Start Blog Seite 283

Der Anker PowerCore Speed 20000mAh im Test, leistungsstark, kompakt und mit Quick Charge

Anker Powerbanks gelten als die so ziemlich besten Powerbanks, die man bekommen kann, zu Recht! Ein besonders beliebtes Modell, welches auch meine Standard Empfehlung ist, ist der PowerCore 20100. Eine kompakte Powerbank mit viel Leistung zu einem fairen Preis.

Allerdings unterstützt der PowerCore 20100 kein Quick Charge, was sicherlich den ein oder anderen Nutzer stören könnte. Hier kommt nun der neue Anker PowerCore Speed 20000mAh ins Spiel. Hierbei handelt es im Grunde um den der PowerCore 20100 nur mit einem Quick Charge Ein- und Ausgang. Ein kleines Upgrade mit großer Wirkung?

Wollen wir uns einmal im Test ansehen, ob der Anker PowerCore Speed 20000mAh überzeugen kann!

 

Der Anker PowerCore Speed 20000mAh

Wichtig! Vorweg es gibt aktuell zwei Versionen des Anker PowerCore Speed 20000mAh. Eine etwas ältere und größere(Abmessungen) Version und eine neuere kompaktere Version. Um letztere geht es in diesem Test!

Der Anker PowerCore Speed ist eine recht kompakte Powerbank für seine doch recht hohe Kapazität. Ich würde sogar sagen, dass der PowerCore Speed die kompakteste Powerbank der 20000mAh Klasse ist, abgesehen von seinem Bruder dem PowerCore 20100.

Allerdings ist der PowerCore Speed 20000mAh nicht nur recht kompakt, sondern auch relativ leicht mit gerade mal 356g.

Solltet Ihr also eine Powerbank für Ausflüge oder den Urlaub suchen wo das Gewicht besonders wichtig ist, wäre der PowerCore Speed schon einmal in die engere Wahl zu ziehen.

Beim Gehäuse setzt Anker ganz klassisch auf Kunststoff. Matter Kunstsoff wie er hier verwendet wird, wirkt, verglichen mit Hochglanzoberfläche, weniger schnell schmutzig oder zerkratzt. Das Gehäuse ist eher als praktisch zu bezeichnen als „besonders schön“.

Im Gegensatz zu den PowerCore+ Powerbanks von Anker, welche mit einem Aluminium Gehäuse ausgestattet sind, braucht Ihr Euch hier auch keine Sorgen machen, wenn die Powerbank in der Tasche an Eurem Smartphone reibt oder in Kontakt kommt. Es zerkratzt eher die Powerbank als Euer Smartphone, was in diesem Fall positiv einzustufen ist.

Rein haptisch ist der PowerCore Speed tadellos! Das Gehäuse wirkt massiv und ausreichend robust. Selbst bei etwas Druck auf die Seiten gibt es kein Knarzen oder Knacken.

Zusammengefasst, der Anker PowerCore Speed 20000mAh ist sicherlich nicht die hübscheste oder „hochwertigste“ Powerbank auf dem Markt, allerdings ist diese dafür als besonders alltagstauglich einzustufen, was auch an der besonders hohen Kompaktheit liegt.

Größenvergleich

Wie sieht es mit den Anschlüssen und der Leistung der Powerbank aus? Der PowerCore Speed 20000mAh besitzt zwei „normale“ USB Ausgänge.

Der linke ist der typische Anker PowerIQ „Smart“ Ausgang. Dieser verfügt über eine maximale Leistung von 2A und soll automatisch erkennen welches Smartphone angeschlossen wurde und dementsprechend den Ladevorgang anpassen. So soll es immer zu einem optimalen Ladeergebnis kommen.

Der rechte USB Ausgang unterstützt hingegen Quick Charge 3.0! Quick Charge ist der verbeiteste Schnelladestandard welcher auch von Samsung, LG, HTC, Sony usw. genutzt wird. Der Port kann hierbei 5-8V bei 3A, 8-10V bei 2,4A oder 10-12V bei 2A liefern.

Natürlich könnt Ihr auch Smartphones, welche kein Quick Charge unterstützen, sicher an diesem Port laden, dann halt aber nur mit Standard Tempo.

Natürlich muss die Powerbank auch hin und wieder geladen werden, dies erfolgt über einen microUSB Port. Erfreulicherweise unterstützt dieser ebenfalls Quick Charge! Es ist also auch möglich, die Powerbank selbst schnell zu laden. Natürlich benötigt Ihr hierfür ein Quick Charge Ladegerät, empfehlenswert wären hier zum Beispiel ein Anker PowerPort+ 1 oder Anker PowerPort Speed 5.

Natürlich funktionieren generell alle USB Ladegeräte, welche man so auf dem Markt findet, im schlimmsten Fall dauert das Laden nur relativ lange. Abraten kann ich nur vom Aufladen der Powerbank an einem PC oder Notebook! Hier würde ein Ladevorgang über 40 Stunden dauern!

Wie üblich besitzt auch der Anker PowerCore Speed auch einen Einschalter, welcher aber eigentlich nicht nötig ist. Beim Anschließen eines Smartphones wird die Powerbank automatisch eingeschaltet und ebenso abgeschaltet, wenn der Ladevorgang beendet ist.

Mithilfe des Einschalters ist es allerdings möglich den aktuellen Ladestand der Powerbank abzurufen. Hierfür befinden sich vier blaue LEDs auf der Oberseite der Powerbank, welche je nach verbliebender Restladung aufleuchten.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.,

 

Messwerte

Beginnen wir wie üblich mit der Kapazität. Anker gibt diese mit 20000mAh an, messen konnte ich 17197mAh(@3,7V) bzw. 63,632Wh.

Dies entspricht rund 86% der Herstellerangabe, ein guter Wert! „Warum sind 86% gut? Anker betrügt mich hier doch um 14%!!!“

Die Herstellerangabe bei Powerbanks bezieht sich nie auf die nutzbare Kapazität. Die Powerbank-Hersteller geben viel mehr die Kapazität der im Inneren verbauten Akku-Zellen an. Im Anker PowerCore Speed 20000mAh werden beispielsweise sechs 18650 Lithium-Ionen Zellen stecken, vermutlich mit jeweils 3350mAh und vermutlich von Panasonic.

Beim Entladen der Akkuzellen muss allerdings die Spannung seitens der Elektronik der Powerbank von 3,7V auf 5V(oder bis zu 12V bei Quick Charge) angehoben werden, hierbei geht Energie in beispielsweise Wärme verloren.

In der Powerbank werden allerdings die vollen 20000mAh gespeichert, Ihr könnt aber nur 86% davon nutzen! Dies ist völlig normal und die aller meisten Powerbanks besitzen einen Verlust von ca. 10-20%.

Bedenkt bitte auch, dass beim Laden Eures Smartphones auch noch einmal Energie verlorengeht(auch ein Smartphone lädt nicht 100% effizient)! Dies passiert allerdings aufseiten des Smartphones, weshalb ich diesen Verlust natürlich hier nicht einbeziehe. Dies können aber auch nochmals rund 20% sein, kalkuliert dies in eure Berechnungen mit ein.

Der Anker PowerCore Speed 20000mAh wird ein iPhone 7 praktisch ca. 6 mal laden können oder ein Samsung Galaxy S8 ca. 4-5 mal.

Wie sieht es mit der Ladegeschwindigkeit aus? Die Powerbank trägt „Speed“ im Namen, die Ladegeschwindigkeit sollte als top sein?!

Beginnen wir mit dem Positiven, Quick Charge 3.0 funktionierte mit allen von mir getesteten Smartphones (welche auch QC3.0 oder QC2.0 unterstützten). Die genauen Details erspare ich Euch hierbei.

Quick Charge ist hier für mich als Tester recht langweilig. Warum? Wenn Quick Charge 2.0 oder 3.0 funktioniert wird das Smartphone oder Tablet auch immer mit der maximalen Geschwindigkeit geladen. Es spielt hierbei keine Rolle was für ein Ladegerät oder Powerbank Ihr nutzt, unterstütz diese Quick Charge und Euer Smartphone unterstützt Quick Charge, dann wird auch immer mit 100% des Tempos geladen (außer es gibt eine merkwürdige Inkompatibilität).

Dies sieht natürlich beim normalen Laden etwas anders aus. Etwas überraschend ist hier der Anker PowerCore Speed minimal langsamer als beispielsweise der normale Anker PowerCore 20100. Das iPhone 7+ lädt am Quick Charge Port mit 1,2A und am Normalen Port mit 1,4A. Das iPad Pro erreicht an beiden Ports 2,0xA.

Falls Euch diese Zahlen nichts sagen, diese Werte sind okay, aber auch nicht absolut überragend. Android Smartphones laden im generellen mit einem guten bis sehr gutem Tempo am PowerCore Speed, auch wenn diese kein Qualcomm Quick Charge unterstützen.

Wenn nun Euer PowerCore Speed leer ist, wie lange dauert das Wiederaufladen? Dies hängt etwas davon ab, woran Ihr die Powerbank auflädt.

Im Optimalfall ladet Ihr diese an einem Quick Charge 3.0 Ladegerät auf. Die Marke ist hierbei an sich egal, Hauptsache Quick Charge 3.0.

Leistungsaufnahme(Watt) der Powerbank im verlaufe des Ladevorangs(Zeit, Minuten)

Der PowerCore Speed akzeptiert hierbei einen maximalen Ladestrom von ca. 16W, welcher auch über ca. 90% des Ladevorgangs gehalten wird. Dies resultiert in einer Ladedauer von ziemlich genau 5,5 Stunden, was recht flott ist! Der normale Anker PowerCore 20100 (ohne Quick Charge) benötigt fast das Dreifache an Zeit.

 

Fazit

Der Anker PowerCore Speed 20000mAh ist eine hervorragende Powerbank! Dies liegt vor allen an seinen Abmessungen und seinem Gewicht. Aber natürlich stimmt auch die Leistung und inneren Werte.

Quick Charge funktionierte in meinem Test problemlos, sowohl was das Aufladen von Smartphones angeht, aber auch dem Aufladen der Powerbank selbst. Gerade Letzteres verkürzt doch die Ladezeit einer so großen Powerbank deutlich.  Der Anker PowerCore Speed ist in ca. 5,5 Stunden von 0% auf 100%, was ziemlich flott ist! Auch das Aufladen von nicht Quick Charge fähigen Smartphones wie Apple iPhones ging recht flott.

Hierdurch ist der PowerCore Speed besonders attraktiv für Nutzer, die eine hohe Portabilität suchen und nicht auf den Komfort Quick Charge verzichten wollen.

Zwar bietet eine RAVPower PB-043 noch eine etwas bessere Ausstattung in dieser Kapazitätsklasse, ist aber dafür ca. 1/3 größer. Wenn man so will, bietet der Anker PowerCore Speed das beste Verhältnis von Kapazität zur Abmessung unter den Quick Charge Powerbanks.

Sollte Euch dies gemeinsam mit einer hohen Alltagsfreundlichkeit wichtig sein, greift zu! Eine bessere Powerbank werdet Ihr nicht finden!

 

Alternativen

  • RAVPower PB-043 <- größer dafür aber mit einem zusätzlichen 3A USB C Port
  • Anker PowerCore Elite (ehemalig PowerCore II) <- etwas bessere Leistung mit Apple Smartphones und Tablets, dafür kein Quick Charge für Android Smartphones
  • Anker PowerCore <- Anker PowerCore Speed ohne Quick Charge, dafür mit 2x 2,4A Ports

 

Anker PowerCore Speed
Angegebene Kapazität 20000mAh
Preis
Erreichte Kapazität 17197mAh(@3,7V) bzw. 63,632Wh
Erreichte Kapazität in % 86%
LED Taschenlampe
Wiederaufladegeschwindigkeit 16W via QC3.0
Geteste Geräte
Apple iPhone 7+ +
Samsung Galaxy S8+ ++
Apple iPad Pro 0
Google Pixel XL +
LG G6 ++
Kapazität 86%
Verarbeitung 80%
Ladegeschwindigkeit 85%
Anschlüsse und Sonstige Features 80%
Lieferumfang und Verpackung 85%
Preis / Leistung ★★★★★
Testergebnis ★★★★★

Die AUKEY PB-Y12 USB C Power Bank 10050mAh im Test, die perfekte Powerbank für den umstieg auf USB C!

USB C befindet sich mittlerweile selbst bei Mittelklasse Smartphones auf dem Vormarsch. Daher macht es Sinn auch beim Zubehör, wenn möglich, auf USB C zu setzen.

AUKEY ist was USB C Zubehör angeht definitiv einer der Vorreiter, so auch bei der neuen AUKEY PB-Y12 Powerbank.

Jedoch setzt diese nicht nur auf USB C, sondern bietet auch einen klassischen USB Port.

Klingt doch interessant, eine kompakte Powerbank mit USB C und USB A wie auch einem Gehäuse aus Aluminium und ordentlichen 10050mAh Kapazität.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann die AUKEY PB-Y12 USB C Powerbank im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die AUKEY PB-Y12 USB C Power Bank 10050mAh

Auf den ersten Blick war ich extrem von der AUKEY PB-Y12 überrascht! Warum? Die Powerbank ist winzig!

Anhand der Bilder hätte ich geschätzt, dass diese so groß ist wie die üblichen 10000mAh Powerbanks, in der Realität ist die AUKEY PB-Y12 ein gutes Stück kleiner als eine Zigarettenschachtel und passt problemlos in meine Handfläche.

Zwar ist die PB-Y12 nicht die aller dünnste Powerbank, man wird im Inneren auf drei 18650 Lithium-Ionen Zellen setzen, aber ich würde diese definitiv als eine der kompakteren 10000mAh Powerbanks einstufen.

Mir rund 220g ist die PB-Y12 zwar keine super leichte Powerbank, aber dies liegt unter anderem an dem sehr schönen und robusten Aluminiumgehäuse.

Rein haptisch ist dies eine der schönsten Powerbanks, die ich bisher von AUKEY in den Fingern hatte! Auch bei der Verarbeitungsqualität bleiben keine Wünsche offen, gut gemacht AUKEY!

Aber wie sieht es abseits des Gehäuses aus?

Auf der Front besitzt die PB-Y12 drei Anschlüsse. Hierbei handelt es sich um einen normalen USB Ausgang mit 5V 2,1A und einen microUSB Eingang mit 5V 2A.

Zudem besitzt die Powerbank einen USB C Port, welcher sowohl einen Eingang wie auch einen Ausgang darstellt! Dieser Port schafft die für USB C üblichen 3A. Das interessante ist hierbei, dass viele Smartphones schneller laden, wenn diese direkt an einem USB C Port geladen werden, als wenn man ein USB A auf USB C Adapter Kabel verwendet.

Dies ist auch der Grund warum mich die AUKEY PB-Y12 so interessiert hat. Es handelt sich hier um eine sehr schön flexible Powerbank, welche sich besonders eignet, wenn Ihr schon vollständig auf USB C umgestiegen seid und auch, dann wenn Ihr noch die „alten“ Anschlüsse nutzt.

Damit ist die PB-Y12 zumindest in der Theorie eine perfekte Übergangspowerbank. Ob sich dies auch in der Praxis bewahrheitet sehen wir später.

Abgesehen von den Anschlüssen besitzt die AUKEY PB-Y12 auch einen Einschalter, welcher aber eigentlich nicht zum Einschalten der Powerbank benötigt wird, dies passiert beim Anschließen eines Smartphones automatisch. Vielmehr lässt der Einschalter die vier Ladestandsleds aufleuchten, die sich unter dem Plastik Streifen, der die Powerbank durchzieht, verstecken.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.,

 

Messwerte der AUKEY PB-Y12 USB C Power Bank 10050mAh

Starten wir wie üblich mit der Kapazität der Powerbank. AUKEY gibt hier 10050mAh, messen konnte ich 8185mAh(@3,7V) bzw. 30,287Wh.

Dies entspricht rund 81% der Herstellerangabe, ein akzeptabler Wert. Wo sind allerdings die restlichen 19% Kapazität hin? Powerbanks arbeiten intern mit einer Spannung von 3,7V (daher bezieht sich die Kapazitätsangabe auch auf 3,7V), jedoch USB Ports besitzen 5V. Die Spannung muss also angehoben werden und dies funktioniert nicht zu 100% effizient. Daher ist es normal, dass die echte Kapazität ca. 10-20% unter der Herstellerangabe liegt!

Vergesst bitte auch nicht, dass das Laden Eures Smartphones nicht zu 100% effizient geht! In der Regel gehen hier nochmals 20% Energie verloren, plant dies mit ein.

Wie sieht es abseits der Kapazität aus?

Ich würde sagen gut! Zum einen ist der normale 2,4A USB Port recht fähig. Mein iPhone 7+ wurde mit guten 1,84A in der Spitze geladen, die Apple Optimierung funktioniert also tadellos. Auch Android Smartphones laden am normalen USB Port so flott wie man dies von einem Anschluss erwarten kann, welcher keine Schnellladetechnologien besitzt.

Interessanter ist hier allerdings sicherlich der USB C Port. Smartphones mit USB C laden an USB C Ports in der Regel schneller als an normalen USB Ports.

Moderne Smartphones können erkennen ob diese direkt an einem USB C Port angeschlossen sind oder über ein „Adapter Kabel“ an einem normalen USB Port. Hierzu gehört beispielsweise das Google Pixel, welches am normalen USB Port mit rund 1,45A lädt und am USB C Port mit knapp 2,6A.

Auch das Apple iPad Pro lädt am USB C Port schneller als am normalen Ladeport (Apple bietet eine USB C auf Lightning Kabel an). Am normalen USB Port erreicht das iPad Pro rund 2,0xA, am USB C Port 2,8A.

