Brauchst du die F Funktionen mehr, dann kannst du dies bei Logitech aber auch umschalten.

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Logitech hat allerdings auf die Druck-, Rollen- und Pausetasten verzichtet. Anstelle dieser findest du die Geräte Schnellauswahl. Du kannst die MX Mechanical mit bis zu drei Geräten gleichzeitig verbinden und wählst welches Gerät gerade aktiv sein soll.

Erneut haben beide Tastaturen oberhalb des Nummernpads vier zusätzliche Media-Tasten. Als hätten sich beide Hersteller abgesprochen.

Logitech hat allerdings bei der MX Mechanical die F Tasten sehr dicht an die Zahlenreihe gerückt. Eine Entscheidung, mit der ich leben kann, aber ich bevorzuge doch den üblichen Abstand.

 

Wie tippt es sich auf den Tastaturen?

Beim Tippen holt uns die Realität wieder etwas ein. Beide Tastaturen sind nicht die Krönung der mechanischen Tastaturen! Tastaturen wie die GMMK Pro, SilentiumPC SPC Gear GK650K Omnis Onyx White Pudding Edition oder auch die Corsair K100 fühlen sich beim Tippen schon ein gutes Stück wertiger an.

Die Taster beider Tastaturen fühlen sich etwas weniger weich an als es gute Taster im “Red” Style, wie die Akko CS Jelly Pink. Vor allem wirkt aber der Anschlag bei beiden Tastaturen etwas weicher als es bei den oben genannten Modellen der Fall ist.

Dies ist gerade bei der Sharkoon PureWriter RGB der Fall! Ja auf der 120€ teureren Logitech MX Mechanical tippt es sich etwas besser. So ist der Anschlag der Tasten hier etwas stabiler und “massiver”. Ich vermute dies liegt an der höheren Masse der Logitech Tastatur.

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Auch wirken die Kailh Choc V2 LOW PROFILE durchaus etwas besser und präziser. So musste ich mich erst an die Sharkoon PureWriter RGB gewöhnen. In den ersten Minuten habe ich einige Fehler beim Tippen gemacht.

Auf der Logitech habe ich von Anfang an +- mein übliches Schreibtempo erreicht. Woran dies genau liegt, kann ich nicht sagen.

Beide Tastaturen sind grundsätzlich völlig in Ordnung, das Low Profile Design kostet etwas Tippqualität, verglichen mit einer normalen mechanischen Tastatur, aber beide Tastaturen sind gut nutzbar. Die Logitech MX Mechanical ist aufgrund der besseren Basis nochmal einen Hauch besser.

Was das Tippgeräusch angeht, tun sich beide wiederum nicht so viel. Die Logitech ist einen Hauch dunkler und leiser. Überragend klingen aus meiner Sicht beide nicht, aber sie sind klar leiser als normale mechanische Tastaturen. Magst du aber das laute Klacken beim Tippen, dann sind dies nicht die richtigen Tastaturen für dich. Sitzt du allerdings in einem Büro könnte das leisere Tippgeräusch durchaus angenehm sein.

 

Die Beleuchtung

Die Logitech MX Mechanical verfügt über eine einfache weiße Beleuchtung. Diese ist ausreichend hell und sieht “wertig” aus.

Die Sharkoon PureWriter RGB setzt, wie es der Name sagt, auf eine RGB Beleuchtung. Dies kannst du direkt über die Tastatur steuern und theoretisch auch auf weiß setzen. Die Beleuchtung ist bei der Sharkoon etwas intensiver, was auch an den Tastenkappen liegt.

Die Tastenkappen lassen bei dieser ein gutes Stück mehr Licht hindurch, wodurch die Tastatur heller erscheint.

Ob dies ein essenzielles Feature für dich ist, lasse ich dahingestellt.

 

Fazit

Das Fazit ist in diesem Vergleich nicht ganz einfach. Ja die Logitech MX Mechanical ist die bessere Tastatur von den beiden.

Allerdings ist die Sharkoon PureWriter RGB deutlich dichter an der Logitech MX Mechanical als es 120€ Preisunterschied vermuten lassen!

Abseits vom kabellosen Betrieb gibst du bei der PureWriter RGB wenig auf verglichen mit der MX Mechanical. Wir haben sogar fast identische Taster und die gleichen Media-Tasten.

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In diesem Punkt hat mich Logitech auch etwas enttäuscht. Die Logitech Craft bot damals wenigstens noch das coole Drehrad, auf welches Logitech hier auch verzichtet hat. 180€ ist einfach zu viel für das Featureset der MX Mechanical, gerade verglichen mit der Sharkoon PureWriter RGB.

Das Tippgefühl auf beiden Tastaturen ist okay. Beide können nicht mit einer guten normalen mechanischen Tastatur mithalten, die Taster fühlen sich weniger “sauber” an und der Anschlag ist etwas weniger präzise. Allerdings sind wir hier schon auf einem gehobenen Level.

Die Logitech MX Mechanical hat klar das etwas bessere Gehäuse. Dieses ist massiver und stabiler gebaut. Dies wird vermutlich auch primär für den Unterschied beim Tippgefühl verantwortlich sein. Das Tippen auf der MX Mechanical fühlt sich etwas satter und wertiger an als auf der Sharkoon PureWriter RGB. Auf letzterer ist das tippen etwas gedämpfter und weicher, was mir weniger gefällt.

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Ist dieser Unterschied 120€ wert? Neutral betrachtet nein!

Für die Logitech MX Mechanical spricht natürlich noch der kabellose Betrieb und die bessere Software, welche ich allerdings nie groß genutzt habe. Warum auch gibt ja kein programmierbares Drehrad.

Kurzum, magst du Low Profile Tastaturen und suchst hier etwas Mechanisches, dann sind beide Tastaturen prinzipiell eine gute Wahl! Die Logitech MX Mechanical ist die bessere und wertigere Tastatur, sollte aber aus meiner Sicht nicht mehr als 120-130€ kosten.

Die Sharkoon PureWriter RGB kann zwar die Logitech gerade beim Tippgefühl nicht schlagen, ist aber mit 60€ ein wirkliches Hammerangebot! Kannst du auf die kabellose Nutzung verzichten, verlierst du bei der Sharkoon PureWriter RGB wenig und sparst viel!

Powerstations, über 10 Modelle im Test, was gilt es zu beachten?

Powerstations haben in den letzten Monaten deutlich an Beliebtheit gewonnen. Egal ob nun als “Notfall-Generator” bei einem Blackout oder einfach als portable Energiequelle. Entsprechend gibt es aber auch hunderte Modelle, welche leider zumeist nicht gerade günstig sind.

powerstations im vergleich 5

Umso wichtiger ist eine Informierte Kaufentscheidung. Für Techtest habe ich mir bereits einige Powerstations angesehen. Wollen wir uns einmal ansehen auf was du zu achten hast und welche Modelle ich dir empfehlen würde!

 

Modelle bisher im Test

Schauen wir uns zunächst einmal die Powerstations an die ich im Test hatte.

Model Kapazität  Leistung 230V USB PD Preis
PowerOak AC200P 2000Wh 2000W 60W 2000 €
Jackery Powerstation Explorer 1000 1000Wh 1000W 18W 1300 €
EcoFlow DELTA mini 882Wh 1400W 100W 1000 €
EcoFlow RIVER Pro 720Wh 600W 100W 750 €
LUBY Portable Power Station 577Wh 700W 60W 560 €
CTECHi Tragbare Powerstation 518Wh/500W 518Wh 500W 60W 500 €
Jackery Powerstation Explorer 500 500Wh 500W Nein 660 €
TRAVELBOX 500 500Wh 500W 18W 450 €
CTECHi Tragbare Powerstation 240Wh 240Wh 200W 60W 220 €
Swarey S2401 240Wh 200W 65W 250 €
Jackery Powerstation Explorer 240 240Wh 200W Nein 300 €
PowerOak PS1 200Wh 120W 45W 300 €
BEAUDENS tragbare Power Station 166Wh 150W Nein 150 €

Auch wenn es blöd klingt, hier waren nur wenige Modelle dabei die ich als schlecht bezeichnen würde. Von der Swarey S2401 war ich kein Fan, aber abseits davon hat jedes Modell seine Daseinsberechtigung.

So ist die PowerOak AC200P natürlich ein absolutes Monster an Powerstation. Die EcoFlow Modelle laden super schnell und können alles, kosten aber etwas mehr. Die Jackery Modelle sind sehr gut verfügbar, schön portable, fehlt aber ein USB-PD Port und laden recht langsam.

Die LUBY Portable Power Station genau wie die CTECHi Tragbare Powerstation 518Wh/500W bieten eine top Preis/Leistung usw.

 

EcoFlow, ideal für Handwerker und das Camping

Ich habe bisher zwei Modelle von EcoFlow im Test, die EcoFlow RIVER Pro und die EcoFlow DELTA mini.

Beides sind hervorragende Powerstations! Wir haben eine Ausstattung, die ihresgleichen sucht, sehr gute 230V Steckdosen mit viel Leistung und vor allem ein extremes Ladetempo.

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So verfügen beide Powerstations über ein integriertes Netzteil und können über dieses in ca. 1,5 Stunden von 0% auf 100% geladen werden. Dennoch sind beide Powerstations recht kompakt und Portable (für die jeweilige Kapazität).

Ich würde diese Modelle besonders für Handwerker oder den Camper empfehlen, wo ein schnelles Laden ein großer Vorteil ist.

Mehr Infos zu den Powerstations findest du im jeweiligen Test.

(zum Test)

 

Jackery, der gute Allrounder

Jackery Powerstations sind sicherlich die populärsten Modelle, zu Recht! Gerade wenn du einen Allrounder suchst, bist du bei Jackery absolut an der richtigen Adresse. Du willst eine Powerstation für den Garten, für den Schrebergarten, den Camper, fürs Camping? Usw.

Egal wie deine Antwort hier lautet die Jackery Powerstations machen hier eine gute Figur, zudem gibt es die Modelle in vielen verschiedenen Kapazitäten.

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Etwas schade ist lediglich das Fehlen eines leistungsstarken Power Delivery USB C Ports. Abseits davon sind die Jackery Modelle zuverlässig und gut. Auch die Verfügbarkeit ist bei diesen stark. Tendenziell halte ich die EcoFlow Modelle für etwas besser, diese sind aber auch tendenziell entsprechend teurer.

