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Die Nubert nuPro X-3000 RC im Test, die besten Lautsprecher die Ihr Euch auf den Tisch stellen könnt!

Nubert gehört zu den besten Audio-Herstellern der Welt, das behaupte ich jetzt einfach mal. Mit der NuPro A Serie hatte Nubert vor einigen Jahren seine ersten aktiven Lautsprecher auf den Markt gebracht. Aktiv = ein Lautsprecher mit integriertem Verstärker.

Nun legt Nubert mit der neuen nuPro X Serie nach. Diese siedelt sich oberhalb der „alten“ NuPro A an, sowohl was den Klang aber auch was den Preis angeht.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 10

So möchte Nubert für sein Einsteigermodell der nuPro X Serie, den X-3000 RC, schlanke 600€ pro Stück haben. Sicherlich ein stolzer Preis, wenn auch für High End Audio nicht unüblich.

Wollen wir uns da einmal im Test ansehen und anhören ob der nuPro X-3000 RC diesem Preis gerecht wird!

An dieser Stelle vielen Dank an Nubert für das Ausleihen des nuPro X-3000 RC für diesen Test.

 

Der Nubert nuPro X-3000 RC im Test

Nubert Lautsprecher haben immer eine recht „cleane“ und professionelle Optik, sind aber weniger in die Lifestyle Richtung getrimmt als die Modelle einiger anderer High End Anbietern.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 1

Diese Aussage trifft auch auf die nuPro X-3000 RC zu. Nubert setzt bei diesen auf ein sehr edles Gehäuse, welches äußerlich mit einem wertig gemachten Schleiflack versehen ist. Die Oberfläche der nuPro ist dabei perfekt gearbeitet und wird dank des Schleiflacks auch hohen Ansprüchen gerecht.

Seid aber vorsichtig, Schleiflack ist erfahrungsgemäß sehr empfindlich gegenüber Fingerabdrücken und Kratzern!

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 3

Mit 30 x 18,5 x 23,3 cm sind die nuPro X-3000 RC am oberen Ende was ich als Schreibtisch-Lautsprecher bezeichnen würde. Damit sind diese keine kompakten aber auch keine absolut riesigen Lautsprecher.

Dementsprechend setzt Nubert auf den typischen 2-Wege Aufbau mit einem Hochtöner und einem Tief-/Mittel-Töner.

Bei dem Hochtöner handelt es such um ein 25mm Modell mit Gewebekalotte. Der Tief-/Mitteltöner ist mit 148mm naturgemäß ein gutes Stück größer. Beide Treiber sollen gemeinsam bis zu 150W Leistung bieten.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 5

Da es sich beim nuPro X-3000 RC um einen aktiven Lautsprecher handelt besitzt dieser ein integriertes Verstärkermodul. Um dieses zu Steuern finden sich bereits auf der Front fünf Tasten und ein kleines LC-Display. Dieses zeigt die aktuelle Lautstärke, den gewählten Eingang und weitere Informationen an.

Gerade bei den Eingängen hat der nuPro X-3000 RC einiges zu bieten!

  • 1x Chinch Eingang
  • 2x Coaxial Eingänge
  • 2x optische Toslink Eingänge
  • 1x USB Eingang
  • 1x XLR Eingang
  • 1x HDMI Eingang (mit HDMI ARC Unterstützung!)
  • 1x optischer Ausgang
  • 1x Subwoofer Ausgang

Damit bietet der nuPro X-3000 RC eine bunte Mischung an digitalen und analogen Eingängen. Interessant ist auch der HDMI Eingang, der über ein kleines beiliegendes Adapter-Modul gelöst ist. Dieser erlaubt die Unterstützung von HDMI ARC. Einige moderne Fernseher haben einen speziellen HDMI ARC Ausgang, welcher es erlaubt Lautsprecher mit dem Fernseher digital zu verbinden und gemeinsam mit dem Fernseher zu steuern. So könnt Ihr beispielsweise die Lautstärke der nuPro X-3000 RC über die Fernbedienung Eures Fernsehers steuern.

Hierdurch eignen die nuPro X-3000 RC sich grundsätzlich auch als Fernseher-Lautsprecher, auch wenn ich denke die meisten von Euch werden diese eher als Schreibtisch/Studio-Lautsprecher oder reguläre HiFi Lautsprecher nutzen.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 4

Neben der Steuerung via HDMI ARC und der Kontrolleinheit direkt am Lautsprecher legt Nubert auch eine Fernbedienung bei.

Diese ist aus Aluminium gefertigt und macht einen sehr hochwertigen Eindruck! Allgemein gibt es Pluspunkte für den sehr umfangreichen Lieferumfang, der fast alle erdenklichen Kabel bereits inkludiert hat. Dazu zählt im Übrigen auch eine magnetische Lautsprecherabdeckung.

Bluetooth ist im Übrigen auch in den Lautsprechern integriert! Die nuPro unterstützen sogar das hochwertigere Bluetooth mit AptX-HD- & AAC-Support. Klanglich holen diese also das Maximum aus der Bluetooth Verbindung heraus, welche damit nicht stark hinter eine kabelgebundene Verbindung zurückfällt.

 

Steuerung und Stromverbrauch

Sobald Ihr einmal durch die Steuerung und die Menüführung der nuPro X-3000 RC durchgestiegen seid, sind diese sehr gut zu bedienen! Dies gilt dabei sowohl für die Nutzung über die Fernbedienung, wie auch über die direkte Steuerung über das Display.

Ihr habt hier auch noch vergleichsweise viele Anpassungsmöglichkeiten, auch was den Klang betrifft.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 7

Wollt Ihr zwei nuPro X-3000 RC im Stereo Verbund nutzen, dann müsst Ihr diese über den optischen „Ausgang“ verbinden. Nun könnt Ihr unter Set-up einen der Lautsprecher zum Master erklären und einen zum Slave.

Für diesen Test habe ich im Übrigen primär die USB Verbindung für das Zuspielen der Musik genutzt. Eine manuelle Treiber-Installation unter Windows ist nicht nötig. Die Lautsprecher werden als Nubert xCore USB Audio erkannt und lassen sich mit bis zu 24 Bit 192000Hz ansteuern. Nubert scheint also auf einen recht guten DAC zu setzen.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 8

Punktabzug gibt es allerdings für den Stromverbrauch! Im Leerlauf (mit PC verbunden, keine Musikwiedergabe) benötigen die Lautsprecher 13,7W pro Stück! Dies ist sehr viel fürs nichts tun. Ausgeschaltet liegt der Stromverbrauch bei erträglicheren 1,6W.

 

Klang

Die nuPro X-3000 RC sind zwar keine kleinen Lautsprecher, aber es handelt sich hier dennoch um vergleichsweise kompakte Tischlautsprecher. Daher war ich nach dem ersten Einschalten doch sehr überrascht!

Die nuPro X-3000 RC bieten einen erstaunlich mächtigen Bass! Mein ca. 30m² Büro können diese komplett mit Bass ausfüllen, wie ich dies noch nie von Lautsprechern dieser Größenklasse erlebt habe. Selbst die bereits recht guten Wavemaster TWO NEO schaffen dies nicht ansatzweise so gut.

Dabei erreichen die Lautsprecher subjektiv auch einen sehr starken Tiefgang, der durchaus mit einfacheren Subwoofern mithalten kann, bzw. günstigere 2.1 Sets klar überbietet. Der Bass wirkt allerdings auch nicht forciert oder künstlich, sondern recht natürlich und „rund“. Dies selbst auf höheren Lautstärken! Die Nubert sind zwar keine „Party-Lautsprecher“, zeigen sich aber sehr pegelfest.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 13

Die Mitten der nuPro X-3000 RC sind relativ neutral, auch wenn ich hier und da den Eindruck hatte, dass sich schon die Tiefen und Höhen leicht in den Vordergrund drängen. Dies hängt aber auch stark von Eurer Musikwahl ab.

Ich konnte hier bei den Nubert nuPro X-3000 RC keine direkten Schwächen ausmachen. Die Lautsprecher kommen mit aller Art von Musik sehr gut zurecht, auch wenn ich diese tendenziell in etwas Bass stärkeren Songs beeindruckender fand. Allerdings auch in ruhigeren Titeln wie Africa von TOTO oder I Want To Break Free von Queen können die Lautsprecher überzeugen, auch wenn diese tendenziell gerade in den Mitten etwas kühler anmuten. Glatt am besten gefielen mir die Lautsprecher in Songs wie In Your Eyes von Robin Schulz oder Torn von Ava Max. gerade Dynamik starke Titel scheinen den nuPro X-3000 RC besonders zu liegen.

Die Höhen der nuPro X-3000 RC würde ich als ziemlich perfekt einstufen! Diese sind absolut klar und brillant, ohne dabei zu schrill oder scharf zu sein. Hier hat Nubert die perfekte Abstimmung getroffen.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 11

Sollte Euch die Abstimmung der Lautsprecher nicht gefallen, kein Problem. Über das Display auf der Front könnt Ihr Bass, Höhen, die rechts/links Balance oder sogar einen 5 Band EQ nach Euren Wünschen anpassen.

 

Fazit

Die Nubert nuPro X-3000 RC sind die besten Schreibtisch/PC Lautsprecher die ich bisher gehört habe!

Für die doch noch überschaubaren Abmessungen bieten diese einen überragenden Klang und vor allem einen fantastischen Bass und Tiefgang! Kleine bis mittelgroße Räume bekommen die nuPro X-3000 RC ohne Probleme mit einem satten und runden Bass gefüllt, der aber nicht forciert oder künstlich klingt.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 10

Auch die Höhen sind herausragend! Klar, sauber und brillant, aber auch nicht stechend oder scharf, viel besser geht’s nicht!

Hinzu kommt die tolle Verarbeitung, welche bei mir makellos war, und der sehr wertige Schleiflack. Letzter ist zwar etwas empfindlich, strahlt aber ein gewisses „High End“ Feeling aus, was wir in dieser Preisklasse durchaus auch erwarten dürfen.

Weitere Bonuspunkte gibt es für das praktische Display, die große Einstellungsvielfalt und die mehr als solide Anschlussauswahl. Minuspunkte gibt es für den etwas hohen Stromverbrauch im Leerlauf.

Natürlich ist auch der Preis mit über 600€ pro Stück saftig! Dies sind absolute Luxuslautsprecher für Musikliebhaber, aber ja ich würde sagen diese rechtfertigen den hohen Preis aufgrund des Klangs und der Ausstattung durchaus. Ich kann mit gutem Gewissen behaupten dies sind die besten Tischlautsprecher die ich jemals gehört habe!

Nubert Nupro X 3000 Rc

12x Gaming Chairs im Vergleich, welcher ist der beste im Jahr 2021?

Ein guter Schreibtischstuhl gehört vermutlich zu den unterschätztesten dingen jedes „Schreibtisch Setups“.  Jedoch wenn man einmal einen richtig guten Schreibtischstuhl hatte will man diesen meist nicht mehr missen.  Diesen Bedarf haben nun auch diverse Hersteller für sich erkannt welche eigentlich nicht aus der „Möbel Szene“ kommen.

Gerade die sogenannten Racing Chairs finden reißend Absatz, aber welcher ist der Beste?


Die besten Gaming Schreibtischstühle

Ein Schreibtischstuhl ist etwas recht Individuelles. So etwas ist meist über das Internet nicht ganz einfach zu kaufen. Hier gibt es viele Modelle, welche sich sehr oft leider recht ähnlichsehen.

Unterschiede liegen hier meist im Detail.

Ich habe mittlerweile auf Techtest.org den ein oder anderen Gaming Schreibtischstuhl getestet und denke daher eine ganz gute Empfehlung abgeben zu können, oder Euch vielleicht etwas in die Richtung lenken zu können.

In Folgendem seht Ihr eine kleine Übersicht über alle getesteten Stühle. In dieser Übersicht könnt Ihr das ganze nach Bequemlichkeit, Optik, Ergonomie, Massivität und der Gesamt Bewertung.

