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Das MAZE Alpha im Test, randloses Display für unter 200€?!

Smartphones mit einem randlosem Display sind definitiv der Trend des Jahrs 2017. Jedoch gibt es bisher nur eine Handvoll Smartphones, die dies bieten. Dazu gehört das Samsung Galaxy S8 oder auch das LG G6. Gerüchteweise wird auch das Google Pixel 2 und das iPhone 8 über ein randloses Display verfügen.

Samsung Galaxy S8, LG G6, iPhone 8 usw. das klingt schon nach einer ziemlich hohen Preisklasse. Ein randloses Display muss also recht teuer in der Fertigung sein?!

Nein! Dies will zu mindestens das MAZE Alpha beweisen. Das MAZE Alpha verfügt ebenfalls über ein randloses Display kostet aber gerade mal 190€.

Kann das was sein für diesen Preis? Wie sehen die restlichen Features aus? Kann das MAZE Alpha im Test überzeugen? Finden wir dies heraus!

 

Technische Daten

  • MAZE Alpha
  • 6 Zoll Full HD Display
  • Helio P25
  • 4GB RAM
  • 64GB Speicher
  • 4000mAh Akku
  • 154,10€ bei Gearbest (stand 29.08.17)

 

Das MAZE Alpha im Test

Als ich das MAZE Alpha zum ersten Mal aus der Box genommen habe, hat es mich zugegeben sehr überrascht was die Haptik angeht. Beginnen wir aber am Anfang bzw. auf der Front.

Das Besondere am MAZE Alpha ist natürlich zuerst das 6 Zoll Display. Dies klingt extrem groß und das ist es auch! Zwar besitzt das Alpha nur sehr kleine Displayrändern aber dennoch ist ein Smartphone mit 6 Zoll Display nicht kompakt.

Das MAZE Alpha ist ein Koloss, welcher mich etwas an das Xiaomi MI MIX erinnert. Wie auch das Xiaomi MI MIX besitzt das MAZE Alpha oberhalb und seitlich kaum bis keine Displayränder. Diese sind zwar immer noch etwas breiter als beispielsweise bei einem Samsung Galaxy S8 aber durchaus auf LG G6 Level.

Lediglich unterhalb des Displays befindet sich ein recht dicker Rand, welcher allerdings sinnvoll genutzt wird. Auf diesem befindet sich zum einen die Frontkamera wie aber auch der Fingerabdruckscanner.

Aber nicht nur die Front wirkt dank des nahezu randlosen Displays hochwertig. Der Rahmen des MAZE Alpha ist aus Aluminium gefertigt, welches sich vergleichsweise dick und massiv anfühlt. Die Rückseite hingegen ist wieder aus Glas gefertigt.

Von der Materialwahl also ein wirklich hochwertiges Smartphone! Dieser Eindruck bestätigt sich auch in der Hand. Das MAZE Alpha fühlt sich erfreulich wertig und massiv an, vielleicht sogar etwas zu massiv. Mit 225g ist das Alpha schon ein ziemlicher Brocken!

Ihr müsst schon große Smartphones mögen damit das MAZE Alpha etwas für Euch ist!

Gehen wir einmal um das Gerät herum. Auf der Front finden wir das 6 Zoll Full HD Display, eine 5MP Kamera und den Fingerabdruckscanner. Im Gegensatz zum MI MIX besitzt das MAZE Alpha im Übrigen trotzt des randlosen Displays eine Ohrmuschel auf der Front.

Der Lautsprecher ist hingegen gemeinsam mit dem USB C Ladeport auf der Unterseite des Smartphones angebracht. Der Kopfhöreranschluss befindet sich auf der Oberseite und die drei typischen physischen Tasten sind am rechten Rand des Alpha.

Auf der Rückseite gibt es abgesehen von der dual Kamera mit LED Blitz nichts mehr zu bestaunen.

 

Software

MAZE setzt beim Alpha auf Android 7.0. Hierbei nutzt der Hersteller eine Version, welche sehr nah am Standard Android ist.

Es gibt also seitens des Hersteller kaum softwareseitige Anpassungen, welche für den Nutzer sichtbar sind. Der Launcher ist der Standard Android Launcher und lediglich in den Einstellungen sind ein paar zusätzliche Optionen hinzugekommen.

Diese erkennt man sehr leicht. Das MAZE Alpha lässt sich in der Einrichtung auf Deutsch stellen, lediglich die „Sondereinstellungen“ wurden nicht übersetzt.

Hier finden sich Optionen wie Double-click to Wake oder drei Finger Screenshot. Nette Zusatzfunktionen, welche einen gewissen Mehrwert darstellen können.

Abgesehen von den Standard Google/Android Apps ist im Übrigen nichts auf dem Alpha an Software vorinstalliert.

Dementsprechend fällt der freie Speicher mit rund 50,8GB bei meiner 64GB Version auch vergleichsweise groß aus.

 

Display

Das Wichtigste beim MAZE Alpha ist sicherlich das Display. Aber sieht dieses abseits der schmalen Ränder auch gut aus?

MAZE setzt hier beim Alpha an sich auf ein recht klassisches 16:9 Full HD Panel, das sogar angeblich mit Gorilla Glass 4 geschützt ist.

Machen wir es kurz, das Display des MAZE Alpha ist gut! Vielleicht sogar im Anbetracht der Preisklasse sehr gut!

Farben sind sehr leuchtend, das Display wirkt außerordentlich klar und auch Kontraste sind gut. Jedoch am Schwarz erkannt man doch etwas den Unterschied zu „High End“ IPS LCD Panels. Dieses wirkt nicht ganz so tief schwarz wie beispielsweise bei einem LG G6 oder einem Smartphone einer ähnlichen Klasse.

Dennoch habe ich hier nichts zu beklagen! Für unter 200€ sieht das Display doch sehr gut aus. Auch die maximale Helligkeit ist vollkommen in Ordnung.

Etwas was nicht so leicht zu messen ist, ist das „Gefühl“. Das Display des MAZE Alpha fühlt sich einfach durch die schiere Größe und die kleinen Displayrahmen sehr lebendig und „intensiv“ an. Es ist einfach etwas anderes als beispielsweise bei einem iPhone, das an sich das bessere Display hat, aber sich weniger plastisch anfühlt.

 

Klang

Sagen wir es so, sollte Euch ein guter Lautsprecher in Eurem Smartphone wichtig sein, ist das MAZE Alpha nicht das richtige für Euch.

So gut wie das Display des Smartphones ist, so schlecht ist der Lautsprecher. Bei diesem handelt es sich erst einmal um einen Mono Lautsprecher auf der Unterseite des Gerätes.

Suboptimale Position, aber an sich kein Hindernis für einen guten Klang. Jedoch der Lautsprecher des MAZE Alpha klingt sehr dünn und leicht kratzig.

Auch ist die maximale Lautstärke eher mäßig gut. Für Systemtöne oder mal ein Youtube Video reicht das Ganze durchaus, aber viel Webradio oder Ähnliches wollt Ihr nicht mit dem Alpha hören, zu mindestens nicht über den integrierten Lautsprecher.

Der Kopfhörerausgang bietet eine solide Standardqualität. Das Alpha besitzt anscheinend keinen gesonderten DAC oder Ähnliches, welcher für eine besonders gute Klangqualität mit großen Kopfhörern sorgt. Aber mit Ohrhörern oder normalen Kopfhörern passt der Klang durchaus.

Die Telefonqualität ist auch „Okay“. Ich habe hier schon Besseres gehört, aber das geht in Ordnung.

 

Kamera

MAZE setzt beim Alpha auf gleich zwei Kamera Module und folgt damit dem Trend. Unterm Strich löst die Kamera mit 13 Megapixeln auf. Der Hauptkamera Sensor ist hierbei ein Samsung S5K3L8 mit einer Blende von F2.2.

Wie schlägt sich die Kamera im praktischen Einsatz?

Starten wir direkt mit den Testbildern. Diese sind wie üblich im Auto Modus gemacht und 1 zu 1 hochgeladen. Heißt es gibt keine zusätzliche Kompression oder Nachbearbeitung. Die Bilder der vollen Qualität werden beim Anklicken geladen, mobile Nutzer aufgepasst.

Die Kamera ist leider nicht die Stärke des MAZE Alpha! Hier liegt die Bildqualität eher auf dem Level von 100-140€ Smartphones.

Zugegeben das Wetter war bei einigen meiner Testaufnahmen nicht das aller beste (August, bewölkt), aber auch nicht so schlecht, dass dies solche Testbilder rechtfertigt. Das Erste was auffällt, ist die schlechte Dynamik der Kamera. Achtet hier auf den Himmel, welcher bei fast allen Aufnahmen keinerlei Textur oder Details besitzt und lediglich eine helle Masse ist.

Das zweite dicke Problem sind die Farben. Das MAZE Alpha neigt zum einen zu sehr kalten Farben, zum anderen sind diese oftmals verwaschen und blass.

Wo wir gerade bei verwaschen sind, ich hatte lange kein Smartphone mehr, bei welchem ich so viele verwackelte und unscharfe Aufnahmen hatte. Warum? Die Kamera versucht den ISO Wert um jeden Preis niedrig zu halten, auch wenn dies bedeutet, dass man mit 1/30 Sekunde Belichtungszeit und ISO-56 arbeitet. Hier wäre es deutlich sinnvoller gewesen auf ISO 100 zu gehen und dafür mit einer etwas schnelleren Belichtung zu arbeiten.

Zumal die ISO Performance okay ist. Das MAZE Alpha schlägt sich im Low light teilweise ganz gut, fast besser als bei bewölktem Wetter.

Natürlich ist das Smartphone auch kein Low Light Wunder. Hierfür ist die Blende mit f2.2 einfach zu klein, genau wie der Sensor.

Es sind durchaus ordentliche Aufnahmen mit dem MAZE Alpha zu machen, gerade bei schönem Wetter und im Makro Bereich, aber sobald das Licht „suboptimal“ wird, bricht die Kamera extrem ein.

Hier hätte ich mir gewünscht, dass MAZE vielleicht die Dual Kamera weggelassen hätte um eine hochwertigere Hauptkamera zu verbauen.

Wo wir gerade dabei sind, was macht diese Dual Kamera? Nichts Sinnvolles! Die Dual Kamera ist nur Marketing. Diese soll theoretisch Tiefeninformationen sammeln, so dass es möglich ist eine Hintergrundunschärfe zu erzeugen, wie bei einer Spiegelreflex Kamera.

Jedoch dieser Effekt ist beim MAZE Alpha so traurig schlecht. Objekte welche sich mittig im Bild befinden werden scharfgestellt, über alles andere wird ein Unschärfefilter gelegt. Die Dual Kamera hat beim Alpha nur einen Zweck, schön auf dem Papier auszusehen.

Der Full HD Video Modus ist ebenfalls kaum besser als die Stillaufnahmen. Auch hier ist der Weißabgleich und die Farben das größte Problem.

Ja ich bin hier was hart zum MAZE Alpha aber die Kameraleistung zieht das ansonsten doch recht gute Smartphone etwas nach unten. Ein Moto G5 für einen ähnlichen Preis bietet beispielsweise eine deutlich bessere Kamera. Hier hat MAZE ganz eindeutig gespart.

 

Leistung

Das MAZE Alpha verfügt über den Nagel neuen Mediatek Helio P25. Bei diesem handelt es sich um einen Octa Core der gehobenen Mittelklasse, welcher im Alpha mit satten 4GB RAM kombiniert ist.

Klingt doch erst einmal nicht schlecht für ein Smartphone, welches nicht mal 200€ kostet!

Aber wie viel Power steckt wirklich im Helio P25? Um diese Frage zu beantworten schauen wir uns ein paar Benchmarks an.

Die Leistung des MAZE Alpha bzw. des Helio P25 sieht gut aus! Je nach Benchmark erreicht der Helio P25 ungefähr die Leistung eines Qualcomm Snapdragon 625/626, wie er beispielsweise im BQ Aquaris X zu finden ist.

Hierbei scheint wie bei Mediatek oft üblich die MultiCore Leistung überdurchschnittlich gut! Im Geekbench Multicore Test erreicht das MAZE Alpha satte 3606 Punkte, was zwischen dem Qualcomm Snapdragon 820 und Snapdragon 652 liegt, beachtlich!

 

Das MAZE Alpha im Praxis Einsatz

Natürlich sind Benchmarks immer etwas schönes, aber wie sich ein Smartphone im Alltag anfühlt etwas anderes. Wie sieht es beim Alpha aus?

Das Smartphone fühlt sich im Praxis Einsatz so an, wie man dies anhand der Benchmarks auch schon erwarten konnte. Ruckeln oder stottern ist nicht zu finden. Dies gilt für die Benutzeroberfläche wie aber auch für die Standard Apps wie Facebook, WhatsApp und Co. Ein wirklich deutlicher Unterschied zu High End Smartphones ist hier kaum zu finden.

Erst wenn es um richtig anspruchsvolle Spiele geht, kommt das Alpha unter Umständen ins Schwitzen. Die Standard Spiele wie Angry Birds, Clash of Clans, Candy Crush, ….laufen natürlich perfekt. Auch die allermeisten 3D Spiele sind problemlos spielbar, unter Umständen kann es aber hier und da zu kleineren Rucklern kommen, wenn plötzlich viele Effekte auftreten, aber dies behindern den Spielfluss eigentlich nicht. Mehr Spieleleistung kann man eigentlich in dieser nicht erwarten.

Zumal Spiele auf dem großen und schönen 6 Zoll Display auch sehr gut zur Geltung kommen.

Wo wir gerade beim Display sind, wie gut lässt sich dieses händeln? Im Gegensatz zum Samsung Galaxy S8 oder auch LG G6 ist das Display des MAZE Alpha relativ breit. Samsung und LG nutzen ein schmaleres aber dafür längeres Display um eine bessere Einhandbedienung zu ermöglichen, dies macht MAZE nicht!

Hierdurch fühlt sich das Smartphone etwas klobig und breit an. Überraschenderweise ist hier der dicke untere Displaybalken ein kleiner Vorteil. Hierdurch liegt das Display etwas höher in der Hand und die untere Kante lässt sich besser erreichen.

MAZE setzt beim Alpha im Übrigen auf eine Hybrid Lösung was die Navigations-Tasten angeht. Grundsätzlich verfügt das Alpha über on-screen Tasten, jedoch der Fingerabdruckscanner kann auch als Home Taste oder Zurücktaste genutzt werden, je nachdem ob Ihr diesen kurz oder lange drückt.

Der Fingerabdruckscanner funktioniert im Übrigen gut, bis sehr gut! Mein Fingerabdruck wird zuverlässig erkannt und auch das Tempo passt.

 

Akku

Mit 4000mAh ist der Akku des MAZE Alpha vergleichsweise groß. Allerdings ist auch das Display mit 6 Zoll ziemlich groß, was den Stromverbrauch etwas in die Höhe treibt.

Von daher wie sieht die Akkulaufzeit aus? Die Akkulaufzeit ist dennoch ordentlich. In meinem Standard Test mit ein wenig Gaming, webbrowsen, Social Media usw. erreichte ich bei einer niedrigen bis mittleren Displayhelligkeit rund 6-7 Stunden Akkulaufzeit.

Für ein Smartphone mit einem 4000mAh sicherlich kein überragender Wert, aber in der Praxis mehr als ordentlich.

Die meisten Nutzer werden mit dem MAZE Alpha locker 1,5-2,5 Tage auskommen.

 

Fazit

Das MAZE Alpha ist ein cooles und futuristisches Smartphone, welches allerdings auch nicht perfekt ist!

Das MAZE Alpha kann durch sein tolles Display, die hochwertige Verarbeitung, die gute Akkulaufzeit und die starke Performance überzeugen.

Lediglich die Kamera, und vielleicht der Lautsprecher, sind nicht das Gelbe vom Ei. Daher gibt es durchaus bessere Allrounder wie das Moto G5 oder das BQ Aquaris X.

Solltet Ihr Euch allerdings in das große und schöne Display verliebt haben und könnt über die Defizite bei der Kamera hinwegblicken, kann das MAZE Alpha für Euch allerdings das Richtige sein. Das Alpha fühlt sich definitiv weniger wie ein „unter 200€“ Smartphone an und viel mehr wie ein Gerät der oberen Mittelklasse, wenn nicht sogar High End Klasse!

Das Gigaset GS270 Plus im Test, ein Smartphone mit 5000mAh Akku?!

Gigasets Anstrengungen im Smartphone Bereich gehen mit dem GS270 und GS270 Plus in die nächste Runde.

Mit dem GS270/GS270 Plus versucht man nun eine Preisstufe oberhalb des bereits verfügbaren GS170 zu agieren. Das GS270 für rund 200€ soll mit einem größeren FullHD Display und einem riesigen 5000mAh Akku überzeugen. Hinzu kommen, verglichen mit dem GS170, natürlich noch weitere Detail Verbesserungen.

Aber reichen diese Verbesserungen, um den Preis von 200€ und gegebenenfalls sogar eine Empfehlung zu rechtfertigen? Finden wir dies im Test des neuen Gigaset GS270 Plus heraus!

 

Technische Daten

Im Gegensatz zu vielen anderen Smartphones welche in einer Plus Version daher kommen, ist das Plus beim GS270 recht „klein“. Displaygröße, Gehäuse, Kamera, Prozessor usw. sind beim GS270 und GS270 Plus identisch. Lediglich der interne Speicher und Arbeitsspeicher (RAM) unterschieden sich.

Das normale GS270 verfügt über 2GB RAM und 16GB Speicher, das GS270 Plus hingegen besitzt 3GB RAM und 32GB Speicher.

An dieser Stelle vielen Dank an Gigaset für das Zurverfügungstellen des Smartphones!

 

Das Gigaset GS270 Plus im Test

Das Gigaset GS270 verfügt über ein 5,2 Zoll Display und kann damit noch als vergleichsweise handlich eingestuft werden. Zwar besitzt das GS270 kein Display mit super schmalen Rändern, aber die Rändern sind auch nicht übermäßig groß für diese Preisklasse.

Das Gehäuse ist ganz klassisch aus Kunststoff gefertigt. Zwar wirkt es auf Bildern so, als hätte die Rückseite einen metallischen Schimmer, aber dies ist nur Farbe.

Hierbei ist allerdings dieser metallische Effekt ganz gut gemacht! Rein optisch fällt nicht direkt auf, dass das Gigaset aus Kunststoff gefertigt ist.

Auch die Haptik ist soweit okay. Natürlich fühlt sich das GS270 etwas weniger „massiv“ an als die diversen Alu Smartphones, allerdings wirkt das GS270 hierdurch auch etwas wärmer in der Hand.

Die Rückseite lässt sich zudem kaum eindrücken und besitzt einen guten Gripp. Im Gegensatz zum GS170 lässt sich beim GS270 der Akku NICHT austauschen! Dieser ist fest verbaut, was allerdings kein Weltuntergang ist. So ein Akku hält ca. 500 Ladezyklen und die Kapazität ist beim GS270 vorsichtig gesagt mit 5000mAh mehr als großzügig dimensioniert.

Hier muss ich zugeben etwas beeindruckt zu sein. Ein Samsung Galaxy Note 8 (6,3 Zoll, 1000€) bietet einen 3300mAh Akku, ein iPhone 7 (4,7 Zoll) besitzt 1960mAh und ein LG G6 (5,7 Zoll) verfügt über 3300mAh, nur so als vergleich wie riesig 5000mAh sind!

Es gibt durchaus einige China Smartphones mit solch riesigen Akkus, diese sahen aber meist so aus als hätte man eine Powerbank an ein Smartphone geklebt.

