Start Blog Seite 281

Affinity Photo, die bessere alternative zu Photoshop!

Wenn es um Fotobearbeitung ging, gab es sehr lange Zeit genau ein Programm dafür, Photoshop. Es gab zwar ein paar Alternativen aber diese waren meist deutlich abgespeckt oder waren technisch und optisch auf dem Stand 1998 stehen geblieben.

Erst jetzt zeigt sich so langsam eine ernsthafte Alternative, Affinity Photo.

Es reicht aber nicht ähnlich gut zu sein, wie Photoshop um sich einen Namen zu machen, sondern man muss besser sein! Ähnlich gute Programme gab es einige, bessere keine!

Aber kann es Affinity Photo wirklich schaffen gut oder sogar besser zu sein als Adobe Photoshop? Finden wir dies im Test heraus!

 

Systemanforderungen

Affinity Photo ist aktuell für drei Plattformen verfügbar, Windows, Mac und IOS(iPad). Gerade die Kompatibilität zum iPad hat Affinity Photo in letzter Zeit einiges an Aufmerksamkeit eingebracht.

In diesem Test soll es aber um die Windows Version gehen. Diese sollte der MacOSX Version ziemlich gleichen, auch wenn ich davon ausgehe, dass die Mac Version vermutlich sogar etwas besser optimiert sein wird.

Die Systemanforderungen von Affinity Photo sind recht überschaubar.

Ein Intel Core2Duo und 2GB RAM werden als Minimum angegeben. Allerdings ist dies vermutlich eher das Minimum um Affinity zu starten und vielleicht ein Full HD Bild zu bearbeiten.

Plant Ihr die Bearbeitung von hochauflösenden RAW Bildern mit vielen Ebenen solltet Ihr schon über ein System mit 8GB+ RAM und einem etwas aktuelleren Prozessor verfügen.

Installation und Einrichtung

Die Installation von Affinity Photo ist absolut problemlos und einfach zu erledigen. Im Großen und Ganzen besteht die Installation aus dem einfachen „weiter“ Klicken.

Auch der „Kopierschutz“ von Affinity Photo scheint nicht allzu nervig zu sein. Bei der Installation müsst Ihr lediglich den Key und Eure E-Mail Adresse eintragen.

Ein online Konto oder Ähnliches ist nicht nötig. Ebenso ist es erlaubt Affinity Photo auf beliebig vielen Computern zu nutzen, sofern diese alle einem selbst gehören.

Lediglich im geschäftlichen Umfeld darf die Lizenz auf maximal 2 Computern genutzt werden.

 

Affinity Photo

Ich glaube, man kann die Benutzeroberfläche von Affinity Photo als „vertraut aber anders“ bezeichnen. Man lehnt sich mit seiner Benutzeroberfläche ganz klar an Adobe Photoshop an. Verständlich denn der Aufbau ist klar und effizient und ich wüsste nun auch nicht, wie man dies groß anders machen sollte.

Im Großen und Ganzen würde ich die Benutzeroberfläche als schick und modern bezeichnen. Gerade diese etwas dunklere Optik ist durchaus interessant.

Nach dem Start und dem Öffnen einer Datei findet Ihr zu Eurer Linken die diversen Standard Tools, wie Pinsel, Auswahlwerkzeuge usw.

Diese entsprechen von der Anordnung weitestgehend Adobe Photoshop, nur mit etwas anderen Icons. Mit einem Klick der rechten Maustaste ist es zudem möglich weitere „Unter-Tools“ einblenden zu lassen.

Der rechte Bildschirmrand ist bei Affinity Photo etwas belebter als bei der großen Konkurrenz.

Hier finden sich nicht nur Ebenen, sondern auch die Farbeistellungen für den Pinsel, ein Histogramm, diverse Anpassungen wie Farbe, Kontraste, Helligkeit und auch die Zoom Einstellungen.

Hier wird man vermutlich ein wenig brauchen biss man sich zurechtgefunden hat.

Im oberen Bereich findet Ihr alle aktuell geöffneten Dateien wie auch die erweiterten Menüs.

Das wichtigste Menü sind sicherlich die diversen Filter. Diese sind ähnlich wie bei Adobe Fotoshop gruppiert, für Umsteiger sicherlich ideal, da man sich so schnell zurechtfindet.

Die Filter sind in Unschärfe, Scharfzeichnen, Verzerren, Rauschen, Finden und Farbe sortiert. Hier finden wir alles an Filtern, die man im normalen Alltag von Fotografen braucht.

Wer nun mit Affinity Photo auf tonnenweise neue Features hofft, wird vermutlich enttäuscht. Zwar fehlt im Vergleich zu Photoshop nichts, aber wirklich viel Neues ist auch nicht hinzugekommen.

Die größte Neuerung ist vermutlich die live Vorschau, wenn Farbverläufen und Ebenen Effekte eingefügt werden. Dies ist auch durchaus praktisch, wenn man grob abschätzen kann wie ein Farbverlauf auf dem Bild aussieht, ehe man diesen angewendet hat.

Natürlich bringt Affinity Photo auch die Möglichkeit mit RAW Dateien zu bearbeiten und besitzt dafür einen intrigierten RAW Converter.

Dieser RAW Converter bietet neben den Standard Optionen wie Belichtung, Kontrast, Klarheit usw. auch eine Rauschreduzierung, das Nachschärfen von Aufnahmen oder auch das Ausgleichen von Verzerrungen mit.

Der RAW Converter macht einen guten Eindruck und funktionierte problemlos mit den Aufnahmen meiner Nikon D5500 und Sony A7R. Jedoch würde ich den RAW Converter auch nicht als klassenführend“ einstufen.

Gerade was das Nachschärfen und die Rauschreduzierung angeht, ist Adobe Photoshop/Lightroom schon noch ein Stück besser, ganz zu schweigen von DxO OpticsPro.

Affinity Photo macht in der RAW Bearbeitung einen guten Job, aber es scheint kein neuartiger Algorithmus für noch bessere Bilder dahinter zu stecken.

 

Performance

Ich habe Affinity Photo sowohl auf einem Notebook mit Intel i5-7200U und 8GB RAM getestet wie auch auf einem Desktop mit AMD Ryzen 1800x und 32GB RAM und was soll ich sagen, der flotteste Hirsch ist Affinity Photo nicht, zumindest unter Windows.

Zwar werden Effekte, Pinsel, Ebenen usw. auf beiden Maschinen, wie beworben, in einer live Vorschau angezeigt aber gerade beim Speichern, Exportieren oder dem Anwenden von Änderungen braucht Affinity Photo doch etwas.

Gerade auf dem kleineren i5 ist auch das Auswahl -Tool mit Kantenerkennung recht träge.

Ich will nicht sagen, dass Affinity Photo unnutzbar langsam oder zu träge ist, aber es ist definitiv langsamer als Adobe Photoshop.

Zu mindestens unter Windows, unter Mac oder auf dem iPad scheint Affinity besser optimiert zu sein. Macht auch Sinn Affinity Photo ist auf dem Mac zuerst erschienen und wurde dann zu Windows portiert.

Unter Windows solltet Ihr also etwas Geduld einplanen beim Anwenden von größeren Effekten, gerade wenn Euer Computer nicht der aller Schnellste ist.

Die RAM Auslastung betrug beim Bearbeiten eines 24MP RAW Fotos rund 1,5-2,5GB, je nach Anzahl der Ebenen und der Effekte.

Dies solltet Ihr also an Arbeitsspeicher mindestens frei haben, mit 4GB gesamt verfügbarem RAM sicherlich knapp.

 

Fazit

Affinity Photo ist endlich eine ernst zu nehmende Alternative zu Photoshop! Aufseiten der Features und Funktionen kann Affinity Photo sogar Photoshop, zumindest für meine Art der Fotobearbeitung, übertreffen.

Hierbei geht es nicht nur um die reine Feature Anzahl, sondern auch um die Kleinigkeiten. Hierzu gehört beispielsweise die live Vorschau von ebenen Effekten, Pinseln, Farbverläufe usw. Dies ist sicherlich das Aushänge- Feature von Affinity Photo, welches in jedem Review genannt wird, aber es ist so ein einfaches und nützliches Feature, bei welchem man sich fragt „warum hat das Photoshop nicht schon seit Jahren“.

Hinzu kommt die gute Benutzeroberfläche und Benutzererfahrung. Zwar gibt es hier und da Unterschiede zu Photoshop, aber man arbeitet sich in Affinity Photo schnell ein. Hier sehe ich keine großen Probleme für Umsteiger, zumal die UI von Affinity Photo fast noch etwas moderner wirkt.

Aber natürlich hat Adobe Photoshop auch seine Stärken, dieses läuft unter Windows etwas flotter, besitzt ein besseres Öko System mit Lightroom, den etwas breiteren Support für das PSD Format und einige Funktionen sind besser. Beispielweise die Retusche und Reparatur Funktionen sind bei Photoshop überlegen.

Der dickste Punkt zugunsten Affinity Photo kommt aber noch, der Preis! Ich finde zwar grundsätzlich das 10€ im Monat für Photoshop und Lightroom nicht zu viel ist, aber im direkten Vergleich ist Affinity Photo mit einmalig rund 50€ doch „etwas“ attraktiver.

Zumal Affinity Photo gekommen ist, um zu bleiben. Im Gegensatz zu sehr vielen Konkurrenten ist bei Affinity mit einer Weiterentwicklung zu rechnen. Aktuell ist das Programm Platz 1 im Apple Mac App Store und Platz 1 im iPad App Store.

Das heißt, es kommt Geld für den Entwickler rein und es besteht Interesse an seinem Produkt, was die Chancen sicherlich ein wenig steigert das sich Serif, die Macher hinter Affinity Photo, nicht auf Ihren Erfolgen ausruhen, sondern das Programm weiterentwickeln.

Affinity Photo ist für privat Nutzer und semi professionelle Fotografen sicherlich die bessere Alternative zu Adobe Photoshop und Photoshop Elements! Und im Gegensatz zu vielen Konkurrenten liegt dies nicht nur am Preis, sondern auch an den Features und Funktionen!

Professionelle Nutzer welche Ihr Geld mit Programmen wie Photoshop verdienen, würde ich zwar auch einmal raten sich Affinity Photo gut anzusehen, aber ich glaube nicht. dass sich hier ein Umstieg lohnen würde, zu mindestens aktuell.

Der Nubert nuPro AS-450 im Test, die SoundBar für Musik!

Soundbars für den Fernseher liegen im Trend. Diese repräsentieren oftmals den besten Kompromiss aus Größe und Klang. Heutzutage möchten einfach die Wenigsten große Lautsprecher im Wohnzimmer stehen haben, welche auch noch aufwendig verkabelt werden müssen. Oftmals haben gerade die Damen des Hauses etwa dagegen.

Da ist eine Soundbar, die einfach unter dem Fernseher Platz nimmt meist ein guter Kompromiss. Jedoch sind viele dieser Soudbars mäßig, gerade für Musik, gerade in den unteren Preisklassen.

Oftmals scheint hier das Augenmerk mehr darauf zu liegen das Maximum an Bass in diese zu quetschen, als einen wirklich guten Klang zu liefern.

Nubert verspricht hier mit seinem nuPro AS-450 einen etwas anderen Weg zu gehen. Anstelle mit bergeweise Features wie Virtual Surround Sound, einem externen Subwoofer usw. zu arbeiten, legt man bei diesem auf „ehrlichen“ Klang Wert, der nicht verfälscht oder dreißig Mal durch einen DSP gejagt wird, typisch Nubert halt.

Was auch typisch für Nubert ist, ist der recht saftige Preis. Die Nubert nuPro AS-450 Soundbar kostet stolze 1350€ und spielt damit in der absoluten Oberklasse.

Stellt sich nun die Frage, ob die nuPro AS-450 Soundbar auch ihren Preis Wert ist! Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Nubert für das Ausleihen des nuPro AS-450.

 

Lieferumfang und Verpackung

Wenn Ihr den Nubert nuPro AS-450 bestellt, holt Euch Hilfe und kontrolliert ob Euer Fernsehtisch, oder wo auch immer Ihr den Lautsprecher aufstellen wollt, genug Platz bietet und auch das Gewicht aushält.

Der AS-450 bringt satte 32KG auf die Waage! Inklusive Verpackung kommen wir sogar auf 39KG.

Der nuPro wurde via UPS geliefert und sicher verpackt, achtet dennoch immer auf mögliche Transportschäden, so was kann passieren.

Positiv überrascht hat mich der Lieferumfang. Nubert legt beim AS-450 wirklich alles bei was man an Kabel brauchen kann, angefangen natürlich beim Stromkabel, einem Chinch auf 3,5mm Kabel, einem USB-Kabel, einem S/PDIF-Kabel elektrisch und optisch und einer Fernbedienung. Die Kabel sind sogar recht lang dimensioniert!

 

Der Nubert nuPro AS-450 im Test

Der nuPro AS-450 ist ein ziemlicher Brocken mit 110cm Breite, 19,5cm Höhe, 40cm Tiefe und 32Kg Gewicht. Sollte Euer Fernsehschrank etwas wackliger sein, ist hier definitiv Vorsicht geboten!

Der Lautsprecher selbst ist allerdings alles andere als wackelig. Wenn man Nubert kauft, kann man eine gewisse Qualität, auch was die Verarbeitung angeht, erwarten und diese Qualität bekommt man hier.

Der nuPro AS-450 ist in zwei Farben verfügbar, weiß und schwarz. Bei beiden Farbversionen handelt es sich jeweils um einen Schleiflack, welcher bei meiner weißen Version wirklich hervorragend gearbeitet ist. Das Weiß ist schön strahlend und selbst die Kanten sind farblich „konstant“. Die weiße Version zeigt sich auch recht resistent gegenüber Fingerabdrücken und Ähnlichem.

Die Farbwahl entscheidet allerdings bei beiden Versionen auch wirklich nur über das Gehäuse. Die Treiber und auch das Lautsprecher Gitter sind immer schwarz.

Das Lautsprecher „Gitter“ ist natürlich bei den nuPro AS-450 Optional. Dieses hält per Magneten am Lautsprecher, hierdurch sind keine Öffnungen nötig und der Lautsprecher sieht auch ohne Abdeckung sehr sauber aus.

Mittig auf der Front des nuPro AS-450 befindet sich ein Status Display und fünf Tasten. Hier lässt sich die Eingangsquelle, Bass, Höhen, Lautstärke, Grenzfrequenz des Subwoofers usw. einstellen.

Alternativ legt Nubert auch eine Fernbedienung bei. Von dieser bin ich etwas hin und her gerissen. Einerseits ist die Fernbedienung schön kompakt und einfach zu bedienen, andererseits handelt es sich um eine recht billige Plastik Infrarot Fernbedienung. Ich denke für 1350€ hätte man hier sicherlich auch eine etwas schickere Fernbedienung beilegen können, gerade da der nuPro AS-450 selbst ein echter Hingucker ist.

Ich finde Nubert hat hier einen guten Job beim Design gemacht. Der Lautsprecher wirkt edel und minimalistisch, fast wie ein teures Möbelstück, aber gleichzeitig strahlt dieser eine gewisse „High End“ Optik aus.

Auf der Front findet sich neben dem Display auch gleich 6 Treiber. Vier hiervon sind Mittel/Tieftöner und zwei Hochtöner. Mittig unter dem Lautsprecher sitzt zudem noch ein „Subwoofer“.  Seitlich sind am AS-450 lediglich zwei Bassreflexrohre angebracht.

Die Anschlüsse und Stromversorgung ist komplett auf der Rückseite. An Anschlüssen mangelt es dem AS-450 an sich nicht.

Über folgende Anschlüsse verfügt der nuPro AS-450:

  • USB
  • S/PDIF optisch
  • S/PDIF elektrisch
  • Chinch

Der USB Port dient für die Verbindung mit einem Computer. Hier wird der nuPro AS-450 als USB Lautsprecher mit einer maximalen Abtastrate von 48KHz erkannt. Dies ist zwar nicht „super viel“ aber klanglich passt das Ganze vollkommen.

