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Synology BeeStation im Test, das NAS für den Normalnutzer als alternative zur WD My Book Cloud?

Mit der BeeStation bietet Synology ein neues NAS-System an, das sich stark von seinen anderen Systemen unterscheidet. Die BeeStation richtet sich nicht an erfahrene Nutzer, sondern an den Normalnutzer, der zuvor noch nie Berührung mit NAS-Systemen hatte.

Die BeeStation ist eine Alternative zur WD My Book Cloud, ein einfaches, simples System, das schnell eingerichtet und genutzt werden kann. Schauen wir uns im Test an, was die BeeStation kann und was nicht! An dieser Stelle vielen Dank an Synology für das Ausleihen der BeeStation für diesen Test.

 

Synology BeeStation im Test

Dass es sich bei der BeeStation um ein Produkt für „Normalnutzer“ handelt, können wir direkt auf den ersten Blick sehen.

Die BeeStation ist sehr schlicht gehalten und auch vergleichsweise kompakt. Was ebenfalls auffällt: Die Festplatte im Inneren ist fest verbaut! Ja, die Festplatte wird immer mit der BeeStation mitgeliefert und ist nicht dafür gedacht, vom Nutzer gewechselt zu werden.

Hierbei handelt es sich um eine Synology-gebrandete 4 TB HDD. 4 TB sind sicherlich nicht die Welt, aber für Normalnutzer, die einfach nur Bilder vom Handy sichern wollen, sicherlich ausreichend.

Auf der Rückseite des NAS finden wir den Stromanschluss, einen Gbit-LAN-Port und einen USB-3.0-Port.

 

Software und UI, ein erster Überblick

Im Gegensatz zu seinen anderen NAS-Systemen setzt Synology bei der BeeStation nicht auf das bekannte DSM-Betriebssystem bzw. hat dessen Benutzeroberfläche extrem verschlankt.

Die Benutzeroberfläche erreichst du über die Webseite https://portal.bee.synology.com/ bzw. über die App fürs Smartphone und den Desktop. Entsprechend haben wir hier schon eine „Semi-Cloud-Anbindung“. Ohne Internet funktioniert die BeeStation nur bedingt bzw. eingeschränkt.

 

Einrichtung, problemlos und schnell

Zum Einrichten der BeeStation benötigst du die Smartphone-App oder die Desktop-App. Ich habe es über die Desktop-App gemacht. Hier musst du zunächst einen Synology-Account anlegen, mit dem du die BeeStation verknüpfst.

Dann musst du die Seriennummer des NAS eingeben und zur Bestätigung die Taste auf der Rückseite drücken. Das war es auch schon mit der Einrichtung. Den Rest macht die BeeStation von alleine.

 

Benutzeroberfläche, BeeFiles und BeePhotos

Die BeeStation besteht im Kern aus zwei Komponenten: BeeFiles und BeePhotos. Wie der Name schon vermuten lässt, ist BeeFiles für das Speichern von Daten gedacht, ähnlich wie Google Drive oder Dropbox.

BeePhotos hingegen ist eine Foto-Verwaltungsplattform, ähnlich wie Google Fotos. Diese erlaubt es dir, Smartphone-Fotos usw. auf das NAS zu laden, in Alben zu sortieren usw. Der Zugriff auf beide Dienste ist sowohl lokal als auch über das Internet möglich.

 

BeeFiles

BeeFiles ist eine Art Dateimanager. Dieser erlaubt es dir, von all deinen Geräten Dateien an einem gemeinsamen Ort zu speichern. Du kannst dabei ähnlich wie bei Dropbox einen Ordner an deinem PC festlegen, der mit dem NAS synchronisiert wird.

Du kannst auch frei Ordner mit dem NAS synchronisieren oder Daten über den Webbrowser hoch- und herunterladen.

Auf all diese Daten lässt sich dann auch über das Smartphone zugreifen.

 

BeePhotos

BeePhotos ähnelt stark Synology Photos, das wir von den regulären Synology-NAS-Systemen kennen. In BeePhotos lassen sich Fotos hochladen, die dann in einer Art Timeline präsentiert werden. Dabei werden die Bilder über alle Plattformen hinweg gesichert und synchronisiert.

Du kannst einstellen, dass Smartphone-Bilder automatisch in BeePhotos hochgeladen werden. Bilder lassen sich dort in Alben sortieren und auch für Dritte freigeben. Letzteres kann auch mit einem Passwort gesichert werden.

Ein Kritikpunkt: Der Link zur Freigabe lautete bei mir “http://tcyr1px3mjsadsus0uv1ce22fbke6tl4.quickconnect.to/mo/sharing/R2qInKbQM”.

Ich finde, dies sieht nicht sonderlich seriös aus, wenn man diesen Link an Dritte weitergibt. Positiv wiederum: Der Aufnahmeort von Bildern wird angezeigt, zudem gibt es eine Personen- und KI-Objekterkennung.

Die Objekterkennung arbeitet ordentlich, aber natürlich nicht auf dem Level von Google Fotos. Generell gefällt mir BeePhotos sehr gut! Gerade wenn du eine Möglichkeit suchst, deine Smartphone-Bilder zu sortieren und zu sichern, ist BeePhotos klasse. Am Desktop-PC oder Notebook lässt sich auch auf BeePhotos zugreifen, hier aber nur über den Webbrowser und nicht über eine gesonderte App.

 

Lokaler Zugriff möglich

Prinzipiell ist die BeeStation gemacht, um ein Ersatz für eine öffentliche Cloud zu sein. Um hier möglichst flexibel zu sein, läuft der Zugriff in der Regel über die Synology-Server ab. Die Synology-Server dienen hier als eine Art Mittelsmann und erlauben einen sicheren Zugriff von überall auf deine BeeStation, ohne Portfreigaben usw. Du loggst dich einfach auf https://portal.bee.synology.com/ ein oder über die Apps mit deinem Synology-Account und bist verbunden. Dies hat aber auch Nachteile. Was, wenn kein Internet verfügbar ist oder es Probleme mit den Synology-Servern gibt?

In den Einstellungen kannst du daher auch einen lokalen Zugriff einschalten. Dieser erlaubt es dir, die WebUI mit einem lokalen Konto unter Eingabe der IP-Adresse in deinem Webbrowser zu erreichen. Dies ist ohne Frage eher als Backup gedacht und nicht alle Funktionen sind hier verfügbar, aber im Notfall kann diese Option doch helfen.

 

Zugriff via SMB

Du kannst auch via SMB (Windows-Dateifreigabe) auf die BeeStation zugreifen. Allerdings muss dies manuell aktiviert werden. Hierbei ist die Funktionalität etwas überschaubar. Du kannst nicht frei Ordner anlegen, sondern hast nur Zugriff auf eine vordefinierte Ordnerstruktur und die BeeFiles- und Foto-Daten. Ebenso kann hier nur ein Benutzer angelegt werden. Es ist klar, dass es primär gedacht ist, Zugriff über die WebUI oder die Apps zu nehmen.

Das NAS schafft hier in beide Richtungen 100-110 MB/s, also volle Gbit LAN Geschwindigkeit. 

 

Datensicherheit?!

Ein Punkt, der mich bei der BeeStation etwas verwundert hat, ist der Einsatz von nur einer Festplatte. Sollte diese ausfallen, wären alle Daten auf der BeeStation weg. Daher nutzen große NAS-Systeme in der Regel immer mindestens zwei Festplatten, damit die Daten gespiegelt sind. Dies ist hier nicht der Fall, du kannst allerdings deine Daten auf beispielsweise eine externe HDD, die du via USB anschließt, sichern.

Hierfür ist eine Funktionalität integriert. Ebenso ist es möglich, eine Datensynchronisation mit Google Drive, Dropbox oder OneDrive anzulegen.

 

Stromverbrauch, ein Highlight

Für mich ein Highlight der BeeStation ist der Stromverbrauch! Viele NAS-Systeme können schnell einiges an Energie fressen. Erfreulicherweise ist der Stromverbrauch der BeeStation sehr niedrig. Im Leerlauf benötigt diese gerade einmal 2,4W. Unter leichter bis mittlerer Last steigt der Verbrauch auf 5-10W, was weiterhin sehr wenig ist.

 

Fazit

Es ist nicht möglich, ein pauschales Fazit zur Synology BeeStation zu ziehen. Warum? Die BeeStation ist, was den Funktionsumfang angeht, sehr abgespeckt.

Für einen erfahrenen Nutzer ist dies vielleicht ein großer Nachteil, für einen absoluten Anfänger, der einfach etwas sucht, um Daten und Bilder vom PC und Smartphone zu sichern, hingegen super! Kennst du dich etwas mit Technik aus und bist bereit, etwas mehr Hand anzulegen, dann würde ich dir klar zu so etwas wie der Synology DiskStation DS223j raten.

Mit einer einfachen HDD ist diese auch preislich ähnlich, aber vom Funktionsumfang und der Flexibilität doch überlegen. Allerdings ist die BeeStation einfacher zu nutzen, einfacher einzurichten und funktioniert einfach.

Dabei bietet sie eine ähnliche Funktionalität wie Dropbox oder Google Drive. Daten lassen sich hochladen und synchronisieren und es gibt eine erweiterte Foto-Verwaltung und -Freigabe. Ist es genau das, was du suchst, dann ist sie eine super Wahl!

Synology BeeStation
POSITIV
Benutzerfreundliche Einrichtung über Smartphone- oder Desktop-App
Intuitive und schöne Benutzeroberfläche über Webbrowser und Apps
BeeFiles für Dateispeicherung und -verwaltung, ähnlich Google Drive oder Dropbox
BeePhotos für Fotoverwaltung, ähnlich Google Fotos
Automatische Synchronisation von Smartphone-Fotos
Personen- und KI-Objekterkennung in der Foto-App
Zugriff sowohl lokal als auch über das Internet
Sehr niedriger Stromverbrauch (2,4W im Leerlauf, 5-10W unter Last)
NEGATIV
Nur eine fest verbaute 4 TB Festplatte
Keine Möglichkeit zum Austausch der Festplatte durch den Nutzer
Kein RAID-Schutz; Datenverlust bei Festplattenausfall möglich (sofern keine Backups eingerichtet)
Stark abgespeckter Funktionsumfang im Vergleich zu anderen Synology NAS-Systemen
Einschränkungen beim Zugriff via SMB (nur vordefinierte Ordnerstruktur)
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Seagate Exos 2X18 – 18TB HDD mit Dual-Actuator im Test

Festplatten sind in den letzten Jahren um einiges größer geworden. Allerdings gab es bei der Geschwindigkeit kaum nennenswerte Sprünge.

So schaffen praktisch alle Festplatten in der Spitze 200-250 MB/s.

Dies möchte Seagate mit seiner MACH.2 Technologie ändern. MACH.2? Festplatten mit dieser Technik besitzen zwei komplette Sets Lese/Schreibköpfe, was in der Theorie ihre Leistung verdoppelt.

Aber wie funktioniert das Ganze in der Praxis? Ich bin bei eBay über eine günstige Seagate Exos X – 2X18 gestolpert und dachte dies wäre doch ein sehr guter Moment sie einmal im Test auszuprobieren.

 

Eine normale 3,5 Zoll HDD (auf dem ersten Blick)

Wenn du die Exos 2X18 auspackst, wirst du im ersten Moment gar nicht merken, dass du hier eine “besondere” Festplatte vor dir hast.

