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Die Samsung Galaxy Buds+ im Test, nüchterner HiFi Klang!

Die ursprünglichen Galaxy Buds von Samsung waren nicht meine Lieblingsohrhörer. Ich fand diese klanglich einfach eher langweilig. Mit den Galaxy Buds+ hat Samsung nun eine verbesserte Version auf den Markt gebracht.

Diese habe ich glücklicherweise „kostenfrei“ zu meinem S20 Ultra hinzubekommen und wie heißt es so schön, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Regulär werden die Samsung Galaxy Buds+ aber für rund 140€ verkauft.

Samsung Galaxy Buds+ Im Test 6Ein stolzer Preis, für welchen auch eine hohe Qualität zu erwarten ist, oder? Wollen wir uns da doch einmal im Test anhören ob die Galaxy Buds+ überzeugen können.

 

Die Samsung Galaxy Buds+ im Test

Samsung hat optisch zunächst wenig bei den Galaxy Buds+ verglichen mit den Vorgängern verändert. Die Ohrhörer werden in einer sehr kompakten und schicken Ladebox geliefert.

Samsung Galaxy Buds+ Im Test 1Diese besteht bei den Galaxy Buds+ aber aus einem Hochglanz Kunststoff! Was die Verarbeitungsqualität angeht kann ich nicht klagen. Die Box wirkt massiv uns stabil. Auch die magnetische Halterung für die Ohrhörer ist gelungen.

Allerdings hat die kompakte Ladebox auch einen Nachteil, diese kann die Ohrhörer nur einmal laden! Eine Ladung reicht bei den Galaxy Buds+ allerdings auch für fantastische 11 Stunden Musikgenuss, laut Samsung. Ich kann gut über 10 Stunden auch bestätigen. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass bei Hörbüchern und einer niedrigeren Lautstärke die 11 Stunden überboten werden können.

Samsung Galaxy Buds+ Im Test 2Damit sind die Galaxy Buds+ die aktuellen Laufzeit-Könige unter den true Wireless Ohrhörern.

Geladen wird die Ladebox wahlweise via USB C Port auf der Rückseite, oder kabellos! Beeindruckend, dass dies bei solch einer kleinen Ladebox möglich ist.

Die Ohrhörer selbst sind recht kompakt, aber dick. Ich würde sagen diese sind ein wenig im „Knopf“ Formfaktor gehalten. Neben weiß sind die Ohrhörer auch in schwarz und blau verfügbar.

Samsung Galaxy Buds+ Im Test 3Beim Gehäuse setzt Samsung natürlich auch auf Kunststoff und Ohrbügel/Aufsätze aus Silikon. Lediglich die Rückseite ist aus Hochglanz Kunststoff und besitzt eine Touch Oberfläche zur Steuerung. Das Ein/Ausschalten geschieht aber beim Einlegen bzw. Herausnehmen aus der Ladebox automatisch.

 

Tragekomfort

Die Samsung Galaxy Buds+ sind zwar recht dicke Ohrhörer, aber grundsätzlich sitzen diese gut in meinen Ohren. Sie drücken nicht groß oder stören in sonstiger Form. Auch der Halt selbst bei sportlichen Aktivitäten ist Okay.

Ich würde den Tragekomfort mit einer 2 bewerten. Es geht sicherlich noch besser, aber die Galaxy Buds+ sind schon bequemere Ohrhörer.

 

Klang der Samsung Galaxy Buds+

Das eindeutige Highlight an den Samsung Galaxy Buds+ sind die Höhen! Diese sind glasklar und spielen absolut sauber. Hier sind die Galaxy Buds+ als Weltklasse zu bezeichnen. Dies überrascht mich um ehrlich zu sein weniger, denn bereits die normalen Galaxy Buds besaßen diese Stärke.

Die Mitten würde ich soweit als gut einstufen. Diese sind nicht super voll, die Galaxy Buds+ klingen tendenziell eher etwas kühler, aber auch nicht schlecht. Stimmen sind gut verständlich, gerade wenn diese etwas höher sind. Vielleicht etwas mehr Wärme und Fülle hätten nicht geschadet, aber ich kann hier auch nicht zu laut klagen.

