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Empfehlung! Shellbot SL60 AI im Test, top Saugroboter mit AI zum fairen Preis!

Es ist mittlerweile kein Problem einen halbwegs brauchbaren Saugroboter für +- 300€ zu bekommen. Diese saugen auch meist nicht schlechter als die großen Modelle. Allerdings gibt es ein paar Features, welche sich die meisten Hersteller für ihre teuren Premium Modelle aufsparen. Hierzu zählt auch eine Objekterkennung/AI. Solch eine findest du nur in teuren Modellen, wie dem Roborock S7 MaxV.

Allerdings gibt es immer wieder kleine Hersteller, die uns solche High End Funktionen auch in eine günstigere Preisklasse bringen. Hierzu zählt auch Shellbot mit seinem SL60 AI.

shellbot sl60 ai test 9

Wie der Name dir vielleicht schon verrät, bietet der SL60 AI eine Kamera auf der Front, welche von einer AI/KI genutzt wird, um Hindernisse zu erkennen und entsprechend zuverlässiger zu umfahren.

Hinzu kommt eine starke Saugleistung von 4000Pa und eine erweiterte App Steuerung.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Gerade bei künstlicher Intelligenz gibt es sehr große qualitative Unterschiede. Bringt diese beim Shellbot SL60 AI wirklich etwas oder ist das nur Marketing? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Shellbot für das Zurverfügungstellen des SL60 AI für diesen Test.

 

Der Shellbot SL60 AI im Test

Der Shellbot SL60 AI setzt auf den ersten Blick auf ein sehr vertrautes und klassisches Design. Wir haben einen typischen runden Saugroboter, mit dem auffälligen Laser-Sensor auf der Oberseite.

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Das Design des Roboters gefällt mir dabei sehr gut! Dieser wirkt modern und wertig. Allerdings hatte der Kunststoff bei meinem SL60 AI einige Schönheitsfehler! Bei einem Neugerät ist sowas natürlich unschön und klar ein Grund für Kritik. Ich hoffe einfach mal dies war eine Ausnahme bei meinem Modell.

Auf der Oberseite des SL60 AI finden wir zwei Steuerungstasten. Spannenderweise legt der Hersteller auch eine kleine Fernbedienung bei, welche du alternativ zu der Steuerung direkt am Sauger oder über die App nutzen kannst.

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Der Schmutzauffangbehälter ist im Heck des Saugers verbaut und muss auch über dieses entnommen werden. Interessanterweise hast du gleich zwei Schmutzauffangbehälter zur Auswahl. Willst du gleichzeitig putzen und saugen, dann gibt es einen mit zusätzlichem Wasser-Tank. Willst du nur saugen, dann gibt es einen größeren Schmutzauffangbehälter.

Dies finde ich klasse! Sehr viele Saugroboter haben viel zu kleine Schmutzauffangbehälter. Dass Shellbot hier einen größeren beilegt, falls du gerade nicht putzen willst, ist optimal.

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Willst du mit dem SL60 Ai putzen, dann musst du neben dem passenden Behälter mit Wassertank auch den Putztuch-Aufsatz aufsetzen. Dieser liegt natürlich mit im Lieferumfang.

 

Die App

Neben der Fernbedienung verfügt der SL60 AI natürlich auch über eine App. Die Shellbot App ist recht einfach aufgebaut, funktionierte aber in meinem Test zuverlässig und gut.

  • Auf Seiten des Funktionsumfangs haben wie die Basics.
  • Einstellung der Saugleistung
  • Unterteilung deiner Wohnung in Zimmer
  • Zimmer und Bereichsreinigung
  • Automatische Erhöhung der Saugleistung auf Teppichen
  • AI Feature
  • Virtuelle Wände

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Die AI Feature sind in der App recht einfach. Wenn der Roboter ein Hindernis erkennt, wird dieses natürlich zunächst umfahren. Dir wird dann aber auf der Live-Karte auch ein ICON angezeigt, wo der SL60 AI was erkannt hat.

 

Die Navigation

Der Shellbot SL60 AI setzt auf die mittlerweile weit verbreitete Laser/LIDAR Navigation. Startest du den SL60 AI sucht dieser sich zunächst eine Wand und folgt dieser ein Stück, dreht dann nach links ab, folgt der Wand wieder ein Stück, dreht nach links ab usw.

Ist dieser an einem Ausgangspunkt angekommen reinigt der SL60 AI den inneren Bereich in geraden Bahnen, ehe er dann weiterzieht und den nächsten Bereich zunächst absteckt und dann innerhalb reinigt.

Dank des LIDAR Sensors erstellt der SL60 AI parallel eine Karte und kann sehen wo noch Durchgänge, Räume usw. sind. Selbst wenn du den Saugroboter mittig in einem Flur startest und dieser erst nach links abdreht, dieser wird auch zur anderen Seite zurückkommen.

Der Saugroboter weiß also immer, wo er gerade ist, wo er gereinigt hat und wo er noch hinmuss. Dies wird dir auch in der App angezeigt.

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Erfreulicherweise wirkt der SL60 AI aber recht souverän! Viele günstigere Modelle mit dieser Art der Navigation wirken gerne mal etwas unsicher, meist kein Drama, kann aber etwas Zeit kosten.

Der Shellbot SL60 AI hingegen wirkte immer recht sicher, wo er noch hinmuss, wo er schon war usw.

Kurzum die Navigation des Shellbot SL60 AI ist gelungen!

 

Vorsichtige Fahrt dank AI

Hast du eine etwas komplexere und vielleicht auch weniger aufgeräumte Wohnung, dann ist der Shellbot SL60 AI ideal für dich!

Dank der diversen Front-Sensoren fährt der SL60 AI sehr vorsichtig durch deine Wohnung! Die meisten Saugroboter verlassen sich bei der Hinderniserkennung auf den Stoßsensor. Dies funktioniert auch bei Möbeln oder Stuhlbeinen gut, aber bei leichteren Hindernissen wie Spielzeug, Socken, Schuhen usw. In der Regel weniger. Diese werden im besten Fall nur verschoben und im schlechtesten Fall angesaugt.

Der SL60 AI kann solche Hindernisse erkennen und umfährt diese sehr vorsichtig. Dies ist dabei nicht nur die Ai, sondern der SL60 besitzt anscheinend auf der Front auch allgemein einen Sensor der Objekte erkennt, auch wenn die AI damit nichts anfangen kann.

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So kannst du in der App sehen, wo die AI was erkennt. Die AI funktioniert dabei sogar besser als erwartet. Diese ist nicht schlechter als vom Roborock S7 MaxV, ganz im Gegenteil. Der SL60 AI umfährt Objekte deutlich vorsichtiger als der Roborock S7 MaxV, was daran liegt, dass der SL60 AI sich nicht nur auf eine Kamera verlässt, sondern anscheinend auch auf diverse andere Front-Sensoren.

Ich habe durch meine Hunde immer Hundespielzeug in der Wohnung verteilt und damit kommt der Shellbot SL60 AI wunderbar klar!

 

Saugleistung

Der Shellbot SL60 AI setzt nach Angaben des Herstellers auf einen recht starken 4000pa Saugmotor. Von diesem wirst du aber in der Praxis selten was merken, denn in der Regel wirst du den Saugroboter nicht bei voller Motorleistung nutzen.

Die maximale Motorleistung ist nur in Kombination mit Teppichen interessant, denn der Shellbot SL60 AI verfügt über einen Teppich-Modus. Erkennt der Saugroboter solch einen wird die Saugleistung hochgedreht.

Dies ist auch wichtig! Denn der SL60 AI verfügt über eine sehr weiche rotierende Bürste. Diese ist sehr sanft zum Boden aber gerade auf Teppichen ist eine härtere Bürste meist besser, gerade wenn es um Tierhaare geht.

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Allerdings die Kombination aus weicher Bürste und der Saugkraftanhebung auf Teppichen sorgt doch für sehr zufrieden stellende Ergebnisse. Ich würde die Entfernung von Tierhaaren nicht als perfekt bezeichnen, dies schafft kaum ein Saugroboter, aber diese werden zu 99% abgesammelt.

Auf glatten Böden ist die Saugleistung hingegen weitestgehend perfekt! Staub, Haare werden zu 100% aufgenommen.

Allerdings da der Shellbot SL60 AI sehr vorsichtig fährt, zwängt dieser sich weniger in Ecken oder schiebt Dinge aus dem Weg. Liegt beispielsweise ein Ball im Weg, dann wird der SL60 AI diesen Ball in einem passenden viereckigen Kasten aussparen, Schmutz der entsprechend um diesen Ball liegt wird ausgelassen.

Andere Saugroboter würden den Ball einfach wegschieben. Was hier besser ist lasse ich mal dahingestellt. Der Shellbot SL60 AI lässt zwar aufgrund des sehr vorsichtigen Fahrens etwas mehr Fläche aus, ist dafür aber sehr unproblematisch was das Festfahren oder Verheddern angeht.

 

Fazit

Hervorragend! Der Shellbot SL60 AI ist mit Abstand der beste Saugroboter den ich seit langem von einem kleinen Hersteller gesehen habe. Gerade zum Preis von +- 400€ ist dieser ein super faires Angebot, wenn nicht sogar ein Schnäppchen.

Warum kann ich den SL60 AI so empfehlen? Der Saugroboter fährt sehr zuverlässig und vor allem vorsichtig! Dank diverser Front-Sensoren, welche auch eine AI Objekterkennung ausführen, vermeidet der Shellbot SL60 AI sogar kleine Hindernisse wie Spielzeug oder Kabel sehr zuverlässig.

Dieser verhedderte oder verfing sich in meinem Test kein einziges Mal und obwohl ich einen etwas chaotischeren Haushalt habe, in welchem auch viel Hundespielzeug usw. herumliegt. Dies macht der Shellbot SL60 AI sogar besser als der Roborock S7 MaxV.

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Hinzu kommt die Laser-Navigation, welche hier auch tadellos umgesetzt ist! Der Sauger navigiert sehr gut und sicher. Er weiß immer, wo er gerade ist und wo er hinmuss.

Dies alles in Kombination macht den Shellbot SL60 AI ideal für Wohnungen mit einem komplexen Grundriss und vielleicht etwas mehr Unordnung.

Damit ist der Shellbot SL60 AI für das geeignet, was andere günstige Saugroboter überhaupt nicht mögen.

Hinzu kommt eine kompetente App und eine gute Saugleistung. Erwarte auf Teppichen kein perfektes Entfernen von Tierhaaren, aber 99% nimmt der SL60 AI durchaus mit. Auf glatten Böden ist das Ergebnis tendenziell sogar nochmal besser.

Was gibt es aber zu kritisieren? Ich finde der Schmutzauffangbehälter ist etwas blöd zu entleeren. Auch ist die feucht Putzfunktion hier eher “rudimentär”. Legst du auf letztere viel Wert, dann gibt es bessere Modelle für dich. Diese sind allerdings mit vergleichbaren AI Fähigkeiten leider aber signifikant teurer.