Diese ist auf den ersten Blick eine normale 08/15 3,5 Zoll SATA Festplatte, welche wie die meisten 18 TB Modelle recht schwer und massiv wirkt.

Entsprechend passt diese prinzipiell in alle 3,5 Zoll Slots, hier wird keine besondere Halterung oder Ähnliches benötigt.

 

1x 18 TB (SATA) oder 2x 9 TB (SAS)

Es gibt die Exos 2X18 in zwei Versionen, einmal als SATA HDD und einmal als SAS HDD. Diese Versionen unterscheiden sich hier in der Funktion massiv!

Im Kern ist die Exos 2X18 nicht eine 18 TB HDD sondern 2x 9TB HDDs mit einem Controller und einem Gehäuse.

Die SATA-Version gibt sich deinem Betriebssystem auch als eine normale 18 TB HDD zu erkennen. Die SAS-Version (sofern meine Infos richtig sind) hingegen gibt sich als 2x 9 TB zu erkennen.

Beide Ansätze haben ihr Vor- und Nachteile. Die SATA-Version ist einfacher zu nutzen, gerade unter Windows, aber bei der SAS-Version ist es leichter die Vorzüge der MACH.2 Technologie auch wirklich zu nutzen.

 

Auch nur 250 MB/s?!

Im ersten Moment könnten dich die Benchmark Werte der Seagate Exos 2X18 etwas überraschen. Denn diese sehen sehr unspektakulär aus.

271 MB/s in CrystalDiskMark, das schafft +- auch eine normale HDD. Dies liegt daran, wie die SATA-Version der HDD aufgebaut ist.

 

2x 9 TB hintereinander

Bei der Exos 2X18 handelt es sich im Kern um 2x 9 TB HDDs. Diese sind allerdings nicht “parallel” geschaltet (RAID 0) sondern hintereinander.

Beschreibst du die ersten 0-9 TB, landen diese auf der ersten Festplatte. Die restlichen 9-18 TB landen auf der zweiten Festplatte.

Kopierst du also einfach eine Datei auf die HDD, dann wird lediglich ein Set Lese/Schreibköpfe genutzt.

Wie die HDD aufgebaut ist können wir sehr gut in HD-Tune sehen.

Festplatten besitzen keine konstante Leistung, sondern diese sinkt umso weiter, wie Daten in die Mitte geschrieben werden.

Dies können wir in HD Tune auch beobachten. Allerdings steigt ab Hälfte der Kapazität die Datenrate plötzlich wieder voll an. Ab diesem Moment übernimmt die 2. HDD im Inneren.

 

Wie in der Praxis nutzen?

Dieses Verhalten macht es aber leider recht schwer effektiv die volle Leistung der HDD zu nutzen.

Es ist möglich, die Partition auf der Exos 2X18 genau in der Mitte zu teilen, so dass du zwei Partitionen hast, welche beide jeweils die +- 270 MB/s in der Spitze parallel schaffen.

Theoretisch wäre es möglich, die beiden Hälften wieder in ein Software RAID 0 zu schalten, um dann 500 MB/s+ zu erreichen. Allerdings bei Windows ist es nicht möglich einfach zwei Partition derselben HDD ohne Umwege zu “verschalten”.

 

Nicht im RAID mit anderen 18TB HDDs (QNAP)

Auch wenn die 2X18 in der SATA-Version sich nur als reguläre 18TB HDD zu erkennen gibt, verweigerte mein QNAP NAS diese mit anderen normalen 18 TB HDDs in einem RAID 5 zu verbinden.

Ob dies auch für andere NAS-Systeme gilt oder TrueNAS kann ich nicht sagen. Unraid ist es egal, aber das ist nicht überraschend.

 

Lautstärke normal, aber recht warm und stromhungrig

Erfreulicherweise kann ich bei der Lautstärke der Exos 2X18 nichts Auffälliges berichten. Diese ist im Leerlauf kaum bis gar nicht zu hören und unter Last nicht lauter als eine normale 18 TB HDD. Ich würde sogar fast sagen diese ist etwas leiser.

Allerdings bei der Leistungsaufnahme und auch der Hitzeentwicklung sieht es etwas anders aus!

So lag die Leistungsaufnahme signifikant über der anderer HDDs in dieser Klasse. Entsprechend wurde die HDD auch konstant 2-4 Grad wärmer als die reguläre Exos X18.

 

Fazit

Die Seagate Exos 2X18 ist ein super interessantes Konzept, welches aber in der Praxis nicht ganz so einfach zu nutzen ist.

So ist die Exos 2X18 im Kern 2x 9 TB HDDs in einem Gehäuse, welche sich in der SATA-Version nur als eine 18 TB HDD zu erkennen gibt. Dabei sind die beiden 9 TB HDDs “hintereinander” angeordnet.

Dies macht es leider recht schwer, die volle Leistung zu nutzen. In der Regel wird die Exos 2X18 lediglich die “normale” Leistung einer aktuellen HDD bieten. Erst bei parallelem Zugriff auf Daten auf Teil 1 und Teil 2 der HDD kannst du Geschwindigkeiten deutlich höher als bei einem normalen Modell erreichen.

Für eine Version 2 wäre es interessant, die beiden Hälften der HDD via Software oder einem kleinen Schalter an der HDD in ein RAID 0 zu schalten, so dass wir direkt die volle Leistung sehen.

Dennoch, soweit sehen wir im schlechtesten Fall die gleiche Leistung wie bei einer normalen 18 TB HDD und im besten Fall die doppelte Leistung.

Letztendlich spricht lediglich die höhere Leistungsaufnahme und Hitzeentwicklung etwas gegen die Seagate Exos 2X18.

AMEGAT 100W 20.000 mAh Powerbank im superflachen Design im Test

AMEGAT bietet mit der PBQ2012 eine außergewöhnliche Powerbank an. Sie bietet 20.000 mAh Kapazität, laut Hersteller, sowie eine Ausgangsleistung von bis zu 100W nach dem USB Power Delivery Standard. Dies sind schon einmal super Werte, aber das wirklich Außergewöhnliche an der AMEGAT Powerbank 100W 20000mAh ist der Formfaktor. Die Powerbank ist sehr flach, aber dafür breit und tief gebaut. Ungewöhnlich!

Wollen wir uns die Powerbank doch einmal näher im Test ansehen. Kann die AMEGAT PBQ2012 überzeugen? An dieser Stelle vielen Dank an AMEGAT für das Zurverfügungstellen der Powerbank für diesen Test.

 

AMEGAT 100W 20.000 mAh Powerbank im superflachen Design im Test

Sicherlich das Außergewöhnlichste an der AMEGAT Powerbank ist das Design bzw. der Formfaktor.

Die Powerbank ist gerade einmal 17,5 mm dick, aber dafür mit 129 x 152 mm recht breit und tief.

Diese Powerbank ist hierdurch absolut nicht für die Hosentasche zu gebrauchen, würde aber im Gegenzug besser in eine Laptoptasche oder einen Rucksack passen. Und genau hierfür hat AMEGAT die Powerbank sicherlich auch designt.

Was die Optik angeht, ist die Powerbank sehr schick gehalten in einem dunkelgrauen Kunststoff. Hierdurch sieht die Powerbank edel aus und fühlt sich auch wertig an.

Das Gewicht der Powerbank liegt bei 479g.

 

Mit Display!

Spannenderweise verfügt die Powerbank über ein kleines Display. Dieses zeigt nicht nur den Akkustand in % an, sondern auch aktuelle Leistungswerte. Du kannst hier immer sehen, wie viel Leistung in die Powerbank geht bzw. wie viel Leistung sie ausgibt.

 

Anschlüsse

Die AMEGAT 100W 20.000 mAh Powerbank besitzt 3x USB-C-Ports und 1x USB-A. Damit hat die Powerbank erfreulich viele Anschlüsse für ein Modell dieser Klasse.

– 3x USB-C – 100W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A

– 1x USB-A – 18W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Prinzipiell können alle drei USB-C-Ports der Powerbank bis zu 100W nach dem USB Power Delivery Standard liefern. Dies ist mehr als ausreichend Leistung für Smartphones und Tablets, erlaubt es der Powerbank aber auch, viele USB-C-Notebooks schnell zu laden.

Hinzu kommt der USB-A-Port, der bis zu 18W nach Quick Charge liefern kann. Allerdings kannst du nicht die volle Leistung aller Ports gleichzeitig nutzen. Nutzt du mehrere Ports auf einmal, werden diese nach einem festen Schema gedrosselt.

USB C 1 USB C 2 USB C 3 USB A 
100W
65W 30W
65W 18W
45W 30W 20W
45W 30W 18W
45W 30W 7,5W 7,5W

So wird beispielsweise der primäre USB-C-Port auf 65W bzw. 45W gedrosselt, wenn du mehrere Anschlüsse gleichzeitig nutzt.

 

Mit PPS

Wie es sich für eine High-End-Powerbank gehört, bietet auch die AMEGAT Powerbank Unterstützung für den PPS-Standard:

  • 3,3-20V/ bei bis zu 5A

Dies ist eine sehr große PPS-Stufe, welche es der Powerbank erlaubt, Smartphones wie das S24 Ultra mit vollem Tempo zu laden.

 

Kapazität der Powerbank

Laut Hersteller soll die PBQ2012 eine Kapazität von 20.000 mAh bieten. In der Praxis ist es allerdings völlig normal, dass die Kapazität von Powerbanks etwas niedriger ausfällt. Wie sieht es hier aus?

Wh mAh @3,7 V % der HA
5V/2A 62.308 16840 84%
9V/1A 63.41 17138 86%
9V/3A 64.883 17536 88%
20V/1A 64.042 17309 87%
20V/3A 63.393 17133 86%

Im Test schwankte die Kapazität der Powerbank zwischen 16.840 mAh @3,7V bzw. 62,308 Wh und 17.536 mAh bzw. 64,883 Wh. Dies entspricht einer Spanne von 84% bis 88% der Herstellerangabe. Dies ist ein gutes Abschneiden! Es ist normal, dass eine Powerbank nicht die volle Herstellerangabe erreicht.

Warum? Die Herstellerangabe bezieht sich bei allen Powerbanks auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. So werden hier wirklich +- 20.000 mAh verbaut sein, allerdings lassen sich durch die Spannungswandlungen usw. nicht 100% der Kapazität auch nutzen. Ein Ergebnis von 80-90% ist nach meiner Erfahrung ein normales gutes Abschneiden.

 

Nicht konstant 100W

Leider konnte die AMEGAT 100W 20.000 mAh Powerbank bei mir nicht konstant 100W liefern! An einer entsprechenden elektronischen Last schaltete sich die Powerbank bei +- 40-45% Restladung immer ab.

Vermutlich aufgrund von Übertemperatur. Entweder kann die Powerbank dann bei reduzierter Leistung weitermachen oder, wenn du sie etwas abkühlen lässt, kann sie nach einiger Zeit wieder die vollen 100W liefern. 60W kann die Powerbank hingegen konstant bereitstellen.

 

Ladedauer der AMEGAT 100W 20.000 mAh Powerbank

Laut AMEGAT soll die Powerbank mit bis zu 65W geladen werden, was durchaus ordentlich wäre. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Richtig gut ist die Antwort! So konnte die Powerbank im Test sogar sehr konstant mit bis zu 67W laden. Dies resultierte in einer sehr niedrigen Ladedauer von gerade einmal rund 1:30 h! Dies ist für eine Powerbank dieser Leistungsklasse richtig gut! Dabei konnte ich auch beim Laden keine Temperaturprobleme oder Ähnliches beobachten.

