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Die KZ ES3 Ohrhörer im Test, der Geheimtipp aus Asien

Knowledge Zenith (KZ) Ohrhörer werden sicherlich dem ein oder anderen Leser von Techtest bereits bekannt sein. KZ hat sich auf den Bau von extrem guten und dabei extrem günstigen Ohrhörern verschrieben.

Zuletzt im Test die KZ ZS5, 20€ Ohrhörer, welche fast eher in der 100€ Preisklasse spielen. Heute soll es allerdings um die KZ ES3 gehen.

Auf den ersten Blick sehen die ES3 durchaus interessant aus, was auch am Dual- Treiber- Aufbau liegt. Hierbei setzt KZ sogar auf einen Hybrid Aufbau mit einem dynamischen Treiber und einem Armature Treiber.

Bis vor wenigen Jahren waren Armature Treiber noch unheimlich teuer und exotisch, umso lachhafter wirkt der Preis der KZ ES3.

Diese sind für knapp 10€ aus Asien zu bekommen. Aber können Ohrhörer für so wenig Geld wirklich etwas taugen?!

Versuchen wir dies im Test der KZ ES3 herauszufinden! Neugierig?

 

Die KZ ES3

KZ Ohrhörer sind oftmals etwas aufwendiger oder auffälliger gestaltet, so auch die ES3. KZ setzt bei den ES3 auf ein zweiteiliges halb durchsichtiges Plastikgehäuse. Die Oberseite ist hierbei ganz klassisch in Schwarz gehalten, besitzt aber einen recht großen ES3 Schriftzug.

Die untere Hälfte besteht aus einem durchsichtigen türkis/blauen Kunststoff. Ich finde die ES3 wirken hierdurch „teurer“ als diese eigentlich sind.

Auf den ersten Blick wird vermutlich niemand darauf tippen das Ihr für diese nur rund 10€ gezahlt habt.

Wie auch schon bei den ZS5 setzt KZ auch bei den ES3 auf ein austauschbares Kabel. Dieses ist wie bei KZ üblich durchsichtig mit Kupferkern. Dies lässt das Kabel erfreulich hochwertig wirken. Ich hatte im Übrigen noch nie Probleme mit Kabeln bei KZ Ohrhörern, diese zeigten sich immer sehr robust! Daher habe ich auch bei den ES3 großes Vertrauen darin, dass das Kabel lange durchhält.

Sollte das Kabel dennoch einmal brechen macht es vermutlich kaum Sinn das Kabel einzeln zu kaufen (sofern man dieses überhaupt einzeln bekommt). Allerdings bietet KZ für die ES3 ein Bluetooth Upgrade Kit an, bei welchem Ihr das Kabel gegen eins mit Bluetooth Modul austauschen könnt, nett!

 

Tragekomfort

Die KZ ES3 sind etwas größere Ohrhörer, bei welchen der Hersteller auf ein „über dem Ohr“ Kabel Design setzt. Wenn Ihr also die In-Ears tragt, verläuft das Kabel über Eurem Ohr nach hinten herunter.

Das Kabel wurde zudem mit einem Drahtkern verstärkt, der das Kabel in Form hält.

Aufgrund dieser Art und der Größe der Ohrhörer ist das Tragen gerade anfangs etwas ungewohnt. Allerdings nach wenigen Stunden werdet Ihr die Vorteile dieser Trageweise erkennen. Die ES3 sitzen recht fest in den Ohren und rutschen selbst bei Bewegung eigentlich nicht aus den Ohren heraus. Allerdings sitzen diese auch nicht so entspannt, dass man vergisst, dass das man Ohrhörer trägt.

Müsste ich das Ganze in Schulnoten beschreiben, würde ich den ES3 eine zwei minus geben.

Die KZ ES3 sind nicht die bequemsten Ohrhörer, die ich jemals hatte, aber auch nicht unbequem.

 

Klang

Das interessanteste gerade bei KZ Ohrhörern ist natürlich der Klang. Was haben hier die ES3 zu bieten?

Viel ist die Antwort! Reden wir aber erst einmal über den Aufbau der Ohrhörer, welcher sicherlich einige der Klangcharakteristika erklärt.

Die ES3 sind Dual Driver Ohrhörer, diese besitzen also Zweiklang erzeugende Elemente. Dies ist relativ selten bei Ohrhörern, allerdings nehmen die Dual Driver Ohrhörer in letzter Zeit auch etwas zu.

Hierbei handelt es sich allerdings um einen normalen dynamischen Treiber (diese könnt Ihr Euch wie bei einem normalen Lautsprecher nur in kleiner vorstellen) wie auch um einen „Balanced Armature“ Treiber.

Armature sind sehr exotisch und waren bis vor wenigen Jahren nur in einer Handvoll Ohrhörer der 200€+ Preisklasse zu finden.

Armature Treiber sind völlig anders aufgebaut als die klassischen dynamischen Treiber und setzten zur Klangerzeugung auf einen metallenen „Anker“ welcher zum Schwingen gebracht wird.

Hierdurch klingen Armature Treiber grob gesagt etwas präziser und klarer. Allerdings haben diese Treiber im Gegenzug etwas Probleme mit Bässen.

Daher werden sie auch gerne mit klassischen Treibern kombiniert, der Armature Treiber kümmert sich um die Höhen und der klassische Treiber um Bässe und Mitten.

So wird dies auch bei den KZ ES3 gemacht, und ja dies hört man den Ohrhörern auch an!

Kommen wir damit zum Klang. Die ES3 besitzen einen sehr klaren und extrem brillanten Klang, welcher mir gerade am Anfang etwas scharf vorkam, im Laufe der Zeit hat sich dieser Eindruck etwas gegeben. Ich bin mir hier allerdings um ehrlich zu sein nicht ganz sicher ob dies daran liegt, dass die Ohrhörer sich eingespielt haben oder das sich meine Ohren an den etwas schärferen Klang gewöhnt haben, vermutlich eine Mischung aus beidem.

Hierbei sind die Höhe zwar recht scharf, aber dennoch präzise! Ich konnte kein größeres Ausfransen der Höhen oder unnatürliche Zischlaute wahrnehmen.

Die Mitten der ES3 würde ich als unauffällig bis leicht abgesenkt einstufen. Stimmen und Gesang werden immer noch gut dargestellt, allerdings finde ich das man eine Art Übergang zwischen den beiden Treibern hört. So als hätte man einen Subwoofer und einen Hochtöner.

Dies ist zwar bei den KZ ES3 nicht ganz so extrem, allerdings gehen die Ohrhörer schon etwas in die Badewannen Richtung.

Dementsprechend ist der Bass natürlich recht ordentlich. Ich würde hier allerdings nicht sagen, dass die ES3 Bass Monster sind. Der Bass ist definitiv spaßig und kann durchaus auch recht ordentlich reinhauen, aber er ist auch nicht übertrieben.

Ich würde sagen der Bass ist gut gelungen! Spaßig aber auch nicht überschattend. Auch wenn ich mir vielleicht noch einen Hauch mehr Tiefgang wünschen würde. Der Tiefgang ist gut, aber auch nicht absolut überragend. Im Gegenzug die ES3 kosten unter 10€, von daher darf ich hier sicherlich nicht darüber Meckern das die KZ ES3 einen schlechteren Tiefgang haben als ein paar Sennheiser IE80.

Die größte Stärke der ES3 ist unterm Strich vermutlich die Spielfreude. Durch diesen recht hohen Kontrast zwischen sehr klarer Höhen und sattem Bass besitzen die Ohrhörer eine sehr starke Dynamik.

Diese Dynamik resultiert oftmals in einem sehr lebendigen und vorantreibenden Klang. Gerade wenn man die passende Musik dafür laufen hat. Wenn ich etwas bemängeln müsste, wäre es vermutlich die Auflösung in den mitten. Diese ist nicht schlecht, aber auch nix Besonderes.

 

Fazit

Ein paar weitere gelungene Ohrhörer aus dem Hause KZ. Die ES3 können dank dual Treiber mit einem hervorragend dynamischen und lebendigen Klangpunkten. Die Höhen sind hierbei sehr klar und sauber, die Bässe wiederum spaßig und satt. Die Mitten wurden zwar ein wenig vernachlässigt, gehen aber immer noch als okay durch.

Das Entscheidende ist aber letztendlich der Preis. Die KZ ES3 kosten rund 10€ und hierfür ist die gebotene klangliche Leistung einfach der Knaller!

Die ES3 spielen nach normalen Maßstäben eher in der 30-60€ Preisklasse. Von daher, wenn Ihr etwas experimentierfreudig seid und ein paar € übrig habt, bestellt Euch die ES3 aus Asien! Ihr werdet überrascht sein!

KZ bietet im Übrigen für die ES3 ein Bluetooth Upgrade Kit an, mit welchem man die Ohrhörer auf kabellos betreiben kann. Dieses Upgrade Kit wäre vielleicht für rund 6€ durchaus interessant mitzubestellen.

ES3 vs. ZS5

Vielleicht habt Ihr ja auch schon meinen Test zu den KZ ZS5 gesehen (zum Test) und fragt Euch nun, was besser ist, die ES3 oder ZS5. Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten!

Neutral gesehen vermutlich die ZS5, auch wenn beide Ohrhörer etwas unterschiedliche Klangsignaturen haben. Zusammengefasst, die ZS5 sind etwas detaillierter und ausgeglichener, die ES3 etwas spaßiger. Müsste ich mich entscheiden, würde ich vermutlich die ZS5 nehmen. Allerdings haben die ES3 auch ihren Charme, gerade wenn es um aktuelle Pop Musik geht.

Die CHUWI W – 100 Power Station im Test, günstiges 4 Port USB Ladegerät aus Asien

USB Ladegeräte auch mit Quick Charge gibt es auf der Amazon Plattform einige. Aber ab und zu schaue ich auch gerne einmal über den Tellerrand hinaus, in diesem Fall direkt nach Asien.

Der Hersteller CHUWI wird vermutlich den wenigsten etwas sagen, allerdings ist CHUWI ein eigentlich recht bekannter Hersteller von Tablets und Ähnlichem in Asien. Auch auf Techtest finden sich bereits ein paar Tests zu CHUWI Produkten. Heute soll es aber nicht um ein Tablet gehen, sondern um ein stink normales USB Ladegerät.

Wobei „normal“ vielleicht etwas untertrieben ist, die CHUWI W – 100 Power Station verfügt über vier USB Ports und Quick Charge 3.0. Das Beste, der Preis!

Für gerade mal 15€ ist die Power Station aus Asien erhältlich. Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen, ob das Ladegerät für seinen Preis überzeugen kann!

 

Die CHUWI W – 100 Power Station im Test

Die CHUWI Power Station ist ein vier Port USB Ladegerät. Hierbei setzt der Hersteller allerdings auf ein etwas ungewöhnlicheres Design. Man nimmt „Power Station“ hier durchaus wörtlich. Das Ladegerät ist eine viereckige Plastikbox, welche an den Rändern ausklappbare Ständer besitzt.

Klappt man diese auf kann man auf den darunter liegenden USB Port zugreifen und in den Ständer das zu ladende Smartphone aufstellen.

Hier kann man sicherlich streiten ob dieses Design Vorteile gegenüber einem normalen Multiport Ladegerät mitbringt oder nicht. Allerdings kann man problemlos zwei Smartphones im Ladegerät aufstellen und wenn man kurze Ladekabel verwendet sieht das ganze Recht sauber aus.