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Dennoch unterm Strich ist der SL60 AI von Shellbot richtig empfehlenswert! Vor allem zu einem Preis von +- 400€ und wenn du eine etwas komplexere Wohnung hast!

Shellbot AI Saugroboter, Staubsauger Roboter mit Wischfunktion, 4000Pa...

  • Hervoragende Hinderniserkennung und Vermeidung
  • Kommt auch in chaotischen Wohnungen gut klar
  • Zuverlässige Laser-Navigation
  • Gute App
  • Gute Saugleistung
  • Sehr fairer Preis
  • Putzfunktion recht rudimentär
  • Schmutzauffangbehälter blöd zu entleeren

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Shellbot SL60 AI
POSITIV
Hervoragende Hinderniserkennung und Vermeidung
Kommt auch in chaotischen Wohnungen gut klar
Zuverlässige Laser-Navigation
Gute App
Gute Saugleistung
Sehr fairer Preis
NEGATIV
Putzfunktion recht rudimentär
Schmutzauffangbehälter blöd zu entleeren    
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Der Anker PowerCore Solar 10000 im Test, eine Solar-Powerbank von Anker?!

Ich bin ein großer Fan von Anker Produkten. Nicht zwingend, weil diese immer die technisch modernsten oder besten sind, aber du kannst dich auf Anker verlassen. In der Regel kannst du jedes beliebige Anker Produkt kaufen und diese sind alle gut bis sehr gut.

Es gibt aber auch Ausnahmen in Ankers Lineup. Hierzu zählt auch unser heutiger Testkandidat, der PowerCore Solar 10000.

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Wie der Name schon vermuten lässt, ist der PowerCore Solar 10000 eine Solar-Powerbank. Wenn du öfter auf Techtest unterwegs bist, wirst du vielleicht wissen was ich über Solar-Powerbanks denke.

Leider ist da das Modell von Anker auch keine Ausnahme…. Mehr erfährst du im Test.

 

Der Anker PowerCore Solar 10000 im Test

Auf den ersten Blick würde ich das Design des Anker PowerCore Solar 10000 als sehr schick einstufen! Wir haben ein recht stabiles Gehäuse, welches an den Rändern sogar mit dickem Gummi verstärkt ist.

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Hierdurch hat die Powerbank ein wenig ein “Outdoor” Feeling, welches auch durch eine Gummi-Klappe über den Ports unterstützt wird.

Auf der Oberseite der Powerbank finden wir natürlich das Solarpanel. Dieses misst 61,7 x 143,3 mm. Die Powerbank selbst bringt ein Gewicht von 272g auf die Waage.

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Die Anschlüsse des PowerCore Solar sind leider sehr unspektakulär!

  • 2x USB A 5V/2,4A
  • 1x microUSB 5V/2,1A

Uff! Für das Jahr 2022 eine überschaubare Ausstattung. Zwei USB A Ports ohne Quick Charge und ein microUSB Port ist leider nicht mehr als gut einzustufen.

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Aber hey wir haben eine recht ordentliche LED-Taschenlampe auf der Front.

 

Die Kapazität

Wie steht um die Kapazität der Powerbank? Anker verspricht hier 10000mAh. Messen konnte ich 8761 mAh @3,7V bzw. 32,416Wh.

8761 mAh echte Kapazität sind völlig okay für eine Powerbank dieser Klasse!

Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im inneren. Allerdings ist das Entladen dieser nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw.  Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB-PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber etwas vom Model und der Art des Ladens ab.

 

Wie viel Solarenergie kannst du erwarten?

Kommen wir zum spannenden Punkt, wie viel Solarenergie kann der PowerCore Solar 10000 erzeugen?

Der Testaufbau war wie folgt: 19.03.2022, pralle März Sonne, keine Wolken. Ich habe die Powerbank auf 0% entladen und 6 Stunden in die Sonne gelegt und danach gemessen wie viel Energie erzeugt wurde.

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Das Ergebnis macht etwas traurig, denn in diesen 6 Stunden wurden satte 1,383Wh erzeugt oder 373 mAh. Rechnen wir dies hoch, um ein 5000mAh Smartphone zu laden müsste die Powerbank ca. 80 Stunden in der Sonne liegen.

Im Hochsommer sind es vielleicht nur 60 Stunden, aber dennoch. Mehr als 10 Sonnenstunden haben wir selten pro Tag. Die Powerbank müsste also 6 Tage pralle Sonne abbekommen, um dein Smartphone zu laden.

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Ich denke dies sagt schon genug aus.

 

Laden via microUSB

Wollen wir nicht auf die Sonne warten, wie lange dauert das Laden via microUSB? Via microUSB können wir maximal ca. 9,8W in die Powerbank pumpen.

Eine vollständige Ladung dauert so ca. 5 Stunden.

 

Fazit

Solar Powerbanks lesen sich in der Theorie sehr gut. Ein Akku der sich von selbst füllt, klasse! Leider haben allerdings die meisten Powerbanks winzige Solarpanels. Auch der PowerCore Solar 10000 hat nur ein sehr kleines Solarpanel.

Bei praller Sonne kannst du mit vielleicht 60-80 mAh pro Stunde rechnen! Hiermit kannst du ja ausrechnen, wie lange es dauert, bis du eine vollständige Ladung oder nur die Ladung eines Smartphones zusammenkommt.

anker powercore solar 10000 test 5

Abseits davon passt die Kapazität und auch der Qualitätseindruckt stimmt. Allerdings haben wir weder USB C noch irgendwelche Schnellladestandards.

Daher kann ich den PowerCore Solar 10000 leider nicht empfehlen! Suchst du unbedingt eine Solar-Powerbank, dann nimm ein ausklappbares Modell. Diese sind die einzigen die irgendwie brauchbar sind.

Test: Revolt ZX-3048-675, leistungsstark und günstig!

Powerbanks mit hoher Leistung auf dem USB C Port erwecken immer mein Interesse. Schließlich können wir immer mehr Geräte via USB C laden, viele davon sind auch High Power Geräte.

Daher war ich auch gleich an der Revolt ZX-3048-675 20000mAh Powerbank mit 65W Power Delivery interessiert.

Diese bietet 20000mAh Kapazität und einen 65W USB C Power Delivery Ausgang, für rund 50€. Dies klingt im ersten Moment nach einem sehr fairen Angebot.

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Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Revolt ZX-3048-675 überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Pearl für das Zurverfügungstellen der Revolt ZX-3048-675 für diesen Test.

 

Test: Revolt ZX-3048-675

Mit 156 x 72 x 25 mm hat die Revolt ZX-3048-675 eine recht klassische Größe für eine 20000mAh Powerbank. Auch das Gewicht ist mit 359g weder auffällig groß nicht klein.

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Beim Gehäuse bin ich Grundsätzlich etwas hin und her gerissen. Dieses wirkt in der Hand schön stabil und massiv gemacht. Es lässt sich nichts eindrücken und dieses wirkt auch gut “gefüllt”.

Lediglich ist der hier verwendete Kunststoff sehr anfällig gegenüber Fingerabdrücken, Flecken und Kratzern! So wurde meine Revolt ZX-3048-675 bereits mit ein paar Flecken/Fingerabdrücken geliefert.

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Für mich keine große Sache, aber legst du auf ein perfektes Äußere wert, dann ist dies vielleicht nicht die ideale Powerbank für dich. Nennen wir das Gehäuse einfach mal funktional.

 

Die Anschlüsse und Technik

Technisch gibt es aber nichts an der Revolt ZX-3048-675 auszusetzen! Wir haben auf der Front 2x USB A und 1x USB C.

  • USB C – Power Delivery mit bis zu 65W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB – Quick Charge mit bis zu 18W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Die Kombination aus einem USB C PD Port und einem oder mehreren klassischen USB A Ports halte ich für die aktuell optimale Kombination.

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Gerade dann, wenn der USB C Port mit 65W eine ordentliche Leistung bietet. Dieser erlaubt es damit sogar Notebooks wie das MacBook Pro 13 M1 mit dem vollen Tempo zu laden! Und nein keine Sorge dein Smartphone kann nicht “überladen” werden, wenn du dieses an solch einen Leistungsstarken Port hängst.

Der USB C Port wird auch zum Aufladen der Powerbank genutzt. Diese kann hier allerdings “nur” maximal 45W akzeptieren. Das Laden an Ladegeräten mit mehr als 45W geht natürlich auch, bringt aber nicht mehr.

 

Die Kapazität

Revolt verspricht bei seiner Powerbank eine Kapazität von 20000mAh. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 51.891 14025 70.1%
9V/1A 56.195 15188 75.9%
20V/1A 56.463 15260 76.3%
20V/3A 55.121 14898 74.5%

Mit maximal ca. 15260 mAh ist die Kapazität der Revolt ZX-3048-675 etwas am unteren Ende von dem was ich als Okay einstufen würde.

Es ist normal, dass Powerbanks nie 100% der Herstellerangabe erreichen. Die Hersteller werben immer mit der Kapazität der im Inneren verbauten Akku-Zellen. Auch hier werden 20000mAh Akkuzellen verbaut sein. Diese haben aber meist eine Spannung von 3,7V, welche entsprechend angehoben werden muss, auf 5V, 9V usw.

Diese Wandlung kostet etwas Energie. Es ist hier normal, dass Powerbanks in der Regel nur 80-90% der Herstellerangabe erreichen. Leider ist es auch normal das “high Power” Powerbanks teils noch etwas unter diesen 80% liegen, wie es hier der Fall ist.

 

Ladetempo

In folgendem schauen wir uns das Ladetempo der Revolt ZX-3048-675 in Kombination mit diversen Geräten an und versuchen diese einzuschätzen.

Ladetempo in Watt
Apple MacBook Pro M1 53.2W
Apple iPad Pro 11 28.3W
Apple iPhone 13 Pro Max 25.4W
Dell XPS 13 9380 44.5W
Google Pixel 6 Pro  14.5W
Samsung Galaxy S22 Ultra 14.3W
Realme GT Neo 2 17.6W

Hier gibt es keine Überraschungen. Die Revolt ZX-3048-675 konnte alle getesteten Smartphones und Notebooks problemlos laden. Dank der Ausgangsleistung von 65W eignet sich die Powerbank problemlos für Notebooks, wie der Dell XPS Serie, den MacBooks usw.

Aber auch Smartphones können über den USB C Port geladen werden. Du brauchst dir hier aber keine Sorgen machen, das etwas “Überladen” wird.

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So ist die Powerbank gerade in Kombination mit den Apple Smartphones ideal. Natürlich können auch Samsung, Google, Huawei usw. Smartphones flott geladen werden. Leider unterstützt die Powerbank aber kein PPS, was für die aktuellen Samsung Smartphones “ideal” wäre.