Das GS270 hingen ist nicht groß oder dicker als die üblichen Verdächtigen dieser Preisklasse (8,95mm) und mit 160g sogar noch recht leicht.

Ebenfalls mit an Board ist auch beim GS270 Dual SIM. In diesem Fall allerdings Dual SIM oder single SIM + microSD Speichererweiterung. Gigaset nutzt also einen Kombi Slot, sicherlich eine suboptimale Lösung. Solltet Ihr Dual SIM nutzen wollen, würde ich zum GS270 Plus raten, einfach aufgrund des größeren internen Speichers, der die Speichererweiterung nicht ganz so wichtig macht (die normale Version verfügt über 16GB, die Plus Version über 32GB).

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5,2 Zoll Full HD Display wie auch eine 5MP Frontkamera und kapazitive Tasten unterhalb des Displays. Daumen hoch dafür! Wenn man schon einen zeigefingerdicken Platz unterm Display hat, macht es definitiv Sinn diesen auch für Kapazititve Tasten zu nutzen. Leider sind diese Tasten nicht beleuchtet, im Dunkeln also nicht ganz einfach zu erkennen.

Die drei üblichen physischen Tasten sind am rechten Rand angebracht. Der Druckpunkt der Tasten ist okay, aber auch nicht besonders knackig. Der Kopfhöreranschluss ist auf der Oberseite angebracht, der microUSB Ladeport auf der Unterseite.

Kamera, LED Blitz, Lautsprecher und Fingerabdruckscanner sind auf der Rückseite angebracht.

 

Software

Das Gigaset GS270 Plus wird mit Android 7.0 ausgeliefert. Allerdings hat Gigaset bereits ein Android 8.0 Upgrade durch die Blume angekündigt, dieses wäre in Arbeit, garantieren will man aber nichts.

Bei einem 200€ Smartphone ist die Chance auf ein Android Upgrade allerdings schon positiv zu vermerken.

Wie ist aber der Stand jetzt? Wie auch schon beim GS170 nutzt Gigaset ein recht schlankes Android, welches gegenüber dem Standard Android kaum verändert wurde.

Dies beginnt schon bei der Einrichtung, welche absolut Standard Komfort ist. Ihr werdet nach Eurer Sprache, dem WLAN Netz und dem Google Account gefragt (das Anlegen eines Google Accounts ist keine Pflicht). Ebenfalls könnt Ihr bereits während der Einrichtung den Fingerabdruckscanner einrichten. Das zusätzliche Erstellen eines Kontos beim Hersteller oder das Übertragen von Nutzungsinformationen an Gigaset ist nicht vorhanden.

Auf dem Homescreen erwartet uns ein recht gewohnter Anblick. Gigaset setzt hier auf den Standard Android Launcher inklusive App Übersicht, lediglich das Hintergrundbild und diverse Klingeltöne sind von Gigaset angepasst worden.

Gigaset verzichtet auch beim GS270 nicht ganz auf „Bonus“ Apps. Beispielsweise die T-Online App, Wetter.info und die Tanken App ist vorinstalliert.

Immerhin würde ich die Apps als halbwegs nützlich einstufen. Ebenfalls nützlich können die „Smarten“ Feature sein, über welche das GS270 verfügt. Ihr könnt beispielsweise auf den ausgeschalteten Bildschirm ein C Malen um sofort die Kamera zu starten, oder e für Email usw. Auch das drei Finger Wischen für einen Screenshot ist mit an Board.

Bei meinem GS270 Plus mit 32GB stand nach der Einrichtung noch rund 24,8GB zur freien Verfügung.

 

Display

Das Gigaset GS270 und GS270 Plus verfügt über ein 5,2 Zoll Full HD Display. Hierbei setzt Gigaset wie üblich auf ein IPS Panel.

Das Display sieht vernünftig aus. Farben könnten zwar vielleicht etwas satter sein, aber für rund 200€ geht das vollkommen in Ordnung. Zumal Kontraste, der Schwarzpunkt und auch die Ausleuchtung passt.

Ebenfalls passt die Schärfe. Full HD, also 1920 x 1080, auf 5,2 Zoll ergibt ein wirklich sehr scharfes Bild, gerade bei Text.

Die maximale Helligkeit fällt gewöhnlich aus. Die Ablesbarkeit im Freien ist also in Ordnung, aber auch nicht außergewöhnlich gut. Positiv ist die gute Beschichtung gegenüber Fingerabdrücken und Schmutz zu bemerken.

 

 

Sound

Beginnen wir beim Lautsprecher, welcher mittig auf der unteren Rückseite des GS270 angebracht ist.

Sagen wir es so der Lautsprecher ist okay. Er ist ausreichend laut und relativ klar. Bass oder Tiefen sind allerdings nur sehr bedingt vorhanden.

Für ein Smartphone der 200€ Preisklasse bewegen wir uns hier akustisch im Mittel- bis unterem Mittelfeld. Für Systemtöne oder Spiele reicht das ganze aus. Ähnliches gilt auch für Youtube Videos oder Ähnliches, wer aber beim Kochen nebenbei was Musik über sein Smartphone hören möchte, sollte lieber einen Bluetooth Lautsprecher kaufen.

Wie sieht es denn mit der Telefonqualität aus? Hier sollte ja ein Gigaset Smartphone besonders gut sein?! Leider ist das aber eher weniger der Fall.

Nicht falsch verstehen die Telefon Qualität des GS270 ist in Ordnung, aber wer glaubt mit einem Gigaset ein Smartphone zu bekommen mit besonders hoher Telefon Qualität liegt falsch.

Die Ohrmuschel des GS270 ist ausreichend laut, aber etwas dumpf. Gerade wenn der Gesprächspartner nicht super deutlich spricht, kann die Verständlichkeit leiden. In diesem Punkt bietet das GS270 also eine eher durchschnittliche Performance. Am Mikrofon habe ich hingegen weniger zu bemängeln. Seine Qualität stimmt und man kommt gut beim Gesprächspartner an.

 

Kamera

Die Kamera des GS270 verfügt über 13 Megapixel und eine Blende von f2.2, also auf dem Papier die übliche Standardkamera.

Hier hatte ich allerdings im ersten Moment ein paar Bedenken. Gigaset setzt beim GS270 auf den gleichen Sensor wie beim GS170. Das GS170 hatte eigentlich ganz ordentliche Bilder gemacht, für ein unter 150€ Smartphone.

Das GS270 spielt allerdings eine Preisklasse höher, ist hier das Kamera Modul immer noch gut genug?

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die Originalqualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

Bildet natürlich Eure eigene Meinung zu den Testbildern, allerdings finde ich, dass diese in Ordnung gehen! Das Gigaset GS270 ist nicht das beste Kamera Smartphone in der 200€ Preisklasse, aber bei weitem auch nicht das schlechteste.

Fotos sind ausreichend scharf und detailliert. Viel beeindruckender sind allerdings die Farben und die Dynamik. Das GS270 besitzt keinen Farbstich oder Ähnliches, welchen man des Öfteren bei günstigeren Geräten sieht. Auch der Weißabgleich zeigt sich recht souverän, deutlich souveräner als beispielsweise beim Wiko WIM Lite.

Gigaset GS270
Wiko WIM Lite
BQ Aquaris X

BQ Aquaris XZwar neigt das GS270 immer zu etwas wärmeren Aufnahmen, aber gerade bei Aufnahmen im Schatten sind mir wärmere Bilder deutlich lieber, als wenn die Kamera ins extrem Kalte abdriftet. Auch die Belichtung wird vom Gigaset erfreulich gut getroffen.

Zu behaupten, dass die Dynamik, also wie gut das Smartphone mit extrem hellen oder extrem dunklen Stellen in Bildern umgeht, Weltklasse wäre, wäre sicherlich etwas übertrieben. Allerdings zeigt sich die Kamera hier erneut recht souverän. Sollte die Sonne mal ins Bild blinzeln, überstrahlt diese nicht gleich die komplette Aufnahme.

Der HDR Modus lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Ich hatte durchaus Bilder welche durch das einschalten von HDR extrem aufgewertet wurden, allerdings hellt HDR im Grunde nur die Schatten etwas auf.

HDR
Nicht HDR

Dies kann auch Bildern etwas die Natürlichkeit und die Kontraste rauben. Hier kommt es doch sehr stark auf die Situation an.

Wie natürlich auch zu erwarten war, benötigen HDR Aufnahmen mit dem GS270 durchaus einen kurzen Moment für die Verarbeitung. Allerdings zeigt sich hier auch ein deutlicher Unterschied zum GS170.

Die Kamera des GS270 arbeitet im generellen deutlich schneller! Zwischen zwei normalen Fotos gibt es fast keine Verzögerung. Damit ist das Gigaset GS270 definitiv als Schnappschuss Kamera zu gebrauchen. Zumal erneut der Autofokus erstaunlich gut und zuverlässig arbeitet.

Wirklichen Ausschuss aufgrund von einem fehlerhaften Fokus hatte ich bei rund 400 Testbildern keinen! Dies kann man durchaus als Top-Leistung bezeichnen.

Im Low light schlägt sich das GS270 ebenfalls recht ordentlich. Nein das Smartphone kann gerade im Low light nicht mit Modellen im höheren Preissegment mithalten. Allerdings verglichen mit seinen Konkurrenten in der 200€ Preisregion sieht die Bildqualität im Dunklen ganz okay aus.

[spoiler title=’Low Light Vergleichsbilder, Gigaset GS270, GS170, Wiko WIM Lite, TP-Link Neffos X1 Max , …..‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Gigaset GS170
Gigaset GS270
Wiko WIM Lite
BQ Aquaris X
TP-Link Neffos X1 Max
Gigaset GS170
Gigaset GS270
Wiko WIM Lite
BQ Aquaris X
TP-Link Neffos X1 Max

[/spoiler]

Ich würde zwar hier beispielsweise BQ Aquaris X oder TP-Link Neffos X1 Max vorziehen (generell liefern diese beiden Geräte eine bessere Bildqualität) allerdings beispielsweise verglichen mit dem Wiko WIM muss sich das Gigaset nicht verstecken, zu mindestens, was Fotos angeht.

Wie sieht es mit Videos aus? Das GS270 nimmt Videos in Full HD Qualität auf und bietet zudem eine elektronische Bildstabilisierung. Letztere ist zwar nicht die aller beste, glättet aber das Video dennoch ein gutes Stück.

Ich würde nicht sagen dass das GS270 das aller schärfste Full HD Material produziert, aber erneut geht das Ganze voll in Ordnung! Wer nur mal einen kurzen Urlaubsclip für die Freunde auf WhatsApp drehen will, wird mit der Qualität zufrieden sein.

Wenn ich mir abschließend noch eins für zukünftige Gigaset Smartphones oder vielleicht ein Update wünschen dürfte, dann wäre dies eine andere Kamera App. das Gigaset GS270 nutzt die Standard Mediatek Kamera App, diese wird vom Hersteller des Prozessors entwickelt und allen Partnern zur Verfügung gestellt welche Prozessoren(SoCs) von Mediatek nutzen. Daher ist diese Kamera App bei vielen günstigeren Smartphones zu finden, bei welchen sich der Hersteller nicht die Mühe gemacht hat etwas Eigenes zu entwickeln. Ja die Kamera App des GS270 mach ihren Job zufriedenstellend, ist allerdings gerade visuell etwas betagt.

 

Performance und Benchmarks

Im Gigaset GS270 ist der MediaTek MTK 6750T Octa-Core verbaut. Je nachdem ob Ihr die Plus oder nicht Plus Version besitzt mit 3GB oder 2GB RAM.

Meine Meinung dazu wie viel RAM ein Smartphone zwingend braucht findet Ihr hier. Zusammengefasst wenn Ihr ein normaler Nutzer seid, der das Smartphone nur für WhatsApp, Facebook, hin und wieder mal ein Spiel oder zum Telefonieren nutzt, reichen 2GB RAM in der Regel aus!

Aber wie steht es um die Prozessor- und Grafikkarten-Leistung? Um diese zu Beurteilen schauen wir uns ein paar Benchmarks an.

Bei dem MediaTek MTK 6750T scheint es sich um eine Art MediaTek Helio P10 „Lite“ zu handeln. Wer nichts mit dem Helio P10 anfangen kann, der MediaTek Helio P10 ist ein sehr beliebter Chip in diversen, meist Asiatischen, Smartphones wie dem TP-Link Neffos X1 und X1 Max, Sony Xperia XA, HTC U Play, Alcatel One Touch Pop 4S 5095K, Ulefone Future, UMI Super. Usw.

Dementsprechend liegt der MediaTek MTK 6750T in allen Benchmarks unterhalb des Helio P10. Auch der Qualcomm Snapdragon 430/435, welcher im Moto G5 und Wiko WIM Lite zu finden ist, schlägt den MediaTek MTK 6750T, wenn auch meist nur knapp.

Man kann also durchaus feststellen, dass das GS270 und GS270 Plus keine „Leistungs-Monster“ sind. Allerdings ist das GS270 auch nicht zu schwach. Verglichen mit dem GS170 sehen wir ein Leistungsplus von ca. 30-50% je nach Benchmark, für rund 50€ Aufpreis schon ganz ordentlich.

Auch Smartphones welche auf den Qualcomm Snapdragon 617 setzen (Moto G4, Honor 5x) liegen mit dem Gigaset weitestgehend gleich auf.

 

Das Gigaset GS270 in der Praxis

Natürlich sind Benchmarks und die Praxis zwei völlig unterschiedliche Dinge. Von daher wie sieht die Praxis beim GS270 aus?

Ganz gut! Das GS270 meistert die üblichen Basisaufgaben, telefonieren, SMS, WhatsApp, Facebook usw. tadellos. Anwendungen besitzen keine übermäßig hohen Ladezeiten und auch das nachladen von Bildern beispielsweise in Twitter geht recht flüssig, sofern gutes WLAN oder LTE vorhanden ist.

Das GS270 unterstützt im Übrigen auch 5GHz WLAN (2,4GHz wird ebenfalls unterstützt), wenn auch nur nach dem N Standard. Dennoch reicht dies, um größere App Downloads halbwegs zügig zu absolvieren. Probleme mit dem WLAN auch was die Reichweite angeht sind mir während meines Tests nicht aufgefallen.

 

Auch die Benutzeroberfläche arbeitet flüssig ohne groß zu ruckeln oder zu stottern. Hier und da kann es zwar durchaus mal einen kurzen Ruckler geben, diese sind aber recht selten.

Wie sieht es mit komplexeren Anwendungen oder sogar Spielen aus? Das GS270 ist nicht unbedingt als „Spiele- Maschine“ zu bezeichnen. Ja 99% aller Spiele im Google Play Store laufen und wenn es Euch nur um mal ne runde Sudoku, Candy Crush, Clash of Clans usw. geht, braucht Ihr Euch keine Gedanken zu machen. Diese Spiele laufen selbstverständlich auf dem GS270.

Erst wenn es wirklich um die sehr aufwendigen 3D Spiele oder sogar Emulatoren geht, kommt das Gigaset GS270 an seine Grenzen. Zwar laufen auch die meisten aufwendigeren 3D Spiele wie Asphalt 8 auf dem Smartphone, aber meist dann nur mit deutlich reduzierten Details oder Auflösung.

Positiv überrascht hat mich die GPS Signal Stärke des Smartphones, welche gemeinsam mit der Genauigkeit überdurchschnittlich war.

 

Akku

Eins der wenn nicht sogar das herausstechende Feature des GS270 ist der Akku. Dieser besitzt eine massive Kapazität vom 5000mAh! Damit besitzt dieser mehr Kapazität als viele kleine Powerbanks.

Falls Euch diese Zahl nichts sagt hier ein paar Vergleichswerte:

  • Samsung Galaxy Note 8 3300mAh (6,3 Zoll, 1000€)
  • Samsung Galaxy S8 3000mAh (5,8 Zoll, 600€)
  • iPhone 7 1960mAh (4,7 Zoll, 700€)
  • LG G6 3300mAh (5,7 Zoll , 450€)
  • Wiko WIM Lite 3000mAh (5 Zoll, 200€)

Selbst verglichen mit High End Smartphones besitzt das Gigaset GS270 einen ca. 1,5x bis 2x größeren Akku! Hinzu kommt das natürlich der Prozessor des Gigaset weniger hochgezüchtet ist als bei High End Geräten, und dementsprechend auch weniger Energie frisst?! Das Ganze sollte also in einer hervorragenden Akkulaufzeit resultieren?!

Wie schaut es in der Praxis aus, ist die Akkulaufzeit so hervorragend? Ja und nein ist die Antwort. Ja die Akkulaufzeit ist gut aber etwas weniger überragend als man es hätte bei der Akkukapazität vermuten können.

In meinem üblichen Standard Test, webbrowsen, leichtes Gaming, Social Media usw. benötigte das GS270 pro Stunde rund 8-12% Akku, je nach Display Helligkeit. Das bedeutet die aktive Nutzungszeit liegt bei 8 bis 12 Stunden. Sicherlich ein guter Wert, normale Smartphones erreichen hier meist 6-8 Stunden.

Viel interessanter ist allerdings die Standby- Zeit. Gerade wenn man kein Intensivnutzer ist, kann es des Öfteren vorkommen dass das Smartphone den größten Teil des Tages nichts macht und nur auf Anrufe, Nachrichten usw. wartet. Hier verliert das GS270 dank seines großen Akkus kaum an Kapazität.

Zum Vergleich eine Anker 5200mAh Powerbank

Ich schätze, dass wenig Nutzer mit dem GS270 sicherlich 3-4 Tage ohne Ladegerät klar kommen werden. Selbst intensiv Nutzer sollten 2 Tage nicht an den Strom müssen.

Kurzum ja die Akku Laufzeit ist gut!

Wie sieht es mit dem Wiederaufladen aus? Gigaset spricht beim GS270 von einer „integrierte Fast-Charging-Funktion“. Schnellladen bzw. Fast-Charging, Quick Charge sind natürlich recht dehnbare Begriffe, ab wann lädt ein Smartphone schnell?

Quick Charge ist hier sicherlich die bekannteste Technologie, welche vom Hersteller des Prozessors Qualcomm eingeführt wurde. Quick Charge erhöht die USB typischen 5V Spannung, die auf dem USB Port liegt auf bis zu 12V, um damit den Ladevorgang zu beschleunigen (es ist leichter eine höhere Spannung zu übertragen als einen höheren Strom).

Das Gigaset GS270 nutzt KEIN Quick Charge, das Smartphone lädt ganz klassisch via 5V, kann dabei aber bis zu 2A (konnte bis zu 1,62A messen) aufnehmen. Das ist relativ viel, liegt aber unter demLadetempo der meisten echten Quick Charge fähigen Smartphones. Hinzu kommt natürlich die hohe Akkukapazität, was die Ladezeit in die Höhe treibt. Das GS270 benötigt ca. 2-2,5 Stunden für eine vollständige Ladung! Klingt recht viel ist aber eigentlich Okay bei dieser Akkukapazität.

 

Fazit

Das Gigaset GS270 und GS270 Plus sind Grund solide Allrounder für den Normalnutzer, welcher weniger Wert darauf legt, dass sein Smartphone die besten Fotos machen kann oder die aufwendigsten Spiele spielen kann.

Das GS270 bietet genug Leistung für die üblichen Anwendungen wie telefonieren, SMS, WhatsApp, Facebook, Twitter usw. Auch gelegentlich mal ein Spiel bereitet dem Smartphone keine Probleme.

