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Die Synology SNV3400-400G im Test, leider nur bedingt empfehlenswert

SSDs sind (leider) weiterhin deutlich teurer als HDDs, wenn es um die reine Kapazität geht. Daher machen diese in NAS Systemen weiterhin primär Sinn. Allerdings gibt es durchaus Möglichkeiten die Vorteile von HDDs und SSDs zu verbinden, Caching ist das Zauberwort.

So bieten viele moderne Synology NAS Systeme die Möglichkeit der Nutzung einer SSD als Cache Laufwerk. Im Falle des Synology DS1821+ können hierfür bis zu zwei NVME SSDs verbaut werden.

synology snv3400 400g test review 4

Passend dazu bietet Synology Cache SSDs an, welche für diesen Workload optimiert sind. Die SNV3400 ist hier die “günstigste” Option. Günstig ist hier aber relativ, denn für die 400GB Version der SNV3400 zahlt Ihr satte 160€, rund 3x so viel wie für eine klassische NVME SSD mit gleicher Kapazität.

Wollen wir mal im Test schauen, ob der hohe Preis gerechtfertigt ist.

 

Die Synology SNV3400-400G im Test

Die Synology SNV3400 ist auf dem ersten Blick eine recht klassische NVME SSD. Diese setzt auf ein sehr unspektakuläres Design und verzichtet auch auf einen Kühlkörper oder ähnliches.

synology snv3400 400g test review 2

Auch das PCB ist einfach in Blau gefärbt. Gut dies kann man dieser nicht zu sehr ankreiden, schließlich ist die SSD gemacht in einem NAS zu verschwinden.

Technisch haben wir einen PS5012-E12DC Controller aus dem Hause Phison. Bei diesem handelt es sich um einen legitimen “Enterprise” SSD Controller.

synology snv3400 400g test review 3

Beim NAND war ich zugegeben etwas überrascht. Dieser ist mit “ta7ag55aiv” beschriftet. Eine kurze Google Suche ergibt, dass der gleiche NAND auch in normalen SSDs wie der Corsair MP300, Team Group MP32 oder Gigabyte AORUS RGB M.2 NVMe SSD 512GB zum Einsatz kommt.

Ich muss gestehen etwas enttäuscht zu sein, dass hier offensichtlich ziemlicher Standard NAND genutzt wird. Dies muss nichts Schlechtes sein, aber bei dem hohen Preis der SSD hätte ich mit etwas “Besonderem” gerechnet.

 

TBW rechtfertigt teilweise den Preis

Jede SSD hat einen so genannten TBW Wert. Dieser Wert sagt Euch wie viele Daten Ihr mindestens auf die SSD schreiben könnt, ehe diese kaputt gehen kann.

So spricht Synology bei der SNV3400 mit 400GB von einer TBW von 500TB. Hier ein paar Vergleichswerte andere M.2 SSDs, inklusive Preis.

tbw

(Angabe für die 800GB Versionen, die kleinere 400GB Version hat die halbe TBW)

Die TBW Angabe ist mit 500TB leicht überdurchschnittlich. Allerdings gibt es problemlos fürs Geld SSDs die einen signifikant höheren TBW Wert haben. So kostet die Micron 7300 PRO ähnlich viel, bietet aber über doppelt so hohe Haltbarkeit.

Es liegt hier die Vermutung nahe das Synology in der SNV3400 vergleichsweise normalen NAND nutzt und nur dank super starkem Over-Provisioning und diversen Softwareoptimierungen die höhere Haltbarkeit erzielt.

Eine echte Datacenter SSD wie die Micron 7300 PRO wäre hier an sich die bessere Wahl.

 

Performance im PC

Starten wir mit einem ersten Performance Test der SSD außerhalb des Synology NAS. Hier ist CrystalDiskMark unsere Anlaufstelle Nummer 1.

crystal

Hier sehen wir ein kleines “Problem” der SNV3400. Lesend erreichen wir gute 3086 MB/s, vollkommen ausreichend für ein NAS. Schreibend liegt die Datenrate allerdings nur bei rund 611 MB/s, was sich in etwa mit Synologys Angaben deckt.

Schreibend erreichen wir also nicht einmal das Tempo einer 10Gbit LAN-Verbindung, was ich für eine Fehlentscheidung halte!

Sicherlich ist das Schreibtempo der SSD auch etwas zugunsten der Haltbarkeit gedrosselt, aber rund 1000 MB/s hätte ich hier als ideal angesehen.

Immerhin, die Schreibleistung ist konstant.

h2testw

Selbst wenn die SSD komplett vollgeschrieben wird sinkt die Schreibleistung nicht unter 500 MB/s.

 

Zwei nötig!

Synology bietet Euch zwei Optionen für einen SSD Cache an.

  1. Ein Lesecache
  2. Ein Lese und Schreibcache

Nutzt Ihr den Lesecache, dann versucht das NAS zu erkennen welche Daten Ihr oft nutzt und kopiert diese auf die SSD, von wo aus diese Euch serviert werden.

Beim Schreibcache landen zusätzlich alle Daten die Ihr auf das NAS kopiert, zunächst auf der SSD und werden von dort aus auf die HDDs im Hintergrund kopiert.

Wollt Ihr den Schreibcache nutzen benötigt Ihr aber zwei SSDs! Diese werden zur Datensicherheit in einem RAID 1 gespiegelt. Habt Ihr nur eine SSD, dann könnt Ihr nur den Lesecache nutzen. Sollte hier die SSD ausfallen, dann ist dies kein Problem, denn alle Daten bleiben auch auf den HDDs.

 

Temperatur

Ich muss gestehen hier etwas überrascht gewesen zu sein! NVME SSDs laufen heiß, daher empfehlen sich SSD Kühler.

Allerdings aufgrund des Einsatzes in einem NAS, wo der AirFlow über die SSDs meist nicht sonderlich gut ist, habe ich mit recht niedrigen Temperaturen bei der SNV3400 gerechnet.

Und Ja unter Volllast vermeldete die SSD bei mir maximal eine Temperatur von rund 80 Grad. Nicht kühl, aber auch nicht bedenklich heiß für eine NVME SSD.

temperatur

Die Wärmebildkamera spricht da aber eine andere Sprache. Hier konnte ich auf dem Controller über 100 Grad messen! Dies ist viel zu viel.

Der einzige Trost ist das die SSD in einem NAS vermutlich nie lesend bis ans Limit gefahren wird. Wäre dies konstant der Fall, dann wäre ein direkter Luftstrom oder ein Kühler nötig.

 

Software

Synology wirbt auf seiner Webseite “Lebensdaueranalyse basierend auf tatsächlichem Workload Dank der vollständigen Integration in den Synology DiskStation Manager (DSM) können Analysen zur Lebensdauer der SNV3000-Serie basierend auf den tatsächlichen Workloads berechnet werden4:

https://www.synology.com/de-de/products/solid_state_drives/SNV3000

Dies ließ mich erwarten, dass wir in DSM irgendwelche Statistiken, Diagramme oder Ähnliches zur Lebensdauer, der Schreibleistung usw. haben.

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Dies ist aber nicht der Fall! Zumindest in DSM 7 konnte ich abseits von der üblichen SMART Wertung “Normal” keinerlei erweiterte Infos sehen!

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Allgemein scheint die Software keine Informationen zu bieten die Ihr nicht auch bei allen anderen SSDs erhaltet, was mich doch extrem verwundert hat.

Es gibt hier keine offensichtliche Bevorzugung oder Software seitige Vorteile von Synology SSDs.

 

Probleme! Der SSD Cache bringt nichts!?

Ich habe aktuell auf meinem Synology NAS (DS1821+) die DSM 7 installiert. Grundsätzlich funktionierte das Einrichten des SSD Cache absolut problemlos. Allerdings macht der SSD Cache in meinem Test nichts!

Wie habe ich den Test aufgebaut?

Ich habe zwei Datei-Sets (eine große Datei und ein Ordner mit vielen kleinen Dateien) auf das NAS kopiert und dann mehrfach via 10GBit LAN abgerufen. Das NAS soll laut Synology so clever sein und erkennen, wenn eine Datei oft aufgerufen wird und diese von den HDDs auf den SSD Cache kopieren.

Dies ist allerdings nach 10 Aufrufen bei mir nicht bzw. nur bedingt passiert!

lesend groß lesend klein

Ich habe dem NAS auch etwas Zeit zum Nachdenken gegeben, keine Besserung. Dabei habe ich eine angebliche Cache Trefferrate von 95%.

Ganz offen gesagt ich weiß nicht was hier los ist. Ist dies ein Bug der aktuellen Version von DSM 7 oder mache ich etwas falsch? Eine Anfrage an Synology brachte nichts außer eine Verlinkung auf ein Dokument, das auf X Seite die Funktion des Cache beschreibt.

Ich habe allerdings eine Vermutung, in DSM 6 gab es eine Option “Sequenzielles I/O überspringen”, welche dazu führte das normale Datenübertragungen (wie hier) nicht gecacht wurden.

https://techtest.org/das-neue-synology-ds1821-mit-amd-ryzen-im-test/#NVME_SSDs_und_Cache

Dieses Problem hatte ich schon in meinem Test des DS1821+, wo allerdings das Deaktivieren von Sequenzielles I/O überspringen die zu erwartende Leistung freigab. Die Option zum Deaktivieren von “Sequenzielles I/O überspringen” konnte ich in DSM 7 nicht finden!

 

Fazit

Ich muss mich zunächst bei Euch entschuldigen, dass ich hier keinen vernünftigen Test präsentieren kann bzw. dass die Ergebnisse nicht den Erwartungen entsprechen.

In meinem Test brachte die Synology SNV3400-400G als SSD lese Cache im DS1821+ mit DSM 7 und Windows SMB Datenübertragungen 0 Verbesserungen bei den Datenraten!

Auch nach 10 Durchläufen und trotz einer angeblichen Cache Trefferquote von 95% veränderten sich die Datenraten +- 0. Ob dies ein Bug ist, ich eine Einstellung übersehen habe oder dies einfach normal ist kann ich leider nicht mit letzter Gewissheit sagen.

Unabhängig davon kann ich die Synology SNV3400-400G SSD auch nur bedingt empfehlen. Grundsätzlich macht eine spezielle Cache SSD Sinn, nicht nur aufgrund der besseren Haltbarkeit. Ich habe in der Vergangenheit durchaus die Erfahrung gemacht, dass normale SSDs in einem Cache Einsatz etwas Schluckauf bekommen. Dies wird bei der SNV3400-400G nicht der Fall sein, vermute ich zumindest.

synology snv3400 400g test review 5

Allerdings halte ich die von Synology gewählten Datenraten für etwas suboptimal. Gerade, dass wir schreibend nur 6xx MB/s haben halte ich für schwach. Damit wird nicht mal eine 10Gbit LAN Verbindung optimal ausgenutzt.

Auch die Haltbarkeit von 500TB ist Okay, aber jetzt auch nicht völlig überragend. Es wirkt so als hätte Synology eine vergleichsweise normale SSD genommen, diese gedrosselt und ein hartes Over-Provisioning eingesetzt um auf die bessere Laufzeit zu kommen.

Dies wäre ja noch akzeptabel, wenn wir dafür viele tolle Software-Feature hätten. Aber auch diese haben wir nicht. Nach außen hin konnte ich keine erweiterten Optionen oder Änliches feststellen.

Kurzum ich kann die Synology SNV3400-400G aktuell leider nicht empfehlen! Zum einen brachte diese bei mir im Test mit dem DS1821+ und der DSM 7 RC nichts, zum anderen denke ich, dass diese zu teuer verkauft wird.

Eine Micron 7300 PRO wäre vermutlich im direkten Vergleich die bessere Wahl.

Netzteile für das Raspberry Pi 4 im Vergleich, welches ist das beste und effizienteste?

Der Raspberry Pi 4 gehört zu den beliebtesten Computern, ob nun als günstiger Office-Rechner, als Home Server oder einfach als Bastelboard.

