Start Blog Seite 170

Test: ASUS RT-AX86U, WLAN 6 und 2,5Gbit LAN in Perfektion

Der RT-AX86U ist der neuste High End WLAN Router in ASUS Lineup. Dieser verfügt natürlich über den noch recht frischen WLAN 6 „ax“ Standard und Geschwindigkeiten von bis zu 4804 Mbit.

Auch setzt ASUS auf einen 2,5Gbit LAN Port, welcher helfen soll das hohe WLAN Tempo in der Praxis sinnvoll nutzbar zu machen. Immerhin gibt es immer mehr NAS Systeme welche 2,5Gbit LAN unterstützen. Dabei ist der ASUS RT-AX86U mit rund 260€ sicherlich kein Schnäppchen, aber auch nicht übertrieben teuer.

Test Asus Rt Ax86u 4

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der ASUS RT-AX86U im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen des RT-AX86U für diesen Test!

 

Der ASUS RT-AX86U im Test

ASUS setzt beim RT-AX86U auf sein übliches „Gaming“ Design und die schwarz/rot Färbung die oft bei ASUS Router zu finden ist.

Test Asus Rt Ax86u 1

Dabei ist der ASUS RT-AX86U zwar recht auffällig gestaltet aber auch nicht völlig übertrieben. Sehr gefällt mir dabei das aufrechte Design! Der RT-AX86U verfügt über einen kleinen Standfuß sodass dieser hochkant auf Eurem Schreibtisch steht, was doch seine Stellfläche deutlich reduziert. Die drei Antennen sind dabei natürlich auf der Oberseite angebracht, was auch für den Empfang optimal ist.

Test Asus Rt Ax86u 2

Auf der Front des Routers finden wir zunächst einige Status LEDs. ASUS hat hier satte 10 LEDs integriert, für jeden Port einen + für den generellen Netzwerk-Status, WLAN Status usw. Sollten Euch die LEDs stören hat ASUS direkt eine Taste am Rand des Routers integriert um diese abzuschalten.

Auf der Rückseite finden wir die Anschlüsse des ASUS RT-AX86U. Hier gibt es zunächst das übliche zu bestaunen, also 4x Gbit LAN, 1x Gbit WAN, 2x USB 3.0 und den Anschluss für das Netzteil. Allerdings hat ASUS auch einen 2,5Gbit LAN Port verbaut!

Test Asus Rt Ax86u 3

Dies macht auch bei einem Router mit einer derartig hohen WLAN Leistung durchaus Sinn.

 

Software

Was die Benutzeroberfläche angeht, sind alle ASUS Router +- identisch. Leider sind ASUS Router nur bedingt für absolute Einstiger geeignet. Die Benutzeroberfläche kann anfänglich etwas überwältigend wirken.

Asus Rt Ax86u Software (7)

Dies bedeutet aber natürlich, dass Ihr einige Einstellungsmöglichkeiten habt. Genau genommen sind die ASUS WLAN-Router was den Funktionsumfang angeht die mit besten und umfangreichsten Geräte auf dem Markt.

Hierzu gehören neben den Standard-Einstellungen wie WLAN Band, Passwort, Name, IP Adressen usw. auch Bonusfunktionen wie AIProtection oder ASUS AIMesh.

Asus Rt Ax86u Software (8)

AIProtection ist eine Art Virenschutz welcher auf Eurem WLAN-Router läuft und konstant die Verbindungen überwacht. Dieser Virenschutz überprüft nicht übertragende Dateien (Ihr könnt Euch also weiterhin Viren über Anhänge usw. herunterladen), aber zu welchen Servern Ihr Euch verbindet.

Steht einer dieser Server auf einer sich stetig aktualisierenden Blockliste wird die Verbindung unterbrochen. Ein Virus der Daten klaut bzw. nach Anweisungen von einem Kontroll-Server fragt, kann dies nicht machen und wird inaktiv bzw. wird gar nicht erst gestartet.

Dieser Schutz gilt auch für Smart Home Geräte! Sollte eins davon verseucht werden, kann dies AIProtection auch gegebenenfalls verhindern. Dies ist kein 100%iger Schutz, aber ist eine weitere Sicherheitsebene in Eurem Netzwerk. Mehr zu AiProtection findet Ihr hier https://techtest.org/was-ist-asus-aiprotection-und-was-kann-es/

Ebenfalls sehr spannend ist AIMesh. AIMesh erlaubt es auch mehreren ASUS Routern ein Mesh Netzwerk zu erstellen. Dabei müssen dies nicht gleiche Modelle sein! Ihr könnt hier den ASUS RT-AX86U auch mit älteren AC Modellen, wovon Ihr vielleicht auch bereits einen habt, mischen. Nett!

Asus Rt Ax86u Software (21) Asus Rt Ax86u Software (22) Asus Rt Ax86u Software (23) Asus Rt Ax86u Software (9) Asus Rt Ax86u Software (11) Asus Rt Ax86u Software (12) Asus Rt Ax86u Software (13) Asus Rt Ax86u Software (14) Asus Rt Ax86u Software (18) Asus Rt Ax86u Software (19)

Viele kleine weitere Einstellungen verbergen sich in der Benutzeroberfläche des RT-AX86U, gerade was die WLAN Einstellungen angeht.

Kurzum, Enthusiasten werden die Benutzeroberfläche und unzähligen Optionen lieben, wollt Ihr es aber möglichst „einfach“ gibt es bessere Router.

 

Die Leistung, in der Theorie

Bei dem RT-AX86U handelt es sich um einen WLAN 6 „AX“ Router. Dieser kann auf dem 2,4Ghz Band bis zu 861 Mbit und auf dem 5Ghz Band bis zu 4804 Mbit erreichen.

Dabei setzt ASUS auf ein 4×4 Design, der Router kann also vier Datenströme parallel erzeugen. 4? Ja ASUS scheint beim ASUS RT-AX86U eine zusätzliche vierte Antenne im Gehäuse des Routers versteckt zu haben. Dies hat ASUS auch schon bei anderen Modellen gemacht, warum auch immer.

Bedenkt aber es handelt sich hier um das maximale Tempo nach dem WLAN 6 Standard! Via WLAN 5 werden maximal 1733Mbit bzw. 4333 Mbit mit 160MHz Kanalbreite und 1024 QAM erreicht.

Test Asus Rt Ax86u 6

Aber diese Werte werdet Ihr in der Praxis nie oder nur extrem selten sehen. Um das volle Tempo zu erreichen müsst auch Euer Endgerät „4×4“ unterstützen, also vier Antennen besitzen. Dies ist selbst bei High End Notebooks nicht der Fall. 2403 Mbit ist hier in der Regel das Maximum.

Bringt also ein High End WLAN Router gar nichts? High End WLAN Router sind in der Regel bei der Nutzung mehrerer Geräte parallel stärker als Modelle die bereits mit einem Gerät völlig ausgelastet wären.

Das Spannende am ASUS RT-AX86U ist die Zukunftssicherheit. Wobei dies auch nicht ganz richtig ist, denn es gibt schon einige Geräte mit WLAN 6, wie Notebooks oder auch Smartphones (das Samsung Galaxy S20 beispielsweise).

Warum ist WLAN 6 so interessant? Neben Features wie MU-MIMO und OFDMA kann WLAN 6 höhere Datenraten mit weniger Antennen erreichen.

So kann hier ein Gerät mit einem 2×2 Design (also zwei Antennen und zwei Datenströme) auf dem 5Ghz Band bis zu 2402 Mbit erreichen, via WLAN AC nur 867Mbit.

 

Performance

Um die Performance des ASUS RT-AX86U zu testen habe ich mir zwei WLAN Karten geschnappt. Zum einen die WLAN AC TP-LINK Archer T9E mit maximal 1300Mbit und zum anderen die Intel Wi-Fi 6 AX200 mit WLAN AX Support und bis zu 2402Mbit. Für den Perfomance Test wird der Test-PC und der WLAN Router in einem Abstand von ca. 2 Metern positioniert und die Datenrate von und zu einem lokalen NAS gemessen. Es handelt sich hier also um ziemliche Optimal-Werte.

Wlan 5 2,4ghz Performance Wlan 5 5ghz Performance Wlan 6 Performance

Wie auch etwas zu erwarten war ist der ASUS RT-AX86U einer der schnellsten WLAN Router die ich bisher getestet habe! In Kombination mit der Intel Wi-Fi 6 AX200 waren bis zu 183 MB/s möglich, beeindruckend! Dieses Tempo ist dank des 2,5Gbit LAN Ports in der Praxis auch recht einfach zu erzielen, falls Ihr ein passendes NAS habt.

Falls nein ist die maximale Datenrate zwischen WLAN und LAN auf 120MB/s limitiert. In der Praxis werdet Ihr solch hohen Werte aber eh sehr selten sehen, da ich hier die Maximalwerte auf sehr kurzer Distanz ermittele.

Test Asus Rt Ax86u 7

100MB/s+ werdet Ihr in der Regel nur im gleichen Raum erreichen. Mit 1-2 Wänden und +- 10 Metern könnt Ihr beim ASUS RT-AX86U mit maximal 50-65MB/s rechnen. Hier gibt es aber sehr viele Faktoren, unter anderem wie dick die Wände sind, wie empfangsstark Eure Geräte sind usw.. Moderne WLAN Router tun sich bei der Reichweite prinzipiell wenig. Auch zwischen WLAN AX und AC gibt es bei der Reichweite keinen direkten Unterschied. Tendenziell sind aber WLAN Router die einen höheren Basis-Output haben auch auf Reichweite stärker. So halte ich den ASUS RT-AX86U für sehr reichweitenstark! Rein subjektiv ist mit kein WLAN Router bekannt welcher den RT-AX86U in diesem punkt deutlich übertrifft.

 

Kleiner Tipp und Hinweis!

Aus mir unerklärlichen Gründen ist die 160MHz Kanalbreite beim ASUS RT-AX86U nicht von Haus aus eingeschaltet! Für die best mögliche Performance solltet Ihr diese einschalten. So bringt die Umstellung von 80MHz zu 160Mhz bei der Intel Wi-Fi 6 AX200 einen Performance Sprung von ca. 50%. 80MHz = 122MB/s, 160MHz = 183MB/s in meinem Test, ja ich habe zunächst auch übersehen, dass das 160MHz Kanalbreite aus war und war über die niedrige Performance verwundert.

Ebenso solltet Ihr wenn möglich einen niedrigen 5Ghz WLAN Kanal wählen. Die höheren Kanäle (100+) sind zwar in dicht besiedelten Gebieten weniger belegt, aber bei mir war die AX200 in Kombination mit dem RT-AX86U teils etwas zickig wenn es um diese Kanäle ging. Entweder wollte die Karte sich gar nicht verbinden, oder dann nur mit 80Mhz Kanalbreite.

 

NAS

Der ASUS RT-AX86U verfügt über zwei USB Ports, welchen Ihr zum Anschluss einer externen HDD/SSD nutzen könnt.

Auf diese könnt Ihr dann via Netzwerk oder Internet zugreifen. Die „NAS“ Funktionalität kann natürlich nicht ganz mit einem gesonderten NAS mithalten, ist aber für einen WLAN Router vergleichsweise gut ausgeprägt. So könnt Ihr auch via Internet auf das angeschlossene Laufwerk zugreifen oder dieses für einen Sync-Service nutzen.

Aber wie steht es um das Tempo?

Nas Performance

Dank des 2,5 Gbit LAN Ports kann der ASUS RT-AX86U Geschwindigkeiten über 120MB/s erreichen. So konnte ich lesend bis zu 157MB/s erreichen, in Kombination mit einer externen SSD. Ein sehr gutes Tempo, welches viele NAS Systeme hinter sich lässt.

Schreibend waren rund 51MB/s möglich. Nicht absolute Weltklasse aber völlig Okay.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch im Jahr 2020 ist wichtiger denn je, gerade bei Geräten die 24/7 laufen.

Stromverbrauch

Im Normalbetrieb benötigt der WLAN Router rund 8,1W. Unter Last kann die Leistungsaufnahme auf knapp über 10W ansteigen. Dies sind absolut erträgliche Werte! Die modernen WLAN AX Chipsätze sind erstaunlich effizient.

 

Fazit

Der ASUS RT-AX86U ist einer der besten WLAN Router aktuell auf dem Markt! Dieser kann vor allem in vier Punkten überzeugen

  1. Die WLAN 6 Performance ist hervorragend mit bis zu 183 MB/s, auch in Kombination mit kleineren Geräten wie Smartphones (welche auch schon oft WLAN 6 unterstützen)
  2. Der 2,5 Gbit LAN Port ermöglich eine sehr schnelle Anbindung beispielsweise von NAS Systemen.
  3. Die Software ist sehr umfangreich und erlaubt auch viele erweiterte Einstellungen!
  4. Die NAS Funktionalität ist ordentlich und bietet mit 157 / 51 MB/s ein ordentliches Tempo.

Gerade die WLAN Performance und der 2,5 Gbit LAN Port sind die Highlights des ASUS RT-AX86U. Es gibt zwar auf dem Papier noch extremere WLAN Router, aber in der Praxis bietet der RT-AX86U eine absolut überragende Performance, welche dank des 2,5Gbit LAN Ports auch in der Praxis etwas bringen kann! Was bringt uns WLAN das schneller ist als 120MB/s wenn die LAN Ports bremsen?

Test Asus Rt Ax86u 8

Auch die integrierte NAS Funktionalität ist soweit Okay für eine „leichte“ Nutzung. Lesend konnte ich hier bis zu 157MB/s messen, nett! Schreibend lag das Limit allerdings bei 51MB/s.

Die Software ist für mich eine kleine Hassliebe. Grundsätzlich hat der RT-AX86U und alle ASUS WLAN Router eine extrem umfangreiche Software, welche so viele Einstellungsmöglichkeiten und Feature bietet wie kein Konkurrent. Viele diese Feature sind auch sehr sinnvoll wie AIProtection. Allerdings wirkt die Software teils etwas überladen und unübersichtlich. Hier müsste vielleicht mal ein Refresh des Designs her. Abseits davon habe ich aber nichts zu bemängeln.

Damit ist der ASUS RT-AX86U ein absolut empfehlenswerter und moderner High End WLAN Router, welcher mit 260€ sicherlich nicht günstig ist, aber auch nicht übertrieben teuer ist. Dies passt auch ganz gut zum Fazit, der RT-AX86U ist für einen High End WLAN Router gut und sinnvoll ausgestattet, aber nicht übertrieben oder extrem. Wir haben hier ein absolut alltagstaugliches Gerät vor uns das auch von der Preis/Leistung soweit Okay ist.

Asus Rt Ax86u

ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ im Test, ein herausragender Saugroboter mit praktischer Absaugstation!

