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Das ASUS Lyra Tri-Band Set im Test, Mesh WLAN von ASUS!

Ein stabiles und schnelles WLAN Netz wird in unserem Alltag immer wichtiger. Zwar werden WLAN Router immer schneller und besser, woran es oftmals mangelt ist die Reichweite.

Gefühlt gab es hier kaum eine Entwicklung in den letzten Jahren, was auch nicht überrascht. Die Sendeleistung darf nicht einfach beliebig erhöht werden, es gibt hier Richtlinien an welche sich die Hersteller zu halten haben.

Mittlerweile haben die Hersteller von Netzwerk Ausrüstung dieses Problem erkannt und versuchen mit sogenannten Mesh WLAN Systemen den Bedarf zu decken.

Mesh WLAN Systeme bestehen aus mehreren Stationen, welche untereinander kommunizieren und so ein homogenes WLAN Netz aufbauen.

Ja, ein einfacher Repeater ist sicherlich auch eine Möglichkeit Funklöscher zu beseitigen, aber Repeater sind gerade bei der Nutzung vieler Geräte im Haushalt ein gutes Stück langsamer als ein Mesh Netzwerk.

Sogar Google bietet ein Mesh WLAN System an, Google Wifi. Dies zeigt schon, dass ein gewisser Bedarf an solch einer Technologie besteht.

Neben Google haben auch Netgear, Linksys, Ubiquiti, AVM und ASUS WLAN Mesh Systeme im Sortiment, mit teilweise recht unterschiedlichen Herangehensweisen.

In diesem Test soll es um das Lyra WLAN System von ASUS gehen. Diese setzten hier auf ein Tri-Band Netz, welches in der Theorie eine besonders hohe Leistung ermöglicht.

Dafür will dann ASUS auch auf den ersten Blick stolze 399€. Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob das ASUS Lyra System überzeugen kann und wie es sich verglichen mit der Konkurrenz schlägt. Neugierig?

 

Das ASUS Lyra Tri-Band Set im Test

Das Basis Set ASUS Lyra besteht aus drei Stationen. Diese sind grundsätzlich erst einmal identisch was Anschlüsse, Ausstattung und Optik angeht. Eine Station ist allerdings mit Start gekennzeichnet, welche an Euer Modem/Router angeschlossen werden muss. Die beiden anderen Stationen verbinden sich später kabellos mit dieser Basis Station.

Optisch ist das Lyra System durchaus als ungewöhnlich zu bezeichnen, zumindest für WLAN Router. Die einzelnen Lyra Station sind relativ flache kleine „Scheiben“ aus weißem Kunststoff.

Auffällige externe Antennen sucht Ihr vergebens! Die einzelnen Lyra Stationen sind sehr sauber und schlicht gehalten, sodass diese in der Wohnung verteilt auch nicht deplatziert wirken. Eine Wandmontage ist im Übrigen auch möglich.  ASUS geht hier ein gutes Stück mehr in die „Lifestyle“ Richtung als bei vielen anderen seiner Router.

Lediglich die farbige LED auf der Oberseite könnte etwas Blicke auf sich lenken. Allerdings informiert Euch diese LED auch praktischerweise über dem aktuellen Netzwerk Status.

Leider gilt „sehr sauber und schlicht“ nicht nur für die Optik, sondern auch für die Anschlüsse. Alle Lyra Stationen verfügen nur über zwei Gbit LAN Ports. Das wars, nicht mal USB ist vorhanden, wobei ich auf USB eher verzichten kann als auf LAN Ports.

Also man muss schon ein sehr minimalistischer Haushalt sein wenn man mit einem LAN Port (ein LAN Port wird ja bereits vom Modem/Router belegt), klar kommt.

An den einzelnen Satelliten sind zwei LAN Ports Okay. Diese können hier als Bridge für beispielsweise einen Smart TV, Spielekonsole usw. genutzt werden. Aber an der Basis Station wären doch 4 Ports deutlich praktischer. Hier muss vermutlich bei den meisten Nutzern noch ein zusätzlicher Switch her, schade!

Auch was die Tasten angeht ist Lyra sehr minimalistisch ausgestattet. Es gibt eine Pair Taste und eine Reset Taste.

 

Einrichtung und Software

Ihr habt zwei Möglichkeiten das Lyra System einzurichten. Entweder über einen Desktop PC/Notebook oder über ein Smartphone.

Wenn Ihr ein Smartphone nutzt, müsst Ihr die ASUS Lyra App herunterladen. Ich richtige das System erst einmal klassisch über den Desktop ein.

Verbindet die Basis Station (welche auf der Rückseite mit Start gekennzeichnet ist) mit Eurem Modem/Router und dann mit dem Strom.

Verbindet nun Euren Computer mit dem neu erstellten WLAN Netz und es sollte automatisch die Einrichtung aufploppen. Ruft ansonsten 192.168.79.1 in Eurem Webbrowser auf.

Hier müsst Ihr einen Benutzernamen und Passwort vergeben wie auch den Namen des WLAN Netz und das Passwort für dieses. Anschließend müssen die die einzelnen Stationen mit der Basis verbunden werden, das Ganze geht ebenfalls recht schnell und problemlos.

Damit ist die Basis Einrichtung abgeschlossen.

Natürlich lassen sich auch noch erweiterte Funktionen konfigurieren. Hierfür müsst Ihr erneut auf die Benutzeroberfläche zurückkehren.

Leider hat mich diese etwas enttäuscht. Die Einrichtung besaß eine recht „leichte“ und moderne Optik, die eigentliche Benutzeroberfläche setzt hier auf einen völlig anderen Style. Die Smartphone App setzt hingegen wiederum auf die neue Benutzeroberfläche.

Ich will damit nicht sagen, dass die Benutzeroberfläche nicht gut ist, aber es wirkt als wäre die Benutzeroberfläche noch nicht geupdatet worden. ASUS setzt hier auf seine normale WLAN Router Benutzeroberfläche, welche vielleicht teilweise etwas überladen und schwer wirkt.

Ob dies schlimm ist hängt etwas davon ab wie erfahren Ihr im Umgang mit Netzwerk Hardware seid. Seid Ihr ein völliger Anfänger wäre entweder die Smartphone App zu bevorzugen oder gegebenenfalls ein Modell von Netgear oder Linksys.

Solltet Ihr allerdings grob wissen was Ihr hier tut, sind natürlich die zusätzlichen Optionen die ASUS verglichen mit beispielsweise Netgear oder Google WiFi bietet willkommen.

Ich als Statistik Fan begrüße beispielsweise die schönen Graphen die mir zeigen wie sehr das WLAN, Internet und LAN ausgelastet ist. Auch lässt sich die aktuelle Netzwerknutzung auf die einzelnen verbundenen Geräte aufschlüsseln. Dies ist wichtig für die Quality of Service Feature die das Lyra System mitbringt.

Natürlich sind auch die klassischen Standardfunktionen vorhanden wie Gastnetzwerke, ein AccessPoint Modus, ein einfacher VPN Server (PPTP und OpenVPN), eine Firewall, ein URL Filter usw.

 

Interessant ist noch AiProtection. AiProtection ist eine Art Antivirus in Eurem Router, welcher automatisch schädliche Webseiten blockiert, erkennen soll wenn eins Eurer Geräte zu einem Bot wurde und auch erkennen soll wenn einer Euerer PCs mit einem Virus infiziert wurde.

Hinter AiProtection steht TrendMicro und vermutlich eine Art Filterliste mit bösen IP Adressen. Nimmt beispielsweise ein Smart Home Gerät in Eurem Netzwerk eine Verbindung zu so einer IP Adresse auf, welche als Bot Netzwerk gekennzeichnet wurde, werdet Ihr gewarnt.

Ein durchaus interessantes Feature! Welches sofern dies wirklich funktioniert, ich habe in meinem Netzwerk Gott sei Dank kein befallenes Gerät um dies zu testen und es wirklich einen Mehrwert darstellt.

Vielleicht ist Euch bei den Screenshots etwas aufgefallen? Richtig, es fehlt eine Option in der WebUi, nämlich die Option zum Bearbeiten der WLAN Einstellungen.  Das klingt natürlich sehr merkwürdig wenn bei einem WLAN Router die kompletten WLAN Einstellungen fehlen, aber sofern ich nicht blind bin, ist dies hier der Fall!

Wollt Ihr die WLAN Einstellungen bearbeiten, müsst Ihr auf die Lyra Smartphone App zurückgreifen. Ich nehme an die Web Benutzeroberfläche ist als eine Art „Fallback“ gedacht für Desktop PC Nutzer und ASUS hat hier einfach die Benutzeroberfläche ohne größere Anpassung von anderen ASUS Routern übernommen. Dies funktionierte aufgrund des Mesh Systems bei den WLAN Einstellungen nicht, daher wurden diese weggelassen, dies ist zumindest meine Vermutung.

Linksys hat beispielsweise bei seinem Velop System komplett auf eine WebUi verzichtet, ganz soweit ist ASUS nicht gegangen. Allerdings merkt man, dass in der Smartphone App etwas mehr Liebe steckt.

 

Was ist „Mesh WLAN“ und warum ist dieses besser als ein WLAN Repeater?

Mesh WLAN ist erst einmal ein recht schwammiger Begriff. Es gibt hier keine genaue Definition was Mesh WLAN ist und kann. Unterschiedliche Hersteller haben hier sehr unterschiedliche Herangehensweisen.

Grundsätzlich kann man hier erst einmal in zwei Gruppen unterteilen, die die ein Tri-Band Netz verwenden und die die auf ein Dual-Band Netz setzen.

ASUS setzt beim Lyra auf ein Tri-Band Netz, genau wie Netgear und Linksys bei ihren Systemen. Mit seinem Lyra mini System setzt ASUS hingegen auf ein Dual-Band Netz, genau wie AVM und Ubiquiti.

Was bedeutet Dual und Tri-Band Netz? Bekanntlich gibt es ja das 2,4GHz Band und das 5GHz Band. Wenn ein Gerät nun diese beiden Bänder unterstützt, ist dies ein Dual-Band fähiges Gerät.

Tri-Band fähige Geräte unterstützten ebenfalls 2,4Ghz und 5Ghz und zusätzlich ein zweites 5Ghz Band. Wenn man so will also drei WLAN „Router“ in einem.

Bei den Mesh WLAN Systemen wird dieses zweite 5Ghz Band für die interne Kommunikation genutzt. Dies macht Tri-Band Mesh Systeme so viel besser als WLAN Repeater!

Habt Ihr einen WLAN Repeater muss dieser über ein Band senden und empfangen. Er muss die Daten von Eurem Smartphone entgegennehmen und weiter an den Router senden und umgekehrt. Dies halbiert die effektive Geschwindigkeit!

Praktisch wird die Geschwindigkeit sogar noch mehr als halbiert. WLAN Geräte können (sofern diese kein MU-MIMO unterstützen) nur mit einem Gerät gleichzeitig kommunizieren, klingt blöd ist aber so! Um halt mit mehreren Geräten zu kommunizieren wird auf einer sehr hohen Frequenz zwischen den einzelnen Geräten hin und her geschaltet.

Ein WLAN Repeater bekommt ein Datenpaket von Eurem Smartphone -> nimmt dieses an -> verarbeitet die Daten -> sendet die Daten an den Router -> nimmt das nächste Datenpaket von Eurem Smartphone an -> verarbeitet diese -> usw.

Dies kostet extrem viel Tempo, gerade wenn mehrere Geräte gleichzeitig im WLAN hängen.

Ein Tri-Band Mesh System hat hier den Vorteil, dass die Kommunikation nicht über nur ein WLAN Band läuft, sondern über zwei.

Beispielsweise das Lyra System kann gleichzeitig Daten von Eurem Smartphone empfangen und senden, da beides über unterschiedliche Sende/Empfangsmodule läuft. Dies erhöht das Tempo teilweise signifikant und reduziert Verzögerungen.

Ein weiterer Vorteil eines WLAN Mesh Systems verglichen mit einem normalen Repeater ist die Kommunikation untereinander.

Ein normaler WLAN Repeater ist dumm, dieser sendet und empfängt Sumpfdaten. Es gibt hier keinen Austausch zwischen mehreren Repeater und beispielsweise einem Router.

Dies ist bei einem Mesh System anders! Ihr habt eine SSID (ein WLAN Netz) und die einzelnen Stationen handeln untereinander aus mit welcher Ihr Euch gerade am besten verbinden solltet usw..

So kann es eigentlich nicht passieren, dies funktioniert auch bei Lyra nicht immer ganz perfekt, dass Ihr neben der Basis Station (dem Basis WLAN Router) steht und dennoch mit einem Satelliten (WLAN Repeater) verbunden seid.

Wenn Ihr Euch durch Euer Haus/Wohnung bewegt, werdet Ihr im Hintergrund für Euch unbemerkt zwischen den einzelnen Stationen des Lyra Systems hin und her gebucht, je nachdem wie Ihr das optimale Tempo erhaltet.

Natürlich in einer perfekten Welt hätte man in seiner Wohnung/Haus X kabelgebundene WLAN Access Points verteilt, allerdings ein Tri-band WLAN Mesh System kann hier eine gute Alternative sein, sollte man keine Kabel ziehen können oder wollen.

 

Leistung und Performance

Kommen wir zu einem wichtigem Punkt und dem eigentlichen Test, der Performance. ASUS gibt die Leistung des Lyra Systems mit AC2200 an. AC2200 steht für eine Leistung von 2200Mbit/s, klingt doch gut!

Allerdings schummelt hier ASUS ein wenig. Diese Leistung teilt sich auf die drei verfügbaren WLAN Bänder auf, auf dem 2,4GHz Band stehen 400Mbit/s zur Verfügung, auf dem ersten 5GHz Band 867Mbit/s, genau wie auf dem zweiten 5Ghz Band.

Natürlich ist das zweite 5GHz Band für die interne Kommunikation reserviert, weshalb dem Nutzer letztendlich „nur“ 400+867Mbit/s zur Verfügung stehen.

Damit bietet das ASUS Lyra System, das Linksys Velop System, das Netgear Orbi RBK40 System und auch das Google WiFi System die gleiche Leistung, auf dem Papier.

Es ist also hier ganz klar davon auszugehen, dass bei allen Systemen der gleiche Chipsatz zum Einsatz kommt! Wenn man sich den Markt etwas anschaut, ist das auch keine Überraschung. ASUS wie auch die anderen großen Hersteller kaufen meist von Qualcomm die Chips für Ihre WLAN Router und Qualcomm bietet vermutlich aktuell nur diesen Chip an, welcher sich für Mesh Systeme eignet.

