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Die Urbo UR-P4X1BL 20800 mAh Powerbank im Test, USB C 3A und Quick Charge 3.0

Powerbanks und externe Akkus gibt es im Handel in Massen. Der Grund dafür ist sehr einfach, es gibt immer mehr Geräte die portabel via USB laden können.

Wenn man bei Amazon nach Powerbanks sucht, wird man in der Regel über Hersteller wie Anker, RAVPower, PowerAdd, AUKEY, EasyAcc und Co. stolpern.

Allerdings gibt es neben diesen größeren asiatischen Anbietern auch jede Menge kleine Anbieter von welchen man in der Regel nie etwas hört.

Solch ein kleiner Anbieter mit einem auf den ersten Blick interessanten Produkt ist Urbo mit seiner UR-P4X1BL 20800 mAh Powerbank.

Diese soll neben einer großen Kapazität auch mit Quick Charge 3.0 und USB C punkten können.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob die Powerbank zu einem Preis von rund 50€ überzeugen kann!

 

Die Urbo UR-P4X1BL 20800 mAh Powerbank im Test

Urbo setzt bei der UR-P4X1BL auf ein Aluminiumgehäuse mit seitlich abgerundeten Kanten. An sich sieht die Powerbank ordentlich aus und fühlt sich auch okay an. Allerdings ist die Urbo UR-P4X1BL vergleichsweise groß für eine 20800mAh Powerbank. Beispielsweise ein Anker PowerCore 20100mAh wäre deutlich kompakter.

Das Gewicht hingegen geht für eine Aluminium Powerbank mit rund 450 Gramm in Ordnung, ein Leichtgewicht ist die Urbo UR-P4X1BL allerdings auch nicht.

Rein optisch gibt es nicht viel zur Urbo zu sagen. Eine einfache schwarze Aluminium Powerbank mit Plastikendkappen in welchen die Anschlüsse eingelassen sind.

Die Anschlüsse sind hingegen wieder etwas interessanter! Die Powerbank verfügt erst einmal über drei Ports, zwei normale USB Ausgänge und einen USB C Port.

Der USB C Port besitzt wie üblich eine Leistung von 3A, klasse! Ebenfalls klasse sind die beiden normalen USB Ausgänge. Der linke USB Ausgang ist ein normaler 2,4A USB Port, welcher natürlich mit der Hersteller eigenen Smart Technologie „Hi-Smart“ ausgestattet ist.

Der zweite USB Ausgang ist hingegen ein Quick Charge 3.0 Port und kann dementsprechend eine Spannung zwischen 3,6V und 12V ausgeben. Natürlich lassen sich an diesem Port auch Smartphones und Geräte laden, die kein Quick Charge unterstützten.

Quick Charge Ports sind voll abwärts kompatibel. Ihr könnt auch Quick Charge 2.0 Smartphones mit vollem Tempo an einem 3.0 Port laden.

Vielleicht ist Euch etwas aufgefallen?!

Die Powerbank besitzt ja gar keinen Eingang. Das ist natürlich nur halb richtig. Der USB C Port kann in beide Richtungen genutzt werden, also als Eingang oder als Ausgang.

Als maximale Leistung welche die Powerbank über diesen USB C Port aufnehmen kann, gibt Urbo 2A an.  Eine recht normale Angabe. Mit einem guten 2A Ladegerät dürfte eine vollständige Ladung damit rund 10 Stunden dauern.

Natürlich verfügt die Urbo UR-P4X1BL 20800 mAh Powerbank auch über vier Status LEDs welche beim Betätigen des Einschalters aufleuchten und Euch über die verbliebende Restkapazität informieren.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

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Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.,

 

Messwerte der Urbo UR-P4X1BL 20800 mAh Powerbank

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Diese wird von Urbo mit 20800mAh angegeben, messen konnte ich 19537mAh bzw. 72,288Wh.

Dies entspricht sehr guten 94% der Herstellerangabe. Warum sind 94% gut? Die Herstellerangabe bezieht sich nicht auf die letztendlich nutzbare Kapazität sondern auf die Kapazität der im inneren verbauten Akku Zellen. Dies macht nicht nur Urbo so, sondern so ziemliche alle Powerbank Hersteller.

Da sich die Urbo UR-P4X1BL relativ leicht öffnen lässt, habe ich mal nachgesehen. Im Inneren befinden sich in der Tat acht 2600mAh Zellen, was den angegeben 20800mAh entspricht.

Es handelt sich sogar um gute Samsung Akku Zellen! Samsung gehört gemeinsam mit LG, Sony und Panasonic zu den besseren Akku Herstellern.

Das Entladen der Akku Zellen und das Umwandeln der Spannung von 3,7V auf 5V ist nicht 100% effizient. Daher sind 94% ein sehr guter Wert!

Wie steht es um die Ladegeschwindigkeit?

Die Urbo UR-P4X1BL besitzt drei Ports, welche alle drei auch sehr unterschiedlich sind, 1x USB C, 1x USB A „2,4A“, und 1x QC3.0.

Dementsprechend ist auch die Ladegeschwindigkeit je nach Port und je nach Smartphone sehr unterschiedlich.

Beginnen wir mit Apple Geräten. Das Apple iPad Pro erreicht am USB C Port (über das Apple USB C auf Lightning Kabel) gute 2,51A, am normalen USB Port 2,02A und am Quick Charge Port 0,98A.

Das iPhone 7 Plus kann nicht über das USB C Adapterkabel laden, erreicht dafür aber am normalen USB Port mit 1,51A eine gute Geschwindigkeit und am Quick Charge Port ebenfalls 0,98A.

Apple Geräte laden an Quick Charge Anschlüssen oftmals nur suboptimal. Es gibt hier zwar einige Hersteller, welchen es gelungen ist QC3.0 Ports für Apple Geräte zu optimieren, dies scheint aber hier nicht der Fall zu sein.

Im Notfall falls der normale 2,4A Port belegt ist, könnt Ihr natürlich Euer iPhone auch am Quick Charge Port laden, dauert nur länger.

Wie steht es um Android Smartphones?

Starten wir hier mit dem Samsung Galaxy S8 Plus. Dieses mochte leider weder den USB C Port, noch den normalen USB Port sonderlich gerne. An beiden Ports konnte ich nur eine Ladegeschwindigkeit von 0,48A erreichen. Am Quick Charge 3.0 Port erreichte das S8+ allerdings eine gute Ladegeschwindigkeit mit 1,45A und 9V.

Als zweites Android Smartphone habe ich das Google Pixel XL getestet. Dieses erreichte am USB C Port 2,22A, am normalen USB Port 0,98A und auch am Quick Charge Port 0,98A.

Was lernen wir aus diesen Werte? Es war möglich alle getesteten Geräte an der Urbo Powerbank mit einem sehr ordentlichem Tempo zu laden. Allerdings erfordert dies gegebenenfalls viel herumprobieren, an welchem Port welches Gerät am schnellsten lädt.

Wie steht es um das Wiederaufladen der Powerbank selbst? Hier konnte ich 1,8A erreichen, ein akzeptables Wiederaufladetempo, aber auch nicht überragend.

 

Fazit

Das Fazit zur Urbo UR-P4X1BL 20800 mAh Powerbank fällt nicht ganz leicht. Warum? An sich bietet diese vielfältige Anschlüsse, eine hohe Kapazität und gute Ladegeschwindigkeit, aber es gibt auch Schwächen.

Zum einen müsst Ihr recht viel herumprobieren an welchen der Ports Euer Smartphone am schnellsten lädt. Beispielsweise das iPhone lädt am normalen USB Port am schnellsten, das iPad am USB C Port, das Samsung Galaxy S8+ am QC 3.0 Port und das Google Pixel XL wiederum am USB C Port.

Das ist etwas unkomfortabel. Auch die Wiederaufladegeschwindigkeit ist mit 1,8A und rund 10 Stunden mäßig schnell. Hinzu kommen die großen Abmessungen und der mit 50€ recht hohe Preis.

Das klingt jetzt sehr negativ, so ist das aber nicht gemeint. Die Urbo UR-P4X1BL 20800 mAh Powerbank ist eine gute Powerbank! Allerdings würde ich eher die RAVPower PB-043 wählen. Warum? Die RAVPower PB-043 bietet alles was auch die Urbo bietet + eine schnellere Wiederaufladegeschwindigkeit und einem niedrigeren Preis.

Dennoch Daumen hoch für die Urbo UR-P4X1BL!

Urbo UR-P4X1BL
Angegebene Kapazität 20800mAh
Preis
Erreichte Kapazität 19537mAh bzw. 72,288Wh
Erreichte Kapazität in % 94%
LED Taschenlampe
Wiederaufladegeschwindigkeit 1.8A
Geteste Geräte
Apple iPhone 7+ +
Apple iPad Pro +
Samsung Galaxy S8+ ++
Google Pixel XL +
Nintendo Switch 0
Kapazität 94%
Verarbeitung 80%
Ladegeschwindigkeit 85%
Anschlüsse und Sonstige Features 85%
Lieferumfang und Verpackung 75%
Preis / Leistung ★★★★☆
Testergebnis ★★★★☆

Das Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set im Test

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Smart Home ist ein großes Thema der Zukunft und auch schon der Gegenwart. Dementsprechend versuchen aktuell immer mehr Hersteller in diesem Bereich einen Fuß in die Tür zu bekommen. Zu diesen Herstellern gehört auch Bosch.

Bosch bietet neben vernetzten Haushaltsgeräten auch ein „klassisches“ Smart Home System an. Wie üblich besteht dieses aus einem Controller und mehreren Modulen.

Je nach Set Zusammenstellung kann das System auf Sicherheit, Comfort, Heizen oder all dies fokussiert sein.

Da es auf die kalte Jahreszeit zugeht, wollte ich mir im Speziellen einmal das Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set ansehen, welches mir auf freundlicherweise von Bosch zur Verfügung gestellt wurde.

Wie schlägt sich das Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set im Test? Finden wir dies heraus!

 

Das Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set im Test

Das Bosch Smart Home System besteht wie üblich aus einem Controller und mehreren Modulen/Sensoren. Ein Controller kann mit beliebig vielen und unterschiedlichen Modulen gekoppelt werden.

Im Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set befindet sich neben dem Controller auch zwei Heizkörperthermostate und ein Fenster/Türkontakt.

Daher wird es in diesem Test auch nur um diesen Funktionsumfang gehen welchen Ihr mit diesen Komponenten erhaltet.

Beginnen wir beim Controller. Der Controller ist das Herzstück des Smart Home Systems. Es handelt sich hierbei um eine ca. 2x Handflächen große Kunststoff Box. Diese ist einem recht ansprechenden weiß/silber Design gehalten.

Auf der Oberseite findet sich neben diversen Status LEDs auch eine Taste, welche unter anderem zum Koppeln von Smartphones benötigt wird.

Auf der Rückseite finden wir einen USB Port, einen LAN Port und den Anschluss für das Netzteil. Der Bosch Smart Home Controller unterstützt kein WLAN! Dieser muss also in der Nähe eines Routers/Switch positioniert werden. Über die Reichweite der einzelnen Module macht Euch keine Sorgen. Bosch macht zwar keine Angaben über die maximale Distanz zwischen Controller und Module, aber man nutzt hier das 868 MHz Band. Eine 120m²+ Wohnung lässt sich problemlos abdecken.

Wo wir bei Modulen sind, der eigentlich wichtige Teil des Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set sind natürlich die Thermostate. Hiervon liegen gleich zwei im Lieferumfang.

Die Bosch Thermostate sind etwas größer als gewöhnliche Heizkörperthermostate, aber auch nicht störend groß. Diese werden wie üblich einfach auf den Heizkörper aufgeschraubt. Auf der Oberseite jedes Thermostat befindet sich ein kleines Display, das beim Betätigen einer der drei Tasten auch kurz aufleuchtet.

Das Display zeigt immer die aktuelle Ziel-Temperatur und den Systemstatus an. Ich hätte mir hier aber vielleicht etwas bessere Blickwinkel gewünscht. Schaut man seitlich zu schräg auf das Display ist dieses nur schwer abzulesen.

Auf der Front des Thermostat befinden sich drei Tasten, welche zur manuellen Steuerung der Temperatur dienen, falls Ihr mal nicht die App nutzen wollt.

Die Energieversorgung wird einfach über zwei AA Batterien geregelt.

 

Einrichtung und Installation

Bei der Einrichtung des Bosch Smart Home Controllers benötigt Ihr vor allem eins, Geduld. Hier muss ich ganz ehrlich sein, von einem Controller der 170€ kostet, würde ich schnelleres Arbeiten erwarten.

Beginnen wir am Anfang, um die Einrichtung zu Starten müsst Ihr Euch die Bosch Smart Home App auf Euer Android/IOS Smartphone herunterladen.

Ist dies geschafft, müsst Ihr den Controller mit dem Netzwerk und Strom verbinden, dann heißt es warten. Es ist ja normal, dass so ein Gerät eine Zeit zum Hochfahren benötigt aber solch eine lange Wartezeit habe ich bisher noch bei keinem Smart Home Controller gesehen.

Ist der Controller endlich hochgefahren könnt Ihr diesen in der App koppeln. Dafür muss der QR Code auf der Unterseite des Controllers eingelesen werden.

