Start Blog Seite 280

Einen 5050 RGB LED Streifen nachträglich Philips HUE kompatibel machen, Erfahrungsbericht und Anleitung

Das Philips HUE System ist schon klasse, aber auch leider recht teuer. Gerade wenn man sich die LED Streifen ansieht. Der HUE LightStrip+ kostet satte 62€ für 2 Meter. Zwar ist der LED Streifen ziemlich gut, aber es tut schon innerlich weh so viel Geld für so wenig Streifen auszugeben, wenn man doch normale 5050 RGB LED Streifen für 20€/5m bekommt.

Was aber wenn man solch einen billigen RGB 5050 LED Streifen umrüsten könnte damit dieser mit dem Philips HUE System funktioniert?

In diesem Artikel habe ich Euch schon ein paar mögliche alternative E27 Glühbirnen gezeigt, welche ebenfalls mit dem Philips HUE System funktionieren. Gibt es auch alternative LED Streifen welche mit dem Philips HUE System funktionieren?

Die Antwort ist Jein, es gibt kein direktes Set aber LED Controller welche mit dem HUE System kompatibel sind und mit den billigen 5050 RGB LED Streifen funktionieren.

Wie funktioniert dies und vor allem wie gut? Finden wir dies im Test des Funkvorschaltgerät FLS-PP heraus!

Was wird benötigt um eine LED Streifen Philips HUE kompatibel zu machen?

Folgende Dinge werden benötigt damit Ihr einen Philips HUE kompatiblen LED Streifen bekommt:

Die Kernkomponente ist hierbei natürlich das Funkvorschaltgerät FLS-PP von Dresden-elektronik. Hierbei handelt es sich um einen RGB LED Controller mit einem eingebauten ZigBee Empfänger/Sender. ZigBee ist die Kommunikationstechnologie auf welcher das Philips HUE System basiert.

Beim LED Streifen steht Euch die komplette Welt der billigen 5050 RGB LED Streifen offen. Kauft hier am besten ein komplett Set mit passendem Netzteil.

5 Meter sollten ca. 20€ kosten und 10 Meter ca. 40€. Dresden-Elektronik bietet auch ein komplett Set mit LED Streifen usw. an auf welches ich aber nicht zurückgegriffen habe.

 

Das Funkvorschaltgerät FLS-PP von Dresden-Elektronik

Das Funkvorschaltgerät FLS-PP von Dresden-Elektronik ermöglicht dieses ganze Projekt erst. Dieser LED Controller verfügt wie bereits erwähnt über eine ZigBee Unterstützung, welche das System mit Philips HUE kompatibel macht. Genau genommen auch mit anderen Systemen, die den ZigBee Standard nutzen.

Der LED Controller selbst ist nicht sonderlich spektakulär. Dieser besitzt ein längliches Gehäuse, auf dessen Front die einzelnen Kontakte angebracht sind.

Hierbei unterstützt dieser Controller LED Streifen mit einer Länge von bis zu 10 Metern bzw. mit einer Leistungsaufnahme von maximal 72W.

 

Montage und Installation

Leider ist die Nutzung des „Funkvorschaltgerät FLS-PP“ nicht ganz so einfach. Ihr werdet einige „Modifikationen“ an Eurem LED Streifen und Netzteil vornehmen müssen. Keine Angst diese sind relativ einfach, aber permanent.

Wie Euch vielleicht schon aufgefallen ist besitzt der LED Controller keine Steckkontakte, sondern die einzelnen Adern müssen auch einzeln in diesen gesteckt werde.

Es ist hier sicherlich möglich mit etwas herumsuchen auf Amazon/eBay passende Adapter zu finden aber wenn Ihr Euch traut, ist das Abschneiden der Stecker das einfachste und billigste.

Beginnen wir beim Netzteil, dieses sollte ein zwei Adrigeres Kabel besitzen, + und -. Schneidet hier den Stecker des Netzteils welcher zum LED Streifen geht ab, trennt die beiden Adern und steckt den + Kontakt in den passenden „+ 12V/24V“ Port beim LED Controller und den – Kontakt in den mit – beschrifteten Port.

Solltet Ihr nicht wissen welche Ader vom Netzteil + und welche – ist, holt Euch ein Multimeter! 12V Spannung ist nicht gefährlich bei Hautkontakt, von daher ist auch das Durchmessen ungefährlich.

Solltet Ihr kein Multimeter besitzen, bei mir war die „+“ Ader mit einem nicht Durchgehenden – – – – – Streifen versehen. Dies sollte zwar bei allen Netzteil für die Plus Ader stehen, aber dafür will ich selbstverständlich nicht meine Hand ins Feuer legen.

Habt Ihr den LED Controller mit dem Strom versorgt könnt Ihr einen ersten Testlauf starten ob soweit alles funktioniert.

Verbindet den LED Controller und das Netzteil mit dem Strom und geht in die Philips HUE App und lasst dort nach einem neuen Gerät suchen. Wenn alles geklappt hat, sollte der Controller als „Extended Color Light“ erkannt werden.

Kommen wir nun zum LED Streifen. Einige LED Streifen verfügen über ein Stück Kabel an ihrem Ende, andere haben dort direkt die Kontakte.

Solltet Ihr dort ein Stück Kabel vorfinden könnt Ihr hier ähnlich wie beim Netzteil einfach den Stecker abschneiden und die Enden direkt in den Controller stecken. Solltet Ihr nicht Euren LED Streifen ruinieren“ wollen oder Ihr habt direkt die Kontakte am Streifen kauft Euch solche Adapter (hier bei Amazon).

Legt die Adern frei und verbindet diese mit dem Controller. Es ist im Übrigen nicht schlimm wenn Euer LED Streifen keinen „W“ Kontakt hat. Die normalen 4 Pin LED Streifen funktionieren tadellos.

Die genaue Pinbelegung steht in der Regel auf dem LED Streifen, orientiert Euch an dieser. Ansonsten schwarz war bei mir +, rot R, grün G und blau B.

Wenn Ihr das Ganze nun mit dem Strom verbindet, sollte der LED Streifen sofort aufleuchten und nach der Koppelung mit Philips HUE auch steuerbar sein.

Sollten die Farben nicht passen werdet Ihr vermutlich eine der RGB Adern vertauscht haben.

Licht und Funktion

Funktionstechnisch wird der LED Streifen vom Philips HUE System wie eine normale RGB LED Glühbirne behandelt. Ihr könnt diesen gemeinsam mit anderen Lampen steuern und auch genauso behandeln wie die Philips eigenen Produkte.

Es besteht hier kein Nachteil dadurch das es sich nicht um ein eigentliches HUE Produkt handelt, bis auf bei einem Punkt.

Ihr könnt den LED Streifen nicht via Siri/Apple Homekit Steuern! Eine Steuerung via Amazon Echo usw. ist allerdings möglich. Wieso? Ich nehme an Apples Homekit Unterstützung wird eine gewisse Gebühr kosten, welche dann von Philips getragen würde. Daher wird dies für 3. Anbieter Lampen geblockt.

Über die App lässt sich wie gewohnt Lichtfarbe und auch die Helligkeit steuern. Hierbei schafft es der Controller ganz gut die angezeigte Farbe wiederzugeben. Ebenso reagiert der Controller auf Farbveränderungen recht zügig.

Die eigentliche Lichtqualität hängt hierbei nicht direkt vom Controller ab, sondern von dem LED Streifen, welchen Ihr Euch zugelegt habt. In der Regel sind die billigen 0815 LED Streifen ganz Okay, was das Licht angeht.

Zwar hat der Controller einen leichten Einfluss auf beispielsweise das Flimmern von LEDs aber nicht auf die Farbqualität. Letztere bleibt also gleich. Allerdings scheint das Funkvorschaltgerät FLS-PP ein recht gutes PWM Signal zu liefern. Die LEDs flimmern beim Betrachten mit einer Kamera weniger als mit dem billigen Standard Controller.

 

Fazit

Wenn Ihr ein wenig bastelfreudig seid, kann das Funkvorschaltgerät FLS-PP von Dresden-Elektronik eine gute und halbwegs günstige Möglichkeit sein einen 5050er LED Streifen nachträglich mit dem Philips HUE kompatibel zu machen.

Die Installation würde ich zwar nicht ganz als „Idiotensicher“ bezeichnen, ist aber an sich recht gut zu machen. Ich denke mit der zusätzlichen Hilfestellung meiner Anleitung oben sollte dies eigentlich jedem gelingen.

Ist alles eingerichtet wird der LED Streifen ganz normal vom HUE System erkannt und lässt sich auch wie gewohnt steuern. Lediglich Apples Homekit funktioniert mit 3. Anbieter Lampen nicht.

Kurzum das Ganze funktioniert tadellos und so wie man sich dies wünscht! Vielleicht ein wenig mehr Anleitung seitens des Herstellers wäre nett, aber der Zusammenbau lässt sich an sich gut zusammenreimen.

Mit rund 50€ ist das Funkvorschaltgerät FLS-PP natürlich nicht ganz günstig und man muss ehrlich sein ein Original Philips HUE LightStrip+ sieht schon noch besser aus als ein 20€ billig 5050 RGB LED Streifen, lohnt sich das Ganze dann überhaupt?

Wenn Ihr bereits einen LED Streifen verlegt habt und nur nachrüsten wollt dann natürlich. Andernfalls kommt es darauf an, wie viel länge Ihr braucht.

Es kommt also darauf an, wie viel Länge Ihr braucht. Reichen 2 Meter dann greift zum LightStrip+, wollt Ihr mehr ist diese Lösung hier ganz klar günstiger. Zwar lässt sich auch der LightStrip+ verlängern, aber pro Verlängerung verliert dieser an Helligkeit.

ViewSonic VP2768 – Hardwarekalibrierbarer Monitor mit herausragender Qualität!

Dank den Möglichkeiten der digitalen Nachbearbeitung ist es ein Leichtes geworden, einem Foto den letzten Feinschliff zu verpassen. Monitore weisen nahezu immer eine gewisse Farbabweichung auf. Um eine akkurate Farbwiedergabe zu ermöglichen, müssen Displays per externer Hardware kalibriert werden. Jene Korrekturdaten können entweder mit gewissen Nachteilen rein softwaretechnisch angewandt oder bei speziellen Monitoren direkt in der Hardware hinterlegt werden. Mit dem werkskalibrierten ViewSonic VP2768 haben wir solch einen Spezialisten für Bild- und Videobearbeitung im Test. Zusätzlich zu den allgemeinen Messdaten von dem Profi Monitor stellen wir den Kalibrierungsprozess mit der Xrite i1Display Pro vor.

ViewSonic VP2768 im Detail:

Neben der bereits genannten Hardware-Kalibrierung verfügt der ViewSonic VP2768 über ein 2560 X 1440 Pixel auflösendes (WQHD) IPS Panel, das eine sRGB Abdeckung von 99% und einen Betrachtungswinkel von 178° verspricht. Darüber hinaus wurden dem Monitor eine 14-Bit-3D Lookup Table, umfangreiche Ergonomieoptionen sowie eine Vielzahl an Daten- und Videoschnittstellen mit Unterstützung von Daisy Chain spendiert. Zur Stromversorgung kommt ein internes Netzteil zum Einsatz.

Ein besonderes Merkmal der ViewSonic Profi Serie – erkennbar anhand des Kürzels „VP“ im Produktnamen – ist nicht nur der vier Jahre Vor-Ort-Austausch Service, sondern auch die Garantie, dass die Modelle vollständig frei von Pixel- und Subpixelfehler sind. Im Gegensatz zum Platzhirschen Eizo wird jene Null-Pixelfehler-Garantie nicht auf nur sechs Monate begrenzt, sondern gilt für den gesamten Garantiezeitraum!

Zum aktuellen Zeitpunkt wird der ViewSonic VP2768 zu einem Preis von ca. 580€ angeboten.

Design & Verarbeitung:

Zum Lieferumfang gehört neben dem Display und dem demontierten Standfuß ein Kaltgerätekabel, ein Mini DisplayPort auf DisplayPort Kabel, ein USB Kabel, ein Sicherheitspin zur Arretierung des Standfußes für Transporte, eine Software CD, eine Kurzanleitung sowie der Messreport der Werkskalibrierung. Da das Gerät über fast keinen Frontrahmen verfügt, ist beim Auspacken größte Vorsicht geboten, dass man nicht ungewollt Druck auf das Panel ausübt. Der Standfuß wird an der VESA 100 Aufnahme mit vier Schrauben befestigt.

Unverkennbar ist der Monitor für den Büroeinsatz konzipiert worden. Schlicht, einfach und elegant lautet die Devise. Direkt ins Auge springt einem das fast randlose Design. Nur 2 mm beansprucht der schwarzmatte Rahmen die Front des Gerätes. Bedienelemente, Schriftzüge oder Status LED kommen an anderer Stelle zum Einsatz und verhelfen dem ViewSonic VP2768 zu einem sehr aufgeräumten Aussehen. Wie bei anderen Geräten mit jener Bauart ist der Bereich des sichtbaren Panels um ca. 5 mm in das Innere versetzt, sodass die effektive „Rahmenbreite“ 7 mm entspricht. Dank des an allen vier Seiten gleichmäßig schmalen Randes ist das Modell für ein Multimonitoring Setup prädestiniert.

Die Rückseite fällt ebenso nüchtern wie die Front oder die Seiten aus. Um etwas Kontrast in dem sonst eher dunkel gehaltenen Monitor zu bringen, wurde der Display abgewandten Seite des Standfußarms eine matt-silberne Lackierung spendiert. Die V-Förmige Öffnung des Armes zur Standfußbasis kann als nützliche Kabelführung verwendet werden. Als einziges Element überhaupt wurde der zentrale Bereich der Standfußbasis mit Klavierlack versehen, der Staub und Fingerabdrücke magisch anzieht.

Der Standfuß bietet alle gängigen Ergonomieoptionen an. Neben der einfachen Höhenverstellung um bis zu 13 cm lässt sich der Monitor um 120° schwenken und im Bereich zwischen -5° und 21° neigen. Darüber hinaus verfügt er über eine beidseitige Pivot-Funktion. Um den Komfort noch weiter zu steigern, erkennt der Monitor die Drehung und schaltet automatisch in den Landscape bzw. Portrait Modus des Betriebssystems. Auch die Stabilität bei Erschütterungen in der höchsten Einstellung ist mehr als zufriedenstellend. In der Hinsicht lässt der Monitor keine Wünsche offen.Verarbeitungstechnisch gibt es an dem Modell kaum etwas zu kritisieren. Das Gehäuse im Allgemeinen hinterlässt einen materialstarken sowie stabilen Eindruck. Die Mechanik für die Verstellung der Höhe, des Neigungswinkels sowie der Drehung lässt sich ohne großen Kraftaufwand bewegen und präzise einstellen. Es lassen sich auch keine störenden Geräusche im Betrieb oder Standby feststellen. Einzig die Tasten für die Bedienung weisen unterschiedliche Druckpunkte auf und werden dem Gerät nicht gerecht.

Anschlüsse:

Der Blick auf die Unterseite offenbart eine Fülle an Anschlüssen. Um den Monitor mit einem Videosignal anzusteuern, hat man die Wahl zwischen 1x DisplayPort 1.2a, 1x Mini DisplayPort 1.2a sowie 2 x HDMI 1.4. Der zweite fullsize DisplayPort Anschluss wird für die Daisy Chain Funktion verwendet, um mehrere Monitor mit nur einem DisplayPort Anschluss der Grafikkarte zu versorgen. Somit können beispielsweise auch Notebooks mit nur einem Ausgang mehrere externe Monitore ansteuern. Der USB 3.0 Upstreamport ist nicht nur für die Versorgung des USB Hubs mit vier USB 3.0 Buchsen verantwortlich, sondern wird auch für die Hardwarekalibrierung sowie die automatischer Drehfunktion benötigt. Um das Featureset zu komplettieren, ist noch eine 3,5mm Klinke für Kopfhörer verbaut worden. Das Audiosignal wird über DisplayPort respektive HDMI abgegriffen.

Benutzerprofile & OSD:

Die Bedienung des OSD wird über die fünf rückseitig angebrachten Tasten vollzogen. Selbst nach längerer Nutzungszeit konnte ich mich mit dem Bedienkonzept nicht anfreunden. Hier wäre für eine schnellere und präzisiere Steuerung ein Joystick, wie er bereits bei dem ViewSonic XG3202-C zum Einsatz kommt, angebracht gewesen. Eine Ansteuerung über eine PC Software ist nicht vorgesehen.

Der ViewSonic VP2768 wurde mit einer Vielzahl an den unterschiedlichsten Bildmodi ausgestattet. Zum einen gibt es die ab Werk kalibrierten Profile der Standards sRGB, REC 709, EBU, SMPTE-C und DICOM, zum anderen weitere Presets für Web, Filme, Text, Spiele (RTS, Shooter, etc.) sowie Fotografie. Daneben gesellen sich ein User Profil, was nach eigenem Wunsch vollständig angepasst werden kann und drei Profile für die Hardwarekalibrierung.

Das eigentliche OSD wirkt aufgeräumt, gut strukturiert und umfangreich. Neben der Verwaltung der Quelleingänge, den Audiooptionen sowie den oben genannten Bildmodi hat man Einstellmöglichkeiten über Kontrast, Helligkeit und Farbbereich. Im User Profil stehen Regler u.a. für den Weißpunkt, Gamma sowie einer sechsachsigen Korrektur von Farbton und Sättigung zur Verfügung. Zum weiteren Umfang gehören ein Schärferegler, Overdrive- und Low Input Lag-funktionen, ein Sleeptimer, Eco Mode sowie ein Blaufilter, der besonders bei längerer Arbeit am Monitor die Augen schonen soll.

Helligkeit:

ViewSonic selbst wirbt mit einer maximalen Helligkeit von 350 cd/m2. Unser Testsample übertrifft den Wert mit 373 cd/m2. Regelt man den Monitor auf 0% sind düstere 50 cd/m2 messbar. Wirft man einen Blick auf das Diagramm, verläuft der Helligkeitsanstieg nahezu linear. So kann man zu jeder Situation, sei es nun bei Kerzenschein oder in einem lichtdurchfluteten Bürogebäude, den Monitor bei stets angenehmer Helligkeit verwenden. Es gibt auch Entwarnung für PWM geplagte Nutzer. Der Monitor setzt auf eine kontinuierlich leuchtende White LED Hintergrundbeleuchtung, sodass auch empfindliche Menschen zu diesem Modell greifen können.

Kontrast:

Zusätzlich zu der Messung der Helligkeit wird auch das Kontrastverhältnis ermittelt. Das Kontrastverhältnis fällt über den gesamten Helligkeitsbereich nahezu identisch aus. Mit einem durchschnittlichen Wert von 1050 : 1 sowie einer maximalen Abweichung von unter einem Prozent, übertrifft der Monitor nicht nur die Herstellerangaben von 1000 : 1, sondern zeigt ein extrem konstantes Ergebnis.

Coating:

Das Coating des ViewSonic VP2768 weist eine angenehme, stumpft-matte Oberflächenstruktur auf. So zeigen sich bei einem längeren Einsatz keine Ermüdungserscheinungen, wie es bei älteren IPS Panels mit deutlich aggressiveren Entspiegelung der Fall war. In Verbindung mit der hohen Helligkeit von bis zu 373 cd/m2 verursachen selbst direkte Lichtquellen keine störenden Spiegelungen.

Farbraumabdeckung, Weißpunkt, Gamma:

Im nachfolgenden Abschnitt stelle ich die Messwerte über Farbraumabdeckung, Weißpunkt und Gamma vor. Ich habe dafür den Monitor auf alltagstaugliche 120 cd/m² gedimmt und den Gammawert auf 2,2 definiert. Eine Einstellmöglichkeit über den Weißpunkt in Kelvin gibt es nicht, sondern nur vordefinierte Profile wie „nativ“, „warm“ oder „bläulich“. Für die Messungen habe ich das Standardprofil „nativ“ genommen. Alle Bildverbesserungseinstellungen wurden deaktiviert.

Die Farbraumabdeckung beträgt 98,1% sRGB und 74,8% Adobe RGB, was für einen Monitor ohne erweitertem Farbraum einem guten Wert entspricht. Der Weißpunkt vollführt mit 6551 Kelvin und einem Gamma von 2,23 fast eine Punktlandung der sRGB Norm. Der dedizierte sRGB Modus fixiert die Helligkeit auf feste 121 cd/m2. Die Messwerte fallen bei der Farbraumabdeckung mit 94,6% sRGB und 68,3% Adobe RGB schlechter aus. Dafür liegt der Weißpunkt mit 6494 Kelvin und Gamma von 2,22 noch näher an der Norm.

Bildwinkelstabilität:

Ein weiterer wichtiger Punkt stellt die Bildwinkelstabilität dar. Dem guten IPS Panel verdankend liefert der ViewSonic VP2768 in diesem Teilaspekt eine überzeugende Leistung ab. Egal von welcher Betrachtungsseite schauend, bleibt das Bild bei einem normalen Arbeitswinkel nahezu identisch. Erst ab einem deutlich spitzeren Winkel ist ein Rückgang der Helligkeit und dem Kontrast feststellbar. Hier zeigt sich auch der schwach ausgeprägte IPS Glow auf, der sich durch eine gräuliche Verfärbung bemerkbar macht.

