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Der neue Teufel One S im Test, kompakt und klangstark!

Vernetzte Lautsprecher gibt es mittlerweile dank Amazon, Google und bald auch Apple mehr denn je auf dem Markt. Ein Vorreiter war hier sicherlich Sonos und auch Raumfeld.

Raumfeld ist eine Unterabteilung des deutschen Herstellers Teufel, welche auf der IFA 2017 ihre neusten vernetzten Lautsprecher vorgestellt haben.

Den Anfang macht hier der Teufel One S und der One M, welche die Nachfolger des Raumfeld One S und One M sind. Anscheinend gibt Teufel das Raumfeld Branding auf.

Hierbei gibt es neben deutlichen Änderungen bei der Optik auch viele Verbesserungen unter der Haube, wie beispielsweise Bluetooth, das ich noch im Test des alten Raumfeld One S vermisst habe.

Aber wie steht es um den Klang? Gab es Verbesserungen bei der App? Lohnt es sich hier rund 250€ auszugeben?

All diese Fragen versuchen wir einmal im Test des neuen Teufel One S zu klären! An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Ausleihen des One S.

 

Der neue Teufel One S im Test

Teufel hat optisch durchaus einige Veränderungen beim One S vorgenommen, verglichen mit seinem Vorgänger.

Der Lautsprecher ist weiterhin extrem kompakt gebaut. Die Front misst gerade einmal 17x18cm und die Dicke liegt bei gerade einmal rund 9cm. Damit ist der Teufel One S ideal für die Küche, das Schlafzimmer oder den Hobby Raum.

Wie bei Teufel üblich, habt Ihr auch beim One S die Wahl zwischen einem schwarzen und einem weißen Gehäuse. Ich finde um ehrlich zu sein die weiße Version aber etwas schicker, wobei die Farbwahl eh nur die Farbe des Gehäuses betrifft. Die Stoff Abdeckung auf der Front für die Treiber, genau wie die seitlichen Stoff Abdeckungen sind immer in Schwarz gehalten.

 

Die weiße Version besitzt zudem einige silberne gebürstete Aluminium Akzente auf der Front und der Oberseite.

Unterhalb des Lautsprecher Treibers finden wir neben dem Teufel Logo eine Status LED, welche im Betrieb weiß leuchtet/blinkt.

Die Tasten sind beim neuen One S vollständig auf die Oberseite gewandert. Dort haben diese sich auch vermehrt, der neu One S verfügt über gleich neun Tasten!

Neben drei frei belegbaren Schnellwahltasten, so kann man auch ohne die App zu nutzen beispielsweise die Lieblings Webradios aufrufen, finden wir nun eine Play/Pause Taste, vor und zurück, lauter und leiser und eine Modus -Wahl- Taste.

Bei diesen Tasten handelt es sich im Übrigen um Touch Tasten. Da diese im Gehäuse ein wenig eingelassen sind, lassen sich diese zwar gut erfühlen und drücken, aber dennoch bevorzuge ich eigentlich richtige Tasten.

Die Anschlüsse sind wie üblich auf der Rückseite angebracht. Hier finden wir einen AUX Eingang, für beispielsweise einen Amazon Echo Dot, einen USB Port für externe Laufwerke, einen LAN Port und den Eingang für das Netzteil.

Hier leider eine schlechte Neuerung, der neue Teufel One S setzt auf ein externes Steckernetzteil. Dies erlaubt es zwar den Lautsprecher etwas kompakter zu bauen, aber man hat ein weiteren Block unterm Tisch hängen.

Dafür gibt es aber nun immerhin Bluetooth direkt im Gerät, genau wie natürlich WLAN. Es ist also nicht zwingend nötig den LAN Port zu nutzen.

Die Leistungsaufnahme hängt natürlich deutlich von der Art der Musik und deren Lautstärke ab. Bei einer normalen Zimmerlautstärke lag der Energieverbrauch bei rund 5W. Auf 100% Lautstärke schwankte bei mir der Stromverbrauch zwischen 15W und 25W. Der standby Stromverbrauch lag bei 2,8W.

 

Einrichtung und Installation

Um den Teufel One S einzurichten benötigt Ihr zuerst die Raumfeld App bzw. nun die Teufel Raumfeld App, welche sich im Apple App Store wie auch im Google Playstore findet.

Nach dem Herunterladen und Starten werdet Ihr in einem klaren Deutsch durch die Einrichtung geführt.

Ihr müsst natürlich zuerst den Lautsprecher mit dem Strom verbinden und warten bis dieser hochgefahren ist, daraufhin muss die Setup Taste auf der Rückseite betätigt werden.

Je nachdem ob Ihr den One S via LAN oder WLAN nutzt, wird der Lautsprecher nun direkt von der App gefunden (wenn dieser via LAN verbunden ist) oder die App muss sich zuerst kabellos mit dem Lautsprecher verbinden.

Letzteres geschieht unter Android automatisch, unter IOS muss man hier per Hand nachhelfen. Steht die Verbindung, muss der Teufel One S in Euer bestehendes WLAN Netz eingeklinkt werden, dafür benötigt Ihr wie üblich nur Euer WLAN Passwort.

Damit ist die Einrichtung fast durch. Mein Teufel One S musste allerdings noch Updates einspielen, was aber in 5 Min gemacht war.

 

Die Raumfeld App und die Funktionen des One S

Die Raumfeld App gefällt mir visuell und vom Aufbau sehr gut! Diese ist zwar teilweise ein wenig verschachtelt, aber ich hätte auf anhieb keine Idee wie man diese besser machen könnte ohne Feature wegzulassen.

Was kann der One S nun alles? Hier eine kleine, nicht Vollständige, Auflistung:

  • Webradio (Tunin)
  • Die Wiedergabe von lokalen Musikdateien
  • Die Wiedergabe von Musik Dateien auf einem lokalen Server (SMB oder DLNA)
  • Die Wiedergabe von Medien auf einer externen HDD/USB Stick
  • Bluetooth
  • Spotify
  • TIDAL
  • WIMP
  • Napster
  • SoundCloud
  • Wiedergabe einer AUX Quelle

Beginnen wir mit dem von mir so ziemlich meist genutzten Feature, dem Webradio. Ihr könnt mit dem One S nahezu alle Radiostationen dieser Welt empfangen. Teufel setzt hier auf TuneIn als Partner, welcher die Streams zur Verfügung stellt. Es ist im Übrigen möglich Stationen auf die Schnellwahltasten zu legen, wenn Ihr regelmäßig Euren Lieblingssender hören wollt ohne jedes Mal das Smartphone zu zücken.

Natürlich könnt Ihr aber auch Eure Musik wiedergeben. Hierfür gibt es grob gesagt drei Möglichkeiten. Ihr könnt über die Raumfeld App Musik wiedergeben, die lokal auf Eurem Smartphone ist, auf einem lokalen NAS liegt (Netzwerkfestplatte, Fritzbox usw.) oder die über ein Speichermedium direkt am One S hängt. Für Letzteres besitzt dieser auf seiner Rückseite einen USB Port.

Musik aus diesen drei möglichen Quellen wird in der App zusammengefasst und nach Album, Interpret usw. sortiert. Ihr könnt auch Playlisten anlegen, die sich dann auch direkt am Lautsprecher steuern lassen.

 

Bei den Formaten zeigt sich der One S und generell das Raumfeld System nicht wählerisch. Neben MP3 und ACC werden auch verlustfreie Formate wie FLAC unterstützt und das auch mit höheren Bitraten/Abtastraten.

Solltet Ihr WLAN nutzen, muss aber für letzteres die WLAN Signalstärke ausreichend sein. Dies ist an sich kein großes Problem, sofern der Lautsprecher nicht allzu weit vom Router entfernt ist. Der neue One S hat ein recht fähiges WLAN an Board und unterstützt sogar WLAN AC mit bis zu 866Mbit/s.

 

Das Teufel Raumfeld System ist von Natur aus ein Multiroom System. Es ist also möglich Musik synchron über mehrere Lautsprecher wiederzugeben. Dies funktioniert im Übrigen auch sehr gut! Wollt Ihr in Küche und Wohnzimmer gleichzeitig die gleiche Musik ist dies kein Problem.

Neu ist nun das integrierte Bluetooth, etwas was ich sehr praktisch finde! Zudem wurde das Bluetooth Feature von Teufel wirklich gut umgesetzt.

Ursprünglich hatte ich etwas Angst, dass man einfach einen 3,5mm Bluetooth Adapter an einen internen AUX Anschluss gehängt hat, aber nein! Die Umsetzung ist deutlich eleganter.

Erst einmal warum sollte man Bluetooth nutzen? Für die normale Musikwiedergabe solltet Ihr, wenn möglich die „normalen“ Wege nutzen. Die Bluetooth Wiedergabe Qualität ist zwar gut, wenn nicht sogar sehr gut, aber doch einen Ticken schlechter als ein Streaming via WLAN.

Aber es gibt Situationen, in welchen man kein Streaming via WLAN nutzen kann. Beispielsweise Ihr wollt ein Video auf Eurem Smartphone schauen und den Ton via Lautsprecher laufen lassen oder Ihr seid Apple Music Kunde usw.

Via Bluetooth könnt Ihr sämtlichen Ton von Eurem Smartphone/Tablet auf den Lautsprecher „beamen“. Auch die Verzögerung war in meinem Test erfreulich gering. In Kombination mit einem iPhone X gab es genau genommen keine merkbare Verzögerung, was gerade bei Videos sehr wichtig ist.

Die Bluetooth Einbindung in den One S ist auch abseits der reinen Qualität sehr gut gelungen. Der Lautsprecher besitzt auf der Rückseite ein Bluetooth Taste, welche Ihr betätigen müsst damit der Lautsprecher von einem Smartphone erkannt wird. Verbindet Ihr Euch nun mit dem Lautsprecher und startet Ihr eine Wiedergabe, springt dieser automatisch auf die Bluetooth Quelle.

Umgekehrt startet Ihr eine Wiedergabe über eine andere Quelle, Webradio, Spotify usw. trennt sich der Lautsprecher automatisch vom Smartphone und die neue Wiedergabe startet.

Wo wir gerade bei Spotify sind, kommen wir doch einmal auf Streaming Dienste zu sprechen. Neben Spotify unterstützt der One S auch Tidal und Napster.

Die Spotify Unterstützung ist aber die mit Abstand beste! Der Teufel One S unterstützt Spotify Connect. Habt Ihr die Verbindung einmal eingerichtet, wird der Lautsprecher in der Spotify App auf dem Smartphone, PC usw. als Wiedergabeziel angezeigt.

(Links in der Spotify App)

Wenn Ihr nur Spotify nutzt, müsst Ihr nie wieder in die Raumfeld App. die Musikwiedergabe verläuft wie als würdet Ihr diese auf Eurem Smartphone wiedergeben, nur der Ton kommt aus dem Lautsprecher. Auch die Lautstärke lässt sich über Spotify direkt verstellen.

So sieht eine gute Integration aus!

Zu guter letzt, der neue Teufel One S verfügt auch über einen AUX Eingang. Über diesen könnt Ihr ein beliebiges Gerät mit Kopfhörerausgang anschließen, wie beispielsweise einen Amazon Echo Dot.

So hättet Ihr für knapp unter 300€ einen Amazon Alexa Lautsprecher, welcher auch gut doppelt so gut klingt wie der große Amazon Echo.

Noch etwas Generelles. Die Reaktionszeit und Verbindungsqualität des neuen Teufel One S ist ein gutes Stück besser geworden, gerade beim Nutzen von WLAN. Ob dies nun am neuen AC Standard liegt oder ob Teufel auch intern den Prozessor usw. noch etwas aufgerüstet hat, kann ich nicht sagen.

Aber gerade Webradio ist zuverlässiger denn je.

 

Klang

Der interessante Punkte, welcher auch etwas über die Daseinsberechtigung des One S entscheidet, ist natürlich der Klang.

Kann hier der Teufel One S mit Amazon Echo oder Google Home mithalten? Das war natürlich ein Witz, der Teufel One S klingt ohne Frage deutlich besser als ein Amazon Echo oder Google Home.

Wie haben hier einen voll ausgewachsenen Lautsprecher, welcher durchaus eine einfache Stereo Anlage ersetzen kann.

Schauen wir uns aber erst einmal den Aufbau an, denn dieser ist recht komplex und erklärt auch gut warum der One S trotz seiner sehr kompakten Abmessungen so gut klingt.

Der Lautsprecher besitzt, auch wenn es anders aussieht, zwei Treibereinheiten auf seiner Front. Wie auch schon beim alten One S sind diese „gestapelt“. Etwas weiter hinten im Gehäuse sitzt ein großer Tief/Mitteltöner, vor diesem ist ein Hochtöner aufgehängt.

Quelle Teufel.de

Zusammen sollen diese rund 40W Leistung besitzen, 35W der Tief/Mitteltöner und 5W der Hochtöner.

Zusätzlich besitzt der Teufel One S zwei passive Treiber an seinen Seiten. Passive Treiber besitzen keine Elektronik, sondern sind an sich eine „Alternative“ zu Bassreflexrohren. Diese werden von dem primären Treiber „angetrieben“ und sorgen für den internen Druckausgleich. Vorteil gegenüber Bassreflexrohren ist eine höhere „Klarheit“ (keine Luftströmungsgeräusche) und eine oftmals höhere Pegelfestigkeit.

Kommen wir aber nun endlich zum Klang.

Ja, der One S kann in diesem Punkt voll überzeugen! Wie oft bei Teufel üblich, ist der Lautsprecher von Haus aus relativ warm eingestellt.

Für seine Größe produziert der One S einen unheimlich satten und vollen Bass. Hier spielt man Welten über den üblichen Smart Home Lautsprechern!

Der Bass ist zwar nicht mächtig genug um Wände zum Wackeln zu bekommen, aber auf höheren Lautstärken ist der Bass durchaus schon spürbar.

Wobei der Bass nicht nur durch seine Masse überzeugen kann, sondern auch durch seine Klasse! Der Teufel One S besitzt einen sehr beachtlichen Tiefgang. Zwar konnte ich hier keine Angabe seitens Teufel finden, aber ich würde tippen, dass der One S problemlos bis 50Hz runter gehen kann (und nein nicht alle Lautsprecher die „20-20.000Hz“ angeben, schaffen auch nur ansatzweise die 20Hz). Dies wäre durchaus schon ein sehr beachtlicher Wert.

Die Höhen des One S sind von Haus aus etwas warm wie ich finde. Allerdings kann man über die Teufel Raumfeld App einen Globalen EQ (dieser wird also für alle Audio Quellen angewendet) einstellen. Hier würde ich empfehlen die Höhen einen Ticken anzuheben.

Hierdurch bekommt der One S deutlich mehr Glanz und Klarheit in seinen Klang. Dies ist natürlich etwas Geschmackssache, aber mir gefallen die Höhen so deutlich besser. Grundsätzlich ist der One S also durchaus zu ausgesprochen klaren und brillanten Höhen in der Lage.

Dies ist an sich ja auch keine Überraschung, man hat ja einen gesonderten Hochtöner. Ähnlich wie auch die Höhen lassen sich die Mitten ebenfalls per EQ anpassen. Dies ist aber meines Erachtens nicht nötig.

Von Haus aus sind die Mitten recht neutral eingestellt. Stimmen und Gesang werden vom Lautsprecher deutlich und voll dargestellt.

Auch an der generellen Wiedergabequalität habe ich nichts zu bemängeln. Rauschen oder Ähnliches konnte ich nicht feststellen, sofern natürlich die Qualität der Audio Datei passt.

Die maximale Lautstärke würde ich als okay einstufen. Der Teufel One S ist durchaus pegelfest, er verzerrt selbst auf 100% Lautstärke nicht, aber der Lautsprecher ist auch nicht extrem laut.

Auf 100% Lautstärke schafft dieser es gut einen 30-40m² mit einer ordentlichen Lautstärke zu beschallen, welche ich aber noch als „aushaltbar“ einstufen würde. Man muss die Stimme schon ein gutes Stück anheben, um ein Gespräch führen zu können.

Wie sieht es im Vergleich mit dem alten One S aus? Ja es gab durchaus einen Schritt nach vorne, was den Klang angeht. Der alte One S klingt etwas matter und ein wenig „kraftloser“ im direkten Vergleich. Auch bei der Tiefe des Basses hat Teufel noch ein paar Verbesserungen vorgenommen. Dies sagt durchaus etwas über den neuen Teufel One S aus da schon der alte One S sehr für seinen guten Klang gelobt wurde.

 

Fazit

Der neue Teufel One S ist besser denn je! Dieser kann durch ein schickes Design, einem sehr guten Klang und einer starken Konnektivität punkten.

Es ist unglaublich wie Teufel es geschafft hat so viel Klang in einen so kompakten Lautsprecher wie den One S zu packen. Habt Ihr schon mal einen Google Home oder Amazon Echo gehört? Falls ja stellt Euch den Klang gut ein bis zwei Stufen besser vor, mit einem tieferen Bass, klareren Höhen und detaillierten Mitten. Natürlich der One S kann kein 60m² Wohnzimmer zum Beben bekommen, aber für eine kleinere Wohnung oder eine Küche ist dieser mehr als leistungsstark genug!

Auch die Software bzw. das Raumfeld Öko System passt. Ob Ihr nun Euren Lieblingsradio Sender, Musik via Spotify, von einem USB Stick, einem lokalen NAS oder doch vom Smartphone wiedergeben wollt, spielt beim One S keine große Rolle, da dieser Euch vielfältige Möglichkeiten der Ansteuerung bietet.

Neu ist das integrierte Bluetooth, was nochmals für mehr Optionen sorgt. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr den One S wie einen sehr guten Bluetooth Lautsprecher behandeln.

Das Ganze klingt ja extrem positiv, aber gibt es auch Kritikpunkte? An sich nur sehr wenige, der Teufel One S ist wirklich ein hervorragendes und sehr rundes Produkt, welches absolut zu empfehlen ist. Die Schwierigkeit ist aktuell etwas die Marktsituation.

Dank Amazon, Google und demnächst auch Apple drängen immer mehr vernetzte „Smarte“ Lautsprecher auf den Markt, welche es Teufel und auch Euch nicht ganz einfach machen. Der Teufel One S ist in diesem Sinne nicht „Smart“, Ihr habt hier keinen Sprachassistenten (man könnte einen Amazon Echo Dot per AUX anschließen, aber das zähle ich jetzt nicht) oder Smart Home Feature.

Dafür bietet der Teufel One S einen besseren Klang als alle Smart Home Lautsprecher, die ich bisher gehört habe! Der One S ist also eher etwas für den modernen Puristen, der besonders viel Wert auf einen guten Klang und moderne Ansteuerungsmöglichkeiten sucht, aber keinen Sprachassistenten und ähnliche Feature braucht oder will. Wenn es Euch also wirklich primär um Musik geht, ist der One S für rund 250€ ohne Sorgen zu empfehlen!

Positiv

  • Schickes Design
  • Starker Klang!
  • Gute Raumfeld App mit vielen Optionen der Musikwiedergabe
  • Webradio
  • Praktische Schnellwahltasten
  • Spotify Connect
  • Bluetooth integriert

 

Neutral

  • Etwas warm abgestimmt, was sich per EQ aber in der Raumfeld App anpassen lässt

 

Negativ

  • Standby Stromverbrauch wirkt mit 2,8W etwas hoch (bei einer 24/7 Nutzung ca. 6,5€ zusätzliche Stromkosten im Jahr)

Das Huawei Mate 10 Pro im Test, das beste Smartphone des Jahres 2017?!

Mit dem Mate 10 Pro hat Huawei im Oktober 2017 sein neustes Flaggschiff vorgestellt, welches durch die üblichen „Mate“ Punkte überzeugen soll. Hierzu gehört natürlich das große 6 Zoll Display wie aber auch ein riesiger Akku. Natürlich ist auch Huaweis Leica Dual Kamera wieder mit an Bord, diesmal mit einer riesigen F1.6 Blende. Auch ein „randlos Design“ hat es das erste Mal in ein Huawei Smartphone geschafft.

Klingt doch alles soweit sehr interessant! Ebenfalls erfreulich zahm ist auch der vergleichsweise faire Preis von 799€, verglichen mit anderen High End Smartphones.

Aber kann das Mate 10 Pro wirklich mit dem iPhone X, dem Galaxy S8 und Co. mithalten, oder bietet dieses auf dem Papier nur leere Versprechungen?

An dieser Frage habe ich auch ein persönliches Interesse, denn ich habe mir das Mate 10 Pro selbst als privates Smartphone gekauft, eine gute Entscheidung?

Dies versuchen wir doch einmal im Test des Huawei Mate 10 Pro herauszufinden!

 

Das Huawei Mate 10 Pro im Test

Mit dem Mate 10 Pro hat Huawei sein Design doch ein gutes Stück verändert. Während Huawei bisher primär auf Aluminium setzte hat sich dies beim 10 Pro etwas geändert. Huawei setzt zwar noch auf einen Aluminium Rahmen, aber die Rückseite des Mate 10 Pro besteht nun aus Glas.