Über WLAN oder Bluetooth verfügt der Nubert nuPro AS-450 leider nicht. Beides würde sich aber recht problemlos über einen Adapter, welcher via Chinch verbunden wird nachrüsten.

 

Klang des Nubert nuPro AS-450

Für rund 1350€ darf man durchaus schon einen ordentlichen Klag erwarten und glaubt mir diesen liefert auf das Nubert System!

Beginnen wir aber beim Anfang, im nuPro AS-450 kommen insgesamt sieben Treiber- Einheiten zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um zwei Hochtöner am äußeren Rand mit Seidengewebekalotte, insgesamt vier 120 mm Tief-/Mitteltöner und einem Tieftöner auf der Unterseite mit 270 mm.

Nubert wirbt gerne mit „Ehrliche Lautsprecher“ und wenn man den nuPro AS-450 hört, weiß man auch gleich warum.

Der nuPro AS-450 nutzt keine DSP oder EQ Tricks, um seinen Klang noch „künstlich“ zu verbessern. Der hier gelieferte Klang ist generell sehr sauber und natürlich.

Die Höhen des nuPro AS-450 sind klar und sehr detailliert, jedoch auch nicht übermäßig scharf oder brillant. Per eingebautem EQ wäre es zwar möglich die Höhen noch etwas anzuheben bzw. abzusenken, aber dies ist, wie ich finde nicht nötig und hilft auch der Bilanz wenig. Bereits „Out of the Box“ sind die Höhen sehr natürlich und passend.

Aufgrund der hohen räumlichen Separierung zwischen den beiden Hochton Treibern wirken diese auch recht „breit“ und weniger fokussiert, sinnvoll bei einem Lautsprecher, welcher als Soundbar eingesetzt werden kann.

Die Mitten sind nah an am Optimum. Diese bieten ebenfalls einen sehr neutralen Klang und sorgen für eine hervorragende Darstellung von Sprache und Gesang.

Stimmen wirken sehr schön plastisch und gut verständlich. Erneut ist dies ein sehr wichtiges Feature für eine Soundbar, die zum Fernsehen Schauen eingesetzt werden kann.

Kommen wir zum Bass. Der Bass ist gut, wenn nicht sogar sehr gut für einen Lautsprecher dieses Formfaktors. Der nuPro AS-450 bekommt einen erstaunlich kraftvollen Punch auf die Reihe welcher einen sicherlich beim ersten Mal höhen sehr überraschen wird.

Zwar kann man hier etwas erkennen, dass der nuPro AS-450 kein riesiger Standlautsprecher ist, hier bieten beispielsweise die Teufel Ultima 40 MK2 noch etwas mehr Volumen und Klangfülle, aber dennoch ist der Bass vorzüglich.

Die Teufel wirken einfach aufgrund ihrer höheren Masse etwas wärmer und voluminöser, der nuPro hingegen etwas aggressiver und dynamischer.

An Präzision und Detailreichtum im Tiefgang fehlt es den Nubert nuPro AS-450 wahrlich nicht. Auch die untere Gang Frequenz ist mit 30Hz sehr beachtlich!

Wie auch Nuberts Slogan ist der Bass sehr „ehrlich“. Gerade bei Soundbars hört man gerne ein starkes Anheben des Basses und dort speziell der tieferen Frequenzen. Dies soll natürlich dem Hörer ein gewisses WOW Gefühl vermitteln. Der nuPro AS-450 versucht dies hingegen nicht künstlich zu erzeugen, Qualität über Quantität, wobei auch die Quantität verglichen mit kompakteren Standlautsprecher sehr beachtlich ist.

Der nuPro AS-450 schafft es durchaus einen Tisch zum Wackeln zu bringen und auf höheren Lautstärken sogar Wände.

Braucht man beim nuPro AS-450 einen externen Subwoofer? Im Normalfall würde ich für Musik sagen Nein, das ist nicht nötig. Jedoch solltet Ihr in Filmen die Explosionen so richtig spüren wollen und Euer Wohnzimmer ist groß bis sehr groß, könnte ein zusätzlicher Subwoofer Sinn machen.

Für mittlere Wohnzimmer und primär den Musik Genuss reichen die Bässe des AS-450 bei Weitem aus. Hier übertrifft der nuPro AS-450 beispielsweise die Nubert nuLine 264 Standlautsprecher doch ein gutes Stück.

Fassen wir einmal zusammen, die Höhen sind gut aber von den drei Frequenzbereichen der aus meiner Sicht schwächste bei den nuPro AS-450, hier gefallen mir die nuLine 264 Standlautsprecher beispielsweise deutlich besser. Die Mitten sind nahezu perfekt! Stimmen und Sprache wird Perfekt abgebildet. Der Bass ist auch ohne Subwoofer sehr kraftvoll und spaßig, hier kann man mehr nicht erwarten.

Kommen wir zu einem wichtigen Punkt, wie schlägt sich der Nubert generell in Musik oder Filmen?

Bei einer Soundbar müsste man meinen, dass sie primär für den Film Genuss designt ist, dies ist auch meist der Fall. Jedoch habe ich bei dem Nubert nuPro AS-450 etwas den Eindruck das diese „Soundbar“ sich in Musik wohler fühlt als bei Kino Filmen.

Im Gegensatz zu vielen anderen SoundBars und Soundsystemen nutzt Nubert im nuPro AS-450 keinen Virtual Surround Sound.  Nubert selbst schreibt Folgendes dazu:

„Anders als viele Systeme in vergleichbarer Bauform nutzt die Soundbar nuPro AS-450 den internen digitalen Signalprozessor nicht zur Erzeugung von sogenanntem „Virtual Surround Sound“, sondern beschränkt sich auf klassische Zweikanalwiedergabe. In puncto Klangqualität ist unserer Ansicht nach der reine Stereoton künstlich generiertem Raumklang eindeutig überlegen, da zur Simulation des Surround-Effekts Klanginformationen verändert und verfälscht werden, ohne dabei die Räumlichkeit einer echten Mehrkanalanlage mit fünf oder mehr Lautsprecher zu erreichen.“

Ja ich bin auch kein Fan von „Virtual Surround Sound“. Wie Nubert schreibt, verfälscht dieser den Klang sehr oft doch eher ins Negative als ins Positive. Jedoch bei Filmen sehe ich oftmals einen leichten Vorteil mit Virtual Surround Sound.

Zwar ist der Nubert nuPro AS-450 relativ breit gebaut, es ist also durchaus eine gewisse Bühne da, jedoch hat man während des Zuhörens immer den recht klaren Eindruck das der Klang von vorne kommt. Konkurrenten können hier teilweise auch ohne virtuellem Surround Sound durch zusätzliche Treiber an der Seite des Lautsprechers mehr „Raumklang“ herausholen.

Ist dies schlimm? Es kommt etwas darauf an was für Euch die oberste Priorität hat. Bei Musik fühlt sich der nuPro AS-450 definitiv am meisten wohl. Hier ist auch der Stereo Klang kein Nachteil, ganz im Gegenteil. Auch im normalen Fernseheinsatz macht der nuPro AS-450 aufgrund der guten Verständlichkeit von Stimmen einen tollen Job. Hieran mangelt es teilweise billigeren Soundbars welche den Bass ans Maximum aufdrehen.

Bei „Blockbustern“ habe ich schon mehr Kino Feeling bei anderen Soundbars erlebt. Es mangelt hier dem Nubert natürlich nicht am guten Klang, aber gerade in Action Filmen wie Transformers gibt es schon Soundbars, die  mit mehr „Effekten“ also Virtual Surround Sound und Ähnlichem noch mehr hermachen.

Der Nubert nuPro AS-450 spielt hier oftmals etwas „Erwachsener“, auch wenn der Bass durchaus ordentlich loslegen kann.

Fazit

Die Nubert nuPro AS-450 Soundbar kann im Test gerade für Musik zu 100% überzeugen! Es erstaunlich wie viel Klang Nubert geschafft hat in solch einer Soundbar unter zu bringen, damit meine ich ganz besonders den doch sehr kraftvollen Bass.

In der Regel ist eine Soundbar ein Kompromiss aus Kompaktheit und Klang. Klar, Klang braucht Volumen und damit Platz, welchen aber immer weniger Benutzer bereit sind für große Standlautsprecher, Verstärker usw. aufzugeben.

Jedoch fällt dieser Kompromiss bei den nuPro AS-450 recht gering aus. An sich auch nicht so überraschend bei dem durchaus gehobenen Preis von rund 1350€ und den doch nicht so ultra kompakten Abmessungen.

Bei Musik kann die Nubert nuPro AS-450 Soundbar durch einen sehr lebendigen Klang mit guten Details und einer recht natürlich Darstellung punktet. Hinzu kommt der recht kraftvolle Bass, welcher einen externen Subwoofer überflüssig macht.

Bei Filmen und Fernsehen gefiel mir gerade die Darstellung von Stimmen und Sprache, welche aufgrund der tollen Mitten 1a ist.

Einziger Kritikpunkt, der Raumklang. Natürlich entsteht aufgrund der Breite des Lautsprechers von Natur aus eine gewisse Klangbreite. Jedoch fehlen beispielsweise Lautsprecher an der Seite des nuPro AS-450, wie man diese bei anderen Sounbars findet, welche zum Verteilen des Klangs im Raum beitragen sollen. Der nuPro AS-450 ist nun mal ein Stereo Lautsprecher/Soundbar, dafür ist allerdings gerade die Musik Performance hervorragend!

Ich kann mir den Nubert nuPro AS-450 gerade bei einem etwas erwachseneren Publikum sehr gut vorstellen, welche auf einen reinen und ehrlichen Klang, kombiniert mit einer tollen und hochwertigen Optik, mehr Wert legen als auf XX Features, welche man am Ende eh nicht nutzt.

Von daher Daumen hoch für den Nubert nuPro AS-450, ein beeindruckendes Produkt zu einem fairen Preis!

Das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro im Test, die beste Mischung aus Portabilität und Gaming Power?

Das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro ist eins der interessantesten Notebooks die MSI aktuell im Sortiment hat. Dieses bietet auf den ersten Blick eine gute Mischung aus Leistung, ganz besonders für Spiele, und einer dennoch ordentliche Portabilität.

Damit ist das Notebook natürlich gerade für Schüler und Studenten außerordentlich interessant.

Aber natürlich ist das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro mit rund 1800€ kein Schnäppchen, daher reichen nur gute technische Daten nicht aus.

Das Notebook hat auch was die Verarbeitung, Display, Akku und Eingabegeräte angeht zu überzeugen. Schafft dies das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro? Finden wir dies im Test heraus!

Technische Daten

  • MSI GS43VR 7RE Phantom Pro
  • Intel Core i7-7700HQ
  • 16GB RAM
  • NVIDIA GeForce GTX 1060
  • 14″, 1920×1080 Display
  • 256GB M.2 NVMe SSD
  • 1.60kg
  • 345 x 245 x 21.8~22.8 mm
  • Link zum Hersteller
  • bei Geizhals

An dieser Stelle vielen Dank an MSI für das Ausleihen des Notebooks!

 

Das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro im Test

Das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro ist ein „semi kompaktes“ Gaming Notebook. Dieses setzt auf ein 14 Zoll Display und ein nicht übermäßig dickes Gehäuse. Es geht zwar durchaus noch dünner beispielsweise mit einem Razer Blade, aber mit 1,6KG ist das GS43VR 7RE Phantom Pro durchaus noch geeignet täglich mit zur Schule oder Uni transportiert zu werden.

Auch die Abmessungen sind mit 345 x 245 x 21,8mm nicht übermäßig groß für ein 14 Zoll Notebook. Zwar setzt MSI auf kein Display mit Ultra schmalen Rahmen, wie Dell beim XPS, aber verzichtet auch auf irgendwelche vorstehenden Kühler wie bei den Alienware oder einigen Asus Notebooks.

Im Großen und Ganzen würde ich den Aufbau des Notebooks als klassisch bezeichnen. Beim Material setzt MSI auf Kunststoff, welches aber auf dem Deckel wie auch im Innenraum mit gebürstetem Aluminium verfeinert wurde.

Die Optik würde ich von außen als positiv bezeichnen. Ich finde das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro hält hier sehr gut die Waage aus einer professionellen Optik, die aber mit ein paar roten Akzenten etwas aufgepeppt wurde, ohne dabei zu „Gamer Like“ auszusehen.

Aufgeklappt sieht das Ganze etwas anders aus. Hier ist die Optik etwas verspielter und geht mehr in die Gamer Richtung. Dies liegt vor allem an der roten Beleuchtung wie auch der Beschriftung der Tastatur, die einen etwas auffälligeren Font nutzt.

Qualitativ fühlt sich das Phantom Pro sehr gut an! Das Notebook macht einen robusten und hochwertigen Eindruck. Es handelt sich bei diesem also nicht um einen 08/15 „G4m3r Plastikbomber“, sondern durchaus um ein edleres Gerät. Lediglich die Unterseite wirkt doch etwas Plastikhafter, hier merkt man das MSI auf die Unterseite deutlich weniger Wert gelegt, hat als auf die Oberseite, was durchaus verständlich ist.

Natürlich gibt es bei der Haptik auch noch Luft nach oben, das GS43VR 7RE Phantom Pro ist kein Apple MacBook. Im Gegenzug gibt es dann aber hoffentlich auch die passende Leistung.

Die Anschlüsse des Notebooks sehen schon einmal ganz gut aus. Auf der linken Seite finden wie separate Audio Ports für Kopfhörer und Mikrofone, einen SD Kartenleser, einen USB 3.0 Port, den Anschluss für das Netzteil wie auch einen LAN Port. Letzterer passt von der Höhe ganz knapp in das Gerät.

Auf der Rückseite ist neben diversen Lüfterauslässen ein einsamer mini Displayport -Anschluss. Die rechte Seite ist wieder etwas belebter. Hier findet sich ein HDMI Ausgang, ein weiterer USB 3.0 Port und ein Thunderbolt 3 USB C Port.

Ich bin mit den Anschlüssen recht zufrieden, ich denke mit, den vorhanden Ports kommt man im Alltag gut klar.

 

Software

MSI setzt beim Phantom Pro ganz klassisch auf Windows 10 Home. Dementsprechend gibt es hier wenig Überraschungen, lediglich was vorinstallierte Programme angeht.

Ich würde zwar MSI nicht als negativ Beispiel bezeichnen, aber ich glaube kaum, ein Notebook Hersteller hat mehr eigene Tools auf seinem Gerät vorinstalliert.

Neben dem durchaus nützlichen Dragon Center findet sich auch MSI TrueColor, Nahimic 2 Audio Driver, SCM und SteelSeries Engine 3 auf dem Phantom Pro.

Letzteres liegt an der Kooperation zwischen MSI und SteelSeries für die Tastatur des Notebooks. Über die SteelSeries Engine 3 lassen sich sämtliche Tasten des Notebooks umbelegen, Makros anlegen und auch die Tastaturbeleuchtung steuern.

3. Anbieter Software wie irgendwelche Antivirus Testversionen usw. war auf meinem GS43VR 7RE Phantom Pro nicht zu finden.

Positiv muss man aber ganz klar das „Dragon Center“ loben! Dieses bietet einige echt nützliche Features. Neben einer Systemübersicht, Auslastungsanzeige und Temperaturanzeige bietet das Dragon Center auch die Möglichkeit das Notebook zu „Übertakten“ (es gibt hier einige Presets) und eine recht erweiterte Lüftersteuerung.

Im Gegensatz zu vielen anderen Gaming Notebooks gibt es hier nicht nur zwei Modi „Silent“ und „Performance“ sondern auch einen benutzerdefinierten Modus, welcher es Euch erlaubt eine recht einfache Lüfterkurve anzulegen nach dem Motto „Wenn XY Grad dann Lüfter XY Prozent Leistung“.

Von Haus aus waren im Übrigen noch rund 186GB auf der 256GB verbauten SSD frei.

 

Display

Das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro setzt auf ein 14 Zoll Full HD Display. Hierbei handelt es sich um ein mattes IPS Panel.

Dieses bietet für den Preis eine angemessene Leistung. Blickwinkel sind IPS typisch passend, auch Farben und Kontraste würde ich als gut einstufen.