Ausleuchtung & Luminanzverteilung:

Um herauszufinden, wie gut die Helligkeitsverteilung des Monitors ist, wurde in einem 5X5 Raster an 25 verschiedenen Stellen die Helligkeit gemessen. Ausgangswert stellt hierbei die Mitte mit 120 cd/m² dar.

Zum ersten Mal im Test zeigt der ViewSonic VP2768 eine größere Schwäche auf. Mit einer durchschnittlichen Luminanz Abweichung von 10 % und einer maximalen Abweichung von 21% fällt die Messung für einen Grafikmonitor ernüchternd aus.

Die Ausleuchtung bei reinem Schwarz sieht optisch hingegen besser aus. Mit bloßem Augen lässt sich keine Unregelmäßigkeit erkennen. Backlightbleeding oder punktuelle Aufhellungen sind nicht vorhanden. Bei genauer Betrachtung der Langzeitbelichtung ist die Abweichung der Luminanzverteilung im oberen Drittel des Monitors auszumachen.

Ein Beinbruch sind die Messwerte jedoch nicht, denn der ViewSonic VP2768bietet eine Gleichmäßigkeits-Korrekturfunktion an. Im Rahmen der Kalibrierung wird zusätzlich in einem 3×3 respektive 5×5 Raster Messungen vorgenommen. Der Kalibrierungsprozess wird dabei um ca. 45 Minuten verlängert. Neben der Helligkeit wird auch der Weißpunkt über das gesamte Panel angepasst. Dass die Funktion kein Voodoo ist, zeigt der Luminanzbericht hinterher. Mit einer durchschnittlichen Abweichung von gerade einmal 3,8% und einem Maximalwert von 9% ist nicht nur eine messbare, sondern auch eine sichtbare Verbesserung der Bildhomogenität eingetroffen.

Einen Nachteil hat die Technik jedoch. So nimmt das Kontrastverhältnis je nach gemessenere Stelle zwischen 15-20% ab. Die Nebenerscheinung ist nichts Ungewöhnliches und kommt auch bei Geräten anderer Hersteller vor. Das deutlich homogenere Bild ist in jedem Fall dem Kontrastverlust vorzuziehen und sollte bei jeder Kalibrierung durchgeführt werden!

Interpolation:

Während die WQHD Auflösung noch vor wenigen Jahren als Non Plus Ultra galt, stellt diese nun den Zwischenschritt zwischen Full HD und Ultra HD dar. Viele Multimedia Abspielgeräte können mit der Auflösung nicht umgehen und geben nur ein 1080p Signal an den Monitor weiter. Wie schlägt sich der Monitor, wenn die Auflösung unterhalb der nativen 1440p liegt?

Die Textdarstellung fällt bei 1080p erwartungsgemäß unschärfer und weicher aus, hält sich aber im Gesamten noch im Rahmen. Nach einer gewissen Zeit gewöhnt man sich an das Bild und könnte die Auflösung als Notbehelf – zumindest vorrübergehend – verwenden. Jener Effekt der Unschärfe wird bei 720p nochmals verstärkt. Bei nur einem Viertel der nativen Auflösung muss sich der Monitor trotz kaum auftretender Interpolationsartefakte geschlagen geben.

Reaktionsverhalten:

Um das Reaktionsverhalten dokumentieren zu können, greifen wir auf das altbekannte Programm Pixperan zurück. Der ViewSonic VP2768 verfügt über eine dreistufige Overdrive Option, die die Pixel unterschiedlich stark auf Trab bringt.

Das Ergebnis kann sich für einen Bild- und Videobearbeitungs Monitor sehen lassen! Zwar zeigt sich mit dem „Standard“ sowie „Advanced“ Preset eine sichtbare Schlierenbildung, diese wird jedoch mit der Einstellung „Ultra Fast“ zum Großteil ohne weitere auftretende Bildfehler eliminiert. Wer nach getaner Arbeit noch das eine oder andere Ründchen spielen möchte, wird als Gelegenheitsspieler seinen Spaß mit dem Gerät haben. Für ambitionierte Spieler fehlt die hohe Bildwiederholungsfrequenz sowie FreeSync bzw. G-Sync. Überraschenderweise ist die bei Gaming Monitor bekannte Funktion „Black Stabilization“, die dunkle Partien für eine bessere Sichtbarkeit von Objekten aufhellt, mit am Board. Anzumerken sei, dass die Overdrive Funktion bei Verwendung eines Hardwarekalibrierung Profils im OSD ausgegraut und die Standardeinstellung verwendet wird.

Stromverbrauch:

Heutige Monitore sind dank der LED Hintergrundbeleuchtung in den meisten Fällen sehr stromsparend und in der Kategorie darf sich auch der ViewSonic VP2768 eingliedern. Mit einer maximal gemessenen Energieaufnahme von 27,9 Watt und einem typischen Verbrauch zwischen 14 bis 18 Watt entpuppt sich das Gerät als kleines stromspar Wunder. Im Standby genehmigt sich der Monitor ebenfalls geringe 0,2 Watt.

Hardwarekalibrierung:

Kommen wir nun zum Interessanten Punkt des hier vorgestellten Monitors; der Hardwarekalibrierung. Ohne den Testbericht mit dem äußerst komplexen Thema Farbmanagment unnötig aufzublähen, möchte ich auf die Website http://fotovideotec.de/farbmanagement verweisen. Herr Beitinger hat sich mit viel Herzblut diesem Thema gewidmet. Wer Farbverbindlich arbeiten möchte, dem empfehle ich seine Lektüre durchzuarbeiten.

Der relevanteste Unterschied zwischen einer Softwarekalibrierung und der Hardwarekalibrierung liegt daran, dass die Korrekturwerte direkt in die Lookup-Table des Monitors gespeichert werden. Dies umfasst u.a. auch die Helligkeit, den Weißpunkt und den Gammawert. So bedarf es keine Einschränkungen der einzelnen R-,G-,B-Kanäle, um eine korrekte Darstellung zu ermöglichen. Dies würde nicht nur den Farbraum beschneiden, sondern kann sich auch durch einen stufenweisen Farb- oder Helligkeitsverlauf bemerkbar machen.

Die Hardwarekalibrierungsfunktion wurde mit dem Farbspezialisten Xrite entwickelt. Aus diesem Grund werden nur Colorimeter des Types X-rite CS-XRi1, I1 Display pro, I1 pro2 Calibrator unterstützt. In unserem Falle greifen wir auf das gut 200€ teure Xrite I1 Display Pro zurück.

Die Kooperation zeigt sich auch in der Kalibrierungssoftware, die sowohl für Mac OS als auch unter Windows verfügbar ist. Das auf den Namen Colorbration getaufte Programm hat unverkennbare Ähnlichkeit dem original Xrite i1Profiler. Für einen schnellen Einstieg gibt es eine vereinfachte Ansicht, die einem im ersten Panel die Entscheidung über den angestrebten Farbraum sowie der Helligkeit überlässt. Im nächsten Schritt wird festgelegt, auf welchem der drei Profile die Korrekturdaten gespeichert werden und ob die bereits vorgestellte Gleichmäßigkeits-Korrekturfunktion durchgeführt werden sollte. Ist man mit den Einstellungen soweit fertig, wird der Monitor im nächsten Schritt vermessen. Die erweitere Ansicht gibt einem zudem noch die Auswahlmöglichkeit über die genauen Profil-Optionen, Anzahl der Farbfelder sowie Speicherung der Workflow Einstellungen. Bei Bedarf kann ein Qualitätsbericht inklusive Trendanalyse sowie ein Ausleuchtungsreport erstellt werden.

Nach gut 15 Minuten ist die Standardkalibrierungabgeschlossen und speichert im finalen Schritt das .icm Farbprofil. Man sollte dabei nicht stumpf das Vorherige überschreiben, sondern für alle drei Hardwarekalibrierungs Profile des Monitorsein separate .icm Datei anlegen. Es ist zudem wichtig, stets das korrekte .icm Farbprofil auszuwählen, da ansonsten die Programme eine falsche Farbausgabe produzieren würden. Dies geschieht nicht automatisch mit der Profiländerung am Monitor, sondern muss händisch in der Anzeigeneinstellung bzw. Farbverwaltung des Betriebssystems durchgeführt werden.

Wie lohnenswert die Kalibrierung sein kann, verraten uns die Messwerte. Neben der deutlichen Verbesserung der Bildhomogenität durch die Gleichmäßigkeits-Korrekturfunktion, erreicht der Monitor nun eine sRGB Abdeckung von den beworbenen 99%. Auch der Farbabstand, der in delta E angegeben wird, verbessert sich merklich. Während im Standardprofil eine durchschnittliche Abweichung von 1,7 delta E gemessen wurde und im sRGB Profil sogar ein Wert von 1,1 erreicht wird, beläuft sich der durchschnittliche Farbabstand im kalibrierten Zustand auf geringe 0,24. Der größte Ausreißer war mit 1,1 delta E feststellbar. Ein Fehler unter 1,0 delta E ist selbst für ein geschultes Auge kaum bemerkbar. So zeigt sich, dass nicht nur die Werkskalibrierung ihren Namen redlich verdient hat, sondern dass man mit externer Hardware noch mehr aus dem ViewSonic VP2768 rausholen kann.

Fazit:

Mit dem ViewSonic VP2768 hat der Hersteller einen preisgünstigen, hardwarekalibierbaren Monitor für Bildbearbeitung auf den Markt gebracht, ohne dabei an einer Stelle gespart zu haben. Der stabile Standfuß weist alle erdenklichen Ergonomieoptionen auf, Schnittstellen wie DisplayPort, HDMI und USB 3.0 sind reichlich vorhanden und die Werkskalibrierung kann in den Messungen überzeugen. Das verbaute IPS Panel zeigt sich winkelstabil und selbst Gelegenheitsspieler kommen auf ihre Kosten. Zwar fällt die Bedienung etwas harkelig aus, das OSD erweist sich als aufgeräumt und umfangreich.

Die von ViewSonic beworben Eigenschaften übertrifft das Modell in vielen Bereichen zum Teil deutlich: Sei es nun die Helligkeit, das Kontrastverhältnis oder die Farbgenauigkeit ab Werk. Eine Ausnahme gilt dem Farbumfang im unkalibrierten Zustand. Hier war trotz mehrfacher Messungen „nur“ ein sRGB Farbraum von 98,1 Prozent ermittelbar. Erst nach der Hardware Kalibrierung lag der Wert bei den beworben 99%. Besonders anzumerken sei noch, dass die Werte zum Gamma, Kontrastverhältnis und Weißpunkt bei jeder Helligkeit konstant verbleiben. Eine Verfälschung tritt selbst bei den Extremeinstellungen nicht auf.

Möchte man das Haar in der Suppe suchen, findet man es bei der mäßigen Luminanzverteilung. Dank der Gleichmäßigkeits-Korrekturfunktion, die ein Kolorimeter voraussetzt, kann man dem aber entgegenwirken. So fällt die durchschnittliche Abweichung von 10% auf gute 3,8%.

Der eigentliche Kalibrierungsprozess dürfte selbst Laien vor keine allzu großen Herausforderung stellen. Dennoch ist farbverbindliches Arbeiten ein äußerst komplexes Thema und mit mehr Aufwand verbunden, als den Sensor anzubringen und in einer Software stumpf auf weiter zu klicken.

Die Investition von gut 580€ wird durch den vier Jahre Vor-Ort-Austausch Service sowie der Null-Pixelfehler Garantie geschützt. Unter dem Strich konnte der ViewSonic VP2768 voll und ganz überzeugen und erhält vor allem für ambitionierte Fotographen eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Das Synology DS1817+ im Test, 8 Bay NAS mit 10GBit Option

Wenn Ihr bei Synology nach einem High End NAS sucht, werdet Ihr vermutlich früher oder später über das Synology DS1817 und Synology DS1817+ stolpern.

Das DS1817 und DS1817+ sind mit so ziemlich allem ausgestattet was Synology aktuell zu bieten hat.

Dafür liegt aber auch der Preis für die beiden 8 Bay Modelle bei über 900€! Eine stolze Summe!

Ich habe mich für das Synology DS1817+ entschieden als mein neues „Arbeits“ NAS, wollen wir uns doch einmal im Test anschauen, ob dies eine gute Wahl war.

Kann das Synology DS1817+ im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Das Synology DS1817+ im Test

Synology setzt beim DS1817+ auf das Motto „If it ain’t broke, don’t fix it.“ Was meine ich damit? Das DS1817+ besitzt das fast 1 zu 1 identische Gehäuse wie die 8 Bay NAS Systeme von Synology der letzten x Generationen. Siehe beispielsweise das optisch fast identische DS1815+.

Beim DS1817+ handelt es sich um ein 8 Bay NAS, in diesem können also bis zu 8 Festplatten oder auch SSDs verbaut werden. Dementsprechend ist das NAS natürlich auch nicht unbedingt das kompakteste Modell.

Da es sich beim Synology DS1817+ allerdings um ein semi-professionelles NAS handelt, ist dies vermutlich zu verkraften.

Die Optik ist dementsprechend auch relativ schlicht und professionell gehalten. Im Gegensatz zu den „Heim“ NAS Systemen setzt Synology hier nicht auf Hochglanzplastik, sondern auf ein recht robustes mattes Plastik. Vielleicht ein wenig weniger „elegant“ aber das DS1817+ strahlt einen gewissen professionellen Charme aus, welcher mir ganz gut gefällt.

Die Festplatten sind im System auf der Front nebeneinander angeordnet und lassen sich über Hot-Swap Schlitten einsetzen. Die Montage von 3,5 Zoll Laufwerken geschieht hierbei völlig ohne Werkzeug. Auch verfügt das NAS über Vibrationsdämpfer für die 3,5 Zoll HDDs. 2,5 Zoll Laufwerke müssen allerdings ganz klassisch verschraubt werden.

Wie üblich verfügt jeder Festplattenschacht auch über eine Status LED, welche allerdings nur gedämpft grün leuchtet bzw. blinkt bei Aktivität.

Oberhalb der Festplattenschächte ist der Einschalter wie auch die restlichen Status LEDs angebracht. Abgesehen davon und einem etwas versteckten USB 3.0 Port gibt es auf der Front nicht weiter Interessantes.

Interessanter wird es wieder auf der Rückseite. Das wichtigste sind hier sicherlich die vier Gbit LAN Ports. Neben diesen sind drei weitere USB 3.0 Anschlüsse und zwei eSATA Ports zu finden.

Letztere dienen primär den Erweiterungseinheiten. Sollten Euch acht Festplatten zu wenig sein, könnt Ihr zwei Erweiterungsboxen am NAS anschließen. Hier gäbe es beispielsweise die DX517, welche fünf weitere Festplatten Slots bietet.

Insgesamt könntet Ihr also bis zu 18 Festplatte mit dem Synology DS1817+ nutzen (USB Festplatten lassen sich nicht wie „interne“ Laufwerke ansprechen).

Weiterhin interessant ist der PCIe Erweiterungsslot, welcher die Besonderheit des Synology DS1817+ ist und auch der Grund warum ich dieses NAS gekauft habe. Mehr dazu später.

Gekühlt wird das NAS und natürlich auch die Festplatten über gleich zwei große 120mm Lüfter auf der Rückseite. Diese lassen sich in der Software auch in ihrem Tempo steuern, je nachdem ob Ihr es lieber ruhiger oder kühler wollt.

Das Netzteil ist beim Synology DS1817+ im Übrigen fest intern verbaut.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung des DS1817+ verläuft recht problemlos und schnell. Baut zuerst mindestens eine Festplatte in das NAS ein und verbindet dieses mit dem Strom und Netzwerk.

Solltet Ihr wissen wie man die IP Adresse des NAS in Eurem Router herausfindet macht dies, ansonsten bietet Synology den DS Finder als Windows Anwendung auf der Herstellerwebseite zum Download an.

Gebt nun die IP Adresse des NAS Systems in Euren Webbrowser ein. Nach ein paar Sekunden sollte Euch das NAS mit der Aufforderung begrüßen die aktuelle Software aus dem Internet herunterzuladen. Alternativ könnt Ihr dies auch manuell machen.

Synology NAS Systeme speichern das DSM, also das Betriebssystem, nicht auf dem NAS selbst, sondern auf den eingebauten Festplatten (wenn mehrere Festplatten eingebaut sind, wird das System automatisch auf diese alle verteilt um eine Ausfallsicherheit zu gewährleisten). Hier wird immer eine kleine Partition angelegt, auf welchem das OS liegt.

Ist das Betriebssystem installiert (dies macht das NAS automatisch) werdet Ihr nach den Basis Informationen gefragt, wie den gewünschten Benutzername, Passwort, automatische Updates Ja/Nein usw.

Habt Ihr dem NAS diese Informationen gegeben, seid Ihr mit der Basiseinrichtung durch. Allerdings ist so das NAS noch nicht groß nutzbar, da noch keine Freigaben usw. angelegt wurden.

 

DSM

Auf Synology NAS System läuft das sogenannte DSM als Betriebssystem. Zum Zeitpunkt dieses Test ist das DSM 6.1.3 die aktuelle Version.

Das DSM kann man durchaus als vollwertiges Betriebssystem im Webbrowser bezeichnen und erinnert viel mehr an ein Desktop Betriebssystem als an die Benutzeroberfläche eines Routers/herkömmlichen NAS.

Im DSM könnt Ihr Multitasking betreiben, Anwendungen starten, Anwendungen nachträglich installieren, Ihr habt einen File Explorer usw. Sogar eine Office Suite seht für das NAS zur Verfügung!

Nach dem Abschluss der Ersteinrichtung ist allerdings das Erste was Ihr erledigen solltet das Konfigurieren Euer Festplatten.

Hierbei unterstützt das DS1817+ diverse verschiedene RAID Modi. Angefangen beim klassischem RAID 1 über RAID 5 bis hin zu RAID 10. Auch Synologys eigenes Hybrid RAID ist natürlich mit an Board.

Da es sich beim DS1817+ um ein „+“ NAS handelt, könnt Ihr Euch auch zwischen ext4 und dem neueren und moderneren btrfs als Datei System entscheiden.

Auch Dinge wie SSD Read und Write Caches werden vom Synology DS1817+ unterstützt.

Nach dem Erstellen eines Volume könnt Ihr in der Systemsteuerung Benutzer und freigegebene Ordner anlegen. Natürlich besitzt das DSM ein vollwertiges Rechtesystem mit welchem Ihr jedem Nutzer individuell oder auf Gruppenbasis den Zugriff auf Ordner zulassen oder verweigern könnt.

In der Systemsteuerung lassen sich aber auch diverse andere Dinge wie WLAN Einstellungen (mit einem WLAN Stick lässt sich das DS1817+ als WLAN Router nutzen), automatisches Blockieren bei xyz fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen, Lüftereinstellungen, SSH Zugang usw. konfigurieren.

Hierbei hat es Synology sehr gut geschafft einen Spagat zu schlagen zwischen einer sehr freundlichen und schönen Benutzeroberfläche und einer mit erweiterten Optionen.

Oftmals lassen Hersteller erweiterte Einstellungsmöglichkeiten aus Gründen der Benutzerfreundlichkeit weg, das ist bei Synologys DSM nicht der Fall. Dennoch setzt man hier auf qualitativ sehr hochwertige ICONs und eine generell eine sehr moderne Optik, welche ein „positive“ Einstellung vermittelt.

Ihr werdet im System nirgendwo irgendeine graue Liste mit Einstellungen finden, welche nicht visuell sauber aufbereitet ist. Sogar die erweiterten Funktionen bei welchen man damit rechnen kann, dass kein Home User diese jemals anfasst sind optisch 1A.

Grundsätzlich besitzen alle Einstellungen, Menüs und sogar die Synology eigenen Anwendungen die gleiche Design Sprache.

 

Das + zählt

Synology NAS Systeme lassen sich grundsätzlich in vier Kategorien einordnen, welche man anhand des Namens erkennen kann.

J-Serie

Value-Serie (nach dem DS1234 kein weiterer Buchstabe oder Zeichen)

Plus-Serie

FS- & XS-Serie

Die J-Serie ist die „Einsteiger“ Serie welche auf eine möglichst gute Preis/Leistung getrimmt ist. Die Value-Serie ist die Standard Serie für den Heimnutzer. Die Plus-Serie ist für erweiterte/Business Nutzer und die FS- & XS-Serie für den Server Zentrum Einsatz.

Grundsätzlich ist die Basis bei allen Synology NAS Systemen gleich. Ihr werdet hier keine „oh du hast das billigste NAS gekauft daher blockieren wir diese Software Feature“ Meldung sehen.

Allerdings besitzt + NAS Systeme eine Handvoll Feature die man bei den kleineren Systemen nicht findet.

Das dickste Feature welches + Systemen vorbehalten ist, ist Btrfs mit Funktionen wie Datei-Selbstheilung, Schnappschüsse usw. Btrfs ist die Linux Version vom bekannten ZFS und ist extrem nützlich! Mehr Infos dazu was Btrfs so toll macht,

findet Ihr hier -> https://www.synology.com/de-de/dsm/Btrfs

Auch einige erweiterte Apps wie Mail Plus, der high Availability Manager, Intrusion Prävention usw. sind nur für Plus NAS System vorhanden. Zudem bekommen Plus NAS Systeme oftmals als erste neue Beta Versionen von neuer Software.

