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Die neuen Plantronics Backbeat 500 im Test, günstiger Spitzenklang?

Mit den Backbeat Pro 2 hatte Plantronics bereits vor kurzem im Test gezeigt, dass sie durchaus fähig sind absolute Spitzen-Kopfhörer zu bauen. Allerdings lagen die Backbeat Pro 2 schon in einer etwas gehobeneren Preisklasse.

Die neuen Backbeat 500 richten sich da an den etwas preisbewussteren Kunden, welche keine dreistelligen Summen für ein paar Kopfhörer ausgeben möchte.

Mit knapp unter 100€ sind die Backbeat 500 preislich durchaus recht attraktiv eingestuft. Sofern natürlich auch die Leistung passt.

Wie sieht es hier aus? Können die Plantronics Backbeat 500 im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die Plantronics Backbeat 500

Bei den Plantronics Backbeat 500 handelt es sich um recht kompakte Kopfhörer, welche für die Nutzung in der Öffentlichkeit, also Bus, Bahn, Straße usw., gemacht sind. Dafür setzt Plantronics auf ein on-Ear Design. On-Ear Kopfhörer liegen auf den Ohren auf und umschießen diese nicht. Daher sind auch hier die Ohrmuscheln weniger mächtig und groß.

Plantronics setzt bei den Backbeat 500 auf ein vergleichsweise dezentes Design. Die Kopfhörer sind komplett in Schwarz/grau gehalten und besitzen nur ein dezentes „PLT“ Branding.

Beim Material finden wir einen Mix aus Kunststoff, Gummi, Kunstleder und ein wenig Aluminium, letzteres wird primär bei der Aufhängung der Ohrmuscheln eingesetzt.

Die Verarbeitung und Haptik wirkt ordentlich, allerdings fühlen sich die Backbeat 500 auch nicht übermäßig „premium“ an. Dies liegt am relativ niedrigen Gewicht der Kopfhörer, welches aber gerade bei on-Ear Kopfhörern auch ein großer Vorteil sind kann.

Anschlüsse und Tasten zur Steuerung sind an der rechten und linken Ohrmuschel verteilt. Bei den Anschlüssen finden wir das Übliche, also einen 3,5mm Eingang für den kabelgebundenen Betrieb und einen microUSB Port zum Aufladen.

Laut Hersteller liegt die Akkulaufzeit bei hervorragenden 18 Stunden, ich würde diese praktisch eher auf 14 Stunden schätzen, aber dies kann von der gehörten Musik und Lautstärke abhängen. Bei Hörbüchern liegt die Akkulaufzeit beispielsweise höher als bei Hart Rock.

Bei den Tasten zeigte sich Plantronics ausgesprochen großzügig. An der rechten Ohrmuschel befindet sich neben dem Einschalter eine Bluetooth Taste (zum Koppeln der Kopfhörer) und eine Multifunktionstaste.

An der linken Ohrmuschel finden wir eine Lautstärkewippe, wie auch auf dem Deckel der Ohrmuschel Play/Pause und vor und zurück.

 

Tragekomfort

Den Tragekomfort von on-Ear Kopfhörern kann man als Geschmacksache bezeichnen. On-Ear ist immer ein Kompromiss aus Größe der Kopfhörer und Tragekomfort.

Allerdings hat Plantronics seine Hausaufgaben bei den Backbeat 500 gemacht. Zum einen besitzen die Kopfhörer eine relativ dicke Polsterung, zum anderen ist der Anpressdruck vergleichsweise niedrig.

Hierdurch würde ich allerdings die Backbeat nicht für den Sport oder ähnliches empfehlen.

Für die normale Nutzung im Alltag, also zu Hause, in Bus und Bahn usw. taugen die Backbeat 500 allerdings durchaus. Zwar werden meine Ohren nach ca. 30-60 Minuten langsam merklich wärmer aber das ist normal bei on-Ear Kopfhörern.

Unterm Strich würde ich daher den Tragekomfort der Plantronics Backbeat 500 als gut für on-Ear Kopfhörer bezeichnen! Ich würde allerdings normale Over-Ear Kopfhörer grundsätzlich bevorzugen.

 

Klang

Die Plantronics Backbeat 500 sind on-Ear Kopfhörer, dies darf man nicht vergessen. Das bedeutet diese klingen von Natur schon etwas anders als Over-Ear Kopfhörer, da hier keine vollständige Versiegelung des Ohrs statt findet.

Grundsätzlich konnten mich die Backbeat 500 allerdings positiv überraschen!

Starten wir bei den Höhen. Diese sind klar und erfreulich sauber. Hierbei gehen die Höhen sogar schon leicht ins Brillante. Kurzum an den Höhen habe ich nichts zu beklagen!

Die Mitten sind relativ neutral, bis vielleicht leicht abgesenkt. Dies soll natürlich die Bässe etwas hervorheben.

Dies gelingt auch in einem gewissen Rahmen. Die Bässe der Backbeat 500 sind schön knackig und dynamisch. Im Gegensatz zu den großen Plantronics Backbeat Pro 2 sind die Backbeat 500 allerdings keine absoluten Bass Monster.

Das Bass ist durchaus kräftig, bringt aber Eure Ohren nicht zum Vibrieren! Aufgrund der on-Ear Bauform können die Backbeat etwas schlechter „Druck“ aufbauen, der für einen massiven Bass nötig wäre. Sofern Ihr aber keine absoluten Bass Heads seid, passt der Bass der Backbeat 500!

Musik klingt schön dynamisch und lebendig. Gerade in dem üblichen Pop/Rock machen die Kopfhörer eine sehr gute Figur.

Die maximale Lautstärke und auch die Bluetooth Verbindung „passt“. Ich konnte keine Kompressionsartefakte oder Ähnliches, was eindeutig auf die kabellose Verbindung zurückzuführen ist, ausmachen.

 

Fazit

Wer ein paar gute Bluetooth Kopfhörer für den mobilen Einsatz sucht, ist bei den Plantronics Backbeat 500 an der richtigen Adresse!

Diese können durch einen guten und spaßigen Klang überzeugen, wie auch durch eine gute Haptik und Tragekomfort.

Zwar sind die Backbeat 500 nichts für absolute Bass Heads, aber für den normalen Hörer mit einem leicht überdurchschnittlichen Anspruch an Qualität passen die Plantronics klanglich definitiv!

Beim Tragekomfort habe ich auch relativ wenig zu bemängeln. Zwar sind die Backbeat 500 on-Ear Kopfhörer, und damit weniger für das stundenlange Musikhören im Fernsehsessel geeignet, aber für Bus und Bahn ist natürlich der kompaktere Formfaktor ideal!

AUKEY SK-M39 Bass Station im Test, Bluetooth Lautsprecher und externer Subwoofer = super Klang?

Kompakte Bluetooth Lautsprecher sind ein Fluch und ein Segen zu gleich. Ein großer Vorteil vieler Bluetooth Lautsprecher ist nun mal ihre Kompaktheit, weshalb diese sich gut transportieren lassen, ob nun von Zimmer zu Zimmer oder unterwegs und auf dem Tisch wenig Platz wegnehmen.

Jedoch bedarf es Klangvolumen, von dem kompakte Lautsprecher nur sehr wenig haben. Zwar  gelingt es den Audio Herstellern immer besser einen guten Klang in ein kleines Gehäuse zu quetschen, aber irgendwo gibt es doch Limits.

Hier ergibt sich nun ein Problem, will man lieber einen kleinen portablen Lautsprecher oder einen großen gut klingenden?

Was wenn man beides bekommen kann? Darf ich vorstellen die AUKEY Bass Station!

Bei der AUKEY Bass Station handelt es sich um einen zweiteiligen Bluetooth Lautsprecher, welcher eine Kombination aus Portabilität und Klang bieten soll.

Wie genau funktioniert das? Und klingt der SK-M39 „Bass Station“ auch wirklich so gut wie es AUKEY verspricht? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle auch vielen Dank an AUKEY für das Zurverfügungstellen des Lautsprechers!

 

Der AUKEY SK-M39 Bass Station Bluetooth Lautsprecher im Test

Ich denke das auffälligste beim AUKEY SK-M39 ist sicherlich das zwei geteilte Design. Der Lautsprecher besteht aus zwei Komponenten.

Die wichtigste ist hierbei sicherlich der „Kopf“, also der obere Teil. Hierbei handelt es sich um einen „normalen“ Bluetooth Lautsprecher mit Akku usw.

Dieser „Kopf“ lässt sich auch eine Art Säule, welche ich im weiteren Test „Base“ nenne, aufsetzen. Auf der Oberseite der Base und der Unterseite des Kopfs befinden sich Kontakte, wodurch beim Aufsetzen sofort eine Verbindung hergestellt wird.

Die Base lässt sich mit dem Strom verbinden und besitzt auf seiner Unterseite einen Tieftöner. Wird nun der eigentliche Bluetooth Lautsprecher aufgesetzt, unterstützt dieser Tieftöner den Bluetooth Lautsprecher.

Zusätzlich wird auch der Bluetooth Lautsprecher geladen! Jedoch ist der Bluetooth Lautsprecher an sich komplett unabhängig von der Base nutzbar. Das heißt, ihr könnt den oberen Teil mitnehmen und komplett autark verwenden. Hierfür besitzt der SK-M39 auch einen eigenen microUSB Eingang, es ist also die Base nicht zwingend zum Laden erforderlich! Die Base hingegen ist nicht eigenständig verwendbar.

Der obere Teil des SK-M39 erinnert mich optisch etwas an einen Sonos Lautsprecher mit seinem großen Lautsprechergrill, den silbernen Akzenten und der leicht rundlichen Form.

Das sehe ich nicht als Negativ an! Der Lautsprecher gefällt mir optisch eigentlich recht gut. Die beiden 7,5W Treiber sitzen im Übrigen seitlich im Lautsprecher.

Die Base hingegen besitzt eine Holz Optik, welche doch einen gewissen Kontrast zum oberen Teil des Lautsprechers darstellt.

Die Tasten zur Steuerung des Lautsprecher sind auf der Oberseite des „Kopfs“ angebracht. Hierbei handelt es sich um die üblichen Tasten, also ein/aus, lauter/vor, leiser/zurück und eine Bluetooth Taste.

 

Klang

Wie klingt nun die AUKEY „Bass Station“? Das ist um ehrlich zu sein nicht ganz leicht zu beschreiben, anders als man erwarten würde, trifft es sicher gut.

Beginnen wir einfach mal beim oberen Teil, also dem portablen Bluetooth Lautsprecher ohne die Basis.

Dieser hat mich um ehrlich zu sein, sehr überrascht. Der Lautsprecher klingt gut, wenn nicht sogar sehr gut!

Die Höhen sind glasklar und sauber. Stimmen und Gesang wird hervorragend wiedergegeben und können sich gut vom Bass lösen.

Erstaunlicherweise ist sogar der Bass ohne die Base okay. Nein der Lautsprecher solo ist kein Bass Monster, aber es fehlt auch nichts im Klang. Ganz im Gegenteil der Bass ist absolut natürlich und gut.

Der Lautsprecher bringt zwar keinen Tisch zum Wackeln aber mir würde das Bass Level so schon fast reichen.

AUKEY nutzt hier also Full Range Treiber, welche alle Klangbereiche gut wiedergeben können.

Diese wurden allerdings nicht künstlich auf Bass getrimmt, wie es ansonsten bei den aller meisten Bluetooth Lautsprechern der Fall ist. Daher klingt der AUKEY SK-M39 sehr schön natürlich und angenehm.

Würde man den oberen Teil für 49€ verkaufen ohne die Base würde ich sagen geht der Preis durchaus in Ordnung.

Aber wie sieht es nun mit der Base aus? Diese ist ja schließlich die Besonderheit. Hier wurde ich nun etwas „überrascht“.

Ihr müsst Euch dies so vorstellen, ich habe den Lautsprecher das erste Mal ohne die Base eingeschaltet und war wie oben beschrieben positiv überrascht. Da AUKEY den Lautsprecher „Bass Station“ nennt, habe ich gerechnet, dass die Base auch ordentlich losdröhnt, nope!

Ich weiß nicht so recht wie es beschreiben soll, aber man hört die Base fast nicht! Wer erwartet, dass der Lautsprecher mit der Base zum Bass Monster ausartet, wird vermutlich enttäuscht.

Hier hätte AUKEY mehr herausholen können, ich habe das Gefühl, dass die Base etwas „unterentwickelt“ ist.

Allerdings darf man die ganze Sache nicht schlechter machen, als diese ist, denn der Lautsprecher klingt um ehrlich zu sein sehr gut!

Die Base sorgt zwar nicht für donnernde Bässe aber verlängert den Bass etwas. Der Bluetooth Lautsprecher kann also mit Base bestimmt 10-20Hz tiefer gehen.

Es wird also nicht die Masse des Bass gesteigert, sondern etwas die Qualität. Der Unterschied ist zwar gering, der obere Teil liefert ca. 85% des Klangs, aber vorhanden!

Die größte Stärke des AUKEY SK-M39 ist aber ganz klar die Größe! Der Lautsprecher klingt unheimlich groß und breit! Der obere Teil hat seine Treiber zur Seite ausgerichtet, hinzu kommt nun die Base, welche ihren Klang nach unten feuert.

Das klingt in der Theorie sicherlich suboptimal, in der Praxis allerdings ist dies ein anderes Sound Gefühl als bei einem Bluetooth Lautsprecher dessen Treiber 5cm auseinanderliegen.

Ich denke, das irreführendste ist sicherlich der Name des Lautsprechers. Der AUKEY SK-M39 ist sicherlich keine „Bass Station“, wer so etwas will, soll lieber den Anker SoundCore Boost nehmen.

 

Fazit

Der AUKEY SK-M39 gehört mit Sicherheit zu den interessantesten Bluetooth Lautsprechern, die ich bisher getestet habe.

Das zweiteilige Konzept des Lautsprechers ist in der Theorie klasse! Wollt Ihr den Lautsprecher unterwegs oder in einem anderen Raum nutzen, einfach das obere Teil mitnehmen.

Wollt Ihr Zuhause wieder das Maximum an Klang einfach den Lautsprecher auf die Base aufsetzen. Die Base lädt dabei den Lautsprecher und sorgt für extra Bass.

Leider ist letzterer allerdings nicht die Stärke der AUKEY SK-M39 „Bass Station“. Was eine Ironie die Bass Station liefert einen vergleichsweise schwachen Bass. Hier habe ich das Gefühl, dass man mehr aus der Base hätte herausholen können, als es AUKEY gemacht hat. Gefühlt 85% des Klangs kommt aus dem oberen Teil des Lautsprechers.

Wobei man dem AUKEY SK-M39 nicht unrecht tun darf. Klanglich gehört dieser zu den besten Bluetooth Lautsprechern die ich in der 70€ Preisklasse bisher gehört habe!

Die Höhen sind klar und brilliant, die Mitten sauber und der Bass ordentlich. Hiermit meine ich, dass der Bass eine ordentliche Qualität besitzt! Gerade mit Base ist dieser schön rund und voluminös, allerdings von der Masse eher „natürlich“. Hier gibt es viele kompaktere Bluetooth Lautsprecher welche mehr Bass liefern, aber nicht zwingend einen besseren Bass.

Der Lautsprecher klingt auch ohne die Base, also nur das obere Teil solo, mehr als ordentlich!

Die größte Stärke des AUKEY SK-M39 ist allerdings die Klangfülle! Der SK-M39 liefert einfach einen anderen „größeren“ Klang als viele Bluetooth Lautsprecher. Dies liegt an der vergleichsweise großen Separierung der drei Treiber.

Kurzum der AUKEY SK-M39 Bass Station bietet einen qualitativ hochwertigen neutralen Klang. Damit gehört dieser zu den besten Bluetooth Lautsprechern seiner Preisklasse. Ob dieser etwas für Euch ist, hängt von mehreren Dingen ab, wollt Ihr einen dröhnenden, mächtigen Bass, welcher den Tisch zum Wackeln bringt? Fall ja ist der SK-M39 nichts für Euch! Der Bass ist gut aber nicht stark angehoben!

Ebenfalls müsst Ihr Euch fragen, ob der Formfaktor etwas für Euch ist. An sich finde ich das zwei geteilte System mit Docking Station und zusätzlichem Tieftöner sehr praktisch, aber rein vom „Klang zu Größe“ Verhältnis bieten andere Lautsprecher mehr.

Dennoch wenn Ihr mit der Größe leben könnt und Euch die Klangsignatur anspricht, kann ich den AUKEY SK-M39 voll empfehlen!

4x Gbit USB LAN Adapter im Vergleich, gibt es Unterschiede?

LAN Ports sind bei kaum einem modernen Notebook noch zu finden. Zwar wird WLAN immer besser und schneller, aber gerade, wenn es um große Datentransfers geht, geht doch nichts über eine kabelgebundene Verbindung.

Hier bleibt einem meist nichts anderes übrig als auf eine USB LAN Karte zu setzen. Diese gibt es zahlreich auf dem Markt. Aber gibt es hier qualitative Unterschiede und falls ja, wie groß sind diese?

Schauen wir uns doch einmal ein paar USB LAN Karten im Vergleich an. Welches ist das empfehlenswerteste Modell?

 

Basis

USB LAN Karten lassen sich grundsätzlich erst einmal in drei Klassen unterteilen.

  • USB 2.0 LAN Karten mit 100 Mbit LAN (maximal 12 MB/s)
  • USB 2.0 LAN Karten mit 1000 Mbit LAN (maximal 30-40 MB/s)
  • USB 3.0 LAN Karten mit 1000 Mbit LAN (maximal 120 MB/s)

100 Mbit LAN limitiert die Übertragungsrate auf rund 12 MB/s, hier spielt es auch keine Rolle ob USB 2.0 oder USB 3.0.

1000 Mbit LAN bzw. Gbit LAN besitzt eine theoretische maximale Übertragungsrate von 120 MB/s. Das heißt, USB 2.0 würde eine 1000Mbit Verbindung auf rund 30-40MB/s einschränken.

Die optimale Kombination wäre also 1000Mbit bzw. 1Gbit LAN und USB 3.0 für die maximale Leistung.

 

Die Testkandidaten

Für diesen Test habe ich vier USB LAN Karten bei Amazon bestellt. Alle vier Modelle verfügen über USB 3.0 und Gbit LAN, bieten also alle theoretisch bis zu 120 MB/s.

Folgende LAN Karten habe ich bestellt:

Alle Modelle kosten neu zwischen 11€ und 16€, sind also preislich weitestgehend gleich auf.

 

Erster Eindruck

Grundsätzlich sind alle USB LAN Karten fast gleich aufgebaut. Es handelt sich hier bei allen Modellen um eine kleine leicht längliche Box mit einem RJ45 Anschluss an einem Ende und einem ca. 10cm langen USB 3.0 Kabel am anderen Ende.

Hierbei ist das Anker Modell das kompakteste, gefolgt von der CSL, der TechRise und zu guter Letzt der AmazonBasics. Allerdings sind die GrößeuUnterschiede wirklich sehr minimal, aufgrund dieser würde ich vermutlich alleine keine Kaufentscheidung tätigen.

Dafür, dass die AmazonBasics die größte LAN Karte ist bietet diese aber auch das hochwertigste Gehäuse. Der Hersteller setzt hier auf hochwertiges Aluminium, im Gegensatz zum restlichen Testfeld. Anker setzt bei seiner LAN Karte auf mattes Plastik, CSL auf einen Mix aus mattem Plastik und Hochglanzplastik und TechRise ausschließlich auf Hochglanzkunststoff.

Rein von der Haptik würde ich vermutlich zum AmazonBasics Ethernet-LAN-Netzwerkadapter greifen.

 

In der Praxis

Kommen wir zum Praxisteil. Beginnen wir mit den „Benchmarks“. Hierfür habe ich die Geschwindigkeit der LAN Verbindung zu einem lokalen Gbit Server gemessen.

Wie wir sehen, ist kein signifikanter Unterschied zwischen den USB LAN Karten. Alle schaffen rund 116 MB/s lesend wie auch schreibend.

Mit einer kleinen Ausnahme, der Anker LAN Karte. Mit dieser hatte ich leider massive Probleme! Die LAN Karte wurde teilweise nur mit USB 2.0 erkannt und teilweise mit USB 3.0. Wenn diese nur mit USB 2.0 erkannt wurde, lag die maximale Übertragungsrate bei rund 40MB/s.

