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Acronis True Image 2017 im Test, die beste Backup Software?!

Wenn man an ein Backup Tool für Windows denkt, welches schießt einem da sofort in den Kopf? Vermutlich wird dies True Image von Acronis sein, das ohne Frage das populärste Backup Programm aktuell auf dem Markt ist und auch schon viele Jahre war.

Aber wie sieht es mit der 2017er Version aus? Diese wird von Acronis vollmundig mit „New Generation“ beworben und soll sich durch viele neue Features und Funktionen gegen die kostenfreie Konkurrenz behaupten können.

Wollen wir uns doch einmal anschauen ob dies funktioniert. Lohnt es sich zwischen 40€ und 80€ für True Image 2017 auszugeben? Finden wir es im Test heraus!

 

Systemanforderungen

Acronis True Image 2017 lässt sich auf so gut wie allen Computern installieren. Hierbei ist lediglich Windows 7 oder neuer vorausgesetzt bzw. OS X Mavericks 10.9.5 oder neuer, falls Ihr einen Mac habt.

Natürlich sollte ebenfalls eine passende Backup Festplatte vorhanden sein oder eine vernünftige Internetleitung falls Ihr das Cloud Backup nutzen wollt.

Für die Nutzung der Cloud Funktionalität müsst Ihr allerdings zur „Jahres“ Lizenz greifen. Die Standard Version von True Image wird einmal gekauft und lässt sich dann auf einem Computer so lange nutzen wie Ihr wollt.

Alternativ gibt es auch ein Abo System bei welchem Ihr eine Jahreslizenz kauft. Hierbei erhaltet Ihr in der Standard Version 50GB Cloud Speicher bzw. in der Premium Version 1TB.

Ich würde an Euer Stelle entweder zur Standard Version greifen (Dauerlizenz) für rund 30€ oder gleich zur Premium Version mit 1TB Cloud Speicher für 80€ im Jahr.

An dieser Stelle auch vielen Dank an Acronis für das Unterstützen bei diesem Test.

 

Installation

Die Installation von Acronis True Image 2017 ist kinderleicht. Ich habe für diesen Test die Downloadversion genutzt welche rund 480MB groß ist.

Einfach doppelklicken und man ist fast schon fertig.

Beim ersten Start wird man von True Image 2017 aufgefordert sich zu registrieren. Nach der Registrierung darf man dann auswählen ob man die Testversion startet oder einen Key hat.

 

 Acronis True Image 2017

Acronis True Image 2017 ist recht modern gestaltet und besitzt eine sehr „flache“ Optik, welche grundsätzlich zu Windows 10 gut passt. Auf einem Windows 7 Rechner könnte ich mir aber vorstellen, dass das Ganze etwas deplaziert wirkt.

Grundsätzlich gefällt mir die Benutzeroberfläche sehr gut, auch wenn sie vielleicht etwas stark vereinfacht ist.

Im linken Bereich findet man die Menü Unterpunkte, gehen wir diese einmal durch.

Der Wichtigste ist mit Sicherheit der erste Bereich welcher sich um Eure Backups kümmert. Angeklickt erhaltet Ihr eine einfache Übersicht links die zu sichernden Daten und rechts das Ziel.

Das Ziel kann ein Ordner auf Eurem Rechner sein, ein externes Laufwerk, ein Netzwerk Laufwerk (SMB oder FTP) oder die Acronis Cloud.

Unter Optionen lassen sich nun noch Diverse Einstellungen tätigen. Ich finde es etwas schade, dass solche wichtigen Dinge, wie wann das Backup gemacht werden soll, etwas unter Optionen versteckt ist.

Neben dem Zeitpunkt der Backups lässt sich hier eine Verschlüsselung einstellen, was für Backups gemacht werden sollen und in wie weit diese komprimiert werden, nur um die wichtigsten Dinge zu nennen.

Bei der Art der Backups stehen inkrementelle, differentielle und komplette Backups zur Auswahl.

Bei kompletten Backups wird jeweils alles gesichert, inkrementelle und differentielle Backups sichern aber nur die jeweiligen Unterschiede zur Ausgangsversion.

Heißt, am ersten Tag wird bei allen Methoden ein vollständiges Systembackup angelegt. Ab Tag zwei werden bei inkrementellen oder differentiellen Backups jeweils nur die Änderungen zu Tag 1 gesichert.

Ab Tag drei beginnen die Unterschiede zwischen inkrementellen und differentiellen Backups.

Differentielle Backups speichern immer die Unterschiede zwischen Tag 1 und dem jeweiligen Tag.

Inkrementelle Backups speichern jeweils den Unterschied zum vorangegangen Tag. Der Vorteil ist hier, dass inkrementelle Backups nochmals deutlich weniger Speicherplatz benötigen als differentielle Backups.

Der Nachteil ist, dass inkrementelle Backups für das jeweilige Programm schwerer wieder herzustellen sind und vor allem, dass mehr schiefgehen kann.

Sollte ein Backup in der Kette kaputt sein, ist das komplette Backup im schlimmsten Fall hinüber.

Zwar sollte man von sowas nie ausgehen aber gerade wenn es um wichtige Dateien geht, machen vielleicht differentielle Backups mehr Sinn.

Zwar ist hier der Speicheraufwand etwas höher aber auch die Sicherheit gegenüber Fehlern mehr geboten.

Ganz interessant ist die Möglichkeit bei Cloud Backups den gewünschten Server Standort auswählen zu können. Hier stehen auch diverse Serverzentren zur Auswahl, ob nun Deutschland, Schweiz, Russland, USA, Japan usw.

Dies ist aus Datenschutzsicht klasse! In der Regel beschränken sich 99% aller Cloud Dienste immer auf die USA und hier so eine große Auswahl zu haben hat mich echt überrascht.

Dies in Kombination mit der 256-Bit-AES-Verschlüsselung macht die Cloud Funktionalität selbst für Nutzer mit erhöhten Datenschutzbedenken durchaus attraktiv.

 

Menü Punkt zwei ist archivieren. Hierbei wird Euer Benutzerordner analysiert und Daten, die nach Meinung von Acronis True Image 2017 nicht wichtig sind oder lange nicht mehr genutzt wurden auf einer externen HDD oder der Cloud archiviert.

Bei Bedarf lassen sich allerdings die Daten auch schnell wiederherstellen.

Punkt drei ist „synchronisieren“. Ihr kennt Dropbox und co.? Dann wird Euch das Prinzip von „Sync“ vertraut sein. Ihr wählt einen Ordner auf einem Rechner aus und dieser wird live mit der Cloud synchronisiert. Das Ganze macht natürlich nur Sinn solltet Ihr eine Multi-Lizenz gekauft haben. Das Ganze funktioniert selbstverständlich über mehrere Rechner hinweg.

Im nächsten Menüpunkt finden wir die Extras. Hierzu zählen Funktionen wie das Klonen von Laufwerken (auch beispielsweise auf eine SSD) aber auch das wichtige Erstellen eines bootbaren Laufwerks.

Dieses benötigt Ihr wenn Euer Windows komplett zerschossen ist und Ihr es auf den ursprünglichen Zustand zurücksetzen wollt.

Dort gibt es zwei Optionen ein „Acronis“ Wiederherstellungsmedium oder ein WinPE Wiederherstellungsmedium. Das Acronis Wiederherstellungsmedium ist etwas einfacher gehalten, jedoch kann bei der Unterstützung von exotischerer Netzwerk Hardware etwas problematischer sein.

WinPE ist hier die bessere Allround Lösung, jedoch nicht ganz so „idiotensicher“.

Die weiteren Menüpunkte sind weitestgehend langweilig und behandeln Dinge wie Euren Account Status usw.

Lediglich in den Einstellungen finden wir nochmal etwas Interessantes, nämlich Acronis Active Protection. Hierbei handelt es sich um eine Funktion welche Euch vor Verschlüsselungstrojanern schützen soll. True Image 2017 läuft dabei im Hintergrund und überwacht welche Anwendungen Zugriff auf Eure Daten nehmen.

Sollte sich hier eine Anwendung auffällig verhalten und beispielsweise jede Menge Daten lesen, eine neue Datei schreiben und dann die gelesene Datei löschen wie es solche Trojaner machen, soll diese Anwendung geblockt werden und der Schaden sofort rückgängig gemacht werden.

Hier hat sich Acronis etwas Großes vorgenommen. Selbst Antivieren Programme haben bei Verschlüsselungstrojanern Probleme mit der 100%igen Erkennung.

Ich fürchte hier hat sich Acronis True Image 2017 vielleicht etwas viel vorgenommen. Ich würde mich auf diesen Schutz nicht verlassen. Hier sind regelmäßige Backups vermutlich die viel sicherere Alternative.

 

Leistung und Kompression

Wie schnell arbeitet Acronis True Image 2017? Das hängt natürlich etwas von Eurem System ab und natürlich wohin die Backups gehen.

Cloud Backups werden in 99% der Fällen wesentlich länger dauern als lokale Backups auf eine externe HDD.

Um etwas genauere Daten zu erhalten, habe ich ein Backup meines Razer Notebooks erstellt. Dieses besitzt einen High End Intel Core I7 wie auch eine recht flotte interne SSD. Das Backup wurde ebenfalls auf eine externe SSD angefertigt.

Durchgang 1 keine Kompression, das Backup wurde mit rund 750MB/s angefertigt und erzeugte während des Backup Vorgangs eine CPU Last von rund 22%. Das Backup am Ende besaß eine Größe von 125,3GB.

Durchgang 2, normale Kompression, das Backup wurde erneut mit rund 750MB/s angefertigt, erzeugte diesmal allerdings eine CPU Last von fast 100%! Dafür sank allerdings die Größe des Backups auf 109,2GB.

Durchgang 3, maximale Kompression, das Backup wurde diesmal nur mit rund 60-100MB/s angefertigt, also um den Faktor 7 langsamer. Die CPU Last lag erneut bei dauerhaft 100%. Das Backup erreichte 106,6GB, also nochmals minimal kleiner als bei der normalen Kompression.

 

Probleme?

Vielleicht habt Ihr Euch auch einmal die Bewertungen bei Amazon zu Acronis True Image 2017 durchgelesen. Diese schwanken extrem zwischen gut und sehr schlecht.

Dies ist natürlich etwas verwirrend, ich bewerte Acronis True Image recht gut und dort liest man viel Negatives, daher möchte ich einmal darauf eingehen.

Viele dieser negativen Bewertungen stammen von Nutzern, die anscheinend schon seit vielen Jahren mit True Image arbeiten, also mit Vorgängerversionen.

Ein großer Kritikpunkt scheint hier die Benutzeroberfläche zu sein, welche Acronis sehr „verjüngt“ hat „ein wirklich funktionierendes Programm mit einer GUI, die nicht nach Bubblegum aussieht“ wie es ein Nutzer bei Amazon ausgedrückt hat.

Für mich nur bedingt nachvollziehbar, ob man will oder nicht Acronis setzt mit True Image 2017 die Design Vorgaben von Windows 10 um. Diese „flache“ Optik ist nun mal die aktuell genutzte Design Sprache ob unter Windows, Android, IOS usw. und wenn man der XP Design Sprache hinterher trauert, muss man halt bei alten Versionen bleiben.

Aber hört nicht auf mich, schaut Euch die Screenshots an. Ist diese Benutzeroberfläche wirklich so furchtbar? Ich finde nein, ich kam sehr gut mit Acronis True Image 2017 klar was die Bedienung und die Benutzeroberfläche angeht, vielleicht habe ich aber auch nur einen schlechten Geschmack.

Der zweite große Kritikpunkt ist die Stabilität von Acronis True Image 2017. Ich habe das Programm auf meinem Desktop (i7, 32GB RAM) wie auch auf meinem Dell Notebook (i5, 8GB RAM) und meinem Razer Blade(i7, 16GB RAM) installiert.

Auf all diesen Geräten hatte ich keine Probleme mit Abstürzten.

Mein Tipp ladet Euch die Demo, wenn diese läuft stehen die Chancen gut, dass es auch die richtige Version macht.

Lediglich die Kritik an der Handhabung von Netzwerk Laufwerken kann ich verstehen. Hier schien bei der Entwicklung weniger der Fokus zu liegen, was aber nicht heißt das das ganze nicht funktioniert.

 

Fazit

Acronis True Image 2017 ist ohne Frage das beste Backupprogramm was ich bisher nutzen durfte! Das Programm wirkt aufgeräumt, hat zahlreiche sinnvolle aber auch weniger sinnvolle Zusatzfunktionen und arbeite im Kern ausgesprochen schnell und zuverlässig.

Daumen hoch dafür!

Aber lohnt es sich dafür 40€ oder mehr auszugeben? An sich sind 40€ für die Basisversion nicht zu viel, auch verglichen mit der Konkurrenz. Jedoch gibt es auch sehr viele gute Gratis- Backupprogramme welche die Kernfunktionalität durchaus gut beherrschen.

