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Die Anker SoundBuds Life im Test, Ankers beste Bluetooth Ohrhörer

Anker ist ein Vorzeigehersteller, was Smartphone Zubehör angeht. Ob nun Powerbanks, Bluetooth Lautsprecher, Ladegeräte, Staubsaugroboter usw. Anker Produkte gehören in fast allen Kategorien jeweils zu besten.

Lediglich eine Produktkategorie war bei Anker immer etwas schwächer und das waren die Bluetooth Ohrhörer! Ankers Soundbuds waren immer okay, aber auch nichts Besonderes, zumindest bisher!

Darf ich präsentieren die neuen Anker SoundBuds Life! Das aktuelle „Spitzenmodell“ von Anker, sofern man hier bei dem doch sehr fairen Preis von 60€ von einem Spitzenmodell im herkömmlichen Sinne sprechen darf.

 

Die Anker SoundBuds Life im Test

Anker setzt bei den SoundBuds Life auf ein Nackenband Design. Dies klingt im ersten Moment sicherlich etwas merkwürdig, ein Nackenband?! Aber dies ist mittlerweile ein recht beliebtes Design.

Hierbei tragt Ihr eine Art Rahmen oder Kranz, je nachdem wie Ihr dies nennen wollt, um den Nacken. An seinem Ende sind kurze Kabel angebracht mit den eigentlichen Ohrstöpseln.

Dieses Design hat Vor -und Nachteile. Bluetooth Ohrhörer benötigen verglichen mit normalen Ohrhörern jede Menge zusätzliche Elektronik. Dabei spreche ich von Bluetooth Chips, einem Verstärker, Akkus usw. Diese zusätzliche Elektronik kann man entweder in den Ohrstöpseln verbauen oder in Kabelfernbedienungen.

Dies sorgt aber dafür, dass die Ohrstöpsel groß und schwer werden. Die Alternative ist es die zusätzliche Elektronik in diesem „Rahmen“ zu verbauen, wie bei den SoundBuds Life. Der Rahmen liegt auf den Schultern auf, wo auch das zusätzliche Gewicht nicht stört.

So lassen sich auch größere Akkus verbauen, bessere Antennen usw. Letztendlich spricht viel für diese Art der Bluetooth Ohrhörer, lediglich die Optik ist ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Der Rahmen ist bei den Anker SoundBuds Life primär aus Gummi gefertigt. Dieses sorgt auch für eine gewisse Flexibilität, der Rahmen ist also nicht komplett starr, sondern biegsam.

Die Enden sind zudem mit Aluminium verkleidet, was die Optik etwas hochwertiger erscheinen lässt. Die Ohrstöpsel sind mit ca. 20-30cm langen Kabeln am Rahmen befestigt. Diese besitzen den üblichen Formfaktor für kabelgebundene Ohrhörer, die Stöpsel sind also vergleichsweise kompakt.

Auch hier setzt Anker auf Aluminium und zusätzlich auf einen Magnet. Dieser Magnet erlaubt es die beiden Ohrhörer bei Nichtbenutzung zusammenzuheften. Ein Feature, das man im ersten Moment sicherlich etwas unterschätzt, aber im Alltag ist es, bei Nichtbenutzung sehr praktisch die beiden Ohrstöpsel einfach um den Hals zusammenheften zu können.

Allgemein wirken die Anker SoundBuds Life qualitativ sehr gut und wertig gearbeitet. Für die 60 Preisklasse sind die SoundBuds Life definitiv überdurchschnittlich!

Wie sieht es bei den Tasten und Anschlüssen aus? Die Tasten sind am Rahmen der Bluetooth Ohrhörer angebracht. Hier findet sich Lauter/Leiser, Ein/Ausschalten und Play/Pause.

Die Lauter/Leiser Tasten sind wie üblich auch mit Vor- und Zurückspulen belegt. Geladen werden die Anker SoundBuds Life via microUSB. Oft müsst Ihr diese aber nicht laden. Anker gibt die Akkulaufzeit mit 20 Stunden an. Ein Wert, der grob erreichbar ist, ich komme aber eher auf 12-18 Stunden, was natürlich immer noch sehr stark ist!

Zum Abschluss noch etwas Merkwürdiges. Anker wirbt zum Zeitpunkt dieses Tests „mit aktiver Lärmreduzierung“. Viele Nutzer werden nun denken „ah Active Noise Cancelling“ also das, was die ganzen großen und teuren Bluetooth Kopfhörer haben. NEIN, die Anker SoundBuds Life haben kein aktives Noise Cancelling! Die Angabe mit der „aktiver Lärmreduzierung“ ist unglücklich aus dem Englischen übersetzt und bezieht sich auf das verbaute Mikrofon, welches bei Telefonaten eine „CVC noise reduction“ besitzt. Anders kann ich mir dies zumindest nicht erklären, ich konnte kein aktives Noise Cancelling wahrnehmen, was bei diesem Preis auch unwahrscheinlich ist.

 

Tragekomfort

Wie sieht es mit dem Tragekomfort der Anker SoundBuds Life aus? Gut! Klar es erfordert etwas Gewöhnung diesen Bügel um den Hals zu tragen aber hat man sich daran gewöhnt ist das Ganze doch recht angenehm.

Es gibt an den Ohrstöpseln keinen Zug! Das gesamte Gewicht liegt auf den Schultern und dort stören die paar Gramm nicht.

Hinzu kommt die gute Passform der Ohrstöpsel inklusive einem ergonomisch angewinkelten Ohrkanal.

Daher würde ich den Tragekomfort der SoundBuds Life als gut bis sehr gut einstufen! Auch sind diese durchaus für den Sport geeignet, hier hilft auch der Wasserschutz nach IPX5.

 

Klang der Anker SoundBuds Life

Aber wie klingen denn nun die SoundBuds Life? Sehr gut! Dies sind ohne Frage die best klingendsten Bluetooth Ohrhörer von Anker bisher!

Diese neigen allerdings etwas zum Badewannenklang. Was meine ich damit? Wenn Kopfhörer oder Ohrhörer eine „Badewannenklangsignatur“ besitzen, sind die Höhen und Tiefen angehoben und die Mitten abgesenkt, ähnlich wie bei einer Badewanne die in der Mitte Tief und am Anfang und Ende Hoch ist.

Dementsprechend besitzen die SoundBuds Life starke Höhen und Bässe. Die Höhen sind klar und sehr sauber, auch die Brillanz passt absolut. Hierdurch wirken die Ohrhörer recht detailliert spielend.

Die Bässe sind knackig und satt. Gerade etwas lebendigere Musik wie „Move Your Body Alan Walker Remix“ von Sia macht mit den SoundBuds Life sehr viel Spaß!

Die Ohrhörer besitzen eine sehr starke Dynamik und damit auch eine hohe Spielfreude, gerade bei elektronischer und aktueller Pop Musik. Alles was einen satten Beat hat, macht mit den Ohrhörern Spaß! Hierbei ist der Bass allerdings nicht übertrieben oder zu viel. Anker setzt zwar auf eine gewisse Bass Betonung, aber diese ist nicht übertrieben oder zu viel.

Das klingt doch ziemlich gut! Aber sind die Anker SoundBuds Life wirklich „perfekt“?

Natürlich nicht! Die SoundBuds Life schwächeln etwas in den Mitten. Das heißt, Musik kann etwas dünner klingen und weniger voll. Ist das schlimm? Dies kommt etwas auf die Musik an die Ihr hört. Pop, Elektro und auch für den meisten Rock ist das kein Problem. Bei Metal kann dies beispielsweise etwas anders aussehen. „Wrong Side of Heaven“ von Five Finger Death Punch klingt beispielsweise merklich „anders“.

Kommen wir aber wieder zurück in die Realität und diese sieht so aus, dass die Anker SoundBuds Life gerade mal 40€ kosten! Dafür ist die klangliche Performance wahnsinnig gut! Unter 50€ wären mir keine Bluetooth Ohrhörer bekannt, die eindeutig besser klingen.

Auch die Bluetooth Verbindung ist top, genau wie die maximale Lautstärke! Die dargestellte Bühne und allgemein die räumliche Darstellung ist soweit unauffällig gut, also auch hier nichts zu bemängeln.

 

Fazit

Die SoundBuds Life sind die besten Bluetooth Ohrhörer von Anker bisher! Dies gilt sowohl für die Haptik, Optik aber auch für den Klang.

Gerade letzterer ist wirklich sehr gut! Die Anker SoundBuds Life liefern einen sehr dynamischen Klang mit satten Bässen und klaren Höhen. Zwar sind die Mitten etwas schwächer, aber dennoch macht es viel Spaß Musik mit den Ohrhörern zu hören!

Gerade Titel mit einem gewissen Vortrieb werden hervorragend abgebildet. Viel besser geht es in dieser Preisklasse nicht!

Selbst für 60-80€ wird es nicht ganz leicht sein eindeutig besser klingende Bluetooth Ohrhörer zu bekommen.

Daher eine volle Empfehlung für die Anker SoundBuds Life?! An sich ja! Jedoch kommt es hier natürlich darauf an ob Ihr diesen Formfaktor mit dem Bügel um den Hals mögt oder nicht.

Es ist primär optisch etwas gewöhnungsbedürftig, der Tragekomfort ist ordentlich auch beim Sport.

Wenn Ihr also mit dem Formfaktor klar kommt, kann ich die Anker SoundBuds Life vollstens empfehlen! Was Besseres für 50-60 € zubekommen, wird schwer sein.

Die EasyAcc PB10000PT 10000mAh Powerbank im Test, kompakte Powerbank mit Quick Charge!

Powerbanks mit Quick Charge sind in der Regel relativ groß und schwer. Dies ist auch verständlich, denn Quick Charge benötigt eine gewisse Leistung.

Daher war ich neugierig als mir EasyAcc die neue PB10000PT zum Test anbot. Eine kompakte Powerbank welche neben Quick Charge auch andere Schnellladestandards unterstützen soll. Zum ersten Mal habe ich bisher gesehen, dass ein Hersteller mehrere Schnellladestandards in einem Port integriert hat.

Wollen wir uns doch einmal ansehen, was EasyAcc hier für eine interessante Powerbank gebaut hat!

 

Die EasyAcc PB10000PT 10000mAh Powerbank im Test

Für die angegebene Kapazität von 10000mAh ist die EasyAcc PB10000PT eine recht kompakte und vor allem dünne Powerbank.

EasyAcc setzt hier eindeutig auf Lithium-Polymer-Akku Zellen anstelle der etwas weiter verbreiteten Lithium-Ionen-Akkus. Ehe die Frage kommt, dies ist kein Nachteil, Lithium-Polymer und Lithium-Ionen Zellen haben jeweils ihre Vor- und Nachteile, welche sich ausgleichen.

Das Gehäuse besteht aus einem einfachen matten Kunststoff, welcher allerdings nur mittelmäßig verarbeitet ist. Die „Fingerabdrücke“, die  auf einigen Bildern zu sehen sind, sind keine Fingerabdrücke, sondern Verfärbungen im Plastik.

In der Praxis sind diese allerdings kaum zu sehen bzw. sollten eigentlich nicht stören. Von daher würde ich das Gehäuse als Funktional einstufen, zumal die Haptik passt.

Aber uns interessiert das Gehäuse erst einmal weniger, viel interessanter ist das Innenleben bzw. die Funktionen. Die EasyAcc PB10000PT hat ein Ass im Ärmel, welches auf den Namen Quick Charge hört.

Ja diese kleine und kompakte Powerbank unterstützt Quick Charge 3.0! Über den USB Port auf der Front können 5-6V/3A, 6-9V/2A oder 9-12V/1,5A ausgegeben werden.

Interessanterweise gibt EasyAcc an, dass die Powerbank neben Quick Charge auch den MTK PEP + Schnelllade Standard unterstützt, welcher in diversen China Smartphones zum Einsatz kommt, und den FCP Schnelllade Standard, der von Huawei genutzt wird.

Natürlich lassen sich auch Smartphones an der EasyAcc laden, die kein Quick Charge unterstützen, wie iPhones.

Hierfür besitzt die PB10000PT natürlich auch einen Smart Chip, zur Optimierung der Ladegeschwindigkeit.

Leider unterstützt die Powerbank keinen Schnelllade Standard für das Wiederaufladen. Über den microUSB Eingang ist das Ladetempo auf 5V 2A limitiert.

Ansonsten besitzt die Powerbank eine kleine LED Taschenlampe, zwar nicht super hell aber ausreichend etwas in einer dunklen Ecke zu suchen, wie auch die üblichen vier Status LEDs, welche über den aktuellen Ladestand Informieren.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.,

 

Messwerte

Beginnen wir traditionell mit der Kapazität. Laut EasyAcc liegt diese bei 10000mAh, messen konnte ich 9907mAh bzw. 36,659Wh.

Damit erreicht die Powerbank fast vollständig die vom Hersteller angegebene Kapazität! Nicht schlecht EasyAcc!

Ich nehme mal nicht an, dass EasyAcc hier eine Powerbank mit 99% Effizienz geschaffen hat, daher ist davon auszugehen, dass die im inneren verbaute Akku Zelle mehr, als 10000mAh Kapazität besitzt. Beim Entladen einer Powerbank geht immer etwas Energie verloren, daher schaffen die meisten Powerbanks auch nur zwischen 80% und 90% der angegeben Kapazität.

Wie sieht es abseits der Kapazität aus?

Das Interessanteste ist hier sicherlich die Ladegeschwindigkeit. EasyAcc gibt auf der Produktseite folgendes an „Neuestes [Smart-Charge] — QC 2.0 / 3.0, FCP, MTK PEP + und andere Schnelllade-Protokolle werden unterstützt; es kann ein kompatibles Gerät auf 80% in nur 35 Minuten aufladen.“

Dies ist sehr interessant! So wie ich das verstehe, will uns EasyAcc damit sagen, dass neben Quick Charge auch andere Schnellladeprotokolle unterstützt werden. Zum ersten Mal sehe ich, dass es ein Hersteller es geschafft hat Quick Charge mit anderen Schnellladeprotokollen zu kombinieren?!

In der Praxis sieht dies aber, zumindest bei mir, etwas anders aus. Quick Charge 2.0 und Quick Charge 3.0 funktionierten in der Tat problemlos, andere Schnellladeprotokolle konnte ich aber nicht zum Funktionieren bringen.

EasyAcc gibt beispielsweise folgende Geräte an: „FCP (Huawei P9 / Mate 8) und MTK (Meizu MX5 / Pro 8)“

Leider habe ich zur Zeit kein Huawei P9 oder Mate 8 zur Hand, dafür aber ein Huawei P10 Plus und ein Mate 9. Beide laden an der Powerbank, aber mit einer normalen Geschwindigkeit @5V. Merkwürdig, aber es kann natürlich sein, dass sich das Schnellladeprotokoll vom Huawei P9 zum P10 verändert hat.

Ich habe auch diverse MediaTek Smartphones ausprobiert von UMI und auch hier kein Schnellladen zum Funktionieren gebracht. Dies muss kein Verschulden der EasyAcc PB10000PT sein, gerade die diversen MediaTek Smartphones kochen beim Schnellladen alle ihr eigenes Süppchen.