Auch die Kamera bietet an sich eine gute Bildqualität und vor allem ein hohes „Schnappschuss Potenzial“ dank schnellem Autofokus und Auslösen. Wer allerdings plant seine Urlaubsfotos nur mit seinem Smartphone zu machen um diese dann später auszudrucken, würde ich doch eher raten etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen (für beispielsweise ein BQ Aquaris X). Wer aber nur ein paar Fotos auf Facebook oder WhatsApp stellen möchte, wird mit der hier gelieferten Qualität zufrieden sein. Bildqualitativ liegt man beispielsweise über einem Wiko WIM Lite und mit dem Moto G5 auf einem ähnlichen Level.

Verarbeitung, Display, Klang usw. würde ich beim GS270 in die „unauffällig gut“ Kategorie packen.

Der Akku hingegen ist sicherlich das Highlight des Gigaset GS270! Dieser bietet nicht nur auf dem Papier mit 5000mAh eine gigantische Kapazität, auch in der Praxis bietet das GS270 eine hervorragende Akkulaufzeit, welche Konkurrenten das doppelte überbieten kann.

Kommen wir zum Abschluss, das GS270 ist ein Smartphone für den Normalnutzer welcher dieses primär für WhatsApp, SMS, Telefonieren, Facebook und ähnliche Dinge nutzt, dabei aber einen besonders hohen Wert auf eine lange Akkulaufzeit legt.

Mit dem Gigaset GS270 müsst Ihr Euch wirklich keine Sorgen machen „habe ich mein Smartphone heute an die Ladestation gehängt oder nicht“, selbst wenn Ihr dieses vergesst 1-2 Tage zu laden, wird Euch das GS270 weiterhin durch den Tag begleiten.

Das Wiko WIM im Test, Wikos 2017er Flaggschiff Smartphone!

Wiko ist eigentlich eher für günstige Smartphones bekannt, aber ab und zu wagt man sich doch auch in höheren Preisklassen vor.

So geschehen mit dem neuen Wiko WIM. Das WIM stellt das neue Flaggschiff Smartphone für das Jahr 2017 da. Hierfür verlangt man auch durchaus stolze 399€.

Im Gegenzug erhaltet Ihr auch ein, zumindest auf dem Papier, durchaus interessantes Smartphone. Gerade was die Kamera angeht, kann man hier Großes erwarten. Wiko setzt auf ein Dual Kamera Setup mit zwei 13 Megapixel Modulen, ähnlich wie bei Huawei, welches aber hier in Kooperation mit den Experten von DxO entstanden ist. Das Motto des WIM ist „Serious camera, crazy sharing“.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen was an diesen Aussagen dran ist und ob das WIM für 399€ überzeugen kann!

 

Technische Daten

  • Wiko WIM
  • 5,5 Zoll Full HD AMOLED Display
  • Qualcomm MSM8953 Pro Snapdragon 626
  • 2x 13MP Hauptkamera, 16MP Frontkamera
  • 4GB RAM
  • 64GB Speicher
  • 3200mAh Akku, Qualcomm Quick Charge 3.0
  • Link zum Hersteller
  • bei Geizhals

 

Das Wiko WIM im Test

Bei einem Startpreis von 399€ kann man vom WIM durchaus eine etwas hochwertigere Haptik erwarten. Diese wird auch vom WIM geliefert!

Wiko setzt hier auf eine Mischung aus Metal und Glas. Der Rahmen des Wiko WIM ist aus Aluminium gefertigt, die Rückseite hingegen aus Glas.

Durch diese Materialwahl fühlt sich das WIM durchaus hochwertig in der Hand an. Auch die Massivität stimmt. Zwar ist das WIM mit 160g nicht super schwer, aber man hat durchaus das Gefühl etwas in der Hand zu halten. Dies stufe ich zu mindestens positiv ein.

Auch die Verarbeitungsqualität passt. Spaltmaße und auch Übergänge zwischen den unterschiedlichen Materialien sind absolut tadellos, so wie sich dies auch bei einem 400€ Smartphone gehört.

Erfreulicherweise ist das WIM trotz der Glasrückseite nicht übermäßig rutschig in der Hand. Lediglich wenn man dieses auf eine glatte Couch oder ein Kissen legt, muss man vorsichtig sein. Hier rutscht dieses natürlich aufgrund des Glases etwas.

Optisch bin ich recht zufrieden mit dem Wiko WIM. Das Smartphone wirkt recht rundlich und geschmeidig. Hierbei strahlt dieses auch eine gewisse Hochwertigkeit aus, was sicherlich auch an den schönen Lichtspiegelungen auf der Rückseite liegt. Allerdings würde ich auch nicht so weit gehen das WIM als absolutes High End Smartphone zu bezeichnen.

Es gibt schon einen optischen Unterschied zwischen einem Wiko WIM und einem Samsung Galaxy S8 oder LG G6. Beispielsweise die Displayrahmen des WIM sind nicht übermäßig groß, aber auch alles andere als schmal. Dies liegt unter anderem auch am Fingerabdruckscanner auf der Front. Bei diesem Fingerabdruckscanner handelt es sich im Übrigen um eine richtige Home Taste!

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5,5 Zoll AMOLED Display, wie auch eine 16 Megapixel Kamera mit LED Blitz und die Hometaste.

Die üblichen physischen Smartphone Tasten sind beim WIM auf die linke und rechte Seite verteilt. Links ist die Lautstärkewippe und rechts der Ein/Ausschalter.

Der Lautsprecher, der Kopfhöreranschluss und auch der microUSB Ladeport sind auf der Unterseite angebracht. Auf der Rückseite findet sich lediglich die 13 Megapixel Dual Kamera mit LED Blitz.

 

Software

Die Software ist ein etwas nerviger Punkt am Wiko WIM.

Beginnen wir aber mit dem Positiven, das Smartphone wird mit Android 7.1.1 ausgeliefert. Auch 3. Anbieter Software ist erst einmal keine auf dem Gerät zu finden, dafür aber durchaus eine Handvoll netter Bonus Funktionen wie eine Gestensteuerung, lange Screenshots usw.

Allerdings hatte ich abseits vom WIM Lite lange schon kein solch nerviges Smartphone, was die Software anging.

Schon beim Start versucht Euch das Smartphone für eine Registrierung bei Wiko zu begeistern. Zwar kann man dies überspringen, aber auch nach der erst Einrichtung versucht Euch das WIM noch von den nicht vorhandenen Vorzügen der Registrierung zu überzeugen.

Ebenfalls in der Einrichtung versucht Euch das WIM Eure Nutzungsdaten aus den Rippen zu leiern. Man kann dies zwar auch überspringen, allerdings ist es so gemacht, dass das Überspringen auf den ersten Blick nicht auffällt.

Auf dem Home Bildschirm angekommen, werdet Ihr erst einmal von jeder Menge Popups begrüßt, welche Euch diverse Funktionen erklären wollen. Macht Euch darauf gefasst oft auf „Ich hab´s verstanden“ zu tippen.

Immerhin der Wiko Standard Launcher hat sich verglichen mit der Vorgänger Version etwas verbessert. Mittlerweile ist auch wieder eine App Übersicht vorhanden. Ebenfalls weiterhin vorhanden ist der etwas buntere und „fröhlichere“ Style der Wiko Benutzeroberfläche.

Wie bereits erwähnt, gibt es erst einmal keine 3. Anbieter Apps auf dem Wiko WIM, allerdings bietet man Euch gleich beim ersten Start Apps an „die Sie lieben werden“. Was sind denn diese Apps, die ich lieben werde? Richtig „Garden-scapes“, „Genies & Gems“, „My Free Farm 2“, „eBay“, „Wish“, „Booking.com“ und noch viele weitere Qualitative Apps.

Ja man kann sich hier durchklicken ohne eine App zu installieren, aber dennoch finde ich dies etwas nervig.

Ebenfalls etwas unnötig ist der Versuch ein Feature aller HTC Blinkfeed oder Google Now zu integrieren. Auf der ganz rechten Seite des Launchers findet sich eine Übersicht mit Nachrichten, Kontakten, Wetter usw. Um ehrlich zu sein, eher so mittelmäßig hilfreich das Ganze. Ähnlich wie bei Samsungs Bixby wirkt es etwas aufgesetzt.

Bei meinem Wiko WIM mit 64GB waren nach der Einrichtung noch 50,79GB Speicher frei.

 

Display

Wiko setzt beim WIM auf ein 5,5 Zoll AMOLED Display mit Full HD Auflösung. AMOLED ist natürlich etwas besonderes, welches ansonsten bei Smartphones dieser Preisklasse nur sehr sehr selten zu finden ist.

Das Display des WIM sieht auch mehr als ordentlich aus! Farben sind schön satt und leuchtend, Kontraste sind tadellos und auch die maximale Helligkeit passt.

Dank AMOLED Panel sind natürlich auch die Schwarzwerte perfekt, was das Display nochmals kräftiger erscheinen lässt.

Zudem setzt Wiko auf Gorilla Glas 3 für den Kratzschutz. Kurzum das Display ist dem Preis von 399€ angemessen.

 

Sound

Das Wiko WIM verfügt über einen Lautsprecher auf der Unterseite. Dieser Lautsprecher ist okay. Er ist ausreichend laut und relativ voll.

Um ehrlich zu sein keine überragende Leistung, aber so das Minimum was man an Klang bei einem 400€ Gerät erwarten kann.

 

Kamera

Das Wiko WIM verfügt über ein interessantes Kamera Setup. Wiko nutzt beim WIM gleich zwei Sensoren. Beide Sensoren besitzen 13 Megapixel und eine Blende von F2.0. Hierbei ist allerdings einer der Sensoren ein schwarz/weiß Sensor.

Warum und was soll das? Das Wiko WIM produziert natürlich keine schwarz/weiß Bilder. Die beiden Sensoren, also der Farb- und der S/W- Sensor, arbeiten zusammen. Löst Ihr die Kamera aus, wird von beiden Sensoren ein Foto gemacht und dieses zusammengerechnet. Ihr habt also keinen optischen Zoom wie beim iPhone 7+, dafür aber in der Theorie ein besseres normales Bild.

Die Farbinformationen des Farbsensors werden über die Aufnahmen des Schwarz/Weiß Sensors drüber gelegt. Hierdurch sollen mehr Details und Feinheiten sichtbar sein. Auch im Low light kann dieses System ein Vorteil sein, da Ihr zwei Kameras habt. Zwei Kameras = zwei Sensoren = doppelte Sensorfläche = doppelte Menge aufgenommenes Licht.

In der Theorie bietet das von Wiko verwendete Dual Kamera Setup also durchaus Ihre Vorteile, wenn es um die Bildqualität geht. Wie es in der Praxis aussieht, hängt allerdings extrem vom verwendeten Algorithmus und der Software ab, welche die beiden Bilder zusammenrechnet.

Wie sehen denn nun die Bilder des Wiko WIM aus? Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die Original Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

(Laden der Bilder kann etwas dauern! Rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit noch mehr Bildern)

Um ehrlich zu sein, haben mich die Aufnahmen des Wiko WIM positiv überrascht. Schon beim WIM Lite hat Wiko mit der Zusammenarbeit mit DxO geworben und ich wurde von der Kamera des WIM Lite etwas enttäuscht. Zwar hatte das WIM Lite keine dual Kamera, aber dennoch hatte ich im Vorhinein etwas die Befürchtung, dass es sich bei Wikos Aussagen mehr um Marketing Bla Bla handelt als um Tatsachen.

Allerdings die Bildqualität des WIM ist gegenüber dem WIM Lite doch ein gutes Stück besser!

Wie beworben besitzen die Fotos des Wiko WIM eine sehr hohe Schärfe und sehr starke Details. Achtet hier besonders auf Schatten oder die einzelnen Grashalme auf Wiesen. Diese werden vom WIM hervorragend gezeichnet und dargestellt.

Auch die Dynamik ist tadellos und spielt definitiv auf High End Level. Im Himmel oder an besonders hellen Stellen im Bild sind immer noch gut, Details zu erkennen, auch wenn diese eigentlich überbelichtet sind.

Diese starke Detail Darstellung spiegelt sich interessanterweise auch etwas in der Dateigröße der Aufnahmen wieder. Fotos des Wiko WIM sind im Schnitt 6-8MB groß und können sogar auf über 12MB anwachsen, was recht groß ist.

Aber auch abseits von Schärfe, Details und Dynamik kann die Kamera des Wiko WIM überzeugen. Farben sind absolut klar und angenehm kräftig ohne übersättigt zu sein. Auch der Weißabgleich sitzt in 99% der Aufnahmen perfekt! Ähnliches gilt auch für die Belichtung, welche beispielsweise beim WIM Lite ein wenig problematisch war.

Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X

[spoiler title=’Mehr Vergleichsbilder‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
TP-Link Neffos X1 Max
Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
TP-Link Neffox X1 Max

[/spoiler]

Hier ein paar Vergleichsaufnahmen Wiko WIM, WIM Lite und BQ Aquaris X. Entscheidet selbst wie Euch die Bilder gefallen. Meiner Meinung nach sind die Aufnahmen des WIM Lite eindeutig die schlechtesten. WIM und Aquaris X liefern sich ein etwas knapperes Duell. Allerdings sitzt der Weißabgleich und damit auch die Farben beim WIM etwas besser und auch Details sind dank Dual Kamera einen Hauch besser.

Es ist im Übrigen möglich die Dual Kamera abzuschalten. Macht Ihr dies sieht man das die Details gerade in den Schatten etwas verschwinden, dafür wird allerdings der Kontrast etwas besser (Schatten wären schwärzer).

Rein qualitativ würde ich den Dual Kamera Modus immer anlassen. Dieser ist anscheinend ein „HDR light“ Modus ohne dem Nachteil das mehrere Aufnahmen nacheinander gemacht werden müssen.

Gibt es aber auch einen Grund warum man den Dual Kamera Modus abschalten sollte? Performance! Bei Fotos ohne Dual Kamera gibt es keine Verzögerung zwischen zwei Aufnahmen. Im Dual Kamera Modus hingegen gibt es eine dicke Verzögerung!

Ich spreche hier von ca. 1-2, Sekunden ehe das nächste Bild gemacht werden kann und dann arbeitet das Smartphone nochmals ca. 2-3 Sekunden im Hintergrund pro Aufnahme und wirkt merklich träger.

Allerdings wie ich finde auch kein Weltuntergang, immerhin die Ergebnisse stimmen!

Was mich hier etwas mehr stört ist der teilweise etwas träge und bei kurzen Distanzen zickige Autofokus. Erneut kein No Go, aber sicherlich das, was mich am Foto Modus am meisten genervt hat.

Wie sieht es im Low light aus? Das Wiko WIM ist kein Low Light König! Allerdings schlägt es sich bei schlechteren Lichtverhältnissen, Dämmerung oder in Gebäuden recht gut, besser als beispielsweise ein BQ Aquaris X. Allerdings im extrem Low Light, abends bei gedämpfter Beleuchtung zum Beispiel, bricht die Qualität recht stark weg. Ich würde sagen hier light man qualitativ auf einem ähnlichen Level wie das Huawei P10.

So viel zum Foto Modus, kommen wir zu den Videos. Erneut bin ich absolut positiv überrascht! Das WIM nimmt Videos mit bis zu 4K Auflösung auf. Und selbst wenn Ihr nur einen Full HD Monitor habt, wollt Ihr den 4K Modus einschalten!

Im 4K Modus bietet das Wiko WIM eine hervorragende Schärfe und klasse Details! Ich weiß zwar um ehrlich zu sein, nicht ob die Dual Kamera in diesem Modus überhaupt genutzt wird, aber dennoch sehen 4K Aufnahmen klasse aus!

Auch Farben und Kontraste passen absolut. Hinzu kommt eine Video Stabilisierung, ja auch bei 4K Auflösung, welche tadellos funktioniert! Videos, welche mit dem WIM gemacht wurden sind sehr ruhig und weich, hinzu kommt die Klasse Qualität. Hier habe ich schon High End Smartphones gesehen, welche bei der Qualität nicht mithalten können.

Zu guter Letzt die Frontkamera. Ich bin kein Selfie Fan, daher lege ich auf diese Kamera keinen großen Wert. Solltet Ihr allerdings gerne mal ein Selfie machen werdet Ihr das WIM auch sehr Mögen! Die Frontkamera fällt mit 16 Megapixeln und F2.0 ebenfalls recht groß dimensioniert aus. Bilder sind scharf und Qualitativ hochwertig. Hier muss man sich definitiv nicht schämen, wenn man die Aufnahmen ins Internet stellt.

 

Performance und Benchmarks

Im Wiko WIM werkelt der Qualcomm Snapdragon 626 SoC welcher mit 4GB RAM kombiniert ist. Der Snapdragon 626 ist der inoffizielle Nachfolger des Snapdragon 652, mit einer ähnlichen Leistung aber einer deutlich besseren Energieeffizienz.

Schauen wir uns ein paar Benchmarks an, um die Leistung des Wiko WIM besser einschätzen zu können.

Das Wiko WIM liefert eine gute Leistung in den üblichen Benchmarks, welche auch durchaus zur gehobenen Mittelklasse passt.

Mit knappen 67000 Punkten liegt der Qualcomm Snapdragon 626 im Wiko WIM knapp unter dem ehemaligen High End Chip Snapdragon 810 (Sony Xperia Z5, HTC One M9) und oberhalb beispielsweise des Snapdragon 808 (LG G4). Auch liegt die Leistung des Wiko WIMs oberhalb des Huawei P10 Lite (HiSilicon Kirin 658).

Der Snapdragon 435 im WIM Lite wird um gut 40-50% geschlagen, je nach Benchmark.

 

Das Wiko WIM im Praxiseinsatz

Benchmarks sind das eine, die Praxis das andere. Leider spiegelt die Praxis beim Wiko WIM nicht ganz die guten Benchmark Ergebnisse wieder.

Softwareseitig könnte was WIM definitiv noch etwas Feinschliff gebrauchen! Hier und da ist das Hin- und Herwischen im Launcher oder das Aufrufen der Benachrichtigungsleiste etwas träge oder ruckelig. Das dürfte eigentlich bei dieser doch sehr fähigen Hardware nicht passieren! Dies hat auch das BQ Aquaris X und X Pro gezeigt welche ebenfalls über den Qualcomm Snapdragon 626 verfügen + eine etwas „leichtere“ Software.

Allerdings ist nicht alles schlecht. Im Gegensatz zur Benutzeroberfläche laufen Apps auf dem WIM tadellos. Dies gilt sowohl für die Basis Apps wie den Webbrowser oder auch Social Media Anwendungen wie Twitter und Co. aber auch für Spiele.

Auch Spiele laufen im Allgemeinen gut bis sehr gut auf dem WIM. Es gibt zwar durchaus sehr aufwendige 3D Spiele, welche hier und da mal ruckeln oder bei welchen man die Details eine Stufe herunterstellen muss, aber im Generellen eignet sich das Wiko WIM auch für Gamer.

Ebenfalls Positiv überrascht hat mich das WLAN Modul. Das WIM unterstützt 2,4GHz und 5GHz WLAN, wie auch den AC Standard. Selbst große App Downloads gehen erfreulich flott!

Ebenfalls erfreulich flott ist der Fingerabdruckscanner. Hierbei handelt es sich durchaus um ein High End Modul, welche sehr schnell und auch überdurchschnittlich akkurat arbeitet.

 

Akku

Das Wiko WIM verfügt über einen 3200mAh starken Akku, eine ordentliche Kapazität. Aber natürlich sagt die Kapazität erst einmal wenig aus. Viel wichtiger ist, was das WIM aus dieser Kapazität macht.

