Start Blog Seite 164

100W USB C Powerbank ohne Drosselung? Die iMuto X6G 100W & 60W Powerbank 26800 mAh im Test

Mit der X6G bietet iMuto eine extrem spannende High End Powerbank an. Diese verfügt über die gängige maximale Kapazität von 26800mAh und einen 100W und einen 60W USB C Port.

imuto x6g 100w test review 8

Damit ist diese eine ausgesprochen interessante Notebook Powerbank, beispielsweise für das Apple MacBook Pro 16.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die iMuto X6G überzeugen? Stimmt die Kapazität und wie steht es um den 100W USB C Port. Kann dieser wirklich konstant 100W liefern? Finden wir es im Test heraus!

 

Die iMuto X6G 100W & 60W Powerbank 26800 mAh im Test

Die iMuto X6G ist eine recht ungewohnt geformte Powerbank. Diese hat mit 116 x 80 x 42 mm ein recht „blockiges“ Design.

imuto x6g 100w test review 1

Allerdings ist die Powerbank für die Kapazität von 26800mAh und die Ausgangsleistung von über 100W auch nicht zu groß. Ähnliches gilt für das Gewicht von 540g.

Das äußere der Powerbank ist dabei aus einem recht einfachen Kunststoff gefertigt. Dieser wirkt ausreichend wertig, ich würde ihn aber auch nicht als „Premium Material“ bezeichnen.

imuto x6g 100w test review 2

Sollte Euch eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem Zendure Super Tank und der iMuto X6G auffallen, dann liegt Ihr nicht ganz falsch. Es scheint sich hier um Schwestermodelle zu handeln. Die teurere Zendure Powerbank ist allerdings äußerlich etwas edler gearbeitet. Die iMuto wirkt ausreichend stabil, scheint aber mehr auf eine gute Preis/Leistung fokussiert zu sein.

imuto x6g 100w test review 4

Das spannendste sind aber die Anschlüsse. Auf der Front haben wir zwei USB A Ports und zwei USB C Ports.

Die USB A Ports unterteilen sich in einen 5V/3A Port und einen Quick Charge 3.0 Port, mit 18W. Der Quick Charge Port ist wie so oft grün markiert.

Bei den USB C Ports haben wir zwei Power Delivery Ports. Port Nummer 1 bietet 100W Leistung bzw. 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/5A. Port Nummer 2 bietet 60W bzw. 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/3A.

imuto x6g 100w test review 5

Damit ist die iMuto X6G ideal für Notebooks gerüstet. Ihr könnt allerdings nicht alle Ports gleichzeitig nutzen bzw. dann werden beide Ports gedrosselt. Insgesamt kann die Powerbank bis zu 138W liefern.

Geladen wird die iMuto X6G auch über den primären USB C Port. Hierrüber soll die Powerbank ebenfalls bis zu 100W aufnehmen können.

Wie es um die aktuelle Kapazität steht, könnt Ihr auf einem kleinen LC Display ablesen, auf welchem die aktuelle Kapazität in % steht.

 

Die Kapazität

iMuto gibt die Kapazität der X6G mit 26800mAh an. In der Praxis wird die Kapazität der Powerbank allerdings etwas niedriger liegen, auch basierend je nachdem wie Ihr diese entladet und wie schnell.

Folgende Werte konnte ich messen:

Wh mAh
5V/1A 71.593 19349
5V/3A 75.919 20519
9V/1A 83.446 22553
20/1A 83.488 22564
20V/5A 77.318 20897

 

Die Kapazität der iMuto X6G schwankte in meinem Test zwischen 71,6Wh und 83,4Wh bzw. 19349mAh und 22564mAh. Dabei scheint die Powerbank tendenziell ein etwas flotteres Entladen zu bevorzugen, was die Effizienz angeht.

83,4Wh ist gar kein schlechtes Ergebnis für eine Powerbank dieser Klasse! Normalerweise haben super High End Powerbanks immer eine recht schlechte Effizienz bzw. nutzbare Kapazität.

 

Drosselung?

Alle bisher von mir getesteten Powerbanks mit 100W USB C Port besaßen eine Drosslung. Heißt diese haben nach Zeitraum X die Leistung des USB C Ports von 100W auf XY abgesenkt, entweder aufgrund der Temperatur oder aufgrund des Ladestands.

imuto x6g 100w test review 11

Die iMuto X6G zeigte im Test KEINE Drosslung! Dies ist absolut ungewöhnlich und ich vermute dies liegt nur an der geringen Temperatur in meinem Büro im Winter.

temperatur

Ich halte also eine Temperatur-Drosselung im Sommer bei 25-30 Grad Umgebungstemperatur für wahrscheinlich, diese ist aber generell nicht zwingend vorhanden.

 

Das Ladetempo

Folgende Geräte habe ich an der Powerbank getestet:

ladestrom

Soweit so gut! Im Praxis Test zeigte die Powerbank keine Auffälligkeiten oder Probleme. Alle Geräte erreichten das zu erwartende Ladetempo, auch die Apple MacBooks, welche ab und zu mal etwas zickig sind.

 

Wiederaufladen

Ist nun die Powerbank leer, wie schnell geht das Aufladen? Wie üblich hängt dies von der Quelle ab die Ihr nutzt.

Aufladetempo in Watt
USB PD 100W 99.4
USB PD 60W 58.98
USB QC 3.0 5.092
USB A 5V/2,4A 5.19

 

Ihr solltet zum Aufladen der iMuto X6G ein USB Power Delivery Ladegerät nutzen. An einem 100W USB PD Ladegerät kann die Powerbank auch wirklich mit bis zu 100W laden. An einem 60W Ladegerät werden rund 60W erreicht usw.

Nutzt Ihr aber ein USB A auf USB C Kabel, dann ist das Ladetempo auf 5W limitiert, weshalb ein Laden ewig dauern würde.

wiederaufladen

An einem 100W Ladegerät dauert ein 100% laden rund 1:40 Stunden, was recht flott ist!

 

Fazit

Wenn Ihr aktuell eine 100W USB C Powerbank sucht und nicht zu viel ausgeben wollt, dann wäre die iMuto X6G glatt meine erste Wahl.

Ja diese ähnelt dem Zendure Super Tank sehr stark, was aber nichts Schlechtes ist.

imuto x6g 100w test review 7

Die Powerbank wirkt vernünftig gearbeitet. Die nutzbare Kapazität ist gut und der 100W USB C Port funktioniert wie beworben. Die Powerbank drosselt sich nicht mal bei konstanter Voll-Last (sofern die Umgebungstemperatur nicht zu hoch ist). Letzteres ist extrem selten für 100W USB C Powerbanks.

Hinzu kommt der attraktive Preis von 100€. 100€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist sicherlich nicht wenig, aber wenn wir dies mit anderen High End Powerbanks der gleichen Klasse vergleichen, geht dies völlig in Ordnung!

Test: Proscenic A9, ein hervorragender Smart Home Luftreiniger mit WLAN!

Luftreiniger haben in den letzten Jahren einige Beliebtheit erlangt. Ein guter Luftreiniger kann aber schnell sehr teuer werden!

Dies macht den A9 von Proscenic wiederum extrem interessant. Den Proscenic A8 könnt Ihr bereits für rund 200€ bekommen. Dafür bietet dieser einen sehr großen HEPA-Kombifilter und eine Raumleistung von bis zu 90m2. Proscenic wirbt sogar damit, dass der A9 Viren aus der Luft filtern kann, dank des H13 Filtermoduls.

proscenic a9 test review 5

Klingt doch extrem interessant, aber wie sieht es in der Praxis aus, kann hier der Proscenic A9 überzeugen? Ist dieser ausreichend leise? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Proscenic A9 im Test

Bei dem Proscenic A9 handelt es sich um einen 58,6 x 32,5 x 32 cm großen Luftreiniger. Dieser ist damit sicherlich kein super kompaktes Gerät, aber auch nicht absolut riesig. Ich würde sagen dieser hat eine vernünftige Größe.

proscenic a9 test review 12

Gerade dann, wenn wir das wichtigste bei einem Luftreiniger bedenken, den Filter. Ca. 70% des Gehäuses wird von einem großen Trommelfilter ausgefüllt, welche im unteren Bereich sitzt. Diesen könnt Ihr über eine Abdeckung auf der Rückseite entnehmen.

proscenic a9 test review 13

Die Steuerungstasten des Luftfilters sind auf der Oberseite angebracht. Es handelt sich bei diesen um Touchtasten, welche leider gerade im Dunklen schwer zu treffen sind. Positiv wiederum ist das kleine Display auf der Front, welches Euch auch über das aktuelle „Staublevel“ (PM2.5) in Eurer Wohnung informiert. Klasse!

proscenic a9 test review 17

Was das Design angeht ist der Proscenic A9 in einer Art Säulenform gehalten, die durchaus schick aussieht! Ich würde das Design als modern und unaufdringlich einstufen. Lediglich das kleine Display auf der Front sticht etwas hervor, dies aber positiv!

 

WLAN und Steuerung

Im Proscenic A9 ist WLAN integriert! Dies erlaubt es Euch den Luftfilter via Smartphone zu steuern. Hierfür müsst Ihr die Proscenic Home App installieren und dort ein Konto beim Hersteller anlegen.

proscenic a9 app (2) proscenic a9 app (1)

In der Proscenic App könnt Ihr zunächst den aktuellen Status des Gerätes sehen, wie auch die PM2.5 Belastung der Luft und wie viel m³ Luft der A9 bereits gefiltert hat.

Über die App könnt Ihr den Luftreiniger ein bzw. Ausschalten, die Leistung und einen Timer einstellen, wie auch einen Zeitplan anlegen. Dies funktioniert auch wunderbar!

proscenic a9 app (7) proscenic a9 app (8)

Die Leistungssteuerung erfolgt dabei in 4 Stufen + Nachtmodus. Zusätzlich gibt es einen Automatik Modus, bei welchem der A9 automatisch die Leistung anhand der gemessen Luftverschmutzung anpasst. Clever!

Dies funktioniert auch in der Praxis gut, auch wenn der A9 hier tendenziell eher recht langsam arbeitet.

 

Wie funktioniert und filtert der Proscenic A9?

Im A9 ist ein großer HEPA H13 Filter, in Trommelform, verbaut. H13 steht hierbei für die Klasse des Filters. H13 = > 99,95 % Filterung, was ziemlich gut ist! Ein H13 Filter gilt als gut genug, sogar zum Filtern von Corona-Aerosole! Pollen, Hausstaub usw. sind dementsprechend überhaupt kein Problem für den A9.

proscenic a9 test review 6

Der Proscenic A9 zieht dabei die Luft durch die Seiten ein und bläst diese nach oben aus. Laut Hersteller soll der A9 bis zu 460m³/h die Stunde schaffen.

Diesen Wert kann ich sogar nach meinen Messungen bestätigen!

luftdurchsatz

Ich konnte rund 452m²/h im Maximum messen, was nicht wenig ist!

 

Wie gut funktioniert der A9?

Es ist ohne ein großes Testlabor gar nicht so leicht herauszufinden wie gut die Filterwirkung ist. Ich habe allerdings ein „Luftqualitäts-Messgerät“.

Folgende Werte konnte ich hier messen/beobachten.

  • Vorher: PM 2.5 -> 14.6, TVOC -> 0.962
  • Nachher: PM 2.5 -> 1.3, TVOC -> 0.852-0.798

Stelle ich das Messgerät direkt in den Luftstrom des A9, dann sinkt der PM2.5 Wert sogar auf 0. Wir haben hier also eindeutig eine deutliche Filterwirkung im Bereich des Feinstaubs bzw. Partikel.

proscenic a9 test review 8

Rein Subjektiv ist es ganz schwer zu sagen ob nun die Luftqualität massiv gestiegen ist. Wenn ein Luftfilter läuft hat man automatisch immer das Gefühl die Luft wäre etwas „klarer“, dies kann aber auch durch den Placebo Effekt kommen.

