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Der yeedi 2 Hybrid im Test, günstiger Saugroboter mit Kamera-Navigation!

Mit dem K650 hat der noch recht junge Hersteller Yeedi vor kurzem einen sehr guten „günstigen“ Saugroboter auf den Markt gebracht. Dieser hat allerdings auf den typischen Laser-Sensor oder vergleichbares für die Navigation verzichtet.

Mit dem yeedi 2 Hybrid ändert sich dies nun! Der yeedi 2 Hybrid ist eine Preisklasse über dem K650 angesiedelt und setzt ähnlich wie iRobot auf eine Kamera für die Navigation.

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Ja im Deckel des Saugroboters ist eine Kamera integriert die Räume usw. erkennen soll, um damit eine Karte Euerer Wohnung zu erstellen. Normalerweise findet man diese Art der Navigation nicht in günstigen Saugrobotern, umso gespannter war ich beim yeedi 2 Hybrid.

Wollen wir uns im Test einmal ansehen wie gut der Saugroboter ist! Kann der Hybrid Saugroboter überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Yeedi für das Zuverfügungstellen des Saugroboters für diesen Test.

 

Der yeedi 2 Hybrid im Test

Da yeedi auch bei diesem Saugroboter auf die Laser-Navigation verzichtet, ist dieser erfreulich flach gebaut. Es fehlt der große Sensor Buckel wie Ihn diese Modelle meist haben.

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Der yeedi 2 Hybrid misst ca. 7,8 cm in der Höhe. Sollte Eure Couch 8cm oder mehr Höhe haben, dann kann der Saugroboter auch unter dieser reinigen. Abseits davon setzt yeedi auf die typische runde Form mit den zwei vorderen Bürsten die Schmutz in den Fahrweg kehren. Der Durchmesser des Saugroboters ist ca. 35 cm, was soweit eine Standardgröße ist.

Yeedi 2 Hybrid Test Review 7

Beim Gehäuse setzt der Hersteller auf einen weißen Kunststoff, welcher soweit wertig anmutet. Generell wirkt der Saugroboter gut gebaut.

Der Schmutzauffangbehälter ist auf der Oberseite unter einer kleinen Klappe angebracht. Leider ist wie so oft das Volumen dieses Behälters sehr „überschaubar“. Ebenfalls unter der oberen Abdeckung ist der Einschalter und die „WLAN“ Taste.

Yeedi 2 Hybrid Test Review 4

Auf der Oberseite neben der Kamera ist noch eine Start-Taste, falls Ihr den Saugroboter nicht via App starten wollt.

Wie viele Saugroboter kann der yeedi 2 Hybrid auch rudimentär putzen. Dafür findet sich ein Wassertank auf der Rückseite und eine Halterung für Putztücher mit im Lieferumfang.

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Wie leider auch bei vielen anderen Saugrobotern nimmt der Lieferumfang mit dem Preis des Saugroboters ab. So findet sich mit in der Box des yeedi 2 Hybrid lediglich die Ladestation, das Kabel, ein Set Putztücher und das war es. Ersatzfilter oder ähnliches gibt es nicht.

 

Filter und Schmutzauffangbehälter

Der yeedi 2 Hybrid setzt auf einen recht kleinen Schmutzauffangbehälter (unterdurchschnittlich groß). Diesen werdet Ihr zu 100% nach jeder Nutzung leeren müssen.

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Allerdings der Mechanismus zum Leeren ist gelungen! Auch setzt yeedi auf einen sehr wertigen HEPA-Filter. Dieser wird von einem feinen Gitter geschützt.

 

Steuerung und App

Um den yeedi 2 Hybrid wirklich gut nutzen zu können benötigt Ihr die yeedi App. Die App hat mich positiv überrascht! Diese wirkt wertig gemacht und lässt sich gut nutzen.

Auch die Einrichtung ist „clever“ gelöst. So erstellt die App mit Euren WLAN Daten einen QR Code den Ihr über die Kamera halten müsst. Die Kamera scannt den Code und loggt sich dann in Euer WLAN ein. Klasse!

Screenshot 20201219 140714 Yeedi Screenshot 20201219 140750 Yeedi

Die App ist sehr freundlich und leicht verständlich aufgebaut. Ihr könnt den Saugroboter lossenden, die Saugleistung in drei Stufen steuern usw.

Der yeedi 2 Hybrid kann auch eine Karte erstellen und diese Karte in Räume unterteilen. So könnt Ihr dem Roboter gezielt sagen hey mach nur die Küche sauber. Auch könnt Ihr NoGo Bereiche einrichten usw.

Screenshot 20201218 154911 Yeedi Screenshot 20201219 153720 Yeedi

Allerdings ist die erstellte Karte beim yeedi 2 Hybrid nicht so genau wie bei einigen teureren Modellen. Dennoch was die App Feature und Funktionen angeht kann ich nicht klagen.

 

Art der Navigation

Wir können moderne Saugroboter in vier „Gruppen“ unterteilen wenn es um die Navigation geht.

  1. Die Dummen. Dumme Saugroboter nutzen eine Zufallsnavigation. Diese Fahren los bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine Zufällige Richtung ab, fahren erneut bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab usw. Hierdurch sind diese Modelle aber sehr ineffizient, langsam und haben gerade mit komplexen Wohnungen mit vielen Räumen große Probleme. Solche Saugroboter sind sehr günstig und einfach zu bauen. Daher sind sie vor allem in der untersten Preisklasse zu finden. Ich würde solche dummen Saugroboter vermeiden!
  2. Blinde Saugroboter. „Blinde“ Saugroboter nutzen ein Gyroskope zur Navigation. Der Roboter kann seine Umgebung zwar nicht sehen, merkt sich aber in welche Richtung er fährt, in welche Richtung er abdreht und wo er Hindernisse ertastet. Hierdurch kann er eine Art Karte mitzeichnen und arbeitet daher etwas effizienter und zuverlässiger. Solche Saugroboter sind mittlerweile oft in der 200-300€ Preisklasse anzutreffen und sind generell durchaus brauchbar, in kleinen bis mittelgroßen Wohnungen.
  3. Kamera Saugroboter. Einige Saugroboter setzen zusätzlich zu anderen Sensoren (oftmals einem Gyroskope) auf eine Kamera, auf der Oberseite. Diese Kamera zeichnet markante Merkmale in Eurer Wohnung auf und ordnet diese den Positionen zu. Hierdurch kann der Saugroboter nicht nur eine Karte erstellen, sondern auch eine Position auf der Karte erkennen. Solche Saugroboter gehören meist schon in die „Königsklasse“ und eignen sich nach meiner Erfahrung für mittelkomplexe und große Wohnungen. Beispielsweise iRobot ist der bekannteste Nutzer dieser Technologie.
  4. Laser Saugroboter. Laser Saugroboter erkennt Ihr sofort an dem markanten Hubbel auf der Oberseite. In diesem steckt ein Laser-Abstandsmesser der sich permanent dreht. Hierdurch kann der Saugroboter eine extrem präzise Karte der Umgebung erstellen und auch seine Position in dieser Karte jederzeit wiederfinden. Diese Saugroboter eigenen sich grundsätzlich für jede Art der Wohnung.

Natürlich gibt es innerhalb jeder Kategorie bessere und schlechtere Modelle.

Der yeedi 2 Hybrid setzt auf die Kamera-Navigation. Ungewöhnlich! Diese Art der Navigation ist recht komplex und aufwendig, weshalb nur wenige „große“ diese nutzen.

 

Navigation und Fahrverhalten

In der Praxis verhält sich der yeedi 2 Hybrid sehr ähnlich wie die iRobot Saugroboter. Nach dem Start beginnt der yeedi 2 Hybrid Eure Wohnung in geraden Bahnen abzufahren. Dabei unterteilt er diese in kleinere Bereiche die nacheinander abgearbeitet werden.

Dabei kommt der Saugroboter auch mit mehreren Räumen ohne Probleme klar. Wurde ein Raum im ersten Moment ausgelassen, kehrt der Roboter in 99% der Fälle wieder zu diesem zurück. 99% der Fälle? Zwar bin ich generell sehr zufrieden mit der Zuverlässigkeit des yeedi 2 Hybrid, aber ich hatte auch durchaus Situationen, in welchen der Saugroboter nach der Reinigung des Flurs „vergessen“ hatte zu meinem Badezimmer (das ganz am Anfang liegt) zurückzukehren, gerade dann, wenn der Akku knapp wird.

Yeedi 2 Hybrid Test Review 13

Ähnliche Probleme hatte ich auch mit iRobot, dies scheint also nicht ganz ungewöhnlich zu sein für Roboter mit Kamera-Navigation.

Dennoch hat der yeedi 2 Hybrid eine überzeugende Vorstellung abgeliefert, wenn es um die Navigation durch meine sehr komplexe und volle Wohnung geht! Es gab keine Bereiche die der Saugroboter generell vergessen hat. Selbst mein sehr vollgestelltes Wohnzimmer wurde zuverlässig abgearbeitet.

Dabei zeigte der Roboter auch ein hohe Kletterfreudigkeit. Querbeine von Stühlen oder auch Lampensockel wurden erklommen (wie z.B. der Fuß dieses Stuhls https://www.ikea.com/de/de/p/poaeng-sessel-eichenfurnier-weiss-lasiert-knisa-hellbeige-s29286610/). Teilweise hatte ich sogar glatt das Gefühl der Roboter klettert etwas zu „aggressiv“. Dennoch hatte ich keine großen Probleme mit einem Festfahren des Roboters.

Selbst herumliegendes Hundespielzeug war recht unproblematisch für den yeedi 2 Hybrid. Klar es kann mal vorkommen, dass der Roboter eine Socke verschluckt, aber der Roboter ist hierfür unterdurchschnittlich anfällig.

Auffällig, der Saugroboter bekommt bei Dunkelheit doch recht starke Navigationsprobleme. Ihr solltet diesen also während des Tages losschicken. Ebenso irrt der Saugroboter nach dem Abschluss der Reinigungsarbeiten oftmals noch etwas „verwirrt“ durch die Wohnung. Anscheinend sucht dieser noch nach weiteren Ecken, wo er noch weiter saugen kann, auch wenn es keine gibt.

Yeedi 2 Hybrid Test Review 12

Dies ist auch in der erstellten Karte des Saugroboters bemerkbar, welche klar nicht so präzise ausfällt wie bei Roborock oder Ecovacs?

Unterm Strich würde ich die Navigation des yeedi 2 Hybrid als gut einstufen. Dieser ist besonders für große und etwas offenere bis mittelkomplexe Wohnungen geeignet. Das generelle Fahrverhalten und die Hindernis-Vermeidung würde ich sogar als sehr gut einstufen! Besser können es nur die Saugroboter mit Frontkamera und „AI“.

 

Saugleistung

Was die Saugleistung angeht ist der yeedi 2 Hybrid als gut bis sehr gut zu bezeichnen. Wir haben einen durchschnittlich bis vielleicht leicht überdurchschnittlich starken Saugmotor und eine gute rotierende Bürste auf der Unterseite.

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Die Bürste besitzt eine Mischung aus Borsten und Gummilippen. Dies soll die Saugleistung auf allen Untergründen optimieren.

Grundsätzlich saugt der yeedi 2 Hybrid überdurchschnittlich gut für seine Preisklasse. Auf glatten Böden wird Staub und Haare in der Regel zu 100% entfernt. Ähnliches gilt auch für die üblichen Krümel usw. Der yeedi 2 Hybrid neigt nur etwas dazu Staub weg zu pusten, denn der Luftauslass ist auf der Rückseite auf den Boden gerichtet.

Lediglich bei feinem Material wie Sand, Mehl usw. tut sich der Saugroboter auf glatten Böden etwas schwerer. Dies ist aber nicht unnormal, Saugroboter haben meist einen vergleichsweise geringen Luftstrom. Die rotierende Bürste auf der Unterseite muss den Schmutz also anheben, welcher dann vom Luftstrom abtransportiert wird.

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Daher macht beispielsweise die Leistungsstufe beim yeedi 2 Hybrid kaum einen Unterschied, denn die Bürste dreht immer gleich stark. Mehl oder Sand können aber nur schwierig angehoben werden, daher kann hier durchaus mal etwas liegenbleiben, zumindest beim erstmaligen Überfahren.

Mit Teppichen kommt der yeedi 2 Hybrid gut klar, auch wenn diese z.B. eine etwas höhere Teppichkante haben. Die Saugleistung hier ist gut! Tierhaare sind zwar wie üblich durchaus ein harter Gegner, aber der überwältigende Teil aller Tierhaare wird beim einmaligen Überfahren bereits entfernt.

 

Lautstärke

Die Arbeitslautstärke ist nicht ganz unwichtig, gerade in Zeiten wo man viel Zuhause ist. Der yeedi 2 Hybrid lässt sich in drei Stufen Steuern:

  • Standard
  • Maximal
  • Maximal +

Ich würde generell empfehlen diesen auf der Standard Stufe zu belassen. Folgende Lautstärkewerte konnte ich aus Hüfthöhe neben dem Saugroboter messen:

Yeedi Lautstärke

Der yeedi 2 Hybrid ist tendenziell ein leiser Saugroboter, gerade auf der niedrigen „Standard“ Stufe. Dabei ist das erzeugte Geräusche als angenehm zu bezeichnen. Der Saugroboter klappert also nicht oder ist zu schrill.

 

Fazit

Der yeedi 2 Hybrid ist ein extrem spannender Saugroboter! Dies liegt vor allem an der Navigation.

Nur sehr wenige Saugroboter nutzen eine Kamera-Navigation und bei diesen handelt es sich meist um recht teure Modelle, wie z.B. von iRobot. Die Navigation des yeedi 2 Hybrid ist klar nicht ganz perfekt, aber beispielsweise nur leicht schlechter als vom iRobot S9+, was schon beeindruckend ist.

Yeedi 2 Hybrid Test Review 9

Hierdurch kommt der yeedi 2 Hybrid vor allem mit großen und offeneren Wohnungen bis mittelkomplexen Wohnungen gut klar. Hier und da kann er sich in „problematischen“ Ecken mal verlaufen, dies ist aber kein übermäßig großes Problem.

Hinzu kommt eine gute bis sehr gute Saugleistung, sowohl auf glatten Böden wie auch auf Teppichböden. Habt Ihr sehr viele Teppiche und diverse haarende Tiere, dann kann es vielleicht mal nötig sein alle 1-2 Wochen mal manuell nachzusagen, aber der yeedi 2 Hybrid holt pro Fahrt den überwältigenden Anteil der Haare und des Schmutzes ein.

Minuspunkte gibt es für den kleinen Schmutzauffangbehälter und die etwas ungenauere Karte in der App, welche NoGo Zonen usw. etwas erschwert. Pluspunkte wiederum für die gute App und den leisen Betrieb.

Kurzum, der yeedi 2 Hybrid ist ein sehr ordentlicher Saugroboter, für alle Nutzer mit etwas offeneren mittelgroßen bis großen Wohnungen.

