Start Blog Seite 287

ASUS XG-C100C + ASUS XG-U2008, günstiges 10Gbit fürs Heimnetzwerk?! Wie ist der Stand der Dinge?

Gigabit LAN begleitet uns schon seit einer gefühlten Ewigkeit als der Standard für das Heimnetzwerk. Wikipedia sagt seit 2010 wäre Gbit LAN „very common and economical“, ich kann mich allerdings schon früher an Gbit LAN Karten auf High End Mainboards erinnern.

Es ist in der Technikwelt sehr selten, dass sich ein Standard nun schon viele Jahre hält. Aber das stimmt ja an sich gar nicht, 10Gbit LAN ist im Server Bereich schön längst ein alter Hut.

Jedoch hat sich dieser Standard irgendwie nicht so recht in den Consumer Markt durchgesetzt. Vermutlich reicht den meisten 1Gbit aus und daher sind die Preise für 10Gbit Hardware nie gefallen.

Bis Ende 2016 hat man für eine 10Gbit LAN Karte mindestens 300€ gezahlt und für einen passenden Switch 600€+.

Jedoch hat nun Asus als erster Hersteller die Initiative für „günstiges“ 10Gbit ergriffen und mit der ASUS XG-C100C LAN Karte und dem ASUS XG-U2008 Switch bezahlbare Komponenten auf den Markt gebracht.

Wollen wir uns doch einmal kurz anschauen wie das Ganze in der Praxis funktioniert! Endlich günstiges und schnelles 10Gbit LAN?!

 

Die Hardware

Ihr habt bei 10Gbit Netzwerk im Großen und Ganzen zwei Optionen, Ihr könntet auf SFP+ setzen oder auf den üblichen RJ45 Anschluss.

SFP+ ist etwas günstiger, nutzt aber spezielle Kabel und ist daher etwas „nerviger“. 10Gbit über den normalen RJ45 LAN Port ist da einfacherer und unkomplizierter, aber war bisher teurer.

Wenn Ihr Euer Netzwerk auf 10Gbit umstellen wollt, müsst Ihr Euch zuerst klar sein, was Ihr überhaupt mit 10Gbit anbinden wollt. Es bringt nichts in einen PC eine 10Gbit LAN Karte zu klatschen und alles wird schneller.

Ihr müsst also sowohl einen PC wie auch beispielsweise einen Heimserver oder ein NAS mit 10Gbit anbinden damit das Ganze Sinn macht.

Wollt Ihr mehr, als zwei Computer mit 10Gbit anbinden, wird es schwer. Der ASUS XG-U2008 ist aktuell der einzige Switch, welcher 10Gbit LAN unterstützt und bezahlbar ist.

Dieser besitzt aber nur zwei 10Gbit LAN Ports und acht normale LAN Ports. Wollt Ihr mehr, als zwei 10Gbit LAN Ports müsst Ihr zum Netgear ProSAFE Plus XS700 greifen.

Der Netgear ProSAFE Plus XS700 kostet allerdings 600€! Der Sprung von zwei Ports auf acht Ports kostet also rund 350€ zusätzlich. Jedoch denke ich, dass die meisten Nutzer mit zwei Ports klarkommen werden.

In der Regel wird man seinen Heimserver und seinen primären Desktop schnell anbinden wollen, andere Geräte im Netzwerk werden meist mit weiterhin 1Gbit/s klarkommen.

Bei der LAN Karte stammt Eure günstigste Option erneut von Asus und hört auf den Namen „ASUS XG-C100C“. Für sehr faire 110€ bekommt man hier eine günstige aber fähige 10Gbit LAN Karte.

Fassen wir zusammen, Ihr wollt zwei Computer untereinander mit schnellem 10Gbit anbinden und das restliche Netzwerk mit 1Gbit? Dann braucht Ihr folgende Hardware:

Das Ganze wird Euch ca. 470€ kosten, klingt teuer ist es aber für 10Gbit Verhältnisse nicht. Alternativ könnte man auch auf den Switch verzichten und eine direkte Verbindung zwischen zwei Computern nutzen, günstiger aber auch etwas unpraktischer und aufwendiger in der Einrichtung.

 

Die ASUS XG-C100C LAN Karte

Mit rund 110€ ist die ASUS XG-C100C die mit Abstand günstigste 10Gbit LAN Karte auf dem Markt! Warum ist aber die XG-C100C so günstig? Das wird zwei Gründe haben. Zum einen versucht Asus offensichtlich 10Gbit für den High End Endkunden -Markt attraktiv zu gestalten und zum anderen nutzt man einen Aquantia Aqtion AQC107 Chipsatz.

Letzterer ist natürlich Fluch und Segen zugleich, dazu aber später mehr.

Asus setzt bei der XG-C100C LAN Karte auf ein rotes PCB und Kühler. Ja 10Gbit LAN Karten brauchen einen Kühler, welcher natürlich in diesem Fall passiv ist.

Etwas schade finde ich die Farbwahl. Von ASUS hätte ich mir eigentlich eine schöne schwarze LAN Karte erhofft, aber gut bei dem Preis will ich mal nicht zu laut meckern.

Die XG-C100C nutzt einen PCIe x4 Slot! Sorgt dafür, dass dieser bei Euch frei ist. Bedenkt das eine x4 PCIe Karte auch in einen ungenutzten x16 Slot passt. Sollte Euer Mainboard also Platz für eine zweite Grafikkarte haben, könnt Ihr die Karte auch in diesem Slot nutzen.

Ich hatte ja erwähnt, dass der Aquantia Aqtion AQC107 Chipsatz Fluch und Segen zugleich ist, was meinte ich damit? Natürlich ermöglicht der etwas unbekanntere Chipsatz den günstigen Preis und auch die Performance stimmt, allerdings sind Treiber etwas „problematisch“.

Unter Windows ist dies natürlich kein Problem, ladet Euch die passenden Treiber einfach bei ASUS herunter und fertig, die Karte funktioniert. Wollt Ihr allerdings Linux oder FreeNAS nutzen, viel Spaß!

Für Linux gibt es Treiber, welche aber zum Zeitpunkt dieses Tests (14.07) noch nicht im Kernel der meisten Distributionen integriert sind (getestet: OpenMediaVault, Ubuntu 16.04.2 LTS, unRAIDServer-6.3.5).

ASUS bietet aber auch hier einen Treiber Download auf seiner Webseite für Linux Treiber an. Jedoch ist es für einen „Nicht Linux Fachmann“ nicht leicht den Treiber selbst zu kompilieren und zu installieren bzw. dies ist deutlich komplizierter als unter Windows.

Jedoch sieht die Zukunft sicher positiver aus, beispielsweise unRAID arbeitet an einem Support für LAN Karten Aquantia Chipsatz.

FreeNAS und ASUS XG-C100C könnt Ihr aktuell noch vergessen. Ich denke, dass früher oder später (vermutlich später) auch Support kommen wird, aber das steht noch in den Sternen.

Für FreeNAS ist aktuell die günstigste sicher funktionierende 10Gbit LAN Karte die Intel X550-T1 für günstige 300€…..

 

Der ASUS XG-U2008 Switch

Erst einmal möchte ich ASUS zum Design des XG-U2008 beglückwünschen! Mit seinem schlanken Aluminiumgehäuse sieht der Switch wirklich sehr modern und hochwertig aus.

Genauso fühlt dieser sich auch an! Das Gehäuse ist wirklich sehr gelungen. Die Anschlüsse des Switch sind ganz klassisch auf der Rückseite während die Front von Status LEDs bedeckt ist. Diese Status LEDs sind hierbei nicht übermäßig hell, stören also auch in dunklen Räumen kaum bis gar nicht.

Aber uns kommt es natürlich primär auf die inneren Werte an.

Der ASUS XG-U2008 ist ein 10 Port Switch, hierbei besitzt dieser 8 normale Gigabit LAN Anschlüsse und zwei 10Gbit LAN Ports.

Die zwei 10GBit LAN Ports können selbstverständlich mit den anderen Ports voll kommunizieren, das hohe Tempo wird aber natürlich nur untereinander erreicht.

 

Ich denke allerdings zwei 10Gbit LAN Ports reichen für beispielsweise einen Heimserver und den primären Desktop aus, die restlichen Geräte im Netzwerk müssen sich halt mit Gbit Geschwindigkeit zufriedengeben.

Der XG-U2008 ist ein Unmanaged Switch, dieser besitzt also kein Webinterface oder Ähnliches.

Wollt Ihr mehr, als zwei 10Gbit LAN Ports müsst Ihr zu einem Switch wie dem Netgear ProSAFE Plus XS700 greifen, dieser bietet gleich 8x 10Gbit LAN Ports. Kostet aber auch satte 600€ und wird vermutlich laut wie ein Düsen Jet sein, der ASUS XG-U2008 ist passiv gekühlt.

 

ASUS XG-C100C + ASUS XG-U2008

Wie funktioniert die Kombination aus ASUS XG-C100C und ASUS XG-U2008 in der Praxis? Wenn die Treiber für die LAN Karte verfügbar sind (also beispielsweise unter Windows) ist das ganze Plug an Play.

Auch unter Windows muss nichts groß eingerichtet werden. Windows hat sofort die 10Gbit Verbindung erkannt und konnte diese nutzen.

Welches Tempo kann man erwarten? Man könnte ja denken die ASUS XG-C100C sind was günstiger und schaffen nicht das volle 10Gbit Tempo, das aber falsch!

In meinem Test zwischen zwei Computern, welche beide mit der ASUS XG-C100C ausgestattet waren und dem ASUS XG-U2008 als Switch erreichte ich ziemlich genau diese 10Gbit, genau genommen nur 8Gbit also 1031MB/s.

Schreibend hat die verwendete SSD limitiert

Die fehlenden 2Gbit liegen vermutlich am SMB Overhead oder an möglichen anderen fehlenden Optimierungen.

Aber über 1GB/s übers Netzwerk ist schon sehr stark! Bedenkt aber, dass selbst eine normale SATA SSD hier schon ein limitierender Faktor ist! SATA SSDs sind auf 550MB/s beschränkt, um das volle Tempo wirklich zu sehen, wird entweder ein RAID benötigt oder eine schnelle NVME SSD.

 

Fazit

Das nun 10Gbit Netzwerk auch für den Normalo dank der ASUS Hardware bezahlbar ist, wäre vielleicht etwas übertrieben. Das Ganze ist auch weiterhin ein recht teuer Spaß, aber dank des ASUS XG-C100C und ASUS XG-U2008 ist das Ganze schon in einem vernünftigeren Rahmen.

Ein Setup für zwei Computer kostet zwar immer noch rund 470€, was aber weniger ist als nur ein 10Gbit Switch sonst kosten würde.

Dafür erhaltet Ihr aber auch wirklich über 1GB/s im lokalen Netzwerk, sofern Eure SSDs schnell genug sind. Es ist ohne Frage schon beeindruckend ein solches Tempo zu sehen!

Zwar ist der Treiber Support für die ASUS XG-C100C LAN Karte unter Linux noch etwas umständlich und unter FreeBSD (FreeNAS) noch nicht gegeben, aber die ASUS XG-C100C ist auch noch recht neu.

Ich denke, ASUS ist hier gerade dabei eine kleine Revolution im Heimnetzwerk zu starten, hoffen wir mal, dass auch noch andere Hersteller bei diesem Trend mitziehen werden!

Der Sony SRS-XB40 im Test, Bluetooth Lautsprecher mit eingebauter Lichtshow, unnötig aber Cool!

Als ich den Sony SRS-XB40 das erste Mal gesehen habe, konnte ich mir eine gewisse Neugier nicht verkneifen. Dies lag nicht am potenziell tollen Klang oder Ähnlichem, sondern um ehrlich zu sein an der Lichtshow die Sony hier integriert hat.

Sony hat diesem Bluetooth Lautsprecher auf der Front diverse LEDs verpasst, welche passend zur Musik leuchten sollen. Unnötig? Ja! Cool? Hoffentlich!

Aber was hat der Sony SRS-XB40 abgesehen von der auffälligen Beleuchtung zu bieten, klingt dieser beispielsweise gut?

Versuchen wir dies im Test der Sony SRS-XB40 herauszufinden, neugierig?

 

Der Sony SRS-XB40 im Test

Mit einer Länge von rund 30cm und einer Tiefe und Höhe von jeweils 10cm ist der Sony SRS-XB40 ein mittelgroßer Bluetooth Lautsprecher.

Ich würde diesen nicht mehr als super kompakt aber auch nicht also zu groß einstufen. Jedoch benötigt man für einen komfortablen Transport definitiv etwas Platz im Rucksack.

Beim Material setzt Sony größtenteils auf ein leicht gummiertes Plastik, welches sich gut anfühlt und auch gut aussieht, allerdings auch Fingerabdrücke recht deutlich zeigt.

Die Front des Lautsprechers ist genau wie ein Teil der Rückseite mit einem Lautsprechergitter bedeckt. Unter der Front befinden sich zwei aktive Treiber und mittig eine passive Membran.

Sony macht zwar keine Angaben zur Leistung des SRS-XB40 jedoch handelt es sich hier um vergleichsweise große Treibereinheiten, daher kann man davon ausgehen, dass im SRS-XB40 schon etwas Power steckt.

Grundsätzlich wirkt der Bluetooth Lautsprecher recht schlicht und unauffällig, bis man diesen einschaltet. Auf der Front hat Sony diverse LEDs integriert, die sich passend zur Musik verhalten. Dies ist auch DAS Feature des Sony SRS-XB40, was natürlich blöd klingt aber das Ganze sieht wirklich klasse aus! Später aber zur Beleuchtung mehr.

Die Haptik des Lautsprechers ist gut! Der Sony SRS-XB40 fühlt sich schön massiv und schwer an. Letzteres ist natürlich ein streitbarer Punkt, aber mit 1,5KG hat man schon das Gefühl hier ein solides Produkt zu haben.

Vergleich mit dem Anker SoundCore Pro

Ich würde den SRS-XB40 nicht durch die Gegend schmeißen, aber einen etwas raueren Umgang wird dieser schon aushalten. Dazu zählt auch der Kontakt mit Wasser. Der Bluetooth Lautsprecher ist IPX5 geschützt, IPX5 = Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel.

Heißt, ein Regenschauer oder eine nasse Wiese sind kein Todesurteil für den SRS-XB40. Hierfür sind natürlich alle Anschlüsse und Ports dementsprechend geschützt.

Die Anschlüsse des SRS-XB40 befinden sich auf der Rückseite unter einer kleinen Klappe. Hier eine kleine Enttäuschung, der SRS-XB40 lässt sich nicht via USB aufladen, sondern benötigt das spezielle beigelegte Ladegerät, blöd.

Abgesehen vom DC Eingang finden wir einen USB Ausgang und einen AUX Eingang. Der AUX Eingang dient dem Verbinden von kabelgebundenen Quellen wie MP3 Playern.

