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Das Anker PowerPort+ 5 Premium im Test, das beste Multiport USB Power Delivery Ladegerät auf dem Markt! (2017/2018)

Seit meinem ersten Test des Anker PowerPort+ 5 Premium letzten Jahres ist einige Zeit vergangen. In dieser Zeit hat sich einiges getan. Bei meinem damaligen Test stand ich vor einem Problem, es gab noch kaum Geräte, welche den zu diesem Zeitpunkt noch neuen USB Power Delivery Ladestandard unterstützen.

Das Anker PowerPort+ 5 Premium war seiner Zeit einfach etwas voraus. Dies hat sich aber 2017 deutlich geändert! Neben den neuen MacBook Pros hat hierzu auch die Nintendo Switch, das Apple iPad Pro und nicht zu letzt das iPhone X einiges zur Verbreitung von USB Power Delivery beigetragen.

Von daher will ich mir das Anker PowerPort+ 5 Premium nochmals ansehen und Euch nicht zuletzt informieren!

Von daher wie schlägt sich das Anker PowerPort+ 5 Premium im Jahr 2017/2018 im Test?

 

Das Anker PowerPort+ 5 Premium im Test

Beginnen wir wie üblich mit einem ersten äußeren Eindruck.

Anker setzt beim PowerPort+ 5 Premium auf ein recht klassisches Multi-Port Design. Es handelt sich also um eine kleine längliche und schmale „Box“ welche auf ihrer Front die Anschlüsse besitzt.

Das Gehäuse besteht hierbei zum größten Teil aus einfachem Kunststoff, lediglich die Front in welcher die USB Ports eingelassen sind besitzt eine gebürstete Optik.

Auf der Front finden wir, wie es der Name vermuten lässt, auch insgesamt fünf Ports. Vier dieser Ports sind normale USB Ports, welche aber jeweils satte 2,4A liefern können.

Der fünfte Port ist das Besondere am PowerPort+ 5 Premium. Es handelt sich bei diesem um einen USB C Port welcher den Power Delivery Standard unterstützt, zu diesem Standard später mehr.

Während die normalen Ports 5V 2,4A Leistung ausgeben können, unterstützt der USB C Port 5V/3A, 9V/3A, 15V/2A oder 20V/1,5A. Die maximale Leistung des USB C Ports liegt also bei 30W.

Insgesamt kann das Ladegerät bis zu 60W liefern, die vier 2,4A Ports können also nicht gleichzeitig voll belastet werden, ansonsten greift der Überstrom- Schutz. Praktisch dürfte dies aber kein großes Problem sein.

Ansonsten gibt es nicht viel äußerlich über das Anker PowerPort+ 5 Premium zu berichten. Auf LEDs oder Ähnliches hat Anker vollständig verzichtet.

Angeschlossen wird das Ladegerät im Übrigen über ein Standard Klein-Geräte Kabel, welches sich auf Wunsch problemlos gegen ein längeres oder kürzeres austauschen lassen würde.

USB Power Delivery

Viele können mit dem USB Power Delivery Standard noch nichts anfangen, was auch keine Überraschung ist. USB Power Delivery oder kurz USB PD ist ein Konkurrenz Ladestandard zum bekannten Quick Charge.

Während Quick Charge allerdings primär für Smartphones und Tablets gedacht ist, ist USB Power Delivery deutlich universeller ausgelegt.

Zudem ist USB Power Delivery ein offener Standard, welcher von jedem Hersteller genutzt werden kann. Quick Charge hingegen gehört dem Hersteller Qualcomm, welcher diesen Standard lizensiert.

Beide Systeme arbeiten ähnlich, USB besitzt eine Standard Spannung von 5V mit welcher alle Geräte umgehen können. 5V wird auch per „Default“ von einem USB PD oder QC3.0 Port ausgegeben, sodass es keine Probleme mit Geräten gibt, welche diese Standards nicht unterstützen.

Gibt sich nun aber ein Gerät als unterstützt zu erkennen, kann diese Spannung von 5V auf 9V, 12V, 15V oder 20V angehoben werden.

Zwar unterstützt das Anker PowerPort+ 5 Premium alle diese Spannungen, aber dies ist für ein USB Power Delivery Ladegerät keine Pflicht!

Die höhere Spannung erlaubt es auch größere Geräte wie Notebooks schnell mit Energie zu versorgen. Die meisten Notebooks welche sich via USB C Port laden lassen nutzten beispielsweise die 20V Spannungsstufe, während Smartphones meist 9V nutzen.

Leider ist es oftmals gar nicht öffentlich verkündet welche Geräte USB Power Delivery unterstützen, hier hilft nur etwas nachforschen. Ich weiß von folgenden Geräten welche das Schnellladen via USB Power Delivery unterstützen:

  • Apple MacBook
  • Apple MacBook Pro 13“ (USB C)
  • Apple MacBook Pro 15“ (USB C)
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple iPhone 8 und 8 Plus
  • Apple iPhone X
  • Dell XPS 13
  • Dell XPS 15
  • ASUS Zenbook 3
  • LG G6
  • Huawei P10 und P10 Plus
  • Huawei Mate 9
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Nintendo Switch
  • Google Pixel und Pixel XL
  • Google Pixel 2 und Pixel 2 XL

Es gibt auch sicherlich einige weitere Geräte, welche USB Power Delivery unterstützen, aber diese sind mir aktuell nicht bekannt. Wie man aber sieht ist die Unterstützung durchaus recht groß, vor allem das Apple, Google, Nintendo, Huawei usw. auf einen gemeinsamen Standard setzen ist klasse!

 

Wie teste ich?

Grundsätzlich messe ich Spannung und Stromstärke mit einem „PortaPow Premium USB + DC Power Monitor Leistungsmesser / Leistungsmessgerät Digital Multimeter Amperemeter V2“.

Dieses liefert eine Messgenauigkeit auf bis zu 0.0001 A-0.0001 V.

Als konstante Last nutze ich USB Widerstände. Mit diesen werde ich das Netzteil ca. 4 Stunden mit 90+% Last „quälen“ wobei ich die Temperatur messe und schaue ob es Auffälligkeiten (oder sogar Ausfälle) gibt.

Zu guter Letzt checke ich ob es an verschiedenen Endgeräten „Probleme“ beim Laden gibt. Wichtig meine Ladegeschwindigkeits Tests führe ich mit einem Referenz-Kabel durch. Auf der microUSB Seite wäre dies das Powerline von Anker, beide Kabel liefern die bestmögliche Ladeleistung. Für Apple Geräte verwende ich das Original Apple Kabel, nicht weil es das beste ist sondern einfach weil es jeder hat.

Solltet Ihr andere Ladekabel verwenden kann dies eure Ladegeschwindigkeit Negativ beeinflussen, siehe ein Test dazu HIER.

Das Messen des Stromverbrauchs im Leerlauf geschieht mit einem Voltcraft Energy Logger 4000.

 

Messwerte des Anker PowerPort+ 5 Premium

Für diesen Test habe ich mir ein neues Anker PowerPort+ 5 Premium gekauft. Mein „altes“ Modell steht seit rund 1,5 Jahren auf meinem Schreibtisch und wird täglich genutzt! Sämtliche Smartphones die ich jemals im Test hatte und auch meine Notebooks werden ausschließlich mit diesem geladen.

Von daher kann ich mich, auch nach einer längeren Nutzungsdauer, nur positiv über die Qualität und Zuverlässigkeit des Ladegeräts äußern! Auch bei einer grenzwertigen Belastung konnte ich keine Probleme feststellen.

Soweit so gut, wie steht es um die Ladegeschwindigkeit? Starten wir hier mit den vier normalen USB Ports. Jeder dieser Ports kann 2,4A liefern und ist abseits davon nur mit Ankers PowerIQ Technologie ausgestattet, diese unterstützten also kein Quick Charge oder Ähnliches.

Dementsprechend ist die Ladegeschwindigkeit von iPhone und Co. an diesen Ports gut. Sämtliche getesteten Smartphones, ob nun Huawei Mate 10 Pro, Samsung Galaxy S8+ oder iPhone 7 Plus, erreichen eine solide Standard Ladegeschwindigkeit. Hier gibt es also nichts zu bemängeln!

Aber das Interessante am PowerPort+ 5 Premium ist natürlich der USB C Port.

Wie bereits erwähnt unterstützt dieser bis zu 30W Leistung und das USB Power Delivery Protokoll.

Beginnen wir hier einfach mal mit den Smartphones. Wichtig, grundsätzlich lädt JEDES Smartphones und JEDE Powerbank an diesem Port! Egal ob diese USB Power Delivery unterstützen oder nicht. Solange ein USB C Port an diesem Gerät vorhanden ist, wird es laden (Notebooks sind hier natürlich eine Ausnahme).

Folgende Smartphones habe ich am PowerPort+ 5 Premium getestet:

  • Apple iPhone X
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Samsung Galaxy S8+
  • Google Pixel XL

Das iPhone X erreichte 9,20V und 1,54A, also 13,89W, was der absoluten maximalen Schnellladegeschwindigkeit des iPhones entspricht. Schneller als am PowerPort+ 5 Premium kann man das iPhone nicht laden!

Auch das Huawei Mate 10 Pro kann am Anker Ladegerät Schnellladen, nicht ganz so schnell wie am Original Ladegerät welches Huaweis eigenes Super Charge unterstützt, aber es erreicht immerhin 8,8V und 1,82A, was satte 16,016W ergibt. Zum Vergleich an einem normalen Ladegerät würde das Mate 10 Pro 9,9W erreichen. Mehr Infos dazu hier.

Das Samsung Galaxy S8+ unterstützt primär Quick Charge 2.0 als Schnellladestandard, allerdings gibt es auch so eine halbe Unterstützung für USB PD. Dieses erreicht 2,35A bei 5V am PowerPort+ 5 Premium, was 11,75W ergibt. An einem normalen USB Ladegerät erreicht dieses rund 8,5W und an einem Quick Charge Ladegerät 12-13W. Von daher kann man durchaus sagen, dass das Samsung Galaxy S8 am PowerPort+ 5 Premium schnellladen kann.

Zu guter Letzt das Google Pixel XL welches satte 9V 1,8A erreicht. Google unterstützt ausschließlich USB Power Delivery als Schnellladestandard und würde Quick Charge sogar an liebsten verbieten.

Von daher sind Google Pixel und auch die neueren Nexus Geräte vorzeige Kandidaten, was das Laden an einem USB Power Delivery Ladegerät angeht.

Natürlich gibt es noch viel viel mehr Smartphones welche den USB Power Delivery Standard unterstützen, aber dies sollte zu mindestens eine kleine Vorstellung geben über die Fähigkeiten des Anker PowerPort+ 5 Premium. Es ist schon interessant mit einem Ladegerät Apple, Samsung, Huawei und Google Geräte schnellladen zu können.

Wie steht es um Tablets? Aktuell weiß ich nur von den neueren Apple iPads Pros, die mithilfe des USB C auf Lightning Adapters von Apple das Schnellladen am Anker PowerPort+ 5 Premium unterstützen.

Das Apple iPad Pro 10.5 erreicht 15,3V und 1,61A, was 24,63W ergibt. Zum Vergleich mit dem beiliegendem originalen Ladegerät erreicht das iPad Pro 5V 2,3xA, also 11,xW. Das iPad Pro lädt am PowerPort+ 5 Premium mehr als doppelt so schnell!

Anker hat früher auf seiner Webseite und in der Produktbeschreibung darüber informiert, dass dieser Apple USB C auf Lightning Adapter nicht funktionieren würde. Dies hat viele Nutzer verwirrt (wurde mehrfach darauf angesprochen).

Mittlerweile heißt es nur noch „Um beste Leistung sicherzustellen empfehlen wir Ihnen Ihr iPhone und iPad (inklusive iPad Pro) über die PowerIQ-Ports zu laden.“

Das iPad Pro wird mit 15,2V und 1,41A geladen

Nach ein wenig hin und her mit Anker weiß ich, wo das „Problem“ liegt. Wenn das iPad Pro komplett entladen und aus ist, funktioniert der USB C Port nicht! Ihr müsst in diesem Fall das iPad über die normalen Ports auf 2-3% bringen einschalten und dann umstecken. Ab dann geht’s dann mit vollem Tempo weiter.