Wie bereits erwähnt verfügt die Power Station allerdings über vier USB Ports und auch grundsätzlich vier Ständern, allerdings finden in diesen höchstens zwei Smartphones sicher Platz. Solltet Ihr alle Ports nutzen wollen, müssen zwei Smartphones neben der Ladestation liegen.

Wie sieht es mit der Leistung aus? Drei der vier USB Ports sind „normale“ 2,4A Ports, allerdings können diese gleichzeitig mit nur 3,4A belastet werden. Ein normales Smartphone nimmt in der Regel zwischen 1-1,7A auf, Ihr werdet vermutlich also nicht alle drei Ports gleichzeitig nutzen können oder der Überstromschutz wird das Laden abbrechen.

Der vierte Port ist ein Quick Charge 3.0 Anschluss. Dieser verfügt über 3A bei 3,6-6,5V, 2A bei 6,5-9V oder 1,5A bei 9-12V.

Dieser Quick Charge Port kann jederzeit zusätzlich zu den anderen Anschlüssen voll belastet werden. Insgesamt kann das CHUWI W – 100 also 35W Leistung liefern.

„Schön und gut aber funktioniert die Power Station überhaupt in Deutschland und brauche ich einen Adapter?“ Bei meiner Power Station lag bereits ein passendes „EU“ Netzkabel bei und selbst wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, wäre dies auch kein Problem. Die Power Station nutzt den Standard Kleingerätestecker. Zudem funktioniert das Ladegerät auch mit unseren 240V. Es ist sogar ein CE Zeichen vorhanden!

 

Wie teste ich?

Grundsätzlich messe ich Spannung und Stromstärke mit einem „PortaPow Premium USB + DC Power Monitor Leistungsmesser / Leistungsmessgerät Digital Multimeter Amperemeter V2“.

Dieses liefert eine Messgenauigkeit auf bis zu 0.0001 A-0.0001 V.

Als konstante Last nutze ich USB Widerstände. Mit diesen werde ich das Netzteil ca. 4 Stunden mit 90+% Last „quälen“ wobei ich die Temperatur messe und schaue ob es Auffälligkeiten (oder sogar Ausfälle) gibt.

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Zu guter Letzt checke ich ob es an verschiedenen Endgeräten „Probleme“ beim Laden gibt. Wichtig meine Ladegeschwindigkeits Tests führe ich mit einem Referenz-Kabel durch. Auf der microUSB Seite wäre dies das Powerline von Anker, beide Kabel liefern die bestmögliche Ladeleistung. Für Apple Geräte verwende ich das Original Apple Kabel, nicht weil es das beste ist sondern einfach weil es jeder hat.

Solltet Ihr andere Ladekabel verwenden kann dies eure Ladegeschwindigkeit Negativ beeinflussen, siehe ein Test dazu HIER.

Das Messen des Stromverbrauchs im Leerlauf geschieht mit einem Voltcraft Energy Logger 4000.

Wichtige Information zur Ladegeschwindigkeit. Nur weil ein USB Ausgang maximal 2,4A oder 2A liefern kann, bedeutet dies noch lange nicht, dass Smartphone, Tablet und Co. auch mit der maximalen Geschwindigkeit an diesem Port laden. Hier spielen noch andere Faktoren eine Rolle. Dementsprechend ist diese Aussage welche oftmals getroffen wird „Powerbank XYZ ist super schnell da sie einen 2,4A Ausgang besitzt“ nicht ganz richtig. In der Praxis gibt es teilweise massive Unterschiede zwischen einzelnen Modellen auch wenn die USB Ports angeblich die gleiche maximale Leistung liefern können.

 

Messwerte

Beginnen wir einfach mit dem Interessantesten der Ladeleistung. Hier wird es nun etwas kompliziert. Positiv, der Quick Charge 3.0 funktioniert tadellos und bringt sogar eine Apple Optimierung mit!

Heißt LG G6, Samsung Galaxy S8 usw. wie auch eigentlich nicht Quick Charge fähige Geräte (Apple iPhone 7+ und iPad Pro) werden schnell geladen! Dies ist nicht immer selbstverständlich!

Bei den drei normalen Ports ist es nicht so einfach. Anhand der Angabe von CHUWI das alle drei Ports zu 2,4A in der Lage wäre könnte man vermuten das auch alle drei Ports exakt gleich sind, dies ist aber nicht der Fall!

Zwar können wirklich alle drei Ports 2,4A liefern, aber beispielsweise die Ports auf der gegenüberliegenden Seite des Quick Charge Ports besitzen keine Apple Optimierung. iPhones und iPads laden hier nur mit 0,5A und im Falle des iPads wird die Meldung „Lädt nicht“ angezeigt.

Der Port neben dem Quick Charge Anschluss hingegen ist wieder Apple optimiert, wenn auch nicht sonderlich gut. Das Apple iPad Pro lädt am Quick Charge Port mit rund 2,1A, an diesem normalen Port mit 1,8A.

Bei Android Smartphones scheint es aber teilweise umgekehrt auszusehen. Beispielsweise das LG G6 erreichte am Port welcher neben dem Quick Charge Port ist nur 0,5A. An den Ports, welche zuvor mit den Apple Geräten Probleme gemacht haben, erreichte das LG 1,1A. Das ist zwar auch nicht sonderlich gut, aber akzeptabel. So ähnlich verhält es sich mit den meisten von mir getesteten Android Geräten.

Wenn Ihr die CHUWI W – 100 Power Station kaufen solltet, müsst Ihr also gegebenenfalls erst einmal herumtesten, welcher Port für Euer Smartphone am besten funktioniert.

Abseits des „Chaos“ bei den USB Ports gibt es nicht viel Auffälliges zu berichten. Das Ladegerät ist etwas träge bei der Spannungsregulierung (wenn der Strom schlagartig ansteigt, fällt die Spannung auf meist 4,6-4,7V und steigt erst nach wenigen Sekunden wieder auf ca. 4,9-5,1V an).

Der Leerlaufstromverbrauch liegt bei guten 0,1W und auch die Effizienz liegt bei guten 84% (12W Last).

 

Fazit

Die CHUWI W – 100 Power Station ist ein brauchbares Ladegerät zu einem sehr fairen Preis! Allerdings ist eine absolute Empfehlung nicht ganz so leicht auszusprechen.

Zwar ist die Leistung mit 35W etwas gering, vor allem da nur 17W auf die drei normalen USB Ports entfallen, allerdings ist das „okay“ wenn man nicht gleichzeitig vier High-End Smartphones laden möchte.

Das Problem ist die Beschaffung. China online Shops wie Gearbest machen einem zwar das Bestellen recht einfach, aber man bekommt auf Amazon bereits für 18-25€ vergleichbare Ladegeräte.

Lohnt es sich bis zu 1-2 Monate auf sein Ladegerät zu warten, um 5-10€ zu sparen? Falls Eure Antwort „Ja“ ist dann kann ich das CHUWI W – 100 Power Station soweit empfehlen. Es ist nicht das absolute Über-Ladegerät aber für 15€ ist es unmöglich etwas besseres zu finden! Ich persönlich würde allerdings vermutlich eher zu einem etwas teureren Ladegerät raten.

Link zum Hersteller /// 15,67€ bei Gearbest (Stand 17.09.17)

Das Lenovo HW01 Fitnessarmband im Test

Lenovo ist in Europa und auch in Deutschland primär aufgrund seiner Notebooks und Computer bekannt. Allerdings baut Lenovo auch Smartphones und Smartphone Zubehör. Dieses ist allerdings primär in Asien(China) verfügbar. Hierzu zählt auch ein Fitnesstracker, um welchen es in diesem Test gehen soll.

Fitnesstracker bzw. Fitnessarmbänder gehören vermutlich zu den beliebtesten Wareables, was vermutlich auch am Preis liegt. Das Lenovo HW01 Fitnessarmband kostet beispielsweise gerade mal 21€.

Klingt erst einmal recht fair für ein Markenprodukt, aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann das Lenovo HW01 im Test überzeugen? Finden wir dies heraus!

 

Das Lenovo HW01 Fitnessarmband im Test

Auf den ersten Blick wirkt das Lenovo HW01 recht unspektakulär. Es handelt sich um den üblichen Formfaktor, also ein Silikon Armband mit einer kleinen Plastik Kapsel. Auf der Oberseite der Kapsel ist 0,91 Zoll OLED Display eingelassen. Dieses Display kann allerdings nur zwei Farben anzeigen, Weiß und Schwarz. Dies ist allerdings in der Regel schon ausreichend.

Zur Steuerung befindet sich unterhalb des Display des Lenovo HW01 eine kleine kapazitive Taste, welche das durchschalten durch das Menü erlaubt. Natürlich ist auch eine Steuerung via Smartphone App möglich.

Auf der Unterseite des Trackers befinden sich diverse Sensoren. Neben den Schritten kann das Lenovo HW01 auch Euren Puls messen.

Ebenfalls auf der Unterseite befindet sich ein microUSB Port, welcher natürlich zum Aufladen des Akkus dient. Der Akku hält ca. 5-8 Tage, je nachdem wie sehr Ihr das Armband nutzt.  Dieser Port ist durch eine kleine Gummi Klappe vor Wasser geschützt.

Allerdings verfügt das Lenovo HW01 nur über einen IP 65 Wasserschutz, dieses besitzt also nur einen „Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel“. Untertauchen solltet Ihr das Armband also nicht!

Im Gegensatz zu vielen anderen Fitnessarmbänder lässt sich beim Lenovo das Silikon Armband nicht austauschen! Der Tracker scheint im Armband verklebt zu sein.

Bonuspunkte bekommt das Armand allerdings wieder für seinen Verschluss. Hierbei handelt es sich nicht um den typischen Fitnessarmband Druckknopf Verschluss, sondern um einen festeren normalen Uhren- Verschluss.

 

Einrichtung und App

Um das Lenovo HW01 mit dem Smartphone zu koppeln, schaltet das Armband zuerst ein. Dies geschieht über das Gedrückthalten der kapazitiven Taste unterhalb des Displays. Sollte sich Euer Armband nicht einschalten verbindet dieses mit dem Strom.

Ladet Euch dann die Lenovo App (Lenovo Smart Bracelet) aus dem Google Play Store oder dem IOS App Store herunter und startet die App.

Leider müsst Ihr Euch zwingend in der App vor der Nutzung beim Hersteller registrieren.

Das Verbinden des Armbands ist dann aber sehr einfach. Geht hierfür in die Einstellungen der App und wählt „verbinden“ aus. Das Armband sollte nun sofort gefunden werden und Ihr müsst lediglich die Verbindung durch das Antippen des Armbands bestätigen.

Die Lenovo App selbst ist recht klassisch aufgebaut und grob gesagt in vier Bereiche unterteilt, Schritte, Schlaf, Puls und Statistiken.

Hierbei ist die App erfreulicherweise optisch recht ansprechend aufgebaut. Sogar die deutsche Sprache ist mit an Board, allerdings mit kleineren Fehlern.

Dennoch gefällt mir die App recht gut mit ihren vielen Diagrammen und Informationen!

 

Funktionen

Gehen wir einmal die Funktionen des Lenovo HW01 durch.