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Oppo Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +
Windows Notebooks ++

 

Hier einfach eine grobe Einschätzung für welche Geräte sich die Powerbank wie gut eignet, als kleine Orientierung.

 

Wiederaufladen

Ist nun die Revolt Powerbank leer, wie schnell lässt diese sich laden?

Dies hängt natürlich etwas von der Quelle ab. Via USB C Power Delivery können wir maximal 45W erreichen, sofern dein USB C Ladegerät diese Leistung bereitstellen kann. Alternativ unterstützt die Powerbank auch Quick Charge. Hierüber können wir ca. 18W in die Powerbank “pumpen”.

An einem normalen 5V Ladegerät kommen wir auf maximal +-12W.

ladezeit

An einem 45W oder größerem USB PD Ladegerät kannst du die Revolt ZX-3048-675 in unter 2 Stunden vollständig laden.

 

Fazit

Reichen dir die praktisch erreichbaren +- 15000mAh Kapazität, dann ist die Revolt ZX-3048-675 20000mAh Powerbank eine superspannende Powerbank!

Dies liegt natürlich am 65W USB C Port. Dieser hat nicht nur genug Power für Smartphones, sondern kann auch Notebooks wie die Apple MacBook Pros oder Dell XPS Modelle laden.

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Dabei kann die Powerbank auch selbst mit immerhin bis zu 45W geladen werden. Dies resultiert in einer Ladedauer von gerade einmal 2 Stunden, was für eine Powerbank dieser Klasse wunderbar flott ist!

Hinzu kommt ein ordentliches Gehäuse und für die Leistung auch nicht zu große Abmessungen. Die Kapazität ist in der Praxis mit rund 15.000 mAh Okay, wenn auch nicht gigantisch.

Dennoch bleibt mein Fazit sehr positiv, zumal die Revolt ZX-3048-675 20000mAh Powerbank für unter 50€ zu bekommen ist, was für eine 65W Powerbank sehr fair ist!

revolt zx 3048 675

Steam Deck und USB C Docks, gibt es hier etwas zu beachten?

Das offizielle Steam Deck Dock lässt sich noch auf sich warten. Aber kann man nicht einfach ein normales USB C Dock in der zwischen Zeit nutzen?

steam deck und usb c docks 1

Gibt es hier etwas zu beachten? Schauen wir uns dies einmal in einem kleinen Praxis-Versuch an!

 

Folgende Docks habe ich getestet

Hier erst einmal die drei USB C Docks die ich getestet habe:

 

Funktionieren USB C Docks am Steam Deck?

Grundsätzlich funktionieren universelle USB C Docks am Steam Deck. Alle drei von mir getesteten Docks/Hubs funktionierten tadellos am Steam Deck.

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Wichtig, du solltest einen USB Hub nutzen der auch einen USB C “Eingang” hat, da du ansonsten das Steam Deck nicht gleichzeitig laden kannst.

 

Wie funktioniert ein zweiter Monitor am Steam Deck?

Hier müssen wir zwischen dem Big Picture Mode und dem Linux Desktop unterscheiden.

Verbindest du im “Gaming-Modus” einen externen Monitor über ein USB C Dock, dann schaltet sich der interne Monitor ab und du hast das Bild exklusiv auf dem großen Monitor. Einen Dual-Screen Modus konnte ich hier nicht finden.

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Im Linux-Desktop Modus hingegen funktioniert ein zusätzlich angeschlossener Monitor wie du dies von normalen Computern kennst. Im Standard Modus wird dein Desktop erweitert. Du kannst aber auch den externen Monitor zu deinem primären Monitor machen usw.

 

4K ist möglich

Das Steam Deck unterstützt prinzipiell 4K 60Hz über ein entsprechendes Dock.

 

Funktionieren LAN Ports?

An dem “Green Cell Adapter Dockstation GC” USB C Dock funktionierte der LAN Port auf Anhieb problemlos. Es dauerte zwar sicherlich eine Minute ehe es im Steam Big Picture Mode angezeigt wurde, aber das Steam Deck hat sich brav via LAN mit dem Internet verbunden.

steam deck und usb c docks 3

Ob dies mit allen LAN Chips so problemlos klappt kann ich nicht sagen, aber im Falle des Green Cell Modells gab es keine Probleme.

 

Funktionieren auch Thunderbolt Docks?

Leider funktionieren Thunderbolt Docks nicht am Steam Deck. Klar wir haben einen AMD Prozessor und die Mischung aus AMD CPU und Thunderbolt ist eher exotisch und selten.

Dennoch habe ich mein Glück versucht. Aber an allen getesteten Docks wurde das Steam Deck lediglich geladen, aber es gab kein Bild oder USB Signal.

 

Weitere Fragen?

Hast du weitere Fragen? Dann stelle sie in den Kommentaren und ich versuche diese zu beantworten.

Der Intel NUC 11 Atlas Canyon im Test, für unter 200€ ein kompletter PC ?!

Intel bietet mit seinem NUC 11 Atlas Canyon einen super günstigen mini PC an! Du bekommst diesen als Barebone für ca. 140€ bis 190€, je nach CPU. Selbst mit Arbeitsspeicher und SSD kannst du hier einen neuen mini PC für +- 200€ zusammenbauen.

intel nuc 11 atlas canyon test 6

Dies klingt absolut beeindruckend! Allerdings ist in Atlas Canyon natürlich keine High End CPU verbaut, ganz im Gegenteil. In dieser Preisklasse müssen wir Abstriche hinnehmen. Aber wie groß sind diese? Wie viel Leistung hat z.B. der Intel Pentium Silver N6005?

Reicht der Intel NUC 11 Atlas Canyon für ein flüssiges Arbeiten? Finden wir es im Test heraus!

 

3 Versionen des Intel NUC 11 Atlas Canyon

Intel bietet den NUC 11 Atlas Canyon aktuell in drei Versionen an, welche sich bei ihrer CPU unterscheiden.

NUC11ATKC2 NUC11ATKC4 NUC11ATKPE 
Preis ca.  140 € 160 € 200 €
CPU Intel Celeron N4505 Intel Celeron N5105 Intel Pentium Silver N6005
Kerne  2 4 4
Maximal Takt 2.9 GHz  2.9 GHz  3.3 Ghz

 

Die aktuell günstigste Version scheint allerdings momentan auszulaufen, diese wird nur bei wenigen Händlern gelistet. Diese verfügt über einen Intel Celeron N4505, bei welchem es sich um einen Dual Core Prozessor handelt.

Die beiden größeren Versionen hingegen verfügen über Quad Cores, was ich für deutlich sinnvoller im Jahr 2022 halten. So besitzt die mittlere Version den Intel Celeron N5105 und die große Version den Intel Pentium Silver N6005.

Der Pentium Silver N6005 ist eine höher getaktete Version des Celeron N5105, mit einer etwas stärkeren Grafikkarte.

 

Der Intel NUC 11 Atlas Canyon im Test

Intel setzt bei seinem Atlas Canyon NUC auf ein super kompaktes Gehäuse. Dieses misst 125x36x115 mm und hat gerade mal ein Volumen von 0,5L. Einen viel kleineren PC kannst du kaum bekommen.

intel nuc 11 atlas canyon test 2

Dabei ist aber die Portausstattung beachtlich!

  • 2x USB A 3.0 5Gbit (Front)
  • 1x 3,5mm Kopfhörerausgang (Front)
  • 1x 3,5mm Mikrofoneingang (Front)
  • 2x USB A 3.1 10Gbit
  • 2x USB A 2.0
  • 1x HDMI 2.0
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x Gbit LAN

Diese Portausstattung ist für einen Büro fast perfekt! Es fehlt lediglich ein USB C Port und vielleicht ein Kartenleser wäre noch nett gewesen.

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Abseits davon sind gerade 6x USB wirklich beachtlich! WLAN und Bluetooth sind natürlich integriert.

Intel legt dem Atlas Canyon ein 65W Netzteil bei.

 

Was ist ein Barebone?

Alle drei Intel NUCs werden als so genannte Barebones verkauft. Das bedeutet du erhältst das Gehäuse, das Mainboard, die CPU, Netzteil usw., du musst aber selbst RAM und SSD kaufen und einbauen. Ebenso musst du dich selbst um ein Betriebssystem kümmern.

Dies ist kein Hexenwerk! Ich habe in den NUC11ATKC4 ein 8GB RAM Modul, das ich noch auf Lager hatte, verbaut, genau wie eine 1TB Crucial P5. Letztere ist zwar etwas “overkill”, aber ich hatte die SSD noch da.

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Hast du keinen Arbeitsspeicher wäre dies z.B. eine Sinnvolle Konfiguration für einen möglichst günstigen Office PC

 

Die Performance von Atlas Canyon (Benchmark)

Wie steht es um die Performance des Intel NUC 11 Essential Kit NUC11ATKC4 Atlas Canyon?

Folgende Version habe ich:

  • Intel Pentium Silver N6005
  • 4 Kerne, 2.00-3.30GHz, 10W TDP
  • 8GB RAM
  • 1TB NVME SSD

Der Intel Pentium Silver N6005 ist bereits die größte CPU, die du im Atlas Canyon NUC bekommen kannst. Der Prentium Silver ist nicht einfach eine abgespeckte Intel Core “I”, sondern setzt auf die alternative Jasper Lake Architektur, welche im Jahr 2021 veröffentlicht wurde.

Aber wie gut ist die CPU? Starten wir hier mit ein paar Benchmark.

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Ich glaube zu den Benchmarks muss ich nichts mehr groß sagen spätestens, wenn ich dir ein paar Vergleichswerte zeige.

cb15 vergleich cb20 vergleich

Dies ist klar die langsamste CPU, die ich die letzten Jahre gesehen habe. Wir sind hier auf dem Level von Intel i5 Notebook CPUs der 6er Generation. Wohlgemerkt wir sind in der 12. Generation angekommen.

Du hast hier also die CPU-Leistung eines +- 5 Jahre alten Mittelklasse bis obere Mittelklasse Notebook.

 

Die Performance in der Praxis

Die Benchmarks des NUCs sind ja eher bescheiden. Allerdings Benchmarks und Praxis unterscheiden sich oft, ist dies auch hier der Fall?

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Ja in einem gewissen Rahmen schon! Selbst der doch zugegeben recht langsame Pentium Silver N6005 reicht fürs normale Webbrowsen völlig aus. Ähnliches gilt auch für Office und Ähnliches. So ist es natürlich Problem X Tabs + Word geöffnet zu haben. Hier wirst du auch dank SSD keine Verlangsamung bemerken.