Genug zur Theorie, kommen wir zur Praxis. Hier hat ASUS meinem Standard Testverfahren ein paar Steine in den Weg gelegt. Das ASUS Lyra System nutzt die gleiche SSID für das 2,4GHz und 5GHz Band. Es ist leider nicht möglich getrennte SSIDs für beide Bänder zu vergeben. Für den Normalnutzer ist dies kein Problem, ganz im Gegenteil. In der Praxis ist dies meist die komfortablere Version, allerdings konnte ich daher hier nicht gezielt das 2,4Ghz Band testen, da meine Testgeräte automatisch ins 5GHz Band geschoben wurden.

Ihr müsst Euch also mit den 5GHz Werten zufriedengeben. Diese sind wie üblich bei mir entstanden

Für diesen Test verwende ich den TP-LINK Archer 9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell , das zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s). Mit diesen übertrage ich eine Datei auf einen lokalen Server und wieder auf den Rechner und messe die erreichte Geschwindigkeit. Der Router befindet sich dabei in ca. 2 Metern Entfernung zu den Clients, also recht optimale Bedingungen für den Router. Der Wert in den Tabellen ist dabei in MB/s angegeben und der Durchschnittswert aus Upload und Download.

(Gelb markiert = andere WLAN Mesh Systeme)

Keinerlei Überraschungen bei der erreichten maximalen Performance. Das ASUS Lyra System landet im guten Mittelfeld der von mir getesteten WLAN Routern. Dabei ist dieses mit dem Netgear Orbi System fast exakt gleich auf.

Mittelfeld klingt im ersten Moment sicherlich für ein 300€ WLAN System sehr suboptimal, allerdings ist dies in der Praxis kaum relevant.

Die meisten Notebooks und auch High End Tablets und Smartphones unterstützten lediglich 867Mbit oder sogar nur 433Mbit als maximale Übertragungsrate. Daher ist das Testfeld auch bei den Tests mit der Intel ac 7260 WLAN Karte deutlich näher zusammen als mit dem TP-LINK Archer 9E. Letzterer unterstützt 1300Mbit/s, hier können „größere“ WLAN Systeme natürlich ihre Stärken ausspielen.

Allerdings sind Clients welche mehr als die 867Mbit erreichen sehr selten, in mobilen Geräten meines Wissens nach gar nicht zu finden.

Von daher wenn Ihr nur normale Notebooks, Smartphones und Tablets nutzt und mit diesen keine xx GB großen Daten regelmäßig auf ein NAS übertragt, werdet Ihr praktisch kaum Unterschiede zwischen einem ASUS Lyra System und beispielsweise einem bis an den Anschlag hochgezüchteten ASUS ROG Rapture GT-AC5300 bemerken.

Habt Ihr allerdings ein High End Gaming Notebook, vielleicht sogar von ASUS, und schneidet regelmäßig 4K Videos, welche auf einem lokalen NAS liegen, könnte man vielleicht einen Unterschied zu einem Hochleistungs-WLAN-Router bemerken.

Wobei Ihr im gleichen Raum auch mit dem Lyra System ordentliche 50-70MB/s (nicht Mbit!) Erreichen könnt.

 

Reichweite

Meist ist es letztendlich egal, ob ein WLAN System 90MB/s oder 70MB/s schafft, gerade da die meisten Internetleitungen vielleicht 10MB/s hergeben. Viel wichtiger ist hier meist die Reichweite bzw. die Netzabdeckung.  Diese muss man etwas differenziert betrachten, zum einen die Reichweite eines Lyra Moduls und zum anderen die Reichweite aller drei Module gemeinsam.

Die Reichweite eines Lyra Moduls würde ich als tendenziell eher mittelmäßig bezeichnen. Dies sollte auch keine große Überraschung sein. Lyra besitzt keine großen Antennen und ist auch abseits davon kein bis zum Anschlag hochgezüchtetes Gerät.

Ein ASUS ROG Rapture GT-AC5300, Netgear Nighthawk R7800 X4S oder Linksys EA9500 würden beispielsweise als Einzelgeräte doch ein Stück mehr Reichweite liefern.

Allerdings wenn wir alle drei Lyra Module gemeinsam betrachten, verändert sich natürlich das Bild etwas.

Sehr wichtig ist hier die Positionierung der einzelnen Station! Verteilt diese nicht zu sehr, im Optimalfall sollte zwischen zwei Lyra Modulen maximal 2-3 Räume liegen oder eine Etage, ja so ein Mesh System bietet sich auch für mehrere Etagen an!

Bereits mit zwei Lyra Modulen werdet Ihr die Reichweite selbst der besten High End WLAN Router überbieten. Hierbei wird das System eine 140m² Wohnung/Haus, gut abdecken können.

Mit einem 3. Modul wären sicherlich 200m²+ gut abzudecken bzw. eine zweite Etage.

ASUS gibt zwar die WLAN Abdeckung etwas höher an, 125m² für ein Lyra, 125-250m² für zwei und 250-375m² für drei. Diese Angaben sind vielleicht etwas hoch angesetzt und hängen stark von Eurem Haus/Wohnung ab. Dickere Wände = schlechtere Reichweite.

Allerdings wird man pauschal sagen können, dass ein dreier Set ASUS Lyra sicherlich jedes normale Haus gut und konstant mit WLAN versorgen kann.

Dies könnte auch ein normaler WLAN Router + zwei Repeater schaffen, aber hier hat das Lyra System praktisch einige Vorteile.

Gerade der Wechsel zwischen den einzelnen Stationen geschieht hier sehr flüssig und ohne, dass der Nutzer dies bemerkt. Nein man sollte sich nicht durch das Haus bewegen, wenn man gerade online spielt, aber bei Video Streaming oder sogar Voice Chats gibt es in der Regel keinerlei Abbrüche oder Ähnliches.

Auch schwankt die Netzqualität weniger stark als bei einer Lösung mit normalen Repeatern. Hier ist es ja in der Regel recht deutlich merkbar ob man mit dem Router direkt oder mit einem Repeater verbunden ist.

Natürlich erhaltet Ihr auch beim Lyra System die beste Leistung, wenn Ihr direkt neben der Basis Station steht, aber die Geschwindigkeit bricht in der Regel nicht spürbar ein.

 

Stromverbrauch

Ein niedriger Stromverbrauch ist heutzutage wichtiger denn je. Hier gibt es beim Lyra System Licht und Schatten.

Licht im Sinne, dass eine Lyra Station gerade einmal 7-8,5W benötigt, Schatten im Sinne, dass Ihr natürlich drei Stück von diesen habt.

Grundsätzlich ist der Stromverbrauch von 7-8,5W allerdings für einen Tri-Band WLAN Router gut bis sehr gut.

 

Fazit

Das ASUS Lyra System schlägt in die gleiche Kerbe wie auch Netgear mit seinem Orbi System oder neuerdings Google mit seinem WIFI System.

ASUS Lyra bietet hierbei eine gute Performance, was Übertragungsleistung und auch Reichweite angeht. Beides ist natürlich primär dem Mesh System zu verdanken, welches hier tadellos umgesetzt wurde.

Wichtig, das Mesh System ist nicht nur Marketing, sondern aufgrund des Tri-Band Netzes, das im Hintergrund arbeitet, ein wirklich großer Vorteil! In der Praxis ist ASUS Lyra ganz klar einem WLAN Repeater bzw. mehreren WLAN Repeatern vorzuziehen. Bei der Verbindung über einen Knotenpunkt bricht hier die Geschwindigkeit kaum bis gar nicht ein, im Gegensatz zu den meisten Repeatern.

Auch das Handoff, also das Wechseln zwischen den einzelnen Stationen/Knotenpunkten, funktioniert deutlich flüssiger und schneller als bei normalen Repeatern.

Etwas kritischer kann man die Software betrachten. ASUS geht hier einen recht minimalistischen Weg. Es funktioniert einfach ist hier das Motto und dies tut es auch. Es gibt zwar einige nette Bonus Funktionen wie AiProtection, welches sehr sinnvoll ist, aber grundsätzlich wird man das Lyra System einmal kurz einrichten und dann vergessen.

Dies klingt jetzt vielleicht etwas negativ, aber an sich ist dies natürlich wünschenswert, wenn das WLAN einfach funktioniert. Im Gegenzug gibt es allerdings weniger erweiterte Funktionen, wie getrennte SSIDs für 2,4GHz und 5GHz, manuelle Frequenzwahl usw.

Dies ist letztendlich etwas Geschmackssache, will man etwas mit „dran Rumspielfaktor“ oder etwas das von alleine gut funktioniert, letzteres ist ASUS Lyra.

Kommen wir zum Preis. WLAN Mesh Systeme mit Tri-Band Netz sind nicht günstig und das ist auch ASUS Lyra mit rund 400€ für drei Knotenpunkte nicht.

Allerdings muss ich zugeben, dass mich Mesh Systeme durchaus mit ihren Vorzügen überzeugt haben. Ob sich ein Mesh System dieser Preisklasse lohnt, hängt von der Größe Eurer Wohnung ab. Wohnt Ihr auf 60-80m²? Dann lasst die Finger von Lyra und generell Mesh Systemen. Ein guter normaler WLAN Router reicht hier aus. Ab 120-180m² wird es interessant, gerade dann, wenn Ihr mehrere Etagen habt. Wenn es Euch um ein einfach funktionierendes WLAN System geht, welches über das ganze Haus eine so konstant wie mögliche Performance fürs Websurfen und Video Streamen bietet und Ihr bereit seid dafür etwas tiefer in die Tasche zu greifen, dann ist ASUS Lyra das richtige für Euch!

Die Netatmo smarten Heizkörperthermostate im Test, 37% Energieersparnis?! (Starterset)

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Es geht mit großen Schritten auf den Winter zu. Pünktlich dazu hat Netatmo seine neuen smarten Heizkörperthermostate auf den Markt gebracht.

Wie man dies von Netatmo gewohnt ist, bieten die Heizkörperthermostate ein großen Funktionsumfang und eine gute Vernetzung mit 3. Anbieter Diensten wie Amazon Echo, Google Home und auch Apples HomeKit.

Hinzu kommt natürlich das tolle Design für welches Netatmo bekannt ist und wir haben ein rundes Smart Home Produkt?

Natürlich ganz so einfach ist es nicht, allerdings hat Netatmo hier durchaus interessante smarte Heizkörperthermostate im Sortiment, welche auf den ersten Blick alles mitbringen was man sich so wünschen kann.

Wollen wir uns daher einmal im Test ansehen ob die Heizkörperthermostate von Netatmo wirklich so gut sind wie diese aussehen!

 

Das Netatmo smarte Heizkörperthermostate Starterpaket im Test

Wie die meisten Smart Home Systeme benötigt auch das von Netatmo eine sogenannte Bridge zum Funktionieren. Diese Bridge ist so zu sagen die Schnittstelle zwischen dem Internet und den eigentlichen Heizkörperthermostaten.

Damit ist die Bridge zwingend für einen Betrieb des Systems erforderlich! Dementsprechend liegt die Bridge natürlich auch im Starterpaket bei, genau wie bereits zwei Heizkörperthermostate und diverses Material zur Montage.

Dieses Starterpaket lässt sich selbstverständlich auch über die zwei beiliegenden Thermostate erweitern. Eine Bridge kann bis zu 20 Heizkörperthermostate steuern, was für die meisten Haushalte mehr als ausreichen sollte. Ein weiteres Thermostat liegt aktuell bei rund 79€ im Einzelkauf, sicherlich nicht „billig“ aber ein normaler Preis für ein System dieser Klasse.

Netatmo hat ein Händchen fürs gute Design. Dies zeigen auch die Heizkörperthermostate und die Brdige. Die Bridge ist ein flacher Steckdosen Adapter welcher via WLAN in Eurem Netzwerk eingebunden wird.

Diese besitzt auf der Oberseite eine Milchglas Plastik Abdeckung und auf der Unterseite eine weiße Grundplatte. Für meinen Geschmack ist die Bridge vielleicht etwas groß, aber ansonsten gut gelungen.

Die Heizkörperthermostate setzten auf ein ähnliches Design. Auch diese verfügen über eine Milchglas Plastikabdeckung welche sich einmal um die runden Thermostate zieht.

Auf der Oberseite ist unter dieser Abdeckung ein kleines Display eingelassen welches Euch im Betrieb die angestrebte Temperatur anzeigt. Diese Temperatur lässt sich auch am Thermostat verstellen, hierfür lässt sich die Abdeckung nach links und rechts drehen was einen Taster auslöst.

Hierdurch wirken die Heizkörperthermostate sehr schön sauber und auch modern! Natürlich müssen diese auch mit Energie versorgt werden. Dies geschieht über zwei AA Batterien welche unter einer Abdeckung auf der Front eingesetzt werden.

Ihr müsst bei einem Wechsel der Batterien also nicht die Heizkörperthermostate demontieren.

 

Montage und Ersteinrichtung

Die Ersteinrichtung ist von Netatmo angenehm einfach gestaltet. Grundsätzlich lässt sich das System sowohl mit Android wie aber auch mit IOS Geräten steuern. Ich habe mich allerdings bei diesem Test für die IOS Plattform entschieden, daher stammen die Screenshots usw. von einem iPhone. Die Einrichtung unter Android solltet allerdings recht ähnlich verlaufen.

Alles beginnt damit, dass Ihr die Netatmo Energy App herunterladet und Euch dort ein Konto anlegt. Ist dies geschafft, leitet Euch die Netatmo App ausgesprochen gut durch die Einrichtung, es gibt zwar hier und da ein paar Schwächen bei der Übersetzung, aber abseits davon ist alles sehr klar beschrieben.

Zuerst muss die Bridge eingerichtet werden. Verbindet diese mit dem Strom und der Rest wird komplett von der App gemacht. Ist die Bridge eingerichtet sind die Heizkörperthermostate an der Reihe.

In diese müssen einfach die Batterien eingelegt werden, fertig! Die Bridge sollte die Heizkörperthermostate automatisch erkennen und ins System einbinden. Natürlich müssen die Thermostate noch montiert werden.

Schritt 1 ist hier das Entfernen der alten Heizkörperthermostate. Keine Sorge es kann kein Wasseraustreten, Ihr müsst nicht einmal die Heizung abschalten. Einfach die Manschette abdrehen, je nachdem wie alt Eure Heizkörper sind ist eventuell eine Rohrzange nötig.

Nachdem das alte Thermostat entfernt ist schraubt einfach das Neue von Netatmo drauf, so fest wie möglich. Sollte das Gewinde nicht passen, legt Netatmo passende Adapter für alle gängigen Heitzungstypen bei.

Geht nun zurück ans Smartphone und schließt dort die Einrichtung ab indem Ihr den Thermostaten Räume zuordnet.

Anschließend müsst Ihr noch ein paar Fragen beantworten. Dies ist ein sehr cleveres System! Netatmo fragt Euch wann Ihr ins Bett geht, wann Ihr aufsteht, wann Ihr zur Arbeit geht (bzw. ob Ihr dafür das Haus verlasst), wann Ihr wiederkommt, was Eure bevorzugte Temperatur ist usw.