Daher bin ich auch ein großer Fan von USB C Ports an Ladegeräten und Powerbanks. Selbst Apple Geräte laden an USB C Anschlüssen schneller!

Wenn nun Eure Powerbank leer ist, wie lange dauert das Wiederaufladen? Dieses hängt bei der AUKEY PB-Y12 von drei Faktoren ab, zum anderen schwankte der Ladestrom der Powerbank relativ stark.

Es ist normal, dass der Ladestrom in den ersten Momenten der Ladung und gegen Ende etwas niedriger ist, allerdings gab es bei der AUKEY  +- 0,5A Schwankungen innerhalb von Minuten.

Grundsätzlich hängt allerdings der Ladestrom und damit auch das Ladetempo davon ab, über welchen Port Ihr die Powerbank ladet. Über den microUSB Port konnte ich rund 1,45A (+-0,3A) messen. Nutzt Ihr den USB C Port mit einem USB A auf USB C Kabel konnte ich 1,63A (+-0,4A) messen.

Ladet Ihr die Powerbank hingegen direkt an einem 3A USB C Port steigt der Ladestrom auf 2,32A (+-0,5A) an. Im Optimalfall würde eine Ladung also rund 4,5 Stunden dauern, was ausreichend flott ist.

 

Fazit

Die AUKEY PB-Y12 ist eine super Powerbank für alle Nutzer, die eine kompakte und moderne Powerbank für unterwegs suchen.

Dank 3A USB C Port ist die AUKEY PB-Y12 gut für die Zukunft oder Gegenwart, wenn Ihr schon ein USB C Smartphone habt, gerüstet.

Solltet Ihr noch kein USB C haben, kein Problem, denn die AUKEY PB-Y12 verfügt auch über einen microUSB Eingang und einen normalen 2,4USB Ausgang!

Damit ist die AUKEY PB-Y12 auch eine ideale Powerbank für alle Umsteiger! Kurzum Daumen hoch von mir! Zwar ist der Preis mit 29€ recht hoch, aber das geht aufgrund der Anschlüsse und Verarbeitung in Ordnung.

AUKEY PB-Y12
Angegebene Kapazität 10050mAh
Preis
Erreichte Kapazität 8185mAh(@3,7V) bzw. 30,287Wh
Erreichte Kapazität in % 81%
LED Taschenlampe
Wiederaufladegeschwindigkeit 2.23A
Geteste Geräte
Apple iPhone 7+ +
Samsung Galaxy S8+ ++
Apple iPad Pro +
Google Pixel XL +
Nintendo Switch +
Kapazität 81%
Verarbeitung 85%
Ladegeschwindigkeit 85%
Anschlüsse und Sonstige Features 85%
Lieferumfang und Verpackung 80%
Preis / Leistung ★★★★☆
Testergebnis ★★★★★

Der Neato Botvac-Connected im Test, der beste Staubsaugroboter auf dem Markt?

Ein guter Staubsaugroboter kann unheimlich viel Zeit und Nerven im Haushalt sparen. Ich setzte schon seit rund 6 Jahren auf Staubsaugroboter, aktuell primär auf den Xiaomi Mi Robot Vacuum.

Aber es wurde mal Zeit etwas Neues auszuprobieren, einfach aus blanker Neugier. Der Neato Botvac-Connected gilt im Allgemeinen als einer der besseren, wenn nicht sogar der beste, Staubsaugroboter aktuell auf dem Markt.

Dies reichte schon um mein Interesse zu wecken. Ist der Neato Botvac-Connected wirklich einer der besten Saubsaugroboter? Und wie schlägt dieser sich in meinem Haushalt, auch verglichen mit anderen Modellen?

Finden wir dies in einem kleinen Test heraus!

 

Der Neato Botvac-Connected im Test

Der Neato Botvac-Connected besitzt für einen Staubsaugroboter eine recht ungewöhnliche Form. Neato beschreibt diese selbst als „D“ Form.

Die vordere Kante des Staubsaugroboters ist flach, des Gehäuse fällt dann aber nach hinten rund ab. Neato sagt, dass dieses Design optimal ist um in Ecken zu kommen, zudem erlaubt diese Form eine breitere Bürste an der Front.

Jedoch ist auch die D Form nicht perfekt. Hierdurch ist die „Nase“ des Roboters ziemlich breit, wodurch der Botvac-Connected Probleme hat in engere Lücken zu kommen, dazu aber später mehr.

Beim Gehäuse setzt Neato primär auf schwarz, mit ein paar Hochglanzelementen. Der Roboter wirkt hierdurch recht edel und hochwertig.

Etwas auffällig ist das „Plateau“ am Ende des Roboters. In diesem Plateau versteckt sich das Geheimnis, warum der Botvac-Connected so gut und so teuer ist. Hier befindet sich ein Laser- Abstandsmessgerät, welches im Betrieb rotiert und so für eine bessere Navigation die Umgebung ausmessen kann.

Gesteuert wird der Roboter entweder über die Tasten an der Front, über das Display inklusive Navigations Touch Tasten, oder über die App.

Die Bedienung ist hierdurch sicherlich im ersten Moment etwas komplexer als bei vielen anderen Staubsaugrobotern, allerdings stehen auch erweiterte Funktionen zur Verfügung, auf welche wir später im Test eingehen.

Aufgesaugter Schmutz landet im Auffangbehälter, welcher sich unter der Hochglanz Klappe befindet. Dieser Auffangbehälter ist vergleichsweise groß und besitzt auch einen ziemlich großen HEPA Filter. Dieser Filter soll laut Neato alle 1-2 Monate getauscht werden, zwei Ersatz Filter liegen auch schon mit im Lieferumfang. Zwei Filter kosten im Übrigen ca. 13€ (von 3. Anbietern), sind also bezahlbar.

Neben den Filtern ist auch die Rolle und der Akku des Roboters tauschbar. Gerade Letzteres ist sehr wichtig! Bei täglicher Nutzung muss so ein Akku alle 2 Jahre getauscht werden, Kostenpunkt rund 30-50€.

Geladen wird der Neato Botvac-Connected über eine Basis Station auf welche dieser auch automatisiert nach den Reinigungsvorgang zurückkehrt. Diese Basis Station ist relativ unauffällig und aus einem schwarzen Hochglanz Kunststoff gefertigt, welcher für meinen Geschmack Schmutz etwas zu stark anzieht.

 

App und Features

Kleine Info vorweg, es gab während meines Tests ein Update für die App, welches diese Optisch überarbeitet hat! Daher nicht wundern, einige Screenshots sind noch aus der alten Version!

Der Name des Botvac-Connected kommt natürlich nicht vor irgendwo her. Es ist möglich, den Staubsaugroboter mit dem WLAN und der Neato App zu verbinden.

Die Einrichtung hierfür ist relativ einfach und problemlos gemacht. Gerade unter Android müsst Ihr lediglich einmal Euer WLAN Passwort eingeben und das wars. Im Übrigen sind diese Netzwerk Features keine Pflicht! WLAN lässt sich auch komplett abstellen.

Nach der Einrichtung mit der App habt Ihr natürlich zum einen die Möglichkeit den Roboter zu steuern, also die Standard Programme zu starten oder auch per Hand zu lenken.

Ebenfalls könnt Ihr über die App Zeiten hinterlegen, zu welcher der Botvac-Connected automatisch starten soll.

Interessant sind auch die Statistik Feature und die Karte. Der Botvac-Connected legt bei jedem Reinigungsvorgang eine Karte von Eurer Wohnung an und markiert dort wo gesaugt wurde und wo nicht.

In einem Diagramm wird zudem für jeden Tag vermerkt wie viele m² gereinigt wurden, interessant!

Aber der Botvac-Connected hat noch ein Ass im Ärmel. Dieser kann mit Sprachassistenten wie Amazon Echo zusammenarbeiten! Hier könnt Ihr mit Befehlen wie „Alexa sage Neato zu starten“ Euren Staubsaugroboter losschicken. Vielleicht nicht unbedingt ein essenzielles Feature, da es dafür auch eine große und gut zu drückende Taste am Roboter gibt, aber dennoch cool, cool dass es diese Vernetzung mit anderen Systemen gibt!

 

Die Reinigungsleistung

Die Reinigungsleistung eines Staubsaugroboters würde ich in drei Kategorien unterteilen, Saugleistung, Navigation und Intelligenz.

Für ein optimales Ergebnis sind alle drei Punkte unheimlich wichtig!

Beginnen wir mit der Navigation, welche aus meiner Sicht mit das Wichtigste ist. Viele günstigere Staubsaugroboter nutzten das sogenannte Zufallsprinzip. Hierbei fahren diese geradeaus bis diese ein Hindernis treffen und drehen von da aus in eine zufällige Richtung ab. In der Theorie wird so jeder Punkt im Raum irgendwann erreicht, in der Theorie! Praktisch haben diese Staubsaugroboter Probleme mit zusammenhängenden Räumen.

Der Neato Botvac nutzt ein anderes, besseres Prinzip. Auf der Oberseite verfügt der Botvac-Connected über einen Abstandsmesser, welcher permanent rotiert. Hierdurch weiß der Roboter immer wo er sich im Raum befindet und wo er schon war.

Der Roboter teilt sich die zu reinigende Fläche in mehrere gleich große Gebiete ein, welche nacheinander gereinigt werden. Hierfür wird zuerst der äußere Rand abgefahren.

Nach dem Startvorgang sucht sich der Neato eine nahegelegene Wand und fährt diese ein Stück weit entlang um dann nach links abzudrehen bis zur nächsten Wand, diese wird dann wieder abgefahren, dann nach links abgedreht usw. das ganze geht so, lange bis der Botvac-Connected seinen Startpunkt erreicht hat.

Nachdem dies der Fall ist, wird der innere Bereich der abgesteckten Fläche in geraden Bahnen abgefahren.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Youtube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Dies funktioniert auch in der Praxis ausgesprochen gut! Selbst dann wenn die Fläche nicht perfekt quadratisch ist. Der Neato Botvac-Connected achtet sehr genau und gut darauf, dass wirklich jede Stelle im Raum mindestens einmal überfahren wurde.

Dies könnt Ihr im Übrigen auch in der App überprüfen, in welcher der Botvac-Connected eine Karte Euer Wohnung/Haus erstellt und jede Stelle markiert die gereinigt wurde.

Auch die Reinigung an Wänden entlang ist erfreulich gut, dank der recht clever positionierten seitlichen Bürste.

Der Neato lässt hierbei keine Räume aus! Hat dieser sich zuerst nach links bewegt und ist dort nach mehreren Minuten am Ende der Wohnung/der Räumlichkeiten angekommen, fährt dieser zurück, um auch auf der rechten Seite weiter zu machen. Zudem erkennt der Roboter Türen und Durchgänge und geht diese nacheinander an.

Aufgrund der automatisch erstellten Karte Eures Hauses/Wohnung ist der Roboter sich immer bewusst wo noch Stellen nicht bearbeitet wurden und wo es noch weitergeht. Erst wenn der Akku leer ist oder der Roboter in der gesamten Wohnung keine Stelle mehr findet wo es weitergeht, kehrt dieser auf die Station zurück.

Natürlich ist auch der Batvac nicht perfekt! Ich konnte hin und wieder kleine Aussetzer entdecken, bei welchen der Sauger wirklich eine Stunde lang versucht unter einen Schreibtischstuhl zu kommen und von allen Seiten an diesen heran fährt usw. und einfach nicht kapiert, dass er nicht unter diesen Stuhl kommt.

WICHTIG! Beobachtet den Neato Botvac-Connected bei seiner ersten Fahrt etwas! Das wird man zwar vermutlich sowieso machen, da es extrem faszinierend ist dem Roboter bei seiner Navigation zuzuschauen, aber in jeder Wohnung gibt es „problematische Stellen“.

Der Neato kommt zwar recht gut auch mit schwierigeren Orten klar, an welchen günstigere Modelle verzweifeln, aber natürlich Dinge wie lose herunterhängende Kabel sind beispielsweise ein no go!

Jeder Staubsaugroboter hat auch „spezielle“ Dinge, mit welchen er Probleme hat, auch der Neato hat hier ein paar Punkte.

Achtet auf die Höhe Euer Möbel! Mit 10 cm ist der Botvac-Connected leicht überdurchschnittlich hoch.

Auch zu enge Spalten oder Stuhlbeine mit einem Abstand von 28 bis 32 cm können Probleme machen. Aufgrund seiner Form benötigt der Neato Botvac-Connected etwas mehr Platz als andere Staubsaugroboter zum Navigieren und Rangieren.

Ebenfalls hat der Neato überdurchschnittlich große Probleme mit Kabeln. Dies liegt an der großen Bürste auf der Front, welche Kabel regelrecht einsaugt. Bei runden Staubsaugern liegt die Bürste in der Mitte, kurze Kabel werden vom Gehäuse etwas weg geschoben ehe diese die rotierende Bürste erreichen können.

Jedoch hat diese Form auch Vorteile. Ich bezeichne den Botvac-Connected gerne als „Bergziege“, ich habe noch nie einen Staubsaugroboter gesehen, welcher derart gut mit hohen Teppichkanten, Türschwellen usw. umgeht.

Der Botvac-Connected kann hier wirklich ohne größere Probleme einige cm hohe Hindernisse übersteigen.

Klingt bisher doch ganz gut! Wie sieht es mit seiner Saugleistung aus?

Erfreulicherweise kann der Neato Botvac-Connected hier ebenfalls überzeugen! Schon der Aufbau bietet einige Vorteile gegenüber anderen Staubsaugrobotern.

Wie meist üblich besitzt auch der Botvac-Connected eine rotierende Bürste auf der Unterseite, welche die Saugleistung unterstützen soll. Aufgrund der D Form ist diese Bürste allerdings ein gutes Stück breiter als bei vielen anderen Staubsaugrobotern, wodurch der Neato schneller mehr Fläche reinigen kann und weniger auf Hilfsmittel wie „rotierende Fühler“ auf der Front angewiesen ist. Auch ist die Bürste beim Botvac sehr weit an der Front und nicht mittig unterm Gerät.

Jedoch muss der Botvac-Connected sich nicht nur auf seine rotierende Bürste verlassen, auch die reine Saugleistung ist erfreulich hoch! Der Luftausstoß auf der Rückseite des Staubsaugroboter ist sehr hoch, und somit dann auch die Menge der eingesaugten Luft. Selbst auf 4-5 Meter hinter dem Roboter ist ein Luftstrom zu spüren.

Daher ist die Reinigungsleistung auf glatten Böden als perfekt zu bezeichnen und selbst auf Teppichen schlägt sich der Neato gut! Haare von meinem Kater waren hier kaum ein Problem und wurden sogar von höheren Teppichen sehr gut entfernt.

Leider hat der Neato Botvac-Connected auch einen Nachteil welcher von seiner Navigation kommt. Dieser überfährt jede Stelle nur ein mal! Bleibt Schmutz liegen, bleibt dieser auch am Ende liegen. Gegebenenfalls muss man den Neato ein zweites mal lossenden.

Kurzum, diese Kombination aus guter rotierender Bürste, einem hohen Luftstrom und eines klasse Fahrverhaltens sorgt für eine gut Reinigungsleistung! Zwar hat der Neato Botvac-Connected etwas mehr Probleme mit schmaleren Spalten und Lücken als andere Staubsaugroboter, dafür ist aber gerade die Saugleistung auf Teppichen stark! Hier kann der Neato Botvac-Connected sogar den ebenfalls sehr guten Xiaomi Mi Robot Vacuum fast übertreffen.

 

Lautstärke und Akku

Lasst uns ehrlich sein, der Neato Botvac-Connected ist viel aber nicht leise! Der Roboter besitzt zwei Modi, Eco und Turbo, hierbei ist der Turbo der „Normale Modus“.

Wenn man den Botvac-Connected einschaltet, könnte man meinen es startet ein kleiner Düsenjet in der Wohnung. Zwar würde ich den Roboter nicht lauter als einen „normalen Staubsauger“ einstufen, aber so viel Lärm aus so einem kleinen Gerät wirkt doch anders.

Ich bin nicht sonderlich geräuschempfindlich, von daher stört mich dies nur wenig. Solltet Ihr hier etwas empfindlicher sein, könnte das natürlich anders aussehen. Aber dies ist auch etwas Gewöhnungssache, beim ersten mal dankt man sich noch „WOW was ein Krach“ und dann wird es von mal zu mal mehr normal.

Interessanterweise hat meine Katze vor dem Staubsaugroboter deutlich weniger „Angst“ als vor dem richtigen Staubsauger.

Im Öko Modus sieht die Welt etwas anders aus. Hier ist der Neato Botvac-Connected angenehmer und weniger hell surrend, natürlich mit einem Saugkraftverluss, welcher aber nur auf stark verschmutzen Teppich auffällt.

 

Fazit

Ein Staubsaugroboter wie der Neato Botvac-Connected macht einfach Spaß! Spaß, weil es einerseits interessant ist dem Roboter beim Navigieren und dem Erstellen einer Karte zuzusehen und Spaß, weil der Botvac-Connected wirklich eine Arbeitshilfe ist!

Viele günstige Staubsaugroboter mit „Zufallsnavigation“ sind zwar nett, aber oftmals fast mehr Arbeit als nutzen. Der Neato Botvac-Connected hingegen weiß immer wo er sich im Raum befindet, wo er schon sauber gemacht hat und wo er noch saubermachen muss.

Es passiert hier also nicht das dieser nur einen halben Raum reinigt oder Ähnliches. Der Neato Botvac-Connected reinigt Raum für Raum ohne das Ihr diesen per Hand umsetzen oder mit „virtuellen Wänden“ navigieren müsst.