Von daher gilt vielleicht etwas das Motto ausprobieren, wenn man mit gratis Tools klar kommt super, falls nicht ist Acronis True Image 2017 die beste Alternative.

Allerdings gibt es einen dicken Pluspunkt für Acronis True Image 2017, nämlich die Cloud Funktionalität.

 

Ja es ist immer so eine Sache seine Daten in die Cloud zu schicken, jedoch Server Standort Deutschland und Verschlüsselung klingen doch recht vertrauenswürdig.

Auch sehr wichtig hierbei ist der Preis. Die Premium Version von True Image 2017 inklusive 1TB Speicher kostet gerade mal 79€ im Jahr!

Alleine für den Speicher in Cloud wäre dies ein hervorragendes Angebot, dazu dann aber die Software und deutsche Server.

Sich nicht mehr mit externen HDDs rumschlagen zu müssen und im Falle eines umweltbedingten Ausfalls gesichert sind (Blitzschlag, Feuer usw.) kommt noch dazu, dies hat mich auch für die Cloud Funktionalität begeistern können.

Daher gerade die Premium Version von Acronis True Image 2017 ist sowohl was die Funktionen angeht wie aber auch die Preisleistung hervorragend!

Das MSI GE72 7RE-046 Apache Pro im Test

Gaming Notebooks kommen dank effizienterer Hardware immer weiter an die Leistung der klassischen Desktop PCs heran.

Diese Entwicklung hat mit Intels 7. Generation der Core I CPUs und Nvidias GTX 10xx Serie nochmals einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht.

Wer nun auf der Suche ist nach einem Ersatz für einen klassischen Gaming Desktop Rechner und nicht 2000€+ investieren möchte, wird vermutlich über MSIs GE72 Serie stolpern.

Das MSI GE72 Apache Pro versucht ein vollwertiger Ersatz für den klassischen Gaming Rechner zu sein, gelingt es diesem? Finden wir es im Test des MSI GE72 7RE-046 Apache Pro heraus!

 

Technische Daten und Versionen

Das MSI GE72 gibt es in diversen Versionen. Angefangen bei einem Core I7 6. Generation CPU und einer GTX 960m Version für rund 1179€ bis hin zu einer absoluten High End Version mit I7- 7700HQ und GTX 1070 für rund 1999€.

MSI hat mir freundlicherweise für diesen Test die „mittlere“ Version mit I7- 7700HQ und einer Nvida GTX 1050Ti zur Verfügung gestellt.

Diese kostet im freien Handel rund 1500€.

 

MSI GE72 7RE-046 Apache Pro

Das GE72 7RE-046 Apache Pro ist mit einer Display- Größe von 17,3 Zoll schon ein eher größeres Notebook, vorsichtig ausgedrückt.

Realistisch betrachtet ist das GE72 7RE-046 Apache Pro eher ein so genannter „Desktop Replacement“ als ein wirklich portables Gerät welches man mit zur Schule oder Uni schleppt.

Mit rund 2,7KG ist das Notebook auch wirklich alles andere als ein Leichtgewicht, zumindest nach heutigen Standards.

Beim Material setzt MSI größtenteils auf Plastik welches allerdings auf dem Deckel mit einem hochwertig aussehenden und anfühlenden gebürsteten Aluminium eingefasst ist.

Nach dem Öffnen des Notebooks begrüßt einen das matte 17,3 Zoll Display und die große RGB beleuchtete Tastatur mit Nummernpad.

Die Handballenauflage ist genau wie das komplette Innere des GE72 aus einem glatten leicht gebürsteten Aluminium gefertigt.

Dieses lässt sich erfreulicherweise recht gut reinigen, im Gegensatz zu anderen Notebooks welche ich besitze (Dell XPS 13 und Razer Blade).

Verarbeitungstechnisch ist das MSI GE72 7RE-046 Apache Pro solide, lediglich der innere Displayrahmen ist murks. Ob dies nun ein Fehler bei meinem Testgerät ist oder generell, kann ich nicht sagen aber der Rahmen steht seitlich etwas vom Panel ab wodurch man bei einem sehr steilen Blickwinkel sogar das LED Backlight durch den Spalt sehen kann.

Praktisch ist dies vielleicht etwas unschön aber auch kein Weltuntergang, ebenso wenig sollte dies stören.

Schauen wir uns einmal die Anschlüsse an.

Die meisten davon sind auf der linken Seite angebracht. Dort finden wir zwei 3,5mm Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofone, einen USB 3.1 Typ C Port, zwei USB 3.0 Anschlüsse, einen Display Port, einen HDMI Port, einen „Killer“ GBit LAN Port und einen Kensingtonlock.

Auf der rechten Seite ist der Anschluss für das Netzteil, ein weiterer USB 3.0 Port, ein Kartenleser und ein DVD Brenner.

Auf der Rückseite finden sich keine weiteren Anschlüsse, dafür allerdings zwei große Lüfterauslässe.

 

Software

Bei der Software setzt MSI natürlich auf Windows 10 in der Home Version, selbstverständlich in der 64Bit Version.

Leider gab es durchaus etwas vorinstallierte „Bonus“ Software wie beispielsweise WinZIP.

Aber neben diesen tendenziell eher weniger nützlichen Programmen bietet MSI auch eine sehr mächtige Utility namens „Dragon Center“.

Das Dragon Center erlaubt die Überwachung wichtiger Systemfunktionen, wie CPU, GPU Auslastung, die aktuelle Temperatur, Netzwerkauslastung usw. Aber hier lässt sich auch beispielsweise die Beleuchtung der RGB Tastatur konfigurieren oder per Hand etwas in die Lüftersteuerung eingreifen.

Das Ganze lässt sich auch über die MSI App via Smartphone im lokalen Netzwerk steuern, dies würde ich aber als Gimick einstufen.

Trotzdem ist das MSI Dragon Center eins, wenn nicht sogar das nützlichste „Notebook Steuerungs“ Tool welches ich bisher bei einem Hersteller gesehen habe. Auch visuell ist dieses geschmackvoll und übersichtlich konzipiert, Daumen hoch MSI!

Von den 256GB Speicher wären bei mir im Übrigen noch rund 191GB zur freien Verfügung.

 

Eingabegeräte

Eine gute Tastatur und Trackpad gehören zu den unterschätztesten Punkten bei einem Notebook.

Wie schlägt sich das MSI in diesem Punkt?

Beginnen wir beim Trackpad, welches von Synaptics stammt. Dieses ist relativ groß und besitzt eine recht glatte, leicht gebürstete Oberfläche. Unterhalb des Trackpads sind zwei gesonderte Maustasten angebracht, daher ist dieses nicht drückbar wie es beispielsweise bei den Macbooks oder der Dell XPS Serie möglich ist.

Das Trackpad ist erstaunlicherweise recht gut. Das Tracking ist präzise und flüssig auch das Gefühl am Finger ist angenehm.

Kurzum hier hat MSI einen sehr guten Job gemacht!

Bei der Tastatur bin ich etwas hin und her gerissen. Hier setzt MSI auf ein Steelseries co-Branding, das heißt die Tastatur wurde laut MSI von diesen mitentwickelt und wird auch von der Steelseries Engine Software gesteuert.

Der Druckpunkt der Tasten ist eigentlich 1a. Ihr habt relativ viel Hub, MSI spricht von „1.9mm of key travel“, aber dennoch einen sehr schön knackigen Druckpunkt.

 

Daher ist die Tastatur sowohl für Gaming wie auch fürs Schreiben gut geeignet. Auch die Beleuchtung ist durchaus schön anzusehen. MSI setzt zwar hier nicht auf eine einzel Tasten RGB Beleuchtung wie man sie beispielsweise beim Razer Blade findet, sondern die Tastatur ist in drei Zonen eingeteilt.

Diese Zonen werden dann via RGB LEDs beleuchtet. Ihr habt in der Steelseries Engine Software auch diverse Optionen zur Anpassung der Beleuchtung, wie einen Regenbogen- Modus usw.

Leider sind die Anpassungsmöglichkeiten nicht ganz so hoch wie beispielsweise beim Razer Blade oder einer „richtigen“ Gaming Tastatur von Corsair und Co.

Dafür ist die Beleuchtung auf maximaler Helligkeit aber auch wirklich hell! Die Tastatur des MSI GE72 7RE-046 Apache Pro strahlt regelrecht und ist im Vergleich mit der des Razer Blades deutlich heller.

Was mich aber etwas stört ist die Beschriftung und das Layout.

Die von MSI gewählte Schriftart ist wie ich finde nicht schön und auch nicht gut lesbar. Diese ist sehr dick und „Gamer Like“ gestaltet. Hier hätte mir eine etwas konservative Schriftart besser gefallen.

Ebenfalls besser gefallen hätte mir ein etwas klassischeres QWERTZ Layout. Ich habe das Gefühl MSI wollte hier etwas Geld sparen und hat dem MSI GE72 7RE-046 Apache Pro eine QWERTZ / QWERTY Mischtastatur verpasst.

Das Layout entspricht der amerikanischen QWERTY Tastatur mit deutscher Bedruckung. Die Schift- Taste ist also deutlich länger, „<“ musste dafür rechts neben die Leertaste wandern.

Die Enter- Taste ist schmal und länglich mit der „#“ Taste Oberhalb usw.

Anfangs hat mir dies etwas Probleme bereitet, jedoch ist das ganze natürlich Gewöhnungssache. Wer das MSI GE72 7RE-046 Apache Pro als seinen primären Rechner nutzt, wird sich daran in wenigen Tagen gewöhnt haben. Wer jedoch viel zwischen Computern hin und her wechselt, könnten diese Besonderheiten etwas stören.

Grundsätzlich ist aber sowohl die Tastatur wie auch das Trackpad als gut bis sehr gut zu bezeichnen.

 

Sound

Beim Klang setzt MSI auf einen Realtek ALC899 Audio Chip welcher vom einer Nahimic Audio Software unterstützt wird.

Diese Software bietet erfreulich vielfältige Optionen den Klang des Notebooks anzupassen. Angefangen bei den üblichen Dingen wie Bass Boost oder ein Anheben der Höhen bis zu einem virtuellen Sourund Sound und diversen Mikrofon Anpassungen wird einem hier alles geboten was man sich wünschen kann.

Aber wie klingt das Ganze? Starten wir bei den Lautsprechern. Diese sind okay, MSI setzt hier auf gleich drei Treiber Einheiten wovon eine als „Subwoofer“ dient.

Die beiden anderen Treiber sind auf der Front des Notebooks angebracht. Hier war ich sehr überrascht da diese nicht so klingen als käme der Klang aus der Front des Notebooks.

Man hat den Eindruck als käme der Ton irgendwo aus der Tastatur.

Die Lautsprecher klingen auch für ein Notebook verhältnismäßig voll und satt. Jedoch fehlt mir etwas die Klarheit in den Höhen verglichen mit einem Dell XPS oder Razer Blade, welche dafür nicht mit dem Volumen und Tiefgang mithalten können.

Auch die maximale Lautstärke was vernünftig, man kann hiermit keine LAN-Party beschallen, aber für den Schreibtisch wird das in der Regel ausreichen.

Kurzum die Lautsprecher sind sicherlich nicht völlig außergewöhnlich bieten aber durchaus den Klang, den man von einem 17 Zoll Notebook der gehobnen Klasse erwarten kann.

Gerade die Software macht hierbei einen sehr guten Job, der die Anpassung an die persönlichen Vorlieben erlaubt.

Ähnliches gilt auch für die Kopfhörerqualität, die durchaus brauchbar ist sofern man nicht mit all zu hochohmigen HiFi Kopfhörern arbeitet.

Auch die Mikrofon- Aufnahmequalität ist ausgesprochen gut für ein Notebook!

 

Display

Beim Display wird das GE72 7RE-046 Apache Pro erst so richtig interessant. Das MSI Notebook verfügt zum einen über ein großes 17,3 Zoll Display mit Full HD Auflösung zum anderen unterstützt dieses 120Hz für besonders flüssige Bewegungen.

Dies fällt sowohl in Spielen wie auch einfach auf dem Desktop durchaus auf. Das verschieben von Fenstern oder einfach Bewegungen wirken doch ein gutes Stück weicher und geschmeidiger.

Leider unterstützt das Panel kein G-sync was so der einzigste Wermutstropfen ist. Denn auch abgesehen von den 120hz sieht das Display des GE72 gut aus.

Es handelt sich anscheinend um ein mattes IPS Panel welches eine brauchbare Helligkeit, gute Kontraste und kräftige Farben liefert.

Auch Blickwinkel sind in mehr als in Ordnung, aber ganz ehrlich dies ist in einem Notebook auch nicht so wichtig.

In der Regel sitzt man schon recht gerade vor seinem Gerät und selbst zu zweit oder zu dritt passen die Blickwinkel immer noch problemlos.