Die FIIL T1XS im Test, Ohrhörer Perle aus China!

Mit den T1XS hat der asiatische Audio-Hersteller FIIL eine neue Version seiner T1 auf den Markt gebracht. FIIL wird vermutlich den wenigsten von Euch etwas sagen, allerdings bin ich ein großer Fan dieses etwas exotischeren Herstellers. So sind die FIIL Bluetooth Kopfhörer bereits seit 2017 meine erste Wahl wenn es um Bluetooth Kopfhörer geht.

Fiil T1xs Im Test 7

Die FIIL T1XS stellen nun eine Überarbeitung der originalen T1 da. Hierbei hat FIIL vor allem die Ladebox überarbeitet, welche nun deutlich kompakter ist.

Aber wie sieht es klanglich aus? Stellen hier die T1XS auch eine Verbesserung da und wie schlagen diese sich im Vergleich zur Konkurrenz? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die FIIL T1XS im Test

FIIL setzt bei den T1XS auf eine extrem kompakte Ladebox. Diese misst gerade einmal 67 x 25 x 30 mm und bringt ein Gewicht von 40g inklusive der Ohrhörer auf die Waage. Ohne Ohrhörer wiegt die Ladebox sogar nur 29,9g.

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Damit haben die T1XS eine der kompaktesten Ladeboxen die ich bisher gesehen habe! Leider setzt FIIL aber äußerlich komplett auf einen schwarzen Hochglanz Kunststoff. Hierdurch sieht die Ladebox permanent beschmiert und schmutzig aus.

Auch die Deckelkonstruktion wirkt zwar nicht schlecht gemacht, aber weniger hochwertig als bei dem ein oder anderen Konkurrenten.

Fiil T1xs Im Test 2

Trotz der kompakten Abmessungen stecken in der Ladebox 3x Ladungen der Ohrhörer. Mit einer Ladung halten die Ohrhörer ca. 6 Stunden durch, was ich auch in der Praxis bestätigen kann.

Die FIIL T1XS selbst bestehen aus einer Mischung aus Hochglanz Kunststoff auf der Rückseite und einem matten Kunststoff auf der Unterseite. FIIL setzt hier ganz klassisch auf den üblichen in-Ear Aufbau mit Silikon-Aufsätzen.

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Die Rückseite der Ohrhörer ist dabei Touch sensitiv. Das Ein und Ausschalten der Ohrhörer geschieht automatisch beim Einlegen oder Herausnehmen aus der Ladebox.

 

Tragekomfort

Die FIIL T1XS sind mittelgroße Ohrhörer. Diese setzen allerdings auf eine ovale Form und einen kleinen Ohrhaken. Was den Tragekomfort angeht sind diese nicht schlecht, aber auch klar nicht die aller besten!

Ihr werdet konstant spüren, dass Ihr die Ohrhörer tragt. Daher würde ich den Tragekomfort mit einer 3+ bis 2- bewerten.

 

Der Klang

Direkt gesagt die FIIL T1 und die FIIL T1XS klingen identisch! Hier die Messung der Frequenzkurve:

Fiil T1xs Frequenzkurve
Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  rechts = Höhen. Ist ein Teil höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve links sehr hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

Es ist klar ersichtlich, dass sich die beiden Kurven der Ohrhörer fast 1 zu 1 übereinanderlegen lassen. Die Unterschiede sind auf minimale Veränderungen beim Sitz usw. zurückzuführen.

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Aber wie klingen die FIIL T1XS nun?

Starten wir wie üblich bei den Höhen. Die T1XS haben sehr klare und scharfe Höhen. Diese sind wunderbar brillant und luftig. Allerdings neigen T1XS auch zu einer gewissen Schärfe im Klang. Zischlaute usw. werden nicht abgerundet. Dies ist Geschmackssache, aber mir gefällt es!

Zu den Mitten gibt es nicht viel zu sagen. FIIL hat diese tendenziell leicht abgesenkt. Die T1XS gehen klar auf eine „Badewannen-Klangsignatur“, die Mitten sind dementsprechend weniger voll. Stimmen werden aber gut und klar wiedergebenden, vor allem wenn diese etwas heller sind.

Das Highlight der T1XS ist aber klar der Bass. Ja die Ohrhörer sind kleine Bass-Bomber. Ich würde zwar noch nicht von einem extremen Bass sprechen, aber dieser ist ein gutes Stück angehoben. Dabei ist der Bass qualitativ herausragend! Dieser hat einen tollen Tiefgang, wirkt schön knackig und hat ein gutes Volumen. Letzteres ist aber zugegeben auch nicht absolut überragend.

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Die Kombination aus starken Höhen und einem sehr kräftigen Bass verleiht den FIIL T1XS einen sehr lebendigen und spaßigen Klang, der in dieser Preisklasse fast ihresgleichen sucht. Hinzu kommt noch eine recht hohe maximale Lautstärke und wir haben 1a Party Ohrhörer.

 

Die APP und Ambient Aware

FIIL bietet für die T1XS eine App an, welche Euch erlaubt erweiterte Funktionen der Ohrhörer zu Steuern oder einen EQ einzustellen.

Interessanterweise verfügen die T1XS auch über ein Ambient Aware Feature, bei welchem Umgebungsgeräusche durch die Mikrofone verstärkt werden. Praktisch wenn Ihr in der Öffentlichkeit unterwegs seid. Allerdings habe ich kurioserweise keine Möglichkeit gefunden dies abzuschalten?! Auch in der App wird nicht mal von diesem Feature gesprochen, merkwürdig.

 

Fazit

Ja die FIIL T1XS sind weiterhin absolut empfehlenswerte TWS Ohrhörer und wären in der 50€ Preisklasse aktuell meine erste Wahl!

Dies liegt natürlich primär an dem sehr guten und satten Klang. Die T1XS bieten einen extrem lebendigen und dynamischen Klang, mit sehr klaren Höhen und einem kräftigen Bass. Nein dies sind nicht die besten Ohrhörer für Puristen, die möglichst neutrale Ohrhörer suchen. Allerdings die lebendige Klangsignatur, welche hervorragend umgesetzt wurde, wird in der Praxis vermutlich von der Mehrheit aller Nutzer eh bevorzugt, daher wird dies für die meisten von Euch kein Kritikpunkt sein.

Fiil T1xs Im Test 6

Grundsätzlich gibt es viele TWS Ohrhörer die auf solch eine Klangsignatur setzen, allerdings so gut umgesetzt wie bei den FIIL T1XS ist dies in der 100€ Preisklasse selten!

Hinzu kommt ein ordentlicher Tragekomfort, eine sehr gute Akkulaufzeit und eine klasse App. Seid Ihr also bereit Ohrhörer direkt aus China zu bestellen, dann kann ich die FIIL T1XS nur empfehlen! Diese sind eine absolute Ohrhörer „Perle“ und bieten eine überragende Preis/Leistung!

Das Corsair HS70 Bluetooth Gaming-Headset im Test

Corsairs HS70 ist kein neues Headset, sondern eine bekannte Größe. Allerdings hat Corsair eine neue Version des HS70 auf den Markt gebracht, das HS70 Bluetooth Gaming Headset.

Wie Ihr anhand des Namens bereits vermuten könnt ist die Integration eines Bluetooth Moduls die große Neuerung bei diesem Headset. Das macht es ideal für Notebook Nutzer und Mobile Gamer.

Corsair Hs70 Bluetooth Gaming Headset Im Test 6

Wollen wir uns da das HS70 Bluetooth Gaming-Headset doch einmal näher im Test ansehen und anhören. Kann dieses überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen des HS70 Bluetooth Gaming-Headset für diesen Test.

 

Das Corsair HS70 Bluetooth Gaming-Headset im Test

Das HS70 Bluetooth Headset setzt auf das bekannte Design der HS70 Serie. So ist das Headset für Corsair Verhältnisse relativ schlicht und einfach gestaltet.

Corsair Hs70 Bluetooth Gaming Headset Im Test 1

Dieses ist komplett in Schwarz gehalten und verfügt über keine RGB LEDs oder Ähnliches, was ansonsten bei Corsair oft zu finden ist. Hierdurch wirkt das Headset sehr clean, schlicht und erwachsen.

Was die Materialwahl angeht setzt Corsair auf eine Mischung aus Kunststoff und Metall. So ist beispielsweise die Aufhängung der Ohrmuscheln aus Metall gefertigt, was diese recht robust erscheinen lässt. Im Gegenzug ist die Aufhängung aber auch etwas straff und steifer.

Corsair Hs70 Bluetooth Gaming Headset Im Test 3

Bei der Rückseite der Ohrmuscheln setzt Corsair auf eine interessante Mesh-Textur. Diese soll den Anschein erwecken es würde sich hier um offene Ohrhörer handeln. Dies ist aber nicht der Fall! Die HS70 sind normale geschlossene Kopfhörer und die Zwischenräume zwischen der Mesh-Struktur ist mit Kunststoff gefüllt.

Der Mikrofon-Arm des HS70 ist abnehmbar. Auf Wunsch könnt Ihr das Headset also auch als normale Kopfhörer nutzen.

Corsair Hs70 Bluetooth Gaming Headset Im Test 2

Ihr könnt das CORSAIR HS70 Bluetooth Gaming-Headset auf drei Arten mit Eurem PC verbinden.

  1. Via USB C
  2. Via 3,5mm Kopfhörer/Headset Anschluss
  3. Via Bluetooth

Ihr könnt das CORSAIR HS70 Bluetooth auch als komplett normales kabelgebundenes Headset nutzen. Dies kann wahlweise via USB C oder den 3,5mm Kopfhöreranschluss geschehen. Grundsätzlich ist hier der USB C Port primär zu empfehlen.

Alternativ könnt Ihr das Headset natürlich auch komplett kabellos via Bluetooth nutzen.  Einen Bluetooth Adapter legt Corsair nicht bei! Euer PC/Notebook/Smartphone muss also Bluetooth integriert haben.

Corsair Hs70 Bluetooth Gaming Headset Im Test 5

Unter anderem für die Bluetooth Nutzung findet Ihr am Headset einige Tasten, wie einen Einschalter, einen Lautstärkeregler und eine Mute Taste für das Mikrofon. Letztere ist allerdings eher so semi-gut erreichbar bzw. erkennbar. Leider verfügt das HS70 keine Status-LED am Mikrofon, die Euch über den aktuellen Status des Mikrofons informiert.

 

Tragekomfort

Das HS70 ist ein vergleichsweise großes und „massives“ Headset. Hinzu kommt, dass dieses von Haus aus relativ straff auf dem Kopf sitzt (hoher Anpressdruck).

Klingt ja erst einmal negativ und ja solltet Ihr besonders leichte Headsets bevorzugen ist das HS70 nichts für Euch! Allerdings sind die Ohrmuscheln vergleichsweise groß und ausreichend tief.

Zudem hatte ich keine großen Probleme mit einem Erwärmen meiner Ohren. Kommt Ihr also mit der Größe und dem Anpressdruck klar, dann ist das HS70 durchaus als bequem einzustufen!

 

Klang

Ich habe den Klang des HS70 primär via Bluetooth getestet. Via USB ist dieser höchstens minimal besser und ich denke mir der Grund die Bluetooth Version zu kaufen, ist auch das Ihr Bluetooth nutzen wollt.

Grundsätzlich klingt das HS70 gut wenn nicht sogar sehr gut! Starten wir bei den Höhen. Die Höhen sind schön klar, leicht und luftig. Ich würde fast sagen diese sind für ein Gaming Headset ziemlich perfekt und können sich gut bis sehr gut gegen die Mitten und Tiefen durchsetzen. Ich kann hier wirklich nicht klagen!

Corsair Hs70 Bluetooth Gaming Headset Im Test 8

Die Mitten des HS70 sind recht neutral bis höchsten minimal abgesenkt. Grundsätzlich klingt das Headset erfreulich gut gefüllt und satt. Stimmen werden solide bis gut dargestellt. Hier und da könnten Stimmen im oberen Mittenbereich etwas besser definiert sein, dies ist aber schon Klagen auf einem hohen Level.

Das Wichtigste für viele ist natürlich der Bass. Hier lässt uns Corsair nicht hängen! Das HS70 Bluetooth hat einen klasse Bass! Dieser ist kräftig, tief und knackig, ohne dabei völlig zu übertreiben. Sogar der Tiefgang des Headsets ist überdurchschnittlich.

Unterm Strich klingt das Corsair HS70 Bluetooth damit sogar recht ausbalanciert für ein Gaming Headset. Ja dieses hat die Höhen und Tiefen leicht angehoben, ist aber weit entfernt von den Extremen anderer Modelle. Hierdurch klingt dieses auch bei der Musikwiedergabe sehr lebendig und dynamisch und weniger verfälscht als andere Modelle.

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Nutzt Ihr das HS70 Bluetooth aber primär für Musik würde ich Euch empfehlen den Raumklang auszuschalten. Bereits im Standard Modus bietet das HS70 Bluetooth Headset einen leichten Raumklang Effekt, welcher den Klang etwas in die Tiefe zieht. Dies soll die Ortung von Gegnern und Geräuschen verbessern, was durchaus auch gelingt. Dabei ist dieser Raumklang auch nicht zu aggressiv, dass Musik oder Filme verfälscht klingen. Allerdings wenn Ihr den Raumklang ausschaltet, dann klingt gerade Musik und Sprache noch etwas natürlicher.

Einstellungen

Um den Raumklang auszuschalten müsst Ihr in den Soundeinstellungen bei Windows „Disable all enhancements“ einschalten.

 

Bluetooth, eine Hass-Liebe

Grundsätzlich ist Bluetooth etwas Tolles. Dieses ist in fast allen Geräten integriert und benötigt daher keinen speziellen Funkadapter.

Allerdings ist das Bluetooth in Kombination mit dem CORSAIR HS70 Bluetooth Gaming-Headset nicht ganz perfekt! Die Reichweite usw. ist absolut Okay, aber teils schaltete das Headset die Verbindungsqualität bzw. die Bandbreite für Momente merkbar herunter. Den Unterschied könnt Ihr Euch so vorstellen als würdet Ihr von Youtube 1080p zu 360p herunterschalten.

Normalerweise schaltet das Headset auch direkt wieder auf die volle Qualität hoch, aber in nun einigen Nutzungsstunden ist es auch vorgekommen, dass ich das Headset einmal ein/ausschalten musste, um die Probleme zu beheben.

Dies liegt auch möglicherweise einfach an meinem Notebook und dessen Bluetooth Karte.

Ich halte das Ganze für kein großes Problem, aber das HS70 Pro Wireless mit dem proprietären Funkempfänger ist schon noch einen Hauch stabiler was den Empfang angeht.

 

Mikrofonqualität

Bei der Mikrofonqualität müssen wir unterscheiden zwischen der Nutzung via Bluetooth oder via Kabel.

