Wenn Ihr nach einer einfachen, kompakten und günstigen Powerbank sucht, dann könntet Ihr über die „POWERADD Mini Powerbank EnergyCell 5000mAh“ stolpern. Diese kostet gerade einmal 10-11€, ist augenscheinlich sehr kompakt und bietet mit 5000mAh eine ordentliche Kapazität.
Aber wie sieht es in der Praxis aus? Stimmt die Kapazitätsangabe und ist der USB Ladeport gut optimiert? Finden wir dies im Test heraus!
Die POWERADD Mini Powerbank EnergyCell 5000mAh im Test
POWERADD setzt bei seiner mini Powerbank auf ein recht klassisches rundes Design. Im Inneren der Powerbank wird sich eine einzige Akkuzelle befinden, welche auch den Formfaktor vorgibt.
Anhand der Kapazität und der Abmessungen erwarte ich eine 5000mAh 21700er Zelle im Inneren, was nicht schlecht wäre. Die Powerbank misst 110 x 26,5 mm und bringt ein Gewicht von 101,1g auf die Waage.
Damit ist diese wirklich sehr schön leicht und kompakt! Beim Gehäuse setzt POWERADD auf einen vergleichsweise einfachen Kunststoff. Dieser wirkt ausreichend solide, ist aber auch nichts „Besonderes“.
Ähnliches gilt auch für die Anschlussvielfalt der Powerbank. Wir haben einen USB A und einen microUSB Port. Der USB A Port ist ein einfacher 5V/2,4A Port. Nichts „besonders“, kann aber gut optimiert schon ein ordentliches Ladetempo bieten.
Aufseiten des Eingangs haben wir einen 5V/2A Port. Den aktuellen Ladestand könnt Ihr anhand vier weißen LEDs auf der Front entnehmen.
Die Kapazität
POWERADD gibt die Kapazität der Powerbank mit 5000mAh an. Folgende Werte konnte ich messen:
5V/1A
14.223Wh
3844.0mAh
5V/2A
12.371Wh
3343.5mAh
5V/2,4A
11.447Wh
3093.8mAh
Im besten Fall konnte ich eine Kapazität von 3844mAh messen, was ca. 77% der Herstellerangabe entspricht. Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist das Entladen dieser nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt, dass auch Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber etwas vom Model und der Art des Ladens ab.
Ihr könnt also bei der POWERADD Mini Powerbank EnergyCell 5000mAh im besten Fall mit einer vollständigen Ladung Eures Smartphones rechnen! Bei größeren Smartphones die auch schneller Laden werden aber vermutlich nur 60-70% Ladung möglich sein.
Ladetempo
Schauen wir uns kurz einmal das Ladetempo der Powerbank an.
Apple iPad Pro 11
7.08W
Apple iPhone 12 Pro
7.42W
Samsung Galaxy Note 20 Ultra
7.1W
Xiaomi Mi 10 Pro
7.32W
Wie zu erwarten fällt das Ladetempo der EnergyCell eher unspektakulär aus. In der Praxis konnten die von mir getesteten Smartphones mit +- 7 W an der Powerbank laden.
Dies liegt etwas an der vergleichsweise niedrigen Spannung des USB Ports.
Smartphones benötigen in der Regel 5V Spannung zum Laden. Dabei kann die Spannung hier zwischen 5,25V und 4,6V schwanken. Da allerdings immer etwas Spannung durch die Ladekabel, Stecker usw. „verloren“ geht ist oftmals eine etwas höhere Spannung am USB Port wünschenswert und trägt zu einem schnelleren Laden bei.
4,8 – 4,9V unter Last ist nicht problematisch, aber kann zu einem leicht reduziertem Ladetempo führen.
Wiederaufladen
POWERADD gibt den Ladestrom der Mini Powerbank EnergyCell mit 2A an.
Und ja in der Praxis erreicht die Powerbank wirklich knapp 2A bzw. 10W. Ab ca. 75% Kapazität sinkt der Ladestrom dann langsam gegen null. Eine Vollständige Ladung dauert 2:33 Stunden.
So wird die Powerbank Eure Smartphones flott, aber auch nicht „schnell“ laden. Die Optimierung für IOS und Android ist dabei mehr als ordentlich. Das Laden der Powerbank geht mit bis zu 2A recht schnell. In der Praxis ist die Powerbank so bereits in 2,5 Stunden komplett gefüllt.
Die Kapazität der Powerbank reicht dabei knapp für eine Füllung eines modernen Smartphones.
Mit dem Deebot Ozmo T8 AIVI hat Ecovacs seinen ersten Saugroboter mit „AI“ auf den Markt gebracht. Saugroboter mit „AI“? Ja! So besitzt der Ozmo T8 AIVI auf der Front eine Kamera, welche Objekte erkennen soll.
Dies soll dem Saugroboter erlauben Hindernisse wie Socken, Hausschuhe, Haustierspielzeug usw. gezielter zu umfahren. Bereits der reguläre Ozmo T8 konnte dies sehr gut, daher bin ich durchaus gespannt welche Verbesserungen die KI mitbringt.
Hinzu kommen soll die hervorragende Saugleistung, niedrige Lautstärke und eine besonders ausgebaute Putzfunktion. Klingt doch spannend! Spannend genug, dass es sich lohnt 600€ für den Ecovacs Ozmo T8 AIVI auszugeben? Finden wir dies im Test heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an Ecovacs für das Zurverfügungstellen des Ozmo T8 AIVI für diesen Test.
Ecovacs setzt beim Deebot Ozmo T8 AIVI zunächst auf ein recht klassisches Design. Der Saugroboter ist komplett rund gehalten und besitzt den markanten „Buckel“ auf der Oberseite, unter welchem sich der Laser Sensor verbirgt.
Hierdurch benötigt der Saugroboter eine Durchfahrtshöhe von ca. 10 cm, ansonsten würde er an diesem Buckel hängen bleiben. Mit einer Höhe von ca. 9,5 cm ist der T8 AIVI soweit durchschnittlich hoch.
Dabei setzt Ecovacs auf ein schwarzes Kunststoffgehäuse, welches allerdings auf der Oberseite mit einer gebürsteten Optik versehen ist. Was den generellen Aufbau angeht ist der T8 und T8 AIVI +- identisch. Auffällig ist beim AIVI nur die große Kamera auf der Front, für die AI.
Solltet Ihr hier Datenschutzbedenken haben, liefert Ecovacs gleich eine Abdeckung für die Kamera mit. Die AI Feature sind also komplett optional.
Der Schmutzauffangbehälter des T8 AIVI ist unter einer Klappe auf der Oberseite angebracht. Hier findet sich auch der Einschalter und die Verbindungstaste fürs WLAN. Eine weitere Taste zum Starten/Stoppen des Saugroboters findet sich frei verfügbar auf der Oberseite, falls Ihr mal nicht die App nutzen wollt.
Der Schmutzauffangbehälter und die Absaugstation
Im T8 AIVI steckt ein 420ml großer Schmutzauffangbehälter. Dies ist leider nicht übermäßig viel, zwar auch nicht super wenig, aber Ihr werdet nach jeder Fahrt den Saugroboter leeren müssen.
Auf Seiten des Filters kommt ein dreistufiges System zu Einsatz, welches in einem wertigen HEPA Filter endet.
Optional könnt Ihr für den Ozmo T8 AIVI auch eine automatische Absaugstation kaufen, ähnlich wie sie beim T8+ beiliegt. Diese Absaugstation erlaubt das automatische Entleeren des Saugroboters wenn dieser zum Laden fährt.
Ja solch eine Absaugstation ist ein wirklich großer Helfer, da Ihr so den Saugroboter nicht nach jeder Fahrt leeren müsst. Allerdings hat die Station mit 299€ einen stolzen Preis und die Beutel sind recht teuer. Zudem kann es passieren, dass die Absaugstation nicht allen Schmutz absaugt, dies passiert aber nur wenn der Roboter wirklich vollgestopft ist.
Generell kann ich eine Absaugstation nur empfehlen, wenn Ihr das Geld habt.
Auch eine Putzfee
Wie viele Saugroboter kann auch der Ozmo T8 AIVI Eure Wohnung feucht wischen bzw. putzen. Normalerweise bin ich von diesem Feature nur bedingt ein Fan. Zum einen habe ich viele Teppiche, zum anderen ist das Putzen hier meist sehr rudimentär.
So hat der Saugroboter in der Regel nur ein feuchtes Tuch unter dem Hintern und fährt damit durch die Wohnung.
Beim Ozmo T8 AIVI ist dies etwas anders! So gibt es für diesen Saugroboter einen speziellen Aufsatz (mit im Lieferumfang), welcher zum einen einen Wassertank besitzt und zum anderen einen Motor. Dieser Motor lässt die Platte schwingen, wodurch das Putztuch eine deutlich verbesserte Reinigungsleistung erzielt.
Je nach Untergrund und Schmutz ist das Reinigungsergebnis und die Streifenfreiheit zwar nicht immer ganz perfekt, aber im generellen macht der Putzer einen weit überdurchschnittlich guten Job! Gerade auf etwas unproblematischeren Böden und einfachem Schmutz, wie beispielsweise Pfotenabdrücke kann der Ozmo T8 AIVI wirklich viel Arbeit abnehmen.
Die App
Mit den letzten Updates hat Ecovacs meine Probleme mit der App weitestgehend behoben. Die Ecovacs App läuft nun sehr gut und ist auch funktional stark!
Auf der Startseite könnt Ihr zunächst die Karte Euter Wohnung sehen. Diese wird vom Saugroboter automatisch erstellt und bei jeder Fahrt aktualisiert.
Die Karte Eurer Wohnung wird dabei automatisch in Räume unterteilt. Diese Raumunterteilung ist wichtig für die Reihenfolge in welcher der Ozmo T8 AIVI Eure Wohnung abarbeitet. Die Raumaufteilung könnt Ihr natürlich auch bearbeiten. NoGo Zonen einrichten und sogar die Saugkraft pro Raum einstellen.
Was den Funktionsumfang angeht ist die Ecovacs App 1a! Besser geht’s nicht mehr.
Navigation von Saugrobotern
Wir können moderne Saugroboter in vier „Gruppen“ unterteilen wenn es um die Navigation geht.
Die Dummen. Dumme Saugroboter nutzen eine Zufallsnavigation. Diese Fahren los bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine Zufällige Richtung ab, fahren erneut bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab usw. Hierdurch sind diese Modelle aber sehr ineffizient, langsam und haben gerade mit komplexen Wohnungen mit vielen Räumen große Probleme. Solche Saugroboter sind sehr günstig und einfach zu bauen. Daher sind sie vor allem in der untersten Preisklasse zu finden. Ich würde solche dummen Saugroboter vermeiden!
Blinde Saugroboter. „Blinde“ Saugroboter nutzen ein Gyroskope zur Navigation. Der Roboter kann seine Umgebung zwar nicht sehen, merkt sich aber in welche Richtung er fährt, in welche Richtung er abdreht und wo er Hindernisse ertastet. Hierdurch kann er eine Art Karte mitzeichnen und arbeitet daher etwas effizienter und zuverlässiger. Solche Saugroboter sind mittlerweile oft in der 200-300€ Preisklasse anzutreffen und sind generell durchaus brauchbar, in kleinen bis mittelgroßen Wohnungen.
Kamera Saugroboter. Einige Saugroboter setzen zusätzlich zu anderen Sensoren (oftmals einem Gyroskope) auf eine Kamera, auf der Oberseite. Diese Kamera zeichnet markante Merkmale in Eurer Wohnung auf und ordnet diese den Positionen zu. Hierdurch kann der Saugroboter nicht nur eine Karte erstellen, sondern auch eine Position auf der Karte erkennen. Solche Saugroboter gehören meist schon in die „Königsklasse“ und eignen sich nach meiner Erfahrung für mittelkomplexe und große Wohnungen. Beispielsweise iRobot ist der bekannteste Nutzer dieser Technologie.
Laser Saugroboter. Laser Saugroboter erkennt Ihr sofort an dem markanten Hubbel auf der Oberseite. In diesem Steckt ein Laser-Abstandsmesser der sich permanent dreht. Hierdurch kann der Saugroboter eine extrem präzise Karte der Umgebung erstellen und auch seine Position in dieser Karte jederzeit wiederfinden. Diese Saugroboter eigenen sich grundsätzlich für jede Art der Wohnung.
Natürlich gibt es innerhalb jeder Kategorie bessere und schlechtere Modelle.
Der Ozmo T8 AIVI setzt auf die Laser-Navigation, in Kombination mit der „AI“.
Navigation und Fahrverhalten
Der Ozmo T8 AIVI gehört zu den besten Saugrobotern auf den Markt was die Navigation angeht. Dieser streitet sich hier lediglich mit den großen Roborock Modellen um Platz 1.
Grundsätzlich navigiert der Ozmo T8 AIVI sehr „vorhersehbar“. Der Roboter startet, sucht sich eine Wand folgt dieser ein Stück, dreht nach X Metern ab bis er wieder eine Wand trifft, dreht nach X Metern ab usw. bis er seine Startposition erreicht. Ist diese erreicht reinigt der Roboter den Innenbereich in möglichst geraden Bahnen, die sich nur minimal überlappen.