Selbst die maximale Helligkeit ist ordentlich! Ich würde zwar das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro nicht als „Outdoor“ Notebook preisen, aber ein wenig Sonne auf dem Display ist kein Problem.

 

 

Tastatur und Trackpad

MSI setzt beim GS43VR 7RE Phantom Pro auf eine Tastatur, welche mithilfe von SteelSeries entwickelt wurde. SteelSeries ist durchaus ein großer Name im Eingabegeräte Sektor, daher klingt das Ganze recht vielversprechend.

Wie sieht es praktisch aus? Taugt die Tastatur des Phantom Pro? Grundsätzlich ja!

Die Tasten besitzen einen knackigen Druckpunkt und fühlen sich generell sehr gut an. Auch die Drucktiefe ist weniger flach als bei vielen super kompakten Notebooks, aber auch nicht zu lang.

Die gesamte Tastatur fühlt sich zudem sehr schön straff an. Selbst bei viel Druck gibt das Tastenfeld kaum bis gar nicht nach.

Daher würde ich grundsätzlich eine Empfehlung für alle viel Tipper aussprechen, wäre da das Layout nicht!

Das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro benutzt ein amerikanisches Tastatur Layout mit einer deutschen Beschriftung. Heißt üöä sind natürlich vorhanden, aber die Enter Taste ist schmäler und länger, die „Schift“ Taste ungefähr doppelt so groß, dafür die Feststelltaste kleiner, „<>“ ist neben die Leertaste gewandert usw.

Es ist natürlich nicht unmöglich, mit dieser Tastatur gut zu schreiben, genau genommen hat dieses Layout auch seine Vorteile, aber es benötigt etwas Eingewöhnung. Auch ist der Schrifttyp, welcher bei den Tasten angewendet wurde, schon sehr „G4m3r“ Like.

Die Tastatur Hintergrund Beleuchtung ist rot, kein RGB, dafür aber schön hell und gleichmäßig.

Positiv hat mich auch das Trackpad überrascht. Dieses bietet ein zuverlässiges Tracking, selbst beim Nutzen von zwei Händen gleichzeitig.

Allgemein würde ich das Trackpad zu den besseren auf dem Markt Zählen. Lediglich der Truck widerstand für den Mausklick ist etwas hoch, aber das ist vermutlich Gewöhnungssache.

 

Lautsprecher und Audio

Erst einmal bekommt das GS43VR 7RE Phantom Pro Bonus Punkte für die sehr ordentliche Audio Software, welche eine wirklich gute Kontrolle über alle Audio Einstellungen gewährt.

Hier könnt Ihr einen Bass Boost aktivieren, virtuellen Sourround Sound, Höhen boosten usw.

Leider sind die Lautsprecher im Phantom Pro wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Ich würde sagen diese liefern das minimum, was man bei einem Notebook dieser Preisklasse erwarten darf.

Die beiden Lautsprecher sind auf der Front des Notebooks angebracht und klingen etwas dünn und kraftlos. Auch die maximale Lautstärke ist nicht überragend.

Sicherlich werden jetzt einige sagen „was kann man von einem Notebook schon erwarten?!“ Damit habt Ihr natürlich an sich recht, aber selbst ein Dell XPS 13, ein Ultrabook, bietet einen deutlich lauteren und volleren Klang. Von daher hätte es MSI eigentlich möglich sein müssen dem Phantom Pro etwas mehr Sound zu verpassen.

Immerhin der wichtige Kopfhöreranschluss wie auch der Mikrofon Eingang ist sehr ordentlich! Selbst größere Headsets klingen am GS43VR 7RE Phantom Pro sehr gut, daher seien die eher mittelmäßigen Lautsprecher verziehen.

 

Leistung

Wie üblich gibt es das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro in diversen verschiedenen Konfigurationen. Diese unterscheiden sich von der CPU und der Speicherausstattung. RAM und GPU hingegen scheint bei allen Versionen gleich zu sein.

Das ist nicht schlecht denn der RAM fällt mit 16GB ausreichend groß aus und die GPU ist mit der GTX1060 mit 6GB RAM auch ein ordentliches Kaliber.

Bei der CPU habt Ihr den Intel Core i7-6700HQ oder Intel Core i7-7700HQ Quad Core zur Auswahl. Der 7700HQ ist natürlich die neuere Option und grundsätzlich zu bevorzugen. Allerdings sind die Leistungsunterschiede zugunsten des 7700HQ wirklich sehr gering! Wir reden hier über einstellige % Werte.

Beginnen wir mit ein paar Benchmarks.

Das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro performt genug wie man dies von einem Notebook mit Core i7-7700HQ und GTX1060 erwartet.

Der Core i7-7700HQ ist der aktuell schnellste Prozessor, welcher regulär in Notebooks zu finden ist, dies zeigt er auch. Ob nun für Gaming oder auch Video Schnitt, Foto Bearbeitung mehr geht in „normalen“ Notebooks nicht. Natürlich gibt es hier eine Handvoll Modelle, welche mit Desktop CPUs ausgestattet sind, aber diese zählen wir mal nicht mit.

Auch die GTX1060 liefert eine sehr ordentliche Leistung in Benchmarks, aber wie sieht es in der Praxis aus?

Das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro richtet sich natürlich primär an Gamer, daher schauen wir uns doch mal ein paar Gaming Benchmarks an.

Die Kombination aus Intel Core i7-7700HQ und Nvidia GTX1060 ist aktuell das Optimum für Full HD Gaming. Ihr könnt aktuell sorglos alle Spiele auf „Ultra“ Qualität stellen und werdet mindestens 30FPS, meist eher 60FPS sehen.

Battlefield One erreichte bei Full HD Auflösung und „Ultra“ Qualität im single Player eine Durchschnitts -Framerate von 70FPS, The Witcher 3 ebenfalls auf maximaler Qualität und Full HD von 52 FPS und Mass Effekt Andromeda von ziemlich genau 50FPS.

Diese Werte würde ich definitiv als gut bezeichnen! In den üblichen ESport Titelen wie Overwatch werden gute dreistellige FPS Werte erreicht.

Ihr seid mit dem MSI GS43VR 7RE Phantom Pro also auch sicherlich zukünftig gut gerüstet, was Gaming angeht und werdet mittelfristig Details nicht all zu weiter herunter stellen müssen, auch wenn Spiele noch höhere Anforderungen stellen.

Kommen wir zu einem Punkt, der mich sehr überrascht hat, nämlich die SSD. In meinem MSI GS43VR 7RE Phantom Pro ist eine 256GB SSD und eine 1TB HDD verbaut. Bei der SSD handelt es sich um eine vollwertige NVME PCIe SSD! Die SSD stammt von Toshiba und ist die Toshiba XG3.

Die XG3 ist eine recht flotte SSD mit rund 2500MB/s lesend und 1000MB/s schreibend! Hier können sich andere Hersteller eine Scheibe von MSI abschneiden.

Die HDD stammt von Hitachi und ist eine „Standard“ 1TB 2,5 Zoll HDD mit rund 130MB/s lesend und schreibend.

Ebenfalls positiv hat mich das WLAN Modul überrascht. Das Killer 1535 WLAN Modul schaffte in Kombination mit einem Ubiquiti UniFi AP AC HD über 70MB/s! Beeindruckend!

 

Lautstärke und Temperatur

Die Lautstärke des GS43VR 7RE Phantom Pro hat mich positiv überrascht. Im Leerlauf ist das Notebook nahezu komplett lautlos, lediglich die HDD ist minimal hörbar. Die Lüfter können im Leerlauf also komplett ausgeschaltet sein. Jedoch beim Websurfen, Programme Installieren usw. kann es auch passieren das die Lüfter anspringen.

Wenn dies der Fall ist, erzeugt das Notebook ein leises Surren, was ich aber noch als unproblematisch einstufen würde.

Unter Gaming Last wird das „Surren“ etwas lauter. Wie es sich für ein kompaktes Gaming Notebook gehört, ist auch das Phantom Pro also nicht leise. Allerdings ist dieses auch nicht super laut, ein Razer Blade ist beispielsweise ein gutes Stück lauter.

Zudem ist das Lüfter Geräusch des MSI recht unaufdringlich, also weniger schrill, sondern etwas dunkler.

Wie sieht es denn mit Temperaturen aus? Auf den ersten Blick ganz okay, die GPU pendelt sich bei rund 80-84 Grad ein und die CPU unter Volllast bei 82-88 Grad.

Leider kann die CPU allerdings nicht ganz ihren Turbo Takt halten und throttelt leicht. Leicht bedeutet die CPU pendelt sich bei rund 3,2-3,4GHz ein. Hier hilft es im Übrigen das Lüfterprofil auf Turbo zu stellen, um die 3,4GHz zu erhalten, im Auto Modus pendelt sich die CPU meist bei 3,2GHz ein. Maximal möglich wären seitens des Intel Core i7-7700HQ rund 3,5-3,8Ghz.

 

Aufrüsten

Zwar besitzt das MSI keine Klappen auf der Unterseite für diverse Upgrades, jedoch lässt sich die komplette Unterseite relativ einfach und problemlos entfernen.

Unter dieser finden wir so einiges an Möglichkeiten. Ihr könntet beispielsweise den RAM aufrüsten, hierfür befinden sich im Gerät zwei RAM Slots, welche von Haus aus mit zwei DDR4 Modulen belegt sind.

Ebenfalls wäre es, möglich die Speicherkonfiguration zu verändern. Hierfür habt Ihr einen m.2 SSD Slot und einen vollwertigen 2,5 Zoll Slot für eine HDD oder weitere SSD.

Das WLAN Modul ist leider etwas unter den Heatpips versteckt, könnte aber auch grundsätzlich aufgerüstet werden.

 

Akkulaufzeit

Beim MSI GS43VR 7RE Phantom Pro handelt es sich natürlich in erster Linie um ein Gaming Notebook, daher ist natürlich eine sehr gute Akkulaufzeit nicht so essenziell.

Jedoch ist das Notebook immer noch recht portabel. Von daher wie lange hält der Akku, wenn man das MSI wirklich unterwegs nutzen möchte?

Im normalen Alltagseinsatz, also Office, Webbrowsen, Youtube usw. erreichte ich eine Akkulaufzeit von rund 4,5-5 Stunden. Diese Akku Laufzeit erreichte ich bei ca. 40% Displayhelligkeit, bei einer höheren Helligkeit fällt die Laufzeit auf ca. 3,5-4 Stunden.

Wenn Ihr wirklich das Maximum aus dem Notebook Quetschen wollen wären vermutlich 5,5 Stunden das absolute Maximum. Solltet Ihr eine reine SSD Version haben wird vermutlich die Akkulaufzeit ebenfalls ein paar Minuten höher liegen.

 

Fazit

Das GS43VR 7RE Phantom Pro ist ohne Frage das beste MSI Notebook, welches ich bisher in Händen halten durfte.

Notebooks sind im Allgemeinen meist ein Kompromiss, wie viel Leistung seid Ihr bereit für kompakte Abmessungen und Portabilität aufzugeben? Ihr seid bereit viel Leistung aufzugeben? Dann greift zu einem Apple MacBook, Ihr wollt das Maximum an Leistung? Dann greift zum MSI Titan Pro.

Die meisten Nutzer wollen aber keine extreme, sondern eine gesunde Mischung. Diese Mischung aus Gaming Performance und einem gesunden Maß Portabilität bietet das GS43VR 7RE Phantom Pro.

Das Notebook ist weder übermäßig groß noch übermäßig schwer mit 1,6KG, bietet dafür aber mit der Nvidia GTX1060 und dem Core i7-7700HQ ordentlich Leistung. Aktuelle Spiele lassen sich auf Full HD Auflösung und „Ultra“ Details fast durchgehend mit 60FPS problemlos spielen. Nur eine Handvoll aktueller Spiele kommt „lediglich“ auf 30-40FPS, wohlgemerkt bei maximalen Details.

Diese Leistung ist allerdings auch keine Überraschung, Ähnliches werden die meisten Notebooks mit ähnlicher CPU+GPU Kombination bieten. Positiv sind aber beim Phantom Pro die Temperaturen und Lautstärke. Zwar sind die Temperaturen nicht „Perfekt“ aber deutlich besser als man es von beispielsweise einem Razer Blade oder anderen super portablen Geräten her kennt.

An der Lautstärke des Notebooks habe ich hingegen kaum etwas zu bemängeln. Im Leerlauf sind die Lüfter abgeschaltet und auch unter Last bleiben diese in einem „normalen“ Rahmen.

Hinzu kommt das gute Display, die brauchbare Akkulaufzeit und die solide Verarbeitung. Auch die zwei verbauten Speichermedien, eine SSD + HDD, erlauben eine etwas größere Speicherflexibilität als bei vergleichbaren Geräten. Was gefiel mir denn nicht am GS43VR 7RE Phantom Pro? Im Grunde sind dies nur zwei Punkte.

Der Dickste ist sicherlich die Tastatur bzw. das merkwürdige Deutsch/Englisch Layout. Hier braucht man definitiv etwas Gewöhnung bis man auf dem Phantom Pro vernünftig tippen kann. Auch habe ich bei den Lautsprechern das Gefühl das hier mehr gegangen wäre. Dell und auch Apple schaffen es mittlerweile selbst in ihre Ultra Books solch gute Lautsprecher zu packen da wirkt das hier gebotene doch etwas dünn.

Zusammengefasst das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro macht auch abseits von der reinen Rechenleistung eine gute Figur. Es handelt sich hier um ein Notebook für Gamer, welches kein großer und übermäßig schwerer Klotz ist. Ich kann mir dies wirklich gut für Schüler und Studenten vorstellen, die ein Gerät für die Schule benötigen, aber zu Hause auf diesem auch mal ne runde zocken wollen.

Von daher halte ich auch den Preis von rund 1700€ für angemessen!

Das AUKEY PB-P7 im Test, satte 42W Solar Leistung!

Solar Energie ist etwas tolles, gratis Strom so lange die Sonne scheint. Auf dem Markt gibt es neben den normalen Solar Panels auch jede Menge Solar Ladegeräte fürs Smartphone und andere USB Geräte.

Diese können beim Camping, auf Reisen oder einfach im Garten sehr praktisch sein. Diese USB Solar Ladegeräte gibt es in diversen Stärken, die verbreitetsten sind sicherlich die Solarladegeräte mit 15-20W maximaler Leistung.

Jedoch wie bei den meisten Solar Panels ist die Watt Angabe des Herstellers in der Praxis kaum zu erreichen, daher solltet Ihr 20W Leistung haben wollen, solltet Ihr lieber zu einem 30W oder 40W Panel greifen, oder zum AUKEY PB-P7.

Dieses verspricht starke 42W maximale Leistung und bietet gleich vier Anschlüsse für Smartphones, Tablets, Powerbanks usw.

Aber wie viel Leistung kann man in der Praxis erwarten und ist das AUKEY PB-P7 sein Geld wert? Finden wir dies im Test heraus!

 

Das AUKEY PB-P7 Solar Ladegerät 42W mit 4 Ports im Test

Euch wird sicherlich eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den diversen ausklappbaren USB Solar Panels, die auf dem Markt erhältlich sind, von Herstellern wie AUKEY, Anker, RAVPower usw., aufgefallen sein.

Das liegt daran, dass diese weitestgehend „gleich“ sind. Diese Panels werden vom selben Hersteller gefertigt, die Marke, also in diesem Fall AUKEY, bestimmt aber wie viele Segmente, USB Ports, Leistung usw. vorhanden ist. Also ja, es gibt Unterschiede aber diese liegen meist eher im Detail, gerade was den grundsätzlichen Aufbau angeht.

Die hier verbauten Panels stammen vom asiatischen Anbieter SUNPOWER, welcher die Panels für so ziemlich alle USB Solar Ladegeräte fertigt.

Wie üblich besitzt auch das PB-P7 ein „Stoff“ Gehäuse. Wobei Stoff natürlich nicht ganz richtig ist, das Gehäuse besteht aus einem recht rauen textilen Material welches dem von Rucksackgurten ähnelt.

Hierdurch ist das Panel flexibel und lässt sich zusammen/auseinanderklappen.

