Start Blog Seite 279

Der noblechairs ICON im Test, der perfekte Schreibtischstuhl?

Mit dem ICON hat noblechairs seinen neusten Schreibtischstuhl auf den Markt gebracht. Auf dieses Modell habe ich mich zugegeben etwas gefreut. Noblechairs erster Schreibtischstuhl, der EPIC, ist der, aus meiner Sicht, beste allround Schreibtischstuhl aktuell auf dem Markt.

Dieser konnte schon durch einen hervorragenden Sitzkomfort, eine tolle Optik und klasse Qualität punkten.

Der ICON ist hier nicht als direkter Nachfolger oder größeres Modell zu betrachten, sondern einfach als Alternative. Aber ist der ICON auch so gut wie der EPIC? Und für wen lohnt sich welches Modell?

Dies und noch viel mehr gilt es im Test herauszufinden! Wie schlägt sich der noblechairs ICON und wie sitzt es sich so?

 

Zusammenbau und Installation

Habt Ihr schon einmal einen Gaming Schreibtischstuhl zusammengebaut? Falls ja wird Euch auch das Prinzip beim noblechairs ICON bekannt vorkommen.

Der ganze Stuhl besteht im Großen und Ganzen aus fünf Komponenten, dem Fußkreuz, der Gasdruckfeder, dem Kippmechanismus, dem Sitzpolster und der Rückenlehne.

Diese Komponenten müsst Ihr miteinander verbinden. Im Gegensatz zu vielen anderen vergleichbaren Modellen sind die Armlehnen bereits vormontiert. Auch die Schrauben für die Rückenlehne sind bereits in den Löschen verschraubt.

Dies hat den Vorteil das Ihr Euch um die jeweils passenden Schrauben keine Gedanken machen müsst. Es gibt also keine „Typ AB, Typ CB usw.“ Schrauben mit unterschiedlichen Längen.

Lediglich die Schrauben für den Kippmechanismus, welcher auch die Gasdruckfeder festhält, sind in einer kleinen Box. Ebenfalls in dieser Box ist das Montage Material.

Wundert Euch nicht noblechairs legt Reserveschrauben bei! Es bleiben also auch nach korrektem Zusammenbau zwei Stück übrig.

 

Der Aufbau verläuft in Schnellform wie folgt:

Den Kippmechanismus an das Sitzpolster verschrauben, die Rückenlehne an das Sitzpolster verschrauben, Rollen in das Fußkreuz eindrücken, Gasdruckfeder in das Fußkreuz stellen, Basis samt Rückenlehne aufsetzen und die seitlichen Abdeckungen verschrauben.

Das war es auch schon! Praktisch funktionierte dies auch recht problemlos. Die Rückenlehne war vielleicht etwas störrig aber das war kein großes Problem. Gerade mit zwei Personen wäre der ICON in wenigen Minuten zusammengebaut.

Bonuspunkte bekommt noblechairs für das beilegen zweier Kissen, welche einfach unheimlich weich und angenehm sind!

 

Der noblechairs ICON

noblechairs vermarktet seinen EPIC und auch den neuen ICON als „Gaming Chairs“. Dies bedeutet natürlich nicht, dass sich diese Stühle nur für „Gamings“ eignen, ganz im Gegenteil.

Gerade den ICON kann ich mir sehr gut in einem Büro eines Managers, Architekt usw. vorstellen. Im Gegensatz zu vielen anderen Gaming Schreibtischstühlen ist der ICON sehr dezent und edel gehalten. Dies liegt natürlich etwas an der Leder Optik des Stuhls.

Gaming Chairs basieren grundsätzlich auf Autositzen, während viele Konkurrenten wie DXRacer usw. hier eher auf Sitze setzen wie diese in einem Tuning/Racing Car vorkommen, wirkt der noblechairs ICON eher so, als käme dieser aus einem Bentley oder Aston Martin.

Der Stuhl ist etwas weniger aggressiv geformt und im Gegenzug etwas dicker und mächtiger anmutend. Zu diesem etwas hochwertigeren Eindruck passt auch die Materialwahl.

Der ICON ist sowohl mit Kunstleder wie auch mit Echtleder verfügbar! Letzteres ist etwas sehr Seltenes, gerade unter Gaming Chairs.

Allerdings kostet die Echtleder Version natürlich einen gewissen Aufpreis, welcher aber mit rund 200€ nicht mal zu hoch ausfällt. Wenn man einmal schaut was ein „richtiger“ Echtleder Designer Schreibtischstuhl kostet, wird man nicht schlecht staunen, da wirken die knapp 500€ für den ICON doch fast wie ein Schnäppchen.

Ich habe für diesen Test im Übrigen „nur“ die normale Version mit Kunstleder und seien wir ehrlich auch das Kunstleder sieht schon klasse aus und fühlt sich auch Super an!

Den noblechairs ICON gibt es neben den verschiedenen Material Optionen auch in unterschiedlichen Farben. Hierbei unterscheiden sich aber gerade die Kunstleder Versionen nur wenig.

Ihr habt hier neben der schwarzen Grundfarbe die Wahl zwischen Schwarz, Weiß, Rot und Blau als Akzentfarbe. Hierbei handelt es sich aber nur um die Farbe der Nähte, das Ganze ist also wirklich sehr dezent.

Wie auch schon der EPIC nutzt der ICON eine Mischung aus glatten Material, für die die Schulter und Teile der Rückenpartie und einem perforierten (Kunst-)Leder für die Sitzfläche und den unteren Rückenbereich.

Diese Perforierung ist natürlich ein wichtiges optisches Element, sorgt aber gleichzeitig für eine verbesserte Belüftung.

Gerade im Sommer klebt man weniger an diesen gelöcherten Flächen als an den normalen glatten Bereichen. Von daher sehe ich diese Entscheidung von noblechairs als positiv an! Zwar kann sich Schmutz und Krümel in diese Löscher setzen, aber dies war schon beim EPIC kein größeres Problem. Einfach die Flächen gelegentlich etwas ausklopfen und fertig.

Noblechairs gibt die Sitzhöhe beim ICON mit 48cm-58cm an. Mit mir auf dem Stuhl konnte ich ca. 47cm – 57cm nachmessen, der cm Unterschied liegt einfach daran, dass man das Polster und die Feder etwas eindrückt, wenn man wirklich auf dem Stuhl sitzt.

Sollte Euch dies zu hoch sein bietet noblechairs auch eine kürzere Feder an. Kauft diese aber im Optimalfall im Vorhinein! Zwar wird die Feder nur in den Stuhl gesteckt, aber durch das Gewicht wird diese erfahrungsgemäß bombenfest in das Fußkreuz gedrückt und man hat viel Spaß die wieder da heraus zu bekommen.

Wo wir gerade bei optionalem Zubehör sind. Der noblechairs ICON verfügt von Haus aus über 60mm Rollen. Diese sind auch sehr gut und laufruhig! Jedoch gibt es für 30€ auch Rollen welche sich Feststellen lassen, solltet Ihr den Stuhl in Kombination mit einem Lenkrad verwenden wollen.

Ein sicherlich etwas spezielles Zubehör, aber schön dass es angeboten wird.

Wie sieht es mit den Ergonomie Optionen aus? Wie bereits angesprochen könnt Ihr natürlich den Stuhl in der Höhe verstellen. Zusätzlich ist auch das Verstellen der Rückenlehne von leicht schräg nach vorne bis komplett flach möglich.

Hierbei müsst Ihr auch keine Angst haben, dass Ihr nach hinten kippt, auch wenn es anfangs etwas unheimlich ist komplett flach auf dem Stuhl zu liegen.

Zusätzlich besitzt der ICON auch eine Kippfunktion. Hierdurch lässt sich der Stuhl durch das Verlagern des Gewichts in eine leicht schräge Position bringen, daher nenne ich das Ganze auch gerne die Kippel-Funktion. Diese lässt sich in ihrer Intensivität verstellen oder auch komplett abschalten.

Die Armlehne des noblechairs ICON sind so genannte 4D Armlehnen, diese lassen sich also in vier Achsen verstellen. Hierzu gehört die Höhe, der Winkel, Abstand zueinander und das vor/zurück verschieben.

 

Qualität und Wertigkeit

Wenn man sich einen Schreibtischstuhl für rund 350€ kauft erwartet man auch, dass dieser eine Weile hält. Daher versuche ich einmal einzuschätzen wie es um die Verarbeitungsqualität und Materialqualität steht.

Der noblechairs ICON ist unter der Haube ähnlich gearbeitet wie der EPIC oder auch andere High End Gaming Schreibtischstühle. Ich habe mittlerweile einige Gaming Schreibtischstühle gesehen und nehme an, dass die meisten Modelle vom selben asiatischen Fertiger kommen, welcher natürlich Anpassungen bei der Materialwahl und Massivität je nach Auftrag durchführt.

Jedoch gibt es eigene Parallelen zu beispielsweise einem Maxnomic Need for Seat Office-Comfort, Corsair T1 Race usw. was den grundsätzlichen Aufbau angeht.

Der noblechairs ICON wirkt hierbei allerdings überdurchschnittlich sauber gearbeitet, was Schweißnähte und die generelle Verarbeitung angeht. Selbst verglichen mit meinem Testsample des EPIC wirkt der ICON noch eine Stufe sauberer, auch wenn der grundsätzliche Aufbau ziemlich identisch ist. Das mag natürlich durch eine gewisse Schwankung bei den Fertigungsdurchläufen zu erklären sein.

Noblechairs setzt beim ICON auf die höchste“ Material Qualität. Das heißt dieser Besitz einen Metall Grundrahmen, sowohl bei der Rückenlehne wie aber auch beim Sitzkissen. Bei vielen unter 250€ Schreibtischstühlen werden hier Holzplatten verwendet, siehe hjh OFFICE LEAGUE PRO.

Der Metallrahmen macht einen guten Eindruck und ist ausreichend dick und massiv gearbeitet. Die Armlehnen sind allerdings nicht direkt an diesem Rahmen verschraubt, sondern auf einer angeschweißten Platte. Dies sollte allerdings nicht weniger gut halten.

Jedoch sind die Armlehnen vermutlich der einzige Kritikpunkt den ich an der Qualität des ICON habe. Diese wackeln leider etwas. Damit meine ich nicht die Grundkonstruktion, diese ist bombenfest, sondern den oberen Teil. Der Mechanismus zum Verstellen der Armlehnen könnte etwas straffer sein.

Aber das ist schon ein recht kleiner Kritikpunkt. Abgesehen davon habe ich nichts zu bemängeln! Auch die Verarbeitung meines Kunstleder Modells ist absolut Top. Die Nähte sind absolut Perfekt und auch das Material selbst ist sehr gleichmäßig und ausreichend dick.

Das Fußkreuz, welche beispielsweise beim 330€ Corsair T1 Race aus Kunststoff ist, ist hier anscheinend aus Aluminium gearbeitet. Dies ist etwas ungewohnt, in der Regel nutzen die meisten Hersteller hier „Stahl“, aber das Kreuz kam mir etwas zu leicht für Stahl vor.

Zumal das Fußkreuz nicht zu dünn oder billig ist. Dieses ist komplett aus einem Guss gefertigt und besitzt im inneren Querverstrebungen für eine erhöhte Stabilität.

Die Gasdruckfeder ist wie bei einem Stuhl dieser Preislage eine Klasse 4 Gasdruckfeder.

Kurzum der noblechairs ICON wirkt seiner Preisklasse und dem maximalen Gewichtsrating von 150KG angemessen verarbeitet. Zwar gibt es durchaus auch Modelle, welche noch massiver gebaut sind (AKRacing Onyx oder Maxnomic Office-Comfort zum Beispiel), jedoch kann man sich gerade was die Details und Feinheiten angeht echt nicht beklagen.

Der ICON ist schon am oberen Ende der Material Qualität angesiedelt! Natürlich kann es sein, dass der Stuhl über Jahre hinweg irgendwo eine Schwäche entwickelt oder einen Schwachpunkt hat, aber dies kann ich aktuell nicht absehen. Nach nun rund 2 Wochen könnte ich keine mögliche Sollbruchstelle erkennen.

 

Wie sitzt es sich so?

Kommen wir zum eigentlich wichtigsten Punkt, wie gut sitzt man auf dem noblechairs ICON? Vorweg ich versuche zwar den Stuhl neutral zu beschreiben, aber es ist hier natürlich nicht ganz leicht seine persönlichen Präferenzen auszublenden. Zudem kann das Sitzgefühl je nachdem wie groß und schwer Ihr seid etwas abweichen.

Ich bin rund 1,84m groß und wiege um die 90KG, damit sollte ich recht problemlos auf den Stuhl passen, welcher für bis zu 150KG zugelassen ist. Ich werde in diesem Teil des Berichts auch des Öfteren auf den noblechairs EPIC verweisen. Der EPIC und der ICON sind ungefähr in einer Preisklasse, von daher bietet sich hier der Vergleich an.

Wie auch schon der EPIC ist der ICON ein relativ harter Schreibtischstuhl. Das klingt so negativer, als es wirklich ist. Die Polsterung des ICON ist absolut Top, Ihr spürt also nicht die zu Grunde liegende Metall Konstruktion, aber Ihr sinkt auch nicht im Stuhl ein.

Man sitzt auf dem ICON nicht „wie auf Wolken“, im Gegenzug sitzt man aber auch nicht wie auf einer Holz Bank.

Gerade beim längeren Sitzen bevorzuge ich doch diese etwas festere Polsterung. Es ist praktisch nicht möglich den noblechairs ICON durchzusitzen. 8 Stunden am Stück am PC? Kein Problem!

Die festere Polsterung in Kombination mit dem perforierten Kunstleder sorgt zudem für eine recht gute Belüftung.

Der ICON ist einer der kühleren und luftigeren Kunstleder Schreibtisch Stühlen, denen ich bisher begegnet bin.

Noblechairs spezifiziert den ICON auf 150KG, dementsprechend müsste man ja davon ausgehen, dass der Stuhl auch für etwas breitere Nutzer geeignet ist?! Dies ist teilweise auch der Fall. Der noblechairs EPIC ist verglichen mit dem ICON deutlich schmaler und einschränkender geformt. Die meisten Gaming Schreibtischstühle verfügen wie auch Racing Sitze über recht aggressiv geformte Flügel. Im Auto sollen diese dem Fahrer natürlich halt geben, auf einem Stuhl sind diese meist eher Deko und sorgen höchstens für eine aufrechte Grundposition.

Der noblechairs EPIC hatte recht aggressiv geformte Flügel, welche den Nutzer fast schon etwas umarmt haben. Für normal gebaute Nutzer soweit kein Problem, für breitere Nutzer oder welche die gerne etwas freier sitzen hingegen ungünstig.

Hier ist der ICON besser. Der Stuhl gibt einem deutlich mehr Freiraum und fühlt sich dadurch etwas luftiger an, bietet aber dennoch einen recht guten Halt. Man wird also doch in einer recht geraden Grundposition gehalten.

Das war beispielsweise ein Problem, welches ich beim AK Racing Onyx hatte. Dieser bietet extrem viel Platz, machte aber einen schlechten Job den Nutzer in einer gerade komfortablen Position zu halten, man verrutschte hier und musste so fast aktiv darauf konzentrieren gerade zu sitzen.

Beim ICON sitzt man als normal gebauter Nutzer automatisch gerade. Allerdings hat der ICON auch einen Nachteil gegenüber dem EPIC. Viele bzw. die aller meisten „Gaming Schreibtischstühle“ haben eine höchstens mittelmäßige Unterstützung des unteren Rückenbereichs. Daher legen auch alle Hersteller immer ein Kissen für diesen Bereich bei.

Der EPIC war hier eine kleine Ausnahme und bot eine überdurchschnittliche Unterstützung der Rückenpartie, der ICON ist hier im direkten Vergleich eher auf dem Level der meisten Konkurrenten.

Zusammengefast EPIC vs. ICON:

Seid Ihr ein kleiner bis Normal gebauter Nutzer/Nutzerin dann würde ich fast noch den noblechairs EPIC vorziehen, sofern Ihr mit einem etwas „engeren“ Stuhl klar kommen würdet.