So teilt der Roboter Eure Wohnung in ca. 4x4m große Quadrate ein, welche nacheinander gereinigt werden. Dabei weiß der Saugroboter konstant wo er ist, wo er schon war und wo er noch hin muss. Hat der Ozmo T8 AIVI einen Raum erreicht merkt sich dieser diesen und wird den Raum später reinigen.
Es kann also passieren, dass der Roboter zunächst Eure gesamte Wohnung bis auf einen Raum reinigt um dann am Ende präzise zu diesem Raum zurück zu kehren. Dies funktioniert beim Ozmo T8 AIVI herausragend! Mir sind bisher nur sehr wenige Modelle welche so souverän und sicher durch meine Wohnung fahren wie der Ozmo T8 AIVI.
In der App könnt Ihr dem Roboter auch live zusehen und die von ihm erstelle Karte sehen. Hier könnt Ihr auch die Raumaufteilung sehen und bearbeiten. Wollt Ihr, dass der Roboter nach dem Start immer zuerst die Küche und dann das Wohnzimmer reinigt, dann könnt Ihr dies auch einstellen. Der Ozmo T8 AIVI ist flexibel was die Reihenfolge der Raumreinigung angeht.
Die Paradedisziplin des T8 AIVI ist das Umfahren von Hindernissen! Aufgrund der Kamera und der Objekterkennung ist der Saugroboter sehr gut darin Hindernisse wie herumliegendes Tierspielzeug, Socken, Schuhe usw. zu umfahren. Auch Kabelnester werden erkannt und ausgespart.
Hierdurch arbeitet der Saugroboter sehr zuverlässig, Ihr müsst bei diesem keine Sorgen haben, dass er hängen bleibt oder ähnliches. Dies kann zwar auch passieren, ist aber ausgesprochen selten. Was dies angeht war bereits der T8 einer der unproblematischsten Saugroboter, der neue T8 AIVI ist hier das beste Modell in diesem Belang!
Saugleistung
Ich konnte keine offizielle Angabe bezüglich der Saugleistung des Ozmo T8 AIVI finden. Unter der Hand wird aber eine Saugleistung von „2000pa“ gemunkelt. In der Praxis spielt diese Angabe aber keine große Rolle, denn hier nutzt jeder Hersteller eh ein eigenes Messverfahren.
In der Praxis würde ich die Saugleistung des Ozmo T8 AIVI als sehr gut bezeichnen! Auf glatten Böden haben wir eine Saugleistung von bis zu 100% je nach Schmutz. Staub oder größere Krümel werden vom Roboter zu 100% aufgenommen. Lediglich bei feineren Partikeln wie Sand, Mehl, Katzenstreu usw. werden beim einmaligen Überfahren nur ca. 90% aufgenommen. Hier kommt es aber auch etwas darauf an, ob Ihr Fugen habt oder ob Eurer Boden komplett glatt ist.
Tendenziell saugt der iRobot S9+ hier noch etwas besser, aber auf Platz 2 folgt der Ozmo T8 AIVI gemeinsam mit dem Roborock S6 MaxV.
Auf normal hohen bis flachen Teppichen ist die Saugleistung ebenso als sehr gut zu bezeichnen. Der Ozmo T8 AIVI hatte keinerlei Probleme mit Ikea-Teppichen und deren Kanten. Auf Teppichen übertrifft der Ozmo T8 AIVI sogar die Saugleistung des S6 MaxV leicht, bei gröberen Partikeln.
Tierhaare werden von beiden etwa gleich gut entfernt, vielleicht mit einem leichten Vorteil auf Seiten des Roborocks. Grundsätzlich sind Tierhaare, gerade von Hunden, für Saugroboter immer ein gewisses Problem.
Der Ozmo T8 AIVI geht mit diesem Problem aber so gut um wie möglich. Auch hier würde ich die Reinigungsleistung (Tierhaare von Teppichen) mit 90-95% bewerten. Ein paar Haare bleiben also kleben, vor allen die in Fahrtrichtung, aber der Saugroboter reduziert das Schmutzlevel massiv!
Lasst Ihr diesen Täglich fahren ist vielleicht ein manuelles Nacharbeiten der Teppiche alle 1-2 Wochen nötig und Eure Wohnung ist in einem guten Zustand. Tierhaare auf glatten Böden sind aber natürlich kein Problem, diese werden einfach aufgesammelt.
Der Vergleich mit anderen Saugrobotern ist nicht immer ganz einfach, dennoch hilft dieser Euch vielleicht.
Grundsätzlich halte ich die Saugleistung des iRobot S9+ für besser als die des Ozmo T8 AIVI. Allerdings ist die Navigation und die Flächenabdeckung des Ozmo T8 AIVI besser. Zudem hat der iRobot S9+ mit Teppichkanten, dem fahren „gegen den Strich“ und mittelhohen Teppichen etwas Probleme. Beispielsweise auf meinen Ikea Teppichen kann der iRobot S9+ etwas hüpfen, wenn er gegen den Strich fährt. Solche Probleme senken die an sich bessere Saugleistung des iRobot etwas. Auf glatten Böden halte ich den iRobot für besser, auf Teppichen tun sich effektiv beide nicht viel.
Abseits des iRobot S9+ ist mir kein Saugroboter bekannt der klar besser saugt als der Ozmo T8 AIVI. Am nächsten dran wäre der Roborock S6 MaxV. Beide sind aber was die Saugleistung und auch die Navigation, Flächenabdeckung usw. angeht fast identisch! Auf glatten Böden und bei Krümeln ist der S6 MaxV minimal besser, bei grobem Schmutz auf Teppichen der Ozmo T8 AIVI usw. Effektiv tun sich diese beiden Modelle kaum etwas, was die Reinigungsleistung angeht.
Die AI ist beim Ozmo T8 AIVI eine große Sache. So findet sich auf der Front des Saugroboters eine Kamera, hinter welcher eine erweiterte Objekterkennung steckt.
Habt Ihr beispielsweise einen Hausschuh herumliegen, dann kann es passieren das ein Saugroboter versucht diesen zu „fressen“. Gerade bei iRobot und Neato ist dies ein Problem. Normalerweise können Saugroboter Hindernisse nur mithilfe ihrer Stoßstange erkennen. Sind diese aber zu klein oder zu leicht, dann werden solche Hindernisse durch die Gegend geschoben bzw. der Roboter fährt sich an diesen Fest.
Die Kamera im Ozmo T8 AIVI kann nun solche Hindernisse sehen und diesen Ausweichen. Zusätzlich versucht die Kamera auch zu erkennen um was für ein Hindernis es sich handelt. Und ja das funktioniert wirklich gut!
Der Ozmo T8 AIVI ist extrem gut darin herumliegenden Dingen auszuweichen. Probleme mit dem Festfahren des Saugroboters hatte ich so gut wie 0! Die „AI“ ist also nicht nur Marketing, sondern hat wirklich einen Nutzen.
Ihr könnt den Ozmo T8 AIVI im übrigen auch als fahrende Überwachungskamera nutzen und Steuern.
Ich finde es lediglich etwas schade, dass nicht angezeigt wird wo der Saugroboter was für Objekte er erkannt hat bzw. ich konnte diese Ansicht in der App nicht finden.
Fazit
Ich würde den Ecovacs Deebot Ozmo T8 AIVI zu den Top 3 Saugroboter aktuell auf dem Markt zählen. Ob dieser nun den ersten oder dritten Rang belegt hängt etwas von Euren Anforderungen ab. Grundsätzlich zeigte der Ozmo T8 AIVI im Test KEINE Schwächen! Der Saugroboter machte in allen Bereichen eine gute bis sehr gute Figur.
Die sicherlich größte Stärke ist die Navigation, welche extrem präzise und zuverlässig verläuft. Der Roboter weiß immer wo er ist, wo er schon war und wo er noch hin muss. Dieser lässt keine Räume oder Ecken aus, sondern deckt Eure Wohnung wirklich best möglich ab. Selbst einige „Laser“ Saugroboter können mal Ecken vergessen, nicht so der Ozmo T8 AIVI. Lediglich der Roborock S6 MaxV kann hier mit dem Deebot mithalten. Klasse!
Hinzu kommt die „AI“ bzw. die Objekterkennung, welche es dem T8 AIVI erlaubt auch kleinere Objekte, die sich sonst im Saugroboter verfangen würden, zu umfahren. Dies funktioniert herausragend! Das sich der Ozmo T8 AIVI mal festfährt ist wirklich etwas besonderes. Ich habe immer eine volle Wohnung, der Hund verteilt sein Spielzeug usw. und der Ozmo T8 AIVI hatte damit 0 Probleme.
Auch die Saugleistung sowohl auf Teppichen wie auch auf glatten Böden ist sehr gut! Hier kann dieser zwar nicht ganz mit dem iRobot S9+ mithalten, aber abseits von diesem Modell ist mir keiner bekannt der besser saugt. Dabei ist der Ozmo T8 AIVI auch signifikant leiser als der iRobot. Allgemein ist der Ozmo T8 AIVI ein sehr leiser Saugroboter, angenehm.
Kurzum ja ich kann den Ozmo T8 AIVI mit sehr gutem Gewissen an Euch empfehlen, gerade dann wenn Ihr eine recht komplexe Wohnung mit vielen Hindernissen habt und vielleicht auch mal was herumliegt. Mir ist kaum ein anderer Saugroboter bekannt der mit solch einer Ausgangslage besser klar kommt als der Ozmo T8 AIVI. Lediglich wenn Ihr eine Aufgeräumte und weniger komplexe Wohnung habt, dann könntet Ihr etwas Geld sparen indem Ihr zu „AI-Freien“ Version (dem Ozmo T8) greift.
Mit dem View 5 bietet Wiko auf den ersten Blick ein sehr spannendes Smartphone an. 6,55 Zoll Display + 3GB RAM + 8 Kern SoC + 5000mAh Akku und Quad Kamera für rund 150€! Was braucht der Mensch mehr?
Allerdings klingen diese Technische Daten fast schon zu gut. Gerade die Quad Kamera in einem 160€ Smartphone ist so eine Sache. Wollen wir uns daher einmal im Test ansehen ob das Wiko View 5 überzeugen kann!
An dieser Stelle vielen Dank an Wiko für das Zurverfügungstellen des View 5 für diesen Test.
Wiko setzt beim View 5 auf das typische Smartphone Design im Jahr 2020. Wir haben auf der Front ein recht vollflächiges Display, auf der Rückseite Glas und einen Rahmen aus Aluminium.
Schauen wir allerdings näher hin sehen wir, dass der Rahmen nicht aus Aluminium ist, sondern aus Kunststoff und die Rückseite aus Plexiglas. Dennoch sieht das View 5 durchaus edel und schick aus! Gerade der schicke Farbverlauf lenkt einige Blicke auf sich. Zudem liegt es auch gut in der Hand und fühlt sich angenehm an.
Allerdings ist durchaus zu merken, dass die verwendeten Materialien etwas „weicher“ sind. Auch fasst sich das Smartphone nicht so kühl an, wie es Aluminium/Glas Modelle machen. Dies ist aber Geschmackssache!
Auf der Front finden wir das 6,55 Zoll Display wie auch die 8 Megapixel Frontkamera, welche in einem kleinen Loch im Display sitzt. Solltet Ihr Euch für das View 5 entscheiden, bedenkt dies ist kein kleines Smartphone! Mit 165,95 x 76,84 x 9,3mm und einem Gewicht von 201g ist dieses beispielsweise größer und schwerer als ein iPhone 12 Pro! Dieses ist hier eher mit einem iPhone 12 Pro Max vergleichbar was die Größe angeht.
Der USB C Ladeport ist gemeinsam mit dem Lautsprecher auf der Unterseite angebracht. Leider legt Wiko beim View 5 nur ein klassisches 5V/2A Ladegerät bei. Sollte dies wirklich das maximale Ladetempo sein dass das View 5 unterstützt, dann dauert das Laden des 5000mAh Akkus etwas.
Erfreulicherweise findet sich ein 3,5mm Kopfhöreranschluss noch auf der Oberseite.
Auf der Rückseite ist die Quad-Kamera und der LED Blitz in einem leicht hervorstehendem Kameramodul angebracht. Ebenso findet sich ein Fingerabdruckscanner auf der Rückseite.
Display
Wiko setzt beim View 5 auf ein 6,55 Zoll IPS Display mit einer Auflösung von 1600 x 720 Pixeln. Damit verfügt das View 5 über ein etwas verlängertes 720p Display.
Ich würde das Display als Okay einstufen. Dieses sieht ausreichend gut aus, aber es ist klar ersichtlich, dass wir hier in der Einsteigerklasse unterwegs sind. So ist die Bildschärfe ausreichend, aber Textkanten sind nicht so weich wie wir dies von teureren Modellen kennen.
Auch sind Farben etwas weniger kräftig beim View 5. Es wirkt gerade auf der höheren Helligkeiten so als wäre etwas weiß untergemischt. Wo wir bei höherer Helligkeit sind, diese ist eher mäßig hoch vorsichtig ausgedrückt.
