Die neuen Plantronics Backbeat 500 im Test, günstiger Spitzenklang?

-

Mit den Backbeat Pro 2 hatte Plantronics bereits vor kurzem im Test gezeigt, dass sie durchaus fähig sind absolute Spitzen-Kopfhörer zu bauen. Allerdings lagen die Backbeat Pro 2 schon in einer etwas gehobeneren Preisklasse.

Die neuen Backbeat 500 richten sich da an den etwas preisbewussteren Kunden, welche keine dreistelligen Summen für ein paar Kopfhörer ausgeben möchte.

Mit knapp unter 100€ sind die Backbeat 500 preislich durchaus recht attraktiv eingestuft. Sofern natürlich auch die Leistung passt.

Wie sieht es hier aus? Können die Plantronics Backbeat 500 im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die Plantronics Backbeat 500

Bei den Plantronics Backbeat 500 handelt es sich um recht kompakte Kopfhörer, welche für die Nutzung in der Öffentlichkeit, also Bus, Bahn, Straße usw., gemacht sind. Dafür setzt Plantronics auf ein on-Ear Design. On-Ear Kopfhörer liegen auf den Ohren auf und umschießen diese nicht. Daher sind auch hier die Ohrmuscheln weniger mächtig und groß.

Plantronics setzt bei den Backbeat 500 auf ein vergleichsweise dezentes Design. Die Kopfhörer sind komplett in Schwarz/grau gehalten und besitzen nur ein dezentes „PLT“ Branding.

Beim Material finden wir einen Mix aus Kunststoff, Gummi, Kunstleder und ein wenig Aluminium, letzteres wird primär bei der Aufhängung der Ohrmuscheln eingesetzt.

Die Verarbeitung und Haptik wirkt ordentlich, allerdings fühlen sich die Backbeat 500 auch nicht übermäßig „premium“ an. Dies liegt am relativ niedrigen Gewicht der Kopfhörer, welches aber gerade bei on-Ear Kopfhörern auch ein großer Vorteil sind kann.

Anschlüsse und Tasten zur Steuerung sind an der rechten und linken Ohrmuschel verteilt. Bei den Anschlüssen finden wir das Übliche, also einen 3,5mm Eingang für den kabelgebundenen Betrieb und einen microUSB Port zum Aufladen.

Laut Hersteller liegt die Akkulaufzeit bei hervorragenden 18 Stunden, ich würde diese praktisch eher auf 14 Stunden schätzen, aber dies kann von der gehörten Musik und Lautstärke abhängen. Bei Hörbüchern liegt die Akkulaufzeit beispielsweise höher als bei Hart Rock.

Bei den Tasten zeigte sich Plantronics ausgesprochen großzügig. An der rechten Ohrmuschel befindet sich neben dem Einschalter eine Bluetooth Taste (zum Koppeln der Kopfhörer) und eine Multifunktionstaste.

An der linken Ohrmuschel finden wir eine Lautstärkewippe, wie auch auf dem Deckel der Ohrmuschel Play/Pause und vor und zurück.

 

Tragekomfort

Den Tragekomfort von on-Ear Kopfhörern kann man als Geschmacksache bezeichnen. On-Ear ist immer ein Kompromiss aus Größe der Kopfhörer und Tragekomfort.

Allerdings hat Plantronics seine Hausaufgaben bei den Backbeat 500 gemacht. Zum einen besitzen die Kopfhörer eine relativ dicke Polsterung, zum anderen ist der Anpressdruck vergleichsweise niedrig.

Hierdurch würde ich allerdings die Backbeat nicht für den Sport oder ähnliches empfehlen.

Für die normale Nutzung im Alltag, also zu Hause, in Bus und Bahn usw. taugen die Backbeat 500 allerdings durchaus. Zwar werden meine Ohren nach ca. 30-60 Minuten langsam merklich wärmer aber das ist normal bei on-Ear Kopfhörern.

Unterm Strich würde ich daher den Tragekomfort der Plantronics Backbeat 500 als gut für on-Ear Kopfhörer bezeichnen! Ich würde allerdings normale Over-Ear Kopfhörer grundsätzlich bevorzugen.

 

Klang

Die Plantronics Backbeat 500 sind on-Ear Kopfhörer, dies darf man nicht vergessen. Das bedeutet diese klingen von Natur schon etwas anders als Over-Ear Kopfhörer, da hier keine vollständige Versiegelung des Ohrs statt findet.

Grundsätzlich konnten mich die Backbeat 500 allerdings positiv überraschen!

Starten wir bei den Höhen. Diese sind klar und erfreulich sauber. Hierbei gehen die Höhen sogar schon leicht ins Brillante. Kurzum an den Höhen habe ich nichts zu beklagen!

Die Mitten sind relativ neutral, bis vielleicht leicht abgesenkt. Dies soll natürlich die Bässe etwas hervorheben.