In meinem üblichen Standardtest, mit ein wenig Webbrowsen, leichtem Gaming, Social Media usw. erreichte ich eine Laufzeit von ca. 6,5-7,5 Stunden. Dies bei einer indoor Display Helligkeit. Wird diese aufs Maximum hochgedreht, sinkt die Laufzeit auf ca. 5-6 Stunden.

Daher sollten normale Nutzer ca. 2 Tage mit dem WIM ohne Probleme schaffen. Auch Intensivnutzer sollten immerhin einen Tag problemlos klarkommen.

Leider besitzt das WIM einen microUSB Port und noch kein USB-C. Etwas schade wie ich finde in dieser Preisklasse. Allerdings kann ich die Entscheidung von Wiko verstehen. Für den 08/15 Nutzer ist USB-C vermutlich aktuell mehr nervig als nützlich. Man braucht neue Kabel, neues Zubehör usw. Zudem gibt es keinen offensichtlichen Vorteil für den Normalnutzer. Lediglich für Enthusiasten ist sicherlich USB C von Vorteil, aber das WIM richtet sich eher an den Normalkunden.

 

Sonstiges

  • Benachrichtigungs-LED ist vorhanden
  • Dual SIM + Speichererweiterung

 

Fazit

Das Wiko WIM ist ein klasse Smartphone der oberen Mittelklasse und zu Recht Wikos Flaggschiff!

Gerade die Kamera konnte im Test überzeugen! Fotos bei Tageslicht oder auch bei etwas schwierigeren Lichtverhältnissen können mit tollen Details und sehr guten Farben punkten. Auch der 4K Video Modus ist hervorragend beim WIM, hier hat sich die Zusammenarbeit mit DxO definitiv ausgezahlt. Auch Selfie Fans kommen beim WIM auf Ihre Kosten, dank sehr guter Frontkamera. Lediglich im extremen Low light gibt es stärkere Kameras (siehe BQ Aquaris X Pro).

Aber auch abgesehen von der Kamera macht das Wiko WIM eine gute Figur. Der Qualcomm Snapdragon 626 sorgt für eine gute Performance, auch bei etwas anspruchsvollen Apps. Zwar benötigt die Software und Benutzeroberfläche seitens Wiko noch etwas Feintunning, aber dennoch hinterlässt das WIM einen guten Eindruck, auch wenn bei der Software das Motto gilt manchmal ist weniger mehr.

Haptik und Optik ist recht klassisch, aber dem Preis durchaus angemessen. Ähnliches gilt auch für die Akkuleistung und den Lautsprecher.

Das Display würde ich hingegen als überdurchschnittlich einstufen. Ein gutes AMOLED Panel sieht man in der 400€ Preisklasse auch nicht überall.

Lediglich der Preis macht mir etwas Bauchschmerzen. Aktuell kostet das WIM 399€ und das ist schon recht hoch angesetzt. Klar das WIM geht schon in die Premium Richtung, allerdings 200€ mehr verglichen mit dem WIM Lite, das ebenfalls sehr gut ist, ist schon etwas happig. Auch der Vergleich zum BQ Aquaris X und X Pro ist relativ ausgeglichen, obwohl beide Geräte etwas weniger kosten.

Sollte der Preis zum Zeitpunkt, wenn Ihr diesen Test gelesen habt, etwas gefallen sein, vergesst was ich gesagt habe. Auch wenn Euch das WIM beispielsweise optisch besonders gut gefällt oder die Kamera Euch besonders wichtig ist, ist der Preis völlig in Ordnung. Jedoch aus rein neutraler Preis/Leistungssicht würde ich eher zum Wiko Wim Lite oder zum BQ Aquaris X  / Aquaris X Pro raten.

Dies soll allerdings das Wiko WIM nicht schlecht machen! Es ist ein klasse Smartphone gerade, was die Kameras angeht!

Positiv

  • Gute Haptik
  • Fähiger SoC mit ordentlich Leistung
  • Bei Tageslicht und Dämmerung eine sehr gute Kamera…..
  • Hervorragende Frontkamera
  • Sehr guter 4K Video Modus

 

Neutral

  • …… welche allerdings bei extremen Low light etwas schwächelt

 

Negativ

  • microUSB Ladeport
  • Software recht überladen

Anker PowerCore iPhone 7 Akkuhülle (auch fürs 6 und 6s)

Sagen wir es so die nicht „Plus“ Modelle des iPhones sind keine Akkuwunder. Selbst Apple hat dies eingesehen und hat vor einer Weile eine Batteriehülle für das 6S heraus gebracht.

Aber natürlich zahlt man bei Apple einen netten Premium Preis. Wie üblich gibt es aber jede Menge 3.Anbieter welche vergleichbares Zubehör anbieten.

So bietet auch Anker seid neustem eine Akkuhülle für das iPhone 7 an. Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen wie gut diese ist.

Kann die Anker PowerCore iPhone 7 Akku Hülle im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Anker PowerCore iPhone 7 Akku

Bei dem „Anker PowerCore iPhone 7 Akku“ handelt es sich um eine spezielle Hülle für das iPhone 7. In dieser Hülle ist auf der Rückseite ein Akku eingelassen, welcher bei Bedarf Euer Smartphone laden kann.

Wie Ihr vielleicht wisst, ist das iPhone 6, 6S und 7 weitestgehend gleich, also passt diese Akkuhülle natürlich auch auf diese drei Smartphones. Ich selbst teste diese an einem iPhone 6.

Man merkt, dass das iPhone 6 etwas dünner ist als das 6S oder 7, aber grundsätzlich passt auch hier die Hülle gut, auch wenn diese sicherlich auf dem iPhone 7 noch ein Stück besser passen würde.

Die PowerCore Akku Hülle wurde aus einem Softtouch Plastik/Gummi Mix gefertigt. Daher fühlt sich die Hülle durchaus gut und hochwertig in der Hand an, jedoch sieht man Fingerabdrücke recht schnell auf dieser, gerade wenn man bei diesem Wetter (Sommer) etwas schwitzigere Flossen hat.

Der 2200mAh starke Akku sitzt visuell etwas „Huckepack“ auf dem Smartphone. 2200mAh ist zwar nicht riesig sollte aber ausreichen Euer Smartphone im Notfall 3/4 bis 1 mal vollständig zu laden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Akkuhüllen für das iPhone ist die Anker relativ kompakt. Zwar wird das Smartphone ein gutes Stück dicker, aber kaum breiter oder länger.

Gerade Letzteres war bei vielen Akkuhüllen ein Problem. Anker geht hier aber einen etwas anderen weg. Die Hülle ist nicht „fest“ mit dem Ladeport Eures Smartphones verbunden, sondern dies wird über ein kleines Kabel geregelt, welches sich bei Bedarf in das Smartphone einstecken lässt. Wird dieses nicht benötigt, kein Problem. In diesem Fall wird das Kabel einfach in der Hülle verstaut.

Der Anker PowerCore iPhone 7 Akku wird nicht via Lightning Kabel geladen, sondern benötigt ein microUSB Ladekabel, dieses liegt im Lieferumfang bei. Hier kann man natürlich streiten, ob nicht ein Lightning Port am Akku besser gewesen wäre.

Andererseits kann man so die Hülle als „Adapter“ nutzen, sollte man kein Lightning Kabel zur Hand haben.

Auf der Rückseite des Anker PowerCore iPhone 7 Akku befindet sich zudem ein Einschalter und drei Status LEDs, welche Euch über die verbliebene Restladung Informieren.

 

Messwerte

Beginnen wir mit der Kapazität. Anker gibt diese mit 2200mAh an, messen konnte ich 1983mAh bzw. 7,338Wh.

Dies würde theoretisch reichen ein iPhone 6 bzw. 6s oder 7, welches über einen 1810mAh (1960mAh) starken Akku verfügt, einmal zu laden. Die Betonung liegt auf theoretisch!

Das iPhone lädt wie auch jedes andere Smartphone auf dem Markt nicht zu 100% effizient, das heiß pumpt Ihr in dieses genau 1810mAh würde dies nicht reichen für eine vollständige Ladung.

Das iPhone 6 benötigt ca. 2000-2100mAh für eine vollständige Ladung und das iPhone 7 rund 2200-2300mAh, daher schafft es die PowerCore Akku Hülle das iPhone zu 75-90% zu laden.

Effektiv verdoppelt die PowerCore Akkuhülle die Akkulaufzeit des iPhones!

Wie sieht es mit der Ladegeschwindigkeit aus? Keine Überraschungen hier, die Hülle schafft 1A und die bekommt Ihr auch. Damit dauert eine Ladung ca. 2 Stunden, was aus meiner Sicht okay und eigentlich irrelevant ist, da die Hülle ja eh am Smartphone besteigt, ist.

Was viel wichtiger ist das Wiederaufladen der Hülle. Diese lädt auch mit 1A, allerdings ist ein gleichzeitiges Laden und Entladen möglich.

Ihr könnt also Hülle und iPhone gleichzeitig laden! Klasse!

 

Fazit

Der Anker PowerCore iPhone 7 Akku ist die beste iPhone Ladehülle, die ich bisher gesehen habe. Dies liegt weniger an irgendwelchen raffinierten technischen Details, sondern viel mehr an der Größe.

Ja auch diese Akkhuhülle trägt etwas auf, allerdings vergleichsweise wenig, gerade an den Seiten. Dies liegt natürlich am System mit dem ansteckbaren Kabel. Die meisten Akkuhüllen fürs iPhone 6, 6s und 7 sind dauerhaft mit dem Smartphone verbunden, die Anker Hülle hingegen nicht.

Natürlich kann es auch ein Nachteil sein immer das Kabel ins iPhone stecken zu müssen, aber diesen wäre ich für die geringeren Abmessungen bereit einzugehen.

Ähnliches gilt auch für die Kapazität, welche nur reicht ein iPhone ca. 75% zu laden. Aber im Alltag reicht dies vollkommen aus! Hinzu kommt das die Hülle gleichzeitig Laden und wiederaufgeladen werden kann. So könnt Ihr das Laden der Hülle einfach ins iPhone durchschleifen und müsst nicht beides separat laden.

Kurzum, solltet Ihr nach einer „Ladehülle“ fürs iPhone 6, 6s oder 7 suchen wäre die Anker PowerCore iPhone 7 Akku Hülle meine erste Wahl!

Das neue Wiko WIM LITE im Test, der Preis/Leistungs-König?

Das WIM und WIM Lite sind die neuen Flaggschiff Smartphones von Wiko. Beide sollen unter anderem durch eine tolle Kamera und hohe Leistung punkten.

Den Anfang macht hier erst einmal das Wiko WIM Lite, um welches es auch in diesem Test geht. Wie für Wiko üblich, soll das WIM Lite durch eine hohe Leistung zum kleinen Preis punkten.

Besonders wird allerdings die Kameraleistung in den Mittelpunkt gestellt. Hierfür setzt Wiko auf eine Kooperation mit den Experten von DxO.

Wollen wir uns doch einmal im Test anschauen ob sich diese Kooperation auszahlt und ob das Wiko WIM Lite auch abseits der Kamera bestehen kann!

 

Das Wiko WIM Lite im Test

Wiko setzt beim WIM Lite durchaus auf ein etwas hochwertiger anmutendes Äußere. Der Rahmen des Smartphones besteht aus Aluminium und die Rückseite aus Glas. Wobei ich hier keine offizielle Angabe gefunden habe ob es sich um richtiges Glas handelt oder nur um „Plexiglas“.

Dies ist oftmals nicht ganz leicht einzuschätzen, ich würde aber mal auf eine Rückseite aus Glas tippen. Wie auch immer das Wiko WIM Lite fühlt sich sehr geschmeidig und „fließend“ in der Hand an. Ja es ist durch die abgerundete Glasrückseite etwas flutschig, aber an sich würde ich das Handgefühl als positiv einstufen.

Aufgrund des 5 Zoll Displays ist das WIM Lite ein recht kompaktes Smartphone, auch wenn die Rahmen um das Display entgegen des Trends nicht übermäßig klein sind.

Zusammengefasst fühlt sich das Wiko WIM Lite recht handlich an, was an den Abmessungen wie auch an der abgerundeten Rückseite liegt.

Gehen wir einmal um das Gerät herum. Auf der Front finden wir das 5 Zoll Full HD Display und eine 16 Megapixel Front Kamera. Das Wiko WIM Lite setzt auf On-Screen Tasten, unterhalb des Display befindet sich daher nur ein recht auffälliges Wiko Logo.

Auf der Unterseite des Geräts ist der microUSB Ladeport wie auch der Lautsprecher angebracht. Der Kopfhöreranschluss hingegen ist auf der Oberseite des WIM Lite.

Die drei üblichen physischen Tasten jedes Smartphones sind an der rechten Seite angebracht und besitzen einen guten Druckpunkt. Interessanterweise setzt Wiko nicht auf eine Lautstärkewippe, sondern auf zwei gesonderte Tasten.

Auf der Rückseite findet sich neben dem Fingerabdruckscanner natürlich auch die 13 Megapixel Hauptkamera.

 

Software

Ganz ehrlich ich werde das WIM Lite für die Software im Endrating abwerten…. Was hier Wiko gemacht hat, ist schlimmer als Samsung Smartphones zu Galaxy S4 Zeiten.

Beginnen wir aber mit dem Positiven, das Smartphone wird mit Android 7.1.1 ausgeliefert. Auch 3. Anbieter Software ist erst einmal keine auf dem Gerät zu finden, dafür aber durchaus eine Handvoll netter Bonus Funktionen wie eine Gesten Steuerung, lange Screenshots usw.

Das war es dann auch schon mit dem Positiven. Ich hatte schon lange nicht mehr ein derart nerviges und aufdringliches Smartphone wie das WIM Lite in den Händen.

Schon beim Start versucht Euch das Smartphone für eine Registrierung bei Wiko zu begeistern. Zwar kann man dies überspringen, aber auch nach der Ersteinrichtung versucht Euch das WIM Lite noch von den nicht vorhandenen Vorzügen der Registrierung zu überzeugen.

 

Ebenfalls in der Einrichtung MÜSST Ihr zustimmen Nutzungsdaten an Wiko zu übermitteln. Klar, jeder Hersteller hätte das gerne, aber in der Regel hat man die Wahl ob man dies möchte oder nicht. Diese hat man auch beim Wiko WIM Lite, jedoch sollte man nicht wollen das sämtliche Nutzungsdaten übermittelt werden, muss man nachträglich in die Einstellungen gehen und dies abschalten. Ein Abschalten während der Einrichtung ist nicht möglich.

Auf dem Home Bildschirm angekommen, macht Euch erst einmal auf jede Menge Popups gefasst, welche Euch die diversen Funktionen erklären.

 

Immerhin der Wiko Standard Launcher hat sich verglichen mit der Vorgänger Version etwas verbessert. Mittlerweile ist auch wieder eine App Übersicht vorhanden. Ebenfalls weiterhin vorhanden ist der etwas buntere und „fröhlichere“ Style der Wiko Benutzeroberfläche.

Vielleicht fällt Euch das Wiko Logo in meiner Benachrichtigungsleiste auf den Screenshots auf? Richtig das WIM Lite hat noch nicht aufgegeben mir eine Registrierung aufzudrängen und dies macht man mit einem nicht entfernbaren Eintrag im Benachrichtigungscenter.

Zusätzlich bietet man mir auch gleich Apps an „die Sie lieben“ ebenfalls mit einem nicht entfernbaren Eintrag im Benachrichtigungscenter. Was sind denn diese Apps die ich lieben werde? Richtig „Garden-scapes“, „Genies & Gems“, „My Free Farm 2“, „eBay“, „Wish“, „Booking.com“ und noch viele weitere Qualitative Apps.

Ja man kann sich hier durchklicken ohne eine App zu installieren, aber dennoch finde ich dies etwas nervig. Ebenfalls nervig finde ich die „ausgewählten“ App Vorschläge in meiner App Übersicht.

Es handelt sich bei diesen nicht um wirklich gute oder hilfreiche Apps, sondern vermutlich um Apps welche Wiko bei der Installation Geld bringen.

Ebenfalls etwas unnötig ist der Versuch ein Feature wie HTC Blinkfeed oder Google Now zu integrieren. Auf der ganz rechten Seite des Launchers findet sich eine Übersicht mit Nachrichten, Kontakten, Wetter usw. Um ehrlich zu sein, eher so mittelmäßig hilfreich das Ganze. Ähnlich wie bei Samsungs Bixby wirkt das Ganze etwas aufgesetzt.

Bei meinem Wiko WIM Lite mit 32GB waren nach der Einrichtung noch 22,14GB Speicher frei.

 

Display

Das WIM Lite besitzt ein 5 Zoll Full HD Display. Wie die meisten Full HD Displays sieht auch das des WIM Lite ausgesprochen ansehnlich aus.

Farben sind satt und leuchtstark und die Schärfe sehr hoch. Auch die maximale Helligkeit ist erfreulich hoch!

Daher ist auch die Ablesbarkeit im Freien überdurchschnittlich gut, was bei einem 200€ Smartphone nicht selbstverständlich ist!

Lediglich das Schwarz des WIM Lite könnte noch etwas schwärzer sein. Abgesehen davon bin ich mit dem Display sehr zufrieden!

 

Sound

Das Wiko WIM Lite verfügt über einen Lautsprecher auf der unteren rechten Seite. Daher kann man kein akustisches Wunderwerk erwarten. Allerdings ist der Lautsprecher okay!

Er ist relativ laut und klingt einigermaßen voll. Zwar ist dieser bei 100% der Lautstärke an der Grenze zum Verzerren, aber weiterhin gut nutzbar.

Wer also in der Küche ein wenig Webradio hören möchte oder abends im Bett ein paar Youtube Videos schauen, wird hier keinerlei Beschwerden haben! Selbst beim Grillen kann das Wiko WIM Lite im Notfall als Musikquelle ausreichen.

Der Kopfhörerausgang ist mal wieder nur als „Standard“ zu bezeichnen. Das ist nicht negativ gemeint! Für normale in-Ears, die nicht mehr gekostet haben als das ganze Smartphone, reicht die Klangqualität mehr als aus. Solltet Ihr allerdings planen große hochohmige Kopfhörer zu nutzen, geht dem WIM Lite doch schnell die Power aus.

Die Telefon Qualität würde ich vielleicht als leicht unterdurchschnittlich bezeichnen. Die Ohrmuschel ist relativ dumpf, aber wie ich finde noch ausreichend gut verständlich.

PS: Der Standard Klingelton ist etwas gewöhnungsbedürftig und sollte in der Öffentlichkeit etwas Aufmerksamkeit auf einen lenken.

 

Die Kamera

Kommen wir zum fast interessantesten Punkt, der Kamera. Hier muss ich erst einmal etwas Unverständnis äußern. Bei der Hauptkamera handelt es sich um ein 13 Megapixel Modul mit einer Blende von f2.2(Wiko schreibt auf seiner Webseite F2.0, aber scheint nicht zu stimmen). Bei der Front Kamera um ein 16 Megapixel Modul.

Warum hat die Front Kamera mehr Auflösung als die Hauptkamera?! Selfies werden eher bei schlechteren Lichtverhältnissen gemacht, das heißt, hier macht es aus meiner Sicht besonders viel Sinn auf ein Modul zu setzen, welches besonders gut mit Low light umgehen kann.

Wie gut eine Kamera mit schlechtem Licht um gehen kann, hängt im Großen und Ganzen von vier Faktoren ab, Auflösung, Blende, Sensorgröße und Sensorqualität.

Frontkameras besitzen in der Regel einen kleineren Sensor, da auf der Front einfach weniger Platz ist als auf der Rückseite. Kleiner Sensor + hohe Auflösung = suboptimal für Low light.

Ich hätte hier lieber 13 Megapixel auf der Front gesehen und die 16 Megapixel auf der Rückseite.