Waurm? + NAS Systeme setzen bei Synology ausschließlich auf x86 Intel CPUs, während die anderen Serien meist ARM CPUs nutzen.

 

Paket Zentrum

Ein App Store auf einem Smartphone ist nichts Besonderes, aber auf einem NAS? Ja! Auf Synology NAS Systemen gibt es einen App Store ähnlich, wie man ihn von Smartphones kennt. Das Ganze nennt sich natürlich nicht „App Store“  sondern Paket Zentrum, ist aber von seiner Nutzung wie man es kennt.

Zusätzliche Anwendungen und Feature lassen sich mit einem Klick nachinstallieren. Ihr benötigt hierfür kein Account oder sonstiges Wissen.

Aktuell stehen für das Synology DS1817+ rund 114 zusätzliche Anwendungen zur Verfügung. Einige davon stammen von Synology selbst, einige von 3. Anbietern.

Im Folgenden möchte ich ein paar der Apps vorstellen.

QuickConnect

Ehe ich aber zu den Apps komme, ein paar Worte zu QuickConnect. QuickConnect erlaubt Euch die Verbindung zu Eurem NAS über das Internet, ohne Portfreigaben einrichten zu müssen oder sich irgendwelche IP Adressen zu merken.

Ihr loggt Euch mit Eurem Synology NAS in Euren Synology Account ein und gebt dem NAS einen Namen wie beispielsweise „EigeneCloud“. Diesen Namen könnt Ihr nun in den Synology Apps verwenden anstelle der IP Adresse.

Solltet Ihr Synology nicht trauen oder Ihr wollt einfach Euren eigenen DDNS Dienst nutzen, ist das natürlich auch möglich.

Das DSM bringt hier eine große Liste an unterstützten Diensten mit.

Audio Station

Beginnen wir mit den Multimedia Apps. Viele der Synology Apps bestehen aus zwei Teilen. Einmal der „Server“ Anwendung und der mobile App.

Einige der Server Anwendungen lassen sich jedoch auch mit einem ähnlichen Umfang wie die mobilen Apps im Webbrowser/DSM nutzen.

Hierzu gehört auch die Audio Station. Wie der Name vermuten lässt, wird in der Audio Station all Eure Musik angezeigt, dabei wird diese nach Interpret, Album usw. aufgeteilt.

Auch lassen sich Playlisten anlegen welche mit allen benutzen Geräten (also im Webbrowser, in der Smartphone App usw.) synchronisiert werden. Selbiges gilt auch für Bewertungen und Änderungen der Tags.+

Man könnte sagen, dass die Audio Station ein privates Spotify ist. Sollte Eure Musik Bibliothek aus ALAC oder FLAC Audio Dateien bestehen, ist das auch kein Problem, auch diese Formate werden wiedergeben und noch viel besser solltet Ihr diese Titel via Smartphone übers Internet aufrufen, kann das NAS diese „on the fly“ in MP3s umwandeln um Bandbreite zu sparen.

Alternativ kann man auch Playlisten auf das Smartphone herunterladen für die offline Nutzung.

Zu guter Letzt als kleiner Bonus lassen sich alle Titel auch über die Audio Station an Airplay oder DLNA fähige Empfänger streamen. Solltet Ihr dies mit der Mobile Apps machen, dient diese dabei „nur“ als Controller und selbst wenn das Smartphone abgeschaltet wird, läuft die Musik so lange weiter bis Sie von einem anderen Gerät gestoppt wird.

Zudem unterstützt die Audio Station auch Webradio und USB Soundkarten. Man kann sein NAS also in Kombination mit PC Lautsprecher auch als Webradio nutzen.

Photo Station

Was die Audio Station für Eure Musik war, ist die Photo Station für Eure Bilder. Erneut gibt es eine Anwendung welche in Eurem Webbrowser läuft und beispielsweise das Teilen der Bilder über eine Webgalerie erlaubt und eine mobile Anwendung.

Die Photo Station ist für Fotografen sicherlich sehr interessant da man über diese Bilder an seine Klienten senden kann ohne irgendwelche „öffentlichen“ Angebote zu nutzen, was aus Datenschutzgründen schwierig sein kann.

Hierbei kann einfach ein Link für den Zugriff versendet werden. Die einzelnen Galerien können natürlich per Passwort geschützt oder komplett auf privat geschaltet werden.

Die mobile App unterstützt ähnliche Features. Ihr könnt die auf Eurem NAS liegenden Bilder betrachten und freigeben. Ebenso ist ein automatischer Foto Upload möglich, welcher sich in meinem Alltag als sehr praktisch erwiesen hat.

Damit die ganzen Bilder nicht zu viel Internet Bandbreite und Volumen fressen, legt das NAS automatisch kleinere Vorschauen von ihnen an. Hierfür benötigt das Synology je nach Menge und Größe der Bilder ein wenig Zeit.

Jedoch händelt die verbaute Intel CPU diese Berechnung der Vorschauen recht gut, ist allerdings auch kein Rechenleistungsmonster.

Video Station

Die Video Station ist in einem gewissen Rahmen mit beispielsweise PLEX vergleichbar. Alle Eure Videos und Filme werden in der Anwendung visuell sehr hochwertig präsentiert.

Dabei lädt das NAS Cover und Beschreibung des Films/der Serie automatisch nach, sofern aus den Titeln ersichtlich ist um was für einen Film/Serie es sich handelt. TV Serien werden auch gruppiert in die einzelnen Staffeln, sofern das Namensschema eine Zuordnung möglich macht.

Selbiges gilt auch für die Android/IOS Apps. Solltet Ihr unterwegs einen Film sehen wollen, ist es zudem möglich vom NAS eine niedrig auflösendere Kopie anfertigen zu lassen.

Dies funktioniert beim DS1817+ im Gegensatz zu den „Play“ NAS Systemen allerdings nicht „on the Fly“ jedoch werden die alternativen Versionen recht schnell gerendert.

Solltet Ihr nicht wissen woher man legal an Filme oder Serien kommt um das NAS zu „füttern“, hierfür hat sich Synology auch etwas ausgedacht. Ihr könnt einen DVB-S/T/C Reciver via USB an das NAS anschließen und Aufnahmen programmieren oder das TV Programm an Euer Smartphone/Tablet streamen.

Wichtig achtet hierbei auf die Kompatibilitätsliste von Synology.

Note Station

Die Note Station ist ein Konkurrenzprodukt zu Evernote oder OneNote.

Ihr könnt in dieser Anwendung welche im Webbrowser, als Chrome App und für IOS/Android verfügbar ist Notizen und To-do-Listen anlegen.

Ich mag diese Anwendung sehr gerne und nutze sie immer mehr als Word Ersatz. Mittlerweile schreibe ich sogar die Berichte für meinen Blog in der Note Station, wie auch diesen.

Zwar kann die Note Station natürlich nicht ganz mit Word mithalten aber sogar das Anlegen von Diagrammen und Tabellen ist möglich.

Cloud Station

Die Cloud Station ist erneut eine sehr viel von mir genutzte Anwendung. Ähnlich wie Dropbox, OneDrive und Google Drive synchronisiert die Cloud Station einen oder mehrere Ordner Eurer Festplatte mit einem Ordner auf dem NAS.

Dies ist für mich als „Multi Device“ mit mehreren Windows Tablets, Desktop PCs und einem Macbook ein unverzichtbarer Alltagshelfer.

Der Vorteil gegenüber Dropbox und Co ist natürlich der „unbegrenzte“ Speicher und vor allem die Geschwindigkeit nicht alle Daten erst ins Internet laden zu müssen.

Auch wem eine gewisse Datensicherheit wichtig ist, könnte gefallen an der Cloud Station finden da Eure Daten niemals das heimische Netzwerk verlassen, sofern Ihr das nicht wollt.

Natürlich ist es auch möglich von der Ferne auf diese Daten zuzugreifen.

Verglichen mit normalen Netzwerkfreigaben habt Ihr aber den Vorteil, dass die Daten auch beim Fehlen einer Netzwerkverbindung noch zugreifbar sind.

Die Cloud Station legt dabei auch Versionen von Euren Daten an. Solltet Ihr also einmal ein wichtiges Dokument aus Versehen überschrieben haben, ist noch nicht alles verloren.

Dies kann auch bei den diversen Verschlüsselungs- Trojanern, welche aktuell im Umlauf sind sehr nützlich sein, da sich Eure Daten so im Falle des Falles wiederherstellen lassen.

Cloud Sync

Ein Nachteil von heimischen NAS Lösungen gegenüber den üblichen Cloud Angeboten ist die Sicherheit gegen Umwelteinflüsse.

Ob nun Feuer, Blitzschlag oder ein Einbrecher, welcher die Wohnung verwüstet und dabei das NAS auf den Boden wirft.

Hier bietet Synology Cloud Sync an. Mit Cloud Sync könnt Ihr Ordner auf Eurem NAS automatisch mit öffentlichen Cloud Angeboten synchronisieren.

Hierbei habt Ihr eine recht große Auswahl an möglichen Speicherzielen, angefangen bei Dropbox, Google Drive oder OneDrive bis hin zu exotischeren Diensten wie Amazon Cloud Drive, box, Baidu Cloud, S3-Speicher, Strato HI Drive oder einem einfachen WEBDAV Server kann alles als Ziel dienen.

Solltet Ihr Euch um den Datenschutz Gedanken machen, dafür hat man ja ein eigenes NAS um nicht alle Daten an Google und Co senden zu müssen, das DS1817+ kann alle Daten on the Fly verschlüsseln, so dass der Cloud Anbieter diese nicht lesen kann.

Für den Upload und auch Download könnt Ihr natürlich auch Geschwindigkeitsbegrenzungen einstellen um Euer Netzwerk bei größeren Uploads nicht vollständig lahm zu legen.

Surveillance Station

Ein sehr mächtiges und gerade für kleine Unternehmen sehr wertvolles Feature ist die Surveillance Station.

Mit einer unterstützten IP Überwachungskamera kann Euer NAS diese Kamera oder auch Kameras steuern und verwalten.

Aufnahmen der Kamera werden dabei auf dem NAS gespeichert. Ebenso übernimmt das NAS Dinge wie Bewegungserkennung usw.

Auch bei der Auswertung der Aufnahmen kann das Synology NAS helfen indem es auch bei Daueraufnahmen Bereiche markiert, in welchen eine Bewegung stattgefunden hat.

Ebenfalls ist es, möglich Aufnahmen gezielt nach einem Ereignis zu untersuchen. Als Beispiel, Ihr besitzt ein kleines Ladengeschäft und im Laufe des Tages ist irgendein Artikel weggekommen, aber Ihr wisst nicht wann.

Nun könnte man die kompletten Aufnahmen durchsehen bis man den Schuldigen findet, das kann man sich aber auch mit dem DS1817+ sparen. Hier kann man den Bereich markieren, in welchem das Objekt stand und dem NAS befehlen, alle Aufnahmen zu zeigen, in denen in diesem Bereich eine Bewegung stattfand.

So etwas kann sehr wertvoll sein und bei professionellen Systemen sehr teuer.

Auch das Anlegen von Aktionen ist möglich, beispielsweise eine Kamera funktioniert nicht mehr. In diesem Fall könnte man die Surveillance Station so einstellen, dass eine zweite Kamera automatisch in diese Richtung gedreht wird(Kamera mit Motor vorausgesetzt).

Das DS1817+ unterstützt bis zu 40 Kameras gleichzeitig, 2 sind allerdings nur „gratis“. Für mehr Kameras müsste ich Lizenzen erwerben.

Mehr zu Surveillance Station findet Ihr HIER

Active Backup

Active Backup ist eine neuere App von Synology, welche aber extrem interessant ist! In der Regel kennt man PC Backups so. Man installiert ein Programm auf seinen PC und dieses überträgt die Daten auf eine externe HDD oder ein NAS.

Was aber, wenn man kein zusätzliches Programm installieren möchte oder installieren kann?

Active Backup erlaubt das Sichern von Daten ohne zusätzliches Programm! Ihr müsst die Dateien/Ordner die Ihr sichern wollt im Netzwerk freigeben (auch mit Passwort Schutz) und diese Netzwerkfreigabe im NAS hinterlegen.

Das Synology NAS lädt dann zu einer von Euch zuvor festgelegten Zeit alle Daten von der Netzwerkfreigabe herunter und sichert diese. Hierbei stehen auch diverse Sicherungsmethoden zur Auswahl (Spiegeln, mehrere Versionen, inkrementell).

 

Aufrüstbarkeit

Wenn man an ein Fertig- NAS denkt, denkt man wohl eher weniger an eine gute Aufrüstbarkeit. Allerdings bietet einem hier das DS1817+ durchaus die ein oder andere Option.

Zum einen könnt Ihr den RAM des NAS aufrüsten. Hierfür befindet sich eine nutzerfreundliche Klappe auf der Unterseite des Geräts. Dort lassen sich zwei DDR3 Notebook Arbeitsspeicher Module verbauen. Hier bin ich mir nicht ganz sicher ob das NAS jedes Arbeitsspeicher Modul akzeptiert oder nur die Synology eigenen (welche zum Nachkauf angeboten werden). Leider sind die Synology Module nicht gerade günstig mit rund 200€ für 16GB.

Was bringt mir mehr RAM? Zum einen könnt Ihr mehr RAM intensive Anwendungen auf Eurem NAS laufen haben. Diese Antwort sollte aber selbstverständlich sein. RAM wird aber ebenfalls als Schreibcache genutzt. Gerade wenn man viele kleine Dateien auf sein NAS überträgt, werden diese erst im RAM gecached und dann „am Stück“ auf die Festplatte geschrieben. umso mehr RAM frei und vorhanden ist, umso mehr Daten können natürlich zwischengespeichert werden.

Ich habe im Übrigen nur die 2GB Basis Version, wovon vom OS und den Standard Anwendungen lediglich 17% belegt sind.

Interessanter ist fast der PCIe Slot. Um diesen zu erreichen, müsst Ihr die Haube des DS1817+ entfernen, was aber auch keine große Sache ist.

Was kann man in diesen PCIe Slot einbauen? Synology gibt einem hier zwei Optionen, ein m.2 SSD Adapter oder eine zusätzliche LAN Karte.

Erstere Option finde ich etwas unnötig. Warum sollte ich zwei zusätzliche PCIe m.2 SSDs in meinem System wollen, wenn ich eh nur Gbit LAN habe?!

Der PCIe Slot ist viel interessanter für das Nachrüsten einer 10Gbit LAN Karte. Ich beispielsweise nutze eine Intel X540 T1 im DS1817+, was auch wunderbar funktioniert!

Selbst wenn Ihr noch keine 10Gbit Infrastruktur habt, bietet Euch dieser PCIe Slot die Option der Nachrüstung, was natürlich super ist!

 

Leistung

Wie sieht es mit der Leistung des Synology DS1817+ aus? Das NAS verfügt von Haus aus über vier Gbit LAN Ports welche natürlich jeweils auf 120MB/s limitiert sind.

Diese 120MB/s schafft natürlich das NAS mit Intel Atom C2538 CPU problemlos in beide Richtungen.

Selbst wenn Ihr die vier LAN Ports via Link Aggregation zusammenschaltet, wird das NAS immer noch 400MB/s+ in beide Richtungen schaffen. Allerdings vergesst nicht wie genau Link Aggregation funktioniert! Mehr dazu hier.

Man kann nicht einfach mit einem Computer plötzlich 400MB/s durchs Netzwerk jagen. Link Aggregation ist im Grunde nur ein besseres Load Balancing. Erst wenn mehrere Computer gleichzeitig auf das NAS zugreifen werden gemeinsam die 480MB/s erreicht.

Wollt Ihr mit einem Computer mehr als 120MB/s erreichen bleibt Euch nicht viel anderes übrig als im NAS eine 10Gbit LAN Karte zu verbauen.

Synology gibt die Leistung bei der Nutzung einer 10Gbit LAN Karte mit rund 1080MB/s lesend und 436MB/s schreibend an.

https://www.synology.com/de-de/products/performance#5_10bay

Diese Werte kann ich NICHT bestätigen. Selbst mit einem SSD RAID 0 konnte ich lesend nur rund 540MB/s erreichen und schreibend 460MB/s.

SATA SSD Raid 0

Nicht, dass dies schlechte Werte wären, ganz im Gegenteil!

Was erreicht man mit einem normalen HDD Setup? Natürlich hängt dies von den verwendeten HDDs ab. In einem RAID 5 aus fünf Seagate Iron Wolf 8TB HDDs konnte ich sehr ähnliche Werte zu den SSDs erreichen. Erneut rund 540MB/s lesend und 400MB/s schreibend.

Das bedeutet, dass eine Netzwerkkomponente oder der Prozessor der limitierende Faktor ist und nicht die Laufwerke.

 

Fazit

Das DS1817+ kann durch die üblichen Stärken von Synology NAS Systemen punkten. Dies ist ganz klar primär die Software. Synologys DSM ist ohne Frage das fortschrittlichste NAS Betriebssystem und aus meiner Sicht auch FreeNAS und Co. überlegen.

Zum einen ist das Betriebssystem sehr nutzerfreundlich, zum anderen bietet dieses Funktionen, welche weit über denen eines normalen NAS Systems liegen. Hierzu gehört ein Plex ähnliches Media Center, ein Cloud Synchronisierungsdienst, eine Notizen Anwendung ähnlich Evernote, eine komplette Cloud Office Suite, usw.

Auch die Hardware ist natürlich mehr als solide! Ich hatte schon viele Synology NAS Systeme und hier nie Probleme mit der Zuverlässigkeit gehabt, daher bin ich auch guter Dinge, dass das DS1817+ lange durchhalten wird.

Natürlich verfügt das NAS über mehr als genug Power um eine Gbit LAN Verbindung zu befeuern. 120MB/s in beide Richtungen auch mit Verschlüsslung ist kein Problem, dies sollte bei einem 900€+ NAS allerdings auch nicht die große Überraschung sein.

Interessant ist hier der PCIe Slot des Synology DS1817+ welcher die Nachrüstung einer 10Gbit LAN Karte ermöglicht. Selbst wenn Ihr noch nicht über eine 10Gbit Infrastruktur verfügt, welche aber dank ASUS auch nicht mehr soo teuer ist, könnt Ihr in 2-3 Jahren, wenn es soweit ist, einfach Euer NAS nachrüsten. Mit einer 10Gbit LAN Karte konnte ich rund 540MB/s lesend und 460MB/s schreibend erreichen.

Super! Damit ist das Synology DS1817+ eine recht zukunftssichere Angelegenheit, welche sicherlich den mit 900€ recht hohen Anschaffungspreis etwas leichter verdaulich macht.

Allerdings muss ich hier auch ein paar Kritikpunkte ansprechen. Vorweg ich bin absolut zufrieden mit dem NAS und würde es jederzeit wieder kaufen! Allerdings zahlt man schon einen dicken premium Preis.

Im Inneren setzt das DS1817+ auf einen Intel Atom C2538, das ist der gleiche Chip wie beim DS1815+ nur, dass das DS1815+ zwei Jahre älter ist. Letztendlich ist das einzige was sich vom älteren DS1815+ auf das neuere DS1817+ gebessert hat der PCIe Slot, welcher die 10Gbit LAN Verbindung ermöglicht.

Das ist zwar der Grund warum ich das NAS gekauft habe, aber wenn man das so betrachtet, ist dies schon etwas schwach von Seiten Synology.

Der Intel Atom C2538 macht einen guten Job, wenn man allerdings zur Konkurrenz schaut, wo Hersteller in dieser Preisklasse auf Intel I3 usw. setzen, hätte ich vielleicht doch gerne etwas mehr gesehen, gerade verglichen mit der Vorgängergeneration.

Dennoch bleibt meine Empfehlung bestehen! Die hervorragende Software, zahllosen Feature und regelmäßige Updates mit immer neuen Funktionen machen das Synology DS1817+ zum nahezu perfekten NAS System für einen Professionellen/Semi-Professionellen Anwender!

Doch besser das Synology DS1817?

Allerdings würde ich den meisten Nutzern empfehlen zum Synology DS1817 zu greifen! Wir haben hier die etwas einmalige Situation dass das „+“ NAS schlechter ausgestattet ist als die normale Version. Für ca. 10€ weniger verfügt das Synology DS1817 bereits über eingebautes 10Gbit LAN und einen schnelleren Prozessor. Software seitig und auch was das Gehäuse angeht sind diese fast identisch.

Also eigentlich der bessere Deal?! Ja! Kauft das Synology DS1817 und nicht das Synology DS1817+!

Warum habe ich dann das DS1817+ gekauft? „+“ NAS Systeme haben schon den ein oder anderen Vorteil. Beispielsweise Btrfs welches ein hervorragendes neues Dateisystem ist und durchaus das ein oder andere neue interessante Feature mitbringt! Siehe hier

Auch bekommen „+“ NAS Systeme schneller neue Beta Software (dank der x86 Architektur) und besitzen eine Handvoll interessanter „Bonus“ Apps.