Was aber eindeutig ist, ist eine schöne Umwälzung der Luft. Da der A9 die Luft nach oben ausbläst, bewegt sich die Luft im Raum recht stark. Ich mag keine stehende Luft, daher finde ich dies sehr angenehm und ich könnt mir auch im Sommer/Frühjahr einen klar positiven Effekt für das generelle Raumklima vorstellen.

 

Lautstärke und Leistungsaufnahme

Wie steht es um die Lautstärke? Prinzipiell wollt Ihr den Luftfilter konstant aktiv haben, da wäre es natürlich gut wenn dieser nicht zu laut ist.

lautstärke

Auf Stufe 1 würde ich den Proscenic A9 als nahezu lautlos bezeichnen. 37 db ist nicht viel, damit ist der A9 prinzipiell als recht leise zu bezeichnen, zumal der Luftdurchsatz immer noch okay ist.

Allerdings auf Stufe 4 ist der A9 mit 57 db sehr deutlich hörbar! Damit ist der A9 sogar noch etwas lauter auf voller Leistung als der BONECO H400. Letzterer klingt allerdings subjektiv etwas lauter (der H400 hat ein tieferes Brummen).

Grundsätzlich würde ich den Proscenic A9 als erträglich einstufen.

Was mich überrascht hat war die Leistungsaufnahme.

leistungsaufnahme

Auf Stufe 1 ist die Leistungsaufnahme mit knapp unter 4W absolut okay. Ähnliches gilt auch mit 9,4W bei Stufe 2.

Allerdings auf voller Leistung frisst der Proscenic A9 43,3W! Dies ist vergleichen mit dem BONECO H400 recht viel, welcher auf voller Leistung 15,3W benötigte (aber natürlich auch etwas weniger Luftdurchsatz besaß).

Hier arbeitet also ein recht großer und starker Lüfter, welcher auf den hohen Stufen auch recht viel Energie benötigt.

 

Fazit

Der Proscenic A9 ist ein herausragender Luftreiniger!

Dies liegt zunächst an der schieren Leistung. Mit maximal 452m²/h hat der A9 einen sehr hohen Luftdurchsatz, was sicherlich zu teilen auch an dem recht großen Trommelfilter liegt. Dieser hat eine recht große Fläche, was es auch leichter macht viel Luft durch diesen hindurch zu ziehen.

proscenic a9 test review 9

Dabei setzt Proscenic auch auf einen hochwertigen HEPA H13 Filter, welcher mehr als ausreichend ist für den Heimgebrauch. Weitere Bonuspunkte gibt es für die gelungen WLAN Anbindung und App Steuerung.

Was die Lautstärke angeht bin ich zufrieden, aber auf voller Leistung ist der A9 auch alles andere als leise, dies muss Euch bewusst sein.

proscenic a9 test review 10

Dennoch unterm Strich ist dies ein herausragender Luftfilter für rund 200€ (zum Zeitpunkt des Tests)!

proscenic a9

Kleine Info, Ergebnis Langzeittest AAA Akkus

An dieser Stelle nur eine kleine Info an Euch. Vor knapp über einem Jahr habe ich einen Test zu 16x AAA Akkus veröffentlicht.

Nach dem Abschluss des Tests habe ich die Akkus vollgeladen in meiner Schublade verstaut, um diese nun im Jahr 2020, genau 369 Tage später wieder erneut zu testen (und das Ganze in 2021 zu veröffentlichen).

16x aaa akkus im vergleich 6

Dabei habe ich die Akkus mit 0,2A entladen und die Kapazität mit der „neu“ Kapazität verglichen. Das Ergebnis findet Ihr hier: 16x AAA Akkus im Vergleich von Eneloop, Ikea, ANSMANN, HEITECH, Duracell usw.

Solltet Ihr Euch nicht durch den ganzen geupdateten Test quälen wollen, hier die Zusammenfassung in Tabellen Form.

kapazität nach 1 jahr

kapazität nach 1 jahr mah

 

16x AAA Akkus im Vergleich von Eneloop, Ikea, ANSMANN, HEITECH, Duracell usw.

AAA Batterien werden auch weiterhin viel gebraucht, gerade in Taschenlampen, Lichter, LED Kerzen, Fernbedienungen usw.

Will man hier umwelttechnisch halbwegs verantwortlich sein, sollte man auf Akkus setzten. Diese sind nicht nur aus Sicht der Umwelt die bessere Wahl, sondern auch finanziell, zumindest langfristig.

16x Aaa Akkus Im Vergleich 7

Allerdings welche Akkus solltet Ihr kaufen? Einen Vergleich von AA Akkus hatte ich bereits Anfang des Jahres gemacht, nun sind auch die kleineren AAA Akkus an der Reihe.

Ich habe hier 16X verschiedene Modelle von Eneloop, Ikea, Varta, Duracell, ANSMANN, HEITECH, Amazon usw. gekauft. Wollen wir doch einmal im Test schauen, welche die aktuell besten und empfehlenswertesten Akkus sind! Neugierig?


Die Testkandidaten

Folgende AAA Akkus habe ich für diesen Test gekauft:

Kapazität Preis pro Stück
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AAA-Akkus 800 1.57€
ANSMANN Akku AAA 1050mAh  1050 2.24€
ANSMANN Akku AAA Micro Typ 1100mAh 1100 2.33€
BONAI Akku AAA 1100mAh 1100 1.37€
Duracell Recharge Ultra 900mAh 900 2.44€
Green Cell 800mAh 800 1.61€
Green Cell 950mAh 950 1.48€
HEIEnergy AAA Akku Micro 800mAh 800 1.44€
hybriX pro 850mAh 850 1.85€
hybriX pro Black 1000mAh 1000 2.175€
Ikea Ladda 900mAh 900 1.62€
Panasonic eneloop 750mAh 750 2.34€
Panasonic eneloop pro 930mAh 930 3.44€
Panasonic High Capacity 1000mAh 1000 2.50€
POWEROWL Batterien AAA 1000mAh 1000 1.99€
VARTA Rechargeable Accu Ready2Use 1000mA 1000 1.85€

Die Preise der Akkus schwanken immer etwas, daher rechne ich einfach mit dem Preis den ich am 13.11.19 für diese bezahlt habe. Ich habe jeweils ein 4er Pack gekauft.

16x Aaa Akkus Im Vergleich 2

Den niedrigsten Preis habe ich für die Green Cell 800mAh Akkus mit 1,11€ pro Stück gezahlt, gefolgt von den BONAI Akku AAA 1100mAh mit 1,37€ und den HEITECH AAA Akku Micro 800mAh mit 1,44€.

Am teuersten waren wenig überraschend die Panasonic eneloop pro 930mAh mit 3,44€ pro Stück, gefolgt von den Panasonic High Capacity 1000mAh mit 2,5€ und den Duracell Recharge Ultra 900mAh mit 2,44€.


Erster Eindruck und Abmessungen

Beginnen wir mit einem Punktabzug für die HEITECH AAA Akkus. Diese werden als einzige in einer Blisterverpackung geliefert.

Diese ist aus vielen Gesichtspunkten die schlechtest mögliche Verpackung. Sie ist furchtbar zu öffnen und besteht aus unnötig viel Kunststoff.

16x Aaa Akkus Im Vergleich 1

Die anderen Akkus wurden entweder in der üblichen Pappcverpackung mit Kunststoff Front oder einer vollständigen Verpackung aus Pappe geliefert.

Bonuspunkte bekommen die hybriX Modelle. Diese werden in einer wieder nutzbaren Box geliefert. Praktisch!

Die Akkus selbst sind qualitativ generell auf einem guten Level. Etwas negativ stechen die Akkus von BONAI und POWEROWL hervor, dessen Ummantelung etwas weniger wertig wirkt.

16x Aaa Akkus Im Vergleich 5

Auf der anderen Seite positiv hervorstechen die Eneloop Pros und die ANSMANN 1050mAh Akkus.

Zwar sollten AAA Batterien/Akkus einem Standard bei den Abmessungen folgen, aber es gibt immer wieder Hersteller die hier und da mal einen mm mehr nutzen um mehr Kapazität unterzubringen.

Länge Dicke
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AAA-Akkus 44.15 10.18
ANSMANN Akku AAA 1050mAh 44.37 10.28
ANSMANN Akku AAA Micro Typ 1100mAh 44.13 10.31
BONAI Akku AAA 1100mAh 44.47 10.24
Duracell Recharge Ultra 900mAh 44.26 10.33
Green Cell 800mAh 44.29 10.25
Green Cell 950mAh 44.3 10.23
HEIEnergy AAA Akku Micro 800mAh 44.29 10.28
hybriX pro 850mAh 44.51 10.38
hybriX pro Black 1000mAh 44.16 10.23
Ikea Ladda 900mAh 44.12 10.17
Panasonic eneloop 750mAh 44.11 10.1
Panasonic eneloop pro 930mAh 44.16 10.24
Panasonic High Capacity 1000mAh 44.2 10.13
POWEROWL Batterien AAA 1000mAh 44.33 10.24
VARTA Rechargeable Accu Ready2Use 1000mA 44.29 10.35

Überraschenderweise sind die Akkus alle sehr ähnlich groß. Der „größte“ Akku ist der hybriX Pro, gefolgt vom VARTA und Duracell.

Die von Panasonic gefertigten Modelle hingegen sind vergleichsweise klein. So ist der eneloop 750mAh Akku eindeutig der kleinste, gefolgt vom Panasonic „High Capacity“ und dem Ikea Ladda.

Das Gewicht ist hier fast noch etwas spannender. Eine hohe Kapazität geht meist mit einem höheren Gewicht einher.

Gewicht in g
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AAA-Akkus 11.58
ANSMANN Akku AAA 1050mAh 13.46
ANSMANN Akku AAA Micro Typ 1100mAh 13.41
BONAI Akku AAA 1100mAh 12.03
Duracell Recharge Ultra 900mAh 13.03
Green Cell 800mAh 12.14
Green Cell 950mAh 13.14
HEIEnergy AAA Akku Micro 800mAh 12.22
hybriX pro 850mAh 12.94
hybriX pro Black 1000mAh 12.65
Ikea Ladda 900mAh 12.35
Panasonic eneloop 750mAh 11.88
Panasonic eneloop pro 930mAh 12.85
Panasonic High Capacity 1000mAh 12.48
POWEROWL Batterien AAA 1000mAh 12.17
VARTA Rechargeable Accu Ready2Use 1000mA 12.65

Interessant! Es gibt lediglich vier Akkus welche mehr als 13g wiegen und nur zwei die weniger als 12g wiegen.

Die beiden schwersten Akkus stammen aus dem Hause ANSMANN, was auch zur hohen Kapazitätsangabe passt. Auf Platz drei liegt der große Green Cell Akku und auf Platz vier der Duracell Ultra.

Auffällig sind die Akkus von POWEROWL und BONAI, welche angeblich 1000 bzw. 1100mAH haben, aber zu den leichtesten Modellen gehören. Der leichteste Akku stammt aber von Amazon gefolgt vom kleinen eneloop.


Der Test

Kommen wir zum eigentlichen Test. Alle Akkus wurden zunächst mit einem Kraftmax BC-4000 Pro Batterieladegerät* bei 200mAh Ladestrom geladen. Anschließend wurden die Akkus von einem Skyrc MC3000* entladen.

Hier gab es drei Durchläufe:

  • 0,1A Entladestrom
  • 0,2A Entladestrom
  • 0,5A Entladestrom
  • 1A Entladestrom

0,1A stellt ein einfaches Gerät da, wie eine LED Kerze oder Ähnliches. 0,5A ist wiederum eine härtere Belastung, welche einem ferngesteuertem Auto oder einer Taschenlampe entspricht.

16x Aaa Akkus Im Vergleich 9

Die Akkus wurden so lange entladen bis diese eine Spannung von 1V erreichten, dann wurde das Laden gestoppt. Theoretisch lässt sich also noch etwas mehr Energie aus den Akkus ziehen. Einige Hersteller sagen das ein Entladen von bis zu 0,95V noch sicher ist, aber 1V ist gängiger.

Genau genommen werdet Ihr kaum ein Gerät finden, welches einen Akku bis 1V entlädt. Die meisten Modelle machen hier bei 1,2V schon Schluss, da diese für 1,5V Batterien entwickelt sind.