Nein Netatmo will kein Profil von Euch erstellen, diese Daten helfen dem System nur einen Zeitplan zu erstellen von wann bis wann die Heizung laufen soll und wann nicht.

Dies funktioniert auch erstaunlich gut! Bei anderen Systemen müsst Ihr per Hand einstellen an welchen Wochentagen welche Temperaturen erreicht werden sollen. Dies kann recht aufwendig sein!

So wie dies Netatmo hier macht, ist der Prozess recht schnell und einfach. Kurzum viel besser hätte man die gesamte Einrichtung nicht gestalten können.

 

App und Funktionen

Was kann man denn nun mit den Netatmo smarten Heizkörperthermostaten so machen? In jedem Thermostat ist ein Temperatur Sensor verbaut, das heißt die Temperatur des Raums wird konstant überwacht und dementsprechend der Heizkörper gesteuert (es ist auch möglich ein Temperatur Offset einzustellen).

Es wird also versucht eine konstante Temperatur zu erreichen. Diese zu erreichende Temperatur kann entweder von Hand am Heizkörperthermostat eingestellt werden, in der App oder nach Zeitplan.

In der Regel läuft das Netatmo System nach einem Zeitplan, die manuelle Steuerung ist immer nur für einen temporären Zeitraum von beispielsweise 3 Stunden aktiv, ehe wieder zum Zeitplan zurückgekehrt wird.

Der erstmalige Zeitplan wird bereits bei der Ersteinrichtung basierend auf Euren Angaben wann Ihr aufsteht, das Haus verlasst usw. erstellt.

Dieser Zeitplan lässt sich natürlich per Hand modifizieren oder komplett über den Haufen werfen, solltet Ihr etwas völlig anderes wollen.

Ihr könnt Zeiträume von xx bis xx Uhr definieren und eine gewünschte Temperatur. Hierbei kann es natürlich pro Tag mehrere verschiedene Zeitabschnitte mit jeweils unterschiedlichen Temperaturen geben.

Auch lassen sich natürlich für unterschiedliche Räume unterschiedliche Zieltemperaturen setzen. Allerdings ist dies teilweise etwas verschachtelt und übermäßig kompliziert. Natürlich man richtet dies nur einmal ein, von daher ist dies kein Weltuntergang, aber dennoch könnte man diesen Prozess etwas vereinfachen.

Netatmo scheint einen hier teilweise etwas in die Presets schieben zu wollen. Man wirbt ja auch mit „durchschnittlich 37% Energie Ersparnis“ und diese Presets wirken tendenziell recht kühl, vermutlich um eine höhst mögliche Energie Ersparnis zu erhalten. Man schwankt hier je nach Raum zwischen 19 und 21 Grad, für mich wäre dies okay aber ich kenne auch einige Nutzer, denen dies zu kalt wäre. Wie gesagt man kann natürlich die Temperatur in den Zeitplänen hochdrehen.

Allerdings macht dies Netatmo recht clever, das Badezimmer wird beispielsweise immer etwas mehr geheizt als das Wohnzimmer, das Schlafzimmer wird abends und morgens mehr geheizt usw.

Wie steht es um die sonstigen Feature? Hier sticht vor allem die Kompatibilität des Systems zum Sprachassistenten heraus.

Die Netatmo smarten Heizkörperthermostate funktionieren beispielsweise mit Amazon Echo und Google Home. Befehle wie „stelle die Temperatur im Badezimmer auf 22 Grad“ lassen sich also nutzen. Auch IFTTT und Apples HomeKit wird unterstützt!

Was mir vielleicht etwas fehlt, wäre eine bessere Symbiose zwischen den Netatmo smarten Heizkörperthermostaten und anderen Netatmo Systemen. Hier gibt es genau genommen gar keine Verknüpfung, etwas verschenktes Potenzial. Eine automatische Erkennung wenn jemand das Haus betritt, und verlässt über die Netatmo Welcome wäre beispielsweise sehr cool!

Abseits davon wirkt das System allerdings sehr gut und robust! Auch das Design und der Aufbau der App ist ausgesprochen schick und gelungen. Es gibt sogar schöne Diagramme, welche Euch den Temperatur verlauf über Monate hinweg anzeigen können!

Es soll demnächst auch eine automatische Erkennung von offenen Fenstern geben, welche allerdings aktuell noch nicht verfügbar ist. (Es wird ein plötzlicher Abfall der Raumtemperatur erkannt und dann temporär die Heizung abgeschaltet, damit man nicht aus dem Fenster heizt)

 

37% Energieersparnis?!

Netatmo wirbt auf seiner Webseite mit „Sie sparen durchschnittlich 37% Energie* beim Heizen Ihres Hauses“.

Damit machen sich doch die Heizkörperthermostate schnell wieder bezahlt? Na ja ganz so einfach ist es nicht.

Natürlich ist eine Energieersparnis durch den Einsatz des Netatmo Systems möglich, wie hoch diese ist, hängt aber von sehr vielen Faktoren ab. Nur weil Ihr Euch so ein System zulegt, bedeutet dies nicht automatisch, dass Ihr weniger Energie verbraucht.

Seid Ihr jemand der bisher sehr sparsam geheizt hat, dann werdet Ihr vermutlich nichts oder nur sehr wenig sparen. Die Energieersparnis entsteht primär durch das Absenken der Temperatur nachts oder wenn Ihr das Haus verlasst. Es kann also nicht vorkommen das Ihr die Heizungen morgens an macht und dann vergesst obwohl Ihr nicht zu Hause seid.

Ebenfalls ist die Regelung sehr fein und präzise. Man kommt morgens ins Badezimmer und es ist kalt, was macht man? Man dreht die Heizung voll auf und im Optimalfall ist es schnell warm, allerdings frisst dies sehr viel Energie da man in solchen Fällen meist die Heizung zu weit aufdreht. Noch schlimmer, man verlässt das Bad nach 10-20 Minuten wieder und hat einen 25 Grad warmen Raum, welcher nichts bringt. Hier bietet Netatmo natürlich Einsparpotenzial, zusätzlich zum Komfortgewinn.

Aber es gibt durchaus auch Situationen in denen man vorsichtig sein muss. So ein System lädt auch dazu ein die Heizung höher zu drehen, als man dies sonst gemacht hätte.

Von daher ja das Potenzial Energie zu sparen ist sicherlich vorhanden, sofern man das System gut und fein konfiguriert.

 

Fazit

Netatmo hat hier eine hervorragende smarte Heizlösung auf die Beine gestellt, welche gerade aufgrund ihres schönen Designs und der guten App punkten kann.

Gerade die automatische Einrichtung und Konfiguration ist sehr gut gelöst. Hier könnten sich alle anderen mir bekannten ähnlichen Systemen eine Scheibe abschneiden.

Auch sicherlich für viele Nutzer interessant die Apple HomeKit Unterstützung, welche nicht selbstverständlich ist und die Amazon Echo und Google Home Kompatibilität.

Das Wichtigste aber, das System funktioniert wie beworben! Die Steuerung der Heizkörper funktioniert schnell und zuverlässig. Der Zeitplan wird dabei vom System gut eingehalten und auch manuelle Eingriffe werden zuverlässig umgesetzt.

Ob es letztendlich eine Energieersparnis gibt, hängt natürlich davon ab wie Ihr das System einstellt. Heizen die Thermostate den ganzen Tag auf 22 Grad ist natürlich keine Ersparnis zu erwarten. Nutzt Ihr allerdings den automatisch erstellten Energieplan kann man durchaus mit einer leichten Energieersparnis rechnen.

Womit Ihr allerdings definitiv rechnen könnt, ist einem Zugewinn an Komfort und Coolness! So ein smartes Heizsystem hat definitiv etwas!

Der Preis von 200€ für das Basis Set geht in Ordnung. Auch der Einzelpreis für ein Thermostat liegt mit 79€ auf dem Level der gängigen Konkurrenz (von beispielsweise Tado), von daher kann man abschließen durchaus sagen, dass mich das System von Netatmo überzeugen konnte!

Die Optoma NuForce HEM Dynamic im Test

Es gibt viele verschiedene Ohrhörer im Handel. Hier fällt es oftmals nicht ganz leicht den passenden zu finden. Optoma bietet mit den NuForce HEM Dynamic ein paar auf den ersten Blick sehr interessante in-Ear Ohrhörer an.

Diese sollen durch eine schicke Optik punkten, wie auch durch einen tollen Klang. Mit 100€ sind die NuForce HEM Dynamic natürlich auch keine Anschaffung, welche man leichtfertig tätigen sollte.

Wollen wir uns daher doch einmal im Test ansehen ob und für welche Nutzer die Optoma NuForce HEM Dynamic überzeugen können!

 

Die Optoma NuForce HEM Dynamic im Test

Optoma setzt bei den  NuForce HEM Dynamic auf eine recht professionelle und hochwertige Optik. Die Ohrhörer sind zur Hälfte aus weißem bzw. schwarzem Kunststoff gearbeitet. Die andere Hälfte ist durchsichtiges Plastik.

Hierdurch ist es möglich den Treiber im Inneren der Ohrhörer zu sehen. Dies verleiht den Ohrhörern eine gewisse professionelle High End Optik.

Ich finde die NuForce HEM sehen klasse aus! Aber die Ohrhörer sehen nicht nur gut aus, sie fühlen sich auch gut an.

Zum einen ist die Verarbeitung tadellos, zum anderen macht das wichtige Kabel einen sehr guten Eindruck. Dieses besitzt eine recht hohe Flexibilität und scheint dennoch ausreichend dick, dass man sich um Kabelbruch keine allzu großen Sorgen machen muss.

Was mich vielleicht etwas stört sind die Markierungen für links und rechts, welche sehr klein und dezent an den Ohrhörern platziert sind. Abseits davon kann ich mich über das Äußere nicht beklagen.

Wie heutzutage meist üblich bei Ohrhörer, verfügen auch die Optoma NuForce HEM Dynamic über eine Kabelfernbedienung inklusive Mikrofon.

Leider besitzt die Kabelfernbedienung nur eine Taste, was natürlich die Nützlichkeit etwas senkt.

 

Tragekomfort

Wie steht es um den Tragekomfort der Optoma NuForce HEM Dynamic? Sehr gut! Zum einen legt Optoma sehr viele Ohraufsätze mit in den Lieferumfang, Ihr werdet also mit Sicherheit einen passenden Aufsatz finden.

Zum anderen ist die Passform der HEM Dynamic Top! Die Ohrhörer sind relativ klein, aber nicht zu klein. Hinzu kommt die sehr schön ergonomische Form und das Kabel welches über dem Ohr verläuft. Letzteres sorgt auch für einen sicheren Halt.

Die NuForce HEM Dynamic sind wie ich finde kaum in den Ohren zu spüren, sitzen allerdings dafür auch angenehm fest!

Kurzum ich könnte die Ohrhörer problemlos über Stunden tragen.

 

Klang

Kommen wir zum alles entschiedenem Punkt dem Klang. Was haben hier die NuForce HEM Dynamic zu bieten?

Die NuForce HEM Dynamic klingen anders als ich es erwartet habe. Die grundsätzliche Klangsignatur ist recht warm mit einem guten Schuss Bass.

Starten wir aber bei den Höhen. Diese sind bei den NuForce HEM Dynamic recht weich und warm. Diese als dumpf zu bezeichnen wäre allerdings falsch. Die Höhen runden sehr stark ab, wirken hierdurch natürlich weniger brillant, dafür aber auch recht unanstrengend.

Ob dies nun positiv oder negativ ist, hängt etwas vom Betrachter bzw. Zuhörer ab. Ich kenne sicherlich einige Personen denen die NuForce HEM Dynamic zu wärm wären, allerdings kenne ich auch Personen die das weniger schrille und helle bevorzugen.

Die große Stärke der NuForce HEM Dynamic ist allerdings ganz klar der Bass! Ihr liebt viel Bass? Dann werdet Ihr die NuForce HEM Dynamic lieben!

Die Ohrhörer besitzen einen mächtigen und sehr tiefen Bass. Dieser ist zwar recht dominant und neigt auch etwas dazu die anderen Frequenzbereiche zu überschatten, aber der Bass macht Spaß!

Gerade in Titeln wie „The Island“ von Pendulum fühlen sich die NuForce richtig wohl! Der Bass ist zwar ganz klar das Highlight der Ohrhörer, aber dieser ist natürlich auch nicht ganz perfekt. Der Bass ist eher mittelmäßig präzise und tendenziell eher etwas lockerer. Je nach Titel ist dies mehr oder weniger tragisch.

Die Mitten der Ohrhörer sind okay. Diese werden teilweise etwas vom Bass überschattet aber grundsätzlich ist die Abbildung gerade von etwas tieferen Stimmen vollkommen okay.

Ähnliches gilt auch für die räumliche Auflösung. Die NuForce HEM Dynamic besitzen eine relativ tiefe, aber nicht übermäßig breite Bühne. Die Auflösung des Klangs ist dem Preis von 100€ angemessen!

Die maximale Lautstärke an einem Smartphone würde ich all mittel bis mittelhoch bezeichnen. Die Optoma NuForce HEM Dynamic sind anscheinend etwas schwerer anzutreibende Ohrhörer.

In welchen Musik Genres fühlen sich die NuForce wohl? Ich würde sagen Pop und Elektro, letztendlich hängt dies aber etwas vom persönlichen Geschmack ab. Die HEM Dynamic bieten viel und guten Bass, dafür aber weniger brillante Höhen. Stimmen wie von Adele oder Florence+The Machine klingen dadurch natürlich weniger leicht und luftig. Titel wie „Hey Brother“ von Avicii werden hingegen super dargestellt.

 

Fazit

Wie so oft ist es auch bei den Optoma NuForce HEM Dynamic etwas Geschmackssache ob dies die richtigen Ohrhörer für Euch sind.

Positiv ist ganz klar die tolle Optik, der große Lieferumfang und der hervorragende Tragekomfort.

Beim Klang kommt es etwas darauf an wie Ihr Eure Musik mögt. Bevorzugt Ihr einen klaren und leichten Klang? Falls ja, lasst die Finger von den NuForce HEM Dynamic!

Die Ohrhörer bieten einen recht warmen Klang mit einem kräftigen Bass. Die Höhen sind hierbei recht stark abgerundet und eher etwas weicher. Hierdurch wirken die Ohrhörer etwas weniger anstrengend als viele Ohrhörer mit besonders klaren und brillanten Höhen. Ob dies Euch nun gefällt oder nicht ist natürlich Geschmackssache. Wenn Ihr Euch für die Optoma NuForce HEM Dynamic entscheidet, müsst Ihr zumindest Bass mögen, davon bekommt Ihr nämlich eine gute Schüppe!

Wenn diese Klangsignatur für Euch interessant klingt, dann ist auch der Preis mit rund 100€ in Ordnung. Die Optoma NuForce HEM Dynamic sind definitiv gute Ohrhörer!