Ein zentraler Designpunkt sind hier sicherlich die Kameras, welche durch einen andersfarbigen streifen Glas noch etwas mehr hervorgehoben werden.

Natürlich ein weiteres wichtiges Design Merkmal ist das Display. Beim Mate 10 Pro kommt das erste mal bei Huawei ein 18:9 Display mit minimalen Displayrändern zum Einsatz.

Zwar wäre es sicherlich übertrieben das 6 Zoll Mate 10 Pro als übermäßig kompakt zu preisen, aber dieses ist für seine Displaygröße doch ganz ordentlich zu händeln.

Hierbei ist das Mate 10 Pro auch haptisch ein premium Smartphone. Die Glas/Metall Kombination fühlt sich klasse in der Hand an! Zwar hält das Huawei P10 den Titel für den größten Handschmeichler, aber auch das Mate 10 Pro liegt gut in der Hand.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 18:9 Full HD AMOLED Display, wie auch die 8 Megapixel Frontkamera und die Ohrmuschel.

Auf er Unterseite findet sich der Lautsprecher und der USB C Ladeport. Auf der Oberseite ist nur eine IR LED. Einen Kopfhöreranschluss besitzt das Mate 10 Pro nicht! Es liegt zwar ein Adapter bei, aber das ist natürlich eine suboptimale Lösung.

Immerhin im Gegenzug ist das neue Mate 10 Pro IP 67 wassergeschützt!

Am linken Rand sind wie üblich die drei typischen physischen Smartphone Tasten. Diese besitzen, wie es sich für ein premium Smartphone auch gehört, einen ordentlichen Druckpunkt.

Kameras mit dual LED Blitz und Fingerabdruckscanner sind auf der Rückseite angebracht.

 

Software

Huawei setzt bei der Software wie üblich auf das so genannte EMUI, welches hier in Version 8 vorliegt.

EMUI basiert natürlich auf Android 8.0, ist aber sehr stark modifiziert. Fast sämtliche Menüelemente sind verändert worden oder sogar ausgetauscht.

Optisch ist dies natürlich Geschmacksfrage. An sich hat EMUI etwas, es ist mal was anderes verglichen mit dem reinen Android.

Allerdings ist die UI teilweise was schwer. Siehe der Skin welcher vom Launcher verwendet wird. Vielleicht habe ich keinen Geschmack, aber ich finde diesen Standard Skin unfassbar hässlich! Ich weiß nicht was Huawei geritten hat diesen vorzuinstallieren.

Immerhin es gibt eine Design App in welcher es nach einer Registrierung bei Huawei möglich ist andere Designs, normalere Designs, herunterzuladen.

Abseits davon bin ich recht zufrieden mit der Software. Es gibt einige Bonus Funktionen wie das duplizieren von Apps welche im Standard Android nicht möglich sind.

Erfreulicherweise hält sich Huawei beim Mate 10 Pro auch mit vorinstallierten „Bonus“ Apps sehr zurück. Lediglich Facebook, Instagram und Booking.com waren vorinstalliert.

Dementsprechend fällt der freie Speicher mit 108GB auch ausreichend groß aus. Gut so denn der Speicher ist nicht erweiterbar.

 

Display

Huawei setzt bei seinem Mate 10 Pro auf ein AMOLED Display. Das 6 Zoll Display besitzt hierbei ein 18:9 Verhältnis und eine Auflösung von 2160×1080 Pixeln.

Damit ist das Mate 10 Pro eher mittelmäßig hochauflösend. Viele Kongruenten bieten hier nochmals etwas mehr Auflösung.

Aber ist die Auflösung wirklich zu gering? Nein, 2160×1080 Pixel auf 6 Zoll sind für eine normale Nutzung absolut okay. Dies mag bei einer VR Nutzung anders aussehen, aber die wenigsten werden ihr Smartphone wirklich in einer VR Brille einsetzen.

Wie steht es um die Qualität abseits der reinen Auflösung? Gut aber auch nicht überragend! Das Mate 10 Pro Display ist ohne Frage sehr gut. Kontraste sind dank AMOLED Display nahezu perfekt und auch Farben sind klar und kräftig.

Allerdings ist beispielsweise ein Samsung AMOLED Display schon noch einen Ticken besser (und vor allem heller). Trotzdem denke ich nicht, dass man sich über eine zu schlechte Displayqualität beschweren kann. Das Mate 10 pro gehört hier ganz klar schon zu den Top Smartphones!

 

Kamera

Huawei setzt beim Mate 10 Pro wie üblich auf sein Dual Kamera Setup. Im Gegensatz zu anderen High End Smartphones handelt es sich hierbei aber um zwei Kameras mit den gleichen Blickwinkeln. Das bedeutet die Aufnahmen beider Kameras werden zusammengerechnet um ein besseres Bild zu erhalten.

Die Hauptkamera ist hierbei ein 12 Megapixel Modul mit einer f1.6 Blende und die sekundäre Kamera ein 20 Megapixel schwarz/weiß Modul, ebenfalls mit einer f1.6 Blende.

In der Kameraeinstellung könnt Ihr Euch zwischen 12 und 20 Megapixeln entscheiden. Es handelt sich bei beiden Einstellungen um Farbaufnahmen! Es werden hier immer Farbaufnahmen auf die schwarz/weiß Aufnahmen gelegt. Hierdurch sollen die besseren Detail Informationen des schwarz/weiß Sensors auf die Farbaufnahmen abfärben.

Ich habe für folgende Aufnahmen immer die 20 Megapixel Einstellung gewählt. Zwar ist der Unterschied zwischen den 12 Megapixel und den 20 Megapixeln nicht gigantisch (es sind keine echten 20 Megapixel), aber die Bilder sind einen ticken schärfer und detaillierter.

Wo wir gerade dabei sind, reden wir kurz einmal über die Huawei Kamera App. diese gehört zu den besseren Kamera Apps. Gerade der Pro Modus ist gut und schnell erreichbar. Zwar besitzt die App kein Auto HDR, HDR ist allgemein recht gut versteckt, aber sowohl optisch wie auch von der Nutzung ist die App positiv.

Kommen wir endlich zur Bildqualität.

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

     

(Laden der Bilder kann etwas dauern! Rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit noch mehr Bildern)

Die Bewertung der Kameraqualität ist mittlerweile bei High End Smartphones nicht ganz leicht. Dies gilt natürlich besonders wenn ich etwas Pech beim Wetter mit den Testbildern habe.

Allerdings hat das Mate 10 Pro einen klasse Job gemacht, selbst bei solch mittelmäßigen Lichtbedingungen.

Aufnahmen des Mate 10 Pro sind scharf, detailliert und klar. Auch die Artefaktbildung, selbst beim Betrachten einer 100% Ansicht, ist tadellos.

Farblich ist das Mate 10 Pro „out of the Box“ recht neutral. Hier erinnert mich das Mate ein wenig an das iPhone 7 Plus. Verglichen mit beispielsweise mit einem Samsung Galaxy S8 leuchten hier die Farben doch ein Stück weniger.

Dies hat allerdings nichts direkt mit der Bildqualität zu tun. Ihr könnt die Farbeinstellungen beim Mate 10 Pro auch auf „Kräftige Farben“ stellen, wenn Euch der etwas buntere Style besser gefällt.

Stilistisch unterscheidet sich das Mate 10 Pro doch ein gutes Stück von anderen Smartphones. Gerade Schatten und „Highlights“ sind beim Mate 10 Pro sehr detailliert. Alle Fotos wirken hierdurch als hätte man einen HDR Light Modus aktiv. Auch hebt das Smartphone diese Schwarz/Weiß Kontraste deutlicher hervor als andere Smartphones.

iPhone X
Mate 10 Pro

Achtet bei diesen vergleichsaufnahmen auf das Gras links unten in der Ecke. Dieses besitzt beim Mate einen deutlich höheren Kontrast.

Ebenfalls was beim Mate 10 pro auffällt, ist bei Makro Aufnahmen die vergleichsweise stark ausgeprägte Hintergrundunschärfe, welche natürlich durch die große Blende von F1.6 entsteht. Diese ist beispielsweise ausgeprägter und schöner als bei einem iPhone X aber etwas weniger stark als bei einem Samsung Galaxy S8.

Die wirklichen Unterschiede sieht man bei Oberklasse Smartphones meist aber erst im Dunkeln.

Wie schlägt sich hier das Mate 10 Pro? In der Vergangenheit war dies immer etwas die Schwäche der Huawei Smartphones. Dies ist aber beim Mate 10 Pro nun anders! Hier ein paar Vergleichsbilder

Apple iPhone X
Huawei Mate 10 Pro
Apple iPhone X
Apple iPhone 7 Plus
Huawei Mate 9
Huawei Mate 10 Pro
Google Pixel XL

Das erste was wir sehen ist wie viel besser das Mate 10 Pro verglichen mit dem Mate 9 ist. Der Sprung der Low Light Qualität ist hier sehr deutlich sichtbar. Klar der Unterschied einer f2.2 auf f1.6 Blende ist auch sehr deutlich.

Aber auch verglichen mit anderen High End Smartphone schlägt sich das Mate 10 Pro hervorragend! Dieses ist vermutlich aktuell einer der besten Low Light Performer. Dieses kann, aus meiner Sicht, das Mate 9, Google Pixel 1 und auch das iPhone 7 schlagen.

Im direkten Vergleich mit dem iPhone X ist dies eine sehr knappe Angelegenheit. Ich würde aber fast dem Mate 10 Pro den Vorzug gegenüber dem X geben. Auch verglichen mit dem S8 schlägt sich das Mate 10 Pro sehr gut! Erneut fällt es mir hier schwer einen Sieger auszumachen. Farblich ist das S8 im Low Light, wie auch bei Tageslicht, etwas bunter und das Bild wirkt vielleicht einen Hauch weniger rauschend. Dafür ist die Schärfe beim Mate 10 Pro besser.

Ich würde sagen die Kamera Qualität iPhone X, Mate 10 Pro und Galaxy S8 ist sehr dicht beieinander! Vielleicht würde ich sogar rein qualitativ dem Mate 10 Pro den Vorzug geben. Es handelt sich hierbei um eine, wenn nicht sogar die beste Smartphone Foto Kamera die ich bisher genutzt habe. Allerdings hat die Kamera auch schwächen! Ich glaube die Kamera Hardware ist beim Mate 10 Pro wirklich die beste die man aktuell in einem Smartphone finden kann, die Software hingegen ist eine kleine Schwäche. Damit meine ich nicht die Kamera App, sondern die Verarbeitung der Bilder. Google, Apple und auch Samsung nutzen diverse Software Tricks um mehrere Bilder mit unterschiedlicher Belichtung miteinander zu verrechnen, um ein besseres Bild zu erzeugen. Gerade Google macht dies bei seinen Pixel Smartphones sehr stark (HDR+).

So etwas scheint das Mate 10 Pro nicht zu machen. Gerade bei Aufnahmen mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen, einem Fenster, Lampen die nur einen Teil des Bilds ausleuchten usw. zeigt sich das Mate schwächer als ein Google Pixel oder iPhone X. Von daher kommt es etwas auf die Frage an was Eurer Meinung nach besser ist, gute Hardware und top Software oder top Hardware und gute Software, letzteres bietet das Mate 10 Pro.

Aber auch abseits der reinen Bildqualität macht das Mate 10 Pro einen sehr guten Job. Der Autofokus ist sehr flott und treffsicher. Auch die Performance der Kamera ist 1a, sogar besser als beim iPhone. Eine Verzögerung beim oder nach dem Auslösen gibt es keine!

Video ist allerdings beim Mate 10 Pro wieder eine etwas andere Geschichte. An sich ist die Qualität okay. Auch die Bildstabilisierung ist gut, aber schlechter als bei Google, Samsung oder Apple! Während ich die Fotoqualität als gleichwertig bzw. vielleicht sogar leicht überlegen(beim Mate) sehe ist es bei der Video Aufnahme anders. Videos sind etwas weniger weich und Qualitativ vielleicht einen Ticken schlechter als bei den Konkurrenten. Die Foto Qualität war hier vermutlich etwas die Priorität.

Unter dem Strich bleibt aber das Mate 10 Pro eins der fähigsten Kamera Smartphones aktuell auf dem Markt! Egal ob es nun um App, Auslöse-Performance oder auch die reine Bildqualität geht.

Kleine Anmerkung, 4K Videos werden beim Mate 10 Pro im H.265 Codec aufgezeichnet. Eigentlich gut da dieser Codec effizienter arbeitet, aber dies führt in 3. Anbieter Apps wie Telegram, Google Foto usw. zu Problemen! Schade, hier ist das Mate 10 Pro seiner Zeit etwas vorraus.

 

Sound und Akustik

Das Huawei Mate 10 Pro nutzt eine dual Lautsprecher Setup ähnlich wie die neueren iPhones. Hierbei wird die Ohrmuschel gemeinsam mit dem Lautsprecher auf der Unterseite genutzt. Im Gegensatz zu den iPhone ist dieses Setup hier aber nicht „gleichberechtigt“. Der Lautsprecher auf der Unterseite klingt signifikant anders als der Ohrmuschel Lautsprecher.

Je nachdem wie Ihr das Smartphone haltet wird dieser Effekt nochmals größer oder kleiner. Haltet Ihr das Mate 10 Pro hochkant übernimmt die Ohrmuschel die Aufgabe eines Hochtöners, während der Lautsprecher auf der Untersite den Job eines Tief/Mitteltöners übernimmt.

Haltet Ihr das Smartphone quer, versuchen beide Lautsprecher jeweils das volle Spektrum darzustellen.

Klingt ja erst einmal wie ein sehr vielversprechender Aufbau, wie klingt dieser in der Praxis?

Ich muss zugeben eher negativ überrascht gewesen zu sein.

Die Ohrmuschel ist extrem dünn, man hört das hier kein Volumen hinter steht. An sich ja nicht schlimm, wir haben ja zwei Lautsprecher, aber auch der Lautsprecher auf der Unterseite wirkt vergleichsweise schmächtig.  Der untere Lautsprecher ist beispielsweise definitiv schwächer als der in einem Samsung Galaxy S8/S8 Plus.

In der Kombination können die Lautsprecher wieder etwas mehr überzeugen, aber der Klang bleibt vergleichsweise dünn. Auch die maximale Lautstärke ist nicht überragend.

Im Querformat hat man natürlich eine etwas bessere Stereo Darstellung, aber die Ohrmuschel ist leiser als der Lautsprecher auf der Unterseite. Der Klang kommt also gefühlt immer etwas mehr von rechts, wenn Ihr das Smartphone quer haltet.

Das Mate 10 Pro hat jetzt keine schlechten Lautsprecher, dadurch, dass es zwei sind, geht es in Ordnung, aber ein iPhone 8 Plus, iPhone X oder sogar das Huawei p10 Plus konnte mich zugegeben mehr überzeugen, was diesen Belang angeht.

Leider verfügt das Mate 10 Pro über keinen Kopfhöreranschluss. Es liegt lediglich ein Adapter mit in der Box. Ich bin schon vor einer weile auf Bluetooth Kopf-Ohrhörer umgestiegen, daher stört mich dies nicht so sehr. Dennoch finde ich amüsant das sich letztes Jahr alle Hersteller über Apple lustig gemacht haben und sie dieses Jahr alle Apple nachmachen.

Die Qualität der beiliegenden Adapters ist im Übrigen tadellos. Die Qualität liegt auf dem Level, welches man von einem High End Smartphone erwarten darf.

 

Leistung und Performance

Im Mate 10 Pro arbeitet Huaweis eigener HiSilicon Kirin 970. Dieser ist mit satten 6GB RAM kombiniert. Huaweis eigene Kirin Chips waren in der Vergangenheit erfreulich fähige Prozessoren! Schon der Kirin 960 konnte im Alltagseinsatz durchaus überzeugen. Wie steht es um den neuen 2.36GHz Kirin 970?

Schauen wir uns ein paar Benchmarks an, um die Leistung besser einschätzen zu können:

Daumen hoch für den Kirin 970! In den meisten Benchmarks kann dieser sogar den Qualcomm Snapdragon 835 um 5-10% überbieten.

Im Antutu Benchmark erreicht das Mate 10 Pro 177963 Punkte, zum Vergleich ein Samsung Galaxy S8 Plus erreicht 165730 Punkte. Kein gigantischer Unterschied aber dennoch beeindruckend, dass die Eigenentwicklung von Huawei hier mithalten kann.

Auch bzw. gerade im PC Mark Work 2.0 Benchmark schneidet das Mate 10 Pro hervorragend ab. Hier erreicht dieses satte 6975 Punkte, zum Vergleich ein Samsung Galaxy S8+ erreicht 5089 Punkte, ein LG G6 5066 Punkte und das P10 6211 Punkte.

Der Speicher im Mate 10 Pro ist ebenfalls recht flott angebunden mit rund 834MB/s lesend und 210MB/s schreibend. Gerade lesend ist dies ein sehr guter Wert!

 

Das Mate 10 Pro im Alltag

Aber natürlich sind Benchmarks das eine, die Praxis das andere. Wie steht es in dieser um das Mate 10 Pro?

Alles andere als eine perfekte Performance im Alltag wäre bei dieser Hardware eine echte Überraschung. Diese Überraschung gibt es aber nicht. Das Mate 10 Pro lacht über die normalen Alltagsanwendungen wie Websurfen, Social Media usw.

Auch die Benutzeroberfläche läuft perfekt! Wie üblich hat Huawei hier eine gute Arbeit bei der Optimierung der Software gemacht.

Diese gute Optimierung spiegelt sich auch bei Spielen wieder. 99% aller Spiele im Google Play Store laufen perfekt! Es gibt zwar auch Spiele wo es gelegentliche Ruckler bei zu viel Animationen gibt, aber dies liegt nicht an der zu schlechten Leistung des Mate 10 Pro, sondern eher an einer schlechten Optimierung der Spiele.

Im Großen und Ganzen würde ich behaupten noch kein Android Smartphone gehabt zu haben, auf welchem selbst aufwendigste 3D Spiele so gut laufen wie auf dem Mate 10 Pro.

Die 6GB RAM hingegen habe ich im Alltag nur sehr bedingt gespürt. Es gab hier beim Multitasking vergleichen mit Smartphones welche nur über 4GB RAM verfügen, keinen signifikanten Unterschied.

An der Funk-Performance, sowohl was WLAN aber auch LTE angeht, kann ich keine Beschwerden äußern. Das Mate 10 Pro zeigt sich hier sehr zuverlässig. Wobei dies schon etwas untertrieben ist! Ich hatte noch nie ein Smartphone mit einer derart guten LTE Performance. Dies gilt sowohl für den wechsel von LTE zu 3G und umgekehrt (dies geht extrem flüssig und schnell beim Mate 10 Pro), wie auch für die empfangsstärke. Verglichen mit dem iPhone 7 Plus kann das Mate 10 Pro deutlich länger und besser eine LTE Verbindung halten, wenn man am Rand des Sendegebiets ist.

Ebenso zuverlässig zeigt sich der Fingerabdruckscanner. Dieser arbeitet wie bei Huawei üblich sehr akkurat und schnell. Auch die Positionierung beim Mate 10 Pro ist gelungen.

Was mir etwas negativ aufgefallen ist, ist der Vibrationsmotor. Dieser wirkt etwas hochfrequent und dünn. Mich würde es nicht wundern, wenn der Vibrationsmotor ein vergleichsweise kleines Modul ist.

Huawei hat bei seiner Vorstellung des Mate 10 Pro so sehr von den neuen „KI“ Featuren geschwärmt. Das Smartphone besitzt sogar einen KI Prozessor Kern. Was macht nun das Smartphone damit? Nichts ist hier die Antwort. Ja es soll Optimierungen unter der Haube geben, dass das Smartphone lange schnell läuft, was von dieser KI ermöglicht wird usw.

Dem schenke ich auch durchaus Glauben. Auch schon das Mate 9 war im längeren Einsatz ein sehr flottes Smartphone. Aber viel dieses KI Gerede ist nur Marketing. Eine tolle künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen ist halt der neue „heiße Scheiß“ bei welchem jeder Hersteller versucht zu zeigen wie innovativ man ist.

Lasst Euch nicht zu sehr von diesem KI Gerede ködern. Das soll natürlich nicht heißen, dass die Hauwei Versprechen, dass das Mate 10 Pro nach xx Jahren immer noch schnell läuft, falsch sind! Ich nehme aber an, dass hier eher eine gut optimierte Software hinter steht als eine besonders tolle KI.

 

Akku

Das Mate 10 Pro verfügt über einen Akku mit satten 4000mAh! Damit besitzt dieses die so ziemlich höchste Kapazität in einem aktuellen High End Smartphone.

Aber natürlich ist auch das Display des Smartphones recht groß und damit auch der Verbrauch?! Von daher wie schlägt sich das Mate 10 Pro im Alltag? In meinem üblichen Test, eine gemixte Nutzung, Webbrowsen, Social Media, leichtes Gaming usw. hat das Mate 10 pro bei einer mittleren Displayhelligkeit in vier Stunden durchgehender Nutzung gerade einmal 34% Akku verbraucht.

