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Die Koogeek LB1EU WiFi Smart LED Glühbirne mit Apple HomeKit Support im Test

Smart Home ist der Trend im Jahr 2017 und wird vermutlich dank Apple HomePod auch im Jahr 2018 weitergehen. Gerade die Smart Home Beleuchtung ist hierbei sehr beliebt.

Koogeek hat nun seine erste smarte LED Glühbirne vorgestellt, welche zum einen durch einen vergleichsweise günstigen Preis punkten soll und zum anderen durch die Apple HomeKit Unterstützung.

Freundlicherweise hat mir Koogeek die LB1EU für einen Test zur Verfügung gestellt. Wollen wir uns doch einmal ansehen, ob die Koogeek WiFi Smart LED Glühbirne überzeugen kann!

 

Die Koogeek LB1EU WiFi Smart LED Glühbirne

Die Koogeek LB1EU ist auf den ersten Blick eine stink normale LED Glühbirne welche in den klassischen E27 Sockel passt.

Jedoch ist die LB1EU ein wenig größer als eine normale LED Glühbirne, was bereits auf das etwas komplexere Innenleben hindeutet.

Die Koogeek besitzt eine leicht bauchige Tropfen Form. Zwar ist die Glühbirne nicht übermäßig groß, aber dennoch könnte es in etwas engeren Lampen Probleme geben.

Sollte also bereits eine normale Glühbirne nur knapp in eine Lampe passen, könnte es für die Koogeek LB1EU schon etwas zu eng sein.

Beim Design setzt Koogeek auf eine Mischung aus einem silbernen Korpus und dem üblichen Milchglas Plastik Deckel, unter welchem sich die LEDs befinden. Die Koogeek LB1EU ist eine RGB LED Glühbirne, dass bedeutet diese kann theoretisch in sämtlichen Farben erstrahlen.

Diese Abdeckung wirkt allerdings vergleichsweise klein, hoffen wir mal, dass sich dies nicht in der Lichtleistung widerspiegelt.

Rein von der Haptik wirkt die Koogeek LB1EU WiFi Smart LED Glühbirne sehr ordentlich! Die Birne ist massiv und schwer, wirkt also nicht wie ein billiges China Produkt, auch wenn diese natürlich aus China stammt.

 

Einrichtung und Installation

Die Koogeek LB1EU WiFi Smart LED Glühbirne zeichnet sich besonders durch ihren Apple HomeKit Support aus. Zwar lässt sich die Glühbirne auch mit Android nutzen, aber ich denke, die überwältigende Mehrheit wird die Koogeek mit einem iPhone/iPad verwenden.

Zumal man ganz eindeutig merkt, dass die Glühbirne auf das Apple Öko System zugeschnitten ist. Dies spürt man auch bei der Einrichtung, welche sich komplett auf das Apple HomeKit System verlässt.

Dank des HomeKit Supports ist die Koogeek LB1EU in nu eingerichtet. Ladet Euch die Koogeek Home App herunter, registriert Euch und wählt das kleine „Plus“ zum Hinzufügen der Glühbirne aus.

Die Koogeek App leitet Euch nun in die Apple HomeKit API weiter, diese erkennt Eure Glühbirne automatisch, sofern diese mit stromversorgt ist.

Wurde die LB1EU erkannt, müsst Ihr den Code an der Birne in der App eingeben, das war es dann auch schon mit der Installation. WLAN Informationen usw. werden völlig automatisch an die LED Glühbirne übertragen. Auch wird die LED Glühbirne sowohl in der Koogeek eigenen App wie auch in der Apple Home App automatisch hinterlegt.

Theoretisch könntet Ihr sogar die Koogeek App löschen und die LB1EU LED Glühbirne komplett mit IOS Board Mitteln steuern.

 

Funktionen und die Koogeek App

Die Koogeek Home App ist recht einfach, aber hübsch aufgebaut. Die App wirkt hierbei recht gut und modern gemacht, was gerade bei günstigeren asiatischen Produkten nicht immer selbstverständlich ist.

In der Koogeek App könnt Ihr die smarte LED Glühbirne mit einem Tipp ein/ausschalten. Haltet Ihr das Icon gedrückt lassen sich die verschiedenen Farben auswählen.

Auch lässt sich hier die Helligkeit steuern, wie auch in die Detail Ansicht gelangen. In der Detail Ansicht könnt Ihr die Firmware updaten, die Zeitzone einstellen und einen Timer einrichten!

Ja es ist möglich, dass sich die LED Glühbirne automatisch zu bestimmten Zeiten/Wochentagen automatisch ein- bzw. ausschaltet.

Das war es im Großen und Ganzen auch schon an Basis Funktionen. Abgesehen vom Timer könnt Ihr auch alle funkten über die Apple Home App Abrufen. Auch hier lässt sich die Glühbirne mit einem Tipp ein bzw. ausschalten und die Farbe einstellen.

In der Apple Home App lässt sich die Koogeek LB1EU auch mit anderen Apple Home Kit fähigen Geräten „koppeln“. Mit Koppeln meine ich das Anlegen von „wenn das, dann das“ regeln.

Seid Ihr schon etwas tiefer im Apple Home Öko System verankert, stehen Euch hier jede Menge Optionen zur Verfügung.

Was leider fehlt, wäre eine „letzten Status merken“ Option. Schaltet Ihr die Glühbirne physisch ein/aus springt diese immer auf das Standard warmweiß.

Hier wäre es schön entweder eine alternative Standard Farbe hinterlegen zu können oder einstellen zu können, dass sich die letzte Farbe gemerkt wird.

Wobei das zurückspringen auf das normale Weiß aus meiner Sicht okay ist.

 

Lichtqualität und Farben

Beginnen wir mit dem Positiven. Die Koogeek LB1EU bietet wirklich ein volles RGB Spektrum, hierbei werden auch alle Farben gut dargestellt.

Viele RGB LED Glühbirnen haben beispielsweise Probleme mit Grün oder Türkis tönen, nicht so die Koogeek.

Die Farbdarstellung ist auch sehr schön satt und kräftig. Farben wirken leuchtend und lebendig. Aber nicht nur Farben werden gut dargestellt, auch die Weißtöne wirken sehr schön sauber und angenehm.

Hierbei ist das Standard weiß allerdings relativ warm eingestellt, was natürlich Geschmackssache ist.

Allerdings hat das Licht auch eine Schwäche, dies wäre die maximale Helligkeit. Diese liegt bei der Koogeek LB1EU LED Glühbirne bei „nur“ 500 Lumen.

500 Lumen ist im Normalfall ausreichend und entspricht einem Mittelding aus 40W und 60W Glühbirne. Jedoch im direkten Vergleich sieht man das eine Philips HUE oder auch eine LIFX mit 800 bzw. 1000 Lumen schon ein Stück heller ist.

Von daher würde ich die Koogeek LB1EU nicht empfehlen, wenn diese alleine einen kompletten Raum erleuchten muss. Die Glühbirne bietet sich eher in Leselampen, Dekoleuchten oder als unterstützende Beleuchtung an.

Natürlich sollte Eure Deckenleuchte mehrere Birnen aufnehmen können dann sieht die Welt sowie so anders aus.

 

Fazit

Ihr sucht eine günstige RGB LED Glühbirne mit WiFi und Apple HomeKit Unterstützung? Dann seid Ihr hier richtig! Mit rund 36€ ist die Koogeek LB1EU ein wirklich guter Deal für alle Nutzer im Apple Öko System.

Für Android Nutzer würde ich die Koogeek LB1EU nicht empfehlen, das ganze Produkt ist schon auf Apples Plattform zugeschnitten.

Hier macht die LED Glühbirne auch einen wirklich guten Job mit einer guten App und klasse Lichtqualität. Zwar ist die maximale Helligkeit etwas niedriger als bei den großen Konkurrenten, aber für die Beleuchtung des Schlafzimmers oder in Deko/Leselampen reicht die maximale Helligkeit locker aus!

Von daher für 36€ macht man hier nichts falsch, zumal keine Bridge oder Ähnliches benötigt werden, welche für zusätzliche Kosten sorgen.

Das ASUSTOR AS6302T NAS im Test, mit Intel Apollo Lake CPU und ordentlich Leistung!

Ein NAS gehört aus meiner Sicht in jeden modernen Haushalt. Es ist einfach ungemein praktisch alle seine Daten an einem sicheren Ort zu haben und mit all seinen Geräten zugreifen zu können.

Wenn man sich für die Anschaffung eines NAS „Netzwerkfestplatte“ entscheidet, hat man in der Regel drei Optionen, 1. Man baut sich selbst eins, 2. Man kauft eine 08/15 Netzwerkfestplatte von beispielsweise Western digital oder 3. Man kauft sich ein vernünftiges NAS System eines großen Herstellers wie Synology oder QNAP.

Synology und QNAP sind hier sicherlich die beiden bekanntesten Anbieter, aber gerade ASUS versucht mit seiner ASUSTOR Marke auf dem NAS Markt den beiden großen doch etwas den Rang abzulaufen.

Das ASUSTOR AS6302T ist hierbei sicherlich eins der mächtigeren 2Bay NAS Systeme des Herstellers.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen, wie sich das 400€ ASUSTOR AS6302T so schlägt. Neugierig?

 

Das ASUSTOR AS6302T

Beim ASUSTOR AS6302T handelt es sich um ein klassisches 2 Bay NAS. 2 Bay bedeutet dieses bietet Platz für bis zu zwei HDDs oder SSDs.

Im AS6302T lassen sich sowohl 3,5 Zoll wie auch 2,5 Zoll Laufwerke verbauen.

ASUSTOR setzt beim Gehäuse auf eine Mischung aus schwarzem Kunststoff und grauem Metall. Dies verleiht dem NAS eine recht professionelle und dezente Optik.

Auf die Festplatten Schächte lässt sich einfach über die Front zugreifen. Diese lassen sich über einen Schalter entriegeln und herausziehen. Die Montage der Festplatten verläuft beim ASUSTOR AS6302T nicht schraubenlos wie es beispielsweise bei vielen Synology Systemen der Fall ist.

ASUSTOR legt aber natürlich die passenden Schrauben bei. Passt auf diese gut auf, denn Ihr benötigt für das NAS spezielle Schrauben mit flachen Köpfen, welche man in der Regel nicht einfach herum liegen hat.

Auf der Front des NAS findet sich neben den Einschüben für die Laufwerke auch ein Einschalter und ein USB 3.0 Port.

Auf der Rückseite finden sich diverse weitere Anschlüsse, welche teilweise recht ungewöhnlich für ein NAS System sind.

Die wichtigsten Anschlüsse sind aber natürlich die Ports für das Netzteil wie auch für die Verbindung mit den Netzwerk. Hier besitzt das ASUSTOR gleich zwei Gbit LAN Ports, welche sich auch via Link Aggregation zusammenschalten lassen.

Weiterhin sind zwei USB 3.0 Ports, ein USB C Port, ein HDMI Anschluss und ein digitaler Ton Ausgang auf der Rückseite zu finden.

Warum besitzt ein NAS einen HDMI Ausgang? Es ist möglich das ASUSTOR beispielsweise als Media Center direkt am PC zu nutzen, dafür der HDMI Ausgang.

 

Software

Wie bei allen ASUSTOR NAS Systemen kommt auch hier das sogenannte ADM als Betriebssystem zum Einsatz. Beim ADM handelt es sich um eine Linux basierte Benutzeroberfläche, welche aber natürlich perfekt auf das NAS zugeschnitten ist.

Auf den ersten Blick erinnert das ADM gar nicht so sehr an eine Benutzeroberfläche eines NAS oder Ähnlichem. Das Ganze wirkt eher wie normales Linux Betriebssystem, auf welches man sich per Bildschirmübertragung aufgeschaltet hat.

 

Dieser Eindruck ist auch nicht ganz falsch. Das ADM fühlt sich wirklich wie ein normales Desktop Betriebssystem an. Es ist möglich Fenster zu öffnen und diese in Eurem Webbrowser zu verschieben oder in der Größe zu verändern oder sogar mehrere „Anwendungen“ gleichzeitig zu öffnen.

 

Anwendungen ist hier sogar ein absolut passender Begriff. Zum einen sind viele „Standard“ Funktionen wie der Festplatten Manager, Dienste, Einstellungen usw. in separate Anwendungen verpackt, zum anderen ist es möglich über die App Centrale weitere Anwendungen im Google Play Store / Apple App Store Style nach zu installieren. Dies geschieht über nur einen Klick.

 

Hier stehen seitenweise zusätzliche „Apps“ zur Auswahl. Hierbei handelt es sich um Dinge wie ein Teamspeak Server, Avast Anti-Virus, Google Drive, OneDrive, FireFox, JDownloader2, KODI, MineCraft, NextCloud, OwnCloud, Plex, Spotify, Virtual Box usw.

 

Das heißt, Ihr habt jede Menge Möglichkeiten das ASUSTOR AS6302T über die einfache NAS Funktionalität hinaus zu nutzen. Falls Ihr Euch nun fragt „FireFox, Spotify was hat das auf einem NAS zu suchen?“ Vergesst nicht, dass das AS6302T über einen HDMI Ausgang verfügt, über welchen wir später sprechen.

Die Basis Features welche Ihr bei einem NAS erwartet, sind natürlich tadellos umgesetzt. Das Anlegen einer Freigabe geschieht in wenigen Sekunden und für jede Freigabe lassen sich völlig individuell Benutzerrechte vergeben. Das Ganze geschieht über eine einfache UI, welche selbst Einsteiger problemlos bedienen können sollten. Hier lassen sich auch einzelne Freigaben Verschlüsseln, dass selbst bei einem Diebstahl der Festplatten niemand etwas mit den Daten anfangen kann.

Aufseiten der Protokolle unterstützt das ASUSTOR neben dem SMB Protokoll (Windows), Apples AFP, NFS, FTP, WebDAV, HTML Server, SSH, RSYNC, ISCSI und TFTP. Gegeben falls lässt sich auch über die App Centrale noch das ein oder andere Protokoll nachrüsten, auch wenn ich auf Anhieb nicht wüsste, was bei dieser schon recht umfangreichen Liste noch fehlt.

Festplatten lassen sich im Speicher Manager verwalten. Hier könnt Ihr auch, sofern Ihr dies nicht schon bei der Einrichtung gemacht habt, die diversen RAID Level verwalten.

Das AS6302T unterstützt JBOD, RAID 0, RAID 1, RAID 5, RAID 6 und RAID 10. Hierbei ist allerdings RAID 5, RAID 6 und RAID 10 vermutlich einfach eine Code Leiche von größeren NAS Systemen von ASUSTOR, da diese Modi mehr als zwei Laufwerke benötigen.

Generell solltet Ihr das ASUSTOR AS6302T nur im RAID 1 oder JBOD Modus nutzen. RAID 0 macht hier keinerlei Sinn da die Leistung eh durch die LAN Verbindung limitiert ist und sorgt nur für ein höheres Ausfallrisiko. Die Festplatten im System nutzten im Übrigen das ext4 Dateisystem, welches unter Linux Standard ist.

Ebenfalls im Speicher Manager lassen sich SMART Daten einsehen, detaillierte Smart Tests planen und die Temperatur der Laufwerke auslesen.

Solltet Ihr Daten direkt auf dem NAS verwalten wollen, bietet ASUSTOR hier einen voll ausgebauten Datei Manager mit rechts Klick, Copy, Paste usw.

Über die USB/USB C Ports lassen sich auch Daten intern verschieben ohne, dass Ihr durch die GBIt LAN Verbindung limitiert seid.

Sinnvoll gerade wenn man von einer externen HDD auf ein NAS umsteigt und man seine Daten anfänglich verschieben muss.

Das AS6302T kann natürlich auch automatisierte Backups der internen Dateien auf externe Laufwerke ausführen. Das Ganze lässt sich auch umgekehrt einrichten, dass bei Anschluss eines externen Laufwerks Daten von diesem auf das NAS kopiert werden.

Neben Backups auf externe Laufwerke unterstützt das ASUSTOR auch Backups via FTP, RSYNC oder in die Cloud (Amazon S3).

Über die Google Drive, OneDrive usw. Apps lassen sich auch Daten in diese Cloud Dienste synchronisieren.

 

Apps

Gerade wenn man sich ein teures NAS wie das ASUSTOR AS6302T gekauft hat, will man mehr als nur die Basis NAS Funktionen. Schauen wir uns doch ein paar der interessanteren Apps und Features rund um das AS6302T an.

Wichtig das Ganze ist nur ein unvollständiger „Schnelldurchlauf“ ein paar der Apps, die ich ganz interessant finde. Insgesamt stehen zum Zeitpunkt des Tests satte 215 Apps in der App Centrale zum zusätzlichen Download bereit.

AI Music / Soundsgood

Beginnen wir mit der klassischen Musik App, welche auf den meisten NAS Systemen zu finden ist. Auf dem ASUSTOR NAS nennt sich diese App „Soundsgood“, auf Smartphones AI Music.

Diese Apps erlauben es Euch Musik, die auf dem NAS liegt zu katalogisieren und wiederzugeben. Hierbei wird Musik wie üblich nach Interpret, Album usw. unterteilt. Musik lässt sich durchsuchen und einfach via Smartphone App für eine offline Nutzung herunterladen.

Sofern in den Tags vorhanden, werden auch Album Cover usw. angezeigt. Eine nette App für alle Musik Liebhaber!

Photo Gallery / AI Foto

Ähnlich wie AI Music erlaubt es AI Foto durch zuvor festgelegte Ordner/Alben zu browsen und sich seine Bilder auf dem NAS anzusehen.

Das interessante an Ai Foto ist die automatische Backup Funktion. Ihr könnt einstellen, dass Bilder von Eurem Smartphone automatisch aufs NAS übertragen werden, was extrem praktisch sein kann!

AiMaster

AiMaster erlaubt die Verwaltung Eures NAS vom Smartphone bzw. von unterwegs aus. Die App gibt Euch die allermeisten Funktionen, welche auch die reguläre Benutzeroberfläche hat, lediglich für Smartphones optimiert.