Der USB Port ermöglicht eine Art „Powerbank“ Funktion. Im Notfall könnt Ihr mit dem SRS-XB40 also auch Euter Smartphone aufladen. Das Anschließen eines USB Sticks oder Ähnlichem für die Wiedergabe von Musik ist nicht möglich.

Sony gibt die Akkulaufzeit mit 24 Stunden an, diese werden aber nur erreicht, wenn die Beleuchtung deaktiviert ist. Mit Beleuchtung kommt man auf 12-16 Stunden, was auch ein sehr guter Wert ist!

Wie sieht es mit der Steuerung des Lautsprechers aus? Hierfür besitzt der SRS-XB40 sieben Tasten auf der Oberseite. Neben den üblichen Tasten wie dem Einschalter, Lauter, Leiser, Play/Pause(Vor) besitzt der SRS-XB40 auch eine Bass Bost und „Add“ Taste. Letztere erlaubt es einen zweiten SRS-XB40 mit diesem zu koppeln für einen echten Stereo Klang.

 

Die Light-Show

Lasst uns ehrlich sein, warum wird man sich wohl für den Sony SRS-XB40 interessieren? Richtig die Beleuchtung ist natürlich das, was den Sony SRS-XB40 etwas von der Masse abhebt.

Etwas ist hier vielleicht sogar untertrieben, die Beleuchtung ist schon extrem auffällig.

Der SRS-XB40 besitzt grundsätzlich sechs Lichtelemente. Diese werden von unterschiedlichen Klangelementen ausgelöst.

Der äußere Rahmen des Lautsprechers besitzt RGB LEDs. Das Ganze ist in grundsätzlich zwei Zonen unterteilt, links und rechts.

Diese LEDs wechseln die Farben je nach Beat, ist dieser langsamer, wechseln diese auch die Farben nur sehr sanft und langsam, wird der Beat schneller wird auch der Farbwechsel ruckartiger und schneller.

Am linken und rechten Rand sind zudem zwei „Blitze“ also helle weiße LEDs angebracht. Diese werden von Snare Drums oder eher tendenziell höheren Tönen ausgelöst.

Zu guter Letzt gibt es zwei weitere weiße LEDs, welche die beiden Treiber beleuchten. Diese werden vom Bass ausgelöst. Jeweils der linke und rechte Kanal können unterschiedlich arbeiten, sofern der Song links und rechts auch unterschiedlich ist.

Ich muss zugeben Sony hat das wirklich fantastisch gemacht! Das Ganze ist nicht einfach eine 08/15 Lichtorgel, welche ein wenig nach dem Beat blinkt, das Ganze passt sich extrem an den jeweiligen Song an.

Besitzt der Song beispielsweise einen etwas langsameren Bass/Tiefton Bereich, bei dem kein eindeutiger Beat vorhanden ist, blinken die LEDs für den Bass nicht einfach nur oder sind aus, sondern besitzen ein langsameres „Glühen“.

Setzt ein Beat ein, gehen diese in das übliche Blinken über, welches aber ebenfalls genau den Bass des Songs widerspiegelt.

Auch die RGB LEDs verhalten sich sehr unterschiedlich je nach Song. Grundsätzlich folgenden diese ebenfalls dem Takt des Songs, jedoch scheint die Farben welche genutzt wird ebenfalls vom Titel abzuhängen.

Elektronische Klänge gehen eher in die blau/türkis Richtung, Rock eher Richtung rot/gelb.

Wie auch immer das Ganze ist wirklich faszinierend zu beobachten! Die Beleuchtung ist wirklich eine tolle visuelle Reproduktion der jeweiligen Musik, welche wirklich sehr individuell ist. Der Sony SRS-XB40 spielt hier tatsächlich nicht nur irgendwelche Muster ab, sondern reagiert sehr gezielt auf die jeweiligen Frequenzbereiche.

Auf Wunsch lässt sich das Ganze auch noch mit der Sony App etwas anpassen. Hier kann man noch im Detail auswählen was was auslöst usw. Das oben Beschriebene ist hier Standardmodus.

 

Klang

Soweit so gut, eine coole Lichtshow ist natürlich toll aber hilft ja nichts, wenn der Klang nicht passt. Wie sieht es bei diesem aus?

Hier bin ich zugegeben etwas hin und her gerissen. Der Sony SRS-XB40 ist schon ein größerer und teurer Bluetooth Lautsprecher, daher darf die Erwartungshaltung auch groß sein.

Beginnen wir beim Bass. Hier hat Sony dem SRS-XB40 zwei Modi spendiert, normal und „extra Bass“. Ich nehme an, dass die aller meisten Nutzer niemals den Extra Bass Modus ausschalten werden.

Ohne aktivem Extra Bass fehlt dem Sony SRS-XB40 einfach etwas. Hier klingt der Sony einfach zu dünn für seine Größe. Mit Extra Bass ist der Bass, wenig überraschend, ordentlich.

Allerdings ist der Sony SRS-XB40 auch kein absolutes Bassmonster. Der Teufel Boomster beispielsweise spielt in einer anderen Bass Liga und selbst ein kleinerer Teufel Bamster Pro ist auf Schlagdistanz.

Klar der Sony SRS-XB40 ist immer noch einer der Bass mächtigsten Bluetooth Lautsprecher, den ich bisher in den Fingern hatte, aber beispielsweise ein Anker SoundCore Pro bietet für seine kompakte Größe einen unheimlich massiven Bass, welcher nur sehr knapp unter dem Sony liegt. Der Sony SRS-XB40 bietet hingegen kaum Überraschungen, der Lautsprecher bringt den adäquaten Bass für seine Abmessungen mit.

Wo man doch die höhere Größe und das größere Volumen des SRS-XB40 hört, ist beim Tiefgang. Der Bass ist merklich tiefer als bei einem Teufel Bamster Pro oder Anker SoundCore Pro.

Von daher ja, wenn Ihr einen ordentlichen Bass erwartet, wird der Sony SRS-XB40 Euch zufriedenstellen.

Wie sieht es abseits vom Bass aus? Hier wird es nun kritischer. Die Mitten würde ich als okay durchgehen lassen. Sprache und Gesang ist gut verständlich, solltet Ihr Hörbücher hören wollen, schaltet Extra Bass ab und die Mitten werden noch etwas besser ausbalanciert.

Die Höhen allerdings sind nicht die Stärke des Sony SRS-XB40. Hier spielt es auch keine große Rolle, ob Extra Bass aktiv ist oder nicht, die Höhen sind etwas dumpf/nasal.

Sony hat den Sony SRS-XB40 ganz klar auf Bass getrimmt, Anker hat beispielsweise dem SoundCore Pro zwei gesonderte Hochtöner verpasst um genau das zu beheben, ähnlich wie auch Teufel beim Boomster.

Der Sony SRS-XB40 verfügt nur über zwei recht große Treiber welche sich natürlich mit klaren Höhen und Bässen gleichzeitig recht schwertun. Ein wenig kann man über die Sony SoundPal App ausgleichen, welche es erlaubt einen EQ einzustellen. Zieht man hier die Höhen etwas hoch wird der SRS-XB40 doch deutlich klarer und sauberer, leider hat sich dieser EQ bei mir öfter mal aus heiterem Himmel zurückgesetzt.

Wer also einen glas klaren und brillanten Klang sucht, wird vielleicht beim Sony SRS-XB40 nicht ganz an der richtigen Adresse sein. Bitte nicht falsch verstehen, die Höhen sind natürlich okay, es kommt also nicht nur ein warmer Brei aus dem Lautsprecher, jedoch hätten zwei gesonderte Hochtöner gutgetan.

Dieser Lautsprecher soll einfach Spaß machen, und das hört man. Der Sony SRS-XB40 bietet keinen HiFi Klang, kann aber dafür bei einer Party für Stimmung sorgen. Nein, Ihr werdet auch mit dem SRS-XB40 kein Wohnzimmer mit bebenden Bässen beschallen können, aber für eine WG Bude, Küche Hobby Raum oder Ähnlichem reicht das Ganze doch durchaus aus.

Auch die maximale Lautstärke ist sehr ordentlich! Der Sony kann wirklich brüllend laut werden, auch wenn der Bass auf den höheren Stufen etwas zurückgefahren wird um übersteuern zu verhindern.

 

Fazit

Der Sony SRS-XB40 ist ein verdammt cooler Bluetooth Lautsprecher! Anders kann man dies echt nicht sagen.

Dies liegt natürlich an der tollen Beleuchtung, welche durchaus eine gewisse Bereicherung ist und der Musik auch eine andere Tiefe verleiht.

Das Ganze ist hier auch wirklich gut umgesetzt! Die Beleuchtung reagiert wirklich sehr gut und differenziert auf die jeweilige Musik.

Das Ganze macht gerade bei Dunkelheit echt Spaß zuzusehen! Auch der Klang, die Akkulaufzeit und die Haptik sind gut. Beim Akku ist es zwar etwas schade, dass der Lautsprecher nicht via USB ladbar ist, aber ich denke, das ist zu verzeihen.

Der Klang ist zwar als gut zu bezeichnen aber hier muss man etwas vorsichtig sein. Der Sony SRS-XB40 ist ganz klar auf Bass getrimmt, hier macht der Lautsprecher auch einen guten Job und liefert einen satten und tiefen Bass. Die Höhen hingegen sind etwas matter.

Wer einen wirklichen HiFi Klang sucht, ist hier vielleicht nicht an der richtigen Adresse. Der Sony SRS-XB40 soll Spaß machen, dies macht dieser Dank der Licht Show und des Basses auch.  Wenn Euch diese Licht Show 0 interessiert, lasst die Finger vom Sony SRS-XB40!

Ein Teufel Bamster Pro, Anker SoundCore Pro, DOCKIN D Fine oder wenn Ihr was Großes wollt, ein Teufel Boomster bietet hier besseren Klang oder eine bessere Preis /Leistung.

Erst wenn Ihr gefallen an der Beleuchtung gefunden habt und vielleicht auf etwas mehr Bass steht, dann kann ich auch eine Empfehlung für den Sony SRS-XB40 aussprechen.

Der Sony SRS-XB40 ist definitiv der coolste und auffälligste Bluetooth Lautsprecher, den ich jemals im Test hatte.

Die LG Tone Active HBS-850 Bluetooth Ohrhörer im Test, viel besser als erwartet!

Wer an Bluetooth Ohrhörer oder Kopfhörer denkt, wird sicherlich nicht zuerst an LG denken. Jedoch hat LG mit seiner Tone Active Serie auch ein paar sehr interessante Bluetooth Ohrhörer im Sortiment.

Freundlicherweise hat mir LG diese für einen Test ausgeliehen. Wollen wir uns doch einmal ansehen ob LG Tone Active HBS-850 für rund 60€ im Test überzeugen können! Neugierig?

Die LG Tone Active HBS-850 im Test

LG setzt bei den Tone Active auf ein Nackenband Design. Das heißt, die Ohrhörer bestehen nicht nur aus einem Kabel und den beiden Ohrstöpseln, sondern Ihr tragt eine Art Ring um den Nacken, an welchem die Ohrstöpsel befestigt sind.

Das Ganze ist natürlich auf den ersten Blick sehr ungewohnt und sieht auch merkwürdig aus, hat aber Vorteile. Zum einen ist in solch einem Nackenband deutlich mehr Platz für Elektronik, Akku usw. was in einer besseren Bluetooth Verbindung resultieren kann.

Zum anderen hängt das Gewicht der Ohrhörer, Kabel, Kabelfernbedienung nicht an Euren Ohren, sondern liegt auf Eurem Nacken. Hierdurch wird, verglichen mit normalen Bleutooth Ohrhörer, fast kein Zug auf die Ohren ausgeübt, wodurch die Ohrstöpsel auch nicht so leicht herausfallen.

Daher wird dieses Nackenband Design gerne für Sport Bluetooth Ohrhörer genutzt. LG vermarktet den Tone Active HBS-850 auch durchaus ein wenig in Richtung einer sportlichen Anwendung.

Hat man sich an das Nackenband etwas gewöhnt, ist diese Art Bluetooth Ohrhörer zu tragen auch durchaus komfortabel. Das Tone Active besitzt ein sehr flexibles „Gummi“ -Nackenband. Ich würde es zwar Nutzern mit einem sehr breiten Nacken nur bedingt empfehlen, aber grundsätzlich sollte sich das Band gut anpassen.

Die eigentlichen Ohrstöpsel sind mit einem kurzen Kabel mit dem Nackenband verbunden. Hier setzt LG auf eine interessante Konstruktion, welche das Kabel auf Wunsch einrollen kann. Solltet Ihr die Ohrhörer nicht verwenden, muss man sich also nicht über verhedderte Kabel Gedanken machen.

Minus Punkte gibt es allerdings für das Kabel! Ich glaube dies ist das dünnste Kabel, welches ich jemals bei Ohrhörern gesehen habe. Ja dieses wird natürlich nicht so stark belastet aber wirklich vertrauenserweckend ist das Ganze auch nicht.

Abgesehen davon befinden sich am Nackenbügel vier Tasten und ein microUSB Port zum Aufladen der Ohrhörer. LG gibt ihre Akkulaufzeit mit rund 9,5 Stunden an, was ein realistischer Wert ist. 9,5 Stunden ist zwar schon ordentlich aber hier wäre sicher auch noch mehr gegangen, Platz für jede Menge Akku wäre ja.

Bei den Tasten zur Steuerung handelt es sich um den Einschalter/Ausschalter, eine Taste zum Annehmen von Anrufen, lauter/vor und leiser/zurück.

Tragekomfort

Die LG Tone Active sind natürlich anfangs recht ungewohnt gerade dann, wenn man noch keine Bluetooth Ohrhörer mit Nackenband hatte. Jedoch würde ich den Tragekomfort als gut einstufen. Dies liegt vor allem an den Ohrstöpseln selbst, welche vergleichsweise klein und kompakt sind.

Diese halten in meinem Ohren sehr gut und das ohne irgendwelche Bügel oder Ähnliches. Da die Ohrstöpsel recht leicht sind und keinen Zug am Kabel haben, rutschen diese nicht heraus oder stören in irgendeiner Form.

Wer also mit dem Nackenband klar kommt, erhält hier einen sehr guten Tragekomfort.

 

Klang

Kommen wir zum wichtigstem Punkt dem Klang. Ich muss zugeben rein von der Optik der Ohrstöpsel habe ich eher weniger von dem LG Tone Active erwartet, umso positiver wurde ich überrascht!

Das Headset klingt erfreulich gut! Beginnen wir beim Bass, dieser ist kräftig und besitzt einen sehr guten Punch, ist aber auch nicht zu aufdringlich oder überpräsent.