Mit rund 800€ ist der ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ einer der teuersten Saugroboter aktuell auf dem Markt. Für dieses Geld hat der Saugroboter aber auch einiges zu bieten! So verfügt dieser neben der mittlerweile schon fast üblichen Laser-Navigation auch über die TrueDetect 3D-Technologie, welche Objekte wie Kabel, Schuhe usw. vor dem Saugroboter erkennen soll. Dementsprechend soll der DEEBOT solchen Objekten ausweichen.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 11

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt beim DEEBOT OZMO T8+ ist die Ladestation, welche eine Lade/Absaugstation ist! Jedes Mal wenn der Saugroboter nach gemachter Arbeit zum Laden zurückkehrt wird der Schmutzauffangbehälter automatisch in einen großen Tank entleert. Klasse! Gerade wenn Ihr Haustiere habt ist sonst ein tägliches Entleeren nötig, was zwar in der Regel nicht problematisch ist, aber auch schon etwas Zeit und Gedanken in Anspruch nimmt. Dieser nimmt Euch der DEEBOT OZMO T8+ ab.

Aber wie gut funktioniert dies in der Praxis? Kann der ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ECOVACS die mir den DEEBOT OZMO T8+ für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der DEEBOT OZMO T8+ im Test

Beim DEEBOT OZMO T8+ handelt es sich im Grunde um ein Set bestehend aus dem „regulären“ DEEBOT OZMO T8 und der optionalen Absaugstation, welche den Saugroboter automatisch entleert.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 1

Schauen wir uns zunächst einmal den Saugroboter selbst an. Dieser ist im vertrauten runden Design gehalten. Dabei sticht der Laser-Sensor auf der Oberseite ein Stück weit heraus. Ebenfalls auffällig, der DEEBOT OZMO T8+ verfügt über zwei rotierende Bürsten auf der Front, welche Schmutz in die Fahrbahn kehren sollen. Viele Konkurrenten setzen hier auf nur noch auf eine solcher Bürsten.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 5

Der Schmutzauffangbehälter des DEEBOT OZMO T8+ ist unter dem Deckel auf der Oberseite versteckt. Dieser fasst 420ml, womit er eher auf der kleineren Seite ist. Im Schmutzauffangbehälter ist ein HEPA Filter verbaut, der sich um die Filterung kleinerer Partikel kümmert. Ein zusätzlicher Filter liegt bereits mit im Lieferumfang.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 8

Unter dem Deckel ist zudem der Einschalter versteckt. Eine weitere Taste findet sich außen am Gerät, über welche Ihr den Saugroboter manuell starten und stoppen könnt. Eine Taste um den Sauger auf die Ladestation zu senden ist nicht vorhanden! Ihr müsst also die App vergleichsweise oft nutzen.

 

Die Absaugstation des DEEBOT OZMO T8+

Bei der Absaugstation handelt es sich im Grunde um einen Staubsauger, der in einer kleinen Box oberhalb der Ladestation angebracht ist. Fährt der Saugroboter auf die Ladestation dockt dieser an zwei kleinen Schächten an, über welche der Schmutz aus dem Roboter gesaugt wird.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 4

Dafür schaltet sich die Absaugstation für ca. 15 Sekunden ein, was in der Praxis auch völlig ausreicht um den internen Schmutzauffangbehälter vollständig zu leeren.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 2

Der Schmutz landet anschließend in der Box der Auffangstation. Hier kommt aber nun ein großer Kritikpunkt, denn ECOVACS setzt auf Staubsaugerbeutel! Diese lassen sich für rund 20€ für 3 Stück beim Hersteller nachkaufen, was schon fast ein dreister Preis ist. Laut ECOVACS hält ein Beutel ca. 30 Tage, womit diese vermutlich auch den sehr hohen Preis rechtfertigen. Habt Ihr aber Haustiere und/oder eine größere Wohnung werdet Ihr alle 14 Tage spätestens einen neuen Beutel benötigen.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 3

6,50€ für einen Beutel, der vielleicht 30 Cent in der Produktion kostet ist einfach zu viel!

 

Die App

Um den DEEBOT OZMO T8+ mit seinem vollen Potenzial zu nutzen benötigt Ihr die ECOVACS Smartphone App. Die Einrichtung und das Hinzufügen des Saugroboters funktionierte vergleichsweise einfach und problemlos.

Screenshot 20200904 174718 Ecovacs Home Screenshot 20200904 174643 Ecovacs Home

Die App an sich macht einen guten, aber auch nicht ganz perfekten Eindruck. So sind generell alle Feature die Ihr Euch wünschen könnt vorhanden.

Ihr könnt den Saugroboter steuern, die Leistung verstellen, Eure Wohnung in diverse Bereiche unterteilen, NoGo Zonen einrichten usw. Auch den praktischen Teppichmodus könnt Ihr aktivieren, welcher die Saugleistung auf Teppichen automatisch steigert.

Screenshot 20200904 175307 Ecovacs Home Screenshot 20200904 175328 Ecovacs Home

In der App wird Euch zudem die aktuelle Karte Eurer Wohnung angezeigt. Diese könnt Ihr dann mit NoGo Bereichen usw. bearbeiten, sollte der Saugroboter irgendwo nicht hindürfen. Leider hatte ich hier gelegentlich den Bug, dass angeblich keine Karte verfügbar wäre, obwohl diese auf der Startseite angezeigt wurde.

Screenshot 20200927 101658 Ecovacs Home Screenshot 20200927 101905 Ecovacs Home

Ebenso neigte die App des Öfteren dazu den Sauger nicht zu finden (Verbindungsfehler). Hier musste die Liste manuell aktualisiert werden. Keine große Sache, aber dennoch ein kleiner Schönheitsfehler.

Klar gesagt ich bevorzuge die Roborock App, aber die ECOVACS App kommt auf Platz 2 aller Saugroboter Apps die ich bisher erlebt habe.

 

Navigation

Wie die meisten High End Saugroboter nutzt auch der DEEBOT OZMO T8+ eine erweiterte „Laser-Navigation“. Das Herzstück stellt hier ein rotierender Laser auf der Oberseite da, welcher konstant Eure Wohnung vermisst und anhand dieser Daten eine Karte erstellt. Also ja der DEEBOT OZMO T8+ erstellt einen akkuraten 2D Grundriss Eurer Wohnung, welchen Ihr auch in der App betrachten könnt.

Hierdurch weiß der DEEBOT OZMO T8+ immer wo er gerade ist, wo er noch hin muss und wo er schon war. Im Gegensatz zu Saugrobotern die eine Zufallsnavigation nutzen arbeitet der DEEBOT Eure Wohnung geordnet ab. Dabei kehrt der Saugroboter auch zu möglicherweise verpassten Stellen oder Räumen wieder zurück.

Diese Navigation funktioniert auch beim DEEBOT OZMO T8+ sehr akkurat! Der bisher zuverlässigste Saugroboter was die Navigation anging war der Roborock S6 MaxV, der DEEBOT OZMO T8+ spielt aber +- auf einem Level mit diesem Modell. Der Saugroboter navigiert also sehr sicher in allen Situationen und kann sich auch problemlos aus Engstellen, wie Stuhlbeinen usw. befreien.

Was auffällt ist die etwas höhere Fahrgeschwindigkeit beim DEEBOT OZMO T8+ verglichen mit allen anderen mir bekannten Saugrobotern. Der Unterschied ist nicht gewaltig, aber ich schätze der DEEBOT wird +- 20% mehr Strecke im gleichen Zeitraum zurücklegen als beispielsweise der Roborock S6 MaxV.

  1. In der Praxis verhält sich der DEEBOT OZMO T8+ recht vorhersehbar. Der Saugroboter startet.
  2. Er sucht sich zu seiner rechten eine Wand und folgt dieser.
  3. Nach ca. 5 Metern dreht der Roboter nach links ab bis er eine Wand findet.
  4. Dieser wird auch wieder 5 Meter gefolgt, ehe wieder nach links abgedreht wird usw.
  5. Erreicht der Sauger seine Ausgangsposition wird der mittlere Bereich in möglichst geraden Bahnen gereinigt.
  6. So unterteilt der Roboter Eure Wohnung in gleichmäßige Abschnitte welche nacheinander abgearbeitet werden.
  7. Dank der Laser-Navigation weiß der Saugroboter genau, wo er noch hin muss und wo er schon war, dies wird Euch auch auf der Karte eingezeichnet.

Neben dem Laser-Sensor verfügt der DEEBOT OZMO T8+ auch über die „TrueDetect 3D-Technologie“. Hierbei handelt es sich um zwei Sensoren auf der Vorderseite, welche bereits auf Distanz kleinere Hindernisse wie Schuhe, Spielzeug usw. erkennen können. Hierdurch kann der DEEBOT OZMO T8+ solche Hindernisse effektiv bzw. effektiver als viele Konkurrenten umfahren. Auch wird der Saugroboter Eure Möbel in der Regel nicht berühren, sondern nur ganz dicht an diesen vorbeifahren.

Dies kann ich im Übrigen voll bestätigen! Der DEEBOT OZMO T8+ weicht Hindernissen wie Hundespielzeug, Kabeln, Hausschuhen usw. weit überdurchschnittlich gut aus. Hierdurch ist ein Eingreifen in den Saugprozess so gut wie nie nötig. In rund 2 Wochen in meiner Wohnung hat sich der DEEBOT OZMO T8+ lediglich einmal an einer Socke verschluck, obwohl in meiner Wohnung immer viel Hundespielzeug herumliegt.

 

Saugleistung

ECOVACS gibt die Saugleistung des DEEBOT OZMO T8+ mit gerade einmal 1500pa an. Dies ist eine vergleichsweise niedrige Leistungsangabe. So schafft der Roborock S6 MaxV laut Hersteller 2500pa und der Cecotec CONGA 5090 8000pa. Diese Angaben müssen wir aber mit einem kleinen „?“ versehen. Jeder Hersteller misst die Saugleistung etwas anders, einige Hersteller übertreiben hier usw.

Zudem gibt die „pa“ Angabe nur den erzeugten Unterdruck an. Neben diesen ist auch der Luftstrom und die Bodenbürste sehr wichtig. So wäre es möglich, dass der DEEBOT OZMO T8+ effektiv besser saugt als ein Modell mit einem höheren „pa“ Wert.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 14

Und ja in der Praxis könnte ich ganz klar gesagt KEINEN nennenswerten Unterschied zwischen dem DEEBOT OZMO T8+ und dem Roborock S6 MaxV erkennen! So erreichen beide Saugroboter auf glattem Boden eine fast perfekte Saugleistung. Tierhaare, Staub und einfache Krümel werden zu 100% entfernt. Der DEEBOT OZMO T8+ neigt nur dazu Schmutz mit seinen rotierenden Bürsten wegzuschleudern, gerade wenn es sich um gröberen Schmutz handelt. Erst wenn es um große Massen an Schmutz geht, beispielsweise „händeweise Katzenstreu“ oder Ähnlichem, dann bleiben bei einem einfachen Überfahren noch kleinere Reste liegen. Dies ist aber beim Roborock S6 MaxV nicht anders.

Auf Teppichen werden Haare von meinem „kleinen“ Berner Sennenhund vom DEEBOT OZMO T8+ erstaunlich gut entfernt! Ich würde sagen besser als beim Roborock. Die Bürste des ECOVACS ist etwas härter, was diesem vermutlich hilft die Haare besser anzuheben. Zwar ist die Reinigung auch nicht zu 100% perfekt, aber ich habe hier noch kein Modell erlebt, das einen merkbar besseren Job macht als der DEEBOT OZMO T8+. Beim täglichen Fahren reduziert der DEEBOT die Menge an angesammelten Haaren doch signifikant.

Anderer einfacher oberflächlicher Schmutz wird ziemlich perfekt entfernt. Lediglich wenn es um die Tiefenreinigung geht sehe ich den Roborock minimal besser.

Aber dies ist natürlich alles nur eine subjektive Einschätzung. Für folgenden Test habe ich genau 100g Erde/Katzenstreu auf einem festgelegten Bereich verteilt, der zuvor gründlich gesaugt wurde. Anschließend habe ich den ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ und den Roborock S6 MaxV durch diesen Bereich geschickt und gemessen wie viel Gramm beide Sauger aufgenommen haben.

Reinigungsleistung 100g Erde/Katzenstreu
ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ 90.7%
Roborock S6 MaxV 90.1%
Cecotec CONGA 5090 87.4%

Keine große Überraschung, der ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ und der Roborock S6 MaxV bieten +- die gleiche Saugleistung mit 90,4% und 90,1% entferntem Schmutz. Unterschiede sind aber im Detail zu erkennen. So saugt der DEEBOT OZMO T8+ eindeutig gründlicher und besser, vor allem auf Teppichen, schleudert aber groben Schmutz ein gutes Stück vor sich her in bereits gereinigte Bereiche. Hier sind die vorderen rotierenden Bürsten mehr Hindernis als Nutzen.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 12

Beim Roborock S6 MaxV verteilt die vordere Bürste Schmutz nicht so stark, aber beim einmaligen Überfahren bleibt hier mehr Schmutz liegen. In meinem Test gleicht sich dies +- aus.

 

Putzen

Die meisten modernen Saugroboter können auch feucht wischen, so auch der DEEBOT OZMO T8+ . Hierfür müsst Ihr den Wassertank-Aufsatz montieren, wie auch eins der Putztücher unter den Roboter heften. In der App könnt Ihr nun den zu putzenden Bereich und die Wassermenge wählen.

Anschließend fährt der DEEBOT OZMO T8+ diesen Bereich mit dem Putztuch ab. Nett! Allerdings rechnet nicht mit einer all zu intensiven Reinigung. Im Grunde überfährt der Roboter alle Bereiche nur einmal mit einem feuchten Lappen. Dies kann durchaus eine reinigende Wirkung haben, erwartet aber keine Wunder.

 

Fazit

Der DEEBOT OZMO T8+ von ECOVACS ist der beste Staubsaugroboter den ich bisher im Test hatte! Dies liegt natürlich an der Kombination eines Weltklasse Saugroboters und der wirklich praktischen Absaugstation.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 13

Der DEEBOT OZMO T8+ kann durch eine erstaunlich präzise Navigation, herausragenden Saugleistung und einem guten Geschick beim Umfahren von Hindernissen punkten. Letzteres hatte mich etwas überrascht, da der DEEBOT OZMO T8+ nicht über die Kamera/KI des Deebot Ozmo T8 AIVI verfügt. Diese habe ich hier aber auch nicht vermisst! Dies gilt auch für den Vergleich mit dem Roborock S6 MaxV, welcher nicht besser navigierte als der DEEBOT.

Auf Seiten der Saugleistung konnte der DEEBOT OZMO T8+ den Roborock S6 MaxV auf Teppichen schlagen und auf glatten Böden lagen beide +- gleichauf, mit einem leichten Vorteil für den Roborock. Damit gehört der DEEBOT OZMO T8+ aber eindeutig zu den leistungsstärksten Saugrobotern aktuell auf dem Markt!