Mit im Lieferumfang des Raspberry Pi 4 liegt allerdings kein Netzteil. Glücklicherweise nutzt dieses aber einen USB C Port für die Stromversorgung und Ihr könnt prinzipiell ein beliebiges Netzteil nutzen.

netzteile für das raspberry pi 4 vergleich 4

Dieses muss allerdings 5V/3A liefern können. Passende und “optimierte” Netzteile für den Raspberry Pi 4 gibt es zu Massen auf Plattformen wie Amazon und eBay.

4x dieser speziellen Netzteile für den Raspberry Pi 4 habe ich mir für einen kleinen Test bestellt. Welches ist das beste und welches ist das Effizienteste? Finden wir es im Test heraus!

 

Braucht es ein spezielles Netzteil für den Raspberry Pi 4?

Beginnen wir mit einer wichtigen Frage, benötigt es überhaupt ein spezielles Netzteil für den Raspberry Pi 4?

Die Antwort ist nein! Euer Netzteil muss nur 5V/3A bieten. Ein Quick Charge oder 18W USB PD Ladegerät sollte also in der Regel problemlos funktionieren, dies ist zumindest meine Erfahrung.

netzteile für das raspberry pi 4 vergleich 3

Allerdings haben viele normale Ladegeräte, gerade in Kombination mit mäßig guten Kabeln, ein etwas niedriges Spannungslevel. Am Ende des Kabels haben wir also anstelle von 5V vielleicht nur 4,9V oder 4,8V. Für ein Smartphone meist kein Problem, der Pi kann hier aber etwas zickig sein.

Von daher kann ein “spezielles” Netzteil durchaus Sinn machen, zumal diese meist auch recht günstig sind.

 

Die Testkandidaten

Folgende Netzteile für den Raspberry Pi 4 habe ich für diesen Vergleich gekauft:

Leistung Schalter?
Aukru 5V3A Ladegerät USB-C Netzteil  5,1V/3A Nein
BENSN 5.1V 3A Netzteil Type C USB Kabel  5,1V/3A Ja
Miuzei Raspberry Pi 4 Netzteil 5,0V/3A Ja
Raspberry Pi – offizielles Netzteil für Raspberry Pi 4 Model B 5,1V/3A Nein

Auf den ersten Blick wirkt das “Offizielle” Raspberry Pi Netzteil ganz klar am wertigsten von den vier. Das Gehäuse ist etwas kompakter und wirkt einfach besser verklebt.

Auch die Netzteile von Aukru und BENSN wirken soweit Okay und ausreichend gut verarbeitet.

netzteile für das raspberry pi 4 vergleich 2

Das Modell von Miuzei hingegen wirkt etwas generischer und billiger. Dies gilt auch für das Kabel, welches hier am dünnsten wirkt.

 

Funktioniert es und wie ist die Spannung?

Grundsätzlich funktionierten natürlich alle vier Netzteile problemlos am Raspberry Pi. Bei einem einfachen 24 Stunden Test konnte ich auch keine Stabilitätsprobleme beobachten.

Wenn wir uns die Spannungen ansehen, dann ist auch klar warum.

spannung

Alle Netzteile haben grundsätzlich ein recht hohes Spannungslevel. Vor allem das Aukru Netzteil hat im Leerlauf mit 5,483V eine sehr hohe Spannung! Für den Pi ist das kein Problem, aber bei anderen Geräten ist etwas Vorsicht geboten.

Interessanterweise hat das original Raspberry Pi Netzteil das niedrigste Spannungslevel.

Wichtig! Ich würde die Netzteile nicht oder nur sehr bedingt zum Laden von anderen Geräten wie Smartphones empfehlen. Ich glaube diese halten sich nur bedingt an den USB C Standard und teils ist die Spannung etwas hoch.

 

Abschaltung bei Überlast?

Laut Hersteller sollen alle Netzteile eine Abschaltung bei zu hoher Last haben. Aber wann greift diese?

Abschaltung?
Aukru 5V3A Ladegerät USB-C Netzteil 4,2 A
BENSN 5.1V 3A Netzteil Type C USB Kabel 3,5 A
Miuzei Raspberry Pi 4 Netzteil 3,5 A
Raspberry Pi – offizielles Netzteil für Raspberry Pi 4 Model B 3,6 A

 

Alle Netzteile haben einen vergleichsweise großen Leistungspuffer, was nicht schlecht ist. Das Aukru Netzteil schaltet am spätesten ab. Hier müssen wir erst 4,2A übersteigen, ehe die Notabschaltung greift.

Dies ist etwas spät für meinen Geschmack. Die drei anderen Netzteile schalten bei 3,5 bzw. 3,6A ab, was völlig Okay ist.

 

Effizienz

Potenziell kann es passieren, dass der Raspberry Pi 24/7 an einem der Netzteile hängt. Hier ist eine gute Effizienz nicht ganz unwichtig.

Wie schlagen sich hier unsere Testkandidaten?

effizienz

Das Ergebnis ist schon recht eindeutig! Das offizielle Raspberry PI Netzteil erreicht eine Effizienz von 84,3-83,2%, was deutlich mehr ist als alle anderen Konkurrenten erreichen.

Auffällig ist dabei, dass sich die Effizienz unter Last bei allen Modellen verschlechtert. Dies ist ungewöhnlich. Ich schiebe dies auf die integrierten Kabel, welche bei höherer Last zu einem größeren Spannungsabfall sorgen und daher die effektive Effizienz senken.

Am schwächsten schneidet das BENSN Netzteil ab, mit gerade einmal 76,8% Effizienz unter Volllast.

 

Fazit

Prinzipiell funktionieren alle drei Netzteile. Allerdings muss ich etwas unspektakulär zum Original Raspberry PI Netzteil raten.

Dieses war im Test einfach das beste! Vor allem die Effizienz ist ein gutes Stück höher als bei den Konkurrenten, was den höheren Einkaufspreis wieder etwas ausgleicht. Unter absoluter Volllast ist zwar die Spannung hier etwas niedriger (4,935V), aber bei einigen der Konkurrenten ist diese etwas hoch für meinen Geschmack.

netzteile für das raspberry pi 4 vergleich 5

Unterm Strich ist das original Netzteil einfach die gute und sichere Wahl!

Alternativ würde ich zum Aukru Netzteil tendieren, welches aber eine schlechtere Effizienz hat und eine etwas hohe Leerlaufspannung (5,483V). Dennoch von den anderen Modellen würde ich dieses als das nächst beste bezeichnen.

Raspberry Pi Raspberry Fuente de Alimentación USB-C para 4 5V 3A 15W...

  • Original Qualität
  • Effizienz von 83,2% bis 85,7%
  • Spannung von 5,262V bis 4,935V

Aukru 5V 3A Ladegerät USB-C Netzteil mit USB TypeC Stecker für...

  • Solide Qualität
  • Effizienz von 78,1% bis 83,3%
  • Spannung von 5,483V bis 4,917V

Kompakte und gute Powerbank mit Power Delivery von AUKEY, die Die AUKEY PB-N83 im Test

Mit der PB-N83 bietet AUKEY ein ausgesprochen interessante Powerbank an. Diese verfügt über eine solide Kapazität von 10000mAh, ist angenehm Kompakt und besitzt sowohl einen Quick Charge wie auch Power Delivery Ausgang.

Quick Charge und Power Delivery in einer Powerbank ist immer das Optimum, diese Kombination ist aber gerade in kleineren Powerbanks gar nicht so oft zu finden!

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Dies macht die AUKEY PB-N83 aus meiner Sicht spannend.

Wollen wir uns also die Powerbank einmal näher im Test ansehen. An dieser Stelle vielen Dank an AUKEY für das zur Verfügung stellen der Powerbank für diesen Test.

 

Die AUKEY PB-N83 im Test

Bei der AUKEY PB-N83 handelt es sich mit einer angegeben Kapazität von 10000mAh um eine mittelgroße Powerbank. Mit 80 x 57 x 26,6 mm und einem Gewicht von 182 g würde ich die Powerbank allerdings als recht kompakt einstufen, im Anbetracht der Kapazität.

aukey pb n83 test 1

Dabei ist das Gehäuse absolut gelungen! Der verwendete Kunststoff ist sehr wertig und gut gearbeitet. Dabei sind die Kanten leicht abgerundet, weshalb die Powerbank gut in der Hand liegt.

Außergewöhnlich ist die Portausstattung. So ist auf der linken Seite ein USB A Port und auf der rechten Seite ein USB C Port angebracht.

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  • Der USB A Port unterstützt den Quick Charge 3.0 Standard mit bis zu 18W.
  • Der USB A Port unterstützt den USB Power Delivery Standard ebenfalls mit bis zu 18W.

Dies ist Weltklasse! Mit USB PD und QC 3.0 sind 99% aller Smartphones gut abgedeckt.

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Dabei dient der USB C Port natürlich auch als Eingang. So könnt Ihr die Powerbank mit bis zu 18W laden. Wie voll die Powerbank gerade ist könnt Ihr anhand von vier Status-LEDs auf der Oberseite erkennen.

 

Die Kapazität

AUKEY spricht bei der PB-N83 von einer Kapazität von 10000mAh. Ich konnte 29,539Wh bzw. 7983mAh messen.

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Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist das Entladen dieser nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw.  Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Das hängt aber etwas vom Model und der Art des Ladens ab.

 

Das Ladetempo und die Kompatibilität

Folgende Geräte habe ich an der AUKEY PB-N83 getestet:

Apple iPhone 12 Pro 17,65W
Samsung Galaxy S21 Ultra 14,81W
Xiaomi Mi 10 Pro 13,65W

Ganz blöd gesagt, es gab hier keine Auffälligkeiten. Die Powerbank bietet ein gutes Ladetempo dank Quick Charge und USB Power Delivery.

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Hierdurch lassen sich auch 90% aller aktuellen Smartphones schnell oder zumindest flott laden. Zwar fehlt beispielsweise für die Smartphones der Samsung S20/S21 Serie die USB PD PPS Unterstützung um das volle Ladetempo zu erreichen, dennoch werden auch diese Modelle schnell geladen.

Apple iPhones oder Google Pixel Geräte hingegen werden mit dem vollen Tempo geladen.

 

Das Wiederaufladen

Eine Powerbank und wird gelegentlich mal leer sein. Hier ist ein flottes Aufladen sehr wichtig! Wie schnell lädt die AUKEY PB-N83?

wiederaufladetempo aukey

An einem passenden 18W USB Power Delivery Ladegerät ist die AUKEY PB-N83 in ca. 2:55h von 0% auf 100% geladen. Dies ist angenehm flott!

 

Fazit

Ich mag die AUKEY PB-N83! Diese ist eine sehr schöne handliche Powerbank, welche aber dank Quick Charge und USB Power Delivery auch ordentlich Power hat!

So kann diese die meisten Smartphones auf dem Markt schnell laden. Diese ist hier gleichermaßen für Apple wie auch Android Smartphones geeignet.

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Auch das Aufladen der Powerbank selbst geht angenehm schnell, sofern Ihr ein passendes 18W USB Ladegerät nutzt.

Kurzum, Ihr sucht eine schicke und wertige Powerbank, welche auch problemlos in eine Hosentasche passt und alle modernen Ladestandards mitbringt? Dann ist die AUKEY PB-N83 eine sehr gute Wahl!

Test: Dell P3421W 21:9 Monitor, der günstigste aus dem Hause Dell

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21:9 ist das aus meiner Sicht beste Format für Monitore aktuell! Der breitere Formfaktor macht nicht nur in Spielen Spaß, sondern hilft auch der Produktivität massiv!

Allerdings sind große und gute 21:9 Monitore oftmals sehr teuer, gerade bei den großen Hersteller.

dell p3421w test review 4

Mit dem P3421W bietet Dell einen 34 Zoll 21:9 Monitor in der mittleren Preisklasse an. So könnt Ihr den Dell P3421W für rund 550€ bekommen.

Sicherlich nicht günstig, aber bezahlbar in Anbetracht der technischen Daten. Dies aber natürlich nur wenn das Bild auch in der Praxis überzeugen kann.