Mehr Infos zu den Jackery Powerstations findest du im jeweiligen Einzeltest:

(zum Test)

 

CTECHi, Preis/Leistungs-Tipp

Möchtest du es etwas günstiger und vielleicht auch die an sich besseren LiFePo4 Akku-Zellen, dann schau dir mal die Modelle von CTECHi an.

Die CTECHi Tragbare Powerstation 518Wh/500W ist eine sehr interessante Powerstation. Zwar ist das Design und die Verarbeitung dieser eher mäßig, ebenso sind die Steckdosen deutlich schlechter als bei vielen Konkurrenten, dennoch ist die Powerstation sehr interessant! Wir haben hier die deutlich sichereren LiFePo4 Akku Zellen, USB C Charging (in beide Richtungen), wie auch einen sehr fairen Preis im Anbetracht der Kapazität. Im Allgemeinen halte ich bei einer Powerstation alles für einen guten Preis was unter 1€ pro Wh liegt, was hier der Fall ist.

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Die CTECHi Tragbare Powerstation 240Wh würde ich aufgrund der kleineren Kapazität weniger als klassische Powerstation empfehlen und mehr als große Powerbank für den Garten oder die Gartenlaube. So nutze ich diese Powerstation oft im Garten, um mein Dell XPS zu laden, was dank 60W USB C Ausgang auch problemlos klappt.

Ob die CTECHi Modelle allerdings Technisch so „hochwertig“ gebaut sind wie die EcoFlow oder Jackery Modelle muss ich allerdings einmal dahin gestellt lassen.

(zum Test)

 

Lithium Ionen vs. Lithium Eisenphosphat “LiFePo4”

Moderne Powerstations setzen entweder auf Lithium Ionen oder Lithium Eisenphosphat “LiFePo4” Akkus. Solltest du noch eine Powerstation finden, die auf Blei Gel oder ähnliches setzt, lass die Finger von dieser.

Die Entscheidung zwischen Lithium Ionen und Lithium Eisenphosphat LiFePo4 ist allerdings eine durchaus wichtige. Klären wir die Unterschiede zwischen diesen Technologien.

LiFePo4 Akkus sind im Allgemeinen haltbarer und sicherer als Lithium-Ionen-Akkus. Letztere gelten zwar auch schon als sicher, aber im Falle eines Kurzschlusses oder Überladens und dem katastrophalen Versagen des BMS das alle Powerstations haben, ist es theoretisch möglich, dass ein Lithium-Ionen-Akku thermisch durchgeht. Thermisch durchgehen ist ein schöner Ausdruck für “wird von sich aus so heiß, dass er sich entzündet”.

Dieses Risiko ist sehr überschaubar, wir haben schließlich Lithium Akkus in wie vielen Geräten und diese brennen in der Regel auch nicht.

Dennoch haben LiFePo4 Akkus hier einen Vorteil. Dieses Thermische Durchgehen kann hier selbst beim Versagen sämtlicher Schutzelektronik nicht passieren. Die Akkus können Dampfen, sehr heiß werden usw., aber diese können sich grundsätzlich nicht selbst entzünden. Und selbst bei einem externen Feuer, brennen LiFePo4 Akkus weniger extrem.

Aufgrund dieser stabileren und robusteren Zellen-Chemie sind LiFePo4 Akkus auch haltbarer. 1500-2000 Zyklen sind hier gang und gäbe. Lithium-Ionen-Akkus schaffen meist eher 500-800 Zyklen.

Allerdings sind LiFePo4 Akkus ein gutes Stück größer bei gleicher Kapazität als Lithium-Ionen-Akkus und diese sind nicht ganz so leistungsstark. Du kannst in der Regel bei einem LiFePo4 Akku mit 1W Ausgangsleistung pro Wh Kapazität rechnen. Bei Lithium Ionen Powerstations sind teils 1,5-2W pro Wh möglich.

Auch lassen sich die Lithium Ionen Modelle meist schneller laden.

Von daher würde ich sagen Lithium Ionen = ideal für eine Semi-Portable Nutzung, LiFePo4 = ideal für eine stationäre Nutzung oder als Pufferspeicher.

 

Kapazität, lieber mehr als weniger

1000Wh oder ähnliche Größen klingen im ersten Moment sehr viel, sind es aber an sich nicht!

Wh = Watt pro Stunde

Eine Powerstation mit 1000Wh könnte also ein Gerät mit 1000W eine Stunde lang betreiben oder ein Gerät mit 500W für 2 Stunden usw.

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Willst du ein Gerät mit einem Verbrauch von 10W 24 Stunden betreiben benötigst du rechnerisch 240Wh. Bei 20W sind es schon 480Wh und bei 40W 960Wh. Zudem erreichen die meisten Powerstations nicht ganz die Herstellerangabe, vor allem nicht bei den Steckdosen. Powerstations setzen im Inneren meist auf 12-48V Akkus. Nutzt du die Steckdose dann müssen die 12-48V Gleichstrom in 230V Wechselstrom gewandelt werden. Hier können wir einen Verlust von 20% oder mehr haben.

Hier eine kleine Tabelle als Orientierung was für Laufzeiten du im Optimalfall an einer jeweiligen Powerstation erreichen kannst.

200Wh 500Wh 1000Wh 2000Wh
Smartphone laden 5000 mAh 10x 27x  54x 108x
MacBook Pro 13 M1 laden  3x 8x 16x 32x
Kühlbox (mit Kompressor 5 Grad) 2 Tage 5 Tage 10 Tage 20 Tage

Planst du nur Smartphones oder Notebooks zu laden, dann wird bereits eine Powerstation mit 200-500Wh dich für mehrere Tage versorgen können.

Bei Kühlboxen usw. solltest du, wenn möglich auf Modelle mit Kompressor setzen, welche um einiges effizienter sind und entsprechend länger laufen, siehe hier den Test der PLUG IN FESTIVALS IceCube 40L, welche eine herausragende Kühlbox mit Kompressor ist.

So benötigt die PLUG IN FESTIVALS IceCube 40L gerade einmal 97Wh in 24 Stunden. Selbst eine 200Wh Powerbank kann also +- 2 Tage ausreichen.

kapazität powerstations

Hier einfach einmal alle bisher getesteten Powerstations nach gemessener Kapazität sortiert. Wenig überraschend sind die Modelle mit höherer Kapazitätsangabe auch weiter oben in der Tabelle. Positiv, die Modelle von Jackery erfüllen durchgehend ihre Kapazitätsangabe recht großzügig.

 

Nicht alle auch als Puffer-Speicher gut geeignet!

Du kannst so gut wie alle Powerstations auch via Solar-Panels laden. Dies ist ideal fürs Camping usw. Allerdings gibt es hier ein paar Unterschiede.

Zwar lassen sich alle Modelle (mit kleineren Ausnahmen) an herkömmlichen 12V Panels laden, aber z.B. die Jackery Modelle sind schon etwas darauf ausgelegt mit dem eigenen Jackery Solarpanel geladen zu werden.

Zudem müssen wir unterscheiden, können Powerstations via Solar geladen werden oder eignen sich diese wirklich als Pufferspeicher. Die PowerOak AC200P besitzt beispielsweise eine sehr hohe Selbstentladung durch das Display usw. Ist die Powerstation an wird diese konstant ca. 10W benötigen. Kommt an einem Wintertag weniger als das herein, dann entlädt sich die Powerstation konstant.

Leider habe ich der Erfahrung gemacht, dass sich die PowerOak AC200P unter 0% entladen kann und damit kaputt gehen kann! Wie das? Es gibt zwar eine Notabschaltung, aber sobald ein Solarpanel angeschlossen wird, schaltet sich die Powerstation ein, egal wie hoch der Ladestand ist. Kommt nun durch das Solarpanel zu wenig Energie rein, dann entlädt sich die Powerstation weiter unter 0% und kann so weit entladen werden, dass das Laden verweigert wird. Dies ist mir passiert.

Jackery Powerstations können sich an universellen Solarpanels aufhängen. Das bedeutet das die Powerstation das Laden aufhört und erst nach dem Ein/Ausstecken wieder anfängt. Dies habe ich ein paar mal beobachten können.

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Keine große Sache, aber nicht optimal, wenn du die Powerstations “unbeobachtet” betreiben willst. Dies ist übrigens etwas die meisten Powerstation Hersteller nicht empfehlen!

Gute Erfahrung mit Powerstations als Pufferspeicher habe ich mit folgenden Modellen gemacht:

  • LUBY Portable Power Station (lädt aber etwas langsam)
  • Ecoflow Modellen
  • CTECHi Tragbare Powerstation 240Wh

Geht es dir nur um ein Laden auf dem Campingplatz usw. Sind aber grundsätzlich alle Modelle hier gut geeignet. Lediglich im Langzeit Betrieb kann es sein das ein Modell besser ist als ein anderes.

 

Fazit

Welche Powerstations kann ich besonders empfehlen? Dies hängt natürlich etwas von deinen Anforderungen ab. Allerdings hier eine kleine Übersicht der Modelle die ich mir an deiner Stelle zuerst ansehen würde:

Positiv Negativ
PowerOak AC200P Super hohe Kapazität
Große Anschlussvielfallt
Tolles Display mit nützlichen Informationen
LiFePo4 Akku Zellen
USB PD 60W
Hoher Preis
Probleme mit Tiefenentladen bei nutzung als Pufferspeicher
EcoFlow RIVER Pro Herausragende Anschlussvielfalt
Unfassbar hohes Ladetempo
WLAN und APP Support
Recht kompakt und portable
Sehr gutes Display
USB PD 100W
Gehobener Preis
CTECHi Tragbare Powerstation 518Wh/500W Sehr fairer Preis
Gute Anschlussvielfallt
LiFePo4 Akku Zellen
USB PD 60W
Mäßige Haptik und Optik
Lauter Lüfter
Jackery Powerstation Explorer 500 Sehr portable
Hohe Qualität
Gute Verfügbarkeit 
Kein USB PD
CTECHi Tragbare Powerstation 240Wh Günstig!
Gute Anschlussvielfallt
USB PD 60W
LiFePo4 Akku Zellen
Sehr portable
Überschaubare Kapazität

Willst du eine “Notstrom Powerstation” für Daheim, dann solltest du ein Modell wie die PowerOak AC200P oder sowas wie die EcoFlow DELTA Max ansehen. Hier solltest du ein Modell mit 1000Wh+ wählen.