Willst du allerdings Dinge darüber hinaus machen, vor allem Foto und Video-Bearbeitung, vergiss es! Natürlich starten die Programme und natürlich kannst du Foto und Videos auf dem Atlas Canyon bearbeiten, allerdings ist dies zu großen Teilen einfach sehr langsam!

handbrake

Dies sehen wir im Handbrake Test auch sehr gut. Das Abschneiden ist hier nicht einmal absolut furchtbar, aber du kannst schon sehen wie viel schneller die meisten modernen Notebooks sind.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des Intel NUC 11 Atlas Canyon schwankt natürlich stark je nachdem was dieser macht.

Im absoluten Leerlauf benötigt der NUC ca. 8-9W. Im “Normalbetrieb”, Webbrowsen, Office usw. rechne eher mit 10-16W.

Unter Volllast kommen wir auf +- 30W. Damit ist der NUC sehr sparsam!

 

Lautstärke, fasst unhörbar!

Sehr positiv überrascht hat mich die Lautstärke. Der Intel NUC 11 Atlas Canyon ist im Leerlauf unhörbar und selbst unter Volllast ist der Lüfter höchstens minimal hörbar! Das System ist also extrem leise.

 

Fazit

Es kommt beim Intel NUC 11 Atlas Canyon NUC11ATKC4 sehr auf deine Ansprüche an! Suchst du einfach eine Office Maschine oder nur zum Webbrowsen, dann ja!

Mit RAM und SSD bekommst du einen Atlas Canyon NUC locker für unter 250€, eventuell sogar unter 200€. Dies ist für einen neuen PC natürlich ein herausragender Preis, vor allem für solch einen coolen Mini-PC.

Die Anschlussvielfallt und die Lautstärke sind ebenfalls dicke Pluspunkte. Auch in unserer heutigen Zeit nicht zu vergessen, die Leistungsaufnahme! 8-9W im Leerlauf und 10-16W im Normalbetrieb, so viel benötigt in einigen großen PCs die Beleuchtung.

intel nuc 11 atlas canyon test 11

Allerdings bei aller Liebe, der Intel NUC 11 Atlas Canyon NUC11ATKC4 ist auch stark limitiert! Selbst der große Pentium Silver N6005 ist langsam! Langsam bei einer modernen CPU bedeutet das Office und Webbrowsen weiterhin “perfekt” laufen. Auch wenn du mehrere Fenster auf hast, wirst du keine Leistungseinbußen bemerken.

Willst du allerdings Dinge über Office, Videowiedergabe und Webbrowsen hinaus machen wie Foto/Videobearbeitung oder geschweige denn Gaming, dann holt dich die Realität schnell wieder ein!

Der Pentium Silver N6005 ist vergleichbar mit einem Notebook Intel Core i5 der 6-7 Generation (15-20W TDP). Ausreichend aber für Leistungshungrige Anwendungen nicht geeignet.

Dennoch rein fürs Home-Office oder als “mini” Server ist der Intel NUC 11 Atlas Canyon NUC11ATKC4 durchaus empfehlenswert!

 

Intel NUC 11 Atlas Canyon
POSITIV
Super kompakt
Gute Anschluss Ausstattung
Sehr niedrige Leistungsaufnahme
Sehr leise auch unter Last
Sehr günstiger Preis
NEGATIV
CPU Performance für alles außer Office/Web zu schwach
Kein USB C
74

Test: Elecjet Apollo Ultra A10X, in 27 Minuten von 0% auf 100%?

Elecjet hat mit der Apollo Ultra A10X eine sehr außergewöhnliche Powerbank im Sortiment. Das Besondere ist der 100W USB C Port. An sich wäre es jetzt nichts absolut Ungewöhnliches, aber in einer 10000mAh Powerbank habe ich dies noch nie gesehen.

Aber warum solltest du überhaupt eine 10000mAh Powerbank mit 100W USB C Port haben wollen? Es geht hier ums Aufladen! Die Elecjet Apollo Ultra kann in 30 Minuten (laut Hersteller) von 0% auf 100% geladen werden. Dies in Kombination mit dem kompakten Design macht die Powerbank gerade für Reisen spannend.

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Ist die Powerbank leer, gehst du in ein Caffè, trinkst etwas und nach 30 Minuten geht’s mit einer vollen Powerbank weiter.

Aber wie gut funktioniert dies in der Praxis wirklich? Wie hoch ist die Kapazität der Powerbank und überhitzt diese nicht?

Finden wir es im Test der Elecjet Apollo Ultra heraus!

 

Test: Elecjet Apollo Ultra A10X

Mit 10000mAh gehört die Elecjet Apollo Ultra A10X klar zu den etwas “kleineren” Powerbanks. Dies spiegelt sich auch in den Abmessungen wider. So misst die Powerbank 129,9 x 70 x 18mm und bringt ein Gewicht von 259,7g auf die Waage.

elecjet apollo ultra test 2

Damit ist die Apollo Ultra sicherlich nicht die kompakteste oder leichteste 10000mAh Powerbank, dies überrascht bei 100W Leistung auch nicht.

Auf Seiten des Gehäuses setzt Elecjet auf einen glatten weißen Kunststoff, welcher sich sehr wertig anfühlt! Allgemein wirkt die Powerbank sehr gut und hochwertig gebaut.

elecjet apollo ultra test 4

Etwas versteckt neben dem USB C Port ist eine % Anzeige für den Ladestand. Diese zeigt sogar den Ladestand mit einer Nachkomma-Stelle an.

 

100W Eingang, 65W Ausgang

Die Apollo Ultra A10X besitzt einen USB C und einen USB A Port.

Der USB C Port setzt auf den Power Delivery Standard und kann über diesen bis zu 100W aufnehmen! Ja aufnehmen und nicht ausgeben.

  • USB C Eingang 100W – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C Ausgang 65W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A

Du kannst die Powerbank mit bis zu 100W laden, aber nur mit bis zu 65W entladen. Grundsätzlich ist natürlich 100W für solch eine kleine Powerbank sehr viel! Mit ist keine Powerbank in dieser Klasse bekannt die auch nur über 30W schafft.

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Allerdings ist es ungewöhnlich das eine Powerbank mehr Leistung aufnehmen kann als ausgeben. Lithium Zellen können normalerweise schneller entladen als geladen werden. Dennoch sind 65W Ausgangsleistung beeindruckend!

Neben dem USB C Port haben wir auch einen USB A Ausgang, welcher 18W Quick Charge unterstützt.

 

PPS mit vollen 5A

Erfreulicherweise unterstützt die Apollo Ultra den PPS Standard. Hier kann diese 3,3 bis 11V bei 5A liefern. Dies ist ideal für Smartphones wie dem Samsung Galaxy S22 Ultra.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/SS Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des SS2 Ultra. Ein S21 Ultra kann an einem normalen USB-PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 25W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB-PD Ladegerät.

 

Ladetempo

Werfen wir noch einen Blick auf das Ladetempo, das du mit diversen Smartphones erwarten kannst.

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Oppo Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) ++

 

Die Elecjet Apollo Ultra kann in diesem Punkt ganz klar glänzen! Die Kombination aus 65W USB-PD Port und PPS erlaubt es Smartphones wie Das S22 Ultra mit dem vollen Tempo zu laden, genau wie das Pixel 6 Pro und das iPhone 13 Pro Max.

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Selbst Notebooks lassen sich mit einem hohen Tempo an der Powerbank laden. Ob du dies wegen der geringen Kapazität der Powerbank machen möchtest, lasse ich mal dahingestellt.

 

Die Kapazität

10000mAh sind nicht übermäßig viel Kapazität. Daher ist zu hoffen, dass wir in der Praxis wenigsten recht viel “echte” Kapazität haben.

Wh mAh % der HA
5V/1A 31.674 8561 86%
9V/1A 34.203 9244 92%
20V/1A 33.268 8991 90%
20V/3A 27.728 7494 75%

Die Kapazität der Apollo Ultra passt! Im besten Fall konnte ich bis zu 9244 mAh messen, was 92% der Herstellerangabe entspricht.

Entlädst du die Powerbank allerdings superschnell kann die echte Kapazität etwas niedriger ausfallen. Bei 60W konnte ich noch 7494 mAh messen.

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Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist das Entladen dieser nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw.  Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB-PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber etwas vom Model und der Art des Ladens ab.

 

In 27 Minuten von 0% auf 100%? Traue nicht der Anzeige!

Das dicke Ding der Apollo Ultra A10X ist das Ladetempo. So soll die Powerbank dank 100W USB C Port in nur 27 Minuten von 0% auf 100% gebracht werden können. Schauen wir uns zunächst einmal die “Peak” Leistung an.

maximale Leistungsaufnahme in Watt
100W USB PD 95.1
Quick Charg 3.0  16.4
USB A 5V/2,4A 9.1

Und ja an einem 100W USB C Ladegerät lädt die Powerbank mit bis zu 95W, was extrem viel ist! Alternativ nimmt die Powerbank die maximale Leistung deines Ladegerätes. Hast du ein 60W Ladegerät, dann nimmt die Powerbank maximal 60W auf usw.

Die Apollo Ultra A10X akzeptiert auch Quick Charge 3.0 zum Aufladen.

Wie lange dauert jetzt aber das Laden wirklich? Sind wir wirklich in 27 Minuten fertig? Hierfür habe ich die Powerbank an einem 100W, 60W und 20W USB C Ladegerät geladen und die Leistungsaufnahme mitgeschrieben.

leistungsaufnahme über zeit

Oh! Anstelle von 27 Minuten brauchen wir 1:30h für eine vollständige Ladung, was ist denn hier los? Die Apollo Ultra A10X trickst. Die Powerbank zeigt nach 27 Minuten einfach an sie wäre zu 100% voll, lädt dann aber noch fast eine Stunde mit 10W weiter.

Nach rund 27-28 Minuten zeigt die Powerbank wirklich an sie wäre zu 100% voll, hat hier aber “nur” rund 35,5Wh geladen. An dem Punkt wo die Powerbank keine Energie mehr aufnimmt, nach rund 1,5 Stunden, hat die Powerbank 43,6Wh getankt.

Die Powerbank springt also auf 100% voll (laut Anzeige), wenn diese ca. 81% Kapazität erreicht. Die letzten 19%, die bei allen Akkus immer sehr lange dauern, werden so einfach versteckt.

Die Wahrheit ist also von 0% auf 80% in 27 Minuten und von 0% auf 100% in 1:30h.

Immer noch sehr flott, aber natürlich etwas unschön. Spannenderweise dauert das Laden an einem 60W Ladegerät kaum länger. Genau genommen war die Powerbank sogar etwas schneller zu 100% voll.

Ich vermute mal das Laden mit 100W ist sehr ineffizient, daher geht hier das Laden nicht viel schneller. An einem 60W Netzteil nimmt die Powerbank auch nur rund 36,4Wh auf und nicht 43,6Wh.

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Auf dem Wärmebild können wir auch erkennen, dass die Powerbank beim Laden mit 100W gut warm wird. Allerdings ist die Wärmeentwicklung nach meiner Meinung nach noch “unproblematisch”. Das was so heiß wird sind nicht die Akkuzellen, sondern die Elektronik.