Komfort Massivität  Weich oder Hart?  Wertung
Noblechairs ICON +++ ++ Mittel bis Weich 91%
AKRacing Onyx ++ ++ Sehr Weich 91%
Noblechairs EPIC Series + + Sehr Hart 90%
Noblechairs HERO + ++ Hart 90%
Maxnomic Office-Comfort 0 +++ Hart 90%
Vertagear Triigger 350 + ++ Mittel 90%
Tesoro Zone X Gaming Chair ++ + Mittel bis Weich 90%
Corsair T3 Rush + + Mittel bis Weich 88%
hjh OFFICE LEAGUE PRO 0 0 Mittel bis Weich 85%
Corsair T1 + + Mittel 84%
DXRacer Racing Gaming Chair 0 0 Mittel bis Weich 80%
Tesoro Zone Speed F700 0 0 Mittel bis Weich 80%

Der passende Gaming Stuhl für EUCH!

Natürlich ist es, nicht immer so leicht einfach nur sich die Prozentzahlen anzusehen, um anhand deren den passenden Stuhl auszuwählen.

Nur weil das eine oder andere Modell für mich Bequemer war, als das andere muss dies nicht auch für Euch so sein. Schaut am besten in die Tests und lest Euch meine vollständige Meinung durch und nicht nur das Fazit.

Meine Empfehlungen


Der bequemste Gaming Chair, Noblechairs ICON

Der Noblechairs ICON ist ohne jede Frage für mich der bequemste Gaming Chair auf dem ich jemals saß! Dieser ist zwar nicht super weich, aber angenehm weich und die Form ist absolut entspannt. Dies ist ein Stuhl den Ihr Euch ins Wohnzimmer stellen könnt. Dabei haben mir auch einige Freunde bestätigt wie bequem dieses Modell ist!

Allerdings ist der ICON auch etwas weniger aggressiv geformt. So besitzt dieser keine ausgeprägten Seitenflügel, die Euch in einer geraden Position halten. Sucht Ihr einen Stuhl zum besonders „konzentriert“ sitzen, dann gibt es vielleicht noch bessere Modelle. Geht es Euch aber um ein bequemes Sitzen, dann sollte dieses Modell Eure Nummer 1 sein.


Ein Gaming Chair wie im Bilderbuch, der Noblechairs EPIC

Der Noblechairs EPIC ist ein Gaming Chair wie im Bilderbuch! Auffällig gestaltet und aggressiv geformt. Letzteres ist hier recht wichtig! So besitzt der EPIC sehr ausgeprägte seitliche Flügel, welche Euch in Position halten.

Zudem ist der EPIC sehr hart gepolstert! Ja dies ist sicherlich Geschmackssache, aber hierdurch sitzt Ihr auch längere Zeit sehr konzentriert auf dem Stuhl.


Die weichere Alternative zum EPIC, der Corsair T3 Rush

Wollt Ihr eine etwas weichere und entspanntere Alternative zum Noblechairs EPIC? Dann ist vielleicht der Corsair T3 Rush genau der richtige Stuhl für Euch!

Corsair T3 Rush Im Test 19

Dieser ist auch etwas aggressiver und kantiger geformt, aber deutlich weicher und bequemer gepolstert. Zwar sitzt es sich auf dem EPIC etwas konzentrierter, seid Ihr aber kein absoluter „Pro Gamer“ und wollt nach der Schule/Arbeit einfach etwas entspannt Zocken, dann würde ich dieses Modell wählen.


Der Sessel für das Büro, der AKRacing Onyx

Der AKRacing Onyx ist der weicheste Gaming Chair den ich bisher erlebt habe. Dieser ist sehr breit und groß gebaut und eignet sich somit auch für etwas kräftigere Nutzer.

Dabei ist der Onyx natürlich nicht ganz so aggressiv geformt. Sucht Ihr also einen Gaming Chair der Euch „in Form“ hält, dann ist dies nicht das richtige Modell. Ihr sitzt auf diesem eher wie auf einer Couch, bequem aber eher mit wenig halt.

Ihr seht den besten Gaming Schreibtischstuhl zu finden ist nicht ganz leicht, aber vielleicht konnte diese kleine Übersicht Euch schon helfen.

Schaut ansonsten einmal in die Tests hinein, diese sind etwas ausführlicher gehalten als diese kleine Übersicht.


Nur für Gaming?

Natürlich sind die „Gaming Schreibtischstühle“ nicht nur fürs Gaming geeignet. Die meisten Modelle sind auch einfach ideale Bürostühle.

Diese werden von den Herstellern nur „Gaming Stühle“ genannt aus Marketing gründen. Viele Nutzer sind halt eher bereit für einen Gaming Stuhl etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen als für einen Schreibtischstuhl.


Wippautomatik, Kippelfunktion, Wippfunktion

Die allermeisten Gaming Schreibtischstühle bringen eine Wippfunktion oder Kippelfunktion mit. Ist diese Aktiv kann man sich auf den Stühlen einfach nach hinten Lehnen und diese Kippen ein stückweit zurück.

Ich liebe dieses Feature!

Allerdings kann man hier grob unterteilen in zwei verschiedene Mechanismen.

Der erste kommt primär bei kleineren und günstigeren Stühlen zum Einsatz, der zweite bei teureren und Massiveren.

Links der Z Mechanismus, rechts der T Mechanismus

Der erste Mechanismus hat eine T Form.  Der Sitz kann hier nach hinten Kippen, geht dafür aber vorne hoch. Das ist auch die Schwäche, meist muss man sich hier abstoßen damit man nach hinten kippt, da die eigenen Beine einen wieder herunterziehen.

Der zweite Mechanismus hat eher eine Z Form. Der Sitz kippt hier nach hinten herunter. Das hat den Vorteil das alleine schon das Verlagern des Gewichts ausreicht den Stuhl in Schräglage zu bringen.

Aus diesem Grund bevorzuge ich auch den zweiten Mechanismus.

Das TerraMaster F2-422 im Test, günstiges NAS mit 10 Gbit LAN

NAS Systeme gibt es duzende auf dem Markt, mit unterschiedlicher Software, Slot-Anzahl usw.. Allerdings hatten die meisten Modelle eins gemeinsam, der Gbit LAN Port welcher das Tempo solcher Systeme auf ca. 120MB/s limitierte.

Erst so langsam beginnen erste NAS Systeme 2,5Gbit oder sogar 10Gbit LAN Ports zu verwenden. Eins der günstigsten Modelle mit 10Gbit LAN Port ist aktuell das TerraMaster F2-422.

Terramaster F2 422 Im Test 6

Dieses 2-Bay NAS bekommt Ihr aktuell für rund 350€. Dafür bietet dieses einen 10Gbit LAN Port, einen Intel Quad-Core-Prozessor und 4GB RAM.

Klingt doch gar nicht mal so schlecht oder? Genau dies wollen wir doch einmal im Test herausfinden!

 

Das TerraMaster F2-422 im Test

TerraMaster setzt bei seinen NAS System fast immer auf ein sehr ähnliches Design bzw. sogar meist auf das gleiche Gehäuse, das nur mit unterschiedlicher Technik ausgestattet ist.

Terramaster F2 422 Im Test 1

Bei dem TerraMaster F2-422 handelt es sich um ein klassisches 2-Bay NAS. Dieses verfügt also über zwei Festplatten Slots auf der Front. Dementsprechend ist auch das Gehäuse relativ schmal, aber sehr tief.

Das Gehäuse des NAS besteht grundsätzlich aus Aluminium. Allerdings sind die Front und die Festplattenschächte aus Kunststoff. Gerade die Festplattenschächte wirken ein gutes Stück „günstiger“ als bei Synology oder QNAP NAS Modellen. Diese werden klar ihren Job machen, aber es ist hier schon zu merken, dass TerraMaster hier etwas gespart hat.

Terramaster F2 422 Im Test 3

In den Schächten könnt Ihr entweder 3,5 Zoll oder 2,5 Zoll Laufwerke verbauen. Passende Schrauben und sogar einen Schraubendreher legt TerraMaster bei.

Neben den Festplatten-Slots auf der Front finden wir einige Status-LEDs und den Einschalter.

Auf der Rückseite des NAS finden wir zunächst den 80mm Lüfter, den Anschluss für das Netzteil, einen HDMI Port, 2x USB 3.0 und ganze 3x LAN Ports. Von diesen drei LAN Ports bieten zwei das Gbit LAN Tempo, während der dritte bis zu 10Gbit LAN unterstützt! Klasse!

Terramaster F2 422 Im Test 4

Bei dem beiliegenden Netzteil handelt es sich um ein 12V Modell mit 3,33A, also rund 40W. Für zwei Laufwerke und das NAS sicherlich gut ausreichend.

 

Einrichtung und Software

Nach dem Einschalten und Verbauen eines Speichermediums im NAS, müsst Ihr zur Einrichtung seine WebUI aufrufen. Dies geschieht durch die Eingabe der IP-Adresse des NAS in Euren Webbrowser.

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Diese könnt Ihr entweder aus Eurem Router auslesen oder Ihr könnt ein Tool von TerraMaster nutzen. Letzteres findet Ihr hier: https://support.terra-master.com/quickguide/steps?product=F2-422&page=16

Die WebUI von TerraMaster macht prinzipiell einen ordentlichen Eindruck. Die Hintergrundbilder die TerraMaster nutzt sind zwar etwas kurios, aber abseits davon könnt Ihr Euch problemlos durch die Installation hindurchklicken. Das Meiste macht das NAS von alleine.

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Nach ca. 15 Minuten könnt Ihr den Log-in-Bildschirm des NAS aufrufen, erneut durch das Eingeben der IP Adresse in Euren Webbrowser.

Euch erwartet eine Benutzeroberfläche, welche sich durchaus etwas an Synology oder QNAP anlehnt. So nutzt auch TerraMaster mit seinem „TOS“ eine Art Betriebssystem in Eurem Webbrowser. Ihr habt wie bei einem regulären Computer einen Desktop, Anwendungen, eine Taskleiste usw. nur, dass das Ganze in Eurem Webbrowser passiert.

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So erlaubt Euch das TerraMaster F2-422 sogar Multitasking inklusive Fenstermanagement usw.

In der Systemsteuerung findet Ihr die meisten Einstellungen die Ihr Benötigen werdet. So könnt Ihr hier Benutzer und freigegebene Ordner anlegen, die Verschlüsselung für freigegebene Ordner einrichten, Zugriffsrechte bestimmen, Netzwerkeinstellungen tätigen usw.

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Auch könnt Ihr hier Eure Laufwerke konfigurieren und die SMRT Werte überwachen. Da das TerraMaster F2-422 nur zwei Festplatten-Schächte hat, habt Ihr bei den Speicheroptionen etwas weniger Möglichkeiten. So könnt Ihr Eure Laufwerke wie folgt einrichten:

  • Single
  • JBOD
  • Raid 1
  • Raid 0

Habt Ihr alles eingerichtet könnt Ihr auf das NAS via via SMB, AFP, FTS, NFS oder Rsync aus Eurem Netzwerk zugreifen. Es ist auch über Dienste wie TNAS.Online auch ein Webzugriff möglich.

 

Anwendungen

Ihr könnt das NAS mithilfe von Anwendungen erweitern. Diese findet Ihr in einer Art App Store.

Die Auswahl ist bei TerraMaster zugegeben ein gutes Stück kleiner als bei Synology oder QNAP, aber es gibt hier durchaus das ein oder andere Interessante.

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Hier eine kleine Auswahl an Apps die ich als interessant einstufen würde:

  • Google Drive Sync
  • OneDrive Sync
  • Dropbox Sync
  • Nextcloud
  • Clam AntiVirus
  • Plex Media-Server
  • iTunes Server
  • Docker

Gerade die Syncronisierungs-Apps für Cloud Dienste sind als eine Art offsite Back-up interessant.

 

Mobile App

TerraMaster bietet für seine NAS Systeme auch eine Smartphone App an „TNAS Mobile“. Die App recht einfach gestaltet und aufgebaut.