Auch die Saugleistung ist hervorragend! Sowohl auf glatten Böden wie auch auf Teppichen ist eigentlich kein großer Staubsauger mehr nötig. Klar bleibt mal was liegen, aber dafür kann man den Roboter im Zweifel auch mehrfach losschicken, so lange bis alles sauber ist. Ich selbst nutze seid Monaten nur noch einen Staubsaugroboter + einen Akku Handstaubsauger für kleinere Ecken, und dies funktioniert wunderbar!

Natürlich muss man gerade am Anfang seine Wohnung etwas „optimieren“, also Kabel die im Weg hängen, entfernen und vielleicht hier und da eine Lampe ein paar cm verrücken, um für mehr oder weniger Platz zu sorgen, auch der Neato Botvac-Connected kann festhängen. Gerade wenn es irgendwo Sockel gibt (z.B.von Lampen) neigt der Neato auf diese zu klettern und dort festzuhängen.

Natürlich umso leerer die Wohnung und umso mehr freie Fläche umso besser. Aber meine Wohnung ist bis oben hin vollgestopft, ich arbeite zur Zeit an einem Vergleich 7 Schreibtischstühle, daher könnt Ihr Euch vorstellen, wie voll mein Flur ist und auch hier kommt der Neato zurecht. Eine Lehre Wohnung ist also nicht zwingend von Nöten, bei solch einem guten Roboter wie dem Botvac-Connected.

Hinzu kommen hier noch interessante Features, wie die Amazon Echo und App Unterstützung, dass es mir nicht schwerfällt eine Empfehlung für den Botvac-Connected von Neato auszusprechen!

Natürlich ist der Neato auch nicht perfekt, das ist aber kein aktueller Staubsaugroboter. Der Botvac-Connected hat überdurchschnittlich hohe Probleme mit Kabeln und ab und zu mal kleine Aussetzer. Dennoch passt die Leistung unterm Strich und diese Prunkte sind verglichen mit den Schwächen von anderen Staubsaugrobotern relativ harmlos.

Zusammengefasst: Ja, der Neato Botvac-Connected ist einer der besten Staubsaugroboter, sowohl was Intelligenz aber auch Saugleistung angeht, den ich bisher in Händen hatte. Dafür ist natürlich auch der Preis mit 600€ gesalzen, auch wenn ich den Neato für diesen Preis wiederkaufen würde! Die Zeit die mir der Roboter spart, ist letztendlich mehr Wert als die 600€.

Sollten Euch die 600€ zu viel sein und Ihr seid ein wenig experimentierfreudig schaut Euch den Xiaomi Mi Robot Vacuum an. Diesen muss man zwar aus Asien importieren, kostet aber auch nur 250€ und bietet sogar eine leicht bessere Leistung.

PS. Vielleicht habt Ihr Euch auch schon den Vorwerk KOBOLD VR200 angesehen. Ich nehme an, dass der KOBOLD VR200 von Neato gebaut wird und eine modifizierte Version des Botvac-Connected ist.

Der Dyson DC62 Akku-Handstaubsauger im Test, kann er einen großen Staubsauger ersetzen?

Schon seit längerem lasse ich in meine Wohnung staubsaugen von dem Xiaomi Mi Robot Vacuum, dem aus meiner Sicht besten Staubsaugroboter aktuell auf dem Markt.

Jedoch selbst dieser arbeitet natürlich nicht zu 100 % perfekt. Ab und zu muss ich also doch noch zum klassischen Staubsauger greifen, um irgendwelche Ecken oder Treppen zu reinigen.

Um hier nicht immer den großen und schweren Staubsauger aus der Ecke kramen zu müssen, habe ich mir nun den Dyson DC62 Akku- Handstaubsauger zugelegt.

Dyson steht natürlich für Qualität aber auch für einen hohen Anschaffungspreis. In der Vergangenheit waren allerdings meine Erfahrungen mit Akku Handstaubsaugern eher mäßig gut, primär aufgrund von zusetzender Filter.

Daher habe ich mich diesmal entschieden etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen. Die Zeit die ich mich zuvor mit einem billigen Handstaubsauger herumgeärgert habe, war es dann auch irgendwann nicht mehr Wert.

Hat es sich gelohnt rund 300€ für den Dyson DC62 auf den Tisch zu legen? Dies finden wir im Test des Dyson DC62 heraus!

 

Der Dyson DC62 im Test

Dyson hat diverse Akku-Handstaubsauger im Sortiment. Der Dyson DC62 ist hierbei das günstigste aktuelle Modell. Dieses gibt es in diversen Sets, welche natürlich auch deutlich im Preis variieren.

Ich habe mich für ein Set mit einer rotierenden Bodenbürste und einem langen Stiel entschieden. Damit kann der Dyson DC62 in der Theorie einen normalen Staubsauger zu 100 % ersetzen.

Wie bei Dyson üblich ist auch der DC62 recht futuristisch und „hochwertig“ designt. Es ist bereits auf den ersten Blick klar „das ist ein Dyson“, dies meine ich durchaus positiv. Dyson wird im Allgemeinen mit Qualität und „Luxus“ verbunden, daher darf man dies auch zeigen.

Auch der DC62 besitzt Dysons patentiertes Zyklonen System. Hierbei verfügt der DC62 über insgesamt 15 Zyklone in zwei Reihen. Durch diese Kanäle für die Zyklone wirkt es so, als hätte der DC62 einen richtigen Motor mit Kolben usw. Dies peppt doch die Optik massiv auf.

Beim Material setzt Dyson allerdings auf ein recht unspektakuläres Plastik. Hier unterscheidet sich der Sauger kaum von 50-100€ Modellen. Die Verarbeitung wirkt allerdings ordentlich.

Beim Aufbau bietet der Dyson DC62 ein „Akkuschrauber“ Design. Das heißt, Ihr habt einen Griff an welchem Ihr den Handstaubsauger festhaltet und auch mit dem Zeigefinger bedient. Auf der Front befindet sich eine Staubsauger typische runde Öffnung, auf welche sich die Bürsten aufsetzen lassen.

Der Schmutz wird in einem runden Behälter aufgefangen, der für einen Handstaubsauger sogar vergleichsweise groß ist. Dieser Behälter lässt sich über eine Klappe am Boden über dem Mülleimer entleeren. Der Mechanismus hierfür ist teilweise etwas störrisch, lässt sich allerdings auch nicht ausversehen auslösen.

Zwar benötigt der DC62 aufgrund des Zyklonen Systems eigentlich keinen richtigen Filter, aber natürlich ist auch ein klassischer HEPA Filter im Gerät vorhanden. Dieser lässt sich auf der Oberseite entnehmen.

Mein Set des Dyson DC62 beinhaltet, neben dem eigentlichen Handstaubsauger, auch einen Verlängerungsstiel aus Aluminium wie auch zwei Aufsätze. Einer der Aufsätze besitzt eine rotierende Bürste. Dieser Aufsatz ist besonders interessant!

Die rotierende Bürste wird hier nicht wie bei vielen normalen Staubsaugern über den Luftstrom angetrieben, sondern besitzt einen eigenen Moter. Hierdurch wird der Luftstrom nicht reduziert und Ihr erhaltet eine erhöhte Reinigungsleistung.

Solltet diese Reinigungsleistung immer noch nicht ausreichen, besitzt der DC62 einen Turbo Modus. Dieser lässt sich über einen Knopf auf der Rückseite aktivieren und erhöht die Saugleistung um 2,5x

Leider ist dieser Knopf etwas blöd zu erreichen, hier hätte Dyson durchaus eine bessere Position aussuchen können.

Der Li-Ion Akku des Saugers ist erst einmal fest im Gerät integriert. Dementsprechend besitzt der Dyson einen Ladeport auf der Rückseite für das beiliegende Ladegerät.

Der Akku lässt sich allerdings relativ leicht austauschen durch das entfernen einer Schraube. Dies ist natürlich nicht für einen „on the Fly“ Austausch gedacht, sondern nur für den Zeitpunkt, wenn der Akku so langsam den Geist aufgibt. 3. Anbieter Akkus für den DC62 kosten im Übrigen rund 40€.

Bei dem von mir gekauften Set lag auch eine einfache Wandhalterung bei welche den DC62 auch laden kann. Allerdings ist diese Konstruktion nicht unbedingt die allerbeste.

Der Dyson DC62 wirkt für mich ganz klar für die Nutzung mit einem Bodenstiel und einer Bodenbürste gemacht. Dies liegt unter anderem auch am recht hohen Gewicht des Saugers, welches dann so ein wenig am Boden abgestützt ist.

Ich würde nicht sagen, dass der DC62 zu schwer ist, das Arbeiten mit einem normalen Staubsauger ist anstrengender, aber verglichen mit einfacheren Handsaugern ist der Dyson definitiv auf der massiveren Seite.

Das Handgefühl des DC62 ist gut, lediglich der Abzug ist etwas ungewohnt, da dieser dauerhaft gedrückt gehalten werden muss.

 

Reinigungsleistung

Der Dyson DC62 ist mit Abstand der stärkste und beste Handstaubsauger, den ich bisher nutzen durfte!

Selbst im normalen Modus besitzt der DC62 einen recht kräftigen Luftstrom. Wird dieser mit der rotierenden Bürste kombiniert ist die Reinigungsleistung auch auf Teppichboden hervorragend!

Selbst Tierhaare werden effektiv und gründlich von schwarzen Teppichen entfernt! Auf glatten Böden ist die Reinigungsleistung sowieso top.

Auch höhere Teppiche stellen kein Hindernis da. Lediglich wenn diese so lange Fransen besitzen, dass sich diese in der rotierenden Bürste verfangen (hierfür müssen die Fransen wirklich mehrere CM lang sein) gibt es Probleme. Normale hochflorige Teppiche werden gut gesaugt und das auch ohne ein „Scheuern“ oder mehrmaliges hin und her!

Ja der Dyson DC62 kann aus dieser Sicht definitiv einen normalen Staubsauger ersetzen.

Der Turbo Modus erhöht den Luftstrom nochmals signifikant, ist aber eigentlich im normalen Alltag kaum nötig. Erst wenn man aus sehr hohen Teppichen tief den Schmutz herausziehen möchte und dann, wenn Ihr nicht die rotierende Bürste nutzt, macht dieser Sinn.

Die rotierende Bürste hilft dem Sauger doch massiv! Auf glatten Böden ist diese natürlich nicht wichtig oder nötig. Allerdings wenn Ihr versucht beispielsweise Katzenhaare von einer Couch zu entfernen mit dem normalen Bürsten Aufsatz sollte man doch den Turbo Modus anwerfen.

Mit Turbo Modus ist die Saugleistung definitiv auf dem Level eines normalen Staubsaugers, egal welchen Aufsatz man nutzt.

Was macht eigentlich dieses Zyklonen System? Die Zyklone filtern die Luft, ohne wirklich einen Filter zu nutzen. Schmutz wird ähnlich wie Wasser bei einer Salatschleuder nach Außen Getrieben und so vom Luftstrom getrennt.

Dies ist ein extrem wichtiger Punkt! HEPA Filter besitzen selbst die billigsten Handstaubsauger, jedoch sind diese vom Schmutz meist nur durch ein einfaches Sieb getrennt. Hierdurch setzen sich diese HEPA Filter extrem schnell zu. Vielleicht kennt Ihr dies ja auch von Handstaubsaugern, dass diese gefühlt nach x Monaten an Leistung verlieren. Diese verlieren nicht an Leistung, die Filter setzen sich nur zu.

Dass sich Filter zusetzen passiert bei Dyson Staubsaugern erfahrungsgemäß nicht!

Zwar verfügt auch der Dyson DC62 über einen HEPA Filter aber in diesem landet einfach kein Schmutz. Damit meine ich nicht, dieser Filter würde nicht funktionieren, aber das Zyklonen System funktioniert einfach so gut, dass der Filter kaum etwa machen muss. Erst nach Wochen der Nutzung konnte ich so langsam erkennen, dass der Filter nicht mehr strahlend weiß ist.

Wenn man hier im Vergleich bedenkt, ein HEPA Filter ist bei einem normalen Staubsauger jedes mal zu reinigen, ist dies doch beeindruckend! Hierdurch besitzt der Dyson DC62 auch über einen langen Zeitraum keinen dauerhaften Saugkraftverlust.

Sollte doch mal der Filter durch sein und selbst mit auswaschen nicht mehr zu reinigen, der original Filter kostet rund 9€ im Nachkauf, also ein sehr humaner Preis.

 

Akkulaufzeit und Lautstärke

Kommen wir zu einem wichtigen Punkt welcher darüber entscheidet, ob der Dyson DC62 wirklich einen richtigen Staubsauger ersetzen kann, die Laufzeit.

Beginnen wir mit dem Positiven, im normalen Modus beträgt die Arbeitszeit wie angegeben 20 Minuten (+-2 Minuten). Ich denke dies reicht durchaus, um mehrere Räume zu reinigen, jedoch bei einer großen Wohnung könnte es eng werden.

Deutlich schlechter sieht es beim Turbo Modus aus. Dieser erhöht nicht nur die Saugleistung um 2,5X, sondern reduziert auch die Laufzeit um einen ähnlichen Faktor. Mit Turbo Modus komme ich gerade mal auf 5 Minuten. Das ist natürlich sehr wenig, aber weniger schlimm. Selbst ohne Turbo Modus ist die Leistung des Dyson DC62 schon sehr gut. Der Turbo Modus ist also wirklich nur als temporäre Leistungssteigerung zu sehen.

Wie sieht es mit der Lautstärke aus? Im Turbo Modus ist der DC62 ohne Frage als laut bis sehr laut zu bezeichnen. Auch im normalen Modus ist der Handstaubsauger alles andere als leise, jedoch als gut erträglich einzustufen.

Ich würde nicht raten den Handstaubsauger neben einem schlafenden Baby zu nutzen. Positiv das Geräusch, das der Dyson DC62 von sich gibt, ist „angenehm“. Es handelt sich also nicht um ein super Hochfrequentes surren, sondern dieses ist etwas wärmer und gedämpfter.

Von daher ist das Arbeiten mit dem Dyson DC62 als angenehm zu bezeichnen, auch wenn man sich sicherlich beim ersten Einschalten etwas erschrickt aufgrund der Leistung, die hier startet.

Für Nutzer die allerdings einen super Leisen Handstaubsauger suchen, ist vom Dyson DC62 abzuraten.

 

Fazit

Ja, der Dyson DC62 ist der beste Akku-Akku-Handstaubsauger, den ich bisher genutzt habe! Dies liegt an mehreren Dingen, primär natürlich an der Reinigungsleistung.

Gerade mit der rotierenden Bürste sind auch Teppiche keinerlei Problem und werden schon mit einmaligem Drüberfahren gereinigt, selbst wenn diese mit Tierharen verschmutzt sind.

Wichtig aufgrund des langen Bodenstiels ist der Dyson DC62 mehr, als ein einfacher Handstaubsauger, welcher ein paar Krümel aufsaugen kann!

Rein von der Reinigungsleistung kann der Dyson DC62 definitiv einen normalen Staubsauger ersetzen! Spätestens wenn Ihr den Turbo Modus zuschaltet, ist die Leistung mehr als ausreichend.

Was hier etwas stören kann, ist die Akku Laufzeit. Im normalen Modus beträgt diese rund 20 Minuten. 20 Minuten reichen mir völlig aus, da der Dyson DC62 eh nur als zusätzlicher Sauger zu meinem Staubsaugroboter eingesetzt wird.

Jedoch solltet Ihr Planen mit dem DC62 einen normalen Staubsauger zu ersetzen und besitzen nicht einen Staubsaugroboter oder Ähnliches kann dies bei einer größeren Wohnung ein Problem sein.

Hier muss man wohl zum Dyson V8 Absolute greifen, welcher zwar rund 500€ kostet, aber das Doppelte an Akkulaufzeit bietet.

Dennoch kann ich eine absolute Empfehlung für den Dyson DC62 aussprechen, selbst für knapp 300€! Die Leistung ist einfach überragend, gerade bei einer langfristigen Nutzung dank des ausgeklügeltem Filter Systems, bei welchem sich nicht die Filter nach kürzester Zeit zusetzen.

Wenn Ihr also mit den 20 Minuten Laufzeit klar kommt und einen Handstaubsauger mit der Leistung eines normalen Geräts sucht greift zu, es lohnt sich!

Das TP-Link Neffos X1 Max im Test, der beste Allrounder der 200€ Preisklasse!

TP-Link wird vermutlich den meisten eher im Zusammenhang mit WLAN Routern und allgemein Netzwerk Ausrüstung bekannt sein. Allerdings versucht TP-Link nun schon seit einer Weile mit seiner Tochter Marke „Neffos“ im Smartphone Geschäft Fuß zu fassen.

Hier hat man auch durchaus einige Erfolge erzielen können! Sowohl das TP-Link Neffos X1 wie auch die Vorgänger Serie konnte schon im Test überzeugen.

Das Neffos X1 Max, um welches es in diesem Test geht, stellt das zur Zeit größte Smartphone aus dem Hause TP-Link/Neffos dar.

Wollen wir uns doch einmal ansehen ob das X1 Max in der hart umkämpften 200€ Preisklasse überzeugen kann. Finden wir dies im Test heraus!

 

Technische Daten 

  • TP-Link Neffos X1 Max
  • 5.5 Zoll Display, 1920×1080 Pixel
  • Mediatek MT6755 Helio P10
  • 3GB RAM
  • 32GB oder 64GB Speicher, erweiterbar
  • 13 Megapixel Hauptkamera, 5 Megapixel Frontkamera
  • 3000mAh Akku
  • Link zum Hersteller
  •  bei Geizhals

 

Das TP-Link Neffos X1 Max im Test

Im Gegensatz zu TP-Links erster Generation Smartphones setzt man beim X1 Max auf ein komplettes Aluminiumgehäuse. Hierdurch fühlt sich das Smartphone natürlich gleich recht robust und hochwertig an.

