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Das Belkin Mixit Duratek USB C auf USB C Kabel im Test, das beste USB C Ladekabel!

USB C ist der neue Standard, wenn es um das Laden von so ziemlich allen Dingen geht, zumindest in der Zukunft. Hier ist ein gutes Ladekabel sehr wichtig!

Welches ist aber das „beste“ USB C Ladekabel und macht es hier überhaupt Sinn auf ein teureres Kabel zu setzen?

Belkin denkt ja, denn diese haben mit dem Duratek ein vergleichsweise teures und hochwertiges USB C Ladekabel auf den Markt gebracht.

Dieses soll neben einer hochwertigen Haptik auch mit einer USB IF Zertifizierung punkten können.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Lohnen sich rund 29€ für das Kabel? Finden wir es im Test des Belkin Duratek heraus!

 

Das Belkin Mixit  Duratek USB C auf USB C Kabel

Wenn man fast 30€ für ein USB C Kabel ausgibt, darf man auch etwas „Luxus“ erwarten. Diesen bietet das Belkin Duratek Kabel auch durchaus!

Damit meine ich nicht zwingend den Lieferumfang, dieser fällt, wie bei Kabeln üblich, überschaubar aus. Das Kabel selbst allerdings ist ausgesprochen hochwertig verarbeitet!

Der äußere Mantel ist aus doppelt geflochtenem Nylon, welches einen wirklich vorzüglichen Eindruck macht. Hierbei scheint sich das Material auch nicht so leicht aufrauen zu lassen wir es bei günstigeren Nylon Kabeln üblich ist. Unterhalb des Nylons verwendet Belkin eine TPE Isolierung und im Inneren zusätzlich zur Stärkung Kevlar Fasern.

Klar, dies wird die meisten Nutzer weniger interessieren aber es sieht so aus als hätte Belkin das Ziel gehabt ein teures Kabel zu produzieren und hat dafür alles an hochwertigen Materialen dort verwendet, welche man finden konnte.

An sich ist dies ja nichts Schlechtes. Das Kabel macht mit seinem Nylonmantel und seinen polierten Aluminiumsteckern einen hervorragenden Eindruck.

Erfreulicherweise ist das Kabel aber dennoch sehr biegsam und flexibel. Hier wird der spätere Ladetest sehr interessant, denn das Duratek wirkt nicht steif oder schwer.

 

Was ist USB IF ?

Das Belkin Duratek verfügt über eine USB IF Zertifizierung, was ist das? Vielleicht hattet Ihr ja die anfänglichen Probleme mit USB C Kabeln mitbekommen. Hier gab es einige schlechte Kabel auf dem Markt, welche eventuell sogar Geräte beim Laden beschädigen konnten.

Zwar ist dieses Problem mittlerweile kaum noch vorhanden, aber dennoch hat die Organisation welche hinter dem USB Standard steht, sich eine Zertifizierung ausgedacht.

USB IF zertifizierte Kabel garantieren eine 100%ieg Kompatibilität zum USB C Standard. Neben diesem „Hey wir halten uns an den Standard“ ist zusätzlich im Kabel ein Chip integriert, der sogenannte E-Marker.

Über USB C können theoretisch ja nicht nur Smartphones laden, sondern auch Notebooks mit bis zu 100W.

Hier wäre es weniger gut wenn man versucht 100W durch ein Kabel zu Jagen, welches gerade so zum Laden eines Smartphones designt ist.

In diesem Chip ist nun die Information hinterlegt, dass ein Kabel sich zum Laden mit 100W/60W/40W usw. eignet, diese Information kann ein Notebook vor dem Laden auslesen.

Das Belkin Duratek USB C auf USB C Kabel ist zum Beispiel für 60W zugelassen. Dies ist beispielsweise für das Laden eines Apple MacBooks oder MacBook Pros vollkommen ausreichend.

Werden aktuell USB IF Kabel zwingend benötigt zum Laden von Notebooks? Nein! Beispielsweise die MacBooks und auch das Dell XPS pumpen 40-60W durch praktisch jedes USB C Kabel ohne Rücksicht auf Verluste.

Jedoch könnte es in Zukunft passieren, dass Notebooks das Laden verweigern, wenn diese nicht über ein USB IF zertifiziertes Kabel angeschlossen werden.

 

Messwerte des Belkin Duratek

Kommen wir zum interessanten Teil, wie gut lädt es sich mit dem Belkin Duratek? Um diese Frage zu klären, teile ich den Test in zwei Bereiche, die Theorie und die Praxis.

Beginnen wir mit der Theorie.

Ein Kabel lädt besser, wenn dieses einen geringeren Eigenwiderstand hat. Wenn beispielsweise 5V aus Eurem Ladegerät kommen, aber aufgrund des hohen Widerstands des Kabels am Ende nur 4,4V ankommen, wäre dies schlecht.

Um dies zu testen nutze ich ein RAVPower RP-PC002 wie auch eine verstellbare Last. Diese wird am Ende des Kabels angeschlossen und die Spannung gemessen.

Damit Ihr besser mit den Werten etwas anfangen könnt, habe ich auch noch ein paar andere USB C Ladekabel mit in den Vergleich aufgenommen.

[table id=368 /]

(Angabe in Volt, höher = besser)

Nicht schlecht Belkin! Das Belkin Duratek liefert im theoretischen Teil die beste Leistung. Dies hätte ich aufgrund der recht hohen Flexibilität des Kabels nicht gedacht.

Aber anscheinend sind die Adern im Inneren dennoch recht dick und/oder Belkin nutzt recht gutes Kupfer.

Kommen wir aber zur Praxis. Hier sieht nun die Welt etwas anders aus. Ich nutze für den Test ein original Apple 65W Ladegerät wie auch ein Samsung Galaxy S8 Plus, LG G6, Anker PowerCore+ 26800mAh Powerbank und ein Apple MacBook Pro 13“.

Hier langweile ich Euch nicht mit einer Tabelle, es gibt keinen nennenswerten Unterschied zwischen den Kabeln.

Warum? Alle von mir getestet Geräte unterstützen das Schnelladen über den USB Power Delivery Standard am Apple Ladegerät. Ja man kann das Samsung Galaxy S8 am MacBook Ladegerät schnellladen.

Beim Nutzen von Schnellladestandards macht das Kabel so gut wie keinen Unterschied. Ja beim Duratek kommen mal 8,8V an und beim Anker PowerLine+ 8,6V, diese 3% Spielen in der Praxis keine Rolle.

Selbst das Apple MacBook Pro ließ sich mit allen Kabeln mit rund 45W betanken.

Aufgrund der höheren Kommunikation zwischen Ladegerät und dem zu ladenden Gerät und auch der höheren Spannung spielt das Kabel einfach keine große Rolle.

Etwas anders sieht dies beim Laden ohne dem Nutzen von Schelladestandards aus. Hier kann ein Kabel wie das Belkin Duratek durchaus 20% mehr Ladegeschwindigkeit bedeuten.

Warum? Es gibt bei den meisten Smartphones ein unteres Spannungslimit, dieses liegt meist bei 4,2V-4,4V. Wenn nun die Spannung dieses Level unterschreitet, muss das Smartphone die Ladegeschwindigkeit drosseln damit die Spannung wieder auf ein nutzbares Level ansteigt.

Hier könnt Ihr ja bei der theoretischen Tabelle sehen, wie schnell bei jedem Kabel diese 4,2V-4,4V unterschritten werden, dies wäre dann die maximale Ladegeschwindigkeit.

 

Fazit

Das Belkin Duratek ist das beste USB C auf USB C Ladekabel, welches ich bisher gesehen habe! Dieses bietet nicht nur eine tolle Haptik und Optik, sondern bietet auch eine sehr hohe Ladegeschwindigkeit, die höchste welche ich jemals bei einem USB C Kabel gemessen habe. Dies ist erstaunlich da das Kabel nicht übermäßig dick oder steif ist, sondern relativ flexibel.

Hierbei muss man aber auch dazusagen, dass das Kabel beim Nutzen eines Schnellladestandards wie USB Power Delivery kaum einen Einfluss hat.

Allerdings ist man mit dem Belkin Duratek aufgrund der USB IF Zertifizierung auch für die Zukunft gut gerüstet.

Solltet Ihr nun das Belkin Duratek kaufen? Ja es ist das beste USB C Ladekabel aber natürlich ist die Preis/Leistung mäßig gut.

Rund 30€ für ein USB 2.0! USB C Kabel ist, egal wie gut dieses ist, recht teuer. Hier lohnt sich nur das zuschlagen, wenn Euch Qualität wichtig ist!

Der DOCKIN D SOLID Bluetooth Lautsprecher im Test, viel Bass im kleinen Format

Der D SOLID ist DOCKINs aktuell kleinster und auch günstigster Bluetooth Lautsprecher. Hierbei soll dieser natürlich einen „überragenden“ Klang liefern. Aber dies ist natürlich etwas was jeder Hersteller von seinem Produkt verspricht.

Daher wollen wir uns doch einmal anschauen ob der D SOLID wirklich überragend für seine Größe ist! Kann der der D SOLID im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank für das Ausleihen des D SOLID an DOCKIN.

 

Der DOCKIN D SOLID Bluetooth Lautsprecher

Der DOCKIN D SOLID ist ein recht kompakter Bluetooth Lautsprecher.

Hierbei setzt der Hersteller auf ein „360 Grad“ Design, bei diesem ist die Treibereinheit nach oben gerichtet. Das hat den Vorteil, dass der Lautsprecher einen „raumfüllenden“ Klang produziert, egal in welchem Winkel man sich zu diesem befindet. Im Gegenzug fehlt natürlich etwas die Ausrichtung des Klangs auf die Ohren.

Aufgrund dieses 360 Grad Designs nutzt DOCKIN ein rundes Gehäuse beim D SOLID. Dieses Gehäuse ist aus einem unheimlich massivem und dickem Aluminium gefertigt.

Hierdurch besitzt der Lautsprecher auch ein gewisses, recht hohes, Gewicht. Etwas über das man streiten kann ist die Positionierung der Tasten.

Diese sind auf der Unterseite des D SOLID angebracht. Hierbei handelt es sich um den Ein/Ausschalter wie auch Lauter und Leiser welche mit Vor und Zurück doppelt belegt sind und eine Multifunktionstaste.

Ebenfalls auf der Unterseite ist ein „Haftpad“, wodurch sich der Lautsprecher regelrecht an Untergründen etwas festsaugt. Dieses neigt schnell zum Verschmutzen, hier hilft aber meist ein Küchentuch + Wasser + Spülmittel.

Glücklicherweise sind die Anschlüsse auf der unteren Rückseite angebracht, wodurch diese gut zu erreichen sind. Hierbei handelt es sich um einen microUSB Port zum Aufladen des Lautsprechers, wie auch einen AUX Eingang für Geräte die kein Bluetooth besitzen und ein Speicherkartenleser.

Ja es ist mit dem D SOLID möglich Musik direkt von microSD Speicherkarten wiederzugeben, sofern die Speicherkarte FAT32 formatiert ist und die Musik das MP3 Format hat.

Ebenfalls ist ein FM Radio integriert. Hierbei ist wie bei den meisten Bluetooth Lautsprechern diese Funktion allerdings eher mäßig gut.

Es wird ein angeschlossenes microUSB Kabel als Antenne verwendet und mit den +/- Tasten durch den Sendersuchlauf geschaltet. Das heißt es ist nicht ganz leicht seinen Lieblingssender zu finden. Auch ist die Empfangsstärke teilweise etwas schwierig, allerdings wenn man einen Sender gut rein bekommt, ist die Qualität wirklich tadellos.

 

Klang

Das Wichtigste bei einem Bluetooth Lautsprecher ist sicherlich der Klang, daher wie klingt der DOCKIN D SOLID?

Für seine Größe klingt der DOCKIN D SOLID hervorragend! Ich würde sogar fast sagen „klassenbester“ Klang. Hierbei kann gerade der Bass überzeugen!

Bei diesem trickst der D SOLID etwas. Bluetooth Lautsprecher haben in der Regel ein Problem, diese sind einfach zu klein um einen guten Bass zu liefern. Es ist zwar möglich durch besonders tolles Engineering das Ganze etwas zu kompensieren und auch kleinen Lautsprechern einen brauchbaren Bass zu verpassen, jedoch das auch nur bis zu einem gewissen Grad.

Bass braucht Volumen, Masse und eine hohe Luftverdrängung.

Warum schreibe ich das Ganze? Der D SOLID ist an sich ebenfalls zu klein für einen „richtigen“ Bass, aber DOCKIN hat sich etwas ausgedacht wie man dieses Problem etwas lösen könnte.

Aufgrund dieses „Klebefußes“ auf der Unterseite haftet der Lautsprecher recht feste auf glatten Untergründen, das wird sich zunutze gemacht. Der Lautsprecher bringt seinen Untergrund zum Vibrieren und das sogar recht stark.

Hierdurch wird der Tisch auf dem der Lautsprecher steht, sozusagen ebenfalls zum Resonanzkörper. Hierdurch verstärkt sich der Bass des Lautsprechers massiv!

Man kann dies wirklich schön hören, hebt man den Lautsprecher an, verschwinden regelrecht untere Frequenzbereiche und das Bass Level des D SOLID fällt auf das der meisten kleinen 360 Grad Bluetooth Lautsprecher.

Steht er wieder auf einem Tisch tauchen plötzlich Frequenzbereiche auf, welche solch ein kleiner Lautsprecher gar nicht produzieren können sollte.

Natürlich hat das Ganze nicht nur Vorteile. Damit dieses Prinzip funktioniert, scheint der Lautsprecher viele Mid/Hoch Bass Frequenzen etwas in den Tiefbass- Bereich zu schieben. Hierdurch hört der Lautsprecher sich teilweise in den Mitten etwas dünn an.

Die Höhen hingegen sind ausgesprochen klar und brillant.

Der DOCKIN D SOLID ist klanglich die klassische Badewanne, viel Bass, viele Höhen. Praktisch macht der D SOLID richtig viel Spaß!

Natürlich kommt es hier sehr stark auf den Untergrund an. Ist dieser optimal klingt der DOCKIN D SOLID für seine Größe und Preisklasse einfach grandios! Es ist einfach faszinierend wie viel Bass dieser kleine Lautsprecher dann produzieren kann! Hinzu kommen die guten Höhen und wir haben einen ausgesprochenen spaßigen Klang.

Der Untergrund ist der entscheidende Faktor. Auf einer Wiese, einem weichen Untergrund oder einem zu massivem(z.B. ein großer Stein) fällt ein großer Teil des Basses weg und damit auch die Stärke des D SOLID.

Der Lautsprecher klingt zwar weiterhin okay, aber halt nur okay und nicht überragend. Am besten klingt der Lautsprecher auf einer Holzplatte bzw. einem Schreibtisch. Diese kann der Lautsprecher schön zum mitschwingen bringen.

 

Fazit

Der DOCKIN D SOLID ist ein herausragender Bluetooth Lautsprecher! Dieser bietet für seine Größe einen hervorragenden Klang, gerade was den Bass angeht.