Das ist nichts Weltbewegendes aber natürlich für mich als Tester immer interessant sich schneller neue Funktionen ansehen zu können. Zudem hatte ich eine passende 10Gbit LAN Karte „herumfliegen“, daher habe ich mich für das DS1817+ entschieden.

Aus neutraler Sicht ist vermutlich aber für die allermeisten Nutzer das normale DS1817 die bessere Wahl! Zumal beide Systeme um die 900€ kosten!

Lediglich wenn Euch 10Gbit LAN erst einmal völlig egal ist und Euch nur die Option wichtig ist es nachrüsten zu können, wäre das DS1817+ eventuell die bessere Wahl.

Der Anker PowerCore II 10000 im Test, die neuste und best Powerbank von Anker ?!

Ankers PowerCore Powerbanks gelten schon jetzt als die so ziemlich besten Powerbanks auf dem Markt. Aber wie bei allen elektronischen Produkte die erfolgreich sind, gibt es früher oder später einen Nachfolger.

Im Falle der Anker PowerCore Powerbanks ist dies jetzt der Fall! Bereits auf der IFA hat Anker seine neuen Anker PowerCore II Powerbanks vorgestellt. Nun beginnen die ersten Modelle im Handel aufzutauchen, den Anfang macht der Anker PowerCore II 10000.

Selbstverständlich muss ich hier einen kleinen Test zu machen. Wie gut ist der neue Anker PowerCore II 10000? Finden wir dies im Test heraus!

 

Anker Powerbank Übersicht

Anker hat extrem viele Powerbanks, bei welchen oftmals der Überblick etwas schwerfällt. Daher hier eine kleine Übersicht

(Von alt nach neu)

  • Anker Astro Serie
  • Anker PowerCore Serie
  • Anker PowerCore+ Serie
  • Anker PowerCore II (wurde umbenannt in PowerCore Elite)
  • Anker PowerCore Speed
  • Anker PowerCore II

Wie Ihr seht war Anker in den letzten Jahren recht fleißig mit neuen Powerbank Serien. Grob zusammengefasst, die Anker Astro und PowerCore Powerbanks sind normale 5V USB Powerbanks ohne Quick Charge oder Ähnlichem.

Der PowerCore+ ist hier eine teurere Serie welche Quick Charge oder sogar USB Power Delivery unterstützt.

Der ursprüngliche PowerCore II war wie der PowerCore I eine normale Powerbank ohne Quick Charge usw., dafür allerdings mit einer hervorragenden Ladeperformance. Da allerdings Quick Charge immer wichtiger wurde, hat Anker den ursprünglichen PowerCore II wieder abgesägt und in PowerCore Elite umbenannt.

Um den Bedarf an Quick Charge fähigen Powerbanks zu decken wurde dann die PowerCore Speed Serie eingeführt, welche aktuell die so ziemlich besten Quick Charge Powerbanks sind.

Der PowerCore II welcher heute hier im Test ist, ist der echte Nachfolger der Anker PowerCore Speed und PowerCore Serie.

 

Der Anker PowerCore II 10000 im Test

Wenn besonders kompakte Abmessungen für Euch bei einer Powerbank wichtig sind, dann seid Ihr bei dem Anker PowerCore II mit 10000 an der richtigen Adresse.

Ich würde fast sagen, dass dies die kompakteste und auch leichteste Powerbank mit 10050mAh ist, die mir bisher begegnet ist. Dabei wirkt allerdings die Verarbeitung und auch die Haptik der Powerbank gut.

Anker setzt bei dieser auf den ersten Blick auf ein einfaches Plastikgehäuse. Dieses besitzt jedoch eine leicht raue Textur, welche mir sehr gut gefällt und auch etwas dabei hilft Fingerabdrücke zu reduzieren.

Bei Powerbanks bevorzuge ich im Übrigen ein Plastikgehäuse. Aluminium ist zwar hochwertiger, aber sollte die Powerbank in derselben Tasche landen wie das Smartphone, Tablet usw. ist es bei einer Plastikpowerbank unwahrscheinlicher, dass diese eine Beschädigung an den Geräten verursacht.

Eine Powerbank aus Aluminium kann bei einem aneinanderreiben hingegen leichter Kratzer verursachen.

Wie sieht es bei den Featuren aus?

Der Anker PowerCore II 10000 verfügt über zwei Anschlüsse, einem normalen USB Ausgang und einem microUSB Eingang.

Ja leider setzt Anker noch nicht auf USB C. Schade, aber nachvollziehbar. Als Zubehörhersteller will natürlich Anker so viele Kunden wie möglich mit seinem Produkt ansprechen und die überwältigende Mehrheit aller Smartphones verfügt nun mal noch über microUSB.

Immerhin die beiden vorhanden Ports haben es mächtig in sich! Anker spricht hier von seiner PowerIQ 2.0 Technologie. Diese soll ein besonders schnelles und schonendes Laden von Smartphone und Co. ermöglichen.

Hierbei ist allerdings sowohl der Eingang wie auch der Ausgang mit Quick Charge 2.0 und 3.0 Kompatibel. Der USB Ausgang kann 5V/3A, 9V/2A oder 12V/1,5A liefern.

Natürlich ist der Anschluss auch abwärtskompatibel, selbst wenn Euer Smartphone kein Quick Charge unterstützt, sollen diese dank PowerIQ 2.0 ebenfalls schnell geladen werden.

Um ein schnelles Wiederaufladen zu garantieren, unterstützt auch der microUSB Eingang Quick Charge. Allerdings anscheinend nur Quick Charge 2.0 (Quick Charge 2.0 Geräte lassen sich an Quick Charge 3.0 Ladegeräten mit vollem Tempo laden), denn es wird eine Leistungsaufnahme von 5V/2A oder 9V/2A angegeben.

Wie üblich verfügt die Powerbank auch über einen Einschalter. Dieser wird allerdings weniger zum Einschalten der Powerbank benötigt, sondern viel mehr zum Überprüfen der verbliebene Restladung.

In dem Einschalter sind insgesamt 10 LEDs integriert, welche Euch beim Betätigen mitteilen wie viel Ladung noch in der Powerbank steckt.

Einschalten und Abschalten tut sich die Powerbank im Übrigen automatisch wenn Ihr ein Smartphone anschließt, bzw. trennt.

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.,

 

Messwerte des Anker PowerCore II 10000

Wie üblich beginnen wir bei der Kapazität. Im Gegensatz zum Namen der Powerbank spricht Anker hier von einer Kapazität von 10050mAh, messen konnte ich 32,359Wh bzw. 8745mAh. Dies entspricht guten 87% der Herstellerangabe.

Warum sind 87% gut?

Die Herstellerangabe bezieht sich auf die im Inneren verbauten Akkuzellen. In diesem Fall werden im PowerCore II vermutlich drei sogenannter 18650 Zellen mit jeweils 3350mAh Kapazität stecken.

Leider ist es mir nicht möglich die Powerbank zu öffnen ohne diese völlig zu zerstören, aber es ist davon auszugehen, dass entweder Panasonic, LG oder Samsung Zellen verbaut wurden (nur diese drei bieten 18650 Zellen mit 3350mAh Kapazität an).

Wenn doch nun drei Zellen mit 3350mAh in der Powerbank stecken, warum kann man dann nicht die vollen 10050mAh nutzen? Die Akkuzellen besitzen eine Spannung von 3,7V, welche auf 5V, 9V oder sogar 12V angehoben werden muss. Dieser Prozess ist nicht völlig verlustfrei, in der Regel gehen ca. 10-20% der vorhandenen Energie dabei verloren. Dies ist bei allen Powerbanks der Fall, da diese alle recht ähnlich aufgebaut sind.

Daher sind 87% nutzbare Kapazität ein guter Wert! Bedenkt bitte auch, dass beim Laden eines Smartphones auch immer etwas Energie aufseiten des Smartphones verloren geht, plant also großzügig noch mal 20% Verlust mit ein. Dies gilt natürlich ebenfalls für alle Powerbanks und hängt davon ab wie effizient Euer Smartphone lädt.

Kommen wir zur Ladegeschwindigkeit und Gerätekompatibilität. Hier muss ich ganz ehrlich sein der Anker PowerCore II hat mich hier etwas negativ überrascht.

Anker selbst spricht von „mit PowerIQ 2.0, Anker’s neuester Ladetechnologie wird jedes Endgerät sicher und schnell geladen“ um dann ein paar Zeilen tiefer erst einmal die Google Pixel und Nexus Geräte auszuschließen „Kann manche USB-C Geräte nicht bei maximaler Geschwindigkeit laden, inklusive Nexus 6P/5X oder Google Pixel.“

Leider bestätigt sich dies auch in der Praxis, das Google Pixel XL wird nur mit 0,98A bei 5V geladen. Das ist „okay“ aber sicherlich alles andere als schnell.

Smartphones die kein Quick Charge unterstützen sind oftmals etwas zickiger, wenn man diese an Quick Charge Ladegeräten lädt.

Daher haben wir beim Anker PowerCore II eine „zwei Klassen“ Gesellschaft. Smartphones die Quick Charge unterstützen, laden an der Powerbank in der Tat super schnell. Dies wären Smartphones wie das Samsung Galaxy S8, S7, LG G6 oder auch das HTC U11.

Smartphones die kein Quick Charge unterstützen, sind am Anker PowerCore II etwas problematischer. Die größte Gruppe der „nicht Quick Charge fähigen Smartphones“ sind sicherlich Apples iPhones. Hier macht aber Ankers PowerIQ 2.0 Technologie einen guten Job. In der Regel laden iPhones an Quick Charge Ports ähnlich wie die Google Geräte nur sehr langsam, aber Anker hat es hier geschafft den Quick Charge Port „Apple zu optimieren“.

Das iPhone 7+ erreicht solide 1,56A Ladestrom mit dem original Apple Kabel. Dies ist eine mehr als solide Geschwindigkeit! Daher ist auch davon auszugehen, dass ein iPhone 8 oder iPhone X schnell an der Powerbank lädt.

Mein iPad Pro 10.5 hingegen erreichte nur 1,72A, möglich sollten knapp über 2A sein. Kein gigantischer Unterschied, aber dennoch.

Schlimmer sah es an Huawei Smartphones aus. Das P10 Plus erreichte lediglich 0,48A bei 5V! Das ist super langsam! Ich weiß nicht was hier falsch läuft, aber eine so niedrige Ladegeschwindigkeit ist sehr unerwartet. Auch das Huawei Mate 9 erreicht nur 0,98A.

Anker hat hier etwas das Quick Charge Problem. Quick Charge ist toll und schön, aber Quick Charge ist eine Technologie des Herstellers Qualcomm und kein offener Standard. Qualcomm wiederum stellt die Prozessoren in den meisten High End Smartphones her, daher unterstützen diese auch meist Quick Charge. Google und Apple versuchen gemeinsam nun den Konkurrenz Standard USB Power Delivery durchzudrücken, welcher im Gegensatz zu Quick Charge offen ist. USB Power Delivery wird auch von Huawei und Nintendo unterstützt.

Daher haben wir hier aktuell zwei konkurrierende Ladestandards, welche zwar untereinander in einem gewissen Rahmen kompatibel sind, aber es ist meist suboptimal ein USB Power Delivery Smartphone an einem Quick Charge Ladegerät/Powerbank zu laden und umgekehrt.

Wie verläuft das Wiederaufladen der Powerbank? Im Optimalfall wollt Ihr diese an einem Quick Charge 2.0 oder 3.0 Ladegerät laden, zu mindestens dann, wenn der Ladevorgang so schnell wie möglich gehen soll.

Hier erreicht der Anker PowerCore II erfreulich gute 9V 1,81A was rund 16W ergibt. An einem Quick Charge Netzteil ist die Powerbank als rund 2 Stunden wieder komplett voll, beeindruckend!

An einem normalen 5V Ladegerät (mit 2,4A maximaler Leistung) erreicht der Anker PowerCore II 5V 1,61A, was eine recht „normale“ Geschwindigkeit ist. Hier würde ein Ladevorgang rund 4 Stunden dauern, was auch bereits recht flott ist.

 

Fazit

Der Anker PowerCore II mit 10000mAh macht viel richtig. Er ist schick, kompakt, leistungsstark und vor allem alltagstauglich.

Hier sticht gerade die Kompaktheit und das extrem schnelle Wiederaufladetempo etwas hervor.

An einem Quick Charge 3.0 Ladegerät ist die Powerbank in rund 2 Stunden von 0 auf 100%, was extrem schnell ist.

Auch das Aufladen von Quick Charge fähigen Smartphones wie dem Samsung Galaxy S8, Galaxy S7, LG G5, LG G6 usw. geht extrem schnell!

Allerdings wenn es um das Aufladen von nicht Quick Charge fähigen Smartphones geht, habe ich schon besseres gesehen. Habt Ihr ein Google Smartphone (Pixel oder Nexus) oder ein Huawei Smartphone? Dann kann ich Euch den Anker PowerCore II mit 10050mAh nicht empfehlen! Natürlich funktioniert auch das Laden dieser Smartphones, aber vergleichsweise langsam. iPhones werden hingegen wiederum ausreichend flott geladen.

Damit ist leider der Anker PowerCore II 10000 etwas weniger universell als beispielsweise ein PowerCore der ersten Generation.

Zusammengefasst: Ihr sucht eine super kompakte Powerbank, welche qualitativ absolut zuverlässig ist, mit einer hohen Wiederaufladegeschwindigkeit und Ihr besitzt primär ein Smartphone mit Quick Charge 2.0 oder 3.0? Dann ist der Anker PowerCore II definitiv eine, wenn nicht sogar die beste, Powerbank auf dem Markt.

Anker PowerCore II 10000
Angegebene Kapazität 10050mAh
Preis
Erreichte Kapazität 32,359Wh bzw. 8745mAh
Erreichte Kapazität in % 87%
LED Taschenlampe
Wiederaufladegeschwindigkeit 9V 1,81A (2 Stunden)
Geteste Geräte
Apple iPhone 7+ +
Samsung Galaxy S8+ ++
LG G6 ++
Samsung Galaxy S7 Edge ++
Apple iPad Pro 0
Google Pixel XL
Huawei P10 Plus
Kapazität 87%
Verarbeitung 80%
Ladegeschwindigkeit 88%
Anschlüsse und Sonstige Features 80%
Lieferumfang und Verpackung 75%
Preis / Leistung ★★★★★
Testergebnis ★★★★★

Die Teufel REAL Blue Bluetooth Kopfhörer im Test, die neusten und besten Kopfhörer von Teufel!

Auf der IFA 2017 hat Teufel einige neue Produkte vorgestellt, darunter auch die neuen REAL Blue Bluetooth Kopfhörer. Diese gibt es in zwei Versionen, mit Noise Cancelling und ohne.

In diesem Test soll es erst einmal um die normalen REAL Blue ohne Noise Cancelling gehen, welche aktuell für rund 170€ erhältlich sind.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen wie sich die neuen Teufel REAL Blue so schlagen, auch verglichen mit den üblichen Verdächtigen von Sony, Bose und Co. können die Teufel REAL Blue im Test überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Zurverfügungstellen der Kopfhörer!

Die Teufel REAL Blue Bluetooth Kopfhörer im Test

Optisch sind die REAL Blue sofort als Teufel Produkt zu erkennen. Der Hersteller hat es sich hier nicht nehmen lassen sein Logo und sein Branding mehrfach an den Bluetooth Kopfhörern unterzubringen.

Hierdurch sind die REAL Blue schon etwas auffälliger, auch wenn die Farbwahl recht konservativ ist. Teufel setzt auf eine Mischung aus schwarzen und silbernen Elementen. Die silbernen Elemente sollen auf Bildern und beim Ansehen vermutlich den Anschein von Aluminium vermitteln. Die REAL Blue sind allerdings komplett aus Kunststoff gefertigt, abgesehen von einer Aluminiumschiene im Kopfband.

Ist dies schlimm? Nein nicht wirklich, es gibt zwar durchaus Kopfhörer, die hochwertiger als die Teufel anmuten, im Gegenzug sind die REAL Blue allerdings relativ leicht. Ich habe keine Angst, dass die Kopfhörer im normalen Einsatz oder beim Herunterfallen auseinanderbrechen oder Ähnliches. Hierfür sind diese ausreichend massiv.

Wie üblich lassen sich die Kopfhörer in der Höhe verstellen, zusätzlich lassen sich die Ohrmuscheln auch um 90 Grad drehen und einklappen.

Bluetooth Kopfhörer benötigen Tasten. Hiervon besitzen die REAL Blue erst einmal nur zwei Stück, den Einschalter und eine Bluetooth Taste um die Kopfhörer mit neuen Geräten zu verbinden.

Zusätzlich setzt Teufel aber auch auf ein Touchpad auf der Rückseite der rechten Ohrmuschel. Je nachdem wo Ihr hier tippt oder wischt, könnt Ihr die Lautstärke regeln, Titel vor/zurückspulen oder Musik pausieren/fortsetzen.

Ich bin zugegeben kein großer Fan von solchen Touchpads, gerade das Pausieren und Fortsetzen der Musik funktionierte bei mir nur bedingt zuverlässig. Die Wischgesten hingegen wurden erstaunlicherweise recht zuverlässig erkannt. Dennoch hätte ich vermutlich ein paar richtige Tasten bevorzugt.

Wie sieht es bei den Anschlüssen aus? Diese sind beim REAL Blue unter einer Abdeckung aus Gummi versteckt. Hier findet sich ein AUX Eingang und ein microUSB Eingang.

Der AUX Eingang dient der kabelgebundenen Nutzung der Kopfhörer, der microUSB Port hingen dem Aufladen der Kopfhörer.

Dies müsst Ihr allerdings nicht allzu oft machen, denn Teufel gibt die Akkulaufzeit mit satten 30 Stunden an. Ich habe keine 30 Stunden mit den REAL Blue am Stück Musik gehört, allerdings scheint dieser Wert ganz gut hinzukommen. 20 Stunden plus sollten sogar bei sehr hoher Lautstärke problemlos möglich sein!

 

Tragekomfort

Die Teufel REAL Blue sind „Over-Ear“ Bluetooth Kopfhörer. Das heißt, in der Theorie sollten die Ohrmuschel Eure Ohren komplett umschließen.

Praktisch schaffen dies die REAL Blue auch weitestgehend. Lediglich meine Ohrläppchen werden von den Kopfhörern nicht umspannt.

Die Polsterung der Ohrmuscheln ist hierbei sehr dick, wodurch die Ohren nicht das Innere der Kopfhörer berühren. Allerdings verglichen mit Kopfhörern wie den Bose QC35 ist die Füllung der  Polsterung relativ steif und „hart“.

Zwar ist der Kunstleder Bezug angenehm weich, allerdings schmiegen sich die Teufel REAL Blue dennoch nicht an den Kopf an, wie ich es beispielsweise bei den Bose QC35 erlebt habe.

Das heißt allerdings nicht, dass die REAL Blue unbequem sind! Das ist nicht der Fall! Die Teufel REAL Blue sind ausgesprochen bequem und sitzen gefühlt relativ luftig auf den Ohren. Gerade Probleme mit „warmen Ohren“ hatte ich hier keine.

Ich würde den Tragekomfort mit einer 2- bewerten.

 

Klang der Teufel REAL Blue

Was ist natürlich das Wichtigste an einem Kopfhörer? Richtig dies ist der Klang, von daher wie klingen die Teufel REAL Blue?

Beginnen wir am Anfang, also bei den Höhen. Diese haben mich sehr überrascht, Teufel Produkte setzten meist auf eine recht warme Klangsignatur, so auch meist bei den Höhen. Die Höhen bei den Teufel REAL Blue sind allerdings angenehm klar. Zwar bieten die REAL Blue auch nicht die aller brillantesten bzw. schärfsten Höhen, aber ich würde diese doch als recht neutral und angenehm einstufen.

Höhere Stimmen und Geräusche wirken natürlich dargestellt, aber auch nicht künstlich anstrengend aufgrund einer zu hohen Schärfe.

Die Mitten der REAL Blue würde ich als unauffällig bezeichnen. Diese wurden nicht künstlich abgesenkt oder angehoben. Stimmen werden von den Kopfhörern gut dargestellt.

Wie steht es um den Bass? Es ist ein Teufel Produkt, also muss doch der Bass gut sein?!

Ja, das ist dieser auch! Gerade auf höheren Lautstärken kann der REAL Blue mit einem sehr schönen satten und tiefen Bass punkten, welcher mir beispielsweise nochmals deutlich besser gefällt als beim MUTE BT.

Die REAL Blue sind allerdings keine Effekt- Hascher, die den Bass künstlich bis ans Limit treiben.  Ja der Bass ist ein Stück weit angehoben, überlagert allerdings die anderen Frequenzbereiche nicht! Teufel scheint beim REAL Blue recht stark den Tiefbass angehoben zu haben. Hierdurch wirkt der Bass natürlich extra dynamisch und auch qualitativ hochwertig. Der Tiefgang der Real Blue ist erfreulich gut! Sicherlich der beste den ich bisher bei Teufel Kopfhörern gehört habe.