IPhone 7/7Plus und älter laden im Übrigen gar nicht am USB C Port! Dies können erst die neueren Apple Geräte. Die älteren lassen sich aber an den normalen Ports des Ladegeräts laden.

Ein weiteres sehr wichtiges Gerät welches ebenfalls USB Power Delivery unterstützt, ist im Übrigen die Nintendo Switch, welche sich auch am Anker PowerPort+ 5 Premium schnellladen lässt. Das Dock funktioniert aber dennoch nicht mit dem Ladegerät.

Wie steht es um Notebooks? Ja es lassen sich auch einige Notebooks via USB Power Delivery und damit über das Anker PowerPort+ 5 Premium laden.

Aktuell habe ich leider nur zwei davon in meinem Besitzt. Dies wäre das Dell XPS 13 und das Apple MacBook Pro 13 (Late 2016).

Beide lassen sich auch problemlos über das PowerPort+ 5 Premium laden, mit den maximal möglichen 30W. Das Dell XPS nimmt genau die 20V 1,5A auf und das Apple MacBook Pro 15V und 1,9xA.

Dies ist bei beiden Notebooks natürlich weniger Leistung als über das originale Ladegerät, dementsprechend ist natürlich der Aufladeprozess langsamer! Solltet Ihr die Notebooks oder größere Notebooks wie das Apple MacBook Pro 15 voll auslasten, kann es sogar vorkommen, dass sich der Akku noch langsam entlädt, da die 30W nicht genug sind.

Jedoch beim normalen Websurfen reichen die 30W problemlos, um langsam den Akku zu füllen. Als zweit Ladegerät ist das Anker PowerPort+ 5 Premium ohne Probleme für ein Apple MacBook Pro oder Dell XPS 13 (für dieses habe ich mir das Ladegerät auch gekauft), zu empfehlen.

 

Fazit

Das Anker PowerPort+ 5 Premium ist das aus meiner Sicht beste Multiport Ladegerät auf dem Markt! Wobei dies natürlich etwas davon abhängt was für Geräte Ihr habt. Unterstützen Eure Geräte bereits USB Power Delivery? Gerade wenn Ihr Apple Nutzer seid, ist die Wahrscheinlichkeit dafür recht hoch, gerade jetzt mit dem neuen iPhone X und 8.

Es gibt natürlich eine Handvoll andere MultiPort USB Power Delivery Ladegeräte auf dem Markt, welche mir bisher aber alle zu „unseriös“ aussehen um daran mein teures MacBook Pro oder iPad zu laden.

Für das Anker PowerPort+ 5 Premium kann ich meine Hand ins Feuer legen. Ich nutze dieses seit über einem Jahr täglich, auch für größere Geräte wie mein MacBook Pro und Dell XPS 13 und hatte nie Probleme. Auch die Hitzeentwicklung hält sich hier in Grenzen, wenn man die hohe Leistung von 60W bedenkt.

Von daher, habt Ihr ein unterstütztes Gerät, kann ich das PowerPort+ 5 Premium absolut empfehlen.

Anker PowerPort+ 5 Premium
Leistung 60W
Preis
Ports 5
Strom Aufnahme Leerlauf 0,4W
Last Test bestanden? Ja
Spulenfiepen Nein
Apple iPhone X ++ (Schnellladen wird unterstützt)
LG G6 ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Samsung Galaxy S8+ ++
Nintendo Switch ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Apple iPad Pro ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Apple MacBook Pro 13 +(30W)
Dell XPS 13 +(30W)
Testergebnis ★★★★★ 94%

Synology, was ist schneller RAID 5 oder SHR, ext4 oder btrfs?

Vielleicht habt Ihr Euch auch schon gefragt, was ist eigentlich schneller bei einem Synology NAS, das klassische RAID 5 oder Synologys SHR?

Eine ähnliche Frage kann man auch bei den Datei Systemen stellen. Ist das neue btrfs, welches nur von „+“ NAS Systemen unterstütz wird, schneller als das ältere ext4?

Bisher hatten diese Fragen mich eher weniger interessiert. Wenn man nur eine Gbit LAN Verbindung nutzt, spielt dies keine große Rolle. Hier tut sich das Dateisystem genau wie die verwendete Redundanz nicht viel. 120MB/s sollte eigentlich mit allen problemlos möglich sein, sofern die Festplatten und das NAS dieses Tempo grundsätzlich schaffen.

Durch die Anschaffung eines 10Gbit NAS kam diese Frage aber nun doch auf. Ist Synologys SHR schneller oder langsamer als RAID 5?

Wie sieht es mit dem Dateisystem aus? Ist btrfs schneller oder langsamer als ext4?

 

Der Testaufbau

Für meinem kleinen Test habe ich ein Synology DS1817+ inklusive Intel 10Gbit LAN Karte mit fünf recht flotten Seagate IronWolf 8TB HDDs ausgestattet. Der Testclient war ebenso mit einer 10Gbit LAN Karte ausgestattet.

Dementsprechend war die Netzwerk Verbindung nicht der Flaschenhals. Das Tempo wurde bei den Benchmarks rein von der Leistung der Festplatten bestimmt.

Ich habe vier Testdurchläufe durchgeführt:

  • RAID 5 + ext4
  • RAID 5 + btrfs
  • SHR 1 + ext4
  • SHR 1 + btrfs

Kleine Info, btrfs bzw. „Butter FS“ ist ein noch recht junges Dateisystem, welches als Linux Konkurrenz zu ZFS gedacht ist. Btrfs ist hier indirekt der Nachfolger zu ext4, ist sich aber nur sehr langsam am Durchsetzen.  Btrfs wird aktuell nur von „+“ NAS System von Synology unterstützt.

 

Benchmarks

Kommen wir direkt zu den Benchmarks:

Interessant! Beginnen wir mit dem für die meisten Nutzer interessantestem. SHR ist anscheinend langsamer als Klassisches RAID 5, zu mindestens beim Synology DS1817+.

Schreibend gab es keinen Unterschied, lesend hingegen aber rund 20%. Ich hätte zwar eigentlich nicht damit gerechnet, aber wenn man ehrlich ist keine große Überraschung. SHR ist aufwendiger als normales RAID 5/6, dementsprechend benötigt dieses auch mehr Rechenleistung was die Leistung potenziell negativ beeinflussen kann und in diesem Fall auch tut.

Wie sieht es bei btrfs gegen ext4 aus? Anscheinend ist ext 4 einen Hauch schneller, zumindest was schreibend angeht. Allerdings liegt hier der Unterschied nur im einstelligen Prozent Bereich, ist also nicht sonderlich hoch.

Erneut ähnliches Spiel wie beim RAID, btrfs besitzt mehr Funktionen als ext4 und ist vermutlich noch nicht so durchoptimiert wie das ältere Standard Dateisystem.

 

Fazit, was ist schneller?

SHR ist langsamer als normales RAID 5 oder RAID 6, spielt dies in der Praxis eine große Rolle? Sofern Ihr kein NAS mit 10Gbit Netzwerk habt vermutlich kaum.

Allerdings sofern Ihr auf Festplatten mit gleicher Kapazität setzt, würde ich das klassische RAID 5 oder 6 wählen. SHR bringt beim Nutzen von Festplatten mit gleicher Kapazität keinen, mir bekannten, Vorteil, ganz im Gegenteil es scheint etwas mehr Leistung zu benötig.

Von daher warum hier nicht auf klassisches RAID setzen und die maximale Performance mitnehmen?!

Beim Dateisystem sehe ich dies etwas anders. Zwar zeigte sich hier ext4 etwas performter als btrfs, allerdings war der Unterschied extrem gering. Zudem bringt btrfs unter anderem eine bessere Fehlerkorrektur, snapshots usw. hier würde ich sagen, dass der zusätzliche Nutzen den minimalen Performanceeinschnitt rechtfertigt.

Dennoch wollt Ihr die optimale RAID Performance wählt RAID 5 + ext4!

Das Nuki Smart Lock im Test, Bluetooth Haustürschloss mit automatischem Öffnen!

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Smart Home ist immer weiter auf dem Vormarsch. Neben den üblichen Smart Home Produkten wie Lampen, Heizkörperthermostate usw. ist sicherlich das Nuki Smart Lock eins der interessanteren und auch ungewöhnlicheren Konzepte.

Wie der Name schon sagt handelt es sich beim Nuki Smart Lock um ein „Smartes Haustürschloss“. Dieses ermöglicht ein Öffnen/Schließen der Haustür via Smartphone, Bluetooth Fernbedienung oder sogar automatisch.

Klingt interessant! Aber wie gut funktioniert das Nuki Smart Lock in der Praxis? Ist das Nuki Smart Lock sicher und überhaupt nützlich? Dies gilt es im Test herauszufinden!

 

Das Nuki Smart Lock im Test

Das Nuki Smart Lock ist eine kleine Box, die an Eurem Haustürschloss befestigt wird. Dementsprechend ist ein gutes Design recht wichtig, da sämtliche Besucher Eures Haus/Wohnung das „Smart Lock“ natürlich zu Gesicht bekommen.

Und ich denke man kann durchaus sagen, dass das Nuki Smart Lock ordentlich aussieht. Der Hersteller setzt auf eine Mischung aus silbernen Aluminium und einer schwarzen Plastikbox welche unterhalb des Schlosses angebracht wurde.

Das Ganze wirkt recht modern und edel, gerade in Kombination mit dem weißen LED Ring, welcher auf der Rückseite angebracht wurde.

Dieser LED Ring ist eine Art Staus Anzeige. Je nachdem welche Segmente leuchten, ist das Nuki im Paaring- Modus offen, Updates am Installieren usw.

Ebenfalls befindet sich eine große Taste am Nuki Smart Lock welche die Tür öffnet/abschließt ohne das Ihr Euer Smartphone herausholen müsst. Diese Taste erlaubt ebenfalls das Pairing mit einem Smartphone.

Solltet Ihr das Schloss manuell öffnen wollen, könnt Ihr dies entweder von außen machen (dies geht weiterhin ganz normal mit einem Schlüssel) oder Ihr könnt am äußeren Ring des Nuki drehen.

Letzteres funktioniert auch dann, wenn das Nuki Smart Lock beispielsweise die Batterien leer hat.

Wo wir bei Batterien sind, davon benötigt das smarte Schloss vier normale AA Batterien/Akkus.

 

Montage und Installation

Die einfache Montage ist ein großer Pluspunkt des Nuki Smart Lock verglichen mit anderen Lösungen. Ihr müsst KEINERLEI Modifikationen an Eurem Schloss oder Eurer Tür vornehmen.

 

Hierbei ist das Nuki Smart Lock dennoch universell kompatibel. Im Grunde ist Nuki nur eine Vorrichtung welche von innen den Schlüssel in Eurer Tür dreht.

Hierfür wird zunächst eine Platte von innen gegen das Schlüsselloch gesetzt. Zwei Platten liegen im Lieferumfang von welchen Ihr die passende wählen müsst.

Eine der Platten wird am Schloss verklemmt. Dies geht dann wenn Euer Schloss einige Millimeter vorsteht. In diesem Fall werden drei kleine Schrauben gegen das Schloss gesetzt so dass sich die Platte festhält.

Sollte dafür Euer Schloss zu flach sein gibt es eine zweite Halterung welche via doppelseitigem Klebeband montiert wird.

Grundsätzlich passt jedes Schloss und jeder Schlüssel, allerdings sollte Eure Tür nicht klemmen (es sollte kein Anheben oder Gegendrücken beim Schließen/Öffnen nötig sein) und Eure Tür sollte von außen aufschließbar sein, wenn von innen ein Schlüssel steckt.

Habt Ihr die Montageplatte angebracht, steckt den Schlüssel ins Schloss und setzt das Nuki Smart Lock auf.

Für die restliche Installation wird ein Smartphone benötigt, hierbei ist es egal ob Android oder IOS.

Installiert Euch die Nuki Smart Lock App und folgt den Anweisungen in der App. Die Einrichtung über die App hat absolut problemlos funktioniert.

Nach einer kurzen Kalibrierung ist das smarte Schloss fertigt für den Einsatz!

 

Die Nutzung des Nuki Smart Lock

Was kann das Nuki Smart Lock so alles? Es kann Eure Tür öffnen und abschließen, also das was man von einem smarten Schloss erwarten kann. Hierbei gibt es drei Stufen, aufsperren, zusperren und öffnen.