 

Fazit

Die Elecjet Apollo Ultra ist eine einzigartige Powerbank! Die Kombination aus einer vergleichsweise kleinen Powerbank mit einer sehr hohen Eingangs- und Ausgangsleistung ist “exotisch”.

Mir ist keine andere 10000mAh Powerbank bekannt die mit 100W geladen und mit 65W entladen werden kann.

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Hierdurch kann die Powerbank nicht nur Smartphones und Notebooks super schnell laden, sondern die Powerbank ist auch sehr schnell einsatzbereit. Die 27 Minuten von 0% auf 100% kann ich allerdings nicht bestätigen. Es sind 0% auf 80% in 27 Minuten und die letzten 20% dauern rund eine Stunde. Elecjet hat nur die % Anzeige der Powerbank so eingestellt das diese 80% Kapazität als 100% anzeigt. Unschön!

Dennoch 27 Minuten von 0% auf 80% ist schon stark. Dabei macht es auch keinen großen Unterschied, ob du ein 60W oder 100W Ladegerät benutzt.

Weitere Pluspunkte gibt es für die sehr wertige Haptik und Optik, wie auch für den PPS Support. Dabei ist die PPS Range mit 3,3-11V bei 5A auch sehr groß, was z.B. fürs S22 Ultra ideal ist.

Unterm Strich ist die Elecjet Apollo Ultra dir zu empfehlen, wenn du eine Reisepowerbank suchst, mit der du mal kurz in ein Caffè gehst, 30 Minuten Pause machst und dann wieder für den Tag versorgt bist. Suchst du solch eine Powerbank, dann greif zu!

Der Jimmy H9 Pro im Test, mit 200AW Saugleistung ein Monster!

Wenn du dir einen Staubsauger kaufen möchtest und dort nach einem „Geheimtipp“ suchst, wirst du vielleicht über den asiatischen Hersteller „Jimmy“ stolpern.

Jimmy Modelle sind zwar etwas schwer in Deutschland zu bekommen, aber sind ganz herausragende Sauger, wo sich teils der Mehraufwand lohnt!

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Das aktuelle Flaggschiff ist der neue Jimmy H9 Pro. Dieser soll durch eine herausragende Saugleistung punkten, die sogar mit den großen Dyson Modellen mithalten kann.

Wollen wir uns dies doch einmal im Test ansehen, kann hier der Jimmy H9 Pro überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Jimmy für das zur Verfügung stellen des H9 Pro für diesen Test.

Der Jimmy H9 Pro im Test

Die Staubsauger von Jimmy haben ein sehr einzigartiges Design. Dies liegt vor allem am Schmutzauffangbehälter, der hier gedreht ist.

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Funktional wüsste ich nicht warum dies Sinn macht, aber es hebt die Modelle etwas von der Konkurrenz ab und bei der Menge an Akku-Saugern auf dem Markt macht solch eine „Besonderheit“ durchaus Sinn für den Hersteller.

Auch Abseits vom gedrehten Schmutzauffangbehälter ist das Design des H9 Pro sehr auffällig mit etwas abgedrehten Farben und einem wirklich „spacigen“ Design.

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Allerdings vom Aufbau entspricht der H9 Pro fast genau dem Vorgänger, dem H8 Pro. So haben wir hier auch wieder einen recht flachen aber breiten Akkusauger.

Der Handgriff ist dabei oberhalb des austauschbaren Akkus angebracht. Am Handgriff finden sich zwei Tasten.

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Der Ein/Ausschalter (welchen du nicht gedrückt halten musst) und die Taste zur Wahl der Leistung. Hier gibt es drei Stufen, wovon eine „Auto“ heißt. Allerdings verfügt der H9 Pro über keinen luxuriösen Automatik Modus wie die neueren Dyson Modelle.

Der Auto-Modus ist hier eher eine Standard Stufe, die fast immer passt und die Saugleistung anscheinend primär je nach Wiederstand der Bodenbürste steuert.

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Geladen wird der Jimmy H9 Pro wahlweise direkt über ein Netzteil das du am Sauger anschließen kannst, über die stehende Ladestation oder du kannst den Akku entnehmen und gesondert laden.

Ja der Jimmy H9 Pro verfügt über einen abnehmbaren Akku! Die passende Ladestation usw. Ist mit im Lieferumfang. Mit im Lieferumfang sind natürlich auch diverse Fugenaufsätze und eine motorisierte Bodenbürste.

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Die Bodenbürste besitzt zwei Walzen, eine speziell für glatte Böden und ein “Mischmodell”, sowohl für glatte Böden wie auch Teppiche.

 

Der Schmutzauffangbehälter

Der Schmutzauffangbehälter beim Jimmy H9 Pro ist quer angebracht und besitzt zwei Möglichkeiten der Entleerung.

Einerseits kannst du einfach die Klappe auf der Unterseite öffnen und den Schmutz über der Tonne auskippen, oder du kannst das komplette Innenleben inklusive Filter entfernen. Hierfür musst du einfach den “Deckel” auf der Rückseite abschrauben. Jimmy nutzt hier einen einfach zu lösenden Bajonett-Verschluss.

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Das einfache entleeren über der Mülltonne mithilfe der dafür vorgesehenen Klappe funktioniert grundsätzlich sehr gut und auch leicht. Allerdings hast du besonders viel Schmutz gesaugt kann sich dieser am internen Zentrifugal-System verkeilen. Hier kann dann ein Herausnehmen von diesem nötig sein.

In dem Zyklonen-Einsatz findet sich auch ein HEPA Filter. Dieser wird mit der Zeit zwar auch schmutzig, aber grundsätzlich arbeitet das Vorfilter-System recht gut und hält den meisten groben Schmutz vom Feinstaubfilter ab.

 

Die Saugleistung, Theorie

Jimmy wirbt beim H9 Pro mit einer Motorleistung von bis zu 600W und einer effektiven Saugleistung von 200AW.

AW steht dabei für Air Watts, was den effektiven Luftstrom an der Düse beschreibt. Dies ist ein wichtigerer Wert als die reine Motorleistung. Wenn du so willst ist die Motorleistung in Watt mit dem Verbrauch eines Autos zu vergleichen, während Air Watts die Leistung in PS beschreibt.

Ein Auto das mehr verbraucht kann eine höhere Leistung haben, muss es aber nicht. Leider geben aber nicht alle Hersteller einen AW Wert an.

saugleistung in aw

Mit 200AW ist der Jimmy H9 Pro aber klar einer der stärksten aktuellen Akkusauger!

 

Die Saugleistung dies H9 Pro, auf glatten Böden

Aufgrund des “Walzen” Designs bietet der Jimmy H9 Pro auf glatten Böden eine perfekte Saugleistung. Die flauschige Walze in Kombination mit dem hohen Luftstrom ist gut in der Lage Schmutz und Staub anzuheben.

Dabei kann sich die Walze aufgrund des hohen Durchmessers auch nicht so schnell in Haaren verwickeln.

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Weitere Pluspunkte gibt es für den sehr einfachen und ruhigen Lauf der Walze. Diese hat fast schon etwas Vortrieb von alleine. Auch Fugen sind kein Problem und diese werden sauber “ausgekehrt”.

Kurzum auf glatten Böden haben wir eine 100%ige Saugleistung, für kleinen bis mittelgroßen Schmutz.

Lediglich mit sehr grobem Schmutz, Heu, Kassenzetteln usw. hat der H9 Pro etwas Probleme.

 

Wie gut ist der H9 Pro auf Teppichen?

Normalerweise sind diese “Walzen” nicht so gut auf Teppichen. Dies ist auch sicherlich der Grund warum Jimmy noch eine “klassische” Bürste beilegt.

Allerdings sieht dies beim H9 Pro etwas anders aus. Viele der Sauger welche auch dieses Walzen Design nutzen, sind auf der Front recht offen gebaut Siehe z.B. der Dyson V12 Slim. Hierdurch können diese Modelle zwar besser größeren Schmutz aufnehmen, bauen aber kein großes Vacuum auf.

Auf Teppichen ist dies natürlich Gift! Anders der H9 Pro, dieser ist auch mit der Walzen-Bürste recht geschlossen gebaut. Zudem besitzt die Walze zwei Arten Borsten, weichere und härtere Borsten.

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Hierdurch ist die Saugleistung auch mit der Walze auf Teppichen tadellos! Ich würde sogar sagen die “flauschige” Walze saugt auf Teppichen besser als die beiliegende klassische Bürste.

Im normalen Alltag hat der Jimmy H9 Pro sogar Tierhaare wunderbar von meinen Teppichen entfernt! Normalerweise ist dies für sehr viele Sauger ein großes Problem. Nur eine Handvoll High End Modelle macht dies so gut wie der H9 Pro.

Dabei arbeitet der H9 Pro auch sehr schön schnell! Du musst nicht oft oder sogar meist nur 1x über eine Stelle mit Tierhaaren fahren und diese werden sauber entfernt.

Sogar in meinem extrem Test mit Mehl schlägt sich der H9 Pro hervorragend, selbst gegen High End Modelle wie den Dyson V11 oder den Dreame T30. Ich sehe den Jimmy hier sogar knapp vor dem Dyson!

 

Lautstärke des H9 Pro

Leistungsstarke Akkusauger sind alle nicht leise! Willst du einen wirklich leisen Staubsauger, dann musst du zu einem “klassischen” Modell greifen.

Aber wie laut ist der Jimmy H9 Pro?

lautstärke

An sich geht es. Auf voller Leistung gehört er zwar sicherlich zu den lauteren Modellen, er ist aber nicht der lauteste.

Allerdings neigt der H9 Pro ähnlich wie andere Jimmy Modelle zu einem recht hochfrequenten Motor-Geräusch. Dies ist tendenziell etwas unangenehmer als etwas matter klingende Modelle.

 

Fazit

Der Jimmy H9 Pro ist ein herausragender Akkusauger! Dies vor allem aufgrund der hohen Motorleistung und dem sehr gelungenen Walzen-Bürste.

Letztere sorgt für eine hervorragende Saugleistung sowohl auf glatten Böden, wie auch auf flacheren Teppichen!  Hier bietet der H9 Pro die mit beste Saugleistung die ich jemals gesehen habe, lediglich die High End Modelle von Dreame, Dyson oder Tineco können da mithalten.

Erst auf sehr hohen Teppichen sind die etwas klassischeren Bürsten besser.

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Dennoch hast du primär glatte Böden, flachere Teppiche und Teppichboden, dann saugt der H9 Pro herausragend. Dabei liegt die Bürste auch sehr schön stabil auf dem Boden auf und lässt sich gut navigieren.

Hinzu kommt noch ein gutes Filter-System und ein leichtes Entleeren. Lediglich ist der H9 Pro etwas auf der schwereren Seite.