Praktisch wenn man mal kurz ein Update einspielen möchte oder Ähnliches.

Virtual Box

Kommen wir zu einem etwas spezielleren Feature, der Virtualisierung. Es ist möglich auf dem ASUSTOR AS6302T virtuelle Maschinen laufen zu lassen wie Windows oder diverse Linux Distributionen.

Zwar ist das AS6302T nicht das allermächtigste NAS, gerade was den RAM angeht, aber wenn man nur mal kurz eine neue Linux Distribution oder irgendetwas testen möchte, ist es schon interessant dies auf seinem NAS machen zu können.

Alternativ könntet Ihr auch so beispielsweise einen Gameserver, der nur unter Windows funktioniert, auf dem NAS auszuführen oder andere vergleichbare Programme.

DataSync

Das AS6302T bietet die Möglichkeit sich mit diversen Cloud Diensten zu synchronisieren. Ihr könnt hier Ordner von Eurem NAS auf die Cloud Synchronisieren oder umgekehrt.

Hier werden Dienste wie beispielsweise Google Drive, Dropbox oder OneDrive unterstützt.

Gerade Letzteres ist sehr interessant aufgrund des TB gratis Speichers für Office 365 Kunden, als eine Art Backup Lösung.

 

Das NAS am TV

Das ASUSTOR AS6302T verfügt über einen optischen Audio Ausgang und HDMI, hierbei handelt es sich sogar um HDMI 2.0 welches damit 4K fähig ist.

Aber was bringt das Ganze? Erstaunlich viel! Zum einen könnt Ihr das NAS als Media Player nutzen für Musik, Videos usw. welche auf dem NAS liegen.

Ihr könnt auch Media Center wie Plex oder KODI nutzten. Auch Streaming Dienste wie Netflix oder Amazon Prime Video sind mit nativen Apps mit an Board!

Solltet Ihr also kein Smart TV haben oder dort sind die Smart Features nicht gut, könnt Ihr das NAS als vollwertiges Media Center nutzen!

Dank des Intel Celeron J3355 Dual-Core ist das AS6302T auch deutlich mächtiger als die allermeisten 0815 Android TV Boxen oder Raspberry Pi und Co.

Aber das NAS unterstützt auch Features abseits von Multimedia. Ihr könnt auch virtuelle Maschinen oder Webbrowser, Chromium ist vorinstalliert, direkt nutzen.

Es wäre also sogar möglich, das NAS als produktiv System zu nutzen. Zwar denke ich nicht, dass dies wirklich sinnvoll ist, aber dennoch ist es klasse diese Option zu haben.

 

Übertragungsraten

Gute Übertragungsraten gehören beim einem NAS zu den Basics. Jedoch gibt es hier immer noch viele NAS Systeme, welche eher mittelmäßige Übertragungsraten liefern, gerade aufseiten der günstigen Systeme (WD MyCloud usw.).

Wie sieht es beim ASUSTOR AS6302T aus? Wie gut Eure Übertragungsraten aussehen, hängt natürlich von mehreren Faktoren ab, wie beispielsweise was für Festplatten Ihr einsetzt, ob diese verschlüsselt sind, was Ihr für Daten übertragt usw.

Für meinen Test habe ich eine Crucial MX300 SSD verwendet. Natürlich wird man praktisch keine SSD in einem NAS einsetzen (zumindest nicht dann, wenn dieses nur zwei Bays hat), jedoch garantiert dies, dass der Speicher das NAS nicht ausbremst.

Für den ersten Durchlauf wurde das NAS ganz normal via GBit LAN im Netzwerk eingebunden und via SMB Protokoll getestet.

Das ASUSTOR AS6302T liefert genau die Werte, welche man von einem NAS dieser Preisklasse erwarten darf, nahezu Perfekte 120MB/s lesend wie auch schreibend.

120MB/s ist das absolute Maximum, was via GBit-LAN möglich ist, aufgrund des Overheads diverser Übertragungsprotokolle sind diese 120MB/s zu 100% allerdings nie erreichbar. Daher kommt das AS6302T auch „nur“ auf extrem starke 118MB/s bzw. 116MB/s.

Wie sieht es denn aus, wenn wir das AS6302T etwas mehr belasten, beispielsweise wenn wir die Freigabe verschlüsseln?

Auch mit einer Verschlüsselung erreichen wir lesend immer noch perfekte Werte. Schreibend sehen wir allerdings einen leichten Einbruch auf 106MB/s. Immer noch sehr stark aber hier scheint dann die CPU doch am Limit zu sein.

Aber das AS6302T hat noch einen Trick auf Lager nämlich das sogenannte „Link Aggregation“. Hierbei werden zwei LAN Ports „zusammen geschaltet“ um die maximale Übertragungsgeschwindigkeit anzuheben.

Das klingt natürlich klasse, 2GBit also 240MB/s Performance! Praktisch ist Link Aggregation aber deutlich weniger nützlich. Zum einen benötigt Ihr einen Switch, welcher dies ebenfalls unterstützt und selbst dann ist der Nutzen gering.

Link Aggregation kann die Übertragungsgeschwindigkeit verdoppeln, jedoch nur bei zwei oder mehr parallelen Datenströmen. Das heißt, wenn Ihr einen Computer mit Link Aggregation mit dem NAS, welches ebenfalls Link Aggregation aktiv hat, verbindet und eine Datei kopiert werden weiterhin nur 120MB/s im Maximum erreicht.

Erst wenn zwei Computer parallel auf das NAS zugreifen, können beide Computer jeweils 120MB/s auf dieses Übertragen.

Daher macht Link Aggregation nur sinn oder hat irgend einen positiven Effekt wenn mehrere Nutzer gleichzeitig mit dem NAS arbeiten, beispielsweise in einem Büro.

Bei zwei Parallelen zugriffen auf eine nicht verschlüsselte Freigabe schaffte das NAS in meinem Test knapp über 200MB/s lesend wie auch schreibend.

 

Lautstärke und Stromverbrauch

Das ASUSTOR AS6302T besitzt einen 70mm Lüfter. Dieser lässt sich in den Einstellungen auf Wunsch konfigurieren. Hierbei könnt Ihr einstellen ob dieser eher langsam, mittel, schnell oder im Automatik- Modus laufen soll.

Grundsätzlich würde ich den Automatik Modus empfehlen. Der hier verwendete Lüfter ist nicht übermäßig laut, ganz im Gegenteil. Ich gehe sehr stark davon aus jede aktuelle 3,5 Zoll HDD lauter ist als der Lüfter. Im normalen Leerlauf ist das AS6302T praktisch unhörbar!

Wie sieht es mit dem Stromverbrauch aus? Im normalen Leerlauf hat das NAS während meines Tests gerade mal 5,5W Strom verbraucht.

Vergesst nicht das ich nur eine SSD genutzt habe und das eine HDD bzw. zwei HDDs den Stromverbrauch signifikant steigern können, aber das hängt natürlich von der jeweils eingesetzten HDD ab.

5,5W als Basis Verbrauch für das NAS ist sehr extrem wenig!

 

Fazit zum ASUSTOR AS6302T

Das ASUSTOR AS6302T ist kein „günstiges“ NAS System mit 400€ für ein 2 Bay Modell. Daher solltet Ihr nur ein NAS suchen, also eine Box, welche nur Dateien im Netzwerk freigibt, greift nicht zum AS6302T!

Zwar liefert dieses mit rund 120MB/s lesend wie auch schreibend perfekte Übertragungsraten für eine Gbit LAN Verbindung, aber das schaffen auch schon günstigere Systeme.

Wirklich lohnen tut sich das AS6302T erst wenn Ihr Dinge wie Verschlüsselungen, Virtualisierung oder die diversen Multimedia Features nutzen wollt.

Das AS6302T liefert auch bei verschlüsselten Laufwerken nahezu perfekte Geschwindigkeiten. Dies liegt natürlich auch am vergleichsweise flotten Intel Celeron J3355 Dual-Core, welcher nicht nur recht schnell für ein NAS ist, sondern auch sehr sparsam.

Das ASUSTOR AS6302T braucht ohne Festplatten gerade mal um die 5W Strom, was sehr wenig ist.

Der Intel Celeron J3355 ermöglicht auch den HDMI 2.0 Ausgang wie auch die Virtualisierungs Funktion und die Multimedia Funktionen.

Ihr könnt das NAS an einen Monitor/Fernseher anschließen und einen Desktop Webbrowser, VMs oder auch Media Center wie z.B. KODI nutzen.

Das ASUSTOR AS6302T bringt sogar Netflix und Amazon prime Video als native Apps mit! Damit ist das AS6302T mehr als nur ein einfaches NAS.

Dies passt dann auch ganz gut zu meinem Fazit. Wollt Ihr nur ein System um Dateien im Netzwerk freizugeben ist das ASUSTOR AS6302T vermutlich schon etwas übertrieben für diese doch recht simple Aufgabe.

Das ASUSTOR AS6302T bietet mehr als nur das! Das ASUSTOR AS6302T ist Computer, NAS,  Multimedia Box und noch mehr in einem.  Sollten Euch auch die anderen Features abseits der reinen NAS Nutzung interessieren, kann ich eine volle Empfehlung für das AS6302T aussprechen! Natürlich macht das AS6302T auch als reines NAS einen hervorragend Job, aber hier ist das System fast schon etwas unterfordert.

Der neue TP-LINK Archer VR2800v im Test

Die AVM Fritzbox ist auf dem deutschen Markt in erster Linie nicht so beliebt weil diese so toll und gut ist, sondern weil wenn man einen Router mit aktuellem DSL/vDSL Modem sucht nicht viele Alternativen hat.

Das sollt nicht heißen, dass die Fritzbox schlecht ist, das ist nicht der Fall, aktuelle Fritzboxen sind sogar sehr gut, aber auch vergleichsweise teuer.

TP-Link versucht nun seit einiger Zeit AVM Konkurrenz mit ihrer VR Serie zu machen. Diese WLAN Router besitzen ebenfalls ein eingebautes DSL Modem.

Im Falle des TP-Link Archer VR2800v sogar eins welches VDSL2-SuperVectoring unterstützt! Zwar werden sicherlich die Nutzer, die VDSL2-SuperVectoring bekommen können noch sehr rar gesät sein, aber dennoch zeigt dies zum einen TP-Links Anstrengungen und zum anderen ist man so gut für die Zukunft gerüstet.

Mit knapp über 200€ ist der Archer VR2800v auch relativ teuer für TP-Link Verhältnisse, wobei der direkte Konkurrent von AVM Euch nochmals 100€ mehr kostet.

Finden wir im Test heraus ob sich der TP-Link Archer VR2800v lohnt und ob dieser mit der Konkurrenz von AVM mithalten kann!

 

Was für ein WLAN Gerät wird benötigt?

Oftmals ist es gar nicht so einfach herauszufinden was für ein WLAN Gerät man benötigt, daher hier eine kleine Übersicht.

  1. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt nur die Reichweite vergrößern, in diesem Fall wird vermutlich ein Repeater das Richtige für Euch sein.
  2. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt einen weiteren WLAN „Sender“ per Kabel anschließen (dies kann auch in einem anderen Raum sein) oder die schlechte W-Lan Funktion in Eurem Router ersetzen (ohne den Router komplett auszutauschen), dann benötigt Ihr einen Access Point.
  3. Ihr habt von Eurem Internet Anbieter nur ein Modem und wollt dieses mit WLAN „ausstatten“ dann benötigt Ihr einen Router.
  4. Ihr wollt Eure alte Fritzbox, Speedport oder anderes Modem welches Ihr von Eurem Internet Anbieter bekommen habt komplett gegen etwas Besseres ersetzten, dann benötigt Ihr im Normalfall einenRouter mit Modem, achtet gegebenenfalls auch auf die Unterstützung von VoIP!
  5. Und zu guter Letzt Ihr habt einen Smart TV, Spielekonsole oder etwas Derartiges was kein eingebautes WLAN Modul besitzt, sondern lediglich einen LAN Port und wollt diese mit Eurem bereits bestehendem WLAN Netzwerk verbinden. In diesem Fall benötigt Ihr eine WLAN Bridge.

Der TP-LINK Archer VR2800v ist ein Router mit eingebautem VDSL Modem (bis 350.000) inklusive VoIP Unterstützung. Theoretisch kann dieser also eine FritzBox oder Speedport an jedem DSL Anschluss ersetzen.

Dabei sollte der Archer auch grundsätzlich mit jedem Internet Anbieter kompatibel sein.

Natürlich muss man nicht das interne Modem nutzen, sondern kann den VR2800v auch einfach nur als Router nutzen.

WICHTIG: Es gibt den VR2800v in zwei Versionen, mit VoIP und ohne! Die Version ohne heißt einfach nur VR2800.

 

Der TP-LINK Archer VR2800v

Auch der neue Archer VR2800v basiert, wie auch schon der VR2600v, auf dem bereits länger bekannten C2600 WLAN Router

Auch der VR2800v besitzt ein recht großes und flaches Gehäuse, das zur Hälfte aus schwarzem Hochglanz Plastik besteht, welches bereits beim Ansehen zerkratzt, und zur anderen Hälfte aus einem „Mesh“ Kunststoff welches für eine bessere Kühlung perforiert ist.

In dieser Oberfläche sind auch die Status LEDs integriert, welche allerdings sehr dezent angebracht sind und nicht stören. Ganz im Gegenteil, diese sind mir fast etwas zu dezent und im normalen vorbeigehen kaum zu erkennen.

Aber allgemein gefällt mir die Optik des VR2800v recht gut. Diese wirkt gerade verglichen mit den Fritzboxen etwas Professioneller und dezenter, auch wenn die neue AVM FritzBox 7590 in diesem Belang besser geworden ist.

Zwar lässt sich der Router an der Wand montieren, allerdings würde ich mir beim VR2800v auch die Möglichkeit wünschen das Gerät aufstellen zu können.

Auf meinem Schreibtisch ist immer sehr wenig Platz, daher würde hochkant aufstellen doch recht praktisch sein.

Die Anschlüsse des Routers sind über die linke und rechte Seite sowie Rückseite verteilt.

Auf der linken Seite findet Ihr die beiden USB 3.0 Ports wie auch drei Tasten für WPS, WLAN und DECT.

Auf der rechten Seite sind lediglich zwei Anschlüsse für Analoge Telefone. Wie üblich ist die Rückseite etwas voller.

Angefangen bei den vier GBit LAN Ports über einen WAN Port bis hin zum Anschluss für Eure Internet-Leitung und zweier ISDN Telefonen.

Der TP-LINK Archer VR2800v unterstütz den neuen VDSL2-SuperVectoring Standard. Dieser ist allerdings in Deutschland noch nicht so weit verbreitet. Natürlich lässt sich der TP-Link Archer VR2800v auch an normalen DSL oder VDSL Leitungen nutzen.

Ebenfalls auf der Rückseite sind die Antennenanschlüsse, es handelt sich bei diesen um normale WLAN Antennenanschlüsse, Ihr könntet die Antennen also auch austauschen. Ich denke zwar kaum, dass es hier groß Sinn macht andere Antennen als die Mitgelieferten zu nutzen, allerdings solltet Ihr dies wollen, ist es mit dem VR2800v problemlos möglich.

Neben den beiden „analogen“ Telefonen lassen sich auch bis zu 6 DECT Telefone mit dem Router verbinden.

 

Einrichtung und Software

Beginnen wir bei der Einrichtung. Verbindet den Router mit dem Netzwerk, Eurem Telefonanschluss und dem Strom.

Nun solltet sich der Router einschalten und ein WLAN Netz erstellen. Verbindet Euch nun via WLAN oder LAN mit dem Router und ruft in Eurem Webbrowser 192.168.1.1 auf.

Hier müsst Ihr ein Passwort festlegen, WLAN Einstellungen einrichten und die Zugangsdaten für Euren DSL/VDSL Anschluss eingeben. Das ganze klingt etwas „kürzer“ als es praktisch ist.

Der Router testet zwischendurch die Internetverbindung usw.

Hat alles geklappt, landet Ihr auf der „Homepage“ der Benutzeroberfläche. Sollte das Internet noch nicht sofort funktionieren keine Panik, das kann ein paar Minuten dauern.

Solltet Ihr die Einrichtung vom Smartphone machen wollen, ladet Euch zuvor die TP-Link Tether App herunter und verbindet Euch via WLAN mit dem Router.

Kommen wir zur Benutzeroberfläche. TP-Link scheint aktuell an einer Überarbeitung der Marke zu arbeiten, mit neuem Logo, neuer Webseite, neuen Verpackungen und auch einem neuen Benutzerinterface.

Wobei neu nicht ganz richtig ist, verglichen mit dem Archer VR2600v haben sich nur einige Farben etwas verändert und einige Design Elemente sind anders.

Grundsätzlich ist die Benutzeroberfläche des Archer VR2800v in drei Bereiche unterteilt, dem Assistenten, der Euch bei der ersten Einrichtung helfen soll, den Basiseinstellungen und „Erweitert“.

In den Basiseinstellungen findet Ihr die gängigsten Einstellungen wie WLAN Name, Passwort usw. Dabei werden erweiterte Informationen, wie welcher WLAN Kanal genutzt wird, ausgeblendet.

Es werden also dem unerfahrenen Nutzer nur die Einstellungen gezeigt welche wirklich wichtig sind und die erweiterten Einstellungen vorenthalten.

An sich eine sinnvolle Sache um die Benutzeroberfläche etwas zu entschlacken.

Erfahrene Nutzer werden vermutlich immer den erweiterten Modus ansteuern.

Grundsätzlich bin ich zwar mit dem Funktionsumfang sehr zufrieden, auch die mobilen Apps sind mit einer Verwaltungs App und einer, die das Festnetztelefonieren übers Handy ermöglicht soweit ordentlich, trotzdem gibt es noch Luft nach oben.

Hier muss man ganz klar den größten Konkurrenten AVM ins Feld führen.