Beginnen wir mit dem Klassiker, dem Schrittzähler. Ja natürlich verfügt das HW01 auch über einen Schrittzähler, welcher permanent im Hintergrund Eure zurückgelegte Schritte zählt. Ihr könnt sowohl in der Smartphone App wie aber auch am Armband selbst sehen wie viele Schritte Ihr getätigt habt.

In der App lassen sich zudem die verbrannten Kalorien und zurückgelegte Strecke anzeigen. Diese werden anhand Euer zuvor festgelegten Größe, Geschlecht und Gewicht berechnet.

Solltet Ihr das Lenovo HW01 auch über Nacht tragen, kann dieses Euren Schlafrhythmus messen. Hierbei wird in Tiefschlaf, Leichtschlaf und Aufwachen Phasen unterschieden. Das Band erkennt im Übrigen automatisch wenn Ihr ins Bett geht und einschlaft. Ich nehme an dies wird über den Lagesensor im Band erkannt.

Wie bereits erwähnt verfügt das HW01 auch über einen Pulsmesser, welcher natürlich auf Wunsch Euren Puls messen kann. Zudem wird konstant in 15 Minuten Intervallen automatisch Euer Puls gemessen und in der App hinterlegt. Diese automatische Messung lässt sich im Übrigen auch abschalten solltet Ihr Akku sparen wollen.

Das waren die drei großen Features, Schritte zählen, Pulsmessen und den Schlaf überwachen. Allerdings besitzt das Lenovo HW01 natürlich noch andere Funktionen.

Beginnen wir mit etwas ganz Einfachem, das Armband kann Euch die Uhrzeit anzeigen . Auch das Datum wird auf Wunsch angezeigt. Es klingt sicherlich wie ein Standard Feature, das ist es auch, aber es ist erstaunlich wie oft man am Tag so ein Fitnessarmband als Uhr nutzt.

Das Armband unterstützt hierbei eine Arm-hebe-Geste, wenn Ihr Euren Arm so hebt, als würdet Ihr auf eine Uhr schauen wird das Display automatisch eingeschaltet. Dieses automatische Einschalten lässt sich auch Abschalten oder automatisch in der Nacht deaktivieren.  Diese Geste wird im Übrigen erfreulich zuverlässig erkannt.

Ein weiteres aus meiner Sicht sehr wichtiges Feature sind Benachrichtigungen. Erhaltet Ihr beispielsweise eine WhatsApp Nachricht oder einen Anruf weißt Euch das Lenovo HW01 Euch durch eine Vibration darauf hin.

Leider werden hier nur ausgewählte Apps unterstützt, die Wichtigen wie WhatsApp, FaceBook, Twitter, Skype, SMS usw. sind allerdings dabei.

Solltet Ihr Euer Telefon regelmäßig verlegen, ist auch eine Suchfunktion für dieses mit im Armband integriert, welches das Telefon klingeln lässt.

Wie genau sind die Messwerte?

Eine wichtige Frage ist natürlich, wie genau denn diese Messwerte überhaupt sind. Dies ist nicht ganz einfach zu bewerten, da ich über keine medizinisch akkuraten Geräte verfüge.

Wer auch erwartet das ein 21€ Fitnessarmband exakte Werte liefert, sollte diese Anforderung nochmals überdenken.

Allerdings wollen wir dennoch einmal versuchen die Werte einzuschätzen. Zum Vergleich wähle ich eine Apple Watch 2. Gen. Zwar ist diese auch nicht 100% genau, aber dennoch halte ich diese für eine zuverlässige Quelle an Vergleichswerten.

Beginnen wir mit dem Puls, hier war ich überrascht denn das Lenovo HW01 lieferte sehr ähnliche Werte zur Apple Watch! Der Ruhepuls lag bei 77 bei beiden, nach ein wenig Bewegung stiegt der Puls bei der Apple Watch auf 114 an und auf dem Lenovo HW01 112. Von daher würde ich die Pulsmessungen in Normalsituationen als akkurat einstufen!

Wie sieht es bei den Schritten aus?

Hier zählt das Lenovo Fitnessarmband etwas „optimistischer“. Auf einer „Teststrecke“ die ich gelaufen bin, hat die Apple Watch 1992 Schritte gezählt, das Lenovo HW01 2388 Schritte.

Kein gigantischer Unterschied, von daher würde ich auch den Schrittzähler als halbwegs akkurat einstufen!

 

Fazit

Wer ein einfaches und vor allem günstiges Fitnessarmband, das die Basic Feature beherrscht, ist beim Lenovo HW01 an der richtigen Adresse!

Natürlich gilt wie üblich passt Eure Erwartungen an den Preis an! Für 22€ bekommt man kein medizinisch akkurates Fitnessarmband, egal was Euch die Hersteller sagen. Zwar scheinen die Werte des Lenovo HW01 recht nah an der Realität sein, allerdings solltet Ihr ein Profi Sportler sein, der  auf genauste Angaben Wert legt, dann nehmt was mehr Geld in die Hand.

Allerdings eignet sich das Lenovo HW01 hervorragend für den normalen Alltag, in welchem man einfach nur überprüfen will, wie viel man sich bewegt hat und ob abends noch eine runde Laufen nötig ist.

Hierbei ersetzt das Lenovo HW01 auch durchaus eine klassische Armbanduhr und bietet dank Zusatzfunktionen wie Benachrichtigungen bei eingehenden Nachrichten (SMS, WhatsApp usw.) auch noch weitere nette Bonus Features.

Kurzum ja für 22€ bietet das Lenovo HW01 Fitnessarmband durchaus viel was für es spricht! Unterm Strich stört mich lediglich der mittelmäßige Wasserschutz, dies war es aber dann auch schon.

ProtectPax flüssiger Displayschutz im Test, zu schön, um wahr zu sein?

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ProtectPax hat in letzter Zeit etwas Aufmerksamkeit erhalten durch einen Auftritt bei der Vox Show die Höhle der Löwen. Hier konnte ProtectPax gleich mehrere Investoren überzeugen.

Aber was ist ProtectPax? ProtectPax ist ein flüssiger Displayschutz, welcher mit Aussagen wie „100% bruch- und kratzsicher“ wie auch „bis zu 600% härter“ wirbt.

Klingt doch gut, vielleicht aber zu gut! Schauen wir uns einmal im Test an was ProtectPax so taugt.

 

Was ist ProtectPax?

ProtectPax ist eine Flüssigkeit, die Ihr auf Euer Smartphone auftragt und das Display härter machen soll. Das Ganze soll über Nano Partikel funktionieren, welche das Smartphone Display versiegeln und dieses daher härter machen. ProtectPax setzt hier auf Titanoxid, ein in der Tat recht hartes Material.

Anstelle also einer Schicht auf das Display aufzutragen werden nur die winzig kleinen Unebenheiten, welche sich in jeder Oberfläche befinden, aufgefüllt. Dies soll der Oberfläche eine erhöhte Stabilität geben.

Klingt ja durchaus in einem gewissen Rahmen plausibel. Wie sieht ProtectPax in der Praxis aus?

ProtectPax wird in einer kleinen Ampulle geliefert, zusätzlich legt der Hersteller insgesamt drei unterschiedliche Reinigungstücher bei.

Der Inhalt einer Ampulle reicht anscheinend locker für mehrere Geräte aus, Ihr solltet diese nur im Optimalfall schnell nacheinander bearbeiten.

Das Auftragen geht recht schnell und problemlos. Einfach auf das Smartphone Display auftragen, verteilen, 10 Minuten Warten, glatt Polieren und fertig.

Nach einigen Stunden soll dann die volle Härte erreicht werden.

 

Funktioniert ProtectPax?

Die wichtigste Frage ist natürlich, funktioniert ProtectPax wirklich? Beginnen wir damit, was nicht funktioniert, der Hammer Test.

Es wurde bei der Höhle der Löwen wie auch in vielen Werbemaßnahmen immer wieder gerne der Hammer Test vorgeführt. Hierbei schlängt eine Testperson mit einem Hammer auf das Smartphone Display und dank ProtectPax bleibt das Display heil. WOW!

Dieser Test ist meiner Meinung nach etwas problematisch! Ich habe dies nicht selbst getestet, das sei dazu gesagt. Allerdings kann man auch so diesen Test hinterfragen. Wie soll ProtectPax das Display vor einem Hammerschlag schützen?

ProtectPax schreibt hier folgendes „Diese Nanopartikel glätten die Oberfläche des Displays, denn Nanopartikel ordnen sich immer in einem sogenannten Kristallgitter an. Dieses Gitter sorgt dafür, dass das Display angespannt bleibt und damit eine höhere Stabilität bietet, da die Moleküle die schützende Schicht stärker zusammenhalten.“

In der Theorie mag dies durchaus Sinn ergebenen aber Euer Display Material bleibt nun mal Glas. ProtectPax kann keinen magischen Puffer hinzufügen, welcher die Aufprall Energie bei einem Sturz auffängt.

Zumal ich mir nur bedingt sicher bin ob ich überhaupt mein Display härter machen will bei einem Sturz. Umso härter ein Material ist umso weniger flexibel ist dieses umso spröder und brüchiger ist es (daher hat beispielsweise eine Nintendo Switch oder ein Motorola Moto X Force ein Plastik Display).

Aber selbst wenn ProtectPax hier hilft, in der Praxis spielt das kaum eine Rolle! Warum brechen Smartphone Displays bei einem Sturz? 1. Weil sie mit der Kante zuerst auftreffen, und daher viel Kraft auf eine kleine Ecke auftrifft 2. Weil das Display auf einen unebenen Boden fällt und unter dem Display beispielsweise ein Stein liegt, welcher punktuell Druck auf das Glas ausübt.

Von daher kann ich mir nicht vorstellen das ProtectPax bei einem Sturz hilft!

Aber wie sieht es bei Kratzern aus?

Hierfür habe ich ein altes, kaputtes, Smartphone wie auch ein Displayschutzglas mit ProtectPax behandelt, jeweils eine Hälfte. Warum ein Displayschutzglas und kein zweites echtes Smartphone? Ich bin kein reicher Youtuber und will kein gutes Smartphone opfern, aber ein Echt- Glas Displayschutz sollte schon für einen Test reichen.

Nach der Behandlung war ich etwas überrascht. Man spürt wirklich einen Unterschied! Die behandelte Fläche ist merklich glatter. Grundsätzlich ist dies ein positives Zeichen, hat allerdings auch den Nachteil, dass Fingerabdrücke auf dieser Fläche etwas besser sichtbar sind.

Das bedeutet schon einmal ProtectPax macht irgendetwas und ja mein Messer konnte wirklich keine Kratzer auf dem Smartphone hinterlassen! Selbst mein Schraubenzieher konnte keine Schäden verursachen.

Das Problem, das konnten diese auch schon vorher nicht. Hierfür ein kleines Video.

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Mehr Informationen

Messer, Schlüssel, Münzen usw. können in der Regel ein Smartphone Display nicht beschädigen! Egal ob mit ProtectPax oder ohne. Eisen hat auf der Mohshärte Skala einen Wert von 3,5, Aluminium von 2,5 und Stahl von 4,5. Glas hat eine Härte von 5,5 – 7!

http://www.biologie-schule.de/mohshaerte.php

Umso höher der Wert ist umso härter ist ein Objekt! Ein Objekt mit einer niedrigeren Härte kann ein Objekt mit einer höheren Härte nicht zerkratzen. Natürlich wenn Ihr mit einem Messer auf Euer Smartphone einstecht, könnten Schäden durch die schiere Gewalt entstehen.