Hinzu kommt die wirklich super praktische Absaugstation, welche in der Praxis auch 1a funktioniert. Als Besitzer eines Hundes musste ich bisher meine Saugroboter nach jeder Fahrt entleeren (Berner Sennenhunde haaren leider recht viel), was zwar nicht viel Arbeit machte, aber schon den „Automatismus“ des Saugroboters etwas reduziert. Nicht so beim DEEBOT OZMO T8+! Dieser fährt auf seine Station und wird automatisch gereinigt.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 16

Klingt doch soweit alles sehr positiv, aber hat der ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ auch Schwächen? Ja, die App von ECOVACS ist Okay, aber hier und da bin ich ein paar Bugs begegnet. Generell wirkt die App des großen Konkurrenten Roborocks noch etwas besser. Der dicke Kritikpunkt hat aber mit der Absaugstation zu tun und dies wären die Preise für die Staubsaugerbeutel! Fast 6,50€ pro Beutel der in der Produktion vielleicht 30 Cent kostet ist zu viel, vor allem da der ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ auch generell kein günstiger Saugroboter ist.

Dennoch, technisch und funktional ist der ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ ein herausragender Saugroboter, welcher dank toller Navigation, Hindernis Vermeidung, sehr hoher Saugleistung und nicht zu letzt der im Alltag praktischen Absaugstation voll überzeugen kann. Lediglich die hohen Preise für die Staubsaugerbeutel für die Absaugstation stören etwas.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+

Die Logitech G915 Lightspeed im Test

0

Der Markt für Gaming Tastaturen ist mal wieder im Wandel. Ging der Trend in den letzten Jahren zu besonders großen mechanischen Tastaturen versuchen aktuell die Hersteller ihre Modelle wieder etwas zu schrumpfen.

So bieten alle großen Hersteller aktuell auch so genannte low Profile mechanische Tastaturen an. Darunter auch Logitech mit ihrem Flaggschiff der G915 Lightspeed. Diese verfügt dabei nicht nur über mechanische Tasten und ein Low Profile Design, sondern ist auch kabellos, trotz RGB Beleuchtung!

Logitech G915 Lightspeed Im Test 10

Klingt doch spannend, allerdings verlangt Logitech über 200€ für den Spaß, was für eine Tastatur eine Stange Geld ist! Finden wir im Test heraus ob die Logitech G915 Lightspeed überzeugen kann.

An dieser Stelle vielen Dank an Samuel, der mir privat die Tastatur für diesen Test ausgeliehen hat.

 

Die Logitech G915 Lightspeed im Test

Bei der G915 Lightspeed handelt es sich natürlich um eine Gaming-Tastatur. Dennoch ist das Design dieser relativ schlicht und elegant! So ist das Gehäuse auf der Oberseite mit einem gebürstetem Aluminium verkleidet.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 1

Eine wirkliche Umrandung der Tasten gibt es dabei nicht. Die Basis der Tastatur stellt eine einfache Platte dar, auf welcher die Tasten erhoben angebracht sind. Ich finde dies ausgesprochen schick! Zudem erleichtert es die Reinigung der Tastatur.

Passend zum schmalen Design sind auch die Tastenkappen flach gehalten, unter welchen sich Kaihua GL Taster befinden. Zu diesem aber später mehr.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 2

Ihr könnt die G915 Lightspeed aktuell in zwei Versionen bekommen, mit Nummernpad und ohne. Abseits davon sind aber beide Versionen identisch. So besitzen auch beide Versionen die gleiche Anzahl an Multimedia-Tasten und ein cooles Drehrad für die Lautstärkenwahl.

Grundsätzlich ist die Logitech G915 Lightspeed schön stabil gebaut! Dies liegt auch zu einem großen Teil an der Aluminium-Basisplatte, auch wenn die Unterseite der Tastatur aus Kunststoff gefertigt ist. Zwar verfügt die G915 nicht über eine Handballenauflage (welche aufgrund der flachen Bauform auch nicht nötig ist), aber diese lässt sich mithilfe von Standfüßen aufrichten. Logitech hat hier sogar zwei Sets Standfüße in unterschiedlicher Höhe integriert. Praktisch!

Logitech G915 Lightspeed Im Test 5

Ein wichtiger Punkt bei der Logitech G915 Lightspeed ist die Anschlussvielfalt. Ihr könnt die Tastatur zunächst ganz klasse kabelgebunden nutzen. Hierfür findet sich ein regulärer microUSB Port auf der Rückseite, wie auch ein microUSB Kabel mit im Lieferumfang. Letzteres ist angenehm dick und wertig textil ummantelt.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 7

Alternativ könnt Ihr die Tastatur auch via Bluetooth mit Euren Geräten verbinden. Die empfohlene Funkverbindung ist aber der Logitech Lightspeed Empfänger. Dieser soll eine Übermittlungsgeschwindigkeit auf dem Level einer kabelgebundenen Anbindung bieten. Und ja in der Praxis werdet Ihr hier keinen Unterschied spüren. Die Akkulaufzeit beträgt rund 30 Stunden, mit RGB LED-Beleuchtung! Schaltet Ihr diese aus sind wir im gut dreistelligen Laufzeit-Bereich.

 

Layout und Sondertasten

Logitech setzt erfreulicherweise auf ein komplett reguläres QWERTZ Layout mit großer Enter Taste, kurzer Shift Taste usw. hier gibt es nichts zu bemängeln. Lediglich die Beschriftung der Tasten könnte etwas besser lesbar sein, wenn die Beleuchtung nicht aktiv ist.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 16

Abseits des regulären QWERTZ Tastenfelds verfügt die Tastatur auch über 5 frei programmierbare „G“ Tasten am linken Rand. Diese sind gut erreichbar, aber fast etwas nah am regulären Tastenfeld. Des Weiteren sind vier Modi-Wahl-Tasten am oberen Rand, vier Steuerungstasten für den Gamemodus, Bluetooth usw. und fünf Multimedia-Tasten auf der Tastatur zu finden.

Zu den Multimedia-Tasten gehört auch ein Drehrad zur Steuerung der Lautstärke, welches eine sehr schöne sanfte Drehbewegung besitzt. Klasse!

 

Taster und Tippen

Logitech setzt bei der G915 Lightspeed auf vollwertige mechanische Taster. Aktuell könnt Ihr dabei zwischen drei Taster typen wählen:

Kaihua GL Linear Kaihua GL Tactile Kaihua GL Clicky
Feedback-Typ Glatt Spürbarer Widerstand Hörbares Tastenklacken
Betätigungsweg 1,5 mm 1,5 mm 1,5 mm
Gesamter Tastenhub 2,7 mm 2,7 mm 2,7 mm
Durchschnittliche Krafteinwirkung 50 gf 50 gf 50 gf
Taktile Krafteinwirkung N/A 60 gf 60 gf

 

Logitech lässt seine Taster von Kaihua bzw. Kailh in Asien fertigen. Diese werden dabei komplett nach den Vorgaben von Logitech gefertigt. Wie üblich steht dabei ein linearer Taster (vergleichbar mit Cherry MX RED), ein Tactile (vergleichbar mit einem Cherry MX Brown) und ein Clicky (vergleichbar mit einem Cherry MX Blue) zur Auswahl.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 17

Dabei ist aber der Tastenhub passend zur Bauform etwas kürzer. Ein normaler mechanischer Taster hat +- 4mm Hub, die Kaihua GL 2,7mm. Diese sind damit sogar noch etwas kürzer als die CHERRY MX SPEED Taster.

Kaihua GL Linear CHERRY MX SPEED CHERRY MX RED
Feedback-Typ Glatt Glatt Glatt
Betätigungsweg 1,5 mm 1,2 mm 2 mm
Gesamter Tastenhub 2,7 mm 3,4 mm 4 mm
Durchschnittliche Krafteinwirkung 50 gf 45 gf 45 gf

 

Generell bevorzuge ich etwas kürzere Taster sowohl beim Gaming, als auch beim Tippen. Beides hat mir auf der Logitech G915 Lightspeed grundsätzlich viel Spaß gemacht. Die Tasten fühlen sich wertig an und auch die großen Tasten sind sauber stabilisiert.

Lediglich der Anschlag könnte etwas „härter sein“ und die Tastenkappen haben etwas seitliches Spiel, was auch der einzige Punktabzug ist. Dies führt dazu das die G915 weniger „wertig“ beim Tippen wirkt und klingt. Auch allgemein ist der Klang der Tastatur sehr gedämpft und weniger satt als bei vielen Konkurrenten. Dies ist aber nicht zwingend ein Nachteil. So ist die Tastatur zwar nicht leise beim Tippen, aber für ein mechanisches Modell hält sich der Geräuschpegel in Grenzen.

Dennoch ist das Tippgefühl als gut bis sehr gut zu bezeichnen! Ja es gibt noch „wertigere“ Tastaturen was das Tippgefühl angeht, aber im Low Profile Bereich müssen leichte Einschränkungen immer hingenommen werden.

Eine Verzögerung beim Tippen oder Spielen konnte ich im Übrigen auch mit dem Funkadapter keine spüren! Eben so wenig gab es ein Abreißen der Funkverbindung oder Ähnliches.

 

Beleuchtung und Software

Jede Taste der G915 verfügt über eine einzelne RGB LED. hierdurch kann die Tastatur viele schöne Leuchteffekte darstellen. Dazu gehören die Klassiker wie die Regebogenwelle, aber natürlich auf Wunsch auch eine statische Beleuchtung.

2

Cool ist Lightsync! Dabei wird der Inhalt Eures Monitors farblich von der Tastatur widergespiegelt. Habt Ihr also links einen roten Bereich, in der Mitte gelb und rechts blau, dann wird die Tastatur äquivalent leuchten. Gerade in Spielen ist dies ein spannender Effekt.

4

Gesteuert wird das Ganze über den Logitech G Hub. Die G Hub Software ist recht übersichtlich und einfach gestaltet. Diese bietet dabei aber alle Möglichkeiten die Ihr von einer aktuellen Steuerungssoftware erwarten könnt. Neben der Lichtsteuerung habt Ihr auch einen umfangreichen Makro-Editor und eine % genaue Akkustandsanzeige.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 18

Verglichen mit Corsairs iCUE ist der Funktionsumfang etwas niedriger, aber die Software ist dafür übersichtlicher.

Fazit

Die Logitech G915 Lightspeed ist eine super spannende Tastatur, zu welcher es wenige Alternativen gibt. Die Kombination aus Low Profile + mechanische Tasten + kabellos ist aktuell ziemlich einmalig. Dies rechtfertigt in gewisser Weise auch den hohen Preis.

Aber natürlich ist die Logitech G915 auch abseits dieser Merkmale eine sehr gute Tastatur! Die Verarbeitung und das Design sind absolut top, die Multimedia-Tasten nützlich und gut umgesetzt und auch die generelle Ergonomie ist stark.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 14

Ich mag dieses sehr flache Design der G915 sowohl fürs Spielen aber auch vor allem fürs Tippen sehr gerne! Allerdings kommen wir hier auch zu meinem größten Kritikpunkt. Die Tastenkappen haben bei der Logitech G915 Lightspeed etwas Spiel. Fahrt Ihr mit dem Finger über diese wackeln die Tasten leicht hin und her. Sicherlich kein großer Kritikpunkt, aber bei einer 200€ Tastatur nicht optimal.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 15

Kurzum, ja mir ist der Preis der Logitech G915 Lightspeed etwas hoch. 200€ ist eine verdammt stolze Summe! Dafür wird Euch aber einiges geboten und gerade wenn Ihr die Kombination aus edlem Design, kabelloser Nutzung und mechanischen Tasten sucht, dann werdet Ihr aktuell nichts besseres finden.

Die ReoLink RLC-410W Überwachungskamera im Test

Zwar liegen Akku betriebene Überwachungskameras aktuell voll im Trend, aber ab und zu ist doch eine reguläre „netzbetriebene“ Überwachungskamera praktischer. Einer der größten und auch generell empfehlenswertesten Hersteller ist hier ReoLink.

Diese bieten mit der ReoLink RLC-410W eine recht klassische Außenüberwachungskamera an, welche dank 2,4/5GHz WLAN, super HD Auflösung und der Möglichkeit einer lokalen Speicherung überzeugen soll.

Reolink Rlc 410w Überwachungskamera Im Test 7

Dabei ist die ReoLink RLC-410W für unter 80€ erhältlich. Ein auf den ersten Blick fairer Preis! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier die Kamera auch empfehlenswert? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die ReoLink RLC-410W im Test

ReoLink setzt bei der RLC-410W auf ein recht klassisches Design für eine Überwachungskamera. So verfügt die Kamera über ein einfaches „Röhren“ Design, auf dessen Front die Linse eingelassen ist.

Reolink Rlc 410w Überwachungskamera Im Test 1

Erfreulicherweise ist das Gehäuse zum einen IP66 wassergeschützt, zum anderen ist dieses aus einem recht robust wirkenden Aluminium gefertigt. Selbst die Linse auf der Front ist aus Glas. Hierdurch wirkt die ReoLink RLC-410W sehr wertig und hebt sich von vielen „billig“ Modellen ab.

Aber nicht nur das Gehäuse ist aus Aluminium, auch die Halterung, welche auf eine Art Kugelkopf für die Ausrichtung setzt,  besteht aus einem massiven Metall. Wenn Ihr die Kamera gut verschraubt sollte es fast unmöglich sein diese von der Wand zu reißen.

Reolink Rlc 410w Überwachungskamera Im Test 2

Selbst einen Steinwurf sollte sie überleben, auch wenn natürlich das Glas auf der Front brechen könnte. Erfreulicherweise ist die integrierte microSD Speicherkarte auf der Rückseite unter einer verschraubten Klappe eingelassen. Ein potenzieller Dieb müsste also erst einmal die Kamera von der Wand holen, dann zwei Schrauben lösen (das Gehäuse einfach „aufbrechen“ sollte aufgrund der Aluminium Konstruktion fast unmöglich sein) und die Speicherkarte entnehmen. Dafür wird kein Dieb der Welt Zeit haben.

Reolink Rlc 410w Überwachungskamera Im Test 5

Angeschlossen wird die Überwachungskamera über einen kleinen Kabelstrang auf der Rückseite. An diesem findet sich ein LAN Port, eine Reset Taste und natürlich der Stromanschluss. Ihr habt bei der RLC-410W die Wahl, wollt Ihr eine kabelgebundene Netzwerkanbindung nutzen oder WLAN. Letzteres unterstützt sogar das 5GHz Band (neben 2,4GHz).

 

Einrichtung und App

Um die ReoLink RLC-410W zu nutzen benötigt Ihr die ReoLink Smartphone App. Diese ist wie üblich im Google PlayStore, und Apple App Store verfügbar. ReoLink ist dabei einer der letzten Hersteller die auf eine Zwangsregistrierung verzichten! Aus Sicht des Datenschutzes ideal!

Screenshot 20200902 114255 Reolink Screenshot 20200902 114156 Reolink

Vielmehr müsst Ihr entweder den QR Code auf der Unterseite der Kamera einscannen oder diese via LAN verbinden. Macht Ihr letzteres wird die Kamera automatisch von der App nach dem ersten Start erkannt. Ihr legt dann ein Passwort fest und fertig. Die Kamera wird an kein Konto gekoppelt oder ähnliches. Mittlerweile bietet ReoLink zwar auch ein Kontosystem an, dieses ist aber optional.

