Der Anker PowerCore III Fusion 5K 5000 PD könnte das ultimative Ladegerät für den Urlaub sein. Warum? Anker hat bei diesem die Funktion eines Ladegerätes und einer Powerbank verbunden.

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Auf den ersten Blick haben wir hier nur ein normales USB-Ladegerät. Allerdings in diesem stecken Akkuzellen, welche die USB-Ausgänge auch unterwegs weiter mit Strom versorgen und Euch ermöglichen Smartphone und Co zu laden. Im Hotelzimmer angekommen steckt Ihr den PowerCore III Fusion 5K einfach in die Steckdose und der interne Akku wird geladen und Ihr könnt die USB-Anschlüsse parallel regulär nutzen.

Klingt doch toll! Anstelle zweier Geräte nur noch eins, aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier der Anker PowerCore III Fusion 5K auch gut umgesetzt? Finden wir es im Test heraus!

 

Der PowerCore III Fusion 5K von Anker im Test

Auf den ersten Blick ist der PowerCore III Fusion 5K ein reguläres USB-Ladegerät aus Ankers PowerPort Serie. So misst dieses 78 x 71 x 29,6 mm und ist im üblichen Steckernetzteil Format gehalten.

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Allerdings ist das Ladegerät für ein 18W Modell recht groß und mit 187 g auch recht schwer. Dies kommt natürlich von der sekundären Funktion. In dem Ladegerät sind zwei Akkuzellen mit einer gemeinsamen Kapazität von 5000mAh verbaut.

So könnt Ihr die USB-Ausgänge auch nutzen wenn gerade keine Steckdose verfügbar ist. Ist eine Steckdose verfügbar, dann könnt Ihr den PowerCore III Fusion 5K als ganz normales USB-Ladegerät nutzen, während im Hintergrund der integrierte Akku geladen wird. Klasse!

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Was die Verarbeitung angeht ist der Anker PowerCore III Fusion 5K soweit Okay. Der verwendete weiße Kunststoff wirkt wertig und ausreichend dick. Allerdings sind die Übergänge im Gehäuse nicht ganz perfekt. Ebenso finde ich es etwas schade, dass der Netzanschluss fest verbaut ist. Diesen abnehmbar zu machen hätte die Powerbank Funktionalität noch etwas angenehmer gestaltet.

Kommen wir zu den beiden Anschlüssen des Ladegeräts/Powerbank. Hier finden wir einen USB C Port und einen USB A Port, was die aus meiner Sicht ideale Kombination ist. Der USB A Port ist ein ganz normaler 5V/2,4A Ladeport. Dieser ist aber natürlich mit Ankers PowerIQ optimiert.

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Der USB C Port hingen verfügt über PowerIQ 3.0. PowerIQ 3.0 ist eine Kombination aus Quick Charge 3.0 und USB Power Delivery, wie auch weiteren Ladestandards in einem Port.

Für uns ist aber die Unterstützung des USB Power Delivery Standards das Wichtigste. Hier bietet das Ladegerät 18W bzw. 5V/3A oder 9V/2A. USB Power Delivery ist der Ladestandard der Wahl von Apple, Samsung und vieler weiterer Android Hersteller.

 

Kapazität und Auffälligkeiten

Starten wir mit ein paar Auffälligkeiten. Grundsätzlich spricht Anker von 18W Leistung. In der Praxis liegt die Leistung aber bei rund 22W. Über den USB C Port könnt Ihr maximal 18W (9V/2A) entnehmen. Belastet Ihr parallel den USB A Port, dann wird der USB C Port auf 5V/2A gedrosselt. Heißt praktisch könnt Ihr maximal 10W + 12W entnehmen.

Im Powerbank Modus gibt es aber eine Besonderheit! Bei unter ca. 40% Kapazität wird der USB C Port auf 9V/1,6A gedrosselt.

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Warum? Wenn die Akkuzellen langsam leerer werden sinkt ihre Spannung. Eine volle Lithium Zelle hat 4,2V, um nun 10W aus dieser Zelle zu erhalten müssten wir Sie mit 2,38A entladen. Eine fast leere Lithium Zelle hat sagen wir mal 3,5V. hier müssten für 10W den Entladestrom auf 2,85A steigern. Der Unterschied ist zwar nicht massiv, kann aber die Akkuzelle und die Elektronik mehr belasten.

Daher drosseln sich gerade high Power-Powerbanks (die 100W und mehr liefern können) sehr oft wenn die Kapazität am Ende ankommt. Bei kleineren Powerbanks sieht man dies seltener.

