Start Blog Seite 60

Geheimtipp, Ultra schnelle V90 Speicherkarte von Nextorage mit über 300 MB/s!

1

Wenn du eine Systemkamera oder Spiegelreflex hast, wirst du mit Sicherheit auch einen Bedarf an SD Karten haben. Im besten Fall sollten diese auch schnell sein! Gerade wenn deine Kamera zu hohen Serienbildraten oder hochauflösendem Video in der Lage ist.

Die schnellsten SD Karten mit der V90 Klassifizierung können aber leider auch schnell sehr ins Geld gehen. Hier bin ich über ein sehr spannendes Modell gestolpert, die Nextorage Ultra Fast v90 UHS-II.

Bei der Nextorage Ultra Fast v90 UHS-II handelt es sich um eine, zumindest auf dem Papier, extrem schnelle SD Karte, welche 300 MB/s lesend und 299 MB/s schreibend erreichen soll.

Sollten diese Werte auch nur ansatzweise erreicht werden, wäre dies eine, wenn nicht sogar die schnellste SD Karte derzeit auf dem Markt.

Wollen wir uns also einmal die Nextorage Ultra Fast v90 UHS-II näher im Test ansehen.

An dieser Stelle vielen Dank an Nextorage für das Zurverfügungstellen der Speicherkarte für diesen Test.

 

Nextorage Ultra Fast v90 UHS-II im Test

Die Nextorage Ultra Fast ist natürlich eine klassische SD Karte mit schwarzem Gehäuse und einem schwarz/grauen Aufkleber.

Fast das spannendste ist hier die Verpackung der SD Karte, welche sehr schön minimalistisch ist.

Ansonsten haben wir lediglich die üblichen Kontakte für eine UHS-II Speicherkarte wie auch einen Schreibschutzschalter.

 

Messung der Datenübertragungsraten

Die Übertragungsgeschwindigkeiten von SD-Karten können erheblich variieren, abhängig vom verwendeten Kartenleser, der verwendeten Kamera usw. Für diese Messung verwende ich den Angelbird SD DUAL CARD READER, der eins der schnellsten Modelle ist, das mir bekannt ist.

Zusätzlich werde ich einige andere SD Karten mit in den Vergleich aufnehmen, unter anderem folgende “V90” Speicherkarten:

  • Angelbird AV PRO SD MK2 V90 R300/W280
  • Kingston Canvas React Plus 256GB V90
  • Lexar Professional 2000x Gold Series 128GB

Die Werte der Nextorage Ultra Fast v90 UHS-II sehen richtig gut aus! Lesend kommen wir auf knapp 305 MB/s und schreibend auf 302,6 MB/s. Dies sind die besten Werte, die ich bisher bei einer SD Speicherkarte gesehen habe.

Dies zeigt sich auch im Vergleich zu anderen High End Speicherkarten. Selbst die Angelbird AV PRO SD MK2 V90 R300/W280 wird merkbar geschlagen.

 

In der Praxis mit der Canon R6 II

Aber die Werte in einem Kartenleser sind immer das eine. Das andere ist die Leistung “in der echten Welt”. Schauen wir uns zunächst einmal die Leistung in der Canon R6 II an, mit folgenden Einstellungen:

  • Elektronischer Verschluss
  • Hohe Serienbildgeschwindigkeit (20 Bilder/s)
  • RAW
  • Manueller Fokus (damit der AF nicht verzögert)
  • ISO 100
  • 1/2000 Belichtungszeit

Hierbei messe ich zwei Werte.

  1. Bis der Zwischenspeicher der Kamera gefüllt ist und diese nicht mehr das volle Tempo erreicht.
  2. Bis der Zwischenspeicher komplett auf die Speicherkarte entleert ist.

Die Werte sehen auch hier richtig gut aus! So ist die Nextorage Ultra Fast v90 UHS-II die schnellste Speicherkarte die ich bisher in der Canon R6 II getestet habe!

 

In der Praxis mit der FUJIFILM X-H2S

Machen wir den gleichen Test mit der FUJIFILM X-H2S.

  • Elektronischer Verschluss
  • Hohe Serienbildgeschwindigkeit (20 Bilder/s)
  • RAW
  • Manueller Fokus (damit der AF nicht verzögert)
  • ISO 100
  • 1/2000 Belichtungszeit

Hier schauen wir uns aber nur die Zeit an, welche es dauert, bis die Bilder auf die Speicherkarte geschrieben sind. Die Zeit bis der Zwischenspeicher bei der X-H2S gefüllt ist, ist praktisch mit allen Speicherkarten identisch bei dieser Kamera.

Auch hier ein top Ergebnis! Die Nextorage Ultra Fast v90 UHS-II setzt sich klar auf Platz 1 vor die Angelbird AV PRO SD MK2 V90 R300/W280 und Kingston Canvas React Plus 256GB V90.

Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich für die FUJIFILM X-H2S eher eine CFexpress Typ B Speicherkarte empfehlen würde, welche meist nochmals schneller sind.

 

Fazit

Nextorage ist zwar sicherlich ein etwas exotischer Hersteller aber mit der Ultra Fast v90 UHS-II SD Karte haben diese ein echtes Ass im Ärmel!

Dies ist die schnellste SD Karte, welche ich bisher gesehen habe! Im Kartenleser erreichte diese lesend wie auch schreibend über 300 MB/s, was einmalig ist.

Aber auch in meinen Test-Kameras waren die Ergebnisse eindeutig. Die Nextorage Ultra Fast v90 UHS-II konnte sich vor die Angelbird AV PRO SD MK2 V90 R300/W280 und Kingston Canvas React Plus 256GB V90 setzen.

Nextorage SD Karte 256GB UHS-II SDXC, japanische speicherkarte...
  • Der Nextorage-Vorteil: Über 20 Jahre Erfahrung mit Sony-Speicher...
  • Hochgeschwindigkeits-Lese- und Schreibleistung: Sie erreicht eine...
  • V90 für 8K-Videoaufnahmen: Sie erfüllt V90 (garantierte...
  • Kurze Pufferfreigabezeit: Die hohe Schreibgeschwindigkeit...
  • Universelle Kompatibilität: Die Kompatibilität mit den neuesten...

Ein richtig starkes Ergebnis! Auch machte die Speicherkarte keinerlei Probleme oder zeigte sich zickig. Klar, Nextorage ist, was die Langzeit-Erfahrung und Haltbarkeit angeht, noch ein etwas unbeschriebenes Blatt, aber wir haben hier auch einen japanischen Hersteller, über welchen ich bisher auch noch nichts Negatives gehört habe!

Fressnapf Tracker im Test, günstiger GPS Tracker mit NB-IoT Technik

Wenn du einen Hund hast, ist sicherlich die Sorge, dass dieser irgendwann mal wegläuft, weil er sich erschrickt oder bei einem Unfall, sicherlich auch schon dagewesen.

Genau hierfür gibt es sogenannte GPS Tracker. Sicherlich das populärste Modell stammt von Tractive, aber es gibt auch Nutzer die beispielsweise einen Apple AirTag als “Hundetracker” nutzen.

Das Modell von Tractive ist sicherlich die “bessere” Wahl, aber hat einen großen Nachteil. So verlangt Tractive genau wie die meisten anderen GPS Tracker eine vergleichsweise hohe Jahres/Monatsgebühr.

Bei Tractive kann diese je nach Abo zwischen 13€ im Monat und 84€ im Jahr liegen, zusätzlich zu den Anschaffungskosten.

Der Fressnapf Tracker ist hier eine extrem spannende Alternative, welche auch eine spannende Technik nutzt!

So kostet der Fressnapf Tracker 75€ inklusive 2 Jahre kostenfreier Nutzung. Nach diesen 2 Jahren kostet der Spaß nur 9,99€ pro Jahr. Er ist also signifikant günstiger als alle anderen GPS Tracker auf dem Markt!

Aber was kann der Fressnapf Tracker? Wie funktioniert er? Finden wir es im Test heraus!

 

Der Fressnapf GPS Tracker “V2” im Test

Es gibt den Fressnapf GPS Tracker in zwei Versionen. Der ursprünglichen Version und der “neuen” Version.

Technisch scheinen beide Versionen +- identisch zu sein. Die neue Version untersützt nur unterschiedliche Halterungen und bringt kleinere Verbesserungen mit.

Prinzipiell setzen aber beide Versionen auf ein graues Gehäuse, welches über zwei Klettverschlüsse an einem Halsband oder Geschirr befestigt werden kann.

Geladen wird der Tracker über ein magnetisches Ladepad, welches einfach an ein USB Ladegerät angeschlossen wird.

 

Die Fressnapf App

Grundsätzlich ist Fressnapf App gut aufgebaut. Auf der Startseite findest du zunächst eine Kartenansicht, wo du deinen aktuellen Standort wie auch den Standort deines Hundes sehen kannst.

Dieser Standort wird in einem gewissen Intervall geupdatet. Dieser Intervall ist relativ gering (alle paar Minuten). Allerdings gibt es einen “Live Tracking” Modus.

Diesen kannst du temporär einschalten. In diesem Modus wird der Standort des Trackers öfter aktualisiert, auf Kosten des Akkus. Dies macht aber natürlich Sinn, wenn du deinen Hund suchst.

Neben dem Tracken deines Hundes kannst du auch Aktivitäten Sehen. Unter Aktivitäten kannst du sehen wie viel sich dein Hund bewegt hat und auch die Routen sehen!

Du kannst hierüber deinen Spaziergang genau nachverfolgen, was Route, Zeit und Distanz angeht.

Zudem gibt es noch ein paar Boni wie beispielsweise Gesundheitsfunktionen, Futterempfehlungen usw.

 

Wie genau ist das Tracking?

Der Fressnapf GPS Tracker hat eine gute Genauigkeit, aber wie bei den meisten Modellen ist diese auch nicht auf den Zentimeter genau. Du hast hier +- 5-10 Meter.

Vergleichen mit dem Tractive Modell würde ich sagen, dass der Tractive vielleicht einen Hauch genauer und vor allem eine etwas bessere Aktualisierungsgeschwindigkeit hat.

Dennoch wenn dein Hund wirklich weit weggelaufen ist, reichen die Werte des Fressnapf Trackers locker um deinen Hund zu lokalisieren.

 

Warum haben GPS Tracker Abogebühren?

Es gibt natürlich Tracker ohne Abo gebühren. Siehe den Apple AirTag als Tracker, aber diese haben dann einen großen Nachteil, die Reichweite.

Dein Hund darf sich je nach System nicht mehr als 10 bis vielleicht 100 Meter von dir und deinem Smartphone entfernt sein.

Bei GPS Trackern von beispielsweise Tractive oder Vodafone Curve GPS-Tracker und auch dem Fressnapf Modell ist der Abstand egal. Diese funken nicht direkt dein Smartphone an, sondern verbinden sich mit dem Mobilfunk-Netz und darüber dann mit deinem Smartphone.

Entsprechend muss in den Trackern aber auch eine Art SIM-Karte mit Vertrag stecken. Bzw. die Anbieter wickeln das intern ab.

Daher haben die Hersteller konstant laufende Kosten, welche diese an die Kunden umlegen.

Dies gilt auch für den Fressnapf Tracker, der auch “nur” das Abo für 2 Jahre mit im Preis hat.

 

Welches Smartphone-Netz nutzt der Tracker von Fressnapf?