Seid Ihr ein Normal bis leicht breiter gebauter Nutzer/Nutzerin würde ich den ICON bevorzugen. Dieser bietet etwas mehr Raum und Luftigkeit.

Seid Ihr wirklich sehr breit gebaut würde ganz klar eher den ICON bevorzugen, wobei auch dieser nicht meine aller erste Wahl für Nutzer wäre, welche wirklich an der 150KG Marke kratzen.

Beide Modelle von noblechairs sind absolut top! Hier gibt es kein „ist klar besser“ beide sind vom Sitzkomfort, sofern man gerne etwas luftiger und vielleicht etwas härter sitzt, absolut top!

Gerade bei längerer Arbeit am PC sind die Modelle von noblechairs absolute Oberklasse und mit das Beste, was man für Geld bekommen kann.

Bei den Armlehnen setzt noblechairs auf ein 4D Design, das heißt, diese lassen sich in einer Vielzahl an Positionen einstellen. Gerade die Verstellbarkeit der Höhe ist, wie ich finde gut gelungen, die Reichweite ist hier ziemlich perfekt.  Glücklicherweise verzichtet noblechairs hier auf irgendeine komische Form der Armlehnen selbst, diese sind normale „Hartpolster“ Pads ohne eine Biegung oder Ähnliches.

Wofür ich auch den noblechairs ICON sehr schätze, ist seine Wippfunktion. Diese natürlich nicht exklusiv bei noblechairs zu finden, ganz im Gegenteil. Auch die meisten anderen Gaming Charis haben etwas Vergleichbares.

Jedoch kann man hier im großen und ganzen zwischen zwei Mechanismen unterscheiden. Dem „billigeren“ welcher bei vielen günstigen DXRacer Modellen zum Einsatz kommt und dem teureren, welcher auch beim ICON verwendet wird.

Beide Mechanismen erlauben es Euch den Stuhl leicht nach hinten kippen zu lassen, was zu einer entspannteren Position führt und allgemein dem Stuhl nicht so statisch und Fest wirken lässt. Auch kann man, wenn einem langweilig ist, hier etwas wie in einem Schaukelstuhl wippen.

Beim günstigeren Mechanismus, welcher wie ein „T“ aufgebaut ist, müsst Ihr Euch aktiv vom Boden abstoßen, um in die Schräge zu kommen, beim hochwertigeren Mechanismus, welcher wie ein „Z“ aufgebaut ist, reicht ein Verlagern des Gewichts aus.

Ich schätze diesen Wipp-Mechanismus sehr und freue mich, dass dieser auch am ICON zu finden ist!

 

Fazit

Der noblechairs ICON ist mit rund 370€ sicherlich keine Anschaffung, die man auf die Schnelle tätigt. In der Regel würde sich hier das Probesitzen sicherlich anbieten, was aber leider kaum möglich sein wird.

Daher versuche ich einmal zusammenzufassen wie sich das Sitzen auf dem ICON anfühlt.

Der ICON ist gut aber relativ hart gepolstert. Ihr sitzt auf diesem nicht wie „auf Wolken“, jedoch im Gegenzug ist es, kaum möglich diesen Stuhl durchzusitzen. Daher ist auch ein längeres Verweilen von 8 Stunden oder mehr kein größeres Problem.

Hinzu kommt, dass sich der ICON vergleichsweise luftig anfühlt. Dies liegt auch an der perforierten Textur des verwendeten Kunstleders. Hierdurch ist der Stuhl weniger schwitzig oder klebrig im Sommer.

Im Gegensatz zum noblechairs EPIC ist der ICON etwas weiter und offener aufgebaut. Dieser verfügt zum einen über ein vergleichsweise großes Sitzpolster, zum anderen sind die „Flügel“ der Rückenlehne verglichen mit dem EPIC und vielen anderen „Gaming Chairs“ weniger aggressiv geformt. Allerdings sorgt der Stuhl dennoch für einen ganz guten Halt.

Bietet sich der ICON also auch für breitere Nutzer an? Ja durchaus! Der noblechairs EPIC war aus meiner Sicht eher für kleinere (schmälere) bis normal gebaute Personen gut geeignet. Der ICON hingegen ist für normal bis etwas breit gebaute Nutzer am besten geeignet.

Allerdings wer wirklich an der 150KG Marke kratzt, oder sogar leicht drüber liegt, wird vermutlich mit einem AKRacing Onyx besser klarkommen.

Unterm Strich gehört der ICON ganz eindeutig zu den besten und bequemsten Schreibtischstühlen, die ich bisher nutzen durfte!

Auch was die Haptik und Optik angeht kann der noblechairs ICON überzeugen. Hier spiegelt der Name des Herstellers auch etwas das Produkt wieder. Der ICON ist kein „bunter“ und übermäßig auffälliger Schreibtischstuhl, der ICON wirkt etwas edler und gehobener und macht auch sicherlich in einem richtigen Büro eine gute Figur.

Bei der Verarbeitungsqualität und auch der Materialwahl habe ich keine Beschwerden. Der ICON wirkt nicht wie ein Stuhl, der nur ein paar Monate hält, sondern wie eine etwas langfristigere Anschaffung.

Von daher sehe ich auch den Preis von rund 370€ als gerechtfertigt an. Wenn man einmal auf einem hochwertigen Schreibtischstuhl wie dem noblechairs ICON gesessen hat, wird man nichts mehr anderes wollen!

Das Gigaset Elements System, die Smarte Alarmanlage Made in Germany!

Smart Home ist beliebter denn je, gerade wenn es um den Punkt Sicherheit geht. Smart Home Alarmanlagen gibt es viele auf dem Markt, unter anderem auch von Gigaset.

Gigaset ist ja eigentlich eher für kabellose Telefone und Ähnliches bekannt, versuchen nun aber auch zunehmend in anderen Marktbereichen Fuß zu fassen. Unter anderem im Smart Home/smarten Sicherheitsbereich.

Das System von Gigaset hört hier auf den Namen Elements und umfasst alles was man sich von einer Smarten Alarmanlage wünscht. Hierbei verlangt Gigaset auch nur einen vergleichsweise fairen Preis mit knapp über 100€ für das Basis Set.

Stellt sich nur die Frage, ob die Gigaset Elements Alarmanlage auch im Test überzeugen kann?! Finden wir dies heraus!

 

Das Gigaset Elements System

Die Gigaset Elements Alarmanlage gibt es grundsätzlich in drei unterschiedlichen Set Zusammenstellungen, S, M und L.

Je nachdem welches Set Ihr wählt, erhaltet ihr eine unterschiedliche Anzahl an Sensoren und Modulen.

Im günstigsten Basis Set für rund 120€ befindet sich beispielsweise nur die Basisstation, ein Türsensor und ein Bewegungssensor. Im M Set hingegen ist eine zusätzliche Sirene und zwei weitere Fenstersensoren.

Im großen L Set ist noch eine WLAN Kamera vorhanden.

Freundlicherweise hat mir Gigaset das M Set für einen Test zur Verfügung gestellt. Letztendlich ist es aber erst einmal nicht so wichtig welches Set Ihr wählt. Alle Sensoren lassen auch einzeln nachkaufen, auch wenn dies etwas teurer ist als ein größeres Starter -Set zu wählen.

Folgende Module bietet Gigaset aktuell im Einzelkauf an:

  • Gigaset elements Window (Fenster Sensor)
  • Gigaset elements Camera
  • Gigaset elements Smoke
  • Gigaset elements Plug
  • Gigaset elements Button
  • Gigaset elements Door
  • Gigaset elements Motion
  • Gigaset elements Siren

Das komplette Gigaset elements System ist im Übrigen Made in Germany! Weshalb ich die englische Namensgebung der einzelnen Module auch etwas merkwürdig finde.

 

Das Gigaset Elements System M im Test

Nach dem Auspacken des Elements System könne man meinen man hat ein Puzzle gekauft. Die einzelnen Module, Station usw. bestehen aus diversen Klappen, Abdeckungen usw., welche erst einmal zusammengesetzt werden wollen.

Hier muss man allerdings auch sagen, dass dies nicht übermäßig schwer oder kompliziert ist.

Beginnen wir bei der Basis Station. Die einzelnen Module kommunizieren natürlich nicht direkt mit dem Netzwerk, sondern über eine Basis Station. Diese Basis Station hört auf den Namen „elements base“.

Die elements base ist eine recht kompakte weiße Station, welche auf ein rundliches Design setzt. Das Ganze hat was von einem kleinen Router oder eine DECT Station.

Auf der Front der elements base befinden sich drei Status LEDs, welche glücklicherweise nicht übermäßig hell sind, wie auch eine Taste. Diese Taste dient dem späteren Anlernen der diversen Module.

Auf der Rückseite der elements base befindet sich ein LAN Port wie auch ein Anschluss für das beigelegte Netzteil. Die elements base sollte also in der Nähe Eures Routers positioniert werden, da diese über kein WLAN verfügt.

Ebenfalls verfügt die elements base nicht über eine eingebaute Sirene! Im M oder L Set liegt dafür aber auch eine externe Sirene bei.

Diese wird einfach irgendwo in eine Steckdose gesteckt wo Ihr diese im Falle des Falles gut hören könnt.

Interessanterweise ist auch in einigen der Modulen eine mini Sirene verbaut. Hier spreche ich natürlich von dem Tür Sensor wie auch von den Fenster Sensoren.

Im Gegensatz zur richtigen Sirene, welche immerhin 100db schafft, sind die Sirenen in den Modulen recht leise und sollen vermutlich auch nur als erste Abschreckung dienen.

 

Vielleicht ist Euch etwas an den Fenster/Tür Modulen aufgefallen. Richtig diese bestehen nicht wie bei den meisten Smart Home Alarm Anlagen aus zwei Teilen, einer Basis und einem Magnet, sondern es ist lediglich eine Komponente.

Wie erkennt aber nun das Modul wann eine Tür offen und wann geschlossen ist? Gigaset scheint hier auf einen Lage bzw. Beschleunigungssensor zu setzen. Dieser erkennt die Bewegung beim Öffnen/Schließen.

Hierdurch können die Fenstersensoren auch zwischen offen/geschlossen und einem gekippten Fenster unterscheiden.

Clever ist auch der Bewegungssensor, welcher beispielsweise nicht von Haustieren wie Hunden ausgelöst werden kann. Gigaset verspricht das dieser erst ab 25KG Masse einen Alarm auslöst.

Ich verfüge zwar nicht über einen großen Hund aber über eine 10KG Katze, und diese löst den Alarm wirklich nicht aus.

Zur Befestigung der Module habt Ihr diverse Möglichkeiten. Die einfachste ist doppelseitiges Klebeband, welches auch beiliegt. Alternativ kann man die einzelnen Module auch verschrauben.

Für die Energie Versorgung nutzt Gigaset bei allen Modulen und Sensoren die CR123A Batterien, diese begegnen mir in letzter Zeit des Öfteren (siehe Netgear Arlo). Zwar sind die CR123A relativ teuer im Nachkauf (zwischen 3-5€ pro Stück) dafür halten aber auch diese Batterien sehr lange. Gigaset gibt 1-2 Jahre an, was ich natürlich noch nicht bestätigen kann.

Die Basis Station benötigt im Übrigen rund 1,3W Strom, was angenehm wenig ist.

 

Einrichtung und Installation

Für die Einrichtung/Installation benötigt Ihr die Gigaset Elements App. diese App ist für Android und IOS verfügbar und lässt sich kostenlos aus den jeweiligen App Stores herunterladen.

Nach dem Start der App müsst Ihr ein Konto bei Gigaset anlegen, dieses Cloud Konto ist dauerhaft kostenlos und zwingend verpflichtend.

Verbindet nun die Basisstation mit dem Strom und Netzwerk und gebt den Code auf der Rückseite in die App ein. Nun wird automatisch eine Verbindung mit der Basis herstellt, was auch bei mir tadellos geklappt hat.

Leider sind die beigelegten Module nicht bereits vorinstalliert und müssen per Hand einzeln angelehnt werden.

An sich ein einfacher Prozess, in der App auf das Plus gehen, Batterie in das Modul legen, Taste auf Basis und Modul drücken und fertig. Praktisch hat dies auch bei den meisten Modulen gut funktioniert, jedoch einige Module waren aus unerklärlichen Gründen etwas zickig. Hier musste dieser Prozess mehrfach wiederholt werden.

Da die Module (Tür und Fenster) über einen Lage/Beschleunigungssensor erkennen ob eine Tür offen oder geschlossen ist müssen diese erst einmal kalibriert werden.

Hierfür müssen diese an der Tür befestigt werden und Ihr müsst diese auf Signal öffnen bzw. schließen. Dieses Kalibrieren war etwas nervig.

Teilweise wurde die Bewegung nicht erkannt, die App hat sich tot geladen oder es gab am Ende eine Fehlermeldung. Umso erstaunlicher das die Kalibrierung trotz Fehlermeldung anscheinend jedes Mal funktioniert hat. Lasst Euch also nicht von einer „hier hat etwas nicht geklappt“ Meldung abschrecken, anscheinend funktioniert hier nur das Feedback zur App nicht, aber der Sensor führt die Kalibrierung durch.

 

Die Gigaset Elements App und Features

Die Gigaset Elements App ist ziemlich einfach und unkompliziert aufgebaut. Lediglich das Hinzufügen neuer Sensoren ist etwas versteckt.

In Großen und Ganzen sieht man aber bereits auf der Startseite, was gerade mit dem System vor sich geht. Das heißt, welche Fenster offen/geschlossen sind, wie es mit den Türen aussieht usw.

Zudem habt Ihr über die Startseite zugriff auf den Modus, in welcher die Alarmanlage gerade ist. Hier habt Ihr drei zur Auswahl, zu Hause, unterwegs oder „individuell“.

Dies sind natürlich nur schöne Bezeichnungen für an/aus und teilweise an. Jedoch reichen diese Modi dicke aus. Gerade, dass es möglich ist einen individuellen Modus anzulegen ist klasse! Hier könnt Ihr beispielsweise nur Eure Haustür + Fenster aktiv schalten, aber nicht den Bewegungsmelder.

So könnt Ihr Euch über Nacht frei im Haus bewegen, sollte aber jemand eindringen, werdet Ihr gewarnt.

Natürlich ist es, auch möglich beispielsweise Alarm -Verzögerungen einzustellen. Dies macht Sinn, so könnt Ihr das Haus betreten und dann erst die Alarmanlage schalten.

Ebenfalls in der App lassen sich automatische Timer hinterlegen. Wenn Ihr morgens um 6 Uhr aufsteht, könnt Ihr beispielsweise die Alarmanlage so programmieren, dass automatisch zu diesem Zeitpunkt der Nachtmodus deaktiviert wird.

Die Tür- und Fenstersensoren haben aber einen weiteren kleinen Trick. Aufgrund des Beschleunigungssensor können diese feststellen, ob eine Tür/Fenster gewaltsam geöffnet wurde. Hier wird auch ein „stiller“ Alarm ausgelöst, selbst wenn die Alarmanlage eigentlich nicht aktiv ist. Ich muss hier allerdings sagen, dass ich nicht genau weiß wie zuverlässig dieses Feature ist. Eine Tür/Fenster muss schon sehr plötzlich und sehr schnell geöffnet werden damit ein „gewaltsames“ Öffnen erkannt wird. Das Ganze war relativ schwer zu reproduzieren durch ein Aufreißen einer Tür, aber das Ganze kann natürlich anders aussehen, wenn jemand mit einem Brecheisen die Tür aufhebelt.

Zu 100% würde ich mich nicht darauf verlassen, aber es ist dennoch eine Ebene mehr Sicherheit.

Was passiert, wenn ein Alarm ausgelöst wird?

Sofern Ihr die Sirene besitzt (im M Set inklusive) wird natürlich zuerst diese ertönen. Zusätzlich erhaltet Ihr aber auch eine Push Benachrichtigung auf allen eingerichteten Smartphones.

Sollte es mehrere Familienmitglieder geben, welche die Alarmanlage steuern könnt ist das kein Problem. Man kann zwar keine Unterbenutzer anlegen, aber es ist einfach möglich sich mit mehreren Smartphones einzuloggen.

 

Zusätzliche Module

Neben den Standard Modulen für die Tür/Fenster Sicherheit bietet das Gigaset Elements System auch „Bonus“ Module. Hier drunter verstehe ich einen vernetzten Feuermelder und eine smarte Steckdose.