Eine FritzBox bietet nochmals mehr Funktionen, gerade nach den aktuellen Updates mit der Mesh Funktionalität.

Dem VR2800v fehlt beispielsweise ein schöner Graph, der einem die aktuelle Auslastung der Internet- Leitung anzeigt.

Zwar gibt es Statistiken aber diese sind visuell derartig schlecht aufgearbeitet, dass ich sie als fast nutzlos einstufen würde.

Auch ein VPN Server ist mit an Board, welcher aber etwas komplizierter zu nutzen ist als bei AVM. Ich nehme an, dass dies 98% der Nutzer nicht stören wird. Das sind schon weniger genutzte Features, welche der VR2800v verglichen mit einer aktuellen Fritzbox fehlen.

Unterm Strich bin ich allerdings sehr zufrieden was TP-LINK hier auf die Beine gestellt hat. Die Software wirkt auf mich gut funktionierend und grundsolide.

 

WLAN Leistung

Der TP-Link Archer VR2800v verfügt über eine maximale WLAN Leistung von „AC2800“. Diese AC2800 setzten sich aus 600Mbit/s auf dem 2,4GHz Band und 2167Mbit/s auf dem 5GHz Band zusammen.

Dies sind wie üblich nur sehr theoretische Werte. In der Praxis hängt die echte Übertragungsrate von vielen Faktoren ab wie zum Beispiel Distanz und dem verwendeten Client. Solltet Ihr nur ein Smartphones nutzen ist es sehr wahrscheinlich dass dieses nur bis zu 433Mbit/s unterstützt. Lediglich große „Gaming Notebooks“ oder Computer mit gesonderten PCI-E WLAN Karten unterstützen beispielsweise 1300Mbit/s.

Das Ihr also mit einem Client diese 2176Mbit/s ausreizen werdet ist sehr unwahrscheinlich.

Wie sieht es in der Praxis aus?

Für diesen Test verwende ich den TP-LINK Archer 9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell , das zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks zu Recht verbreitet ist. Mit diesen übertrage ich eine Datei auf einen lokalen Server und wieder auf den Rechner und messe die erreichte Geschwindigkeit. Der Router befindet sich dabei in ca. 2 Metern Entfernung zu den Clients, also recht optimale Bedingungen für den Router. Der Wert in den Tabellen ist dabei in MB/s angegeben und der Durchschnittswert aus Upload und Download.

Der Archer VR2800v ist der schnellste WLAN Router von TP-Link der mir bisher unter gekommen ist! Gerade in Verbindung mit dem Intel ac 7260 Client schlägt sich der Archer VR2800v erfreulich gut! Praktisch erreichte ich auf dem 5GHz Band 70 bzw. 80MB/s!

Dies ist zwar noch nicht der absolute Spitzenwert, zumindest in Kombination mit dem Archer 9E, aber schon ziemlich stark.

Auch auf dem 2,4Ghz Band sieht es gut aus, gut aber auch nicht überragend! Überraschenderweise landet hier der VR2800v eher im oberen Mittelfeld und ein Stück weit hinter dem VR2600.

Hierbei gilt natürlich zu bedenken, dass die Werte eher als Richtwert anzusehen sind. Gerade bei WLAN kann ich nicht alle Umwelteinflüsse ausblenden. Dennoch zeigen die Werte das der VR2800v als doch sehr fähig zu betrachten ist was gute WLAN Performance angeht, gerade auf dem 5Ghz Band.

 

DSL Performance

Der TP-Link Archer VR2800v verfügt über ein VDSL2-SuperVectoring fähiges integriertes Modem. Das heißt der VR2800v unterstützt bis zu DSL 350.000, aber natürlich auch alle anderen Geschwindigkeiten darunter.

In der Theorie unterstützt der VR2800v auch alle gängige Internet Anbieter, in der Theorie! Praktisch werdet Ihr mit Telekom, 1 und 1 usw. keine Probleme haben.

Kleinere Anbieter können da etwas zickiger sein, beispielsweise bei NetColonge funktioniert VoIP nicht so recht.

Hier findet Ihr eine Liste mit unterstützenden Anbieter.

Ich selbst bin NetColonge Kunde, kann daher nur die Internet Leistung Testen. Ich verfüge über eine DSL 100.000 Leitung, welche allerdings nicht voll durchkommt.

Schlecht für mich, gut für Euch! Je nachdem wie gut das Modem ist kann dieses aus der Leitung unterschiedlich viel herausholen, weshalb ich die Leistung des verbautem Modems recht gut beurteilen kann.

Mit rund 34500Kbit im Upload und 84000Kbit im Download erreicht der VR2800v ungefähr eine vergleichbare Leistung wie seine Brüder der VR2600v und der VR600v.

Hierbei fällt erneut auf das die TP-Link Modems/Router verglichen mit AVMs Geräte im Upload ein Stück weiter Stärker sind, die AVM Geräte hingegen im Download.

Anscheinend sinkt bei meiner Leitung der Upload wenn der Download gepuscht wird. Bedenkt natürlich das dies daran liegt das die 100.000 nicht zu 100% bei meiner Leitung Funktionieren und das je nachdem welcher Router verwendet wird etwas mehr aus der Leitung gequetscht wird.

Der VR2800v liefert hier eine gute Leistung, gut aber zugegeben solltet Ihr das Maximum aus einer DSL Leitung holen wollen, wäre eine AVM FRITZ!Box 7590 immer noch meine erste Wahl.

 

Reichweite

Die Reichweite von WLAN Router ist oftmals mindestens genauso wichtig wie die reine Leistung. Was bringen mir 80MB/s wenn im Raum nebenan nur noch 10MB/s ankommen?! Richtig nicht viel!

Wie schlägt sich hier der VR2800v?

Beginnen wir einmal mit einem neuen Test, welchen ich nun bei WLAN Router Tests einführe, den Distanz Test.

Hier messe ich die Leistung eines WLAN Routers auf ca. 8 Meter Distanz und zwei Wänden im Weg. Eine höhere Leistung hier muss zwar nicht zwingend in einer höheren absoluten Reichweite resultieren, kann aber durchaus ein Anhaltspunkt sein.

Als Clients kommen bei diesem Test ein Apple MacBook Pro 13“ wie auch ein Samsung Galaxy S8 Plus zum Einsatz.

Warum diese beiden? Ich denke ein MacBook und ein Samsung Galaxy sind zwei Geräte die man in freier Wildbahn auch oft antreffen wird, daher ideal für einen Praxis nahen Test.

Die Reichweite vor allem auf dem 2,4Ghz Band präsentiert sich ganz ordentlich. Auf dem 5Ghz Band scheint der VR2800v vergleichsweise etwas schwächer zu sein.

Meine subjektive Wahrnehmung spiegelt dies größtenteils auch wieder. Die Reichweite des 2,4Ghz Bands ist sehr ordentlich! Das 5GHz Band ist solide Mittelklasse.

Damit sollte der VR2800v es durchaus schaffen eine normal große Wohnung abzudecken, sofern dieser Zentral positioniert wird.

Bei mehreren Etagen kann es aber etwas knapper werden. Hier muss man eventuell zu einem Repeater greifen, dies gilt aber natürlich für die meisten Router. Gerade die Fritzboxen von AVM welche ja der Hauptkonkurrenten sind, sind auch keine Reichweitenwunder.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des VR2800v schwankt etwas je nach Betriebsmodus. Im Router Einsatz verbraucht der VR2800v rund 11,2-12,4W und unter Last ca. 13W.

Im Router/Modem Einsatz steigt der Verbrauch nochmals um ca. 0,5-1W.

Damit ist der Energieverbrauch genau wie man ihn erwarten konnte. Vergleichbare Router/Modem Kombogeräte benötigen auch vergleichbar viel Energie.

 

Fazit

Der TP-Link VR2800v bietet ähnlich wie auch der VR2600v eine starke Leistung zum fairen Preis!

Dies gilt sowohl für das DSL Modem, welches flott ist und sich auch in meinem Test recht stabil präsentierte, wie aber auch für die WLAN Leistung.

Hier spielt der VR2800v durchaus im oberen Bereich des Leistungsspektrum mit!

Auch die Software wird bei TP-Link immer besser. Dabei spreche ich sowohl Funktionsumfang wie aber auch von der Optik.

Kurzum es muss nicht immer eine Fritzbox sein! Der VR2800v bietet eine hervorragende Alternative mit guter Leistung zu einem ebenfalls guten Preis.

Ich würde mir nur überlegen ob ich zum VR2800v oder doch zum nochmals etwas günstigeren VR2600v greifen würde, gerade wenn man das VDSL2-SuperVectoring Modem nicht benötigt.

Die ADATA D8000L Outdoor Powerbank im Test

Powerbanks gibt es in vielen Formen und Farben. Jedoch Outdoor Powerbanks welche man auch vernünftig beim Camping oder Radfahren nutzen kann, sind etwas seltener. Hier sticht die ADATA D8000L doch etwas aus der Masse heraus, vor allem aufgrund ihrer LED Taschenlampenfunktion.

Aber reicht dies auch aus um im Test überzeugen zu können? Dies gilt es wie üblich herauszufinden, neugierig!

 

Die ADATA D8000L im Test

Die ADATA D8000L ist eine Outdoor Powerbank und damit traditionell etwas größer als andere Powerbanks mit 8000mAh. Die D8000L entspricht von ihren Abmessungen eher einer 12000-14000mAh „normalen“ Powerbank.

Aber natürlich erhaltet Ihr im Gegenzug ein recht robustes Gehäuse aus Hartgummi und den Wasserschutz nach IP54. IP54 steht für „Geschützt gegen Staub in schädigender Menge“ und „Schutz gegen allseitiges Spritzwasser“, damit ist die Powerbank natürlich Ideal für einen Camping Ausflug oder Ähnliches.

Hier ist sicherlich auch die LED Taschenlampenfunktion sehr praktisch. Die ADATA D8000L besitzt auf der Oberseite insgesamt 18 LEDs welche in vier Modi leuchten können. ADATA gibt die Leistung mit 200 Lumen an und die Leuchtdauer mit 17 Stunden. 200 Lumen ist schon eine sehr ordentliche Lichtleistung, gerade für eine Powerbank.

Das Gehäuse der Powerbank macht grundsätzlich einen guten Eindruck. Ich finde nur die Entscheidung einen „Warranty void if removed“ Sticker auf die Rückseite der Powerbank zu kleben seitens ADATA etwas lächerlich. Dieser wird sich früher oder später von alleine ablösen.

Das Gewicht liegt mit rund 270g im üblichen Rahmen für eine Powerbank dieser Klasse.

Die Anschlüsse der ADATA D8000L sind unter einer dicken Gummiabdeckung vor Wasser geschützt. Hier finden sich zwei USB Ausgänge, welche von ADATA mit 2,1A spezifiziert sind, ob nun pro Port 2,1A oder insgesamt 2,1A wird sich später im Test zeigen. Die Ports sind vorbildlicher Weise mit einem Überstrom, Überspannungsschutz und einem Schutz vor Kurzschluss ausgestattet.

Die Ports besitzen ein Auto -Einschalt- Feature, beim Verbinden eines Smartphones schaltet sich die Powerbank ein.

Ebenfalls unter der Abdeckung ist der microUSB Ladeport, welcher bis zu 2A aufnehmen soll.

Natürlich besitzt die ADATA D8000L auch vier Status LEDs, die über den aktuellen Ladestand informieren. Diese LEDs lassen sich über das Betätigen des Einschalter temporär aktivieren.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.,

 

Messwerte

Beginnen wir wie üblich bei der Kapazität. Diese wird von ADATA mit 8000mAh angegeben, messen konnte ich 28,871Wh bzw. 7802mAh.

Dies entspricht fantastischen 98% der Herstellerangabe! Wow ADATA solch gute Werte sieht man sonnst nur sehr selten.

Warum sind 98% gut? In der Regel bezieht sich die angegebene Kapazität nicht auf die nutzbare Kapazität, sondern auf die Größe der im Inneren verbauten Akkuzelle/zellen.

Jedoch bei ihrer Entladung geht durch die Umwandlung der Spannung von 3,7V auf 5V immer ein Teil der Energie verloren, weshalb die meisten Powerbanks „nur“ zwischen 80-90% der vom Hersteller beworbenen Kapazität liefern können.

Im Falle der ADATA D8000L ist davon auszugehen, dass die Powerbank im Inneren eine Akkuzelle mit mehr als 8000mAh besitzt, da ansonsten diese sehr hohe Effizienz nicht zu erklären wäre.

Wie sieht es mit dem Aufladen von Smartphones aus? Gut! Kompatibilitätsprobleme konnte ich mit meinen üblichen Testgeräten (S8, G6, iPhone 7+, iPad, Google Pixel XL) nicht feststellen.

Zwar war die Ladegeschwindigkeit nicht absolute Oberklasse, zumal die ADATA D8000L kein Quick Charge oder USB C besitzt, aber für eine normale Powerbank ordentlich. Was heißt dies praktisch?

Ein Samsung Galaxy S8 Plus wird mit 1,8A bei 5V geladen was rund 9W entspricht. Andere Powerbanks ohne Schnellladesupport bekommen dies auch nicht besser hin, eine Quick Charge Powerbank oder auch das originale Netzteil würden rund 13W schaffen, also ein rund 30% höheres Tempo.

Ein Google Pixel XL erreicht an dieser Powerbank 1,5A, hier ist etwas Luft nach oben auch ohne Schnellladestandards. Ein Anker PowerCore 20100 würde beispielsweise 1,98A erreichen. Ähnliches gilt auch fürs iPhone 7 Plus (1,45A an der ADATA D8000L, 1,9A an der PowerCore).

Auch das iPad Pro besitzt einen maximalen Ladestrom von 2,08A (maximal möglich an einer normalen Powerbank 2,4A). Das ist aber auch nicht überraschend da die Powerbank ja nur 2,1A pro Port liefern kann.

Pro Port? Jein, Ihr könnt beide Ports jeweils mit 2,1A belasten, aber bei einer gemeinsamen Nutzung liegt das Limit bei ca. 2,6-2,8A. Werden diese erreicht schaltet die Powerbank sich ab.

Hierdurch ist es in der Regel nicht möglich zwei Mittelklasse bis Oberklasse Smartphones gleichzeitig zu laden. Ein Oberklasse Smartphone + ein Einsteiger Smartphone oder Bluetooth Lautsprecher wäre aber möglich.

Ist nun die Powerbank leer wie sieht es mit dem Wiederaufladen aus? Hier habe ich teilweise etwas merkwürdige Werte erreicht. Die Powerbank war etwas sprunghaft, und der Ladestrom schwankte zwischen 1,6A und 0,8A und das in einem recht kurzen Zeitraum (im 10 Sekunden Takt gab es teilweise Sprünge).

Im Mittel erreichte die Powerbank ca. 1,4A Ladestrom was in einer Ladezeit von ca. 6 Stunden resultiert.

 

Fazit

Die ADATA D8000L ist eine sehr ordentliche Powerbank, welche sich fürs Camping, Wandern oder einfach Ausflüge ins Freie anbietet, bei welchen man in Kontakt mit Wasser kommt oder eine extra Portion Licht benötigt.

Die reinen technischen Daten und Messwerte sind solide, stechen aber um ehrlich zu sein auch nicht aus der Masse hervor.

Die Existenzberechtigung dieser Powerbank hängt natürlich an der sehr hellen Taschenlampenfunktion wie auch am Wasserschutz.

Könnt Ihr dies für Eure Anwendung gebrauchen, normale Powerbanks sind sehr empfindlich was Wasser angeht, wird die ADATA D8000L ein guter Begleiter sein, welcher Euer Smartphone rund 3x mal vollständig zu laden schafft!

ADATA D8000L
Angegebene Kapazität 8000mAh
Preis  32,80€
Erreichte Kapazität 28,871Wh bzw. 7802mAh
Erreichte Kapazität in % 98%
LED Taschenlampe ++
Wiederaufladegeschwindigkeit 1,4A
Geteste Geräte
Apple iPhone 7+ +
Samsung Galaxy S8+ ++
Apple iPad Pro +
Google Pixel XL +
Nintendo Switch 0
Kapazität 98%
Verarbeitung 80%
Ladegeschwindigkeit 70%
Anschlüsse und Sonstige Features 80%
Lieferumfang und Verpackung 75%
Preis / Leistung ★★★★☆
Testergebnis ★★★★☆

Der ASUS RP-AC55 Repeater im Test

Repeater sind die günstigste und oftmals die einfachste Möglichkeit die Reichweite und gegebenenfalls die Leistung des heimischen WLANs zu verbessern.

Da WLAN immer wichtiger wird, ist es kaum eine Überraschung, dass es gefühlt bergeweise WLAN Repeater gibt. Modelle von TP-Link, Netgear oder Linksys habe ich mir ja schon zu genüge angesehen. Nun ist ASUS an der Reihe, welche mir für diesen Test freundlicherweise den neuen RP-AC55 zur Verfügung gestellt haben.

ASUS ist immer noch einer der neueren Hersteller auf dem WLAN bzw. Netzwerk Markt, hat es aber dafür geschafft sehr schnell mit größtenteils hervorragenden Produkten sich eine feste Marktposition zu erkämpfen.

Daher bin ich gespannt, was der RP-AC55 zu Leisten vermag, gerade da es sich hier nicht um ein hochpreisiges Produkt handelt, sondern um einen Repeater der Mittelklasse.

Kann der ASUS RP-AC55 Repeater im Test überzeugen? Finden wir dies heraus!

 

Der ASUS RP-AC55 Repeater im Test

Der ASUS RP-AC55 ist mit rund 55€ ein Mitteklasse Repeater, dies sieht man diesem auch etwas an. Das meine ich nicht negativ, lediglich verglichen mit vielen anderen High End ASUS WLAN Produkten sieht der RP-AC55 recht dezent und fast schon etwas unscheinbar aus.