Ein GPS Tracker ist nur so gut wie der Empfang, den er hat. Zum Beispiel verwendet Tractive O2 als Netzanbieter, der in abgelegenen Gegenden nicht die beste Abdeckung bietet.

Fressnapf hingegen setzt auf die Telekom als Anbieter. Allerdings verwendet ihr System nicht den herkömmlichen Standard wie 2G, 3G oder 4G, sondern setzt auf NB-IoT. Das könnte auch der Grund für den günstigen Preis sein.

 

Was ist NB-IoT?

NB-IoT ist ein spezieller Übertragungsstandard für Geräte im Bereich des Internet of Things (IoT). Im Fokus steht hierbei nicht die Maximierung der Übertragungsgeschwindigkeiten, sondern vielmehr die Erzielung einer weitreichenden Signalabdeckung, niedriger Energieverbrauch und kostengünstige Lösungen.

Im Vergleich zu herkömmlichen 2G oder 4G-Netzen bietet NB-IoT eine größere Reichweite. Wenn also das Signal bei 2G oder 4G zu schwach ist, besteht möglicherweise weiterhin eine Verbindungsmöglichkeit über NB-IoT.

Alle Telekom LTE-Masten unterstützen die NB-IoT-Technologie

Mehr Infos findest Du direkt bei der Telekom, welche hier die vorantreibende Kraft hinter diesem Standard ist: https://iot.telekom.com/de/netze-tarife/narrowband-iot-lte-m

 

Wie gut ist der Empfang des Fressnapf Tracker

Zwar nutzt der Fressnapf GPS Tracker NB-IoT, das einen sehr guten Empfang hat, aber dennoch gilt das Motto:

  • Hast du auf deinen Spaziergeh-Routen Mobilfunkempfang, dann stehen die Karten sehr gut, dass auch der Fressnapf Tracker Empfang hat.
  • Hast du aber weit und breit auch keinen Handyempfang, dann wird der Tracker vermutlich auch keinen Empfang haben.

 

Was kostet der Fressnapf Tracker nach 2 Jahren

Nach 2 Jahren verlangt Fressnapf 9,99€ pro Jahr weitere Nutzung. (Stand Anfang 2024)

Akkulaufzeit, die große Schwäche des Fressnapf GPS Trackers

Die große Schwäche des Fressnapf GPS Trackers ist die Akkulaufzeit. Wenn der Tracker nicht bewegt wird, geht dieser nach einiger Zeit in eine Art Standby Modus.

So sind durchaus +- 4 Tage möglich, wenn du diesen nur für Spaziergänge anziehst.

Trägt Dein Hund den Tracker den ganzen Tag, kannst du mit einer Laufzeit von 1-2 Tagen rechnen.

 

Fazit

Ist der Fressnapf GPS Tracker der beste Hunde Tracker auf dem Markt? Nein! Ich denke das Modell von Tractive ist etwas reaktionsschneller, einen Hauch genauer und hat eine bessere Akkulaufzeit.

Aber am Ende ist der Preis auch ein wichtiger Punkt. Hier die Kosten für einen Tractive Tracker für 2 Jahre und des Fressnapf Trackers:

  • Fressnapf : 74,99€
  • Tractive : 39,99€ + 120€ = 159,99€

Tractive kostet rund das doppelte! Noch deutlicher wird es ab Jahr 3 oder wenn du nicht nicht für 2 Jahre im Voraus zahlen willst.

Wenn du einen Hund hast der nicht regelmäßig abhaut und du kommst mit der 2 Tage Akkulaufzeit klar, dann ist der Fressnapf GPS Tracker ein super Sicherheitsnetz, das halt nicht extreme laufende Kosten hat.

Dabei funktioniert der Tracker auch generell sehr gut und auch die Fressnapf App ist mehr als ordentlich!

Kurzum, als Sicherheitsnetz ist der Fressnapf GPS Tracker absolut empfehlenswert!

Fressnapf GPS Tracker Für Hunde - 2. Generation - Ohne ABO - Ortung...
  • Zuverlässige Ortung: Dank der sehr präzisen GPS-Ortung sehen...
  • Kein Abo: Der Pet Bowl GPS-Tracker für Hunde ist der einzige...
  • Glücklich und gesund: Dank der wissenschaftlichen Formel...
  • Praktischer Schlafmodus: Der Tracker wird induktiv geladen und...

Die KIOXIA Exceria Plus 1TB im Test, eine schnelle und zuverlässige externe SSD mit TLC NAND

0

Eine externe SSD ist etwas essentielles. KIOXIA ist im bereich der SSDs und Flash Speicher einer der größten Hersteller.

Diese bieten mit der KIOXIA Exceria Plus eine hochwertige externe SSD an, welche mit hoher Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit punkten soll. Gerade letzteres ist bei vielen Herstellern leider nicht mehr selbstverständlich.

Wollen wir uns im Test einmal ansehen wie gut oder vielleicht auch schlecht die KIOXIA Exceria Plus externe SSD ist!

An dieser Stelle vielen Dank an KIOXIA welche mir die SSD für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Die KIOXIA Exceria Plus 1TB im Test

Die KIOXIA Exceria Plus setzt auf ein mittelgroßes und schlichtes Gehäuse. So misst dieses 105 x 45 x 14 mm und ist komplett aus Metall gefertigt.

Durch letzteres wirkt das Gehäuse sehr “massiv” und stabil. Verglichen mit den vielen “mini”-Externen SSDs ist die Exceria Plus aber auch nicht übermäßig kompakt, eher im Gegenteil.

Dabei ist das Design super einfach. Wir haben ein graues Metall-Gehäuse mit KIOXIA Schriftzug.

Es gibt keine Gummi-Ummantelung oder Ähnliches. Allerdings ist sie aufgrund des massiven Gehäuses dennoch recht gut gegen Stürze geschützt. Allgemein sind hier SSDs weniger kritisch. So soll die SSD auch den “MIL-STD-810H” Standard erfüllen.

Abseits davon gibt es nicht viel Spannendes zu berichten. Die SSD besitzt einen USB C Port, wie auch eine blaue Status LED an der Seite.

 

M.2 2280 SSD im Inneren

Ich denke, bei dem Formfaktor ist es ein offenes Geheimniss, dass KIOXIA bei der Exceria Plus einfach eine “normale” 2280 NVME SSD im Inneren des Gehäuses verbaut hat.

Dank der Schrauben auf der Unterseite lässt sich die externe SSD auch problemlos öffnen.

Im Inneren finden wir eine KIOXIA KWG10ZNV1T00.

Hierbei scheint es sich um die normale KIOXIA EXCERIA SSD zu handel. Eine solide Einsteiger-SSD mit TLC NAND.

 

Vor- und Nachteile dieses Aufbaus

Mittlerweile setzen zunehmend mehr Hersteller auf ein komplett „integriertes“ Design bei externen SSDs. Heißt, die Speicherbausteine sind direkt auf einem Board mit dem SSD-Controller, dem USB-Controller usw. verlötet.

KIOXIA hingegen nutzt eine “normale” interne SSDs um welche lediglich ein externes Gehäuse herum gebaut wurde. Was sind die Vor- und Nachteile dieses Designs?

Vorteile:

  • Bei einem Defekt des Gehäuses, des USB C Ports, des USB Controllers kann die SSD einfach entnommen werden und in einem anderen Gehäuse bzw. direkt im PC verbaut werden.
  • Du kannst SSD und das Gehäuse tauschen, wenn du wolltest.
  • SSDs die ursprünglich für die interne Nutzung gedacht waren, sind oftmals zu höheren Standards gebaut, was die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit angeht.
  • Für KIOXIA ist es viel einfacher solch eine SSD zu entwickeln.

Nachteile:

  • Erhöhter Platzbedarf.
  • Kosten können höher sein, verglichen mit “enger verbauten” externen SSDs.
  • Performance kann minimal schlechter sein.

 

Smart Werte auslesbar

Du kannst mit Hilfe von Programmen wie CrystalDiskInfo aktuelle Zustandsdaten von der SSD auslesen.

 

Datenraten der KIOXIA Exceria Plus externen SSD

KIOXIA wirbt bei der KIOXIA Exceria Plus mit 1050 MB/s lesend und 1000 MB/s schreibend. Gute Werte, welche uns aber auch sagen, dass wir hier eine SSD mit USB C 3.2 Gen 2 10 Gbit Verbindung haben.

Offen gesagt, dies ist mittlerweile guter Standard. Aber wie steht es um die Leistung der in der Praxis? Kann diese wirklich die Herstellerangaben erreichen?

Die SSD erreichte bei mir lesend 1031 MB/s und schreibend 1082 MB/s. Damit wird die Herstellerangabe lesend leicht unterschritten und schreibend überschritten.

Auch verglichen mit anderen SSDs sieht die KIOXIA Exceria Plus nicht schlecht aus. Lesend fällt diese spannenderweise hinter einige “große” Modelle zurück. Allerdings sind die Unterschiede hier minimal (1089 MB/s zu 1031 MB/s).

Schreibend wiederum ist dies die erstmal schnellste SSD die ich bisher in den Fingern hatte.

 

Konstante Leistung? SLC Cache?

Viele SSDs besitzen leider keine konstante Schreibrate. So nutzen diese in der Regel einen Schreibcache. Heißt, ein Teil der SSD ist schneller beschreibbar als die restliche SSD. Gerade bei QLC SSDs ist dies stark ausgeprägt. Diese erreichen nach dem Cache oftmals kaum noch 100 MB/s.

Wie schlägt sich hier die KIOXIA Exceria Plus 1TB? Auch die KIOXIA Exceria Plus besitzt einen Schreibcache!

Wir können sehen, dass nur kurz eine praktische Datenrate von rund 800 MB/s mit H2TestW gehalten wird. Danach sinkt diese auf rund 500 MB/s, ehe sie etwas zum Ende des Schreibvorgangs etwas instabil wird (was aber nicht unnormal ist).

Wir haben also eine konstante Schreibrate von rund 500 MB/s bei der KIOXIA Exceria Plus. Dies ist aber kein schlechtes Abschneiden!

So können wir sehen das sich die KIOXIA Exceria Plus in die Mitte setzt, zwischen die “High End” Modelle und die SSDs welche QLC NAND nutzen und deshalb extrem langsam sind.

 

PC Mark

PC Mark ist zwar ein künstlicher Benchmark, wurde jedoch konzipiert, um authentische Anwendungsszenarien nachzuahmen.

Wir führen dabei zwei Prüfungen durch: den „Data Drive“-Test, der vorwiegend auf Datenlaufwerke fokussiert ist und hauptsächlich Kopier-Tests umfasst, sowie den „Full“-Test.

Der „Full“-Test ist eigentlich für interne Laufwerke gedacht, erweist sich jedoch dennoch als interessant.

Spannend! Beim Data Drive Test erreichte die KIOXIA Exceria Plus 1TB Bestwerte mit einer Punktzahl von 1370.

Auch beim großen “Full” Test erreichen wir gute 771 Punkte, welche aber nur fürs Mittelfeld ausreichen.

 

3D Mark

Schauen wir uns auch den 3D Mark SSD Test an. Obwohl dieser ursprünglich für interne SSDs konzipiert wurde, bietet er dennoch aufschlussreiche Werte hinsichtlich Reaktionszeiten und Ladeleistung externer SSDs.