Aufsperren und zusperren bedeutet die Tür ist geschlossen und bleibt auch geschlossen, aber es wird vom Nuki Smart Lock „ungeschlossen“ bzw. aufgeschlossen. Erst die Option „Öffnen“ öffnet die Tür wirklich. Solltet Ihr eine Türklinke haben lässt sich die Tür auch im aufgeschlossenen Zustand öffnen.

Außen eine Türklinke ist aber ja eher selten bei Haustüren, würde aber auch mit dem Nuki funktionieren.

Wenn Ihr außen nur einen Drückknopf besitzt, müsst Ihr die „Öffnen“ Option wählen. Dann wird der Schließer ca. 10 Sekunden komplett zurückgezogen und die Tür lässt sich aufdrücken.

Dies funktioniert auch tadellos, mein iPhone verbindet sich schnell und auch das Nuki Smart Lock reagiert schnell.

Allerdings was mich etwas überrascht hat war die Lautstärke des Nuki Smart Lock. Dieses ist relativ laut! Es verursacht ungefähr die Lautstärke eines Akku Schraubers.

Ich denke zwar nicht, dass dies für ein Mehrfamilienhaus zu laut ist, aber etwas leiser wäre schön gewesen.

Neben dem einfach Öffnen/Schließen der Tür gibt es auch eine Funktion zum automatischen Öffnen/Schließen der Tür.

In der Theorie öffnet/schließt die Tür, wenn Ihr Euch dieser nähert, bzw. weggeht. Hierbei wird in der App ein Radius von ca. 250 Metern festgelegt. Wenn Ihr diese 250 Meter überschreitet und wieder zur Tür geht, wird diese automatisch geöffnet.

Keine Sorge die Tür wird nicht geöffnet, wenn Ihr noch 250 Meter entfernt seid. Dieser Radius dient lediglich der Erkennung ob Ihr Euer Haus/Wohnung verlassen habt, die Tür soll ja nicht jedes Mal aufgehen, wenn Ihr innen an dieser mit dem Smartphone vorbeilauft. Bluetooth hat eh nur eine Reichweite von ca. 10 Metern, vorher kann die Tür  nicht aufgehen.

Das Ganze klingt natürlich super praktisch, funktioniert auch relativ gut. Wenn Ihr Probleme mit diesem Feature habt überprüft die Energiespar -Einstellungen Eures Smartphones, oftmals werden hier Apps die im Hintergrund laufen geschlossen um etwas Akku zu sparen, was hier allerdings das Automatische Öffnen verhindert.

Ich vermute intern funktioniert das Ganze wie folgt. Die App überprüft in regelmäßigen Abständen Euren Standort. Wenn die App nun erkennt, dass Ihr außerhalb dieses 250 Meter Radius seid, wird vermutlich die Anweisung gestartet bei der nächsten Verbindung mit dem Nuki diesen zu öffnen.

Da der Nuki Bluetooth nutzt, hat er nur eine Reichweite von ca. 5-10 Metern. Wenn Ihr in diesen Radius kommt wird sich Euer Smartphone automatisch mit dem Nuki verbinden und den Befehl des Öffnens übermitteln.

Diese automatische Verbindung kann allerdings ein paar Sekunden dauern. Es ist also nicht so, dass Ihr Euch auf die Tür zubewegt und diese im Moment aufgeht wo Ihr diese erreicht. In der Regel dauert es ein paar Sekunden, ehe sich das Schloss öffnet.

Ist dies schneller als mit einem Schlüssel? Jein, wenn Ihr Eueren Schlüssel aus der Tasche kramen müsstet dann ist es so schneller 3-4 Sekunden vor der Tür zu warten. Habt Ihr Euren Schlüssel bereits in der Hand, wäre vermutlich ein manuelles Öffnen schneller.

Aber sagen wir es, so das automatische Öffnen ist definitiv komfortabler!

Solltet Ihr mehrere Personen im Haus haben, ist es natürlich auch möglich mehrere Personen im Smarten Schloss zu hinterlegen. Das Einrichten mehrerer Smartphones ist dabei sehr einfach. Es gibt immer ein „Administrator“ Smartphone (dieses kennt einen von Euch festgelegten PIN, mit diesem PIN können auch andere Smartphones das Nuki Smart Lock administrieren).

Hier könnt Ihr nun mehrere Benutzer einrichten. Während der Einrichtung erstellt die App dabei einen Code, welchen der neue Benutzer bei der Kopplung eingeben muss, der Rest wird dann von alleine eingestellt.

In der App kann der Administrator auch einen Verlauf sehen, wer wann die Tür geöffnet/geschlossen hat.

Sollte ein Smartphone mal verloren gehen oder geklaut werden und Ihr habt Angst, dass der Dieb nun in Euer Wohnung ein/ausgehen kann, könnt Ihr auch die Erlaubnis die Tür öffnen zu können wieder von einem Benutzer entfernen.

Auch lassen sich Zugangserlaubnisse temporär erteilen. Habt Ihr einen Gast fürs Wochenende in der Wohnung und wollt diesem erlauben frei ein/auszugehen, könnt Ihr diesem einen temporären Account anlegen, welcher nur für einen festgelegten Zeitraum die Tür öffnen kann.

 

Nuki Fob

Der Nuki Fob ist eine kleine „Bluetooth Fernbedienung“ welche zur Bedienung des Nuki Smart Lock genutzt werden kann. Die Kopplung ist extrem einfach, genau wie die Nutzung.

Drückt Ihr auf den Knopf wird die Tür abgeschlossen (sofern diese offen war), drückt Ihr erneut auf den Knopf wird diese wieder geöffnet.

Kurzum Ihr könnt Euch damit das Smartphone sparen. Praktisch dann wenn man ältere Bewohner im Haus hat welche nicht mit einem Smartphone umgehen können oder wollen.

 

Sicherheit

Nun werden sich sicherlich einige Nutzer fragen wie sicher das Ganze ist, zu Recht!

Nuki hat hier einen schönen Artikel, welcher sich auch sehr gut ließt. https://nuki.io/de/blog-de/das-nuki-verschluesselungskonzept/

Die Kommunikation zwischen Smartphone und Nuki Smart Lock ist durchgehend verschlüsselt. Hierbei bekommt jede verbundene App einen eigenen Schlüsselcode zugeordnet, welcher an das Schloss übertagen werden muss damit dieses öffnet.

Vor der Übertragung via Bluetooth wird allerdings dieser Code verschlüsselt. Den Schlüssel für diese Verschlüsselung kennt wiederum nur das Nuki Smart Lock und das Smartphone und wird auch nicht beim Öffnen und Schließen übertragen.

Das Ganze klingt wirklich recht gut durchdacht. Sofern Nuki nicht im Code eine wirklich schwere Lücke hat, denke ich nicht, dass es hier einen Angriffspunkt gibt, da das Mitschneiden der Bluetooth Verbindung einem Angreifer nichts bringt.

Einen möglichen Angriffspunkt sehe ich bei der ersten Koppelung zwischen Smartphone und Nuki Smart Lock. Hier müssten diese Codes vermutlich einmal unverschlüsselt übertragen werden.

Aber das ist extrem theoretisch! Zumal Nuki sich anscheinend gut mit dem Sicherheitsthema auseinandergesetzt hat.

Abgesehen davon muss man realistisch sein. Wer ist für Wohnungseinbrüche meist verantwortlich? Drogen Junkies und ausländische Einbrecherbanden, welche meist wahllos irgendwelche Wohnungen auswählen.

Diese werden nicht das Wissen haben um so ein System zu knacken (in der Regel haben solche Einbrecherbanden keine Hacker Masterminds in den Reihen) und falls doch, woher wissen diese, dass Ihr ein Nuki Smart Lock habt? Dies kann man nicht von außen an der Tür sehen, hierfür müssten Euch diese Einbrecher langwierig beobachten und per Zufall entdecken das Ihr so ein System habt. Zudem wird es in 99% der Fällen einfacher sein ein Fenster aufzuhebeln als zu versuchen solch ein gut gesichertes System zu knacken.

Ein paar mehr Angriffspunkte bietet das Nuki Smart Lock wenn Ihr dieses mit der Bridge nutzt. In diesem Fall ist das System dauerhaft mit dem Internet verbunden und bietet daher natürlich eine etwas größere Angriffsfläche.

Aber selbst wenn es einem Hacker gelingen würde in Euren Account zu kommen und Eure Tür zu öffnen, weiß dieser nicht wo Ihr seid. Solch ein Hacker würde vielleicht Eure eMail Adresse sehen und das wars, sollte man dieser nicht ablesen können wo Ihr seid, steht ein Hacker im D#unklen. Und umgekehrt wenn jemand Euch gezielt aussucht, weiß dieser nicht wie Euer Nuki Account heißt und ob Ihr überhaupt die Bridge habt oder nur Bluetooth nutzt.

Die größte Gefahr ist hier vermutlich falls Ihr Nuki mit einem Amazon Echo System koppelt und der Einbrecher von draußen brüllt „Alexa öffne die Tür“ (das könnte funktioniern…..). Daher werde ich mein Nuki Smart Lock nicht mit Alexa Koppeln.

Abgesehen davon, ganz ehrlich halte ich es für absolut unwahrscheinlich das sich hier irgendjemand unbefugt Eintritt in Eure Wohnung verschaffen kann, dank Nuki. Klar wenn Ihr amerikanischer Botschafter seid und der Russische KGB bei Euch in die Wohnung will, ist vielleicht Nuki ein Risiko, aber jeder normale Einbrecher wird eher ein Fenster aufhebeln.

 

 

Fazit

Natürlich ist das Nuki Smart Lock in einem gewissen Rahmen eine Spielerei. Ein normaler Schlüssel ist schnell und zuverlässig.

Oftmals wird es sicherlich länger dauern sein Smartphone aus der Tasche zu kramen, die App zu Starten und die Tür zu öffnen, als einen Schlüssel zu nutzen.

Allerdings müsst Ihr so nicht zwingend immer einen Schlüssel bei Euch haben. Gerade Kinder und Jugendliche welche aus der Schule kommen werden heutzutage vermutlich eh ein Smartphone bei sich tragen und können so auf einen Schlüssel verzichten.

Auch ist das automatische Öffnen durchaus ein großer Mehrwert! Genau wie die kleine Nuki Fob Bluetooth Fernbedienung.

Es ist definitiv schneller auf einer Fernbedienung eine Taste zu drücken als einen Schlüssel zu nutzen.

Natürlich ist das ganze Luxus und dementsprechend ist auch der Preis mit ca. 200€ auch recht hoch. Allerdings bereue ich die Anschaffung nicht! Das Nuki Smart Lock ist cool und hat sich gut in meinen Alltag eingepasst, gerade da ich gerne meine Schlüssel verlege. Dieses Problem habe ich nun nicht mehr.

Update: Mittlerweile gibt es das Smart Lock in der 2. Generation! Zum Test von Nuki 2.0

Die AUKEY LT-SET5 Taschenlampe 2er Set im Test, günstige und gute Taschenlampen

Taschenlampen sind nicht gerade das aller interessanteste Thema, gerade wenn es nicht um super high Power Modelle geht. Aber selbst im Zeitalter von Smartphones darf es in keinem Haushalt an einer Taschenlampe mangeln.

Hier reicht oftmals eine einfache Taschenlampe, welche auch nicht viel kosten muss. Da ich zu den Menschen gehöre die solche Dinge zwar haben, aber oft verlegen, musste ich mir nun eine neue Taschenlampe zulegen.

Da ich mit AUKEY in der Regel gute Erfahrungen gemacht habe und zudem ein gutes Verhältnis zu diesem Hersteller habe, habe ich zu einem Produkt dieses Herstellers gegriffen.

Um ehrlich zu sein lag dies auch „etwas“ am Preis. Die AUKEY LT-SET5 Taschenlampe bzw. Taschenlampen kosten nämlich im Zweierpack gerade mal 10€.

Ein Preis mit dem man nichts falsch machen kann, oder? Wollen wir uns einmal um Kurzcheck ansehen was man an Taschenlampe für dieses Geld erwarten kann!

 

Die AUKEY LT-SET5 Taschenlampe 2er Set im Test

Wie bereits erwähnt besteht ein Set der LT-SET5 aus zwei Taschenlampen. Beide Taschenlampen sind natürlich komplett identisch, abgesehen von der Farbe.