Der RP-AC55 setzt auf ein relativ kompaktes weißes Gehäuse mit einer interessanten „Diamant“ Textur. Der Repeater besitzt auch nur zwei normal große Antennen, welche seitlich am Gerät befestigt sind.

Kurzum der Repeater wird selbst in einem Wohnzimmer vermutlich kaum ins Auge springen, was gerade für den „Wife Appeal Factor“ Gold Wert ist.

Lediglich die vier LEDs auf der Oberseite des Repeaters könnten etwas auffallen in einem dunklen Raum. Diese LEDs Informieren über den aktuellen Power Status, die Internet Verbindung und die Verbindung zum Router.

Auf der linken Seite ist zudem ein Ein/Ausschalter wie auch eine Reset Taste und eine WPS Taste angebracht. Den Ein/Ausschalter finde ich allerdings etwas überflüssig, solle man den ASUS RP-AC55 ausschalten wollen, wäre es bei solch einem Steckdosen Adapter vermutlich einfacher diesen aus dem Strom zu ziehen.

Auf der rechten Seite des Repeaters ist zusätzlich ein Gbit LAN Port angebracht. Dieser erlaubt es auch Geräten, wie ältere SmartTVs, welche über noch kein WLAN verfügen mit dem Netzwerk zu verbinden, praktisch!

 

Einrichtung, Installation und Software

Die Einrichtung des ASUS RP-AC55 ist bei mir sehr problemlos verlaufen. Steckt den RP-AC55 in den Strom und wartet ein paar Minuten. Es sollte nun ein neues ASUS WLAN Netz bei Euch auftauchen, welches nicht verschlüsselt ist.

Verbindet Euch mit Eurem PC, Notebook, MacBook usw. mit diesem WLAN netzt und ruft im Webbrowser eine beliebige URL auf.

Ihr solltet nun automatisch auf die Einrichtungsseite des Repeaters verlinkt werden. Falls nicht gebt 192.168.1.1 in Eurem Webbrowser sein.

In der WebUI müsst Ihr zuerst ein Passwort und einen Benutzernamen hinterlegen. Ist dies geschafft, beginnt der Repeater mit der Suche nach WLAN Netzwerken, hier könnt Ihr ein Netz für das 2,4GHz und eins für das 5GHz Band auswählen.

Abschließend müsst Ihr Euch noch für eine SSID entscheiden. Ihr könntet auch dem Repeater die gleiche SSID geben wie Eurem Router. Dies hat den Vorteil, dass der Wechsel zwischen Router und Repeater automatisch verläuft, aber einen Performance Nachteil.

Euer Smartphone wird nicht automatisch zwischen den Geräten hin und her springen, sondern erst dann, wenn das Signal zu einem abbricht, dann wird neu gesucht und zum Gerät mit dem besten Signal gesprungen.

Hier gilt das Motto probiert aus, ob für Euch eine SSID oder getrennte SSIDs besser funktionieren.

Die SSID könnt Ihr nach der Einrichtung in der WebUI des Repeaters ändern. Die Benutzeroberfläche ist unspektakulär. Das meine ich nicht negativ, aber hier gibt es abseits der Basiseinstellungen und der Möglichkeit den Modus zu ändern (Repeater, AccessPoint und Media Bridge stehen zur Auswahl) nicht viel Interessantes zu sehen. ,

 

Was mir etwas fehlt, wäre ein einfaches Diagramm welches einen über die Signalstärke zum Router informiert und einem vielleicht Tipps gibt, ob die Distanz zwischen Router und Repeater soweit passt.

Man bekommt zwar die Signalstärke in Mbit angezeigt aber damit kann natürlich nicht jeder Nutzer etwas anfangen.

 

Leistung

Auf dem Papier ist der ASUS RP-AC55 ein Mittelklasse Repeater welcher bis zu 300Mbit/s auf dem 2,4GHz Band und 867Mbit/s auf dem 5GHz Band schaffen soll.

Dies sind natürlich höhst theoretische Werte, welche aus diversen Gründen so in der Praxis nie zustande kommen werden.

Zum einen der ASUS RP-AC55 ist ein Repeater, muss also gleichzeitig die Daten vom Client empfangen und an den Router Weiterleiten.

Dies halbiert effektiv die nutzbare Bandbreite. Zudem sind die 300 bzw. 867Mbit nur unter absoluten idealen Bedingungen zu erreichen. Bedingungen, welche so praktisch nie vorhanden sind.

Die effektive Performance variiert natürlich auch aufgrund der Positionierung.

Ihr werdet mit dem RP-AC55 keine gute Performance erhalten, wenn dieser kein gutes Signal von der Basisstation erhält. Viele Nutzer neigen dazu einen Repeater da zu Positionieren, wo diese den guten Empfang haben wollen. Das ist aber falsch, da so der Repeater selbst kein gutes Signal bekommt und nur eine schlechte Bandbreite liefern kann.

Ihr solltet den Repeater maximal ca. 2-4 Wände vom Router entfernt positionieren bzw. mittig zwischen der Position wo Ihr guten Empfang benötigt und wo Euer Router ist.

Aber genug der generellen Dinge. Wie schlägt sich der ASUS RP-AC55 im Praxis Test? Hierfür habe ich diesen und eine Handvoll weiterer Repeater in zwei Test Situationen geprüft.

Im ersten Durchlauf war der Repeater, der Router und der Client im gleichen Raum. Das wird natürlich in der Praxis nie passieren, soll aber zeigen, zu was der Repeater in der Lage ist.

Der zweite Durchlauf ist etwas praxisnäher, der Repeater ist ca. 8 Meter und zwei Wände vom Router entfernt und der jeweilige Test Client nochmals ca. 8 Meter.

Dies ist ein sehr realistisches Szenario da hier im zweiten Durchlauf das ursprüngliche Signal des Routers kaum noch ankommt.

Als Router kommt eine AVM FRITZ!Box 7590 zum Einsatz. Warum? Die AVM FRITZ!Box 7590 besitzt ein recht fähiges WLAN und ist zudem sehr verbreitet da diese bei vielen Internet Anbietern als Standard Zugabe zum Einsatz kommt. Ich schätze das die meisten Repeater in Deutschland in Kombination mit einer FritzBox genutzt werden, von daher denke ich, diese ist eine gute Wahl.

Bei den Clients setzte ich auf ein Late 2016er Apple MacBook Pro wie auch ein Samsung Galaxy S8 Plus, beides ebenfalls verbreitete Geräte mit einem guten integrierten WLAN.

Angabe in MB/s, kurz Distanz
Angabe in MB/s, hohe Distanz

Interessante und merkwürdige Ergebnisse. Der ASUS RP-AC55 ist auf dem 2,4GHz Band etwas langsamer als sein kleiner Bruder der ASUS RP-AC51 und auf dem 5GHz Band nur minimal schneller.

Das soll nicht heißen das die Ergebnisse nicht zufriedenstellend sind aber ich hätte hier doch mehr erwartet, gerade verglichen mit dem kleineren Bruder.

Auf eine realistische Distanz (8m zwischen Router und Repeater und noch mal 8m zwischen Repeater und Client) erreichte ich auf dem 2,4Ghz Band 2,8MB/s bzw. 1,45MB/s und auf dem 5GHz Band 8,8MB/s bzw. 5,1MB/s.

Vollkommen nutzbare Werte! Vor allem wenn man bedenkt, dass es auf diese Distanz schon Probleme gab sich direkt mit dem Router (AVM FRITZ!Box 7590) zu verbinden.

Vergesst auch nicht, dass wir hier über MB/s reden und nicht über Mbit! Die 8,8MB/s auf dem 5GHz Band würden beispielsweise locker für einen 4K Video Stream ausreichen.

Warum die Performance gerade auf dem 2,4GHz Band schlechter ist, als beim kleinen Bruder kann ich nur mutmaßen. Sowohl der ASUS RP-AC55 wie auch der ASUS RP-AC51 verfügen über zwei Antennen. Der RP-AC55 nutzt jedoch beide Antennen sowohl für einen 2,4Ghz wie auch einen 5Ghz Stream, der ASUS RP-AC51 hingegen nutzt nur eine Antenne für 5GHz, die andere bleibt exklusiv für 2,4GHz. Möglicherweise sorgt diese Doppelnutzung der Antennen für 5Ghz und 2,4GHz für einen Leistungsverlust, aber wie gesagt das ist nur eine Vermutung.

 

Reichweite

Die Reichweite eines WLAN Routers, Repeaters oder AccessPoint einzustufen ist nicht ganz leicht. Ich verfüge über kein Labor wo ich genau Messen kann wie viel Sendeleistung in jeder Richtung ankommt, daher habt Ihr Euch hier auf meine subjektive Einschätzung zu verlassen.

Ähnlich wie der ASUS RP-AC51 liefert auch der AC55 auf eine hohe bis mittlere Distanz eine weiterhin gute und vergleichsweise stabile Verbindung.

Zwar ist gerade die Performance auf dem 2,4GHz Band auf Distanz nur mittelmäßig aber die reine Reichweite ist ordentlich. Auf dem 5GHz Band hingegen habe ich überhaupt keine Klagen. Selbst auf eine vergleichsweise hohe Distanz war die Leistung noch mehr als ordentlich.

Ebenfalls war die Verbindungsqualität und Stabilität zum Router hin tadellos. Abbrüche oder ein Stocken der Verbindung konnte ich mit dem ASUS RP-AC55 nicht beobachten!

 

Stromverbrauch

ASUS gibt den Stromverbrauch des RP-AC55 mit 3,3W an, das ist schon ein recht pessimistischer Wert. In einem üblichen Leerlauf bzw. Niedriglast -Test verbraucht der Repeater nur rund 2,6W. Erst wenn Ihr die maximale Bandbreite ausreizt, kommt man auf die angegeben 3,3W.

 

Fazit

Das mache ich nicht oft aber ich würde den ASUS RP-AC55 nur bedingt empfehlen. In meinem Praxis Test machte der kleinere Bruder des RP-AC55, der RP-AC51, einen ähnlich gut, fast besseren Eindruck.

Der RP-AC55 ist kein schlechter Repeater! Sowohl Software wie auch die Hardware macht einen sehr guten Eindruck für die rund 55€ und wird für 95% aller Nutzer vollkommen ausreichen.

Wollt Ihr das WLAN Signal in Eurer Wohnung um ca. 60-100m² erweitern? Das schafft der RP-AC55, hierbei liefert dieser genug Performance für Video Streaming, das übliche Websurfen oder auch App Downloads.

Dennoch bleibe ich dabei der RP-AC51 bietet die gleiche Software und generell eine sehr ähnliche Ausstattung für nochmals 10-15€ weniger und der Leistungsunterschied war praktisch kaum spürbar. Solltet Ihr also auf der Suche nach einer noch besseren Preis/Leistung sein, schaut Euch den ASUS RP-AC51 an.

Der noblechairs ICON im Test, der perfekte Schreibtischstuhl?

Mit dem ICON hat noblechairs seinen neusten Schreibtischstuhl auf den Markt gebracht. Auf dieses Modell habe ich mich zugegeben etwas gefreut. Noblechairs erster Schreibtischstuhl, der EPIC, ist der, aus meiner Sicht, beste allround Schreibtischstuhl aktuell auf dem Markt.

Dieser konnte schon durch einen hervorragenden Sitzkomfort, eine tolle Optik und klasse Qualität punkten.

Der ICON ist hier nicht als direkter Nachfolger oder größeres Modell zu betrachten, sondern einfach als Alternative. Aber ist der ICON auch so gut wie der EPIC? Und für wen lohnt sich welches Modell?

Dies und noch viel mehr gilt es im Test herauszufinden! Wie schlägt sich der noblechairs ICON und wie sitzt es sich so?

 

Zusammenbau und Installation

Habt Ihr schon einmal einen Gaming Schreibtischstuhl zusammengebaut? Falls ja wird Euch auch das Prinzip beim noblechairs ICON bekannt vorkommen.

Der ganze Stuhl besteht im Großen und Ganzen aus fünf Komponenten, dem Fußkreuz, der Gasdruckfeder, dem Kippmechanismus, dem Sitzpolster und der Rückenlehne.

Diese Komponenten müsst Ihr miteinander verbinden. Im Gegensatz zu vielen anderen vergleichbaren Modellen sind die Armlehnen bereits vormontiert. Auch die Schrauben für die Rückenlehne sind bereits in den Löschen verschraubt.

Dies hat den Vorteil das Ihr Euch um die jeweils passenden Schrauben keine Gedanken machen müsst. Es gibt also keine „Typ AB, Typ CB usw.“ Schrauben mit unterschiedlichen Längen.

Lediglich die Schrauben für den Kippmechanismus, welcher auch die Gasdruckfeder festhält, sind in einer kleinen Box. Ebenfalls in dieser Box ist das Montage Material.

Wundert Euch nicht noblechairs legt Reserveschrauben bei! Es bleiben also auch nach korrektem Zusammenbau zwei Stück übrig.

 

Der Aufbau verläuft in Schnellform wie folgt:

Den Kippmechanismus an das Sitzpolster verschrauben, die Rückenlehne an das Sitzpolster verschrauben, Rollen in das Fußkreuz eindrücken, Gasdruckfeder in das Fußkreuz stellen, Basis samt Rückenlehne aufsetzen und die seitlichen Abdeckungen verschrauben.

Das war es auch schon! Praktisch funktionierte dies auch recht problemlos. Die Rückenlehne war vielleicht etwas störrig aber das war kein großes Problem. Gerade mit zwei Personen wäre der ICON in wenigen Minuten zusammengebaut.

Bonuspunkte bekommt noblechairs für das beilegen zweier Kissen, welche einfach unheimlich weich und angenehm sind!

 

Der noblechairs ICON

noblechairs vermarktet seinen EPIC und auch den neuen ICON als „Gaming Chairs“. Dies bedeutet natürlich nicht, dass sich diese Stühle nur für „Gamings“ eignen, ganz im Gegenteil.

Gerade den ICON kann ich mir sehr gut in einem Büro eines Managers, Architekt usw. vorstellen. Im Gegensatz zu vielen anderen Gaming Schreibtischstühlen ist der ICON sehr dezent und edel gehalten. Dies liegt natürlich etwas an der Leder Optik des Stuhls.

Gaming Chairs basieren grundsätzlich auf Autositzen, während viele Konkurrenten wie DXRacer usw. hier eher auf Sitze setzen wie diese in einem Tuning/Racing Car vorkommen, wirkt der noblechairs ICON eher so, als käme dieser aus einem Bentley oder Aston Martin.

Der Stuhl ist etwas weniger aggressiv geformt und im Gegenzug etwas dicker und mächtiger anmutend. Zu diesem etwas hochwertigeren Eindruck passt auch die Materialwahl.

Der ICON ist sowohl mit Kunstleder wie auch mit Echtleder verfügbar! Letzteres ist etwas sehr Seltenes, gerade unter Gaming Chairs.

Allerdings kostet die Echtleder Version natürlich einen gewissen Aufpreis, welcher aber mit rund 200€ nicht mal zu hoch ausfällt. Wenn man einmal schaut was ein „richtiger“ Echtleder Designer Schreibtischstuhl kostet, wird man nicht schlecht staunen, da wirken die knapp 500€ für den ICON doch fast wie ein Schnäppchen.

Ich habe für diesen Test im Übrigen „nur“ die normale Version mit Kunstleder und seien wir ehrlich auch das Kunstleder sieht schon klasse aus und fühlt sich auch Super an!

Den noblechairs ICON gibt es neben den verschiedenen Material Optionen auch in unterschiedlichen Farben. Hierbei unterscheiden sich aber gerade die Kunstleder Versionen nur wenig.

Ihr habt hier neben der schwarzen Grundfarbe die Wahl zwischen Schwarz, Weiß, Rot und Blau als Akzentfarbe. Hierbei handelt es sich aber nur um die Farbe der Nähte, das Ganze ist also wirklich sehr dezent.

Wie auch schon der EPIC nutzt der ICON eine Mischung aus glatten Material, für die die Schulter und Teile der Rückenpartie und einem perforierten (Kunst-)Leder für die Sitzfläche und den unteren Rückenbereich.

Diese Perforierung ist natürlich ein wichtiges optisches Element, sorgt aber gleichzeitig für eine verbesserte Belüftung.

Gerade im Sommer klebt man weniger an diesen gelöcherten Flächen als an den normalen glatten Bereichen. Von daher sehe ich diese Entscheidung von noblechairs als positiv an! Zwar kann sich Schmutz und Krümel in diese Löscher setzen, aber dies war schon beim EPIC kein größeres Problem. Einfach die Flächen gelegentlich etwas ausklopfen und fertig.

Noblechairs gibt die Sitzhöhe beim ICON mit 48cm-58cm an. Mit mir auf dem Stuhl konnte ich ca. 47cm – 57cm nachmessen, der cm Unterschied liegt einfach daran, dass man das Polster und die Feder etwas eindrückt, wenn man wirklich auf dem Stuhl sitzt.

Sollte Euch dies zu hoch sein bietet noblechairs auch eine kürzere Feder an. Kauft diese aber im Optimalfall im Vorhinein! Zwar wird die Feder nur in den Stuhl gesteckt, aber durch das Gewicht wird diese erfahrungsgemäß bombenfest in das Fußkreuz gedrückt und man hat viel Spaß die wieder da heraus zu bekommen.

Wo wir gerade bei optionalem Zubehör sind. Der noblechairs ICON verfügt von Haus aus über 60mm Rollen. Diese sind auch sehr gut und laufruhig! Jedoch gibt es für 30€ auch Rollen welche sich Feststellen lassen, solltet Ihr den Stuhl in Kombination mit einem Lenkrad verwenden wollen.

Ein sicherlich etwas spezielles Zubehör, aber schön dass es angeboten wird.

Wie sieht es mit den Ergonomie Optionen aus? Wie bereits angesprochen könnt Ihr natürlich den Stuhl in der Höhe verstellen. Zusätzlich ist auch das Verstellen der Rückenlehne von leicht schräg nach vorne bis komplett flach möglich.