Ich würde jetzt nicht sagen, dass die LG Tone Active etwas für absolute „Bass Heads“  sind, aber der Bass ist durchaus spaßig und aus meiner Sicht ideal von seiner Masse.

Aber auch die Bassqualität passt. Die LG Tone Active klingen angenehm tief und satt. Kurzum der Bass passt zu 100% bei den LG!

Wie sieht es abseits des Bass aus? Weiterhin sehr gut. Die Höhen sind glasklar und brillant. Dies verleiht den Ohrhörern trotz des kräftigen Bass grundsätzlich eher eine leichte und luftige Klangsignatur.

Hierbei sticht allerdings gerade die Dynamik heraus. Aufgrund der glasklaren Höhen und den satten Bässen besitzen die LG Tone Active eine hohe Spielfreude.

Musik klingt einfach sehr lebendig und plastisch. Dies wird auch von der guten räumlichen Darstellung unterstützt. Die LG Tone Active besitzen zwar keinen übermäßig breiten Klang, aber die Tiefe und die Separierung einzelner Instrumente ist top!

Hinzu kommt die gute Detail -Darstellung. Die Tone Active besitzen keine spürbare Bluetooth Kompression oder Ähnliches wie es beispielsweise die ansonsten auch sehr guten Jabra Halo Smart hatten. Natürlich wirken die LG Tone Active HBS-850 auch aufgrund der recht brillanten Höhen etwas detaillierter, als diese eigentlich sind.

Probleme mit der Bluetooth Verbindung hatte ich im Übrigen keine. Dies ist auch keine Überraschung aufgrund des Nackenkragen Designs, welches mehr Platz für Antennen lässt. Auch die maximale Lautstärke ist top, wenn Ihr wollt, können die Ohrhörer richtig loslegen!

Für welche Musik eignen sich die LG Tone Active HBS-850?

Grundsätzlich taugen die Ohrhörer für sämtliche Musik welche von einer guten Dynamik profitiert und nicht übermäßig warm abgestimmt ist.

Damit ist natürlich die übliche Pop, Rock und Elektro Musik abgedeckt, welche im Großen und Ganzen sehr gut von den LG Tone Active wiedergegeben wird. Etwas schwerer tun sich die Ohrhörer bei wärmeren Titeln mit einer etwas gemütlicheren Atmosphäre. Beispielsweise von den Red hot Chili Peppers „Californication“ klingt weniger gut als „More than You Know“ von Axwell Ingrosso.

Titel welche etwas schneller, dynamischer und vorantreibender sind liegen den Tone Active halt etwas besser.

 

Fazit

Die LG Tone Active HBS-850 Bluetooth Ohrhörer haben mich extrem positiv überrascht! Gerade der Klang der Ohrhörer ist hervorragend! Diese bieten einen sehr dynamischen und lebendigen Klang. Dieser geht zwar etwas in die hellere/leichtere Richtung, bietet aber dennoch einen tollen Bass!

Akustisch ist es gar nicht so leicht etwas Besseres in der 60€ Preisklasse zu finden, sofern dies überhaupt möglich ist.

Das Nackenband Design ist zwar anfangs sicherlich etwas gewöhnungsbedürft, hat man sich aber daran gewöhnt, ist dieses durchaus recht komfortabel. Die LG Tone Active eigenen sich wie beworben durchaus auch für den Sport oder das Joggen.

Der einzige Kritikpunkt, welchen ich letztendlich habe ist das Kabel der Ohrhörer. Dieses wirkt doch ziemlich dünn. Das muss natürlich nicht heißen das dieses nicht lange hält, aber ein dickeres Kabel hätte den Tone Active sicherlich gutgetan.

Wer darüber hinweg blicken kann, erhält mit den LG Tone Active HBS-850 für rund 60€ wirklich hervorragende Bluetooth Ohrhörer, gerade was den Klang angeht!

  • Link zum Hersteller /// [amazon_link asins=’B01537Y3X4′ template=’AmazonPreisLinkStandard‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’8b21d255-7473-11e7-bc6d-5fd00642b757′] /// bei Geizhals 

Das Varta 2 in 1 Powerpack & Charger im Test, sein Smartphone mit AA Batterien Laden?!

Sein Smartphone mit AA Batterien laden, kann das klappen? Grundsätzlich ja, sofern man genug von diesen hat.

Hierfür benötigt man selbstverständlich eine passende „Powerbank“ welche es erlaubt AA Batterien einzulegen und dementsprechend die Spannung auf USB typische 5V anhebt. Von diesen „Powerbanks“ gibt es durchaus ein paar auf dem Markt.

Der Ansatz ist ja auch gar nicht so dumm. Man ist im Urlaub und dem Smartphone geht der Saft aus, einfach zur Tankstelle laufen AA Batterien kaufen, in die Box einlegen und schon geht es weiter.

Aber funktioniert das in der Praxis so gut? Um dies auszuprobieren habe ich mir das Varta 2 in 1 Powerpack & Charger gekauft.

Kann dieses überzeugen? Und ist überhaupt das Konzept einer Powerbank mit AA Batterien sinnvoll? Finden wir dies im Test heraus!

 

Lieferumfang und Verpackung

Erst einmal gibt es ein paar Minuspunkte für die furchtbare Blisterplastikverpackung des Varta 2 in 1 Powerpack & Charger, eigentlich dachte ich diese wäre bereits vor einer Weile ausgestorben.

Neben dem eigentlichen „Powerpack“ legt Varta auch gleich vier Batterien und ein microUSB Ladekabel mit dem Lieferumfang, was ich durchaus als positiv einstufen würde, zumal die Batterien recht hochwertig erscheinen.

 

Das Varta 2 in 1 Powerpack & Charger im Test

Kommen wir zum eigentlichen „Powerpack“. Sagen wir es so qualitativ ist dieses so lala. Hierbei handelt es sich um eine einfache schwarze Plastikbox, die auf der Front einen USB Port hat, wie auch einen microUSB Eingang.

Auf der Oberseite sind vier blaue Status LEDs zu finden und auf der Seite der Einschalter. Auf der Rückseite lassen sich unter einer Klappe vier AA Batterien/Akkus einlegen.

Hier könntet Ihr Euch nun sicherlich fragen warum hat dieses „Powerpack“ einen microUSB Eingang? Eigentlich ein sehr cooles Feature, denn das Varta Powerpack erlaubt es AA Akkus innerhalb des Powerpacks wiederaufzuladen.

So müsst Ihr nicht mal ein separates Ladegerät mit Euch herumschleppen.

Selbstverständlich funktioniert dies nur beim Nutzen von AA Akkus, Batterien lassen sich nicht wiederaufladen.

Etwas „Angst“ gemacht haben mir aber die Leistungsratings. Laut Beschriftung soll der USB Port lediglich 0,45A Leistung liefern können. Dies wäre sehr wenig, vermutlich sogar zu wenig um viele Smartphones aufzuladen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus?

 

Messwerte des Varta 2 in 1 Powerpack & Charger

Die Kapazität der Powerbank/des Powerpacks hängt natürlich massiv von den verwendeten Batterien bzw. den Akkus ab.

Varta selbst spricht von „Ein Set Alkaline Batterien liefert bis zu 7 Stunden Sprechzeit für das Smartphone z.B. iPhone 5“. Sagen wir es so, das ist eine recht ungenaue Angabe.

Rechnen wir einmal durch, Apple gibt für das iPhone 5 eine Sprechzeit von bis zu 8 Stunden an, heißt das Powerpack soll ein iPhone 5 rund 88% vollladen können.

Der Akku des iPhone 5 fasst 1440mAh, 88% davon wären 1267,2mAh Kapazität. Puh 1267mAh ist für ein aktuelles Smartphone nicht viel, vor allem da diese Kapazität vermutlich mit den besten Batterien erreicht wurde, die Varta finden konnte.

Schauen wir uns einmal die Praxis an. Hier mache ich zwei Durchläufe, Durchlauf eins mit normalen AA Batterien und Durchlauf zwei mit eneloop AA Akkus (1900mAh Kapazität @1,2V).

Beginnen wir mit den Batterien und hier hängt die Kapazität EXTREM von der Qualität dieser ab. Meine 08/15 „Varta Premium“ Batterien aus dem Discounter brachten satte 2,5Wh, nach einer kurzen Abkühlzeit konnte ich nochmal rund 0,5Wh aus diesen quetschen.

In mAh ausgedrückt wären dies 810mAh!!! Das reicht ein modernes Smartphone bestimmt 25% wiederaufzuladen. Mit teureren Batterien war ca. das Doppelte möglich. Deutlich besser schnitten die Akkus mit 7,97Wh bzw. 2154Wh ab.

Wobei deutlich besser auch sehr relativ ist, 2154mAh reicht um ein Samsung Galaxy S8 knapp über die Hälfte zu füllen oder ein iPhone 7 knapp voll zu machen.

 

Gut, Kapazität ist nur das eine, wie sieht es mit der Ladegeschwindigkeit aus? Varta gibt für den USB Port eine maximale Leistung von 450mA an. Eine normale Powerbank schafft zwischen 1000mA bis hin zu 3000mA.

Glücklicherweise sieht es in der Praxis etwas anders aus. Hier schafft der Port 0,8A ehe die Spannung in den Keller fällt. Aber wie kommen Smartphones an dem Powerpack zurecht? Besser als erwartet!

Alle meine drei Test -Smartphones ließen sich problemlos (und langsam) aufladen. Das LG G6 erreichte 0,57A, das Samsung Galaxy S8 Plus 0,59A und das iPhone 7 Plus sogar 0,72A.

Selbstverständlich sind dies keine tollen Werte, eine normale Powerbank schafft locker das Dreifache, wenn nicht sogar noch mehr.

Dennoch das Aufladen von aktuellen Smartphones funktioniert!

 

Fazit

An sich ist die Idee gut, man steht irgendwo in der Pampa und das Smartphone ist leer. Ein paar Batterien bekommt man überall recht günstig, in das Varta 2 in 1 Powerpack und zack ist das Smartphone wieder voll.

Aber leider sind nicht alle Ideen die toll klingen auch gute Ideen, so auch hier. Das Problem normale 08/15 Batterien haben einfach sehr wenig Kapazität!

Um ein Samsung Galaxy S8 einmal aufzuladen, werdet Ihr rund 16! Batterien benötigen. Natürlich kann man auch AA Akkus oder Premium Batterien verwenden, hier braucht man nur 8 aber dennoch.

Eine Smartphone Ladung kann hier gut und gerne 3-8€ kosten und das ist nicht praktisch!

Hinzu kommt die super langsame Ladegeschwindigkeit und die eher „praktische“ Verarbeitungsqualität.

Kurzum so etwas wie das Varta 2 in 1 Powerpack & Charger lohnt nur in sehr sehr wenigen Fällen. Vielleicht wenn man x Monate durch ein Entwicklungsland reist wo Batterien leichter zu bekommen sind als eine Steckdose, aber selbst dann ist man mit einer Powerbank welche das Smartphone 4-5 mal aufladen kann, vermutlich besser bedient.

Die TP-Link LB130 smarte LED Glühbirne im Test

Aktuell versuchen so einige Hersteller im Smart Home Bereich Fuß zu fassen. So auch TP-Link, die  bereits mit der HS110 eine der besten aktuellen Smart Home Steckdosen auf dem Markt haben. Nun legt TP-Link mit einer Serie Smarter LED Glühbirnen nach.

Smarte LED Glühbirnen von TP-Link? Können die etwas taugen? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die TP-Link LB130 im Test

Es ist hier natürlich recht witzlos Euch groß und breit zu beschreiben wie die TP-Link LB130 Smart LED Glühbirne aussieht.

Diese sieht auf den ersten Blick wie eine stinknormale LED Glühbirne aus. Das heißt, diese verfügt über eine milchige Plastikabdeckung und einer Basis aus Hartplastik.

Hierbei ist die TP-Link LB130 komplett weiß gehalten, fällt also nicht übermäßig auf.

Jedoch ist die Smarte Glühbirne etwas größer als ihre normalen Brüder, selbst verglichen mit Philips HUE Birnen ist die TP-Link LB130 relativ groß bzw. lang.

Allerdings verglichen mit beispielsweise den Birnen von LIFX ist die TP-Link auch nicht übermäßig groß. Sollte es bei einer normalen LED Glühbirne allerdings schon etwas eng in der Lampe sein, könnte die TP-Link vielleicht nicht passen.

Natürlich nutzt die Birne den Standard E27 Sockel, ist also genug Platz vorhanden, sollte es hier mit einem großen Teil der Lampen keine Kompatibilitätsprobleme geben.

 

Einrichtung und Installation

Ihr benötigt für die TP-Link LB130 keine Bridge oder ähnliches wie es beispielsweise bei Philips HUE der Fall ist.

Es muss lediglich an der Position der Smarten LED Glühbirne WLAN vorhanden sein. Das WLAN muss auch nicht gut sein, es werden ja keine großen Datenmengen übertragen.

Habt Ihr einen Platz ausgewählt, schraubt die Birne in die Fassung und ladet Euch die TP-Link Kaza App aufs Smartphone.

Beim ersten Start werdet Ihr aufgefordert ein TP-Link Konto anzulegen, hierfür wird lediglich eine Mail Adresse und Passwort benötigt. Das Ganze dient der Fernsteuerung der Birne. Solltet Ihr natürlich bereits ein TP-Link Smart Produkt besitzen überspringt es.

In der App angekommen, wählt das kleine Plus in der rechten oberen Ecke aus und tippt auf die Glühbirne.

Unter Android geht nun die restliche Einrichtung mehr oder weniger von alleine. Die TP-Link LB130 erstellt, wenn diese eingeschaltet wurde, ein WLAN Netzt mit welchem sich Euer Smartphone verbindet um die Konfiguration zu schreiben.

Unter Android geschieht dies von alleine, bei IOS müsst Ihr Euch per Hand mit dem passenden WLAN Netz verbinden.

Ist das ganze geschafft, startet die Smarte Glühbirne einmal neu und verbindet sich mit dem heimischen WLAN. Hat dies geklappt, könnt Ihr der TP-Link LB130 einen Namen und ein Icon zuweisen.

 

Features und die Kasa App

Reden wir erst einmal über die TP-Link Kasa App. Diese ist erfreulich ordentlich! Damit beziehe ich mich nicht nur auf die Funktionalität sondern auch auf die Optik.

Die App wirkt modern und klar gestaltet, wenn es auch an einer deutschen Übersetzung hapert. Ihr müsst die Kasa App also auf Englisch nutzen, schlimm? Nein, die App ist sehr klar und verständlich aufgebaut mit großen Icons und Symbolen, selbst wenn man kein Englisch kann sollte die App verständlich sein.

Was kann man nun mit der TP-Link LB130 machen? Wie bei solchen Smarten LED Glühbirnen üblich, könnt Ihr diese über die App ein/ausschalten. Dies kann auch übers Internet geschehen, Ihr müsst also nicht zwingend im Lokalen Netzwerk sein.