Wollt Ihr ohne ein ReoLink Konto die Kamera auf mehreren Smartphones nutzen ist dies auch kein Problem. Einfach den QR Code auf jedem Gerät einscannen und das Passwort angeben das Ihr bei der ersten Einrichtung eingestellt habt.

Screenshot 20200902 114304 Reolink Screenshot 20200902 141119 Reolink

Die ReoLink App selbst ist sehr einfach aufgebaut. Auf der Startseite habt Ihr eine Übersicht mit allen verbundenen Überwachungskameras und einer kleinen Vorschau. Tippt Ihr diese Vorschau an landet Ihr in der Live-Ansicht.

Dort habt Ihr die Möglichkeit manuell Fotos und Videos zu machen. Des Weiteren könnt Ihr Euch bestehende Aufnahmen ansehen.

 

Aufnahmen und Bewegungserkennung.

Die ReoLink RLC-410W zeichnet Videos nur beim Erkennen einer Bewegung auf. Dementsprechend ist eine gute Bewegungserkennung sehr wichtig! Die Bewegungserkennung der ReoLink RLC-410W ist auch auf kurzer bis mittlerer Distanz sehr zuverlässig! Ihr könnt die Bewegungserkennung und auch die Bereiche dafür sehr genau einstellen.

Screenshot 20200902 114357 Reolink Screenshot 20200902 114310 Reolink

Ihr könnt sogar die Sensitivität der Bewegungserkennung basierend auf der Uhrzeit steuern. Wollt Ihr beispielsweise nachts eine empfindlichere Erkennung, so könnt Ihr dies einstellen.

Beim Erkennen einer Bewegung wird ein Video-Clip aufgenommen. Zusätzlich könnt Ihr auf Wunsch eine Pusch-Benachrichtigung oder eMail erhalten. Videos werden auf der internen Speicherkarte gesichert. Allerdings könnt Ihr auch einen FTP Upload auf beispielsweise ein NAS oder allgemein Netzwerklaufwerk aktivieren.

 

Die Bildqualität

Die ReoLink RLC-410W verfügt über einen 2K Sensor bzw. „4MP“ Sensor. Dieser kann Videos mit bis zu 2560 x 1440 Pixeln aufnehmen, was 3,6 Megapixeln entspricht, was ReoLink großzügig auf 4 Megapixel aufrundet. Dennoch ist dies ein recht großer Sprung von Full HD! Full HD entspricht lediglich 2 Megapixeln.

Screenshot 20200902 141105 Reolink

Dementsprechend sollte es nicht überraschen, dass die Bilder und Videos der ReoLink RLC-410W sehr scharf und detailliert sind! Ihr dürft natürlich keine „Smartphone Qualität“ aufseiten der Aufnahmen erwarten, aber die ReoLink RLC-410W bietet schon eine bessere Bildqualität für eine Überwachungskamera. Dies gilt auch für die Nacht! Die verbauten IR LEDs machen einen sehr guten Job darin das Bild auch auf Distanzen von +- 10 Metern auszuleuchten.

 

Fazit

Die ReoLink RLC-410W ist eine top „klassische“ Kabelgebundene bzw. Netzgebundene Überwachungskamera! Diese kann primär aufgrund der sehr guten Bildqualität und des Datenschutzes punkten.

Im Gegensatz zu anderen Überwachungskameras müsst Ihr bei der ReoLink RLC-410W keine Cloud Dienste nutzen. Ihr müsst nicht einmal ein Konto beim Hersteller anlegen und Aufnahmen werden lokal auf einer Speicherkarte oder einem FTP Server gesichert.

Reolink Rlc 410w Überwachungskamera Im Test 6

Die Bildqualität ist dank 2K bzw. 4MP Sensor ganz klar als überdurchschnittlich zu beurteilen, dies sogar bei Nacht.

Ihr müsst Euch lediglich die Frage stellen ob der Formfaktor das Richtige für Euch ist. Die ReoLink RLC-410W ist halt eine klassische Netzwerk-Überwachungskamera, die etwas mehr Verkabelung benötigt als die modernen kabellosen Modelle. Dafür ist aber auch der Preis mit rund 70€ (zum Zeitpunkt des Tests) sehr fair für das Gebotene.

Die Corsair K100 im Test, Corsairs neue Flaggschiff Tastatur für das Jahr 2020!

0

Corsair ist der König der mechanischen Gaming Tastatur. Corsair hat den Trend der mechanischen Gaming Tastaturen gestartet und ist bis heute einer der stärksten Hersteller in diesem Bereich. Mit der neuen Corsair K100 soll die Position als Marktführer noch weiter gefestigt werden.

Dabei soll die K100 durch eine aufwendige RGB Beleuchtung, der neuen CORSAIR AXON Hyper-Processing Technology, welche Abtastraten von bis zu 4000Hz erlaubt, und natürlich den besten mechanischen Tastern auf dem Markt punkten.

Corsair K100 Im Test 18

Bei Letzteren bietet Corsair uns zum einen die herausragenden CHERRY MX SPEED SILVER, wie aber auch die neuen CORSAIR OPX Optical. Ja Corsair bietet bei der K100 erstmals optische Schalter an.

Klingt doch spannend, aber ist die K100 wirklich gut genug, dass ein Preis von satten 250€ gerechtfertigt ist? Finden wir dies im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen der K100 für diesen Test.

 

Die Corsair K100 im Test

„if it ain’t broke Don’t fix it“ war offensichtlich Corsairs Motto beim Design der K100. So ähnelt die K100 der alten K95 RGB Platinum sehr stark.

Corsair K100 Im Test 1

Corsair setzt auch hier auf eine weitestgehend schwarze Färbung und eine Aluminiumgrundplatte. Die Taster sind dabei „schwebend“ auf der Grundplatte angebracht. Dies sieht nicht nur schick aus, sondern hilft auch bei der Reinigung. Diese wird Euch allerdings von der etwas schmutzanfälligen gebürsteten Aluminiumplatte schwer gemacht.

Corsair K100 Im Test 4

Zwar besteht die Oberseite aus Aluminium, die Unterseite der K100 ist allerdings wie üblich aus Kunststoff gefertigt. Dennoch aufgrund der dicken Alu-Platte ist die K100 sehr verwindungssteif. Generell wirkt die Tastatur sehr wertig und stabil gebaut, wie dies bei einem Preis von über 200€ auch zu erwarten ist.

Corsair K100 Im Test 5

Abseits davon gibt es noch zwei Punkte die beim Design etwas ins Auge springen. Dies wären die beiden Drehräder. Auf der oberen linken und rechten Seite finden sich zwei Drehräder. Das eine dient der Regulierung der Lautstärke und das andere lässt sich via ICUE programmieren. Die Drehräder sind aus Aluminium gefertigt und besitzen ein sehr schönes Drehgefühl, welches etwas an die Drehräder von High End-Verstärkern erinnert.

Aufseiten der Ergonomie haben wir wie üblich zwei Standfüße auf der Rückseite, welche Ihr ausklappen könnt damit die Tastatur leicht angewinkelt ist. Zudem gibt es eine magnetische Handballenauflage. Diese ist hier sogar gepolstert! Ja solchen Luxus bekommt man für 250€.

Corsair K100 Im Test 2

Angeschlossen wird die Corsair K100 über zwei USB A 3.0! Anschlüsse, wovon aber nur einer für die eigentliche Tastatur benötigt wird. Der zweite USB Anschluss versorgt einen USB A Ausgang für beispielsweise eine Maus auf der Rückseite der Tastatur.

 

Layout und Multimedia-Tasten

Corsair setzt bei der K100 wie üblich auf ein ganz klassisches QWERTZ Layout. Corsair hat hier nichts verändert und es gibt auch keine sonstigen Merkwürdigkeiten beim Tastenfeld. Corsair hat lediglich einige Multimedia und Sonder-Tasten hinzugefügt.

Corsair K100 Im Test 9

So finden sich zunächst links neben dem Tastenfeld 6 frei programmierbare Makro-Tasten. Oberhalb von ESC und F1 sind drei weitere Tasten für die Profil Wahl, das Sperren der Windowstaste und iCUE. Hier ist auch ein Drehrad angebracht, welches diverse Feature steuern kann. Hierzu gehört das Einstellen der Helligkeit der Beleuchtung, das vertikale Scrollen usw.

Oberhalb des Nummernpads sind zu guter Letzt die typischen Media Tasten und ein Drehrad für die Steuerung der Systemlautstärke.

 

Taster, CORSAIR OPX Optical?

Ihr könnt die Corsair K100 aktuell mit zwei verschiedenen Tastern bekommen. Corsair bietet Euch zum einen die bekannten CHERRY MX SPEED SILVER und die neuen CORSAIR OPX Optical. CHERRY ist ohne Frage einer, wenn nicht sogar des beste Hersteller von mechanischen Tastern aktuell. Die Qualität von CHERRY Tastern (Made in Germany) ist dabei legendär.

Corsair K100 Im Test 16

Alternativ bietet Corsair die K100 auch mit den eigenen CORSAIR OPX Optical an. Bei den CORSAIR OPX Optical handelt es sich um optische Schalter. Anstelle, dass sich hier zwei Kontakte berühren und somit den Tastendruck auslösen, wird ein Lichtstrahl unterbrochen was die Taste aktiviert.

In der Theorie ist dies eine schnellere Art eine Taste auszulösen und es macht eine Taste haltbarer, da es keine Kontakte gibt die sich abnutzen können. Dies spielgelt sich auch auf die Angabe der Lebensdauer wieder. Die CHERRY Taster sollen 100 Millionen Auslösungen aushalten, was bereits ein sehr guter Wert ist, die Corsair Taster 150 Millionen Auslösungen.

Ganz offen gesagt, ich würde hier drauf nicht allzu viel geben. Bereits 100 Millionen ist derartig viel, dass dies duzende Jahre an Nutzungszeit, vielleicht sogar eine lebenslange Nutzung ergibt. Hier sind dann irgendwann andere Komponenten so abgenutzt, dass Ihr die Tastatur austauschen wollt. Sagen wir es so, die Taster werden vermutlich das sein was als letztes kaputt geht.

CORSAIR OPX Optical CHERRY MX SPEED SILVER
Charakteristik Lineare Schaltcharakteristik Lineare Schaltcharakteristik
Betätigungskraft 45g 45g
Vorlaufweg 1.0 mm 1.2 mm
Gesamtweg 3.2 mm 3.4 mm
Lebenserwartung 150 Mio Aktivierungen 100 Mio Aktivierungen

 

Was die Charakteristik angeht sind beide Schaltertypen identisch. Wir haben hier zwei lineare Schalter vor uns. Ihr müsst bei beiden Schaltern 45g Kraft ausüben ehe diese sich beginnen drücken zu lassen. Ist die Taste dabei einmal in Bewegung gibt es von Anfang bis Ende keinen spürbar unterschiedlichen Widerstand, oder ein Klick. Ihr könnt also nicht direkt spüren wann die Taste auslöst.

Bei den CHERRY MX SPEED SILVER löst die Taste bereits nach 1,2mm aus und insgesamt kann die Taste sich 3,4mm bewegen. Damit ist die SPEED schon etwas kürzer als viele reguläre mechanische Schalter.

Corsair K100 Im Test 14

Die CORSAIR OPX Optical ist nochmals etwas kürzer und löst bereits nach 1,0mm aus und ist nach 3,2mm am Ende. In der Theorie gibt Euch dies einen kleinen Vorteil beim Gaming.

Normale nicht mechanische Tasten müssen komplett bis zum Ende gedrückt werden ehe diese auslösen. Eure mechanischen Taster lösen aber bereits aus, wenn die Taste in Bewegung gerät. Hierdurch wird Eure Eingabe einen Bruchteil früher registriert als bei einer klassischen Membranen Tastatur.

 

Tippgefühl und 4000Hz?

Direkt vorweg, ich habe die Version mit CORSAIR OPX Optical Schaltern, daher beziehen sich all meine Aussagen primär auch auf diese Version.

Das Tippgefühl auf der Corsair K100 ist einfach nur als hervorragend zu bezeichnen! Zwar verbaut Corsair hier keine CHERRY Taster, aus Sicht der Qualität stehen die Corsair Taster CHERRY aber nichts nach.

Corsair K100 Im Test 17

Alle Tasten fühlen sich zunächst identisch an. Ich konnte keinen Taster finden der aus der Reihe tanzte und beispielsweise etwas mehr Widerstand zeigte. Auch fühlen sich die Taster schön geschmeidig an, es gibt also kein Kratzen oder Schleifen. Ebenso sind die Taster recht „straff“, die Tastenkappen wackeln also nicht stark beim Drüberfahren. Wenn ich es nicht besser wüsste hätte ich gesagt wir haben hier CHERRY Taster vor uns.

Was allerdings etwas auffällt, ist der vergleichsweise kurze Hub-Weg der Tasten. Die K100 geht fast etwas in Richtung Low Profile Tastatur was diesen Bereich angeht. Gerade verglichen mit den klassischen CHERRY MX REDs (4mm Hub) ist dies wirklich ein deutlicher Unterschied.

Tendenziell bevorzuge ich den etwas niedrigeren Hub, gerade beim Schreiben. Die K100 fühlt sich schön direkt an und auch langes Schreiben ermüdet etwas weniger als auf einer klassischen mechanischen Tastatur. Im Vergleich zu den CHERRY MX SPEED SILVER ist der Unterschied gering. Die 0,2mm sind lediglich im direkten Vergleich leicht zu spüren. Ich muss aber gestehen nicht genau sagen zu können welchen Taster ich bevorzuge. Beide Taster tun sich wirklich sehr wenig!

Ebenso war es mir unmöglich eine schnellere Auslösung der optischen Schalter zu bemerken oder zu messen. Unterschiede hier führe ich ausschließlich auf die 0,2mm frühere Aktivierung zurück.

Bonuspunkte gibt es für die herausragende Stabilisierung der größeren Tasten wie Enter oder der Leertasten. Hier hat Corsair einen vortrefflichen Job gemacht.

Eine weitere Besonderheit der K100 ist die „CORSAIR AXON Hyper-processing Technology“. Corsair hat in der K100 einen vergleichsweise starken Prozessor verbaut, welcher unter anderem mehrere Kerne besitzt. Hier kümmert sich beispielweise ein Kern um die Beleuchtung, während ein anderer Kern nur für die eigentliche Tastatur-Arbeit reserviert ist.

Corsair K100 Im Test 24

Dies erlaubt der K100 eine Abtastrate von 4000Hz. Es wird also 4000x die Sekunde überprüft ab eine Eingabe stattgefunden hat. Normalerweise biete Tastaturen „nur“ 1000Hz. Spürt Ihr die 4000Hz? Vermutlich eher weniger. Due K100 fühlt sich generell sehr reaktionsfreudig an, was eher an den Tastern und vielleicht auch etwas an dem Zusammenspiel aus Taster, optischer Technologie, AXON Hyper-processing Technology und 4000Hz liegt. Erwartet jetzt aber auch keine Wunder, die 4000 Hz sind „Nice to have“ sollten aber Eure Kaufentscheidung nicht all zu viel beeinflussen.