Die maximale Helligkeit ist für den Indoor Einsatz in Kombination mit dem matten Display vollkommen ausreichend, auch wenn man sicherlich nicht in der prallen Sonne mit dem GE72 7RE-046 Apache Pro spielen wird.

Unterm Strich ist das Display vorzüglich für Gaming Notebook! Hier habe ich schon sehr viel schlechteres in vergleichbaren Geräten gesehen.

 

Performance

Mein MSI GE72 7RE-046 Apache Pro ist mit einem Intel Core I7-7700HQ, 16GB RAM, einer Nvidia GTX 1050TI, einer 256GB SSD und einer 1TB HDD ausgestattet.

Beginnen wir einfach mal beim Speicher. Bei der SSD handelt es sich um eine SATA M.2 SSD, welches sich aber auch gegen eine PCIe m.2 SSD austauschen lassen würde.

Bei der HDD handelt es sich um eine HGST HTS721010A9E630 welche mit 7200 Umdrehungen arbeitet und eine maximale Geschwindigkeit von rund 140MB/s erreicht.

Bei der SSD handelt es sich um eine Toshiba HG6 THNSNJ256G8NY SATA M.2 SSD. Dies ist eine 19nm MLC SSD mit Marvell Controller.

Die SSD schafft rund 480MB/s lesend und 437MB/s schreibend, dies sind brauchbare, wenn auch nicht überragende Werte in Zeiten von NVME SSDs.

Kommen wir zum eigentlich interessanten, der Gaming Performance.

Hier kann man es an sich kurz machen, die 1050TI macht einen sehr guten Job! Aktuelle Spiele wie Battlefield 1, The Witcher 3 usw. laufen auf maximalen Details mit 30FPS oder mehr.

Battlefield 1 erreichte sogar auf Ultra Settings im Schnitt 53FPS.

Etwas ältere AAA Titel wie Rainbow Six Siege oder Fallout 4 erreichen meist zwischen 50 und 70FPS.

Aktuelle ESport Titel alle League of Legends oder CSGO erreichen auch gerne mal eine dreistellige FPS.

Ähnliches gilt auch für Overwatch, hier muss man für solch hohe FPS allerdings etwas mit den Grafikdetails runtergehen. Runter gehen heißt hier hohe anstelle von maximalen Details. Auf maximalen Details erreicht das MSI zwischen 60-80FPS, je nachdem wie viel Action gerade ist.

Wie sieht es abseits von Spielen aus? Sehr gut, der I7- 7700HQ ist die aktuell schnellste verfügbare Notebook CPU auch wenn die Steigerung verglichen mit dem I7- 6700HQ nur sehr gering ist. In meinen Tests ist der I7- 7700HQ lediglich 5-10% schneller als der I7- 6700HQ.

Wichtig selbst unter dauerhafter Last gibt es kein CPU oder GPU Throttling.

Die verbaute WLAN Lösung stammt von Intel und unterstützt alle gängigen Standards. Jedoch handelt es sich hierbei um ein einfaches WLAN Modul mit maximal 433Mbit/s. In der Praxis konnte ich maximal rund 17MB/s via WLAN übertragen.

Dies sollte für die allermeisten Nutzer vollkommen ausreichen, zumal das WLAN Modul recht zuverlässig wirkte.

 

Kühlung und Lautstärke

Die Kühlung im MSI GE72 7RE-046 Apache Pro macht einen sehr guten Job! Die CPU pendelt sich im normalen Gaming Einsatz bei 80-84 Grad ein. Die GPU hingegen bleibt bei maximal bei rund 66Grad.

Wird der Lüfter in den Turbo Modus geschaltet sinkt die CPU Temperatur um gute 7 Grad auf maximal 77 Grad. Die GPU Temperatur fällt auf geradezu kühle 61 Grad.

Wird die CPU voll beansprucht, wie beispielsweise beim Video rendern, Pendelt sich diese bei rund 87 Grad ein, was immer noch okay ist.

Bei diesen Temperaturen gibt es selbstverständlich kein Throttling, gerade die GPU kann Ihren Turbo Takt Probleplos halten.

Allerdings wirklich leise ist das MSI GE72 7RE-046 Apache Pro auch nicht. Im Leerlauf ist der Lüfter gut ertragbar und man hört nur ein leises rauschen.

Jedoch unter last erzeugt das GE72 durchaus ein deutlich wahrnehmbares Surren. Verglichen mit dem Razer Blade ist dieses aber einen ticken leiser und weniger hochfrequent.

Der „Turbo“ Modus ist aber dennoch nur bei der Nutzung von Kopfhörer sinnvoll, wenn überhaupt.

Es gibt auch ohne hochgedrehten Lüfter „im Turbo Modus“ kein Throttling, daher bringen die 7- 5 Grad kühlere Temperaturen keinen Performance Vorteil.

 

Akkulaufzeit

Wer das MSI GE72 7RE-046 wegen seiner Portabilität und seiner Akkulaufzeit kauft, sollte dies nochmals überdenken.

Der Akku des Notebooks fasst 51Wh und ist damit eher mäßig groß. Im normalen Praxiseinsatz hält dieser rund 3 Stunden, wenn man ein Office Programm und ein wenig im Internet surft.

Unter „Gaming“ last ist schon nach weniger als einer Stunde Schluss.

Dies ist nicht beeindruckend aber ehrlich gesagt reicht dies für solch einen Gaming Koloss vollkommen aus. Diesen trägt man ja meist eh höchstens etwas in der Wohnung umher und dafür reicht der Akku.

Fazit

Das MSI GE72 7RE-046 Apache Pro ist ein hervorragendes Gaming Notebook welches sich kaum Schwächen aber viele Starken leistet.

Die Stärken beginnen bei der Performance. Aktuell wird kaum ein Spiel zu finden sein, welches die GTX 1050Ti nicht auf hohen oder sehr hohen Details und Full HD Auflösung nicht mit mindestens 30-40FPS befeuern kann. Battlefield 1 auf Ultra? Kein Problem für das GE72!

Die gängigen E-Sports Titel wie CS Go, League of Legends usw. werden sogar weitestgehend durchgängig mit einer dreistelligen Bildrate laufen.

Hier kommt auch eine weitere große Stärke des GE72 zum tragen, nämlich das gute 120Hz Display. Dieses sieht auch unabhängig von der hohen Bildrate durchaus ordentlich aus, auch wenn ich von einem Outdoor Einsatz in praller Sonne abraten würde.

Weitere Stärken sind die gute Kühlkonstruktion, die gute Tastatur und Trackpad, die Lautsprecher, die MSI Dragon Software und die vielfältigen Anschlüsse.

Es ist vermutlich sogar einfacher die Dinge aufzulisten welche mir nicht gefielen. Dies wäre das Tastatur Layout, welches ein merkwürdiger Mix aus QWERTZ und QWERTY ist, das Fehlen einer NVME SSD und der Display Rahmen welcher die ansonsten gute Verarbeitung des Notebooks ein wenig runter zieht.

Ich bin zwar der Meinung das NVME/PCIe SSDs vielleicht ein wenig „overhyped“ werden, da doch der Unterschied in der Praxis mehr als gering ist, jedoch für 1500€ wäre es sicher möglich gewesen eine einfache NVME SSD zu verbauen.

Trotzdem wer auf der Suche ist nach einem schönen und grundsoliden Gaming Laptop, bei welchem nicht die Portabilität im Vordergrund steht, es aber durchaus einen Desktop PC ersetzen soll, findet mit dem MSI GE72 7RE-046 Apache Pro einen starken Begleiter.

Das TP-Link Powerline 2000 Kit (TL-PA9020P KIT) im Test, Powerline mit 2000MBit/s

Leider sind nicht in allen Wohnungen oder Häusern LAN Kabel verlegt. In der Regel werden hier vermutlich die meisten Nutzer einfach zu WLAN greifen. Aber was ist wenn dies auch nicht möglich ist weil die Distanz wischen a und b zu groß ist oder das Tempo zu langsam oder inkonsistent ist?

Pech gehabt? Nein eine mögliche Lösung hier kann PowerLAN heißen. Vermutlich muss ich Euch nicht noch groß erklären was Powerlan oder Powerline ist, wenn Ihr über diesen Test gestolpert seid, ich mache es aber dennoch.

In Kurzform werden bei der Powerlan/Powerline Technologie die Netzwerk Signale über das Stromnetz übertragen.

Hierfür muss natürlich nicht der Strom abgeschaltet werden, sondern man steckt einen Adapter in Raum 1 in die Steckdose und den zweiten in Raum 2 und schon steht die LAN Verbindung.

Wie auch WLAN wird die Powerline Technologie auch immer schneller und besser. Mit dem neuen TL-PA9020P KIT erreicht man bei TP-Link mittlerweile Geschwindigkeiten von bis zu 2000Mbit/s, was aktuell der Topwert bei Powerline ist.

Klingt doch gut, vielleicht zu gut? Schauen wir uns daher einmal an was das TP-Link Powerline 2000 Kit in der Praxis an Tempo schafft!

Vielen Dank an TP-Link für das Ausleihen des Kits!

 

Das TP-Link Powerline 2000 Kit im Test

Das TP-Link Powerline 2000 Kit besteht wie der Name schon vermuten lässt aus zwei Adaptern. Diese sind in weißem Hochglanz gehalten, was diesen eine recht schlichte Optik verleiht.

Hierbei sind die Adapter aber relativ mächtig von ihrer Größe, es sind definitiv die größten Powerline Adapter welche ich bisher gesehen habe.

Damit diese nicht zu viel kostbaren Steckdosenplatz rauben hat TP-Link auf deren Oberseite eine Steckdose integriert, daher benötigen die TL-PA9020P effektiv keinen Platz.

Praktisch werdet Ihr allerdings Probleme haben in benachbarte Steckdosen größere Stromadpater zu bekommen, hierfür stehen die TP-Linke Powerline Adapter etwas zu weit ab.

An der Seite der Adapter sind drei Status LEDs und eine „Pair“ Taste integriert. Mit dieser Pair Taste werden die Adapter miteinander gekoppelt und der Datenstrom verschlüsselt.

Auf der Unterseite sind erfreulicherweise gleich zwei LAN Ports integriert. Eventuell hätte ich mich hier über noch mehr Ports gefreut, gerade wenn man einen Adapter an seinem Fernsehschrank verwendet.

Aber zwei Ports ist für den Anfang sicherlich ausreichend.

Beide Adapter welche sich im Set befinden sind im Übrigen völlig gleich.

 

Leistung

Der interessante Teil ist sicherlich die Leistung welche die beiden Adapter liefern. In der Theorie verspricht TP-Link 2000Mbit/s. Hier muss man ehrlich sein, diese werden ähnlich wie die Angaben der WLAN Router niemals erreicht.

Hier ist aber auch das Problem, ich kann Euch nicht sagen was die Adapter bei Euch erreichen. Fast noch mehr als bei WLAN Routern ist die letztendliche Leistung von PowerLan/Powerline Adaptern abhängig von der Umgebung.

Wie viel Kabel liegt zwischen Steckdose a und b, muss das Signal erst einmal durch den Sicherungskasten usw.

Daher sind die von mir hier angegebenen Zahlen nicht zwingend bei Euch reproduzierbar.

Für einen kleinen Vergleich verwende ich mein altes TP-Link AV500 Starter Kit welches 500Mbit/s leisten kann. Leider ist dieses etwas durch seine 100Mbit/s LAN Verbindung eingeschränkt.

Ich Teste insgesamt vier Distanzen:

  • Hoch = ca. 24 Meter Luftlinie
  • Mittel = ca. 8 Meter Luftlinie
  • Niedrig = ca. 4 Meter Luftlinie (selber Raum)
  • „Null“ = ineinandergesteckt

 

Im Maximum erreicht das TP-Link Powerline 2000 Kit bei mir rund 55MB/s, hierbei machte es aber kaum einen Unterschied ob die Adapter ineinandergesteckt waren oder einfach nur im selben Raum sind.

Auf eine etwas realistischere Distanz werden immer noch gute 41MB/s erreicht. Auf einer wirklich sehr hohen Distanz, auf welcher WLAN beispielsweise kaum möglich ist, erreicht das TP-Link Set rund 8MB/s.

8MB/s klingt nicht viel, aber wenn man sich den Vergleich mit meinem alten 500MBIt/s Kit ansieht welches gerade mal 2,7MB/s erreicht, ist das ein sehr ordentlicher Wert! Auch muss man bedenken 8MB/s entspricht DSL 64.000, Netflix empfiehlt DSL 25.000 für 4K Streaming.

Gerade auf dieser extremen Distanz ist PowerLan erfahrungsgemäß recht gut. Warum? PowerLan Verbindungen sind recht stabil, wenn die Verbindung einmal steht gibt es kaum bis keine Schwankungen. Auch Verbindungsabbrüche sind sehr selten, wenn überhaupt welche auftreten.

Ich hatte beispielsweise mit dem TP-Link Powerline 2000 TL-PA9020P keine Verbindungsabbrüche.