Allerdings mit einer kleinen Einschränkung, der Untergrund muss passen. Der D SOLID nutzt seinen Untergrund als Verstärkung für den Schall, steht dieser beispielsweise auf einer Tischplatte wird der Bass durch das Vibrieren des Tisches deutlich verstärkt. Im Gegenzug hat der D SOLID keinen festen Untergrund, sinkt der Bass auf ein „Standard“ Level.

Zusätzlich zu dem spaßigen Klang, bietet der Lautsprecher mit einem FM Radio (Empfangsstärke eher mäßig, aber ansonsten gut) und einem Speicherkarten Slot ein recht großes Featurepaket.

Auch Verarbeitung und Haptik passt, der Lautsprecher wirkt aufgrund seines Aluminiumgehäuses ausgesprochen hochwertig und massiv.

Kurzum für rund 50€ werdet Ihr Probleme haben einen Lautsprecher zu finden, der ähnlich kompakt ist, aber dennoch genauso viel Bass liefert wie der DOCKIN D SOLID! Vorausgesetzt dieser wird auch einem massiven Untergrund wie einem Tisch positioniert!

Der neue Anker SoundCore 2 im Test

Mit dem SoundCore 2 hat Anker den Nachfolger seinen äußerst beliebten SoundCore Bluetooth Lautsprecher vorgestellt.

Der SoundCore 2 soll hierbei natürlich mit den alten Stärken wie der langen Akkulaufzeit und auch Verbesserungen, vornehmlich beim Klang, punkten können.

Anker SoundCore 2 im Test

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist der Anker SoundCore 2 und wie schlägt sich dieser verglichen mit der Konkurrenz?

Wollen wir uns dies einmal im Test anschauen! Kann der Anker SoundCore 2 überzeugen?

 

Der Anker SoundCore 2

Verglichen mit dem SoundCore 1 hat der Formfaktor des SoundCore 2 sich fast überhaupt nicht verändert. Mit rund 17cm x 6cm x 4,5cm ist der Lautsprecher außerordentlich gut zu händeln.

Anker SoundCore 2 im Test

Der Anker SoundCore 2 setzt allerdings auf eine etwas rundlichere Form, was die Kanten angeht, verglichen mit seinem Vorgänger.

Der SoundCore 2 ist allerdings weiterhin ein länglicher Stereo Bluetooth Lautsprecher mit zwei Treibereinheiten auf der Front.

Das Gehäuse des Bluetooth Lautsprechers besteht vollständig aus einer Art Hartgummi, welches diesen bei Stürzen etwas schützen soll. Dieses Hartgummi sieht schlicht und elegant aus, zumal Anker allgemein auf eine sehr saubere und glatte Optik setzt.

Leider hat dieses Gummi auch Nachteile, es zeigt sehr stark Fingerabdrücke und Schmutz, welche sich nicht so leicht von einer Gummioberfläche wieder entfernen lassen.

Die Front des Lautsprechers besteht selbstverständlich nicht aus Gummi, sondern wird lediglich von einem metallenen Lautsprechergitter verdeckt.

Unter diesem Gitter sind zwei 6W Treiber zu finden, insgesamt verfügt der SoundCore 2 also über 12W Leistung. Diese Angabe sagt natürlich letztendlich nicht viel über den zu erwartenden Klang aus.

Anker SoundCore 2 im Test

Zwischen diesen beiden 6W Treibern hat Anker eine Passivmembran angebracht, welche für den Druckausgleich und eine verbesserte Bassleistung sorgen soll. Passivmembranen erfüllen im Großen und Ganzen einen ähnlichen Job wie Bassreflexrohre, helfen aber besser bei maximaler Lautstärke das Übersteuern zu verhindern.

Der Anker SoundCore 2 besitzt auf seiner Oberseite fünf Tasten, den Einschalter, „+“, „-„ Play/Pause und eine gesonderte Bluetooth Taste.

Die Play/Pause Taste ist auch mit „Vor“ und dem Annehmen von Anrufen doppelt belegt. Also ja im SoundCore 2 steckt wie üblich auch ein Mikrofon. Dieses ist „Okay“ aber wirklich viel will man auch nicht über einen Bluetooth Lautsprecher telefonieren.

Eine Neuerung gegenüber dem SoundCore 1 ist der IPx5 Wasserschutz. IPX5 = Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel

Um diesen Schutz zu erzielen, hat Anker sämtliche Ports des Lautsprechers unter einer kleinen, aber sehr festen, Klappe an der rechten Seite versteckt.

Hierbei handelt es um den AUX Eingang wie auch den microUSB Ladeport. Der Akku des Anker SoundCore 2 ist erfreulich groß dimensioniert. Dieser soll laut Anker satte 24 Stunden halten, dies ist sicherlich möglich, allerdings eher bei einer niedrigeren Lautstärke.

Bei einer höheren Lautstärke würde ich eher auf 18 Stunden tippen, was natürlich immer noch fantastisch ist.

 

Klang

Kommen wir zum wichtigsten Punkt dem Klang. Wie steht es hier um den SoundCore 2? Anker scheint momentan einen Lauf zu haben, denn nach dem Anker SoundCore Pro macht auch der SoundCore 2 einen hervorragenden Job!

Der SoundCore 2 klingt unheimlich sauber und klar. Hierbei bietet der Lautsprecher für seine Größe einen tollen und satten Bass.

Ich bin geneigt zu sagen „klassenbester Bass“, etwas Besseres habe ich von einem Lautsprecher unter 50€ bisher noch nicht gehört. Zumal der Bass des SoundCore 2 erfreulich tief kommt, der Lautsprecher liefert also keinen „lauten flachen Bass“ sondern die Bassqualität stimmt.

Der SoundCore 2 geht allerdings etwas in die Badewannen Richtung. Was heißt „Badewanne“? Badewanne bedeutet, dass die Höhen und Tiefen etwas angehoben sind und die Mitten etwas abgesenkt, wie bei einer Badewanne im Querschnitt.

Hierdurch strahlt der Lautsprecher natürlich eine starke Dynamic und Spielfreude aus, auch wenn der Bass teilweise etwas überdominant ist.

Interessante Entwicklung, der SoundCore 1 hatte noch sehr dominante Mitten.

Letztendlich ist dies natürlich auch etwas Geschmackssache, aber ich denke, ein Bluetooth Lautsprecher soll Spaß machen und das tut der SoundCore 2 definitiv! Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie viel Bass man in ein kleines Gehäuse packen kann.

Natürlich taugt der SoundCore 2 weniger ein Wohnzimmer oder eine Gartenparty zu beschallen, hierfür ist dieser einfach etwas klein.

Anker SoundCore 2 im Test

Allerdings am Schreibtisch, im Hobby Keller, in der Küche, im Bad usw. also an Orten wo man sich innerhalb von 1-4 Metern zum Lautsprecher befindet klingt der SoundCore 2 toll!

Zum dynamischen und spaßigen Klang gesellt sich zudem eine sehr saubere Bluetooth Verbindung. Der SoundCore 2 rauscht kaum bis gar nicht und auch konnte ich keine offensichtlichen Kompressionsartefakte heraushören. Die maximale Lautstärke ist zudem sehr ordentlich! Hier war ich positiv überrascht, dass der SoundCore 2 sein hohes Bass Level doch recht lange halten kann. Vermutlich liegt das an den vergleichsweise starken 2x6W Treibern.

Es gibt allerdings einen kleinen Kritikpunkt. Der Lautsprecher besitzt bei voller Lautstärke ein Leistungsproblem. Ich vermute der Verstärker ist ziemlich am Limit bei 80-100 % der Lautstärke, wenn nun besonders laute Passagen auftreten, sinkt temporär die Lautstärke ein kleines Stück, um nicht zu übersteuern, bzw. überlasten. Alternativ könnte der DSP hier auch Probleme machen welcher den Bass Dynamisch versucht zu regeln (bei leisen Passagen wird der Bass hochgeregelt, bei Lauten runter um  Übersteuern zu verhindern). Was nun genau das Problem ist kann ich nicht sagen.

Ein großes Problem? Nein nicht wirklich, nur wenn man sehr Laute und sehr Dynamik Starke Musik hört. Pop/Rock Musik ist eigentlich kein Problem, selbst bei hoher Lautstärke. Mich würde dies Praktisch nicht stören.

Kleine Anmerkung zum Schluss, der SoundCore 2 besitzt beim Einschalten und Ausschalten das übliche Bluetooth Gepiepe, was aber nicht sonderlich stört.

 

Fazit zum Anker SoundCore 2

Der SoundCore 2 ist ein hervorragender Bluetooth Lautsprecher, welcher gerade im Bassbereich die neue Referenz für seine Größen/Preisklasse ist.

Aber auch abgesehen vom Bass liefert der SoudnCore 2 einen spaßigen und dynamischen Klang.

Klar, man darf nicht erwarten, dass ein solch kompakter Lautsprecher Wunder vollbringt, jedoch für seine Größe und seinen Preis von unter 50€ geht auch bei der Konkurrenz aktuell nicht mehr.

Hinzu kommt die lange Akkulaufzeit von bis zu 24 Stunden, das robuste Gehäuse, der Wasserschutz und die schlichte elegante Optik.

Auch der Preis ist mit 50€ recht fair angesetzt.

Kurzum, Ihr sucht einen Bluetooth Lautsprecher für den Hobbyraum, das Kinderzimmer, die Küche oder für unterwegs?

Dann ist der Anker SoundCore 2 aktuell vermutlich das beste Modell, sofern Ihr nicht deutlich mehr ausgeben wollt.

 

Wie sieht es im Vergleich zum Anker SoundCore 1 aus? Würde sich hier vielleicht sogar ein Upgrade lohnen? Auf den ersten Blick dachte ich „mit Sicherheit nicht“  jedoch liegen zwischen beiden Lautsprechern klanglich Welten!

Es ist unglaublich wie weit wir in ca. einem Jahr gekommen sind. Die Höhen beider Lautsprecher sind sehr ähnlich aber beim Bass gibt es massive Unterschiede. Der SoundCore 1 war was den Bass angeht nie der aller stärkste Bluetooth Lautsprecher, der SoundCore 2 macht dies sehr viel besser! Der Bass ist hier deutlich stärker und tiefer.

Anker SoundCore 2 und Anker SoundCore Vergleich

Sagen wir es so die 10€ Aufpreis ist der SoundCore 2 definitiv Wert! Selbst wenn der Unterschied auf 15€ ansteigen sollte, würde ich weiterhin zum SoundCore 2 raten. Es ist also schon ein großer Unterschied vorhanden zwischen den beiden.

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Der Corsair T1 Race Gaming Schreibtischstuhl im Test, ein holpriger Start!?

Der T1 Race ist Corsairs erster und bisher einziger Gaming Schreibtischstuhl. Damit ist Corsair recht spät dran, denn gefühlt sind auf dem Markt bereits ausreichend viele Hersteller vertreten.

Jedoch hatten Corsair Produkte in der Vergangenheit oft etwas besonderes, oftmals auch einen Markt beeinflussenden Charakter.

Wie sieht es beim T1 Race aus? Ist dies DER Gaming Schreibtischstuhl? Es gibt nur einen Weg dies herauszufinden!

Wie wird sich der neue Corsair T1 Race im Test schlagen?

 

Lieferumfang und Zusammenbau

Wie es sich gehört legt Corsair alles bei was zur Montage des T1 Race benötigt wird, inklusive Werkzeug und zweier „Bonus Schrauben“.

An sich verläuft die Montage des T1 Race wie die aller anderen Gaming Schreibtischstühlen. Die Rückenlehne muss an das Sitzkissen geschraubt werden, das Sitzkissen an die Halterung für die Gasdruckfeder, die Rollen an das Fußkreuz, die Gasdruckfeder in das Fußkreuz und alles zusammenstecken.

    

Klingt so zusammengefasst sehr kompliziert, ist es aber nicht. Sämtliche Schrauben sind sogar in den jeweils passenden Löschern vormontiert, Ihr müsst Euch also nicht mal Sorgen machen die passenden Schrauben zu finden.

 

 

Leider gab es jedoch ein kleines „Problem“. Diese verdammten Rollen wollten einfach nicht in das Fußkreuz. Gerade eine wolle überhaupt nicht und konnte erst mit WD40 und Gewalt überredet werden zu passen. Vielleicht einfach ein Montagsmodell?

 

Wie üblich legt Corsair ein Rückenkissen und ein Nackenkissen mit ins Paket.

 

Der Corsair T1 Race im Test

Der Corsair T1 Race ist aktuell in fünf Farben erhältlich, komplett schwarz oder jeweils mit weißen, gelben, blauen oder roten Akzenten.

Ich habe mich für schwarz/rot entschieden, was durchaus schick aussieht. Corsair setzt beim T1 Race allerdings auf eine etwas auffälligere Optik, wahrlich dezent ist der T1 nicht.

Der innere Teil des Stuhls ist mit Kunstleder ausgekleidet, welches eine genähte Wabenstruktur besitzt. Diese Struktur sorgt für eine verbesserte Belüftung und verhindert, dass der Stuhl an Euch kleben bleibt.

Die Armlehnen und auch die Rückseite der Rückenlehne besitzt eine Carbon Struktur, womit sicherlich der Racing Charakter des Stuhls etwas unterstrichen werden soll.

Ebenso besitzt der T1 Race eine recht großes und auffälliges Corsair Branding.

Bei den Verstellmöglichkeiten finden wir das Übliche. Die Armlehnen lassen sich in vier Richtungen verstellen, rauf/runter, vor/zurück, links/rechts und drehen.

Die Rückenlehne lässt sich über einen Hebel in diversen Stufen bis zu 180Grad flachstellen. Natürlich bringt der T1 Race auch eine Höhenverstellung mit sich. Die Angaben auf der Corsair Webseite bezüglich der minimalen und maximalen Höhe scheinen aber falsch zu sein. Auf der niedrigsten Stufe konnte ich eine Sitzhöhe von ca. 45cm vom Boden messen und auf der höchsten Stufe ca. 54cm.

 

Qualitätseindruck

Für rund 350€ darf man einen Gaming Schreibtischstuhl erwarten der gebaut ist wie ein Panzer, etwas übertrieben gesagt.

Wie sieht es beim Corsair T1 Race aus? Um ehrlich zu sein, konnte mich der T1 Race in diesem Punkt nicht beeindrucken.

Die Innenkonstruktion ist zwar auch hier Metall aber es gibt ein paar Punkte, welche meine Stirn zum Runzeln gebracht haben.

Es ist nicht davon auszugehen, dass Corsair selbst über Fertigungsanlagen für „Gaming Schreibtischstühle“ verfügt. Diese werden mit Sicherheit von einem asiatischen Fertiger hergestellt, vermutlich vom selben Fertiger wie die Modelle von DXRacer, AKRacing, Noble Chairs usw.