Jedoch unterm Strich kann ich nur Quick Charge als sicher funktionierend bestätigen(LG G5, LG G6, Alcatel Idol 4S, Samsung Galaxy S7 Edge und Samsung Galaxy S8 Plus getestet).

Andere Smartphones, auch IOS Geräte, werden wie an einem normalen 2A Ladegerät geladen (iPad Pro erreicht beispielsweise 2,01A).

Wie sieht es aus, wenn die Powerbank leer ist? An einem guten Ladegerät wird diese mit ca. 1,88-1,9A geladen. Eine vollständige Ladung dauert also rund 6 Stunden.

 

Fazit

Die EasyAcc PB10000PT Powerbank kann vor allem durch ihre unheimliche Kompaktheit und Kapazität punkten.

Die EasyAcc PB10000PT ist die so ziemlich kleinste und handlichste 10000mAh Powerbank auf dem Markt. Umso beeindruckender das EasyAcc es geschafft hat dieser Powerbank Quick Charge Support zu verpassen, welcher auch in meinem Test mit diversen Smartphones, LG G5, LG G6, Alcatel Idol 4S, Samsung Galaxy S7 Edge und Samsung Galaxy S8 Plus, problemlos funktionierte.

Alle anderen Smartphones werden mit einem ordentlichen „normalen“ Tempo geladen.

Kurzum wer auf der Suche nach einer kompakten und Quick Charge fähigen Powerbank ist, findet diese mit der EasyAcc PB10000PT! Auch der Preis von rund 22€  ist als fair für das Gebotene einzustufen.

EasyAcc PB10000PT
Angegebene Kapazität 10000mAh
Preis
Erreichte Kapazität 9907mAh bzw. 36,659Wh
Erreichte Kapazität in % 99%
LED Taschenlampe +
Wiederaufladegeschwindigkeit 1,88A
Geteste Geräte
Apple iPhone 7+ +
Samsung Galaxy S8+ ++
LG G6 ++
Apple iPad Pro 0
Google Pixel XL 0
Nintendo Switch
Kapazität 99%
Verarbeitung 80%
Ladegeschwindigkeit 80%
Anschlüsse und Sonstige Features 80%
Lieferumfang und Verpackung 75%
Preis / Leistung ★★★★☆
Testergebnis ★★★★☆

Das Teufel Raumfeld Sounddeck im Test, Soundbar und Netzwerklautsprecher im einem!

Soundbars liegen im Trend, immer weniger Menschen wollen sich große Standlautsprecher in die Wohnung stellen oder Meter weit Kabel verlegen für ein 5.1 Soundsystem.

Bereits in einem früheren Test habe ich mir die sehr gute Teufel Cinebase Soundbar angesehen, nun ist das Teufel Sounddeck an der Reihe.

Bei diesem handelt es sich um einen Hybriden aus Netzwerklautsprecher und Soundbar.

Aber ist dies eine gute Verbindung, welche auch rund 800€ Wert ist? Dies gilt es im Test des Teufel Raumfeld Sounddeck herauszufinden!

Vielen Dank an dieser Stelle an Teufel, welchen diesen Test ermöglicht haben!

 

Das Teufel Raumfeld Sounddeck im Test

Wie auch die meisten anderen Raumfeld Lautsprecher ist das Sounddeck recht modern und elegant designt.

Hierbei ist es Teufel gut gelungen das bekannte Design des Raumfeld One S und One M in eine Soundbar umzuformen. So wirkt die Optik aller Raumfeld Produkte untereinander recht konstant.

Auch das Sounddeck ist in zwei Farben verfügbar, Weiß oder Schwarz. Hierbei entscheidet die Farbwahl allerdings nur die Farbe des MDF Gehäuses.

Dieses ist folienbeschichtet, besitzt also eine recht glatte Oberfläche, welche etwas an Schleiflack erinnert, aber in der Produktion günstiger ist.

Allerdings sieht man gerade auf der Front nicht so viel vom eigentlichen Gehäuse, da die Front bei beiden Versionen mit einem schwarzen Stoff als Lautsprecher -“Gitter“ bespannt ist. Unter diesem „Gitter“, welches sich um den Lautsprecher zieht, also auch die Seiten bedeckt, befinden sich insgesamt sechs Treiber Einheiten.

Zwei weitere „Subwoofer“ Treiber befinden sich auf der Unterseite des Sounddeck, die für den notenwenigen Wums sorgen sollen.

Rein von der Haptik merkt man schon, dass es sich beim Sounddeck um einen etwas hochwertigeren Lautsprecher handelt. Dies gilt gerade dann, wenn man die Fernbedienung aus Aluminium sieht.

Teufel hat hier wirklich eine außergewöhnlich hochwertige Fernbedienung ins Paket gelegt, welche auch nicht via Infrarot funktioniert. Somit ist diese nicht auf einen direkten Sichtkontakt zum Lautsprecher angewiesen, sehr schön!

Das Sounddeck ist mit 73cm Breite und 41cm Tiefe immer noch relativ kompakt. Auch die Höhe ist mit 11cm relativ gering (11cm inklusive Standfüße). Die Soundbar wird also unter Eurem Fernseher kaum auffallen!

Ihr müsst Euch auch keine Sorgen machen, dass Euer Fernseher zu schwer für das Sounddeck ist. Zwar gibt Teufel keine maximale Belastung an, aber 30-50Kg sollte das Sounddeck problemlos aushalten. Das gute Stück wirkt doch sehr massiv!

Wie sieht es bei den Tasten und Anschlüssen aus? Auf der Front besitzt das Sounddeck einen Einschalter und eine Lauter/Leiser Wippe, aber keine Modi Auswahl oder Ähnliches. Dies muss über die Fernbedienung oder die App geschehen. Hier hätte ich mir vielleicht ein paar Schnellwahltasten gewünscht.

Immerhin die Anschlüsse sehen ganz ordentlich aus! Neben dem intern verbauten WLAN ist es, auch möglich das Sounddeck via LAN mit dem Netzwerk zu verbinden. Für die Verbindung zu Eurem Fernseher steht ein HDMI Eingang (NUR ein Eingang! Kein Ausgang), ein AUX Eingang und ein optischer Eingang zur Verfügung.

Zwar besitzen einige Fernseher einen gesonderten HDMI Audio Ausgang, aber ich denke die meisten Nutzer werden den optischen Eingang verwenden.

 

Einrichtung und Installation

Das Teufel Raumfeld Sounddeck ist ja nicht nur eine Soundbar, sondern auch ein Netzwerk Lautsprecher mit App Unterstützung. Daher erfordert das Sounddeck eine etwas aufwendigere Installation, welche aber dennoch auch für Anfänger gut machbar ist.

Sämtliche Raumfeld Lautsprecher müssen via Smartphone App gesteuert und eingerichtet werden. Die Raumfeld App steht für IOS und Android zur Verfügung und ist selbstverständlich kostenfrei.

Ladet Euch zuerst die Smartphone App herunter und verbindet den Lautsprecher mit dem Strom.

Solltet Ihr das Sounddeck via Kabel mit dem Netzwerk verbinden wollen, könnt Ihr das LAN Kabel auch jetzt schon anschließen.

In der App ist kein Anlegen eines Kontos bei Teufel/Raumfeld nötig, was erfreulich ist! In der Raumfeld App wählt den passenden Lautsprecher aus und tippt auf weiter.

Sollte der Lautsprecher kabellos im Netzwerk integriert werden, muss dieser natürlich zuerst mit dem WLAN verbunden werden. Dies funktioniert unter IOS und Android etwas anders.

Das Sounddeck wird temporär zu einem WLAN AccessPoint mit dem sich das Smartphone verbinden muss und die WLAN Konfiguration zu schreiben. Unter Android passiert dieser Prozess automatisch, unter IOS muss man sich manuell mit dem temporär erstellten WLAN verbinden.

Keine Angst die Raumfeld App erklärt den Prozess gut!

Damit sind wir auch fast schon fertig, gegebenenfalls installiert der Lautsprecher noch ein paar Updates aber das war es dann auch schon.

In Textform klingt die Einrichtung langwieriger, als sie es in der Praxis ist, habt also keine Angst davor.

 

Features, Funktionen und die App

Einer der wichtigsten Punkte bei einem Netzwerk Lautsprecher sind sicherlich die Features wie auch die unterstützenden Dienste.

Folgendes gilt nicht nur für das Raumfeld Sounddeck, sondern generell für alle Raumfeld Lautsprecher, welche softwareseitig weitestgehend identisch sind.

Hier bietet einem das Raumfeld System diverse Möglichkeiten. Natürlich könnt Ihr Musik direkt vom Smartphone über die Raumfeld App auf dem Sounddeck wiedergeben. Selbiges geht auch, wenn die Musik nicht direkt auf dem Smartphone liegt, sondern auf einem Netzwerk Server(DLNA fähig).

Sollte so einer nicht vorhanden sein, ebenfalls kein Problem! Über den USB Port auf der Rückseite ist es auch möglich direkt ein Speichermedium wie einen USB Stick oder eine externe HDD mit dem Sounddeck zu verbinden. Hierbei unterstütz das Raumfeld System folgende Formate: ASF, MP3, WMA, WAV, AAC, FLAC und OGG, und das Ganze auch mit einer höheren Bitrate.

Nach einer anfänglichen Indexierung wird Musik in der App nach Interpret, Album usw. aufgeschlüsselt, sofern die ID3 Tags korrekt gesetzt sind.

Es würde sich beim Sounddeck nur um einen schlechten Netzwerk Lautsprecher handeln, wenn dieser nur Musik wiedergeben kann, welche „lokal“ (im lokalen Netzwerk) vorliegt.

Natürlich unterstützt das Sounddeck auch beispielsweise Internet Radio und somit fast alle Radio Stationen der Welt. Hierbei lassen sich auch Radio Station „einprogrammieren“ welche über die Schnellwahl Tasten auf der Fernbedienung aufrufbar sind.

Ebenfalls sehr interessant ist die Nutzung in Kombination mit dem Streaming Dienst Spotify. Das Sounddeck  unterstützt Spotify Connect, Ihr könnt den Lautsprecher also direkt aus der Spotify App/Desktop Anwendung heraus ansprechen.

Wenn es Euch nur um Spotify geht, wäre es theoretisch, abgesehen von der erst Einrichtung, kein einziges Mal nötig auch nur die Raumfeld App zu starten.

Was aber schade wäre, denn die Raumfeld App ist optisch sehr ansprechend und funktional aufgebaut.

Neben Spotify wird unter anderem auch Napster und TIDAL unterstützt. Seit Neustem ist auch Chromecast mit an Bord.

Was leider fehlt, ist Bluetooth, um beispielsweise auch den Ton von anderen Apps auf den Lautsprecher zu übertragen, und Apples Air Play.

Letzteres werden wir vermutlich auch nicht mehr sehen, denn Air Play besitzt recht hohe Lizenzgebühren.

Abseits der Netzwerk Lautsprecher Features ist es natürlich möglich ganz klassisch Musik über den optischen Eingang, AUX Eingang oder den HDMI Eingang wiederzugeben.

 

Klang

Kommen wir zum eigentlich wichtigstem Punkt, dem Klang! Vielleicht ist Euch schon aufgefallen, dass das Teufel Raumfeld Sounddeck und die Teufel Cinebase sehr ähnlich sind was den Aufbau und auch die Daten auf dem Papier angeht.

Dies ist natürlich kein Zufall, beide Lautsprecher sind in diesem Punkt weitestgehend Zwillinge. Aber bedeutet dies, dass das Sounddeck und die Cinebase gleich klingen?

Die Antwort auf diese Frage ist ein klares Jein.

Erst einmal ein paar Worte zum generellen Aufbau des Lautsprechers. Auf der Front befinden sich vier Hoch/Mitteltöner welche einen Durchmesser von 7cm haben. Zusätzlich besitzt das Sounddeck zu seiner linken und rechten jeweils einen weiteren Hoch/Mitteltöner. Dieser soll für einen breiteren Klang sorgen und sind gerade bei den Virtuellen Raumklang Featuren sehr wichtig!

Für den Bass sorgen zwei 13cm Treiber welche auf der Unterseite des Sounddeck eingelassen sind.

Kommen wir nun aber zum Klang.

Ja das Sounddeck klingt dem Teufel Cinebase sehr ähnlich, aber nicht identisch. Ich nehme an das Teufel beim Sounddeck auf eine etwas andere Software/DSP setzt, welche für den leicht anderen Klang verantwortlich ist.

Das Teufel Raumfeld Sounddeck klingt etwas runder, wobei es hier auch etwas auf die Quelle bzw. den EQ ankommt. Wie auch bei allen anderen Raumfeld Lautsprechern lässt sich auch beim Sounddeck Bass, Höhen und Mitten recht genau verstellen.

Beginnen wir beim Klang „out of the Box“. Hier ist das Sounddeck relativ warm abgestimmt. Das heißt, die Höhen sind tendenziell etwas weicher. Das bedeutet natürlich nicht, dass das Sounddeck dumpf klingt, aber es ist auch nicht super Brillant oder Glas klar.

Dies schiebe ich etwas auf die mit 7cm recht großen Hoch/Mitteltöner. Solltet Ihr einen klareren Klang bevorzugen, kein Problem! Einfach via Raumfeld App die Höhen etwas anheben und das Sounddeck klingt ein gutes Stück heller und brillanter!

Der EQ ist hierbei im Übrigen global, wird also auch auf andere Soundquellen als Streaming durch die App angewendet. Dies ist ein großer Vorteil des Sounddeck gegenüber der Cinebase, Ihr könnt Euren Klang sehr gut anpassen!

Von Haus aus sind die Mitten des Sounddeck recht präsent. Dies hat den großen Vorteil das Stimmen und Gesang besonders klar und verständlich dargestellt werden.

Durchaus sinnvoll bei einem Lautsprecher welcher auch für das normale TV Schauen eingesetzt werden kann.

Besonders interessant ist aber natürlich der Bass. Was kann man hier von solch einem flachen Lautsprecher erwarten?

Hier war ich vom Sounddeck besonders positiv überrascht. Vielleicht bilde ich mir dies auch nur ein aber das Sounddeck klingt beim Bass noch etwas runder als die Cinebase und bereits bei der Cinebase habe ich den Bass sehr gelobt!

Der Bass des Teufel Sounddeck ist klasse! Dieser ist schön dynamisch mit einem beeindruckenden Tiefgang! Viele günstigere Subwoofern werden hier nicht mithalten können, gerade was den Tiefgang angeht. Teufel gibt diesen auch mit starken 42Hz an.

Allerdings hat die kompakte Bauform natürlich auch ihre Einschränkungen. Verglichen mit großen Standlautsprechern oder großen Subwoofern klingt der Bass en wenig weniger voluminös und runder.

Auch hängt die Menge des Bass recht stark vom Sitzabstand ab. Bei einem Sitzabstand von ca. 3-4 Metern kommt ein sehr starker Bass an, welcher sowohl bei Filmen wie auch Musik viel Spaß macht. Aber bei Wohnzimmern über 30-40m² verpufft doch schon der Bass etwas.