Durchschnitliche Kapazität

 

0,1a 0,2a 0,5a 1a

[spoiler title=’Werte in Tabellenform‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

0,1A 0,2A 0,5A 1A
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AAA-Akkus 696 698 649 660
ANSMANN Akku AAA 1050mAh 1019 1055 1052 961
ANSMANN Akku AAA Micro Typ 1100mAh 1039 1046 1009 1040
BONAI Akku AAA 1100mAh 831 840 812 758
Duracell Recharge Ultra 900mAh 888 868 846 829
Green Cell 800mAh 869 816 800 779
Green Cell 950mAh 979 934 932 895
HEIEnergy AAA Akku Micro 800mAh 832 832 771 755
hybriX pro 850mAh 982 944 955 859
hybriX pro Black 1000mAh 848 827 818 794
Ikea Ladda 900mAh 863 869 840 819
Panasonic eneloop 750mAh 711 695 688 679
Panasonic eneloop pro 930mAh 939 905 876 842
Panasonic High Capacity 1000mAh 890 880 852 850
POWEROWL Batterien AAA 1000mAh 784 797 750 695
VARTA Rechargeable Accu Ready2Use 1000mA 923 929 872 845

[/spoiler]

Gehen wir rein nach der Kapazität ist dies ein sehr ANSMANN lastiger Test. Die beiden ANSMANN Akkus mit 1100mAh bzw. 1050mAh können bei allen vier getesteten Strömen die beiden ersten Plätze belegen.

Interessant ist nur, dass der kleinere AMSMANN 1050mAh Akku bei den niedrigeren Lasten sogar die 1100mAh Version schlägt. Erst bei 1A Last kann der ANSMANN 1100mAh vorbeiziehen.

Damit ist der ANSMANN Akku AAA 1050mAh in der Regel die beste Wahl wenn es Euch um eine hohe Kapazität geht.

Sehr interessant ist aber auch Platz 3 und 4, um welchen die 950mAh Akkus von Green Cell und die hybriX Pro 850mAh kämpfen.

Beide Akkus schaffen es sogar ihre beworbene Kapazität zu übersteigen! Dies teils sogar recht deutlich im Falle der hybriX Pro! Diese werden mit 850mAh beworben konnten aber 982, 944, 955 und 859mAh erreichen.

Erstaunlich im Jahr 2017 hatte ich bereits einen Test mit diesen durchgeführt, wo die hybriX Pro sehr mäßig abgeschnitten hatten mit 7xxmAh. Es scheint hier also eine neue Version zu geben (und ja ich habe die Akkus regulär bei Amazon gekauft).

Damit machen die hybriX Pro die hybriX Pro Black, welche teurer und schlechter sind, komplett überflüssig!

Auf der anderen Seite sehen wir die Akkus von AmazonBasics und eneloop, welche eindeutig die kleinste Kapazität bieten. Ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckern sich die POWEROWL, BONAI und HEIEnergy Akkus.

Die 800mAH Version der GreenCell Akkus sind auch eher im hinteren Feld zu finden, übersteigen aber die beworbene Kapazität

Ikea, eneloop Pro, Panasonic und VARTA sind im Mittelfeld zu finden.


Spannung

Nicht ganz unwichtig ist die Spannung der Akkus. Akkus haben eine niedrigere Spannung als normale Batterien, weshalb diese teils in normalen Geräten nicht so gut funktionieren.

Dies kann darin resultieren, dass diese Geräte einfach nicht so lange laufen, da diese die Akkus nicht vollständig entladen oder nicht so hell/schnell sind im Falle von Taschenlampen und Motoren.

Es ist also tendenziell ein Akku zu bevorzugen welcher eine etwas höhere Spannung hat. Aber gibt es hier überhaupt Unterschiede?

Spannung 0,2a Spannung 1a

Ja!

Starten wir mit dem Kapazitätssieger, dem ANSMANN 1050mAh Akku. Was das Spannungslevel angeht ist dieser Akku recht schlecht! Dieser liegt nur im unteren Mittelfeld. Die Spannung ist also recht niedrig, fällt aber zum Ende hin weniger stark ab.

Der 1100mAh Akku von ANSMANN hingegen hält sich konstant auf den vorderen Plätzen was die Spannung betrifft.

Ebenfalls sehr stark ist der Eneloop Pro! Welcher zwar nicht so viel Kapazität aber eine konstant hohe Spannung bietet.

Ebenfalls positiv überrascht der 950mAh Akku von GreenCell und der hybriX Pro.

Ikea und die Panasonic eigene Akkus lagen erneut im gehobenen Mittelfeld.


Panasonic = eneloop = Ikea = Amazon?

Eneloop Akkus gelten im Allgemeinen was die Qualität und Haltbarkeit angeht als die besten Akkus auf dem Markt. Allerdings sind eneloop Akkus auch die so ziemlich teuersten.

Hinter eneloop stand ursprünglich Sanyo, welche aber bereits vor einigen Jahren diese Sparte an Panasonic verkauft haben. Heißt die Annahme, dass Panasonics eigene Akkus eine ähnliche Zellenchemie haben und gegebenenfalls aus den gleichen Werken stammen wie eneloop Akkus, liegt nah.

Die Kapazität von (Ni-MH) Akkus hängt grob gesagt von zwei Faktoren ab, der Zellenchemie und den Wicklungen. In jedem Akku finden sich drei Folien, welche unterschiedlich beschichtet sind und in Elektrolyt getränkt wurden.

16x Aaa Akkus Im Vergleich 3

Umso mehr Wicklungen ein Hersteller in einen Akku gestopft bekommt umso mehr Kapazität wird dieser im Allgemeinen haben.

Vermutlich sind also Panasonics eigene Akkus und die eneloop Akkus soweit identisch, die Panasonic Akkus haben gegebenenfalls nur mehr Wicklungen für eine höhere Kapazität.

Spannend wird es erst wenn wir uns Ikea und Amazon ansehen. Weder Amazon noch Ikea haben Batteriefabriken. Beide Akkus sind „Made in Japan“, wie sonst lediglich die eneloop und Panasonic Akkus im Vergleich.

Hinzu kommen ähnliche Charakteristiken, wie Lebensdauer, Spannungs-Kurven, Haptik, Gewicht usw. Dabei ist der Ikea Ladda dichter am Eneloop Pro und der Amazon Akku am normalen Eneloop.

Nein es handelt sich hier nicht um 1 zu 1 die gleichen Akkus, aber ich nehme an, dass Ikea Ladda und einige Amazon Akkus eneloops unter falscher Flagge sind! 


Selbstentladung nach einem Jahr

Es ist nun knapp über ein Jahr her, dass ich den Test veröffentlicht habe. Nach dem Abschluss des Tests habe ich jeweils drei der Akkus vollgeladen in meine Schublade gelegt.

Wollen wir doch einmal schauen wie stark die Akkus sich in diesem Jahr selbst entladen haben. Hierfür entlade ich die Akkus mit 0,2A und vergleiche die Werte mit den „Neu“- Werten.

kapazität nach 1 jahr mah

[spoiler title=’in Tabellenform‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Kapazität nach 1 Jahr Kapazität „neu“
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AAA-Akkus 609 698
ANSMANN Akku AAA 1050mAh 532 1055
ANSMANN Akku AAA Micro Typ 1100mAh 539 1046
BONAI Akku AAA 1100mAh 534 840
Duracell Recharge Ultra 900mAh 713 868
Green Cell 800mAh 620 816
Green Cell 950mAh 374 934
HEIEnergy AAA Akku Micro 800mAh 650 832
hybriX pro 850mAh 596 944
hybriX pro Black 1000mAh 648 827
Ikea Ladda 900mAh 733 869
Panasonic eneloop 750mAh 637 695
Panasonic eneloop pro 930mAh 603 905
Panasonic High Capacity 1000mAh 550 880
POWEROWL Batterien AAA 1000mAh 409 797
VARTA Rechargeable Accu Ready2Use 1000mA 756 929

[/spoiler]

kapazität nach 1 jahr

Ich denke das Ergebnis ist doch recht eindeutig, Eneloop verteidigt seinen guten Ruf was die Selbstentladung angeht. So hatte der Eneloop Akku nach einem Jahr noch satte 92% der ursprünglichen Kapazität. Auf Platz 2 liegt der Amazon Basics Akku und auf Platz 3 der Ikea Ladda. Gemeinsamkeit? Bei Platz 2 und 3 handelt es sich um Eneloop Akkus, nur unter anderem Namen und vielleicht minimal anderer Rezeptur.

Auf Seiten der „Verlierer“ sehen wir vor allem die High Power Akkus wie der 950 mAh Akku von GreenCell, die ANSMANN Akkus und die billig Akkus von POWEROWL und BONAI.

 

Es gab allerdings einige Auffälligkeiten!

  1. Bei den ANSMANN Akku AAA 1050mAh gab es von drei „eingelagerten“ Akkus einen „toten“, der sich auf 0,8V entladen hat, was praktisch leer ist.
  2. Bei den Panasonic eneloop pro 930mAh gab es eine große Streuung zwischen den drei Akkus. Akku 1 = 521 mAh, Akku 2 = 680 mAh, Akku 3 = 609 mAh, ich habe in der Tabelle den Mittelwert genommen.
  3. Bei den Green Cell 950mAh gab es ebenfalls eine recht große Streuung.
  4. Der Eneloop hat zwar die niedrigste Selbstentladung, aufgrund der niedrigen Basis Kapazität haben aber viele Akkus nach einem Jahr noch mehr Kapazität.  

Fazit

Welcher ist der beste AAA Akku? Dies hängt von Euren Bedürfnissen ab!

Die höchste Kapazität (aber auch höchste Selbstentladung!)

  1. ANSMANN 1100mAh Akku
  2. ANSMANN 1050mAh Akku
  3. hybriX Pro 850mAh Akku
  4. GreenCell 950mAh Akku

Der eindeutige Testsieger was die Kapazität angeht ist der ANSMANN 1100mAh Akku. Dieser bietet über alle Last Situationen hinweg die höchste Kapazität wie auch eine recht hohe Spannung!

Durchschnitliche Kapazität

Ebenfalls von ANSMANN ist Platz 2. Der 1050mAh ANSMANN Akku bietet eine fast identische Kapazität, schwächelt aber etwas mehr bei höheren Lasten und bietet eine niedrigere Spannung.

Platz 3 geht etwas überraschend an die neue Version der hybriX Pro, welche die Kapazitätsangabe des Herstellers deutlich überschreiten konnte!

Der 4. Platz geht ebenfalls etwas überraschend an den GreenCell 950mAh Akku, welcher durchgehend eine sehr gute Figur gemacht hat.

Die beste Preis/Leistung

  1. GreenCell 950mAh
  2. HEIEnergy 800mAh
  3. GrennCell 800mAh
  4. Ikea Ladda 900mAh

Geht es Euch um die meiste Leistung fürs Geld solltet Ihr Euch aktuell die GreenCell Akkus ansehen. Die 950mAh Version ist zum Zeitpunkt dieses Tests für 6,49€ im 4er Pack zu bekommen, was ein klasse Deal ist! Auch die HEIEnergy Akkus bieten eine gute Preis/Leistung, auch wenn ich hier vorsichtig wäre. Was die Haltbarkeit angeht, hatte ich leider keine guten Erfahrungen mit HEIEnergy gemacht.

Ich würde Euch hier eher zu den großen GreenCell oder fast noch besser den Ikea Ladda raten. Letztere bieten eine gute Leistung zu einem sehr fairen Preis!

16x Aaa Akkus Im Vergleich 6

Eneloop?

Last uns zum Abschluss über die Eneloop Akkus sprechen. Leider sind gerade die normalen Eneloop Akkus auf dem Papier nur bedingt zu empfehlen. Sie sind teuer und bieten eine sehr geringe Kapazität. Was natürlich für die Eneloops spricht ist das hohe Zyklen Rating und die Zuverlässigkeit. Ist dies den Aufpreis wert? Ich würde hier zu den Ikea Ladda greifen, bei welchen es sich um Eneloop Pro „Lite“ handelt. Auf dem Papier sind diese nicht ganz so haltbar (500 vs 2100 Zyklen), aber signifikant günstiger und bieten eine höhere Kapazität.