Hier bin ich dann auch auf einen ersten Bug gestoßen. Um den QR Code besser einzulesen schaltet die Bosch Smart Home App die Taschenlampe bei meinem iPhone X ein, okay. Leider hat man anscheinend vergessen auch einzuprogrammieren die Taschenlampe wieder abzuschalten.

Ah dann macht man schnell die Installation fertig und startet die App neu. Nicht ganz denn nach dem Einscannen des Codes müssen erst einmal Updates eingespielt werden.

„Das Update kann bis zu 30 Minuten dauern“

Das freut natürlich das iPhone 30 Minuten Taschenlampe aktiv, es wird aber noch besser. Entweder gab es für meinen Controller gleich fünf Updates oder dieses ist vier Mal fehlgeschlagen. Denn mir wurde dies  „Das Update kann bis zu 30 Minuten dauern“ gleich fünf Mal präsentiert. Nachdem es das erste Mal durch war, tauchte der Bildschirm wieder auf usw.

Natürlich LED Taschenlampe während dieser gesamten Zeit aktiv. Es wird einem ja auch nicht gesagt ob man die App beenden darf (falls Ihr die App komplett beendet geht es von neu los).

Nach rund zwei Stunden Updaten war es endlich geschafft.

Nun geht es an die Einrichtung der Thermostate. Wählt hierfür „Geräte hinzufügen“ und dort Thermostate. Nun müsst Ihr wie auch schon beim Controller den QR Code einscannen. Wichtig ehe Ihr die Batterien einlegt, montiert die Thermostate!

Dies sagt zwar einem die App nicht, aber ansonsten erhaltet Ihr später eine Fehlermeldung.

Die Montage ist wie üblich kinderleicht. Einfach das alte Thermostat abschrauben und das neue aufschrauben. Die Gewinde sind in Deutschland genormt, daher sollte alles problemlos passen.

Ich müsst Euch im Übrigen auch keine Sorgen wegen austretendem Wasser machen, dies kann nicht passieren.

Ist die Montage erledigt setzt zwei AA Batterien ein und weißt dem Thermostat einen Raum zu, fertigt!

Dies ging erfreulich flott und problemlos.

 

Funktionen und Möglichkeiten

Was für Funktionen Euch das Bosch Smart Home System bietet hängen stark von den Komponenten ab welche Ihr besitzt. Im Raumklima Starter-Set befinden sich zwei Thermostate und ein Fenster/Türkontakt.

Allerdings könnt Ihr das System auch mit anderen Sensoren, Bewegungsmeldern, Feuermeldern usw. noch erweitern.

Beginnen wir aber mit dem was wir haben. Wie man auch erwarten kann erlaubt Euch das  Raumklima Starter-Set das Steuern der Temperatur in allen Räumen in denen Ihr ein passendes Thermostat installiert habt.

In jedem der Bosch Thermostate ist ein Temperatur Sensor verbaut, mit dessen Hilfe versucht wird die gewählte Temperatur automatisch zu erreichen.

Das Wählen der Temperatur könnt Ihr direkt am Heizkörperthermostat vornehmen oder natürlich über die App. neben der manuellen Auswahl der Temperatur ist auch eine automatische Steuerung vorgesehen.

Ihr könnt in der App zwei Temperaturen pro Raum hinterlegen, eine Kalttemperatur und eine Warmtemperatur. Zusätzlich könnt Ihr einen Zeitplan erstellen in welchem Ihr Warm- und Kaltphasen eintragen könnt.

Beispielsweise morgens von 6 bis 9 Uhr soll das Bad „warm“ geheizt werden auf 21 Grad. Danach kann die Temperatur auf 18 Grad abfallen, bis wieder abends 20-22 Uhr die Temperatur angehoben wird.

Solch eine Steuerung könnt Ihr für jeden Wochentag und Raum gesondert durchführen. Die Einstellung in der App ist zwar etwas fummelig, aber funktional.

Dies trifft auch ganz gut auf die komplette Bosch Smart Home App zu. Diese ist zugegeben nicht die hübscheste App, erfüllt aber durchaus ihren Job. Vielleicht könnte Bosch hier mal ein Auge auf beispielsweise Tado oder Netatmo werfen.

Interessant sind die Szenarien und Automationen. Szenarien sind Aktionen die Ihr in der App ausführen könnt.

Beispielsweise gibt es einen Unterwegs-Modus, in dem dann Heizkörper in den Kalt-Modus geschaltet werden. Ihr könnt auch Philips HUE mit dem Bosch System koppeln, dann werden automatisch auch alle Lampen abgeschaltet, nett!

Leider muss man diesen Unterwegs-Modus manuell in der App starten. Ein Update welches dies automatisch via Geofenceing erlaubt, wäre toll!

Hier sind die Automationen teilweise noch etwas praktischer. Hierbei handelt es sich um klassische, wenn dies, dann das Aktionen. Beispielsweise mithilfe des beiliegenden Tür/Fenstersensors könnt Ihr einstellen, dass das Heiten in dem jeweiligen Raum automatisch gestoppt wird, wenn das Fenster geöffnet wird.

Umso mehr Sensoren und Module Ihr habt umso mehr solcher „Rezepte“ lassen sich nutzen. Weitere Möglichkeiten wären beispielsweise das automatische Licht einschalten, wenn die Heizung morgens startet. Hierfür ist dann aber ein Philips HUE System oder der Steckdosen Adapter von Bosch nötig.

Eine Sprachsteuerung via Amazon Echo/Alexa soll im übrigen Anfang 2018 per Software Update folgen.

 

Fazit

Bosch hat hier durchaus ein interessantes Smart Home System auf die Beine gestellt, welches gerade gegenüber anderen smarten Heizsystemen, durchaus den ein oder anderen Vorteil mitbringt.

Aber natürlich hat auch das Bosch Smart Home System seine Schwächen, beginnen wir aber am Anfang.

Die größte Stärke von Bosch ist sicherlich die Vielfalt. So etwas wie das Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set, um welches es in diesem Test ging, lohnt primär als Einstieg. Wenn es Euch nur um die Steuerung Euerer Heizkörper geht, gibt es auch einige andere gute, teilweise sogar bessere Systeme, wie von Tado oder Netatmo.

Diese Systeme sind allerdings auf Heizkörperthermostate beschränkt. Das Bosch Smart Home System bietet hier eine deutlich größere Auswahl, ob es nun um den Sicherheitsbereich geht, der Smart Home Steuerung über Steckdosen Adapter oder sogar vernetzte Haushaltsgeräte.

Diese unterschiedlichen Module lassen sich auch sehr gut nach dem „wenn dies dann das“ Prinzip vernetzen. Zwar ist der Controller wie ich finde etwas teuer geworden, dafür sind aber die einzelnen Module preislich recht fair. 50€ für ein Heizkörperthermostat ist absolut okay!

Allerdings gibt es hier und da ein paar raue Kanten. Gerade die Einrichtung hat aufgrund von extrem langwierigen Update Prozessen unheimlich viel Zeit und Nerven gefressen. Auch die App von Bosch ist zwar funktional in Ordnung, aber visuell ist hier sicherlich noch ein gutes Stück Luft nach oben.

Kurzum das Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set ist wirklich als Starter-Set in das Bosch Smart Home Öko System zu betrachten. Geht es Euch nur um die Heizkörpersteuerung, gibt es günstigere bzw. bessere Systeme, erst wenn Ihr das System mit mehreren Sensoren, Feuermelder, Bewegungsmeldern usw. ausbaut, zeigt dieses wirklich seine Stärke.

Die Haustür per Smartphone öffnen, der eqiva smarte Bluetooth Türschlossantrieb im Test

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Der Gedanke seine Haustüre mit dem Smartphone öffnen zu können ist sicherlich für viele Menschen noch etwas sehr Unvorstellbares.

Allerdings gibt es bereits einige Systeme welche genau diese Funktion ermöglichen! Eins davon stammt von eqiva und hört auf den etwas unromantischen Namen „BLUETOOTH® Smart Türschlossantrieb“.

Solltet Ihr Euch nun fragen wer dieses eqiva ist und ob diese vertrauenswürdig sind, dann ist dies durchaus eine berechtigte Frage!

Allerdings keine Sorge, eqiva gehört zum deutschen Unternehmen eq-3, welche beispielsweise mit ihrem Homematic IP recht bekannt sind und gut etabliert sind.

Dies bedeutet aber natürlich nicht automatisch, dass auch das eqiva BLUETOOTH® Smart Türschlossantrieb gut ist.

Dies gilt es im Test herauszufinden. Kann der eqiva smarte Bluetooth Türschlossantrieb überzeugen?

 

Der eqiva smarte Bluetooth Türschlossantrieb im Test

Auf den ersten Blick muss man ganz ehrlich sagen wirkt der eqiva Smarte Türschlossantrieb recht „unspektakulär“. Beim Design hätte der Hersteller sich durchaus etwas ansprechenderes einfallen lassen können.

Der Bluetooth Türschlossantrieb ist sehr neutral in einem einfachen milchig weißen Plastik gehalten. Die Verarbeitung wirkt auf den ersten Blick okay.

Auf der Front finden wir ein Drehrad, mit welchem es möglich ist die Tür manuell zu öffnen, wie auch zwei Tasten zum Auf- und Abschließen der Tür per Motor Power. So müsst Ihr nicht immer Euer Smartphone ziehen, wenn Ihr abschließen wollt.

Auf der rechten Seite befindet sich eine Klappe unter welcher drei AA Batterien für die Energieversorgung eingesetzt werden müssen.

Im Großen und Ganzen war es das auch schon an Äußerlichkeiten.

 

Funktionsprinzip und Montage

Wie funktioniert das Ganze und wie kompliziert ist die Montage? Grundsätzlich ist das Funktionsprinzip des eqiva BLUETOOTH Smart Türschlossantrieb recht einfach.

Es wird lediglich ein Schlüssel, welcher von innen auf der Tür steckt, von einem Motor nach links oder rechts gedreht. Hierfür wird der Türschlossantrieb einfach auf den Schlüssel aufgesetzt, welcher dann von zwei Backen gehalten und gedreht wird.

Eure Tür bzw. Euer Schloss muss dafür nur eine Voraussetzung erfüllen. Es muss möglich sein das Schloss zu öffnen, wenn von innen ein Schlüssel quer steckt.

Ist diese Voraussetzung erfüllt, ist es grundsätzlich möglich den eqiva BLUETOOTH Smart Türschlossantrieb zu verwenden.

Sollte dies bei Euer Tür nicht möglich sein, müsste man ein neues Schloss einbauen. Was im Übrigen extrem einfach ist! Das Schloss wird nur von einer Schraube gehalten, welche seitlich auf der Höhe des Schlosses in der Tür steckt. Einfach herausdrehen und das Schloss lässt sich herausdrücken. Messt dieses ab und kauft beispielsweise bei Amazon ein neues Schloss in passender Länge, das Ganze ist genormt. Beispielsweise so ein Schloss würde passen (achtet auf die Längenangabe).

Ist Euer Schloss für den eqiva Türschlossantrieb geeignet muss eine Halterung, welche im Lieferumfang beiliegt, an Euer Tür auf Höhe des Schlosses angebracht werden. Steht das Schloss im Inneren etwas hervor ist die Montage besonders leicht. Hier müssen nur die Backen der Halterung festgezogen werden und diese hält.

Schließt das Schloss flach mit der Tür ab müsst Ihr den eqiva Türschlossantrieb in der Tür verschrauben. Dies ist natürlich eine sehr endgültige Lösung, ich würde es vorher erst einmal mit gutem doppelseitigem Klebeband versuchen.

Der Motor sollte einfach nur nicht abfallen können. Gerade wenn Euer Schloss innen etwas vorsteht wäre solch eine Montage problemlos möglich.

Ist dies geschafft, geht in die eqiva App welche für Android und IOS verfügbar ist. Dort startet eine automatische Installationsanleitung, in welcher Ihr unter anderem festlegt wie Euer Schlüssel gesteckt wird, wie viele Umdrehungen absolviert werden müssen, ob der Griff links oder rechts ist, usw.

Während der Installation muss zudem die „Keykarte“ welche sich im Lieferumfang befindet gescannt werden. Auf dieser Keykarte stehen für das Schloss nötige Zahlenkombinationen, welche auch einer unbefugten Person möglicherweise einen Zugriff erlauben würden. Zeigt also diese Karte besser niemanden und bewahrt sie gut auf.

Unterm Strich bin ich sehr zufrieden mit dem Einrichtungsprozess! Gerade die Anleitung in der App ist sehr einfach und gut gemacht.

 

Funktion und Feature

Was kann denn nun der eqiva smarte Bluetooth Türschlossantrieb? Im Gegensatz zu beispielsweise dem Nuki, welcher auch über 200€ kostet, ist der eqiva Türschlossantrieb etwas einfacher gehalten.

Ihr könnt via App die Tür aufschließen, zuschließen und öffnen. Dies funktioniert auch 1a, das Schloss reagiert schnell und zuverlässig auf die Befehle über die App.

Von innen kann das Schloss auch über die beiden Tasten, ohne Smartphone, auf- und zugeschlossen werden.