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Suchst du etwas portables, für den Wohnwagen, das Camping usw. Dann würde ich die EcoFlow RIVER Pro oder die Jackery Powerstation Explorer 500 empfehlen. Beide sind super Powerstations! Die EcoFlow ist etwas besser ausgestattet, mit Power Delivery, Smartphone App, kann schneller geladen werden usw. Die Jackery Powerstation Explorer 500 ist die etwas günstiger, aber auch einfacher.

Geht es dir um die Preis/Leistung schau dir die CTECHi Modelle an. Diese setzen auf die von mir geschätzten LiFePo4 Zellen und sind so weit gut ausgestattet. So verfügen beide Modelle über USB PD, ideal falls du dein Notebook im Garten laden möchtest.

  1. PowerOak AC200P <- für Daheim als “Backup”
  2. EcoFlow RIVER Pro <- Ideal für Handwerker und Camping, dank super hohem Ladetempo (1,5 Stunden von 0% auf 100%)
  3. Jackery Powerstation Explorer 500 <- Portable Nutzung, fürs Camping, Unterwegs oder den Garten
  4. CTECHi Tragbare Powerstation 518Wh/500W <- Allround-Nutzung
  5. CTECHi Tragbare Powerstation 240Wh <- Nutzung als eine gart große Powerbank für Daheim und den Garten

Test: SPC Gear GK650K, top Preis/Leistung in schickem Gehäuse!

Eine gute Tastatur ist immer etwas sehr Wichtiges und Wertvolles! Dies sowohl beim Gaming wie auch beim Arbeiten. Entsprechend gibt es auch tonnenweise Tastaturen im Handel. Hier ist es nicht ganz einfach aus der Masse hervorzustechen.

Dies versucht SPC Gear vor allem über das Design. Weiße PC-Hardware liegt im Trend, allerdings ist diese noch recht selten. Umso mehr sticht eine Tastatur wie die GK650K in der White Pudding Edition hervor. Und ja auf Bildern sieht die GK650K toll aus!

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Allerdings wie sieht es in der Praxis aus? Sieht die SPC Gear GK650K hier auch so gut aus? Wie ist das Tippgefühl? Finden wir dies im Test heraus.

An dieser Stelle vielen Dank SPC Gear für das Zurverfügungstellen der GK650K für diesen Test.

 

Test: SPC Gear GK650K

Bei der SPC Gear GK650K handelt es sich abseits der Färbung um eine recht klassische Tastatur. Diese besitzt das übliche deutsche Layout und verfügt zudem über ein Nummernpad.

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Das Besondere ist die Farbe der “White Pudding Edition”. Wir haben hier eine weiß/silberne Tastatur vor uns.

So sind die Tastenkappen in einem 2-teiligen Design gefertigt. Der obere Teil der Tastenkappen ist für eine bessere Ablesbarkeit in Silber mit weißer Schrift gehalten. Der untere Teil der Tastenkappen ist komplett weiß.

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Silber ist auch die Grundplatte der Tastatur. Diese ist aus Aluminium gefertigt und verleiht somit der Tastatur eine sehr gute Stabilität. Ähnlich wie bei den Tastenkappen ist auch hier der untere Teil der GK650K aus einem weißen Kunststoff gefertigt, wie passend.

Die Taster sind bei der GK650K “schwebend” in einem rahmenlosen Design auf der Grundplatte montiert. Ich bevorzuge dieses Design ganz klar, auch da dieses besser zu reinigen ist.

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Angeschlossen wird die Tastatur via USB C, dabei verfügt die Tastatur Kabeldurchführungen auf drei Seiten.

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Auf Seiten er Ergonomie haben wir wie üblich Füße, um die Tastatur aufzustellen. Hierbei handelt es sich um die neueren “Doppelfüße”, die zwei verschiedene Winkel erlauben. Mit im Lieferumfang liegt auch eine magnetische Handballenauflage.

 

Layout und Sondertasten

Bei der SPC Gear GK650K handelt es sich um eine “Full Size” Tastatur, mit Nummernpad. Diese setzt erfreulicherweise auf das normale deutsche Tastenlayout. Wir haben also öäü, eine große Enter Taste und eine lange Feststell-Taste usw. Sehr schön!

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Leider verzichtet SPC Gear allerdings komplett auf Media-Tasten. Wir haben lediglich ein Drehrad zum Einstellen der Lautstärke. Grundsätzlich bin ich von diesen Drehrädern ein großer Fan! Dies ist auch hier der Fall, allerdings fühlt sich das Drehrad weniger schön an. Dieses läuft etwas “unsauber”, ist mir aber weiterhin deutlich lieber als kein Drehrad.

 

Kailh (Blue) Taster

SPC Gear setzt bei der GK650K auf Kailh Taster. Kailh ist einer der bekanntesten asiatischen Herstellern von mechanischen Tastern und sicherlich auch einer der größten Konkurrenten von Cherry.

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Du kannst die GK650K mit drei unterschiedlichen Tastern bekommen.

Kailh Blue Kailh Brown Kailh Red
Charakteristik Clicky + Tactile Tactile Linear
Kraft 50 cN 45 cN 50 cN
Travel 4 mm 4 mm 4 mm

Wir haben hier die übliche Auswahl aus:

  • Rot = linear
  • Braun = Tactile (spürbarer Klick)
  • Blau = Clicky + Tactile (hör und spürbarer Klick)

Dabei handelt es sich aber um keine besonderen “Gaming” Taster mit verkürztem Weg. Die Tasten haben alle 4 mm Weg vom Betätigen bis zum Anschlag.

Ich habe für diesen Test die Version mit Kailh Blue.

 

Das Tippgefühl

Die SPC Gear GK650K ist beim Tippen an sich recht unspektakulär, was ich aber nicht negativ meine!

Wir haben eine sehr gut gebaute Tastatur. Die leicht angerauten Tastenkappen fühlen sich gut an, die Aluminium Basis-Platte gibt der Tastatur eine schöne Stabilität und die Kailh Blue fühlen sich sehr wertig an.

Überrascht hat mich der Klang der Tastatur. Trotz der “Clicky” Taster ist diese weniger laut als erwartet. Diese ist nicht leise, aber auch nicht extrem.

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Gelungen ist auch die Stabilisierung der großen Tasten. Gerade die Leertaste ist wunderbar stabilisiert und fühlt sich kaum anders an egal, wo du diese drückst und das „ratteln“ hält sich in Grenzen.

Ich habe auf der Tastatur sehr schnell eine hohe Tippgeschwindigkeit erreicht. Genau genommen bin ich sogar “Vollzeit” auf die Tastatur für meine Arbeit gewechselt, obwohl ich eigentlich sogar Low Profile Tastaturen bevorzuge.

Allerdings im direkten Vergleich gefallen mir die Taster und die Basis der AKKO 3084 B Plus beispielsweise noch etwas besser. Die AKKO 3084 B Plus verfügt aber nicht über ein deutsches Layout oder ein Nummern Pad.

 

Tolle RGB Beleuchtung!

Die SPC Gear GK650K verfügt natürlich über eine RGB Beleuchtung. Diese ist hier besonders auffällig und hell! Dies liegt nicht nur an guten RGB LEDs, sondern auch an der silbernen Aluminiumgrundplatte. Diese reflektiert das Licht der LEDs etwas, wodurch diese noch heller wirken.

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Auch die weißen Tastenkappen lassen das Licht nochmal kräftiger wirken.

Egal ob du nun einfach eine helle weiße Beleuchtung suchst, oder die volle RGB Farbenpracht, die Beleuchtung der SPC Gear GK650K ist ganz klar ein Highlight!

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Allerdings wollte die SPC Gear Software bei mir nicht so recht funktionieren. Erfreulicherweise kannst du die Beleuchtung aber auch direkt an der Tastatur sehr gut anpassen. So gibt es hier 18 Beleuchtungsmodi.

 

Fazit

Du suchst eine weiße Gaming-Tastatur mit guter Hardware und toller Beleuchtung? Dann kann ich die SPC Gear GK650K White Pudding Edition nur empfehlen!

Wir haben die guten Kailh Taster, eine sehr helle Beleuchtung und eine gelungene Konstruktion mit Aluminium Basis-Platte.

Das Tippgefühl ist sehr gut! Ich bin normalerweise nicht der größte Fan von “Blauen” Clicky Tastern, aber diese konnten mich hier durchaus überzeugen, auch wenn ich die Tastatur dennoch eher mit Reds kaufen würde. Die Taster sind zwar nicht leise, aber dies ist auch nicht die lauteste Tastatur, die ich jemals vor mir hatte, was an der relativ schwach schallenden Basis liegt (schwach schallend für eine „fertig“ Tastatur).

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Hinzu kommt das klassische QWERTZ Layout, ohne größere Auffälligkeiten. Leider hat SPC Gear allerdings auf Media-Tasten verzichtet. Wir haben lediglich ein Drehrad zum Verstellen der Lautstärke was ich sehr schätze, auch wenn das Drehgefühl wirklich nicht das Beste ist.

Die Kailh Taster sind ungefähr auf dem Level was wir von Cherry gewohnt sind. Diese sind also mehr als ausreichend, auch wenn ich nach der AKKO 3084 B Plus noch minimal Luft nach oben sehe.

Die Beleuchtung ist absolute Spitzenklasse dank der weißen Tastenkappen und der silbernen Basis-Platte. Beides reflektiert das Licht, welches hierdurch deutlich kräftiger wirkt als bei schwarzen Tastaturen. Leider wollte bei mir allerdings die Software nicht so recht funktionieren und meckerte nur, dass die Tastatur nicht gefunden werden konnte. Allerdings kannst du die Beleuchtung und auch Makros direkt über die Tastatur einstellen (Fn Test + X).

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Pluspunkte gibt es wiederum für die beiliegende Handballenauflage.

So ein wenig das Sahnehäubchen ist der Preis. Du bekommst die SPC Gear GK650K White Pudding Edition unter 100€! Dies ist ein super Preis für das Gebotene. So bin ich von der GK650K so sehr überzeugt, dass ich diese sogar nach dem Test weiterhin an meinem Schreibtisch nutze!