Aber weiter im Programm, positiv ist zu vermerken, das die Hauptkamera den Sony IMX 258 Sensor nutzt. Der Sony IMX 258 kommt auch beispielsweise im LG G6 zum Einsatz, wenn auch mit einer anderen Linse. Dennoch ein erst einmal fähiger Kamerasensor.

Wie sehen denn nun die Bilder des Wiko WIM Lite aus? Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die Originalqualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

(Laden der Bilder kann etwas dauern! Rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit noch mehr Bildern)

Die Kamera des Wiko WIM Lite ist gut, allerdings hätte ich nach dem großen Marketing Bla Bla mit der Zusammenarbeit mit DxO mit noch mehr gerechnet.

Grundsätzlich passt die Bildqualität. Aufnahmen sind scharf und detailliert, die Dynamik ist gut und Farben sind klar. Allerdings zeigt sich das WIM Lite teilweise nicht souverän, was Weißabgleich und Belichtung angeht.

Beim Weißabgleich neigt das WIM Lite ganz klar zu etwas wärmeren Bildern. Grundsätzlich nichts Schlechtes, allerdings ist das Smartphone bei der Belichtung relativ konservativ. Viele Smartphones erzeugen gezielt etwas hellere Aufnahmen damit die Bilder mehr strahlen, das Wiko WIM Lite hingegen erzeugt relativ dunkle Bilder.

Warme + dunklere Bilder = die Aufnahmen wirken oftmals etwas schwerer als sie eigentlich müssten.

Auch der HDR Modus des WIM Lite konnte mich nicht überzeugen. HDR Bilder hellen zwar die Schatten auf, aber überbelichtete Stellen im Bild bleiben überbelichtet. Dies können andere Smartphones deutlich besser!

Auch hat die Kamera etwas Probleme mit Rottönen welche aufgrund des wärmeren Grundtons etwas zum Absaufen neigen.

Positiv, Bilder wirken schön natürlich und oftmals sind aufnahmen wirklich Hervorragend! Gerade bei gutem Wetter spräche nichts dagegen mit dem WIM Lite seine Urlaubs Fotos zu machen!

Noch besser Urlaubsvideos! Das Wiko WIM Lite nimmt Full HD Videos bei 30FPS auf und diese sehen, wie ich finde, noch besser aus als die Fotos!

Bei Videos neigt das WIM Lite zu etwas helleren und strahlenderen Aufnahmen welche durch eine gute Schärfe und tollen Farben punkten können. Zudem ist eine Videostabilisierung mit an Board, welche gut ist!

Zwar handelt es sich hierbei nur um eine elektronische Video Stabilisierung aber diese Macht einen sehr guten Job, das Video weich und flüssig erscheinen zu lassen.  Kurzum Videos sind wie ich finde beim WIM Lite besser als die Fotos.

Wie sieht es im Low light aus? Okay würde ich sagen. Allerdings ist das WIM Lite kein Low Light König. Dies liegt vor allem an der Blende von f2.2 welche etwas Licht kostet. Um dies zu kompensieren, wählt das WIM Lite oftmals eine etwas höhere Belichtungszeit, wodurch Bilder oftmals etwas verwackeln.

[spoiler title=’Foto Vergleich, Wiko WIM Lite, WIM, BQ Aquaris, Neffos X1 Max‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
Neffox X1 Max
Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
Wiko WIM Lite

BQ Aquaris X
Wiko WIM Lite
Wiko WIM
BQ Aquaris X
TP-Link Neffos X1 Max

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Wenn es wirklich ins extreme Low light geht, beispielsweise eine dunkle Straße, hat das WIM Lite auch schnell Probleme mit Bildrauschen und der Schärfe.

Beispielsweise ein TP-Link Neffos X1 Max mit dem gleichen Kamera Sensor aber einer f2.0 Blende und einer anderen Software zeigt sich hier doch ein Stück weit souveräner. Allgemein bietet das Neffos X1 Max eine bessere Kamera.

Allerdings hat das Wiko WIM Lite noch ein Ass im Ärmel, die Front Kamera. Ich bin überhaupt kein Selfie Fan, solltet Ihr aber einer sein, könnte das WIM Lite für Euch das Richtige sein. Die Front Kamera ist mit 16 Megapixeln und einer Blende von F2.0 auf dem Papier sogar besser als die Hauptkamera!

Ich will zwar nicht soweit gehen und behaupten, dass die Frontkamera besser ist als die Hauptkamera, aber gefühlt hat Wiko in diese mehr Ressourcen gesteckt als in die primäre Kamera.

Bilder wirken recht scharf und detailliert. Zusätzlich kann das WIM Lite mit diversen Filtern und Beauty Modi aufwarten. Kurzum eine der besten wenn nicht sogar die beste Frontkamera die ich bisher in einem Smartphone dieser Preisklasse gesehen habe!

 

Performance und Benchmarks

Wiko setzt beim WIM Lite auf den Qualcomm Snapdragon 435 in Kombination mit 3GB RAM. Eine gute Wahl wie ich finde für ein 200€ Smartphone!

Der Snapdragon 435 ist eine höher getaktete Version des Snapdragon 430, welcher zum Beispiel im Moto G5 zum Einsatz kommt. Erfreulicherweise ist der Snapdragon 435 ein aktueller SoC!

Wiko setzt hier also nicht auf einen langsamen veralteten Chip! Aber wie schnell ist der Snapdragon 435? Schauen wir uns dafür zuerst ein paar Benchmarks an.

Der Qualcomm Snapdragon 435 im WIM Lite ist ein solider Chip der unteren Mittelklasse/oberen Einsteigerklasse. Dieser liegt hierbei je nach Benchmark knapp oberhalb des Qualcomm Snapdragon 617 (Huawei 5X, Moto G4) und Qualcomm Snapdragon 805 (Google Nexus 6) und ca. 40% unterhalb des Qualcomm Snapdragon 626, welcher beispielsweise im BQ Aquaris X oder im großen Wink WIM steckt.

Interessant ist der Vergleich zum Moto G5. Im Moto G5 steckt der Qualcomm Snapdragon 430, der 430 ist eine etwas langsamer getaktete Version des 435.

Im Antutu Benchmark kann das G5 sogar das WIM Lite leicht überbieten, im Geekbench Benchmark kann sich das Wiko wieder deutlich vor das Moto setzen. Im PC Mark Work 2.0 Benchmark liegt wieder das Moto G5 vorne.

Warum dieses hin und her? Ich habe eine Vermutung, Geekbench ist ein sehr theoretischer Test welcher mathematische Berechnungen durchführt, um die Leistung zu ermitteln. Antutu und PC Mark Work 2.0 hingegen versuchen praxisnahe Anwendungen mit in die Berechnung einzubeziehen.

Ich vermute hier schließt das WIM Lite aufgrund seiner etwas aufgeblähten Software schlechter ab, obwohl die Hardware leistungsstärker ist.

 

Das Wiko WIM Lite in der Praxis

Natürlich sind hohe Punktzahlen in Benchmarks das eine, eine flüssige und gute Nutzung im Alltag das andere.

Wie sieht es hier beim WIM Lite aus? Eigentlich ganz gut, abgesehen von der etwas nervigen Software läuft das Smartphone recht flott und flüssig. Allerdings ist das WIM Lite auch nicht das aller schnellste Smartphone in der 200€ Preisklasse, das mir bisher begegnet ist. Dies liegt weniger an der Hardware und mehr an der Wiko Benutzeroberfläche.

Diese ruckelt zwar nicht, aber reagiert teilweise ein wenig träge. Dies gilt nicht nur für die allgemeine Navigation im Betriebsystem, sondern auch beispielsweise für die Galerie App, bei welcher Bilder ca. 1-1,5 Sekunden zu laden benötigen.  Hier macht beispielsweise ein Moto G5 einen besseren Job mit ähnlicher Hardware. Ich würde gegebenenfalls zu einem anderen Launcher und einer anderen Galerie App (Google Foto) raten.

Allerdings klingt dies jetzt negativer als es praktisch wirklich ist. Das Wiko WIM Lite fühlt sich eigentlich alles andere als träge an. Gerade Apps wie WhatsApp, Facebook und Twitter laufen ausgesprochen gut.

Ähnliches gilt sogar für die allermeisten Spiele. Der Qualcomm Snapdragon 435 ist ein sehr ordentlicher Chip, welcher sogar mit aufwendigeren 3D Spielen klarkommt. Hier und da werden zwar Spiele wie Marvel Future Fight mal ruckeln oder nur auf hoher, anstelle sehr hoher Qualität laufen, aber ich denke, das ist zu verkraften.

Der Fingerabdruckscanner ist erfreulich zuverlässig. Jedoch ist das Entsperren etwas langsam. Erneut habe ich die Software in Verdacht. Das Smartphone vibriert beim Erkennen des Fingers kurz, ab dann dauert es aber ca. eine Sekunde bis das Display angeht, dies ist relativ lange.

Wie bei Wiko üblich ist auch beim WIM Lite eine Benachrichtigungs -LED mit an Board. Zusätzlich unterstützt das WIM Lite auch NFC!

GPS ist selbstverständlich auch an Board und dank des Snapdragon 435 auch relativ schnell und zuverlässig. Navigationsprobleme sollte es mit dem WIM Lite nicht geben.

 

Akku

Wiko setzt beim WIM Lite auf einen 3000mAh Akku. Eine solide Kapazität, wie viel Laufzeit kann das WIM Lite aus dieser Kapazität ziehen?

Ich war selbst etwas positiv überrascht über die Akkulaufzeit! In meinem üblichen Akkutest, also eine bunte Mischung aus Webbrowsen, Social Media, leichtes Gaming usw. erreichte ich rund 8-10 Stunden aktive Nutzung!

Ein Normalnutzer wird mit dem WIM Lite also problemlos 2 Tage auskommen.

Der Akku des WIM Lite wird im Übrigen mit bis zu 1,4A geladen. Daher dauert ein Ladevorgang knapp über zwei Stunden.

 

Fazit

Das Wiko WIM Lite ist ein klasse Smartphone, welches etwas von seiner doch sehr überladenen Software ausgebremst wird.

Grundsätzlich fällt das Fazit allerdings sehr positiv aus! Die Haptik des Smartphones ist klasse und recht hochwertig, wenn auch etwas rutschig.

Die Leistung des Qualcomm Snapdragon 435 reicht völlig für den Normalnutzer aus, selbst dann, wenn mal ein Spiel angeworfen wird.

Facebook, Twitter, WhatsApp und Co. sind für das Wiko WIM Lite kein Problem! Auch die Akkulaufzeit war in meinem Test hervorragend!

Bei der Kamera gibt es viel Licht aber auch etwas Schatten. Für Fotos habe ich in dieser Preisklasse definitiv schon bessere, aber auch schon schlechtere Smartphones gesehen. Besser wäre beispielsweise ein Moto G5 oder Neffos X1 Max.

Videos hingegen sehen überdurchschnittlich gut aus und gerade die Frontkamera ist eine der Besten in dieser Preisklasse. Allgemein wurde anscheinend auf die Frontkamera etwas mehr Wert gelegt als auf die Hauptkamera.

Die Software ist wie bereits erwähnt extrem vollgestopft mit vielen unnötigen Features, welche das Smartphone ein wenig ausbremst, gerade verglichen mit beispielsweise dem Moto G5 welches über eine sehr ähnliche Hardware verfügt.

Allerdings stimmt das Gesamtpaket gerade dann, wenn man den Preis betrachtet. 199€ ist sehr fair für das Gebotene, besonders wenn man auf eine hochwertige Haptik und eine gute Frontkamera Wert legt!

Von daher wenn Ihr mit der etwas aufdringlichen Software leben könnt, ist das Wiko WIM Lite sicherlich eins der besten Smartphones für rund 200€!

Das Bluetooth 4.2 Upgrade Modul für die KZ ZS5 im Test

KZ bietet für seine ZS5, ZS3, ZST und ED12 Ohrhörer ein Bluetooth Upgradekit an. Die KZ ZS5 konnten mich bereits im Test extrem positiv überzeugen. Da ich allerdings ein riesen Fan von Bluetooth Ohrhörern bin, war natürlich das Bluetooth Upgradekit ein Pflichtkauf.

Wollen wir uns daher doch einmal anschauen, ob das Upgrade Modul in Kombination mit den KZ ZS5 überzeugen kann!

 

Die KZ ZS5 im Test

Wichtig, dies ist kein ausführlicher Test der ZS5! Wenn Ihr diesen sucht, müsst Ihr HIER schauen. Allgemein würde ich empfehlen, dass Ihr Euch zuerst den Test der ZS5 durchlest!

ZUM TEST DER KZ ZS5

Dies ist lediglich ein kleiner Bericht, wie gut die Kombination mit dem Bluetooth Upgrade Modul funktioniert!

 

Die KZ ZS5 + Bluetooth Upgrade Modul

Die KZ ZS5 Ohrhörer verfügen, wie auch die anderen kompatiblen Modelle, über ein abnehmbares Kabel, was überhaupt das Bluetooth Upgrade Modul ermöglicht.

Das Upgrade Modul ist im Grunde nur ein kurzes Austauschkabel mit einer vergleichsweise großen Kabelfernbedienung. Dieses Kabel wird einfach an die ZS5 Ohrstöpsel angesteckt. Hierbei ist natürlich in der Kabelfernbedienung die Bluetooth Elektronik, ein Verstärker und ein Akku integriert.

Jedoch ist die Kabelfernbedienung nicht unangenehm groß oder schwer. Diese verfügt über drei Tasten, welche wie üblich mit mehreren Funktionen belegt sind. Die Play/Pause Taste dient auch zum ein/ausschalten der Ohrhörer, die Lauter- Taste zum Vorspulen und die Leiser- Taste zum Zurückspulen.

Geladen wird das Bluetooth Modul wie üblich über einen microUSB Port. Dieser microUSB Port ist erfreulicherweise mithilfe einer kleinen Klappe vor Staub und Schweiß geschützt. Allerdings besitzt das Bluetooth Modul KEINE offizielle Wasserresistenz! Wobei solltet dieses doch aufgrund von Schweiß kaputt gehen, ist dies bei einem Preis von gerade mal 8€ auch kein Weltuntergang.

Die Haptik der Kabelfernbedienung und auch des Kabels ist im gesamten ordentlich! Klar dies ist kein absolutes premium Produkt aber wirkt auch nicht „billig“.

Eine kleine Schwäche des Bluetooth Upgrade Moduls ist der Akku. In Kombination mit den KZ ZS5 konnte ich rund 3 Stunden Musikwiedergabe erreichen. Kein super toller Wert, aber gerade noch akzeptabel.

 

Klang

Sicherlich sehr interessant ist der Klang, welchen man via Bluetooth von den KZ ZS5 erhält. Kabelgebunden war ich ja absolut begeistert von den ZS5. Hier liefern diese einen neutralen bis leicht spaßigen Klang mit einer hervorragenden Bühne und tollen Details.

Wie sieht es via Bluetooth aus? Hier muss man ganz klar sagen, schlechter! Dies dürfte allerdings auch kaum überraschen. Zwar bin ich grundsätzlich der Meinung, dass gute Bluetooth Ohrhörer sich nicht hinter kabelgebundenen Modellen verstecken müssen, aber bei einem 8€ Bluetooth Modul eines kleinen Herstellers darf man sicherlich nicht mit dem tollsten und besten DAC, Verstärker usw. rechnen.

Allerdings stellt sich natürlich die Frage, wie viel schlechter ist der Klang und wie sieht es verglichen mit anderen „Standard“ Bluetooth Ohrhörern aus?

Mit dem Bluetooth Modul klingen die KZ ZS5 fast komplett neutral. Die im Kabelbetrieb angehobenen Höhen werden ein wenig geglättet. Zwar sind die ZS5 immer noch sehr klar und sauber, allerdings ein wenig weniger brillant.

Auch die Bässe sind etwas schwächer und weniger ausgeprägt. Hier ist der Unterschied hörbar, aber auch nicht „massiv“. Die ZS5 waren was den Bass angeht sowie so relativ neutral. Mit dem Bluetooth Modul sind die Bässe nun absolut neutral.

Neutral darf man nicht mit schwach verwechseln! Neutral bedeutet diese spiegeln den Klang des gehörten Songs ohne Verfälschung wieder. Bietet der gehörte Song viel Bass wird auch viel Bass wiedergegeben.

Soweit würde ich das Ganze als vollkommen Okay einstufen, unterm Strich vielleicht eine etwas schlechtere Dynamik (vermutlich da der Verstärker im Bluetooth Modul nicht so viel leistet wie der in einem High End Smartphone).

Jedoch gibt es eine etwas auffälligere Schwäche, die Details! Die KZ ZS5 können unglaublich detailliert spielen, daher fällt dies überhaupt erst auf.

Gerade in den detaillierten Mitten hört man ein leichtes Ausfransen von Details und Feinheiten.

Natürlich wenn man dies so aufzählt, klingt das alles total furchtbar und schrecklich, das ist es aber nicht.

Die Kombination aus Bluetooth Modul und ZS5 klingt immer noch klasse! Und ich bin gerne bereit die 10-20% verlorene Klangqualität gegen die komfortable Bluetooth Verbindung einzutauschen!

Ein paar generelle Dinge noch. Die maximale Lautstärke der ZS5 ist gut, allerdings auf der höchsten Stufe extrem verzerrt. Vermutlich geht hier dem Verstärker der Saft aus (es klingt so, als wäre hier ein Power Limit erreicht), aber selbst die bis 80% Lautstärke ist immer noch hoch, höher als bei vielen normalen Bluetooth Ohrhörern.

Verbindungsprobleme oder Ähnliches konnte ich nicht feststellen. Auch die Reichweite passt soweit.

Beim Einschalten gibt es eine Sprachansage einer asiatischen Dame (auf Englisch), welche allerdings recht gedämpft und unaufdringlich ist.

 

Fazit

Immer wieder beeindruckend wie gut KZ Audio Produkte für wenig Geld sind. So auch hier! Die Kombination aus KZ ZS5 und Bluetooth 4.2 Upgrade Modul funktioniert gut und kostet gerade mal um die 30€.

Natürlich büßt man etwas Qualität ein, gerade was die ganz feinen Details angeht.

Rein klanglich ist aber die Kombination aus KZ ZS5 + Bluetooth Modul immer noch deutlich besser als sämtliche 30€ Bluetooth Ohrhörer die auf Amazon herumfliegen und selbst bessere Bluetooth Ohrhörer wie die DOCKIN D Move oder JBL E25BT werden von den ZS5 überboten.

Man spielt hier eher auf einem Level knapp unterhalb der Onkyo E700BT oder Teufel MOVE BT (auch wenn die ZS5 weniger Bass haben als diese beiden).

Dies ist beeindruckend! Lediglich die Akkulaufzeit von 3-4 Stunden stört etwas, aber dennoch. Solltet Ihr Euch sowieso schon für die KZ ZS5 interessieren, ist das Bluetooth Upgrade Modul für gerade mal 8€ ein Pflichtkauf!

Und selbst wenn nicht, für gerade mal insgesamt 30€ können die KZ ZS5 + Bluetooth Kit nur positiv überraschen!

Jeder der einen klaren, dynamischen Klang mit einer großen Bühne und einem schönen Bass mag, (nichts für Bass Heads!) Kann hier sorgenlos zugreifen!

Zum Test der KZ ZS5 /// 15,82€ bei Gearbest /// 32,06€ bei AliExpress /// 7,76€ für das Bluetooth Upgrade Kit *

*stand 22.08.17

Statistiken und Zahlen zu Techtest.org

Jeder liebt doch Zahlen und Statistiken! Mittlerweile haben sich auch einige für Techtest angesammelt.