Der 3D Mark SSD Test überprüft dabei:

  • Loading Battlefield™ V from launch to the main menu.
  • Loading Call of Duty®: Black Ops 4 from launch to the main menu.
  • Loading Overwatch® from launch to the main menu.
  • Recording a 1080p gameplay video at 60 FPS with OBS (Open Broadcaster Software) while playing Overwatch®.
  • Installing The Outer Worlds® from the Epic Games Launcher.
  • Saving game progress in The Outer Worlds®.
  • Copying the Steam folder for Counter-Strike®: Global Offensive from an external SSD to the system drive.

Auch hier stehen wir ein starkes Abschneiden der SSD, welche sich klar in den Top 3 platziert.

 

Praktische Tests

Natürlich müssen wir auch ein paar praktische Tests durchführen. Hierbei kopiere ich 3 Datenpakete auf und von der SSD.

  • Test 1 – 1x Datei mit 49 GB
  • Test 2 – 1x Datei mit 215 GB
  • Test 3 – 378x Dateien mit einer Gesamtgröße von 49 GB (Spiele Installation)

Hier zeigt die KIOXIA Exceria Plus 1TB eine solide Leistung, welche aber auch verglichen mit der Konkurrenz nicht hervorsticht. Diese ist nicht schlecht aber auch nichts “Besonderes”.

Gerade schreibend wurde die KIOXIA Exceria Plus dabei von dem vergleichsweise kleinen SLC Cache etwas behindert.

Die Exceria Plus hat zwar eine viel höhere Datenrate nach dem Cache als beispielsweise die Crucial X9, aber Letztere hat einen größeren Cache, weshalb dies weniger auffällt.

 

Fazit

Die KIOXIA Exceria Plus 1TB ist eine gute externe SSD! Diese fällt aber etwas in die Kategorie unauffällig gut.

So ist diese selten die schnellste, aber auch nie die langsamste Wahl. Dank des TLC Speichers bietet die SSD eine recht stabile konstante Schreibleistung. Ja auch hier sinkt die Schreibleistung bei konstanter Last auf rund 500 MB/s ab, was aber deutlich besser ist als bei vielen anderen günstigen externen SSDs.

Auch abseits davon machte die KIOXIA Exceria Plus 1TB eine sehr gute Figur im Test!

Bekommst du diese zu einem fairen Preis, ist sie für alle Bereiche gut geeignet, egal ob es um das Verschieben großer Datenmengen oder um Backup-Zwecke geht.

PERGEAR CFE-B Prime CFexpress Typ-B im Test, günstige und schnelle CFexpress Typ-B Speicherkarte!

0

PERGEAR bietet eine hervoragende CFexpress Typ A Speicherkarte an, zu einem sehr fairen Preis. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch die PERGEAR CFE-B Prime CFexpress Typ-B “Version 2023”.

Diese ist mit 512 GB für rund 200€ erhältlich, was ein sehr attraktiver Preis für eine Speicherkarte ist, die 1780 MB/s lesend und 1000 MB/s schreibend erreichen soll.

Schauen wir uns die PERGEAR CFE-B Prime CFexpress Typ-B einmal im Test an!

An dieser Stelle vielen Dank an PERGEAR für das Zurverfügungstellen der CFE-B Prime CFexpress Typ-B.

 

PERGEAR CFE-B Prime CFexpress Typ-B im Test

Die PERGEAR CFE-B Prime Speicherkarte ist derzeit mit 512 GB, 1 TB, 2 TB und 4 TB Kapazität erhältlich. In diesem Test haben wir zwar “nur” die 512 GB Version, aber die größeren Versionen sollten identisch oder tendenziell sogar noch besser abschneiden.

Beim Gehäuse haben wir einen Mix aus Kunststoff und Metall. Der Rahmen ist wie üblich aus Kunststoff gefertigt. Vorder- und Rückseite hingegen sind aus Metall, was Sinn macht für eine bessere Wärmeabfuhr.

Der Aufkleber ist wertig gestaltet und die Verarbeitungsqualität ist tadellos.

 

Was ist das besondere bei CFexpress Speicherkarten?

CFexpress Speicherkarten unterscheiden sich technisch sehr deutlich von normalen SD Karten.

CFexpress Speicherkarten sind im Kern “normale” NVME SSDs, wie du diese in deinem PC/Notebook finden kannst.

Mit passenden Adaptern ist es möglich, eine solche Speicherkarte “intern” zu verbauen. Eine SD Karte ist hingegen eher wie ein USB Stick zu betrachten.

Dies hat zwei große Vorteile.

  1. Wir haben durch die PCIe Anbindung und das NVME System hinter der Speicherkarte weniger “overhead” und höhere Geschwindigkeiten, verglichen mit SD Karten.
  2. Die Zuverlässigkeit ist bei SSDs / CFexpress Speicherkarten höher als bei SD Karten aufgrund erweiterten Datenschutz Features, besserem Wear-Leveling. Zudem kannst du den Zustand auslesen.

Gerade Letzteres ist ein spannender Punkt. Sämtliche Flash-Speicher sind Verschleißmaterial. Irgendwann gehen die Speicherzellen kaputt.

Bei SD Karten hast du keine Ahnung wann dies der Fall ist. Bei CFexpress Speicherkarten kannst du hingegen den Zustand der Speicherzellen auslesen!

Du kannst sogar sehen wie stark die Speicherkarte schon beschrieben wurde.

 

Typ A und Typ B

CFexpress Speicherkarten gibt es in zwei Versionen (genau genommen 3, aber Typ C wird nicht groß genutzt).

  • Typ A – wird von Sony genutzt – sehr klein und kompakt – maximal 1000 MB/s
  • Typ B – wird von Canon, Nikon, Fuji, usw. genutzt – etwas größer – maximal 2000 MB/s

Achte also darauf ob du den richtigen CFexpress Typ für deine Kamera kaufst! Hast du beispielsweise eine Sony, dann ist dies nicht die richtige Speicherkarte!

 

Maximale Datenrate

PERGEAR wirbt mit einer Datenrate von 1780 MB/s lesend und 1000 MB/s schreibend.

An einem PC wirst du diese Datenraten in der Regel nicht sehen. Die meisten USB Kartenleser schaffen einfach nicht mehr als +- 900 MB/s. Ausnahme sind Modelle mit Thunderbolt.

Für diesen ersten Test nutze ich die Speicherkarte intern in einem PC mit einem speziellen Adapter, welcher die volle Geschwindigkeit erlaubt.

PERGEAR CFE-B Prime CFexpress Typ-B CrystalDiskMark

Und diese ersten Zahlen mit CrystalDiskMark sehen gut aus! Lesend kommen wir maximal auf 1867,6 MB/s und schreibend auf 1628,3 MB/s.

Damit übertrifft die Speicherkarte die Herstellerangabe!

Allerdings schreibend ist es nicht ganz so einfach. Denn die PERGEAR CFE-B Prime nutzt einen SLC Cache. Heißt nur ein kleiner Teil der Speicherkarte kann sich mit 1628 MB/s beschreiben werden.

Drehen wir die Dateigröße etwas weiter hoch, sehen wir, dass die Datenrate schreibend auf 1192 MB/s sinkt.

Dies entspricht dann eher der Herstellerangabe.

 

Datenrate in Kartenleser

Schauen wir uns die Datenraten in einem normalen USB 3.2 Gen 2 10 Gbit Kartenleser an, in diesem Fall das Modell von PERGEAR.

Hier kommen wir lesend wie auch schreibend auf um die 980 MB/s. Hier ist der Kartenleser bzw. die USB Verbindung der limitierende Faktor.

 

In der Praxis mit der FUJIFILM X-H2S

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Hierfür teste ich die Speicherkarte in der FUJIFILM X-H2S mit folgenden Einstellungen:

  • 20 Bilder/s
  • Elektronischer Verschluss
  • Unkomprimiertes RAW

Jedes Bild hat +- 50 MB, bei 20 Bildern sprechen wir von +- 1000 MB/s. Viel zu viel für eine normale SD Karte.

Starten wir zunächst mit einer Messung wie lange es dauert bis der Buffer in der Kamera gefüllt ist. Also wie lange es dauert bis die Kamera langsamer wird.

Dies sieht doch schon vielversprechend aus! Die PERGEAR CFE-B Prime kann 16,66 Sekunden lang das volle Tempo in der Kamera aufrecht erhalten. Selbst die schnellsten SD Karten schaffen maximal +- 6 Sekunden.

Die Angelbird AV PRO CFexpress SE Type B 512 GB schaffte 12,17 Sekunden und die INDMEM CFexpress Type B Card 11,88 Sekunden.

Aber wie lange dauert es, bis der Buffer wieder geleert ist?

Auch hier Platz 1 für die PERGEAR CFE-B Prime, knapp vor der Angelbird AV PRO CFexpress SE.

Damit können wir festhalten, dass die PERGEAR auch in der Praxis die bisher schnellste getestete Speicherkarte in Kombination mit der FUJIFILM X-H2S ist.

 

Fazit

Die PERGEAR CFE-B Prime ist eine fantastische CFexpress Typ B Speicherkarte! Diese bietet vor allem eine super Preis/Leistung!

Du bekommst die 512 GB Version für +- 200€, was ein sehr faires Angebot! Vor allem wenn wir die Leistung von 1000+ MB/s schreibend bedenken!

Auch im Praxis Test konnte die Speicherkarte absolut überzeugen! In der FUJIFILM X-H2S übertraf diese die Angelbird AV PRO CFexpress SE knapp, was beachtlich ist.

Kurzum, ich denke die PERGEAR CFE-B Prime ist eine absolut vernünftige Wahl, welche mehr als genug Leistung fürs Filmen (auch in sehr hohen Bitraten und Auflösung), wie auch Serienbild Modi bietet.

Erfahrungsbericht, wie haltbar und zuverlässig sind Saugroboter in der Praxis? (Roborock, Dreame, Ecovacs usw.)

Auf techtest.org findest du dutzende Tests zu Saugrobotern. Tests entstehen hier meist nach 1-2 Wochen der Nutzung. Hier kann ich mir schon ein recht gutes Bild machen wie gut oder schlecht ein Saugroboter ist.

Allerdings in der langfristigen alltäglichen Nutzung können sich gerne mal Probleme und Auffälligkeiten zeigen, welche nach 1-2 Wochen noch nicht aufgefallen waren.

So habe ich meist Saugroboter auch nach Abschluss des eigentlichen Tests weiter im Betrieb, meist bis das nächste Modell reinkommt.

In diesem Artikel soll es um herstellerspezifische Auffälligkeiten, welche ich beobachten konnte und allgemein wie zuverlässig und haltbar Saugroboter bei mir waren.

 

(Fast) Keine Ausfälle!

Ich hatte schon dutzende Saugroboter im Einsatz und spannenderweise hat von diesen fast keiner den Dienst komplett versagt. Es gab hier lediglich zwei Ausnahmen:

Neato Botvac-Connected, ein mittlerweile recht altes Modell (2017), aber dieser hat rund 2 Jahre nach Kauf die Funktion eingestellt. So hat hier der Sensor, welcher erkennt, ob der Sauger auf dem Boden steht, den Dienst versagt.

Der Saugroboter glaubt, er würde immer in der Luft hängen und startet nicht mehr.

Basisstation des DreameBot L10s Ultra Leider hat ein paar Monate nach dem Test die Basisstation des L10s Ultra den Dienst versagt. Genau genommen funktioniert die Pumpe von der Waschstation nicht mehr. Der Sauger selbst hingegen funktioniert ohne Probleme.