Der EasyAcc Dolcer DP300 Bluetooth Lautsprecher im Test

EasyAcc gehört gemeinsam mit Anker, AUKEY und RAVPower zu den größeren asiatischen Herstellern welche auf der Amazon Plattform ihr Unwesen treiben.

Mit dem DP300 hat EasyAcc dort nun auch seinen neusten und theoretisch besten Bluetooth Lautsprecher im Angebot. Diese wird auch recht stark von EasyAcc beworben. Man hat sogar mich angeschrieben ob ich nicht mal einen Blick auf den Lautsprecher werfen möchte und dies konnte ich natürlich nicht ablehnen.

Von daher wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob der EasyAcc Dolcer DP300 überzeugen kann!

 

Der EasyAcc Dolcer DP300 im Test

Der EasyAcc Dolcer DP300 passt optisch perfekt in die DP Bluetooth Lautsprecher Serie von EasyAcc. Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten nutzt EasyAcc einen etwas anderen Aufbau beim DP300.

Dieser ist nicht längst, sondern hochkant aufgebaut und besitzt zudem eine ovale Form. Die beiden 10W Treiber, laut EasyAcc, befinden sich hierbei übereinander auf der Front des Lautsprechers. Hierbei fällt allerdings auf das die Treiber relativ klein sind für 10W Einheiten, aber das muss nicht schlimm sein.

Die komplette Front und auch die Seiten des Lautsprechers sind mit einem schwarzen Lautsprechergitter umzogen. Lediglich das Kopf- und Endstück ist normales schwarzes Plastik. Grundsätzlich gefällt mir der EasyAcc Dolcer DP300 optisch sehr gut! Ich finde der Lautsprecher ist schlicht und schick und ein wenig ungewöhnlich zugleich.

Er sticht definitiv aus der Masse an 08/15 Bluetooth Lautsprechern heraus.

Hierzu trägt auch der Einschalter bei. Dieser befindet sich beim EasyAcc Dolcer DP300 auf der Oberseite und wird von einem Blau leuchtenden Ring umgeben, was optisch etwas den Fokus auf diesen legt.

Neben dem Einschalter befinden sich auch vier Touch Tasten auf der Oberseite. Diese dienen zum Vor -und Zurückspulen, wie auch dem lauter- und leiser Stellen des Lautsprechers.

Die Anschlüsse des EasyAcc Dolcer DP300 sind auf der Rückseite angebracht. Hier befindet sich der microUSB Ladeport wie auch ein AUX Eingang. Letzterer erlaubt es den Lautsprecher auch kabelgebunden zu nutzen.

Der Akku im DP300 soll satte 5200mAh besitzen und für rund 12 Stunden ausreichen. Sofern Ihr den Lautsprecher nicht permanent auf maximaler Lautstärke laufen habt, sind diese 12 Stunden auch praktisch zu erreichen.

 

Klang des EasyAcc Dolcer DP300

Kommen wir zum eigentlich wichtigen Punkt dieses Tests, dem Klang des Bluetooth Lautsprechers.

Kann hier der EasyAcc Dolcer DP300 überzeugen? Der Preis ist mit 60€ immerhin schon gehobener Natur.

Im ersten Moment war ich um ehrlich zu sein etwas vom DP300 enttäuscht. Der Lautsprecher klang etwas matt und dumpf. Auch der Bass war sehr flach mit einem schlechten Tiefgang.

Da ich mir um ehrlich zu sein nicht vorstellen konnte, dass EasyAcc sowas für 60€ verkauft, habe ich etwas herum probiert und auch den möglichen Schuldigen gefunden, mein iPhone. In Kombination mit einem Android Smartphone klingt der DP300 ein gutes Stück besser.

Beginnen wir hier beim Anfang. Die Höhen sind unter Android ausreichend klar und detailliert. Der EasyAcc ist zwar kein super klarer Bluetooth Lautsprecher, aber unterm Strich habe ich hier nichts groß zu bemängeln. Unter IOS sind die Höhen einen Tick matschiger und unsauberer.

Die Mitten des EasyAcc Dolcer DP300 sind sowohl unter IOS wie auch unter Android top! Stimmen werden gut und kräftig dargestellt. Teilweise habe ich sogar das Gefühl, dass die Mitten etwas zu kräftig sind. Dies führt zu dem Eindruck, dass der DP300 dumpfer klingt, als er eigentlich ist.

Die Bässe sind leider etwas die Schwäche des DP300. An sich klingt der Lautsprecher ausreichend voll und sogar recht natürlich. Aber der Tiefgang ist selbst in Kombination mit einem Android Smartphone höchstens mittelmäßig. Die Maße des Basses stimmt grundsätzlich, dieser ist nur relativ „hoch“.

Es fehlt ein wenig der WUMS hinter dem EasyAcc Dolcer DP300. Dies in Kombination mit den mittelmäßig klaren Höhen und den starken Mitten raubt dem DP300 etwas die Dynamik. Der Lautsprecher klingt etwas träge und schwer.

Immerhin unter Android passt die klangliche Auflösung. Auch die maximale Lautstärke ist okay, allerdings auf hohen Stufen sinkt der Bass ein Stück weit.

 

Fazit

Der EasyAcc Dolcer DP300 ist ein guter Bluetooth Lautsprecher. Gut aber um ehrlich zu sein, auch nicht überragend, zumindest was den Klang angeht.

Der DP300 klingt ordentlich, das ist keine Frage. Gerade dann, wenn Ihr ein Android Smartphone nutzt. Allerdings gerade beim Bass schwächelt der DP300 etwas. Der Bass ist vorhanden, besitzt aber einen höchstens mittelmäßigen Tiefgang. Wenn Ihr kein Bassfanatiker seid, kann man über diese Schwäche allerdings höchstwahrscheinlich hinwegblicken.

Gerade da der Lautsprecher ansonsten einen sehr guten Eindruck macht! Dabei spreche ich nicht zuletzt über die schicke Optik und die gute Akkulaufzeit mit rund 12 Stunden.

Der Preis ist mit 60€ okay, allerdings bei 50€ würde ich mich wohler fühlen eine Empfehlung auszusprechen. Mit dem EASDP300 Gutscheincode erhaltet Ihr den EasyAcc Dolcer DP300 allerdings auch bereits jetzt schon günstiger.

Die Tesoro Tuned im Test, in-Ear „Gaming Headset“

Die Tuned sind das neuste Gaming Headset aus dem Hause Tesoro. Wobei Gaming Headset vermutlich eine etwas ungenaue Beschreibung ist. Die Tuned sind in-Ear Ohrhörer, welche allerdings von Tesoro primär für den mobilen Gamer gedacht sind.

Natürlich lassen sich die Tesoro Tuned auch ganz klassisch am Smartphone als Ohrhörer nutzen. Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen, ob dieses Konzept aufgeht und die Tesoro Tuned etwas taugen.

Wie schlagen sich die Tuned verglichen mit einem richtigen Headset und normalen Ohrhörern? Finden wir dies heraus!

 

Die Tesoro Tuned im Test

Tesoro setzt bei den Tuned Ohrhörern auf das übliche in-Ear Design. Es handelt sich bei den Tuned also um normale längliche Ohrstöpsel.

Diese sind allerdings aus einem sehr robust und hochwertig anmutendem Aluminium gefertigt. Hierdurch wirken die Ohrhörer natürlich im Gesamten sehr edel und massiv, im Gegenzug sind allerdings die Ohrstöpsel auch vergleichsweise schwer.

Interessanterweise ist das sogar die Zugentlastung der Ohrhörer aus Aluminium gefertigt, was ich so zuvor noch nie gesehen habe.

Optisch geht Tesoro bei den Tuned ein wenig in die Industrial, metallische Richtung. Die Ohrstöpsel besitzen eine Art Zacken Struktur, welche ein wenig an die Struktur eines Zahnrads angelehnt ist, nur weniger ausgeprägt.

Ebenfalls interessant ist das Kabel. Tesoro nutzt ein relativ dickes Flachband Kabel, welches sich nicht so schnell verheddert. Zusätzlich hat Tesoro die Rückseite der Ohrstöpsel magnetisiert, so lassen sich diese zusammenheften.

Hierdurch sind die Ohrhörer recht problemlos auch lose in der Hosentasche zu transportieren. Allerdings legt Tesoro auch ein kleines Haftschalen Etui mit in den Lieferumfang, genau wie ein Splitter Kabel von einem 4 Pin 3,5mm Anschluss auf einen gesonderten Audio Ausgang und Mikrofon Eingang.

Man darf hier ja nicht vergessen, dass die Tuned ein Headset ersetzten sollen. So könnt Ihr die Ohrhörer problemlos sowohl an einem Notebook/Smartphone nutzen, wie aber auch an einem Desktop PC.

Das Mikrofon der Tesoro Tuned In-Ear ist ein normales Kabelmikrofon, welches in der Kabelfernbedienung integriert ist. Diese besitzt neben dem Mikrofon drei Tasten, Play/Pause und Lauter und Leiser.

 

Tragekomfort

Auf den ersten Blick besitzen die Tesoro Tuned In-Ear eine relativ klassische Form. Allerdings gibt es hier leider doch Dinge die etwas stören.

Die Tesoro Tuned besitzen vergleichsweise dicke Silikonaufsätze, selbst die S Größe. Dies liegt daran das der Ohrkanal der Ohrhörer von Natur aus sehr dick und breit ist.

Hierdurch sitzen die Ohrhörer weniger tief in den Ohren und können leichter herausfallen. Hier hilft das hohe Gewicht natürlich auch nicht, ganz im Gegenteil.

An sich ist der Tragekomfort okay, sofern Ihr nicht allzu schmale Ohrgänge besitzt. Super komfortabel sind die Tesoro Tuned allerdings auch nicht. Wenn ich den Tragekomfort in Schulnoten bewerten müsste, würde ich eine Drei vergeben, tendenziell bei größeren Ohren ist dieser besser.

 

Klang der Tesoro Tuned In-Ear

Kommen wir zum interessanten Punkt dieses Tests, dem Klang. Wie schlagen sich hier die Tesoro Tuned In-Ear?

Sagen wir es so die Tesoro Tuned klingen anders als ich es erwartet hätte! Die Ohrhörer besitzen eine „normale“ Klangsignatur. Das heißt diese scheinen nicht speziell fürs Gaming optimiert zu sein, sondern für eine allround Nutzung.

Was meine ich damit? Viele „Pro“ Gaming Headsets besitzen sehr stark angehobene Mitten, was in der Theorie Schritte und Schüsse besser hörbar machen soll. In Musik, Filmen und Spielen in welchen man nicht auf solche Dinge achten muss, klingt das Ganze aber oft recht schlecht.

Die Tesoro Tuned In-Ear besitzen hingegen eine deutlich gefälligere Klangsignatur. Das Erste was hier sicherlich auffällt, ist der ziemlich starke Bass. Wenn Ihr viel Bass mögt, werdet Ihr die Tesoro Tuned lieben!

Gerade der Tiefbass Bereich ist bei diesen extrem angehoben! Explosionen oder tiefe Bassschläge werden von den Ohrhörern sehr kräftig und lebendig dargestellt.  Die oberen Bassbereiche sind hingegen weniger stark angehoben. Hierdurch haben die Tesoro Tuned so ein wenig Subwoofer Feeling.

Dies liegt sicherlich an dem mit 9,2mm recht großen Treiber der Tesoro! 9,2mm ist wirklich für in-Ears schon ziemlich mächtig.

Die Höhen der Tesoro Tuned sind ausreichend klar und sauber. Allerdings drängt sich bei Musik der Bass durchaus etwas in den Mittelpunkt. Stimmen und Gesang werden gut dargestellt, aber können auch etwas im Bass untergehen.

Untergehen ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber der Bass ist ganz klar das primäre Element in der Klangsignatur.

Hierdurch machen die Tesoro Tuned allerdings sehr viel Spaß. Auch die Dynamik und Lebendigkeit im Klang ist sehr hoch!

Die räumliche Darstellung würde ich als leicht überdurchschnittlich bezeichnen. Für Musik ist das vollkommen okay, wer allerdings kompetitiv online spielt solle gegeben falls einen virtuellen Raumklang über seine Soundkarte hinzuschalten für eine bessere Ortung.

 

Mikrofonqualität

Die Tesoro Tuned In-Ear wollen ja an sich ein Headset ersetzen. Allerdings besitzen diese „nur“ ein Kabelmikrofon. Ist dieses so gut das es wirklich ein Headset ersetzen kann?

Leider nein! Das Mikrofon ist natürlich recht weit von Eurem Mund entfernt und daher recht leise. Wie es ab hier weitergeht, hängt von Eurer Soundkarte ab.

Um die niedrige Basis Lautstärke zu kompensieren, muss die Mikrofonverstärkung auf Maximum gedreht werden. Hierbei rauscht das Mikrofon allerdings sehr stark! Die Soundkarte meines Dell XPS konnte dies nicht kompensieren und die Tonqualität war um ehrlich zu sein unterirdisch.

An meinem Desktop PC sah dies etwas besser aus. Hier konnte die Rauschunterdrückung die Tonqualität auf ein akzeptables Level heben.

Dennoch ist das Tesoro Tuned Headset nichts für Nutzer, die besonders viel Voice Chat nutzen! Gerade dann, wenn Ihr wisst, dass der Mikrofon Eingang bei Eurem System von mäßiger Qualität ist.

 

Fazit

Die Tesoro Tuned In-Ear können aus meiner Sicht nur bedingt ein gutes Gaming Headset ersetzen. Die Klangqualität ist hier nicht das Problem, eher das Mikrofon, welches qualitativ mäßig ist. Sollte dies Euch egal sein, kann das Ganze allerdings anders aussehen.

Klanglich haben mich die Tesoro Tuned sehr positiv überrascht! Gerade Nutzer die einen tiefen und satten Bass suchen, werden die Tuned lieben! Vermutlich aufgrund ihres mit 9,2mm großen Treibers können die Ohrhörer gerade sehr tiefe Frequenzen unheimlich gut und lebendig darstellen.

Aber auch die Höhen passen, die Tuned produzieren also nicht nur einen dumpfen Klangbrei, sondern einen schön dynamischen und spaßigen Klang.

Hinzu kommt die hochwertige und massive Verarbeitung und der große Lieferumfang. Von daher als zweit Headset für unterwegs oder einfach als normale Ohrhörer fürs Smartphone sind die Tesoro Tuned absolut top!

Gerade wenn man den Preis von gerade mal 37€ in die Kaufentscheidung miteinfließen lässt.

Die Wavemaster CUBE 2.0 Lautsprecher im Test, eine Empfehlung Wert!

Musik ist leben und kaum ein Mensch auf der Welt wird komplett ohne Musik oder Radio leben. In den letzten Jahren hat sich allerdings die Art wie wir Musik hören stark verändert. Von Schallplatte zu Kassette, von Kassette zu CD, von CD zu Downloads, von Downloads zu Streaming.