Teilweise gibt dies durchaus interessante Einblicke über dem Durchschnittsnutzer und denStand der Technik, neugierig?

 

Generelle Zahlen

Aktuell (Juli) erreicht Techtest.org rund 200.000 Seitenaufrufe um Monat (ohne Google Bots usw.). Diese entfallen auf rund 130.000 Sitzungen und 110.000 Nutzer.

Anhand der Seitenaufrufe kann ich mir auch immer ein gutes Bild über das Wetter ein Deutschland machen. Es ist deutlich sichtbar, dass bei schönem Wetter die Seitenaufrufe am jeweiligen Tag um ca. 10-20% fallen.

Meine Nutzer kommen zu rund 84% aus Deutschland, 6% entfällt auf Österreich und 4% auf die Schweiz, der Rest sind sonstige Länder.

Ein normaler Nutzer verbringt hier rund 1:41 Minuten und 1,5 Seiten. Dies wirkt recht wenig?

Ich teile meine Testberichte nicht auf mehrere Seiten auf und die meisten Nutzer kommen nun mal für einen Testbericht zu einem Produkt, welches diese interessiert.

Rund 79% aller Nutzer kommen über eine Suchmaschine. Google ist hier mein größter Freund! Bing, die Nr.2 Suchmaschine kommt gerade mal auf 2%.

Social Media ist bei mir mit gerade einmal 0,79% keine sonderlich starke Quelle für einen Nutzerstrom. Auch andere Blogger haben mir schon bestätigt, dass Facebook und Co. nur sehr wenige Nutzer bringen.

Zwar hat Techtest.org rund 1300 „Likes“ bei Facebook (ja ich weiß ist recht wenig aber ich bin kein Social Media Mensch), aber in den letzten 30 Tagen kamen gerade mal 770 Seitenaufrufe von dort (von rund 200.000) und diese kamen primär von anderen Facebook Seiten.

 

Webbrowser und Betriebsysteme

Der beliebteste Webbrowser auf Techtest.org ist mit Abstand Google Chrome mit rund 45%, gefolgt von Safari mit 23% und Firefox mit 18%.

Safari auf Platz 2?! Hier merkt man, dass das mobile Internet wirklich immer wichtiger wird und auf Smartphones und Tablets Firefox kaum eine Rolle zu spielen scheint. Letztes Jahr im Juli 2016 war Firefox noch die NR.2 mit 23% und Safari die NR.3 mit 18%.

Im Juli 2017 haben mobile Geräte erstmals die Desktop Rechner überholt! Auf den Desktop (Windows, MacOSX und Linux) entfallen „nur noch“ 48,4% der Seitenaufrufe, im gleichen Zeitraum 2016 waren dies noch 54,8%.

Wirklich interessant, ich gehöre noch zu den Nutzern, welche lieber Desktop/Notebook für das Websurfen verwenden und nur Notfalls das Smartphone hierfür nutzen.

Jedoch wenn man die genaue Verteilung sich ansieht, ist Windows immer noch die NR.1 mit knapp über 40%, Android auf der NR.2 mit 30% und iOS auf der NR.2 mit 20%.

Was Windows angeht, sind die meisten Leser meiner Seite im Juli 2017 mittlerweile auf Windows 10 umgestiegen. Auf Techtest.org hat Windows 10 einen Marktanteil (unter den Windows Versionen) von 54%, Windows 7 kommt auf 38% und Windows 8.1 auf 5%.

Windows XP und Vista spielen hier keine Rolle mehr. Genau genommen hat sogar Windows Vista Windows XP endlich überholt. Vista kommt auf genau 1%, Windows XP auf 0,89%.

Im Juli 2017 gab es auch einen Nutzer, welcher mich mit Windows 95 besucht hat.

So viel zur Aufteilung der jeweiligen Windows Version, wie sieht es mit Android aus?

Dafür, dass man Android immer so eine große Fragmentierung nachsagt, sieht das Ganze doch recht gut aus! Android 7.0 ist mit Abstand die beliebteste Version mit 41%, gefolgt von 6.0.1 mit 23% und 6.0 mit 8,5%.

Wenn man das zusammenrechnet sind rund 48% der Techtest.org Leser auf Android 7.X und immerhin 31,5% auf Android 6.X. Entweder habt Ihr alle sehr neue Smartphones oder es ist nicht mehr so schlimm mit den Android Updates wie es mal war.

Wobei hier natürlich iOS immer noch der Musterschüler ist mit rund 89% aller Nutzer, die mit iOS 10 unterwegs sind.

Aber es gab doch mal dieses dritte Smartphone Betriebssystem?! „Windows Phone“ nannte sich das Ganze, wie steht es um dieses? Im Juli 2017 waren 0,18% aller Techtest Besucher mit einem Windows Phone unterwegs. Allerdings sah es auch bereits letztes Jahr nicht viel besser aus mit 0,38%.

 

Wie sieht es im Laufe der Zeit aus?

Verglichen Juli 2015, Juli 2016 und Juli 2017 sieht man, dass Windows ganz klar auf dem absteigenden Ast ist, zu mindestens, was die reine Masse angeht.

Waren 2015 noch 56% aller Nutzer mit Windows unterwegs, sind es dieses Jahr nur noch 40,5%. IOS und Android hingegen konnten um den gleichen Faktor zulegen.

Von 2016 auf 2017 konnte aber gerade IOS einen erstaunlich großen Sprung machen, während Android nur noch recht wenig gewachsen war.

Wenn es aber so weiter geht, wird Android vermutlich Windows auf Techtest.org überholen, ich muss wirklich an meiner Mobile Optimierung arbeiten.

 

Geräte

Was haben wir noch für interessante Zahlen?! Wie wäre es mit Geräten, welches ist das beliebteste Android Smartphone?

Richtig das Samsung Galaxy S7 gefolgt vom S7 Edge, S8, S6, S5, S8+, S6 Edge und dem One Plus 3.

Ja die Top 7 Android Smartphones auf Techtest stammen von Samsung! Erst auf Platz 8 kommt das One Plus 3, auf Platz 9 das Huawei P8 Lite und auf Platz 10 und 11 wieder Samsungs.

Leider kann ich hier iOS Geräte nicht gut mit einbeziehen, da sich diese alle nur als iPhone oder iPad zu erkennen geben und daher keine Aufteilung möglich ist.

Die Top fünf Smartphone Hersteller bei den Techtest Lesern sind Apple mit 38,5%, Samsung mit 29,5%, Hauwei mit 5,5%, Sony mit 3,5% und LG mit 2,6%.

Solltet Ihr HTC vermissen die sind gerade mal auf Platz 10.

Ich kann zwar verstehen warum Samsung Smartphones und auch Apple Geräte so beliebt sind, finde es aber auch schade, dass die kleineren Hersteller so wenig vom Smartphone Kuchen abbekommen!

Langfristig wird dies uns ein wenig die Vielfalt auf dem Markt kosten. Ich hoffe Ihr findet diesen kleinen Einblick in die Statistiken interessant. Sollte das der Fall sein, kann ich auch öfters solche kleinen Statistiken veröffentlichen!

Die neuen KZ ZS5 im Test, mit vier Treibern die besten China Ohrhörer und das für gerade mal 22€! (Inklusive Bluetooth Option)

Knowledge Zenith (KZ) sollte sicherlich dem ein oder anderem Leser meines Blogs bereits bekannt sein. KZ ist ein asiatischer Hersteller von Ohrhörern, welcher sich auf günstige und gute Ohrhörer spezialisiert hat.

„Günstig und Gut“ damit werben natürlich immer viele Hersteller, aber im Falle von KZ trifft dies wirklich zu. Viele Ohrhörer dieses Herstellers kämpfen in deutlich höheren Preisklassen als ihr Anschaffungspreis vermuten lässt.

Daher war ich natürlich auch auf die neuen KZ ZS5 gespannt. Die ZS5 sind das aktuelle Topmodell von KZ. Für dieses Topmodell hat sich der Hersteller auch etwas neues ausgedacht, mehrere Treiber.

Es ist nichts Ungewöhnliches, dass Ohrhörer über mehrere Treiber verfügen, aber KZ setzt bei den ZS5 gleich auf vier Treiber pro Ohrhörer! Zwei dieser Treiber sind auch etwas exotischere Balanced Armature Treiber, die ansonsten primär bei extrem teuren Ohrhörern zu finden sind.

Ich glaube, ich habe aber vergessen das Beste zu erwähnen, die KZ ZS5 kosten gerade mal 22€! Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob die KZ ZS5 überzeugen können und wie gut diese sich, verglichen mit der Konkurrenz, schlagen!

 

Die neuen KZ ZS5 im Test

Auf den ersten Blick sehen die ZS5 ausgesprochen ansprechend aus! Die Ohrhörer besitzen ein vergleichsweise großes Gehäuse, welches eine sehr kantige und wie ich finde moderne Form besitzt. Anhand der Produktbilder war ich mir zuerst nicht sicher, ob das Gehäuse nicht vielleicht sogar aus Aluminium gefertigt ist, dies ist aber nicht der Fall! KZ verwendet bei vielen seiner Ohrhörer Aluminium Gehäuse, aber nicht bei den ZS5.

Qualitativ ist das Gehäuse der Ohrhörer „Okay“. Es wirkt funktional, ist aber auch keine hohe Handwerkskunst.

Das Kabel der ZS5 ist austauschbar. Hierbei setzt KZ sogar auf einen „Standard“ Stecker, ein Ersatzkabel zu bekommen sollte also möglich sein. Ebenfalls bietet KZ Audio auch ein Bluetooth Upgrade Kit für gerade mal 9€ an.

Das beiliegende Kabel bietet eine gute Standardqualität. Ich hatte schon einige KZ Ohrhörer und die Kabel waren immer ausgesprochen unproblematisch.

Je nachdem welche Version Ihr gewählt habt, verfügen die ZS5 auch über eine Kabelfernbedienung und ein Mikrofon. Ich habe mir hier aber den Aufpreis gespart.

 

Tragekomfort

Die KZ ZS5 sind recht große Ohrhörer, daher kann der Tragekomfort etwas „trickreich“ sein.

An sich sind die ZS5 zumindest für meine Ohren ganz gut und ergonomisch geformt. Für einen besseren Halt setzt KZ zudem auf ein „Kabel über Ohr“ Design. Die Enden des Kabels der Ohrhörer sind mit Draht verstärkt, diese lassen sich also über dem Ohr in Form biegen.

Ich fand dies bei den ZS5 teilweise etwas störrig. Zwar sitzen die KZ ZS5 ganz gut und auch recht fest in den Ohren, aber dennoch würde ich den Tragekomfort eher mit einer 2-  bewerten.

 

Klang

Ehe wir zum Klang kommen ein paar Worte zum Aufbau. KZ nutzt in den ZS5 satte acht Treiber Einheiten! Hier scheint KZ allerdings etwas zu tricksen, es scheint sich um vier Treiber pro Ohrhörer zu handeln und nicht 2x acht. In dem Marketing Material wird immer von „Four Dynamic and Four Balanced Armature Driver Units“ gesprochen.

Bei diesen Treibern handelt es sich um 2x 10mm dynamische Treiber,  2x 6,4mm dynamische Treiber, 2x 30095 Tenor Armature Treiber und 2x 1205 Tenor Armature Treiber.

Insgesamt besitzen die KZ ZS5 also vier dynamische Treiber und vier Armature Treiber. Dynamische Treiber sind die klassischen Treibereinheiten, welche in Lautsprecher und in 99,9% aller Kopf/Ohrhörern zu finden sind. Armature Treiber sind hingegen Exoten. Diese Treiber sind völlig anders aufgebaut und setzen auf einen schwingenden metallenen Anker für die Klangerzeugung.

Hier findet Ihr einen Bild von dem Aufbau solch eines Armature Treibers:

https://jhaudioblog.files.wordpress.com/2012/10/balancedarmaturedriver.jpg

Diese Treiber sind deutlich komplexer und teurer in der Herstellung und daher bis vor wenigen Jahren nur 200€+ Ohrhörern vorbehalten.

Sind Armature Treiber besser? Jein, diese sind anders und können im Allgemeinen Höhen besser und präziser darstellen. Bässe hingegen sind nicht die Stärke dieser Treiber.

Daher wird oft ein Hybrid Modell genutzt bei welchen normale dynamische Treiber mit Armature Treibern gekoppelt werden. Die Armature Treiber kümmern sich um die Höhen und die dynamischen Treiber um Bässe und Mitten.

So ähnlich auch hier, KZ schreibt gezielt, dass die 10mm für den Bass genutzt werden.

Wie klingt das Ganze nun aber?

Sagen wir es so die KZ ZS5 klingen fantastisch, aber ich halte die vier Treiber für ein wenig übertrieben.

Beginnen wir am Anfang, also den Höhen. Die ZS5 besitzen sehr klare und brillante Höhen, welche auch sehr gut aufgelöst sind. Zwar neigen die Ohrhörer hier und da ein wenig zum „Zischen“, gerade bei scharfen S -Lauten, aber das ist schon Kritik auf einem sehr hohen Level.

Im generellen sind die Höhen wahnsinnig gut für Ohrhörer der unter 100€ Preisklasse. Gerade dann wenn man brillante und klare Höhen mag.

Die Mitten sind gut und natürlich. Ich merke hier keine auffällige Betonung oder Absenkung. Die ZS5 sind hier fast völlig neutral. Positiv, die ZS5 sind gerade in den Mitten unheimlich gut aufgelöst!

Ähnliches gilt auch für den Bass. Dieser ist vielleicht leicht angehoben, verhält sich ansonsten aber ebenfalls recht natürlich. Natürlich bedeutet nicht, dass dieser schwach ist, das ist nicht der Fall, jedoch gibt es hier keine unnatürlich Anhebung um den „Beat“ künstlich aufzudicken. Verlangt es der Song, bieten aber die ZS5 einen starken Bass! Verlangt der Song keinen starken Bass wird nicht versucht künstlich einen zu erzeugen.

Hierbei bietet der Bass eine starke Präzision und ein hohes Detailreichtum. Jedoch hat der Bass eine kleine Schwäche, das Volumen und der Tiefgang sind eher mittelmäßig. Mein Tipp, das Gehäuse der ZS5 ist einfach derart vollgestopft mit Treibern, dass die einzelnen Treiber ein relativ kleinen Klangkörper haben.

Zwar ist es hier immer etwas „einfach“ auf den Preis von gerade mal 20-30€ zu verweisen, aber ganz ehrlich ich habe mehr als genug 100€+ Ohrhörer mit einem VIEL schlechteren Klang gehört.

Dabei sind wir noch gar nicht auf die wahre Stärke der KZ ZS5 zu sprechen gekommen! Diese haben noch ein Ass im Ärmel, nämlich die Auflösung und die Bühne.

Der Klang wird bei den ZS5 nicht nur von einem Treiber erzeugt und dies hört man in gewisser Weise auch. Der Klang ist einfach „anders“ und wenn man nicht genau weiß warum, ist es schwer mit dem Finger darauf zu deuten, was anders ist. Zwischen Stimmen, Beat und diversen Instrumenten gibt es bei den ZS5 eine hohe Separierung. Das meine ich positiv! Man hört bei vielen Songs, dass nicht alle Töne/Instrumente aus demselben Treiber kommen. Gerade wenn einzelne Instrumente in unterschiedlichen Frequenzbereichen angesiedelt sind, ist dies zu bemerken.

Dies verleiht dem Klang eine gewisse Natürlichkeit und Plastizität, da auch bei einem Konzert nicht alle Töne aus einem Instrument kommen.

Selbiger Effekt verleiht den KZ ZS5 eine unheimlich Tiefe und auch recht breite Bühne.

Beispielsweise bei Your Song von Rita Ora ist im Intro ganz klar zu hören, dass der Gesang und die restliche Klangelemente aus unterschiedlichen Bereichen der Ohrhörer kommen. Ähnliches gilt auch für Breath of Life von Florence + The Machine und natürlich sehr viele andere Titel.

Hierdurch kann man sich unheimlich gut im Klang der ZS5 verlieren, gerade dann, wenn man Musik mit hoher Aufnahmequalität genießt.

 

Das Bluetooth Upgrade Kit!

Die KZ ZS5 sind kabelgebundene Ohrhörer, jedoch bietet KZ für diese ein Bluetooth Upgrade Kit an. Hierbei handelt es sich um ein alternatives Kabel, welches in seiner Kabelfernbedienung die nötige Elektronik verbaut hat.

In ein paar Tagen ist zu diesem Bluetooth Upgrade Kit noch ein ausführlicher Bericht, aber hier eine Kurzfassung.

Das Upgrade Kit lässt sich problemlos an die ZS5 anbringen und bietet eine solide Qualität. Die Kabelfernbedienung ist zwar etwas größer, aber nicht störend. Funktional ist das ganze erfreulich unproblematisch.

Klanglich gibt es einen leichten Einbruch verglichen mit dem kabelgebundenen Betrieb. Die Höhen sind etwas weniger brillant, aber immer noch extrem klar und  und die Bässe vielleicht einen Hauch schwächer und nun völlig neutral. Auch bei den Details und Feinheiten hört man leichte Schwächen. Gerade in den Mitten fransen die Feinheiten leicht aus.

Auf dem Papier klingt dies aber schlimmer, als es praktisch ist! Die KZ ZS5 klingen zwar etwas schlechter mit dem Bluetooth Upgrade Kit, aber immer noch besser als fast alle 0-50€ Bluetooth Ohrhörer auf dem Markt.

Für 8€ solltet Ihr das Ganze am besten selbst ausprobieren!

 

Fazit

Kaufen! Anders kann meine Empfehlung zu den KZ ZS5 nicht ausfallen. Zwar ist die Verarbeitungsqualität der Ohrhörer schlechter als bei vielen anderen KZ Ohrhörern, allerdings gleicht dies der Klang mehr als aus.

Die KZ ZS5 klingen fantastisch! Und das meine ich nicht nur in Relation zum Preis. Die ZS5 bieten einen natürlichen bis leicht spaßigen Klag, der dank vier Treibereinheiten pro Ohrhörer auch über eine große Bühne und tolle Auflösung verfügt.

Zwar mögen die ZS5 nicht das Optimum für „Bass Heads“ sein, aber für alle Nutzer die auf einen besonders detaillierten und hochwertigen Klang Wert legen, sind die KZ ZS5 das so ziemlich Beste, was ich seit langem gehört habe! Die ZS5 gefallen mir hierbei auch besser als die Xiaomi Hybrid Pro, was den Klang angeht und selbst verglichen mit den 100€ 1MORE Triple Driver ist kein eindeutiger Sieger festzustellen (die 1MORE haben einen kräftigeren und runderen Bass, die ZS5 sind etwas besser aufgelöst).

Die KZ ZS5 kämpfen definitiv in der 100€+ Preisklasse und dies bei einem Anschaffungspreis von gerade mal 22€. Einfach beeindruckend!

Mit dem Bluetooth Upgradekit sind die KZ ZS5 im Übrigen aus meiner Sicht fast noch etwas interessanter! Gute kabelgebundene Ohrhörer gibt es viele, gute und günstige Bluetooth Ohrhörer sind etwas seltener! Die ZS5 spielen mit Bluetooth Upgrade Kit gut zwei Klassen über den 08/15 Bluetooth Ohrhörern die man bei Amazon für rund 30€ bekommt und kratzen hier auch eher an der 100€ Preisklasse.