Ich habe die LAN Karte an zwei Notebooks getestet und bei beiden war es Zufall, ob die Anker LAN Karte mit USB 2.0 oder 3.0 erkannt wurde. Um einen Defekt an meinem Testmodel auszuschließen habe ich mir sogar noch eine zweite LAN Karte von Anker bestellt, keine Besserung.

Vielen Nutzern wird dies natürlich gar nicht auffallen. Selbst 40MB/s sind für Datentransfers ins Internet mehr als genug. Lediglich für lokale Datentransfers ist das Ganze suboptimal.

Leider hatte ich mit der Anker LAN Karte noch andere Probleme. Teilweise ist die LAN Karte bei größeren Datentransfers (30GB+ am Stück) einfach „ausgegangen“.

Merkwürdig, denn sowohl die Anker, die CSL und auch die TechRise LAN Karten nutzen einen Realtek Chip, aber nur die Anker war so zickig.

Die AmazonBasics USB LAN Karte nutzt hingegen einen ASIX AX88179 Chip.

Interessant ist auch die CPU Last. Die LAN Karten mit Realtek Chip sorgen für eine ca. 2% niedrigere CPU Auslastung als die AmazonBasics mit ASIX AX88179 Chip.

Unter Windows 10 benötigt keine der LAN Karten eine manuelle Treiberinstallation. Selbst ohne Netzwerkverbindung bringt Windows 10 die passenden Treiber jeweils mit. Anders sieht dies unter MacOSX aus! Die drei LAN Karten mit Realtek Chip funktionieren hier tadellos, die Anker LAN Karte sogar besser als unter Windows, die AmazonBasics USB LAN Karte hingegen verweigerte die Funktion!

Bei meinem Razer Blade mit I7-6700K sorgten die Anker, CSL und TechRise LAN Karten für rund 9% CPU Auslastung bei einem Netzwerktransfer (volles Tempo), die AmazonBasics LAN Karte führte zu rund 11%.

Verglichen mit einer integrierten LAN Karte konnte ich weder bei der CPU Last noch bei der Performance signifikante Unterschiede feststellen. Das heißt, eine solche USB LAN Karte, mit Ausnahme des Anker Modells, kann eine interne LAN Karte zu 100% ersetzen.

 

Fazit

Wenn die LAN Karte über USB 3.0 und Gbit LAN verfügen, scheint es keine Unterschiede vom reinen Tempo zu geben.

Letztendlich würde ich eine Empfehlung für den AmazonBasics Ethernet-LAN-Netzwerkadapter und  den TechRise USB 3.0 zu RJ45 Gigabit Ethernet LAN Netzwerk Adapter aussprechen.

Warum diese beiden? Das Modell von TechRise und CSL scheinen technisch weitestgehend identisch zu sein, aber die TechRise ist rund 3€ günstiger und bekommt daher die Empfehlung. Das Anker Modell scheidet aus da ich hier einige Probleme mit USB2.0/3.0 hatte.

Der AmazonBasics Ethernet-LAN-Netzwerkadapter bietet eine tadellose Performance und hat zudem das hochwertigste Gehäuse im Vergleich, daher bekommt auch dieses eine Empfehlung. Wenn Ihr auf der Suche nach einer guten USB LAN Karte seid, würde ich mich zwischen diesen beiden entscheiden!

  1. AmazonBasics Ethernet-LAN-Netzwerkadapter
  2. TechRise USB 3.0 zu RJ45 Gigabit Ethernet LAN Netzwerk Adapter

WICHTIG Stand 12.08.17 funktioniert der AmazonBasics Ethernet-LAN-Netzwerkadapter nicht unter MacOSX!

7x „Gaming“ Schreibtischstühle im Vergleich (von DXRacer, noblechairs, Maxnomic, …..)

Gamingschreibtischstühle sind der neuste Trend. Im Handel gibt es daher von duzenden Herstellern wie NobleChairs, DXRacer, Need for Seat, usw. diverse Modelle.

Hier steht zumindest eins fest, wer einmal einen guten Schreibtischstuhl hatte, wird nur schwer auf ein billigeres Modell zurückkehren wollen. Man unterschätzt doch sehr den Unterschied zwischen einem guten und schlechteren Modell.

Aber was ist ein gutes Modell und was ein schlechtes? Um diese Frage zu klären, habe ich sieben „Gaming Schreibtischstühle“ in der 200-400€ Preisklasse von DXRacer, Noblechairs, Maxnomic, AKRacing usw. in den Vergleich geschickt.

Welcher Gaming Schreibtischstuhl kann im Vergleich für welchen Nutzer überzeugen? Finden wir dies heraus!

 

Die Testkandidaten

Folgende Modelle befinden sich im Vergleich:

  • AKRacing Onyx
  • Corsair T1 Race
  • DXRacer Formula
  • Gamebreaker VR 12 (by hjh Office)
  • Maxnomic Need for Seat Office-Comfort
  • noblechairs EPIC
  • noblechairs ICON

Preislich liegen sie hier im 250-350€ Bereich. Am günstigsten ist der DXRacer Formula mit knapp über 200€ und der Gamebreaker VR 12 mit rund 250€. Am anderen Ende der Preisskala ist der Maxnomic Need for Seat Office-Comfort, AKRacing Onyx und noblechairs ICON mit jeweils um die 370€.

 

Aufbau und Installation

Hier nur ein paar generelle Worte zum Aufbau der Schreibtischstühle. Grundsätzlich verläuft dieser bei fast allen Modellen hier im Vergleich sehr ähnlich. Jedoch kann man grob sagen, umso teurer der Stuhl umso weniger Eigenleistung muss erbracht werden.

Bei allen Stühlen muss die Rückenlehne an das Sitzpolster geschraubt werden wie auch die Halterung für die Gasdruckfeder an das Sitzpolster. Anschließend lässt sich das Ganze einfach zusammenstecken.

Bei den günstigeren Modellen wie dem Gamebreaker oder auch dem DXRacer müssen die Armlehnen angebracht werden. Bei den teureren Modellen sind diese bereits vorinstalliert. Auch sind bei den teureren Modellen die Schrauben jeweils in den passenden Löschern vorinstalliert.

Werkzeug ist hingegen bei allen Stühlen mit im Lieferumfang.

Kurzum dies sind nur kleinere Luxus Feature, welche man bei den teuren Modellen bekommt.

 

Einzelvorstellung und optischer Eindruck

In diesem Vergleich werde ich nicht im Detail auf jedes Feature eines jeden Stuhls eingehen, ansonsten würde dies bei 7 Modellen doch den Rahmen sprengen.

Wenn Euch detailliertere Informationen wichtig sind, schaut in die Einzeltests zu den jeweiligen Modellen.

 

AKRacing Onyx

Mit 150KG maximaler Belastbarkeit ist der AKRacing Onyx der massivste und größte Schreibtischstuhl im Test. Dies spiegelt sich auch ein wenig in der Optik wieder. Der Onyx wirkt recht breit und massiv, hierbei setzt der Hersteller auf eine sehr dezente und klassische Optik.

Der AKRacing Onyx ist komplett in Schwarz gehalten und ohne auffälligere optische Elemente gestaltet. Vielleicht springt das silberne Fußkreuz visuell etwas aus der Reihe, aber dies kann man als Geschmackssache einstufen.

Beim Material setzt AKRacing ganz klassisch auf Kunstleder, welches lediglich in der unteren Rückenpartie mit einem etwas aufwendigeren Muster verstehen ist, ansonsten ist der Stuhl glatt.

 

Corsair T1 Race

Der Corsair T1 Race ist einer der etwas auffälliger gestalteten Schreibtischstühle im Test. Dieser ist in fünf verschiedenen Farbkombinationen verfügbar, ich habe mich für klassisch schwarz/rot entscheiden. Alternativ stände auch schwarz/weiß, schwarz/blau, schwarz/gelb und schwarz/schwarz zur Auswahl.

Der T1 Race besitzt, wie der Name auch schon vermuten lässt, die klassische Racing -Form mit aufwendigen seitlichen Flügeln, die dem Nutzer Halt geben sollen und Aussparungen im oberen Bereich.

Das Ganze ist natürlich bei einem Schreibtischstuhl an sich nicht nötig, allerdings wer auf diese etwas aggressivere Optik steht, wird den Corsair T1 Race lieben!

Beim Material sehen wir das Übliche: Kunstleder. Allerdings nutzt Corsair an einigen Elementen des Stuhls auch eine Karbonfaser Textur.

Ebenfalls etwas außergewöhnlich sind die Rollen des T1 Race. Corsair nutzt hier Rollen wie man diese ansonsten bei inline Skatern und Ähnlichem findet. Hierdurch kann der Stuhl etwas besser gerade auf höheren Teppichen rollen.

 

DXRacer Formula

Der DXRacer Formula ist der günstigste Schreibtischstuhl im Test, sieht man es diesem an? Jein. DXRacer setzt beim Formula nicht auf Kunstleder, sondern auf normalen Stoff. Dies würde ich aber nicht mal direkt als negativ einstufen. Die Verarbeitung ist „out of the Box“ auf dem Level der anderen Modelle und zudem bietet die Stoffoberfläche eine bessere Belüftung des Rückens.

Optisch geht DXRacer beim Formula natürlich auch etwas in die „Racing“ Richtung. Der Stuhl besitzt ebenfalls recht auffällige seitliche Flügel, welche dem Nutzer Halt geben sollen und zudem für die richtige Sitzposition sorgen sollen. Auch die Aussparungen auf Nackenhöhe sind beim Formula vorhanden.

Farblich ist auch der DXRacer Formula über den Hersteller in diversen Kombinationen zu erhalten, im normalen Handel wird allerdings primär die schwarz/rot Version angeboten.

 

Gamebreaker VR 12

Der Gamebreaker VR 12 ist der zweitgünstigste Schreibtischstuhl im Test. Aber erneut sieht man diesem den Preis nur bedingt an.

Auch der Gamebreaker VR 12 ist wieder etwas auffälliger gestaltet, gerade was die Rückseite angeht. Hier besitzt der Stuhl eine Art Plastik „Exoskelett“, welches lediglich die Optik etwas aufpeppen soll und keine Funktion erfüllt.

Beim Material setzt der Hersteller, hjh Office, auf Kunstleder. Kleiner Nachteil: Es neigte anfangs beim  Gamebreaker VR 12 etwas zum Quietschen, wenn man sich auf diesen setzte. Mit der Zeit ist allerdings dies etwas verschwunden.

Farblich ist der Gamebreaker VR 12 in vier Versionen erhältlich, schwarz, schwarz/weiß, schwarz/rot und schwarz/blau.

Aufseiten der Form setzt hjh Office auf das klassische Racing Design. Dieses kommt allerdings beim Gamebreaker VR 12 nur etwas abgeschwächt zum Einsatz. Die seitlichen Flügel sind deutlich weniger aggressiv geformt als beim Corsair.

Etwas ungewöhnlich ist das fest integrierte Kissen für den Kopf. Um ehrlich zu sein, sehe ich hier nur bedingt den Sinn dieses Kissens. Ebenfalls ein kleiner Kritikpunkt sind die etwas lockeren Armlehnen, welche dafür aber recht gut verstellbar sind (Höhe und Winkel).

 

Maxnomic Need for Seat Office-Comfort

Der Maxnomic Office-Comfort repräsentiert am ehesten den klassischen Bürostuhl. Zwar nutzt man auch hier das Racing Grunddesign, allerdings wurde dieses sehr stark abgeschwächt, so dass der Office-Comfort auch nicht in einem klassischen Büro fehlplatziert wirken würde. Sofern man sich natürlich für eine etwas dezentere Farbwahl entschieden hat.

Den Office-Comfort gibt es neben dem klassischen Schwarz auch beispielsweise im Design diverser ESport Teams. Interessanterweise ist der Maxnomic Office-Comfort der einzige Stuhl im Vergleich, bei welchem der Preis anhand der Farbwahl schwankt.

Material ist erneut ganz klassisch Kunstleder, welches allerdings hier überdurchschnittlich gut verarbeitet wirkt. Allerdings neigt man auf dem Maxnomic Office-Comfort auch etwas zum Schwitzen aufgrund des recht dicken und glatten Kunstleders (einige Versionen des Office-Comfort sind etwas anders vernäht, dies könnte hier ein Vorteil sein).

 

noblechairs EPIC

Optisch versucht der noblechairs EPIC etwas die Mitte zwischen hochwertig professionell und auffällig „Gamerlike“ zu treffen.

Dies gelingt, wie ich finde auch sehr gut! Der EPIC nutzt ein recht aggressives Racing -Design mit auffällig großen seitlichen Flügeln, welche den Nutzer zentriert halten sollen.

noblechairs setzt beim EPIC auf einen Mix aus Kunstleder für die Sitzflächen und Stoff für die farblichen Akzente. Wichtig der noblechairs EPIC ist auch in einer teureren Echtleder Version verfügbar!

Allerdings sieht die Kunstlederversion bereits recht ordentlich aus. Das Kunstleder ist hierbei perforiert, was sicherlich ein optisches Element ist, aber auch etwas bei der Belüftung hilft. Ehe die Frage kommt, ja, in diesen Löschern kann sich Schmutz ansammeln, allerdings bekommt man diesen durch enthusiastisches Ausklopfen in der Regel gut wieder entfernt.

Farblich ist der noblechairs EPIC mittlerweile in satten neun Versionen verfügbar. Abgesehen von der weißen Version und den Spezialversionen verändert sich allerdings meist nur die Akzentfarbe, also die Farbe der Stoff Umrandung und der Nähte.

 

noblechairs ICON

Beim ICON setzt noblechairs auf ein etwas konservativeres Design verglichen mit den restlichen Modellen im Vergleich und auch dem EPIC. Beim ICON ist nicht viel vom klassischen Racing Design übrig geblieben. Der Schreibtischstuhl wirkt eher wie ein Autositz einer Nobelkarosse, als der eines Rennwagens. Beispielsweise die seitlichen Flügel auf Schulterhöhe fehlen beim ICON komplett, was breitere Nutzer sicherlich freuen wird.

Schlimm? Es kommt hier sicherlich auf den Geschmack an. Wollt Ihr einen „Gaming Chair“ welcher auch so aussieht, dann ist der ICON sicherlich nicht Eure erste Wahl. Wie auch schon der Maxnomic Need for Seat Office-Comfort würde der noblechairs ICON in einem öffentlichen Büro nicht fehlplatziert wirken, ganz im Gegenteil.

Wie auch schon der Marken Name versucht auszudrücken wirkt der noblechairs ICON durchaus recht hochwertig. Die Verarbeitung ist bei meinem ICON sehr gut, allerdings ist auf den Nähten auf der Oberseite der Rückenlehne etwas Zug.

Wie auch schon beim EPIC ist der auch der ICON in einer echt Leder Version verfügbar, für rund 200€ Aufpreis.

Das Kunstleder meines ICONs macht aber erneut einen guten Eindruck und ist an den Kontaktflächen perforiert. Hierdurch wird Euer Körper beim Arbeiten etwas besser belüftet.

 

Haltbarkeit und Massivität

Vom ersten optischen Eindruck kommen wir zur Massivität und Konstruktion der einzelnen Schreibtischstühle. Um ehrlich zu sein, es würde mich nicht wundern, wenn alle Stühle, die hier im Vergleich sind, aus dem gleichen Werk aus China kommen!

Ich will nicht damit sagen, dass es keine Unterschiede gibt, allerdings das Grunddesign ist bei fast allen Modellen sehr ähnlich! Achtet hier auf dieses grün/schwarze Band, welches bei den meisten Stühlen unter dem Sitzkissen verläuft.

AKRacing Onyx
DXRacer Formula

Allerdings gibt es durchaus einige Unterschiede. Beginnen wir mit dem Ausreißer, dem Gamebreaker VR 12. Der Gamebreaker VR 12 nutzt eine Basisplatte aus Holz, in der die Armlehnen und auch die Gasdruckfeder verschraubt sind. Die Rückenlehne hingegen setzt anscheinend auf die übliche Stahlkonstruktion.

Alle anderen Schreibtischstühle im Vergleich nutzen eine komplette Stahl Basis. Ist daher die Holz Basis ein NoGo? Nicht unbedingt. Ich denke, die Last, welche auf der Holzplatte liegt, ist nicht übermäßig groß, ja es könnte vielleicht eher passieren, dass die Armlehnen ausreißen, aber sofern Ihr Euch nicht am absoluten Gewichtsmaximum(120KG) des Gamebreaker VR 12 bewegt, sehe ich da kein über großes Risiko.

Dennoch ist natürlich eine Holzkonstruktion weniger robust als ein Stahlrahmen.

Die anderen Stühle sind wie bereits erwähnt sehr ähnlich aufgebaut. Zwar besitzt der Corsair, der Gamebreaker und der DXRacer ein Fußkreuz aus Plastik, aber selbst diese wirken mehr als ausreichend stabil. Auch die Rückenlehne wirkt bei allen Stühlen mehr als ausreichend robust verschraubt. Diese ist immer links und rechts mithilfe von zwei Schrauben im Stahlrahmen befestigt. Auch die Gelenke, die für die Verstellbarkeit der Rückenlehne zuständig sind, scheinen bei allen Stühlen qualitativ recht ähnlich zu sein. Zwar ist die Winkelverstellung beispielsweise bei den noblechairs etwas weicher als beim günstigen Gamebreaker oder DXRacer, aber dies liegt lediglich an den verbauten Federn und weniger an der grundsätzlichen Robustheit.

Wo ich am ehesten Unterschiede sehe, ist beim Bezug und den Armlehnen.

Zwar macht der Stoffbezug des DXRacer Formula einen guten Eindruck, aber ich nehme stark an das dieser sich schneller abnutzen wird als das Kunstleder.

Auch die perforierte Oberfläche der noblechairs könnte ein Ansatzpunkt für Verschleiß sein. Es könnten sich hier Schmutz oder Krümel in den Öffnungen sammeln. Krümel sind zwar relativ gut wieder aus dem Stuhl zu klopfen, aber Schmutz könnte im Laufe der Jahre hier etwas schwerer zu entfernen sein. Auch Tierkrallen, sofern Ihr eine Katze habt, könnten aufgrund dieser Perforierung etwas mehr Schaden anrichten. Allerdings sehe ich hier nach ca. einem halben Jahr bei meinem privat genutzten EPIC noch keine Probleme!

Ein weiterer Unterschied ist beispielsweise die Befestigung der Armlehnen. Diese ist bei DXRacer, Maxnomic und AKRaching als tadellos einzustufen. Hier ist die Armlehne in einem „Stahlträger“, der quer unter dem Stuhl verläuft, mit vier bzw. drei Schrauben befestigt.

AKRacing Onyx

Bei den noblechairs sehe ich hier einen Schwachpunkt. Hier sind die Armlehnen in einer Metallplatte verschraubt, welche an einer Kante an einem runden Stahlträger verschweißt ist. Ich will nicht sagen, dass dies Probleme machen wird, aber diese Konstruktion ist definitiv etwas schwächer als bei den anderen.

noblechairs ICON

Im Gegenzug mag ich die Rollen der noblechairs sehr gerne! Diese sind recht laufruhig und auch auf Teppichboden überdurchschnittlich gut zu gebrauchen.

Wenn ich zusammenfassen müsste, würde ich den AKRacing Onyx und den Maxnomic Need for Seat Office-Comfort als die beiden massivsten Stühle bezeichnen.

Allerdings sind auch die anderen Modelle als mehr als ausreichend zu bezeichnen, wenn es um die Bauqualität geht. Dennoch am massivsten ist der Stuhl von AKRacing und Maxnomic, wenn dies Eure höchste Priorität ist, greift zu einem von diesen.

 

Ergonomie und Verstellbarkeit

Ehe wir zum Sitzkomfort kommen ein paar grobe Abmessungen der Stühle.