Aufgrund der recht hohen Leistung von 42W ist das Ladegerät auch etwas größer. Klar, wenn es um Solar Panels und Energieausbeute geht, ist Größe der wichtigste Faktor.

AUKEY setzt beim PB-P7 auf 6 bzw. 7 Segmente. 6 Segmente sind hier Solar Panels, das 7. Ist eine Tasche mit den Anschlüssen.

In dieser Tasche lässt sich beispielsweise das Smartphone oder die Powerbank etwas geschützt vor der Sonne verstauen. Hier ist auch das Anschlusspanel mit gleich vier USB Ports zu finden.

Jeder dieser USB Ports soll bis zu 2,4A liefern können. Dies ist aber natürlich nur theoretisch der Fall, praktisch hängt die maximale Leistung von der Sonneneinstrahlung ab.

Auf der Rückseite der Panels befinden sich zudem drei ausklappbare Standfüße. Diese erlauben es das Panel etwas anzuwinkeln, was gegenüber dem flachen Liegen die Energieausbeute deutlich erhöhen kann.

 

Messwerte

Wie viel Leistung kann man nun vom AUKEY PB-P7 in der Praxis erwarten? Das hängt von drei Faktoren ab, Lage, Licht und Positionierung.

Natürlich ist die Energieausbeute in Äquator nahen Ländern, aufgrund der höheren Sonnenintensität, höher als in Deutschland.

Da ich für diesen Test nicht spontan nach Afrika geflogen bin, beziehen sich meine Werte alle auf Deutschland. Es ist also durchaus möglich, in anderen Regionen der Welt ein paar Prozent mehr oder weniger Energie zu erhalten. Alle Tests wurden im Sommer ausgeführt!

Der zweite wichtige Faktor ist natürlich, wie viel Sonne liegt auf dem Panel. Schatten oder Bewölkung reduziert die Energieausbeute massiv!

Der dritte Faktor ist die Positionierung. Oftmals sieht man auf irgendwelchen Werbebildern wie Wanderer solche Panels an ihrem Rucksack befestigen, das geht, ist aber nicht das Cleverste!

Sofern Ihr die Sonne nicht tief stehend im Rücken habt, wird die Energieausbeute auf fast 0 fallen. Am besten ist eine flache Positionierung oder noch besser in einem leicht schrägen Winkel zur Sonne. Hier helfen Euch die Füße des AUKEY PB-P7, welche ein einfaches Aufstellen ermöglichen.

Kommen wir aber zu den eigentlichen Testergebnissen. Zum Vergleich habe ich neben dem AUKEY PB-P7 42W Solar Panel noch ein 21W Solar Panel mitgetestet.

Das SNAN 21W Solar Ladegerät ist baugleich zum AUKEY PB-P4 21W Solar-Ladegerät und liefert an sich recht gute Werte.

  • Testdurchlauf 1: pralle Sonne, flach auf dem Boden. Das AUKEY PB-P4 21W Solar-Ladegerät erreichte 23,89W maximale Leistung und das SNAN 21W Solar-Ladegerät 9,68W.
  • Testdurchlauf 2: pralle Sonne, leicht angewinkelt. 29,78W beim AUKEY PB-P7 und 13,3W beim SNAN 21W Solar-Ladegerät.
  • Testdurchlauf 3: Schatten unter einem Baum. 4,32W beim AUKEY PB-P7 und 0,98W beim SNAN 21W Solar-Ladegerät.
  • Testdurchlauf 4: bewölkt. 8,88W beim AUKEY PB-P7 3,98W beim SNAN 21W Solar-Ladegerät.

Die Messwerte zeigen ziemlich genau das, was man auch erwarten konnte, das AUKEY PB-P7 liefet ungefähr doppelt so viel Leistung wie ein 21W Solar Ladegerät. Genau genommen sogar ein wenig mehr als doppelt so viel.

 

Die maximal von mir gemessen 29,78W sind zwar schon sehr ordentlich und reichen um zwei Apple iPads mit vollem Tempo zu laden, aber liegen natürlich etwas unter den Herstellerangaben.

Dies gilt aber für alle Solar Panels, die Ihr auf dem Markt finden könnt. Die von mir gemessenen Werte solltet Ihr auch nicht als absolut ansehen. Diese sollen Euch eher einen Richtwert geben, praktisch könnt Ihr bei praller Sonne zwischen 22W und rund 30W in Deutschland vom AUKEY PB-P7 erwarten. Das reicht um zwei Smartphones problemlos mit vollem Tempo zu laden.

Bedenkt aber das gilt nur bei praller Sonne! Sobald Schatten auf dem Panel liegt, bricht die Energieausbeute massiv ein! Zwar macht hier das AUKEY PB-P7 immer noch einen ziemlich guten Job einfach aufgrund der hohen Fläche, aber dennoch.

Bei Bewölkung könnt Ihr selbst mit diesem großen Panel gerade mal ein Smartphone mit vernünftigem Tempo laden.

Wobei ich immer raten würde eine Powerbank zu laden und dann mit dieser das Smartphone. So verhindert man spontane Spannungsschwankungen, weil man gerade ausversehen Schatten auf das Panel geworfen hat, ein Vogel vorbei geflogen ist, usw.

So etwas sollte zwar für ein Smartphone nicht schädlich sein, aber gut ist es sicherlich auch nicht.

Welche Powerbank kann ich empfehlen für solche Zwecke? Das ist nicht leicht! Wirklich gute Puffer Powerbanks gibt es sehr wenige, die meisten schleifen den Eingang nur so halb zum Ausgang durch.

Wenn Ihr aber unbedingt eine Empfehlung von mir braucht dann schaut Euch einmal die Aukey AIPowerTM PB-N28 an. Diese hat bei mir als Puffer Powerbank eigentlich immer recht gut funktioniert.

 

Fazit

Ja das AUKEY PB-P7 Solar Ladegerät taugt! Jedoch muss man natürlich bedenken, ob so etwas für einen richtig ist. Zum einen ist das AUKEY PB-P7 mit rund 90€ bei Amazon alles andere als billig, zum anderen macht so was wirklich primär Sinn, wenn man wirklich nicht auf eine Steckdose angewiesen sein kann oder will.

Also beispielsweise beim Camping, einer Rucksack Tour, vielleicht auch in der Kleingarten Siedlung usw. Wobei das AUKEY PB-P7 vielleicht etwas groß ist für eine Rucksacktour, wo es aufs Gewicht ankommt. Hier macht beispielsweise das AUKEY PB-P4 vielleicht etwas mehr Sinn.

Wenn genug Sonne da ist, also im Optimalfall pralle Sonne, bietet das AUKEY PB-P7* in unseren Breitengraden zwischen 22W und 30W Leistung, genug 2-3 Smartphones mit voller Power aufzuladen. Bei Bewölkung sinkt natürlich der Ladestrom deutlich und ich konnte nur noch ca. 8W messen.

Von daher ja, das Solar Ladegerät macht seinen Job tadellos und lieferte in meinem Test knapp über das Doppelte der üblichen 21W Solar Ladegeräte.

Der TaoTronics TT-SK10 Pulse X im Test, die Preis-Leistungs Empfehlung

TaoTronics ist eigentlich ein Garant für gute Audio Produkte zum kleinen Preis. Auch der TT-SK10 Pulse X Bluetooth Lautsprecher sieht auf den ersten Blick sehr vielversprechend aus. 14W Leistung, ein vernünftig aussehendes Gehäuse, gute Bewertungen und ein fast schon zu niedrig wirkender Preis mit rund 30€.

Aber wie sieht es praktisch aus? Ist der TaoTronics TT-SK10 Pulse X ein Preis-Leistungsgeheimtipp oder einfach überbewertet?

Dies gilt es im Test herauszufinden! Neugierig? Dann lest weiter!

 

Der TaoTronics TT-SK10 Pulse X im Test

Der TaoTronics TT-SK10 Pulse X ist ein relativ großer Bluetooth Lautsprecher für seine Preisklasse. Dieser ist mit 19,5cm x 8cm x 4,8cm ein Stück weit größer als beispielsweise der Anker SoundCore. Aber das ist natürlich kein schlechtes Zeichen, was den Klang angeht.

TaoTronics setzt beim TT-SK10 auf ein Softtouch Plastikgehäuse. Dieses besitzt allerdings auf der Front und Rückseite zwei große Aluminium Lautsprechergitter unter welchen sich die Treiber des Lautsprechers verstecken.

Qualitativ macht der Lautsprecher einen guten Eindruck! Auch wenn ich nicht der größte Fan von Softtouch Plastik bin, dieses zieht Fingerabdrücke magisch an, wirkt der Lautsprecher nicht billig.

Da es sich beim TT-SK10 Pulse X um einen Stereo Lautsprecher handelt, befinden sich unter der Front natürlich zwei Treiber, mit jeweils 7W.

Auf der Rückseite besitzt der Lautsprecher zudem eine recht große Passiv -Membran. Diese hilft unter anderem bei der Bass Performance.

Der TT-SK10 Pulse X verfügt über fünf Tasten auf der Oberseite. Hierbei handelt es sich um die üblichen Tasten, also ein/aus, Play/Pause, Bluetooth/Anruf annehmen, lauter/vor und leiser/zurück.

Die Tasten besitzen einen vernünftigen Druckpunkt und lassen sich auch gut bedienen.

Die Anschlüsse des TaoTronics TT-SK10 Pulse X sind an dessen Seite angebracht. Hier findet sich der microUSB Ladeport wie auch ein AUX Eingang. Über den AUX Eingang könnt Ihr den Lautsprecher kabelgebunden betreiben.

Der Akku des TT-SK10 fasst 4000mAh soll rund 7 Stunden durchhalten, ein recht kleiner Wert für solch einen doch recht großen Akku.

 

Klang

Kommen wir zum interessanten Punkt, dem Klang. Was hat hier der TaoTronics TT-SK10 Pulse X zu bieten?

Anhand des Preises sollte schon klar sein, dass der Pulse X vermutlich eher in der Einsteigerklasse spielt.

Jedoch gefällt mir der Lautsprecher klanglich sehr gut, sogar besser als seinen größer Bruder der TT-SK12.

Der TaoTronics TT-SK10 Pulse X liefert einen sehr klaren und sauberen Klang. Hierbei ist dieser allerdings auch nicht übermäßig bassstark.

Nicht falsch verstehen, der Lautsprecher klingt nicht dünn, aber er bringt auch keinen Tisch zum Beben.

Ich würde sagen der Bass ist normal und klingt auch nicht künstlich angehoben, wie es mittlerweile bei vielen Bluetooth Lautsprechern der Fall ist. Im Gegenzug sind dafür aber die Höhen sehr schön sauber und klar! Der TT-SK10 gehört ganz klar zu den brillanteren und saubersten Bluetooth Lautsprechern auf dem Markt.

Musik und auch Stimmen klingen im Generelleren reicht leicht und luftig, sehr angenehm wie ich finde!

Natürlich für jemanden der viel Bass und einen generell wärmeren Klang bevorzugt, mag das Ganze eher suboptimal sein, aber ich mag den Klang des TaoTronics TT-SK10 Pulse X.

Musik klingt angenehm und passend, ähnliches gilt auch für Hörbücher. Der Pulse X verfälscht den Klang nicht mithilfe eines aggressiven DSP, welcher versucht das Maximum an Bass herauszuholen.

Auch die maximale Lautstärke ist ordentlich! Der TaoTronics Pulse X ist problemlos in der Lage einen kleineren Raum wie eine Küche, Kinderzimmer, Hobby Keller usw. zu beschallen.

Probleme mit der Bluetooth Verbindung sowohl aus qualitativer Sicht, wie auch aufgrund der Stabilität hatte ich keine, volle Punktzahl dafür.

 

Fazit

Ihr sucht einen guten Bluetooth Lautsprecher mit einer tollen Preis Leistung? Zum Zeitpunkt des Tests kostet der TaoTronics TT-SK10 Pulse X gerade mal 29,95€, was ein hervorragender Preis ist!

Zum einen sieht man dem TT-SK10 Pulse X nicht an, dass dieser in der so ziemlich untersten Preisklasse spielt, zum anderen hört man es ihm nicht an!

Das Gehäuse des TaoTronics TT-SK10 Pulse X ist robust und hochwertig, zudem optisch gelungen wie ich finde. Auch die Akkulaufzeit ist mit rund 7 Stunden Okay, wenn auch nicht „außergewöhnlich“.

Der Klang ist klar, sauber und brillant mit einer guten Menge Bass. Ja es gibt für 50€ besser klingende Bluetooth Lautsprecher, schaut dafür am besten in meine Aktuelle Bestenliste, aber für 30€ macht der TaoTronics TT-SK10 Pulse X einen sehr guten Job! Kaum ein anderer Bluetooth Lautsprecher bietet mehr Klang für den € als dieser.

Lediglich solltet Ihr das absolute Maximum an Bass wünschen, gibt es bessere Modelle, wenn auch meist 10-20€ teurer.

Ansonsten wer einen soliden und natürlich klingenden Bluetooth Lautsprecher für den Hobby Raum, Küche oder Kinderzimmer sucht, ist hier richtig!

Der Inateck BP2003 Bluetooth Lautsprecher im Test, sieht gut aus, aber klingt er auch gut?

Bluetooth Lautsprecher, gerade in den unteren Preisklassen, sind meist optisch nicht sonderlich aufregend. Es gibt hier vielleicht 3-4 Grund-Designs welche von den diversen Herstellern aufgegriffen und leicht modifiziert werden. Meist sind Bluetooth Lautsprecher eine leicht längliche schwarze Box aus gummierten Plastik und einem Gitter auf der Front.

Optisch aufregendere Modelle findet man meist eher in den oberen Preisklassen. Meist, aber auch nicht immer! Mit dem BP2003 hat Inateck einen optisch sehr interessanten Bluetooth Lautsprecher auf den Markt gebracht.

Bei diesem setzt Inateck auf eine „durchsichtige“ Optik welche sich definitiv vom Standard abhebt. Aber wie sieht es abseits der Optik aus? Klingt der Inateck BP2003 auch gut?

Finden wir dies im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an Inateck, welche mir den Lautsprecher für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der Inateck BP2003 Bluetooth Lautsprecher im Test

Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass der BP2003 etwas anders designt ist. Inateck setz bei diesem auf eine silberne Basis auf welcher ein Korpus aus Plexiglas aufgesetzt ist, in welchem die beiden Treiber eingelassen sind.

Hierdurch ist der Lautsprecher halb durchsichtig. Cool wäre hier noch sicherlich eine optionale LED gewesen, denn das Plexiglasgehäuse spielt sehr schön mit dem Licht.

Optisch ist das Ganze natürlich Geschmackssache, aber ich gebe Inateck hier ganz klar den Punkt in einem modern eingerichteten Wohnzimmer macht der BP2003 mehr her als die meisten Bluetooth Lautsprecher auf dem Markt.

Auch auf einem „Apple“ orientierten Schreibtisch könnte der Inateck BP2003, aufgrund der diversen silbernen Elemente, sehr gut wirken.

Der Aufbau des Lautsprechers ist grundsätzlich recht klar. Auf der Front finden wir zwei 10W Treiber, (20W Gesamt) welche über eine Art „Bass Reflexrohr“ verfügen, das auf der Rückseite mündet.

Die eigentliche Elektronik versteckt sich im Sockel. Der Inateck BP2003 verfügt über einen 14,8Wh (4000mAh @3,7V) starken Akku. Dieser kann den Lautsprecher laut Hersteller 8 Stunden betreiben. Diese 8 Stunden kommen auch hin, rechnet hier aber mit +-2 Stunden je nach Lautstärke und Art der Musik.

Aufgeladen wird der Lautsprecher über einen microUSB Port auf der Rückseite. Ebenfalls dort ist ein AUX Eingang für den kabelgebundenen Betrieb.

Die Tasten des Inateck BP2003 sind auf dessen Front und Rückseite verteilt. Auf der Front finden wir den Ein/Ausschalter, der auch die Play/Pause Funktion übernimmt. Auf der Rückseite finden sich drei weitere Tasten, lauter/leiser, die mit vor/zurück doppelt belegt sind, wie auch eine „Modus“ Taste, welche für das Koppeln eines neuen Bluetooth Geräts benötigt wird.