Neben dem einfachen Ein/Ausschalten ist es möglich die Birne zu dimmen und natürlich die Farbe zu wechseln.

Für letzteres steht Euch ein Farbrad zur Verfügung mit dessen Hilfe Ihr wirklich sehr viele Farben sehr genau einstellen könnt.

Ein Feature welches ich so noch bei keiner anderen Smarten LED Glühbirne gesehen habe ist der Timer. Ihr könnt für die TP-Link LB130 einen Timer hintelegen, also Uhrzeiten zu welchen sich die Birne automatisch ein/ausschaltet.

Wenn man etwas kreativ ist, könnte man mit diesem Feature auch beispielsweise einem Wecker unterstützen so das Morgens auch Automatisch das Licht angeht

Ein weiteres Interessantes Feature ist der Energie Monitor. Ihr könnt sehen wie Oft Ihr die TP-Link LB130 eingeschaltet habt, wie Lange und wie viel Energie das ganze verbraucht hat.

Allerdings denke ich das dies ein Software Feature ist, ich nehme also nicht an das in der Birne wirklich ein Energie Monitor verbaut ist, das ganze wird mit hinterlegten Zahlen Berechnet, vermute ich zumindest.

Allerdings ist dies nicht schlimm, auch so liefern die Zahlen eine gute/grobe Übersicht wie viel Energie die Birne verbraucht hat.

Abgesehen von dem Ganzen bietet Euch das TP-Link Smart Home System auch einen Support für Amazons Sprach-Assistenten Alexa. Ihr könnt hier also durch „schalte NAME DER LAMPE ein“ beispielsweise das Licht einschalten.

Das funktionierte bei mir sehr gut! Lediglich Farben wechseln ist nur sehr bedingt möglich.

Soweit ganz positiv das hier verwendete System + App, aber hat die TP-Link LB130 auch Nachteile? Natürlich, perfekte Produkte gibt es wenige auf dem Markt.

Es gibt hier zwei Features die mehr fehlen. Zum einen scheint es nicht möglich zu sein mehrere Smarte Glühbirnen zu koppeln und gemeinsam zu steuern. Zum anderen fehlt eine Option zum Verstellen was die Glühbirne beim Trennen der Stromverbindung macht.

Wenn Ihr diese Manuell über einen Lichtschalter ein/ausschaltet, springt diese immer auf die warmweiß Lichtoption. Das ist soweit okay aber hier wäre ein optionaler „Merk dir was zuvor eingestellt wurde“ oder die Möglichkeit einen Standard zu definieren super!

Das war es auch an sich mit den fehlenden Features die mir auffielen. Probleme mit der WLAN Verbindung hatte ich im übrigen keine. Gut man muss dazu sagen, dass ich in meiner Wohnung ein wirklich sehr starkes WLAN habe, daher ist das Ganze auch nicht überraschend.

Dennoch Daumen hoch für die TP-Link LB130! Auch die Reaktionszeit auf das Verstellen von Farben usw. ist ordentlich. Hier ist keine deutlich höherer Verzögerung als Beispielsweise bei Philips HUE zu entdecken.

 

Lichtstärke und Farbqualität

Die TP-Link LB130 bietet laut Hersteller eine Lichtleistung von 800 Lumen. 800 Lumen ist ordentlich und entspricht dem üblichen 60W Standard.

Natürlich werden die 800 Lumen nur bei weißem Licht erreicht. Je nach Farbton kann die effektive Helligkeit massiv schwanken und das tut diese auch bei der TP-Link LB130.

Generell macht die Smarte Glühbirne einen ganz guten Job, was das Licht angeht. Subjektiv ist dieses ausreichend hell und auch Farben wirken kräftig. Man kommt zwar nicht ganz an LIFX heran was Farbdarstellung Helligkeit angeht aber man liegt oberhalb von beispielsweise OSRAM LIGHTIFY und mit aktuellen Philips HUE Birnen ungefähr gleich auf.

Farben werden von der TP-Link LB130 Smarten LED Glühbirne recht gleichmäßig dargestellt. Also auch Grüntöne oder türkis wird etwas dunkler aber sauber dargestellt.

Stromverbrauch im Leerlauf

Die TP-Link LB130 ist ja grundsätzlich dauerhaft mit dem WLAN verbunden, daher könnte die Sorge bestehen, dass der Standby Energieverbraucht hier recht hoch ist.

Dies ist aber nicht der Fall! Für eine WLAN Glühbirne braucht die TP-Link LB130 genau genommen mit ca. 0,4-0,6W sehr wenig Energie.

 

Fazit

Ist die TP-Link LB130 Smarte LED Glühbirne empfehlenswert? Grundsätzlich ja! Sowohl die Software wie auch die Hardware passt. Die TP-Link Kasa App ist modern und gut aufgebaut und funktionierte in der Praxis tadellos.

Auch die Birne selbst macht einen guten Eindruck und bietet eine tadellose Lichtqualität, welche sich ohne Probleme mit Philips HUE messen kann.

Jedoch sehe ich aktuell eine Schwäche und das wäre der Preis. TP-Link will aktuell 55€ für eine RGB LED Smarte Glühbirne, das ist ein sehr ordentlicher Preis!

Für 55€ bekomme ich ohne Probleme ein Philips HUE Birne, warum sollte ich dann die TP-Link LB130 wählen? Die Frage kann ich Euch leider nicht so recht beantworten. Die TP-Link LB130 ist zwar von der Lichtqualität nicht schlechter als die große Konkurrenz aber das Öko System spricht im direkten Vergleich für das HUE System.

Die TP-Link LB130 ist absolut top, jedoch für 55€ würde ich mir das gut überlegen nicht zur großen Konkurrenz zu greifen. TP-Link muss hier etwas den Preis senken auf beispielsweise 40€, sollte das der Fall sein, wenn Ihr diesen Test lest und Ihr wollt vielleicht nur 1-2 Birnen und nicht in ein großes System mit Bridge usw. investieren, kann ich eine Empfehlung aussprechen!

Was ist ein Mesh WLAN System? Und ein erster Blick auf AVMs Ansatz

Mesh WLAN ist aktuell ein ganz heißes Thema im Netzwerkbereich. Aber was ist Mesh WLAN? Lohnt es sich für dieses Geld auszugeben oder ist das einfach nur Marketing Bla Bla?

Dies möchte ich versuchen in Folgendem etwas zu klären und Euch vielleicht ein paar Hinweise zu geben warum Mesh WLAN das neue heiße Thema ist und was es zu beachten gilt.

Zusätzlich habe ich auch einmal einen Blick auf AVMs neues „Mesh“ WLAN geworfen. Neugierig?

 

Was ist „Mesh WLAN“?

Die erste Frage die sich sicherlich die meisten stellen, ist: Was ist Mesh WLAN überhaupt und warum ist dies so toll?

Das „Problem“ ist erst einmal, das jeder Hersteller Mesh WLAN anders umsetzt. Es gibt grundsätzlich keine feste Definition was Mesh WLAN ist, macht und kann. Netgear nutzt beispielsweise Mesh WLAN anders als AVM.

Die Gemeinsamkeit bei allen Systemen ist, dass das WLAN System aus mehreren Stationen besteht. Die Basisstation ist via Kabel mit dem Netzwerk verbunden und die anderen Stationen verbinden sich via WLAN mit der Basisstation.

Je nach System können die einzelnen Satelliten auch untereinander kommunizieren oder setzten auf ein komplett eigenes WLAN Netz für die interne Kommunikation.

Letzteres ist beispielsweise bei Netgears Orbi System der Fall. Hier ist ein zweites 5GHz Band im System integriert, welches für die Kommunikation zwischen Basis und Satelliten reserviert ist. Hierdurch können höhere Geschwindigkeiten erzielt werden.

Ubiquiti setzt beim AmpliFi HD genau wie AVM nicht auf solch ein gesondertes 5GHz Band für die interne Kommunikation.

 

Was macht dann das Mesh System besser als ein einfacher Repeater?

Oftmals haben Repeater eine gesonderte SSID wie „WLAN_Repeater“ in welche man sich gesondert einloggen muss. Hier ist natürlich das manuelle hin- und herspringen nervig.

Nun könnte man auch hingehen WLAN Router und Repeater die gleiche SSID geben, in diesem Fall wählt sich der Empfänger in das jeweils signalstärkere Netz.

Leider passiert dies aber nur einmal. Heißt, wenn Euer Smartphone sich ins WLAN einloggt, wählt dieses, beim Herstellen der Verbindung, den jeweils signalstärksten WLAN Sender. Bewegt Ihr Euch in Eurer Wohnung, bleibt aber das Smartphone bei dem Gerät, in dem es sich ursprünglich eingeloggt hat, bis das Signal zu schwach wird und meist kurz vorm Abreißen ist.

Erst dann wird neu gescannt und sich erneut mit dem signalstärksten Sender verbunden.

Bei den meisten Mesh Systemen sieht das anders aus, hier wird Euer Smartphone automatisch dem jeweils signalstärksten Sender zugeordnet.

Zudem ist bei Mesh Systemen die Zeit beim „Umloggen“ meist deutlich kürzer. Ihr solltet nicht mal merken, wenn Ihr von Station zu Station springt, unterbrechungsfreies Roaming ist hier das Stichwort.

Es gibt noch weitere Vorteile. Meist ist die Basisstation schneller als ein Repeater, da die Basisstation direkt via LAN angebunden ist. Das weiß aber Euer Smartphone nicht, dieses wird sich nicht mit dem Schnelleren, sondern mit dem signalstärkeren Sender verbinden.

Einige Mesh Systeme versuchen Euch/Euer Smartphone also eher direkt mit der Basisstation zu verbinden, selbst wenn das Signal eigentlich schwächer ist.

Auch kommunizieren die einzelnen Satelliten untereinander. Ein normaler Repeater kommuniziert immer nur steif mit seiner Basis Station. Bei Mesh Systemen verbinden sich einige Satelliten entweder direkt mit der Basis oder über einen anderen Satellit, je nachdem was schneller ist.

Ich hoffe das Ganze war soweit verständlich. Mesh WLAN ist zwar sicherlich sehr, sehr viel „Marketing Bla Bla“ aber es stehen wirklich einige sehr nützliche Features dahinter.

Das Problem ist hier die Übersicht zu wahren. Nicht jedes Mesh WLAN System unterstütz jedes der hier genannten Features. Die Hersteller machen es hier einem meist auch nicht leichter, oftmals wird nicht mal genau angegeben was welches System unterstützt und was nicht.

 

Was macht AVM?

AVM geht einen anderen Weg als alle anderen Hersteller. AVM hat einigen seiner Produkte nachträglich per Software Update „Mesh“ fähig gemacht. Das ist natürlich für den Kunden super! So ist es nicht nötig ein teures Mesh System eines anderen Herstellers zu kaufen.

Aber wie viel Mesh steckt wirklich in AVMs Mesh System?

 

Der erste Test von AVMs Mesh System

Für diesen ersten Test habe ich eine FRITZ!Box 7590 und einen FRITZ!WLAN Repeater 1750E verwendet. Hierbei handelt es sich um die Flaggschiffe von AVM, beste Voraussetzungen also.

Beide Produkte macht Ihr aktuell durch die Installation einer Beta Software von der AVM Webseite „Mesh“ fähig.

Dieses Update geht recht flott und problemlos. Nach dem Update erst einmal nicht viel Neues?! Die Fritzbox und der AVM Repeater können nun Ihre Einstellungen untereinander synchronisieren.

Auch wird nun von beiden Geräten die gleiche SSID verwendet (eventuell müsst Ihr diese allerdings per Hand ändern, sofern die SSID zuvor von Euch anders eingestellt wurde).

Ansonsten ist auf den ersten Blick kein Unterschied zu vorher zu erkennen, abgesehen von einigen Änderungen in der Benutzeroberfläche.

AVM spricht selbst von „Der Begriff ‚Mesh‘ bedeutet, dass die FRITZ!-Produkte ein homogenes Netz bilden, optimal miteinander verbunden und aufeinander abgestimmt sind, für mehr Komfort und Leistung. Alle FRITZ!-Produkte tauschen sich im Mesh untereinander aus, gleichen Einstellungen ab, optimieren die Leistung der angeschlossenen Endgeräte und dies selbstständig, reibungslos und ohne Zutun des Nutzers.“

Ich habe einige Benchmarks vor dem Update und nach dem Update durchgeführt um besser vergleichen zu können, ob es Leistungsänderungen gibt.

Ich erspare Euch hier die langweiligen Zahlen, denn es gibt rein vom Datendurchsatz keinen Unterschied vor dem Mesh und nach dem Mesh Update. Meine Messwerte lagen alle in einem +-10% Rahmen.

Wo es allerdings Veränderungen gibt, ist beim Roaming. Das Switchen zwischen den einzelnen Stationen funktioniert nach dem Update um einiges flüssiger. Hier scheint nun die Firtzbox etwas gezielter zu kontrollieren, mit welcher Station der Nutzer verbunden ist, auch wenn das Ganze noch weit von einem AmpliFi HD entfernt ist.

Auch die UI bringt ein paar kleine Änderungen mit sich. Es ist nun in der Netzwerk Übersicht besser zu erkennen mit welchem Gerät ein Smartphone/Tablet usw. verbunden ist.

Unterm Strich bin ich von dem Update positiv überrascht. Die offensichtlichen Änderungen sind zwar recht klein aber unter der Haube gibt es durchaus ein paar Veränderungen, welche einen Vorteil darstellen.

Jedoch handelt es sich hier ganz klar um ein Mesh Lite System. Einige erweiterte Features wie beispielsweise das bevorzugte Verbinden mit der Basis Station (der FritzBox), auch wenn das Signal des Repeaters stärker ist, fehlen hier noch.

Auch ist natürlich die Hardware weiterhin ein normaler Repeater. AVM nutzt kein Tri-Band System wie Asus, Netgear, Linksys usw. Das heißt, die reine Performance ist diesen Systemen unterlegen.

Vorteile gibt es bei der Nutzung und Einrichtung wie auch bei der „Nahtlosigkeit“ der Nutzung. Mit dem Mesh geupdatet fühlt sich das WLAN Netzt etwas mehr wie eins an und weniger wie ein Router + mehrere Repeater.

Jedoch Mesh Systeme wie Ubiquiti AmpliFi HD bieten doch noch mal deutlich mehr Software Tricks, um das WLAN nochmals zu verbessern. Hier fühlt sich das Ganze in der Praxis noch mal ein gutes Stück flüssiger und stabiler an als bei AVM.

Netgear Orbi oder Linksys Velop bieten hingegen eine höhere Grundleistung aufgrund des Nutzens von Tri Band WLAN.