BILD EINFÜGEN
299
Kurzum, das Display ist keine absolute Schönheit, ist aber vernünftig für die Preisklasse in der wir uns hier bewegen.
Kameras
Wiko wirbt beim View 5 mit einer „KI-Quad-Kamera“. Folgende Kameramodule sind verbaut:
Hauptkamera 48 Megapixel f1.8
Weitwinkelkamera 8 Megapixel f2.2
Makroobjektiv 2 Megapixel
Tiefenschärfe Kamera
Von den verbauten Kameras sind also nur zwei Module wirklich „echt“. Die Makrokamera ist zwar auch nutzbar, aber mit 2 Megapixeln ist diese qualitativ zu vergessen. Diese und die Tiefenschärfe-Kamera sind nur fürs Marketing verbaut, dies ist zumindest meine Meinung.
Wie steht es denn um die Qualität der Hauptkamera und der Weitwinkelkamera? Zumindest die Hauptkamera ließt sich auf dem Papier mit 48 Megapixeln sehr gut!
Das Erste was an der Kamera des Wiko View 5 auffällt ist ihre „Performance“. Das Smartphone fühlt sich etwas träge beim Erstellen von Bildern an. Ich vergleiche dieses hier vor allem mit dem OPPO A53s (170€). Das OPPO fühlt sich um einiges flotter an!
Allerdings wenn wir uns die Ergebnisse ansehen, dann kippt das Bild wieder etwas zugunsten des View 5.
Hier fällt vor allem die deutlich bessere Dynamik und Ausleuchtung des View 5 auf. Dunklere Bereiche in Bildern sind deutlich besser zu erkennen, während der Himmel nicht so stark überblendet. Ganz offensichtlich arbeitet das Wiko View 5 mit einem starkem HDR, was auch die längere Verarbeitungszeit erklären würde.
Bildschärfe, Kontraste und der generelle Bildstyle sind auch völlig okay. Kurzum, die Hauptkamera ist zwar nicht auf dem Level eines Flaggschiff Smartphones, aber absolut brauchbar!
Etwas kritischer sehe ich die Weitwinkelkamera.
Diese ist qualitativ merklich schlechter! Die Dynamik ist um Welten schlechter und die Bildschärfe gerade an den Rändern ist doch recht matschig. Die Aufnahmen reichen für ein schnelles Versenden via WhatsApp, aber im Album wollt Ihr diese nicht hinterlegen.
Performance
Im View 5 ist ein Mediatek Helio A25 verbaut. Bei Mediatek scheiden sich etwas die Geister, prinzipiell sind aber viele Mediatek SoCs deutlich besser als ihr Ruf.
Bei dem Helio A25 handelt es sich um einen 8-Kern SoC aus dem Jahr 2020 der im 12 nm Verfahren gefertigt wird. Dieser besitzt 8-Kerne mit bis zu 1,8Ghz und richtet sich an die obere Einsteigerklasse.
Prinzipiell ist dieser also ein eher langsamerer, aber moderner Chip!
Ich denke die Benchmarks sind recht eindeutig. Ihr kauft das Wiko View 5 nicht für die CPU Leistung, eher im Gegenteil.
Das View 5 in der Praxis
Benchmarks sind schön und gut, aber wie sieht es in der Praxis aus? Zu behaupten das Wiko View 5 würde butterweich laufen, wäre sicherlich etwas übertrieben.
Zwar ruckelt das Smartphone nicht, aber es ist klar ersichtlich, dass Animationen auch nicht 100% flüssig laufen. Es wirkt so als wäre die Bildrate auf 25 FPS gesetzt worden. Ausreichend flüssig ja, aber ich habe dies auch schon deutlich besser gesehen! Bereits in der 250€ Preisklasse bekommt Ihr deutlich weicher laufende Smartphones.
Die etwas schwächere Performance des Wiko View 5 fällt auch in Momenten auf wo beispielsweise Bilder schnell nachgeladen werden müssen, wie im Google Feed oder beim schnellen Facebook scrollen. Während High End oder auch Modelle der oberen Mittelklasse Bilder meist schon geladen haben bevor diese auf dem Bildschirm sichtbar werden, braucht das View 5 so eine halbe Sekunde ehe Bilder beim schnellen Scrollen aufploppen.
Natürlich bin ich hier ein etwas verwöhnter High End Smartphone Nutzer. Grundsätzlich ist das Wiko View 5 nicht langsam oder zu träge, Ihr könnt dies im Alltag gut nutzen, aber es ist auch nicht übermäßig rasant.
Spiele laufen in der Regel alle auf dem View 5. Einfachere Spiele sind in der Regel so optimiert, dass sie auf möglichst vielen Smartphones laufen, daher stellen diese auch für das View 5 keine Herausforderung dar. Aufwendigere Titel laufen ebenso auf dem View 5 (ich konnte bei meiner kleinen Stichprobe nichts finden was gar nicht lief), aber dies nur mit deutlich reduzierten Details/Auflösung!
Immerhin, Bonuspunkte gibt es für das WLAN. Das Wiko View 5 unterstützt 5Ghz WLAN, was leider selbst im Jahr 2020 nicht selbstverständlich ist. Die WLAN Signalqualität ist auch soweit okay.
Akkulaufzeit
Aufgrund der Kapazität von satten 5000mAh ist der Akku des Wiko View 5 ein absolutes Highlight! Dies zumindest auf dem Papier! In der Praxis bringt der größte Akku nichts wenn die Hardware nicht Energie-Effizient ist.
Allerdings dies passt bei Wiko View 5! Ich konnte eine aktive Nutzungszeit von rund 12 Stunden erreichen, was sehr gut ist!
So werdet Ihr mit dem Smartphone problemlos 2 Tage, wenn nicht sogar 3 Tage (bei einer leichten Nutzung) über die Runden kommen.
Fazit
Am Wiko View 5 gibt es viel zu mögen, aber auch ein paar Punkte die klar kritikwürdig sind.
Starten wir mit den Punkten die eher gegen das View 5 sprechen. Das ist für mich primär der SoC. Der Mediatek Helio A25 ist sicherlich für den Normalnutzer ausreichend, flott ist aber auch etwas anderes! So läuft die Benutzeroberfläche okay, aber auch nicht butterweich. Rechnet hier eher mit einer leicht unterdurchschnittlichen Performance für die Preisklasse in der wir uns befinden.
Auch die Display-Helligkeit und die Kameras abseits der Hauptkamera sind eher mittelmäßig.
Die eigentliche Hauptkamera ist aber sicherlich einer der Pluspunkte des View 5! Die 48 Megapixel Hauptkamera ist sicherlich nicht auf Flaggschiff-Level, liefert aber klar eine überdurchschnittliche Leistung für die Preisklasse in der wir uns befinden. Bei Tageslicht sind die Aufnahmen durchaus ordentlich! Dabei zeigt sich das View 5 auch bei wechselhaften Lichtbedingungen recht souverän.
Auch positiv ist die generelle Verarbeitung und Haptik. Eine weitere Stärke ist der Akku. 5000mAh ergeben schon eine sehr gute Laufzeit! Rechnet damit, dass das Smartphone mehrere Tage selbst bei stärkerer Nutzung durchhält.
Kurzum, für rund 170€ ist das Wiko View 5 ein ordentliches Smartphone. Ihr werdet aber klar schnellere Smartphones finden. Die stärke des View 5 ist die Hauptkamera und der Akku.
Das Samsung Galaxy S21 ist ohne Frage das wichtigste Android Smartphone des Jahres, kaum ein anderes Modell wird sich so sehr verkaufen. Dementsprechend ist das S21 natürlich auch für mich ein sehr spannendes Smartphone, denn an diesem haben sich alle anderen Modelle des Jahres zu messen.
Auf den ersten Blick hat Samsung auch gut vorgelegt! Wir haben ein weitestgehend neues Design, eine überarbeitete Kamera, den deutlich schnelleren Samsung Exynos 2100 SoC und ein auf dem Papier herausragendes Display.
Dabei ist der Preis mit 850€ zum Start zwar sicherlich nicht niedrig, aber auch nicht übermäßig hoch.
Wollen wir uns da doch einmal im Test ansehen ob das Galaxy S21 überzeugen kann!
Samsung hat das Design des S21 doch ein gutes Stück überarbeitet. So wirkt das neue Smartphone deutlich schlichter und „eleganter“ als seine Vorgänger.
Dies beginnt schon auf der Front. Hier haben wir ein 6,2 Zoll 2400×1080 Pixel AMOLED Display. Dieses verfügt über den üblichen Ausschnitt für die Kamera im oberen mittleren Bereich.
Im Vergleich zu früheren Samsung Smartphones ist das Display aber an den Rädern fast gar nicht mehr gebogen. Das Display ist fast schon als „flach“ zu bezeichnen. Unerwartet, denn gerade Samsung hat die gebogenen „Edge“ Displays sehr stark vorangetrieben.
Ich freue mich aber über diese Veränderung! So waren die stark gebogenen Gläser sehr empfindlich bei Stürzen (ich spreche hier aus Erfahrung), haben keinen wirklichen Vorteil gebracht und nur zu gelegentlichen Fehleingaben geführt. Das neue flachere Display wirkt zwar unspektakulärer, ist aber alltagstauglicher.
Etwas kontrovers wird die Rückseite sein. Hier setzt Samsung beim normalen S21 dieses Jahr auf Kunststoff! Richtig für 850€ bekommt Ihr doch kein Glas mehr.
Ist dies wirklich störend? Nein, wir haben eine schöne matte Rückseite, welche sich auch recht massiv und stabil anfühlt. Zudem wirkt das Smartphone auch etwas wärmer in der Hand. Wichtig ist allerdings der Metallrahmen, welcher weiterhin vorhanden ist.
Dieser gibt dem Smartphone seine Massivität und Stabilität. Daher fällt die Kunststoffrückseite gar nicht so sehr auf. Erfreulicherweise zeigt sich der Kunststoff auch recht resistent gegenüber Fingerabdrücken und ist weniger rutschig. Erneut halte ich den Kunststoff auch für alltagstauglicher als normales glattes Glas. Allerdings ist zwar Kunststoff bruchsicher als Glas, zerkratzt aber auch deutlich leichter. Vorsicht ist hier angesagt.
Auf der Rückseite ist auch das Kameramodul überarbeitet, welches jetzt etwas fließender in den Rahmen übergeht und in einer Art Insel aus Metall sitzt.
Hier finden wir drei Kameralinsen, welche alle drei auch einen wirklichen Nutzen haben und nicht nur Deko sind.
Der Ein/Ausschalter und die Lautstärkewippe sind am rechten Rand des Smartphones angebracht. Links findet sich keine Taste.
Auf der Unterseite ist noch der USB C Ladeport und der primäre Lautsprecher, auf einen 3,5mm Kopfhöreranschluss wird weiterhin verzichtet.
Kein Ladegerät mit im Lieferumfang!
Ende letzten Jahres hatte sich Samsung noch lustig gemacht, dass Apple kein Ladegerät mehr bei seinen Smartphones beilegt, dieses Jahr machen sie Apple nach.
Das Samsung Galaxy S21 hat KEIN Ladegerät mehr mit in der Box! Samsung legt dem S21 lediglich ein USB C auf USB C Kabel bei.
Dies ist eine Entscheidung über die man streiten kann. Ich habe selbstverständlich mehr als genug passende Ladegeräte, ob dies allerdings für Euch und den 08/15 Samsung Kunden gilt, lasse ich mal dahingestellt.
Grundsätzlich lädt das Samsung an allen Ladegeräten! Habt Ihr ein USB C auf USB A Kabel könnt Ihr dieses auch an den ganz alten Samsung Ladegeräten laden. Wollt Ihr das volle Ladetempo, dann müsst Ihr aber ein USB Power Delivery Ladegerät mit PPS nutzen.
Display, hervorragend!
Im Galaxy S21 ist ein 6,2 Zoll Display AMOLED Display mit einer Auflösung von 2400×1080 Pixeln verbaut. Grundsätzlich ist eine Full HD Auflösung nichts besonderes, allerdings sieht Full HD auf 6,2 Zoll immer noch absolut scharf aus.
Zudem ist Samsung der unangefochtene König wenn es um Smartphone Displays geht! Das Display ist scharf, Kontraste sind Weltklasse, Farben brillant und auch die Helligkeit ist hervorragend!
Damit ist das Display des S21 absolut tadellos. Es wird sogar noch besser, denn dieses unterstützt 120Hz Bildwiederholungsrate. Hierdurch sind Bewegungen nochmals deutlich flüssiger und weicher, als bei einem normalen 60HZ Display. Und ja dies spürt Ihr in der Praxis.
Lautsprecher
Das Galaxy S21 verfügt über einen dual Lautsprecher Aufbau. Bei diesem nutzt das Smartphone zum einen den Hauptlautsprecher auf der Unterseite, wie aber auch die Ohrmuschel für die Musikwiedergabe.
Hierdurch erzeugt das Smartphone einen Stereo-Klang. Und ja dies bringt einiges! So klingt das S21 sehr schön groß und breit. Generell klingen die Lautsprecher des S21 schön voll und klar, ohne schrill zu sein. Ich würde sagen rein qualitativ haben wir hier spitzen Lautsprecher
Auch die maximale Lautstärke ist top!