Natürlich gibt es hier diverse „Anpassungen“ von Modell zu Modell aber auch zwischen dem Corsair T1 Race und beispielsweise dem DXRacer Formular sind vom Aufbau einige parallelen zu erkennen, welche vermutlich mehr als Zufall sind.

Corsair T1 Race 350€
DXRacer Formula 200€, sehr ähnlicher Aufbau

Jedoch wirkt es so, als hätte Corsair seinen T1 Race auf dem 250€ Basis Modell aufgebaut. Wie komme ich zu dieser Einschätzung? Das offensichtlichste ist sicherlich das Fußkreuz, es ist beim T1 Race aus Plastik. Bei jedem anderen mir bekannten Gaming Schreibtischstuhl über 250€ ist dieses aus Metall.

Es handelt sich um robustes Plastik, ich nehme nicht an, dass dieses brechen wird, aber dennoch der T1 Race ist kein „Budget“ Stuhl. Auch die Konstruktion der Armlehnen wirkt mäßig gut.

Die Armlehnen sind auf einer Platte verschraubt, welche lediglich an der Hinterseite mit dem Grundgerüst verschweißt ist. Ähnliches wurde auch beim Noble Chairs EPIC gemacht, aber da wurde wenigstens die Vorderseite der Halterung arretiert.

Ich denke erneut nicht, dass dies ein großes Problem ist, sofern man sich nicht mit 100KG+ auf die Armlehnen stützt.

Der Wipp- Mechanismus ist hier auch der „billige“ welcher aber seitens Corsair etwas verfeinert wurde, dazu später mehr. Allerdings mein T1 Race quietschte von Haus aus etwas.

Wenn ein Stuhl ein paar Monate auf dem Buckel hat, ist das Okay aber neu sollte das eigentlich nicht sein. Das sind, so die kleinen Dinge die mich stören vor allem beim hohen Preis. Jedoch gibt es auch positive Dinge.

Der Verstellmechanismus für die Rückenlehne wirkt unheimlich gut und hochwertig. Auch die Armlehnen bzw. deren Verstellbarkeit sind wirkt gut gemacht. Zu guter Letzt das Kunstleder wirkt ebenfalls sehr hochwertig und recht dick.

Kurzum der Corsair T1 Race ist sicherlich ein stabiler Stuhl. Dieser ist auch für 120KG zugelassen, was schon ordentlich ist. Ich habe hier keine Zweifel, dass bei halbwegs guter Behandlung, dieser sicherlich einige Jahre hält. Jedoch wirkt er von der Materialwahl eine Stufe kleiner als man es für 350€ bei der Konkurrenz bekommt.

Ein kleiner Auto Vergleich, auf mich wirkt der T1 Race, als hätte Corsair einen Audi A3 gekauft, etwas getunt und dann zum Preis vom Audi A6 verkauft.

Für rund 350€ bekommt man beim Maxnomic Office Comfort oder auch beim Noble Charis EPIC gefühlt einen Stuhl einer Klasse höher.

 

Wie sitzt es sich auf dem Corsair T1 Race?

Ich glaube, es ist nicht deutlich, genug zu sagen, dass der Corsair T1 Race nur etwas für schlanke bis „normal“ gebaute Menschen ist! Ich mit ca. 1,84m und 90-100KG passe gerade so auf den Stuhl.

Warum? Wie die meisten Racing Gaming Schreibtischstühle besitzt auch der T1 Race seitliche Flügel, welche dem Nutzer Halt geben sollen. Je nach Gaming Schreibtischstuhl sind diese Flügel aber etwas breiter, etwas schmäler usw.

Beim T1 Race sind die Flügel ziemlich steil gestellt und auch ziemlich schmal. Auf Bauch/Hüfthöhe bietet der Corsair T1 Race gerade mal 28-30cm Abstand zwischen den Flügeln! Auf Schulterhöhe bietet dieser etwas mehr Raum.

Wie sitzt es sich aber nun auf dem Corsair, wenn man nicht zu breit ist? Der T1 Race ist ein mittel hart gepolsterte Stuhl, man sitzt also nicht wie auf Wolken aber auch nicht wie auf einem Brett. Hierbei gibt der Stuhl einem sehr viel seitlichen Halt, schräg auf diesem Sitzen ist nicht möglich.

Das hat natürlich auch seine Vorteile. Man sitzt sehr konzentriert auf dem T1, ideal fürs Gaming. Auch ist ein langes Sitzen auf dem T1 Race problemlos möglich. 8 Stunden am Stück ohne Ermüdungserscheinungen? Kein Problem! Aufgrund der nicht zu harten oder zu weichen Polsterung ist es fast unmöglich den T1 Race durchzusitzen.

Hierbei gefällt mir auch die Form und die Größe des Sitzkissens sehr gut. Zwar ist dieses auch recht klein aber für meine Größe ideal. Ich hatte bisher keinen Gaming Schreibtischstuhl welcher sich von seiner Form so gut an mein Gesäß anschmiegte wie der Corsair T1 Race.

Bonus Punkte gibt es für den Kippel-Mechanismus. Was ist der Kippel-Mechanismus? Dieser Mechanismus wird auch gerne Wipp Funktion genannt.

Hierbei ist es möglich den Stuhl leicht in die Schräge zu verlagern, was ein sehr von mir geschätztes Feature ist. Man kann also mit dem Corsair T1 Race ein wenig „kippeln“ bzw. wie in einem Schaukelstuhl schaukeln. Das ist natürlich Geschmackssache aber ich finde es außerordentlich angenehm mich zurücklehnen zu können und ein Stück in die Schräge zu kippen was ein deutlich entspannteres Sitzen ist.

Die meisten „Gaming Schreibtischstühle“ besitzen solch ein Feature. Im Großen und Ganzen gibt es hier zwei Umsetzungen, die „günstigere“ und die „teurere“.

Die Günstigere kommt bei den meisten kleineren Stühlen zum Einsatz und ist eher mäßig komfortabel da ein Abstoßen vom Boden nötig ist um sich schräg zu stellen. Bei dem teureren Mechanismus fällt der Stuhl nach hinten ab, das Verlagern des Gewichts reicht für das Kippeln aus.

Zum Vergleich der „hochwertigere“ Kippmechanismus

Corsair nutzt beim T1 Race den „günstigeren“ Mechanismus, welcher jedoch modifiziert wurde. Corsair hat hier anscheinend eine Feder verbaut, welche das Kippeln wesentlich einfacher gestaltet.

Solltet Ihr dieses Feature nicht wollen, kein Problem der Stuhl lässt sich auch feststellen.

Bonuspunkte gibt es ebenfalls für die Armlehnen, welche von der Höhe und der Breite ziemlich Ideal sind. Diese lassen sich natürlich verstellen, jedoch ist die minimale und maximal Höhe sehr gut gewählt.

Kurz zusammengefasst man sitzt sehr gut auf dem Corsair T1 Race und das auch über längere Zeit. Wer täglich x Stunden vor dem PC sitzt wird den T1 Race lieben!

Fazit

Der Corsair T1 Race ist ein Guter Gaming Schreibtischstuhl, welchen ich jedoch nur sehr bedingt empfehlen kann!

Warum? Der T1 Race ist zu teuer! Corsair verlangt hier aktuell 350€, das ist für einen Gaming Schreibtischstuhl schon Oberklasse, jedoch wirkt der T1 Race für mich wie ein „Einsteigerklasse“ Modell.

Es sind viele Kleinigkeiten, welche zu diesem Eindruck führen. Das wäre unter anderem die Materialwahl. Bei einem 350€ Schreibtischstuhl auf ein Plastik Fußkreuz zu setzen ist merkwürdig, normalerweise findet man ab 250€ nur Fußkreuze aus Metall. Auch die Halterung für die Armlehnen wirkt nur mittelmäßig robust. Hinzu kommt der billigere Kippelmechanismus und die Form.

Der Corsair T1 Race ist NUR etwas für sehr schmale Nutzer! Ich mit 1,8xm und 90-100KG passe gerade so in den Stuhl. Ich habe nun im letzten halben Jahr rund 8 Gaming Schreibtischstühle zum Testen hier gehabt und der Corsair ist der mit Abstand schmalste.

Selbst ein DXRacer Formula (kleinste Serie von DXRacer) ist breiter.

Ich will aber auch den Corsair T1 Race nicht schlecht reden, das wäre nicht richtig. Wenn man die passenden Maße für den T1 Race hat, ist dieser sehr bequem! Auch die Optik ist einfach klasse.

Es gibt auch hier und da ein paar spezielle Corsair Features welche man so bei anderen Modellen nicht findet. Dies wären die Gummirollen und auch die modifizierte Wippfunktion.

Auch die grundsätzliche Verarbeitung ist tadellos. Ich habe keine Zweifel das der T1 Race viele Jahre halten wird.

Jedoch zahlt man bei diesem Gaming Stuhl einfach einen ca. 80-100€ Corsair Aufschlag!

Für knapp über 300€ bekommt man mit dem Noble Chairs EPIC einen doch noch deutlich besseren und auch etwas breiteren Gaming Stuhl welcher von seiner Verarbeitung einfach eine Stufe über dem Corsair ist.

Alternativ ist der DXRacer Formula für rund 200-260€ erhältlich und spielt auf einem ähnlichen Level wie der T1 Race.

Selbstverständlich sollte der Corsair T1 Race Euch gut gefallen, was die Optik angeht und Ihr mögt Corsair als Marke und seid nicht all zu breit, spricht natürlich nichts gegen den T1 Race.

Der Gaming Stuhl ist definitiv bequem und auch qualitativ ordentlich, nur etwas zu teuer verglichen mit der Konkurrenz.

Der Geheimtipp aus Asien, die FIIL DIVA Pro im Test! Bluetooth Kopfhörer mit ANC, App Unterstützung und lokalem Speicher!

FIIL bietet mit den DIVA Pro Bluetooth Kopfhörern sicherlich nicht das bekannteste Modell auf dem deutschen Markt an. Auch ich bin nur per Zufall über die DIVA Pro gestolpert, welche dann aber schnell mein Interesse erwecken konnten.

Bluetooth Kopfhörer mit aktivem Noise Cancelling, einer vollen App Unterstützung, Smart Feature, einem eingebauten Speicher und einer tollen Optik begegnet man nicht Allertage.

FIIL DIVA Pro Test Review

Kurzum habe ich mich dazu durchgerungen mir die Kopfhörer für rund 180€ aus Asien zu bestellen. Sind die FIIL DIVA Pro, welche ein Kickstarter Projekt waren, ein absoluter Geheimtipp oder blenden diese nur mit Ihren diversen Features über einen schlechten Klang hinweg?

Finden wir es im Test der FIIL DIVA Pro heraus!

 

Die FIIL DIVA Pro im Test

Die FIIL DIVA Pro sind recht minimalistische, aber wie ich finde sehr schick designte Kopfhörer. FIIL setzt bei den DIVA Pro auf eine recht runde Optik, im wahrsten Sinne des Wortes. Hierbei ist auf der Rückseite der Kopfhörer lediglich das recht dezent schicke FIIL Logo eingearbeitet.

Dieses Logo ist auf beiden Seiten sogar beleuchtet. Ist Euch dies zu viel, „schaut hin“ kann man die Beleuchtung in der App auch abschalten.

Bei den DIVA Pro handelt es sich um recht kleine Kopfhörer, welche eine gute Portabilität bieten. Erfreulicherweise hat FIIL sogar an einen klapp Mechanismus gedacht welcher ein noch platzspardenderes Verstauen der Kopfhörer erlaubt. Beim Material der Kopfhörer sehen wir keine großen Experimente, die DIVA Pro sind aus mattem Plastik gefertigt.

Lediglich die Scharniere sind aus Metall gearbeitet, was den Kopfhörern eine gewisse Robustheit verleiht.

Im Allgemeinen fühlen sich die FIIL DIVA Pro vernünftig an. Deutlich besser als Bose QC35, etwas schlechter als Sony MDR-100ABN.

Bei den Anschlüssen finden wir das übliche mit einem 3,5mm Eingang für eine kabelgebundene Nutzung und einem microUSB Port zum Aufladen des internen Akkus.

FIIL spricht hier von einer Laufzeit von bis zu 33 Stunden, dies ist aber etwas optimistisch. Praktisch werden wohl bei aktivem Noise Cancelling usw. eher 20-26 Stunden möglich sein.

Bei den Tasten finden wir lediglich zwei Stück an den Kopfhörern. Den Einschalter wie auch einen kleinen Schieberegler.

Dies ist nicht alles! Auf der Rückseite der rechten Ohrmuschel ist ein Touchpad integriert. Über dieses könnt Ihr diverse Gesten ausführen, um die Lautstärke anzupassen, vor- und zurückzuspulen usw.

Das Ganze funktioniert „okay“ allerdings bevorzuge ich im Allgemeinen Tasten.

 

Die App und sonstige Features

Ein wichtiger und großer Teil der FIIL DIVA Pro ist die FIIL+ App, welche für Android und IOS verfügbar ist.

Die FIIL+ App ist erfreulicherweise sehr gut aufgebaut und sortiert. Man findet sich ohne größere Probleme schnell zurecht.

 

Diese App bietet diverse Steuerungsmöglichkeiten für die Kopfhörer. Dies beginnt bei der Möglichkeit die Beleuchtung des FIIL Schriftzugs abzuschalten und endet bei diversen EQ Settings.

Auch lässt sich das automatische Pausieren und Fortsetzen der Musik beim Anlegen bzw. Ablegen der Kopfhörer aktivieren bzw. deaktivieren.

Auf die genauen EQ Einstellungen und Noise Cancelling Modi gehe ich aber später in den jeweiligen Kategorien ein.

Ein weiteres großes Feature der FIIL DIVA Pro ist der interne Speicher. Via PC, hier werden die Kopfhörer einfach als Wechseldatenträger erkannt, lassen sich Musik Dateien direkt auf die Kopfhörer Speichern.

Dies kann durchaus praktisch sein, sollte man beim Joggen sein Smartphone nicht mitschleppen wollen.

Der interne Speicher fällt mit 4GB nicht riesig aus, reicht aber ihm zumindest die wichtigsten Songs bei sich zu haben. Erstaunlicherweise unterstützen die FIIL DIVA Pro sogar FLAC Dateien und andere „exotischere“ Datenformate neben den klassischen MP3s.

 

Tragekomfort

Die FIIL DIVA Pro sind recht kompakte On-Ear Kopfhörer. Das heißt, diese umschließen Eure Ohren nicht, sondern liegen auf diesen auf.

Grundsätzlich finde ich Over-Ear Kopfhörern bequemer, das ist keine Frage. Jedoch hat FIIL hier viel richtig gemacht.

Die Polsterung der Kopfhörer ist ausreichend dick und weich. Zudem ist der Anpressdurck der Kopfhörer angenehm.

FIIL DIVA Pro Bild

Es handelt sich bei diesen eindeutig um die bequemsten On-Ear Kopfhörer, die ich bisher aufhatte. Auch verglichen mit diversen Over-Ear Kopfhörern schlagen sich die DIVA Pro ganz gut, was den Tragekomfort angeht.