Damit haben sich auch die Geräte verändert über die wir Musik hören. Eine normale Stereo Anlage ist mittlerweile meist recht unkomfortabel was die Kombination mit beispielsweise Streaming Diensten angeht. Daher haben Bluetooth Lautsprecher beispielsweise sehr viel Zulauf bekommen wie auch Netzwerklautsprecher.

Leider sind Netzwerklautsprecher meist sehr teuer, vor allem wenn diese gut sein sollen, und Bluetooth Lautsprecher meist nicht ausreichend groß um einen größeren Raum qualitativ hochwertig zu beschallen.

Sollte man also eine Mischung aus Komfort, einem gehobenen Klang und einem fairen Preis suchen, hat man es meist schwer.

Hier kommen nun die Wavemaster CUBE ins Spiel. Die Wavemaster CUBE sind ganz klassische Regallautsprecher, welche Ihr an einer festen Stelle in Euerer Wohnung positioniert. Das Besondere ist, dass die Wavemaster CUBE neben einem analogen Eingang auch Bluetooth unterstützen.

Damit könnt Ihr diese an einem Fernseher, Computer oder Ähnlichem nutzen, aber auch einfach und kabellos mit Eurem Smartphone.

Hierbei kosten die Wavemaster CUBE auf den ersten Blick recht faire 180€. 180€ für ein paar aktive Hifi Lautsprecher ist nicht mal zu teuer, sofern die Lautsprecher auch gut klingen.

Genau dies gilt es im Test herauszufinden! Können die Wavemaster CUBE überzeugen?  An dieser Stelle vielen Dank an Wavemaster für das Zurverfügungstellen der CUBE.

 

Die Wavemaster CUBE im Test

Die Wavemaster CUBE sind auf den ersten Blick recht schlichte Regallautsprecher. Diese sind in drei Farben verfügbar, weiß, schwarz und grau. Bei allen Farben setzt Wavemaster auf ein MDF Holzgehäuse. Dieses ist verarbeitungstechnisch und qualitativ in Ordnung.

Allerdings muss man ganz klar sagen, dass das Gehäuse nicht mit der Premiumklasse von Nubert, XTZ und Co. mithalten kann, dies sollte allerdings beim Preis von unter 200€ für das Paar keine Überraschung sein.

Optisch würde ich allerdings sagen, dass die CUBE ordentlich was hermachen. Hier gefällt mir gerade die weiße Version sehr gut!

Wavemaster setzt auf eine sehr schlichte Optik, welche dadurch allerdings auch recht elegant und schön minimalistisch wirkt. Auf der Front der Lautsprecher finden wir zwei Treiber Einheiten, welche jeweils über ein schwarzes, metallenes Lautsprechergitter verfügen.

Dieses Gitter umspannen hierbei nur die Treiber in kreisrunder Form und ist daher auch nicht abnehmbar. Die restliche Front des Gehäuses ist unbedeckt.

Bei den Treibern handelt es sich um einen 2,5mm Hochtöner und um einen 13cm Tief/Mitteltöner.

Die CUBE besitzen eine „normale“ Große für ein paar Regal/Monitor Lautsprecher. Diese sind also nicht übermäßig groß, aber auch so klein, dass der Klang unter den kompakten Abmessungen leiden würde. Wavemaster gibt folgende Maße an: Maße (BHT): 150 x 209 x 180 mm

Im linken Lautsprecher ist die Verstärker und Bluetooth Elektronik verbaut. Daher besitzt dieser Lautsprecher auch zwei Drehräder auf der Front. Das eine ist für die Lautstärke und das andere für die Quellen Wahl.  Zusätzlich befinden sich zwei weitere Drehräder auf der Rückseite, mit welchen Ihr die Höhen und die Tiefen(Bass) anpassen könnt.

Der rechte Lautsprecher ist hingegen komplett passiv und wird über ein normales austauschbares Lautsprecherkabel angeschlossen. Ein passendes Kabel in angemessener Länge liegt natürlich bei.

Wie bereits erwähnt verfügen die Wavemaster CUBE über integriertes Bluetooth für eine Verbindung beispielsweise mit einem Smartphone.

Zusätzlich sind allerdings auch gleich zwei Line in Eingänge verfügbar (1x Chinch und 1x 3,5mm). Diese könnten für einen CD Play, Fernseher oder auch einen Smart Home Assistenten genutzt werden.

Kauft Euch einen Amazon Echo Dot und in Kombination mit dem Wavemaster CUBE habt Ihr ein super „Smart Home“ Soundsystem mit Internetradio usw. welches klanglich die großen Amazon Echo Systeme klar überbietet.

Das Netzteil ist in den Wavemaster CUBE integriert. Leider ist allerdings auch das Stromkabel fest mit den Lautsprechern verbunden, welches aber in der Praxis eigentlich ausreichend lang sein sollte.

Im Leerlauf liegt der Stromverbrauch bei 0,4W und bei Zimmerlautstärke zwischen 12-18W.

Über einen Subwoofer Ausgang oder Ähnliches verfügt das System im Übrigen nicht.

 

Klang

Kommen wir zu dem alles entscheidenden Punkt, dem Klang. Die Wavemaster CUBE Klingen anders als ich es erwartet hätte.

Starten wir hier mit dem Positiven, dem Bass. WOW! Ich weiß nicht genau was Wavemaster hier gemacht hat aber der Bass ist erstaunlich mächtig, tief und kräftig. Gerade wenn Ihr den Bass mithilfe des Drehreglers auf der Rückseite etwas aufdreht machen die Wavemaster CUBE richtig Spaß.

Selbst einen ca. 20-30m² Raum bekommen die CUBE ordentlich mit Bass beschallt. Auf kurze Distanz bekommen die Lautsprecher sogar einen fühlbaren Bass produziert.

Wavemaster gibt die untere Gang Frequenz mit 45hz an, was sehr gut wäre! Ich kann dies zwar nicht genau nachmessen, aber subjektiv ist dies durchaus möglich. Kurzum Ihr werdet einen Subwoofer hier vermutlich nicht vermissen.

Die Höhen haben mich im ersten Moment allerdings etwas enttäuscht. Die Wavemaster CUBE klingen leicht dumpf und matt, glücklicherweise lassen sich neben dem Bass auch die Höhen feinjustieren.

Dreht Ihr die Höhen etwas über den Mittelpunkt hinaus, werden diese auch angenehm klar. Ohne diese Feinjustierung wären mir die Wavemaster CUBE um ehrlich zu sein etwas zu dumpf, mit Feinjustierung passen die Höhen. „Passen“ ist vermutlich sogar etwas untertrieben, die Höhen werden vollaufgedreht sehr klar und absolut brillant.

Wofür es allerdings keinen Drehregler gibt, sind die Mitten. Die Wavemaster CUBE neigen ein wenig zur „Badewanne“, also viel Tiefen und viele Höhen aber abgesenkte Mitten.

Die Darstellung von Stimmen ist Okay, neigen aber etwas dazu im Beat unterzugehen. In komplexeren Titel wird also eher die Musik hervorgehoben als der Gesang.

In Filmen geht die Sprachverständlichkeit ebenfalls in Ordnung, allerdings wenn sehr viele Dinge gleichzeitig passieren, ein Helikopter fliegt vorbei, Explosionen usw., dann können Dialoge auch etwas untergehen.

Das Ganze hängt natürlich auch etwas von Eurer Bass Einstellung ab. Habt Ihr den Bass auf Maximum gedreht ist dieser Effekt natürlich deutlich ausgeprägter als bei einer mittleren oder niedrigeren Einstellung.

Unterm Strich bin ich aber sehr zufrieden damit, was die Wavemaster CUBE an Klang zaubern! Diese sind zwar keine Neutralen Studio Monitore, aber machen gerade aufgrund des satten Bass sehr viel Spaß!

Wie steht es aber eigentlich um die Bluetooth Verbindung? An sich ganz gut! Probleme mit der Verbindung und der Reichweite hatte ich keine. Man kann sich im gleichen Raum mit seinem Smartphone frei bewegen, ohne dass es zu Signal Abbrüchen kommt.

Qualitativ gibt es allerdings leichte Einbußen. Erstaunlicherweise gibt es kaum Unterschiede was die Detaildarstellung angeht, allerdings ist der Bass einen Hauch flacher und generell der Klang ein wenig weniger dynamisch. Dies kann man allerdings etwas durch das Anheben des Bass kompensieren.

Um ehrlich zu sein, ohne direkten Vergleich ist dies kein wirklich großer Unterschied. Klar wenn Ihr die Möglichkeit habt, verwendet ein Kabel, falls nicht oder Ihr wollt Musik über Euer Smartphone wiedergeben dann ist Bluetooth allerdings absolut zu gebrauchen!

Die Wavemaster CUBE sind ausreichend Pegelfest. Diese schaffen problemlos eine partytaugliche Lautstärke, allerdings wer ein 40-50m² Wohnzimmer brüllend laut beschallen will muss doch zu etwas größerem, als den CUBE greifen. Die CUBE sind wiederum auch keine Lautstärken -Monster.  Dreht Ihr den Bass etwas herunter, können die Wavemaster CUBE tendenziell besser mit hohen Lautstärken umgehen.

 

Fazit

Die Wavemaster CUBE sind hervorragende Lautsprecher, sofern man einen dynamischen und lebendigen Klang mit einem guten Schuss Bass sucht.

Gerade letzterer hat mich sehr positiv überrascht! Die CUBE sind durchaus in der Lage ein kleines Wohnzimmer ordentlich mit Bass zu versorgen und das ganz ohne Subwoofer! Die Höhen sind zudem klar und sauber, lediglich bei den Mitten schwächeln die CUBE ein wenig.

Dennoch für rund 180€ ist der Klang absolut top!

Hierbei eignen sich die Wavemaster CUBE durchaus auch als Lautsprecher für den Fernseher oder auf dem Schreibtisch als Computerlautsprecher. Die größte Besonderheit ist hier natürlich die Bluetooth Funktionalität, welche sofern man viel Musik über sein Smartphone hört einen großen Mehrwert darstellt. Die Bluetooth Funktionalität ist auch in der Praxis gut umgesetzt!

Auch interessant wäre sicherlich die Verbindung aus Wavemaster CUBE und Amazon Echo Dot. Für rund 220€ hättet Ihr einen Hammer -Klang welche ganz klar die großen Amazon Echo Lautsprecher übertrifft.

Hinzu kommt die, wie ich finde, sehr schicke und schlichte Optik, wie auch der niedrige Standby Stromverbrauch.

Kurzum Ihr sucht ein paar spaßig klingende „Allround“ Lautsprecher für PC, Fernseher, Smartphone oder eine sonstige Anwendung und habt schon leicht gehobene Ansprüche an den Klang? Dann kann man die Wavemaster CUBE nur empfehlen!

Teufel MOVE BT im Test, die besten Bluetooth Ohrhörer für 100€ !

Bluetooth Kopfhörer und auch Ohrhörer sind die Zukunft, wenn es um den mobilen Musikgenuss geht. Diese Entwicklung hat nun Apple mit dem iPhone 7 besiegelt.

Passend und pünktlich dazu hat Teufel seine neuen Bluetooth Ohrhörer, die MOVE BT, auf den Markt gebracht. Diese sollen in der erstaunlich dünn besiedelten 100€ Preisklasse überzeugen.

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Aber schaffen dies auch die Teufel MOVE BT und eigenen sie sich für das neue iPhone 7? Finden wir es im Test heraus!

 

Technische Daten

  • Teufel MOVE BT
  • Frequenzbereich 20-20000 Hz
  • 100db
  • Treiberdurchmesser 5mm
  • Bluetooth 4.0 inklusive aptX
  • Wasserabweisend (IP 54 zertifiziert)
  • Link zum Hersteller
  • bei Geizhals

An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das problemlose zur Verfügungstellen der MOVE BT.

 

Lieferumfang

Der Lieferumfang der Teufel MOVE BT hat es in sich. Zum einen legt natürlich Teufel vier Paar Ohrstöpsel mit in den Lieferumfang, in verschiedenen Größen.

Diese werden in einer kleinen Plastikröhre aufbewahrt, die ich so auch noch bei keinem anderen Hersteller gesehen habe.

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Diese Röhre kann auch zur Reinigung der Aufsätze genutzt werden, einfach mit Wasser oder Desinfektionsmittel füllen und schütteln.

Natürlich liegt auch ein microUSB Kabel mit im Lieferumfang, welches zum Aufladen der Ohrhörer dient.

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Abgerundet wird der Lieferumfang durch eine außerordentlich hochwertige Transporttasche. Diese ist die hochwertigste, die ich bisher bei Ohrhörern gesehen habe, im Nachkauf müsste man sicherlich für sowas 20€ oder mehr auf den Tisch legen.

 

Die Teufel MOVE BT im Test

Bei den MOVE BT handelt es sich ,wie meist üblich, nicht um komplett kabellose Ohrhörer. Bei diesen ist jeweils die linke und rechte Seite über ein dünnes Kabel miteinander verbunden.

Die Ohrhörer selbst sind von etwas größerer Natur. Vermutlich ist in ihnen neben dem 5mm Treiber auch der Akku verbaut. Beim Material setzt Teufel auf eine Mischung aus mattem Kunststoff und Aluminium, was den Ohrhörer eine recht robuste Haptik gibt.

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Optisch sind diese, abgesehen vom Teufel T auf der Rückseite, recht klassisch und unaufdringlich.

Die MOVE BT verfügen ebenfalls über eine Kabelfernbedienung. Diese besitzt die üblichen drei Tasten, wovon die mittlere auch als Ein- bzw. Ausschalter dient.

Auch an der Kabelfernbedienung ist ein microUSB Port angebracht, der zum Aufladen der Ohrhörer verwendet wird.

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Dieser Port ist durch eine kleine Gummiabdeckung geschützt, die  beim IP54 Schutz der MOVE BT hilft.

Ja, die Teufel MOVE BT sind gegen Wasser und Schweiß geschützt und eignen sich deshalb auch zum Joggen oder allgemein für Sport.

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Teufel gibt die Akkulaufzeit der MOVE BT mit 20 Stunden an. Dieser Wert ist aus meiner Sicht etwas hoch gegriffen, ich würde hier je nach Lautstärke eher auf 10-15 Stunden schätzen.

Dies ist aber immer noch ein verdammt guter Wert!

 

Tragekomfort

Zwar sind die MOVE BT etwas größere Ohrhörer aber dennoch saßen sie ganz gut in meinen Ohren. Dies liegt am recht langen und dünnen Ohrkanal welcher dementsprechend recht tief ins Ohr reicht.

Man spürt zwar schon, dass man etwas in den Ohren hat, allerdings konnte ich die MOVE BT problemlos einige Stunden am Stück tragen.