Die Eneloop Pros sind für Nutzer interessant die eine hohe Zuverlässigkeit und Leistung suchen, aber das Geld mehr oder weniger egal ist. Aber selbst die Eneloop Pro bieten nicht so viel Kapazität wie beispielsweise die ANSMANN Akkus. Leider sind die ANSMANN 1100mAh Akkus aber nach meiner Erfahrung nicht ganz so zuverlässig. Hier habt Ihr dann die Wahl, die Spitzen Zuverlässigkeit von Enelopp oder das maximum an Leistung?

Kurzum: Ihr wollt das Maximum an Kapazität für high Power Geräte? Dann greift zum ANSMANN 1100mAh Akku bzw. 1050mAh Akku oder Green Cell 950mAh, hybriX Pro oder eneloop Pro. Abhängig davon wie viel Ihr ausgeben wollt und ob Ihr einer Marke mehr vertraut als der anderen.

Ihr seid der typische Normalnutzer und wollt gute und preis/leistungsstarke Akkus? Dann kauft die GreenCell 950mAh Akkus oder die Ikea Laddas.

Abschließende Empfehlungen:


 

Cisco Meraki Go, das einfachste WLAN System fürs Small Business!

Die Preise und auch die Verfügbarkeit von „Business Garde“ Netzwerk Equipment hat sich in den letzten Monaten/Jahren deutlich verbessert. Sicherlich hatte hier der Hersteller Ubiquiti einen großen Einfluss, welcher vor allem die Preise deutlich gedrückt hat.

Dieser Entwicklung können sich natürlich auch die großen anderen Hersteller nicht verschließen.

cisco meraki go test 14

So bietet Cisco mit Meraki sicherlich eine der besten Enterprise Netzwerk-Plattformen aktuell auf dem Markt an. Allerdings spiegelt sich dies auch im Preis wieder. Kein Problem wenn Ihr gerade einen Flughafen plant, aber fürs Home Office oder das kleine Geschäft/Büro lohnt es sich meist weniger mehrere tausende € in WLAN Access Points oder Netzwerk Switche zu investieren.

Hier kommt die noch recht junge Meraki Go Plattform ins Spiel. Meraki Go richtet sich an kleinere Geschäfte, Büros oder Heimnutzer mit höheren Anforderungen, aber einem überschaubaren Budget.

So kostet Euch ein Meraki Go Access Point gerade einmal 100€, das GateWay mit Firewall usw. 120€ usw. Klingt doch interessant, aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier das Meraki Go System überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Cisco für das Zurverfügungstellen des Meraki Go Sets.

 

Die Hardware, Meraki Go

Bei Meraki Go geht es weniger um die Hardware und mehr um die Software. Dennoch wollen wir uns die Hardware einmal kurz ansehen. Hier könnten wir in drei Kategorien unterteilen, Gateways, AccessPoints und Switches. Da Meraki Go noch eine recht junge Plattform ist, ist die Hardware Auswahl noch sehr überschaubar, was vielleicht aber auch Absicht seitens Cisco ist.

cisco meraki go test 1

Aktuell finden sich folgende Modelle im Meraki Go LineUp:

  • Meraki Go Security Gateway GX20
  • Meraki Go Indoor GR10 AccessPoint
  • Cisco Meraki Go Outdoor GR60 AccessPoint
  • Meraki Go Network Switch 8x RJ-45, 2x SFP, 67W PoE+
  • Meraki Go Network Switch 8x RJ-45, 2x SFP
  • Meraki Go Network Switch 24x RJ-45, 2x SFP 195W PoE+
  • Meraki Go Network Switch 48x RJ-45, 2x SFP, 370W PoE+
  • Meraki Go Network Switch 48x RJ-45, 2x SFP

Wir haben also ein Gateway, zwei AccessPoints (Innen und Außen) und Switche in diversen Größen.

Mir hat Cisco für diesen Test ein Security Gateway, einen Indoor AccessPoint und einen Switch zukommen lassen, was auch so das Basis-Set darstellt. Auf Wunsch könnt Ihr noch mehrere AccessPoints und Switche verbinden.

cisco meraki go test 3

Bei dem Security Gateway GX20 handelt es sich um eine ca. 17,3 x 11,1 x 2,2 cm große Box aus einem schicken weißen Kunststoff. Auf der Rückseite des Gateways finden sich 6 LAN Ports. LAN Port 1 ist für den Up-Link (also Eure Internetverbindung), Port 2-6 sind für die Netzwerke, welche durch VLANs getrennt sind.

Die Netzwerkswitche müssen wir unterscheiden, in das kleine Modell mit 8+2 Ports und die beiden großen Modelle. Das kleine Modell ist ein normaler „Desktop“ Switch, während die beiden großen Modelle auf einen Rack Formfaktor setzen. Zudem gibt es die Switche mit oder ohne PoE.

Der „kleine“ Desktop Switch misst 22 x 15 x 3 cm und besteht völlig aus Aluminium. Der Switch besitzt auf der Front 8 Gbit LAN Ports und zwei SFP Ports (1Gbit).

cisco meraki go test 5

Kommen wir zuletzt zum AccessPoint. Diesen gibt es in zwei Versionen, für innen und für den außen Bereich. Beide Versionen sind sehr minimalistisch aufgebaut und verfügen nur über einen LAN Port. Über diesen wird der AccessPoint auch mit Strom versorgt (PoE).

 

Einrichtung und Controller

Das meiste Business Garde Netzwerk Equipment unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt vom Heimnutzer äquivalent.

Business Garde Netzwerk Equipment setzt auf einen so genannten „Controller“. Anstelle dass also jeder Access Point, Switch usw. eine eigene WebUI hat, gibt es eine zentrale Plattform in der Ihr alle Netzwerkgeräte gemeinsam steuern und verwalten könnt.

meraki go app (3) meraki go app (1)

Bei Ubiquiti ist dies ein kleiner Stick auf welchem die passende Software läuft.

Meraki Go macht dies etwas anders. Es gibt hier keinen „physischen“ Controller, anstelle dessen verbinden sich alle Geräte über das Internet mit den Servern von Cisco, welcher als eine Art Cloud Controller dient.

Wie üblich hat alles Vor- und Nachteile. Vorteile:

  • Es ist keine zusätzliche Hardware nötig.
  • Es gibt keine Folgekosten, auch nicht durch einen zusätzlichen Stromverbrauch des Controllers.
  • Eine Steuerung via Internet und Smartphone App ist besonders unproblematisch.
  • Die Einrichtung ist leichter.

Auf Seiten der Nachteile haben wir:

  • Ihr seid für die Steuerung auf Eure Internetverbindung und die Cisco Server angewiesen.
  • Ihr müsst beim Datenschutz auf Cisco vertrauen.
  • Ihr müsst darauf vertrauen das der Service von Cisco auch in X Jahren noch unterstützt wird.

Cloud Controller haben sicherlich ihre Nachteile, allerdings die Einrichtung und Nutzung ist zugegeben kinderleicht! Es hat mich regelrecht geschockt wie einfach es war das Meraki Go System zum Laufen zu bekommen.

meraki go app (5) meraki go app (4)

Ihr installiert Euch die Smartphone App, steckt die Geräte in den Strom und verbindet diese mit dem Internet. Anschließend scannt Ihr die QR Codes, gebt einen Namen für das Netzwerk ein und fertig!

Dies schafft wirklich jeder, es ist hier keinerlei höheres IT Wissen oder Können nötig. Sicherlich funktioniert das Einrichten eines Ubiquiti UniFi Systems auch einfach genug, aber ich glaube hier könnten computertechnisch komplett unerfahren Nutzer eventuell scheitern. Meraki Go könnte sogar meine Mutter problemlos zum Laufen bekommen.

 

WebUI, App und Steuerung

Direkt gesagt, Meraki Go besitzt keine WebUI! Die einzige Möglichkeit das System zu steuern ist über die Meraki Go App. Ich hätte ganz klar zusätzlich noch eine WebUI bevorzugt, aber der Trend geht nun mal zu Apps, gerade im Privaten bzw. Small Office Bereich.

meraki go app (13) meraki go app (11)

Die Meraki Go App ist ordentlich gemacht und bietet einige Feature. Diese hängen natürlich etwas davon ab was für Geräte Ihr verbunden habt. So funktionieren Dinge wie die Webfilterung nur wenn Ihr das Security Gateway habt, die WLAN Feature funktionieren nur wenn Ihr mindestens einen Access Point habt.

Wenn Ihr die Basis-Einrichtung vorgenommen habt funktioniert das Meraki Go zunächst wie ein typischer WLAN Router. Der AccessPoint sendet ein von Euch definiertes WLAN-Netz mit Passwort aus, das Gateway dient als klassische Hardware Firewall und der Switch ist ein normaler Switch mit PoE.

meraki go app (18) meraki go app (19)

Dies funktioniert auch soweit gut! Ihr seht zudem Details zur Netzwerknutzung, wie die Auslastung oder zu welcher Art von Service Trafik geht usw. Ihr könnt erst einmal nicht genau sehen welche Webseiten aufgerufen wurden, aber es wird in generellen Webtrafik, DNS Trafik usw. unterteilt.

Grundsätzlich funktionieren die Basis-Funktionen auch 1a. Wollt Ihr Meraki Go zu Hause nutzen oder in einem kleinen Büro, dann müsst Ihr auch nichts weiter einstellen.

Es gibt aber auch einige Elemente welche Ihr so bei einem normalen WLAN Router nicht finden würdet. Hier eine kleine Liste:

  • Eine von Euch festgelegte „Landingpage“ nach der ersten Verbindung eines Nutzers.
  • „Besucher“ Statistiken, wie lange sich Leute in Eurem WLAN aufhalten, wie viele wiederkehrende Nutzer es gibt usw.
  • Begrenzen der Internetbandbreite je nach Nutzer und/oder Webservice
  • Statistiken zur durchschnittlichen Internetnutzung
  • Blockieren von Webseiten
  • Mehrere WLAN Netzte (SSIDs) pro AccessPoint, mit unterschiedlichen Einstellungen, Bandbreitenbegrenzungen usw.

Zunächst könnt Ihr mehrere WLAN-Netze erstellen. Hier würde sich z.B. eine Unterteilung von Mitarbeitern und Besuchern anbieten. Für jedes WLAN Netz könnt Ihr Limitierungen festlegen, wie beispielsweise eine maximale Bandbreite. So könntet Ihr verhindern das ein Gast Euer komplettes Internet beansprucht.

meraki go app (22) meraki go app (24)

Des weiteren könnt Ihr eine Landingpage erstellen, also eine Webseite die der Nutzer beim ersten Aufrufen einer Webseite in Eurem Netz zu sehen bekommt.

Interessant sind auch die Statistiken zu Besuchern. So versucht Meraki Go zu ermitteln wie viele Passanten und Besucher Ihr habt. Hierfür Scannt Meraki Go konstant nach WLAN Geräten wie Smartphones. Diese müssen sich nicht mit dem WLAN verbinden, um getrackt zu werden.

Kommt also ein Kunde mit einem Smartphone in Euer Geschäft wird dieser gezählt. Je nachdem wie lange und wie nah dieser sich am AccessPoint aufhält wird dieser dann als Passant oder Besucher gewertet.

meraki go app (25) meraki go app (26)

Meraki Go kann sogar erkennen ob der Besucher bereits einmal bei Euch war bzw. wie oft. Dabei gibt es kein Tracking auf Nutzer Basis, sondern nur innerhalb von „anonymen“ Diagrammen.

Sicherlich ist dies kein Feature das für den normalen Heimnutzer relevant ist, aber für ein Geschäft oder Restaurant sicherlich spannend.

 

Performance

Wie steht es aber um die Leistung des Meraki Go Systems? Starten wir beim Gateway.

Das Security Gateway GX20 schaffte in meinem Test ca. 40MB/s im Download und 30MB/s im Upload. Dieses kann also ungefähr eine DSL 400.000 Leitung voll zu nutzen.

cisco meraki go test 7

Kleine Anmerkung, für diesen Test habe ich einen lokalen Server hinter das Gateway eingebunden und die Datenrate durch das Gateway zu dem gemessen, da ich leider keine DSL 400.000+ Internet Leitung besitze.

