ASUS ROG Strix OLED XG32UQWMS im Test: 4K mit 240 Hz und 326 cd/m² dank RGB-Tandem-WOLED

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Die meisten OLED-Monitore am Markt nutzen ein Panel von Samsung, meist ein QD-OLED-Panel der 3. Generation. Willst du ein anderes OLED-Panel, wird die Auswahl deutlich kleiner.

ASUS hat nun mit dem ROG STRIX OLED XG32UQWMS einen 4K-240-Hz- / Full-HD-480-Hz-Monitor auf den Markt gebracht, welcher auf ein RGB-Tandem-WOLED von LG setzt.

Damit sollte dieser Monitor den QD-OLED-Modellen bei Punkten wie der Textschärfe deutlich überlegen sein. Hinzu kommt auf dem Papier eine vergleichsweise hohe SDR-Helligkeit von 330 cd/m².

Damit hat der ASUS ROG STRIX OLED XG32UQWMS durchaus das Potenzial, einer der besten Monitore auf dem Markt zu sein!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Ausleihen des XG32UQWMS für diesen Test.

 

Der ASUS ROG STRIX OLED XG32UQWMS im Test

Bei dem XG32UQWMS handelt es sich um einen Gaming-Monitor aus der ROG-STRIX-Serie. Entsprechend ist dieser etwas auffälliger gestaltet.

Von vorne sehen wir allerdings abseits des OLED-Panels nicht viel, denn die Rahmen des Monitors sind sehr schön minimalistisch. Lediglich im unteren Bereich gibt es eine kleine „Nase“ mit dem ROG-Logo. Auf der Rückseite davon sind die Steuerungstasten und der Joystick verbaut.

Etwas aggressiver ist die Rückseite gestaltet, welche halt zu einem Gaming-Monitor passt.

Dabei ist der Standfuß grundsätzlich sehr gut und massiv gemacht. Dieser erlaubt eine Höhen- und Winkelverstellung. Du kannst den Monitor aber nicht vertikal stellen.

 

Anschlüsse des ASUS ROG STRIX OLED XG32UQWMS

  • 1x DisplayPort 1.4
  • 2x HDMI 2.1
  • 1x 3,5-mm-Kopfhörerausgang
  • 2x USB 3.2 Gen 1

Die Anschlüsse sind für einen Gaming-Monitor typisch, aber jetzt auch nicht spektakulär. Über DisplayPort 1.4 und die beiden HDMI-2.1-Ports bringst du problemlos aktuelle PCs und Konsolen an den Monitor. Die beiden USB-Ports bilden einen kleinen Hub, mehr aber auch nicht.

Einen USB-C-Eingang mit DisplayPort-Signal oder gar Notebook-Versorgung suchst du hier vergebens. Das ist bei einem primären Gaming-Monitor aber verschmerzbar.

Wie schon bei anderen Monitoren mit ähnlicher Auflösung und 240 Hz reicht die reine DisplayPort-1.4-Bandbreite für 4K bei 240 Hz nicht ganz aus. Der XG32UQWMS nutzt daher Display Stream Compression (DSC). Wenn du also einen HDMI-2.1-Port hast, nutze diesen.

 

Technische Daten

  • ASUS ROG STRIX OLED XG32UQWMS
  • 31,5 Zoll
  • 3840 x 2160 Pixel (4K)
  • 240 Hz (4K) / 480 Hz (Full HD, Dual Mode)
  • RGB-Tandem-WOLED (LG Display)
  • 0,03 ms GtG
  • 330 cd/m² SDR
  • bis 1000 cd/m² HDR (Peak)
  • VESA DisplayHDR True Black 400
  • 100% sRGB, 99% DCI-P3
  • TrueBlack Glossy Beschichtung

Das Panel – RGB-Tandem-WOLED

Das Herzstück und die große Besonderheit des XG32UQWMS ist ganz klar das Panel.