Aber sofern Euer Smartphone ein Glas Display besitzt und der Hersteller hier nicht auf ein ungehärtetes Glas gesetzt hat, kann ein Metallgegenstand eigentlich keine Schäden verursachen.

Wenn doch Smartphone Displays so hart sind, wieso zerkratzen sie dann? Nicht aufgrund von Schlüsseln. Sand und Steine sind der Feind! Mit einem Kieselstein, der eine scharfe Kante hat, könnt Ihr jedes Smartphone Display zerkratzen (außer dieses hat ein Saphirglas Display).

Auch feiner Sand in Eurer Tasche oder auf Oberflächen auf welche Ihr dann Euer Smartphone legt kann zu Kratzern führen.

Kann denn ProtectPax mein Display vor solchen Schäden schützen? Nein, es war mir mit einem Stein problemlos möglich die bandelte und auch unbehandelte Fläche völlig zu zerkratzen! In diesem Video gibt sogar jemand von ProtecPax zu das Steine ein „sehr Hartes Material sind“ (ansonsten ein sehr Fragwürdiges Video, es wurde keine Schutzwirkung in deren Tests entdeckt, aber im Fazit behauptet Galileo es gäbe eine).

Die obere hälfte wurde mit ProtectPax bearbeitet

Taugt ProtectPax also nichts? Keinerlei Schutzwirkung?

Wenn man genau hinsieht, erkennt man vielleicht, ich weiß nicht wie gut das auf den Bildern rüber kommt, dass auf der mit ProtectPax behandelten, hälfte zwar jede Menge Kratzer durch den Stein entstanden sind, aber etwas weniger als auf der nicht behandelten Fläche.

Ich würde hier also ProtectPax durchaus den Punkt geben, dass das Display des 80€ Wiko Smartphones vielleicht etwas härter und widerstandsfähiger geworden ist. Aber nicht hart genug für den Stein und das Messer hat schon vorher keine Schäden hinterlassen.

Dies kann natürlich am Displayglas des Wiko Sunny liegen. Dies ist ein absolutes billig Smartphone und hat daher weder Gorilla Glas noch etwas vergleichbares.

Es ist also durchaus auch möglich, dass ein Smartphone mit Gorilla Glas oder einem anderen High End Schutzglas auch ohne ProtectPax eine höhere Resistenz dem Stein gegenüber gezeigt hätte. Dennoch eine leichte Schutzwirkung war zu erkennen, wenn auch diese letztendlich sehr gering und praktisch kaum nützlich war.

Das tolle an einem normalen Displayschutz, egal ob echt Glas oder Plastik, ist nun mal das man diesen abziehen kann. Sollte man einen Kratzer im Display haben tauscht man die Folie aus und alles ist gut, was machen bei einem ProtectPax behandeltem Display? Wenn hier ein Kratzer im Glas ist, habt Ihr Pech gehabt!

Ein Anwendungsbereich wo ich allerdings Vorteile durch die Nutzung von ProtectPax erkenne ist auf bereits leicht zerkratzen Smartphones. Leichte Kratzer werden anscheinend von dem Mittel aufgefüllt und sind daher weniger gut sichtbar!

 

Auf Alibaba kann man flüssigen Displayschutz im großen Mengen kaufen. Nehmt Ihr gleich 100.000 Pakete ab zahlt Ihr pro flüssigem Displayschutz nur 0,60$!

Natürlich handelt es sich hierbei nicht um ProtecPax?! Oder etwa doch? Schaut euch mal die Verpackung beim Großhändler an und schaut Euch die Verpackung die hier Gallileo bei einem vorab Test hat an https://www.youtube.com/watch?v=h48ndnYqsgE#t=0m20s (Merkwürdiges Video, beim eigentlichen Test konnte ProtecPax weder vor dem Rasiermesser noch beim Sturz Schützen, im Fazit wird dies aber so dargestellt)  bei der Anleitung welche kurz in die Kamera gehalten wird sieht man auch den ProtecPax Aufdruck.

Natürlich handelt es sich hier um einen Prototypen und möglicherweise um eine andere Rezeptur als bei der aktuellen Version, allerdings dennoch interessant. Ich habe also keinerlei Beweise oder Informationen das es sich hier um das gleiche Produkt in anderer Verpackung handelt oder Ähnliches. Aber anscheinend wurde zumindest einmal mit dieser zugekauften Version experimentiert.

Vielen Dank an einen Leser meines Blogs welcher mich darauf hingewiesen hat.

 

Fazit

ProtectPax ist ein Produkt das zu schön klingt um wahr zu sein. Ein Flüssigkeit welche das Smartphone Display plötzlich x mal härter macht.

Das Problem ist, viele Nutzer unterschätzen wie hart ein Smartphone Display von Natur aus ist! Ein Messer verursacht bei einem aktuellen Smartphone keine Schäden. Klar wenn Ihr ein iPad der ersten Generation rauskramt wie Chip.de es bei seinem Test von ProtectPax gemacht hat, kann das Produkt durchaus eine Wirkung zeigen. Aber aktuelle Smartphones welche mit Gorilla Glas ausgestattet sind (was der Standard für die Smartphone der letzten 4 Jahre ist), sind von Natur aus widerstandsfähig genug. Hier beispielsweise ein Interessantes Video dazu oder hier.

Das heißt, selbst wenn ProtectPax gegen Kratzer durch Messer, Scheeren usw. helfen würde, bringt dies praktisch nichts da moderne Smartphone Displays eh eine sehr hohe, wenn nicht sogar perfekte Resistenz gegen diese Dinge mitbringen.

Steine, Sand und ähnliche Materialien zerkratzen das Display mit oder ohne ProtectPax und Messer und Metalle machen es mit oder ohne ProtectPax in der Regel nicht. Der Vorteil an einem normalen Displayschutz ist das man ihn entfernen kann, wenn er zerkratzt ist.

Vielleicht würde ich allerdings eine vorsichtige „besser als nichts“ Empfehlung aussprechen. Zwar denke ich, dass die Schutzwirkung von ProtectPax auf einem halbwegs modernen Smartphone sehr gering ist, aber sehr gering ist im Zweifel immer noch besser, als wenn Ihr keinen Displayschutz verwenden würdet (siehe der Stein Test wo ProtectPax etwas geholfen hat) .

Denkt allerdings so, wenn ProtectPax wirklich ein absolutes Wundermittel wäre, wären diese dann nicht von Apple, Samsung, LG oder irgendeinem Zulieferer gekauft worden für deutlich mehr als 150.000€ oder würde man nicht von Haus aus das Displays mit solch einer Flüssigkeit behandeln? Ja aber das ist nicht der Fall!

Daher haltet Eure Erwartungshaltung dementsprechend. 100% Bruch und Kratzsicher, was ich für ein extrem mutiges versprechen halte, kann ProtecPax natürlich nicht machen, das sollte jedem der gesunde Menschenverstand sagen.


PS. Schaut Euch auch einmal die Amazon Bewertungen von ProtecPax an, davon gibt es mittlerweile einige. Ich bin zwar nicht immer ein Fan davon, aber in der Masse können solche Bewertungen durchaus einen guten Eindruck vermitteln.

Nachtrag vom 14.10: Nachdem Aldi und co. ProtectPax aus den Regalen genommen hat, hat der Hersteller seine Webseite geändert. Auf http://protect-pax.de/protectpax-displaybeschichtung-fluessig findet sich mittlerweile keinerlei Funktions versprechen mehr! ProtectPax wird nicht mal mehr als Displayschutz beworben sondern als „Displaybeschichtung“, ohne anscheinend jegliche Funktion, außer das die „Touchfunktion wird nicht beeinträchtigt“. 

„Die Displaybeschichtung von ProtectPax ist in wenigen Schritten einfach aufzutragen. Ein weiterer Vorteil von ProtectPax: Die Touchfunktion von Displays wird nicht negativ beeinflusst. Durch die Displaybeschichtung werden insbesondere alle Berührungen auf das Display übertragen, sodass es nicht zu einer Beeinträchtigung der Touchsteuerung kommt. Details:“

Das Archos Sense 55DC im Test, günstiges Smartphone mit Dual Kamera?

Der französische Archos ist bekannt für seine günstigen und meist auch recht guten Smartphones. Allerdings waren Archos Smartphones in der Regel meist nicht sonderlich aufregend oder „spannend“. Gute Standard Hardware zu einem fairen Preis.

Mit seinem 2017er Lineup versucht Archos dies nun zu ändern. Beispielsweise das Archos Sense 55DC soll mit einer Dual Kamera und einem voll Aluminiumgehäuse in der unter 150€ Preisklasse überzeugen.

Klingt doch recht interessant! Wollen wir uns doch einmal ansehen ob das Sense 55DC im Test überzeugen kann!

 

Das Archos Sense 55DC im Test

Hut ab Archos! Rein von seiner Verarbeitung und Haptik kann man das Sense 55DC nur als gut gelungen bezeichnen, gerade wenn man den Preis von ca. 150€ in die Rechnung mit einbezieht.

Archos setzt bei diesem auf ein Aluminiumgehäuse, welches sich recht hochwertig und edel anfasst.

Zwar besitzt die Rückseite die beiden üblichen Plastikstreifen auf der Ober und Unterseite, aber selbst diese sind recht gut ins Gehäuse eingepasst.

Auch optisch wirkt das Sense 55DC nicht unbedingt wie ein Einsteiger Smartphone. Rein von der Haptik und Optik hätte ich dieses eher in die Mittelklasse gepackt.

Zu diesem Eindruck trägt auch sicherlich das große 5,5 Zoll Display bei. Das Archos Sense 55DC ist im Übrigen genau so groß wie ein iPhone 7 Plus und auch fast gleich dick! (Ich wusste doch, dass mir das Gehäuse von seiner Größe und Form direkt vertraut vorkam).

Mit 170 Gramm ist das Archos allerdings einen Hauch leichter als das iPhone!

Gehen wir einmal um das Smartphone herum.

Auf der Front finden wir das 5,5 Zoll Display wie auch eine 5 MP Frontkamera und einen Front LED Blitz. Das Archos verfügt über keine kapazitiven Tasten unterhalb des Displays, dies ist hier leider etwas verschwendeter Platz.

Die drei üblichen physischen Tasten jedes Smartphones sind im Falle des Archos Sense 55DC über die linke und rechte Seite verteilt. Rechts finden wir den Einschalter, die Lautstärke Wippe ist hingegen links angebracht. Den Druckpunkt der Tasten würde ich als angenehm knackig bezeichnen.

Erstaunlicherweise setzt Archos beim Sense 55DC bereits auf USB C als Ladeport, welcher gemeinsam mit dem Lautsprecher auf der Unterseite angebracht ist.

Auf der Rückseite finden wir zwei Kamera Module, einen LED Blitz und den Fingerabdruckscanner.

Vielleicht ist Euch etwas aufgefallen? Richtig das Archos Sense 55DC besitzt nicht nur die Abmessungen eines iPhone 7 Plus, sondern Archos verzichtet wie auch Apple auf den Kopfhöreranschluss!