Rechnerich wären also rund 11 Stunde aktive Nutzung möglich, ein hervorragender Wert, welcher sich auch mit meinen Alltagserfahrungen deckt.

Ich komme mit dem Mate 10 Pro problemlos durch den Tag, es sind sogar für mich zwei Tage möglich. Wenignutzer werden sicherlich sogar drei Tage mit dem Mate 10 Pro erreichen.

Wenn Ihr ein Smartphone mit einem best möglichen Akku sucht, seid Ihr beim Huawei Mate 10 Pro definitiv an der richtigen Adresse!

Aber nicht nur die Akkulaufzeit ist gut, auch das Wiederaufladen mit dem beiliegendem Ladegerät ist extrem Flott! In rund einer Stunde ist das Mate 10 Pro schon wieder voll.

 

Fazit

Das Mate 10 Pro ist ein gelungenes Smartphone aus dem Hause Huawei, welches sich nicht hinter iPhone X, Note 8 und Co. verstecken muss. Gerade der günstige Preis von „nur“ 799€ macht das Mate 10 Pro hier besonders interessant. Ja es ist ironisch 799€ als „günstig“ zu bezeichnen aber verglichen mit anderen High End Smartphones ist es das leider.

Beginnen wir am Anfang, die Optik und Haptik ist wahrlich einem High End Smartphone würdig! Das Mate 10 Pro ist zwar kein super kompaktes Smartphone aber das große Display und der große Akku machen das Mate 10 Pro für Power User mehr als nur interessant.

Zwar ist das AMOLED Display nicht ganz auf dem Level von Samsung Galaxy S8 Plus und Note 8, aber dennoch als sehr gut zu bezeichnen! Der Akku ist sicherlich eine der größten Stärken des Mate. Vermutlich ist dies das High End mit der aktuell besten Akku Laufzeit, Daumen hoch dafür!

Ebenfalls viel richtig gemacht hat Huawei bei der Performance. Der Kirin 970 liefert eine Flaggschiff würde Performance, welche sogar den Snapdragon 835 überbieten kann. Zwar ist der Unterschied nicht gigantisch, aber ein S8 Plus wird beispielsweise vom Mate 10 Pro in Benchmarks geschlagen. In der Praxis ist der Unterschied zwischen den beiden allerdings gering. Es spielt im Alltag nun mal selten eine Rolle, ob man nun einen Porsche oder Ferrari fährt.

Bei der Kamera gibt es viel Licht aber auch etwas Schatten. Licht bei der Foto-Leistung, gerade im Low Light, etwas Schatten beim Video Modus, welcher nicht mit Google Pixel 2 und Co. mithalten kann.

Wer allerdings primär Fotos mit seinem Smartphone macht und keine Youtube Videos wird mit der Leica Dual Kamera glücklich werden. Die Low Light Performance liegt sogar über der des neuen iPhone X! Hier zeigt der vergleichsweise große Sensor und die große Blende doch ihre Stärke.

Software seitig bin ich mir uneins. Einerseits für ich EMUI „Okay“ anderseits ist der von Huawei verwendete Skin, welcher standardgemäß kommt, unheimlich hässlich. Hier wäre etwas weniger mehr.

Unterm Strich überwiegt allerdings ganz klar der sehr positive Eindruck! Ob das Huawei Mate 10 Pro nun etwas für Euch ist, würde ich von einer Frage abhängig machen, seid Ihr ein absoluter Power User, dem Akkulaufzeit und ein großes Display wichtiger ist als das kompakteste und stylelistischste Smartphone? Falls ja werdet Ihr mit dem Mate 10 pro sehr zufrieden sein! Das Huawei Mate 10 Pro ist ein super Smartphone für alle Road Warrior. Falls nicht, schaut Euch das LG V30, Note 8 oder Google Pixel 2 an.

Positiv

  • Gutes 18:9 AMOLED Display
  • Premium Haptik und Optik
  • Starke Kamera mit hervoragender Foto-Qualität
  • Sehr Hohe Leistung
  • Gute Lautsprecher
  • Top Akku-Laufzeit
  • Sehr hohe Empfangsleistung

 

Neutral

  • Vibrationsmotor etwas schmächtig
  • Nur Bluetooth 4.2, dafür mit APTX
  • 4K Video nur mit H.265 Codec
  • Standard Skin unfassbar häßlich (meine Meinung)

 

Negativ

  • Kein Kopfhöreranschluss

Der ASUS RT-AC86U im Test, DER WLAN Router für Gamer?

Gutes WLAN und Netzwerk ist heutzutage für fast jeden wichtig, dies gilt jedoch besonders für Gamer.

Hier kann ein kurzer Lag oder Aussetzer tödlich sein. Dieses Wissen machen sich natürlich auch die Hersteller von Netzwerkausrüstung zunutze und bieten diverse an Gamer fokussierte WLAN Router an. Gerade ASUS ist hier natürlich vorne mit dabei. Der ASUS RT-AC86U ist hierbei das neuste Modell im Lineup.

Dass ein Router, welcher sich an Gamer richtet, eher in der oberen Preisklasse spielt, ist keine Überraschung. Auch der RT-AC86U ist mit rund 230€ zum Zeitpunkt des Tests kein „günstiges“ Modell.

Ab wann lohnt es sich so viel Geld für einen WLAN Router auszugeben? Taugen die Gaming Feature oder ist dies nur Marketing? Diese und noch viele Fragen mehr versuchen wir im Test zu klären!

 

Was für ein WLAN Gerät wird benötigt?

Oftmals ist es gar nicht so einfach herauszufinden was für ein WLAN Gerät man benötigt, daher hier eine kleine Übersicht.

  1. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLAN Router und wollt nur die Reichweite vergrößern, in diesem Fall wird vermutlich ein Repeater das Richtige für Euch sein.
  2. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLAN Router und wollt einen weiteren WLAN „Sender“ per Kabel anschließen (dies kann auch in einem anderen Raum sein) oder die schlechte W-Lan Funktion in Eurem Router ersetzen (ohne den Router komplett auszutauschen), dann benötigt Ihr einen Access Point.
  3. Ihr habt von Eurem Internet Anbieter nur ein Modem und wollt dieses mit WLAN „ausstatten“ dann benötigt Ihr einen Router.
  4. Ihr wollt Eure alte Fritzbox, Speedport oder anderes Modem welches Ihr von Eurem Internet Anbieter bekommen habt komplett gegen etwas Besseres ersetzten, dann benötigt Ihr im Normalfall einenRouter mit Modem, achtet gegebenenfalls auch auf die Unterstützung von VoIP!
  5. Und zu guter Letzt Ihr habt einen Smart TV, Spielekonsole oder etwas Derartiges was kein eingebautes WLAN Modul besitzt, sondern lediglich einen LAN Port und wollt diese mit Eurem bereits bestehendem WLAN Netzwerk verbinden. In diesem Fall benötigt Ihr eine WLAN Bridge.

Der ASUS RT-AC86U kann als Router, Access Point und als WLAN Bridge eingesetzt werden. Es ist im Übrigen auch möglich zwei Router hintereinander zu betreiben. Dies erfordert nur ein paar Einstellungen bezüglich dem doppelten NAT.

 

Der ASUS RT-AC86U im Test

ASUS WLAN Router setzten für gewöhnlich auf eine etwas „auffälligere“ Optik. Hier ist natürlich ein Router, der sich an Gamer richtet keine Ausnahme. ASUS setzt beim RT-AC86U auf ein rot/schwarz Design, welches ich allerdings nicht als „over the Top“ bezeichnen würde. Auch die Form des RT-AC86U ist recht aggressiv gewählt mit vielen Kanten und harten Linien.

Aber erneut finde ich, dass die Optik absolut in Ordnung geht. Etwas wofür ich aber ASUS ganz klar loben muss, ist der Formfaktor. Der RT-AC86U steht senkrecht auf einem Sockel. Hierdurch nimmt dieser recht wenig Platz auf dem Schreibtisch ein und ich weiß nicht wie es um Euch steht, aber ich habe immer zu wenig Platz auf meinem Schreibtisch.

Durch diesen Formfaktor befinden sich die Status LEDs, von welchen es einige gibt, auf der Front des Routers, die Ports und Anschlüsse auf der Rückseite und die drei Antennen auf der Oberseite.

Bei den Antennen handelt es sich um drei Standard Antennen, welche sich im Zweifel auch gegen andere austauschen lassen würden. Die beiliegenden Antennen wirken aber ausreichend gut, dass ein Austausch nicht nötig sein wird.

Auf der Rückseite finden wie die Anschlüsse. Hier gibt es keinerlei Überraschungen. Der ASUS RT-AC86U verfügt über vier Gbit-LAN Ports, einen Gbit-WAN Port, einen USB 3.0 Port und einen USB 2.0 Port.

Ebenfalls auf der Rückseite befindet sich ein Ein/Ausschalter wie auch ein Ein/Ausschalter für die LEDs auf der Front. Solltet Euch das Leuchten also stören, könnt Ihr dieses auch abschalten.

Seitlich sind zudem noch Tasten für das schnelle Abschalten des WLANs und WPS vorhanden.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung des ASUS RT-AC86U ist recht einfach. Verbindet diesen über den WAN Port mit dem Internet (nicht vergessen Ihr benötigt ein Modem!) und dann den Router mit dem Strom.

Nach wenigen Minuten sollten zwei offene WLAN Netze auffindbar sein in welche Ihr Euch einloggen könnt. Alternativ könnt Ihr natürlich einen der LAN Ports nutzen.

Startet nun einen Webbrowser und ruft die Webseite 192.168.1.1 auf, es sollte die Benutzeroberfläche des RT-AC86U erscheinen.

Hier könnt Ihr Passwörter für den Router selbst, wie auch für das WLAN Vergeben. Dies war es schon mit der Basiseinrichtung. Der Router startet nun einmal neu und das Internet sollte funktionieren.

Falls dies nicht der Fall ist, könnt Ihr natürlich Einstellungen in der Benutzeroberfläche noch spezifizieren.

 

Die Benutzeroberfläche

Optisch finde ich zwar, dass die ASUS Benutzeroberfläche vielleicht etwas aufgelockert werden könnte, diese wirkt sehr vollgestopft, aber funktional ist diese hervorragend!

Ich glaube dies ist der Router mit den meisten Einstellungsmöglichkeiten, Funktionen und Feature den ich jemals gesehen habe.

Neben den absoluten Basiseinstellungen, wie WLAN Name, IP Adressen usw. gibt es duzende kleine Optionen, die man bei den meisten Konkurrenz-Modellen nie sieht.  Mit vielen dieser Optionen sollte man nicht herumspielen, aber man könnte, wenn man wollte.

Der ASUS RT-AC86U ist ganz klar ein WLAN Router für Nutzer, die etwas technikbegeisterter sind.

Neben den diversen Einstellungsmöglichkeiten bietet der RT-AC86U auch bergeweise Statistiken und Graphen, welche Geräte gerade wie viel Bandbreite fressen, für was usw.

Ich glaube noch nie so viele Statistiken in einem normalen Router gesehen zu haben. Aber diese Statistiken müssen natürlich für die QoS Feature erstellt werden. QoS steht für Quality of Service und ist gerade für Gamer ein sehr wichtiges Feature.

Ihr könnt gewissen Trafik eine höhere Priorität zuordnen, sollten also gleichzeitig andere Familienmitglieder etwas herunterladen wirkt sich dies nicht negativ auf Ping und die Gaming Erfahrung aus.

Ein weiteres interessantes Feature, welches aber etwas exotischer ist, ist WTFast. WTFast ist ein „VPN“ Anbieter für Gamer. Vielleicht kennt Ihr das Problem, Ihr habt eigentlich eine recht flotte Internetleitung aber zur Prime Time explodiert Euer Ping und Ihr habt Lags ohne Ende. Ihr seid Euch aber sicher, dass dies nicht an Eurer Internetleitung liegt und Freunde oder Mitspieler haben vielleicht keine Probleme, es ist also auch nicht der Server.

Oftmals ist hier das Problem das sogenannte Routing. Euer Internetanbieter sendet Daten in der Regel auf den direkten Weg von Euch zum Server. Sagen wir nun Ihr wohnt in Berlin und der Game-Server steht in Frankfurt, zwischen Berlin und dem Rechenzentrum in Frankfurt betreibt Euer Internetanbieter eine 10Gbit Verbindung. Ist diese Verbindung durch viele andere Nutzer ausgelastet, können Lags auftreten, obwohl Eure Internetleitung noch Kapazitäten frei hat.

Ich hatte dies vor einigen Jahren beim Guild Wars 2 Launch extrem schlimm, neben mir konnten sämtliche anderen Telekom Kunden ab 18Uhr das Spiel vergessen, da die Leitung dicht war.

Hier hilft WTFast, welche in solchen Situationen Eure Daten über eine „private“ Datenautobahn schneller an ihr Ziel führen. Ein sehr cooles und auch nützliches Feature, vor allem dann, wenn die Server Eures Spiels nicht in Europa stehen. Bedenkt aber WTFast ist nicht kostenfrei! Ihr müsst eine monatliche Gebühr entrichten, lediglich ist dieser Dienst fest im Router integriert, Ihr müsst also keine zusätzliche Software auf Eurem PC installieren, wenn Ihr WTFast nutzen wollt.

Ein fast noch interessanteres Feature ist AIProtection, nicht zuletzt da dieses gratis ist. AIProtection ist eine Art zusätzlicher Virenschutz für Euer Netzwerk. Ihr kennt ja sicherlich die Meldungen, dass mal wieder ein Bot-Netzwerke irgendwelcher Smart Home Geräte entdeckt wurde, welche nicht geupdatet wurden.

Das Problem oftmals gibt es für solche Smart Home Geräte keine Updates und man bekommt gar nicht mit das diese gehackt wurden, hier soll AIProtection helfen.

AIProtection scannt unter anderem Euren Netzwerk Traffic und gleicht diesen mit einer Datenbank ab in welcher bekannte Botnetzwerke gelistet sind. Wird nun erkannt, dass eins Eurer Geräte Verbindung zu einem Botnetzwerk aufnimmt, erhaltet Ihr eine Benachrichtigung.

Zusätzlich kann AIProtection auch bekannte Viren verseuchte Webseiten sperren und Sicherheitslücken in Anwendungen blocken.

Hinter AIProtection steht im Übrigen nicht direkt ASUS, sondern die Daten kommen von Trend Micro, einem bekannten Virenschutz Hersteller.

Zum Abschluss noch etwas Lob an ASUS. Ihr könnt den RT-AC86U auch als zusätzlichen WLAN AccessPoint betreiben, WLAN Repeater oder als Media Bridge! Leider fallen dann zwar viele der oben genannten Bonusfunktionen weg, aber ich finde es gut, dass ASUS Euch die Optionen gibt, den RT-AC86U auch anders als nur als WLAN Router zu nutzen.

Leider ist es, oftmals nicht möglich einen WLAN Router auch als nur AccessPoint einzusetzen.

 

WLAN Performance

Der ASUS RT-AC86U ist ein wahrer High End WLAN Router, dies sieht man nicht nur am Preis, sondern auch an der theoretischen WLAN Performance.

ASUS gibt die Leistung auf dem 2,4GHz Band mit 750Mbit/s an und die Leistung auf dem 5GHz Band mit 2167Mbit/s. Dies ist das ziemliche Maximum, was aktuell kabellos möglich ist! Interessant ist das Antennendesign. Offensichtlich besitzt der RT-AC86U ein 3x Antennendesign, für 2167Mbit/s ist aber ein 4×4 Design (vier parallel Datenstreams = vier Antennen) nötig. Es befindet sich also noch eine vierte Antenne im Gehäuse versteckt.

Hier sei aber ganz klar gesagt, dass Ihr diese Performance praktisch nie sehen werdet! Das Problem ist, dass es kaum WLAN Clients gibt, welche solche eine Leistung abrufen können. High End Notebooks schaffen maximal 867Mbit/s und auch bei Desktop PCs ist in der Regel bei 1300Mbit/s Schluss. Es gibt lediglich eine WLAN Karte auf dem Markt, welche diese 2167Mbit/s schaffen würde, diese benötigt einen freien PCIe Slot und stammt von ASUS und ist ein absoluter Exot.

Im Normalfall ist aber die WLAN Karte in Eurem Smartphone, Tablet, PC, Notebook usw. ganz klar der Flaschenhals. Diese hohe theoretische Performance bringt also nur bei mehreren Clients die gleichzeitig mit dem AC86U verbunden sind mehr Leistung.  Hier unterstützt der RT-AC86U auch MU-MIMO. Normale WLAN Router können nur mit einem WLAN Client gleichzeitig Daten austauschen, sind mehrere Verbunden wird so zu sagen andauernd im ms Takt zwischen den einzelnen Geräten hin und her gesprungen. Umso mehr Geräte Ihr habt umso problematischer ist dies aber. MU-MIMO erlaubt es dem RT-AC86U mit mehreren Clients gleichzeitig zu kommunizieren, ohne dieses hin- und herspringen.

Interessanterweise unterstützt der RT-AC86U neben MU-MIMO auch Airtime Fairness! Airtime Fairness ist ein dickes Feature, welches Gold Wert ist, wenn man über viele WLAN Geräte verfügt. In diesem Video wird Euch erklärt, was Airtime Fairness ist und kann.

Dies spielt keine Rolle, wenn Ihr nur 1-5 Clients habt, aber gerade wenn es zweistellig wird, kann Airtime Fairness das gesamte WLAN Netz deutlich beschleunigen, weshalb dieses in der Regel nur in Business Grade WLAN Access Points zu finden ist (solche APs müssen oftmals mit hunderten Clients klar kommen, daher ist dies bei diesen essenziell).

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für den RT-AC86U den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Dies sollte uns einen guten Eindruck vermitteln, was der RT-AC86U in der Praxis maximal zu leisten vermag.

Im Router Modus erreicht der ASUS RT-AC86U eine wirklich hervorragende Performance! Über 100MB/s via WLAN schaffen nur sehr wenige WLAN Router auf dem Markt.

Auch die rund 65MB/s in Kombination mit der Intel WLAN Karte auf dem 5GHz Band sind mehr als ordentlich!

Die Werte auf dem 2,4GHz Band sehen sowohl in Kombination mit der TP-Link WLAN Karte wie auch mit der Intel WLAN Karte gut aus! Tendenziell ist der RT-AC86U aber anscheinend auf dem 5GHz Band etwas stärker als auf dem 2,4GHz (verglichen mit der Konkurrenz).

In Kombination mit den gängigen Smartphones, Apple iPhone X, Samsung Galaxy S8 und iPad Pro, erreichte ich ebenfalls gute Leistungswerte!

Selbst auf eine mittlere Distanz konnte ich die vollen 100.000Mbit/s auf den Smartphones/Tablets erreichen. Ping Zeiten und Signalstabilität war auf einem typischen Level für einen High End WLAN Router (diese sind in diesem Punkt mittlerweile alle recht gut). Hier konnte ich keine direkten Vorteile durch die „Game Optimierung“ erkennen.

 

Reichweite

Die maximale Reichweite bei aktuellen WLAN Router, gerade ab einer gewissen Preisklasse, ist sehr „konstant“. Wir in Deutschland haben recht strenge Richtlinien, was die Sendeleistung angeht, welche bei maximal 100mW angesetzt ist. An diese Sendeleistung haben sich alle Geräte zu halten!

Die Unterschiede bei der Reichweite kommen also primär von dem Antennenaufbau und der reinen „Leistung“. Router welche 1300Mbit/s schaffen haben beispielsweise nach 20 Metern in der Regel immer noch eine höhere Datenrate als ein Router, welcher von Anfang an nur 300Mbit/s schaffte.

Allerdings ab einem gewissen Punkt bricht bei allen Routern die Übertragungsrate komplett weg. Hier spielt es auch kaum eine Rolle um was für ein Modell es sich handelt. Wenn Ihr in Eurem Garten mit Eurem aktuellen Router keinen Empfang habt, ist es wahrscheinlich, dass sich dies mit dem ASUS RT-AC86U nicht groß ändern würde.

Habt Ihr aktuell in Eurem Garten ein wenig empfang, aber das Aufrufen von Webseiten dauert ewig, stehen die Chancen gut, dass der RT-AC86U hier eine deutliche Verbesserung der Situation erreichen kann.

Ich habe leider kein Labor für genaue Messungen der Reichweite, aber subjektiv war diese beim RT-AC86U sehr gut.

Hier noch eine kleine Distanzmessung + ein paar Vergleichswerte (zwei Wände und ca. 5-6 Meter Liftlinie zwischen AccessPoint und Client).

Wie wir sehen, sind gerade die Werte auf dem 5GHz Band sehr gut! Auf dem 2,4GHz Band kann dieser sogar ganz knapp an den großen ASUS ROG Rapture GT-AC5300 heranrücken.