Ich denke dennoch, für viele Nutzer ist sicherlich AVMs Ansatz auch schon ein guter Sprung! Gerade wenn man den Preis betrachtet. Ein AVM FRITZ!WLAN 1750E Repeater kostet um die 70€, eine FritzBox ist meist bereits im Haushalt vorhanden.

Daher probiert das aktuelle FritzBox Labor Update aus! Und solltet Ihr für Eure Fritzbox einen Repeater kaufen wollen, ist das ein dicker Pluspunkt sich für einen AVM Repeater zu entscheiden!

 

Brauche ich wirklich ein Mesh System?

Brauchen ist in eine Sache, nein man braucht meist kein Mesh WLAN System. Ein einfacher Repeater macht meist auch einen brauchbaren Job.

Ein Mesh System macht aber Sinn, wenn Euer Haus oder Eure Wohnung recht groß ist. Hier ist es einfach schön ein WLAN System zu haben, welches gut ineinander vernetzt ist und bei welchem man sich keine Sorgen machen muss „bin ich nun mit dem richtigen AccessPoint verbunden“.

Also ja ich würde ein Mesh System ganz klar einem Router + diverse Repeater vorziehen. Je nach System gibt es Performance, Usability oder Stabilität Vorteile.

 

Welche Mesh Systeme sind empfehlenswert?

Das kommt auf diverse Punkte an. AVMs Mesh System ist zwar nicht das beste, aber es wird sicherlich vielen Nutzern reichen.

Solltet Ihr also bereits eine unterstütze Fritzbox besitzen, ist ein AVM FRITZ!WLAN 1750E Repeater für gerade mal 70€ durchaus ein Versuch Wert.

Wer mehr will, sollte sich Netgears Orbi System, Linksys Velop oder auch Asus Lyra ansehen. Alle drei Systeme setzten auf ein Tri Band System, sind also von der Performance AVMs Ansatz oder klassischen Repeatern oftmals deutlich überlegen.

Als Geheimtipp würde ich Ubiquiti AmpliFi HD bezeichnen. Dieses System besitzt zwar kein Tri Band WLAN nutzt aber einige clevere Software Algorithmen und Funktionen um dieses Defizit praktisch gut ausgleichen zu können.

Lediglich von Googles WIFI System würde ich aktuell abraten. Neben Datenschutzbedenken funktioniert dieses aktuell nicht gut in Kombination mit bereits bestehenden Routern (welche meist aufgrund des Modems weiterhin benötigt werden). Doppeltes NAT und DHCP ist hier das Stichwort.

Die Reolink Argus batteriebetriebene WLAN Überwachungskamera, im Test, besser als Netgear Arlo?

Vollständig kabellose WLAN Überwachungskameras sind immer noch recht selten, aber mittlerweile gibt es das ein oder andere Modell.

Dazu gehören auch die sehr guten Netgear Alro Kameras, welche leider aber für einige Nutzer ein NoGo haben. Diese senden alle Aufnahmen in die Cloud, was verständlicherweise viele Nutzer nicht wünschen. Zudem sind die Arlos recht teuer.

Hier sieht die Reolink Argus auf den ersten Blick wie eine sehr interessante Alternative aus! Auch die Reolink Argus ist vollständig kabellos, setzt auf WiFi und speichert ihre Daten auf einer lokalen Speicherkarte!

Hinzu kommt der vergleichsweise günstige Preis mit gerade mal 90€. Klingt gut oder? Schauen wir uns die Reolink Argus doch einmal im Test an. Kann diese überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die Reolink Argus

Im Gegensatz zum Netgear Arlo System kommuniziert die Reolink Argus direkt mit dem WLAN, es ist also keine Basisstation oder Ähnliches nötig.

Daher liegt auch im Lieferumfang neben der Kamera lediglich ein Set Batterien und diverses Montagmaterial. Dieses Montagematerial umfasst sowohl eine Wandhalterung wie aber auch einen normalen Standfuß.

Die Argus kann auch die Magnet Halterungen, welche es für Netgear Arlo Kameras gibt, nutzen. Also ja die Reolink Argus hat ebenfalls Magnete auf der Unterseite, die stark genug sind die Kamera zu halten.

Die Reolink Argus ist eine erfreulich kompakte Kamera. Diese ist etwas kleiner als die Handfläche und dank einem Weiß/Schwarz Plastik Mix recht gut designt. Die Kamera wirkt durchaus Modern und sollte selbst in einem Wohnzimmer nicht deplatziert wirken oder überhaupt übermäßig auffallen.

Die Argus ist allerdings nicht nur für die indoor Nutzung! Die Kamera ist auch wassergeschützt, kann also auch an der Hauswand oder allgemein im Freien eingesetzt werden. Hierbei wäre ich allerdings etwas vorsichtig. An der Seite der Kamera ist der microSD Karten Slot angebracht, welcher zwar von einer Gummi Klappe geschützt wird, aber das Ganze wirkt nur bedingt sicher.

Sicher genug um einen kleinen Regenschauer auszuhalten ja, aber ich würde doch empfehlen die Reolink Argus an der Hauswand anzubringen oder zumindest nicht komplett ungeschützt. Vielleicht bin ich hier auch nur etwas übervorsichtig.

Wo wir gerade bei der microSD Speicherkarte waren. Leider legt Reolink keine Speicherkarte bei, Ihr solltet also bereits eine besitzen oder zusätzlich kaufen. Hier scheint es auch keine Kompatibilitätsprobleme mit größeren Speicherkarten zu geben. Die Argus konnte sogar meine 256GB microSD Speicherkarte problemlos nutzen.

Natürlich benötigt auch diese Kamera eine gewisse Form von Energieversorgung. Da die Kamera kabellos ist, besteht diese aus Batterien, genau genommen CR123A Batterien.

Hiervon benötigt die Kamera vier Stück, im Nachkauf liegt eine CR123A bei ca. 1,5-3€. Es gibt auch CR123A Akkus, welche von der Kamera unterstützt werden.

Reolink gibt an, dass ein Set Batterien ca. 180 Tag Standby hält bzw. 800 Minuten Aufnahme Zeit. Letzteres klingt vielleicht im ersten Moment etwas wenig, ist es aber nicht da die Kamera nur beim Erkennen einer Bewegung aufnimmt. Sofern Ihr also nicht ununterbrochen vor der Kamera herumspringt, solltet Ihr sicherlich mit einem Batterie Set 2-3 Monate hinkommen.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung der Reolink Argus war kinderleicht! Ladet Euch zuerst die Reolink App für Android oder IOS herunter.

In dieser wird keine Anmeldung, Registrierung oder Ähnliches benötigt, Ihr könnt gleich loslegen. Loslegen = auf das kleine Plus tippen, um eine Kamera der App hinzuzufügen. Folgt einfach der Anleitung, welche gut verständlich ist.

Im Zuge dieser werdet Ihr nach dem WLAN gefragt, mit welchem Ihr die Kamera verbinden wollt. Mithilfe dieser Daten wird ein QR Code auf dem Bildschirm Eures Smartphones angezeigt, in welchem Passwort und WLAN Name gespeichert ist.

Diesen QR Code müsst Ihr einfach vor die Kamera halten und diese liest die Daten ein, was bei mir auch auf Anhieb geklappt hat.

Nach einem kurzen Moment ist die Kamera ins WLAN eingeloggt und Ihr könnt ein Passwort vergeben, woraufhin Ihr auch fertig seid!

 

Die Reolink App und Features

Die Reolink App ist sehr einfach aber effizient aufgebaut. Auf der Startseite findet Ihr all Eure Kameras, tippt Ihr diese an startet die live Ansicht. Es ist auch möglich die live Ansicht mehrer Kameras gleichzeitig zu sehen.

In der Live Ansicht könnt Ihr manuell Fotos und Videos Aufnahmen wie auch die Zwei -Wege- Kommunikation starten. Positiv, die Kamera ist vom Starten der App bis zum live Bild relativ schnell, schneller als eine Netgear Arlo.

Inklusive Kaltstart der App seid Ihr in ca. 8 Sekunden in der Live Ansicht!

Auch die Zwei- Wege- Kommunikation ist recht gut, dies gilt für den verbauten Lautsprecher wie auch für das Mikrofon. Bei der Qualität habt Ihr zwei Optionen „flüssig“ und „klar“, es sollte recht deutlich sein, was wie aussieht.

Aber die wichtigste Frage ist natürlich was für Optionen habt Ihr beim Aufzeichnen von Video/Alarm. Die Reolink Argus kann nicht dauerhaft Video aufnehmen, was natürlich am Batteriebetrieb liegt. Die Kamera nimmt wenn ausschließlich beim Erkennen einer Bewegung auf. Hier könnt Ihr den Bewegungssensor in drei Stufen steuern, je nachdem wie sensibel dieser sein soll.

Wird nun eine Bewegung erkannt, kann ein Video aufgenommen werden, Euch eine eMail gesendet werden, eine Push Nachricht aufs Smartphone gepuscht werden oder auch ein akustischer Alarm ausgelöst werden.

Es ist auch möglich spezielle Uhrzeiten zu definieren zu welchen die Bewegungserkennung Aktiv sein soll und wann nicht.

Aufnahmen bleiben hierbei immer auf der Kamera. Die Reolink Argus unterstützt keine Cloud Aufnahme Dienste, sondern lediglich die integrierte microSD Speicherkarte, aus Gründen des Datenschutzes natürlich super.

Etwas wofür ich Reolink zum Himmel hoch loben muss ist die Auswertung der Aufnahmen! Bei vielen Überwachungskameras, gerade wenn diese nicht in die Cloud aufnehmen, erhält man eine lange Liste mit Videos und fertig.

Bei der Reolink Argus habt Ihr eine schöne Time Line in welcher gekennzeichnet wird wann etwas aufgenommen wurde. Hierbei habt Ihr die Möglichkeit in diese Time Line hinein zu Zoomen usw.

So ist es, wirklich schnell möglich das passende Ereignis zu finden!

 

Bildqualität und WLAN

Wie sieht es mit der Bildqualität aus? In der Standard Einstellung bietet die Kamera 720P Video bei 5FPS. Das Ganze lässt sich aber auf bis zu 1080p und 15FPS hochstellen, was eine sehr ordentliche Qualität ist!

Bei Tag und Full HD liefert die Kamera wirklich eine tadellose Bildqualität!

Bei Dunkelheit macht die Kamera auch noch einen guten Job, jedoch ist es natürlich klar, dass hier bei einem Outdoor Einsatz die verbauten IR LEDs keine 30 Meter weit Scheinen. Jedoch für einen Umkreis von 5-10 Metern reichen die IR LEDs dennoch.

Die Reolink Argus besitzt einen Blickwinkel von 130Grad, daher bekommt Ihr recht viel ins Bild, ohne das die Kamera zu weit entfernt sehen muss.

Probleme mit der WLAN Verbindung hatte ich im Übrigen keine. Ich habe zwar ein recht gutes WLAN Netz aber generell scheint die Kamera recht empfangsstark zu sein. Sollte es mal einen WLAN Aussetzer geben, wäre davon so wieso nur die live Ansicht betroffen da die Aufnahmen ja intern laufen.

 

Fazit

Die Reolink Argus könnte man durchaus als die bessere Alternative zu Netgears Arlo System bezeichnen, vor allem dann, wenn man seine Daten nicht in die Cloud Senden möchte.

Die Argus macht sehr viel richtig, gerade was die Hardware angeht! Die Kamera ist kompakt, einfach zu montieren und sogar wassergeschützt, einem Outdoor Einsatz steht also nichts im Wege.

Hierbei benötigt Ihr auch keine Basisstation oder Ähnliches, lediglich einen ausreichenden WLAN Empfang. Die Bildqualität ist dank Full HD Auflösung sehr gut, selbst bei Dunkelheit! Ich hätte zwar tendenziell einen großen Integrierten Akku bevorzugt als die doch recht teuren CR123A Batterien (es gibt auch CR123A Akkus, aber diese Halten nicht so lange), aber mit rund 3-6 Monaten ist die Laufzeit der Kamera doch als gut einzustufen.

Die Smartphone App der Argus ist ordentlich. Alle Funktionen und Features die man sich wünschen kann wie Benachrichtigungen per Push Nachricht, eine Zeitsteuerung usw. sind vorhanden. Aufnahmen werden hierbei nicht auf einem teuren Cloud Speicher in der USA gesichert, sondern auf einer integrierten microSD Speicherkarte.

Die Aufnahmen lassen sich auch komfortabel und schnell mit Hilfe einer Time Line auswerten.

Kurzum die Reolink Argus ist eine Hervoragende kabellose Überwachungskamera, welche sich nicht hinter der großen Konkurrenz verstecken muss, ganz im Gegenteil!

Der Preis/Leistungs Punkt geht ganz klar Reolink Argus, mit rund 120€ ist diese sogar vergleichsweise günstig! Daher Daumen hoch für die Reolink Argus!

Günstiges FreeNAS System mit ECC RAM und Workstation Hardware für 450€ im Eigenbau (Hardware Empfehlung und Erfahrungsbericht)

FreeNAS ist DAS Betriebssystem, wenn es um selbst gebaute NAS Systeme geht. Dieses bietet aufgrund seines ZFS Dateisystems Supports eine sehr hohe Datensicherheit. Jedoch sollte man FreeNAS nicht einfach auf irgendeiner Hardware installieren. Im Optimalfall sollte das System neben generell guten Komponenten auch ECC, also eine Fehlerkorrektur im Arbeitsspeicher, unterstützen.

Hier wird es aber nun kompliziert, an sich unterstützen nur Server Komponenten ECC. Server Komponenten = teuer, jedoch als kleiner Blogger hat man natürlich kein Geld, was ist also das günstigste mögliche Selbstbau NAS mit ECC Support?

In Folgendem findet Ihr eine 2017er funktionierende und empfehlenswerte Komponentenauswahl für ein auf FreeNAS basierendes NAS System!

 

Das Ziel

Was ist das Ziel dieses Projekts? Ich versuche hier ein günstiges NAS zu bauen, welches für das FreeNAS Betriebssystem optimiert ist. Hierbei soll die Hardware gut genug sein einen 24/7 Betrieb zuverlässig durchzustehen, zudem soll das System ECC Support besitzen.

Viele der Anleitungen oder Vorschläge für ein auf FreeNAS basierendes System im Internet sind allerdings etwas veraltet oder preislich in einem vierstelligen Bereich.

Es wird also durchaus möglich sein, ein noch günstigeres System zu bauen! Jedoch wenn Ihr nur auf neue Hardware setzen wollt und ECC Support benötigt für ZFS/FreeNAS bewegen wir uns mit meiner Zusammenstellung schon am unteren Rand des aktuell Machbaren.

 

Die Hardware

Kommen wir zum interessanten Punkt, welche Hardware setze ich ein für mein FreeNAS System?