In jedem Set ist eine schwarze und eine graue Taschenlampe. Hierbei fällt direkt auf das die LT-SET5 eine relativ kleine Taschenlampe ist. AUKEY vermarktet diese auch als „Penlight“.

Mit einer Länge von 9,3cm und einer Dicke von ca. 2cm durchaus eine passende Beschreibung.

Nun könnte man denke das dies eine „billig“ LED Taschenlampe ist. Aber dies ist nicht der Fall! Die LT-SET5 besitzt ein sehr schönes und robustes Aluminiumgehäuse.

Die Taschenlampe bzw. die Lampen fühlen sich in keiner Weise billig an, ganz im Gegenteil! AUKEY spricht sogar von einem IPX4 Wasserschutz, IPX4 = Schutz gegen allseitiges Spritzwasser.

Ein Regenschauer oder Ähnliches sollte damit kein Problem sein. Untertauchen würde ich die Taschenlampen allerdings nicht. Das Batteriefach ist zwar mit einer Gummidichtung versehen, allerdings nicht die LED auf der Font (es lässt sich die Linse abschrauben).

Wo wir gerade bei Batterien sind. In die LT-SET5 passt eine normale AA Batterie, für mich ein großer Pluspunkt! Normale AA Batterien hat man immer im Haus und selbst bei einem längeren Stromausfall muss man sich keine Sorgen machen „habe ich den Akku geladen?!“. Zwei AA Batterien befinden sich erfreulicherweise auch bereits im Lieferumfang.

Ein kleiner Kritikpunkt ist vielleicht der Einschalter. Dieser befindet sich wie üblich auf der Rückseite der Taschenlampe, ist aber leider recht schwer zu drücken. Ich könnte mir vorstellen, dass Damen mit längeren Fingernägeln hier vielleicht etwas Probleme haben.

Der Einschalter besitzt zudem zwei Positionen. Drückt Ihr diesen voll durch wird die Taschenlampe ein/ausgeschaltet. Drück Ihr diesen nur halb, ändert sich der Modi. Hiervon besitzt die LT-SET5 gleich drei Stück, hell, gedimmt und blinken.

 

Licht

Die AUKEY LT-SET5 Taschenlampe besitzt eine kleine LED auf ihrer Front. Diese LED ist mit einer verstellbaren Linse versehen, welche das Licht mehr oder weniger fokussiert.

Die Linse ist hierbei allerdings eher von mittelmäßiger Qualität. Zwar fokussiert diese das Licht gut bis sehr gut, aber man sieht auch auf der „höchsten Fokusstufe“ immer noch etwas Licht seitlich abstrahlen.

Das ist natürlich bei einer 5€ Taschenlampe kein Weltuntergang! Zumal das Licht selbst erstaunlich hell ist. AUKEY spricht von 70lm, was recht wenig klingt. Praktisch ist dies aber beispielsweise massiv viel heller als die LED, welche in einem Smartphone verbaut ist.

Wie man hier im Vergleich mit dem iPhone 7 erkennt, ist die AUKEY LT-SET5 um ein vielfaches heller.

Hierbei scheint die LED eine Leistung von ca. einem Watt zu haben. Es werden 0,68-0,75A aus der Batterie „gesaugt“. 0,7A * 1,5V = 1,05W.

Eine Batterie sollte also je nach Qualität ca. 1,5-3 Stunden in der Taschenlampe halten (davon ausgehend, dass eine AA Batterie ca. 2-3W Leistung hat).

Die maximale Reichweite wird von AUKEY mit 50 Metern angegeben. Vielleicht ein wenig optimistisch, aber voll fokussiert sind durchaus 30+ Meter noch ein brauchbarer Lichtschein möglich.

 

Fazit

Ihr sucht eine einfache Taschenlampe welche hell genug sein soll den Weg in der Wohnung im Dunkeln auszuleuchten oder etwas zu suchen was in eine Ecke gefallen ist?

Dann seid Ihr hier richtig! Zwei Taschenlampen der hier gebotenen Qualität für 10€ ist ein absolut faires Angebot! Die Helligkeit ist ein vielfaches höher als beispielsweise bei der Taschenlampe, die in einem Smartphone verbaut ist. Ihr werdet zwar mit den AUKEY LT-SET5 keinen Suchtrupp im Wald anführen, aber dennoch für die normalen Alltagsanwendungen ist die Leuchtkraft mehr als ausreichend!

Auch abseits der Lichtleistung kann die LT-SET5 überzeugen! Die Verarbeitungsqualität ist dank Aluminiumgehäuse als robust zu bezeichnen und der IPX4 Wasserschutz ist bei einem Outdoor Einsatz durchaus praktisch.

Ebenfalls praktisch finde ich, dass die AUKEY LT-SET5 mit nur einer AA Batterie läuft. Solche hat jeder zu genüge im Haushalt und benötigen auch keine spezielle Pflege wie es Akkus teilweise brauchen.

Zwar ist der Einschalter vielleicht etwas schwierig zu drücken, aber abseits davon habe ich nichts zu bemängeln!

Für 10€ ist die AUKEY LT-SET5 1A!

Die Philips Hue LED Pendelleuchte Cher im Test

Dass ich ein großer Fan des Philips Hue Systems bin, ist für die Leser meines Blogs nichts mehr Neues. Bisher habe ich mich aber auf LED Streifen und Hue kompatible Glühbirnen beschränkt.

Nun musste aber mal eine neue Deckenlampe her.

Neben einer passenden Optik war die Helligkeit ein sehr wichtiger Punkt. Da es sich um einen größeren Raum handelt,  brauchte ich etwas mehr Leistung als man von einer E27 Glühbirne bekommen kann.

Da ich über eine sehr hohe Decke verfüge war natürlich die Pendelleuchte „Cher“ von Philips sehr interessant. Diese wird auch mit einer satten Leistung von 3000 Lumen beworben.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob sich die rund 200€ für die Pendelleuchte Cher von Philips lohnen.

 

Die Philips Hue LED Pendelleuchte Cher im Test

Das Erste was Ihr bei der Pendelleuchte Cher beachten müsst, ist die Größe der Lampe. Die Cher ist mit einem Durchmesser von 48cm durchaus ein etwas größeres Kaliber.

Philips setzt bei dieser auf ein sehr zeitloses Design, welches ich gerne als Ufo Design bezeichne. Die Leuchte ist sehr flach gehalten, die obere Hälfte besteht hierbei aus schwarzem Kunststoff, die untere Hälfte hingegen aus einem halb durchsichtigen weißen Kunststoff.

Aufgehängt wird die Leuchte über ein ca. 1,5 Meter langes Kabel, welches in einem Sockel endet der an der Decke montiert wird. Dieser Sockel besteht ebenfalls aus einem matten schwarzem Kunststoff.

Wer nun bei einem Preis von rund 200€ premium Materialien erwartet, wird aber vermutlich enttäuscht. Philips setzt bei der Cher auf teilweise fast schon etwas billig anfühlendes Plastik. Dieses ist recht dünn und aus meiner Sicht dem Preis von 200€ nicht gerecht.

Aber immerhin, optisch sieht die Cher schick aus. Mir gefällt das recht schlichte Design sehr gut und dafür kauft man letztendlich solch eine Leuchte auch.

Neben der Pendelleuchte liegt auch eine passende Philips Hue Dimmer-Fernbedienung mit im Lieferumfang, super!

 

Installation und Einrichtung

Da ich im Dachgeschoss wohne, habe ich relativ hohe Decken. Die Pendelleuchte Cher wurde von mir in einem Raum mit einer ca. 4,5-5 Meter hohen Deck installiert. Hier wäre es natürlich besonders wünschenswert gewesen wenn die Installation problemlos und schnell ging, dies war aber leider nicht der Fall, ganz im Gegenteil.

Ich hatte an der Decke bisher nur einen Hacken hängen, an welchem die alte Lampe befestigt war. Es ist leider aber nicht möglich die Philips Hue LED Pendelleuchte Cher an einem Hacken zu befestigen! Diese muss gesondert verschraubt werden (die Schrauben sind nicht mit im Lieferumfang, oder ich habe sie übersehen), zu mindestens dann, wenn man es ordentlich machen will. Letztendlich konnte ich mir mit zwei Kabelbindern behelfen und doch den Haken nutzen.

Nachdem die Lampe hängt, müssen die Kabel verbunden werden. Philips nutzt hierfür normale Schraubklemmen, welche zwar nicht unbedingt die leichteste Lösung sind aber funktionieren. Aber um diese Klemmen hat Philips eine Art Gehäuse gebaut. Durchaus eine gute Idee so die Klemmen zu schützen, aber diese Gehäuse sind so der billigste Murks den ich jemals gesehen habe!

Wenn man auf einer 3-4 Meter hohen wackligen Leiter steht können solche Dinge „ärgerlich“ sein.

Ebenfalls ärgerlich ist die Kabelaufhängung. Das Kabel der Pendelleuchte ist relativ lang, aber man kann dieses „einziehen“, leichter gesagt als getan. Das Kabel ist mit zwei Schrauben am Sockel befestigt, man kann aber nur eine Schraube lösen was das Einziehen des Kabels nicht leichter macht, gerade dann wenn man oben auf einer Leiter steht.

Ich will nicht sagen das die Montage extrem schwierig ist, aber ich habe hier auch schon Systeme gesehen, die es dem Nutzer einfacher machen.

Auch die letztendliche Verbindung zum Hub ist unnötig kompliziert. Der normale Prozess funktioniert hier nicht. Normalerweise geht man in die Philips Hue App und dort unter Lampen und lässt den Hub suchen.

Dieser wird aber die Pendelleuchte nicht finden. Ihr müsst zuerst die beigelegte Fernbedienung verbinden unter Zubehör und dann kann die Lampe gekoppelt werden. Leider konnte ich diese Information nicht in der Anleitung von Philips finden. Es ist nicht sonderlich intuitiv erst den Schalter verbinden zu müssen und dann die Lampe.

Wenn dies aufgrund von technischen Besonderheiten nötig ist würde ich mir einen dicken Hinweis wünschen. Ich habe auch in den Amazon Bewertungen viele Nutzer sich darüber ärgern sehen.

Wenn man für 200€ eine Lampe kauft darf man doch etwas mehr Luxus erwarten.

 

Funktionen und Feature

Was kann denn nun die Pendelleuchte Cher? Dies hängt etwas davon ab ob Ihr diese mit der Hue App, also mit der Bridge von Philips Hue, oder nur mit der beiliegenden Fernbedienung nutzt.

Nutzt Ihr die beiliegende Fernbedienung ist das ganze Recht überschaubar. Ihr könnt Licht ein/ausschalten, die Farbtemperatur in 4 Stufen regeln und das Licht dimmen.

Wollt Ihr von den Smarten Features Gebrauch machen, müsst Ihr die Pendelleuchte Cher mit der Hue Bridge koppeln. Ist dies geschafft, könnt Ihr die Cher nutzen wie alle anderen Hue Lampen.

Ihr könnt die Cher via App dimmen und komplett frei den Farbton des Lichts im Weißspektrum bestimmen. Zudem könnt Ihr die Pendelleuchte mit anderen Philips Hue Produkten in Gruppen bündeln und dann gemeinsam steuern.

Neben der App und der Fernbedienung kann die Steuerung auch über diverse Smart Home Assistenten wie Amazon Echo „Alexa“, Google Home oder Apples HomeKit erfolgen.

Natürlich können auch Timer angelegt werden und Ähnliches. Das Philips Hue System bietet hier sehr viele Möglichkeiten was die Steuerung angeht.

 

Das Licht

Philips gibt die Leistung der Cher mit 39W bzw. 3000 Lumen an. Dies ist gut drei bis vier mal so viel Leistung wie eine normale E27 LED Glühbirne bietet.

Ja die Pendelleuchte Cher ist hell, wenn nicht sogar sehr hell! Allerdings gefühlt nicht die drei bis vier mal heller als eine gewöhnliche LED Glühbirne. Ich würde schätzen, dass die Leuchte rund zwei bis drei mal so hell ist wie eine normale LED Glühbirne. Dies ist immer noch hell genug um ein normales Wohnzimmer gut zu erleuchten.

Die Helligkeit hängt allerdings auch sehr stark von der Lichtfarbe ab. Im Gegensatz zu vielen anderen Hue Produkten kann die Cher keine bunten Farben darstellen, sondern nur Weißtöne von 2200K bis 6500K.

mit abgenommener Abdeckung!