SPC Gear GK650K
POSITIV
Sehr schöne Beleuchtung
Tolles Design
Gutes Tippgefühl
Gutes Layout
Gute Tastenkappen
Sehr gute Preis/Leistung
NEGATIV
Drehrad läuft etwas unsauber
Keine Media-Tasten
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Das Syncwire SW-AC660 67W Ladegerät im Test, auch mit PPS

Syncwire bietet mit dem SW-AC660 ein durchaus spannendes USB Power Delivery Ladegerät an. Dieses verfügt über zwei USB C Ports, welche bis zu 67W liefern sollen. Gerade die beiden USB C Ports im super kompakten Formfaktor sind interessant, denn wir haben in der Theorie mehr als genug Leistung ein iPhone und ein iPad gleichzeig mit dem vollen Tempo zu laden

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Aber funktioniert dies auch in der Praxis? Wie steht es um die Effizienz und Qualität des Ladegerätes?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Das Syncwire SW-AC660 67W Ladegerät im Test

Mit 58 x 58 x 31 mm ist das Syncwire SW-AC660 für ein 67W Ladegerät durchaus als kompakt zu bezeichnen, aber auch nicht als super kompakt. Es gibt hier durchaus Modelle, die mit vergleichbarer Leistung nochmal ein Stück kleiner sind, auch wenn viele dieser Modelle nur einen USB C Port besitzen.

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Das Gehäuse des Syncwire Ladegerätes besteht aus einem sehr schicken und wertigen matten Kunststoff. Allgemein wirkt das Ladegerät sehr hochwertig gefertigt und gemacht.

Falls du dieses mit auf Reisen nehmen willst, wird dich sicherlich freuen das Syncwire diverse Aufsätze mitliefert, so dass du in anderen Ländern keine Adapter nutzen musst. Das Ladegerät akzeptiert auch 100-240V, ist also auch für einen USA Tripp geeignet.

 

Die USB Ports

Das Syncwire SW-AC660 verfügt über zwei USB C Ports, welche beide den Power Delivery Standard unterstützen. Beide Ports besitzen aber eine unterschiedliche Leistung.

  • USB C 1 – USB Power Delivery 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20,3V/3,3A
  • USB C 2 –  USB Power Delivery 5V/3A, 9V/2,22A, 12V/1,67A

Der erste USB C Port kann bis zu 67W liefern. Dabei ist die Angabe 20,3V/3,3A etwas merkwürdig. Dies ist an sich kein Problem, es ist normal das die Spannung etwas schwankt, aber in der Praxis wird das Ladegerät als ein 20V/3,35A Ladegerät erkannt.

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Nutzt du beide USB C Ports gleichzeitig, dann wird die Leistung des primären Ports auf 45W gedrosselt und die des sekundären Ports bleibt bei 20W.

Dies ist eine sinnvolle Staffelung, denn so kannst du ein MacBook/iPad und ein iPhone zeitgleich mit einem guten Tempo laden.

 

Mit PPS!

Erfreulicherweise unterstützt das Syncwire SW-AC660 auch den PPS Standard.

USB C Port 1 bietet eine PPS Range von 3,3-21V bei 3A. Der zweite USB C Port bietet leider kein PPS.

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PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/SS Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des SS2 Ultra. Ein S21 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 25W. Unterstützt dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Die Spannungsstabilität

Wie steht es um die Spannungsstabilität? Ich erwarte hier keine Überraschungen, aber schauen wir uns diese dennoch zur Sicherheit einmal an.

9v spannung 20v spannung 5v spannung

Hier gibt es keine bösen Überraschungen. Die Spannungen sind alle im grünen Bereich, auch wenn diese übermäßig stabil sind. So Steigt gerade die 5V und 9V Stufe unter Last ein Stück an, was aber nicht schlimm ist. Dies gleicht den Spannungsabfall von USB-Kabeln etwas aus.

 

Ladetempo

Schauen wir uns einmal das Ladetempo, an das wir mit diversen Smartphones und Tablets erwarten können.

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel  +++
Huawei Smartphones  +
OnePlus Smartphones  +
Oppo Smartphones  +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) ++

 

Erneut keine bösen Überraschungen. So hat das Laden meines MacBook Pro 13 M1 und meines iPhone 13 Pro Max gleichzeitig problemlos geklappt. Merke dir nur, dass sich der primäre USB C Port sich einmal “resettet”, wenn du ein Gerät mit Port 2 verbindest oder es trennst.

Dies ist nötig, um die PD Leistung des primären Ports von 45W auf 67W umzustellen.

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Dank des PPS Supports werden auch aktuelle Samsung Galaxy Smartphones wie das S21 Ultra mit dem vollen Tempo geladen. Da allerdings die PPS Range bei 3A endet bekommen wir in Kombination mit dem S22 Ultra nicht ganz das volle Tempo hin. Hier kommen wir “nur” auf rund 26W.

Allgemein darfst du bei Samsung Smartphones nicht mehr als 25-26W erwarten.

Prinzipiell ist das Syncwire auch für größere Notebooks geeignet, so reichen die 67W auf dem primären USB C Port auch für ein Dell XPS 15 oder MacBook Pro 14/16 aus, aber unter Volllast könnte bei diesen dennoch der Akku entladen werden, vor allem wenn du gleichzeitig noch ein Smartphone lädst.

 

Effizienz

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Effizienz an.

effizienz

Das Syncwire SW-AC660 67W Ladegerät bietet eine Effizienz zwischen 73,6% und 90,3%. Dies ist okay für ein modernes Ladegerät! Die 73,6% bei 5V/1A Last sind etwas wenig, aber noch im Rahmen. Die 90,3% bei Volllast wiederum sind gut!

 

Fazit

Ein weiteres tadelloses Ladegerät von Syncwire! Suchst du ein USB Power Delivery Ladegerät mit 2 USB C Ports und genug Leistung ein kleines Notebook und ein Smartphone gleichzeitig zu laden, dann ist das Syncwire SW-AC660 eine top Wahl!

Die Kombination aus einem 67W bzw. 45W und einem 20W USB C Port ist absolut sinnvoll! Zudem unterstützt der primäre USB C Port auch den PPS Standard, welcher wichtig für die Samsung S20/S21 und S22 Serie ist.

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Die Effizienz ist mit 73,6% bis 90,3% so weit gut und auch die Spannungsstabilität ist “unspektakulär gut”.

Suchst du also genau dieses sinnvolle 2 Port Design und schätzt vielleicht auch die austauschbaren Reise-Adapter, dann spricht nichts gegen das Syncwire SW-AC660 67W Ladegerät.

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Test: Creative Zen Hybrid, toller Tragekomfort, hervorwagendes ANC und guter Klang!

Mit dem Zen Hybrid hat Creative frisch ein paar high End Bluetooth Kopfhörer auf den Markt gebracht, welche allerdings nicht in der gleichen Preisklasse wie viele Konkurrenten unterwegs sind.

So kannst du die Creative Zen Hybrid bereits für rund 110€ bekommen. Für 110€ sollen diese “high-quality materials”, 40 mm Neodymium drivers und ANC bieten. Zudem liegt die Akkulaufzeit bei beachtlichen 27 Stunden.

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Liest sieht gut und auf den ersten Blick sehen die Zen Hybrid auch vielversprechend aus. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Kann der Klang der Creative Zen Hybrid überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Creative für das Zurverfügungstellen der Zen Hybrid für diesen Test!

 

Der erste Eindruck

Auf dem ersten Blick war ich von den Creative Zen Hybrid sehr positiv überrascht! Die Kopfhörer sehen wertig und schick aus. Dies sind keine Gaming Kopfhörer und du musst dich auch für diese nicht in der Öffentlichkeit schämen.

creative zen hybrid test review 1

Das Design der Kopfhörer erinnerte mich allerdings auch sehr an die Bose QC35. Die ovale Form der Ohrmuscheln, der matte Kunstsoff usw. sind schon recht ähnlich.

Dies meine ich aber nicht zwingend negativ, denn die Creative Zen Hybrid sehen deutlich teurer und wertiger aus als es der Preis eigentlich vermuten lässt. Auf den ersten Blick hätte ich die Zen Hybrid für 200€ Kopfhörer gehalten.

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Auch die Verarbeitung und Haptik ist mehr als Okay. Wir haben zwar äußerlich lediglich Kunststoff, dies gilt auch für die Aufhängung der Ohrmuscheln, allerdings handelt es sich hier um recht wertigen Kunststoff.

So klappern die Kopfhörer auch nicht übermäßig, wenn du diese schüttelst. Dabei sind diese auch klappbar! Du kannst diese wirklich sehr schön kompakt zusammenfalten. Creative legt hierfür auch passend eine Tasche bei. Eine “Hartschalen” Tasche wäre mir zwar lieber gewesen, aber bei 110€ müssen wir auch ein paar Abstriche hinnehmen.

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Gesteuert werden die Kopfhörer über vier Tasten an der rechten Ohrmuschel. Dort finden wir auch einen AUX Eingang.

Der USB C Ladeport ist an der linken Ohrmuschel. Die Kopfhörer können an beliebigen USB A oder USB C Ladegeräten geladen werden (Power Delivery wird unterstützt).

Creative gibt die Akkulaufzeit der Kopfhörer mit 37 Stunden ohne ANC und 27 Stunden mit ANC an. Ich kann eine Laufzeit von ca. 20+ Stunden bestätigen.

 

Beeindruckendes ANC!

Ich würde die Zen Hybrid mit 110€ noch in die “relativ günstig” Klasse stecken, wenn es um Bluetooth Kopfhörer mit ANC geht. Hier erwarte ich traditionell eine gute, aber auch nicht besondere Hintergrundgeräusch-Unterdrückung.

Allerdings haben die Creative Zen Hybrid hier meine Erwartungen deutlich übertroffen! Das ANC macht einen beeindruckend guten Job deine Umgebung zu filtern. Surren, Brummen, Motorgeräusche usw. werden fast vollständig entfernt. Dies ist aber auch nicht die große Kunst.

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Viel beeindruckender ist es wie gut die Zen Hybrid es schaffen Stimmen und ähnliche Geräusche zu reduzieren/zu dämpfen.

Das ANC ist eindeutig das beste das ich bisher in Kopfhörern unter 200€ gehört habe!

 

Herausragender Tragekomfort

Creative setzt bei den Zen Hybrid auf recht dicke Ohrpolster. Diese sind mit einem sehr “dichten” und weichem Schaumstoff gefüllt und äußerlich mit einem super weichen Leder bezogen.

