Das ASUS ZenBook 3 UX390UA im Test

Das ZenBook 3 ist das Vorzeige Premium Notebook aus dem Haus ASUS, das sich an Nutzer richtet, welchen eine gute Portabilität und eine hochwertige Haptik besonders wichtig ist.

Damit hat das ZenBook 3 UX390UA auch mein Interesse erweckt. ASUS ist mir eher als Hersteller von Gaming Notebooks bekannt als von Premium Geräten.

Wollen wir uns doch einmal im Test anschauen wie gut das ASUS ZenBook 3 UX390UA gelungen ist!

 

Technische Daten

  • ASUS ZenBook 3 UX390UA
  • 12.5″, 1920×1080
  • Intel Core i7-7500U, 2x 2.70GHz
  • Intel HD Graphics 620
  • 8GB oder 16GB RAM
  • 512GB SSD (SATA) (oder 1TB)
  • Akku: Li-Polymer, 6 Zellen, 40Wh, 9h Laufzeit
  • Gewicht: 910g
  • Link zum Hersteller
  • EUR 1.205,00 bei Amazon

Vielen Dank an ASUS für das Ausleihen des ZenBook 3

Das ASUS ZenBook 3 UX390UA im Test

Wenn Ihr ein etwas auffälligeres Notebook sucht, dann seid Ihr beim ASUS ZenBook 3 an der richtigen Adresse. ASUS setzt bei diesem auf eine blaue Grundfarbe mit vielen goldenen Akzenten. Ich muss zugeben auf den Fotos von Asus war ich mir hier nicht sicher, was ich von dieser Farbkombination halten sollte, jedoch in der Praxis ist die blau/gold Kombination etwas weniger knallig und deutlich dezenter.

Gerade das Blau ist in der Praxis deutlich dunkler und wirkt teilweise schon fast Schwarz, wobei dies sehr vom Licht abhängt. Ja das ASUS ZenBook 3 ist schon farblich etwas auffälliger, aber es ist auch nicht übermäßig knallig. Solltet Ihr Euch bei der Farbe nicht sicher sein, macht Euch keine zu großen Sorgen. In der Praxis passt das!

Das nächste was vermutlich nach der interessanten Färbung auffällt, ist die Größe des Notebooks. Verglichen mit dem ZenBook 3 wirkt sogar ein Dell XPS 13 recht klobig und groß. Das ZenBook ist extrem flach und kompakt, man kann dieses ohne Probleme in die Kategorie „ultra portabel“ packen. ASUS gibt die Dicke mit gerade mal 11,9mm an (Apple MacBook Air 17mm, MacBook 13,1mm, Dell XPS 13 15mm) und das Gewicht mit 910g (Apple MacBook Air 1,35KG, MacBook 920g, Dell XPS 13 1,2KG).

Dabei verzichtet ASUS allerdings nicht auf premium Materialien. Das Gehäuse besteht komplett aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung und das Display wird von Gorilla Glas 4 geschützt.

Das Notebook fühlt sich auch in der Hand extrem edel und hochwertig an! Hier muss sich ASUS definitiv nicht hinter Apple und Co. verstecken.

Allerdings ist die Oberseite des Deckels, welche eine gebürstete Oberfläche ist, ein absoluter Fingerabdruck-Magnet! Hier fürchte ich auch, dass sich bei einer etwas raueren Nutzung Kratzer zeigen könnten. ASUS scheint dieses Problem allerdings bewusst zu sein und legt eine kleine Tasche für das ZenBook 3 mit in den Lieferumfang. Hierbei handelt es sich sogar um eine etwas hochwertigere Tasche, welche farblich dem Notebook entspricht.

Rein haptisch habe ich keine Kritik oder Beschwerden, das Display Scharnier lässt sich sogar mit einer Hand öffnen!

Allerdings hat der Schlankheitswahn natürlich auch seine Nachteile. Wer viele Ports am ZenBook 3 erwartet, wird enttäuscht!

Wie auch das Apple MacBook besitzt das Zenbook 3 nur einen USB C Port und einen Kopfhörerausgang! Der USB C Port unterstützt natürlich USB 3.0 Tempo, wie auch einen Monitor Ausgang und das Laden.

Gegebenenfalls müsst Ihr Euch einen Adapter mit dem ZenBook 3 kaufen, was aber, wie ich finde, nicht schlimm ist. Das Notebook ist definitiv für einen portablen Einsatz gedacht und eher weniger für den Schreibtisch mit dutzenden USB Geräten.