Dies ist ein Bereich von einem sehr kaltem „Blau“ Weiß bis zu einem sehr warmen Weiß.

Erfreulicherweise produziert die Pendelleuchte Cher ein sehr hochwertiges Licht. Das Weiß ist sehr klar und sauber. Zudem gibt es kein merkliches Flackern, selbst beim Betrachten mit einer Kamera.

Philips scheint hier auf eine gute Elektronik zu setzen. Diese kann man im Übrigen betrachten, wenn man die untere Abdeckung entfernt.

Philips setzt hier auf eine Art „LED Streifen“ welcher am inneren Rand der Lampe verläuft. Der LED Streifen besitzt mehrere LED Gruppen, welche aus einer blau/weißen, einer rein weißen und einer warm/weißen LED bestehen.

Dies erlaubt auch die hohe Lichtqualität. Die Pendelleuchte Cher mischt die einzelnen Weißtöne, um für eine bessere Lichtqualität zu sorgen. Dies unterschiedet auch eine Philips Hue von einer „gewöhnlichen“ LED Lampe.

Zwar gibt Philips keine Informationen zur Farbwiedergabe (CRI), allerdings rein subjektiv wirkten Farben unter der Lampe sehr gut!

 

Fazit

Wie Leser meines Blogs wissen, liebe ich Philips hue und bisher war ich mit allen Hue Produkten auch recht zufrieden. Man konnte zwar sagen, dass diese recht teuer sind, aber immerhin stimmte die Leistung.

Dies kann ich über die Philips Hue LED Pendelleuchte Cher nicht sagen! Beginnen wir mit dem Positiven, dem Licht und der App. Wer Philips Hue kennt, wird wissen, wie gut das Hue System an sich ist, gerade die Vernetzbarkeit und die gemeinsame Steuerung mehrerer Lampen und Leuchten ist super!

Auch das Licht was die Lampe produziert ist hell und Qualitativ 1a. Man merkt Philips setzt hier nicht auf die billigsten LEDs, sondern es sind Qualitäts-LEDs verbaut. Man darf dies nicht unterschätzen! Gerade billigere LED Lampen produzieren eine Art „Flackern“ was bewusst nicht sichtbar aber unterbewusst wahrgenommen wird und zu Müdigkeit, Kopfschmerzen usw. führen kann. Dies ist hier nicht der Fall.

Die Optik würde ich vielleicht auch noch als positiv einstufen, das war es dann aber. Angefangen bei der Installation wo Philips auf die billigsten Klemmen setzt, die ich jemals gesehen habe, über das Material der Lampe selbst, bis zur Einrichtung in der Hue App bin ich etwas enttäuscht.

Die Pendelleuchte Cher ist gefühlt aus dem billigsten Plastik gefertigt, was Philips finden konnte. Dies wäre nicht schlimm, zu mindestens bei mir nicht da die Lampe ca. 3 Meter hoch hängt, aber bei einem Preis von 200€ tut das schon weh!

Auch, dass in der Anleitung nicht erklärt wird, dass man zuerst den beigelegten Lichtschalter mit seiner Hue Bridge verbinden muss und dann die Lampe, ist auch schon sehr Anfänger unfreundlich.

Würde die Lampe 99€ kosten, würde ich unterm Strich sagen okay, aber bei 200€ müsste Philips schon mehr bieten als das. Hätte die Lampe wenigstens farbiges Licht, aber auch das ist nicht der Fall.

Wenn man in die Lampe schaut, ist dort letztendlich ein heller LED Streifen, welcher außen im kreisverlegt ist + ein Trafo, mehr ist die Pendelleuchte Cher nicht.

Die Philips Hue LED Pendelleuchte Cher ist okay wenn man bereits im Philips Hue Ökosystem ist und die Lampe optisch gut in die Wohnung passt. Gerade wenn man mehr Helligkeit als die 800-1000 Lumen einer normalen E27 Birne will, muss man in den sauren Apfel beiß. Aber wenn man ehrlich ist zahlt man hier locker 50% zu viel. Daher wenn Ihr noch nicht im Hue Ökosystem seid oder mit einer normalen E27 Hue Birne + Universal Lampe vorliebnehmen könnt, macht einen Bogen um Cher.

5x AA Batterien groß Packs im Vergleich (AmazonBasics, GP, Duracell, Varta, everActive)

Auf normale AA Batterien kann man in keinem Haushalt verzichten. Gerade zu Weihnachten ist der Bedarf an Batterien besonders hoch, ob nun für LED Lichter, künstliche Kerzen oder anderes elektronisches Spielzeug.

Aber gerade bei Batterien ist die Qualität oftmals sehr unterschiedlich, von „beim Kauf schon halbleer“ bis hin zu „hält ewig“ ist meist alles vertreten. Ebenso unterschiedlich sind die Preise. Man kann im 1€ Shop Batterien zu Spott -Preisen kaufen oder in der Drogerie ein halbes vermögen hinblättern.

Auch auf Amazon gibt es diverse Batterie Angebote, meist auf den ersten Blick recht günstig wirkend.

Leider steht die Kapazität der Batterien nicht auf der Verpackung und alle Hersteller bewerben ihre Batterien als „Premium Delux“ Produkt. Aber wie gut sind diese Großpacks Batterien wirklich? Um diese Frage zu klären, habe ich mir bei Amazon fünf groß Packs AA Batterien gekauft, von Amazon selbst, Duracell, Varta, GP und everActive.

Welche sind die besten AA Batterien die auf Amazon erhältlich sind? Und welche bieten die beste Preis/Leistung? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Testkandidaten

Folgende Pakete AA Batterien habe ich für diesen Vergleich bestellt:

Anzahl Preis (bei Bestellung) Preis pro Batterie
AmazonBasics Performance Batterien 48 12.49 € 0.26 €
GP Batterien Mignon AA LR6 Vorratspack Super Alkaline 40 10.99 € 0.27 €
Duracell Plus Power Typ AA Alkaline Batterien 12 8.78 € 0.73 €
Varta Batterien Mignon AA LR6 Made in Germany Vorratspack 40 9.31 € 0.23 €
everActive Mignon AA LR6 MN1500 MX1500 50 13.79 € 0.28 €

Wie man sieht sind die Batterien preislich recht dicht beieinander, lediglich die Duracell Batterien sind ein gutes Stück teurer. Wollen wir uns im Test doch einmal ansehen ob dafür die Duracell auch mehr Leistung haben!

 

Der Test

Kommen wir direkt zu dem Punkt an welchem Ihr vermutlich primär interessiert seid, der Kapazität.

Die effektiv nutzbare Kapazität einer Batterie oder eines Akkus hängt von einigen Faktoren ab. Zu diesen Faktoren gehört beispielsweise die Entlade -Geschwindigkeit. In der Regel gilt umso schneller Ihr eine Batterie entladet umso weniger Kapazität werdet Ihr effektiv erhalten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Entladeschluss. Eine AA Batterie besitzt 1,5V, allerdings sind diese 1,5V die „Standard Spannung“. Am Anfang des Entladezyklus besitzt die Batterie meist eine Spannung von rund 1,6V. Man könnte nun denken am Ende liegt diese bei 0V, aber dies ist nicht richtig. Umso weiter Ihr die Batterie entladet, umso niedriger sinkt die Spannung und ja, wenn Ihr 100% der verfügbaren Energie nutzen wollt, müsst Ihr diese wirklich auf 0V entladen.

Dies machen allerdings kaum Geräte, vermutlich sogar keine. Meist ist Schluss, wenn eine Spannung von 1V unterschritten wird. Allerdings hängt dies stark vom Gerät ab in welchem Ihr die Batterien nutzt. Beispielsweise nutzt Ihr die Batterien in einem ferngesteuertem Auto und Fahrt diese leer, kann man die Batterien meist noch in eine Fernbedienung oder Uhr legen und diese laufen noch eine Weile.

Dies liegt daran, dass „Hochleistungsgeräte“ meist nicht mehr funktionieren, wenn ein Spannungslevel von 1,2-1V unterschritten wird. Fernbedienungen oder Uhren laufen meist bis die Batterie 0,8-0,5V erreicht hat.

Für meine Tests habe ich mich für eine minimale Spannung von 1V entscheiden. Wenn diese Spannung von der Batterie unterschritten wird, endet der Entladevorgang und damit die Kapazitätsmessung.

Zudem gibt es drei Durchläufe mit unterschiedlichem Entladestrom. Einmal „langsam“ mit 0,1A, einmal mittel schnell mit 0,4A und einmal schnell mit 1A.

Starten wir mit der ersten Messung mit einem Entladestrom von 0,1A. 0,1A Entladestrom ist relativ langsam und entspricht einer LED Lampe oder Vergleichbarem.

Die einzelnen Batterien erreichen hier zwischen 2000mAh und rund 2400mAh. Am besten schneiden hier die everActive AA Batterien ab mit 2408mAh, gefolgt von den Duracell Plus Power mit 2373mAh und den Varta 2363mAh.

Die Batterien von AmazonBasics und GP schneiden ein Stück schlechter ab. Allerdings ist der Unterschied zwischen allen Modellen nicht gigantisch, wenn Ihr diese langsam entladet.

Wie sieht es aus wenn Ihr die Batterien etwas schneller entladet?

Hier wird es nun interessant. Entladen wir die Batterien etwas schneller sinkt die Kapazität teilweise extrem! Natürlich erholen sich die Batterien nach dem Entladevorgang wieder etwas, aber dennoch sieht man hier gerade bei den teureren Batterien eine signifikant höhere Leistung.

Am besten schnitt diesmal die Duracell Plus Power mit 1578mAh ab, gefolgt von der everActive mit 1541mAh und der Varta mit 1405mAh.

Erneut ist ein gewisser Abstand dieser drei zu den letzten zwei zu erkennen. Am schlechtesten schnitt erneut die AmazonBasics Batterie mit 895mAh ab. Den vorletzten Platz machte die GP Batterie mit immerhin 1291mAh.

Wie sieht es aus wenn wir den Entladestrom auf 1A erhöhen? Dies ist schon recht viel und entspräche beispielsweise einem batteriebetriebenen Rennauto oder Ähnlichem.

Erneut sinkt die Kapazität ein gutes Stück wenn wir den Entladestrom anheben. Wobei dies natürlich nur teils richtig ist. Nachdem die 1V Grenze unterschritten wurde und damit das Entladen abgebrochen wurde, haben sich alle Batterien wieder ein gutes Stück erholt.

Dennoch zeigt dies sehr gut, wie souverän eine Batterie eine hohe Last handhaben kann. Hier zeigt die Duracell Plus Power durchaus etwas warum diese so teuer ist und warum Duracell so einen guten Ruf hat.

Mit 836mAh ehe die 1V Grenze unterschritten wurde, schaffte die Duracell deutlich den ersten Platz, erneut gefolgt von der everActive. Auf Platz 3,4 und 5 gab es aber diesmal ein paar Verschiebungen. Die AmazonBasics Batterie konnte diesmal Platz 3 erobern, gefolgt von der GP und der Varta.  Erstaunlich das hier plötzlich die AmazonBasics besser abschneidet. Um sicher zu gehen, dass dieser Durchlauf korrekt war, habe ich ihn drei Mal wiederholt und ja, im Schnitt landete die AmazonBasics auf Platz drei.

 

Alle gleich voll?

Kommen wir zum Abschluss noch auf eine Frage zu sprechen, sind alle Batterien in einer Box gleich voll?

Die Theorie sagt ganz klar ja. Diese Batterien werden in Masse hergestellt und da wird eine nicht mehr gefüllt als die andere.

Allerdings kann es natürlich kleinere Unterschiede geben. Aber wie klein sind diese Unterscheide? Ich muss gestehen ich war faul und wollte nicht alle Batterien entladen um dies genau nachzuprüfen, allerdings habe ich bei einer Stichprobe jeweils 4 Batterien „durchgemessen“. Durchgemessen = die Start- Spannung nachgemessen.

Sollte es bei der Spannung deutliche Unterschiede bei den Batterien innerhalb der Packung geben, wäre es auch logisch, dass es Kapazitätsunterschiede gibt.

Im Optimalfall ist also bei allen Batterien einer Serie die Spannung gleich. Ist diese bei einer deutlich niedriger, ist es vermutlich so, dass diese eine niedrigere Kapazität hat.