Für Film Fans hat das Sounddeck noch ein Ass im Ärmel. Dieses nennt sich „Raumfeld Wellenfeld Technologie“. Hierbei handelt es sich um eine Art virtuellen Raumklang, welcher unter anderem die beiden seitlichen Lautsprecher für einen breiteren Klang nutzt.

Praktisch funktioniert dies auch durchaus! Das Sounddeck klingt merklich breiter und tiefer, als dieses eigentlich ist.

Sofern Euer Raum auch passend geformt ist, also relativ quadratisch, kann sogar die Illusion entstehen das Teile des Klangs von der Seite kommen.

Natürlich ist dies nicht mit einem „Echten“ 5.1 System zu vergleichen, macht aber dennoch mehr her als ein einsamer Lautsprecher in der Front. Sollte Euch dieser virtuelle Raumklang nicht gefallen, kein Problem er lässt sich auch abschalten.

 

Fazit

Teufel ist mit dem Raumfeld Sounddeck eine starke Kombination aus Soundbar und Netzwerk Lautsprecher gelungen!

Hierbei kann diese durch die typischen Feature des Raumfeld Systems punkten, wie Internet Radio, Spotify Connect, Google Cast usw.

Aber auch die Soundbar Funktionen sind tadellos! Hiermit meine ich nicht nur den lebendigen und bassstarken Klang, sondern auch die angenehm kompakten Abmessungen und die schlichte und hochwertige Optik!

Das Sounddeck wird sich problemlos in einem modernen Wohnzimmer einfügen ohne dabei kostbaren Platz zu rauben. Hierbei liefert die Soundbar aber natürlich auch einen sehr guten Klang. Gerade die möglichen EQ Anpassungen über die Raumfeld App ermöglichen es den Lautsprecher so klingen zu lassen wie dies Euch am besten gefällt.

Ihr mögt etwas klarere Höhen? Kein Problem! Diese lassen sich in der App einstellen, Ähnliches gilt auch für die Mitten und die Bässe. Gerade Letztere bieten einen knackigen Punch und einen tollen Tiefgang.

Von daher kann ich das Raumfeld Sounddeck absolut empfehlen, sofern Ihr eine Soundbar mit Bonus Funktionen sucht! Auch der Preis von 800€ ist vollkommen gerechtfertigt, ja es ist möglich ein besser klingendes Soundsystem mit Verstärker usw. zu bauen, aber dann hat man nicht die kompakten Abmessungen und das „all in one“ Prinzip das eine Soundbar wie das Sounddeck bietet.

Seid Ihr bereit auf die Netzwerk Feature zu verzichten? Dann schaut Euch vielleicht auch einmal die Teufel Cinebase an, welche mehr oder weniger das Sounddeck ohne Netzwerk Funktionen und einer etwas einfacheren Optik ist, dafür aber günstiger.

Das Dell XPS 13 2-in-1 im Test, das kompaktere und bessere XPS 13?

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Das Dell XPS 13 ist mein persönliches Lieblings Laptop 2017. Nicht weil es zwingend das schnellste oder leistungsfähigste Gerät auf dem Markt ist, sondern einfach, weil dieses sich extrem gut in meinen Alltag eingefügt und sich bisher sehr zuverlässig als Allrounder bewährt hat.

Kurzum ich mag das Dell XPS 13 einfach, sogar noch mehr als mein Razer Blade oder mein MacBook.

Jedoch hatte ich mich nach dem Kauf etwas geärgert. Kurz nach meinem Kauf hat Dell das XPS 13 2-in-1 vorgestellt, ein Tablet Notebook Hybrid im XPS 13 Style.

Aber hatte ich mich hier zu Recht geärgert? Ist das Dell XPS 13 2-in-1 besser als das normale Dell XPS 13?! Dies ist der Vorteil, wenn man einen kleinen Techblog betreibt. Freundlicherweise hat mir Dell das XPS 13 2-in-1 für einen Test ausgeliehen!

Kann mich das Dell XPS 13 im 2-in-1 Desgin überzeugen? Finden wir dies im Test heraus!

 

Das Dell XPS 13 2-in-1 im Test

Die XPS Notebooks sind Dells Premium Serie mit einem dementsprechendem Preis. Daher sollte es natürlich keine Überraschung sein, dass die Verarbeitungsqualität und auch die Haptik des XPS 13 2-in-1 dies wiederspiegelt. Dell setzt beim XPS auf ein Aluminiumgehäuse, zumindest was das Äußere angeht.

Sowohl Deckel wie auch der Boden bestehen aus einem solide anmutendem silbernen Aluminium. Dieses fasst sich angenehm hochwertig an. Das Innere hingegen ist aus Kunststoff gearbeitet. Eine interessante Entscheidung seitens Dell, welche ich aber begrüße.

Zwar wäre ein Unibody Aluminiumgehäuse sicherlich nochmals ein Stück massiver und wertiger, aber das Kunststoffinnere hat auch Vorteile!

Zum einen ist die Wärmeübertragung schlechter, was in diesem Fall gut ist! So ist die Handballenauflage im Winter nicht so kalt wie Aluminium und unter dauerhafter Last nicht so heiß.

Zum anderen wirkt hierdurch die vordere Kante und allgemein die Handballenauflage etwas weicher und anschmiegsamer, zumal Dell hier nicht auf einen 08/15 Kunststoff setzt, sondern auf ein Karbon/Softtouch Mix. Dieser wirkt zwar schnell etwas beschmiert, lässt sich aber recht problemlos reinigen.

Neben der Haptik kann das XPS 13 2-in-1 aber auch ganz besonders durch seine Abmessungen punkten. Das Notebook ist gerade mal 8 bis 13,7 mm dick (je nachdem wo man misst). Dies ist nochmals ein Stück weniger als beim sowieso schon dünnen normalen XPS 13 und ist auch dünner als ein Apple MacBook Pro oder ein Razer Blade.

Oben Dell XPS 13 2-in-1, Mitte Dell XPS 13, Unten Apple MacBook Pro 13″ late 2016

Auch die sonstigen Abmessungen sind klasse! Dell setzt beim XPS 13 2-in-1 auf ein „rahmenloses“ Display. Daher ist es ähnlich wie bei aktuellen Smartphones möglich ein großes Display in ein kleines Gehäuse zu verbauen. Hierdurch ist das XPS 13 2-in-1 ein gutes stück kleiner als andere 13,3 Zoll Notebooks. Auch das Gewicht ist mit 1,24 KG recht niedrig.

Das Ganze ist natürlich besonders wichtig bei einem 2-in-1 Gerät. Das Display des XPS 13 2-in-1 lässt sich vollständig umklappen, so dass sich das Notebook als Tablet nutzen lässt.

Natürlich ist das XPS 13 immer noch ein recht schweres Tablet, aber durchaus so auf der Couch zu nutzen.

Das verwendete Scharnier wirkt ausreichend stabil und robust für eine langfristige Funktion.

Wie sieht es bei den Anschlüssen aus? Hier musste Dell aufgrund der Gehäusedicke ein paar Kompromisse eingehen. Das XPS 13 2-in-1 besitzt keinen normalen USB Anschluss, sondern lediglich zwei USB C Ports. Der eine hiervon unterstützt sogar Thunderbolt 3 und der andere den USB 3.1 Standard.

Neben den beiden USB C Ports, welche auch zum Aufladen des Notebooks genutzt werden, findet sich ein 3,5 mm Headset Anschluss und ein microSD Karten Leser.

Dell verbaut beim XPS 13 zusätzlich den Einschalter an der Seite des Gerätes und eine Akku Stands Anzeige.

 

Software

Dell setzt beim XPS 13 2-in-1 natürlich auf Windows 10. Hierbei sind allerdings ein paar zusätzliche Programme an Board, wie McAfee (30 Tage Demo), Office 365 (30 Tage Demo), einige Dell Tools usw.

Bei den Dell Tools handelt es sich lediglich um einen Software Updater, welcher anfangs etwas nervig ist, aber eigentlich einen guten Job macht.

Von der 256 GB SSD die in meinem XPS verbaut ist, waren noch genau 200 GB frei.

 

Display

Das Dell XPS 13 2-in-1 verfügt über ein 13,3 Zoll Display. Hier stehen Euch zwei Auflösungen zur Auswahl, klassisch Full HD (1920 x 1080) oder QHD+ (3200 x 1800). Mein Testgerät verfügt über das Full HD Panel.

Im Gegensatz zum normalen XPS 13 spielt es hier jedoch nicht so eine große Rolle, für welches Display Ihr Euch entscheidet. Beide Panels besitzt natürlich Touch Funktionalität und eine Glasoberfläche, diese spiegeln also. Dell setzt hier im Übrigen auf besonders bruchsicheres Gorilla Glass, welches man ansonsten eher in Smartphones antrifft.

Nach dem ersten Einschalten ist aber nicht das Display-Panel das was zuerst ins Auge springt, sondern Dells „InfinityEdge“ Technologie.

Ähnlich wie bei modernen Smartphones verfügt das XPS 13 2-in-1 über ein Display mit extrem schmalen Display Rändern. Dies erlaubt es natürlich das Notebook vergleichsweise kompakt zu bauen, viel kompakter kann man ein 13,3 Zoll Gerät nicht machen, zum anderen wirkt das Display anders. Es ist schwer zu beschreiben aber es ist ein anderes Erlebnis vor einem Notebook mit solch einem vollflächigem Display zu sitzen, gerade wenn man auf ein klassisches Modell zurück wechselt.

Glücklicherweise sieht das Display auch abseits des schmalen Rahmens verdammt gut aus! Dell setzt hier natürlich auf ein IPS Panel welches eine starke Farbdarstellung und gute bis sehr gute Kontraste liefert.

Die Farbdarstellung wirkt natürlich auch durch das Hochglanz Display besonders klar und satt.

Die maximale Helligkeit ist beim XPS 13 2-in-1 natürlich besonders wichtig um gegebenenfalls Spiegelungen auszugleichen. Erfreulicherweise ist auch die maximale Helligkeit gut bis sehr gut. Dell nutzt beim XPS eine automatische Helligkeitsregelung. Man kann zwar die Displayhelligkeit von Hand anpassen, aber hier steht nicht die maximale Helligkeit zur Auswahl. Diese wird nur bei einer Nutzung im Freien erreicht.

Generell ist die Ablesbarkeit im freien Okay, sofern man nicht in praller Sonne sitzt. An einem halbwegs schattigem Platz ist es, durchaus auch im freien mit dem XPS gut zu arbeiten.

Zwar ist natürlich das QHD+ Panel ein Stück schärfer als das Full HD Panel, dennoch würde ich mich vermutlich für das Full HD Panel entscheiden. Warum? Der Schärfe unterschied ist nicht riesig und die Akku Laufzeit beim Modell mit Full HD Panel etwas besser.

 

Sound und Kameras

Ein Nachteil des rahmenlosen Displays ist die Webcam. Diese findet beim XPS 13 2-in-1 lediglich unter dem Display Platz was natürlich eine suboptimale Position ist. Die Qualität der 720p Webcam würde ich so weit als Standard bezeichnen.

Dell ist eigentlich recht gut darin gute Lautsprecher in seinen Notebooks zu verbauen. Daher ist es auch keine Überraschung, dass das XPS 13 2-in-1 auch recht gut klingt. Ja es klingt schlechter als ein normales XPS 13 oder auch ein Apple MacBook Pro aber die Lautsprecher gehen für den üblichen Media Konsum vollkommen in Ordnung! Diese sind laut, klar und ausreichend voll.

Ich habe schon diverse 15 Zoll Notebooks gesehen welche schlechter klingen.

 

Eingabegeräte

Beginnen wir mit der Tastatur. Wichtig mein Testgerät verfügt über eine amerikanische QWERTY Tastatur, wenn Ihr ein Dell XPS 13 2-in-1 bestellt erhaltet Ihr natürlich eine normale Deutsche QWERTZ Tastatur.

Dell setzt hier auch auf ein völlig klassisches Layout ohne größere Besonderheiten. Lediglich die F Tasten sind mit Funktionen wie Lautstärke Verstellung, Displayhelligkeit usw. doppelt belegt. Hierbei ist allerdings die eigentlich sekundäre Funktion die primäre Funktion. Um die F Tasten Funktion zu nutzen müsst Ihr die FN Taste gleichzeitig betätigen. Dies ist aus meiner Sicht völlig Okay, ich verstelle öfter die Lautstärke, als dass ich die F Tasten benötige.

Wie es sich bei einem Notebook dieser Preisklasse gehört besitzt auch das XPS 13 2-in-1 eine Hintergrundbeleuchtung. Hier setzt Dell auf eine recht dezente weiße Beleuchtung einer mittleren Helligkeit.

Ich mag die Tastatur des XPS 13 2-in-1 sehr gerne! Wie ich finde, ist das Tippgefühl außerordentlich angenehm. Dell setzten hier nicht auf eine Aluminium Tastatur, daher fühlen sich die Tasten und auch die Handballenauflage recht weich und geschmeidig an. Zudem habt Ihr hier nicht dieses kalte Aluminium Gefühl.

Auch der Druckpunkt ist außerordentlich angenehm! Das XPS 13 besitzt für ein so kompaktes Ultrabook sogar einen relativ langen Tastenanschlag / „Travel Distance“. Hier liegt man deutlich über einem Apple MacBook Pro oder auch über einem Razer Blade. Die Tasten fühlen sich hierbei recht knackig an und präzise an.

Vom Tippgefühl entspricht das XPS 13 2-in-1 weitestgehend dem normalen XPS 13.  Ich habe hier im direkten vergleich das Gefühl, dass der Tastenanschlag beim 2-in-1 etwas kürzer ist, dafür aber etwas knackiger.

Ich habe am XPS 13 2-in-1 sofort meine übliche Schreibgeschwindigkeit erreicht. Um fair zu sein, ich bin hier auch etwas geübt. 90 % der Texte auf diesem Blog sind auf einem normalen Dell XPS 13 geschrieben, daher liegt mir die Tastatur natürlich etwas.

Sagen wir es so, ich habe alternativ ein Razer Blade und ein Apple MacBook Pro, aber dennoch schreibe ich meine Tests bevorzugt auf dem Dell XPS. Das sollte schon genug aussagen, was ich von der Tastatur halte.

Auch das Trackpad des XPS 13 2-in-1 ist ordentlich. Das Tracking ist recht präzise und das Trackpad reagiert gut auf einfachere Multitasking Gesten. Die Maustasten liegen unter dem Trackpad und lassen sich mit relativ wenig Druck auslösen. Man ist zwar noch nicht auf Apple MacBook Pro Level aber für ein Windows Notebook ist der Mausersatz vernünftig.

Zum Touchscreen gibt es nicht viel zu sagen. Dieser reagiert so präzise wie man dies von einem modernen Tablet der gehobenen Preisklasse erwarten kann.

 

Leistung, Performance und Temperaturen

Dell setzt beim XPS 13 2-in-1 auf Intel Core i5 oder i7 CPUs. Bei diesen handelt es sich allerdings um die „7Y“ Modelle welche früher als Core m bekannt waren.