Wollen wir genau dies doch einmal im Test klären! Kann der Dell P3421W überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Dell für das Zurverfügungstellen des P3421W für diesen Test.

 

Der Dell P3421W im Test

Bei dem Dell P3421W handelt es sich aufgrund der Bildschirmdiagonale von 34 Zoll und dem 21:9 Formfaktor um einen sehr großen Monitor!

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Dieser setzt dabei auf dem ersten Blick auf Dells typisches schlichtes Design. Nicht verwunderlich, der Dell P3421W ist auch als Media/ Business Monitor gedacht.

Verglichen mit teureren Modellen von Dell gibt es aber durchaus ein paar Unterschiede. So ist der Dell P3421W weitestgehend aus Kunststoff gefertigt, welcher nur teils eine Aluminiumoptik aufweist. Dabei ist allerdings die Verarbeitung gut bis sehr gut!

Ähnliches gilt auch für den Standfuß, welcher soweit sehr schön stabil wirkt. Die Höhen und Winkelverstellung, die dieser mitbringt, wirkt zwar nicht ganz massiv und wertig wie beim U3421WE, dafür spart Ihr aber auch ein paar hundert €.

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Generell würde ich sagen der Standfuß ist leicht überdurchschnittlich.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir:

  • 1x HDMI 2.0
  • 1x DisplayPort 1.2
  • 1x USB C (mit Power Delivery)
  • 2x USB 3.0 Ausgang
  • 2x USB 2.0 Ausgang
  • 1x USB 3.0 Eingang

Damit haben wir eine sehr solide Portausstattung! Vielleicht hätte ich mir noch 1-2x mehr HDMI gewünscht, abseits davon habe ich aber nichts zu bemängeln.

Pluspunkte gibt es für den USB C Port, welcher sogar Power Delivery mit bis zu 65W mitbringt. Habt Ihr ein Notebook wie ein Dell XPS 13 oder MacBook Pro 13, dann könnt Ihr den Monitor mit einem Kabel als Netzteil, USB Hub und natürlich als Displayausgang nutzen. Klasse!

 

Das Panel

Dell bewirbt den P3421W mit folgenden technischen Daten:

  • 14″
  • 3440×1440 Pixel
  • 300cd/ m² Helligkeit
  • 000:1 Kontrast
  • IPS Panel
  • 60Hz

Dies sind recht typische Daten für einen 21:9 Monitor dieser Klasse. Auf den ersten Blick sticht hier nichts besonders hervor.

Wir haben mit 3440×1440 Pixeln eine gute 2K Auflösung. Nein der Monitor ist subjektiv nicht so scharf wie ein 4K Monitor, aber signifikant schärfer als ein Full HD Montior.

Ich denke das dies aktuell eine gute Allround Auflösung ist, egal ob fürs Gaming, Video-schauen oder Office Anwendungen.

 

Testequipment

Für die Messung der Helligkeit, Kontrast, Farbumfang usw. nutze ich den DataColor SpyderX Elite.

Angeschlossen wurde der Monitor via HDMI mit dem beiliegenden Kabel.

 

Farbumfang und Kalibrierung

Dell wirbt beim P3421W lediglich mit einer 99% sRGB Farbraum-Abdeckung.

farbumfang

Diesen Wert kann ich bestätigen bzw. Der P3421W kann diesen sogar noch etwas übertreffen und erreichte im Test eine sRGB Farbraum-Abdeckung von 100%. Auf Seiten von AdobeRGB kommen wir auf ordentliche 80% und bei P3 auf 86%.

sRGB AdobeRGB P3
LC-Power LC-M27-QHD-165  100% 96% 94%
LG UltraGear 34GK950F 100% 89%
Alienware AW3420DW 100% 89%
Samsung C34F791 100% 82%
Dell P3421W 100% 80% 86%
ASUS ROG Strix XG35VQ 100% 78%
BenQ EX3501R 100% 78%
BenQ MOBIUZ EX2710 98% 77%
ASUS MX38VC 99% 75%
LG 34UC99-W 98% 76%
Alienware AW2521HFL 97% 76% 73%
Dell U3419W 98% 73%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C 92% 71%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C-V2 92% 71% 72%

Damit ist das Abschneiden des P3421W klar als gut zu bezeichnen!

kalibrierung

Die Kalibrierung von Haus aus ist “Okay”, allerdings habe ich dies bei Dell schon besser gesehen! Für Hobby Foto und Video-Bearbeitung ist der Monitor absolut zu gebrauchen.

Auf für den Semi-Professionellen Einsatz ist der P3421W durchaus brauchbar, zumindest was die Farben angeht, für mehr sollte nachkalibriert werden.

 

Helligkeit und Ausleuchtung

Dell gibt die Helligkeit des P3421W mit den üblichen 300 cd/ m². Wie sieht es in der Praxis aus?

helligkeit

Mit maximal 303 cd/ m² erfüllt der Dell P3421W die Herstellerangabe auch ziemlich genau. Damit ist der Monitor für einen normalen Einsatz mehr als ausreichend hell.

Wo ich aber etwas Kritik aussprechen muss ist bei der Ausleuchtung. Leider ist die Ausleuchtung beim P3421W recht ungleichmäßig. Es ist eindeutig zu erkennen das der untere Linke Bereich bei meinem P3421W ein Stück heller ist als der untere rechte Bereich.

Die schlechtere Ausleuchtung ist kein No Go, legt Ihr aber größeren Wert auf ein möglichst gleichmäßiges Bild, dann sollte der P3421W nicht Eure erste Wahl sein.

 

Kontrast

Im P3421W ist ein IPS Panel verbaut, dementsprechend wirbt der Hersteller natürlich auch mit einem Kontrast von 1:1000. Wie sieht es in der Praxis aus?

kontrast

Mit 1:1100 kann der P3421W erneut die Herstellerangabe leicht übertreffen.

 

In der Praxis

Das Wichtigste beim P3421W ist natürlich der Formfaktor. Der 21:9 Formfaktor unterscheidet sich subjektiv deutlich mehr von 16:9 als Ihr meinen könntet. Die zusätzliche Breite des Monitors macht gerade bei der Medienwiedergabe und Gaming richtig Spaß!

Zwar ist der P3421W mit seinen 60Hz kein “Gamer-Monitor”, die Reaktionszeiten sind aber für den typischen Hobby-Gamer ausreichend gut.

Auch im produktiven Bereich kann 21:9 ein Vorteil sein. Für reine Office Anwendungen würde ich zwar weiterhin zwei 16:9 Monitore bevorzugen, allerdings vor allem bei Foto und Video-Bearbeitung ist 21:9 Klasse! Ihr könnt so ein 16:9 Bild + Seitenleisten deutlich besser unterbekommen.

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Die leichte Krümmung hilft dabei etwas die Ecken des Bilds im Blick zu halten. Dies gilt gerade fürs Gaming.

Subjektiv würde ich das Bild des Dell P3421W als stimmig einstufen! Dieses wirkt ausreichend scharf und die Farben sind schön klar und sauber. Lediglich die Ausleuchtung könnte besser sein.

Pluspunkte gibt es wieder für die Steuerung und das OSD. Dell setzt beim P3421W auf einen kleinen “Joystick”, welcher die Bedienung deutlich erleichtert.

 

Fazit

Der Dell P3421W ist ein guter “Standard” 21:9 Monitor. Dieser besitzt kein absolutes Alleinstellungsmerkmal, macht aber auch nur sehr wenig falsch, wenn überhaupt.

So haben wir ein absolut vernünftiges IPS Panel. Dieses bietet:

  • 100% sRGB Farbraum
  • 80% Adobe RGB
  • 303 cd/ m²
  • 1100:1 Kontrast

Damit eignet sich der Dell P3421W im Grunde für so ziemlich alle Anwendungen, ob nun Multimedia oder semi-professionelle Foto/Video-Bearbeitung.

Den einzigen Kritikpunkt den ich wirklich habe, wäre die mittelmäßige Ausleuchtung. Ansonsten ist das Bild des Dells top!

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Auch die Anschlussauswahl ist solide inklusive eines 65W USB C Ports. Der Standfuß ist Dell typisch sehr gut und auch das OSD ist überdurchschnittlich.

Kurzum, der Dell P3421W ist ein guter allroud Monitor, dessen Preis von 500€ völlig in Ordnung geht, auch wenn es von “b” Herstellern durchaus noch Preis/Leistung stärkere Modelle gibt.

Test Anker Nano II mit 30W, 45W und 65W im Test, super kompakte Ladegeräte mit USB PD und PPS!

Mit seiner Nano II Serie hat Anker vor kurzem seine neusten Vorzeige USB-Ladegeräte auf den Markt gebracht. Diese sollen vor allem aufgrund eines superkompakten Designs und moderner Technik überzeugen.

Hierfür setzt Anker auf die “GaN II” Technologie in Kombination mit USB Power Delivery und der PPS Erweiterung.

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Anker bietet aktuell das Nano II in 30W, 45W und 65W an. Wollen wir uns die drei Ladegeräte einmal näher im Test ansehen! Können diese überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Anker, welche mir die Ladegeräte für den Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Die Anker Nano II Serie im Test

Dieser Test beinhaltet alle drei Modelle der Anker Nano II Serie, die sich abseits der Leistung sehr stark ähneln.

  • Anker Nano II 30W A2665
  • Anker Nano II 45W A2664
  • Anker Nano II 65W A2663

Anker setzt bei seinen Nano II Ladegeräten auf ein klassisches Steckdosen-Adapter Design. Die Ladegeräte werden also direkt in die Steckdose gesteckt und verfügen auch nur über jeweils einen USB C Port. Was die Ausstattung angeht sind diese also erst einmal sehr minimalistisch.

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Minimalistisch gilt auch für die Abmessungen.

Volumen in cm³
Nano II 30W 30.2 x 31.5 x 38.4 mm 36.5
Nano II 45W 37.4 x 34.8 x 41.3 mm 53.8
Nano II 65W 41.5 x 35.8 x 44 mm 65.4

Alle drei Ladegeräte sind im Anbetracht ihrer jeweiligen Leistung als witzig zu bezeichnen! Mir ist aktuell kein Ladegerät bekannt was bei gleicher Leistung kleiner ist als eins der Modelle der Nano II Serie.

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Was aber auch auffällt, die Ladegerät sind schwer!

Nano II 30W 55.9 g
Nano II 45W 74.4 g
Nano II 65W 119.7 g

Gerade subjektiv wirken die Ladegeräte unheimlich “dicht” und massereich. Dies wirkt sich aber auch auf den Qualitätseindruck aus.

So wirken die drei Ladegeräte unheimlich wertig und massiv gebaut. Ja wir haben premium USB Ladegeräte vor uns.

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Wie steht es aber um die Technik? Alle drei Versionen des Anker Nano II verfügen nur über einen USB C Port, was ich zugegeben etwas schade finde. Dieser USB C Port hat es aber in sich!

5V 9V 15V 20V
Nano II 30W 3A 3A 2A 1,5A
Nano II 45W 3A 3A 3A 2,25A
Nano II 65W 3A 3A 3A 3,25A

 

Wie der Name schon sagt haben die Ladegeräte 30W, 45W oder 65W Leistung auf dem USB C Port, nach dem Power Delivery Ladestandard.

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Damit sind diese ideal sowohl für Smartphones wie auch im Falle der 45W oder 65W Versionen sogar für Notebooks. USB PD ist dabei der aktuelle Schnellladestandard der sowohl von Apple wie auch Samsung, Xiaomi, Nintendo oder Dell genutzt wird.

 

Mit PPS!

Alle drei Ladegeräte aus der Nano II Serie unterstützten USB PD PPS. PPS ist eine Erweiterung des Power Delivery Standards.

Normalerweise kann ein USB PD Ladegerät nur 5V, 9V, 12V, 15V oder 20V liefern, PPS erlaubt es frei Spannungen in einem gewissen Rahmen anzufragen.

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In der Praxis brauchen einige Smartphones diese PPS Erweiterung um mit dem vollen Tempo zu laden. Zum Beispiel das Samsung Galaxy S21 Ultra lädt an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 15W, an einem Ladegerät mit PPS mit 25W.