 

Die Beleuchtung

Corsair hat den RGB LED Trend bei Computer Peripherie ein gutes Stück angetrieben, weshalb auch nicht wundert, dass auch die K100 einige RGB LEDs vorzuweisen hat.

Corsair K100 Im Test 21

So verfügt jede Taste der Tastatur über eine eigene RGB LED, welche sich auch individuell via Software Steuern lässt. Des Weiteren finden sich am Rand (links, rechts und oben) insgesamt weitere 44 RGB LEDs, die ein Stück weit Euren Schreibtisch beleuchten.

Corsair K100 Im Test 25

Die von Corsair verwendeten LEDs sind qualitativ absolute Spitzenklasse! Diese sind ausreichend hell und die Farben sind wunderbar klar und kräftig. Lediglich komplett weiße Tastaturen wirken oftmals noch etwas leuchtender als die K100 mit ihrer Schwarzfärbung.

 

Corsair ICUE

ICUE ist die Steuerungssoftware für alle Corsair Komponenten, egal ob Maus, Tastatur, Netzteil, RGB Lüfter usw. Dementsprechend ist ICUE eine sehr umfangreiche Software, welche aber teils etwas unübersichtlich wirkt.

2 4 5 7

Ihr könnt im Übrigen auch bis zu 200 Profile direkt auf der K100 speichern!

 

Fazit

Die Corsair K100 ist sicher eine, wenn nicht sogar die beste Gaming-Tastatur aktuell auf dem Markt. Dies liegt dabei primär an den Kern-Funktionen.

Corsair K100 Im Test 13

Blöd gesagt es tippt und spielt sich gut auf der K100. Corsairs neue OPX Optical Schalter hinterlassen einen absolut überzeugenden Eindruck. Diese zeigten im Test eine konstante Qualität und ein Druckgefühl, dass sich nicht hinter CHERRY und Co. verstecken muss, ganz im Gegenteil. Der recht geringe Hub-Weg ist zwar sicherlich etwas Geschmackssache, lässt die K100 aber sehr reaktionsfreudig und „flott“ wirken. Auch das Schreiben auf der Tastatur ist weniger ermüdend als beispielsweise auf Modellen mit CHERRY MX REDs. Große Tasten sind zudem sehr gut stabilisiert und lassen sich weich drücken.

Beim wichtigsten Punkt einer Tastatur hat Corsair also einen spitzen Job gemacht. Hinzu kommt eine sehr gute Auswahl an Multimedia und Makro-Tasten, wie auch die praktischen (und coolen) Drehräder für Lautstärke und sonstige Einstellungen.

Dass die RGB Beleuchtung bei der K100 ziemlich perfekt ist, sollte eigentlich niemand überraschen. Corsair hat nicht nur jeder Taste eine RGB LED verpasst, auch die seitlichen Ränder und der obere Rand verfügen über 44 LEDs, welche hell sind und kräftige Farben haben.

Gesteuert wird das Ganze via Corsair ICUE, welche die umfangreichste Steuerungssoftware für Peripherie Geräte aktuell auf dem Markt ist. ICUE kann aber auch etwas „überwältigend“ sein und vielleicht etwas überladen wirken.

Corsair K100 Im Test 11

Soweit ist die K100 eine absolute spitzen Tastatur, um allerdings den hohen Preis etwas zu rechtfertigen hat Corsair noch diverse Bonus-Feature integriert. Das Außergewöhnlichste ist hier sicherlich die Polling Rate von 4000 Hz! Und ja auf dem Papier ließt sich dies gut, 4000x pro Sekunde wird übermittelt, ob eine Taste gedrückt wurde. In der Praxis werdet Ihr dies aber kaum spüren, auch wenn die Tastatur sehr reaktionsfreudig wirkt! Dies schiebe ich aber auf die Corsair Taster und ihren sehr frühen Aktivierungspunkt. Wie auch immer, wollt Ihr die letzte Millisekunde aus Eurem Set-up herausholen, dann sollte die Corsair K100 Eure erste Wahl sein! Und grundsätzlich kann ich diese mit dem besten Gewissen empfehlen, auch wenn der Preis mir etwas Bauchschmerzen bereitet. 250€ ist schon eine Stange Geld für eine Tastatur! Hier müsst Ihr selbst abwägen ob Ihr für eine spitzen Tastatur, die Euch möglicherweise ein paar Millisekunden Vorsprung bereitet, so viel Geld ausgeben wollt und könnt. Ansonsten wäre z.B. die Corsair K70 RGB MK.2 Rapidfire eine sehr gute und etwas günstigere Alternative.

Corsair K100

Test: LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C, 21:9 + 144Hz für 450€!

2

21:9 Monitore sind etwas tolles, sowohl fürs Gaming, als aber auch für die Produktivität. Ihr könnt für einen guten 21:9 Monitor problemlos 1000€ loswerden. Daher war bereits der LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C ein sehr attraktives Angebot für unter 400€.

Lc Power Lc M34 Uwqhd 144 C Test 4

Mit dem LC-M34-UWQHD-144-C legt LC-Power nun noch einmal nach. Für rund 100€ mehr erhaltet Ihr ein neueres Panel mit 144Hz wie auch einen verbesserten Standfuß mit Höhenverstellung usw. Aber kann ein Hersteller wie LC-Power überhaupt gute Monitore liefern? LC-Power kauft seine Monitore natürlich auch nur zu und die Panels kaufen diese von Samsung! Daher dürfen unsere Ansprüche trotz des niedrigen Preises doch etwas höher sein.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

 

Der LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C im Test

Mit 34 Zoll und dem 21:9 Format ist der LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C natürlich schon ein großer Brocken an Monitor! Dieser hat eine Breite von rund 81cm, bedenkt dies beim Kauf.

Lc Power Lc M34 Uwqhd 144 C Test 9

Allerdings wirkt der LC-M34-UWQHD-144-C auch nicht absolut überwältigend, dank des breiten 21:9 Formates. Hierdurch hat der Monitor die Höhe eines regulären 27 Zoll 16:9 Monitors, nur in etwas breiter.

Im Gegensatz zum günstigeren LC-M34-UWQHD-100-C ist der Standfuß des LC-M34-UWQHD-144-C etwas aufwendiger. Neben einem schickeren „Gamer-Designs“ verfügt der Standfuß über eine Höhenverstellung. Ideal für die Ergonomie. Generell gesprochen ist der Standfuß ausreichend massiv und stabil, dieser ist aber auch nicht auf dem Level der premium Modelle von Alienware und Co.

Lc Power Lc M34 Uwqhd 144 C Test 7

Dies gilt so auch für das generelle Gehäusedesign. Dieses ist schick und modern, mit minimalen Displayrahmen usw., aber ein Gaming Modell von Alienware, LG usw. wirkt schon noch etwas wertiger.

Aufseiten der Anschlüsse haben wir neben dem Anschluss für das Netzteil 2x HDMI 2.0 und 2x DisplayPort 1.2. Abseits davon hat der Monitor noch einen Kopfhörerausgang, falls Ihr beispielsweise eine Spielekonsole an dem Monitor nutzt.

Lc Power Lc M34 Uwqhd 144 C Test 3

Wichtig, die volle Auflösung + 144 Hz ist nur beim Nutzen des DisplayPort 1.2 Anschlusses möglich. Via HDMI ist der Monitor auf 60Hz limitiert. Für Spielekonsolen ist dies völlig Okay, aber an einem Gaming-Desktop PC wollt Ihr wenn möglich DisplayPort nutzen.

 

Panel + Auflösung

Der LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C setzt auf ein 34 Zoll Panel mit einer Auflösung von 3440×1440. Es handelt sich hier also um einen „in die Breite gezogenen“ WQHD Monitor oder einen „2K“ Monitor. Dieser hat die Höhe eines regulären 27 Zoll 16:9 Monitors, ist aber ein Stück weit breiter.

Dementsprechend liegt die Pixeldichte auf dem Level eines 27 Zoll WQHD Monitors (WQHD = 2560 x 1440). Dies ist wie ich finde eine sehr schöne Auflösung! Das Bild ist signifikant schärfer als bei einem Full HD Monitor (ca. die doppelte Pixeldichte) und verglichen mit einem reinen 4K Monitor ist die Auflösung im Gaming Betrieb deutlich leichter zu betreiben. Letzteres macht auch Sinn, da der LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C bis zu 144Hz erreichen kann!

Lc Power Lc M34 Uwqhd 144 C Test 14

Bei dem verbauten Panel handelt es sich um ein VA Panel aus dem Hause Samsung. Vermutlich ist es das Samsung LSM340YP05. Dabei handelt es sich um das gleiche Panel wie im Xiaomi Mi Surface Display 34″.

Wie bei den meisten 21:9 Monitoren ist auch hier das Panel leicht gekrümmt. Die Krümmung mag auf dem ersten Blick wie ein Gimmick wirken, ist aber in der Praxis wirklich praktisch, da dies hilft die Ecken des Monitors im Blick zu halten, gerade beim Gaming.

 

Farben, Farbraum und Kalibrierung

Der LC-M34-UWQHD-144-C setzt auf ein typisches 8 Bit Panel. Was die Farbdarstellung und die Abdeckung diverse Farbräume angeht gibt es leider seitens LC-Power KEINE Angaben.

Verwunderlich, denn rein subjektiv sehen die Farben des LC-M34-UWQHD-144-C gut aus! Diese sind schön kräftig und klar. Dies wird auch von den Messwerten bestätigt.

Farbraum

Der LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C konnte eine 99% Abdeckung des sRGB Farbraums und 83% von AdobeRGB erreichen. Beides sind überdurchschnittliche Werte für einen Monitor dieser Klasse.

Farbraum Vergleich

Dabei ist die Kalibrierung vom Werk aus erfreulicherweise bereits recht gut!

Kalibrierung

Mit einem Delta E von kleiner gleich 2 eignet sich der LC-M34-UWQHD-144-C durchaus auch für semi-professionelle Foto/Video Bearbeitung.

 

Helligkeit und Ausleuchtung

LC-Power verspricht eine Helligkeit von 300 cd/m². Dies ist der klassische Standardwert für einen Monitor im Jahr 2020. Werden diese 300 cd/m² aber auch erreicht?

Helligkeit

Leider nicht ganz ist die Antwort. Der LC-M34-UWQHD-144-C kam in meinem Test auf nur 274 cd/m², was allerdings soweit okay ist. Ihr werdet den Monitor sicherlich nicht im freien nutzen und diese Helligkeit in Kombination mit dem matten Panel reicht in Innenräumen gut aus.

Die Ausleuchtung des Bildes ist okay. Mein Messgerät bescheinigt dem LC-Power sogar eine ganz gute Ausleuchtung, aber subjektiv sind kleine Schwächen zu erkennen. So gibt es am oberen linken Rand einen kleinen etwas helleren Fleck und der untere Bereich links ist minimal heller.

Dies fällt aber wie üblich nur auf einem komplett schwarzen Bild und wenn Ihr danach sucht auf. Ich würde unterm Strich die Ausleuchtung als akzeptabel einstufen.

 

Kontrast

Monitore mit VA Panel haben in der Regel einen sehr guten Kontrast! So gibt LC-Power diesen auch mit 1:3000 an. Solch hohe Werte konnte ich bisher mit meinen Messgeräten noch nicht messen. Aber schauen wir uns die Messwerte doch einmal im Vergleich zu anderen Monitoren an.

Kontrast

Mit 1:1270 ist der Kontrast des LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C als sehr gut einzustufen! Dieser gehört klar zum oberen 1/3 aller bisher getesteten Monitore.

 

Die Praxis

Das wichtigste bei einem Monitor wie dem LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C ist natürlich das Format. 21:9 ist toll! Ich setze nun auch seit ein paar Jahren auf dieses Format und es ist einfach klasse, sorry aber hier muss ich einfach etwas schwärmen. Die zusätzliche Breite lässt einen gerade beim Gaming oder Media-Konsum deutlich tiefer „eintauchen“. Auch die Produktivität profitiert von 21:9, gerade in Anwendungen wie Adobe Lightroom oder Video-Schnittprogrammen.

Allerdings kann ein 21:9 Monitor für mich keine zwei 16:9 Monitore bei der Produktivität ersetzen! Ja Ihr habt fast so viel Platz wie auf zwei Monitoren, aber ich bevorzuge einfach die bessere Fensterverwaltung auf zwei Monitoren. Daher nutze ich zusätzlich zu meinem 21:9 Monitor noch einen 16:9 27 Zöller, nur so als Tipp.

Lc Power Lc M34 Uwqhd 144 C Test 12

Am meisten Spaß macht das 21:9 Format aber klar in Spielen! Aufgrund der zusätzlichen Breite habt Ihr ein „Mittendrin statt nur dabei“ Gefühl. Dabei ist die Krümmung des LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C auch ein nettes Feature. Zwar wirkt die Krümmung auf den ersten Blick nur wie ein Gimmick, zumal diese mit 1500R/​1.5m auch nicht übermäßig stark ist, aber in der Praxis spielt dies schon eine Rolle! Es hilft Euch die Ecken des Monitors besser im Blick zu halten.

Ebenfalls sehr angenehm ist die Bildwiederholungsrate von 144Hz. Verglichen mit 60Hz ist dies schon ein deutlicher Unterschied! Nicht nur in Spielen, sondern auch einfach auf dem Windows Desktop. Selbst Dinge wie das verschieben von Fenstern wirkt flüssiger.

Allerdings dürfen wir auch die Bildwiederholungsrate nicht mit der Reaktionszeit gleichsetzen! Die Reaktionszeit des LC-M34-UWQHD-144-C ist mit 8,4ms in der Bildmitte nicht schlecht, kann aber auch nicht mit den IPS basierten Modellen von Alienware und Co. Mithalten.

Lc Power Lc M34 Uwqhd 144 C Test 13

Merkt Ihr die leicht schlechtere Reaktionszeiten des VA Panels? Moderne VA Panels sind deutlich besser in diesem Punkt als frühere Modelle. Sofern Ihr also nicht ein absoluter Pro-Gamer seid oder einen direkten Vergleich mit einem deutlich schnelleren Modell gewohnt seid, dann ist alles gut und Ihr könnt einfach das geile Gaming Erlebnis auf einem 21:9 Monitor genießen.

 

Stromverbrauch

Schauen wir uns zum Anschluss noch den Stromverbrauch an.

Stromverbrauch

Bei voller Displayhelligkeit benötigt der Monitor ca. 52W und bei 0% Helligkeit 17,5W.

 

Fazit

Für rund 450€ erhaltet Ihr beim LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C einen wirklich hervorragenden 21:9 Monitor!

Dieser kann neben des 21:9 Formates durch einen sehr guten Kontrast, einer starken Farbdarstellung, einer ordentlichen Kalibrierung und nicht zuletzt der 144Hz Bildwiederholungsrate punkten. Der Grund hierfür ist natürlich das Samsung VA Panel, welches auch bei Monitoren wie dem 500€ Xiaomi Mi Curved Gaming Monitor zum Einsatz kommt. Dieses bietet eine sehr gute Qualität zu einem fairen Preis.