Allerdings wirkt das X1 Max nicht übermäßig massiv, was am vergleichsweise niedrigen Gewicht und der niedrigen Dicke liegt. Das X1 Max ist gerade mal 7,85mm dick und 149 Gramm schwer. Hier kann man natürlich streiten, was besser ist, ein schwereres massiveres Smartphone oder ein etwas leichteres Gerät.

Wie auch immer man sich entscheidet, das X1 Max wirkt für ein Smartphone mit einem 5,5 Zoll Display und normal großen Displayrändern relativ kompakt. Dies liegt auch an der leicht zu den Rändern hin abfallenden Rückseite, welches das X1 Max gefühlt noch etwas schlanker in der Hand erscheinen lässt.

Optisch gefällt mir das Neffos X1 Max recht gut, auch wenn dieses nicht unbedingt aus der Masse der Aluminium Smartphones herausspringt. TP-Link setzt hier auf ein recht klassisches und elegantes Design, was ich grundsätzlich begrüße.

Auch an der Verarbeitungsqualität habe ich bei einem Preis von rund 200€ nichts groß zu bemängeln. Die Übergänge zwischen Plastik Antennenabdeckungen und Aluminium Gehäuse sind zwar nicht ganz perfekt, aber schon auf einem guten Level für ein Smartphone dieser Klasse.

Etwas hin und her gerissen bin ich bei den Tasten. Diese sind beim Neffos X1 Max relativ flach und damit etwas schwerer zu erfühlen, aber das ist vermutlich nur Gewöhnungssache.

Gehen wir einmal um das Gerät herum. Auf der Front finden wir das 5,5 Zoll Display, wie auch die 5 Megapixel Frontkamera und drei kapazitive Tasten unterhalb des Displays.

Am rechten Rand sind die drei üblichen Smartphone Tasten angebracht, am linken Rand ist zudem ein Mute Schalter, welcher durchaus etwas ungewöhnlich ist.

Auf der Unterseite finden wir einen microUSB Port wie auch den Lautsprecher, der 3,5mm Kopfhöreranschluss ist hingegen auf der Oberseite angebracht.

Fingerabdruckscanner und Kamera sind ganz klassisch auf der Rückseite angebracht.

 

Software

Mein Neffos X1 Max wurde noch mit Android 6.0 ausgeliefert. Allerdings stand nach dem Einschalten direkt ein 1,1 GB großes Update auf Android 7.0 bereit.

Der Update Prozess verlief problemlos und einfach. Interessanterweise sorgte Android 7.0 gerade visuell doch für einen größeren Unterschied, verglichen mit 6.0. Auf die alte Version will ich jetzt nicht groß weiter eingehen. Wundert Euch also nicht zu sehr, sollte Euer Neffos X1 Max nach dem Einschalten erst einmal anders aussehen.

TP-Link setzt beim Neffos X1 Max auf ein leicht modifiziertes Android. Zum einen ist der von TP-Link verwendete Launcher etwas anders als man Ihn von anderen Android Geräten her kennt. Es fehlt beispielsweise eine App Übersicht, alle Apps werden ähnlich wie bei IOS auf die einzelnen Seiten verteilt, zum anderen wird ein etwas „flacherer“ Style für Icons und Symbole genutzt.  Letzter gefällt mir allerdings recht gut!

Auch die Icons in der Schnellzugriffsleiste und den Einstellungen sind modifiziert. Hier nutzt TP-Link einen etwas bunteren Style, als es Standard Android macht.

Positiv, TP-Link verzichtet bei seinem Neffos X1 Max vollständig auf 3. Anbieter Apps! Vorinstalliert sind lediglich die Standard Android Apps und ein paar Google Apps.

Auch eine „Themes“  App ist vorinstalliert, welche das Herunterladen von zusätzliche Styles erlaubt. Der freie Speicher liegt bei meiner 32GB Version im Übrigen bei 22,5GB.

In den Einstellungen finden sich zudem eine Handvoll weiterer „intelligente“ Funktionen, welche so normalerweise nicht vorhanden sind. Bei diesen intelligenten Einstellungen handelt es sich beispielsweise um „doppeltes Tippen zum Einschalten des Display“, das Tauschen der Zurück- und Multitasking -Taste usw.

 

Display

Das TP-Link Neffos X1 Max verfügt über ein 5,5 Zoll Full HD Display.

Hierbei handelt es sich um ein recht gewöhnliches IPS Panel. Dies klingt jetzt natürlich ein wenig negativ, aber so ist dies nicht gemeint. Das Display des X1 Max sieht gut aus! Farben sind kräftigt und Kontraste ordentlich. Allerdings würde ich jetzt auch nicht sagen dass das Display groß besser oder schlechter ist als die Full HD Displays anderen 200-300€ Smartphones.

Bonus Punkte gibt es allerdings für die sehr Hohe Helligkeit, welche auch bei Sonnenschein für eine gut Ablesbarkeit sorgt!

 

Sound

Das Neffos X1 Max besitzt lediglich einen Lautsprecher auf der Unterseite des Smartphones. Eine suboptimale Position, allerdings ist der Lautsprecher erfreulich gut!

Ich würde zwar nicht sagen, dass der Lautsprecher des X1 Max super laut ist, allerdings die Qualität passt.

Der Lautsprecher klingt erstaunlich voll und satt.  Ich würde sogar fast sagen, dass dieser etwas Bass produziert. Kurzum qualitativ ist der Lautsprecher sicherlich einer der besseren die ich in dieser Preisklasse gehört habe.

Über den Kopfhörerausgang kann ich hingegen nichts Ungewöhnliches berichten. Dieser klingt ziemlich normal, hier scheint keine besondere Audio Hardware hinter zu stehen.

Wie sieht es bei der Telefonqualität aus? Ganz ordentlich! Das Neffos X1 Max ist zwar nicht super klar, sowohl was die Ohrmuschel angeht wie aber auch das Mikrofon, allerdings ist der Gegenüber gut verständlich und die Lautstärke der Ohrmuschel ist hoch.

Also unterm Strich keine Beschwerden in der Audio -Abteilung.

 

Kamera

Das TP-Link Neffos X1 Max besitzt eine 13 Megapixel Haupt-Kamera. Hier setzt TP-Link auf den sehr beliebten Sony IMX258 Sensor, welcher auch im LG G6 oder Wiko WIM zum Einsatz kommt.

Allerdings besitzt das LG G6 eine andere Linse, daher ist die Bildqualität nur bedingt vergleichbar. Dennoch ist der IMX258 ein sehr fähiger Sensor, welcher hier auch mit einer Blende von f2.0 kombiniert ist.

Wie sehen denn nun die Bilder des Neffos X1 Max aus? Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit der Kamera des Neffos X1 Max! Diese liefert eine unauffällig gute Performance.

Was meine ich damit? Das X1 Max produziert natürliche bis leichte bunte Bilder ohne offensichtliche Schwächen. Die Dynamik und auch die Farben passen.

Das X1 Max hat keinen Farbstich oder driftet ins „Braune“ ab, wie es gerne Smartphones mit schlechteren Kameras machen. Auch der Weißabgleich sitzt gut! Für ein 200€ Smartphone sogar sehr gut!

Selbst im Schatten oder bei ungünstigen Lichtverhältnissen zeigt sich das Neffos X1 Max recht souverän. Klar, für die optimale Bildqualität braucht es eine optimale Beleuchtung, aber man spürt schon, dass der Sony IMX258 und die relativ große Blende hier einen guten Job machen die Bildqualität in allen Situationen hochzuhalten.

Zwar muss man gerade im Low light etwas aufpassen, dass man die Aufnahmen nicht verwackelt, aber abgesehen davon stimmt auch im Dunkeln die Bildqualität.

TP-Link Neffos X1 Max
Wiko WIM Lite (200€)
Wiko WIM (400€)
BQ Aquaris X (300€)
TP-Link Neffos X1 Max
Wiko WIM Lite (200€)
Wiko WIM (400€)
BQ Aquaris X (300€)

Hier spürt man natürlich schon noch einen großen Unterschied zu Flaggschiff Smartphones, aber für ein 200€ Smartphone ist die Kamera des Neffos X1 Max definitiv eine der besseren!

Eine einsame Straßenlaterne im Dunkeln ist zwar beispielsweise für das X1 Max noch machbar, aber viel dunkler darf es dann auch nicht mehr werden, ehe die Aufnahmen völlig unbrauchbar sind.

Die Kamera App von TP-Link ist zwar nichts Besonderes, macht aber ihren Job. Zwar gibt es eine leichte Verzögerung zwischen zwei Aufnahmen, aber erneut fällt diese recht gering aus für ein Smartphone der 200€ Preisklasse.

Die Verarbeitung von HDR Aufnahmen benötigt durchaus zwei Sekunden, aber die Ergebnisse passen. HDR Aufnahmen sind nicht künstlich bunt oder extrem, über- und unterbelichtete Stellen werden lediglich korrigiert. Damit ist der HDR Modus des Neffos X1 Max durchaus empfehlenswert!

HDR
nicht HDR

Der Video Modus besitzt eine maximale Auflösung von Full HD und 30 FPS. Leider ist weder eine optische noch digitale Bildstabilisierung mit an Bord, daher sind Video Aufnahmen des Neffos X1 Max etwas wacklig.

Qualitativ sind diese allerdings vollkommen in Ordnung! Ähnlich wie bei den Fotos zeigen sich hier keine offensichtlichen Schwächen (abgesehen von der Stabilisierung), auch der Ton von Videos passt!

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zum Autofokus. Auch hier gibt es nichts groß zu bemängeln. Dieser zeigte sich recht zuverlässig und flott. Von rund 300 Testbildern die ich gemacht habe, waren lediglich eine Handvoll Ausschuss aufgrund eines Fehlfokus.

Zusammengefasst, das TP-Link Neffos X1 Max besitzt eine gute und zuverlässige Kamera, welche nicht negativ auffiel. Gerade bei Tageslicht und Sonnenschein ist der Unterschied zu deutlich teureren Smartphones relativ gering. Weißabgleich, Farben, Dynamik und auch die Schärfe passt.

Low light ist natürlich etwas problematischer, aber etwas ungünstige Wetter Bedingungen oder Innenaufnahmen händelt das X1 Max zufriedenstellend!

 

Performance und Benchmarks

Das Neffos X1 Max setzt wie auch das normale X1 auf den Mediatek Helio P10 SoC. Es gibt hier zwei Versionen, einmal mit 3GB RAM und 32GB Speicher und einmal mit 4GB RAM und 64GB Speicher.

Ich habe die Version mit 3GB RAM, macht Euch hier wegen dem einen GB RAM zusätzlich der teureren Version nicht verrückt. 3GB oder 4GB RAM spielt in der Praxis so gut wie keine Rolle!

Was viel wichtiger ist, ist eine hohe Leistung des SoC. Wie schlägt sich hier der Helio P10? Schauen wir uns dafür ein paar Benchmarks an.

Der Helio P10 im Neffos X1 Max ist kein ganz neuer Chip mehr, mittlerweile gibt es auch bereits den Helio P20. Allerdings liefert der Helio P10 dennoch eine sehr ordentliche Leistung.

Im Antutu Benchmark liegt dieser beispielsweise knapp über dem Qualcomm Snapdragon 430/435, welcher beispielsweise im Moto G5 oder Wiko WIM Lite zum Einsatz kommt, und ebenfalls knapp über dem Qualcomm Snapdragon 617.

Ein Qualcomm Snapdragon 625/626 hingegen bietet wieder eine leicht bessere Leistung.

Dieses Ergebnis wird so auch von anderen Benchmarks bestätigt wo der Helio P10 meist auf dem Level des Qualcomm Snapdragon 430 spielt.

 

Das Neffos X1 Max im Praxis Einsatz

Aber natürlich sind Benchmarks das eine, die Praxis das andere. Wie schlägt sich hier das Neffos X1 Max?

Gut! Die Benutzeroberfläche läuft absolut flüssig und ohne Ruckler. Ähnliches gilt auch fürs Webbrowsen und die Standard Apps wie WhatsApp und Co. Lediglich wenn sehr viele Bilder schnell nacheinander geladen werden, wie wenn man schnell bei Instagram oder Twitter durch scrollt, kann es zu kleineren Nachladerucklern kommen.

Spiele laufen im großen und ganzen ebenfalls recht gut auf dem Neffos X1 Max. zwar laufen sehr aufwendige 3D Spiele meist mit etwas reduzierten Details aber dies darf man in dieser Preisklasse als gegeben einstufen.

Für den normalen Casual Gamer, welcher nur was Pokemon Go, Clash of Clans usw. spielen will, taugt das Neffos X1 Max vollkommen.

Minus Punkte bekommt das X1 Max allerdings für seine kapazitiven Tasten. Warum? Diese sind nicht beleuchtet und daher im Dunkeln schwer zu erkennen. Immerhin die Orientierung der Tasten lässt sich ändern, sollte man „zurück“ lieber auf der linken Seite haben, lässt sich dies einstellen.

Bonus Punkte gibt es wieder für das verbaute 5GHz WLAN, welches zwar nicht super schnell ist, aber schneller als das Standard 2,4GHz WLAN.

Auch der Fingerabdruckscanner ist ordentlich! Ich hatte hier keine großen Probleme mit dem Erkennen meiner Finger. Auch das Tempo stimmt!

 

Akku

Das X1 Max verfügt über einen 3000mAh Akku. Dieser hat mich ein wenig enttäuscht, was die aktive Nutzungszeit angeht. In meinem üblichen Test mit einer gemischten Nutzung aus Webbrowsen, leichtes Gaming, Social Media, Video usw. konnte ich eine Nutzungszeit von ca. 5-6 Stunden erreichen. Dies ist ein mittlerer Wert, welcher bei einer Outdoor Nutzung und damit vollen Display Helligkeit noch ein Stück niedriger ausfällt.

Spiele aller Pokemon Go saugen das Neffos X1 Max sehr schnell leer! Immerhin die Standby zeit passt. Im Leerlauf benötigt das Smartphone kaum Energie.

Die meisten Nutzer werden mit dem TP-Link Neffos X1 Max problemlos über den Tag kommen. Ein zweiter Tag wird allerdings nur bei einer sehr geringen Nutzung möglich sein.

Zwar verfügt das X1 Max nicht im herkömmlichen Sinne über ein Schnellladesystem, aber dennoch lädt das Smartphone relativ flott. In meinem Test nahm dieses rund 1,84A auf, was einer Ladezeit von knapp unter zwei Stunden entspricht.

 

Fazit

Das TP-Link Neffos X1 Max ist hervorragender Allrounder in der 200€ Preisklasse! Unterm Strich gibt es am X1 Max nichts wirklich zu bemängeln.

Das was das X1 Max bietet, ist ordentlich und wird sicherlich 90% aller Nutzer zufrieden stellen! Die Performance des Smartphones ist in den Standard Apps tadellos, die Kamera bei gutem Licht hervorragend und selbst bei ungünstigeren Lichtverhältnissen immer noch überdurchschnittlich gut.

Das Display ist scharf und auch die Verarbeitung hochwertig und edel.

Klar das Smartphone könnte noch etwas schneller sein, die Kamera noch etwas besser im Dunkeln und der Akku noch etwas größer, aber das bekommt man auch nicht bei den Konkurrenten in dieser Preisklasse.

Unterm Strich ist das Neffos X1 Max ein absolut hervorragender Allrounder für rund 200€, welcher sich auch nicht hinter dem Moto G5 oder den anderen üblichen Verdächtigen verstecken muss, ganz im Gegenteil.

Erst ab ca. 299€ bekommt man „eindeutig“ bessere Smartphones wie das BQ Aquaris X. Wenn Ihr also keine 300€ ausgeben wollt ist das Neffox X1 Max eine hervorragende Wahl!

Positiv

  • Gute Leistung
  • Sehr starke Kamera für dieser Preisklasse!
  • Gute Haptik
  • Schöne und schlanke Software (Android 6.0 auf 7.0 Update verfügbar)
  • Full HD Display welches sehr hell ist!

 

Neutral

  • Akkulaufzeit mittelmäßig

 

Negativ

  • Keine Video Stabilisierung

Die neuen Plantronics Backbeat 500 im Test, günstiger Spitzenklang?

Mit den Backbeat Pro 2 hatte Plantronics bereits vor kurzem im Test gezeigt, dass sie durchaus fähig sind absolute Spitzen-Kopfhörer zu bauen. Allerdings lagen die Backbeat Pro 2 schon in einer etwas gehobeneren Preisklasse.

Die neuen Backbeat 500 richten sich da an den etwas preisbewussteren Kunden, welche keine dreistelligen Summen für ein paar Kopfhörer ausgeben möchte.

Mit knapp unter 100€ sind die Backbeat 500 preislich durchaus recht attraktiv eingestuft. Sofern natürlich auch die Leistung passt.

Wie sieht es hier aus? Können die Plantronics Backbeat 500 im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die Plantronics Backbeat 500

Bei den Plantronics Backbeat 500 handelt es sich um recht kompakte Kopfhörer, welche für die Nutzung in der Öffentlichkeit, also Bus, Bahn, Straße usw., gemacht sind. Dafür setzt Plantronics auf ein on-Ear Design. On-Ear Kopfhörer liegen auf den Ohren auf und umschießen diese nicht. Daher sind auch hier die Ohrmuscheln weniger mächtig und groß.

Plantronics setzt bei den Backbeat 500 auf ein vergleichsweise dezentes Design. Die Kopfhörer sind komplett in Schwarz/grau gehalten und besitzen nur ein dezentes „PLT“ Branding.