Daher ist es sehr erfreulich, dass die Nano II Serie PPS unterstützt. Der PPS Bereich ist dabei natürlich je nach Leistung des Ladegeräts angepasst.

Range 1 Range 2
Nano II 30W 3,3-11V /3A 3,3-16V / 2A
Nano II 45W 3,3-16V / 3A 3,3-21V / 2,25A
Nano II 65W 5-21V / 3,2A

 

Spannungsstabilität

Wie sieht es um die Spannungsstabilität? Gibt es hier Auffälligkeiten?

anker nano ii spannung 9v anker nano ii spannung 20v anker nano ii spannung 5v

Die Antwort ist nein! Die Spannungen aller drei Ladegeräte sind völlig innerhalb der USB Spezifikationen und generell als überdurchschnittlich stabil einzustufen.

 

Leistung, Belastungstest und Temperatur

Alle drei Ladegeräte können die von Anker versprochene Leistung bieten. Dies auch konstant! In meinem Test habe ich die Ladegeräte über 6 Stunden zu 100% belastet und dies haben alle Ladegeräte ohne Probleme ausgehalten.

Was die Leistungswerte angeht, gibt es aber eine interessante Auffälligkeit, Anker verzichtet auf die 12V Stufe. Ich weiß nicht warum, dank PPS können die Ladegeräte alle 12V ausgeben, aber es ist kein 12V USB PD Profil hinterlegt.

Dies macht allerdings Anker bei all seinen USB PD Geräten, warum auch immer. Spielt es in der Praxis eine Rolle? Wenn alle Spannungsstufen zur Verfügung stehen, also 5V, 9V, 12V, 15V und 20V, dann gibt es Geräte die gewisse Stufen bevorzugen.

Ein MacBook Pro kann mit allen Stufen laden, werden ihm aber alle Angeboten wird immer zur 20V Stufe gegriffen. Smartphones greifen bevorzugt zu 9V oder 5V, die Nintendo Switch zu 15V oder 5V und die iPads zu 15V.

Ich habe in der Praxis noch nie ein Gerät erlebt, dass die 12V Stufe bevorzugt hat. Es mag solche geben, aber ich halte das Weglassen der 12V Stufe nicht für problematisch, nur für merkwürdig.

Was die Hitzeentwicklung angeht sind alle drei Ladegeräte unkritisch.

temperatur 30w
Nano II 30W
temperatur 45w
Nano II 45W
temperatur 65w
Nano II 65W

 

Ladetempo und Kompatibilität

Wie steht es um das Ladetempo in Kombination mit diversen populären Geräten?

Nano II 30W Nano II 45W Nano II 65W
Apple iPad Pro 11 M1 26,3W 26,1W 26,2W
Apple iPhone 12 Pro 17,8W 17,4W 17,5W
Apple MacBook Pro 13 28,4W 43,6W 44,3W
Dell XPS 13 9380 28,9W 43,3W 44,5W
Samsung Galaxy S21 Ultra 25,3W 25,3W 25,3W

 

Kompatibilitätsprobleme konnte ich KEINE beobachten. Die Ladegeräte funktionierten an allen getesteten Geräten tadellos.

Was das Ladetempo angeht müssen wir aber etwas unterscheiden. Grundsätzlich sind alle drei Ladegeräte in der Lage die aktuellen Apple iPhones und Samsung Galaxy S20/S21 Geräte mit dem vollen Tempo zu laden!

Hast Du ein iPhone 11/12 oder ein S20/S21, dann gibt es kein Ladegerät das diese Geräte schneller laden kann.

Größere Geräte wie Notebooks lassen sich auch den Nano Ladegeräten laden. Hier empfehlen sich aber die Modelle mit 45W und 65W. Diese sind sogar Leistungsstark genug das originale Ladegerät eines Dell XPS 13 oder MacBook Pro 13 voll zu ersetzen.

 

Effizienz

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Effizienz unter Last an.

effizienz

Die Effizienz aller drei Nano II Ladegeräte ist als sehr gut einzustufen!

  • Nano II 30W – 84,7% bis zu 89,7%
  • Nano II 45W – 86% bis zu 91,1%
  • Nano II 65W – 84,6% bis zu 91,9%

Erstaunlicherweise sind damit aber die beiden größeren Versionen des Nano II etwas effizienter, sogar bei niedriger Last.

effizienz verlgeich

Verglichen mit anderen Ladegeräten ist das Bild schon recht eindeutig. Die Nano II Serie ist sehr effizient! Lediglich das eigene PowerPort III 65 Pod kann die Effizienz nochmals überbieten.

 

Fazit

Wenn Du ein besonders kompaktes USB Power Delivery Ladegerät mit viel Leistung und einer technisch modernen Ausstattung suchst, dann sollten die Modelle der Nano II Serie ganz weit oben auf deiner Liste stehen.

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Anker hat hier wirklich drei ganz hervorragende Ladegeräte gebaut! Die größte Stärke dieser sind klar die extrem kompakten Abmessungen, bei teils sehr hoher Leistung. Dabei haben die Ladegeräte aber keine übermäßigen Temperaturprobleme oder Ähnliches.

Dies auch dank der sehr guten Effizienz von teils über 91%! Kompatibilitätsprobleme oder ähnliche Auffälligkeiten konnte ich nicht beobachten. Ganz im Gegenteil, dank der Unterstützung von USB PD und PPS eignen sich die Ladegeräte ideal für Smartphones, Tablets und sogar Notebooks von Apple, Samsung, Xiaomi und Co.

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Welche Version des Nano II Du wählen solltest hängt davon ab welche Geräte du laden willst. Alle drei sind grundsätzlich voll empfehlenswert.

  • Nano II 30W ()primär für Smartphones
  • Nano II 45W ()für Smartphones und größere Tablets wie das iPad
  • Nano II 65W ()für Smartphones, Tablets und kleine bis mittelgroße Notebooks

Aktuell halte ich die 45W Version für die „interessanteste“ auch was die Preis/Leistung angeht. Letztere kann sich aber natürlich im laufe der Zeit ändern. Zum Zeitpunkt des Tests kostet das 30W und 45W Ladegerät fast gleich viel. Rein technisch betrachtet ist hier das 45W einfach „besser“ als die 30W Version. Die 30W Version ist nur kompakter.

Anker Nano II 45W USB-C Ladegerät Netzteil Schnellladeleistung, GaN...

  • 45W USB C Ausgang
  • PPS Support!
  • Effizienz zwischen 86% und 91,1%
  • Unkritische Hitzeentwicklung
  • Super Kompaktes Design
  • Ideal für Smartphones, Tablets und 13 Zoll Notebooks (Apple MacBook Pro, Dell XPS 13 usw.)

 

Asustor AS6604T Lockerstor 4 Review, NAS mit spitzen Hardware zum fairen Preis!

Mit dem Lockerstor 4 bietet ASUSTOR ein top modernes 4-Bay NAS System mit integrierten 2,5Gbit LAN Ports an.

Zwar hat Synology den NAS Markt fest im Griff, allerdings gibt es durchaus einige gute Gründe ein anderes NAS zu kaufen. So haben die Synology Systeme klar eine sehr gute Software, aber die Hardware ist fürs Geld immer vergleichsweise dünn.

asustor as6604t lockerstor 4 test 6

Dies ist bei ASUSTOR anders! So verfügt der Lockerstor 4 über den Intel Celeron J4125 Prozessor, 4GB RAM, zwei NVME Steckplätze und vor allem zwei 2,5Gbit LAN Ports.

Wollen wir uns das ASUSTOR Lockerstor 4 einmal näher im Test ansehen! Kann dieses überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen des Lockerstor 4 für diesen Test

 

Das Asustor AS6604T Lockerstor 4 im Test

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich beim Lockerstor 4 um ein 4-Bay NAS System. Ihr könnt in dieses 4x 3,5/2,5 Zoll HDDs verbauen.

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Zusätzlich besitzt das Lockerstor 4 2x NVME SSD Slots. Hier eingesetzte SSDs können als Cache Laufwerk genutzt werden.

Das Gehäuse des NAS misst 170x186x230mm und ist weitestgehend aus Metall gefertigt. Lediglich die Front ist mit Kunststoff verkleidet.

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Auf der Front finden sich auch die vier Hot-Swap Schächte für die HDDs. Ebenfalls hier ist ein kleines Display, dass die IP Adresse und weitere System-Informationen anzeigt. Mithilfe der seitlichen Tasten lassen sich auch einige Einstellungen direkt am Gerät verändern.

Spannend wird es auf der Rückseite. Hier finden wir zunächst einen 120mm Lüfter, wie auch den Anschluss für das externe Netzteil. Des Weiteren finden wir hier 2x USB 3.0, 1x HDMI und 2x 2,5GBit LAN.

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Habt Ihr keinen 2,5 Gbit LAN Switch, kein Problem! Ihr könnt auch einen normalen Gbit LAN Switch nutzen, nur halt dann mit reduziertem Tempo.

Aber Achtung, viele ältere 10Gbit LAN Switche unterstützen nicht die kleinere 2,5Gbit Stufe!

 

Software

Asustor setzt bei seinen NAS Systeme auf das ADM Betriebssystem. ADM ist ein Linux basiertes Betriebssystem das in Eurem Webbrowser läuft.

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So habt Ihr hier diverse Apps und Anwendungen, wie auch einen Fenster-Manager. ADM ist also mehr als nur eine einfache WebUI. ADM ist auch deutlich benutzerfreundlicher als z.B. FreeNAS bzw. TrueNAS.

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Ihr könnt sehr einfach Benutzer und freigegebene Ordner anlegen und auf pro Benutzerbasis Zugriffsrechte usw. festlegen. Selbst wenn dies Euer Erstes NAS ist, solltet Ihr mit ein wenig Herumprobieren schnell zum Ziel kommen.

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Selbiges gilt auch für die Einrichtung von Festplatten, für welche Single, JOBOD, Raid 0, Raid 1, Raid 5, Raid 6 und Raid 10 als Betriebsmodi zur Verfügung stehen.

Ich würde im Normalfall bei einer Nutzung von vier Festplatten zu Raid 5 raten. Habt Ihr keine Ahnung was dies bedeutet, könnt Ihr das NAS auch automatisch entscheiden lassen.

Ein Raid ersetzt aber natürlich kein Back-up. Auch hierfür bringt das Asustor diverse Optionen mit. Ihr könnt beispielsweise einzelne freigebende Ordner oder auch das ganze NAS in festgelegten Intervallen auf ein externes Laufwerk, FTP Server, RSync Server oder in die Cloud sichern. Bei Letzterem wird von Haus aus allerdings nur Amazon S3 unterstützt.

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Spannend finde ich bei Asustor immer den Front USB Port. Hier könnt Ihr eine automatische Datensicherung in beide Richtungen einrichten! Hierfür gibt es auf der Front eine gesonderte Taste.

Schließt Ihr also beispielsweise eine Speicherkarte (über einen USB Kartenleser) an und betätigt die Taste, könnt Ihr einrichten, dass alle Daten von der SD Karte auf das NAS kopiert werden.

Freigegebene Ordner können im Übrigen auch verschlüsselt werden, sodass selbst bei einem Diebstahl der Festplatten die Daten nicht ausgelesen werden können.

Viele Funktionen welche vom NAS von Haus aus nicht unterstützt werden, gerade im Multimedia Bereich, lassen sich über den integrierten App Store „nachrüsten“.

Aktuell finden sich hier über 200 Apps.

Dort finden sich neben Apps für diverse Cloud Dienste wie Dropbox und Co. auch Apps für OwnCloud, JDownloader, WordPress, Docker usw.

Eine vollständige Auflistung aller Apps und Feature würde hier doch etwas den Rahmen sprengen.

Es gibt von Asustor auch diverse Smartphone Apps, welche das Übertragen von Daten vom Smartphone leichter gestallten sollen.