 

Ladeeffizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Ladeeffizienz. Hierbei vergleiche ich, wie viel Energie die Powerbank beim Laden aufnimmt, mit der Energie, die wir am Ende nutzen können.

So brauchte die Powerbank bei mir im Test ca. 85,9 Wh für eine vollständige Ladung. Daraus ergibt sich eine Ladeeffizienz im besten Fall von 76% und im schlechtesten Fall von 73%. Dies sind solide, aber auch nicht überragende Werte.

 

Fazit

Die AMEGAT 100W 20.000 mAh Powerbank steht und fällt etwas mit ihrem Formfaktor. Ist der superflache Formfaktor für dich praktisch, weil du beispielsweise die Powerbank in einem Rucksack oder einer Laptoptasche transportieren willst?

Dann spricht recht wenig gegen diese! Die Kapazität passt, die PPS-Stufe passt, es können wirklich bis zu 100W nach USB Power Delivery geliefert werden und das Laden geht mit rund 1:30 h schön schnell. Zwar kann die Powerbank nicht konstant 100W liefern, irgendwann überhitzt sie und drosselt sich, aber in Anbetracht der kompakten Abmessungen will ich hier nicht zu hart sein.

Im Zweifel betrachte die Powerbank eher als 60W-Modell mit etwas Luft nach oben. Allerdings können die Abmessungen auch ein Nachteil sein. So ist diese Powerbank absolut nicht hosentaschenfreundlich und mit der AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh bietet AMEGAT auch eine spannende Alternative mit noch mehr Leistung an.

Dennoch denke ich, dass die AMEGAT 100W 20.000 mAh Powerbank eine gute Wahl ist, wenn du sie zu einem guten Preis bekommst (um die 60€ oder weniger).

AMEGAT 100W 20.000 mAh Powerbank
POSITIV
Flach, aber breit und tief; nicht hosentaschenfreundlich, aber geeignet für Rucksäcke und Laptoptaschen.
Bis zu 100W USB Power Delivery
3x USB-C und 1x USB-A
Kann mit bis zu 65W geladen werden, was eine schnelle Ladedauer von etwa 1:30 Stunden ermöglicht
Hochwertiges Design
Große PPS Stufe
NEGATIV
Nutzung mehrerer Ports gleichzeitig reduziert die Gesamtleistung der einzelnen Ports deutlich
kann nicht konstant 100W liefern
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Massiv und schnell! Der SCEOAN Windstorm S1 3D-Drucker im Test 

Der Windstorm S1 von SCEOAN hebt sich bereits auf den ersten Blick ein gutes Stück von anderen günstigen 3D-Druckern ab.

So setzt der Windstorm S1 vor allem auf einen recht massiven Aufbau mit stabiler Basis und dicken Aluminium-Trägern. Zudem sind keine offenliegenden Kabel sichtbar. Hierdurch sieht dieser zunächst erfreulich wertig aus.

Aber auch technisch macht der SCEOAN Windstorm S1 auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck! Wir haben eine hohe Druckgeschwindigkeit von bis zu 500 mm/s und die aus meiner Sicht sehr wichtige automatische Nivellierung.

Wollen wir uns den SCEOAN Windstorm S1 doch einmal im Test ansehen, auch wie dieser sich z.B. gegen den Creality Ender-3 V3 KE schlägt.

 

Der SCEOAN Windstorm S1 im Test 

Sicherlich eine der größten Besonderheiten des SCEOAN Windstorm S1 ist das Design. So verfügt der 3D-Drucker über recht große „Aluminium-Träger“, in welchen auch alle Kabel des 3D-Druckers versteckt sind.

Hierdurch sieht dieser sehr clean und massiv aus. Auch die Basis, auf welcher sich das bewegliche Hot-Bed befindet, ist komplett in einem Gehäuse verbaut.

Auf der Front der Basis finden wir dabei einen kleinen Touchscreen, wie auch einen USB-A-Port, einen microSD-Kartenleser und einen USB-C-Port.

Auf der Rückseite haben wir den Netzanschluss, wie auch einen USB-Typ-B-Port für die Verbindung zu einem PC.

 

Fast fertig zusammengebaut 

Erfreulicherweise wird der Windstorm S1 bereits fast fertig montiert geliefert.

Du musst lediglich die Z-Achse aufsetzen und die Halterung für das Filament befestigen, fertig!

 

Software, Orca Slicer

Im Lieferumfang des Windstorm S1 findet sich ein USB-Stick. Auf diesem findest du diverse erweiterte Anleitungen, wie auch Profile für Cura und die Orca Slicer Software.

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um eine “Slicer Software”, welche die von dir erstellten Projekte oder heruntergeladenen Modelle für den 3D-Drucker vorbereitet.

Orca Slicer ist eine offene Software, die mit vielen 3D-Druckern kompatibel ist. So findet sich hier auch ein entsprechendes Profil für den Windstorm S1, du musst also nicht viel selbst einstellen.

Allerdings sind bei diesem Profil die Geschwindigkeiten sehr hoch eingestellt (so wirkt es zumindest auf mich), aber alles hat soweit funktioniert, auch mit den “Standard”-Einstellungen.

Die Nutzung von Orca Slicer ist dabei problemlos und generell macht das Programm einen guten Eindruck.

Du ziehst einfach die zu druckenden Objekte in die Arbeitsfläche, passt die Größe und Position an, wählst die Qualität und exportierst das Projekt.

Du kannst den Windstorm S1 direkt via USB mit deinem PC verbinden, aber ich nutze für das Übertragen der Projekte einfach einen USB-Stick, genau genommen den beiliegenden 4GB-USB-Stick.

 

Steuerung am Windstorm S1

Der Windstorm S1 verfügt auf der Front über einen kleinen LCD-Touchscreen. Dieser ist relativ simpel gehalten, genau wie die Menüführung, aber beides ist aus meiner Sicht genügend!

Der Touchscreen reagiert sehr akkurat und alle Menü-Elemente haben eine schöne Größe.

 

Automatische Nivellierung

Eines der wichtigsten Features für mich bei einem 3D-Drucker ist die automatische Nivellierung.

Ich habe jahrelang mit günstigen 3D-Druckern ohne diese Funktion gearbeitet und es ist ein Elend!

Daher ist es für mich sehr erfreulich, dass der Windstorm S1 über diese automatische Nivellierung verfügt.

Diese kannst du einfach über das Menü ausführen und der Drucker tastet automatisch das Druckbett mithilfe eines Lasers ab und passt entsprechend den Druck an, sodass dieser korrekt aufliegt.

Dies hat im Test auch absolut problemlos funktioniert.

 

Druckgröße

Mit 220 x 220 x 250 mm ist die Druckfläche des Windstorm S1 ausreichend groß.

 

Extrem hohe Geschwindigkeit! 

Für mich einer der überraschendsten Punkte war die extrem hohe Geschwindigkeit des SCEOAN Windstorm S1.

Laut Hersteller kann dieser mit bis zu 500 mm/s drucken, was schon ziemlich schnell ist. Allerdings ist dies nur ein Teil der Geschichte, denn das Besondere ist die schnelle Bewegungsgeschwindigkeit des Kopfes, wenn dieser von Punkt zu Punkt springen muss.

Hier ist er extrem schnell unterwegs. Auch Dinge wie Richtungswechsel werden unfassbar schnell ausgeführt.

Hierdurch ist dieser um einiges schneller als selbst der Creality Ender-3 V3 KE.

 

Wie hoch ist die Druckqualität? 

Aber wie steht es um die Druckqualität? Diese schwankt je nach Einstellungen und Schichthöhe.

Generell würde ich sagen, diese ist gut. Details werden gut gearbeitet und selbst Überhänge meistert der Drucker überdurchschnittlich gut.

Der SCEOAN Windstorm S1 neigte bei mir etwas zum Fädenziehen, aber das ist auch der einzige Kritikpunkt, den ich habe.

Tendenziell würde ich aber die Druckqualität des Creality Ender-3 V3 KE leicht vorne sehen. Bei diesem sind die Übergänge zwischen den Schichten noch minimal sauberer.

 

Lautstärke 

Aufgrund der hohen Arbeitsgeschwindigkeit ist der SCEOAN Windstorm S1 tendenziell etwas lauter, aber auch nicht extrem laut.

Viele super günstige 3D-Drucker sind hier schon noch ein gutes Stück lauter unterwegs. So sind die Motoren beim Windstorm S1 sehr leise, aber bei plötzlichen Richtungswechseln ist natürlich ein deutliches Bewegungsgeräusch hörbar.

Mit einem etwas reduzierten Tempo wird der Windstorm S1 deutlich leiser.

 

Fazit 

Wenn es dir um Stabilität und Geschwindigkeit beim 3D-Drucken geht, dann ist der Windstorm S1 von SCEOAN eine spitzen Wahl!

So bietet dieser eine hervorragende Arbeitsgeschwindigkeit für seine Preisklasse, bei welcher er aber weiterhin sehr gute Druckergebnisse liefert. Du musst dich hier also nicht zwischen Qualität und Geschwindigkeit entscheiden.

Auf dem Papier liefert dieser mit 500 mm/s schon ein beachtliches Tempo, aber das Spannende ist hier, wie schnell der Kopf von Punkt zu Punkt springen kann.

Hier ist dieser merklich schneller als z.B. der Creality Ender-3 V3 KE.

Die hohe Druckqualität trotz der hohen Geschwindigkeit liegt sicherlich auch etwas an dem supermassiven Aufbau des Druckers. Dieser ist signifikant schwerer und stabiler gebaut als das 08/15-Modell.

Dabei ist die Nutzung und Steuerung gewohnt unproblematisch. Die Druckqualität ist ebenso auf einem sehr guten Level, wenn vielleicht auch minimal unter dem Creality Ender-3 V3 KE. Dieser ist dafür weniger massiv und langsamer. Wir spielen hier aber auch bei der Druckqualität schon auf einem hohen Level!

Damit kann ich den SCEOAN Windstorm S1 unterm Strich mit gutem Gewissen empfehlen!

SCEOAN Windstorm S1
POSITIV
hohe Druckgeschwindigkeit von bis zu 500 mm/s
Massiver Aufbau
Keine offenliegenden Kabel
Automatische Nivellierung
Einfache Montage
NEGATIV
Der Drucker neigt etwas zum Fädenziehen, bei voller Geschwindigkeit
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Die Reolink Argus 4 Pro im Test, eine herausragende Akku-Überwachungskamera!

Die Argus Modelle von Reolink zählen schon seit vielen Jahren zu den besten akku-betriebenen Überwachungskameras, gerade dann, wenn du ein Modell ohne Zwangsabo suchst.

Mit der Argus 4 Pro hat nun Reolink ein neues Modell auf den Markt gebracht, welches die Messlatte etwas höher legt. So besitzt die Argus 4 Pro zwei Linsen, ein Sichtfeld von 180 Grad, 4K Auflösung und eine farbige Nachtsicht.

Dies weiterhin bei einer akkubetriebenen Überwachungskamera. WOW!

Klingt im ersten Moment doch sehr gut, allerdings stellen sich durchaus einige Fragen. Vor allem wie lange hält der Akku? Kann so viel Leistung + Akku gut gehen?

