Das Belkin Mixit Duratek USB C auf USB C Kabel im Test, das beste USB C Ladekabel!

USB C ist der neue Standard, wenn es um das Laden von so ziemlich allen Dingen geht, zumindest in der Zukunft. Hier ist ein gutes Ladekabel sehr wichtig!

Welches ist aber das „beste“ USB C Ladekabel und macht es hier überhaupt Sinn auf ein teureres Kabel zu setzen?

Belkin denkt ja, denn diese haben mit dem Duratek ein vergleichsweise teures und hochwertiges USB C Ladekabel auf den Markt gebracht.

Dieses soll neben einer hochwertigen Haptik auch mit einer USB IF Zertifizierung punkten können.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Lohnen sich rund 29€ für das Kabel? Finden wir es im Test des Belkin Duratek heraus!

 

Das Belkin Mixit  Duratek USB C auf USB C Kabel

Wenn man fast 30€ für ein USB C Kabel ausgibt, darf man auch etwas „Luxus“ erwarten. Diesen bietet das Belkin Duratek Kabel auch durchaus!

Damit meine ich nicht zwingend den Lieferumfang, dieser fällt, wie bei Kabeln üblich, überschaubar aus. Das Kabel selbst allerdings ist ausgesprochen hochwertig verarbeitet!

Der äußere Mantel ist aus doppelt geflochtenem Nylon, welches einen wirklich vorzüglichen Eindruck macht. Hierbei scheint sich das Material auch nicht so leicht aufrauen zu lassen wir es bei günstigeren Nylon Kabeln üblich ist. Unterhalb des Nylons verwendet Belkin eine TPE Isolierung und im Inneren zusätzlich zur Stärkung Kevlar Fasern.

Klar, dies wird die meisten Nutzer weniger interessieren aber es sieht so aus als hätte Belkin das Ziel gehabt ein teures Kabel zu produzieren und hat dafür alles an hochwertigen Materialen dort verwendet, welche man finden konnte.

An sich ist dies ja nichts Schlechtes. Das Kabel macht mit seinem Nylonmantel und seinen polierten Aluminiumsteckern einen hervorragenden Eindruck.

Erfreulicherweise ist das Kabel aber dennoch sehr biegsam und flexibel. Hier wird der spätere Ladetest sehr interessant, denn das Duratek wirkt nicht steif oder schwer.

 

Was ist USB IF ?

Das Belkin Duratek verfügt über eine USB IF Zertifizierung, was ist das? Vielleicht hattet Ihr ja die anfänglichen Probleme mit USB C Kabeln mitbekommen. Hier gab es einige schlechte Kabel auf dem Markt, welche eventuell sogar Geräte beim Laden beschädigen konnten.

Zwar ist dieses Problem mittlerweile kaum noch vorhanden, aber dennoch hat die Organisation welche hinter dem USB Standard steht, sich eine Zertifizierung ausgedacht.

USB IF zertifizierte Kabel garantieren eine 100%ieg Kompatibilität zum USB C Standard. Neben diesem „Hey wir halten uns an den Standard“ ist zusätzlich im Kabel ein Chip integriert, der sogenannte E-Marker.

Über USB C können theoretisch ja nicht nur Smartphones laden, sondern auch Notebooks mit bis zu 100W.

Hier wäre es weniger gut wenn man versucht 100W durch ein Kabel zu Jagen, welches gerade so zum Laden eines Smartphones designt ist.

In diesem Chip ist nun die Information hinterlegt, dass ein Kabel sich zum Laden mit 100W/60W/40W usw. eignet, diese Information kann ein Notebook vor dem Laden auslesen.

Das Belkin Duratek USB C auf USB C Kabel ist zum Beispiel für 60W zugelassen. Dies ist beispielsweise für das Laden eines Apple MacBooks oder MacBook Pros vollkommen ausreichend.

Werden aktuell USB IF Kabel zwingend benötigt zum Laden von Notebooks? Nein! Beispielsweise die MacBooks und auch das Dell XPS pumpen 40-60W durch praktisch jedes USB C Kabel ohne Rücksicht auf Verluste.

Jedoch könnte es in Zukunft passieren, dass Notebooks das Laden verweigern, wenn diese nicht über ein USB IF zertifiziertes Kabel angeschlossen werden.

 

Messwerte des Belkin Duratek

Kommen wir zum interessanten Teil, wie gut lädt es sich mit dem Belkin Duratek? Um diese Frage zu klären, teile ich den Test in zwei Bereiche, die Theorie und die Praxis.

Beginnen wir mit der Theorie.

Ein Kabel lädt besser, wenn dieses einen geringeren Eigenwiderstand hat. Wenn beispielsweise 5V aus Eurem Ladegerät kommen, aber aufgrund des hohen Widerstands des Kabels am Ende nur 4,4V ankommen, wäre dies schlecht.

Um dies zu testen nutze ich ein RAVPower RP-PC002 wie auch eine verstellbare Last. Diese wird am Ende des Kabels angeschlossen und die Spannung gemessen.