34 Zoll, 3440 x 1440 und 144Hz ist zudem aktuell die ideale Kombination! Gerade Spiele sehen auf dem LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C toll aus und fühlen sich schön flüssig an. Die Reaktionszeit ist dabei gut, allerdings auch nicht ganz auf dem Level der „Dicken“ Modelle von Alienware und LG.

Lc Power Lc M34 Uwqhd 144 C Test 5

Ist der Unterschied fast 500€ Aufpreis zu beispielsweise dem Alienware AW3420DW wert? Neutral betrachtet nein! Der Alienware ist der bessere Monitor, aber die Unterschiede bei Bildqualität, Reaktionszeit und der Ausleuchtung sind aus Sicht der P/L sicherlich nicht 100% Aufpreis wert. Auch für Foto und Video-Bearbeitung ist der LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C durchaus gut zu gebrauchen, zumindest auf einem Hobby Level. Die Kalibrierung und auch die Farbdarstellung ist hier mehr als ordentlich.

Abzüge gibt es lediglich bei der maximalen Helligkeit und der Ausleuchtung. Beides ist eher Mittelmaß.

Kurzum, der LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C ist zwar sicherlich kein perfekter Monitor, aber es ist aktuell kaum möglich ein Modell mit besserer Preis/Leistung zu finden! 450€ ist hier wirklich ein fairer Preis.

Lc Power Lc M34 Uwqhd 144 C

Positiv

  • Scharfes Bild
  • 21:9 Format
  • Gute Portausstattung
  • Hohe Bildwiederholungsrate mit 144Hz
  • Sehr guter Kontrast (VA typisch)
  • Gute Farbraumabdeckung
  • Gute Kalibrierung
  • Reaktionszeit solide
  • Standfuß höhenverstellbar….

Neutral

  • …. Aber weniger massiv und wertig als bei vielen großen Konkurrenten

Negativ

  • Maximale Helligkeit durchschnittlich
  • Ausleuchtung nicht ganz perfekt.

Das Baseus 120W GaN USB Ladegerät im Test, kompakt, leistungsstark, günstig?

Baseus gehört zu den spannendsten Smartphone Zubehör Herstellern der letzten Jahre! Ihr habt dennoch noch nichts von Baseus gehört? Nicht verwunderlich, denn diese sind auf dem deutschen Markt nur recht schwach vertreten.

In Asien bieten diese aber gerade aufseiten der Ladegeräte durchaus spannende Modelle an, welche so langsam auch Richtung Europa schwappen. So ist das Baseus BS-E915 beispielsweise ein recht populäres USB Ladegerät.

Baseus Ccgan120e 120w Gan Usb Ladegerät 8

Nun hat Baseus mit dem CCGAN120E ein neues „Flaggschiff“ Ladegerät auf den Markt gebracht. Das CCGAN120 ist ein 120W GaN USB Ladegerät! Dieses unterstützt aber nicht nur bis zu 100W via USB C, sondern unterstützt auch den recht exotischen USB Power Delivery PPS Standard. Dabei ist das Ladegerät aktuell für rund 50$ erhältlich, was für ein 100W USB PD Ladegerät recht wenig ist.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier das Baseus 120W GaN USB Ladegerät im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Das Baseus 120W GaN USB Ladegerät im Test

Bei dem CCGAN120E handelt es sich um ein 120W USB Ladegerät! Dies ist ordentlich Power für ein USB Ladegerät und dafür ist sein Gehäuse erstaunlich kompakt.

Baseus Ccgan120e 120w Gan Usb Ladegerät 1

Das Baseus 120W GaN USB Ladegerät misst gerade einmal 94 x 30 x 55 mm und bringt ein Gewicht von 222g auf die Waage. Sollten bei Euch jetzt die Alarmglocken schrillen „China USB Ladegerät + hohe beworbene Leistung + super kompakte Abmessungen = Gefahr“, dann ist dies prinzipiell kein schlechtes Zeichen. Allerdings sind hier die kompakten Abmessungen einfach auf eine gute Technik und das Nutzen der GaN Technologie zurückzuführen.

GaN steht für Gallium Nitride, welches ein Halbleiter ist, der so langsam seinen Weg in den Massenmarkt findet. Gallium Nitride hat gegenüber Silizium einige Vorteile im Bereich der Effizienz, bei Schaltnetzteilen. Dies erlaubt es kleinere Bauteile mit Gallium Nitride bei gleicher Leistung zu bauen als mit regulärem Silizium. Je nach Quelle sind GaN Bauteile ca. 32% kleiner bei gleicher Leistung und zudem noch effizienter.

Baseus Ccgan120e 120w Gan Usb Ladegerät 2

Neben GaN soll das Baseus Ladegerät auch auf Komponenten auf „SiC“ Basis setzen. Was zum Teufel ist nun SiC? SiC steht für Silicon Carbide und ist ähnlich wie Gallium Nitride eine Alternative zu Silizium. Was nun besser ist, darüber streitet die Fachwelt und es hängt vom Einsatzzweck ab. SiC wird allerdings stark von Infineon vorangetrieben. Quelle 1 und Quelle 2

Aufseiten der Ports verfügt das Baseus 120W GaN USB Ladegerät über zwei USB C Ports und einen USB A Port. Beide USB C Ports sind prinzipiell erst einmal identisch und können jeweils 100W liefern. Genau genommen kann jeder Port 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/5A nach den Power Delivery Standard liefern. Alternativ bieten beide Ports auch ein USB PPS Profil an, welches 3,3V-20V/5A bietet.

Baseus Ccgan120e 120w Gan Usb Ladegerät 6

Der USB A Ausgang unterstützt Quick Charge mit bis zu 30W! Dieser kann 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A oder 20V/1,5A liefern.

Bedenkt allerdings, dass das Ladegerät nur 120W im Maximum bei der Nutzung aller Ports bereitstellen kann.

 

Mehrere Ports gleichzeitig nutzen?

Theoretisch könntet Ihr das Baseus CCGAN120E 120W GaN USB Ladegerät mit bis zu 230W (100 + 100 + 30W) belasten, wenn Ihr alle einzelnen Ports vollständig nutzt. Allerdings ist das Ladegerät auf 120W limitiert. Was passiert wenn Ihr diese 120W überschreitet? Das Ladegerät beginnt seine Ports „dynamisch“ zu drosseln.

Baseus Ccgan120e 120w Gan Usb Ladegerät 9

  • Belastet Ihr beide USB C Ports, dann werden beide Ports auf jeweils 60W gedrosselt 60W + 60W
  • Belastet Ihr einen USB C Port und den USB A Port, dann wird auf 87W + 30W gedrosselt
  • Belastet Ihr alle Ports gleichzeitig wird der primäre USB C Port auf 60W und alle anderen Ports auf 30W gedrosselt, also 60W + 30W + 30W.

Erster Test

Starten wir mit dem Wichtigsten, Baseus belügt uns nicht was die Leistung des CCGAN120E angeht. Beide USB C Ports können wie beworben 100W Leistung bieten. Dies auch konstant! In meinem Test habe ich das Ladegerät 6 Stunden lang mit 100W belastet und dieses zeigte keine Probleme von Überhitzen oder Ähnlichem.

Temperatur 1 Temperatur 2

Auch die Wärmebildkamera zeigt ein positives Bild. Das Ladegerät erwärmte sich äußerlich auf 7X Grad, was nicht wenig ist, aber auch nicht problematisch heiß!

 

Das Ladetempo

Folgende Geräte habe ich am Baseus 120W GaN USB Ladegerät getestet:

  • Apple iPad Pro 11
  • Apple iPhone 11 Pro Max
  • Apple MacBook Pro 13
  • Âpple MacBook Pro 16
  • Dell XPS 13 9380
  • Dell XPS 17 9700
  • Samsung Galaxy Note 20 Ultra
  • Samsung Galaxy S20 Ultra
  • Xiaomi Mi 10 Pro

Ladetempo

Hier können wir es an sich kurz machen, das Baseus 120W GaN USB Ladegerät hat absolut überzeugt! Dieses zeigte keine Kompatibilitätsprobleme oder Ähnliches. Sogar im Zusammenspiel mit dem ansonsten etwas zickigen Apple MacBook Pro 16 gab es keine Probleme! Hier könnte das Ladegerät sogar das originale Apple Ladegerät zu 100% ersetzen, beeindruckend!

Baseus Ccgan120e 120w Gan Usb Ladegerät 10

Auch der reguläre USB Port konnte überzeugen. Dieser ist sogar in der Lage viele Quick Charge 4+ Smartphones wie das Xiaomi Mi 10 Pro „extra schnell“ zu laden.

 

Effizienz

Im Leerlauf benötigt das Baseus 120W GaN USB Ladegerät 0W, lediglich in einem Intervall von ca. 30-60 Sekunden konnte ich kleinere Sprünge auf +-1W für eine Sekunde beobachten. Wie sieht es aber unter Last aus?

Effizienz

Die Effizienz des Baseus schwankt zwischen 77% und 90%, je nach Last. Dies ist für ein 100W USB PD Ladegerät kein schlechtes Ergebnis! Hier ein paar Vergleichswerte.

Effizienz Vergleich

Das Baseus 120W GaN USB Ladegerät ist damit das so ziemlich effizienteste 100W USB Ladegerät das ich aktuell kenne.

 

Fazit

Letztendlich ist das Empfehlen von Ladegeräten die nicht offiziell auf dem deutschen Markt erhältlich sind immer etwas schwierig. Solltet Ihr aber bereit sein den Umweg über China zu nehmen, dann ist das Baseus 120W GaN USB Ladegerät eins, wenn nicht sogar das beste Ladegerät das Ihr aktuell bekommen könnt!

Die 100W USB C Ports erlauben es wahlweise ein großes Notebook wie das Apple MacBook Pro 16 mit dem vollen Tempo zu laden, oder zwei kleinere Notebook wie das Apple MacBook Pro 13. Dies ist absolut beeindruckend, gerade wenn wir uns das vergleichsweise kompakte Gehäuse ansehen.

Baseus Ccgan120e 120w Gan Usb Ladegerät 11

Weitere Bonuspunkte gibt es für den Support von Quick Charge 4+ und USB PD PPS! Dies erlaubt es auch Smartphones wie die Samsung Galaxy S20 Modelle oder das Xiaomi Mi 10 Pro mit dem vollen Tempo zu laden.

Ebenfalls beeindruckend ist dass das Baseus 120W GaN USB Ladegerät keine Temperatur-Probleme hat! Ja dieses läuft heiß, aber nicht übermäßig kritisch heiß. Selbst nach 6 Stunden Volllast gab es keine Probleme.

Damit ist das Baseus 120W GaN USB Ladegerät das empfehlenswerteste 100W USB C Ladegerät aktuell auf dem Markt und dies bei einem Preis von rund 50€ (zum Zeitpunkt des Tests).

Ladegerät USB C, Wandladegerät, 3 Ports, 120 W, Schnellladegerät...

  • 120W maximale Leistung
  • 100W USB C Ports
  • USB PD, QC 4.0 und PPS Support!
  • Effizienz zwischen 77% und 90%
  • Unkritische Hitzeentwicklung
  • Intelligentes Drosseln bei voller Nutzung mehrerer Ports
  • Berichte über Spulenfiepen

Welches USB-Ladegerät solltet Ihr im Jahr 2020 kaufen?

USB-Ladegeräte gibt es in diversen Formen, Größen und Leistungsklassen. Allerdings was für ein Modell solltet Ihr nun kaufen? In der Techtest-Bestenliste findet Ihr mittlerweile mehrere duzend Modelle, dort gewinnen allerdings meist die besonders Leistungsstarken und großen Modelle. Diese werden aber oft in der Praxis gar nicht benötigt.

Ladegeräte 1

In diesem Artikel möchte ich Euch nun etwas genauer beraten, welches nun das richtige Ladegerät für Euch und Eure Nutzung ist. Neugierig?

 

Muss es immer schnell sein?

Mittlerweile überbieten sich die Hersteller von Smartphones regelrecht darin wessen Smartphone nun am schnellsten Laden kann. Oftmals werden dabei Geschwindigkeiten von 40W+ erreicht. So cool dies ist, Ihr solltet Euch aber dennoch die Frage stellen „brauche ich solch ein Tempo“?

Nach außen hin gibt dies zwar kaum ein Hersteller zu, aber schnelleres Laden ist immer tendenziell schlechter für Euren Smartphone Akku, was die Lebenserwartung angeht. Dies werdet Ihr auch nicht sofort bemerken, aber nach ein paar Jahren wird ein dauerhaft schnellgeladenes Smartphone sicherlich mit einigen % weniger Kapazität dastehen. Durch die Blume geben dies auch viele Hersteller zu. Dabei rede ich aber primär vom extremen Schnellladen mit 40W und mehr.

Muss es schnell gehen ist das völlig Okay, aber ich lade z.B. mein Smartphone in der Regel über Nacht und das an einem „normalen“ USB Ladegerät, da hier das Tempo keine Rolle spielt.

 

Welchen Ladestandard brauche ich?

Generell gilt, jedes Smartphone sollte an jedem Ladegerät laden können. Der USB Standard ist hier soweit abgesichert, dass da nichts schiefgehen kann. Wie schnell das Laden allerdings geht steht auf einem anderen Blatt. Bei modernen Smartphones unterteile ich hier in der Regel in drei Stufen:

  • Normales Laden, meist mit 5-10W
  • Universelles Schnellladen, meist mit 10-18W
  • Proprietäres Schnellladen, meist mit 14-65W

Iphone Ladegerät

Die meisten aktuellen Smartphones unterstützen den USB Power Delivery Ladestandard für das Schnellladen, benötigen aber das herstellereigene Ladegerät für das volle Ladetempo.

Primärer
Schnellladestandard
USB PD Support?
Apple USB Power Delivery Voll
Google Pixel USB Power Delivery Voll
Huawei Huawei Super Charge Mit reduziertem Tempo
LG Quick Charge Voll
Motorola USB Power Delivery mit PPS Mit reduziertem Tempo
OnePlus OnePlus Warp Charge Mit reduziertem Tempo
Oppo Oppo VOOC Mit reduziertem Tempo
Samsung (ab S20) USB Power Delivery
mit PPS
Mit reduziertem Tempo
Samsung (vor S20) Samsung adaptiv Fast Charge, Quick Charge 2.0 und USB Power Delivery Voll
Sony Quick Charge Mit reduziertem Tempo
Xiaomi Bunt gemixt, meist Quick Charge Mit reduziertem Tempo

 

Wollt Ihr das maximale Ladetempo solltet Ihr wenn möglich immer zum herstellereigenen Ladegerät greifen! USB Power Delivery kann zwar fast alle modernen Smartphones schneller laden, aber halt nicht mit dem vollen Tempo. Ausnahmen sind hier Apple, Google und auch teilweise Samsung, welche für das volle Ladetempo auch den offenen USB PD Standard nutzen.