Kurzum das On-Ear Design ist hier kein „No-Go“ für mich. Gerade im Outdoor Einsatz wie Bus und Bahn schlagen sich die Kopfhörer wirklich sehr gut, aufgrund der kompakten Größe und des recht guten Tragekomforts.

Wer allerdings Kopfhörer sucht, welche man entspannt 5 Stunden+ auf seinem Fernsehsessel tragen kann, sollte vielleicht doch zu größeren Modellen greifen.

 

Noise Cancelling

Aktives Noise Cancelling ist aktuell der größte Trend bei Bluetooth Kopfhörern. Hierbei werden die Außengeräusche über Mikrofone aufgezeichnet und dann von den Kopfhörern in Echtzeit ausgeglichen.

Dies kann bei einer guten Umsetzung dazu führen das Außengeräusche sehr Stark ausgeblendet werden.

Auch die FIIL DIVA Pro verfügen über aktives Noise Cancelling, wie gut ist dieses? FIIL selbst spricht von einer Filterung von bis zu 28db. Dies ist etwas hochgegriffen, aber praktisch ist das Noise Cancelling gut bis sehr gut!

Außengeräusche werden wirklich recht stark ausgeblendet, gerade wenn es sich um Geräusche wie von Motoren oder Lüftern handelt.

FIIL DIVA Pro Bild

Dieses Brummen wird fast komplett herausgefiltert. Andere Geräusche wie Stimmen usw. hingegen werden nur etwas gedämpft. Dies ist völlig normal für Noise Cancelling Kopfhörer und selbst die besten schaffen es nicht alle Geräusche zu entfernen.

Erfreulicherweise gehören die FIIL DIVA Pro sogar zu den besseren wenn nicht sogar zu den besten Noise Cancelling Bluetooth Kopfhörern. Zwar können diese nicht ganz mit den Bose QC35 mithalten sind aber schon recht nah dran. Leider produzieren die DIVA Pro ein leichtes weißes Rauschen, welches aber nur bemerkbar ist, wenn gerade keine Musik spielt.

Ein Punkt in welchem die DIVA Pro den Bose QC35 allerdings eins voraushaben ist die anpassungsfähig. Das Noise Cancelling lässt sich nicht nur an und ausschalten, sondern auch verstellen. Beispielsweise gibt es einen Modus in welchem versucht wird Stimmen besser hindurch zu lassen und ein Modus, in welchem Außengeräusche nicht herausgefiltert werden, sondern verstärkt werden.

Klingt im ersten Moment dämlich ist aber in der Praxis durchaus nützlich, wenn man in der Bahn auf eine Durchsage wartet und gleichzeitig Musik hört.

Kurzum das Noise Cancelling der FIIL DIVA Pro taugt!

 

Klang

Gerade auf den Klang war ich sehr gespannt. Die FIIL DIVA Pro sind nicht günstig, gerade für Kopfhörer welche aus Asien kommen, daher dürfen die Erwartungen schon etwas höher ausfallen.

Diese Erwartungen bei einem Preis von knapp unter 200€ wurden von den FIIL DIVA Pro bei weitem übertroffen!

Das Wichtigste vorweg, die FIIL DIVA Pro sind anpassbar! In der App findet Ihr einen recht einfachen EQ welcher das Boosten von Höhen oder dem Bass erlaubt.

Auch lässt sich ein 3D Klang Feature hinzuschalten. Für Folgendes bleibe ich primär im „Normalen“ Modus.

Wie klingen die DIVA Pro?

Toll! FIIL nutzt ein recht „normale“ Klangsignatur, welche eigentlich immer passt. Heißt, die Kopfhörer besitzen einen leicht angehobenen Bass aber ansonsten einen recht klaren Klang mit sauberen Höhen, welche aber nicht übermäßig scharf sind.

Kurzum die übliche „spaßige“ Klangsignatur.

Im Detail, der Bass der DIVA Pro hat einen sehr guten Punch inne, drängt sich aber nicht zu sehr in den Mittelpunkt. Hierdurch wirkt der Klang nicht überschattet vom Bass aber dennoch sehr lebendig und vorantreibend.

FIIL DIVA Pro Test

Der Bass besitzt ebenfalls einen recht guten Tiefgang, klingt also durchaus hochwertig.

Die Höhen sind absolut sauber und klar. Allerdings auch nicht die aller brillantesten. FIIL hat vermutlich versucht die Höhen etwas abzurunden um diese angenehmer zu gestalten, was auch gelungen ist.

Die Mitten sind unauffällig gut. Stimmen werden korrekt dargestellt, wobei man auch merkt, dass hier sicherlich auch keine „Fokussierung“ stattfindet.  Die FIIL DIVA Pro sind allerdings auch nicht dünn in der Mitte, wenn auch diese etwas in Richtung Badewanne gehen, also mit starken Bässen und Höhen.

Hierdurch besitzen die Kopfhörer eine unheimlich starke Dynamik und einen sehr lebendigen Klang.

Musik macht Spaß mit den FIIL DIVA Pro!

Bass Fans werden bei den Kopfhörern allerdings auch auf Ihre Kosten kommen. Geht in die App und schaltet den EQ auf „Bass“. Dies machen die Kopfhörer sehr gut! Zum einen ist der EQ global und wird auf alle Musik angewendet, zum anderen scheinen die Treiber den erhöhten Bass gut zu vertragen.

Der Bass Modus verpasst den DIVA Pro ein Hauch mehr Bass(was eine Überraschung). Höhen und Mitten werden kaum bis gar nicht verändert. Das ist sehr wichtig! Oftmals neigen solche Bass Modi Kopfhörer matt klingen zu lassen, das ist hier nicht der Fall.

Der Bass der FIIL DIVA Pro bekommt einfach einen Hauch mehr Kick als im normalen Modus. Im ersten Moment ist der Unterschied recht dezent aber dieser Hauch mehr Bass reicht die Kopfhörer ein gutes Stück zu verändern. Die DIVA Pro schaffen es nun die Ohren sogar leicht zum Vibrieren zu bekommen.

FIIL DIVA Pro Test

Das Ganze klingt erfreulicherweise nicht unnatürlich oder gezwungen. Die Kopfhörer nehmen den mehr Bass sehr gut an und punkten weiterhin durch einen hervorragenden Tiefgang, welcher sich sogar gefühlt noch etwas verbessert.

Kurzum für alle Nutzer, die etwas mehr Bass mögen, ist der Bass Modus perfekt! Es klingt so als wären die Kopfhörer für diesen gemacht.

Ähnliches gilt auch für den „Höhen Modus“ welcher die Höhen boostet anstelle des Basses.

Klanglich sind die DIVA Pro soweit also tadellos, jedoch eine kleine Schwäche haben diese. Die räumliche Darstellung bzw. die Bühne ist relativ klein.

Dies liegt vermutlich am kompakteren On-Ear Design, welches einfach Probleme hat einen „Raumfüllenden“  bzw. Ohrfüllenden Klang zu Produzieren.

Um diese Schwäche etwas zu beheben, hat FIIL den DIVA Pro einen 3D Sound Modus verpasst. Dieser lässt sich in mehreren Stufen über die App zuschalten.

Wie bei den meisten 3D „Souround“ Features, welche simulieren sollen, das Eure Musik in einer Konzerthalle usw. abgespielt wird, ist das ganze Geschmackssache.

Ich bin kein Fan von 3D Sound, gerade bei Musik. Jedoch ist die Umsetzung bei den FIIL DIVA Pro gut. Ich will nicht sagen, dass man sich fühlt, als wäre man mitten in einem Konzert aber gerade die kleinste Stufe, „Wohnzimmer“, gibt dem Klang etwas mehr Tiefe ohne dabei wie ein Software Feature oder ein Audio Filter zu klingen.

Also ja erneut ein gut umgesetztes Feature!

In welcher Musik fühlen sich die FIIL DIVA Pro wohl? Grundsätzlich in jeder Musik welche von einem leicht angehobenen Bass profitiert. Also beispielsweise die normale Pop Musik. „Something Just Like This“ von The Chainsmokers klingt beispielsweise erstklassig mit den DIVA Pro. Dies gilt auch für andere Musikrichtungen wie Elektro, Witchcraft von Pendulum wäre ein gutes Beispiel für einen Titel, welcher sehr echt und lebendig mit den Kopfhörern klingt, oder auch Rock und Metal, sofern Ihr einen etwas tiefere Drums mögt.

Abschließend wie ist der Klang der FIIL DIVA Pro, auch verglichen mit anderen High End Bluetooth Kopfhörern, einzuschätzen?

Das ist eine nicht ganz leichte Frage, grundsätzlich klingen die FIIL DIVA Pro hervorragend, aber sie klingen etwas anders als beispielsweise Bose QC35. Dies liegt primär an dem On-Ear gegen Over-Ear Design.

Dies ist ähnlich wie bei in-Ears welche immer etwas anders klingen als große Kopfhörer, egal wie gut die in-Ears sind. Ich kann den FIIL DIVA Pro schon einmal den Punkt geben das dies die besten On-Ear Kopfhörer sind, welche ich jemals gehört habe!

Und ja die FIIL DIVA Pro können auch mit Bose und Sony ganz oben mitspielen, ob ich diese jetzt oberhalb der QC35 oder MDR-100ABN einordnen würde ich schwer zu sagen, vermutlich aber eher nicht. Wir sind hier in einem Bereich in dem es weniger um den objektiven Klang geht, sondern viel mehr um den persönlichen Geschmack.

Hier haben die DIVA Pro aber den Software Vorteil welcher eine bessere Anpassung an Eure Vorlieben erlaubt.

Sprachansagen

Kleine Anmerkung, die FIIL DIVA Pro besitzen viele und auch recht ausgiebige Sprachansagen. In der Regel ist dies etwas, was mich sehr stört, gerade bei asiatischen Kopfhörern.

Jedoch merkt man das FIIL sich hier deutlich mehr Mühe gegeben hat! Zwar hat die Sprecherin einen leichten asiatischen Akzent bei ihrer Englischen Aussprache aber die Stimme ist sehr angenehm und auch qualitativ sehr hochwertig aufgezeichnet.

 

Fazit

WOW! Ich habe bei den FIIL DIVA Pro mit viel gerechnet aber nicht damit. Ich hatte offen zugegeben etwas Angst das die FIIL DIVA Pro „Blender“ sind welche schön aussehen, vollgepackt mit Features sind aber schlecht klingen.

Klar FIIL ist kein bekannter Hersteller, wie soll dieser das „Engineering“ haben mit den großen mitzuhalten?

Aber irgendwoher haben sie es, denn die FIIL DIVA Pro sind fantastisch! Damit meine ich nicht nur den klaren, dynamischen Klang, welche ganz oben mitspielt, sondern auch die Optik, die Verarbeitung, die Akku Laufzeit und nicht zu letzt die wirklich grandiose App.

Das Wichtigste ist hier aber das alleine der Klang die 180€ Wert ist, wenn man so will sind die ganzen anderen Features wie integrierter Speicher oder die extrem nützliche App „Boni“.

Klar die FIIL DIVA Pro sind On-Ear Kopfhörer, welche nichts für jeden sind, jedoch es sind die mit Abstand  am besten klingenden und komfortabelsten on-Ear Kopfhörer, welche ich bisher aufhatte.

Selbst verglichen mit den „großen“ Bose QuietComfort 35, Sony MDR-100ABN, Plantronics Backbeat Pro 2 usw. können die DIVA Pro mithalten.

Klanglich ist kein all zu großer Unterschied vorhanden (die Bose und Sony klingen etwas „breiter“ und in den Höhen etwas klarer), die DIVA Pro haben duzende Features mehr, eine Welten bessere App und selbst das Noise Cancelling, was die große Stärke der Bose ist, ist bei den DIVA Pro ebenfalls sehr stark!

Ich glaube ich habe genug geschwärmt, aber das ist meine Reaktion, wenn ich von einem Produkt maßlos überrascht werde. Nach unseren europäischen Standards könnte man vermutlich an die FIIL DIVA Pro ein 299€ Preisschild packen und die Kopfhörer wären immer noch für das Geld top!

 

Solltet Ihr etwas experimentierfreudig sein kauft die FIIL DIVA Pro! Es lohnt sich wirklich! Klar warum solltet Ihr mir trauen, leider gibt es noch nicht so viele andere Tests zu den FIIL DIVA Pro, aber hier ein paar Englische:

[Review] FIIL Diva PRO: Sonically Superior. Technologically Advanced!
FIIL Diva Pro Review: Wireless Headphones From The Future
Fiil Diva wireless headphones review

 

Der Anker SoundCore Pro im Test, der Bass stärkste Bluetooth Lautsprecher für 100€ (2017)!

Der SoundCore Pro ist Ankers neuster Bluetooth Lautsprecher und soll durch einen High Definition Klang wie auch eine patentierte BassUp Technologie punkten können.

Es ist natürlich keine große Überraschung, dass Anker seinen neusten und auch größten Bluetooth Lautsprecher sehr vollmundig bewirbt. Aber grundsätzlich ist Anker mittlerweile ein so großer und guter Hersteller, dass dies vielleicht nicht nur leere Worte sind.

Der neue Anker SoundCore Pro im Test

Wollen wir uns doch einmal im Test anschauen wie gut der neue Anker SoundCore Pro klingt! Kann dieser seinen Preis von rund 100€ wirklich rechtfertigen? Finden wir es heraus!

 

Der Anker SoundCore Pro im Test

Der Anker SoundCore Pro ist ein mittelgroßer Bluetooth Lautsprecher. Dieser ist ein Stück länger als ein normales Smartphone und ungefähr gleich hoch. Die Dicke ist natürlich beim SoundCore Pro etwas höher.

Anker SoundCore Pro Test

Damit ist dieser immer noch portabel genug in einem Rucksack transportiert zu werden, aber groß genug das man einen guten Sound erwarten kann.

Der Lautsprecher nutzt hierbei einen klassischen Stereo Aufbau. Die Treiber des SoundCore Pro sind also auf der Front unter einem metallenem Gitter zu finden, welches sich einmal komplett um den Lautsprecher zieht.

Anker SoundCore Pro Test

Interessanterweise nutzt Anker beim SoundCore Pro gleich vier aktive Treibereinheiten. Zwei dieser Treiber Einheiten sind reine Hochtöner, die beiden anderen „Full Range Treiber“. Ich nehme aber an, dass sich diese beiden größeren Treiber primär um Mitten und Bässe kümmern werden.

Auf der Rückseite sind zudem zwei passive Treibereinheiten zu finden. Was sind passive Treibereinheiten? Hierbei handelt es sich um „normale“ Lautsprecher Treiber welche über keine Elektronik verfügen und sich nur passiv mitbewegen.

Warum nutzt man so etwas? Lautsprecher benötigen Öffnungen um den internen Druck auszugleichen, bei normalen Lautsprechern passiert dies über sogenannte „Bass Reflex Rohre“. Passive Radiatoren machen einen ähnlichen Job wie ein Bass Reflexrohre. Jedoch helfen passive Radiatoren besser bei hohen Lautstärken als Bass Reflexrohre (diese verhindern einen zu starken Ausschlag der Membran).