Corsair Hs70 Bluetooth Gaming Headset Im Test 9

Nutzt Ihr das HS70 Bluetooth kabelgebunden ist die Mikrofonqualität ordentlich. Dies ist kein „Kaster“-Mikrofon, aber die Qualität ist für eine normale Voice Chat Nutzung mehr als gut genug! Eure Stimme wird ausreichend voll und klar aufgenommen und rauschen wird gut unterdrückt.

Nutzt Ihr das HS70 via Bluetooth ist die Mikrofonqualität mäßig bis schlecht. Ja Ihr seid weiterhin verständlich, aber es ist eindeutig hörbar, dass Ihr irgendein Bluetooth Headset nutzt.

Hört Euch am besten diese kleine Aufzeichnung an, dann wisst Ihr was ich meine.

 

Fazit

Grundsätzlich ist das Corsair HS70 auch in der Bluetooth Version ein starkes Headset! Dieses kann vor allem aufgrund der massiven Verarbeitung und des guten Klangs punkten.

Das HS70 ist sehr stabil und massiv gebaut. Hierdurch wirkt dieses zwar etwas steif, aber der Tragekomfort ist soweit in Ordnung, wenn für Euch etwas schwerere Headsets okay sind.

Corsair Hs70 Bluetooth Gaming Headset Im Test 12

Der Klang des Headsets ist auch via Bluetooth 1a. Das Headset klingt lebendig und dynamisch, mit einem recht ausgewogenen Klang für ein Gaming Headset, auch wenn Corsiar natürlich den Bass etwas angehoben hat. Hierdurch eignet sich das HS70 nicht nur für Spiele, sondern auch für Musik! Für den Klang gibt es die volle Punktzahl!

Punktabzug gibt es für das Mikrofon. Nutzt Ihr das Headset kabelgebunden klingt das Mikrofon gut! Nutzt Ihr allerdings Bluetooth würde ich die Mikrofonqualität als mäßig einstufen. Ja es reicht für den In-Game Voice Chat, aber ich würde diese Qualität meinen Freunden nicht über Stunden hinweg antun.

Unterm Strich kommt es also auf Euch an! Ist der etwas straffere Sitz und die mäßige Mikrofonqualität im Bluetooth Modus okay für Euch? Dann ist das CORSAIR HS70 Bluetooth ein klasse Gaming Headset mit einem hervorragenden Klang und top Verarbeitung!

Der Netgear Orbi Wi-Fi 6 AX4200 RBK752 System im Test

So langsam nimmt der neue WLAN 6 Standard etwas an Fahrt auf. So unterstützen die meisten neuen Smartphones und auch Notebooks WLAN 6 „ax“. Dementsprechend gibt es auch immer mehr WLAN Router und Mesh Systeme im Handel, welche diesen Standard unterstützen.

Wenn es um WLAN Mesh Systeme geht ist Netgear mit seinen Orbi klar als Markführer zu bezeichnen. Daher überrascht es auch nicht das Netgear einige Orbi Modelle mit WLAN AX im Sortiment hat. Das neuste Modell hier ist der „Orbi Wi-Fi 6 AX4200 RBK752“.

Netgear Orbi Wi Fi 6 Ax4200 Rbk752 System Im Test 7

Mit knapp unter 500€ für ein 2er Set hat dieses durchaus einen stolzen Preis. Da stellt sich die Frage, lohnt es sich so viel Geld für dieses System auszugeben? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Netgear für das Zurverfügungstellen des Orbi Wi-Fi 6 AX4200 RBK752 für diesen Test.

 

Der Netgear Orbi Wi-Fi 6 AX4200 RBK752 im Test

Netgear hat das grundsätzliche Design seiner Orbi Router über die Jahre hinweg nur wenig verändert. So sind die Orbi Router vergleichsweise „wohnzimmerfreundlich“, mit einem schicken weißen, leicht ovalen Gehäuse.

Netgear Orbi Wi Fi 6 Ax4200 Rbk752 System Im Test 1

Dabei verzichtet Netgear auf externe Antennen oder auffällige Status-LEDs völlig. Es gibt auf der Front lediglich eine große, „freundliche“ Statusbeleuchtung.

Die Anschlüsse des Netgear Orbi Wi-Fi 6 AX4200 RBK752 sind auf der unteren Rückseite zu finden. Dies ist auch ein Punkt in welchem sich die Basis-Station vom Satelliten unterscheidet.

Netgear Orbi Wi Fi 6 Ax4200 Rbk752 System Im Test 3

Die Basis-Station des Orbi hat vier Gbit LAN Ports, wovon einer als WAN Port gedacht ist. Die Satelliten (Ihr könnt hier auch als einen verbinden) hat lediglich zwei Gbit LAN Ports. USB Anschlüsse oder Ähnliches sucht Ihr vergeblich.

 

Die Technik des Orbi Wi-Fi 6 AX4200 RBK752

Beginnen wir mit der wichtigsten Frage, was ist eigentlich ein WLAN Mesh System? Ein WLAN Mesh System ist ein Zusammenschluss mehrerer WLAN Stationen zu einem großen WLAN Netz. Dies ist durchaus vergleichbar mit einem WLAN Router + Repeater. Allerdings im Gegensatz zu diesem Aufbau ist ein WLAN Mesh System etwas besser verzahnt und die Übergänge zwischen den einzelnen Stationen weicher.

Habt Ihr einen normalen WLAN Router und einen Repeater, dann weiß der WLAN Router im Grunde Gar nichts vom Repeater, dieser ist für den Router lediglich ein weiterer Client. Bei einem Mesh System wissen die Stationen untereinander voneinander. Dies erlaubt auch einen weicheren Übergang, wenn Ihr Euch mit z.B. einem Smartphone von Station zu Station bewegt.

Zudem ist ein WLAN Mesh System einfach aus einem Guss! Habt Ihr ein großes Haus reicht ein WLAN Router niemals um alle Ecken perfekt abzudecken. Ihr kauft ein WLAN Mesh System, richtet dieses in einem Rutsch ein und alles ist gut, so die Theorie.

In der Praxis ist die Popularität von WLAN Mesh Systemen auch etwas von den Herstellern forciert. Z.B. hier kann Euch Netgear gleich zwei teure WLAN Stationen verkaufen, anstelle eines teuren Routers und meist eines günstigen Repeaters.

Habt Ihr die Möglichkeit und das technische Wissen, dann würde ich Euch immer empfehlen in einem großen Haus mehrere WLAN AccessPoints zu verteilen, die via Kabel an einem Switch hängen. Habt Ihr diese Möglichkeit nicht oder wollt einfach ein System das „out of the Box“ gut funktioniert, dann ist ein WLAN Mesh System etwas für Euch. Und ja Ihr zahlt bei einem Mesh System für diesen „ease of use“ Faktor immer einen Aufpreis.

Netgear Orbi Wi Fi 6 Ax4200 Rbk752 System Im Test 5

Bei WLAN Mesh Systemen müssen wir zudem zwischen Dual-Band und Tri-Band Mesh Systemen unterscheiden.

Dual-Band Mesh Systeme haben einfach ein 2,4Ghz Band und ein 5Ghz Band. Die einzelnen Stationen kommunizieren auch auf dem 5Ghz Band, das Euren Clients zur Verfügung steht. Dies halbiert aber unter Umständen das Tempo effektiv, da eine Satelliten Station parallel mit Eurem Smartphone und der Basis funken muss um die Daten durchzuleiten.

Besser sind hier Tri-Band Mesh Systeme. Tri-Band Mesh Systeme haben ein 2,4Ghz und zwei 5Ghz Bänder. Eins der 5Ghz Bänder ist dabei für die Kommunikation zwischen den Stationen untereinander reserviert. Es kommt also nicht zu dieser Doppelbelastung eines Bandes, wodurch das Tempo in der Theorie höher ist. Allerdings macht dies einen Router auch teurer, denn es sind in einem Gehäuse so zusagen zwei WLAN Router verbaut.

Bei dem Netgear Orbi Wi-Fi 6 AX4200 RBK752 handelt es sich um solch ein teureres Tri-Band Mesh System!

Dies hilft uns auch dabei die ansonsten etwas unspektakulären technischen Daten zu verdauen. Auf dem 2,4Ghz Band bietet der RBK752 574 Mbit, auf dem ersten 5GHz Band 1201 Mbit und auf dem 2. 5GHz Band 2402Mbit.

Netgear Orbi Wi Fi 6 Ax4200 Rbk752 System Im Test 6

Das zweite 5Ghz Band mit den 2402Mbit ist aber für die Interne Kommunikationen zwischen den Stationen reserviert. Für Eure Geräte stehen damit lediglich 574 Mbit und 1201 Mbit zur Verfügung, was in der Preisklasse in der wir uns hier bewegen recht wenig ist. Auf der anderen Seite sind 1201 Mbit theoretisch ausreichend für locker 5-10 4K Video-Streams (entsprechende Internetleitung und Signalstärke vorausgesetzt). Die super hohen Datenraten die WLAN Router versprechen bringen in der Praxis meist wenig, außer Ihr wollt große Daten im lokalen Netzwerk übertragen. Meist geht’s hier nur ums Prinzip, „ich habe Summe XYZ gezahlt dann will ich auch das absolut Beste!“.

 

Einrichtung und App

Netgear bietet für sein Orbi Mesh System eine Smartphone App an, welche auch die primäre Art ist das System einzurichten. Die Orbi App ist dabei sehr gut und einfach aufgebaut.

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Hierdurch eignet sich das Mesh System auch für weniger technisch begabte Nutzer! Die App leitet Euch wunderbar durch die Einrichtung und macht das meiste von alleine. Auch wird der Satellit automatisch von der App mit der Basis verbunden.

Etwas nervig ist lediglich der Zwangsaccount bei Netgear den Ihr Euch anlegen müsst. Abseits davon aber keine Klagen. Doch vielleicht eine.

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Die Netgear Orbi App ist zwar sehr schön einfach, bietet aber wenige Einstellungsmöglichkeiten. Ihr könnt nicht einmal separate SSIDs für das 2,4GHz und 5Ghz Band einstellen. Auch sind Dinge wie die Übersicht der verbundenen Geräte recht einfach.

Allerdings was für Enthusiasten schade ist, ist für Anfänger natürlich super.

Sehr interessant ist das Sicherheitsfeature! In dem Mesh System ist „Bitdefender Security“ integriert. Dieses ersetzt zwar keinen richtigen Anti-Virenschutz, ist aber ein Weiteres Sicherheitslevel. Das Meshsystem überwacht auf Wunsch Eure Internet Verbindungen und verfügt im Hintergrund über eine Art Liste. Versucht nun eins Eurer Geräte eine Verbindung zu einem bekannt „bösen“ Server aufzubauen, dann wird dieses geblockt.

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Dieser Schutz ist gerade bei Smart Home Geräten durchaus interessant, die sich ansonsten nicht vor Angriffen schützen lassen.

 

Mesh-Performance

Starten wir mit einem ersten Test der Mesh Performance. Hierfür verwende ich folgenden Testaufbau: lokaler Server –LAN-> Orbi Basis -WLAN-> Orbi Satellit -LAN-> Test-PC.

Hier messen wir also die Datenrate zwischen den beiden WLAN Stationen, welche für die Mesh Leistung auf Distanz extrem wichtig ist!

Download Upload
1 Meter 117 MB/s 88 MB/s
5 Meter 118 MB/s 87 MB/s
15 Meter + Tür 118 MB/s 87 MB/s
15 Meter + 1x Wand 101 MB/s 78 MB/s
20 Meter + 2x Wand 57 MB/s 42 MB/s

*Wichtig bei den Wänden handelt es sich um massive Wände („Außenwände“).

Die WLAN Mesh Performance des Orbi RBK752 ist erfreulich gut, gerade im Download! Bei kurzen Distanzen konnte ich bis zu 118MB/s im Download und 87MB/s im Upload erreichen. Somit wird die Download-Performance vom Gbit LAN beschränkt.

Selbst auf 20 Metern und mit 2 dicken Wänden sind immer noch 57 MB/s im Download und 42 MB/s im Upload möglich.

 

WLAN Performance

Um die Performance des RBK752 zu testen habe ich mir zwei WLAN Karten geschnappt. Zum einen die WLAN AC TP-LINK Archer T9E mit maximal 1300Mbit und zum anderen die Intel Wi-Fi 6 AX200 mit WLAN AX support und bis zu 2402Mbit. Für den Perfomance Test wird der Test-PC und der WLAN Router in einem Abstand von ca. 2 Metern positioniert und die Datenrate von und zu einem lokalen NAS gemessen. Es handelt sich hier also um ziemliche Optimal-Werte.

5ghz Tp Link 5ghz Wlan Ax

Das WLAN des RBK752 ist „nichts besonderes“. Beim Test mit dem TP-Link T9E WLAN 5 Adapter kann sich der Orbi nur im Mittelfeld positionieren. Kein Wunder, Netgear setzt bei diesem weniger auf eine hohe Spitzenleistung, sondern viel mehr auf eine hohe Mesh Performance und somit Reichweite.

Zudem muss man hier ehrlich sein, 80MB/s ist für 99,9% aller Nutzer mehr als ausreichend. 80MB/s reichen für einige 4K Video-Streams und das natürlich parallel.

In Kombination mit einem WLAN AX Empfänger erreichen wir sogar 118MB/s. Dieses gute Abschneiden hat mich etwas überrascht, aber hier ist tatsächlich die Gbit LAN Verbindung zum Server der limitierende Faktor. Wenn das LAN Kabel der limitierende Faktor ist, dann hat die WLAN Verbindung meist alles richtig gemacht!

 

WLAN Reichweite

Wie hoch die Reichweite des Orbi Systems ist, ist schwer in Worte zu fassen, da dies sehr von Eurer Wohnung abhängt! Grundsätzlich ist die Reichweite einer Orbi-Station etwas schlechter als die eines High End WLAN Routers wie des Nighthawk AX6000 AX12. Wobei dies nicht ganz richtig ist, die Reichweite wird sich nicht viel tun, lediglich die Datenrate auf Distanz X fällt ein gutes Stück schlechter aus. Heißt auch der Punkt ab welchem die Datenrate zu niedrig ist um eine vernünftige Verbindung zu haben ist auch etwas früher unterschritten, als bei einem High End Modell.

Netgear Orbi Wi Fi 6 Ax4200 Rbk752 System Im Test 8

Allerdings kommt hier der Satellit ins Spiel! Der Satellit „verlängert“ das Signal der Basis-Station ein gutes Stück in eine Richtung. Dabei ist das Signal des Satelliten maximal nur so gut wie die Verbindung des Satelliten zu Basis-Station. Hier kann das Orbi RBK752 System besonders punkten!

Die Verbindungsqualität der einzelnen Stationen ist überdurchschnittlich gut! So würde ich Euch das Orbi System für Wohnungen im Bereich 120-180m² empfehlen. Es wäre auch möglich mehrere Etagen abzudecken, aber eine Station schafft +- 60-100m². Zudem sollte die Distanz zwischen den Stationen auch nicht zu hoch sein. Habt Ihr also eine große Wohnung mit mehreren Etagen, macht eventuell eine 3. Station (die Ihr nachkaufen könnt) Sinn.