Der Gbit LAN Switch schafft natürlich das übliche Gbit LAN Tempo von +- 112MB/s.

Auf Seiten des Meraki Go Indoor GR10 haben wir einen recht klassischen 2×2 WLAN 5 „AC“ Router. Dieser verfügt über maximal 300Mbit auf dem 2,4Ghz Band und 867Mbit auf dem 5Ghz Band.

datenrate

Bei einem kurzen WLAN Speed Test konnte ich Datenraten von knapp über 60MB/s erreichen, was auf einem Level mit vergleichbaren Geräten aus dem Hause Ubiquiti ist.

Grundsätzlich ist der Meraki Go Indoor GR10 in der Spitzendatenrate schlechter als ein guter „Endnutzer“ WLAN Router. Ähnliches gilt aber auch für die Business Modelle von Ubiquiti, TP-Link usw. Business WLAN Router sind weniger auf die maximale Leistung und mehr auf Stabilität und Leistungsfähigkeit mit vielen WLAN Geräten gleichzeitig ausgelegt.

 

Fazit

Ihr betreibt ein Geschäft, ein Restaurant oder eventuell ein kleines Büro und wollt Euren Mitarbeitern und Kunden auf eine einfache und günstige Art WLAN zur Verfügung stellen? Dann ist das Meraki Go System absolut zu empfehlen!

Ich denke der größte Pluspunkt ist die einfache Nutzung, welche aber auch ein Kritikpunkt sein kann. So benötigt Ihr beim Meraki Go System keinen Hardware Controller, wie bei vielen Konkurrenten.

cisco meraki go test 9

Ihr verbindet die gewünschten Komponenten mit dem Strom und Internet, scannt die QR Codes und fertig!  Viel schwerer ist die Basis-Installation des Meraki Go Systems nicht. Die Aufgabe des Netzwerkcontrollers wird von den Cisco Servern übernommen. Ihr steuert das ganze System einfach über die Smartphone App.

Dabei ist auch die Smartphone App sehr einfach gehalten und auch von „nicht IT Experten“ gut zu nutzen.

Hinzu kommen interessante Funktionen für Inhaber von Geschäften, wie ein WLAN „Tracking“ welches Euch erlaubt zu beobachten wie viele Nutzer in der nähe Eures AccessPoints waren, wie oft diese wiedergekommen sind usw. (dafür müssen sich die Nutzer nicht mit Eurem WLAN Verbinden!).

Natürlich könnt Ihr auch mehrere WLAN Netze erstellen, Trafik zu Diensten wie YouTube limitieren usw. Hier bietet Meraki Go einige interessante Feature, welche so bei den mir bekannten Konkurrenten nicht oder nicht so einfach vorhanden sind.

Was die Hardware angeht ist Meraki Go soweit solide. Wir haben keine absolute High End Hardware, aber für den normalen Büro/ Geschäftsalltag passt das Ganze!

cisco meraki go test 10

Dies spiegelt sich auch im Preis wieder. Für ein einfaches Starterset solltet Ihr das Meraki Go Security Gateway GX20 und mindestens einen Meraki Go Indoor GR10 AccessPoint kaufen, womit Ihr bei knappen 240€ seid. Ein Switch mit PoE wäre sicherlich sinnvoll, dieser müsste aber nicht mal zwingend von Meraki sein(auch wenn dies hier vielleicht sinnvoll wäre).

Kurzum, Ihr sucht ein einfaches, gut funktionierendes Business Garde Netzwerksystem, das nicht zu viel kostet und auch keinen IT Spezialisten benötigt? Dann kann ich das Meraki Go System mit gutem Gewissen empfehlen! Für solch eine Anforderung ist dieses auch klar Ubiquiti UniFi vorzuziehen! Letzteres ist verglichen mit Meraki Go sicherlich etwas umfangreicher, aber auch komplizierter und gegebenenfalls teurer.

cisco meraki go

Corsairs leichteste und günstige (40€) Gaming Maus, die KATAR PRO XT im Test

0

Bei Gaming Mäusen geht aktuell der Trend ganz klar Richtung „klein und leicht“. Hier haben vor allem neuere Hersteller wie Glorious PC Gaming Race oder Xtrfy an Boden gut machen können.

Corsair zieht aber nun mit seiner neuen KATAR PRO XT nach und bietet auch eine etwas minimalistischere und vor allem leichte Maus, welche aber dennoch mit Corsairs High End 18000 DPI Sensor ausgestattet ist.

corsair katar pro xt im test 10

Dies ist ein großer Vorteil, denn viele der Konkurrenten nutzen „nur“ Mittelklassesensoren. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Corsair KATAR PRO XT überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen der KATAR PRO XT für diesen Test.

 

Die Corsair KATAR PRO XT im Test

Bei der KATAR PRO XT handelt es sich um eine sehr minimalistische Gaming-Maus. Diese besteht aus einem einfachen schwarzen Kunststoff Gehäuse. Corsair hat sich sogar RGB LEDs weitestgehend verzichtet.

corsair katar pro xt im test 1

Lediglich seitlich im Scrollrad sind RGB LEDs verbaut, die einen Farbwechsel Effekt zeigen bzw. via Corsairs iCUE konfigurierbar sind.

Dies wirkt sich natürlich deutlich auf das Gewicht aus. Corsair wirbt mit 73g, ich konnte 75,7g messen.

Glorious PC Gaming Race Model D Gaming-Maus 68g
Xtrfy M4 RGB 69g
Endgame Gear XM1 70g
Corsair KATAR PRO XT 75g
SteelSeries Sensei Ten 92g
CORSAIR KATAR PRO WIRELESS 97g
XPG PRIMER 102g
Alienware AW610M 117g
Corsair NIGHTSWORD RGB 119g
Alienware AW558 120g

 

Damit ist die Corsair KATAR PRO XT ganz klar eine der leichteren Gaming-Mäuse, aber auch nicht „die leichteste“.

Optisch ist die KATAR PRO XT sehr unspektakulär, abseits des leuchtenden Mausrads. Corsair hat hier (leider) auf die Wabenoptik beispielsweise der Glorious PC Gaming Race Model D Gaming-Maus verzichtet. Anstelle dessen haben wir eine sehr einfache Kunststoffoberfläche, welche an den Seiten etwas angeraut ist.

corsair katar pro xt im test 2

Die KATAR PRO XT wird eine sehr haltbare Gaming-Maus sein, denn es gibt keine Gummi-Beschichtung die sich ablösen könnte oder Ähnliches. Lediglich das Kabel ist vergleichsweise dünn, aber schön stoffummantelt.

corsair katar pro xt im test 4

Das dünne Kabel ist aber wichtig! Es bringt nichts eine super leichte Maus zu haben, die an einem steifen Kabel hängt. Das Kabel der KATAR PRO XT ist sehr flexibel.

Was die generellen Abmessungen angeht, ist die KATAR PRO XT eine relativ flache aber breite Maus. Diese ist in diesem Punkt also nicht abgespeckt. Ich würde die Größe als „normal“ bezeichnen.

 

Tasten und Mausrad

Die KATAR PRO XT verfügt über 6 Maustasten. Neben den üblichen primären Maustasten und dem drückbaren Mausrad haben wir zwei Daumentasten und eine Taste hinter dem Mausrad. Letztere ist primär zum schnellen Verstellen der DPI Stufe gedacht.

Alle Tasten sind gut zu erreichen und haben einen schönen Druckpunkt. Dies gilt auch für die Daumentasten, welche anscheinend auch über gute Taster verfügen.

corsair katar pro xt im test 7

Corsair wirbt bei der KATAR PRO XT mit Omron Schaltern mit 50 Millionen Auslösungen Haltbarkeit. Die Omron 50M sind absolut erprobte und gute Taster, die sich auch in den meisten High End Modellen finden lassen. Ich bin daher fast etwas (positiv) überrascht sie auch in einer Maus dieser Preisklasse zu finden.

Grundsätzlich würde ich das Klickgefühl als recht klassisch bezeichnen. Die Maus hat ein zufriedenstellendes und klares Klicken, ohne dass dabei das Gehäuse übermäßig hallt. Die Maus ist dementsprechend auch nicht besonders laut.

Kurzum ich zeige mich völlig zufrieden mit der Tastenqualität der KATAR PRO XT.

Ein gutes Mausrad ist allerdings meist deutlich schwerer umzusetzen. Das Mausrad bei der KATAR PRO XT ist erfreulich gut umgesetzt. Dieses hat deutliche Abstufungen, die aber auch nicht zu fest sind. Hierdurch eignet sich das Mausrad auch ohne übermäßige Anstrengungen fürs länge Scrollen.

corsair katar pro xt im test 9

Das Rad könnte etwas mehr Gripp haben, aber das ist schon meckern auf einem hohen Level. Mir gefällt das Mausrad! Dieses hält eine gute Balance zwischen „Gaming“ und „Office“ Optimierung.

 

Der Sensor

Corsair setzt bei der KATAR PRO XT auf den PixArt PMW 3391 Sensor. Dieser kommt auch bei der Scimitar RGB Elite (90€), der Ironclaw RGB (50€) oder der Nightsword RGB (80€) zum Einsatz.

Für eine Maus für unter 50€ ist der PixArt PMW 3391 ein sehr „dicker“ Sensor! Dieser fällt absolut in die High End Klasse.

 

PixArt PMW 3391 PixArt PMW 3360 Logitech Hero 16K
Auflösung 100-18000 dpi 200-12000 dpi 100-16000 dpi
Tracking Geschwindigkeit 10,16 m/s 6,35 m/s 10,16 m/s
Beschleunigung 50 g 50 g 40 g

 

Der PixArt PMW 3391 bietet bis zu 18000 dpi, eine Tracking Geschwindigkeit von bis zu 10,16 m/s und eine Beschleunigung von bis zu 50g. Damit ist dies einer der besten Sensoren den Ihr aktuell bekommen könnt.

Die Polling Rate liegt wie bei einer Gaming Maus üblich bei 1000Hz. Dies habe ich auch nachgeprüft, die Polling Rate liegt bei 1000Hz.

 

In der Praxis

Die Corsair KATAR PRO XT ist zwar eine recht günstige Maus, allerdings das Tracking ist auf dem Level der High End Modelle, wenn nicht sogar glatt besser.

Das Tracking der Maus ist unheimlich präzise und reaktionsfreudig. Auffälligkeiten oder komisches Verhalten konnte ich keins beobachten. Der Mauszeiger klebt wunderbar an den Bewegungen. Dies überrascht aber auch nicht. Moderne PixArt Maus-Sensoren sind alle sehr gut, selbst die kleineren Modelle. Ich bin hier nicht „Pro“ genug um subjektiv einen Unterschied feststellen zu können. Der Unterschied zu einfacheren Office oder „billig“ Gaming Mäusen ist natürlich spürbar, aber beispielsweise zu einer Xtrfy M4 RGB müsste ich lügen, wenn ich beim Tracking einen großen Unterschied merke.

corsair katar pro xt im test 8

Die größte Auffälligkeit ist das Gewicht und die Form der Maus. Das niedrige Gewicht in Kombination mit dem sehr flexiblen Kabel lässt die Corsair KATAR PRO XT fast schon kabellos erscheinen. Die Maus lässt sich sehr einfach bewegen und vor allem beschleunigen, was Eure Reaktionszeiten positiv beeinflussen kann.

Dabei ist der Unterschied zwischen der 73/75g KATAR PRO XT zu beispielsweise einer 119g Corsair NIGHTSWORD RGB deutlich spürbar!

Verglichen mit der Glorious PC Gaming Race Model D Gaming-Maus ist die KATAR PRO XT ein wenig mehr frontlastig, was anfangs etwas Gewöhnung erforderte.