*stand 22.08.17

Das Samsung Galaxy S8+ im Test

Besser spät als nie wird vermutlich mein Motto zu diesem Test sein. Aber natürlich möchte ich Euch meine Meinung zum Samsung Galaxy S8 Plus nicht vorenthalten!

Kann dieses mich überzeugen oder wurde das Samsung Galaxy S8 maßlos überhypt?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Das Samsung Galaxy S8+ im Test

Die Zeiten in welchen Samsung für Plastik Bomber stand, sind wirklich endgültig vorbei! Man kann Samsung für das S8+ ästhetisch wirklich nur gratulieren!

Ich glaube man kann ohne Frage sagen, dass das S8 und S8+ die so ziemlich schönsten Smartphones auf dem Markt sind!

Samsung setzt bei diesen auf einen Aluminiumrahmen und sehr, sehr viel Glas. Ich glaube die große Besonderheit des S8/S8+ wird ja mittlerweile jedem bekannt sein, das fast randlose Display.

LG nutzt bei seinem G6 ebenfalls ein randloses Display, aber wenn man in Superlativen reden möchte, ist das des S8+ noch randloser.

Wie mittlerweile bei Samsung typisch, besitzt auch das S8/S8+ eine „Edge“, also die Ränder des Displays sind gebogen, was die Illusion nur ein Stück Display in den Händen zu halten noch verstärkt.

Lediglich oben und unten besitzt das S8+ einen kleinen Rand, welcher unter anderem für die Ohrmuschel und die Fronkamera benötigt wird.

Durch diese schmalen Ränder konnte Samsung in einem vergleichsweise „kleinen“ Gehäuse ein 6,2 Zoll Display unterbringen. Hierbei nutzt Samsung allerdings einen 18,5:9 Formfaktor, das Display ist also recht lang und schmal.

Zudem sind die 6,2 Zoll eher theoretischer Natur, da ja die Kanten des Displays gebogen sind. 6,2 Zoll wäre die Größe des Display beim glatten Auslegen, praktisch ist dieses eher mit einem 5,8-6 Zoll Gerät zu vergleichen.

In der Hand fühlt sich das Samsung Galaxy S8+ einfach hervorragend an! Bei meinem schwarzen S8+ nutzt Samsung zudem einen besonderen Lack auf dem Aluminiumrahmen, der sich sehr glatt und geschmeidig anfühlt, also etwas anders als das übliche Aluminium.

Zwar wird hierdurch das S8+ noch etwas rutschiger, aber es fühlt sich schon sehr gut an!

Wenn Ihr zum S8+ greifen wollt, macht Euch zwar auf ein recht handliches, aber sehr langes Smartphone gefasst! Ich denke für viele wäre das kleinere S8 vielleicht die bessere Wahl.

Bei der Dicke des Smartphones trickst Samsung etwas. Das S8+ ist an sich ein „normal“ dickes Flaggschiff Smartphone, jedoch dank der zu den Seiten hin gebogenen Front und Rückseite wirkt das S8+ in der Hand deutlich dünner und kompakter als beispielsweise das LG G6.

Eine weitere Neuerung, wenn auch keine gute, ist der Home Button. Samsung gibt mit dem S8+ aus Platz gründen den Home Button auf der Front auf!

Der Fingerabdruckscanner ist daher auf die Rückseite gewandert, leider aber nicht auf die übliche mittige Position, sondern an den Rand neben die Kamera.

Ich glaube ich muss Euch nicht groß erklären das dies eine dämliche Entscheidung war, vermutlich aus Designgründen….

Ja der Fingerabdruckscanner ist wirklich nicht gut zu erreichen und man packt andauern auf seine Kameralinse, was auch suboptimal ist.

Aber immerhin setzt Samsung bei seinen diesjährigen Flaggschiff Smartphones auf USB C!

Ansonsten keine großen Veränderungen. Der Lautsprecher ist auf der Unterseite, der Einschalter auf der rechten Seite, die Lautstärke Wippe auf der linken Seite, der 3,5mm Kopfhöreranschluss oben und die Kamera mittig auf der Rückseite.

Aber da ist ja noch eine Taste?! Ja hierbei handelt es sich um die Bixby Taste, welche bei Betätigung Samsungs Smarten Assistenten aufruft.

 

Display

Wenn Samsung eins kann dann ist es Displays bauen. Dies zeigen auch wieder das Galaxy S8 Plus!

Samsung setzt hier auf ein 2960×1440 Pixel AMOLED Panel im 18,5:9 Formfaktor. Letzterer ist natürlich etwas ungewöhnlich, rechnet also in Videos und Apps mit kleinen schwarzen Balken an den Rändern.

Jedoch stören diese ab und zu auftretenden Balken kaum. Dies liegt auch am AMOLED typischen perfekten Schwarzwert. Schwarz ist beim Samsung Galaxy S8 Plus auch wirklich schwarz!

Auch abgesehen davon ist das Display hervorragend! Die Schärfe ist 1a, Farben sind im Standard Modus angenehm leuchtend und lebendig und auch der Kontrast ist natürlich top.

Was ebenfalls top ist, ist die maximale Helligkeit! Hier erreicht das Samsung Galaxy S8 Plus den besten jemals von mir gemessen Wert! Aber auch praktisch ist die Ablesbarkeit bei Sonnenschein einfach hervorragend.

Zwar gibt es beim Betrachten aus unterschiedlichen Winkeln leichte Helligkeitsunterschiede um die Edge aber dennoch würde ich das Display des S8 Plus als das beste, was ich jemals in einem Smartphone gesehen habe, bezeichnen.

 

Sound

Das Samsung Galaxy S8 Plus verfügt leider nur über einen Lautsprecher auf der Unterseite. Dieser klingt zwar okay aber kann nicht mit dem „Sondererlebniss“ eines Huawei P10 Plus oder iPhone 7 Plus mithalten.

Hier gilt ähnliches wie schon beim LG G6. Der Lautsprecher ist so gut wie ein einzelner Lautsprecher auf der Unterseite eines Smartphones sein kann.

Im direkten Vergleich ist das LG G6 etwas klarer und sauberer, das S8 Plus dafür voller und einen hauch lauter.

Praktisch sind beide Smartphones was die Lautsprecher angeht auf einem guten aber unspektakulären Level.

 

Kamera

Beginnen wir den Kamera Teil mit einer kleinen „Beschwerde“. Ja mehr Megapixel ist nicht alles und kann die Qualität gerade im Low Light reduzieren, jedoch hätte ich beim S8 Plus gerne etwas mehr Auflösung gewünscht.

Warum? Die 12 Megapixel sind im 4:3 Format, das Display des S8 Plus hat aber das 18,5:9 Formt. Heißt, Ihr habt daumendicke schwarze Balken links und rechts neben allen Aufnahmen. Wollt Ihr Fotos im passenden Format machen, sinkt die effektive Auflösung auf 7,9 Megapixel.

7,9 Megapixel sind schon recht wenig gerade wenn man etwas hereinzoomen möchte. Daher etwas mehr Auflösung hätte sicherlich gut getan.

Allerdings abseits dieser Kritik wird es doch deutlich positiver für das Samsung Galaxy S8 Plus. Wie bereits erwähnt haben wir 12 Megapixel und eine riesige Blende von f1.7. Der Kamerasensor stammt mal wieder von Sony und ist NICHT der gleiche wie beim S7/S7 Edge!

Ehe wir zu der Bildqualität kommen ein paar generelle Punkte. Die Samsung Kamera App ist gut. Diese ist zwar nicht perfekt hält aber sehr gut die Balance zwischen „einfach“ und „erweitert“. Es gibt einen guten Pro Modus inklusive RAW Format wie auch eine sehr gute Automatik.

Der Autofokus ist wie auch schon beim Vorgänger so ziemlich der schnellste auf dem Markt und im allgemeinen sehr zuverlässig. Allerdings ist der eines iPhones, Google Pixel, LG G6 oder Huawei P10 auch nicht viel schlechter.

Beim Tempo der Kamera, also wie schnell zwei Bilder hintereinander zu machen sind, war ich etwas verwundert. Ich finde das S8 Plus teilweise einen Hauch langsamer als das S7 Edge. Zwischen HDR Bildern lag teilweise vielleicht eine halbe Sekunde Verzögerung, welche ich so vom Vorgänger nicht kenne.

Das ist allerdings Kritik auf hohem Level! Das S8 Plus ist verglichen mit dem LG G6 oder dem Huawei P10 eine „Rennmaschine“.

Unterm Strich was das Tempo der Kamera, des Autofokus und der App angeht ist das Galaxy S8 Plus kaum zu schlagen. Die nahezupPerfekte „point and shoot“ Kamera.

Aber abseits vom Tempo wie sieht es mit der Bildqualität aus? Wie üblich sind alle Testbilder bei voller Qualität und im Automatik Modus entstanden, Auto HDR war also eingeschaltet.

WICHTIG ich lade hier 1 zu 1 die Originale hoch, diese werden aber erst geladen wenn ein Bild angeklickt wird. Daher Vorsicht wenn Ihr mit mobilem Internet unterwegs seid.

Das Samsung Galaxy S8 Plus kann mehr oder weniger mit den üblichen Samsung Stärken punkten.

Bilder des S8 Plus sind unheimlich lebendig und farbenfroh. Hierbei dreht das Smartphone in der Nachbearbeitung die Farben wirklich ein gutes Stück hoch, ähnliches gilt auch für Kontraste.

Letzteres kann allerdings dafür sorgen, dass teilweise Schatten etwas dunkler sind als sie sein sollten und Details verloren gehen.

An sich sind allerdings viele Details und eine sehr gute Schärfe in den Aufnahmen des S8 Plus zu finden. Auch die Dynamic ist auf einem sehr hohen Level. Aufgrund des großen Sensors und der großen Blende besitzt das S8 für ein Smartphone eine vergleichsweise starke Hintergrundunschärfe bei Makro Bildern. Aus einer künstlerischen Perspektive ist dies natürlich toll! Bilder des S8 wirken eher so als wären diese von einer hochwertigen SLR gemacht. Allerdings sorgt dies auch für ein etwas schwierigeres Fokussieren im Makro Bereich aufgrund der kleineren Schärfeebene.

Ob man nun die farbenfrohen und stark nachbearbeiteten Aufnahmen des S8 Plus mag oder nicht hängt letztendlich sehr stark von Eurem Geschmack ab.

Hier einmal ein paar iPhone 7 Plus Vergleichsbilder.

iPhone 7+
Samsung Galaxy S8+
iPhone 7+
Samsung Galaxy S8+

Das iPhone beispielsweise macht sehr „natürliche“ Bilder. Im direkten Vergleich sehen die Aufnahmen des iPhones aber so aus als hätte jemand diese mit einem Retro Filter gemacht oder die Sättigung völlig entfernt.

Das ist zumindest meine Meinung. Ich kenne auch diverse Personen, welche den natürlicheren Style der iPhone Bilder bevorzugen, ich gehöre allerdings nicht dazu.

Verglichen mit dem großen Konkurrenten LG G6 gibt es bei Tageslicht kaum Unterschiede.

LG G6
Samsung Galaxy S8+
LG G6
Samsung Galaxy S8+
LG G6
Samsung Galaxy S8+

Ähnlich wie das S8 dreht das LG G6 auch die Sättigung der Farbe ein gutes Stück hoch. Daher ähneln sich die Aufnahmen des S8 und G6 stilistisch oftmals sehr stark. Ich kann hier im Allgemeinen zwischen den beiden Smartphones keinen eindeutigen Sieger ausmachen. Mal sind die Bilder des S8 besser mal die des G6.

Wo das Samsung Galaxy S8/S8 Plus allerdings eindeutig sehr stark ist, ist im Low Light. Der große Kamera Sensor und die große Blende sind ein Duo welches nur schwer zu schlagen ist.

Bilder sind vergleichsweise hell, besitzen hierbei aber wenig Rauschen. Bis zu einem gewissen Punkt kann hier zwar ein LG G6, iPhone 7 Plus oder Huawei P10 mithalten, aber wenn es wirklich ins Extreme geht, ist das S8 das Smartphone welches am ehesten verwertbare Aufnahmen produziert.

LG G6
iPhone 7+
Samsung Galaxy S8+
LG G6
iPhone 7+
Samsung Galaxy S8+

Das Huawei P10 bricht bei schlechtem Licht als erstes ein, gefolgt vom iPhone 7 Plus und dem LG G6. Das Samsung Galaxy S8 Plus schlägt sich bei Kerzenschein und ähnlich schlechtem Licht weiterhin am wackersten.

 

Performance

Im Samsung Galaxy S8/S8 Plus steckt bei uns in Europa kein Snapdragon 835 sondern der Samsung eigene Exynos 9 Octa 8895 in Kombination mit 4GB RAM.

Hier stellt sich natürlich die Frage wie ist dieser sich im Vergleich zum Snapdragon 835 und Snapdragon 821?

Der Exynos 9 Octa 8895 schlägt sich sogar sehr gut im Vergleich mit dem Snapdragon 835! In fast allen Benchmarks wird der Snapdraon 835 geschlagen, wenn auch oft nur knapp.

Lediglich im PC Mark Work 2.0 Benchmark muss sich das Samsung Galaxy S8 Plus den Kirin 960 Smartphones geschlagen geben.

 

Das Samsung Galaxy S8 + im Alltag

Das S8 Plus besitzt wie man in Benchmarks gesehen hat mehr als genug Hardware Power. Daher sollte es eigentlich nicht verwundern, dass dieses im Alltag perfekt läuft. Leider ist dies aber nicht der Fall! Im Alltag sind mir zwei Situationen aufgefallen in welchen es beim Samsung Galaxy S8 Plus zu Rucklern kommt.

Die erste Situation ist wenn Ihr nach ganz links auf Eurem Home Bildschirm scrollt. Dort erwartet Euch ähnlich wie bei HTC Sense oder bei Google Smartphones der Google Assistent hier Bixby.

Jedoch scheint Bixby kein fester Bestandteil des Launchers zu sein sondern ein separates Programm welches aufgerufen wird. Dies würde zumindest den kleinen Ruckler erklären welchen das S8 Plus fast jedesmal beim Aufrufen von Bixby macht.

Sowas ist natürlich unschön bei einem 900€ Smartphone, was ebenfalls unschön ist das Ruckeln beim entsperren. Nach dem Einschalten des Displays benötigt das S8 Plus des öfteren 1-2 Sekunden. Dies fällt primär auf wenn man die Code Eingabe nutzt, hier verschluckt das Smartphone gelegentlich die erste Zahl wenn man zu schnell ist.

Auch wirkt die Benutzeroberfläche nicht ganz so durchoptimiert. Hier bin ich mir allerdings nicht ganz sicher ob dies vielleicht einfach an einer gewissen Paranoia liegt. Samsung Smartphones sind ja bekannt für den „TouchWiz Lag“, vielleicht habe ich daher auch besonders auf solche Dinge geachtet.

Abgesehen von den beiden spezifischen Punkten läuft das S8 Plus eigentlich ziemlich Perfekt. Wer allerdings das Maximum aus dem Smartphone holen will, sollte über das Nutzen eines anderen Launchers nachdenken. Der Nova Launcher läuft beispielsweise gefühlt noch ein Stück besser auf dem S8 als der Standard Launcher.

Apps hingegen rennen regelrecht. Dies gilt für den Standard Kram wie Facebook, Twitter, WhatsApp usw. wie aber auch für Spiele.

Gerade bei letzteren habe ich noch kein Smartphone gesehen auf welchem Spiele besser laufen als auf dem S8 Plus, vielleicht können die aktuellen Huaweis hier mithalten aber ansonsten sieht es schlecht aus.

Schlecht ist natürlich sehr relativ. Im normalen Einsatz spüre ich keinen Unterschied zu beispielsweise einem Samsung Galaxy S7 Edge oder einem LG G6. Letzteres fühlt sich hier und da sogar noch etwas flotter an, trotz der eigentlich schwächeren Hardware. Spiele laufen höchstens minimal besser auf dem S8 Plus, aber immerhin.

Kommen wir noch auf das Entsperren und den Fingerabdruckscanner zu sprechen. Ich denke die über die Position des Fingerabdruckscanners wurde schon genug auch von anderen Testern gemeckert, zu Recht. Aber in der Praxis habe ich mich an sich besser an diesen Gewöhnt als ich gedacht hätte. Dennoch wirkt die Position etwas nach dem Motto „Hauptsache anders“. Samsung sagt ja selbst das es andere Methoden gibt sein Smartphone zu entsperren. Dies wäre die Gesichtserkennung und der Iris Scanner.

Leider lässt sich beides gleichzeitig nicht nutzen. Es ist also immer nur der Fingerabdruckscanner und Iris Scanner oder Gesichtserkennung möglich.

Die Gesichtserkennung hat leider bei mir eher mäßig zuverlässig funktioniert. Mal funktioniert sie tadellos, mal nicht. Hinzu kommt, dass diese sich mit einem Foto leicht austricksen lässt.

Der Iris Scanner funktioniert so gut wie immer tadellos, jedoch geht bei jedem Entsperren die Frontkamera an und man muss seine Augen „ausrichten“.

Brillen Träger haben hier sowieso Pech gehabt bzw. müssen einmal Ihre Brille hochheben. Das Ganze dauert recht lange, ein Fingerabdruckscanner ist hier schneller.

Leider ist dieser beim S8 Plus auch unabhängig von der Position sehr „mäßig“. Ich würde sogar sagen nicht Flaggschiff Smartphone würdig. Er ist langsam und vergleichsweise unzuverlässig. Hier ist ein iPhone 7 oder auch ein Huawei P10 Welten besser!

Was mich im Alltag wiederum positiv überrascht hat, ist die Erkennung von ungewollten Berührungen. Das S7 Edge war im Alltag teilweise sehr nervig aufgrund von ungewollten Eingaben wegen der Edge.

Dieses Problem mit ungewollten Eingaben habe ich beim S8 + erstaunlicherweise nicht. Anscheinend hat hier Samsung etwas nachgebessert, Daumen hoch dafür!

Ebenfalls Daumen hoch für das wirklich tolle Always on Display welches beim S8 Plus nicht nur super aussieht sondern auch einen wirklichen Mehrwert darstellt aufgrund der Anzeige von verpassten Benachrichtigungen.

Auch das WLAN und GPS on Board ist wirklich hervorragend mit einer Klasse Signalstärke!

 

Haltbarkeit und meine Meinung zur Edge

Ich vermute dies ist eine etwas unpopuläre Meinung da die ganze Welt anscheinend die Edge liebt, jedoch mag ich diese NICHT.

Die Edge ist aus meiner Sicht unnötig. Diese erfüllt aus Sicht der Nutzbarkeit im Grunde keinen Effekt, ganz im Gegenteil. Ja es gibt diese Edge Features, aber diese sind wirklich als Gimmick zu bezeichnen. Ich vermute Samsung setzt nur aus Marketing Gründen auf die Edge, es ist halt ein Alleinstellungsmerkmal und sieht auch optisch auf Bildern toll aus.

Praktisch macht die Edge es schwerer das Smartphone zu halten ohne ungewollt Eingaben zu tätigen, auch wenn hier die Erkennung ungewollter Eingaben deutlich verbessert wurde.

Der zweite dicke Punkt ist die Haltbarkeit. Das S7 Edge ist das erste Smartphone bei welchem ich einen Riss ins Display bekommen habe!

Hierbei ist mir das Smartphone nichtmal heruntergefallen oder Ähnliches. Für ein Foto habe ich das Smartphone aus einer Gummi Hülle gedrückt. Ich bin mit dem Daumen über die untere Linke Kante gefahren um die Hülle abzuziehen und zack Riss im Display.