 

Software

ASUS setzt beim ZenBook 3 natürlich auf Windows 10 Home. Leider übertreibt es ASUS aber etwas mit der vorinstallierten Software. Neben der üblichen Testversion von Microsoft Office und dem nervigen Mcafee Antivirus sind auch etwas ungewöhnlichere Programme zu finden.

Hiermit meine ich Dinge wie WPS Office, Foxit Phantom PDF, TeamViewer, Evernote, Dropbox usw.

Solltet Ihr das ZenBook 3 kaufen, sortiert zuerst die Programme aus die Ihr nicht benötigt, das werden vermutlich einige sein!

Interessanterweise besitzt das ZenBook 3 kein „Control-Zentrum“ in welchem man erweiterte Konfigurationen für Lüfter usw. Einstellen kann. Ich hätte bei ASUS eigentlich mit solch einer „Master“ Software gerechnet.

Lediglich für den Monitor und dessen Konfiguration gibt es eine spezielle ASUS Anwendung.

Bei meinem 512GB Modell waren im Übrigen noch rund 440GB Speicher frei.

 

Display des ASUS ZenBook 3

Das ASUS ZenBook 3 verfügt über ein 12,5 Zoll Full HD Display. Full HD auf 12,5 Zoll ergibt ein mehr als ausreichend scharfes Bild und generell ist das Display des ZenBook 3 mehr als zufriedenstellend!

Hierbei handelt es sich, wie man auch bei einem vierstelligen Preis erwarten kann um ein hochwertiges IPS Panel.

Farben sind klar und leuchtend, was auch etwas durch das Hochglanz Panel unterstützt wird, Kontraste sind gut und auch der Schwarzpunkt ist ordentlich für ein IPS Panel.

Laut meinen Messungen kann das Display 97% des sRGB Farbraums und 75% des AdobeRGB Farbraums darstellen.

Die maximale Helligkeit liegt bei guten 271cd/m². Dies ist zwar nicht super hell aber ausreichend auch bei Sonnenschein noch etwas auf dem Display erkennen zu können.

 

Eingabegeräte

Eine gute Tastatur und ein gutes Trackpad sind bei einem Notebook essenziell, gerade dann, wenn dieses sich wie das ZenBook 3 an Studenten, Blogger oder allgemein an einen Geschäftsmann/Geschäftsfrau richtet.

Beginnen wir mit der Basis. Die Tastatur besitzt ein absolutes Standard QWERTZ Layout. Die F Tasten sind wie üblich mit Systemfunktionen wie Displayhelligkeit usw. doppelt belegt, auch gibt es eine „Fn“ Taste neben Steuerung.

Abgesehen davon ist alles so wie man es bei einer deutschen Tastatur erwarten kann, vorbildlich ASUS!

Die Tasten besitzen allerdings wie es bei superflachen Notebooks mittlerweile normal ist, einen recht flachen Druckpunkt. Dies erfordert gerade am Anfang etwas Gewöhnung, zumal die Tasten relativ fest sind und daher etwas mehr Kraft zum Drücken benötigen. Hierdurch fühlt sich die Tastatur allerdings auch schön knackig an.

Ein Apple MacBook besitzt beispielsweise noch weniger „travel distance“ bei seinen Tasten, von daher geht dies beim ZenBook 3 vollkommen in Ordnung.

Ich bin ein Dell XPS 13 zum Tippen gewöhnt und anfangs gab es beim ZenBook 3 irgendwas was bei der Tastatur „anders“ war und ich nicht so recht benennen konnte. Damit meine ich natürlich nicht den Druckpunkt.

Man könnte jetzt meinen „ah die Tastatur ist kleiner“ aber genau das Gegenteil ist der Fall. Die Tastatur des ZenBook 3 ist ziemlich groß für ein 12,5 Zoll Notebook! Sogar Größer als die des Dell XPS 13.

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit konnte ich auch auf dem ZenBook 3 problemlos meine normale Tippgeschwindigkeit erreichen. Sollte Euch also der recht flache Druckpunkt der Tasten nicht stören, ist das Notebook auch für Vieltipper problemlos zu empfehlen!

Wie es sich auch für ein High End Notebook gehört, verfügt auch das ASUS ZenBook 3 über eine Tastatur Hintergrundbeleuchtung, welche zwar nicht super hell ist, aber vollkommen für Abends ausreicht.

Wie sieht es mit dem Trackpad aus? Sehr gut! Das Trackpad des ZenBooks ist extrem präzise und zuverlässig. Ob es dabei nun ums normale Tracking geht oder auch um Multitouch Gesten. Auch die Oberfläche ist sehr angenehm, wie ich finde.