 

Stromverbrauch

Schauen wir uns zum Abschluss noch den Stromverbrauch des Orbi RBK752 Systems an.

Leistungsaufnahme

Mit rund 8,1W im Normalbetrieb braucht eine Station des Orbi Wi-Fi 6 AX4200 RBK752 durchschnittlich viel Energie. Genau genommen ist sogar der Stromverbrauch recht überschaubar für ein Tri-Band System.

 

Fazit

Prinzipiell kann ich das „Netgear Orbi Wi-Fi 6 AX4200 RBK752“ WLAN Mesh System mit einem guten Gewissen empfehlen. Allerdings müsst Ihr Euch fragen, ist dieses das richtige für mich.

Wann würde ich Euch das Orbi RBK752 nicht oder nur bedingt empfehlen?

  1. Ihr habt nur eine kleine oder durchschnittlich große Wohnung (bis +-80m²) .
  2. Ihr habt ein lokales NAS oder Home-Server zu welchem Ihr möglichst schnell übertragen wollt?
  3. Ihr seid absolute WiFi Enthusiasten die möglichst viele Einstellungsmöglichkeiten und Feature wollen?

Treffen diese Punkte auf Euch zu, dann gibt es bessere Systeme für Euch! Die Netgear Orbi Systeme zeichnen sich nicht zwingend durch die höchste „Peek-Datenrate“ aus, sondern durch eine einfache Nutzung und hohe Flächenabdeckung. Dies gilt auch für das Orbi RBK752!

Netgear Orbi Wi Fi 6 Ax4200 Rbk752 System Im Test 11

Dabei ist die Performance des Systems mehr als ausreichend für 4K Video-Streams, online Gaming usw. Um ehrlich zu sein solche Dinge brauchen weniger Datenrate als man so denkt. Die Größte stärke des Orbi Systems ist die hohe Mesh-Performance.

Verteilt Ihr die Stationen gut in Eurer Wohnung, können diese für eine hervoragende WLAN Abdeckung sorgen. Dabei ist die Leistung der Stationen auch mit vielen Clients dank des Tri-Band Systems mehr als solide! Hier können günstigere Mesh Systeme teils etwas schwächeln.

Wann würde ich Euch also zum Orbi RBK752 raten?

  1. Ihr habt eine große Wohnung oder Haus (120-180m²).
  2. Ihr wollt ein einfaches WLAN System, das sich problemlos einrichten lässt und dann keine große Aufmerksamkeit erfordert?
  3. Ihr wollt ein gutes WLAN Tempo fürs Internet-Surfen und Video streamen.

Gerade in Punkt 2 ist das Orbi-System z.B. ASUS Modellen etwas voraus. Es ist wirklich einfach einen Netgear Orbi einzurichten!

Netgear Orbi Wi Fi 6 Ax4200 Rbk752 System Im Test 12

Am Ende ist es Eure Entscheidung, ob das Netgear Orbi Wi-Fi 6 AX4200 RBK752 zu Euch passt und ob Ihr hier bereit seid über 400€ auszugeben. Ja ich finde den Preis auch etwas saftig, aber wir haben hier ein gutes und dank WLAN 6 auch modernes Mesh System vor uns!

Mit vielen kleinen Mesh Stationen zum Erfolg? Das ZenWiFi Mini XD4 von ASUS im Test

Mit dem ZenWiFi Mini XD4 hat ASUS ein kleines und kompaktes WLAN Mesh System auf den Markt gebracht, das bereits über den neuen WLAN 6 „AX“ Standard verfügt.

Klein und kompakt ist hierbei klar das wichtigste Merkmal des ZenWiFi Mini XD4 Systems. Im Gegensatz zu anderen ASUS WLAN System ist dieses nicht bis zum Anschlag überzüchtet, sondern richtet sich an die Nutzer, die einfach gutes WLAN für Smartphone und Co. Suchen und brauchen.

Zenwifi Mini Xd4 Von Asus Im Test 4

Was allerdings weiterhin recht groß ausfällt ist der Preispunkt. Für das ASUS ZenWiFi Mini XD4 müsst Ihr mindestens 350€ anlegen, ein stolzer Preis, der gerechtfertigt ist? Finden wir genau dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen des ZenWiFi Mini XD4 Systems für diesen Test!

 

Das ZenWiFi Mini XD4 von ASUS im Test

Mini ist eine sehr treffende Bezeichnung für die einzelnen Stationen des ZenWiFi AX Mini XD4 Systems. Das System besteht grundsätzlich aus drei kleinen Stationen, einer Basis-Station und zweier „Satelliten“.

Zenwifi Mini Xd4 Von Asus Im Test 1

Optisch sind die drei Stationen zunächst identisch. Jede misst 90 x 90 x 80 mm und besteht aus einem schlichten weißen Kunststoff. Das Design des WLAN Systems würde ich als schlicht und schick bezeichnen.

Aufgrund der sehr kompakten Abmessungen fällt allerdings die Anschlussvielfalt „überschaubar“ aus. Die Basis-Station hat zwei Gbit LAN Ports, einer dient als WAN Port, der andere als regulärer LAN Port.

Zenwifi Mini Xd4 Von Asus Im Test 3

Die Satelliten wiederum besitzen nur einen LAN-Port. Dieser kann ganz normal als LAN Port genutzt werden, als ob dieser direkt an der Basis-Station wäre.

USB Ports oder Ähnliches gibt es nicht! Auf der Unterseite jeder Station findet sich lediglich eine Reset und WPS Taste.

 

Software (App)

Ihr könnt das ZenWiFi AX Mini XD4 ganz klassisch über eine WebUI am einem PC/Notebook einrichten oder über die ASUS Router App am Smartphone.

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Ich habe mich diesmal für die Smartphone App entschieden. Warum? Ich denke das ZenWiFi AX Mini XD4 System richtet sich eher an den High End „Smartphone Nutzer“, der die App verwenden möchte.

Hier gab es aber eine kleine Enttäuschung. So wollte die Einrichtung via Android (Samsung Galaxy Note 20 Ultra) nicht gelingen. Das Smartphone fand den Router einfach nicht. Via IOS funktionierte es auf Anhieb.

Grundsätzlich ist die Einrichtung via App sehr einfach und problemlos. Ihr klickt Euch einfach durch, ebenso wird die Verbindung zu den einzelnen Stationen automatisch eingerichtet, wenn Ihr diese während der Einrichtung eingeschaltet habt.

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Die App selbst ist optisch ordentlich, aber recht technisch aufgebaut. Ich denke dies passt aber ganz gut zu der Zielgruppe von ASUS Produkten.

Auf der Startseite findet Ihr zunächst eine kleine Übersicht Eures Netzwerkes mit den verbundenen Stationen, Anzahl verbundener Clients usw. Im Geräte Tab könnt Ihr dann alle verbundenen Geräte sehen, inklusive Basis-Daten wie Signalstärke, IP Adresse usw.

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In den erweiterten Einstellungen könnt Ihr AiMesh, AiProtection und WLAN Daten einstellen.

AiMesh erlaubt es Euch mehrere ASUS WLAN Router in ein großes Mesh System zu verwandeln. Habt Ihr also bereits einen älteren ASUS Router der AiMesh unterstützt (alle Modelle der letzten ca. 3-4 Jahre tun dies), dann könnt Ihr diesen in das Mesh System des ZenWiFi AX Mini XD4 integrieren.

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AiProtection hingegen ist eine Art Antivirenschutz auf Eurem WLAN Router. Dieser scannt zwar nicht alle Dateien, hat aber eine Blockliste integriert die sich laufend aktualisiert. Versucht nun einer der Computer oder auch Smart Home Geräte in Eurem Haus Verbindung zu einem Bot Netzwerk aufzunehmen, dann wird diese Verbindung geblockt. Ähnliches gilt auch für Viren die erst den eigentlichen Virenteil „nachladen“. Diese Blockliste wird im Übrigen von Trend Micro gepflegt, einem großen japanischen Antivirenschutz Hersteller.

Diese beiden Feature sind zwar klasse, aber nur in einer gewissen „Basis“ in der App integriert. Wollt Ihr mehr Einstellungsmöglichkeiten müsst Ihr in die WebUI wechseln.

 

Die Technik

Das ZenWiFi AX Mini XD4 ist ein vergleichsweise kleines WLAN System, das eine hohe räumliche Abdeckung vor maximale Sendeleistung stellt. Dies ist auch klar an den technischen Daten zu sehen:

  • 11n : up to 300 Mbps
  • 11ac : up to 867 Mbps
  • 11ax (2.4GHz):up to 574 Mbps
  • 11ax (5GHz):up to 1201 Mbps

Mit bis zu 1201 Mbit gehört der ZenWiFi Mini XD4 auf dem Papier eher zu den etwas langsameren WLAN 6 Routern. ASUS setzt bei diesen auf das 2×2 Design, es gibt also zwei Antennen im Inneren.

Das wichtige ist aber natürlich das Nutzen des WLAN Mesh Systems. Hierdurch werden mehrere Funkstationen zu einem großen WLAN Netz verbunden. Anstelle nur eines Routers habt Ihr mehrere im Haus verteilt, die untereinander kommunizieren.

Zenwifi Mini Xd4 Von Asus Im Test 8

Letztendlich lässt sich etwas Ähnliches auch mit Repeatern erreichen. Allerdings ist die Verknüpfung zwischen einem WLAN Repeater und einem WLAN Router weniger eng als bei einem Mesh System. Ein WLAN Repeater ist für den WLAN Router nur ein weiterer Client. Bei einem Mesh System gibt es hingegen einen höheren Austausch und einen weicheren Übergang, wenn Ihr Euch beispielsweise von Raum a zu Raum b bewegt. Früher sprach man hier von „Zero Handoff“.

Was die Performance angeht kommt es etwas darauf an:

A. Haben wir ein Mesh System bei dem alle Stationen auf dem gleichen WLAN Band kommunizieren, auf dem auch Eure Geräte mit den Stationen reden.

B. Oder haben wir ein separates WLAN Band das nur für die Interne Kommunikation der einzelnen Stationen reserviert ist?

Letzteres erlaubt ein Stück weit höhere Datenraten innerhalb des Mesh Systems, ist aber teurer da letztendlich in jeder Station zwei WLAN Module verbaut werden müssen.

ASUS setzt beim ZenWiFi AX Mini XD4 auf das erweiterte Prinzip! So verfügt jede Station über ein zusätzliches 5GHz Band für die interne Kommunikation, wir haben also Tri-Band Router vor uns.

 

WLAN Mesh Performance

Beginnen wir mit Frage Nr. 1, wie sieht es bei der WLAN Performance innerhalb des Mesh Netzwerks aus? Für diesen Test habe ich mir zwei Funkstationen des ASUS ZenWiFi AX Mini XD4 geschnappt. An Station 1 habe ich ein lokales NAS angeschlossen, an Station 2 einen PC. Anschließend habe ich Daten auf/vom NAS übertragen.

Wlan Mesh Perofmance

*Kleine Info bei den Wänden handelt es sich um „massive“ Wände!

Im Optimalfall liegt die Datenrate zwischen zwei Stationen des ASUS ZenWiFi AX Mini XD4 laut meinem Test bei rund 98/83MB/s. Allerdings in der Praxis werdet Ihr zwei Mesh Stationen ja nicht direkt nebeneinander stehen haben.

Bringen wir eine Tür oder Ständerwand zwischen die beiden Stationen sinkt die Datenrate im Download nur minimal auf 88MB/s und im Upload auf 55MB/s.

Findet sich eine „feste Wand“ zwischen den Stationen sinkt die Datenrate ein gutes Stück auf 63MB/s im Download und 43MB/s im Upload. Bei zwei Wänden sind wir „nur noch“ bei 35MB/s bzw. 32MB/s.

Zenwifi Mini Xd4 Von Asus Im Test 9

Allerdings selbst 35MB/s ist mehr als ausreichend für mehrere 4K Streams!

Unterm Strich würde ich die WLAN Mesh Performance als gut bzw. den Erwartungen entsprechend bezeichnen.

 

WLAN Performance

Um die Performance des ASUS ZenWiFi AX Mini XD4 zu testen habe ich mir zwei WLAN Karten geschnappt. Zum einen die WLAN AC TP-LINK Archer T9E mit maximal 1300Mbit und zum anderen die Intel Wi-Fi 6 AX200 mit WLAN AX support und bis zu 2402Mbit. Für den Perfomance Test wird der Test-PC und der WLAN Router in einem Abstand von ca. 2 Metern positioniert und die Datenrate von und zu einem lokalen NAS gemessen. Es handelt sich hier also um ziemliche Optimal-Werte.

Wlan 2,4ghz Wlan 5ghz

Mit rund 79 MB/s in der Spitze bietet das ZenWiFi AX Mini XD4 eine gute Geschwindigkeit, auch wenn hier keine Rekorde gebrochen werden.

Wie steht es aber um WLAN AX?

Wlan Ax

Hier wird der ZenWiFi AX Mini XD4 etwas von ihrem Gbit LAN Port zurückgehalten. Wir haben auch keine zwei Gbit LAN Ports, die ich parallel nutzen könnte.

Dennoch über 100MB/s via WLAN ist schon beeindruckend und in der Praxis meist mehr als ausreichend.

 

Stromverbrauch

Ein WLAN Router läuft 24/7, daher ist hier der Stromverbrauch durchaus wichtig!

Stromverbrauch

Hier kann ich aber positive Neuigkeiten verkünden! WLAN 6 „AX“ Router sind erstaunlicherweise recht sparsam, dies gilt besonders für den ASUS ZenWiFi AX Mini XD4.

Die Basis-Station benötigt gerade einmal 3,9W im Normalbetrieb. Unter hoher Last steigt der Verbrauch auf ca. 4,5-5W. Bedenkt allerdings dass die Satelliten auch ca. 3,5-3,8W Strom benötigen!

 

Fazit

Es ist alles eine Sache des Preises und Eures Bedarfs. Mit ca. 350€ ist ein 3er Set des ASUS ZenWiFi AX Mini XD4 nicht günstig.

Habt Ihr allerdings eine sehr große Wohnung oder Haus, wo Ihr auch wirklich drei WLAN Stationen benötigt, dann kann das System durchaus Sinn machen! Grundsätzlich bietet jede Station des ASUS ZenWiFi AX Mini XD4 ein gutes WLAN Tempo, gerade in Kombination mit WLAN 6 Geräten, die auf kurzen Distanzen durchaus 100MB/s+ erreichen können.

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100MB/s ist auch das ungefähre Tempo das die WLAN Station untereinander erreichen können, auch wenn dies natürlich massiv von der Distanz zwischen den Stationen abhängt. Habt Ihr zwei dicke Wände zwischen den Stationen liegt das Tempo eher im Bereich von 40MB/s, was aber für ein WLAN Mesh System nicht ungewöhnlich oder schlecht ist!