Hierbei müsst Ihr auch keine Angst haben, dass Ihr nach hinten kippt, auch wenn es anfangs etwas unheimlich ist komplett flach auf dem Stuhl zu liegen.

Zusätzlich besitzt der ICON auch eine Kippfunktion. Hierdurch lässt sich der Stuhl durch das Verlagern des Gewichts in eine leicht schräge Position bringen, daher nenne ich das Ganze auch gerne die Kippel-Funktion. Diese lässt sich in ihrer Intensivität verstellen oder auch komplett abschalten.

Die Armlehne des noblechairs ICON sind so genannte 4D Armlehnen, diese lassen sich also in vier Achsen verstellen. Hierzu gehört die Höhe, der Winkel, Abstand zueinander und das vor/zurück verschieben.

 

Qualität und Wertigkeit

Wenn man sich einen Schreibtischstuhl für rund 350€ kauft erwartet man auch, dass dieser eine Weile hält. Daher versuche ich einmal einzuschätzen wie es um die Verarbeitungsqualität und Materialqualität steht.

Der noblechairs ICON ist unter der Haube ähnlich gearbeitet wie der EPIC oder auch andere High End Gaming Schreibtischstühle. Ich habe mittlerweile einige Gaming Schreibtischstühle gesehen und nehme an, dass die meisten Modelle vom selben asiatischen Fertiger kommen, welcher natürlich Anpassungen bei der Materialwahl und Massivität je nach Auftrag durchführt.

Jedoch gibt es eigene Parallelen zu beispielsweise einem Maxnomic Need for Seat Office-Comfort, Corsair T1 Race usw. was den grundsätzlichen Aufbau angeht.

Der noblechairs ICON wirkt hierbei allerdings überdurchschnittlich sauber gearbeitet, was Schweißnähte und die generelle Verarbeitung angeht. Selbst verglichen mit meinem Testsample des EPIC wirkt der ICON noch eine Stufe sauberer, auch wenn der grundsätzliche Aufbau ziemlich identisch ist. Das mag natürlich durch eine gewisse Schwankung bei den Fertigungsdurchläufen zu erklären sein.

Noblechairs setzt beim ICON auf die höchste“ Material Qualität. Das heißt dieser Besitz einen Metall Grundrahmen, sowohl bei der Rückenlehne wie aber auch beim Sitzkissen. Bei vielen unter 250€ Schreibtischstühlen werden hier Holzplatten verwendet, siehe hjh OFFICE LEAGUE PRO.

Der Metallrahmen macht einen guten Eindruck und ist ausreichend dick und massiv gearbeitet. Die Armlehnen sind allerdings nicht direkt an diesem Rahmen verschraubt, sondern auf einer angeschweißten Platte. Dies sollte allerdings nicht weniger gut halten.

Jedoch sind die Armlehnen vermutlich der einzige Kritikpunkt den ich an der Qualität des ICON habe. Diese wackeln leider etwas. Damit meine ich nicht die Grundkonstruktion, diese ist bombenfest, sondern den oberen Teil. Der Mechanismus zum Verstellen der Armlehnen könnte etwas straffer sein.

Aber das ist schon ein recht kleiner Kritikpunkt. Abgesehen davon habe ich nichts zu bemängeln! Auch die Verarbeitung meines Kunstleder Modells ist absolut Top. Die Nähte sind absolut Perfekt und auch das Material selbst ist sehr gleichmäßig und ausreichend dick.

Das Fußkreuz, welche beispielsweise beim 330€ Corsair T1 Race aus Kunststoff ist, ist hier anscheinend aus Aluminium gearbeitet. Dies ist etwas ungewohnt, in der Regel nutzen die meisten Hersteller hier „Stahl“, aber das Kreuz kam mir etwas zu leicht für Stahl vor.

Zumal das Fußkreuz nicht zu dünn oder billig ist. Dieses ist komplett aus einem Guss gefertigt und besitzt im inneren Querverstrebungen für eine erhöhte Stabilität.

Die Gasdruckfeder ist wie bei einem Stuhl dieser Preislage eine Klasse 4 Gasdruckfeder.

Kurzum der noblechairs ICON wirkt seiner Preisklasse und dem maximalen Gewichtsrating von 150KG angemessen verarbeitet. Zwar gibt es durchaus auch Modelle, welche noch massiver gebaut sind (AKRacing Onyx oder Maxnomic Office-Comfort zum Beispiel), jedoch kann man sich gerade was die Details und Feinheiten angeht echt nicht beklagen.

Der ICON ist schon am oberen Ende der Material Qualität angesiedelt! Natürlich kann es sein, dass der Stuhl über Jahre hinweg irgendwo eine Schwäche entwickelt oder einen Schwachpunkt hat, aber dies kann ich aktuell nicht absehen. Nach nun rund 2 Wochen könnte ich keine mögliche Sollbruchstelle erkennen.

 

Wie sitzt es sich so?

Kommen wir zum eigentlich wichtigsten Punkt, wie gut sitzt man auf dem noblechairs ICON? Vorweg ich versuche zwar den Stuhl neutral zu beschreiben, aber es ist hier natürlich nicht ganz leicht seine persönlichen Präferenzen auszublenden. Zudem kann das Sitzgefühl je nachdem wie groß und schwer Ihr seid etwas abweichen.

Ich bin rund 1,84m groß und wiege um die 90KG, damit sollte ich recht problemlos auf den Stuhl passen, welcher für bis zu 150KG zugelassen ist. Ich werde in diesem Teil des Berichts auch des Öfteren auf den noblechairs EPIC verweisen. Der EPIC und der ICON sind ungefähr in einer Preisklasse, von daher bietet sich hier der Vergleich an.

Wie auch schon der EPIC ist der ICON ein relativ harter Schreibtischstuhl. Das klingt so negativer, als es wirklich ist. Die Polsterung des ICON ist absolut Top, Ihr spürt also nicht die zu Grunde liegende Metall Konstruktion, aber Ihr sinkt auch nicht im Stuhl ein.

Man sitzt auf dem ICON nicht „wie auf Wolken“, im Gegenzug sitzt man aber auch nicht wie auf einer Holz Bank.

Gerade beim längeren Sitzen bevorzuge ich doch diese etwas festere Polsterung. Es ist praktisch nicht möglich den noblechairs ICON durchzusitzen. 8 Stunden am Stück am PC? Kein Problem!

Die festere Polsterung in Kombination mit dem perforierten Kunstleder sorgt zudem für eine recht gute Belüftung.

Der ICON ist einer der kühleren und luftigeren Kunstleder Schreibtisch Stühlen, denen ich bisher begegnet bin.

Noblechairs spezifiziert den ICON auf 150KG, dementsprechend müsste man ja davon ausgehen, dass der Stuhl auch für etwas breitere Nutzer geeignet ist?! Dies ist teilweise auch der Fall. Der noblechairs EPIC ist verglichen mit dem ICON deutlich schmaler und einschränkender geformt. Die meisten Gaming Schreibtischstühle verfügen wie auch Racing Sitze über recht aggressiv geformte Flügel. Im Auto sollen diese dem Fahrer natürlich halt geben, auf einem Stuhl sind diese meist eher Deko und sorgen höchstens für eine aufrechte Grundposition.

Der noblechairs EPIC hatte recht aggressiv geformte Flügel, welche den Nutzer fast schon etwas umarmt haben. Für normal gebaute Nutzer soweit kein Problem, für breitere Nutzer oder welche die gerne etwas freier sitzen hingegen ungünstig.

Hier ist der ICON besser. Der Stuhl gibt einem deutlich mehr Freiraum und fühlt sich dadurch etwas luftiger an, bietet aber dennoch einen recht guten Halt. Man wird also doch in einer recht geraden Grundposition gehalten.

Das war beispielsweise ein Problem, welches ich beim AK Racing Onyx hatte. Dieser bietet extrem viel Platz, machte aber einen schlechten Job den Nutzer in einer gerade komfortablen Position zu halten, man verrutschte hier und musste so fast aktiv darauf konzentrieren gerade zu sitzen.

Beim ICON sitzt man als normal gebauter Nutzer automatisch gerade. Allerdings hat der ICON auch einen Nachteil gegenüber dem EPIC. Viele bzw. die aller meisten „Gaming Schreibtischstühle“ haben eine höchstens mittelmäßige Unterstützung des unteren Rückenbereichs. Daher legen auch alle Hersteller immer ein Kissen für diesen Bereich bei.

Der EPIC war hier eine kleine Ausnahme und bot eine überdurchschnittliche Unterstützung der Rückenpartie, der ICON ist hier im direkten Vergleich eher auf dem Level der meisten Konkurrenten.

Zusammengefast EPIC vs. ICON:

Seid Ihr ein kleiner bis Normal gebauter Nutzer/Nutzerin dann würde ich fast noch den noblechairs EPIC vorziehen, sofern Ihr mit einem etwas „engeren“ Stuhl klar kommen würdet.

Seid Ihr ein Normal bis leicht breiter gebauter Nutzer/Nutzerin würde ich den ICON bevorzugen. Dieser bietet etwas mehr Raum und Luftigkeit.

Seid Ihr wirklich sehr breit gebaut würde ganz klar eher den ICON bevorzugen, wobei auch dieser nicht meine aller erste Wahl für Nutzer wäre, welche wirklich an der 150KG Marke kratzen.

Beide Modelle von noblechairs sind absolut top! Hier gibt es kein „ist klar besser“ beide sind vom Sitzkomfort, sofern man gerne etwas luftiger und vielleicht etwas härter sitzt, absolut top!

Gerade bei längerer Arbeit am PC sind die Modelle von noblechairs absolute Oberklasse und mit das Beste, was man für Geld bekommen kann.

Bei den Armlehnen setzt noblechairs auf ein 4D Design, das heißt, diese lassen sich in einer Vielzahl an Positionen einstellen. Gerade die Verstellbarkeit der Höhe ist, wie ich finde gut gelungen, die Reichweite ist hier ziemlich perfekt.  Glücklicherweise verzichtet noblechairs hier auf irgendeine komische Form der Armlehnen selbst, diese sind normale „Hartpolster“ Pads ohne eine Biegung oder Ähnliches.

Wofür ich auch den noblechairs ICON sehr schätze, ist seine Wippfunktion. Diese natürlich nicht exklusiv bei noblechairs zu finden, ganz im Gegenteil. Auch die meisten anderen Gaming Charis haben etwas Vergleichbares.

Jedoch kann man hier im großen und ganzen zwischen zwei Mechanismen unterscheiden. Dem „billigeren“ welcher bei vielen günstigen DXRacer Modellen zum Einsatz kommt und dem teureren, welcher auch beim ICON verwendet wird.

Beide Mechanismen erlauben es Euch den Stuhl leicht nach hinten kippen zu lassen, was zu einer entspannteren Position führt und allgemein dem Stuhl nicht so statisch und Fest wirken lässt. Auch kann man, wenn einem langweilig ist, hier etwas wie in einem Schaukelstuhl wippen.

Beim günstigeren Mechanismus, welcher wie ein „T“ aufgebaut ist, müsst Ihr Euch aktiv vom Boden abstoßen, um in die Schräge zu kommen, beim hochwertigeren Mechanismus, welcher wie ein „Z“ aufgebaut ist, reicht ein Verlagern des Gewichts aus.

Ich schätze diesen Wipp-Mechanismus sehr und freue mich, dass dieser auch am ICON zu finden ist!

 

Fazit

Der noblechairs ICON ist mit rund 370€ sicherlich keine Anschaffung, die man auf die Schnelle tätigt. In der Regel würde sich hier das Probesitzen sicherlich anbieten, was aber leider kaum möglich sein wird.

Daher versuche ich einmal zusammenzufassen wie sich das Sitzen auf dem ICON anfühlt.

Der ICON ist gut aber relativ hart gepolstert. Ihr sitzt auf diesem nicht wie „auf Wolken“, jedoch im Gegenzug ist es, kaum möglich diesen Stuhl durchzusitzen. Daher ist auch ein längeres Verweilen von 8 Stunden oder mehr kein größeres Problem.

Hinzu kommt, dass sich der ICON vergleichsweise luftig anfühlt. Dies liegt auch an der perforierten Textur des verwendeten Kunstleders. Hierdurch ist der Stuhl weniger schwitzig oder klebrig im Sommer.

Im Gegensatz zum noblechairs EPIC ist der ICON etwas weiter und offener aufgebaut. Dieser verfügt zum einen über ein vergleichsweise großes Sitzpolster, zum anderen sind die „Flügel“ der Rückenlehne verglichen mit dem EPIC und vielen anderen „Gaming Chairs“ weniger aggressiv geformt. Allerdings sorgt der Stuhl dennoch für einen ganz guten Halt.

Bietet sich der ICON also auch für breitere Nutzer an? Ja durchaus! Der noblechairs EPIC war aus meiner Sicht eher für kleinere (schmälere) bis normal gebaute Personen gut geeignet. Der ICON hingegen ist für normal bis etwas breit gebaute Nutzer am besten geeignet.

Allerdings wer wirklich an der 150KG Marke kratzt, oder sogar leicht drüber liegt, wird vermutlich mit einem AKRacing Onyx besser klarkommen.

Unterm Strich gehört der ICON ganz eindeutig zu den besten und bequemsten Schreibtischstühlen, die ich bisher nutzen durfte!

Auch was die Haptik und Optik angeht kann der noblechairs ICON überzeugen. Hier spiegelt der Name des Herstellers auch etwas das Produkt wieder. Der ICON ist kein „bunter“ und übermäßig auffälliger Schreibtischstuhl, der ICON wirkt etwas edler und gehobener und macht auch sicherlich in einem richtigen Büro eine gute Figur.

Bei der Verarbeitungsqualität und auch der Materialwahl habe ich keine Beschwerden. Der ICON wirkt nicht wie ein Stuhl, der nur ein paar Monate hält, sondern wie eine etwas langfristigere Anschaffung.

Von daher sehe ich auch den Preis von rund 370€ als gerechtfertigt an. Wenn man einmal auf einem hochwertigen Schreibtischstuhl wie dem noblechairs ICON gesessen hat, wird man nichts mehr anderes wollen!

Das Gigaset Elements System, die Smarte Alarmanlage Made in Germany!

Smart Home ist beliebter denn je, gerade wenn es um den Punkt Sicherheit geht. Smart Home Alarmanlagen gibt es viele auf dem Markt, unter anderem auch von Gigaset.

Gigaset ist ja eigentlich eher für kabellose Telefone und Ähnliches bekannt, versuchen nun aber auch zunehmend in anderen Marktbereichen Fuß zu fassen. Unter anderem im Smart Home/smarten Sicherheitsbereich.

Das System von Gigaset hört hier auf den Namen Elements und umfasst alles was man sich von einer Smarten Alarmanlage wünscht. Hierbei verlangt Gigaset auch nur einen vergleichsweise fairen Preis mit knapp über 100€ für das Basis Set.

Stellt sich nur die Frage, ob die Gigaset Elements Alarmanlage auch im Test überzeugen kann?! Finden wir dies heraus!

 

Das Gigaset Elements System

Die Gigaset Elements Alarmanlage gibt es grundsätzlich in drei unterschiedlichen Set Zusammenstellungen, S, M und L.

Je nachdem welches Set Ihr wählt, erhaltet ihr eine unterschiedliche Anzahl an Sensoren und Modulen.

Im günstigsten Basis Set für rund 120€ befindet sich beispielsweise nur die Basisstation, ein Türsensor und ein Bewegungssensor. Im M Set hingegen ist eine zusätzliche Sirene und zwei weitere Fenstersensoren.

Im großen L Set ist noch eine WLAN Kamera vorhanden.

Freundlicherweise hat mir Gigaset das M Set für einen Test zur Verfügung gestellt. Letztendlich ist es aber erst einmal nicht so wichtig welches Set Ihr wählt. Alle Sensoren lassen auch einzeln nachkaufen, auch wenn dies etwas teurer ist als ein größeres Starter -Set zu wählen.

Folgende Module bietet Gigaset aktuell im Einzelkauf an:

  • Gigaset elements Window (Fenster Sensor)
  • Gigaset elements Camera
  • Gigaset elements Smoke
  • Gigaset elements Plug
  • Gigaset elements Button
  • Gigaset elements Door
  • Gigaset elements Motion
  • Gigaset elements Siren

Das komplette Gigaset elements System ist im Übrigen Made in Germany! Weshalb ich die englische Namensgebung der einzelnen Module auch etwas merkwürdig finde.

 

Das Gigaset Elements System M im Test

Nach dem Auspacken des Elements System könne man meinen man hat ein Puzzle gekauft. Die einzelnen Module, Station usw. bestehen aus diversen Klappen, Abdeckungen usw., welche erst einmal zusammengesetzt werden wollen.

Hier muss man allerdings auch sagen, dass dies nicht übermäßig schwer oder kompliziert ist.

Beginnen wir bei der Basis Station. Die einzelnen Module kommunizieren natürlich nicht direkt mit dem Netzwerk, sondern über eine Basis Station. Diese Basis Station hört auf den Namen „elements base“.

Die elements base ist eine recht kompakte weiße Station, welche auf ein rundliches Design setzt. Das Ganze hat was von einem kleinen Router oder eine DECT Station.

Auf der Front der elements base befinden sich drei Status LEDs, welche glücklicherweise nicht übermäßig hell sind, wie auch eine Taste. Diese Taste dient dem späteren Anlernen der diversen Module.

Auf der Rückseite der elements base befindet sich ein LAN Port wie auch ein Anschluss für das beigelegte Netzteil. Die elements base sollte also in der Nähe Eures Routers positioniert werden, da diese über kein WLAN verfügt.

Ebenfalls verfügt die elements base nicht über eine eingebaute Sirene! Im M oder L Set liegt dafür aber auch eine externe Sirene bei.

Diese wird einfach irgendwo in eine Steckdose gesteckt wo Ihr diese im Falle des Falles gut hören könnt.

Interessanterweise ist auch in einigen der Modulen eine mini Sirene verbaut. Hier spreche ich natürlich von dem Tür Sensor wie auch von den Fenster Sensoren.