Hierzu gehört auch eine Art Musik Player, welcher die Musik direkt vom NAS abruft „persönliches Spotify“, eine Bildergalerie, welche automatische Uploads, synchronisierte Alben usw. erlaubt und  eine App welche Euch die komplette Konfiguration des NASes vom Smartphone aus erlaubt.

Kurzum softwareseitig gibt es sehr viele Funktionen und Feature zu erkunden, auch abseits der reinen Datei-Server Funktionalität!

Aktuell läuft die ADM 4.0 Beta. ADM 4.0 bietet einige kleinere Verbesserungen und vor allem frischt hier und da das Design auf.

Kann Asustors ADMI mit Synologys DSM mithalten? Prinzipiell ja, die meisten Feature sind auch bei Asustor zu finden, aber Synologys DSM ist schon nochmal eine Stufe besser, so ehrlich müssen wir sein.

 

Leistung

Nicht ganz unwichtig ist sicherlich die Leistung bzw. die Datenraten des Asustor AS6604T Lockerstor 4.

Für diesen Test habe ich das NAS über einen QNAP QSW-M2100 mit einem Intel NUC 11 Pro verbunden. Es handelt sich hierbei um eine 2,5Gbit LAN Verbindung.

Lesend Schreibend
SSD Raid 1 296,4MB/s 286,4MB/s
HDD Raid 5 296,3MB/s 281,3MB/s
Verschlüsselung SSD Raid 1 296MB/s 125,9MB/s

 

Das NAS schafft in der Praxis maximal rund 296 MB/s lesend und 286 MB/s schreibend. Damit nutzt das Lockerstor 4 die 2,5Gbit LAN Verbindung fast komplett aus.

Super! Allerdings auch nicht direkt überraschend, denn wir haben im Inneren schließlich einen Intel Celeron J4125.

ssd

Der Intel Celeron J4125 ist zwar keine absolute High End CPU nach aktuellen Desktop-Standards, allerdings für ein NAS, wo meist schwächere ARM CPUS zum Einsatz kommen, ist diese mehr als ausreichend fähig!

Was können wir aber abseits der Datenübertragungen mit der leistungsfähigen CPU anfangen? ASUS bietet diverse Medien Apps an, die Fotos/Videos “on the Fly” umwandeln.

Aus meiner Sicht sehr spannend ist aber Docker, welches für das NAS Verfügbar ist. Docker erlaubt es Euch diverse “Server” Programme in einer Art virtuellem Container mit einem Klick laufen zu lassen.

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Ihr könnt z.B. den Home Assistent via Docker installieren oder Pi Hole oder einen Minecraft Server usw. Docker macht es Euch extrem einfach solche Programme auf dem Lockerstor 4 laufen zu lassen. Aufgrund der Intel CPU und der 4GB RAM habt Ihr hier auch leistungstechnisch etwas Spielraum.

 

Verschlüsselung

Ihr könnt beim Lockerstor 4 freigegebene Ordner verschlüsseln. Hierdurch sind diese auch geschützt, selbst wenn jemand die Festplatten klaut oder Ihr diese z.B. für eine Reparatur zum Hersteller sendet.

Eine Verschlüsselung kann also durchaus Sinn machen! Aber wie steht es um die Leistung?

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Leider kostet Euch das Verschlüsseln von Ordnern durchaus etwas Leistung. Lesend kommen wir weiterhin auf rund 290 MB/s. Schreibend allerdings sinkt die Datenrate auf rund 125 MB/s.

Nutzt Ihr nur Gbit LAN, dann werdet Ihr bei der Verschlüsselung keinen Leistungsverlust bemerken. Bei der 2,5 Gbit Verbindung halbiert sich die Datenrate schreibend aber.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch von Geräten die 24/7 laufen ist extrem wichtig. Wie viel Strom frisst also das Asustor AS6604T Lockerstor 4?

Dies hängt stark von Eurer Nutzung ab und was für Laufwerke Ihr verbaut! Die HDDs/SSDs sind für den überwältigen Teil des Stromverbrauchs verantwortlich.

Mit zwei SSDs, welche im Leerlauf praktisch keinen Strom verbrauchen, benötigt das NAS gerade einmal 8,5W. Unter einfacher Netzwerklast steigt der Verbrauch auf 16,8W an, was immer noch sehr wenig ist.

Zum Vergleich mit 4x 6TB HDDs liegt der Verbrauch im Leerlauf schon bei rund 38W!

Das NAS selbst braucht also sehr wenig Energie (auch verglichen mit Synology Geräten), aber der Effektive Stromverbrauch hängt primär an den verbauten Laufwerken.

 

Fazit

Das Lockerstor 4 kann mit den Asustor üblichen Stärken punkten. Dies ist vor allem die Rohleistung und der integrierte 2,5GBit LAN Port.

Dies hebt das NAS auch etwas von den Konkurrenz-Modellen von Synology ab, welche in dieser Preisklasse kein 2,5GB LAN bieten.

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In der Praxis könnt Ihr so Datenraten von bis zu 290MB/s in beide Richtungen erreichen. Verschlüsselt sind es lesend weiterhin 290MB/s, schreibend weiterhin ordentliche 125MB/s.

Dabei ist die von Asustor verwendete Software als ordentlich zu bezeichnen. Diese kann von Haus aus deutlich mehr als z.B. TrueNAS(FreeNAS) und ist auch um einiges benutzerfreundlicher. Allerdings ist diese auch nicht ganz auf dem Level der Synology NAS Systeme, gerade was die Mobilen Anwendungen angeht. Allerdings ist Asustor hier mit ADM 4.0 auf einem guten Weg!

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Unterm Strich ist das Asustor AS6604T Lockerstor 4 ein klasse NAS, vor allem aufgrund der hohen Datenraten und der 2,5Gbit LAN Ports!

Test: Mobile Pixels Trio Max, ein portabler USB C Monitor für Notebook und Nintendo Switch

Ich bin ein großer Notebook Fan und nutze für Techtest.org fast ausschließlich mein Dell XPS 17. Allerdings bin ich auch ein Multi-Monitor Fan. Ein zweiter Monitor erhöht die Produktivität massiv.

Es ist zwar durchaus möglich einen zweiten Monitor an ein Notebook anzuschließen, was ich auch gemacht habe, aber die eleganteste Lösung ist dies nicht. Hier kommt nun der Mobile Pixels Trio Max ins Spiel.

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Bei dem Mobile Pixels Trio Max handelt es sich um einen externen Monitor den Ihr an den Deckel Eures Notebooks befestigen könnt. Dieser Monitor wird von Eurem Notebook mit Energie und Signal versorgt und kann bei Nicht-Nutzung eingefahren werden.

Klingt doch spannend und nach einem ziemlich einmaligen Produkt! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist der Mobile Pixels Trio Max sein Geld wert? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Mobile Pixels welche mir den Trio Max für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der Mobile Pixels Trio Max im Test

Bei dem Trio Max handelt es sich um einen 14 Zoll Monitor. Dieser ist in einer Art Kunststoff-Konstruktion eingelassen.

Diese wiederum kann am Deckel Eures Monitors angebracht werden. Hierfür müsst Ihr allerdings vier kleine Metall-Scheiben an den Deckel Kleben, an welchen der externe Monitor via Magneten haftet.

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Dies hat den Vorteil, dass Ihr den Monitor sehr leicht abnehmen könnt, allerdings auch den Nachteil, dass Ihr viel Klebepads permanent am Notebook habt, welche dem Design nicht zwingen zuträglich sind.

Das Gehäuse des Trio Max besteht aus zwei Komponenten, dem Monitor selbst und der Abdeckung. Aus dieser wird der Monitor seitlich herausgezogen und bei Nicht-Nutzung wieder hineingeschoben. So ist dieser während des Transports geschützt.

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Das Gehäuse samt Monitor besitzt eine Dicke von 12mm und bringt rund 930g auf die Waage. Damit ist dieser durchaus als portabel einzustufen.

Angeschlossen wird er über einen von zwei USB C Ports. Also ja Euer Notebook muss einen USB C Port mit Displayausgang besitzen. Dabei wird der Monitor auch via USB C mit Strom versorgt!

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Er „saugt“ also auch am Akku Eures Notebooks. Alterativ könnt Ihr aber eine Powerbank oder ähnliches über ein USB A auf USB C Kabel mit dem 1. USB C Port des Monitors verbinden und Euer Notebook über USB C Port 2. In diesem Fall holt sich der Trio Max seinen Strom aus der Powerbank und bekommt nur das Displaysignal von Eurem Notebook.

Ein Anschließen des Monitors nur via USB A ist nicht möglich! Der USB A Stecker ist lediglich für die Stromversorgung nutzbar.

Gesteuert wird der Trio Max über drei Touch Tasten an der Seite und ein recht brauchbares OSD.

 

Die Bildqualität (subjektiv)

Der Trio Max besitzt eine Auflösung von 1920×1080, was bei einer Größe von 13 Zoll völlig Okay ist. Text wirkt ausreichend scharf und „klar“. Es handelt sich zudem eindeutig um ein IPS Panel, denn die Blickwinkel sind ordentlich.

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Für Office Anwendungen ist der Monitor also absolut zu gebrauchen. Allerdings was die Farbdarstellung und die Helligkeit angeht bin ich wenig beeindruckt. Dies liegt auch sicherlich daran, dass ich diesen in einem direkten Kontrast zu meinem Dell XPS 17 sehe, welches nun mal über ein fantastisches Display verfügt.

Ich will nicht sagen, dass die Farben matt wirken, das ist nicht der Fall, aber diese „glänzen“ auch nicht. Dies liegt sicherlich auch ein gutes Stück an der matten Displaybeschichtung.

Unterm Strich würde ich subjektiv das Bild als gut einstufen, dieses ist allerdings eher auf dem Level eines 500-800€ Notebooks. Der Trio Max ist also nicht der „Traum“ jedes Grafikers, aber als sekundärer Monitor ist er völlig Okay.

 

Messwerte

Trotz meiner subjektiven Einschätzung schauen wir uns noch die Messwerte an. Beginnen wir hier bei der Farbraumabdeckung.

farbraum

Mit einer 63% Abdeckung des sRGB Farbraums und 47% von AdobeRGB bekleckert sich der Trio Max nicht unbedingt mit Ruhm, was die Farbdarstellung angeht. Um ehrlich zu sein die Werte sind eher als schlecht einzustufen!

Leider sind solche Werte aber in einem Notebook der Einstiger bis unteren Mittelklasse auch im Jahr 2021 nicht unüblich. Ich vermute daher, dass wir hier ein Panel aus dieser Klasse vor uns haben.

Was mich etwas mehr enttäuscht hat war die Helligkeit.

helligkeit und kontrast

Der Kontrast ist zwar mit 1:1090 erfreulich gut, die maximale Helligkeit liegt aber lediglich bei rund 232 cd/m². In der Regel ist dies für eine Innennutzung völlig ausreichend. Allerdings großzügig ist die Helligkeit nicht.

Ich denke dies passt auch gut zum Panel, es reicht als sekundärer Monitor, auf dem Ihr vielleicht eine Excel Tabelle oder Video habt, ich würde aber auf diesem keine Foto/Video-Bearbeitung machen.

 

Stromverbrauch

Wie steht es um den Stromverbrauch des Monitors?

stromverbrauch

Der Stromverbrauch schwankt zwischen 3,8W und 2,3W, je nach eingestellter Helligkeit. Dies ist angenehm wenig, kann aber dennoch die Akkulaufzeit eines „Ultrabooks“ (Dell XPS 13, MacBook Pro 13 usw.) um ca. 30-40% reduzieren. Allerdings hatte ich mit einem höheren Verbrauch als maximal 3,8W gerechnet.

 

Fazit

Das Fazit zu Mobile Pixels Trio Max ist nicht ganz einfach. 299€ ist für den Monitor an sich ein sehr stolzer Preis, vor allem wenn wir uns das Panel ansehen.