Dicke Pluspunkte gibt es noch für den Stromverbrauch, welcher pro Station mit unter 4W sehr niedrig ist. Punktabzug gibt es für die doch überschaubare Anschlussvielfalt. Mit einem LAN Port pro Station ist das ASUS ZenWiFi AX Mini XD4 System eher etwas für casual Nutzer, oder Ihr werdet einen separaten Switch brauchen.

Kommen wir damit zum Ende. Solltet Ihr das ASUS ZenWiFi AX Mini XD4 System kaufen?

Ja, wenn Ihr eine größere Wohnung/Haus habt und somit mehrere WLAN Stationen benötigt, Technik begeistert seid, aber Eurer WLAN primär zum Streamen von Videos, Spielen usw. zu Smartphone, Tablet und Co nutzt. Dann kann das ASUS ZenWiFi AX Mini XD4 für Euch sinnvoll sein.

Nein, wenn Ihr nur eine kleine Wohnung habt und/oder ein absoluter Technik Freak seid und das beste und schnellte WLAN sucht, um beispielsweise große Dateimenge im lokalen WLAN zu übertragen. Hier würde ich Euch eher ein System mit größeren Einzelstationen empfehlen, wie dem ASUS ZenWiFi AX XT8.

Asus Zenwifi Mini Xd4

160W USB C Power! Die 4Smarts VoltHub Graphene 20.000mAh im Test

Immer mehr Notebooks setzen auch auf USB C als Ladeport. Dies erlaubt es solche Notebooks auch via Powerbanks zu laden. Allerdings gerade Powerbanks mit sehr hoher Leistung, für größere Notebooks wie das Apple MacBook Pro 16, sind selten.

Es gibt hier zwar eine Handvoll Modelle, diese haben aber alle irgendeine Schwäche. Ob dies nun Temperatur-Probleme, eine Drosslung oder ein niedrige Kapazität ist, perfekt ist kein mir bekanntes Modell.

4smarts Volthub Graphene 20.000mah Im Test 6

Ein weiteres sehr spannendes Modell ist die 4Smarts VoltHub Graphene 20.000mAh. Diese Powerbank soll durch eine Leistung von satten 160W und Graphene Basierten Akkus überzeugen. Dies klingt doch spannend, gerade die Graphene basierten Akkuzellen, welche auch bei Tesla zum Einsatz kommen, sollten für einen gewissen Qualitätsstandard sorgen.

Wollen wir uns da doch einmal im Test ansehen ob die 4Smarts VoltHub Graphene 20.000mAh Powerbank überzeugen kann und ob es Schwächen gibt!

An dieser Stelle vielen Dank an 4Smarts für das Zurverfügungstellen der Powerbank für diesen Test!

 

Die 4Smarts VoltHub Graphene 20.000mAh im Test

Die 4Smarts VoltHub Graphene ist mit 137,5 x 86 x 30 mm für die angegebene Kapazität von 20000mAh eine recht große Powerbank. Dies überrascht allerdings auch nicht.

4smarts Volthub Graphene 20.000mah Im Test 1

„Super high Power Powerbanks“ sind in der Regel etwas größer, aufgrund der aufwendigeren Elektronik. Ähnliches gilt auch für das Gewicht, welches mit 526,7g auch etwas höher ausfällt.

Dies liegt aber sicherlich auch zu großen Teilen am sehr massiven Aluminiumgehäuse. Dieses gibt der Powerbank hohe Stabilität und hilft zudem bei der Wärmeabfuhr. Auffällig ist allerdings das große Gummi-Pad auf der Oberseite.

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Das Gummi-Pad soll ein verrutschen Eures Smartphones verhindern, wenn Ihr dieses auf der Oberseite zum kabellosen Laden auflegt. Ja in der Oberseite ist ein 10W kabelloses Ladepad integriert. Auch findet sich hier ein spezielles Ladepad für die Apple Watch mit 2,5W. Letzteres besitzt eine kleine Einbuchtung in der Gummi-Oberfläche. Clever!

Was mich etwas enttäuscht hat, war das Display. Auf den Produktbildern und auch der Verpackung sieht es so aus als hätte die 4Smarts VoltHub Graphene Powerbank ein kleines LCD Display das Euch Informationen zum Ladestatus usw. anzeigt. Dies ist NICHT der Fall! Anstelle dessen ist dort ein sehr einfaches LED Display (mit blauen LEDs) das lediglich den Ladestatus mit „Blöcken“, die aufleuchten, anzeigt. Ich vermute hier gab es ein kleines Downgrade in letzter Sekunde, denn auf den Bildern ist klar ein weiß leuchtendes Display zu erkennen, während die LED Anzeige blau leuchtet.

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Die Anschlussvielfalt enttäuscht aber nicht! Wir haben auf der Front zwei USB C und einen USB A Port. Bei dem USB A Port handelt es sich um einen 24W Quick Charge /Huawei Super Charge Port. Ja 24W, also 5V/4,5A, 9V/2A oder 12V/2A.

Bei den USB C Ports handelt es sich um USB Power Delivery Ports, mit 100W bzw. mit 60W. Der obere USB C Port kann 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/5A liefern. Der sekundäre USB C Port kann 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/3A liefern.

Dabei kann die Powerbank laut Hersteller auch beide USB C Ports parallel mit voller Leistung versorgen! Die maximale Leistung der 4Smarts VoltHub Graphene 20.000mAh Powerbank liegt also bei satten 160W.

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Die USB C Ports werden natürlich auch zum Aufladen der Powerbank genutzt. Hier soll diese ebenfalls bis zu 160W aufnehmen können, wenn Ihr zwei Ladegeräte parallel anschließt.

 

Kapazität und Akkuzellen

VoltHub Graphene 20.000mAh Powerbank sind laut Hersteller „4x 21700 Tesla™ Graphene Composite Battery Cell manufactured by Panasonic“ verbaut. Dies sind die aktuell so ziemlich besten Akkuzellen die Ihr bekommen könnt, sowohl was die Leistung aber auch was die Haltbarkeit angeht!

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Ich vermute allerdings 4Smarts hat etwas bei der Kapazität gerundet, denn sofern meine Infos stimmen, dann gibt es die Tesla/Panasonic 21700er Zellen nur mit 4800mAh. Wir haben hier also „nur“ 19.200 mAh, sofern meine Infos stimmen.

Die Kapazität in der Praxis ist allerdings nochmals etwas anderes!

USB A 5V/1A 49.112 Wh 13273.51 mAh
USB C 20V/5A 40.858 Wh 11042.7 mAh
USB C 20V/3A 47.373 Wh 12803.51 mAh
USB C 9V/1A 46.456 Wh 12555.68 mAh
USB C 9V/3A 46.08 Wh 12454.05 mAh
USB C 5V/1A 49.456 Wh 13366.49 mAh

 

Mit 40,858Wh bis 49,456Wh fällt die Kapazität des 4Smarts VoltHub Graphene eher mäßig aus. Dies ist keine große Überraschung. Viele der high Power-Powerbanks leiden unter einer etwas mäßigen Effizienz.

20V/3A
4Smarts VoltHub Graphene 47.373 Wh
AlsterPlus USB C 100W Powerbank 79.67 Wh
HyperJuice 130W USB-C Battery Pack 74.874 Wh
Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 51.475 Wh
Zendure SuperTank 79.098 Wh
Flash 2.0 50.578 Wh

 

Hier einfach mal ein paar vergleichbare Modelle. Gerade die Flash 2.0

 

Drosselung?

Wer meine Tests zu anderen 100W USB PD Powerbanks gelesen hat, wird vielleicht wissen was jetzt kommt. Alle mir bisher bekannten USB PD Powerbanks mit 100W Leistung (20V/5A) drosseln sich basierend auf der verbleibenden Restladung!

Gerade das HyperJuice 130W USB-C Battery Pack macht dies ganz extrem und drosselt: ab 80% geht die Leistung auf 87W, ab 60% auf 60W und ab 20% auf 30W.

4smarts Volthub Graphene 20.000mah Im Test 10

Wie sieht es hier bei der 4Smarts VoltHub Graphene 20.000mAh aus? Ja auch die 4Smarts VoltHub Graphene 20.000mAh drosselt sich bei konstanter Last von 100W! Allerdings ist diese Drosslung nicht abhängig von der Kapazität, sondern von der Temperatur. Lasst Ihr die Powerbank also wieder abkühlen,, schaltet sie wieder auf 100W hoch.

Bei einer 100W Dauerlast könnt Ihr das einsetzen der Drosslung bei einer verbliebenen Restladung von ca. 30-40% erwarten. Anders gesagt die Powerbank kann die 100W 60-70% der Kapazität halten, danach geht’s mit 60W weiter (außer Ihr lasst diese abkühlen).

Drosselung

*Drosselung basiert aufgrund der Temperatur, Abkühlung führt wieder zu 100W Leistung.

100w Entladen

Dabei ist die Hitzeentwicklung mit 55 Grad äußerlich soweit unkritisch.

 

Das Ladetempo und die Kompatibilität

Folgende Geräte habe ich an der VoltHub Graphene getestet:

Ladetempo

Ganz klar gesagt, hier gibt es keine Überraschungen oder Kompatibilitätsprobleme. Der VoltHub Graphene konnte alle getesteten Notebooks und Smartphones mit dem maximal theoretisch möglichem Tempo laden.

Hier gibt es aber zwei wichtige Punkte! 1. Dell Notebooks lassen sich mit maximal 65W Laden, dies ist eine Einschränkung seitens Dell. 2. Dank der Unterstützung von USB PD PPS kann der VoltHub Graphene auch viele der aktuellen Samsung Smartphones mit dem vollen Tempo laden.

Auch viele Moto Smartphones nutzen USB PD PPS für das volle Ladetempo.

 

Wiederaufladen

Wie lange dauert das Aufladen der VoltHub Graphene? Dies hängt natürlich von Eurem Ladegerät ab. Grundsätzlich akzeptiert die Powerbank bis zu 100W. Solltet Ihr kein 100W USB PD Ladegerät haben, könnt Ihr auch zwei Ladegeräte parallel nutzen. Diese werden immer so ausbalanciert das 100W in der Powerbank landen. Kleine USB PD Ladegeräte funktionieren auch, aber halt mit einem langsameren Ladetempo.

100w Ladegerät

Eine 100% Ladung dauert an einem 100W USB PD Ladegerät ca. 1:06 Stunden, was extrem schnell ist! Dabei erreicht die Powerbank bereits nach 30 Minuten einen Ladestand von ca. 70%.

100w Aufladen

Die Hitzeentwicklung ist dabei mit ca. 45 Grad äußerlich durchaus überschaubar.

 

Fazit

Der VoltHub Graphene gehört technisch zu den besten Powerbanks die Ihr aktuell bekommen könnt! Dies liegt primär an der Anschlussvielfalt mit :

  • 1x 100W USB C (USB Power Delivery)
  • 1x 60W USB C (USB Power Delivery)
  • 1x 24W USB A (Quick Charge, Huawei Super Charge)
  • 1x 10W kabelloses Laden

Damit könnt Ihr 99% aller Smartphones an dieser Powerbank schnellladen. Wobei ich den 4Smarts VoltHub Graphene gar nicht primär für Smartphones empfehlen würde. Hier gibt es offen gesagt kleinere und günstigere Powerbanks die dies ähnlich gut hinbekommen.

4smarts Volthub Graphene 20.000mah Im Test 8

Der 4Smarts VoltHub Graphene ist für Notebooks, welche dank 100W USB C Port in der Regel mit dem vollen Tempo geladen werden können. Zwar verfügt die Powerbank auch über eine Drosselung des USB C Ports auf 60W wenn eine gewisse Temperatur überschritten wird, aber zum einen kenne ich keine 100W USB C Powerbank die sich nicht drosselt zum anderen setzt die Drosselung hier erst sehr spät ein.

Wenn ich etwas am 4Smarts VoltHub Graphene zu bemängeln hätte, dann wäre es die Kapazität. Diese schwankt je nach entlade Tempo zwischen 40,858Wh (11042mAh) und 49,456Wh (13366mAh). Dies reicht um ein kleineres Notebook zu ca. 80% zu laden oder ein größeres Notebook zu ca. 50%. Dies ist soweit Okay, aber natürlich keine gigantische Kapazität, gerade wenn man auch noch sein Smartphone laden will. Leider ein gängiges Problem dieser super high Power-Powerbanks.

Immerhin verbaut 4Smarts die besten Akkuzellen auf dem Markt, welche für eine lange Haltbarkeit sorgen sollen und die Powerbank lädt selbst an einem 100W Ladegerät extrem schnell.

Kurzum ich kann den 4Smarts VoltHub Graphene mit gutem gewissen empfehlen, diese ist eine der besten Powerbanks auf dem Markt, wenn Euch die Kapazität reicht!

4smarts Volthub Graphene

Das BATTLEGROUND XL PRIME von XPG im Test, ein Mauspad mit RGB

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Ein Mauspad ist Pflicht bei jedem Gaming Setup. Ich und vermutlich auch viele von Euch bevorzugen hier extra lange Mauspads, auf welchen Tastatur und Maus Platzfinden.

Solche Mauspads gibt es im Handel hunderte, von großen Gaming-Marken und auch kleinen NoName Herstellern. Ein besonders auffälliges Modell ist hier das XPG BATTLEGROUND XL PRIME. Es handelt sich bei diesem um ein XL Mauspad mit RGB Beleuchtung. Warum auch nicht?!

Battleground Xl Prime Von Xpg Im Test 12

XPG hat mich gebeten mir das BATTLEGROUND XL PRIME einmal im Test näher anzusehen. Wollen wir dies doch einmal in einem Kurztest machen!

 

Das BATTLEGROUND XL PRIME von XPG im Test

Bei dem BATTLEGROUND XL PRIME handelt es sich wie der Name schon sagt um ein XL Mauspad. Dieses misst 900 x 420 mm und ist somit groß genug für eine Maus und Tastatur.

Battleground Xl Prime Von Xpg Im Test 1

Die Dicke des Mauspads beträgt dabei 4 mm. Beim Material setzt XPG auf „CORDURA®-Stoff“. In der Praxis würde ich diesen als eine Neopren artigen Stoff bezeichnen. Dieser hat also eine recht glatte und feinporige Oberfläche. Diese ist auch wasserabweisend.

Verglichen mit meinen sonstigen 0815 Mauspads ist das BATTLEGROUND XL PRIME merklich dicker und dichter! Das verwendete Material ist deutlich straffer und fester.

Battleground Xl Prime Von Xpg Im Test 2

Dies hat Vor- und Nachteile. So wirkt das Mauspad gerade anfangs etwas steifer als viele Konkurrenten, liegt aber im Laufe der Zeit „sauberer“ auf Eurem Schreibtisch. Viele XL Mauspads die ich kenne neigen zum Wölben an den Kanten. Dieses Problem sehe ich beim BATTLEGROUND XL PRIME nicht.