Dies sind auch die beiden einzigen Ausfälle die ich bei mehreren dutzenden Saugroboter Modelle erlebt habe.

 

Saugkraftverlust, ein großes Thema!

Etwas anderes ist allerdings, wie gut ältere Modelle noch saugen. Denn hier sind mir teils deutliche Unterschiede aufgefallen.

Natürlich müssen die Filter von Saugrobotern oft getauscht oder wenigstens gereinigt werden, denn ansonsten sinkt die Saugleistung fast aller Saugroboter sehr schnell ins bodenlose!

Allerdings gibt es manche Modelle, die gefühlt dauerhaft etwas Saugleistung eingebüßt haben.

Ich mag zwar die Saugroboter von Roborock sehr gerne, aber bei Roborock ist mir dieses Phänomen am deutlichsten aufgefallen.

Gerade bei den etwas älteren Roborock Modellen ist mir dies deutlich aufgefallen, dass sie einfach nicht mehr so viel Luft durchziehen konnten. Vor allem der Roborock S50 war hier ganz schlimm!

Ab einem gewissen Punkt ging durch den Roborock S50 fast gar nichts mehr an Luft. Ich hatte diesen dann zerlegt und im Inneren war ein versteckter Filter vor dem Saugmotor, welcher sich mit der Zeit zugesetzt hatte. Das Entfernen dieses Filters steigerte die Saugleistung massiv.

Ob dieser Filter bei allem Roborock Saugern vorhanden ist und auch ein Problem ist, kann ich nicht sagen. Allerdings ist mir auch beim S7 eine leichte Reduktion des Lufdurchsatzes aufgefallen. Dies kann aber auch Einbildung sein.

Punktuell sind mir auch Veränderungen bei anderen Herstellern aufgefallen. In der Regel reichte hier aber eine gründliche Reinigung und ein Austauschen des Filters, der Bürste und die Roboter kamen wieder zu alter Kraft zurück.

 

Macht Karten kaputt

Prinzipiell navigieren die Saugroboter von Dreame sehr gut. Allerdings machen diese bei mir ab und an ihre Karten kaputt.

Dabei kannst du in der App sehen wie sich anscheinend mehrere Karten überlagern, was den Roboter verwirrt.

Dieses Problem lässt sich natürlich recht einfach beheben, Karte löschen und neu erstellen. Allerdings ist mir dies so bei Modellen anderer Hersteller nicht aufgefallen.

 

Die beste Navigation

Mittlerweile haben die Saugroboter aller großer Hersteller eine gute Navigation. Aber dennoch möchte ich hier meine Top 4 küren:

  1. Narwal
  2. Roborock
  3. Dreame
  4. Ecovacs
  5. iRobot, Eufy, Neato, Ultenic, Shellbot, Yeedi usw.

Der Narwal Freo hat mich sehr beeindruckt! Dies ist der Saugroboter mit der besten Navigation die ich bisher erlebt habe. Kein anderer Saugroboter fährt so sicher und zuverlässig durch meine Wohnung.

 

 

Auf Platz 2 würde ich im Allgemeinen die Roborock Modelle voten. Natürlich gibt es hier Modelle mit besserer Navigation und mit schlechterer, aber generell sind die Roborock Modelle sehr zuverlässig.

Abseits von dem kleinen “Karten” Problem ist auch die Navigation von Dreame fantastisch! Dreame Saugroboter haben bei mir alle unheimlich gut und zuverlässig navigiert. Egal ob nun die teuren Flagschiff-Modelle oder die etwas Preis/Leistungs orientierten Modelle.

Dabei sind Dreame Saugroboter tendenziell etwas vorsichtiger als die Roborock Sauger, was den Kontakt mit Möbeln und Hindernissen angeht.

Platz 4 geht an EcoVacs. Auch EcoVacs Saugroboter navigieren generell sehr gut! Allerdings sehe ich diese Teils einen Hauch hinter Dreame und Roborock. Aber die Navigation ist schon so gut, dass ich diese klar über die diversen “mini-Hersteller” stellen möchte.

Auch die Roboter von iRobot, Yeedi usw. navigieren meist gut, sofern eine Kamera oder ein Laser-Sensor für die Navigation zum Einsatz kommt. Allerdings sind die “Top 4” Hersteller nach meiner Erfahrung etwas zuverlässiger, auch wenn dies so pauschal nie so genau zu sagen ist.

 

Absaugstationen werden immer besser!

Bei den ersten Saugrobotern mit Absaugstationen hatte ich des öfteren mit “Verstopfung” zu kämpfen. Ich habe zwei Hunde, die viele Haare produzieren.

In der ersten Generation war lediglich die Absaugstation von iRobot wirklich zuverlässig.

Mittlerweile sind aber fast alle Absaugstationen, die ich in den Fingern hatte, kräftig genug, sofern die Beutel in der Station nicht zu voll sind.

Ich würde aber sagen, die besten Absaugstationen hat iRobot, gefolgt von Dreame und ECOVACs.

 

Akku Lebenserwartung?

Ich nutze einen Saugroboter selten so lange, um eine massive Abnutzung des Akkus beobachten zu können.

Allerdings selbst bei Modellen die ich 1-2+ Jahre im Einsatz habe, konnte ich bisher keine signifikante Abnutzung des Akkus beobachten.

Daher denke ich, dass die Akku-Lebensdauer an sich kein großes Problem ist, auch wenn ich mir wünschen würde, dass der Akku leichter zu tauschen wäre! Gerade die 1000€+ Modelle willst du ja recht lange nutzen.

 

Saugen tun fast alle gut!

Im normalen Alltag saugen fast alle Saugroboter sehr gut! Gerade wenn du primär glatte Böden hast, schaffen selbst die günstigen Modelle 95% des Schmutzes und Haare bei einer Fahrt.

Klar, du bekommst nicht immer “perfekte” Ergebnisse, aber das Schöne an Saugrobotern ist, dass sie deine Wohnung auf einem “konstant niedrigen” Schmutzlevel halten. Gerade wenn du Haustiere hast und jeden Tag den Saugroboter schickst, kann sich einfach nicht so viel Schmutz ansammeln, selbst wenn mal ein Haar liegen bleibt.

Gerade auf glatten Böden bringen die teuren High End Modelle selten mehr als die “solide Mittelklasse”.

Viele Hersteller werben derzeit mit extrem hohen Saugkraftangaben, 5000 PA usw. Lass dich davon nicht zu sehr ködern. Das sind wenn Spitzenwerte, welche auf glatten Böden nur selten genutzt werden. Meist haben Saugroboter mehrere Stufen und diese nutzen meist eine der niedrigeren Stufen, um eine bessere Akkulaufzeit und niedrigere Lautstärke zu erreichen.

Lediglich auf Teppichen kann solch eine hohe Saugkraft Sinn machen, aber auch da konnte ich nicht immer einen zwingenden Zusammenhang zwischen hoher Saugkraftangabe und hoher Saugleistung beobachten.

 

Walzen mit Borsten sind besser

Die meisten Saugroboter besitzen eine rotierende Walze/Bürste mit mehr oder weniger weichen Borsten.

Irobot S9+ Test 22

Allerdings gibt es auch immer wieder Modelle mit zwei Walzen oder einer Gummiwalze usw.

Nach meiner Erfahrung funktionieren die einfachen Walzen/Bürsten mit Borsten am besten! Gerade dieses “Doppelwalzen” Prinzip funktioniert auf einigen Teppichen gar nicht so gut.

 

Fazit

An sich sind Saugroboter relativ haltbar, nach meiner Erfahrung. Klar logisch, ich traue kaum einem Modell 10 Jahre Lebensdauer zu.

Aber für ein High Tech-Produkt hatte ich im Allgemeinen recht wenig mit Ausfällen oder Problemen zu tun.

Hier und da gibt es immer mal „Besonderheiten“. Ich hatte früher einen tiefschwarzen Teppich, welcher von einigen Saugrobotern als Abgrund erkannt wurde.

Aber solche Anomalien sind in der Regel kein Drama und können je nach Wohnung usw. bei allen Herstellern auftreten.

Mit den großen Herstellern machst du aber in der Regel nichts falsch. Ich persönlich mag derzeit die Dreame Modelle sehr gerne, wie auch ECOVACs, aber das ist auch ein wenig persönliche Präferenz.

 

Ein besonderes Lob

Ein besonderes Lob möchte ich für den Dreame Bot Z10 Pro aussprechen. Diese habe ich sehr lange im Einsatz und dies ist bei mir einer der besten und zuverlässigsten Saugroboter auch im Dauereinsatz, den ich jemals hatte!

Dabei ist der Dreame Bot Z10 Pro mit unter 400€ für ein Modell mit Absaugstation preislich sehr fair!

Die EDIFIER S1000W im Test, fantastische Regallautsprecher mit WLAN!

EDIFIER bietet mit dem S1000W ein spannendes 2.0 Lautsprecher System an. So haben wir hier nicht einfach nur zwei große Regal-Lautsprecher, sondern einen deutlich größeren Funktionsumfang.

Die EDIFIER S1000W unterstützen neben Bluetooth auch WLAN! Spannend, damit könnten die Lautsprecher auch ein kleines Soundsystem komplett ersetzen.

Aber dies natürlich nur wenn die Lautsprecher auch gut klingen und der Software Support gut ist. Genau dies wollen wir einmal im Test herausfinden!

An dieser Stelle vielen Dank an EDIFIER für das zur Verfügung stellen des S1000W.

 

Die EDIFIER S1000W im Test

Das Design von EDIFIER ist als recht speziell zu bezeichnen. So setzen auch die S1000W auf eine Art Retro-Design.

Die Lautsprecher sind aus Holz gefertigt, welches auch an den Seiten natürlich belassen wurde bzw. sogar mit einer Holz Optik furniert. Die Front mit den Treibern ist hingegen schwarz gefärbt. Dennoch bleibt so eine leichte Retro Anmutung.

Mit 198x345x295 mm und einem Gewicht von über 16 Kg (für beide Lautsprecher) sind diese schon etwas größere Brocken! Rein optisch sind sie ohne Frage groß genug ein Wohnzimmer zu beschallen.

Was die Verarbeitungsqualität und Haptik angeht gibt es nichts zu bemängeln! Die Lautsprecher sind massiv und wertig gebaut.

Im rechten Lautsprecher ist dabei die Elektronik untergebracht. EDIFIER hat dabei aber auf Tasten oder Drehräder auf der Front komplett verzichtet. Diese sind komplett auf der Rückseite angebracht.

Dies wäre ein Punkt über welchen ich meckern würde, was ich auch weiterhin tue, aber EDIFIER liefert immerhin eine gute Fernbedienung bei. Diese ist eine der besseren Fernbedienungen die ich bei solchen Lautsprechern bisher gesehen habe.

Auf der Rückseite des primären Lautsprechers finden wir zudem drei Drehräder.

  • Lautstärke und Eingangswahl
  • Bass + und –
  • Höhen + und –

Ebenfalls auf der Rückseite haben wir die Anschlüsse:

  • Line In (Cinch) 1
  • Line In (Cinch) 2
  • Optischer Eingang
  • Coax Eingang
  • Lautsprecher Ausgang
  • C8 Netzkabel Stecker

Wenn wir bedenken, dass im Lautsprecher zudem Bluetooth und WLAN Verbaut ist, ist dies eine fantastische Anschluss-Ausstattung!

So wäre es problemlos möglich, diese Lautsprecher auch an einem Fernseher, CD Spieler, Plattenspieler usw. anzuschließen, wie auch “Digital” über das Smartphone via Bluetooth oder WLAN zu bespielen.