Samsung Galaxy Buds+ Im Test 8Die Bässe der Samsung Galaxy Buds+ sind sicherlich etwas kontrovers. Die meisten aktuellen Bluetooth Ohrhörer haben einen vergleichsweise stark ausgeprägten Bassbereich. Die Galaxy Buds+ sind hier sehr zurückhaltend! Wobei dies auch nicht komplett richtig ist. Der Bass hat einen sehr guten Tiefgang und bietet ein fantastisches Volumen. Allerdings ist die Masse des Basses als neutral zu bezeichnen bzw. der obere Bass Bereich ist fast schon etwas abgesenkt.

Hierdurch klingt der Bass recht dünn, kann aber sofern vom Song gewünscht auch ordentlich zünden, gerade im unteren Bassbereich. Dies lässt die Samsung Galaxy Buds+ durchaus interessant klingen, da wir hier einen fast schon extremen hoch/tief Kontrast haben.

Allerdings ist der Bass sehr kühl anmutend. Daher sind die Samsung Galaxy Buds+ eher weniger etwas für absolute Bass Fans.

Über die passende App könnt Ihr den Klang noch etwas nach Euren Wünschen anpassen. Allerdings sind dort die Profile eher mäßig gut. Beispielsweise extra Bass hebt den Bass nur minimal an, senkt aber die Höhen deutlich ab. Auch die anderen Profile sind unspektakulär. Das Standard Profil ist aus meiner Sicht eindeutig das beste.

Samsung Galaxy Buds + FrequenzkurveBonuspunkte sammeln die Samsung Galaxy Buds+ für die sehr gute Detail Darstellung! Feine Klangelemente sind wunderbar herauszuhören, hier spielen die Ohrhörer in der Königsklasse. Die maximale Lautstärke ist wiederum eher mittelmäßig.

 

Fazit

Die Samsung Galaxy Buds+ sind recht ungewöhnliche Ohrhörer. Dies liegt primär an der etwas außergewöhnlicheren Klangsignatur.

Die Galaxy Buds+ haben einen extrem klaren und recht kühlen Klang. Dabei ist der Bass gerade in den oberen Bereichen etwas dünn. Der Tiefbass wiederum ist sehr kräftig und satt. Damit sind die Ohrhörer weniger für Nutzer die besonders viel Bass suchen. Samsung setzt tendenziell auf eine etwas neutralere Signatur, mit einer sehr guten Detaildarstellung.

Samsung Galaxy Buds+ Im Test 12Die Signalstabilität ist 1a wie dies auch von TWS Ohrhörer im Jahr 2020 zu erwarten ist. Ebenso ist die Akkulaufzeit sehr gut und die Verarbeitung klasse.

Kurzum, ist Euch die von Samsung gewählte Klangsignatur sympathisch? Dann sind die Galaxy Buds+ top true wireless Ohrhörer!

Samsung Galaxy Buds+

Erfahrungsbericht und Test, wiederaufladbare Lithium AA Batterien mit 1,5V?!

Zwar geht der Bedarf an klassischen AA Batterien immer weiter herunter, aber dennoch kommen diese in einigen Bereichen zum Einsatz.

Oftmals sind hier wiederaufladbare Batterien die cleverere Wahl. Allerdings haben diese auch Nachteile, so ist die Spannung von NiMH Akkus mit 1,2V niedriger als von alkaline Batterien. In vielen Geräten spielt dies keine große Rolle, aber gerade wenn es um Licht (Taschenlampen, Kerzen) oder Motoren geht bieten NiMH Akkus oft weniger Power als normale Batterien.

Für solche Zwecke gibt es Nickel-Zink Akkus, welche eine höhere Spannung als NiMH Akkus bieten, aber ansonsten in allen Belangen schlechter sind. Siehe dazu den Test.

Wiederaufladbare Lithium Aa Batterien 7Aber was ist mit Lithium Ionen Akkus? Gibt es diese nicht in der Form einer AA Batterie? Lithium AA Batterien sind nichts neues, aber wiederaufladbare Lithium AA Akkus waren mir zumindest unbekannt.

Daher war ich sehr neugierig als ich über die „Blackube Micro USB Rechargeable Accu -USB Accu AA Micro Lithium Batterie“ gestolpert bin.

Für rund 10€ pro Akku erhaltet Ihr hier wiederaufladbare Lithium AA Batterien, mit microUSB Ladeport und einer beworbenen Ausgangsleistung von satten 4A!