Auch ist die KATAR PRO XT im vorderen Bereich sehr breit gebaut. Hierdurch eignet sich diese primär für den „Fingertip Griphttps://basic-tutorials.de/basic-tutorials-ratgeber-so-findest-du-die-perfekte-gaming-maus/2/

Der „Palm Grip“ geht bei der KATAR PRO XT nicht gut. Zwar sieht die From der Corsair sehr simpel aus, in der Praxis ist die Maus aber etwas weniger universeller als beispielsweise die Model D.

Die Maus ist aus meiner Sicht sehr auf den „Fingertip Grip“ optimiert.

 

Fazit

Das größte Herausstellungsmerkmal der Corsair KATAR PRO XT ist klar der Preis. Für deutlich unter 50€ bietet die KATAR PRO XT einen High End Sensor und hervorragende Omron Taster.

Damit ist Corsair günstiger als die Konkurrenz, bei zumeist technischer Überlegenheit.

corsair katar pro xt im test 11

Dabei ist die Maus auch generell gut umgesetzt! Das niedrige Gewicht in Kombination mit dem flexiblen Kabel gibt ihr ein fast schon kabelloses Gefühl und Euch hervorragende Reaktionszeiten. Das Gehäuse ist zwar einfach, aber robust und haltbar gebaut.

Die Form ist auch gut gewählt, aber hier gefällt mir die Model D zugegeben noch etwas besser.

Dennoch unterm Strich ist die KATAR PRO XT eine absolute spitzen Maus für wenig Geld!

corsair katar pro xt

Mein MacBook Pro M1 stirbt in 44 Tagen, SSD Probleme beim M1

Ganz klar vorweg gesagt ich mag das MacBook Pro M1! Allerdings zeigt das aktuelle SSD Problem bei dieser Serie warum bei allen aktuellen Apple MacBooks etwas Vorsicht geboten ist, selbst für normal Nutzer!

Apple Macbook Pro 13 Mit Apple M1 Cpu Im Test 8

 

Massive SSD Abnutzung

SSDs nutzen sich mit der Zeit ab. So hat jeder Flash Chip eine maximale Anzahl an Schreibzyklen, ehe dieser verschleißt. In der Praxis ist dies meist aber kein Problem, denn abseits von Servern oder ähnlichem sind hier problemlos 10+ Jahre Nutzungszeit zu erwarten. Dies gilt auch für Apple MacBooks!

Allerdings ist vielen Nutzern beim aktuellen MacBook Pro M1 eine teils geradezu extreme Abnutzung ihrer SSDs aufgefallen.

Quelle: https://www.notebookcheck.com/Apple-Nutzer-berichten-ueber-extremen-SSD-Verschleiss-bei-Macs-mit-M1-SoC.524073.0.html

Dies liegt nicht an einer schlechten Qualität der SSD, sondern an MacOS, welches aus nicht ersichtlichen Gründen extreme Datenmengen im Hintergrund auf die SSDs schreibt.

 

Mein MacBook Pro M1 stirbt in 44 Tagen

Da ich auch ein MacBook Pro M1 besitze habe ich mal nachgesehen wie es um meine SSD steht.

bildschirmfoto 2021 02 25 um 08.43.31

Nach gerade einmal 64 Betriebsstunden hat meine SSD noch eine Haltbarkeit von 94%, mit einer Geschriebenen Datenmenge von 36,3TB!

WOW! Ich habe dieses Notebook lediglich für Office Anwendungen und das normale Webbrowsen verwendet. Es sind nicht mal Foto oder Video-Bearbeitungsprogramme installiert.

Hier heraus ergibt sich eine verbliebene Lebensdauer meines MacBook Pro M1 von 1066 Stunden bzw. 44 Tagen. Ja mein MacBook Pro 13 M1 erreicht in 44 Tagen (Dauernutzungszeit) 0% Haltbarkeit der SSD!

Ihr könnt also Euer MacBook Pro M1 in 44 Tage verschließen!

 

Dell XPS 13, nach 18000 Betriebsstunden noch fit

Hier einfach mal zum vergleich ein Dell XPS 13 aus einem Büro (nur Office Nutzung).

ssd

Nach 18985 Betriebsstunden hat die SSD noch 97% Haltbarkeit und ist somit gesünder als die SSD in meinem MacBook Pro 13 M1 nach 64 Stunden. 

Dies ist gleich doppelt traurig, denn prinzipiell scheint die SSD des MacBook grundsätzlich sogar haltbarer zu sein. Rechnen wir hoch kommen wir auf folgende Schreibleistung:

  • MacBook Pro M1 (256GB) = 605 TBW (= nach 605TB geschrieben 0% Haltbarkeit)
  • Dell XPS 13 (512GB) = 205 TBW (= nach 205TB geschrieben 0% Haltbarkeit)

 

Natürlich ein Softwarebug, den Apple schnellstmöglich fixen muss

Hierbei handelt es sich natürlich um einen Softwarebug. Wahlweise handelt es sich um einen Auslesefehler oder (was ich eher vermute) irgendwo liegt ein Fehler in MacOS.

Betriebssysteme schreiben konstant Daten auf die SSD, beispielsweise in Form von so genannter Auslagerungsdateien. Also Daten aus dem RAM die gerade nicht benötigt werden und daher auf die langsamere SSD ausgelagert werden müssen.

bildschirmfoto 2021 02 25 um 10.21.37

Eine Denkbare Erklärung wäre dass das MacBook Pro 13 M1 dies zu exzessiv macht.

Apple muss dieses Problem aber schnellstmöglich fixen, denn jeden Tag in dem dies nicht passiert nimmt Euer MacBook schaden!

 

Fest verbaute Hardware ist scheiße!

Einem ähnlichen Problem bei einem Windows Notebook würde ich zwar auch etwas Zähneknirschend begegnen, aber dort wäre dies in der Regel kein übermäßiges Problem.

Sollte die SSD kaputt sein, dann kann man meist recht Problemlos eine neue einbauen.

Eine 256GB SSD wie in meinem MacBook Pro M1 kostet je nach Qualität zwischen 30€ und 50€. Die SSD beim MacBook Pro M1 ist aber fest mit dem Mainboard verlötet und Apple behindert Reparatur Dienste aktiv daran MacBooks zu Reparieren.

So Repariert Apple keine defekte SSDs, Apple Tauscht das komplette Mainboard mit CPU, RAM usw. aus. Solch eine Reparatur wird Euch bei einem MacBook Pro M1 vermutlich 500-1000€ kosten.

Damit lohnt sich die Reparatur in ein paar Jahren effektiv nicht mehr und es gibt wieder mehr Elektroschrott auf der Welt.

Ich kann ja Apple etwas verstehen. Das die CPU bei einem Notebook verlötet ist macht Sinn. Auch das der RAM fest verbaut ist kann ich bei super kompakten Notebooks nachvollziehen (wenn auch nicht gut heißen).

Aber die SSD ist nun mal ein Verschleißteil, was sich ja auch hier zeigt. Zudem ist die Möglichkeit mehr Speicher mit wachsenden Anforderungen verbauen zu können sehr Nutzerfreundlich.

Tja aber bei sowas steht bei Apple oftmals Gewinnabsichten über der Nutzerfreundlichkeit. Eine 1TB NVME SSD Kostet im freien Handel um die 100€, bei Apple kostet diese 460€ Aufpreis. Bei der Gewinnspanne kann ich Apple dann doch schon irgendwie verstehen (sarkastisch gemeint).

 

Das MacBook Pro M1 ist (leider) dennoch ein gutes Notebook….

Auch wenn mir dies ab und zu mal vorgeworfen wurde, ich bin kein Apple Fan. Ich nutze ein Samsung Smartphone und bin bei Notebooks eigentlich Dell treu. So ist das XPS 17 9700 mein Arbeitsnotebook und ich haben einen selbst gebauten „Gaming-PC“ Privat.

Da allerdings von Bloggern irgendwie immer erwartet wird das man ein MacBook hat und ich auch viele Zubehör Tests mache, versuche ich immer ein aktuelles MacBook im Haus zu haben. Dies ist bei mir aktuell das MacBook Pro 13 M1.

Apple Macbook Pro 13 Mit Apple M1 Cpu Im Test 13

Und ganz ehrlich, abseits von dem hier beschriebenen Problem und Apples Anti-Reparatur Programm ist das MacBook Pro 13 M1 spitze!

Warum?

  • Das Display ist Top und wunderbar hell, ein Arbeiten im freien ist möglich.
  • Die Leistung des Apple M1 ist absolut überzeugend!
  • Die Akkulaufzeit ist einfach überragend! (das doppelte von einem Dell XPS 13)
  • Lautsprecher sind für ein 13 Zoll Notebook spitze
  • Die Tastatur ist sehr gut und das Tackpad unangefochten das beste auf dem Markt

Damit gibt es wirklich viele Gründe das Apple MacBook Pro M1 zu lieben! Auch wenn es mit Anbetracht dieser Probleme schwer fällt, ich kann das Notebook empfehlen.

Was spricht aber gegen das MacBook Pro M1?

  • Nicht Aufrüstbar
  • Wegschmeißen statt Reparieren ist das Motto
  • Apples Firmenpolitik ist teils sehr grenzwertig und auf absolute Gewinnmaximierung ausgelegt.
  • Preislich ist das MacBook Pro M1 sehr fair, sofern Ihr nichts in der Aufpreis Liste auswählt!

Abschließend müssen wir einfach hoffen das Apple das Problem so schnell wir möglich fixt, dann kann ich das eigentlich wirklich gute MacBook Pro M1 auch wieder mit besserem gewissen empfehlen.

Überwachungskamera fürs Ferienhaus, die Reolink Go PT im Test

Überwachungskameras sind etwas Praktisches. Gerade die komplett kabellosen Modelle lassen sich sehr flexibel nutzen, sind aber dennoch auf WLAN angewiesen.

Was aber wenn man einen Ort überwachen möchte an dem es kein WLAN oder festen Internetanschluss gibt? Hier kommt nun die Reolink Go PT ins Spiel. Die Reolink Go PT ist eine Akku-betriebene Überwachungskamera, welche über eine integrierte 4G LTE Verbindung verfügt.

reolink go pt test review 7

Hierdurch kann diese praktisch an jedem Ort genutzt werden, sofern dort LTE verfügbar ist. Ideal für etwas abgelegene Orte oder das Ferienhaus. Aber wie sieht es in der Praxis aus, kann hier die Reolink Go PT überzeugen? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Reolink für das Zurverfügungstellen der Go PT für diesen Test.

 

Die Reolink Go PT im Test

Bei der Reolink Go PT handelt es sich um eine Outdoor „Pan and Tilt“ Überwachungskamera. Das heißt ihre Kameralinse lässt sich auf Wunsch mithilfe von Motoren horizontal und vertikal drehen.

reolink go pt test review 1

So könnt Ihr die Kamera zum einen perfekt ausrichten und zum anderen könntet Ihr im Falle eines Falls die Kamera mit einer Person mitdrehen. So lässt sich die ReoLink  355 Grad horizontal und 140 Grad vertikal drehen. Dies in Kombination mit dem großen Blickwinkel der Linse deckt einen großen Sichtbereich ab.

Dabei ist die Kamera für eine Überkopfmontage gedacht und gemacht! Ja es sieht so aus als könntet Ihr diese einfach aufstellen, dies ist aber nicht die primäre Nutzungsform. Das Bild der Kamera ist gespiegelt, Ihr müsst diese also mit dem Standfuß nach oben hin aufhängen. Eine passende Wandhalterung ist mit im Lieferumfang. Ihr könnt die Spiegelung in den Einstellungen auch wieder zurückdrehen.

reolink go pt test review 2

In der Reolink Go PT ist ein Lithium Akku mit 6500mAh integriert, welcher die Stromversorgung sicherstellt. Die Akkulaufzeit schwankt dabei extrem je nach Auslösungen, Live Stream Ansichten, LTE empfang usw. Rechnet mit 1/2 -1 Monat Laufzeit.

ReoLink liefert allerdings ein Solarpanel mit. Dieses kann die Reolink Go PT konstant mit Energie versorgen! Allerdings im Winter ist etwas Glück mit dem Wetter erforderlich und eine freie Südausrichtung. Ist letztere gegeben stehen die Karten gut, dass die Kamera „unendlich“ lange Läuft. Ansonsten kann diese natürlich auch einfach manuell über einen microUSB Port geladen werden.

reolink go pt test review 4

Solltet Ihr den microSD und SIM Karten Steckplatz suchen, diese sind etwas versteckt angebracht. Ihr müsst das Kameraauge komplett nach oben drehen, dann werden die beiden Slots sichtbar.