Maximale Belastbarkeit Armlehnen Kippelfunktion
AKRacing Onyx 122KG (150KG) 3D „Z“
Corsair T1 Race 120KG 4D „T“
DXRacer1 80KG (90KG) 1D „T“
Gamebreaker VR 12 120KG 2D „T“
Maxnomic Need for Seat Office-Comfort 100KG (150KG) 3D „Z“
noblechairs EPIC 120KG 4D „Z“
noblechairs ICON 150KG 4D „Z“

Beginnen wir beim Gewicht. Manche der Stühle haben in der Tabelle zwei Gewichtsangaben, dies liegt daran, dass einige Hersteller ein maximales empfohlenes Gewicht angeben und eine absolute maximale Belastbarkeit, letztere steht in den Klammern.

An sich ist diese Angabe ja relativ klar. Ihr solltet wenn möglich unterhalb der maximalen Belastbarkeit bleiben um sicher zu gehen, dass der Stuhl lange hält.

Ebenfalls recht klar ist die Höhenangabe. Hierbei handelt es sich um die von mir nachgemessene Höhe der Sitzfläche. Dies ist nur eine ungefähre Angabe! Beispielsweise der noblechairs ICON ist vorne ein Stück weit höher als hinten, daher ist hier das Nachmessen der Höhe nicht ganz leicht möglich.

Bei den Armlehnen unterscheide ich zwischen 1D, 2D, 3D und 4D. Was bedeutet das? Eine 1D Armlehne kann sich nur in einer „Dimensionen“ bewegen. Im Falle des DXRacer Formula beispielsweise nur rauf und runter.

Bei einer 2D Armlehne kann diese sich in zwei Richtungen bewegen, im Falle des Gamebreaker VR 12 rauf/runter und der Winkel der Armlehne ist verstellbar.

3D Armlehnen können sich rauf/runter, vor/zurück und entweder links/rechts oder im Winkel verstellen lassen. 4D Armlehnen bieten alle Verstellmöglichkeiten (Rauf/runter, vor/zurück, seitlich und Winkel).

Kommen wir zur Kippelfunktion, auch Wippfunktion genannt. Diese wird von jedem Stuhl geboten und erlaubt es der Sitzfläche ein Stück weit nach hinten zu kippen. Dies kann durch abstoßen vom Boden oder Gewichtsverlagerung geschehen. Das Ganze hat so ein wenig das Schaukelstuhlprinzip und wird von mir sehr geschätzt! Solltet Ihr das nicht mögen, kein Problem diese Funktion lässt sich auch abschalten!

Es gibt bei dieser Wippfunktion zwei Funktionsprinzipien. Einmal das „T“ hierbei ist die Sitzfläche auf einem „T“ Gelenk angebracht, welches nach hinten kippen kann. Der Nachteil, der vordere Teil des Stuhls geht hoch, während der hintere Teil runter geht. Daher ziehen Eure Beine den Stuhl wieder in die Gerade, das Wippen nur durch eine Gewichtsverlagerung ist daher nur bedingt möglich, genau wie das Verweilen in der gekippten Position.

Link „Z“ (EPIC), rechts „T“ (T1 Race)

Hier ist der „Z“ Aufbau etwas erweitert. Hierbei kippt nur der hintere Teil des Schreibtischstuhls herunter, hierdurch lässt sich der Stuhl nur durch das Verlagern des Gewichts in die Schräge bringen und auch in der Schräge halten, ohne das Eure Füße angehoben werden.

Daher ist der Z Aufbau aus meiner Sicht zu bevorzugen! Kleine Ausnahme ist hier der Corsair welcher zwar auf den „T“ Aufbau setzt, aber diesen anscheinend mit einer Feder optimiert hat, so dass das Halten in der Schräge leichter ist.

Höhe Breite Sitzfläche Breite Rückenlehne Höhe Rückenlehne Schulterbreite Sitztiefe Sitzfläche Winkel
AKRacing Onyx 45 – 49cm 34cm (52cm) 32cm (47cm) 86cm 54cm 51cm gerade
Corsair T1 Race 46 – 57cm 31cm (45cm) 29cm (34cm) 87cm 45cm 48cm nach hinten Abfallend
DXRacer1 41 -48cm 32cm (42cm) 33cm (37cm) 85cm 48cm 45cm nach hinten Abfallend
Gamebreaker VR 12 46 – 55cm 39cm (47cm) 34cm (44cm) 83cm 45cm 47cm gerade
Maxnomic Need for Seat Office-Comfort 47 – 57cm 32cm (42cm) 29cm (40cm) 86cm 53cm 53cm leicht nach vorne abfallend
noblechairs EPIC 48 – 58cm 34cm (47cm) 27,5cm (40cm) 84cm 45cm 48cm gerade
noblechairs ICON 47 – 58cm 36cm (50,5cm) 33cm (47cm) 86cm x 46cm nach hinten Abfallend

Um Euch eine grobe Vorstellung des Platzangebots jeden Stuhls zu vermitteln, habe ich die Rückenlehne und Sitzfläche vermessen. Erneut sind dies natürlich nur grobe Angaben! Die erste Angabe ist jeweils die innere Abmessung, die Angabe in den Klammern ist das absolute Maximum, inklusive seitlicher Flügel usw.

Beispielsweise die Rückenlehne des Maxnomic Need for Seat Office-Comfort bietet 29cm Platz + bis zu 11cm zusätzlich durch die überstehenden Flügel. Eure Rückenbreite sollte im Optimalfall also bei +-29cm liegen, ein wenig mehr ist dank der Flügel allerdings kein Problem. Viel breiter als 40cm solltet Ihr aber auch nicht sein da Ihr ansonsten über dem Stuhl hervorsteht, was nicht bequem ist!

Corsair T1 Race

Anderes Beispiel, die Rückenlehne beim Corsair T1 Race ist 29cm breit, aber die Flügel sind sehr steil gestellt, bieten also nur rund 5cm zusätzlichen Platz. Bei mehr als 34cm Körperbreite werdet Ihr beim T1 Race recht stark eingeschränkt.

Die maximale Schulterbreite habe ich gesondert vermessen. Diese ist hier allerdings weniger ein absolutes Maximum, sondern ein von mir empfohlenes Maximum. Die meisten Schreibtischstühle verfügen über Flügel auf Schulterhöhe. Eure Schultern können durchaus über diese Flügel hinausstehen, aber dann werden diese etwas nach innen gebogen, was sicherlich suboptimal ist. Dieser Effekt ist je nach Stuhl etwas unterschiedlich. Beim Maxnomic Need for Seat Office-Comfort sind die Flügel weniger steil gestellt und daher werden die Schultern auch weniger gebogen, selbst wenn Ihr über die Flügel hinaussteht.

Sonderfall noblechairs ICON, dieser besitzt keine Flügel auf Schulterhöhe. Theoretisch könnt Ihr hier also beliebig breite Schultern haben ohne dass der Stuhl Euch einschränkt.

Zusätzlich habe ich in der Tabelle die Richtung der Sitzfläche angegeben. Einige Stühle besitzen keine absolut gerade Sitzfläche, diese fällt teilweise leicht nach vorne oder hinten ab.

 

 

Wie sitzt es sich – erste Einschätzung?

Beginnen wir mit einer groben Einteilung ohne Wertung wie es sich auf jedem Stuhl so sitzt.

Beginnen wir bei A, also dem AKRacing Onyx. Der Onyx ist definitiv der breiteste und weichste Schreibtischstuhl im Vergleich.

Viele Testsitzer haben das Sitzen auf diesem mit einer Couch oder einen Sofa verglichen und dies kommt durchaus hin! Der Stuhl ist sehr weich und dick gepolstert. Hinzu kommt eine hohe Breite, welche sogar sehr breiten Nutzern ausreichend Platz bieten sollte.

Die eher breiteren Schreibtischstühle
noblechairs ICON, AKRacing Onyx, Maxnomic Need for Seat Office-Comfort

Das fast genaue Gegenteil ist der Corsair T1 Race. Der T1 Race ist der schmalste Schreibtischstuhl im Vergleich. Hierbei besitzt dieser sehr aggressiv geformte seitliche Flügel, welche von vielen Testsitzer als „Umarmung“ bezeichnet wurden. Die Polsterung würde ich als mittel weich bezeichnen.

Der DXRacer Formula unterscheidet sich schon beim Material recht stark von den anderen Modellen im Vergleich. Schon durch den Stoff fühlt sich der Schreibtischstuhl recht weich an, er ist definitiv der Weichste nach dem AKRacing Onyx. Im Gegensatz zum Onyx richtet sich der DXRacer Formula eher an schmal bis normal gebaute Nutzer.

Der Gamebreaker VR 12 richtet sich an eine ähnliche Zielgruppe wie der DXRacer Formula. Auch der Gamebreaker VR 12 ist vergleichsweise weich gepolstert und mittel breit geschnitten. Wer also gerne entspannt sitzt, ist hier richtig.

Zwar ist der Maxnomic Need for Seat Office-Comfort auch recht dick gepolstert, aber die Polsterung ist etwas härter. Wenn man so will, ist der Office-Comfort ein etwas kleinerer und härterer AKRacing Onyx. Auch der Office-Comfort ist relativ groß und breit, aber nicht ganz so extrem breit wie der Onyx. Ich würde sagen der Office-Comfort entspricht so dem klassischen Chef Sessel.

Beim noblechairs EPIC handelt es sich definitiv um den am härtesten gepolsterten Schreibtischstuhl im Vergleich. Grundsätzlich ähnelt dieser etwas dem Corsair. Zwar ist dieser nicht ganz so schmal wie der T1 Race, aber man kann die Form durchaus als „Figurbetont“ bezeichnen. Daher ist dieser eher für schmal bis normal gebaute Nutzer zu empfehlen.

Die eher schmäleren Schreibtischstühle
noblechairs EPIC, Corsair T1 Race, Gamebreaker VR 12 (by hjh Office), DXRacer Formula

Der noblechairs ICON hingegen ist etwas weicher gepolstert als der EPIC. Zudem ist der ICON deutlich weniger figurbetont. Das Sitzen auf diesem ist unterm Strich als deutlich entspannter zu bezeichnen.

 

Wie sitzt es sich?

Nach dieser ersten Einstufung kommen wir zum eigentlichen Praxisteil. Das Wichtigste zuerst, jeder der Schreibtischstühle hat etwas für sich. Es gibt hier keinen Stuhl, welcher eindeutig „schlecht“ ist. Welcher Stuhl für Euch der richtige ist hängt von persönlichen Vorlieben, Körperbau usw. ab.

Jedoch ist dies eine recht langweilige Aussage in einem Test. Ich habe meinen Flur für eine Woche zu einem kleinen Möbelhaus gemacht und sämtliche Freunde und Familie gebeten auf den Schreibtischstühlen Platz zu nehmen und diese in einer 1-7 Reihenfolge einzustufen. Insgesamt hatte ich 8 Testsitzer zu Besuch, was durchaus genug Testsitzer sind, um einen gewissen Meinungsquerschnitt zu erhalten.

Acht Testsitzer, jeder konnte 1-7 Punkte vergeben

Interessante Ergebnisse! Hier lässt sich durchaus ein eindeutiger „Testsieger“ ausmachen, den  noblechairs ICON.

Kein anderer Stuhl wurde durch die Bank weg derart gut eingestuft. Bei ALLEN Testsitzern landetet der ICON mindestens in den Top 3.

Im Mittelfeld sieht die Sache zwischen dem Maxnomic, Gamebreaker und DXRacer recht ausgeglichen aus. Der noblechairs EPIC liegt etwas hinter den drei zurück gemeinsam mit dem AKRacing Onyx. Der letzte Platz wird von Corsair T1 Race belegt.

Kann ich diese kollektive Meinung meiner Testpersonen so unterschreiben? Weitestgehend ja! Zwar sehe ich den noblechairs EPIC etwas weiter vorne aber ansonsten spiegelt dies doch meine Meinung ganz gut wieder. Gehen wir alle Modelle einmal kurz durch.

Der T1 Race wurde fast immer als zu schmal befunden, abgesehen von einer Testsitzerin welche den T1 Race auf Platz 2 gewählt hat.

Solltet Ihr also recht schmal gebaut sein, könnte es durchaus sein, dass der Corsair T1 Race für EUCH eine ganz brauchbare Wahl darstellt. Der Stuhl ist eigentlich recht angehen geformt, auch wenn ich diesen nicht als super ergonomisch einstufen würde. Die Rückenlehne ist leicht gebogen, hierdurch bildet man einen leichten Buckel, was aber in der Praxis vermutlich weniger schlimm ist. Wenn man am PC sitzt, beugt man sich meist eh etwas gerade nach vorne.

Man sitzt also recht bequem auf dem Corsair T1 Race, sofern man vernünftig in diesen passt. Selbst einige normal gebaute Damen hatten Probleme im Corsair richtig Platz zu finden. Die auf Hüfthöhe angebrachten Flügel sind bei diesem extrem schmal und steil gestellt. Hierdurch gibt einem der Stuhl natürlich sehr viel Halt, andererseits kann man sich auch etwas eingeengt fühlen.

Hier ist der AKRacing Onyx das genaue Gegenteil. Der Onyx ist extrem breit gebaut und sehr stark gepolstert. Hier fiel definitiv auf, dass umso breiter der Testsitzer/in war, umso besser wurde der Onyx wahrgenommen. Wenn Ihr gerne sehr weich sitzt und viel Raum habt, oder recht breit seid, dann könnte der Onyx das Richtige für Euch sein.

AKRacing Onyx in der Mitte

Mit meinen 90+-10KG bin fast schon etwas zu schmal für den Onyx. Zwar sitze ich sehr entspannt auf diesem, wie auf einer Couch, allerdings aufgrund der sehr breiten Rückenlehne neige ich leicht zum Hin- und Herrutschen, was gerade beim längeren Nutzen suboptimal ist. Wer also einen Schreibtischstuhl sucht fürs konzentrierte Sitzen ist hier eher falsch, der Onyx ist eher locker und entspannt.

Der noblechairs EPIC ist eigentlich einer meiner Favoriten, wurde allerdings von meinen Testsitzern eher mittelmäßig wahrgenommen. Ich denke, der Grund dafür ist allerdings sehr einfach. Meist war  der erste Satz nach dem hinsetzen war „oh der ist hart“. Dies stimmt auch! Der noblechairs EPIC ist sehr hart gepolstert, was natürlich im ersten Moment nicht unbedingt Begeisterung auslöst, gerade wenn man zuvor auf weicheren Modellen gesessen hat.

Solltet Ihr gerne weich sitzen, ist der EPIC nichts für Euch! Auch ist der EPIC eher etwas „figurbetonter“, hier allerdings nicht so extrem wie der Corsair. Nutzer bis ca. 100KG sollten problemlos in den EPIC passen. Dieses Figurbetonte hat allerdings auch Vorteile. Gerade was die Ergonomie angeht ist der noblechairs EPIC sehr stark! Hinzu kommt, dass man den Stuhl nicht durchsitzen kann. Der EPIC ist sehr gut, wenn es ums lange am Stück sitzen geht! Fürs längere Sitzen ist er sicherlich einer der besten im Vergleich.

Kommen wir zum tragischen Helden, den Gamebreaker VR 12 (by hjh Office). Warum? Eigentlich wurde der VR 12 von mir wie auch sehr vielen Testpersonen sehr positiv wahrgenommen, oftmals wurde dieser als bequemster Stuhl genannt. Zu Recht, der Gamebreaker VR 12 ist nicht zu weich und auch nicht zu hart gepolstert. Hinzu kommt ein leicht figurbetonter Schnitt, welcher allerdings dem Nutzer ausreichend Platz bietet, selbst dann, wenn dieser mehr als 60KG wiegt. Mit 100KG sitzt man beispielsweise recht gut auf dem VR 12. Warum ist dieser dann nur im Mittelfeld? Der Gamebreaker VR 12 besitzt ein integriertes, leicht vorstehendes, Kopfpolster, welches von fast jedem Testsitzer negativ bewertet wurde. Ich weiß nicht, was sich hier hjh Office gedacht hat, aber wenn man sich im Gamebreakter VR 12 zurücklehnt, ist der Kopf immer ein Stück nach vorne gedrückt.

Ich würde dies nicht ganz so schlimm einstufen. In der Regel lehnt man sich im Alltag eher selten länger zurück und in einer normalen Arbeitsposition stört dieses zusätzliche Polster kaum.

Der Maxnomic Need for Seat Office-Comfort ist der Klassische Kunstleder Schreibtischstuhl. Im Großen und Ganzen kam der Office-Comfort gut an und wurde von den meisten Testsitzern auf Platz drei oder vier gewählt. Niemand der auf dem Stuhl saß, hat gesagt „ne der geht gar nicht“, allerdings hat auch nur eine Person den Office-Comfort als besonders gut eingestuft.

Dieser hat den vor bzw. Nachteil, dass der Suhl recht unspektakulär ist. Maxnomic hat hier eine gute „passt allen“ Form erreicht. Der Stuhl ist ausreichend breit, so dass selbst etwas kräftigere Nutzer gut Platz finden, aber auch nicht so breit, dass schmale Nutzer sich verloren fühlen. Der Stuhl ist nicht super weich aber auch nicht unangenehm hart (geht aber etwas in die härtere Richtung).

Im Großen und Ganzen ist der Maxnomic Office-Comfort auch nicht übermäßig figurbetont. Der Hersteller geht hier weniger den „Racing Chair“ Weg, als vielmehr in die Richtung Büro Stuhl. Ich bin zwar nicht der größte Fan vom Sitzpolster, welches leicht nach vorne gewölbt ist (ich mag es lieber, wenn man sich gemütlich hinten in den Stuhl fläzen kann), allerdings müsste ich für 100 Mitarbeiter ein Modell aus diesem Test auswählen, welches jedem gefallen soll wäre der Maxnomic Office-Comfort mit dem noblechairs ICON meine erste Wahl.

Etwas gegen den Office-Comfort spricht seine Temperatur. Im Sommer ist dieser Schreibtischstuhl etwas schwitzig warm, genau wie der AKRacing Onyx.

Bonuspunkte gibt es für die verstellbare Rücken-Unterstützung. Der Office-Comfort besitzt einen Drehregler mit welchem sich die Härte des unteren Rückenbereichs auf die individuellen Wünsche anpassen lässt.

Der DXRacer Formula ist sicherlich der Überraschungserfolg im Vergleich, gerade wenn man den Preis berücksichtigt. Gerade bei den normal bis schmäler gebauten Nutzern war der DXRacer Formula recht beliebt. Dieser besitzt auch eine etwas schmalere Form, ist aber entspannter geschnitten. Hinzu kommt, dass dieser ganz klar einer der weicheren Schreibtischstühle im Vergleich ist. Dies liegt allerdings weniger an der Polsterung, welche eher dünner ist, sondern viel mehr am Bezug.

Als einziges Modell im Vergleich nutzt der DXRacer Formula kein Kunstleder, sondern einen normalen Stoffbezug. Positiv, negativ? Dies hängt von Eurem Geschmack ab. Kunstleder ist etwas Robuster, mein Kater hat am Stoff schon ein paar Fäden gezogen, dafür ist aber Stoff etwas atmungsaktiver. Gerade im Sommer gehört der DXRacer Formula zu den angenehmeren Modellen im Vergleich. Etwas gestört hat mich die Polsterung. Der DXRacer Formula nutzt eine Metall -Stangen- Grundkonstruktion, welche, damit man diese nicht spürt, mit Schaumstoff umwickelt wurde. Allerdings kann man gerade in der Rückenlehne diese doch etwas herausfühlen. Kein großer Kritikpunkt wohlgemerkt, aber hier merkt man, dass der DXRacer das günstigste Modell im Vergleich ist.

Positiv anmerken möchte ich hier noch die Armlehnen welche in der Mitte tiefer sind als am Rand und daher die Arme gut in Position halten. Das ist natürlich Geschmacksache, aber mir gefällt es!

Kommen wir zur unangefochtenen Nummer 1, dem noblechairs ICON. Der noblechairs ICON besitzt eine sehr gefällige Form. 99% aller Menschen, ob dick, dünn, klein, groß, würden sich auf dem ICON wohl fühlen. Hierbei besitzt der ICON eine mittel weiche Polsterung und einen recht entspannten Schnitt.