Beim Material finden wir einen Mix aus Kunststoff, Gummi, Kunstleder und ein wenig Aluminium, letzteres wird primär bei der Aufhängung der Ohrmuscheln eingesetzt.

Die Verarbeitung und Haptik wirkt ordentlich, allerdings fühlen sich die Backbeat 500 auch nicht übermäßig „premium“ an. Dies liegt am relativ niedrigen Gewicht der Kopfhörer, welches aber gerade bei on-Ear Kopfhörern auch ein großer Vorteil sind kann.

Anschlüsse und Tasten zur Steuerung sind an der rechten und linken Ohrmuschel verteilt. Bei den Anschlüssen finden wir das Übliche, also einen 3,5mm Eingang für den kabelgebundenen Betrieb und einen microUSB Port zum Aufladen.

Laut Hersteller liegt die Akkulaufzeit bei hervorragenden 18 Stunden, ich würde diese praktisch eher auf 14 Stunden schätzen, aber dies kann von der gehörten Musik und Lautstärke abhängen. Bei Hörbüchern liegt die Akkulaufzeit beispielsweise höher als bei Hart Rock.

Bei den Tasten zeigte sich Plantronics ausgesprochen großzügig. An der rechten Ohrmuschel befindet sich neben dem Einschalter eine Bluetooth Taste (zum Koppeln der Kopfhörer) und eine Multifunktionstaste.

An der linken Ohrmuschel finden wir eine Lautstärkewippe, wie auch auf dem Deckel der Ohrmuschel Play/Pause und vor und zurück.

 

Tragekomfort

Den Tragekomfort von on-Ear Kopfhörern kann man als Geschmacksache bezeichnen. On-Ear ist immer ein Kompromiss aus Größe der Kopfhörer und Tragekomfort.

Allerdings hat Plantronics seine Hausaufgaben bei den Backbeat 500 gemacht. Zum einen besitzen die Kopfhörer eine relativ dicke Polsterung, zum anderen ist der Anpressdruck vergleichsweise niedrig.

Hierdurch würde ich allerdings die Backbeat nicht für den Sport oder ähnliches empfehlen.

Für die normale Nutzung im Alltag, also zu Hause, in Bus und Bahn usw. taugen die Backbeat 500 allerdings durchaus. Zwar werden meine Ohren nach ca. 30-60 Minuten langsam merklich wärmer aber das ist normal bei on-Ear Kopfhörern.

Unterm Strich würde ich daher den Tragekomfort der Plantronics Backbeat 500 als gut für on-Ear Kopfhörer bezeichnen! Ich würde allerdings normale Over-Ear Kopfhörer grundsätzlich bevorzugen.

 

Klang

Die Plantronics Backbeat 500 sind on-Ear Kopfhörer, dies darf man nicht vergessen. Das bedeutet diese klingen von Natur schon etwas anders als Over-Ear Kopfhörer, da hier keine vollständige Versiegelung des Ohrs statt findet.

Grundsätzlich konnten mich die Backbeat 500 allerdings positiv überraschen!

Starten wir bei den Höhen. Diese sind klar und erfreulich sauber. Hierbei gehen die Höhen sogar schon leicht ins Brillante. Kurzum an den Höhen habe ich nichts zu beklagen!

Die Mitten sind relativ neutral, bis vielleicht leicht abgesenkt. Dies soll natürlich die Bässe etwas hervorheben.

Dies gelingt auch in einem gewissen Rahmen. Die Bässe der Backbeat 500 sind schön knackig und dynamisch. Im Gegensatz zu den großen Plantronics Backbeat Pro 2 sind die Backbeat 500 allerdings keine absoluten Bass Monster.

Das Bass ist durchaus kräftig, bringt aber Eure Ohren nicht zum Vibrieren! Aufgrund der on-Ear Bauform können die Backbeat etwas schlechter „Druck“ aufbauen, der für einen massiven Bass nötig wäre. Sofern Ihr aber keine absoluten Bass Heads seid, passt der Bass der Backbeat 500!

Musik klingt schön dynamisch und lebendig. Gerade in dem üblichen Pop/Rock machen die Kopfhörer eine sehr gute Figur.

Die maximale Lautstärke und auch die Bluetooth Verbindung „passt“. Ich konnte keine Kompressionsartefakte oder Ähnliches, was eindeutig auf die kabellose Verbindung zurückzuführen ist, ausmachen.

 

Fazit

Wer ein paar gute Bluetooth Kopfhörer für den mobilen Einsatz sucht, ist bei den Plantronics Backbeat 500 an der richtigen Adresse!

Diese können durch einen guten und spaßigen Klang überzeugen, wie auch durch eine gute Haptik und Tragekomfort.

Zwar sind die Backbeat 500 nichts für absolute Bass Heads, aber für den normalen Hörer mit einem leicht überdurchschnittlichen Anspruch an Qualität passen die Plantronics klanglich definitiv!

Beim Tragekomfort habe ich auch relativ wenig zu bemängeln. Zwar sind die Backbeat 500 on-Ear Kopfhörer, und damit weniger für das stundenlange Musikhören im Fernsehsessel geeignet, aber für Bus und Bahn ist natürlich der kompaktere Formfaktor ideal!

AUKEY SK-M39 Bass Station im Test, Bluetooth Lautsprecher und externer Subwoofer = super Klang?

Kompakte Bluetooth Lautsprecher sind ein Fluch und ein Segen zu gleich. Ein großer Vorteil vieler Bluetooth Lautsprecher ist nun mal ihre Kompaktheit, weshalb diese sich gut transportieren lassen, ob nun von Zimmer zu Zimmer oder unterwegs und auf dem Tisch wenig Platz wegnehmen.

Jedoch bedarf es Klangvolumen, von dem kompakte Lautsprecher nur sehr wenig haben. Zwar  gelingt es den Audio Herstellern immer besser einen guten Klang in ein kleines Gehäuse zu quetschen, aber irgendwo gibt es doch Limits.

Hier ergibt sich nun ein Problem, will man lieber einen kleinen portablen Lautsprecher oder einen großen gut klingenden?

Was wenn man beides bekommen kann? Darf ich vorstellen die AUKEY Bass Station!

Bei der AUKEY Bass Station handelt es sich um einen zweiteiligen Bluetooth Lautsprecher, welcher eine Kombination aus Portabilität und Klang bieten soll.

Wie genau funktioniert das? Und klingt der SK-M39 „Bass Station“ auch wirklich so gut wie es AUKEY verspricht? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle auch vielen Dank an AUKEY für das Zurverfügungstellen des Lautsprechers!

 

Der AUKEY SK-M39 Bass Station Bluetooth Lautsprecher im Test

Ich denke das auffälligste beim AUKEY SK-M39 ist sicherlich das zwei geteilte Design. Der Lautsprecher besteht aus zwei Komponenten.

Die wichtigste ist hierbei sicherlich der „Kopf“, also der obere Teil. Hierbei handelt es sich um einen „normalen“ Bluetooth Lautsprecher mit Akku usw.

Dieser „Kopf“ lässt sich auch eine Art Säule, welche ich im weiteren Test „Base“ nenne, aufsetzen. Auf der Oberseite der Base und der Unterseite des Kopfs befinden sich Kontakte, wodurch beim Aufsetzen sofort eine Verbindung hergestellt wird.

Die Base lässt sich mit dem Strom verbinden und besitzt auf seiner Unterseite einen Tieftöner. Wird nun der eigentliche Bluetooth Lautsprecher aufgesetzt, unterstützt dieser Tieftöner den Bluetooth Lautsprecher.

Zusätzlich wird auch der Bluetooth Lautsprecher geladen! Jedoch ist der Bluetooth Lautsprecher an sich komplett unabhängig von der Base nutzbar. Das heißt, ihr könnt den oberen Teil mitnehmen und komplett autark verwenden. Hierfür besitzt der SK-M39 auch einen eigenen microUSB Eingang, es ist also die Base nicht zwingend zum Laden erforderlich! Die Base hingegen ist nicht eigenständig verwendbar.

Der obere Teil des SK-M39 erinnert mich optisch etwas an einen Sonos Lautsprecher mit seinem großen Lautsprechergrill, den silbernen Akzenten und der leicht rundlichen Form.

Das sehe ich nicht als Negativ an! Der Lautsprecher gefällt mir optisch eigentlich recht gut. Die beiden 7,5W Treiber sitzen im Übrigen seitlich im Lautsprecher.

Die Base hingegen besitzt eine Holz Optik, welche doch einen gewissen Kontrast zum oberen Teil des Lautsprechers darstellt.

Die Tasten zur Steuerung des Lautsprecher sind auf der Oberseite des „Kopfs“ angebracht. Hierbei handelt es sich um die üblichen Tasten, also ein/aus, lauter/vor, leiser/zurück und eine Bluetooth Taste.

 

Klang

Wie klingt nun die AUKEY „Bass Station“? Das ist um ehrlich zu sein nicht ganz leicht zu beschreiben, anders als man erwarten würde, trifft es sicher gut.

Beginnen wir einfach mal beim oberen Teil, also dem portablen Bluetooth Lautsprecher ohne die Basis.

Dieser hat mich um ehrlich zu sein, sehr überrascht. Der Lautsprecher klingt gut, wenn nicht sogar sehr gut!

Die Höhen sind glasklar und sauber. Stimmen und Gesang wird hervorragend wiedergegeben und können sich gut vom Bass lösen.

Erstaunlicherweise ist sogar der Bass ohne die Base okay. Nein der Lautsprecher solo ist kein Bass Monster, aber es fehlt auch nichts im Klang. Ganz im Gegenteil der Bass ist absolut natürlich und gut.

Der Lautsprecher bringt zwar keinen Tisch zum Wackeln aber mir würde das Bass Level so schon fast reichen.

AUKEY nutzt hier also Full Range Treiber, welche alle Klangbereiche gut wiedergeben können.

Diese wurden allerdings nicht künstlich auf Bass getrimmt, wie es ansonsten bei den aller meisten Bluetooth Lautsprechern der Fall ist. Daher klingt der AUKEY SK-M39 sehr schön natürlich und angenehm.

Würde man den oberen Teil für 49€ verkaufen ohne die Base würde ich sagen geht der Preis durchaus in Ordnung.

Aber wie sieht es nun mit der Base aus? Diese ist ja schließlich die Besonderheit. Hier wurde ich nun etwas „überrascht“.

Ihr müsst Euch dies so vorstellen, ich habe den Lautsprecher das erste Mal ohne die Base eingeschaltet und war wie oben beschrieben positiv überrascht. Da AUKEY den Lautsprecher „Bass Station“ nennt, habe ich gerechnet, dass die Base auch ordentlich losdröhnt, nope!

Ich weiß nicht so recht wie es beschreiben soll, aber man hört die Base fast nicht! Wer erwartet, dass der Lautsprecher mit der Base zum Bass Monster ausartet, wird vermutlich enttäuscht.

Hier hätte AUKEY mehr herausholen können, ich habe das Gefühl, dass die Base etwas „unterentwickelt“ ist.

Allerdings darf man die ganze Sache nicht schlechter machen, als diese ist, denn der Lautsprecher klingt um ehrlich zu sein sehr gut!

Die Base sorgt zwar nicht für donnernde Bässe aber verlängert den Bass etwas. Der Bluetooth Lautsprecher kann also mit Base bestimmt 10-20Hz tiefer gehen.

Es wird also nicht die Masse des Bass gesteigert, sondern etwas die Qualität. Der Unterschied ist zwar gering, der obere Teil liefert ca. 85% des Klangs, aber vorhanden!

Die größte Stärke des AUKEY SK-M39 ist aber ganz klar die Größe! Der Lautsprecher klingt unheimlich groß und breit! Der obere Teil hat seine Treiber zur Seite ausgerichtet, hinzu kommt nun die Base, welche ihren Klang nach unten feuert.

Das klingt in der Theorie sicherlich suboptimal, in der Praxis allerdings ist dies ein anderes Sound Gefühl als bei einem Bluetooth Lautsprecher dessen Treiber 5cm auseinanderliegen.

Ich denke, das irreführendste ist sicherlich der Name des Lautsprechers. Der AUKEY SK-M39 ist sicherlich keine „Bass Station“, wer so etwas will, soll lieber den Anker SoundCore Boost nehmen.

 

Fazit

Der AUKEY SK-M39 gehört mit Sicherheit zu den interessantesten Bluetooth Lautsprechern, die ich bisher getestet habe.

Das zweiteilige Konzept des Lautsprechers ist in der Theorie klasse! Wollt Ihr den Lautsprecher unterwegs oder in einem anderen Raum nutzen, einfach das obere Teil mitnehmen.

Wollt Ihr Zuhause wieder das Maximum an Klang einfach den Lautsprecher auf die Base aufsetzen. Die Base lädt dabei den Lautsprecher und sorgt für extra Bass.

Leider ist letzterer allerdings nicht die Stärke der AUKEY SK-M39 „Bass Station“. Was eine Ironie die Bass Station liefert einen vergleichsweise schwachen Bass. Hier habe ich das Gefühl, dass man mehr aus der Base hätte herausholen können, als es AUKEY gemacht hat. Gefühlt 85% des Klangs kommt aus dem oberen Teil des Lautsprechers.

Wobei man dem AUKEY SK-M39 nicht unrecht tun darf. Klanglich gehört dieser zu den besten Bluetooth Lautsprechern die ich in der 70€ Preisklasse bisher gehört habe!

Die Höhen sind klar und brilliant, die Mitten sauber und der Bass ordentlich. Hiermit meine ich, dass der Bass eine ordentliche Qualität besitzt! Gerade mit Base ist dieser schön rund und voluminös, allerdings von der Masse eher „natürlich“. Hier gibt es viele kompaktere Bluetooth Lautsprecher welche mehr Bass liefern, aber nicht zwingend einen besseren Bass.

Der Lautsprecher klingt auch ohne die Base, also nur das obere Teil solo, mehr als ordentlich!

Die größte Stärke des AUKEY SK-M39 ist allerdings die Klangfülle! Der SK-M39 liefert einfach einen anderen „größeren“ Klang als viele Bluetooth Lautsprecher. Dies liegt an der vergleichsweise großen Separierung der drei Treiber.

Kurzum der AUKEY SK-M39 Bass Station bietet einen qualitativ hochwertigen neutralen Klang. Damit gehört dieser zu den besten Bluetooth Lautsprechern seiner Preisklasse. Ob dieser etwas für Euch ist, hängt von mehreren Dingen ab, wollt Ihr einen dröhnenden, mächtigen Bass, welcher den Tisch zum Wackeln bringt? Fall ja ist der SK-M39 nichts für Euch! Der Bass ist gut aber nicht stark angehoben!

Ebenfalls müsst Ihr Euch fragen, ob der Formfaktor etwas für Euch ist. An sich finde ich das zwei geteilte System mit Docking Station und zusätzlichem Tieftöner sehr praktisch, aber rein vom „Klang zu Größe“ Verhältnis bieten andere Lautsprecher mehr.

Dennoch wenn Ihr mit der Größe leben könnt und Euch die Klangsignatur anspricht, kann ich den AUKEY SK-M39 voll empfehlen!

4x Gbit USB LAN Adapter im Vergleich, gibt es Unterschiede?

LAN Ports sind bei kaum einem modernen Notebook noch zu finden. Zwar wird WLAN immer besser und schneller, aber gerade, wenn es um große Datentransfers geht, geht doch nichts über eine kabelgebundene Verbindung.

Hier bleibt einem meist nichts anderes übrig als auf eine USB LAN Karte zu setzen. Diese gibt es zahlreich auf dem Markt. Aber gibt es hier qualitative Unterschiede und falls ja, wie groß sind diese?

Schauen wir uns doch einmal ein paar USB LAN Karten im Vergleich an. Welches ist das empfehlenswerteste Modell?

 

Basis

USB LAN Karten lassen sich grundsätzlich erst einmal in drei Klassen unterteilen.

  • USB 2.0 LAN Karten mit 100 Mbit LAN (maximal 12 MB/s)
  • USB 2.0 LAN Karten mit 1000 Mbit LAN (maximal 30-40 MB/s)
  • USB 3.0 LAN Karten mit 1000 Mbit LAN (maximal 120 MB/s)

100 Mbit LAN limitiert die Übertragungsrate auf rund 12 MB/s, hier spielt es auch keine Rolle ob USB 2.0 oder USB 3.0.

1000 Mbit LAN bzw. Gbit LAN besitzt eine theoretische maximale Übertragungsrate von 120 MB/s. Das heißt, USB 2.0 würde eine 1000Mbit Verbindung auf rund 30-40MB/s einschränken.

Die optimale Kombination wäre also 1000Mbit bzw. 1Gbit LAN und USB 3.0 für die maximale Leistung.

 

Die Testkandidaten

Für diesen Test habe ich vier USB LAN Karten bei Amazon bestellt. Alle vier Modelle verfügen über USB 3.0 und Gbit LAN, bieten also alle theoretisch bis zu 120 MB/s.

Folgende LAN Karten habe ich bestellt:

Alle Modelle kosten neu zwischen 11€ und 16€, sind also preislich weitestgehend gleich auf.

 

Erster Eindruck

Grundsätzlich sind alle USB LAN Karten fast gleich aufgebaut. Es handelt sich hier bei allen Modellen um eine kleine leicht längliche Box mit einem RJ45 Anschluss an einem Ende und einem ca. 10cm langen USB 3.0 Kabel am anderen Ende.

Hierbei ist das Anker Modell das kompakteste, gefolgt von der CSL, der TechRise und zu guter Letzt der AmazonBasics. Allerdings sind die GrößeuUnterschiede wirklich sehr minimal, aufgrund dieser würde ich vermutlich alleine keine Kaufentscheidung tätigen.