Abseits davon habe ich aber nichts zu bemängeln und der Preis von unter 400€ (zum Zeitpunkt des Tests), ist absolut fair in Anbetracht der gebotenen Leistung.

POSITIV
Herausragende Saugleistung auf glatten Böden
Sehr gute Saugleistung auf Teppichen
Großer Lieferumfang
Gutes Filtersystem
NEGATIV
Etwas schwerer
Kein Aufwendiges Display oder besonderer Automatik Modus
90

 

Test: 1More EVO, 1Mores beste Bluetooth Ohrhörer!

1More ist ein regelmäßiger Gast auf Techtest.org. 1More ist ein Hersteller von außergewöhnlicheren Bluetooth Ohrhörern und Kopfhörern. So rebranded 1More nicht einfach nur irgendwelche generischen Designs, sondern entwickelt die Kopfhörer/Ohrhörer selbst.

Das neue Flaggschiff aus dem Hause 1More sind die EVO. Die EVO setzten auf einen so genannten Hybridaufbau.

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Wir finden im Inneren zwei Lautsprecher-Treiber. Einen klassischen dynamischen Treiber, welcher allerdings mit 10mm sehr groß ist, wie auch einen Balanced Armature Treiber.

Letzterer ist etwas sehr Seltenes und in regulären Konsumer-Produkten so gut wie nie zu finden. Dies alleine macht die 1More EVO bereits sehr spannend. Hinzu kommt aber noch ANC, einen “dual Mode” Transparenz-Modus und eine Hi-Res Zertifizierung.

Liest sich auf dem Papier doch spannend, aber wie sieht es in der Praxis aus? Klingen hier die 1More EVO auch so spannend?

An dieser Stelle vielen Dank an 1More die mir die EVO für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Die 1More EVO im Test

1More setzt bei den EVO auf ein sehr schickes und edles Design, welches aber auch nicht übermäßig auffällig ist. So ist die Ladebox mittelgroß und in meinem Fall aus einem wertigen matten Kunststoff, so hat es zumindest den Anschein! Auf den zweiten Blick oder eher beim Anfassen wird aber klar, dass die Ladebox aus Metall gefertigt ist, wodurch diese auch etwas massiver wirkt.

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Abseits des 1MORE Logos auf der Oberseite gibt es bei dieser nicht viel zu bestaunen. Der Deckel lässt sich zum Herausnehmen der Ohrhörer aufklappen und wird mithilfe von Magneten gehalten.

Geladen wird die Ladebox via USB C oder kabellos! Du kannst die Ladebox auch einfach auf ein kabelloses Ladepad stellen und diese lädt. Die Ladebox kann die Ohrhörer laut Hersteller 2,5x vollständig laden.

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Mit einer Ladung halten die Ohrhörer bis zu 8 Stunden. In der Praxis landen wir aber eher bei +- 5 Stunden.

Die EVO selbst sind sehr schick und edel gestaltet. So bestehen die Ohrhörer an sich zwar aus einem klassischen matten Kunststoff, aber die Rückseite dieser besitzt eine Hochglanz Beschichtung. Diese wird von einem silbernen Rahmen umrahmt, wodurch diese fast schon etwas an Porzellan anmutet.

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Die Rückseite ist wie üblich natürlich touch-sensitiv.

Bei der grundsätzlichen Form nutzt 1MORE das gängige Ohrstöpsel Design. Diese sind lediglich etwas größer geraten. Ich würde die Ohrhörer nicht als riesig bezeichnen, sie sind aber auch nicht die kleinsten die du kaufen kannst.

 

Tragekomfort

Einer der großen Pluspunkte der 1More EVO ist der Tragekomfort. Dies sind die bequemsten Ohrhörer, die ich seit langem hatte! So sieht die Passform auf den ersten Blick nicht außergewöhnlich aus, aber die EVO sitzen einfach super in meinen Ohren!

Diese drücken nicht, fühlen sich nicht fremd an oder sind in irgendeiner anderen Art aufdringlich. Vielleicht für den Sport wäre ein etwas festerer Halt nett gewesen, aber für den normalen Alltag ist der Tragekomfort spitze.

 

Klang der 1More EVO

Kommen wir zum wichtigsten Punkt, dem Klang. Und hier bin ich positiv angetan! Die 1More EVO klingen gut, wenn nicht sogar sehr gut.

Allerdings nutzt 1More wie so oft üblich eine etwas ungewöhnlichere Klangsignatur. So sind die EVO sehr neutral, mit einem leichten Boost der unteren Höhen bzw. oberen Mitten. Eigentlich ist ein Neutralklang etwas Gutes, aber dieser ist bei Bluetooth Ohrhörern sehr selten.

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Gehen wir aber den Klang geordnet durch, startend bei den Höhen. Die Höhen sind super klar, sauber und brillant. Diese neigen allerdings auch etwas zur Schärfe und zum “Lispeln” von Zischlauten. Dies aber vor allem bei elektrischen Titeln auffällig. Bei Pop, Rock, Metal usw. Ist dies weniger auffällig. Da ich tendenziell etwas hellere Höhen mag, störte mich dies im Allgemeinen weniger. Bist du aber kein Fan von besonders scharfen Höhen, dann kann dies für dich ein größerer Kritikpunkt sein. Für mich sind die Höhen aber ziemlich “on Point”.

Die Mitten sind spitze! Diese sind satt, sauber, aber nicht über präsent. Die 1More EVO klingen nicht warm oder matt, aber Stimmen haben dennoch eine tolle Kraft und klingen absolut natürlich. Erneut haben wir einen leichten Boost im oberen Mitten-Bereich, aber dieser sorgt auch für eine gesteigerte “Detail Wahrnehmung”. So klingen die Mitten durch dieses Nachschärfen etwas höher aufgelöst als sie eigentlich sind. Erneut ist dies aber auch nichts Schlechtes, unterstreicht aber den etwas schärferen Charakter der EVO.

Der Bass der EVO ist sehr neutral. Wir haben also einen guten Bass mit einem tadellosen Tiefgang. Dieser ist allerdings in seiner Masse nicht groß angehoben oder verstärkt, sondern klingt natürlich. Dies ist mittlerweile fast schon als ungewöhnlich zu bezeichnen, denn fast alle Bluetooth Ohrhörer haben einen mehr oder weniger starken Bass-Boost. Rein qualitativ ist der Bass der 1More EVO aber Weltklasse. Musik klingt genau wie diese soll und solltest du etwas mehr “Punch” wollen, kein Problem die 1More App kann dir hier weiterhelfen.

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Zwar haben die 1More EVO etwas mehr Schärfe im Klang als es vielleicht komplett neutrale Ohrhörer hätten, dennoch kommen die EVO dem am nächsten was ich als “Audiophile” Bluetooth Ohrhörer bezeichnen würde. Gerade in den Tiefen und Mitten sind die EVO super neutral und natürlich. Die Höhen haben etwas mehr “Spitze”, was den Ohrhörern aber auch subjektiv eine bessere Detail-Darstellung gibt.

Diese ist auch von Natur aus schon sehr gut! Ein Song, der den Ohrhörern beispielsweise extrem liegt, ist “Dont go yet” von Camila Cabello. Dieser Song trifft die Klangsignatur der 1More EVO perfekt! Dieses etwas leichtere luftigere wird von den EVO perfekt wiedergegeben. Allerdings auch Songs alla Infinity (Jaymes Young) oder In The Dark (Purple Disco Maschine) liegen den EVO sehr gut! Bist du eher im Rock oder Metall unterwegs, dann kann ich dir die Ohrhörer auch mit gutem Gewissen empfehlen. “Oblivion” von Enemy Inside oder “The Rising” von Follow The Cipher beispielsweise passen auch super zu den Ohrhörern, allgemein Gitarren-Klänge liegen den EVO.

Wo ich mich etwas schwer tue, ist bei elektrischen Klängen oder Drum and Bass. Songs aller “Come Alive” von Pendulum klingen auch nicht schlecht, aber hier bevorzuge ich einfach mehr Wums im Bass-Bereich. Klar du kannst hier über die 1More App nachhelfen, aber von Haus aus gibt es hier bessere Ohrhörer.

1more evo frequency response
Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

App, Klanganpassung, ANC

Die EVO besitzen einen App-Support. Die 1More App ist an sich sehr einfach, du kannst hier den Klang mithilfe von SoundID Anpassen und zwischen ANC, “Durchlass” und dem Normalmodus umschalten.

Die 1More EVO bringen natürlich aktives Noise Cancelling mit. Dieses ist auch durchaus gelungen! Erwarte keine Wunder, diese kann kaum ein Ohrhörer in diesem Bereich liefern, aber die EVo gehören zu den besseren ANC Ohrhörern, die ich bisher gehört habe. Hintergrundgeräusche werden sauber gefiltert, gerade brummende Geräusche wie Motoren usw. Dabei gibt es aber kein nerviges weißes Rauschen usw.

Auch der “Durchlass” Modus, bei welchem Hintergrundgeräusche aktiv durchgelassen werden, funktioniert sauber. Hintergrundgeräusche werden zwar nicht groß verstärkt, du kannst die EVO also nicht als Hörgerät nutzen, aber auch dieser Modus wirkt sehr natürlich.

Interessant ist die Klanganpassung. Die 1More EVO haben KEINEN EQ! Anstelle dessen hast du SoundID.

Hierbei wird eine Art A B Hörtest gemacht. Dir wird ein Song vorgespielt und du musst dich mehrfach entscheiden welche Klangsignatur du lieber magst, A oder B. Die App passt entsprechend Bass, Höhen usw. an.

1more evo angepasst

Hier kannst du sehen, dass nach meiner “persönlichen Anpassung” die Ohrhörer ein gutes Stück mehr Bass bekommen haben.

An sich ist dies Ideal, ein weitestgehend neutraler Klang von Haus aus und mithilfe von SoundID komplett wandelbar nach dem persönlichen Geschmack.

Allerdings hätte ich mir vielleicht zusätzlich noch einen klassischen EQ gewünscht.

 

Fazit

Die 1More EVO sind eindeutig die besten Bluetooth Ohrhörer die 1More bisher auf den Markt gebracht hat!

Diese bieten aus meiner Sicht das voll-Programm. Wir haben einen super Tragkomfort, gutes ANC und einen sehr spannenden Klang!

Beginnen wir auch beim Klang. Die 1More EVO haben eine recht neutrale Klangsignatur, mit einem leichten Hang zu den Höhen und vielleicht einer gewissen Schärfe. Letzteres ist aber etwas was mich z.B. nicht stört. Ganz im Gegenteil, die EVO klingen sehr schön sauber, hochaufgelöst und luftig, ohne in irgendeine Richtung zu übertreiben zu verfälschen.

Hierdurch eigenen sich die EVO vor allem für Pop Musik, Rock, Metall, Klassik. Gerade Gitarren und Stimmen liegen diesen sehr.