 

Die Tasten des Anker SoundCore Pro sind auf dessen Oberseite zu finden. Hier befindet sich der Einschalter, Lauter, Leiser, eine Multifunktionstaste und eine gesonderte Bluetooth Taste. Die Multifunktionstaste kann hierbei Musik pausieren und fortsetzen wie auch Anrufe annehmen oder einen Titel vorspulen. Ebenfalls auf der Oberseite ist ein NFC Kontaktpunkt zu finden.

Die Anschlüsse sind auf der Rückseite des SoundCore Pro zu finden. Diese werden von einer Gummiklappe geschützt. Anker verspricht, dass der Anker SoundCore Pro „IPX4 wasserfest“ ist. IPX4 = Schutz gegen allseitiges Spritzwasser

Ein kleiner Regenschauer oder eine feuchte Wiese sollte dem SoundCore Pro also nicht gefährlich werden.

Unter der Klappe ist ein microUSB Port, ein normaler USB Port und ein AUX Eingang zu finden. Ganz interessant der SoundCore Pro verfügt auch über eine Powerbank Funktion, welche hier sogar Sinn macht.

Der interne Akku des Lautsprechers fasst laut Hersteller satte 8000mAh (6680mAh Nutzbar), kann also problemlos ein Smartphone aufladen und immer noch für einige Stunden Musik sorgen. Auch der USB Ausgang ist mit 2A stark genug für ein ordentliches Ladetempo zu sorgen.

Anker SoundCore Pro Test Anschlüsse

Mit ebenfalls 2A ist auch der microUSB Eingang ordentlich dimensioniert. Mit einem guten Ladegerät ist der Lautsprecher in ca. 4 Stunden wieder von 0 auf 100%.

Natürlich braucht der Lautsprecher auch ordentlich Saft, daher kommt dieser trotz eines so großen Akkus nur auf 18 Stunden Akku Laufzeit. Wobei nur ist sehr relativ, denn 18 Stunden bzw. 12-16 Stunden welche ich eher erreichte, sind immer noch verdammt ordentlich!

 

Klang

Das A und O bei einem Bluetooth Lautsprecher ist selbstverständlich der Klang. Wie sieht es hier beim Anker SoundCore Pro aus?

Das Erste was sicherlich beim SoundCore Pro auffällt ist der Bass. Der kleine Lautsprecher besitzt einen ordentlichen Punch!

Für seine Größe ist dieser sicherlich einer der Bass mächtigsten Lautsprecher, der mir bisher begegnet ist. Der SoundCore Pro produziert hierbei einen recht kompakten, mangels größerem Volumen, aber tiefen Bass.

Der SoundCore Pro kann auch durchaus eine Tischplatte zum Vibrieren bringen. Gerade in einem Abstand von bis zu 2 Metern hat man einen richtig „geilen“ Bass. Bei einer größeren Distanz beginnt natürlich der Bass immer mehr im Raum zu verpuffen, ein Wohnzimmer gleichmäßig zu beschallen ist also auch hier nur sehr bedingt möglich, das ist aber natürlich bei den allermeisten Bluetooth Lautsprechern so der Fall.

Gerade wenn man den Lautsprecher in der Hand hält, ist es beeindruckend, welche Kraft dieser entwickelt!

Wie siehts abseits vom Bass aus? Anker hat dem SoundCore Pro zwei separate Hochtöner spendiert, daher sollten klare Höhen ja an sich keine Überraschung sein.

Jedoch ist dies nur etwas bedingt der Fall. Der SoundCore Pro ist ganz klar eher wärmer ausgelegt. Das Problem ist hier primär die Direktionalität, sitzt man gerade vorm Lautsprecher bekommt man klare Höhen und satte Bässe, sitzt/steht man schrägt zum Lautsprecher verfliegen die Höhen etwas und lediglich der Bass kommt noch voll durch.

Ich denke aber, dies ist nur ein kleines Problem. Wenn man Musik „Genießen“ will, hat man normalerweise seinen Lautsprecher korrekt ausgerichtet, ist man in der Küche und arbeitet nebenbei stört es meist auch nicht, wenn die Höhen nicht ganz klar sind.

Die Mitten sind wie auch der Bass ziemlich stark beim Anker SoundCore Pro. Der Lautsprecher klingt schön voll und lebendig. Auch Stimmen werden gut und klar abgebildet.

Probleme mit einer hohen Lautstärke hat der SoundCore Pro im Übrigen auch nicht. Allerdings merkt man ab einem gewissen Punkt, dass der Bass nicht weiter verstärkt wird. Ab diesem Punkt werden dann nur noch die Höhen und Mitten lauter, dieses Verhalten verhindert das Übersteuern des Basses.

Allgemein um eine kleine Party zu beschallen taugt der Anker SoundCore Pro, erwartet natürlich nicht das dieser die Wände zum Wackeln bringt. Um eine richtige Party zu beschallen braucht man schon etwas wie den Teufel Boomster, aber da ist man schon in einer anderen Klasse Bluetooth Lautsprecher.

Ich denke man kann ohne Probleme sagen das alle Bluetooth Lautsprecher der 50€ Preisklasse im direkten vergleich mit dem SoundCore Pro plötzlich sehr viel Trauriger Klingen. Dies gilt auch für Ankers eigene Lautsprecher wie dem SoundCore, der Sprung zum SoundCore Pro ist durchaus ordentlich.

 

Auch die aller meisten Bluetooth Lautsprecher der 100€ können nicht mit dem SoundCore Pro mithalten, gerade was den Bass angeht. Vielleicht am ehesten wäre hier der Anker A3143 Premium/ TaoTronics TT-SK06 zu nennen, welche aber im direkten Vergleich deutlich dumpfer klingen.

Kurzum ich bin hier sehr zufrieden, was Anker abgeliefert hat! Auch war die Bluetooth Verbindung sehr stabil und Qualitativ tadellos! Musik klingt aus dem SoundCore Pro nicht komprimiert oder in irgendeiner Art und Weise verfälscht. Rauschen ist ebenfalls nicht hörbar!

 

Fazit, der Bass stärkste Bluetooth Lautsprecher von Anker!

Der Anker SoundCore Pro ist ohne Frage Ankers bester und mächtigster Bluetooth Lautsprecher! Es ist erstaunlich, wie Anker es geschafft hat so viel Bass in solch einen kleinen Lautsprecher zu packen.

Der SoundCore Pro liefert für seine Größe einen unheimlich mächtigen und kraftvollen Bass, vermutlich sogar den besten, welche ich bei einem Lautsprecher dieser Klasse gehört habe!

Anker SoundCore Pro Test

Aber auch die Höhen und die Mitten sind gut, der SoundCore Pro sorgt also nicht nur für einen dumpfen wummernden Klang. Hier muss man aber auch dazu sagen, dass der Lautsprecher in diesem Punkt recht direktional spielt.

Ansonsten ist die Bluetooth Verbindung sauber, die maximale Lautstärke ordentlich und auch die Akkulaufzeit gut!

Hierbei ist es sogar möglich den SoundCore Pro als Powerbank zu verwenden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Bluetooth Lautsprechern mit einer ähnlichen Funktionalität bietet aber der SoundCore Pro genug Kapazität(8000mAh) das diese Funktion auch Sinn macht!

Anker SoundCore Pro Test

Hinzu kommt natürlich der Wasserschutz und die tolle Haptik.

Kurzum der Anker SoundCore Pro ist einer wenn nicht sogar der Bass stärkste Bluetooth Lautsprecher in der 100€ Preisklasse und generell eins der besten Modelle auf dem Markt!

Günstiger Gaming Schreibtischstuhl, der hjh OFFICE LEAGUE PRO im Test

hjh OFFICE bietet mit seinem LEAGUE PRO einen vergleichsweise günstigen „Gaming Chair“ an. Mit rund 199€ ist dieser tatsächlich recht günstig verglichen mit der großen Konkurrenz von Maxnomic, DXRacer und Co.

Dabei sind auf den ersten Blick nur wenig Unterschiede zu den populären Modellen zu erkennen, trotz des halben Preises.

Hier stellt sich natürlich die Frage taugt auch der hjh OFFICE LEAGUE PRO oder hat der Hersteller unter der Haube an wichtigen Dingen gespart um den Stuhl so günstig wie möglich zu machen?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Lieferumfang und Zusammenbau

Der hjh OFFICE LEAGUE PRO wird in einem sehr großen und etwas unhandlichen Karton geliefert. Bei solch einem großen Stuhl wird dies aber praktisch vermutlich kaum anders funktionieren.

Neben dem Stuhl liegen noch zwei Kissen für Rücken und Kopf mit im Lieferumfang. Trotz des günstigen Preises hat hjh OFFICE freundlicherweise sogar sämtliches Montagematerial (Schraubenzieher usw.) beigelegt.

Der Zusammenbau verläuft beim LEAGUE PRO ähnlich wie bei den meisten anderen „Gaming Chairs“. Heißt, Ihr müsst Rückenlehne, Fußkreuz und die Armlehnen selbst montieren. Die kurze Anleitung macht einen guten Job Euch durch diesen Prozess zu leiten.

Der ganze Vorgang war absolut problemlos, selbst für einen einzelnen Nutzer. Jeder Ikea Tisch ist hier schwerer zusammenzubauen.

Kurzum der Zusammenbau ist kein Problem!

 

Der erste Eindruck

Auf den ersten Blick teilt der hjh OFFICE LEAGUE PRO sehr viele Elemente mit anderen „Racing Style“ Schreibtischstühlen.

Auch hjh OFFICE setzt auf eine sehr hohe Rückenlehne mit Kopfstütze welche seitlich „Flügel“ hat. Diese Flügel sollen den Nutzer in einer etwas geraden Position halten und eine seitliche Unterstützung bieten, in einem Auto ist dies Natürlich wichtiger als an einem Schreibtisch.

Die Rückenlehne lässt sich mithilfe eines Hebels welcher auf der rechten Seite angebracht ist verstellen. Von fast schon unangenehm gerade bis liegend sind alle Positionen vorhanden. Der Mechanismus wirkt hierbei durchaus vernünftig und funktioniert relativ sanft.

Wie es sich für einen guten Schreibtischstuhl gehört, besitzt auch der LEAGUE PRO zwei Armlehnen. Bei diesen soll es sich laut Hersteller um „4D“ Armlehnen handeln. Mit 4D ist gemeint, dass diese sich in vier Richtungen verstellen lassen. Dies geschieht über diverse „Tasten“ an den Armlehnen, welche die Höhenverstellung, vor/zurück, Winkelverstellung usw. ermöglichen.

Die Armlehnen lassen sich also sehr gut an die eigenen Wünsche anpassen. Selbstverständlich ist der LEAGUE PRO auch in der Höhe verstellbar über einen kleinen Hebel an der Seite des Stuhls.

Beim Material setzt hjh OFFICE äußerlich auf Kunstleder. Farblich habt Ihr die Wahl zwischen schwarz / rot, blau / gelb, gold / silber, silber / gold und klassisch schwarz / weiß.

Das Kunstleder macht einen vernünftigen und ausreichend dicken ersten Eindruck. Nähte usw. sind auch gut und konstant verarbeitet.

Optisch kann man natürlich immer streiten, grundsätzlich finde ich jedoch, dass zumindest die schwarz / weiß Version sehr ordentlich aussieht. Der LEAGUE PRO springt einen visuell nicht direkt ins Gesicht, ist aber auch nicht völlig „unsichtbar“.

Es wird also gut die Wage zwischen „Gamer Like“ und „professionell“ gehalten.

 

Haptik, Verarbeitung und Qualität

Hier kommen wir langsam zu den Punkten wo man doch etwas den Preis des LEAGUE PRO erkennt.

Zuerst die Verarbeitung, erfreulicherweise habe ich hier allerdings nichts zu bemängeln. Diese ist tadellos! Nähte und auch die Plastikabdeckungen passen.

Aus reiner Sicht der Verarbeitung ist zwischen dem LEAGUE PRO und einem 300€ Gaming Chair kaum ein Unterschied zu erkennen.

Bei der Materialwahl allerdings schon eher.  Beginnen wir mit dem Offensichtlichsten, dem Grundgerüst. Im Gegensatz zu den meisten 200€+ Gaming Chairs nutzt hjh Office kein „Metallskelett“ bei seinem Stuhl sondern ein Holzgerüst.

Dies sieht man gerade beim Zusammenbau, denn die Unterseite der Sitzfläche ist eine Holzplatte.

Schlimm? Gute Frage! Hjh Office gibt die maximale Belastbarkeit des Stuhls mit 120KG an, was recht viel ist! Genau genommen ist dies für einen Stuhl dieser Preisklasse ziemlich viel.

Daraus entnehme ich, dass der Hersteller überzeugt von der Konstruktion ist. Ich habe zwar keinen Grund daran zu zweifeln aber solltet Ihr genau 120KG wiegen oder Eure Stühle besonders hoch belasten wäre ich vorsichtig.

Ich würde aber einmal schätzen, dass man bis 100KG auf dem Stuhl sicher im Rahmen ist was dieser auch langfristig aushält.

Ein weiter Qualitätsunterschied ist das Kunstleder. Beim Draufsetzen neigt dieses etwas zum Quietschen, wenn man einmal draufsitzt ist das allerdings kein Problem mehr. Jedoch so etwas hat man bei teureren Stühlen meist nicht. Das Kunstleder selbst ist im Übrigen vollkommen in Ordnung, auch wenn ich einen leichten Chemie Geruch am Anfang hatte, welcher aber nach einem Tag verschwunden war.

Zu guter Letzt die Rollen des Schreibtischstuhls wirken einfach etwas billiger und sind auch lauter beim Rollen.

Sagen wir es so, an sich klingt das ganze doch recht positiv, wenn man den günstigen Preis des Stuhls im Hinterkopf behält und ja das ist es auch!

Es gibt zwar noch ein paar kleinere Punkte wie das metallene Fußkreuz, welches im Inneren keine Querverstrebungen besitzt, jedoch im Großen und Ganzen gibt es in sehr vielen Punkten keine offensichtlichen Qualitätsunterschiede zu z.B. DX Racer Gaming Chairs.

Ich bin zum Beispiel überzeugt, dass es sich beim LEAGUE PRO um die gleiche Halterung für das Sitzpolster und die Gasdruckfeder handelt wie die der DXRacer Formula und Racing Series welche 200-300€ kosten.

Das meine ich ernst, ich vermute diese Metallkonstruktion kommt aus demselben Werk. Auch die Schrauben mit welchen beispielsweise die Armlehnen befestigt sind, besitzen eine ordentliche Stärke und Länge.

Natürlich es besteht eher die Gefahr, dass die Schrauben aus dem Holzbrett ausreißen aber dennoch, der hjh OFFICE LEAGUE PRO macht einen guten Eindruck, welcher gar nicht so viel schlechter ist als bei den 300€ Modellen.