Allgemein wirkt das Mauspad recht haltbar, mit vielleicht einer Ausnahme, dem Rand. Im Rand ist eine Art Kunststoff Lichtschlauch integriert. Dieser ist aber nur einfach umwoben. Hier muss die Zeit zeigen wie gut dies hält.

Battleground Xl Prime Von Xpg Im Test 3

Im ersten Moment wirkt das BATTLEGROUND XL PRIME aber sehr wertig gearbeitet. Bonuspunkte gibt es für die die Gummi-Unterseite, welche ein Verrutschen verhindern soll.

Was das „Mausgefühl“ angeht ist das BATTLEGROUND XL PRIME tendenziell eher ein etwas schnelleres und glatteres Mauspad. Die Maus gleitet also vergleichsweise gut und schnell. Die Präzision ist ordentlich, aber tendenziell tauscht das Mauspad Präzision etwas gegen Geschwindigkeit.

 

Die RGB Beleuchtung

Im Rand des BATTLEGROUND XL PRIME ist eine Art „Glasfaser“ Leitung integriert. Diese führt zu einem kleinen Modul am oberen linken Rand. Hier sitzen vermutlich zwei RGB LEDs die das Licht durch das Glasfaserkabel projizieren.

Battleground Xl Prime Von Xpg Im Test 7

Die Stromversorgung geschieht dabei ganz klassisch über ein microUSB Kabel. Je nach Lichtfarbe schwankt die Leistungsaufnahme zwischen 0,4W und 0,55W. Damit ist der Stromverbrauch extrem niedrig!

Gesteuert wird die Lichtfarbe nicht über eine PC Software, sondern über eine Taste am LED Modul. Ihr könnt hier durchschalten zwischen Türkis -> Grün -> Gelb -> Rot -> Lila -> Weiß -> Farbwechsel -> Blau.

Battleground Xl Prime Von Xpg Im Test 5

Das Licht sieht dabei erfreulich gut und gleichmäßig aus! Dabei ist die Beleuchtung nicht übermäßig hell, aber ausrechend hell das die Beleuchtung als „Stimmungslicht“ voll ihren Zweck erfüllt. Ich würde sogar sagen das Licht wirkt recht „wertig“. Klar ein RGB LED Mauspad ist schon etwas „besonderes“, aber dies ist beim XPG BATTLEGROUND XL PRIME recht wertig umgesetzt.

 

Fazit

Braucht Ihr ein RGB LED Mauspad? Vermutlich nein! Wollt Ihr ein RGB LED Mauspad? Eventuell ja.

Falls dem so ist, ist das XPG BATTLEGROUND XL PRIME eine gute Wahl. Ja dieses ist recht einfach umgesetzt, aber die Qualität des Mauspads und auch der der Beleuchtung stimmt. Die LEDs sind ausreichend hell, dass diese bei einer leicht gedimmten Umgebungsbeleuchtung gut zur Geltung kommen, aber auch nicht blenden oder stören.

Battleground Xl Prime Von Xpg Im Test 8

Das Mauspad selbst ist angenehm dick und stabil gearbeitet. Über die Haltbarkeit, gerade der Ränder kann ich zwar noch nichts sagen, aber generell macht dieses schon einen guten Eindruck.

Auch der Preis von unter 40€ wirkt fair auf mich.

Die Razer Hammerhead True Wireless im Test

Mit den Hammerhead hat Razer einen ersten Einstieg in die Welt der true Wireless Ohrhörer gewagt. Dabei sollen sich die Hammerhead True Wireless nicht nur an die Gamer unter Euch wenden, sondern einen generell guten Eindruck im Alltag hinterlassen. Passend hierzu bietet Razer die Hammerhead True Wireless auch in anderen Farben als das etwas aggressive Schwarz/Gün an.

Razer Hammerhead True Wireless im Test 12

Wollen wir uns hier einmal im Test ansehen bzw. anhören ob die Razer Hammerhead True Wireless wirklich überzeugen können!

An dieser Stelle vielen Dank an Razer für das Zurverfügungstellen der Hammerhead True Wireless.

 

Die Razer Hammerhead True Wireless im Test

Die Hammerhead True Wireless werden in einer vergleichsweise kleinen und schlichten Ladebox geliefert und verstaut. Diese misst gerade einmal 78 x 35 x 26 mm und bringt 46,2g inklusive Ohrhörer auf die Waage.

Razer Hammerhead True Wireless im Test 1

Ihr habt bei den Hammerheads aktuell die Wahl zwischen schwarzer, weißer und rosa Farbe. Weiß und rosa scheinen aber Razer Store exklusiv zu sein. Schade, denn gerade die weiße Farbe sieht sehr gut aus!

Razer Hammerhead True Wireless im Test 2

Die Ladebox ist aus einem matten Kunststoff gefertigt, welcher sehr wertig anmutet. Allgemein wirken die Hammerhead True Wireless sehr hochwertig gearbeitet und auch der Deckel wirkt schön solide gebaut. Es ist klar ersichtlich, dass wir hier etwas hochpreisigere Ohrhörer vor uns haben.

Der in der Ladebox verbaute Akku kann die Ohrhörer ca. 3x wiederaufladen ehe die Ladebox selbst ans Netz muss. Hierfür findet sich ein USB C Port auf der Rückseite. Mit einer Ladung halten die Hammerhead ca. 3-4 Stunden durch.

Razer Hammerhead True Wireless im Test 3

Razer setzt bei den Hammerhead True Wireless  interessanterweise auf ein Semi-In-Ear Design. Heißt es gibt keinen Silikonaufsatz der Euer Ohr versiegelt. Anstelle dessen legt Ihr die Ohrhörer einfach in Eure Ohren.

Razer liefert allerdings optionale Silikon „Bezüge“ mit. Diese sorgen zwar für keine 100% Versieglung Euer Ohrhörern, können aber etwas bei der Versiegelung helfen.

Razer Hammerhead True Wireless im Test 4

Auf der Rückseite der Hammerhead findet sich ein Touchpad zur Steuerung der Ohrhörer. Das Ein/Ausschalten geschieht aber wie meist üblich automatisch wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox legt oder herausnehmt.

 

Tragekomfort

Aufgrund des Formfaktors sitzen die Hammerhead recht locker und entspannt in Euren Ohren. Diese werden nicht versiegelt, daher habt Ihr auch nicht dieses Druckgefühl wie bei vielen normalen in-Ears.

Normalerweise nutze ich klassische in-Ears, aber ich kann die Vorzüge dieses Formfaktors durchaus erkennen. Die Hammerhead fühlen sich unsichtbarer an und Ihr werdet nicht so stark von Eurer Umwelt abgeschirmt. Ideal für eine Nutzung in der Öffentlichkeit!

Unterm Strich würde ich den Tragekomfort mit einer guten „2“ bewerten.

 

Klang

Starten wir mit dem wichtigsten Punkt. Bei den Razer Hammerhead True Wireless handelt es sich um „Semi-in-Ear“ Ohrhörer. Das heißt diese nutzen keine Silikon-Aufsätze um Eure Ohren zu verschließen, was sich deutlich auf den Klang auswirkt! Die Hammerhead können hierdurch nicht den Druck und die „Kraft“ aufbauen wie es bei normalen in-Ears der Fall ist. Dies ist aber ein genereller Nachteil dieser Bauform und betrifft alle Semi-in-Ear Ohrhörer.

Razer Hammerhead True Wireless im Test 7

Schauen wir uns aber den Klang der Hammerhead True Wireless im Detail an, startend bei den Höhen. Die Höhen der Ohrhörer sind soweit sauber und klar. Diese sind allerdings auch nicht „mega brillant“ oder super luftig. Im Gegenzug wirken die Ohrhörer auch nicht zu scharf oder anstrengend. Ich denke Razer hat hier eine ordentliche Balance erreicht.

Die Mitten der Hammerhead sind soweit okay. Diese stechen weder besonders positiv noch negativ hervor. Stimmen klingen soweit schön natürlich und klar.

Das Spannendste ist aber natürlich der Bass. Aufgrund des Semi-in-Ear Formfaktors haben die Hammerhead True Wireless Probleme den für wirklich guten Bass nötigen Druck aufzubauen. Dies ist ein generelles Problem aller Semi-in-Ear Modelle, egal ob von Apple, JBL oder sonstigem Hersteller. Das soll aber nicht heißen, dass der Bass schlecht wäre. Ich würde den Bass als solide bis gut einstufen! Dieser ist ausreichend satt, so dass Musik nicht dünn oder flach klingt. Auch der Tiefgang ist ausreichend. Hier sind die Hammerhead beispielsweise deutlich besser als die Apple AirPods. Rechnet dennoch nicht damit, dass Hammerhead Bass-Bomber sind, dies ist nicht der Fall!

Razer Hammerhead True Wireless im Test 9

Drückt Ihr Euch die Ohrhörer etwas tiefer in die Ohren ist sogar klar zu hören, dass der Bass sehr gut ist und nur mangels der Versieglung etwas weniger kräftig wirkt als bei dem ein oder anderen Konkurrenten.

Unterm Strich klingen die Ohrhörer also recht locker und luftig. Diese bieten zudem eine gute Dynamik. Die maximale Lautstärke würde ich als gut einstufen!

Razer Hammerhead True Wireless
Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Die Razer Hammerhead sind absolut empfehlenswerte True Wireless Ohrhörer, falls Ihr Modelle mit dem „Semi-in-Ear“ Formfaktor sucht.

Im Gegensatz zu den meisten anderen TWS Ohrhörern legt Ihr die Hammerhead einfach in Eure Ohren. Diese besitzen hier keine Silikon-Aufsätze die eine Versiegelung Eurer Ohren durchführen. Hierdurch sitzen diese etwas lockerer und schirmen Euch nicht so sehr von der Umwelt ab, was in Bus/Bahn oder allgemein in der Öffentlichkeit etwas Gutes sein kann.

Razer Hammerhead True Wireless im Test 10

Dies macht die Ohrhörer auch für Nutzer interessant die den Tragekomfort normaler in-Ears nicht mögen.

Allerdings klanglich ist natürlich eine Versiegelung ein Vorteil! Unterm Strich kommt es etwas darauf an ob wir die Razer Hammerhead True Wireless mit anderen Semi-in-Ear Ohrhörern vergleichen, dann schneiden diese sehr gut ab auch dank des guten Basses, oder mit regulären in-Ear Ohrhörer. Reguläre in-Ear Ohrhörer können mehr Bass und „druck“ Liefern als die Hammerhead.

Grundsätzlich klingen die Hammerhead aber gut! Diese haben einen schönen dynamischen und lebendigen Klang, welcher dank des Formfaktors auch recht luftig wirkt.

Kurzum, seid Ihr an dem Semi-In-Ear Formfaktor interessiert, dann sind die Razer Hammerhead eine gute Wahl für unter 100€. Ich würde diese vom Klang her besser einstufen als die Apple AirPods und minimal schlechter als die JBL Tune 225 TWS, was auch zum Preis passt.

Ist der teuerste Saugroboter auch der beste? Der iRobot Roomba S9+ im Test

iRobot ist einer der wichtigsten Hersteller im Bereich der Saugroboter. Diese waren hier ein absoluter Pionier, haben aber gefühlt erst recht spät den Umstieg auf eine wirklich smarte Navigation gewagt.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern verzichtet iRobot auch heutzutage auf LiDAR bzw. Laser Sensoren, für die Navigation. Anstelle dessen nutzt iRobot Kameras! Ja im Deckel der größeren iRobot Saugrobotern ist eine Kamera verbaut, welche die Umgebung aufzeichnet und daraus eine Karte für die Navigation erstellt.

Irobot S9+ Test 17

Die modernen LiDAR bzw. Laser Sensoren sind schon recht komplex und produzieren riesige Datenmengen, die der Saugroboter verarbeiten muss. Eine Kamera für die Navigation ist hier nochmals eine Stufe schwieriger und komplexer, weshalb diese nur von sehr wenigen Herstellern für die Navigation verwendet wird.

Hinzu kommt das interessante Doppelbürsten Design welches iRobot nutzt und wir haben einen vergleichsweise ungewöhnliche Saugroboter, gerade in einer Welt die von runden chinesischen Saugrobotern dominiert wird.

Das Flaggschiff aus dem Hause iRobot hört auf den Namen Roomba S9+. Der Roomba S9+ bietet im Grunde alles was Ihr Euch nur wünschen könnt, inklusive einer Absaugstation, welche Euch das Entleeren des Saugers erspart.

Für diesen Spaß möchte iRobot aber auch stolze 1500€ haben! Ja dies ist für die meisten normalen Menschen zu viel Geld für einen Saugroboter. Auf der anderen Seite wäre eine Putzfrau auf Dauer teurer. Stellt sich dennoch die Frage, lohnt es sich so viel Geld für einen Saugroboter auszugeben? Ist der Roomba S9+ so viel besser als die Konkurrenz von ECOVACS oder Roborock? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an iRobot welche mit den Roomba S9+ für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der iRobot Roomba S9+ im Test

Das Set des Roomba S9+ besteht aus zwei Teilen. Einerseits erhaltet Ihr den Roomba S9 und zum anderen erhaltet Ihr die automatische Absaugstation. Die automatische Absaugstation ist so zu sagen das „+“. Könnt Ihr auf diese verzichten könnt Ihr auch den etwas günstigeren Roomba S9 kaufen, welcher baugleich zum Roomba S9+ ist, nur die automatische Absaugstation vermisst.

Irobot S9+ Test 5

Eine erste Auffälligkeit beim Roomba S9+ ist die Form. Die meisten Saugroboter besitzen eine runde Form, der S9+ ist hingegen wie ein „D“ geformt. An sich macht diese Form auch durchaus Sinn!

So ist die rotierende Bürste hier deutlich näher am Rand des Roboters, was beim reinigen von Ecken und Kanten hilft. Zusätzlich besitzt der Roomba S9+ die übliche kleine rotierende Bürste an der Front, welche ich gerne als „Fühler“ bezeichne. Diese soll ebenfalls Schmutz aus den Ecken herausholen und den Weg der primären rotierenden Bürsten schieben.

Irobot S9+ Test 4

Was das generelle Design angeht ist der Roomba S9+ sehr edel und wertig gestaltet. Ja es ist durchaus an einigen Punkten zu spüren, dass wir hier noch eine Klasse über den größten Roborock und ECOVACs Modellen sind. Dies ist mir besonders beim Deckel aufgefallen, unter welchem der Schmutzauffangbehälter angebracht ist. Dieser Deckel verfügt über eine richtige Feder! Ich weiß dies klingt lächerlich, aber 99% aller Hersteller verzichten auf diese. Hier ist der Deckel einfach nur eine Kunststoff-„Tür“. Solche Kleinigkeiten bekommt man halt wenn man über 1000€ für einen Saugroboter zahlt.

Irobot S9+ Test 2

Auch abseits davon wirkt der Roomba S9+ wirklich gut und sehr wertig gebaut!