Dafür, dass die AmazonBasics die größte LAN Karte ist bietet diese aber auch das hochwertigste Gehäuse. Der Hersteller setzt hier auf hochwertiges Aluminium, im Gegensatz zum restlichen Testfeld. Anker setzt bei seiner LAN Karte auf mattes Plastik, CSL auf einen Mix aus mattem Plastik und Hochglanzplastik und TechRise ausschließlich auf Hochglanzkunststoff.

Rein von der Haptik würde ich vermutlich zum AmazonBasics Ethernet-LAN-Netzwerkadapter greifen.

 

In der Praxis

Kommen wir zum Praxisteil. Beginnen wir mit den „Benchmarks“. Hierfür habe ich die Geschwindigkeit der LAN Verbindung zu einem lokalen Gbit Server gemessen.

Wie wir sehen, ist kein signifikanter Unterschied zwischen den USB LAN Karten. Alle schaffen rund 116 MB/s lesend wie auch schreibend.

Mit einer kleinen Ausnahme, der Anker LAN Karte. Mit dieser hatte ich leider massive Probleme! Die LAN Karte wurde teilweise nur mit USB 2.0 erkannt und teilweise mit USB 3.0. Wenn diese nur mit USB 2.0 erkannt wurde, lag die maximale Übertragungsrate bei rund 40MB/s.

Ich habe die LAN Karte an zwei Notebooks getestet und bei beiden war es Zufall, ob die Anker LAN Karte mit USB 2.0 oder 3.0 erkannt wurde. Um einen Defekt an meinem Testmodel auszuschließen habe ich mir sogar noch eine zweite LAN Karte von Anker bestellt, keine Besserung.

Vielen Nutzern wird dies natürlich gar nicht auffallen. Selbst 40MB/s sind für Datentransfers ins Internet mehr als genug. Lediglich für lokale Datentransfers ist das Ganze suboptimal.

Leider hatte ich mit der Anker LAN Karte noch andere Probleme. Teilweise ist die LAN Karte bei größeren Datentransfers (30GB+ am Stück) einfach „ausgegangen“.

Merkwürdig, denn sowohl die Anker, die CSL und auch die TechRise LAN Karten nutzen einen Realtek Chip, aber nur die Anker war so zickig.

Die AmazonBasics USB LAN Karte nutzt hingegen einen ASIX AX88179 Chip.

Interessant ist auch die CPU Last. Die LAN Karten mit Realtek Chip sorgen für eine ca. 2% niedrigere CPU Auslastung als die AmazonBasics mit ASIX AX88179 Chip.

Unter Windows 10 benötigt keine der LAN Karten eine manuelle Treiberinstallation. Selbst ohne Netzwerkverbindung bringt Windows 10 die passenden Treiber jeweils mit. Anders sieht dies unter MacOSX aus! Die drei LAN Karten mit Realtek Chip funktionieren hier tadellos, die Anker LAN Karte sogar besser als unter Windows, die AmazonBasics USB LAN Karte hingegen verweigerte die Funktion!

Bei meinem Razer Blade mit I7-6700K sorgten die Anker, CSL und TechRise LAN Karten für rund 9% CPU Auslastung bei einem Netzwerktransfer (volles Tempo), die AmazonBasics LAN Karte führte zu rund 11%.

Verglichen mit einer integrierten LAN Karte konnte ich weder bei der CPU Last noch bei der Performance signifikante Unterschiede feststellen. Das heißt, eine solche USB LAN Karte, mit Ausnahme des Anker Modells, kann eine interne LAN Karte zu 100% ersetzen.

 

Fazit

Wenn die LAN Karte über USB 3.0 und Gbit LAN verfügen, scheint es keine Unterschiede vom reinen Tempo zu geben.

Letztendlich würde ich eine Empfehlung für den AmazonBasics Ethernet-LAN-Netzwerkadapter und  den TechRise USB 3.0 zu RJ45 Gigabit Ethernet LAN Netzwerk Adapter aussprechen.

Warum diese beiden? Das Modell von TechRise und CSL scheinen technisch weitestgehend identisch zu sein, aber die TechRise ist rund 3€ günstiger und bekommt daher die Empfehlung. Das Anker Modell scheidet aus da ich hier einige Probleme mit USB2.0/3.0 hatte.

Der AmazonBasics Ethernet-LAN-Netzwerkadapter bietet eine tadellose Performance und hat zudem das hochwertigste Gehäuse im Vergleich, daher bekommt auch dieses eine Empfehlung. Wenn Ihr auf der Suche nach einer guten USB LAN Karte seid, würde ich mich zwischen diesen beiden entscheiden!

  1. AmazonBasics Ethernet-LAN-Netzwerkadapter
  2. TechRise USB 3.0 zu RJ45 Gigabit Ethernet LAN Netzwerk Adapter

WICHTIG Stand 12.08.17 funktioniert der AmazonBasics Ethernet-LAN-Netzwerkadapter nicht unter MacOSX!

7x „Gaming“ Schreibtischstühle im Vergleich (von DXRacer, noblechairs, Maxnomic, …..)

Gamingschreibtischstühle sind der neuste Trend. Im Handel gibt es daher von duzenden Herstellern wie NobleChairs, DXRacer, Need for Seat, usw. diverse Modelle.

Hier steht zumindest eins fest, wer einmal einen guten Schreibtischstuhl hatte, wird nur schwer auf ein billigeres Modell zurückkehren wollen. Man unterschätzt doch sehr den Unterschied zwischen einem guten und schlechteren Modell.

Aber was ist ein gutes Modell und was ein schlechtes? Um diese Frage zu klären, habe ich sieben „Gaming Schreibtischstühle“ in der 200-400€ Preisklasse von DXRacer, Noblechairs, Maxnomic, AKRacing usw. in den Vergleich geschickt.

Welcher Gaming Schreibtischstuhl kann im Vergleich für welchen Nutzer überzeugen? Finden wir dies heraus!

 

Die Testkandidaten

Folgende Modelle befinden sich im Vergleich:

  • AKRacing Onyx
  • Corsair T1 Race
  • DXRacer Formula
  • Gamebreaker VR 12 (by hjh Office)
  • Maxnomic Need for Seat Office-Comfort
  • noblechairs EPIC
  • noblechairs ICON

Preislich liegen sie hier im 250-350€ Bereich. Am günstigsten ist der DXRacer Formula mit knapp über 200€ und der Gamebreaker VR 12 mit rund 250€. Am anderen Ende der Preisskala ist der Maxnomic Need for Seat Office-Comfort, AKRacing Onyx und noblechairs ICON mit jeweils um die 370€.

 

Aufbau und Installation

Hier nur ein paar generelle Worte zum Aufbau der Schreibtischstühle. Grundsätzlich verläuft dieser bei fast allen Modellen hier im Vergleich sehr ähnlich. Jedoch kann man grob sagen, umso teurer der Stuhl umso weniger Eigenleistung muss erbracht werden.

Bei allen Stühlen muss die Rückenlehne an das Sitzpolster geschraubt werden wie auch die Halterung für die Gasdruckfeder an das Sitzpolster. Anschließend lässt sich das Ganze einfach zusammenstecken.

Bei den günstigeren Modellen wie dem Gamebreaker oder auch dem DXRacer müssen die Armlehnen angebracht werden. Bei den teureren Modellen sind diese bereits vorinstalliert. Auch sind bei den teureren Modellen die Schrauben jeweils in den passenden Löschern vorinstalliert.

Werkzeug ist hingegen bei allen Stühlen mit im Lieferumfang.

Kurzum dies sind nur kleinere Luxus Feature, welche man bei den teuren Modellen bekommt.

 

Einzelvorstellung und optischer Eindruck

In diesem Vergleich werde ich nicht im Detail auf jedes Feature eines jeden Stuhls eingehen, ansonsten würde dies bei 7 Modellen doch den Rahmen sprengen.

Wenn Euch detailliertere Informationen wichtig sind, schaut in die Einzeltests zu den jeweiligen Modellen.

 

AKRacing Onyx

Mit 150KG maximaler Belastbarkeit ist der AKRacing Onyx der massivste und größte Schreibtischstuhl im Test. Dies spiegelt sich auch ein wenig in der Optik wieder. Der Onyx wirkt recht breit und massiv, hierbei setzt der Hersteller auf eine sehr dezente und klassische Optik.

Der AKRacing Onyx ist komplett in Schwarz gehalten und ohne auffälligere optische Elemente gestaltet. Vielleicht springt das silberne Fußkreuz visuell etwas aus der Reihe, aber dies kann man als Geschmackssache einstufen.

Beim Material setzt AKRacing ganz klassisch auf Kunstleder, welches lediglich in der unteren Rückenpartie mit einem etwas aufwendigeren Muster verstehen ist, ansonsten ist der Stuhl glatt.

 

Corsair T1 Race

Der Corsair T1 Race ist einer der etwas auffälliger gestalteten Schreibtischstühle im Test. Dieser ist in fünf verschiedenen Farbkombinationen verfügbar, ich habe mich für klassisch schwarz/rot entscheiden. Alternativ stände auch schwarz/weiß, schwarz/blau, schwarz/gelb und schwarz/schwarz zur Auswahl.

Der T1 Race besitzt, wie der Name auch schon vermuten lässt, die klassische Racing -Form mit aufwendigen seitlichen Flügeln, die dem Nutzer Halt geben sollen und Aussparungen im oberen Bereich.

Das Ganze ist natürlich bei einem Schreibtischstuhl an sich nicht nötig, allerdings wer auf diese etwas aggressivere Optik steht, wird den Corsair T1 Race lieben!

Beim Material sehen wir das Übliche: Kunstleder. Allerdings nutzt Corsair an einigen Elementen des Stuhls auch eine Karbonfaser Textur.

Ebenfalls etwas außergewöhnlich sind die Rollen des T1 Race. Corsair nutzt hier Rollen wie man diese ansonsten bei inline Skatern und Ähnlichem findet. Hierdurch kann der Stuhl etwas besser gerade auf höheren Teppichen rollen.

 

DXRacer Formula

Der DXRacer Formula ist der günstigste Schreibtischstuhl im Test, sieht man es diesem an? Jein. DXRacer setzt beim Formula nicht auf Kunstleder, sondern auf normalen Stoff. Dies würde ich aber nicht mal direkt als negativ einstufen. Die Verarbeitung ist „out of the Box“ auf dem Level der anderen Modelle und zudem bietet die Stoffoberfläche eine bessere Belüftung des Rückens.

Optisch geht DXRacer beim Formula natürlich auch etwas in die „Racing“ Richtung. Der Stuhl besitzt ebenfalls recht auffällige seitliche Flügel, welche dem Nutzer Halt geben sollen und zudem für die richtige Sitzposition sorgen sollen. Auch die Aussparungen auf Nackenhöhe sind beim Formula vorhanden.

Farblich ist auch der DXRacer Formula über den Hersteller in diversen Kombinationen zu erhalten, im normalen Handel wird allerdings primär die schwarz/rot Version angeboten.

 

Gamebreaker VR 12

Der Gamebreaker VR 12 ist der zweitgünstigste Schreibtischstuhl im Test. Aber erneut sieht man diesem den Preis nur bedingt an.

Auch der Gamebreaker VR 12 ist wieder etwas auffälliger gestaltet, gerade was die Rückseite angeht. Hier besitzt der Stuhl eine Art Plastik „Exoskelett“, welches lediglich die Optik etwas aufpeppen soll und keine Funktion erfüllt.

Beim Material setzt der Hersteller, hjh Office, auf Kunstleder. Kleiner Nachteil: Es neigte anfangs beim  Gamebreaker VR 12 etwas zum Quietschen, wenn man sich auf diesen setzte. Mit der Zeit ist allerdings dies etwas verschwunden.

Farblich ist der Gamebreaker VR 12 in vier Versionen erhältlich, schwarz, schwarz/weiß, schwarz/rot und schwarz/blau.

Aufseiten der Form setzt hjh Office auf das klassische Racing Design. Dieses kommt allerdings beim Gamebreaker VR 12 nur etwas abgeschwächt zum Einsatz. Die seitlichen Flügel sind deutlich weniger aggressiv geformt als beim Corsair.

Etwas ungewöhnlich ist das fest integrierte Kissen für den Kopf. Um ehrlich zu sein, sehe ich hier nur bedingt den Sinn dieses Kissens. Ebenfalls ein kleiner Kritikpunkt sind die etwas lockeren Armlehnen, welche dafür aber recht gut verstellbar sind (Höhe und Winkel).

 

Maxnomic Need for Seat Office-Comfort

Der Maxnomic Office-Comfort repräsentiert am ehesten den klassischen Bürostuhl. Zwar nutzt man auch hier das Racing Grunddesign, allerdings wurde dieses sehr stark abgeschwächt, so dass der Office-Comfort auch nicht in einem klassischen Büro fehlplatziert wirken würde. Sofern man sich natürlich für eine etwas dezentere Farbwahl entschieden hat.

Den Office-Comfort gibt es neben dem klassischen Schwarz auch beispielsweise im Design diverser ESport Teams. Interessanterweise ist der Maxnomic Office-Comfort der einzige Stuhl im Vergleich, bei welchem der Preis anhand der Farbwahl schwankt.

Material ist erneut ganz klassisch Kunstleder, welches allerdings hier überdurchschnittlich gut verarbeitet wirkt. Allerdings neigt man auf dem Maxnomic Office-Comfort auch etwas zum Schwitzen aufgrund des recht dicken und glatten Kunstleders (einige Versionen des Office-Comfort sind etwas anders vernäht, dies könnte hier ein Vorteil sein).

 

noblechairs EPIC

Optisch versucht der noblechairs EPIC etwas die Mitte zwischen hochwertig professionell und auffällig „Gamerlike“ zu treffen.

Dies gelingt, wie ich finde auch sehr gut! Der EPIC nutzt ein recht aggressives Racing -Design mit auffällig großen seitlichen Flügeln, welche den Nutzer zentriert halten sollen.

noblechairs setzt beim EPIC auf einen Mix aus Kunstleder für die Sitzflächen und Stoff für die farblichen Akzente. Wichtig der noblechairs EPIC ist auch in einer teureren Echtleder Version verfügbar!

Allerdings sieht die Kunstlederversion bereits recht ordentlich aus. Das Kunstleder ist hierbei perforiert, was sicherlich ein optisches Element ist, aber auch etwas bei der Belüftung hilft. Ehe die Frage kommt, ja, in diesen Löschern kann sich Schmutz ansammeln, allerdings bekommt man diesen durch enthusiastisches Ausklopfen in der Regel gut wieder entfernt.

Farblich ist der noblechairs EPIC mittlerweile in satten neun Versionen verfügbar. Abgesehen von der weißen Version und den Spezialversionen verändert sich allerdings meist nur die Akzentfarbe, also die Farbe der Stoff Umrandung und der Nähte.

 

noblechairs ICON

Beim ICON setzt noblechairs auf ein etwas konservativeres Design verglichen mit den restlichen Modellen im Vergleich und auch dem EPIC. Beim ICON ist nicht viel vom klassischen Racing Design übrig geblieben. Der Schreibtischstuhl wirkt eher wie ein Autositz einer Nobelkarosse, als der eines Rennwagens. Beispielsweise die seitlichen Flügel auf Schulterhöhe fehlen beim ICON komplett, was breitere Nutzer sicherlich freuen wird.

Schlimm? Es kommt hier sicherlich auf den Geschmack an. Wollt Ihr einen „Gaming Chair“ welcher auch so aussieht, dann ist der ICON sicherlich nicht Eure erste Wahl. Wie auch schon der Maxnomic Need for Seat Office-Comfort würde der noblechairs ICON in einem öffentlichen Büro nicht fehlplatziert wirken, ganz im Gegenteil.

Wie auch schon der Marken Name versucht auszudrücken wirkt der noblechairs ICON durchaus recht hochwertig. Die Verarbeitung ist bei meinem ICON sehr gut, allerdings ist auf den Nähten auf der Oberseite der Rückenlehne etwas Zug.

Wie auch schon beim EPIC ist der auch der ICON in einer echt Leder Version verfügbar, für rund 200€ Aufpreis.

Das Kunstleder meines ICONs macht aber erneut einen guten Eindruck und ist an den Kontaktflächen perforiert. Hierdurch wird Euer Körper beim Arbeiten etwas besser belüftet.

 

Haltbarkeit und Massivität

Vom ersten optischen Eindruck kommen wir zur Massivität und Konstruktion der einzelnen Schreibtischstühle. Um ehrlich zu sein, es würde mich nicht wundern, wenn alle Stühle, die hier im Vergleich sind, aus dem gleichen Werk aus China kommen!

Ich will nicht damit sagen, dass es keine Unterschiede gibt, allerdings das Grunddesign ist bei fast allen Modellen sehr ähnlich! Achtet hier auf dieses grün/schwarze Band, welches bei den meisten Stühlen unter dem Sitzkissen verläuft.

AKRacing Onyx
DXRacer Formula

Allerdings gibt es durchaus einige Unterschiede. Beginnen wir mit dem Ausreißer, dem Gamebreaker VR 12. Der Gamebreaker VR 12 nutzt eine Basisplatte aus Holz, in der die Armlehnen und auch die Gasdruckfeder verschraubt sind. Die Rückenlehne hingegen setzt anscheinend auf die übliche Stahlkonstruktion.

Alle anderen Schreibtischstühle im Vergleich nutzen eine komplette Stahl Basis. Ist daher die Holz Basis ein NoGo? Nicht unbedingt. Ich denke, die Last, welche auf der Holzplatte liegt, ist nicht übermäßig groß, ja es könnte vielleicht eher passieren, dass die Armlehnen ausreißen, aber sofern Ihr Euch nicht am absoluten Gewichtsmaximum(120KG) des Gamebreaker VR 12 bewegt, sehe ich da kein über großes Risiko.