 

Ein gutes Standard Ladegerät, für das langsame Laden über Nacht

Habt Ihr es gerade nicht übermäßig eilig und wollt Euer Smartphone beispielsweise über Nacht laden, dann würde ich zu einem einfachen 5V/2,4A USB Ladegerät raten. Diese laden ein modernes Smartphone in ca. 2,5-3,5 Stunden.

Anker Powerport Mini

Aktuell würde ich hier zwei Modelle empfehlen, das Anker PowerPort Mini und das Anker 24W 2-Port. Prinzipiell ist das Anker PowerPort Mini das neuere Modell, hat aber „nur“ eine maximale Leistung von 12W, über zwei Ports verteilt. Das Anker 24W 2-Port hat hingegen 24W und kann somit zwei Geräte mit einem hohen Tempo parallel laden. Dabei laden diese flott, aber auch nicht übermäßig schnell, was schonender zum Akku ist.

Beide Ladegeräte sind recht günstig zu bekommen und absolut zuverlässig und vertrauenswürdig! Ich selbst habe mit dem Anker 24W 2-Port schon einige Ausflüge bestritten und hatte nie Probleme mit diesem. Daher wenn Ihr ein gutes Standard USB Ladegerät sucht, wählt entweder das Anker PowerPort Mini (wenn Ihr nur ein Smartphone laden wollt) oder das Anker 24W 2-Port Ladegerät (wenn Ihr zwei Smartphones parallel laden wollt).

Portanzahl Maximale Leistung
pro Port
Maximale Leistung
insgesamt
Preis ca.
Anker PowerPort Mini 2x 12W 12W 12,99€
Anker 24W 2-Port 2x 12W 24W 14,99€

 

 

Ein einfaches (günstiges) universelles Schnellladegerät?

Die meisten modernen Smartphones von Apple, Huawei, Samsung, OnePlus usw. erlauben ein schnelles Laden an einem USB Power Delivery Ladegerät. Dabei wird aber bei vielen Modellen nicht das volle Ladetempo an solch einem universellen Ladegerät erreicht.

Beispielsweise das Xiaomi Mi 10 Pro kann an seinem originalen Ladegerät mit bis zu 45W laden, an einem USB Power Delivery Ladegerät mit bis zu 15W und an einem Standard Ladegerät (5V/2,4A) mit bis zu 7,5W. Ähnlich verhält es sich bei Samsung, OnePlus, Oppo usw.

Wichtig, in der Regel bringen mehr als 18W Leistung hier für Smartphones nichts! Wenn das gewählte USB Power Delivery Ladegerät mehr als 18W hat ist dies nicht schlimm! Euer Smartphone kann durch mehr Leistung nicht beschädigt oder überladen werden, aber es bringt auch nichts.

Anker Powerport Iii Nano 1

Hier würde ich Euch entweder zum Anker PowerPort PD 2 oder Anker PowerPort III Nano raten. Beide Ladegeräte kosten unter 20€ und sind Grund solide und vor allem vertrauenswürdige Modelle! Ich hätte hier auch keine Probleme 1000€ Smartphones an diesen Modellen zu laden. Dabei bietet das Anker PowerPort PD 2 einen modernen USB C Port mit 18W, welcher schnellladefähig ist, und einen klassischen USB A Port, für einen eBook-Reader oder sonstige Geräte die noch kein USB C nutzen. Das Anker PowerPort III Nano ist hingegen super kompakt, hat aber nur einen schnelladefähigen USB C Port.

Portanzahl Maximale Leistung
pro Port
Maximale Leistung
insgesamt
Preis ca.
Anker PowerPort PD 2 2x 18W 30W 18,99€
Anker PowerPort III Nano 1x 18W 18W 19,99€

 

 

Ich brauche mehr Ports für Smartphone, Tablet und Co!

Ihr habt mehrere Geräte, welche natürlich immer gleichzeig geladen werden müssen? Dann ist ein Multiport-USB Ladegerät das Mittel der Wahl!

Ich würde hier aktuell das Anker PowerPort Atom III Slim oder das RAVPower RP-PC059 empfehlen. Es gibt zwar noch duzende weitere Modelle, aber diesen fehlt entweder der doch schon mittlerweile recht wichtige USB C PD Ladeport, sind nur bedingt vertrauenswürdig oder sind einfach „übertrieben“ für das Laden eines Smartphones oder Tablets. Für das Laden von Smartphones, welche an USB PD Ports eh mit maximal +- 18W laden, egal wie leistungsstark der Port ist, braucht Ihr kein 70€ Ladegerät.

Das Anker PowerPort Atom III slim bietet einen sehr schönen kompakten Formfaktor, ist sehr effizient und verfügt mit einem USB C Port und 3x USB A über eine vernünftige Ausstattung. Das RAVPower RP-PC059 ist etwas weniger kompakt und effizient, aber hat dafür einen USB Port mehr und ist mit 29,99€ ein absoluter Preisbrecher.

Portanzahl Maximale Leistung
pro Port
Maximale Leistung
insgesamt
Preis ca.
Anker PowerPort Atom III Slim 4x 45W 65W 39,99€
RAVPower RP-PC059 5x 45W 60W 29,99€

 

Das ideale Ladegerät für iPhone X, Xs, 11, 12 usw.

Ihr sucht das ideale Ladegerät für Euer iPhone X, Xs, 11, 12 usw.? Dann müssen wir zunächst klären was dies überhaupt bedeutet. Grundsätzlich kann ein iPhone an jedem USB-Ladegerät laden. Die Ladeelektronik der modernen iPhones ist hier absolut unkritisch. Ihr könnt Ihr also jedes der empfohlenen Ladegeräte nutzen. Wollt Ihr Euer iPhone aber schnellladen müsst Ihr ein USB Power Delivery fähige Ladegerät mit USB C haben. Um daran Euer iPhone zu laden, müsst Ihr ein USB C auf Lightning Kabel nutzen. Das iPhone X und Xs unterstützen ein maximales Ladetempo von 18W, Ladegeräte darüber hinaus bringen nicht mehr. Das iPhone 11 Pro Max kann sogar mit bis zu 22,5W laden.

Ravpower Usb C Ladegerät 30w Mit Gan Technologie Im Test 8

Das Anker PowerPort III Nano ist die beste Alternative zum originalen Apple 18W USB C Ladegerät. Auch das Anker PowerPort III Nano bietet 18W und ist ähnlich wie das Apple Modell sehr wertig gebaut, aber noch kompakter! Ideal für das Apple iPhone 12 bei welchem kein Ladegerät mehr beiliegt.

Das RAVPower RP-PC120 und das AUKEY Omnia PA-B3 sind hier eine Nummer größer und bieten auch mit dem neuen Apple iPhone 11 Pro Max das volle Ladetempo.

Portanzahl Maximale Leistung primärer Port Maximale Leistung
insgesamt
Preis ca.
RAVPower RP-PC120 1x 30W 30W 21,99 €
Anker PowerPort III Nano 1x 18W 18W 19,99 €
AUKEY Omnia PA-B3 2x 65W 65W 51,99 €

 

 

Ein High Power Ladegerät auch für Notebooks?

Viele moderne Notebooks lassen sich ebenfalls via USB C und dem Power Delivery Ladestandard laden. So wäre es in der Theorie möglich das Ihr Euer Smartphone, Tablet und Notebook an einem Ladegerät ladet. Klasse!

Notebooks benötigen aber deutlich mehr Leistung als Smartphones. So müsst Ihr für ein 13 Zoll Notebook +- 45W einplanen und bei größeren Modellen, wie dem MacBook Pro 16 bis zu 100W. Viele Notebooks können auch mit weniger als ihrer maximalen Leistung laden! So könnt Ihr ein Apple MacBook Pro 16 beispielsweise an einem 18W Ladegerät laden, aber nutzt Ihr dieses parallel kann es passieren das sich der Akku weiter entlädt.

Ganz offen gesagt, in der Regel würde ich dazu raten das beiliegende Ladegerät Eures Notebooks zu nutzen! Dies gilt gerade für große Notebooks. Selbst viele gute USB Ladegeräte sind in der Regel nicht für eine Dauerlast gemacht. Diese sollen Euer Gerät innerhalb von ein paar Stunden laden und fertig. Nutzt Ihr diese für Euer Notebook, dann kann es aber passieren, dass über etliche Stunden hinweg Leistung erbracht werden muss. Dies halten die meisten Ladegeräte aus, die Frage ist nur nach der Alterung, Hitze und Last sind hier die beiden größten Faktoren. Daher würde ich am Schreibtisch immer das original Ladegerät nutzen, aber am Bett, im Wohnzimmer auf kurzen Reisen usw., dafür gibt es auch gute 3. Anbieter Modelle.

Hyperjuice 100w Gan

Das klar beste „High Power“ USB Ladegerät ist aus meiner Sicht der HyperJuice 100W GaN Charger. Wie der Name schon sagt handelt es sich hier um ein 100W Ladegerät, welches somit sogar ein großes MacBook Pro 16 mit vollem Tempo versorgen kann. Dabei ist das Ladegerät auch bei konstanter Volllast sehr souverän. Viele andere 100W USB C Ladegeräte leiden etwas unter Temperatur-Probleme, das HyperJuice nicht.

Reichen Euch 60W dann würde ich Euch das AUKEY Omnia PA-B3 oder das Xtorm USB Power Hub Edge XPD20 empfehlen. Beides sind sehr gute Ladegeräte und beide nutze ich selbst auch sehr viel im Alltag. So ist das Xtorm mein „Büro Ladegerät“, an welchem ich auch MacBook usw. lade. Das AUKEY ist technisch aber etwas moderner und effizienter, hat aber nur zwei USB Ports.

Zu guter Letzt würde ich noch das Anker PowerPort Atom III slim empfehlen, welches ich seit rund einem Jahr mehr oder weniger exklusiv für mein Dell XPS 13 nutze. Allerdings ist die Leistung mit 45W etwas geringer.

Portanzahl Maximale Leistung primärer Port Maximale Leistung
insgesamt
Preis ca.
AUKEY Omnia PA-B3 2x 65W 65W 51,99 €
HyperJuice 100W GaN Charger 4x 100W 100W 105,99 €
Xtorm USB Power Hub Edge XPD20 4x 60W 90W 78 €
Anker PowerPort Atom III Slim 4x 45W 65W 39,99 €

 

 

Warum empfiehlst du so viel Anker und so wenige kleinere Hersteller?

Vielleicht ist Euch eine gewisse Anker Dominanz bei meinen Empfehlungen aufgefallen. Dies liegt nicht daran, dass dies ein gesponserter Artikel oder Ähnliches wäre. In diesem Artikel geht es um Ladegeräte die ich für vernünftig halte und Euch mit gutem Gewissen empfehlen kann.

Es gibt duzende Hersteller von guten USB Ladegeräten, die generell auch zu empfehlen wären. Beispielsweise helpers lab, welche sogar teilweise bessere Ladegeräte bauen als Anker. Allerdings ist helpers lab ein wenig „dubios“, diese besitzen nicht mal eine Webseite. Für Enthusiasten ist dies Okay, aber der Normalnutzer wünscht sich eventuell etwas Support bei Problemen, was bei solchen Herstellern problematisch sein kann. Ähnliches gilt für Hersteller deren Produkte nur aus Asien zu beziehen sind. Diese sind selbst nach unseren westlichen Standards oft top, aber sollte es mal Probleme geben werdet Ihr vermutlich im Regen stehen.

Daher empfehle ich gerne Hersteller wo ich weiß, dass es zu keinen Problemen kommen wird. Anker ist solch ein Hersteller, welcher seit Jahren gute und zuverlässige Produkte liefert. Ähnliches gilt auch für RAVPower, XTORM und sogar AUKEY. Letztere hatten auch mal schlechtere Produkte, aber in den letzten Jahren läuft gerade bei AUKEYs Ladegeräten eine Qualitätsoffensive.

Bei diesen Herstellern fühle ich mich einfach am wohlsten die Produkte auch den Normalnutzern zu empfehlen.

Die eufy Security Sicherheitskamera mit Scheinwerfer im Test

0

Die Kombination aus Überwachungskamera und Scheinwerfer ist etwas unheimlich Praktisches. Zum einen erlaubt diese das Ersetzen einer Außenlampe mit einer Überwachungskamera, zum anderen ist gerade im Winter Licht um das eigene Haus immer etwas praktisches.

Aus diesem Grund war ich auch sehr erfreut das Eufy endlich seine „Security Sicherheitskamera mit Scheinwerfer“ auch auf den deutschen Markt gebracht hat. Wie der Name schon sagt, verbindet dieses Modell eine Überwachungskamera mit zwei LED Scheinwerfern. Letztere schalten sich automatisch beim Erkennen einer Bewegung ein.

Eufy Security Sicherheitskamera Mit Scheinwerfer Im Test 11

Meine positiven Erfahrungen mit Eufy Überwachungskameras bezogen sich bisher immer auf die kabellosen Modelle. Daher war ich gespannt auf die kabelgebundene eufy Security Sicherheitskamera mit Scheinwerfer. Kann diese im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen dank an Eufy, welche mir die Kamera zur Verfügung gestellt haben.

 

Die eufy Security Sicherheitskamera mit Scheinwerfer im Test

Bei der eufy Security Sicherheitskamera mit Scheinwerfer handelt es sich um eine Überwachungskamera die direkt an der Wand oberhalb eines Stromkabels (230V) bzw. einer Kabeldose installiert wird. Dementsprechend verfügt die Kamera zum Anschluss lediglich über die üblichen drei Kabel, Phase, neutral und Erde. Ihr könnt diese also nicht einfach irgendwo hinlegen und nutzen.

Eufy Security Sicherheitskamera Mit Scheinwerfer Im Test 1

Die Kamera selbst besteht aus einer weißen Metall-Basis an welcher drei Arme angebracht sind. Zwei dieser Arme sind LED Scheinwerfer und der dritte Arm ist die Kamera.

Generell würde ich das Design und auch die Verarbeitung als wertig bezeichnen. Gerade die weiße Färbung macht an den meisten Hauswänden sinn. Allerdings ist zwar das Design generell gut, aber nicht ganz so elegant wie z.B. die Netatmo Presence, aufgrund der drei getrennten Arme.

Eufy Security Sicherheitskamera Mit Scheinwerfer Im Test 4

Der Hauptarm ist natürlich die Kamera selbst. Diese misst 131 x 75 x 67mm und besitzt im oberen Bereich die Kameralinse + IR LEDs. Im unteren Bereich ist ein großer gesonderter Bewegungsmelder angebracht.

Eufy Security Sicherheitskamera Mit Scheinwerfer Im Test 3

Die LED Scheinwerfer sind klassische LED Scheinwerfer die Ihr sehr frei auch in unterschiedliche Richtungen ausrichten könnt. Zusammen sollen die Scheinwerfer auf satte 2500 Lumen kommen. Dies entspricht ca. zwei 60W Glühbirnen, ist also schon sehr hell!

Im Normalbetrieb benötigt die Kamera im Übrigen gerade einmal 1,7W, was sehr wenig ist.