Im Übrigen war es problemlos möglich mein altes TP-Link AV500 Starter Kit mit dem Powerline 2000 Kit zu kombinieren.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch eines der Adapter liegt bei rund 4,5w, was nicht super wenig ist aber durchaus weniger als ein Mittel- bis Oberklasse WLAN Router.

Leider erzeugen die Adapter ein hochfrequentes Surren. Dieses ist auf eine Distanz von 1-2 Metern hörbar, solltet Ihr also daneben sitzen bedenkt dies bitte!

 

Fazit

Das TP-Link Powerline 2000 Kit bietet eine hervorragende Leistung, gerade verglichen mit älteren PowerLine Adaptern.

Jedoch darf man in der Praxis nicht mit den beworbenen 2000Mbit/s rechnen, realistischer sind 40-50MB/s auf niedrige oder mittlere Distanz.

Auf hoher Distanz sinkt natürlich die Datenrate deutlich, jedoch gerade in diesen Extremsituationen zeigen Powerline Adapter verglichen mit WLAN ihre Stärke.

Die Verbindung des TL-PA9020P Kits ist erfreulicherweise auch in diesen schwierigen Situationen recht konstant und stabil.

Daher wenn WLAN nicht in Frage kommt oder man benötigt einfach eine konstante/statische Verbindung, beispielsweise für eine Spielekonsole oder den TV Schrank, ist ein Set wie dieses von TP-Link eine hervorragende Möglichkeit mit welcher man auch gut für die 4K Zeit gerüstet ist.

Die Cougar Attack X3 RGB Tastatur im Test, RGB + Cherry MX + fairer Preis = die Perfekte Gaming Tastatur?

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Mechanische Tastaturen gelten im Allgemeinen als die „Könige“ unter den Eingabegeräten. Wer einmal eine genutzt hat, will in der Regel auch nichts mehr anderes. Dies gilt sowohl für Gamer wie aber auch für Vielschreiber.

Nun hat sich der Trend von mechanischen Tastaturen mit dem Trend alles mit RGB LEDs zu beleuchten kombiniert. Corsair war der erste Hersteller, der diese Kombination erfolgreich durchgeführt hat.

Diesem Vorbild sind viele große Hersteller gefolgt und nutzen auch RGB LEDs in Ihren Tastaturen. Zugegeben im ersten Moment mag es etwas unnötig wirken eine bunt beleuchtete Tastatur zu haben, jedoch schaut man sehr viel auf seine Tastatur und ganz ehrlich, ich liebe es.

Leider hat die Kombination aus RGB Beleuchtung und mechanischen Tasten meist eins gemeinsam, den sehr hohen Preis.

Für eine gute Corsair oder Razer Tastatur werden gut und gerne 200€ fällig. Im vergleich hierzu wirkt die Cougar Attack X3 RGB mit ihren 120€ gerade zu günstig!

Aber kann die Attack X3 RGB im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die Cougar Attack X3 RGB

Die Attack X3 wirkt auf den ersten Blick recht klassisch. Die Tastatur verfügt über ein klassisches deutsches Layout inklusive Nummern Pad.

Über gesonderte Multimedia oder Makro Tasten verfügt die Cougar allerdings nicht. Worüber sie verfügt ist allerdings eine silberne Aluminium -Rückenplatte.

Dies verleiht der Tastatur eine sehr hohe Massivität, sieht aber wie ich finde im ersten Moment aufgrund der silbernen Färbung etwas unpassend aus.

Jedoch sobald es dunkel wird, sieht man den Grund warum Cougar beim Attack X3 RGB auf diese silberne Rückenplatte setzt, mehr dazu später in der Beleuchtungskategorie.

Die Tastatur ist angenehm verwindungssteif und wirkt mehr als ausreichend massiv, auch wenn das sonstige Gehäuse abgesehen von dieser Rückenplatte natürlich aus Kunststoff besteht.

Leider liefert Cougar keine gesonderte Handballenauflage mit. Lediglich am unteren Ende der Tastatur gibt es ein leicht abgeschrägtes Stück Plastik welches ein wenig die Aufgabe der Handballenauflage übernimmt.

Im Gegenzug ist es natürlich möglich die Tastatur mithilfe zweier kleiner Füße auf der Rückseite aufzustellen. Diese Füße bestehen zwar aus Plastik wirken aber angenehm massiv.

Ebenfalls sehr massiv wirkt das 1,8 Meter lange Kabel. Dieses ist ziemlich dick und zudem mit Nylon ummantelt.

Cougar setzt auf zwei vergoldete USB Anschlüsse. Warum zwei? Da die Tastatur über keinen zusätzlichen USB Port für beispielsweise eine Maus verfügt, nehme ich an, dass dieser zweite Anschluss als eine zusätzliche Stromversorgung gedacht ist.

Sollte Euer PC/Notebook über einen USB Port nicht genug Strom liefern können, könnt Ihr den zweiten Stecker zusätzlich nutzen. Die Betonung liegt auf könnt, denn bei mir funktionierte die Tastatur auch tadellos mit nur einem USB Stecker.

 

Layout und Tippgefühl

Die Cougar Attack X3 RGB verfügt über ein weitestgehend standardkonformes Layout, mit einer kleinen Ausnahme.

Die linke Windows Taste fehlt und wurde durch eine FN Taste ausgetauscht. Diese findet bei der Cougar Attack X3 RGB auch jede Menge Verwendung. Die F Tasten sind durchgehend doppelt belegt mit Multimedia Funktionen und der Auswahl der Profile.

 

Auch der Schrifttyp welcher bei der Beschriftung der einzelnen Tasten gewählt wurde ist recht unauffällig. Dieser ist lediglich etwas größer damit mehr Licht durch die Tasten sichtbar ist.

Bei den Schaltern setzt Cougar auf die Cherry MX-RGB-Brown. Es gibt zwar die Tastatur auch noch mit anderen Schaltern, jedoch aktuell nicht mit Deutschem Layout.

Wie man es von Cherry Schaltern erwarten kann, ist das Druckgefühl hervorragend sämtliche Tasten der Attack X3 fühlen sich identisch an und auch die Leertaste ist sehr gut stabilisiert.

Die MX Browns besitzen ein leicht tactiles Druckgefühl, man spürt also ab welchem Punkt diese auslösen. Dabei sind die Tasten jedoch relativ leise. Allgemein ist die Attack X3 RGB relativ leise für eine Mechanische Tastatur. Klar man hört das Tippen durchaus, jedoch schallt die Tastatur nicht so stark wie ich dies von anderen Modellen kenne selbst wenn man die Tasten komplett durchdrückt.

Wollt Ihr mehr Details zu den Cherry Schaltern empfehle ich diesen Beitrag -> http://blog.cherry.de/wissensartikel/cherry-mx-schalter-im-ueberblick/

Im Allgemeinen ist das Tippgefühl als sehr gut zu bezeichnen, allerdings muss man auch ehrlich sein, dieses unterscheidet sich kaum von den meisten anderen Tastaturen welche ebenfalls auf die MX-Brown Schalter setzten.

Als Bonus bietet die Cougar noch N-Key Rollover, es ist also Möglich beliebig viele Tasten gleichzeitig zu drücken, wie auch eine 1000Hz Polling Rate für eine schnelle Reaktion.

 

Beleuchtung

Die Cougar Attack X3 RGB besitzt eine volle RGB LED für jede einzelne Taste. Die Beleuchtung lässt sich hierbei über die Cougar UIX Software steuern.

Hier stehen diverse Beleuchtungsoptionen zur Auswahl angefangen bei diverse Regenbögen über „Funkeln“ bis hin zur Welle sind alle üblichen Lichtoptionen vorhanden.

Sollten Euch diese Standard Beleuchtungsoptionen nicht reichen, gibt es auch die Möglichkeit das Ganze komplett selbst zu programmieren. Ihr könnt hier Farben auswählen, die Richtung, das Tempo usw.

Kurzum wenn Ihr Euch genug Zeit nehmt, kann man die Cougar Attack X3 RGB komplett frei anpassen.

Aber wie ist das Licht?

Toll! Die Attack X3 RGB besitzt die hellste und kräftigste Beleuchtung welche ich bisher bei einer Tastatur gesehen habe! Hier ist auch die Aluminium Rückenplatte ein sehr wichtiger Punkt denn diese Reflektiert das Licht durch die Silberne Färbung recht Stark.

Hierdurch erscheint die Attack X3 RGB nochmals einen stück Heller als sie eigentlich ist. Zudem wird das Licht durch die Reflektion etwas „verwaschen“ was den Übergang zwischen den einzelnen LEDs nochmals weicher erscheinen lässt.

Aber auch die Farben selbst sind sehr schön satt, selbst das Weiß ist sehr sauber.

Beim Farbwechsel ist der Übergang von den einzelnen Farben in die nächste ebenfalls sehr angenehm, wenn auch etwas weniger Sanft als bei meiner Corsair STRAFE RGB.

Das Flackern welches man leider etwas im Video sieht, ist in der Praxis nicht sichtbar und wird lediglich durch die Kamera aufgenommen.

Was mich etwas gestört hat, ist die lange Zeit welche es dauert bis die Beleuchtungseinstellungen nach dem Übernehmen auch wirklich angezeigt werden. Es dauert sicherlich 30 Sekunden, was schon recht viel ist, wenn man mit diversen Beleuchtungseinstellungen herumspielt.

 

Die Software

Die Cougar Attack X3 RGB lässt sich wie oben angesprochen über die UIX Software steuern.

Die Cougar UIX ist durchaus eine recht gut ausgebaute Software,die es erlaubt neben dem Steuern der Beleuchtung beispielsweise jeder Taste der Tastatur eine neue Funktion oder ein Makro zuzuweisen.

Makros können hier durchaus recht komplex sein inklusive Maustasten, Verzögerungen usw.

Diese Makros und Neuzuweisungen lassen sich in drei „Slots“ in der Tastatur speichern, zwischen den man auch schnell mithilfe einer Tastenkombination wechseln kann.

Leider werden Beleuchtungseinstellungen anscheinend nicht in der Tastatur selbst gespeichert.

 

Fazit

Die Cougar Attack X3 RGB bietet alles an Features, welche man sich bei einer aktuellen High End Tastatur wünschen kann.

Angefangen bei den hervorragenden Cherry MX Schaltern über eine solide Verarbeitung bis hin zu einer tollen Beleuchtung lässt die Attack X3 RGB eigentlich kaum Wünsche offen.

Vielleicht hätte ich mir ein paar gesonderte Multimedia Tasten gewünscht, aber dies war es auch schon.

Selbst die Software macht einen guten Eindruck mit vielen Features und Anpassungsmöglichkeiten.

Kurzum mir fehlt verglichen mit einer High End Corsair oder Razer Tastatur eigentlich bei der Cougar Attack X3 RGB nichts.

Die Cougar Attack X3 RGB ist eine hervorragende Tastatur, welche sich zwar nicht durch irgendwelche großen Alleinstellungsmerkmalen von der Konkurrenz absetzen kann, jedoch ist diese dafür auch preislich mit 120€ für eine mechanische RGB Tastatur mit Cherry Schaltern sehr fair eingestuft.

Die Xtorm XB202 Powerbank Discover 17000mAh im Test mit Quick Charge 3.0 und USB C

Der niederländische Hersteller Xtorm ist in Deutschland noch ein kleiner Geheimtipp, wenn es um Premium Powerbanks geht.

Diese haben nun mit der „Discover“ ihre neuste Powerbank auf den Markt gebracht. Diese soll durch USB C wie auch Quick Charge 3.0 überzeugen können.

Hierfür wird aber mit rund 85€ auch ein satter Preis fällig. Ist dieser gerechtfertigt? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Xtorm XB202 Powerbank Discover 17000mAh

Die XB202 ist im üblichen Xtorm Design gehalten. Die Powerbank besitzt also eine grau gummierte Oberseite und Unterseite. Der mittlere Teil hingegen beseht aus weißem Kunststoff.

Die Xtorm XB202 Discover hebt sich damit sehr schön von vielen der 08/15 Modellen auf dem Markt ab. Auch die Verarbeitung ist tadellos!

Zudem fühlt sich die Powerbank auch sehr schön hochwertig an. Die Xtorm ist ein kleiner Handschmeichler, auch wenn die Oberfläche recht anfällig gegenüber Schmutz und Dreck ist.

Eine Besonderheit der Xtorm ist sicherlich das „integrierte Kabel“. Frühere Generationen hatten wirklich ein fest verbundenes Kabel an der Seite, die neue Discover hat hier ein normales Ladekabel welches allerdings in das Gehäuse eingelassen wurde. Bei Bedarf lässt sich dieses dann entnehmen.

Wenn es nicht mehr benötigt wird, lässt es sich dann auch wieder mithilfe von Magneten im Gehäuse verstauen.

Was ich nicht verstehe ist warum es sich hier um ein microUSB Kabel handelt?! Die Xtorm XB202 wird sogar selbst über USB C geladen.