 

Diese „Basis“ Konfiguration schlägt mit rund 450-500€ zu buche. Wollt Ihr 10Gbit Support, rechnet mit weiteren 120€, aber zu 10Gbit/s kommen wir im zweiten Teil dieses Berichts.

Warum diese Hardware? Das letztendliche NAS soll ECC, also Arbeitsspeicher mit Fehlerkorrektur, unterstützen, ohne dabei exorbitant teuer zu sein.

Für den ECC Support benötigen wir eine CPU, Mainboard und natürlich RAM welcher ECC unterstützt.

Klingt erst einmal einfach, ist es aber gar nicht. Normale Desktop Hardware besitzt eigentlich keinen ECC Support. Daher müssen wir auf ein Server bzw. Workstation Mainboard zurückgreifen. Genau so eins ist das MSI C236M. Dieses Board besitzt den Intel C236 Chipsatz, welcher eigentlich für Intel Xeon CPUs gedacht ist. Jedoch unterstützt das MSI C236M alle Intel CPUs mit Sockel 1151, also auch den hier verwendeten Intel Pentium G4620.

Kleiner Hinweis, es gibt noch andere Boards mit C236 Chipsatz unter anderem von AsRock welche ein wenig günstiger sind als das MSI. Jedoch besitzen diese keine OnBoard Grafik, diese ist zwar für FreeNAS nicht zwingend nötig, aber es ist dennoch praktisch das man nicht jedes Mal eine Grafikkarte installieren muss um ins BIOS zu kommen.

Warum der Intel Pentium G4620? Erstaunlicherweise wird ECC NICHT von der Intel I3, I5 oder I7 Serie unterstützt, aber vom billigen Pentium G4620.

Alternativ könnten wir auch einen Intel Xeon verwenden, aber hier zahlen wir mindestens 250€, währen der Intel Pentium G4620 für unter 100€ zu bekommen ist. Der G4620 ist ein Dual Core welcher auf die aktuelle Kaby Lake Architektur von Intel setzt. Alternativ könntet Ihr auch mit dem Intel Pentium G4600 ein paar Euro sparen, dieser war aber zum Zeitpunkt des Test nur schlecht lieferbar.

Der RAM ist das große Fragezeichen, 8GB ist für FreeNAS die untere Grenze. Im generellen gilt pro TB Speicher ein GB RAM (was aber auch nicht zwingend erforderlich ist). Jedoch für den Anfang setzte ich auf erst einmal 8GB ECC RAM von Crucial. Wenn Ihr mehr braucht, dann kauft einfach mehrere dieser Rigel. Achtet für eine bessere Upgradbarkeit darauf mindestens 8GB oder 16GB Rigel zu bekommen und nicht 2x4GB usw.

Beim Netzteil setze ich auf das Corsair RMx Series RM550x. Hier sehe ich noch etwas Potenzial  zum Einspaaren, denn das Netzteil ist mit rund 100€ schon ein gehobenes Modell. Auch die Leistung ist mit 550W recht hoch gewählt, gerade wenn man nicht plant 8 HDDs zu nutzen.

Jedoch ist dieses mit 80 PLUS Gold ein recht effizientes Netzteil, bei einem Rechner der 24/7 laufen soll nicht schlecht, und Corsiar ist eine sichere Bank, was PC Netzteile angeht.

Was bringt ECC RAM und Workstation Komponenten, wenn am Ende das Netzteil in die Luft fliegt und die HDDs mitreißt? Daher nutzt hier bitte kein allzu billiges Netzteil. Alternativ könntet Ihr beispielsweise mit dem be quiet! Pure Power 10 500W rund 30€ sparen.

Gehäuse, CPU Kühler und Festplatten überlasse ich weitestgehend Euch.

Ich nutze beim Gehäuse allerdings das Fractal Design Define R4. Dieses sieht halbwegs vernünftig aus, bietet viel Platz für 3,5 Zoll HDDs (bis zu 8 Stück) und ist auch nicht zu teuer. Hier könntet Ihr auch auf kleinere Gehäuse wie z.b. das Fractal Design Node 804 oder generell ein billigeres Gehäuse ausweichen.

Beim CPU Kühler setzte ich auf den Intel Standard Kühler, ist billig und sollte seinen Job machen.

Bei den Festplatten kommt es sehr auf Eure Bedürfnisse an. Ich setze für dieses System auf 3x8TB Seagate Iron Wolf HDDs. Diese sind für 8TB HDDs nicht übermäßig teuer, aber recht flott.

FreeNAS, was wir als Betriebssystem nutzen, läuft von einem USB Stick, benötigt also keine gesonderte Festplatte oder SSD für das OS.

Sämtliche Festplatten sind also reine Datengräber.

Sonstiges: Ich benutze gesonderte SATA Kabel und SATA Strom Kabel. Diese habe ich zusätzlich gekauft und sind natürlich keine Pflicht.

 

ECC Support?

Was ist ECC und warum ist dieses wichtig (oder auch nicht)? ECC steht für Error Correcting Code, also ein System, welches selbstständig Fehler behebt.

ECC RAM wird im generellen für FreeNAS bzw. ZFS Datei-Systeme empfohlen. ZFS nutzt Euren RAM im System deutlich mehr als es die üblichen Dateisysteme machen.

ZFS ist sehr gut darin Fehler auf der Festplatte zu erkennen und gegebenenfalls zu beheben. Jedoch verlässt sich ZFS darauf das Euer RAM vollständig in Ordnung ist. Tritt nun hier ein Fehler auf, kann dies fatal sein.

ECC RAM sollte Euch genau davor schützen, daher wird auch solcher Arbeitsspeicher meist in Servern eingesetzt.

Das Problem ist allerdings, dass nicht jedes Mainboard und auch nicht jede CPU ECC RAM unterstützen. Zusätzlich ist ECC RAM recht teuer.

Grundsätzlich denke ich, dass man auf ECC RAM vermutlich sogar verzichten kann. Allerdings ist es natürlich ein gewisses Risiko, das, wenn der Arbeitsspeicher in Eurem System schlecht wird, auch noch einige Dateien mitnimmt. In einem produktiv System will man auf solch ein Risiko wenn möglich verzichten.

Daher setzte ich in diesem System auch auf ECC RAM!

 

Der Zusammenbau

Ich verzichte einmal darauf Euch zu erklären, wie man einen Computer zusammenbaut. Ich denke wenn Ihr dieses Projekt angeht, werdet Ihr Euch vermutlich auch ein wenig mit der Materie auskennen.

Dennoch ein paar grundsätzliche Worte. Der Zusammenbau der hier gewählten Komponenten verlief weitestgehend problemlos.

Grundsätzlich handelt es sich ja hier um ein sehr einfaches System. Wir benutzen keine gesonderte Grafikkarte, speziellen CPU Kühler oder Ähnliches.

So ein wenig hin und her gerissen war ich lediglich vom Fractal Design Define R4. Es sieht sicherlich gut aus und ist auch gedämmt, aber der Mainboard Schlitten wirkt doch etwas dünn und ich habe schon eine Weile kein neues PC Gehäuse gehabt, bei welchem ich die Abstandshalter per Hand eindrehen musste. Abgesehen davon ist das Gehäuse ganz ordentlich.

Ähnliches gilt auch für das Mainboard, welches lediglich ein paar wenige Lüfteranschlüsse hat (1x CPU + 2X Gehäuse), die Frontanschlüsse nicht beschriftet sind (man muss ins Handbuch schauen) und vielleicht das Fehlen eines m.2 Slots negativ anzurechnen ist.

Qualitativ macht dieses aber einen guten Eindruck. Auch das BIOS/UEFI ist gut aufgebaut mit vielen Funktionen, Lüfter Kurven, OC usw.

 

Der erste Test

Nach erfolgreichem Zusammenbau und hoffentlich auch erfolgreichem Start würde ich vielleicht erst einmal das I(nstallieren von Windows oder gegebenenfalls Linux empfehlen. Warum? Unter diesen Betriebssystemen ist es einfacherer einen kurzen Check durchzuführen, ob alles funktioniert.

Ich habe für diesen Check Windows 10 installiert (welches man 30 Tage auch ohne Key nutzen kann).

Der erste Test hier war, ob ECC wie gewünscht funktioniert. Um dies herauszufinden ruft die Konsole (CMD) auf und gebt folgenden Befehl ein „wmic memphysical get memoryerrorcorrection“ .

Windows sollte hier mit einer 5 Antworten, was bedeutet ECC funktioniert. Ich musste hierfür im Übrigen keine Einstellungen im BIOS vornehmen, alles lief „out of the Box“ wie gewünscht.

Schritt zwei war das Überprüfen wie es um Temperaturen und Stabilität bestellt ist. Erneut eine positive Überraschung. Unter Volllast erreichte der wärmste CPU Kern gerade mal 58 Grad. Hierbei bleibt der Standard Intel CPU Kühler sogar weiterhin kaum bis gar nicht hörbar.

Schritt drei, schaut Euch ein paar Benchmarks an. Der Intel Pentium G4620 ist zwar sicherlich nicht der mächtigste Chip, würde aber sogar für 10Gbit LAN ausreichen!

 

FreeNAS Installieren

Geht zuerst auf die FreeNAS Webseite und ladet Euch dort das Image herunter(hier). Nun benötigt Ihr zwei USB Sticks, der erste Stick dient als Installationsmedium, der zweite als Installationsziel.

Ja man kann FreeNAS auch auf eine HDD/SSD installieren, dies ist aber nur sehr bedingt nötig. FreeNAS lädt sich nach dem Start in den Arbeitsspeicher, der USB Stick wird also nicht belastet.

Ist das Image heruntergeladen spielt dieses auf einen USB Stick. Hierfür könnt Ihr ein Tool wie Win32 Disk Image verwenden.  Startet dieses, wählt den USB Stick aus, wählt das Image aus (bei Datei Endungen müsst Ihr alle auswählen damit das ISO angezeigt wird) und klickt auf „schreiben“.

Nach wenigen Sekunden ist der Stick einsatzbereit.

Steckt diesen gemeinsam mit dem Stick, auf welchen FreeNAS installiert werden soll, in das NAS. Nachdem Ihr den MSI Bildschirm seht, drückt F11, um in die Boot -Auswahl zu kommen, dort wählt den Stick aus, auf welchem die Installationsdateien sind.

Von hier aus ist die Installation von FreeNAS recht problemlos. Klickt Euch einfach durch bzw. wählt Dinge mit der Leertaste oder Enter aus.

Ist die Installation geschafft, erwartet Euch einfach ein schwarzer Bildschirm mit Text (hier könnt Ihr aus diversen Menüpunkten auswählen).

 

FreeNAS

Jedoch habt Ihr Euch bei FreeNAS nicht mit irgendwelchen Konsolenbefehlen herumzuschlagen. Ihr benötigt nun einen anderen Computer. Gebt bei diesem im Webbrowser die IP Adresse des NAS ein um in das Web Interface zu kommen.

Hier könnt Ihr nun Benutzer anlegen, die Festplatten Konfiguration erstellen, Freigaben erstellen usw.

Grundsätzlich bin ich nicht der größte Fan von FreeNAS, gerade die Zugriffssteuerung ist ziemlich kompliziert und wird über Gruppen geregelt.

Für viele 08/15 Nutzer wird sicherlich ein fertiges NAS System von Synology, Asustor oder Qnap sinnvoller sein.

Natürlich ist FreeNAS, aufgrund des sehr guten ZFS Support, ein sehr mächtiges System welches sogar im professionellen Umfeld eingesetzt wird.

Wie sieht es aber mit der Hardware aus? Sehr gut! Probleme mit Treiber oder Ähnlichem gibt es bei dieser Konfiguration nicht! Alles funktioniert soweit ohne das Ihr stundenlang basteln müsst.

Auch die Performance stimmt. Ich habe lediglich 8GB RAM für 16TB Speicher verwendet, auch wenn für solch eine Konfiguration eigentlich mehr empfohlen wird, hat das Ganze doch ganz gut funktioniert.

Übertragungsraten im lokalen Netzwerk (Gbit LAN) lagen wie zu erwarten bei rund 110MB/s in beide Richtungen via SMB.

Performance liegt damit auf dem Maximum von Gbit LAN. Probleme mit der Stabilität hatte ich nach nun 2 Wochen keine.

 

Stromverbrauch und Lautstärke

Was verbraucht so ein System an Energie? Im Leerlauf ohne Festplatten konnte ich einen Stromverbrauch von rund 30-34W messen.

Das Ganze ist nicht „super“ wenig und könnte mit einem kleineren Netzteil sicherlich noch etwas optimiert werden, aber dennoch ist 30W nicht zu viel.

Positiv hat mich die Lautstärke das Fractal Design Define R4 überrascht. Selbst das übliche Laufgeräusch der HDDs wird sehr gut gedämmt. Auch die mitgelieferten Lüfter sind okay, wenn man diese über die MainBoard Lüftersteuerung etwas fein tunt.

Am positivsten hat mich allerdings der Intel Kühler überrascht. Ich sehe weder aufgrund der Temperaturen noch der Lautstärke einen Grund diesen auszutauschen.

10Gbit?!

Wie sieht es aus wenn man mehr als nur Gbit LAN möchte? Bisher war 10Gbit LAN unbezahlbar, jedoch hat sich dies etwas geändert.

Asus hat ein wenig passende günstige Hardware veröffentlicht.

Hierzu gehört die 10Gbit ASUS XG-C100C LAN Karte für rund 110€ und der ASUS XG-U2008 Switch. Letzterer besitzt 8x Gbit LAN Ports und 2x 10Gbit LAN Ports. Das reicht um einen großen Desktop und dass NAS zu verbinden.

Leider unterstützt FreeNAS nach aktuellem Stand (13.07.17) die ASUS XG-C100C 10Gbit LAN Karte NICHT! Die „günstigste“ kompatible 10Gbit LAN Karte ist die Intel X550-T1 für knapp über 300€.

Heißt ein funktionierendes 10Gbit Set-up würde so aussehen:

Das Ganze kostet rund 730€! Klingt sehr viel, ist es aber nicht. Ein 10Gbit Switch mit mehr als zwei Ports würde alleine rund 600€ kosten ( Netgear ProSAFE Plus XS700 ), dank Asus ist das ganze also schon etwas erschwinglicher.

Schreiben

In Kombination mit vier Seagate Iron Wolf HDDs und FreeNAS konnte ich rund 450MB/s schreibend und 600MB/s lesend erreichen, der Intel Pentium G4620 limitiert also nicht.

 

Fazit

Ihr wollt ein eigenes NAS bvauen mit FreeNAS und dem ZFS Datei System? Dann ist folgende Konfiguration vermutlich das günstigst Mögliche mit ECC Support (sofern man keine gebrauchte Hardware möchte):

Ihr könnt Ihr sicherlich hier und da noch ein paar Modifikationen an dieser Auswahl machen, vor allem was Netzteil und Gehäuse angeht, aber in seiner Basis funktioniert das System inklusive ECC Support für rund 450€ tadellos!