Klingt doch gut, aber wie gut sind die Blackube wiederaufladbaren Lithium AA Batterien wirklich? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Blackube wiederaufladbaren Lithium AA Batterien im Test

Mit 40€ für vier AA Akkus haben die Blackube Lithium Akkus einen verdammt stolzen Preis! Neben den vier AA Akkus erhaltet Ihr eine Transportbox und ein vierfach microUSB Ladekabel.

Wiederaufladbare Lithium Aa Batterien 1Diese AA Akkus können nicht über ein normales Ladegerät geladen werden. Anstelle dessen hat jeder Akku einen kleinen microUSB Port über welche Ihr diese ladet. Hierfür könnt Ihr ein völlig normales USB Ladegerät und Kabel nutzen. Damit Ihr aber nicht vier USB Ports und Kabel benötigt liegt ein vierfach microUSB zu USB Kabel bei.

Auf den ersten Blick sind die Blackube völlig normale AA Akkus. Hebt Ihr diese aber hoch gibt es erste Auffälligkeiten. So sind die Blackube Akkus vergleichsweise leicht!

Wiederaufladbare Lithium Aa Batterien 3Gerade high Power NiMH Akkus sind deutlich schwerer. An sich nicht verwunderlich, Lithium Ionen Akkus haben eine höhere Energiedichte als NiMH Akkus, können also bei gleicher Kapazität kleiner und leichter sein.

Dennoch gibt Blackube die Kapazität nur mit 1700mAh bzw. 2550mWh an. Auch vergleichbare andere Modelle haben nicht mehr Kapazität, wie kommt es?

Wiederaufladbare Lithium Aa Batterien 4Zum einen haben die Akkus eine höhere Spannung als NiMH Akkus und geben daher mehr Leistung in gleicher Zeit ab. Zum anderen ist nicht der komplette Akku nur mit der Lithium Zelle gefüllt. Im Inneren geht etwas Platz aufgrund des microUSB Ports verloren und es ist eine Schutzschaltung vorhanden.

Die Blackube AA Lithium Akkus sind gegen Kurzschlüsse, Überspannung und Unterspannung geschützt.

Wiederaufladbare Lithium Aa Batterien 6Damit Ihr auch erkennen könnt wann ein Akku voll ist, haben diese jeweils eine LED die ausgeht wenn der Akku voll ist.

 

Der Test

Kommen wir zum eigentlichen Test. Hierfür habe ich die Lithium AA Akkus vollständig geladen und bei 0,2A und 1A entladen.

Damit die Werte etwas „spannender“ sind habe alle Tests auch mit einer Blaupunkt alkaline AA Batterie, einem Eneloop NiMH Akku und einem Eneloop Pro NiMH Akku durchgeführt.

KapazitätWas die Kapazität angeht sind die Blackube Lithium AA Akkus wenig spektakulär. Bei einem niedrigen Entlade-Strom von 0,2A bietet sowohl die alkaline Batterie wie auch die beiden NiMH Akkus eine deutlich höhere Kapazität.

Interessant ist die aber wie stabil die Kapazität der Blackube Lithium AA Akkus ist. Ob nun 0,2A oder 1A spielt hier fast keine Rolle, was beispielsweise bei der alkaline Batterie völlig anders aussieht. Die 0815 Batterie kommt mit einem Entladestrom von 1A kaum bis gar nicht zurecht.

Das aber wirklich Interessante ist die Spannung!

Spannung Unter Last 02Spannung Unter LastDie Blackube Lithium AA Akkus scheinen über eine Spannungsregelung zu verfügen, denn diese bieten ziemlich konstant 1,5V, ehe irgendwann der Akku ausgeht.

Damit liegt die Spannung signifikant oberhalb der alkaline Batterie und NiMH Akkus. Die Lithium AA Akkus bieten mehr oder weniger konstant die Leistung einer frischen alkaline Batterie, auch wenn diese in Wirklichkeit fast leer sind.

 

Batterieanzeigen werden verwirrt

Habt Ihr ein Gerät das Euch über den aktuellen Status der Batterie oder des Akkus informiert, so wird dies nicht bei Blackube Lithium AA Akkus funktionieren!

Da diese Akkus konstant 1,5V ausgeben wird jedes Gerät denken die Batterie ist komplett voll, auch wenn nur noch 1% vorhanden sind. Auch habt Ihr keine andere Möglichkeit zu erkennen wie voll oder leer der Akku gerade ist.