Hier wäre es aus meiner Sicht definitiv sinnvoll ein USB C Kabel beizulegen. Dies ist besonders schade, da das beigelegte Kabel qualitativ sehr hochwertig ist.

Aber weiter im Programm. Die Xtorm XB202 „Discover“ verfügt über drei Ausgänge. Zwei hiervon sind normale“ USB Ausgänge, hierbei unterstützt allerdings einer dieser Ausgänge Quick Charge 3.0. Der zweite Ausgang ist hingegen ein normaler 2,4A 5V Ausgang.

Beim dritten Ausgang handelt es sich um einen Combo-Port. Dieser USB C Anschluss kann sowohl zum Aufladen der Powerbank dienen, wie aber auch zum Aufladen von Smartphone und co.

Ich habe diese Kombo Ports sehr zu schätzen gelernt.

Ansonsten gibt es keine großen Besonderheiten. Wie üblich verfügt die Powerbank über einen Einschalter, welcher allerdings im Alltag nur selten benötigt wird da die Powerbank sich automatisch beim Anschließen eines Smartphones einschaltet.

Der Einschalter wird viel mehr zum Überprüfen des Ladestands benötigt. Beim Betätigen leuchtet der Ring um den Einschalter auf. Hier gibt es vier Segmente welche jeweils für 0-25% Kapazität stehen.

Dies ist zwar optisch deutlich schöner als die übliche Methode mit den vier einzelnen LEDs, jedoch erkennt man bei Sonnenschein oftmals nicht so leicht wie weit der Ring aufleuchtet.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.

 

Messwerte der Xtorm XB202 Powerbank Discover

Beginnen wir wie üblich mit der Kapazität. Hier konnte ich 14064mAh (@3,7V) bzw. 52,03Wh messen.

Dies entspricht rund 83% der angegebenen 17000mAh, dies ist ein solider Wert! Hierbei darf man nicht vergessen, dass sich die Herstellerangabe bei Powerbanks immer auf die Kapazität der im inneren Verbauten Akkuzellen bezieht und nicht auf die effektiv nutzbare Kapazität.

Jedoch beim Entladen einer Powerbank entsteht immer eine gewisse Verlustleistung. Diese beträgt in der Regel irgendwo zwischen 10% und 20%, dementsprechend ist eine effektive Kapazität von 14064mAh im üblichen Rahmen.

Abgesehen von der Kapazität ist natürlich auch die Ladegeschwindigkeit und die maximale Leistung wichtig.

Beginnen wir bei der Ladegeschwindigkeit, diese ist gerade bei Android Smartphones sehr gut! Selbst das Google Pixel, welches kein Quick Charge unterstützt, erreichte am normalen 2,4A Ladeport eine gute Geschwindigkeit von 1,98A.

Auch das Samsung Galaxy S7 Edge erreichte am normalen 2,4A Port seine maximale nicht Quick Charge Ladegeschwindigkeit von 1,77A.

Am Quick Charge Port erreichten alle von mir getesteten Smartphones (Samsung Galaxy S7 Edge, Alcatel Idol 4S, Xiaomi MI MIX) ihre jeweilige normale Quick Charge 2.0 bzw. 3.0 Ladegeschwindigkeit. Beim Nutzen dieses Standards gibt es keine nennenswerten Unterschiede zwischen Powerbanks und Ladegeräten. Entweder funktioniert Quick Charge, dann auch mit voller Geschwindigkeit, oder es funktioniert nicht.

Im Falle der Xtorm XB202 hat es mit allen von mir getesteten Smartphones funktioniert.

Die Ladeleistung an meinem iPhone 7 Plus war mit 1,42A ebenfalls gut, aber nicht völlig überragend.

Eine Angabe mit der sich Xtorm sehr zurückhält, ist die der maximalen Leistung. Die Powerbank besitzt drei Ausgänge, den „normalen“ 2,4A Port, den USB C Port mit 3A und den Quick Charge Port.

Kann man an alle drei Ausgänge gleichzeitig ein Smartphone anschließen und laden?

Jein, man kann nicht alle Ports gleichzeitig voll belasten, jedoch scheint das Limit der Powerbank bei um die 6A, über alle Ports verteilt, zu liegen. Das ist an sich genug um drei Smartphones gleichzeitig zu laden.

Die Xtorm XB202 Discover kann ja nicht nur über den USB C Port andere Geräte aufladen, sondern wird über diesen Anschluss auch selbst geladen. Die maximale Ladegeschwindigkeit, ein gutes Ladegerät vorausgesetzt, liegt bei rund 2,1A.

Damit ist die Powerbank in rund 8,5 Stunden von 0 auf 100% geladen.

 

Fazit zur Xtorm XB202 Powerbank Discover 17000mAh

Die Xtorm XB202 ist eine sehr gute und vor allem qualitativ hochwertige Powerbank. Dies will allerdings auch der Hersteller gut bezahlt haben.

Mit rund 79€ ist die Discover ganz klar nicht der erste Kandidat für „die Powerbank mit der besten Preis/Leistung“.

Jedoch ist die Discover eine hervorragende Powerbank, welche aus meiner Sicht nur einen kleinen Schwachpunkt hat. Warum hat Xtorm ein microUSB Kabel beigelegt?! Diese Powerbank richtet sich ganz klar an USB C Smartphone Nutzer und dann ist dieses wichtige in der Powerbank „integrierte“ Kabel microUSB?

Abgesehen davon ist die Powerbank top! Ich denke dieses Modell ist besonders interessant für alle Nutzer, die  nicht den großen asiatischen Herstellern vertrauen oder einfach gerne einen europäischen Powerbank Hersteller unterstützen.

 

Fossil Hybrid Q Crewmaster im Test, die perfekte Hybrid Smartwatch?

Als ich das erste Mal eine Hybrid Smartwatch gesehen habe, war ich mehr als neugierig. Die Verbindung aus analoger und digitaler Technik war irgendwie interessant.

Was noch viel interessanter war, waren die dadurch möglichen Akkulaufzeiten. Eine Smartwatch mit mehreren Monaten Akku klingt zu gut um wahr zu sein.

Leider boten viele dieser Hybrid Modelle zu wenige Features. Ein gutes Beispiel wäre die What!Watch, Cool aber vom funktionsumfang recht eingeschränkt. Auch die beliebten Modelle von Withings sind zwar schon vom Funktionsumfang besser, aber auch noch lange nicht perfekt.

Was kann die für mich perfekte Smartwatch? Mir Uhrzeit, Datum Anzeigen, Schritte zählen, mich bei Benachrichtigungen Informieren und am besten nicht jeden Abend ans Netz müssen. Spiele auf meiner Uhr Spielen zu können oder sowas ist zwar cool, benötige ich aber nicht und macht man in der Praxis meist eh nicht.

Nun bin ich über eine Smartwatch gestolpert welche alle von mir gewünschten Basis Funktionen kann und nicht mal zu teuer ist.

Kann die Fossil Hybrid Q Crewmaster im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Fossil Hybrid Q Crewmaster im Test, der perfekte Hybride?

Die Fossil Q Hybrid Uhren gibt es in vielen Farben und Formen, teilweise mit etwas unterschiedlichen Namen. Schaut Euch diese am besten beim Hersteller an (zu Fossil).

Ich habe mich für die „Crewmaster“ entschieden, ein eher bunteres Modell mit Silikon Armband für 179€. Dies ist wie ich finde ein fairer Preis, zu mindestens auf den ersten Blick.

Wie man es auch von Fossil erwarten kann ist die Q Hybrid eine wirklich schöne und hochwertige Uhr. Das Gehäuse besteht aus robustem Edelstahl und das „Display“ ist wie üblich durch eine dicke Glasscheibe bedeckt.

Auf der rechten Seite sind zudem drei Tasten angebracht.

Die ganze Uhr ist relativ mächtig und wird sich vermutlich primär an die Herren richten. Jedoch ist die Hybrid Q zwar mächtig aber nicht übermäßig groß oder dick.

Sie wirkt wie eine normale große 46mm Herrenuhr, die zusätzliche Technik fällt in kleiner Weise auf, zumindest was die Größe angeht.

Jedoch ist die Uhr mit 96g vergleichsweise schwer, gerade wenn man bedenkt, dass hier ein Silikonarmband genutzt wird.

Das Armband selbst ist okay wenn man Silikonarmbänder mag. Das Band ist allerdings auch nichts Besonderes, weder besonders gut noch besonders schlecht.

Auf Wunsch ist das Band allerdings auch problemlos gegen ein anderes 22mm Band auszutauschen.

Kommen wir auf die Anzeige zu sprechen. Die Fossil Hybrid Q Crewmaster besitzt zwei Anzeigen. Einmal die normale Uhrzeitsanzeige und einmal eine „Sonderanzeige“. Diese Sonderanzeige informiert über Benachrichtigungen und wie viel % Eurer täglichen Schritte Ihr absolviert habt.

Zusätzlich gibt es eine drehbare Lünette um die Anzeige.

Die Uhr wird als 3ATM wasserdicht beworben. 3 ATM ist allerdings nicht viel und man spricht hier in der Regel von „wasserabweisend“.

Tauchen oder Schwimmen ist also nicht empfohlen! Ein Regenschauer oder gegebenenfalls duschen sollte aber kein Problem sein.

Grundsätzlich ist die Fossil Q eine recht bequeme Uhr sofern man sich etwas an das Gewicht gewöhnt hat. Ich würde vielleicht aber das Silikon Armband gegen eins aus Leder austauschen da man doch etwas unter diesem schwitzt.

 

Was kann die Fossil Q Hybrid?

Aber was kann die Uhr nun alles? Natürlich kann diese Euch die Uhrzeit anzeigen, aber auch beim Betätigen der oberen Taste das Datum.

Wenn diese gedrückt wird, drehen sich alle Anzeiger auf das aktuelle Datum welche klein im äußeren Bereich geschrieben steht.

Für die weiteren Features müsst Ihr die Uhr mit einem Smartphone verbinden. Hierbei werden Android Smartphones und IOS Smartphones unterstützt.

Jedoch ist wie üblich die Unterstützung für Android Geräte deutlich besser!

Um die Uhr zu verbinden, müsst Ihr die Fossil Q App herunterladen. Folgt einfach den Anweisungen auf Eurem Smartphone.

Während der Installation müsst Ihr ein Schrittziel angeben, welche Ihr pro Tag versuchen wollt zu erreichen.

Ist die Einrichtung abgeschlossen landet Ihr auf dem Startbildschirm der App. Ich würde Euch von hier aus raten erst einmal in die Einstellungen zu gehen und dort die Benachrichtigungen zu konfigurieren.

Hier könnt Ihr mehrere Apps festlegen von welchen Ihr benachrichtigt werden wollt. Wenn nun eine Benachrichtigung eintrifft, beginnt die Uhr zu vibrieren.

Zusätzlich drehen sich die Zeiger für wenige Sekunden auf eine von Euch festgelegte Zeit. Beispielsweise beim Erhalt einer WhatsApp Nachricht drehen sich alle Zeiger auf 3 Uhr. Die Stärke der Vibration lässt sich im übrigen in drei Stufen festlegen. Von sehr leicht bis mittelstark ist alles dabei, aber selbst auf der stärksten Stufe ist die Vibration noch relativ leicht und dezent.

Die zweite wichtige Funktion ist die so genannte „Q Link“ Taste. Hierbei handelt es sich um die untere Taste an der Uhr. Dieser lassen sich eine von vier Funktionen zuweisen.

Zum einen kann diese Euch beim Suchen Eures Smartphones helfen, wenn die Taste gedrückt wird spielt die Uhr einen zuvor festgelegten Klingelton ab. Zum anderen könnt Ihr über die Taste Multimedia Funktionen zu steuern.

Einmal drücken Play/Pause, zweimal drücken „weiter“ und gedrückt halten „zurück“.

Funktion drei wäre der Kameraauslöser, ganz einfach beim Betätigen wird die Kamera ausgelöst.

Funktion vier zeigt Euch ein zuvor festgelegtes Fitness Ziel an und wie weit Ihr beim Erreichen von diesem seid.

Natürlich sagt Euch das: In der Fossil Q ist auch ein Schrittzähler verbaut. Neben diesem besitzt die Uhr auch einen Schlafmonitor welcher Euren Schlaf automatisch überwacht.

Hierfür ist es natürlich nötig, dass die Uhr 24/7 getragen wird. Was natürlich anfangs etwas ungewohnt ist so eine große Uhr über Nacht zu tragen.

Die hier erreichten Daten lassen sich unter anderem auch zu Google Fit exportieren oder in der App ansehen.

Hier einmal eine kleine Übersicht der Funktionen:

  • Uhr und Datumsanzeige
  • Schrittzähler
  • Schlafmonitor
  • Musik/Kamera Steuerung
  • App Benachrichtigungen auch von WhatsApp und co. (Android)
  • Wecker

Die Uhr verfügt über keinen Akku sondern über eine Knopfzelle. Diese lässt sich allerdings besonders einfach austauschen und soll bis zu 6 Monate halten. In der App lässt sich jederzeit der Batteriestand anzeigen.