Auch denke ich, dass Joggen oder allgemein Sport mit den Ohrhörern möglich sein sollte ohne, dass sie andauernd rausrutschen.

 

Klang

Kommen wir zum Interessantesten und auch schwierigsten Teil, dem Klang.

Erfreulicherweise können hier die Teufel MOVE BT punkten! Von Ihrer grundsätzlichen Klangsignatur na ja, es sind Teufel, daher ist es nicht unerwartet, dass  auch die MOVE BT einen ordentlichen Bass besitzen und grundsätzlich etwas wärmer abgestimmt sind.

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Der Bass ist ein Stück weit angehoben und auch sicherlich das präsenteste Element im Klangbild. Dabei bietet dieser auch einen guten Tiefgang.  Die Höhen sind etwas wärmer abgestimmt aber immer noch ausreichend klar.

Die Mitten, welche oft vernachlässigt werden, sind soweit ebenfalls Okay, so dass Stimmen auch nicht zu dünn klingen. Allgemein produzieren die MOVE BT einen recht lebendigen und vollen Klang.

Gerade wer Ohrhörer sucht, die bildlich gesprochen auch feste auf den Tisch hauen können und eine gewisse Power und Tiefe ausstrahlen, wird mit den MOVE BT sehr glücklich sein.

Dazu kommt eine überdurchschnittlich tiefe Bühne, wenn auch nicht übermäßig breit.

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In welcher Musik fühlen sich die Teufel MOVE BT besonders wohl?

Grundsätzlich hängt das natürlich von Eurem Geschmack ab. Mögt Ihr einen starken Bass und etwas wärmeren Klang, dann sind die MOVE BT etwas für Euch, unabhängig von der Musikrichtung.

Wenn ich mich jedoch festlegen müsste, würde ich die Teufel MOVE BT für die klassische Pop/Rock/Elektro Musik empfehlen.

Gerade die Musik, die in den Top 50 rumschwirrt, klingt mit den MOVE BT zumeist vorzüglich.

Gute Beispiele wären hier aktuell zum Beispiel „Heathens“ von den twenty one pilots, „Let Me Love You“ von DJ Snake und Justin Bieber oder auch „Hotter Than Hell“ von Dua Lipa.

Aber auch die Elektrorichtung wie Pendulum oder Hardwaell passt den Teufel recht gut.

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Die grundsätzliche Sound Qualität war sowohl an Andorid Smartphones, hier müsste man eigentlich sagen gerade dank aptX Support, wie aber auch am iPhone 7 tadellos. Man spürt kaum bis gar nicht, dass man eine kabellose Verbindung nutzt.

Auch die Verbindungsqualität selbst war hervorragend. Im Freien konnte ich ca. 5-8 Meter zwischen mich und mein iPhone bringen, ehe die Verbindung abriss.

Indoor war die Reichweite etwas höher, auch wenn Teufel hier mit der Angabe „30 Meter“ sicherlich etwas übertreibt.

Im Gegensatz zu den Beyerdynamic Bluetooth Ohrhörern bieten die MOVE BT auch eine sehr ordentliche maximale Lautstärke.

 

Fazit zu den Teufel MOVE BT

Wenn Ihr einen Klang mit etwas stärkerem Bass mögt, seid Ihr bei den MOVE BT an der richtigen Adresse!

Für um die 120€ liefern die MOVE BT ein ausgesprochen gutes Gesamtpaket. Angefangen bei der sehr starken Akkulaufzeit, über den guten Tragekomfort bis hin zum  lebendigen Klang passt hier alles.

Auch die Bluetooth Verbindung war zum einen sehr stabil, zum anderen wirkte sie nicht wie eine Einschränkung (auf den Klang bezogen).

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Von daher habe ich im Grunde nichts zu bemängeln, sogar ein Spritzwasserschutz wird mitgebracht, welcher vor allem Sportler freuen wird.

Daher für jeden der in der 100€-120€ Preisklasse Bluetooth Ohrhörer sucht und ein wenig mehr Bass mag, für den sind die Teufel MOVE BT aktuell vermutlich die besten Allrounder.

Die einzige Alternative wäre vielleicht der Beyerdynamic Byron BT, welcher noch in einem gewissen Rahmen mithalten kann.

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Die Krinner LUMIX SuperLight Mini im Test, die besten kabellosen Christbaumkerzen auf dem Markt!

Eigentlich mag ich Weihnachten ganz gerne mit seiner gemütlichen Stimmung und den vielen Lichtern. Allerdings diese verdammten elektronischen Christbaumkerzen waren immer etwas was mich sehr aufgeregt hat.

Gefühlt bestehen diese Lichterketten aus 2/3 Kabel und 1/3 Kerzen, dennoch reicht das Kabel nie dahin wo man dieses benötigt und es gibt immer kahle Stellen am Baum, außer man plant akribisch wie genau das Kabel zu verlaufen hat.

Selbst wenn man alles gut ausgeleuchtet bekommen hat, hängt der Baum voll mit dem dämlichen Kabel.

Hier sind kabellose Christbaumkerzen ein Segen. Diese werden einfach da angebracht wo man diese haben möchte!

Bereits vor einer Weile habe ich einen Test zu den Lumix Classic Mini geschrieben, welche seit dem eine absolute Bereicherung an meinem Weihnachtsbaum sind.

Anscheinend sind kabellose Christbaumkerzen auch recht beliebt, zu Recht wenn man mich fragt, denn Krinner hat nun seine neuen LUMIX SuperLight Mini auf den Markt gebracht.

Wie man vielleicht schon am Namen erkennen kann, sollen die LUMIX SuperLight Mini unter anderem aufgrund von besonders hellen LEDs punkten können.

Verglichen mit den Lumix Classic Mini ist zudem ein Timmer und noch ein paar andere Luxus Feature mit an Bord.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob die Krinner LUMIX SuperLight Mini kabellosen Christbaumkerzen überzeugen können!

 

Die Krinner LUMIX SuperLight Mini kabellosen Christbaumkerzen im Test

Wie bei Krinner üblich werden auch die LUMIX SuperLight Mini in einer schönen Box geleifert in welcher diese auch nach Weihnachten sicher aufbewahrt werden können. Die Box ist sogar mit Schaumstoff ausgepolstert, wodurch die Kerzen wirklich sicher aufbewahrt sind.

Neben den 12 Kerzen liegt natürlich die Fernbedienung und auch ein kompletter Satz Batterien mit im Lieferumfang.

Die Krinner LUMIX SuperLight Mini sind vergleichsweise kompakte Christbaumkerzen. Der Aufbau dieser ist recht klassisch. Auf der Unterseite finden wir eine grüne Klemme um die Kerzen an Ästen zu befestigen. Diese Klemme lässt sich leider nicht entfernen. Es ist also nicht möglich die LUMIX SuperLight Mini irgendwo hinzustellen.

Der Korpus der Christbaumkerzen besteht aus einem beigen Kunststoff, welcher etwas an die Farbe von Kerzenwachs erinnern soll. Die Flamme besteht aus durchsichtigem Plexiglas, in dem, für ein besonders funkelndes Licht, Glitterpartikel eingearbeitet sind.

Qualitativ machen die LUMIX SuperLight Mini einen guten Eindruck! Das Plastik ist ausreichend dick und generell wirken die Kerzen recht massiv und hochwertig. Dies ist kein Vergleich zu den 20€ billig kabellosen Christbaumkerzen die man bei Amazon, eBay oder im Baumarkt bekommen. Hier spielen die Krinner ganz klar eine Liga höher.

Optisch sind diese durchaus schon etwas moderner gestaltet. Krinner verzichtet hier auf Wachsnasen und andere Spielereien. Die Kerzen wirken relativ glatt und schlicht. Das ist natürlich etwas Geschmackssache, aber generell denke ich, dass die LUMIX SuperLight Mini an keinem Weihnachtsbaum deplatziert wirken, egal ob klassisch oder modern.

Die LUMIX SuperLight Mini entsprechen hierbei im Übrigen den Lumix Classic Mini (die Classic sin minimal kleiner), solltet Ihr mischen wollen, würde dies also nicht auffallen. Allerdings sind die SuperLight Mini auch für ein Außeneinsatz geeignet! Die Kerzen können also Regen überstehen.

Solltet Ihr die SuperLight Mini indoor nutzen, könnt Ihr auch die gleiche Fernbedienung für die Lumix Classic Mini und die LUMIX SuperLight Mini verwenden.

Allerdings besitzt die Fernbedienung der LUMIX SuperLight Mini natürlich einige Bonus Funktionen welche leider auch nur mit den LUMIX SuperLight Mini Kerzen funktionieren.

Hierzu gehört die Möglichkeit die Kerzen in ihrer Helligkeit zu steuern und einen Timer von 4 Stunden einstellen zu können. Ich hätte mir hier gewünscht, dass vielleicht auch ein etwas längerer Timer einstellbar ist. Zudem ist der Timer nur einmalig! Die Christbaumkerzen gehen nach oder in 4 Stunden an oder aus, dies wiederholt sich aber nicht am nächsten Tag!

Das ist etwas schade, aber grundsätzlich zu verkraften. Schaltet man seinen Weihnachtsbaum um 20 Uhr ein und stellt den Timmer auf 4 Stunden, geht dieser automatisch um 24Uhr aus.

Die Fernbedienung arbeitet im übrige via IR. Es muss also ein Sichtkontakt zwischen Fernbedienung und Kerze bestehen. Allerdings funktioniert dies hier relativ problemlos und die Lampen reagieren gut auf die Fernbedienung.

 

Es werde Licht!

Krinner wirbt mit „Die wahrscheinlich hellste kabellose Christbaumkerze der Welt“. Kann ich dieser Aussage zustimmen? Ich denke schon, die LUMIX SuperLight Mini sind in derTat die hellsten kabellosen Christbaumkerzen die ich bisher gesehen habe.

Wer aber nun verglichen mit den Lumix Classic Mini erwartet, dass die SuperLight nochmals deutlich heller sind, wird enttäuscht.

Die LUMIX SuperLight Mini sind vielleicht einen Tick heller als ihre Vorgänger (im SuperLight Modus), aber der Unterschied ist nicht signifikant. Allerdings ist dies nicht schlimm, denn die Classic Mini waren schon die so ziemlich hellsten kabellosen Christbaumkerzen die man so bekommen konnte. Die SuperLight Mini setzen da nun noch etwas drauf.

Wer aber nun erwartet, dass die Krinner LUMIX so hell sind wie normale elektrische Christbaumkerzen, wird vermutlich enttäuscht.

Die Helligkeit der Krinner LUMIX SuperLight Mini ist vermutlich eher mit einer Kerze zu vergleichen. Für mich ist es vollkommen okay, der Weihnachtsbaum muss nicht die Wohnung beleuchten, sondern soll nur ein wenig vor sich hin funkeln. Damit das Licht noch lebendiger wirkt, setzt Krinner auf ein leichtes Flackern der LEDs, was das Flackern von Kerzen simulieren soll.

Dieser Effekt wirkt auch sehr gut! Der Baum ist hierdurch weniger statisch und deutlich lebendiger. Ihr könnt den Flackereffekt auch in seiner Intensität verstellen oder abschalten.  Das Licht ist auch angenehm warm und wird gut durch das Plexiglas, welches in der Form einer Flamme gegossen ist, gebrochen.

Kurzum, nicht so hell wie eine normale elektrische Lichterkette, aber die LUMIX SuperLight Mini sind die so ziemlich hellsten kabellosen Christbaumkerzen die Ihr bekommen könnt.

 

Akku/Batterie

Natürlich benötigen die Krinner auch Strom, dieser kommt hier natürlich nicht aus der Steckdose, sondern aus AAA Batterien bzw. Akkus.

Krinner legt auch einen passenden Satz Batterien bei, wie lange diese halten hängt von der gewünschten Helligkeit ab.

Auf der super hellen Stufe hält eine gute AAA Batterie ca. 120 Stunden.

Eigentlich wollte ich Euch auch Werte zu einer mittleren und niedrigen Helligkeit anbieten. Allerdings laufen die Kerzen bereits seit fast 3 Wochen am Stück.

Auf einer mittleren Helligkeit sind also vermutlich 300 Stunden und mehr möglich. Auf niedrig tippe ich auf bestimmt 400-500 Stunden mit einer Batterie.

Ihr werdet über Weihnachten also mit ca. 2-3 AAA Batterien pro Kerze auskommen. Stellt Ihr diese auf eine mittlere oder niedrige Helligkeit könnte sogar eine gute AAA Batterie ausreichen.

 

Haltbarkeit

Dies ist ein etwas schwerer Punkt, wie lange halten die LUMIX SuperLight Mini? Damit meine ich nicht die Batterielaufzeit, sondern wie viele Weihnachten die Kerzen überstehen.

Hier kann ich natürlich noch keine Erfahrungswerte Präsentieren, allerdings habe ich meine Erfahrungen mit super billigen kabellosen Christbaumkerzen und den Vorgängern (Lumix Classic Mini) gemacht.

Vielleicht seid Ihr bei Amazon oder Ebay bereits über solche sehr billigen kabellosen Christbaumkerzen gestolpert.

https://www.amazon.de/Weinachten-Lichterkette-Weihnachtskerzen-weihnachtsbaum-Fernbedienung/dp/B018JN9DPW/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&qid=1507625984&sr=8-3&keywords=kabellose+christbaumkerzen&linkCode=ll1&tag=techtest-21&linkId=a1193de7bac92adabe94902ea39b67f8

Dieses funktionieren und ich habe auch einige von dieser Sorte. Aber ich kann Euch garantieren, das pro Jahr mindestens 1-3 Stück aus heiterem Himmel nicht mehr funktionieren. Diese Kerzen sind halt die billigste Ausführung.

Von den Lumix Classic Mini habe ich und generell meine Familie ca. 40 Stück und von diesen ist noch keine einzige ausgefallen (in 3 Jahren)!

Dies muss natürlich nicht auch für die neuen LUMIX SuperLight Mini gelten, aber grundsätzlich steht Krinner durchaus für einen gewissen Qualitätsanspruch. Von daher denke ich, dass die LUMIX SuperLight Mini auch eine Anschaffung für viele Jahre sind!

 

Fazit, die besten kabellosen Christbaumkerzen auf dem Markt!

Die Krinner LUMIX SuperLight Mini sind die besten kabellosen Christbaumkerzen auf dem Markt, da besteht für mich kein Zweifel!

Zwar könnte die Timmer Funktion noch etwas überarbeitet werden, aber abseits davon sind die Kerzen top!

Dies gilt für das recht helle und vor allem schöne Licht, die gute Batterielaufzeit und auch die gute Qualität.

Gerade letztere hebt die Krinner doch ein gutes Stück von den anderen auf dem Markt erhältlichen kabellosen Christbaumkerzen ab. Ja die Krinner LUMIX SuperLight Mini sind nicht billig, dafür aber gut genug viele Jahre zu überstehen. Diese sind eine einmalige Anschaffung und werden dann X Weihnachten überstehen.