 

Wie funktioniert die Internetanbindung via LTE?

In der Reolink Go PT findet sich ein SIM-Karten Steckplatz. Hier müsst Ihr eine SIM Karte mit mobilem Internet verbauen. Ja die SIM Karte müsst Ihr beisteuern!

Die Reolink Go PT unterstützt laut Hersteller: Telekom (NUR 4G/LTE), Vodafone, O2, also alle großen Anbieter in Deutschland. Ich nehme auch an, dass dies alle „Unteranbieter“ mit abdeckt. Ich habe die Kamera allerdings nur mit einem Telekom Vertrag getestet, daher kann ich nicht zu 100% bestätigen, dass Congstar, freenet FUNK, fraenk, Aldi Talk usw. funktionieren, ich gehe aber davon aus.

Wie steht es um den Datenverbrauch? Beim Streaming in „niedriger“ Qualität kommen wir auf ca. 125MB die Stunde. Auf hoher Qualität (1080p) müsst Ihr mit 940MB pro Stunde rechnen.

reolink go pt test review 8

Was ich Euch leider nicht sagen kann ist wie viel die Kamera im Standby verbraucht. Ich habe diese mit einer 2. Karte meines Vertrags genutzt, daher kann ich nicht genau überwachen was Standby Trafik der Kamera ist und was von mir kommt. Rechnet hier aber nochmals mit 200MB pro Monat.

Je nachdem wie viel Live Ansicht ihr schauen wollt sind also schon 0,5GB – 2GB pro Monat nötig. Was der Reolink Go PT klar fehlt ist ein Zähler, dass Ihr nachsehen könnt wie viel MB pro Monat schon verbraucht wurden.

Ich würde mir vermutlich ne Congstar Karte in 500MB/3€ oder 1GB/5€ in die Kamera setzen, gibt aber sicherlich noch günstigere Optionen.

 

Unterstützt die Reolink Go PT auch WLAN?

Nein die Reolink Go PT hat KEIN WLAN Modul! Ihr könnt ausschließlich über Mobilfunk auf diese zugreifen.

 

Einrichtung und App

Die Reolink Go PT setzt auf die normale Reolink App. Die Einrichtung ist dabei kinderleicht! Ihr steckt die SIM Karte in die Kamera, schaltet diese ein, scannt den QR Code auf der Unterseite, vergebt ein Passwort und fertig.

reolink go pt app (4) reolink go pt app (3)

ReoLink erfordert von Euch als einer der wenigen Hersteller nicht das Anlegen eines Accounts oder ähnliches. Theoretisch ideal aus Sicht des Datenschutzes!

Die ReoLink App ist recht einfach aufgebaut. Auf der Startseite findet Ihr eine Übersicht über alle verbundenen Überwachungskameras, mit einem Vorschaubild. Letzteres ist aber nicht live, sondern stammt von der letzten Live-Übertragung.

Tippt Ihr das Vorschaubild an, startet die Live-Ansicht. In dieser könnt Ihr manuell Fotos und Videos machen, die 2-Wege Kommunikation einleiten usw. Von hier aus könnt Ihr auch den Motor der Kamera steuern um diese zu drehen.

 

Video Aufnahme, Speicherung und Steuerung

Die Reolink Go PT speichert alle Aufnahmen zunächst immer auf der eingesetzten microSD Speicherkarte. ReoLink bietet zwar auch ein Cloud Abo an, in diesem Fall würde ich aber glatt von diesem abraten. Nutzt Ihr das Cloud Abo werden alle Aufnahmen der Kamera auf den ReoLink Server hochgeladen, was deutlich mehr Trafik verursacht als eine lokale Speicherung.

reolink go pt app (9) reolink go pt app (14)

Die Kamera kann wahlweise automatisch Aufnehmen oder nur manuell. Bei der automatischen Aufnahme könnt Ihr die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung zwischen 0 und 100 einstellen. Die Go PT nutzt eine recht klassische Bewegungserkennung, ohne AI Unterstützung usw. Allerdings zeigte sich die Kamera relativ sicher was die Bewegungserkennung angeht. Ein einfaches Wackeln der Bäume im Wind löst die Kamera nicht aus.

 

Die Bildqualität

Die Reolink Go PT setzt auf einen Full HD Sensor, wie mittlerweile üblich. Dieser ist allerdings auf 15 FPS limitiert, wodurch Videos nicht ganz so „weich“ anmuten.

Qualitativ sind diese aber sowohl bei Tag wie auch bei Nacht ordentlich. Überzeugt Euch am besten selbst von der Qualität:

 

Fazit

Ob die Reolink Go PT etwas für Euch ist hängt natürlich ganz massiv von Eurer Situation ab! Habt Ihr ausreichendes WLAN oder allgemein Internet zu Hause dann gibt es eindeutig bessere Kameras für Euch.

Die Reolink Go PT macht nur in Situationen Sinn wo Ihr kein festes Internet habt, beispielsweise in einem Ferienhaus, bei einem Schrebergarten usw. Hier erlaubt Euch die Go PT weiterhin eine Videoüberwachung, welche unabhängig vom Internet und Strom ist.

reolink go pt test review 9

Ja dank des Akkus und des Solarpanels braucht Ihr nicht mal eine Steckdose. Im Winter kann zwar die Stromversorgung via Solar etwas knapp sein, je nachdem wie oft die Kamera auslösen muss, aber Ihr seid mit der Reolink Go PT weitestgehend unabhängig vom Strom und einem festen Internetzugang. Qualitativ ist die Reolink Go PT dabei gelungen! Die Videoqualität ist gut, die App solide und der Datenschutz ordentlich. Lediglich ein „Datenzähler“ für das mobile Internet fehlt mir etwas.

Am Ende kommt es also auf Euch an. Seid Ihr bereit monatlich für einen Datentarif für die Kamera zu zahlen? Habt Ihr einen abgelegenen Ort den Ihr von Unterwegs überwachen wollt? Falls ja ist die Reolink Go PT eine gute Wahl!

Das AUKEY PA-B1 Omnia Mini 20W Ladegerät im Test

Mit dem iPhone 12 Pro hat Apple einen neuen Standard bei USB C Ladegeräten eigeführt. Hatten wir bisher meist 18W, 30W, …. Ladegeräte setzt Apple hier erstmals auf ein 20W USB C Ladegerät.

Der zugrunde liegende USB C Power Delivery Standard bleibt aber gleich. Dies erlaubt es auch vielen 3. Anbietern passende Ladegeräte zu produzieren. Einer dieser 3. Anbieter ist AUKEY, welche mit dem PA-B1 Omnia Mini ein iPhone 12 Ladegerät mit 20W auf den Markt gebracht haben.

Aukey Pa B1 Omnia Mini 20w Ladegerät Im Test 5

Wollen wir uns das AUKEY PA-B1 Omnia Mini 20W Ladegerät einmal im Test, auch im Vergleich zum originalen Apple 20W Ladegerät ansehen. Kann dieses überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an AUKEY für das zur Verfügung stellen des PA-B1.

 

Das AUKEY PA-B1 Omnia Mini 20W Ladegerät im Test

Mit 28 x 30 x 28 mm und einem Gewicht von gerade einmal 38,1g ist das AUKEY PA-B1 Omnia Mini ein absolut winziges Ladegerät und um einiges kompakter als das Apple 20W Ladegerät.

Aukey Pa B1 Omnia Mini 20w Ladegerät Im Test 1

AUKEY setzt dabei auf einen weißen, matten Kunstsoff für das Gehäuse. Dieser fasst sich sehr wertig an! Auch die generelle Verarbeitung des Gehäuses ist 1a! Wir haben hier kein billig Ladegerät vor uns, so viel ist klar.

Aukey Pa B1 Omnia Mini 20w Ladegerät Im Test 3

Was allerdings die Ausstattung angeht ist das PA-B1 vergleichsweise unspektakulär.

Wir haben genau einen USB C Port auf der Front. Dieser ist natürlich der Star der Show, dank der Unterstützung des USB Power Delivery Standards.

Aukey Pa B1 Omnia Mini 20w Ladegerät Im Test 2

Der USB C Port kann 20W bzw. 5V/3A oder 9V/2,22A liefern.

 

Warum 20W?

Apple, Samsung und noch viele weitere Hersteller setzen auf den USB Power Delivery Schnellladestandard. In diesem (ohne PPS) gibt es prinzipiell die 5V, 9V, 12V, 15V und/oder 20V Spannungsstufen.

Ein Ladegerät kann all diese Stufen oder nur einzelne unterstützen. Umgekehrt können auch Smartphones alle oder nur einzelne dieser Stufen Unterstützen. Smartphones unterstützen meist 5V und 9V.

Ein klassisches 18W USB PD Ladegerät bietet meist 5V/3A oder 9V/2A. 9A * 2A = 18W. Das „neue“ Apple Ladegerät bietet nun 20W bzw. 5V/3A oder 9V/2,22A. 9V * 2,22A = 19,98W also +- 20W.

Warum setzt Apple nun auf 20W und nicht auf 18W? Dem iPhone 12 Pro ist das egal, dieses lädt +- gleich schnell egal ob dieses nun an einem 18W oder 20W Ladegerät hängt! Das MagSafe Ladegerät ist der wahre Grund für das 20W Ladegerät.

Das iPhone kann mit bis zu 15W über das MagSafe Ladegerät laden. Allerdings da das kabellose Laden nicht zu 100% Effizient ist, benötigt das MagSafe Ladegerät für diese 15W ca. 19W aus dem Ladegerät. Zu viel für ein 18W Ladegerät, daher musste Apple ein Leistungsfähigeres Ladegerät bereitstellen. Daher das 20W Ladegerät.

Das 20W Ladegerät ist also weniger für das iPhone und mehr für das MagSafe Ladegerät.

 

Erster Test, Temperatur und Leistung

AUKEY hat bei der Leistung des PA-B1 Omnia Mini nicht gelogen, das Ladegerät kann 20W Leistung bringen. Allerdings die Angabe „5V/3A, 9V/2,22A“ ist nicht ganz richtig, denn das Ladegerät kann auch 12V/1,67A liefern.

Aukey Pa B1 Omnia Mini 20w Ladegerät Im Test 7

Ich vermute AUKEY verschweigt diese zusätzliche 12V Stufe, damit die Technischen Daten des PA-B1 Omnia Mini 20W und des Apple 20W Ladegerätes identisch sind. Theoretisch ist damit das PA-B1 aber sogar besser, denn die zusätzliche 12V Spannungsstufe bringt zwar zugegeben nicht viel (wenig Geräte nutzen diese), aber sie schadet auch nicht.

Die 20W (9V/2,2A) kann das AUKEY Ladegerät auch über 6+ Stunden hinweg liefern ohne in eine Temperatur-Abschaltung zu laufen.

Temperatur

 

Kompatibilität

Folgende Geräte habe ich an dem PA-B1 Omnia Mini getestet:

Apple iPhone 12 Pro 18.42W
Apple iPad Pro 11 18.68W
Apple MacBook Pro 13 M1 19.1W
Apple MacBook Pro 16 18.84W
Samsung Galaxy Note 20 Ultra 14.62W
Xiaomi Mi 10 Pro 14.3W

Hier gibt es keine großen Überraschungen. Das AUKEY PA-B1 Omnia Mini verhält sich absolut vorhersehbar. An den meisten Smartphones verhält sich dieses wie ein 18W USB C Ladegerät.

Aukey Pa B1 Omnia Mini 20w Ladegerät Im Test 6

Die einzige Ausnahme sind die Apple Geräte, welche Teils 1-2W mehr nutzen. Macht dies den Braten Fett? Nein, der Unterschied zwischen dem 20W AUKEY Ladegerät und einem 18W Modell ist +- 0.

Ihr könnt am PA-B1 Omnia Mini allerdings das Apple MagSafe Ladegerät nutzen (mit dem vollen Tempo), was an einem 18W USB C Ladegerät nicht möglich wäre.