Dies gelingt auch in einem gewissen Rahmen. Die Bässe der Backbeat 500 sind schön knackig und dynamisch. Im Gegensatz zu den großen Plantronics Backbeat Pro 2 sind die Backbeat 500 allerdings keine absoluten Bass Monster.

Das Bass ist durchaus kräftig, bringt aber Eure Ohren nicht zum Vibrieren! Aufgrund der on-Ear Bauform können die Backbeat etwas schlechter „Druck“ aufbauen, der für einen massiven Bass nötig wäre. Sofern Ihr aber keine absoluten Bass Heads seid, passt der Bass der Backbeat 500!

Musik klingt schön dynamisch und lebendig. Gerade in dem üblichen Pop/Rock machen die Kopfhörer eine sehr gute Figur.

Die maximale Lautstärke und auch die Bluetooth Verbindung „passt“. Ich konnte keine Kompressionsartefakte oder Ähnliches, was eindeutig auf die kabellose Verbindung zurückzuführen ist, ausmachen.

 

Fazit

Wer ein paar gute Bluetooth Kopfhörer für den mobilen Einsatz sucht, ist bei den Plantronics Backbeat 500 an der richtigen Adresse!

Diese können durch einen guten und spaßigen Klang überzeugen, wie auch durch eine gute Haptik und Tragekomfort.

Zwar sind die Backbeat 500 nichts für absolute Bass Heads, aber für den normalen Hörer mit einem leicht überdurchschnittlichen Anspruch an Qualität passen die Plantronics klanglich definitiv!

Beim Tragekomfort habe ich auch relativ wenig zu bemängeln. Zwar sind die Backbeat 500 on-Ear Kopfhörer, und damit weniger für das stundenlange Musikhören im Fernsehsessel geeignet, aber für Bus und Bahn ist natürlich der kompaktere Formfaktor ideal!

Michael Barton
Michael Barton
Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank! In diesem Artikel sind Partner "Affiliate"-Links enthalten. Durch einen Klick auf diese gelangst du zum Anbieter und falls du einen Kauf tätigst erhält Techtest eine kleine Unterstütztung.

Weitere spannende Artikel

Powerstations, über 10 Modelle im Test, was gilt es zu beachten?

Powerstations haben in den letzten Monaten deutlich an Beliebtheit gewonnen. Egal ob nun als “Notfall-Generator” bei einem Blackout oder einfach als portable Energiequelle. Entsprechend...

Powerbanks für den Blackout? Eine gute Idee? Welche Modelle sind empfehlenswert?

Die Gefahr eines längeren Stromausfalls nimmt zunehmend zu. Entsprechend gibt es immer mehr Vorsorge- Tipps und auch die Industrie und die Händler stürzen sich...

DIY Off Grid Solaranlage, möglichst einfach und günstig selbst bauen, wie ich es gemacht habe!

Vielleicht hast du schon einmal mit dem Gedanken gespielt eine kleine Off Grid Solaranlage selbst zu bauen. Aber wie geht das und was brauchst...

Neuste Beiträge

Die besten Bluetooth Kopfhörer unter 100€? Anker, 1MORE und Creative im Vergleich

Kopfhörer gibt es viele im Handel, in allen Preisklassen. Für viele wird aber vermutlich die +- 100€ Preisklasse die interessanteste sein. Hier gibt es...

Das GiGimundo NVME Gehäuse 40Gbit/s im Test, USB 4 / Thunderbolt 3

USB 4 kommt so langsam ins Rollen. Auch dank der Interkompatibilität mit Thunderbolt 3 / 4. Neben Docks macht dabei USB 4 vor allem...

Der HyperJuice 245W GaN Charger im Test, richtig viel USB C Power!

Passend zu seinem 245W Battery Pack bietet HyperJuice auch einen 245W GaN Charger. Ja ein 245W USB C Ladegerät! Dies ist nach meinem Wissen derzeit...

Wissenswert

Welche Stromkosten verursachen Smartphones? Wie viel teurer ist kabelloses Laden?

In der aktuellen Situation wird viel über das Stromsparen diskutiert. Eins der von uns am meisten verwendeten Geräten ist sicherlich das Smartphone. Aber wie viel...

Powerbanks für den Blackout? Eine gute Idee? Welche Modelle sind empfehlenswert?

Die Gefahr eines längeren Stromausfalls nimmt zunehmend zu. Entsprechend gibt es immer mehr Vorsorge- Tipps und auch die Industrie und die Händler stürzen sich...

Erfahrungsbericht: USB Heizwesten und Jacken, funktionieren sie wirklich?

Gerade in Zeiten von extremen Heizkosten muss man ein wenig kreativ werden, um sich günstig warm zu halten. Eine interessante Option sind hier USB...

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.