Test: Jackery Powerstation Explorer 500, über 500Wh Kapazität!

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Mit der Explorer 500 bietet Jackery auf den ersten Blick eine sehr interessante „Powerstation“ an. Eine Powerstation ist eine Powerbank nur mit deutlich höherer Kapazität, welche für den Garten, das Camping oder den Wohnwagen gedacht ist.

So verfügt die Powerstation Explorer 500 über eine satte Kapazität von 518Wh! Hinzu kommt eine große Anschlussvielfalt und eine 230V Steckdose.

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Das Ganze kommt aber auch zu einem Preis, was ich wörtlich meine. Mit 599€ ist die Jackery Powerstation Explorer 500 keine ganz günstige Anschaffung.

Wollen wir da doch einmal im Test schauen ob die Powerstation überzeugen kann!

An dieser Stelle vielen Dank an Jackery für das Zurverfügungstellen der Powerstation für diesen Test.

 

Die Jackery Powerstation Explorer 500 im Test

Bei der Jackery Powerstation Explorer 500 handelt es sich um einen ziemlichen Brocken! Diese misst 30 x 19 x 24 cm und bringt ein stattliches Gewicht von 6,4 KG auf die Waage.

Nicht überraschend, denn wir haben mit 518Wh eine sehr große Kapazität und die Akkuzellen benötigen nun mal Platz.

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Auch wenn dies anhand der Bilder nicht ganz so deutlich ist, die Powerstation Explorer 500 ist ein gutes Stück größer als die kleinere Powerstation Explorer 240, welche durchaus ähnlich aussieht.

Auch bei der Explorer 500 setzt Jackery auf ein Gehäuse komplett aus Kunststoff. Dieses ist leider an den Kanten nicht speziell mit Gummi verstärkt, diese ist also nicht oder nur bedingt sturzsicher.

Grundsätzlich wirkt das Kunststoff-Gehäuse aber gut und stabil gearbeitet. Für einen leichteren Transport verfügt die Powerstation über einen praktischen Handgriff auf der Oberseite.

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Wie steht es aber um die Anschlüsse? Folgende besitzt die Powerstation:

  • 1x 230V Steckdose mit 500W (reine Sinuswelle)
  • 2 x 6,5×1,4 mm DC-Ausgang: 12V/7A
  • 1x KFZ „Zigaretten“ Anschluss 12V/10A
  • 3x USB A 5V/2,4A

Damit ist die Powerstation grundsätzlich sehr gut ausgestattet, es mangelt lediglich an einem USB C PD Port.

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Geladen wird die Powerstation über einen 8 mm DC Stecker mit bis zu 100W. Ein passendes Netzteil liegt bei.

 

Die Kapazität

Jackery wirbt bei der Explorer 500 mit einer Kapazität von 518Wh. In der Praxis schwankt die effektiv nutzbare Kapazität aber je nach Art des Entladens.

Wh mAh % der HA
USB A 5V/2,4A 510,3 137918,9 99%
DC 12V/1A 545,67 147478,4 105%
230V/12W 319 86216,22 62%
230V/50W 450 121621,6 87%
230V/100W 479 129459,5 92%

Ich muss gestehen etwas überrascht zu sein, denn die Kapazität der Explorer 500 lag im besten Fall bei 547Wh und damit über der Herstellerangabe. Dabei ist das Entladen über die 12V Ausgänge ganz klar am effizientesten.

Das Entladen über die 230V Steckdose kann auch recht effizient sein, aber nur dann wenn Ihr die Powerstation halbwegs flott entladet. Belastet Ihr die 230V Steckdose nur wenig, dann verliert Ihr viel Energie.

 

230V, 12V und Sonstiges

Die Explorer 500 Powerstation hat bei mir im Test absolut problemlos funktioniert! So funktionierten auch alle von mir getesteten 230V Geräte (innerhalb des 500W Limits) tadellos. Dies liegt am Wandler mit reiner Sinuswelle.

Zwar funktionieren die meisten Geräte auch an Powerstations ohne reine Sinuswelle, hier gibt es dann aber teils auffälliges Verhalten, wie Spulenfiepen usw. So etwas konnte ich bei der Explorer 500 nicht beobachten.

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Weitere Pluspunkte gibt es für den 12V Ausgang, welcher Stabilisiert ist! Bei vielen Powerstations ist der 12V Ausgang direkt mit dem Batteriepack verbunden und dementsprechend schwankt die Spannung je nach Ladestand.

Bei der Explorer 500 ist die Spannung konstant im Leerlauf bei 13,3V. Super!

Minuspunkte gibt es für den Lüfter. In der Explorer 500 ist ein Lüfter verbaut der die Powerstation kühlt. Dieser Lüfter ist Temperatur oder Lastgesteuert. Dieser springt allerdings relativ früh an. Primär wenn Ihr die Steckdose mit +- 50W oder mehr belastet. Leider ist der Lüfter aber auch recht laut.

 

Wiederaufladen

Ihr könnt die Powerstation wahlweise über das beiliegende Netzteil, einen KFZ Stecker oder Solar laden.

Für das Laden via Solar ist ein MPPT Ladecontroller verbaut, was das Optimum ist. Allerdings liegt leider kein Adapterkabel auf ein Universelles Solarpanel bei.

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Jackery möchte das Ihr das SolarSaga 100 Solarpanel kauft, welches natürlich auch optimal für die Powerstation Explorer 500 ist.

Auf Seiten des Ladetempo wirbt Jackery mit „bis zu 100W“. Ich konnte allerdings maximal 85W am beiliegenden Ladegerät beobachten (welches bis zu 90W liefern kann).

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Hiermit dauert das Laden ca. 6 Stunden. Ein gleichzeitiges Laden und Nutzen ist natürlich möglich.

 

Fazit

Ihr sucht eine große und leistungsstarke Powerstation? Dann ist die Jackery Explorer 500 eine spannende Wahl! Diese kann vor allem aufgrund der massiven Kapazität überzeugen.

Je nachdem welchen Anschluss Ihr nutzt kann diese sogar die Herstellerangabe leicht übertreffen, mit bis zu 546 Wh!

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Dabei ist die Explorer 500 technisch einwandfrei! Die 12V Anschlüsse sind Spannungsstabilisiert, die 230V Steckdose verfügt über eine reine Sinuswelle und der Ladeeingang setzt auf einen MPPT Controller.

Das einzige was etwas gegen die Powerstation spricht ist neben dem gehobenen Preis das fehlen eines USB C PD Ports. Das war es aber auch schon! Abseits davon habe ich nichts zu bemängeln.

Jackery Explorer 500, 518Wh Tragbare Powerstation Mobiler...

  • Maximale Kapazität von 545,67
  • Via Solar aufladbar MPPT Ladecontroller
  • Steckdose mit reiner Sinuswelle
  • LCD Display mit Anzeige der Leistungswerte
  • KEIN USB C Ausgang!

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Michael Barton
Michael Barton
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