Super!

 

Spezielles Lautsprecherkabel

Einen Punkt, den ich aber am EDIFIER S1000W zu kritisieren habe, ist das Lautsprecherkabel, bei welchem es sich um ein proprietäres 5 Pin/Kontakte Kabel handelt.

Es liegt zwar ein ausreichend langes Kabel bei, solltest du aber “extra viel“ Kabel benötigen wird es problematisch.

 

Was kann das WLAN “Modul”

Was bringt dir nun das WLAN im EDIFIER S1000W? Zunächst ist die App von EDIFIER abseits für die Einrichtung und Verbindung zu deinem WLAN ziemlich nutzlos.

Musik wird “direkt” aus den jeweiligen Apps/Anwendungen an den Lautsprecher gestreamt. Was wird hier unterstützt?

  • Spotify Connect
  • Amazon Alexa (als Steaming ziel)
  • Apple AirPlay 2
  • TIDAL Connect

Beispielsweise in Spotify kannst du (nachdem die Lautsprecher mit deinem WLAN verbunden sind) einfach den Lautsprecher als Wiedergabe Gerät auswählen. Dieser erwacht dann innerhalb von wenigen Sekunden aus dem Standby und beginnt die Wiedergabe, welche du dann über die Spotify App steuerst.

Ähnlich funktioniert es auch über die anderen Dienste. Sofern du also einen unterstützenden Dienst nutzt, funktioniert der Lautsprecher sehr gut!

 

Klang der EDIFIER S1000W

Kommen wir zum spannenden und wichtigen Punkt, wie klingen nun die EDIFIER S1000W?

Von allen WLAN Lautsprechern die ich bisher in den Fingern hatte, bietet die EDIFIER S1000W den klar besten und hochwertigsten Klang! Zugegeben die meisten Modelle wie der Teufel Home sind semi-portabel, aber wenn du darauf keinen Wert legst, sind die S1000W fantastisch.

Aber beginnen wir am Anfang. Zunächst ist wichtig zu wissen, dass du die Höhen und Bässe des Lautsprechers ein Stück weit nach deinen Wünschen anpassen kannst. Willst du etwas mehr oder weniger Bass/Höhen ist das in einem gewissen Rahmen möglich.

Grundsätzlich besitzen die EDIFIER S1000W fastatische Höhen. Diese sind wunderbar klar, sauber und sehr brillant. Für meinen Geschmack sind die Höhen einfach perfekt. Diese strahlen eine tolle Leichtigkeit und “Luftigkeit” aus. Im Detail können diese etwas scharf sein, gerade wenn du sie noch etwas weiter hoch drehst, aber mich störte dies nicht.

Die Mitten wiederum sind etwas dünner. Diese sind nicht schlecht, aber gerade die unteren Mitten bzw. oberen Bässe sind vielleicht etwas zurückgenommen. Dies ist hier nicht dramatisch, aber EDIFIER scheint schon etwas den starken hoch/tief Kontrast zu fokussieren.

Der Bass wiederum ist super spannend. Wir haben bei den EDIFIER S1000W einen sehr guten Tiefgang und Tiefbass! In meinem kleineren Büro können diese problemlos bei Zimmerlautstärke schon einen Bass produzieren, der im Bauch spürbar ist (gerade wenn du diesen etwas hochdrehst). Die oberen Bass Bereiche sind aber nicht so stark angehoben. Hierdurch klingt der Lautsprecher nicht übermäßig bass-lastig, hat aber im Tiefgang einen ordentlichen Wumms.

Mir gefällt diese sehr dynamische Klangsignatur ausgesprochen gut! Wir haben einen sehr ausgeprägten hoch/tief Kontrast, welcher aber auch nicht auf die absolute Spitze getrieben wurde.

Hierdurch klingen die Lautsprecher wertig und sehr dynamisch/lebendig.

Auch die generelle Auflösung ist der Lautsprecher wird dem HiFi Anspruch gerecht! Selbst die Pegelfestigkeit ist stark. Ich bin also mit dem Klang sehr zufrieden!

 

Fazit

Du suchst ein Allround-Soundsystem mit sehr gutem Klang und einer großen Anschluss Vielfalt? Dann bist du beim EDIFIER S1000W an der richtigen Adresse.

Sicherlich das Highlight sind zunächst die Anschlüsse bzw. Verbindungsmöglichkeiten. 2x Cinch, 2x Digitale Eingänge, Bluetooth und WLAN sind absolut spitze! Die WLAN Feature sind zugegeben nicht super umfangreich, aber wenn du Spotify, Apple AirPlay 2 usw. nutzt, ist dies nicht tragisch. Dann ist alles da, was du brauchst.

Es wäre also möglich die Lautsprecher parallel an einen Fernseher, CD und Plattenspieler anzuschließen und gleichzeitig über Bluetooth oder WLAN mit „digitalen“ Signalen zu füttern.

Hinzu kommt ein sehr guter Klang! Wir haben eine sehr dynamische Klangsignatur, mit tollen Höhen und einem wunderbaren Tiefgang. Gerade letzterer ist beeindruckend.

Damit übertreffen die EDIFIER S1000W klar Modelle wie den Teufel Home und andere “Semi-Portable Smart Home Lautsprecher”. Du kannst mit dem EDIFIER S1000W klar ein Wohnzimmer voll und gut beschallen.

Von daher, suchst Du Allround Lautsprecher und die Größe und das Design der EDIFIER S1000W passt für dich, dann sind diese eine super Wahl!

WLAN mit 1 KM Reichweite? WiFi HaLow! ANJIELOSMART AH WiFi HaLow Extender

WLAN Geschwindigkeiten steigen immer mehr. Was allerdings kaum steigt ist die Reichweite von WLAN.

Was wenn dir Geschwindigkeit nicht so wichtig ist, aber die Reichweite? Hier bin ich über etwas Verrücktes gestolpert, ein WLAN System, das eine Reichweite von 1 KM verspricht.

Dies ohne spezielle Richtfunkantennen oder Ähnliches. Du hast einfach zwei WLAN-Stationen, die auf einer gewaltigen Reichweiten kommunizieren können.

Wie ist das möglich? WiFi HaLow ist das Stichwort!

Dieses System setzt auf den WiFi HaLow oder auch IEEE 802.11ah genannten Standard. Dieser funkt auf einer vergleichsweise niedrigen Frequenz (863 – 868 MHz) und erreicht entsprechend gewaltige Reichweiten.

Dies natürlich bei niedrigen Bandbreiten, aber wenn es dir nur darum geht eine Gartenhütte in der Ferne zu versorgen usw. vielleicht schon ausreichend!

Wollen wir uns im Test einmal solch ein WLAN System ansehen und zwar das ANJIELOSMART AH WiFi HaLow Extender Set.

 

ANJIELOSMART AH WiFi HaLow Extender im Test

Das ANJIELOSMART AH WiFi HaLow Extender Set besteht aus zwei Komponenten. Wir haben die Basis-Station und einen Empfänger.

Die Basisstation besitzt einen USB-C Eingang und einen LAN Port. Der Empfänger hingegen hat nur einen USB-C Port.

Die WLAN-Stationen sind super einfach gestaltet. Wir haben zwei weiße Kunststoff Säulen mit drei Status LEDs auf der Front. Das war es auch schon.

Für die Stromversorgung liegen zwei normale 5V/1A USB Netzteile bei mit entsprechenden Kabeln.

 

1 KM oder eher 300 Meter

Theoretisch wären über den WiFi HaLow Reichweiten von bis zu 1 KM möglich. Viele Hersteller werben entsprechend auch mit dieser.

Praktisch spricht aber ANJIELOSMART aber von eher 300 Metern.

 

Das Funktionsprinzip

Die Basisstation des ANJIELOSMART Sets verbindest du mit einem Netzwerk via LAN.

Die Basisstation wiederum stellt via WiFi HaLow eine Verbindung mit dem Satelliten her. Der Satellit wiederum empfängt das WiFi HaLow Signal und sendet selbst ein normales WLAN 2,4 GHz Netz aus, mit welchem du deine Clients verbinden kannst.

Entsprechend müssen deine Clients nicht diesen super speziellen WLAn Standard unterstützen.

 

Fast keine Konfiguration nötig/möglich

An sich ist das ANJIELOSMART AH WiFi HaLow Extender Set “Plug an Play”.

Du verbindest die Basis mit deinem Netzwerk und beide Stationen mit dem Strom. Anschließend verbinden diese sich automatisch und der “Extender” sendet ein WLAN Netz aus mit dem du dich verbinden kannst.

Dieses WLAN Netz ist aber nur mit “12345678” als Passwort versehen.

Willst du dies ändern, wird es etwas komplizierter. Hierfür musst du manuell die IP Adresse deines Notebooks / Smartphones auf 192.168.123.100 ändern und im Webbrowser die 192.168.123.1 aufrufen.

Unter 192.168.123.1 findest du dann die WebUI, welche sehr “übersichtlich” ist. Du kannst hier nur den Namen des ausgesendeten 2,4 Ghz WLANs ändern, wie auch das Passwort.

Ansonsten gibt es keine weiteren Einstellungen.

 

Leistung und Reichweite

Der spannendste Punkt ist natürlich Reichweite und Leistung. Der WiFi HaLow Standard funkt im Frequenzbereich um die 800-900 MHz.

Im Allgemeinen gilt, um so niedriger die MHz Zahl ist, umso höher ist die potenzielle Reichweite und die Durchdringung von Hindernissen. Aber im Gegenzug ist die potenzielle Bandbreite niedriger.

Daher ist das 5 GHz Band im Allgemeinen schneller als das 2,4 GHz Band, hat aber eine niedrigere Reichweite.

WiFi HaLow funkt nun aber im Bereich 0,8-0,9 GHz, entsprechend ist die maximale Bandbreite deutlich niedriger, aber die Reichweite deutlich höher.

ANJIELOSMART bewirbt den HaLow Extender mit einer maximalen Bandbreite von 16 Mbit!

OK, schauen wir uns die maximale Leistung an. Hierbei habe ich die Basis und den Satellit ca. 3 Meter entfernt:

Wenig überraschend sind die Datenraten überschaubar. So kam ich auf 14,7 MBit im Download und 13,2 Mbit im Upload.

Absolut keine überragenden Geschwindigkeiten, aber ausreichend fürs Websurfen, leichtes Video-Streaming, Überwachungskameras usw.

Aber uns geht es ja um die Reichweite. Ich habe die Basis-Station bei mir ins Fenster gestellt und bin über eine Wiese/Hang hinter meinem Haus gelaufen und habe in gewissen Distanzen nochmal einen Speedtest ausgeführt.

Die Ergebnisse hierbei waren etwas schwankend, aber so ein paar grobe Richtwerte habe ich:

  • Distanz ca. 100 Meter – 13,9 Mbit Down / 15,9 Mbit Up
  • Distanz ca. 125-150 Meter – 6,5 Mbit Down / 15,9 Mbit Up
  • Distanz ca. 225-250 Meter – 0,95 Mbit Down / 2,6 Mbit Up

Bis zu einer Distanz von +- 100 Metern auf gleicher Höhe erreichte ich mit 13,9 Mbit im Download und 15,9 Mbit im Upload fast die gleichen Werte wie im gleichen Raum.

Super! 100 Meter ist schon mehr als ein reguläres WLAN System schafft und diese Geschwindigkeiten sind durchaus nutzbar.