Ihr könnt mit dieser Daten von Eurem NAS herunterladen oder auch hochladen. Ebenso ist es möglich den aktuellen Systemstatus aufzurufen, wie beispielsweise den Zustand der Festplatten.

Für mich das spannendste Feature ist der Auto-Upload von Bildern.

Ihr könnt einstellen, dass gemachte Bilder automatisch von Eurem Smartphone in einen von Euch gewünschten Ordner kopiert werden.

 

Performance

Im TerraMaster F2-422 ist ein Intel Celeron J3455 als Kernstück verbaut. Normalerweise spielt die CPU bei einem NAS System gar keine so große Rolle, da der Gbit LAN Port meist der limitierende Faktor ist.

Terramaster F2 422 Im Test 10

Allerdings im Falle von 10Gbit LAN ist durchaus einiges an CPU Power nötig um das theoretisch maximale Tempo von 1200MB/s zu erreichen. 1200MB/s sind aber ein absolut theoretischer Wert, der selbst im Falle von ausreichend CPU Leistung nur mit zwei SSDs im RAID 0 erreichbar wäre. HDDs erreichen meist nicht mehr 200MB/s.

Schauen wir uns zunächst einen Benchmark mit 1Gbit LAN an.

1 Gbit

Wie zu erwarten kann das TerraMaster F2-422 das volle Gbit LAN Tempo mit 116/114MB/s erreichen. Wie sieht es aber mit einer 10Gbit LAN Verbindung aus?

10 Gbit

Laut CrystalDiskMark konnte ich hier ein maximales Tempo von 644MB/s lesend und 443MB/s schreibend erreichen. Nicht ganz das theoretisch mögliche Tempo, aber in der Praxis ist dies schon sehr flott!

Aber wie sieht es bei echten SMB Datenübertragungen aus?

Lesen  Schreiben
10 Gbit SSD Single 481,0 MB/s 367,3 MB/s
10 Gbit SSD RAID 0 603,0 MB/s 381,1 MB/s
10 Gbit SSD RAID 0 Verschlüsselt 212,6 MB/s 54,3 MB/s

Schreibend scheint das Limit des TerraMaster F2-422 bei ca. 370-380MB/s in der Praxis zu liegen. Lesend sind mit einer SSD rund 480MB/s möglich. Mit zwei SSDs werden die 600MB/s geknackt.

Was aber auch auffällt ist die deutlich niedrigere Leistung wenn wir eine Verschlüsselung aktivieren. Hier sinkt die Datenrate schreibend auf 54MB/s und lesend auf rund 200MB/s. Wir sehen also, dass die CPU der Flaschenhals ist.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des TerraMaster F2-422 hängt stark davon wie Ihr dieses nutzt und vor allem was für Laufwerke Ihr verbaut! Eine HDD kann bis zu 10W an Strom verbrauchen. SSDs hingegen benötigen gerade im Leerlauf so gut wie keine Energie.

Mit einer SSD und im Leerlauf benötigt das NAS gerade einmal 8,3W, was angenehm wenig ist. Selbst unter Last kommen wir gerade einmal auf 10,xW.

Interessant, der 10Gbit LAN Port benötigt ca. 3W zusätzlichen Strom. Unter den gleichen Bedingungen nur durch die Nutzung des 10Gbit LAN Ports (im Leerlauf) stieg der Stromverbrauch von 8,3W auf 11,2W. Ja 10Gbit LAN ist ein kleiner Energiefresser.

 

Fazit

Seien wir ehrlich, was die Software angeht, kann ein TerraMaster NAS nicht mit Synology mithalten. Was den Funktionsumfang und die Zusatz Feature angeht, spielt Synology klar eine Klasse über TerraMaster.

Terramaster F2 422 Im Test 12

Allerdings was die Hardware angeht ist das Bild etwas anders! Einen 10 Gbit LAN Port sucht Ihr bei Synology meist vergebens, geschweige denn in den günstigeren NAS Modellen.

Dies ist auch klar die größte Stärke des TerraMaster F2-422. Dank des 10Gbit LAN Ports können wir praktische Datenraten von bis zu 600/380 MB/s erreichen, was für ein 350€ NAS durchaus beeindruckend ist. Auch die Software und der Funktionsumfang des TerraMaster NAS ist nicht schlecht! Hier und da wirken die Apps und die UI etwas einfacher gemacht, aber im Grunde ist alles da was man bei einem NAS benötigt.

Terramaster F2 422 Im Test 11

Sucht Ihr also eine kleine und sparsame Speicherbox mit einer guten Basis-Ausstattung und 10Gbit LAN, dann ist das TerraMaster F2-422 keine schlechte Wahl!

Der myStrom WiFi Button im Test

Smart Home ist etwas tolles. Mittlerweile können wir im Grunde so ziemlich alles einfach via Smartsteuern. Hier liegt aber auch die Schwäche vieler Smart Home Geräte, jedes Mal das Smartphone zücken zu müssen um irgendetwas einzuschalten kann auch nerven.

Mystrom Wifi Button Im Test 3

Hier kommt nun der myStrom WiFi Button ins Spiel. Wie der Name schon sagt handelt es sich bei diesem um einen kleinen Schalter der direkt in Euer WLAN eingebunden wird. Dieser kann sowohl die myStrom eigenen Geräte, wie aber auch Smart Home Geräte anderer Hersteller via IFTTT und Conrad Connect steuern.

Dabei ist der myStrom WiFi Button mit 25€ auch nicht übermäßig teuer. Klingt doch interessant, oder? Wollen wir uns da den myStrom WiFi Button doch einmal im Test ansehen!

 

Der myStrom WiFi Button im Test

Bei dem myStrom WiFi Button handelt es sich um einen ca. 49,5 x 15,8mm kleinen Knopf. Dieser ist aus Kunststoff gefertigt, verfügt aber um einen Silikon Überzug, der beispielsweise das Verrutschen auf einem Tisch etwas minimieren soll.

Mystrom Wifi Button Im Test 1

Alternativ könnt Ihr diese einfach über Doppelsieges Klebeband an einer Wand befestigen. Eine passende Kleberückseite liegt mit im Lieferumfang.

Auf der Oberseite findet sich eine Taste und eine kleine Status LED. Das war es im Grunde auch schon. Die Stromversorgung erfolgt über einen integrierten Akku, der über einen microUSB Port geladen wird.

Mystrom Wifi Button Im Test 2

Mit einer Ladung hält der Knopf ca. 2 Monate. Um Strom zu sparen ist der Knopf nicht konstant mit dem WLAN verbunden, sondern verbindet sich immer nur bei einer Betätigung mit dem Netzwerk.

 

Die Einrichtung und eine unverschlüsselte Verbindung?

Um den myStrom WiFi Button zu nutzen müsst Ihr Euch zunächst die myStrom App herunterladen. Dort muss ein Konto beim Hersteller angelegt werden, was soweit problemlos funktioniert.

Um den WiFi Button in der App hinzuzufügen müsst Ihr diesen zunächst komplett aufladen und dann die Taste auf der Oberseite ein paar Sekunden gedrückt halten, bis die LED weiß/rot blinkt.

An dieser Stelle weißt Euch die App darauf hin das die Verbindung unverschlüsselt wäre und Daten gegebenenfalls abgefangen werden können. Bitte was? Das dachten sich auch einige Kommentatoren bei Amazon „App installieren, ein Account muss angelegt werden, zu guter Letzt die zu Stimmung einer unverschlüsselten Verbindung und anschließend der Versuch die Verbindung herzustellen.“ Quelle : Amazon

Aber was hat es mit dieser Warnung auf sich? Um den myStrom WiFi Button mit Eurem WLAN zu Verbinden müssen wir diesem ja irgendwie die WLAN Daten übermitteln. Um dies zu machen erstellt der myStrom WiFi Button zunächst ein WLAN Netz, in welches sich Euer Smartphone einklinkt um diesem dann die WLAN Daten mitzuteilen. Diese temporäre Verbindung ist unverschlüsselt, was bei 99% aller Smart Home Geräten der Fall ist. myStrom weißt Euch nur darauf hin. Sobald die Daten nach wenigen Sekunden übermittelt wurden ist alles regulär verschlüsselt. Es ist also nur halb so wild.

Leider verlief die weitere Einrichtung nicht ganz so problemlos. Irgendwie konnte die App den WiFi Button ab einem gewissen Punkt nicht finden und spuckte eine Fehlermeldung aus. Der Button hat sich aber im Hintergrund brav mit dem WLAN verbunden und tauchte nach ein paar Minuten einfach in der App auf. Sollte Euch ähnliches am Ende der Einrichtung (nachdem eine WLAN Verbindung hergestellt wurde) passieren, brecht die Einrichtung ab und schaut mal auf dem Homescreen ob dort der Button zu finden ist.

 

Die App und der Basis-Funktionsumfang

Die myStrom App macht auf dem ersten Blick einen recht guten und übersichtlichen Eindruck. Die App ist wertig, aber einfach gestaltet.

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Auf der Startseite dieser findet Ihr zunächst eine Übersicht mit allen verbunden Geräten. myStrom bietet neben dem WiFi Button auch diverse andere Smart Home Produkte an.

Tippt Ihr die jeweiligen Geräte an, dann öffnen sich die Einstellungen. Hier könnt Ihr beim myStrom WiFi Button beispielsweise zuordnen was bei einer einfachen, doppelten oder langen Betätigung passieren soll. In der myStrom App könnt Ihr den WiFi Button aber nur anderen myStrom Smart Home Geräten zuordnen.

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Erfreulicherweise reagiert der Button recht zügig auf das Gedrückt werden!

 

Der myStrom WiFi Button und andere Smart Home Systeme

Um andere Smart Home Systeme wie Philips Hue, Smart Life usw. mit dem myStrom WiFi Button zu steuern müsst Ihr diese über einen externen Dienst verknüpfen. Hier unterstützt der WiFi Button:

  • IFTTT
  • Conrad Connect
  • Tiko
  • Control4
  • REST API

Der wichtigste Dienst für die Verknüpfung mit anderen Smart Home Systemen ist klar IFTTT. IFTTT erlaubt Verknüpfungen nach dem Prinzip wenn dies dann das. Wenn Ihr also den WiFi Button einmal, zweimal oder lange drückt, dann wird XYZ ausgelöst.

Ifttt

So unterstützt IFTTT beispielsweise:

  • Philips Hue
  • LIFX
  • iRobot
  • Sonos
  • Neato
  • Smart Life
  • Bosch Home Connect
  • Gardena
  • Husqvarna Automower

So könntet Ihr via IFTTT ein Programm erstellen nach dem Motto wenn Taste einmal gedrückt wird, dann startet mein iRobot Staubsaugroboter. Hier sind Eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Ifttt 2

Über Conrad Connect könnt Ihr sogar noch weitere Smart Home Systeme einbinden und erweiterte Programmierungen vornehmen. Sollte keiner dieser Dienste für Euch passen könnt Ihr Euch auch etwas eigenes über die REST API programmieren oder sogar eine Eigene FW erstellen.

Die FW des myStrom WiFi Button ist Open Source und kann hier eingesehen werden: https://github.com/myStrom/mystrom-button

 

Fazit

Der myStrom WiFi Button ist sicherlich ein etwas spezielleres Produkt für Smart Home Enthusiasten. Ob Ihr diesen Gebrauch könnt oder auch nicht kann ich Euch so z.B. nicht sagen.

Habt Ihr aber Smart Home Geräte die Ihr nicht immer nur per Smartphone steuern wollt und die zudem einen Dienst wie IFTTT unterstützen, dann ist der myStrom WiFi Button vielleicht genau das Richtige für Euch!

Mystrom Wifi Button Im Test 5

Abseits der etwas zickigen Einrichtung funktioniert der WiFi Button erfreulich gut! Dieser reagiert zügig auf Eingaben und die Akkulaufzeit ist mit 2 Monaten ordentlich. Auch unterstützt myStrom einige an 3. Anbieter Dienste inklusive der REST API.