Der ICON besitzt keine aggressiv geformten Flügel oder Ähnliches, welchen einen beim Sitzen einschränken. Verglichen mit den meisten anderen Modellen im Vergleich fehlen dem ICON, die Schulter -“Stützen“ beispielsweise komplett. Ganz ehrlich, es mag zwar nicht so cool aussehen wie bei den diversen „Racing“ Modellen, aber diese Flügel auf Schulterhöhe sind meist so wieso nutzlos. Gerade Nutzer mit recht breiten Schultern wird diese Freiheit auf dem ICON gefallen.

Erfreulicherweise macht der ICON dennoch einen sehr guten Job den Nutzer zu zentrieren und in einer geraden Sitzposition zu unterstützten. Dies fehlte mir beispielsweise beim AKRacing Onyx, welcher ebenfalls sehr recht viel Freiraum lässt, aber Probleme hat einem in der normalen Sitzposition halt zu geben.

In diesem Belang ähnelt der ICON auch dem Maxnomic Need for Seat Office-Comfort, allerdings ist das Sitzpolster beim ICON deutlich angenehmer, entspannter und weniger hoch. Auch ist der ICON weniger schwitzig, dank Perforierungen im Kunstleder.

Allerdings ist der ICON auch nicht perfekt. Die Unterstützung der unteren Rückenpartie, womit alle Stühle abgesehen vom Office-Comfort und EPIC Probleme haben, ist suboptimal und man sitzt teilweise schon zu entspannt. Was meine ich damit? Im Corsair T1 Race und auch noblechairs EPIC sitzt man deutlich angespannter und „aggressiver“. Ich nehme mal an das die Mehrheit der Nutzer lieber das etwas entspanntere Sitzen bevorzugt, aber solltet Ihr auf einem „Pro Level“ Gaming betreiben könnte vielleicht dieses etwas angespanntere, festere Sitzen besser sein.

Dennoch wenn ich blind und ohne größere Beratung einen Schreibtischstuhl aus diesem Test empfehlen müsste, wäre es der noblechairs ICON!

 

Fazit

Es ist nicht leicht, den passenden Schreibtischstuhl zu wählen. Im Optimalfall gilt das Motto Probesitzen, was aber meist nicht möglich ist (einmal zusammengebaut bekommt man die Stühle auch nicht mehr wieder auseinandergebaut).

Allerdings für diese Aussage seid Ihr ja nicht hierhergekommen. Von daher hier eine kurze Zusammenfassung.

Meine grundsätzliche Empfehlung und wenn man so will der Testsieger ist der noblechairs ICON. Noblechairs hat es hier geschafft einen extrem guten „one Size fits all“ Schreibtischstuhl zu bauen! Ob schmal bis leicht übergewichtig, jeder passt gut auf den ICON, was mir auch von diversen Testsitzern bestätigt wurde. Hierbei besitzt der ICON auch keine übermäßig aggressive Form mit großen Flügeln usw., welche den Nutzer einschränken. Dennoch ist der Halt im Noblechairs erfreulich gut. Die Polsterung und „Weichheit“ fällt recht neutral aus. Der Stuhl ist nicht zu hart aber auch nicht zu weich. Zudem ist selbst das längere Sitzen im ICON problemlos möglich. Ich hätte kein Problem einen 8 Stunden Arbeitstag in diesem zu verbringen. Die Form und das Sitzgefühl würde ich tendenziell als eher entspannt einstufen. Ohne Eure genauen Bedürfnisse zu kennen, der noblechairs ICON wird für Euch passen! Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen normalen Nutzer gibt, welcher sagt „ne der ICON geht gar nicht“. Daher meine Empfehlung der noblechairs ICON!

Das bedeutet aber nicht, dass es nicht andere Stühle gibt welche gut, oder je nach persönlichen Vorlieben für Euch besser sind.

Zuerst wie groß seid Ihr? Wenn Ihr eher schmäler gebaut seid, wäre auch der DXRacer Formula zu empfehlen, sofern der Stoffbezug für Euch okay ist. Im Gegenzug bietet der DXRacer Formula eine gute Qualität zum sehr fairen Preis!

Wenn es Euch um eine gute Preis/Leistung geht, wäre auch der Gamebreaker VR 12 zu nennen, welcher recht weich und ziemlich bequem ist! Lediglich das fest integrierte Kopfkissen störte einige meiner Probesitzer.

Wer hingegen lieber etwas härter und vielleicht auch etwas ergonomischer sitzt, sollte sich den noblechairs EPIC ansehen. Dieser ist aber wieder eher etwas für schmale bis normal gebaute Nutzer!

Der Maxnomic Need for Seat Office-Comfort hingegen geht wieder etwas in die one Size fits all richtig wie auch der noblechairs ICON. Solltet Ihr normal bis breiter gebaut sein und sucht den „klassischen Bürostuhl“ findet Ihr diesen mit dem Office-Comfort am ehesten.

Dennoch unterm Strich bleibt der noblechairs ICON der beste Allrounder mit welchem Ihr nichts falsch macht!

Der AUKEY Eclipse SK-M30 Bluetooth Lautsprecher mit 20W im Test

AUKEY Bluetooth Lautsprecher haben so ein wenig das Geheimtipp- Image. Gerade der SK-M7 hatte mich sehr überzeugen können aufgrund seiner tollen Preis/Leistung.

Jedoch in diesem Test ist der neue AUKEY Eclipse SK-M30 dran zu zeigen, was dieser kann. Hierbei handelt es sich um einen sehr interessanten Bluetooth Lautsprecher, welcher sich, vor allem optisch, etwas von der Masse an Bluetooth Lautsprechern auf dem Markt abhebt.

Aber wie sieht es klanglich aus? Kann hier der SK-M30 überzeugen?

Dies gilt es im Test des AUKEY Eclipse SK-M30 Bluetooth Lautsprecher herauszufinden! An dieser stelle auch vielen Dank an AUKEY für das zur Verfügung stellen des Lautsprechers.

 

Der AUKEY Eclipse SK-M30 Bluetooth Lautsprecher mit 20W im Test

Bereits auf den ersten Blick fällt auf, dass der SK-M30 ein etwas ungewöhnlicherer Bluetooth Lautsprecher ist, welcher sich von den Standard Modellen auf Amazon doch ein Stück weit abhebt.

Dies liegt am interessanten Aufbau des Lautsprechers. Der AUKEY Eclipse besitzt eine ovale Form welche aufrecht auf einer Basis sitzt.

Hierbei nutzt AUKEY auch ein etwas ungewöhnlicheres Material für das Gehäuse, nämlich Stoff. Der SK-M30 ist komplett von einer Art Leinenstoff umspannt.

An sich mag ich diese Art von Material sehr gerne und ist mal etwas Abwechslung. Auch rein von der Verarbeitung habe ich keine Beschwerden, der SK-M30 sieht gut aus und fühlt sich auch gut an.

 

Der technische Aufbau des Lautsprechers ist ebenfalls interessant. Dieser besitzt recht klassisch auf der Front zwei Treibereinheiten mit jeweils 10W. Zudem sind zwei passive Treiber jeweils an den Seiten integriert. Dies ist auch optisch etwas sehr Interessantes da sich diese passiven Treiber recht stark während des Musikhörens bewegen und damit auch etwas den Fokus zumindest visuell auf sich lenken.

Aber was machen diese passiven Treiber? Bei Lautsprechern entsteht ein interner Druck durch die Bewegung der Treiber, dieser Druck muss ausgeglichen werden. Hierfür kann man auf Bassreflexrohre oder andere Öffnungen im Gehäuse setzen, oder halt auf passive Treiber, welche den internen Druck ausgleichen. Passive Treiber sind klanglich hierbei oftmals die leicht schlechtere Wahl, bieten aber eine höhere Pegelfestigkeit und keine Luft -Strömungsgeräusche, aber weiter im Programm.

Der AUKEY Eclipse SK-M30 verfügt über fünf Tasten auf der Oberseite. Hierbei handelt es sich um die üblichen Tasten wie ein/aus, lauter, leiser usw.

Zudem besitzt der SK-M30 auf der Rückseite einen microUSB Port zum Wiederaufladen und einen AUX Eingang für Geräte ohne Bluetooth. Der Akku des Lautsprechers hält laut Hersteller 12 Stunden, das kommt auch bei einer leisen Lautstärke hin. Wenn Ihr den Lautsprecher etwas mehr aufdreht, kommt Ihr auf 8-10 Stunden.

 

Klang

Was ist letztendlich das Wichtigste bei einem Bluetooth Lautsprecher? Richtig der Klang, daher kommen wir nun zu diesem.

Der AUKEY Eclipse SK-M30 Bluetooth Lautsprecher hat mich in diesem Punkt weitestgehend positiv überrascht.

Natürlich für 50€ darf man noch keine Wunder erwarten, die liefert der SK-M30 auch nicht, aber durchaus schon eine gehobene Leistung und diese wird hier geboten!

Beginnen wir bei der größten Stärke des SK-M30, dem Bass. Dieser ist nicht übertrieben oder bis zum Anschlag angehoben, bietet aber einen sehr schön dynamischen und lebendigen Klang. Hierbei ist gerade der Tiefgang und der Punch gut bis sehr gut! Auch wirkt der Bass vergleichsweise rund und voll.

Wie ich finde, hat AUKEY hier ein sehr schönes Bass Level getroffen. So viel, dass der Bass Spaß macht, aber nicht zu viel, dass dieser den Klang dominiert.

Natürlich solltet Ihr Letztes mögen ist der AUKEY Eclipse SK-M30 eher suboptimal.

Die Höhen sind soweit okay. Diese sind nicht super brilliant aber ausreichend klar für einen guten Musikgenuss. Auch Stimmen und Gesang werden ordentlich abgebildet.

Etwas womit der AUKEY Eclipse SK-M30 ebenfalls punkten kann, ist die Klangfülle! Der Lautsprecher klingt recht breit und groß. Hierbei kann dieser sogar einen Anker SoundCore 2 überbieten!

Man hat hier nicht das Gefühl einen kleinen Bluetooth Lautsprecher vor sich stehen zu haben, sondern durchaus schon ein etwas größeres Modell.

Wobei der AUKEY Eclipse SK-M30 etwas schwächelt, ist die Pegelfestigkeit. Zwar kann der Lautsprecher recht laut werden aber übersteuert im Bass recht früh bzw. regelt diesen herunter.

Ein gutes Stück über Zimmerlautstärke ist problemlos möglich, aber einen 20m²+ Raum auf Party Lautstärke beschallen ist nur mit Einschnitten in der Klang Qualität möglich.

Am wohlsten fühlt sich der AUKEY bei Zimmerlautstärke, bei welcher dieser definitiv überdurchschnittlich gut klingt für seine Preisklasse!

Ein großes Grundrauschen oder Ähnliches konnte ich in Kombination mit einem iPhone 7 nicht wahrnehmen! Auch war die Verbindung soweit stabil. Solltet Ihr ein älteres Smartphone haben welches noch kein Bluetooth 4.2 unterstützt, mag das natürlich anders aussehen.

 

Fazit

Der Eclipse SK-M30 ist der beste Bluetooth Lautsprecher den ich bisher von AUKEY gesehen bzw. gehört habe.

Klanglich ist der SK-M30 für die 50€ Preisklasse als überdurchschnittlich einzustufen, sofern Ihr nicht zu laut Musik hört und ein etwas wärmerer Klang für Euch okay ist.

Aber auch haptisch und optisch gefällt mir der SK-M30 ausgesprochen gut! Kurzum Daumen hoch für den AUKEY Eclipse SK-M30 Bluetooth Lautsprecher mit 20W Leistung!

Das MAZE Alpha im Test, randloses Display für unter 200€?!

Smartphones mit einem randlosem Display sind definitiv der Trend des Jahrs 2017. Jedoch gibt es bisher nur eine Handvoll Smartphones, die dies bieten. Dazu gehört das Samsung Galaxy S8 oder auch das LG G6. Gerüchteweise wird auch das Google Pixel 2 und das iPhone 8 über ein randloses Display verfügen.

Samsung Galaxy S8, LG G6, iPhone 8 usw. das klingt schon nach einer ziemlich hohen Preisklasse. Ein randloses Display muss also recht teuer in der Fertigung sein?!

Nein! Dies will zu mindestens das MAZE Alpha beweisen. Das MAZE Alpha verfügt ebenfalls über ein randloses Display kostet aber gerade mal 190€.

Kann das was sein für diesen Preis? Wie sehen die restlichen Features aus? Kann das MAZE Alpha im Test überzeugen? Finden wir dies heraus!

 

Technische Daten

  • MAZE Alpha
  • 6 Zoll Full HD Display
  • Helio P25
  • 4GB RAM
  • 64GB Speicher
  • 4000mAh Akku
  • 154,10€ bei Gearbest (stand 29.08.17)

 

Das MAZE Alpha im Test

Als ich das MAZE Alpha zum ersten Mal aus der Box genommen habe, hat es mich zugegeben sehr überrascht was die Haptik angeht. Beginnen wir aber am Anfang bzw. auf der Front.

Das Besondere am MAZE Alpha ist natürlich zuerst das 6 Zoll Display. Dies klingt extrem groß und das ist es auch! Zwar besitzt das Alpha nur sehr kleine Displayrändern aber dennoch ist ein Smartphone mit 6 Zoll Display nicht kompakt.

Das MAZE Alpha ist ein Koloss, welcher mich etwas an das Xiaomi MI MIX erinnert. Wie auch das Xiaomi MI MIX besitzt das MAZE Alpha oberhalb und seitlich kaum bis keine Displayränder. Diese sind zwar immer noch etwas breiter als beispielsweise bei einem Samsung Galaxy S8 aber durchaus auf LG G6 Level.

Lediglich unterhalb des Displays befindet sich ein recht dicker Rand, welcher allerdings sinnvoll genutzt wird. Auf diesem befindet sich zum einen die Frontkamera wie aber auch der Fingerabdruckscanner.

Aber nicht nur die Front wirkt dank des nahezu randlosen Displays hochwertig. Der Rahmen des MAZE Alpha ist aus Aluminium gefertigt, welches sich vergleichsweise dick und massiv anfühlt. Die Rückseite hingegen ist wieder aus Glas gefertigt.

Von der Materialwahl also ein wirklich hochwertiges Smartphone! Dieser Eindruck bestätigt sich auch in der Hand. Das MAZE Alpha fühlt sich erfreulich wertig und massiv an, vielleicht sogar etwas zu massiv. Mit 225g ist das Alpha schon ein ziemlicher Brocken!

Ihr müsst schon große Smartphones mögen damit das MAZE Alpha etwas für Euch ist!

Gehen wir einmal um das Gerät herum. Auf der Front finden wir das 6 Zoll Full HD Display, eine 5MP Kamera und den Fingerabdruckscanner. Im Gegensatz zum MI MIX besitzt das MAZE Alpha im Übrigen trotzt des randlosen Displays eine Ohrmuschel auf der Front.

Der Lautsprecher ist hingegen gemeinsam mit dem USB C Ladeport auf der Unterseite des Smartphones angebracht. Der Kopfhöreranschluss befindet sich auf der Oberseite und die drei typischen physischen Tasten sind am rechten Rand des Alpha.

Auf der Rückseite gibt es abgesehen von der dual Kamera mit LED Blitz nichts mehr zu bestaunen.

 

Software

MAZE setzt beim Alpha auf Android 7.0. Hierbei nutzt der Hersteller eine Version, welche sehr nah am Standard Android ist.

Es gibt also seitens des Hersteller kaum softwareseitige Anpassungen, welche für den Nutzer sichtbar sind. Der Launcher ist der Standard Android Launcher und lediglich in den Einstellungen sind ein paar zusätzliche Optionen hinzugekommen.

Diese erkennt man sehr leicht. Das MAZE Alpha lässt sich in der Einrichtung auf Deutsch stellen, lediglich die „Sondereinstellungen“ wurden nicht übersetzt.

Hier finden sich Optionen wie Double-click to Wake oder drei Finger Screenshot. Nette Zusatzfunktionen, welche einen gewissen Mehrwert darstellen können.

Abgesehen von den Standard Google/Android Apps ist im Übrigen nichts auf dem Alpha an Software vorinstalliert.

Dementsprechend fällt der freie Speicher mit rund 50,8GB bei meiner 64GB Version auch vergleichsweise groß aus.

 

Display

Das Wichtigste beim MAZE Alpha ist sicherlich das Display. Aber sieht dieses abseits der schmalen Ränder auch gut aus?

MAZE setzt hier beim Alpha an sich auf ein recht klassisches 16:9 Full HD Panel, das sogar angeblich mit Gorilla Glass 4 geschützt ist.

Machen wir es kurz, das Display des MAZE Alpha ist gut! Vielleicht sogar im Anbetracht der Preisklasse sehr gut!

Farben sind sehr leuchtend, das Display wirkt außerordentlich klar und auch Kontraste sind gut. Jedoch am Schwarz erkannt man doch etwas den Unterschied zu „High End“ IPS LCD Panels. Dieses wirkt nicht ganz so tief schwarz wie beispielsweise bei einem LG G6 oder einem Smartphone einer ähnlichen Klasse.

Dennoch habe ich hier nichts zu beklagen! Für unter 200€ sieht das Display doch sehr gut aus. Auch die maximale Helligkeit ist vollkommen in Ordnung.

Etwas was nicht so leicht zu messen ist, ist das „Gefühl“. Das Display des MAZE Alpha fühlt sich einfach durch die schiere Größe und die kleinen Displayrahmen sehr lebendig und „intensiv“ an. Es ist einfach etwas anderes als beispielsweise bei einem iPhone, das an sich das bessere Display hat, aber sich weniger plastisch anfühlt.

 

Klang

Sagen wir es so, sollte Euch ein guter Lautsprecher in Eurem Smartphone wichtig sein, ist das MAZE Alpha nicht das richtige für Euch.

So gut wie das Display des Smartphones ist, so schlecht ist der Lautsprecher. Bei diesem handelt es sich erst einmal um einen Mono Lautsprecher auf der Unterseite des Gerätes.

Suboptimale Position, aber an sich kein Hindernis für einen guten Klang. Jedoch der Lautsprecher des MAZE Alpha klingt sehr dünn und leicht kratzig.

Auch ist die maximale Lautstärke eher mäßig gut. Für Systemtöne oder mal ein Youtube Video reicht das Ganze durchaus, aber viel Webradio oder Ähnliches wollt Ihr nicht mit dem Alpha hören, zu mindestens nicht über den integrierten Lautsprecher.

Der Kopfhörerausgang bietet eine solide Standardqualität. Das Alpha besitzt anscheinend keinen gesonderten DAC oder Ähnliches, welcher für eine besonders gute Klangqualität mit großen Kopfhörern sorgt. Aber mit Ohrhörern oder normalen Kopfhörern passt der Klang durchaus.

Die Telefonqualität ist auch „Okay“. Ich habe hier schon Besseres gehört, aber das geht in Ordnung.

 

Kamera

MAZE setzt beim Alpha auf gleich zwei Kamera Module und folgt damit dem Trend. Unterm Strich löst die Kamera mit 13 Megapixeln auf. Der Hauptkamera Sensor ist hierbei ein Samsung S5K3L8 mit einer Blende von F2.2.

Wie schlägt sich die Kamera im praktischen Einsatz?

Starten wir direkt mit den Testbildern. Diese sind wie üblich im Auto Modus gemacht und 1 zu 1 hochgeladen. Heißt es gibt keine zusätzliche Kompression oder Nachbearbeitung. Die Bilder der vollen Qualität werden beim Anklicken geladen, mobile Nutzer aufgepasst.

Die Kamera ist leider nicht die Stärke des MAZE Alpha! Hier liegt die Bildqualität eher auf dem Level von 100-140€ Smartphones.

Zugegeben das Wetter war bei einigen meiner Testaufnahmen nicht das aller beste (August, bewölkt), aber auch nicht so schlecht, dass dies solche Testbilder rechtfertigt. Das Erste was auffällt, ist die schlechte Dynamik der Kamera. Achtet hier auf den Himmel, welcher bei fast allen Aufnahmen keinerlei Textur oder Details besitzt und lediglich eine helle Masse ist.

Das zweite dicke Problem sind die Farben. Das MAZE Alpha neigt zum einen zu sehr kalten Farben, zum anderen sind diese oftmals verwaschen und blass.