Bei 125-150 Metern und einem kleinen Höhenunterschied sinkt die Datenrate ein Stück weit. Hier habe ich einige schwankende Werte gesehen. Aber so grob kannst Du mit 6-8 Mbit Download rechnen. Der Upload hingegen war bei mir spannenderweise stabil.

Bei über 200 Metern sinkt dann die Datenrate signifikant! Hier kommen wir nur noch auf 1-2 Mbit. Fürs Webbrowsen ist dies nicht mehr wirklich brauchbar (es geht, ist aber super langsam). Allerdings für “Sensoren”, wie Temperatur-Sensoren, Wetter-Sensoren, WLAN Steckdosen und Ähnliches kann dies reichen.

Hast du beispielsweise einen Stall oder ein Gewächshaus wo du WLAN Temperatursensoren oder eine WLAN Wetterstation hast, kann dies noch reichen.

 

Stromverbrauch

Ein spannender Punkt bei WiFi HaLow ist auch der Stromverbrauch. Was benötigt das ANJIELOSMART AH WiFi HaLow Extender Set?

  • Basis-Station – 0,8 – 1W
  • Empfänger – 1,1 – 1,3W

Dies ist ein extrem niedriger Stromverbrauch! Dabei nutze ich für diese Werte die beiliegenden USB Netzteile.

Der Stromverbrauch fällt an einer Powerbank, ohne die AC zu DC Wandlung, nochmal deutlich niedriger aus!

  • Basis-Station – 0,5 – 0,6W
  • Empfänger – 0,7- 0,9W

Hast du also eine DC Quelle können wir den Stromverbrauch auf unter 1W drücken!

 

Fazit

Das ANJIELOSMART AH WiFi HaLow Extender Set ist natürlich etwas super Exotisches! Aber dieses nutzt eine extrem spannende Technik.

WiFi HaLow ist etwas spannendes! Wir tauschen hier Datenrate gegen Reichweite. Genau genommen tauschen wir hier viel Datenrate gegen viel Reichweite.

Selbst unter optimalen Bedingungen kommen wir nur auf 15-18 Mbit. Sicherlich ausreichend für leichtes Video-Streaming, Webradio, Web Surfen usw. aber auch nicht fantastisch.

Spannend wird es erst in Kombination mit der Reichweite. So konnte ich im Test auch auf einer Distanz von rund 100 Metern weiterhin 14-15 Mbit erreichen! Dies ist eine Distanz wo ich bereits keine Verbindung mehr zu einem regulären WLAN hinbekomme.

Bei +- 150 Metern haben wir weiterhin Datenraten die zum Websurfen und Webradio ausreichen.

Bei über 200 Metern reicht die Verbindungsqualität weiterhin für WLAN Sensoren und Ähnliches aus.

Beachtlich! Dabei haben wir einen Stromverbrauch lediglich im Bereich von 1W pro Station.

Klar es gibt auch Kritikpunkte, so sind die Einstellungen des ANJIELOSMART sehr “überschaubar” und allgemein wirkt das System etwas “zusammengeschustert”. Es ist schon zu merken, dass wir hier keinen Massenprodukt vor uns haben, auch wenn dieses bei mir stabil funktioniert hat.

Kurzum, das ANJIELOSMART AH WiFi HaLow Extender Set bedient eine gewisse Nische, aber in dieser, falls du hohe WLAN Reichweiten suchst und mit mäßigen Datenraten klar kommst, ist das System super spannend!

Welche Überwachungskameras sind noch sicher? Sicherheitsvorfälle bei Netatmo und Ubiquiti

2

Sämtliche Hersteller von Smart Home Überwachungskameras werben mit der höchsten Sicherheit! Verschlüsselung bis zum Anschlag, 256 Bit AES, 2 Faktor Authentifizierung und weiß der Teufel nicht was!

Das Cloud Kameras immer etwas unsicherer weiß ja jeder, daher lieber lokal speichern wie auf der Eufy HomeBase oder der Ubiquiti Dream Machine.

Allerdings hat sich leider in der Vergangenheit gezeigt, dass fast keine Überwachungskamera mit Internet Zugriff sicher ist! Egal ob wir eine lokale Speicherung haben oder sie direkt in der Cloud sichern.

Aktuell zeigen dies wieder zwei Hersteller, welche eigentlich für hohe Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit stehen, Netatmo und Ubiquiti.

Mehr dazu und meine Meinung in diesem Artikel.

 

Ein paar Sicherheitsvorfälle

Dies soll kein spezielles “Hersteller-Bashing” sein, daher hier einfach ein paar Sicherheitsvorfälle aus der Vergangenheit verschiedener Hersteller. Einfach zu zeigen, dass potenziell jeder betroffen ist.

 

Meist keine Hacker

Wenn du jetzt an böse Hacker denkst, wirst du enttäuscht! Meist sind solche Sicherheitsvorfälle nicht Hackerangriffe sondern einfach “Fehler im System”, die jeden treffen können, egal wie gut dein Passwort ist.

 

Ring, 2019, Mitarbeiter beobachten mutmaßlich Nutzer

Beginnen wir mit einem ganz großen, Ring. 2019 machten Informationen die Runde, dass Support-Mitarbeiter freien Zugriff auf Kameras und Aufnahmen hatten.

Dies wurde Berichten zufolge auch von den Mitarbeitern zum Spaß genutzt, um Kollegen zu beobachten usw.

Quelle: https://www.computerbase.de/2019-01/ring-mitarbeiter-beobachteten-nutzer/

 

Ring, 2022, Zugriff durch Polizei ohne Beschluss

2022 wurde bekannt, dass die Ring Aufnahmen an die Polizei in der USA und Deutschland ohne richterlichen Beschluss herausgibt.

Quelle: https://netzpolitik.org/2022/ueberwachungskameras-von-ring-amazon-gibt-aufnahmen-ohne-richterlichen-beschluss-an-deutsche-polizei/

Quelle: https://www.computerbase.de/2019-01/ring-mitarbeiter-beobachteten-nutzer/

Dies ist auch nicht undenkbar. Wenn Aufnahmen in der Cloud gespeichert werden ist es absolut denkbar, dass bei allen Herstellern Mitarbeiter / Techniker Zugriff auf diese Aufnahmen haben, wenn sie wollten.

Anscheinend hat mittlerweile Ring die Sicherheit und die Zugriffsrechte nun intern verbessert.

 

Eufy, 2021, Zugriff auf fremde Kameras

2021 hatten kurzzeitig Nutzerzugriff auf Überwachungskameras von Fremden. Diese wurden in der App einfach als die eigenen angezeigt, entsprechend bestand Vollzugriff.

Besonders bitter, hier half dann auch nicht Eufys extrem hohe Verschlüsselung.

Quelle: https://appleinsider.com/articles/21/05/17/eufy-owners-privacy-breached-as-app-shows-wrong-cameras

Quelle: https://www.reddit.com/r/EufyCam/comments/ka4qyz/wrong_house_was_shown/

Quelle: https://stadt-bremerhaven.de/eufy-sicherheitskameras-und-die-fremdzugriffe-eufy-gibt-ein-statement-ab/

 

Eufy, 2022, Daten doch in die Cloud

Ein besonders „populären“ Vorfall gab es 2022 mit Eufy. Ein großer “Vorteil” oder zumindest Marketing-Punkt bei Eufy ist die lokale Speicherung der Aufnahmen, welche zudem auch noch verschlüsselt werden.

Allerdings wurde bekannt, dass Eufy 2022 doch einige Daten, wie Vorschaubilder oder Gesichter, in die Cloud gesendet hat.

Quelle: https://www.theverge.com/2022/11/30/23486753/anker-eufy-security-camera-cloud-private-encryption-authentication-storage

Dieser Vorfall ist sicherlich etwas “überdramatisiert” worden, es gab für diese Cloud Verbindung durchaus technische Gründe, aber Eufy hat die Situation nicht gut gehandhabt! Zudem ist es bitter zu erfahren, dass eine Kamera, die mit besonders viel Sicherheit wirbt, dann doch Aufnahmen oder zumindest Vorschaubilder “offen” in die Cloud sendet.

Eufy hat an seiner App und Sicherheit nach diesem Vorfall stark gearbeitet! Sicherlich kann immer mal wieder etwas passieren, siehe den Vorfall von 2021, aber prinzipiell halte ich Eufy wieder für überdurchschnittlich sicher.

 

2023, Netatmo, Unerwünschte Einblicke

Ende 2023 berichtet Heise von einem besonders unschönen Vorfall. Die Kamera von einem Leser erlaubte den Zugriff auf die Kamera von einer anderen Person.

Selbst nach einem reset  wurden immer wieder die Aufnahmen der anderen Kamera angezeigt.

Netatmo hat sehr entspannt auf diesen Vorfall reagiert und erst nachdem Heise davon berichtet hat, kam etwas mehr Tempo in die Sache.

Quelle: https://www.heise.de/hintergrund/Unerwuenschte-Einblicke-Fataler-Fehler-bei-Netatmo-Sicherheitskameras-9568511.html

Was war der Fehler? Zwei Kameras wurden dieselbe ID zugeordnet. Daher wurden die beiden Kameras als “eine” behandelt und beide Nutzer hatten wohl gegenseitig Zugriff auf die Kamera des anderen.

Möglicherweise ein blöder Einzelfall, vielleicht sind aber auch mehrere Kameras von Netatmo mit dem gleichen Problem im Umlauf.

 

2023, Ubiquiti, einmal Vollzugriff bitte

Für mich besonders bitter, Ende 2023 hat es die Kameras bzw. das komplette Ubiquiti UniFi System erwischt!

Was ist passiert? Für rund einen Tag hatten einige fremde Nutzer vollen Zugriff auf die Systeme von anderen Nutzern.

Wie das? Ähnlich wie bei Eufy und Netatmo gab es wohl intern ein Zuordnungsproblem. So wurden die Systeme/Kameras von über 1000 Nutzern versehentlich anderen Accounts zugeordnet. Diese hatten dann einfach so Vollzugriff.

Da hilft auch eine lokale Speicherung und 2 Faktor Authentifizierung nichts.

Quelle: https://www.reddit.com/r/Ubiquiti/comments/18hgpw1/security_problem/

Ein Nutzer hatte plötzlich Zugriff auf 88 fremde Systeme: https://community.ui.com/questions/Security-Issue-Cloud-Site-Manager-presented-me-your-consoles-not-mine/376ec514-572d-476d-b089-030c4313888c

Einfach wundervoll!

 

Sicherlich noch mehr

Wenn ich noch weiter suchen würde, würde ich sicherlich noch mehr Beispiele finden. Viel beunruhigender, wie viele Fälle werden nicht öffentlich? Gerade bei kleinen Anbietern, die vermutlich Sicherheit noch weniger ernst nehmen?

 

Verschlüsselung hilft meist nicht

Die meisten Hersteller werben mit toller Verschlüsselung. Allerdings hilft diese nicht, wenn der Schlüssel einfach in deinem Account gespeichert ist. In der Regel hat ein Hersteller den vollen Zugriff auf diesen und somit auch den Schlüssel.

Zudem scheint derzeit ein populäres Problem die „Zuordnung“ zu sein. Es hilft dir nicht, wenn deine Aufnahmen verschlüsselt sind und dein Account über ein starkes Passwort gesichert ist, mit 2-Faktor-Authentifizierung, wenn versehentlich deine Kamera einem anderen Account zugeordnet wird.