Eine Entscheidung über welche man durchaus streiten kann.

 

Software

Archos setzt beim Sense 55DC auf Android 7.0. Hierbei nutzt Archos Standard Android 7.0, die Benutzeroberfläche wurde also nicht seitens des Herstellers modifiziert.

Zwar kann die Benutzeroberfläche hierdurch etwas langweiliger aussehen, aber grundsätzlich ist ein sauberes Standard Android immer einer überladenen vom Hersteller modifizierten Version vorzuziehen. Bei 3. Anbieter Apps geht Archos beim Sense 55DC einen sehr interessanten Weg. Bei der Einrichtung werdet Ihr gefragt ob Ihr 3. Anbieter Apps wie Spiele, News Seiten usw. haben wollt. Falls ja werden diese installiert, falls nein halt nicht!

Bei diesen 3. Anbieter Apps handelt es sich um den Standard Kram wie Boocking.com, Spiele von Gameloft usw. also App Hersteller welche Smartphone Hersteller dafür bezahlen ihre Apps vorzuinstallieren.

Ich habe abgelehnt diese Apps zu installieren, interessanterweise sind nach einer Weile dennoch einige dieser Apps auf meinem Smartphone aufgetaucht?! Hierbei handelte es sich um News Republic, 8 Ball Pool, Empire und Final Fantasy. Ich nehme an, dass die Apps sich immer auf dem Smartphone befinden aber deaktiviert wurden.

Allerdings ist das so immer noch besser als wenn einem die Apps von Anfang an aufs Auge gedrückt werden. Zumal auch der freie Speicherplatz mit rund 10,5 GB recht groß ist.

Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten, was die Software angeht, Standard Google Android 7.0 mit App Übersicht und den Standard Feature.

 

Display

Das Archos Sense 55DC verfügt über ein 5,5 Zoll HD Display. Wichtig HD nicht Full HD! Die Auflösung des Displays liegt bei 1280×720 Pixeln, was natürlich gerade auf 5,5 Zoll recht wenig ist, verglichen mit teureren Smartphones.

Qualitativ ist das Display an sich Okay. Farben sind gut und ausreichend leuchtend. Auch die Schärfe ist „Okay“. Allerdings sieht man durchaus das Text nicht ganz so scharf aussieht wie bei einem teuren Smartphone mit Full HD Display.

Ist dies ein NoGo? Nein das Bild ist ausreichend scharf und detailliert, vielen Normalnutzer wird es vermutlich nicht mal auffallen das das Display niedriger aufgelöst ist, zu mal die Bildqualität soweit in Ordnung ist.

 

Sound

Beginnen wir beim Kopfhöreranschluss bzw. mit seinem Nichtvorhandensein . Ist dies ein großes Problem? Jein, natürlich kostet dies etwas Flexibilität und gerade bei einem Einsteiger Smartphone sehe nicht so recht hinter dem Sinn des Weglassens.

Ja jeder Hersteller will sein Smartphone dünner machen usw. Allerdings im Falle des iPhones hat Apple das Weglassen des Kopfhöreranschlusses mit der Wasserdichtigkeit und dem Platzbedarf der Taptic Engine begründet. Das Sense 55DC hat keins von beidem.

Ich denke man wollte hier einfach aus Marketing gründen die Gehäusemaße des iPhones kopieren. Zwar halte ich in diesem Fall das Weglassen des Kopfhöreranschlusses für etwas „unnötig“, allerdings ist es auch kein No Go. Archos legt ein passendes Headset bei und auch einen USB C auf 3,5mm Adapter.

In der Praxis stört dieser Adapter eigentlich kaum, sofern man nicht zu oft seine Ohrhörer wechselt oder an anderen Geräten nutzt. Auch ist natürlich gleichzeitiges Aufladen und musikhören nicht möglich. Qualitativ ist der Adapter im übrigen vollkommen Okay. Ich würde sagen solide Standard Qualität!

Leider ist der Lautsprecher des Archos Sense 55DC schlecht! Er ist extrem dünn und sehr leise! Hierbei handelt es sicherlich um einen der schlechteren Lautsprecher, die ich dieses Jahr in einem Smartphone gehört habe.

Solltet Ihr Musik oder Videos auf Eurem Smartphone mithilfe des Lautsprechers hören, bestellt gleich einen Bluetooth Lautsprecher mit.

An der Telefon Qualität habe ich allerdings wiederum nichts zu bemängeln.

 

Kamera

Das Sense 55DC verfügt über eine Dual Kamera. Die Hauptkamera ist hierbei ein 8 Megapixel Modul, welchem ein 2 Megapixel Modul zur Seite gestellt wird.

Dual Kameras liegen bei Smartphones voll im Trend, hier möchte natürlich jeder Hersteller mitspielen, um Kunden anzulocken.

Allerdings gibt es viele verschiedene Herangehensweisen an Dual Kameras.

  1. Eine Hauptkamera + eine niedriger auflösende sekundäre Hauptkamera. Dies ermöglicht es dem Smartphone Tiefeninformationen zu sammeln, um damit einen Hintergrundunschärfe Effekt zu erzeugen. Dies soll die Bilder einer Spiegelreflex-Kamera simulieren, welche sich optisch gerade aufgrund der Hintergrundunschärfe und damit dem Freistellen des fokussierten Objekts unterscheiden.
  2. Zwei Hauptkameras mit unterschiedlichen Blickwinkeln/Brennweiten. LG nutzt beispielsweise eine normale Hauptkamera und eine Weitwinkel-Sekundäre-Kamera, Apple oder auch neuerdings Samsung nutzen eine normale Kamera + eine Zoom Kamera.
  3. Zwei gleichwertige Sensoren, deren Bilder für eine bessere Qualität zusammengerechnet werden. Dies macht beispielsweise Huawei bei seinen Smartphones. Hierdurch soll es mehr Details in den Aufnahmen geben wie auch eine bessere Dynamik.

Anhand der Tatsache das Archos beim Sense 55DC auf eine 8 Megapixel Kamera und eine 2 Megapixel Kamera setzt, könnt Ihr möglicherweise bereits erahnen, welchen Ansatz Archos nutzt (den ersten).

Ehe wir auf die Bildqualität zu sprechen kommen ein paar Worte zur Dual Kamera Funktionalität. Diese ist schrott! Sorry aber anders kann man es nicht sagen. Ich weiß nicht was die 2 Megapixel Kamera macht, aber anscheinend nicht viel. Im „Tiefenunschärfemodus“ wird lediglich mittig ein kleiner Kreis ausgeschnitten, in welchem das Bild scharf ist, der Rest wird mit einem einfachen Unschärfe Filter überzogen. Hierbei spielen die Abstände keinerlei Rolle. Einfach alles was in der Mitte ist, ist scharf und der Rest nicht. Dies kann man auch mit irgendwelchen 08/15 Kamera Apps erreichen.

Das Dual Kamera System ist einfach Marketing. Es ist nicht nur Archos welche dies machen, Dual Kameras in günstigen Smartphones taugen alle nix. Aber es sieht natürlich auf dem Papier schön aus „hat eine Dual Kamera“. Nutzen = 0

Aber sehen wenigstens die Fotos der normalen Kamera gut aus?

Bei einem Smartphone der 150€ Preisklasse kann man natürlich keine perfekte Fotoqualität erwarten. Wer also ein Smartphone sucht, um seine Urlaubsbilder damit zu machen, sollte mehr Geld investieren.

Allerdings sehen die Bilder des Archos Sense 55DC durchaus okay aus!

Beginnen wir mit dem Positiven. Sofern das Licht stimmt, sind Fotos des Archos sehr scharf und farbenfroh.

Das Sense 55DC dreht die Farbsättigung definitiv ein gutes Stück hoch um leuchtendere und gefälligere Bilder zu produzieren.  Das ist natürlich ein wenig Geschmacksache ob man diese recht bunten Bilder mag oder nicht, aber ich habe grundsätzlich nichts gegen buntere Bilder. Auch Kontraste sind erfreulich stark, wodurch Bilder noch mehr zum Leben kommen.

Kling doch eigentlich soweit ganz gut! Ist es auch, allerdings kämpft das Sense 55DC etwas mit Problemen bei der Dynamik. Habt Ihr Gegenlicht im Bild führt dies sehr schnell zu einem Überstrahlungseffekt. Auch der Himmel wirkt oftmals etwas ausgebrannt.

Abgesehen davon sind allerdings Bilder bei Tageslicht absolut top für diese Preisklasse! Daumen hoch dafür Archos! Für WhatsApp, Twitter usw. reichen die Aufnahmen alle Male.

Sehr schwer tut sich das Archos Sense 55DC im Low light. Unter anderem dank der recht kleinen Blende von f2.8, bricht die bei Tageslicht noch brauchbare Bildqualität in der Nacht völlig ein. Schade!

Denn auch Autofokus und das generelle Tempo der Kamera stimmen. Das Archos Sense 55DC gehört damit eher in die „Schönwetter Knipser“ Kategorie.

 

Leistung und Benchmarks

Das c setzt auf den Mediatek MT6737 als seinen SoC(Prozessor). Dieser wird mit 2GB RAM und 16GB Speicher kombiniert.

Bei dem Mediatek MT6737 handelt es sich um einen Einsteiger Quad Core 1,5GHz Prozessor, welcher mit dem Mali-T720 MP2 Grafikchip kombiniert ist.

Wie leistungsstark ist diese Kombination? Schauen wir uns hierfür ein paar Benchmarks an!

Dass das Archos Sense 55DC kein Leistungsmonster ist war durchaus im Vorhinein so zu erwarten, dies bestätigen auch die Benchmarks. Der Mediatek MT6737 liegt hier ganz klar im unteren Bereich des Leistungsspektrum, gemeinsam mit beispielsweise dem Gigaset GS170.

Allerdings schlägt das Archos Sense 55DC durchaus ältere Smartphones, wie zum Beispiel Modelle mit dem Qualcomm Snapdragon 410 oder 210. Auch ältere „High End“ Smartphones werden zu mindestens auf dem Papier überboten, wie das Samsung Galaxy S3 und S4.

Zusammengefasst, für ein 2017er Smartphone ist das Sense 55DC sicherlich ein langsameres Modell, wobei langsam nicht der richtige Ausdruck ist, schwächer in der Rechenleistung trifft es eher. Allerdings ist es in Benchmarks auch nicht langsamer als andere Smartphones dieser Preisklasse wie das Gigaset GS170, Wiko Robby oder Samsung J3 2016.

 

Das Archos Sense 55DC in der Praxis

Aber natürlich sind Benchmarks nur das eine, das andere ist wie ein Smartphone im Alltag läuft. Wie sieht es hier beim Archos Sense 55DC aus?

Besser als ich es erwartet habe, um ehrlich zu sein! Das Navigieren in der Benutzeroberfläche verläuft erfreulicherweise sehr flüssig und ohne Ruckler oder stottern.

Natürlich merkt man hier und da, dass das Sense 55DC nicht ganz so reaktionsfreudig ist wie ein höherpreisiges Modell, aber im Großen und Ganzen geht das in Ordnung. Auch die Standard Apps laufen weitestgehend problemlos.

Ja es kann hier und da zu kleineren Rucklern kommen wenn man beispielsweise in Facebook, Twitter oder Instagram zu schnell durch seinen Feed scrollt und zu viele Bilder auf einmal geladen werden müssen.