 

Fazit

Ich bin von den Blackube Lithium AA Akkus sehr positiv überrascht! Die Lithium AA Akkus machen einen ziemlich perfekten Job.

Die Spannung der Akkus liegt konstant über die komplette Kapazität bei +- 1,5V. Hierdurch werden gerade Geräte mit Motoren oder das Licht produzieren konstant auf voller Power laufen.

Wiederaufladbare Lithium Aa Batterien 8Ihr habt also immer die Leistung einer frischen Batterie. Super!

Auch die Kapazität ist soweit okay. Diese ist zwar auf dem Papier mit 1500mAh nicht gigantisch, aber bedenken wir die konstant hohe Leistung steckt in den Akkus mehr Saft als in guten NiMH Akkus. Ebenso ist das Laden via microUSB flott und doch komfortabel.

Kurzum, habt Ihr ein Gerät dessen Leistung stark von der Spannung (und damit Restkapazität) der Batterie/Akku abhängig ist, dann kann ich die Blackube Lithium AA Akkus voll empfehlen. Sofern Euch die konstante Leistung auch satt 10€ pro Akku wert ist!

Die Pitaka MagEZ Juice Ladestation, kabelloses Laden mit Powerbank Backup!

Pitaka verfolgt mit dem MagEZ Juice ein sehr interessantes Konzept. Dieses verbindet eine kabellose Ladestation mit einer Powerbank.

So ist die MagEZ Juice Ladestation im Grunde eine Dockingstation in Kombination mit einer kabellosen Powerbank. Zuhause könnt Ihr Euer Smartphone auf der Ladestation laden. Solltet Ihr aber unterwegs Ladung benötigen, dann könnt Ihr einfach die Powerbank aus der Ladestation nehmen und nutzen.

Pitaka Magez Juice Ladestation 13So solltet Ihr nicht ohne Ladung dastehen. Klingt doch spannend! Aber wie sieht es in der Praxis aus, kann hier die Pitaka MagEZ Juice Ladestation überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Pitaka MagEZ Juice Ladestation

Die Pitaka MagEZ Juice Ladestation besteht aus zwei Teilen, zum einen der Dockingstation und zum anderen der Powerbank.

Pitaka Magez Juice Ladestation 1Die Dockingstation ist technisch gesehen nur ein „Adapter“ von USB A auf USB C. Die Elektronik steckt komplett in der Powerbank. Diese wird einfach in die Dockingstation geschoben, worin diese mit Energie versorgt wird. Dieses Einschieben der Powerbank funktioniert auch gut bis sehr gut!

Starten wir aber mit der Dockingstation. Diese ist weitestgehend aus einem Softtouch Kunststoff gefertigt. Allerdings die Bodenplatte ist aus dickem Metall, was der Dockingstation ein gewisses Gewicht verleiht. Dies in Kombination mit dem rutschfesten Fuß sorgt für eine sehr hohe Standsicherheit.

Pitaka Magez Juice Ladestation 2Generell gesprochen würde ich die Qualität der Dockingstation als überdurchschnittlich bezeichnen. Etwas überrascht hat mich lediglich das Kabel, welches fest integriert ist. Leider ist dieses mit einem Meter vergleichsweise kurz. Suboptimal.

Pitaka setzt bei der Powerbank auf eine besonders edle Optik und Haptik. So besitzt diese einen Hochglanz Edelstahl Rahmen, welcher von seiner Haptik durchaus an die aktuellen iPhones erinnert. Die Rückseite ist zudem aus Aramidfaser gefertigt, was ungewöhnlich ist.

Pitaka Magez Juice Ladestation 4Für die Kapazität von 2000mAh ist die Pitaka MagEZ Juice Powerbank aber auch als groß bis sehr groß zu bezeichnen. Sicherlich trägt der Metallrahmen und die Spule für das kabellose Laden ein gutes Stück auf.

Die Spule für das kabellose Laden ist auf der Oberseite der Powerbank integriert. Legt Ihr diese also in die Dockingstation ein, zeigt die Spule nach oben und wir haben eine „normale“ kabellose Ladestation.

Pitaka Magez Juice Ladestation 5Normal ist aber sehr relativ, denn die Ladestation hat keinerlei Halterung für Euer Smartphone. Anstelle dessen gibt es einen magnetischen Aufkleber für Euer Smartphones, womit Ihr dieses „freischwebend“ an die Ladestation heften könnt.