Finden wir es im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an Reolink, welche mir die Argus 4 Pro für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Argus 4 Pro im Test

Die Reolink Argus 4 Pro unterscheidet sich optisch deutlich von ihren Vorgängern. So ist die Argus 4 Pro um einiges größer und vor allem breiter.

Dies liegt an den zwei Objektiven, die nebeneinander angeordnet sind. Hierdurch soll die Kamera einen besonders breiten 180 Grad Blickwinkel abdecken. An den Seiten sind LED Scheinwerfer für die farbige Nachtsicht angebracht.

Unterhalb des Kamera-Aufbaus ist noch ein gesonderter großer Bewegungsmelder zu finden.

Für die Speicherung der Aufnahmen besitzt die Kamera einen microSD Karten Slot auf der Unterseite, wo auch der Einschalter angebracht ist.

Der 4800 mAh Akku in der Argus 4 Pro wird über einen USB C Port auf der Rückseite geladen.

Alle Anschlüsse und Ports sind mit Gummiklappen vor Wasser geschützt. So soll die Kamera IP66 wassergeschützt sein, entsprechend macht Regen dieser nichts aus.

 

Montage

Für die Montage an Wänden und Rohren/Pfosten liegt passendes Montagematerial bei. So hat die Kamera auf der Rückseite das übliche Gewinde für Halterungen.

 

Kein Account Zwang!

Reolink ist einer der letzten Hersteller, die derzeit noch auf einen Account verzichten bzw. wo dieser noch optional ist.

Du musst dich also nicht beim Hersteller registrieren, sondern kannst nach dem Herunterladen der App einfach die Kamera hinzufügen.

Hierfür scannst du den QR Code auf der Rückseite der Kamera. Hast du mehrere Geräte, mit welchen du auf die Kamera zugreifen möchtest, dann kannst du diesen Code einfach mehrfach scannen.

Zur Sicherheit legst du bei der ersten Einrichtung ein Passwort fest, welches dann auch auf den zusätzlichen Geräten eingegeben werden muss.

 

WLAN 6 und Bluetooth!

Die Argus 4 Pro verfügt nicht nur über WLAN, sondern auch über Bluetooth. Letzteres wird primär bei der Einrichtung genutzt und macht diese sehr einfach!

Auf Seiten des WLANs unterstützt die Argus 4 Pro den WLAN 6 Standard mit 2,4 GHz oder 5GHz.

Entsprechend kann die Kamera sehr gute Datenraten und schnelle Ladezeiten erreichen.

 

App

Die Argus 4 Pro nutzt die bekannte Reolink App. Bei dieser habe ich traditionell gemischte Gefühle. Teils ist diese etwas träge und unzuverlässig.

Allerdings in Kombination mit der Argus 4 Pro funktionierte diese bei mir so gut wie bei noch keiner anderen Reolink Kamera zuvor. Die App hatte recht schnelle Ladezeiten, die Wiedergabe (auch in volle Qualität) funktionierte problemlos, genau wie das Ansehen und Herunterladen der Aufnahmen.

Dabei ist die App auch klar und übersichtlich aufgebaut. Gerade in Kombination mit der fehlenden „Zwangsregistrierung“ bin ich super zufrieden.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass weiterhin das Laden der Live-Ansicht und Aufnahmen minimal länger dauert als bei den Modellen die tiefer mit der Cloud verwebt sind.

 

Sehr gute Smart Erkennung!

Ein Highlight an der Argus 4 Pro für mich war die Smart Erkennung. So kann die Kamera zwischen normalen Bewegungen, Personen, Tieren und Fahrzeugen unterscheiden.

Dies funktioniert beeindruckend gut!

Sogar kleine Vögel werden von der Kamera korrekt als Tier erkannt. Entsprechend sind Menschen für diese absolut kein Problem.

Auch die Reichweite der Bewegungserkennung ist für eine Kamera mit Akku sehr hoch!

Wofür ist die Smart Erkennung?

  1. Aufnahmen werden markiert mit einer Information, was erkannt wurde, wodurch du Aufnahmen schneller filtern kannst.
  2. Du kannst Benachrichtigungen “filtern”, also dass du z.B. nur benachrichtigt wirst, wenn eine Person erkannt wurde. Aufnahmen lassen sich aber unabhängig davon steuern.

 

Wo werden die Aufnahmen der Argus 4 Pro gespeichert?

Aber wo und wie speichert die Argus 4 Pro ihre Aufnahmen? Hier hast du mehrere Möglichkeiten.

  1. Auf einer microSD Speicherkarte die du in der Kamera einsetzt.
  2. Auf einem FTP-Server.
  3. In der Cloud.

Du kannst in die Argus 4 Pro eine microSD Speicherkarte einsetzen, auf welcher dann die Aufnahmen gespeichert werden. Dies ist die “Standard” Möglichkeit.

Zusätzlich bzw. alternativ kannst du auch Aufnahmen von der Kamera auf einen FTP Server oder in die Cloud übertragen. Die Cloud ist natürlich kostenpflichtig.

Die FTP Option finde ich aber spannend. Hast du ein NAS oder Home Server? Dann kannst du so Aufnahmen auf diesen sichern. Hast du eine FritzBox? Dann kannst du daran einen USB Stick oder externe HDD anschließen und dann darauf die Aufnahmen sichern.

 

Super breiter Blickwinkel

Die Argus 4 Pro besitzt zwei Kamera-Linsen, welche seitlich leicht versetzt angebracht sind. Hierdurch decken diese satte 180 Grad seitlich ab.

Das Bild der beiden Objektive wird in der Kamera zusammengesetzt und dir als “eins” präsentiert. Erfreulicherweise macht die Kamera das auch sehr gut, so ist kaum bis kein Übergang zu sehen.

 

Bildqualität

Aufgrund des super breiten Bildes hat die Argus 4 Pro eine “ungewöhnliche” Auflösung. So haben Aufnahmen 5120 x 1440 Pixel, was 7,3 Millionen Pixeln entspricht.

Wir haben hier also durchaus eine hohe Auflösung. Allerdings haben wir hier genau genommen kein 4K, aber eine ähnlich hohe Auflösung, durch das komische Bildformat.

Die Bildqualität ist bei Tag gut, wenn auch nicht absolut überragend. Farben und Dynamik sind gut und die Schärfe ordentlich. Wir sind hier auf einem gehobenen Level für eine akkubetriebene Überwachungskamera.

Bei Nacht setzt die Argus 4 Pro auf die beiden LED-Scheinwerfer für eine farbige Nachtsicht. Erfreulicherweise sind diese auch sehr kräftig und haben eine gute Reichweite.

Dank der großen Blende (F1.0) und der guten Sensoren ist das Bild erfreulich klar und sauber. Hier liefert diese eine Top-Leistung.

 

Akkulaufzeit und Solarpanel

Reolink empfiehlt es, die Argus 4 Pro mit dem Reolink Solarpanel zu kombinieren. Dieser Empfehlung kann ich nur zustimmen!

Ohne Solarpanel an einer leicht bis mittel belebten Stelle, sank der Akkustand bei mir um ca. 3-4%, was einer Laufzeit von ca. 1 Monat entspricht.

An einer sehr belebten Stelle, wo die Kamera sehr viel arbeiten muss, wird der Akku auch noch schneller leer gehen.

Allerdings macht das Reolink Solarpanel einen sehr guten Job, um die Argus zu versorgen! Bei mir brachte es genug Leistung, um die Kamera im Frühjahr problemlos konstant voll geladen zu halten.

 

Fazit

Die Reolink Argus 4 Pro ist aus meiner Sicht fast uneingeschränkt zu empfehlen! Warum nur fast?

Sicherlich das herausstechende Feature an der Argus 4 Pro ist der Blickwinkel von 180 Grad. Die Kamera sieht also effektiv alles, was vor ihr ist.

Kannst du dies nutzen, weil du eine breite Fläche überwachen möchtest, dann super! Willst du aber nur einen schmalen Durchgang überwachen, dann ist diese nicht optimal.

Dabei ist die Bildqualität gut bis sehr gut und auch die WLAN Verbindung erfreulich stark. Die Reolink App, welche dich auch nicht zu einem Account beim Hersteller zwingt, funktionierte bei mir im Test tadellos.

Sogar die Smart Erkennung von Menschen, Tieren und Fahrzeugen funktionierte richtig gut! Gerade wenn wir bedenken, dass die Erkennung auf der Kamera ausgeführt wird, ist dies beachtlich.

Zu guter Letzt kommen noch die flexibleren Speichermöglichkeiten hinzu, von microSD Karte über FTP Server bis hin zur Cloud ist alles dabei.

Die Akkulaufzeit der Kamera ist mit +- 1 Monat eher auf der schwächeren Seite. Allerdings kombiniert mit dem recht großen Reolink Solarpanel, brauchst du dir eigentlich 3 / 4 des Jahres keine Gedanken machen.

Lediglich im Winter könntest du die Kamera mal manuell laden müssen. Dennoch würde ich das Solarpanel dringend empfehlen.

Unterm Strich bin ich also wirklich von der Argus 4 Pro begeistert! Kannst du den breiten Blickwinkel gebrauchen ist das eine super Kamera!

Reolink Argus 4 Pro
POSITIV
extrem breiter Blickwinkel (180 Grad)
sehr gute Smart Erkennung
kein Abo oder Hersteller-Account nötig
lokale Speicherung der Aufnahmen
gute Bildqualität
mit LED Scheinwerfern
mit Akku und Option für ein Solarpanel
NEGATIV
Akkulaufzeit, aber ohne Solarpanel, mäßig gut
92

Kingston DC600M im Test, eine Datacenter SSD fürs Heimische NAS?

Wenn du auf der Suche nach einer besonders zuverlässigen SATA SSD für dein NAS oder Home-Server bist, hast du einige Optionen, beispielsweise die WD Red SSDs.

Allerdings setzen SSDs wie die WD Red SA500 auf normale “Consumer” Technik. Willst du wirklich etwas Zuverlässiges und Professionelles, dann musst du zu Modellen wie der Kingston DC600M greifen.

Die Kingston DC600M ist eine richtige Data Center SSD mit entsprechender Hardware. Allerdings ist auch diese letztendlich auch “nur” eine SATA SSD.

Wollen wir uns die Kingston DC600M doch einmal im Test ansehen, auch im Vergleich zur WD Red SA500.

An dieser Stelle vielen Dank an Kingston für das Zurverfügungstellen der DC600M für diesen Test.

 

Kingston DC600M im Test

Obwohl es sich bei der DC600M um eine Enterprise-SSD handelt, setzt diese auf den normalen SATA-Formfaktor und passt entsprechend in jedes normale NAS oder jeden Desktop-PC.

Auffällig ist jedoch, dass das Gehäuse der SSD vergleichsweise dick und massiv gebaut ist, gerade im Vergleich zu den WD Red Modellen. Ansonsten sieht die SSD sehr professionell und hochwertig aus.

 

Controller und NAND

Die Kingston DC600M setzt auf den Phison PS3112-S12DC Controller. Der Phison PS3112-S12DC ist ein Enterprise SATA SSD Controller, welcher auf Zuverlässigkeit und eine hohe konstante Leistung ausgelegt ist.

Mehr zu diesem findest du direkt bei Phison.