Dies mag vielleicht ein wenig Einbildung sein, allerdings habe ich etwas das Gefühl der Bass „skaliert“ nicht ganz linear mit der Lautstärke.  Bei einer mittleren/niedrigen Lautstärke wirkt der Bass verhältnismäßig schwächer als bei hohen Lautstärken.Allgemein sind die Teufel REAL Blue ausgesprochen pegelfest und gehen mit höheren Lautstärken sehr souverän um.

Generell sind die REAL Blue allerdings für Teufel Verhältnisse relativ Linear abgestimmt.

Sehr gut gefiel mir auch die starke räumliche Darstellung. Zwar ist die Tiefe der dargestellten Bühne eher mittelmäßig, aber die Breite ist überdurchschnittlich hoch.

Ebenfalls erfreulich hoch ist die Detail Darstellung und Auflösung der Kopfhörer. Bluetooth hat hier oftmals einen etwas zu schlechten Ruf. Bei Bluetooth Kopfhörern dieser Klasse ist kaum bis kein Unterschied zwischen einer kabelgebunden Nutzung und Bluetooth zu hören. Gerade wenn Ihr diese in Kombination mit Android und einem APTX fähigen Smartphone verwendet (Teufel gibt nicht an ob die REAL Blue APTX unterstützen, ich nehme es aber an).

Allerdings selbst in Kombination mit Apple Smartphones sind keine Kompressionsartefakte oder Ähnliches auszumachen.

Solltet Ihr Musik via Spotify, Apple Music usw. hören, ist die Bluetooth Verbindung keine Einschränkung!

Probleme mit der Signalstärke hatte ich im Übrigen keine. Was mich vielleicht zum Abschluss etwas störte, waren die Bluetooth Geräusche und Sprachansagen. Diese sind an sich Okay und auch nicht übermäßig aufdringlich, aber qualitativ höchstens mittelmäßig. Ebenfalls hatte ich ab und zu leichte Störgeräusche in der rechten Ohrmuschel, welche allerdings nur im Leerlauf sporadisch auftraten. Von daher kein all zu großes Problem oder Ärgernis.

 

Fazit

Mit den REAL Blue sind Teufel ein paar absoluter Top Bluetooth Kopfhörer gelungen. Diese können rundum überzeugen. Das Wichtigste hierbei ist natürlich der Klang. Dieser ist ausgesprochen dynamisch und lebendig. Gerade bei höheren Pegeln machen die Real Blue richtig Spaß! Dies liegt am recht kräftigen und vor allem qualitativ hochwertigen und tiefen Bass, wie aber auch an der guten räumlichen Darstellung.

Es gibt zwar durchaus Kopfhörer, welche noch mehr Bass liefern als die Teufel, wenn Ihr dies sucht, schaut Euch die Plantronics Backbeat Pro 2 an, allerdings stimmt das Bass Level bei den REAL Blue absolut. Zumal auch die Höhen und Mitten vollkommen in Ordnung sind.

Hinzu kommt der gute Tragekomfort, die sehr lange Akkulaufzeit und die gute Verarbeitung.Ich bin zwar kein Fan von der Touch Bedienung der REAL Blue, aber abseits davon habe ich wenig bis gar nichts zu bemängeln!

Wie sieht es im Vergleich mit anderen High End Bluetooth Kopfhörern aus? Verglichen mit den Teufel MUTE BT würde ich die REAL Blue ganz klar bevorzugen. Ich finde man hört hier durchaus, dass die REAL Blue der indirekte Nachfolger der MUTE BT sind.

Auch verglichen mit den Bose QuietComfort 35 müssen sich die REAL Blue nicht verstecken. Klanglich ist dies eine Pattsituation, beide Kopfhörer tun sich hier nicht viel. Es gibt zwar kleine Unterschiede in der Klangsignatur, aber es ist kein „ist eindeutig besser“ auszumachen. Vielleicht sehe ich bei den QC35 einen leichten Vorteil beim Tragekomfort, dafür sind diese auch noch mal ein gutes Stück teurer.

Die Sony MDR-100ABN sind klanglich etwas anders ausgerichtet (höhere Höhen, weniger Bass). Unterm Strich gefallen mir hier die Teufel REAL Blue etwas besser. Diese machen einfach noch etwas mehr Spaß beim Musik hören.

Eine gewisse Ähnlichkeit sehe ich im Vergleich zu den Sennheiser HD 4.40 BT. Die HD 4.40 BT können mit ähnlichen Stärken punkten wie die REAL Blue. Die REAL Blue klingen einen Hauch besser, sind dafür aber auch einen Hauch teurer.

Kurzum man macht mit den Teufel Real Blue nichts falsch, sofern man ein paar preislich faire und spaßig klingende Bluetooth Kopfhörer sucht! Der Preis von aktuell 170€ ist aus meiner Sicht absolut gerechtfertigt!

Link zum Hersteller /// 169,99€ bei Teufel

Wie viel Repeater braucht man wirklich? 7x WLAN Repeater im Vergleich

Selbst in kleineren Wohnungen ist oftmals nur ein WLAN Router nicht genug, um für ein konstant gutes WLAN Signal zu sorgen. In größeren Wohnungen oder Häusern ist meist ein Repeater absolute Pflicht.

Dementsprechend gibt es natürlich bergeweise WLAN Repeater auf dem Markt in allen Preis- und Größen-Klassen. Aber wie viel Repeater braucht man wirklich? Muss es das 100€+ Gerät sein oder reicht schon der Repeater für 30€ oder 40€?

Um diese Frage zu klären, habe ich insgesamt 7x WLAN Repeater unterschiedlichster Preisklassen gemeinsam in den Vergleich geschickt. Welcher Repeater kann für welche Anforderungen am meisten überzeugen und wo liegt der Preis/Leistungs Sweet Spot? Finden wir dies im Vergleich heraus!

 

Die Testkandidaten

Folgende WLAN Repeater befinden sich im Vergleich:

Preislich liegen wir hier zwischen 20€ und ca. 120€, also eine recht große Spanne, was in diesem Fall gewünscht ist.

 

Erster Eindruck

Starten wir mit einer kurzen Einzel Vorstellung jedes Testkandidaten.

ASUS RP-AC51

Rein optisch ist der RP-AC51 ein recht dezentes Gerät. Der Repeater besitzt ein weißes Plastikgehäuse mit schicker Diamanten Textur, welche die Optik etwas auflockert. Seitlich sind zwei verstellbare Antennen angebracht, welche für einen optimalen Empfang sorgen sollen.

Laut Hersteller kann der RP-AC51 bis zu 300Mbit/s auf dem 2,4GHz Band und bis zu 433Mbit/s auf dem 5GHz Band liefern. Damit ist der RP-AC51 als „Einsteiger“ Repeater einzustufen, wozu auch der Preis von ca. 40€ passt.

Wie sieht es mit Tasten und Anschlüssen aus? Keine großen Überraschungen hier. Der ASUS RP-AC51

Verfügt über eine Reset Taste, einen Ein/Ausschalter, eine WPS Taste für eine schnelle Verbindung und über einen 100Mbit/s LAN Port. Dieser dient für die Bridge Funktionalität. Solltet Ihr über beispielsweise ein Smart TV verfügen, welches kein WLAN besitzt, könnt Ihr dieses über diesen Port mit dem Netzwerk verbinden.

ASUS RP-AC55

Der ASUS RP-AC55 ist der größere Bruder des RP-AC51. Rein optisch sieht man dies diesem kaum an. Auch der RP-AC55 verfügt über ein recht dezentes Design, welches lediglich durch die Diamanten Textur auf der Oberseite etwas aufgelockert wird.

Auch vorhanden sind die beiden seitlichen Antennen. Jedoch spielt der RP-AC55 von seiner Leistung eine Klasse über dem AC51. Asus gibt die Leistung mit 300Mbit/s auf dem 2,4Ghz Band und mit 867Mbit/s auf dem 5Ghz Band an.

Auch verfügt der AC55 über einen Gbit LAN Port auf seiner Unterseite, welcher ebenfalls für eine Bridge oder Access Point Funktionalität genutzt werden kann.

AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E

Das der 1750E ein AVM Produkt aus der Fritz Serie ist sieht man diesem sofort an. AVM setzt auf die übliche weiß/rot Optik. Hierdurch ist der 1750E ein etwas auffälligeres Produkt, auch verglichen mit den anderen Repeatern im Vergleich.

AVM verzichtet im Gegensatz zu vielen anderen Repeatern auf auffällige externe Antennen. Dennoch ist die Leistung des FRITZ!WLAN Repeater 1750E auf dem Papier beachtlich mit bis zu 450Mbit/s auf dem 2,4 GHz Band und 1300Mbit/s auf dem 5GHz Band.

Interessant beim 1750E sind die diversen LEDs, welche am Repeater angebracht sind. Neben den bis zu drei Status LEDs sind weitere LEDs vorhanden, welche Euch über die Signalstärke zur Basisstation informieren.

Umso mehr Leuchten umso besser das Signal. Ein durchaus praktisches Feature welches bei der wichtigen Positionierung hilft. Ebenfalls recht offensichtlich positioniert ist die große WPS Taste des Repeaters. Diese kann für das schnelle Verbinden von Geräten oder das schnelle Verbinden mit einer Basisstation genutzt werden.

Auch verfügt der FRITZ!WLAN Repeater über einen 1Gbit LAN Port.

Linksys RE6400

Ähnlich wie die beiden ASUS Repeater nutzt auch der Linksys ein recht sauberes, unauffälliges Design. Linksys setzt beim RE6400 auf ein komplettes weißes Hochglanzgehäuse mit zwei seitlichen Antennen.

Die maximale Leistung wird von Hersteller mit 300Mbit/s auf dem 2,4GHz Band und mit 867Mbit/s auf dem 5GHz Band angegeben.

Auf der Unterseite des RE6400 ist zusätzlich ein Gbit LAN Port und auf der rechten Seite der Ein- bzw. Ausschalter und ein WPS Knopf.

Netgear EX7300 Nighthawk X4

Der Netgear EX7300 Nighthawk X4 ist das teuerste Modell im Vergleich. Dafür sieht der Netgear EX7300 allerdings vergleichsweise zahm aus, obwohl Netgear ja zu etwas auffälligeren Designs neigt. Hier setzt man allerdings auf ein weißes Hochglanzgehäuse, welches zwar im etwas kantigeren Nighthawk Style daherkommt, aber dennoch unauffällig genug ist nicht alle Blicke auf sich zu lenken.

Allerdings ist der EX7300 vergleichsweise groß, was sicherlich am Platzbedarf der vier internen Antennen liegt.

Dementsprechend ist auch die Leistung recht hoch, welche laut Netgear bei 450Mbit/s auf dem 2,4Ghz Band und bei 1733Mbit/s auf dem 5GHz Band liegt.

Ebenfalls mit an Bord ist ein Ein/Ausschalter, eine WPS Taste und der obligatorische Gbit LAN Port.

TP-Link RE650

Der TP-Link RE650 ist ein High End Repeater, dies sieht man diesem sofort an und TP-Link versucht dies auch nicht zu verstecken.

Zum einen ist der RE650 vergleichsweise groß, auch wenn TP-Link weiterhin auf das klassische und praktische Steckdosenadapter Design setzt. Zum anderen verfügt der Repeater über ganze vier Antennen, welche das Gerät durchaus etwas auffälliger gestalten.

Diese einklappbaren Antennen sind nicht nur Deko, der RE650 verfügt über ein 4×4 Design. Dementsprechend ist die Leistung mit satten 800Mbit/s auf dem 2,4Ghz Band und 1733Mbit/s auf dem 5GHz Band die höchste im Vergleich.

Der TP-Link RE650 selbst ist in einem recht dezenten weiß/ grau Farbmix gehalten. Das Gehäuse besteht hierbei wie üblich aus einem einfachen Hochglanzplastik.

Ebenfalls wie üblich besitzt der RE650 auch eine WPS Taste und den obligatorischen Gbit LAN Port.

TP-Link TL-WA850RE

Der TP-Link TL-WA850RE ist der Standard 0815 WLAN Repeater. Das klingt jetzt etwas negativ, allerdings trifft dies auch wirklich gut auf den TL-WA850RE zu.

Der TL-WA850RE ist ein relativ kompakter und billiger WLAN Repeater. TP-Link setzt hier auf ein recht einfaches weißes Hochglanz Gehäuse, welches recht dezent ist. Über externe Antennen verfügt dieser Repeater keine.

Lediglich über einen Ein/Ausschalter und den Standard 100Mbit LAN Port.

 

Die Position

Die Positionierung eines WLAN Repeaters ist extrem wichtig! Ich glaube hier machen viele Nutzer den Fehler den Repeater zu weit vom Basis WLAN Router zu entfernen.

Es hilft nichts, wenn Ihr direkt neben dem WLAN Repeater sitzt, eine tolle Verbindung zu diesem habt, aber der Repeater kaum Signal zur Basis Station bekommt.

In der Regel sollte der Repeater maximal 2-3 Räume zur „Basis“ entfernt sein. Solltet Ihr einen speziellen Ort haben wo Ihr WLAN wollt, würde es Sinn machen den Repeater mittig zwischen dieser Position und dem WLAN Router zu positionieren.

Einige WLAN Repeater haben hier Status LEDs oder Software Hilfen, welche Euch bei der Positionierung helfen sollen. Besonders positiv ist mir hier der Linksys Repeater aufgefallen!

 

Der Praxis-Test

Kommen wir zum eigentlich interessanten Teil, dem Praxis- Vergleich. Diesen unterteile ich in zwei Bereiche, der kurze Distanz- und der „normale“ Distanztest.

Der Kurz-Distanztest soll uns im Grunde nur die maximal zu erwartende Leistung zeigen. Hierbei befanden sich WLAN-Router, WLAN-Repeater und Client im selben Raum. Ja in der Praxis wird dieser Aufbau vermutlich nie vorkommen, dennoch sind die Ergebnisse interessant.

Als WLAN Repeater kommt bei allen Tests eine AVM FRITZ!Box 7590 zum Einsatz. Warum? Die AVM FritzBox wird der mit Abstand weit verbreitetste WLAN Router in Deutschland sein. Dementsprechend werden die meisten Repeater vermutlich im Zusammenspiel mit einer FritzBox arbeiten müssen.

Die AVM FRITZ!Box 7590 ist hierbei die neuste und beste FritzBox. Diese sollte also die Repeater nicht ausbremsen. Als Clients kam ein 2016er Apple MacBook Pro und ein Samsung Galaxy S8+ zum Einsatz. Erneut denke ich, dass dies zwei Geräte sind, welche in der Praxis recht oft anzutreffen sind.

Mit diesen wurde eine Datei auf und von einem lokalen Server übertragen und dabei die Geschwindigkeit gemessen.

Kurz-Distanz, Angabe in MB/s (Mittelwert aus Upload und Download)

Auf dem 2,4GHz Band wirken die Ergebnisse der WLAN Repeater alle recht ähnlich. Die teureren WLAN Repeater können sich hier nur gering von den günstigeren Geräten absetzen.

Zwar ist der langsamste WLAN Repeater der TP-Link TL-WA850RE, welcher auch nur 2,4Ghz unterstützt, aber der Unterschied ist nicht gigantisch. Zwischen dem 20€ TP-Link TL-WA850RE und dem 120€ Netgear EX7300 liegen gerade mal 30% (auf dem 2,4GHz Band). Rein aus Preis/Leistungssicht ist damit der günstige TP-Link Repeater stärker einzustufen.

Interessanterweise gewinnt auch der ASUS RP-AC51 gegen den ASUS RP-AC55, sowohl auf 2,4GHz wie auch auf 5GHz. Dieses Ergebnis kann ich mir nicht ganz erklären. Eigentlich müsste der AC55 stärker sein, aber ich habe mehrfach die Tests wiederholt und immer wieder gewann der AC51, trotz gleichem WLAN Kanal usw.

Auf dem 5GHz Band teilt sich allerdings die Spreu vom Weizen. Hier kann nun auch der Netgear EX7300 punkten! Abgesehen vom ASUS internen Duell scheinen hier die teureren Geräte wirklich merkbar besser abzuschneiden.

Unterm Strich belegt der AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E etwas überraschend Platz 1, der TP-Link RE650 Platz 2 und der Netgear EX7300 Platz 3.

 

Aber wie sieht das Ganze aus, wenn wir auf Distanz gehen? Diesmal befindet sich der WLAN-Router auf einer Distanz von ca. 10 Metern und drei Wänden zum WLAN-Repeater. Die Clients sind nochmals ca. 8 Meter und eine Wand vom WLAN-Repeater entfernt.

Das Ganze würde ich als sehr realistische Distanz bezeichnen! Das ursprüngliche Signal der FritzBox kam bei dieser Distanz kaum noch bei den Clients an.

Wie schaut es also in einem realistischen Szenario aus?

Hohe-Distanz, Angabe in MB/s (Mittelwert aus Upload und Download)

Okay hier sehen wir sehr viele interessante Veränderungen. Anscheinend besitzt der Netgear EX7300 keine sonderlich guten Antennen, denn die Leistung des Repeaters brach um gute 61% ein!

Der TP-Link RE650 zeigte sich hingegen auch auf dieser doch recht hohen Distanz sehr unbeeindruckt. Beim TP-Link RE650 gab es gerade mal einen Einbruch 12%! Allerdings ist dies auch ein wenig die positive Ausnahme. Im Schnitt sank die Leistung der Repeater um ca. 40% bei einer realistischen Distanz.

Folgende Rangliste ergibt sich:

  1. TP-Link RE650 105€
  2. AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E 75€
  3. Netgear EX7300 120€
  4. ASUS RP-AC51 40€
  5. Linksys RE6400 70€
  6. ASUS RP-AC55 60€
  7. TP-Link TL-WA850RE 20€

Aber in diesem Vergleich ging es ja gar nicht primär darum welcher nun der schnellste WLAN Repeater ist, falls es Euch darum geht, kauft den TP-Link RE650.

Die Frage ist viel eher wie viel Leistung man benötigt. Mehr Leistung ist natürlich immer gut aber, ob man diese braucht, ist natürlich etwas anderes.

Wollt Ihr Daten auf einen lokalen Dateiserver übertragen? Fall ja solltet Ihr natürlich zu einem größeren Kaliber an WLAN Repeater greifen.

Geht es Euch aber um einfachere Dinge wie Videostreaming oder sogar nur Websurfen, kann die Welt schon wieder anders aussehen.

Beispielsweise Netflix gibt Folgendes an:

  • 3,0 Mbit pro Sekunde – empfohlen für Standardauflösung
  • 5,0 Mbit pro Sekunde – empfohlen für HD-Qualität
  • 25 Mbit pro Sekunde – empfohlen für Ultra-HD-Qualität

(Meine Angaben aus der Tabelle oben sind im MB/s angegeben. Ihr müsst diese *8 nehmen um auf Mbit zu kommen bzw. /8 rechnen um von Mbit auf MB/s zu kommen.)

Für Standardauflösung empfiehlt Netflix 3 Mbit pro Sekunde, dies entspricht gerade mal 0,375MB/s. Für HD wird 0,625MB/s benötigt und für 4K Streaming gerade mal 3,125MB/s.

Das bedeutet auf rund 18 Metern Distanz reicht bereits der 20€ TP-Link TL-WA850RE für HD Video Streaming locker aus, zu mindestens theoretisch. Ein 40€ ASUS RP-AC51 würde sogar für 4K Streaming auf 18-25 Metern ausreichen!

Kurzum für den Normalnutzer welcher eine Distanz von ca. 20 Metern und 2-3 Wänden überbrücken möchte reicht ein 40€ Repeater wie der ASUS RP-AC51 vollkommen aus!

In der Regel ist Eure Internet Geschwindigkeit der limitierende Faktor! DSL 50.000 entspricht ca. 6,25MB/s, welche auf 20 Meter auf dem 5GHz Band voll durch den ASUS RP-AC51 gehen, hier würde es also keinen Geschwindigkeitsverlust geben.

DSL 100.000 entspricht 12,5MB/s, hier würde der ASUS RP-AC51 Eure maximale Geschwindigkeit etwas ausbremsen. Solltet Ihr eine DSL 100.000 Leitung haben und Ihr wollt diese voll auf eine Distanz von 20 Metern bekommen, müsstet Ihr zu einem Repeater wie dem AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E greifen.

Natürlich macht auch ein größerer Repeater Sinn, wenn es mehrere Personen/Geräte geht und/oder um höhere Reichweiten. Habt Ihr eine Überwachungskamera am Repeater hängen, welche konstant Video im Netzwerk Stream + mehrere Nutzer welche mit Smartphone/Tablet Surfen und wollt gleichzeitig Netflix Streamen sollte man zu einem größeren Gerät als dem TP-Link TL-WA850RE.

Gerade auf höhere Distanzen hat sich der TP-Link RE650 sehr gut geschlagen.

 

Preis/Leistung

Wie sieht es mit der Preis/Leistung aus? Welcher Repeater im Test bietet die meiste Leistung fürs wenigste Geld?

Um dies einzustufen, habe ich alle Messwerte (2,4Ghz und 5GHz) addiert und durch den gängigen Marktpreis geteilt.