Das größte Alleinstellungsmerkmal ist aber sicherlich die direkte WLAN Verbindung ohne einen Hub oder ähnliches und der vergleichsweise niedrige Preis mit unter 25€. Kurzum, seid Ihr Smart Home Enthusiast? Dann könnte der myStrom WiFi Button etwas für Euch sein!

Der neue Blog, http://haus-garten.org/

Hiho, wie den Stammlesern sicherlich aufgefallen ist teste ich auf techtest.org im Grunde alles was mir in die Finger kommt.

Egal ob nun Smartphones, irgendwelche Smart Home Steckdosen oder auch Garten-Werkzeug.

Bildschirmfoto 2021 01 14 Um 19.15.29

Allerdings habe ich teilweise das Gefühl einige Artikel sind vielleicht etwas „deplatziert“. Interessieren Euch wirklich Gartengeräte? Wie steht es um Steckdosen-Türme mit USB Ports? Ja, nein, vielleicht?

Aus diesem Grund habe ich sogar einige Tests gelassen, die ich ansonsten vermutlich geschrieben hätte. Dabei geht es nicht einmal nur um elektrische Geräte.

Irgendwann will ich unbedingt einen Vergleich von verschiedenen Pflanzendüngern machen, unter anderem weil mich dies selbst interessiert. Da allerdings gerade sowas überhaupt nicht auf Techtest.org passt, habe ich einen kleinen neuen Blog gegründet.

 

Der neue Blog, http://haus-garten.org/

Haus-Garten.org soll ähnlich wie Techtest.org aufgebaut sein, aber als Auffangbecken dienen für alles was nicht auf Techtest.org passt oder wovon ich glaube, dass dies den durchschnittlichen Leser nicht interessiert.

 

Dazu gehören:

  • Werkzeuge (Elektrische)
  • Gartengeräte
  • Pflanzen
  • Essen und Nahrung
  • Außenbeleuchtung
  • LED Beleuchtung
  • Küchengeräte
  • Erfahrungsberichte
  • usw.

Auch wird es sicherlich den ein oder anderen „Kuriositäten“ Test/Artikel geben.

 

Auswirkungen auf Techtest.org?

Aber hat http://haus-garten.org/ Auswirkungen auf Techtest.org? Jein. Bisher erhält Techtest.org pro Woche 7 Artikel bzw. Tests, diese werde ich vermutlich auf 6 Artikel herunterfahren und sofern möglich 1-2 pro Woche auf Haus-Garten.org veröffentlichen.

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Des Weiteren wird es weniger Artikel zu Haus-Garten Themen auf Techtest.org geben. Große Artikel zu Mährobotern usw. werde ich natürlich auf Techtest.org lassen, auch aufgrund der Reichweite.

Haus-Garten.org ist und wird vermutlich auch eine Weile eine sehr nieschige Seite bleiben.

 

Fazit

Kurzum ich würde mich freuen wenn Ihr gelegentlich mal bei http://haus-garten.org/ vorbeischaut!

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Test: Anker SoundCore Liberty Air 2 Pro, ein Bass Monster mit tollem ANC!

Mit den Liberty Air 2 Pro hat Ankers Tochtermarke SoundCore seine neusten true Wireless Ohrhörer vorgestellt. Diese sollen nicht nur durch einen tollen Klang überzeugen, sondern auch eine erweiterte Klangpersonalisierung und eine neuartige gezielte aktive Geräuschunterdrückung mitbringen.

Zusätzlich sollen die Ohrhörer auch mit einer langen Akkulaufzeit und einem schicken Design punkten.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 6

Ließt sich doch erst einmal sehr gut, auch dass 10 Grammy Gewinner am Sound der Ohrhörer mitgearbeitet haben. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Sind die Ohrhörer wirklich so gut wie es das Marketing verspricht? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Anker für das Zurverfügungstellen der Liberty Air 2 Pro für diesen Test!

 

Die SoundCore Liberty Air 2 Pro im Test

Die SoundCore Liberty Air 2 Pro werden wie üblich in einer kleinen Ladebox, welche auch der Aufbewahrung dient, geliefert. Diese ist äußerlich aus einem gummierten Kunststoff gefertigt, der sich zwar wertig anfasst, aber auch recht anfällig für Fingerabdrücke ist.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 1

Die Ladebox misst 62 x 60 x 29 mm und bringt ein Gewicht von 61g inklusive Ohrhörer auf die Waage. Die Ohrhörer selbst wiegen jeweils 5,4g.

Optisch ist die Ladebox sehr schlicht gestaltet. Auffällig ist lediglich der Deckel, welcher nach hinten weggeschoben wird. Der Mechanismus dafür wirkt sehr wertig gemacht! Allgemein hat die Ladebox eine sehr wertige Anmutung.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 2

Der Akku in der Ladebox kann die Ohrhörer unterwegs ca. 2,5x wiederaufladen, ehe diese via USB C geladen werden muss.

Die Ohrhörer selbst halten laut Anker 7 Stunden mit einer Ladung durch. Ich konnte rund 5+ Stunden bei einer lauteren Musikwiedergabe erreichen.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 3

Die Liberty Air 2 Pro selbst setzen auf ein „Steg-Design“. Heißt, die Ohrhörer verfügen ähnlich wie die Apple AirPods über einen Steg der an Euren Ohren herunter ragt. Allerdings im Gegensatz zu den Apple AirPods nutzt Anker ein normales In-Ear Design mit Silikonaufsätzen.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 4

Die Ohrhörer sind grundsätzlich aus einem schwarzen Kunststoff gefertigt. Die Rückseite der Ohrhörer ist allerdings in einem helleren, fast silbernen Grau gehalten. Hier ist auch ein Touchpad zur Steuerung integriert.

 

Tragekomfort, gut!

Grundsätzlich hat Anker beim Tragekomfort einen guten Job gemacht. Die Ohrhörer sehen zwar recht groß aus, sitzen aber entspannt in den Ohren.

Was mir auffiel, der Ohrkanal der Ohrhörer ist vergleichsweise kurz. Die Silikon Ohrpolster sitzen also sehr flach in Euren Ohren. Dies fühlte sich für mich etwas ungewohnt an, aber die Versiegelung stimmte! Zudem habt Ihr nicht das Gefühl etwas tief in Euren Ohren stecken zu haben.

Ich würde den Tragekomfort mit „gut+“ bewerten.

 

ANC, herausragend!

Die SoundCore Liberty Air 2 Pro verfügen über ein recht ausgeprägtes aktives Noise Cancelling. So habt Ihr zunächst diverse unterschiedliche Modi, welche versuchen unterschiedliche Geräusche zu blocken.

Liberty Air 2 Pro App (2) Liberty Air 2 Pro App (3)

  • Verkehr- Zielt für angenehmes Reisen und Pendeln auf tiefe Frequenzen wie Motoren
  • Indoor- Blendet Stimmen und Mittelfrequenz-Geräusche aus
  • Outdoor – Reduziert Umgebungsgeräusche in Städten für mehr Ruhe Unterwegs
  • Benutzerdefiniert

Grundsätzlich unterscheiden sich diese Modi nicht groß. Hier und da blockt mal ein Modus mehr als der andere, aber im Großen und Ganzen sind diese sich recht ähnlich.

Das Noise Cancelling der SoundCore Liberty Air 2 Pro würde ich als sehr gut bezeichnen! Dieses ist nicht ganz so stark wie von High End Kopfhörern, kommt aber an dieses verdammt nah ran!

Liberty Air 2 Pro App (4) Liberty Air 2 Pro App (5)

Geräusche wie das Brummen von Motoren oder das Rauschen von Lüftern wird fast zu 100% ausgeblendet. Besser habe ich dies bisher noch bei keinen in-Ear Ohrhörern gehört!

Auch Stimmen werden merklich gedämpft! Dabei erzeugen die Ohrhörer aber kein merkliches weißes Rauschen oder Druckgefühl.

Ich würde das ANC unterm Strich als Weltklasse bezeichnen!

 

Die App

Neben ANC bieten die Liberty Air 2 Pro auch noch diverse andere App Feature. Hierzu zählt auch ein Transparenz Modus.

Liberty Air 2 Pro App (10) Liberty Air 2 Pro App (11)

Beim Transparenz Modus werden Außengeräusche nicht gefiltert, sondern verstärkt. Hier habt Ihr die Wahl zwischen zwei Modi:

  • Vollständige Transparenz
  • Stimm-Modus

Im Stimm-Modus versuchen die Ohrhörer nur Stimmen zu verstärken, während im normalen Modus alles verstärkt wird. Das ANC der Liberty Air 2 Pro war absolut beeindruckend, der Transparenz Modus ist allerdings eher mittelmäßig. Er funktioniert, aber ich habe diesen bei Konkurrenzmodellen schon besser gehört.

Liberty Air 2 Pro App (8) Liberty Air 2 Pro App (13)

Neben diesen beiden Features könnt Ihr auch noch den Klang auf Eure Wünsche anpassen. Dies entweder über einen globalen EQ, den Ihr manuell einstellt oder über eine „Ohrenanalyse“.

Dabei versuchen sich die Ohrhörer auf Euer Gehör einzustellen.

 

Klang, der beste Bass den ich jemals gehört habe

Ihr könnt den Klang der SoundCore Liberty Air 2 Pro recht stark über die SoundCore App anpassen. Daher werde ich an dieser Stelle nur den „Standard“ Klang beschreiben. Direkt gesagt, die SoundCore Liberty Air 2 Pro sind von Haus ziemliche Bass-Bomber!

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 11

Beginnen wir ausnahmsweise mal beim Bass. Der Bass der SoundCore Liberty Air 2 Pro ist unheimlich mächtig! Dies sind die bass-stärksten Bluetooth Ohrhörer, die ich seit langem gehört habe. Der Bass ist stark angehoben und unheimlich voluminös. Dabei ist der Tiefgang der Ohrhörer fast schon als überragend zu bezeichnen. Der Bass ist so zwar absolut dominant, aber wirkt gekonnt. Sony hatte mal Kopfhörer bei denen man einen „extra Bass“ zuschalten konnte, die SoundCore Liberty Air 2 Pro erinnern mich stark an diesen extra Bass Modus.

Der Bass ist sicherlich etwas „übertrieben“, aber ein guter Beat kann einem regelrecht ein. Lächeln ins Gesicht zaubern, aufgrund der hohen Masse und des überragenden Tiefgangs.

Allerdings sind die Mitten dementsprechend eher auf der schwächeren Seite. Grundsätzlich kommen Stimmen soweit gut rüber, allerdings sobald der Beat einsetzt werden diese etwas in den Hintergrund gedrängt. Dies ist hier aber aufgrund der guten Räumlichkeit nicht ganz so extrem wie bei anderen „Bass-Bombern“.

Die Höhen wiederum wurden seitens Anker ebenfalls leicht angehoben. Diese sind sehr schön klar und brillant, mit einer guten Leichtigkeit. Diese können zwar nicht ganz mit dem Bass mithalten, sind aber kräftig genug, dass die Liberty Air 2 Pro nicht matt oder warm klingen. Genau genommen würde ich sogar die Klangfarbe der Ohrhörer als recht neutral einstufen, trotz des mächtigen Basses.

Weitere Pluspunkte gibt es für die herausragende räumliche Darstellung. Der Klang der Liberty Air 2 Pro ist unheimlich tief und breit, was sich weiter positiv auf den Bass auswirkt.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 12

Klanglich fühlen sich die Liberty Air 2 Pro aus meiner Sicht klar in elektrischen und popigen“ Klängen am wohlsten. Songs wie Nothing For Free von Pendulum, Guilt von NERO oder auch Bist du Okay von Mark Forster liegen den Ohrhörern extrem. Alles was einen besonders tiefen Bass hat wo die Ohrhörer ihren Tiefgang komplett ausspielen können ist ideal.

Metal und Rock Musik geht auch gut, aber hier klingen vor allem die Songs mit einem klaren und tiefen Bass am besten wie Endless War von Within Temptation oder Traitor von Daughtry.