 

Wie sitzt es sich auf dem hjh OFFICE LEAGUE PRO?

Kommen wir zum alles entscheidendem Punkt, wie sitzt es sich auf dem hjh OFFICE LEAGUE PRO?

Kurz einmal vorweg, ich bin rund 1,84m und Wiege 90+-10KG. Zusätzliche zu mir habe ich aber auch diverse Freunde und Familie auf dem Stuhl sitzen lassen um deren Meinung zu hören.

Wie üblich kommt es aber bei sowas doch sehr auf EUREN persönlichen Geschmack an.

Beginnen wir mit dem Grundsätzlichen. Der Stuhl ist angenehm von seiner Größe und breite. Der LEAGUE PRO ist beispielsweise ein gutes Stück breiter als ein DXRacer1 Formula. Hierdurch fühlt man sich wenig bis gar nicht beim Sitzen eingeengt. Auch die „Flügel“ der Rückenlehne sind weniger Aggressiv als bei vielen Konkurrenten und lassen dem Nutzer etwas mehr Luft.

Auch etwas breitere Nutzer werden also gut mit dem LEAGUE PRO klar kommen. Hierbei wirkt der Stuhl aber auch nicht riesig. Gerade kleinere Menschen werden sich auf diesem also nicht verloren vorkommen.

Das Sitzpolster, welches wie bereits erwähnt recht groß ist, ist relativ weich und stark gepolstert. Ich, wie auch die meisten meiner Probesitzer, fanden dies tendenziell angenehm.

Wer gerne weich sitzt wird mit dem LEAGUE PRO zufrieden sein.

Im Gegensatz zum Sitzkissen ist die Rückenlehne relativ hart. Gerade der Obere Rückenbereich könnte vielleicht einen Ticken mehr gepolstert sein. Auch ist die Unterstützung für den unteren Rückenbereich eher mäßig gut. Dies ist aber ein verbreitetes Problem bei Racing Stühlen.

Gegebenenfalls kann man das Ganze natürlich noch mit den beigelegten Kissen unterstützen. Ich mag allerdings diese Kunstlederkissen nicht so gerne, aber das ist Geschmacksache.

Was mich allerdings am meisten an der Rückenlehne stört ist die Naht in der Mitte. Diese ist gerade am Anfang spürbar. Im Laufe der Zeit vergisst man zwar, dass diese da ist, dennoch hätte man diese auch weglassen können, da es sich hierbei vermutlich um ein rein optisches Element handelt.

Grundsätzlich jedoch ist der hjh OFFICE LEAGUE PRO ein ziemlich bequemer Schreibtischstuhl! Die Rückenlehne erfordert ein wenig Gewöhnung, aber spätestens nach ein paar Stunden hat man sich an die etwas festere Lehne gewöhnt. Es war mir hier problemlos möglich 4+ Stunden am Stück auf diesem zu sitzen ohne Ermüdungserscheinungen.

Bonuspunkte bekommt der LEAGUE PRO auch für seine sehr guten Armlehnen welche sich in alle erdenklichen Richtungen an Euch anpassen können.

Ich denke die größte Stärke des LEAGUE PRO ist allerdings die Größe und Passform. Wie mir auch von diversen anderen Personen der 1,7-1,85m Größenklasse bestätigt wurde, sitzt es sich sehr gut im „Racing Seat“ ohne dass dieser einen „umarmt“ wie es viele DXRacer Stühle machen.

Gerade wenn die Rückenlehne leicht schräg gestellt wird ist der hjh OFFICE LEAGUE PRO sehr bequem!

Ein von mir sehr geschätztes Feature ist die „Kippelautomatik“. Bei der Kippelautomatik handelt es sich um ein Feature, welches erlaubt, dass der Stuhl beim Zurücklehnen leicht in die Schräge versetzt wird.

Die Stärke dieser Funktion lässt sich mithilfe eines Drehrads auf der Unterseite des Stuhls einstellen. Ich habe dies beim LEAGUE PRO auf sehr leicht gestellt da so die etwas härte Rücklehne etwas kompensiert wird.

Es gibt bei „Gaming Chairs“ zwei verschiedene Versionen von Kippelautomatiken. Die etwas einfachere Version und die komplexere. Erste kommt bei den meisten günstigeren Stühlen wie auch den meisten DXRacern und dem hjh OFFICE zum Einsatz. Der Nachteil ist hier, dass die Front des Stuhls beim Zurücklehnen hoch geht, wodurch das Kippen nicht so leicht zu halten ist da Eure Füße Euch wieder herunterziehen.  Bei der komplexeren Version kippt der Stuhl nach hinten weg, wodurch der Schwerpunkt anders liegt und man einfach durch verlagern des Gewichts das Kippeln auslösen kann.

Ich bevorzuge die komplexere Version, jedoch ist auch die einfachere besser als gar keine!

 

Fazit

Der hjh OFFICE LEAGUE PRO ist ein absolut empfehlenswerter „Gaming Chair“ bzw. Bürostuhl für alle Nutzer welche nicht 300€ oder mehr ausgeben wollen.

Hierbei kann der LEAGUE PRO vor allem durch seine Bequemlichkeit und seine Größe punkten. Es sitzt sich sehr gut auf dem LEAGUE PRO, gerade wenn man ein etwas weicheres Sitzpolster bevorzugt.

Ich glaube aber die größte Stärke des hjh OFFICE ist die Größe. Viele günstige „Gaming Chairs“ der großen Marken haben eine Schwäche, sie sind für kleine und leichte Menschen gebaut.

Siehe der DxRacer Formula für rund 220€, ein toller Stuhl welcher dem LEAGUE PRO in einigen Punkten auch überlegen ist aber der Stuhl ist sehr eng! Viele größere und breitere Menschen, die auf diesem Platznehmen durften, haben mir das auch bestätigt.

Der hjh OFFICE LEAGUE PRO hingegen passt auch für Normalgebaute bis etwas größere Menschen. Dies wird auch von der maximalen Belastung von 120KG unterstrichen. 120KG maximale Belastbarkeit bei einem Preis von 199€ ist sehr ordentlich!

Das könnte man auch als Fazit so nehmen, für rund 199€ ist der hjh OFFICE LEAGUE PRO ein sehr ordentlicher Schreibtischstuhl, welcher selbstverständlich nicht mit einem 330€ Noblechair EPIC mithalten kann.

Jedoch die meisten Unterschiede sind recht dezent wie das leicht quietschende Kunstleder oder die etwas einfachere Kippelautomatik. Auch der Rahmen, welcher nicht Metall sondern Holz ist, ist ein zu berücksichtigender Unterschied.

Dennoch wenn man nicht 300€+ für einen Schreibtischstuhl auf den Tisch legen möchte, ist der hjh OFFICE LEAGUE PRO eine Preisleistungsstarke Alternative, welche in vielen Punkten sehr ähnlich zu deutlich teureren Modellen ist.

hjh OFFICE Gaming-Stuhl League PRO mit Armlehnen, ergonomischer...
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  • PRODUKTDETAILS: MAßE = (HxBxT) 128 - 138 x 72 x 63 cm;...

Die Superlux HD-330 im Test

Superlux ist die erste Wahl wenn es darum geht günstige Kopfhörer mit einem hervorragenden Klang zu bekommen. Nach den HD-681 Evo und den normalen HD-681 sind nun die HD-330 im Test an der Reihe.

Die Superlux HD-330 im Test

Können diese auch wie die beiden anderen Modelle durch Ihren Klang überzeugen? Wie sieht es mit Verarbeitung und Tragekomfort aus? Finden wir das alles im Test heraus!

 

Die Superlux HD-330 im Test

Man muss es ganz klar sagen, Superlux ist ein „Copycat“ Hersteller. Fast sämtliche Kopfhörer sind an einem Modell eines großen Herstellers angelehnt.

Bei den HD-330 scheinen dies die Beyerdynamic DT770 bzw. die DT990 zu sein, welche fast 1 zu 1 optisch kopiert sind.

Superlux setzt bei den HD-330 auf zwei große Runde Ohrmuscheln, die abgesehen von der Bedruckung auf der Rückseite komplett schwarz sind. Hierbei ist das Design eher als klassisch zu bezeichnen, was nicht weiter verwundert denn die Kopfhörer werden als „professional“ beworben.

Die gesamte Verarbeitung der Kopfhörer ist wirklich ausgesprochen massiv und gut. Hier kann man sich durchaus mit Beyerdynamic messen.

Die Bügel bestehen aus Metall und sind schwarz lackiert. Die Ohrmuscheln selbst sind aus einem sehr massiven Plastik gefertigt.

Angeschlossen werden die HD-330 über ein geringeltes 3,5mm Kabel. Dieses ist, mit rund einem Meter, recht kurz, lässt sich aber natürlich etwas auseinander ziehen.

Zwar macht das Kabel einen brauchbaren Eindruck ist aber eher ein negativer Punkt am Kopfhörer aufgrund der Länge und des „Formfaktors“.

Zum Abschluss ehe ich es vergesse. Die HD-330 werden in einer Transportbox geliefert. Diese Transportbox ist aus Plastik und das minderwertigste Stück Schrott, das ich jemals gesehen habe…. Immerhin die Kopfhörer sind dafür vernünftig.

 

Klang

Kommen wir zum Wichtigsten dem Klang. Bisher klangen alle Superlux Kopfhörer die ich getestet habe gut bis sehr gut, wie sieht es mit den HD-330 aus?

Die HD-330 sind da keine Ausnahme!

Ganz wichtig, Ihr benötigt für die Kopfhörer eine gute Soundkarte! Diese macht hier einen massiven Unterschied.

Klanglich macht Superlux das was man bei der Optik auch vermuten könnte, man versucht die Beyerdynamic DT990 zu kopieren.

Daher bieten die HD-330 einen recht lebendigen Klang mit starken und sehr klaren Höhen und einem etwas angehobenen Bass.

An den Höhen habe ich nichts zu bemängeln diese sind Klar und ausreichend brillant, das passt soweit.

Die Mitten sind okay neigen aber etwas zu einem „nasalen“ Klang. Der Bass der HD-330 ist etwas schwieriger.

An sich ist dieser gut, wenn man den Preis von rund 30€ mit in die Rechnung aufnimmt sogar sehr gut!

Allerdings fehlt es etwas an Tiefgang. Im Gegenzug ist der mittlere bis obere Bassbereich etwas angehoben. Dies verleiht dem Bass eine gewisse Kompaktheit allerdings fehlt mir in einigen Titeln die Lockerheit beim Abrollen.

Auch vermissen die HD-330 teilweise so den letzen Wums. Dies ist aber natürlich Geschmacksache denn an sich spielen die HD-330 sehr schön kontrolliert und präzise.

Jedoch im direkten Vergleich mit Beyerdynamic DT990 und 770 hört man doch warum diese auch nochmal ein Stück mehr kosten. Diese bieten den Tiefenbass und eine gute Präzision.

Allerdings muss man auch ehrlich sein für das Geld klingen die HD-330 super und verdienen durchaus die Bezeichnung „Audiophile Headphones“.

Gerade was Auflösung und Details angeht spielen die Superlux doch einige Klassen über Ihrem Kaufpreis.

 

Tragekomfort

Ich kann Superlux teilweise nicht ganz verstehen. Man baut super klingende Kopfhörer zu Spottpreisen, schafft es aber nicht den Tragekomfort auf die Reihe zu kriegen.

So auch bei den HD-330….

Die Ohrpolster bei diesen sind relativ dünn und hart. Hinzukommt, dass diese nicht so groß sind wie sie aussehen aber der Anpressdruck recht hoch ist.

Eine leider etwas unglückliche Situation, denn so sind die HD-330 wirklich keine bequemen Kopfhörer.

Ich würde diese nicht als untragbar einstufen aber komfortabel ist etwas anderes.

 

Fazit

Die Superlux HD-330 besitzen einen hervorragenden Klang. Klar man kann hier nicht mit den Beyerdynamic DT 770/990 mithalten, aber bei dem Preis kann man dies auch nicht erwarten.

Die Verarbeitung der Kopfhörer ist hierbei tadellos lediglich der Tragekomfort ist mäßig.

Die Superlux HD-330 im Test

Daher würde ich am Ende fast eher zu den HD-681 raten. Zwar sind diese klanglich etwas „anders“, aber nicht weniger gut und wie ich finde deutlich bequemer. Sollte natürlich der Tragekomfort für Euch nicht so wichtig sein oder Ihr seid in diesem Punkt einfach recht unproblematisch kann ich natürlich auch eine Empfehlung für die HD-330 aussprechen!

SUPERLUX HD330 HEADPHONES
  • Flexible Gestaltung
  • Ideale Qualität
  • Hochwertiges Material

Das LG K10 (2017) M250N im Test, LGs bestes einsteiger Smartphone!

Auf dem MWC 2017 hat LG mit dem K10 sein neustes Einsteigersmartphone vorgestellt. Vielleicht werdet Ihr Euch nun denken „K10 gab es das nicht schon vorher?“ Ja absolut richtig! Es gab auch bereits zuvor ein LG K10, jedoch handelt es sich bei dem neu vorgestellten um die 2017er Version „M250N“.

Diese soll wie üblich durch mehr Leistung, einer besseren Kamera, besseren Akku Laufzeit usw. punkten.

Soweit keine Überraschung, Einsteigersmartphones werden von Jahr zu Jahr immer besser. Schauen wir uns einmal an was LG uns im Jahr 2017 für knapp unter 200€ für ein Smartphone anbietet!

Kann das LG K10 2017 im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Technische Daten

An dieser stelle vielen Dank an LG für das ausleihen des K10.

 

Das LG K10 2017 im Test

Wie auch schon beim älteren K10 setzt LG auch bei der neueren Fassung auf ein komplettes Plastikgehäuse.

In Zeiten wo gefühlt jeder Hersteller auf Aluminium oder Glas setzt, mag dies etwas „billig“ anmuten aber in der Praxis ist das Plastikgehäuse ordentlich. Der Rahmen des Smartphones ist auf Hochglanz poliert und fühlt sich fast an wie lackiertes Aluminium, lediglich nicht „kalt“.

Die Rückseite hingegen besitzt eine leicht gebürstete Textur, welche aber nur kaum fühlbar ist.

Im Großen und Ganzen fühlt sich das Smartphone recht massiv und solide an. Aufgrund des Plastikgehäuses ist beim K10, wie bei vielen LG Smartphones üblich, die Rückseite abnehmbar.

Unter der Rückseite ist der SIM Karten Steckplatz wie auch der microSD Karten Steckplatz und der austauschbare Akku zu finden. Letzterer ist leider heutzutage nicht mehr üblich.

LG setzt beim K10 auf eine recht rundliche „weiche“ Optik. Diese ist selbstverständlich Geschmackssache aber ich denke, es ist unumstritten, dass sich das K10 2017 gut in der Hand anfühlt.

Das Display des Smartphones ist mit 5,3 Zoll mittelgroß, mittelgroß sind auch die Rahmen um das Display. Das K10 2017 ist kein „riesen“ Smartphone aber auch nicht super kompakt. Beispielsweise ein LG G6 mit 5,7 Zoll Display ist fast genauso groß.