Verschlüsselung ist gerade bei sowas schon wichtig, aber es ist halt nicht die Lösung für alles. Persönlich mache ich mir weniger Sorgen, dass der Staat und Olaf Scholz Zugriff auf meine Überwachungskamera hat und mehr, dass plötzlich ein fremder Nutzer unbemerkt durch meine Aufnahmen schaut.

Gerade bei Innen-Überwachungskameras! Bei Außen-Überwachungskameras bin ich bei der Risiko-Nutzenabwägung etwas “lockerer”. Aber bei Innen-Überwachungskameras bin ich alles andere als entspannt!

Außen nutze ich Eufy und Ubiquiti und innen nur Ubiquiti, welche sich aber auch nur als bedingt sicher herausgestellt haben.

 

Account und Zugriffsrechte trennen

Wie können wir aber dieses Problem lösen? Theoretisch wäre eine reine “Offline” Nutzung eine Möglichkeit. Dann kann es solche Sicherheitsvorfälle nicht geben.

Aber zum einen ist dies bei vielen Systemen nicht möglich, zum anderen ist dies natürlich eine große Komfort-Einschränkung. Du willst ja auch von Außen über Bewegungen usw. informiert werden.

Ich denke das Sinnvollste wäre ein Aufteilen der Zugriffsrechte. Für den Komfort kann eine Kamera durchaus einem Account zugeordnet werden. Aber ein Account sollte nicht direkt vollen Zugriff auf eine Kamera haben. Hierfür sollte ein 2. Passwort notwendig sein.

Dieses Passwort sollte nicht beim Hersteller gespeichert werden, sondern nur auf deinem Gerät! Dieses Passwort ist dann für die Verschlüsselung der Aufnahmen.

Wenn nun jemand Zugriff auf deinen Account oder Kamera bekommt, kann diese Person damit nichts anfangen, da ein “lokales” Passwort notwendig ist.

Gibt es solch ein System? Nicht wirklich! Sicherlich wäre solch ein Überwachungssystem zu machen, für Hersteller wie Eufy und Ubiquiti die “lokal” einen NVR haben. Aber anscheinend besteht da kein großes Interesse.

 

Komfort-, Nutzen-, Risikoabwägung

Ich will nicht von Eufy, Ubiquiti, Ring oder Netatmo abraten. Absolut nicht! Ich nutze 2 dieser Hersteller selbst und mit den beiden anderen habe ich eigentlich gute Erfahrungen gemacht.

Aber vernetzte Kameras sind am Ende eine Kosten-, Nutzen-, Riskorechnung. Es kann bei allen Systemen etwas passieren, das hat die Vergangenheit gezeigt.

Du könntest mit viel Aufwand ein System haben, das “super sicher” ist, aber dieses ist dann super unkomfortabel! Auch scheinen die Hersteller an solch einem System, wo sie keinen vollen Zugriff haben, nur bedingt interessiert zu sein.

 

Welche Hersteller sind sicherer?

Welche Hersteller sind aber nun “sicher sicher” und vielleicht auch halbwegs komfortabel? Schwierig!

Ich würde hier mal drei Hersteller/Systeme in den Raum werfen.

  1. Synology / Qnap Surveillance Station
  2. Reolink
  3. INSTAR

Starten wir mit Reolink. Reolink ist einer der wenigen Hersteller der keinen Account-Zwang hat. Anstelle dessen hat jede Kamera eine “ID” und ein Passwort, das von dir bei der Einrichtung vergeben wird.

Der Cloud Zugriff, wo Reolinks-Server nur als “Mittelsmann” agiert, welcher die Verbindung zwischen deinem Smartphone und Kamera herstellt, lässt sich komplett abdrehen.

Reolink ist also zu 100% sicher? Auch Reolink ist sicherlich nicht perfekt. Am Ende kann dir niemand garantieren, dass nicht vielleicht doch deine Passwörter an den Hersteller übertragen werden und dieser die irgendwo speichert oder die Komunikation mitschneidet. Wir haben keine Möglichkeit zu sehen, wie viel Zugriff der Hersteller am Ende auf die Kameras hat. Auch wenn das grundsätzliche Zugriffsverfahren recht gut und sicher aussieht.

INSTAR ist hier ähnlich vom Kernprinzip. Augenscheinlich verlassen sich die INSTAR Kameras recht wenig auf die Cloud und das “Account-System” ist ähnlich wie bei Reolink. Es gibt keinen verpflichtenden Account und jede Kamera hat ein “lokales” Passwort. Dieses bestimmt entsprechend die Sicherheit und verhindert auch „Verwechslungen“ wie bei Ubiquiti oder Netatmo.

Aber erneut, wir wissen nicht was für Lücken möglicherweise irgendwo vorhanden sind und was für Daten an den Hersteller übertragen werden.

Option 3. wäre ein “NAS” wie Synology oder QNAP. Diese kannst du wie ein NVR nutzen, also “offline” Kameras mit diesen verbinden. Aufnahmen, Bewegungserkennung usw. wird von dem NAS verwaltet.

Das Ganze kann komplett lokal genutzt werden oder ein Fernzugriff kann über die Hersteller-Apps stattfinden. Dabei haben wir natürlich auch wieder eine Verbindung über die Hersteller-Server, wo wir vertrauen müssen, dass diese nicht unnötig Daten speichern.

Allerdings kannst Du dir da bei Synology und QNAP relativ sicher sein, dass diese keinen Vollzugriff auf dein NAS haben!

Entsprechend würde ich sogar diese Lösung für die sicherste halten. Du könntest sogar die Surveillance Station mit INSTAR Kameras verbinden.

Solltest du wirklich auf Nummer sicher gehen wollen, kannst du sowas sogar mit einer lokalen VPN Verbindung verbinden. Beispielsweise über den “MyFritz” Dienst falls du eine Fritzbox hast.

Shelly Plus Plug S im Test, die ideale WLAN Steckdose, wenn dir Datenschutz und ein großer Funktionsumfang wichtig ist

Der Shelly Plus Plug S ist eine außergewöhnliche WLAN Steckdose! So ist diese nicht nur extrem kompakt, sondern kann optional komplett auf eine Cloud Anbindung und Apps verzichten.

Optional! Denn im Gegensatz zu den Tasmota WLAN Steckdosen, die wir uns letztens angesehen haben, bietet Shelly auch eine App an, die du nutzen kannst, für eine komfortable Nutzung, Fernzugriff usw.

Wollen wir uns den Shelly Plus Plug S einmal kurz im Test ansehen!

 

Shelly Plus Plug S im Test

Der Shelly Plus Plug S ist eine winzige WLAN Steckdose! So misst diese gerade einmal 44 mm im Durchmesser und 33 mm (ohne Stecker) in der Höhe.

Es wäre also kein Problem mehrere dieser WLAN Steckdosen nebeneinander in eine Steckdosenleiste zu bekommen.

Dabei ist das Design der Shelly Plus Plug S nicht ganz unbekannt. Du bekommst dutzende WLAN Steckdosen mit dem gleichen Gehäuse im Handel. Das besondere bei der Shelly Plus Plug S ist die Software, welche verglichen mit diesen 08/15 Modellen stark verändert wurde.

Wir haben hier eine Schaltleistung von bis zu 2500W, also nicht die volle Leistung einer Schuko Steckdose, aber 2500W sollte für die meisten Anwendungen ausreichen.

Zur Steuerung direkt am Gerät haben wir eine kleine Taste.

 

Mit LED Ring

Auf der Oberseite des WLAN Steckdose ist eine Art LED Ring. Dieser kann je nach Zustand der Steckdose (Ein/Aus) wie auch je nach Leistungsaufnahme in verschiedenen Farben leuchten.

Dies lässt sich aber auch abschalten, was ich gemacht habe, denn die LEDs sind sehr hell!

 

Steuerung auch ohne App möglich

Die meisten WLAN Steckdosen benötigen die Hersteller App. Nicht so der Shelly Plus Plug S. Blöd gesagt auf diesem läuft ein kleiner WebServer.

Nach dem ersten Einstecken erzeugt dieser ein offenes WLAN Netz. Verbindest du dich mit diesem und rufst 192.168.33.1 auf, landest du auf dem Webinterface der WLAN Steckdose.

Von dort aus kannst du diese steuern, Leistungswerte sehen, einen Zeitplan erstellen usw., aber auch in dein WLAN einbinden.

Wenn du dies machst, kannst du die Steckdose erneut über die Eingabe der neuen IP Adresse (wird dir angezeigt) in deinen Webbrowser erreichen.

Super! Entsprechend bist du komplett unabhängig von Apps, den Hersteller-Servern usw.

 

Optional auch mit App

Aber was wenn du nicht immer die Webseite aufrufen möchtest oder die Steckdose von unterwegs aus steuern willst? Kein Problem, Shelly bietet auch eine App an!

Dort kannst du die WLAN Steckdose mit deinem Account Verknüpfen und so auch aus der Ferne steuern.

Die Shelly App ist allerdings speziell! Wir haben hier ganz klar eine App, welche für Enthusiasten gemacht ist. Positiv ausgedrückt ist die App sehr umfangreich, wir können sie aber auch als unübersichtlich und überladen bezeichnen.

So kannst du hier praktisch alles machen und sehen!

  • Ein/Ausschalten
  • Timmer erstellen
  • Zeitplan erstellen
  • Leistungswerte in Diagrammen sehen und als CSV exportieren
  • Eigene Scripte erstellen
  • Automatisches Ausschalten wenn Strom/Leistung/Spannung über Wert X steigt
  • Dinge wie Cloud/Bluetooth/MQTT steuern
  • Die Steckdose als reichweitenverstärker WLAN Repeater nutzen
  • usw.

Es ist also echt viel mit der App möglich, aber der Funktionsumfang und vor allem der Aufbau der App kann auch etwas erschlagen.

 

Als Repeater nutzbar

Spannenderweise kannst du auf Wunsch den Shelly Plus Plug S als WLAN Repeater nutzen!

Die WLAN Steckdose kann also parallel mit deinem WLAN verbunden sein und ein eigenes WLAN mit von dir wählbarer SSID und Passwort aussenden!

Wild! Solch eine Funktion habe ich bei einer WLAN Steckdose noch nie gesehen.

Allerdings sei natürlich dazu gesagt das die Geschwindigkeit “überschaubar” ist. Wir kommen hier praktisch auf ca. 10 Mbit Up/Download im WLAN N Standard.

Dies ist aber ein nettes Feature um beispielsweise mehrere WLAN Steckdosen “hintereinander” zu schalten, falls das Signal etwas dünn wird.

 

MQTT und HomeAssistant

Der Shelly Plus Plug S unterstützt MQTT und den HomeAssistant. Gerade die HomeAssistant Anbindung ist sehr gut!

https://techtest.org/tipp-mehrere-smart-home-systeme-mit-dem-home-assistent-gemeinsam-steuern/

 

Mit umfangreicher Verbrauchsmessung

Der Shelly Plus Plug S kann auch messen, wie viel Strom angeschlossene Geräte verbrauchen. Genau genommen misst dieser:

  • Spannung (Volt)
  • Strom (Ampere)
  • Leistung (Watt)

Interessant, in der App von Shelly kannst du zudem Diagramme anzeigen lassen, wie der Stromverbrauch über Zeitraum X war, wie auch Durchschnitts/Gesamtwerte.

Diese Werte lassen sich auch in CSV Dateien exportieren.