Kurzum, die verbauten Lautsprecher sind klasse.
Kamera(s)
Im Samsung Galaxy S21 sind drei Kameramodule verbaut.
Alle drei Kamera-Module haben auch einen Sinn. Wir haben eine Hauptkamera, eine Weitwinkelkamera und eine Zoom Kamera. Dies ist die ideale Ausstattung!
Interessanterweise setzt Samsung beim S21 auf eine Hauptkamera aus dem Hause Sony. Prinzipiell nicht schlecht, ich halte die Sony Kameramodule für besser als die Samsung eigenen (abseits des 108 Megapixel Sensors, der ist spitze).
Der primäre Sensor ist auch erfreulich groß, wodurch dieser recht viel Licht aufnehmen kann.
Wollen wir uns da doch mal ein paar Bilder des S21 auch im Vergleich zu anderen Smartphones ansehen.
Das S21 bietet den üblichen Samsung Bildstyle, fast sogar noch etwas stärker als das S20. So sind vor allem die Farben auffällig. Bilder des S21 sind bunt! Gras ist extrem grün und generell ist die Sättigung hoch.
Dies ist natürlich Geschmackssache, fällt aber gerade im Vergleich zu anderen Smartphones sehr auf.
So erzeugt das S21 sehr schön scharfe und stark gesättigte Bilder. Das HDR arbeitet durchaus konstant im Hintergrund, ist aber weniger aggressiv als beispielsweise beim iPhone. Hier und da hätte ich mir aber gewünscht, dass dunkle Bereiche in Bildern etwas stärker aufgehellt würden.
Grundsätzlich würde ich aber die Kamera des S21 als die Ideale „Urlaubskamera“ bezeichnen. So Dinge wie ein Strand, blauer Himmel, grüne Palmen usw. kommen hier besonders gut zu Geltung. Hier stört es dann im Nachhinein auch nicht wenn die Sättigung etwas übertrieben ist, denn in der Erinnerung ist das Wasser immer etwas blauer als es wirklich war.
Sucht Ihr aber besonders akkurate oder neutrale Bilder, dann ist das Samsung Galaxy S21 sicherlich nicht das Optimum für Euch.
Die Low Light Performance würde ich als schwankend beurteilen.
Ohne das Nutzen eines Nachtmodus schlägt sich das S21 sehr ordentlich! Hier sehe ich dieses klar vor dem iPhone 12 Pro oder Google Pixel 5.
Der Nachtmodus des S21 funktioniert zwar recht flott, aber ist doch unterm Strich weniger beeindruckend als bei den meisten Konkurrenten. Im Gegenzug müsst Ihr Euer Smartphone aber auch weniger lange ruhig halten.
Wie steht es aber um die beiden Zusatzkameras?
Die Weitwinkelkamera ist sehr gut! Diese steht der primären Kamera nicht viel nach, was den Bildstyle, Dynamik usw. angeht. Wir haben allerdings ein recht deutliches Abfallen der Bildschärfe an den Rändern. Dafür ist die Weitwinkelkamera des S21 auch weitwinkliger als vieler Konkurrenten.
Ich würde sagen die Weitwinkelkamera ist klar über dem Pixel 5 und OnePlus 8 Pro.
Allerdings hatte ich ab und zu mal das Problem, dass Bilder der Weitwinkelkamera eine Art Doppelbilder produzieren, als wären die einzelnen Bilder der HDR Funktion nicht sauber übereinander liegen. Ich gehe davon aus, dass dies mit Software Updates gefixt wird.
Die Zoom Kamera ist Okay. Diese hat nicht so viel Zoom wie bei den Ultra Modellen, macht aber verglichen mit dem Apple iPhone oder Google Pixel 5 einen guten Job. Erwartet aber auch keine Zoom Wunder.
Performance
Im Galaxy S21 steckt wie auch im S21+ und Ultra der neue Samsung Exynos 2100. Bei diesem handelt es sich um einen 8 Kern Chip mit 1x super High Performance Kern, 3x High Performance Kernen und 4x energiesparenden Kernen. Bei dem super High Performance Kern handelt es sich um den neuen Cortex-X1!
Schauen wir uns daher die Leistung des S21 einmal in Benchmarks an.
Die Benchmarks sehen doch stark aus! Der Exynos 2100 kann sich klar vor den Snapdragon 865 setzen. Dabei fällt vor allem eine starke Single Core Performance und GPU Performance auf.
So schneit das S21 im 3D Mark Benchmark vergleichsweise stärker ab als im Geekbench CPU Benchmark.
Allerdings ist das S21 auch nur knapp vor dem OnePlus 8 Pro mit dem Snapdragon 865. Daher gehe ich davon aus, dass Smartphones mit dem Snapdragon 888 am S21 mit dem Exynos 2100 vorbeiziehen werden.
Im Alltag
Samsung Smartphones waren nie bekannt für die absolut maximale Performance. Meist gehörten die Samsung Smartphones eher zu den langsameren Modellen, was weniger an der Hardware lag und viel mehr an der überladenen Software. In den letzten Jahren hat sich Samsung hier aber deutlich gebessert!
So ist die Software der S21 Generation zwar weiterhin sehr „umfangreich“ und mit Features vollgestopft, aber die Performance stimmt! Nein ein OnePlus Smartphone fühlt sich noch einen Hauch flotter an, aber das S21 wirkt auch unheimlich reaktionsfreudig.
Dies liegt neben dem schnellen SoC sicherlich auch am 120Hz Display, welches Bewegungen flüssiger erscheinen lässt. Der Teil des Displays der Eure Eingaben registriert arbeitet sogar mit 240Hz.
Spiele oder allgemein Apps die nicht sauber auf dem S21 laufen sind mir bisher keine begegnet, was aber auch nicht überrascht.
Lob gibt es diesmal auch für den deutlich verbesserten Fingerabdruckscanner unter dem Display.
Akku
Im Galaxy S21 steckt ein 4000 mAh großer Akku. 4000 mAh ist eine ordentliche Kapazität, aber auch nicht „gewaltig“.
In der Praxis zeigt das Smartphone aber eine ganz ordentliche Laufzeit.
In meinem üblichen Praxis-Test mit einer Mischung aus Video schauen, webbrowsen usw. erreicht das Smartphone mehr als ordentliche 12 Stunden.
Damit könnt Ihr bei einer intensiven Nutzung mit ca. 1,5-2 Tagen Akkulaufzeit rechnen.
Fazit
Über die Entscheidung Samsungs beim S21 auf eine Kunststoffrückseite zu setzen und auf ein Ladegerät zu verzichten kann man sicherlich streiten. Allerdings worüber wir nicht streiten können ist, dass das S21 ein spitzen Smartphone ist!
Ist es das beste in allen Belangen? Nicht zwingend, aber es spielt in allen Bereichen ganz weit oben mit.
So ist das Display zwar nicht so hoch aufgelöst wie bei einigen Konkurrenten, dafür ist dieses aber qualitativ herausragend und sehr hell, was die Ablesbarkeit im Freien massiv verbessert.
Die Haptik ist stark, trotz Kunststoffrückseite. Letztere sehe ich nicht mal zwingend als Nachteil an, da diese das Smartphone deutlich weniger rutschig macht. Es geht hier eher etwas ums Prinzips das wir bei einem 850€ nicht mal mehr eine Glasrückseite bekommen. Eine matte Glasrückseite (wie bei den größeren S21 Modellen) wäre natürlich das Optimum.
Auf Seiten der Kamera gibt sich das Galaxy S21 keine Blöße. So sind die Aufnahmen des Smartphones aufgrund der sehr hohen Farbsättigung etwas Geschmackssache, abseits davon ist aber die Qualität aller drei Kamera Module gut bis sehr gut. Bei Tageslicht gibt es kaum Smartphones die das S21 klar schlagen können. Vielleicht das Apple iPhone 12 Pro und das Samsung Galaxy S20 Ultra bzw. Note 20 Ultra, abseits davon ist mir aber kein Modell bekannt. Ein OnePlus 8 Pro kann mithalten, genau wie die großen Xiaomi Modelle, sind aber nicht klar besser.
Lediglich im Low Light ist das Bild etwas durchwachsen. Dies liegt primär am eher schwachen Nachtmodus des S21, als an der Hardware. Hier ist ein iPhone 12 Pro, diverse Huawei Smartphones, OnePlus 8 Pro durchaus etwas stärker. Dennoch würde ich die Kamera klar als Highlight bezeichnen!
Auch der Exynos 2100 lässt das S21 nicht im Stich. Dieser ist zwar nicht massiv schneller als andere Flaggschiff Prozessoren, kann aber weit oben mitspielen. Ähnliches gilt auch für die mehr als solide Akkulaufzeit und das generelle Feature Set.
Kurzum, ja ich kann das Samsung Galaxy S21 mit gutem gewissen im Grunde jedem Nutzer empfehlen. Das Smartphone zeigte im Test keine Schwächen. Dieses stellt zwar auch keine absolute Revolution dar, kann aber in allen Belangen weit oben mitspielen.
Eventuell wartet nur auf einen kleinen Preissturz. Aus Erfahrung fallen Samsung Smartphones immer recht flott im Preis oder es gibt beispielsweise in Kombination mit einem Vertrag einen guten Deal.
Samsung Smartphones fallen traditionell recht schnell im Preis Quelle Idealo
Mir fällt allerdings auch kein Smartphone für weniger als 850€ ein das besser wäre als das S21.
Mit den Prodigy Air hat Aiwa vor einigen Monaten seine ersten true Wireless Ohrhörer auf den Markt gebracht. Diese konnte im Test auch durchaus überzeugen, gerade zum niedrigen Preispunkt.
Mit den Prodigy Air 2 hat nun Aiwa recht flott ein paar Nachfolger nachgeschoben. Diese sollen ebenfalls durch einen Top Klang zu kleinem Preis punkten. Aber gelingt dies auch in der Praxis und wie ist der Klang? Finden wir dies im Test heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an Aiwa für das zur Verfügung stellen der Prodigy Air 2 für diesen Test.
Awia setzt auch bei den Prodigy Air 2 auf ein recht „funktionales“ und schnörkelloses Design. So ist die Ladebox aus einem einfachen schwarzen Kunststoff gefertigt, ohne größere Besonderheiten.
Das einzige was optisch etwas hervorsticht ist das Aiwa Logo auf der Oberseite. Mit 72 x 33 x 32 mm ist die Ladebox durchschnittlich groß und mit 48 g (inklusive Ohrhörer) durchschnittlich schwer.
In der Ladebox schlummert ein 600mAh großer Akku, welcher die Ohrhörer unterwegs bis zu 3x Wiederaufladen kann. Mit einer Ladung halten die Ohrhörer laut Aiwa bis zu 6 Stunden durch. Geladen wird die Ladebox via USB C.
Auch die Prodigy Air 2 selbst sind recht schlicht aus einem matten Kunststoff gefertigt. Das Design ist ebenso eher unauffällig. Die hübschesten Ohrhörer sind diese nicht.
Aiwa verzichtet bei den Prodigy Air 2 auch auf Touch Tasten. Anstelle dieser findet sich auf beiden Seiten jeweils eine klassische physische Taste.
Tragekomfort
Die Aiwa Prodigy Air 2 sind recht kleine und kompakte TWS Ohrhörer. Dementsprechend benötigen diese auch keine Ohrhacken oder Ähnliches für einen Guten halt.
Was auffällt, der Ohrkanal der Prodigy Air 2 ist relativ lang. Hierdurch sitzen diese recht tief in Euren Ohren. Mich hat dies allerdings nicht gestört, ganz im Gegenteil!
Ich würde den Tragekomfort mit einer guten „2“ Benoten. Die Prodigy Air 2 sind absolut alltagstauglich!
Klang
Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang der neuen Aiwa Prodigy Air 2.
Starten wir hier wie üblich bei den Höhen. Die Prodigy Air 2 haben recht klare und brillante Höhen mit einer guten Schärfe und Brillanz. Hier gibt es an sich nichts zu beklagen, hier und da könnte die Detail Darstellung lediglich etwas besser sein. Dies ist allgemein eine kleine Schwäche der Ohrhörer. Hier und da wirken Stimmen und Instrumente leicht „ausgefranst“. Kein großes Problem, aber natürlich erwähnenswert.
Die Mitten sind recht unspektakulär. Diese sind nicht grundsätzlich schlecht, allerdings sind die Bässe schon etwas dominant. Hierdurch können Stimmen schnell in den Hintergrund geraten. Grundsätzlich würde ich aber sagen die Stimmen-Darstellung ist für Ohrhörer die eine gewisse Bass Betonung haben sehr gut! Stimmen wirken voll und lebendig.
Das Prachtstück der Prodigy Air 2 ist aber der Bass. Dieser ist sehr kräftig und satt! Auch der Tiefgang und das Volumen ist ordentlich für Kopfhörer der +- 50€ Preisklasse.
Damit sind die Prodigy Air 2 von Aiwa recht lebendige Ohrhörer die einen treibenden und spaßigen Klang liefern. Im Detail gibt es zwar die ein oder andere schwäche, gerade was die Detaildarstellung angeht, aber dies ist in dieser Preisklasse nicht unnormal. Für rund 50€ liefern die Ohrhörer einen verdammt satten und spaßigen Klang. Sogar die maximale Lautstärke passt!
Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben, oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.
Fazit
Die Aiwa Prodigy Air 2 sind Grund solide und auch empfehlenswerte true Wireless Ohrhörer.
Diese verfügen über die allseits beliebte, leicht spaßige Klangsignatur. Die Ohrhörer verfügen also über sehr klare Höhen und einen kräftigen Bass. Hierdurch klingt Musik lebendig und satt. Auch der Tragekomfort und die Akkulaufzeit sind 1a. Hier gibt es nichts zu bemängeln.
Das einzige Problem dass die Prodigy Air 2 haben, ist aus der Masse hervorzustechen. Diese sind „nichts besonderes“, dies gilt gerade für die Optik. Das meine ich nicht negativ, es gibt in dieser Preisklasse nur sehr viel Konkurrenz und hier ist es, schwer für einen Hersteller hervorzustechen.
Such Ihr also gute und alltagstaugliche true Wireless Ohrhörer mit einem guten Schuss Bass, dann spricht nichts gegen die Aiwa Prodigy Air 2.
Die Logitech MX Master ist meine absolute Lieblingsmaus, wenn es ums Arbeiten geht! Diese liegt super ergonomisch in der Hand, setzt auf Bluetooth für die Verbindung (ideal da ich meist mit einem Notebook arbeite) und besitzt das beste Scroll-Rad der Welt!
Letzteres ist wirklich nicht übertrieben, das bei höherer Scrollgeschwindigkeit freidrehende Mausrad der Logitech MX Master Serie ist ideal für längere Listen und Tabellen. Gerade dieses soll nun bei der neuen Logitech MX Master 3 überarbeitet worden sein.
Ich war hier schon länger neugierig auf die Maus, habe mich aber nun zu Weihnachten entschieden mir die Maus selbst zu schenken. Eine gute Entscheidung? Finden wir es im Test heraus!
Logitech setzt bei der MX Master 3 auf eine etwas „geschwungenere“ ergonomischere Form. Dabei ist die Maus auf der Daumenseite leicht angehoben und kippt zur Seite weg.
Dies soll sicherlich etwas gegen das Karpaltunnelsyndrom helfen, auch wenn die Mater 3 keine „Vertikalmaus“ ist (was aus Sicht der Gesundheit die ideale Form ist, da hier der Arm weniger verdreht ist).
Ebenfalls auffällig ist die sehr große Daumenauflage, welche ich sehr komfortabel finde. In der Daumenauflage ist auch eine Taste integriert, welche Ihr in der Logitech Software einer beliebigen Funktion zuordnen könnt.
Aufseiten der Materialwahl bietet die Master 3 eine Mischung aus einem stark gummierten Kunststoff für die Rückseite und die Daumenauflage und einem normalen Kunststoff für die Maustasten. Was die Haltbarkeit angeht müssen wir auf Logitech vertrauen. Die MX Master 1 welche ich seit Jahren nutze hat die Zeit gut überdauert, diese hatte aber auch noch keine Gummi-Beschichtung.
Das Highlight an der Logitech MX Master 3 ist aber das Scrollrad. Dieses ist komplett aus Metall gefertigt und fühlt sich extrem wertig an. Zu den besonderen Funktionen des Mausrads kommen wir aber noch später.
Ein weiteres Highlight der Master 3 ist die Konnektivität. Logitech legt der MX Master 3 einen mini Empfänger bei. Alternativ könnt Ihr aber auch einfach die Maus via Bluetooth verbinden, was gerade bei Notebooks Sinn macht. Dabei besitzt die Maus drei „Speicherplätze“, durch welche Ihr auf der Unterseite durchschalten könnt. Habt Ihr also einen Desktop-PC, ein Notebook und ein Tablet könnt Ihr diese alle mit der MX Master 3 verbinden und einfach durchschalten, je nachdem welches Gerät Ihr benötigt.
Der in der MX Master 3 verbaute Akku soll laut Logitech 70 Tage halten. Ich kann diese Zahl noch nicht bestätigen, aber die Akkulaufzeit liegt über einem Monat. Geladen wird die Maus via USB C.
Tasten
Die Logitech MX Master 3 besitzt 7 Tasten, zwei Maustasten, das drückbare primäre Scrollrad, eine Taste hinter dem Mausrad, die Daumentaste und zwei Seitentasten.
Zusätzlich besitzt die Maus ein Daumen-Scrollrad, welches beispielsweise zum Zoomen genutzt werden kann.
Was genau welche Taste macht könnt Ihr in der Logitech Options Software einstellen. Dies auch auf einer per App Ebene. Also beispielsweise macht die Seitentaste in Microsoft Word etwas anderes als in Adobe Photoshop.
Das weltbeste Mausrad!
Das Mausrad der Logitech MX Master Serie gehört zu ihren absoluten Highlights. Zunächst fühlt sich das Mausrad sehr wertig an, was auch daran liegt, dass dieses aus Metall gefertigt ist.
Das Wichtigere ist aber „SmartShift“. Nutzt Ihr die Maus normal um durch eine Webseite zu surfen, verhält sich das Mausrad wie üblich. Dieses hat also kleinere Abstufungen die ein präzises Scrollen erlauben. Überschreitet aber die Scroll-Geschwindigkeit ein gewisses Tempo wechselt das Mausrad in einen free flow Modus, bei welchem sich das Mausrad ohne Widerstand dreht und einmal angestoßen auch eine große Distanz zurücklegt. Dies erlaubt es extrem schnell durch Listen oder Tabellen zu scrollen.
In der Logitech Software könnt Ihr einstellen ab welchem Tempo das Mausrad in den Free Flow Modus wechselt.
Dieses Feature gab es auch schon bei der Logitech MX Master 1 und 2, wurde aber nochmals bei der Master 3 verbessert. So fühlt sich das Mausrad hier etwas „schwerer“ an, besitzt aber keinen höheren Widerstand.
Bei der Master 1 war das Mausrad aus Kunststoff, hier nun aus Metall. Vermutlich sorgt der Gewichtsunterschied für diese erhöhte Wertigkeit, in Kombination mit der magnetischen Aufhängung die Logitech nutzt.
Kurzum, dass Mausrad der Logitech MX Master 3 ist göttlich! Leider gilt dies aber nur für das primäre Mausrad. Das seitliche Mausrad ist ein ganz normales Mausrad und fühlt sich trotz der Aluminium Konstruktion nicht so wertig an.
Wie nutzt sich die Logitech MX Master 3
Das Erste was an der MX Master 3 auffällt ist die Ergonomie. Die Form der Maus ist absolut gelungen, sie ist griffig und erlaubt eine präzise Nutzung, erlaubt aber gleichzeitig ein entspanntes Nutzen, aufgrund des leicht schrägen Aufbaus und der großzügigen Daumenauflage. Die Form der Maus wirkt irgendwie „natürlich“.
Längeres arbeiten mit dieser Maus führt zu weniger Verspannungen als mit einer klassischeren Mausform.
Neben der Ergonomie ist das Mausrad ein wichtiger Punkt, über den wir aber schon gesprochen haben. Irgendwann geht es in Fleisch und Blut über, dass ein schnelles Scrollen zum free Flow des Mausrads führt und Ihr werdet dies bei anderen Mäusen vermissen!
Logitech wirbt bei er MX Master 3 mit einem 5x präziserem Sensor und einer Auflösung von 4000 DPI. Grundsätzlich ist der Sensor der MX Master 3 nicht schlecht. Ja die Maus ist sehr präzise und die Bewegungen des Mauszeigers fühlen sich gut an. Allerdings für eine Maus die fast 100€ kostet ist der Sensor der MX Master 3 auch nichts Besonderes!
Eine Gaming Maus in der gleichen Preisklasse überbietet bei der Präzision und dem Tracken die Master 3 klar.
Lob gibt es aber sowohl für die Bluetooth Verbindung wie auch für den beiliegenden Funkempfänger! Probleme mit der Verbindung hatte ich zu keinem Zeitpunkt.
Logitech MX Master 3 fürs Gaming?
Wenn Ihr über die Logitech MX Master Serie lest, da werdet Ihr oft die Aussage finden „ist nicht fürs Gaming geeignet“. Aber ist das wirklich so?
Natürlich kann man hier nicht pauschalisieren. Es ist nicht so als würde sich die MX Master 3 abschalten wenn Ihr ein Spiel startet. Auch in Spielen ist die Maus ausreichend präzise und genau.
Allerdings ist zum einen der Sensor nicht auf Gaming optimiert und zum anderen die Polling Rate ist sehr niedrig! Zwar ist hier und da zu merken, dass der Sensor nicht ganz so gut für schnelle Bewegungen optimiert ist, aber generell ist dies nicht das „No Go Argument“. Das Problem ist die Polling Rate.
Die Polling Rate gibt an wie oft die Maus eine Information, wie z.B. wo der Mauszeiger ist, an Euren Computer überträgt. Gamingmäuse haben hier alle eine Polling Rate von 1000Hz. 1000Hz = 1000x pro Sekunde wird eine Information von der Maus zu eurem PC übertragen. Hierdurch habt Ihr eine Verzögerung von 1ms.
Die Logitech MX Master 3 hat mit dem Logitech Funkempfänger eine Polling Rate von 125Hz! Also updatet die Maus nur alle 8ms ihren Standort. 8ms mag zwar schnell klingen, ist aber gerade im Multiplayer Bereich ein Nachteil. Und ja man kann im direkten Vergleich durchaus spüren, dass die MX Master 3 einen Hauch träger wirkt.
Hier müsst Ihr selbst entscheiden ob solch ein Nachteil für Euch und die Spiele die Ihr spielt Okay ist oder nicht. Abseits davon gibt es keinen wirklichen Grund warum die MX Master 3 sich nicht fürs Gaming eignet.
Fun Fakt, via Bluetooth kommen wir auf eine Polling Rate von 135 Hz. Die alte Logitech MX Master 1 kam sogar auf 200Hz! Warum nutzt Logitech keine höhere Pilling Rate? Grundsätzlich ist dies natürlich technisch möglich, ich vermute aber Logitech macht dies für die Akkulaufzeit. Niederere Updaterate = längere Laufzeit, diese Erklärung klingt für mich zu mindestens plausibel und im Office Bereich braucht man auch keine super hohe Polling Rate.
Fazit
Die Logitech MX Master 3 ist die beste Maus wenn es um die Nutzung von produktiv Anwendungen geht.
Die Kombination aus der sehr guten Verarbeitung, top Akkulaufzeit, herausragenden Ergonomie und dem tollen Mausrad mit SmartShift ist aktuell von keinem Konkurrenten zu schlagen. Es macht einfach Freude die MX Master 3 zu nutzen und ich will diese an meinem Arbeitsplatz nicht missen!
Von daher kann ich diese mit vollem Herzen empfehlen. Ich habe bereits die Logitech MX Master 1 über viele Jahre hinweg mit Begeisterung genutzt und bereue den Umstieg auf die neuere MX Master 3 in keiner Weise!
Lediglich wenn Ihr die Maus auch für Dinge wie Gaming Nutzen wollt, dann gibt es bessere Modelle. So ist der Sensor der MX Master 3 nicht schlecht, aber hier gibt es in der 100€ Preisklasse klar etwas besseres. Auch die Polling Rate von 125Hz ist eher auf eine lange Akkulaufzeit zugeschnitten als auf eine möglichst niedrige Reaktionszeit.
Dennoch mein Fazit bleibt positiv , Ihr wollt die beste „Office“ bzw. Content Creation Maus aktuell auf dem Markt, dann habt Ihr diese mit der Logitech MX Master 3 gefunden!
Ein Tablet das nur für handschriftliche Notizen ist, sonst nicht mehr kann und 400€ kostet? Puh hier haben wir ein Produkt das sicherlich nichts für jeden ist!
Dennoch war ich schon länger am reMarkable Tablet interessiert, hatte mir aber einen Kauf verkniffen. Als nun das reMarkable 2 auf den Markt kam hat mich aber dann doch die Unvernunft ergriffen und ich habe mir das Tablet von meinem eigenen Geld gekauft.
Wollen wir uns einmal im Test ansehen ob das reMarkable 2 nun doch das beste seit geschnitten Brot ist, oder ein unnötiger Impulsivkauf!
Mit 400€ kostet das reMarkable 2 so viel wie ein einfaches iPad. Hier muss also die Qualität und Verarbeitung stimmen! Erfreulicherweise ist dies auch der Fall.
Das reMarkable 2 fühlt sich unheimlich wertig und gut gebaut an! So ist die Basis des Tablets aus Aluminium gefertigt, Front und Rückseite bestehen aber aus einem matten Glas. Neben den wertigen Materialien fällt vor allem die Dicke des Tablets auf. Dieses misst gerade einmal 4,7mm in der Dicke und ist somit nochmals ein gutes Stück dünner als ein iPad.
Die restlichen Abmessungen entsprechen ungefähr einem 9-10 Zoll regulärem Tablet. Dies liegt auch an den vergleichsweise dünnen Rahmen. Das Display des reMarkable 2 misst 10,3 Zoll und setzt auf die e-Ink Technologie.