 

Einrichtung und Installation

Die eufy Security Sicherheitskamera mit Scheinwerfer benötigt eine permanente Stromverbindung, wofür auch auf der Rückseite drei nackte Adern angebracht sind. Damit ist die Überwachungskamera gemacht, um anstelle einer Außenlampe auf einer Ader installiert zu werden die aus der Wand kommt.

Eufy App (4) Eufy App (3)

Hierfür liegt alles benötigte Montagematerial, Klemmen, Dosen usw. mit im Lieferumfang. Auf die genaue Montage möchte ich hier aber auch nicht näher eingehen, die App leitet Euch ganz gut durch die Prozedur.

Eufy Security Sicherheitskamera Mit Scheinwerfer Im Test 5

Einfach den Strom abschalten, die alte Lampe (falls vorhanden) entfernen, die neue Dose Installieren, die alten Adern mit der Klemme in der Dose verbinden, die neue Kamera mit den Adern verbinden (auf die richtigen Farben achten), die Kamera verschrauben, Strom einschalten und Ihr seid soweit fertig.

Eufy App (20) Eufy App (17)

Natürlich muss die Kamera noch in die App eingebunden werden. Hier kommt die Eufy Security App zum Einsatz, welche auch für alle anderen Eufy Überwachungskameras genutzt wird.

Um die App zu nutzen müsst Ihr Euch zunächst beim Hersteller registrieren. Dies erfordert eine eMail Adresse und ein Passwort. In der App wählt „Gerät hinzufügen“ und wählt in der Liste die eufy Security Sicherheitskamera mit Scheinwerfer aus. Diesen Schritt könnt Ihr auch bereits vor der Montage durchführen, denn die App erklärt Euch nun auch nochmals ausführlich die Montage.

Eufy App (23) Eufy App (21)

Eufy nutzt bei dieser Überwachungskamera die „WLAN Hotspot“ Technik um sich mit der Kamera erstmalig zu verbinden. Es müssen ja irgendwie der Überwachungskamera Eure WLAN Daten übermittelt werden. Hierfür erstellt die Kamera zunächst ein eigenes WLAN Netz, mit welchem Ihr Euer Smartphone verbindet und der Kamera Euer WLAN Passwort usw. mitteilt.

Anschießend verbindet sich die Kamera regulär mit Eurem WLAN Netz und der Hotspot verschwindet.

 

App und Feature

Die Eufy Security App gehört zu den besten und übersichtlichsten Überwachungskamera Apps aktuell auf dem Markt. Auf der Startseite findet Ihr zunächst eine Übersicht aller Überwachungskameras die Ihr mit Eurem Account verbunden hat. In dieser Übersicht ist auch immer ein Vorschaubild der letzten erkannten Aktivität enthalten.

Eufy App (32) Screenshot 20200913 113008 Eufysecurity

Tippt Ihr das Bild an landet Ihr in der Live Ansicht. Die Ladedauer dieser schwankt allerdings etwas zwischen 2 und 4 Sekunden. Nach dem Laden ist die Verzögerung aber recht gering. Über die Live-Ansicht könnt Ihr die 2-Wege Kommunikation einleiten, manuell Fotos und Videos machen und die Scheinwerfer aktivieren.

Die Scheinwerfer aktivieren sich auf Wunsch natürlich auch automatisch oder beim Erkennen einer Bewegung. Ihr könnt hierfür sogar unabhängig von der generellen Bewegungserkennung einen Radius/Bereich festlegen. Alternativ können die Scheinwerfer auch immer bzw. sobald die Kamera Dunkelheit erkennt eingeschaltet werden.

Eufy App (35) Eufy App (38)

Die Bewegungserkennung der Kamera lässt sich in fünf Stufen steuern und auf Wunsch lassen sich auch gewisse Bereiche aus der Erkennung ausklammern. Über spezielle KI Feature verfügt die eufy Security Sicherheitskamera mit Scheinwerfer leider nicht. Aber die Bewegungserkennung arbeitet generell zuverlässig, auch wenn Sie auf hohe Distanz etwas schwächelt und hier und da durch Motten ausgelöst wird.

 

Aufzeichnung und Datenschutz

In der Kamera sind 4GB Speicher integriert, auf welche die Kamera von Haus aufzeichnet. Es handelt sich hierbei allerdings nicht um eine zugreifbare Speicherkarte. Dies hat natürlich den Vorteil, dass ein Dieb nicht einfach die Speicherkarte entnehmen kann und alle Aufnahmen sind weg, im Gegenzug ist aber auch ein Upgrade der Speicherkapazität nicht möglich.

4GB sind allerdings in der Regel bereits völlig ausreichend! Die eufy Security Sicherheitskamera zeichnet nur Videos auf, wenn diese eine Bewegung erkennt. Hierdurch wird mit dem vorhandenen Speicher recht effizient umgegangen.

Screenshot 20200920 111634 Eufysecurity Screenshot 20200920 111639 Eufysecurity

Die getätigten Aufnahmen lassen sich anschließend über den Tab „Ereignisse“ in der Eufy App auswerten. Hier werden diese mit Vorschaubild angezeigt. Habt Ihr mehrere Kameras von Eufy werden auch alle Aufnahmen gemeinsam chronologisch angezeigt. Ihr müsst also nicht alle Kameras einzeln durchgehen um die Aufnahmen auszuwerten.

Eufy Security Sicherheitskamera Mit Scheinwerfer Im Test 14

Neben der Aufzeichnung beim Erkennen einer Bewegung könnt Ihr auch eine Smartphone Benachrichtigung erhalten und/oder die Alarmsirene in der Kamera kann ertönen. Was davon wann wo wie passiert lässt sich zudem über einen Zeitplan steuern. Wollt Ihr also nur nachts über Bewegungen benachrichtigt werden, dann lässt sich dies einstellen.

Aufnahmen werden bei der eufy Security Sicherheitskamera zunächst nur lokal gespeichert, wofür es natürlich keine Folgekosten gibt. Auch aus Sicht des Datenschutzes ist dies zu bevorzugen. Alternativ hat Eufy aber auch ein kostenpflichtiges Cloud-Angebot.

 

Bildqualität

In der eufy Security Sicherheitskamera mit Scheinwerfer steckt ein recht klassischer Full HD Kamerasensor der mit einer sehr weitwinkligen Linse ausgestattet ist. Sehr weitwinklig = 140 Grad!

Damit kann die Überwachungskamera fast schon zur Seite sehen. Dies ist einer der besten Werte die ich bisher bei einer Überwachungskamera gesehen habe. Erstaunlicherweise ist das Bild aber vergleichsweise wenig verzerrt.

2020 09 12 15 36 05

Generell würde ich die Bildqualität als gut einstufen! Diese ist zwar nicht ganz auf dem Level der 2K Modelle von Eufy oder der Netatmo Presence, aber es ist auf den Aufnahmen alles zu erkennen was zu erkennen ist.

2020 09 19 22 26 32

Ähnliches gilt auch für die Nacht, wo die Kamera aufgrund der beiden Flutlichter natürlich 90% aller regulären Überwachungskameras überlegen ist. Das Flutlicht ist wie von Eufy beworben durchaus als sehr hell zu bezeichnen! Dieses kann problemlos eine Einfahrt oder Ähnliches ausleuchten.

 

Fazit

Dass ich die Überwachungskameras aus dem Hause Eufy sehr schätze wird den Stammlesern von Techtest nichts Neues sein. Dies gilt auch für die eufy Security Sicherheitskamera mit Scheinwerfer.

Diese stellt ein gelungenes „Upgrade“ für eine klassische Außenlampe dar. So verbindet diese die Funktion der Überwachung und der Beleuchtung. Dank der beiden mehr oder weniger frei ausrichtbaren Scheinwerfer mit wirklich hoher Helligkeit kann die eufy Security Sicherheitskamera flexibel genutzt werden.

Eufy Security Sicherheitskamera Mit Scheinwerfer Im Test 13

Die Überwachungskamera funktionierte in meinem Test sehr zuverlässig, auch wenn die Bewegungserkennung noch etwas Luft nach oben hätte bei der Erkennung auf höheren Distanzen. Dabei werden die Aufnahmen kostenfrei lokal auf dem integrierten 4GB Speicher gesichert. Top! Leider hat Anker hier nur auf diverse AI Feature verzichtet, welche andere Eufy Kameras beherrschen. Sicherlich kein NoGo, aber schade.

Bonuspunkte gibt es wiederum für das hervorragende Ökosystem und die übersichtliche App. Letztere bietet viele Einstellungsmöglichkeiten, das einrichten von Zeitplänen und ist auch mit den üblichen Sprachassistenten gut vernetzt.

Kurzum ja ich kann die eufy Security Sicherheitskamera mit Scheinwerfer mit gutem Gewissen empfehlen! Selbiges gilt generell für das Eufy Security Ökosystem, auf welches ich mittlerweile auch privat umgestiegen bin.

eufy Security Sicherheitskamera mit Scheinwerfer, 1080p...

  • Gute Bildqualität
  • Zwei sehr helle LED Scheinwerfer, die gut reagieren
  • Sehr gute App
  • Zuverlässige Bewegungserkennung
  • Design mittelmäßig
  • Keine erweiterte KI oder Objekterkennung

Die Orico GV100 externe SSD im Test

Externe SSDs sind etwas extrem praktisches, gerade wenn Ihr mit Eurem Notebook unterwegs seid. Dementsprechend gibt es auch duzende Modelle von diversen Herstellern. Eins der sicherlich etwas exotischeren Modelle ist die Orico GV100.

Orico Gv100 Externe Ssd Im Test 5

Bei der Orico GV100 handelt es sich um eine externe USB C 3.1 SSD, welche auf NVME basiert. Daher wären hier Datenraten von bis zu 1000MB/s in der Theorie möglich. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Orico für das Zurverfügungstellen der GV100.

 

Die Orico GV100 externe SSD im Test

Die Orico GV100 setzt auf ein interessantes Gehäusedesign. So ist die SSD selbst grundsätzlich in einem schön kompakten Aluminiumgehäuse untergebracht, welches blau lackiert ist. Allerdings hat Orico eine Art Trageschlaufe am Gehäuse angebracht.

Orico Gv100 Externe Ssd Im Test 1

Grundsätzlich ist diese nicht unpraktisch, vergrößert das Gehäuse der SSD aber „unnötig“ ein Stück weit. Diese misst 96 x 30 x 10 mm und bringt 27g auf die Waage. Damit ist die Orico GV100 weiterhin eine recht kompakte SSD.

Orico Gv100 Externe Ssd Im Test 2

Dabei ist die Orico GV100 aktuell in vier Kapazitäten verfügbar.

  • 128 GB – ca. 80€
  • 256 GB – ca. 100€
  • 512 GB – ca. 140€
  • 1 TB – ca. 240€

Wie meist üblich sind damit die größeren Versionen der externen SSD tendenziell günstiger als die kleinen Versionen.

Orico Gv100 Externe Ssd Im Test 4

Neben der SSD findet sich ein USB C auf USB A Kabel und ein USB C auf USB C Kabel mit im Lieferumfang. Beide Kabel messen ca. 20 cm.

 

Das Testsystem

Folgendes Testsystem wurde für alle Tests genutzt:

  • AMD Ryzen 5 3600X
  • ASUS Prime X570-P
  • 16GB RAM
  • ADATA XPG SX8200 Pro
  • Windows 10 1903

Orico hat mir für den Test die kleine 128GB Version zur Verfügung gestellt. Diese wird gerade schreibend langsamer sein als die großen Versionen.

 

Der Test

Orico verspricht bei der GV100 ganz pauschal „bis zu 940MB/s“. Schauen wir uns doch einmal an ob dieser Wert auch in der Praxis erreicht werden kann. Dafür nutze ich den bekannten CrystalDiskMark Benchmark, in Version 7.0.

Orico Gv100 Crystaldiskmark

Ja! Die 940MB/s werden lesend erreicht bzw. mit 1006 MB/s sogar ein Stück weit überschritten. Schreibend kommen wir auf solide 625MB/s. Die Schreibrate wird bei den größeren Modellen nochmals deutlich höher liegen.

As Ssd Bench Orico Gv100 128g 17.08.2020 14 36 41

Diese hohen Werte werden auch von AS SSD bestätigt.

 

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Für Test Nr. 1 kopiere ich eine 40GB Datei auf die SSD und von dieser wieder herunter.

Test 1

Oh! Was ist hier passiert? Schreibend ist die Orico GV100 sehr langsam unterwegs. Leider nutzt die Orico GV100 einen Schreibcache, heißt nur ein Teil des Speichers ist mit ca. 600MB/s beschreibbar. Dieser Cache ist bei der 128GB Version nur rund 20GB. Die erste Hälfte des Schreibtests geht also sehr flott, die zweite Hälfte extrem langsam. Nach dem Cache kommt die SSD nur noch auf ca. 100MB/s.

Orico Gv100 Externe Ssd Im Test 6

Lesend wiederum kann die Orico GV100 wiederum mit der Konkurrenz mithalten und diese teilweise sogar überbieten.

Dies bestätigt sich auch in Test Nr. 2, in welchem ich den Installationsordner von BioShock Infinity (24,5GB 6685 Dateien) auf und von der SSD kopiere.

Test 2

Erneut erreicht die Orico GV100 schreibend nur ein recht mäßiges Ergebnis, welches klar hinter der Konkurrenz liegt. Lesend wiederum kann die Orico SSD sogar die Samsung T5 überbieten.

 

Leistungsaufnahme und Temperatur

Im normalen Leerlauf benötigt die Orico GV100 ca. 1,3W an Energie. Dies ist relativ wenig! Auch unter Last steigt der Verbrauch auf nur 3,05W an, was sich am unteren Ende für eine externe NVME SSD bewegt.

Das Gehäuse der SSD erwärmt sich dabei aber dennoch merklich.

Temperatur

Äußerlich konnte ich bis zu 50 Grad messen. Klingt viel, ist aber für eine externe SSD im Rahmen.

 

Fazit

Grundsätzlich ist eine externe SSD immer etwas sehr Nützliches, dennoch würde ich Euch die Orico GV100 nicht empfehlen, zumindest nicht mit 128GB Speicher!

Grundsätzlich ist die Orico GV100 eine sehr schnelle externe SSD, dank des NVME Protokolls. Allerdings nutzt diese einen Schreibcache und wenn dieser voll ist sinkt das Schreibtempo der SSD auf 100 MB/s. Dies ist nichts Ungewöhnliches, aber bei der 128GB Version ist dieser Cache nur rund 20GB. Dies ist sehr klein und macht die Orico GV100 bei schreibintensiven Anwendungen recht langsam. Hinzu kommt der vergleichsweise hohe Preis.

Orico Gv100 Externe Ssd Im Test 7

Letzterer bleibt zwar auch bei den größeren Modellen bestehen, aber bei diesen verdoppelt sich der Schreibcache jeweils.

Kurzum, die Orico GV100 ist grundsätzlich eine gute und schnelle externe SSD, ich würde aber wenn zur 512GB oder 1TB Version raten, aufgrund der deutlich besseren Schreibleistung.