Eine Besonderheit welche so nur bei LG Smartphones zu finden ist, sind die Tasten. Die Lautstärkewippe ist auf der linken Seite des Smartphones zu finden, der Einschalter hingegen ist im Fingerabdruckscanner auf der Rückseite integriert.

Der Fingerabdruckscanner lässt sich also drücken um das Smartphone einzuschalten und zu entsperren.

Diese Positionierung ist sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig aber geht recht schnell in Fleisch und Blut über, gerade wenn man sich eh schon an einen Fingerabdruckscanner auf der Rückseite gewöhnt hat.

Der microUSB Ladeport und der Kopfhöreranschluss befinden sich ganz klassisch auf der Unterseite des Smartphones.

 

Software

LG setzt beim K10 2017 auf Android 7.0 mit einem aktuellen Sicherheitspatch, Daumen hoch dafür!

Wie üblich nutzt LG auch seinen Standard Android Skin. Dieser verändert die Benutzeroberfläche durchaus ein Stück, ob zum Positiven oder zum Negativen ist natürlich Geschmackssache.

Viele Elemente sind recht hell und rundlich gestaltet mit vielen Pastell Farben. Ich finde LG müsste die Optik ihrer Benutzeroberfläche mittlerweile mal etwas überarbeiten. Das Ganze wirkt nicht mehr ganz „State of the Art“, aber das ist letztendlich Geschmackssache.

Genauso Geschmackssache ist der Launcher. Dieser verfügt über keinen App Drawer, all Eure Apps werden also auf die diversen Home Bildschirme sortiert. Dies kann die Nutzung des Smartphones gerade für unerfahrene Nutzer einfacher machen. Ich bevorzuge jedoch einen „normalen“ Launcher mit einer App Übersicht bei welchem ich nur die wichtigen Apps auf die Homescreens sortiere.

Neben bergeweise LG Apps sind auch ein paar 3. Anbieter Anwendungen auf dem Smartphone zu finden, wie beispielsweise Evernote oder Facebook.

Diese Anwendungen würde ich aber einfach mal als „nützlich“ einstufen. Ebenfalls nützlich können diverse Zusatzfunktionen sein, wie die Möglichkeit deinstallierte Apps wiederherzustellen, die Lautstärke Tasten mit Zusatzfunktionen zu belegen oder „KnockON“.

Minuspunkte bekommt das LG K10 2017 für den Speicher! Von den 16GB Speicher stehen dem Nutzer nach der Einrichtung nur noch rund 8,9GB zur Verfügung! Dies ist ziemlich wenig, die meisten Smartphones mit 16GB Speicher haben 1-2GB mehr zur freien Verfügung.

 

Display

Das LG K10 2017 besitzt ein 5,3 Zoll 1280x720p Display. Hier können nun die Diskussionen beginnen.

Warum? Ein 720p Display ist in einem 180€ Smartphone „fragwürdig“. Die meisten neueren Geräten in dieser Preisklasse verfügen über ein Full HD Display, was mittlerweile auch der Standard ist.

Da wirkt doch das 720p Display etwas schwach. Aber ist es das auch wirklich in der Praxis? Nein!

Es ist definitiv ein Unterschied zu einem Full HD Display zu erkennen, was die Schärfe von Text angeht, jedoch Farben, Kontraste und Blickwinkel sind beim Display des K10 hervorragend!

Ich würde sagen dies ist eins der besten 720p Displays, welches ich bisher gesehen habe. Hier ist natürlich die Frage was ist besser ein „State of the Art“ Full HD Display mit einer soliden Bildqualität oder ein etwas niedriger aufgelöstes 720P Display mit einer besseren Bildqualität?

Ich wüsste nicht, wofür ich mich entscheiden würde. Sagen wir es so ich würde an sich ein Full HD Display bei einem neuen Smartphone bevorzugen, aber ich könnte problemlos mit dem Display des LG K10 2017 leben!

 

Sound

Was den Klang angeht, kann man das LG K10 einfach nur „Standard“ bezeichnen.

Der Lautsprecher des Smartphones befindet sich auf der Rückseite, ist dafür aber ausreichend laut und recht klar. Mit „Bass“ oder sonderlich viel Tiefgang braucht Ihr allerdings nicht rechnen.

Dennoch für ein wenig Internet Radio nebenbei oder mal nen Youtube Video reicht das ganze vollständig aus.

Der Kopfhöreranschluss ist in keiner Weise besonders, weder besonders schlecht noch besonders gut. Für die meisten 08/15 in-Ears reicht das Ganze vollständig aus.

Auch die Telefonqualität ist soweit vollkommen Okay. Es gibt hier durchaus noch Smartphones mit saubereren Ohrmuscheln, aber dennoch ist der Gegenüber gut zu verstehen.

 

Kamera

Das LG K10 2017 verfügt über eine 13 Megapixel Kamera mit einer Blende von f2.2.

Das klingt erst einmal nicht sonderlich spektakulär, ist es auch nicht, zumindest auf dem Papier.

Aber wie sieht es praktisch aus? Schauen wir direkt in die Testbilder hinein!

Diese sind wie üblich auf maximaler Qualität gemacht und hier 1 zu 1 ohne Kompression hochgeladen. Die maximale Qualität wird beim Anklicken geladen, mobile User also aufgepasst.

(rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv)

Die Kameraqualität ist nicht ganz einfach zu beurteilen. An sich punktet das LG K10 2017 durch die üblichen LG Stärken.

Das heißt, die Aufnahmen sind recht kontrastreich und die Farben teilweise sehr leuchtend! Wenn man dem LG K10 genug Licht gibt, können sehr ansprechende Bilder herauskommen. Einige meiner Testbilder bei Sonnenschein sind TOP, jedoch natürlich nicht alle.

Gerade im Dunkeln bricht das K10 recht schnell und stark ein. Ich will nicht sagen, dass dieses hier unterdurchschnittlich performt, die meisten wenn nicht sogar alle unter 200€ Smartphones sind keine „Low Light Könige“.

Was mich etwas mehr stört sind die Farben bzw. der Weißabgleich. Einige meiner Testbilder besitzen einen leichten Gelb/Braunstich. Andere wiederum sind von den Farben her perfekt, hier zeigte sich das K10 etwas inkonsistent.

Schade denn Schärfe und Details sind auf einem hohen Level. Auch die Dynamik, ist nicht perfekt, aber für die Preisklasse eigentlich ganz gut.

Auch abgesehen von der reinen Bildqualität macht das LG K10 2017 einen guten Job.

Das Tempo der Kamera ist recht flott, ein flüssiges Fotografieren ist mit dem K10 problemlos möglich. Normale Aufnahmen werden schnell gespeichert und verarbeitet. HDR Bilder, der HDR Modus ist auch etwas versteckt, hingegen brauchen Ihre 1-2Sekunden.

Der Autofokus zeigte sich in meinem Test als recht zuverlässig, gerade dann wenn man mit tap to Fokus arbeitet.

Auch der Full HD Video Modus ist soweit tadellos. Klar dieser ist etwas wacklig aufgrund, dass ein Bildstabilisators fehlt, aber ansonsten durchaus brauchbar.

 

Leistung/Benchmarks

LG nutzt beim K10 2017 den Mediatek MT6750 Octa Core SoC in Kombination mit ausreichenden 2GB RAM. Im Vorgänger war noch der Snapdragon 410 verbaut, wollen wir doch uns einmal ansehen was für eine Leistungssteigerung das neue K10 mitbringt!

Dafür, dass der Mediatek MT6750 nicht so oft in Smartphones zu finden ist, liefert dieser doch eine ordentliche Leistung, zumindest in Benchmarks.

Gegenüber dem älteren K10 erreicht das neue Rund 25%-30% mehr Leistung. Dies klingt nun nicht so imposant, in der Praxis ist dies aber ein guter Leistungssprung!

Damit ist das K10 2017 ungefähr auf dem Leistungslevels eines Google Nexus 6, Honor 5X, Moto G4, laut des Antutu Benchmarks. Ich nehme zwar an das hier das 720p Display bei den Grafikbenchmarks sicherlich ein gutes Stück geholfen haben wird (weniger Auflösung = weniger benötigte Leistung) aber das ist ja kein Nachteil für den letztendlichen Nutzer.

Das LG K10 2017 im Alltag

Die Leistung in Benchmarks ist natürlich nur das Eine, wie sieht es in der Praxis aus?

Erfreulicherweise ziemlich gut! Das LG K10 2017 läuft in den meisten Anwendungen des Alltags flott und flüssig.

Ja man kann das Smartphone durch viele und schnelle App Wechsel etwas zum Stottern bringen, jedoch die meisten Normalnutzer werden das nicht erleben.

Wer das Smartphone nur für Webbrowsen, Musik, Youtube, WhatsApp oder Facebook Nutzt,nutzt wird dieses vermutlich nicht zum Stottern bringen. Hierfür reicht grob gesagt einfach die Power LG K10 problemlos aus.

Auch die meisten „normalen“ Spiele bereiten dem Smartphone keine Probleme. Erst wenn man zu den High End 3D Spielen kommt, beginnt man doch zu merken, dass dies kein Flaggschiff Smartphone ist.

Meist laufen auch diese High End Spiele auf dem K10 problemlos, jedoch mit deutlich reduzierten Details.

Für Hardcore Gamer mag das K10 2017 sicherlich suboptimal sein, für die meisten Normalnutzer, welche vielleicht mal ein Spiel zur Entspannung spielen wollen, taugt es aber alle Male.

Minuspunkte bekommt das K10 2017 allerdings für GPS und WLAN.

Das LG unterstützt lediglich 2,4GHz WLAN. Lasst uns ganz klar sein, das reicht vollkommen aus für schnelle App Downloads usw., ich konnte bis zu 30Mbit/s über WLAN übertragen, das entspricht DSL 30.000.

Jedoch im Jahr 2017 fühlt sich 2,4GHz WLAN so langsam etwas veraltet an. Die Signalstärke stimmt zwar, aber es würde technisch doch einiges mehr gehen.

Wo leider die Signalstärke eher mäßig gut war, war beim GPS. Hier wirkte das LG K10 etwas träge. Für Google Maps Navigation reicht das ganze natürlich aus, aber es gibt Smartphones mit besserem GPS.

Das war es dann aber auch mit Kritik am K10. Unterm Strich würde ich sagen, dass die Alltagserfahrung passt! Vielleicht könnte bei längerem Einsatz der etwas niedrige freie Speicher einem noch „in den Hintern beißen“, wenn man x Bilder via WhatsApp bekommen hat und sich Datenmüll angesammelt hat.

Hier empfiehlt es sich ganz klar von Anfang an mit einer 32GB oder größeren microSD Speicherkarte zu arbeiten.

Der Fingerabdruckscanner ist im Übrigen vollkommen okay und nach einer kurzen Eingewöhnung fängt man an doch die Position des Einschalters auf der Rückseite zu schätzen.

 

Akku

Kommen wir zur Akkulaufzeit des LG K10 2017. Dieses verfügt über einen 2800mAh starken Akku. Dieser ist also nicht riesig aber auch nicht zu klein, gerade wenn man bedenkt, dass hier das Display aufgrund der niedrigeren Auflösung sicherlich etwas weniger Energie frisst.

Wie sieht es praktisch aus? In meinem üblichen Akkutest schaffte das LG K10 gute 8 Stunden Laufzeit bei einer gemischten Nutzung (Webbrowsen, Video, Social Media usw.).

Unter höherer Last und Displayhelligkeit sinkt dieser Wert auf immer noch respektable 6-7 Stunden. Kurzum eine grund solide Akkulaufzeit, welche die allermeisten Nutzer problemlos durch den Tag bringen wird und leichtere Nutzer sogar durch zwei Tage.

 

Fazit

Das LG K10 2017 ist ein starker Allrounder! Ja man bekommt für rund 200€ Smartphones mit höher aufgelöstem Display, etwas mehr reiner Leistung, aber hier stellt sich doch die Frage ob das ein einfacher Nutzer braucht.

Die meisten Leute nutzen Ihr Smartphone primär für WhatsApp, Facebook, das Web usw. und hier macht das K10 einen hervorragenden Job!

 

Das Display sieht klasse aus und ist angenehm hell, auch wenn die Auflösung „nur“ bei 720p liegt, die Kamera macht gerade bei Tageslicht und Sonnenschein hervorragende Bilder und Videos, die Leistung des verbauten Mediatek MT6750 reicht für Social Media und selbst für leichteres Gaming vollkommen aus und auch die Akkulaufzeit ist solide!

Kurzum das LG K10 2017 ist ein absolut empfehlenswertes Einsteigersmartphone für alle Nutzer, denen eine gute Allroundleistung wichtig ist!

Positiv

  • Solide Performance
  • Austauschbarer Akku
  • Sehr gutes Display mit tollen Farben…
  • Sehr gute Kamera bei gutem Licht….

 

Neutral

  • ….. Aber leider nur mit 720p Auflösung
  • …… welche aber Schwächen im Low light zeigt

 

Negativ

  • Recht wenig freier Speicher.

Der Vertagear Triigger 350 im Test, der perfekte Gaming Schreibtischstuhl?

Der Vertagear Triigger 350 ist sicherlich ein etwas anderer Gaming Schreibtischstuhl. Vertagear versucht hier eine etwas andere Herangehensweise als das übliche Racing Design.

Der Triigger 350 wirkt etwas edler und gehobener aber auch gleichzeitig ergonomischer als viele seiner Konkurrenten. Auch der Preis ist etwas „gehobener“ um es vorsichtig auszudrücken. Mit rund 699€ sind wir hier schon in der Luxusklasse.

Vertagear Triigger 350

Aber wie sitzt es sich auf einem Stuhl wie dem Vertagear Triigger 350? Ist dieser besser als ein Racing Gaming Schreibtischstuhl und lohnt es sich so viel Geld anzulegen?

Finden wir dies im Test des Vertagear Triigger 350 heraus!

 

Lieferumfang und Zusammenbau

Der Vertagear Triigger 350 wird in einem sehr großen Karton geliefert, welcher auch nicht ganz leicht zu händeln ist. Das komplette Paket wiegt 31,5KG, holt Euch gegebenenfalls etwas Unterstützung beim Transport.

Beim Zusammenbau wird hingegen keine große Unterstützung benötigt. Der Triigger 350 wird fast vollständig montiert geliefert.

Lediglich das Fußkreuz mit den Rollen und die Gasdruckfeder muss mit dem restlichen Stuhl versehen werden. Hierbei werden diese Komponenten einfach zusammengesteckt.

Kurzum der Aufbau ist ein Kinderspiel!

 

Der Vertagear Triigger 350 im Test

Bereits auf den ersten Blick ist klar, dass der Triigger 350 ein etwas ungewöhnlicherer Schreibtischstuhl ist. Dieser besitzt keine Polster im engsten Sinne, Ihr nehmt bei diesem auf Stoffnetzen Platz welche über den Sitz und die Rückenlehne gespannt sind.