Der Feuermelder ist erst einmal ziemlich unspektakulär, aber bietet an sich ein sehr sinnvolles Feature. Feuermelder sind gut und wichtig, jedoch bringen diese nicht viel, wenn man sie nicht hört bzw. wenn man nicht zu Hause ist.

Hier bietet der Gigaset elements Smoke Abhilfe. Erkennt dieser einen Brand löst die integrierte Sirene Alarm aus, zusätzlich wird auch die Sirene der Alarmanlage ausgelöst und Ihr erhaltet eine Nachricht aufs Smartphone.

So wisst Ihr immer, auch unterwegs, was bei Euch Zuhause vor sich geht und könnt im Fall der Fälle gegebenenfalls noch rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten.

Leider funktioniert der Feuermelder nicht umgekehrt. Dieser kann zwar Eure Alarmsirene starten, aber kann nicht von der Basis gestartet werden. Es ist also nicht möglich einen Gigaset elements Smoke als Ersatz für eine Sirene zu verwenden. Ich nehme nicht an, dass dies an Gigaset liegt, welche einfach dieses Feature weggelassen haben um Euch noch eine Sirene zu verkaufen, ich vermute dies wird eine Art Energie Spar Feature sein. Das Funkmodul im Rauchmelder wird vermutlich nicht dauerhaft Aktiv sein und erst wenn der Feuermelder einen Brand erkennt von sich aus die Basis Anfunken. Ich nehme an das die Elements Base daher gar keine Möglichkeit hat den Feuermelder aktiv anzusprechen.

Anders sieht dies beim zweiten „Bonus“ Modul aus, dem Gigaset elements Plug. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Steckdosen Zwischenstecker, welchen Ihr von Eurem Smartphone (oder über die Taste an der Seite, falls das Smartphone mal nicht griffbereit ist) steuern könnt.

Steuern bedeutet in diesem Fall ein/ausschalten. Hierbei lässt sich der Plug auch mit andern Modulen koppeln. Ihr könntet diesen also mit einem elements Button steuern, oder einstellen, dass dieser bei Alarm automatisch eingeschaltet wird usw. hier habt Ihr viele „Rezepte“ zur Auswahl wie Ihr einzelne Funktionen mit einanderen verknüpfen könnt.

Der elements Plug lässt sich auch über einen Timer steuern, was gerade bei Dingen wie beispielsweise Aquarium Lampen sehr nützlich sein kann. Es lassen sich also Uhrzeiten und Wochentage festlegen zu welchen der Plug eingeschaltet bzw. ausgeschaltet wird.

 

Fazit

Die Gigaset Elements Alarmanlage im S und M Paket ist absolut zu empfehlen, wenn man etwas Geduld hat. Gigaset geht gerade mit seinen Sensoren einen etwas anderen Weg als die meisten anderen Hersteller.

In der Regel bestehen Tür/Fenstersensoren immer aus zwei Teilen, einer Basis und einem Magneten. Wird der Magnet getrennt wird Alarm ausgelöst, ein sehr einfaches System, welches keine größere Konfiguration benötigt. Gigaset hingegen nutzt etwas komplexere Module mit Lage/Beschleunigungssensoren.

Diese haben durchaus Vorteile, benötigen aber auch beispielsweise eine Kalibrierung, welche teilweise etwas nervig war.

Über die Zuverlässigkeit kann ich mich nach erfolgter Kalibrierung nicht beschweren. Die Gigaset Elements Alarmanlage funktioniert gut und erkennt auch beispielsweise gekippte Fenster!

Die App ist visuell durchaus gelungen und einfach zu bedienen, wenn auch etwas träge, gerade wenn man seinen Alarm abschalten möchte.

Jedoch im Alltag hat die Gigaset Elements Alarmanlage einen guten Eindruck hinterlassen! In nun rund 14 Tagen hatte ich keine größeren Ausfälle oder andere Probleme, welche sich nicht durch einen kurzen Neustart der App beheben ließen. Dies ist ein gutes Ergebnis, gerade wenn man den doch recht günstigen Preis des Gigaset Systems mit in die Rechnung mit einbezieht.

Der einzige Kritikpunkt den ich hätte, wäre der Gigaset elements Button. Ich finde es im Alltag doch deutlich komfortabler seine Alarmanlage über eine Taste zu schalten als jedes Mal vor dem Öffnen und Schließen der Haustür das Smartphone heraus zu kramen. An sich erfüllt der elements Button seinen Job durchaus, nur er ist etwas groß geworden. Ein kleiner Schlüsselanhänger, welcher die Alarmanlage ein/ausschalten kann, wäre noch eine super Ergänzung!

PS. Wenn Ihr Euch über die mittelmäßigen Amazon Bewertungen wundert, schaut Euch diese einmal im Detail an. Diese beziehen sich zu meist auf die Überwachungskamera, welche wohl nicht die Beste ist.

Der ASUS RP-AC51 Repeater im Test, günstig und gut?

Ein Mangel an WLAN Reichweite wird fast jeder kennen, daher sind WLAN Repeater in fast jeder größeren Wohnung bzw. in jedem größeren Haus zu finden.

WLAN Repeater gibt es gefühlt massenhaft auf dem Markt, keine große Überraschung denn der Bedarf besteht.

Aber was für ein Gerät sollte man kaufen und wie viel muss ein guter Repeater kosten? Der ASUS RP-AC51 ist einer der günstigeren Geräte auf dem Markt und richtet sich eher an den preis-leistungsorientierteren Kunden.

Stellt sich aber die Frage ob denn ein 40€ Repeater wie der ASUS RP-AC51 auch etwas taugt?! Genau dies gilt es herauszufinden!

Freundlicherweise hat mir ASUS einen RP-AC51 für einen kleinen Test ausgeliehen. Wollen wir doch einmal schauen, ob der Repeater überzeugen kann!

 

Der ASUS RP-AC51 im Test, günstig und gut?

Rein optisch ist der RP-AC51 ein recht dezentes Gerät. ASUS setzt hier nicht auf eine all zu auffällige Optik. Der Repeater besitzt ein weißes Plastikgehäuse mit schicker Diamanten Textur, welche die Optik etwas auflockert.

Seitlich sind zwei verstellbare Antennen angebracht. Diese sind allerdings nicht all zu groß oder extra auffällig.

Allgemein wird der Repeater kaum ins Auge stechen, wenn dieser in einer Steckdose an einer weißen Wand befestigt wird. Selbst im Wohnzimmer wird sich die Dame des Hauses vermutlich am ASUS RP-AC51 kaum stören.

Lediglich die vier Status LEDs auf der Front könnten etwas auffallen.

Wie sieht es mit Tasten und Anschlüssen aus? Der Repeater besitzt auf seiner linken Seite eine Reset Taste, einen ein/Ausschalter und eine WPS Taste für eine schnelle Verbindung.

Zusätzlich befindet sich auf der Unterseite ein 100Mbit/s LAN Port. Dieser dient für die Bridge Funktionalität. Solltet Ihr über beispielsweise ein Smart TV verfügen, welches kein WLAN besitzt, könnt Ihr dieses über diesen Port mit dem Netzwerk verbinden.

Ja, der LAN Port ist nur mit 100Mbit/s angebunden, aber wird in der Praxis vermutlich dicke ausreichen. 100Mbit/s würde einer DSL 100.000 Leitung entsprechen, erst wenn Ihr eine noch stärkere Internet Verbindung hättet, würde der LAN Port limitieren.

 

Einrichtung, Installation und Software

Die Einrichtung des ASUS RP-AC51 ist bei mir sehr problemlos verlaufen. Steckt den RP-AC51 in den Strom und wartet ein paar Minuten. Es sollte nun ein neues ASUS WLAN Netz bei Euch auftauchen, welches nicht verschlüsselt ist.

Verbindet Euch mit Eurem PC, Notebook, MacBook usw. mit diesem WLAN Netz und ruft im Webbrowser eine beliebige URL auf.

 

Ihr solltet nun automatisch auf die Einrichtungsseite des Repeaters verlinkt werden. Falls nicht, gebt 192.168.1.1 in Euren Webbrowser sein.

In der WebUI müsst Ihr zuerst ein Passwort und einen Benutzernamen hinterlegen. Ist dies geschafft beginnt der Repeater mit der Suche nach WLAN Netzwerken, hier könnt Ihr ein Netz für das 2,4GHz und eins für das 5GHz Band auswählen.

Abschließend müsst Ihr Euch noch für eine SSID entscheiden. Ihr könntet auch dem Repeater die gleiche SSID geben wie Eurem Router. Dies hat den Vorteil, dass der Wechsel zwischen Router und Repeater automatisch verläuft, aber einen Performance Nachteil.

Euer Smartphone wird nicht automatisch zwischen den Geräten hin und her springen, sondern erst dann, wenn das Signal zu einem abbricht, dann wird neu gesucht und zum Gerät mit dem besten Signal gesprungen.

Hier gilt das Motto probiert aus, ob für Euch eine SSID oder getrennte SSIDs besser funktionieren.

Die SSID könnt Ihr nach der Einrichtung in der WebUI des Repeaters ändern. Die Benutzeroberfläche ist unspektakulär. Das meine ich nicht negativ, aber hier gibt es abseits der Basis Einstellungen und der Möglichkeit den Modus zu ändern (Repeater, AccessPoint und Media Bridge stehen zur Auswahl) nicht viel Interessantes zu sehen.

Was mir etwas fehlt, wäre ein einfaches Diagramm welches einen über die Signalstärke zum Router informiert und einem vielleicht Tipps gibt, ob die Distanz zwischen Router und Repeater soweit passt.

Man bekommt zwar die Signalstärke in Mbit angezeigt aber damit kann natürlich nicht jeder Nutzer etwas anfangen.

 

Leistung

Der ASUS RP-AC51 ist ein recht einfacher Repeater. Dieser schafft auf dem 2,4GHz Band 300Mbit/s und auf dem 5GHz Band 433Mbit/s.

Nicht spektakulär aber in der Theorie für Smartphone, Tablet, Smart TV usw. ausreichend. In der Theorie zumindest!

Praktisch sind natürlich diese Werte so einmal nicht zu erreichen, dies liegt natürlich an der Art wie ein Repeater arbeitet. Dieser muss das Signal gleichzeitig empfangen und senden, was die Bandbreite effektiv halbiert.

Hinzu kommt die sehr wichtige Positionierung! Ob ein Repeater gut funktioniert, hängt sehr stark von der Position ab.

Es bringt meist nicht viel wenn man einen Repeater kauft weil im Wohnzimmer nur ein schwaches Signal ankommt um dann den Repeater im Wohnzimmer anzuschließen.

Zwar wird das Signal vom Repeater zum Smartphone, Tablet usw. gut sein, aber der Repeater bekommt nur ein schwaches Signal vom Router = langsames Tempo.

Im Allgemeinen solltet Ihr zwischen dem ASUS RP-AC51 und dem Router nicht mehr als 2-4 Wände haben, aber dies hängt natürlich von Eurem Haus/Wohnung ab.

Kommen wir zum Praxisteil. Ich habe mit dem RP-AC51 und ein paar Vergleichsgeräten zwei Testdurchläufe ausgeführt.

Im ersten Durchlauf war der Repeater und der Router im gleichen Raum. Das wird natürlich in der Praxis nie passieren, soll aber zeigen, zu was der Repeater in der Lage ist. Im zweiten Durchlauf ist der Repeater ca. 8 Meter und zwei Wände vom Router entfernt und der jeweilige Test Client nochmals ca. 8 Meter.

Dies ist ein sehr realistisches Szenario da hier im zweiten Durchlauf das ursprüngliche Signal des Routers kaum noch ankommt.

Als Router kommt eine AVM FRITZ!Box 7590 zum Einsatz. Warum? Die AVM FRITZ!Box 7590 besitzt ein recht fähiges WLAN und ist zudem sehr verbreitet. Ich schätze, dass die meisten Repeater in Deutschland in Kombination mit einer FritzBox genutzt werden, von daher denke ich, diese ist eine gute Wahl.

Bei den Clients setzte ich auf ein Late 2016er Apple MacBook Pro wie auch ein Samsung Galaxy S8 Plus, beides ebenfalls verbreitete Geräte mit einem guten integrierten WLAN.

Angabe in MB/s, kurz Distanz
Angabe in MB/s, hohe Distanz

 

Auf den ersten Blick mögen die Werte des ASUS RP-AC51 nicht so imposant wirken, aber dieser Eindruck täuscht etwas. Hier darf man nicht vergessen, dass der RP-AC51 gerade mal 40€ kostet.

Der RP-AC51 kann sogar einen Linksys RE6400 (rund 60-70€) und den eigentlich größeren Bruder RP-AC55 übertreffen.

Hierbei liegt man sogar auf Schlagdistanz zum 120€ teuren Netgear EX7300.

Auf kurze Distanz erreichte ich auf dem 2,4GHz Band 5,3MB/s bzw. 8,4MB/s zu einem lokalen Server und auf dem 5GHz Band 14,4MB/s bzw. 11,6MB/s.

Auf eine realistische Distanz sinkt natürlich die Leistung etwas. Jedoch mit 4,1MB/s bzw. 2,75MB/s auf dem 2,4GHz Band und 8,4MB/s bzw. 5,3MB/s auf dem 5GHz Band ist die Leistung weiterhin mehr als ausreichend. Bedenkt, dass auf diese Distanz eine direkte Verbindung zur FritzBox nicht oder nur sehr instabil möglich war!

Auch bitte nicht vergessen, dass ich hier von MB/s und nicht von Mbit/s rede! Selbst auf die höhere Distanz und dem 2,4GHz Band wäre Full HD Video Streaming problemlos möglich.

2,75MB/s = 22Mbit/s = DSL 22.000 und eine Bandbreite von „DSL 22.000“ reicht für FullHD Video problemlos aus. Auf dem 5GHz Band wäre auch 4K Video via Netflix usw. möglich.

Natürlich wenn es Euch darum geht möglichst schnell große Datenmengen auf ein lokales NAS zu übertragen gibt es ganz klar bessere Repeater, aber wenn es nur um Video Streaming, Websurfen, App Downloads usw. geht, reicht der ASUS RP-AC51 bereits vollkommen aus.

 

Reichweite

Die Reichweite eines WLAN Routers, Repeaters oder AccessPoint einzustufen ist nicht ganz leicht. Ich verfüge über kein Labor in dem ich genau Messen kann wie viel Sendeleistung in jeder Richtung ankommt, daher habt Ihr Euch hier auf meine subjektive Einschätzung zu verlassen.

Ich würde die Reichweite des ASUS RP-AC51 also mittel bis gut einstufen. Grundsätzlich hat dieser eine relativ gute Verbindung auch auf höhere Distanzen gehalten, gerade zum Router hin, jedoch ist die Basis Datenrate ist mit 300Mbit/s bzw. 433Mbit/s relativ gering. Das heißt, Eure Reichweite ist hoch, aber ab einem gewissen Punkt sinkt die Übertragungsrate relativ schnell und stark, sodass das Webbrowsen nur noch wenig Spaß macht.

Ich denke der ASUS RP-AC51 wird aber einen guten Job machen eine 80-120m² Wohnung mit ausreichend Internet fürs Webbrowsen, Youtube usw. abzudecken.

 

Stromverbrauch

Bei einem Gerät wie einem Repeater ist der Stromverbrauch nicht ganz unwichtig da dieses ja in der Regel 24/7 läuft.

Der normale Stromverbrauch (zwei Clients und mit dem Router verbunden) lag bei rund 2,3W. Unter Volllast stieg dieser auf knapp über 3W an.

Das ist ein sehr akzeptabler Stromverbrauch! Im Jahr wird dieser also weniger als rund 5€ Stromkosten verursachen, bei Dauerbetrieb und ca. 0,25€ pro KWh.

 

Fazit

Für knapp über 40€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist der ASUS RP-AC51 ein hervorragender kleiner Repeater für alle Nutzer die eine einfache Netzwerk Erweiterung wünschen.