Hier wird vermutlich der Prozessor und das eher mittelmäßig schnelle verbaute WLAN nicht mitkommen.

Für jemanden der allerdings damit leben kann das die „Timeline“ nicht immer butterweich durchs Bild fließt, ist das natürlich erträglich.

Wie sieht es bei Spielen aus? Das Archos Sense 55DC ist natürlich kein „Gamer Smartphone“, aber natürlich die üblichen Verdächtigen aller CandyCrush, Angrybirds und generell so gut wie alle 2D Spiele laufen natürlich auf dem Sense. Hier hilft sicherlich auch die etwas niedrigere Displayauflösung von 720p welche weniger Rechenleistung fordert als Full HD.

Aufwendigere 3D Spiele überfordern aber dennoch das Archos schnell. Die meisten laufen zwar, aber oftmals mit deutlich reduzierten Details oder etwas träge.

Trotzdem würde ich für den Normalnutzer, welcher weniger auf seinem Smartphone spielt und mehr Dienste wie WhatsApp nutzt, die Leistung des Archos Sense 55DC als ausreichend deklarieren.

Der Fingerabdruckscanner wie auch das GPS Modul zeigten sich in meinem Test als ausreichend akkurat.

 

Akku

Das Archos Sense 55DC verfügt über einen 3000mAh Akku, eine solide Standard Kapazität auf dem Papier. Wie schaut es in der Praxis aus?

Wie üblich habe ich mit dem Sense 55DC meinen Standard Parkur durchlaufen, also eine Mischung aus Webbrowsen, leichtem Gaming und Sozial Media. Hier erreichte ich eine aktive Nutzungszeit von rund 5-6 Stunden. Dies war auf einer mittleren Displayhelligkeit, auf einer sehr hohen Helligkeit würde die Laufzeit rund eine Stunde sinken.

Dies ist ein solides Ergebnis! Damit werden die meisten Nutzer mit dem Archos Sense 55DC problemlos durch den Tag kommen. Wenig Nutzer werden sogar 2 Tage schaffen, zumal die Standby Zeit recht gut ist.

 

Fazit

Das Archos Sense 55DC ist ein gelungenes Smartphone der Einsteiger Klasse! Allerdings muss man natürlich bei einem Preis von rund 150€ auf Kompromisse eingehen.

Beginnen wir mit dem, was besonders gut am Archos Sense 55DC ist. Dies ist vor allem die Haptik und Optik! Hier hat Archos einen wirklich guten Job gemacht. Das Sense 55DC fühlt sich weniger wie ein Einsteiger Smartphone an, sondern eher wie ein Gerät der oberen Mittelklasse.

Auch die Software ist dank Stock Android 7.0 angenehm schlank und flüssig. Ähnliches kann man auch zur allgemeinen Performance sagen. Natürlich gibt es Smartphones welche schneller und noch etwas zügiger reagieren, allerdings für die Preisklasse ist das Gebotene in Ordnung. Gerade wenn die Ansprüche an das Smartphone dem Preis angepasst sind.

Bei der Kamera bin ich etwas zwiegespalten. Das Dual Kamera Feature ist absoluter Murks, dafür sehen Fotos bei guten Lichtverhältnissen brauchbar aus. Im Low light hingegen bricht die Kamera zwar völlig weg, aber das ist nichts Überraschendes in dieser Preisklasse.

Für rund 150€ ist das Archos Sense 55DC absolut in Ordnung sofern Ihr ein haptisch gutes „Standard“ Smartphone zum Telefonieren, SMS, WhatsApp usw. sucht. Auch verglichen mit der gängigen Konkurrenz, in Form des Gigaset GS170, Wiko Robby oder Samsung Galaxy J3, muss sich das Sense 55DC nicht verstecken!

Überdenkt lediglich ob die 150€ Preisklasse das richtige für Euch ist! Der Sprung in die 200-250€ Preisklasse ist finanziell recht klein, allerdings bei Smartphones dieser Preisklasse merkt man schon einen deutlichen Unterschied.

Positiv

  • Sehr gute Verarbeitung!
  • Klasse Haptik
  • Ausreichende Alltagsperformance.
  • Display in Ordnung…..

 

Neutral

  • ….. Leider nur HD Auflösung
  • Kamera im Low light schwach

Negativ

  • Lautsprecher schwach
  • Dual Kamera nutzlos

Die AUKEY LT-ST20 im Test, Schreibtischlampe im ungewöhnlichem Metall-Design mit USB Ladeport

Ein Test zu einer Schreibtischlampe wirkt im ersten Moment sicherlich etwas ungewöhnlich, aber auch solche Tests machen ab und zu viel Spaß!

Gerade dann, wenn es sich um solch ein außergewöhnliches Produkt handelt wie die AUKEY LT-ST20 Schreibtischlampe.

Viele Schreibtischlampen die man so bekommt, sind absolute Standard Modelle, was das Design angeht.

Hier hebt sich die AUKEY LT-ST20 doch etwas von der Masse ab. Wollen wir uns doch einmal im Test anschauen wie sich die Schreibtischlampe so schlängt und ob sie auch ihre 34€ Wert ist!

An dieser Stelle vielen Dank an AUKEY für das Zurverfügungstellen der LT-ST20.

 

Inhaltsverzeichnis

Die AUKEY LT-ST20

Die AUKEY LT-ST20 besitzt eine sehr interessante und minimalistische Design Sprache. Würde die Lampe den Namen irgendeines bekannten Designers tragen, würde man für sowas ohne Frage einen dreistelligen Betrag auf den Tisch legen müssen.

Ich als Laie würde sagen die LT-ST20 besitzt eine leicht nordische Design Sprache. Grundsätzlich besteht die Schreibtischlampe nur aus einer viereckigen Säule.

Die AUKEY LT-ST20 besitzt also keinen Lampenarm! An dieser Säule befindet sich lediglich ein kleines Häuschen unter welchem eine LED und eine Linse angebracht ist, welche das Licht leicht schräg von der Lampe entfernt fokussiert.

Dies erlaubt ein extrem minimalistisches und einfaches Design.

Auch beim Material setzt AUKEY auf Qualität. Die komplette Schreibtischlampe besteht aus schwarzem Aluminium, mit Ausnahme eines kleinen Bedienungspanel auf der Front.

Hier sind vier Touch Tasten eingelassen, womit sich die Lampe einschalten, ausschalten, die Helligkeit steuern und ein Timer einstellen lässt.

Interessant ist der Standfuß der Schreibtischlampe, welcher magnetisch ist. Die AUKEY LT-ST20 besitzt keinen fest integrierten Standfuß! Die Unterseite der Lampe ist lediglich stark magnetisch und AUKEY legt eine Platte aus Metall bei, an welcher die LT-ST20 haftet.

Dies funktioniert auch recht gut! Die Schreibtischlampe steht ausreichend stabil, so dass diese nicht sofort bei einem kleinen Stoß umkippt.

Ein weiteres interessantes Feature ist auch der USB Port auf der Rückseite an welchem man ein Smartphone oder ein sonstiges USB Gerät aufladen kann.

Dieser USB Port ist allerdings auf 5V 1A limitiert. Smartphones oder Tablets laden an diesem also vergleichsweise langsam. Praktisch ist das Ganze sicherlich auch für einen kleinen USB Ventilator oder einen Bluetooth Lautsprecher, welchen man fest positioniert nutzt.

Die AUKEY LT-ST20 wird über ein normales 12V Netzteil mit Strom versorgt.

Wie sieht es aber mit dem Licht aus? Das ist ja schließlich das Wichtigste bei einer Schreibtischlampe?

Die AUKEY LT-ST20 bietet insgesamt fünf Stufen an Helligkeit, von sehr gedämmt bis ziemlich hell. An sich würde ich das Licht der LT-ST20 als hell genug für den normalen Büroeinsatz bezeichnen. Auch die Verteilung des Lichts ist dank der Linse soweit in Ordnung, allerdings wer wirklich einen kompletten Schreibtisch beleuchten will ist hier falsch!

Die LT-ST20 liefert eher einen kleineren Lichtkegel, welcher allerdings für ein Notebook/Tastatur oder auch mehrere Hefte ausreicht.

Die Lichtleistung ist auf dem Papier mit 300 Lumen sicherlich nicht riesig, aber aufgrund des etwas fokussierten Winkels mehr als ausreichend! Das Licht der AUKEY würde ich als relativ kühl einstufen. Dieses ist nicht blau, aber auch nicht warm weiß.

Zur Entspannung ist die Lampe also weniger geeignet. Diese produziert eher ein Arbeits/Produktivitäts-Licht. Erstaunlicherweise erkennt man sehr gut Details unter der Lampe, zum Beispiel wie schmutzig meine Tastatur gerade ist. Aber auch wer beispielsweise Basteltätigkeiten ausführt oder Schmuck versucht zu beurteilen, wird die AUKEY LT-ST20 sehr mögen!

 

Fazit

Die AUKEY LT-ST20 verkauft sich natürlich primär aufgrund ihres Designs. Gefällt Euch dieses und/oder passt dieses in Eure Wohnung?

Dann ist natürlich der halbe Kampf gewonnen. Die AUKEY LT-ST20 kann hier durch eine sehr schöne einfache und schlichte Optik punkten, inklusive hochwertiger Verarbeitung.

Auch das Licht der Lampe ist ordentlich. Die LT-ST20 kann bis zu 300 Lumen produzieren, was sicherlich für die meisten Anwendungen vollkommen ausreicht.

Allerdings wer entweder nach einer richtig hellen Schreibtischlampe sucht oder nach einem Modell, welches großflächig einen Schreibtisch beleuchtet, wird mit der AUKEY vermutlich weniger glücklich werden.

Aufgrund des ungewöhnlichen und tollen Designs würde ich den Preis von 34€ als Okay ansehen!

Der WOWSTICK 1fs im Test, mini elektrischer Schraubendreher!

Bei meinen üblichen Streifzügen durch die „China-Shops“ bin ich über ein sehr interessantes und potenziell sehr nützliches Produkt gestolpert, den WOWSTICK 1fs Electric Screwdriver.

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei diesem um einen elektrischen Schraubendreher. Dieser ist allerdings etwas anders und vor allem kompakter geformt als ein gewöhnlicher Hand- Akkuschrauber.

Kurzum ich habe mir das gute Stück für rund 32€ bestellt. Kann der WOWSTICK 1fs Electric Screwdriver im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Der WOWSTICK 1fs im Test

Der WOWSTICK 1fs wird in einer kleinen Plastik Box geliefert. Hier finde ich hat der Hersteller etwas Potenzial verschwendet. Der WOWSTICK ist prädestiniert für einen mobilen Einsatz, hier wäre also eine gute Transportbox außerordentlich wichtig.

Leider ist die Transportbox unnötig groß und wird auch nur von vier recht schwachen Magneten zusammen gehalten, schade.

Auch der Lieferumfang ist eher mittelmäßig groß. Neben dem 1fs liegen lediglich fünf Bits und eine Verlängerung mit im Lieferumfang. Allerdings handelt es sich hier um Standard Bits (die kleineren für Feinelektronik siehe hier), weitere Aufsätze zu finden ist also kein Problem.