Warum setzt Dell auf diese CPUs und was hat dies für eine Auswirkung? Im Gegensatz zum normalen XPS 13 ist das XPS 13 2-in-1 ein vollständig passiv gekühltes Notebook, welches zudem nochmals ein Stück dünner ist.

Dell muss also auf stromsparendere und kühlere CPUs setzen. Dies bedeutet natürlich einen gewissen Einschnitt bei der Leistung. Schauen wir uns hierfür erst einmal ein paar Benchmarks an:

In meinem Testgerät des XPS 13 2-in-1 ist der Intel Core i7-7Y75 verbaut, welcher mit bis zu 3,6Ghz taktet. Wie man aber anhand der Benchmarks erkennen kann, ist der Intel Core i7-7Y75 nicht unbedingt das, was man von einem i7 erwarten würde.

Gerade in Cinebench würde ich die Leistung eher als traurig mit 150 Punkten bezeichnen. Der kleine Intel Core i5-7200U des normalen Dell XPS 13 schlägt den Intel Core i7-7Y75 deutlich und erreicht in Cinebench fast das doppelte an Punkte (271).

Allerdings sprechen beim XPS 13 2-in-1 Benchmarks nur die halbe Wahrheit. Das Konzept der dynamisch taktenden CPUs sollte ja nichts mehr Neues sein. Es ist mittlerweile gang und gäbe das CPUs je nachdem wie heiß diese werden, wie viele Kerne ausgelastet sind usw. ihren Takt und damit auch ihre Leistung anpassen um in den vorgegebenen Limits zu bleiben.

Dies betreibt das XPS 13 2-in-1 allerdings auf einem Level, welches ich so zuvor noch nie gesehen habe!

Wird nur ein Kern des i7-7Y75 ausgelastet taktet die CPU auf 3,6 GHz hoch, das aber auch nur für kurze Zeit.

Werden alle Kerne ausgelastet taktet der i7-7Y75 auf bis zu 3 GHz, das allerdings nur für wenige Sekunden um dann langsam im Takt abzufallen. Dies hat Temperaturgründe, der i7-7Y75 erreicht bei 3 GHz und konstanter Last innerhalb ebenfalls weniger Sekunden 90 Grad+.

Letztendlich pendelt sich der i7-7Y75 bei 1,5Ghz ein, wenn eine konstante 100 % Auslastung vorliegt. Hier erreicht die CPU auch nur 65-72 Grad, was sogar relativ wenig ist.

Daher zeigen beim Dell XPS 2-in-1 auch die Benchmarks nur die halbe Wahrheit. Ja bei konstanter Belastung ist das Notebook recht langsam, also beim Video Export oder ähnlichen Tätigkeiten, welche die CPU längerfristig voll auslasten.

Jedoch beim normalen Webbrowsen, Office usw. rennt das Dell XPS 13 2-in-1 sehr gut! Beim Öffnen einer komplexen Webseite wird die CPU nun mal nur für sehr kurze Zeit belastet, in dieser Zeit kann der i7-7Y75 auf seine vollen 3-3,6 GHz takten wodurch diese Arbeiten sehr flüssig und schnell gehen.

Auch Fotobearbeitung fühlt sich flüssig an! Klar hier besteht in der Regel keine dauerhafte Auslastung der CPU, sondern nur kurze Leistungsspitzen wenn ein Filter oder Ähnliches angewendet wird. Erneut kann hier der i7-7Y75 für ein paar Sekunden seine volle Leistung ausreizen, welche aber meist schon genug sind den Filter fertig berechnet zu haben.

Von daher eignet sich das Dell XPS 13 2-in-1 9365 nicht gut für Video Bearbeitung oder 3D Rendering, hier werden Berechnungen gefühlt ewig dauern. Webbrowsen oder auch leichte Fotobearbeitung hingegen läuft absolut flüssig, also alle Dinge, welche nur kurzeitig die CPU hoch auslasten.

Das Dell XPS 13 2-in-1 9365 ist wenn man so will ein Sprinter und kein Dauerläufer.

Wie sieht es mit der Grafikkarte aus? Diese reicht für eine flüssige Video Wiedergabe aus, aber auch nicht für viel mehr! Gaming könnt Ihr auf dem Dell XPS 13 2-in-1 9365 vergessen, sofern es sich nicht um Age of Empires 2 oder Ähnliches handelt.

Bei der SSD setzt Dell mal wieder auf eine Toshiba NVME SSD (THNSN5256GPUK), welche sich auch vom Nutzer upgraden lässt. Die SSD liefert ein ordentliches Tempo, zu mindestens lesend! Hier werden satte 1600 MB/s erreicht, schreibend hingegen nur 400 MB/s, was aber immer noch als gut zu bezeichnen ist!

Minuspunkte gibt es für ein Spulenfiepen welches anscheinend von der SSD ausgeht! Wenn diese lesend hoch bis sehr hoch ausgelastet wird (beispielsweise beim Start von Windows) hört man eine Art zischendes Geräusch. Suboptimal aber im Alltag glücklicherweise nicht so oft zu hören.

Bonuspunkte gibt es wieder für die ordentliche WLAN Karte. Bei dieser handelt es sich um die Intel AC 8265, welche bis zu 866 Mbit/s schafft, was praktisch bei mir in Übertragungsraten von über 50 MB/s resultierte.

 

Akkulaufzeit

Das Dell XPS 13 2-in-1 verfügt über einen 46 Wh Akku was in Kombination mit dem energiesparsamen Prozessor für eine ordentliche Akkulaufzeit sorgen sollte.

Dell selbst gibt diese mit bis zu 15 Stunden an. Sagen wir es so 15 Stunden sind etwas optimistisch und werden in der Praxis wohl nie erreicht (außer ihr schaltet WLAN aus, beendet alle Hintergrundprozesse, Displayhelligkeit minimum usw.).

Im normalen Alltagseinsatz komme ich auf knapp über 10 Stunden bei einer gemischten Nutzung. Also mehrere Webbrowser Tabs offen + Office. Knappe 12 Stunden sind es bei einer einfachen Video Wiedergabe.

Im richtigen Praxis Einsatz schätze ich die Akku Laufzeit allerdings eher auf 8 Stunden. Im Laufe der Zeit installiert man ja diverse zusätzliche Programme usw. welche im Hintergrund laufen und etwas Akku fressen.

Das Dell XPS 13 2-in-1 wird ja über USB C geladen, heißt das ich kann einfach eine Powerbank an das Notebook hängen?

Jein! Nicht jede Powerbank geht mit dem XPS 13 2-in-1. Diese MUSS den USB C Power Delivery Standard unterstützten, und selbst hier scheint nicht jede Powerbank zu gehen. Der Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery beispielsweise funktioniert (14,4 V 1,5A), selbiges gilt auch für den Dell Power Companion. Die RAVPower RP-PB058 hingegen funktioniert aus unerklärlichen Gründen nicht.

Dennoch mit beispielsweise dem Anker PowerCore+ für 80€ könnt Ihr Eure Akkulaufzeit verdreifachen!

 

Fazit

Wie schlägt sich das XPS 13 2-in-1 abschließend im Test und für wen eignet sich das Gerät?

Das XPS 13 2-in-1 eignet sich als Media Konsum und als Office Gerät. Gaming oder auch Video Schnitt ist mit dem Notebook nur sehr bedingt, wenn überhaupt möglich. Video Schnitt, selbst 4K Videos, funktioniert natürlich, aber Export Zeiten sind recht hoch. Dies liegt am passiv gekühltem i7-7Y75, welcher für kurze Schübe eine sehr hohe Leistung liefern kann, aber bei einer konstanten Last recht stark einbricht.

Zum Konsum von Videos, Netflix usw. hingegen eignet sich das XPS 13 sehr gut! Dies liegt am tollen Display und auch an den guten integrierten Lautsprechern.

Auch wenn Ihr ein Office Gerät für Schule, Uni oder Arbeit sucht, könntet Ihr am XPS 13 2-in-1 viel Freude finden! Das Notebook ist angenehm leicht und kompakt. Zudem ist die Akkulaufzeit mit rund 10 Stunden stark und lässt sich mit einer USB Power Delivery Powerbank recht problemlos erweitern.

Auch für die Tastatur kann ich meine Hand ins Feuer legen. Für Techtest.org schreibe ich fast alle Tests auf einem normalen Dell XPS 13 und ich liebe die Tastatur!

Kurzum, das Dell XPS 13 2-in-1 ist ein hervorragendes Ultrabook für alle Nutzer, bei welchen Mobilität und Kompaktheit im Vordergrund steht. Wer ein „Desktop Replacement“ sucht ist hier vermutlich nicht ganz an der richtigen Adresse.

Das XPS 13 2-in-1 ist eher das Laptop für die Arbeit, Schule oder für auf die Couch. Solltet Ihr genau dies suchen schaut Euch das XPS 13 2-in-1 gut an!

 

XPS 13 vs. XPS 13 2-in-1

Sicherlich stellt sich nun der ein oder andere Nutzer die Frage, ob er lieber zum normalen XPS 13 oder zum XPS 13 2-in-1 greifen soll?!

Dies hängt primär davon ab, ob Ihr die 2-in-1 Funktionalität braucht. Diese ist natürlich, neben der leicht bessere Akkulaufzeit und den minimal besseren Abmessungen, das Hauptunterscheidungsfeature.

Das normale XPS 13 hingegen kann mit einer besseren Leistung und mehr Anschlüssen punkten.

Ich, um ehrlich zu sein würde das normale XPS 13 wählen. Das 2-in-1 Feature ist zwar nett, aber man nutzt es doch in der Praxis weniger, zu mindestens ich. Das XPS 13 2-in-1 ist zwar ultra kompakt für ein Notebook, aber für ein vollwertiges Tablet doch etwas groß.

 

Fnatic Gear Duel AIAIAI TMA-2 – das Headset für daheim und unterwegs im Test!

Das international erfolgreiche E-Sport Team Fnatic hat sich zur Aufgabe gemacht, herausragende Computer Peripherie für den anspruchsvollen Spieler zu entwerfen. Hierbei setzten sie nach eigenen Angaben nicht auf überflüssige Features wie LED Beleuchtung, sondern beharren bei ihren Produkten auf Schlichtheit, Bequemlichkeit sowie Funktionalität – ein starker Kontrast zu dem sonst üblichen Gaming Zubehör. Das Fnatic Gear Duel TMA-2 Headset ist ihr erster Versuch, im hart umkämpften Audio Bereich Fuß zu fassen. Ob sie damit den Markt aufmischen können, klären wir im Test.

Die Teufel Cinebase Soundbar im Test

Die Zeit von großen und sperrigen Stereo Lautsprechern oder 5.1 Systemen, die aufwendig verkabelt werden müssen ist vorbei.

Dies liegt nicht daran, dass die Lautsprecher, welche in Fernseher eingebaut sind besser geworden sind, diese sind weiterhin meist recht schlecht.

Jedoch wollen immer mehr Nutzer ein aufgeräumtes Wohnzimmer, wo viele Lautsprecher und Kabel stören.

Wie bekommt man nun dennoch guten Klang + ein aufgeräumtes Wohnzimmer? Richtig mit einer Soundbar!

Soundbars gibt es in vielen Preis- und Größenklassen. Eine der so ziemlich größten Soundbars auf dem Markt ist die Nubert nuPro AS-450, für diese müsst Ihr auch gute 1400€ auf den Tisch legen. Sicherlich zu viel für die Mehrheit der Nutzer. Aber wie viel muss eine gute Soundbar kosten?

Vielleicht 550€? Dies verlangt Teufel für seine Cinebase, eine auf den ersten Blick sehr interessant wirkende Soundbar.

Wollen wir uns doch einmal ansehen wie sich das gute Stück im Test schlägt. Kann die Teufel Cinebase überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die Teufel Cinebase

Die Teufel Cinebase ist eine klassische Soundbar, die einfach unter Euren Fernseher gestellt wird. Diese ist mit rund 73cm nicht übermäßig lang, achtet also gegebenenfalls darauf, dass Euer Fernseher auf diese passt.

Es ist natürlich kein Problem, wenn der Fernseher links und rechts übersteht, aber die Standfüße dürfen nicht zu weit auseinander sein(sofern Euer Fernseher zwei hat).

Abgesehen von der 73cm Breite ist die Teufel Cinebase 41cm tief und 11cm hoch. Diese Höhenangabe ist mit Standfüßen! Die Standfüße lassen sich allerdings nicht demontieren und werden für die beiden Subwoofer auf der Unterseite benötigt.

Effektiv wird die Cinebase also nur Euren Fernseher um 11cm anheben, was der komplette zusätzliche Platzbedarf ist. Dies macht den Charme solch einer Soundbar aus, kaum zusätzlicher Platzbedarf und dafür einen hoffentlich großen Klang.

Für diesen besitzt die Cinebase auch gleich acht Treibereinheiten in ihrem rund 12KG schweren MDF-Holz Gehäuse. Dieses Gehäuse soll laut Hersteller bis zu 60KG Gewicht aushalten, genug für jeden LCD TV, selbst 70 Zöller haben in der Regel höchstens 30KG.

Über die Optik eines Produkts kann man natürlich immer etwas streiten. Aber Teufel spielt hier auf Nummer sicher. Das Gehäuse der Cinebase ist recht unauffällig gehalten, in einem einfachen Schwarz. Hierbei besteht das Gehäuse auf der Ober und Unterseite aus Holz, die Front und auch die Seiten sind von einem Schwarzen, fest verbautem, Lautsprecher Gitter bedeckt. Je nach Winkel sind die Treiber etwas unter dem Gitter zu erkennen, aber das sollte niemanden stören.

Ich würde also sagen die Teufel CInebase wird sich gut und dezent in den meisten Wohnzimmern einfügen.

Wie sieht es mit der Steuerung und den Anschlüssen aus? Hier kommen wir zu einem kleinen Kritikpunkt. Die beigelegte Fernbedienung wird für die komplette Steuerung benötigt.

Hier hätte ich mir doch ein paar Tasten am Gerät selbst gewünscht. Ich neige dazu Fernbedienungen zu verlegen, in diesem Fall kann man die Cinebase nicht mal einschalten, ehe die Fernbedienung wiedergefunden ist.

Immerhin die Fernbedienung ist ordentlich. Es handelt sich bei dieser nicht um diese kleinen dünnen 08/15 Fernbedienungen, sondern um ein Modell, welches einer 500€ Soundbar würdig wirkt.

Die Fernbedienung besitzt nicht übermäßig viele Tasten, ist übersichtlich und auch nicht zu groß, Daumen hoch dafür!

Auch die Anschlüsse der Cinebase sind zahlreich. Ein HDMI Eingang, ein HDMI Ausgang, Chinch Anschlüsse, ein optischer Eingang und Bluetooth mit NFC.

Die Cinebase kann hierbei DTS, Dolby Digital, Dolby Pro Logic und Dolby Pro Logic II decodieren, also alle gängigen Audio Formate, welche man auf einer BluRay oder DVD finden kann.

Bedenkt, dass Teufel aber keine Kabel beilegt, abgesehen vom Netzkabel!