 

USB Performance

Wie jeder moderne High End WLAN Router bietet auch der ASUS RT-AC86U die Möglichkeit USB Laufwerke, Festplatten, USB Sticks, externe SSDs, im Netzwerk freizugeben.

Der RT-AC86U bietet zwei USB Ports, einen 2.0 Port und einen 3.0 Port. WICHTIG!!! ASUS drosselt bei seinen Routern von Haus aus den USB 3.0 Port auf USB 2.0 Tempo. Dies geschieht um Interferenzen auf dem 2,4GHz Band zu minimieren. Diese Einstellung könnt Ihr unter WLAN -> professionell ändern.

Ich wünschte, ASUS würde diese Option nicht ganz so sehr verstecken.

Abseits davon ist aber die „NAS“ Funktionalität sehr gelungen! Ihr könnt auf die angeschlossenen Speichermedien via FTP, SMB oder Web zugreifen. Auch das Anlegen mehrerer Nutzer ist möglich, genauso wie das individuelle Bestimmen der Zugriffsrechte auf einzelne freigegebene Ordner. Eine Freigabe der Medien via UPNP oder einem iTunes Server ist ebenfalls möglich.

Super! Aber wie sieht es mit der Performance?

Sehr gut! Lesend sind, sofern das angeschlossene Speichermedium dieses Tempo unterstützt, über 110MB/s möglich und schreibend immer noch satte 93MB/s.

Praktisch liegen die Werte bei einem einfachen Zugriff via Windows etwas niedriger ( um die 80-90MB/s) aber auch das ist immer noch ein top Wert!

Wer seinen Router also auch als mini NAS nutzen möchte, ist hier Gold richtig.

 

Stromverbrauch

Heutzutage ist natürlich auch der Energieverbrauch von Geräten nicht ganz unwichtig. Wie viel Strom frisst der ASUS RT-AC86U?

Die Energieaufnahme schwankt natürlich etwas, aber im normalen Leerlauf (3 WLAN Clients verbunden, aber keine hohe Aktivität) verbraucht der RT-AC86U rund 9W.

Unter Last kann dieser Wert auf 10-12W ansteigen. Dies ist nicht übermäßig viel, ganz im Gegenteil. Für diese Leistung würde ich das sogar noch als einen recht niedrigen Stromverbrauch deklarieren.

 

Fazit

ASUS ist gut darin Hochleistungs-WLAN Router zu bauen. Dies zeigen sie auch beim RT-AC86U! Viel mehr Leistung ist aktuell kaum zu bekommen und macht auch selten praktisch Sinn.

Neben der Leistung ist aber gerade die Software eine große Stärke des RT-AC86U! Zwar ist dieser Router weniger etwas für Nutzer, welche so wenig einstellen wollen/müssen wie möglich, aber gerade Enthusiasten werden sicherlich an den detaillierten Einstellungsmöglichkeiten und den vielen Bonusfunktionen Spaß haben.

Hier spreche ich natürlich primär über die QoS Feature, die NAS Funktion und AIProtection. Gerade Letzteres kann ein großer Mehrwert sein, wenn man über viele Smart Home Geräte verfügt.

Wie steht es um Gaming? Dies ist schließlich ein wichtiger Marketingaspekt. Es gibt zwar einige erweiterte QoS Feature und WTFast Integration, aber viel dieses „Ultimatives Gaming-Erlebnis“ Gerede ist natürlich Marketing.  Der ASUS RT-AC86U ist natürlich ein sehr guter WLAN Router, aber Euer „Gaming Erlebnis“ wird hier auch nicht viel besser sein als bei anderen High End WLAN Routern einer ähnlichen Klasse.

Was ich aber voll unterschreiben würde, ist das der ASUS RT-AC86U ein WLAN Router für Enthusiasten ist. Im Gegensatz zu sehr vielen anderen Modellen auf dem Markt ist hier die Software nicht künstlich vereinfacht und auch die Leistung stimmt!

Von daher Daumen noch für den ASUS RT-AC86U, selbst zum Preis von rund 230€ (zum Zeitpunkt des Tests).

Asus RT-AC86U Home Office Router (Ai Mesh WLAN System, WiFi 5 AC...

  • Sehr hohe Datenrate
  • Viele Funktionen und Feature
  • Sehr detaillierte Benutzeroberfläche
  • Sehr Gute NAS Funktionalität
  • Hohe Reichweite
  • AIProtection
  • Benutzeroberfläche könnte Einsteiger überfordern

Das NZXT H700i im Test, das beste PC Gehäuse 2017!

Vor bereits einiger Zeit habe ich das NZXT S340 Elite auf Techtest.org getestet und kurz gesagt ich war begeistert! So begeistert das ich das S340 Elite mehrfach in meinem Freundeskreis empfohlen habe, worauf dieses auch mehrfach gekauft wurde.

Nun hat NZXT seine neuste Gehäuse Serie auf den Markt gebracht, welche vom H700i angeführt wird.

Das NZXT H700i hat einige Design Elemente des S340 Elite übernommen und verfeinert. Unter anderem ist beispielsweise das Platzangebot im H700i nun größer. Super für Wasserkühlungen und ähnliche Spielchen.

Ebenfalls neu ist eine „Cloud Anbindung“ durch die NZXT CAM Software. Dies ist natürlich nur halb richtig, das Gehäuse selbst ist natürlich nicht mit der Cloud verbunden, aber NZXT hat einen Controller vorinstalliert welcher die Steuerung von Lüftern und RGB LEDs erlaubt.

Für solche Dinge muss man natürlich auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Für das neue NZXT H700i werden gute 200€ fällig. Teuer durchaus, aber auf den.  ersten Blick auch nicht überzogen, sofern das H700i auch in der Praxis überzeugen kann.

Ist dies denn der Fall? Finden wir dies im Test des NZXT H700i heraus!

 

Das NZXT H700i

Das NZXT H700i ist ein recht schlichtes und „cleanes“ Gehäuse. NZXT setzt hier auf eine recht eckige Optik mit klaren Linien und wenig Schnörkeln. Die Front ist beispielsweise komplett glatt, es gibt hier keine Lüftungsöffnungen oder Ähnliches. Dies gilt ebenfalls für die Oberseite und die Rückwand.

Das wichtigste optische Element ist neben der Glas- Seitenwand natürlich die Farbe. Es gibt das H700i in vier Farben, weiß/schwarz, rot/schwarz, schwarz/schwarz und blau/schwarz. Für diesen Test habe ich die blau/schwarze Version zur Verfügung gestellt bekommen.

Die jeweiligen Farben bestimmen die Akzentfarbe des „Bügels“ im Inneren und der seitlichen Lüftergitter. Bei der weißen Version ist zudem die Front und der Deckel in Weiß. Der Innenraum ist aber beispielsweise bei allen Versionen schwarz.

Gefertigt ist das NZXT H700i aus Kunststoff (die Abdeckungen auf der Front und der der Oberseite), Stahl (die Innenkonstruktion) und Glas (die Seitenwand).

Qualitativ ist das H700i 1a! Das Gehäuse fühlt sich hochwertig und massiv an. Hier ist dieses dem hohen Preis würdig.

Das H700i wird von NZXT als premium Mid-Tower vermarktet. Das größte Mainboard Format, welches unterstützt wird ist also ATX. E-ATX Boards werdet Ihr nicht in das H700i bekommen! Kleinere Formate hingegen passen natürlich.

Für einen Mid-Tower ist das H700i allerdings recht groß. Ich hätte dieses auch schon als Big-Tower durchgehen lassen mit 23cm x 516cm x 49,4cm.

Dafür bekommt Ihr auch recht viel Platz im Inneren. Allerdings ist das H700i kein Gehäuse für Nutzer vieler Festplatten. Das H700i bietet folgenden Platz für Laufwerke:

  • 5x 2,5 Zoll SSDs, davon 3x sichtbar auf der Netzteilabdeckung, 2x hinter dem Mainboard
  • 2x 3,5 Zoll HDDs, vor dem Netzteil

Grundsätzlich ist es natürlich möglich noch mehr SSDs unter zu bekommen und beispielsweise in den 3,5 Zoll Schächten zu verschrauben. Aber es gibt erst einmal „nur“ fünf richtige SSD Mounts. Dies sollte allerdings für 99% aller Nutzer völlig ausreichen.

Die lediglich zwei 3,5 Zoll Schächte, welche sich unter der Netzteilabdeckung befinden, könnten allerdings für den ein oder anderen Nutzer schon etwas knapp sein. Solltet Ihr keine klassischen HDDs mehr haben, lassen sich diese 3,5 Zoll Schächte auch komplett entnehmen für mehr Kabelplatz.

Bei Lüftern bietet das H700i deutlich mehr Freiheiten.

  • Auf der Front 3x 120mm oder 2x 140mm
  • Auf der Rückseite 1x 120mm oder 1x 140mm
  • Unter dem Deckel 3x 120mm oder 2x140mm

Drei 120mm Lüfter und ein 140mm Lüfter befinden sich auch bereits mit im Lieferumfang. Die Front Lüfter, wie auch der Lüfter vor dem Netzteil, besitzen einen Staubfilter, welcher sich magnetisch entnehmen lässt.

Daher solltet Ihr Luft über die Front einziehen und über Rückseite und Deckel wieder ausstoßen.

Sonstiges

  • Mini-ITX, MicroATX, ATX
  • 7x Erweiterungsslots
  • Bis zu 41cm Platz für Grafikkarten

Auf der Oberseite finden wir die Standard Front IO. Hier befinden sich zwei USB 3.0 Ports, zwei USB 2.0 Ports, Kopfhörer und Mikrofon Anschlüsse und natürlich den Einschalter wie auch eine HDD Status LED.

 

Das Bauen und Besonderheiten

Wie baut es sich im NZXT H700i? Ich habe in dieses mein produktiv System gebaut, welches abseits der 280mm AIO Wasserkühlung ein Standard ATX System ist.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht im H700i zu bauen! Dieses Gehäuse geht ganz klar in die „dankbare“ Richtung. Es gibt keine Merkwürdigkeiten oder andere nervige Dinge.

Sogar die Mainboard Abstandhalter waren vorinstalliert, der mittlere Abstandhalter besitzt sogar das „Spitzen Design“. Setzt Ihr Euer Mainboard ein, wird dieses von diesem Abstandhalter in Position gehalten, sodass Ihr die anderen Schrauben entspannt eindrehen könnt.

Es gibt hinter dem Mainboard jede Menge Platz für Kabel. Zudem sind bereits einige Klett- Kabelbinder vorinstalliert und es gibt auch diverse Haken für normale Kabelbinder. Das oftmals entstehen Kabelchaos vor dem Netzteil wird zudem komplett von der Netzteil Abdeckung verdeckt.

Auch die Kabel welche seitlich vom Mainboard verlaufen sind unter dem großen Bügel fast unsichtbar. Daher ist das Kabelmanagement im NZXT H700i sehr einfach! Gerade wenn man nicht sonderlich gewissenhaft vorgeht ist es keinerlei Problem einen sauberen Innenraum zu wahren.

Nutzt Ihr eine AIO Wasserkühlung, oder sogar eine komplett selbst gebaute, ist das H700i von Optionen geprägt.

Der Radiator kann in die Front, in den Deckel oder unter den Deckel. Auf der Front und auch unter dem Deckel wäre auch eine beidseitige Bestückung des Radiators möglich.

Ich habe den 280mm Radiator in den Deckel gebaut, so ist dieser im Inneren nicht sichtbar. Leider habe ich hier aber auch einen kleinen Kritikpunkt.

Auf der Front und auch im Deckel lassen sich 3x 120mm Lüfter verbauen oder 2x 140mm. Verbaut Ihr die 140mm Lüfter gibt es leider recht große Lücken oberhalb oder unterhalb. Gerade beim Deckel halte ich dies für suboptimal da die Luft seitlich durch die Gitter gedrückt werden muss. Sofern Ihr keine Überdrucksituation in Eurem Gehäuse habt, könnte es passieren, dass ein Teil der warmen Luft durch diese Öffnungen wieder in den Innenraum gelangt.

Ich habe dieses Problem mit einem kleinen Stück schwarzer Pappe etwas behoben, welches ich über die Lücke geklebt habe. Ich denke nicht, dass dies ein großes Problem ist, aber dennoch.

Auch etwas problematisch können die SSD Mounts sein. Dies hängt allerdings etwas von Eurem Mainboard und Netzteil ab. Bei meinem Corsair HX750i haben nur die letzten SATA Stromstecker einen geraden Stecker, die anderen in der Reihe sind abgewinkelt. Diese abgewinkelten Stecker in der Reihe lassen sich nicht für die SSDs nutzen, welche von außen sichtbar sind.

Hier muss man gegebenenfalls mit SATA Verlängerungen arbeiten.

Auch war bei meinem Mainboard der Front USB 3.0 Port etwas unglücklich positioniert, welcher sich mit den SSDs auf der Netzteilabdeckung in die Haare kam. Erfreulicherweise könnt Ihr allerdings die Halterungen für die SSDs frei auf der Netzteilabdeckung verschieben!

Positiv ist wieder die Montage des Netzteils, dieses kann man einfach von hinten in das Gehäuse schieben. Da ich ein vollmodulares Netzteil habe, habe ich dies beispielsweise ganz am Ende gemacht.

Auch sehr gefreut hat mich die Rückwandabdeckung. Diese ist komplett Schraubenlos und lässt sich zum Schließen einfach hochklappen. Dieser Mechanismus funktioniert auch noch sehr gut, wenn etwas Gegendruck aufgrund von Kabeln vorhanden ist. Ein Einfaches schließen selbst mit Kabelchaos hinter dem Mainboard ist nichts Selbstverständliches.

Zum Abschluss noch etwas zu den beiden 3,5 Zoll HDD Schächten. Diese beiden Schächte lassen sich auf Wunsch komplett entfernen, so dass man vor dem Netzteil etwas mehr Platz hat, super!

 

Lautstärke und Qualität der Lüfter, Temperaturen

Die Lautstärke des Gehäuses hängt natürlich signifikant von den verwendeten Lüftern und Komponenten ab.  Die vier beiliegenden Lüfter sind zwar optisch nicht sonderlich spektakulär, aber qualitativ absolut okay.

Gerade da diese an der integrierten Lüftersteuerung hängen, welche diese auf einer recht niedrigen Drehzahl hält, ist das H700i von Haus aus ein recht leises Gehäuse.

Selbst auf 100% sind die Lüfter noch recht erträglich, ein Austausch wäre also nicht sofort nötig. Gerade wenn Euch die Optik nicht stört, kann man die Lüfter dauerhaft nutzen.

Was die Temperaturen angeht, ist ein Urteil ohne X andere Gehäuse zum Testen nicht ganz einfach. Mein Ryzen 7 1800x wird von der NZXT Kraken X62 auf 51 Grad unter Volllast gehalten. Dies liegt natürlich zum größten Teil an der guten Wasserkühlung, aber dies sind rund 3-4 Grad weniger als im NZXT Elite S340.

Grundsätzlich besitzt das H700i im Inneren einen recht hohen Luftstrom durch die drei 120mm Lüfter in der Front und die bis zu vier weiteren Lüfter oben und hinten im Gehäuse.

Probleme mit Temperaturen werdet Ihr also auch bei absoluten High End Komponenten nicht bekommen, falls doch, ist dies sicherlich nicht die Schuld des Gehäuses.

Wobei es natürlich auch Gehäuse mit einem noch höheren Luftstrom geben wird. Warum? Das Einsaugen der Luft über die Front und das Ausstoßen der Luft über den Deckel geschieht indirekt, also über die Seiten. Dies wird sicherlich einen leicht erhöhten Widerstand erzeugen.

Macht Euch darüber aber keinen Kopf! Was Lautstärke und Temperaturen angeht ist das H700i absolut top! Viel Luft nach oben gibt es hier nicht.

 

LED Streifen und NZXT CAM

Das große Feature des H700i ist natürlich unter anderem der vorinstallierte RGB LED Controller.  Neben dem Controller ist auch bereits ein LED Streifen im Deckel montiert und es gibt einen weiteren LED Header und einen optionalen LED Streifen mit im Lieferumfang, welchen Ihr seitlich oder mit Verlängerung unten anbringen könnt.

Wichtig, zwar handelt es sich hier um den Standard RGB LED Streifen Stecker, aber NZXT nutz 5V LED Streifen und nicht die normalen 12V Streifen!

Neben den LEDs kann der Controller auch bis zu sechs 3 oder 4 Pin Lüfter auf zwei Kanälen Steuern.

Um die Beleuchtung und die Lüfter zu steuern benötigt Ihr einen freien USB 2.0 Header auf Eurem Mainboard, mit welchem Ihr den Controller verbinden müsst.

Ist alles korrekt angeschlossen, könnt Ihr die NZXT CAM Software installieren und nutzen.

Für die CAM Software muss ich NZXT viel loben aber auch etwas tadeln. Grundsätzlich ist NZXT CAM die BESTE Software für die Steuerung von LEDs und Lüftern die ich jemals gesehen habe.

ASUS Aura, Gigabyte RGB Fusion usw. ist deutlich schlechter als die NZXT Software. Ihr habt hier ein Programm welches Euch die Temperaturen von diversen Komponenten anzeigen kann, die Taktraten, das Tempo der Lüfter usw. Ihr könnt sogar direkt in der CAM Software übertakten und FPS in Spielen überwachen!

Neben den üblichen Beleuchtungsmustern könnt Ihr auch die Beleuchtung anhand Euer FPS einstellen. Beispielsweise bei unter 30 FPS rot, 30-40 orange, 40-50 gelb, 50-60 grün usw. Die Beleuchtung kann sogar Eure Lebenspunkte in CS Go widerspiegeln. Auch das Widerspiegeln von CPU Temperaturen in der Beleuchtung ist einstellbar.

Natürlich sind auch die Standard Modi mit dabei. Also das Einfache Leuchten in einer Farbe, Farbwechseln, Blinken usw.

Lüfter lassen sich mit fixen % Werten steuern oder mithilfe von Temperatur-Kurven. Hier gibt es vordefinierte Profile, es lassen sich aber auch eigene Erstellen.

Kurzum die CAM Software von NZXT ist visuell und funktional absolut top! Aber es ist auch nicht alles Gold was glänzt. Ich nutze die CAM Software aufgrund meiner NZXT Kraken AIO Wasserkühlung schon des Längeren, daher kann ich die Entwicklung der Software ganz gut nachvollziehen.

Zwischenzeitlich war CAM Software extrem instabil und auch recht unzuverlässig. In den letzten 1-2 Monaten gab es einige Updates, welche hier deutlich geholfen haben. Mittlerweile ist die CAM Software deutlich stabiler und Problemloser. Allerdings gibt es auch noch kleinere Bugs und Probleme. Beispielsweise das Overlay mit FPS Angabe, Temperaturen usw. ist bei mir teilweise doch etwas unzuverlässig und funktioniert manchmal ohne Grund nicht.

Hier hat NZXT durchaus noch ein wenig Feinschliff vorzunehmen, aber die Basis Funktionen der Licht und Lüfter-Steuerung funktioniert mittlerweile tadellos.

Wo wir gerade bei Licht sind, wie sieht denn die Beleuchtung des H700i aus? Grundsätzlich ist der LED Streifen ausreichend hell und die Farben top. Dieser kann auch wirklich das komplette Farbspektrum gut darstellen.

Wählt aber die Farbe des Gehäuses weise! Wollt Ihr wirklich die volle Farbdröhnung, nehmt vorzugsweise das weiße H700i. Dieses spiegelt Farben am gleichmäßigsten wieder. Beim blauen H700i wirken hingegen blau/lila Töne am besten, während Gelbtöne beispielsweise nicht so gut zur Geltung kommen.

Man muss natürlich auch nicht immer alles „bunt“ beleuchten. Das Schöne an RGB LEDs ist, dass Ihr Euch einfach eine Farbe aussuchen könnt. Beispielsweise eine einfache weiße Beleuchtung geht immer und sieht auch gut aus.

 

Fazit

Wie auch schon beim NZXT S340 Elite fällt mein Fazit auch beim H700i extrem positiv aus!

Die Gründe hierfür sind offensichtlich, das Gehäuse ist wie ich finde extrem schick und auch qualitativ 1A. Dies ist kein unnötig auffälliges „G4m3r“ Gehäuse, sondern überzeugt durch schlichte Eleganz, welche auch noch in x Jahren nicht deplatziert wirken wird.

Diese schlichte Eleganz wird allerdings durch die doch etwas auffälligeren Farboptionen aufgepeppt. Sicherlich trägt dazu auch der RGB LED Streifen etwas bei. Der verbaute Controller für den LED Streifen und die Lüfter ist sicherlich einer der größten Pluspunkte am H700i.

Gerade die CAM Software kann durch ihre gefühlt hundert Optionen und Möglichkeiten überzeugen. Mit dem neusten Software Updates ist diese auch deutlich zuverlässiger und stabiler geworden.