Bei den Amazon, Varta, GP und EverActive Batterien gab es in meiner Stichprobe keine signifikanten Unterschiede.

Bei den Duracell Batterien gab es allerdings einen Ausreißer. Während alle anderen Batterien 1,632V besaßen, verfügte eine Batterie nur über 1,620V. Dies ist natürlich kein großer Unterschied, aber es ist davon auszugehen, dass diese Batterie vielleicht einen Tick weniger Kapazität besitzt.

Im gesamten 12 Pack konnte ich im Übrigen zwei Batterien finden, welche eine etwas niedrigere Spannung als ihre Brüder hatten. Merkwürdig, aber vermutlich kein Weltuntergang.

 

Fazit

Gute Batterien müssen nicht teuer sein, das zeigt dieser Test durchaus. Zwar sind die Duracell Plus Power AA Batterien unterm Strich die Testsieger, aber derartig knapp, dass der mehr als doppelt so hohe Preis nicht gerechtfertigt wird.

Wie müssen etwas unterscheiden, braucht Ihr eine Batterie für Fernbedienungen, Uhren, und andere „Niedrig- Verbrauchs- Geräte“.

Dann würde ich die Varta Batterien Mignon AA LR6 empfehlen. Günstiger Preis und gute Leistung im Langzeitbetrieb! Ebenfalls sehr gut die everActive Mignon AA LR6, welche eine etwas höhere Leistung bieten, dafür aber etwas teurer sind als die Varta.

  1. Varta Batterien Mignon AA LR6 Made in Germany Vorratspack
  2. everActive Mignon AA LR6 MN1500 MX1500

Sucht Ihr Batterien für Geräte mit einem hohen Energieverbrauch wie Taschenlampen, ferngesteuerte Autos usw. dann sieht die Welt etwas anders aus.

Hier würde ich zu den everActive Mignon AA LR6 raten. Die Varta liefern auch bei einem mittleren Entladungsstrom noch eine gute Leistung, diese bricht aber bei einer hohen Belastung stark ein.

Die everActive Mignon AA LR6 hingegen bieten bei allen Situationen eine konstant gute Leistung.

  1. everActive Mignon AA LR6 MN1500 MX1500
  2. Varta Batterien Mignon AA LR6 Made in Germany Vorratspack

Wenn wir allerdings den Preis komplett außen vor lassen, Ihr wollt also das Maximum an Leistung, dann greift zu den Duracell Plus Power. Diese lagen bei allen Tests mit ca. 10% Abstand zur Nr.2 vorne. Leider kosten diese aber drei Mal so viel wie alle anderen Batterien im Vergleich. Sollte dies Euch egal sein, greift zu den Duracell.

Wie klingt der neue Amazon Echo (2. Generation)?

Vor kurzem hat Amazon seinen Echo der 2. Generation auf den Markt gebracht. Der Amazon Echo wird der vermutlich weit verbreitetste Smart Home Assistent in Deutschland sein.

Ich nutzte meine mittlerweile mehreren Amazon Echo Lautsprecher primär für Musik und Web-Radio. Daher ist mir die Klangqualität recht wichtig. Zwar klang der Amazon Echo der 1. Generation nicht schlecht, aber natürlich gibt es hier noch etwas Luft nach oben. Daher war ich auf den Echo der 2. Generation gespannt.

Ich ging ganz klar mit der Erwartung an den Lautsprecher, dass dieser besser klingt als der Echo der 1. Generation. Wurden meine Erwartungen erfüllt?

Der Amazon Echo der 2. Generation

Der Amazon Echo der 2. Generation ist vom Aufbau dem Echo der 1. Generation erst einmal sehr ähnlich. Wir haben erneut eine Runde „Säulen“ Form.

Neu ist nun aber ein Stoffbezug, welcher den kompletten Lautsprecher bekleidet. Hierdurch gibt es nun auch keine auffälligen Lautsprechergitter mehr. Der Echo der 2. Generation sieht wie ich finde weniger technisch aus und mehr wie ein Designers
tück, was an sich ja nichts Schlechtes ist.

Beim inneren Aufbau setzt Amazon auf zwei übereinander liegende Treibereinheiten. Hierbei handelt es sich um einen 63mm Tief/Mittel-Töner wie auch um einen 16mm Hochtöner.

Hierbei ist der Hochtöner nach oben gerichtet und der Tief/Mittel-Töner nach unten. Dieser erlaubt es das der Sound 360Grad aus dem Lautsprecher entweicht. Für einen rumfüllenden Klang sicherlich nicht das Dümmste, wobei natürlich eine direktionale Ausrichtung der Treiber qualitativ besser wäre.

 

Der Klang

Natürlich darf man den Klang des Amazon Echo 2. Gen nicht mit 100€ Lautsprechern vergleichen. Immerhin ist hier natürlich mehr als nur ein Lautsprecher verbaut, für Alexa muss auch ein kleiner Computer usw. mit an Board sein.

Der fairste Vergleich ist sicherlich mit dem Echo der ersten Generation und was soll ich sagen…. Der Amazon Echo 2. Gen ist dem älteren Echo klanglich in allen Belangen unterlegen.

Amazon wirbt mit „mit Dolby-Technologie für einen raumfüllenden klaren Klang und dynamischen Bass.“ Ich habe etwas Zweifel ob die Person die diesen Text geschrieben hat den Lautsprecher zuvor gehört hat.

Ich will natürlich den Echo 2. Gen nicht schlechter reden als dieser ist. Für auf den Nachttisch oder ähnliche Zwecke taugt dieser durchaus, aber wenn man mit dynamischen Bässen wirbt muss man doch etwas mehr liefern.

Wobei der Bass nicht das Problem des Echo 2. Gen ist. Das Problem sind hier etwas die Höhen und die generelle Klarheit.

Der Echo klingt recht dumpf und etwas blechern, was der Echo der ersten Generation nicht machte. Amazon hat hier zwar per Software Update etwas nachgeholfen, aber natürlich wenn die Hardware nicht stimmt kann man auch per Software nur bedingt nachhelfen.

Neben den Höhen sind auch die Mitten nicht unbedingt die Stärke des 2. Gen Echo. Stimmen werden zwar erstaunlicherweise ganz gut dargestellt, aber in Musik merkt man das etwas in der Mitte an Klangfülle fehlt.

Der Bass ist auf einer mittleren bis kurzen Distanz bzw. in kleineren Räumen ganz ordentlich, hier habe ich nichts zu beklagen.

 

Fazit

Leider ist der Amazon Echo 2. Generation eine kleine Enttäuschung, zu mindestens was den Klang angeht. Der 2. Gen Echo ist recht matt und dumpf und es fehlt etwas an Spielfreude.

Hier liegt der Lautsprecher eher auf dem Level eines 30-40€ Bluetooth Lautsprechers. Das Problem ist aber eher der Vergleich mit der 1. Generation. Klar der Lautsprecher ist günstiger geworden, dennoch erwartet man beim Sprung auf die 2. Generation natürlich einen gewissen Fortschritt, welcher aber hier fehlt.

Schade Amazon, denn abseits des Klangs gefällt mir der neue Echo sehr gut! Natürlich für einfachere Anwendungen wie im Schlafzimmer usw., also dort wo kein „HiFi“ Sound nötig ist, taugt der neue Echo. Sollte der Klang Euch allerdings besonders wichtig sein greift lieber zum Echo der 1. Generation oder nutzt externe Lautsprecher.

Muss es immer original Zubehör sein? Apple iPhone X Silikon Case vs. Artwizz TPU und Silikon Case

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Apple bietet für seine iPhones neben Ladekabeln und Ladegeräten auch original Apple Hüllen an. Wie bei Apple aber üblich sind auch die Hüllen auf den ersten Blick kein Schnäppchen. Das iPhone X Silikon Case liegt bei 45€, ja 45€ für eine Silikon Hülle!

Aber wie gut ist die Hülle bei solch einem stolzen Preis? Hat hier Apple etwas „Magie“ eingebaut was diesen Preis rechtfertigt oder kann man auch zu premium 3. Anbieter Zubehör greifen wie von Artwizz?

Versuchen wir doch diese Frage einmal zu klären in einem kleinen Vergleich, 45€ iPhone X Silikon Case vs. 15€ Artwizz TPU Case und Artwizz Silikon Case, wer kann am meisten überzeugen?

 

Apple vs. Artwizz

Im Gegensatz zu vielen der auf Amazon verfügbaren Hüllen, welche meist von kleinen chinesischen Herstellern stammen, ist Artwizz ein Berliner Hersteller, welcher sich auf Smartphone Zubehör spezialisiert hat.

Artwizz bietet in der Regel etwas hochwertigere Produkte zu meist auch etwas höheren Preisen an, als die rein chinesische Konkurrenz.

Damit sind die Artwizz Hüllen eine ideale Konkurrenz für das Original Apple Zubehör!

 

 

Das Apple iPhone X Silikon Case

Beginnen wir mit dem Original Zubehör. Für 45€ bekommt Ihr bei Apple eine Silikon Hülle, wobei dies zugegeben keine einfache Silikon Hülle ist.
Das Silikon Case ist aktuell in neun Farben erhältlich: kobaltblau, rosenrot, ultraviolett, dunkeloliv, weiß, sandrosa, mitternachtsblau, schwarz und rot. Ich habe mich für das leuchtende Rot entschieden.

Anders als man dies erwarten könnte, ist das Apple iPhone X Silikon Case keine reine Silikon Hülle. Die Innenseite der Silikon Hülle ist mit Stoff ausgekleidet, zudem vermute ich, dass es im Inneren einen Plastikkern gibt, welcher der Hülle eine erhöhte Stabilität verleiht.

Lediglich die Außenhaut ist aus Silikon gefertigt. Hierbei ist die Apple Hülle aber eher mittelmäßig rutschfest. Zwar fühlt sich das Silikon sehr gut und auch hortwertig an, aber dieses ist ein wenig weniger „klebrig“ als ich es von anderen Hüllen kenne. Ob dies positiv oder negativ ist, hängt von Euerer Einschätzung ab.

Die Passform ist wie zu erwarten nahezu perfekt. Die Hülle sitzt straff auf dem Smartphone, aber auch nicht zu straff. Das An- und Ablegen der Hülle ist jederzeit gut zu machen.

Apple hat sich beim iPhone X Silikon Case allerdings dazu entschieden die komplette Unterseite des Smartphones frei zu lassen. Lediglich die Kanten werden noch ein Stück weit bedeckt.

Ich denke allerdings nicht, dass dies ein großer Nachteil was die Schutzwirkung angeht.

Kurzum zwar besitzt das Apple iPhone X Silikon Case keine besonderen Features, ist aber an sich sehr gut gemacht und fühlt sich definitiv recht hochwertig an.

 

Artwizz TPU Case

Kommen wir zur Konkurrenz und beginnen wir hier mit dem Artwizz TPU Case. Das Artwizz TPU Case ist für gerade mal 15€ zu bekommen, was ein sehr fairer Preis ist. Leider stehen Euch hier keine großen Farboptionen zur Auswahl, es gibt diese Hülle lediglich in Schwarz.

TUP ist eine Art Kunststoff, welcher relativ flexibel ist, aber etwas glatter als Silikon. Dies beschreibt auch das Artwizz TPU Case sehr gut! Die Hülle ist relativ schlank, sogar noch schlanker als Apples Hülle, bietet hierbei aber einen Rundumschutz gegenüber Kratzer und leichten Stürzen.

Die Oberfläche der TPU Hülle fühlt sich an, wie man dies von mattem Kunststoff erwarten kann. Dabei wirkt die Hülle und somit auch das Smartphone nicht billig. Ich mag diese matt, raue Textur sehr gerne!

Bonuspunkte gibt es für den glänzenden Rand! Während die Hülle an sich matt ist, hat Artwizz dieser allerdings einen Hochglanz Rand verpasst. Hierdurch passt sich die Hülle auf der Front optisch besser an das schwarze Displayglas des iPhone X an. Zudem wirken Wischgesten über den Rand etwas weicher.

Die grundsätzliche Passform ist sehr gut von Artwizz gewählt. Die Hülle sitzt straff, ist aber auch leicht zu entfernen. Hier steht diese nichts der original Apple Hülle nach!