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Der Tragekomfort ist das absolute Highlight an den Zen Hybrid! Ich hatte schon lange keine Kopfhörer mehr die so bequem und angenehm auf meinem Kopf saßen. Dabei wirken die Kopfhörer auch nicht warm oder übermäßig schwitzig.

Hier hat Creative wirklich einen überragenden Job gemacht!

 

Klang

Kommen wir zum wichtigsten Punkt, dem Klang.

Starten wir am Anfang, also bei den Höhen. Die Höhen würde ich so weit als tadellos bezeichnen!  Die mittleren Höhen sind etwas angehoben, allerdings auch nicht zu sehr, dass diese schrill oder spitz wirken. Letzteres vermeiden die Zen Hybrid erfreulich gut. Die Höhen sind angenehm klar und sauber ohne Spitz oder überschärft zu klingen.

Die Mitten sind vielleicht etwas dünn und distanziert klingend. Die Creative Zen Hybrid neigen etwas zu der Badewannen-Klangsignatur, mit starken Höhen und Tiefen. Die Darstellung von Stimmen geht völlig in Ordnung, ist aber auch nicht absolute Weltklasse. Selbiges gilt auch für die generelle Klangfülle.

Beim Bass war ich etwas hin und her gerissen. An sich ist der Bass gut. Dieser wirkt schön dynamisch und ist angenehm rund. Auch die Masse passt. Hier und da hätte ich mir allerdings gewünscht, dass der Bass vielleicht etwas mehr “hervorkommt”. Dies ist allerdings mehr persönliche Meinung als subjektive Einschätzung.

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Die Creative Zen Hybrid haben generell gesprochen einen sehr weiten Klang, als würde hier ein leichter Raumklang Effekt in den Klang gemischt. Gerade in Kombination mit dem guten ANC ist dies ein schöner Effekt. Allerdings gerade beim Bass hätte ich mir hier noch einen Hauch mehr Wumms gewünscht. Allerdings bin ich auch ein Bass-Liebhaber. Neutral gesprochen ist der Bass der Creative Zen Hybrid „neutral“, wenn nicht sogar leicht angehoben (zumindest die oberen Bass-Bereiche).

Theoretisch kann der Klang via SXFI noch auf deine Kopfform usw. angepasst werden. Allerdings wollte die SXFI App bei mir nicht so recht. Zudem hätte ich eine Klanganpassung einfach via EQ deutlich einfacher und besser gefunden.

Unterm Strich haben die Creative Zen Hybrid einen recht runden und weiten Klang. Musik wird schön entzerrt und die dargestellte Bühne ist recht groß bzw. breit.

Auch würde ich den Klang oberhalb der Bose QC35 sehen und eher vergleichbar mit den High End Sony Modellen, welche allerdings auch eine völlig andere, viel wärmere, Klangsignatur haben.

Die Klangwärme der Creative Zen Hybrid angeht, würde ich diese recht neutral sehen. Diese sind weder kühl noch warm klingend.

 

Fazit

Die Creative Zen Hybrid sind für 110€ überragende Reisekopfhörer! Die größte Stärke der Zen Hybrid ist ohne Frage der Tragekomfort und das ANC.

Mir sind in dieser Preisklasse keine Kopfhörer bekannt die so bequem sind und solch gutes ANC mitbringen! Die Polsterung der Kopfhörer ist perfekt! Ja im Sommer könnten diese etwas „schwitziger“ sein, aber selbst dies war in meinem Test kein großes Problem. Zudem haben dies alle ANC Kopfhörer die auf dicke Polster setzen. Hier hat Creativ einen perfekten Job gemacht, welchen ich ansonsten so nur von Bose kenne, die eine ähnliche Polsterung nutzen. Hinzu kommt das wirklich gute ANC!

Hierdurch sind die Creative Zen Hybrid bereits sehr gute Reisekopfhörer.

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Hinzu kommt aber auch noch ein guter Klang. Die Zen Hybrid haben einen sehr offenen und weiten Klang. Mich würde es nicht wundern, wenn Creative hier ein wenig „Raumklang“ einmischt. Die Höhen sind ziemlich perfekt, klar und sauber, aber nicht schrill oder anstrengend.

Die Bässe der Zen Hybrid sind ordentlich. Diese sind schön satt und dynamisch. Hier und da hätte ich noch etwas mehr „Wumms“ gut gefunden, aber ich bin auch ein Bass-Fan. Die Zen Hybrid setzen auf einen recht neutralen Bass, bis leicht angehobenen Bass. Diese liefern schon einen besseren Bass als die meisten mir bekannten Bose Modelle.

Dabei ist die generelle Klangsignatur recht neutral und ausgewogen. Die Kopfhörer klingen weder warm noch kalt.

Am Ende dürfen wir auch nicht die Preisklasse vergessen! 110€ für die Creative Zen Hybrid ist ein richtig faires Angebot! Sony oder Bose hätten die gleichen Kopfhörer problemlos für 200€+ verkauft.

Zusammengefasst, herausragender Tragekomfort, sehr gutes ANC, starker Klang und schickes Design. Für 110€ bekommst du kaum was Besseres!

Creative Zen Hybrid
Klang
88
Tragekomfort
96
ANC
90
Design/Haptik
85
POSITIV
Herausragender Tragekomfort und super Polsterung
Sehr gutes ANC
Sehr gute Akkulaufzeit
Guter Klang
Gute Haptik
Schicke Optik
NEGATIV
App-Support könnte besser sein für Klanganpassungen
90

Der DEEBOT X1 Turbo von ECOVACs im Test, ECOVACs Antwort auf den S7 MaxV!

Mit dem DEEBOT X1 bietet ECOVACS eine neue Saugroboter Serie, die mit Roborocks S7 MaxV Ultra konkurrieren soll.

Hierfür setzt ECOVACS nicht nur auf eine überarbeitete Navigation und eine deutlich gesteigerte Saugleistung, sondern vor allem auf eine verbesserte Putzleistung und die neue Reinigungsstation.

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In diesem Test wollen wir uns besonders den ECOVACS DEEBOT X1 Turbo ansehen. Dieser verfügt über eine Reinigungsstation für den integrierten Mopp, welcher von dieser ausgespült wird! Du musst dich in der Theorie also nicht um ihre Reinigung kümmern, dies macht der DEEBOT X1 Turbo komplett alleine.

Aber wie gut funktioniert dies in der Praxis? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ECOVACS welche mir den DEEBOT X1 Turbo für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der DEEBOT X1 Turbo von ECOVACs im Test

Das erste was sicherlich am DEEBOT X1 Turbo auffällt, ist das Design. So wirkt der DEEBOT X1 Turbo und seine Waschstation erfreulich edel und hochwertig! So wirkt der X1 Turbo klar etwas hochwertiger als der Roborocks S7 MaxV Ultra.

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Hierfür setzt ECOVACs auf viele silberne Abdeckungen, welche etwas an Metall erinnern, aber natürlich aus Kunststoff gefertigt sind.

Der Grundsätzliche Aufbau ist aber klassisch. Wir haben einen runden Saugroboter. Dieser verfügt auf der Oberseite über einen recht großen Laser-Sensor, der sich um die Navigation kümmert.

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Auf der Front finden wie zusätzliche “AI” Sensoren, wie auch zwei kleine rotierende Bürsten. Diese verbreitern den Einzugsbereich der primären Bürste und kehren Schmutz aus den Ecken in die Fahrbahn.

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Interessant ist beim X1 Turbo der Schmutzauffangbehälter bzw. wo dieser versteckt ist. Dennoch um diesen zu entfernen, musst du die Abdeckung auf der Oberseite entfernen. Diese wird magnetisch gehalten. Interessant!

 

OMNI, PLUS, TURBO

Die X1 Serie gibt es in drei Versionen OMNI, PLUS und TURBO. Die hier gewählte Version entscheidet über die beiliegende Ladestation.

  • TURBO = Waschstation mit Wassertanks für die Putzpads
  • PLUS = Absaugstation für den Schmutzauffangbehälter
  • OMNI = Wasch- und Absaugstation

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Ich habe hier die Turbo Version, welche die beiliegenden Putzpads automatisch reinigen kann, aber nicht den Schmutzbehälter entleert.

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Das Entleeren des Schmutzauffangbehälters musst du weiterhin manuell machen!

Die PLUS Version kann hingegen den Schmutz absaugen, aber nicht die Pads automatisch waschen. Lediglich die teuerste OMNI Version kann beides.

 

Kleiner Schmutzauffangbehälter

Eine Schwäche der neueren ECOVACS Saugroboter ist leider die Größe des Schmutzauffangbehälters. Auch beim X1 Turbo ist dieser sehr klein!

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Hast du ein großes Schmutzvorkommen, aufgrund mehrerer Haustiere, dann ist dies leider suboptimal.

 

App

Der DEEBOT X1 Turbo nutzt die klassische ECOVACs App. Diese gehört zu den besten Apps die du im Bereich der Saugroboter finden kannst. Dies gilt sowohl für die Nutzung wie auch den Funktionsumfang.

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Hier eine kleine Übersicht über die Feature:

  • Live-Karte
  • Raum/Bereichsreinigung
  • Automatische Saugkraftverstärkung auf Teppichen
  • Sprachsteuerung (direkt im Saugroboter)
  • Virtuelle Wände
  • Individuelle Reihenfolge der Reinigung
  • Zeitplan
  • Deutsche Sprachausgabe

 

Starke Putzfunktion!

Sicherlich ein Highlight des DEEBOT X1 Turbo ist die Putzfunktion. So besitzt der Saugroboter zwei rotierende Putzpads. Diese bieten natürlich eine deutlich höhere Reinigungsleistung als irgendwelche vibrierenden Platten usw.

Also ja der DEEBOT X1 Turbo putzt ein gutes Stück besser als der Roborock S7 MaxV!

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Allerdings hat die Putzfunktion einen Nachteil, diese funktioniert nicht gut bei Teppichen. Hast du die Putzpads angebracht, dann überfährt der DEEBOT X1 Turbo keine Teppiche. Schlecht falls du z.B. einen Teppich quer im Flur liegen hast. In diesem Fall ist der Teppich so etwas wie eine Barriere.

Der DEEBOT X1 Turbo eignet sich hierdurch primär für Wohnungen ohne Teppiche bzw. nur mit sehr wenigen.

 

Automatisches Waschen

Ein weiteres wichtiges Feature des DEEBOT X1 Turbo ist die Waschstation. In der Ladestation finden sich zwei Wassertanks, ein Frischwasser-Tank und ein Schmutzwasser-Tank.