 

Klang

Kommen wir zum Wichtigsten, was bringt der hübscheste Bluetooth Lautsprecher, wenn dieser nicht gut klingt?

Wie sieht’s beim Inateck BP2003 aus? Ich muss zugeben nicht allzu viel vom Inateck erwartet zu haben. Verglichen mit einigen Anker Bluetooth Lautsprechern, die auf einen recht komplexen Aufbau mit Passivmembranen usw. setzen, wirkt doch der Inateck BP2003 recht unspektakulär.

Aber praktisch klingt der Inateck BP2003 verdammt gut! Der Lautsprecher liefert einen recht starken Bass. Natürlich ist der Inateck BP2003 nicht riesig, daher nicht in der Lage ein Wohnzimmer zum Wackeln zu bringen, aber dennoch für einen Bluetooth Lautsprecher dieser Größe ist der Bass mehr als ordentlich!

Lediglich könnte der Bass etwas tiefer sein. Der Inateck BP2003 liefert einen recht starken Kick/Mid Bass, welcher vielleicht sogar etwas sehr dick aufgetragen ist. Ich vermute Inateck wollte das Maximum an Bass aus dem Lautsprecher holen, ehe dieser übersteuert.

Dies hat man auch wirklich gut geschafft! Wie sieht es abseits vom Bass aus? Die Höhen des Inateck BP2003 sind erfreulich klar und sauber. Hier habe ich im Großen und Ganzen nichts zu bemängeln. Die Mitten hingegen werden teilweise etwas von den Bässen überlagert.

Damit will ich nicht sagen, dass der Inateck BP2003 über keine Mitten verfügt, das wäre falsch, jedoch der Bass wirkt einfach „lauter“ als die Mitten. Gerade die höheren Mitten -Bereiche wirken etwas schwächer. Allerdings macht dies der BP2003 besser als beispielsweise der Anker SoundCore Boost! Gerade aufgrund der sehr schön klaren Höhen bietet der Inateck Bluetooth Lautsprecher eine hervorragende Dynamik.

Gesang und Stimmen werden gut dargestellt, allerdings wenn der Song einen stärkeren Beat besitzt, kann es sein, dass dieser sich etwas in den Mittelpunkt drängt. Was hingegen sehr gut dargestellt wird, sind Gitarren ganz besonders akustische.

Der Inateck BP2003 neigt trotz der sehr klaren Höhen zu einem etwas wärmeren, schwereren Klang, aufgrund der Tiefen und des unteren Mitteltonbereichs. Dementsprechend liegen dem BP2003 auch leichtere „luftigere“ Songs weniger als warme.

Ein gutes Beispiel für Songs welche dem Inateck liegt, wäre „Every You Every Me“ von Placebo, „The Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel, „Sommer Of 69“ von Bryan Adams oder etwas neuer auch „Attention“ von Charlie Puth oder „Hot2Touch“ von Felix Jaehn.

Ein Beispiel für einen Song welcher dem Inateck BP2003 eher weniger liegt, wäre beispielsweise „What Have You Done“ von Within Temptation, hier klingt der Inateck etwas zu „schwer“.

Im Großen und Ganzen würde ich aber sagen, dass dem Lautsprecher die aller meiste Rock und Pop Musik liegt, Songs mit einem ordentlichen Beat oder kräftigeren Gitarren vielleicht etwas mehr als helle Frauenstimmen.

Ansonsten die maximale Lautstärke des Lautsprecher ist sehr hoch! Jedoch auf den höheren Stufen reduziert sich der Bass ein wenig. Ein Grundrauschen konnte ich beim Inateck BP2003 nicht wahrnehmen.

 

Fazit

Ob der Inateck BP2003* der richtige Bluetooth Lautsprecher ist, hängt erst einmal von der Frage nach der Optik ab. Gefällt Euch diese? Falls ja, fällt mir eine Empfehlung recht leicht, da der Inateck BP2003 zusätzlich zur interessanten Optik auch einen klasse Klang liefert!

Dieser ist recht bassstark und die Höhen angenehm klar. Der Inateck BP2003 gehört ganz klar zu den bestklingendsten Bluetooth Lautsprechern seiner Klasse! Gerade dann, wenn man einen etwas wärmeren Klang bevorzugt!

Von daher ist der Inateck BP2003* selbst dann eine gute Wahl, wenn Ihr der Optik neutral gegenüber steht. Für 69€ macht man hier nichts falsch (außer man bevorzugt einen sehr leichten und luftigen Klang).

Die HiKam Q7 Überwachungskamera im Test

Überwachungskameras gibt es sehr viele auf dem Markt. Hier ist es oftmals nicht ganz einfach herauszufinden welche das optimale Modell für einen ist.

Die HiKam Q7 ist aktuell bei Amazon eins der beliebteren Modelle. Dies liegt natürlich auch am recht fairen Preis von rund 80€.

Aber kann die Kamera auch abseits vom günstigen Preis überzeugen? Versuchen wir dies in einem Test herauszufinden! Kann die HiKam Q7 überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an HiKam für das Zurverfügungstellen der Q7 für diesen Test.

 

Die HiKam Q7 im Test

Die HiKam Q7 besitzt einen integrierten Motor, welcher die Kamera horizontal und vertikal schwenken kann.

Daher ist die Q7 auch eine etwas größere Kamera, wer also ein völlig unauffälliges Modell sucht ist hier nicht unbedingt an der richtigen Adresse.

Die HiKam besteht vollständig aus weißem Plastik. Ich denke, es wäre falsch zu sagen, dass die Q7 hübsch wäre, funktional trifft es eher.

Die Kamera besitzt eine Art „Fuß“ auf welchem die eigentliche Kamera aufgesetzt ist, dieser Aufbau ist für die Motorsteuerung notwendig.

Auf der Front findet sich die recht auffällige Kameralinse, wie auch 11 IR LEDs um diese, letztere sorgen für die Nachtsicht.

Auf der Rückseite finden wir die Anschlüsse für das Netzteil, das Netzwerk und zwei Antennen. Warum zwei Antennen? Die erste Antenne ist für WLAN, die zweite Antenne für Zusatzmodule.

Diese Zusatzmodule sind beispielsweise Kontaktsensoren für Türen usw.

Ebenfalls auf der Rückseite ist der Steckplatz für die microSD Speicherkarte. HiKam legt auch freundlicherweise eine 8GB Speicherkarte bei. Ihr könnt aber auch Speicherkarten mit bis zu 32GB nutzen.

 

Einrichtung

Ein oftmals etwas komplizierter Punkt ist es eine Überwachungskamera überhaupt ins Netzwerk einzubinden. Wie bekommt man die WLAN Zugangsdaten auf die Kamera?

HiKam nutzt hier ein sehr interessantes Verfahren. Dies hat Euch natürlich nur zu interessieren, wenn Ihr die Kamera auch per WLAN nutzen wollt und nicht kabelgebunden.

Solltet Ihr die Kamera einfach via LAN verwenden wollen ist die Einrichtung sehr einfach. Ladet Euch die HiKam App herunter, eine Nutzung von einem Desktop PC ist nicht möglich, und startet diese.

Beim ersten Start müsst Ihr Euch ein Konto anlegen. Dieses ist aber sehr einfach gehalten, Ihr müsst lediglich einen Benutzername und Passwort angeben, keine Mail Adresse oder Ähnliches.

Ist dies geschafft, wählt das kleine Plus in der App. wenn Ihr Eure Kamera via LAN verbunden habt, sollte die App die Kamera sofort erkennen.

Wollt Ihr diese via WLAN verbinden, generiert die App einen QR Code, in welchem Eure WLAN Daten enthalten sind.

Diesen QR Code müsst Ihr vor die Kamera halten. In der Theorie erkennt die Kamera den QR Code und spielt die Daten ein.

Praktisch hat dies bei mir nach einigen Versuchen auch geklappt. Hier braucht Ihr etwas Geduld und müsst ein wenig mit dem Abstand spielen bis die HiKam Euch mit einem „Dong“ bestätigt, dass der Code erkannt wurde.

Hiernach geht alles sehr schnell und die Kamera wird in der Übersicht angezeigt.

 

Die HiKam App

Die HiKam App ist „Okay“. Ein Design refresh wäre aber sicherlich auch nicht das Schlechteste.

Ich würde sagen das Motto ist hier Funktion über Design. Die Funktion ist auch durchaus gegeben. Auf der Startseite findet Ihr alle verbundenen Kameras aufgelistet, es ist also möglich, mehr als eine HiKam mit der App zu verbinden.

Hier habt Ihr die Möglichkeit entweder die Live -Ansicht aufzurufen oder die Einstellungen der Kamera zu modifizieren.

Beginnen wir bei der Live -Ansicht. Diese ist sehr schön klar und sauber aufgebaut. Was die Qualität der Live -Vorschau angeht, habt Ihr drei Optionen, HD, SD und LOW je nachdem wie gut Eure Netzwerkverbindung ist. Im lokalen Netzwerk solltet Ihr in der Regel immer auf HD stellen können, solltet Ihr via Internet auf die Kamera zugreifen, was natürlich auch möglich ist, solltet Ihr vielleicht eine niedrigere Qualität wählen.

Ebenfalls in der Live Ansicht ist es, natürlich möglich die HiKam Q7 zu steuern, also die Kamera via Motor zu drehen und zu schwenken, die Zwei- Wege- Kommunikation zu starten und Aufnahmen zu tätigen.

Die Zwei- Wege- Kommunikation ist „okay“. Das Mikrofon in der HiKam Q7 ist ordentlich, jedoch der Lautsprecher recht kratzig.

Zwar ist es schön und gut sich das Bild live betrachten zu können, aber in der Regel möchte man ja sicherlich irgendeine automatische Aufnahme tätigen. Hier hat man zwei Optionen, Option 1 eine Bewegungserkennung, Option 2 eine Wärmeerkennung.

Die Bewegungserkennung ist wie üblich etwas unzuverlässiger und kann zu Fehlalarm führen, wenn es sich verändernde Lichtverhältnisse oder Ähnliches gibt.  Die Wärmeerkennung ist hier deutlich zuverlässiger, allerdings nur auf niedrigere bis mittlere Distanzen.

Was für Eure Situation besser ist, müsst Ihr einfach testen.

Wird nun eine Bewegung erkannt, können diverse Dinge passieren:

  • Alarm über den internen Lautsprecher
  • Video Aufnahme
  • Push Benachrichtigung auf dem Smartphone
  • eMail Benachrichtigung

Hier könnt Ihr frei auswählen welche dieser Punkte passieren soll. Ich denke damit ist die HiKam Q7 schon recht flexibel was die Alarm Optionen angeht.

Aufnahmen werden bei der Q7 ausschließlich auf der microSD Speicherkarte oder auf dem Smartphone(bei einer manuellen Aufnahme) abgelegt. Daher verlassen diese Daten, im Gegensatz zu vielen anderen Überwachungskameras, niemals Euer Haus.

Wie bei vielen günstigen Überwachungskameras stört mich lediglich die Auswertung der Aufnahmen etwas. Ihr habt hier wirklich nur eine einfache Liste mit Aufnahmen, durch die Ihr Euch durchwühlen könnt. Gerade wenn es wirklich viele Aufnahmen gibt, beispielsweise in einem Geschäft kann es lange dauern das Passende zu finden.

 

Bildqualität

Die HiKam Q7 setzt auf einen 720p 1 Megapixel Sensor. Dieser bietet bei Tag eine ordentliche Qualität. Ich würde nicht sagen, dass dies die Überwachungskamera mit der besten Bildqualität ist die ich jemals gesehen habe, aber die Bildqualität ist ordentlich.

Gesichter und auch Details lassen sich soweit ganz gut erkennen.

Bei Nacht schaltet die HiKam Q7 Ihre 11 IR LEDs ein. Diese ermöglichen auch eine starke Sicht bei Nacht und reichen problemlos aus ein Wohnzimmer auszuleuchten.

Bedenkt bitte bei der HiKam Q7, dass diese einen recht schmalen Blickwinkel besitzt. Um eine große Fläche zu überwachen muss diese also ein Stück weit entfernt stehen.

Die Q7 ist also eher für „Detail“ Aufnahmen, beispielsweise in einem Geschäft, oder um Durchgänge zu überwachen, geeignet.

Ein komplettes großes/offenes Wohnzimmer zu überwachen ist nur schwer komplett möglich.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch der Kamera schwankt je nach Situation etwas. Im Leerlauf benötigt diese 1,8-1,9W, nimmt die Kamera auf oder wird sich die Live -Vorschau angesehen, steigt der Stromverbrauch auf rund 2,4-2,6W an. Im Dunkeln, wenn die IR LEDs arbeiten müssen, kommen wir auf ca. 3,0-3,1W.

Das ist ein recht niedriger Stromverbrauch für eine Überwachungskamera, Daumen hoch dafür!

 

Fazit

Die HiKam Q7 macht einen ordentlichen Job! Zwar gibt es an einigen Stellen noch etwas Luft nach oben, aber die Kernfunktionen einer Überwachungskamera werden von der Q7 zuverlässig erfüllt.

Die Q7 bietet diverse Alarmmöglichkeiten über einen akustischen Alarm bis hin zu einem etwas dezenteren Alarm via Smartphone Benachrichtigung. Aufnahmen werden lediglich auf der internen microSD Speicherkarte abgelegt und nicht ins Internet gesendet.

Die Bildqualität ist hierbei ordentlich, auch bei Dunkelheit.

Luft nach oben gibt es etwas bei der App, vor allem aus optischer Sicht, und bei dem Gehäuse der Kamera. Die App wirkt etwas „altbacken“, zwar sind grundsätzlich alle Basic Features vorhanden, aber eine Überarbeitung der App wäre dennoch nicht schlecht.

Auch könnte man die Kamera vielleicht etwas kompakter und moderner gestalten, sodass diese in einem Wohnzimmer nicht ganz so hervorsticht.

Aber abseits davon habe ich keine größeren Kritikpunkte, von daher für rund 80€ bietet die HiKam Q7 eine gute Preis/Leistung.

Das Huawei P10 Lite im Test, das beste in der Mittelklasse?

Die Hauwei P Lite Smartphones sind traditionell immer ein sehr guter Deal wenn man auf eine hohe Preis-Leistung Wert legt. So beim sehr populären P8 Lite und P9 Lite. Wie sieht es beim neuen P10 Lite aus?

Huawei verspricht hier natürlich erneut tolle Leistung zum kleinen Preis, dieser kleine Preis wird aber wie auch die Leistung von Jahr zu Jahr immer etwas höher. Wie sieht es praktisch aus?

Kann das Huawei P10 Lite im Test überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

 

Technische Daten

Erst einmal vorweg, das Huawei P10 Lite gibt es in zwei Versionen, mit 3GB RAM oder mit 4GB RAM. Sofern Ihr beide Versionen nicht für nahezu den gleich Preis bekommt würde ich die 3GB RAM Version empfehlen. 3GB reicht in der Praxis vollkommen aus, selbst für intensiv Nutzer. Sollte also der Aufpreis größer als sagen wir mal 10-20€ wäre es mir das nicht Wert.

  • Huawei P10 Lite
  • 5,2 Zoll Full HD Display
  • HiSilicon Kirin 658
  • 3GB(4GB) RAM
  • 32GB Speicher, erweiterbar
  • 12 Megapixel Kamera, 8MP Frontkamera
  • 3000mAh Akku
  • Android 7.0
  • Link zum Hersteller
  • bei Geizhals 

Vielen Dank an dieser stelle an Huawei für das Ausleihen des P10 Lite!

 

Das Huawei P10 Lite im Test

Es ist immer wieder interessant zu beobachten wie auch Smartphones der 200€-300€ Preis Klasse von Jahr zu hochwertiger werden. Das P10 Lite setzt dem die Krone auf!

Huawei setzt hier auf ein Glas/Aluminium Gehäuse. Das bedeutet die Rückseite und natürlich auch die Front des P10 Lite sind komplett aus Glas, lediglich der Rahmen ist aus Aluminium.