Eine interessante Entscheidung hat Artwizz allerdings bei den Tasten gemacht. Während die Lautstärketasten eine „Abdeckung“ besitzen, bleibt der Ein/Ausschalter unbedeckt.

Hier bin ich etwas hin und her gerissen, einerseits hat man durch diese Aussparung sogar etwas mehr Halt, andererseits ist die seitliche Taste etwas schwerer zu drücken. Aufgrund der schmalen Form der Hülle ist dies aber kein großes Problem. Die anderen Anschlüsse, Lautsprecher Ports usw. sind sauber ausgeschnitten.

 

Artwizz Silikon Case

Das Artwizz Silikon Case ist eine klassische Silikon Hülle für das iPhone X. Auch diese ist seitens Artwizz leider nur in Schwarz verfügbar. Der Preis fällt aber erneut mit 15€ sehr fair aus!

Im Gegensatz zur Apple Hülle ist das Artwizz Silikon Case allerdings etwas einfacher gearbeitet. Dieses besteht vollständig aus einem durchaus recht hochwertigen Silikon. Die Hülle besitzt einen Tick mehr Gripp als die original Apple Hülle, der Unterschied hier ist aber nicht signifikant.

Im Gegensatz zur TPU Hülle ist aber das Silikon Case von Artwizz etwas größer. Dies ist immer noch eine recht schlanke Hülle, aber etwas weniger schlank als die beiden anderen Modelle.

Dies mag auch etwas an der recht lockeren Passform liegen. Die Hülle lässt sich sehr einfach entfernen wie auch anlegen, man muss allerdings auch keine Angst haben, dass die Hülle abfällt. Gerade jemand der seine Hülle oft an/ablegt wird das Artwizz Silikon Case sehr mögen.

Ähnlich wie auch schon beim TPU Case ist der Ein/Ausschalter nicht mit einer Taste versehen, sondern besitzt lediglich eine Aussparung. Beim Silikon Case bin ich allerdings kein Fan davon. Dadurch, dass das Gehäuse etwas dicker ist, ist das Drücken der seitliche Taste etwas schwierig. Hier hätte ich mir gewünscht, dass Artwizz ganz klassisch eine Abdeckung über diese Taste gemacht hätte.

Abseits davon sind aber die Lautstärken Tasten, der Lautsprecher, der Ladeport usw. erneut perfekt ausgeschnitten bzw. erreichbar.

Die Passform auf welcher die Artwizz Hüllen basieren, scheint sehr gut zu sein.

 

Fazit, Apple vs. Artwizz welche Hülle lohnt sich mehr?

Lohnt es sich nun eine Original Apple Hülle für das iPhone X zu kaufen? Jein gerade das Artwizz TPU Case ist eine hervorragende Hülle, welche mit 15€ gerademal 1/3 der Original Hülle von Apple kostet.

Wenn es Euch um eine gute Preis/Leistung geht, dann würde ich ganz klar zur Artwizz TPU Hülle greifen. Diese steht weder was Passform noch Verarbeitung angeht der original Apple Hülle nach. Auch optisch finde ich das Artwizz TPU Case mehr als gelungen! Gerade der Hochglanzrand sorgt für einen besonders flüssigen Übergang zwischen iPhone und Hülle.

Aber natürlich Ehre wem Ehre gebührt, die Apple Hülle ist qualitativ schon Spitzenklassen, aber der Preis mit 45€ auch schon sehr saftig. Dafür bekommt Ihr durchaus mehr als nur eine einfache Silikon Hülle geboten.

Hätte ich allerdings die Apple Hülle nicht für diesen Vergleich gekauft, wäre diese mir das Geld vermutlich nicht Wert. Ich würde mich für das Artwizz TPU Case entscheiden. Für 15€ bietet dieses eine wirklich klasse Qualität und Optik!

Der neue Anker PowerCore II 20000mAh im Test, die beste Powerbank 2017

Der PowerCore II 20000mAh ist Ankers neuste Vorzeige- Powerbank. Diese tritt in die Fußstapfen des sehr beliebten und bis heute sehr guten PowerCore 20100.

Die neue PowerCore II Serie wurde von Anker auf der IFA 2017 präsentiert, was schon Einiges über Anker aussagt, dass man zu so einer Messe angereist ist.

So überraschend ist dies aber an sich auch nicht, Anker ist schließlich einer der besten Powerbank und Ladegeräte Hersteller der Welt. Hierbei setzt Anker auf viele eigenentwickelte Technologien und nicht wie viele andere Powerbank Hersteller auf fertige Designs großer Fertiger.

Von daher, wie gut ist der neue Anker PowerCore II 20000mAh? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Anker PowerCore II 20000mAh

Anker setzt beim PowerCore II 20000mAh auf ein sehr kompaktes und handliches Gehäuse. Natürlich ist die Powerbank aufgrund ihrer großen Kapazität nicht winzig, aber für eine 20000mAh Powerbank ist diese durchaus als sehr kompakt zu bezeichnen.

Auch das Gehäuse gefällt mir ausgesprochen gut. Anker setzt hier ein auf ein stark texturierten Kunststoff. Dies klingt natürlich im ersten Moment nicht besonders, Kunststoff, aber im Alltag ist dies das beste Material für etwas wie eine Powerbank.

Es ist leicht, ausreichend robust und kann einfach in die Tasche geworfen werden ohne dass man Angst haben muss, dass dieses irgendwas beschädigt oder zerkratzt. Natürlich solltet Ihr die hochwertigste Haptik haben wollen, ist der PowerCore II nicht zwingend die beste Wahl.

Auch wenn man das Gehäuse im Detail betrachtet sieht man ein paar Unsauberkeiten, von der Produktion. Diese stören oder fallen aber im Alltag nicht auf.

Grundsätzlich bin ich mit den Abmessungen und dem Gehäuse des PowerCore II sehr zufrieden!

Wie steht es um die technische Ausstattung? Auf seiner Front besitzt der PowerCore II 20000mAh zwei USB Ports. Einer dieser Ports ist ein normaler 5V 2,4A USB Port, welcher aber mit Ankers PowerIQ 2.0 und Voltage Boost Technologie verfeinert wurde.

Der zweite USB Port unterstützt hingegen Quick Charge 3.0 und ist ebenfalls mit PowerIQ 2.0 verfeinert. Dieser Quick Charge 2.0/3.0 Port liefert die üblichen 18W Leistung.

Beide USB Ports des Anker PowerCore II 20000mAh können gleichzeitig voll belastet werden!

Zum Wiederaufladen besitzt der PowerCore II einen klassischen microUSB Port. Dieser soll auch das schnelle Wiederaufladen über Quick Charge unterstützten. Ein passendes Ladegerät liegt, wie meist üblich, leider nicht bei.

Verwendet hier einfach das Ladegerät von Eurem Smartphone, sofern dies mindestens 1A besitzt. Schneller geht’s allerdings mit einem Quick Charge Ladegerät.

Ein Feature, welches früher den PowerCore+ Powerbanks vorbehalten war, sind die Status LEDs. Diese sind im Einschalter eingelassen und gleich zehn Stück davon.

Habt Ihr also noch 100% leuchten alle zehn, 60% dann sechs usw. Der Einschalter ist im Übrigen „Bonus“, in der Regel schaltet sich die Powerbank von alleine ein und aus, wenn Ihr ein Smartphone mit dieser verbindet. Nur bei Geräten wie USB LEDs, USB Lüftern usw. funktioniert dieses automatische Einschalten meist nicht.

Das Abschalten geht aber immer automatisch wenn keine Last, also ein Smartphone usw., verbunden ist.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel (micoUSB, USB C) und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.,

 

Messwerte

Starten wir die Messwerte wie üblich mit der Kapazität. Anker gibt die Kapazität des PowerCore II mit 20000mAh an, messen konnte ich 62,402Wh bzw. 16865mAh.

Dies entspricht 84% der Herstellerangabe, ein guter Wert. Warum sind 84% gut? Die Herstellerangabe bezieht sich nicht auf die nutzbare Kapazität, sondern auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Im Falle des PowerCore II werden vermutlich sechs 18650 Akkuzellen mit jeweils 3350mAh verbaut sein.

Die beworbenen 20000mAh sind also vorhanden, jedoch beim Entladen der Powerbank geht etwas Energie durch interne Umwandlungsprozesse verloren.

Daher steht nicht 100% der Leistung auch wirklich zur Verfügung. In der Regel kann man sagen, dass 80-90% „echte“ Kapazität ein guter Wert sind. Über 90% ist sehr selten.

Bedenkt aber bitte, dass auch Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat Euer Smartphone einen 3000mAh Akku braucht Ihr ca. 3600mAh um dieses einmal auf 100% zu laden (immer ca. 20% mehr).

Wie steht es um die Ladegeschwindigkeit?

Diese hängt natürlich vom Smartphone ab und davon welchen Port Ihr nutzt. Folgende Smartphones habe ich am Anker PowerCore II 20000mAh getestet:

  • Apple iPhone X
  • Apple iPad Pro
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Samsung Galaxy S8+
  • Google Pixel 1 XL

Beginnen wir der Einfachheit beim Samsung Galaxy S8+. Das S8+ unterstützt Quick Charge 2.0/3.0, daher erreicht dieses am Quick Charge Port des PowerCore II auch seine maximale Ladegeschwindigkeit von 9V 1,61A.

Es gibt im Übrigen bei Quick Charge keine Abstufungen! Ihr habt ein Quick Charge 2.0 oder 3.0 fähiges Smartphone? Falls ja wird dieses mit maximalem Tempo am PowerCore II laden. Dies gilt für LG G6, HTC U11, Galaxy S7 usw.

Erst wenn es um nicht Quick Charge fähige Smartphones geht, wird es interessant. Hier kann es zwischen einzelnen Powerbanks und Ladegeräten durchaus große Unterschiede geben.

Beginnen wir hier mit Apple und dem iPhone X. Dieses erreicht am Quick Charge Port ein Tempo von 1,25A, was mäßig gut ist. Aber es gibt neben dem Quick Charge Port auch den normalen PowerIQ 2.0 Port. Hier werden deutlich bessere 1,61A erreicht!

Ähnliches gilt auch fürs iPad Pro, welches am Quick Charge Port mäßig gute 1,43A erreicht, aber am PowerIQ (12W) Port gute 2,12A.

Dieser Trend zieht sich auch etwas fort. Nicht Qualcomm Quick Charge kompatible Smartphones laden am PowerIQ Port mit 12W schneller! So auch das Google Pixel und das Mate 10 Pro.

Gerade das Huawei Mate 10 Pro ist hier sehr „zickig“. Am Quick Charge Port erreicht dieses nur 0,49A, am PowerIQ Port (12W) hingegen signifikant bessere 1,67A. Auch andere Huawei Smartphones laden im Übrigen deutlich langsamer am Quick Charge Port verglichen mit dem normalen PowerIQ Port.

Unterm Strich ist die Ladegeschwindigkeit, welche mit dem PowerCore II 20000mAh zu erreichen ist als sehr gut einzustufen.

Wenn nun die Powerbank leer ist, wie stehts ums Wiederaufladen?

Ihr habt hier im Großen und Ganzen zwei Möglichkeiten. Ihr könnt den PowerCore II 20000mAh an einem normalen Ladegerät aufladen, falls Ihr dies macht erreicht die Powerbank 5V 1,89A. Eine solide Ladegeschwindigkeit, schneller geht’s allerdings mit einem Quick Charge Ladegerät.

Hier erreicht die Powerbank knapp die beworbenen 9V 2A (1,9xA). In ca. 4,5 Stunden ist die Powerbank von 0% auf 100%.

 

Fazit, die beste Powerbank von Anker?

Der Anker PowerCore II 20000mAh ist eine klasse Powerbank und auch sicherlich Ankers beste aktuell!

Diese bietet sich zwar sicherlich primär für Nutzer an, welche über ein Quick Charge fähiges Smartphone verfügen, aber im Gegensatz zum kleinen PowerCore II 10000mAh besitzt der große PowerCore II auch hervorragende allround Fähigkeiten.

Ihr werdet aktuell auf dem Markt kein Smartphone finden, welches nicht zu mindestens an einem der beiden Ports der Powerbank eine gute bis sehr gute Ladegeschwindigkeit erzielt! Quick Charge fähige Smartphones laden am 18W Port am schnellsten, andere Smartphones meist am 12W Port. Im Notfall, dass zwei Smartphones geladen werden müssen, kann man natürlich beide Ports nutzen.