Kurzum das Trackpad gehört zu den besten, die ich bisher bei einem Windows Notebook gesehen habe.

 

Lautsprecher

Bei den Lautsprechern hat sich ASUS erstaunlich viel Mühe gegeben. Das ZenBook 3 verfügt über gleich vier Lautsprecher. Zwei davon sind oberhalb der Tastatur angebracht und zwei vorne unter dem Notebook.

Dementsprechend könnte man ja davon ausgehen, dass das ZenBook 3 einen Hammer Klang hat?!

Für seine Möglichkeiten ja! Gute Lautsprecher brauchen viel Platz und davon gibt es wenig im ZenBook 3. Allerdings sind die Lautsprecher dennoch alles andere als schlecht. Diese sind ausreichend laut(allerdings auch nicht super laut) und super klar. Zudem wirkt der Klang relativ groß und breit durch die vier Lautsprecher, welche am Notebook verteilt sind.

Hier und da merkt man auch, dass etwas Bass aus dem ZenBook 3 kommt. Bass ist hier natürlich sehr relativ, aber ich habe schon in größeren Notebooks viel Schlechteres gehört.

Von daher für hier und da was Musik beim Arbeiten oder einen Film passt das Gebotene definitiv!

 

Performance, Temperatur und Lautstäre

Das ZenBook 3 ist aktuell in zwei Prozessor Konfigurationen erhältlich. Einmal mit Intel Core i5-7200U und einmal mit Intel Core i7-7500U. Für diesen Test habe ich die Version mit i7, auf diesen beziehen sich von hier an auch die Messwerte. Beginnen wir mit ein paar Benchmarks um eine grobe Einschätzung zu erhalten, was der Intel Core i7-7500U so zu leisten vermag.

Die Werte sehen doch ganz ordentlich aus! Der Intel Core i7-7500U liefert ungefähr 15-20% mehr Leistung als der i5-7200U. Natürlich handelt es sich hier weiterhin um einen „U“ Prozessor, also ein Ultra Low Voltage Modell.

Wer super viel Video Bearbeitung macht ist beispielsweise sicherlich mit einem größeren Notebook und einem Prozessor beraten, welcher nicht primär auf Energie Effizienz getrimmt ist. Allerdings aktuell geht es in solch einem kompakten Notebook nicht viel schneller als mit dem Intel Core i7-7500U.

Wie sieht es mit der Grafikkarte aus? Natürlich besitzt das ZenBook 3 nur die Intel HD Graphics 620, welche alles andere als flott ist. Solltet Ihr ein Laptop zum Spielen suchen, seid Ihr auf jeden Fall falsch! Videos, auch 4K Material, werden flüssig wiedergeben. Auch einige ältere weniger leistungsfordernde Spiele wie League of Legends laufen durchaus auf dem ZenBook 3.

Sehr überrascht hat mich allerdings ASUSs Kühllösung für das ZenBook 3. Normalerweise gibt in solch kompakten Notebooks immer etwas Thermal Throttling, allerdings nicht beim ZenBook!

Selbst unter absoluter Volllast erreicht der i7-7500U gerade mal 74 Grad auf seinem heißesten Kern. 74 Grad mag sicherlich für den ein oder anderen viel klingen, ist es aber nicht! Solche Prozessoren halten gut und gerne 90 Grad+ aus und in vielen kompakten Notebooks wie dem Dell XPS 2-in-1, XPS 13, Apple MacBook Pro usw. erreichen diese auch solch hohe Temperaturen.

Und nein ASUS hat den I7 nicht runter getaktet oder Ähnliches, der Prozessor läuft auf guten 3,1GHz. Sollte es nur eine temporäre Last geben oder nur auf einem Kern werden auch bis zu 3,6GHz erreicht.

Dabei klingt das Notebook auch nicht wie ein Jet, ganz im Gegenteil. Im Leerlauf ist das ZenBook 3 komplett leise und der Lüfter dreht nicht. Unter einer mittleren Last springt zwar der Lüfter an, ist aber immer noch sehr ruhig. Selbst unter Volllast bleibt das Notebook vergleichsweise leise. Natürlich ist der Lüfter dann hörbar, aber immer noch im sehr erträglichen Rahmen.

Vielleicht etwas enttäuscht hat mich die verbaute SSD. ASUS setzt hier auf eine SATA M.2 SSD, welche zwar recht flott ist mit 550MB/s lesend und 500MB/s schreibend, aber halt auch nicht so beeindruckend wie eine NVME SSD.