Die erstaunlicherweise beste Preis/Leistung bietet eigentlich der TP-Link TL-WA850RE. Jedoch da diesem das 5GHz Band fehlt, gewinnt die Preis/Leistungskrone der TP-Link RE650 gefolgt vom ASUS RP-AC51 und dem AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E.

 

Stromverbrauch

Etwas was man auch immer gerne vergisst, ist der Stromverbrauch. Ein Repeater läuft in der Regel 24/7, daher wäre hier ein geringer Stromverbrauch sicherlich zu bevorzugen.

Der Stromverbrauch skaliert sehr schön mit der Leistung. Umso höher die Leistung umso höher der Stromverbrauch. Angenommen Ihr zahlt 0,25€ pro KWh und der Repeater läuft ein Jahr durch, kostet Euch der leistungsschwache TP-Link TL-WA850RE 3,29€ und der Leistungsstarke TP-Link RE650 10,51€.

Den höchsten Stromverbrauch hat allerdings der AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E mit rund 5,3W im Normalbetrieb.

 

Fazit, welcher ist der richtige Repeater für mich?

Welcher ist nun der beste Repeater?

Dies kommt auf Eure Anforderungen an. Wollt Ihr das Maximum an Leistung und Reichweite, dann greift zum TP-Link RE650! Jedoch solltet Ihr nicht 30+ Meter überbrücken wollen oder habt x Clients welche gleichzeitig im WLAN arbeiten, ist sicherlich der RE650 für viele Nutzer schon fast etwas „zu groß“.

Natürlich gibt es grundsätzlich kein zu groß, wenn Ihr das Geld habt, kauft den TP-Link RE650! Sollte dieser Euch mit knapp über 100€ zu teuer sein und Ihr wollt eher den vernünftigen Repeater, welcher für Videostreaming und Websurfen gut auf eine Distanz von (absolut) 20-30 Metern ausreicht, dann greift zum ASUS RP-AC51.

Für 40€ kann man den ASUS RP-AC51 nur als guten Deal bezeichnen. Der RP-AC51 trifft den „Sweet Spot“ was die Preis/Leistung angeht!

Wollt Ihr etwas mehr als den ASUS RP-AC51, wollt aber keinen drei stelligen Euro Betrag ausgeben, denn schaut Euch den AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E an.

Dies wären dann auch meine drei aktuellen Repeater Empfehlungen:

unRAID die bessere Alternative zu FreeNAS?

Wenn es um ein Betriebssystem für einen Datenserver „NAS“ geht ist FreeNAS oftmals die erste Wahl.

Dieses gilt als sehr zuverlässig und sicher. Aber was für alternativen gibt es zu FreeNAS, abgesehen von Fertigen NAS Systemen von Synology oder QNAP?

Für meinen neues NAS System habe ich einige Betriebssysteme ausprobiert und bin letztendlich bei unRAID Hängen geblieben. Warum und was macht unRAID aus meiner Sicht besser als FreeNAS?

Neugierig? Dann schaut Euch meinen Erfahrungsbericht an zum Thema unRAID an.

 

Warum nicht FreeNAS?

FreeNAS bietet dank ZFS Dateisystem eine unheimlich gute Performance, Stabilität und Ausfallsicherheit. Daher denke ich das FreeNAS sicher für viele Nutzer auch weiterhin die erste Wahl bleiben wird, wenn es um ein OS für einen Dateiserver geht.

Dennoch ist FreeNAS nicht perfekt, gerade dann, wenn es um andere Dinge geht als die reine Technik.

Zum einen ist FreeNAS recht Hardware hungrig gerade was den Arbeitsspeicher angeht. Neben der reinen Kapazität bevorzugt FreeNAS sogar den nochmals deutlich teuren ECC Speicher für einen optimalen Betrieb.

Auch die Hardware Kompatibilität ist aufgrund der FreeBSD Basis etwas umständlicher. Umständlicher bezieht sich auch auf Festplatten Konfigurationen, für ein ZFS Raid müssen zwingend Festplatten der gleichen Größe vorhanden sein. Ein buntes Mischen von herumliegenden Festplatten ist also nicht möglich.

Die größere Schwäche ist sicherlich aber die Nutzererfahrung. Die Installation ist zwar sehr einfach aber die Benutzeroberfläche ist nicht die Modernste und teilweise etwas verschachtelt und umständlich. Ihr wollt Smart Daten der HDDs abseits von irgendwelchen Tests auslesen? Viel Spaß! Ein Vernünftiges rechte Management für Freigaben? Nur über diverse Benutzergruppen.

Im Großen und Ganzen kann man mit FreeNAS sicherlich alles machen aber dies erfordert viel Googlen. Auch die Antworten sind meist nach dem Motto „lege dieses Script an und führe dann diese 30 Befehle aus“.

Für einen IT Profi sicherlich Okay, aber für jemanden der ein OS sucht welches einfach und schnell funktioniert nicht das Optimum. Hier kommt nun unRAID ins Spiel!

 

Hardware Anforderungen

Was die Hardware Anforderungen angeht, ist unRAID sehr problemlos. Ein 64Bit fähiger Prozessor muss vorhanden sein wie auch 1GB RAM.

Das ist natürlich das absolute Minimum, wenn Ihr mehr als nur Daten Freigeben wollt, sollte schon ein etwas fähigerer Prozessor wie auch mehr RAM im System vorhanden sein.

Ich habe für diesen Test einen Intel Pentium G4620 und 8GB RAM genutzt und dies hat völlig ausgereicht. Ohne VMs habe ich kein einziges mal über 20% CPU last gesehen. Auch der RAM wurde mit unter 1GB nur sehr schwach belastet.

 

Installation und Einrichtung

Die Installation von unRAID ist ein Kinderspiel! Ihr ladet Euch von der Herstellerwebseite die aktuelle Version herunter, kopiert diese auf einen USB Stick, bootet von dem USB Stick und fertig!

Nun könnt Ihr von einem anderen Rechner das Webinterface durch die Eingabe der IP in den Webbrowser aufrufen.

Im Webinterface angekommen könnt Ihr auch gleich loslegen, im Optimalfall mit dem anlegen eines Speicher Array.

 

unRAID

unRAID ist um ehrlich zu sein, auch keine Schönheit, was die Benutzeroberfläche angeht. Hier spielen Synology oder QNAP NAS Systeme in einer völlig anderen Liga.

Aber selbst die etwas angestaubt wirkende Benutzeroberfläche ist deutlich hübscher und übersichtlicher als die von FreeNAS.

unRAID ist sehr aufs Wesentliche konzentriert. Auf der Startseite findet Ihr eine Übersicht über alle Festplatten, die Temperaturen, den SMART Status, CPU Auslastung usw.

Das Ganze ist visuell ganz gut aufbereitet. unRAID ist sehr auf eine einfach Nutzung ausgelegt. Dies gilt auch für Dinge wie Rechte Management, welches ja bei FreeNAS einfach nur dämlich ist.

Bei unRAID könnt Ihr einfach Benutzer Anlegen und für jeden freigegeben Ordner auswählen inwieweit auf diesen Zugriff bestehen soll. unRAID unterstützt hier die gängigen Protokolle wie NFS, SMB und AFP.

 

Dies war es auch schon in der Basis an Funktionen, was die Datei Freigabe angeht. Jedoch lässt sich unRAID sehr gut erweitern! Zum einen unterstützt dieses Docker Container, zum anderen gibt es die Möglichkeit Plugins zu installieren.

Letzteres ist hier extrem einfach, die unRAID Community hat ein App Store Plugin geschrieben, welches einfach durch Copy Paste installiert wird. Andere Plugins beispielsweise zum Auslesen der CPU Temperatur, Lüftersteuerung, NTFS Datei System usw. lassen sich damit nun mit einem Klick herunterladen und installieren.

Über diese Plugins und Docker Container lassen sich nun alle erdenklichen Dinge nachinstallieren wie ein Teamspeak Server, Bittorent Client, usw.

Der beliebte PLEX Server lässt sich auch so von Haus aus nutzen.

Unterm Strich ist dies der größte Unterschied zwischen FreeNAS und unRAID. FreeNAS kann auch so ziemlich alles, aber dort läuft dies auch sehr viel googeln und xyz Befehle im Terminal hinaus. unRAID ist hier einfacher, man kann zwar auch aufs Terminal zugreifen, dies musste ich aber kein einziges mal!

Zu guter Letzt hat unRAID noch ein Ass im Ärmel, virtuelle Maschinen! unRAID unterstützt hier auch das Durchstellen einer Grafikkarte ohne großen Leistungsverlusst. So könnte man auf seinem NAS beispielsweise einen Steam in Home Streaming Server laufen haben oder ein normales Windows welches keine der typischen VM Einschränkungen besitzt. Ihr könntet also Euren Gaming Rechner als NAS und als Gaming Rechner gleichzeitig verwenden.

So offenbaren sich diverse interessante Möglichkeiten, wie man seinen Server sonst noch nutzen kann.

 

Speicher Konfiguration und RAID

unRAID unterstützt grundsätzlich erst einmal bis zu 24 HDDs und sechs Parity HDDs. Zusätzlich sind auch bis zu sechs Cache Laufwerke hinzufügbar.

Im Gegensatz zu FreeNAS ist unRAID recht flexibel was die Laufwerke angeht. Ihr könnt bunt mixen, was Festplatten angeht. Hierbei werden diese sehr effizient genutzt, habt Ihr beispielsweise zwei 8TB und eine 4TB HDD und nutzt ein „RAID 5“ sind 12TB Speicher nutzbar.

Wenn Ihr dies lest, gehe ich einfach mal davon aus das Ihr bereits grob wisst, was ein „RAID“ ist. Ein RAID ist ein Verbund aus mehreren Festplatten oder SSDs welcher für mehr Tempo oder Dateisicherheit sorgen soll. Für uns ist in diesem Fall ist RAID 5 und RAID 6 das Interessante.

Ein RAID 5 besteht mindestens aus drei Laufwerken, kann aber nach oben hin beliebig expandiert werden. Habt Ihr nun drei Festplatten im RAID 5 kann eine der Festplatten ausfallen, egal welche, ohne dass es zu einem Datei Verlust kommt. Im Gegenzug gebt Ihr allerdings auch ein Teil Eurer maximalen Kapazität auf. Jedoch ist dies ein Preis welchen man in der Regel bereit ist zu zahlen.

unRAID nutzt einen eigenen Algorithmus welcher so nicht mit RAID 5/6 oder auch ZFS vergleichbar ist, jedoch zu einem ähnlichen Ergebnis führt.

Habt Ihr beispielsweise fünf HDDs und eine Parity HDD in Eurem System kann eine beliebige HDD ausfallen ohne das Ihr Daten verliert. Die Parity HDD muss dabei die Größe der größten einzelnen HDD im System haben.

unRAID teilt Daten nicht auf, sondern jede Datei liegt auf einer HDD. Dies hat schon mal einen sehr offensichtlichen Vorteil, nicht alle HDDs müssen „Hochfahren“ wenn Ihr nur eine Datei vom Server abruft.

Auch sollte das Wiederherstellen der Daten bei einem Festplattenausfall mithilfe der Parity scheitern (warum auch immer das passieren sollte) sind nicht alle Daten weg.

Wie macht das nun unRAID? Daten auf Festplatten und SSDs bestehen aus Einsen und Nullen, unRaid zählt diese.

Habt Ihr drei Festplatten bei jeder dieser Festplatte liegt im ersten Sektor eine 0 so notiert sich unRaid auf seiner Parity HDD ebenfalls eine 0. Liegt im zweiten Sektor bei zwei Festplatten eine 0 und bei der dritten eine 1 so notiert sich unRAID eine 1. Liegt im dritten Sektor bei zwei Festplatten eine 1 und bei der dritten eine 0 so notiert sich unRAID eine 0.

Heißt ist die Anzahl der 1er gerade wird sich eine 0 notiert und ansonsten eine 1. Fällt nun eine Festplatte aus kann unRAID neu durchzählen und so die fehlenden Daten berechnen.

Beispielsweise an dem obigen Beispiel fällt HDD drei aus hätten wir in Sektor eins zwei mal eine 0 und auf der Parity ebenfalls eine 0, unRAID weiß also auf der fehlenden HDD muss ebenfalls eine 0 gewesen sein.

Sektor zwei, wir haben zwei mal die 0 und auf der Parity eine 1, heißt es muss auf Festplatte drei eine 1 gewesen sein.

Das Ganze lässt sich natürlich mit einer beliebigen Anzahl Festplatten durchspielen.

Durch diese Art der Parity Berechnung lassen sich natürlich unterschiedliche Speichergrößen gut mixen.

Das Ganze hat aber auch Nachteile, vor allem was die Performance angeht. Darauf gehe ich aber später noch ein.

Ebenfalls ist natürlich die Datensicherheit etwas schwächer als beispielsweise bei FreeNAS mit dem ZFS Datei System. Die hier verwendete Art der Parity Berechnung schützt gut vor einem Total Ausfall einer Festplatte aber weniger vor der Datei Korruption durch beispielsweise einen defekten Controller.

Für Letzteres kann unRAID allerdings auf den Daten Festplatten das Btrfs Datei System einsetzen, welches eine gute Fehlererkennung besitzt (die Daten Festplatten können ein Beliebiges Datei System einsetzen und da Daten nicht aufgeteilt werden lassen sich diese auch an anderen Rechnern ohne Weiteres auslesen, lediglich die Parity Festplatten nutzen ein eigenes Datei System).

Unterm Strich ist die Dateisicherheit bei unRaid weiterhin gut, besser vermutlich als bei einem Hardware RAID Controller, aber schlechter als bei FreeNAS. Dafür ist hier aber die Festplatten Anordnung und Kapazitäten flexibler.

 

Performance

Die größte Schwäche von unRAID ist sicherlich die Performance. Damit meine ich nicht hohe Hardware Anforderungen, sondern die reinen Übertragungsraten.

Folgende Hardware habe ich verwendet:

  • Intel Pentium G4620, 2x 3.70GHz, boxed
  • MSI C236M
  • Crucial 8GB, DDR4-2400, CL17, ECC (CT8G4WFS824A)
  • 4x Seagate IronWolf NAS HDD 8TB
  • Intel 10Gbit NIC

Aufgrund der 10Gbit LAN Karte liegt die theoretische maximale Übertragungsrate bei rund 1200MB/s. Die HDDs schaffen rund 200MB/s Übertragungsrate.

Was schafft nun unRAID bei einem System mit einfacher Daten Sicherheit (1x Parity 3x Daten)?

Lesend lag die Datenrate bei rund 80-120MB/s (via 10Gbit NIC) und schreibend bei etwas traurigen 40-50MB/s. Letzteres liegt natürlich an der Art wie unRAID die Parity berechnet.

FreeNAS auf dem gleichen System mit ZFS1 schafft im Übrigen 450MB/s schreibend und 600MB/s lesend.

Viele Leser werden sich nun Fragen warum zum Teufel man bei solchen Werten sich für unRAID entscheiden sollte. Jedoch hat unRAID noch ein Ass im Ärmel, um dieses Ass auszuspielen, benötigt Ihr eine SSD.

unRAID kann eine oder auch zwei SSDs als Cache verwenden, Daten landen also erst auf der SSD und werden im Hintergrund langsam weggeschrieben.

Solange die Daten auf der SSD liegen werden diese auch bei einem erneuten Abruf von der SSD geladen. Effektiv erreicht Ihr hier beim Nutzen einer SATA SSD rund 450MB/s schreibend und auch lesend!

Erst wenn Ihr auf einmal mehr Daten schreibt als die SSD fassen kann oder Ihr alte Daten aufruft fällt die Geschwindigkeit auf 40MB/s schreibend bzw. 120MB/s lesend!

Solltet Ihr beispielsweise eine 480GB SSD Nutzen denke ich, das es im Alltag sehr selten vorkommt das man auch wirklich 480GB am Stück auf sein NAS schreibt und lesend liegt die Performance eh am üblichen Gbit LAN Limit.

Solltet Ihr keinen SSD Cache nutzen, nutzt unRAID wie üblich auch den RAM als zwischen Speicher.

Daten aus dem SSD Cache werden nachts (oder zu einer frei einstellbaren Zeit) auf das HDD Array übertragen. Alternativ kann man auch Ordner einstellen welche ausschließlich auf dem SSD Cache liegen sollen für eine bessere Leistung.

 

Fazit

unRAID ist das beste NAS Betriebssystem (abseits der fertig NAS Systemen) welches mir bisher begegnet ist, wenn es Euch um eine einfach und unkomplizierte Nutzung geht!

Ähnlich wie bei Apple gilt hier das Motto „it simply works“, Ihr habt Euch nicht mit dem Terminal rum zu schlagen oder Ähnliches. Für alles gibt es eine Einfache und Übersichtliche UI. Solltet Ihr einmal Hilfe Brauchen oder ein Feature fehlt hilft die Community sehr gut weiter, ob nun via dem App Store oder einfach mit Ratschlägen.

Das Ganze ist hier deutlich weniger technisch als bei FreeNAS und einstiger freundlicher. Ein weiter vortiel von unRAID sind die virtuellen Maschinen und die Festplatten Konfiguration.

Ihr könnt hier bunt Festplatten mixen und dennoch Datenschutz genießen. Zudem hat unRAID keine großen Hardware Anforderungen. Ihr habt einen alten Computer in der Ecke stehen und ein paar über gebliebene Festplatten? Das reicht für unRAID!

Habt Ihr ein High End NAS mit Grafikkarte könntet Ihr das System sogar für Steam in Home Streaming nutzen.

Aber natürlich ist unRAID nicht perfekt. Es gibt zwei Punkte, die mich primär Stören. Dies wäre die Performance und der Preis. unRAID ist aufgrund der Art, wie hier die Parity berechnet wird bei Schreibzugriffen vergleichsweise langsam. Zwar kann eine SSD als Schreibcache helfen, aber das natürlich auch nur bedingt. Ich würde nicht sagen, dass dies das KO Kriterium ist, gerade wenn man Gbit LAN nutzt und eh auf 120MB/s limitiert ist, aber FreeNAS würde gegeben falls auch ohne SSD Cache deutlich mehr Leistung liefern.

Der zweite Punkt ist der Preis. unRAID ist nicht gratis! Ihr müsst hier zwischen 60€ und 120€ investieren, was zwar noch Okay ist, aber sicherlich abschreckend wirkt. Es gibt eine 30 Tage Testversion, welche man mal ausprobieren kann.

Dies würde ich Euch auch raten, probiert unRAID aus, wenn Ihr auf der Suche nach einem neuen Betriebssystem für Euer NAS/Home Server seid!

unRAID ist nicht perfekt und sicherlich auch nicht für jeden Nutzer besser als FreeNAS aber es ist definitiv einen Blick wert gerade, wenn man Festplatten Mixen möchte.

Der iRobot Braava Jet 240 im Test, günstiger und guter Putzroboter?

Staubsaugen gehört in meinem Haushalt dank des Xiaomi Mi Robot Vacuum schon seit längerem fast der Vergangenheit an.

Staubsauger Roboter sind ja schon nichts mehr neues. Jedoch ab und zu reicht Staubsaugen nicht und es muss mal feucht gewischt werden.

Dies musste ich bisher manuell machen, sofern es vernünftig gemacht werden sollte. Es gibt zwar einige „universal“ Putzroboter welche Saugen und Putzen können, aber das Ganze ist hier natürlich nix Halbes und nix Ganzes.

Jedoch gibt es auch eine Handvoll reine Putzroboter, welche auf das Feuchtwischen ausgerichtet sind. Hierzu gehört zum Beispiel  iRobot Braava Jet 240.

Diese haben habe ich mir nun einmal gegönnt, kann dieser im Test und viel wichtiger in meinem Haushalt überzeugen? Finden wir dies heraus!

 

Der iRobot Braava Jet 240 im Test

Beim Auspacken des Braava Jet 240 überkam mich ein „ohw wie niedlich“. Wer einen regulären Staubsaugroboter kennt, wird überrascht sein wie klein der Braava Jet 240 ist. Der Putzroboter ist ca. halb so groß wie ein normaler Staubsaugroboter, dafür aber ein Stück höher.

Unter Couchen oder Stühlen mit Querverstrebungen wird der Braava Jet 240 also nur sehr bedingt kommen. iRobot setzt hier auf ein recht „kantiges“ Design, der Braava Jet 240 ist nicht rund, sondern besitzt eine viereckige Form.

Farblich setzt iRobot auf weißes Hochglanzplastik mit blauen Akzenten, was sehr schön „sauber“ aussieht.

Auf der Oberseite ist ein ausklappbarer Griff wie auch eine Taste und der Wassertank zu finden. Einen Schutzbehälter oder allgemein Saugelektronik besitzt der Braava Jet 240 nicht. Auf der Unterseite lässt sich fürs Putzen lediglich ein Tuch befestigen.

Hierbei habt Ihr entweder die Einwegtücher von iRobot zu verwenden oder müsst Euch Mehrwegtücher kaufen.

Das Wasser wird über eine Düse auf der Front des Roboters auf den Boden gesprüht, was eine durchaus interessante Konstruktion ist.