Im Gegensatz zur richtigen Sirene, welche immerhin 100db schafft, sind die Sirenen in den Modulen recht leise und sollen vermutlich auch nur als erste Abschreckung dienen.

 

Vielleicht ist Euch etwas an den Fenster/Tür Modulen aufgefallen. Richtig diese bestehen nicht wie bei den meisten Smart Home Alarm Anlagen aus zwei Teilen, einer Basis und einem Magnet, sondern es ist lediglich eine Komponente.

Wie erkennt aber nun das Modul wann eine Tür offen und wann geschlossen ist? Gigaset scheint hier auf einen Lage bzw. Beschleunigungssensor zu setzen. Dieser erkennt die Bewegung beim Öffnen/Schließen.

Hierdurch können die Fenstersensoren auch zwischen offen/geschlossen und einem gekippten Fenster unterscheiden.

Clever ist auch der Bewegungssensor, welcher beispielsweise nicht von Haustieren wie Hunden ausgelöst werden kann. Gigaset verspricht das dieser erst ab 25KG Masse einen Alarm auslöst.

Ich verfüge zwar nicht über einen großen Hund aber über eine 10KG Katze, und diese löst den Alarm wirklich nicht aus.

Zur Befestigung der Module habt Ihr diverse Möglichkeiten. Die einfachste ist doppelseitiges Klebeband, welches auch beiliegt. Alternativ kann man die einzelnen Module auch verschrauben.

Für die Energie Versorgung nutzt Gigaset bei allen Modulen und Sensoren die CR123A Batterien, diese begegnen mir in letzter Zeit des Öfteren (siehe Netgear Arlo). Zwar sind die CR123A relativ teuer im Nachkauf (zwischen 3-5€ pro Stück) dafür halten aber auch diese Batterien sehr lange. Gigaset gibt 1-2 Jahre an, was ich natürlich noch nicht bestätigen kann.

Die Basis Station benötigt im Übrigen rund 1,3W Strom, was angenehm wenig ist.

 

Einrichtung und Installation

Für die Einrichtung/Installation benötigt Ihr die Gigaset Elements App. diese App ist für Android und IOS verfügbar und lässt sich kostenlos aus den jeweiligen App Stores herunterladen.

Nach dem Start der App müsst Ihr ein Konto bei Gigaset anlegen, dieses Cloud Konto ist dauerhaft kostenlos und zwingend verpflichtend.

Verbindet nun die Basisstation mit dem Strom und Netzwerk und gebt den Code auf der Rückseite in die App ein. Nun wird automatisch eine Verbindung mit der Basis herstellt, was auch bei mir tadellos geklappt hat.

Leider sind die beigelegten Module nicht bereits vorinstalliert und müssen per Hand einzeln angelehnt werden.

An sich ein einfacher Prozess, in der App auf das Plus gehen, Batterie in das Modul legen, Taste auf Basis und Modul drücken und fertig. Praktisch hat dies auch bei den meisten Modulen gut funktioniert, jedoch einige Module waren aus unerklärlichen Gründen etwas zickig. Hier musste dieser Prozess mehrfach wiederholt werden.

Da die Module (Tür und Fenster) über einen Lage/Beschleunigungssensor erkennen ob eine Tür offen oder geschlossen ist müssen diese erst einmal kalibriert werden.

Hierfür müssen diese an der Tür befestigt werden und Ihr müsst diese auf Signal öffnen bzw. schließen. Dieses Kalibrieren war etwas nervig.

Teilweise wurde die Bewegung nicht erkannt, die App hat sich tot geladen oder es gab am Ende eine Fehlermeldung. Umso erstaunlicher das die Kalibrierung trotz Fehlermeldung anscheinend jedes Mal funktioniert hat. Lasst Euch also nicht von einer „hier hat etwas nicht geklappt“ Meldung abschrecken, anscheinend funktioniert hier nur das Feedback zur App nicht, aber der Sensor führt die Kalibrierung durch.

 

Die Gigaset Elements App und Features

Die Gigaset Elements App ist ziemlich einfach und unkompliziert aufgebaut. Lediglich das Hinzufügen neuer Sensoren ist etwas versteckt.

In Großen und Ganzen sieht man aber bereits auf der Startseite, was gerade mit dem System vor sich geht. Das heißt, welche Fenster offen/geschlossen sind, wie es mit den Türen aussieht usw.

Zudem habt Ihr über die Startseite zugriff auf den Modus, in welcher die Alarmanlage gerade ist. Hier habt Ihr drei zur Auswahl, zu Hause, unterwegs oder „individuell“.

Dies sind natürlich nur schöne Bezeichnungen für an/aus und teilweise an. Jedoch reichen diese Modi dicke aus. Gerade, dass es möglich ist einen individuellen Modus anzulegen ist klasse! Hier könnt Ihr beispielsweise nur Eure Haustür + Fenster aktiv schalten, aber nicht den Bewegungsmelder.

So könnt Ihr Euch über Nacht frei im Haus bewegen, sollte aber jemand eindringen, werdet Ihr gewarnt.

Natürlich ist es, auch möglich beispielsweise Alarm -Verzögerungen einzustellen. Dies macht Sinn, so könnt Ihr das Haus betreten und dann erst die Alarmanlage schalten.

Ebenfalls in der App lassen sich automatische Timer hinterlegen. Wenn Ihr morgens um 6 Uhr aufsteht, könnt Ihr beispielsweise die Alarmanlage so programmieren, dass automatisch zu diesem Zeitpunkt der Nachtmodus deaktiviert wird.

Die Tür- und Fenstersensoren haben aber einen weiteren kleinen Trick. Aufgrund des Beschleunigungssensor können diese feststellen, ob eine Tür/Fenster gewaltsam geöffnet wurde. Hier wird auch ein „stiller“ Alarm ausgelöst, selbst wenn die Alarmanlage eigentlich nicht aktiv ist. Ich muss hier allerdings sagen, dass ich nicht genau weiß wie zuverlässig dieses Feature ist. Eine Tür/Fenster muss schon sehr plötzlich und sehr schnell geöffnet werden damit ein „gewaltsames“ Öffnen erkannt wird. Das Ganze war relativ schwer zu reproduzieren durch ein Aufreißen einer Tür, aber das Ganze kann natürlich anders aussehen, wenn jemand mit einem Brecheisen die Tür aufhebelt.

Zu 100% würde ich mich nicht darauf verlassen, aber es ist dennoch eine Ebene mehr Sicherheit.

Was passiert, wenn ein Alarm ausgelöst wird?

Sofern Ihr die Sirene besitzt (im M Set inklusive) wird natürlich zuerst diese ertönen. Zusätzlich erhaltet Ihr aber auch eine Push Benachrichtigung auf allen eingerichteten Smartphones.

Sollte es mehrere Familienmitglieder geben, welche die Alarmanlage steuern könnt ist das kein Problem. Man kann zwar keine Unterbenutzer anlegen, aber es ist einfach möglich sich mit mehreren Smartphones einzuloggen.

 

Zusätzliche Module

Neben den Standard Modulen für die Tür/Fenster Sicherheit bietet das Gigaset Elements System auch „Bonus“ Module. Hier drunter verstehe ich einen vernetzten Feuermelder und eine smarte Steckdose.

Der Feuermelder ist erst einmal ziemlich unspektakulär, aber bietet an sich ein sehr sinnvolles Feature. Feuermelder sind gut und wichtig, jedoch bringen diese nicht viel, wenn man sie nicht hört bzw. wenn man nicht zu Hause ist.

Hier bietet der Gigaset elements Smoke Abhilfe. Erkennt dieser einen Brand löst die integrierte Sirene Alarm aus, zusätzlich wird auch die Sirene der Alarmanlage ausgelöst und Ihr erhaltet eine Nachricht aufs Smartphone.

So wisst Ihr immer, auch unterwegs, was bei Euch Zuhause vor sich geht und könnt im Fall der Fälle gegebenenfalls noch rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten.

Leider funktioniert der Feuermelder nicht umgekehrt. Dieser kann zwar Eure Alarmsirene starten, aber kann nicht von der Basis gestartet werden. Es ist also nicht möglich einen Gigaset elements Smoke als Ersatz für eine Sirene zu verwenden. Ich nehme nicht an, dass dies an Gigaset liegt, welche einfach dieses Feature weggelassen haben um Euch noch eine Sirene zu verkaufen, ich vermute dies wird eine Art Energie Spar Feature sein. Das Funkmodul im Rauchmelder wird vermutlich nicht dauerhaft Aktiv sein und erst wenn der Feuermelder einen Brand erkennt von sich aus die Basis Anfunken. Ich nehme an das die Elements Base daher gar keine Möglichkeit hat den Feuermelder aktiv anzusprechen.

Anders sieht dies beim zweiten „Bonus“ Modul aus, dem Gigaset elements Plug. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Steckdosen Zwischenstecker, welchen Ihr von Eurem Smartphone (oder über die Taste an der Seite, falls das Smartphone mal nicht griffbereit ist) steuern könnt.

Steuern bedeutet in diesem Fall ein/ausschalten. Hierbei lässt sich der Plug auch mit andern Modulen koppeln. Ihr könntet diesen also mit einem elements Button steuern, oder einstellen, dass dieser bei Alarm automatisch eingeschaltet wird usw. hier habt Ihr viele „Rezepte“ zur Auswahl wie Ihr einzelne Funktionen mit einanderen verknüpfen könnt.

Der elements Plug lässt sich auch über einen Timer steuern, was gerade bei Dingen wie beispielsweise Aquarium Lampen sehr nützlich sein kann. Es lassen sich also Uhrzeiten und Wochentage festlegen zu welchen der Plug eingeschaltet bzw. ausgeschaltet wird.

 

Fazit

Die Gigaset Elements Alarmanlage im S und M Paket ist absolut zu empfehlen, wenn man etwas Geduld hat. Gigaset geht gerade mit seinen Sensoren einen etwas anderen Weg als die meisten anderen Hersteller.

In der Regel bestehen Tür/Fenstersensoren immer aus zwei Teilen, einer Basis und einem Magneten. Wird der Magnet getrennt wird Alarm ausgelöst, ein sehr einfaches System, welches keine größere Konfiguration benötigt. Gigaset hingegen nutzt etwas komplexere Module mit Lage/Beschleunigungssensoren.

Diese haben durchaus Vorteile, benötigen aber auch beispielsweise eine Kalibrierung, welche teilweise etwas nervig war.

Über die Zuverlässigkeit kann ich mich nach erfolgter Kalibrierung nicht beschweren. Die Gigaset Elements Alarmanlage funktioniert gut und erkennt auch beispielsweise gekippte Fenster!

Die App ist visuell durchaus gelungen und einfach zu bedienen, wenn auch etwas träge, gerade wenn man seinen Alarm abschalten möchte.

Jedoch im Alltag hat die Gigaset Elements Alarmanlage einen guten Eindruck hinterlassen! In nun rund 14 Tagen hatte ich keine größeren Ausfälle oder andere Probleme, welche sich nicht durch einen kurzen Neustart der App beheben ließen. Dies ist ein gutes Ergebnis, gerade wenn man den doch recht günstigen Preis des Gigaset Systems mit in die Rechnung mit einbezieht.

Der einzige Kritikpunkt den ich hätte, wäre der Gigaset elements Button. Ich finde es im Alltag doch deutlich komfortabler seine Alarmanlage über eine Taste zu schalten als jedes Mal vor dem Öffnen und Schließen der Haustür das Smartphone heraus zu kramen. An sich erfüllt der elements Button seinen Job durchaus, nur er ist etwas groß geworden. Ein kleiner Schlüsselanhänger, welcher die Alarmanlage ein/ausschalten kann, wäre noch eine super Ergänzung!

PS. Wenn Ihr Euch über die mittelmäßigen Amazon Bewertungen wundert, schaut Euch diese einmal im Detail an. Diese beziehen sich zu meist auf die Überwachungskamera, welche wohl nicht die Beste ist.

Der ASUS RP-AC51 Repeater im Test, günstig und gut?

Ein Mangel an WLAN Reichweite wird fast jeder kennen, daher sind WLAN Repeater in fast jeder größeren Wohnung bzw. in jedem größeren Haus zu finden.

WLAN Repeater gibt es gefühlt massenhaft auf dem Markt, keine große Überraschung denn der Bedarf besteht.

Aber was für ein Gerät sollte man kaufen und wie viel muss ein guter Repeater kosten? Der ASUS RP-AC51 ist einer der günstigeren Geräte auf dem Markt und richtet sich eher an den preis-leistungsorientierteren Kunden.

Stellt sich aber die Frage ob denn ein 40€ Repeater wie der ASUS RP-AC51 auch etwas taugt?! Genau dies gilt es herauszufinden!

Freundlicherweise hat mir ASUS einen RP-AC51 für einen kleinen Test ausgeliehen. Wollen wir doch einmal schauen, ob der Repeater überzeugen kann!

 

Der ASUS RP-AC51 im Test, günstig und gut?

Rein optisch ist der RP-AC51 ein recht dezentes Gerät. ASUS setzt hier nicht auf eine all zu auffällige Optik. Der Repeater besitzt ein weißes Plastikgehäuse mit schicker Diamanten Textur, welche die Optik etwas auflockert.

Seitlich sind zwei verstellbare Antennen angebracht. Diese sind allerdings nicht all zu groß oder extra auffällig.

Allgemein wird der Repeater kaum ins Auge stechen, wenn dieser in einer Steckdose an einer weißen Wand befestigt wird. Selbst im Wohnzimmer wird sich die Dame des Hauses vermutlich am ASUS RP-AC51 kaum stören.

Lediglich die vier Status LEDs auf der Front könnten etwas auffallen.

Wie sieht es mit Tasten und Anschlüssen aus? Der Repeater besitzt auf seiner linken Seite eine Reset Taste, einen ein/Ausschalter und eine WPS Taste für eine schnelle Verbindung.

Zusätzlich befindet sich auf der Unterseite ein 100Mbit/s LAN Port. Dieser dient für die Bridge Funktionalität. Solltet Ihr über beispielsweise ein Smart TV verfügen, welches kein WLAN besitzt, könnt Ihr dieses über diesen Port mit dem Netzwerk verbinden.

Ja, der LAN Port ist nur mit 100Mbit/s angebunden, aber wird in der Praxis vermutlich dicke ausreichen. 100Mbit/s würde einer DSL 100.000 Leitung entsprechen, erst wenn Ihr eine noch stärkere Internet Verbindung hättet, würde der LAN Port limitieren.

 

Einrichtung, Installation und Software

Die Einrichtung des ASUS RP-AC51 ist bei mir sehr problemlos verlaufen. Steckt den RP-AC51 in den Strom und wartet ein paar Minuten. Es sollte nun ein neues ASUS WLAN Netz bei Euch auftauchen, welches nicht verschlüsselt ist.

Verbindet Euch mit Eurem PC, Notebook, MacBook usw. mit diesem WLAN Netz und ruft im Webbrowser eine beliebige URL auf.

 

Ihr solltet nun automatisch auf die Einrichtungsseite des Repeaters verlinkt werden. Falls nicht, gebt 192.168.1.1 in Euren Webbrowser sein.

In der WebUI müsst Ihr zuerst ein Passwort und einen Benutzernamen hinterlegen. Ist dies geschafft beginnt der Repeater mit der Suche nach WLAN Netzwerken, hier könnt Ihr ein Netz für das 2,4GHz und eins für das 5GHz Band auswählen.

Abschließend müsst Ihr Euch noch für eine SSID entscheiden. Ihr könntet auch dem Repeater die gleiche SSID geben wie Eurem Router. Dies hat den Vorteil, dass der Wechsel zwischen Router und Repeater automatisch verläuft, aber einen Performance Nachteil.

Euer Smartphone wird nicht automatisch zwischen den Geräten hin und her springen, sondern erst dann, wenn das Signal zu einem abbricht, dann wird neu gesucht und zum Gerät mit dem besten Signal gesprungen.

Hier gilt das Motto probiert aus, ob für Euch eine SSID oder getrennte SSIDs besser funktionieren.

Die SSID könnt Ihr nach der Einrichtung in der WebUI des Repeaters ändern. Die Benutzeroberfläche ist unspektakulär. Das meine ich nicht negativ, aber hier gibt es abseits der Basis Einstellungen und der Möglichkeit den Modus zu ändern (Repeater, AccessPoint und Media Bridge stehen zur Auswahl) nicht viel Interessantes zu sehen.

Was mir etwas fehlt, wäre ein einfaches Diagramm welches einen über die Signalstärke zum Router informiert und einem vielleicht Tipps gibt, ob die Distanz zwischen Router und Repeater soweit passt.

Man bekommt zwar die Signalstärke in Mbit angezeigt aber damit kann natürlich nicht jeder Nutzer etwas anfangen.

 

Leistung

Der ASUS RP-AC51 ist ein recht einfacher Repeater. Dieser schafft auf dem 2,4GHz Band 300Mbit/s und auf dem 5GHz Band 433Mbit/s.

Nicht spektakulär aber in der Theorie für Smartphone, Tablet, Smart TV usw. ausreichend. In der Theorie zumindest!

Praktisch sind natürlich diese Werte so einmal nicht zu erreichen, dies liegt natürlich an der Art wie ein Repeater arbeitet. Dieser muss das Signal gleichzeitig empfangen und senden, was die Bandbreite effektiv halbiert.

Hinzu kommt die sehr wichtige Positionierung! Ob ein Repeater gut funktioniert, hängt sehr stark von der Position ab.

Es bringt meist nicht viel wenn man einen Repeater kauft weil im Wohnzimmer nur ein schwaches Signal ankommt um dann den Repeater im Wohnzimmer anzuschließen.

Zwar wird das Signal vom Repeater zum Smartphone, Tablet usw. gut sein, aber der Repeater bekommt nur ein schwaches Signal vom Router = langsames Tempo.