 

Hilfe die Uhr meldet keine Benachrichtigungen mehr!

Ich bin im Internet immer wieder auf Bewertungen zur Fossil Q Hybrid gestoßen bei welchen sich beschwert wurde, dass nach einer Zeit Benachrichtigungen nicht mehr funktionieren.

Solltet Ihr dieses Problem auch haben, geht mal in die Akku Optionen Eures Android Smartphones und schaltet die Akku Optimierungen für die Fossil Q App ab.

Ich habe die Vermutung das diese Akku Optimierungen dieses Problem auslösen. Ich hatte dieses Problem nämlich nicht!

 

Fazit

Die Fossil Q Hybrid in der „Crewmaster“ Version ist eine absolut gelungene Hybrid Smartwatch! Fossil hat hier ein sehr rundes Feature Paket gezaubert welches mit rund 179€ auch preislich sehr Fair gestaltet ist.

Gerade die unter Android gut Funktionierenden Benachrichtigungen und der Schrittzähler konnten mich überzeugen die Q Hybrid auch nach dem Test als meine Primäre Smartwatch zu nutzen. Hierzu hat auch sicherlich die hervorragende Batterielaufzeit von bis zu 6 Monaten gesorgt.

Aber auch abseits der „Smarten“ Features macht die Fossil Q Hybrid sehr sehr hochwertigen und guten Eindruck!

Kurzum wenn Euch eine Normale Smartwatch zu viele Einschränkungen mitbringt aber Ihr dennoch einige der Features gerne nutzen wollt, dann könnte die  Fossil Q Hybrid eine gute Zwischenlösung sein.

Terra Master D5-300, 5 Bay externe RAID 5 Box mit USB C im Test

Wer viele Fotos und Videos macht, wird irgendwann Speicherplatzprobleme bekommen, so auch ich. Leider zeigt sich Lightroom bei mir etwas zickig was Netzwerkfreigaben angeht weshalb der Speicher direkt am PC angeschlossen sein soll.

Aufgrund von Datensicherheit möchte ich jedoch nicht einfach nur eine externe HDD nutzen, sondern im besten Fall ein RAID 5. Daher habe ich mich etwas umgesehen nach einem Festplattengehäuse, das mehrere HDDs aufnehmen kann und RAID 5 unterstützt.

Hier gibt es durchaus einige, jedoch wenn man sich diese genauer ansieht, wird man merken, dass Gelbe vom Ei scheinen die meisten nicht zu sein. Entweder zu laut, zu unzuverlässig oder zu langsam, darüber beschweren sich zumindest viele Nutzer.

Lediglich beim Terra Master D5-300 scheinen die Nutzer im Großen und Ganzen sehr zufrieden zu sein. Daher habe ich mir dieses bestellt, kann es im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Das Terra Master D5-300

Auf den ersten Blick könnte man das D5-300 für ein NAS halten. Dies meine ich durchaus positiv den das Terra Master wirkt mit seinem Silber/Aluminium Gehäuse durchaus hochwertig und professionell.

Die insgesamt fünf Festplattenschächte sind vertikal nebeneinander auf der Front angeordnet und besitzen jeweils einen eigenen kleinen Schlitten.

In diesen Schlitten müssen die HDDs/SSDs verschraubt werden für einen sicheren Halt. Erfreulicherweise legt der Hersteller genug Schrauben und sogar einen Schraubenzieher für die Montage bei.

Qualitativ wirkt das Ganze ausreichend, allerdings merkt man schon einen deutlichen Unterschied zu einem hochwertigen Synology NAS was die Montage der Festplatten angeht und wie die Schächte verriegelt werden.

Auf der linken vorderen Seite befinden sich insgesamt 6 Status LEDs welche über den Festplattenstatus wie auch über den kompletten Systemstatus Informieren. Die LEDs sind nicht übermäßig hell aber gut zu erkennen.

Ebenfalls auf der Front ist der Einschalter.

Auf der Rückseite ist lediglich der Anschluss für das Netzteil, die beiden 80mm Lüfter und der USB C Port.

Ja! Das Terra Master D5-300 verfügt über einen USB C Port. Dieser bringt an sich keine Vorteile gegenüber einem USB B oder microUSB 3.0 Port da das Terra Master D5-300 nur via USB 3.0 angebunden wird, dennoch schön, dass man auf einen aktuellen Anschluss setzt.

Das Netzteil verfügt über 84W, was für fünf Festplatten gerade so ausreichen sollte (Festplatten benötigen sehr viel Energie beim Start). In meinem Test haben fünf Festplatten auch problemlos funktioniert.

 

Leistung und Funktionen

Um ein RAID einzurichten ist die Software von Terra Master notwendig. Diese ist funktional okay aber optisch grausam.

Als wäre diese für Windows XP programmiert, aber beurteilt selbst ob diese zum D5-300 passt. Die Software ist im Übrigen für Mac und Windows verfügbar.

Linux User müssten das RAID einmal unter Windows einrichten und dann sollte es auch unter Linux problemlos funktionieren.

Euch stehen folgende Modi zur Auswahl: alle Platten einzeln, RAID 0, RAID 1, RAID 3, RAID 5 und RAID 10.

Wichtig wenn ein RAID erstellt wird, beispielsweise mit drei Platten, lassen sich die beiden übrig geblieben Slots nicht nutzen!

Für mich war das RAID 5 am Wichtigsten, daher habe ich dieses auch am Ausführlichsten getestet.

Dieses macht das Terra Master D5-300 erstaunlich gut. Wenn im Betrieb eine Festplatte ausfällt/entfernt wird, gibt es keine Einschränkungen in der Nutzung. Das Laufwerk wird dauerhaft in Windows erkannt und lässt sich permanent ansprechen.

Erst wenn eine Festplatte wieder in den Slot eingesetzt wird, fliegt das Laufwerk für 2 Sekunden aus Windows heraus.

Der Rebuild Prozess wird automatisch gestartet und währenddessen blinkt die LED für das jeweilige Laufwerk orange.

Leider lassen sich SMART Werte für verbaute Laufwerke nicht auslesen!

 

Soweit so gut, aber wie sieht es mit der Performance aus?

Vorsichtig gesagt so mittelmäßig. Das Maximum des Terra Master D5-300 scheint bei rund 200-240MB/s zu liegen.

 

Hierbei spielt es auch keine Rolle ob Ihr eine SSD, HDD oder ein RAID verwendet. Mehr als diese 200-240MB/s lassen sich nicht übertragen.

Im Alltag reicht dies durchaus problemlos aus, jedoch hinterlässt es einen gewissen Nachgeschmack. Selbst moderne HDDs schaffen schon die 200MB/s in der Spitze, geschweige denn lesend in einem RAID 5, 10 oder 0.

Das ist leider etwas schade, denn ich habe so ein wenig das Gefühl Leistung, die meine Laufwerke hergeben, „verschenkt“ zu haben, was natürlich immer unschön ist. Von einem Produkt welches 2016/2017 auf den Markt gekommen ist, würde ich mir hier mehr wünschen.

Immerhin scheint ein RAID 5 selbst schreibend keine negativen Auswirkungen auf die Leistung zu haben. Bei einem SSD RAID 5 erreicht das Terra Master D5-300 weiterhin seine 200MB/s.

 

Stromverbrauch

Das Terra Master D5-300 verbraucht selbst kaum Strom. Hier komme ich lediglich auf eine Energieaufnahme von rund 3,5W, was praktisch nichts ist.

Das war aber auch schon das Positivste. Leider merkt sich das D5-300 nicht den letzen Power Status, heißt Nutzer einer Master/Slave Steckdose schauen etwas in die Röhre und müssen das Gehäuse jedes Mal per Hand einschalten.

Hinzu kommt, dass das Terra Master D5-300 keinen Auto-off oder ähnliches besitzt. Solltet ihr das Gehäuse nicht per Hand abschalten, laufen die Festplatten ewig weiter. Dies ist oftmals für die Festplatten suboptimal, aber auch für Eure Stromrechnung.

 

Fazit

Beim Terra MasterD5-300 sehe ich sehr viel Licht aber auch etwas Schatten.

Beginnen wir einfach mal beim Positiven.

Das Gehäuse sieht professionell und hochwertig aus, auch wenn das Plastik beispielsweise der Festplattenschlitten etwas billig ist, gerade verglichen mit einem Synology NAS.

Die Installation und Funktionen waren wie versprochen gegeben und Probleme hatte ich keine mit dem Terra Master D5-300 in dieser Hinsicht.

Auch etwas sehr Positives ist der USB C Port auf der Rückseite, wenn auch dieser nicht viel bringt ist es schön zu sehen, dass Terra Master bei der Verbreitung dieses Standards hilft.

Etwas was das Terra Master D5-300 vielen anderen Herstellern voraus hat, ist die Kühlung. Die beiden 80mm Lüfter arbeiten ausreichend schnell um die Festplatten kühl zu halten und sind dabei angenehm leise.

Klingt alles sehr positiv und ja das Terra Master D5-300 ist soweit auch wirklich gut.

Jedoch gibt es zwei Kritikpunkte. Der erste wäre das Energie Management. Nicht merken des Power Status wäre ja Okay wenn es dafür eine Abschaltautomatik geben würde, welche das Gehäuse mit dem PC ein- und ausschaltet. Jedoch gibt es diese nicht, das heißt man muss das D5-300 per Hand ein- oder ausschalten oder die Festplatten laufen dauerhaft, blöd.

Das zweite Problem wäre die Performance. Zwar geht der Hersteller mit dem 210MB/s Limit sehr offen um, allerdings hat mich dies im Nachhinein etwas gestört.

Gerade in einem RAID 5 aktueller HDDs sollte lesend gut das Doppelte möglich sein und das Gefühl hier Leistung zu verschenken, mag ich einfach nicht.

Gerade wenn man bedenkt, dass das Terra Master D5-300 mit 250€ alles andere als billig ist.

Kann ich es am Ende doch noch empfehlen? Ja und nein. Abgesehen von der etwas schwachen Performance von maximal 210MB/s und dem Energiemanagement ist das Terra Master D5-300 Gehäuse fehlerfrei.

Leider ist der Preis mit 250€ schon auf einem gehobenen Level. Konkurrenzprodukte bekommt man schon für rund 100€ weniger, wenn man bereit ist auf einen Slot zu verzichten, bekommt man sogar schon externe Gehäuse für 140€. Leider sind diese Konkurrenzmodelle oftmals auch nicht perfekt, ganz im Gegenteil die meisten dieser Modelle scheinen Probleme mit RAID 5 zu haben.

Daher würde ich das Terra Master D5-300 durchaus als zuverlässiges „Datengrab“ empfehlen auch  wenn das D5-300 nicht Perfekt ist!

TERRAMASTER D5-300 USB3.0(Gen1) Typ-C 5 Bay Externe Festplatten RAID...
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Maxnomic vs. DXRacer vs. noblechairs, wer baut den besten Gaming Schreibtischstuhl?

Die beiden bekanntesten Marken, wenn es um Gaming Schreibtischstühle geht, sind sicherlich Maxnomic aka NeedforSeat oder DXRacer.

Aber auch abseits dieser beiden Hersteller gibt es immer mehr kleinere Hersteller, welche sich versuchen auf dem Markt zu behaupten.

Einer dieser kleinen Hersteller ist noblechairs aus Berlin.

Dies habe ich zum Anlass genommen mir doch mal in einem Dreiervergleich einen Stuhl von jedem der drei Hersteller anzusehen.

Welcher ist der beste Gaming Chair? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Modelle

Folgende Modelle befinden sich im Vergleich:

Erst einmal muss ich DXRacer kritisieren. Ich habe noch nie bei einem Hersteller ein derart unübersichtliches Namensschema gesehen.

Es ist hier alles andere als leicht bei DXRacer durchzublicken was für ein Modell man gerade vor sich hat.

Für diesen Test habe ich mir den DX Racer1 zugelegt, welcher immerhin der meistverkaufte Schreibtischstuhl auf Amazon ist. Wenn Ihr nun eine Challenge sucht, geht doch mal auf die DXRacer Webseite und findet dort den DX Racer1.

Das was Amazon als DX Racer1 verkauft ist anscheinend der OH/FD01/NR, was vermutlich kein sonderlich einprägsamer Name ist.

Bei Maxnomic ist alles etwas einfacher. Hier tritt der Office-Comfort an.

Noch einfacher ist das Ganze bei noblechairs. Hier gibt es aktuell nur die EPIC SERIES, diese allerdings in zwei Versionen, einmal Kunstleder und einmal mit Echtleder.

Alle Stühle sind natürlich auch in unterschiedlichen Farben verfügbar!

 

Aufbau

Bei allen Modellen ist der Aufbau weitestgehend gleich. Man montiert die Halterung für die Gasdruckfeder auf der Unterseite, dann die Rückenlehne und packt das Ganze auf das Fußkreuz.