Wo wir gerade bei verwaschen sind, ich hatte lange kein Smartphone mehr, bei welchem ich so viele verwackelte und unscharfe Aufnahmen hatte. Warum? Die Kamera versucht den ISO Wert um jeden Preis niedrig zu halten, auch wenn dies bedeutet, dass man mit 1/30 Sekunde Belichtungszeit und ISO-56 arbeitet. Hier wäre es deutlich sinnvoller gewesen auf ISO 100 zu gehen und dafür mit einer etwas schnelleren Belichtung zu arbeiten.

Zumal die ISO Performance okay ist. Das MAZE Alpha schlägt sich im Low light teilweise ganz gut, fast besser als bei bewölktem Wetter.

Natürlich ist das Smartphone auch kein Low Light Wunder. Hierfür ist die Blende mit f2.2 einfach zu klein, genau wie der Sensor.

Es sind durchaus ordentliche Aufnahmen mit dem MAZE Alpha zu machen, gerade bei schönem Wetter und im Makro Bereich, aber sobald das Licht „suboptimal“ wird, bricht die Kamera extrem ein.

Hier hätte ich mir gewünscht, dass MAZE vielleicht die Dual Kamera weggelassen hätte um eine hochwertigere Hauptkamera zu verbauen.

Wo wir gerade dabei sind, was macht diese Dual Kamera? Nichts Sinnvolles! Die Dual Kamera ist nur Marketing. Diese soll theoretisch Tiefeninformationen sammeln, so dass es möglich ist eine Hintergrundunschärfe zu erzeugen, wie bei einer Spiegelreflex Kamera.

Jedoch dieser Effekt ist beim MAZE Alpha so traurig schlecht. Objekte welche sich mittig im Bild befinden werden scharfgestellt, über alles andere wird ein Unschärfefilter gelegt. Die Dual Kamera hat beim Alpha nur einen Zweck, schön auf dem Papier auszusehen.

Der Full HD Video Modus ist ebenfalls kaum besser als die Stillaufnahmen. Auch hier ist der Weißabgleich und die Farben das größte Problem.

Ja ich bin hier was hart zum MAZE Alpha aber die Kameraleistung zieht das ansonsten doch recht gute Smartphone etwas nach unten. Ein Moto G5 für einen ähnlichen Preis bietet beispielsweise eine deutlich bessere Kamera. Hier hat MAZE ganz eindeutig gespart.

 

Leistung

Das MAZE Alpha verfügt über den Nagel neuen Mediatek Helio P25. Bei diesem handelt es sich um einen Octa Core der gehobenen Mittelklasse, welcher im Alpha mit satten 4GB RAM kombiniert ist.

Klingt doch erst einmal nicht schlecht für ein Smartphone, welches nicht mal 200€ kostet!

Aber wie viel Power steckt wirklich im Helio P25? Um diese Frage zu beantworten schauen wir uns ein paar Benchmarks an.

Die Leistung des MAZE Alpha bzw. des Helio P25 sieht gut aus! Je nach Benchmark erreicht der Helio P25 ungefähr die Leistung eines Qualcomm Snapdragon 625/626, wie er beispielsweise im BQ Aquaris X zu finden ist.

Hierbei scheint wie bei Mediatek oft üblich die MultiCore Leistung überdurchschnittlich gut! Im Geekbench Multicore Test erreicht das MAZE Alpha satte 3606 Punkte, was zwischen dem Qualcomm Snapdragon 820 und Snapdragon 652 liegt, beachtlich!

 

Das MAZE Alpha im Praxis Einsatz

Natürlich sind Benchmarks immer etwas schönes, aber wie sich ein Smartphone im Alltag anfühlt etwas anderes. Wie sieht es beim Alpha aus?

Das Smartphone fühlt sich im Praxis Einsatz so an, wie man dies anhand der Benchmarks auch schon erwarten konnte. Ruckeln oder stottern ist nicht zu finden. Dies gilt für die Benutzeroberfläche wie aber auch für die Standard Apps wie Facebook, WhatsApp und Co. Ein wirklich deutlicher Unterschied zu High End Smartphones ist hier kaum zu finden.

Erst wenn es um richtig anspruchsvolle Spiele geht, kommt das Alpha unter Umständen ins Schwitzen. Die Standard Spiele wie Angry Birds, Clash of Clans, Candy Crush, ….laufen natürlich perfekt. Auch die allermeisten 3D Spiele sind problemlos spielbar, unter Umständen kann es aber hier und da zu kleineren Rucklern kommen, wenn plötzlich viele Effekte auftreten, aber dies behindern den Spielfluss eigentlich nicht. Mehr Spieleleistung kann man eigentlich in dieser nicht erwarten.

Zumal Spiele auf dem großen und schönen 6 Zoll Display auch sehr gut zur Geltung kommen.

Wo wir gerade beim Display sind, wie gut lässt sich dieses händeln? Im Gegensatz zum Samsung Galaxy S8 oder auch LG G6 ist das Display des MAZE Alpha relativ breit. Samsung und LG nutzen ein schmaleres aber dafür längeres Display um eine bessere Einhandbedienung zu ermöglichen, dies macht MAZE nicht!

Hierdurch fühlt sich das Smartphone etwas klobig und breit an. Überraschenderweise ist hier der dicke untere Displaybalken ein kleiner Vorteil. Hierdurch liegt das Display etwas höher in der Hand und die untere Kante lässt sich besser erreichen.

MAZE setzt beim Alpha im Übrigen auf eine Hybrid Lösung was die Navigations-Tasten angeht. Grundsätzlich verfügt das Alpha über on-screen Tasten, jedoch der Fingerabdruckscanner kann auch als Home Taste oder Zurücktaste genutzt werden, je nachdem ob Ihr diesen kurz oder lange drückt.

Der Fingerabdruckscanner funktioniert im Übrigen gut, bis sehr gut! Mein Fingerabdruck wird zuverlässig erkannt und auch das Tempo passt.

 

Akku

Mit 4000mAh ist der Akku des MAZE Alpha vergleichsweise groß. Allerdings ist auch das Display mit 6 Zoll ziemlich groß, was den Stromverbrauch etwas in die Höhe treibt.

Von daher wie sieht die Akkulaufzeit aus? Die Akkulaufzeit ist dennoch ordentlich. In meinem Standard Test mit ein wenig Gaming, webbrowsen, Social Media usw. erreichte ich bei einer niedrigen bis mittleren Displayhelligkeit rund 6-7 Stunden Akkulaufzeit.

Für ein Smartphone mit einem 4000mAh sicherlich kein überragender Wert, aber in der Praxis mehr als ordentlich.

Die meisten Nutzer werden mit dem MAZE Alpha locker 1,5-2,5 Tage auskommen.

 

Fazit

Das MAZE Alpha ist ein cooles und futuristisches Smartphone, welches allerdings auch nicht perfekt ist!

Das MAZE Alpha kann durch sein tolles Display, die hochwertige Verarbeitung, die gute Akkulaufzeit und die starke Performance überzeugen.

Lediglich die Kamera, und vielleicht der Lautsprecher, sind nicht das Gelbe vom Ei. Daher gibt es durchaus bessere Allrounder wie das Moto G5 oder das BQ Aquaris X.

Solltet Ihr Euch allerdings in das große und schöne Display verliebt haben und könnt über die Defizite bei der Kamera hinwegblicken, kann das MAZE Alpha für Euch allerdings das Richtige sein. Das Alpha fühlt sich definitiv weniger wie ein „unter 200€“ Smartphone an und viel mehr wie ein Gerät der oberen Mittelklasse, wenn nicht sogar High End Klasse!

Das Gigaset GS270 Plus im Test, ein Smartphone mit 5000mAh Akku?!

Gigasets Anstrengungen im Smartphone Bereich gehen mit dem GS270 und GS270 Plus in die nächste Runde.

Mit dem GS270/GS270 Plus versucht man nun eine Preisstufe oberhalb des bereits verfügbaren GS170 zu agieren. Das GS270 für rund 200€ soll mit einem größeren FullHD Display und einem riesigen 5000mAh Akku überzeugen. Hinzu kommen, verglichen mit dem GS170, natürlich noch weitere Detail Verbesserungen.

Aber reichen diese Verbesserungen, um den Preis von 200€ und gegebenenfalls sogar eine Empfehlung zu rechtfertigen? Finden wir dies im Test des neuen Gigaset GS270 Plus heraus!

 

Technische Daten

Im Gegensatz zu vielen anderen Smartphones welche in einer Plus Version daher kommen, ist das Plus beim GS270 recht „klein“. Displaygröße, Gehäuse, Kamera, Prozessor usw. sind beim GS270 und GS270 Plus identisch. Lediglich der interne Speicher und Arbeitsspeicher (RAM) unterschieden sich.

Das normale GS270 verfügt über 2GB RAM und 16GB Speicher, das GS270 Plus hingegen besitzt 3GB RAM und 32GB Speicher.

An dieser Stelle vielen Dank an Gigaset für das Zurverfügungstellen des Smartphones!

 

Das Gigaset GS270 Plus im Test

Das Gigaset GS270 verfügt über ein 5,2 Zoll Display und kann damit noch als vergleichsweise handlich eingestuft werden. Zwar besitzt das GS270 kein Display mit super schmalen Rändern, aber die Rändern sind auch nicht übermäßig groß für diese Preisklasse.

Das Gehäuse ist ganz klassisch aus Kunststoff gefertigt. Zwar wirkt es auf Bildern so, als hätte die Rückseite einen metallischen Schimmer, aber dies ist nur Farbe.

Hierbei ist allerdings dieser metallische Effekt ganz gut gemacht! Rein optisch fällt nicht direkt auf, dass das Gigaset aus Kunststoff gefertigt ist.

Auch die Haptik ist soweit okay. Natürlich fühlt sich das GS270 etwas weniger „massiv“ an als die diversen Alu Smartphones, allerdings wirkt das GS270 hierdurch auch etwas wärmer in der Hand.

Die Rückseite lässt sich zudem kaum eindrücken und besitzt einen guten Gripp. Im Gegensatz zum GS170 lässt sich beim GS270 der Akku NICHT austauschen! Dieser ist fest verbaut, was allerdings kein Weltuntergang ist. So ein Akku hält ca. 500 Ladezyklen und die Kapazität ist beim GS270 vorsichtig gesagt mit 5000mAh mehr als großzügig dimensioniert.

Hier muss ich zugeben etwas beeindruckt zu sein. Ein Samsung Galaxy Note 8 (6,3 Zoll, 1000€) bietet einen 3300mAh Akku, ein iPhone 7 (4,7 Zoll) besitzt 1960mAh und ein LG G6 (5,7 Zoll) verfügt über 3300mAh, nur so als vergleich wie riesig 5000mAh sind!

Es gibt durchaus einige China Smartphones mit solch riesigen Akkus, diese sahen aber meist so aus als hätte man eine Powerbank an ein Smartphone geklebt.

Das GS270 hingen ist nicht groß oder dicker als die üblichen Verdächtigen dieser Preisklasse (8,95mm) und mit 160g sogar noch recht leicht.

Ebenfalls mit an Board ist auch beim GS270 Dual SIM. In diesem Fall allerdings Dual SIM oder single SIM + microSD Speichererweiterung. Gigaset nutzt also einen Kombi Slot, sicherlich eine suboptimale Lösung. Solltet Ihr Dual SIM nutzen wollen, würde ich zum GS270 Plus raten, einfach aufgrund des größeren internen Speichers, der die Speichererweiterung nicht ganz so wichtig macht (die normale Version verfügt über 16GB, die Plus Version über 32GB).

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5,2 Zoll Full HD Display wie auch eine 5MP Frontkamera und kapazitive Tasten unterhalb des Displays. Daumen hoch dafür! Wenn man schon einen zeigefingerdicken Platz unterm Display hat, macht es definitiv Sinn diesen auch für Kapazititve Tasten zu nutzen. Leider sind diese Tasten nicht beleuchtet, im Dunkeln also nicht ganz einfach zu erkennen.

Die drei üblichen physischen Tasten sind am rechten Rand angebracht. Der Druckpunkt der Tasten ist okay, aber auch nicht besonders knackig. Der Kopfhöreranschluss ist auf der Oberseite angebracht, der microUSB Ladeport auf der Unterseite.

Kamera, LED Blitz, Lautsprecher und Fingerabdruckscanner sind auf der Rückseite angebracht.

 

Software

Das Gigaset GS270 Plus wird mit Android 7.0 ausgeliefert. Allerdings hat Gigaset bereits ein Android 8.0 Upgrade durch die Blume angekündigt, dieses wäre in Arbeit, garantieren will man aber nichts.

Bei einem 200€ Smartphone ist die Chance auf ein Android Upgrade allerdings schon positiv zu vermerken.

Wie ist aber der Stand jetzt? Wie auch schon beim GS170 nutzt Gigaset ein recht schlankes Android, welches gegenüber dem Standard Android kaum verändert wurde.

Dies beginnt schon bei der Einrichtung, welche absolut Standard Komfort ist. Ihr werdet nach Eurer Sprache, dem WLAN Netz und dem Google Account gefragt (das Anlegen eines Google Accounts ist keine Pflicht). Ebenfalls könnt Ihr bereits während der Einrichtung den Fingerabdruckscanner einrichten. Das zusätzliche Erstellen eines Kontos beim Hersteller oder das Übertragen von Nutzungsinformationen an Gigaset ist nicht vorhanden.

Auf dem Homescreen erwartet uns ein recht gewohnter Anblick. Gigaset setzt hier auf den Standard Android Launcher inklusive App Übersicht, lediglich das Hintergrundbild und diverse Klingeltöne sind von Gigaset angepasst worden.

Gigaset verzichtet auch beim GS270 nicht ganz auf „Bonus“ Apps. Beispielsweise die T-Online App, Wetter.info und die Tanken App ist vorinstalliert.

Immerhin würde ich die Apps als halbwegs nützlich einstufen. Ebenfalls nützlich können die „Smarten“ Feature sein, über welche das GS270 verfügt. Ihr könnt beispielsweise auf den ausgeschalteten Bildschirm ein C Malen um sofort die Kamera zu starten, oder e für Email usw. Auch das drei Finger Wischen für einen Screenshot ist mit an Board.

Bei meinem GS270 Plus mit 32GB stand nach der Einrichtung noch rund 24,8GB zur freien Verfügung.

 

Display

Das Gigaset GS270 und GS270 Plus verfügt über ein 5,2 Zoll Full HD Display. Hierbei setzt Gigaset wie üblich auf ein IPS Panel.

Das Display sieht vernünftig aus. Farben könnten zwar vielleicht etwas satter sein, aber für rund 200€ geht das vollkommen in Ordnung. Zumal Kontraste, der Schwarzpunkt und auch die Ausleuchtung passt.

Ebenfalls passt die Schärfe. Full HD, also 1920 x 1080, auf 5,2 Zoll ergibt ein wirklich sehr scharfes Bild, gerade bei Text.

Die maximale Helligkeit fällt gewöhnlich aus. Die Ablesbarkeit im Freien ist also in Ordnung, aber auch nicht außergewöhnlich gut. Positiv ist die gute Beschichtung gegenüber Fingerabdrücken und Schmutz zu bemerken.

 

 

Sound

Beginnen wir beim Lautsprecher, welcher mittig auf der unteren Rückseite des GS270 angebracht ist.

Sagen wir es so der Lautsprecher ist okay. Er ist ausreichend laut und relativ klar. Bass oder Tiefen sind allerdings nur sehr bedingt vorhanden.

Für ein Smartphone der 200€ Preisklasse bewegen wir uns hier akustisch im Mittel- bis unterem Mittelfeld. Für Systemtöne oder Spiele reicht das ganze aus. Ähnliches gilt auch für Youtube Videos oder Ähnliches, wer aber beim Kochen nebenbei was Musik über sein Smartphone hören möchte, sollte lieber einen Bluetooth Lautsprecher kaufen.

Wie sieht es denn mit der Telefonqualität aus? Hier sollte ja ein Gigaset Smartphone besonders gut sein?! Leider ist das aber eher weniger der Fall.

Nicht falsch verstehen die Telefon Qualität des GS270 ist in Ordnung, aber wer glaubt mit einem Gigaset ein Smartphone zu bekommen mit besonders hoher Telefon Qualität liegt falsch.

Die Ohrmuschel des GS270 ist ausreichend laut, aber etwas dumpf. Gerade wenn der Gesprächspartner nicht super deutlich spricht, kann die Verständlichkeit leiden. In diesem Punkt bietet das GS270 also eine eher durchschnittliche Performance. Am Mikrofon habe ich hingegen weniger zu bemängeln. Seine Qualität stimmt und man kommt gut beim Gesprächspartner an.

 

Kamera

Die Kamera des GS270 verfügt über 13 Megapixel und eine Blende von f2.2, also auf dem Papier die übliche Standardkamera.

Hier hatte ich allerdings im ersten Moment ein paar Bedenken. Gigaset setzt beim GS270 auf den gleichen Sensor wie beim GS170. Das GS170 hatte eigentlich ganz ordentliche Bilder gemacht, für ein unter 150€ Smartphone.

Das GS270 spielt allerdings eine Preisklasse höher, ist hier das Kamera Modul immer noch gut genug?

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die Originalqualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

Bildet natürlich Eure eigene Meinung zu den Testbildern, allerdings finde ich, dass diese in Ordnung gehen! Das Gigaset GS270 ist nicht das beste Kamera Smartphone in der 200€ Preisklasse, aber bei weitem auch nicht das schlechteste.

Fotos sind ausreichend scharf und detailliert. Viel beeindruckender sind allerdings die Farben und die Dynamik. Das GS270 besitzt keinen Farbstich oder Ähnliches, welchen man des Öfteren bei günstigeren Geräten sieht. Auch der Weißabgleich zeigt sich recht souverän, deutlich souveräner als beispielsweise beim Wiko WIM Lite.

Gigaset GS270
Wiko WIM Lite
BQ Aquaris X

BQ Aquaris XZwar neigt das GS270 immer zu etwas wärmeren Aufnahmen, aber gerade bei Aufnahmen im Schatten sind mir wärmere Bilder deutlich lieber, als wenn die Kamera ins extrem Kalte abdriftet. Auch die Belichtung wird vom Gigaset erfreulich gut getroffen.

Zu behaupten, dass die Dynamik, also wie gut das Smartphone mit extrem hellen oder extrem dunklen Stellen in Bildern umgeht, Weltklasse wäre, wäre sicherlich etwas übertrieben. Allerdings zeigt sich die Kamera hier erneut recht souverän. Sollte die Sonne mal ins Bild blinzeln, überstrahlt diese nicht gleich die komplette Aufnahme.

Der HDR Modus lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Ich hatte durchaus Bilder welche durch das einschalten von HDR extrem aufgewertet wurden, allerdings hellt HDR im Grunde nur die Schatten etwas auf.

HDR
Nicht HDR

Dies kann auch Bildern etwas die Natürlichkeit und die Kontraste rauben. Hier kommt es doch sehr stark auf die Situation an.

Wie natürlich auch zu erwarten war, benötigen HDR Aufnahmen mit dem GS270 durchaus einen kurzen Moment für die Verarbeitung. Allerdings zeigt sich hier auch ein deutlicher Unterschied zum GS170.

Die Kamera des GS270 arbeitet im generellen deutlich schneller! Zwischen zwei normalen Fotos gibt es fast keine Verzögerung. Damit ist das Gigaset GS270 definitiv als Schnappschuss Kamera zu gebrauchen. Zumal erneut der Autofokus erstaunlich gut und zuverlässig arbeitet.

Wirklichen Ausschuss aufgrund von einem fehlerhaften Fokus hatte ich bei rund 400 Testbildern keinen! Dies kann man durchaus als Top-Leistung bezeichnen.

Im Low light schlägt sich das GS270 ebenfalls recht ordentlich. Nein das Smartphone kann gerade im Low light nicht mit Modellen im höheren Preissegment mithalten. Allerdings verglichen mit seinen Konkurrenten in der 200€ Preisregion sieht die Bildqualität im Dunklen ganz okay aus.