Ja, es gibt schnellere Repeater als den ASUS RP-AC51, jedoch diese kosten meist das Doppelte oder noch mehr! Aber es ist für viele Nutzer gar nicht nötig in einen teureren Repeater zu investieren, da in der Regel die heimische Internetleitung eh der limitierende Faktor ist.

Erst wenn Ihr Daten im lokalen Netzwerk übertragen wollt oder duzende Clients habt, würde ich einen größeren Repeater wählen als den ASUS RP-AC51.

Für normales Video Streaming, Musik Streaming, Websurfen usw. reicht der ASUS RP-AC51 vollkommen aus und hinterließ im Test einen guten Eindruck!

Lediglich softwareseitig würde ich mir vielleicht noch einen besseren Signalstärke Indikator wünschen, welcher auch unerfahreneren Nutzern schnell signalisiert wie die Signalstärke zum Router ist.

Abgesehen davon bin ich sehr zufrieden mit dem ASUS RP-AC51 und kann eine Kaufempfehlung aussprechen.

Asus RP-AC51 AC750 WLAN Repeater (AC-WLAN, zwei externe Antennen,...
  • Schnelles AC-WLAN
  • WPS– Einrichtung mit einem Klick
  • Roaming Assistent

Der Mpow 20W Bluetooth 4.1 Lautsprecher im Test

Mpow gehört definitiv zu den größeren Herstellern auf Amazon, wenn es um Audio Produkte geht. Gerade die Bluetooth Ohrhörer dieses Herstellers erfreuen sich großer Beliebtheit, aber in diesem Test soll es nicht um Ohrhörer gehen, sondern um den neusten Bluetooth Lautsprecher von Mpow.

Dieser hört auf die schmeichelhafte Modellbezeichnung „MPBH064AB“, da sich dies niemand merken kann, nennen wir diesen einfach Mpow 20W Bluetooth 4.1 Lautsprecher.

Dieser kostet auf Amazon aktuell rund 40€, für einen China Bluetooth Lautsprecher sicherlich schon ein mittlerer Preis.

Kann der Mpow 20W Bluetooth 4.1 Lautsprecher für diesen Preis auch überzeugen? Finden wir dies im Test heraus! Vielen Dank an dieser Stelle an Mpow für das Zurverfügungstellen des Lautsprechers!

 

Der Mpow 20W Bluetooth 4.1 Lautsprecher im Test

Eins muss man Mpow ganz klar lassen, verarbeitungstechnisch ist der Bluetooth Lautsprecher schon einmal Weltklasse!

Der Lautsprecher besitzt die übliche längliche Form wie sie die meisten Stereo Bluetooth Lautsprecher haben. Mpow setzt hier auf ein einen extrem massiven Aluminiumrahmen, der ein Lautsprechergitter aus Metall auf der Front und Rückseite einfasst.

Aufgrund dieses Aluminiumrahmens macht der Lautsprecher einen wirklich hervorragenden Eindruck. Zwar ist der Mpow Bluetooth Lautsprecher nicht übermäßig groß, aber aufgrund der Materialwahl auch kein Federgewicht.

Unter der Gitterfront befinden sich zwei Treiber, welche laut Mpow jeweils 10W Leistung besitzen. Hier muss man aber ganz klar sagen lasst Euch nicht zu sehr von diesen Wattangaben beeinflussen, zwar sollen die Treiber 10W liefern, jedoch sind diese relativ klein.

Für eine verbesserte Basswiedergabe setzt Mpow auf der Rückseite auf zwei passive Treiber, welche eine Art alternativ System zum klassischen Bass-Reflex-Rohr darstellen.

Die Bedieneinheit des Lautsprechers ist auf der Oberseite eingelassen. Hier finden wir den Ein/Ausschalter, Lauter/Vor, Leiser/Zurück und Play/Pause, die üblichen Tasten also.

Auch unspektakulär sind die Anschlüsse. Hier finden wir einen AUX Eingang für Geräte ohne Bluetooth wie auch einen microUSB Ladeport.

Der Akku des Lautsprechers hält solide 6-8 Stunden, je nach Lautstärke und Art der Musik.

 

Klang

Kommen wir zum wichtigsten Punkt, dem Klang. Kann der Mpow 20W Bluetooth 4.1 Lautsprecher hier überzeugen?

Der Bluetooth Lautsprecher klingt etwas anders als erwartet. Beginnen wir beim Positiven, dies wären vordringlich die Höhen.

Diese sind beim Mpow 20W Bluetooth 4.1 Lautsprecher ausgesprochen klar und sauber. Hierdurch wirkt der Lautsprecher recht hochauflösend und bei Sprache besonders gut verständlich. Hier helfen auch die guten und recht neutralen Mitten.

Stimmen und Gesang werden gut dargestellt und auch Dinge wie Hörbücher oder Videos machen mit dem Mpow Spaß. Dabei hilft auch das nicht vorhandene Grundrauschen, was ebenfalls die Klarheit unterstützt, gerade in ruhigen Passagen.

Kommen wir zum Bass. Mpow spricht zwar von 20W Leistung allerdings verfügt der Lautsprecher über zwei vergleichsweise kleine Treiber.

Sagen wir es so der Bass ist okay, kann aber von der reinen Masse nicht mit einem Anker SoundCore 2 mithalten. Der Mpow bietet einen recht lebendigen Bass mit einem guten Tiefgang, hierbei vibriert auch der Lautsprecher erstaunlich stark. Allerdings bringt der Lautsprecher nicht die Luft zum Beben. Hier scheint einfach die Masse und Größe der Treiber zu fehlen. Man hört einfach, dass der Lautsprecher kein großes Volumen besitzt. Zwar gibt sich der Mpow Mühe einen guten Bass zu produzieren, was auch in einem normalen Rahmen gut funktioniert, aber ein Bassmonster ist dieser aber nicht.

Die Qualität des Basses ist aber in Ordnung, die Masse und Intensivität aber eher durchschnittlich. Ihr solltet den Mpow 20W Bluetooth 4.1 Lautsprecher nicht wählen, solltet Ihr auf extra viel Bass stehen. Der Lautsprecher kann eher durch einen recht leichten und luftigen Klang punkten, als durch wummernde Bässe.

Kompressionsartefakte oder eine generelle Beeinflussung der Bluetooth Verbindung auf den Klang konnte ich nicht feststellen.

Auch die maximale Lautstärke ist vollkommen ausreichend!

 

Fazit

Der Mpow Bluetooth 4.1 Lautsprecher 20W MPBH064AB ist ein ordentlicher kompakter Bluetooth Lautsprecher.

Dieser kann durch recht kompakte Abmessungen wie auch eine extrem gute Verarbeitung punkten. Auch der Sound ist klasse, sofern man einen sehr klaren und sauberen Klang mag. Der Bass des Mpow ist zwar soweit okay aber von der Masse eher durchschnittlich.

Damit eignet sich dieser Lautsprecher weniger für Nutzer welche das Maximum an Bass wollen. Wer jedoch seinen Bluetooth Lautsprecher viel für die Wiedergabe von Stimmen nutzt, also Videos oder Hörbücher, oder allgemein einen hohen Wert auf die Verständlichkeit von Gesang legt, wird den Mpow sehr mögen! Ähnliches gilt auch für Nutzer welche einfach einen neutralen und nicht übertriebenen Bass bevorzugen.

In diesem Fall ist auch der Preis von rund 40€ gerechtfertigt!

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 im Test, das Monster unter den WLAN Routern!

Wer das erste Mal den ASUS ROG Rapture GT-AC5300 sieht, wird vermutlich genau wie ich reagieren „Was ein Monster“!

Und ja ASUS hat mit dem ROG Rapture GT-AC5300 einen der übertriebensten WLAN Router aller Zeiten gebaut! Das meine ich nicht negativ, als Technikfan bin ich natürlich begeistert, wenn ein Hersteller ein Produkt baut in welchem alles an Funktionen und Features, die nur denkbar sind, untergebracht wurde.

Auf dem Papier ist dies auch beim ASUS ROG Rapture GT-AC5300 ganz klar der Fall, acht Gbit LAN Ports, acht Antennen, Quad Core CPU, 1GB RAM, bis zu 5300Mbit/s via WLAN usw.

Dafür will aber natürlich ASUS mit rund 400€ auch einen saftigen Preis. Stellt sich die Frage ob der GT-AC5300 auch in der Praxis etwas taugt.

Dies wollen wir doch einmal im Test versuchen herauszufinden! Neugierig?

 

Was für ein WLAN Gerät wird benötigt?

Oftmals ist es gar nicht so einfach herauszufinden was für ein WLAN Gerät man benötigt, daher hier eine kleine Übersicht.

  1. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt nur die Reichweite vergrößern, in diesem Fall wird vermutlich ein Repeater das Richtige für Euch sein.
  2. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt einen weiteren WLAN „Sender“ per Kabel anschließen (dies kann auch in einem anderen Raum sein) oder die schlechte W-Lan Funktion in Eurem Router ersetzen (ohne den Router komplett auszutauschen), dann benötigt Ihr einen Access Point.
  3. Ihr habt von Eurem Internet Anbieter nur ein Modem und wollt dieses mit WLAN „ausstatten“ dann benötigt Ihr einen Router.
  4. Ihr wollt Eure alte Fritzbox, Speedport oder anderes Modem welches Ihr von Eurem Internet Anbieter bekommen habt komplett gegen etwas Besseres ersetzten, dann benötigt Ihr im Normalfall einenRouter mit Modem, achtet gegebenenfalls auch auf die Unterstützung von VoIP!
  5. Und zu guter Letzt Ihr habt einen Smart TV, Spielekonsole oder etwas Derartiges was kein eingebautes WLAN Modul besitzt, sondern lediglich einen LAN Port und wollt diese mit Eurem bereits bestehendem WLAN Netzwerk verbinden. In diesem Fall benötigt Ihr eine WLAN Bridge.

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 kann als Router, Access Point und als WLAN Bridge eingesetzt werden.

 

Technische Daten

  • ASUS ROG Rapture GT-AC5300
  • 1x GBit WAN
  • 8x GBit LAN
  • 1x 1000Mbit (2,4Ghz)
  • 2x 2167Mbit (5GHz)
  • 2x USB-A 3.0
  • CPU Broadcom
  • CPU Geschwindigkeit 1.8GHz Quad-Core
  • RAM 1024 MB
  • Link zum Hersteller
  •  bei Geizhals

An dieser Stelle vielen Dank an Asus für das zur Verfügungstellen des GT-AC5300! Ohne dies wäre dieser Test nicht möglich gewesen.

 

 

ASUS RT-AC5300 und ASUS ROG Rapture GT-AC5300

Eine wichtige Info vorweg, es gibt den AC5300 von ASUS in zwei Versionen.

Einmal als ASUS RT-AC5300 und einmal als ASUS ROG Rapture GT-AC5300. Rein von der Hardware scheinen beide Geräte baugleich zu sein, jedoch die Software beim GT-AC5300 ist „ROG“ gebrandet.

Neben der ROG Optik besitzt dieser Router auch einige „Gaming“ Features, wie eine angepasstes QoS und Game VPN Features.

Sind dies massive Unterschiede? Vermutlich eher nicht, ich hatte den normalen GT-AC5300 bisher noch nicht in den Fingern aber das Ganze wirkt eher wie eine Detail Verbesserung bzw. Modifizierung.

Im Gegenzug sehe ich allerdings auch keinen Grund warum man nicht den ROG Rapture GT-AC5300 dem ASUS RT-AC5300 vorziehen sollte, sofern beide in einer ähnlichen Preislage sind.

 

Der ASUS GT-AC5300 im Test

Ich glaube man kann dem ASUS GT-AC5300 sicherlich schon den Titel für den auffälligsten WLAN Router aller Zeiten verleihen.

Ich habe zwar auch schon den Netgear X8 und Linksys EA9500 im Test gehabt, welche ebenfalls ziemliche Brocken sind, aber der ASUS schießt schon den Vogel ab.

WOW was ein Monster an WLAN Router, wer hier ein dezentes oder kompaktes Gerät sucht, ist völlig an der falschen Adresse. ASUS hat sich alle Mühe gegeben die innere Power die dieser WLAN Router mitbringt auch nach außen zu präsentieren.

Das Erste was Ihr nach Erhalt machen werdet, ist Antennen schrauben. Der GT-AC5300 besitzt davon nämlich satte acht Stück! Diese Antennen sind auch ziemlich groß und breit geraten, passend zum restlichen Gerät. Ich denke zwar, dass dies niemand machen wird ,aber theoretisch wäre es möglich die Antennen gegen andere auszutauschen, ASUS setzt hier auf den Standard Anschluss.

Der komplette Router nutzt ein Schwarz/Rot Design, welches natürlich in die „ASUS Repbulic of Gamers“ Richtung geht. Bonus Punkte gibt es für ASUS für den Verzicht auf Hochglanzplastik.

Der komplette Router ist in einem vergleichsweise „dezenten“, sofern man dieses Wort hier nutzen darf, matt- schwarz gehalten.

Etwas merkwürdig ist die Orientierung des Routers, es ist auf den ersten Blick nicht ganz klar zu erkennen wo nun vorne ist. Die Status LEDs, welche auf der Front sind, sind vergleichsweise klein und unauffällig.

Zudem gibt es auf der linken Seite eine Taste zum Abschalten der LEDs. Hier ist auch eine WPS Taste und eine Taste zum schnellen Ein/Ausschalten des WLANs.

Über die Rückseite des Routers habe ich mich etwas gefreut. Der ASUS GT-AC5300 verfügt neben einem WAN Port über acht Gbit LAN Ports! Sehr gute Entscheidung seitens ASUS! Viel mehr Router sollten aus meiner Sicht über acht LAN Ports verfügen. Selbst in mittelmäßig vernetzten Haushalten sind die üblichen vier LAN Ports sehr schnell belegt.

Die LAN Ports des GT-AC5300 unterstützen auch Link-Aggregation. Link-Aggregation erlaubt das Zusammenschalten zweier LAN Ports für die theoretische doppelte Bandbreite. In der Praxis ist das Ganze aber weniger nützlich, Link-Aggregation verdoppelt nur die Bandbreite bei zwei oder mehr gleichzeitigen Zugriffen. Bei nur einem Datentransfer ist auch weiterhin die Geschwindigkeit auf 120MB/s limitiert.

Was natürlich auch nicht fehlen darf sind USB Ports für Speichermedien. Der GT-AC5300 verfügt hier über zwei USB 3.0 Ports, welche hoffentlich eine gute „NAS“ Performance liefern.

 

Einrichtung und Software

Die Einrichtung des ASUS ROG Rapture GT-AC5300 ist recht problemlos. Verbindet den Router mit dem Netzwerk und dem Strom, verbindet Euch anschließend via WLAN oder LAN mit dem Router.

Solltet Ihr einen Mac Nutzen ploppt von alleine ein Fenster mit der Basis Einrichtung auf. Unter Windows müsst Ihr gegebenenfalls die IP Adresse des Routers (192.168.1.1) in Eurem Webbrowser eingeben.

Die Basis Einrichtung des GT-AC5300 ist wirklich sehr Simpel aufgebaut. Ihr vergebet einen Benutzernamen/Passwort und einen bzw. mehrere Namen für Eure WLAN Netze wie auch dafür ein Passwort. Dies war auch schon die Basis Einrichtung, der Router startet einmal neu und sollte ab dann funktionieren.

Aber natürlich gibt es in der Benutzeroberfläche noch viele Features zu erkunden. Erneut erreicht Ihr die Benutzeroberfläche durch die Eingabe der IP Adresse 192.168.1.1 im Webbrowser.

Solltet Ihr bereits über einen Router mit eingebautem Modem, wie eine FritzBox oder einen Speedport verfügen, könnte es sinnvoll sein den GT-AC5300 in den Access Point Modus zu versetzen. Dies könnt Ihr mit einem Klick in den Einstellungen machen, leider fallen aber im Access Point Modus ein paar interessante Features weg.

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 verfügt zwar über eine recht vollgestopfte und etwas verschachtelte Benutzeroberfläche, aber diese besitzt unheimlich viele Features und Funktionen!