Der WOWSTICK 1fs wirkt im ersten Moment recht hochwertig gemacht. Der Hersteller setzt auf ein Aluminium Gehäuse, welches aber leider etwas unergonomisch, komplett rund gehalten ist.

Auf der Höhe des Daumens befindet sich eine Wipptaste, welche den Motor links oder rechts drehen lässt. Zudem befindet sich neben dem Biteinsatz eine kleine LED zur Beleuchtung. Diese LED Beleuchtung ist allerdings sehr gedimmt und nur im komplett dunklen nützlich.

Mit Energie versorgt wird der WOWSTICK 1fs via zwei AAA Batterien oder Akkus. Mit einem Satz Batterien hält der Schraubendreher durchaus eine Weile.

Kommen wir zum wichtigstem Punkt, der Leistung! Wie man anhand der Abmessungen und der doppel AAA Batterien schon erahnen kann, ist der WOWSTICK nicht unbedingt ein Leistungsmonster.

Dies bestätigt sich auch in der Praxis. Der WOWSTICK 1fs ist relativ schwach auf der Brust und hat bei fester angezogenen Schrauben sehr schnell Probleme. Die Demontage von Fabrik angezogenen Schrauben ist zum Beispiel meist schon zu viel oder hart an der Grenze. Auch für das Zusammenbauen von Möbeln taugt der Schraubendreher nicht! Hier ist beispielsweise ein Bosch IXO deutlich leistungsfähiger.

Ist der WOWSTICK 1fs daher nicht zu gebrauchen? Nein, gerade in der Elektronik wo Schrauben meist recht klein sind und nicht übermäßig Fest angezogen, kann der WOWSTICK durchaus hilfreich sein! Ein Notebook auseinandernehmen oder einen PC bauen wird doch mit so einem Werkzeug etwas komfortabler.

Auch wenn es nur um Kleinigkeiten geht, wie die Fernbedienung eines elektrischen Garagentors auseinanderzunehmen, kommt der WOWSTICK klar.

Im ausgeschalteten Zustand ist der Bit im Schraubendreher im Übrigen festgestellt, Ihr könnt hier im Notfall auch mit Muskelkraft arbeiten, was allerdings aufgrund des runden Gehäuses bei extrem hartnäckigen Schrauben auch nicht ganz leicht ist.

 

Fazit

Der WOWSTICK 1fs Electric Screwdriver ist ein nettes Produkt, welches aber wirklich in die Richtung „Luxus“ geht.

 

Zwar wirkt der elektrische Schraubendreher sehr hochwertig und cool, aber es fehlt hier etwas an Power. Möbel zusammenbauen oder hartnäckige Schrauben lösen, werdet Ihr mit dem WOWSTICK 1fs nicht!

Ich denke, für die Mehrheit aller Nutzer ist hier ein Bosch IXO, welcher kaum mehr kostet und leichter zu bekommen ist, sicherlich die bessere und universellere Wahl.

Der WOWSTICK 1fs macht nur Sinn wenn Ihr viel mit feinen elektrischen Geräten wie Computer oder Notebooks zu tun habt und vielleicht für unterwegs einen kleinen elektrischen Schraubendreher sucht, welcher in der Tasche nicht viel Platz wegnimmt.

Dann macht der WOWSTICK 1fs für Euch möglicherweise Sinn, ansonsten würde ich eher zu einem normalen Akku Handschraubendreher raten.

AUKEY USB 3.0 Hub mit 7 Datenports und 3 Ladeports im Test

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Dinge die man nie genug am PC haben kann, Speicher, Leistung und USB Ports. Zwar sinkt der Bedarf an USB Ports so langsam immer weiter, aber dennoch gilt hier auch das Motto mehr ist immer gut.

In diesem Test soll es um den AUKEY CB-H18 gehen, einen 7 Port USB Hub. Ich selbst nutze aktuell einen kleinen Anker USB Hub, weniger weil ich mehr USB Ports benötige, sondern viel mehr, da diese an einem HUB auf meinem Schreibtisch besser erreichbar sind.

Wollen wir uns doch einmal anschauen ob der AUKEY CB-H18 USB 3.0 Hub im Test überzeugen kann und mich vielleicht sogar zum Wechseln bewegt!

 

Der AUKEY CB-H18 USB 3.0 HUB

Der AUKEY CB-H18 ist ein recht klassischer Desktop USB Hub, wobei klassisch nicht ganz der richtige Ausdruck ist.

Der AUKEY CB-H18 HUB besitzt ein normales längliches Design und ein einfaches mattes Plastikgehäuse. Die USB Ports sind hierbei auf der Oberseite eingelassen, was ich gegenüber Ports auf der Front bevorzuge, da man so den HUB beim einhändigen einsteckten nicht durch die Gegend schiebt.

Soweit alles recht unspektakulär. Allerdings verfügt der AUKEY CB-H18 nicht nur über satte 7 USB 3.0 Ports, sondern auch gleich über drei weitere Ladeports.

Insgesamt besitzt der HUB also gleich 9 USB Anschlüsse. Die Ladeports sind hierbei allerdings wirklich auch nur zum Laden von Smartphones usw. geeignet. Diese besitzen also keine Daten Anbindung, dafür aber über jeweils bis zu 2,4A Leistung.

Wenn Ihr Daten übertragen wollt, müsst Ihr auf die 7 anderen, blau gegenzeichneten, USB Ports zurückgreifen. Diese besitzen USB 3.0 Geschwindigkeit, können aber auch natürlich mit USB 2.0 oder sogar USB 1.1 Geräten umgehen.

Hierbei sind diese Ports auch „High Power“ USB Ports, das Betreiben von externen 2,5 Zoll HDDs ist also kein Problem.

Natürlich benötigt der HUB für alle diese USB Ports eine separate Stromquelle. Diese liegt in Form eines kleinen 48W Netzteils bei. Dieses wird zwingend für den Betrieb benötigt! Ein passiver Betrieb ist also leider nicht möglich.

Was mich etwas am AUKEY CB-H18 gestört hat, ist die Positionierung der „Eingänge“. Damit meine ich den Port für das Netzteil wie auch die Verbindung zum PC oder MAC.

Diese beiden Anschlüsse sind auf der langen Seite des HUBs angebracht. Hier hängt es etwas davon ab, wie Euer Schreibtisch aufgeräumt ist, ob diese Positionierung Positiv oder Negativ ist.

Die Verbindung zum PC wird im Übrigen über einen USB A Port geregelt. Das heißt, Ihr benötigt für den Anschluss des HUBs ein USB A auf USB A Kabel. Ein recht kurzes 1 Meter Kabel liegt auch mit im Lieferumfang. Seid hier bitte vorsichtig, verwendet das USB A auf USB A Kabel nur für den HUB!

Ebenfalls auf der Rückseite ist ein Ein/Ausschalter für den HUB.

 

Der praktische Einsatz

Kommen wir zum Praxisteil. Beginnen wir hier mit der Energieversorgung. Ich benutze an meinem PC eine sogenannte Mater/Slave Steckdose, welche Verbraucher gemeinsam mit dem PC ein- bzw. Ausschaltet.

Wenn Ihr auch so eine Steckdosenleiste verwendet ist der AUKEY CB-H18 suboptimal für Euch. Der HUB besitzt nur einen Ein/Austaster, das heißt, dieser merkt sich nicht die letzte Position. Nach dem Trennen der Stromverbindung springt der HUB immer auf die Aus-Position.

Solltet Ihr natürlich den HUB die ganze Zeit im Strom lassen oder per Hand ein und ausschalten, ist das kein Problem.

Im Aus-Zustand benötigt der AUKEY CB-H18 rund 0,3W Strom. Eingeschaltet und nur mit dem PC verbunden, benötigt er 1,7W. Beides sind an sich brauchbare Werte.

Ebenfalls brauchbar sind die drei Ladeports, welche wie beworben 2,4A Strom liefern können und das auch alle drei gleichzeitig. Wenn Ihr die drei Ladeports zu 100% auslastet und die sieben USB 3.0 Ports nutzt, könnte es aber mit der Energie Versorgung eng werden, sofern die USB Geräte nicht nur USB Sticks oder einfachere Geräte sind.

Sieben 2,5 Zoll USB HDDs am AUKEY CB-H18 sind wiederum kein Problem, sofern Ihr nicht noch gleichzeitig drei Tablets ladet. In der Praxis denke ich das die 48W maximale Leistung gut dimensioniert sind.

Wie sieht es mit der Leistung und Kompatibilität aus?

In der Praxis schaffte der HUB bei mir eine maximale Übertragungsrate von 340MB/s (in Kombination mit einer externen SSD). Dieser Wert kann natürlich schwanken je nachdem an was für einem USB 3.0 Controller Ihr den AUKEY HUB betreibt, aber im Großen und Ganzen wirkt sich der HUB nicht nennenswert negativ auf die Übertragungsleistung aus. 340MB/s ist sehr dicht am USB 3.0 Maximum.

Aufseiten der Kompatibilität hatte ich grundsätzlich erst einmal keine Probleme. Jedoch ist mein PC einmal während der Nutzung des HUBs abgestürzt (ich war Daten über diesen am Übertragen), dieses Problem konnte ich allerdings nicht reproduzieren und war einmalig. Daher will ich hier dem CB-H18 mal nicht vorschnell die Schuld an diesem Vorfall geben.

USB Sticks, externe Laufwerke usw. welche ich am AUKEY CB-H18 USB 3.0 HUB getestet habe, funktionierten ausnahmslos problemlos.

 

Fazit

An sich ist der AUKEY CB-H18 USB 3.0 HUB nichts „besonderes“. Es ist ein guter und schneller USB 3.0 HUB mit vielen(7+3) Anschlüssen und drei starken 2,4A Ports.

Hinzu kommt das mit 48W recht starke Netzteil, welches problemlos für sogar sieben externe Festplatten und mehr reicht.

Damit liefert der AUKEY CB-H18 eine tadellose Vorstellung, allerdings ohne „revolutionäre“ Features oder Form.

Solltet Ihr also einen einfachen USB Hub mit viel Leistung suchen, sowohl was Daten wie auch Strom angeht, ist der AUKEY CB-H18 USB 3.0 HUB mit 33€ definitiv einen Blick Wert!

Der ECOVACS ROBOTICS DEEBOT SLIM im Test, ein unter 200€ Staubsaugroboter?!

Der ECOVACS ROBOTICS DEEBOT SLIM ist aktuell einer der günstigsten Staubsaugrobotern auf dem Markt, ganz besonders wenn man die Modelle der diversen China Marken außen vorlässt.

Ich selbst bin schon seit Jahren ein großer Fan von Staubsaugrobotern, welche mir auch schon jede Menge Arbeit abgenommen haben. Vor wenigen Jahren musste man aber noch für einen guten Staubsaugroboter 500€+ auf den Tisch legen. Hier ist es durchaus interessant sich einmal anzusehen wie gut ein Staubsaugroboter für unter 200€ sein kann.

Die technische Entwicklung bleibt schließlich nicht stehen. Von daher wie schlägt sich der ECOVACS ROBOTICS DEEBOT SLIM? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der ECOVACS ROBOTICS DEEBOT SLIM im Test

Wie auch schon beim Namen zu erwarten wäre, ist der DEEBOT SLIM ein vergleichsweise dünner Staubsaugroboter.