[spoiler title=’Low Light Vergleichsbilder, Gigaset GS270, GS170, Wiko WIM Lite, TP-Link Neffos X1 Max , …..‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Gigaset GS170
Gigaset GS270
Wiko WIM Lite
BQ Aquaris X
TP-Link Neffos X1 Max
Gigaset GS170
Gigaset GS270
Wiko WIM Lite
BQ Aquaris X
TP-Link Neffos X1 Max

[/spoiler]

Ich würde zwar hier beispielsweise BQ Aquaris X oder TP-Link Neffos X1 Max vorziehen (generell liefern diese beiden Geräte eine bessere Bildqualität) allerdings beispielsweise verglichen mit dem Wiko WIM muss sich das Gigaset nicht verstecken, zu mindestens, was Fotos angeht.

Wie sieht es mit Videos aus? Das GS270 nimmt Videos in Full HD Qualität auf und bietet zudem eine elektronische Bildstabilisierung. Letztere ist zwar nicht die aller beste, glättet aber das Video dennoch ein gutes Stück.

Ich würde nicht sagen dass das GS270 das aller schärfste Full HD Material produziert, aber erneut geht das Ganze voll in Ordnung! Wer nur mal einen kurzen Urlaubsclip für die Freunde auf WhatsApp drehen will, wird mit der Qualität zufrieden sein.

Wenn ich mir abschließend noch eins für zukünftige Gigaset Smartphones oder vielleicht ein Update wünschen dürfte, dann wäre dies eine andere Kamera App. das Gigaset GS270 nutzt die Standard Mediatek Kamera App, diese wird vom Hersteller des Prozessors entwickelt und allen Partnern zur Verfügung gestellt welche Prozessoren(SoCs) von Mediatek nutzen. Daher ist diese Kamera App bei vielen günstigeren Smartphones zu finden, bei welchen sich der Hersteller nicht die Mühe gemacht hat etwas Eigenes zu entwickeln. Ja die Kamera App des GS270 mach ihren Job zufriedenstellend, ist allerdings gerade visuell etwas betagt.

 

Performance und Benchmarks

Im Gigaset GS270 ist der MediaTek MTK 6750T Octa-Core verbaut. Je nachdem ob Ihr die Plus oder nicht Plus Version besitzt mit 3GB oder 2GB RAM.

Meine Meinung dazu wie viel RAM ein Smartphone zwingend braucht findet Ihr hier. Zusammengefasst wenn Ihr ein normaler Nutzer seid, der das Smartphone nur für WhatsApp, Facebook, hin und wieder mal ein Spiel oder zum Telefonieren nutzt, reichen 2GB RAM in der Regel aus!

Aber wie steht es um die Prozessor- und Grafikkarten-Leistung? Um diese zu Beurteilen schauen wir uns ein paar Benchmarks an.

Bei dem MediaTek MTK 6750T scheint es sich um eine Art MediaTek Helio P10 „Lite“ zu handeln. Wer nichts mit dem Helio P10 anfangen kann, der MediaTek Helio P10 ist ein sehr beliebter Chip in diversen, meist Asiatischen, Smartphones wie dem TP-Link Neffos X1 und X1 Max, Sony Xperia XA, HTC U Play, Alcatel One Touch Pop 4S 5095K, Ulefone Future, UMI Super. Usw.

Dementsprechend liegt der MediaTek MTK 6750T in allen Benchmarks unterhalb des Helio P10. Auch der Qualcomm Snapdragon 430/435, welcher im Moto G5 und Wiko WIM Lite zu finden ist, schlägt den MediaTek MTK 6750T, wenn auch meist nur knapp.

Man kann also durchaus feststellen, dass das GS270 und GS270 Plus keine „Leistungs-Monster“ sind. Allerdings ist das GS270 auch nicht zu schwach. Verglichen mit dem GS170 sehen wir ein Leistungsplus von ca. 30-50% je nach Benchmark, für rund 50€ Aufpreis schon ganz ordentlich.

Auch Smartphones welche auf den Qualcomm Snapdragon 617 setzen (Moto G4, Honor 5x) liegen mit dem Gigaset weitestgehend gleich auf.

 

Das Gigaset GS270 in der Praxis

Natürlich sind Benchmarks und die Praxis zwei völlig unterschiedliche Dinge. Von daher wie sieht die Praxis beim GS270 aus?

Ganz gut! Das GS270 meistert die üblichen Basisaufgaben, telefonieren, SMS, WhatsApp, Facebook usw. tadellos. Anwendungen besitzen keine übermäßig hohen Ladezeiten und auch das nachladen von Bildern beispielsweise in Twitter geht recht flüssig, sofern gutes WLAN oder LTE vorhanden ist.

Das GS270 unterstützt im Übrigen auch 5GHz WLAN (2,4GHz wird ebenfalls unterstützt), wenn auch nur nach dem N Standard. Dennoch reicht dies, um größere App Downloads halbwegs zügig zu absolvieren. Probleme mit dem WLAN auch was die Reichweite angeht sind mir während meines Tests nicht aufgefallen.

 

Auch die Benutzeroberfläche arbeitet flüssig ohne groß zu ruckeln oder zu stottern. Hier und da kann es zwar durchaus mal einen kurzen Ruckler geben, diese sind aber recht selten.

Wie sieht es mit komplexeren Anwendungen oder sogar Spielen aus? Das GS270 ist nicht unbedingt als „Spiele- Maschine“ zu bezeichnen. Ja 99% aller Spiele im Google Play Store laufen und wenn es Euch nur um mal ne runde Sudoku, Candy Crush, Clash of Clans usw. geht, braucht Ihr Euch keine Gedanken zu machen. Diese Spiele laufen selbstverständlich auf dem GS270.

Erst wenn es wirklich um die sehr aufwendigen 3D Spiele oder sogar Emulatoren geht, kommt das Gigaset GS270 an seine Grenzen. Zwar laufen auch die meisten aufwendigeren 3D Spiele wie Asphalt 8 auf dem Smartphone, aber meist dann nur mit deutlich reduzierten Details oder Auflösung.

Positiv überrascht hat mich die GPS Signal Stärke des Smartphones, welche gemeinsam mit der Genauigkeit überdurchschnittlich war.

 

Akku

Eins der wenn nicht sogar das herausstechende Feature des GS270 ist der Akku. Dieser besitzt eine massive Kapazität vom 5000mAh! Damit besitzt dieser mehr Kapazität als viele kleine Powerbanks.

Falls Euch diese Zahl nichts sagt hier ein paar Vergleichswerte:

  • Samsung Galaxy Note 8 3300mAh (6,3 Zoll, 1000€)
  • Samsung Galaxy S8 3000mAh (5,8 Zoll, 600€)
  • iPhone 7 1960mAh (4,7 Zoll, 700€)
  • LG G6 3300mAh (5,7 Zoll , 450€)
  • Wiko WIM Lite 3000mAh (5 Zoll, 200€)

Selbst verglichen mit High End Smartphones besitzt das Gigaset GS270 einen ca. 1,5x bis 2x größeren Akku! Hinzu kommt das natürlich der Prozessor des Gigaset weniger hochgezüchtet ist als bei High End Geräten, und dementsprechend auch weniger Energie frisst?! Das Ganze sollte also in einer hervorragenden Akkulaufzeit resultieren?!

Wie schaut es in der Praxis aus, ist die Akkulaufzeit so hervorragend? Ja und nein ist die Antwort. Ja die Akkulaufzeit ist gut aber etwas weniger überragend als man es hätte bei der Akkukapazität vermuten können.

In meinem üblichen Standard Test, webbrowsen, leichtes Gaming, Social Media usw. benötigte das GS270 pro Stunde rund 8-12% Akku, je nach Display Helligkeit. Das bedeutet die aktive Nutzungszeit liegt bei 8 bis 12 Stunden. Sicherlich ein guter Wert, normale Smartphones erreichen hier meist 6-8 Stunden.

Viel interessanter ist allerdings die Standby- Zeit. Gerade wenn man kein Intensivnutzer ist, kann es des Öfteren vorkommen dass das Smartphone den größten Teil des Tages nichts macht und nur auf Anrufe, Nachrichten usw. wartet. Hier verliert das GS270 dank seines großen Akkus kaum an Kapazität.

Zum Vergleich eine Anker 5200mAh Powerbank

Ich schätze, dass wenig Nutzer mit dem GS270 sicherlich 3-4 Tage ohne Ladegerät klar kommen werden. Selbst intensiv Nutzer sollten 2 Tage nicht an den Strom müssen.

Kurzum ja die Akku Laufzeit ist gut!

Wie sieht es mit dem Wiederaufladen aus? Gigaset spricht beim GS270 von einer „integrierte Fast-Charging-Funktion“. Schnellladen bzw. Fast-Charging, Quick Charge sind natürlich recht dehnbare Begriffe, ab wann lädt ein Smartphone schnell?

Quick Charge ist hier sicherlich die bekannteste Technologie, welche vom Hersteller des Prozessors Qualcomm eingeführt wurde. Quick Charge erhöht die USB typischen 5V Spannung, die auf dem USB Port liegt auf bis zu 12V, um damit den Ladevorgang zu beschleunigen (es ist leichter eine höhere Spannung zu übertragen als einen höheren Strom).

Das Gigaset GS270 nutzt KEIN Quick Charge, das Smartphone lädt ganz klassisch via 5V, kann dabei aber bis zu 2A (konnte bis zu 1,62A messen) aufnehmen. Das ist relativ viel, liegt aber unter demLadetempo der meisten echten Quick Charge fähigen Smartphones. Hinzu kommt natürlich die hohe Akkukapazität, was die Ladezeit in die Höhe treibt. Das GS270 benötigt ca. 2-2,5 Stunden für eine vollständige Ladung! Klingt recht viel ist aber eigentlich Okay bei dieser Akkukapazität.

 

Fazit

Das Gigaset GS270 und GS270 Plus sind Grund solide Allrounder für den Normalnutzer, welcher weniger Wert darauf legt, dass sein Smartphone die besten Fotos machen kann oder die aufwendigsten Spiele spielen kann.

Das GS270 bietet genug Leistung für die üblichen Anwendungen wie telefonieren, SMS, WhatsApp, Facebook, Twitter usw. Auch gelegentlich mal ein Spiel bereitet dem Smartphone keine Probleme.

Auch die Kamera bietet an sich eine gute Bildqualität und vor allem ein hohes „Schnappschuss Potenzial“ dank schnellem Autofokus und Auslösen. Wer allerdings plant seine Urlaubsfotos nur mit seinem Smartphone zu machen um diese dann später auszudrucken, würde ich doch eher raten etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen (für beispielsweise ein BQ Aquaris X). Wer aber nur ein paar Fotos auf Facebook oder WhatsApp stellen möchte, wird mit der hier gelieferten Qualität zufrieden sein. Bildqualitativ liegt man beispielsweise über einem Wiko WIM Lite und mit dem Moto G5 auf einem ähnlichen Level.

Verarbeitung, Display, Klang usw. würde ich beim GS270 in die „unauffällig gut“ Kategorie packen.

Der Akku hingegen ist sicherlich das Highlight des Gigaset GS270! Dieser bietet nicht nur auf dem Papier mit 5000mAh eine gigantische Kapazität, auch in der Praxis bietet das GS270 eine hervorragende Akkulaufzeit, welche Konkurrenten das doppelte überbieten kann.

Kommen wir zum Abschluss, das GS270 ist ein Smartphone für den Normalnutzer welcher dieses primär für WhatsApp, SMS, Telefonieren, Facebook und ähnliche Dinge nutzt, dabei aber einen besonders hohen Wert auf eine lange Akkulaufzeit legt.

Mit dem Gigaset GS270 müsst Ihr Euch wirklich keine Sorgen machen „habe ich mein Smartphone heute an die Ladestation gehängt oder nicht“, selbst wenn Ihr dieses vergesst 1-2 Tage zu laden, wird Euch das GS270 weiterhin durch den Tag begleiten.

Das Wiko WIM im Test, Wikos 2017er Flaggschiff Smartphone!

Wiko ist eigentlich eher für günstige Smartphones bekannt, aber ab und zu wagt man sich doch auch in höheren Preisklassen vor.

So geschehen mit dem neuen Wiko WIM. Das WIM stellt das neue Flaggschiff Smartphone für das Jahr 2017 da. Hierfür verlangt man auch durchaus stolze 399€.

Im Gegenzug erhaltet Ihr auch ein, zumindest auf dem Papier, durchaus interessantes Smartphone. Gerade was die Kamera angeht, kann man hier Großes erwarten. Wiko setzt auf ein Dual Kamera Setup mit zwei 13 Megapixel Modulen, ähnlich wie bei Huawei, welches aber hier in Kooperation mit den Experten von DxO entstanden ist. Das Motto des WIM ist „Serious camera, crazy sharing“.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen was an diesen Aussagen dran ist und ob das WIM für 399€ überzeugen kann!

 

Technische Daten

  • Wiko WIM
  • 5,5 Zoll Full HD AMOLED Display
  • Qualcomm MSM8953 Pro Snapdragon 626
  • 2x 13MP Hauptkamera, 16MP Frontkamera
  • 4GB RAM
  • 64GB Speicher
  • 3200mAh Akku, Qualcomm Quick Charge 3.0
  • Link zum Hersteller
  • bei Geizhals

 

Das Wiko WIM im Test

Bei einem Startpreis von 399€ kann man vom WIM durchaus eine etwas hochwertigere Haptik erwarten. Diese wird auch vom WIM geliefert!

Wiko setzt hier auf eine Mischung aus Metal und Glas. Der Rahmen des Wiko WIM ist aus Aluminium gefertigt, die Rückseite hingegen aus Glas.

Durch diese Materialwahl fühlt sich das WIM durchaus hochwertig in der Hand an. Auch die Massivität stimmt. Zwar ist das WIM mit 160g nicht super schwer, aber man hat durchaus das Gefühl etwas in der Hand zu halten. Dies stufe ich zu mindestens positiv ein.

Auch die Verarbeitungsqualität passt. Spaltmaße und auch Übergänge zwischen den unterschiedlichen Materialien sind absolut tadellos, so wie sich dies auch bei einem 400€ Smartphone gehört.

Erfreulicherweise ist das WIM trotz der Glasrückseite nicht übermäßig rutschig in der Hand. Lediglich wenn man dieses auf eine glatte Couch oder ein Kissen legt, muss man vorsichtig sein. Hier rutscht dieses natürlich aufgrund des Glases etwas.

Optisch bin ich recht zufrieden mit dem Wiko WIM. Das Smartphone wirkt recht rundlich und geschmeidig. Hierbei strahlt dieses auch eine gewisse Hochwertigkeit aus, was sicherlich auch an den schönen Lichtspiegelungen auf der Rückseite liegt. Allerdings würde ich auch nicht so weit gehen das WIM als absolutes High End Smartphone zu bezeichnen.

Es gibt schon einen optischen Unterschied zwischen einem Wiko WIM und einem Samsung Galaxy S8 oder LG G6. Beispielsweise die Displayrahmen des WIM sind nicht übermäßig groß, aber auch alles andere als schmal. Dies liegt unter anderem auch am Fingerabdruckscanner auf der Front. Bei diesem Fingerabdruckscanner handelt es sich im Übrigen um eine richtige Home Taste!

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5,5 Zoll AMOLED Display, wie auch eine 16 Megapixel Kamera mit LED Blitz und die Hometaste.

Die üblichen physischen Smartphone Tasten sind beim WIM auf die linke und rechte Seite verteilt. Links ist die Lautstärkewippe und rechts der Ein/Ausschalter.

Der Lautsprecher, der Kopfhöreranschluss und auch der microUSB Ladeport sind auf der Unterseite angebracht. Auf der Rückseite findet sich lediglich die 13 Megapixel Dual Kamera mit LED Blitz.

 

Software

Die Software ist ein etwas nerviger Punkt am Wiko WIM.

Beginnen wir aber mit dem Positiven, das Smartphone wird mit Android 7.1.1 ausgeliefert. Auch 3. Anbieter Software ist erst einmal keine auf dem Gerät zu finden, dafür aber durchaus eine Handvoll netter Bonus Funktionen wie eine Gestensteuerung, lange Screenshots usw.

Allerdings hatte ich abseits vom WIM Lite lange schon kein solch nerviges Smartphone, was die Software anging.

Schon beim Start versucht Euch das Smartphone für eine Registrierung bei Wiko zu begeistern. Zwar kann man dies überspringen, aber auch nach der erst Einrichtung versucht Euch das WIM noch von den nicht vorhandenen Vorzügen der Registrierung zu überzeugen.

Ebenfalls in der Einrichtung versucht Euch das WIM Eure Nutzungsdaten aus den Rippen zu leiern. Man kann dies zwar auch überspringen, allerdings ist es so gemacht, dass das Überspringen auf den ersten Blick nicht auffällt.

Auf dem Home Bildschirm angekommen, werdet Ihr erst einmal von jeder Menge Popups begrüßt, welche Euch diverse Funktionen erklären wollen. Macht Euch darauf gefasst oft auf „Ich hab´s verstanden“ zu tippen.

Immerhin der Wiko Standard Launcher hat sich verglichen mit der Vorgänger Version etwas verbessert. Mittlerweile ist auch wieder eine App Übersicht vorhanden. Ebenfalls weiterhin vorhanden ist der etwas buntere und „fröhlichere“ Style der Wiko Benutzeroberfläche.

Wie bereits erwähnt, gibt es erst einmal keine 3. Anbieter Apps auf dem Wiko WIM, allerdings bietet man Euch gleich beim ersten Start Apps an „die Sie lieben werden“. Was sind denn diese Apps, die ich lieben werde? Richtig „Garden-scapes“, „Genies & Gems“, „My Free Farm 2“, „eBay“, „Wish“, „Booking.com“ und noch viele weitere Qualitative Apps.

Ja man kann sich hier durchklicken ohne eine App zu installieren, aber dennoch finde ich dies etwas nervig.

Ebenfalls etwas unnötig ist der Versuch ein Feature aller HTC Blinkfeed oder Google Now zu integrieren. Auf der ganz rechten Seite des Launchers findet sich eine Übersicht mit Nachrichten, Kontakten, Wetter usw. Um ehrlich zu sein, eher so mittelmäßig hilfreich das Ganze. Ähnlich wie bei Samsungs Bixby wirkt es etwas aufgesetzt.

Bei meinem Wiko WIM mit 64GB waren nach der Einrichtung noch 50,79GB Speicher frei.

 

Display

Wiko setzt beim WIM auf ein 5,5 Zoll AMOLED Display mit Full HD Auflösung. AMOLED ist natürlich etwas besonderes, welches ansonsten bei Smartphones dieser Preisklasse nur sehr sehr selten zu finden ist.

Das Display des WIM sieht auch mehr als ordentlich aus! Farben sind schön satt und leuchtend, Kontraste sind tadellos und auch die maximale Helligkeit passt.

Dank AMOLED Panel sind natürlich auch die Schwarzwerte perfekt, was das Display nochmals kräftiger erscheinen lässt.

Zudem setzt Wiko auf Gorilla Glas 3 für den Kratzschutz. Kurzum das Display ist dem Preis von 399€ angemessen.

 

Sound

Das Wiko WIM verfügt über einen Lautsprecher auf der Unterseite. Dieser Lautsprecher ist okay. Er ist ausreichend laut und relativ voll.

Um ehrlich zu sein keine überragende Leistung, aber so das Minimum was man an Klang bei einem 400€ Gerät erwarten kann.

 

Kamera

Das Wiko WIM verfügt über ein interessantes Kamera Setup. Wiko nutzt beim WIM gleich zwei Sensoren. Beide Sensoren besitzen 13 Megapixel und eine Blende von F2.0. Hierbei ist allerdings einer der Sensoren ein schwarz/weiß Sensor.

Warum und was soll das? Das Wiko WIM produziert natürlich keine schwarz/weiß Bilder. Die beiden Sensoren, also der Farb- und der S/W- Sensor, arbeiten zusammen. Löst Ihr die Kamera aus, wird von beiden Sensoren ein Foto gemacht und dieses zusammengerechnet. Ihr habt also keinen optischen Zoom wie beim iPhone 7+, dafür aber in der Theorie ein besseres normales Bild.

Die Farbinformationen des Farbsensors werden über die Aufnahmen des Schwarz/Weiß Sensors drüber gelegt. Hierdurch sollen mehr Details und Feinheiten sichtbar sein. Auch im Low light kann dieses System ein Vorteil sein, da Ihr zwei Kameras habt. Zwei Kameras = zwei Sensoren = doppelte Sensorfläche = doppelte Menge aufgenommenes Licht.