Auf Seiten der Tasten haben wir lediglich einen Ein/Ausschalter. Auf Seiten der Anschlüsse einen USB C Port, welcher kaum dünner ist als das Gehäuse selbst.
Auf der Rückseite besitzt das reMarkable 2 Gummifüße, die das Verrutschen verhindern.
Ein dünner Lieferumfang und Stift
Wenn Ihr das reMarkable 2 kauft, bekommt Ihr abseits eines USB A zu USB C Ladekabel NICHTS weiter im Lieferumfang! Der im Grunde essenzielle Stift ist nicht im Lieferumfang des reMarkable 2 und muss extra gekauft werden.
Hier bietet reMarkable zwei Stifte an, einen normalen „Marker“ und den Marker Plus. Der Marker Plus kostet 99€ und bietet verglichen mit dem normalen Marker (49€) einen zusätzlichen „Radierer“ am Ende. Ja dies sind extreme Preise!
Für den Marker gibt es keine Halterung im Tablet. Der Stift kann aber mithilfe von Magneten am Gehäuse haften. Ich werde diesen so früher oder später verlieren.
Immerhin fühlt sich der Marker ordentlich an! Dieser besteht aus einem rauen Kunststoff, welcher ein wenig das Gefühl eines Bleistiftes imitieren soll, was auch gelingt. Der Marker besitzt keine Batterie und muss somit auch nicht geladen werden.
Wollt Ihr noch eine Hülle dazu, dann müsst Ihr nochmals 79-149€ drauflegen. reMarkable hat damit nicht nur die Haptik eines Apple Produktes, sondern auch seine Preise. Ich habe mir das „Polymer Weave“ aufklappbare Cover gekauft.
Dieses haftet ähnlich wie der Stift magnetisch am Tablet, was auch wirklich gut funktioniert.
Das Display und das Schreibgefühl
Das reMarkable 2 setzt auf ein 10,3 Zoll monochrones E-Ink Display mit einer Auflösung von 1872 x 1404.
Das E-Ink Display ist hier natürlich das Besondere. Wenn Ihr schon einmal einen eBook Reader vor Euch hattet, dann wisst Ihr auch ungefähr was Euch erwartet. Das Display des reMarkable 2 ist dabei als durchaus wertig zu bezeichnen! Dieses ist auf dem Level der größeren Amazon Kindle Modellen, wenn nicht sogar leicht drüber. Allerdings hat das reMarkable 2 keine Hintergrundbeleuchtung.
E-Ink Displays sind wie üblich bei allen Lichtsituationen, außer kompletter Dunkelheit, sehr gut ablesbar und muten wirklich wie Papier an. Im Falle des reMarkable 2 ist das Display zudem von einem rauen Glas überzogen, welches ein wenig die Textur von Papier hat.
Dies ist auch das wichtigste Verkaufsmerkmal! Ich kann nicht auf dem iPad schreiben. Der glatte Stift auf glattem Glas ist einfach furchtbar! Dies macht reMarkable 2 Welten besser!
So ähnelt das Schreiben auf dem Tablet wirklich dem Schreiben auf Papier. Ich würde sogar sagen es ist hier angenehmer. Ich neige lediglich dazu groß zu schreiben, aber das kommt hoffentlich mit der Zeit.
Der Stift gleitet gut auf dem Display, aber auch nicht ungehindert. Der Stift rutscht also nicht unkontrolliert, wodurch das Schreiben oder Zeichnen unpräzise wird. Dabei reagiert das E-Ink Display erstaunlich schnell, was eigentlich bei E-Ink Display ungewöhnlich ist. Dennoch ist die Reaktionszeit bei einem iPad klar niedriger, auch wenn mich diese beim reMarkable 2 nie gestört hat.
Kurzum ja das Schreibgefühl ist wirklich so gut wie von reMarkable beworben! Es ist um einiges besser als beim iPad.
Was kann das reMarkable 2?
Was kann nun das reMarkable 2? Notizen schreiben! Im Grunde dreht sich das Tablet nur um handschriftliche Notizen, die ähnlich wie bei einem Kindle die Bücher sortiert werden.
So habt Ihr auf der Startseite eine Übersicht über alle Notizen und könnt auch neue erstellen. In diesen Notizen könnt Ihr frei Schreiben und Zeichnen. Dabei bietet das Tablet diverse Stift-Stärken und Formen an. Die Ganze UI ist beim reMarkable 2 aber sehr minimalistisch gehalten.
Das reMarkable 2 reagiert beim Schreiben prinzipiell nur auf seinen Stift, besitzt aber eine Touch Screen. Menüelemente usw. lassen sich auch mit dem Finger bedienen. Auch das Umblätter usw. geschieht über eine Wischgeste.
Notizen können auf Wunsch mit der Cloud synchronisiert werden. reMarkable bietet hier eine Desktop-Anwendung an, wo dann Eure Notizen auftauchen. Ihr könnt diese zwar hier nicht bearbeiten, aber als PDF, PNG oder SVG exportieren.
Notizen lassen sich auch auf dem reMarkable 2 direkt in Text umwandeln. Erstaunlicherweise scheint es nicht möglich zu sein diese Texte dann einfach „in der Cloud“ zu speichern! Ihr könnt diese lediglich via Mail versenden.
Auch in der reMarkable Desktop Anwendung ist es nicht möglich Notizen in Texte umzuwandeln. Hierdurch ist die Kombination aus handschriftlichen Texten und am Computer geschriebenen Texten unnötig kompliziert. Ihr müsst Euch im Grunde alles via Mail zusenden und dann weiter nutzen.
Solche umgewandelten Notizen lassen sich nicht mal auf dem Tablet speichern, sondern nur auf Wunsch kurzzeitig anzeigen. Hier ist noch super viel potenzial nach oben!
Dies ist doppelt schade denn die Handschrift Erkennung des reMarkable 2 ist sehr gut! Selbst bei meiner furchtbaren Schrift erkennt das Tablet den Text zuverlässig.
Hier und da gibt es mal einen Fehler, gerade bei Abkürzungen wie bzw. usw., Ihr solltet Texte also nicht unkorrigiert weitersenden, aber im generellen war ich schwer beeindruckt wie gut diese Erkennung ist. Interessanterweise kennt das reMarkable 2 das Wort ReMarkable nicht.
Umgekehrt könnt Ihr PDFs und eBooks (epub) auch auf das Tablet hochladen und dort Lesen oder bearbeiten! Ja Ihr könnt beispielsweise Rechnungen und Verträge auf das Tablet kopieren und dort Unterschreiben.
Allerdings ist die Auflösung der Unterschrift vergleichsweise gering.
An dieser Stelle aber noch ein paar Worte zur Desktop Anwendung. Was den Aufbau angeht mag diese Okay sein, aber ich habe in meinem Leben noch nie eine derartig träge Anwendung erlebt! Als würde hier irgendein Emulator im Hintergrund laufen.
Update 20.10.2021 reMarkable Connect
Das reMarkable ist schon ein teures Stück Technik, aber da geht noch mehr! reMarkable hat angekündigt einige seiner Feature hinter einem Abo namens “Connect” zu verstecken.
Free
Connect Lite
Connect
Kosten pro Monat
0 €
4,99€
7,99€
Speicherplatz
50 Tage
Unbegrenzt
Unbegrenzt
Handschrift Umwandeln
NEIN!
Nein
Ja
Google Drive und Dropbox Integration
Nein
Nein
Ja
Ab jetzt (gilt nicht für Bestandskunden) wird das reMarkable ohne das Abo extrem eingeschränkt.
So werden nur noch Dokumente die du in den letzten 50 Tage bearbeitet hast in der Cloud gespeichert, danach bleiben diese nur auf den zuvor Synchronisierten Geräten. Verbindest du also ein neues Gerät mit deinem Account werden nur Notizen Synchronisiert die in den letzten 50 Tagen bearbeitet wurden.
Zudem hast du keine Handschriftenumwandlung mehr, sofern du nicht 7,99€ im Monat zahlst.
Dies ist ein verdammt mutiger Schritt von reMarkable! Es ist jetzt noch schwerer reMarkable weiter zu empfehlen, da du effektiv 7,99€ im Monat zahlen musst um die bisherigen Feature zu erhalten.
Fazit
Ganz klar gesagt das Schreiben auf dem reMarkable 2 funktioniert wirklich gut und fühlt sich auch gut an! Hier kann selbst ein iPad Pro mit Apple Pencil nicht ansatzweise mithalten.
Die Kombination aus rauer Displayoberfläche, E-Ink Display und der deutlich besseren Haptik des Stifts kann das iPad nicht schlagen. Seid Ihr also wirklich bereit fast 500€ für ein „Digitales Handschriftliches Notizbuch“ auszugeben, dann ja was Besseres als das reMarkable 2 findet Ihr nicht. Das Schreibgefühl ist hier unübertroffen.
Zudem ist die Benutzeroberfläche soweit Okay, der Akku ordentlich und die Haptik Weltklasse. Auch die Umwandlung von Handschrift in Text funktioniert besser als von mir erwartet und die Funktion zum Bearbeiten/Unterschreiben von PDFs ist nützlich.
Hier endet es dann aber auch an Pluspunkten. So ist vor allem die Software verbesserungswürdig. Warum kann ich in Text umgewandelte Notizen nur via Mail versenden und nicht in der vorhandenen Cloud speichern? Warum ist die Auflösung von Notizen in PDFs vergleichsweise gering? Warum ist die Desktopanwendung derartig langsam. Warum ist der essenzielle Stift nicht im Preis des Tablets enthalten?
So könnte ich noch etwas weiter machen. Ich kann zwar verstehen warum im Gehäuse des Tablets kein Platz zum Integrieren des Stifts ist, aber warum ist an der Hülle nicht ein Fach für diesen? Das magnetische Anheften des Stifts am Tablet ist zwar cool, der Stift wird aber in jeder Tasche irgendwann abfallen und vielleicht sogar verschwinden. Dann sind 49€ oder 99€ fällig.
Ehrlich gesagt, 99% von Euch sind mit einem iPad mit Apple Pencil besser beraten. Wollt Ihr beispielsweise ein PDF auf dem reMarkable 2 haben, dann müsst Ihr dieses über die Desktop App hochladen. Ihr braucht also für alle erweiterten Feature immer zweites Gerät.
Wenn Ihr auch Probleme habt auf dem iPad vernünftig zu schreiben, dann versucht mal Paperlike 2, eine Displayschutzfolie fürs iPad das die Oberfläche etwas „anraut“. Nein auf dem reMarkable 2 schreibt es sich immer noch um Welten besser, aber für die Masse ist dies die bessere Alternative.
Seid Ihr natürlich bereit 500€ auszugeben, für die Möglichkeit perfekte digitale handschriftliche Notizen zu erstellen, dann kauft das reMarkable 2. Dieses Kern-Feature und vor allem die Hardware ist schon perfekt umgesetzt.
Akku Staubsauger haben den Markt regelrecht erobert! Allerdings für einen guten Akku Staubsauger müsst Ihr schon eine Stange Geld in die Hand nehmen, gerade wenn wir uns die Spitzenmodelle von Bosch, Dyson und Co. ansehen.
Wie so oft gibt es aber auch günstigere Alternativen, vor allem von asiatischen Herstellern. Eins der sicherlich etwas exotischeren, aber auch gleichzeitig spannenderen Modelle ist der JIMMY JV85. Die Pro Version des JIMMY JV85 hatten wir uns bereits im Test angesehen, welche dort auch absolut überzeugen konnte.
Nun ist der reguläre JIMMY JV85 an der Reihe. Kann dieser 200€ Akku-Staubsauger aus Asien im Test überzeugen? Finden wir es heraus!
Bei dem JIMMY JV85 handelt es sich zunächst um einen Handstaubsauger, welcher sich allerdings durch einen langen Stiel und Bodendüse als regulärer Staubsauger nutzen lässt. Dies ist auch der primäre Einsatzzweck des JIMMY JV85, dieser möchte Euren klassischen Staubsauger ersetzen.
Dabei setzt JIMMY auf ein etwas futuristischeres Gehäusedesign. Die Basis des Gehäuses besteht zwar aus einem grau glänzenden Kunststoff, welcher etwas an Dyson erinnert, allerdings handelt es sich beim JV85 nicht um eine dreiste Kopie.
Der JV85 ist schon ein sehr eigenes Modell mit einem ungewohnten Aufbau. Damit beziehe ich mich vor allem auf den Schmutzauffangbehälter, welcher hier Horizontal verbaut ist.
Der JV85 ist kein übermäßig leichter Sauger, aber auch nicht zu schwer. Dabei ist die Balance des Saugers gut. Auch die generelle Verarbeitung ist ordentlich! Der Sauger fühlt sich wertig und gut gebaut an.
Interessanterweise lässt sich der Akku des JV85 einfach abnehmen. Theoretisch ist dies ideal, denn so könnt Ihr bei einem Defekt oder nachlassen des Akkus einfach einen neuen anstecken. In der Praxis ist allerdings fraglich ob in 3-4 Jahren, wenn der Akku langsam nachlässt, noch neue Akkus für dieses Modell verfügbar sind. Dennoch Daumen hoch für den modularen Akku.