Auf Seiten des NANDs kommt allerdings recht klassischer BiCS5 zum Einsatz. BiCS5 stammt vom Hersteller KIOXIA und ist in vielen SSDs verbreitet, von normalen Consumer Modellen bis hin zu großen Enterprise SSDs.

Entsprechend nutzt die DC600M TLC NAND.

 

Mit Power-Loss Protection

Die DC600M verfügt über Power-Loss Protection. Das bedeutet, in der SSD sind Kondensatoren verbaut, die im Falle eines plötzlichen Stromausfalls der SSD genug Zeit geben, Daten im DRAM Cache im NAND zu speichern.

Dies haben normale SATA SSDs nicht und kann helfen, Datenverlust bei Stromausfällen zu vermeiden.

 

Im Inneren

Ich habe auch einen Blick ins Innere der DC600M gewagt und hier sehen wir einige spannende Punkte.

Neben den auffälligen Kondensatoren ist zu sehen, wie voll das PCB ist. Zum Vergleich hier die 4TB WD Red SSD.

WD RED SA500

So verfügt die DC600M über satte 10 Speicherbausteine (Kingston FB51208UCT1 BiCS5), was für eine SSD selbst mit 4 TB bzw. 3,84 TB unüblich ist. Entsprechend hat Kingston den BiCS5 etwas weniger eng gepackt, was bei der Hitzeverteilung und eventuell auch Zuverlässigkeit hilft.

Hinzu kommen gleich 4 RAM Speicherchips von Micron (Micron D8CJV) mit jeweils 2GB. Entsprechend verfügt die SSD über 8 GB DDR4 DRAM!

Dies ist sehr viel für eine SSD und erklärt auch, warum die Power Loss Protection hier so wichtig ist. Der große DRAM soll helfen die Leistung der SSD konstant zu halten und verbessert zudem die Haltbarkeit.

Weitere Pluspunkte gibt es für die Wärmeleitpads, auf welche beispielsweise WD bei seinen neueren SATA SSDs komplett verzichtet.

 

Datenraten

Die Kingston DC600M gibt es mit 480GB, 960GB, 1,92TB, 3,84TB und satten 7,68TB. Abseits der kleinen 480 GB Version bieten alle Modelle laut Kingston folgende Datenraten:

  • 560 MB/s lesend
  • 530 MB/s schreibend

Damit hängt die SSD absolut am SATA 6GB/s Limit.

 

Extrem hohe TBW

Die Haltbarkeit und Datensicherheit ist bei der Kingston DC600M der wichtigste Faktor. So bietet die SSD eine Garantie von 5 Jahren und eine sehr hohe TBW, gerade für eine SATA SSD.

Die TBW Angabe sagt an sich nicht direkt etwas über die Haltbarkeit aus. Sondern eher über das Vertrauen des Herstellers in seine SSD und die Bereitschaft im Fall des Falles diese auszutauschen.

Bei der 960 GB bzw. 1 TB Version haben wir einen TBW Wert von 1750 TB, was sehr hoch ist! Gerade da SATA SSDs oftmals deutlich niedriger geratet werden als NVME SSDs.

So wirbt die WD Red SA500 (SATA SSD) lediglich mit einem TBW Wert von 600 TB.

 

Testsystem

Folgendes Testsystem kommt für folgende Benchmarks zum Einsatz

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
  • 16GB RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

 

Benchmarks der Kingston DC600M (CrystalDiskMark, AS SSD, Anvil’s Storage Utilities)

Starten wir mit CrystalDiskMark in den Test der Kingston DC600M. CrystalDiskMark ist der bekannteste und auch beste Speicher Benchmark, wenn es um die Ermittlung der maximalen Datenraten unter optimalen Bedingungen geht.

So beginnt der Test doch gut, die DC600M kann mit 563 MB/s lesend und 539 MB/s schreibend die Herstellerangabe ein Stück weit übertreffen. Hiermit ist diese absolut am Limit der SATA Verbindung.

Verglichen mit den anderen SSDs im Testfeld fällt vor allem die sehr gute Schreibleistung auf, welche alle anderen SATA Modelle übertrifft. Lesend ist diese auch sehr stark und gerade einmal 5 MB/s hinter dem Top-Modell.

Auch im AS SSD Benchmark zeigt sich die DC600M sehr stark! Diese muss sich hier lediglich der Samsung 870 EVO knapp geschlagen geben, liegt aber merklich vor der WD Red SA500.

Fast das gleiche Bild sehen wir in Anvil’s Storage Utilities. Hier ist aber auffällig, dass die SSD schreibend im Verhältnis doch ein gutes Stück stärker ist als lesend. Dies werden wir auch noch in anderen Benchmarks sehen.

 

PC Mark

Der PC-Mark SSD Test versucht, alltägliche Anwendungen wie Büroanwendungen und Spiele zu simulieren. Entsprechend präsentiert sich dieser Test etwas alltagsnäher als reine “Benchmarks” wie wir diese zuvor hatten.

Es stehen drei Testoptionen zur Verfügung: die „Quick“-Variant, “Data” und die „volle“ Version. Die „volle“ Version nutzt größere Dateigrößen, was dazu führt, dass SSDs mit langsamer Schreibgeschwindigkeit oder aggressiven Schreibcaches schlechter abschneiden.

Hier sehen wir in dem “Quick” und “Full” Test ein überraschend schlechtes Abschneiden SSD. Wobei dies vermutlich gar nicht so überraschend ist, denn die DC600M ist weniger für die Nutzung als System Laufwerk ausgelegt und mehr als “Daten-Laufwerk”.

Dies zeigt auch das sehr gute Abschneiden in der Data-Drive Kategorie.

 

3D Mark SSD Test

Wo PC Mark die Allround Leistung eines Systems messen soll, spezialisiert sich 3D Mark hingegen auf die Messung von Spieleladenzeiten. Diese werden dabei intern richtig “simuliert” und es gibt nicht einfach nur eine theoretische Messung.

Folgendes testet der 3D Mark SSD Test:

  • Loading Battlefield™ V from launch to the main menu.
  • Loading Call of Duty®: Black Ops 4 from launch to the main menu.
  • Loading Overwatch® from launch to the main menu.
  • Recording a 1080p gameplay video at 60 FPS with OBS (Open Broadcaster Software) while playing Overwatch®.
  • Installing The Outer Worlds® from the Epic Games Launcher.
  • Saving game progress in The Outer Worlds®.

Auch hier sehen wir ein erneutes mittelmäßiges Abschneiden der DC600M. Was Ladezeiten angeht scheint diese nicht die schnellste SSD auf dem Markt zu sein.

 

Praxis-Test

Kopieren wir zum Schluss noch zwei große Archive auf die SSD, welche wir anschließend von dieser entpacken. Dieser Benchmark ist auch repräsentativ für beispielsweise das Installieren von Spielen und Programmen.

  • Datei-Paket A – Installation von Tiny Tinas Wonderland ca. 52GB
  • Datei-Paket B – Installation von Tiny Tinas Wonderland, Total War Warhammer 3 und GW2 ca. 231 GB

Dies ist wiederum ein Test welcher der DC600M zu liegen scheint. Hier schafft es die SSD die anderen Modelle signifikant zu schlagen, was für eine sehr konstante Leistung spricht.

Dies ist aber auch nicht unerwartet, denn dies ist eine Art Test für welche die DC600M auch eher gedacht ist.

 

SLC Cache

Kommen wir zum Abschluss noch auf einen wichtigen Punkt zu sprechen, den SLC Cache. Auch wenn es manchmal unglaublich erscheint, moderner NAND ist schreibend um einiges langsamer als wir es teils denken.

So schafft kaum eine SSD konstant über 2000 MB/s. Alles darüber hinaus ist in der Regel ein sogenannter SLC-Cache.

Die meisten aktuellen SSDs nutzen TLC oder QLC NAND, welcher entsprechend mit 3 oder 4 Bit pro Zelle beschrieben wird. Umso mehr Bits wir in eine Zelle schreiben, umso komplexer wird der Schreibvorgang, was diesen langsamer macht.

Dabei potenziert sich das Problem, je mehr Bits wir pro Zelle schreiben. QLC ist hier entsprechend nochmals deutlich langsamer als TLC.

Um dies in der Praxis zu kompensieren, nutzen viele SSDs (gerade NVME SSDs) einen “SLC” Cache. Hierbei wird der NAND Temporär nur mit einem Bit pro Zelle beschrieben, was die Geschwindigkeit signifikant erhöht.

Bei einer Datacenter SSD wie der Kingston DC600M wäre eine besonders gleichmäßige und hohe Leistung zu erwarten.

Aber ist das auch in der Praxis der Fall? Dies teste ich mit H2Testw, welches die SSD einfach voll schreibt.

Und ich glaube zu diesen Ergebnissen gibt es nicht viel zu sagen. Ein herausragendes Abschneiden der DC600M!

Dies zeigt sich auch wenn wir uns die reinen Datenraten während des Tests ansehen. Hier sehen wir, dass die Schreibrate der SSD absolut stabil ist. Lediglich die Samsung 870 EVO bietet ebenfalls eine stabile Schreibrate.

Beispielsweise die WD Red SA500 ist doch ein gutes Stück wackeliger.

 

Fazit

Wenn du eine SATA SSD mit maximaler Zuverlässigkeit und einer extrem konstanten Leistung suchst, ohne dabei irrsinnig viel Geld investieren zu müssen, dann ist die Kingston DC600M das Modell deiner Wahl!

Zwar ist auch die Kingston DC600M recht teuer, aber gerade verglichen mit beispielsweise den WD Red SATA SSDs auch nicht unbezahlbar.

Im Gegensatz zu den WD Red Modellen, welche in der Regel auf normale Endkunden-Hardware setzen, nutzt die Kingston DC600M echte “Server” Technik und eine entsprechende interne Qualität.

Angefangen beim professionellen Phison PS3112 Controller, über die Power Loss Protection bis hin zu Kleinigkeiten wie den internen Wärmeleitpads (welche sich mittlerweile fast alle Hersteller bei SATA SSDs sparen) haben wir hier eine sehr robuste SSD vor uns.

Dies bestätigt sich auch bei der Leistung. Als System SSD gibt es auch im SATA-Bereich durchaus etwas schnellere Modelle, beispielsweise die Samsung 870 EVO, welche auch sehr stark ist. Die große Stärke der DC600M ist die konstante Leistung, gerade schreibend.

Hier arbeitet diese beispielsweise ein gutes Stück stabiler als die WD Red SA500 und hält absolut stabil vom ersten bis zum letzten Byte ihre Schreibleistung.

Gerade in einem Server oder NAS und einem RAID-Verbund eine sehr wichtige Eigenschaft.

Auch als SSD Cache wäre die Kingston DC600M hervorragend einzusetzen. Dies auch dank des sehr hohen TBW-Werts, welcher z.B. die Samsung 870 EVO, welche als einzige Endkunden SSD mithalten kann, deutlich übertrifft.

Kurzum die Kingston DC600M ist absolut empfehlenswert, wenn du eine schnelle, zuverlässige SATA SSD mit konstanter Leistung und Profi-Qualität suchst.