In der Theorie bietet das von Wiko verwendete Dual Kamera Setup also durchaus Ihre Vorteile, wenn es um die Bildqualität geht. Wie es in der Praxis aussieht, hängt allerdings extrem vom verwendeten Algorithmus und der Software ab, welche die beiden Bilder zusammenrechnet.

Wie sehen denn nun die Bilder des Wiko WIM aus? Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die Original Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

(Laden der Bilder kann etwas dauern! Rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit noch mehr Bildern)

Um ehrlich zu sein, haben mich die Aufnahmen des Wiko WIM positiv überrascht. Schon beim WIM Lite hat Wiko mit der Zusammenarbeit mit DxO geworben und ich wurde von der Kamera des WIM Lite etwas enttäuscht. Zwar hatte das WIM Lite keine dual Kamera, aber dennoch hatte ich im Vorhinein etwas die Befürchtung, dass es sich bei Wikos Aussagen mehr um Marketing Bla Bla handelt als um Tatsachen.

Allerdings die Bildqualität des WIM ist gegenüber dem WIM Lite doch ein gutes Stück besser!

Wie beworben besitzen die Fotos des Wiko WIM eine sehr hohe Schärfe und sehr starke Details. Achtet hier besonders auf Schatten oder die einzelnen Grashalme auf Wiesen. Diese werden vom WIM hervorragend gezeichnet und dargestellt.

Auch die Dynamik ist tadellos und spielt definitiv auf High End Level. Im Himmel oder an besonders hellen Stellen im Bild sind immer noch gut, Details zu erkennen, auch wenn diese eigentlich überbelichtet sind.

Diese starke Detail Darstellung spiegelt sich interessanterweise auch etwas in der Dateigröße der Aufnahmen wieder. Fotos des Wiko WIM sind im Schnitt 6-8MB groß und können sogar auf über 12MB anwachsen, was recht groß ist.

Aber auch abseits von Schärfe, Details und Dynamik kann die Kamera des Wiko WIM überzeugen. Farben sind absolut klar und angenehm kräftig ohne übersättigt zu sein. Auch der Weißabgleich sitzt in 99% der Aufnahmen perfekt! Ähnliches gilt auch für die Belichtung, welche beispielsweise beim WIM Lite ein wenig problematisch war.

Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X

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Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
TP-Link Neffos X1 Max
Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
TP-Link Neffox X1 Max

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Hier ein paar Vergleichsaufnahmen Wiko WIM, WIM Lite und BQ Aquaris X. Entscheidet selbst wie Euch die Bilder gefallen. Meiner Meinung nach sind die Aufnahmen des WIM Lite eindeutig die schlechtesten. WIM und Aquaris X liefern sich ein etwas knapperes Duell. Allerdings sitzt der Weißabgleich und damit auch die Farben beim WIM etwas besser und auch Details sind dank Dual Kamera einen Hauch besser.

Es ist im Übrigen möglich die Dual Kamera abzuschalten. Macht Ihr dies sieht man das die Details gerade in den Schatten etwas verschwinden, dafür wird allerdings der Kontrast etwas besser (Schatten wären schwärzer).

Rein qualitativ würde ich den Dual Kamera Modus immer anlassen. Dieser ist anscheinend ein „HDR light“ Modus ohne dem Nachteil das mehrere Aufnahmen nacheinander gemacht werden müssen.

Gibt es aber auch einen Grund warum man den Dual Kamera Modus abschalten sollte? Performance! Bei Fotos ohne Dual Kamera gibt es keine Verzögerung zwischen zwei Aufnahmen. Im Dual Kamera Modus hingegen gibt es eine dicke Verzögerung!

Ich spreche hier von ca. 1-2, Sekunden ehe das nächste Bild gemacht werden kann und dann arbeitet das Smartphone nochmals ca. 2-3 Sekunden im Hintergrund pro Aufnahme und wirkt merklich träger.

Allerdings wie ich finde auch kein Weltuntergang, immerhin die Ergebnisse stimmen!

Was mich hier etwas mehr stört ist der teilweise etwas träge und bei kurzen Distanzen zickige Autofokus. Erneut kein No Go, aber sicherlich das, was mich am Foto Modus am meisten genervt hat.

Wie sieht es im Low light aus? Das Wiko WIM ist kein Low Light König! Allerdings schlägt es sich bei schlechteren Lichtverhältnissen, Dämmerung oder in Gebäuden recht gut, besser als beispielsweise ein BQ Aquaris X. Allerdings im extrem Low Light, abends bei gedämpfter Beleuchtung zum Beispiel, bricht die Qualität recht stark weg. Ich würde sagen hier light man qualitativ auf einem ähnlichen Level wie das Huawei P10.

So viel zum Foto Modus, kommen wir zu den Videos. Erneut bin ich absolut positiv überrascht! Das WIM nimmt Videos mit bis zu 4K Auflösung auf. Und selbst wenn Ihr nur einen Full HD Monitor habt, wollt Ihr den 4K Modus einschalten!

Im 4K Modus bietet das Wiko WIM eine hervorragende Schärfe und klasse Details! Ich weiß zwar um ehrlich zu sein, nicht ob die Dual Kamera in diesem Modus überhaupt genutzt wird, aber dennoch sehen 4K Aufnahmen klasse aus!

Auch Farben und Kontraste passen absolut. Hinzu kommt eine Video Stabilisierung, ja auch bei 4K Auflösung, welche tadellos funktioniert! Videos, welche mit dem WIM gemacht wurden sind sehr ruhig und weich, hinzu kommt die Klasse Qualität. Hier habe ich schon High End Smartphones gesehen, welche bei der Qualität nicht mithalten können.

Zu guter Letzt die Frontkamera. Ich bin kein Selfie Fan, daher lege ich auf diese Kamera keinen großen Wert. Solltet Ihr allerdings gerne mal ein Selfie machen werdet Ihr das WIM auch sehr Mögen! Die Frontkamera fällt mit 16 Megapixeln und F2.0 ebenfalls recht groß dimensioniert aus. Bilder sind scharf und Qualitativ hochwertig. Hier muss man sich definitiv nicht schämen, wenn man die Aufnahmen ins Internet stellt.

 

Performance und Benchmarks

Im Wiko WIM werkelt der Qualcomm Snapdragon 626 SoC welcher mit 4GB RAM kombiniert ist. Der Snapdragon 626 ist der inoffizielle Nachfolger des Snapdragon 652, mit einer ähnlichen Leistung aber einer deutlich besseren Energieeffizienz.

Schauen wir uns ein paar Benchmarks an, um die Leistung des Wiko WIM besser einschätzen zu können.

Das Wiko WIM liefert eine gute Leistung in den üblichen Benchmarks, welche auch durchaus zur gehobenen Mittelklasse passt.

Mit knappen 67000 Punkten liegt der Qualcomm Snapdragon 626 im Wiko WIM knapp unter dem ehemaligen High End Chip Snapdragon 810 (Sony Xperia Z5, HTC One M9) und oberhalb beispielsweise des Snapdragon 808 (LG G4). Auch liegt die Leistung des Wiko WIMs oberhalb des Huawei P10 Lite (HiSilicon Kirin 658).

Der Snapdragon 435 im WIM Lite wird um gut 40-50% geschlagen, je nach Benchmark.

 

Das Wiko WIM im Praxiseinsatz

Benchmarks sind das eine, die Praxis das andere. Leider spiegelt die Praxis beim Wiko WIM nicht ganz die guten Benchmark Ergebnisse wieder.

Softwareseitig könnte was WIM definitiv noch etwas Feinschliff gebrauchen! Hier und da ist das Hin- und Herwischen im Launcher oder das Aufrufen der Benachrichtigungsleiste etwas träge oder ruckelig. Das dürfte eigentlich bei dieser doch sehr fähigen Hardware nicht passieren! Dies hat auch das BQ Aquaris X und X Pro gezeigt welche ebenfalls über den Qualcomm Snapdragon 626 verfügen + eine etwas „leichtere“ Software.

Allerdings ist nicht alles schlecht. Im Gegensatz zur Benutzeroberfläche laufen Apps auf dem WIM tadellos. Dies gilt sowohl für die Basis Apps wie den Webbrowser oder auch Social Media Anwendungen wie Twitter und Co. aber auch für Spiele.

Auch Spiele laufen im Allgemeinen gut bis sehr gut auf dem WIM. Es gibt zwar durchaus sehr aufwendige 3D Spiele, welche hier und da mal ruckeln oder bei welchen man die Details eine Stufe herunterstellen muss, aber im Generellen eignet sich das Wiko WIM auch für Gamer.

Ebenfalls Positiv überrascht hat mich das WLAN Modul. Das WIM unterstützt 2,4GHz und 5GHz WLAN, wie auch den AC Standard. Selbst große App Downloads gehen erfreulich flott!

Ebenfalls erfreulich flott ist der Fingerabdruckscanner. Hierbei handelt es sich durchaus um ein High End Modul, welche sehr schnell und auch überdurchschnittlich akkurat arbeitet.

 

Akku

Das Wiko WIM verfügt über einen 3200mAh starken Akku, eine ordentliche Kapazität. Aber natürlich sagt die Kapazität erst einmal wenig aus. Viel wichtiger ist, was das WIM aus dieser Kapazität macht.

In meinem üblichen Standardtest, mit ein wenig Webbrowsen, leichtem Gaming, Social Media usw. erreichte ich eine Laufzeit von ca. 6,5-7,5 Stunden. Dies bei einer indoor Display Helligkeit. Wird diese aufs Maximum hochgedreht, sinkt die Laufzeit auf ca. 5-6 Stunden.

Daher sollten normale Nutzer ca. 2 Tage mit dem WIM ohne Probleme schaffen. Auch Intensivnutzer sollten immerhin einen Tag problemlos klarkommen.

Leider besitzt das WIM einen microUSB Port und noch kein USB-C. Etwas schade wie ich finde in dieser Preisklasse. Allerdings kann ich die Entscheidung von Wiko verstehen. Für den 08/15 Nutzer ist USB-C vermutlich aktuell mehr nervig als nützlich. Man braucht neue Kabel, neues Zubehör usw. Zudem gibt es keinen offensichtlichen Vorteil für den Normalnutzer. Lediglich für Enthusiasten ist sicherlich USB C von Vorteil, aber das WIM richtet sich eher an den Normalkunden.

 

Sonstiges

  • Benachrichtigungs-LED ist vorhanden
  • Dual SIM + Speichererweiterung

 

Fazit

Das Wiko WIM ist ein klasse Smartphone der oberen Mittelklasse und zu Recht Wikos Flaggschiff!

Gerade die Kamera konnte im Test überzeugen! Fotos bei Tageslicht oder auch bei etwas schwierigeren Lichtverhältnissen können mit tollen Details und sehr guten Farben punkten. Auch der 4K Video Modus ist hervorragend beim WIM, hier hat sich die Zusammenarbeit mit DxO definitiv ausgezahlt. Auch Selfie Fans kommen beim WIM auf Ihre Kosten, dank sehr guter Frontkamera. Lediglich im extremen Low light gibt es stärkere Kameras (siehe BQ Aquaris X Pro).

Aber auch abgesehen von der Kamera macht das Wiko WIM eine gute Figur. Der Qualcomm Snapdragon 626 sorgt für eine gute Performance, auch bei etwas anspruchsvollen Apps. Zwar benötigt die Software und Benutzeroberfläche seitens Wiko noch etwas Feintunning, aber dennoch hinterlässt das WIM einen guten Eindruck, auch wenn bei der Software das Motto gilt manchmal ist weniger mehr.

Haptik und Optik ist recht klassisch, aber dem Preis durchaus angemessen. Ähnliches gilt auch für die Akkuleistung und den Lautsprecher.

Das Display würde ich hingegen als überdurchschnittlich einstufen. Ein gutes AMOLED Panel sieht man in der 400€ Preisklasse auch nicht überall.

Lediglich der Preis macht mir etwas Bauchschmerzen. Aktuell kostet das WIM 399€ und das ist schon recht hoch angesetzt. Klar das WIM geht schon in die Premium Richtung, allerdings 200€ mehr verglichen mit dem WIM Lite, das ebenfalls sehr gut ist, ist schon etwas happig. Auch der Vergleich zum BQ Aquaris X und X Pro ist relativ ausgeglichen, obwohl beide Geräte etwas weniger kosten.

Sollte der Preis zum Zeitpunkt, wenn Ihr diesen Test gelesen habt, etwas gefallen sein, vergesst was ich gesagt habe. Auch wenn Euch das WIM beispielsweise optisch besonders gut gefällt oder die Kamera Euch besonders wichtig ist, ist der Preis völlig in Ordnung. Jedoch aus rein neutraler Preis/Leistungssicht würde ich eher zum Wiko Wim Lite oder zum BQ Aquaris X  / Aquaris X Pro raten.

Dies soll allerdings das Wiko WIM nicht schlecht machen! Es ist ein klasse Smartphone gerade, was die Kameras angeht!

Positiv

  • Gute Haptik
  • Fähiger SoC mit ordentlich Leistung
  • Bei Tageslicht und Dämmerung eine sehr gute Kamera…..
  • Hervorragende Frontkamera
  • Sehr guter 4K Video Modus

 

Neutral

  • …… welche allerdings bei extremen Low light etwas schwächelt

 

Negativ

  • microUSB Ladeport
  • Software recht überladen

Anker PowerCore iPhone 7 Akkuhülle (auch fürs 6 und 6s)

Sagen wir es so die nicht „Plus“ Modelle des iPhones sind keine Akkuwunder. Selbst Apple hat dies eingesehen und hat vor einer Weile eine Batteriehülle für das 6S heraus gebracht.

Aber natürlich zahlt man bei Apple einen netten Premium Preis. Wie üblich gibt es aber jede Menge 3.Anbieter welche vergleichbares Zubehör anbieten.

So bietet auch Anker seid neustem eine Akkuhülle für das iPhone 7 an. Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen wie gut diese ist.

Kann die Anker PowerCore iPhone 7 Akku Hülle im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Anker PowerCore iPhone 7 Akku

Bei dem „Anker PowerCore iPhone 7 Akku“ handelt es sich um eine spezielle Hülle für das iPhone 7. In dieser Hülle ist auf der Rückseite ein Akku eingelassen, welcher bei Bedarf Euer Smartphone laden kann.

Wie Ihr vielleicht wisst, ist das iPhone 6, 6S und 7 weitestgehend gleich, also passt diese Akkuhülle natürlich auch auf diese drei Smartphones. Ich selbst teste diese an einem iPhone 6.

Man merkt, dass das iPhone 6 etwas dünner ist als das 6S oder 7, aber grundsätzlich passt auch hier die Hülle gut, auch wenn diese sicherlich auf dem iPhone 7 noch ein Stück besser passen würde.

Die PowerCore Akku Hülle wurde aus einem Softtouch Plastik/Gummi Mix gefertigt. Daher fühlt sich die Hülle durchaus gut und hochwertig in der Hand an, jedoch sieht man Fingerabdrücke recht schnell auf dieser, gerade wenn man bei diesem Wetter (Sommer) etwas schwitzigere Flossen hat.

Der 2200mAh starke Akku sitzt visuell etwas „Huckepack“ auf dem Smartphone. 2200mAh ist zwar nicht riesig sollte aber ausreichen Euer Smartphone im Notfall 3/4 bis 1 mal vollständig zu laden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Akkuhüllen für das iPhone ist die Anker relativ kompakt. Zwar wird das Smartphone ein gutes Stück dicker, aber kaum breiter oder länger.

Gerade Letzteres war bei vielen Akkuhüllen ein Problem. Anker geht hier aber einen etwas anderen weg. Die Hülle ist nicht „fest“ mit dem Ladeport Eures Smartphones verbunden, sondern dies wird über ein kleines Kabel geregelt, welches sich bei Bedarf in das Smartphone einstecken lässt. Wird dieses nicht benötigt, kein Problem. In diesem Fall wird das Kabel einfach in der Hülle verstaut.

Der Anker PowerCore iPhone 7 Akku wird nicht via Lightning Kabel geladen, sondern benötigt ein microUSB Ladekabel, dieses liegt im Lieferumfang bei. Hier kann man natürlich streiten, ob nicht ein Lightning Port am Akku besser gewesen wäre.

Andererseits kann man so die Hülle als „Adapter“ nutzen, sollte man kein Lightning Kabel zur Hand haben.

Auf der Rückseite des Anker PowerCore iPhone 7 Akku befindet sich zudem ein Einschalter und drei Status LEDs, welche Euch über die verbliebene Restladung Informieren.

 

Messwerte

Beginnen wir mit der Kapazität. Anker gibt diese mit 2200mAh an, messen konnte ich 1983mAh bzw. 7,338Wh.

Dies würde theoretisch reichen ein iPhone 6 bzw. 6s oder 7, welches über einen 1810mAh (1960mAh) starken Akku verfügt, einmal zu laden. Die Betonung liegt auf theoretisch!

Das iPhone lädt wie auch jedes andere Smartphone auf dem Markt nicht zu 100% effizient, das heiß pumpt Ihr in dieses genau 1810mAh würde dies nicht reichen für eine vollständige Ladung.

Das iPhone 6 benötigt ca. 2000-2100mAh für eine vollständige Ladung und das iPhone 7 rund 2200-2300mAh, daher schafft es die PowerCore Akku Hülle das iPhone zu 75-90% zu laden.

Effektiv verdoppelt die PowerCore Akkuhülle die Akkulaufzeit des iPhones!

Wie sieht es mit der Ladegeschwindigkeit aus? Keine Überraschungen hier, die Hülle schafft 1A und die bekommt Ihr auch. Damit dauert eine Ladung ca. 2 Stunden, was aus meiner Sicht okay und eigentlich irrelevant ist, da die Hülle ja eh am Smartphone besteigt, ist.

Was viel wichtiger ist das Wiederaufladen der Hülle. Diese lädt auch mit 1A, allerdings ist ein gleichzeitiges Laden und Entladen möglich.

Ihr könnt also Hülle und iPhone gleichzeitig laden! Klasse!

 

Fazit

Der Anker PowerCore iPhone 7 Akku ist die beste iPhone Ladehülle, die ich bisher gesehen habe. Dies liegt weniger an irgendwelchen raffinierten technischen Details, sondern viel mehr an der Größe.

Ja auch diese Akkhuhülle trägt etwas auf, allerdings vergleichsweise wenig, gerade an den Seiten. Dies liegt natürlich am System mit dem ansteckbaren Kabel. Die meisten Akkuhüllen fürs iPhone 6, 6s und 7 sind dauerhaft mit dem Smartphone verbunden, die Anker Hülle hingegen nicht.

Natürlich kann es auch ein Nachteil sein immer das Kabel ins iPhone stecken zu müssen, aber diesen wäre ich für die geringeren Abmessungen bereit einzugehen.

Ähnliches gilt auch für die Kapazität, welche nur reicht ein iPhone ca. 75% zu laden. Aber im Alltag reicht dies vollkommen aus! Hinzu kommt das die Hülle gleichzeitig Laden und wiederaufgeladen werden kann. So könnt Ihr das Laden der Hülle einfach ins iPhone durchschleifen und müsst nicht beides separat laden.

Kurzum, solltet Ihr nach einer „Ladehülle“ fürs iPhone 6, 6s oder 7 suchen wäre die Anker PowerCore iPhone 7 Akku Hülle meine erste Wahl!

Das neue Wiko WIM LITE im Test, der Preis/Leistungs-König?

Das WIM und WIM Lite sind die neuen Flaggschiff Smartphones von Wiko. Beide sollen unter anderem durch eine tolle Kamera und hohe Leistung punkten.

Den Anfang macht hier erst einmal das Wiko WIM Lite, um welches es auch in diesem Test geht. Wie für Wiko üblich, soll das WIM Lite durch eine hohe Leistung zum kleinen Preis punkten.

Besonders wird allerdings die Kameraleistung in den Mittelpunkt gestellt. Hierfür setzt Wiko auf eine Kooperation mit den Experten von DxO.

Wollen wir uns doch einmal im Test anschauen ob sich diese Kooperation auszahlt und ob das Wiko WIM Lite auch abseits der Kamera bestehen kann!

