Das Corsair HS60 HAPTIC im Test, Gaming Headset mit Force Feedback!

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Ein gutes Gaming-Headset kann ein essenzieller Punkt sein tiefer in ein Spiel einzutauchen zu können. Dies möchte Corsair mit dem HS60 HAPTIC nachmals etwas verbessern. So verfügt das „HAPTIC“ über einen kleinen Vibrationsmotor, welcher passend zu den Geräuschen im Spiel agiert.

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Corsair nennt das Ganze „Taction Technology“. Ich muss gestehen mir nicht ganz sicher gewesen zu sein ob dies nach einem unnützen Gimmick klingt oder ob das haptische Feedback wirklich einen Mehrwert darstellt. Klären wir diese Frage im Test!

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen des HS60 HAPTIC!

 

Das Corsair HS60 HAPTIC im Test

Das Corsair HS60 HAPTIC basiert natürlich optisch und technisch auf dem regulären HS60 und wurde nur um die „Taction Technology“ erweitert. Um das HS60 HAPTIC optisch etwas abzuheben setzt Corsair zudem auf eine „auffällige“ Schneetarn-Färbung.

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Starten wir aber am Anfang. Das HS60 HAPTIC ist ein großes Over-Ear Gaming Headset. Corsair setzt bei diesem auf eine Mischung aus Kunststoff und Metall. So ist die Basis des Headsets aus Kunststoff gefertigt, die Aufhängung und auch die Rückseite der Ohrmuscheln sind hingegen aus Metall.

Dies verleiht dem HS60 HAPTIC eine sehr hohe Stabilität und Massivität! Das Headset wirkt durchaus gut und stabil gebaut, was sich im Gegenzug aber auf das Gewicht ausübt. So ist das HS60 HAPTIC mit rund 400g ein recht schweres Headset.

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Die Rückseite der Ohrmuscheln verfügt über eine Art Gitterstruktur. Diese täuscht aber etwas, denn es handelt sich beim HS60 HAPTIC nicht um ein offenes Headset und die Zwischenräume sind gefüllt.

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Wie bei Corsairs HS Serie üblich ist auch beim HS60 HAPTIC das Mikrofon auf Wunsch abnehmbar.

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Angeschlossen wird das HS60 HAPTIC via USB. Dies ist sicherlich auch nötig für Taction Technology. Dementsprechend hat Corsair auch auf einen 3.5mm Eingang oder Ähnliches verzichtet. An den Ohrmuscheln finden sich zudem zwei Drehräder, eins für die Lautstärke und eins für die Stärke der Taction Technology. Des Weiteren ist hier auch eine Mute Taste fürs Mikrofon angebracht.

 

Tragekomfort

Das Corsair HS60 HAPTIC ist zwar ein recht großes und schweres Headset, dieses ist aber nicht unbequem. So sind die Ohrmuscheln sehr schön groß und die Polsterung ausreichend weich.

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Wie gut der Tragekomfort ist hängt allerdings etwas von Eurem Geschmack ab. So ist das HS60 schon ein großer Brocken den Ihr da auf dem Kopf tragt. Sucht Ihr ein leichtes und luftiges Headset seid Ihr hier klar falsch.

 

Klang und Taction Technology

Das Beschreiben des Klangs des HS60 HAPTIC ist aufgrund der Taction Technology keine ganz einfache Angelegenheit. Beginnen wir daher mit einer Beschreibung des Klangs zunächst ohne  Taction Technology.

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Starten wir hier mit den Höhen. Die Höhen des Corsair HS60 HAPTIC sind soweit gut. Diese sind klar und sauber. Helle Stimmen und Geräusche werden natürlich wiedergegeben. Müsste ich meckern würde ich mir vermutlich noch einen Hauch mehr Brillanz wünschen.  Allerdings ist dies schon Kritik auf einem hohen Level.

Die Mitten des HS60 HAPTIC wirken leicht abgesenkt. Dies kann aber auch aufgrund des Raumklangs der Fall sein. Das Headset besitzt von Natur aus einen leichten virtuellen Raumklang, welcher das Klangbild leicht nach außen wölbt. Bei den Mitten führt dies aber zu einem leicht distanzierten Klangbild, wodurch Stimmen etwas entfernter wirken. Ähnliches gilt auch für Schritte usw., welche aber im Gegenzug besser ortbar sind.