Es ist zudem möglich mehrere Benutzer anzulegen von welchen das Schloss auch die Aktivität protokoliert. Ihr könnt in der App sehen wann wer bzw. welches Smartphone die Tür geöffnet und geschlossen hat.

Auch ein Zeitplan für ein automatisches Abschließen der Tür kann hinterlegt werden. Beispielsweise Ihr wisst, dass Ihr von 00 Uhr bis 8 Uhr Euer Haus/Wohnung selten verlasst, dann könnt Ihr einstellen, dass in diesem Zeitraum automatisch ungeschlossen wird.

Solltet Ihr dennoch in dieser Zeit die Wohnung verlassen wollen, ist es natürlich weiterhin möglich das Schloss via App oder per Hand zu öffnen.

Leider unterstützt der eqiva Türschlossantrieb kein Geofencing, ein automatisches Öffnen der Tür wenn Ihr Euch dieser nähert ist also nicht möglich.

Wie nutzt man sowas wie den eqiva Türschlossantrieb in der Praxis? Solch ein smartes Türschloss ist ein Komfort Feature. Ganz klar gesagt, ich gehen davon aus, dass es meist schneller ist einen Schlüssel aus der Tasche zu holen und das Schloss per Hand aufzuschließen als über die App!

Natürlich könnt Ihr auch wenn der eqiva Türschlossantrieb montiert ist noch das Schloss von außen mit einem Schlüssel öffnen. Das Interessante ist an solch einem System, dass Ihr nicht zwingend einen Schlüssel mehr braucht, bzw. dass nicht alle Personen einen Schlüssel brauchen.

Gerade wenn man Kinder und Jugendliche im Haus hat, ist es wahrscheinlich, dass diese eher ihren Schlüssel vergessen als ihr Smartphone.

Auch wenn man Personen nur temporär zugriff auf die Tür geben will, kann man dies mit dem eqiva Türschlossantrieb machen. Es ist möglich Wochenprofile zu hinterlegen oder es ist für den Administrator (Smartphone NR. 1 das hinterlegt ist) Nutzern/Geräten wieder das Recht zu entziehen das Schloss zu öffnen.

Gerade wer mittelfristig/langfristig Gäste hat, für den kann dies praktisch sein.

Der Motor im eqiva arbeitet erfreulich schnell, aber auch nicht super leise. Ich würde sagen der Türschlossantrieb ist etwas leiser als ein „mini Hand-Akkuschrauber“.

Loben muss ich eqiva bzw. eq-3 für die sehr gute und klar aufgebaute App. in dieser kann man sich sehr schnell zurechtfinden, selbst Nutzer welche nicht ganz so Technik affin sind. Zudem konnte ich während meines Tests keine Fehler oder Ähnliches finden.

Das System funktioniert erfreulich zuverlässig, sowohl was App wie aber auch die Hardware angeht.

 

Fazit

Ihr wollt Eure Haustür mit Eurem Smartphone öffnen können? Falls ja ist der eqiva smarte Bluetooth Türschlossantrieb eine einfache Möglichkeit diesen Wunsch in die Tat umzusetzen.

Der eqiva Türschlossantrieb bietet die Möglichkeit über die Smartphone App die Tür zu öffnen und zu schließen. Hierbei können auch mehrere Benutzer angelegt werden, solltet Ihr eine große Familie sein oder eine WG, kein Problem! Auch eine Rechteverwaltung für diese Benutzer ist vorhanden.

Hinzu kommt die recht einfachere Installation und die gute App. auch der Preis von 70€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist sehr fair für das Gebotene! Kurzum Daumen hoch für den eqiva smarte Bluetooth Türschlossantrieb.

Positiv

  • Gute App und einfach zu bedienende App
  • Schnelle Reaktionszeit
  • Einfache Montage, sofern das Schloss etwas hervorsteht
  • Mehrere Benutzer möglich inklusive Rechteverwaltung

 

Negativ

  • Kein automatisches Öffnen der Tür 

Die Bosch Smart Home 360° Innenkamera im Test

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In Zeiten von hohen Wohnungseinbruchszahlen wünscht sich jeder etwas Sicherheit. Neben Alarmsystemen sind sicherlich Überwachungskameras ein sehr beliebtes Mittel um die Sicherheit in den eigenen vier Wänden etwas zu erhöhen.

Allerdings sind Überwachungskameras oftmals ein zweischneidiges Schwert, gerade wenn diese in der Wohnung angebracht sind. Zwar mag es eine erhöhte Sicherheit vor Einbrechern geben, im Gegenzug setzt man sich selbst allerdings einer ständigen Überwachung aus, gerade dann, wenn es sich um eine Cloud basierte Kamera handelt. Aber es gab auch schon genügend Fälle von Kameras die lokal Aufnahmen speicherten, aber aufgrund von Sicherheitslücken oder Fehlern in der Programmierung online frei für jeden einsehbar waren.

Zwar gibt es genug vernünftige Kameras und wenn man nicht „Admin/Admin“ als Passwort und Benutzernamen nutzt, ist man meist auf der sicheren Seite, dennoch eine suboptimale Situation.

Hier hat sich Bosch mit seiner Smart Home 360° Innenkamera etwas cleveres ausgedacht, was eine hohe Privatsphäre garantieren soll.

Die Linse der Kamera wird, wenn diese nicht aktiv ist, eingefahren. So könnt Ihr Euch immer sicher sein ob Ihr gerade beobachtet werdet oder nicht. Dies alleine ist wie ich finde ein sehr interessantes Feature!

Aber wie steht es abseits der Privatsphäre um die Bosch Smart Home 360° Innenkamera? Ist diese eine gute und zuverlässige Überwachungskamera, welche dem Namen Bosch gerecht wird? Dies wollen wir versuchen in einem Test herauszufinden!

Kann die Bosch Smart Home 360° Innenkamera im Test überzeugen? Finden wir dies heraus! An dieser Stelle auch vielen Dank an Bosch für das Ausleihen der Kamera für diesen Test.

 

Die Bosch Smart Home 360° Innenkamera im Test

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei der „Bosch Smart Home 360° Innenkamera“ um eine reine Innenkamera. Diese darf also nicht mit Wasser oder Feuchtigkeit in Kontakt kommen.

Dafür ist das Design natürlich etwas moderner und für das Wohnzimmer freundlicher gehalten. Dies ist Bosch wie ich finde auch durchaus gelungen. Viele, gerade günstigere, Überwachungskameras sind wirklich nicht gerade hübsch.

Die Smart Home 360° Innenkamera ist hingegen modern und chic gestaltet. Bosch setzt hier auf ein rundes, längliches Gehäuse, welches in weiß/silber gehalten ist.

Die Kamera selbst befindet sich auf der Oberseite und wird nur bei Benutzung ausgefahren. Zudem lässt sich die Kameralinse horizontal um 360 Grad drehen, daher auch das runde Gehäuse.

Am unteren Ende des Gehäuses befindet sich ein Art silberner „Lautsprechergrill“ unter welchem sich auch ein Lautsprecher für die zwei Wege Kommunikation befindet, wie auch ein Mikrofon.

Noch etwas weiter unterhalb ist ein kleiner durchsichtiger Plastikring. Dieser ist auf den Fotos nicht gut zu erkennen, aber dieser Plastikring kann im Betrieb leuchten und Euch über Status Probleme der Kamera informieren.

Die Anschlüsse der Bosch Smart Home 360° Innenkamera sind auf der Rückseite angebracht. Hier finden wir einen microUSB Port wie auch einen microSD Karten Steckplatz. Eine 8GB Speicherkarte befindet sich bereits im Lieferumfang.

Der microUSB Port wird für die Spannungsversorgung genutzt. Sehr interessant wie ich finde! Ein passendes 2A 5V Netzteil mit ca. 2 Meter Kabel liegt auch bereits mit im Lieferumfang.

Solltet Ihr mehr Kabel oder weniger Kabel benötigen, wäre es auch möglich ein „normales“ 2A USB Ladegerät zu verwenden mit einem passend langen microUSB Kabel. Praktisch!

Was leider etwas weniger praktisch ist, das sind die Positionierungsmöglichkeiten der Überwachungskamera. Die Bosch Smart Home 360° Innenkamera besitzt einen festen Standfuß! Es gibt keine Möglichkeit diese an einer Wand zu verschrauben oder zu kippen.

 

Einrichtung und Installation

Um die Bosch Smart Home 360° Innenkamera zu nutzen, benötigt Ihr die passende Smartphone App, welche kostenfrei für IOS und Android verfügbar ist.

Ladet Euch die Bosch Smart Camera App herunter und startet diese. Ihr werdet nach dem Start zuerst aufgefordert ein Benutzerkonto bei Bosch anzulegen. An die hier hinterlegte eMail Adresse werden im Übrigen Benachrichtigungen gesendet.

Ist dieses geschafft, geht es zu eigentlichen Einrichtung der Kamera. Hierfür müsst Ihr diese mit dem Strom verbinden und so lange warten bis die LED auf der Unterseite anfängt grün zu blinken.

Die Bosch Smart Camera App erstellt Euch dann aus Eurem WLAN Passwort einen QR Code. Diesen müsst Ihr vor die Kamera halten, welche den Code einscannt und sich mit dem WLAN verbindet.

Dieses Prinzip habe ich auch schon bei anderen Überwachungskameras gesehen, wo dies oftmals nur mäßig gut funktioniert hat.

Allerdings die Bosch Smart Home 360° Innenkamera hat den QR Code erfreulich schnell und problemlos erkannt.

Damit ist die Einrichtung auch so gut wie fertig. Die App überprüft nur noch ob die Firmware aktuell ist und dann könnt Ihr mit der Benutzung loslegen.

 

Die Bosch Smart Camera App und Funktionen

Die App der Bosch Smart Home Kamera ist recht einfach aufgebaut. Ihr habt auf der „Home“ Seite eine Übersicht über alle Kameras, die Ihr gekoppelt habt. Tippt Ihr eine Kamera an, landet Ihr bei einer Art Detail Ansicht.

Von hier aus könnt Ihr vergangene Ereignisse sehen, die live Ansicht starten, die Kamera abschalten usw.

Zudem sind auch in den Einstellungen Optionen für die Bewegungserkennung, WLAN Einstellungen, zurücksetzen der Kamera verfügbar.

Die live Ansicht startet erfreulich schnell und ist auch, sofern die Netzwerkverbindung Eures Smartphones es erlaubt, qualitativ sehr hochwertig.

Was mich vielleicht etwas stört, ist dass es in der Live Ansicht nicht möglich ist manuell Videos oder Fotos anzufertigen. Auch das Drehen der Kamera ist in der Live Ansicht nicht möglich!

Hierfür müsst Ihr auf die Übersichtsseite zurückkehren und könnt von dort aus die Kamera drehen.

Einfachheit war bei der Bosch App sicherlich das oberste Ziel. Grundsätzlich nicht schlecht, aber hier und da hätte ich mir durchaus erweiterte Funktionen gewünscht. Beispielsweise das große Privatsphäre Feature, das einziehen der Kamera.

Wenn Ihr diese in der App Abschalten wollt, werden Euch vier Optionen angeboten, 3 Stunden abschalten, bis heute Abend 20 Uhr, bis morgen früh 7 Uhr oder dauerhaft (bis Ihr diese wieder von Hand einschaltet).

An sich soweit okay, aber es gibt keine Option zu sagen „Schalte die Kamera jeden Tag von XX bis XX ab“. Ja es gibt die Möglichkeit die Aufnahmefunktion nach Zeitplan abzuschalten, aber dann fährt die Linse nicht ein.

Hier hat Bosch nicht genug Nutzen von diesem eigentlich klasse Privatsphäre Feature gemacht. Ich sehe auch keine Option zum Überprüfen, wie viel Speicher noch auf der Kamera frei ist.

Allerdings nicht falsch verstehen! Ich finde die Bosch Smart Camera App an sich gut, aber hier und da könnte man sicherlich solche Punkte noch nachrüsten.

 

Aufnahme und Bildqualität

Wie steht es aber um die Aufnahmen? Wie kann die Bosch Smart Home 360° Innenkamera überhaupt aufnehmen, wohin kann sie aufnehmen und wie werde ich benachrichtigt?

Beginnen wir mit Letzterem. Erkennt die Kamera eine Bewegung oder ein anderes Ereignis(Strom/Netzwerk Ausfall) erhaltet Ihr auf allen verbunden Smartphones eine Benachrichtigung. Bei einem Stromausfall werdet Ihr zudem per Mail benachrichtig.

Die Benachrichtigungen via Smartphone funktionieren gut und schnell, keine Klagen hier.

Die Bosch Smart Home 360° Innenkamera besitzt eine Bewegungserkennung, welche Ihr in zwei Stufen regeln könnt. Wird eine Bewegung erkannt, startet die Aufnahme und Ihr erhaltet die oben angesprochene Benachrichtigung(diese lassen sich auch abschalten).

Das Interessante die Smart Home 360° Innenkamera erkennt Bewegungen, wirklich 360 Grad! Findet eine Bewegung hinter der Kamera statt, wird die Linse automatisch in diese Richtung gedreht und verfolgt gegeben falls das Objekt.