Wo wir beim Netzkabel sind, wie viel Energie benötigt die Teufel Cinebase? Im Standby rund 0,5W, eingeschaltet und bei normaler Zimmerlautstärke rund 13-14W und etwas lauter kommen wir auf 26-30W.

Also ein sehr erträglicher Stromverbrauch!

 

Klang

Die Teufel Cinebase verfügt über sechs Hoch/Mitteltöner. Von diesen sechs sind allerdings nur vier Stück auf der Front, die beiden verbleibenden sind seitlich angebracht.

Zudem besitzt die Cinebase auch zwei 13cm Tieftöner auf der Unterseite, welche für die Bass Performance sorgen sollen.

Teufel gibt den Frequenzbereich mit 42 – 20000 Hz an, was auf dem Papier erst einmal recht gut klingt, zumal sich Teufel nicht den Frequenzbereich ausdenkt wie viele andere Hersteller mit ihren „20 – 20000 Hz“.

Aber wie klingt die Teufel Cinebase in der Praxis?

 

Gut! Beginnen wir mit den Mitten. Diese Klingen angenehm satt und rund. Gerade Stimmen oder auch Gesang wird sehr gut und vor allem verständlich dargestellt. Ein wichtiges Feature bei einer Soundbar! Das sollte eigentlich auch keine Überraschung sein, die Hoch/Mitteltöner sind mit 7cm vergleichsweise groß und es sind mit sechs Stück auch recht viele.

Daher sind allerdings die Höhen bei der Cinebase nicht überragend (größere Treiber tun sich schwerer mit Höhen als kleinere).  Dies sieht man auch an der maximalen Gangfrequenz von 20000 Hz, welche „Standard“ ist.

Die Cinebase produziert klare und gute Höhen, jedoch ist die Brillanz und Luftigkeit Mittelmaß. Ein paar gesonderte Hochtöner hätten sich hier sicherlich positiv ausgewirkt. Klar die Cinebase klingt nicht dumpf oder matt, aber ich habe auch schon brillantere Lautsprecher gehört.

Die Bässe hingegen sind wieder sehr viel positiver! Gerade in einem kleinen bis mittleren Wohnzimmer kann die Cinebase doch für ordentlich Stimmung sorgen! Der Bass ist lebendig und dynamisch, wenn auch nicht übermäßig voluminös.

Dies liegt natürlich an den vergleichsweise kompakten Abmessungen der Cinebase. Systeme mit externem Subwoofer oder auch Standlautsprecher wie Teufel Ultima 40 MK2 können den Bass etwas weicher und runder abrollen.

Dafür schlägt sich die Teufel Cinebase gerade bei schnelleren Bässen sehr gut und kann diese gut und auch vergleichsweise tief darstellen ohne dabei zu übersteuern.

Gerade der Tiefgang hat mich mächtig überrascht! Manch ein kleiner Subwoofer bekommt dies nicht besser hin!

Letztendlich hängt es aber alles etwas von der Sitzdistanz ab. Im Abstand von 2-4 vielleicht auch 5 Metern produziert die Cinebase richtig schöne wuchtige Bässe, welche auch in einem gewissen Rahmen spürbar sind. Wird die Distanz größer verlieren sich die Bässe zunehmend etwas im Raum. Dies liegt natürlich auch am Aufbau mit den nach unten gerichteten Subwoofern.

Ich würde die Soundbar für Wohnzimmer mit bis zu ca. 30- 40m² empfehlen, bei größeren Wohnzimmer bzw. einem größeren Sitzabstand merkt man doch, dass der Bass etwas verpufft.

Auf diese Distanzen kann die Teufel Cinebase für ordentlich Kino Feeling sorgen, gerade wenn man etwas aufdreht. Teufel gibt den Verstärker mit ordentlichen 280W an und diese Leistung ist auch hörbar!

Die Cinebase hat noch ein weiteres Ass im Ärmel, welches ich beispielsweise bei der Nubert nuPro AS-450 vermisst habe, virtueller Raumklang!

Teufel nennt das Ganze „Sonic Emotion™ absolute 3D-Technologie“. Ja etwas dick aufgeblasen der Name, aber das Grundprinzip dahinter ist sehr clever.

Wenn Ihr diesen Modus einschaltet, werden die Treiber der Cinebase zeitverzögert angesteuert. Klingt im ersten Moment etwas merkwürdig, warum sollte ich wollen, dass der Ton verzögert aus den Treibern kommt?! Dies würde doch ein Echo erzeugen und klingt unsauber?!

Nein! Diese Verzögerung ist extrem gering und betrifft nur einzelne Treiber, primär die seitlichen.

Das menschliche Ohr/Gehirn kann kleinere Zeitunterschiede wahrnehmen wann ein Geräusch beim linken oder beim rechten Ohr ankommt und nutzt diese Informationen für die Positionsbestimmung. Klar wenn ein Geräusch zuerst aufs linke Ohr trifft und dann aufs rechte muss die Quelle ja an der linken Seite sein. Natürlich ist das nicht der einzige Faktor für die Positionsbestimmung, aber es ist einer und den macht sich die „Sonic Emotion“ Technologie zunutze.

Dies in Kombination mit den seitlichen Treibern sorgt praktisch wirklich für einen deutlich tieferen und breiteren Klang!

Ich bin zwar eigentlich kein großer Fan von virtuellem Raumklang, aber hier ist dieser wirklich ein großer Mehrwert, welcher sehr dabei hilft den Raum mit Klang zu füllen.

Dies ist ansonsten oftmals das Problem von Soundbars verglichen mit Standlautsprechern oder 5.1 Systemen. Natürlich kann die Teufel Cinebase nicht ein 5.1 System „simulieren“, man hört schon, dass der Klang von vorne kommt, aber der Lautsprecher wirkt größer und breiter als er wirklich ist.

Der virtuelle Raumklang lässt sich zudem in drei Stufen steuern oder komplett abschalten.

Fühlt sich die Teufel Cinebase in Musik oder Filmen wohler?

Grundsätzlich ist die Cinebase in beiden Kategorien gut einsatzbar und macht bei Musik wie auch Filmen Spaß. Allerdings würde ich die Cinebase bei Filmen und TV leicht stärker einstufen. Dies liegt natürlich an den Raumklang Modi wie aber auch an den guten Mitten, welche gerade Stimmen etwas hervorheben.

Wichtig! Ich vergleiche die Cinebase nicht mit internen Fernsehlautsprechern! Daher wenn ich schreibe „ jedoch ist die Brillanz und Luftigkeit höchstens Mittelmaß.“ Meine ich das eher verglichen mit vollwertigen Standlautsprechern oder großen Sound Systemen und nicht mit internen Fernsehlautsprechern.

Verglichen mit Fernseherlautsprechern gibt es eigentlich keinen Vergleich. Die Teufel Cinebase spielt in einer völlig anderen Liga. Es gibt zwar mittlerweile auch ganz ordentliche Lautsprecher in Fernsehern mit externen Subwoofern usw., aber hättet Ihr so ein Modell müsstet Ihr Euch vermutlich nicht für eine Soundbar interessieren.

Verglichen mit den normalen Fernsehern bietet die Cinebase ein völlig anderes Klangvolumen und Raumfülle. Natürlich im Gegenzug wenn man die Cinebase mit einem „richtigen“ 5.1 oder Stereo System vergleicht, wie dem ULTIMA 40 SURROUND „5.1-SET“, würde ich mich doch für das richtige Soundsystem entscheiden, was aber auch keine Überraschung ist.

 

Fazit

Die Teufel Cinebase bietet eine gute Mischung aus Klang und Kompaktheit, zu einem mit 600€ noch erschwinglichen Preis.

Die Cinebase ist mit 73x41x11cm nicht übermäßig groß, bietet aber mit rund 11 Litern ausreichend Volumen für einen guten Klang!

Und einen guten Klang bietet die Cinebase! Die Soundbar produziert einen satten und vollen Bass mit gut verständlichen Mitten und soliden Höhen.

Sofern Euer Wohnzimmer nicht zu groß ist, werdet Ihr keinen externen Subwoofer vermissen!

Die Cinebase macht wie auch die meisten anderen Teufel Produkte viel Spaß, gerade wenn es um den Bass geht.

Hinzu kommt die gute Verarbeitung, die einfache Bedienung und die zahlreichen Anschlüsse inklusive Bluetooth! Lediglich Tasten an der Soundbar selbst hätte ich mir noch gewünscht, so dass man nicht zu 100% auf die Fernbedienung angewiesen ist. Das ist auch schon der einzige Kritikpunkt, den ich habe!

Natürlich rein vom Klang würde ich weiterhin ein richtiges Soundsystem mit AV Receiver und sechs dicken Lautsprechern bevorzugen. Sollte dies aber finanziell oder viel eher platztechnisch nicht möglich oder erwünscht sein, bietet die Teufel Cinebase doch einen sehr guten Kompromiss der sowohl was den Platzbedarf wie aber auch den Klang angeht überzeugen kann!

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Die August EP725 Bluetooth Ohrhörer mit Noise Cancelling im Test

Aktives Noise Cancelling ist neben Bluetooth aktuell der große Trend in der Audio Branche. Jedoch ist aktives Noise Cancelling in der Regel nur den teuren Spitzenmodellen der großen Herstellern vorbehalten.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen wie die EP725, welche August frisch auf den Markt gebracht hat. Hierbei handelt es sich gleich um eine doppelte Ausnahme, zum einen handelt es sich hier um Ohrhörer mit aktivem Noise Cancelling, was sehr selten ist, zum anderen sind diese mit rund 60€ ziemlich günstig.

Hier stellt sich natürlich nun die Frage wie gut können die August EP725 für diesen Preis wirklich sein? Es gibt nur eine Möglichkeit dies herauszufinden und zwar in einem Test der August EP725 Bluetooth Ohrhörer mit aktivem Noise Cancelling!

 

Die August EP725

Bei den August EP725 handelt es sich auf den ersten Blick um recht normale Bluetooth Ohrhörer. Das heißt, diese sind nicht völlig kabellos, sondern die linke und rechte Seite ist mit einem Kabel verbunden.

Lediglich die Kommunikation mit Eurem Smartphone verläuft via Bluetooth 4.1.

Verglichen mit vielen anderen Bluetooth Ohrhörern sind die Ohrstöpsel bei den August EP725 vergleichsweise klein. Dies liegt daran, dass in den Ohrstöpseln nicht die Bluetooth Elektronik untergebracht wurde.

Für diese hat August EP725 zum einen eine relativ große Kabelfernbedienung integriert und zum anderen eine weitere „Box“.

In dieser Box befindet sich vermutlich der Akku der EP725. Im Gegensatz zu den meisten anderen Bluetooth Ohrhörern werden die EP725 nicht via microUSB geladen, sondern über eine beiliegende Ladeschale. Hiervon bin ich kein Fan, ich würde diese Ladeschale vermutlich oft suchen!

Die Akkulaufzeit liegt im Übrigen bei ca. 5-6 Stunden, je nachdem ob Noise Cancelling an oder aus ist.

Dies könnt Ihr über einen kleinen Schalter an der Kabelfernbedienung steuern. Abgesehen von diesem Schalter besitzt die Kabelfernbedienung noch drei weitere Tasten. Hierbei handelt es sich um eine Multifunktionstaste (ein/aus, Play/Pause) wie auch lauter/vor und leiser/zurück.

 

Tragekomfort

Die August EP725 sind relativ klassische in-Ear Ohrhörer. Die Ohrstöpsel sind hier kaum größer als bei normalen „ nicht Bluetooth Ohrhörern“, daher sitzen die EP725 vergleichsweise gut in den Ohren. Dies liegt an den ergonomisch angewinkelten Ohrkanälen.

Hinzu kommt das August diverse Ohrstöpsel mit ins Paket legt, inklusive Memory -Schaum- Aufsätze. Ich bin kein so ein großer Fan von Memory -Schaum- Aufsätzen, aber rein vom Tragekomfort und auch vom Klang sind diese natürlich ideal.

Kurzum die August EP725 lassen sich gut und bequem tragen, auch bei leichtem Sport.

 

Noise Cancelling

Das aktive Noise Cancelling ist eins DER Feature der August EP725. Aktives Noise Cancelling ist zugegeben auch recht selten in Ohrhörern, daher ist es auch interessant zu sehen, wie gut dies hier funktioniert.

Warum ist aktive Noise Cancelling so besonders? Aktives Noise Cancelling nutzt Mikrofone um die Umgebungsgeräusche aufzuzeichnen und auszugleichen.

Ihr könnt Euch das Ganze wie eine Welle vorstellen der man eine passende Welle entgegenschickt, um diese auszugleichen. Gutes aktives Noise Cancelling ist recht aufwendig und daher auch eigentlich nur in teuren Kopfhörern zu finden.

Wie sieht es aber bei den August EP725 aus? Mäßig gut bis schlecht, um ehrlich zu sein. Ja wie beworben das aktive Noise Cancelling ist vorhanden, aber die Reduzierung der Umgebungsgeräusche ziemlich minimal.

Gerade wenn man mittel bis laut Musik hört, bekommt man vom Noise Cancelling fast nichts mit, da die Musik eh diese Geräusche übertönt.

Erst wenn man wirklich auf seine Umgebung achtet, fällt im direkten Vergleich auf, dass die Ohrhörer dumpfes Rauschen und Brummen gegen ein leiseres helles Rauschen eintauschen.

Immerhin etwas, aber nur dafür würde ich mir die EP725 nicht kaufen.

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, auch für mich, dem Klang. Klingen die August EP725 gut?

Beginnen wir bei den Höhen. Diese sind ausreichend klar und sauber, allerdings sind die Höhen auch nicht übermäßig brillant oder scharf.

Dies ist aber ein wenig Geschmackssache, die August EP725 gehen eher in die etwas wärme Richtung.

Dementsprechend ist der Bass schön rund und kräftig. Teilweise hätte ich mir zwar hier und da vielleicht etwas mehr Definition gewünscht, aber für Ohrhörer der 50€ Preisklasse ist das schon Kritik auf einem hohen Level.

Der Bass ist von seiner Masse nicht übertrieben, wie es oft bei günstigen Bluetooth Ohrhörern der Fall ist, aber durchaus ordentlich vorhanden. Die August EP725 klingen hierdurch recht spaßig und lebendig.

Auch die Mitten können überzeugen! Stimmen und Gesang wird stark und vor allem natürlich dargestellt, auch wenn die Separierung zu den Tiefen etwas besser sein könnte.

Probleme mit der Bluetooth Verbindung hatte ich keine in Kombination mit einem iPhone 7. Auch die Reichweite war typisch für Bluetooth Ohrhörer.

 

Fazit

Die August EP725 sind solide Bluetooth Ohrhörer der 50€ Preisklasse, sofern man mit den richtigen Erwartungen an die Ohrhörer geht.

Dies betrifft primär das Noise Cancelling, welches eher ein Gimmick ist. Nein das Ganze ist nicht ansatzweise mit dem Noise Cancelling von großen Bose Kopfhörern zu vergleichen, aber ich glaube, das ist bei einem Preis von 60€ auch so nicht zu erwarten.

Wenn, muss man hier mit dem Ansatz „etwas aktives Noise Cancelling ist besser als keins“ an die Sache gehen.