 

Effizienz

Schauen wir uns zum Abschluss einmal die Effizienz des AUKEY PA-B1 im Vergleich zum Apple 20W USB C Ladegerät an.

Effizienz

Die Effizienz des AUKEY PA-B1 schwankt zwischen 79,4% bei sehr geringer Last und 87,1% bei Volllast. Dies sind gute Werte, auch wenn das AUKEY PA-B1 hier das Apple 20W Ladegerät nicht ganz schlagen kann.

 

Fazit

Das PA-B1 Omnia Mini von AUKEY ist eine gelungene Alternative zum Apple 20W Ladegerät.

Aukey Pa B1 Omnia Mini 20w Ladegerät Im Test 8

So Liefert das PA-B1 Omnia Mini in der Praxis eine +- identische Leistung, ist dabei aber kompakter und günstiger!Auch die Technische Qualität Stimmt, so ist die Effizienz und Hitzeentwicklung mit dem Apple original vergleichbar. Klasse!

Kurzum, sucht Ihr ein kompaktes USB C Ladegerät, welches sich nicht nur für Apple Smartphones eignet, dann ist das AUKEY PA-B1 Omnia Mini 20W eine sehr gute Wahl!

Test: Ubiquiti UniFi 6 Long-Range, hohe Reichweite + top Performance!

Mit dem UniFi 6 Long-Range hat Ubiquiti seinen zweiten WLAN 6 AccessPoint 2021 auf den Markt gebracht. Dieser soll dabei sowohl eine höhere Datenrate als der kleine UniFi 6 Lite bieten, wie auch eine höhere Reichweite.

ubiquiti unifi 6 long range test review 8

Dafür wird mit rund 180€ aber auch ein höherer Preis fällig. Wollen wir und da doch einmal im Test ansehen ob der UniFi 6 Long-Range überzeugen kann und ob die Reichweite wirklich merklich höher ist als beim UniFi 6 Lite.

 

Der Ubiquiti UniFi 6 Long-Range im Test

Der UniFi 6 Long-Range ist bereits auf den ersten Blick etwas imposanter als der kleine UniFi 6 Lite. So ist der Long-Range mit ca. 22,5 cm im Durchmesser ein gutes Stück größer.

ubiquiti unifi 6 long range test review 1

Dabei setzt Ubiquiti aber auf das vertraute Teller-Design, welches auch schon bei den AC Modellen genutzt wurde.

Was allerdings die Massivität angeht hat Ubiquiti einiges zugelegt! So ist der Long-Range wie auch schon der Lite aus einem sehr massiven Kunststoff gefertigt. Der Access Point wiegt satte 793g, zum vergleich der alte AP AC Pro kommt lediglich auf 293g!

ubiquiti unifi 6 long range test review 2

Abseits des „UniFi 6“ Schriftzugs auf der Front ist der Ubiquiti UniFi 6 Long-Range beispielsweise kaum vom ähnlich großen AC HD zu unterscheiden.

Wie üblich sehr überschaubar fällt die Anschlussvielfalt aus. Wir haben genau einen Gbit Lan Port auf der Rückseite, welche auch für die Stromversorgung genutzt wird. Ihr müsst also PoE nutzen, einen gesonderten Netzteilanschluss gibt es nicht.

ubiquiti unifi 6 long range test review 3

Mit im Lieferumfang des Access Points findet sich die Wandhalterung und diverse Schrauben.

Ein PoE Injector ist nicht enthalten! Ihr müsst also einen PoE fähigen Switch besitzen oder einen passenden Injector bei Ubiquiti für ca. 10€ kaufen.

 

Das UniFi System

Solltet Ihr jetzt als Privatperson die Verlockung haben einen UniFi Access Point zu kaufen, überlegt Euch dies gut! UniFi ist kein Heimnutzersystem.

Um UniFi Hardware zu nutzen benötigt Ihr einen Controller. Ein Controller ist eine Software welche die UniFi Komponenten verwaltet. Die einzelnen Komponenten verfügen über keine Benutzeroberfläche!

unifi 6 long range software (3)

Anstelle dessen werden diese in den Controller importiert und alle gemeinsam verwaltet. Dies ist bei großen Installationen mit eventuell duzenden AccessPoints essenziell.

So landen auch alle Daten und Statistiken der Access Points in einer Benutzeroberfläche.

unifi 6 long range software (4)

Diese Controller Software sollte aber 24/7 laufen, damit Statistiken usw. richtig angezeigt werden. Ubiquiti bietet hierfür den so genannten Cloud Key an, ein kleiner Hardware Stick. Alternativ könnt Ihr UniFi auch auf einem eigenen Server oder Raspberry PI installieren.

Ohne diese gesonderte Hardware geht es aber bei UniFi nicht.

 

Software

Die Software beim UniFi 6 Long-Range sieht wie bei allen anderen UniFi Geräten aus, was natürlich dran liegt, dass hier die gleiche Controller Software zum Einsatz kommt. Daher werde ich einfach, faul wie ich bin, hier den Teil aus dem UniFi 6 Lite Artikel kopieren 😉

unifi 6 long range software (5)

Habt Ihr Euren UniFi Controller eingerichtet und in diesem ein Netzwerk angelegt, dann müsst Ihr den UniFi 6 Long-Range einfach nur mit Eurem Netzwerk Verbinden und diesen „adoptieren“. „Adoptieren“ bedeutet einfach das Ihr eine Schaltfläche klicken müsst und anschließend wird der AccessPoint automatisch eingebunden.

unifi 6 long range software (6)

Anschließend startet dieser das Aussenden des WLAN Netztes. Die Einstellungen sind dabei eher überschaubar. Ihr könnt die Sendeleistung anpassen, die Frequenz und die Kanalbreite. Auch Feature wie band steering usw. lassen sich zu- und abschalten.

unifi 6 long range software (8)

Über die UniFi Software könnt Ihr dabei jederzeit sehen wie viele Clients mit dem AccessPoint verbunden sind und wie hoch die Netzauslastung durch diese ist. So könnt Ihr schnell Clients identifizieren die Euer WLAN „überbelasten“. Solche Clients lassen sich via UniFi auch drosseln.

unifi 6 long range software (11)

Weitere Funktionen wie Gastnetzwerke usw. lassen sich auch erstellen. Für ein professionelles System habe ich aber teils das Gefühl, dass dieser Bereich bei UniFi nicht ganz so gut ausgebaut ist. Merkai Go von Cisco bietet hier einige weitere Statistiken und Optionen.

unifi 6 long range software (15)

Interessanterweise ist die Status-LED beim Long-Range anscheinend eine RGB LED, denn Ihr könnt in der Software die Leuchtfarbe des LED Rings anpassen. Dieses Feature hatte der UniFi 6 Lite noch nicht.

 

Technik des UniFi 6 Long-Range

Folgende Technische Daten bietet der Ubiquiti UniFi 6 Long-Range:

  • 4×4 Design
  • 600Mbit auf dem 2,4Ghz Band
  • 2400Mbit auf dem 5Ghz Band (WLAN 6)
  • 11ax (Wi-Fi 6) Unterstützung
  • Kanalbreite bis zu 160Mhz
  • 1x Gbit LAN

Mit bis zu 2400Mbit ist der UniFi 6 Long-Range ein durchaus flotterer WLAN Access Point. Etwas verwundert hat mich dabei die Angabe, dass wir sowohl ein 4×4 Design wie auch 160 Mhz Kanalbreite besitzen, aber „nur“ 2400Mbit.

ubiquiti unifi 6 long range test review 6

Normalerweise sollte ein Router mit diesen beiden Featuren bis zu 4804 Mbit erreichen können.

 

Der Leistungstest

Wie steht es aber nun um die Leistung des UniFi 6 Long-Range? Folgende Tests sind „optimal“-Werte auf kurzer Distanz.

2,4ghz 5ghz

Im großen Testfeld in Kombination mit dem TP-Link T9E (WLAN 5) kann sich der UniFi 6 Long-Range im oberen Mittelfeld bis unterem Oberfeld einordnen. Dies ist kein schlechtes Ergebnis und nochmals ein gutes Stück flotter als der UniFi 6 Lite.

5ghz Vergleich

Das gute Abschneiden wird nochmals deutlicher wenn wir diesen mit anderen Business Grad WLAN Access Points vergleichen. Diese sind in der Regel nicht auf eine Peek-Performance optimiert, wie beispielsweise die Modelle von ASUS und Co.

Business Grad Access Points sollen eine möglichst hohe Stabilität und Performance mit vielen Clients bieten.

Aber wie steht es um die WLAN 6 Leistung?

Wlan Ax

Hier fährt der UniFi 6 Long-Range ist Limit des Gbit LAN Ports, mit rund 118MB/s. Dies würde ich als starkes Ergebnis durchgehen lassen, für mehr Leistung in diesem Test benötigt es 2,5Gbit oder 10Gbit LAN Ports.

 

Long-Range = hohe Reichweite?

Ubiquiti empfiehlt den UniFi 6 Long-Range besonders für Anwendungen wo Ihr eine hohe Reichweite benötigt. Aber ist die Reichweite des „Long-Range“ wirklich so viel besser als beispielsweise vom Lite?

Hier habe ich zwei Tests durchgeführt. Für beide Tests wurden die AccessPoints nebeneinander gestellt und aufs gleiche Band, Frequenz usw. eingestellt.

  • Test 1 ca. 15 Meter freies Feld, nur durch eine Glasscheibe
  • Test 2 ca. 10 Meter durch 3 Wände hindurch

Wichtig, 2,4Ghz ist mittlerweile so viel langsamer das dieses selbst auf hohen Distanzen schlechter ist als 5Ghz. Dies haben die Tests bestätigt, daher kümmere ich mich hier nur um die 5Ghz Werte.

Distanztest

Auf weitestgehend freiem Feld konnte der Long-Range ca. die 2-3x Leistung des Lite liefern. Hier macht der Long-Range also seinem Namen alle Ehre.

Haben wir allerdings diverse Hindernisse wie Wände usw., dann glich sich die Leistung beider Access Points fast auf ein identisches Level an.

Rein subjektiv meine ich dennoch eine leicht bessere Reichweite des Long-Range in meiner Wohnung festgestellt zu haben. Einen massiven Unterschied scheint es aber auf freiem Feld zu geben.

 

Leistungsaufnahme

Ich kann die Leistungsaufnahme des UniFi 6 Long-Range nur indirekt messen, da hier PoE genutzt wird. Ich muss mich hier also auf die Leistungswerte verlassen die mein Switch ausspuckt.

Stromverbrauch

Mit 6,88W benötigt der LR etwas mehr Strom als der Lite und der alte AP AC Pro. Allerdings sind 6,88W weiterhin als sehr wenig zu bezeichnen.

 

Fazit

Ich halte den Ubiquiti UniFi 6 Long-Range für den aktuell empfehlenswertesten Access Point in Ubiquitis LineUp!

Dies liegt einfach an der Kombination aus guter Performance und dem aktuellen WLAN 6 Standard. Mit 2400Mbit im maximum und dem Support der 160Mhz Kanalbreite ist der UniFi 6 Long-Range sehr vernünftig ausgestattet.

ubiquiti unifi 6 long range test review 9

So werdet Ihr kaum WLAN 6 Geräte in der Praxis finden die mehr als 2400Mbit schaffen. Die aktuell beste und populärste WLAN Karte in Notebooks ist die Intel AX200, welche auch diese 2400Mbit im Maximum erreicht. Das Zusammenspiel aus Intel AX200 und Ubiquiti UniFi 6 Long-Range funktionierte dabei 1a.

ubiquiti unifi 6 long range test review 10

Was die Reichweite angeht bietet der Long-Range durchaus eine überdurchschnittliche Leistung, dies ab primär auf offenem Feld! Durch Wände hindurch ist die Leistung lediglich als leicht überdurchschnittlich zu bezeichnen.

Dennoch ist das Fazit am Ende absolut Positiv! Seid Ihr im UniFi Ökosystem, dann ist der UniFi 6 Long-Range eine absolute Empfehlung wert!