Dies habe ich so bei einer steuerbaren Überwachungskamera noch nie gesehen. Ist die Bewegung vorbei ist die Kamera auch clever genug sich wieder auf die Ausgangsposition, welche Ihr festlegen könnt, zurückzudrehen.

Leider gibt es hier auch einen kleinen Nachteil. Der Motor der Kamera ist hörbar! Ich würde nicht sagen, dass dieser übermäßig laut ist aber dennoch in einem ruhigen Haus/Wohnung kann man diesen auf ein paar Meter wahrnehmen.

Die Aufnahmen der Kamera werden auf der eingesetzten microSD Speicherkarte wie auch anscheinend in einer von Bosch bereitgestellten Cloud gesichert. Hier hält sich Bosch mit genauen Informationen etwas zurück. Positiv der Cloud Speicher ist komplett gratis, es gibt nicht mal optionale Speicherpläne wie es bei Netgear beispielsweise der Fall ist. Anscheinend werden immer die letzten 200 „Ereignisse“ gespeichert.

Die microSD Karte dient hierbei eher als eine Art Zwischenspeicher. Videos landen zuerst auf der Speicherkarte und werden von dort aus in die Cloud geladen. Videos lassen sich im Übrigen nicht einfach von der Speicherkarte auslesen, wenn man diese in einen PC steckt, schade.

Dies hat einen Vor- und Nachteil. Natürlich ist es immer so eine Sache seine Videos in die Cloud zu laden, aber sollte einem Einbrecher die Kamera auffallen und dieser schlägt die Kamera kaputt, sind die Aufnahmen der Person bereits gesichert.

Sind sie das? Hier erkenne ich eine Schwäche. Das Hochladen in die Cloud scheint etwas zu dauern, selbst bei meiner DSL 100.000 Leitung. Entdeckt man die Kamera sofort, rennt oder geht hin und entnimmt die Speicherkarte bzw. trennt die Stromverbindung und entnimmt dann die Speicherkarte, sind die Aufnahmen weg.

Die Benachrichtigung auf dem Smartphone kommt zwar noch an, aber Bildmaterial ist verloren. Ist die Speicherkarte entnommen, können auch keine neuen Videos gemacht werden. Hier hätte ein Eindringling ein geschätztes Zeitfenster von vielleicht 30 Sekunden, ein wenig davon abhängig wie gut Euer Internet ist.

Zu offensichtlich sollte man die Bosch Smart Home 360° Innenkamera also auch nicht positionieren.

Eine optionale ausschließliche Speicherung auf der internen SD Karte wäre auch ein super Feature für Nutzer die nicht wollen, dass ihre Aufnahmen in der „Cloud“ landen, auch wenn diese im Falle von Bosch immerhin in Deutschland ist.

Die Bildqualität der Kamera ist top. Die Bosch Smart Home Kamera nimmt Videos in Full HD Qualität auf. Die Aufnahmen sind scharf und detailliert, Gesichter usw. lassen sich problemlos auch auf Distanz erkennen. Der Blickwinkel ist mit 120 Grad auch recht groß, dass ein Innenraum gut abedeckt wird. Hinzu kommt natürlich noch das Mitdrehen der Kamera.

Für Aufnahmen im dunkeln besitzt die Überwachungskamera zudem IR LEDs. Diese sind zwar nicht übermäßig stark, reichen aber aus ein Normal gutes Wohnzimmer gut auszuleuchten.

Kurzum an der Bildqualität kann ich nichts bemängeln!

 

Stromaufnahme

Die Bosch Smart Home 360° Innenkamera ist recht genügsam was die Leistungsaufnahme angeht. Im Normalbetrieb benötigt diese ca. 2,9W. Im Dunkeln steigt die Leistungsaufnahme aufgrund der IR LEDs etwas auf 3,9W, was aber immer noch recht wenig ist.

 

Fazit zur Bosch Smart Home 360° Innenkamera

Bosch bietet mit der Smart Home 360° Innenkamera ein sehr schönes rundes Produkt. Dies beginnt bereits bei  Eurem Wohnzimmer freundlichem Design und der unkomplizierten Einrichtung.

Auch die Bosch Smart Camera App macht einen guten Eindruck. Zwar gibt es hier ein paar Dinge, welche ich anders machen würde, ich würde mir einen ein/aus Timer wünschen oder sogar geofencing, so dass man nicht immer manuell die Kamera „einfahren“ muss, aber abseits davon kann ich nicht groß klagen.

Auch die Bildqualität welche von der Smart Home 360° Innenkamera geliefert wird, ist 1A, sowohl bei Tag wie aber auch bei Nacht.

Auch die Funktion des automatischen Drehens in die Richtung einer Bewegung ist sehr praktisch! So könnte die Kamera mittig in einem Flur stehen und Bewegungen aus allen Richtungen erkennen, auch wenn diese eigentlich außerhalb des Blickfelds sind.

Bonus Punkte muss man auch Bosch dafür anrechnen, dass man dem Nutzer nicht versucht irgendwelchen sündhaft teure „Cloud-Speicherpläne“ anzudrehen.  Die Kamera lädt ihre Aufnahmen in die Cloud hoch, ja, aber dies ist komplett kostenfrei. Dort werden bis zu 200 „Ereignisse“ gesichert, mehr als genug.

Der Preis der Bosch Smart Home 360° Innenkamera ist mit knapp über 200€ (zum Zeitpunkt des Tests) sicherlich nicht die unterste Preisklasse. Allerdings ist dies aus meiner Sicht ein angemessener Preis! Gerade da es keine Folgekosten gibt.

Von daher wenn Ihr eine gute und zuverlässige Überwachungskamera eines zuverlässigen Herstellers sucht, dann seid Ihr bei der Bosch Smart Home 360° Innenkamera an der richtigen Adresse.

PS. Ein Amazon Echo Support ist für die Kamera bereits angekündigt.

Positiv

  • Schickes Design
  • Hervorragende Bildqualität
  • Geringer Energieverbrauch
  • Gratis Cloud Speicherplan
  • Einfache Einrichtung und Nutzung
  • Privatsphäre-Modus…..

 

Negativ

  • ….. Welcher leider jedes Mal manuell aktiviert werden muss
  • Keine optionale lokale Speicherung der Aufnahmen

Always on Display beim Huawei Mate 10 Pro aktivieren

Ein Feature welches ich bei Smartphones wie dem Samsung Galaxy S8 oder LG G6 sehr zu schätzen gelernt habe, ist das sogenannte Always on Display. Hierbei handelt es sich um Feature, bei welchem das Display immer aktiv ist, selbst wenn das Smartphone im Standby ist.

In der Regel wird diese Funktion nur von Smartphones unterstützt, welche ein AMOLED Display haben, da dies hier weniger Energie benötigt.

Mein neues Standard Android Smartphone, das Huawei Mate 10 Pro, verfügt nun auch über ein AMOLED Display.

Zuerst dachte ich nicht das dieses über das Always on Display Feature verfügt, jedoch lässt dieses sich auf Wunsch einschalten, wenn auch die Funktion gut versteckt ist.

Wie?

Auf dem Mate 10 Pro findet Ihr das Always on Display unter Einstellungen -> Sicherheit & Datenschutz -> Bildschirmsperre & Passwörter -> immer Informationen anzeigen.

Aktiviert Ihr dies hat das Mate 10 Pro ein Always on Display.

Positiv, der Energieverbrauch hierdurch scheint sehr minimal zu sein. Ihr habt also keine Einbußen bei der von Natur aus hohen Akkulaufzeit des Mate.

Allerdings ist das Always on Display auch nur sehr bedingt nützlich. Es werden auf diesem leider keine Benachrichtigungen angezeigt.

Ihr könnt nur Uhrzeit, Datum und Akku-Stand sehen, schade! Ich hoffe Huawei patcht vielleicht hier noch die Anzeige von zusätzlichen Informationen hinein.

5 Spigen Hüllen für das iPhone X im Vergleich

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Das iPhone X eine Schönheit aus viel Glas und Stahl, bei welcher ein Sturz sehr teuer werden kann. Hier ist eine Hülle fast schon Pflicht.

Dementsprechend gibt es gefühlt tausende verschiedene Hüllen von verschiedenen Anbietern. Auf der Amazon Plattform ist sicherlich Spigen einer der Anbieter mit dem größten Sortiment.

Freundlicherweise haben mir diese ein paar Hüllen für einen kleinen Bericht/ersten Eindruck zur Verfügung gestellt.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen welche Spigen Hülle für das iPhone X mich am meisten überzeugen kann!

 

Die Hüllen

Im Gegensatz zu einigen „Premium“ Anbietern sind die Hüllen von Spigen alle preislich sehr fair eingestuft. Diese liegen alle zwischen 9€ und 15€, hierbei habt Ihr eine sehr große Auswahl an unterschiedlichen Formen und Farben.

Ich habe mich allerdings nur für diese fünf Testkandidaten entschieden:

Alle fünf Hüllen sind vergleichsweise „leichte“ Hüllen. Ich habe mich in diesem Vergleich absichtlich für Hüllen entschieden welche nicht zu viel auftragen. Wer wirklich ein großes und stabiles Smartphone will, kauft sich vermutlich eh kein Glas iPhone für 1000€+.

 

Spigen Thin fit iPhone X Hülle

  • Passform ++
  • An/Ablegen +
  • Schutz –
  • Haptik 0

Die Thin fit iPhone X Hülle hebt sich etwas von den anderen Spigen Hüllen in diesem Test ab. Die Thin fit ist wie der Name schon vermuten lässt eine extrem minimalistische Hülle.

Wobei Hülle nicht einmal der richtige Ausdruck ist wie ich finde. Es handelt es sich hier um eine Schale aus hartem Kunststoff welche um das iPhone geklemmt wird.

Diese Schale schützt dabei die Rückseite und die Kanten. Der untere Bereich, Lautsprecher, Lade Port usw. genau wie der obere Bereich werden dabei sehr großzügig ausgeschnitten.

Diese werden genau genommen gar nicht ausgeschnitten. Auch die Tasten sind durch einfache Aussparungen weiterhin gut zu erreichen.

Dies macht die Hülle natürlich sehr schlank und schlicht, aber reduziert auch den Schutzfaktor.

Um ehrlich zu sein ich bin kein so ein Fan von der Thin fit. Warum? Die Hülle besitzt relativ viele harte Kanten, welche durch das Hartplastik Grundmaterial entstehen. Dieses Material, finde ich, wirkt auch nur sehr bedingt hochwertig. Das Handgefühlt ist daher nur mittelmäßig.

 

Spigen Neo Hybrid iPhone X Hülle

  • Passform ++
  • An/Ablegen +
  • Schutz ++
  • Haptik +

Die Neo Hybrid iPhone X Hülle ist eine von Spigens Klassikern. Die Hülle besteht aus zwei Teilen, einem Gummi (TPU) Kern und einem Plastik Rahmen. Nach dem Anlegen des Gummi Kerns wird der Rahmen um das gesamte Smartphone gelegt. Dieser Material Mix macht die Hülle natürlich einerseits etwas interessanter, andererseits hilft dieser auch beim Schutz.

Die Kanten des Smartphones sind etwas dicker gepolstert, was bei einem Aufprall sicherlich nichts Schlechtes ist.

Dafür ist natürlich die Hülle auch nicht ganz so filigran wie die Thin fit. An sich fand ich die Neo hybrid allerdings auch nicht zu groß. Da das iPhone X so kompakt ist, denke ich stört auch eine minimal größere Hülle nicht.

Die Ausschnitte für Ports sind passend gewählt.

 

Spigen Liquid Crystal iPhone X Hülle

  • Passform 0
  • An/Ablegen +0
  • Schutz +
  • Haptik +

Die Liquid Crystal ist die klassische durchsichtige Silikon Hülle welche man für fast jedes Smartphone bekommt.

Allerdings setzt Spigen hier auf ein recht dickes Silikon. Der Vorteil ist natürlich der höhere Schutz, durch eine dickere Hülle, der Nachteil ist natürlich das etwas höhere Gewicht und das etwas schwierigere An/Ablegen.

Wer oft seine Hülle entfernt wird hier vermutlich weniger Freude haben. Haptisch und optisch ist die Liquid Crystal solider Standard. Probleme mit der Passform und dem Druckpunkt der Tasten hatte ich keine. Auch der Gripp und das Handgefühl passen.

 

Spigen Ultra Hybrid iPhone X Hülle

  • Passform +
  • An/Ablegen 0
  • Schutz +
  • Haptik +

Die Ultra Hybrid iPhone X Hülle ähnelt der klassischen Bumper Hülle. Es gibt also einen Silikon Rahmen welcher um den Stahl Rahmen des iPhones liegt, zusätzlich hat Spigen allerdings auch eine durchsichtige Kunststoffplatte in die Rückseite eingebaut. Hierdurch ist das iPhone rundum geschützt.

Die Ultra Hybrid gefällt mir an sich sehr gut! Zwar ist erneut das An- und Ablegen der Hülle etwas schwierig, aber sowohl die Optik wie auch die Haptik gefällt mir gut. Auch die Tasten des Smartphones lassen sich weiterhin gut drücken.

Wenn ich einen kleinen Kritikpunkt hätte dann wäre dies die Platte auf der Rückseite. Hierbei handelt es sich um einfachen Kunststoff, was okay ist, aber haptisch auch nicht das Premium Material.