 

Das P10 Lite könnte ohne Probleme als „Flaggschiff“ Smartphone durchgehen. Lediglich die Antennenstreifen im Rahmen könnten noch etwas glatter Eingepasst sein, das war es dann aber auch schon an „Kritik“.

Ansonsten ist die Verarbeitung und Haptik des P10 Lite absolut perfekt! Das Smartphone ist zwar etwas kantiger und weniger „geschmeidig“ verglichen mit seinen großen Brüdern dem P10 und P10 Plus, aber im Großen und Ganzen fühlt sich das Huawei P10 Lite hervorragend an.

Beim Aufbau gibt es keine größeren Überraschungen. Auf der Front finden wir das 5,2 Zoll Full HD Display und die 8 MP Front Kamera. Der Fingerabdruckscanner des P10 Lite ist im Gegensatz zu den anderen P10 Smartphones weiterhin auf der Rückseite, gemeinsam mit der 12 Megapixel Hauptkamera und dem LED Blitz.

Auch ein 3,5mm Kopfhörer Anschluss ist weiterhin auf der Oberseite vorhanden. Etwas Enttäuschung gibt es allerdings auf der Unterseite. Hier findet sich zum einen der Lautsprecher wie aber auch der microUSB Ladeport.

Ja noch microUSB und kein USB C. Ich kann hier Huawei zwar etwas verstehen. Das P10 Lite richtet sich an den Normalkunden welcher nicht extra USB C Kabel kaufen will und für den der neue Standard eher nervig ist, aber dennoch.

So langsam hat sich USB C auch in der Mittelklasse durchzusetzen Huawei!

 

Software

Bei der Software gibt es keine Überraschungen. Huawei nutzt auch bei seinem P10 Lite wie bei allen seinen Smartphones EMUI als Betriebssystem, hier in Version 5.1.

EMUI basiert natürlich auf Android, in diesem Fall Version 7.0. Basiert bedeutet alle Android Apps funktionieren auf dem Smartphone und der grundsätzliche Aufbau ist wie bei jedem anderen Android Smartphone.

Hierbei ist allerdings das Betriebssystem gerade optisch sehr stark an Huaweis Vorstellungen angepasst. Dies beginnt bei der Einrichtung und endet in den Einstellungen.

Ob dies einem gefällt oder nicht ist Geschmacksache, schaut Euch einfach die Bilder an und entscheidet selbst.

Ich finde allerdings die App Symbole im Launcher grausam! Ich weiß nicht was sich Huawei bei diesem dunklen lila, burgunderrot usw. gedacht hat.

Erfreulicherweise gibt es einen recht großen Design Store wo es jede Menge Presets zur Auswahl gibt, die das Smartphone optisch etwas „normaler“ gestallten oder noch exotischer wenn Ihr dies wollt.

Etwas Kritisch sehe ich den Speicherbedarf. Von Haus aus sind auf dem P10 Lite lediglich 19GB Speicher frei. Das ist für ein 32GB Smartphone nicht sonderlich viel!

 

Display

Das Huawei P10 Lite verfügt über ein 5,2 Zoll Full HD Display, welches damit erstaunlicherweise 0,1 Zoll größer ist als das Display des „großen“ P10.

Das Display des P10 Lite ist allerdings tadellos. Farben, Blickwinkel und auch die Kontraste des Smartphones passen.

Selbst der Schwarzpunkt ist für ein Smartphone mit IPS Panel gut, wenn nicht sogar sehr gut!

Hinzu kommt die gute maximale Helligkeit, welche zwar nicht ganz das relativ stark spiegelnde Display ausgleichen kann, aber dennoch für eine vernünftige Ablesbarkeit im Freien sorgt.

Unterm Strich kann ich mich nicht beklagen. Das Display würde vermutlich selbst in einem 400€ Smartphone einen guten Eindruck hinterlassen!

 

 

Sound

Huawei setzt beim P10 Lite ganz klassisch auf einen Lautsprecher auf der Unterseite des Smartphones.

Daher darf man eigentlich keinen all zu „krassen“ Klang erwarten, vor allem verglichen mit dem P10 Plus. Jedoch praktisch macht der Lautsprecher einen ganz ordentlichen Job. Dieser ist recht laut und klingt auch vergleichsweise voll.

Für mal ein Youtube Video oder ein wenig Webradio reicht dieser vollkommen aus! Hier ist man auf einem Level mit dem normalen P10, was ich als positiv für ein 300€ Smartphone bezeichnen würde.

Auch der Kopfhörerausgang ist ordentlich. Zwar ist dieser nicht gut genug große hochohmige Kopfhörer problemlos zu betreiben (hierfür bräuchte es einen gesonderten Kopfhörerverstärker), aber dennoch für normale Kopf und Ohrhörer bietet dieser genug Leistung und auch Klangqualität.

Die Telefonqualität würde ich als unauffällig bezeichnen, weder im positiven noch negativen Sinne.

 

Kameraqualität des Huawei P10 Lite

Im Gegensatz zu den größeren Brüdern verfügt das P10 Lite lediglich über ein Kameramodul auf der Rückseite. Auch fehlt hier natürlich die Leica Kooperation.

Das Vorhandene Kameramodul löst mit 12 Megapixeln aus und besitzt einer eher mittelmäßig Blende von f2.2. Hier liegt der Verdacht nahe Huawei hat einfach eins der Module des normalen P10 genommen und hier verbaut.

Ist dies der Fall? Schaut Euch die Testbilder an. Diese sind wie üblich im Auto Modus gemacht und 1 zu 1 hier hochgeladen. Heißt es gibt keine zusätzliche Kompression oder Nachbearbeitung. Die Bilder der vollen Qualität werden beim Anklicken geladen, Mobile Nutzer aufgepasst.

(rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit allen Bildern)

Wenn man sich die Bilder anschaut, kann man durchaus davon ausgehen, dass Huawei hier auf einen ähnlichen Sensor wie beim P10 setzt.

Auch das P10 Lite besitzt einen vergleichbaren Bildstyle, allerdings scheinen die Aufnahmen etwas „farbenfroher“ zu sein wie bei den großen Brüdern. Wir sind hier zwar noch nicht auf dem Level eines LG G6 oder Samsung Galaxy S8, aber Bilder wirken durchaus recht kräftig und leuchtend.

Schärfe und Details sind auf einem guten Level, zumal das P10 Lite nicht allzu stark nachschärft. Allgemein wirken die Aufnahmen nicht zu „over processed“, also zu stark nachbearbeitet/“optimiert“.

Während ich bei Tageslicht -Aufnahmen sehr zufrieden mit dem P10 Lite bin, sieht es im Low Light ein wenig schlechter aus.

Das P10 Lite ist wahrlich kein Low Light „Monster“. Zwar macht der Sensor einen ganz brauchbaren Job aber ähnlich wie beim P10 ist die Blende von f2.2 natürlich schon ein Hindernis.

Low Light Aufnahmen mit dem P10 Lite rauschen sehr stark! Dies liegt aber auch an der Art wie das P10 Lite die Aufnahmen verarbeitet. Im Gegensatz zu anderen Smartphones werden diese Aufnahmen nicht übermäßig geglättet.

Daher gibt es hier mehr Rauschen, aber auch mehr Details verglichen mit vielen anderen Smartphones.

Der Video Modus des P10 Lite ist okay, bietet aber eine maximale Auflösung von Full HD. Dies kann zum Beispiel ein BQ Aquaris X besser, welches in dieser Preisklasse bereits 4K bietet. 4K Video ist bei Smartphones ein dickes Upgrade, selbst wenn die Aufnahmen nur auf einem Full HD Monitor betrachtet werden. Daher ist es schade, dass das P10 Lite nur Full HD bietet.

Die Full HD Videos sehen an sich aber ganz okay aus. Hier kann ich im Großen und Ganzen nicht klagen.

Kommen wir zu den generellen Punkten wie Performance der Kamera und der Autofokus. Beginnen wir bei letzterem. Der Autofokus des P10 Lite ist im normalen Einsatz top! Ich hatte kaum Ausschuss aufgrund von einem fehlerhaften Autofokus, zudem ist auch sein Tempo sehr gut.

Lediglich im Makro Bereich und bei Tap to Fokus neigt dieser auch mal dazu den Hintergrund an zu fokussieren. Das liegt aber auch am recht großen Tap to Fokus Bereich. Hier muss man einfach nochmal neu fokussieren und dann klappt es auch im Makro Bereich bei kleinen Objekten.

Auch positiv überrascht hat mich die Kamera Performance. Zwischen zwei Bildern gibt es zwar immer noch ne halbe Sekunde Verzögerung, aber dies stört im Alltag nicht. Im generellen ist die Kamera überdurchschnittlich schnell für ein Mittelklasse Smartphone. Dies gilt selbst für den HDR Modus.

Kein HDR
HDR, Himmel stark überstrahlt

Beim HDR Modus hat allerdings Huawei noch etwas nachzubessern. Dieser ist zum Beispiel in den Filtern versteckt und verhält sich auch wie ein Filter. Praktisch nutzt man HDR daher kaum, da der Modus einfach nicht präsent ist. Auch ist der HDR Modus nicht gut.

Dennoch bin ich unterm Strich sehr zufrieden mit der Kamera des P10 Lite! Für das P11 Lite hat zwar Huawei etwas am Low Light und 4K Video nachzubessern, aber 2017 bekommen dies nur sehr sehr wenige Mittelklasse Smartphones besser hin.

 

Benchmarks

Im P10 Lite kommt der Huawei eigene Kirin 658 SoC zum Einsatz. Diese wird mit 32GB Speicher und 3GB oder 4GB RAM Kombiniert. Der Kirin 658 ist ein aktueller Mittelklasse Octa-Core welcher mit einer Mali-T830 MP2 Grafikeinheit ausgestattet ist.

Hierbei ist der Kirin 658 auf dem Papier ein höher getakteter Kirin 650, welcher im P9 Lite zum Einsatz kam.

Aber wie sieht es in der Wirklichkeit aus? Wie schlägt der SoC sich verglichen mit anderen Chips dieser Preisklasse? Um dies herauszufinden schauen wir uns ein paar Benchmarks an.

Der Kirin 658 liefert in der 200-300€ Preisklasse eine gute Performance! Jedoch ist der Kirin auch nicht überragend, gerade der Qualcomm Snapdragon 626, welcher in vielen Mittelklasse Smartphones sehr beliebt ist, bietet eine vergleichbare bis leicht bessere Leistung.

Dennoch das was die Benchmarks zeigen ist durchaus als gut zu bezeichnen! Praktisch sollte es hier kaum jemanden an Leistung fehlen.

 

Das Huawei P10 Lite im Alltag

Aber natürlich sind Benchmarks nur das eine, wie sieht es in der Praxis aus? Zwar müsste man bei dem Speicherplatzverbrauch der Huawei Software meinen diese wäre sehr aufgeblasen und langsam wäre, aber das ist nicht der Fall.

Huawei schafft es auch beim P10 Lite die Software wirklich gut zu optimieren, so dass diese auch auf der Mittelklasse Hardware 1a läuft!

Ruckeln oder stottern konnte ich im Alltag nicht bemerken. Klar wenn man es wirklich darauf anlegt, also durch duzende Apps switcht, irgendwelche Hintergrund Uploads laufen hat usw., ist es durchaus aus möglich das P10 Lite etwas zum „Arbeiten“ zu bekommen.

Aber im normalen Einsatz mit viel Facebook, WhatsApp, Twitter, webbrowsen usw. kann ich keine Defizite in der Leistung beklagen.

Hier hat auch das schnelle verbaute WLAN geholfen größere App Download Zeiten kurz zu halten. Das P10 Lite unterstützt 5GHz WLAN AC mit 433Mbit/s. Praktisch ist das WLAN Tempo wirklich hervorragend für ein Smartphone dieser Preisklasse.

Auch bei Spielen macht das P10 Lite einen guten Eindruck. Zwar gibt es eine handvoll aufwendiger 3D Games, welche etwas ruckeln oder die Details reduzieren, jedoch für den Casual Gamer sollte das kein Problem sein. Die normalen populären Spiele wie Pokemon Go, Super Mario Run, Angry Birds usw. laufen problemlos.

 

Sonstiges

  • Vibrationsmotor ist sehr angenehm, wenn auch recht sanft
  • Apps lassen sich nicht auf die microSD Karte verschieben

 

Akku Laufzeit

Das P10 Lite verfügt über einen 3000mAh starken Akku. Dies ist ein solide Kapazität für ein Smartphone dieser Klasse.

Aber was macht das Huawei aus diesem Akku? Wie üblich habe ich meinen Standard Akku Test durchgeführt. Das bedeutet etwas webbrowsen, Social Media, leichtes Gaming usw., wie ich denke ein guter Mix.

Hier erreichte das Smartphone eine Laufzeit von rund 6-7 Stunden, bei einer mittleren Display Helligkeit. Bei der maximalen Displayhelligkeit sinkt die Laufzeit nochmals um ca. eine Stunde.

Natürlich ist es auch möglich durch viel Gaming, Pokemon Go ist hier immer noch der Ernstfall, den Akku in 3-4 Stunden leer zu saugen. Jedoch in der Praxis werden die meisten Nutzer absolut problemlos mit dem P10 Lite durch den Tag kommen.

„Leichtere“ Nutzer, welche also nicht das Display ununterbrochen anhaben, werden sicherlich auch einen zweiten Tag ganz gut schaffen.

 

Fazit

Das Huawei P10 Lite* ist eins der besten Mittelklasse Smartphones aktuell auf dem Markt! Dieses kann einfach durch eine hervorragende Allround Leistung punkten. Gerade die Haptik und Optik des Smartphones ist für diese Preisklasse einfach als hervorragend zu bezeichnen.

Aber auch die Performance und Kamera ist mehr als Ordentlich. Zwar sehe ich bei der Kamera etwas Luft nach oben, gerade im Low Light. Aber wir sind hier mittlerweile auf einem Level, auf dem man das Smartphone sogar durchaus für Urlaubsbilder nutzen könnte. Bei gutem Licht ist der Unterschied zu High End Smartphones recht gering.

Die Performance hingegen ist tadellos. Mehr werden die wenigsten Nutzer im Alltag wirklich benötigen. Letztendlich wäre der einzige mögliche Kritikpunkt die Software. Diese läuft zwar sehr gut, ist aber optisch wie auch von ihrem Platzbedarf verbesserungswürdig.

Dennoch, unterm Strich gehört das P10 Lite* zu meinen Top 3 Mittelklasse Smartphones 2017 gemeinsam mit dem BQ Aquaris X/X Pro und dem Moto G5 Plus.

Positiv

  • Sehr gute Haptik und Verarbeitung
  • Gute Leistung im Alltag
  • Gutes Display
  • 5GHz WLAN
  • Fairer Preis
  • Bei Tageslicht starke Kamera

 

Negativ

  • Wenig freier Speicher (19GB)
  • microUSB anstelle von USB Typ C

Die Zendure A8 Powerbank im Test, (26800mAh, QC3.0)

Zendure ist ein Powerbank Hersteller welcher vielleicht noch nicht ganz so bekannt ist wie Anker, RAVPower, EasyAcc oder auch AUKEY. Jedoch haben diese die ein oder andere interessante Powerbank im Sortiment.

Gerade die Zendure A8 hat hier mein Interesse erweckt. Warum? 26800mAh + ein „Custom Design“ + Quick Charge 3.0 + vier USB Ausgänge klingt doch durchaus interessant. Hierbei ist allerdings das Design sicherlich das Interessanteste. Es gibt viele Powerbanks auf dem Markt, welche sich sehr ähnlich sind, gerade wenn diese von kleineren Herstellern kommen.

Dies liegt daran, dass diese Powerbanks gleich sind! Es gibt in China einige große Hersteller welche Powerbanks fertigen und ab einer gewissen Abnahmemenge einfach den jeweiligen Namen des „Unter-Herstellers“ auf die Powerbank schreiben. Diese Modelle landen in Maßen auf Amazon, sind zwar meist nicht schlecht, aber auch oftmals nichts Besonderes. Lediglich die „Großen“ nutzen komplett eigene Designs mit eigener Elektronik usw.