Statt eines Samsung-QD-OLED-Panels setzt ASUS auf ein WOLED-Panel von LG Display. WOLED und QD-OLED sind zwei grundverschiedene Ansätze. Vereinfacht gesagt arbeitet ein WOLED mit einer weißen OLED-Basis und Farbfiltern sowie einem zusätzlichen weißen Subpixel (RGBW). QD-OLED nutzt dagegen reine RGB-Subpixel in einer dreieckigen Anordnung und Quantenpunkte.

Das Besondere am XG32UQWMS ist der „Tandem“-Aufbau. Hier stapelt LG praktisch zwei Leuchtschichten übereinander. Das sorgt für mehr Helligkeit und eine bessere Langlebigkeit des Panels.

Noch ein netter Bonus ist der Dual-Mode. So kannst du den XG32UQWMS entweder mit voller 4K-Auflösung bei 240 Hz betreiben oder auf Full HD bei 480 Hz umschalten. Für kompetitive Shooter ist das durchaus interessant, für die meisten dürften aber die 4K bei 240 Hz die deutlich attraktivere Variante sein.

 

Textschärfe

Kommen wir zu einem Punkt, bei dem WOLED traditionell im Vorteil gegenüber QD-OLED ist, der Textschärfe.

QD-OLED-Panels haben aufgrund ihrer dreieckigen Subpixel-Anordnung ein leichtes farbliches Ausfransen (Fringing) an feinem Text. Das ist bei den aktuellen Generationen zwar deutlich besser geworden, aber je nach Auflösung immer noch sichtbar.

Beim WOLED des XG32UQWMS fällt dieses Problem geringer aus. Der Text wirkt hier insgesamt „sauberer“ und die Farbsäume, die man bei QD-OLED kennt, sind deutlich schwächer ausgeprägt bzw. nicht sichtbar.

Ganz perfekt ist es aber auch hier nicht. Denn durch die RGBW-Struktur passt das Subpixel-Layout ebenfalls nicht zu 100% zum Text-Rendering von Windows.

In der Praxis relativiert die hohe 4K-Auflösung das Ganze aber ohnehin. Bei rund 140 PPI ist der Text scharf und für Office, Coding oder das ganz normale Arbeiten problemlos geeignet. Wer bislang wegen der Textschärfe einen Bogen um OLED gemacht hat, bekommt hier eine der saubersten Darstellungen, die es aktuell im OLED-Bereich gibt.

 

Farbraum

OLED-Panels sind beim Farbumfang generell stark, und der XG32UQWMS bildet hier keine Ausnahme.

ASUS wirbt mit 100% sRGB und 99% DCI-P3. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Hier erreichte der XG32UQWMS bei mir:

  • 100% sRGB
  • 99% DCI-P3
  • 93% AdobeRGB

Das sind sehr gute Werte und decken sich fast punktgenau mit der Herstellerangabe. 99% DCI-P3 schaffen längst nicht alle Monitore, auch wenn hier kaum ein OLED-Monitor wirklich schlecht abschneidet.

Monitor sRGB AdobeRGB P3
ASUS ProArt PA32UCR-K 100% 100% 95%
Philips 27E1N8900 100% 99% 98%
Philips 27B1U7903 100% 98% 98%
LC-Power LC-M27-QHD-165 100% 96% 94%
ASUS ProArt PA32UCDM 100% 94% 98%
LC-Power LC-M16-4K-UHD-P-OLED 100% 94% 100%
LC-Power LC-M27-4K-UHD-144 100% 94% 93%
AOC Q27G3XMN 100% 93% 95%
ASUS ROG STRIX XG32UQWMS 100% 93% 99%
BenQ MOBIUZ EX271UZ 100% 92% 98%
LG UltraGear 34GK950F 100% 89%
Alienware AW3420DW 100% 89%
KTC H27T22 100% 87% 95%
ASUS ProArt PA27UCGE 100% 86% 92%
HUAWEI MateView 28 Zoll 100% 86% 94%
LC-Power LC-M27-4K-UHD-144-V2 100% 87% 93%
LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C-K 100% 84% 90%
LC-Power LC-M27-QHD-240-C-K 100% 83% 91%
HUAWEI MateView SE 23,8 Zoll 100% 82% 91%
LC-Power LC-M34-Q-C-PRO 100% 82% 87%
Samsung C34F791 100% 82%
Dell P3421W 100% 80% 86%
ASUS ROG Strix XG35VQ 100% 78%
BenQ EX3501R 100% 78%
HP X27q 99% 77% 84%
BenQ MOBIUZ EX2710 98% 77%
ASUS MX38VC 99% 75%
LG 34UC99-W 98% 76%
Alienware AW2521HFL 97% 76% 73%
Dell U3419W 98% 73%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C 92% 71%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C-V2 92% 71% 72%