Im Allgemeinen solltet Ihr zwischen dem ASUS RP-AC51 und dem Router nicht mehr als 2-4 Wände haben, aber dies hängt natürlich von Eurem Haus/Wohnung ab.

Kommen wir zum Praxisteil. Ich habe mit dem RP-AC51 und ein paar Vergleichsgeräten zwei Testdurchläufe ausgeführt.

Im ersten Durchlauf war der Repeater und der Router im gleichen Raum. Das wird natürlich in der Praxis nie passieren, soll aber zeigen, zu was der Repeater in der Lage ist. Im zweiten Durchlauf ist der Repeater ca. 8 Meter und zwei Wände vom Router entfernt und der jeweilige Test Client nochmals ca. 8 Meter.

Dies ist ein sehr realistisches Szenario da hier im zweiten Durchlauf das ursprüngliche Signal des Routers kaum noch ankommt.

Als Router kommt eine AVM FRITZ!Box 7590 zum Einsatz. Warum? Die AVM FRITZ!Box 7590 besitzt ein recht fähiges WLAN und ist zudem sehr verbreitet. Ich schätze, dass die meisten Repeater in Deutschland in Kombination mit einer FritzBox genutzt werden, von daher denke ich, diese ist eine gute Wahl.

Bei den Clients setzte ich auf ein Late 2016er Apple MacBook Pro wie auch ein Samsung Galaxy S8 Plus, beides ebenfalls verbreitete Geräte mit einem guten integrierten WLAN.

Angabe in MB/s, kurz Distanz
Angabe in MB/s, hohe Distanz

 

Auf den ersten Blick mögen die Werte des ASUS RP-AC51 nicht so imposant wirken, aber dieser Eindruck täuscht etwas. Hier darf man nicht vergessen, dass der RP-AC51 gerade mal 40€ kostet.

Der RP-AC51 kann sogar einen Linksys RE6400 (rund 60-70€) und den eigentlich größeren Bruder RP-AC55 übertreffen.

Hierbei liegt man sogar auf Schlagdistanz zum 120€ teuren Netgear EX7300.

Auf kurze Distanz erreichte ich auf dem 2,4GHz Band 5,3MB/s bzw. 8,4MB/s zu einem lokalen Server und auf dem 5GHz Band 14,4MB/s bzw. 11,6MB/s.

Auf eine realistische Distanz sinkt natürlich die Leistung etwas. Jedoch mit 4,1MB/s bzw. 2,75MB/s auf dem 2,4GHz Band und 8,4MB/s bzw. 5,3MB/s auf dem 5GHz Band ist die Leistung weiterhin mehr als ausreichend. Bedenkt, dass auf diese Distanz eine direkte Verbindung zur FritzBox nicht oder nur sehr instabil möglich war!

Auch bitte nicht vergessen, dass ich hier von MB/s und nicht von Mbit/s rede! Selbst auf die höhere Distanz und dem 2,4GHz Band wäre Full HD Video Streaming problemlos möglich.

2,75MB/s = 22Mbit/s = DSL 22.000 und eine Bandbreite von „DSL 22.000“ reicht für FullHD Video problemlos aus. Auf dem 5GHz Band wäre auch 4K Video via Netflix usw. möglich.

Natürlich wenn es Euch darum geht möglichst schnell große Datenmengen auf ein lokales NAS zu übertragen gibt es ganz klar bessere Repeater, aber wenn es nur um Video Streaming, Websurfen, App Downloads usw. geht, reicht der ASUS RP-AC51 bereits vollkommen aus.

 

Reichweite

Die Reichweite eines WLAN Routers, Repeaters oder AccessPoint einzustufen ist nicht ganz leicht. Ich verfüge über kein Labor in dem ich genau Messen kann wie viel Sendeleistung in jeder Richtung ankommt, daher habt Ihr Euch hier auf meine subjektive Einschätzung zu verlassen.

Ich würde die Reichweite des ASUS RP-AC51 also mittel bis gut einstufen. Grundsätzlich hat dieser eine relativ gute Verbindung auch auf höhere Distanzen gehalten, gerade zum Router hin, jedoch ist die Basis Datenrate ist mit 300Mbit/s bzw. 433Mbit/s relativ gering. Das heißt, Eure Reichweite ist hoch, aber ab einem gewissen Punkt sinkt die Übertragungsrate relativ schnell und stark, sodass das Webbrowsen nur noch wenig Spaß macht.

Ich denke der ASUS RP-AC51 wird aber einen guten Job machen eine 80-120m² Wohnung mit ausreichend Internet fürs Webbrowsen, Youtube usw. abzudecken.

 

Stromverbrauch

Bei einem Gerät wie einem Repeater ist der Stromverbrauch nicht ganz unwichtig da dieses ja in der Regel 24/7 läuft.

Der normale Stromverbrauch (zwei Clients und mit dem Router verbunden) lag bei rund 2,3W. Unter Volllast stieg dieser auf knapp über 3W an.

Das ist ein sehr akzeptabler Stromverbrauch! Im Jahr wird dieser also weniger als rund 5€ Stromkosten verursachen, bei Dauerbetrieb und ca. 0,25€ pro KWh.

 

Fazit

Für knapp über 40€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist der ASUS RP-AC51 ein hervorragender kleiner Repeater für alle Nutzer die eine einfache Netzwerk Erweiterung wünschen.

Ja, es gibt schnellere Repeater als den ASUS RP-AC51, jedoch diese kosten meist das Doppelte oder noch mehr! Aber es ist für viele Nutzer gar nicht nötig in einen teureren Repeater zu investieren, da in der Regel die heimische Internetleitung eh der limitierende Faktor ist.

Erst wenn Ihr Daten im lokalen Netzwerk übertragen wollt oder duzende Clients habt, würde ich einen größeren Repeater wählen als den ASUS RP-AC51.

Für normales Video Streaming, Musik Streaming, Websurfen usw. reicht der ASUS RP-AC51 vollkommen aus und hinterließ im Test einen guten Eindruck!

Lediglich softwareseitig würde ich mir vielleicht noch einen besseren Signalstärke Indikator wünschen, welcher auch unerfahreneren Nutzern schnell signalisiert wie die Signalstärke zum Router ist.

Abgesehen davon bin ich sehr zufrieden mit dem ASUS RP-AC51 und kann eine Kaufempfehlung aussprechen.

Asus RP-AC51 AC750 WLAN Repeater (AC-WLAN, zwei externe Antennen...
  • Schnelles AC-WLAN
  • WPS– Einrichtung mit einem Klick
  • Roaming Assistent

Der Mpow 20W Bluetooth 4.1 Lautsprecher im Test

Mpow gehört definitiv zu den größeren Herstellern auf Amazon, wenn es um Audio Produkte geht. Gerade die Bluetooth Ohrhörer dieses Herstellers erfreuen sich großer Beliebtheit, aber in diesem Test soll es nicht um Ohrhörer gehen, sondern um den neusten Bluetooth Lautsprecher von Mpow.

Dieser hört auf die schmeichelhafte Modellbezeichnung „MPBH064AB“, da sich dies niemand merken kann, nennen wir diesen einfach Mpow 20W Bluetooth 4.1 Lautsprecher.

Dieser kostet auf Amazon aktuell rund 40€, für einen China Bluetooth Lautsprecher sicherlich schon ein mittlerer Preis.

Kann der Mpow 20W Bluetooth 4.1 Lautsprecher für diesen Preis auch überzeugen? Finden wir dies im Test heraus! Vielen Dank an dieser Stelle an Mpow für das Zurverfügungstellen des Lautsprechers!

 

Der Mpow 20W Bluetooth 4.1 Lautsprecher im Test

Eins muss man Mpow ganz klar lassen, verarbeitungstechnisch ist der Bluetooth Lautsprecher schon einmal Weltklasse!

Der Lautsprecher besitzt die übliche längliche Form wie sie die meisten Stereo Bluetooth Lautsprecher haben. Mpow setzt hier auf ein einen extrem massiven Aluminiumrahmen, der ein Lautsprechergitter aus Metall auf der Front und Rückseite einfasst.

Aufgrund dieses Aluminiumrahmens macht der Lautsprecher einen wirklich hervorragenden Eindruck. Zwar ist der Mpow Bluetooth Lautsprecher nicht übermäßig groß, aber aufgrund der Materialwahl auch kein Federgewicht.

Unter der Gitterfront befinden sich zwei Treiber, welche laut Mpow jeweils 10W Leistung besitzen. Hier muss man aber ganz klar sagen lasst Euch nicht zu sehr von diesen Wattangaben beeinflussen, zwar sollen die Treiber 10W liefern, jedoch sind diese relativ klein.

Für eine verbesserte Basswiedergabe setzt Mpow auf der Rückseite auf zwei passive Treiber, welche eine Art alternativ System zum klassischen Bass-Reflex-Rohr darstellen.

Die Bedieneinheit des Lautsprechers ist auf der Oberseite eingelassen. Hier finden wir den Ein/Ausschalter, Lauter/Vor, Leiser/Zurück und Play/Pause, die üblichen Tasten also.

Auch unspektakulär sind die Anschlüsse. Hier finden wir einen AUX Eingang für Geräte ohne Bluetooth wie auch einen microUSB Ladeport.

Der Akku des Lautsprechers hält solide 6-8 Stunden, je nach Lautstärke und Art der Musik.

 

Klang

Kommen wir zum wichtigsten Punkt, dem Klang. Kann der Mpow 20W Bluetooth 4.1 Lautsprecher hier überzeugen?

Der Bluetooth Lautsprecher klingt etwas anders als erwartet. Beginnen wir beim Positiven, dies wären vordringlich die Höhen.

Diese sind beim Mpow 20W Bluetooth 4.1 Lautsprecher ausgesprochen klar und sauber. Hierdurch wirkt der Lautsprecher recht hochauflösend und bei Sprache besonders gut verständlich. Hier helfen auch die guten und recht neutralen Mitten.

Stimmen und Gesang werden gut dargestellt und auch Dinge wie Hörbücher oder Videos machen mit dem Mpow Spaß. Dabei hilft auch das nicht vorhandene Grundrauschen, was ebenfalls die Klarheit unterstützt, gerade in ruhigen Passagen.

Kommen wir zum Bass. Mpow spricht zwar von 20W Leistung allerdings verfügt der Lautsprecher über zwei vergleichsweise kleine Treiber.

Sagen wir es so der Bass ist okay, kann aber von der reinen Masse nicht mit einem Anker SoundCore 2 mithalten. Der Mpow bietet einen recht lebendigen Bass mit einem guten Tiefgang, hierbei vibriert auch der Lautsprecher erstaunlich stark. Allerdings bringt der Lautsprecher nicht die Luft zum Beben. Hier scheint einfach die Masse und Größe der Treiber zu fehlen. Man hört einfach, dass der Lautsprecher kein großes Volumen besitzt. Zwar gibt sich der Mpow Mühe einen guten Bass zu produzieren, was auch in einem normalen Rahmen gut funktioniert, aber ein Bassmonster ist dieser aber nicht.

Die Qualität des Basses ist aber in Ordnung, die Masse und Intensivität aber eher durchschnittlich. Ihr solltet den Mpow 20W Bluetooth 4.1 Lautsprecher nicht wählen, solltet Ihr auf extra viel Bass stehen. Der Lautsprecher kann eher durch einen recht leichten und luftigen Klang punkten, als durch wummernde Bässe.

Kompressionsartefakte oder eine generelle Beeinflussung der Bluetooth Verbindung auf den Klang konnte ich nicht feststellen.

Auch die maximale Lautstärke ist vollkommen ausreichend!

 

Fazit

Der Mpow Bluetooth 4.1 Lautsprecher 20W MPBH064AB ist ein ordentlicher kompakter Bluetooth Lautsprecher.

Dieser kann durch recht kompakte Abmessungen wie auch eine extrem gute Verarbeitung punkten. Auch der Sound ist klasse, sofern man einen sehr klaren und sauberen Klang mag. Der Bass des Mpow ist zwar soweit okay aber von der Masse eher durchschnittlich.

Damit eignet sich dieser Lautsprecher weniger für Nutzer welche das Maximum an Bass wollen. Wer jedoch seinen Bluetooth Lautsprecher viel für die Wiedergabe von Stimmen nutzt, also Videos oder Hörbücher, oder allgemein einen hohen Wert auf die Verständlichkeit von Gesang legt, wird den Mpow sehr mögen! Ähnliches gilt auch für Nutzer welche einfach einen neutralen und nicht übertriebenen Bass bevorzugen.

In diesem Fall ist auch der Preis von rund 40€ gerechtfertigt!

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 im Test, das Monster unter den WLAN Routern!

Wer das erste Mal den ASUS ROG Rapture GT-AC5300 sieht, wird vermutlich genau wie ich reagieren „Was ein Monster“!

Und ja ASUS hat mit dem ROG Rapture GT-AC5300 einen der übertriebensten WLAN Router aller Zeiten gebaut! Das meine ich nicht negativ, als Technikfan bin ich natürlich begeistert, wenn ein Hersteller ein Produkt baut in welchem alles an Funktionen und Features, die nur denkbar sind, untergebracht wurde.

Auf dem Papier ist dies auch beim ASUS ROG Rapture GT-AC5300 ganz klar der Fall, acht Gbit LAN Ports, acht Antennen, Quad Core CPU, 1GB RAM, bis zu 5300Mbit/s via WLAN usw.

Dafür will aber natürlich ASUS mit rund 400€ auch einen saftigen Preis. Stellt sich die Frage ob der GT-AC5300 auch in der Praxis etwas taugt.

Dies wollen wir doch einmal im Test versuchen herauszufinden! Neugierig?

 

Was für ein WLAN Gerät wird benötigt?

Oftmals ist es gar nicht so einfach herauszufinden was für ein WLAN Gerät man benötigt, daher hier eine kleine Übersicht.

  1. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt nur die Reichweite vergrößern, in diesem Fall wird vermutlich ein Repeater das Richtige für Euch sein.
  2. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt einen weiteren WLAN „Sender“ per Kabel anschließen (dies kann auch in einem anderen Raum sein) oder die schlechte W-Lan Funktion in Eurem Router ersetzen (ohne den Router komplett auszutauschen), dann benötigt Ihr einen Access Point.
  3. Ihr habt von Eurem Internet Anbieter nur ein Modem und wollt dieses mit WLAN „ausstatten“ dann benötigt Ihr einen Router.
  4. Ihr wollt Eure alte Fritzbox, Speedport oder anderes Modem welches Ihr von Eurem Internet Anbieter bekommen habt komplett gegen etwas Besseres ersetzten, dann benötigt Ihr im Normalfall einenRouter mit Modem, achtet gegebenenfalls auch auf die Unterstützung von VoIP!
  5. Und zu guter Letzt Ihr habt einen Smart TV, Spielekonsole oder etwas Derartiges was kein eingebautes WLAN Modul besitzt, sondern lediglich einen LAN Port und wollt diese mit Eurem bereits bestehendem WLAN Netzwerk verbinden. In diesem Fall benötigt Ihr eine WLAN Bridge.

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 kann als Router, Access Point und als WLAN Bridge eingesetzt werden.

 

Technische Daten

  • ASUS ROG Rapture GT-AC5300
  • 1x GBit WAN
  • 8x GBit LAN
  • 1x 1000Mbit (2,4Ghz)
  • 2x 2167Mbit (5GHz)
  • 2x USB-A 3.0
  • CPU Broadcom
  • CPU Geschwindigkeit 1.8GHz Quad-Core
  • RAM 1024 MB
  • Link zum Hersteller
  •  bei Geizhals

An dieser Stelle vielen Dank an Asus für das zur Verfügungstellen des GT-AC5300! Ohne dies wäre dieser Test nicht möglich gewesen.

 

 

ASUS RT-AC5300 und ASUS ROG Rapture GT-AC5300

Eine wichtige Info vorweg, es gibt den AC5300 von ASUS in zwei Versionen.

Einmal als ASUS RT-AC5300 und einmal als ASUS ROG Rapture GT-AC5300. Rein von der Hardware scheinen beide Geräte baugleich zu sein, jedoch die Software beim GT-AC5300 ist „ROG“ gebrandet.

Neben der ROG Optik besitzt dieser Router auch einige „Gaming“ Features, wie eine angepasstes QoS und Game VPN Features.

Sind dies massive Unterschiede? Vermutlich eher nicht, ich hatte den normalen GT-AC5300 bisher noch nicht in den Fingern aber das Ganze wirkt eher wie eine Detail Verbesserung bzw. Modifizierung.

Im Gegenzug sehe ich allerdings auch keinen Grund warum man nicht den ROG Rapture GT-AC5300 dem ASUS RT-AC5300 vorziehen sollte, sofern beide in einer ähnlichen Preislage sind.

 

Der ASUS GT-AC5300 im Test

Ich glaube man kann dem ASUS GT-AC5300 sicherlich schon den Titel für den auffälligsten WLAN Router aller Zeiten verleihen.

Ich habe zwar auch schon den Netgear X8 und Linksys EA9500 im Test gehabt, welche ebenfalls ziemliche Brocken sind, aber der ASUS schießt schon den Vogel ab.

WOW was ein Monster an WLAN Router, wer hier ein dezentes oder kompaktes Gerät sucht, ist völlig an der falschen Adresse. ASUS hat sich alle Mühe gegeben die innere Power die dieser WLAN Router mitbringt auch nach außen zu präsentieren.

Das Erste was Ihr nach Erhalt machen werdet, ist Antennen schrauben. Der GT-AC5300 besitzt davon nämlich satte acht Stück! Diese Antennen sind auch ziemlich groß und breit geraten, passend zum restlichen Gerät. Ich denke zwar, dass dies niemand machen wird ,aber theoretisch wäre es möglich die Antennen gegen andere auszutauschen, ASUS setzt hier auf den Standard Anschluss.

Der komplette Router nutzt ein Schwarz/Rot Design, welches natürlich in die „ASUS Repbulic of Gamers“ Richtung geht. Bonus Punkte gibt es für ASUS für den Verzicht auf Hochglanzplastik.