Abgesehen von der sehr guten Ladegeschwindigkeit ist auch die Kapazität mit echten 16865mAh ordentlich, gerade wenn man die Abmessungen bedenkt!

Für eine Powerbank der 20000mAh Klasse ist der PowerCore II unheimlich kompakt und schlank. Auch das Gehäuse ist sehr alltagstauglich, wodurch der PowerCore II doch sehr zum Mitnehmen, auch auf längeren Ausflügen oder den Urlaub, einlädt.

Ist die Powerbank leer, geht auch das Wiederaufladen sehr flott, wenn Ihr ein Quick Charge Ladegerät verwendet. In knapp über vier Stunden ist der PowerCore II 20000mAh wieder voll, ein sehr guter Wert!

Kurzum für Besitzer mindestens eines Quick Charge fähigen Gerätes ist der Anker PowerCore II 20000mAh eine absolute Empfehlung! Auch der Preis von 40€ zum Zeitpunkt des Tests ist fair für die Leistung gewählt, der PowerCore II ist keine billig 08/15 Powerbank!

Anker PowerCore II 20000mAh Powerbank externer Akku mit PowerIQ...
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Im Vergleich

Anker PowerCore II 20000mAh oder Anker PowerCore Speed 20000mAh

Beide Powerbanks tun sich nicht viel was Feature und Ausstattung angeht. Beide Powerbanks kann man mit ruhigem Gewissen kaufen. Da allerdings beide aktuell gleich teuer sind, sehe ich keinen Grund nicht den neueren PowerCore II zu kaufen.

Anker PowerCore II 20000mAh oder Anker PowerCore Elite

Besitzt Ihr kein Qualcomm Quick Charge fähiges Smartphone und Euch ist ein dritter USB Ausgang wichtig? Falls ja wäre der Anker PowerCore Elite durchaus eine gute Alternative! Gerade für Nutzer mit nur Apple Geräten könnte der Elite sogar die bessere Wahl darstellen.

Habt Ihr ein Quick Charge fähiges Smartphone, dann würde ich den PowerCore II nehmen.

Anker PowerCore II 20000mAh oder Anker PowerCore 20100

Ähnlich wie beim PowerCore Elite, habt Ihr ein Quick Charge fähiges Smartphone? Falls ja, ist der PowerCore II die bessere Wahl.

Habt Ihr kein Quick Charge fähiges Smartphone oder ist es Euch egal ob die Powerbank nun super schnell lädt, dann ist der normale PowerCore 20100 immer noch eine gute Wahl.

 

Anker PowerCore II
Angegebene Kapazität 20000mAh
Preis  [amazon_link asins=’B01LQ81QR0′ template=’AmazonPreisLinkStandardNichtDick‘ store=’nebelwanderer-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’739fa0f8-cc5f-11e7-96a4-6f297cd9f015′]
Erreichte Kapazität 62,402Wh bzw. 16865mAh
Erreichte Kapazität in % 84%
LED Taschenlampe
Wiederaufladegeschwindigkeit 9V 1.8A
Geteste Geräte
Apple iPhone X +
Samsung Galaxy S8+ ++
Apple iPad Pro +
Google Pixel XL 0
Huawei Mate 10 Pro +
Kapazität 84%
Verarbeitung 85%
Ladegeschwindigkeit 95%
Anschlüsse und Sonstige Features 80%
Lieferumfang und Verpackung 85%
Preis / Leistung ★★★★★
Testergebnis ★★★★☆

Synology RAM Aufrüsten, was bringt es? (Synology DS1817+)

Mehr Arbeitsspeicher ist immer gut, allerdings ab einem gewissen Punkt bringt mehr Arbeitsspeicher meist nicht mehr viel mehr.

Bei NAS und Server Systemen sieht dies aber oftmals etwas anders aus. Hier wird freier Arbeitsspeicher meist als lese/schreib Cache genutzt.

So auch bei Synology NAS Systemen. Gerade sehr kleine Dateien/Zugriffe werden im Arbeitsspeicher gecached ehe der eigentliche Festplattenzugriff stattfindet. Dies kann man beispielsweise mit Tools wie CrystalDiskMark nachprüfen, in welchen die Werte für 4K Zugriffe meist besser sind als es die Festplatte eigentlich könnten.

Zusätzlich wird natürlich der Arbeitsspeicher auch für diverse interne Prozesse gebraucht, welche ebenfalls oft recht RAM intensiv sind.

Bei kleineren NAS Systemen von Synology bringt Euch dieses Wissen meist allerdings nicht viel. Hier ist der Arbeitsspeicher fest verbaut und Ihr müsst mit dem leben was Synology für ausreichend hält.

Bei den größeren NAS Systemen sieht die Welt allerdings oft anders aus. Beispielsweise beim Synology DS1817+ lässt sich der Arbeitsspeicher problemlos vom Nutzer aufrüsten.

Aber lohnt sich dies? Finden wir dies in diesem kleinen Test heraus!

 

Die Ausgangssituation

Für diesen Test verwende ich das Synology DS1817+, allerdings gibt es auch noch diverse andere NAS Systeme auf welche sich die Ergebnisse dieses Berichts in einem gewissen Rahmen übernehmen lassen.

Das Synology DS1817+ ist von Haus aus mit 2GB RAM ausgestattet. 2GB RAM ist jetzt sicherlich nicht übermäßig viel, aber an sich für eine einfache NAS Anwendung ohne virtuelle Maschinen oder Ähnliches eigentlich ausreichend.

Dies sieht das NAS auch so und gibt in meinem Fall eine RAM Auslastung von gerade mal 31% an.

Allerdings ist dies nur so halb wahr. Diese 31% RAM Auslastung bezieht sich nur auf den wirklich Aktiv vom Betriebssystem genutzten Arbeitsspeicher.

Schaut man in den Tastmanager sieht man, dass der Arbeitsspeicher in Wirklichkeit komplett voll ist. Der komplette Platz welcher vom Betriebssystem übriggelassen wurde, wird als Zwischenspeicher genutzt.

Aber bringt dann mehr Arbeitsspeicher etwas wenn doch nur 31% wirklich genutzt werden?

 

Arbeitsspeicher Upgrade beim Synology DS1817+

Um dies herauszufinden musste ich ein Arbeitsspeicher Upgrade durchführen, mehr kann ja eigentlich nicht schaden.

Das Synology DS1817+ nutzt SO-DIMM DDR3 RAM (Notebook Arbeitsspeicher). Bei dem verbauten Modul handelt es sich um ein 2GB 1600MHz DDR3L Modul, welches auch Synology gebrandet ist.

Theoretisch müsste jedes SO-DIMM DDR3 Modul vom NAS akzeptiert werden. Synology verkauft zwar spezielle RAM Module als „Upgrade Kit“, aber das NAS ist nicht künstlich auf diesen Arbeitsspeicher festgelegt.

Habt Ihr noch ein altes Notebook mit DDR3 RAM könntet Ihr theoretisch auch dieses schlachten.

Allerdings ist natürlich keine Kompatibilität zu allen RAM Modulen garantiert. Wenn Ihr garantiert funktionierenden Arbeitsspeicher für Euer Synology DS1817+ wollt, kauft das Synology Upgrade Kit.

Dieses war mir allerdings zu teuer. 2x 4GB RAM für 141€ ist schon ein stolzer Preis. Ich habe einfach billige DDR3L 4GB Module von Corsair gekauft, für je 30€ das Stück.

Und ja die Corsair CMSO4GX3M1C1600C11 Value Select 4GB (1x4GB) DDR3 1600Mhz CL11 funktionieren bei mir tadellos.

Das Upgrade selbst ist beim Synology DS1817+ extrem einfach. Dieses besitzt auf seiner Unterseite eine einfache Klappe unter welcher die beiden RAM Steckplätze zum Vorschein kommen.

Entnehmt den originalen RAM und baut den neuen ein, fertig!

 

Was bringt mehr RAM?

Sollte bei Eurem NAS aufgrund von zu vielen Apps der Arbeitsspeicher knapp geworden sein, ist natürlich offensichtlich, was ein Aufrüsten des Arbeitsspeichers bringt.

Hier soll es aber primär um die Frage gehen was und ob mehr Arbeitsspeicher etwas bringt, selbst wenn die Auslastung bei Eurem NAS nicht auf 100% ist.

Beginnen wir mit dem Interessantesten, einen Datei Übertragungstest. Ich nutze für diesen ein Synology DS1817+ welches mit einer 10Gbit Netzwerkkarte ausgestattet ist, wie auch mit 5x 8TB Seagate Iron Wolf HDDs im Raid 5.

Der PC mit welchem ich die Benchmarks durchführe ist selbstverständlich ebenfalls via 10Gbit im Netzwerk angebunden.

Der limitierende Faktor bei den Übertragungsraten sind entweder die Festplatten oder die Leistung des NAS. Als Benchmark Tool nutze ich Crystaldiskmark.

Bei diesem ist es möglich die Dateigröße für die Tests zu definieren. Für meinen Test nutze ich 1GB, 2GB und 4GB Testdateien.

Ebenfalls testet Crystaldiskmark neben der sequenziellen Performance auch die Leistung beim Umgang mit kleineren Dateien.

Sämtliche Tests wurden drei Mal durchgeführt. Einmal jeweils mit 2GB RAM, 4GB RAM und 8GB RAM.

Wie wir sehen gibt es einen signifikanten Unterscheid, gerade zwischen 2GB RAM und 4GB RAM.

Dies hier primär beim Lesen der Dateien und bei größeren Dateigrößen. Dies macht auch durchaus Sinn. Wenn das NAS nur über 2GB RAM verfügt und nur 1GB geschrieben und gelesen wird, stehen die Chancen gut, dass diese 1GB Daten noch im freien Speicher gecached wurden, daher ist hier die Leistung noch recht gut.

Erhöhen wir die Dateigröße auf 2GB wird es etwas eng bei nur 2GB RAM und die Leistung bricht ein. Bei 4GB RAM sieht die Welt schon etwas besser aus. Dies ist gerade bei 4K Q32T1, also sehr kleinen Dateien, recht offensichtlich.

Der Sprung von 4GB auf 8GB RAM brachte nochmals einen Schub, interessanterweise nicht groß beim Lesen, sondern beim Schreiben.

Dies kann ich mir nur bedingt erklären. Vielleicht hilft der viele Arbeitsspeicher bei internen Prozessen des von Synology verwendeten Software RAID 5?!

Allerdings halte ich diese Werte durchaus für realistisch, zumal diese auch indirekt von Synology bestätigt werden. https://www.synology.com/de-de/products/performance#5_10bay

Beim DS1817+ mit 8GB RAM gibt der Hersteller eine maximale Schreibgeschwindigkeit von 542.73MB/s an, mit 2GB RAM nur von 436.34MB/s.

Kurzum mehr RAM bietet bei den reinen Übertragungsraten durchaus einen signifikanten Vorteil!

Aber auch abseits von den reinen Übertragungsraten hat der RAM einen positiven Einfluss. Hier habe ich zu meiner Schande keine Benchmarks durchgeführt. Allerdings beispielsweise Synology Hyper Backup arbeitet merklich schneller, wenn das Synology DS1817+ über 4GB oder 8GB RAM verfügt.

Auch bei der Cloud Station konnte ich leichte Vorteile durch den größeren Arbeitsspeicher feststellen.

 

Fazit

Ihr habt ein Synology NAS bei welchem sich der Arbeitsspeicher aufrüsten lässt? Dann macht dies auch! Selbst wenn Ihr nicht über 10Gbit Netzwerk verfügt, sorgt der größere Arbeitsspeicher für eine merkbar höhere Performance bei Hyper Backup und dem Übertragen von kleinen Dateien.

Natürlich kann der Leistungszuwachs je nach genauem NAS System etwas schwanken, allerdings beim Synology DS1817+ war dies doch recht deutlich.

Zumal hier der wirklich „billige“ Corsair Arbeitsspeicher problemlos funktionierte. 4GB RAM kosten somit gerade mal 30€ in der Anschaffung, was nicht die riesige Investition ist.

Ich denke diese lassen sich vermutlich auch auf NAS Systeme von QNAP oder ASUSTOR übernehmen. Solltet Ihr also die Möglichkeit für ein RAM Upgrade haben, denkt drüber nach!