Zudem ist die Rückseite natürlich etwas rutschiger, der Rahmen ist zwar Gummi aber dennoch ist natürlich der Gripp geringer als bei einer Vollgummihülle.

 

Die Spigen Liquid Air iPhone X Hülle im Test

  • Passform ++
  • An/Ablegen +
  • Schutz +
  • Haptik +

Optisch ist die Spigen Liquid Air iPhone X Hülle auf den ersten Blick recht unspektakulär. Es handelt sich hier um eine einfache schwarze Silikon Hülle. Diese ist mittelmäßig flexibel.

Es handelt sich hierbei nicht um eine super dünne Silikon Hülle, aber auch nicht um eine total steife.

Dies erlaubt zum einen, einen recht hohen Schutzfaktor, aber die Hülle trägt dennoch nicht zu viel auf. Auch das An- und Ablegen geht relativ einfach. Zwar ist dies weiterhin keine Hülle für jemanden der diese tägliche an- und ablegt, aber man muss sich auch keine Sorgen um die Beschädigung seines Smartphones machen, wenn man diese entfernt.

Erfreulicherweise sind auch bei der Liquid Air die Ports sauber ausgeschnitten und die Tasten lassen sich gut drücken!

Ich würde sogar sagen die Spigen Liquid Air iPhone X Hülle besitzt die beste Passform der Spigen Hüllen. Die Haptik stimmt, wie ich finde. Die Hülle besitzt einen guten Gripp und fühlt sich hochwertig an.

 

Fazit

Welche der fünf Spigen Hüllen würde ich Euch empfehlen? Schlecht sind natürlich alle Hüllen nicht, aber es gibt durchaus die ein oder andere welche mir besser gefällt.

Letztendlich ist dies aber auch eine Geschmacksfrage. Den besten Schutz wird sicherlich die Spigen Neo Hybrid iPhone X Hülle bieten, die Spigen Thin Fit iPhone X Hülle wird hingegen am wenigsten auftragen.

Mein persönlicher Favorit ist allerdings ein anderer. Mich konnte ganz klar die Spigen Liquid Air iPhone X Hülle am meisten überzeugen!

Warum? Ich finde hier ist die Passform und auch die Haptik sehr gut gelungen, besser noch als bei den anderen Spigen Hüllen. Zudem bietet die Hülle einen soliden Schutz im Falle eines Sturzes ohne dabei zu viel aufzutragen.

Optisch ist die Spigen Liquid Air iPhone X Hülle zwar recht unspektakulär, aber das muss ja nichts Schlimmes sein.

Ebenfalls gut gefiel mir die Spigen Ultra Hybrid iPhone X Hülle. Die Ultra Hybrid bewahrt noch etwas besser die ursprüngliche Optik des iPhone X. Von daher wäre diese meine Nr.2 Empfehlung.

Auch diese Hülle liegt gut und sicher auf dem iPhone X und die Tasten sind weiterhin gut drückbar.

Kurzum meine Empfehlung schaut Euch die Spigen Liquid Air iPhone X Hülle oder Spigen Ultra Hybrid iPhone X Hülle an!

Die TaoTronics TT-BH22 Noise Cancelling Bluetooth Kopfhörer im Test, hervorragende günstige ANC Bluetooth Kopfhörer! (60€)

Bluetooth ist die Zukunft der portablen Kopfhörer, dies wird langsam immer deutlicher. Im Handel gibt es auch jede Menge guter Bluetooth Kopfhörer, welche jedoch alle eins gemein haben, den meist recht hohen Preis.

Unter 100€ sind gute Bluetooth Kopfhörer recht rar. Mit den TT-BH22 Noise Cancelling Bluetooth Kopfhörern bietet nun aber TaoTronics ein paar auf den ersten Blick sehr interessante Kopfhörer für rund 60€ an.

Dass TaoTronics durchaus gut klingende und günstige Audio Produkte bauen kann ist nichts Neues. Dies haben diese mit ihren Bluetooth Ohrhörern schon mehrfach bewiesen.

Aber nur weil TaoTronics gute Ohrhörer anbietet, bedeutet dies noch lange nicht, dass auch die Bluetooth Kopfhörer gut sind.

Genau dies wollen wir im Test herausfinden. Können die TaoTronics TT-BH22 Noise Cancelling Bluetooth Kopfhörer überzeugen?

 

Die TaoTronics TT-BH22 Noise Cancelling Bluetooth Kopfhörer im Test

Wenn man sich etwas auf dem Kopfhörer Markt umsieht, wird man schnell merken wo sich TaoTronics optisch etwas „Inspiration“ beim Design hergeholt hat.

Die TT-BH22 erinnern mich optisch etwas an die Bose QC35, was natürlich nichts Schlimmes ist. Ähnlich wie die Bose nutzen auch die TT-BH22 eine recht schlichte Optik mit einem einfachen Plastik Gehäuse. Die Ohrmuscheln sind hierbei oval gestaltet und auf der Rückseite mit einem einfachen TT Logo versehen.

Wer nach Kopfhörern sucht die schreien: „schau mich an“, der ist hier falsch. Die TaoTronics TT-BH22 sind schlicht und dezent.

Die Verarbeitungsqualität und auch die Haptik ist okay, aber um ehrlich zu sein auch nichts Besonderes. Die Kopfhörer lassen sich einklappen und wirken robust genug auch mal einen kleinen Sturz zu überstehen. Aber ein premium Feeling strahlen diese auch nicht aus.

Wie steht es um Anschlüsse und Tasten? Die TT-BH22 Noise Cancelling Bluetooth Kopfhörer besitzen drei Tasten und einen Schieber. Bei den Tasten handelt es sich um eine Multifunktionstaste, welche Musik pausieren und fortsetzen kann, wie auch die Kopfhörer ein bzw. ausschaltet, wie auch um vor/zurück bzw. lauter und leiser.

Der Schieber an der linken Ohrmuschel dient dem Ein- und Ausschalten des Noise Cancellings.

Bei den Anschlüssen treffen wir das Übliche, also einen 3,5mm AUX Eingang und einen microUSB Ladeport. Ein USB Ladegerät liegt nicht mit im Lieferumfang. Verwendet hier einfach das von Eurem Smartphone oder Eurem PC.

Die Akkulaufzeit der TT-BH22 wird von TaoTronics mit 25 Stunden angegeben. Dieser Wert ist vermutlich aber ohne Noise Cancelling und in einer ziemlich „optimalen“ Situation. Praktisch sind eher 12-18 Stunden möglich, was aber immer noch top ist!

 

Tragekomfort

Die TaoTronics TT-BH22 besitzen vergleichsweise große Ohrpolster und Ohrmuscheln. Diese können meine Ohren auch fast vollständig umschließen, lediglich die Ohrläppchen passen nicht hinein.

Dies in Kombination mit der recht dicken und ausreichend weichen Polsterung sorgt durchaus für einen guten Tragekomfort.

Lediglich ist die Polsterung ist wenig atmungsaktiv. Meine Ohren wurden relativ schnell warm. Positiv im Gegenzug ist der angenehme Anpressdruck, welcher nicht übermäßig groß ist, aber auch nicht zu gering.

Kurzum der Tragekomfort ist gut bis sogar sehr gut!

 

Aktives Noise Cancelling

Aktives Noise Cancelling oder ANC ist ein absoluter Trend in High End Kopfhörer. Warum? Ein Gutes ANC zu bauen ist sehr komplex. Man benötigt mehrere Mikrofone welche die Umgebungsgeräusche aufzeichnen und eine Logik welche daraus die Informationen berechnet wie diese Schallwellen auszugleichen sind.

Kopfhörer welche dies gut können sind daher in der Regel recht teuer. Wenn man so will sind Kopfhörer mit gutem ANC ein kleiner „Elite Club“ welcher aus Bose QC35, Bang & Olufsen BeoPlay H9, Sony MDR-100ABN usw. besteht.

Bluetooth Kopfhörer mit gutem Noise Cancelling unter 150€ sind beispielsweise sehr rar gesät. Genau genommen sind mit keine bekannt! Es gibt zwar günstige Kopfhörer mit ANC, aber dies ist bei diesen eher ein Gimmick als wirklich brauchbar.

Dies ist bei den TaoTronics TT-BH22 anders! Zwar ist hier natürlich das ANC auch nicht perfekt, aber es ist ganz klar das beste das ich bisher bei Kopfhörern unter 100€ gehört habe! Gerade wenn es um eine semi-komplexe Geräuschkulisse geht, machen die TaoTronics TT-BH22 einen hervorragenden Job. Geräusche beispielsweise von einem Ventilator oder dem Surren eines Computerlüfters werden fast zu 100% entfernt.

Auch Motorgeräusche eines fahrenden Autos sind mit den Kopfhörern fast nicht mehr wahrnehmbar. Spätestens wenn etwas Musik dazu kommt ist vom Auto nichts mehr zu hören.

Sind die Geräusche etwas komplexer, an einer vielbefahrenen Straße oder in einer Menschenmasse, tun sich die TaoTronics TT-BH22 zwar etwas schwerer, machen aber immer noch einen guten Job.

Klar man darf hier keine Wunder erwarten, aber gerade bei einzelnen Geräuschquellen sind die TT-BH22 sehr stark!

Leider besitzt die Kopfhörer allerdings ein leichtes Grundrauschen wenn ANC an ist. Ist dies schlimm? Ich finde eher weniger, dass Grundrauschen ist relativ leise und sofern man Musik auf 20-30% Lautstärke an hat, bekommt man davon nichts mehr mit.

 

Klang

Kommen wir zum Klang, einem zugegeben sehr wichtigen Punkt bei einem Kopfhörer. Erfreulicherweise erlauben sich hier die TaoTronics keine Schwäche.

Grundsätzlich sind die TaoTronics TT-BH22 recht gut ausbalancierte Kopfhörer. Starten wir aber am Anfang, also den Höhen.

Die TT-BH22 sind tendenziell eher etwas entspanntere Kopfhörer. Die Höhen sind also nicht übermäßig scharf oder spitz. Allerdings bieten die Kopfhörer genug Klarheit für eine gute Verständlichkeit. Es ist also nicht so als wären die TT-BH22 dumpf.

Auch die Darstellung der Mitten ist gut. Stimmen werden sauber und voll dargestellt. Die TaoTronics TT-BH22 besitzen keine Badewannen Klangsignatur!

Aber natürlich ist der Bass durchaus als ordentlich zu bezeichnen, ansonsten verkaufen sich ja heutzutage keine Kopfhörer. Die TaoTronics TT-BH22 sind nicht der Dampfhammer unter den Bluetooth Kopfhörern, aber der Bass ist durchaus einen Ticken angehoben um einen etwas lebendigeren Klang zu unterstützen.

Der Tiefgang ist soweit okay, aber auch nicht überragend. Die Masse ist allerdings, wie ich finde, sehr gut gewählt.

Hierdurch machen die TaoTronics TT-BH22 bei fast jeder Musik eine sehr gute Figur! Ob nun Pop, Rock, Metal usw. Solltet Ihr absolute Bass Heads sein, dann mag das was anderes sein, aber ansonsten sind die TaoTronics TT-BH22 sehr gute Allrounder.

Auch was die klangliche Auflösung und die Detail Darstellung angeht habe ich nix zu beklagen. Klar man ist hier nicht auf dem Level 150€+ Bluetooth Kopfhörer, aber das was hier gebotet wird ist mehr als ausreichend.

Kleine Anmerkung, die Aussagen gelt nur für die Nutzung mit Noise Cancellig! Schaltet Ihr dieses ab verändert sich der Klang deutlich zum Negativen! Ohne aktivem NC klingen die TaoTronics TT-BH22 deutlich hohler und ein wenig blechern. Ihr wollt also das Noise Cancellig immer eingeschaltet haben! Ohne NC sind die TT-BH22 völlig andere Kopfhörer!

 

Fazit

WOW TaoTronics! Ich bin echt beeindruckt von den TT-BH22 Noise Cancelling Bluetooth Kopfhörern. Es passiert nicht mehr oft, dass ich von einem Produkt derart positiv überrascht wurde wie es hier der Fall ist.

Die TT-BH22 sind absolut hervorragende Bluetooth Kopfhörer, was alle Belange angeht. Starten wir beim Wichtigsten, dem Klang.

Nein die TT-BH22 sind keine Bose QC35, aber sie liefern einen satten Klang, welcher mit klaren Höhen und guten Bässen punkten kann. Der Bass ist hierbei angenehm knackig, aber auch nicht künstlich übertrieben. Die Höhen sind klar, aber nicht zu scharf oder anstrengend.

Die TaoTronics TT-BH22 Noise Cancelling Bluetooth Kopfhörer sind klanglich hervorragende Allrounder, welche durchaus ein gutes Stück über ihrer Gewichtsklasse spielen.

Soweit so gut, aber neben dem Klang passt auch der Tragekomfort und noch viel überraschender das Noise Cancelling. Ich hatte schon die ein oder anderen günstigen Kopfhörer mit aktivem Noise Cancelling im Test, August EP725, InLine PURE I, iDeaUSA ANC V201 usw. diese hatten alle eins gemeinsam, das Noise Cancelling war nicht gut.