Mit 5,7cm ist der ECOVACS ROBOTICS DEEBOT SLIM gut ein Drittel dünner als andere Staubsaugroboter.

Dies hat durchaus Vorteile, gerade wenn Ihr Möbel und Stühle(Querverstrebungen) habt, die nur wenig Abstand nach unten hin besitzen.  Allerdings hat das Ganze auch Nachteile, auf die wir später zu sprechen kommen.

Der DEEBOT SLIM ist komplett aus Plastik gefertigt. Hierbei besteht die Oberseite aus weißem Kunststoff mit grünen Akzenten. Ebenfalls auf der Oberseite ist die Starttaste und die Klappe für den Staubbehälter zu finden.

Der Staubbehälter ist ausreichend groß dimensioniert und besitzt einen Hepa Filter. Wobei ausreichend groß immer so eine Sache ist. Er ist ausreichend groß für normalen Staub und Schutz, solltet Ihr aber Kleintiere haben und damit auch Heu wird es sicherlich eng beim DEEBOT SLIM.

Das Entleeren des Schutzbehälters funktioniert problemlos, sofern sich nichts im Behälter quer stellt. Dieser lässt sich lediglich auf einer schmalen Seite öffnen, was etwas suboptimal sein kann. Positiv, der Hepa Filter lässt sich dank diverser Vorfilter gut reinigen.

Ebenfalls positiv hat mich das Beilegen einer kleinen Fernbedienung für den Sauger überrascht. Damit hätte ich nicht zwingend bei solch einem preis/leistungsorientierten Gerät gerechnet.

Die Fernbedienung ist nichts Besonderes in dem Sinne, reicht aber den Sauger loszusenden oder nach Hause zu holen.

Wie üblich ist zu Hause beim DEEBOT SLIM auch eine kleine Ladestation auf welche dieser automatisch fahren kann, um sich aufzuladen.

Die Verbindung mit dem Staubsaugroboter geschieht wie üblich über zwei Kontaktpunkte auf der Unterseite.

 

Reinigungsleistung

Natürlich was ist das so ziemlich das Wichtigste bei jedem Staubsaugroboter? Richtig die Reinigungsleistung! Diese unterteile ich in drei Kategorien, Intelligenz, Saugkraft und Fahrverhalten.

Was bringt eine gute Saugleistung, wenn der Roboter aufgrund eines dummen Fahrverhaltens nicht alle Stellen erreicht?Was bringt ein gutes Fahrverhalten, wenn der Roboter unter jedem Stuhl hängen bleibt?

Wie schlägt sich hier der ECOVACS ROBOTICS DEEBOT SLIM?

Fahrverhalten

Beginnen wir mit dem Fahrverhalten. Der Hersteller gibt hierzu folgendes an „Smart Motion Technologie der DEEBOT SLIM fährt Ihre Böden mehrfach ab, sodass selbst liegen gebliebene Krümel entfernt werden.“.

Okay, aber wie verhält sich der Roboter in der Praxis? Keine Überraschungen hier, der DEEBOT SLIM nutzt die übliche Zufalls Logik.

Das heißt, der Roboter fährt los, bis dieser ein Hindernis erreicht. An diesem Hindernis wird in eine zufällige Richtung abgedreht bis das nächste Hindernis erreicht wird usw.

Eine ähnliche Logik wird von fast allen günstigen Staubsaugrobotern eingesetzt. Warum? Für dieses Verhalten wird keinerlei zusätzliche Navigationselektronik benötigt, welche den Roboter komplexer und teurer machen würde.

Aber funktioniert dieses Zufallsprinzip? Jein! Die Theorie besagt, dass der Roboter in einem offenen Raum irgendwann jede Stelle mindestens einmal überfährt. Irgendwann wird er einfach einmal jede Stelle zufällig erwischen.

Das funktioniert auch, in einem offenen Raum! Um so verschachtelter und größer die Fläche ist, umso schlechter funktioniert dieses Prinzip.

Habt Ihr eine Wohnung mit mehreren Räumen kann es passieren, dass der DEEBOT SLIM per Zufall einen Raum verlässt und dann in einem anderen Raum ewig festhängt, bis dieser zufällig wieder die Tür trifft.

Der DEEBOT SLIM taugt also nichts um die gesamte Wohnung auf einmal zu machen. Dieses Prinzip funktioniert gut, wenn Ihr Räume abtrennen könnt.

Ihr setzt den Roboter in einen Raum, macht die Tür hinter ihm zu und wartet 20 Min, danach sollte der Raum gereinigt sein, bzw. jede Stelle mindestens einmal überfahren.

Mittlere bis höhere Teppiche, also nicht Teppichboden, sind für den DEEBOT SLIM im Übrigen ein Problem! Auf diese kann der doch recht kleine flache Sauger nicht fahren!

Saugleistung

Der DEEBOT SLIM besitzt keine rotierende Bürste oder Walzen. Daher hängt die komplette „Last“ wirklich am Saugmotor des Roboters.

Zwar besitzt der DEEBOT SLIM ein paar „passive“ Unterstützungen wie eine Gummilippe und ein optionales Staubtuch, aber das hilft nur wenig. Der DEEBOT SLIM besitzt ganz klar eine der schwächeren Saugleistungen, die ich in letzter Zeit bei Staubsaugrobotern gesehen habe!

Selbst der Lautstrom aus den hinteren Öffnungen des Saugers ist vergleichsweise schwach. Aber ist dies schlimm?

Wie gut der DEEBOT SLIM wirklich Schmutz aufsaugt, hängt vom Schmutz und dem Untergrund ab. Auf Paket oder Fliesen fühlt sich der Staubsaugroboter sichtlich wohler als auf hochflorigem Teppich.

Normaler Staub oder Tierhaare auf glatten Boden ist für den ECOVACS ROBOTICS DEEBOT SLIM kein größeres Problem und wird tadellos aufgenommen. Anders sieht es bei schwereren Dingen und Teppich aus.

Habt Ihr ein Nagetier und daher Heu oder Futterreste, welche auf dem Boden liegen, hat es der DEEBOT SLIM schwer.

Aber in der Regel sind auch solche Krümel für den Sauger machbar, gerade wenn dieser mehrfach über diese fährt.

Für Teppichboden ist der DEEBOT aber wirklich nicht gemacht. Zwar schafft er es mit viel Zeit auch hier eine sichtbare Reinigung zu erzielen, aber diese ist gerade bei Tierhaaren alles andere als perfekt.

Ein weiterer Nachteil auf Teppichboden ist die Reinigungsbreite. Der DEEBOT SLIM besitzt nur einen recht schmalen Saugbereich mittig unter dem Gerät. Auf glatten Böden ist das nicht so schlimm, da hier die beiden „Fühler“ an der Front des Roboters den Schmutz in die Mitte kehren. Dies funktioniert aber auf Teppichböden nicht!

Ein Staubsaugroboter mit rotierender Bürste, wie der Eufy RoboVac 11, erzielt hier deutlich bessere Ergebnisse.

Wenn es für Euch okay ist, dass der DEEBOT SLIM für einen Raum mit Teppichboden 40 Minuten braucht, dann ist die Reinigungsleistung ausreichend!

Ein weiterer Nachteil auf Teppichboden ist die Reinigungsbreite.

Intelligenz

Kommen wir zum letzten Punkt, der Intelligenz. Hier gibt es allerdings nicht viel zu berichten. Der DEEBOT SLIM ist ein recht einfacher Staubsaugroboter, der auch nur eine einfache „Flucht Logik“ besitzt. Normale Stühle sind hier kein Problem, lediglich Schreibtischstühle mit 6 Rollen sorgten gelegentlich für ein Festhängen.

Kabel händelt der DEEBOT eigentlich recht gut. Dies liegt allerdings weniger an einer ausgeklügelten Logik, sondern einfach daran, dass die rotierende Bürste fehlt, welche bei anderen Staubsaugrobotern oft Kabel aufrollt.

Dennoch solltet Ihr Kabel so weit wie möglich aus dem Arbeitsbereich entfernen.

Mangels Kameras und anderen Abstandssensoren hat der DEEBOT SLIM keine Ahnung, wo er gerade ist. Dieser weiß also nicht welche Bereiche noch nicht gereinigt wurden oder wo er schon war. Auf seine Basis Station findet dieser allerdings recht zuverlässig zurück (die Basis strahlt ein IR Signal, aus welchem der DEEBOT SLIM folgt).

Erkennt der Roboter eine Wand besitzt dieser einen „Wand Modus“, dieser folgt der Wand ein Stück weit und versucht so gut wie möglich an der Fußleiste entlang zu Putzen.

Der Wand Modus wird allerdings nicht zu 100% zuverlässig ausgelöst und wird vom DEEBOT SLIM nur sporadisch genutzt.

Der DEEBOT SLIM besitzt einen zusätzlich zum normalen Modus einen Spot Modus, für den Fall das Ihr nur einen kleinen Bereich reinigen wollt, auch lässt sich der DEEBOT SLIM auf Uhrzeiten programmieren.

 

Lautstärke

Ein großer Vorteil des DEEBOT SLIM ist sicherlich seine Lautstärke! Der Sauger ist zwar nicht komplett lautlos, aber sehr nah dran!

Ein USB Tischventilator ist lauter als der DEEBOT SLIM. Dieser erzeugt lediglich ein leises Surren. Dies liegt natürlich an der fehlenden rotierenden Bürste und dem vergleichsweise schwachen Motor.

 

Fazit

Leider kann ich den ECOVACS ROBOTICS DEEBOT SLIM nicht oder nur bedingt empfehlen. Der Staubsaugroboter ist an sich okay, besitzt aber einige Einschränkungen.

Mangels einer rotierenden Bürste hat der DEEBOT SLIM mit Teppichen etwas Probleme. Der Saugmotor alleine, welcher auch nicht super stark ist, schafft es hier nicht gut Schmutz zu entfernen.

Erst nach x mal hin- und herfahren wird ein Teppich ausreichend gereinigt. Aber auch nur Teppichboden! Auf mittel bis hohe Teppiche kommt der DEEBOT SLIM nicht einmal vernünftig drauf.

Auf Fliesen oder allgemein glatten Boden hingegen passt die Saugleistung.

Die Logik bzw. das Fahrverhalten des DEEBOT SLIM ist nichts Besonders. Auch dieser nutzt das übliche Zufallsfahrprinzip, das wie üblich Probleme bei mehreren oder verschachtelten Räumen hat. Für eine effektive Nutzung muss man wirklich jeden Raum einzeln Reinigen lassen.

Auf der positiven Seite sehe ich die kompakten bzw. Flachen Abmessungen, der leise Betrieb und der faire Preis.

Jedoch bietet der ECOVACS ROBOTICS DEEBOT SLIM einfach zu viele Einschränkungen verglichen mit anderen Modellen. Beispielsweise der Eufy RoboVac 11 bietet eine deutlich bessere Reinigungsleistung und kommt auch mit Teppichen klar, kostet aber auch nur knapp über 200€.

Wer etwas experimentierfreudiger ist, kann zum Xiaomi Mi Robot Vacuum greifen, welcher einer der besten Staubsaugroboter auf dem Markt ist und auch gerade mal 300€ kostet!

Lediglich wenn es um das Reinigen eines recht einfachen Raums/Räume mit glatten Boden geht, kann der DEEBOT SLIM unter Umständen auch überzeugen.

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