Was den Klang angeht, bin ich im Großen und Ganzen recht zufrieden! Ob dies auch für Euch gilt, kommt primär auf die Frage an, könnt Ihr mit einem leicht wärmeren Klang leben?

Die August EP725 bieten einen ordentlichen Bass, welcher durchaus Spaß macht ohne dabei zu übertreiben. Die Höhen sind soweit ebenfalls okay, sind aber tendenziell etwas weicher und wärmer.

Beim Tragekomfort habe ich keine Beschwerden, genau wie beim Handling der Ohrhörer.

Kurzum die August EP725 sind solide Ohrhörer für rund 60€!

 

Das ASUSTOR AS6404T im Test, vier Bay NAS mit Intel Celeron J3455 Quad-Core

Das AS6404T ist das neuste NAS von ASUSTOR. Dieses soll neben den üblichen NAS Funktionen auch mit diverse Multimedia Features wie einem HDMI Ausgang, welcher sogar 4K unterstütz, und massig Leistung dank des Intel Celeron J3455 und 8GB RAM punkten.

Für dieses Paket möchte ASUSTOR aber auch gut 700€, aber lohnt es sich wirklich so viel Geld für ein NAS auszugeben? Grundsätzlich ja, ein NAS gehört aus meiner Sicht in jeden halbwegs modernen Haushalt. Aber ob man gleich dafür 700€ auf den Tisch legen muss oder sollte steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Was bietet das AS6404T auch abseits der Standard Funktionen? Dies gilt es im Test herauszufinden!

 

Technische Daten

  • Asustor AS6404T
  • Intel Celeron J3455 Quad-Core 1.5 GHz (brust up 2.3GHz) Processor
  • 8GB SO-DIMM DDR3L (4GB x2, Expandable. Max 8GB)
  • Gigabit Ethernet x 2
  • 4 x SATA3 6Gb/s; 3.5″/2.5″ HDD/SSD
  • USB 3.0 x 4 (Type A x3, Type C x1)
  • HDMI 2.0 x 1, S/PDIF x1
  • Link zum Hersteller 
  •  bei Geizhals

An dieser Stelle auch vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen des AS6404T für diesen Test!

 

ASUSTOR AS6404T

Bei dem ASUSTOR AS6404T handelt es sich um ein 4 Bay NAS. Dieses bietet also Platz für bis zu vier Festplatten oder SSDs. Natürlich könntet Ihr auch anfangs beispielsweise nur zwei Laufwerke verwenden und im Laufe der Zeit die beiden anderen Slots belegen.

Hierbei spielt es keine Rolle ob ihr 3,5 Zoll oder 2,5 Zoll Laufwerke nutzen wollt. Das NAS bietet für beide Laufwerksgrößen passende Verschraubungsmöglichkeiten.

Wie bei den meisten NAS Systemen werden die Festplatten auch beim AS6404T über die Front eingesetzt. Hier befinden sich vier Schlitten, die man entnehmen kann. Um zu verhindern, dass jemand im Vorbeigehen die Festplatten klaut, hat ASUSTOR diese mit einem „Schloss“ versehen. Jedoch lässt sich dieses „Schloss“ mit einem gewöhnlichen Schraubendreher öffnen. Dies klingt natürlich im ersten Moment dämlich, ist es aber nicht.

Ihr müsst Euch keine Sorgen machen, dass Ihr irgendeinen Schlüssel verliert und dann nicht mehr an Eure Festplatten kommt, aber ein Dieb der die Festplatten im Vorbeigehen versucht zu entwenden, wird an diesem Vorhaben gehindert.

Die Laufwerke werden in ihren Schlitten verschraubt. ASUSTOR setzt also nicht auf eine schraubenlose Montage. Achtet hierbei gut auf die Schrauben, da die hier verwendeten sehr flache Köpfe haben und andere „normale“ Schrauben nicht passen.

Beim Gehäuse setzt ASUSTOR auf einen recht professionell anmutenden Mix aus schwarzem Kunststoff für die Front und grauem Aluminium für das restliche Gehäuse. Die Größe des NAS würde ich als normal bis kompakt für ein 4 Bay Modell einstufen.

Etwas ungewöhnlich für ein NAS ist das Display auf der Front. Ja das ASUSTOR AS6404T verfügt über ein kleines Status Display, auf dem Ihr den Systemstatus, IP Adresse, benutzerdefinierte Nachrichten usw. ablesen könnt. Neben dem Display befinden sich zudem vier Tasten zum Steuern der Anzeige. Das ganze ist natürlich cool, aber geht auch ein wenig in die „Gimmick“ Richtung.

In der Regel wird man eher auf die WebUI schauen als auf das Display, gerade wenn es um erweiterte Dinge geht als die IP Adresse.

Abgesehen vom Display finden wir auf der Front des NAS noch den Einschalter und einen USB 3.0 Port.

Auf der Rückseite gibt es noch zwei weitere USB 3.0 Ports und einen USB C Port. Letzter erlaubt es Daten schnell von beispielsweise einem angeschlossenem Smartphone auf das NAS zu kopieren.

Leider ist es nicht möglich eine Verbindung in die umgekehrte Richtung zu nutzen. Ihr könnt das NAS also nicht via USB C an Euren PC anschließen um Daten schneller zu kopieren.

Weiterhin ist auf der Rückseite ein HDMI und optischer Audio Ausgang zu finden. Diese Ports dienen für die Multimedia Feature auf die wir noch später zu sprechen kommen.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung des NAS ist ein Kinderspiel. Baut die Festplatten ein und verbindet dieses mit Strom um Netzwerk.

Ruft daraufhin die IP Adresse des NAS in Eurem Webbrowser auf. Von hier aus ist das Ganze nur noch ein Weiterklicken. Das NAS lädt automatisch die aktuelle Software aus dem Internet herunter und installiert diese.

Bedenkt, dass es nicht möglich ist das NAS einzuschalten ohne, dass eine Festplatte eingebaut ist! Das Betriebssystem wird automatisch auf einer Partition auf jeder vermuten Festplatte gespeichert.

Während der Einrichtung müsst Ihr lediglich das Passwort und das RAID Level festlegen. Bei Letzterem steht Single, JBOD, RAID 0, RAID 1, RAID 5, RAID 6 und RAID 10 zur Auswahl.

Bei Nutzung von 3 oder 4 gleich großen HDDs würde ich immer zu RAID 5 raten. Lest Euch aber hier am besten selbst ein.

 

Software

Wie bei allen ASUSTOR NAS Systemen kommt auch hier das sogenannte ADM als Betriebssystem zum Einsatz. Beim ADM handelt es sich um eine Linux basierte Benutzeroberfläche, welche aber natürlich perfekt auf das NAS zugeschnitten ist.

Auf den ersten Blick erinnert das ADM gar nicht so sehr an eine Benutzeroberfläche eines NAS oder Ähnlichem. Das Ganze wirkt eher wie normales Linux Betriebssystem, auf das man sich per Bildschirmübertragung aufgeschaltet hat.

Dieser Eindruck ist auch nicht ganz falsch. Das ADM fühlt sich wirklich wie ein normales Desktop Betriebssystem an. Es ist möglich Fenster zu öffnen und diese in Eurem Webbrowser zu verschieben oder in der Größe zu verändern oder sogar mehrere „Anwendungen“ gleichzeitig zu öffnen.

Anwendungen ist hier sogar ein absolut passender Begriff. Zum einen sind viele „Standard“ Funktionen wie der Festplatten Manager, Dienste, Einstellungen usw. in separate Anwendungen verpackt, zum anderen ist es möglich über die App Centrale weitere Anwendungen im Google Play Store / Apple App Store Style nach zu installieren. Dies geschieht über nur einen Klick.

Hier stehen seitenweise zusätzliche „Apps“ zur Auswahl. Hierbei handelt es sich um Dinge wie ein Teamspeak Server, Avast Anti-Virus, Google Drive, OneDrive, FireFox, JDownloader2, KODI, MineCraft, NextCloud, OwnCloud, Plex, Spotify, Virtual Box usw.

Das heißt, Ihr habt jede Menge Möglichkeiten das ASUSTOR AS6404T über die einfache NAS Funktionalität hinaus zu nutzen. Falls Ihr Euch nun fragt „FireFox, Spotify was hat das auf einem NAS zu suchen?“ Vergesst nicht, dass das AS6404T über einen HDMI Ausgang verfügt, über welchen wir später sprechen.

Die Basis Features, die Ihr bei einem NAS erwartet, sind natürlich tadellos umgesetzt. Das Anlegen einer Freigabe geschieht in wenigen Sekunden und für jede Freigabe lassen sich völlig individuell Benutzerrechte vergeben. Das Ganze geschieht über eine einfache UI, selbst von Einsteigern problemlos zu bedienen. Hier lassen sich auch einzelne Freigaben verschlüsseln, dass selbst bei einem Diebstahl der Festplatten niemand etwas mit den Daten anfangen kann.

Aufseiten der Protokolle unterstützt das ASUSTOR neben dem SMB Protokoll (Windows), Apples AFP, NFS, FTP, WebDAV, HTML Server, SSH, RSYNC, ISCSI und TFTP. Gegebenenfalls lässt sich auch über die App Centrale noch das ein oder andere Protokoll nachrüsten, auch wenn ich auf Anhieb nicht wüsste, was bei dieser schon recht umfangreichen Liste noch fehlt.

Festplatten lassen sich im Speicher Manager verwalten. Hier könnt Ihr auch, sofern Ihr dies nicht schon bei der Einrichtung gemacht habt, die diversen RAID Level verwalten.

Das AS6404T unterstützt JBOD, RAID 0, RAID 1, RAID 5, RAID 6 und RAID 10.

Ebenfalls im Speicher Manager lassen sich SMART Daten einsehen, detaillierte Smart Tests planen und die Temperatur der Laufwerke auslesen.

Solltet Ihr Daten direkt auf dem NAS verwalten wollen, bietet ASUSTOR hier einen voll ausgebauten Datei Manager mit Rechts -Klick, Copy, Paste usw.

Über die USB/USB C Ports lassen sich auch Daten intern verschieben ohne, dass Ihr durch die GBIt LAN Verbindung limitiert seid.

Sinnvoll gerade wenn man von einer externen HDD auf ein NAS umsteigt und man seine Daten anfänglich verschieben muss.

Das AS6302T kann natürlich auch automatisierte Backups der internen Dateien auf externe Laufwerke ausführen. Das Ganze lässt sich auch umgekehrt einrichten, so dass bei Anschluss eines externen Laufwerks Daten von diesem auf das NAS kopiert werden.

Neben Backups auf externe Laufwerke unterstützt das ASUSTOR auch Backups via FTP, RSYNC oder in die Cloud (Amazon S3).

Über die Google Drive, OneDrive usw. Apps lassen sich auch Daten in diese Cloud Dienste synchronisieren.

 

Apps

Gerade wenn man sich ein teures NAS wie das ASUSTOR AS6404T gekauft hat, will man mehr als nur die Basis NAS Funktionen. Schauen wir uns doch ein paar der interessanteren Apps und Features rund um das AS6404T an.

Wichtig, das Ganze ist nur ein unvollständiger „Schnelldurchlauf“von ein paar der Apps, die ich ganz interessant finde. Insgesamt stehen zum Zeitpunkt des Tests satte 215 Apps in der App Centrale zum zusätzlichen Download bereit.

AI Music / Soundsgood

Beginnen wir mit der klassischen Musik App, welche auf den meisten NAS Systemen zu finden ist. Auf dem ASUSTOR NAS nennt sich diese App „Soundsgood“, auf Smartphones AI Music.

Diese Apps erlauben es Euch Musik, die dem NAS liegt zu katalogisieren und wiederzugeben. Hierbei wird Musik wie üblich nach Interpret, Album usw. unterteilt. Musik lässt sich durchsuchen und einfach via Smartphone App für eine offline Nutzung herunterladen.

Sofern in den Tags vorhanden, werden auch Album Cover usw. angezeigt. Eine nette App für alle Musikliebhaber!

Photo Gallery / AI Foto

Ähnlich wie AI Music erlaubt es AI Foto durch zuvor festgelegte Ordner/Alben zu browsen und sich seine Bilder auf dem NAS anzusehen.

Das interessante an Ai Foto ist die automatische Backup Funktion. Ihr könnt einstellen, dass Bilder von Eurem Smartphone automatisch aufs NAS übertragen werden, was extrem praktisch sein kann!

AiMaster

AiMaster erlaubt die Verwaltung Eures NAS vom Smartphone bzw. von unterwegs aus. Die App gibt Euch die allermeisten Funktionen,  auch mit der regulären Benutzeroberfläche, lediglich für Smartphones optimiert.

Praktisch wenn man mal kurz ein Update einspielen möchte oder Ähnliches.

Virtual Box

Ein sicherlich etwas ungewöhnlicheres Feature aber es ist auch möglich auf dem ASUSTOR AS6404T virtuelle Maschinen laufen zu haben.

Auf diese lässt sich über dem HDMI Ausgang bzw. einer Bildschirm Übertragung zugreifen. Ermöglicht wird dies natürlich durch den Intel Celeron J3455 wie auch den 8GB RAM. Solltet Ihr also beispielsweise eine spezielle Serveranwendung haben, welche nur unter Windows läuft, wäre es möglich das Windows einfach zu virtualisieren.

Ähnliches gilt natürlich auf für den Fall, dass Ihr einfach eine neue Linux Distribution oder Ähnliches testen wollt.

Das Ganze ist natürlich ein etwas spezielles Feature, was aber nicht minder praktisch und cool sein kann.

DataSync

Das AS6404T bietet die Möglichkeit sich mit diversen Cloud Diensten zu synchronisieren. Ihr könnt hier Ordner von Eurem NAS auf die Cloud Synchronisieren oder umgekehrt.

Hier werden Dienste wie beispielsweise Google Drive, Dropbox oder OneDrive unterstützt.

Gerade Letzteres ist sehr interessant aufgrund des TB gratis Speichers für Office 365 Kunden, als eine Art Backup Lösung.

 

Das NAS am TV

Das ASUSTOR AS6404T verfügt über einen optischen Audio Ausgang und HDMI, hierbei handelt es sich sogar um HDMI 2.0, welches damit 4K fähig ist.

Aber was bringt das Ganze? Erstaunlich viel! Zum einen könnt Ihr das NAS als Media Player nutzen für Musik, Videos usw. welche auf dem NAS liegen.

Ihr könnt auch Media Center wie Plex oder KODI nutzten. Auch Streaming Dienste wie Netflix oder Amazon Prime Video sind mit nativen Apps mit an Board!

Solltet Ihr also keinen Smart TV haben, oder dort sind die Smart Features nicht gut, könnt Ihr das NAS als vollwertiges Media Center nutzen!

Dank des Intel Celeron J3455 ist das AS6404T auch deutlich mächtiger als die allermeisten 08/15 Android TV Boxen oder Raspberry Pi und Co.

Aber das NAS unterstützt auch Features abseits von Multimedia. Ihr könnt auch virtuelle Maschinen oder Webbrowser, Chromium ist vorinstalliert, direkt nutzen.