Etwas schwerer tun sich die Ohrhörer bei älteren Titeln wie beispielsweise Jesus He Knows Me von Genesis. Solche Titel haben meist einen etwas „flacheren“ Bass, dafür stärkere Stimmen. Die Liberty Air 2 Pro klingen hier nicht schlecht, aber können hier ihre Stärken nicht ganz so ausspielen. Queen I Want to Brak Free klingt wieder gut, aber hier ist beispielsweise der Beat etwas mehr in den Vordergrund gerückt, verglichen mit der Stimme.

Aufgrund der guten Auflösung und Räumlichkeit kommen die Ohrhörer aber generell mit jeder Musik gut klar, am wohlsten fühlen diese sich aber bei allem was viel Bass hat.

Ein kleiner Kritikpunkt, die Ohrhörer sind nicht übermäßig laut. Gut für Euer Gehör, aber ich würde sagen sie sind in diesem Punkt etwas unterdurchschnittlich.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Frequency Response
Anker SoundCore Liberty Air 2 Pro Frequency Response

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve links sehr hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Die Anker SoundCore Liberty Air 2 Pro gehören eindeutig zu den besten true Wireless Ohrhörern die Ihr aktuell bekommen könnt! Gerade dann, wenn wir den Preis von 130€ nicht vergessen. Aber gehen wir geordnet vor, denn es gibt durchaus ein paar Punkte zu beachten.

Das integrierte ANC der Liberty Air 2 Pro ist hervorragend! Nein es ist natürlich nicht ganz auf dem Level von großen Kopfhörern, aber ist das beste das ich bisher in in-Ears gehört habe. Ihr habt sogar die Wahl zwischen diversen Modi, je nachdem was Ihr für Geräusche blocken wollt.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 16

Auch den Tragekomfort würde ich als gut einstufen. Die Liberty Air 2 Pro sitzen sehr gut, aber weniger tief in Euren Ohren. Dies ist etwas Geschmacksache, im Generellen spricht aber nichts dagegen, da der Halt soweit tadellos ist.

Das wichtigste ist aber natürlich der Klang. Die Liberty Air 2 Pro sind Bass-Ohrhörer! Ihr könnt den Klang zwar sehr stark personalisieren, aber der Bass ist sicherlich das Glanzstück. Sucht Ihr besonders neutrale oder „ausbalancierte“ Ohrhörer, dann seid Ihr hier falsch.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 17

Der Bass der Liberty Air 2 Pro ist ein gutes Stück angehoben und qualitativ Weltklasse! Ich habe selten solch einen vollen und tiefen Bass gehört. Dabei sind aber auch die Höhen sehr schön klar und brillant, was den Liberty Air 2 Pro einen sehr dynamischen und lebendigen Klang verleiht. Die Ohrhörer machen einfach Spaß!

Und dies passt auch zu meinem Fazit. Sucht Ihr Bluetooth Ohrhörer die „Spaß machen“, ein top ANC mitbringen und auch ansonsten technisch Spitzenklasse sind, dann werdet Ihr es schwer haben bessere Modelle als die Liberty Air 2 Pro zu finden! Gerade bei einem Preis von 130€ (zum Zeitpunkt des Tests)!

Die Trust Laro 65W USB-C Laptop Powerbank im Test

Mit der Laro hat Trust vor kurzem eine Notebook Powerbank vorgestellt, welche auf USB C setzt. Dabei kann die Trust Laro bis zu 65W via USB C bereitstellen. Hinzu kommt eine Unterstützung des USB PD PPS Standards und eine Kapazität von 20000mAh.

Trust Laro 65w Powerbank 6

Klingt doch im ersten Moment sehr spannend, gerade für Besitzer des 13 Zoll MacBooks oder generell von 13 Zoll Notebooks. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Trust Laro 65W USB-C Laptop Powerbank überzeugen? Wie steht es um die echte Kapazität? Liefert der USB C Port wirklich 65W? Klären wir diese Fragen doch einfach im Test!

An dieser Stelle vielen Dank an Trust für das Zurverfügungstellen der Laro USB C Powerbank!

 

Die Trust Laro 65W USB-C Laptop Powerbank im Test

Mit 152 x 77 x 27 mm und einem Gewicht von 471g ist die Trust Laro Powerbank ein vergleichsweise großes und schweres Modell, für die Kapazität von 20000mAh. Allerdings ist dies nicht überraschend! Wir haben hier eine durchaus leistungsstärkere Powerbank vor uns.

Trust Laro 65w Powerbank 1

Dies führt immer zu etwas zusätzlichem Gewicht und Größe. Sucht Ihr ein besonders kompaktes und leichtes Modell, das nur zum Laden von Smartphone und Co gedacht ist, dann gibt es bessere Powerbanks für Euch. Die Trust Laro ist primär als Notebook Powerbank gedacht, die auch Smartphones laden kann.

Was das Gehäuse angeht ist die Powerbank als recht einfach zu betiteln. Trust setzt auf ein normalen Kunststoff, der nicht außergewöhnlich hervorsticht. Ihr müsst Euch keine Sorgen machen, dass die Powerbank auseinanderfällt, diese ist aber auch (was das Gehäuse angeht) kein Premiummodell.

Trust Laro 65w Powerbank 2

Spannend wird es bei den inneren Werten. Die Powerbank bietet einen USB C und einen USB A Port.

Bei dem USB A Port handelt es sich um einen Quick Charge 3.0 Port mit bis zu 18W Leistung. Bei dem USB C Port handelt es sich um einen USB Power Delivery Port mit PPS!

Trust Laro 65w Powerbank 3

Dieser Port kann bis zu 65W liefern bzw. 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/3,25A. Allerdings setzt Trust auf die PPS „Erweiterung“ erlaubt es Euren Geräten auch Spannungen abseits dieser fixen Stufen abzurufen. Sollte Euer Smartphone 8,5V zum optimalen Laden benötigen, kann es das der Powerbank mitteilen und die Powerbank liefert 8,5V.

Dies benötigen einige Smartphones wie die Samsung Galaxy S20 Serie für das volle Ladetempo.

Die Powerbank kann aber nicht nur mit 65W laden, sondern auch mit bis zu 65W geladen werden. Ein passendes USB PD Ladegerät vorausgesetzt.

 

Kapazität

Trust wirbt mit einer Kapazität von 20000mAh bei der Laro Powerbank. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Wh mAh
20V / 3A 52.939 14307.84
20V / 1A 67.284 18184.86
9V / 1A 62.057 16772.16
5V / 1A 61.751 16689.46

 

In der Praxis schwankt die Kapazität der Trust Laro 65W zwischen 52,9 Wh (14307 mAh) und 67,3Wh (18185 mAh).

Trust Laro 65w Powerbank 13

Für eine High Power Powerbank sind dies akzeptable Werte, auch wenn wie so oft üblich die Kapazität bei hoher Last einiges einbricht.

 

Das Ladetempo

Folgende Geräte habe ich an der Trust Laro 65W getestet:

USB C USB A
Apple iPad Pro 11 26,41 7,34
Apple MacBook Pro 13 M1 53,2 4,8
Apple MacBook Pro 16 58,9 4,9
Dell XPS 17 9700 -14,5
Dell XPS 13 9380 44,3
Samsung Galaxy Note 20 Ultra 14,5 13,2
Xiaomi Mi 10 Pro 11,29 14,2

Okay hier haben wir ein merkwürdiges Ergebnis. Die Trust Laro 65W konnte nicht das Dell XPS 17 9700 laden, anstelle dessen lud das Notebook die Powerbank.

Trust Laro 65w Powerbank 14

Interessant! Abseits davon gab es bei den MacBooks und dem Dell XPS 13 keine Probleme. Hier scheint es also einfach einen merkwürdigen Bug zu geben.

 

Wiederaufladen

Folgende Leistungswerte konnte ich an diversen Ladegeräten in Kombination mit der Trust Laro messen:

USB PD 100W 62.5W
USB PD 60W 57.4W
USB PD 18W 18.1W
USB QC 3.0 13.9W
USB A 5V/2,4A 0*W

 

Die Trust Laro 65W USB-C Laptop Powerbank kann bis zu 62,5W an Leistung aufnehmen, ein entsprechend großes Ladegerät vorausgesetzt. An kleineren USB PD Ladegeräten lädt die Powerbank entsprechend langsamer.

Auffällig ist nur das Verhalten an normalen USB A Ladegeräten. Verbindet Ihr hier die Powerbank lädt diese zunächst mit 5V 0,5A (2,5W), dreht dann aber langsam den Ladestrom immer weiter hoch, auf bis zu 2,6A. Habt Ihr ein USB Ladegerät das keine 2,6A liefern kann, dann wird sich das Ladegerät zurücksetzen, die Powerbank wird „neuverbunden“ dreht wieder auf 2,x A hoch, das Ladegerät setzt sich wieder zurück usw.

Ob also das Laden an einem USB A Ladegerät klappt hängt sehr stark vom Ladegerät ab!

Ladedauer Watt

An einem 60W+ USB PD Ladegerät benötigt die Powerbank ca. 1:50h.

 

Fazit

Die Trust Laro ist eine klasse Notebook Powerbank! Diese besitzt eine ordentliche Kapazität mit 67 Wh und eignet sich dank des 65W USB C Ports für eine Vielzahl an Notebooks!

Trust Laro 65w Powerbank 10

Primär eignet sich die Trust Laro natürlich für 13 Zöller wie das Dell XPS 13 und das Apple MacBook Pro 13 M1, welche mit 65W gut versorgt sind. Größere Notebooks wie das Apple MacBook Pro 16 lassen sich natürlich laden, sofern Ihr diese nicht mit konstanter Volllast fahrt.

Aber auch für Smartphones ist die Trust Laro dank USB PD PPS und Quick Charge 3.0 Port super geeignet.

Trust Laro 65w Powerbank 12

Allerdings würde ich Euch die Laro primär für Notebooks empfehlen, wo diese aufgrund der Abmessungen und des Gewichts mehr Sinn macht. Hier kann ich die Trust Laro 65W USB-C Laptop Powerbank auch mit gutem Gewissen empfehlen. Der Preis von rund 80€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist soweit okay.

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Das neue Synology DS1821+ mit AMD Ryzen im Test

Mit dem DS1821+ hat Synology noch kurz vorm Ende des Jahrs 2020 die „2021er“ Generation seines 8 Bay NAS auf den Markt gebracht.

Ich selbst nutze ein DS1817+ auf täglicher Basis, daher habe ich mich zu einem kleinen Upgrade entschlossen. So bietet das neue DS1821+ neben seinen 8 Bays zwei NVME SSD Slots und einen AMD Ryzen SOC.

Synology Ds1821+ Test Review 7

Klingt doch spannend, oder? Wollen wir uns daher einmal im Test ansehen, ob das DS1821+ von Synology auch zu einem Preis von 1000€ überzeugen kann. Und ja dieser Artikel ist (leider) nicht seitens Synology gesponsert, die 1000€ habe ich von meinem eigenen Geld auf den Tisch gelegt. Hoffen wir, dass sich das gelohnt hat!

 

Das Synology DS1821+ im Test

„if it ain’t broke don’t fix it“ so lautet das Motto von Synology wenn es um das Design der meisten aktuellen NAS Systeme geht.

Synology Ds1821+ Test Review 1

So hat das DS1821+ auch +- das gleiche Gehäuse des DS1817+ oder des noch älteren DS1815+. Dies meine ich aber nicht mal groß negativ, denn das grundsätzliche Gehäuse und auch der Aufbau des NAS ist weiterhin als gelungen zu bezeichnen.

Grundsätzlich ist das NAS optisch schlicht, aber technisch gestaltet. So hat Synology auf eine Blende oder ähnliches auf der Front verzichtet. Auf der Front finden wir direkt die 8 Festplatten-Slots, welche sich jeweils einzeln mithilfe eines Schlüssels verschließen lassen.

Synology Ds1821+ Test Review 3

Oberhalb der Festplatten-Slots ist der Einschalter und Status LEDs angebracht. Unterhalb der Festplatten-Slots finden wir noch einen Front USB 3.0 Port.

Drei weitere USB 3.0 Ports und zwei eSATA Ports finden wir noch auf der Rückseite. Die beiden eSATA Ports sind für Erweiterungseinheiten.