Der Bass ist sicherlich der schwierigste Punkte beim HS60 HAPTIC.  Grundsätzlich hat der Bass eine gute Qualität und auch die Masse passt. Das Headset ist kein absoluter Bass-Bomber klingt aber auch nicht zu dünn oder zu flach. Lediglich der Tiefgang des Headsets ist höchstens durchschnittlich.

Hier kommt aber die Taction Technology. Es ist faszinierend wie die Vibration des Headsets die akustische Wahrnehmung beeinflusst. In jeder Ohrmuschel des Headsets findet sich ein Vibrationsmotor, welcher passend zu Bass agiert. Mehr Tiefen = stärkere Vibration. Dabei erzeugen die Motoren aber erfreulicherweise KEINE eigenen Geräusche. So konnte ich kein Surren, Brummen oder andere Störgeräusche wahrnehmen. Auch ist die Synchronisation der Vibration und des Klangs 1a.

Durch die Vibration, welche auf der höchsten Stufe durchaus stark ausfällt, wird der Bass subjektiv extrem verstärkt. Bei Explosionen zittern Eure Ohren regelrecht, der Beat, gerade bei elektrischen Titeln, sorgt hingegen für ein Knackes „zucken“. Der Vibrationseffekt ist dabei wirklich gut und natürlich umgesetzt. Dieser wirkt passend und erweckt unfassbar gut den Eindruck eines Subwoofers.

Dies ist natürlich nichts für „HiFi“ Liebhaber, aber der Effekt ist durchaus mehr als nur ein billiges Gimmick, Corsair hat diesen gut umgesetzt.

 

Mikrofon

Kommen wir zum Abschluss noch auf das Mikrofon zu sprechen.

Grundsätzlich ist das Mikrofon sehr schön klar und sauber. Meine Stimme ist 1a zu verstehen, selbst durch die übliche Kompression diverser Voice Chat Programme hindurch. Auch die Lautstärke des Mikrofons ist ausreichend und die Rauschunterdrückung ist hervorragend! Letztere ist mit die beste die ich bisher bei einem Gaming Headset gehört habe. Das Mikrofon fokussiert sich regelrecht auf Eure Stimme.

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Allerdings im Gegenzug wirkt die Stimme teils etwas dünner und flacher. Damit ist das CORSAIR HS60 HAPTIC weniger für Youtube Videos oder professionelle Twitch Streams geeignet, wo es auch auf die Stimmfärbung ankommt. Für normale Voice Chats ist das Headset aber sehr gut geeignet.

 

Fazit

Das CORSAIR HS60 HAPTIC lebt natürlich etwas vom Vibrationseffekt. Dieser ist auch wirklich hervorragend umgesetzt!

Generell würde ich den Klang des HS60 HAPTIC als gut einstufen, es gibt klar noch bessere Headsets, es gibt aber auch viele schlechtere. Das HS60 ordnet sich hier im Mittelfeld ein. Dabei ist aber das haptische Feedback klar ein Alleinstellungsmerkmal, was die Intensivität des Spiele-Erlebnis deutlich erhöht. Ich muss hier Corsair nochmals loben, das haptische Feedback ist wirklich überzeugend umgesetzt und boostet gerade den Bass subjektiv ein gewaltiges Stück.

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Auch die Verarbeitung und Stabilität des Headsets ist Top. Dieses ist recht groß, aber sofern Ihr keinen winzigen Kopf habt, werdet Ihr Euch schnell daran gewöhnen. Das Mikrofon des Headsets ist ebenfalls kein Schwachpunkt. Dieses ist sicherlich nichts für hauptberufliche Youtuber, aber die Sprachverständlichkeit und Rauschunterdrückung ist stark.

Am Ende bleibt nur etwas die Preis-Frage. Das CORSAIR HS60 HAPTIC hat eine UVP von 129,99€. Diese ist etwas zu hoch angesetzt, gerade wenn wir uns das reguläre HS60 Pro ansehen, welches aktuell für 69€ zu bekommen ist. Ich denke der Preis wird nach der Veröffentlichung ein Stück weit fallen. Für knapp unter 100€ kann ich das HS60 HAPTIC mit gutem Gewissen empfehlen, ansonsten kommt es darauf an wie sehr Ihr Euch für das gute Haptische Feedback interessiert und ob dieses Euch den durchaus saftigen Aufpreis wert ist. Gut umgesetzt ist das Ganze.

Corsair Hs60 Haptic

Michael Barton
Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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