Neben dem Deckel zum Schmutzauffangbehälter finden wir auf der Oberseite drei Tasten, zum Steuern des Saugroboters, falls Ihr mal nicht die App nutzen wollt.

Irobot S9+ Test 11

Woran wir leider nicht erkennen das wir hier einen premium Saugroboter vor uns haben ist der Lieferumfang. Ihr erhaltet:

  • 1x Roomba S9+
  • 1x Automatische Absaugstation
  • 2x Beutel für die Absaugstation
  • 1x Netzkabel
  • 1x Ersatzfilter
  • 1x Ersatzbürste

Leider scheint sich hier wieder die Regel zu bewahrhalten umso teuer ein Produkt, umso kleiner der Lieferumfang.

Hier gibt es aber einen kleinen Pluspunkt bei iRobot, Ihr kommt unheimlich gut an Ersatzteile, neue Filter usw. ! Beispielsweise beim ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ ist es sehr schwer an die Beutel für die Absaugstation zu kommen. Beim Roomba S9+ ist so etwas kein Problem. Ihr findet bei Amazon eine Vielzahl an Filter usw.

 

Die Absaugstation

Saugroboter haben fast alle eine Schwäche, die Größe der Schmutzauffangbehälter! Zwar arbeitet der Saugroboter komplett selbstständig, aber wenn Ihr eine größere Wohnung habt oder ein Haustier, dann ist praktisch nach jeder Fahrt ein Leeren Pflicht.

Irobot S9+ Test 13

Hier kommen die Absaugstationen ins Spiel. Fährt der Roboter zum Laden wird auch gleichzeitig der Schmutz aus dem Schmutzauffangbehälter abgesaugt, in einen großen Tank. Dies ist in der Praxis wirklich Gold wert!

Allerdings scheinen dies die Hersteller auch ein wenig zum Geldmachen nutzen zu wollen. So setzen diese Absaugstationen bei allen Herstellern immer Beutel. An sich sehr praktisch, aber natürlich auch ein Faktor für Folgekosten. Diese sind bei iRobot vergleichsweise günstig, dies ist aber der Popularität des Modells geschuldet.

Irobot S9+ Test 12

iRobot will für 3x Beutel 19,99€! WOW! ECOVACs will zum Vergleich allerdings ebenso 19,99€ für 3 Beutel. Das ist eine wirklich schöne Gewinnmarge. Allerdings gibt es bei Amazon, Ebay usw. duzende „alternativer“ Beutel. Die Preise schwanken hier zwischen 5 Stück für 13€ und 10 Stück für 18€, was deutlich leichter zu ertragen ist.

Mit einem Beutel kommt Ihr zwischen 3 und 8 Wochen hin. Aufgrund meines großen Hundes sind es bei mir eher 3 Wochen. Das Absaugen funktioniert im übrigen 1A! Der Sauger fährt auf die Ladestation, es wird für 30 Sekunden „laut“ und dieser ist gereinigt.

Die Absaugstation des iRobot funktioniert in der Praxis übrigens besser als die von EcoVacs! Letztere hat oftmals Probleme mit dem Absaugen wenn der Schmutzauffangbehälter zu 100% voll ist, dies ist bei iRobot nicht der Fall!

 

Schmutzauffangbehälter und Bürste

So gut wie jeder Saugroboter besitzt eine rotierende Bürste, welche oftmals den Hauptteil der Arbeit verrichtet. Diese besitzt meist eine Mischung aus einer Gummilippe und Borsten.

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Der Roomba S9+ besitzt allerdings gleich zwei Bürsten die in entgegenlaufende Richtungen drehen. Diese Bürsten besitzen auch keine Borsten, sondern sind komplett aus Gummi. Letzteres soll das verwickeln von Haaren minimieren, was ich durchaus bestätigen kann. Der Wartungsaufwand der Bürsten ist überdurchschnittlich gering.

Was auch auffällt, die Bürsten sind sehr bereit und somit auch die Arbeitsfläche!

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Aufgefangen wird der Schmutz zunächst in einer kleinen Box. Ja leider ist diese Box mal wieder sehr klein, was aufgrund der Absaugstation nicht ganz so tragisch ist. Habt Ihr keine Absaugstation, diese ist voll usw. dann könnt Ihr den Roomba S9+ auch einfach manuell entleeren.

Irobot S9+ Test 3

Der Mechanismus zum öffnen der Box ist absolut gelungen! Lediglich der Hepa Filter, welcher 99% aller Partikel filtert, ist mir etwas offen verbaut. Grober Schmutz kann recht leicht in diesen gelangen. Immerhin der Filter ist schön groß.

 

Die App

Ich sehe bei der iRobot App viel Positives! Grundsätzlich ist die App deutlich weniger technisch als von ECOVACs und Roborock. Für einige Nutzer ist dies sicherlich ein Nachteil, aber ich denke gerade für den Normalnutzer ist das völlig okay, wenn nicht sogar ideal!

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Zunächst erstellt der Roomba S9+ eine Karte von Eurer Wohnung. Dies geschieht parallel beim ersten Saugvorgang. Im Gegensatz zu anderen Modellen könnt Ihr dies aber nicht Live beobachten! Ihr seht auch keinen Standort des Saugroboters auf einer Karte.

Nach dem Abschluss des Saugvorgangs wird Euch erst die Karte angezeigt. Dort könnt Ihr diese in Räume unterteilen und auch No Go Zonen einrichten.

Screenshot 20201203 152319 Irobot Screenshot 20201204 122525 Irobot

Die Raumunterteilung macht viel Sinn, denn diese erlaubt es Euch den Roboter gezielt in einen Raum zu schicken. Ihr könnt sogar in Räumen Orte festlegen wo der Roboter nur saugen soll. Anstelle dies jedes Mal machen zu müssen könnt Ihr dafür Shortcuts auf der Startseite der App festlegen. Solch ein Shortcut könnte beispielsweise „Flur“ sein. Mit einem Tipp reinigt der Roboter ausschließlich den Flur.

So kommt meine Mutter mit der App des iRobot besser zurecht als mit der von ECOVACS. Allerdings ist die Karte bei iRobot etwas ungenauer und auch Einstellungen wie Saugleistung usw. etwas mehr versteckt.

 

Fahrverhalten

Grundsätzlich hat mich das Fahrverhalten und die Logik des Roomba S9+ positiv überrascht! Der S9+ nutzt für seine Navigation neben den üblichen Sensoren wie dem Stoßsensor, eine Kamera auf der Oberseite. Diese hilft dem S9+ seine Umgebung zu erkennen und einen Grundriss Eurer Wohnung anzulegen.

Irobot S9+ Test 16

Hierdurch weiß der Saugroboter zu jedem Zeitpunkt wo er ist, wo er war und wo er noch hin muss. Dies funktioniert auch sehr gut! Der Saugroboter startet von seiner Station und beginnt Eure Wohnung in geraden Bahnen abzufahren. Dabei umkreist der Saugroboter aber nicht zunächst den zu reinigenden Bereich, wie es die meisten anderen Modelle machen, sondern startet direkt mit der Innenreinigung. Auffällig, der Saugroboter fährt dabei sehr dicht an Wände heran, wodurch die Eckenreinigung wirklich gut ausfällt.

Ähnlich wie andere Modelle scheint der S9+ zu versuchen Eure Wohnung in kleinere Bereiche zu unterteilen, welche nacheinander gereinigt werden. So arbeitet sich der Roboter Stück für Stück durch Eure Wohnung.

Dank der Kamera weiß dieser wo er schon war und kann auch Bereiche identifizieren wo er noch hin muss. Es kann also nicht passieren, dass ein Raum ausgelassen wird. Sollte der S9+ mal einen Raum auslassen, wird der Roboter später zu diesem Raum zurückkehren. Dies funktioniert auch in der Praxis sehr gut.  Allerdings einen kleinen Punktabzug gibt es doch. Hier und da hat dieser sich an einigen Ecken bzw. Möbeln etwas länger aufgehalten. Es handelte sich hier um Möbel und Objekte wo die Kamera eventuell drüber schauen könnte und somit dem Roboter sagte „Hey da ist noch eine Ecke die du nicht gereinigt hast“. In solchen Situationen umkreist der S9+ das Objekt eine Weile und versucht aus verschiedenen Richtungen an dieses heranzufahren. Nach einer Weile gibt er dies dann aber auf und macht regulär weiter.

Zwar kommt der S9+ grundsätzlich auch mit komplexeren Wohnungen klar, aber ich würde diesen primär für „leerere“, mittelvolle bzw. offenere Wohnungen empfehlen. Der S9+ funktioniert auch in vollen und zugestellten Wohnungen, aber hier gibt es Modelle die effizienter navigieren.

Irobot S9+ Test 21

Oftmals habe ich von Schwierigkeiten des Roomba S9+ bei Dunkelheit gehört. Dem kann ich aber nur teilweise zustimmen. Ja bei völliger Dunkelheit hat der Roboter Probleme, aber eine abendliche Beleuchtung reicht bereits aus, dass dieser ausreichend zuverlässig navigieren kann.

Womit sich der Roomba S9+ etwas schwer tut sind unerwartete Hindernisse, also Socken, Tierspielzeug, Kabel usw. Der S9+ hat hier keine Logik die solche Objekte vermeidet, abseits der Stoßstange und da die rotierenden Bürsten direkt auf der Front sitzen, werden solche Objekte auch sofort angesaugt. Es darf beim Roomba S9+ wirklich nichts herumliegen! Hier zeigte sich beispielsweise der ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ deutlich souveräner.

 

Saugleistung

Der Roomba S9+ hat eine sehr gute Saugleistung! Die zwei rotierende Bürsten + hohe Motorleistung ist einfach Garant für eine gute Schmutzaufnahme. Hier müssen wir aber Unterscheiden zwischen glatten Böden und Teppichböden. Auch müssen wir zwischen feinem und groben Schmutz unterscheiden.

Die beste Saugleistung verglichen mit der Konkurrenz bietet der Roomba S9+ auf glatten Böden bei feinem bis mittelgroben Schmutz. Hier ist die Saugleistung perfekt! Ich habe noch keinen anderen Saugroboter gesehen der hier so perfekt reinigt wie der S9+. Dies liegt auch am seitlichen „Fühler“, welcher vergleichsweise langsam dreht. Klingt im ersten Moment wie ein Nachteil, ist es aber nicht.

Oftmals verteilen die „Fühler“ Schmutz recht stark, da diese einfach zu schnell drehen. Ein gutes Beispiel wäre hierfür der OZMO T8+, welcher gerne mal gröberen Schmutz durch die Gegend schleudert, da die vordere Bürste zu schnell dreht. Dieses Problem hat der S9+ nicht! Hinzu kommt die gute Saugleistung und die großen Bürsten welche alles verschlingen was auf dem Boden liegt. Lediglich sehr großer Schmutz neigt etwas zum Blockieren der beiden Walzen.

Irobot S9+ Test 22

Auf Teppichböden schwankt die Performance des Roomba S9+ etwas. Grundsätzlich kam dieser mit Hundehaaren weit überdurchschnittlich gut klar. Hier erreichte dieser fast eine 100% Reinigung, was bisher noch kein Saugroboter geschafft hat.

Allerdings gibt es hier auch Kritikpunkte! Zum einen könnte der Roomba S9+ etwas Probleme mit sehr langflorigen Teppichen haben. Aufgrund der sehr großen Gummibürsten bieten solche Teppiche einen recht hohen Widerstand für den Motor der Bürsten, was man hört. Ich habe leider keine sehr hochflorigen Teppiche, aber bereits bei meinen tieferen Teppichen ist zu hören, dass die Bürsten mit einem gewissen Widerstand zu kämpfen haben. Zudem neigt der Roomba S9+ dazu die Bürsten abzuschalten wenn dieser auf den Teppich fährt und erst auf dem Teppich wiedereinzuschalten. Hierdurch kann hier ein kleiner Rand entstehen. Dies gilt aber nicht für das vom Teppich herunterfahren.

Irobot S9+ Test 20

Daher würde ich Euch den Roomba S9+ besonders empfehlen wenn Ihr entweder viele glatte Böden habt und/oder Teppichboden. Hier ist die Saugleistung hervorragend und kann sogar die besten Modelle von ECOVACS und Roborock schlagen (vor allem auf glatten Böden und bei der Eckenreinigung). Der Roomba S9+ hat sogar eine Erkennung, wenn er besonders viel Schmutz findet. Dann leuchtet die LED auf der Oberseite auf und der Roboter überfährt die Stelle mehrfach.

 

Lautstärke

Leider ist die Lautstärke eine Schwäche des iRobot Roomba S9+! Dieser ist ein recht lauter Saugroboter. Er ist nicht ganz so laut wie der Cecotec CONGA 5090, aber deutlich lauter als alle mir bekannten Modelle von Roborock oder ECOVACS!

Dabei erzeugen anscheinend die Bürsten ein sehr lautes rattern, gerade auf glatten Böden. Auf Teppichböden ist der S9+ erstaunlicherweise deutlich leiser.

Ich hatte daher anfangs schon glatt vermutet ein Montagsmodel erwischt zu haben, dies scheint aber nicht der Fall zu sein. Ich vermute die Gummi-bürsten berühren den Fliesen-Boden und erzeugen daher Geräusche.

Yeedi Lautstärke

Rechnet also damit das der Roomba S9+ deutlich hörbar durch Eure Wohnung „rattert“.

 

Fazit

Der iRobot Roomba S9+ ist ein guter wenn nicht sogar sehr guter Saugroboter, das steht außer Frage! Allerdings ist dieser auch nicht perfekt. Im Test zeigten sich zwei Schwächen, über die wir zunächst reden wollen.

Der für mich glatt wichtigste Kritikpunkt ist die Lautstärke. Der Roomba S9+ gehört zu den klar lauteren Saugrobotern, vor allem wenn dieser auf glatten Böden unterwegs ist. Dies ist sicherlich der Doppel-Gummiwalze geschuldet, welche natürlich im Gegenzug auch wieder einer der größten Pluspunkte des Roomba S9+ ist.

Irobot S9+ Test 18

Auch etwas hin und her gerissen war ich bei der Navigation. Prinzipiell navigiert der Saugroboter gut und auch ausreichend zuverlässig. Allerdings ist der Roomba hier etwas weniger präzise als viele der Modelle mit Laser Navigation. Auch neigte der S9+ dazu sich an Hindernissen unnötig lange aufzuhalten. Kleinere Hindernisse wie Socken, Kabel, Tierspielzeug usw. werden vom S9+ gnadenlos angesaugt. Hier hat dieser keine „Vermeidungslogik“ oder Sensoren, die helfen, abseits der Stoßstange.  Verglichen mit älteren Saugrobotern die nur eine Zufallsnavigation nutzen oder Ähnliches, ist der iRobot Roomba S9+ natürlich ein gewaltiger Sprung!