Synology Ds1821+ Test Review 6

Natürlich auch auf der Rückseite sind vier Gbit LAN Ports und zwei große 120mm Lüfter.

 

Synologys NAS Serien

Synology bietet diverse NAS Systeme an. Wollen wir uns hier erst einmal generell über den Aufbau von Synologys Lineup unterhalten.

Die meisten Synology NAS Systeme haben einen eigentlich recht klar aufgebauten Namen. Beispielsweise beim DS1821+

Starten wir mit dem DS:

  • DS = Diskstation, also die Bezeichnung das es sich hier um ein NAS handelt.
  • RS = Rackstation, also NAS Systeme im Rack Format

Nach der Art Bezeichnung folgt eine Zahl welche Euch Aufschluss über die Anzahl der Festplattenschächte gibt:

  • 1 = 1 Bay
  • 2 = 2 Bay
  • 3 = 3 Bay
  • 4= 4 Bay

Wichtig! Hierbei handelt es sich um die maximale Anzahl von Festplatten inklusive Erweiterungseinheiten! Bei dem DS1821+ könnt Ihr die 8 internen Slots mithilfe der Expansion Unit DX517 auf 10 erweitern.

Nach der Anzahl der Festplattenschächte folgt die Jahresangabe:

  • 19 = 2019er Modell
  • 20 = 2020er Modell
  • 21 = 2021er Modell

Zu guter Letzt folgt noch ein Buchstabe für die Serie

  • J = Junior Serie (Einsteiger-Serie)
  • „ „ = die Standard Serie
  • Play = die Multimedia Serie
  • „+“ = die Profi Serie

Generell laufen alle Synology NAS Systeme mit der gleichen Software. Auf einen J NAS ist also erst einmal die gleiche Software wie auf einem + Gerät. Es gibt im Detail aber kleine Unterschiede.

Ein + NAS hat mehr Profi Feature wie eine verbesserte PC Backup-Lösung, die Möglichkeit sich mit einem anderen NAS zu spiegeln, das bessere Btrfs Dateisystem usw. Ein wichtiger „Pluspunkt“ ist auch der Replication Service. Dieser erlaubt es Schnappschüsse von Euren Netzwerklaufwerken alle XX Stunden anzufertigen. Solltet Ihr mal etwas ungewollt löschen, so lässt dieses sich sehr unproblematisch wieder zurückholen.

Die Play Serie kann Videos „Live“ bei der Wiedergabe umwandeln. Die Unterschiede gerade zwischen J, Normal und Play sind also eher gering. Zur Plus Serie gibt es dann wieder einen Sprung, welcher gerade für Enthusiasten durchaus interessant sein kann.

 

Software

Auf allen Synology NAS Systemen läuft das sogenannte DSM als Betriebssystem. DSM basiert natürlich auf Linux. Auf dem DS1821+ läuft von Haus aus noch die Version 6.2.3, allerdings ist die DSM 7 Beta bereits angelaufen.

Synology Ds1821+ Software (16)
DSM 7
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DSM 6

DSM 7 bringt eine durchaus große optische Veränderung der WebUI mit sich. Leider ist allerdings die DSM 7 Beta noch nicht für das DS1821+ verfügbar. Im folgendem daher ein paar Bilder von DSM 7 von meinem DS1817+. Feature usw. sind zwischen dem DS1821+ und dem DS1817+ weitestgehend identisch, abseits vom SSD Cache. Ich denke aber das Nutzen von DSM 7 Screenshots lässt diesen Test etwas besser altern, da es nur noch Wochen bis vielleicht ein paar Monate dauern sollte ehe DSM 7 auch fürs DS1821+ herauskommt. Wundert Euch also nicht wenn vielleicht bei Erhalt noch ein paar Feature des DS1821+ etwas anders aussehen oder vielleicht auch noch fehlen, diese kommen mit dem DSM 7 Update.

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Das DSM ist viel mehr als eine klassische WebUI, wie Ihr diese vielleicht von Routern her kennt. Das DSM ist eher ein reguläres Betriebssystem das nur in Eurem Webbrowser läuft, mit allem was dazugehört. So habt Ihr einen echten „Desktop“ mit Fenstermanager, könnt durch das Dateisystem scrollen, könnt Office Anwendungen starten usw.

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Im DSM gibt es zunächst drei „Apps“ die Ihr besuchen solltet. Dies wäre die Systemsteuerung, den Speicher Manager und das Paket-Zentrum. In der Systemsteuerung findet Ihr alle grundlegenden Einstellungen. Hier könnt Ihr neue Benutzer anlegen, freigegebene Ordner erstellen und generelle Einstellungen des NAS verwalten. Dazu gehört das Einstellen der IP Adressen, QuickConnect (für den Fernzugriff), das Verwalten von Dateidiensten usw.

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Via QuickConnect könnt Ihr auch einfach von Unterwegs auf Euer NAS zugreifen, ohne Portfreigaben usw. anzulegen.

Bei den Dateidiensten unterstützt das DS1821+ von Haus aus:

  • SMB (Windows)
  • AFP (Apple)
  • NFS (Linux)
  • FTP
  • TFTP
  • rsync

Im Speichermanager könnt Ihr den aktuellen Zustand der verbauten Laufwerke betrachten und gegebenenfalls auch RAID Level einstellen. Das DS1821+ unterstützt RAID 0, RAID 1, RAID 5, RAID 6, RAID 10, JBOD Modus und das Synology Hybrid RAID. Letzteres ist eine Art RAID 5 bzw. RAID 6, aber arbeitet etwas speichereffizienter bei der Bestückung mit unterschiedlich großen HDDs und SSDs.

Synology Ds1821+ Software (17)

Kommen wir sicherlich zum größten Highlight von Synology NAS Systemen, dem Paketzentrum. Im Paketzentrum findet Ihr Erweiterungen für Euer NAS, welche sich einfach über einen Klick installieren lassen, ähnlich wie bei einem Smartphone App-Store.

Synology Ds1821+ Software (35) Synology Ds1821+ Software (33) Synology Ds1821+ Software (34) Synology Ds1821+ Software (32)

 

Note Station

Eine meiner Lieblings Synology Apps, die Note Station. Die Note Station ist eine Art digitales Notizbuch im Style von Evernote / OneNote. Ihr könnt im Webbrowser, in einer Windows Desktop App oder in der DS Note Smartphone App Notizen mit Bilder, Tabellen usw. anlegen, welche dann basierend auf dem Nutzer synchronisiert werden.

Screenshot 20210104 122454 Screenshot 20210104 122439

Das Ganze funktioniert wunderbar auch über das Internet hinweg und macht einen Dienst wie Evernote wirklich überflüssig.

 

Audio Station

Die Audio Station ist so etwas wie Euer persönliches Spotify. Ihr könnt hier Eure Musiksammlung hinterlegen. Diese könnt Ihr dann via Webbrowser oder Smartphone App aufrufen und zwar via Internet auf Wunsch auch weltweit. Musik wird dabei sauber in Interpreten, Album usw. unterteilt.

Verbindet Ihr eine USB Soundkarte mit dem DS1821+ könnt Ihr Musik sogar direkt über das NAS wiedergeben.

 

Synology Drive

Synology Drive ist ein Synchronisationsdienst wie Dropbox, OneDrive nur halt über Euer NAS. Synology bietet hier Windows, Mac und Smartphone Apps an die es erlauben Ordner über mehrere Geräte hinweg synchron zu halten.

 

Synology Foto

Synology Foto ersetzt die alte Photo Station und die Moments App. Bei Synology Fotos handelt es sich um eine Foto Verwaltung App/Webseite. Ihr könnt hier Fotos ähnlich wie bei Google Foto, Fotos hochladen, Teilen in Alben Sortieren usw.

Screenshot 20210104 123946 Screenshot 20210104 123958

Das Hochladen der Fotos vom Smartphone aus kann dabei automatisch geschehen. Synology Foto ist zwar ein starker Ansatz, hat in der Praxis aber auch einige Nachteile gegenüber Google Foto. So werden in der Smartphone App nur bereits Hochgeladene Bilder angezeigt (was nervig ist wenn man unterwegs ist) und es fehlt eine Objekt-Erkennung, Karten-Ansicht usw.

Dennoch wenn Ihr etwas ähnliches zu Google Foto mit gutem Datenschutz sucht, ist Synology Foto vielleicht ein interessanter Anlaufpunkt.

 

Active Backup for Business

Active Backup for Business ist Synologys Backup-Lösung für Desktop PCs und andere Server. Einerseits bietet Synology eine Desktop Anwendung für Windows und Linux die alle Daten auf dem PC manuell oder nach einem Zeitplan sichert. Dabei wird aber einfach nur die Software auf dem PC Installiert, die Verwaltung wird über die Benutzeroberfläche des NAS geregelt. Hierdurch könnt Ihr in einem Büro die Backups von einem Zentralen Ort aus verwalten.

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Active Backup for Business funktioniert dabei sehr zuverlässig! Neben der Desktop-Anwendung könnt Ihr auch Datei-Server oder Netzwerklaufwerke usw. sichern. So könnt Ihr dem NAS befehlen in gewissen Intervallen einfach alle Daten von einem beliebigen Netzwerklaufwerk zu sichern. Auf dem gewählten Server muss dementsprechend keine Software installiert werden.

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Über Active Backup for Business könnt Ihr auch Daten direkt wiederherstellen, durch die Sicherung browsen usw. Die Software unterstützt auch das Aufbewahren und automatische Löschen mehrer Versionen, wie auch die Deduplizierung von Daten.

Wichtig dies ist ein exklusives Feature der „+“ NAS Systeme.

 

Snapshot Replication

Ein weiteres exklusives Feature der „+“ NAS Systeme mit dem Btrfs Dateisystem. Ihr könnt für freigegebene Ordner Snapshots anlegen. In diesem Fall macht das NAS in einem von Euch festgelegten Intervall ein Abbild des Ordners und speichert dieses.

Solltet Ihr versehentlich mal eine Datei löschen, dann könnt Ihr diese aus dem Snapshot wiederherstellen. Der große Vorteil von Snapshots, diese benötigen nicht viel Speicherplatz, da nur veränderte Daten „gesichert“ werden.

Des weiteren geschieht dies völlig im Hintergrund.

 

Performance des Synology DS1821+

Synology setzt beim DS1821+ auf den AMD Ryzen Embedded V1500B SOC, welcher für ein NAS durchaus ordentlich Power besitzt.

Synology Ds1821+ Test Review 17

Ich werde hier auch keine Benchmarks für die integrierten Gbit LAN Ports anbieten, es ist klar, dass das NAS problemlos das maximale Tempo von Gbit LAN erreichen kann. Sofern Ihr keine 10Gbit LAN Karte verbaut, werdet Ihr maximal 110-120MB/s in beide Richtungen erhalten können.

Schauen wir uns aber ein paar Benchmarks mit einer 10 Gbit LAN Karte an.

Synology Ds1821+ Datenrate

Im optimalen Fall konnte ich beim DS1821+ 965 MB/s lesend und 820 MB/s schreibend erreichen. Ich gehe aber stark davon aus dass das NAS rund 1000MB/s in beide Richtungen schafft und nur meine Standard SATA SSDs hier ein limitierender Faktor sind.

So wirbt Synology mit bis zu 2313 MB/s lesend und 1150 MB/s schreibend, bei der Verwendung von zwei 10 Gbit LAN Ports und mehr SSDs.

Interessanterweise sinkt aber bei der Nutzung einer Verschlüsselung das Tempo auf 799 MB/s lesend und 333 MB/s schreibend. Das verschlüsseln frisst also doch ein gutes Stück an Leistung.

 

NVME SSDs und Cache

Das DS1821+ besitzt zwei NVME SSD Slots. Hier eingesetzte NVME SSDs können NICHT als regulärer Speicher genutzt werden. Diese können nur als Lese bzw. Lese/Schreib Cache genutzt werden.