Dennoch ist natürlich eine Holzkonstruktion weniger robust als ein Stahlrahmen.

Die anderen Stühle sind wie bereits erwähnt sehr ähnlich aufgebaut. Zwar besitzt der Corsair, der Gamebreaker und der DXRacer ein Fußkreuz aus Plastik, aber selbst diese wirken mehr als ausreichend stabil. Auch die Rückenlehne wirkt bei allen Stühlen mehr als ausreichend robust verschraubt. Diese ist immer links und rechts mithilfe von zwei Schrauben im Stahlrahmen befestigt. Auch die Gelenke, die für die Verstellbarkeit der Rückenlehne zuständig sind, scheinen bei allen Stühlen qualitativ recht ähnlich zu sein. Zwar ist die Winkelverstellung beispielsweise bei den noblechairs etwas weicher als beim günstigen Gamebreaker oder DXRacer, aber dies liegt lediglich an den verbauten Federn und weniger an der grundsätzlichen Robustheit.

Wo ich am ehesten Unterschiede sehe, ist beim Bezug und den Armlehnen.

Zwar macht der Stoffbezug des DXRacer Formula einen guten Eindruck, aber ich nehme stark an das dieser sich schneller abnutzen wird als das Kunstleder.

Auch die perforierte Oberfläche der noblechairs könnte ein Ansatzpunkt für Verschleiß sein. Es könnten sich hier Schmutz oder Krümel in den Öffnungen sammeln. Krümel sind zwar relativ gut wieder aus dem Stuhl zu klopfen, aber Schmutz könnte im Laufe der Jahre hier etwas schwerer zu entfernen sein. Auch Tierkrallen, sofern Ihr eine Katze habt, könnten aufgrund dieser Perforierung etwas mehr Schaden anrichten. Allerdings sehe ich hier nach ca. einem halben Jahr bei meinem privat genutzten EPIC noch keine Probleme!

Ein weiterer Unterschied ist beispielsweise die Befestigung der Armlehnen. Diese ist bei DXRacer, Maxnomic und AKRaching als tadellos einzustufen. Hier ist die Armlehne in einem „Stahlträger“, der quer unter dem Stuhl verläuft, mit vier bzw. drei Schrauben befestigt.

AKRacing Onyx

Bei den noblechairs sehe ich hier einen Schwachpunkt. Hier sind die Armlehnen in einer Metallplatte verschraubt, welche an einer Kante an einem runden Stahlträger verschweißt ist. Ich will nicht sagen, dass dies Probleme machen wird, aber diese Konstruktion ist definitiv etwas schwächer als bei den anderen.

noblechairs ICON

Im Gegenzug mag ich die Rollen der noblechairs sehr gerne! Diese sind recht laufruhig und auch auf Teppichboden überdurchschnittlich gut zu gebrauchen.

Wenn ich zusammenfassen müsste, würde ich den AKRacing Onyx und den Maxnomic Need for Seat Office-Comfort als die beiden massivsten Stühle bezeichnen.

Allerdings sind auch die anderen Modelle als mehr als ausreichend zu bezeichnen, wenn es um die Bauqualität geht. Dennoch am massivsten ist der Stuhl von AKRacing und Maxnomic, wenn dies Eure höchste Priorität ist, greift zu einem von diesen.

 

Ergonomie und Verstellbarkeit

Ehe wir zum Sitzkomfort kommen ein paar grobe Abmessungen der Stühle.

Maximale Belastbarkeit Armlehnen Kippelfunktion
AKRacing Onyx 122KG (150KG) 3D „Z“
Corsair T1 Race 120KG 4D „T“
DXRacer1 80KG (90KG) 1D „T“
Gamebreaker VR 12 120KG 2D „T“
Maxnomic Need for Seat Office-Comfort 100KG (150KG) 3D „Z“
noblechairs EPIC 120KG 4D „Z“
noblechairs ICON 150KG 4D „Z“

Beginnen wir beim Gewicht. Manche der Stühle haben in der Tabelle zwei Gewichtsangaben, dies liegt daran, dass einige Hersteller ein maximales empfohlenes Gewicht angeben und eine absolute maximale Belastbarkeit, letztere steht in den Klammern.

An sich ist diese Angabe ja relativ klar. Ihr solltet wenn möglich unterhalb der maximalen Belastbarkeit bleiben um sicher zu gehen, dass der Stuhl lange hält.

Ebenfalls recht klar ist die Höhenangabe. Hierbei handelt es sich um die von mir nachgemessene Höhe der Sitzfläche. Dies ist nur eine ungefähre Angabe! Beispielsweise der noblechairs ICON ist vorne ein Stück weit höher als hinten, daher ist hier das Nachmessen der Höhe nicht ganz leicht möglich.

Bei den Armlehnen unterscheide ich zwischen 1D, 2D, 3D und 4D. Was bedeutet das? Eine 1D Armlehne kann sich nur in einer „Dimensionen“ bewegen. Im Falle des DXRacer Formula beispielsweise nur rauf und runter.

Bei einer 2D Armlehne kann diese sich in zwei Richtungen bewegen, im Falle des Gamebreaker VR 12 rauf/runter und der Winkel der Armlehne ist verstellbar.

3D Armlehnen können sich rauf/runter, vor/zurück und entweder links/rechts oder im Winkel verstellen lassen. 4D Armlehnen bieten alle Verstellmöglichkeiten (Rauf/runter, vor/zurück, seitlich und Winkel).

Kommen wir zur Kippelfunktion, auch Wippfunktion genannt. Diese wird von jedem Stuhl geboten und erlaubt es der Sitzfläche ein Stück weit nach hinten zu kippen. Dies kann durch abstoßen vom Boden oder Gewichtsverlagerung geschehen. Das Ganze hat so ein wenig das Schaukelstuhlprinzip und wird von mir sehr geschätzt! Solltet Ihr das nicht mögen, kein Problem diese Funktion lässt sich auch abschalten!

Es gibt bei dieser Wippfunktion zwei Funktionsprinzipien. Einmal das „T“ hierbei ist die Sitzfläche auf einem „T“ Gelenk angebracht, welches nach hinten kippen kann. Der Nachteil, der vordere Teil des Stuhls geht hoch, während der hintere Teil runter geht. Daher ziehen Eure Beine den Stuhl wieder in die Gerade, das Wippen nur durch eine Gewichtsverlagerung ist daher nur bedingt möglich, genau wie das Verweilen in der gekippten Position.

Link „Z“ (EPIC), rechts „T“ (T1 Race)

Hier ist der „Z“ Aufbau etwas erweitert. Hierbei kippt nur der hintere Teil des Schreibtischstuhls herunter, hierdurch lässt sich der Stuhl nur durch das Verlagern des Gewichts in die Schräge bringen und auch in der Schräge halten, ohne das Eure Füße angehoben werden.

Daher ist der Z Aufbau aus meiner Sicht zu bevorzugen! Kleine Ausnahme ist hier der Corsair welcher zwar auf den „T“ Aufbau setzt, aber diesen anscheinend mit einer Feder optimiert hat, so dass das Halten in der Schräge leichter ist.

Höhe Breite Sitzfläche Breite Rückenlehne Höhe Rückenlehne Schulterbreite Sitztiefe Sitzfläche Winkel
AKRacing Onyx 45 – 49cm 34cm (52cm) 32cm (47cm) 86cm 54cm 51cm gerade
Corsair T1 Race 46 – 57cm 31cm (45cm) 29cm (34cm) 87cm 45cm 48cm nach hinten Abfallend
DXRacer1 41 -48cm 32cm (42cm) 33cm (37cm) 85cm 48cm 45cm nach hinten Abfallend
Gamebreaker VR 12 46 – 55cm 39cm (47cm) 34cm (44cm) 83cm 45cm 47cm gerade
Maxnomic Need for Seat Office-Comfort 47 – 57cm 32cm (42cm) 29cm (40cm) 86cm 53cm 53cm leicht nach vorne abfallend
noblechairs EPIC 48 – 58cm 34cm (47cm) 27,5cm (40cm) 84cm 45cm 48cm gerade
noblechairs ICON 47 – 58cm 36cm (50,5cm) 33cm (47cm) 86cm x 46cm nach hinten Abfallend

Um Euch eine grobe Vorstellung des Platzangebots jeden Stuhls zu vermitteln, habe ich die Rückenlehne und Sitzfläche vermessen. Erneut sind dies natürlich nur grobe Angaben! Die erste Angabe ist jeweils die innere Abmessung, die Angabe in den Klammern ist das absolute Maximum, inklusive seitlicher Flügel usw.

Beispielsweise die Rückenlehne des Maxnomic Need for Seat Office-Comfort bietet 29cm Platz + bis zu 11cm zusätzlich durch die überstehenden Flügel. Eure Rückenbreite sollte im Optimalfall also bei +-29cm liegen, ein wenig mehr ist dank der Flügel allerdings kein Problem. Viel breiter als 40cm solltet Ihr aber auch nicht sein da Ihr ansonsten über dem Stuhl hervorsteht, was nicht bequem ist!

Corsair T1 Race

Anderes Beispiel, die Rückenlehne beim Corsair T1 Race ist 29cm breit, aber die Flügel sind sehr steil gestellt, bieten also nur rund 5cm zusätzlichen Platz. Bei mehr als 34cm Körperbreite werdet Ihr beim T1 Race recht stark eingeschränkt.

Die maximale Schulterbreite habe ich gesondert vermessen. Diese ist hier allerdings weniger ein absolutes Maximum, sondern ein von mir empfohlenes Maximum. Die meisten Schreibtischstühle verfügen über Flügel auf Schulterhöhe. Eure Schultern können durchaus über diese Flügel hinausstehen, aber dann werden diese etwas nach innen gebogen, was sicherlich suboptimal ist. Dieser Effekt ist je nach Stuhl etwas unterschiedlich. Beim Maxnomic Need for Seat Office-Comfort sind die Flügel weniger steil gestellt und daher werden die Schultern auch weniger gebogen, selbst wenn Ihr über die Flügel hinaussteht.

Sonderfall noblechairs ICON, dieser besitzt keine Flügel auf Schulterhöhe. Theoretisch könnt Ihr hier also beliebig breite Schultern haben ohne dass der Stuhl Euch einschränkt.

Zusätzlich habe ich in der Tabelle die Richtung der Sitzfläche angegeben. Einige Stühle besitzen keine absolut gerade Sitzfläche, diese fällt teilweise leicht nach vorne oder hinten ab.

 

 

Wie sitzt es sich – erste Einschätzung?

Beginnen wir mit einer groben Einteilung ohne Wertung wie es sich auf jedem Stuhl so sitzt.

Beginnen wir bei A, also dem AKRacing Onyx. Der Onyx ist definitiv der breiteste und weichste Schreibtischstuhl im Vergleich.

Viele Testsitzer haben das Sitzen auf diesem mit einer Couch oder einen Sofa verglichen und dies kommt durchaus hin! Der Stuhl ist sehr weich und dick gepolstert. Hinzu kommt eine hohe Breite, welche sogar sehr breiten Nutzern ausreichend Platz bieten sollte.

Die eher breiteren Schreibtischstühle
noblechairs ICON, AKRacing Onyx, Maxnomic Need for Seat Office-Comfort

Das fast genaue Gegenteil ist der Corsair T1 Race. Der T1 Race ist der schmalste Schreibtischstuhl im Vergleich. Hierbei besitzt dieser sehr aggressiv geformte seitliche Flügel, welche von vielen Testsitzer als „Umarmung“ bezeichnet wurden. Die Polsterung würde ich als mittel weich bezeichnen.

Der DXRacer Formula unterscheidet sich schon beim Material recht stark von den anderen Modellen im Vergleich. Schon durch den Stoff fühlt sich der Schreibtischstuhl recht weich an, er ist definitiv der Weichste nach dem AKRacing Onyx. Im Gegensatz zum Onyx richtet sich der DXRacer Formula eher an schmal bis normal gebaute Nutzer.

Der Gamebreaker VR 12 richtet sich an eine ähnliche Zielgruppe wie der DXRacer Formula. Auch der Gamebreaker VR 12 ist vergleichsweise weich gepolstert und mittel breit geschnitten. Wer also gerne entspannt sitzt, ist hier richtig.

Zwar ist der Maxnomic Need for Seat Office-Comfort auch recht dick gepolstert, aber die Polsterung ist etwas härter. Wenn man so will, ist der Office-Comfort ein etwas kleinerer und härterer AKRacing Onyx. Auch der Office-Comfort ist relativ groß und breit, aber nicht ganz so extrem breit wie der Onyx. Ich würde sagen der Office-Comfort entspricht so dem klassischen Chef Sessel.

Beim noblechairs EPIC handelt es sich definitiv um den am härtesten gepolsterten Schreibtischstuhl im Vergleich. Grundsätzlich ähnelt dieser etwas dem Corsair. Zwar ist dieser nicht ganz so schmal wie der T1 Race, aber man kann die Form durchaus als „Figurbetont“ bezeichnen. Daher ist dieser eher für schmal bis normal gebaute Nutzer zu empfehlen.

Die eher schmäleren Schreibtischstühle
noblechairs EPIC, Corsair T1 Race, Gamebreaker VR 12 (by hjh Office), DXRacer Formula

Der noblechairs ICON hingegen ist etwas weicher gepolstert als der EPIC. Zudem ist der ICON deutlich weniger figurbetont. Das Sitzen auf diesem ist unterm Strich als deutlich entspannter zu bezeichnen.

 

Wie sitzt es sich?

Nach dieser ersten Einstufung kommen wir zum eigentlichen Praxisteil. Das Wichtigste zuerst, jeder der Schreibtischstühle hat etwas für sich. Es gibt hier keinen Stuhl, welcher eindeutig „schlecht“ ist. Welcher Stuhl für Euch der richtige ist hängt von persönlichen Vorlieben, Körperbau usw. ab.

Jedoch ist dies eine recht langweilige Aussage in einem Test. Ich habe meinen Flur für eine Woche zu einem kleinen Möbelhaus gemacht und sämtliche Freunde und Familie gebeten auf den Schreibtischstühlen Platz zu nehmen und diese in einer 1-7 Reihenfolge einzustufen. Insgesamt hatte ich 8 Testsitzer zu Besuch, was durchaus genug Testsitzer sind, um einen gewissen Meinungsquerschnitt zu erhalten.

Acht Testsitzer, jeder konnte 1-7 Punkte vergeben

Interessante Ergebnisse! Hier lässt sich durchaus ein eindeutiger „Testsieger“ ausmachen, den  noblechairs ICON.

Kein anderer Stuhl wurde durch die Bank weg derart gut eingestuft. Bei ALLEN Testsitzern landetet der ICON mindestens in den Top 3.

Im Mittelfeld sieht die Sache zwischen dem Maxnomic, Gamebreaker und DXRacer recht ausgeglichen aus. Der noblechairs EPIC liegt etwas hinter den drei zurück gemeinsam mit dem AKRacing Onyx. Der letzte Platz wird von Corsair T1 Race belegt.

Kann ich diese kollektive Meinung meiner Testpersonen so unterschreiben? Weitestgehend ja! Zwar sehe ich den noblechairs EPIC etwas weiter vorne aber ansonsten spiegelt dies doch meine Meinung ganz gut wieder. Gehen wir alle Modelle einmal kurz durch.

Der T1 Race wurde fast immer als zu schmal befunden, abgesehen von einer Testsitzerin welche den T1 Race auf Platz 2 gewählt hat.

Solltet Ihr also recht schmal gebaut sein, könnte es durchaus sein, dass der Corsair T1 Race für EUCH eine ganz brauchbare Wahl darstellt. Der Stuhl ist eigentlich recht angehen geformt, auch wenn ich diesen nicht als super ergonomisch einstufen würde. Die Rückenlehne ist leicht gebogen, hierdurch bildet man einen leichten Buckel, was aber in der Praxis vermutlich weniger schlimm ist. Wenn man am PC sitzt, beugt man sich meist eh etwas gerade nach vorne.

Man sitzt also recht bequem auf dem Corsair T1 Race, sofern man vernünftig in diesen passt. Selbst einige normal gebaute Damen hatten Probleme im Corsair richtig Platz zu finden. Die auf Hüfthöhe angebrachten Flügel sind bei diesem extrem schmal und steil gestellt. Hierdurch gibt einem der Stuhl natürlich sehr viel Halt, andererseits kann man sich auch etwas eingeengt fühlen.

Hier ist der AKRacing Onyx das genaue Gegenteil. Der Onyx ist extrem breit gebaut und sehr stark gepolstert. Hier fiel definitiv auf, dass umso breiter der Testsitzer/in war, umso besser wurde der Onyx wahrgenommen. Wenn Ihr gerne sehr weich sitzt und viel Raum habt, oder recht breit seid, dann könnte der Onyx das Richtige für Euch sein.

AKRacing Onyx in der Mitte

Mit meinen 90+-10KG bin fast schon etwas zu schmal für den Onyx. Zwar sitze ich sehr entspannt auf diesem, wie auf einer Couch, allerdings aufgrund der sehr breiten Rückenlehne neige ich leicht zum Hin- und Herrutschen, was gerade beim längeren Nutzen suboptimal ist. Wer also einen Schreibtischstuhl sucht fürs konzentrierte Sitzen ist hier eher falsch, der Onyx ist eher locker und entspannt.