Kingston DC600M
POSITIV
Die DC600M bietet eine hohe Zuverlässigkeit und Haltbarkeit
Power-Loss Protection
Konstante Leistung: Sehr stabile Schreibleistung über die gesamte Kapazität hinweg
Hoher TBW Wert
Qualität der Komponenten: Einsatz von professionellen Komponenten wie dem Phison PS3112-S12DC Controller
Integrierte Wärmeleitpads
NEGATIV
SATA-Schnittstelle begrenzt die maximalen Datenraten deutlich
Gehobener Preis
Performance als Systemlaufwerk eher Mittelmäßig. Die DC600M ist klar für die Nutzung als Datenlaufwerk optimiert.
90

Wie gut ist die MediaTek MT7925 WLAN-Karte? WLAN 7 auch für AMD-Systeme

So langsam erreichen die ersten WLAN 7-fähigen Geräte den Handel. Aber WLAN 7-fähige Clients sind noch recht selten, und noch seltener sind WLAN 7-Steckkarten.

Derzeit gibt es zwei WLAN-Karten von Intel, die BE200 und BE202. Allerdings funktionieren diese nur in Intel-Systemen. AMD-Nutzer schauen derzeit etwas in die Röhre. Allerdings tauchen nun doch die ersten universellen Modelle auf, wie die MediaTek MT7925.

Die MT7925 ist die erste M.2 WLAN 7-Karte von MediaTek, welche mit so ziemlich allen Systemen mit entsprechendem Steckplatz funktionieren sollte. Normalerweise bin ich nicht der größte Fan von MediaTek WLAN-Karten, ich bevorzuge in allen Systemen, auch AMD-basiert, Intel WLAN-Karten. Aber vielleicht ist die neue MT7925 doch ganz gut? Finden wir es heraus!

 

Technische Daten der MediaTek MT7925

Es ist erstaunlicherweise gar nicht so einfach, ein offizielles Datenblatt der MediaTek MT7925 zu finden. So habe ich auf der MediaTek-Webseite nichts gefunden. Selbst Google findet zum MT7925 wenig. Allerdings habe ich bei der Wi-Fi Alliance, der „Zulassungsstelle“, den Chipsatz gefunden, der anscheinend auch unter dem Namen “MediaTek Filogic 360” läuft.

Link zur Wi-Fi Alliance Zertifizierung

Laut meinem Händler hat die WLAN-Karte folgende technische Daten:

  • MediaTek MT7925
  • Triband 6 GHz / 5 GHz / 2,4 GHz
  • 2,4 GHz – 574 Mbit
  • 5 GHz – 2400 Mbit
  • 6 GHz – 2400 Mbit
  • Bluetooth 5.3
  • m.2 NGFF
  • WLAN 7

Hier sehen wir Positives wie auch Negatives. Positiv ist, dass die WLAN-Karte, wie es sich eigentlich auch für den WLAN 7-Standard gehört, das 6 GHz-Band neben dem 2,4 GHz-Band und 5 GHz-Band unterstützt. Ebenso haben wir Bluetooth integriert.

Bluetooth 5.3 ist recht aktuell und vollkommen ausreichend, aber die Intel WLAN 7-Module bringen schon Bluetooth 5.4 mit. Bluetooth 5.4 ist allerdings lediglich eine Detailverbesserung und primär für IoT-Geräte interessant.

Was eher enttäuschend ist, sind die Datenraten. So haben wir auf dem 5 GHz- und 6 GHz-Band “nur” 2400 Mbit. 2400 Mbit ist sehr ordentlich, aber via WLAN 7 geht schon mehr. Damit entspricht die MT7925 eher der Intel Wi-Fi 7 BE202, welche über ähnliche technische Daten verfügt. Der Intel Wi-Fi 7 BE200 spielt mit seinen 5764 Mbit in einer anderen Klasse.

 

Treiber sind etwas versteckt

Derzeit ist es gar nicht so einfach, passende Treiber für die MediaTek MT7925 zu finden. Windows 11 bringt derzeit noch keine Treiber mit. Ich habe meine Treiber von Station Drivers. Die Seite sieht zwar etwas zweifelhaft aus, aber bei mir waren die Treiber “sauber” und funktionierten auch.

 

Test-System

Als Test-System kam das ASUS G15 zum Einsatz wie auch der Ubiquiti UniFi 7 Pro. Der Ubiquiti UniFi 7 Pro unterstützt, wie der Name schon sagt, WLAN 7, wird allerdings bei mir durch einen 1 GBit-Uplink etwas limitiert. Ich habe die MediaTek MT7925 auf kurze und mittlere Distanz getestet. Zum Vergleich habe ich die gleichen Tests auch mit der Intel AX210 im G15 und der Intel B200 in einem ASUS ProArt Studiobook wiederholt. Wichtig: Die Werte des ASUS ProArt Studiobook können durch ein möglicherweise anderes Antennen-Setup etwas vom G15 abweichen.

Beginnen wir bei der kurzen Distanz, und hier sehen wir die mehr oder weniger zu erwartenden Werte. Die WLAN-Karten bieten alle +- 900 Mbit, was nicht überrascht, denn der Access Point ist nur mit Gbit-LAN angebunden. Dabei liefern 5 GHz und 6 GHz die gleiche Leistung. Aber was, wenn wir die Distanz erhöhen und einen Raum weitergehen?

Hier sehen wir, dass die Werte der Intel BE200 im ASUS StudioBook etwas einbrechen. Ich vermute, das liegt eher am Gehäuse des Notebooks. Spannender ist der Vergleich mit der an sich sehr guten Intel AX210. Und hier sehen wir, dass die MediaTek MT7925 auf Distanz tendenziell leicht bessere Werte bietet. Von daher würde ich sagen, in diesem “Mini-Test” schneidet die MediaTek MT7925 ganz ordentlich ab.

 

In der Praxis ordentlich!

Mit älteren MediaTek WLAN-Modulen hatte ich leider in der Praxis durchwachsene Erfahrungen. So zeigte die MediaTek MT7921 ab und an mal Aussetzer, und ich hatte bei der Reichweite dieses älteren MediaTek-Moduls eher ein schlechteres Gefühl, weshalb ich diese nach einer Zeit in meinem G15 gegen die AX210 von Intel getauscht hatte.

Mit der MediaTek MT7925 sieht es bisher aber alles sehr positiv aus! Die WLAN-Karte verhält sich unproblematisch und unauffällig. Subjektiv passt die Leistung, auch auf größeren Distanzen, und die WLAN-Stabilität ist gut.

 

Fazit

Ich würde die MediaTek MT7925* zwar nicht als “echte” WLAN 7-Karte bezeichnen, da diese im Kern eher ein Mittelding aus der Leistung von WLAN 6E und den Features von WLAN 7 darstellt. Prinzipiell bietet die MediaTek MT7925 +- die Leistung und Reichweite der Intel AX210 und entsprechend auch der Intel BE202.

WLAN 7 kann dabei durchaus einige Verbesserungen bei der Stabilität mitbringen, Stichwort Multi-RU und Multi-AP Coordination usw. Normalerweise würde ich immer die Intel WLAN-Karten den MediaTek-Modellen vorziehen. Gerade die ersten “AMD”-gebrandeten Modelle, welche du viel in AMD-Systemen fandest, waren höchstens okay. Aber ich habe diese meistens sofort ausgetauscht gegen Intel-Modelle.

Allerdings funktionieren die neue Intel BE200 und BE202 nicht in AMD-Systemen. Hier ist die MediaTek MT7925 derzeit aus meiner Sicht eine durchaus ordentliche, wenn nicht sogar gute Alternative! Im Gegensatz zu älteren MediaTek WLAN-Karten funktionierte diese bei mir bisher sehr stabil und problemlos.

Ich kann von keinen Verbindungsabbrüchen oder Ähnlichem berichten. Auch das Bluetooth-Modul funktioniert gut. Also ja, die MediaTek MT7925 taugt, auch wenn ich in Intel-Systemen klar eher zur BE200 greifen würde. Aber in AMD-Systemen ist dies eine gute WLAN-Karte, mit der du zufrieden sein kannst. Auch wenn davon auszugehen ist, dass früher oder später bessere WLAN 7-Modelle kommen werden.

LEOBOG Hi75 Tastatur im Test, einfach herausragend!

Wenn Du nach einer Tastatur suchst, wirst du dich vermutlich an Hersteller wie Logitech, Corsair, Razer und Co wenden.

Allerdings wenn du bereit bist etwas über den Tellerrand zu blicken und eventuell auch mit dem englischen Tastaturlayout zu leben, dann gibt es einige fantastische Tastaturen!

Zum Beispiel die LEOBOG Hi75, welche für um die 100€ eine der besten Tastaturen ist, die ich jemals in den Fingern hatte!

Mehr dazu im Test der LEOBOG Hi75!

 

Die LEOBOG Hi75 im Test

Die LEOBOG Hi75 setzt auf den beliebten 75% Formfaktor und an sich ein recht schlichtes Design.

Auffällig ist hier natürlich das weiß/hell-blau Farbschema, welches so bei normalen Tastaturen in der Regel nicht zu finden ist.

Was aber auch direkt auffällt, ist das Gewicht der Tastatur. So ist das Gehäuse der Tastatur komplett aus Metall gefertigt, massivem Metall!

Hierdurch bringt die Tastatur satte 1494g auf die Waage!

Dieses hohe Gewicht verleiht der Tastatur natürlich eine unheimlich hohe Wertigkeit und Massivität, wie ich diese von Logitech, Corsair oder Razer Modellen noch nie gesehen habe.

Zudem liegt die Tastatur wie ein “Klotz” auf deinem Schreibtisch. Die Kombination aus hohem Gewicht und den Gummifüßen macht einen tollen Job die Tastatur sicher auf deinem Schreibtisch zu halten.

Die generelle Verarbeitungsqualität der Hi75 ist dabei spitze!

Angeschlossen wird die Tastatur via USB C. Eine kabellose Verbindung ist leider nicht möglich.

Mit im Lieferumfang liegt ein passendes USB C Kabel, welche mit einer auffälligen Wicklung punkten soll, wie diese bei High End Tastaturen aus unerklärlichen Gründen Trend ist.

 

Hot Swap Tasten

Wie viele exotische Tastaturen verfügt auch die LEOBOG Hi75 über austauschbare Tastenkappen, wie auch Hot-Swap Taster.

Letzteres erlaubt es dir einfach, die Taster mithilfe eines beiliegenden Werkzeuges zu entfernen und gegen andere Taster deiner Wahl zu tauschen.

Hier gibt es im Handel hunderte kompatible Taster! So kannst Du die Tastatur nach deinen Wünschen anpassen, modifizieren oder sollte mal ein Taster kaputt gehen, auch reparieren.

 

Layout und Tastenkappen

Die LEOBOG Hi75 setzt auf den 75% Formfaktor. Entsprechend verfügt diese über das übliche Tastenfeld + F Tasten + gesonderte Pfeiltasten. Aber das Nummernpad wird für ein kompakteres Format eingespart.

Zudem haben wir hier das amerikanische ANSI Layout! Entsprechend verfügt die Tastatur nicht über “ÜÖÄ” usw. und die Enter-Taste, Feststelltaste usw. sind anders geformt.

Betreibst du die Tastatur an einem deutschen Computer sind allerdings alle Tasten vorhanden wie du diese gewohnt bist, nur sie sind nicht richtig beschriftet.

Theoretisch könntest du alternative Tastenkappen kaufen um ein weitestgehend “normales” deutsches layout zu haben https://keycaps-kaufen.de/kategorie/keycaps-de-layout/

 

Mit Drehrad

Erfreulicherweise verfügt die Hi75 auch über ein kleines Drehrad. Dieses erlaubt eine schnelle und “elegante” Media-Steuerung.