Dies beginnt bei schönen Diagrammen welche einen über den aktuellen Netzwerktraffik, Ping usw. Informiert, geht weiter über detaillierte Informationen welches Gerät gerade wie viel Trafik verursacht, wie hoch Euer Ping zu diversen Game Servern in diversen Regionen ist, VPN Server und Client, diversen Netzwerk Speicher Features, einem erweiterten Quality of Service, welches für Gaming optimiert ist, bis hin zu Basic Funktionen wie WLAN, LAN oder generellen Einstellungen.

Ähnlich überwältigend wie diese Auflistung wirkt, ist auch die Benutzeroberfläche des GT-AC5300.

ASUS hat hier wirklich alles an Features verbaut, welche man sich nur vorstellen kann. Darunter sind auch viele erweiterte Einstellungen. Der GT-AC5300 wirkt was die Einstellungen angeht nicht künstlich vereinfacht. Wenn Ihr ein absoluter Einsteiger seid und dies Euer erster richtiger WLAN Router sein soll, lasst die Finger vom GT-AC5300. Dies ist ein Gerät, das für Nutzer gedacht ist, welche gerne mit Einstellungen herumspielen und sich gerne Diagramme über den aktuellen Netzwerk Trafik usw. ansehen.

Natürlich einige Einstellungen und Features sind weniger nützlich und eher als Spielerei gedacht. Ihr könnt beispielsweise den Ping zu diversen Game Servern diverser Regionen ansehen.

Hier erhaltet Ihr eine Liste beispielsweise mit dem Ping zu den League of Legends Gameserver in der USA ist 107ms, zu EU1 21ms, zu EU2 21ms und zu AU 332Ms. Auch andere Spiele wie WOW, Starcraft 2, WOT usw. sind vertreten.

So könnet Ihr besser entscheiden, auf welchen Server welcher Region Ihr spielen solltet bzw. könntet.

Auch besitzt der GT-AC5300 eine feste Integration von WTFast, ein durchaus interessanter Service. Mehr Infos zu WTFast findet Ihr HIER.

Kurz zusammengefasst WTFast ist ein VPN Anbieter für Gamer, der für bessere Ping Zeiten sorgen soll. Dies funktioniert auch durchaus gerade, wenn ein Internet Anbieter Probleme mit einem Spiel hat. Zum Guild Wars 2 Launch kann ich mich z.B. an solche Probleme erinnern. Telekom Kunden hatten hier die ersten Wochen fast keine Chance abends das Spiel zu spielen aufgrund von Routing Problemen.

Solltet Ihr ähnliche Probleme haben, dass ein Spiel bei Eurem Internet Anbieter laggt, kann WTFast helfen.

Natürlich sind solche Features nichts für jeden Nutzer, aber dennoch ist es nett, dass ASUS so etwas integriert hat.

 

Performance

Beginnen wir erst einmal mit der Theorie. Der GT-AC5300 ist, wie der Name vermuten lässt ein „AC5300“ Router, das heißt, dieser ist bis zu 5300Mbit/s in der Lage.

Zum einen ist dieser Wert natürlich höhst theoretisch zum anderen ist dieser nur halbe Wahrheit. Die 5300Mbit/s teilen sich auf drei WLAN Netze auf, ja der GT-AC5300 ist ein Tri Band Router.

Auf dem 2,4GHz Band kann er bis zu 1000Mbit/s liefern. Auf den 5GHz Bändern jeweils bis zu 2167Mbit/s. Die meisten TriBand WLAN Router verfügen über zwei 5Ghz Bänder, Ihr habt also zwei völlig unabhängige 5GHz WLAN Netze mit gegebenenfalls unterschiedlichen SSIDs zusätzlich zum 2,4GHz Band.

Warum? Das Ganze ist natürlich Luxus, kann aber sinnvoll sein! Es geht hier um die Aufteilung, alte Geräte sind auf dem 2,4Ghz Band, Streaming Boxen, Smartphones, Tablets usw. auf dem ersten 5Ghz Band und beispielsweise Euer Gaming Notebook auf dem zweiten 5GHz Band.

Ihr müsst hier selbst entscheiden, ob Ihr diese Aufteilung von Hand machen wollt oder dem Router überlasst. Aber so könnt Ihr verhindern, dass andere WLAN Geräte Euch die Bandbreite klauen. Zwar unterstütz der ASUS RT-AC5300 auch die MU-MIMO Technologie, welche die Leistung mit mehreren WLAN Clients gleichzeitig massiv verbessert, aber dennoch können andere WLAN Clients die Leistung beeinflussen, gerade beim online Gaming.

Das Ganze macht aber nur Sinn, wenn Ihr auch mehrere Nutzer bzw. Geräte habt, die gleichzeitig Daten durchs WLAN jagen.

Was mich sehr überrascht hat zu lesen ist, dass der ASUS GT-AC5300 auch Airtime Fairness unterstützt. Ich glaube damit ist dieser Router das Erste „Consumer Gerät“, das ich gesehen habe, welches dieses Feature unterstützt. Airtime Fairness ist ein Feature, welches ansonsten nur bei Business Class WLAN AccessPoints zu finden ist. Wenn Ihr wissen wollt was Airtime Fairness macht, schaut Euch am besten dieses Youtube Video an.

Das Ganze klingt ja soweit erst einmal klasse aber nun muss man auch in der Realität bleiben.  WLAN Geräte, welche die vollen 2167Mbit/s des ASUS ausreizen können, sind sehr rar gesät. Genau genommen hat lediglich ASUS selbst eine PCIe WLAN Karte im Sortiment, welche dieses Tempo unterstützt.

Die aller meisten WLAN Karten selbst in High End Gaming Notebooks haben maximal ein 2×2 Design mit 866Mbit/s. Smartphones und Tablets unterstützen meist maximal 433Mbit/s. Damit will ich nicht sagen, dass sich ein High End WLAN Router wie der ASUS GT-AC5300 nicht lohnt, wie Ihr bei den Werten gleich sehen werdet, zahlt sich die zusätzliche Leistung schon etwas aus, selbst bei langsameren WLAN Clients.

Jedoch ist für die allermeisten Clients der Zugewinn zwischen einem Router welcher 2167Mbt/s und 1300Mbit/s unterstützt meist recht gering. Das ganze kann natürlich noch ganz anders aussehen, wenn X WLAN Clients gleichzeitig versorgt werden müssen. Hier sind High End Geräte wie der ASUS RT-AC5300 doch im Vorteil und das nicht nur wegen der Sendeleistung, sondern auch aufgrund des Prozessors und der generellen Rechenleistung. ASUS setzt hier beispielsweise auf einen Quad-Core Chip und 1GB RAM!

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für den GT-AC5300 den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Das sind doch Werte, welche man gerne sieht. Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 liefert genau die Leistung, welche man von einem High End WLAN Router dieser Preisklasse erwartet. In Kombination mit dem TP-Link T9E kratzt der ASUS sogar am Gbit LAN Limit mit knapp unter 100MB/s Übertragungsrate. Aber auch auf dem 2,4GHz Band wird gut über 22MB/s  bzw. 27MB/s eine hervorragende Leistung geliefert.

Damit liegt der Rapture GT-AC5300 mit seinen direkten Konkurrenten, dem Netgear X8 und Linksys EA9500, weitestgehend gleichauf.

Das sollte aber keine Überraschung sein, es ist davon auszugehen das diese drei Router über den gleichen Chipsatz verfügen und dementsprechend eine sehr ähnliche Leistung liefern.

Zwar scheint der Rapture GT-AC5300 eine leicht bessere Leistung auf dem 2,4GHz Band zu liefern, dies kann aber auch an einer neueren und besser optimierten Software, besseren Antennen oder einfach einer besseren Tagesleistung liegen.

Unterm Strich kann man aber sagen das Ihr mit keinem aktuellen WLAN Router praktisch eine signifikant größere Leistung erreichen werdet als mit dem ASUS ROG Rapture GT-AC5300! Schneller geht es nicht! (Abgesehen vom unnötigen WLAN AD Standard welcher allerdings 0 Reichweite hat)

Aber der ASUS verfügt über zwei 5GHz Bänder, sind diese gleich schnell? Grundsätzlich ja, praktisch meist nein. Warum? Die beiden 5GHz Bänder können nicht, die gleichen Kanäle nutzen, was auch durchaus Sinn macht.

Das erste 5GHz Band kann Kanal 36-64 nutzen, das zweite 5GHz Band Kanal 100-140. Ich habe nun die Erfahrung gemacht das gerade etwas ältere WLAN AC Clients mit den höheren Kanälen etwas Probleme haben bzw. auf diesen langsamer sind. Dies hat sich auch hier bestätigt.

Es kann also durchaus sein, dass in der praktischen Nutzung auf dem ersten 5GHz Band mehr Leistung zustande kommt als auf dem zweiten 5GHz Band.

 

Reichweite

Oftmals ist die Reichweite eines Routers noch viel wichtiger als die reine Leistung. Wie schlägt sich hier der ASUS ROG Rapture GT-AC5300?

Beginnen wir einmal mit einem neuen Test, welchen ich nun bei WLAN Router Tests einführe, den Distanz Test.

Hier messe ich die Leistung eines WLAN Routers auf ca. 8 Meter Distanz und zwei Wänden im Weg. Eine höhere Leistung hier muss zwar nicht zwingend in einer höheren absoluten Reichweite resultieren, kann aber durchaus ein Anhaltspunkt sein.

Als Clients kommen bei diesem Test ein Apple MacBook Pro 13“ wie auch ein Samsung Galaxy S8 Plus zum Einsatz.

Wie man sieht, schlägt sich der GT-AC5300 auf dem 5GHz Band selbst verglichen mit High End AccessPoints wie dem Ubiquiti UniFi AP AC HD sehr gut! Lediglich auf dem 2,4GHz Band muss sich der ASUS geschlagen geben.

Diese Werte spiegeln sich auch im Praxiseinsatz wieder!

Der GT-AC5300 ist ein seltener Fall in dem das 5GHz WLAN Reichweiten stärker ist als das 2,4GHZ WLAN. Am absoluten Reichweitenlimit (beim mir im Garten) war es weiterhin möglich sich mit dem 5GHZ Band des ASUS zu verbinden, das 2,4GHz Band wurde hingegen nicht mal mehr von meinem Notebook gefunden.

Verglichen mit anderen Routern würde ich sagen, dass die Reichweite auf dem 2,4GHz Band durchschnittlich ist, auf dem 5GHz Band hingen weit überdurchschnittlich.

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 besitzt das signalstärkste 5GHz WLAN, das ich bisher gesehen habe!

 

Netzwerkfreigaben

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 unterstützt natürlich auch die Freigabe von Dateien im lokalen Netzwerk. Hierfür besitzt der Router zwei USB 3.0 Ports.

Neben der üblichen Möglichkeit von Windows aus auf die Dateien zuzugreifen, könnt Ihr auch die ASUS AICloud App verwenden.

Auf dem Smartphone erlaubt die App einen weltweiten Zugriff auf die Dateien. Zudem unterstützt der GT-AC5300 eine Synchronisation mit dem ASUS eigenen Cloud Dienst und Dropbox, nett!

Natürlich ist auch ein UPnP-Medienserver, iTunes Server, Time Machine Backups und ein Download Client mit an Board.

Wie sieht es denn mit der Performance aus? Zuerst war ich hier sehr enttäuscht, bei meinen ersten Tests erreichte ich gerade mal 40MB/s lesend wie auch schreibend.

Jedoch unter den erweiterten WLAN Einstellungen (ist dort etwas gemein versteckt) befindet sich eine Option welche die Performance der USB Ports auf USB 2.0 limitiert, diese Option ist von Haus aus aktiv!

Abgeschaltet erreichte ich 80MB/s lesend und 120MB/s schreibend. Dies sind top Werte für einen WLAN Router, welche sogar gut genug sind um ein einfaches NAS überflüssig zu machen.

Erfreulicherweise hat ASUS hierfür auch eine einfache aber ausreichende Benutzersteuerung usw. im GT-AC5300 integriert.

 

Stromverbrauch

Tri-Band High End WLAN Router sind nicht dafür bekannt besonders stromsparend zu sein. Die direkten Konkurrenten von Netgear und Linksys führen auch meine „Besten Liste“ der größten Stromschlucker unter den WLAN Routern an, mit über 20W.

Daher muss ich gestehen etwas erstaunt gewesen zu sein als ich sah, dass der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 im Normalbetrieb gerade mal 14W Strom frisst und selbst unter Volllast gerade mal an der 20W Marke kratzt.

Das ist natürlich kein kleiner Stromverbrauch, aber verglichen mit anderen Routern dieser Klasse ist das Ganze fast schon sparsam!

 

Fazit

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 ist ein Wahrer High End WLAN Router und die neue NR.1 in der Techtest Bestenliste! Bei der Nutzung des WLAN AC Standards ist aktuell kein anderer WLAN Router schneller als der GT-AC5300!

Zwar sind die High End Modelle der großen Konkurrenten, der Netgear Nighthawk R8500 X8 oder Linksys EA9500, praktisch ähnlich leistungsstark, ich vermute diese verwenden den gleichen Chipsatz, aber der ASUS GT-AC5300 hat noch das ein oder andere Ass im Ärmel, was diesen vor die genannten Konkurrenten setzt.

Damit beziehe ich mich vor allem auf die Software! ASUS hat alles an Feature im GT-AC5300 integriert, die Ihr Euch nur vorstellen könnt. Zwar sind sicherlich einige Feature wie das Game Radar oder die WTFast Integration recht speziell aber der GT-AC5300 wirkt nicht künstlich vereinfacht oder eingeschränkt was Einstellungen und Funktionen angeht.

Hierzu gehören auch schöne Diagramme über die Netzwerk Nutzung oder die diversen Betriebsmodi wie AccessPoint oder Media Bridge.

Im Gegenzug muss man aber auch sagen, dass der GT-AC5300 nicht meine erste Wahl wäre für totale Anfänger oder Nutzer ist die mit Einstellungen so wenig wie möglich zu tun haben wollen. Hier wäre sicherlich ein Linksys EA9500 oder Nighthawk X8 besser geeignet.

Bonus Punkte bekommt der GT-AC5300 auch wieder für die „NAS“ Funktionen und die Performance der Netzwerkfreigaben.

Ansonsten passt auch die Reichweite, gerade auf dem 5GHz Band ist diese hervorragend, und die Stabilität des Routers war in meinem Test tadellos!

Kurzum unterm Strich ist der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 der beste WLAN Router für Enthusiasten und generell für Nutzer, welche das absolute Maximum wollen! Hierbei kann dieser sogar eine einfache Netzwerkfestplatte ersetzen, was gegeben falls über den stolzen Preis etwas hinwegtrösten kann.

ASUS XG-C100C + ASUS XG-U2008, günstiges 10Gbit fürs Heimnetzwerk?! Wie ist der Stand der Dinge?

Gigabit LAN begleitet uns schon seit einer gefühlten Ewigkeit als der Standard für das Heimnetzwerk. Wikipedia sagt seit 2010 wäre Gbit LAN „very common and economical“, ich kann mich allerdings schon früher an Gbit LAN Karten auf High End Mainboards erinnern.

Es ist in der Technikwelt sehr selten, dass sich ein Standard nun schon viele Jahre hält. Aber das stimmt ja an sich gar nicht, 10Gbit LAN ist im Server Bereich schön längst ein alter Hut.

Jedoch hat sich dieser Standard irgendwie nicht so recht in den Consumer Markt durchgesetzt. Vermutlich reicht den meisten 1Gbit aus und daher sind die Preise für 10Gbit Hardware nie gefallen.

Bis Ende 2016 hat man für eine 10Gbit LAN Karte mindestens 300€ gezahlt und für einen passenden Switch 600€+.

Jedoch hat nun Asus als erster Hersteller die Initiative für „günstiges“ 10Gbit ergriffen und mit der ASUS XG-C100C LAN Karte und dem ASUS XG-U2008 Switch bezahlbare Komponenten auf den Markt gebracht.

Wollen wir uns doch einmal kurz anschauen wie das Ganze in der Praxis funktioniert! Endlich günstiges und schnelles 10Gbit LAN?!

 

Die Hardware

Ihr habt bei 10Gbit Netzwerk im Großen und Ganzen zwei Optionen, Ihr könntet auf SFP+ setzen oder auf den üblichen RJ45 Anschluss.