Fertig

Auch in der Praxis braucht man keine Abgeschlossene Ingenieurs Ausbildung. Beim DXRacer und Maxnomic würde ich den Zusammenbau als sehr einfach bezeichnen und auch beim noblechairs als einfach.

Beim noblechairs passte die Rückenlehne nicht so recht zwischen die beiden Flügel an welchen diese verschraubt wird. Hier brauchte ich etwas Hilfe von einer zweiten Person welche das ganze etwas zusammen gedrückt hatte so das die Schrauben richtig eingeschraubt werden konnten.

Alles kein Weltuntergang, Maxnomic und DXRacer sind alleine gut aufzubauen, für noblechairs würde ich zwei weitere helfende Hände empfehlen.

 

Massivität und Haptik

Grundsätzlich gibt es große Ähnlichkeit beim Aufbau der drei Modelle. Gerade der noblechairs und der Maxnomic ähneln sich sehr stark.

Mich würde nicht wundern, wenn beide Modelle vom selben Asiatischen Auftragsfertiger kommen.

Maxnomic
Gerade die „Mechanik“ auf der Unterseite beider Modelle ist Optisch identisch. Man könnte auch sagen Identisch gut, denn bei beiden ist die Mechanik sehr Massiv aus dickem Metall gearbeitet.

Allerdings ist dies beim DXRacer nicht viel schlechter. Auch hier wirkt sowohl die Sitzkonstruktion wie auch die Mechanik robust.

noblechairs
Bei allen drei Modellen besitzt die Sitzfläche auch einen Metall Rahmen. Der Maxnomic Office-Comfort und der DXRacer „OH/FD01/NR“ besitzen zudem einen Metall Rahmen in der Rückenlehne.

Bei noblechairs EPIC SERIES bin ich mir hier nicht ganz sicher. Es könnte auch ein Metallrahmen vorhanden sein, könnte aber auch ein Holzgerüst sein.

Dies ist schwer zu sagen da die Rückenlehne sehr gleichmäßig gepolstert ist. Beim DXRacer hingegen ist die Polsterung etwas Sparsamer. Dort wo der Rücken nicht den Stuhl berührt gibt es keine Polsterung und der Metallrahmen ist einfach nur mit Stoff umspannt.

DXRacer
Das klingt jetzt schlimmer als es wirklich ist. Der DXRacer ist nun mal der günstigste Stuhl im Vergleich. Dies sieht man auch etwas an dem Fußkreuz welches hier anscheinend aus Plastik ist, beim noblechair und Maxnomic hingegen wird auf Metall gesetzt.

Allerdings muss man dem DXRacer auch lassen das es sich nicht um billiges 0815 Plastik handelt. Dieses wirkt durchaus sehr Robust, ist also vermutlich das hochwertigste Plastik was man bekommen kann.

Die Seitliche Halterung für die Rückenlehnen ist Qualitativ bei allen drei ungefähr gleich Hochwertig einzustufen. Die Verstellung für die Rückenlehne hingegen ist beim Maxnomic Office-Comfort und noblechairs EPIC SERIES etwas hochwertiger und sanfter.

Kleine Unterschiede gibt es auch bei den Rollen. Die vom noblechairs EPIC SERIES kommen mir etwas ruhiger laufend vor.

Unterm Strich würde ich hier keinen Stuhl als schlecht oder minderwertig einstufen. Jedoch ist der Maxnomic Need for Seat Office-Comfort gefühlt am Massivsten Gearbeitet. Auf Platz zwei folgt der noblechairs EPIC SERIES und auf Platz drei der DXRacer „OH/FD01/NR“.

  1. Maxnomic Need for Seat Office-Comfort
  2. noblechairs EPIC SERIES
  3. DXRacer1 „OH/FD01/NR“

 

Wie sitzt es sich so?

Alle drei Stühle sind sehr unterschiedlich was das Sitzen angeht. Der wichtigste Unterschied welcher sofort auffällt, ist die Härte.

Der DXRacer ist der mit Abstand weichste Stuhl der drei während der noblechairs der härteste ist. Maxnomic liegt mit seinem Office-Comfort hier etwas in der Mitte.

Auf dem DXRacer1 „OH/FD01/NR“ sitzt man wirklich weich, was unter anderem auch am Stoff liegt. Leider wird hier aber der Rücken nicht so gut unterstützt wie ich das gerne hätte. Der untere Rückenbereich lässt sich sehr weit eindrücken und etwas weiter oben ist eine leicht spürbare Querstange.

Das war vermutlich auch DXRacer bewusst, denn man legt ein Rückenkissen bei was dies etwas ausgleicht.

noblechairs

Allerdings sind die Modelle von Maxnomic und noblechairs auch nicht viel besser in diesem Punkt.

Der untere Rückenbereich könnte mir bei beiden auch etwas besser unterstützt werden. Allerdings würde ich dies bei beiden als akzeptabel einstufen. Auch noblechairs legt im Übrigen ein Rückenkissen bei.

Wo wir beim noblechairs EPIC sind, dieser ist ein recht harter Stuhl. Eigentlich sitze ich gerne weich, jedoch mag ich den Sitzkomfort der EPIC SERIES. Man sitzt zwar hart hat aber keine Druckstellen, es ist also nicht so als hätte der Hersteller an der Polsterung gespart.

Man spürt die zugrunde liegende Konstruktion nicht!  Gerade über einen längeren Sitzzeitraum war der noblechairs EPIC SERIES im Vergleich mit den anderen Modellen doch deutlich bequemer. Den DXRacer1 sitzt man nach einer Weile etwas durch. Eine Weile bedeutet aber auch gute 3+ Stunden am Stück.

Maxnomic

Der Office-Comfort liegt hier in der Mitte. Man hat hier ein wenig das „Cheff Sessel Feeling“. Man sitzt also nicht zu weich aber auch nicht zu hart.

Im Sommer könnte allerdings der Maxnomic Office-Comfort etwas warm werden. Sowohl die Polsterung des DXRacer wie aber auch des noblechairs ist etwas besser belüftet.

Der nächste Unterschied ist die Größe. Ich mit meinen ca. 1,84 und 90KG passe ich in alle Stühle gut, jedoch ist der DXRacer merklich enger.

DXRacer

Wer etwas breiter gebaut ist, wird hier vielleicht Probleme bekommen. Dies liegt an den „Flügeln“ der Rückenlehne welche bei diesem Stuhl deutlich steiler angebracht sind.

Man wird hier also mehr in Position gehalten. Wer sich gerne viel auf seinem Stuhl bewegt wird sich hier vielleicht etwas eingeengter vorkommen.

Der Office-Comfort gibt hier einem am meisten Raum, ist allerdings mit dem noblechairs ungefähr gleich auf.

Der nächste deutliche Unterschied ist die „Kippfunktion“. Bei allen drei Stühlen ist es durch Zurücklehnen möglich sich in eine leicht schräge Position zu bringen.

Ich nennen dies liebevoll die Kippelfunktion. Für mich ist diese mittlerweile ein Musthave. Es gibt nichts schöneres wenn man sich mal etwas zurückkippen kann und sich in eine etwas entspanntere Position zu bringen.

links Maxnomic, rechts noblechairs

Ich sitze sehr gerne beim Arbeiten im Schneidersitz auf meinem Stuhl und lehne mich dabei in diese schräge Position zurück.

Bei allen Stühlen ist diese Funktion abschaltbar oder die Intensität einstellbar, also wie viel Kraft man braucht ehe diese nach hinten kippen.

Leider versagt hier der DXRacer völlig. Ich hoffe, dass ich passende Bilder eingefügt habe damit man auch erkennt warum.

links noblechairs, rechts DXRacer

Die Konstruktion ist anders als bei Maxnomic oder noblechairs. Bei den beiden letzteren wurde eine Art Scharnier genutzt welches durch eine Feder in der normalen Position gespreitzt wird.  Lehnt man sich nun zurück kippt der Stuhl wirklich nach hinten runter, bis dieser auf der tiefsten Stelle aufsetzt.

Dies ist bei DXRacer nicht so! Hier ist der Stuhl einfach auf einem beweglichen Gelenk gelagert. Heißt, der Stuhl kippt zwar hinten runter, geht dafür aber vorne ein Stück hoch.

In der Praxis muss man sich regelrecht abstoßen um in die Schräge zu kommen, während dies bei Maxnomic oder noblechairs wesentlich natürlicher ist.

Gerade beim noblechairs EPIC SERIES reicht fast schon das einfache Verlagern des Gewichts nach hinten aus.

Wenn Ihr viel Wert auf die Kippelfunktion legt, greift zum noblechairs!

Bonus Punkte bekommt der DXRacer aber für die leicht gebogenen Armlehnen, welche doch deutlich bequemer sind.

 

Wo sitzt man nun am besten?

Nachdem ich versucht habe zu erklären wie man auf den einzelnen Gaming Schreibtischstühlen sitzt, wollen wir doch mal zur Frage kommen in welchen ich am liebsten Sitze.

Mein Lieblings Stuhle ist der noblechairs EPIC SERIES. Dieser ist auch über längere Zeit bequem und die mir wichtige Kippfunktion ist sehr angenehm und natürlich. Auch finde ich, dass dieser die für mich bequemste Form hat.

Der DXRacer ist an sich auch sehr bequem, aber über längere Zeit ist doch der EPIC vorzuziehen. Zumal hier mir etwas die Kippfunktion mir nicht gefällt. Allerdings ist die Polsterung angenehm und weich. Zum Entspannen vor dem Fernseher ist der DXRacer klasse!

Aber warum nicht der Maxnomic Need for Seat Office-Comfort?

Der Office-Comfort ist nicht unbequem, ganz im Gegenteil jedoch gibt es hier etwas was mich stört.

Dies wird auch von einer kleinen „nicht repräsentativen Umfrage“ bestätigt welche ich in der Familie und im Freundeskreis gemacht habe. Hier haben sich drei Personen für den noblechairs EPIC SERIES, zwei Personen für den DXRacer und nur eine Person für den Maxnomic Need for Seat Office-Comfort entschieden.

Gut das Ganze ist etwas „relativ“ da die meisten sich nur einmal kurz auf alle Stühle nacheinander gesetzt haben. Aber warum haben sich viele gegen den Maxnomic entschieden?

Ich habe lange gebraucht herauszufinden warum, es ist die Sitzfläche. Diese ist beim Maxnomic fast komplett flach, vielleicht sogar ein wenig nach vorne abfallend.

Maxnomic

Beim noblechairs und DXRacer hingegen fällt die Sitzfläche leicht nach hinten ab, was als komfortabler angesehen wird da man so etwas mehr in den Stuhl hinein sinkt.

Vermutlich ist der Office-Comfort aus ergonomischer Sicht besser aber es ist ganz klar gewöhnungsbedürftig.

noblechairs

Wenn man den Office-Comfort etwas eingesessen hat und sich auch an diese Form gewöhnt hat, dann geht das vollkommen in Ordnung.

Dennoch wenn es nach mir geht, wäre der noblechairs EPIC SERIES meine erste Wahl!

  1. noblechairs EPIC SERIES
  2. DXRacer1 „OH/FD01/NR“
  3. Maxnomic Need for Seat Office-Comfort

 

Fazit

Letztendlich haben alle drei Modelle etwas für sich. Der Maxnomic Need for Seat Office-Comfort ist gebaut wie ein Panzer, der DXRacer „OH/FD01/NR“ besitzt eine sehr gute Preis Leistung und der noblechairs EPIC SERIES ist gerade beim längeren Nutzen der Komfortabelste.

Hier kommt es etwas auf Eure Prioritäten an. Ist euch der Maxnomic Need for Seat Office-Comfort mit 350€ – 400€ oder der noblechairs EPIC SERIES mit 340€ zu teuer dann ist der DXRacer1 „OH/FD01/NR“ eine gute Alternative welche nicht viel schlechter ist als die beiden anderen Modelle, sofern Ihr nicht zu groß und schwer seid.

 

Auch wenn Ihr gerne etwas weicher sitzt dann ist der DXRacer vielleicht sogar Eure erste Wahl.

Wollt Ihr hingegen einen Stuhl mit dem Maximum an Massivität welcher alles an Belastung mitmacht? Dann ist der Office-Comfort Eure erste Wahl. Ich finde zwar das man sich an diesen etwas gewöhnen muss aufgrund der sehr flachen Sitzfläche aber, wenn das geschehen ist fühlt man sich auf diesem wirklich wie ein „Cheff“.

Jedoch der Testsieger ist für mich der noblechairs EPIC SERIES. Er ist der Bequemste Schreibtischstuhl im Vergleich, gerade wenn man mehr als 2-3 Stunden am Stück darauf Sitzt zudem hat er die beste Passform.