Zendure hat nun mit der A8 eine Powerbank im Sortiment, welche einen völlig anderen Formfaktor und Gehäuse besitzt, als alle anderen 26800mAh Powerbanks die ich bisher gesehen habe.

Wollen wir uns doch einmal anschauen, was die Zendure A8 so zu leisten vermag. Kann diese im Test auch gegen die große Konkurrenz von Anker, RAVPower und Co. bestehen? Finden wir es heraus!

 

Die Zendure A8 im Test

Ich habe ja bereits auf das ungewöhnliche Design der Zendure A8 im Intro hingewiesen. Sagen wir es so, das Design ist wirklich sehr eigen. Die A8 ähnelt hierbei einem „Haftschalen“ Koffer mit den typischen Rillen auf den Seiten wie man diese von Flughäfen her kennt.

Das Gehäuse besteht hierbei aus Plastik, soll aber im inneren mit Metall beschichtet sein für eine besser Hitze Verteilung. Ich würde das Gehäuse als Okay bezeichnen. Dieses wirkt zwar nicht übermäßig hochwertig, aber auch nicht billig. Zudem ist das Gehäuse komplett resistent gegenüber Fingerabdrücken und auch Kratzer werden nicht so schnell sichtbar sein.

Im Gegensatz zu vielen anderen Powerbanks mit 26800mAh ist den Zendure ziemlich kurz, dafür aber recht dick. Sollte sich die angegebene Kapazität im Praxisteil des Tests bestätigen, ist die Zendure A8 eine, wenn nicht sogar die kompakteste 26800mAh Powerbank auf dem Markt.

Anscheinend nutzt man im Inneren acht so genannter 16850 Zellen, welche in zwei vierer Lagen angeordnet sind.

 

Zwar ist die Powerbank recht kompakt, sofern man mit dem etwas dickeren Design klarkommt, aber das Gewicht entspricht dem der meisten anderen 26800mAh Powerbanks mit rund 480g.

Fun Fakt, warum setzten so viele Powerbank Hersteller auf 26800mAh Kapazität als maximal Ausbau? 26800mAh ergibt 99,16Wh, 100Wh ist das Maximum was ein Akku haben darf damit dieser im Handgepäck mitfliegen darf.

Neben dem Gehäuse und der Form sind sicherlich die Anschlüsse der Zendure A8 eine weitere Besonderheit. Auf der Front besitzt diese gleich vier USB Ports, drei davon mit der eigenen Smarttechnologie „Zen+“ (dies sind normale 5V USB Ports) und einer mit Quick Charge 3.0.

Die Zen+ Ports sollen jeweils satte 3,1A liefern können, das Maximum über alle drei Ports verteilt ist allerdings ebenfalls 3,1A. Heißt man kann einen Port voll belasten oder alle drei jeweils mit rund 1A.

Puhh 3,1A für drei Ports ist was wenig, um ehrlich zu sein. Jedes Smartphone/Tablet besitzt ein Maximum an Energie, welches dieses aufnehmen kann. Bei aktuellen High End Smartphones ist dies in der Regel zwischen 1,5-2A, Einsteiger und Mittelklasse Smartphones nehmen meist maximal 1-1,5A und Tablets 2A+.

 

Es ist nicht schlimm, wenn die Powerbank mehr Leistung pro Port liefert, diese zusätzliche Leistung wird halt nicht genutzt.

Der Quick Charge 3.0 Port wird nicht von diesem 3,1A Limit betroffen, sondern besitzt eigene 18W maximale Leistung (5-6V/3A, 6-9V/2V oder 9-12V/1,5A).

Heißt effektiv wird man problemlos zwei High End Smartphones, ein Mitteklasse Smartphone und vielleicht ein paar Bluetooth Kopfhörer gleichzeitig an der Powerbank laden können.

Wenn nun die Powerbank leer ist, lässt diese sich klassisch über einen microUSB Port wiederaufladen. Dieser microUSB Port unterstützt aber ebenfalls Quick Charge, was das Aufladen beschleunigen soll. Alternativ kann man auch sein ganz normales USB Ladegerät verwenden. Bei solch einer großen Powerbank lohnt aber auch ein gutes USB Ladegerät, da der Ladevorgang ansonsten lange dauert (bei einem 1A Ladegerät über 24 Stunden). Hier findet Ihr ein paar Ladegeräte Empfehlungen.

Ebenfalls auf der Front der Powerbank oberhalb des microUSB Ports ist ein kleines Display verbaut, welches beim Betätigen der Taste auf der Oberseite den aktuellen Ladestand in Prozent anzeigt.

 

Messwerte

Kommen wir zum eigentlich interessanten Teil, den Messwerten. Beginnen wir wie üblich mit der Kapazität. Zendure gibt diese mit 26800mAh an, messen konnte ich 83,543Wh bzw. 22579mAh.

Dies ergibt gute 84% der Herstellerangabe. Warum sind 84% gut? Wie bei allen Powerbanks gilt, die Herstellerangabe bezüglich der Kapazität bezieht sich nicht auf die nutzbare Kapazität, sondern auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen.

In der Zendure A8 stecken vermutlich acht 16850 Li-Ion Zellen mit jeweils 3350mAh Kapazität, vermutlich von Panasonic.

Bei seiner Entladung muss die Spannung von 3,7V auf 5V, bzw. für den Quick Charge Port auf bis zu 12V, angehoben werden. Hierdurch gibt es einen gewissen Verlust, welcher in der Regel bei 10-20% liegt. Dies ist so bei den allermeisten Powerbanks.

Daher ist ein Wert von 80-90% „echte“ Kapazität gut!

Eine kleine Anmerkung, das Display der Zendure A8 ist wirklich nicht das Genauste. Diese war bei rund 14000mAh entladener Kapazität bereits bei 1% angekommen und bliebt für weitere 10000mAh bei 1%.

Bei weiteren Lade/Entladezyklen wurde das Display zwar immer genauer, aber so richtig 100%ig ist dieses nach einer Handvoll Zyklen auch noch nicht.

Kommen wir zur Ladeperformance. Diese ist gerade mit IOS Geräten etwas „Merkwürdig“. Auf dem ersten Blick könnte man meinen die drei Zen+ Lade Ports alle gleichwertig sind, dies ist aber nicht der Fall!

Zumindest nicht dann, wenn Ihr versucht an diesen ein iPad oder iPhone zu laden. Zwar schaffen alle Ports durchaus die angegebenen 3A, jedoch verweigerte das iPad Pro 10.5 und iPhone 7+ an zwei der drei Ports mit mehr als 0,98A zu laden.

Lediglich der Zen+ Port auf der rechten oberen Seite konnte Apple Geräte mit dem vollen Tempo laden. Hier scheint das Smart Feature nicht so gut zu funktionieren, wie es eigentlich sollte.

Also lediglich einer der Zen+ Ports scheint Apple optimiert zu sein. Bei Android Smartphones gibt es hingegen kaum bis keinen Unterschied, an welchen der Ports Ihr diese ladet.

Sowohl mein LG G6, Samsung Galaxy S8+ und Alcatel Idol 4S erreichte ihre jeweilige maximale Ladegeschwindigkeit (ohne das Nutzen von Quick Charge). Lediglich das Google Pixel XL erreichte „nur“ 1,49A anstelle der maximal möglichen 1,99A, aber das Pixel ist eh eine kleine Diva was das angeht.

Das Powerlimit mit rund 3,1A über die drei Ports verteilt ist leider richtig. Bei ziemlich genau diesem Wert schaltet sich die Powerbank ab.

Der Quick Charge 3.0 Port funktionierte in meinem Test mit dem LG G6, Samsung S8+ und Alcatel Idol 4S tadellos. Beim Nutzen von Quick Charge gibt es zwischen den diversen Powerbanks keine Unterschiede, was das Ladetempo angeht. Quick Charge ist, wenn man so will digital, entweder es funktioniert oder es funktioniert nicht. Wenn es funktioniert dann immer mit 100% des maximal möglichen Tempos.

Wie üblich kann man natürlich auch nicht Quick Charge fähige Geräte am Quick Charge Port laden, jedoch Laden diese oftmals langsamer am Quick Charge Port als an einem normalen Port.

Beispielsweise das Apple iPad Pro 10.5 erreichte am Quick Charge Port 1,45A bei 5V, am normalen Zen+ Port (der der für Apple optimiert ist) hingen 2,1A.

Wenn nun Eure Powerbank leer ist was dann? Die Zendure A8 unterstützt zum Wiederaufladen Quick Charge 3.0. Hier war es mir möglich die Powerbank mit konstant 13W (1,75A bei 7,4V) zu laden. Dies ergibt eine Ladedauer von rund 10 Stunden. Das ist nicht „super schnell“ aber auch nicht zu langsam, wenn man Powerbanks dieser Kapazitätsklasse betrachtet.

Mit einem normalen USB Ladegerät welches 2,4A schafft sinkt die Ladegeschwindigkeit auf rund 2A.

 

Fazit

Die Zendure A8* ist eine klasse Powerbank! Dies liegt vor allem an ihrer Größe und Kapazität. Die Zendure A8 ist zwar nicht „klein“, das kann man bei einer Kapazität von 26800mAh nicht erwarten, jedoch ein gutes Stück kompakter als beispielsweise der Anker PowerCore+ 26800mAh. Hierbei setzt Zendure auf ein recht kompaktes, aber etwas dickeres Gehäuse.

Unterm Strich ist dieses allerdings die kompakteste 26800mAh Powerbank aktuell auf dem Markt!

Auch abgesehen von der Form und Kapazität bietet die Zendure A8* eine gute Leistung. Zwar sind die 3A Leistung über die drei normalen USB Ports verteilt etwas wenig, aber dafür gibt es noch den zusätzlichen gut funktionieren Quick Charge 3.0 Port.

Insgesamt könnt Ihr also sicherlich drei Geräte problemlos gleichzeitig an der Powerbank laden, bei einem vierten Gerät wird es etwas schwierig mit der vorhandenen Leistung.

Ist die Powerbank leer lässt sich diese sich relativ flott via Quick Charge 3.0 aufladen.

Kurzum Ihr sucht die kompakteste 26800mAh Powerbank mit Quick Charge? Dann habt Ihr diese mit der Zendure A8* gefunden, gerade wenn Ihr primär Android Geräte nutzt.

Zendure A8
Angegebene Kapazität 26800mAh
Preis
Erreichte Kapazität 83,543Wh bzw. 22579mAh
Erreichte Kapazität in % 84%
LED Taschenlampe
Wiederaufladegeschwindigkeit 13W 1,75A bei 7,4V
Geteste Geräte
Apple iPhone 7+ ++
Samsung Galaxy S8+ ++
Apple iPad Pro +
Google Pixel XL +
Nintendo Switch 0
Kapazität 84%
Verarbeitung 85%
Ladegeschwindigkeit 88%
Anschlüsse und Sonstige Features 80%
Lieferumfang und Verpackung 75%
Preis / Leistung ★★★★☆
Testergebnis ★★★★★

Das neue Gigaset GS170 im Test, wie viel Smartphone kann man für 150€ erwarten?

Mit dem GS170 gehen Gigaset Anstrengungen auf dem Smartphone Markt in die nächste Runde. Hierbei stellt das neue GS170 eine überarbeitete Version des GS160 da, mit mehr Arbeitsspeicher, einem 2.5D Display Glas, Android 7.0 usw.

Der Preis bleibt mit 150€ der gleiche. Kann das Gigaset GS170 für diesen doch recht einsteigerfreundlichen Preis überzeugen? Und an welche Zielgruppe richtet sich das Smartphone?

Finden wir dies im Test des neuen Gigaset GS170 heraus!

 

Technische Daten

  • Gigaset GS170
  • 5 Zoll 720p Auflösung
  • Mediatek MT6737
  • 2GB RAM
  • 16GB Speicher, erweiterbar
  • Dual SIM LTE
  • Android 7.0
  • 2500mAh Akku, austauschbar
  • Link zum Hersteller

Vielen Dank an Gigaset für das zur Verfügung stellen des GS170!

 

Das Gigaset GS170 im Test

Gigaset setzt beim GS170, wie es auch bei dieser Preisklasse zu erwarten ist, auf ein Plastikgehäuse. Das klingt negativer als ich es eigentlich meine. Das GS170 ist zwar aus Plastik gefertigt, fühlt sich jedoch recht robust und massiv an. Die Rückseite lässt sich beispielsweise kaum bis gar nicht eindrücken, auch knarzt und quietscht am Gerät nichts, wenn man ein wenig an diesem herum drückt. Gigaset setzt bei der Rückseite auf ein Softtouch Plastik, die Rückseite fühlt sich also leicht seidig an.

Hierbei ist die Rückseite in einem Schwarz/Grau gehalten, wer andere Farben möchte, kann alternative Abdeckungen im Gigaset Store bestellen, wie in den guten alten Nokia Tagen.

Hieraus kann man natürlich entnehmen, dass die Rückseite beim GS170 abnehmbar ist, dies ist auch der Fall. Unter der rückseitigen Abdeckung findet sich der austauschbare Akku, zwei microSIM Karten Slots und ein SD Karten Slot.

Der Akku wäre im Gigaset Store für rund 25€ nachkaufbar, was jedoch eigentlich unnötig ist. Ein Smartphone Akku hält in der Regel 3-4 Jahre ohne Probleme und realistisch betrachtet wird das GS170 in 5 Jahren technisch recht stark überholt sein, das es hier nicht mehr lohnt den Akku zu tauschen und für unterwegs gibt es Powerbanks (welche sicherer sind als einen ungeschützten Lithium Polymer Akku in der Tasche zu haben).Dennoch schön, dass man den Akku für den Fall der Fälle problemlos entnehmen kann.

Optisch ist das Gigaset GS170 recht dezent gehalten. Die Front wird von einem 2,5D Glas bedeckt, das Frontglas ist also an den Kanten leicht abgerundet, abgesehen davon ist die Front komplett schwarz ohne Logos oder Aufdrucke.

Bei dem Display handelt es sich um ein Standard 5 Zoll 720p Panel. Daher ist das GS170 kein „Zwerg“ aber auch kein riesen Smartphone.

Auf der Unterseite des Gigaset ist der microUSB Ladeport angebracht, der 3,5mm Kopfhöreranschluss ist hingegen auf der Oberseite. Am rechten Rand sind die drei üblichen physischen Smartphone Tasten zu finden, welche über einen brauchbaren Druckpunkt verfügen.

Auf der Rückseite wird es wieder etwas spannender. Gigaset setzt auch beim GS170 auf einen Fingerabdruckscanner welcher mittig auf der Rückseite positioniert ist. Oberhalb des Fingerabdruckscanners ist die 13 Megapixel Kamera und der LED Blitz. Ebenfalls auf der Rückseite ist der Lautsprecher des GS170.

 

Software

Software seitig setzt Gigaset beim GS170 auf Android 7.0, welches recht nah am Standard Android gehalten wurde.

Das heißt, Ihr findet beim GS170 keine spezielle Gigaset Benutzeroberfläche, sondern den normalen Android Standard. Lediglich Wallpaper und Klingeltöne wurden ausgetauscht.

Auch hat Gigaset ein paar zusätzliche Apps vorinstalliert. Anscheinend hat man hier irgendeine Kooperation mit der Telekom laufen, denn bei den Apps handelt es sich um T-Online News, die Tanken App und die Wetter.info App.

Alle drei Apps lassen sich auf Wunsch deinstallieren, aber grundsätzlich würde ich diese Anwendungen noch als „nützlich“ deklarieren. Der freie Speicher fällt mit knapp über 10GB ausreichend groß aus. Dieser Speicher lässt sich auch via microSD Speicherkarte nochmals ein gutes Stück erweitern.

Wie auch schon beim GS160 ist beim GS170 eine Gestensteuerung mit an Board. Die Gestensteuerung ermöglicht Euch unter anderem schnell Apps zu starten in dem Ihr einen Buchstaben auf das abgeschaltete Display zeichnet.

Also beispielsweise ein „V“ Malen und der Taschenrechner startet.