Im Gegensatz zu den meisten Staubsaugrobotern besitzt der iRobot Braava Jet 240 keine Basis Station, auf welche dieser nach getaner Arbeit fährt. Der Braava Jet 240 besitzt einen abnehmbaren Akku, welcher manuell auf die Ladestation gesteckt werden muss. Dies finde ich allerdings weniger tragisch.

 

Putzleistung

Die Reinigungsleistung bei Robotern muss man in drei Bereiche unterteilen, der eigentlichen Reinigung, das Fahrverhalten und der Intelligenz.

Gerade bei Staubsauger Robotern gibt es sehr viele Modelle, die sehr ordentlich saugen, aber dumm wie Stroh sind und an den falschen Stellen saugen, was dann effektiv nichts bringt.

Wie sieht es beim iRobot Braava Jet 240 aus?

Intelligenz

Der iRobot Braava Jet 240 ist sehr interessant was Intelligenz, Sensoren usw. angeht. Denn Sensoren für die Navigation besitzt der Braava Jet 240 fast keine. Es befindet sich lediglich auf der Front eine Stoßstange welche bei Berührung dem Putzroboter signalisiert, dass ein Hindernis im Weg ist.

Ansonsten weiß der Braava Jet 240 nicht wo er sich im Raum befindet.

Jedoch hat sich iRobot hier etwas sehr Cleveres ausgedacht! Der Braava Jet 240 MUSS immer von der linken unteren Ecke des Raums gestartet werden wo dieser putzen soll.

Diese Grundposition merkt sich der Roboter und bewegt sich nach vorne bzw. nach rechts für den Putzvorgang. Dinge die Links von seiner Startposition oder hinter seiner Start Position liegen werden vollständig ignoriert.

Das ist sehr interessant denn der Putzroboter merkt sich wirklich exakt wo er gestartet ist und zieht hinter sich eine Grundlinie, welche auch beim Rückweg des Zickzackfahrens nicht überschritten wird. So kann man durch clevere Positionierung auch verhindern, dass der Putzroboter aus einer Tür fährt (wenn die Tür hinter seiner Startposition liegt).

Grundsätzlich ist der iRobot Braava Jet 240 für recht offene und freie Räume gedacht. Hindernisse wie Kabel bewältigt der Braava Jet 240 mäßig gut bis schlecht. Gegenstände welche im Weg stehen hingegen, werden recht vorsichtig angefahren und berührt, dann aber von diesen abgelassen.

Heißt Kleinkram wie Kabel, Socken oder Ähnliches sollte Weg geräumt werden, Vasen oder Dosen hingegen können stehen bleiben.

Teppiche werden vom Braava Jet 240 natürlich als Hindernis wahrgenommen (wenn diese hoch genug sind), was aber natürlich für einen Feuchtwisch Roboter auch Sinn macht.

Mit Tisch/Stuhlbeinen kommt der Braava Jet 240 ganz gut klar, sofern diese nicht zu eng stehen. Falls die Fahrroute etwas zu komplex wird, kann der Putzroboter ein wenig den Faden verlieren, dies war aber weniger oft ein Problem, als ich es erwartet habe.

Aufgrund seiner kompakten Abmessungen hat es der Putzroboter ganz gut geschafft sich aus Hindernissen wieder herauszuarbeiten ohne, dass ich manuell eingreifen musste.

Also ja der iRobot Braava Jet 240 taugt auch für Räume welche nicht eine große freie quadratische Fläche sind! Der Raum sollte aber auch nicht zu verwinkelt oder verworren sein.

Gegebenenfalls müsst Ihr etwas herumprobieren von welcher Ecke man den iRobot Braava Jet 240 losschickt.

Fahrverhalten

Wie bereits erwähnt fährt der iRobot Braava Jet 240 grundsätzlich sehr geordnet. Es wird also kein Zufallsprinzip oder Ähnliches verwendet, der Putzroboter fährt geradeaus los bis er ein Hindernis erreicht. Dann dreht er ein Stück nach rechts ab, dreht um, fährt gerade, zurück bis er ein Hindernis oder die Grundlinie erreicht, dreht ab usw.

Hierbei fährt der Putzroboter aber nicht einfach gerade. Der Braava Jet 240 fährt in „Y“ form. Er schlägt also immer ein Stück zur Seite aus, so werden Steifen verhindert.

Ihr könnt Euch das so vorstellen, der Roboter fährt geradeaus, fährt zurück, sprüht Wasser, fährt leicht schräg nach links, fährt zurück, fährt leicht schräg nach rechts, fährt zurück, fährt ein Stück weiter geradeaus und beginnt von Neuem.

Dieses System hat seinen Grund! Im ersten Schritt tastet der Roboter ab, ob vor ihm frei ist. Dies macht Sinn da der Braava Jet 240 ja Wasser nach vorne sprüht, ist ein Hindernis im Weg sprüht er kein Wasser! Ihr müsst Euch also keine Sorgen machen das die Wände nass werden (nur bei Steckdosenleisten die im Weg liegen, wäre ich vorsichtig).

Ist der Weg frei, fährt er zurück sprüht und fährt dann in einer „Y“ Form über die zu putzende Stelle.

Hierbei variiert der Wischroboter aber etwas je nachdem was für ein Tuch an diesem angebracht ist. Nutzt Ihr ein Trockentuch (dies wird automatisch erkannt) nutzt er nicht dieses Verhalten.

Putzleistung

Beginnen wir erst einmal mit dem Grundsätzlichen. Es gibt für den iRobot Braava Jet 240 drei Tücher welche unter diesen geschnallt werden können, Nasstücher, Feuchttücher oder Trockentücher.

Der Braava erkennt automatisch welche Sorte Ihr verwendet und passt dementsprechend den Putzvorgang an.

Bei diesen Tüchern handelt es sich um Einwegtücher! 10 Stück jeder Sorte sind für rund 11€ bei Amazon zu bekommen. Günstiger können hier die optionalen Mehrwegtücher sein, zwei Stück kosten hier einmalig 20€ .

Stolze Preise sofern man nicht die Mehrwegtücher nutzt, hier muss jeder selbst entscheiden, was das Geeignetere ist. Grundsätzlich machen sowohl die Einwegtücher wie auch die Mehrwegtücher einen vernünftigen Eindruck.

Beim Putzen nutzt der Braava Jet 240 eine Mischung aus der „Y“ Fahrtaktik, einer vibrierenden Bodenplatte und versprühtem Wasser. Ähnlich wie bei einer Schallzahnbürste vibriert die Platte, an welcher die Putztücher befestigt sind, dies soll zu einer höheren Reinigungswirkung führen.

Wie sieht es praktisch aus? Erfreulich gut! Wenn man die Nasswischtücher verwendet, wischt der Braava Jet 240 auch wirklich recht feucht. Hierbei sprüht dieser großzügig Wasser, aber auch nicht zu viel für einen Fliesenboden. Das Putztuch macht hierbei einen guten Job auch Schmutz und Flecken zu entfernen.

Etwas sanfter ist das „Feuchtwisch Tuch“ welches weniger Wasser nutzt, ideal für Paket Boden.

Selbst größere Flecken werden effektiv entfernt, erst wenn diese wirklich fest eingetrocknet sind, scheitert der Braava Jet 240. Spuren oder Schlieren sind auf meinem Fliesen Boden nicht sichtbar.

Der iRobot Braava Jet 240 benötigt für meine ca. 15m² Küche rund 8-10 Minuten.

 

Lautstärke

Der iRobot Braava Jet 240 besitzt keinen Saugmotor daher ist der Putzroboter grundsätzlich etwas leiser als ein Staubsaugroboter, jedoch ist dieser auch nicht völlig geräuschlos.

Zum einen vibriert die Bodenplatte was ein konstantes Surren erzeugt (etwas dumpfer/dunkler als das einer elektrischen Zahnbürste), zum anderen hört man die Pumpe, wenn der Braava Jet 240 Wasser auf den Boden gibt.

Leise ist das gute Stück also nicht, aber auch nicht störend laut. Wenn die Tür zum Raum in dem gearbeitet wird geschlossen ist, bekommt man außen nur ein gelegentliches Klackern mit.

 

Stromverbrauch

Der Akku des Braava Jet 240 fasst rund 7Wh, damit kostet einmal Putzen rund 0,00175€ an Stromkosten. Verschwindend gering das Ganze also.

 

Fazit

Ja, der iRobot Braava Jet 240 taugt, sofern man mit den richtigen Ansprüchen an die Sache geht. Was meine ich damit? Erwartet Ihr das der iRobot Braava Jet 240 Eure Wohnung perfekt putzt und Ihr nie wieder zum Putzeimer greifen müsst? Dann werdet Ihr etwas enttäuscht sein.

Der Braava Jet 240 putzt erfreulich gut, wenn nicht sogar sehr gut! Aber natürlich schafft dieser wirklich hartnäckige oder eingetrocknete Flecken nicht. Hier muss man gelegentlich nacharbeiten. Auch wer einen „polierten“ und perfekt glänzenden Fußboden erwartet wird ebenfalls enttäuscht sein.

Aber genug davon was der iRobot Braava Jet 240 nicht kann, was kann dieser und warum sollte man ihn kaufen?

Der iRobot Braava Jet 240 reduziert wie oft Ihr putzen müsst. Oftmals putzt man nicht weil alles total dreckig ist sondern nur, um eine gewisse Grundsauberkeit und Hygiene zu halten und das schafft der Braava Jet 240! Auch wenn es mal kleine Flecken gibt, weil irgendwas getropft hat, kann der Braava Jet 240 schnell helfen.

Klar wenn wichtiger Besuch kommt, würde ich einmal per Hand durch die Wohnung putzen, aber wenn nur mal der beste Freund/Freundin sich angekündigt hat, reicht es vollkommen den Braava Jet 240 durch die Küche/Wohnung zu schicken während man was anderes macht.

Die Navigation des Putzroboters ist gut, sofern man das System dahinter verstanden hat(er bewegt sich von seiner Start- Position immer nach vorne/rechts) und die Reinigungsleistung ist für den Alltag dank vibrierender Bodenplatte und „Y“ Fahrmuster mehr als ordentlich.

Von daher, in meinem Haushalt ist der iRobot Braava Jet 240 neben dem Xiaomi Mi Robot Vacuum nahezu unersetzlich geworden und hat mir einige Stunden Arbeit und Nerven gespart.

Selbst wenn man den iRobot Braava Jet 240 mal umsetzen muss, macht es doch mehr Spaß dem Roboter bei der Arbeit zuzusehen, als es selbst zu machen.

Gaming auf einem Ultrabook? Wie Leistungsstrak ist die Intel HD Graphics 620?

Kompakte „Ultrabooks“ wie das Asus ZenBook 3, Dell XPS, Razer Blade Stealth usw. liegen voll im Trend.

Zugeben diese Notebooks sind schon ziemlich schick, aber wie sieht es mit der Leistung aus? In der Regel setzen diese Notebooks auf den Intel Core i7-7500U oder i5-7200U. Zwei Prozessoren welche zwar auf Energiesparsamkeit getrimmt sind, aber eigentlich eine gute Performance liefern.

Bei der Grafikkarte dieser Notebooks sieht es meist etwas schlechter aus. Hier setzen fast alle Hersteller immer auf die integrierte Intel HD Graphics 620. Hier werden die meisten Gamer unter Euch schon denken „Oh je eine Intel Grafikkarte“. Allerdings muss man auch ehrlich sein, in diesem Ultra kompakten Notebooks ist zumeist kein Platz für etwas besseres.

Vermutlich wird auch der ein oder andere Schüler/Student sich denken „oh so ein Ultrabook wäre schon gut für Schule oder Uni, aber ich würde schon gerne ab und zu mal unterwegs, was auf dem Gerät spielen“.

Hier stellt sich nun die Frage, wie leistungsstark ist die Intel HD Graphics 620 in Spielen? In diesem kleinen Bericht möchte ich versuchen diese Frage zu klären! Was für Spiele kann man auf der Intel HD Graphics 620 spielen?!

 

Was für Spiele kann man auf der Intel HD Graphics 620 spielen?

Um was geht es in diesem Bericht? Wie bereits erwähnt ist der Intel Core i7-7500U und i5-7200U extrem beliebt in diversen super kompakten Notebooks. Dieser Prozessor ist fast immer mit der Intel HD Graphics 620 Grafikkarte gekoppelt.

Dieser Test ist kein Vergleich „wie schlägt sich die Intel HD Graphics 620 gegen XYZ“, es geht nur um die Frage was für Spiele schafft diese Grafikkarte und falls ja wie gut?!

Dies soll Euch einfach einen Eindruck vermitteln, wenn Ihr Euch ein Notebook mit Intel Core i7-7500U oder i5-7200U kauft was Ihr zocken könnt und was nicht.

 

 

Der Versuchsaufbau

Für meinen kleinen Test verwende ich ein ASUS ZenBook 3 mit Intel Core i7-7500U, 8GB RAM und natürlich der Intel HD Graphics 620.

Letztendlich spielt das genaue Notebook allerdings keine große Rolle. Alle Notebooks mit einer ähnlichen Konfiguration, also ein Razer Blade Stealth, Dell XPS 13, Microsoft Surface Laptop, Lenovo ThinkPad X1 Carbon, Huawei Matebook X usw. werden ähnliche Ergebnisse liefern.

Das ASUS ZenBook 3 hat allerdings den Vorteil einer guten Kühlung, das Notebook taktet also unter Volllast nicht herunter.

Notebooks mit i5-7200U schneiden im Schnitt ca. 0-20% schlechter ab, je nachdem ob das Spiel durch die CPU limitiert ist oder durch die GPU. Letzteres ist allerdings deutlich öfter, daher ist der i5-7200U in der Regel kein Nachteil.

Folgende Spiele werden getestet:

  • BioShock Infinite
  • Crysis
  • CS GO
  • Diablo 3
  • Half Life 2
  • Left 4 Dead 2
  • Overwatch
  • Starcraft 2
  • The Elder Scrolls 5 Skyrim

Ich denke dies ist eine gute Repräsentation aus beliebten „ESport Titeln“ und älteren AAA Spielen. Vielleicht vermisst Ihr ja League of Legends, sagen wie es so, hier hatte ich ein kleines Problem (lange nicht mehr gespielt, ich wurde aufgefordert mein PW zu resetten, kann mich auf der Webseite einloggen, dort aber nicht mein Passwort ändern da angeblich mein aktuelles Passwort falsch ist mit welchem ich mich zuvor eingeloggt habe usw.)

League of Legends sollte problemlos auf Mittel und Full HD auf einem Notebook mit Intel HD Graphics 620 laufen!

 

Die Benchmarks

BioShock Infinite

Starten wir mit einem sehr guten aber mittlerweile schon etwas älteren AAA Titel, BioShock Infinite. BioShock Infinite stammt aus dem Jahr 2013 und setzt auf die unreal Engine 3. Gebenchmarkt wurde ein Kampf kurz vor dem Ende des Spiels.

BioShock Infinite läuft um ehrlich zu sein weniger gut als erhofft. Auf der nativen Full HD Auflösung ist selbst die Detailstufe sehr niedrig als kaum spielbar zu bezeichnen. Diese erreicht zwar 29FPS im Schnitt, aber in actionreichen Szenen fällt die Frame Rate in die niedrigen 20.

Spielbar aber definitiv nicht schön! Reduziert Ihr die Auflösung auf 1366×768 sieht die Welt schon wesentlich besser aus. Hier werden gut spielbare 48FPS im Schnitt erreicht.  Die mittlere Detailstufe bei 1366×768 ist wiederum zu viel für die Intel GPU.

 

Crysis

„But can it run crysis?“ Eine legendäre Frage! Zwar ist Crysis mittlerweile schon 10 Jahre alt, aber kaum ein anderes Spiel steht für solch einen Leistungshunger und eine solch revolutionäre Grafik.

Selbst 10 Jahre später sieht Crysis immer noch sehr brauchbar aus!

„But can it run crysis?“ Yes it can! Zwar auf höheren Detailstufen mehr schlecht als recht aber das Spiel wäre auf Full HD und niedriger bis mittlerer Grafik problemlos durchzuspielen!

Zumal Crysis auch recht gut mit niedrigen FPS spielbar ist.

 

CS GO

CS GO kann man mittlerweile nur als den kompetitiv Shooter bezeichnen. Das Spiel erfreut sich einer sehr hohen Beliebtheit und taugt durchaus als „Lan Party“ Game für zwischendurch.

CS GO hat mich um ehrlich zu sein, etwas überrascht. Ich hätte hier mit deutlich mehr FPS gerechnet! Sagen wir es so mit einem Ultrabook wollt Ihr eigentlich nicht online kompetitiv spielen, außer vielleicht auf 1366×768 und den niedrigst möglichen Details.

Hier sieht das Spiel durchaus noch „okay“ aus, abgesehen von der fehlenden Kantenglättung, und würde sich auch durchaus vernünftig spielen lassen.

Auf Full HD Auflösung und den niedrigsten möglichen Details wird es aber schon sehr eng! Genau 30FPS im Schnitt und 17 FPS im Minimum ist schon was wenig für ein gutes Gameplay. Vielleicht für eine Runde mit Freunden, aber fürs online Spiel würde ich die Auflösung reduzieren.

 

Diablo III

Diablo III ist auch nicht mehr das jüngste Spiel, macht aber immer noch viel Spaß! Wie viel Spaß macht dieses auf einem Notebook mit Intel 620 GPU?

Bei Diablo III ist die Grafikkarte ganz klar der limitierende Faktor! Auf Full HD Auflösung wird es selbst auf niedrigsten Details mit 25FPS sehr eng. Diablo III ist durchaus mit 25FPS zu spielen, aber bei sehr actionreichen Szenen wird die Bildrate eher auf 18 oder noch weniger fallen. Ich habe noch eine Stelle recht weit am Anfang des Spiels gebenchmarkt.

Für ein flüssiges Spiel stellt die Auflösung auf 1366×768 runter. Bei 1366×768 und niedrigen Details ist das Spiel problemlos flüssig spielbar, selbst auf hohen Details ist alles noch in einem sehr akzeptablen Rahmen.

 

Half Life 2

Half Life 2, der Klassiker! Mit mittlerweile rund 13 Jahren ist half Life 2 nicht mehr das jüngste Spiel und das sieht man diesem auch etwas an.

Zwar hat es sich eigentlich ganz gut gehalten, aber eigentlich sollte ein 13 Jahre altes Spiel kein Problem für ein aktuelles Ultrabook sein, oder?

Half Life 2 läuft auf maximalen Details absolut flüssig, sofern Ihr kein Antialiasing einschaltet! Auf maximalen Details, Full HD und mit 8x Antialiasing erreicht die Kombination aus Intel Core i7-7500U + Intel HD Graphics 620 gerade mal 35 FPS im Schnitt. Spielbar ja, aber erstaunlich wenig!

Schaltet man Antialiasing aus, springen die FPS regelrecht auf 70 im Schnitt! 70FPS ist butterweich!

 

Left 4 Dead 2

Left 4 Dead 2 ist auch schon etwas in die Jahre gekommen, aber macht immer noch einen riesen Spaß! Gerade dann, wenn man sich 3 Freunde schnappt und die Kampagne spielt.

Wie sieht es hier aus? Gebenchmarkt wurde der Anfang der Dark Carnival Kampagne.

Wie auch schon bei Half-Life 2 hat Left 4 Dead 2, welches auch auf der gleichen Engine basiert, etwas Probleme mit der Kantenglättung.

Habt Ihr diese bei Full HD und maximaler Qualität aktiv erreicht das Notebook gerade mal 16 FPS im Schnitt, unspielbar. Schaltet Ihr allerdings die Kantenglättung ab, springen die FPS sofort auf spielbare 39FPS.

Ich würde allerdings vermutlich eher die mittlere Detailstufe empfehlen auf welchen minimal 29FPS und gute 47FPS im Schnitt erreicht werden.

 

Overwatch

Overwatch ist der neuste Titel im Testparkur. Allerdings ist Overwatch auch ein ESport Titel, sollte also gut auf älterer und leistungsschwächeren Hardware laufen?!

Von Overwatch war ich extrem überrascht! Nach CS GO, welches wirklich nicht gut lief, habe ich bei Overwatch um ehrlich zu sein, mit großen Problemen gerechnet.

Aber Ihr könnt dieses auf Full HD und niedrigen Einstellungen absolut flüssig Spielen! 26FPS im Minimum und 40 FPS im Schnitt! Dies wurde von mir in einem richtigen online Match getestet, von daher steht einer Runde Overwatch auch auf einem Ultra kompakten Notebook nichts entgegen.

Selbst auf Mittel sehen die FPS auf dem Papier mit 37 im Schnitt noch recht gut aus, aber das trügt etwas. Overwatch verhält sich „merkwürdig“. Anstelle, dass die FPS massiv sinken, bekommt Ihr Probleme mit sehr hohen Ladezeiten und erst nachträglich aufpoppenden Figuren usw.

Von daher würde ich bei niedrig bleiben, vielleicht ein paar Einstellungen mal auf Mittel versuchen.

Dennoch Lob an Blizzard! Overwatch läuft erfreulich gut selbst auf schwächerer Hardware!

 

StarCraft 2

StarCraft 2 ein weiter ESport Titel, welcher sich aber weiterhin einer hohen Beliebtheit erfreut. Schauen wir uns an wie gut dieser auf der Intel HD Graphics 620 läuft.