Der noblechairs EPIC ist eigentlich einer meiner Favoriten, wurde allerdings von meinen Testsitzern eher mittelmäßig wahrgenommen. Ich denke, der Grund dafür ist allerdings sehr einfach. Meist war  der erste Satz nach dem hinsetzen war „oh der ist hart“. Dies stimmt auch! Der noblechairs EPIC ist sehr hart gepolstert, was natürlich im ersten Moment nicht unbedingt Begeisterung auslöst, gerade wenn man zuvor auf weicheren Modellen gesessen hat.

Solltet Ihr gerne weich sitzen, ist der EPIC nichts für Euch! Auch ist der EPIC eher etwas „figurbetonter“, hier allerdings nicht so extrem wie der Corsair. Nutzer bis ca. 100KG sollten problemlos in den EPIC passen. Dieses Figurbetonte hat allerdings auch Vorteile. Gerade was die Ergonomie angeht ist der noblechairs EPIC sehr stark! Hinzu kommt, dass man den Stuhl nicht durchsitzen kann. Der EPIC ist sehr gut, wenn es ums lange am Stück sitzen geht! Fürs längere Sitzen ist er sicherlich einer der besten im Vergleich.

Kommen wir zum tragischen Helden, den Gamebreaker VR 12 (by hjh Office). Warum? Eigentlich wurde der VR 12 von mir wie auch sehr vielen Testpersonen sehr positiv wahrgenommen, oftmals wurde dieser als bequemster Stuhl genannt. Zu Recht, der Gamebreaker VR 12 ist nicht zu weich und auch nicht zu hart gepolstert. Hinzu kommt ein leicht figurbetonter Schnitt, welcher allerdings dem Nutzer ausreichend Platz bietet, selbst dann, wenn dieser mehr als 60KG wiegt. Mit 100KG sitzt man beispielsweise recht gut auf dem VR 12. Warum ist dieser dann nur im Mittelfeld? Der Gamebreaker VR 12 besitzt ein integriertes, leicht vorstehendes, Kopfpolster, welches von fast jedem Testsitzer negativ bewertet wurde. Ich weiß nicht, was sich hier hjh Office gedacht hat, aber wenn man sich im Gamebreakter VR 12 zurücklehnt, ist der Kopf immer ein Stück nach vorne gedrückt.

Ich würde dies nicht ganz so schlimm einstufen. In der Regel lehnt man sich im Alltag eher selten länger zurück und in einer normalen Arbeitsposition stört dieses zusätzliche Polster kaum.

Der Maxnomic Need for Seat Office-Comfort ist der Klassische Kunstleder Schreibtischstuhl. Im Großen und Ganzen kam der Office-Comfort gut an und wurde von den meisten Testsitzern auf Platz drei oder vier gewählt. Niemand der auf dem Stuhl saß, hat gesagt „ne der geht gar nicht“, allerdings hat auch nur eine Person den Office-Comfort als besonders gut eingestuft.

Dieser hat den vor bzw. Nachteil, dass der Suhl recht unspektakulär ist. Maxnomic hat hier eine gute „passt allen“ Form erreicht. Der Stuhl ist ausreichend breit, so dass selbst etwas kräftigere Nutzer gut Platz finden, aber auch nicht so breit, dass schmale Nutzer sich verloren fühlen. Der Stuhl ist nicht super weich aber auch nicht unangenehm hart (geht aber etwas in die härtere Richtung).

Im Großen und Ganzen ist der Maxnomic Office-Comfort auch nicht übermäßig figurbetont. Der Hersteller geht hier weniger den „Racing Chair“ Weg, als vielmehr in die Richtung Büro Stuhl. Ich bin zwar nicht der größte Fan vom Sitzpolster, welches leicht nach vorne gewölbt ist (ich mag es lieber, wenn man sich gemütlich hinten in den Stuhl fläzen kann), allerdings müsste ich für 100 Mitarbeiter ein Modell aus diesem Test auswählen, welches jedem gefallen soll wäre der Maxnomic Office-Comfort mit dem noblechairs ICON meine erste Wahl.

Etwas gegen den Office-Comfort spricht seine Temperatur. Im Sommer ist dieser Schreibtischstuhl etwas schwitzig warm, genau wie der AKRacing Onyx.

Bonuspunkte gibt es für die verstellbare Rücken-Unterstützung. Der Office-Comfort besitzt einen Drehregler mit welchem sich die Härte des unteren Rückenbereichs auf die individuellen Wünsche anpassen lässt.

Der DXRacer Formula ist sicherlich der Überraschungserfolg im Vergleich, gerade wenn man den Preis berücksichtigt. Gerade bei den normal bis schmäler gebauten Nutzern war der DXRacer Formula recht beliebt. Dieser besitzt auch eine etwas schmalere Form, ist aber entspannter geschnitten. Hinzu kommt, dass dieser ganz klar einer der weicheren Schreibtischstühle im Vergleich ist. Dies liegt allerdings weniger an der Polsterung, welche eher dünner ist, sondern viel mehr am Bezug.

Als einziges Modell im Vergleich nutzt der DXRacer Formula kein Kunstleder, sondern einen normalen Stoffbezug. Positiv, negativ? Dies hängt von Eurem Geschmack ab. Kunstleder ist etwas Robuster, mein Kater hat am Stoff schon ein paar Fäden gezogen, dafür ist aber Stoff etwas atmungsaktiver. Gerade im Sommer gehört der DXRacer Formula zu den angenehmeren Modellen im Vergleich. Etwas gestört hat mich die Polsterung. Der DXRacer Formula nutzt eine Metall -Stangen- Grundkonstruktion, welche, damit man diese nicht spürt, mit Schaumstoff umwickelt wurde. Allerdings kann man gerade in der Rückenlehne diese doch etwas herausfühlen. Kein großer Kritikpunkt wohlgemerkt, aber hier merkt man, dass der DXRacer das günstigste Modell im Vergleich ist.

Positiv anmerken möchte ich hier noch die Armlehnen welche in der Mitte tiefer sind als am Rand und daher die Arme gut in Position halten. Das ist natürlich Geschmacksache, aber mir gefällt es!

Kommen wir zur unangefochtenen Nummer 1, dem noblechairs ICON. Der noblechairs ICON besitzt eine sehr gefällige Form. 99% aller Menschen, ob dick, dünn, klein, groß, würden sich auf dem ICON wohl fühlen. Hierbei besitzt der ICON eine mittel weiche Polsterung und einen recht entspannten Schnitt.

Der ICON besitzt keine aggressiv geformten Flügel oder Ähnliches, welchen einen beim Sitzen einschränken. Verglichen mit den meisten anderen Modellen im Vergleich fehlen dem ICON, die Schulter -“Stützen“ beispielsweise komplett. Ganz ehrlich, es mag zwar nicht so cool aussehen wie bei den diversen „Racing“ Modellen, aber diese Flügel auf Schulterhöhe sind meist so wieso nutzlos. Gerade Nutzer mit recht breiten Schultern wird diese Freiheit auf dem ICON gefallen.

Erfreulicherweise macht der ICON dennoch einen sehr guten Job den Nutzer zu zentrieren und in einer geraden Sitzposition zu unterstützten. Dies fehlte mir beispielsweise beim AKRacing Onyx, welcher ebenfalls sehr recht viel Freiraum lässt, aber Probleme hat einem in der normalen Sitzposition halt zu geben.

In diesem Belang ähnelt der ICON auch dem Maxnomic Need for Seat Office-Comfort, allerdings ist das Sitzpolster beim ICON deutlich angenehmer, entspannter und weniger hoch. Auch ist der ICON weniger schwitzig, dank Perforierungen im Kunstleder.

Allerdings ist der ICON auch nicht perfekt. Die Unterstützung der unteren Rückenpartie, womit alle Stühle abgesehen vom Office-Comfort und EPIC Probleme haben, ist suboptimal und man sitzt teilweise schon zu entspannt. Was meine ich damit? Im Corsair T1 Race und auch noblechairs EPIC sitzt man deutlich angespannter und „aggressiver“. Ich nehme mal an das die Mehrheit der Nutzer lieber das etwas entspanntere Sitzen bevorzugt, aber solltet Ihr auf einem „Pro Level“ Gaming betreiben könnte vielleicht dieses etwas angespanntere, festere Sitzen besser sein.

Dennoch wenn ich blind und ohne größere Beratung einen Schreibtischstuhl aus diesem Test empfehlen müsste, wäre es der noblechairs ICON!

 

Fazit

Es ist nicht leicht, den passenden Schreibtischstuhl zu wählen. Im Optimalfall gilt das Motto Probesitzen, was aber meist nicht möglich ist (einmal zusammengebaut bekommt man die Stühle auch nicht mehr wieder auseinandergebaut).

Allerdings für diese Aussage seid Ihr ja nicht hierhergekommen. Von daher hier eine kurze Zusammenfassung.

Meine grundsätzliche Empfehlung und wenn man so will der Testsieger ist der noblechairs ICON. Noblechairs hat es hier geschafft einen extrem guten „one Size fits all“ Schreibtischstuhl zu bauen! Ob schmal bis leicht übergewichtig, jeder passt gut auf den ICON, was mir auch von diversen Testsitzern bestätigt wurde. Hierbei besitzt der ICON auch keine übermäßig aggressive Form mit großen Flügeln usw., welche den Nutzer einschränken. Dennoch ist der Halt im Noblechairs erfreulich gut. Die Polsterung und „Weichheit“ fällt recht neutral aus. Der Stuhl ist nicht zu hart aber auch nicht zu weich. Zudem ist selbst das längere Sitzen im ICON problemlos möglich. Ich hätte kein Problem einen 8 Stunden Arbeitstag in diesem zu verbringen. Die Form und das Sitzgefühl würde ich tendenziell als eher entspannt einstufen. Ohne Eure genauen Bedürfnisse zu kennen, der noblechairs ICON wird für Euch passen! Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen normalen Nutzer gibt, welcher sagt „ne der ICON geht gar nicht“. Daher meine Empfehlung der noblechairs ICON!

Das bedeutet aber nicht, dass es nicht andere Stühle gibt welche gut, oder je nach persönlichen Vorlieben für Euch besser sind.

Zuerst wie groß seid Ihr? Wenn Ihr eher schmäler gebaut seid, wäre auch der DXRacer Formula zu empfehlen, sofern der Stoffbezug für Euch okay ist. Im Gegenzug bietet der DXRacer Formula eine gute Qualität zum sehr fairen Preis!

Wenn es Euch um eine gute Preis/Leistung geht, wäre auch der Gamebreaker VR 12 zu nennen, welcher recht weich und ziemlich bequem ist! Lediglich das fest integrierte Kopfkissen störte einige meiner Probesitzer.

Wer hingegen lieber etwas härter und vielleicht auch etwas ergonomischer sitzt, sollte sich den noblechairs EPIC ansehen. Dieser ist aber wieder eher etwas für schmale bis normal gebaute Nutzer!

Der Maxnomic Need for Seat Office-Comfort hingegen geht wieder etwas in die one Size fits all richtig wie auch der noblechairs ICON. Solltet Ihr normal bis breiter gebaut sein und sucht den „klassischen Bürostuhl“ findet Ihr diesen mit dem Office-Comfort am ehesten.

Dennoch unterm Strich bleibt der noblechairs ICON der beste Allrounder mit welchem Ihr nichts falsch macht!

Der AUKEY Eclipse SK-M30 Bluetooth Lautsprecher mit 20W im Test

AUKEY Bluetooth Lautsprecher haben so ein wenig das Geheimtipp- Image. Gerade der SK-M7 hatte mich sehr überzeugen können aufgrund seiner tollen Preis/Leistung.

Jedoch in diesem Test ist der neue AUKEY Eclipse SK-M30 dran zu zeigen, was dieser kann. Hierbei handelt es sich um einen sehr interessanten Bluetooth Lautsprecher, welcher sich, vor allem optisch, etwas von der Masse an Bluetooth Lautsprechern auf dem Markt abhebt.

Aber wie sieht es klanglich aus? Kann hier der SK-M30 überzeugen?

Dies gilt es im Test des AUKEY Eclipse SK-M30 Bluetooth Lautsprecher herauszufinden! An dieser stelle auch vielen Dank an AUKEY für das zur Verfügung stellen des Lautsprechers.

 

Der AUKEY Eclipse SK-M30 Bluetooth Lautsprecher mit 20W im Test

Bereits auf den ersten Blick fällt auf, dass der SK-M30 ein etwas ungewöhnlicherer Bluetooth Lautsprecher ist, welcher sich von den Standard Modellen auf Amazon doch ein Stück weit abhebt.

Dies liegt am interessanten Aufbau des Lautsprechers. Der AUKEY Eclipse besitzt eine ovale Form welche aufrecht auf einer Basis sitzt.

Hierbei nutzt AUKEY auch ein etwas ungewöhnlicheres Material für das Gehäuse, nämlich Stoff. Der SK-M30 ist komplett von einer Art Leinenstoff umspannt.

An sich mag ich diese Art von Material sehr gerne und ist mal etwas Abwechslung. Auch rein von der Verarbeitung habe ich keine Beschwerden, der SK-M30 sieht gut aus und fühlt sich auch gut an.

 

Der technische Aufbau des Lautsprechers ist ebenfalls interessant. Dieser besitzt recht klassisch auf der Front zwei Treibereinheiten mit jeweils 10W. Zudem sind zwei passive Treiber jeweils an den Seiten integriert. Dies ist auch optisch etwas sehr Interessantes da sich diese passiven Treiber recht stark während des Musikhörens bewegen und damit auch etwas den Fokus zumindest visuell auf sich lenken.

Aber was machen diese passiven Treiber? Bei Lautsprechern entsteht ein interner Druck durch die Bewegung der Treiber, dieser Druck muss ausgeglichen werden. Hierfür kann man auf Bassreflexrohre oder andere Öffnungen im Gehäuse setzen, oder halt auf passive Treiber, welche den internen Druck ausgleichen. Passive Treiber sind klanglich hierbei oftmals die leicht schlechtere Wahl, bieten aber eine höhere Pegelfestigkeit und keine Luft -Strömungsgeräusche, aber weiter im Programm.

Der AUKEY Eclipse SK-M30 verfügt über fünf Tasten auf der Oberseite. Hierbei handelt es sich um die üblichen Tasten wie ein/aus, lauter, leiser usw.

Zudem besitzt der SK-M30 auf der Rückseite einen microUSB Port zum Wiederaufladen und einen AUX Eingang für Geräte ohne Bluetooth. Der Akku des Lautsprechers hält laut Hersteller 12 Stunden, das kommt auch bei einer leisen Lautstärke hin. Wenn Ihr den Lautsprecher etwas mehr aufdreht, kommt Ihr auf 8-10 Stunden.

 

Klang

Was ist letztendlich das Wichtigste bei einem Bluetooth Lautsprecher? Richtig der Klang, daher kommen wir nun zu diesem.

Der AUKEY Eclipse SK-M30 Bluetooth Lautsprecher hat mich in diesem Punkt weitestgehend positiv überrascht.

Natürlich für 50€ darf man noch keine Wunder erwarten, die liefert der SK-M30 auch nicht, aber durchaus schon eine gehobene Leistung und diese wird hier geboten!

Beginnen wir bei der größten Stärke des SK-M30, dem Bass. Dieser ist nicht übertrieben oder bis zum Anschlag angehoben, bietet aber einen sehr schön dynamischen und lebendigen Klang. Hierbei ist gerade der Tiefgang und der Punch gut bis sehr gut! Auch wirkt der Bass vergleichsweise rund und voll.

Wie ich finde, hat AUKEY hier ein sehr schönes Bass Level getroffen. So viel, dass der Bass Spaß macht, aber nicht zu viel, dass dieser den Klang dominiert.

Natürlich solltet Ihr Letztes mögen ist der AUKEY Eclipse SK-M30 eher suboptimal.

Die Höhen sind soweit okay. Diese sind nicht super brilliant aber ausreichend klar für einen guten Musikgenuss. Auch Stimmen und Gesang werden ordentlich abgebildet.

Etwas womit der AUKEY Eclipse SK-M30 ebenfalls punkten kann, ist die Klangfülle! Der Lautsprecher klingt recht breit und groß. Hierbei kann dieser sogar einen Anker SoundCore 2 überbieten!

Man hat hier nicht das Gefühl einen kleinen Bluetooth Lautsprecher vor sich stehen zu haben, sondern durchaus schon ein etwas größeres Modell.

Wobei der AUKEY Eclipse SK-M30 etwas schwächelt, ist die Pegelfestigkeit. Zwar kann der Lautsprecher recht laut werden aber übersteuert im Bass recht früh bzw. regelt diesen herunter.

Ein gutes Stück über Zimmerlautstärke ist problemlos möglich, aber einen 20m²+ Raum auf Party Lautstärke beschallen ist nur mit Einschnitten in der Klang Qualität möglich.

Am wohlsten fühlt sich der AUKEY bei Zimmerlautstärke, bei welcher dieser definitiv überdurchschnittlich gut klingt für seine Preisklasse!

Ein großes Grundrauschen oder Ähnliches konnte ich in Kombination mit einem iPhone 7 nicht wahrnehmen! Auch war die Verbindung soweit stabil. Solltet Ihr ein älteres Smartphone haben welches noch kein Bluetooth 4.2 unterstützt, mag das natürlich anders aussehen.

 

Fazit

Der Eclipse SK-M30 ist der beste Bluetooth Lautsprecher den ich bisher von AUKEY gesehen bzw. gehört habe.

Klanglich ist der SK-M30 für die 50€ Preisklasse als überdurchschnittlich einzustufen, sofern Ihr nicht zu laut Musik hört und ein etwas wärmerer Klang für Euch okay ist.

Aber auch haptisch und optisch gefällt mir der SK-M30 ausgesprochen gut! Kurzum Daumen hoch für den AUKEY Eclipse SK-M30 Bluetooth Lautsprecher mit 20W Leistung!