Hinzu kommt bei den neuen LUMIX SuperLight Mini der Wasserschutz, welcher auch einen Outdoor Betrieb möglich macht. Um ehrlich zu sein, finde ich allerdings die LUMIX SuperLight Mini fast zu schön für draußen.

Solltet Ihr bereits die „alten“ Krinner LUMIX kabellosen Kerzen besitzen, ist allerdings ein kompletter Umstieg nicht nötig. Ja die SuperLight mini sind etwas heller, aber der Unterschied ist auch nicht gigantisch, zumal man im Zweifel auch die alten und neuen kabellosen Kerzen mixen kann.

Der Preis von rund 50€ für 12 Kerzen ist okay. Wie gesagt dafür erhaltet Ihr Markenqualität und nicht die billigsten China Dinger. Zumal bei Amazon die normalen LUMIX Classic Mini aktuell ebenfalls 50€ kosten, ich sehe hier keinen Grund nicht zu den besseren LUMIX SuperLight Mini zu greifen.

PS. Nicht vergessen, man kann die neuern Krinner Produkte mit einer Fernbedienung steuern!

Der BenQ EW277HDR im Test, der fast perfekte FullHD HDR Monitor (auch für die PS4)!

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HDR ist bei Fernsehern der neuste Trend, daher war es auch nur eine Frage der Zeit bis die ersten HDR fähigen Computer Monitore den Markt erreichen.

Der BenQ EW277HDR ist hierbei eins der neusten, aber auch gleichzeitig günstigsten Modelle mit HDR.

Aufgrund des Preises von gerade mal 260€ für einen 27 Zoll Monitor mit VA Panel und HDR ist der BenQ EW277HDR außerordentlich interessant.

Allerdings stellt sich natürlich die Frage wie gut der BenQ EW277HDR ist. Sind die 260€ angemessen?

Dies gilt es im Test herauszufinden! An dieser Stelle vielen Dank an BenQ für das Zurverfügungstellen des Monitors, ohne dies wäre der Test nicht möglich gewesen!

 

Der BenQ EW277HDR im Test

Der BenQ EW277HDR ist ein Monitor welcher sich an Multimedia Nutzer richtet. Dies sieht man auch schon am Design. Der EW277HDR ist ein durchgestylter Monitor, welcher zugegeben auch durchaus ansprechend aussieht. Dieser ist relativ flach und kompakt gebaut für seine 27 Zoll Bildschirmdiagonale.

BenQ setzt hier auf eine Mischung aus schwarzem Plastik und gebürsteten Elementen, welche Aluminium repräsentieren sollen. Auf seiner Front ist beispielsweise der untere Rand aus einem silbernen gebürsteten Kunststoff, welches auf den ersten Blick durchaus wie Aluminium anmutetet.

Die anderen Ränder sind hingegen aus einfachem schwarzen Kunststoff. Diese Ränder sind allerdings beim EW277HDR vergleichsweise klein. Solltet Ihr über ein Multimonitor Setup verfügen, habt Ihr so weniger störenden Rand im Blickfeld. Wenn der Monitor aus ist, sind die Ränder sogar komplett unsichtbar, da diese fließend in das Monitor Panel übergehen.

Hierdurch wirkt der BenQ EW277HDR relativ modern und hochwertig. Dieser Eindruck wird auch vom restlichen Monitor unterstützt. Selbst die Rückseite besitzt eine gebürstete Optik.

Etwas Besonderes hat sich BenQ auch für den Standfuß einfallen lassen. Dieser Standfuß ist auf der Unterseite mit dem Monitor verbunden und grundsätzlich recht kompakt gestaltet. Es gibt zwar eine recht große Leiste in Aluminium Optik, die auf dem Schreibtisch aufliegt und für die Stabilität sorgt, aber im Generellen nimmt der EW277HDR wenig Platz ein.

Wie auch der restliche Monitor ist der Standfuß durchgestylt in der bereits erwähnten Aluminium Optik welche hier mit Hochglanz Kunststoff kombiniert ist.

Leider hat das schöne Design auch einen Preis. Der BenQ EW277HDR besitzt keinen VESA Mount! Solltet Ihr also den Plan gehabt haben den Monitor an die Wand zu hängen, werdet Ihr hier vermutlich Pech haben.

Auch sind die Anschlüsse des Monitors nach hinten gerichtet. Dies halte ich allerdings tendenziell eher für positiv, ja so gibt es etwas mehr Zug auf die Ports, allerdings sind diese so deutlich besser zu erreichen.

Bei den Anschlüssen finden wir zwei HDMI Ports, einen VGA Port, einen Audio Ausgang (3,5mm) und einen Audio Eingang (3,5mm). Letzterer ist für die internen Lautsprecher des BenQ EW277HDR.

Was leider nicht intern ist, ist das Netzteil. Der Monitor besitzt ein externes Netzteil, etwas wovon ich eher mäßig begeistert bin. Ein Gerät mehr das unterm Schreibtisch baumelt.

Im Gegenzug bekommt der BenQ wieder Bonuspunkte für die sehr gut erreichbaren Steuerungstasten. Zum On-Screen Menü kommen wir noch später, aber die Steuerung fällt aufgrund dieser Tasten ausgesprochen leicht. Diese sind gut zu erfühlen und besitzen einen angenehmen Druckpunkt, super! Es gibt nichts Schlimmeres als schwer erreichbare und nicht fühlbare Touch Tasten, welche BenQ Gott sei Dank vermeidet.

Eine der Tasten des EW277HDR wird allerdings von BenQ etwas hervorgehoben. Dies ist die HDR Taste, welche für eine noch bessere Erreichbarkeit auf der Front angebracht ist. Diese Taste erlaubt das schnelle Ein/Ausschalten der HDR Funktionalität und ist natürlich eins der Highlights des Monitors.

 

Lautsprecher

Der BenQ EW277HDR verfügt über zwei eingebaute Lautsprecher. Wie steht es um die Qualität? Sagen wir es so, Ihr kauft den BenQ nicht aufgrund seiner Lautsprecher!

Diese sind Qualitativ am unteren Minimum. Wir haben hier einen recht hellen und klaren Klang, welcher aber gleichzeitig recht dünn ist, Bass Fehlanzeige.

Allerdings finde ich es grundsätzlich nicht schlecht, dass der Monitor über Lautsprecher verfügt. Als Notfall Lautsprecher oder beispielsweise für Spielekonsolen ist das Ganze durchaus brauchbar. Der EW277HDR verfügt auch über einen 3,5mm Ausgang, so könntet Ihr beispielsweise Kopfhörer an diesen anschließen oder ein einfaches Sound System.

Erneut ist das Ganze primär für Spielekonsolen interessant, welche meist über keinen gesonderten 3,5mm Ausgang verfügen und sich darauf verlassen, dass Euer Fernseher/Monitor über Lautsprecher verfügen.

 

Die Bildqualität des BenQ EW277HDR

Kommen wir zu den wichtigen Punkten eines Monitors, der Bildqualität. Der EW277HDR verfügt über 27 Zoll Bildschirmdiagonale. BenQ setzt hierbei auf eine recht matte Beschichtung, welche zwar nicht stumpf aussieht, aber Reflektionen gut vermeidet.

Das Panel selbst ist ein VA Panel, welche tendenziell eher ungewöhnlich sind. VA Panels können in der Regel mit besseren Kontrasten und Schwarzleveln punkten als beispielsweise IPS Panels. Im Gegenzug sind allerdings oftmals Blickwinkel nicht ganz so gut wie bei IPS.

Allerdings über die Blickwinkel kann ich mich beim BenQ EW277HDR nicht beschweren. In einem normalen Einsatz, selbst mit drei Personen vor dem Monitor, ist das Bild immer noch absolut klar. Erst bei extremen Blickwinkel kippt das Bild langsam.

Auflösungstechnisch gibt es nicht viel zu sagen. BenQ setzt ganz klassisch auf Full HD und auch auf eine Bildwiederholungsfrequenz von normalen 60Hz. Die Reaktionszeit ist allerdings mit 4ms angenehm gering.

 

Full HD und 27 Zoll?!

In Zeiten in welchen fast jedes Smartphone eine Full HD Auflösung oder höher besitzt, könnte man sich durchaus die Frage stellen, ob denn Full HD auf 27 Zoll noch zeitgemäß ist.

Durchaus eine berechtigte Frage! Sagen wir es so Full HD ist eine sehr praktische Auflösung gerade für Gamer. Um Spiele auf 4K Auflösung spielen zu können, wird auch 2017 noch ein absoluter High End PC benötigt. Für Full HD reicht hingegen ein guter Mittelklasse PC.

Text wirkt sicherlich bei Full HD auf 27 Zoll eher mittelmäßig scharf, gerade verglichen mit einem aktuellen High End Smartphone/Tablet. Allerdings bei Filmen, Bildern und Spielen fällt dies kaum auf. Hier reicht die Schärfe vollkommen aus!

Aber auch Dokumente machen auf dem EW277HDR keinen unscharfen Eindruck. Je nach Abstand sind höchstens Rundungen, also bei 0, o, d usw., etwas weniger sanft.

 

Kalibrierung und Farbraum

Der EW277HDR wird von BenQ als Multimedia Monitor beworben, daher ist hier eine hohe Farbraumabdeckung nicht ganz so essentiell wie bei einem Monitor, welcher sich an Künstler richtet.

BenQ macht leider in seinen Unterlagen keine Angaben zur Abdeckung des sRGB Farbraums und des AdobeRGB Farbraums. Es wird lediglich von einer 93%iegen Abdeckung des DCI-P3 Farbraums gesprochen. DCI-P3 ist ein noch recht exotischer Farbraum, welcher allerdings von Apple und der Film Industrie unterstützt wird.

Wie steht es aber um sRGB und AdobeRGB, welche im normalen Alltag wichtiger sind?

Ich verstehe nicht so ganz warum BenQ nicht auch den sRGB und AdobeRGB Farbraum bewirbt. Die Abdeckung des sRGB Farbraums ist mit 100% perfekt und selbst die AdobeRGB Farbraum Abdeckung ist mit 85% extrem gut!

Damit würde sich der EW277HDR sogar problemlos zur Foto und Video Bearbeitung anbieten. Wobei dies sogar fast schon etwas untertrieben ist. Ich habe durchaus schon Monitore gesehen, die an professionelle Nutzer gerichtet waren und keine so gute Farbraumabdeckung hinbekommen haben.

Neben einer guten Farbraumabdeckung ist auch die Kalibrierung recht wichtig. Blau ist nicht immer bei allen Monitoren das gleiche Blaue. Professionelle Nutzer besitzen hierfür in der Regel Hardware Kalibrierungsgeräte, welche dafür sorgen, dass das angezeigte Blau auch dem gewünschten Blau entspricht.

Natürlich verfügen die meisten Nutzer nicht über solch ein Gerät, daher ist es nicht schlecht, wenn der Monitor von Haus aus über eine gute Kalibrierung verfügt.

Erneut eine positive Überraschung! Der EW277HDR ist von Haus aus im Standard Modus sehr gut kalibriert. BenQ hat zwar Farben etwas leuchtender eingestellt als diese korrekt wären, aber der Unterschied ist recht gering und tendenziell einem subjektiv guten Bild zuträglich.

Auch der Delta E Wert der Farbtreue liegt bei sehr guten ≦2.

Kurzum für einen 300-400€ Multimedia Monitor sind die Ergebnisse was Farbraum, Farbdarstellung und auch Kalibrierung angeht sehr gut!

 

Helligkeit

BenQ gibt beim EW277HDR eine maximale Helligkeit von soliden 300 cd/​m² an. In der Regel sagt man das die normale Helligkeit für einen guten indoor Einsatz bei mindestens 120-200 cd/​m² liegen sollte.

Habt Ihr natürlich ein Fenster im Rücken kann auch eine höhere Helligkeit nötig sein. Wie schlägt sich hier der EW277HDR?

Die von mir maximal gemessene Helligkeit liegt über den von BenQ angegebenen 300 cd/m² mit 321 cd/m².

Hierbei skaliert die Helligkeit sehr schön gleichmäßig über die im OSD angegebene Prozentangabe. Die absolute minimale Helligkeit (bei 0%) liegt bei recht dunklen 44 cd/m².

In der Regel wird man die Helligkeit vermutlich auf 50% stehen haben, sofern man keinen extremen Sonnenschein im Rücken hat.

Aber selbst wenn man diesen hätte, wäre dies beim EW277HDR kein großes Problem. Der Monitor kann zusammengefasst gut hell werden, was auch für die HDR Funktionalität wichtig ist.

 

Ausleuchtung und Bildhomogenität

Der EW277HDR verfügt über eine recht konstante und recht gleichmäßige Ausleuchtung. Natürlich ist diese aber auch nicht perfekt.

Starten wir mit der Bildhomogenität. Diese ist ausreichend gut, es gibt unterm Strich eine Abweichung von maximal 14% (was die Helligkeit zwischen zwei Punkten auf dem Bildschirm angeht). Hierbei fällt auf, dass der obere Teil des Bildschirms tendenziell etwas dunkler ist als der untere Bereich und die Mitte.

Praktisch ist dies allerdings nicht störend. Selbst bei einer längeren Belichtung mit einer Kamera wirkt das Bild recht gleichmäßig ausgeleuchtet.

Hier habe ich schon Besseres, aber auch schon Schlechtes gesehen. Positiv ist zudem anzumerken, dass die helleren Flächen recht groß sind. Im ersten Moment klingt dies eher negativ, aber „Lichthöfe“ fallen natürlich über eine größere Fläche verteilt weniger auf als wenn diese sehr punktuell auftreten.

 

HDR

Heutzutage muss gefühlt jeder Monitor über ein besonderes Merkmal verfügen damit dieser auf dem Markt gut ankommt. Dies kann eine extra hohe Auflösung sein, eine hohe Bildwiederholungsrate, GSync oder wie beim BenQ EW277HDR HDR.

HDR ist gerade auf dem Fernsehermarkt aktuell ein riesiger Trend. Allerdings bei Computermonitoren ist HDR aktuell noch als Exot zu bezeichnen.

HDR PC Inhalte oder Spiele sind noch recht rar gesät. Zwar gibt es seitens NVIDIA und AMD für neure Grafikkarten durchaus HDR Support, allerdings Spiele mit HDR sind selten. Nicht zuletzt, weil es bisher wenige Monitore mit HDR gibt.

Wo es eine deutlich größere Anzahl HDR Inhalte gibt, ist beispielsweise auf der Playstation 4 Pro. Zu sagen, dass alle neueren Spiele für die PS4 Pro HDR unterstützen, wäre vielleicht etwas übertrieben, allerdings bringen in der Tat sehr viele Spiele HDR Support mit.