Es wäre also sogar möglich, das NAS als produktiv System zu nutzen. Zwar denke ich, nicht das dies wirklich sinnvoll ist, aber dennoch ist es klasse diese Option zu haben.

 

Übertragungsraten

Letztendlich sind aber alle Features schön und gut, aber das wichtigste Feature bei einem NAS ist natürlich die Dateifreigabe und die Übertragungsgeschwindigkeiten.

Das ASUSTOR AS6404T kostet aktuell um die 700€, von daher wäre alles andere als „perfekte“ Übertragungsraten ein No Go.

Diese perfekten Übertragungsraten liefert das ASUSTOR AS6404T auch. Ich konnte ziemlich genau die maximal möglichen 120MB/s über Gbit LAN erreichen. Genau genommen 118MB/s lesend wie auch schreibend.

Unverschlüsselt

Solltet Ihr Euer freigegebenes Laufwerk verschlüsseln, sinken die Übertragungsraten schreibend auf 110MB/s, lesend hingegen bleibt es bei den perfekten 118MB/s.

Verschlüsselt

Leider ist hier natürlich die Gbit LAN Verbindung der limitierende Faktor. Der Prozessor des NAS könnte vermutlich noch deutlich mehr liefern. Leider kann man aber auch im Jahr 2017 noch kein 10Gbit Netzwerk für 700€ erwarten. Wer höhere Übertragungsraten möchte, muss 1000€+ ausgeben.

Jedoch bietet das AS6404T das sogenannte „Link Aggregation“. Das NAS verfügt über zwei Gbit LAN Ports welche mithilfe eines passenden Switches „zusammengeschaltet“ werden können, für theoretisch 2Gbit/s.

Praktisch ist das Ganze leider etwas weniger nützlich als dies nun klingt. Link Aggregation ist eher mit  Load balancing zu vergleichen. Das heißt, bei nur einem Datenstrom erreicht Ihr immer nur ein maximales Tempo von 120MB/s bzw. 1Gbit. Erst wenn zwei Computer gleichzeitig auf das NAS zugreifen, steigt die Datenraten auf maximal 240MB/s, welche das NAS auch bei unverschlüsselten Laufwerken lesend wie auch schreibend schafft (sofern Eure HDD nicht limitiert).

Daher ist Link Aggregation für die meisten privat Personen nur mäßig sinnvoll. Anders sieht dies im geschäftlichen Umfeld aus.

Habt Ihr mehrere Mitarbeiter welche gleichzeitig auf das NAS zugreifen kann Link Aggregation beim AS6404T Euer Arbeitstempo effektiv verdoppeln.

 

Stromverbrauch und Lautstärke

Ein NAS mit Intel Celeron J3455 Quad Core und 8GB RAM ist natürlich prädestiniert für einen hohen Stromverbrauch, müsste man zumindest meinen.

Wie sieht es praktisch aus? Mit lediglich einer SSD (SSDs brauchen im Leerlauf fast keinen Strom) verbraucht das System im normalen Leerlauf gerade mal 5,7W!

Normaler Leerlauf = keine VMs oder größere Datenübertragungen aktiv, aber auch kein Ruhezustand oder Ähnliches.

Ich bin echt überrascht, wie effizient das ASUSTOR AS6404T arbeitet. Klar die neueren Intel CPUs brauchen wenig Energie aber 5,7W ist schon sehr wenig, aber ich will mich natürlich nicht beschweren. Gerade bei einem System was 24/7 läuft, sind 5,7W sehr erträglich.

Bedenkt aber, dass der Stromverbrauch deutlich mit normalen Festplatten steigt! Eine normale 3,5 Zoll HDD braucht selbst gut und gerne 4-8W, dafür kann aber das NAS nichts.

Wie sieht es mit der Lautstärke aus?

Sehr gut! Klar die CPU produziert nur sehr wenig Abwärme im normalen NAS Betrieb, daher muss der große 120mm Lüfter auch nur wenig arbeiten.

Im Normalfall sind Festplatten lauter, als es der Lüfter ist. Zudem lässt sich der Lüfter auch in vier Stufen regeln, Auto, langsam, Mittel und schnell.

Allerdings dämmt das NAS die normalen Festplatten nur schwach. Laute Festplatten sind also durch das Gehäuse relativ gut hörbar.

 

Fazit

Das ASUSTOR AS6404T ist ein klasse NAS System für alle die mehr als ein NAS System suchen. Was meine ich damit? Das ASUSTOR AS6404T erfüllt seinen Job als NAS tadellos, aber auch dieses wird durch die Gbit LAN Verbindung eingeschränkt.

Daher kann es sich von den reinen Übertragungsraten auch nicht von den meisten 300-400€ NAS Systemen der Konkurrenz und aus dem eigenen Haus absetzen.

Klar die Benutzeroberfläche ist gut, die Nutzung einfach und auch der Energieverbrauch gering aber wenn es Euch nur um das reine Freigeben/Übertragen von Daten geht, gibt es günstigere Systeme, welche dies ähnlich gut machen.

Das ASUSTOR AS6404T lohnt sich erst, wenn Ihr Interesse an den Virtualisierungsfunktionen oder den Multimediafunktionen habt.

Es kann extrem praktisch beispielsweise Windows VMs auf seinem NAS laufen zu lassen für Game Server oder allgemein Server Anwendungen, die ansonsten auf Linux basierten Systemen nicht funktionieren würde.

Ebenfalls sehr cool und praktisch sind die Multimedia Funktionen. Hier spreche ich nicht von den diversen Smartphone Apps, sondern von der Möglichkeit das NAS via HDMI mit seinem Fernseher zu verbinden.

Neben KODI und Co. Bietet das AS6404T auch eine native Überstürzung von Netflix und Amazon Prime Video. Habt Ihr also noch keinen Smart TV kann das AS6404T aushelfen und hier bietet dies die bisher gelungenste „NAS + Media Center“ Umsetzung welche mir begegnet ist.

Zwar ist das ASUSTOR AS6404T mit 700€ (zum Zeitpunkt des Tests) sicherlich alles andere als günstig, aber dies ist eine langfristige Anschaffung welche man nicht alle paar Jahre austauscht. Von daher gerade, wenn die Bonus -Funktionen neben den überzeugenden Basis -Funktionen für Euch interessant klingen, kann ich hier eine volle Kaufempfehlung aussprechen!

Die RAVPower RP-PB003 15000mAh Solar-Powerbank im Test

Solar Powerbanks sind eigentlich etwas extrem Cooles. Ein Akku, welcher sich von alleine auflädt, klingt eigentlich zu gut, um wahr zu sein. Aber genau dies versprechen Solar-Powerbanks, mit meist mäßigem Erfolg.

Viele der auf dem Markt erhältlichen Solar Powerbanks sind wirklich nicht gut! Mit nicht gut meine ich, dass die Solar Panels entweder keine Leistung bringen oder sogar die Powerbank entladen! Klingt blöd aber ja einige der „günstigen“ Solar Powerbanks verbrauchen bei Bewölkung für irgendwelche Status LEDs mehr Energie als das Panel eigentlich liefert.

Da ist es natürlich immer interessant, wenn ein großer Hersteller wie RAVPower eine Solar-Powerbank auf den Markt bringt. RAVPower gehört zu den besten Powerbank Herstellern, daher kann man doch eine gewisse Leistung erwarten?

Wollen wir uns einmal im Test anschauen, was die neue RAVPower RP-PB003 15000mAh Solar-Powerbank so zu leisten vermag! Unbegrenzt Power durch die Kraft der Sonne?

 

Die RAVPower RP-PB003 15000mAh Solar-Powerbank im Test

Mit 15000mAh angegebener Kapazität ist die RAVPower RP-PB003 eine vergleichsweise große Powerbank, welche in der Theorie ein Smartphone durchaus 5 mal oder mehr laden kann.

Dies in Kombination mit den „Outdoor Fähigkeiten“, also einem Schutz vor Stürzen usw., ist im Normalfall kein Garant für kompakte Abmessungen. So auch hier.

Die RAVPower RP-PB003 ist keine super kompakte Powerbank, dafür bekommt man aber einen vergleichsweise dicken Gummirahmen um das eigentliche Gehäuse aus Hartplastik wie auch einen Tragebügel.

RAVPower spricht bei der RP-PB003 nicht von einem Wasserschutz! Zwar besitzen alle Anschlüsse eine Gummiabdichtung, aber RAVPower sagt diese wären lediglich für einen Schutz gegen Staub, schade, aber besser als nichts.

Das Gehäuse der Powerbank macht grundsätzlich einen brauchbaren Eindruck. Dieses wirkt ausreichend robust um auch mal einen Sturz oder Ähnliches zu überstehen, ist aber natürlich weniger filigran gearbeitet.

Das Highlight dieser Powerbank ist das Solar Panel auf der Oberseite. Wenn Ihr erwartet, dass Ihr die Powerbank ein paar Stunden in die Sonne legt und diese dann plötzlich voll ist, dann muss ich Euch enttäuschen.

Zwar wirkt das Solar Panel vernünftig, es ist monokristallin und sauber gearbeitet, aber es ist nicht übermäßig groß! Klar die wenigsten Panel von Solar Powerbanks sind übermäßig groß, aber selbst für Solar Powerbank Verhältnisse ist das Panel eher mittelgroß.

RAVPower gibt die Leistung mit 5,5V und 220mAh an, also mit 1,21W. An sich eine recht realistische Einschätzung, aber praktisch werden diese Werte nicht erreicht, vor allem nicht in Deutschland, dazu aber später mehr.

Wie sieht es mit der restlichen Ausstattung aus?

Die Powerbank verfügt über zwei 2,1A USB Ausgänge mit RAVPowers „ISMART“ Technologie und einem 2A microUSB Eingang, falls man sich doch nicht auf die Sonne verlassen möchte.

Ein etwas verstecktes Feature ist der 1W LED „Scheinwerfer“ auf der Rückseite. Dieser ist zwar nicht übermäßig hell, reicht aber aus um beispielsweise beim Zelten für etwas Licht zu sorgen.

Ebenfalls an Board ist ein Einschalter und fünf Status LEDs.

 

Messwerte

Beginnen wir wie üblich mit der Kapazität der Powerbank. Diese wird von RAVPower bei der RP-PB003 mit 15000mAh angegeben, messen konnte ich satte 14861mAh bzw. 54,988Wh.

Dies ergibt 99% der Herstellerangabe! Dies ist ein fantastischer Wert, welcher allerdings zu gut ist! Powerbanks arbeiten nie zu 100% effizient. Etwas Energie geht immer in beispielsweise Wärme verloren, da die Zellenspannung von 3,7V auf 5V angehoben werden muss. Daher schaffen die meisten guten Powerbanks auch nur 80-90% der Herstellerangabe.

Wie kann nun die RP-PB003 99% erreichen? Ich nehme an RAVPower hat im Inneren größere Akku Zellen verbaut als angegeben, anders sind diese guten Werte nicht zu erklären.

Wie sieht es mit der Ladegeschwindigkeit aus? Gut, in meinem Test wurden sämtliche Smartphones und auch Tablets mit einer ordentlichen Geschwindigkeit an der RAVPower RP-PB003 geladen.

Lediglich die üblichen „zickigen“ Smartphones wie das Google Pixel oder LG G5 erreichten eine etwas niedrigere Ladegeschwindigkeit.

Die beiden 2,1A Ports schmerzen nur bei sehr großen Tablets verglichen mit Powerbanks welche über 2,4A Ports verfügen etwas. Beispielsweise ein iPad Pro lädt hier „nur“ mit 2,0xA, an einer größeren Powerbank mit 2,4A Port lädt dieses mit 2,3xA und an einer Powerbank mit 3A USB C Port mit 2,9xA.

Kommen wir zum Wiederaufladen der Powerbank und damit dem interessanten Feature, dem Solar Panel.

RAVPower gibt sich selbst schon recht pessimistisch und schreibt „Es dauert eine Woche, die Batterie vollständig per Sonnenenergie aufzuladen.“

Okay eine Woche ist eine sehr grobe Angabe. Wollen wir doch einmal Testen wie es in der Praxis aussieht.

Glücklicherweise hatte ich etwas schönes Wetter und es ist Hochsommer, daher optimale Bedingungen! Für meinen Test habe ich die Powerbank vollständig entladen und satte 8 Stunden in die pralle Sommer Sonne gelegt, um diese nach den 8 Stunden erneut zu entladen.

Wichtig das Wetter war ziemlich Ideal! Fast keine Wolken oder Ähnliches, von daher viel bessere Bedingungen wird man in Deutschland nicht erreichen. Vielleicht in Spanien oder näher am Äquator, aber nicht hier.

Zum Vergleich habe ich noch eine Xtorm AM120 – Lava 2 und eine EasyAcc PB8000SP dazu gelegt.

Ja… Ich denke die Werte sprechen für sich. Die RAVPower RP-PB003 schaffte 0,43Wh pro Stunde, umgerechnet sind dies 116mAh!

Eine vollständige Ladung würde also 129 Stunden pralle Sonne dauern! Puh das sind eher zwei Wochen als nur eine. Bei Bewölkung lädt die Powerbank im Übrigen fast gar nicht.

Sagen wir mal Ihr habt ein Smartphone mit 3000mAh Akku, um diesen (bei einer perfekten Ladeeffizienz) voll zu bekommen müsste die Powerbank rund 25 Stunden, also drei perfekte Sommer Tage im Licht liegen.

Kurzum kauft die RAVPower RP-PB003 NICHT für ihr Solar-Panel, zu mindestens nicht nur für dieses.

Das Wiederaufladen an einem 2A Ladegerät geht etwas schneller. Hier kann die Powerbank ca. 1,56A aufnehmen, was in einer Ladezeit von ca. 9 Stunden resultiert.

 

Fazit

Die RAVPower RP-PB003 ist eine gute und grundsolide Powerbank mit einer hohen echten Kapazität und einer guten Ladeleistung.

Auch das Gehäuse macht gerade bei einer Outdoor Nutzung einen guten Eindruck und kann sicher eine etwas rauere Benutzung ab.

Jedoch beim Solar Panel muss ich etwas negativere Töne anschlagen. Dies ist einfach nur ein Gimmick! Effektiv kommt hier selbst bei praller Sonne so wenig Energie heraus, dass es sich nicht lohnt. 20-30 Stunden pralle Sonne ergeben eine Smartphone Ladung und einmal die Powerbank füllen würde rund 130 Stunden dauern, zumindest in Deutschland.

Dies liegt einfach an der Solar Technik. Selbst wenn RAVPower die besten auf dem Markt verfügbaren Solar-Panels verwendet hätte (welche ca. 24% Effizienz bringen, schlechte Panels schaffen ca. 18%) kann dies nicht die vergleichsweise kleine Oberfläche einer Powerbank kompensieren.

Jedoch im Falle der RAVPower RP-PB003 sehe ich das als weniger schlimm an, warum? Mit 26€ zahlt Ihr keinen großen Aufpreis für das Solar-Panel und erhaltet eine ordentliche Outdoor Powerbank.