Die Stärke des iRobot Roomba S9+ ist klar die Saugleistung und Flächenleistung. Gerade auf glatten Böden ist die Saugleistung des S9+ als ziemlich perfekt zu bewerten! Hier habe ich noch keinen Saugroboter gesehen der besser reinigt als der Roomba. Dies gilt selbst für die Bereiche an Fußleisten und in Ecken.

Auf Teppichen schwankt die Saugleistung zwischen gut und hervorragend! Gerade auf kürzeren Teppichböden saugt der S9+ herausragend gut, selbst wenn es um die Entfernung von Tierharen geht. Eine bessere Saugleistung habe ich hier noch von keinem Saugroboter gesehen. Mit freiliegenden Teppichen tut sich der S9+ etwas schwerer, genau wie mit besonders tiefen Teppichen, liefert hier aber immer noch eine gute Saugleistung.

Weitere Bonuspunkte gibt es für die Absaugstation! Ja diese ist Gold wert und ich kann jedem nur raten den Aufpreis für diese zu zahlen. Es ist einfach schön nicht jedes mal seinen Saugroboter entleeren zu müssen. Dies funktioniert auch 1a. Ebenso gefiel mit die App sehr gut, welche sich einfach und unkompliziert nutzen lässt.

Irobot S9+ Test 15

Fassen wir einmal zusammen. Ich würde Euch:

Ich würde Euch den iRobot Roomba S9+ nicht oder nur bedingt empfehlen, wenn Ihr eine recht kleine und enge Wohnung habt, mit vielen Teppichen, in der viel herumsteht und eventuell auch herumliegt. Hier gibt es offen gesagt Saugroboter, die sich in solchen Situationen besser schlagen.

Ich würde Euch den iRobot Roomba S9+ empfehlen, wenn Ihr eine große und etwas aufgeräumte Wohnung mit offeneren Flächen habt. Hier fühlt sich der Roomba S9+ absolut wohl und kann auch seine Stärken, verglichen mit der Konkurrenz, am besten ausspielen.

iRobot Roomba s9+ Über WLAN verbundener Saugroboter mit automatischer...

  • Sehr gute Saugleistung, auf allen Untergründen
  • Hohe Arbeitsgeschwindigkeit, dank breiter Bürste
  • Gute App
  • Gute Navigation
  • Hervorragende Absaugstation
  • Schlechte Hindernissvermeidung (Kabel, Socken usw.) bereitem dem Roomba große Probleme
  • Sehr Laut

Das Sony Xperia 5 II im Test, tolles Smartphone, mit der üblichen Sony Schwäche…

Das Sony Xperia 5 II ist fast als einmaliges Smartphone zu bezeichnen. Aktuell gibt es recht wenige kompakte Android Smartphones die sich als „Flaggschiff“ Modell bezeichnen können. Dies ist beim Xperia 5 II aber der Fall!

So setzt dieses auf den aktuellen Snapdragon 865, ein 120Hz Display, drei Kameras usw.

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Klingt doch ganz gut, aber das Ganze hat auch einen Preis. So kostet Euch das Xperia 5 II rund 900€! Eine stolze Summe, für welche das Xperia 5 II einiges bieten muss.

Kann dies hier im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Das Sony Xperia 5 II im Test

Das wichtigste am Xperia 5 II sind klar die Abmessungen. So verfügt das Smartphone über ein 6,1 Zoll Display, welches aber sehr schmal gehalten wurde. Sony nutzt hier einen 21:9 Formfaktor.

Sony Xperia 5 Ii Im Test 2

Hierdurch ist das Smartphone extrem schmal aber lang! Dies ist nicht zu unterschätzen, denn ich erwarte, dass das Smartphone aus der Mehrheit der Damen-Hosentaschen herausschauen wird.

Ebenso ist das Xperia 5 II sehr glitschig. Sony setzt hier auf Glas auf der Front, einen polierten Aluminium Rahmen und Glas auf der Rückseite. Allerdings gerade die Rückseite wirkt irgendwie besonders glatt und rutschig. Ich kann dabei nicht sagen warum, aber dieses  wanderte auf meinem Schreibtisch selbst für ein Glas Smartphone besonders viel.

Sony Xperia 5 Ii Im Test 5

Vielleicht liegt dies am vergleichsweise dezenten Kamera-Buckel auf der Rückseite. Zwar verfügt das Xperia 5 II über drei Kameras, aber diese sind recht dezent angebracht und stehen nur minimal hervor.

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Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das angesprochene 6,1 Zoll Display. Dieses verfügt seitlich über absolut minimale Rahmen. Oben und unten ist ein kleiner Rahmen zu finden. Dafür verzichtet Sony aber auf eine Notch oder einen Ausschnitt im Display. Die Frontkamera konnte noch im Rahmen untergebracht werden, genau wie zwei Lautsprecher.

Auf der rechten Seite des Smartphones ist die übliche Lautstärkewippe, wie auch ein Fingerabdruckscanner, welcher im Einschalter integriert ist.

Sony Xperia 5 Ii Im Test 3

Auf der Unterseite wiederum ist der USB C Ladeport angebracht. Spannenderweise verfügt das Xperia 5 II aber noch über einen 3,5mm Kopfhöreranschluss.

Auf der Rückseite finden wir nur die dreifach Kamera und den LED Blitz.

 

Das Display

Im Sony Xperia 5 II steckt ein 6,1 Zoll OLED Panel mit einer Auflösung von 2520×1080 Pixeln. Die ungewohnte Auflösung kommt vom extra langen 21:9 Format. Zudem besitzt das Display eine Bildwiederholungsrate von 120Hz.

Sony Xperia 5 Ii Im Test 11

Dies liest sich doch klasse! Und ja in der Praxis sieht das Display auch sehr gut aus. Es ist scharf, klar und Kontraste sind OLED typisch hervorragend.

Allerdings ist das Display des Xperia 5 II auch nicht „A+“. Das Display eines Samsung Galaxy S20 Plus oder iPhone 12 Pro sieht schon noch etwas besser aus. Der Unterschied ist aber so minimal das es in der Praxis keine Rolle spielt.

Displayhelligkeit

Was in der Praxis eher eine Rolle spielt ist die eher mittelmäßige Helligkeit. Diese ist an sich keinem Flaggschiff würdig, allerdings war die Ablesbarkeit im Freien dennoch akzeptabel, daher will ich ein Auge zudrücken. Sony scheint hier eine gute Beschichtung zu nutzen, welche Reflektionen minimiert.

 

Lautsprecher

Das Xperia 5 II nutzt einen Dual-Lautsprecher Aufbau. Dabei sind beide Lautsprecher auf der Front angebracht und klanglich gleichwertig. Hierdurch hat das Smartphone nicht nur einen Stereo Klang, sondern dieser ist auch auf den Nutzer gerichtet. Ideal!

Und ja das Xperia 5 II klingt sehr ordentlich! Es gibt zwar durchaus noch Smartphones die noch etwas brillanter und satter klingen, aber das Xperia 5 II ist schon recht weit oben mit dabei.

Hinzu kommt noch eine „dynamische Vibration“. Das Smartphone kann auf Wunsch leicht passend zum Beat vibrieren, was ein durchaus netter Effekt ist! Dieser verstärkt subjektiv den Bass etwas.

Zudem ist das Xperia 5 II eins der letzten Smartphones das über einen 3,5 mm Kopfhöreranschluss verfügt. Dieser liefert auch eine mehr als ordentliche Qualität.

 

Die Kamera(s)

Sony ist der größte und beste Hersteller von Kamerasensoren, daher sollte man erwarten das Sony in den eigenen Smartphones nur das beste vom besten verwendet.

Sony Xperia 5 Ii Im Test 7

Leider ist dies aber nur bedingt der Fall, denn auf dem ersten Blick wirkt das Kamera-Set-up des Xperia 5 II unspektakulär.

  • Hauptkamera 12 Megapixel F1.7 Sony IMX555
  • Weitwinkelkamera 12 Megapixel F2.2
  • Zoom Kamera (2x) 12 Megapixel F2.4

 

Bei dem primären Sensor handelt es sich um den Sony IMX555. Dieser ist ein absolut vernünftiger Kamerasensor, welcher auch im Samsung Galaxy S20 und Note 20 zum Einsatz kommt.

Allerdings ist gerade bei modernen Smartphones nicht nur der Sensor wichtig, die Software ist meist das viel Wichtigere.

Schauen wir uns also ein paar Bilder des Xperia 5 II an.

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Leider ist die Kamera mal wieder ein problematischer Punkt bei einem Sony Smartphone. Bei Sonnenschein sind die Bilder des Smartphones hervorragend! Hier stehen diese einem iPhone 12 Pro oder Samsung Note 20 Ultra nichts nach, ganz im Gegenteil! Hier und da waren sogar einige Bilder dabei die mir vom Xperia besser gefielen. Sogar das HDR ist stark und der generelle Bildstyle ziemlich ideal für meinen Geschmack. Nicht zu künstlich, aber auch nicht zu langweilig.

Aber ist gerade mal kein Sonnenschein wird es zunehmend schwieriger. Das HDR scheint hier nicht immer zu arbeiten und Bilder wirken plötzlich recht flach verglichen mit der Konkurrenz.

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Auch der Weißabgleich und die Farben wirken zunehmend unsicherer je schlechter das Licht wird. Und spätestens bei Nacht kann das Xperia 5 II nicht mehr mithalten.

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Der Nachmodus des iPhone 12 Pro und des Samsung Note 20 Ultra sind absolut überlegen. Selbst das Xiaomi Mi 10T Pro kann hier das Xperia 5 II deutlich schlagen. Hier wird die Software die Hardware etwas im Stich lassen, denn der Sensor des iPhone 12 Pro und des Xperia 5 II sind durchaus vergleichbar (beide werden auch von Sony gefertigt).

Erfreulicherweise ist die Weitwinkel Kamera des Xperia 5 II durchaus brauchbar!

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Ähnlich wie die Hauptkamera kann diese mit genug Licht wirklich schöne Bilder machen! So schlägt das Xperia 5 II bei genug Licht das Xiaomi Mi 10 (T) Pro klar, sowohl mit der Hauptkamera wie auch mit der Weitwinkelkamera.

Das Xperia 5 II ist nur das klassische „Schön Wetter Smartphone“.

 

Benchmarks

Im Xperia 5 II steckt der Snapdragon 865 SoC und 8GB RAM. Dies ist absolute Flaggschiff-Hardware! Der Snapdragon 865 gilt als der leistungsstärkste SoC im Jahr 2020, abseits des Apple A14.

Schauen wir uns daher doch einmal an wie dieser im Xperia 5 II performt.

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Das Xperia 5 II bietet eine klasse Leistung, dies steht außer Frage. Allerdings fällt doch auf, dass dieses in Benchmarks eher am unteren Ende für ein Smartphone mit dem Snapdragon 865 angesiedelt ist. Das Xiaomi Mi 10T Pro oder das OnePlus 8 Pro können dieses problemlos schlagen, nicht viel aber etwas. Hier scheint die Software noch etwas besser optimiert zu sein.

 

Leistung in der Praxis

Dank des Snapdragon 865 und des 120Hz Displays fühlt sich das Xperia 5 II in der Praxis unheimlich flott und weich an. Die Benutzeroberfläche läuft perfekt und auch Apps/Spiele laufen so gut wie es im Jahr 2020 auf einem Smartphone geht.

Sony Xperia 5 Ii Im Test 8

Allerdings bin ich bei der Software etwas hin und her gerissen. So ist zwar Sonys eigene UI nicht hässlich, aber wirkt doch etwas weniger „flott“ als beispielsweise die Benutzeroberfläche von OnePlus. Auch hat Sony sehr viele eigene Apps und Feature vorinstalliert, wie diverse Game Modi, eine besondere Pro Kamera usw.

Auch Call of Duty und Tidal sind vorinstalliert und lassen sich nicht komplett entfernen. Damit hat Sony vergleichsweise viel „Kram“ auf seinem Smartphone vorinstalliert. Einiges ist aber durchaus nützlich, anderes weniger.

 

Akku

Im Xperia 5 II steckt ein ordentlicher 4000mAh Akku. Ordentlich ist auch eine generell gute Beschreibung für die Akkulaufzeit.

Ich kam mit dem Smartphone problemlos durch den Tag. Es wäre sogar des Öfteren noch knapp genug Energie für einen zweiten Tag vorhanden. Der Akku ist also wirklich keine Schwäche des Xperia 5 II.

Mit im Lieferumfang des Xperia 5 II liegt ein 18W USB PD PPS Ladegerät. Allgemein nutzt das Xperia 5 II USB Power Delivery als primären Ladestandards.

Ladetempo

Das Xperia 5 II kann laut meinem Test mit bis zu ca. 20W laden. Für dieses Ladetempo wird ein USB Power Delivery Ladegerät mit 20W+ benötigt.

 

Fazit

Das Fazit zum Sony Xperia 5 II fällt mir etwas schwer. Prinzipiell ist das Xperia 5 II ein sehr gutes High End Smartphone, für alle die es etwas kompakter und schmäler suchen.

So ist das Display gut bis sehr gut, die Lautsprecher ordentlich, die System-Performance klasse dank Snapdragon 865 und auch die Kamera macht einen ordentlichen Job. Sogar die Akkulaufzeit ist nicht übel!

Sony Xperia 5 Ii Im Test 12

Allerdings im Detail gibt es doch ein wenig Kritik, gerade beim Preis von 899€ (UVP)!

Die meiste Kritik muss ich an der Kamera äußern! Es beginnt mit Kleinigkeiten wie dem unscharfen live View und dem harten Umschalten zwischen den unterschiedlichen Kameramodulen und endet bei der Bildqualität.

Die Kamera ist für mich der wichtigste Punkt bei einem Smartphone! Schnelle Smartphones mit mittelmäßiger Kamera gibt es viele für wenig(er) Geld. Die High End Kameras rechtfertigen hingegen bei Flaggschiffen die Preise von 900€+.

Sony Xperia 5 Ii Im Test 13

Qualitativ ist die Kamera des Xperia 5 II herausragend, sofern wir Sonnenschein haben! Wird das Licht aber schlechter, beginnt das Smartphone merklich unsicherer zu werden. Spätestens bei Dunkelheit kann dieses dann nicht mehr mit den großen Modellen von Samsung, Apple oder Xiaomi mithalten. Ich hatte selten ein Smartphone wo so deutlich zu merken war, dass die Hardware der Kamera stimmte, aber von der Software etwas zurückgehalten wurde.

Und ja die Hardware der Kamera stimmt! Sogar die Weitwinkel und Zoom Kamera sind 1a, sofern das Licht passt.

Es kommt hier also am Ende etwas auf Eure Anforderungen an. Könnt Ihr mit der Kamera des Xperia 5 II leben? Diese ist wie gesagt nicht schlecht, aber nicht auf dem Level von Samsung, Apple, Xiaomi (von deren Modellen in der 900€ Preisklasse). Abseits davon ist das Xperia 5 II ein sehr gutes Smartphone, das auch den Namen Flaggschiff verdient.