SFP+ ist etwas günstiger, nutzt aber spezielle Kabel und ist daher etwas „nerviger“. 10Gbit über den normalen RJ45 LAN Port ist da einfacherer und unkomplizierter, aber war bisher teurer.

Wenn Ihr Euer Netzwerk auf 10Gbit umstellen wollt, müsst Ihr Euch zuerst klar sein, was Ihr überhaupt mit 10Gbit anbinden wollt. Es bringt nichts in einen PC eine 10Gbit LAN Karte zu klatschen und alles wird schneller.

Ihr müsst also sowohl einen PC wie auch beispielsweise einen Heimserver oder ein NAS mit 10Gbit anbinden damit das Ganze Sinn macht.

Wollt Ihr mehr, als zwei Computer mit 10Gbit anbinden, wird es schwer. Der ASUS XG-U2008 ist aktuell der einzige Switch, welcher 10Gbit LAN unterstützt und bezahlbar ist.

Dieser besitzt aber nur zwei 10Gbit LAN Ports und acht normale LAN Ports. Wollt Ihr mehr, als zwei 10Gbit LAN Ports müsst Ihr zum Netgear ProSAFE Plus XS700 greifen.

Der Netgear ProSAFE Plus XS700 kostet allerdings 600€! Der Sprung von zwei Ports auf acht Ports kostet also rund 350€ zusätzlich. Jedoch denke ich, dass die meisten Nutzer mit zwei Ports klarkommen werden.

In der Regel wird man seinen Heimserver und seinen primären Desktop schnell anbinden wollen, andere Geräte im Netzwerk werden meist mit weiterhin 1Gbit/s klarkommen.

Bei der LAN Karte stammt Eure günstigste Option erneut von Asus und hört auf den Namen „ASUS XG-C100C“. Für sehr faire 110€ bekommt man hier eine günstige aber fähige 10Gbit LAN Karte.

Fassen wir zusammen, Ihr wollt zwei Computer untereinander mit schnellem 10Gbit anbinden und das restliche Netzwerk mit 1Gbit? Dann braucht Ihr folgende Hardware:

Das Ganze wird Euch ca. 470€ kosten, klingt teuer ist es aber für 10Gbit Verhältnisse nicht. Alternativ könnte man auch auf den Switch verzichten und eine direkte Verbindung zwischen zwei Computern nutzen, günstiger aber auch etwas unpraktischer und aufwendiger in der Einrichtung.

 

Die ASUS XG-C100C LAN Karte

Mit rund 110€ ist die ASUS XG-C100C die mit Abstand günstigste 10Gbit LAN Karte auf dem Markt! Warum ist aber die XG-C100C so günstig? Das wird zwei Gründe haben. Zum einen versucht Asus offensichtlich 10Gbit für den High End Endkunden -Markt attraktiv zu gestalten und zum anderen nutzt man einen Aquantia Aqtion AQC107 Chipsatz.

Letzterer ist natürlich Fluch und Segen zugleich, dazu aber später mehr.

Asus setzt bei der XG-C100C LAN Karte auf ein rotes PCB und Kühler. Ja 10Gbit LAN Karten brauchen einen Kühler, welcher natürlich in diesem Fall passiv ist.

Etwas schade finde ich die Farbwahl. Von ASUS hätte ich mir eigentlich eine schöne schwarze LAN Karte erhofft, aber gut bei dem Preis will ich mal nicht zu laut meckern.

Die XG-C100C nutzt einen PCIe x4 Slot! Sorgt dafür, dass dieser bei Euch frei ist. Bedenkt das eine x4 PCIe Karte auch in einen ungenutzten x16 Slot passt. Sollte Euer Mainboard also Platz für eine zweite Grafikkarte haben, könnt Ihr die Karte auch in diesem Slot nutzen.

Ich hatte ja erwähnt, dass der Aquantia Aqtion AQC107 Chipsatz Fluch und Segen zugleich ist, was meinte ich damit? Natürlich ermöglicht der etwas unbekanntere Chipsatz den günstigen Preis und auch die Performance stimmt, allerdings sind Treiber etwas „problematisch“.

Unter Windows ist dies natürlich kein Problem, ladet Euch die passenden Treiber einfach bei ASUS herunter und fertig, die Karte funktioniert. Wollt Ihr allerdings Linux oder FreeNAS nutzen, viel Spaß!

Für Linux gibt es Treiber, welche aber zum Zeitpunkt dieses Tests (14.07) noch nicht im Kernel der meisten Distributionen integriert sind (getestet: OpenMediaVault, Ubuntu 16.04.2 LTS, unRAIDServer-6.3.5).

ASUS bietet aber auch hier einen Treiber Download auf seiner Webseite für Linux Treiber an. Jedoch ist es für einen „Nicht Linux Fachmann“ nicht leicht den Treiber selbst zu kompilieren und zu installieren bzw. dies ist deutlich komplizierter als unter Windows.

Jedoch sieht die Zukunft sicher positiver aus, beispielsweise unRAID arbeitet an einem Support für LAN Karten Aquantia Chipsatz.

FreeNAS und ASUS XG-C100C könnt Ihr aktuell noch vergessen. Ich denke, dass früher oder später (vermutlich später) auch Support kommen wird, aber das steht noch in den Sternen.

Für FreeNAS ist aktuell die günstigste sicher funktionierende 10Gbit LAN Karte die Intel X550-T1 für günstige 300€…..

 

Der ASUS XG-U2008 Switch

Erst einmal möchte ich ASUS zum Design des XG-U2008 beglückwünschen! Mit seinem schlanken Aluminiumgehäuse sieht der Switch wirklich sehr modern und hochwertig aus.

Genauso fühlt dieser sich auch an! Das Gehäuse ist wirklich sehr gelungen. Die Anschlüsse des Switch sind ganz klassisch auf der Rückseite während die Front von Status LEDs bedeckt ist. Diese Status LEDs sind hierbei nicht übermäßig hell, stören also auch in dunklen Räumen kaum bis gar nicht.

Aber uns kommt es natürlich primär auf die inneren Werte an.

Der ASUS XG-U2008 ist ein 10 Port Switch, hierbei besitzt dieser 8 normale Gigabit LAN Anschlüsse und zwei 10Gbit LAN Ports.

Die zwei 10GBit LAN Ports können selbstverständlich mit den anderen Ports voll kommunizieren, das hohe Tempo wird aber natürlich nur untereinander erreicht.

 

Ich denke allerdings zwei 10Gbit LAN Ports reichen für beispielsweise einen Heimserver und den primären Desktop aus, die restlichen Geräte im Netzwerk müssen sich halt mit Gbit Geschwindigkeit zufriedengeben.

Der XG-U2008 ist ein Unmanaged Switch, dieser besitzt also kein Webinterface oder Ähnliches.

Wollt Ihr mehr, als zwei 10Gbit LAN Ports müsst Ihr zu einem Switch wie dem Netgear ProSAFE Plus XS700 greifen, dieser bietet gleich 8x 10Gbit LAN Ports. Kostet aber auch satte 600€ und wird vermutlich laut wie ein Düsen Jet sein, der ASUS XG-U2008 ist passiv gekühlt.

 

ASUS XG-C100C + ASUS XG-U2008

Wie funktioniert die Kombination aus ASUS XG-C100C und ASUS XG-U2008 in der Praxis? Wenn die Treiber für die LAN Karte verfügbar sind (also beispielsweise unter Windows) ist das ganze Plug an Play.

Auch unter Windows muss nichts groß eingerichtet werden. Windows hat sofort die 10Gbit Verbindung erkannt und konnte diese nutzen.

Welches Tempo kann man erwarten? Man könnte ja denken die ASUS XG-C100C sind was günstiger und schaffen nicht das volle 10Gbit Tempo, das aber falsch!

In meinem Test zwischen zwei Computern, welche beide mit der ASUS XG-C100C ausgestattet waren und dem ASUS XG-U2008 als Switch erreichte ich ziemlich genau diese 10Gbit, genau genommen nur 8Gbit also 1031MB/s.

Schreibend hat die verwendete SSD limitiert

Die fehlenden 2Gbit liegen vermutlich am SMB Overhead oder an möglichen anderen fehlenden Optimierungen.

Aber über 1GB/s übers Netzwerk ist schon sehr stark! Bedenkt aber, dass selbst eine normale SATA SSD hier schon ein limitierender Faktor ist! SATA SSDs sind auf 550MB/s beschränkt, um das volle Tempo wirklich zu sehen, wird entweder ein RAID benötigt oder eine schnelle NVME SSD.

 

Fazit

Das nun 10Gbit Netzwerk auch für den Normalo dank der ASUS Hardware bezahlbar ist, wäre vielleicht etwas übertrieben. Das Ganze ist auch weiterhin ein recht teuer Spaß, aber dank des ASUS XG-C100C und ASUS XG-U2008 ist das Ganze schon in einem vernünftigeren Rahmen.

Ein Setup für zwei Computer kostet zwar immer noch rund 470€, was aber weniger ist als nur ein 10Gbit Switch sonst kosten würde.

Dafür erhaltet Ihr aber auch wirklich über 1GB/s im lokalen Netzwerk, sofern Eure SSDs schnell genug sind. Es ist ohne Frage schon beeindruckend ein solches Tempo zu sehen!

Zwar ist der Treiber Support für die ASUS XG-C100C LAN Karte unter Linux noch etwas umständlich und unter FreeBSD (FreeNAS) noch nicht gegeben, aber die ASUS XG-C100C ist auch noch recht neu.

Ich denke, ASUS ist hier gerade dabei eine kleine Revolution im Heimnetzwerk zu starten, hoffen wir mal, dass auch noch andere Hersteller bei diesem Trend mitziehen werden!

Der Sony SRS-XB40 im Test, Bluetooth Lautsprecher mit eingebauter Lichtshow, unnötig aber Cool!

Als ich den Sony SRS-XB40 das erste Mal gesehen habe, konnte ich mir eine gewisse Neugier nicht verkneifen. Dies lag nicht am potenziell tollen Klang oder Ähnlichem, sondern um ehrlich zu sein an der Lichtshow die Sony hier integriert hat.

Sony hat diesem Bluetooth Lautsprecher auf der Front diverse LEDs verpasst, welche passend zur Musik leuchten sollen. Unnötig? Ja! Cool? Hoffentlich!

Aber was hat der Sony SRS-XB40 abgesehen von der auffälligen Beleuchtung zu bieten, klingt dieser beispielsweise gut?

Versuchen wir dies im Test der Sony SRS-XB40 herauszufinden, neugierig?

 

Der Sony SRS-XB40 im Test

Mit einer Länge von rund 30cm und einer Tiefe und Höhe von jeweils 10cm ist der Sony SRS-XB40 ein mittelgroßer Bluetooth Lautsprecher.

Ich würde diesen nicht mehr als super kompakt aber auch nicht also zu groß einstufen. Jedoch benötigt man für einen komfortablen Transport definitiv etwas Platz im Rucksack.

Beim Material setzt Sony größtenteils auf ein leicht gummiertes Plastik, welches sich gut anfühlt und auch gut aussieht, allerdings auch Fingerabdrücke recht deutlich zeigt.

Die Front des Lautsprechers ist genau wie ein Teil der Rückseite mit einem Lautsprechergitter bedeckt. Unter der Front befinden sich zwei aktive Treiber und mittig eine passive Membran.

Sony macht zwar keine Angaben zur Leistung des SRS-XB40 jedoch handelt es sich hier um vergleichsweise große Treibereinheiten, daher kann man davon ausgehen, dass im SRS-XB40 schon etwas Power steckt.

Grundsätzlich wirkt der Bluetooth Lautsprecher recht schlicht und unauffällig, bis man diesen einschaltet. Auf der Front hat Sony diverse LEDs integriert, die sich passend zur Musik verhalten. Dies ist auch DAS Feature des Sony SRS-XB40, was natürlich blöd klingt aber das Ganze sieht wirklich klasse aus! Später aber zur Beleuchtung mehr.

Die Haptik des Lautsprechers ist gut! Der Sony SRS-XB40 fühlt sich schön massiv und schwer an. Letzteres ist natürlich ein streitbarer Punkt, aber mit 1,5KG hat man schon das Gefühl hier ein solides Produkt zu haben.

Vergleich mit dem Anker SoundCore Pro

Ich würde den SRS-XB40 nicht durch die Gegend schmeißen, aber einen etwas raueren Umgang wird dieser schon aushalten. Dazu zählt auch der Kontakt mit Wasser. Der Bluetooth Lautsprecher ist IPX5 geschützt, IPX5 = Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel.

Heißt, ein Regenschauer oder eine nasse Wiese sind kein Todesurteil für den SRS-XB40. Hierfür sind natürlich alle Anschlüsse und Ports dementsprechend geschützt.

Die Anschlüsse des SRS-XB40 befinden sich auf der Rückseite unter einer kleinen Klappe. Hier eine kleine Enttäuschung, der SRS-XB40 lässt sich nicht via USB aufladen, sondern benötigt das spezielle beigelegte Ladegerät, blöd.

Abgesehen vom DC Eingang finden wir einen USB Ausgang und einen AUX Eingang. Der AUX Eingang dient dem Verbinden von kabelgebundenen Quellen wie MP3 Playern.

Der USB Port ermöglicht eine Art „Powerbank“ Funktion. Im Notfall könnt Ihr mit dem SRS-XB40 also auch Euter Smartphone aufladen. Das Anschließen eines USB Sticks oder Ähnlichem für die Wiedergabe von Musik ist nicht möglich.

Sony gibt die Akkulaufzeit mit 24 Stunden an, diese werden aber nur erreicht, wenn die Beleuchtung deaktiviert ist. Mit Beleuchtung kommt man auf 12-16 Stunden, was auch ein sehr guter Wert ist!

Wie sieht es mit der Steuerung des Lautsprechers aus? Hierfür besitzt der SRS-XB40 sieben Tasten auf der Oberseite. Neben den üblichen Tasten wie dem Einschalter, Lauter, Leiser, Play/Pause(Vor) besitzt der SRS-XB40 auch eine Bass Bost und „Add“ Taste. Letztere erlaubt es einen zweiten SRS-XB40 mit diesem zu koppeln für einen echten Stereo Klang.

 

Die Light-Show

Lasst uns ehrlich sein, warum wird man sich wohl für den Sony SRS-XB40 interessieren? Richtig die Beleuchtung ist natürlich das, was den Sony SRS-XB40 etwas von der Masse abhebt.

Etwas ist hier vielleicht sogar untertrieben, die Beleuchtung ist schon extrem auffällig.

Der SRS-XB40 besitzt grundsätzlich sechs Lichtelemente. Diese werden von unterschiedlichen Klangelementen ausgelöst.

Der äußere Rahmen des Lautsprechers besitzt RGB LEDs. Das Ganze ist in grundsätzlich zwei Zonen unterteilt, links und rechts.

Diese LEDs wechseln die Farben je nach Beat, ist dieser langsamer, wechseln diese auch die Farben nur sehr sanft und langsam, wird der Beat schneller wird auch der Farbwechsel ruckartiger und schneller.

Am linken und rechten Rand sind zudem zwei „Blitze“ also helle weiße LEDs angebracht. Diese werden von Snare Drums oder eher tendenziell höheren Tönen ausgelöst.

Zu guter Letzt gibt es zwei weitere weiße LEDs, welche die beiden Treiber beleuchten. Diese werden vom Bass ausgelöst. Jeweils der linke und rechte Kanal können unterschiedlich arbeiten, sofern der Song links und rechts auch unterschiedlich ist.

Ich muss zugeben Sony hat das wirklich fantastisch gemacht! Das Ganze ist nicht einfach eine 08/15 Lichtorgel, welche ein wenig nach dem Beat blinkt, das Ganze passt sich extrem an den jeweiligen Song an.

Besitzt der Song beispielsweise einen etwas langsameren Bass/Tiefton Bereich, bei dem kein eindeutiger Beat vorhanden ist, blinken die LEDs für den Bass nicht einfach nur oder sind aus, sondern besitzen ein langsameres „Glühen“.

Setzt ein Beat ein, gehen diese in das übliche Blinken über, welches aber ebenfalls genau den Bass des Songs widerspiegelt.