Bitte bedenkt, dass Ihr für den ECC Support einen Intel Pentium nutzen müsst, Intel I CPUs unterstützen kein ECC!

 

Das System bietet auch mit Intel Pentium mehr als genug Performance, um die Gigabit Geschwindigkeit voll auszuschöpfen.  Auch grundsätzlich gibt es keine Hardware Probleme in Kombination mit FreeNAS, alles funktioniert „out of the Box“ wie gewünscht.

Von daher hoffe ich, dass meine Anleitung für ein günstiges FreeNAS System mit ECC Support Euch vielleicht ein wenig weiter geholfen hat. Bei zusätzlichen Fragen meldet Euch und ich werde versuchen Euch zu helfen.

Wichtig! Solltet Ihr totale Anfänger sein was Netzwerk, Linux/BSD angeht, würde ich vielleicht ein fertiges NAS System von Synology, Asustor oder QNAP eher empfehlen. Diese sind zwar weniger flexibel und für die gebotene Hardware meist recht teuer, aber gerade das Betriebssystem ist meist etwas benutzerfreundlicher als es FreeNAS ist, zu mindestens für Anfänger.

 


Weitere Infos zu FreeNAS und ZFS:

Der AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E im Test

In den meisten Heim-WLAN-Netzen ist das reine WLAN Tempo meist gar nicht das große Problem. Das Problem ist meist eher Empfang, welcher meist nicht ausreicht das komplette Haus oder die Wohnung vernünftig abzudecken.

Hier ist ein WLAN Repeater meist die einfachste Lösung. Diese gibt es von diversen Herstellern, jedoch wird sich ein AVM Repeater sicherlich für viele Nutzer anbieten, gerade für Besitzer einer FritzBox.

Der 1750E ist hierbei AVMs größter Repeater aktuell auf dem Markt. Wollen wir uns doch einmal ansehen, was dieser zu leisten vermag. Kann der AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Der AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E im Test

Der FRITZ!WLAN Repeater 1750E ist ein klassisches AVM Produkt. Das heißt, dieses setzt auf die übliche weiß/rot Optik. Hierdurch ist der 1750E ein etwas auffälligeres Produkt, auch verglichen mit anderen Repeatern.

Der Repeater setzt auf ein komplett klassisches Steckdosen -Adapter- Design. Hierbei ist der 1750E allerdings relativ breit, es könnte also passieren, dass er benachbarte Steckdosen blockiert.

AVM verzichtet auf auffällige externe Antennen, jedoch ist der Repeater alleine aufgrund der Farbgebung alles andere als dezent.

Hierzu tragen auch die diversen LEDs auf dem Gerät bei. Neben den bis zu drei Status LEDs sind weitere LEDs vorhanden, welche Euch über die Signalstärke zur Basisstation informieren.

Umso mehr Leuchten umso besser das Signal. Ein durchaus praktisches Feature welches bei der wichtigen Positionierung hilft.

Ebenfalls recht offensichtlich positioniert ist die große WPS Taste des Repeaters. Diese kann für das schnelle Verbinden von Geräten oder das schnelle Verbinden mit einer Basisstation genutzt werden.

Zu guter Letzt verfügt der AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E über einen Gbit LAN Port auf der Unterseite. Dieser dient der Konfiguration oder für den Bridge Modus. Ihr könnt also auch Geräte welche kein WLAN besitzen so mit Eurem Netzwerk verbinden, praktisch für ältere Smart TVs usw.

 

Einrichtung und Installation

Ihr habt beim AVM 1750E im Großen und Ganzen zwei Einrichtungsmöglichkeiten. Ihr könnt den FRITZ!WLAN Repeater via WPS oder „manuell“ einrichten.

Die Einrichtung via WPS ist sehr simpel. Ihr haltet die WPS Taste am Repeater für ein paar Sekunden gedrückt und geht dann zu Eurem WLAN Router und drückt dort die WPS Taste, fertig!

Beide Geräte sollten nun eine Verbindung hergestellt haben. Sollte dies nicht klappen oder Euer WLAN Router unterstützt kein WPS, könnt Ihr den Repeater auch per Hand einrichten.

Steckt diesen hierfür in den Strom und verbindet einen Computer/Notebook via LAN mit dem Repeater.

Geht nun auf die Webseite http://fritz.repeater/, dort findet Ihr die Benutzeroberfläche des FRITZ!WLAN Repeater 1750E.

Im ersten Schritt vergebt Ihr ein Passwort und im zweiten Schritt wählt Ihr die WLAN Netze aus welche „verstärkt“ werden sollen. Ihr könnt hier ein 5GHz und ein 2,4GHz Netzwerk wählen.

Das war es im Großen und Ganzen auch schon mit der manuellen Einrichtung. Nach einem kurzen reboot des Repeaters sollte alles wie gewünscht funktionieren.

Achtet gegeben falls noch auf die Positionierung. Der FRITZ!WLAN Repeater 1750E zeigt Euch die Signalstärke zur Basis Station mithilfe der LEDs auf der Oberseite an.

Im Optimalfall sollte der Repeater nicht viel weiter als 2-3 Räume/Wände zur Basis Station entfernt stehen.

 

Die Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche des AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E ist AVM typisch aufgebaut und mimikt natürlich die Benutzeroberfläche einer Fritzbox.

Grundsätzlich gibt die Benutzeroberfläche Euch alle Informationen, die Ihr braucht. Hier könnt Ihr die SSID (den Namen) des WLAN Netz anpassen, das Passwort ändern usw.

Auch könnt Ihr hier sehen welche Geräte mit dem Repeater verbunden sind und wie die Verbindung zur Basisstation aussieht.

Eventuell wäre hier noch ein Diagramm schön gewesen wie groß die Entfernung zur Basisstation ist. Ob man den Repeater näher positionieren muss oder weiter entfernt. Linksys hat dies bei seinen Repeatern sehr schön gelöst.

Allerdings hat AVM natürlich LEDs auf dem Gerät, welche einem die Signalstärke signalisieren, aber halt nicht was das „Optimum“ ist.

Leistung

Die Leistung von einem Repeater hängt natürlich von diversen Faktoren ab. Das wäre Distanz und natürlich auch wie gut/schnell Euer bisheriges WLAN Netz ist.

Ein Repeater bringt nichts oder nicht viel, wenn Ihr diesen an einer Stelle positioniert wo das Ursprungssignal bereits so schwach ist, dass es nichts mehr zum „repeaten“ gibt.

Man unterschätzt sehr leicht wie schnell ein WLAN Signal abbaut, mehr als 3 Wände zwischen Repeater und Basis würde ich vermeiden wollen.

Hier gilt das Motto probiert mehrere Orte aus!

Mit 450Mbit/s auf dem 2,4GHz Band und 1300Mbit/s auf dem 5GHz Band ist der AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E auf dem Papier schon einmal ein recht flotter Repeater. Ja, es gibt noch schnellere Geräte, aber 450Mbit/s und 1300Mbit/s sehen schon mal gut aus!

Zumal kaum Endgeräte überhaupt dieses Tempo voll ausreizen können. Jedoch sind das natürlich nur theoretische Werte. Praktisch müssen diese schon einmal halbiert werden, der Repeater sendet und empfängt ja doppelt.

Kommen wir aber zum eigentlichen Test. Ich beschränke mich hier diesmal auf einen recht praxisnahen Ablauf. Für diesen verwende ich eine FRITZ!Box 7590 als „Basis“ Station.

Die FRITZ!Box 7590 besitzt ein sehr fähiges WLAN, sollte also den Repeater gut befeuern können.

Für den Test wurde der Repeater ca. 8 Meter und drei Wände von der FritzBox entfernt positioniert. Als Clients wird ein 2016er MacBook Pro und ein Samsung Galaxy S8+ verwendet. Diese befinden sich jeweils ca. 2-3 Meter wiederum zum Repeater entfernt.

Die hier angegeben Werte sind in MB/s und beziehen sich auf eine Übertragungsrate auf/von einem lokalen Server.

Verglichen mit einer direkten Verbindung über diese Distanz zur Fritzbox konnte ich auf dem 2,4GHz Band eine durchschnittliche Steigerung von 45% beim Tempo erreichen. Einen ähnlichen Sprung könnte ich auch auf dem 5GHz Band erreichen.

Damit bietet der AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E eine durchaus signifikante Leistungssteigerung. Aber die reine Steigerung der Übertragungsrate ist gar nicht das Interessanteste. Ob nun 23MB/s oder 16MB/s interessiert vermutlich die wenigsten Nutzer. Beides ist deutlich mehr als ein normaler Internet Anschluss zu leisten vermag (DSL 100.000 = 12MB/s).

Das viel Interessantere ist die Stabilität der Verbindung. Auf höheren Distanzen wird die Übertragungsrate recht inkonstant, so auch hier. Bei der direkten Verbindung erreichte sie zwar immer noch sehr gute 16,6MB/s (5GHz Apple MacBook Pro) aber während der Übertragung meiner Testdatei schwankte die Übertragungsrate doch recht stark.

Der Repeater hingegen sorgt für eine stabilere Übertragungsrate. Ihr erhaltet hier also deutlich weniger dieser „WLAN Lags“. Natürlich ein WLAN Mesh System würde das ganze nochmals besser machen aber auch der AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E hat hier schon einen erfreulich guten Job gemacht.

 

Reichweite

Die effektive Reichweite hängt selbstverständlich von der Positionierung des Repeaters ab. Bei einer Distanz von ca. 12 Metern zur Basis Station (FRITZ!Box 7590) erreichte der Repeater immer noch rund 40%-50% Signalstärke.

Das ist ein ordentlicher Wert! Mit einem normalen Smartphone wäre auf dieser Distanz das Signal schon sehr grenzwertig.

Der Repeater selbst schafft es problemlos einen Bereich von ca. 60-80m² mit WLAN abzudecken welches ausreicht sogar 4K Material zu Streamen.

Dieser Wert kann natürlich je nach Situation etwas abweichen. Wenn Euer Haus/Wohnung Stahl Beton Wände hat, wird natürlich die Reichweite Sinken, jedoch würde ich die 60-80m² mal als Grundwert ansehen.  Darüber hinaus ist das WLAN natürlich noch ein gutes Stück für einfaches Webbrowsen zu gebrauchen, jedoch kann das Signal ab ca. 120m² etwas instabil werden.

 

AVM Mesh

Zum Zeitpunkt dieses Test hat AVM gerade Frisch eine „Labor“/Beta Software veröffentlicht, welche den AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E zu einem „Mesh“ WLAN Repeater macht.

Was bedeutet dies? Wenn Ihr den AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E gemeinsam mit einer aktuellen FritzBox nutzt, bilden diese ein Mesh WLAN Netzwerk.

Das heißt, der Repeater arbeitet nicht mehr nur, als ein Empfänger, der das Signal der Basisstation auffängt und weitersendet, sondern es gibt eine erweiterte Kommunikation zwischen Repeater und FritzBox.

Diese Kommunikation beinhaltet das automatische Synchronisieren der Einstellungen, ein vereinfachtes und besseres „Umloggen“ Eurer Geräte, wenn diese sich zwischen dem Repeater (Repeatern) und der Fritzbox bewegen und eine verbesserte Netzwerkkontrolle.

Das Ganze ist natürlich kein richtiges Mesh System wie Beispielsweise das Orbi System von Netgear oder so ausgetüftelt wie das Ubiquiti AmpliFi HD System, jedoch als gratis Upgrade ist es ein echter Mehrwert in der täglichen Anwendung!

Nicht mehr für die beste Performance manuell zwischen den SSID hin und her springen müssen und die verbesserte Homogenität des Netzwerks macht sich durchaus bemerkbar, gerade wenn Ihr mehr als einen Repeater einsetzt!

Innerhalb des Mesh Netzwerks kommunizieren auch Repeater untereinander, was ebenfalls eine bessere Performance bieten kann.

Der Haken an der Sache ist natürlich, dass dieses Mesh System nur unter AVM Komponenten funktioniert. Ihr könnt in dieses kleine Mesh System also nicht einfach einen Repeater von Linksys einbinden.

 

Fazit

Daumen hoch für den AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E*! Gerade mit dem Mesh Update für die aktuellen Fitzboxen hat sich doch die Attraktivität von AVM Repeatern sehr gesteigert.

Solltet Ihr keine FritzBox nutzen, würde ich auch weiterhin eher zum Linksys RE7000, TP-Link RE450 oder Linksys RE6400 raten. Der AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E ist nicht schlecht, aber gerade von der Software nicht mein Favorit.

Jedoch solltet Ihr eine Fritz!Box 7490, 7580 oder 7590 besitzen, sieht die Welt anders aus. Aufgrund des Mesh Updates und der nun stärkeren Verknüpfung zwischen FritzBox und FritzRepeater bietet es einfach einige Vorteile hier ausschließlich auf AVM Komponenten zu setzen. Aktuell würde ich ganz klar zur Nutzung eines AVM Repeaters raten, wenn Ihr eine FritzBox besitzt!

Der 1750E liefert eine gute WLAN Leistung und auch eine gute Netzstabilität. Erneut dank des Mesh Updates müsst Ihr Euch nicht entscheiden zwischen zwei unterschiedlichen SSIDs oder einer SSID und möglicherweise schlechterer Performance (da Ihr nicht gezielt kontrollieren könnt wo sich Euer Gerät gerade einloggt).

Daher ist der Preis von 75€ für den FRITZ!WLAN Repeater 1750E ein fairer Deal und eine gute Möglichkeit das WLAN Netzwerk auszubauen, sofern Ihr auch eine passende Fritzbox besitzt.

Das CHUWI LapBook im Test, IPS 2736 x 1824 Display, 6GB RAM, Aluminium Gehäuse, Quad Core und Windows 10 für unter 300€?

Ein Notebook mit IPS 2736 x 1824 Display, 6GB RAM, Aluminium Gehäuse, Quad Core und Windows 10 für unter 300€?! Klingt zu gut um wahr zu sein, oder?

Jedoch genau dies bietet CHUWI mit dem LapBook 12.3 an und zwar für rund 270€.

Natürlich handelt es sich hierbei um ein China Notebook, daher ist eine überdurchschnittliche Preis/Leistung keine große Überraschung. Aber dennoch wirkt das Gebotene hier auf dem Papier schon sehr stark.

Daher musste ich mir das gute Stück doch einmal in der Praxis anschauen. Kann das CHUWI LapBook 12.3 im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Achtung bei der Bestellung!

Das CHUWI LapBook ist nur aus Asien/China zu bekommen, daher auch der günstige Preis. Bei der Bestellung müsst Ihr natürlich etwas vorsichtig sein. Zum einen sind natürlich Garantieprobleme recht schwer durchzusetzen, zum anderen könntet Ihr bei solch hohen Summen mit dem Zoll in Kontakt kommen. Hier könnten nochmals rund 19% zusätzlich anfallen.

