Test: PLUG IN FESTIVALS IceCube 40L, sehr gute Kompressor-Kühlbox mit optionaler App Steuerung

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Gerade in einem heißen Sommer gibt es nichts Schöneres als ein kühles Getränk. Allerdings gerade unterwegs oder beim Camping sind kühle Getränke nicht immer ganz einfach zu erhalten.

Für solche Zwecke gibt es Kühlboxen. Portable Kühlboxen gibt es hunderte Im Handel, in unterschiedlichsten Qualitäten. Die einfachsten Modelle sind für knapp unter 100€ zu erhalten. Diese setzen allerdings auf ein Peltier Element zur Kühlung, was an sich Okay ist, aber weniger effizient als die Kühlung durch einen Kompressor.

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Aber gerade, wenn Ihr entweder sehr niedrige Temperaturen erreichen wollt oder begrenzte Energie habt, da Ihr beispielsweise eine Powerstation zur Stromversorgung nutzt, ist dies suboptimal.

Hier kommt nun die PLUG IN FESTIVALS IceCube 40L ins Spiel. Diese ist eine 40L portable Kühlbox mit Kompressor und App Steuerung!  Damit ist die Kühlbox in der Theorie ideal um an einer Powerstation genutzt zu werden.

Wollen wir uns einmal die PLUG IN FESTIVALS IceCube 40L näher im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an PLUG IN FESTIVALS für das Zurverfügungstellen der IceCube 40L für diesen Test!

 

Die PLUG IN FESTIVALS IceCube 40L im Test

Bei der IceCube 40L handelt es sich um eine recht große Kühlbox, die am besten von zwei Personen und einem Fahrzeug transportiert werden sollte.

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Ihr könnt hier duzende Dosen oder sogar Flaschen unterbringen und somit wahlweise mehrere Tage versorgt sein oder eine große Party steigen lassen. Die Kühlbox misst 658 x 368 x 427 mm und bringt ein Gewicht von 14KG auf die Waage.

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Der Aufbau entspricht dabei einer klassischen Kühlbox, nur in größer. Ihr könnt einfach den Deckel Aufklappen um an den Inhalt zu kommen. Das Innere ist in zwei Bereiche unterteilt. Einen großen Bereich in dem Ihr auch große Flaschen unterbringen könnt und einen etwas kleineren Bereich oberhalb des Kompressors.

Erfreulicherweise wirkt die Kühlbox sehr massiv und stabil gebaut!  So ist das Äußere weitestgehend mit Aluminium verkleidet. Auch die Scharniere sind angenehm massiv gebaut. Klasse!

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Gesteuert wird die IceCube 40L wahlweise über ein kleines Tastenfeld und LCD Display auf der rechten Seite, oder über die Smartphone App. Zu dieser aber später mehr.

 

App und Steuerung

Ihr könnt die Kühlbox natürlich ganz klassisch über das Tastenfeld und das kleine LC-Display steuern. Dies funktioniert auch wunderbar einfach.

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Allerdings bietet Euch PLUG IN FESTIVAL auch eine passende App, über welche Ihr die Temperatur und auch die minimale Abschaltspannung verstellen könnt. Das ganze ist nett gemacht und funktionierte bei mir im Test tadellos.

 

Kühlleistung

Bei der IceCube 40L handelt es sich um eine Kompressor Kühlbox, daher hat diese eine deutlich höhere Leistung. So soll sie Temperaturen von bis zu -20 Grad erreichen können! Ihr könnt also sogar Eis mit dieser transportieren. Und ja diese -20 Grad lassen sich in der Praxis erreichen.

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Überrascht hat mich die Geschwindigkeit in welcher die Kühlbox herunterkühlt. Hier Messwerte eines Temperatur-Sensors.

temperatur dauer

In gerade einmal 35 Minuten ist die Kühlbox von 23 Grad auf 10 Grad herunter gekühlt. 0 Grad werden nach 60 Minuten erreicht und -20 Grad nach rund 120 Minuten.