Ein weiterer großer Pluspunkt des H700i ist natürlich das Nutzen des Gehäuses. Gerade das Bauen im NZXT H700i macht sehr viel Spaß, auch wenn man kein „Kabelmanagement Meister“ ist, wird es dennoch sehr leicht Fallen gute und aufgeräumte Ergebnisse im H700i zu erzielen.

Das Gehäuse bietet bergeweise Platz für Kabel inklusive diverser Klett Kabelbinder, Hacken für normale Kabelbinder und Kabelführungen. Auch Platz für Wasserkühlungen ist mehr als genug vorhanden.

Etwas knapp sind vielleicht die Schächte für Festplatten. Ihr werdet maximal zwei Stück vernünftig im H700i unterbringen können. Dies ist eher ein Gehäuse für Nutzer, welche bereits auf SSDs umgestiegen sind.

Abseits davon gab es aber keine größeren Auffälligkeiten oder Besonderheiten. Das H700i eignet sich definitiv sowohl für Anfänger wie auch für erfahrene PC Bauer.

Kurzum ich bin sehr zufrieden mit dem, was NZXT hier anbietet! Das H700i ist eins der besten PC Gehäuse aktuell auf dem Markt!

Ob Ihr nun die 200€ für das H700i auf den Tisch legen solltet, hängt primär von der Optik Frage ab. Gefällt Euch das Gehäuse? Findet Ihr die Smart Feature und den LED Streifen interessant? Falls ja sehe ich keinen Grund vom Kauf abzuraten!

Die AUKEY LT-ST16 10W Schreibtischlampe im Test

LED Schreibtischlampen gibt es duzende, ob nun im Einzelhandel, bei Discountern oder auch im Online Handel. Aber oftmals ist es doch erstaunlich schwer ein wirklich gutes Modell zu finden, gerade wenn man etwas mehr Lichtleistung sucht.

AUKEY verspricht genau diese mit seiner LT-ST16 10W Schreibtischlampe. 10W Leistung ist bei einer LED Lampe nicht wenig, dafür verlangt AUKEY aber auch gute 50€. Dies ist nicht übertrieben viel Geld für eine Schreibtischlampe, gerade dann, wenn man die Designer Modelle ansieht, aber auch nicht wenig.

Von daher wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob die AUKEY LT-ST16 10W Schreibtischlampe überzeugen kann. An dieser Stelle vielen Dank an AUKEY für das Zurverfügungstellen der Lampe.

 

Die AUKEY LT-ST16 10W Schreibtischlampe im Test

Optisch finde ich die AUKEY LT-ST16 10W Schreibtischlampe sehr gelungen. Diese wirkt modern und hochwertig gestaltet. Zwar ist sicherlich das Design des Kopfes etwas ungewöhnlicher, aber das muss ja nichts Schlechtes sein.

Gerade in einem recht sauber eingerichteten Büro wird die LT-ST16 einen guten Eindruck machen.

Beim Material setzt AUKEY primär auf Kunststoff und Plexiglas, dies sind zwar keine absoluten Premium Materialien, aber die Verarbeitung passt.

Der Fuß der Schreibtischlampe ist etwas größer designt und gibt dieser einen sicheren Stand. AUKEY nutz hier ein recht flaches, aber breites Design.

Der Standfuß ist durch eine Plexiglasplatte abgedeckt, was die Optik etwas hochwertiger anmuten lässt. Zudem sind auch im Standfuß die Tasten zur Steuerung der Lampe integriert. Wobei Tasten nicht ganz richtig ist, es handelt sich um Touch Tasten, welches sich physisch natürlich nicht drücken lassen. Hiervon gibt es gleich sechs Stück. Neben den Einschalter gibt es zwei Tasten zur Steuerung der Lichtfarbe, zwei Tasten zur Helligkeitseinstellung und eine Taste für einen Timer.

Zwar bin ich nicht der größte Fan von Touch Tasten, aber immerhin werden hier Berührungen gut registriert.

Der Lampenarm der AUKEY LT-ST16 ist extrem flexibel was die Einstellungsmöglichkeiten angeht. Ihr könnt den Kopf der Lampe an zwei Stellen rauf und runter klappen, Ihr könnt diesen nach links und rechts drehen und auch das Lichtpanel im Winkel verstellen.

Das Lichtpanel ist eine große Besonderheit der LT-ST16. Diese besitzt nicht einfach ein paar LEDs auf einem Fleck sondern hat etwa die Größe von einer Handfläche, auf welcher die LEDs gleichmäßig verteilt sind.

Natürlich werden die LEDs auch von einer Milchglas Platte bedeckt, sodass das Licht besser verteilt wird und nicht in den Augen weh tut.

Eine weitere Besonderheit der AUKEY LT-ST16 10W Schreibtischlampe ist der USB Port, welcher seitlich am Standfuß angebracht ist. Leider besitzt dieser „nur“ 1A Leistung. Dies reicht ein Smartphone mit einem langsamen bis normalen Tempo aufzuladen oder im Sommer um einen USB Ventilator zu nutzen.

Von daher würde ich dies als netten Bonus einstufen.

 

Das Licht

Wie steht es aber nun um die Funktion als Lampe? AUKEY gibt die Leistung dieser mit 10W an und die Farbtemperatur mit 2700-6500K. Ihr könnt die Schreibtischlampe in diesem Bereich frei einstellen, auf gut Deutsch Ihr könnt zwischen sehr kaltem Weiß, einem sehr warmen Weiß und allen Bereichen dazwischen das Licht frei auswählen, sehr schön!

Etwas weniger schön ist der CRI Wert von 60. Dies ist höchstens mäßig gut. Was bedeutet der CRI Wert? Farben werden je nach Lichtquelle unterschiedlich abgebildet, selbst wenn die Lichtquellen die gleiche Farbtemperatur haben. Umso höher der CRI Wert ist umso echter und natürlicher sind die Farben. 100 wäre hier der optimale Wert, welcher der Sonne entspricht.

Ihr wollt unter der AUKEY LT-ST16 also keine Arbeiten machen bei welchen es auf eine hohe Farbgenauigkeit ankommt.

Aber dies bedeutet natürlich nicht, dass das Licht der AUKEY schlecht ist, oder? Nein, das Licht ist subjektiv sehr ordentlich. Gerade die maximale Helligkeit ist mehr als ausreichend einen Schreibtisch zu beleuchten. Die Helligkeit ist ganz klar eine Stärke der LT-St16.

Hierbei sei allerdings dazu gesagt, dass das Licht natürlich nur nach unten abgestrahlt wird.

So wird das Licht natürlich auf die Arbeitsfläche fokussiert, was grundsätzlich natürlich wünschenswert ist. Wollt Ihr allerdings einen Raum oder einen Teil eines Raums beleuchten ist dies  suboptimal.

Was die Lichtfarbe angeht, habt Ihr natürlich die Wahl. Am besten gefällt mir hier eine mittlere Stufe, welche auch am hellsten ist. Ich nehme an die Lampe wird kalt-weiße LEDs und warm-weiße LEDs haben, welche je nach der eingestellten Lichtfarbe unterschiedlich gemixt werden. Daher ist das Licht auf einer mittleren Stufe am hellsten, da hier alle LEDs auf voller Power aktiv sind.

 

Fazit

Ihr sucht eine gute und helle Schreibtischlampe? Dann schaut Euch die AUKEY LT-ST16 gut an! Diese kann nicht nur aufgrund des hellen Lichts und der Licht-Farbwahl überzeugen.

Auch das Design ist wie ich finde klasse! Gerade auf einem modernen und aufgeräumten Schreibtisch wird diese klasse wirken.

Hinzu kommen Bonus feature wie der Timer und der mit 1A eher mittelmäßig starke USB Port. Letzter reicht aber locker um ein normales Smartphone, einen Bluetooth Lautsprecher oder Ähnliches zu laden.

Kurzum ich bin mit der AUKEY LT-ST16 10W Schreibtischlampe sehr zufrieden! Auch der Preis von 50€ geht in Ordnung aufgrund der hohen Lichtleistung.

Das BQ Aquaris V im Test, mit Big Pixel Kamera zum Erfolg?

BQ Smartphones gehören schön länger zu meinen Favoriten wenn es um gute Geräte zu einem fairen Preis geht. Mit dem Aquaris V hat BQ sein neustes Smartphone in der 200€ Preisklasse vorgestellt.

Dieses soll hier besonders mit seiner hochwertigen „Big Pixel“ Kamera überzeugen, wie aber auch mit seiner hochwertigen Verarbeitung und der guten Software.

Aber natürlich werben alle Smartphone Hersteller immer mit sehr schönen Worten, um ihre Geräte an den Kunden zu bringen.

Wie sieht es hier beim BQ Aquaris V aus? Kann dieses im Test und der Praxis überzeugen, oder sollte man besser zu einem anderen Gerät greifen?

Finden wir dies heraus!

 

Das BQ Aquaris V im Test

BQ setzt beim Aquaris V auf ein recht hochwertiges Gehäuse. Dieses ist zwar optisch nichts Ungewöhnliches, aber von seiner Haptik ganz ordentlich.

Es handelt sich bei der Rückseite um schwarzes Aluminium, welches aufgrund seiner Beschichtung leider etwas anfällig für Fingerabdrücke ist. Am oberen und unteren Rand des Smartphones sind wie oft üblich Daumen dicke Plastikabdeckungen angebracht, welche für einen besseren Empfang sorgen sollen.

Der Übergang zwischen Plastik und Aluminium ist zwar nicht ganz perfekt, aber für ein Smartphone dieser Preisklasse mehr als ordentlich.

Das Aluminium der Rückseite zieht sich auch um die Ränder des Smartphones, welche hierdurch abgerundet sind. Das Aquaris V liegt ganz gut in der Hand!

Dies liegt auch an dem vergleichsweise kompakten 5,2 Zoll Display, welches wir gemeinsam mit den BQ typischen kapazitiven Tasten auf der Front finden. Leider sind diese kapazitiven Tasten nicht beleuchtet, Ihr müsst Euch also die Position dieser einprägen.

Ebenfalls auf der Front ist die 8 Megapixel Frontkamera mit LED Blitz! Ja für bessere Selfies in der Nacht besitzt das Aquaris V einen Front LED Blitz.

Die drei üblichen Smartphone Tasten, ein/aus, lauter und leiser, befinden sich klassisch am rechten Rand des Smartphones. Auf der linken Seite ist hingegen der SIM Karten Slot, das Auqaris V besitzt einen Dual SIM Slot, bei welchem Ihr Euch aber zwischen Dual SIM oder single SIM und Speichererweiterung entscheiden müsst.

Der Kopfhöreranschluss ist auf der Oberseite angebracht und der microUSB Ladeport gemeinsam mit dem Lautsprecher auf der Unterseite.

Auf der Rückseite ist die 12 Megapixel Kamera, ein LED Blitz und der Fingerabdruckscanner zu finden.

 

Software

BQ macht einen tollen Job was die Software auf ihren Smartphones angeht. Auch das BQ Aquaris V setzt auf ein fast „Stock Android“, das bedeutet der Hersteller hat hier keine Modifikationen oder nur geringe Modifikationen am normalen Android Betriebssystem vorgenommen.

Im Falle des Aquaris V ist lediglich der Einrichtungsprozess von BQ etwas modifiziert worden, wie auch die Kamera App und ein paar Einstellungen.

Abgesehen davon habt Ihr das reine Android wie Ihr es auch auf einem Nexus oder Pixel Gerät finden würdet. Zwar läuft auf dem Aquaris V noch mit Android 7.1.2 aber beispielsweise der Launcher ist schon der neue „Pixel“ Launcher mit der hochschiebbaren App Übersicht und der Google Now Ansicht auf der ganz linken Seite. Auf Wunsch gibt es auch den Google Assistent auf dem V.

Vorinstallierte 3. Anbieter Apps sind beispielsweise auf dem Aquaris V keine zu finden! Dementsprechend fällt der freie Speicher bei meiner 32GB Version mit rund 24GB auch ausreichend groß aus.

Neben den Basisfunktionen von Android hat BQ dem Aquaris V auch eine Gestensteuerung verpasst wie auch beispielsweise eine erweiterte und Anpassbare Steuerung für die Benachrichtigungs LED.

Softwareseitig ist das BQ Aquaris V aus meiner Sicht vorbildlich!

 

Display

Das BQ Aquaris V besitzt ein 5,2 Zoll Display, das aber nur mit 720p also 1280×720 Pixeln auflöst. Dies ist zugegeben eine kleine Schwäche des Aquaris V. Bei einem Preis von rund 200€ sollte doch ein Full HD Panel im Jahr 2017 möglich sein.

Aber wie steht es um die Haben- Seite? Wie sieht das 720p Display aus?

An sich ist das Display okay. Dieses ist definitiv nicht das Highlight des Aquaris V. Farben sind soweit okay, auch die Schärfe ist erst einmal in Ordnung. Aber Kontraste wirken teilweise etwas schwach (der Schwarzpunkt ist höchstens mittelmäßig) und bei einer schrägen Betrachtung verwaschen Farben merklich.

 

Audio

Das BQ Aquaris V besitzt einen normalen Lautsprecher auf der Unterseite, wie klingt dieser? Ganz okay würde ich sagen. Erwartet nicht zu viel, aber für den üblichen Alltagseinsatz ist der Lautsprecher mehr als ausreichend!

Er ist durchschnittlich laut, klar aber nicht zu dünn. Musik besitzt ein akzeptables Klangvolumen, wer sein Smartphone gelegentlich mal als „Radio“ einsetzt, sollte mit dem Aquaris V durchaus klarkommen.

Der Kopfhöreranschluss bietet mit meinen Referenz Ohrhörern (Sennheiser IE 80) eine solide Standard Qualität. Ähnliches gilt auch für die Ohrmuschel.

Diese ist ausreichend laut und klar. Das verbaute Mikrofon ist ebenfalls okay, sofern die Umgebung nicht allzu laut ist. Beispielsweise an einer vielbefahren Straße funktioniert das Noise Cancelling eher mäßig gut.

 

Kamera

Kommen wir endlich zur Kamera, welche laut BQ ja eins der Highlights des Aquaris V sein soll. Erfreulicherweise geht BQ sehr offenen mit der Kamerahardware um. BQ setzt hier auf einen Sony IMX386 Kamerasensor mit einer Blende von f2.0 und 12 Megapixeln.

Sony Kamerasensoren gelten als die besten auf dem Markt und auch der IMX386 ist auf dem Papier ein sehr guter Sensor, welcher unter anderem auch im Xiaomi Mi Mix 2 oder Xiaomi MI6 zum Einsatz kommt. Der Beisatz „Big Pixel“ kommt von dem vergleichsweise großen Fläche des Sensors mit 1.25 µm/pixel. Wobei „groß“ sehr relativ ist, der IMX386 ist ein 1/2.9″ Sensor, für einen 200€ Smartphone ist dies recht groß.

Wie sieht es in der Praxis aus?

Ehe wir zur Bildqualität kommen ein paar Worte zur Kamera App. dies ist eine der wenigen „nicht Standard“ Apps auf dem Aquaris V und das freut mich!

Ich mag die Kamera App von BQ sowohl was die Optik aber auch die Funktionalität angeht. Neben einem voll automatik Modus gibt es einen sehr guten manuellen Modus in welchem Ihr fast alle Einstellungen selbst bestimmen könnt. Ebenfalls mit an Bord ist HDR, Auto HDR und HDR +!

Gerade der von den Google Pixel bekannte HDR + Modus ist außerordentlich interessant. Wenn ich einen Kritikpunkt hätte, wäre dies die Qualität des Live View. Der Live View wirkt sehr niedrig aufgelöst und daher immer recht unscharf. Es ist extrem schwer zu beurteilen ob der Fokus sitzt oder nicht.

Immerhin die Performance der Kamera App stimmt. Normale Aufnahmen werden ohne Verzögerung aufgenommen und gespeichert. HDR und HDR+ Bilder brauchen zwar ca. eine Sekunde, aber das ist in der Preisklasse normal.

Kommen wir nun aber zur Bildqualität des BQ Aquaris V.

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

(Laden der Bilder kann etwas dauern! Rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit noch mehr Bildern)

BQ hebt die Kamera des Aquaris V durchaus zurecht als Highlight hervor! Bei Tageslicht sind die Bilder knacke scharf und die Farben klar. Auch die Dynamik des Sensors ist 1a, auch ohne HDR+.

Was die Bildstimmung angeht ist das Aquaris V „out of the Box“ recht konservativ. Farben sind natürlich, aber beispielsweise etwas weniger leuchtend als bei Samsung Smartphones.

Unterm Strich bin ich mit den Aufnahmen bei Tageslicht sehr zufrieden! Hier ist das Aquaris V durchaus eins der besten Kamera Smartphones dieser Preisklasse. Dabei hatte dieses aufgrund von schlechtem Herbstwetter durchaus mäßige Grundbedingungen.

HDR+ bringt nochmals eine verbesserte Bildqualität. Zwar ist HDR+ beim Aquaris V etwas weniger dezent, verglichen mit dem HDR+ bei Google Smartphones, aber es verbessert definitiv die Dynamik und die generelle Bildstimmung. Aber dies ist auch etwas Geschmackssache.

Kein HDR
HDR+

Aber eine gute Qualität bei Tageslicht ist natürlich nur die eine Seite der Medaille, wie sieht es im Low Light aus?

Gut aber auch nicht überragend! Wie beworben sorgen die „Big Pixel“ durchaus für eine bessere Bildqualität als bei vielen Konkurrenten in dieser Preisklasse auch dann wenn keine pralle Sonne herrscht.

Natürlich ist dies noch keine „Flaggschiff“ Performance, welche das Aquaris V bietet, aber für ein 200€ Smartphone ist dies gut!

Allerdings im komplett Dunklen bricht dann doch die Bildqualität recht schnell ein. Das Rauschen ist noch in einem erträglichen Rahmen, aber die Schärfe baut stark ab. Erstaunlicherweise bietet hier das Aquaris X weiterhin eine bessere Bildqualität, trotz kleinerem Sensor und höherer Auflösung.

Wie steht es um den Video Modus? Ganz gut, erfreulicherweise kann das Aquaris V trotz der nur 720P Display Auflösung Full HD Videos machen. Diese besitzen eine gute Schärfe und klare Farben. Leider ist aber wie meist üblich bei günstigeren Smartphones keine übermäßig gute Stabilisierung mit an Bord.

Man muss sich also etwas Mühe geben das Smartphone ruhig zu halten, dann werden Videos auch qualitativ ordentlich.

 

Benchmarks

BQ setzt im Aquaris V auf den Qualcomm Snapdragon 435 in Kombination mit 3GB RAM. Der 435 von Qualcomm ist in der freien Wildbahn eigentlich seltener anzutreffen, der normale Snapdragon 430 ist hier deutlich verbreiteter, beispielsweise im Moto G5.

Was kann der Snapdragon 435 besser als der 430? Bei beiden SoCs (System on Chip) handelt es sich um den gleichen Prozessor, 1.4 GHz Cortex-A53, und die gleiche Grafikkarte, Adreno 505. Der einzige Unterschied ist das LTE Modul, welches beim Snapdragon 435 neuer und besser ist.

Hierdurch unterstützt auch das Aquaris V LTE Cat 7 mit bis zu 300Mbit, nett! Wie steht es um die Performance? Ist diese beim Snapdragon 435 wirklich nicht besser als beim Snapdragon 430?

Schauen wir uns dafür ein paar Benchmarks an:

Das BQ Aquaris V schneidet in Benchmarks wie zu erwarten war ab. Dieses liegt mit einem Moto G5, Huawei 5X, Wiko WIM Lite usw. in Benchmarks ungefähr gleich auf.

Der Snapdragon 435 bietet eine solide Leistung in der mittel bis unteren Mittelklasse, welche einem 200€ Smartphone absolut würdig ist. Hierbei kann das BQ Aquaris V durchaus mit 3-4 Jahre alten High End Smartphones mithalten. Beispielsweise das Nexus 6 aus dem Jahr 2014 bietet, laut Antutu Benchmark, schlechtere Werte als das Aquaris V! Beeindruckend!

Auch die Werte für den Speicher und das WLAN sehen soweit ganz gut aus! Das BQ Aquaris V unterstützt auch erfreulicherweise WLAN AC und das 5GHz Band!

 

Das BQ Aquaris V in der Praxis

Aber Benchmarks sind nur das eine, die Praxis das andere. Wie schlägt sich hier das V?

Das BQ Aquaris V ist kein Flaggschiff Smartphone, dem muss man sich bewusst sein. Aber mittlerweile sind auch Smartphones in der 200€ Preisklasse im Alltag mehr als ausreichend, so auch das BQ Aquaris V.

Apps starten schnell und die üblichen Alltagsanwendungen laufen problemlos. Dabei spreche ich WhatsApp, Facebook, Twitter usw. Auch der Webbrowser liefert eine gute Performance, ja es kann bei sehr großen Webseiten, wie techtest.org, durchaus passieren, dass beim Laden der Browser etwas schwammiger reagiert. Aber dank schnellem WLAN bzw. LTE ist das Laden in der Regel sehr schnell abgeschlossen und danach lässt sich die Webseite in der Regel absolut flüssig scrollen!