Gesteuert wird der Sauger über zwei Tasten auf Daumenhöhe. Taste 1 erlaubt das Ein/Ausschalten des Saugers, Taste zwei lässt Euch durch drei Geschwindigkeitsstufen durchschalten.
Unterhalb der Steuerungstasten findet sich zudem ein kleines Display, auf welchem Ihr den aktuellen Akkustand in % angezeigt bekommt.
Ordentlich ist der Lieferumfang des Saugers.
1x Akku-Sauger
1x Bodenstiel
1x Elektrische-Bodenbürste
1x Elektrische-Polsterbürste
1x Alternative Bodenwalze
1x Wandaufhängung
1x Netzteil (proprietär)
1x Akku
2x Fugen/Polster-Aufsätze
Lediglich ein Ersatzfilter HEPA Filter hätte für mich den Lieferumfang perfekt gemacht.
Schmutzauffangbehälter
Eine gemeinsame Schwäche fast aller Akku-Staubsauger ist der vergleichsweise kleine Schmutzauffangbehälter. Leider ist dies auch eine Schwäche des JIMMY JV85. Habt Ihr also große Massen an Schmutz aufzusaugen, dann gibt es bessere Modelle für Euch.
Was allerdings das Filter System angeht, kann ich nicht klagen. Der JV85 setzt auf das Zyklon System, welches hier allerdings nicht ganz so ausgeprägt ist wie beispielsweise bei Dyson.
Am Ende des Schmutzauffangbehälter sitzt aber ein HEPA Filter, welcher für eine saubere Luft sorgt. Allgemein wirkt der Sauger sehr gut abgedichtet, Schmutzpartikel können also nicht einfach durch Ritzen entweichen.
Das Entleeren des Auffangbehälters funktioniert super einfach! Einerseits könnt Ihr den Sauger einfach auf einer Seite aufklappen, auf der anderen Seite könnt Ihr das Innenleben mit einer einfachen Drehung komplett entnehmen.
Saugleistung Theorie
Wie steht es nun um die Saugleistung des JIMMY JV85? Beginnen wir hier mit der Theorie. JIMMY wirbt mit einer Saugleistung von 185AW bzw. einer Motorleistung von 500W. Beides sind keine schlechten Werte! Leider finden wir bei den großen Herstellern alla Dyson usw. nur selten genaue Vergleichsangaben bezüglich der Saugleistung.
Nicht verwunderlich, denn viele der asiatischen Hersteller neigen etwas zum Übertreiben. „Der bürstenlose 500-W-Digitalmotor mit 500% Wirkungsgrad“ Wie können da Dyson und Co. mithalten wenn der Motor 500% Effizienz hat ????. Spaß beiseite, prüfen wir ein paar Werte nach.
JIMMY wirbt mit einer Motorleistung von 500W. Der Akku des JV85 hat 63Wh und soll laut Hersteller 13 Minuten bei voller Leistung halten. Heißt, würde der Akkusauger 60 Minuten durchalten, würde er 63W haben, würde er nur eine Minute halten 3780W (63Wh *60). Bei 13 Minuten komme ich auf eine Motorleistung von 290,8W. Hier hat also JIMMY vielleicht etwas gerundet, oder bei der Akkulaufzeit übertrieben.
Wie gut die Saugleistung eines Staubsaugers ist hängt meist an drei Punkten, der Bodendüse (ja diese hat einen massiven Einfluss auf die Reinigungsleistung), den Luftstrom und das erzeugte Vacuum.
Den Luftstrom kann ich sehr einfach messen!
Und Ja hier kann der JIMMY JV85 absolut punkten! Dieser muss sich nur dem Dyson V11 und dem großen Bruder, dem JIMMY JV85 Pro geschlagen geben. Was also den Luftdurchsatz angeht ist der Sauger schonmal Spitzenklasse.
Saugleistung Praxis
Wie sieht es aber in der Praxis aus? Hier müssen wir zunächst zwischen den beiden Bodenbürsten unterscheiden.
Mit im Lieferumfang des JIMMY JV85 liegt eine „flauschige“ Bodenwalze und eine etwas klassischere Bodenbürste. Die „Walze“ ist ideal für glatte Böden!
Aufgrund der zusätzlichen Dicke können sich hier Haare usw. nicht so leicht verfangen und der Boden wird regelrecht „poliert“. Zudem ist diese Walze auch sehr gut darin feines Pulver wie Sand oder Mehl aufzunehmen, wobei auch der sehr hohe Luftstrom hilft.
Hierdurch erhaltet Ihr auf glatten Böden eine perfekte Reinigungsleistung! Dies bekommt auch ein großer Staubsauger nicht besser hin. Lediglich bei sehr sperrigem Schmutz, wie kleinen Pappestücken, Heu, Kabelbinder aus Draht usw. tut sich der JIMMY JV85 etwas schwerer. Er saugt diese problemlos an, aber die ganzen Kanäle im Sauger sind relativ schmal, es kann also leichter zu einem Verstopfen kommen als bei einem großen Sauger.
Dies ist bei einem Dyson V11 allerdings nicht viel anders. Die ganzen Handstaubsauger sind eher für Haare und feineren Schmutz ausgelegt.
Wo die Walze allerdings nicht taugt ist bei Teppichen. Hier solltet Ihr auf die Klassische Bodenbürste setzen. Diese ist generell sowohl für glatte Böden wie auch Teppiche geeignet. Verglichen mit der Walze können sich hier aber Haare leichter verfangen und die „Walze“ ist angenehmer. So blöd es klingt, der Sauger hat mit dieser einen gewissen Vortrieb, fährt also fast von alleine.
Auf Teppichen würde ich die Saugleistung ebenfalls als sehr gut einstufen, aber teilweise etwas schlechter als beim Dyson V11. Beim Saugen von Mehl oder Vogelfutter von Teppichen kann der JIMMY JV85 den Dyson V11 sogar schlagen!
Allerdings beispielsweise klebende Hundehaare entfernt der Dyson V11 wiederum etwas besser.
Ein weiterer Pluspunkt, die Bodendüse beim Dyson läuft etwas „ruhiger“. Damit meine ich nicht zwingend die Lautstärke sondern das Bewegungsgefühl. Dennoch reden wir hier von einem 450€ Dyson vs. 210€ JIMMY Sauger, ich denke da kann man nicht meckern.
Lautstärke
Akku-Staubsauger sind nach meiner Erfahrung alle recht laut. Erfreulicherweise hält sich die Lautstärke des JIMMY JV85 aber in Grenzen.
Ich kann den JIMMY JV85 nicht direkt als „leise“ bezeichnen, aber er ist für einen Akku-Sauger relativ leise.
Nachteile eines Staubsaugers aus Asien
Mittlerweile ist es kein großes Problem mehr Produkte direkt aus Asien (China) zu bestellen. Auch der JIMMY JV85 verfügt über unseren normalen europäischen Steckdosen-Adapter und das notwendige CE Zeichen.
Allerdings gibt es einen großen Nachteil! Es ist bei solchen exotischen Modellen nicht so leicht an Ersatzfilter zu kommen und Ihr werdet den HEPA Filter alle +- 3-6 Monate tauschen müssen. Die Filter für den JIMMY JV85 sind aktuell nur aus China erhältlich und benötigen daher eine Weile bis diese bei uns ankommen, bedenkt dies!
Fazit
Einen Staubsauger direkt aus China zu bestellen hat natürlich Nachteile. Zubehör ist schwerer zu erhalten und im Falle eines Defekts habt Ihr meist Pech gehabt.
Allerdings was Ihr beim JIMMY JV85 für rund 210€ erhaltet ist wirklich beeindruckend! Ihr bekommt hier einen durchaus sehr wertigen Staubsauger mit einem guten Zubehör Paket und vor allem einer top Saugleistung!
Ich will jetzt nicht sagen, dass der JIMMY JV85 besser saugt als der doppelt so teure Dyson V11, aber in vielen Punkten ist der JV85 auf Augenhöhe, was die Saugleistung angeht. Beim Saugen von Mehl von Teppichen oder groben Schmutz auf glatten Böden ist der JV85 sogar stärker als der Dyson!
Der Dyson V11 hat natürlich auch seine Berechtigung. So ist bei diesem die Motor-Bürste schon noch etwas wertiger und das Saugen von Tierhaaren macht der Dyson etwas besser.
Allerdings vergleichen wir hier einen 450€ Sauger und einen 210€ Sauger, ich denke dies sagt schon einiges aus!
Kurzum, seid Ihr für das „Abenteuer Staubsauger aus China“ bereit, dann ist der JIMMY JV85 eine absolute spitzen Wahl!
Im PC Gaming Bereich habt Ihr oft die Wahl zwischen extrem hohen Auflösungen oder hohen Bildraten, gerade im Monitorbereich. Zwar gibt es mittlerweile auch erste PC-Monitore mit 4K Auflösung und 120 Hz, diese sind aber 1. exotisch 2. teuer und 3. es gibt wenig Gaming-PCs die solch eine Auflösung gut mit hoher Bildrate betreiben können.
Sofern Ihr also eine hohe Bildwiederholungsrate bevorzugt, ist Full HD meist weiterhin die Auflösung der Wahl. Ein spannender Monitor hier ist der BenQ MOBIUZ EX2710. So bietet der EX2710 zwar nur eine Full HD Auflösung, dafür aber HDR10, 240Hz und ein IPS Panel, für knapp unter 300€.
Klingt doch eigentlich sehr gut! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der BenQ MOBIUZ EX2710 überzeugen? Finden wir dies im Test heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an BenQ für das Zurverfügungstellen des MOBIUZ EX2710 für diesen Test!
Beim BenQ MOBIUZ EX2710 handelt es sich um einen 27 Zoll Monitor, welcher sich eindeutig an Gamer richtet. So ist das Design des Monitors auch auf Gamer zugeschnitten.
BenQ hat hier aber den Fehler vermieden es zu übertreiben. So ist der Standfuß beispielsweise etwas kantiger designt und mit roten Akzenten versehen. Dabei nimmt dieser aber nicht übermäßig viel Platz auf dem Schreibtisch ein und beispielsweise Spielereien wie LEDs wurde verzichtet.
Die Front des Monitors selbst ist recht minimalistisch. Links, rechts und oben haben wir recht kleine Rahmen (welche aber auch nicht winzig sind) und der untere Rahmen ist wie üblich etwas dicker.
Auffällig, hier gibt es eine HDR Taste. Alle anderen Tasten des Monitors sind auf die Rückseite verlegt worden. Hier finden sich zwei Tasten und ein kleiner Joystick für die Navigation des Menüs.
Ähnlich wie der Standfuß ist auch die Rückseite des Monitors recht kantig, aber vergleichsweise schlicht designt. Die Anschlüsse des MOBIUZ EX2710 sind dabei unter einer kleinen Klappe versteckt, wodurch die Rückseite noch etwas aufgeräumter wirkt.
Auf Seiten der Anschlüsse haben wir:
2x HDMI 2.0
1x DisplayPort 1.2
1x 3,5mm Kopfhöreranschluss
Zusätzlich findet sich ein Stromanschluss. Das Netzteil ist im Monitor integriert. Damit würde ich die Anschlussvielfalt als Okay einstufen.
Positiv auffällig ist die Stabilität und Massivität des Monitors bzw. des Standfußes. So ist letzterer aus Metall gefertigt und macht einen wertigen Eindruck.
Der Standfuß bietet eine Höhenverstellung. Ihr könnt den Monitor zudem im vertikalen Winkel verstellen und auch etwas drehen. Es ist allerdings nicht möglich den BenQ MOBIUZ EX2710 Hochkant zu stellen.
Panel + Auflösung
BenQ setzt beim MOBIUZ EX2710 auf ein 27 Zoll IPS Panel mit Full HD Auflösung. Die große Besonderheit, die 144Hz Bildwiederholungsrate.
Diese erlaubt besonders weiche und flüssige Bewegungen. Dies in Kombination mit dem IPS Panel sollte einen recht „flotten Monitor“ ergeben. Und ja 144Hz sind verglichen mit 60Hz durchaus ein deutlich merkbarer Sprung, was die Bildflüssigkeit usw. angeht.
Bei dem verbauten Panel wird es sich vermutlich um ein AUO M270HAN03.2 oder AUO M270HAN02.2 handeln, diese sind die einzigen verfügbaren Panels die zu den technischen Daten des Monitors passen.
Frage Nummer 1 vieler von Euch wird sicherlich nach der Auflösung sein. Full HD auf 27 Zoll, geht dies im Jahr 2020 noch in Ordnung? Prinzipiell ja. Das Bild wirkt soweit klar und sauber, aber gerade bei Textkanten fällt schon auf, dass wir keine gigantische Auflösung vor uns haben.
Ich hätte hier klar 2K bevorzugt, aber dies hätte den Monitor deutlich teurer gemacht und 2K bei 144 Hz ist auch nochmal eine andere Hausnummer was die benötigte GPU Power angeht. Von daher ist Full HD auf 27 Zoll zwar keine Pracht, aber Okay.