Grundsätzlich ist die Bildqualität des Trio Max Okay, aber diese ist eher auf dem Level eines Einsteiger Notebooks. Ihr werdet bzw. solltet auf dem Trio Max keine Foto/Video-Bearbeitung machen. Allerdings um einfach zusätzliche Informationen wie Tabellen, Webseiten usw. parallel zu sehen, ist der Monitor völlig geeignet.

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Der subjektive Bildeindruck ist Okay.

Ähnliches gilt auch für die Halterung. Ja das Ankleben der Magnetscheiben an Euer Notebook ist etwas „unschön“, aber ich wüsste auch nicht wie man dies besser lösen sollte. Prinzipiell funktioniert das Ganze sehr gut!

Auch die beiden USB C Ports funktionieren tadellos. Rein funktional betrachtet ist der Mobile Pixels Trio Max absolut klasse! Einfach ein USB C Kabel verbinden und der Monitor bekommt Signal und Storm.

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Ob der Mobile Pixels Trio Max Euch nun 299€ (zum Zeitpunkt des Tests) wert ist, hängt von Eurer Nutzung ab. Ich hätte mir für das Geld ein etwas wertigeres Panel gewünscht, aber schlecht ist der Trio Max auf keinen Fall! Wir haben hier halt ein einzigartiges Produkt, welches dementsprechend (leider) auch einen etwas höheren Preis hat.

USB, PD, PPS, QC 3.0, SCP, 100W Leistung und 4-Ports, Test Baseus CCGAN100UE

Mit dem CCGAN100UE 100W GaN2 Pro Quick Charger bietet Baseus ein ausgesprochen spannendes USB Ladegerät an. Dieses bietet einerseits eine satte Leistung von 100W, andererseits verfügt dieses über 2x USB C und 2x USB A und unterstützt Quick Charge wie auch USB PD.

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Klingt nach einer eierlegenden Wollmilchsau! Ein Ladegerät, dass alle Geräte gut mit Energie versorgen kann. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier das Baseus CCGAN100UE wirklich so gut wie es der Hersteller verspricht? Finden wir genau dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Baseus für das Zurverfügungstellen des CCGAN100UE für diesen Test.

 

Das Baseus CCGAN100UE im Test

Das Baseus CCGAN100UE setzt auf einen recht klassischen Steckdosenadapter Formfaktor. Das Netzteil wird also direkt in die Steckdose gesteckt, was Ideal für Reisen oder etwas minimalistischere Setups ist.

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Zwar würde ich das CCGAN100UE mit 84,3 x 30,4 x 54,2 mm noch als recht kompakt bezeichnen, im Anbetracht der Leistung von 100W. Allerdings ist das Ladegerät schon etwas größer als z.B. das Baseus CCGAN100CE.

Dies liegt an der erweiterten Portausstattung. So verfügt das Ladegerät über zwei USB C Ports und zwei USB A Ports.

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Beide USB C Ports bieten eine maximale Leistung von 100W nach dem USB Power Delivery Standard bzw. genau genommen haben wir hier die üblichen 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/5A.

Die USB A Ports können spannenderweise auch bis zu 60W liefern. Dies nach dem Quick Charge Standard. Cool, allerdings habe ich bisher in der freien Wildbahn noch kein Smartphone gesehen das via USB A und Quick Charge mehr als 30W aufnahm.

Die maximale Leistung des Ladegerätes liegt allerdings bei nur 100W. Nutzt Ihr mehrere Ports gleichzeitig, dann gibt es eine recht starke Drosslung der Ports. Diese wird zwar intelligent, aber statisch gemacht.

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Nutzt Ihr beispielsweise USB C Port 1 + USB A Port 1 wird der USB C Port auf 65W gedrosselt und der USB A Port auf 30W.

Ein wichtiger Punkt beim Baseus CCGAN100UE ist auch die Nutzung von GaN. GaN steht für Gallium Nitride, welches ein Halbleiter ist, der so langsam seinen Weg in den Massenmarkt findet. Gallium Nitride hat gegenüber Silizium einige Vorteile im Bereich der Effizienz, bei Schaltnetzteilen. Dies erlaubt es kleinere Bauteile mit Gallium Nitride bei gleicher Leistung zu bauen als mit regulärem Silizium. Je nach Quelle sind GaN Bauteile ca. 32% kleiner bei gleicher Leistung und zudem noch effizienter.

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GaN ist kein Wunder-Material, kann aber helfen ein Ladegerät etwas kompakter und effizienter zu machen.

 

Erster Test und PPS!

Beginnen wir mit einem ersten Test. Wie von Baseus beworben kann das CCGAN100UE kann das Ladegerät 100W über die USB C Ports liefern.

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Hier konnte ich aber eine Überraschung entdecken. So unterstützen die USB C Ports neben dem normalen Power Delivery Standard auch USB PD PPS! Ideal für Smartphones wie das Samsung Galaxy S21 Ultra.

Folgende Ladestandards unterstützt das Baseus CCGAN100UE:

  • USB Power Delivery (bis zu 100W)
  • USB PPS 3,3V – 21V /5A
  • BC 1.2
  • Apple 2.4A
  • Huawei FCP 5-12V
  • SCP 3,4V – 5,5V / 5A
  • QC3.0 5 – 20V

Um die Hitzeentwicklung zu testen habe ich das Ladegerät 5 Stunden mit 100W belastet.

temperatur

Dabei hat sich das Ladegerät am höchsten Punkt (in den USB Ports) auf maximal 70 Grad erwärmt. An den Seiten konnte ich eine Erwärmung auf ca. 56 Grad messen.

Dies ist schon warm, aber auch nicht als extrem kritisch zu bezeichnen.

 

Das Ladetempo

Folgende Geräte habe ich am Baseus CCGAN100UE getestet:

USB C USB A
Apple iPhone 12 Pro 17,9W 9,8W
Apple MacBook Pro 13 M1 51,2W
Dell XPS 13 9380 44,9W
Samsung Galaxy S21 Ultra 27,5W 15,03W
Xiaomi Mi 10 Pro 22,4W 13,8W

 

Das Baseus CCGAN100UE liefert hier eine top-Leistung! So kann dieses aufgrund der 100W USB C Ports Notebooks wie das Dell XPS 13, Apple MacBook Pro 13 oder auch MacBook Pro 16 mit dem vollen Tempo laden.

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Aber auch Smartphones werden sehr flott geladen. Apple iPhones laden dank USB Power Delivery mit dem vollen Tempo, die Samsung Galaxy S20/S21 Serie, wie auch viele Motorola und Xiaomi Smartphones laden dank USB PD PPS mit dem vollen Tempo und Huawei/OPPO Smartphones laden dank FCP bzw. SCP mit dem vollen Tempo.

 

Die Effizienz

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Effizienz an.

effizienz

Je nach Last schwankt die Effizienz des Baseus CCGAN100UE zwischen 71,4% und 91,5%.

effizienz vergleich

Damit bietet das Ladegerät auch verglichen mit der Konkurrenz eine sehr gute Effizienz! Gerade unter Volllast ist das Baseus CCGAN100UE das aktuell effizienteste Ladegerät, das ich bisher im Test hatte.

 

Fazit

Das Baseus CCGAN100UE 100W GaN2 Pro Quick Charger ist ein Weltklasse Ladegerät! Anders können wir dies nicht sagen.

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Die Kombination aus diversen Schnellladestandards, wie auch der hohen maximalen Leistung von 100W wird von wenigen Konkurrenten geboten. USB PD, USB PD PPS, QC3.0, FCP, SCP usw. Alles in einem Ladegerät ist einfach spitze und erlaubt es Euch so gut wie alle Smartphones, Tablets und auch sehr viele Notebooks schnell zu laden.

Dabei ist auch die Effizienz des Ladegerätes sehr gut! Ich kann zwar zum aktuellen Zeitpunkt nichts zur Zuverlässigkeit des Ladegerätes sagen, aber alle Messwerte sehen hier solide bis gut aus.

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Kurzum, sucht Ihr ein extrem Universelles Ladegerät mit tonnenweise Ladestandards, hoher Leistung und seid bereit Euer Vertrauen einem kleineren Hersteller zu schenken? Dann ist das Baseus CCGAN100UE eine spitzen Wahl.

Baseus USB C Ladegerät 100W Netzteil mit GaN Tech, 2C+2A Ports...

  • 100W USB C Leistung
  • USB PD, PPS, QC, SCP
  • 71,4% und 91,5 Effizienz
  • Unkritische Hitzeentwicklung

Das HomePilot Smart Home System im Test

Smart Home Systeme gibt es einige auf dem Markt, zu den populärsten gehört z.B. das System von Bosch oder Homematic. Allerdings gibt es ein weiteres sehr spanendes Smart Home System, Made in Germany.

Bei diesem handelt es sich um den HomePilot des Herstellers Rademacher. HomePilot ist ein klassisches „Allround“ Smart Home System, mit Alarmanlagen Funktion, Heizungssteuerung usw. Dabei bietet Rademacher auch eine Integration von Rollladen und Garagentoren an.

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Wollen wir uns das HomePilot System einmal im Test ansehen, kann dieses Überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Rademacher für das Zurverfügungstellen des HomePilot Systems für diesen Test.

 

Das HomePilot Smart Home System im Test

Wie die meisten Smart Home Systeme besteht auch das HomePilot System zunächst aus einer Basis-Station, mit welcher die diversen Sensoren und Module verbunden werden.

Die HomePilot Basis-Station oder „Gateway“ ist eine ca. 130x31x130mm große Box, welche via LAN (oder WLAN) mit Eurem Netzwerk verbunden wird.

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Spannenderweise scheint im Inneren des Gateways ein Raspberry PI zu stecken (mit zusätzlichem Funkmodul).

Das HomePilot Gateway alleine bringt Euch allerdings nicht viel. Um wirklich Nutzen von diesem zu ziehen, benötigt Ihr weitere Module. Hier gibt es ein großes Sortiment, welches neben den “Basis” Modulen auch diverse “exotischere” Module umfasst, wie Rolladen Motoren und Steuerungen usw.

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Allgemein ist das Thema Rollladen & Sonnenschutz beim HomePilot recht umfangreich.

Für diesen Test hat mir Rademacher freundlicherweise neben dem Gateway einen Tür/Fenster-Sensor, eine Schaltbare Steckdose und ein Alarm-Modul zur Verfügung gestellt.

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Der Tür/Fenster Sensor ist beim HomePilot erfreulich kompakt und klein! Dieser kann auch programmiert werden gekippte Fenster zu erkennen, was die meisten Konkurrenzmodule nicht können.

Auch der Steckdosenadapter ist angenehm kompakt und schlank!

 

Einrichtung

Die Basis-Einrichtung ist angenehm einfach. Verbindet das Gateway mit dem Strom und Eurem Netzwerk. Anschließend ladet die HomePilot App auf Euer Smartphone. Diese ist für IOS und Android verfügbar.

Habt Ihr das Gateway verbunden, dann wird dieses von der App automatisch gefunden und wird mit wenigen „Klicks“ eingerichtet.

Allerdings bringt Euch das Gateway alleine nicht viel. Ihr müsst noch die Sensoren verbinden, was etwas trickreicher ist. Schaut hierfür am besten in die Anleitung der jeweiligen Module welche Tasten Ihr wie lange drücken müsst usw.

 

Die App und Funktionen

Grundsätzlich gefällt mir die HomePilot App recht gut. Diese ist sehr einfach, aber übersichtlich gestaltet! Es gibt zwar weniger Eye Candy verglichen mit den Systemen anderer Hersteller, dafür ist die Übersicht aber gelungen. Gerade verglichen mit HomematicIP wirkt HomePilot schon ein gutes Stück besser aufgeräumt.

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Auf der Startseite seht Ihr eine Übersicht über die Sensoren und Module die Ihr als Favoriten festgelegt habt. Dort seht Ihr ebenfalls den Status dieser, also ist z.B. das Fenster geöffnet, geschlossen oder gekippt.

Im Falle der smarten Steckdosen könnt Ihr von hier aus diese auch direkt mit einem Tipp schalten, was die Nutzung deutlich beschleunigt.