Synology Ds1821+ Test Review 11

Heißt das NAS versucht Daten zu bestimmen die Ihr oft nutzt und legt von diesen eine Kopie auf die SSD. Ruft Ihr jetzt die Daten ab, werden diese nicht von Euren Festplatten geladen sondern von der SSD.

Umgekehrt beim Schreiben werden zunächst alle übertragenen Daten auf die SSDs gelegt und dann im Hintergrund auf die HDDs geschrieben. Für ein Schreibcache werden allerdings zwei NVME SSDs im RAID 1 Verbund benötigt.

Synology Ds1821+ Ssd Cache

Wichtig! Entfernt den Hacken bei Sequenzielles I/O überspringen, ansonsten erhaltet Ihr nach meinen Tests KEINE Performance Steigerung.

Grundsätzlich denke ich aber sprechen die Zahlen für sich! Wir sehen sowohl beim Schreiben von großen Daten, wie auch beim Schreiben von vielen kleinen Daten eine massive Performancesteigerung.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch eines modernen NAS hängt extrem von den verbauten HDDs bzw. SSDs ab. Eine HDD kann zwischen 5W und 10W benötigen, was bei einem 8 Bay NAS sich sehr schnell summieren kann.

Ich konnte einen Stromverbrauch von rund 23-26 W im Normalbetrieb messen.

Um den Stromverbrauch des DS1821+ zu ermitteln habe ich nur eine SATA SSD verbaut, welche im Leerlauf unter 1W benötigt. Die +- 25W sind also das reine NAS.

 

Kritik, fehlendes 10Gbit und SOC

Eigentlich hat Synology beim DS1821+ ein kleines NoGo begangen. Mittlerweile ist es problemlos möglich für 300€+ NAS Systeme mit 10Gbit LAN zu bekommen.

Synology hat allerdings aus unerfindlichen Gründen auf 10Gbit LAN beim DS1821+ verzichtet. Von Haus aus seid Ihr also auf 120MB/s limitiert, was absolut lächerlich ist bei einem 1000€ NAS mit 2x NVME SSD Steckplätzen.

Eigentlich wäre somit das NAS „unkaufbar“, aber immerhin ist ein PCIe Port vorhanden, über welchen sich 10Gbit nachrüsten lässt. Dies sollte aber im Jahr 2021 in dieser Preisklasse aber eigentlich nicht mehr optional sein.

Noch unverständlicher wird das ganze wenn wir uns den AMD Ryzen V1500B ansehen, denn dieser bringt von Haus aus 10GBit LAN Support mit!

„Schnittstellen Ethernet 2x 10GbE“

Quelle: https://www.amd.com/de/products/specifications/embedded/8191%2011961

Synology hat also einfach darauf verzichtet die LAN Ports anzulöten?! Dies ist für mich absolut unverständlich.

Synology Ds1821+ Test Review 9

Auch der AMD Ryzen V1500B allgemein ist nicht so geil wie er auf dem ersten Moment klingt. AMD Ryzen CPUs sind zwar im Desktop klar die Wahl NR.1, aber der AMD Ryzen V1500B ist ein 1. Gen Ryzen im 14nm Format!

Die erste AMD Ryzen Generation war noch nicht so dominant wie die 2. Bzw. 3. Generation, gerade was die Leistungsaufnahme angeht. Der Ryzen V1500B stammt im Übrigen aus Anfang 2018, ist also auch nicht mehr ganz frisch.

Ich will hier nicht zu laut meckern, aber Synology unterstreicht hiermit seinen Ruf, dass die Hardware nicht der Grund ist warum Ihr ein Synology NAS kaufen solltet.

 

Fazit 

Das Synology DS1821+ ist ein klasse NAS, für alle die etwas mehr Speicherplatz brauchen. Dabei liegt die größte Stärke des Systems, wie so oft bei Synology, tendenziell eher in der Software.

Grundsätzlich ist aber auch die Hardware des DS1821+ ordentlich. Das Gehäuse ist gut gebaut, der Ryzen SoC ist zwar nicht ganz taufrisch, bietet aber eine ordentliche Performance und Ihr könnt neben den 8 HDDs auch zwei NVME SSDs und eine 10Gbit LAN Karte verbauen.

Synology Ds1821+ Test Review 13

Letzteres ist aber mein großer Kritikpunkt, warum hat das DS1821+ kein integriertes 10Gbit LAN? Sorry Synology in der 1000€ Preisklasse im Jahr 2021 hat dies eigentlich standard zu sein. Immerhin lässt es sich recht problemlos nachrüsten.

Die Software ist aber klar das Highlight! Synology hat die beste, hochwertigste und umfangreichste Software aller NAS Hersteller und dies bei weitem! Damit beziehe ich mich nicht nur auf die Benutzeroberfläche des NAS selbst, sondern auch auf die diversen Smartphone Apps usw. Ein Synology NAS kann Evernote, Google Foto, Dropbox und sogar Microsoft Office ersetzen. Vielleicht das alles nicht immer zu 100%, aber generell sind die Synology Apps wertig gemacht!

Synology Ds1821+ Test Review 15

Hinzu kommt ein langjähriger Software Support, welcher das Paket abrundet.

1000€ sind für das Synology DS1821+ eine stolze Summe und solltet Ihr auf die vielen Software Feature verzichten können, dann gibt es bessere bzw. günstigere NAS Systeme von der Konkurrenz. Wollt Ihr aber das komplett Paket, dann seid Ihr beim DS1821+ an der richtigen Adresse!

5x geschützte 18650 Li-Ion-Akkus mit über 3000mAh im Test, Panasonic, Trustfire, XTAR und Co.

Zwar sind die meisten 18650 Li-Ion-Akkus fest in Geräten verbaut, aber hin und wieder tauchen diese auch als austauschbare Akkus auf. Ein gutes Beispiel sind hier High Power Taschenlampen, welche oftmals auf 18650 Akkus setzen.

Im Gegensatz zu AA Batterien sind Li-Ion-Akkus nicht ganz ungefährlich. Ein Kurzschluss, ein falsches Laden oder sogar theoretisch ein Unterladen kann durchaus explosive Folgen haben oder zumindest den teuren Akku beschädigen.

5x Geschützte 18650 Li Ion Akkus Mit über 3000mah Im Test 8

Hier muss man sich auf die Schutzelektronik im Ladegerät oder der Taschenlampe verlassen. Allerdings gerade bei diversen China Modellen ist man hier auch oft verlassen…. Daher können so genannte „geschützte“ 18650 Li-Ion-Akkus in solchen Geräten Sinn machen.

Geschützte 18650 Li-Ion-Akkus verfügen über ein kleines PCB mit Schutzelektronik, die bei einem Kurzschluss, Überspannung usw. die Verbindung unterbricht. Solche geschützten 18650 Akkus sind allerdings recht exotisch und auch nicht ganz günstig.

Dennoch habe ich mir für diesen kleinen Test 5x dieser Akkus bestellt. Alle samt mit Schutzelektronik und mindestens 3000mAh Kapazität. Wollen wir doch mal schauen welcher dieser Akkus der beste ist!

 

Die Testkandidaten

Folgende Akkus habe ich mir bestellt:

Keeppower 18650 – 3500mAh 3,6V – 3,7V Li-Ion-Akku geschützt 13.95 €
Panasonic NCR18650B 3,7V 3400mAh (PCB geschützt) 11.90 €
Soshine 18650 3400mAh 3,6V – 3,7V Li-Ion-Akku PCB geschützt 8.95 €
Trustfire 18650 3000mAh 3,6V – 3,7V geschützter Li-Ion-Akku 8.95 €
XTAR 18650 3500mAh 3,6V – 3,7V Li-Ion-Akku 12.90 €

 

Abseits des Panasonic Akkus handelt es sich hier immer um recht kleine Hersteller. Dies liegt daran, dass diese die Akkus von den großen Herstellern zukaufen, die Schutzelektronik verbauen und dann an Euch verkaufen.

5x Geschützte 18650 Li Ion Akkus Mit über 3000mah Im Test 2

Preislich haben wir zwei Klassen. Keeppower, Panasonic und XTAR sind mit knapp über 10€ etwas teurer als Soshine und Trustfire mit 9€.

Aufseiten der Kapazität versprechen Keeppower und XTAR 3500mAh, Soshine und Panasonic 3400mAh und Trustfire 3000mAh.

Entladestrom max Ladestrom
Keeppower 18650 – 3500mAh 3,6V – 3,7V Li-Ion-Akku geschützt 10A 1,5A
Panasonic NCR18650B 3,7V 3400mAh (PCB geschützt) 6,8A 2A
Soshine 18650 3400mAh 3,6V – 3,7V Li-Ion-Akku PCB geschützt 8A 1,5A
Trustfire 18650 3000mAh 3,6V – 3,7V geschützter Li-Ion-Akku 7A
XTAR 18650 3500mAh 3,6V – 3,7V Li-Ion-Akku 10A

 

5x Geschützte 18650 Li Ion Akkus Mit über 3000mah Im Test 3

Aufseiten des Entladestroms bieten die Akkus mit 6,8-10A für die meisten Anwendungen genug Reserven. Leider findet sich beim Ladestrom teilweise keine Herstellerangabe. Hier scheinen wir aber bei maximal 1,5-2A zu liegen.

 

Größe und Gewicht

Bei den geschützten 18650 Li-Ion-Akkus handelt es sich zunächst um ganz normale 18650 Akkus. Diese haben lediglich ein mini PCB, meist auf der Unterseite aufgeklebt, welches einen direkten Kontakt zum Akku blockiert. Anstelle dessen werden die Kontakte nun durch dieses PCB und die Schutzelektronik hindurchgeschliffen.

Hierdurch sind allerdings geschützte 18650 Akkus auch etwas länger als normale 18650 Akkus. In Taschenlampen usw. ist dies meist aufgrund der flexiblen Kontakte kein Problem. Habt Ihr allerdings eine Anwendung wo die Akkus 100% passgenau verbaut werden, dann kann es zu Problemen kommen. Folgende Masse konnte ich messen:

Höhe Gewicht
Referenz 65.2
Keeppower 68.5 48.8
Panasonic 68.6 47.4
Soshine 67.9 46
Trustfire 68.6 47.2
XTAR 68.9 48.6

 

Höhe = Höhe Unterseite bis Oberseite Pluspol

 

Schwieriges Testen

Normalerweise teste ich Akkus und Ähnliches im SKYRC MC3000. Das SKYRC MC3000 ist ein klasse Messgerät bzw. Analyse Tool für diverse Akkus. Allerdings hat das MC3000 einen Nachteil, es kann Akkus nur mit bis zu 2A entladen.

5x Geschützte 18650 Li Ion Akkus Mit über 3000mah Im Test 6

Für diesen Test hätte ich die Akkus aber auch gerne etwas schneller entladen. Daher habe ich mir ein kleines Test-Set-up auf Basis eines eigentlich recht günstigen, aber halbwegs genauen Akku-Testers zusätzlich gebaut.

Die Tests mit 1A fanden also im SKYRC MC3000 statt, die Tests 3A und 5A im etwas ungenaueren Akkutester.

Ein wenig Probleme bereitete auch die Entladeschlussspannung.

Entladeschlussspannung
Keeppower 18650 – 3500mAh 3,6V – 3,7V Li-Ion-Akku geschützt 2,5V
Panasonic NCR18650B 3,7V 3400mAh (PCB geschützt) 2,75V
Soshine 18650 3400mAh 3,6V – 3,7V Li-Ion-Akku PCB geschützt 2,65V
Trustfire 18650 3000mAh 3,6V – 3,7V geschützter Li-Ion-Akku 2,5V
XTAR 18650 3500mAh 3,6V – 3,7V Li-Ion-Akku 2,5V

 

Diese ist leider je nach Akku sehr unterschiedlich! Ich habe mich hier entschieden alle Akkus auf 2,7V zu entladen.

 

Die Kapazität

Schauen wir uns die Kapazität der Akkus bei den drei Laststufen an.