Durch diese abgerundete Form scheint das Glas sehr empfindlich gegen Zug oder Druck zu sein. Klar dies gilt für das S7 Edge, vielleicht ist das S8 in diesem Punkt verbessert, vielleicht aber auch nicht.

Auch sind die Ersatz Displays für Edge Smartphones deutlich teurer. Als das S7 Edge neu war, kostete ein neues Display über 300€! Zum Vergleich bei einem LG G5 lagen die kosten bei rund 150-180€.

 

Fazit

Als das Samsung Galaxy S8 und S8 + vorgestellt wurde, hatte ich im ersten Moment wie sicherlich auch viele andere den Gedanken, dass dies das „Über Smartphone“ des Jahr 2017 wird.

Aber ist dies auch der Fall? Jein das Samsung Galaxy S8 + ist eine sichere Wahl und auch sicherlich eins, wenn sogar vielleicht das beste Smartphone bisher im Jahr 2017. Jedoch hat es Schwächen und ist der Konkurrenz nicht derartig überlegen wie es auf den ersten Blick vielleicht aussieht.

Beispielsweise der Samsung Exynos 9 Octa 8895 SoC ist schnell, sehr schnell aber je nach Benchmark z.B. dem Kirin 960 (Huawei P10) nur kaum oder sogar gar nicht überlegen. Auch verglichen mit dem Snapdragon 821 ist der Sprung nicht so groß wie ich es erwartet hätte, der Sprung vor einem Jahr vom Snapdragon 810 auf den Samsung Exynos 8 Octa 8890 war beispielsweise größer.

Die Kamera des S8 + ist gut, im Video Modus sogar sehr gut, jedoch hat hier ganz klar die Konkurrenz aufgeholt bzw. überholt. Ein LG G6 liefert ähnlich bunte und leuchtende Bilder und bietet ein Dual Kamera Setup.

Das Display ist ein Punkt wo das Samsung Galaxy S8 + ganz klar das Feld der High End Smartphones anführt, jedoch über die Edge kann man streiten. Ich halte diese für cool aber in der Praxis habe ich oftmals das Gefühl, dass diese mehr „kostet als nutzt“, gerade wenn man das Display beschädigt. Solltet ein „Ups“ passieren ist die Reparatur sehr teuer!

Bixby ist viel aber nach aktuellem Stand in keiner Weise nützlich oder hilfreich. Zudem lässt sich die „Bixby Taste“ nicht auf etwas Nützliches umbelegen.

Zu guter Letzt der Lautsprecher. Das mag für den ein oder anderen nicht so wichtig sein, aber hier spielt beispielsweise das iPhone 7 Plus klanglich in einer völlig anderen Welt.

Ich denke, dass ich hier sehr hart mit dem Galaxy S8 + ins Gericht gehe, aber das muss man aber auch. Samsung will für dieses Smartphone 899€! Wir sind hier auf iPhone Preis Level und da muss das Smartphone auch wirklich hervorragend sein.

Unterm Strich ist das Samsung Galaxy S8 + dies auch! Das Komplettpaket passt trotz kleinerer Schwächen. Es gibt aktuell kein Smartphone zu dem man sagen kann, dass dieses „besser“ ist als das S8 +.

Im Gegenzug muss man aber auch sagen es gibt gute Alternativen, die in einigen Punkten schlechter sind aber in anderen auch besser.

Das Samsung Galaxy S8 + ist die sichere Wahl! Ihr wollt keine Experimente eingehen, wollt aber dennoch das so ziemlich Beste vom Besten? Samsung hat hier ein futuristisch aussehendes modernes Smartphone welches genau diese Anforderungen erfüllt.

Das Corsair VOID Pro im Test, das beste kabellose Gaming Headset?!

Das neue VOID Pro Kabellose Gaming Headset wurde gerade noch von Corsair auf der GamesCom vorgestellt und nun ist es hier schon im Test, so schnell kann es gehen.

Corsair ist schon seit längerem sehr aktiv auf dem PC Peripheral Markt und gerade was Tastaturen angeht extrem erfolgreich.

Corsair Tastaturen gelten schon seit langem als die so ziemlich besten auf dem Markt, was sich auch im Test der K95 RGB Platinum bestätigt hat. Auch was Gaming Mäuse angeht, zeigt sich Corsair mehr als konkurrenzfähig.

Mit dem neuem VOID Pro will Corsair auch bei den Gaming Headsets nachlegen und die klassischen Hersteller wie Logitech oder Razer unter Druck setzen, gelingt dies?

Finden wir dies im Test des Corsair VOID Pro RGB kabellosen Gaming Headset heraus! Kann dieses für rund 100€ im Test überzeugen?

 

Das Corsair VOID Pro kabelloses Gaming Headset im Test

Corsair setzt beim VOID Pro auf eine bereits bekannte und erprobte Optik. Das Headset ähnelt hierbei dem normalen VOID sehr stark, was aber auch nicht schlimm ist. Die komplette Corsair VOID Serie inklusive dem VOID Pro sticht doch optisch sehr aus der Masse an Gaming Headset auf dem Markt hervor.

Dies liegt an einem vergleichsweise kantigen Design, welches mich immer etwas an Lamborghini erinnert. Das VOID Pro wirkt recht aggressiv und dynamisch gestaltet. Farblich habt Ihr die Wahl zwischen schwarz, schwarz/weiß und Corsair gelb, bei Letzterem handelt es sich allerdings um eine special Edition.

Corsair setzt beim VOID Pro auf eine Mischung aus viel Kunststoff und ein wenig Metall. Die Ohrmuscheln sind aus einem Mix aus matten Kunststoff und Hochglanz Kunststoff gefertigt. Das Hochglanz Kunststoff ist leider wie üblich empfindlich hoch drei und zerkratzt und verschmutzt schon beim Ansehen.

Jedoch hat es einen Grund, dass Corsair auf dieses setzt. Unterhalb des Hochglanz Kunststoffs sind RGB LEDs zur Beleuchtung angebracht. Man kann zwar sicherlich über den Sinn von RGB LEDs an seinem Headset streiten, aber cool ist es definitiv und sollte man Akku sparen wollen, lassen sich die LEDs in der Corsair Software abschalten.

Die Aufhängung der Ohrmuscheln hingegen ist etwas überraschend aus Aluminium gefertigt. In der schwarzen Version ist dieses so lackiert, dass es auf den ersten Blick gar nicht auffällt, umso größer die Überraschung.

Die Aluminium Aufhängung verleiht dem VOID Pro eine gewisse Massivität und Hochwertigkeit, welche sicherlich bei einer Plastik Aufhängung so nicht der Fall gewesen wäre.

Das Kopfband besteht hingegen wieder aus Kunststoff, das auffälligste bei diesem ist allerdings die unheimlich dicke und weiche Polsterung! Zudem lässt sich am Kopfband die „Höhe“ des Headsets verstellen.

Das VOID Pro gibt es in zwei Versionen, kabelgebunden und kabellos. In diesem Test geht es nur um die kabellose Version. Für die Verbindung mit einem PC legt Corsair einen Empfänger bei. Dieser Empfänger ist ungefähr so groß und lang wie ein normaler USB Stick.

Was Corsair leider nicht beilegt, ist ein Verlängerungskabel, Ihr solltet den Empfänger also für einen optimalen Empfang gegebenenfalls an einem Euerer Front USB Ports nutzen.

Was natürlich auch ein kabelloses Headset benötigt ist Energie. Das VOID Pro verfügt über einen Akku, welcher für bis zu 16 Stunden Laufzeit sorgt. 16 Stunden ohne RGB Beleuchtung! Ist diese aktiv, halbiert dies Eure Laufzeit.

Geladen wird das Headset ganz klassisch über einen microUSB Port. Dieser Port ist nur zum Laden des Headsets, eine kabelgebundene Nutzung ohne den Funkempfänger ist leider nicht möglich. Natürlich ist es aber möglich das Headset weiter zu nutzen während dieses lädt.

Am VOID Pro selbst sind zudem drei Tasten angebracht. Hierbei handelt es sich um den Einschalter, eine Mute Taste für das Mikrofon und ein praktisches Lautstärkerad. Letzteres lässt sich auch lang/kurz drücken für zusätzliche Funktionen wie das Wechseln der EQ Einstellungen oder dem ein/ausschalten des Raumklangs.

Für den Virtuellen Raumklang, das VOID Pro ist an sich ein Stereo Headset, setzt Corsair auf Dolby Headphone 7.1.

 

Tragekomfort

Corsair setzt beim VOID Pro nicht auf Kunstleder oder Velour Ohrpolster sondern auf Mikrofaser Mesh. Auf diesen setzen mittlerweile auch einige andere Hersteller wie Logitech und Co.

Mikrofaser Mesh fühlt sich etwas rauer und eventuell auch etwas kratziger im ersten Moment an, gerade wenn man einen Bart hat.

Jedoch hat dieser Stoff einen dicken Vorteil, die Belüftung! Das VOID Pro fühlt sich auf den Ohren unheimlich locker und luftig an, selbst nach Stunden des Spielens tauchen keine „warmen Ohren“ auf. Im Sommer ist dies eine Wohltat!

Auch ist der Stoff etwas durchlässiger für Geräusche. Hier kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein, aber ich bevorzuge es noch etwas von meiner Umgebung mitzubekommen und mich beim Voice Chat etwas selbst zu hören.

Zwar dämmt das VOID Pro natürlich die Umgebung, aber nicht zu 100%.

Wie sieht es grundsätzlich mit dem Tragekomfort aus? Hervorragend! Die Polsterung der Ohrmuscheln ist sehr dick und auch das Kopfband ist extrem weich gepolstert. Zwar ist das VOID Pro kein „Leichtgewicht“ aber das Gewicht spürt man kaum. Auch wirkt das Headset nicht zu groß, gerade verglichen mit den kabellosen Headsets von beispielsweise Logitech.

Von daher volle Punktzahl was den Tragekomfort angeht! Gerade über längere Zeit trägt sich das VOID Pro einfach angenehm! Wenn ich etwas kritisieren müsste dann wäre es der Anpressdruck, welcher relativ locker ist. Das Kopfband neigt etwas dazu zu verrutschen, aber viele Nutzer bevorzugen den lockeren und luftigeren Sitz, von daher würde ich das eher als „Geschmackssache“ deklarieren als wirklich als Nachteil.

 

Wie klingt das Corsair VOID Pro? 

Kommen wir zum Klang. Corsair selbst schreibt „For VOID PRO, we went re-built and re-tuned the 50mm neodymium driversc and enhanced bass performance. „.

Dies liest sich natürlich im ersten Moment gut, aber wie sieht es in der Praxis aus?

Hier wollen wir einmal unterscheiden zwischen dem Einsatz im Gaming, ganz besonders im competitive Gaming, und dem Einsatz bei Musik und Video.

„Out of the Box“ war ich um ehrlich zu sein, nur mittelmäßig vom VOID Pro beeindruckt, wenn es um den Klang bei Musik ging. Klar das Headset ist kabellos und mit 99€ nicht einmal übermäßig teuer dafür, daher darf man auch nicht übermäßig kritisch sein, gerade was den Klang in Musik angeht. Das VOID Pro hat einen leicht dumpfen/hohlen Klang an sich, welcher aus einer Betonung der Mitten resultiert.

Dies wird bei vielen Gaming Headsets meist sogar absichtlich gemacht, Corsair schreibt es ja selbst „for even better mid-range clarity“. Durch das Hervorheben der Mitten werden Schritte und ähnliche Geräusche in Spielen besser hörbar, was einem in der Theorie einen gewissen Vorteil verleiht. Jedoch bei Musik ist dies meist suboptimal. Musik klingt einfach ein wenig matt, da die Dynamik fehlt.

In Spielen wie CS Go hingegen würde eine übermäßige Dynamik vermutlich mehr stören, hier kommt es auf eine gute Detail Auflösung in den Mitten an, welche auch vom VOID Pro geliefert wird. Das Ganze kann man mit einem Monitor vergleichen, welcher das Schwarz aufhellt damit Ihr im Schatten besser Details erkennen könnt. Nicht schön, aber im Competitive oder E Sport Bereich ein möglicher Vorteil gegenüber dem Gegner.

Ähnliches gilt auch für den virtuellen Raumklang. Zugeschaltet erhaltet Ihr neben der guten Mitten Auflösung noch eine überdurchschnittlich gute räumliche Darstellung, welche natürlich gerade in Musik oder Videos etwas künstlich wirkt, aber im Multiplayergaming durchaus hilft bessere Resultate zu erzielen.

Gerade in Overwatch hat mir dies sehr gut geholfen Gegner besser orten zu können als mit einem reinen Stereo Klang. Ähnliches wird natürlich auch für andere First Person Multiplayer Spiele gelten, aber in CS GO würde mir auch das beste Headset nicht helfen gut zu spielen, von daher habe ich dieses nicht getestet.

Für Musik oder auch single Player Spiele wo es wirklich mehr um das Genießen geht sieht die Welt natürlich anders aus. Ich empfehle hier aber einmal in den EQ der Corsair CUE Software zu schauen und gegebenenfalls ein eigenes Profil anzulegen. Mir gefiel hier ein Anheben der Höhen und der Bässe am besten, dies gleicht ein wenig den ursprünglich recht mitten lastigen Klang aus.

Hat man den Bass und die Höhen etwas angehoben klingt das VOID Pro wie ein völlig neues Headset! Musik macht nun mit diesem nun ein gutes Stück mehr Spaß.

 

Zwar hört man ein wenig die mitten betonte Klangsignatur heraus, aber gerade die Höhen sind nach einer EQ Anpassung absolut klasse! Der Bass des Headsets ist gut, könnte aber etwas mehr Tiefgang haben.

Das Corsair VOID Pro ist für Nutzer welche donnernde Bässe wollen eher mittelmäßig geeignet. Zu sagen, dass der Bass schlecht oder zu schwach wäre, wäre völlig falsch, jedoch ist das VOID Pro kein „Bass über alles“ Headset, wenn Ihr so was wollt, schaut Euch bei Razer um.

Das VOID Pro ist eher ein etwas leichteres und entspannteres Headset als ein schwerer Bass Bomber. Um ehrlich zu sein, ich finde das auch gut so, ich würde gerade bei Gaming und Musik immer einen etwas leichteren und detaillierteren Klang, einer dumpfen Masse vorziehen.

Zusammengefasst, „Out of the Box“ bietet das Corsair VOID Pro einen guten bis sehr guten Klang, wenn es Euch um die maximale Performance in Spielen geht. Für Musik ist das Headset für meinen Geschmack etwas zu mittenlastig, hier hilft aber der EQ in der Corsair CUE Software. Nach ein wenig Feintuning, Höhen und Bässe anheben, macht das VOID Pro auch in Musik und Filmen einen guten Eindruck!

Nein das VOID Pro kann bei Musik auch nach EQ Anpassungen nicht mit einem Beyerdynamic MMX 300 2nd oder Audio-Technica ATH-PDG1 mithalten. Dafür ist das Corsair aber auch nur halb so teuer und vor allem kabellos.
Wo wir gerade dabei sind, wie steht es um die kabellose Verbindung? Ich würde sagen sehr gut! Zum einen ist die Qualität der kabellosen Übertragung weitestgehend tadellos, ich konnte keine offensichtliche Komprimierung oder Verzögerung im Klang feststellen, zum anderen ist die Signalstärke top!

Es war mit dem Headset problemlos möglich aus meinem Arbeitszimmer durch den Flur in die gegenüberliegende Küche zu gehen ohne, dass das Signal zusammenbrach. Damit liegt die Reichweite ein gutes Stück über der von normalen Bluetooth Kopfhörern. Auch Abbrüche während des Spielens hatte ich keine, von daher eine Top Leistung was die kabellosen Fähigkeiten angeht.

 

Mikrofon

Lasst uns ehrlich sein die Mikrofone bei allen mir bekannten kabellosen Gaming Headsets auf dem Markt waren entweder absolut grässlich oder schlecht. Selbst das Mikrofon des doch recht teuren Logitech G933 ist wirklich nicht das Gelbe vom Ei.

Vermutlich haben die Hersteller mit einer recht niedrigen Bandbreite aufgrund der kabellosen Verbindung zu kämpfen und hier wird dann eher den Kopfhörern mehr Bandbreite zugeordnet als dem Mikrofon, was auch verständlich ist.

Daher bin ich an das VOID Pro mit sehr niedrigen Ansprüchen gegangen. Allerdings hat mich Corsair hier überrascht! Das Mikrofon ist absolut okay!

Es gibt zwar durchaus Headsets mit besseren Mikrofonen und auch das VOID Pro wäre für das Aufzeichnen von Letsplays nicht meine erste Wahl, aber für TeamSpeak, skype usw. bietet das VOID Pro eine vernünftige Qualität.

Die Stimme ist ein wenig dünn, aber klar und sauber. Hierdurch ist man in den üblichen Voice Chat Anwendungen absolut problemlos zu verstehen.

Daher Daumen hoch für das Mikrofon des VOID Pros!

Kleine Anmerkung, das VOID Pro ist kein offenes Headset aber schirmt Euch auch nicht zu sehr von der Umgebung ab, daher hört Ihr Eure Stimme auch etwas durch das Headset hindurch. Ich bevorzuge dies gegenüber Headsets, bei welchen man sich selbst nicht hört. Hinzu kommt ein Feature, welches Eure eigene Stimme mit einer sehr geringen Verzögerung über die Lautsprecher wiedergibt. Ich habe dies zusätzlich auf einer sehr geringen Lautstärke aktiv und kann so sehr entspannt skypen.

 

Fazit zum Corsair VOID Pro

Das Corsair VOID Pro Wireless ist das beste kabellose Gaming Headset, dem mir bisher begegnet bin! Dies liegt an der guten Haptik, dem hervorragenden Tragekomfort und dem starken Klang.

Letzterer ist zwar von Haus aus sehr aufs Gaming optimiert, die Mitten sind angehoben, aber mit ein paar kleineren Anpassungen in der Corsair CUE Software auch durchaus für Musik ordentlich! Klar gibt es high End Gaming Headsets welche besser Klingen als das VOID Pro Wireless, aber diese Headsets sind deutlich teurer und alle samt nicht kabellos.

Aber gerade dies ist ein tolles Feature! Nicht an Kabeln zu hängen und sich im Haus/der Wohnung ein wenig frei bewegen zu können, während man gleichzeitig in skype oder TeamSpeak ist. Hier ist auch das vergleichsweise gute Mikrofon hilfreich, welches beim VOID Pro das beste ist, das ich bisher in einem kabellosen Headset gehört habe.

Auch die Akkulaufzeit ist soweit in Ordnung, sofern Ihr die RGB Beleuchtung deaktiviert. Mit Beleuchtung landet Ihr aber auch bei ordentlichen 8 Stunden.

Von daher ist es vor allem der Komfort, der das Corsair VOID Pro Wireless von der Masse an anderen Gaming Headsets abhebt. Komfort im Sinne von Tragekomfort und im Sinne von nicht an Kabeln zu hängen und sich frei bewegen zu können. Diesen Luxus unterschätzt man, jedoch hat man einmal ein kabelloses Headset kennengelernt, will man dies schnell nicht mehr missen.

Auch klanglich passt das Headset für rund 100€ absolut, selbst verglichen mit kabelgebunden Modellen. Ja es ist möglich für 100€ bessere Kopfhörer für Musik zu bekommen, aber auch diese klingen nicht so viel besser. Corsair hat also nicht am Klang gespart!

Kurzum sofern Ihr ein gutes kabelloses Headset sucht, wäre das Corsair VOID Pro Wireless aktuell mit Abstand meine erste Wahl, gerade bei einem Startpreis von um die 110€!