Der Roboter fährt in gewissen Intervallen auf die Lade/Waschstation, um dort sein Pad auszuwaschen bzw. neu zu befeuchten. Dies funktioniert tadellos und hat auch einen großen Effekt, wenn man sich das Schmutzwasser so ansieht.

 

AI und Frontkamera

Der DEEBOT X1 Turbo verfügt über ein AI System. Wir haben also auf der Front eine Kamera. Diese Kamera kann Objekte vor dem Sauger erkennen und entsprechend umfahren.

Allerdings gibt es keine erweiterte AI Feature in der App. So wurde mir nicht gesagt was wo wie erkannt wurde. Allerdings funktioniert das Umfahren von Hindernissen sehr gut!

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Der Sauger hält immer etwas Abstand zu Hindernissen und berührt diese nicht. Dies gilt auch für kleinere Objekte, wie Haustierspielzeug usw. Hierdurch fährt der DEEBOT X1 Turbo tendenziell etwas vorsichtiger. Ideal wenn deine Wohnung vielleicht nicht immer ganz perfekt aufgeräumt ist.

Lediglich sehr kleine Objekte werden weiterhin berührt , wie Stuhlbeine. Ansonsten umfährt der DEEBOT X1 Turbo sehr gut und vorsichtig.

Du kannst die Frontkamera im Übrigen auch als eine Art Überwachungskamera nutzen. Über die App kannst du den Sauger manuell mit “Bild” starten und steuern.

 

Navigation und Fahrverhalten

Neben der Frontkamera und der dahinterstehenden Objekterkennung nutzt der DEEBOT X1 Turbo natürlich auch eine etwas “klassischere” Lidar Technologie.

In dem “Hubbel” auf der Oberseite sitzt ein rotierender Abstandsmesser. Dieser kann 360 Grad um den Saugroboter deine Wohnung vermessen und entsprechend die Position des Sauroboters errechnen, erkennen wo es noch weitergeht usw.

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Dies ist in der Praxis ein must have, denn es verbessert die Navigation massiv! So weiß der Saugroboter immer, wo er ist, wo er war und wo er noch hin muss.

Hierdurch kann es nicht passieren, dass er Räume einfach auslässt. Sollte dieser mal an einem Raum vorbeifahren, dann wird er früher oder später wieder zu diesem Raum zurückkommen.

Dabei wirkt die Navigation sehr sicher! Der Roboter scheint immer zu wissen was er noch zu tun hat. Dies ist allerdings bei einem aktuellen Modell von ECOVACs auch nicht ganz unerwartet. Sie sind in diesem Punkt sehr stark, genau wie die Modelle von Dreame oder Roborock.

Lediglich habe ich teils das Gefühl der Roboter könne Flächen etwas effizienter abfahren. Das ist aber schon ein Meckern auf einem sehr hohen Level!

Die Navigation beim DEEBOT X1 Turbo ist absolute Weltklasse!

 

Saugleistung

ECOVACs setzt beim DEEBOT X1 Turbo auf eine vergleichsweise konservative Bürste. Diese besitzt sehr weiche Borsten und ein paar Gummi-Lippen. Allerdings setzt ECOVACs auf einen 5000pa Saugmotor, was sehr stark ist!

Dies in Kombination ergibt eine gute bis sehr gute Saugleistung. Auf glatten Böden ist sie wie üblich dicht an “perfekt”. Lediglich gröberer Schmutz wie Zettel usw. werden gerne mal liegen gelassen.

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Hier tun sich moderne Saugroboter, um ehrlich zu sein nicht viel. Haare, Staub usw. bekommen fast alle halbwegs guten Modelle zuverlässig aufgesammelt. Hier ist eine möglichst hohe Abdeckung (Stichwort Navigation) wichtiger. Werden nicht alle Stellen erreicht wird entsprechend auch nicht perfekt gesaugt. Allerdings ist dies durchaus ein Punkt, bei welchem der DEEBOT X1 Turbo glänzen kann, auch wenn er sich aufgrund der vorsichten Fahrweise nicht in alle Ecken “aggressiv vorarbeitet”.

Teppiche sind eher eine Probe. Hier kommt es etwas auf den Teppich an. Generell gesprochen würde ich die Saugleistung des DEEBOT X1 Turbo auf Teppichen mit einer “2+” bis “1-” beurteilen. Wir sind hier auf dem Level des Roborock S7 MaxV, aber ich habe auch schon Modelle gesehen die vereinzelt mehr Haare aufnehmen.

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Dennoch werden selbst Hundehaare von Teppichen gut entfernt! Du kannst damit rechnen, dass nach einmaligem Überfahren 98% alle Haare entfernt sind und lediglich vereinzelt mal eins liegen bleibt. In der Praxis ist es absolut ausreichend und reduziert das Haarvorkommen massiv.

 

Fazit

Der DEEBOT X1 Turbo bzw. die DEEBOT X1 Serie gehört klar zu den Top 3 Saugrobotern aktuell auf dem Markt!

Sofern du keine oder nur wenige Teppiche hast, kann der DEEBOT X1 Turbo sogar den Roborock S7 MaxV Ultra übertreffen, gehen wir aber geordnet vor!

Starten wir den Basics. Wie es von einem Saugroboter dieser Klasse zu erwarten ist bietet der X1 eine sehr gute Navigation! Dank des Laser-Sensors weiß der Roboter immer, wo er ist und wo er noch hin muss. Hast du eine etwas komplexere Wohnung mit X Räumen und Durchgängen, dann ist der DEEBOT X1 Turbo absolut geeignet! Es wird hier nichts ausgelassen, wie es bei günstigeren Modellen der Fall sein kann.

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Dabei fährt der X1 Turbo generell sehr vorsichtig. Dies unter anderem dank der integrierten Objekterkennung. Der Saugroboter vermeidet Berührungen so gut wie möglich. Selbst wenn Haustierspielzeug herumliegt, umfährt der Roboter dieses. Hierdurch verfängt der Roboter sich weniger bis gar nicht.

Es ist beeindruckend zu beobachten, wie sicher und gut der ECOVACS DEEBOT X1 Turbo navigiert.

Hinzu kommt die beste Putzfunktion, die du aktuell bei einem Saugroboter finden kannst! Die rotierenden Putzpads machen einen deutlich besseren Job als eine vibrierende Platte oder Ähnliches. Klar fest eingebackenen Schmutz bekommt der X1 auch nicht weg, aber leichtere Verschmutzungen werden problemlos entfernt und Fliesen bekommen einfach einen anderen Glanz, wenn diese abgewischt werden, verglichen mit nur saugen.

Die Saugleistung des DEEBOT X1 Turbo ist ebenfalls gut! Besser aus meiner Sicht als beim T9 AIVI und +- auf dem Level des Roborock S7. Dies gilt sowohl für glatte Böden wie auch für Teppiche.

Allerdings ist der DEEBOT X1 Turbo kein Saugroboter für Wohnungen mit vielen Teppichen! Warum? Wenn du die Putzpads auf dem X1 Turbo montiert hast, kann dieser nicht auf Teppiche fahren! Für eine Teppichreinigung musst du die Putzpads manuell entfernen. Hast du also Teppiche quer in der Wohnung liegen sind sie nur schwer mit der sehr guten Putzfunktion vereinbar. Dies macht der Roborock S7 MaxV Ultra etwas besser, welcher seine Putzplatte anheben kann.

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Dies ist auch neben dem etwas kleinen Schmutzauffangbehälter auch mehr oder weniger mein einziger Kritikpunkt.

Die App von ECOVACs gehört zu den besten die du bei einem Saugroboter finden kannst, die Sprachsteuerung ist ein netter Bonus, das Design ist toll und die Waschstation macht einen sehr guten Job. Ich finde zwar den Aufpreis auf die OMNI Version, welche die Pads waschen kann und Schmutz absaugen, etwas hoch, aber technisch ist die “Turbo” Version bereits tadellos.

Es ist wirklich toll, wie der Saugroboter gelegentlich auf seine Station zurückkehrt, um seine Pads zu reinigen, damit diese immer frisch sind.

Kurzum, der ECOVACS DEEBOT X1 Turbo ist ein sehr guter Saugroboter, in vielen Punkten sogar besser als der Roborock S7 MaxV Ultra! Allerdings würde ich dir den Roboter primär empfehlen, wenn du nur wenige oder keine Teppiche hast. Zudem würde ich dir stark zur OMNI Version raten, falls du sehr viel Schmutz hast (aufgrund des kleinen Schmutzauffangbehälters). Die Putz- und Saugleistung des DEEBOT X1 Turbo ist absolute Weltklasse, gemeinsam mit der Navigation und Hindernisvermeidung.

Link zum Hersteller /// bei Amazon

ECOVACS DEEBOT T9 AIVI Saugroboter mit Wischfunktion (DEEBOT X1 Turbo)

  • Zuverlässige Navigation
  • Sehr gute Hindernisvermeidung und Objekterkennung
  • Raumreinigung und andere erweiterte App Funktionen
  • Sehr gute Putzfunktion
  • Leiser Betrieb
  • Hohe Saugleistung
  • Schickes Design
  • Gut funktionierende Waschstation
  • Keine Schmutzabsaugung
  • Putzfunktion beißt sich mit Teppichen
  • Sehr kleiner Schmutzauffangbehälter

ECOVACS DEEBOT X1 Turbo
POSITIV
Zuverlässige Navigation
Sehr gute Hindernisvermeidung und Objekterkennung
Raumreinigung und andere erweiterte App Funktionen
Sehr gute Putzfunktion
Leiser Betrieb
Hohe Saugleistung
Schickes Design
Gut funktionierende Waschstation
NEGATIV
Putzfunktion beißt sich mit Teppichen
Sehr kleiner Schmutzauffangbehälter
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Die außergewöhnlichste Wetterstation, der Ecowitt Wittboy im Test

Wenn du dich für Wetterstationen interessierst, wirst du vielleicht schon über Ecowitt gestolpert sein. Ecowitt nie gehört? Ecowitt ist der Hersteller, der hinter beispielsweise den Wetterstationen von Froggit steht.

Ecowitt hat nun mit dem “Wittboy” eine neue, sehr außergewöhnliche Wetterstation auf den Markt gebracht. So besitzt der “Wittboy” trotz der Möglichkeit Regen und Wind zu messen keine beweglichen Teile.