Auch die Benutzeroberfläche reagiert prompt auf Eingaben und das Scrollen zwischen Homescreens ist absolut flüssig. Dies liegt natürlich an der fähigen Hardware mit dem guten Snapdragon 435 aber auch an der leichten Android Version ohne unnötig Bloatware.

Wie sieht es bei Spielen aus?

Ehe wir über die Spiele Performance reden, nochmals lob für das gute verbaute WLAN, welches größere App Downloads wie Spiele doch recht flott von der Hand gehen lässt.

Bei der Spiele Performance kommt es natürlich auf die Frage an über welche Spiele wir reden. Die üblichen Top Spiele im Google Play Store laufen selbstverständlich problemlos. Dies ist aber auch keine Überraschung, diese Spiele sind für den Massenmarkt gemacht und sollen daher auf so vielen Smartphones wie möglich laufen. Hier hat das BQ Aquaris V mehr als genug Rechenleistung.

Bei etwas aufwendigeren Spielen macht das Smartphone aber auch eine gute Figur. Ob nun Marvel Future Fight, Pokemon Go, Dungeon Hunter 5 usw. teilweise muss man mit einer mittleren bis hohen Detailstufe leben, aber die Spiele laufen. Teilweise mit leichten Ruckeln bei sehr vielen Effekten, aber das ist so zu erwarten.

Ich denke hier hilft auch das 720p Display etwas. Weniger Auflösung = weniger benötigte Leistung.

Natürlich spürt man hier einen gewissen Unterschied zu High End Smartphones, gerade was die Ladezeiten angeht. Aber dieser Unterschied ist gerade für Casual Spieler absolut zu verkraften.

 

Akku

Das BQ Aquaris V verfügt über einen 3100mAh starken Akku. Dies ist eine erst einmal sehr solide Kapazität. Wie sieht es aber in der Praxis aus?

In meinem üblichen Praxistest, Webbrowsen, Youtube, leichtes Gaming, Social Media usw. bei einer mittleren Displayhelligkeit, erreichte das Aquaris V rund 6-7 Stunden aktive Nutzungszeit.

Dies ist ein solider bis guter Wert! Klar mit durchgehendem Gaming auf hoher Displayhelligkeit kann man den Akku auch in 4 Stunden leer saugen, aber der Normalnutzer wird mit dem BQ Aquaris V problemlos durch den Tag kommen.

Für Wenignutzer sollte auch ein zweiter bis dritter Tag durchaus möglich sein.

Beim Wiederaufladen unterstützt das BQ Aquaris V im Übrigen auch Quick Charge 3.0. Damit ist das Smartphone in rund 1,5 Stunden wieder aufgeladen (12,5W Leistungsaufnahme in der Spitze).

 

Fazit

Ein weiteres gelungenes Smartphone aus dem Hause BQ! Das Aquaris V liefert eine fast perfekte Vorstellung im Test.

Die größte Stärke ist wie von BQ beworben in der Tat die Kamera. Die 12 Megapixel Hauptkamera liefert eine wirklich gute Qualität für ein 200€ Smartphone und das auch bei allen Lichtbedingungen! Klar im Low Light kann man hier nicht ganz mit den großen High End Smartphones mithalten, aber für ein 200€ Smartphone ist die Bildqualität auch im Dunklen gut!

Aber nicht nur die Kamera kann überzeugen, auch die Software, welche im Grunde ein leicht verfeinertes Stock Android ist, ist definitiv ein Pluspunkt, genau wie die gute Alltags Performance.

Der hier verbaute Snapdragon 435 reicht im Alltag eigentlich mehr als aus. Klar bei größeren Spielen kann ein Smartphone mit mehr Leistung schon noch Vorteile bringen, aber diese kosten dafür auch mehr. Ich denke, dass der Normalnutzer, welchem es primär um eine gute Leistung in Apps wie Facebook, Twitter, WhatsApp geht, hier absolut zufrieden sein wird.

Ansonsten ist auch der Akku, der Lautsprecher, die Empfangsqualität, die Verarbeitung und Haptik usw. absolut in Ordnung.

Allerdings gibt es einen kleinen Minuspunkt! Das Display ist ganz klar das schwächste Glied in der Kette. Es handelt sich hier um ein mittelmäßiges 720p Panel. Dieses ist ausreichend hell, aber farblich etwas blass (gerade was das Schwarz angeht) und nunmal nur mit 720P auflösend. Hier habe ich das Gefühl, dass mehr gegangen wäre.

Ist das Display ein Dealbreaker? Hier hat zwar die Konkurrenz ganz klar bessere Alternativen, aber unterm Strich würde ich sagen nein.

Das BQ Aquaris V ist ein top Smartphone in der 200€ Preisklasse! Gerade dann, wenn man auf eine schlanke Software und gute Kamera Wert legt!

Alternativ schaut Euch das BQ Aquaris X an. Dieses ist zwar ca. 50€ teurer aber auch noch ein Stück besser als das Aquaris V.

Positiv

  • Gute Haptik
  • Gute Alltagsperformance des Snapdragon 435
  • Gute Kamera, sowohl bei Tageslicht wie aber auch bei schwierigen Lichtverhältnissen
  • HDR + Feature
  • Schlankes Standard Android mit guten Bonus Funktionen
  • Gute Empfangsqualität

 

Negativ

  • Display mittelmäßig

Das Gigaset GS370 im Test, mit randlosem Display und dual Kamera zum Erfolg?

Gigaset meint es mit seinen Bemühungen im Smartphone-Geschäft ernst. Nach dem GS160, GS170, GS270 folgt nun das neue GS370.

Wie man bereits anhand des Namensschemas erkennen kann, ist das GS370 das größte und auch aktuell teuerste Smartphone in Gigasets aktuellem Line-Up.

Zwar wagt sich Gigaset noch nicht ganz in das premium Preissegment, aber für rund 300€ erhaltet Ihr hier ein erst einmal sehr interessant aussehendes Smartphone.

Das Gigaset GS370 soll mit einem großen 5,7 Zoll Display, besonders kleinen Display Rahmen, einer Dual Kamera und bis zu 4GB RAM punkten können.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann das GS370 für den durchaus schon gehobenen Preis überzeugen? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Gigaset für das Zurverfügungstellen des GS370!

 

Gigaset GS370 vs. GS370 Plus

Das Gigaset GS370 gibt es in zwei Versionen, die normale Version und die Plus Version. Beide Versionen sind sehr ähnlich, die grundsätzliche Ausstattung ist bei beiden Modellen identisch, es gibt lediglich drei Unterschiede.

  1. Speicher, 32GB zu 64GB
  2. Arbeitsspeicher 3GB zu 4GB
  3. Frontkamera 5MP zu 8MP

Ansonsten ist das Display, die Hauptkamera usw. identisch. Welche Version würde ich empfehlen? Dem Normalnutzer vermutlich die normale Version. 32GB Speicher ist schon ausreichend viel und den Unterschied zwischen 3GB RAM und 4GB RAM merkt man im Alltag kaum bis gar nicht.

Mittel- bis Intensivnutzern würde ich allerdings die 20€ Aufpreis empfehlen. 64GB Speicher ist „nett“ genau wie die bessere Frontkamera, wenn man viele Selfis macht.

 

Das Gigaset GS370

Gigaset setzt beim GS370 erstmals auf ein Aluminiumgehäuse, was seine Smartphones angeht. Hierdurch wirkt das GS370 durchaus ein Stück hochwertiger und edler als beispielsweise das GS270 von Gigaset.

Allerdings scheint die Metall Rückseite auch nicht übermäßig dick zu sein. Ob dies nun eine Kosteneinsparung ist oder um das Gewicht gering zu halten, kann ich nicht sagen. Letzteres ist allerdings vergleichsweise gering mit 145g, was natürlich erfreulich ist.

Allgemein ist das GS370 ein recht handliches Smartphone, für seine 5,7 Zoll Display Diagonale. Es ist natürlich nicht super kompakt, aber es entspricht eher einem 5,2-5,5 Zoll Gerät. Wie kommt dies?

Gigaset setzt beim GS370 erstmals auf ein 18:9 Display mit sehr schmalen Rändern. Das bedeutet das Display ist nach oben und unten etwas weiter ausgedehnter, als bei sehr vielen anderen Smartphones und die Ränder sind deutlich schmaler.

Dieser Trend wurde natürlich von High End Smartphones dieses Jahr vorgemacht, welche ebenfalls meist über ein vollflächiges Display verfügen.

Zwar sind die Ränder beim GS370 immer noch etwas größer als bei einem Samsung Galaxy S8 oder iPhone X, aber für ein Einsteiger/Mittelklasse Gerät sind diese schon extrem schmal.

In der bis 400€ Preisklasse sind weiterhin Daumen Dicke Ränder oberhalb und unterhalb des Displays eigentlich normal. Von daher wirkt hier das GS370 schon fast schon etwas futuristisch.

Optisch hingegen ist das Gigaset abseits des Display recht „gewöhnlich“. Wir haben hier ein einfaches schwarzes Aluminium Smartphone mit zwei Plastik Antennenstreifen auf der oberen und unteren Rückseite. Lediglich der rot lackierte Ein/Ausschalter peppt das ansonsten recht klassische Design etwas auf.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum.

Auf der Front finden wir neben dem angesprochenen 5,7 Zoll HD Display natürlich auch die Front Kamera (5 oder 8 Megapixel) und die Ohrmuschel. Das GS370 setzt natürlich auf On-Screen Tasten, gesonderte kapazitive Tasten unter dem Display sind also nicht zu finden.

Auf der Unterseite des Smartphones ist der microUSB Ladeport und der Lautsprecher, der Kopfhöreranschluss ist hingegen auf der Oberseite angebracht.

Die drei üblichen physischen Smartphone Tasten sind auf der rechten Seite zu finden, der Schlitten für die SIM Karten und die Speicherkarte auf der linken Seite. In das GS370 lassen sich zwei SIM Karten und eine Speicherkarte gleichzeitig einsetzen, sehr schön!

Auf der Rückseite finden wir gleich zwei Kameramodule, einen dual LED Blitz und einen Fingerabdruckscanner auf seiner üblichen Position.

 

Software

Gigaset setzt beim GS370 auf Android 7.0. Hierfür ist aber ein Upgrade auf Android 8.0 oder 8.1 für Anfang nächsten Jahres versprochen.

Wie ist aber „ist“ Zustand?

An sich gibt es hier nicht viel Außergewöhnliches zu berichten. Gigaset setzt auf Stock Android. Man hat hier also am Standard Android keine bzw. kaum Veränderungen vorgenommen.

Nach dem üblichen Einrichtungsprozess werdet Ihr von einem Gigaset Wallpaper auf dem Home Bildschirm begrüßt. Der Home Bildschirm ist standardgemäß aufgebaut. Ihr habt also einen Launcher mit App Drawer usw. Dabei verzichtet Gigaset völlig auf das Vorinstallieren von 3. Anbieter Apps. Es gibt neben den üblichen Android und Google Apps lediglich eine Gigaset Hilfe Anwendung.

Auch die Benachrichtigungszentrale und die Einstellungen entsprechen dem normalen Android. Hier hat Gigaset nichts groß modifiziert.

Dementsprechend fällt der freie Speicher beim GS370 Plus mit rund 54GB auch erfreulich groß aus.

 

Display

Das Display ist natürlich ein großes Highlight des Gigaset GS370, aber auch ein Punkt, bei welchem ich etwas besorgt war.

Das GS370 nutzt wie viele High End Smartphones ein 18:9 Display, dieses ist also ein Stück länger als ein normales Smartphone Display. Hierdurch kann das Display größer werden, ohne dass es unhandlich breit wird. Dies ermöglicht auch das Design mit den schmalen Rändern, was 2017 der Trend ist.

Allerdings setzt Gigaset hier auf ein „720p“ Display. Wobei dies nicht ganz richtig ist, das Display löst mit 1440 x 720 auf aufgrund des 18:9 Formats.

Allerdings sind diese „720p“ auf 5,7 Zoll natürlich nicht sonderlich viel, zu mindestens auf dem Papier. Zur Verdeutlichung das GS370 erreicht 282 PPI (Pixel per Inch) und das Samsung Galaxy S8 570 PPI, klar der Vergleich zum deutlich teureren S8 hinkt etwas, aber auch verglichen mit dem Gigaset GS360 (welches sogar noch etwas günstiger ist) sieht es eher mäßig gut aus. Das GS360 erreicht immerhin 424 PPI.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist das schöne große Display wirklich so unscharf wie es diese Werte vermuten lassen könnten?

Nein! In der Praxis ist das Display absolut in Ordnung, ich war sogar etwas positiv überrascht über die doch ganz ordentliche Schärfe. Zwar sieht man bei Text das Rundungen nicht ganz so sauber sind wie bei Smartphones mit mehr Auflösung, aber unscharf ist auch etwas anderes.

Bei Bildern oder Videos ist zum Beispiel kaum ein Unterschied zu erkennen. Text ist hier schon der „Worst case“. Sofern man aber nicht ganze Ebooks auf seinem Smartphone liest oder zum Vergleich ein Smartphone mit 2K Display zückt, wird die niedrigere Auflösung den wenigsten Nutzern überhaupt auffallen.

Wie steht es aber abseits der Auflösung um das Display? Ganz gut!

Farben sind klar und kräftig, Kontraste gut und auch die maximale Helligkeit ordentlich. Die Blickwinkel sind zwar aus extremeren Winkeln nicht ganz perfekt, hier wirkt das Display etwas ausgewaschen, aber im normalen Einsatz stört dies nicht.

Kurzum das Display ist absolut in Ordnung!

 

Sound und Akustik

Der Lautsprecher beim Gigaset GS370 ist auf dessen Unterseite, rechts neben dem Ladeport angebracht.

Qualitativ ist der Lautsprecher höchstens mittelmäßig. Er ist ausreichend laut und klar, aber klanglich sehr dünn. Für mal nen Video oder ein wenig Webradio reicht dieser, aber ein wirklicher akustischer Genuss wird nicht vom GS370 geboten.

Zumindest nicht über den Lautsprecher, der Kopfhörerausgang bietet hingegen eine solide Standard Qualität. Sofern Ihr nicht mit 200€+ Kopfhörern anrückt, gibt es hier keinen Grund für Beschwerden.

Die beiliegenden Ohrhörer sind im übrigen „Okay“. Der Bass ist angenehm kräftig, aber die Höhen vielleicht ein wenig matt. Dennoch bei Ohrhörern die mit beiliegen habe ich schon viel Schlimmeres gehört.

Die Telefonqualität geht wieder in die solider Standard Richtung. Die Ohrmuschel ist ausreichend laut und klar, aber weniger dynamisch als bei vielen High End Smartphones (iPhone z.B.).

 

Kamera

Gigaset setzt beim GS370 auf eine sehr interessante Dual Kamera. Bei der Hauptkamera handelt es sich um ein 13 Megapixel Modul mit einer Blende von f2.0. Bei der zweiten Kamera handelt es sich um ein 8 Megapixel Modul. Diese Kamera besitzt allerdings eine Weitwinkel Linse!

Dies ist, wie ich finde eine klasse Kombination, welche ich schon bei LG Smartphones sehr mochte. Die Kombination aus normaler Kamera und Weitwinkel Kamera bevorzuge ich auch über eine zusätzliche Zoom Kamera.

Hinein Zoomen kann man im Notfall auch per digital Zoom, weiter herauszoomen hingegen nicht.

Aber wie steht es um die Qualität? Ist diese gut oder ist die Weitwinkel Kamera nur ein nutzloses Gimmick?

Ehe ich etwas zu Bildqualität sage, ein paar generelle Worte. Die Hauptkamera besitzt KEINEN Standard Blickwinkel! Diese „zoomt“ etwas weiter hinein als man dies von normalen Smartphones mit nur einer Linse kennt. Dies ist natürlich aufgrund der Anwesenheit der Weitwinkelkamera nicht ganz so schlimm.

Wenn man will, habt Ihr also eine „Ultra Weitwinkel“ Kamera und eine 1,5x Zoom Kamera.

Ebenfalls sehr interessant, die Hauptkamera macht 16:9 Fotos! In der Regel machen alle Kameras 4:3 Aufnahmen, an sich sind die 16:9 Fotos sehr begrüßenswert, da ansonsten beim 18:9 Display solche riesigen Balken links und rechts sind, wie beim S8 und iPhone X.

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

    

Beginnen wir mit dem Positiven. Die Aufnahmen sind farblich korrekt und auch der Weißabgleich ist okay. Letzterer neigt zwar tendenziell zu einer etwas wärmeren Ausrichtung, aber dies finde ich an sich nicht schlimm.

Das Problem ist aber etwas die Bildschärfe und Detaildarstellung. Gerade Letztere ist nicht soderlich gut! Feine Details in Aufnahmen wirken matschig und verwaschen. Dies ist an den Rändern der Aufnahme besonders ausgeprägt, welche deutlich unschärfer sind (ein gäniges Problem bei Smartphones mit einer 16:9 Kamera).

Dies fällt allerdings auf dem Smartphone Display kaum auf, sondern nur beim Ausdrucken oder Betrachten auf einem größeren Monitor. Macht Ihr dies nicht, gehen die Fotos in Ordnung.

Erstaunlicherweise hält sich das GS370 im Low Light besser als ich dies erwartet hätte. Hier würde ich sagen holt dieses verglichen mit der Konkurrenz wieder etwas auf. Das Bildrauschen wird recht gut vom GS370 verarbeitet und die Schärfe ist soweit in Ordnung. Die schwächere Detaildarstellung fällt hier nicht so sehr ins Gewicht, da diese bei allen Smartphones im Dunkeln einbricht.

Gigaset GS270
Gigaset GS370

Kurzum die Hauptkamera ist brauchbar, aber auch nicht die stärkste dieser Preisklasse.

Wie sieht es mit der Weitwinkel Kamera aus? Hier fällt ein Urteil sehr schwer!

Einerseits finde ich Weitwinkel Bilder Klasse! Diese geben einem gestaltungsmöglichkeiten,Gestaltungsmöglichkeiten die man ansonsten nicht hätte. Aber natürlich sind Weitwinkel Fotos qualitativ etwas schlechter als die Aufnahmen der Hauptkamera. Bei gutem Licht ist der Unterschied gering, dies hat mich selbst etwas überrascht. Aber bei komplizierten Lichtverhältnissen oder Dunkelheit hat die Kamera etwas Probleme.

Unter anderem dadurch, dass sehr viel mehr im Bild ist, fällt es natürlich der Kamera etwas schwerer die korrekte Belichtung zu wählen. Viele Landschaftsbilder sind hierdurch etwas zu Dunkel, da die Kamera die Belichtung an den Himmel anpasst. Auch gibt es teilweise recht viel „gerausche“ im Himmel. Dennoch stehe ich der Weitwinkel Kamera positiv gegenüber! Solche Feature können sehr viel Spaß machen.

Wie stehts um den Video Modus? Das GS370 nimmt ganz klassisch Full HD Videos auf. Qualitativ gefallen mir diese fast besser als Fotos! Die Videos (der Haupt-Kamera) wirken scharf und recht detailliert. Farben sind klar und der Weißabgleich akkurat. Die elektronische Bildstabilisierung macht zudem einen recht guten Job. Schritte und das Zittern der Hand werden gut ausgeglichen, auch wenn es etwas den üblichen Wobbel-Effekt des elektronischen Bildstabilisators gibt.

Die sekundäre Weitwinkel Kamera kann ebenfalls Videos machen (ein Umschalten während der Aufnahme ist aber nicht möglich). Die Videos der sekundären Kamera rauschen etwas mehr und sind auch etwas unschärfer, aber immer noch sehr gut brauchbar!

Unterm Strich, die Kameras des GS370 sind okay, gerade was Videos angeht! Es gibt in dieser Preisklasse aber auch noch deutlich fähigere Kamera-Smartphones, aller BQ Aquaris X. Aber für jemanden der sich nur die Bilder auf seinem Smartphone ansehen will, macht diese einen ausreichend guten Job. Gerade die Weitwinkel Kamera kann sehr viel Spaß machen!

 

Benchmarks

Im Gigaset GS370 arbeitet der Mediatek MT6750T SoC (System on Chip) welcher mit 3GB bzw. 4GB RAM kombiniert ist.

Der MT6750T ist ein echter Octa-Core Chip welcher über acht high Performance Cortex-A53 Kerne verfügt. Es kommt hier also keine big.LITTLE Architektur zum Einsatz (big.LITTLE = vier langsamere, energiesparendere Kerne und vier high Performance Kerne in einem Chip).

Der SoC ist auf 1,5GHz getaktet und besitzt eine Mali-T860 GPU.

Um die Leistung besser einschätzen zu können, schauen wir uns ein paar Benchmarks an.