Kapazität In Wh

Starten wir mit der größten Enttäuschung, dem Soshine Akku. Dieser wird mit 3400mAh beworben, erreicht aber maximal 2997 mAh bzw. 10.861Wh. Dies ist schon eine große Abweichung zur Herstellerangabe.

Die anderen Modelle sind hier etwas besser, auch wenn lediglich Trustfire seine Kapazitätsangabe erreicht bzw. sogar leicht überschreitet! 3000mAh werden beworben, 3057mAh werden im Maximum geliefert.

  • Platz 1 kann sich aber der XTAR 18650 3500mAh 3,6V – 3,7V Li-Ion-Akku mit 3324mAh bzw. 11,995Wh sichern!
  • Platz 2 geht an den Keeppower 18650 – 3500mAh 3,6V – 3,7V Li-Ion-Akku geschützt.
  • Platz 3 an den Panasonic NCR18650B 3,7V 3400mAh (PCB geschützt).

Unter hoher Last sinkt bei allen Akkus die Kapazität etwas, aber einen wirklich überdurchschnittlich starken Abfall der Kapazität konnte ich bei keinem der Akkus beobachten.

 

Die Spannung

Schauen wir uns auch einmal die Spannung der Akkus unter Last an. In diesem Fall handelt es sich um 1A Last und das Messgerät ist das SKYRC MC3000.

Spannung Unter Last

Interessant! Die klar niedrigste Spannung über den kompletten Ladevorgang hinweg haben die Akkus von Trustfire und Panasonic. Mich würde es hier nicht wundern wenn Trustfire vielleicht sogar einen Panasonic Akku als Basis für sein Modell nutzt.

Die drei anderen Konkurrenten haben da ein deutlich höheres Spannungslevel. Soshine bricht hier etwas früher weg, aber dies ist bei der niedrigeren Kapazität keine Überraschung.

Ähnlich wie bei der Kapazität zeigen XTAR und Keeppower die beste Leistung auch in diesem Bereich.

 

Temperatur

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Erwärmung der Akkus an. Hierfür habe ich diese 30 Minuten mit 5A belastet und dann ein Foto mithilfe der Wärmebildkamera gemacht.

Keeppower Temperatur
Keeppower Temperatur
Xtar Temperatur 2
XTAR Temperatur
Panasonic Temperatur
Panasonic Temperatur
Trustfire Temperatur
Trustfire Temperatur
Soshine Temperatur
Soshine Temperatur

Hier sind schon recht deutliche Unterschiede zu erkennen. So erwärmt sich die Trustfire mit über 60 Grad mit Abstand am stärksten! Ganz ehrlich? Dies halte ich für kritisch wenn wir schon bei 5A über 60 Grad erreichen, obwohl der Akku angeblich für maximal 7A ausgelegt ist.

Damit würde ich den Trustfire Akku NICHT als geeignet für extrem High Power Anwendungen sehen!

Auch der Panasonic Akku wurde mit bis zu 51 Grad etwas wärmer als die restlichen Konkurrenten. Dies ist aber noch nicht als kritisch zu betrachten und kommt auch nicht unerwartet, denn der  Panasonic NCR18650B hat auch die niedrigste maximale Leistung.

Die anderen Konkurrenten verhielten sich da souveräner mit unter 50 Grad. Auffällig lediglich das Schutz-PCB bei dem XTAR Akku hat sich etwas stärker erwärmt.

Kurzum, für Dauerlasten im Bereich 5A halte ich die Keeppower, XTAR und Soshine Akkus für geeignet! Trustfire hingegen hat hier fast etwas versagt, auch wenn dieser grundsätzlich 5A leisten kann.

 

Fazit

Grundsätzlich ist keiner der geschützten 18650 Li-Ion-Akkus aus diesem kleinen Vergleich schlecht! Dennoch stechen zwei Akkus etwas (positiv) hervor.

  1. XTAR 18650 3500mAh 3,6V – 3,7V Li-Ion-Akku
  2. Keeppower 18650 – 3500mAh 3,6V – 3,7V Li-Ion-Akku geschützt

Die beiden Akkus boten die höchste Kapazität, die höchste Spannung und behielten auch unter Last einen recht kühlen Kopf.

5x Geschützte 18650 Li Ion Akkus Mit über 3000mah Im Test 11

Hier hat mit der Akku von Trustfire etwas enttäuscht. Dieser zeigte im Test grundsätzlich auch eine gute Leistung und konnte sein Kapazitätsrating sogar übertreffen, aber die Hitzeentwicklung unter sehr hoher Last (5A) war etwas viel für meinen Geschmack.

Grundsätzlich kann ich auch den Trustfire 18650 3000mAh Li-Ion-Akku auch empfehlen, aber wenn nur für Anwendungen mit niedriger bis mittlerer Last.

Der Soshine 18650 3400mAh Akku enttäuschte hingegen aufgrund der Kapazität etwas. Der niedrigere Preis gleicht dies etwas wieder aus, aber da würde ich im direkten Vergleich eher den Trustfire 18650 3000mAh Li-Ion-Akku wählen.

Der Panasonic NCR18650B 3,7V 3400mAh (PCB geschützt) setzte sich ein wenig ins Mittelfeld. Dieser wurde unter hoher Last auch etwas heißer, aber zeigte ansonsten eine souveräne Leistung. Unterm Strich würde ich dennoch einen dieser drei Akkus wählen:

  1. XTAR 18650 3500mAh 3,6V – 3,7V Li-Ion-Akku
  2. Keeppower 18650 – 3500mAh 3,6V – 3,7V Li-Ion-Akku geschützt
  3. Trustfire 18650 3000mAh Li-Ion-Akku <- beste P/L, nicht für extrem hohe Lasten!

Die RHA TrueConnect 2 im Test, ungewöhnliche TWS Ohrhörer

Mit den TrueConnect 2 hat der britische Audio Hersteller RHA seine neusten true Wireless Ohrhörer auf den Markt gebracht. Diese sollen durch eine extrem hohe Akkulaufzeit von bis zu 44 Stunden, einer besonders schicke Ladebox und nicht zuletzt durch einen hervorragenden Klang überzeugen.

Die Rha Trueconnect 2 Im Test 7

Preislich sind diese mit 150€ in der oberen Mittelklasse angeordnet. Wollen wir uns da im Test vor allem einmal anhören ob die TrueConnect 2 wirklich so gut sind wie von RHA versprochen!

An dieser Stelle vielen Dank an RHA für das Zurverfügungstellen der TrueConnect 2 für diesen Test.

 

Die RHA TrueConnect 2 im Test

Das Auffälligste an den RHA TrueConnect 2 ist zunächst ganz klar die Ladebox. Diese verfügt über einen ganz interessanten Klappmechanismus, den ich zuvor noch bei keinen TWS Ohrhörern gesehen habe.

Die Rha Trueconnect 2 Im Test 1

Dabei wird eine Art Bügel heruntergeklappt, wodurch das Fach mit den Ohrhörern geöffnet wird. Mit 75 x 45 x 27 mm ist die Ladebox mittelgroß. Das Gewicht fällt allerdings mit 91,6g (78,6g ohne Ohrhörer) etwas höher aus.

Dies liegt auch daran, dass RHA bei seiner Ladebox auf eine Mischung aus Kunststoff und Metall setzt! Hierdurch wirkt diese aber auch sehr hochwertig und massiv gebaut. Auch der Klappmechanismus ist sehr wertig umgesetzt. Es ist klar zu merken, dass wir hier keine billig Ohrhörer vor uns haben.

Die Rha Trueconnect 2 Im Test 3

Die Ladebox kann dabei die Ohrhörer knappe 4x laden. Da aber die Ohrhörer laut RHA satte 9 Stunden durchalten können, kommen wir auf eine gesamt Laufzeit von bis zu 44 Stunden. Ein Spitzenwert!

Die Rha Trueconnect 2 Im Test 4

Die TrueConnect 2 selbst verfügen über das typische in-Ear Design mit Silikon Ohrstöpsel. RHA setzt allerdings auf das „Steg“ Design, bei welchem ein kleiner Steg an den Ohrstöpseln herunterragt. In diesem „Steg“ ist zusätzliche Elektronik untergebracht.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ohrhörern mit diesem Design sind die Ohrhörer allerdings selbst auch recht groß. Diese haben einen Durchmesser von 18,5 mm.

Die Rha Trueconnect 2 Im Test 5

Gesteuert werden TrueConnect 2 über eine Touch sensitive Oberfläche auf der Rückseite. Das Ein/Ausschalten geschieht dabei allerdings automatisch wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox legt bzw. herausnehmt.

 

Tragekomfort

Die TrueConnect 2 sind zwar etwas größere Ohrhörer, aber dennoch fällt der Tragekomfort erfreulicherweise ganz gut aus!

So saßen die Ohrhörer sehr bequem in meinen Ohren, ohne dabei groß zu drücken oder zu stören. Auch der Halt war gut genug um für leichten Sport durchaus  geeignet zu sein.

Lediglich wenn Ihr sehr kleine Ohren habt, dann wird es bessere Ohrhörer für Euch geben.

 

Klang

Der spannendste Punkt ist natürlich der Klang. Hier muss ich gestehen etwas hin und her gerissen zu sein. Die RHA TrueConnect 2 sind nicht ganz mein Fall, aber auch nicht per se schlecht.

Starten wir aber am Anfang. Die Höhen der TrueConnect 2 sind soweit gut bis sehr gut. Diese sind klar, sauber und ausreichend brillant, ohne dabei aber unnötig anstrengend zu sein. Zischlaute neigen hier und da zu etwas Schärfe, dies ist aber auch nicht extrem problematisch bei den Ohrhörern.

Die Rha Trueconnect 2 Im Test 13

Die Mitten der RHA TrueConnect 2 sind ziemlich neutral. Stimmen und Gesang werden klar und detailliert wiedergegeben, auch wenn die Ohrhörer tendenziell hellere Stimmen etwas bevorzugen. Dabei passt auch die Balance! Heißt die Mitten werden nicht von den Höhen oder Tiefen in den Schatten gestellt, was bei vielen Ohrhörern sonnst der Fall ist.

Der Bass ist klar das Auffälligste an den TrueConnect 2. Dies aber eher im umgekehrten Sinne als meist. So ist der Bass der Ohrhörer vergleichsweise schwach bzw. zurückhaltend. Ich will nicht sagen, dass dieser grundsätzlich schlecht ist, er ist aber deutlich zurückhaltender als bei 90% aller TWS Ohrhörern.

Hierdurch klingen die TrueConnect 2 fast schon etwas analytisch und sehr unaufgeregt. Können aber auch teils etwas langweilig anmuten. Dies ist aber auch sicherlich etwas Geschmackssache.

Rha Trueconnect 2

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  rechts = Höhen. Ist ein Teil höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve links sehr hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Die TrueConnect 2 sind außergewöhnliche Ohrhörer. Dies gilt dabei sowohl für das Design wie auch für den Klang.

Grundsätzlich gefällt mir das Design der TrueConnect 2 und vor allem der Ladebox sehr gut! Beide sind auch sehr wertig designt und wirken gut gebaut. Gut ist auch der Tragekomfort, welche trotz der größeren Größe der Ohrhörer mehr als ordentlich ausfällt.

Die Rha Trueconnect 2 Im Test 9

Beeindruckend ist die Akkulaufzeit der Ohrhörer! 44 Stunden sind verdammt viel!

Soweit ist das Review extrem positiv, allerdings der Klang wird die Geister scheiden. Die RHA TrueConnect 2 haben einen detaillierten und an sich sauberen Klang, aber sehr wenig Bass! Die TrueConnect 2 sind die bass-schwächsten Ohrhörer die ich seit langem getestet habe. Der Bass ist sogar laut meinen Messwerten unter ein neutrales Level abgesenkt. Hierdurch klingt Musik teils etwas langweilig, aber auch wieder etwas analytischer.

Hierdurch sind die RHA TrueConnect 2 nichts für jedermann! Ihr müsst wirklich genau nach solch einer etwas unaufgeregteren und analytischeren Klangsignatur suchen, dass ich Euch die Ohrhörer mit gutem Gewissen empfehlen kann.