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Der Niederschlag wird beispielsweise über einen haptischen Sensor gemessen. Dieser spürt die Regentropen und misst diese entsprechend. Der Wind wird über Schall-Sensoren gemessen.

Klingt doch super spannend oder? Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert der Wittboy so gut wie vom Hersteller versprochen?

Finden wir dies im Test der All-In-One Wetterstation Wittboy heraus!

 

Test: Ecowitt Wittboy GW2001

Die Wittboy Wetterstation besteht aus zwei Komponenten. Wir haben einerseits den Empfänger, wie auch das Außenmodul.

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Die Wittboy Wetterstation besitzt kein Display oder Anzeige. Du musst die Daten über die WebUI oder Ecowitt App auslesen. Eventuell kannst du allerdings eins der von Ecowitt angebotenen Displays verbinden. Dies habe ich aber nicht getestet.

Die mit im Lieferumfang liegende Basis-Station ist ein einfaches Modul, das via USB betrieben wird und du mit deinem Router verbindest. Die Basis-Station verfügt allerdings auch über einen kleinen Temperatur-Sensor. Was allerdings fehlt ist WLAN, du musst die Basis-Station also via LAN verbinden.

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Das wirklich Spannende ist aber natürlich das Außenmodul, welches die Modellnummer WS90 trägt. Für ein Modul das über 7 Sensoren verfügt ist dieses extrem Kompakt! Klar wir haben keine beweglichen Teile. Entsprechend brauchen wir auch keinen Regen Auffangtopf oder Ähnliches.

Das Außenmodul muss auf einen Pfosten montiert werden. Ein passender Pfosten oder Halterung liegt nicht mit im Lieferumfang. Die Halterung ist auf Pfosten ausgelegt die maximal +- 2,5 cm Durchmesser haben.

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Die Energie-Versorgung geschieht mithilfe zweier AA Batterien. Wobei diese nur ein “Backup” sind. Der Wittboy verfügt über ein Solarpanel und einen Super-Kondensator, welcher diesen bei ausreichend Licht versorgt. Die Batterien sind also nur ein Backup.

Sowohl die Spannung dieses Super-Kondensators wie auch der Batterien kannst du später über die WebUI auslesen.

 

Was kann der Wittboy messen?

Beginnen wir mit der Frage was der Wittboy alles messen kann.

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So ziemlich alle gängigen Werte, ist hier die Antwort. Das Außenmodul verfügt über 7 Module, welche aber Teils noch mehr Werte ausspucken können. Später kannst du folgende Werte über die EcoWitt Software erhalten.

  1. Außen-Temperatur
  2. Außen-Luftfeuchtigkeit
  3. Gefühlte Temperatur
  4. Taupunkt
  5. Innen-Temperatur
  6. Innen-Luftfeuchtigkeit
  7. Lichteinstrahlung
  8. UV-Index
  9. Niederschlag
  10. Regenrate pro Stunde
  11. Windgeschwindigkeit
  12. Böen Geschwindigkeit
  13. Windrichtung
  14. Luftdruck Relativ
  15. Luftdruck Absolut
  16. Batteriespannung
  17. Spannung des Internen Super-Kondensators

Kaufst du das Basis-Set des Wittboys erhältst du 17 Werte, die dir deine Wetterstation anzeigt.

 

Erweiterbar mit zusätzlichen Sensoren

Ecowitt bietet diverse zusätzliche Sensoren für seine Wetterstationen an. Ich hatte für meine Froggit Wetterstation bereits ein paar zusätzliche Innen-Temperatur-Sensoren.

Diese wurden auch vom Wittboy einfach “aufgegriffen”. Willst du also weitere Temperatur-Sensoren, dann ist dies kein Problem.

Diese kannst du einfach bei Amazon für +- 25€ (zum Zeitpunkt des Tests) kaufen: hier bei Amazon.

 

Die WebUI von EcoWitt

Da wir kein Innen-Display haben müssen wir alle Werte der Wetterstation über die EcoWitt Software auslesen.

Die WebUI von EcoWitt findest du unter www.ecowitt.net. Zusätzlich gibt es auch eine EcoWitt Smartphone App.

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Starten wir mit der WebUI. Diese ist recht einfach und simpel. Nach dem Login findest du zunächst eine Kachel-Übersicht über alle Livemesswerte. Hier findest du alle zuvor angesprochenen Werte, meist mit Tageshöchstwerten usw.

Scrollst du etwas herunter findest du Verlaufsdiagramme für jeden dieser Werte! Diese Diagramme sind sehr gut gemacht und bieten einen tollen Einblick über den Wetterverlauf.

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Erneut findest du hier zu jedem Wert und jedem Sensor solch ein Diagramm, inklusive der Batteriespannung.

Diese Diagramme kannst du dir für den aktuellen Tag, 7 Tage, 30 Tage, 365 Tage oder einen beliebigen Zeitraum anzeigen lassen. Willst du also wissen was der heißeste Tag des Jahres war, dann kannst du einfach auf die Jahresansicht umschalten und dies sehen.

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Sämtliche Daten lassen sich auch als Excel Tabelle exportieren.

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Wir haben zusätzlich noch eine öffentliche Wetterkarte, wo du umliegende EcoWitt Wetterstationen eigezeichnet siehst. Du kannst deine Wetterstation allerdings auch aus dieser Karte austragen, wenn du nicht möchtest, dass dies jemand anderes sehen kann.

Abseits dieser Daten und Diagramme gibt es in der EcoWitt WebUI allerdings nicht viel Spannendes weiter zu bestaunen. Die EcoWitt Plattform ist sehr “Clean” gehalten ohne Werbung, Premium Abos oder Ähnliches.

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Die Smartphone App ist im Kern die WebUI nur passend fürs Smartphone skaliert und angepasst.

So funktionierte die App bei mir tadellos und bot alle benötigten Funktionen. Zusätzlich gibt es aber in dieser auch die Möglichkeit die Daten deiner Wetterstation an 3. Anbieter Dienste wie Wunderground, Weathercloud oder die Weather Observations Webseite weiterzugeben.

Diese Option konnte ich in der WebUI nicht finden.

 

Weather Underground

Du kannst deine Wetter z.B. an Weather Underground “Wunderground” weiterleiten. Du kannst dich hier auf https://www.wunderground.com/member/settings kostenfrei registrieren und deine Wetterstation hinzufügen.

Anschließend kannst du die Daten deiner Wetterstation über die Webseite einsehen. Dabei speichert Weather Underground alle Wetterdaten auf unbegrenzte Zeit! Du kannst also schauen, wie warm Monat XYZ vor einem Jahr war usw. Dabei finde ich WU recht übersichtlich und optisch ansprechend.

Allerdings musst du deine Wetterdaten öffentlich zugänglich machen und Weather Underground unterstützt nur die Daten des Außensensors. https://www.wunderground.com/dashboard/pws/IEITORF18

Alle Wetterstationen werden auf einer Karte angezeigt und mit nahen Stationen verglichen. IBM behält sich das Recht vor die Daten deiner Wetterstation für die Berechnung von Klimamodellen usw. zu nutzen.

Für mich ist dies völlig okay, da es sich ja nur um die Außenwerte handelt.

 

Wie genau sind die Messwerte?

Kommen wir zur spannenden Frage, wie genau sind die Messwerte? Der Wittboy setzt auf vergleichsweise exotische Hardware für die Wind und Niederschlagsmessungen. So wird der Niederschlag über eine Vibrations-Empfindliche Platte gemessen. Mehr dazu, wie dies technisch funktioniert findest du hier https://www.weltderphysik.de/gebiet/technik/nachrichten/2015/piezo-regensensor/

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Der Wind hingegen wird mithilfe von Mikrofonen gemessen, welche die Windgeräusche messen und entsprechend auswerten.

Um die Werte besser einschätzen zu können, vergleichen wir diese mit ein paar anderen Wetterstationen.

  • froggit HP1000SE PRO
  • BRESSER 4CAST PRO SF
  • Homematic IP Wettersensor – Pro

Wichtig! Diese Wetterstationen sind nicht alle an der exakt gleichen Stelle. So hängt der Wittboy etwas höher usw. Kleinere Abweichungen sind also zu erwarten und auch normal.

 

Temperatur

Starten wir mit den Temperatur-Werten.

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Hier gibt es keine Überraschungen. Alle Wetterstationen sind so dicht aneinander, dass die Werte als passend einzustufen sind. Tendenziell liegt der Wittboy minimal niedriger als die anderen Modelle, aber wir reden hier über +- 0,2 Grad. Es ist hier also möglich, dass der Wittboy sogar der genauste ist und die anderen einfach etwas falsch liegen.

Die Abschirmung des Temperatur-Sensors von der Sonne ist dabei tadellos. Die Temperatur springt bei Sonneneinstrahlung nicht.

 

Niederschlag

Leider hat es die letzten Wochen nur sehr wenig geregnet. Entsprechend habe ich hier nicht viele Vergleichswerte. Schauen wir aber dennoch einmal auf die Werte, die ich habe.

niederschlag wittboy

Hier sehen wir eine doch recht deutliche Abweichung von den beiden anderen Wetterstationen. Während die Modelle von Froggit und BRESSER fast gleichauf liegen, spuckt der Sensor des Wittboy ca. 40-50% höhere Werte aus! Dies ist schon eine starke Abweichung.

Hier muss ich weiter beobachten, ob die Abweichung wirklich konstant bei 40-50% bleibt. Es gab schon ein FW Update für den Wittboy, hier habe ich die Hoffnung, dass solche Abweichungen vielleicht in der Zukunft behoben werden können.

 

Helligkeit

Der Wittboy kann natürlich auch Licht/Helligkeit messen.

helligkeit

Leider sehen wir auch hier eine merkliche Abweichung. Dies hat mich aber um ehrlich zu sein etwas überrascht! Normalerweise sind Lichtsensoren recht genau und der Wittboy nutzt hier auch nach meinem Wissen nichts “Exotisches”.

 

Windgeschwindigkeit

Leider habe ich bei der Windgeschwindigkeit ein paar Probleme, da ich diese aufgrund der etwas anderen Positionen der Wetterstationen nicht direkt vergleichen kann.

Dennoch versuche ich hier eine Einschätzung. Grundsätzlich glaube ich, dass die Messung der Windgeschwindigkeit besser ist als die Regenmenge. So decken sich die Messungen des Wittboy besser mit den offiziellen Vorhersagen als mit Wetterstationen die früher an dieser Position hingegen.