Der Bass der Ohrhörer ist gut, aber nicht verstärkt. Daher würde ich die Ohrhörer nicht für “Drum an Bass” empfehlen. Du kannst den Bass allerdings auch noch etwas anheben über die 1More App, solltest du dies wollen. Auf Wunsch können die EVO auch ein Bass-Bomber sein.

1more evo test 11

Nach der “SoundID” Anpassung haben meine EVO auch ein Stück mehr Bass, da ich dieses durchaus bevorzuge.

Spitze ist auch der Tragekomfort! Zwar sind die EVO keine Sport Ohrhörer, aber diese sitzen im Gegenzug richtig schön und leicht in den Ohren. Ideal für den normalen Alltag, Bus, Bahn usw. Hier würde ich die volle Punktzahl vergeben.

Auch das ANC und der “Durchlass” Modus sind gut. Du darfst vom ANC keine Wunder erwarten, aber für Bluetooth Ohrhörer ist dieser in einer gehobenen Klasse. Pluspunkte gibt auch es für die App und die Klanganpassungen.

Kurzum, suchst du Ohrhörer, die nicht dem Trend nach immer mehr Bass und extremeren Klängen hinterherlaufen, dann sind vielleicht die 1More EVO genau die richtigen Ohrhörer für dich! Aktuell sind die 1More EVO die Ohrhörer meiner Wahl.

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Selbst wenn du ein Synology oder QNAP NAS hast, macht es Sinn deine Daten in der Cloud zu sichern. Was bei einem Blitzschlag, Feuer oder Ähnlichem? Hier hilft nur ein off-Side “Cloud” Backup.

Leider sind allerdings Cloud Backups sehr teuer! Bei Google zahlst du für 5TB 29,99€, bei Synologys eigenem C2 34,95€ usw. Bisher dachte ich günstiger geht’s nicht.

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Bisher! Nun bin ich zufälligerweise über die Hetzner STORAGE BOX gestolpert. So bietet der deutsche Server Anbieter Hetzner 5TB für 11,78€ im Monat an, 10TB für 22,49€ usw. Dies ist teils weniger als die Hälfte was Strato, Google usw. haben möchte und das mit deutschem Datenschutz.

Dabei ist die Hetzner STORAGE BOX auch mit Synologys Hyper Backup kompatibel. Klingt doch toll! Aber schauen wir uns das Ganze einmal näher im Test an!

 

Der günstigste Cloud Speicher

Beginnen wir mit dem wichtigstem, dem Preis! Vergleichen wir einmal die Preise gängiger Cloud-Dienste, welche auch mit dem Synologys Hyper Backup System kompatibel sind, mit der Hetzner STORAGE BOX.

1TB 5TB 10TB
Hetzner  3.45 € 11.78 € 22.49 €
Google Drive 4.99 € 24.99 € 49.99 €
Strato Hidrive 5 € 65 € 100 €
Telekom MagentaCLOUD 9.95 € 39.95 €
Ionos Cloud Backup 75 € 325 €
Synology C2 6.99 € 34.95 € 67.40 €
Dropbox 4.99 € 30 €

Ich denke es ist hier klar ersichtlich wie fantastisch die Preise von Hetzner sind! Selbst größere Mengen Speicher, wie 10TB, sind mit 22,49€ absolut bezahlbar. Dabei gibt es auch keine Zusatzkosten für Trafik oder Ähnliches.

 

Benutzeroberfläche, primär für Profis

Starten wir direkt mit einem großen Kritikpunkt. Hetzners Benutzeroberfläche sowohl für die Bestellung wie auch für die Nutzung ist furchtbar! Zumindest nach modernen Standards. So ist Hetzners Backend erst einmal in komplett unterschiedliche Bereiche mit unterschiedlichen Login-Systemen unterteilt.

Während STORAGE BOX Share KonsoleH nutzt, müssen wir für die reguläre STORAGE BOX in die Robot Benutzeroberfläche.

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Und auch dort ist die Benutzeroberfläche weniger hübsch, aber immerhin übersichtlich.

Es gibt auch genau genommen nur eine Seite.  In dieser kannst du die URL deiner STORAGE BOX sehen, wie auch Benutzername und Passwort. Das Passwort und der Benutzername sind leider nicht frei einstellbar, sondern werden automatisch generiert.

 

Server Standort, Deutschland oder Finnland

Du hast beim Server Standort die Wahl, ob deine Daten lieber in Deutschland oder Finnland gespeichert werden sollen. Spannend!

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Beide Standorte haben ihre Vorzüge. Vielleicht ist sogar Finnland aus Datenschutz Sicht noch eine bessere Wahl als Deutschland. Ich habe dennoch Deutschland gewählt. 1. Ich sichere meine Daten eh nur verschlüsselt 2. Mir reicht es an sich, dass kein großer IT-Konzern den Finger auf meinen Daten hat.

 

Keine Webui für den Dateizugriff

Im Gegensatz zu Dropbox und Co. gibt es bei der STORAGE BOX keine WebUI mit deren Hilfe du durch deine Daten browsen kannst oder Daten über deinen PC hochladen kannst.

Ein Zugriff ist nur über diverse Protokolle wie WEBDAV, FTP usw. möglich. Dazu später mehr.

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Ebenso ist es nicht möglich Daten zu teilen. Du kannst also nicht einfach einen Link erstellen und diesen mit anderen Nutzern teilen.

Es ist möglich zusätzliche Benutzer zu erstellen, dies ist aber eher für Mitarbeiter usw. gedacht.

STORAGE BOX ist keine Dropbox, Google Drive oder OneDrive Alternative! Dies ist eine Backuplösung für Server usw.

 

FTP, SAMBA, WebDAV, rsync

Wie kannst du aber auf die STORAGE BOX zugreifen? Hetzner bietet hier durchaus einige universelle Lösungen:

  • FTP (SFTP)
  • SAMBA
  • WebDAV
  • Rsync (SSH)

Für die meisten von uns ist WebDAV sicherlich die spannendste und wichtigste Option. So kannst du deine STORAGE BOX z.B. unter Windows einfach als WebDAV Netzwerk Laufwerk einbinden und so Daten hin und her schieben.

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Für Profis die vielleicht ganze Server sichern wollen, ist natürlich rsync das Protokoll der Wahl. Alle diese Protokolle, mit Ausnahme FTP, lassen sich in der WebUI ein/ausschalten. Brauchst du kein rsync/SSH, dann solltest du dieses z.B. abschalten.

 

Snapshots

Die STORAGE BOX bietet die Möglichkeit für Snapshots. Du kannst manuell Snapshots erstellen oder automatisch.

Snapshots sind Abbildungen deiner Daten, die du jederzeit wiederherstellen kannst, fall etwas unabsichtlich gelöscht wurde usw. Snapshots sind eine super Sache und gerade in Zeiten von Ransomware absolut sinnvoll.

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Snapshots werden allerdings auf deine Speicherkapazität angerechnet. Dabei werden aber nur die “Unterschiede” berechnet. Haben sich seit dem letzten Snapshots keine Daten geändert, dann braucht der Snapshots auch keinen Speicherplatz.

 

Auch mit Synology Hyper Backup kompatibel!

Für mich war ganz wichtig, dass die STORAGE BOX auch mit Synologys Hyper Backup kompatibel ist! Hierdurch kann ich die wichtigsten Ordner meines NAS einfach “in die Cloud” laden, falls mal etwas mit meinem lokalen NAS passiert. Ein off-Side Backup, ist immer etwas Empfohlenes!

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Leider habe ich Hyper Backup nicht dazu bekommen sich via rsync zu verbinden. WebDAV klappte allerdings nach ein paar Versuchen problemlos.

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Solltest du eine Meldung bekommen wie “ Dieser Vorgang kann nicht ausgeführt werden. Möglicherweise ist die Netzwerkverbindung instabil oder das System ausgelastet. Bitte versuchen Sie es später erneut” probiere einmal ein https:// vor deine Server-Adresse zu setzen.

 

Fazit

Der Preis macht den Unterschied! Klar ich würde keinem Endnutzer empfehlen sein Google Drive Konto zu kündigen und STORAGE BOX zu nutzen. Wir haben hier völlig unterschiedliche Nutzungsszenarien.

Die Hetzner STORAGE BOX ist rein als Daten-Ablage bzw. Backup-Speicher-Ort konzipiert und nicht als Cloud-Speicher Dienst. Zugriff erhältst du nur via FTP, SAMBA, WebDAV oder rsync.

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Willst du aber einen Server oder ein NAS, wie von Synology oder QNAP günstig in die Cloud sichern, dann ist dies eine top Option!

Ich nutze die STORAGE BOX als Ziel für Synology Hyper Backup.

5TB für 11,78€ oder 10TB für 22,49€ ist einfach ein Hammer Angebot und ich kenne kein seriöses Angebot das günstiger ist!

Test: EcoFlow DELTA mini, 882Wh von 0% auf 100% in 1:40h geladen! Die Powerstation für Handwerker und Co.

Mit der DELTA mini bietet EcoFlow einen günstigen Einstieg in die Welt der High Capacity Powerstations. So kostet die DELTA mini zwar weiterhin rund 1000€ bietet aber mit 882Wh eine ordentliche Kapazität und mit bis zu 2100W eine unheimlich hohe Leistung.

Dies macht gerade Sinn, wenn du Hochleistungsgeräte wie Wasserkocher, Elektrowerkzeuge usw. betreiben möchtest.

Zudem ist die Powerstation dank X-Stream laut Hersteller in 1,6 Stunden vollständig wiederaufgeladen. Damit ist diese nicht nur als Notstrom System für den Fall der Fälle interessant, sondern auch für Handwerker usw.

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Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie viel Kapazität und Leistung bringt die EcoFlow DELTA mini wirklich?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an EcoFlow für das zur Verfügung stellen der DELTA mini für diesen Test.

 

Test: EcoFlow DELTA mini

Die EcoFlow DELTA mini ist keine kleine Powerstation, aber diese ist schon kleiner als ich es erwartet hätte. Diese misst 37,0 × 18,3 × 23,6 cm und bringt 11 KG auf die Waage. Damit hat die Powerstation eine recht hohe Energiedichte.

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Damit du diese besser transportieren kannst, verfügt die Powerstation über zwei Handgriffe. Diese wirken schön massiv und sind gut ins Gehäuse integriert.

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Allgemein wirkt die Verarbeitung sehr hochwertig und das Design sieht edel aus. Wir haben hier definitiv keine billige Powerstation vor uns.

 

Die Anschlüsse

Ein großes Highlight der EcoFlow DELTA mini sind klar die Anschlüsse.