Der Rahmen des Stuhls ist hierbei aus massivem Aluminium gefertigt! Diese Kombination aus den offenen Stoffnetzen und dem Aluminium „Skelett“ sorgt für eine tolle und modern elegante Optik.

Vertagear Triigger 350 im Test

Vertagear hat sich hier wirklich mit dem Design Mühe gegeben! Der Triigger 350 könnte vermutlich auch in einem Büro eines Vorstandschefs stehen neben irgendwelchen Luxus Möbeln.

Es gibt vom Triigger 350 auch noch eine Deluxx Version, den Triigger 350 SE, welcher über eine tolle rote Lackierung verfügt, aber auch nochmals teurer ist.

Die Kanten des Überganges Gewebe zu Stoff und Aluminium sind für eine höhere Haltbarkeit zudem mit Kalbsleder überzogen.

Vertagear Triigger 350 im Test

Ihr seht der Vertagear Triigger 350 ist durchaus als Luxus zu bezeichnen.

Der Triigger 350 bietet selbstverständlich die üblichen + erweiterte Ergonomie Optionen.

Vertagear Triigger 350 im Test

Beginnen wir mit der Höhenverstellung. Hier bietet der Stuhl eine Reichweite von ca. 45-52cm Sitzhöhe, diese Werte sind von mir nachgemessen. Damit bietet der Vertagear Triigger 350 die ideale Höhe für einen Standard Ikea Schreibtisch, wie ich zumindest finde.

Neben der Höhe lässt sich selbstverständlich auch die Rückenlehne in insgesamt 22 Stufen verstellen.  Jedoch das komplette Flachstellen der Lehne ist nicht möglich. Schlafen auf dem Vertagear Triigger 350 ist also nicht möglich.

Die Armlehnen lassen sich in Winkel und Höhe verstellen. Hierbei ist die Höhenverstellung vielleicht etwas suboptimal gelöst. Ihr könnt die Armlehnen einfach in die gewünschte Höhe ziehen, in welcher diese dann stehen bleiben, jedoch wenn man diese nach ganz oben zieht resetten die Armlehnen.

So ist es teilweise nicht ganz einfach die maximale Höhe auszuwählen.

Vertagear Triigger 350 im Test

Dies wären die Standardverstellmöglichkeiten. Zusätzlich bietet der Triigger die Möglichkeit den Sitz vor und zurück zu verschieben wie auch das Rückenkissen zu verstellen.

Beides für die Ergonomie sehr wichtige Punkte.

 

Massivität, Verarbeitung und Haltbarkeit

Bei einem recht teuren Gaming Schreibtischstuhl ist es natürlich auch wichtig, dass dieser recht lange hält.

Ehe wir zu meinem Eindruck kommen was die Haltbarkeit angeht, ein paar Worte zur Verarbeitung. Diese ist ziemlich perfekt! Viel mehr kann man hier nicht sagen. Vertagear liefert das was man für 699€ auch erwarten darf.

Auch bei der Massivität sehe ich viel Positives. Sämtliche Tragende Elemente sind aus Aluminium oder im Inneren aus Stahl.

Vertagear Triigger 350 im Test unterseite

Die Schweißnähte wirken gut und auch bei Teilen welche verschraubt sind, nutzt Vertagear viele und recht dicke Schrauben, welche sich auch bei Bedarf nachziehen lassen.

Der Mechanismus welcher für das verstellen der Rückenlehne zuständig ist, nutzt beispielsweise gleich zwei Stahlfedern.

Zusammengefasst die grundsätzliche Konstruktion des Stuhls wirkt ziemlich massiv und hochwertig. Selbst beim genauen Anschauen und nutzen, konnte ich nach rund einem Monat keine Schwachstellen entdecken, und ich gehe nicht zimperlich mit meinen Stühlen um.  Das soll nicht heißen, dass es keine Schwachstellen gibt, aber wenn sind diese zumindest nicht gravierend oder fallen erst nach Jahren auf.

Vertagear Triigger 350 im Test Stoff

Dieser Eindruck wird auch von der maximalen Belastbarkeit (laut Hersteller) von 150KG und den 10 Jahren Garantie unterstützt.

Vielleicht wird sich der ein oder andere nun Fragen wie haltbar dieses Gewebe/Netzstoff ist.

Vertagear setzt hier auch DuPont TPEE Gewebe und ja das Zeug ist zäh! Ich hatte mit meinen 90+-10KG nicht den Eindruck als würde das Material in irgendeiner Form „beschädigt“ durch mein Gewicht.

Zwar sollte man mit Spitzen Gegenständen etwas aufpassen aber selbst ein Messer würde nicht einfach so durch das Material schneiden, selbst wenn man wollte. Von daher macht Euch darum nicht zu viele Sorgen.

 

Wie sitzt es sich so?

Wie sitzt es sich auf dem Vertagear Triigger 350? Anders ist sicherlich die Beschreibung, welche am besten passt. Solltet Ihr schon einmal auf solch einem Netzstuhl gesessen haben, wird Euch im Großen und Ganzen auch schon der Triigger 350 bekannt sein.

Der Stuhl besitzt in dem Sinne keine Polsterung sondern man sitzt lediglich auf einem gespannten Netz. Dieses Netz ist recht stark gespannt, man sinkt also nicht stark ein sondern sitzt wirklich auf diesem Stoff.

Hierbei gibt dieser Netzstoff selbstverständlich ein Stück nach, das sitzen auf dem Triigger 350 ist also eher mittel hart. Das Gefühl des Sitzens auf diesem Stoff ist vielleicht am besten mit einem Gymnastikball vergleichbar, welcher recht prall aufgepumpt ist. Selbstverständlich muss man sich beim Triigger keine Sorgen um das Verrutschen haben. Die Polsterung hält einen schon mittig und gerade auf dem Stuhl.

Vertagear Triigger 350 Gaming Schreibtischstuhl

Das ist auch ein sehr wichtiger Punkt, im Gegensatz zu den üblichen Sitzkissen passt sich die Polsterung des Stuhls exakt an Eure Konturen an. Ihr habt also mit Eurer kompletten Rückseite einen 100%iegen Kontakt zum Stuhl.

Dies ist gerade beim Rücken etwas sehr Wichtiges. Der Vertagear Triigger 350 schafft es hier eine Schwäche der meisten „Racing“ Schreibtischstühle auszugleichen, der schlechte untere Rückensupport.

Aufgrund des Netzstoffes und eines gesonderten Kissens im unteren Rückenbereich erhaltet Ihr hier einen nahezu Perfekten Support.

Ihr sitzt auf dem Triigger 350 automatisch gerade! So blöd wie es klingt aber einfach durch den Aufbau des Stuhls gibt es eine gerade, ergonomische Ausrichtung Eures Körpers. Über nun Wochen merke ich ganz eindeutig eine Verbesserung meiner Rückengesundheit, auch kann man auf dem Triigger 350 lange und viel ohne Ermüdungserscheinung sitzen. Es ist halt nicht möglich den Stuhl durchzusitzen.

Vermutlich ist letzteres auf die hervorragende Anpassung dies Sitz Polsters an den Körper zurückzuführen, welche durch den konstanten „Anpressruck“ keine Körperstellen mehr oder weniger abdrückt.

Auch ist die Belüftung des Stuhls hervorragend!  Selbst im Sommer wird einem auf diesem nicht zu warm wie es bei Lederstühlen passieren kann.

Vertagear Triigger 350 im Test

Wie Ihr vielleicht hört, habe ich sehr viel Positives zum Vertagear Triigger 350 zu sagen. Aber es gibt auch Negatives zu berichten!

Wie so oft im Leben sind die leckersten Dinge meist nicht die gesündesten, so ist auch hier der Vertagear Triigger 350 nicht der aller bequemste Stuhl!

Damit will ich nicht sagen, dass dieser unbequem ist, vermutlich werden viele diesen als bequemer einstufen als die „Racing“ Stühle, aber meine „Testprobanten“ und ich sahen das anders.

Insgesamt 6 Personen haben mir im direkten Vergleich bestätigt, dass ein Noble Chairs EPIC oder auch ein AKRacing Onyx bequemer ist.

Aber warum ist das der Fall?

Viele Racing Stühle sind sehr bequem und laden zum „hineinfläzen“ ein. Die Rückenlehnen sind bei diesen Stühlen meist mehr gebogen, wodurch es aber zu einer Buckelbildung kommt.

Jedoch fühlt sich das Sitzen auf diesen Racing Schreibtischstühlen meist etwas „relaxter“ an.

Ein Beispiel, das Sitzpolster beim Vertagear Triigger 350 ist nach vorne leicht abfallend wodurch Ihr mehr zu Euer Tastatur und Monitor gebogen werdet. Aus Arbeitssicht sicherlich nicht schlecht, jedoch ist ein nach hinten abfallendes Sitzpolster meist bequemer.

So kann man nun weitermachen. Es ist nun mal bequemer nicht ganz gerade zu Sitzen als ergonomisch korrekt.

Was ich am jedoch nicht am Vertagear Triigger 350 mag sind die Armlehnen! Diese sind gebogen was aus meiner Sicht keinen Sinn macht. Meine Arme sind nicht gebogen, das heißt die Auflagefläche meiner Arme auf der Armlehne ist recht klein, hierdurch habe ich des Öfteren ein leichtes Druckgefühl. Auch sind die Armlehnen vergleichsweise niedrig.

Viele Schreibtischstühle besitzen eine so genannte Kippel, Lehn oder Wipp Funktion. Hierbei lässt sich der Stuhl in eine leicht schräge Position bringen durch das Verlagern des Gewichts.

Ein von mir sehr geschätztes Feature! Auch der Vertagear Triigger 350 besitzt solch eine „Tilt“ Funktion ,welche aber hier etwas anders funktioniert. Im Großen und Ganzen wird lediglich die Rückenlehne „freigestellt“. Wenn Ihr Euch zurücklehnt gibt diese nach, wodurch man etwas wippen kann. Das Sitzpolster bleibt hierbei immer in der gleichen Position.

Daher ist diese „Kippelfunktion“ nicht mit der der meisten Racing Stühle vergleichbar. Jedoch ist dieses „Folgen“ der Rückenlehne beim Vertagear Triigger 350 ein tolles Feature!

Wenn man sich nach vorne lehnt folgt einem die Rückenlehne, wenn man sich zurücklehnt geht sie zurück. Wie leichtgängig das Ganze geht lässt sich stufenlos verstellen, es ist also nicht so, dass die Lehne einem keinen Halt mehr gibt.

Jedoch sorgt dieses Feature für noch etwas mehr Anpassbarkeit und auch Bequemlichkeit!  Man kann es zwar abschalten aber in über einen Monat habe ich dies kein einziges Mal gemacht.

Am Ende ist es natürlich Geschmacksache. Es kann sein, dass Ihr Euch in den Vertagear Triigger 350 setzt und sagt „das ist der Stuhl“.

Was Ihr jedoch auf gar keinen Fall denken dürft ist „ich gebe hier 700€ aus und bekomme den mit Abstand bequemsten Stuhl der Welt“. Nein! Gerade in der 300€ Preisklasse gibt es diverse sehr gute Schreibtischstühle im Racing Style, welche unheimlich bequem sind. Es geht hier eher um die grundsätzliche Design Frage, sitzt Ihr lieber auf Racing Stühlen oder auf dem „Netz Design“ des Triigger 350. Ähnlich wie bei der Frage „lieber Sportwagen oder SUV“ keine eindeutige Antwort zu geben ist, hängt es auch hier von Euren Anforderungen ab.

Der Triigger 350 bietet eine hervorragende Ergonomie und gerade beim langen und vielen Sitzen eine sehr hohe Bequemlichkeit. Wer also von Morgens bis Abends auf diesem sitzt, wird vermutlich sehr zufrieden sein. Wer jedoch abends nach Hause kommt und sich vor den PC auf seinen Stuhl schmeißen möchte, um bei einem PC Spiel etwas zu relaxen, ist beim Triigger 350 vermutlich nicht ganz an der richtigen Adresse. 

Kleine Anmerkung zum Abschluss. Auch wenn der Triigger 350 bis 150KG zugelassen ist, ist dieser nicht für zu breite und große Menschen.

Ich würde sagen, dass ich mit meinen 90-100KG und 1,85m schon an der oberen Grenze bin. Gerade das Sitz“polster“ könnte ansonsten etwas schmal sein. Wobei schmal nicht ganz der richtige Ausdruck ist, man berührt bei einem zu breiten Hinterteil einfach die Seitenränder der Aufhängung was nicht bequem ist. Auch kann man nur sehr bedingt im Schneidersitz auf dem Triigger 350 sitzen.

 

Fazit

Ist der Vertagear Triigger 350 der Ultimative Gaming Stuhl? Ja, nein, vielleicht, diese Frage ist so einfach nicht zu beantworten.

Verglichen mit den typischen Racing Stühlen ist der Triigger 350 eine völlig andere Klasse. Bequemer? Nicht zwingend! Gesünder für den Rücken? Ja!

Es sitzt sich völlig anders auf dem Vertagear Triigger 350 als auf allen „Racing Stühlen“. Letztere können durchaus gemütlicher sein mit einer lustigen Kippelfunktion, einer Kopfstütze usw. Jedoch mangelt es bei diesen an einem Punkt, der Rückenunterstützung.

Diese ist bei keinem der Racing Stühlen die ich bisher getestet habe, egal ob von DXRacer, Maxnomic, EpciChairs usw. so gut wie beim Vertagear Triigger 350.

Vertagear Triigger 350 im Test

Bei Racing Stühlen neigt man zu einem Buckel, hier habe ich diverse Leute gefragt und das wurde mir von allen bestätigt. Zwar gibt es hier und da Modelle, welche dies besser oder schlechter machen, aber so richtig gut sind selbst die besten nicht.

Der Vertagear Triigger 350 hingegen schafft es von alleine den Rücken gerade zu machen. Durch die andere Form und den Stoff, welcher sich anpasst, sitzt man einfach automatisch gerade.

Dementsprechend sitzt es sich ziemlich gut auch über längere Zeit im Triigger 350, jedoch kann man sich in diesen weniger „hineinfläzen“ als beispielsweise in einen NobleChairs EPIC.

Vertagear Triigger 350 im Test Rückseite

Qualitativ stimmt der Vertagear Triigger 350, auch die Bequemlichkeit ist vollkommen gegeben, wie auch eine deutlich bessere, nahezu perfekte, Rückenunterstützung.

Ob es sich aber letztendlich für Euch lohnt 699€ auszugeben, hängt von einer Frage ab, ist Euch ein rückenschonendes Design und ein gutes langes Sitzen sehr wichtig? Oder lieber maximale Bequemlichkeit und ein gesunder Rücken eher zweitrangig?

Beides legitime Möglichkeiten, wenn Rücken höchste Priorität hat, dann der Vertagear Triigger 350, falls lieber etwas günstiger und noch etwas bequemer dann beispielsweise der NobleChairs EPIC für rund 300€.