Auf Seite zwei findet Ihr eine Übersicht über alle verbundenen Sensoren und Eure angelegten Gruppen. Tippt Ihr einen Sensor an erhaltet Ihr erweiterte Informationen und gegebenenfalls Steuerungsmöglichkeiten.

Auf Seite drei könnt Ihr die wichtigen Szenen und Auslöser erstellen. Auslöser sind die klassischen “Wenn dies dann das” Verknüpfungen. Zum Beispiel “wenn es Samstags Mittags ist, dann schalte Steckdose XZ ein” oder “Wenn Fenster X geöffnet wird, dann sende eine Benachrichtigung”.

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Hierüber könnt Ihr auch eine Art Alarmanlage bauen, “Wenn Tür geöffnet wird, dann lass Sirene ertönen”. Allerdings vordefinierte Vorlagen oder eine direkt integrierte Alarmanlagenfunktion scheint es nicht zu geben. Ihr müsst diese selbst via Szenen und Auslöser erstellen, was zwar kein Problem ist, aber etwas umständlicher ist als bei vielen Konkurrenten.

Im Gegenzug habt Ihr allerdings auch recht große Freiheiten bei der Nutzung von HomePilot.

Habt Ihr beispielsweise einen Sonnensensor und Rollladenmotoren des HomePilot Systems, dann könnt Ihr diese miteinander verknüpfen, dann bei zu starker oder geringer Sonneneinstrahlung diese rauf/runter fahren.

Eventuell könntet Ihr hier sogar eine smarte Markisen Steuerung erstellen (sofern Ihr eine elektrische Markise habt), welche diese automatisch bei Sonnenstrahlung öffnet und bei Wind schließt.

Passende Umwelt-Sensoren sind im Sortiment von Rademacher zu finden!

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Das HomePilot System erfordert allerdings etwas eigene Kreativität und Vorstellungsgabe. Ich konnte in der App keine “Vorlagen” entdecken. Ihr könnt aber frei sämtliche Verknüpfungen von Modulen vornehmen, wenn Ihr wisst, was Ihr wollt.

So zeigt Euch Rademacher auf seiner Webseite einige ungewöhnlichere Ideen, wie beispielsweise eine Smarte Gartenbewässerung.

Smarte Rasenbewässerung – Starterpaket für eine Smart Home Bewässerungssteuerung

Hierfür wird eine Pumpe mithilfe eines Universal-Aktors geschaltet. Dies könnt Ihr erneut mit einem Umwelt-Sensor kombinieren, also wenn Sonneneinstrahlung über XYZ steigt Pumpe = ein.

 

3. Anbieter Dienste

Das HomePilot System unterstützt von Haus aus Amazon ALEXA und den Google Assistent. Apple HomeKit wird leider nicht unterstützt, nur Siri Kurzbefehle.

Neben den eigenen Modulen könnt Ihr auch Philips Hue mit in die HomePilot App integrieren, wenn Ihr dieses System besitzt. Ein sinnvolles Feature, denn Philips Hue ist der de facto Standard wenn es um die Smart Home Beleuchtung geht.

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Des Weiteren könnt Ihr Überwachungskameras von Bosch und Axis in die App und das System einbinden.

 

Fazit

Der HomePilot gefällt mir gut! Gerade die App wirkt sehr schön aufgeräumt und übersichtlich und die technische Basis ist solide!

Allerdings richtet sich der HomePilot ganz klar eher an die Smart Home “Profis” bzw. Dort sehe ich die Zielgruppe. Sucht Ihr ein möglichst einfaches und universelles Smart Home System, dann gibt es bessere für Euch!

Das Einrichten des HomePilot und der diversen Smart Home Funktionen ist nicht schwer, aber das System kaut Euch alles etwas weniger vor. Beispielsweise müsst Ihr bei der Alarmanlage einige Verknüpfungen selbst erstellen.

Auch sind die Preise für die diversen Sensoren teils sehr hoch! Ein Fenster-/Türkontakt rund 55€ und die Basis-Station 150€ ist verglichen mit beispielsweise HomeMaticIP recht teuer!

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Ich könnte mir aber vorstellen, dass das HomePilot System für Bastler und “Profis” spannend ist, gerade wenn Ihr an smarter Rolladen-Steuerung interessiert seid oder Dinge “umweltabhängig” steuern wollt. Hier sehe ich ganz klar die Nische des HomePilot Systems!

In Kombination mit den Lichtsensoren könnt Ihr beispielsweise Rolladen automatisch steuern. Wenn Ihr eine elektrische Markise habt, könnt Ihr diese auf “Smart” umrüsten, so dass diese sich bei Sonne automatisch öffnet und bei Wind schließt usw.

Diese etwas erweiterten Feature sind klar die Stärke des HomePilot Systems. Hier seid nun Ihr gefragt, ist dies etwas was Euch interessiert und seid Ihr bereit dafür durchaus einen Premium Preis zu bezahlen? Dann schaut Euch das HomePilot System gut an!

Jetzt der beste Saugroboter 2021! Der Roborock S7 + Absaugstation im Test

Der Roborock S7 ist einer der wichtigsten Saugroboter des Jahres! Roborock ist klar einer der Pioniere und größten Hersteller in diesem Bereich, weshalb das neue Flaggschiff von Roborock natürlich einiges an Beachtung erhält.

Der Roborock S7 soll vor allem zwei große Verbesserungen mitbringen. So ist zunächst die Wischfunktion des Saugroboters massiv verbessert worden. Der Sauger soll nun noch deutlich gründlicher und besser putzen können, dank einer beweglichen Ultraschall Platte.

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Des weiteren wurde auch die Saugleistung ein gutes Stück verbessert, dank stärkerem Motor und verbesserter Bürste.

Klingt doch spannend, aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der Roborock S7 überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Roborock für das zur Verfügung stellen des S7 für diesen Test.

 

Der Roborock S7 im Test

Auf den ersten Blick ist der Roborock S7 ein recht klassischer Staubsaugroboter. Dieser setzt auf die typische Runde Form, mit einer kleinen rotierenden Bürste auf der Front und dem Buckel mit dem Laser Sensor auf der Oberseite.

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Dabei setzt Roborock auch weiterhin auf die weiße Färbung, welche beim S7 aber etwas „glänzender“ wirkt.

Die für mich größte Überraschung war das Gewicht. Der S7 ist der mit Abstand schwerste Saugroboter den ich jemals in Händen hatte! Es wirkt glatt so als hätte dieser im Inneren einen Metall-Korpus. Dies sagt uns, dass Roborock beim S7 im Inneren durchaus einiges verändert hat.

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Aufgrund des hohen Gewichts wirkt der S7 natürlich extrem wertig und stabil gebaut. Rein subjektiv würde ich sagen dies ist einer der wertigsten Saugroboter der mir bisher über den Weg gelaufen ist.

Etwas überraschend hat Roborock beim S7 auf eine Kamera für „KI“ und Objekterkennung verzichtet. Abseits davon haben wir aber eine gute Standard Ausstattung an Sensoren.

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  • Stoßstange mit Berührungssensoren
  • Laser-Abstandssensor auf der Front
  • LDS/Lidar Abstandsmesser für die Kartenerstellung
  • Fall-Sensoren, für die Treppenerkennung
  • Ultraschall-Teppicherkennung

Mit im Lieferumfang des S7 liegt die Ladestation und das Netzkabel. Ersatzfilter usw. liegen leider keine bei!

 

Filter und Schmutzauffangbehälter

Der Roborock S7 setzt auf einen neuen „E11“ Filter und eine neue Bodenbürste (komplett aus Gummi). Hierdurch passen die alten Roborock Filter und Bürsten nicht mehr auf den S7!

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Rein subjektiv ist der Schmutzauffangbehälter wie bei fast allen Saugroboter sehr klein. Roborock spricht von 470ml Fassungsvermögen.

  • iRobot Roomba s9+ = 0,55L
  • Proscenic M6 PRO = 0,55L
  • Roborock S7 = 0,47L
  • Roborock S5 Max = 0,46L
  • Ecovacs Robotics Deebot Ozmo T8 = 0,42L
  • Ecovacs Robotics Deebot Ozmo T8 AIVI = 0,42L

Wenn Ihr eine kleine Stadt-Wohnung habt, dann wird dies problemlos ausreichen. Allerdings ist Eure Wohnung etwas größer und Ihr habt vielleicht Haustiere, dann wird der Schmutzauffangbehälter nach jeder Reinigung prall gefüllt sein! In meiner Wohnung + Hund bekomme ich die 0,47L glatt 2x täglich voll.

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Rot = Luft Einlass, Grün = Luft Auslass

Interessant ist das Design der Box und wie der Luftstrom etwas verdreht durch diese geführt wird.

Der Schmutzauffangbehälter kann einfach über den aufklappbaren Deckel entnommen werden.

Auf der Rückseite des Roborock S7 findet sich der Wasser-Tank. Setzt Ihr das Putztuch unter den Saugroboter kann dieser auch gleichzeitig zum Saugen feucht wischen.

 

Update, die neue Absaugstation für den Roborock S7

Roborock hat vor kurzem eine Absaugstation für den Roborock S7 auf den Markt gebracht. Diese ist komplett optional und schlägt mit rund 299€ zu buche. Eine stolze Summe, allerdings ist dies die Absaugstation durchaus wert!

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Roborock setzt bei dieser auf ein sehr schickes Design, welches ebenfalls auf einen “cleanen” weißen Kunststoff setzt. Dabei unterscheidet sich die Absaugstation in einem Punkt von allen mir bekannten Konkurrenten.

Alle mir bekannten Absaugstationen, egal ob von iRobot, Ecovacs oder einem anderen Hersteller, setzen auf Staubsaugerbeutel! Hier sind Preise von 20€ für 3 Beutel gängig.

Roborock lässt Dir die Wahl! Du kannst die Absaugstation mit Beuteln oder einfach beutellos verwenden.

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Ich verwende diese ohne Beutel und bin zu 100% zufrieden. Im Inneren des Schmutzauffangbehälters, der sich einfach abnehmen lässt, ist ein cleveres Zyklonen-System. Hierdurch wird die Luft das erste Mal gefiltert. In der Absaugstation finden sich zudem noch zwei weitere Feinstaubfilter.

 

Wie funktioniert die Absaugstation für den Roborock S7?

Der Roborock S7 verhält sich zunächst völlig normal und reinigt deine Wohnung. Ist er fertig, kehrt er auf seine Station zurück.

Dort startet automatisch das Absaugen. Dabei saut ein kräftiger Motor den Schmutz aus dem Auffangbehälter in die Station. Dies ist in der Praxis aber nicht so einfach wie es hier klingt.

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Viele Absaugstationen haben Probleme mit zu vielen Haaren und saugen nicht sauber ab. Die Absaugstationen von Ultenic oder EcoVacs saugen nicht immer zu 100% ab, gerade wenn der Saugroboter komplett voll ist. Bisher konnte hier lediglich die Absaugstation von iRobot zu 100% überzeugen.

Die Absaugstation des Roborock S7 gesellt sich hier nun dazu! Auch diese saugt zuverlässig ab, selbst wenn der Saugroboter komplett voll mit Tierhaaren ist.

Auch das Entleeren der Absaugstation funktioniert tadellos, schnell und einfach! Allerdings ist diese was das Volumen angeht etwas schwächer als die Konkurrenten mit Beutel.

 

Das Navigationsprinzip

Wir können moderne Saugroboter in vier „Gruppen“ unterteilen wenn es um die Navigation geht.