Ordentlich! Die Full HD Auflösung ist kein Problem und auf niedrigen bis mittleren Details erreicht Ihr solide über 30FPS.

Über mittel hinaus würde ich allerdings nicht gehen. Zwar passen die FPS in meinem Test selbst auf hoch mit 29 im Schnitt, allerdings sollten 200 gegen 200 Supply Armeen aufeinandertreffen werdet Ihr sicherlich bei allem anderen als niedrig eine Diashow haben.

Von daher auf niedrig bis Mittel wäre StarCraft 2 auch online gut spielbar!

 

The Elder Scrolls 5 Skyrim

Der letzte Testkandidat, das mittlerweile auch etwas ältere The Elder Scrolls 5 Skyrim. Wie gut läuft Skyrim auf einer Intel Grafikkarte?

Ich habe ohne Mods getestet!

Bei Skyrim habt Ihr ein wenig die Qual der Wahl. Entweder Full HD und niedrige Details oder 1366×768 und mittlere bis hohe Details!

Für Full HD und mittlere Details reicht leider die Intel HD Graphics 620 nicht aus.

 

Fazit

Gaming ist durchaus auf einem Ultrabook mit Intel HD Graphics 620 möglich, in einem gewissen Rahmen.

Letztendlich kommt es hier etwas auf die Anforderungen an. Erwartet Ihr das neuere Titel problemlos laufen und ältere auf hohen Details 60FPS+ schaffen? Dann werdet Ihr enttäuscht!

Neuere AAA Titel könnt Ihr auf einem Notebook mit Intel HD Graphics 620 selbst auf den niedrigsten Details meist vergessen. Etwas anders sieht es bei ESport Titeln aus wie Overwatch, welches gut spielbar auf einem aktuellen Ultrabook läuft!

Auch ältere Spiele laufen meist auf niedrigen Details problemlos, siehe Skyrim. Allerdings wird Euch oft nichts anderes übrig bleiben als die Auflösung zu reduzieren um an einem flüssigen Spiel Spaß zu haben.

Ich hoffe dieser kleine Bericht konnte Euch etwas weiterhelfen!

Die Xlayer Powerbank Plus MacBook im Test, die leistungsstärkste USB C Powerbank mit satten 45W Leistung fürs Apple MacBook, Dell XPS, ASUS ZenBook und Co.

USB Power Delivery ist der Ladestandard der Zukunft, dessen zunehmend schnelle Verbreitung wir vermutlich ein wenig Apple zu danken haben. Apple hat mit seinen neueren MacBooks und MacBook Pros begonnen auf USB C als Ladeport zu setzen.

Jedoch ist normales „USB C Laden“ natürlich nicht leistungsstark genug um ein aktuelles Notebook halbwegs schnell zu laden. Daher setzt Apple im Hintergrund auf den noch recht neuen USB Power Delivery Standard.

USB Power Delivery ist ein Konkurrenz Protokoll zum recht bekannten Quick Charge. Allerdings im Gegensatz zu Quick Charge ist USB Power Delivery ein offener Standard, der zudem für Notebooks, Smartphones und sonstige Geräte gedacht ist.

Dementsprechend setzt mittlerweile nicht nur Apple mit seinen MacBooks, MacBook Pros und iPad Pros auf USB C Power Delivery sondern auch Hersteller wie Dell, Asus, Samsung, LG, Nintendo und noch viele mehr.

Ein weiter wichtiger Verfechter des USB Power Delivery Standards ist Google, welche diesen als Schnellladestandard empfehlen und eventuell sogar für Android Smartphones verpflichtend machen.

Jedoch ist USB Power Delivery nicht ganz so einfach. Theoretisch unterstützt dieses Protokoll bis zu 100W Leistung, allerdings schafft natürlich nicht jedes USB Power Delivery Ladegerät 100W.

Die meisten Ladegeräte und Powerbanks welche USB Power Delivery unterstützen schaffen gerade mal 29W. Dies ist genug um Smartphones schnell zu laden oder die Apple MacBooks/MacBook Pros überhaupt zu laden.

Allerdings gerade viele Notebooks wie das Asus Zenbook 3 oder das Dell XPS 13/15 benötigen ein höheres Mindestmaß an Leistung um via USB C geladen werden zu können.

Hier kommt nun unser Testkandidat ins Spiel, die Xlayer Powerbank Plus MacBook. Dies ist die erste Powerbank mit USB C Power Delivery welche 45W an Leistung schafft! Zumindest die erste, die ich auf dem Markt gefunden habe.

Die hier versprochenen 45W Leistung sind in der Theorie genug ein Dell XPS 13, Asus Zenbook 3 oder auch Xiaomi Notebook Air 13.3 problemlos zu laden, Dinge welche die Powerbanks von Anker und RAVPower mit USB Power Delivery nicht geschafft haben.

Wollen wir uns daher doch einmal im Test anschauen wie sich die Xlayer Powerbank Plus MacBook mit 45W Leistung so schlägt.

 

Die Xlayer Powerbank Plus MacBook im Test

Auf den ersten Blick ist die Xlayer Powerbank Plus MacBook eine recht normale mittel bis große Powerbank.

XLayer setzt bei dieser auf ein robustes Aluminiumgehäuse, wodurch die Powerbank natürlich eine gewisse Massivität erhält. Die Haptik der Powerbank gefällt mir hierbei recht gut, genau wie die schlichte und einfache Optik.

Allerdings im Gegenzug ist die Powerbank auch etwas schwerer und größer als beispielsweise ein Anker PowerCore 20100. Dies liegt natürlich nicht nur am Gehäuse, sondern auch an der leistungsstärkeren Elektronik.

Aufseiten der Anschlüsse verfügt die Powerbank erst einmal nur über zwei normale USB Ports und einen USB C Port. Die beiden USB Ports sind „normale“ 2,4A 5V Ports, diese unterstützen also kein Quick Charge oder Ähnliches.

Deutlich interessanter ist hier der USB C Port. Dieser ist sowohl Eingang wie auch Ausgang. Es wird hierbei auf beiden Wegen das USB Power Delivery Protokoll unterstützt.

Die Powerbank kann also nicht nur schnell aufladen, sondern auch schnell aufgeladen werden. Ausgeben kann die Powerbank maximal 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 14,5A/3A oder 20V/2,25A. Die maximale Leistung liegt also bei satten 45W!

Damit ist die Xlayer Powerbank Plus MacBook die leistungsstärkste USB C Powerbank, die mir aktuell bekannt ist.

Der USB C Port ist natürlich universal kompatibel. Ihr könnt mit diesem auch Geräte aufladen, welche nicht USB Power Delivery unterstützen und auch keine 45W Leistung benötigen.

Aufnehmen kann die Powerbank laut Hersteller 5V/3A, 9V/2A, 12V/2A, 14,5V/1,5A oder 20V/1,5A. Um also die optimale Ladegeschwindigkeit zu erreichen, benötigt Ihr ein Ladegerät mit USB Power Delivery. Beispielsweise dieses Ladegerät von Inateck 45W USB Power Delivery Ladegerät würde taugen.

Abgesehen davon besitzt die Powerbank natürlich einen Einschalter und vier Status LEDs. Letztere leuchten beim Betätigen des Einschalters auf und informiert Euch über die verbliebende Restladung der Powerbank.

 

USB Power Delivery

USB Power Delivery ist ein etwas komplexeres Thema, daher versuche ich dies Euch einmal kurz zu erklären.

USB Power Delivery ist ein offizieller Teil des USB Protokolls, welcher ein wenig in Konkurrenz zum bekannten Quick Charge steht. Quick Charge ist eine Technologie des Herstellers Qualcomm und kann nur genutzt werden wenn entweder ein Qualcomm Prozessor im Gerät verbaut wurde oder eine Lizenzgebühr an diese gezahlt wird. Zudem ist Quick Charge für Smartphones entwickelt worden und nicht universell als Ladestandard für alle Geräteklassen.

Hierbei soll Power Delivery es erlauben Smartphones, Tablets und auch Notebooks über das selbe Ladegerät zu laden. Power Delivery ist dabei auf eine Leistung von bis zu 100W spezifiziert.

Soweit so gut, allerdings können nur die aller wenigsten Ladegeräte 100W liefern, geschweige denn Powerbanks.

Es gibt also mehrere Abstufungen, zum einen bei der Spannung und zum anderen beim Strom.

Ähnlich wie bei anderen Schnellladesystemen (Quick Charge) ist bei USB Power Delivery die Spannung nicht mehr Fix bei 5V, wie es eigentlich für USB normal ist. Es ist leichter eine höhere Spannung zu übertragen als einen hohen Strom, daher wird für die erhöhe Ladegeschwindigkeit nicht der Strom(A) angehoben sondern die Spannung(V). (Spannung * Strom = Watt)

Ein USB Power Delivery Ladegerät/Powerbank kann im Optimalfall 5V, 9V, 14,5/15V und 20V liefern.

Hierbei ist 5V die Standard Spannung. Wenn Ihr also ein normales Smartphone an den USB C Port hängt welches sich nicht als „Hey ich unterstütze USB Power Delivery“ zu erkennen gibt, werden immer nur 5V ausgegeben. Daher ist USB Power Delivery voll abwärtskompatibel, es kann hier nichts kaputt gehen!

Allerdings muss ein USB Power Delivery Ladegerät nicht alle diese Spannungen unterstützen. Beispielsweise fehlt einigen Ladegeräten die 20V Stufe, diese können dann nur 5V oder 9V oder 14,5V ausgeben.

Das ist beispielsweise für viele Notebooks blöd, diese benötigen meist genau diese 20V Stufe. Beispielsweise das Dell XPS 13 benötigt zwingend 20V, es kann also nicht einfach mit 14,5V laden.

Apple MacBooks sind hier etwas unkomplizierter und kommen mit 5V, 9V, 14,5V und 20V klar. Apple hat hier also intern Elektronik verbaut welche mit allen Spannungsstufen umgehen kann.

Dabei funktioniert die Absprache der Spannung automatisch. Ihr müsst also keine Sorge haben, dass ausversehen die flasche Spannung geliefert wird.

Leider kann man bei Notebooks meist nicht im Vorhinein sehen welche Spannungsstufe diese benötigen oder ob diese überhaupt USB Power Delivery nutzen. Einige 1-2 Jahre alte Lenovo und HP Geräte wurden beispielsweise via USB C geladen, nutzen aber einen eigenen Standard.

Neben der Spannung ist auch der Strom wichtig. Auch hier haben einige Notebooks Mindestanforderungen, welche man in der Regel nicht im Vorhinein findet.

Beispielsweise das Dell XPS 13 benötigt 20V und mindestens 1,5A, besser wäre aber mehr. Der Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery bietet beispielsweise 20V und 1,25A, kann also trotz der richtigen Spannung ein Dell XPS 13 nicht laden.

Im Gegensatz zur Spannung, welche immer Fix bei 5V, 9V, 14,5/15V oder 20V liegt, ist der Strom „Dynamisch“. Sollte eine Powerbank also 20V 2A liefern können, kann diese auch nur 20V 1A oder irgendwas zwischen 0-2A ausgeben. Es ist also kein Problem ein kleines Smartphone an einer 45W Powerbank zu laden. Das Smartphone nimmt nur so viel Energie auf, wie es verarbeiten kann.

Allgemein nutzten Smartphones und kleinere Geräte meist nur die 5V und 9V Spannungsstufe. Problematisch sind in der Regel nur Notebook.

Viele aktuelle Smartphones unterstützen neben dem Quick Charge auch USB Power Delivery. Dazu gehört beispielsweise das Samsung Galaxy S8, LG G6 und auch diverse Huawei Smartphones. Das Huawei P10, P10 Plus und Mate 9 lassen sich beispielsweise an Power Delivery Ladegeräten schnellladen!

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.,

 

Messwerte der Xlayer Powerbank Plus MacBook

Beginnen wir wie üblich mit der Kapazität. XLayer spricht von 20100mAh, Messen konnte ich 69,075Wh bzw. 18668mAh @3,7V.

Dies entspricht rund 93% der Herstellerangabe, ein hervorragender Wert! Warum sind 93% gut? Die Herstellerangabe bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen und nicht auf die letztendlich nutzbare Kapazität. Beim Entladen der Akkus entsteht durch das Umwandeln der Spannung von 3,7V (die interne Spannung der Akkuzellen) auf 5V bzw. auf bis zu 20V immer ein wenig Verlust. Dies merkt man beispielsweise daran, dass die Powerbank leicht warm wird.

Daher kann nicht 100% der vorhandenen Energie ausgegeben werden. Dies ist nicht nur bei Xlayer der Fall, sondern bei allen Powerbanks. Normale Powerbanks erreichen 80-90% der angegeben Kapazität, nur selten werden 90%+ erreicht.

Was ebenfalls zu bedenken ist, ist dass auch Smartphones und Notebooks nicht 100% effizient laden. Auch auf dieser Seite geht nochmals ca. 10-20% Energie verloren.

Die Xlayer Powerbank Plus MacBook schafft praktisch:

  •  ein iPhone 7 ca. 8-9 mal
  • ein iPhone 7 Plus ca. 6 mal
  • ein Samsung Galaxy S8 ca. 5-6 mal
  • ein Dell XPS 13 ca. 0,8-1 mal
  • ein Apple MacBook (2017) ca. 1-1,5 mal
  • ein Apple MacBook Pro 13“ (2017) ca. 1-1,4 mal zu laden.

Dies als kleiner Richtwert was Ihr auf Seiten der Kapazität von der Powerbank erwarten könnt.

Wie sieht es abseits der Kapazität aus? Beginnen wir mit den beiden normalen USB Ports. Diese können zwar 2,4A liefern, sind aber abseits davon auch nichts Besonderes. Die Ladegeschwindigkeit ist als Solide in Kombination mit IOS und Android Smartphones zu bezeichnen. Allerdings ist das Spannungslevel relativ niedrig wodurch einige Smartphones langsamer laden als diese eigentlich könnten.

Aber natürlich kauft man die Xlayer Powerbank Plus MacBook nicht für ihre normalen USB Ports, das Interessante ist der USB C Port. Folgende Geräte habe ich an diesem getestet:

  • Samsung Galaxy S8+
  • LG G6
  • Google Pixel XL
  • Huawei P10 Plus
  • Apple iPad Pro
  • Apple MacBook Pro 13“ (late 2016)
  • Dell XPS 13
  • Nintendo Switch

Viele aktuelle High End Smartphones unterstützen den USB Power Delivery Standard zusätzlich zu Quick Charge, so auch beispielsweise das Samsung Galaxy S8/S8+ und das LG G6.

Etwas überraschend hierbei ist, dass die Kombination mit dem Samsung Galaxy S8+ nicht so recht funktionieren wollte. Dieses erreichte zwar sehr gute 5V 1,71A, aber eigentlich sollte da noch mehr gehen.

Abseits vom Samsung Galaxy S8+ funktionierte aber USB Power Delivery mit allen anderen getesteten Smartphones tadellos! Das LG G6 erreichte 9V 1,8A und das Google Pixel XL 9V 2A. Auch Huawei Smartphones (Mate 9, P10 und P10 Plus) unterstützen USB Power Delivery, getestet habe ich nur stichprobenartig das P10 Plus, dieses erreichte 9V und 1,8A, also Schnellladetempo.

Auch das neue Apple iPad Pro unterstützt USB Power Delivery. Um dieses zu nutzen, benötigt Ihr das Apple Lightning auf USB C Kabel. Bei der Nutzung von USB Power Delivery lädt das iPad signifikant schneller. Hier konnte die XLayer Powerbank 1,80A bei 14,4V erreichen, also rund 26W. Das ist rund die doppelte Ladegeschwindigkeit verglichen mit dem beigelegten original Apple Ladegerät.

Kommen wir zu den Notebooks. Die neueren Apple MacBooks und MacBook Pros sind erst einmal recht unproblematisch was das Laden an Powerbanks angeht. Jedoch wo es Unterschied gibt, ist beim Tempo. Während der Anker Power+ 26800 mit Power Delivery und die RAVPower RP-PB058 „nur“ 28-30W schaffen, erreicht die Xlayer Powerbank Plus MacBook ein Stück weit mehr. Messen konnte ich hier 19,7V 2,27A was ziemlich genau die beworbenen 45W ergibt.

Im normalen Office Betrieb wird sowohl das MacBook Pro 13 wie auch das Pro 15 von der Powerbank flott geladen.

Allerdings wenn Ihr an Eurem MacBook Pro Video Schnitt betreibt oder Ähnliches, kann es auch weiterhin passieren, dass der Akku selbst von der Xlayer Powerbank Plus MacBook nicht gleichzeitig aufgeladen wird(dafür sinkt auch die Akku Kapazität nicht).

Im Gegensatz zu allen anderen mir bekannten Powerbanks ist die XLayer leistungsstark genug auch das Dell XPS 13 und vermutlich auch das Dell XPS 15 zu laden.

Im Falle des Dell XPS 13 werden 20V und 1,95A erreicht, also rund 40W. Damit ist die Ladegeschwindigkeit vergleichbar mit der des original Netzteils. Auch andere Windows Notebooks wie das ASUS ZenBook 3 oder auch das Razer Blade Stealth sollten sich mit der Powerbank laden lassen.

Zu guter Letzt kommen wir noch auf die Nintendo Switch zu sprechen. Ihr könnt es erraten, ja auch die Nintendo Switch nutzt USB Power Delivery als Schnellladeprotokoll.

Die Xlayer Powerbank Plus MacBook kann die Nintendo Switch mit dem maximal möglichen Tempo laden. Solltet Ihr unterwegs spielen wollen ohne, dass sich der Akku der Konsole entlädt, seid Ihr hier auch richtig.

Etwas überrascht hat mich die Tatsache, dass die Powerbank sogar mehr als 45W Leistung liefern kann. Es ist möglich die beiden normalen USB Ports zusätzlich zum USB C Port zu belasten. Effektiv schafft die Powerbank so ca. 55W Gesamtleistung.

Kommen wir zum Wiederaufladen der Powerbank. Ihr könnt diese an einem normalen 2A/2,4A USB Ladegerät aufladen, mithilfe eines USB A auf USB C Kabels. Hier erreicht die Powerbank 2A bei 5V, also 10W Ladeleistung. Eine vollständige Ladung dauert rund 7 Stunden.

Eine vollständige Ladung dauert 209 Minuten

Schneller geht es mit einem Ladegerät, das USB Power Delivery unterstützt. Hier benötigt die Powerbank 3,5 Stunden. Das ist ziemlich flott!

 

Fazit

Die Xlayer Powerbank Plus MacBook ist aktuell die beste Powerbank für Besitzer eines Apple MacBook Pros, wie auch für Besitzer eines Windows Notebooks, welches via USB C geladen wird.

Dies liegt natürlich primär am USB C Port, der über eine Leistung von satten 45W verfügt. Damit bietet die Powerbank mehr Leistung als die Konkurrenzmodelle von Anker und RAVPower. Dies ist natürlich beim Laden von Smartphones und auch Tablets nicht ganz so wichtig. Selbst ein iPad Pro, welches sich auch mit der XLayer Powerbank schnellladen lässt, nimmt maximal rund 26W auf.

Allerdings wenn Ihr ein großes Notebook mit Energie versorgen wollt, sind natürlich die 45W Leistung Gold Wert. Auch ist dies beispielsweise die erste Powerbank, welche mein Dell XPS 13 via USB C laden kann. Auch andere Notebooks wie Apple MacBooks, MacBook Pros, Asus Zenbook 3, Razer Blade Stealth, Xiaomi Mi Book Air 13 und viele andere lassen sich mit der Xlayer Powerbank Plus MacBook laden.

Hinzu kommt die solide Verarbeitung, die beiden zusätzlichen 2,4A USB Ports für beispielsweise ein iPhone oder Smartphones welches kein USB C/Power Delivery besitzt und die hohe Wiederaufladegeschwindigkeit.

Natürlich ist der Preis mit rund 90€ (zum Zeitpunkt des Tests) nicht gerade klein für eine Powerbank, aber das ist der Preis, wenn man sein Notebook schnell mit einer Powerbank laden will. Es gibt aktuell lediglich eine einzige andere Powerbank mit einem 45W USB C Port und diese stammt von Razer. Diese kostet satte 170€ für 12800mAh Kapazität, von daher ist der Preis der XLayer vollkommen in Ordnung.

Keine Produkte gefunden.

Xlayer Powerbank Plus MacBook
Angegebene Kapazität 21000mAh
Preis
Erreichte Kapazität 69,075Wh bzw. 18668mAh
Erreichte Kapazität in % 93%
LED Taschenlampe
Wiederaufladegeschwindigkeit 3,5 Stunden (bis zu 28W)
Geteste Geräte
Apple iPhone 7+ +
Samsung Galaxy S8+ ++
Huawei P10 Plus (und Mate 9) ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Apple iPad Pro ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Google Pixel XL ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Nintendo Switch ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Dell XPS 13 ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Apple MacBook Pro 13 ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Kapazität 93%
Verarbeitung 80%
Ladegeschwindigkeit 98%
Anschlüsse und Sonstige Features 90%
Preis / Leistung ★★★★☆
Testergebnis ★★★★★