Hier lagen bisher Welten zwischen günstigen und High End Kopfhörern. Bisher! Das ANC der TaoTronics TT-BH22 ist absolut in Ordnung! Es gibt ein leichtes Grundrauschen im Leerlauf, aber dafür werden auch ein gutes Stück der Umgebungsgeräusche herausgefiltert. Dinge wie Lüfter und Motoren verschwinden fast völlig, selbst wenn keine Musik läuft. Ich habe schon teure 200€ Kopfhörer von JBL und co. gehört welche dies nicht so gut hinbekamen. Klar hier ist verglichen mit dem premium Modellen von Sony, Bose oder Sennheiser auch noch etwas Luft nach oben aber für 60€ ist das Top, auch wenn man natürlich keine Wunder erwarten darf.

Kurzum, selbst wenn Euch das Noise Cancelling egal ist, besser klingende Bluetooth Kopfhörer werdet Ihr aktuell für rund 60€ nicht finden! Daher Daumen hoch für die TaoTronics TT-BH22 Noise Cancelling Bluetooth Kopfhörer.

 

Positiv

  • Guter und ausbalancierter Klang mit einem Schuss mehr Bass
  • Schlichtes Design
  • Tadellose Verarbeitung
  • Gutes Noise Cancelling…..
  • Guter Tragekomfort….

 

Negativ

  • …. Mit leichtem Grundrauschen
  • ….. Ohrpolster könnten etwas Atmungsaktiver sein

11.11 Singles’ Day, der asiatische Black Friday

Der Black Friday ist mittlerweile auch in Deutschland recht bekannt. Beim Black Friday handelt es sich einen „Shopping-Tag“ welcher als Beginn der Weihnachtseinkaufsaison gilt.

Hier locken diverse Händler und Hersteller mit Aktionen und Angeboten, oftmals mit wirklich sehr guten!

Der Singles’ Day hingegen ist in Deutschland noch völlig unbekannt. Wenn man so will ist der Singles’ Day der asiatische Black Friday.

Ich war hier letztes Jahr etwas schockiert nachdem ich gelesen habe das der  Singles’ Day der größte Onlineshopping-Tag der Welt ist. Quelle Wikipedia

Der Singles’ Day fällt immer auf den 11.11, ein gut zu merkendes Datum.

Da ich viel mit asiatischen Unternehmen und Produkten arbeite möchte ich Euch auf diesen Onlineshopping-Tag hinweisen, bei welchem alle großen asiatischen Händler wie Gearbest, AliExpress und Co. mitmachen.

 

Der chinesische Händler meines Vertrauens, Gearbest

Das mag nun sicherlich etwas „geschleimt“ klingen, aber Gerbest ist der asiatische Händler meines Vertrauens und das nicht, weil diese mich für solche aussagen bezahlen.

Ich hatte bisher noch nie ein verlorenes Paket bei Gearbest und diese bieten den so genannten Germany Express an. Wenn Ihr hochpreisige Waren aus Asien bestellt müsst Ihr diese in der Regel beim Zoll abholen und 19% MWST für diese bezahlen.

Dies macht das Bestellen von Smartphones und ähnlichen Produkten aus Asien sehr nervig.

Gearbest bietet hier als der einzige mir bekannte Händler den so genannten Germany Express an. Hierbei handelt es sich um eine Versandmethode bei welcher keine Zoll Gebühren MWST usw. anfällt!

Leider ist der Germany Express aktuell auf höherpreisige Dinge wie Smartphones, 3D Druck usw. beschränkt, dennoch wenn man nach so etwas sucht ist das Klasse!

Gearbest macht natürlich beim 11.11 Sale auch mit. Hier bieten diese zugegeben eine unübersichtliche Anzahl an Angeboten und Aktionen, welche auch teilweise schon gestartet sind.

 

Tipps

Hier ein paar Tipps für Produkte welche vielleicht ganz interessant sind.

3D Drucker

Habt Ihr schon einmal mit dem Gedanken gespielt einen 3D anzuschaffen? Diese waren Euch aber zu teuer? Dann schaut Euch einmal den Anet E10 oder den Anet A8 an.

Beim Anet A8 handelt es sich um einen 3D Drucker Bausatz für aktuell gerade einmal 124€! Ist Euch ein Bausatz zu kompliziert und Ihr wollt einen 3D Drucker eine klasse besser? Dann schaut Euch einmal den Anet E10 für 230€

 

Audio

Ein paar gute Ohrhörer sind etwas feines. Diese müssen aber nicht viel Geld kosten. Die KZ ZS5 sind ein absoluter Geheimtipp wenn es um einen spitzen Klang zu kleinem Preis geht! Zusätzlich kann man die ZS5 auch auf Bluetooth umrüsten.

Preislich liegen wir hier gerade einmal bei 16€! Für das Geld kann man bei den KZ ZS5 nichts falsch machen!

 

Beleuchtung

Philips HUE ist Euch bekannt? Philips HUE ist Euch aber zu teuer? Xiaomi bietet mit seinen Yeelight Produkten sehr gute Smart Home Beleuchtungssysteme mit allen Funktionen und Feature die man sich wünschen kann. Mittlerweile sogar mit Amazon Echo Support!

Das Beste ist natürlich der Preis. Eine Standard Xiaomi Yeelight für den E27 Sockel kostet gerade einmal rund 14€! Die Lampe passt in unsere deutschen Lampen und wird direkt mit dem WLAN Verbunden, keine Bridge oder Ähnliches nötig.

 

Staubsaugroboter

Der aktuell beste Staubsaugroboter stammt meiner Meinung nach nicht von iRobot, Neato usw. sondern von Xiaomi und kostet gerade einmal 260€!

Ja dies meine ich völlig ernst! Der Xiaomi Smart Robot Vacuum Cleaner ist ein wahnsinnig guter und intelligenter Staubsaugroboter welcher 1000€ Modellen von Intelligenz und Saugleitung nichts nachtsteht.

Ebenfalls interessant der neue Xiaomi Smart Robot Vacuum Cleaner 2, welcher allerdings erst vorbestellbar ist.

 

Smartphones

Es gibt viele gute asiatische Smartphones wie das Xiaomi MI 6 usw. Allerdings gibt es aktuell ein Modell für welches ich die Hand ins Feuer legen kann, das Xiaomi Mi A1.

Dieses ist gut, günstig und mit Standard Android ausgestattet! Für rund 200€ macht man hier nichts falsch!

 

Es gibt natürlich noch viele andere interessante Asiatische Produkte, solltet Ihr also neugierig sein schaut die Angebote mal durch.

Welche Powerbank kann ein Huawei P10/Mate 9/ Mate 10 schnellladen? Huawei und USB Power Delivery

Wer ein Quick Charge fähiges Smartphone besitzt, hat es mit dem 3. Anbieter Zubehör leicht. Powerbanks und auch Ladegeräte mit Quick Charge gibt es massenhaft. Hat man allerdings beispielsweise ein Huawei Smartphone sieht die Welt anders aus.

Huawei nutzt das eigene „Huawei Super Charge“ als Schnellladestandard. Viel Glück dafür ein passendes 3. Anbieter Ladegerät oder eine Powerbank zu finden!

Wobei mir bei meinen Tests etwas aufgefallen ist. Viele Huawei Smartphones unterstützten neben dem eigenen Super Charge auch einen weiteren Standard, USB Power Delivery.

Ist es also doch möglich 3. Anbieter Ladegeräte und Powerbanks zu finden die Huawei Smartphones schnellladen können? Ja ist es!

 

Huawei Super Charge, Quick Charge und USB Power Delivery

Quick Charge ist der weit verbreitetste Schnellladestandard aktuell. Allerdings ist Quick Charge ein Markenname für eine Technologie aus dem Hause Qualcomm. Smartphones von LG, HTC usw. nutzen Prozessoren von Qualcomm und dürfen daher Quick Charge nutzen.

Huawei und auch beispielsweise Apple nutzen keine Qualcomm Prozessoren und damit auch kein Quick Charge. Huawei hat sich also selbst einen Schnellladestandard ausgedacht, Super Charge.

Super Charge ist wiederum ein Standard welche nur von Huawei genutzt wird und daher für Zubehör Produzenten weniger interessant ist.

Nun gibt es aber einen neuen Schnellladestandard, USB Power Delivery. USB Power Delivery ist ein Standard der von den Entwicklern des USB Standards stammt. Im Gegensatz zu Quick Charge und Super Charge ist USB Power Delivery ein offener Standard. Jeder kann diesen also frei nutzen.

Das tun auch einige Hersteller wie beispielsweise Apple mit seinen neuen iPhones, iPads und MacBooks. Aber auch Google unterstützt diesen offenen Standard und hat sogar angedroht die proprietären Schnellladestandards in Android zu verbieten.

Dies hat bei einigen Herstellern Wirkung gezeigt. LG beim G6 und Samsung beim S8 nutzen beispielsweise Quick Charge oder USB Power Delivery.

Hier kommt nun das Interessante, auch Huawei macht dies! Einige Huawei Smartphones unterstützen USB Power Delivery als alternativen Schnellladestandard.

Das heißt eine Powerbank oder ein Ladegerät welches USB Power Delivery unterstützt, kann Huawei Smartphones schnellladen!

 

Huawei Smartphones schnellladen

Ich habe leider keinen Zugriff auf alle Huawei Smartphones der letzten X Jahre. Aber ich habe ein Huawei P10 Plus, Mate 9 und Mate 10, für welche ich hier sprechen kann.

Beim normalen Laden via USB wird eine fixe Spannung von 5V und ein variabler Strom von bis zu 2,4A genutzt. Bei Schnellladesystemen wird in der Regel die Spannung ein Stück weit angehoben um so mehr Energie zu übertragen.

Beispielsweise Quick Charge kann die Spannung auf bis zu 12V anheben, USB Power Delivery auf bis zu 20V.

Huawei Super Charge ist hier etwas anders. Beispielsweise beim Mate 10 Pro wird die Spannung nicht angehoben, sondern abgesenkt, dafür aber der Strom signifikant angehoben.

Ich konnte beim Mate 10 Pro mit dem Original Huawei Super Charge Netzteil 4,55V und 4,6A messen.

4,55V * 4,6A = 20,93W Ladestrom

Schließt man das Mate 10 Pro an ein normales 5V 2,4A Netzteil an (von guter Qualität), schwankt die Leistungsaufnahme bei 5V 1,45A bis 1,98A je nach Qualität des Ladegeräts.

5V * 1,98A = 9,9W an einer normalen Powerbank bzw. an einem normalen Ladegerät

An einer guten normalen Powerbank (hier getestet der Anker PowerCore Elite) werden beim normalen Aufladen 9,9W erreicht. Dies ist recht flott, aber natürlich deutlich langsamer als die 20,93W am originalen Schnellladegerät.

Was passiert nun wenn wir das Smartphone an einer USB Power Delivery fähigen Powerbank laden? Das Mate 10 schaltet die Spannung hoch auf 9V! Das bedeutet dieses gibt sich gezielt als schnellladefähig via USB Power Delivery zu erkennen. Messen konnte ich hier 9V und 1,78-1,84A in der Spitze.

8,8V * 1,82A = 16,016W Ladestrom an einem USB Power Delivery Ladegerät

Diese 9V Spannung wird auch vom Huawei P10 Plus wie auch Mate 9 angefordert. Zwar sind hier die Werte etwas anders, aber das Fazit ist ähnlich.

Zwar wird hier nicht ganz die Geschwindigkeit wie bei Huawei Super Charge erreicht, aber mit rund 16W ist das Aufladen an einem USB Power Delivery Ladegerät / Powerbank immer noch ein gutes Stück schneller als über einen normalen 5V 2,4A Port.

Fun Fakt, solltet Ihr auf die Idee kommen „Hey ein Quick Charge Ladegerät kann doch auch 9V 1,8A liefern, kaufe ich das einfach“ nein das funktioniert nicht! Quick Charge und USB Power Delivery mögen zwar eine ähnliche Leistung liefern können, sind aber nicht kompatibel!

Hängt Ihr beispielsweise das Mate 10 pro an ein Quick Charge Ladegerät erreicht dieses gerade mal 5V 0,48A!

5V * 0,48A = 2,4W an einem Quick Charge 3.0 Port

Auch das Laden an einem USB C 3A Port brachte in meinen Tests keine vorteile gegenüber dem normalen Laden.

Nochmals um das klar zu stellen, dieses Verhalten konnte ich beim P10 Plus, Mate 9 und Mate 10 Pro feststellen!

Ich weiß nicht wie es um andere Huawei Smartphones steht, aber ich gehe davon aus, dass diese Erkenntnisse für beispielsweise das normale P10 und das normale Mate 10 ebenfalls gelten. Möglichweise auch für noch mehr Huawei Smartphones.

 

Welche Powerbanks können Huawei Smartphones schnellladen?

Zwar ist das Laden über den USB Power Delivery Standard nicht ganz so schnell wie über das Huawei eigene Super Charge, aber USB PD ist immer noch ein gutes Stück schneller als das normale Laden.

Ihr könnt also einfach eine USB Power Delivery Powerbank oder Ladegerät kaufen und Euer Huawei Smartphone schnellladen.