  1. Die Dummen. Dumme Saugroboter nutzen eine Zufallsnavigation. Diese Fahren los bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine Zufällige Richtung ab, fahren erneut bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab usw. Hierdurch sind diese Modelle aber sehr ineffizient, langsam und haben gerade mit komplexen Wohnungen mit vielen Räumen große Probleme. Solche Saugroboter sind sehr günstig und einfach zu bauen. Daher sind sie vor allem in der untersten Preisklasse zu finden. Ich würde solche dummen Saugroboter vermeiden!
  2. Blinde Saugroboter. „Blinde“ Saugroboter nutzen ein Gyroskope zur Navigation. Der Roboter kann seine Umgebung zwar nicht sehen, merkt sich aber in welche Richtung er fährt, in welche Richtung er abdreht und wo er Hindernisse ertastet. Hierdurch kann er eine Art Karte mitzeichnen und arbeitet daher etwas effizienter und zuverlässiger. Solche Saugroboter sind mittlerweile oft in der 200-300€ Preisklasse anzutreffen und sind generell durchaus brauchbar, in kleinen bis mittelgroßen Wohnungen.
  3. Kamera Saugroboter. Einige Saugroboter setzen zusätzlich zu anderen Sensoren (oftmals einem Gyroskope) auf eine Kamera, auf der Oberseite. Diese Kamera zeichnet markante Merkmale in Eurer Wohnung auf und ordnet diese den Positionen zu. Hierdurch kann der Saugroboter nicht nur eine Karte erstellen, sondern auch eine Position auf der Karte erkennen. Solche Saugroboter gehören meist schon in die „Königsklasse“ und eignen sich nach meiner Erfahrung für mittelkomplexe und große Wohnungen. Beispielsweise iRobot ist der bekannteste Nutzer dieser Technologie.
  4. Laser Saugroboter. Laser Saugroboter erkennt Ihr sofort an dem markanten Hubbel auf der Oberseite. In diesem Steckt ein Laser-Abstandsmesser der sich permanent dreht. Hierdurch kann der Saugroboter eine extrem präzise Karte der Umgebung erstellen und auch seine Position in dieser Karte jederzeit wiederfinden. Diese Saugroboter eigenen sich grundsätzlich für jede Art der Wohnung.

Natürlich gibt es innerhalb jeder Kategorie bessere und schlechtere Modelle. Der S7 setzt auf Navigationsprinzip 4, mit einem Laser Sensor.

 

Die App

Roborock setzt beim S7 auf die Roborock App, welche für IOS und Android verfügbar ist. Die Roborock App ist angenehm einfach und problemlos aufgebaut.

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Auf der Startseite findet Ihr eine Übersicht über alle verbundenen Saugroboter. Tippt Ihr den S7 an wird die eigentliche Steuerungsoberfläche geladen. Dort könnt Ihr den Saugroboter starten, stoppen und zur Basis-Station zurücksenden.

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Hier wird natürlich auch die Karte Eurer Wohnung angezeigt. Diese könnt Ihr nach Euren Wünschen bearbeiten, in Räume unterteilen usw. So könnt Ihr dem S7 auch sagen „hey reinige nur die Küche“.

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In der App könnt Ihr zudem die Reihenfolge der Reinigung der Räume ändern oder die Saugleistung je Raum anpassen.

Eine Steuerung des Saugroboters via ALEX oder Google Assistent ist möglich.

 

Navigation und Hindernisvermeidung

Der Roborock S7 setzt auf die klassische „Laser-Saugroboter“ Navigation. Dieser erstellt eine Karte von Eurer Wohnung und weiß daher sehr gut wo er hin muss und wo er schon war.

Dies erlaubt auch den Einsatz in komplexen Wohnungen, mit vielen Räumen und Möbel. So kehrt der S7 auch zu zuvor ausgelassenen Räumen zurück, um diese zu reinigen. Ein Unterteilen der Wohnung in mehrere Räume via Software ist ebenso möglich und erlaubt ein gezieltes Abarbeiten.

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Dies lässt den S7 deutlich schneller und effizienter Arbeiten als Modelle, die auf eine andere Art der Navigation setzen. Selbst für einen Laser Saugroboter arbeitet der Roborock S7 extrem präzise und effizient! Ich würde sogar sagen der S7 hat die zuverlässigste und genauste Navigation die ich bisher in einem Saugroboter gesehen, auch wenn der Unterschied zum S6 oder den großen EcoVacs sehr minimal ist.

Die Hindernisvermeidung des S7 ist gut! Dank der Stoßstange und dem Kurzdistanz Laser Sensor auf der Front werden Möbel, Kisten usw. gut erkannt und nur vorsichtig oder gar nicht angefahren.

Hindernisse wie Socken, Kabel usw. sind beim S7 auch nicht übermäßig problematisch. Diese können sich im Sauger verheddern, aber dieser ist hier an sich recht vorsichtig und die neue Gummi-Walze scheint auch beim Verfangen nicht übermäßig problematisch.

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Allerdings umfährt der Roborock S7 kleinere Hindernisse wie Spielzeug, von Mensch und Tier, nicht so gut wie die „KI“ Kollegen wie der S6 MaxV oder Ozmo T8 AIVI. Zwar sind diese hier etwas besser, aber in der Praxis ist der Unterschied auch nicht gigantisch. Der S7 geht hier vorsichtig genug an die meisten Objekte heran, dass dieser sich nicht groß verfängt.

Auch engere Stuhlbeine werden sauber umfahren und der S7 kann sich gut wieder befreien, sollte er sich doch mal in eine etwas engere Situation bringen.

 

Saugleistung

Roborock hat die Saugleistung des S7 verglichen mit den Vorgängern ein gutes Stück gesteigert, zumindest nach eigenen Angaben.

Die offensichtlichste Veränderung ist die rotierende Bürste. Diese bestand früher aus Borsten die sich z.B. in Teppiche „hineinarbeiten“, den Schmutz anheben und damit beim Abtransport helfen. Diese Bürste ist extrem wichtig, denn die grundsätzliche Saugleistung eines Saugroboters ist meist sehr überschaubar.

Daher war ich auch etwas skeptisch als ich sah, dass Roborock beim S7 auf ein neues Design setzt. Allerdings konnte dieser schnell meine Zweifel beseitigen, denn die Saugleistung ist sehr gut!

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Auf glatten Böden und bei normalem Hausstaub liegt die Reinigungsleistung bei 100%! Hier bleibt nichts liegen. Dies in Kombination mit der sehr guten Navigation sorgt für eine hervorragende Reinigung, wenn es um normalen Staub geht.

Auch Haare von Tier und Mensch werden sehr gut aufgenommen. Dabei verfangen sich diese in der Gummi-Walze deutlich weniger als in den klassischen Bürsten.

Das spannende ist aber die Reinigung auf Teppichen und Teppichböden. Normalerweise sind hier gerade Hundehaare für viele Saugroboter ein großes Problem! Auch der S7 arbeitet hier nicht ganz so sauber wie beispielsweise ein guter normaler Staubsauger, aber ich würde glatt sagen der Roborock S7 bietet die beste Saugleistung die ich bisher bei einem Saugroboter gesehen habe!

Ob nun normaler Staub oder Tierhaare, alles wird zu 95%+ entfernt, besser habe ich dies bisher noch nicht gesehen. 95%? Es kann bei dicken Büscheln die am Teppich kleben schon mal etwas liegen bleiben. Zudem habe ich das Gefühl, dass die Saugleistung des S7 am Rand der Bürste etwas niedriger ist als in der Mitte.

In der Praxis ist aber die Saugleistung hervorragend! Anders kann man dies nicht sagen.

 

Putzen

Beim Roborock S7 wurde die Putz/Wisch Funktion massiv ausgebaut! Zunächst verfügt der S7 über eine Teppicherkennung. Erkennt dieser einen Teppich wird dieser nicht ausgelassen, sondern die Putzplatte wird einfach angehoben und der Teppich wird gesaugt.

Weltklasse! Ich habe einige Teppiche in meiner Wohnung was beim Wischen mit anderen Saugrobotern oft ein Problem war.

Diese Teppicherkennung und das Anheben der Putzplatte funktioniert auch 1a, Ihr könnt dies auch wirklich beobachten wie die Platte angehoben und wieder abgesenkt wird.

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Das Putzen selbst geschieht in einer ordentlichen Qualität. Die Putzplatte vibriert, um ein scheuern zu erzeugen. Dies funktioniert „Okay“. Der S7 kann allerdings keinen festgebackenen Schmutz entfernen, dieser wischt effektiv lediglich einmal über alle Stellen. Fußabdrücke und anderer leichter Schmutz wird dabei allerdings zuverlässig entfernt.

Von daher ist die Putzfunktion in der Praxis gut zu gebrauchen um die Wohnung etwas „aufzufrischen“ und da Putzen und Saugen in einem Arbeitsdurchgang passiert kostet dies auch nicht viel mehr Zeit.

 

Fazit

Der Roborock S7 ist der beste „universelle“ Saugroboter den Ihr aktuell kaufen könnt. Mir fällt kaum ein Grund ein, warum Du dich für ein anderes Modell entscheiden solltest. Vielleicht könnte in sehr chaotischen Wohnungen Roboter mit aktiver Objekterkennung noch Sinn machen, aber generell würde ich allen und jedem den S7 empfehlen.

  • Sehr hohe Saugleistung, sowohl auf glatten Böden wie auch auf Teppichen
  • Erkennt automatisch Teppiche und führt eine gezielte Kantenreinigung durch
  • Gute Putzfunktion, welche Fußabdrücke usw. zuverlässig entfernt, nicht für stärkere Verschmutzungen geeignet
  • Hebt die Putzplatte auf Teppichen automatisch an
  • Die aktuell beste Navigation in einem Saugroboter
  • Viele App Feature, wie Raumunterteilung, NoGo Zonen, benutzerdefinierte Reinigunsabläufe, anpassbare Saugleistung pro Raum usw.
  • Schmutzauffangbehälter nur mittelgroß
  • Gute Hindernisvermeidung, aber keine Objekterkennung
  • Optional eine hervorragende Absaugstation

So ist die Saugleistung des Roborock S7 weit überdurchschnittlich für einen Saugroboter und kann seinen Vorgänger problemlos übertreffen, selbst bei hartnäckigen Tierhaaren. Auch der ebenfalls sehr gute Ozmo T8 AIVI wird knapp geschlagen. Lediglich der Roomba S9+ kann je nach Untergrund noch mit dem S7 mithalten.

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Traditionell eine große Stärke der Roborock Modelle ist die Navigation, welche hier super sicher und souverän ist. Feature wie eine Raumunterteilung, Mehrgeschosskarten, eine benutzerdefinierte Reihenfolge der Reinigung usw. werden natürlich ebenfalls unterstützt.

Große Pluspunkte sammelt der S7 beim Putzen! Ja das feuchte Wischen funktioniert beim S7 sehr gut, selbst wenn Ihr ein paar flachere Teppiche im Haus habt. Klar dieser entfernt keinen „extremen“ Schmutz, aber kleinere Flecken werden gut und vor allem problemlos entfernt. Saugen und Wischen ist hier ein Arbeitsgang.

Hinzu kommt nun noch die herausragende Absaugstation, welche ich auch nur empfehlen kann und im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten auf teure Saugroboter-Beutel verzichtet.

Kurzum, Ja der Roborock S7 ist aktuell der beste „Allrounder“ und mir ist kein Saugroboter bekannt der unterm Strich besser ist. Am nächsten kämme der Ozmo T8 AIVI, welcher aber sogar noch teurer ist. Ich habe den S7 aktuell auch in meiner Wohnung im Einsatz, ich bin also völlig überzeugt!

roborock S7-Roboter Staubsauger Alexa 2500Pa App-Überwachung...

  • Hervorragende Saugleistung, auf glatten Böden und Teppichen
  • Die beste Navigation in allen Saugrobotern
  • Gute Hindernisvermeidung, aber keine Objekterkennung
  • Gute Putzfunktion für einfache Verschmutzungen und Fußabdrücke
  • Viele App-Feature
  • Schmutzauffangbehälter nur mittelgroß
  • Optionale Absaugstation

 

roborock s7

Verarbeitung und Haptik
95
Navigation
92
Saugleistung (glatte Böden)
95
Saugleistung (Teppich)
94
Lautstärke
88
Sonstiges
90
Sehr gute Saugleistung
Hervoragende Navigation
Gute Hindernisvermeidung
Gute App
Sehr gute Putzfunktion, mit cleverer Teppicherkennung
Lautstärke angenehm
Neues Schmutzbehälter-Design erschwert das entleeren
95