Aber wie genau sind diese Messwerte?

Dies sieht doch sehr gut aus! Selbst bei niedriger Last komme ich auf 97% Messgenauigkeit. Bei höherer Last auf konstant 99%. Dies sind Bestwerte.

 

Stromverbrauch der Shelly Plus Plug S

Nicht ganz unwichtig ist der Stromverbrauch der WLAN Steckdose selbst. Erfreulicherweise fällt dieser mit 0,7W im ausgeschalteten und 0,98W im eingeschalteten Zustand recht niedrig aus. Wichtig, es wurde ohne die LED Beleuchtung gemessen.

Auch verglichen mit anderen WLAN Steckdosen sieht dies sehr gut aus!

 

Fazit

Der Shelly Plus Plug S ist eine super spannende, aber auch wieder spezielle WLAN Steckdose.

So würde ich diese primär Enthusiasten im Smart Home Bereich empfehlen. So ist die große Stärke dieser WLAN Steckdose der Funktionsumfang, wie auch, dass Du nicht zwingend auf die Cloud angewiesen bist und die gute Kompatibilität zu anderen Smart Home Zentralen/Systemen aller Home Assistant.

Auch ist die Messgenauigkeit der Steckdose super!

Aber das kommt auch zu einem Preis, das ist der “Komfort”. Die Shelly App ist zwar umfangreich, aber unübersichtlich und bietet durchaus fallstricke wenn man nicht aufpasst.

Beispielsweise das nach dem verbinden mit deinem WLAN die Steckdose weiterhin ein offenes WLAN und Bluetooth aussendet, wenn man dies nicht manuell abschaltet.

Kein Drama wenn du davon weißt, aber für jemanden, der eine WLAN Steckdose sucht, die “einfach funktioniert” nicht optimal.

Für “Bastler” ist die Shelly Plus Plug S aus meiner Sicht absolut empfehlenswert, für Normalnutzer würde ich eher sowas wie die TP-Link Tapo P110M empfehlen.

12x Speicherkarten für die Canon R6 II im Test, eine schnelle Speicherkarte lohnt!

Die Canon R6 II kann bis zu 40 Bilder die Sekunde erzeugen. Dies sind durchaus große Datenmengen, welche dann auch gespeichert werden müssen.

Dabei besitzt die R6 II keinen gigantischen Zwischenspeicher und unterstützt auch keine exotischen CFexpress Speicherkarten. Entsprechend kann eine schnelle SD Karte für Serienbildaufnahmen durchaus Sinn machen, zumindest in der Theorie.

Aber nur weil eine Speicherkarte auf dem Papier schnell ist, bedeutet dies in der Praxis noch lange nicht, dass die Kamera auch die hohe Geschwindigkeit nutzen kann.

In diesem Artikel teste ich 12x verschiedene SD Karten in der Canon R6 II und wir vergleichen, wie groß die Unterschiede in der Praxis wirklich sind!

 

12 Speicherkarten im Vergleich

Folgende Speicherkarten teste ich in der Canon R6 II:

Preis für 256 GB ca. 
Angelbird AV PRO SD MK2 V60 R280/W160 256GB 100 €
Angelbird AV PRO SD MK2 V90 R300/W280 300 €
Kingston Canvas React Plus 256GB V90 190 €
Lexar Professional 2000x Gold Series 128GB 240 €
Lexar Professional Silver Pro V60 100 €
SABRENT SD Karte 256GB V60 60 €
Samsung EVO Plus for Creators R100 30 €
Samsung Pro Plus 512GB MicroSD 30 €
SanDisk Extreme microSD A2 128GB 50 €
SanDisk Extreme SDXC UHS-I  180MB/s 128GB 40 €
Sony SF-M Tough Series R277/W150 SDXC 256GB 130 €
Transcend Highspeed 512GB SDXC Speicherkarte 20 €

 

Wir haben hier 10x SD Karten und 2x microSD Karten. Die Speicherkarten kosten (256GB) zwischen +- 20€ und 300€.

Die klar teuerste Speicherkarte ist die Angelbird AV PRO SD MK2 V90 R300/W280.

Wollen wir uns ansehen ob diese auch wirklich signifikant schneller ist als die günstigen Modelle.

 

V30, V60, V90

Früher waren SD Karten mit diversen Klassen ausgezeichnet, Class 2, 4, 6, 8 und 10. Dieses System ist mittlerweile aber komplett überholt. Anstelle dessen werden moderne SD Karten in V30, V60 und V90 unterteilt.

In der Praxis kannst du mit folgenden Richtwerten rechnen

  • V30 = UHS I Speicherkarten mit +- 60 – 90 MB/s schreibend
  • V60 = UHS II Speicherkarten mit +- 150-200 MB/s schreibend
  • V90 = UHS II Speicherkarten mit +- 200 MB/s schreibend oder mehr

Diese Klassifizierung wird von den Herstellern vorgenommen und soll als eine Art grober Richtwert dienen.

 

Datenraten im Kartenleser

Starten wir mit einem kleinen Blick auf die Datenraten im Kartenleser, um ein Gefühl für die unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu bekommen.

Hier haben wir folgende Top 3:

  1. Kingston Canvas React Plus 256GB V90
  2. Lexar Professional 2000x Gold Series 128GB
  3. Angelbird AV PRO SD MK2 V90 R300/W280

Wenig überraschend haben wir auf den 3 ersten Plätzen die V90 Speicherkarten. Die theoretisch schnellste V60 Speicherkarte ist dabei die SABRENT SD Karte 256GB V60.

 

Testaufbau mit der R6 II

Wie teste ich die Speicherkarten in der R6 II? Alle Speicherkarten werden zunächst in der Kamera formatiert. Danach stelle ich diese auf folgende Einstellungen:

  • Elektronischer Verschluss
  • Hohe Serienbildgeschwindigkeit (20 Bilder/s)
  • RAW
  • Manueller Fokus (damit der AF nicht verzögert)
  • ISO 100
  • 1/2000 Belichtungszeit

Anschließend halte ich den Auslöser gedrückt, bis die Kamera stoppt bzw. anfängt zu stottern. Dies ist die Zeit, die ich als “bis Buffer Voll” bezeichne.

Anschließend stoppe ich die Zeit bis die Kamera alle Bilder, die sich noch im Zwischenspeicher befinden, auf die Speicherkarte übertragen hat.

Hier gibt es allerdings einen wichtigen Punkt zu betrachten. Canon scheint seine RAWs immer etwas zu komprimieren. Je nach Komplexität des Bildes kann ein RAW zwischen +- 16 und 26 MB bei der R6 II groß sein. Ich fotografiere hier ein schwarzes Bild, entsprechend ist dieses eher um die 16-17 MB groß. Daher kann die Leistung der Speicherkarten in der Praxis noch etwas abweichen, aber die Verhältnisse bleiben prozentual bestehen.

 

Messwerte mit der R6 II

Kommen wir zu den Messwerten. Starten wir hier mit der Zeit bis der Buffer, also Zwischenspeicher der Kamera, gefüllt ist und diese nicht mehr konstant die 20 Bilder/s liefern kann.

An sich würde dies immer gleich lange dauern, aber die Kamera schreibt Bilder parallel auf die Speicherkarte. Eine schnelle Speicherkarte könnte also durchaus diese Zeit beeinflussen (positiv).

Und in der Praxis sehen wir hier durchaus gewisse Tendenzen. Allerdings sind die Unterschiede sehr gering und könnten auch teils von Messschwankungen stammen. So haben wir hier folgende Top 6:

  1. Sony SF-M Tough Series R277/W150 SDXC 256GB
  2. SABRENT SD Karte 256GB V60
  3. Kingston Canvas React Plus 256GB V90
  4. Angelbird AV PRO SD MK2 V60 R280/W160 256GB
  5. Lexar Professional 2000x Gold Series 128GB
  6. Angelbird AV PRO SD MK2 V90 R300/W280

Offen gesagt spielen hier aber die Speicherkarten eine untergeordnete Rolle. Zwischen der schnellsten und langsamsten Speicherkarte liegt nicht mal eine Sekunde.

Aber wie lange dauert es bis anschließend die Bilder alle auf die Speicherkarte übertragen wurden? Umso schneller dies geht umso schneller kannst du wieder den Buffer füllen und entsprechend mehr Bilder machen.

Hier sehen wir wiederum signifikante Unterschiede!

  1. Kingston Canvas React Plus 256GB V90
  2. Angelbird AV PRO SD MK2 V90 R300/W280
  3. SABRENT SD Karte 256GB V60
  4. Lexar Professional Silver Pro V60
  5. Sony SF-M Tough Series R277/W150 SDXC 256GB
  6. Lexar Professional 2000x Gold Series 128GB

So ist ganz klar die Kingston Canvas React Plus gefolgt von der Angelbird AV PRO SD MK2 V90 die schnellste Speicherkarte.

Der Zwischenspeicher der Canon R6 II war mit der Kingston Canvas React Plus bereits nach 8,76 Sekunden leer!

Zum Vergleich: die Samsung EVO Plus for Creators R100 brauchte 31 Sekunden! Also über 3x so lange.

Dabei sehen wir auch eine gewisse Aufteilung:

  • V90 Speicherkarten um/unter 10 Sekunden
  • V60 Speicherkarten um 12-13 Sekunden
  • V30 Speicherkarten um die 21-22 Sekunden

Eine Ausnahme ist hier die Lexar Professional 2000x Gold Series 128GB, welche sich nur im Bereich der V60 Speicherkarten einordnete, obwohl es eine V90 Speicherkarte ist.

 

Fazit, welche Speicherkarte ist die beste für die Canon R6 II?

Eine schnelle Speicherkarte kann bei der Canon R6 II einen großen Unterschied machen! Gerade beim elektronischen Verschluss und den sehr hohen Serienbildgeschwindigkeiten ist die Schreibrate auf die Speicherkarte ein Flaschenhals.

Mit einer schnellen Speicherkarte kannst du diesen möglichst klein halten. Dies ist hier auch nicht nur Marketing, sondern die Canon R6 II profitiert wirklich von schnellen Speicherkarten.

So hatte sich im Test folgende “Faustregel” gezeigt:

  • V90 Speicherkarten um/unter 10 Sekunden
  • V60 Speicherkarten um 12-13 Sekunden
  • V30 Speicherkarten um die 21-22 Sekunden

(Zeit bis Zwischenspeicher geleert wurde)

Eine V60 Speicherkarte lohnt sich also auf jeden Fall, eventuell sogar eine teure V90 Speicherkarte. Folgende Modelle schnitten im Test dabei am besten ab:

  1. Kingston Canvas React Plus 256GB V90
  2. Angelbird AV PRO SD MK2 V90 R300/W280
  3. SABRENT SD Karte 256GB V60
  4. Lexar Professional Silver Pro V60
  5. Sony SF-M Tough Series R277/W150 SDXC 256GB

Willst du die maximal Leistung, würde ich zur Kingston Canvas React Plus 256GB V90 oder Angelbird AV PRO SD MK2 V90 R300/W280.

Die Kingston Canvas React Plus ist aber klar ein gutes Stück günstiger und schnitt bei mir sogar etwas besser ab. Daher wäre die Kingston Canvas React Plus für mich die erste Wahl für die Canon R6 II.

Aus Sicht der Preis/Leistung spannend ist die SABRENT SD Karte 256GB V60. Diese bekommst du extrem günstig (1/3 des Preises der Kingston).