Damit würde ich die IceCube 40L als sehr flott einstufen! Diese ist eindeutig schneller als eine klassische „billig“ Kühlbox.

temperaturverlauf

Hier noch ein schönes Diagramm wie die Temperatur sich beim herunterkühlen verhält.

 

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme der IceCube 40L schwankt natürlich stark je nach gewählter Temperatur und aktuellem Zustand. So verbraucht die Kühlbox nicht konstant gleich viel Energie, sondern die Leistungsaufnahme schwankt in Intervallen (der Kompressor läuft nicht konstant).

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Die höchste Leistungsaufnahme die ich beobachten konnte war 55W. In der Regel benötigt diese aber deutlich weniger Energie!

Hier die Leistungsaufnahme in Wh für das Herunterkühlen:

leistungsaufnahme

Um eine Temperatur im inneren von 10 Grad zu erreichen, benötigt die Kühlbox gerade einmal 12,2Wh, was extrem wenig ist! Selbst für -20 Grad werden nur 54,5Wh benötigt.

Auch beim Halten der Temperatur ist die Kühlbox sehr effizient.

Zieltemperatur Leistungsaufnahme in 24h inklusive herunterkühlen
 5 Grad 97.51 Wh
 -5 Grad 158.53 Wh

In 24 Stunden bei einer Zieltemperatur von 5 Grad und einer Raumtemperatur von 23 Grad verbrauchte die Kühlbox gerade einmal 97,51Wh. Erneut ist dies sehr sparsam, gerade verglichen mit den “günstigen” Modellen.

In der Praxis wird aber vermutlich der Wert etwas schlechter ausfallen, da Ihr ja die Kühlbox gelegentlich öffnen werdet.

 

Fazit

Die PLUG IN FESTIVALS IceCube 40L Kühlbox ist zwar mit rund 280€ kein ganz günstiger spaß, diese ist aber technisch hervorragend!

Gerade die Leistungsaufnahme und die Kühlgeschwindigkeit sind wirklich beeindruckend!

So konnte die Kühlbox im Test eine Temperatur von –20 Grad innerhalb von 2 Stunden erreichen. Dabei war die Leistungsaufnahme innerhalb dieser 2 Stunden mit 54Wh erstaunlich niedrig. Wählt Ihr eine etwas höhere Zieltemperatur, dann ist die Leistungsaufnahme nochmals deutlich niedriger.

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So konnte ich bei einer Temperatur von 5 Grad innerhalb von 24 Stunden gerade mal eine Leistungsaufnahme von 97,51Wh messen, was sehr wenig ist!

Damit ist die IceCube 40L Kühlbox ideal in Situationen, wo Ihr vielleicht nicht unbegrenzt Energie zur Verfügung habt, wie in einem Wohnwagen oder beim Camping.

Ihr werdet die Kühlbox in Kombination mit einer halbwegs großen Powerstation und einem Solarpanel problemlos konstant betreiben können. Weitere Bonuspunkte gibt es für das wertige Design und die gelungene Steuerung.

Kurzum, Daumen hoch für die IceCube 40L Kühlbox!

 

Michael Barton
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2 Kommentare

  1. Positiv ist mir aufgefallen, dass die App keine Tracker einsetzt. Das ist selten und löblich.
    (com.iceCubePlugInFestivals.news in der aktuellen Version 1.0.1)

    280€ ist für eine Kompressorkühlbox recht günstig, zumal bei 40 Liter Inhalt. Verglichen mit den „alten Preisen“ der Marken Dometic = Waeco = MobiCool.
    Meines Wissens werden diese aber in der EU (Ungarn) gebaut. Bei Jackery von Plug-in Festivals GmbH aus Fürstenfeldbruck weiß ich es nicht und vermute mal China.

    Vielleicht kann Michael Barton da mehr herausfinden?

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