Auch die RGB LEDs verhalten sich sehr unterschiedlich je nach Song. Grundsätzlich folgenden diese ebenfalls dem Takt des Songs, jedoch scheint die Farben welche genutzt wird ebenfalls vom Titel abzuhängen.

Elektronische Klänge gehen eher in die blau/türkis Richtung, Rock eher Richtung rot/gelb.

Wie auch immer das Ganze ist wirklich faszinierend zu beobachten! Die Beleuchtung ist wirklich eine tolle visuelle Reproduktion der jeweiligen Musik, welche wirklich sehr individuell ist. Der Sony SRS-XB40 spielt hier tatsächlich nicht nur irgendwelche Muster ab, sondern reagiert sehr gezielt auf die jeweiligen Frequenzbereiche.

Auf Wunsch lässt sich das Ganze auch noch mit der Sony App etwas anpassen. Hier kann man noch im Detail auswählen was was auslöst usw. Das oben Beschriebene ist hier Standardmodus.

 

Klang

Soweit so gut, eine coole Lichtshow ist natürlich toll aber hilft ja nichts, wenn der Klang nicht passt. Wie sieht es bei diesem aus?

Hier bin ich zugegeben etwas hin und her gerissen. Der Sony SRS-XB40 ist schon ein größerer und teurer Bluetooth Lautsprecher, daher darf die Erwartungshaltung auch groß sein.

Beginnen wir beim Bass. Hier hat Sony dem SRS-XB40 zwei Modi spendiert, normal und „extra Bass“. Ich nehme an, dass die aller meisten Nutzer niemals den Extra Bass Modus ausschalten werden.

Ohne aktivem Extra Bass fehlt dem Sony SRS-XB40 einfach etwas. Hier klingt der Sony einfach zu dünn für seine Größe. Mit Extra Bass ist der Bass, wenig überraschend, ordentlich.

Allerdings ist der Sony SRS-XB40 auch kein absolutes Bassmonster. Der Teufel Boomster beispielsweise spielt in einer anderen Bass Liga und selbst ein kleinerer Teufel Bamster Pro ist auf Schlagdistanz.

Klar der Sony SRS-XB40 ist immer noch einer der Bass mächtigsten Bluetooth Lautsprecher, den ich bisher in den Fingern hatte, aber beispielsweise ein Anker SoundCore Pro bietet für seine kompakte Größe einen unheimlich massiven Bass, welcher nur sehr knapp unter dem Sony liegt. Der Sony SRS-XB40 bietet hingegen kaum Überraschungen, der Lautsprecher bringt den adäquaten Bass für seine Abmessungen mit.

Wo man doch die höhere Größe und das größere Volumen des SRS-XB40 hört, ist beim Tiefgang. Der Bass ist merklich tiefer als bei einem Teufel Bamster Pro oder Anker SoundCore Pro.

Von daher ja, wenn Ihr einen ordentlichen Bass erwartet, wird der Sony SRS-XB40 Euch zufriedenstellen.

Wie sieht es abseits vom Bass aus? Hier wird es nun kritischer. Die Mitten würde ich als okay durchgehen lassen. Sprache und Gesang ist gut verständlich, solltet Ihr Hörbücher hören wollen, schaltet Extra Bass ab und die Mitten werden noch etwas besser ausbalanciert.

Die Höhen allerdings sind nicht die Stärke des Sony SRS-XB40. Hier spielt es auch keine große Rolle, ob Extra Bass aktiv ist oder nicht, die Höhen sind etwas dumpf/nasal.

Sony hat den Sony SRS-XB40 ganz klar auf Bass getrimmt, Anker hat beispielsweise dem SoundCore Pro zwei gesonderte Hochtöner verpasst um genau das zu beheben, ähnlich wie auch Teufel beim Boomster.

Der Sony SRS-XB40 verfügt nur über zwei recht große Treiber welche sich natürlich mit klaren Höhen und Bässen gleichzeitig recht schwertun. Ein wenig kann man über die Sony SoundPal App ausgleichen, welche es erlaubt einen EQ einzustellen. Zieht man hier die Höhen etwas hoch wird der SRS-XB40 doch deutlich klarer und sauberer, leider hat sich dieser EQ bei mir öfter mal aus heiterem Himmel zurückgesetzt.

Wer also einen glas klaren und brillanten Klang sucht, wird vielleicht beim Sony SRS-XB40 nicht ganz an der richtigen Adresse sein. Bitte nicht falsch verstehen, die Höhen sind natürlich okay, es kommt also nicht nur ein warmer Brei aus dem Lautsprecher, jedoch hätten zwei gesonderte Hochtöner gutgetan.

Dieser Lautsprecher soll einfach Spaß machen, und das hört man. Der Sony SRS-XB40 bietet keinen HiFi Klang, kann aber dafür bei einer Party für Stimmung sorgen. Nein, Ihr werdet auch mit dem SRS-XB40 kein Wohnzimmer mit bebenden Bässen beschallen können, aber für eine WG Bude, Küche Hobby Raum oder Ähnlichem reicht das Ganze doch durchaus aus.

Auch die maximale Lautstärke ist sehr ordentlich! Der Sony kann wirklich brüllend laut werden, auch wenn der Bass auf den höheren Stufen etwas zurückgefahren wird um übersteuern zu verhindern.

 

Fazit

Der Sony SRS-XB40 ist ein verdammt cooler Bluetooth Lautsprecher! Anders kann man dies echt nicht sagen.

Dies liegt natürlich an der tollen Beleuchtung, welche durchaus eine gewisse Bereicherung ist und der Musik auch eine andere Tiefe verleiht.

Das Ganze ist hier auch wirklich gut umgesetzt! Die Beleuchtung reagiert wirklich sehr gut und differenziert auf die jeweilige Musik.

Das Ganze macht gerade bei Dunkelheit echt Spaß zuzusehen! Auch der Klang, die Akkulaufzeit und die Haptik sind gut. Beim Akku ist es zwar etwas schade, dass der Lautsprecher nicht via USB ladbar ist, aber ich denke, das ist zu verzeihen.

Der Klang ist zwar als gut zu bezeichnen aber hier muss man etwas vorsichtig sein. Der Sony SRS-XB40 ist ganz klar auf Bass getrimmt, hier macht der Lautsprecher auch einen guten Job und liefert einen satten und tiefen Bass. Die Höhen hingegen sind etwas matter.

Wer einen wirklichen HiFi Klang sucht, ist hier vielleicht nicht an der richtigen Adresse. Der Sony SRS-XB40 soll Spaß machen, dies macht dieser Dank der Licht Show und des Basses auch.  Wenn Euch diese Licht Show 0 interessiert, lasst die Finger vom Sony SRS-XB40!

Ein Teufel Bamster Pro, Anker SoundCore Pro, DOCKIN D Fine oder wenn Ihr was Großes wollt, ein Teufel Boomster bietet hier besseren Klang oder eine bessere Preis /Leistung.

Erst wenn Ihr gefallen an der Beleuchtung gefunden habt und vielleicht auf etwas mehr Bass steht, dann kann ich auch eine Empfehlung für den Sony SRS-XB40 aussprechen.

Der Sony SRS-XB40 ist definitiv der coolste und auffälligste Bluetooth Lautsprecher, den ich jemals im Test hatte.

Die LG Tone Active HBS-850 Bluetooth Ohrhörer im Test, viel besser als erwartet!

Wer an Bluetooth Ohrhörer oder Kopfhörer denkt, wird sicherlich nicht zuerst an LG denken. Jedoch hat LG mit seiner Tone Active Serie auch ein paar sehr interessante Bluetooth Ohrhörer im Sortiment.

Freundlicherweise hat mir LG diese für einen Test ausgeliehen. Wollen wir uns doch einmal ansehen ob LG Tone Active HBS-850 für rund 60€ im Test überzeugen können! Neugierig?

Die LG Tone Active HBS-850 im Test

LG setzt bei den Tone Active auf ein Nackenband Design. Das heißt, die Ohrhörer bestehen nicht nur aus einem Kabel und den beiden Ohrstöpseln, sondern Ihr tragt eine Art Ring um den Nacken, an welchem die Ohrstöpsel befestigt sind.

Das Ganze ist natürlich auf den ersten Blick sehr ungewohnt und sieht auch merkwürdig aus, hat aber Vorteile. Zum einen ist in solch einem Nackenband deutlich mehr Platz für Elektronik, Akku usw. was in einer besseren Bluetooth Verbindung resultieren kann.

Zum anderen hängt das Gewicht der Ohrhörer, Kabel, Kabelfernbedienung nicht an Euren Ohren, sondern liegt auf Eurem Nacken. Hierdurch wird, verglichen mit normalen Bleutooth Ohrhörer, fast kein Zug auf die Ohren ausgeübt, wodurch die Ohrstöpsel auch nicht so leicht herausfallen.

Daher wird dieses Nackenband Design gerne für Sport Bluetooth Ohrhörer genutzt. LG vermarktet den Tone Active HBS-850 auch durchaus ein wenig in Richtung einer sportlichen Anwendung.

Hat man sich an das Nackenband etwas gewöhnt, ist diese Art Bluetooth Ohrhörer zu tragen auch durchaus komfortabel. Das Tone Active besitzt ein sehr flexibles „Gummi“ -Nackenband. Ich würde es zwar Nutzern mit einem sehr breiten Nacken nur bedingt empfehlen, aber grundsätzlich sollte sich das Band gut anpassen.

Die eigentlichen Ohrstöpsel sind mit einem kurzen Kabel mit dem Nackenband verbunden. Hier setzt LG auf eine interessante Konstruktion, welche das Kabel auf Wunsch einrollen kann. Solltet Ihr die Ohrhörer nicht verwenden, muss man sich also nicht über verhedderte Kabel Gedanken machen.

Minus Punkte gibt es allerdings für das Kabel! Ich glaube dies ist das dünnste Kabel, welches ich jemals bei Ohrhörern gesehen habe. Ja dieses wird natürlich nicht so stark belastet aber wirklich vertrauenserweckend ist das Ganze auch nicht.

Abgesehen davon befinden sich am Nackenbügel vier Tasten und ein microUSB Port zum Aufladen der Ohrhörer. LG gibt ihre Akkulaufzeit mit rund 9,5 Stunden an, was ein realistischer Wert ist. 9,5 Stunden ist zwar schon ordentlich aber hier wäre sicher auch noch mehr gegangen, Platz für jede Menge Akku wäre ja.

Bei den Tasten zur Steuerung handelt es sich um den Einschalter/Ausschalter, eine Taste zum Annehmen von Anrufen, lauter/vor und leiser/zurück.

Tragekomfort

Die LG Tone Active sind natürlich anfangs recht ungewohnt gerade dann, wenn man noch keine Bluetooth Ohrhörer mit Nackenband hatte. Jedoch würde ich den Tragekomfort als gut einstufen. Dies liegt vor allem an den Ohrstöpseln selbst, welche vergleichsweise klein und kompakt sind.

Diese halten in meinem Ohren sehr gut und das ohne irgendwelche Bügel oder Ähnliches. Da die Ohrstöpsel recht leicht sind und keinen Zug am Kabel haben, rutschen diese nicht heraus oder stören in irgendeiner Form.

Wer also mit dem Nackenband klar kommt, erhält hier einen sehr guten Tragekomfort.

 

Klang

Kommen wir zum wichtigstem Punkt dem Klang. Ich muss zugeben rein von der Optik der Ohrstöpsel habe ich eher weniger von dem LG Tone Active erwartet, umso positiver wurde ich überrascht!

Das Headset klingt erfreulich gut! Beginnen wir beim Bass, dieser ist kräftig und besitzt einen sehr guten Punch, ist aber auch nicht zu aufdringlich oder überpräsent.

Ich würde jetzt nicht sagen, dass die LG Tone Active etwas für absolute „Bass Heads“  sind, aber der Bass ist durchaus spaßig und aus meiner Sicht ideal von seiner Masse.

Aber auch die Bassqualität passt. Die LG Tone Active klingen angenehm tief und satt. Kurzum der Bass passt zu 100% bei den LG!

Wie sieht es abseits des Bass aus? Weiterhin sehr gut. Die Höhen sind glasklar und brillant. Dies verleiht den Ohrhörern trotz des kräftigen Bass grundsätzlich eher eine leichte und luftige Klangsignatur.

Hierbei sticht allerdings gerade die Dynamik heraus. Aufgrund der glasklaren Höhen und den satten Bässen besitzen die LG Tone Active eine hohe Spielfreude.

Musik klingt einfach sehr lebendig und plastisch. Dies wird auch von der guten räumlichen Darstellung unterstützt. Die LG Tone Active besitzen zwar keinen übermäßig breiten Klang, aber die Tiefe und die Separierung einzelner Instrumente ist top!

Hinzu kommt die gute Detail -Darstellung. Die Tone Active besitzen keine spürbare Bluetooth Kompression oder Ähnliches wie es beispielsweise die ansonsten auch sehr guten Jabra Halo Smart hatten. Natürlich wirken die LG Tone Active HBS-850 auch aufgrund der recht brillanten Höhen etwas detaillierter, als diese eigentlich sind.

Probleme mit der Bluetooth Verbindung hatte ich im Übrigen keine. Dies ist auch keine Überraschung aufgrund des Nackenkragen Designs, welches mehr Platz für Antennen lässt. Auch die maximale Lautstärke ist top, wenn Ihr wollt, können die Ohrhörer richtig loslegen!

Für welche Musik eignen sich die LG Tone Active HBS-850?

Grundsätzlich taugen die Ohrhörer für sämtliche Musik welche von einer guten Dynamik profitiert und nicht übermäßig warm abgestimmt ist.

Damit ist natürlich die übliche Pop, Rock und Elektro Musik abgedeckt, welche im Großen und Ganzen sehr gut von den LG Tone Active wiedergegeben wird. Etwas schwerer tun sich die Ohrhörer bei wärmeren Titeln mit einer etwas gemütlicheren Atmosphäre. Beispielsweise von den Red hot Chili Peppers „Californication“ klingt weniger gut als „More than You Know“ von Axwell Ingrosso.

Titel welche etwas schneller, dynamischer und vorantreibender sind liegen den Tone Active halt etwas besser.

 

Fazit

Die LG Tone Active HBS-850 Bluetooth Ohrhörer haben mich extrem positiv überrascht! Gerade der Klang der Ohrhörer ist hervorragend! Diese bieten einen sehr dynamischen und lebendigen Klang. Dieser geht zwar etwas in die hellere/leichtere Richtung, bietet aber dennoch einen tollen Bass!

Akustisch ist es gar nicht so leicht etwas Besseres in der 60€ Preisklasse zu finden, sofern dies überhaupt möglich ist.

Das Nackenband Design ist zwar anfangs sicherlich etwas gewöhnungsbedürft, hat man sich aber daran gewöhnt, ist dieses durchaus recht komfortabel. Die LG Tone Active eigenen sich wie beworben durchaus auch für den Sport oder das Joggen.

Der einzige Kritikpunkt, welchen ich letztendlich habe ist das Kabel der Ohrhörer. Dieses wirkt doch ziemlich dünn. Das muss natürlich nicht heißen das dieses nicht lange hält, aber ein dickeres Kabel hätte den Tone Active sicherlich gutgetan.

Wer darüber hinweg blicken kann, erhält mit den LG Tone Active HBS-850 für rund 60€ wirklich hervorragende Bluetooth Ohrhörer, gerade was den Klang angeht!

  • Link zum Hersteller /// [amazon_link asins=’B01537Y3X4′ template=’AmazonPreisLinkStandard‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’8b21d255-7473-11e7-bc6d-5fd00642b757′] /// bei Geizhals 

Das Varta 2 in 1 Powerpack & Charger im Test, sein Smartphone mit AA Batterien Laden?!

Sein Smartphone mit AA Batterien laden, kann das klappen? Grundsätzlich ja, sofern man genug von diesen hat.

Hierfür benötigt man selbstverständlich eine passende „Powerbank“ welche es erlaubt AA Batterien einzulegen und dementsprechend die Spannung auf USB typische 5V anhebt. Von diesen „Powerbanks“ gibt es durchaus ein paar auf dem Markt.

Der Ansatz ist ja auch gar nicht so dumm. Man ist im Urlaub und dem Smartphone geht der Saft aus, einfach zur Tankstelle laufen AA Batterien kaufen, in die Box einlegen und schon geht es weiter.