Schauen wir uns einmal die Kapazität bei verschiedenen Lastsituationen an:

Wh mAh
USB A 5V/1A 15.599 4215.946
USB C 9V/1A 14.707 3974.865

Das Ladetempo

Folgende Geräte habe ich am PowerCore III Fusion 5K getestet:

  • Apple iPad Pro 11
  • Apple iPhone 11 Pro Max
  • Apple MacBook Pro 13
  • Apple MacBook Pro 16
  • Dell XPS 13 9380
  • Samsung Galaxy S20 Ultra
  • Xiaomi Mi 10 Pro
USB C USB A
Apple iPad Pro 11 15.96 7.56
Apple iPhone 11 Pro Max 17.82 11.56
Apple MacBook Pro 13 17.25
Apple MacBook Pro 16 17.12
Dell XPS 13 9380 18.34
Xiaomi Mi 10 Pro 13.71 7.66

Starten wir mit dem wichtigsten Punkt, dem Samsung Galaxy S20 Ultra. Leider konnte ich das S20 Ultra nicht dazu bewegen an dem PowerCore zu laden. Ähnliches wird voraussichtlich für die gesamte S20 Serie gelten.

Hier gibt es eine merkwürdige Inkompatibilität zu vielen Ladegeräten aus dem Hause Anker. Allerdings ist das S20 Ultra nicht nur an Anker Ladegeräten oftmals etwas zickig. Der USB A Port funktioniert natürlich auch in Kombination mit dem S20 Ultra.

Abseits davon gab es keine Auffälligkeiten. Gerade die Apple Smartphones und auch das Apple iPad erreichten ein gutes Ladetempo am PowerCore III Fusion 5K. Selbst der normale USB A Port ist sauber optimiert.

Dieser gibt sich als BC 1.2, Apple 2,4A und Samsung 2A kompatibel zu erkennen, weißt damit die wichtigen Protokolle auf.

 

Wiederaufladen und gleichzeitiges Nutzen

Ist die „Powerbank“ leer und verbindet Ihr den PowerCore III Fusion 5K mit einer Steckdose, dann nicht diese rund 11,4W auf. Ich schätze mal nach Abzug der Effizienz usw. werden vermutlich 5V/2A in der Powerbank landen.

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Nutzt Ihr die USB Ports wird das Laden des integrierten Akkus anscheinend eingestellt! Der integrierte Akku scheint nur im Leerlauf geladen zu werden. Vermutlich hat das integrierte Netzteil nur eine Leistung von +- 20W, die im Zweifel primär den USB Ausgängen zugeordnet werden.

Vielleicht hattet Ihr die Idee den Anker PowerCore III Fusion 5K 5000 PD als eine Art UPS für z.B. einen Raspberry Pi zu nutzen. Leider geht dies aber nicht. Wird das Ladegerät vom Strom getrennt gibt es eine kurze Unterbrechung bei der Stromversorgung ehe die Powerbank einsetzt.

 

Effizienz

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Effizienz an.

Effizienz

Hier war ich ganz klar positiv überrascht! Mit 84% bis 91% arbeitet das Anker PowerCore III Fusion 5K recht Effizient. Auch der Leerlaufstromverbrauch liegt bei 0W bzw. liegt unter 0,4W was die Messgrenze meines Messgerätes ist. Letzteres ist natürlich nur der Fall wenn die Akkuzellen im Inneren voll sind.

 

Fazit

Ist es eine gute Idee eine Powerbank und ein Ladegerät zu kombinieren? Grundsätzlich denke ich schon, gerade wenn es mit leichtem Gepäck Richtung Urlaub geht. Stellt sich nun die Frage, solltet Ihr auch Ankers Umsetzung in Form des PowerCore III Fusion 5K kaufen? Grundsätzlich ja, der PowerCore III Fusion 5K funktioniert weitestgehend wie beworben.

Im Hotelzimmer könnt Ihr diesen als normales 18W bzw. 10 + 12W Ladegerät nutzen und unterwegs als 5000mAh Powerbank. Dies funktioniert auch soweit gut und zuverlässig. Ich hatte keine Probleme mit Abbrüchen des Ladevorgangs oder Ähnlichem.

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Allerdings gibt es durchaus ein paar „rauhe Kanten“. So wird beispielsweise der integrierte Akku nur geladen wenn Ihr die USB Ports gerade nicht nutzt bzw. die angeschlossenen Geräte voll sind. Auch drosselt sich die Powerbank wenn die Restkapazität unter 40% fällt und bei der Trennung vom Strom gibt es eine kurze Unterbrechung. Eine Nutzung als USV für einen mini Computer wie ein Raspberry PI oder eine Überwachungskamera ist leider nicht möglich.

Auch ist der PowerCore III Fusion recht groß, für letztendlich ein 18W Ladegerät + 5000mAh Powerbank, dafür habt Ihr beides in einem, was sicherlich auch sehr praktisch ist! Letztendlich wie praktisch dies für Euch wäre, entscheidet auch darüber ob Ihr den Anker PowerCore III Fusion 5K nun kaufen solltet oder nicht.

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