 

Die Taster (LEOBOG Graywood V3 Switch)

Das Herzstück jeder Tastatur sind die Taster. Hier bietet die LEOBOG Hi75 vom Werk aus verschiedene Optionen an.

  • Juggle V2 Switch (tactile – 54g)
  • Graywood V3 Switch (linear – 53g)
  • Nimbus V3 Switch (linear – 45g)
  • Ice Cyan Switch (tactile – 53g)

Meine Version der Hi75 verfügt über die Graywood V3 Taster. Bei diesen handelt es sich um recht klassische lineare Taster, mit POM-Steg und PC-Oberteil, welche allerdings vom Werk aus geschmiert sind, damit diese noch ruhiger laufen.

Und ich kann über die Taster wirklich nichts Negatives sagen, ganz im Gegenteil! Die Taster laufen super weich und geschmeidig.

Auch die Stabilisierung der großen Tasten, vor allem der Leertaste ist absolut gelungen! Die Enter Taste ist vielleicht etwas zu stark geschmiert, bleibt aber auch nicht stecken.

Kurzum, die Taster sind super, aber auch nicht außergewöhnlich. Wir haben hier gut umgesetzte Lineare Taster, welche super laufen.

 

Unfassbarer Klang!

Im Bereich der High End Tastaturen wird die “Qualität” gerne anhand des Klangs, den eine Tastatur beim Tippen hat, bewertet. Umso matter und leiser eine mechanische Tastatur klingt, umso wertiger gilt diese.

Einen leisen und matten Klang zu erzielen ist gar nicht so einfach und erfordert meist eine besondere Aufhängung der Basis-Platte, wie auch Dämmmaterial.

So ist die Hi75 sowohl Gasket-Mounted wie auch mit Dämmmaterial gefüllt. Dies anscheinend auch sehr kompetent, denn die Tastatur ist extrem leise und sanft klingend.

Klanglich ist dies eine der besten Tastaturen die ich jemals gehört habe. Die Tastatur hat einen sehr warmen und weichen Klang, ohne den “pling” Klang, den es oft bei mechanischen Tastaturen gibt.

Besser geht es in dieser Preisklasse kaum!

 

Mit RGB Beleuchtung

Die LEOBOG Hi75 verfügt natürlich über eine RGB-Beleuchtung. Diese kannst du direkt an der Tastatur steuern, mit Hilfe des Drehrads im “gaming” Modus.

So bietet die Tastatur alle gängigen Leuchtmodi und auch eine gute LED-Qualität. Bedenke allerdings, dass die Tastenkappen nicht lichtdurchlässig sind, entsprechend ist die Beleuchtung eher dezent.

 

Fazit

Die LEOBOG Hi75 ist die so ziemlich beste Tastatur, die ich in der +- 100€ Preisklasse in den Fingern hatte, aus Sicht der Qualität.

Das Tippgefühl auf dieser ist fantastisch und auch die Akustik der Tastatur ist extrem gut!

Dabei ist diese massiv und stabil gearbeitet und verfügt zudem über das schöne Drehrad für das schnelle Verstellen der Lautstärke.

Das Einzige, was gegen diese spricht, ist das englische Layout. Kommst du damit klar bzw. bist du bereit in deutsche Tastenkappen zu investieren, dann ist dies eine herausragende Tastatur!

Die Elgato FACECAM MK.2 im Test, eine der besten Webcams auf dem Markt!

Die Elgato Facecam zählt ohne Frage zu den Klassikern unter den Webcams, die sich gerade bei Streamern großer Beliebtheit erfreut. Nun hat Elgato mit der FACECAM MK.2 einen Nachfolger auf den Markt gebracht. Dieser soll vor allem mit einer gesteigerten Bildqualität punkten.

So haben wir zwar weiterhin „nur“ eine Full-HD-Auflösung, aber dies bei 60 FPS und mit einem verbesserten Sensor. Der genutzte SONY STARVIS soll gerade bei schlechten Lichtbedingungen eine höhere Bildqualität und bessere Farbdarstellung bieten.

Hinzu kommt ein großer Umfang an Software-Features. Wollen wir uns die Elgato FACECAM MK.2 einmal im Test ansehen.

An dieser Stelle vielen Dank an Elgato für das Zurverfügungstellen der FACECAM MK.2.

 

Die Elgato FACECAM MK.2 im Test

Bei der Elgato FACECAM MK.2 handelt es sich um eine etwas größere Webcam. Begründet wird dies unter anderem durch einen großen Kühlkörper im Inneren, um ein Überhitzen des Sensors und der erweiterten Elektronik zu vermeiden.

Und dies scheint Elgato auch wirklich ernst zu meinen, denn die Webcam setzt unter anderem auf USB 3.0, welches auch für die volle Qualität nötig ist.

So überträgt die Webcam ein unkomprimiertes Bild an deinen Computer, was die Qualität verbessern soll. Ein entsprechendes USB-C-Kabel mit 2 Metern Länge liegt im Lieferumfang bei. Montiert wird die Kamera wie üblich über eine Halterung, welche ein Aufsetzen auf deinen Monitor erlaubt.

Alternativ kannst du diese Halterung auch abnehmen und die Kamera auf ein Stativ aufschrauben. Für eine verbesserte Privatsphäre sorgt eine Abdeckung, die du über die Linse schieben kannst.

 

USB 3.0

Die Elgato FACECAM MK.2 nutzt eine USB-3.0-Verbindung zu deinem PC. Warum? Die Kamera überträgt ein unkomprimiertes bzw. niedrig komprimiertes Bildsignal an deinen PC für eine bessere Qualität.

Du kannst auch USB 2.0 nutzen, hier ist aber die Qualität der Webcam schlechter.

 

Die Software von Elgato

Zur Steuerung der FACECAM MK.2 gibt es von Elgato eine entsprechende Anwendung. Diese macht auf mich einen sehr guten Eindruck!

So ist die App nicht zu sehr überladen, bietet aber durchaus viele erweiterte Einstellungen. So kannst du beispielsweise Belichtungszeiten, ISO usw. manuell einstellen.

Ebenso ist es möglich, in das Bild digital zu zoomen und entsprechend optimal zuzuschneiden. Ich halte die App für sehr gelungen.

 

KI-Effekte nur mit Nvidia

Die Software von Elgato unterstützt prinzipiell auch KI-Effekte, wie das Entfernen des Hintergrunds auch ohne Greenscreen.

Allerdings erfordern diese Effekte eine Nvidia-Grafikkarte und können entsprechend eventuell die Bildrate in Spielen negativ beeinflussen, sofern du nicht gleich mit einer 4090 anrückst.

 

Bildqualität bei gutem Licht

Prinzipiell liefert die Elgato FACECAM MK.2 eine Full-HD-Auflösung bei bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Die 60 Bilder/s sind ordentlich, aber abseits davon sehen die technischen Daten unspektakulär aus. Allerdings wirbt Elgato mit einem besonders guten SONY STARVIS Sensor. Vergleichen wir einfach die Bildqualität mit anderen Webcams.

– Elgato FACECAM MK.2 – 1080p Auflösung – 60 FPS
– Creative Live! Cam Sync V3 – 1440p Auflösung – 30 FPS
– Logitech Webcam BRIO UHD – 4K Auflösung – 30 FPS

Auf den ersten Blick bietet die FACECAM MK.2 hier die niedrigste Auflösung. Ist entsprechend auch die Qualität am schlechtesten? Beginnen wir mit einem Vergleich bei gutem Licht, mit Scheinwerfern.

Logitech Brio 4K
Elgato FACECAM MK.2
Creative Live! Cam Sync V3

Hier können wir sehen, dass es in der Praxis nicht ganz so einfach ist! Die Creative Live! Cam Sync V3 wird sowohl von der Elgato als auch von der Logitech Webcam ganz klar geschlagen, in allen Punkten. Das Duell zwischen der Logitech Webcam BRIO UHD und der FACECAM MK.2 ist etwas schwerer. Die Logitech hat klar den Auflösungsvorteil und einen Hauch mehr Schärfe und Kontrast. Die FACECAM MK.2 ist aber detaillierter und etwas besser ausgeleuchtet. Ich vermute, bei Logitech arbeitet eine sehr starke Rauschunterdrückung, welche bei der FACECAM MK.2 so nicht nötig ist.

Im Video sehen wir Ähnliches. Tendenziell würde ich aber sagen, dass die Logitech doch leicht die Nase vorn hat, was die Bildqualität angeht. So scheint diese auch eine etwas bessere Dynamik zu bieten, sowohl bei 1080p/60 FPS als auch bei 4K/30 FPS.

Bei Dunkelheit

Aber wie sieht es bei Dunkelheit aus? Ich habe bei allen drei Webcams einmal das Licht komplett abgeschaltet.

Elgato FACECAM MK.2
Creative Live! Cam Sync V3
Logitech Webcam BRIO UHD

Bei Dunkelheit rückt das Testfeld gefühlt etwas zusammen. Gerade die Logitech Webcam BRIO entwickelt hier eine etwas unschöne Rauschcharakteristik. So hellt die Kamera das Bild deutlich auf, aber um das extreme Bildrauschen zu kompensieren, wird das Bild extrem geglättet. Die FACECAM MK.2 ist dunkler, aber deutlich schärfer und detaillierter.

Dies fällt auch sehr stark bei Bewegungen auf. So hält die FACECAM MK.2 ihre Bildrate sehr gut, während das Video bei der Logitech BRIO schon recht schwammig wirkt. Selbst wenn wir das Bild bei der FACECAM MK.2 aufhellen, bleibt diese detaillierter als die Logitech (sofern wir die Rauschunterdrückung nicht zu hoch drehen).

 

Bild lässt sich anpassen

Natürlich kannst du über die Software von Elgato noch Kontrast, Farben usw. anpassen. Ebenso kannst du hier das Bild auch heller und dunkler stellen.

Die Bilder hier sind einfach alle die „Standard-Einstellungen“.

 

Fazit

Die Elgato FACECAM MK.2* ist sicherlich eine der besten Webcams für Streamer, die aktuell auf dem Markt sind! Elgato hat hier einfach viel richtig gemacht.

Die Kombination aus dem hochwertigen SONY STARVIS Sensor und der unkomprimierten Verbindung zu deinem PC sorgt für ein sehr detailliertes Bild, welches sogar die 4K Logitech Brio in diesem Punkt übertrifft. Vor allem aber ist die Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen richtig stark!

So hält hier die Webcam vor allem gut die 60 FPS, bei einem weiterhin sehr detaillierten Bild. Ja, bei gutem Licht ist die Logitech Brio 4K weiterhin der „König“ der Bildqualität, aber ist das Licht etwas schlechter, bietet die Elgato FACECAM MK.2 eine höhere Qualität und vor allem eine stabilere Bildrate als die Brio.

Daher, ja, Elgato verspricht nicht zu viel! Gerade für Streamer und Youtuber ist dies eine richtig gute Webcam.

LincStation N1 6-Bay NAS im Test, ein NAS System mit Unraid vorinstalliert

Die LincStation N1 von LincPlus ist eins der interessantesten und außergewöhnlichsten NAS-Systeme, die ich seit langem gesehen habe.

So hatten wir uns vor kurzem bereits mit dem T-bao R1 ein interessantes DIY NAS angesehen. Die LincStation N1 geht nun noch ein Stück weiter und bietet gleich Platz für 6 Laufwerke und hat Unraid vorinstalliert!