 

 

Es ist nicht ganz leicht das GS370 in Benchmarks zu beurteilen. An sich schneidet dieses ganz gut, gerade die CPU Multicore Leistung ist sehr ordentlich.

Allerdings liegt die Leistung, in theoretischen Benchmarks wohlgemerkt, eher auf dem Level von 200€ Smartphones. Der hier verbaute Mediatek MT6750T liegt leistungstechnisch knapp hinter dem Snapdragon 430. Der Snapdragon 430 kommt in Smartphones wie dem Moto G5, Wiko WIM Lite, Wiko U-Feel Prime, Nokia 6 usw. zum Einsatz. Dies sind alle Smartphones der 160-220€ Preisklasse. Dies ist auch das Leistungslevel auf welchem sich das Gigaset GS370 bewegt.

Der Vergleich mit Smartphones der 250-300€ Preisklasse ist hier etwas „problematischer“. Natürlich gibt es hier auch jede Menge andere Smartphones für dieses Geld, welche ein schlechtere Leistung bieten als das Gigaset, aber es gibt auch einige die für das Geld mehr bieten. Siehe das BQ Aquaris X, dieses kostet 279€ und bietet den Snapdragon 626, der über 50% schneller ist als der im GS370 verbaute Mediatek MT6750T.

Ob man nun diese zusätzliche Leistung benötigt oder nicht ist natürlich eine andere Frage, aber wenn es Euch um die maximale Rechenleistung fürs Geld geht, dann ist das GS370 nicht Eure erste Wahl, was aber auch nicht heißen soll, dass die Rechenleistung schlecht ist.

 

Das Gigaset GS370 im Alltag

Wie sieht es in der Praxis aus? Kann das Gigaset GS370 hier überzeugen?

Bei einem knapp 300€ Smartphone kann man eigentlich davon ausgehen, dass dieses im Alltag eigentlich gut läuft. Hier ist das GS370 auch keine Ausnahme! Die üblichen Alltagsanwendungen wie Webbrowsen, Social Media, WhatsApp usw. werden schnell und problemlos vom Smartphone verarbeitet. Ruckeln oder Stottern war hier Fehlanzeige.

Auch die Benutzeroberfläche reagiert schnell und zuverlässig auf Eingaben. Hier unterscheidet sich das Gigaset GS370 auch nicht groß von anderen Smartphones der Mittelklasse, ganz im Gegenteil. Das GS370 wirkt deutlich reaktionsfreudiger, als ich es eigentlich erwartet hätte.

Soweit so gut, aber wie sieht es mit etwas aufwendigeren Anwendungen aus, wie z.B. Spiele?

Auch hier gibt es ein grundsätzlich positives Fazit! Die normalen 08/15 Spiele laufen selbstverständlich problemlos. Hier spreche ich von allen einfachen 3D Spielen wie auch den diversen 2D Spielen.

Komplexere 3D Spiele laufen selbstverständlich auch auf dem GS370, aber es wird teilweise die Grafikqualität etwas runter geschraubt. Wobei dies weniger der Fall ist, als ich es erwartet hätte. Vermutlich aufgrund des 720P Displays kann das GS370 hier auch mit eigentlich leistungsstärkeren Smartphones mit Full HD Display durchaus mithalten.

Wie sieht es aber abseits der reinen Leistung des Smartphones aus?

Beginnen wir beim WLAN. Das Gigaset GS370 unterstützt 2,4GHz und 5GHz WLAN, allerdings nur nach dem N Standard. Praktisch scheint das Tempo irgendwo bei 55Mbit limitiert zu sein. Schlimm? Vermutlich eher nicht, 55Mbit entsprechen einer DSL 50.000 Verbindung, welche voll auf dem Smartphone ankommt.

App Downloads gehen also trotz des Fehlens des neueren WLAN AC Standards mehr als ausreichend flott, auch wenn ich das Fehlen von WLAN AC bei einem 300€ etwas schade finde.

Die Signalstärke vom WLAN ist etwas schwächer als bei meinen anderen Smartphones (welche ich privat verwende), die LTE Signalstärke hingegen liegt nur ganz knapp (ca. 1-2 dBm schlechter) unter dem Level eines 700€ Huawei Mate 10 Pro und dies liegt nicht daran, dass das Mate 10 Pro eine schlechte Signalstärke hat!

Dies spiegelt auch Alltagserfahrung wieder. Empfangstechnisch hatte ich keine Probleme mit dem GS370. Das maximale Tempo wird mit 300 Mbit/s vom Hersteller angegeben, aufgrund von Dorf LTE kann ich dies aber nicht überprüfen. Hier lag das Maximum bei um die 60Mbit, erneut mehr als ausreichend selbst fürs Video Streaming.

Der GPS Empfang fällt wieder in die unauffällig Kategorie. Hier hatte ich auch keine Probleme, auch wenn bei Anwendungen wie Pokemon Go meine Lokalisierung nicht ganz so genau war. In Google Maps gab es wiederum keine nennenswerten Abweichungen.

Lob gibt es für den Fingerabdruckscanner. Dieser hat bisher zuverlässig und schnell funktioniert!

 

Akku

Das Gigaset GS370 setzt auf einen 3000mAh Akku. Auf dem Papier ist dies nichts Besonderes, wo doch viele Smartphones 3200-3600mAh Akkus haben.

Aber letztendlich liegen zwischen einem 3500mAh Akku und einem mit 3000mAh nur rund 16%, eine Akkulaufzeit von -+16% spielt kaum eine Rolle.

Viel wichtiger ist hier die Software und sonstigen Hardware Optimierungen. Von daher wie steht es um die Akkulaufzeit des GS370?

In meinem üblichen Alltagstest, ein wenig leichtes Gaming, Webbrowsen, Social Media usw., verbrauchte das GS370 im Schnitt rund 16% Akku pro Stunde, was eine Laufzeit von knapp über 6 Stunden ergibt.

Dies ist ein solider Wert! Aber natürlich auch nicht überragend. Intensivnutzer sollten mit dem GS370 durch den Tag kommen, wenig Nutzer werden auch sicherlich 2-3 Tage schaffen.

 

Fazit

Das GS370 ist ohne Frage das beste Smartphone aus dem Hause Gigaset bisher und auch generell ein super Smartphone!

Ihr bekommt hier für 279€/299€ ein sehr schönes rundes Paket. Das GS370 bietet eine gute Haptik und Optik. Letztere kommt natürlich durch das große und fast randlose 18:9 Display, welches ohne Frage der größte Pluspunkt des Smartphones ist.

Zwar ist die Auflösung mit 720p eher mittelmäßig und auch die Blickwinkelstabilität nicht ganz perfekt, aber abseits davon sieht das Display im Alltag super aus! Farben sind ausreichend kräftig und Kontraste stark!

Ebenfalls ordentlich sind die Kameras. Die Hauptkamera macht für diese Preisklasse brauchbare Fotos und die Weitwinkel Kamera bietet einen sehr großen Mehrwert! Es macht einfach Spaß Weitwinkel Fotos zu machen und Ihr würdet Euch wundern, wie oft man dies im Alltag doch macht. Ja, die Weitwinkelfotos sind qualitativ ein Stück schlechter, aber für das Versenden via WhatsApp, Facebook und dem Betrachten auf einem Smartphone Display sind diese qualitativ vollkommen ausreichend. (Persönliche Anmerkung, ich würde mir wünschen, dass viel mehr Hersteller eine Weiwinkel Linse verbauen!)

Ebenfalls vollkommen ausreichend ist auch die Leistung des Smartphones. Im Alltag wird man selten bis gar nicht das Gefühl haben, dass dieses nicht rund läuft. Hier spielt es auch keine große Rolle ob Ihr das Plus oder das normale GS370 wählt. Selbst Spiele laufen im Generellen vernünftig.

Was die Akkulaufzeit angeht, würde ich das GS370 als unauffällig einstufen. Hier kann dieses aber nicht mit dem Akku Monster GS270 mithalten.

Unterm Strich, solltet Ihr nun losrennen und das GS370 kaufen? Vielleicht ja, das GS370 lebt etwas von seiner Dual Kamera und dem großen 18:9 Display. Sind dies zwei Punkte, welche Euch besonders interessieren, dann stellt das GS370 eine gute Wahl dar! Es gibt in dieser Preisklasse wenig Konkurrenten, welche dies ebenfalls bieten und die die es auf dem europäischen Markt gibt, verlangen sehr ähnliche Preise. Warum dann nicht den deutschen Hersteller Gigaset unterstützen?

Könnt und wollt Ihr auf das 18:9 Display und die super schmalen Display Rahmen verzichten, wie auch auf die coole Weitwinkel Kamera, dann gibt es durchaus einige Alternativen. Beispielsweise das Gigaset eigene GS270, das eine ähnliche Performance bietet (gleicher Prozessor), eine nur minimal schlechtere Kamera, aber einen deutlich besseren Akku und dabei „nur“ 199€ kostet. Ebenfalls eine gute Alternative wäre z.B. das BQ Aquairs X, ähnlicher Preis, mehr Leistung, bessere Hauptkamera.

Wie auch immer Ihr Euch entscheidet, das GS370 ist ein sehr gutes Smartphone, welches im Alltag überzeugen kann!

Gigaset GS370 Smartphone ohne Vertrag (14,47 cm (5,7 Zoll HD...

  • Gute Haptik
  • Sehr schönes 18:9 Display……
  • Coole Weitwinkel Kamera
  • Solide Akkulaufzeit
  • Zufriedenstellende Leistung im Alltag
  • Dual SIM + Speichererweiterung
  • Android 8.0 Upgrade versprochen (Anfang 2018)
  • Gute Videoqualität
  • …… Auflösung ist aber eher mittelmäßig

 

Alternative E14 Glühbirnen für das Philips Hue System im Vergleich (Philips, Innr, Osram und Ikea)

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Philips Hue ist ohne Frage eins der besten smarten Beleuchtungssysteme. Dies weiß auch Philips und dementsprechend sind auch die Preise von Philips Hue Leuchtmitteln und Lampen durchaus als gehoben zu bezeichnen.

Was vielleicht aber nicht jeder weiß, ist, dass man auch Leuchtmittel anderer Hersteller in das Philips Hue System einbinden kann. Natürlich geht dies nicht mit allen Leuchtmitteln, aber beispielsweise mit Birnen von Ikea, Innr und Osram Lightify.

In diesem Bericht soll es um den Vergleich von Philips Hue kompatiblen E14 Glühbirnen gehen. E14 Glühbirnen für Philips Hue sind noch recht neu, aber mittlerweile von vier Herstellern verfügbar.

Die teuerste stammt natürlich von Philips selbst. Ist aber teuer = gut? Oder kann man unbesorgt zu einem 3. Anbieter Modell greifen. Falls ja, was hat es für Nachteile, wenn man keine original Lampen im Hue System betreibt?

Versuchen wir diese Fragen in folgendem Test/Vergleich zu klären!

 

Alternative E14 Glühbirnen für Philips Hue im Vergleich

Beginnen wir erst einmal mit den Testkandidaten in diesem Vergleich:

Die Lampen habe ich nach dem Preis sortiert. Die original Philips Hue White Ambiance E14 liegt bei rund 30€, die Innr E14 Smart LED bei 20€, die Ikea TRÅDFRI E14 bei 15€ und die Osram Lightify Classic B LED Glühlampe bei 22€.

Es gibt noch eine weitere Philips Hue E14 Birne, welche den Farbwechsel unterstützt, also eine E14 RGB Glühbirne. Diese habe ich aber aus dem Vergleich heraus gelassen da keine der anderen bunte Farben unterstützt. Wollt Ihr dies, müsst Ihr die Philips Hue White und Color Ambiance E14 LED Kerze kaufen, für 50€.

Aber warum habe ich die Ikea TRÅDFRI E14 durchgestrichen? Ursprünglich sollte die Ikea Birne auch an diesem Vergleich teilnehmen, aber so viel greife ich schon einmal voraus, mir ist es nicht gelungen diese in das Hue System einzubinden, obwohl dies möglich sein sollte.

Da es aber rein theoretisch möglich ist die Ikea TRÅDFRI E14 mit Philips Hue zu nutzen, so sagen es alle Informationen, die ich finden konnte, nehme ich diese dennoch in diesen Vergleich mit auf!

Ehe wir zum eigentlichen Test/Vergleich kommen, schauen wir uns einmal die technischen Daten der einzelnen Birnen an.

Form Leistungsaufnahme Lichtleistung Dimmbar Unterschiedliche Weißtöne?
Philips Hue White Ambiance Kerze 6W 470 lm Ja Ja
Innr E14 Smart LED Kerze Kerze 5,3W 470 lm Ja Nein
Ikea TRÅDFRI E14 Birne 5W 400 lm Ja Ja
Osram Lightify Classic B LED Glühlampe Kerze 6W 470 lm Ja Ja

Interessant! Philips, Innr und Osram geben die Lichtleistung mit 470 Lumen an und Ikea mit 400 Lumen. Philips und Osram sprechen von einer Leistungsaufnahme von 6W, Innr nur von 5,3W.

Sollte Philips, Osram und Innr wirklich die gleiche Helligkeit erreichen würde dies bedeuten, dass das Innr Modell gegebenenfalls effizienter arbeitet. Eventuell liegt dies aber auch am Farbwechsel.

Einen vollen Farbwechsel unterstützt zwar keine der Lampen im Vergleich, aber bei den E14 Birnen von Philips, Osram und Ikea lässt sich der Weißton einstellen. Bei Innr ist lediglich das Dimmen möglich, die Lichtfarbe ist aber Fix auf einem Warm-Weiß Ton. Dies ist natürlich schade, könnte aber unter Umständen die in der Theorie die bessere Effizienz erklären.

 

3. Anbieter Lampen in das Philips Hue System einbinden

Warum kann man überhaupt Leuchtmittel anderer Hersteller in das Philips Hue System einbinden und was sagt Philips dazu? Grundsätzlich nutzt Philips den sogenannten ZigBee Standard für die Kommunikation zwischen Lampe und Bridge.

ZigBee ist aber nicht Philips exklusiv, sondern wird auch von Ikea, Osram, Innr usw. genutzt. Das heißt diese Lampen können schon einmal technisch mit der Bridge von Philips Hue kommunizieren. Philips hatte zwar schon einmal Anstalten gemacht 3. Anbieter Lampen per Software aus seinem System zu verbannen, hat aber davon wieder Abstand genommen nach massiven Protesten. Aktuell ist der Stand, dass Philips versprochen hat 3. Anbieter Lampen dauerhaft in seinem System zu dulden.

Wie kann man nun die Lampen ins System einbinden?

An sich wie auch die Philips eigenen Hue Lampen, Ihr öffnet die Hue App und wählt unter Einstellungen den Reiter Lampen aus und startet eine neue Suche.

Verbindet nun die Lampe mit dem Strom und diese sollte gefunden werden. Allerdings gibt es hier je nach Lampe ein paar Besonderheiten.

Innr

An sich ist die Innr E14 Smart LED Kerze recht problemlos. Allerdings musste ich diese einmal resetten, ehe sich diese einbinden ließ. Resetten = 5 oder 6 mal schnell ein/ausschalten.

Schaltet die LED Kerze ca. 1-2 Sekunden ein, dann 1-2 Sekunden aus, wieder 1-2 Sekunden ein usw. bis die Lampe beim Einschalten anfängt zu blinken. Lasst am besten währenddessen die Suche in der Hue App laufen.

Ikea

Ikea TRÅDFRI Lampen sind ganz klar die problematischsten was das Einbinden angeht! Zum einen muss die Lampe sehr nah bei der Bridge sein und wenn ich sage sehr nah meine ich sehr nah!

Diese muss wirklich auf der Bridge liegen damit diese vom der Philips Hue Bridge erkannt wird und selbst dann ist dieses nicht selbstverständlich.

Wird diese nach dem Einschalten von der Bridge während des Suchlaufes nicht erkannt, kann dies zwei Gründe haben.

  1. Ihr müsst die TRÅDFRI zurücksetzen (6 mal schnell ein/Ausschalten)
  2. Ihr müsst ein Software Update einspielen

Letzteres war z.B. bei meiner Oktober 2017 gekauften Lampe nötig! Der Philips Hue Support ist bei Ikea erst per Software Update gekommen, handelt es sich um eine alte Lampe muss also die neue Software aufgespielt werden.

Dies geht aber nur über die Ikea eigene TRÅDFRI Bridge. Ihr müsst die Lampe also erst mit der Ikea Bridge verbinden, dort updaten und dann bei der Philips Hue Bridge einbinden.

Dies sollte aber in ein paar Monaten vermutlich kein Problem mehr sein, denn wenn die Lampen mit alter Software abverkauft wurden.

Soweit die Theorie, es war mir aber mit der Geupdateten Ikea TRÅDFRI E14 dennoch nicht möglich diese mit der Hue Bridge zu koppeln. Erstaunlicherweise gelang es mir aber andere Ikea TRÅDFRI Lampe mit der Bridge zu nutzen, nur die E14 Birne weigert sich standhaft eingebunden zu werden. Selbst mit 3. Anbieter Apps usw. hatte ich keinen Erfolg.

Daher Vorsicht bei der Ikea TRÅDFRI E14! Theoretisch sollte diese mit dem Philips Hue System funktionieren, praktisch habe ich diese aber nicht zum Laufen bekommen! Ob dies nun ein generelles Problem ist, nur meine Dummheit oder ein tragischer Einzelfall kann ich nicht sagen.

Osram

Die Osram Birne ließ sich nach dem Einschalten sofort finden und ins Philips Hue System einbinden.

 

Welche Nachteile haben 3. Anbieter Birnen im Philips Hue System?

Abgesehen von der teilweise etwas komplizierteren Einbindung gibt es andere Nachteile beim Nutzen von nicht Philips Birnen im Hue System?

Ja es gibt zwei Nachteile:

  1. Keine Updates
  2. Kein Apple HomeKit

Wie bereits im Ikea TRÅDFRI Teil erwähnt, können auch die Birnen Updates erhalten, für Fehlerbehebungen, verbesserte Kompatibilität usw.

Diese Updates kann man aber nur über die jeweils Hersteller eigene Bridge einspielen. In der Regel sind hier Updates nicht wichtig. Diese erfüllen keine sicherheitsrelevanten Eigenschaften oder Ähnliches, sondern sind nur Fehlerbehebungen oder sorgen für eine bessere Kompatibilität usw.

Probleme dahingehend hatte ich allerdings mit der Innr und Osram Birne keine.

Neben Updates könnt Ihr auch Apples HomeKit nicht mit 3. Anbieter Birnen nutzen. Diese werden einfach nicht erkannt. Philips eigene Birnen funktionieren allerdings mit Apples HomeKit. Auch bei einem Mischbetrieb gehen weiterhin die originalen Philips Birnen.

 

Leistungsaufnahme

Beginnen wir mit der Leistungsaufnahme. Diese kann uns schon erste Hinweise geben, wie es mit der Helligkeit aussieht und ob alle Hersteller ehrlich sind. Zum Vergleich habe ich die Ikea TRÅDFRI auch mit in den Vergleich aufgenommen, diese wurde allerdings über die Ikea Bridge aus oben genannten Gründen gesteuert.

Alle Lampen wurden auf den Modus „Lesen“ gesetzt, welcher einem normal warm/weißen Licht entspricht. Warum? Die Lichtfarbe Lesen entspricht der Lichtfarbe der Innr Birne, so ist das Feld angeglichen.

Philips Hue White Ambiance 4.4 W
Innr E14 Smart LED Kerze 5.7 W
Osram Lightify Classic B LED Glühlampe 6.1 W
Ikea TRÅDFRI E14 4.8 W
(Maximale Leistungsaufnahme)

Okay die ersten Auffälligkeiten, während Osram, Ikea und Innr +- der Herstellerangabe entsprechen gibt es bei der original Philips Hue eine deutliche Abweichung zu den beworbenen 6W.

Diese nahm nur 4,4W auf. Im Normalfall würde ich mich über eine niedrigere Leistungsaufnahme freuen, aber bei einer LED wo mehr oder weniger mehr Leistungsaufnahme in mehr Licht resultiert, ist dies etwas merkwürdig.

Auch bei anderen Lichtfarben stieg die Leistungsaufnahme der Philips Hue White Ambiance nicht, ganz im Gegenteil. Bei einem sehr warmen Licht fällt die Leistungsaufnahme auf 3,6W und bei einem sehr kalten Licht auf 2,9W.

Bei der Osram Lightify hingegen sind es über alle Lichtfarben mehr oder weniger konstant 6W (es schwankt zwischen 5,6W und 6,1W). Gut hier sei aber auch dazu gesagt, dass bei der Osram das kälteste Kalt und das wärmste Warm nicht so extrem ist wie bei der Philips.

Wie sieht es mit dem Leerlaufstromverbrauch aus?

Philips Hue White Ambiance 0.3 W
Innr E14 Smart LED Kerze 0.4 W
Osram Lightify Classic B LED Glühlampe 0.3 W
Ikea TRÅDFRI E14 0.5 W

Hier liegen alle E14 Birnen ungefähr gleich auf. Die Philips und die Osram brauchen mit 0,3W am wenigsten gefolgt von der Innr mit 0,4W und der Ikea mit 0,5W.