Der komplette Router ist in einem vergleichsweise „dezenten“, sofern man dieses Wort hier nutzen darf, matt- schwarz gehalten.

Etwas merkwürdig ist die Orientierung des Routers, es ist auf den ersten Blick nicht ganz klar zu erkennen wo nun vorne ist. Die Status LEDs, welche auf der Front sind, sind vergleichsweise klein und unauffällig.

Zudem gibt es auf der linken Seite eine Taste zum Abschalten der LEDs. Hier ist auch eine WPS Taste und eine Taste zum schnellen Ein/Ausschalten des WLANs.

Über die Rückseite des Routers habe ich mich etwas gefreut. Der ASUS GT-AC5300 verfügt neben einem WAN Port über acht Gbit LAN Ports! Sehr gute Entscheidung seitens ASUS! Viel mehr Router sollten aus meiner Sicht über acht LAN Ports verfügen. Selbst in mittelmäßig vernetzten Haushalten sind die üblichen vier LAN Ports sehr schnell belegt.

Die LAN Ports des GT-AC5300 unterstützen auch Link-Aggregation. Link-Aggregation erlaubt das Zusammenschalten zweier LAN Ports für die theoretische doppelte Bandbreite. In der Praxis ist das Ganze aber weniger nützlich, Link-Aggregation verdoppelt nur die Bandbreite bei zwei oder mehr gleichzeitigen Zugriffen. Bei nur einem Datentransfer ist auch weiterhin die Geschwindigkeit auf 120MB/s limitiert.

Was natürlich auch nicht fehlen darf sind USB Ports für Speichermedien. Der GT-AC5300 verfügt hier über zwei USB 3.0 Ports, welche hoffentlich eine gute „NAS“ Performance liefern.

 

Einrichtung und Software

Die Einrichtung des ASUS ROG Rapture GT-AC5300 ist recht problemlos. Verbindet den Router mit dem Netzwerk und dem Strom, verbindet Euch anschließend via WLAN oder LAN mit dem Router.

Solltet Ihr einen Mac Nutzen ploppt von alleine ein Fenster mit der Basis Einrichtung auf. Unter Windows müsst Ihr gegebenenfalls die IP Adresse des Routers (192.168.1.1) in Eurem Webbrowser eingeben.

Die Basis Einrichtung des GT-AC5300 ist wirklich sehr Simpel aufgebaut. Ihr vergebet einen Benutzernamen/Passwort und einen bzw. mehrere Namen für Eure WLAN Netze wie auch dafür ein Passwort. Dies war auch schon die Basis Einrichtung, der Router startet einmal neu und sollte ab dann funktionieren.

Aber natürlich gibt es in der Benutzeroberfläche noch viele Features zu erkunden. Erneut erreicht Ihr die Benutzeroberfläche durch die Eingabe der IP Adresse 192.168.1.1 im Webbrowser.

Solltet Ihr bereits über einen Router mit eingebautem Modem, wie eine FritzBox oder einen Speedport verfügen, könnte es sinnvoll sein den GT-AC5300 in den Access Point Modus zu versetzen. Dies könnt Ihr mit einem Klick in den Einstellungen machen, leider fallen aber im Access Point Modus ein paar interessante Features weg.

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 verfügt zwar über eine recht vollgestopfte und etwas verschachtelte Benutzeroberfläche, aber diese besitzt unheimlich viele Features und Funktionen!

Dies beginnt bei schönen Diagrammen welche einen über den aktuellen Netzwerktraffik, Ping usw. Informiert, geht weiter über detaillierte Informationen welches Gerät gerade wie viel Trafik verursacht, wie hoch Euer Ping zu diversen Game Servern in diversen Regionen ist, VPN Server und Client, diversen Netzwerk Speicher Features, einem erweiterten Quality of Service, welches für Gaming optimiert ist, bis hin zu Basic Funktionen wie WLAN, LAN oder generellen Einstellungen.

Ähnlich überwältigend wie diese Auflistung wirkt, ist auch die Benutzeroberfläche des GT-AC5300.

ASUS hat hier wirklich alles an Features verbaut, welche man sich nur vorstellen kann. Darunter sind auch viele erweiterte Einstellungen. Der GT-AC5300 wirkt was die Einstellungen angeht nicht künstlich vereinfacht. Wenn Ihr ein absoluter Einsteiger seid und dies Euer erster richtiger WLAN Router sein soll, lasst die Finger vom GT-AC5300. Dies ist ein Gerät, das für Nutzer gedacht ist, welche gerne mit Einstellungen herumspielen und sich gerne Diagramme über den aktuellen Netzwerk Trafik usw. ansehen.

Natürlich einige Einstellungen und Features sind weniger nützlich und eher als Spielerei gedacht. Ihr könnt beispielsweise den Ping zu diversen Game Servern diverser Regionen ansehen.

Hier erhaltet Ihr eine Liste beispielsweise mit dem Ping zu den League of Legends Gameserver in der USA ist 107ms, zu EU1 21ms, zu EU2 21ms und zu AU 332Ms. Auch andere Spiele wie WOW, Starcraft 2, WOT usw. sind vertreten.

So könnet Ihr besser entscheiden, auf welchen Server welcher Region Ihr spielen solltet bzw. könntet.

Auch besitzt der GT-AC5300 eine feste Integration von WTFast, ein durchaus interessanter Service. Mehr Infos zu WTFast findet Ihr HIER.

Kurz zusammengefasst WTFast ist ein VPN Anbieter für Gamer, der für bessere Ping Zeiten sorgen soll. Dies funktioniert auch durchaus gerade, wenn ein Internet Anbieter Probleme mit einem Spiel hat. Zum Guild Wars 2 Launch kann ich mich z.B. an solche Probleme erinnern. Telekom Kunden hatten hier die ersten Wochen fast keine Chance abends das Spiel zu spielen aufgrund von Routing Problemen.

Solltet Ihr ähnliche Probleme haben, dass ein Spiel bei Eurem Internet Anbieter laggt, kann WTFast helfen.

Natürlich sind solche Features nichts für jeden Nutzer, aber dennoch ist es nett, dass ASUS so etwas integriert hat.

 

Performance

Beginnen wir erst einmal mit der Theorie. Der GT-AC5300 ist, wie der Name vermuten lässt ein „AC5300“ Router, das heißt, dieser ist bis zu 5300Mbit/s in der Lage.

Zum einen ist dieser Wert natürlich höhst theoretisch zum anderen ist dieser nur halbe Wahrheit. Die 5300Mbit/s teilen sich auf drei WLAN Netze auf, ja der GT-AC5300 ist ein Tri Band Router.

Auf dem 2,4GHz Band kann er bis zu 1000Mbit/s liefern. Auf den 5GHz Bändern jeweils bis zu 2167Mbit/s. Die meisten TriBand WLAN Router verfügen über zwei 5Ghz Bänder, Ihr habt also zwei völlig unabhängige 5GHz WLAN Netze mit gegebenenfalls unterschiedlichen SSIDs zusätzlich zum 2,4GHz Band.

Warum? Das Ganze ist natürlich Luxus, kann aber sinnvoll sein! Es geht hier um die Aufteilung, alte Geräte sind auf dem 2,4Ghz Band, Streaming Boxen, Smartphones, Tablets usw. auf dem ersten 5Ghz Band und beispielsweise Euer Gaming Notebook auf dem zweiten 5GHz Band.

Ihr müsst hier selbst entscheiden, ob Ihr diese Aufteilung von Hand machen wollt oder dem Router überlasst. Aber so könnt Ihr verhindern, dass andere WLAN Geräte Euch die Bandbreite klauen. Zwar unterstütz der ASUS RT-AC5300 auch die MU-MIMO Technologie, welche die Leistung mit mehreren WLAN Clients gleichzeitig massiv verbessert, aber dennoch können andere WLAN Clients die Leistung beeinflussen, gerade beim online Gaming.

Das Ganze macht aber nur Sinn, wenn Ihr auch mehrere Nutzer bzw. Geräte habt, die gleichzeitig Daten durchs WLAN jagen.

Was mich sehr überrascht hat zu lesen ist, dass der ASUS GT-AC5300 auch Airtime Fairness unterstützt. Ich glaube damit ist dieser Router das Erste „Consumer Gerät“, das ich gesehen habe, welches dieses Feature unterstützt. Airtime Fairness ist ein Feature, welches ansonsten nur bei Business Class WLAN AccessPoints zu finden ist. Wenn Ihr wissen wollt was Airtime Fairness macht, schaut Euch am besten dieses Youtube Video an.

Das Ganze klingt ja soweit erst einmal klasse aber nun muss man auch in der Realität bleiben.  WLAN Geräte, welche die vollen 2167Mbit/s des ASUS ausreizen können, sind sehr rar gesät. Genau genommen hat lediglich ASUS selbst eine PCIe WLAN Karte im Sortiment, welche dieses Tempo unterstützt.

Die aller meisten WLAN Karten selbst in High End Gaming Notebooks haben maximal ein 2×2 Design mit 866Mbit/s. Smartphones und Tablets unterstützen meist maximal 433Mbit/s. Damit will ich nicht sagen, dass sich ein High End WLAN Router wie der ASUS GT-AC5300 nicht lohnt, wie Ihr bei den Werten gleich sehen werdet, zahlt sich die zusätzliche Leistung schon etwas aus, selbst bei langsameren WLAN Clients.

Jedoch ist für die allermeisten Clients der Zugewinn zwischen einem Router welcher 2167Mbt/s und 1300Mbit/s unterstützt meist recht gering. Das ganze kann natürlich noch ganz anders aussehen, wenn X WLAN Clients gleichzeitig versorgt werden müssen. Hier sind High End Geräte wie der ASUS RT-AC5300 doch im Vorteil und das nicht nur wegen der Sendeleistung, sondern auch aufgrund des Prozessors und der generellen Rechenleistung. ASUS setzt hier beispielsweise auf einen Quad-Core Chip und 1GB RAM!

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für den GT-AC5300 den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Das sind doch Werte, welche man gerne sieht. Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 liefert genau die Leistung, welche man von einem High End WLAN Router dieser Preisklasse erwartet. In Kombination mit dem TP-Link T9E kratzt der ASUS sogar am Gbit LAN Limit mit knapp unter 100MB/s Übertragungsrate. Aber auch auf dem 2,4GHz Band wird gut über 22MB/s  bzw. 27MB/s eine hervorragende Leistung geliefert.

Damit liegt der Rapture GT-AC5300 mit seinen direkten Konkurrenten, dem Netgear X8 und Linksys EA9500, weitestgehend gleichauf.

Das sollte aber keine Überraschung sein, es ist davon auszugehen das diese drei Router über den gleichen Chipsatz verfügen und dementsprechend eine sehr ähnliche Leistung liefern.

Zwar scheint der Rapture GT-AC5300 eine leicht bessere Leistung auf dem 2,4GHz Band zu liefern, dies kann aber auch an einer neueren und besser optimierten Software, besseren Antennen oder einfach einer besseren Tagesleistung liegen.

Unterm Strich kann man aber sagen das Ihr mit keinem aktuellen WLAN Router praktisch eine signifikant größere Leistung erreichen werdet als mit dem ASUS ROG Rapture GT-AC5300! Schneller geht es nicht! (Abgesehen vom unnötigen WLAN AD Standard welcher allerdings 0 Reichweite hat)

Aber der ASUS verfügt über zwei 5GHz Bänder, sind diese gleich schnell? Grundsätzlich ja, praktisch meist nein. Warum? Die beiden 5GHz Bänder können nicht, die gleichen Kanäle nutzen, was auch durchaus Sinn macht.

Das erste 5GHz Band kann Kanal 36-64 nutzen, das zweite 5GHz Band Kanal 100-140. Ich habe nun die Erfahrung gemacht das gerade etwas ältere WLAN AC Clients mit den höheren Kanälen etwas Probleme haben bzw. auf diesen langsamer sind. Dies hat sich auch hier bestätigt.

Es kann also durchaus sein, dass in der praktischen Nutzung auf dem ersten 5GHz Band mehr Leistung zustande kommt als auf dem zweiten 5GHz Band.

 

Reichweite

Oftmals ist die Reichweite eines Routers noch viel wichtiger als die reine Leistung. Wie schlägt sich hier der ASUS ROG Rapture GT-AC5300?

Beginnen wir einmal mit einem neuen Test, welchen ich nun bei WLAN Router Tests einführe, den Distanz Test.

Hier messe ich die Leistung eines WLAN Routers auf ca. 8 Meter Distanz und zwei Wänden im Weg. Eine höhere Leistung hier muss zwar nicht zwingend in einer höheren absoluten Reichweite resultieren, kann aber durchaus ein Anhaltspunkt sein.

Als Clients kommen bei diesem Test ein Apple MacBook Pro 13“ wie auch ein Samsung Galaxy S8 Plus zum Einsatz.

Wie man sieht, schlägt sich der GT-AC5300 auf dem 5GHz Band selbst verglichen mit High End AccessPoints wie dem Ubiquiti UniFi AP AC HD sehr gut! Lediglich auf dem 2,4GHz Band muss sich der ASUS geschlagen geben.

Diese Werte spiegeln sich auch im Praxiseinsatz wieder!

Der GT-AC5300 ist ein seltener Fall in dem das 5GHz WLAN Reichweiten stärker ist als das 2,4GHZ WLAN. Am absoluten Reichweitenlimit (beim mir im Garten) war es weiterhin möglich sich mit dem 5GHZ Band des ASUS zu verbinden, das 2,4GHz Band wurde hingegen nicht mal mehr von meinem Notebook gefunden.

Verglichen mit anderen Routern würde ich sagen, dass die Reichweite auf dem 2,4GHz Band durchschnittlich ist, auf dem 5GHz Band hingen weit überdurchschnittlich.

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 besitzt das signalstärkste 5GHz WLAN, das ich bisher gesehen habe!

 

Netzwerkfreigaben

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 unterstützt natürlich auch die Freigabe von Dateien im lokalen Netzwerk. Hierfür besitzt der Router zwei USB 3.0 Ports.

Neben der üblichen Möglichkeit von Windows aus auf die Dateien zuzugreifen, könnt Ihr auch die ASUS AICloud App verwenden.

Auf dem Smartphone erlaubt die App einen weltweiten Zugriff auf die Dateien. Zudem unterstützt der GT-AC5300 eine Synchronisation mit dem ASUS eigenen Cloud Dienst und Dropbox, nett!

Natürlich ist auch ein UPnP-Medienserver, iTunes Server, Time Machine Backups und ein Download Client mit an Board.

Wie sieht es denn mit der Performance aus? Zuerst war ich hier sehr enttäuscht, bei meinen ersten Tests erreichte ich gerade mal 40MB/s lesend wie auch schreibend.

Jedoch unter den erweiterten WLAN Einstellungen (ist dort etwas gemein versteckt) befindet sich eine Option welche die Performance der USB Ports auf USB 2.0 limitiert, diese Option ist von Haus aus aktiv!

Abgeschaltet erreichte ich 80MB/s lesend und 120MB/s schreibend. Dies sind top Werte für einen WLAN Router, welche sogar gut genug sind um ein einfaches NAS überflüssig zu machen.

Erfreulicherweise hat ASUS hierfür auch eine einfache aber ausreichende Benutzersteuerung usw. im GT-AC5300 integriert.

 

Stromverbrauch

Tri-Band High End WLAN Router sind nicht dafür bekannt besonders stromsparend zu sein. Die direkten Konkurrenten von Netgear und Linksys führen auch meine „Besten Liste“ der größten Stromschlucker unter den WLAN Routern an, mit über 20W.

Daher muss ich gestehen etwas erstaunt gewesen zu sein als ich sah, dass der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 im Normalbetrieb gerade mal 14W Strom frisst und selbst unter Volllast gerade mal an der 20W Marke kratzt.

Das ist natürlich kein kleiner Stromverbrauch, aber verglichen mit anderen Routern dieser Klasse ist das Ganze fast schon sparsam!

 

Fazit

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 ist ein Wahrer High End WLAN Router und die neue NR.1 in der Techtest Bestenliste! Bei der Nutzung des WLAN AC Standards ist aktuell kein anderer WLAN Router schneller als der GT-AC5300!

Zwar sind die High End Modelle der großen Konkurrenten, der Netgear Nighthawk R8500 X8 oder Linksys EA9500, praktisch ähnlich leistungsstark, ich vermute diese verwenden den gleichen Chipsatz, aber der ASUS GT-AC5300 hat noch das ein oder andere Ass im Ärmel, was diesen vor die genannten Konkurrenten setzt.

Damit beziehe ich mich vor allem auf die Software! ASUS hat alles an Feature im GT-AC5300 integriert, die Ihr Euch nur vorstellen könnt. Zwar sind sicherlich einige Feature wie das Game Radar oder die WTFast Integration recht speziell aber der GT-AC5300 wirkt nicht künstlich vereinfacht oder eingeschränkt was Einstellungen und Funktionen angeht.

Hierzu gehören auch schöne Diagramme über die Netzwerk Nutzung oder die diversen Betriebsmodi wie AccessPoint oder Media Bridge.

Im Gegenzug muss man aber auch sagen, dass der GT-AC5300 nicht meine erste Wahl wäre für totale Anfänger oder Nutzer ist die mit Einstellungen so wenig wie möglich zu tun haben wollen. Hier wäre sicherlich ein Linksys EA9500 oder Nighthawk X8 besser geeignet.

Bonus Punkte bekommt der GT-AC5300 auch wieder für die „NAS“ Funktionen und die Performance der Netzwerkfreigaben.

Ansonsten passt auch die Reichweite, gerade auf dem 5GHz Band ist diese hervorragend, und die Stabilität des Routers war in meinem Test tadellos!

Kurzum unterm Strich ist der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 der beste WLAN Router für Enthusiasten und generell für Nutzer, welche das absolute Maximum wollen! Hierbei kann dieser sogar eine einfache Netzwerkfestplatte ersetzen, was gegeben falls über den stolzen Preis etwas hinwegtrösten kann.