Bedenkt dies bitte, ansonsten bestellt bei Gearbest. Diese bieten den Germany Express an, hier kümmert sich Gearbest um die Zollabwicklung und Ihr habt damit nichts damit zu tun.

Mehr zu dem Thema aus Asien Bestellen habe ich hier zusammen gefasst.

 

Das CHUWI LapBook 12.3 im Test

CHUWI setzt beim LapBook auf ein komplettes Aluminiumgehäuse. Dieses macht einen wirklich sehr guten Eindruck! Das Notebook wirkt unheimlich robust und massiv, allerdings ist dieses im Gegenzug auch kein Leichtgewicht.

Wobei dies sehr relativ ist, ich bin von einem Dell XPS 13 und Apple MacBook hier vielleicht etwas verwöhnt.

Woran man allerdings den Preis etwas erkennt, sind die Displayränder. Das 12.3 Zoll Notebook ist ein Stück weit größer als mein 13,3 Zoll Dell XPS, was natürlich auch am ungewöhnlichen 3:2 From Faktor liegt.

Das LapBook 12.3 ist schon recht kompakt, aber auch nicht super kompakt. Dies ist aber Kritik auf einem sehr hohen Level. Es handelt sich beim LapBook um ein unter 300€ Notebook, auf den Preis würde vermutlich niemand anhand der Haptik und Optik kommen.

Bei der Optik ist CHUWI keine Experimente eingegangen. Die Oberseite des Notebooks ist komplett aus Aluminium und besitzt lediglich ein kleines CHUWI Logo. Ähnliches im Innenraum, viel Aluminium und eine „Insel Tastatur“ mit ausreichend großem Trakpad. Negativ fallen erneut nur die Displayrahmen auf, welche recht großzügig sind.

Bei den Anschlüssen hat CHUWI auf nichts verzichtet und bietet ordentliche I/Os. Am linken Rand finden wir den Ladeport, einen USB 3.0 Port und einen HDMI Anschluss. Auf der rechten Seite ist ein USB 2.0 Port, der Kopfhörer Ausgang und ein microSD Karten Slot.

Das einzige was mir etwas fehlt wäre ein USB C Port, über welchen man das Notebook im Optimalfall auch aufladen könnte.

Das beiliegende deutsche Ladegerät ist nur mäßig gut. Es handelt sich um ein 08/15 12V 2A Netzteil mit einem recht kurzen Kabel, dafür ist das Netzteil aber auch recht kompakt.

Das CHUWI LapBook besitzt im Übrigen keinen Lüfter! Das Notebook ist passiv gekühlt und damit auch komplett leise.

Etwas erstaunt war ich beim Umdrehen des Laptops. Dieses besitzt auf der Unterseite einen einfach zu erreichenden m.2 Slot für eine SSD. Also ja es wäre möglich den recht klein dimensionierten Speicher sehr einfach zu erweitern.

Anmerkung, dieser Slot scheint nur kurze SATA m.2 SSDs zu fassen, wie diese , mangels passender SSD habe ich das Ganze allerdings nicht getestet.

 

Software

Das CHUWI LapBook 12.3 setzt auf stinknormales Windows 10, jedoch lediglich mit englischer/chinesischer Sprache. Die englische Version ist hier aber zu 100% Englisch und nicht dieser englisch- chinesisch Mix wie bei anderen Notebooks.

Solltet Ihr die Deutsche Sprache wünschen, wäre es natürlich kein Problem einfach Windows neu zu Installieren.

Dies habe ich allerdings gelassen, denn das Windows 10 was hier zum Einsatz kommt, ist wirklich schön sauber. Damit meine ich zum einen, dass dieses virenfrei (man weiß ja nicht bei chinesischen Produkten) ist und zum anderen, dass es keinerlei vorinstallierte Software gibt außer den nötigen Treibern.

Vorbildlich CHUWI! Windows war zudem vollständig aktiviert und im Gegensatz zu anderen Asia Tablets nicht bereits eingerichtet. Beim ersten Start hat mich der völlig normale Windows 10 Einrichtungsbildschirm erwartet.

Nur der freie Speicher ist mit lediglich 37GB nicht übermäßig groß.

 

Display

Das CHUWI LapBook verfügt über ein 12,3 Zoll Display. Bei günstigen Notebooks ist das Display in der Regel meist ein Problem.

Gute Displays sind teuer, daher ist dies meist das erste an dem gespart wird, zumal es im Vorhinein nicht möglich ist sich dieses anzusehen.

Umso erstaunter war ich vom Display des CHUWI LapBook! Dieses 12,3 Zoll Display löst mit satten 2736 x 1824 Pixeln auf, das ist eine Auflösung oberhalb von Full HD.

Aber nicht nur die Auflösung stimmt, auch das Panel selbst ist erstaunlich gut. CHUWI setzt hier auf ein IPS Panel.

Bei normalen Notebooks die man im deutschen Handel bekommen kann, sind IPS Panels in der unter 600€ Preisklasse meist immer noch eine Seltenheit, um so erstaunlicher, dass sich solch eins hier in diesem unter 300€ Notebook finden lässt.

IPS Panels bringen gute Blickwinkel und meist etwas bessere Farben als TN Panels, so auch hier.

Das Display des CHUWI LapBook ist echt gut! Ich habe Acer Notebooks für 900€ mit schlechteren Displays gesehen.

Farben sind zwar nicht unbedingt „leuchtend“ aber vollkommen in Ordnung, zumal das Display matt und nicht hochglänzend ist. Blickwinkel sind top und auch Kontraste soweit in Ordnung.

Es handelt sich hier im Übrigen um das gleiche Display Panel wie im Microsoft Surface 4 Pro, was schon einiges aussagt!

Eingabegeräte

Beginnen wir bei dem Trackpad. Dieses besitzt beim LapBook eine ordentliche Größe und eine angenehme matte Textur. Die Maustasten sind unterhalb des Trackpads eingelassen und können durch Drücken  aktiviert werden.

Das Klickgefühl der Tasten ist erfreulich gut und knackig! Auch das Tracking des Trackpads ist gut, wenn nicht sogar sehr gut! Zwar hat dieses etwas Probleme, wenn man beispielsweise mit zwei Händen oder zu vielen Fingern auf diesem navigiert, aber in der Praxis ist das Pad gut einsetzbar.

Die normalen Bewegungen und auch Klicks werden sauber erkannt!

Wie sieht es mit der Tastatur aus? Diese ist sehr interessant beim CHUWI LapBook! Der Hersteller setzt hier auf relativ „kleine“ Tasten welche einen relativ hohen Abstand zueinander haben und recht weit hoch stehen.

Dafür bieten die Tasten aber einen recht tiefen Druckpunkt, sehr ungewohnt wenn man von einem Apple MacBook kommt.

Ungewohnt aber auch nicht schlecht! Die Tasten fühlen sich knackig an und das Tippen geht nach kurzer Eingewöhnung gut von der Hand. Aufgrund des Aluminiumgehäuses lässt sich die Tastatur auch überhaupt nicht eindrücken, sondern ist angenehm straff.

Jedoch würde ich ich das CHUWI LapBook nur sehr bedingt für Vielschreiber empfehlen. Warum? Das Tastatur Layout! Wie bei den meisten asiatischen Notebooks besitzt auch das LapBook kein deutsches Tastatur Layout, sondern lediglich das amerikanische.

 

Das amerikanische Layout ist grundsätzlich nicht allzu weit von unserem entfernt, und wenn man dieses in Windows auf DE umstellt sind alle Tasten an der Stelle wo diese auch bei einer normalen deutschen Tastatur sind.

Lediglich die Beschriftung der Tasten ist halt anders. Y und Z sind getauscht und auf den üöä Tasten liegen Sonderzeichen.

Das Ganze erfordert natürlich etwas Gewöhnung, ist aber sicherlich machbar. Solltet Ihr mit dem Layout klar kommen super! Denn die Tastatur ist gut!

 

Lautsprecher

Das CHUWI LapBook besitzt zwei Lautsprecher auf der Unterseite. Ja günstige Notebooks und Tablets sind meist keine Klangwunder, so auch hier.

Die Lautsprecher sind ausreichend, was mehr ist als bei vielen anderen vergleichbaren Geräten. Diese sind klar und gut verständlich. Kratzen oder ähnliches gibt es nicht, dafür ist allerdings auch die Lautstärke auf 100% nicht übermäßig hoch.

Kurzum ja die Lautsprecher reichen für das gelegentliche Youtube Video aus, sind aber auch nicht die Stärke des Notebooks.

Performance und Leistung

Im CHUWI LapBook 12.3 steckt ein Intel Celeron N3450 Prozessor in Kombination mit 6GB RAM. Achtet beim Bestellen ein wenig auf Eure genaue Konfiguration, wie meist üblich gibt es das LapBook auch in unterschiedlichen Ausstattungen.

Die hier getestete Version ist allerdings die günstigste Version. Lasst Euch von dem Intel „Celeron“ Prozessor nicht allzu sehr abschrecken. Ich weiß Intel Celeron steht nicht unbedingt für „Top Leistung“, aber der hier verwendete Vierkerner ist ordentlich.

Zwar ist auch der N3450 kein Leistungsmonster, aber dieser bietet gut über 50% mehr Leistung als beispielsweise ein Intel Atom x5 Z8300. Liegt aber rund 40% hinter einem Core m3-6Y30.

Gaming ist natürlich auf dem LapBook 12.3 nur sehr bedingt möglich. Minecraft ohne Mods läuft, auch ältere Spiele wie CSS oder Klassiker wie Age of Empires. Aber selbst moderne ESport Titel wie CS Go laufen auf minimaler Auflösung nur sehr grenzwertig.

Jedoch im Alltag macht das CHUWI LapBook eine ganz gute Figur. Dies ist allerdings auch auf den recht großzügig dimensionierten RAM zurückzuführen. 6GB RAM ist mehr als genug um einige Tabs in Google Chrome offen zu haben und gleichzeitig ein Word Dokument zu Bearbeitung und Musik via Spotify zu hören.

Bei solchen Anwendungen zeigt sich das LapBook auch recht reaktionsfreudig und zügig. Hierzu trägt auch sicherlich das flotte OnBoard WLAN bei, welches sogar das 5GHz Band und den AC Standard unterstützt.

Etwas weniger flott ist der verbaute Speicher. Diese kommt lesend auf rund 150MB/s und schreibend auf 50MB/s. Klingt wenig imposant, ist es auch nicht, allerdings praktisch ist der Speicher ausreichend schnell.

Vom Betätigen des Einschalters bis auf den Desktop (Kaltstart) benötigt das CHUWI LapBook gute 28 Sekunden. Auch im Alltag konnte ich kein Stottern erkennen, welches man auf die SSD zurückführen könnte.

 

Akku

Das CHUWI LapBook verfügt über einen 60Wh starken Akku. An sich eine recht große Kapazität für ein solch kompaktes Notebook mit vergleichsweise energiesparender Hardware. Wie sieht es in der Praxis aus?

Mittelmäßig würde ich sagen. Beim normalen Webbrowsen und Office Betrieb konnte ich eine Akkulaufzeit von rund 5,5-6 Stunden erzielen, bei einer 60% Display Helligkeit. Hierbei war das Notebook allerdings noch recht frisch, also nur wenige Hintergrundanwendungen.

Daher würde ich schätzen, dass man praktisch vermutlich auf rund 5 Stunden normale Nutzung kommt. Sollte man wirklich Akku sparen wollen, also Displayhelligkeit Minimum usw., kann man an der 7 Stunden Marke kratzen. Im Gegenzug, wenn man natürlich das Notebook dauerhaft unter Volllast setzt, kann dieses auch nach rund 2,5 Stunden leer sein.

Aber dennoch sind das Laufzeiten, die ich als okay einstufen würde.

 

Fazit

Ich bin vom CHUWI LapBook 12.3 regelrecht schockiert! Es ist einfach beeindruckend wie viel Leistung dieses Notebook für unter 300€ bietet.

Mit Leistung meine ich auch unter anderem wirklich die Rechenleistung. Der Intel N3450 in Kombination mit 6GB RAM ist doch schon stark! Hier spürt man im Alltag durchaus einen recht großen Leistungssprung verglichen mit den 08/15 Intel Atom Notebooks. Auch die 6GB RAM sind fürs Websurfen mit vielen offenen Tabs ideal.

Klar es gibt noch viel Luft nach oben bei der Rechenleistung, aber für den normalen Alltag reicht das hier Gebotene oftmals sicherlich bereist vollkommen aus.

Neben der Leistung ist auch die Haptik und Verarbeitung ein großer Pluspunkt. Das CHUWI LapBook ist wirklich solide und robust gebaut. Auch ist das Notebook nicht übermäßig schwer oder dick, allerdings ist dieses auch kein Federgewicht.

Hinzu kommen die sehr ordentlichen Eingabegeräte. Die Tastatur ist gut, so auch das Trackpad. Was ebenfalls gut, wenn nicht sogar hervorragend ist, ist das Display. Eine Auflösung von 2736 x 1824 und ein IPS Panel in dieser Preisklasse ist einfach der Wahnsinn!

Bei der ganzen Freude über die gute Leistung des Notebooks darf man allerdings auch nicht die Schwächen vergessen, so viele sind dies gar nicht. Die erste wäre die Tastatur. An sich ist diese ganz ordentlich, jedoch leider nur mit englischem Layout. Klar, wenn man sich die Deutsche Tastatur gut eingeprägt hat und weiß wo üäö positioniert sind, ist das kein größeres Hindernis, aber dennoch ist das Tastatur Layout sicherlich das größte Hindernis des CHUWI.

Das zweite was mich etwas gestört hat, ist die Größe. Das LapBook ist relativ groß für seine 12,3 Zoll und entspricht eher normalen 13-14 Zoll Geräten. Gut dies ist aber vermutlich dem günstigen Preis geschuldet. Auch ein USB C Ladeport wäre sicher klasse, aber den kann man bei einem 2xx€ Notebook vermutlich ebenfalls nicht erwarten.

Kurzum, Ihr erhaltet mit dem CHUWI LapBook 12.3 für unter 300€ ein vergleichsweise flottes Notebook mit satten 6GB RAM, einem tollen Display, einer soliden Akkulaufzeit und einer Verarbeitung, welche die diversen Dell, HP, Lenovo Plastikbomber vor Neid erröten lässt.

Mehr Leistung bekommt man für das Geld nicht! Im Gegenzeug müsst Ihr lediglich mit dem englischen Tastatur Layout und der fehlenden Garantie leben.

Positiv

  • Tolles Display
  • Hochwertige Verarbeitung
  • 6GB RAM
  • 5GHz WLAN AC
  • Erweiterbarer Speicher…..

 

Negativ

  • …… interner Speicher recht klein