 

Subjektiver Lichteindruck

Kommen wir zum Licht und starten wir hier mit einem ersten subjektiven Eindruck meinerseits zu Licht der jeweiligen Birnen.

Auf den ersten Blick wirken alle ähnlich hell, jedoch gibt es Unterschiede. Primär bei der Diffusion des Lichts. Bei der Osram Lightify sind die einzelnen LEDs durch die Plastik Abdeckung zu erkennen. Diese „verstreut“ das Licht also eher mäßig gut. Auch bei der Philips Hue White Ambiance ist die Verteilung des Lichts nicht ganz perfekt.

Am besten macht dies die Innr Candle RB 145, welche das sehr schön gleichmäßig über das gesamte Gehäuse verteilt.

Hierdurch wirkt die Innr auch etwas angenehmer als die beiden anderen. Gerade die Osram stört etwas, sofern Ihr diese in einer Fassung montiert wo man direkt auf die Birne schauen kann.

verdeutlichung der unterschiedlichen Lichtverteilung
(oben Osram, mitte Philips, unten Innr)

Von der Helligkeit wirken die Innr und die Osram vielleicht einen Tick heller als die Philips.

Was die Farbtemperatur angeht, lässt sich natürlich nur die Osram und die Philips verstellen. Hier ist die Philips aber etwas „besser“. Zwar wird diese beispielsweise bei einem sehr warmen Weiß ein gutes Stück dunkler als die Osram, aber die Osram scheint nicht ganz so warm bzw. so kalt werden zu können wie die Philips.

Für den nächsten Punkt musste ich mir eine Kamera zur Hilfe holen. Viele wissen dies vielleicht gar nicht, aber LEDs flackern oft sehr hochfrequent. Dies nimmt man bewusst nicht wahr, aber es kann durchaus Kopfschmerzen oder müde Augen verursachen, sofern dieses flimmern/flackern zu ausgeprägt ist.

Das Flimmern von LEDs kann man oft auf Videoaufnahmen sehen, wenn man die Kamera sehr nah an die LEDs hält. Erneut interessant, bei der Osram und der Philips Hue konnte ich durch meine Nikon D5500 ein Flimmern entdecken (bei der Osram vielleicht ein wenig ausgeprägter), bei der Innr hingegen nicht!

(oben Osram, mitte Philips, unten Innr)

Dies passt auch ganz gut zu meinem ersten Fazit. Rein subjektiv gefällt mir die das Licht der Innr E14 Candle RB 145 am besten! Gefolgt von der Philips Hue White Ambiance und der Osram Lightify Classic B. Die Ikea TRÅDFRI würde hier im Übrigen auch ganz gut abschneiden.

Einen kleinen Punktabzug noch für die Osram Lightify, welche auf Einstellungen in der Hue App merklich etwas träger reagiert als die Philips und die Innr.

 

Messungen

Kommen wir zu den Messungen, für diese verwende ich ein einfaches LUX Messgerät, welches und hoffentlich etwas genauere Informationen bezüglich der Helligkeit geben wird.

Erneut werde ich zuerst versuchen die Lichtfarbe aller Birnen auf die der Innr anzugleichen, was dem Lesen Modus in der Philips Hue App entspricht. Zudem wird es zwei Durchgänge geben, einmal mit der Lampe oberhalb des Messgeräts (sodass die Spitze auf dieses zeigt) und einmal seitlich.

Der Abstand zwischen Messgerät und Birne ist jedes mal rund 20cm.

Puh was ist denn hier passiert?! Sehr interessante Ergebnisse, dafür das auf dem Papier alle E14 Birnen gleich hell sein sollen (abseits der Ikea). Die Philips Hue ist ganz klar die „dunkelste“ der Lampen. Dies deckt sich auch mit der Leistungsaufnahme. Ich habe hier im Übrigen auch mehrfach überprüft, ob irgendwas falsch eingestellt war, aber nein die Philips Hue White Ambiance stand auf voller Leistung.

Die Osram Lightify Classic B kämpft hingegen mit der Innr E14 Candle RB 145 um den Titel der hellsten Birne.

„Spitzen“ Messung
„Seiten“ Messung

Unterm Strich ist dies die Osram. Betrachten wir nur das „Spitzen“- Ergebnis, sehen wir, dass die Osram(920 Lux) ein gutes Stück mehr Licht über diese ausstrahlt als die Philips (323 Lux) und die Innr(558 Lux).

Bei einer seitlichen Betrachtung ist die Innr (1094 Lux) ein Stück heller als die Osram (1034 Lux) und natürlich auch als die Philips (707 Lux).

Etwas muss man aber der Philips Hue White Ambiance noch anrechnen. Auf der Einstellung „Konzentrieren“ erreicht diese eine etwas höhere Helligkeit als auf „Lesen“.

Dies hatten wir ja auch bereits bei der Leistungsaufnahme gesehen, dass diese bei der Philips stark schwankte je nachdem welche Lichtfarbe eingestellt ist.

Die Philips Hue White Ambiance kann bei einer seitlichen Betrachtung also fast aufholen, wenn man diese einen Stück „kälter“ stellt. Die höchste Helligkeit erreicht diese als bei einem neutral/leicht kalten Weiß.

Bei der Osram macht die Lichtfarbe keinen großen Unterschied. Erst wenn man diese auf ein „Blau“, also ein unerträglich kaltes Weiß stellt, erreicht diese eine leicht höhere Helligkeit (1034 Lux zu 1211 Lux). Aber die normalen Weißtöne sind recht konstant.

 

Fazit, die beste E14 Philips Hue kompatible Glühbirne

Welche E14 Glühbirne würde ich nun abschließend empfehlen? Das Ergebnis ist etwas anders als ich es erwartet habe. In der Regel sind die original Philips Leuchtmittel schon die besten, aber auch die mit Abstand teuersten.

Hier muss ich aber ganz klar sagen, dass die Philips Hue White Ambiance E14 LED Kerze mich nicht so recht überzeugen konnte. Diese erreichte in meinem Test, warum auch immer, nicht die von Philips beworbene Leistung, obwohl diese die teuerste ist.

Ich würde ganz klar, wenn es um das reine Licht geht, die Innr E14 Candle RB 145 oder die Osram Lightify Classic B vorziehen.

Die Innr bot das subjektiv angenehmste Licht, die beste Lichtverteilung und das geringste Flimmern. Die Osram hingegen das knapp hellste Licht.

Welche von den beiden nun für Euch die bessere Wahl ist, hängt von der Frage, ab ob Ihr verstellbare Weißtöne wollt oder ob ein normales Warm/Weiß ausreicht.

Reicht Euch die Möglichkeit des Ein/Ausschaltens und des Dimmens, würde ich die Innr E14 Candle RB 145 empfehlen. Wollt Ihr die maximale Preis/Leistung und verstellbare Weißtöne, ist die Osram Lightify Classic B natürlich die bessere Wahl.

Natürlich ist die original Philips Hue White Ambiance E14 LED Kerze auch nicht schlecht und ein gutes Leuchtmittel, aber sofern Ihr nicht am Apple HomeKit Support hängt, wüsste ich nicht warum ich 10€  mehr zahlen sollte.

Schade, dass ich nur die Ikea TRÅDFRI aus unerklärlichen Gründen nicht ins Hue System eigebunden bekommen habe. Diese würde ansonsten ebenfalls eine gute Wahl darstellen, gerade wenn man nicht auf die Kerzenform angewiesen ist.

  1. Innr E14 Candle RB 145 Smart LED Kerze, warmweißes Licht, dimmbar
  2. Osram Lightify Classic B LED Glühlampe Kerzenform Tunable White, 6 Watt, E14
  3. Philips Hue White Ambiance E14 LED Kerze Erweiterung, dimmbar, alle Weißschattierungen

 

Innr E14 Candle RB 145 Smart LED Kerze

  • + hell
  • + subjektiv sehr angenehmes Licht
  • + guter Diffusor
  • + problemloses Einbinden
  • + gerinstes Flackern
  • – Nur Warmweiß

Osram Lightify Classic B LED Glühlampe Kerzenform Tunable White

  • + sehr hell
  • + verstellbarer Weißton
  • – Reagiert etwas träge
  • – Schlechter Diffusor

 

Philips Hue White Ambiance E14 LED Kerze

  • + Original Philips Hue
  • + gutes Licht
  • + verstellbarer Weißton
  • 0 Maximale Helligkeit wird nur bei einem kälteren Weiß erreicht
  • – Hoher Preis
  • – Leistung liegt unter den anderen Modellen

Das Artwizz SecondDisplay und das Artwizz CurvedDisplay im Test, die besten Displayschützer fürs iPhone X?

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Das Erste was für viele Nutzer nach dem Kauf eines neuen Smartphones ansteht, ist das Erwerben einer passenden Schutzhülle und Displayschutzfolie. Dies ist natürlich bei einem Smartphone wie dem neuen iPhone X von Apple eine besonders weise Entscheidung.

Aufgrund der Popularität von Apple Smartphones ist natürlich das Angebot an Schutz-Produkten für das iPhone X auch sehr groß. Gerade die asiatische Hersteller buhlen hier um die Kundschaft.

Aber heute soll es nicht um einen asiatischen Hersteller gehen, sondern um einen deutschen Hersteller, Artwizz.

Artwizz bietet für das iPhone X aktuell sogar zwei Displayschutzlösungen an, das Artwizz SecondDisplay und das Artwizz CurvedDisplay.

Mit 19,99€ bzw. 34,99€ sind diese Schutzlösungen natürlich etwas teuer als viele asiatischen Konkurrenzmodelle.

 

Das Artwizz SecondDisplay und das Artwizz CurvedDisplay

Ehe wir dazu kommen was die beiden Produkte unterscheidet, beginnen wir mit den Gemeinsamkeiten. Beide werden in einer recht ähnlichen und hochwertigen Pappbox geliefert, welche interessanterweise das iPhone 7 Plus auf seiner Front zeigt.

Im Inneren finden wir neben den Schutzfolien auch ein Poliertuch und einen „Sticker“ zum entfernen von Staub. Hier finde ich es etwas schade, dass Artwizz keine Feuchtputztücher beilegt. Sollte Euer iPhone X stark verschmutzt sein empfiehlt es sich sicherlich einmal mit einem normalen feuchten Tuch über das Display zu wischen.

Wo liegen aber nun die Unterschiede zwischen dem SecondDisplay und dem CurvedDisplay?

Das SecondDisplay ist ein „ganz“ normaler Glas-Displayschutz. Dieser bedeckt aufgetragen das komplette Displaypanel des iPhone X, reicht aber nicht ganz bis an den Rand bzw. bedeckt nicht die Sensoren.

Das CurvedDisplay hingegen bedeckt die komplette Front des iPhones! Hierfür besitzt diese Glasscheibe zum einen stark abgerundete Kanten und zum anderen schwarz lackierte Ränder, die mit den Rändern des iPhones übereinstimmen. Ist das CurvedDisplay korrekt aufgetragen, ist dieses fast unsichtbar!

 

Passform, Montage und Sonstiges.

Beim SecondDisplay und dem CurvedDisplay handelt es sich jeweils um Echtglas Displayschützer. Dementsprechend ist auch das Auftragen signifikant einfacher als bei den üblichen Plastikfolien.

Beim Auftragen müsst Ihr nur sichergehen dass das Display Staubfrei ist und das die Glasplatte korrekt ausgerichtet ist.

Ist beides der Fall, saugt sich die Glasscheibe wie durch „Magie“ von alleine fest. Tipp, drückt nur einmal mittig auf die Scheibe nach dem Auflegen und wartet bis die Luftblasen seitlich verschwunden sind.

SecondDisplay

Nacharbeiten wie man dieses von Plastikschutzfolien kennt ist eigentlich nicht nötig, da Luftblasen von alleine verschwinden.

Soweit die Theorie, in der Praxis funktioniert dies beim SecondDisplay extrem problemlos! Hier gelang mir auch das auftragen fehlerfrei beim ersten Versuch.

Das CurvedDisplay ist hier etwas schwieriger. Warum? Aufgrund der Ränder welche leicht gebogen sind, muss man die Scheibe wirklich sehr genau auflegen! Ist diese auch nur ein wenig verschoben, kann es zu Luftblasen am Rand kommen, welche man auch nicht gut wegbekommt. Hier hilft nur ein vorsichtiges Anheben der Scheibe und neuauflegen. Dies geht bei Glasdisplayschützern auch recht gut.

Ist das CurvedDisplay korrekt aufgelegt ist dieses wirklich komplett unsichtbar! Auch das Gefühl während des Gebrauch verändert sich aufgrund einer Kante oder ähnlichem nicht. Zwar werden die Sensoren für FaceID bedeckt, aber hierdurch konnte ich keine Nachteile entdecken. FaceID funktioniert auch mit dem CurvedDisplay so zuverlässig wie zuvor.

CurvedDisplay

Das SecondDisplay bedeckt wie bereits angesprochen nur das Displaypanel des iPhone X und nicht die komplette Front. Hierdurch ist das Auftragen etwas einfacher und die Hüllenkompatibilität größer. Zwar passt beispielsweise auch die original Apple iPhone X Hülle aufs X wenn das CurvedDisplay montiert ist, aber dies muss nicht für alle auf dem Markt verfügbare Hüllen gelten.

Mit dem SecondDisplay hingegen wird jede iPhone X Hülle passen. Ebenfalls erfreulich sind die leicht abgerundeten Kanten.

 

Fazit

Die besten Displayschutzfolien für das iPhone X stammen von Artwizz? Ob es nun die besten sind, kann und will ich nicht sagen, aber sowohl das SecondDisplay wie auch das CurvedDisplay sind sehr gute Displayschützer!

Das SecondDisplay ist extrem einfach aufzutragen, bietet einen guten Schutz dank Echtglas und ist mit allen Hüllen auf dem Markt kompatibel.

Das CurvedDisplay ist fast unsichtbar und bietet die maximale Schutzwirkung, ist aber etwas schwieriger blasenfrei aufzutragen, aufgrund der extrem genauen Passform.

Traut Ihr Euch das etwas genauere Auftragen zu, würde ich das CurvedDisplay empfehlen, aufgrund der besseren Optik. Ansonsten greift zum SecondDisplay, Ihr macht hier nichts falsch!

Die Philips HUE Go im Test

Ich bin bekanntlich ein riesen Fan des Philips HUE System, welches ich auch reichlich in meinem Haushalt einsetze.

Bisher habe ich allerdings nur Philips HUE LED Streifen und Glühbirnen im Einsatz. Philips bietet aber auch sehr viele andere Lampen und Leuchten mit HUE Integration an. Die Philips HUE Go hat hierbei besonders mein Interesse erweckt.

Bei der HUE Go handelt es sich um eine kleine, portable Leuchte in Schalenform, welche mit bis 16 Millionen Farben leuchten kann.

Wie alle Philips HUE Produkte ist auch die HUE Go mit rund 70€ nicht gerade günstig. Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen was die HUE Go so kann und ob diese ihr Geld Wert ist.

 

Die Philips HUE Go im Test

Die Philips HUE Go ist eine Lampe in „Schalen“ form. Hierbei setzt Philips auf eine Art Plexiglas Gehäuse in dessen Inneren ein Milchglaskern ist, der als Diffusor für die verbauten LEDs dient.

Optisch ist die HUE Go geschmackvoll aber schlicht gestaltet. Diese wird in einem modernen Haushalt nicht deplatziert wirken, aber zumindest im ausgeschalteten Zustand auch keine Blicke auf sich lenken.

Die Lampe ist hierbei etwas größer als eine Handfläche, aber durchaus als portabel zu bezeichnen. Die Portabilität ist auch großer Faktor der HUE Go.

Diese besitzt im Inneren einen Akku, welcher einen kabellosen Betrieb für ca. 2-3 Stunden ermöglicht (auf voller Helligkeit). Dieser Akku ist fest verbaut und wird über das mitgelieferte Ladegerät geladen.

Dieses Ladegerät ermöglicht auch eine kabelbetriebene Nutzung.  Sollte Euch die Portabilität egal sein, könnt Ihr die HUE Go auch einfach in die Ecke stellen und „vergessen“.

Wenn Ihr aber wollt könnt Ihr die HUE Go beispielsweise, wenn Besuch vorbeikommt, auf den Tisch stellen oder legen.

Die Lampe besitzt zwei Positionen in denen Ihr diese Aufstellen könnt, auf dem „Rücken“ liegend, sodass die flache Seite nach oben zeigt, oder schrägt auf zwei Füße, sodass die flache Seite leicht angewinkelt ist wie bei einem Strahler.

Bei letzterer Position ist allerdings die Kabelführung etwas „unglücklich“ gelöst. Im Kabelbetrieb wird man vermutlich die Lampe eher hinlegen.

 

Einrichtung, Installation und Steuerung

Um den Philips HUE Go nutzen zu können, benötigt Ihr wie bei allen Philips HUE Komponenten die HUE Bridge. Eine kabellose Nutzung ist später im Übrigen auch nur in Reichweite dieser Bridge möglich.

Sollte die HUE Go nicht Eure erste Lampe/Leuchte aus dem Philips HUE System sein, wird die Einrichtung für Euch nichts Unbekanntes sein.

Geht in die HUE App auf Eurem Smartphone und wählt das „+“ in den Lampeneinstellungen. Ist die HUE Go mit dem Strom verbunden, sollte diese nach wenigen Sekunden von der HUE App erkannt werden.

Von hier aus ist die HUE Go wie jede andere Lampe/Leuchte im HUE System nutzbar. Die HUE Go lässt sich in Räume einordnen und auch gemeinsam mit anderen HUE kompatiblen Leuchten steuern.

Steuern beutet es lässt sich die Helligkeit regeln wie auch Farbtemperatur und Lichtfarbe. Es gibt auch eine Taste auf der Unterseite zum „Manuellen“ Einschalten.

Auch ist eine Steuerung via Apples HomeKit, Amazons Alexa und beispielsweise Google Home möglich.

 

Das Licht

Das Wichtigste ist natürlich wie das Licht der Philips HUE Go aussieht. Die HUE Go kann neben diversen Weißtönen auch den kompletten RGB Farbraum mit 16 Millionen Farben darstellen.

Philips gibt die Lichtleistung mit 300 Lumen an und den Energieverbrauch mit 6W.

Wenn man 300 Lumen hört, hat man vielleicht eine etwas falsche Vorstellung über die Helligkeit der HUE Go. Ich dachte zuerst auch, dass dies lediglich eine Dekolampe ist, aber in der Praxis ist die HUE Go erstaunlich hell!

Die Lichtabstrahlung geschieht hier primär über die flache Fläche auf der Oberseite, allerdings wird auch etwas Licht über die Seiten verstrahlt. Durch das Plexiglas erstrahlt die Lampe immer in der jeweils gewählten Farbe. Das weiße Gehäuse ist also nur im ausgeschaltetem Zustand sichtbar.

Die Farbdarstellung der HUE Go ist so, wie man dies von einer premium Philips Lampe erwarten kann, tadellos!

Alle Farben, auch die etwas schwierigeren wie grün und türkis, werden kräftig und hell dargestellt. Hierbei entspricht die Farbdarstellung die der von neueren HUE E27 Glühbirnen.

Auch Weißtöne werden sauber und klar dargestellt. Ich nehme an die HUE Go wird separate weiße LEDs besitzen und nicht einfach Farben „mixen“ wie dies günstigere LED Streifen machen.

Die HUE Go ist zwar weniger zur Beleuchtung geeignet, auch wenn diese ordentlich hell wird, kann aber durchaus auf einem Tisch oder in einer Ecke für einen sehr schönen Lichtakzent sorgen!

Ich selbst nutze diese, um eine ansonsten dunkle Ecke meines Wohnzimmers auszuleuchten. Dabei habe ich die HUE Go mit anderen HUE Produkten gekoppelt, sodass die Steuerung synchron erfolgt.

Wenn man farbliches Licht nutzt, sieht dies gerade wenn man mehrere HUE Produkte sein Eigen nennt, wirklich klasse aus!

 

Fazit

Wie bei allen HUE Produkten ist auch bei der HUE Go der von Philips verlangte Preis mit rund 70€ sehr gesalzen.

Man zahlt hier ganz klar einen premium Preis. Allerdings muss man Philips eins lassen, Qualitativ, sowohl was die Lampe selbst angeht wie aber auch die Lichtqualität, gibt es nichts zu bemängeln!

Hinzu kommt natürlich die Klasse Philips Software, für welche das HUE System ja bekannt ist. Von daher wenn Ihr bereits im HUE Öko System seid und eine Lampe zur Beleuchtung dunkler Ecken sucht, dann kann ich die HUE Go auch für den reinen kabelgebundenen Betrieb voll empfehlen! Selbst bei einem Preis von 70€, ich bin sogar zähneknirschend am Überlegen eine zweite zu kaufen.