Damit Ihr besser mit den Werten etwas anfangen könnt, habe ich auch noch ein paar andere USB C Ladekabel mit in den Vergleich aufgenommen.

 Länge0A1A2A3A
Belkin Mixit Duratek1,2m5.14.774.564.39
Belkin Thunderbolt 3 Kabel0,9m5.14.674.434.21
Anker PowerLine+0,9m5.084.694.434.21
Anker PowerLine+2m5.084.574.223.96
ICZI1m5.094.744.524.31
ICZI2m5.084.614.33.96
Aukey2m5.084.64.253.94
CABLETEX Nylon1m5.094.684.454.26
CABLETEX Nylon2m5.084.664.414.12

(Angabe in Volt, höher = besser)

Nicht schlecht Belkin! Das Belkin Duratek liefert im theoretischen Teil die beste Leistung. Dies hätte ich aufgrund der recht hohen Flexibilität des Kabels nicht gedacht.

Aber anscheinend sind die Adern im Inneren dennoch recht dick und/oder Belkin nutzt recht gutes Kupfer.

Kommen wir aber zur Praxis. Hier sieht nun die Welt etwas anders aus. Ich nutze für den Test ein original Apple 65W Ladegerät wie auch ein Samsung Galaxy S8 Plus, LG G6, Anker PowerCore+ 26800mAh Powerbank und ein Apple MacBook Pro 13“.

Hier langweile ich Euch nicht mit einer Tabelle, es gibt keinen nennenswerten Unterschied zwischen den Kabeln.

Warum? Alle von mir getestet Geräte unterstützen das Schnelladen über den USB Power Delivery Standard am Apple Ladegerät. Ja man kann das Samsung Galaxy S8 am MacBook Ladegerät schnellladen.

Beim Nutzen von Schnellladestandards macht das Kabel so gut wie keinen Unterschied. Ja beim Duratek kommen mal 8,8V an und beim Anker PowerLine+ 8,6V, diese 3% Spielen in der Praxis keine Rolle.

Selbst das Apple MacBook Pro ließ sich mit allen Kabeln mit rund 45W betanken.

Aufgrund der höheren Kommunikation zwischen Ladegerät und dem zu ladenden Gerät und auch der höheren Spannung spielt das Kabel einfach keine große Rolle.

Etwas anders sieht dies beim Laden ohne dem Nutzen von Schelladestandards aus. Hier kann ein Kabel wie das Belkin Duratek durchaus 20% mehr Ladegeschwindigkeit bedeuten.

Warum? Es gibt bei den meisten Smartphones ein unteres Spannungslimit, dieses liegt meist bei 4,2V-4,4V. Wenn nun die Spannung dieses Level unterschreitet, muss das Smartphone die Ladegeschwindigkeit drosseln damit die Spannung wieder auf ein nutzbares Level ansteigt.

Hier könnt Ihr ja bei der theoretischen Tabelle sehen, wie schnell bei jedem Kabel diese 4,2V-4,4V unterschritten werden, dies wäre dann die maximale Ladegeschwindigkeit.

 

Fazit

Das Belkin Duratek ist das beste USB C auf USB C Ladekabel, welches ich bisher gesehen habe! Dieses bietet nicht nur eine tolle Haptik und Optik, sondern bietet auch eine sehr hohe Ladegeschwindigkeit, die höchste welche ich jemals bei einem USB C Kabel gemessen habe. Dies ist erstaunlich da das Kabel nicht übermäßig dick oder steif ist, sondern relativ flexibel.

Hierbei muss man aber auch dazusagen, dass das Kabel beim Nutzen eines Schnellladestandards wie USB Power Delivery kaum einen Einfluss hat.

Allerdings ist man mit dem Belkin Duratek aufgrund der USB IF Zertifizierung auch für die Zukunft gut gerüstet.

Solltet Ihr nun das Belkin Duratek kaufen? Ja es ist das beste USB C Ladekabel aber natürlich ist die Preis/Leistung mäßig gut.

Rund 30€ für ein USB 2.0! USB C Kabel ist, egal wie gut dieses ist, recht teuer. Hier lohnt sich nur das zuschlagen, wenn Euch Qualität wichtig ist!

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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1 Comment
Petar Stefanac

Danke für den wieder sehr interessierten Beitrag! Ich hoffe, das ist nich allzu OT, aber sehe ich das richtig, dass du dein Macbook mit der monströsen Aukey-Powerbank auflädst…? Geht das, ja? Und ist dir vielleicht bekannt, ob sich mit dieser Powerbank auch das Dell XPS 13 aufladen lässt. Ich frag nur, weil ich einen deiner Beiträge im Hinterkopf habe, wo es doch hieß, wenn ich mich recht erinnere, dass derzeit/seinerzeit keine USB-C-Powerbank auf dem Markt gab/gibt, mit der sich ein USB-C-Laptop aufladen lässt, weißte.

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