Macht dies in der Praxis einen Unterschied? Nein überhaupt nicht, es geht nur, um das Gefühl eine super schnelle SSD zu haben. Von daher ist die SATA SSD Okay, aber es wäre auch sicherlich noch mehr gegangen. Die SSD lässt sich im Übrigen upgraden! Gegeben falls auch auf eine PCIe NVME SSD!

Das verbaute WLAN Modul schaffte in meinem Test in Kombination mit dem ASUS ROG Rapture GT-AC5300 WLAN Router rund 60MB/s zu einem lokalen NAS.

 

Akku

Das ASUS ZenBook 3 verfügt über einen 40Wh starken Akku. Der Akku ist natürlich bei einem Ultrabook extrem wichtig, von daher wie lange hält dieser?

Diese Frage hängt natürlich stark von der Nutzung ab. Im Normalbetrieb, also websurfen, Office usw. bei einer „Indoor“ Displayhelligkeit erreichte ich rund 6-7 Stunden Nutzungszeit.

Ein ähnliches Ergebnis konnte ich auch beim Video Streamen erreichen (ca. 5-6 Stunden). Natürlich kann man das Notebook auch in Windeseile leersaugen. Solltet Ihr beispielsweise ein Video bearbeiten und exportieren, hält der Akku nur knapp 2 Stunden.  Wobei 2 Stunden bei einer Volllast Anwendung sogar ganz gut sind!

Allgemein ist die Akkulaufzeit des ZenBook 3 gut, allerdings ist das Notebook auch kein „Akku Wunder“.

Das ASUS ZenBook 3 wird über seinen USB C Port geladen. Dementsprechend legt ASUS auch ein passendes USB C Ladegerät bei.

Nun wird der ein oder andere auf die Idee kommen „Hey kann ich das ZenBook 3 einfach mit einer Powerbank laden?!“. Gute Frage! Die Antwort ist jein!

Ja man kann das ZenBook 3 via Powerbank Aufladen, allerdings benötigt Ihr eine Powerbank, welche den USB Power Delivery Standard unterstützt. Zudem muss die Powerbank 14,5/15V und 1,5A liefern können. Beispielsweise ein Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery funktioniert in Kombination mit dem ZenBook 3 und kann die Akkulaufzeit verdreifachen!

Wie ich finde sehr praktisch! Wenn man länger unterwegs ist einfach eine Powerbank einpacken und man hat mehr als genug Energie.

 

Fazit

ASUS ist mit dem ZenBook 3 ein wirklich wunderschönes und extrem hochwertiges Notebook gelungen.

Dank seiner extrem kompakten Abmessungen und seinem sehr niedrigen Gewicht eignet sich das Notebook besonders für Nutzer, die einen erhöhten Wert auf eine portable Nutzung legen.

Hier bietet das Notebook eine starke Akkulaufzeit, ein sehr gutes Display und eine hohe Leistung!

Gerade letztere konnte im Test doch sehr überzeugen! Das ZenBook 3 ist eins der wenigen „Ultrabooks“ welches nicht mit Temperatur- Problemen kämpft und daher auch kein Thermal Throttling besitzt. Natürlich für Gaming eignet sich das ZenBook 3 weniger, aber beispielsweise für Fotobearbeitung oder einen schnellen Videoschnitt „on the go“ ist das Notebook sowohl in der I5 wie aber auch ganz besonders in der i7 Version vollkommen geeignet! Sofern Ihr natürlich mit der etwas eingeschränkten Port Auswahl klarkommt.

„Eingeschränkt“ ist hier allerdings vielleicht etwas untertrieben. ASUS setzt beim ZenBook 3 ausschließlich auf einen USB C Port (+ einen Kopfhöreranschluss) welcher natürlich alles kann, mit dem passenden Adapter.

Dennoch, für jemanden der ein super kompaktes Notebook sucht und vielleicht auch die etwas auffälligere Optik des ZenBooks mag, wird es schwer haben ein besseres Notebook außerhalb des Apple Öko Systems zu finden. Vielleicht ein Dell XPS 13, welches aber auch abseits der größeren Portvielfalt sich nicht viel zum ZenBook 3 tut. Dafür bietet das ZenBook 3 die bessere Kühllösung und die kompakteren Abmessungen.

Kurzum Daumen hoch für das ZenBook 3, ASUS kann auch tolle Premium Notebooks bauen!

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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