 

Damit ist der XG32UQWMS vom Farbumfang her nicht nur ein reiner Gaming-Monitor, sondern auch für Content Creation gut zu gebrauchen. Die Zeiten, in denen Gaming-Monitore beim Farbumfang eher traurig waren, sind mit OLED endgültig vorbei.

 

Kalibrierung

Der XG32UQWMS bringt wie üblich diverse Bildmodi mit und lässt sich frei anpassen.

Aber wie gut ist die Kalibrierung ab Werk?

Hier muss ich leider einen kleinen Dämpfer geben. Der Monitor erreichte bei mir im besten Fall ein Delta E von 1,28 im Schnitt und 2,21 im Maximum.

Das ist jetzt nicht schlecht, aber für einen OLED-Monitor eher mittelmäßig. Viele OLEDs, die ich getestet habe, liegen ab Werk deutlich näher an einem Delta E von unter 1. Für den reinen Gaming-Einsatz spielt das keine Rolle.

Wer aber vorhat, mit dem XG32UQWMS ernsthaft farbkritisch zu arbeiten, dem würde ich zu einer eigenen Kalibrierung mit einem Colorimeter raten, um das letzte Stück Genauigkeit herauszuholen. Das Potenzial des Panels ist definitiv da, ab Werk wird es nur nicht ganz ausgeschöpft. Hier sehen wir etwas die „Gaming-DNA“.

 

Helligkeit – hier überrascht der XG32UQWMS!

Die SDR-Helligkeit ist normalerweise DIE große Schwäche von OLED-Monitoren. 99% aller OLED-Monitore erreichen im Normalbetrieb maximal rund 250 cd/m².

Und genau hier wird es beim XG32UQWMS spannend, denn ASUS wirbt mit satten 330 cd/m². Für einen OLED ist das extrem stark.

Aber hält der Monitor das auch?

Ja! Ich konnte im Test eine maximale SDR-Helligkeit von 326 cd/m² messen. Das ist ziemlich genau die Herstellerangabe und für einen OLED-Monitor ein herausragend hoher Wert.

Das mag sich nach wenig anhören, aber der Unterschied zwischen 250 cd/m² und 326 cd/m² ist im Alltag deutlich spürbar. Das Bild wirkt einfach strahlender und der Monitor ist auch in helleren Räumen besser nutzbar, während viele andere OLEDs hier schon an ihre Grenzen kommen.

Das ist einer der größten Pluspunkte dieses Monitors und ein direktes Ergebnis des Tandem-Panels mit WOLED-Basis.

 

Kontrast

Der XG32UQWMS ist ein OLED-Monitor, entsprechend ist der Kontrast schlicht perfekt. Jeder Pixel leuchtet einzeln und kann komplett schwarz werden. Schwarz ist hier also echtes Schwarz und kein dunkles Grau wie bei IPS oder VA.

Interessant wird es aber beim Zusammenspiel aus Kontrast und Umgebungslicht.

Der Monitor nutzt eine TrueBlack Glossy Beschichtung. QD-OLEDs haben ein bekanntes Problem: Fällt Umgebungslicht auf das Panel, erscheint das Schwarz nicht mehr wirklich schwarz, sondern kippt ins Gräuliche bzw. leicht Lila.

Genau dieses Problem hat der XG32UQWMS nicht. Dank der TrueBlack Glossy Beschichtung bleibt das Schwarz auch bei direktem Lichteinfall wunderbar tief und satt. Das Bild behält also auch tagsüber und in helleren Umgebungen seinen kräftigen Kontrast.