Der Fingerabdrucksensor dient bei diesem Smartphone nicht nur zur Sicherheit, sondern es kann Ihm auch Zusatzfeatures zugewiesen werden. Beispielsweise das gedrückt halten, um schnell die Kamera zu starten, oder über diesen streicheln, um zu scrollen.

Beim GS170 ist auch eine Benachrichtigungs-Led mit an Bord. Leider scheint sich diese nicht in den Einstellungen anpassen zu lassen, lediglich über 3. Anbieter Apps.

 

Display

Das Gigaset GS170 verfügt über ein 5 Zoll 720p Display. Macht Euch hier über die Auflösung nicht all zu viele Sorgen. 720p ist gerade auf 5 Zoll weiterhin für ein klares Bild vollkommen ausreichend. 1080p ist zwar schön und gut aber sicherlich in dieser Preisklasse kleine Pflicht.

Wie sieht das Display abseits der Auflösung aus? An sich ganz gut! Kontraste, der Schwarzpunkt und auch die Farben passen. Bei Letzteren neigt das GS170 allerdings eher zu einem recht kühlen Farbton. Weiß geht etwas ins Bläuliche, sollte dies Euch stören könnt Ihr allerdings die Farbtemperatur in den Einstellungen auch an Eure Wünsche anpassen. Ich habe mir das Display beispielsweise eine Stufe wärmer gestellt.

Die maximale Helligkeit ist zwar nicht super hoch, liegt aber auch nur etwas unter beispielsweise dem LG G6. Die Ablesbarkeit im Freien ist Okay, selbst bei Sonne lässt sich immer noch erkennen, was auf dem Display vorgeht.

 

Leider ist aber je nach Spiegelung etwas der Touchscreen erkennbar (auf dem Display tauchen ein paar Linien auf). Kein Weltuntergang, aber sicherlich auch nicht das aller Eleganteste.

Beim GS170 setzt Gigaset im Gegensatz zum GS160 auf ein 2,5D Glas. Dieses ist an den Rändern etwas gebogen. So wirken Wischgesten vom Rand aus etwas weicher und geschmeidiger. Grundsätzlich eine Veränderung, welche ich als positiv erachte, lediglich mit dem Nachteil, dass man für das GS170 nur schwer gute Displayschutzfolien finden wird.

Gigaset hat zwar die Kratzfestigkeit des Displays nach eigenen Angaben verbessert, aber Sand oder Stein wird weiterhin auf diesem seine Spuren hinterlassen.

 

 

Sound und Akustik

Beginnen wir beim Lautsprecher. Dieser ist auf der Rückseite des Smartphones angebracht. Zwar wäre eine Positionierung auf der Front schöner, aber gut in dieser Preisklasse will ich darüber nicht zu laut meckern.

Auf der Rückseite ist der Lautsprecher immerhin unmöglich zuzuhalten. Qualitativ ist dieser „okay“. Er klingt etwas dünn und hell, ist dafür aber sehr sauber und vergleichsweise laut. Für gelegentlich mal ein Youtube Video oder die Freisprecheinrichtung taugt dieser durchaus.

Der Kopfhöreranschluss bietet Standard Qualität. Nein dieser eignet sich nicht für große hochohmige Kopfhörer, aber für die normalen in-Ears bietet dieser eine ausreichende Qualität und Lautstärke.

Bei Gigaset muss man ja eigentlich mit einer guten Telefonqualität rechnen, wie sieht es beim GS170 aus?

Ganz ordentlich! Die Ohrmuschel ist laut und gut verständlich, selbst Nutzer, welche nicht mehr so gut hören, sollten mit dem GS170 klar kommen. Natürlich die Ohrmuschel ist nicht brüllend laut, aber definitiv überdurchschnittlich. Auch die Qualität des Mikrofons ist okay.

Hier bietet man ganz klar eine Leistung, welche oberhalb vieler Konkurrenten dieser Preisklasse liegt.

 

Kamera

Bei der Kamera setzt Gigaset auf ein 13 Megapixel Modul mit einer Blende von f2.2. Auf dem Papier ist das eine Recht umspannende Kombination, was aber auch bei einem 150€ Smartphone nicht überraschen sollte.

In dieser Preisklasse sind meist Kameras sehr mäßig bis furchtbar. Wie sieht es beim Gigaset GS170 aus?

Ehe wir zu den Testbildern kommen ein paar generelle Dinge über die Kamera. Gigaset setzt beim GS170 leider auf die furchtbare Standard Kamera App von Mediatek. Diese macht zwar ihren Job, ist aber gerade visuell eher mäßig hübsch. Hier würde ich mir Zukunft eine einfache Gigaset Kamera App wünschen.

Die Performance der Kamera, also wie lange das Speichern der Aufnahmen dauert, würde ich als „normal“ einstufen. Zwischen zwei normalen Aufnahmen gibt es eine kleine Verzögerung von ca. 0,5-1 Sekunde, was normal ist für ein Smartphone dieser Klasse. HDR Aufnahmen dauern allerdings gefühlt ewig, was leider ebenfalls normal für diese Preisklasse ist.

Positiv ist der Autofokus. Dieser hat im GS170 mit mir gearbeitet und nicht gegen mich. Der AF ist recht flott und präzise. Selbst im Makro Bereich und bei tap to Fokus lag dieser nur sehr selten daneben. Daumen hoch dafür!

Kommen wir zu den Testbildern. Diese sind im Auto Modus entstanden (das GS170 hat keinen manuellen Modus) und 1 zu 1 hier hochgeladen ohne zusätzliche Kompression. Beim Anklicken wird die volle Auflösung geladen, Mobile Nutzer aufgepasst hohes Datenvolumen.

     

(rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit allen Bildern)

Puh, die Bildqualität des GS170 ist, sofern das Licht passt, ganz ordentlich. Die Aufnahmen sind schön scharf und ausreichend detailliert, Farben sind klar und satt.

Auch die Dynamik ist okay. Zwar ist man hier doch noch ein Stück von der Mittelklasse entfernt, aber verglichen mit diversen günstigen Wiko Smartphones ist das Ganze doch schon okay. Zwar neigen gerade Fenster bei indoor Aufnahmen etwas zum Überstrahlen, aber das ist nun mal bei dieser Preisklasse nicht anders zu erwarten.

Ich würde zwar meine Urlaubsfotos nicht mit dem Gigaset GS170 machen wollen, aber für einen Schnappschuss auf Facebook oder Whatsapp reicht das Ganze durchaus ohne, dass man sich für die Qualität schämen muss.

Bei ungünstigeren Lichtverhältnissen sieht das Ganze natürlich etwas schlechter aus. Ich spreche hier nicht nur vom „Low light“ sondern auch von indoor Aufnahmen oder im Schatten.

Wenn das Licht nicht prall ist, neigt der Weißabgleich ab und zu etwas falsch zu liegen und auch die Schärfe sinkt etwas. Im Großen und Ganzen würde ich allerdings immer noch sagen, die Kamera macht auch bei suboptimalen Lichtverhältnissen einen akzeptablen Job.

Im Dunkeln, also abends auf den Straßen, bei gedimmter Beleuchtung usw. bricht die Bildqualität dann letztendlich doch schnell und stark ein. Hier neigt das GS170 zudem zum Verwackeln der Aufnahmen.

Der Video Modus des Gigaset bietet Full HD Auflösung. Qualitativ ist der Video Modus vielleicht etwas schwächer als der Foto Modus. Zwar gibt es hier auch ähnliche Stärken, mit brauchbare Farben und Kontrasten, aber die Schärfe ist für Full HD Aufnahmen eher mittelmäßig und auch die Dynamik ist einen Hauch schlechter.

Kurzum die Kamera des Gigaset GS170 ist vollkommen in Ordnung. Klar für 250€ bekommt man Smartphones wie das BQ Aquaris X welche doch eine nochmals deutlich bessere Kamera liefern, aber für 150€ kann man nicht mehr erwarten.

Das GS170 schlägt hier die üblichen Verdächtigen wie Wiko Lenny 3 oder WIko Robby problemlos und selbst das Samsung J3 2016 wird leicht übertroffen.

Für Urlaubsbilder zum Ausdrucken taugt das Ganze natürlich nicht, aber wer nur mal via WhatsApp ein Bild an die Freunde senden möchte, wird sicherlich mit der Kamera des GS170 zufrieden sein.

 

Leistung/Benchmarks

Im GS170 werkelt der MT6737, der selbe SoC wie auch schon im Vorgänger dem GS160. Hier ist dieser jedoch mit 2GB RAM kombiniert.

Der Mediatek MT6737 ist ein absoluter Einsteiger Quad Core, welcher hier mit 1,3GHz getaktet ist. Schauen wir uns wie üblich ein paar Benchmarks an um besser einschätzen zu können, was das GS170 zu leisten vermag.

Wenn Euch hohe Wertungen in Benchmarks wichtig sind oder allgemein das Maximum an Rechenleistung wird das GS170 eher nichts für Euch sein. Der MT6737 liegt ungefähr mit dem Qualcomm Snapdragon 410 auf einem Level.

Man bewegt sich hier also ganz klar am unteren Leistungsrand. Immerhin die 2GB RAM sorgen verglichen mit dem GS160 doch für einen kleinen Leistungssprung. Auch wird der Mediatek MT6580 ,welcher zum Beispiel im Wiko Lenny 3 oder Wiko Robby zum Einsatz kommt, geschlagen.

Ähnliches gilt auch für den Qualcomm Snapdragon 210, bei diesem ist das allerdings keine Überraschung, jeder halbwegs aktuelle SoC ist schneller als der Snapdragon 210.

 

Das GS170 von Gigaset im Alltag

Aber natürlich sind Benchmarks nur das eine, das andere ist, wie sich ein Smartphone im Alltag schlägt. Wie sieht es hier beim Gigaset GS170 aus?

Erst einmal das Positive, das zusätzliche Gigabyte RAM verglichen mit dem GS160 spürt man selbst ohne großes Multitasking. Es natürlich auch möglich das dies an Android 7.0 und einer besseren Software Optimierung liegt aber das GS170 wirkt etwas Reaktionsfreudiger.

Jedoch ist das Smartphone auch nicht perfekt, was die Leistung angeht. Hier und da wirkt dieses etwas träge und auch die Benutzeroberfläche ist nicht zu 100% „Butter weich“.

Allerdings würde ich das GS170 als gut nutzbar einstufen, gerade wenn man mit der richtigen Erwartungshaltung an das Gerät geht. Telefonieren, SMS, WhatsApp, Facebook, die Bahn App usw. laufen problemlos und ausreichend flott. Wenn dies Euer primäres Nutzungsszenario ist, dann werdet Ihr im Alltag mit dem Gigaset GS170 gut klarkommen.

Erwartet Ihr allerdings eine hervoragende Multitasking Leistung, das Spielen von Spielen (abseits der „Klassiker“ wie Angry Birds, Sodoku usw.) und seid generell ein Power Nutzer dem es nicht schnell genug gehen kann, dann lasst die Finger vom GS170.

Das Gigaset GS170 ist so das klassische Smartphone für die eigene Mutter, Vater, Oma und Opa, also den Otto Normalnutzer.

Erfreulicherweise bietet das Smartphone eine echte Speicher Erweiterung. Auf der microSD Karte, bis zu 128GB werden unterstützt, lassen sich nicht nur Medien wie Fotos usw. Speichern, sondern auch Apps.

Daher sollte der Speicherplatz auf dem GS170 nicht all zu schnell knapp werden.

Ein großes Feature welches stark von Gigaset beworben wird ist auch der Fingerabdruckscanner, wie gut ist dieser?

Er funktioniert, zwar nicht jedes Mal beim ersten Finger Auflegen aber im Großen und Ganzen ist der Sensor gut nutzbar.

Ich empfehlen gegebenenfalls den gleichen Finger mehrfach einzuspeichern für eine erhöhte Zuverlässigkeit.

Wie zu erwarten war, wird leider 5GHz WLAN seitens des Gigaset GS170 nicht unterstützt. Via 2,4GHz scheint die maximal mögliche Datenrate bei rund 28MBIt/s zu liegen. Bei der Nutzung von LTE erreichte ich maximal rund 14Mbit/s, etwas wenig aber hier will ich nicht ausschließen, dass dies auch an der Telekom lag.

Positiv hat mich wiederum das verbaute GPS überrascht. Selbst indoor konnte das Smartphone meine Position relativ akkurat erkennen, Outdoor war das GPS sogar ziemlich stark. Wer sein Smartphone viel zum Navigieren nutzt, wird seine Freude am GS170 haben.

 

Akku

Im Gigaset GS170 steckt ein 2500mAh starker Akku. Verglichen mit vielen Smartphones klingt dies wenig beeindruckend, zurecht. 2500mAh ist nicht „riesig“ aber das GS170 braucht auch keinen riesigen Akku.

Der verbaute SoC ist vergleichsweise langsam und damit auch stromsparender und das 720p Display frisst weniger Energie als ein Full HD Display.

Daher benötigt das GS170 keinen riesigen Akku, theoretisch zu mindestens. Wie sieht es in der Praxis aus?

Ganz ordentlich! Ich konnte bei einer gemischten Nutzung aus Webbrowsen, Social Media usw. eine aktive Nutzungszeit von rund 6,5-7 Stunden erreichen.

Hierbei war das Display auf ca. 50% Helligkeit und die Internet Nutzung fand über WLAN statt (LTE war im Hintergrund aktiv).

7 Stunden ist eine ordentliche bis sehr gute Akkulaufzeit! Natürlich solltet Ihr bei voller Displayhelligkeit dauerhaft spielen, wird der Akku in ca. 4-5 leer gesaugt sein, aber dennoch ein ordentlicher Wert!

Ein normaler Nutzer wird mit dem GS170 problemlos über den Tag kommen. Nutzer welche Ihr Smartphone weniger Nutzen werden sicherlich auch einen zweiten Tag ohne Aufladen des Smartphones klar kommen.

Sollte sich die Nutzung wirklich nur aufs angerufen werden und mal eine SMS schreiben beschränken, wären mit viel Glück auch drei Tage möglich.

 

Fazit

Das Gigaset GS170 bietet gegenüber dem GS160 einige kleinere Verbesserungen, welche aber in der Summe doch einen größeren Unterschied machen.

Gerade die Kombination aus Android 7.0 und 2GB RAM machen das GS170 doch ein Stück flotter. Jedoch bleibt das GS170 nichts für „Power User“ welche aktuelle Spiele spielen oder einfach das Maximum an Tempo erwarten.

Der Mediatek MT6737 ist nicht der schnellste Chip auf dem Markt! Dieser hat mit den Basis Anwendungen und der Benutzeroberfläche schon genug zu kämpfen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass Gigaset vielleicht noch eine Schüppe draufgelegt hätte.

Jedoch muss man auch ganz klar sagen das Smartphone taugt für Anwendungen wie Facebook, WhatsApp, SMS, Wetter, Bahn App usw.

Ich denke, das Gigaset GS170 richtet sich primär an den Umsteiger welcher einen smarteren Ersatz für das klassische Handy suchen, ohne dabei zu viel Geld ausgeben zu müssen, oder auf irgendwelche Asia vertrauen zu müssen. Gigaset bietet zudem einen deutschen Support falls mal etwas nicht so läuft, wie man dies wünscht.

Ich habe in meinem Bekanntenkreis jede Menge Nutzer welche ihr Smartphone wirklich nur für WhatsApp, SMS und telefonieren nutzen. Für diese Nutzer ist das Gigaset GS170 ideal!

Hier passt auch die Akkulaufzeit, das Display und auch die Kamera. Gerade letztere ist echt okay für die 150€ Preisklasse. Natürlich darf man keine Wunder erwarten, aber wenn das Licht halbwegs passt, bietet diese doch genug Qualität für das Versenden via Facebook oder WhatsApp.

Ich denke, das ist auch das Fazit, wer ein Basic Smartphone zum Telefonieren, WhatsApp nutzen usw. sucht, wird mit dem Gigaset GS170 zufrieden sein!

Power Nutzern würde ich aber eher empfehlen 50€ bis 100€ drauf zu legen für beispielsweise ein Moto G5 oder BQ Aquaris X.