Dazu gibt es bei diesem auch kein NoGo. Die Wipp Funktion ist die angenehmste im Vergleich, die Polsterung ist gerade für den Sommer gut belüftet ohne zu Kalt zu sein und auch die Massivität ist gut.

Aus diesen gründen ist der noblechairs EPIC SERIES auch als „Primärer“ Stuhl an meinem Schreibtisch gelandet. Ich würde mich also wieder für diesen entscheiden, wobei auch die beiden anderen überzeugen konnten und deshalb im Haus an anderen Schreibtischen Verteilt werden.

Unterm Strich bietet der noblechairs EPIC SERIES dennoch des beste gesamt Paket.

Der DXRacer Formula Gaming Stuhl im Test

Gamingstühle sind ein neuer Trend vor dem Schreibtisch. Wobei diese natürlich nicht nur fürs Gaming geeignet sind, sondern universell für die Büro Arbeit.

Einer der beliebtesten ist hier der DXRacer Formula „OH/FD01/NR“. Dieser ist zum einen recht günstig mit rund 250€ und zum anderen regulär bei Amazon erhältlich, was durchaus ein Pluspunkt sein kann.

Aber kann der DXRacer Formula im Test überzeugen? Finden wir es Heraus!

 

Zusammenbau

Der DXRacer Formula wird in einer riesigen und schweren Pappbox geliefert. Nach dem öffnen findet sich alles was für den Zusammenbau benötigt wird inklusive Werkzeug.

Beim Werkzeug handelt es sich allerdings auch nur um einen Sechskantschlüssel.

Dies sollte schon der Vorbote für den einfachen Zusammenbau sein.

Schritt eins ist das Montieren der Rückenlehne am Sitzpolster. Dies wird über zwei seitliche Metallflügel gemacht, welche mit großen Schrauben an der Rückenlehne befestigt werden.

Schritt zwei ist das Montieren der Halterung für die Gasdruckfeder. Diese wird einfach mit vier Schrauben am Rahmen des Sitzes befestigt.

Nun seid Ihr im Grunde schon fertig. Es müssen noch Kleinigkeiten gemacht werden wie das Einstecken der Rollen in das Fußkreuz oder das Montieren der Abdeckungen, aber das ist auch schnell gemacht.

Kurzum der Aufbau ist wirklich leicht und lässt sich auch ohne Hilfe problemlos machen!

 

Der DXRacer Formula im Test

Der DXRacer Formula ist in diversen Farben verfügbar. Für diesen Test habe ich mir die rote Version gekauft.

Wenn Ihr Euch für die genauen Maße des Stuhls interessiert dann schaut einmal Hier -> http://www.dxracer-germany.de/images/product_images/info_images/f_series.jpg

Leider gibt es etwas unterschiedliche Angaben über die maximale Belastung. Amazon spricht beispielsweise von 100KG maximal. Auf der Herstellerwebseite steht aber 90KG.

Aber allgemein betrachtet ist der DXRacer Formula eher ein kompakterer Schreibtischstuhl.

Dies liegt nicht nur an der maximalen Belastbarkeit sondern auch am Aufbau.

Die seitlichen Flügel der „Racing“ Rückenlehne sind relativ steil. Das heißt, der Stuhl hält seinen Nutzer in einer geraden Position. Dies ist aber für breitere Menschen suboptimal, dazu aber später im Test mehr.

Der DXRacer Formula unterstützt die üblichen Ergonomie Features wie eine verstellbare Rückenlehne welche sich fast komplett flach legen lässt, Höhenverstellung und verstellbare Armlehnen.

Letztere sind allerdings nur in der Höhe verstellbar und nicht noch vor und zurück wie es oftmals bei teureren Modellen der Fall ist.

Beim Material setzt DXRacer bei seiner Formula Series nicht auf Kunstleder sondern auf Stoff.

Das hat Vor- und Nachteile. Ein großer Vorteil ist sicherlich die Atmungsaktivität welche hier deutlich höher ist. Dafür wirkt das ganze natürlich etwas weniger hochwertiger und weniger edel.

Das spiegelt sich dafür allerdings auch im Preis wieder.

Der DXRacer Formula verfügt auch über eine „Kippelautomatik“welche es erlaubt durch zurücklehnen den Stuhl leicht schräg zu stellen. Diese lässt sich auch abschalten bzw. die Intensität verstellen.

 

Haptik und Wertigkeit

Der erste Eindruck des DXRacer Formula ist gut. Der Stuhl besitzt einen soliden Metallrahmen sowohl in Rückenteil wie aber auch im Sitzpolster.

Auch die Schrauben sind ausreichend dick und massiv.

Allerdings gibt es im Detail doch ein paar Dinge an welchen man den etwas günstigeren Preis sieht.

Dies wäre beispielsweise die Polsterung der Rückenlehne. Dort wo der Rücken dieses berührt ist es durchaus ausreichend gepolstert, allerdings spürt man beispielsweise an den „Flügeln“ den Metallrahmen recht deutlich.

Dieser Metallrahmen ist mit Stoff umspannt, lässt sich aber deutlich fühlen und greifen.

Klingt tragischer als es wirklich ist aber dennoch. Auch ist das Fußkreuz nicht aus Aluminium sondern aus einem zugegeben sehr massiven Plastik.

Erneut nicht tragisch aber vergleichen mit einem Stuhl der 300€+ Preisklasse sind dies die kleinen Unterschiede die man in der Wertigkeit sieht.

Ein weiteres Beispiel wäre die Verstellung der Rückenlehne welche hier etwas weniger sanft ist.

Positiv wiederum ist das nichts knarzt oder quietscht, zumindest im Neuzustand. Ebenfalls ist die Verarbeitung tadellos gewesen. Alles war soweit genauso verarbeitet wie man es erwartet. Schäden oder Ähnliches gab es nicht.

Kurzum ich bin mit der Hapik und Verarbeitung recht zufrieden, auch wenn man bei Modellen der 300€+ Preisklasse durchaus noch einen gewissen Sprung bei der Massivität erhält, verglichen mit dem DXRacer Formula.

 

Wie sitzt es sich?

Der DXRacer Formula ist primär für kleinere bis mittelgroße Nutzer gedacht. Ich mit meinen 1,85m und rund 90KG bin hier merklich hart an der Grenze.

Viel größer oder schwerer dürfte man nicht mehr werden.

Warum? Der DXRacer Formula besitzt zwei große „Flügel“ auf Hüfthöhe, welche einen in Position halten. Diese sind allerdings vergleichsweise eng.

Breitere Personen werden hier vielleicht etwas eingeschränkt. Ich komme ganz gut damit klar, allerdings spüre ich die seitlichen Flügel etwas. Es ist fast so als würde jemand einen hier etwas festhalten.

Grundsätzlich finde ich den DXRacer Formula allerdings sehr bequem. Der Stuhl ist relativ weich. Man sitzt also angenehm luftig und „fluffig“. Dies liegt auch am verwendeten Material welches sehr  Atmungsaktivität ist.

Gemütlich ist der Formula definitiv!

Allerdings kann man diesen durchaus nach 3+ Stunden etwas durchsitzen. Wer diesen also für seinen 8 Stunden Arbeitstag nutzen möchte, könnte langfristig den DXRacer eher suboptimal finden.

Ebenfalls etwas suboptimal finde ich die „Kippelfunktion“ diese ist hier nicht so gut gelöst wie ich es von Maxnomic oder Noblechairs kenne.

Man braucht deutlich mehr Kraft um sich in die schräge Position zu begeben als ich es eigentlich gewohnt bin.

Man muss sich regelrecht abstoßen um in die Schräge zu kommen.

Wie sehr oft bei diesen Gaming Schreibtischstühlen wird auch leider beim DXRacer der untere Rückenbereich nicht gut unterstützt. Ganz im Gegenteil, aufgrund der weichen Polsterung lässt sich dieser Bereich eindrücken, was zu einem recht runden Rücken führt gerade wenn man sich etwas vorbeugt. Auch ist die Querverstrebung auf Schulterblatthöhe ist spürbar.

Etwas Abhilfe schafft hier das mitgelieferte Rückenkissen, was einen guten Job macht dieses Problem etwas auszugleichen.

Dennoch, sofern man bis ca. 90KG wiegt und 1,6-1,8m groß ist, wird man mit dem DXRacer Formula ohne Probleme klarkommen.

Es handelt sich hierbei um einen Stuhl welcher ab dem ersten Moment bequem ist!

 

Fazit

Kann ich den DXRacer Formula empfehlen? Grundsätzlich ja! Die Preisleistung stimmt für ein Markenprodukt. Für rund 240€ bekommt man einen wirklich soliden und bequemen Schreibtischstuhl, welcher sich allerdings primär für normalgebaute Personen eignet. Ich bin mit 1,85m und rund 90KG schon an der oberen Grenze was sich für diesen Stuhl empfiehlt.

Allerdings muss man auch dazu sagen, dass man bereits für 300€+ Stühle bekommt welche gerade beim langer Nutzung am Stück nochmals ein Stück besser sind und auch noch hochwertiger verarbeitet sind.

Ein gutes Beispiel wäre hier der Noblechairs EPIC SERIES.

Wenn Ihr aber nicht mehr als 240€ für einen Schreibtischstuhl ausgeben wollt, taugt der DXRacer Formula durchaus, gerade dann wenn man gerne etwas weicher sitzt.

Der The Friendly Swede Multi-Tool-Stylus im Test

Ich nutze schon des längeren Touchscreen Stifte von The Friendly Swede, gerade dann wenn ich Smartphones für Fotos präpariere und diese nicht mit meinen Fingern beschmieren möchte.

Mein all Time Favorit ist hier der 3-in-1 Hybrid Multifunktions-Eingabestift. Nun hat allerdings The Friendly Swede ein neues Modell auf den Markt gebracht und mich gefragt ob ich nicht mal ein Auge auf dieses werfen möchte.

Hier habe ich natürlich nicht nein gesagt. Daher hier der Test zum The Friendly Swede Multi-Tool-Stylus, kann dieser im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Der The Friendly Swede Multi-Tool-Stylus

Was ein Touchscreen Stift ist, wird vermutlich den meisten klar sein. Dieses Grundprinzip einer kleinen Gumminase welche es erlaubt den normalen Handy Touchscreen zu nutzen wurde hier auch nicht verändert und findet sich am Multi-Tool-Stylus.

Jedoch ist dies sicherlich nicht die Besonderheit an diesem Touchscreen Stift.

Neben dieser Basis Funktionalität bringt das gute Stück einen Feuerstarter, einen Glasbrecher, einen Flaschenöffner, ein Mini-Sägeblatt, ein Mini-Messerblatt, einen Schraubendreher, einen Schraubenschlüssel (6 mm) und eine Pfeife mit.

Puh das ist ja erst einmal eine ganze Menge in solch einem unscheinbaren Produkt.

Der Multi-Tool-Stylus von The Friendly Swede besteht vollständig aus Metall. Dieses ist in einem Neon Grün gefärbt und wirkt ausgesprochen massiv.

Auf der Oberseite ist der klassische Touchscreen Eingabestift angebracht und auf der Unterseite die Pfeife.

Aber wie sieht es mit den restlichen Features aus? Der Stift lässt sich an drei Stellen auseinander schrauben.

Hierdurch kommen die anderen „Features“ zum Vorschein. Dies wäre zuerst der Feuerstarter Stahl bzw. der Glasbrecher aus Wolfram.

In der Mitte sitzt ein Multifunktionstool mit Schlitzschraubenzieher, einem Mini-Sägeblatt, einem Mini-Messerblatt und einem Schraubenschlüssel.

Sehr wichtig ist hier die Betonung auf „Mini“. Ihr werdet mit dem Multi-Tool-Stylus keinen Baum fällen.

Vermutlich ist die „Säge“ eher zum Durchtrennen von Seilen oder Schnüren geeignet. Ähnliches gilt auch fürs Messer. Dieses eignet sich ebenfalls primär eher nur zum Anspitzen eines Stocks oder ähnliches.

Sehr positiv ist die generell Verarbeitung! Diese ist sehr hoch! Alle Tools wirken sehr hochwertig und massiv. Auch der Stift selbst ist ausgesprochen massiv, selbst wenn ich wollte wäre es mir nicht möglich diesen durchzubrechen!

 

Fazit

Wem es nur um einen Touchscreenstift geht, wird man entweder mit günstigeren Modellen sehr gut bedient sein oder mit dem sehr guten 3-in-1 Hybrid Multifunktions-Eingabestift.

Beim Multi-Tool-Stylus geht es primär um die Bonus Funktionen, welche sich an Camper oder Survival Fans richtet.

Klar ein gut ausgerüsteter Camper wird eine bessere Säge usw. mit dabei haben, jedoch als Notfall „Backup“ Tool kann sich der Multi-Tool-Stylus durchaus anbieten.

Qualitativ gibt es an diesem nichts zu bemängeln! Auch Preislich geht dieser mit 14€ durchaus in Ordnung, würde sich sogar als kleines Geschenk für Outdoor Fans anbieten.