Juhu!

Leider ist die Auswahl an Zubehör mit USB Power Delivery Support aktuell noch recht rar. Es gibt nur eine Handvoll Powerbanks

Zusätzlich gibt es auch noch eine von iMuto, die ich aber noch nicht in den Fingern hatte.

Alle diese Powerbanks können neben den besagten Huawei Smartphones auch MacBooks, MacBook Pros, die Nintendo Switch, einige Windows Notebooks, das Google Pixel, Apple iPhone X usw. ebenfalls schnellladen.

Leider sind diese Powerbanks relativ groß und teuer. Für den Alltag nicht zwingend optimal.

Bei den Ladegeräten ist die Auswahl etwas größer:

Im Grunde gilt, alles was ein Apple MacBook schnellladen kann, geht auch mit dem P10, Mate 9 und Mate 10 pro.

 

Fazit

Das Original Ladegerät ist immer noch die schnellste Möglichkeit ein Huawei Smartphone zu laden. Allerdings unterstützen einige Huawei Smartphones wie das P10 Plus, Mate 9 und Mate 10 Pro (und sicherlich weitere) neben dem Huawei eigenen Super Charge auch den Power Delivery Standard.

Es ist also möglich mit einem USB Power Delivery Ladegerät sein Huawei Smartphone schnell zu laden! Es wird eine ca. 60% höhere Geschwindigkeit verglichen mit dem normalen Aufladen erreicht.

Solltet Ihr also auf der Suche nach einer Powerbank oder einem Ladegerät sein, die Euer Huawei P10 (Plus), Mate 9, Mate 10 Pro usw. schnellladen kann, sucht ein Modell welches den USB Power Delivery Standard unterstützt.

Dies wären beispielsweise die gängigen Powerbanks welche diesen Standard unterstützen.

Sollte hier kein passendes Modell dabei sein, müsst Ihr Euch mit dem langsameren „normalen“ Aufladen zufrieden geben oder warten.

Der USB Power Delivery Standard wird auch von Apple und Google unterstützt. Es ist also nur eine Frage der Zeit bis mehr Zubehör für diesen Standard erscheint.

Das Synology DS418 im Test, mehr NAS braucht fast keiner!

Das DS418 ist Synologys aktuelles „Standard NAS“ System für den Normalnutzer mit gehobenen Ansprüchen.

Hierbei soll das System mit guter Hardware und der Synology üblichen starken Software punkten. Für dieses 4 Bay Modell will Synology allerdings auch rund 400€ haben.

Auf den ersten Blick sicherlich kein Schnäppchen. Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob das Synology DS418 für diesen Preis auch überzeugen kann!

An dieser Stelle vielen Dank an Synology, welche mir das DS418 für diesen Test ausgeliehen haben.

 

Das Synology DS418 im Test

Mit der 2018er Generation seiner Mainstream NAS Systeme hat Synology die Optik seit langem mal wieder etwas verändert. Vorbei sind die Zeiten von Abdeckungen aus Hochglanzplastik.

Synology setzt beim DS418 auf eine deutlich professionellere Optik als bei den Vorgängersystemen. Hierbei ist das DS418 optisch an die größeren Plus Systeme angepasst. Das Gehäuse besteht nun aus einem etwas pflegleichteren matten Kunststoff. Auch die Festplattenschächte sind nun nicht mehr unter einer Abdeckung versteckt, sondern sind von der Front frei zugreifbar.

Wie man schon am Namen ableiten kann, handelt es sich beim DS418 um ein 4 Bay NAS. Das Synology Namensschema ist eigentlich recht gut aufgebaut, DS = DiskStation, 4 = 4 Slots, 18 = 2018er Generation.

Ihr könnt hier also bis zu vier 3,5 Zoll oder 2,5 Zoll Festplatten/SSDs verbauen. 3,5 Zoll Laufwerke lassen sich werkzeuglos in den Laufwerksschlitten verbauen.

Diese Laufwerksschlitten lassen sich im Übrigen auch abschließen. Für den Privatnutzer vermutlich nicht ganz so essentiell, in einem betrieblichen Umfeld aber sicherlich praktisch, dass niemand im vorbei gehen eine Festplatte klauen kann.

Grundsätzlich finde ich diese etwas professionellere Optik durchaus begrüßenswert, allerdings im direkten Vergleich zu den großen und teuren Plus NAS Systemen von Synology merkt man schon, dass das Gehäuse etwas „billiger“ ist.

Dies klingt negativer als ich es meine. Allerdings ist das DS418 beispielsweise ein gutes Stück leichter als man denkt.

Geben wir einmal um das NAS herum. Auf der Front finden wir die vier Laufwerksschächte, jede Menge Status LEDs und einen USB 3.0 Port.

Die Seiten sind abseits von Lüftungsschlitzen und dem Synology Logo komplett frei. Interessant wird es wieder auf der Rückseite. Hier befinden sich für die Kühlung der Festplatten zwei 80mm Lüfter und auf Seiten der Anschlüsse zwei Gbit LAN Ports und ein weiter USB 3.0 Port. Das Netzteil beim Synology DS418 ist im Übrigen extern.

 

Einrichtung und Erstinstallation

Die Einrichtung des DS418 beginnt wie die jedes NAS Systems. Baut 1-4 Festplatten in das System ein, verbindet es mit Strom und Netzwerk und wartet.

Nach einigen Sekunden bis Minuten ertöt ein Piep, dann ist das NAS bereit. Gebt die IP Adresse dieses in Eurem Webbrowser ein um auf die Benutzeroberfläche zu kommen.

Wisst Ihr diese nicht, könnt Ihr Euch den Synology Assistent herunterladen. Dieses Tool sucht das NAS automatisch und zeigt Euch IP Adresse und System Status an.

Auf der Benutzeroberfläche angekommen, möchte das DS418 zuerst das Betriebssystem aus dem Internet herunterladen. Das Betriebssystem wird bei Synology NAS Systemen auf jeder eingebauten Festplatte gespeichert. Auf dem NAS selbst findet sich erst einmal nur ein Basis System welches das richtige Betriebssystem aus dem Internet herunterlädt.  Alternativ könnt Ihr dieses auch manuell einspielen, sollte keine Internetverbindung bestehen.

Ist dies geschafft, müsst Ihr lediglich einen Namen für das System vergeben wie auch einen „Administrator“ Account anlegen. Damit seid Ihr auch so gut wie fertig. Es werden Euch zuletzt nur noch automatische Updates angeboten und ein Account bei Synology.

Beides kann man im Zweifel erst einmal überspringen. Natürlich wenn Ihr dies durch habt, ist das System zwar zum Einsatz bereit, allerdings müssen beispielsweise noch freigegebene Ordner usw. angelegt werden.

 

Das Betriebssystem „DSM“

Synology nutzt auf all seinen NAS Systemen das sogenannte DSM als Betriebssystem. Das DSM ist wenn man so will eine von Synology erstellte Linux Distribution für die eigenen NAS Systeme.

Das DSM ist daher auch mehr als ein einfaches Benutzerinterface, wie man dies oftmals bei Router oder einfacheren NAS Systemen findet.

Ruft Ihr das DSM in Eurem Webbrowser auf, erscheint ein mehr oder weniger vollwertiges Betriebssystem. Ihr könnt hier Multitasking mit mehreren Fenstern betreiben, Ihr habt einen vollwertigen Dateiexplorer usw. Selbst eine Art Taskmanger ist zu finden.

Zum Zeitpunkt des Tests läuft auf dem DS418 das DSM 6.1.3, die Beta für DSM 6.2 ist allerdings bereits verfügbar.

Allerdings sind die Veränderungen mit DSM 6.2 nicht so groß, alles was nun folgt wird auch zukünftig Relevanz haben.

 

Wie bereits erwähnt ist das DSM weniger aufgebaut wie eine klassische Benutzeroberfläche, sondern viel mehr wie ein normales Betriebssystem.

Auf diesem Betriebssystem findet Ihr diverse Apps, hinter welchen sich auch die System relevanten Funktionen verstecken. Optisch ist das DSM, wie ich finde, recht modern und „freundlich“ aufgebaut. Hässliche Icons oder übermäßig verschachtelte Menüs findet Ihr nicht. Eben so wenig müsst Ihr auf irgendwelche Konsolen oder Ähnliches zugreifen. Selbst erweiterte Funktionen sind mit einer ansprechenden Oberfläche versehen.

Nach der Ersteinrichtung solltet Ihr zuerst den Speicher-Manager ansteuern. Hier findet Ihr Informationen zu den verbauten Laufwerken, SMART Daten, Temperatur Daten und auch die Möglichkeit RAIDs anzulegen.

Solltet Ihr keine Ahnung von RAIDs und Ähnlichem haben, besitzt das DS418 auch einen „einfach“ Modus, welcher Euch durch die Festplatten Konfiguration hindurch begleitet.

Allerdings muss ich zugeben, dass hier die Einrichtung vielleicht noch etwas einfacher gestaltet werden könnte, zumindest für totale Anfänger.

Habt Ihr Eure Festplatten Konfiguration erledigt, sollte Euch der nächste Schritt in die Systemsteuerung führen.

Hier findet Ihr alles was man sich an Basisfunktionen wünschen kann! Dort könnt Ihr einfach und schnell Benutzer anlegen, Ordner im Netzwerk freigeben, verschlüsselte Ordner erstellen, IP Adressen ändern usw.

Auch Dinge wie Lüftersteuerung und Power Management finden sich hier. Grundsätzlich finde ich die Systemsteuerung sowohl für „Professionelle“ Nutzer wie auch für Einsteiger sehr gut und übersichtlich gemacht. Auch das Rechte -Management für Freigaben und System Dienste ist top.

Neben dem Speicher-Manager und der Systemsteuerung findet Ihr noch ein Ressourcen-Monitor, einen Dateiexplorer, das Paket-Zentrum und noch einige kleinere Hilfe und Zusatzanwendungen.

 

Der App Store

Der App Store, oder das Paket Zentrum wie Synology es nennt, ist ein sehr wichtiger Bestandteil eines Synology NAS. Zwar kann man auch ohne das Paketzentrum das DS418 gut als normales NAS nutzen, aber wenn man nicht zu mindestens einmal ins Paketzentrum schaut, verpasst man was.

Hier finden sich duzende kleine Apps und auch größere Anwendungen. Viele davon stammen von Synology selbst und bieten einen gigantischen Mehrwert!

Ein paar dieser Apps schauen wir uns im Folgenden einmal an. Wichtig, ich kann natürlich nicht alle Apps die es für das DS418 gibt behandeln. Ich picke mir nur eine Handvoll interessanter Anwendungen heraus, welche ich Euch präsentiere.

 

QuickConnect

Ehe ich aber zu den Apps komme, ein paar Worte zu QuickConnect. QuickConnect erlaubt Euch die Verbindung zu Eurem NAS über das Internet, ohne Portfreigaben einrichten zu müssen oder sich irgendwelche IP Adressen zu merken.

Ihr loggt Euch mit Eurem Synology NAS in Euren Synology Account ein und gebt dem NAS einen Namen wie beispielsweise „EigeneCloud“. Diesen Namen könnt Ihr nun in den Synology Apps verwenden anstelle der IP Adresse.

Solltet Ihr Synology nicht trauen oder Ihr wollt einfach Euren eigenen DDNS Dienst nutzen, ist das natürlich auch möglich.

Das DSM bringt hier eine große Liste an unterstützten Diensten mit.

 

Audio Station

Beginnen wir mit den Multimedia Apps von Synology. Wie viele der folgenden Anwendungen besteht auch die Audio Station aus zwei Teilen. Einmal der Serveranwendung welche auf Eurem NAS läuft und dem „Client“ welcher auf Eurem Smartphone/Tablet läuft.

Einige der Server Anwendungen lassen sich jedoch auch mit einem ähnlichen Umfang wie die mobilen Apps im Webbrowser/DSM nutzen. Hierzu gehört auch die Audio Station.

Die Audio Station ist eine Art „eigenes Spotify“. Ihr könnt Ihr Musik Dateien hinterlegen welche über das Netzwerk dann aufs Smartphone, Tablet oder den Computer gestreamt werden.

Der Vorteil liegt auf der Hand, habt Ihr beispielsweise tausende Musikdateien, müsst Ihr diese nicht auf jedes Gerät laden.

Die Musik wird einfach bei Bedarf in voller Qualität vom NAS gestreamt. Hierbei wird die Musik wie man dies von den typischen Media Playern kennt in Album, Interpret usw. aufgeteilt.

Auch lassen sich Playlisten anlegen welche mit allen benutzen Geräten (also im Webbrowser, in der Smartphone App usw.) synchronisiert werden. Selbiges gilt auch für Bewertungen und Änderungen der Tags.

Playlisten lassen sich zudem für eine offline Nutzung herunterladen. Die Audio Station unterstützt die gängigen Dateiformate wie MP3, AAC, ALAC und Flac.

Letzteres lässt sich für mobile Geräte auch „on the Fly“ in MP3s umwandeln.

Als kleine Bonus Funktion ist es auch möglich Musik aus dem Webbrowser/der Smartphone App heraus an DLNA und Airplay fähige Geräte zu streamen.