 

Das Wiko WIM Lite im Test

Wiko setzt beim WIM Lite durchaus auf ein etwas hochwertiger anmutendes Äußere. Der Rahmen des Smartphones besteht aus Aluminium und die Rückseite aus Glas. Wobei ich hier keine offizielle Angabe gefunden habe ob es sich um richtiges Glas handelt oder nur um „Plexiglas“.

Dies ist oftmals nicht ganz leicht einzuschätzen, ich würde aber mal auf eine Rückseite aus Glas tippen. Wie auch immer das Wiko WIM Lite fühlt sich sehr geschmeidig und „fließend“ in der Hand an. Ja es ist durch die abgerundete Glasrückseite etwas flutschig, aber an sich würde ich das Handgefühl als positiv einstufen.

Aufgrund des 5 Zoll Displays ist das WIM Lite ein recht kompaktes Smartphone, auch wenn die Rahmen um das Display entgegen des Trends nicht übermäßig klein sind.

Zusammengefasst fühlt sich das Wiko WIM Lite recht handlich an, was an den Abmessungen wie auch an der abgerundeten Rückseite liegt.

Gehen wir einmal um das Gerät herum. Auf der Front finden wir das 5 Zoll Full HD Display und eine 16 Megapixel Front Kamera. Das Wiko WIM Lite setzt auf On-Screen Tasten, unterhalb des Display befindet sich daher nur ein recht auffälliges Wiko Logo.

Auf der Unterseite des Geräts ist der microUSB Ladeport wie auch der Lautsprecher angebracht. Der Kopfhöreranschluss hingegen ist auf der Oberseite des WIM Lite.

Die drei üblichen physischen Tasten jedes Smartphones sind an der rechten Seite angebracht und besitzen einen guten Druckpunkt. Interessanterweise setzt Wiko nicht auf eine Lautstärkewippe, sondern auf zwei gesonderte Tasten.

Auf der Rückseite findet sich neben dem Fingerabdruckscanner natürlich auch die 13 Megapixel Hauptkamera.

 

Software

Ganz ehrlich ich werde das WIM Lite für die Software im Endrating abwerten…. Was hier Wiko gemacht hat, ist schlimmer als Samsung Smartphones zu Galaxy S4 Zeiten.

Beginnen wir aber mit dem Positiven, das Smartphone wird mit Android 7.1.1 ausgeliefert. Auch 3. Anbieter Software ist erst einmal keine auf dem Gerät zu finden, dafür aber durchaus eine Handvoll netter Bonus Funktionen wie eine Gesten Steuerung, lange Screenshots usw.

Das war es dann auch schon mit dem Positiven. Ich hatte schon lange nicht mehr ein derart nerviges und aufdringliches Smartphone wie das WIM Lite in den Händen.

Schon beim Start versucht Euch das Smartphone für eine Registrierung bei Wiko zu begeistern. Zwar kann man dies überspringen, aber auch nach der Ersteinrichtung versucht Euch das WIM Lite noch von den nicht vorhandenen Vorzügen der Registrierung zu überzeugen.

 

Ebenfalls in der Einrichtung MÜSST Ihr zustimmen Nutzungsdaten an Wiko zu übermitteln. Klar, jeder Hersteller hätte das gerne, aber in der Regel hat man die Wahl ob man dies möchte oder nicht. Diese hat man auch beim Wiko WIM Lite, jedoch sollte man nicht wollen das sämtliche Nutzungsdaten übermittelt werden, muss man nachträglich in die Einstellungen gehen und dies abschalten. Ein Abschalten während der Einrichtung ist nicht möglich.

Auf dem Home Bildschirm angekommen, macht Euch erst einmal auf jede Menge Popups gefasst, welche Euch die diversen Funktionen erklären.

 

Immerhin der Wiko Standard Launcher hat sich verglichen mit der Vorgänger Version etwas verbessert. Mittlerweile ist auch wieder eine App Übersicht vorhanden. Ebenfalls weiterhin vorhanden ist der etwas buntere und „fröhlichere“ Style der Wiko Benutzeroberfläche.

Vielleicht fällt Euch das Wiko Logo in meiner Benachrichtigungsleiste auf den Screenshots auf? Richtig das WIM Lite hat noch nicht aufgegeben mir eine Registrierung aufzudrängen und dies macht man mit einem nicht entfernbaren Eintrag im Benachrichtigungscenter.

Zusätzlich bietet man mir auch gleich Apps an „die Sie lieben“ ebenfalls mit einem nicht entfernbaren Eintrag im Benachrichtigungscenter. Was sind denn diese Apps die ich lieben werde? Richtig „Garden-scapes“, „Genies & Gems“, „My Free Farm 2“, „eBay“, „Wish“, „Booking.com“ und noch viele weitere Qualitative Apps.

Ja man kann sich hier durchklicken ohne eine App zu installieren, aber dennoch finde ich dies etwas nervig. Ebenfalls nervig finde ich die „ausgewählten“ App Vorschläge in meiner App Übersicht.

Es handelt sich bei diesen nicht um wirklich gute oder hilfreiche Apps, sondern vermutlich um Apps welche Wiko bei der Installation Geld bringen.

Ebenfalls etwas unnötig ist der Versuch ein Feature wie HTC Blinkfeed oder Google Now zu integrieren. Auf der ganz rechten Seite des Launchers findet sich eine Übersicht mit Nachrichten, Kontakten, Wetter usw. Um ehrlich zu sein, eher so mittelmäßig hilfreich das Ganze. Ähnlich wie bei Samsungs Bixby wirkt das Ganze etwas aufgesetzt.

Bei meinem Wiko WIM Lite mit 32GB waren nach der Einrichtung noch 22,14GB Speicher frei.

 

Display

Das WIM Lite besitzt ein 5 Zoll Full HD Display. Wie die meisten Full HD Displays sieht auch das des WIM Lite ausgesprochen ansehnlich aus.

Farben sind satt und leuchtstark und die Schärfe sehr hoch. Auch die maximale Helligkeit ist erfreulich hoch!

Daher ist auch die Ablesbarkeit im Freien überdurchschnittlich gut, was bei einem 200€ Smartphone nicht selbstverständlich ist!

Lediglich das Schwarz des WIM Lite könnte noch etwas schwärzer sein. Abgesehen davon bin ich mit dem Display sehr zufrieden!

 

Sound

Das Wiko WIM Lite verfügt über einen Lautsprecher auf der unteren rechten Seite. Daher kann man kein akustisches Wunderwerk erwarten. Allerdings ist der Lautsprecher okay!

Er ist relativ laut und klingt einigermaßen voll. Zwar ist dieser bei 100% der Lautstärke an der Grenze zum Verzerren, aber weiterhin gut nutzbar.

Wer also in der Küche ein wenig Webradio hören möchte oder abends im Bett ein paar Youtube Videos schauen, wird hier keinerlei Beschwerden haben! Selbst beim Grillen kann das Wiko WIM Lite im Notfall als Musikquelle ausreichen.

Der Kopfhörerausgang ist mal wieder nur als „Standard“ zu bezeichnen. Das ist nicht negativ gemeint! Für normale in-Ears, die nicht mehr gekostet haben als das ganze Smartphone, reicht die Klangqualität mehr als aus. Solltet Ihr allerdings planen große hochohmige Kopfhörer zu nutzen, geht dem WIM Lite doch schnell die Power aus.

Die Telefon Qualität würde ich vielleicht als leicht unterdurchschnittlich bezeichnen. Die Ohrmuschel ist relativ dumpf, aber wie ich finde noch ausreichend gut verständlich.

PS: Der Standard Klingelton ist etwas gewöhnungsbedürftig und sollte in der Öffentlichkeit etwas Aufmerksamkeit auf einen lenken.

 

Die Kamera

Kommen wir zum fast interessantesten Punkt, der Kamera. Hier muss ich erst einmal etwas Unverständnis äußern. Bei der Hauptkamera handelt es sich um ein 13 Megapixel Modul mit einer Blende von f2.2(Wiko schreibt auf seiner Webseite F2.0, aber scheint nicht zu stimmen). Bei der Front Kamera um ein 16 Megapixel Modul.

Warum hat die Front Kamera mehr Auflösung als die Hauptkamera?! Selfies werden eher bei schlechteren Lichtverhältnissen gemacht, das heißt, hier macht es aus meiner Sicht besonders viel Sinn auf ein Modul zu setzen, welches besonders gut mit Low light umgehen kann.

Wie gut eine Kamera mit schlechtem Licht um gehen kann, hängt im Großen und Ganzen von vier Faktoren ab, Auflösung, Blende, Sensorgröße und Sensorqualität.

Frontkameras besitzen in der Regel einen kleineren Sensor, da auf der Front einfach weniger Platz ist als auf der Rückseite. Kleiner Sensor + hohe Auflösung = suboptimal für Low light.

Ich hätte hier lieber 13 Megapixel auf der Front gesehen und die 16 Megapixel auf der Rückseite.

Aber weiter im Programm, positiv ist zu vermerken, das die Hauptkamera den Sony IMX 258 Sensor nutzt. Der Sony IMX 258 kommt auch beispielsweise im LG G6 zum Einsatz, wenn auch mit einer anderen Linse. Dennoch ein erst einmal fähiger Kamerasensor.

Wie sehen denn nun die Bilder des Wiko WIM Lite aus? Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die Originalqualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

(Laden der Bilder kann etwas dauern! Rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit noch mehr Bildern)

Die Kamera des Wiko WIM Lite ist gut, allerdings hätte ich nach dem großen Marketing Bla Bla mit der Zusammenarbeit mit DxO mit noch mehr gerechnet.

Grundsätzlich passt die Bildqualität. Aufnahmen sind scharf und detailliert, die Dynamik ist gut und Farben sind klar. Allerdings zeigt sich das WIM Lite teilweise nicht souverän, was Weißabgleich und Belichtung angeht.

Beim Weißabgleich neigt das WIM Lite ganz klar zu etwas wärmeren Bildern. Grundsätzlich nichts Schlechtes, allerdings ist das Smartphone bei der Belichtung relativ konservativ. Viele Smartphones erzeugen gezielt etwas hellere Aufnahmen damit die Bilder mehr strahlen, das Wiko WIM Lite hingegen erzeugt relativ dunkle Bilder.

Warme + dunklere Bilder = die Aufnahmen wirken oftmals etwas schwerer als sie eigentlich müssten.

Auch der HDR Modus des WIM Lite konnte mich nicht überzeugen. HDR Bilder hellen zwar die Schatten auf, aber überbelichtete Stellen im Bild bleiben überbelichtet. Dies können andere Smartphones deutlich besser!

Auch hat die Kamera etwas Probleme mit Rottönen welche aufgrund des wärmeren Grundtons etwas zum Absaufen neigen.

Positiv, Bilder wirken schön natürlich und oftmals sind aufnahmen wirklich Hervorragend! Gerade bei gutem Wetter spräche nichts dagegen mit dem WIM Lite seine Urlaubs Fotos zu machen!

Noch besser Urlaubsvideos! Das Wiko WIM Lite nimmt Full HD Videos bei 30FPS auf und diese sehen, wie ich finde, noch besser aus als die Fotos!

Bei Videos neigt das WIM Lite zu etwas helleren und strahlenderen Aufnahmen welche durch eine gute Schärfe und tollen Farben punkten können. Zudem ist eine Videostabilisierung mit an Board, welche gut ist!

Zwar handelt es sich hierbei nur um eine elektronische Video Stabilisierung aber diese Macht einen sehr guten Job, das Video weich und flüssig erscheinen zu lassen.  Kurzum Videos sind wie ich finde beim WIM Lite besser als die Fotos.

Wie sieht es im Low light aus? Okay würde ich sagen. Allerdings ist das WIM Lite kein Low Light König. Dies liegt vor allem an der Blende von f2.2 welche etwas Licht kostet. Um dies zu kompensieren, wählt das WIM Lite oftmals eine etwas höhere Belichtungszeit, wodurch Bilder oftmals etwas verwackeln.

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Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
Neffox X1 Max
Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
Wiko WIM Lite

BQ Aquaris X
Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
TP-Link Neffos X1 Max

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Wenn es wirklich ins extreme Low light geht, beispielsweise eine dunkle Straße, hat das WIM Lite auch schnell Probleme mit Bildrauschen und der Schärfe.

Beispielsweise ein TP-Link Neffos X1 Max mit dem gleichen Kamera Sensor aber einer f2.0 Blende und einer anderen Software zeigt sich hier doch ein Stück weit souveräner. Allgemein bietet das Neffos X1 Max eine bessere Kamera.

Allerdings hat das Wiko WIM Lite noch ein Ass im Ärmel, die Front Kamera. Ich bin überhaupt kein Selfie Fan, solltet Ihr aber einer sein, könnte das WIM Lite für Euch das Richtige sein. Die Front Kamera ist mit 16 Megapixeln und einer Blende von F2.0 auf dem Papier sogar besser als die Hauptkamera!

Ich will zwar nicht soweit gehen und behaupten, dass die Frontkamera besser ist als die Hauptkamera, aber gefühlt hat Wiko in diese mehr Ressourcen gesteckt als in die primäre Kamera.

Bilder wirken recht scharf und detailliert. Zusätzlich kann das WIM Lite mit diversen Filtern und Beauty Modi aufwarten. Kurzum eine der besten wenn nicht sogar die beste Frontkamera die ich bisher in einem Smartphone dieser Preisklasse gesehen habe!

 

Performance und Benchmarks

Wiko setzt beim WIM Lite auf den Qualcomm Snapdragon 435 in Kombination mit 3GB RAM. Eine gute Wahl wie ich finde für ein 200€ Smartphone!

Der Snapdragon 435 ist eine höher getaktete Version des Snapdragon 430, welcher zum Beispiel im Moto G5 zum Einsatz kommt. Erfreulicherweise ist der Snapdragon 435 ein aktueller SoC!

Wiko setzt hier also nicht auf einen langsamen veralteten Chip! Aber wie schnell ist der Snapdragon 435? Schauen wir uns dafür zuerst ein paar Benchmarks an.

Der Qualcomm Snapdragon 435 im WIM Lite ist ein solider Chip der unteren Mittelklasse/oberen Einsteigerklasse. Dieser liegt hierbei je nach Benchmark knapp oberhalb des Qualcomm Snapdragon 617 (Huawei 5X, Moto G4) und Qualcomm Snapdragon 805 (Google Nexus 6) und ca. 40% unterhalb des Qualcomm Snapdragon 626, welcher beispielsweise im BQ Aquaris X oder im großen Wink WIM steckt.

Interessant ist der Vergleich zum Moto G5. Im Moto G5 steckt der Qualcomm Snapdragon 430, der 430 ist eine etwas langsamer getaktete Version des 435.

Im Antutu Benchmark kann das G5 sogar das WIM Lite leicht überbieten, im Geekbench Benchmark kann sich das Wiko wieder deutlich vor das Moto setzen. Im PC Mark Work 2.0 Benchmark liegt wieder das Moto G5 vorne.

Warum dieses hin und her? Ich habe eine Vermutung, Geekbench ist ein sehr theoretischer Test welcher mathematische Berechnungen durchführt, um die Leistung zu ermitteln. Antutu und PC Mark Work 2.0 hingegen versuchen praxisnahe Anwendungen mit in die Berechnung einzubeziehen.

Ich vermute hier schließt das WIM Lite aufgrund seiner etwas aufgeblähten Software schlechter ab, obwohl die Hardware leistungsstärker ist.

 

Das Wiko WIM Lite in der Praxis

Natürlich sind hohe Punktzahlen in Benchmarks das eine, eine flüssige und gute Nutzung im Alltag das andere.

Wie sieht es hier beim WIM Lite aus? Eigentlich ganz gut, abgesehen von der etwas nervigen Software läuft das Smartphone recht flott und flüssig. Allerdings ist das WIM Lite auch nicht das aller schnellste Smartphone in der 200€ Preisklasse, das mir bisher begegnet ist. Dies liegt weniger an der Hardware und mehr an der Wiko Benutzeroberfläche.

Diese ruckelt zwar nicht, aber reagiert teilweise ein wenig träge. Dies gilt nicht nur für die allgemeine Navigation im Betriebsystem, sondern auch beispielsweise für die Galerie App, bei welcher Bilder ca. 1-1,5 Sekunden zu laden benötigen.  Hier macht beispielsweise ein Moto G5 einen besseren Job mit ähnlicher Hardware. Ich würde gegebenenfalls zu einem anderen Launcher und einer anderen Galerie App (Google Foto) raten.

Allerdings klingt dies jetzt negativer als es praktisch wirklich ist. Das Wiko WIM Lite fühlt sich eigentlich alles andere als träge an. Gerade Apps wie WhatsApp, Facebook und Twitter laufen ausgesprochen gut.

Ähnliches gilt sogar für die allermeisten Spiele. Der Qualcomm Snapdragon 435 ist ein sehr ordentlicher Chip, welcher sogar mit aufwendigeren 3D Spielen klarkommt. Hier und da werden zwar Spiele wie Marvel Future Fight mal ruckeln oder nur auf hoher, anstelle sehr hoher Qualität laufen, aber ich denke, das ist zu verkraften.

Der Fingerabdruckscanner ist erfreulich zuverlässig. Jedoch ist das Entsperren etwas langsam. Erneut habe ich die Software in Verdacht. Das Smartphone vibriert beim Erkennen des Fingers kurz, ab dann dauert es aber ca. eine Sekunde bis das Display angeht, dies ist relativ lange.

Wie bei Wiko üblich ist auch beim WIM Lite eine Benachrichtigungs -LED mit an Board. Zusätzlich unterstützt das WIM Lite auch NFC!

GPS ist selbstverständlich auch an Board und dank des Snapdragon 435 auch relativ schnell und zuverlässig. Navigationsprobleme sollte es mit dem WIM Lite nicht geben.

 

Akku

Wiko setzt beim WIM Lite auf einen 3000mAh Akku. Eine solide Kapazität, wie viel Laufzeit kann das WIM Lite aus dieser Kapazität ziehen?

Ich war selbst etwas positiv überrascht über die Akkulaufzeit! In meinem üblichen Akkutest, also eine bunte Mischung aus Webbrowsen, Social Media, leichtes Gaming usw. erreichte ich rund 8-10 Stunden aktive Nutzung!

Ein Normalnutzer wird mit dem WIM Lite also problemlos 2 Tage auskommen.

Der Akku des WIM Lite wird im Übrigen mit bis zu 1,4A geladen. Daher dauert ein Ladevorgang knapp über zwei Stunden.

 

Fazit

Das Wiko WIM Lite ist ein klasse Smartphone, welches etwas von seiner doch sehr überladenen Software ausgebremst wird.

Grundsätzlich fällt das Fazit allerdings sehr positiv aus! Die Haptik des Smartphones ist klasse und recht hochwertig, wenn auch etwas rutschig.

Die Leistung des Qualcomm Snapdragon 435 reicht völlig für den Normalnutzer aus, selbst dann, wenn mal ein Spiel angeworfen wird.

Facebook, Twitter, WhatsApp und Co. sind für das Wiko WIM Lite kein Problem! Auch die Akkulaufzeit war in meinem Test hervorragend!

Bei der Kamera gibt es viel Licht aber auch etwas Schatten. Für Fotos habe ich in dieser Preisklasse definitiv schon bessere, aber auch schon schlechtere Smartphones gesehen. Besser wäre beispielsweise ein Moto G5 oder Neffos X1 Max.

Videos hingegen sehen überdurchschnittlich gut aus und gerade die Frontkamera ist eine der Besten in dieser Preisklasse. Allgemein wurde anscheinend auf die Frontkamera etwas mehr Wert gelegt als auf die Hauptkamera.

Die Software ist wie bereits erwähnt extrem vollgestopft mit vielen unnötigen Features, welche das Smartphone ein wenig ausbremst, gerade verglichen mit beispielsweise dem Moto G5 welches über eine sehr ähnliche Hardware verfügt.

Allerdings stimmt das Gesamtpaket gerade dann, wenn man den Preis betrachtet. 199€ ist sehr fair für das Gebotene, besonders wenn man auf eine hochwertige Haptik und eine gute Frontkamera Wert legt!

Von daher wenn Ihr mit der etwas aufdringlichen Software leben könnt, ist das Wiko WIM Lite sicherlich eins der besten Smartphones für rund 200€!