Ihr müsst Euch nur beim Kauf im Klaren sein, dass das Solar-Panel ein „Bonus“ ist und nichts auf was man sich verlassen sollte, dann ist die RAVPower RP-PB003 eine faire und gute Outdoor Powerbank.

Solltet Ihr diese allerdings eh nur im Haus verwenden und nicht beim Campen gibt es bessere Powerbanks für Euch, auch von RAVPower.

RAVPower RP-PB003
Angegebene Kapazität 15000mAh
Preis
Erreichte Kapazität 14861mAh bzw. 54,988Wh
Erreichte Kapazität in % 99%
LED Taschenlampe ++
Wiederaufladegeschwindigkeit 1,56A
Geteste Geräte
Apple iPhone 7+ +
Samsung Galaxy S8+ ++
Apple iPad Pro 0
Google Pixel XL 0
Nintendo Switch
Kapazität 99%
Verarbeitung 80%
Ladegeschwindigkeit 70%
Anschlüsse und Sonstige Features 80%
Lieferumfang und Verpackung 75%
Preis / Leistung ★★★★☆
Testergebnis ★★★★☆

Der TP-Link RE650 im Test, der beste beste Repeater bisher!

Der RE650 ist TP-Links neuster und auch auf dem Papier schnellster WLAN Repeater. Dieser soll Geschwindigkeit von bis zu „AC2600“, also 2600Mbit/s, schaffen. Dies wäre gerade für einen Repeater ein beeindruckendes Tempo, auch verglichen mit der gängigen Konkurrenz seitens Linksys, Netgear und Co.

Aber natürlich gerade bei WLAN Produkten ist das was auf dem Papier steht nicht unbedingt das was einen in der Realität auch erwartet.

Wie schlägt sich der TP-Link RE650 im praktischen Einsatz? Und wie sieht es abseits der reinen Übertragungsleistung aus? Lässt sich der RE650 einfach einrichten, arbeitet das Gerät stabil und wie sieht es mit der Reichweite aus?

All diese Fragen gilt es im Test des TP-Link RE650 zu klären!

 

Der TP-Link RE650 im Test

Der RE650 ist ein Absoluter High End Repeater, und dies versucht auch TP-Link nicht zu verstecken.

Zum einen ist der RE650 vergleichsweise groß, auch wenn TP-Link weiterhin auf das klassische und praktische Steckdosenadapter Design setzt. Zum anderen verfügt der Repeater über ganze vier Antennen, welche das Gerät durchaus etwas auffälliger gestalten.

Diese einklappbaren Antennen sind nicht nur Deko, der RE650 verfügt über ein 4×4 Design. Das heißt, jede Antenne kann auch wirklich einen Daten stream senden.

Der TP-Link RE650 selbst ist in einem recht dezenten weiß/ grau Farbmix gehalten. Das Gehäuse besteht hierbei wie üblich aus einem einfachen Hochglanzplastik.

Ich würde nicht sagen, dass der RE650 zu auffällig ist, aber aufgrund der schieren Größe und Maße ist dieser auch nicht der dezenteste Repeater auf dem Markt.

Auf der Front verfügt der RE650 über eine große WPS Taste und vier LEDs. Sollten Euch diese LEDs stören, lassen sie sich einfach über eine Taste auf der rechten Seite des Repeaters schnell deaktivieren.

Hier befindet sich auch eine Power Taste und der Reset Knopf.

Auf der linken Seite ist zudem ein Gbit LAN Port angebracht welcher dem Verbinden eines Smart TV oder ähnlichem Gerät dient, das über kein WLAN verfügt.

Hier wäre bei so einem großen und auch nicht unbedingt günstigen Repeater sicherlich auch ein weiterer LAN Port nicht das Schlechteste gewesen.

 

Einrichtung, Installation und Benutzeroberfläche

Die Einrichtung des TP-Link RE650 verläuft ziemlich unproblematisch und genau wie bei den allermeisten anderen Repeatern auch.

Der RE650 ist universeller Repeater, das heißt, dieser funktioniert mit allen WLAN Routern, egal ob von TP-Link, AVM, Telekom usw.

Verbindet zuerst den Repeater mit dem Strom, im Optimalfall in der Nähe Eures Routers. Nun habt Ihr zwei Optionen, ladet Euch die TP-Link App auf Euer Smartphone/Tablet oder macht die Einrichtung von einem Notebook aus. Für diesen Test wähle ich die klassische Einrichtung via Notebook.

Nachdem Ihr den RE650 mit dem Strom verbunden habt, erstellt dieser ein offenes bzw. zwei offene WLAN Netze. Verbindet Euch mit einem dieser und ruft in Eurem Webbrowser entweder tplinkrepeater.net oder die Standard IP Adresse (192.168.0.100) auf.

Nun sollte die Benutzeroberfläche des Repeaters auftauchen, welche Euch durch die Ersteinrichtung geleitet. Diese besteht aus der Vergabe eines Passwortes, der Wahl der zu repeatenden“ WLAN Netze und des Namens der neuen Netze.

Ihr könnt hier entweder 1zu1 den gleichen Namen wie bei Eurem bestehendem WLAN Netz wählen oder gesonderte Namen.

1zu1 den gleichen Namen wählen, hat den Vorteil, dass der Wechsel zwischen Repeater und Router ohne Manuelles eingreifen erfolgt. Euer Smartphone, Tablet usw. verbindet sich mit dem Gerät mit der höheren Signalstärke.

Das kann aber auch ein Nachteil sein! Zum einen verbindet sich Euer Gerät immer mit dem signalstärkeren Netz und nicht mit dem schnelleren. Das heißt, wenn Ihr zwischen Router und Repeater steht und der Repeater ein 1% stärkeres Signal hat, wird sich mit diesem verbunden, egal ob vielleicht die Verbindung zum Router effektiv schneller wäre.

Zum anderen wird das Netz meist recht träge gewechselt. Steht Ihr neben dem Repeater und schaltet Euer Smartphone ein wird sich mit dem Repeater verbunden, geht Ihr nun zum Router wird die Verbindung zum Repeater gehalten und erst dann zum Router gewechselt, wenn die Verbindung zum Repeater abbricht.

Sollte es Euch nur um genug Internet zum Websurfen, Youtube, App Downloads usw. gehen würde ich auf Komfort gründen für Repeater und Router die gleiche SSID(WLAN Namen) wählen. Geht es Euch um das Maximum an Performance und Kontrolle würde ich gesonderte SSIDs wählen.

Dies gilt im Übrigen generell für WLAN Repeater und nicht nur speziell für den TP-Link RE650.

Nachdem der Repeater eingerichtet wurde, kann man über das Aufrufen von tplinkrepeater.net erneut auf die Benutzeroberfläche zugreifen.

Hier gibt es aber nicht viel Spannendes zu sehen. Ihr könnt natürlich einige Einstellungen, welche Ihr bei der Installation getätigt habt., noch verändern, könnt einen Nachtmodus einrichten (in welchem die LEDs ausgeschaltet werden), Ihr könnt die Sendeleistung des Repeaters senken usw.

Die Benutzeroberfläche ist hierbei, wie ich finde, optisch sehr gut gelungen! TP-Link setzt bei seinen neuern Produkten auf eine etwas moderne Benutzeroberfläche als bei vorangegangenen Modellen.

Was mir etwas fehlt, wäre eine einfache Anzeige, die mir bei der Positionierung des Repeaters hilft. Ja, die LED auf der Oberseite des RE650 leuchtet blau oder rot je nachdem ob die Distanz passt oder zu hoch ist, jedoch ist das eine recht grobe Abstufung.

Hier wäre eine einfache Anzeige in der Benutzeroberfläche für ein fein Tunen der Position sicher super gewesen, Linksys macht dies z.B. sehr gut.

 

Leistung und Reichweite

TP-Link gibt die Leistung des RE650 mit „AC2600“ an. Dies steht für 2600Mbit/s, das Ganze ist natürlich wie üblich etwas schön gerechnet.

Der TP-Link RE650 verfügt über 800Mbit/s auf dem 2,4GHz Band und 1733Mbit/s auf dem 5GHz Band, zusammengerechnet und großzügig gerundet kommen wir auf 2600Mbit/s.

Praktisch hängt die zu erwartende Leistung allerdings von diversen Faktoren ab. Zum einen muss man bei einem Repeater die Leistung in der Regel halbieren, da dieser Daten gleichzeitig empfangen und senden muss.

Zum anderen hängt die Leistung massiv von dem Router, den  Ihr verwendet und der Distanz zu diesem ab.

Viele normale handelsübliche WLAN Router besitzen kein 4×4 Design und somit auch keine 1733Mbit bzw. 800Mbit Leistung. Natürlich ist es nicht schlimm, wenn der Repeater mit einem Router verwendet wird, welcher beispielsweise nur 1300Mbit auf dem 5Ghz Band schafft, aber dies kann durchaus etwas das Tempo einschränken.

Der viel wichtigere Faktor ist aber die Distanz! Zwar schaffen es Repeater in der Regel etwas besser ein gutes Signal zu erhalten als ein normales Smartphone, aber dennoch bringt der beste Repeater nichts, wenn dieser so weit vom Router entfernt positioniert ist, dass fast kein Signal ankommt.

In der Regel sollte zwischen dem Repeater und dem Router maximal 2-4 Wände liegen für eine optimale Signalstärke. Der RE650 ist zwar ein sehr signalstarker Repeater, aber auch hier sollte die Distanz für eine optimale Performance nicht viel höher liegen.

Hier müsst Ihr für eine optimale Leistung etwas herumprobieren.

Aber genug der generellen und langweiligen Dinge. Wie sieht es im Praxiseinsatz aus? Hierfür habe ich den TP-Link RE650 und eine Handvoll weiterer Repeater in zwei Testsituationen geprüft.

Im ersten Durchlauf war der Repeater, der Router und der Client im gleichen Raum. Das wird natürlich in der Praxis nie passieren, soll aber zeigen, zu was der Repeater in der Lage ist.

Der zweite Durchlauf ist etwas praxisnäher, der Repeater ist ca. 8 Meter und zwei Wände vom Router entfernt und der jeweilige Test Client nochmals ca. 8 Meter.

Dies ist ein sehr realistisches Szenario da hier im zweiten Durchlauf das ursprüngliche Signal des Routers kaum noch ankommt.

Als Router kommt eine AVM FRITZ!Box 7590 zum Einsatz. Warum? Die AVM FRITZ!Box 7590 besitzt ein recht fähiges WLAN und ist zudem sehr verbreitet da diese bei vielen Internet Anbietern, als Standard Zugabe zum Einsatz kommt. Ich schätze das die meisten Repeater in Deutschland in Kombination mit einer FritzBox genutzt werden, von daher denke ich, diese ist eine gute Wahl.

Bei den Clients setzte ich auf ein Late 2016er Apple MacBook Pro wie auch ein Samsung Galaxy S8 Plus, beides ebenfalls verbreitete Geräte mit einem guten integrierten WLAN.

Angabe in MB/s, kurz Distanz
Angabe in MB/s, hohe Distanz

Interessante Werte, die wir hier sehen. Der TP-Link RE650 liefert eine absolute Top Leistung und gehört bzw. ist der schnellste Repeater, den ich bisher in den Händen hatte.

Aber schlüsseln wir die Werte einmal auf. Am interessantesten ist der Unterschied zwischen den beiden Testdurchläufen. Im ersten Kurzdistanz -Durchlauf landete der RE650 beim 2,4Ghz Band im Mittelfeld und beim 5GHz Band auf Platz zwei, knapp hinter dem Netgear EX7300 (zumindest mit dem MacBook) und knapp vor dem AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E.

Erhöhen wir die Distanz auf ein realistisches Maß sieht die Welt anders aus. Hier macht nun der RE650 plötzlich einen deutlichen Sprung, gerade auf dem 5GHz Band.

Wobei dies ist nicht ganz richtig, die anderen verlieren sehr deutlich an Leistung, während der TP-Link RE650 recht konstant bleibt. Gerade der Netgear EX7300 bricht deutlich ein und scheint am meisten Probleme mit der höheren Distanz zu haben.

Der TP-Link RE650 ist ein sehr Reichweiten starker Repeater! Dies wird auch von meinen subjektiven Reichweiten Tests bestätigt, von allen Repeatern, die jemals auf Techtest getestet wurden, schafft der RE650 die höchste Reichweite und auch die so ziemlich höchste Performance.

Das Abdecken einer 120m² Wohnung ist mit dem RE650 kein Problem!

28,8MB/s auf eine Distanz von knapp 20 Metern und zwei Wänden ist doch mehr als ordentlich. Bedenkt 28,8MB/s! nicht Mbit.

Dies entspricht 230Mbit/s, was natürlich deutlich weniger ist als die theoretischen 1733Mbit, aber dies sieht bei anderen Modellen auch nicht besser aus.

230Mbit/s reicht für vier gleichzeitige 4K Video Streams, sofern Eure Internetleitung so viel hergibt. Selbst die 5,1MB/s bzw. 3,1MB/s auf dem 2,4Ghz Band reichen noch für einen 4K bzw. Full HD Stream via Netflix und co.

 

Stromverbrauch

Kommen wir zum Abschluss noch auf den Stromverbrauch zu sprechen. Hier kann man ganz gut sagen, dass dieser mit der Leistung des Repeaters skaliert. Heißt schnellere Repeater brauchen mehr Strom als langsamere, so auch hier der Fall.

Zwar ist der Stromverbrauch des TP-Link RE650 nicht übermäßig hoch, aber mit rund 4,8W im Normalbetrieb auch nicht super niedrig. Unter Last steigt der Stromverbrauch auf rund 5,9-6,8W an.

Beides erträgliche Werte, aber auch schon höher als bei den allermeisten kleinen/mittleren Repeatern, welche meist um die 2-4W fressen.

 

Fazit

Daumen hoch für den TP-Link RE650! Ihr wollt den so ziemlich schnellsten Repeater aktuell auf dem Markt mit der besten Reichweite? Glückwunsch denn diesen habt Ihr mit dem RE650 gefunden!

In meinem Test erreichte der TP-Link RE650, auch verglichen mit anderen Oberklasse Repeatern wie dem Netgear EX7300 oder AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E, gerade auf höheren Distanzen eine doch deutlich bessere Leistung, vor allem auf dem 5GHz Band.

Die Reichweite sollte problemlos ausreichen eine 120m² Wohnung abzudecken, wenn nicht sogar noch mehr.

Dies liegt natürlich unter anderem an den doch etwas auffälligeren und größeren Antennen des RE650. Jedoch gehe ich davon aus, dass, wenn Ihr Euch für einen High End Repeater interessiert, eine etwas auffälligere Optik für Euch okay ist.

Daher kann ich ohne Sorgen eine Empfehlung für den TP-Link RE650 aussprechen, dieser wird vermutlich für viele Nutzer eher zu groß sein als zu „klein“.

Tp-Link RE650 AC2600 Dualband Gigabit WLAN Repeater (4x4 MU-MIMO...
  • Außergewöhnliche Reichweite – Vier externe Antennen erlauben...
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  • AP-Modus – Errichtet einen neuen Accesspoint und erweitert Ihr...
  • Lieferumfang: AC2600-Repater RE650, Schnellinstallationsanleitung