Messungen
Alle Messungen in diesem Test wurden mithilfe des Datacolor SpyderX Elite durchgeführt. Dieser bietet eine Monitor Analyse Funktion.
Ältere Monitor-Tests von Techtest wurden mit dem Datacolor Spyder5 Elite durchgeführt. Die Werte sind hier prinzipiell vergleichbar, lediglich die Kontrastmessungen sind beim neuen SpyderX Elite besser und fallen tendenziell etwas höher aus, bedenkt dies.
Farben, Farbraum und Kalibrierung
BenQ bewirbt die Farbraumdarstellung des EX2710 mit „99% sRGB und 95% DCI-P3“. Die 95% von DCI-P3 wirken recht hoch auf mich, zumal BenQ „nur“ mit 99% sRGB wirbt. 99% des sRGB Farbraums wäre absolut Okay, 98% der Dinge die Ihr auf dem Monitor anzeigt werden sich im sRGB Farbraum befinden.
Aber im Jahr 2020 ist eine hohe sRGB Farbraum Abdeckung bei PC Monitoren auch nichts mehr Besonderes wie es noch vor einigen Jahren der Fall war.
Aber wie sieht es in der Praxis aus?
Der Farbumfang des EX2710 sieht soweit gut aus, aber auch nicht ganz so gut wie von BenQ beworben. So konnte ich:
98% von sRGB
77% von AdobeRGB
81% von DCI-P3
messen.
Die Abweichung bei sRGB kann einfach auf unterschiedliche Messgeräte usw. zurück zu führen sein. Allerdings der Unterschied von 95% DCI-P3 zu 81% ist schon auffälliger. 95% von DCI-P3 ist recht viel! Dies schaffen erfahrungsgemäß meist nur Monitore die auf die Nutzung für Foto und Video-Bearbeitung zugeschnitten sind. Vielleicht ist daher der Wert seitens BenQ etwas hoch angegeben, auch wenn 81% hier prinzipiell nicht schlecht ist.
Wie gut die Kalibrierung von Haus aus ist, hängt vom Modus ab in dem ihr seid. Im „Standard“ Modus ist die Kalibrierung des BenQ MOBIUZ EX2710 gar nicht so übel.
Abseits des einen Ausreißers sehen wir ein Delta E von kleiner als 1, was soweit top ist.
Helligkeit und Ausleuchtung
BenQ wirbt mit einer Helligkeit von 400 cd/m², was auch für HDR10 nötig ist. Leider konnte ich hier eine negative Überraschung messen.
Ich konnte hier maximal 284 cd/m² messen, was deutlich unter der Herstellerangabe liegt. Wie kommt´s?
Vermutlich beziehen sich die 400 cd/m² auf den HDR Modus, also beim Schauen von HDR Inhalten. Betrachtet Ihr den Desktop, schaut normal Videos usw. scheint der BenQ MOBIUZ EX2710 auf rund 300 cd/m² limitiert zu sein. Schade, aber im normalen Indoor Umfeld ausreichen. Hier ist alles über 250 cd/m² soweit Okay. Lediglich wenn Ihr ein Fenster im Rücken habt oder in einem besonders hellem Raum sitzt, dann wäre vielleicht ein noch etwas hellerer Monitor wünschenswert.
Was die Ausleuchtung angeht ist der EX2710 soweit Okay. Wir haben keine massiven Lichthöfe oder Ähnliches. Im ganz Dunklen und vor allem durch eine Kamera fallen natürlich einige Unebenheiten bei der Ausleuchtung auf, aber nichts Massives, gerade im Anbetracht der Preisklasse.
Kontrast
Beim Kontrast wirbt BenQ mit 1:1000, was so der Standard Wert für einen IPS Monitor ist.
Und ja mit 1:970 sehe ich diese Angabe als erfüllt an. 1:970 ist für einen IPS Monitor kein schlechter Wert! Genau genommen ist dies sogar einer der besten Messwerte für einen IPS Monitor. Die besseren Monitore in der Tabelle hier setzen überwiegend auf VA Panel, welche in diesem belang IPS klar überlegen sind.
Die Praxis
Rein Subjektiv bietet der BenQ MOBIUZ EX2710 ein gutes, aber auch nicht absolut überragendes Bild. Ich habe schon sehr viel schlechtere Monitore gesehen, aber auch schon ein paar bessere Modelle. Letztere waren aber meist für Foto und Video-Bearbeitung optimiert und auch 1-2 Preisklassen über dem EX2710 angesiedelt.
In der Preisklasse des EX2710 fällt mir spontan kein Modell ein das signifikant besser aussah. Vielleicht VA Panel Modelle so in Richtung des EW277HDR. Aber diese bieten nicht die hohe Bildwiederholungsrate von 144Hz und die guten Reaktionszeiten eines IPS Panels.
Und ja 144Hz ist etwas schönes! Selbst wenn es um Dinge geht, wie das Verschieben von Fenstern auf dem Desktop, dann merkt Ihr schon einen massiven Unterschied zu einem 60Hz Monitor. Im Gaming Bereich ist der Unterschied natürlich besonders groß.
Hier bietet der BenQ MOBIUZ EX2710 auch AMD FreeSync Support im Bereich 48-144Hz, falls mal die Bildrate nicht bei konstanten 144Hz liegt. 144Hz bei Full HD Auflösung ist dabei aber für viele halbwegs moderne Systeme, gerade im ESport Bereich gut machbar!
Leistungsaufnahme
Der EX2710 verfügt über die Energie-Effizienzklasse A mit einem angegebenen Verbrauch von 28W. Stimmt dies?
In meinem Test benötigte der Monitor sogar noch etwas unter 28W. Bei 100% Helligkeit (kein HDR) konnte ich eine Leistungsaufnahme von 25,4W messen. Bei 0% von 12W.
Lautsprecher
Kommen wir noch sehr kurz auf die integrierten Lautsprecher des Monitors zu sprechen. Sie sind da, viel mehr positives gibt es hier nicht zu sagen. Es sind recht einfache integrierte Lautsprecher, die auf dem Level eines günstigen Notebooks sind. Im absoluten Notfall ausreichend, nutzt aber ansonsten bitte richtige Lautsprecher oder Kopfhörer.
Fazit
Für knapp unter 300€ ist der BenQ MOBIUZ EX2710 ein guter Monitor, vor allem dann wenn Ihr einen Gaming Monitor sucht.
Offen gesagt Ihr werdet Monitore finden die noch ein etwas besseres Bild bieten als der EX2710. Gerade die günstigen VA Panel Modelle, haben für wenig Geld oft ein klasse Bild.
Allerdings ist das Bild des EX2710 mehr als ausreichend gut und der Monitor zwei Asse im Ärmel, das IPS Panel und die 144Hz. Die Kombination hier heraus ergibt eine sehr niedrige Reaktionszeit, welche gerade beim kompetitiv Gaming eine Rolle spielt. Die Unterschiede der Reaktionszeit zwischen modernen VA und IPS Panel Monitoren ist zwar nicht mehr gigantisch, aber immer noch leicht gegeben.
Hinzu kommt eine solide Helligkeit (welche aber ein Stück weit unter der Herstellerangabe liegt), ein guter Kontrast für einen IPS Panel Monitor und eine ordentliche Kalibrierung. Der EX2710 wäre zwar nicht meine erste Wahl für Foto und Video-Bearbeitung, aber sofern Ihr in den passenden Modus schaltet ist der EX2710 hier durchaus zu gebrauchen.
Primär solltet Ihr den BenQ EX2710 aber kaufen wenn Ihr einen schnellen Gaming Monitor für unter 300€ sucht!
Mit der Alpha 9 hat Sony vor wenigen Jahren einen neuen Akkutypen eingeführt, den NP-FZ100. Eine durchaus sinnvolle Entscheidung, denn die Akkulaufzeit der älteren Sony Kameras mit dem deutlich kleineren NP-FW50 war eher so semi beeindruckend.
Der neuere NP-FZ100 ist größer und bietet damit vor allem eine größere Kapazität. Allerdings mit der Kapazität ist auch der Preis gestiegen. Für einen originalen Sony NP-FZ100 könnt Ihr gut 70€ anlegen. Nachbauten gehen hier schon für rund 1/3 davon über den Ladentisch.
Dabei versprechen viele Nachbauten die gleiche Kapazität zu haben wie der originale NP-FZ100 Akku. Versprechen sind immer das eine, die Praxis aber oftmals das andere.
Ich habe mir für diesen Vergleich 8x NP-FZ100 Akkus gekauft, wollen wir herausfinden welcher Nachbau am besten ist und wie diese gegen den original Akku bestehen!
Der eindeutig bei weitem teuerste Akku ist der original Sony NP-FZ100. Mit 70€ kostet dieser eine stolze Summe. Der zweit teuerste Akku ist der Baxxtar Pro in der 4. Generation mit rund 40€. Auf dem Papier ist dieser aber auch einer der größten Akkus.
Die drei günstigsten Akkus sind die Modelle von RAVPower, Powerextra und Blumax.
Die Akkus von Baxxtar (optional), Blumax, Powerextra und RAVPower werden sogar mit einem Ladegerät ausgeliefert! Klasse!
Funktionieren die Akkus?
Starten wir mit der Frage ob denn alle Akkus auch funktionieren. In meiner Sony A7R IV (FW 1.2) funktionieren alle Akkus problemlos, inklusive % genauer Anzeige der Kapazität.
Laut dem Hörensagen, haben aber ein paar der älteren Akkus Probleme mit den neueren Sony Kameras wie der A7C. Ob und bei welchen Akkus dies der Fall ist kann ich aber leider nicht sagen.
Sollte es solche Probleme geben meckert die Kamera aber nur kurz rum, was Ihr einmal bestätigen müsst und danach funktioniert auch der ältere Nachbau Akku. Es gibt nur keine % Anzeige.
Das Testsystem
Um die genaue Kapazität der Akkus zu messen wurden diese zunächst von mir vollständig geladen und dann mithilfe eines Widerstandes entladen.
Als Entladeschlussspannung habe ich 6,1 V genutzt. Dies ist die Spannung ab welcher meine A7R IV einen Akku als leer ansieht und das Einschalten verweigert. Als Entladestrom nutze ich in Test 1 1500mA und in Test 2 200mA.
Warum 1500mA? Sony gibt die Laufzeit der A7R IV beim Filmen mit 90 Minuten an, was bei der Akkukapazität von 2280 mAh des originalen Akkus in einer Last von 1520 mA resultiert. Dies wird so ziemlich der „Worst Case“ an Last sein, die der Akku jemals erleben wird.
Die im Test Nr. 2 genutzten 200 mA Entladestrom entsprechen eher einem gemütlicheren Fotografieren.
Welcher ist der beste NP-FZ100 Akku?
Kommen wir zum eigentlichen Test.
Starten wir mit dem offensichtlichstem, der originale Sony NP-FZ100 Akku hat bei weitem die größte Kapazität! Alle anderen Hersteller fallen deutlich zurück, trotz der teilweise identischen Leistungsangabe.
Auf Platz 2 folgt mit einem leichten Abstand der Baxxtar Pro NP-FZ100 IV.
Die darauf folgenden Plätze schwanken je nach Last. So kam der RAVPower Akku mit höherer Last im Vergleich besser klar als die Konkurrenz, der PATONA Premium Ersatz Akku hingegen kann sich Platz drei bei niedrigeren Lasten sichern. Unterm Strich sind 3-9 so dicht beieinander, dass es kaum eine Rolle spielt.
Fazit
Welcher ist nun der beste NP-FZ100 Akku? Dies hängt etwas von Eurer Definition von „beste“ ab.
Wenn es Euch um ein Maximum an Kapazität geht, müsst Ihr zum originalen Sony NP-FZ100 Akku greifen. Dieser ist klar der teuerste, zeigte im Test aber auch klar die größte Kapazität.
Wollt Ihr weiterhin möglichst viel Kapazität und möglichst hohe Qualität, aber etwas weniger ausgeben, dann greift zum Baxxtar Pro NP-FZ100 IV. Dieser ist zwar auch nicht „günstig“ bietet aber eine Stufe mehr Kapazität als die anderen getesteten „Nachbau“ Akkus.
Geht es Euch um die beste Preis/Leistung und könnt ein dual Ladegerät gebrauchen, dann schaut Euch einmal die RAVPower NP-FZ100 Kamera Ersatz Akkus an. Ein Doppelpack inklusive Ladegerät kosten hier nur 50€ (zum Zeitpunkt des Tests) und im Test zeigten die Akkus eine souveräne Leistung. Braucht Ihr kein Doppelpack, dann schaut Euch einmal den PATONA Premium Ersatz für Akku Sony NP-FZ100 an.
Unterm Strich seid Ihr aber recht frei, welche Akkus Ihr kaufen könnt. Bei den Sony NP-FW50 Akkus gab es eine ganz massive Streuung bei der Kapazität und Qualität. Bei den Nachbau NP-FZ100 Akkus scheinen alle Modelle aber recht nah beieinander. Es ist hier zwar auch nie ganz sicher wie gut die Akkus altern, aber mit den Baxxtar und RAVPower Akkus hatte ich bei meiner alten Sony Kamera immer recht gute Erfahrungen gemacht.