Tendenziell wird der Wittboy hier aber auch wenig höher messen als die froggit HP1000SE PRO, was ich aber nicht schlecht finde, denn die froggit hat nach meiner Einschätzung etwas niedrig gemessen.

 

Fazit

Der Ecowitt Wittboy ist eine absolut außergewöhnliche Wetterstation und ich muss Ecowitt hier wirklich loben. Wir haben einige interessante Feature und vor allem die Haltbarkeit aufgrund des Verzichtes auf bewegliche Teile sollte stark sein!

So haben wir zunächst tonnenweise Messwerte. Temperatur, Windgeschwindigkeit, Niederschlag, Sonneneinstrahlung, UV, Windrichtung usw.

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Dabei wird der Niederschlag über Erschütterungen beim Aufschlag auf die obere Platte gemessen. Eine super interessante Technologie! Auch das Messen der Windgeschwindigkeit mithilfe von “Mikrofonen” ist etwas Spannendes.

Hinzu kommt eine wirklich gelungene Software von EcoWitt. Diese ist zwar recht minimalistisch, aber tut genau das was sie soll. Messwerte anzeigen und über lange Zeiträume speichern und gut auswertbar präsentieren.

Allerdings lässt die Messgenauigkeit des Wittboy noch etwas zu wünschen übrig. Gerade beim Niederschlag und der Helligkeit weichen die Werte des Wittboy von meiner froggit HP1000SE PRO und BRESSER 4CAST PRO SF merklich ab!

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EcoWitt scheint daran noch zu arbeiten, es gab schon FW Updates, welche die Messgenauigkeit verbessert haben, aber Stand Ende April bist du rein aus Sicht der Messgenauigkeit mit einer klassischen Wetterstation wie eins der folgenden Modelle besser beraten.

Dennoch ist der Ecowitt Wittboy ein super spannendes Konzept einer Wetterstation ohne bewegliche Teile und einem Super-Kondensator als Energiespeicher usw. Wenn vielleicht noch das ein oder andere FW Update kommt, dann hat der Wittboy auch ohne Frage das Potenzial die beste Wetterstation auf dem Markt zu werden!

Ecowitt Wittboy
POSITIV
Einzigartiges Design
Neuartige Sensoren
Sehr viele Messwerte
Sehr gute WebUi und App
Messgenauigkeit Temperatur, Wind, Luftfeuchte gut
NEGATIV
Messgenauigkeit Regensensor überschaubar
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Die Innr Outdoor Smart Globe Light Colour im Test

Wenn es um Smarte Beleuchtung geht, ist Innr nach Philips Hue ganz klar meine erste Wahl. So bietet Innr diverse Zigbee kompatible Leuchtmittel. Diese lassen sich sogar in das Philips Hue System einbinden. Dabei bieten die Innr Leuchtmittel und Lampen durchweg eine gute Qualität.

Innr bietet als einer der wenigen Hersteller auch diverse Outdoor Zigbee Lampen an. Ganz neu im Sortiment sind die Innr Outdoor Smart Globe Light Colour.

Hierbei handelt es sich um schicke Leuchtkugel für den Außenbereich, mit Smarter Steuerung und RGB LEDs.

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Für diesen Spaß möchte Innr aber auch satte 199€ haben. Ein stolzer Preis, welcher für Outdoor-Lampen aber leider nicht außergewöhnlich ist (wenn man sich ansieht, was Philips Hue für vergleichbare Produkte möchte).

Wollen wir uns einmal die Innr Outdoor Smart Globe Light Colour in einem kurzen Test ansehen.

An dieser Stelle vielen Dank an Innr für das Zurverfügungstellen der Lampen für diesen Test.

 

Die Innr Outdoor Smart Globe Light Colour im Test

Wie alle Innr Outdoor Lampen besteht auch dieses Set aus drei Komponenten.

  1. Die Lampen selbst
  2. Der Zigbee Empfänger
  3. Das Netzteil

Mit im Lieferumfang der Lampen liegt ein wassergeschütztes Netzteil. Dieses bietet eine Leistung von 24W bzw. 24V/1A. Keine Sorge die Lampen benötigen keine 24W, du kannst das System nur erweitern und hierfür hat das Netzteil ein paar Reserven.

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Der Zigbee Empfänger ist eine kleine Box, welcher in der Zuleitung Lampen integriert sind.

Die Lampen selbst sind auf den ersten Blick sehr einfach gehalten. Wir haben drei Kugel aus einer Art Milchglas. Hierbei handelt es sich natürlich nicht um echtes Glas, sondern Kunststoff in entsprechender Optik.

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Jede Kugel hat einen Durchmesser von 190 mm. Dabei lässt Innr dir die Wahl, du kannst die Kugeln hängen oder mithilfe eines beiliegenden Erdspießes in den Boden stecken.

 

Kabel

Die Kugeln müsse natürlich auch mit Strom versorgt werden, was gerade bei Outdoor-Leuchtmitteln nicht immer ganz einfach ist.

So legt Innr allerdings recht großzügig Kabel bei, welche einfach ineinandergesteckt werden und einen wasserdichten Verschluss besitzen.

 

Zigbee!

Die Smart Globe Light Colour besitzen kein WLAN, sondern setzen auf den Zigbee Standard. Um diese zu steuern, benötigst du also ein Zigbee Gateway.

Solche Zigbee Gateways gibt es von Innr selbst, Philips Hue, Smart Life usw. Die Smart Globe Light Colour ist hier universell kompatibel!

Du kannst die Innr Leuchtmittel also auch mit einer Philips Hue Bridge verbinden und nutzen. Du kannst auch die Innr eigene Bridge nutzen, wie es dir am besten passt.

Das ist aber die Schönheit an Zigbee, du bist hier flexibel und nicht auf das Ökosystem eines Herstellers limitiert.

 

Licht und Funktion

Grundsätzlich sind solche Außenlampen wie die Smart Globe Light Colour keine Lampen zum “Beleuchten”. Diese soll nur einen Akzent in deinem Garten setzen.

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Allerdings bei einer neutralen weißen Farbe sind die Lampen beeindruckend hell! Hier können diese durchaus einen Carport beleuchten.

Auch die bunten Farben sind durchaus hell, wenn auch nicht ganz so extrem. Dabei wirken alle Farben gut und kräftig. Auch grün und türkis-Töne werden gut dargestellt. Die LED-Qualität scheint also ordentlich zu sein.

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Die Reaktionszeit und Signalstärke zu meiner Bridge waren gut, allerdings darfst du die Signalstärke auch nicht überschätzen, gerade wenn deine Zigbee Bridge hinter X Wänden steckt. Ich musste meine etwas näher am Fenster positionieren, damit das Signal immer stabil war.

 

Stromverbrauch

Gerade im Jahr 2022 ist der Stromverbrauch wichtiger denn je! Wie viel fressen hier die Globe Light Colour?

20% 50% 100%
Neutral Weiß 1.1 5.2 20
Warm Weiß 0.6 2.2 8
Kalt Weiß 0.8 3.6 14
Rot 0.5 1.5 5.4
Blau 0.6 1.7 6.3
Grün 0.5 1.5 5.2

(Angabe in Watt)

Dies hängt natürlich extrem von der eingestellten Helligkeit und der Lichtfarbe ab. Im “Worst Case” benötigen die Lampen 20W. Stellst du aber eine Farbe ein, wie Blau sind es nur noch 6,3W.

Reduzierst du die Helligkeit auf 50%, dann sinkt der Verbrauch deutlich! Bei blauem Licht von 6,3W auf 1,7W.

innr outdoor smart globe light colour im test 15

Dabei reduziert sich die subjektive Helligkeit nicht so deutlich. Dies wäre auch mein Tipp, stelle die Helligkeit nicht zu hoch ein, um die Stromkosten gering zu halten.

Hier einfach mal ein Rechenbeispiel bei 5 Stunden Leuchtdauer pro Tag und 0,50€ pro kWh.

20% 50% 100%
Neutral Weiß      1.00 €      4.75 €    18.25 €
Warm Weiß      0.55 €      2.01 €      7.30 €
Kalt Weiß      0.73 €      3.29 €    12.78 €
Rot      0.46 €      1.37 €      4.93 €
Blau      0.55 €      1.55 €      5.75 €
Grün      0.46 €      1.37 €      4.75 €

Im Schlimmsten Fall, bei maximalem Verbrauch kommen wir auf 18,25€ pro Jahr, was noch verschmerzbar ist. Allerdings gehen wir auf 50% Helligkeit und eine “bunte” Lichtfarbe, dann sinken die Stromkosten auf gerade einmal +- 1,50€ pro Jahr!

Ich denke dies ist gut erträglich!

 

Haltbarkeit

Aktuell kann ich noch nichts zur Haltbarkeit sagen. Leider neigen viele dieser Lampen, selbst die teuren Philips Modelle, zum Eindringen von Wasser, was diese auf Dauer beschädigt.

Beispielsweise nach 2 Jahren ist bei mir eine der Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour aufgrund des Eindringens von Wasser gestorben. Die Innr Outdoor Scheinwerfer hingegen sind auch noch nach 2 Jahren problemlos.

innr outdoor smart globe light colour im test 7

Daher erwarte ich, dass die Globe Light sicherlich ein paar Jahre im Freien gut überstehen, aber wenn du diese komplett im Freien über Jahre (auch über den Winter wie ich es mache) draußen lässt, dann werden diese vermutlich auch nicht ewig halten.

 

Fazit

So etwas wie die Innr Outdoor Smart Globe Light Colour ist immer eine Sache. Denn letztendlich kommt es hier auf deinen Geschmack an. Gefallen dir die Lampen und du suchst Zigbee fähiges Zubehör für den Garten?

Dann schlag zu! Technisch gibt es an diesen nichts auszusetzen. Die Helligkeit ist gut, die Farben sind klasse und die Zigbee Verbindung klappte bei mir 1a.

innr outdoor smart globe light colour im test 13

Selbst der Stromverbrauch ist Okay, sofern du das Licht nicht auf neutral Weiß bei 100% Helligkeit stellst. Bei 50% Helligkeit und einer bunten Farbe (bei 5 Stunden pro Tag) kannst du mit Stromkosten von lediglich 1-2€ pro Jahr rechnen.