Aber funktioniert das in der Praxis so gut? Um dies auszuprobieren habe ich mir das Varta 2 in 1 Powerpack & Charger gekauft.

Kann dieses überzeugen? Und ist überhaupt das Konzept einer Powerbank mit AA Batterien sinnvoll? Finden wir dies im Test heraus!

 

Lieferumfang und Verpackung

Erst einmal gibt es ein paar Minuspunkte für die furchtbare Blisterplastikverpackung des Varta 2 in 1 Powerpack & Charger, eigentlich dachte ich diese wäre bereits vor einer Weile ausgestorben.

Neben dem eigentlichen „Powerpack“ legt Varta auch gleich vier Batterien und ein microUSB Ladekabel mit dem Lieferumfang, was ich durchaus als positiv einstufen würde, zumal die Batterien recht hochwertig erscheinen.

 

Das Varta 2 in 1 Powerpack & Charger im Test

Kommen wir zum eigentlichen „Powerpack“. Sagen wir es so qualitativ ist dieses so lala. Hierbei handelt es sich um eine einfache schwarze Plastikbox, die auf der Front einen USB Port hat, wie auch einen microUSB Eingang.

Auf der Oberseite sind vier blaue Status LEDs zu finden und auf der Seite der Einschalter. Auf der Rückseite lassen sich unter einer Klappe vier AA Batterien/Akkus einlegen.

Hier könntet Ihr Euch nun sicherlich fragen warum hat dieses „Powerpack“ einen microUSB Eingang? Eigentlich ein sehr cooles Feature, denn das Varta Powerpack erlaubt es AA Akkus innerhalb des Powerpacks wiederaufzuladen.

So müsst Ihr nicht mal ein separates Ladegerät mit Euch herumschleppen.

Selbstverständlich funktioniert dies nur beim Nutzen von AA Akkus, Batterien lassen sich nicht wiederaufladen.

Etwas „Angst“ gemacht haben mir aber die Leistungsratings. Laut Beschriftung soll der USB Port lediglich 0,45A Leistung liefern können. Dies wäre sehr wenig, vermutlich sogar zu wenig um viele Smartphones aufzuladen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus?

 

Messwerte des Varta 2 in 1 Powerpack & Charger

Die Kapazität der Powerbank/des Powerpacks hängt natürlich massiv von den verwendeten Batterien bzw. den Akkus ab.

Varta selbst spricht von „Ein Set Alkaline Batterien liefert bis zu 7 Stunden Sprechzeit für das Smartphone z.B. iPhone 5“. Sagen wir es so, das ist eine recht ungenaue Angabe.

Rechnen wir einmal durch, Apple gibt für das iPhone 5 eine Sprechzeit von bis zu 8 Stunden an, heißt das Powerpack soll ein iPhone 5 rund 88% vollladen können.

Der Akku des iPhone 5 fasst 1440mAh, 88% davon wären 1267,2mAh Kapazität. Puh 1267mAh ist für ein aktuelles Smartphone nicht viel, vor allem da diese Kapazität vermutlich mit den besten Batterien erreicht wurde, die Varta finden konnte.

Schauen wir uns einmal die Praxis an. Hier mache ich zwei Durchläufe, Durchlauf eins mit normalen AA Batterien und Durchlauf zwei mit eneloop AA Akkus (1900mAh Kapazität @1,2V).

Beginnen wir mit den Batterien und hier hängt die Kapazität EXTREM von der Qualität dieser ab. Meine 08/15 „Varta Premium“ Batterien aus dem Discounter brachten satte 2,5Wh, nach einer kurzen Abkühlzeit konnte ich nochmal rund 0,5Wh aus diesen quetschen.

In mAh ausgedrückt wären dies 810mAh!!! Das reicht ein modernes Smartphone bestimmt 25% wiederaufzuladen. Mit teureren Batterien war ca. das Doppelte möglich. Deutlich besser schnitten die Akkus mit 7,97Wh bzw. 2154Wh ab.

Wobei deutlich besser auch sehr relativ ist, 2154mAh reicht um ein Samsung Galaxy S8 knapp über die Hälfte zu füllen oder ein iPhone 7 knapp voll zu machen.

 

Gut, Kapazität ist nur das eine, wie sieht es mit der Ladegeschwindigkeit aus? Varta gibt für den USB Port eine maximale Leistung von 450mA an. Eine normale Powerbank schafft zwischen 1000mA bis hin zu 3000mA.

Glücklicherweise sieht es in der Praxis etwas anders aus. Hier schafft der Port 0,8A ehe die Spannung in den Keller fällt. Aber wie kommen Smartphones an dem Powerpack zurecht? Besser als erwartet!

Alle meine drei Test -Smartphones ließen sich problemlos (und langsam) aufladen. Das LG G6 erreichte 0,57A, das Samsung Galaxy S8 Plus 0,59A und das iPhone 7 Plus sogar 0,72A.

Selbstverständlich sind dies keine tollen Werte, eine normale Powerbank schafft locker das Dreifache, wenn nicht sogar noch mehr.

Dennoch das Aufladen von aktuellen Smartphones funktioniert!

 

Fazit

An sich ist die Idee gut, man steht irgendwo in der Pampa und das Smartphone ist leer. Ein paar Batterien bekommt man überall recht günstig, in das Varta 2 in 1 Powerpack und zack ist das Smartphone wieder voll.

Aber leider sind nicht alle Ideen die toll klingen auch gute Ideen, so auch hier. Das Problem normale 08/15 Batterien haben einfach sehr wenig Kapazität!

Um ein Samsung Galaxy S8 einmal aufzuladen, werdet Ihr rund 16! Batterien benötigen. Natürlich kann man auch AA Akkus oder Premium Batterien verwenden, hier braucht man nur 8 aber dennoch.

Eine Smartphone Ladung kann hier gut und gerne 3-8€ kosten und das ist nicht praktisch!

Hinzu kommt die super langsame Ladegeschwindigkeit und die eher „praktische“ Verarbeitungsqualität.

Kurzum so etwas wie das Varta 2 in 1 Powerpack & Charger lohnt nur in sehr sehr wenigen Fällen. Vielleicht wenn man x Monate durch ein Entwicklungsland reist wo Batterien leichter zu bekommen sind als eine Steckdose, aber selbst dann ist man mit einer Powerbank welche das Smartphone 4-5 mal aufladen kann, vermutlich besser bedient.

Die TP-Link LB130 smarte LED Glühbirne im Test

Aktuell versuchen so einige Hersteller im Smart Home Bereich Fuß zu fassen. So auch TP-Link, die  bereits mit der HS110 eine der besten aktuellen Smart Home Steckdosen auf dem Markt haben. Nun legt TP-Link mit einer Serie Smarter LED Glühbirnen nach.

Smarte LED Glühbirnen von TP-Link? Können die etwas taugen? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die TP-Link LB130 im Test

Es ist hier natürlich recht witzlos Euch groß und breit zu beschreiben wie die TP-Link LB130 Smart LED Glühbirne aussieht.

Diese sieht auf den ersten Blick wie eine stinknormale LED Glühbirne aus. Das heißt, diese verfügt über eine milchige Plastikabdeckung und einer Basis aus Hartplastik.

Hierbei ist die TP-Link LB130 komplett weiß gehalten, fällt also nicht übermäßig auf.

Jedoch ist die Smarte Glühbirne etwas größer als ihre normalen Brüder, selbst verglichen mit Philips HUE Birnen ist die TP-Link LB130 relativ groß bzw. lang.

Allerdings verglichen mit beispielsweise den Birnen von LIFX ist die TP-Link auch nicht übermäßig groß. Sollte es bei einer normalen LED Glühbirne allerdings schon etwas eng in der Lampe sein, könnte die TP-Link vielleicht nicht passen.

Natürlich nutzt die Birne den Standard E27 Sockel, ist also genug Platz vorhanden, sollte es hier mit einem großen Teil der Lampen keine Kompatibilitätsprobleme geben.

 

Einrichtung und Installation

Ihr benötigt für die TP-Link LB130 keine Bridge oder ähnliches wie es beispielsweise bei Philips HUE der Fall ist.

Es muss lediglich an der Position der Smarten LED Glühbirne WLAN vorhanden sein. Das WLAN muss auch nicht gut sein, es werden ja keine großen Datenmengen übertragen.

Habt Ihr einen Platz ausgewählt, schraubt die Birne in die Fassung und ladet Euch die TP-Link Kaza App aufs Smartphone.

Beim ersten Start werdet Ihr aufgefordert ein TP-Link Konto anzulegen, hierfür wird lediglich eine Mail Adresse und Passwort benötigt. Das Ganze dient der Fernsteuerung der Birne. Solltet Ihr natürlich bereits ein TP-Link Smart Produkt besitzen überspringt es.

In der App angekommen, wählt das kleine Plus in der rechten oberen Ecke aus und tippt auf die Glühbirne.

Unter Android geht nun die restliche Einrichtung mehr oder weniger von alleine. Die TP-Link LB130 erstellt, wenn diese eingeschaltet wurde, ein WLAN Netzt mit welchem sich Euer Smartphone verbindet um die Konfiguration zu schreiben.

Unter Android geschieht dies von alleine, bei IOS müsst Ihr Euch per Hand mit dem passenden WLAN Netz verbinden.

Ist das ganze geschafft, startet die Smarte Glühbirne einmal neu und verbindet sich mit dem heimischen WLAN. Hat dies geklappt, könnt Ihr der TP-Link LB130 einen Namen und ein Icon zuweisen.

 

Features und die Kasa App

Reden wir erst einmal über die TP-Link Kasa App. Diese ist erfreulich ordentlich! Damit beziehe ich mich nicht nur auf die Funktionalität sondern auch auf die Optik.

Die App wirkt modern und klar gestaltet, wenn es auch an einer deutschen Übersetzung hapert. Ihr müsst die Kasa App also auf Englisch nutzen, schlimm? Nein, die App ist sehr klar und verständlich aufgebaut mit großen Icons und Symbolen, selbst wenn man kein Englisch kann sollte die App verständlich sein.

Was kann man nun mit der TP-Link LB130 machen? Wie bei solchen Smarten LED Glühbirnen üblich, könnt Ihr diese über die App ein/ausschalten. Dies kann auch übers Internet geschehen, Ihr müsst also nicht zwingend im Lokalen Netzwerk sein.

Neben dem einfachen Ein/Ausschalten ist es möglich die Birne zu dimmen und natürlich die Farbe zu wechseln.

Für letzteres steht Euch ein Farbrad zur Verfügung mit dessen Hilfe Ihr wirklich sehr viele Farben sehr genau einstellen könnt.

Ein Feature welches ich so noch bei keiner anderen Smarten LED Glühbirne gesehen habe ist der Timer. Ihr könnt für die TP-Link LB130 einen Timer hintelegen, also Uhrzeiten zu welchen sich die Birne automatisch ein/ausschaltet.

Wenn man etwas kreativ ist, könnte man mit diesem Feature auch beispielsweise einem Wecker unterstützen so das Morgens auch Automatisch das Licht angeht

Ein weiteres Interessantes Feature ist der Energie Monitor. Ihr könnt sehen wie Oft Ihr die TP-Link LB130 eingeschaltet habt, wie Lange und wie viel Energie das ganze verbraucht hat.

Allerdings denke ich das dies ein Software Feature ist, ich nehme also nicht an das in der Birne wirklich ein Energie Monitor verbaut ist, das ganze wird mit hinterlegten Zahlen Berechnet, vermute ich zumindest.

Allerdings ist dies nicht schlimm, auch so liefern die Zahlen eine gute/grobe Übersicht wie viel Energie die Birne verbraucht hat.

Abgesehen von dem Ganzen bietet Euch das TP-Link Smart Home System auch einen Support für Amazons Sprach-Assistenten Alexa. Ihr könnt hier also durch „schalte NAME DER LAMPE ein“ beispielsweise das Licht einschalten.

Das funktionierte bei mir sehr gut! Lediglich Farben wechseln ist nur sehr bedingt möglich.

Soweit ganz positiv das hier verwendete System + App, aber hat die TP-Link LB130 auch Nachteile? Natürlich, perfekte Produkte gibt es wenige auf dem Markt.

Es gibt hier zwei Features die mehr fehlen. Zum einen scheint es nicht möglich zu sein mehrere Smarte Glühbirnen zu koppeln und gemeinsam zu steuern. Zum anderen fehlt eine Option zum Verstellen was die Glühbirne beim Trennen der Stromverbindung macht.

Wenn Ihr diese Manuell über einen Lichtschalter ein/ausschaltet, springt diese immer auf die warmweiß Lichtoption. Das ist soweit okay aber hier wäre ein optionaler „Merk dir was zuvor eingestellt wurde“ oder die Möglichkeit einen Standard zu definieren super!

Das war es auch an sich mit den fehlenden Features die mir auffielen. Probleme mit der WLAN Verbindung hatte ich im übrigen keine. Gut man muss dazu sagen, dass ich in meiner Wohnung ein wirklich sehr starkes WLAN habe, daher ist das Ganze auch nicht überraschend.

Dennoch Daumen hoch für die TP-Link LB130! Auch die Reaktionszeit auf das Verstellen von Farben usw. ist ordentlich. Hier ist keine deutlich höherer Verzögerung als Beispielsweise bei Philips HUE zu entdecken.

 

Lichtstärke und Farbqualität

Die TP-Link LB130 bietet laut Hersteller eine Lichtleistung von 800 Lumen. 800 Lumen ist ordentlich und entspricht dem üblichen 60W Standard.

Natürlich werden die 800 Lumen nur bei weißem Licht erreicht. Je nach Farbton kann die effektive Helligkeit massiv schwanken und das tut diese auch bei der TP-Link LB130.

Generell macht die Smarte Glühbirne einen ganz guten Job, was das Licht angeht. Subjektiv ist dieses ausreichend hell und auch Farben wirken kräftig. Man kommt zwar nicht ganz an LIFX heran was Farbdarstellung Helligkeit angeht aber man liegt oberhalb von beispielsweise OSRAM LIGHTIFY und mit aktuellen Philips HUE Birnen ungefähr gleich auf.

Farben werden von der TP-Link LB130 Smarten LED Glühbirne recht gleichmäßig dargestellt. Also auch Grüntöne oder türkis wird etwas dunkler aber sauber dargestellt.

Stromverbrauch im Leerlauf

Die TP-Link LB130 ist ja grundsätzlich dauerhaft mit dem WLAN verbunden, daher könnte die Sorge bestehen, dass der Standby Energieverbraucht hier recht hoch ist.

Dies ist aber nicht der Fall! Für eine WLAN Glühbirne braucht die TP-Link LB130 genau genommen mit ca. 0,4-0,6W sehr wenig Energie.

 

Fazit

Ist die TP-Link LB130 Smarte LED Glühbirne empfehlenswert? Grundsätzlich ja! Sowohl die Software wie auch die Hardware passt. Die TP-Link Kasa App ist modern und gut aufgebaut und funktionierte in der Praxis tadellos.

Auch die Birne selbst macht einen guten Eindruck und bietet eine tadellose Lichtqualität, welche sich ohne Probleme mit Philips HUE messen kann.

Jedoch sehe ich aktuell eine Schwäche und das wäre der Preis. TP-Link will aktuell 55€ für eine RGB LED Smarte Glühbirne, das ist ein sehr ordentlicher Preis!

Für 55€ bekomme ich ohne Probleme ein Philips HUE Birne, warum sollte ich dann die TP-Link LB130 wählen? Die Frage kann ich Euch leider nicht so recht beantworten. Die TP-Link LB130 ist zwar von der Lichtqualität nicht schlechter als die große Konkurrenz aber das Öko System spricht im direkten Vergleich für das HUE System.

Die TP-Link LB130 ist absolut top, jedoch für 55€ würde ich mir das gut überlegen nicht zur großen Konkurrenz zu greifen. TP-Link muss hier etwas den Preis senken auf beispielsweise 40€, sollte das der Fall sein, wenn Ihr diesen Test lest und Ihr wollt vielleicht nur 1-2 Birnen und nicht in ein großes System mit Bridge usw. investieren, kann ich eine Empfehlung aussprechen!