Allerdings hindert dich hier auch nichts ein beliebiges anderes Betriebssystem zu nutzen, wenn du möchtest. So setzt die LincStation N1 auf eine Intel CPU und verfügt auch über schnelles 2,5 Gbit LAN.

Klingt doch sehr interessant! Wollen wir uns einmal die LincStation N1 im Test ansehen.

An dieser Stelle vielen Dank an LincPlus für das Zurverfügungstellen der LincStation N1 für diesen Test.

 

LincStation N1 6-Bay NAS im Test

Die LincStation N1 hat einen recht ungewöhnlichen Formfaktor, für ein NAS mit 6 Bays. Dies hat aber auch einen einfachen Grund, wir haben hier ein SSD NAS.

So verfügt die LincStation N1 über 4x NVME SSD Slots auf der Unterseite und 2x 2,5 Zoll SATA Slots auf der Front.

Die SATA Slots auf der Front sind unter einer kleinen Abdeckung versteckt und besitzen Hot-Swap Schlitten. Dabei wirken diese, wie auch das NAS im Allgemeinen sehr hochwertig und gut gemacht.

Wir haben hier kein umfunktioniertes 08/15 Design, sondern die LincStation N1 ganz offensichtlich für die Nutzung als NAS/Server designt worden.

Dabei setzt dieses auf eine Mischung aus gebürstetem Metall und Kunststoff, welche schick und wertig aussieht.

Auf Seiten der Anschlüsse verfügt das NAS über folgendes:

  • 1x USB C 3.1 10 Gbit (unter der Frontabdeckung)
  • 2x USB A 3.0
  • 1x HDMI 2.0 (4K 60 Hz)
  • 1x 3,5mm Audio-Ausgang
  • 1x 2,5 Gbit LAN Port
  • 1x DC Eingang (12V/5A)

Für ein NAS ist dies eine sehr ordentliche Portausstattung. Gerade der 2,5 Gbit LAN Port ist sehr erfreulich! LincPlus hätte vielleicht sogar noch etwas weiter gehen können mit einem 10 Gbit LAN Port, aber dieser hätte sicherlich die Intel Celeron CPU etwas überfordert.

Ansonsten haben wir 3x USB und auch einen HDMI Ausgang. Dieser wird in der Standardkonfiguration eigentlich für nichts genutzt, aber erlaubt im Zweifel die Installation eines alternativen Betriebssystems.

Es gibt einen weiteren USB A Port, dieser ist aber unter den Klappen für die NVME SSDs versteckt. Hier ist bereits ein kleiner USB-Stick vorinstalliert, auf welchem das Betriebssystem installiert ist.

 

Mit Unraid

Bei DIY NAS Systemen ist die Frage nach dem Betriebsystem immer eine große Sache. Gerade wenn du auf eine einfache Nutzung und schicke Benutzeroberfläche Wert legst, gibt es hier gar nicht so viele Optionen.

Systeme wie TrueNAS sind zwar sehr professionell und sicher, aber von der Benutzererfahrung und Funktionsumfang Synology und QNAPs Betriebssystemen massiv unterlegen.

Was hat hier LincPlus gemacht? Diese haben einfach Unraid auf der LincStation N1 vorinstalliert und mit einer entsprechenden Lizenz ausgestattet.

Unraid ist ein “universelles” Server/NAS Betriebssystem, welches etwas einfacher zu nutzen ist als TrueNAS und vor allem etwas flexibler ist, was die Speicherkonfigurationen angeht.

So kommt Unraid deutlich besser mit dem Mischen von verschiedenen SSDs mit unterschiedlichen Kapazitäten klar als TrueNAS. Ich mag Unraid lieber als TrueNAS, genau aus diesem Grund.

Allerdings hat auch Unraid seine Tücken und benötigt etwas Eingewöhnung um alle Optionen und Möglichkeiten zu finden. So erlaubt Unraid auch beispielsweise ZFS Speicherpools, dies aber etwas versteckt.

Was den Funktionsumfang “out of the Box” angeht, würde ich Unraid als auch sehr übersichtlich bezeichnen. Du kannst Speicherpools erstellen und Netzwerkfreigaben anlegen, das wars.

Allerdings erlaubt Unraid auch das recht einfache Installieren von Docker Containern und das Erstellen von VMs.

Vor allem über Docker lässt sich Unraid gut erweitern, beispielsweise um Foto-Verwaltungs-Anwendungen wie Immich.

Aber erneut, wenn du möchtest, kannst du auch ein anderes Betriebssystem auf der  LincStation N1 installieren.

 

Standardpasswort LincStation N1

Der Standard Benutzername der LincStation N1 ist root und das Standardpasswort ist 123456.

 

RAID?

Wenn es um NAS Systeme geht stellt sich immer die Frage nach der Datensicherheit. Du willst ja nicht das all deine Daten bei einem Laufwerksausfall verloren gehen.

RAID ist hier das Stichwort. Die LincStation N1 nutzt, wie es bei NAS Systemen üblich ist, Software RAID.

Das NAS stellt die Laufwerke einfach an das Betriebssystem durch, welches diese dann verwaltet.

Bei Unraid hast du hier mehrere Möglichkeiten. Von Haus aus nutzt Unraid eine spezielle Art des “RAIDs”. Dieses erlaubt eine größere Flexibilität als bei einem klassischen RAID.

Du kannst bei Unraid problemlos Laufwerke mit unterschiedlichen Kapazitäten mischen, aber dennoch weitestgehend die volle Kapazität nutzen.

So wird das größte Laufwerk, das du verbaust als Parity genutzt, alle anderen Laufwerke, egal wie groß oder klein, stehen dir mit voller Kapazität zur Verfügung. Fällt ein Laufwerk aus, kein Problem, dank des Parity Laufwerks bleiben alle Daten erhalten.

Dabei werden die Daten nacheinander auf die „Datenlaufwerke“ geschrieben und nicht aufgeteilt, wie es bei anderen RAID-Systemen üblich ist.

Dies hat Vor- und Nachteile. In einem “SSD” NAS mit 2,5 Gbit LAN hat es aber in der Regel primär Vorteile.

Alternativ erlaubt Unraid, etwas versteckt, auch ZFS “Raids”, wenn du mehr Datensicherheit und ZFS-Vorteile nutzen möchtest.

Persönlich würde ich aber das Unraid eigene System nutzen, gerade wenn du verschiedene Typen von SSDs verbaust.

 

Performance der LincStation N1

Die LincStation N1 setzt auf den Intel Celeron N5105 wie auch 16 GB RAM. Der Intel Celeron N5105 ist eine 4 Kern CPU mit bis zu 2,9 GHz, welche aus dem Jahr 2021 stammt und gerne in Low Power Systemen genutzt wird.

So ist der Intel Celeron N5105 sicherlich kein “Monster” und bietet an sich auch nicht genug PCIe Lanes für die NVME SSDs, aber wir haben einen 2,5 Gbit LAN Port.

2,5 Gbit LAN = maximal 250-280 MB/s, was der Intel Celeron N5105 auch locker schafft!

Auch wenn die SSDs nicht alle mit den vollen 4x Lanes angebunden sind, ist dies hier einfach kein Flaschenhals.

Die Datenraten zum und vom NAS sehen erwartungsgemäß sehr gut aus!

Lincstation N1 Datenraten

Dabei hat der Intel Celeron N5105 auch genug Power für den ein oder anderen Docker Container.

Beispielsweise für den HomeAssistant, immich für die Fotoverwaltung oder Pihole usw.

Von daher denke ich der Celeron N5105 ist eine solide Wahl für ein NAS dieser Klasse.

 

Stromverbrauch

Ein nicht ganz unwichtiger Punkt bei einem NAS ist der Stromverbrauch. Wie schlägt sich hier die LincStation N1?

Normalerweise hängt der Stromverbrauch bei NAS-Systemen stark von den verbauten Festplatten ab. Aber wir haben hier keine Festplatten, sondern SSDs. Auch SSDs benötigen Strom, allerdings ist der Stromverbrauch von SSDs im Verhältnis deutlich niedriger als von HDDs.

Ich habe hier die LincStation N1 zunächst mit 2x NVME SSDs getestet und 2,5 Gbit LAN.

Interessanterweise schwankte hier der Stromverbrauch im Sekunden-Takt zwischen 8,x W und 16W. Dieses Verhalten kann ich mir nicht erklären, da es in dieser Zeit keinen Zugriff auf das NAS gab.

LincStation N1 Stromverbrauch
LincStation N1 Stromverbrauch

Wie auch immer, im Schnitt benötigt dieses 10,5W mit 2x NVME SSDs. Mit mehr SSDs steigt der Verbrauch aber dies auch nicht signifikant

Damit ist das NAS tendenziell sehr sparsam!

 

Fazit

Wenn du ein flexibles “all SSD” NAS bauen möchtest, ist die LincStation N1 derzeit eine der interessantesten Optionen auf dem Markt!

4x NVME SSD Slots und 2x SATA Slots ist schon nicht übel und erlaubt dir den Aufbau einer ordentlichen Kapazität. Dabei ist das NAS auch selbst sehr gut gebaut! Die 2,5 Zoll Slots sind “Hot-Swap” fähig und das generelle Design ist wertig.

Dank des 2,5 Gbit LAN Ports hast du auch Zugriff auf Geschwindigkeiten im Bereich 250 – 280 MB/s über das Netzwerk.

Der verbaute Celeron N5105 ist sicherlich nicht die mächtigste CPU, aber auch kein limitierender Faktor, auch wenn Du etwas mit Docker Containern herumspielen möchtest.

Eine weitere Besonderheit ist die Software. Prinzipiell kannst du alles, was du möchtest, auf dem NAS installieren. Von Haus aus ist aber Unraid vorinstalliert und mit einer Lizenz ausgestattet.

LincStation N1 6-Bay NAS Server | 16GB RAM | 128GB eMMC | 2X SATA HDD...

  • Sehr schickes und hochwertiges Design
  • Mit Unraid inklusive Lizenz 
  • 2,5 Gbit LAN 
  • Bis zu 250 -280 MB/s Datenraten über das Netzwerk 
  • Niedriger Stromverbrauch (ca. 10W)
  • 4x NVME Slots + 2x SATA Slots
  • Unraid ist ein mächtiges Betriebssystem für einen Speicher und Virtualisierungsserver….
  • …. kann aber für Einsteiger etwas überwältigend sein.

Unraid ist dabei eine super Wahl für solch ein “DIY” NAS. Ja ich mag die Betriebssysteme von Synology oder QNAP lieber, von den “offen” verfügbaren NAS Betriebssystemen ist derzeit Unraid mein Favorit.

Kurzum, suchst du ein “all SSD” NAS mit einem gewissen DIY Flair, dann ist die LincStation N1 tadellos!

Link zum Hersteller /// bei Amazon 

 

LincStation N1
POSITIV
Sehr schickes und hochwertiges Design
Mit Unraid inklusive Lizenz 
2,5 Gbit LAN 
Bis zu 250 -280 MB/s Datenraten über das Netzwerk 
Niedriger Stromverbrauch (ca. 10W)
4x NVME Slots + 2x SATA Slots
Unraid ist ein mächtiges Betriebssystem für einen Speicher und Virtualisierungsserver....
NEGATIV
.... kann aber für Einsteiger etwas überwältigend sein.
Keine 3,5 Zoll HDD Slots
90