Front:

  • 1x USB C – Power Delivery 100W
  • 2x USB A – 5V/2,4A
  • 1x USB A – Quick Charge 18W

Rückseite

  • 2x Steckdose – 1400W konstant, 2100W kurzzeitig
  • 1x KFZ Steckdose – 12,6V/10A
  • 2x DC – 12,6V/3A

Hier muss ich die Frage stellen, was will man mehr? Die DELTA Mini hat aus meiner Sicht eine perfekte Portausstattung für eine Powerstation dieser Klasse.

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Auf Seiten der Eingänge haben wir einen AC Anschluss und einen DC Eingang. Wie auch schon bei der RIVER Pro ist auch hier das Netzteil in der Powerstation integriert! Du musst keinen Bocken Netzteil mit dir herumschleppen, sondern lediglich ein normales Netzkabel, mit welchem du die Powerstation verbindest.

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Der DC Eingang erlaubt ein Laden wahlweise in einem Auto oder via Solarpanels. Passende Kabel liegen bei.

 

Die Kapazität

Das Wichtigste an einer Powerstation ist natürlich die Kapazität. EcoFlow wirbt hier mit satten 882Wh, also fast 1KWh! Aber wie viel Kapazität wir in der Praxis erhalten ist sehr stark abhängig vom Entladetempo und dem Ausgang.

kapazität in wh

Im schlimmsten Fall konnte ich eine Kapazität von 588,9Wh messen. Dies ist aber ein kleiner “Ausreißer”. Dies war bei einer Last von 12V/1A, also lediglich 12W. Hier dauerte das Entladen satte 3 Tage und hier frisst das Display usw. einen großen Teil der Kapazität.

Bei 12V/5A kommen wir bereits auf 761,94Wh, was deutlich besser ist. Was mich überrascht hat war die sehr hohe Kapazität bei 500W Last über die Steckdose. Hier konnte ich satte 822Wh messen, was das beste Ergebnis war.

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Erstaunlich, denn die meisten Powerstations bieten die beste Effizienz an den 12V Ports.

 

12V Ports

Die EcoFlow DELTA mini verfügt über drei 12V DC Ports. Dabei bieten die Rundstecker DC Ausgänge maximal 3A und die “KFZ-Steckdose” bis zu 10A.

Die Spannung gibt EcoFlow mit 12,6V an, was ungewöhnlich ist.

spannung unter last

(Teile des Spannungsabfalls liegen am erhöhten Widerstand des KFZ-Steckers)

Im Leerlauf konnte ich eine Spannung von 12,499V messen. Unter Last sinkt die Spannung langsam auf bis zu 11,697V bei 10A ab. Der KFZ-Stecker ist hier sicherlich an einem Teil des Spannungsabfalls schuld.

 

2x 230V Steckdosen

Die DELTA mini bietet zwei 230V Steckdosen, die gemeinsam dauerhaft bis zu 1400W liefern können und sogar Spitzenlasten von bis zu 2100W standhalten sollen.

Dies ist für eine 882Wh Powerstation sehr viel Leistung! Erfreulicherweise sind die Steckdosen auch technisch sehr gut umgesetzt.

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So haben wir hier eine reine Sinuswelle, was allerdings auch bei einer Powerstation dieser Klasse zu erwarten ist. Im Leerlauf konnte ich eine Spannung von 234V und 50 Hz messen, was so weit passt.

Erfreulicherweise hatte die Powerstation auch mit großen Schaltnetzteilen (800W konstante Last) keine Probleme! Daher eignet sich die DELTA mini auch für das Laden von Akkus. Ich denke hier vor allem an Handwerker, die vielleicht unterwegs mal ein paar Werkzeug-Akkus laden wollen oder müssen.

 

Lüfter

In der EcoFlow DELTA mini steck ein Lüfter, welcher mittel laut ist. Dieser Lüfter ist Last/Temperatur-gesteuert und geht ab ca. 100W Leistung in beiden Richtungen an.

 

Smartphone App, tolle App und erweitere Optionen wie Limitieren der Ladung

Die DELTA mini bietet auch eine optionale Smartphone Verbindung an. Du kannst die Powerstation mit deinem WLAN / Smartphone verbinden (es ist auch eine direkte Verbindung zur Powerstation möglich, falls du unterwegs kein WLAN Netz hast).

Über die EcoFlow App kannst du dann jederzeit den Ladestand sehen, wie auch wie viel Leistung in bzw. aus der Powerstation geht.

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In den Einstellungen kannst du zudem die Kapazität limitieren! Willst du das die Powerstation nur bis maximal 20% entladen wird und bis 80% geladen wird, dann könntest du dies einstellen.

Warum sollte man dies wollen? Ecoflow wirbt bei der DELTA mini mit einer Haltbarkeit von 800 Zyklen. Dies ist eine realistische Angabe bei 100% Zyklen. Limitierst du die Kapazität aber auch 20%-80%, dann kannst du mit gut über 1400 Zyklen rechnen. Diese Angabe ist von mir nur geschätzt, aber Ähnliches geben viele Hersteller von Lithium Zellen an.

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Bei 30% – 70% kann es sogar sein, dass sich die Haltbarkeit auf über 2000 Zyklen erhöht. Dieser Trick wird z.B. bei Lithium Ionen Solar Puffer-Speicher genutzt, um dort die Haltbarkeit zu erhöhen.

Die App bietet auch noch andere Optionen, wie z.B. die Leistung des KFZ-Eingangs oder das Standby Verhalten. Die EcoFlow App ist also ein echter Mehrwert!

 

Wiederaufladen

Ist die EcoFlow DELTA mini nun leer, wie können wir diese laden?

  1. Über das Integrierte Netzteil mit bis zu 900W
  2. Über eine KFZ 12V Steckdose mit bis zu 110W
  3. Über ein Solarpanel 11–75 V, max. 10 A, max. 300 W

Bist du unterwegs kannst du EcoFlow DELTA mini entweder über deinen Zigarettenanzünder mit bis zu +- 105-110W laden oder via Solar! Kabel für beides liegt bei. Dabei akzeptiert die EcoFlow DELTA mini normale Solarpanels mit dem MC4 Stecker. Du brauchst also keine exotischen Solarpanel kaufen, handelsübliche Modelle mit 12V/24V oder sogar 36V werden absolut taugen!

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Hierüber kann die Powerstation bis zu 10A aufnehmen. Hast du ein “12V” Solarpanel kannst du mit maximal 120W rechnen, egal wie groß das Panel effektiv ist (12V * 10A). Hast du ein 36V+ Panel, dann liegt das Limit bei 300W.

Eine große Besonderheit der EcoFlow Powerstations ist das integrierte Netzteil! Du brauchst kein großes proprietäres Netzteil mitschlimmen oder herumliegen haben, es ist bereits ein passendes eingebaut.

Dieses pumpt dabei sehr beeindruckende 800-900W in die Powerstation! WOW!

ladedauer

So ist die Powerstation in 1:40h von 0% auf 100% geladen! Willst du die Powerstation etwas schonender Laden, dann gibt es auch einen kleinen Schalter. Dieser erlaubt das Drosseln der Ladegeschwindigkeit auf +- 250W.

Ich bin hier wirklich beeindruckt wie schnell die Powerstations von EcoFlow laden, obwohl das Netzteil intern verbaut ist, was aufgrund von Platz Limitierungen eigentlich ein Nachteil sein müsste.

Lediglich der Standby Verbrauch ist mit teils über 20W sehr hoch! Du solltest die Powerstation also nicht eingesteckt lassen. Die EcoFlow DELTA mini lässt sich allerdings parallel Laden und Entladen.

Diese ist also theoretisch als USV oder Notstromaggregat nutzbar.

 

Fazit

Die EcoFlow DELTA mini ist eine hervorragende portable Powerstation! Ja portable! Zwar ist die DELTA mini nicht winzig, aber für eine Kapazität von 882Wh ist diese auch nicht zu groß.

Zudem kann diese bei einem “mobilen” Einsatz ihre größte Stärke ausspielen, dass super hohe Ladetempo! Du kannst die Powerstation in 1:40h von 0% auf 100% füllen und das ganz ohne externes Netzteil.

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Daher halte ich die EcoFlow DELTA mini auch für Handwerker und Co. Interessant. Du bist auf einer Baustelle unterwegs, wo es keine Steckdosen gibt, aber du brauchst Energie. Nicht zwingend für “Powertools”, wir haben zwar theoretisch eine 1400W Steckdose, aber nutzt du diese 1400W, dann ist die Powerbank in Windeseile leer.

Sondern eher als Backup um beispielsweise Werkzeug Akkus zu laden oder Ähnliches. Die 230V Steckdosen sind an der EcoFlow DELTA mini überdurchschnittlich “robust”. Diese hatte in meinem Test auch mit 800W Schaltnetzteilen kein Problem, was nicht selbstverständlich ist.

Dank des 100W USB C Ports und dem schnellen Laden auch via Solarpanels ist die Powerstation vielleicht auch für Wohnwagen interessant. Du kannst an dieser ein Notebook sehr viele Stunden betreiben und 11Kg für eine 800Wh+ Powerstation ist auch nicht die Welt.

Bis zu 822Wh echte nutzbare Kapazität sind wirklich nicht zu verachten!

Wirkliche Kritikpunkte habe ich an der Powerstation nicht. Diese funktionierte ausgesprochen gut und zuverlässig. Der Standby Stromverbrauch ist vielleicht etwas hoch, aber die EcoFlow DELTA mini ist auch weniger als USV gedacht.

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Auch etwas hoch ist vielleicht der Preis mit rund 1099€. Normalerweise sehe ich bei Powerstations gerne einen Preis von unter 1€ pro Wh. Allerdings gerade aufgrund des wirklich fantastisch schnellen Ladens, dem nützlichen Display und der hohen Leistung auch auf den Steckdosen geht der Preis aus meiner Sicht in Ordnung! Auch die wirklich gute EcoFlow App ist ganz klar ein Mehrwert, der sogar die Haltbarkeit der Powerstation verlängern kann.

Gerade zum Mitnehmen ist die EcoFlow DELTA mini eine Hammer Powerstation!

EcoFlow DELTA Mini 882 Wh Tragbare Powerstation, Mobiler Stromspeicher...

  • Echte Kapazität von maximal 761,94Wh
  • 100W USB C Ausgang
  • Praktisches Display
  • Relativ Kompakt für die hohe Kapazität
  • 1400W Steckdosen
  • In 1:40h von 0% auf 100% geladen
  • Nützliche App mit praktischen Funktionen
  • WLAN
  • Gehobener Preis
  • Lüfter kann stören

EcoFlow DELTA mini
POSITIV
Echte Kapazität von maximal 761,94Wh
100W USB C Ausgang
Praktisches Display
Relativ Kompakt für die hohe Kapazität
1400W Steckdosen
In 1:40h von 0% auf 100% geladen
Nützliche App mit praktischen Funktionen
WLAN
NEGATIV
Gehobener Preis
Lüfter kann stören
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