Erfreulicherweise bringt der BenQ EW277HDR auch den nötigen HDR10 Standard mit, wodurch der Monitor und die PS4 kompatibel sind.

Wie sieht nun HDR aus? Auf den Webseiten der Hersteller finden sich ja immer tolle Vergleichsbilder, die zeigen wie viel besser HDR gegenüber nicht HDR aussieht, stimmen diese?

Kein HDR
HDR

Nein, natürlich sind diese Bilder maßlos übertrieben. Der Unterschied zwischen HDR und nicht HDR ist gering, aber vorahnden. Hierbei scheint es allerdings recht stark am jeweiligen Spiel zu liegen wie groß der Unterschied ist.

Grundsätzlich würde ich den HDR Effekt als stilistisches Mittel bezeichnen. Es ist leider auf abfotografierten Bildern nicht ganz so gut zu erkennen, aber vielleicht seht Ihr ja dennoch einen gewissen Unterschied.

Mit HDR wirken die Spiele meist stimmungsvoller und kontrastreicher. Farben sind etwas kräftiger und satter. Auch wirkt das Bild generell vielleicht einen Ticken dunkler. Dabei werden allerdings Details in Schatten oder in Highlights weiterhin gut abgebildet.

Kein HDR
HDR

Ist HDR ein Must-have? In den Spielen die ich ausprobiert habe, nein. Sieht HDR besser aus als das normale Bild? In den Spielen die ich ausprobiert habe, ja!

Es ist nicht so als würde ich nun nie wieder einen Monitor ohne HDR nutzen können. Allerdings im Gegensatz zu beispielsweise 3D benötige ich keine nervige Brille oder sonstige Hardware (abseits vom Monitor). Spiele laufen auch durch HDR nicht schlechter oder ähnliches, von daher bietet HDR einen merkbaren Zugewinn an Atmosphäre in Filmen und Spielen, was man nur als positiv ansehen kann.

 

Subjektiver Bildeindruck

Zahlen, Daten und Messwerte sind natürlich das eine. Aber führen nicht immer zwingend zu einem subjektiv guten Bild. Wie steht es hier um den EW277HDR?

Der positive Eindruck der Messwerte spiegelt sich auch im letztendlichen Bild gut wieder. Beginnen wir hier beim Office Betrieb. BenQ hat hier alles an Komfort Funktionen für ein angenehmes Bild im EW277HDR integriert, was sie finden konnten. Angefangen bei einer „Low Blue Light Technology“, blaues Licht kann Schlafstörungen verursachen, bis hin zu einer flackerfreien Hintergrundbeleuchtung. Ist Letztere nicht vorhanden, kann dies zu Kopfschmerzen führen. Zwar flimmern LCD Monitore an sich nicht, aber die Hintergrundbeleuchtung kann bei billigen Modellen dennoch sehr hochfrequent flackern, was die Augen anstrengt.

Dies und noch andere Technologien werden bei BenQ unter dem Namen „Eye-Care Technology“ zusammengefasst. Auch der TÜV Rheinland hat bestätigt, das der EW277HDR ein für das Auge angenehmes Bild liefert.

Praktisch kann ich dem durchaus zustimmen. Das Bild des Monitors ist auch nach stundenlangem Arbeiten an Textdokumenten nicht übermäßig anstrengend. Allerdings muss man hier auch ehrlich sein, was die Ermüdung meiner Augen anging, hatte ich jetzt keinen gigantischen Unterschied gegenüber meinem normalen Monitor gemerkt. Solltet Ihr also keinen uralten oder super billigen Monitor Euer Eigenen nennen, werdet Ihr vermutlich auch keinen riesigen Unterschied spüren.

Allerdings ist das Bild des EW277HDR natürlich als angenehm zu betrachten, einzustufen, selbst im Office Einsatz. Viel angenehmer für die Augen wird es vermutlich nicht gehen.

Aber der EW277HDR ist seitens BenQ weniger für den Büro Einsatz gedacht, sondern viel mehr für eine Multimedia Nutzung.

Hier kann der EW277HDR absolut überzeugen! Selbst wenn wir HDR einmal außen vor lassen, sehen Spiele wie The Witcher 3, Mass Effekt, Horizon Zero Dawn usw. tolle auf dem Monitor aus! Farben sind nicht übersättigt aber durchaus angenehm leuchtend und kräftig. Auch die guten Kontrastwerte sorgen dafür, dass gerade bei dunkleren Spielen die Szenerie deutlich echter wirkt.

Auch die „nur Full HD“ Auflösung fällt bei Spielen fast überhaupt nicht auf. Spiele wirken scharf und lebendig.

Kurzum von der Bildqualität bin ich begeistert! Allerdings muss man auch dazu sagen, dass für pro Gaming sich vermutlich ein Monitor mit 120hz noch mehr anbietet. Der Imputlag beim EW277HDR ist mir zwar nicht negativ aufgefallen, allerdings wenn es wirklich um die maximale Performance in Spielen wie CS Go geht, sind 120hz ganz klar vorzuziehen. Mir als „normaler“ Gamer ist dies allerdings nicht so wichtig. Ich würde hier sogar fast die bessere Bildqualität, dank HDR, der höheren Bildwiederholungsrate vorziehen.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des EW277HDR wird von BenQ mit 40W angegeben. Aus unerklärlichen Gründen werben Monitorhersteller immer mit zu hohen Stromangaben, so auch beim EW277HDR.

Ich weiß nicht so recht was passieren muss damit diese 40W auch wirklich verbraucht werden, im normalen PC Betrieb passiert dies allerdings nicht.

Selbst auf 100% Helligkeit benötigt der EW277HDR gerade mal 23,2W. Bei 50% Helligkeit sind es nur noch 15W und bei 0% 9W.

Daran sieht man auch sehr schön wie viel Energie die Hintergrundbeleuchtung frisst. Diese Stromverbrauchswerte sind absolut okay für einen 27 Zoll Monitor, keine Klagen hier!

 

Fazit

Rein Bildqualitativ ist der BenQ EW277HDR* der beste Full HD Monitor den ich bisher gesehen habe! Dies liegt nicht nur an der HDR Funktionalität, auch abseits davon macht der EW277HDR einen wirklich hervorragenden Eindruck.

Die Farbraum Abdeckung ist mit 100% sRGB und 85% AdobeRGB hervorragend für ein Multimedia Monitor. Dies ist sogar so gut, dass sich der EW277HDR für semi professionelle Fotografen oder Video Macher durchaus anbieten würde.

Auch die Kalibrierung ist von Haus aus relativ akkurat und die Farbtreue ist mit Delta E ≦2 sehr gut!

Hinzu kommt VA typische starke Kontraste und die hohe maximale Helligkeit mit 321 cd/m² im normalen Modus.

Auch rein subjektiv sieht das Bild des BenQ EW277HDR stark aus, egal ob nun im Office oder Multimedia Betrieb.

Die große Besonderheit des BenQ EW277HDR ist natürlich HDR. Aktuell ist HDR für PC Gamer noch nicht so wichtig. Es gibt relativ wenige Spiele auf dem PC, welche HDR unterstützen. Etwas besser sieht es auf der PS4 Pro aus. Solltet Ihr den EW277HDR nicht nur als PC Monitor nutzen wollen, sondern auch für Eure PS4 Pro macht dieser richtig Spaß! Viele neuere PS4 Titel bringen HDR Support mit. Zwar würde ich HDR nicht als den absoluten WOW Effekt bezeichnen, aber grundsätzlich wirken Spiele stimmungsvoller und lebendiger mit aktiven HDR. Kontraste sind meist etwas ausgeprägter und die Beleuchtung in Spielen natürlicher.

Soweit so gut, wo sind die Kritikpunkte? 120Hz und 4K wären natürlich schön, aber bei einem Preis von 260€ natürlich nicht zu realisieren. Das Einzige was mich wirklich etwas stört, ist das Fehlen eines VESA Mounts und das Fehlen einer Höhenverstellung. Dies ist vermutlich für die meisten Nutzer kein NoGo, aber dennoch schade.

Dennoch fällt das Fazit unterm Strich sehr positiv aus! Für 260€ erhaltet Ihr mit dem BenQ EW277HDR* einen klasse Allroundmonitor, welcher sich für Office, leichte Bild/Video Bearbeitung und auch Gaming eignet. Gerade wenn Ihr eine PS4 Pro Euer eigenen nennt, könnt Ihr vom guten HDR Feature viel Nutzen machen.

Kurzum Daumen hoch für den BenQ EW277HDR!

Der Aukey SK-A2 Bluetooth Lautsprecher im Test

Der Aukey SK-A2 Bluetooth Lautsprecher hat von Anfang an etwas mein Interesse erweckt. Dies liegt primär an der Optik, welche dem Harman Kardon Esquire Mini sehr ähnelt. Damit will ich nicht sagen, dass der AUKEY SK-A2 der Esquire Mini nur mit anderem Branding ist, aber trotzdem wollte ich mir diesen Lautsprecher einmal von Nahem ansehen.

Freundlicherweise hat mir AUKEY diesen auch für einen kleinen Test zur Verfügung gestellt.

Wollen wir uns doch einmal ansehen ob der 26€ Aukey SK-A2 im Test überzeugen kann! Vielleicht handelt es sich ja wirklich um eine 1 zu 1 Kopie des 200€ Harman Kardon,

 

Der Aukey SK-A2 im Test

Ich glaube man kann durchaus zurecht sagen, dass Aukey sich beim SK-A2 etwas beim Harman Kardon Esquire Mini orientiert hat.

Orientiert ist hierbei fast etwas untertrieben, der Aukey SK-A2 wirkt fast wie eine 1 zu 1 Kopie des Harman Kardon Esquire Mini. Allerdings muss ich zugeben dies hat mich auch etwas neugierig gemacht.

Der Aukey SK-A2 ist ein recht kompakter und flacher Bluetooth Lautsprecher, welcher von seiner Form durchaus als ungewöhnlich zu bezeichnen ist.

Hier steht die Kompaktheit ganz klar im Vordergrund. Auf der Front finden wir ein großes Lautsprechergitter. Dieses ist genau wie die Rückseite aus einem Softtouch Plastik gefertigt. Der Rahmen hingegen besteht aus Aluminium, was dem Lautsprecher seine etwas ungewöhnlichere Optik verleiht.

Qualitativ geht der Bluetooth Lautsprecher vollkommen in Ordnung!

Unterhalb des Gitters auf der Front hat AUKEY zwei 3,5W Treiber verbaut. Diese sind allerdings relativ nah beieinander, weshalb kein wirkliches Stereo Feeling aufkommt. Auch ist das Gehäuse natürlich relativ klein und den Treibern steht nur ein recht geringer Resonanzraum zur Verfügung.

Die Tasten des Lautsprechers sind auf der Oberseite eingelassen. Hier finden wir den Ein/Ausschalter, laut und leiser (mit vor-/zurück-Funktion) wie auch eine Modus Taste (für die Bluetooth Koppelung).

Die Anschlüsse des Bluetooth Lautsprechers sind auf seiner Seite angebracht. Hier findet sich ein microUSB Ladeport, ein USB Ausgang und ein AUX Eingang.

Der USB Ausgang dient der Powerbank Funktionalität. Es ist also möglich mit dem Aukey SK-A2 sein Smartphone zu laden. Wobei dies sicherlich nur im Notfall empfehlenswert ist, da die Akku Kapazität mit 2200mAh nicht übermäßig groß ist.

Die meisten modernen Smartphones lassen sich damit maximal 50-75% vollladen. Der Lautsprecher selbst hält damit 4-6 Stunden durch, je nachdem wie weit Ihr aufdreht.

Geladen wird der Aukey SK-A2 ganz klassisch via microUSB.

 

Wie klingt der Aukey SK-A2?

Beginnen wir mit dem Positiven. Dies wären primär die Höhen, welche extrem klar und brillant sind. Hierdurch erhalten Stimmen einen gewissen Glanz, was gerade in Situationen sehr interessant ist, wo es um eine gute Verständlichkeit geht.

Also beispielsweise in Hörbüchern, Videos, Telefonaten usw. Aber auch bei Musik verleiht dies dem Gesang den angesprochenen Glanz und eine gewisse Detailliertheit.

Kurzum an den Höhen habe ich 0 zu bemängeln, ganz im Gegenteil. Für diese Preisklasse sind diese top!

Leider kann man dies über den Bass nicht sagen. Natürlich der Aukey SK-A2 ist extrem kompakt, daher konnte man auch keine wirklich gute Bassleistung erwarten.

Der Bass ist relativ flach und besitzt wenig Kraft. Wer auf viel Bass Wert legt, ist hier definitiv falsch! Das prägende Element des Klangs sind ganz klar die Höhen, welche den Bass dominieren.

Allgemein erinnert mich der Klang des Aukey SK-A2 an den eines guten Notebooks. Der Aukey SK-A2 liegt hier vielleicht etwas über dem Klang eines Dell XPS 13 und vielleicht etwas unter dem eines aktuellen MacBook Pros.

Solltet Ihr also so ein Gerät bereits besitzen oder beispielsweise ein iPad Pro, welches ebenfalls über extrem gute Lautsprecher verfügt macht die Anschaffung des Aukey SK-A2 nur sehr wenig Sinn.

Ein Vorteil ist die deutlich höhere maximale Lautstärke des AUKEY. Diese kann durchaus brüllend laut werden, reicht aber natürlich auch nicht um ein komplettes Wohnzimmer zu beschallen.

Probleme mit der Bluetooth Verbindung konnte ich keine Entdecken. Auch konnte ich keine Kompressionsartefakte oder Ähnliches im Klang feststellen.

 

Fazit zum Aukey SK-A2

Der Aukey SK-A2 ist ein ordentlicher Bluetooth Lautsprecher, welchen ich allerdings nur bedingt empfehlen würde. Beginnen wir aber mit dem Positiven. Der Lautsprecher sieht schick aus, besitzt ein hochwertiges Gehäuse, eine Powerbank Funktionalität und ist ausgesprochen kompakt und portabel.

Letzteres ist aber leider auch die größte Schwäche des Aukey SK-A2 Bluetooth Lautsprechers. Dieser besitzt nur einen relativ schwachen Bass und ist allgemein klanglich eher auf dem Level eines sehr guten Notebooks (aller Dell XPS 13 oder Apple MacBook pro).

Das soll nicht heißen, dass der Aukey SK-A2 schlecht klingt! Gerade die Höhen sind sehr gut, aber viele Nutzer werden sicherlich etwas anderes erwarten, wenn sie einen Bluetooth Lautsprecher kaufen.

Sollte Euch natürlich die hohe Portabilität und tolle Optik besonders wichtig sein und Ihr könnt mit dem recht schwachen Bass leben, spricht natürlich nichts gegen den SK-A2.

Solltet Ihr allerdings für rund 25€ das Maximum an Klang suchen greift lieber zum AUKEY SK-M7.