In Kombination mit der höheren Helligkeit macht das den XG32UQWMS zu einem der alltagstauglichsten OLED-Monitore, den ich bislang im Test hatte.

 

In der Praxis

Und wie schlägt sich das Ganze nun im echten Betrieb, vor allem beim Gaming?

Der XG32UQWMS liefert in Spielen ein einfach fantastisches Bild!

Wir haben hier die perfekte OLED-Mischung aus tiefem Schwarz, brillanten Farben und der blitzschnellen Reaktionszeit. Bewegungen bleiben auch bei schnellem Geschehen klar (sehr hohe Klarheit in Bewegungen), und die 240 Hz sorgen für ein flüssiges und weiches Bild.

Was mir dabei besonders positiv auffällt, ist genau der Punkt mit der Helligkeit. Die leicht höhere SDR-Helligkeit hilft doch sehr, dass das Bild noch etwas strahlender und lebendiger wirkt. Gerade im direkten Vergleich zu den dunkleren QD-OLED-Modellen merkt man das sofort. Das Bild hat einfach etwas mehr „Pop“.

Ich bin dabei ehrlicherweise kein Pro-Gamer, sondern eher der klassische Casual-Gamer. Aber genau deshalb schätze ich an so einem Monitor vor allem die pure Bildqualität, und die ist beim XG32UQWMS in Spielen schlicht auf einem Top-Niveau.

Und selbst abseits vom Gaming machen die 240 Hz einfach Spaß. Das ganze System fühlt sich flüssiger an, vom Scrollen bis zum Bewegen des Mauszeigers.

 

Fazit

Der ASUS ROG STRIX OLED XG32UQWMS ist ein wirklich spannender Monitor, gerade weil er sich vom Großteil der OLED-Konkurrenz absetzt.

Statt auf das übliche Samsung-QD-OLED-Panel zu setzen, kommt hier ein RGB-Tandem-WOLED von LG zum Einsatz, und das zahlt sich an gleich mehreren Stellen aus. Die Textschärfe ist merklich sauberer als bei vielen QD-OLEDs, die TrueBlack Glossy Beschichtung sorgt dafür, dass das Schwarz auch bei Umgebungslicht wunderbar tief bleibt, und die für einen OLED überdurchschnittlichen 326 cd/m² im SDR-Betrieb machen den Monitor deutlich alltagstauglicher als große Teile der Konkurrenz. Dazu kommen ein starker Farbumfang mit 99% DCI-P3, 240 Hz und die perfekten OLED-Reaktionszeiten. In Spielen liefert der XG32UQWMS schlicht ein fantastisches Bild.

Unterm Strich ist der XG32UQWMS aber einer der rundesten und alltagstauglichsten OLED-Gaming-Monitore, die ich bislang getestet habe. Gerade die Kombination aus hoher Helligkeit, tiefem Schwarz auch bei Umgebungslicht und der sauberen Textdarstellung hebt ihn spürbar von der QD-OLED-Masse ab. Wenn du einen OLED suchst, der sich nicht nur im abgedunkelten Zimmer, sondern auch im normalen Alltag wohlfühlt, dann solltest du den XG32UQWMS ganz oben auf deine Liste setzen.

ASUS ROG Strix OLED XG32UQWMS
Positiv
RGB-Tandem-WOLED-Panel von LG
überdurchschnittlich hohe SDR-Helligkeit (326 cd/m²)
TrueBlack Glossy: tiefes Schwarz auch bei Umgebungslicht
sauberere Textschärfe als viele QD-OLEDs
starker Farbumfang (100% sRGB, 99% DCI-P3, 93% AdobeRGB)
4K 240 Hz + Full HD 480 Hz Dual-Mode
perfekter Kontrast und blitzschnelle Reaktionszeit
fantastisches Bild beim Gaming
Negativ
Werkskalibrierung nur mittelmäßig für einen OLED
92
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Michael Barton
Michael Barton
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