Über eine USB Soundkarte lassen sich sogar direkt Lautsprecher mit dem NAS verbinden.

 

Photo Station

Die Photo Station ist eine Art online Bildergalerie, die auf Eurem NAS gehostet wird. Diese erlaubt es privat, mit Passwort oder auch öffentlich Bildergalerien zu erstellen und freizugeben.

Bilder können hierbei auch in Alben oder Ordnern sortiert werden. Auch gibt es die Möglichkeit automatisch Bilder vom Smartphone auf das NAS hochzuladen und in einem Album zu hinterlegen.

Hierbei generiert das NAS für jedes Foto eine Miniatur Ansicht um Ladezeiten gering zu halten. Dies kann durchaus etwas auf die CPU gehen. Das DS418 hat zwar schon eine fähige CPU, aber dennoch kann das verarbeiten von 20MP+ Bildern einige Zeit dauern.

Die Photo Station ist nicht nur für privat Personen interessant. Auch Fotografen welche viel Wert auf Datenschutz legen, können das Ganze nutzen. Galerien lassen sich via Link und Passwort an beispielsweise Kunden weiterleiten, welche diese dann ansehen und herunterladen können.

Dabei bleiben die Aufnahmen natürlich ausschließlich auf Eurem NAS.

 

Video Station

Die Video Station ist in einem gewissen Rahmen mit beispielsweise PLEX vergleichbar. Alle Eure Videos und Filme werden in der Anwendung visuell sehr hochwertig präsentiert.

Dabei lädt das NAS Cover und Beschreibung des Films/der Serie automatisch nach, sofern aus den Titeln ersichtlich ist um was für einen Film/Serie es sich handelt. TV Serien werden auch gruppiert in die einzelnen Staffeln, sofern das Namensschema eine Zuordnung möglich macht.

Selbiges gilt auch für die Android/IOS Apps. Solltet Ihr unterwegs einen Film sehen wollen, ist es zudem möglich vom NAS eine niedrig auflösendere Kopie anfertigen zu lassen.

 

Dies funktioniert beim DS418 im Gegensatz zu den „Play“ NAS Systemen allerdings nicht „on the Fly“. Auch kann das Rendern der alternativ Versionen recht lange dauern. Dies ist nicht unbedingt die Stärke des DS418.

Solltet Ihr nicht wissen woher man legal an Filme oder Serien kommt um das NAS zu „füttern“, hierfür hat sich Synology auch etwas ausgedacht. Ihr könnt einen DVB-S/T/C Reciver via USB an das NAS anschließen und Aufnahmen programmieren oder das TV Programm an Euer Smartphone/Tablet streamen.

Wichtig achtet hierbei auf die Kompatibilitätsliste von Synology.

 

Note Station

Die Note Station ist eine meiner Lieblingsanwendungen. Diese ist im Grunde ein „gratis Evernote“ Klon.

Ihr könnt Notizen mit Bildern, Tabellen usw. erstellen welche zwischen alle verwendeten Geräten synchronisiert werden.

Dabei ist es auch möglich mit anderen Nutzern (alle Benutzer auf dem NAS haben selbstverständlich ihre eigenen Notizen) Notizbücher zu teilen und gemeinsam zu bearbeiten.

Auch die Möglichkeit To-Do Listen anzulegen mit zeitlicher Benachrichtigung ist vorhanden.

 

Cloud Station

Auch die Cloud Station ist eine von mir recht viel verwendete Anwendung. Ähnlich wie Dropbox erlaubt die Cloud Station eine Synchronisation zwischen dem DS418 und mehreren Computern, Notebooks, Smartphones, Macs usw.

Legt Ihr eine Datei in einem synchronisierten Ordner wird diese Datei auf allen verknüpften Rechnern heruntergeladen. Im Gegensatz zu normalen Netzwerkfreigaben hat dies den Vorteil das die Dateien auch offline verfügbar sind und direkt auf dem jeweiligen Computer liegen.

Auch funktioniert diese Synchronisation übers Internet hinweg, wenn Ihr dies wünscht. Ähnlich wie bei Dropbox und Co. können „Versionen“ für jede Datei angelegt werden. Überschreibt Ihr eine Datei ausversehen ist es mögliche die ältere Version dieser wieder zurückzuholen.

 

Cloud Sync

Ein großer Nachteil bei selbst gehosteten Speicherlösungen ist natürlich der Schutz vor Umwelteinflüssen. Ihr werdet in der Wohnung in der Regel kein Sicherheitssystem wie in einem Server Zentrum haben. Auch im Falle eines Feuers wird es meist schlecht um das NAS aussehen.

Hier kann Cloud Sync helfen. Cloud Sync erlaubt das Synchronisieren von Daten auf dem NAS mit öffentlichen Cloud Diensten aller Google Drive, Dropbox usw.

Hierbei ist nicht nur eine einfache Synchronisierung möglich, es ist auch möglich die Daten „on the Fly“ zu verschlüsseln.

So kann der Cloud Anbieter nicht sehen, was Ihr für Daten bei diesem gelagert habt. Synology bietet auch ein Windows Tool an um die Daten zu entschlüsseln (mit dem passenden Passwort) falls dem NAS etwas zustößt.

 

Surveillance Station

Ein sehr mächtiges und gerade für kleine Unternehmen sehr wertvolles Feature ist die Surveillance Station.

Mit einer unterstützten IP Überwachungskamera kann Euer NAS diese Kamera oder auch Kameras steuern und verwalten.

Aufnahmen der Kamera werden dabei auf dem NAS gespeichert. Ebenso übernimmt das NAS Dinge wie Bewegungserkennung usw.

Auch bei der Auswertung der Aufnahmen kann das Synology NAS helfen indem es auch bei Daueraufnahmen Bereiche markiert, in welchen eine Bewegung stattgefunden hat.

Ebenfalls ist es, möglich Aufnahmen gezielt nach einem Ereignis zu untersuchen. Als Beispiel, Ihr besitzt ein kleines Ladengeschäft und im Laufe des Tages ist irgendein Artikel weggekommen, aber Ihr wisst nicht wann.

Nun könnte man die kompletten Aufnahmen durchsehen bis man den Schuldigen findet, das kann man sich aber auch mit dem DS418 sparen. Hier kann man den Bereich markieren, in welchem das Objekt stand und dem NAS befehlen, alle Aufnahmen zu zeigen, in denen in diesem Bereich eine Bewegung stattfand.

So etwas kann sehr wertvoll sein und bei professionellen Systemen sehr teuer.

Auch das Anlegen von Aktionen ist möglich, beispielsweise eine Kamera funktioniert nicht mehr. In diesem Fall könnte man die Surveillance Station so einstellen, dass eine zweite Kamera automatisch in diese Richtung gedreht wird(Kamera mit Motor vorausgesetzt).

Das DS418 unterstützt bis zu 30 Kameras gleichzeitig, 2 sind allerdings nur „gratis“. Für mehr Kameras müsste ich Lizenzen erwerben.

Mehr zu Surveillance Station findet Ihr HIER

 

Antivirus Essential

Zwar ist das NAS grundsätzlich nicht Virus bedroht aber es können natürlich Daten welche Ihr auf diesem lagert von Vieren befallen sein, hierfür gibt es Antivirus Essential.

Antivirus Essential ist ein einfacher Virenschutz, der Windows Vieren auf Eurem NAS aufspürt und Löscht/in Quarantäne verschiebt.

Das ganze funktioniert allerdings nicht „on the Fly“ sondern Viren Scans müssen geplant werden. Tipp macht dies wenn nachts denn Viren Scans ziehen doch die System Leistung deutlich nach unten.

 

Leistung und Übertragungsraten

Im DS418 arbeitet der Realtek RTD1296 SoC welcher mit 2GB RAM kombiniert ist. Synology hat eine Vorliebe für „ungewöhnliche“ Chipsätze. Realtek abseits von LAN Karten und Sound Karten sieht man sehr selten.

Von daher, wie leistungsstark ist der Realtek RTD1296? Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden. Das System wirkt „responsive“  und auch Dienste wie Cloud Station arbeiten recht flott. Zwar ist die Verarbeitung von beispielsweise Bildern in der Foto Station nicht super schnell, aber dies ist eigentlich kein Grund zu klagen.

Sehr wichtig sind bei einem NAS natürlich auch die Übertragungsraten. Wie sehen diese beim DS418 aus?

Solche Werte sieht man gerne! Das Synology DS418 erreicht die fast perfekten 120MB/s. 120MB/s ist das absolute Maximum was via Gbit LAN möglich ist. Es gibt immer leichte Verluste durch Übertragungsprotokolle usw., daher kann man die 118MB/s lesend und die 117MB/s schreibend als Perfekt einstufen.

Diese Werte sind im Übrigen mit SSDs entstanden. Solltet Ihr HDDs nutzen achtet darauf das diese im Optimalfall auch die 120MB/s+ schaffen um die optimale Leistung zu erhalten.

Wie sieht es bei verschlüsselten Ordnern aus? Hier erreichen NAS Systeme meist etwas schlechtere Werte, da hier eine Prozessorlast entsteht.

Aber auch bei verschlüsselten Ordnern erreicht das Synology DS418 die nahezu perfekten 120MB/s. 117MB/s lesend wie auch schreibend sind sehr beeindruckend!

Kurzum wenn es Euch um möglichst hohe Übertragungsraten geht, werdet Ihr mit dem DS418 sehr zufrieden sein!

Aber wirbt ja auf seiner Webseite mit „Sequenzieller Durchsatz von über 226 MB/s (Lesen) und 170 MB/s (Schreiben)“, wie kommen diese Werte zustande?

Wenn ihr beide Gbit LAN Ports gleichzeitig nutzt, erhöht sich natürlich der maximale Datendurchsatz. Allerdings ist dies nur in einem Büro Umfeld relevant.

Selbst mit Link Aggregation werden solche werte nur bei zwei parallelen Zugriffen von zwei Computern erreicht.

Mit einem Computer werdet Ihr immer nur maximal die rund 118MB/s sehen!

 

Stromverbrauch und Lautstärke

Bei immer weiter steigenden Stromkosten ist natürlich der Stromverbrauch bei einem Gerät, welches 24/7 läuft, sehr wichtig.

Wie steht es hier um das Synology DS418? Sehr gut! Mit einer SSD (welche effektiv keinen Strom frisst), lag der Energieverbrauch im Leerlauf bei gerade einmal 7,4W.

Selbst unter Last stieg dieser auf gerade einmal 10,4W an, was auch sehr wenig ist. Natürlich praktisch wird der Stromverbrauch etwas höher ausfallen, dies liegt dann nicht am NAS sondern an den verbauten Festplatten.

Das Gehäuse selbst zeigt sich sehr energiesparend!

Wie steht es um die Lautstärke? Die Lüfter sind kein Problem, diese sind gut geregelt und recht leise. Jede Festplatte auf dem Markt wird die Lüfter im Betrieb übertönen.

Die effektive Lautstärke hängt also von den eingesetzten Festplatten ab. Zwar werden diese beim DS418 entkoppelt, abseits davon bietet das Gehäuse allerdings nur eine geringe Dämpfung.

Habt Ihr das NAS auf Eurem Schreibtisch stehen, kauft lieber leisere Festplatten.

 

Fazit

Mehr NAS braucht niemand! Dies ist natürlich eine etwas übervereinfachte Aussage, aber stimmt durchaus im Kern. Das Synology DS418 bietet mehr als genug Leistung für 90% aller Nutzer.

Die Übertragungsleistung ist mit 117MB/s lesend und schreibend ziemlich perfekt! Mehr geht nicht bei der Nutzung einer Gbit LAN Verbindung. Selbst ein 600€+ NAS würde Euch hier nicht mehr bringen.

Auch softwareseitig bietet das DS418 fast alle Feature und Funktionen größer Synology NAS Systeme.

Dies ist ein Punkt, durch welchen Synology NAS Systeme auch generell glänzen können. Das DSM ist das beste mir bekannte NAS Betriebssystem welches sogar Lösungen wie FreeNAS überlegen ist. Das DSM wird zudem von Synology in regelmäßigen Abständen mit neuen Featuren und Funktionen versehen. Diese Updates sind dabei nicht nur neueren Systemen vorbehalten, Ihr könnt problemlos damit rechnen, dass das DS418 bestimmt 5 Jahre+ Updates und neue Funktionen erhält.

Auch die Smartphone Apps von Synology sind ausgesprochen vielfältig und qualitativ top! Ob nun eine App zum Musik Streaming, Video Streaming, eine eigene Chat Anwendung, eine Notizen App usw. es gibt hier sehr viel zu entdecken.

Natürlich können größere NAS Systeme, auch von Synology, durchaus noch den ein oder anderen Vorteil bieten. Ist Euch beispielsweise eine besonders schnelle Verarbeitung von Fotos in der Photostation oder das Umwandeln von Videos wichtig mag vielleicht ein größeres Modell Sinn machen.

Allerdings grundsätzlich bietet die Synology DiskStation DS418 eine sehr vernünftige Mischung aus leistungsstarker und solider Hardware in Kombination mit Weltklasse Software!

Für jemanden der ein Gutes NAS mit vielen interessanten Funktionen bietet ist das DS418 selbst zu einem Preis von 400€ ein sehr gutes Angebot!