Pitaka Magez Juice Ladestation 7Sieht sehr cool aus und funktioniert auch gut, solange Ihr diesen Aufkleber direkt auf die Rückseite klebt. Durch eine Hülle hindurch funktioniert dieser nicht gut. Alternativ bietet Pitaka auch diverse Hüllen an welche diesen Magneten direkt integriert haben. Diese Hüllen sind klar dem Aufkleber vorzuziehen.

 

Wie solls funktionieren?

Das Herzstück der MagEZ Juice Ladestation stellt die Powerbank dar. Diese besitzt lediglich einen USB C Anschluss auf der Unterseite, welcher sowohl zum Laden der Powerbank, wie auch zum Laden von Smartphones genutzt werden kann.

Dieser USB C Port besitzt eine Leistung von 5V/1,5A in beide Richtungen. Dabei ist der USB C Port aber nicht als der primäre Weg gedacht Euere Smartphones zu laden. Dies ist das Kabellose-Ladepad auf der Oberseite. Dieses bietet eine Leistung von 5W. Nicht großzügig aber ausreichend.

Pitaka Magez Juice Ladestation 12Ähnliches gilt auch für die Kapazität der Powerbank selbst mit 2000mAh. Diese kann damit Euer Smartphone voraussichtlich nicht von 0 auf 100% bringen, soll sie auch nicht. Die Ladestation ist zunächst als „normale“ kabellose Ladestation gedacht. Die Powerbank Funktion ist eher ein Backup, falls Ihr mal vergessen habt Euer Smartphone rechtzeitig zu laden.

 

Die Praxis

Die MagEZ Juice Ladestation funktioniert wie beworben! Zuhause einfach das Smartphone auf die Ladestation legen bzw. es „anhängen“ und dieses lädt. Das Ladetempo ist als eher langsam zu bezeichnen. Ein iPhone 11 Pro Max benötigt ca. 4-5 Stunden für eine vollständige Ladung.

Pitaka Magez Juice Ladestation 9Für mich ist dies ausreichend! Ich lade mein Smartphone 1x täglich und das über Nacht. Hier ist ein langsameres Laden nicht störend, sondern fast schon als schonender einzustufen.

Müsste ich allerdings tagsüber schnell nachladen wäre die MagEZ Juice Ladestation nicht meine erste Wahl.

Hier kommt die Powerbank ins Spiel. Diese ist für einen „oh ich habe vergessen mein Smartphone zu laden“ Moment gedacht. Hier soll diese genug Kapazität haben um den Zeitraum bis zum nächsten Laden zu überbrücken.

Pitaka Magez Juice Ladestation 11Die Kapazität der Powerbank liegt laut Hersteller bei 2000mAh, messen konnte ich 6,439Wh bzw. 1740mAh. Dies sind 87% der Herstellerangabe, ein völlig akzeptabler Wert!

 

Fazit

Die Pitaka MagEZ Juice Ladestation setzt auf ein recht ungewöhnliches aber durchaus interessantes Konzept. Die Verbindung aus kabelloser Ladestation und Powerbank ist als clever und durchaus sinnvoll zu bezeichnen.

Ihr ladet Euer Smartphone auf der Ladestation, welche zudem sicherstellt, dass Ihr immer eine volle Powerbank habt. Solltet Ihr es eilig haben oder schlicht vergessen haben Euer Smartphone zu laden nehmt die die Powerbank mit, welche sich magnetisch an Euer Smartphone haftet.

Pitaka Magez Juice Ladestation 14Dies funktioniert auch in Kombination mit der Magnethülle von Pitaka sehr gut! Ich würde hier die Funktion als voll gegeben bezeichnen. Die Ladestation und Powerbank sind sehr wertig und edel, zudem funktioniert das Laden gut und zuverlässig. Selbst die magnetische Halterung ist mehr als ausreichend stark.

Allerdings muss ich auch etwas Kritik äußern. So hat die Powerbank nur 2000mAh Kapazität, was nicht gerade großzügig ist. Ebenso finde ich es etwas schade, dass Ihr zwingend den Magnetaufkleber oder die Magnethülle für die Ladestation nutzen müsst. Theoretisch hätte Pitaka auch eine normale Halterung zusätzlich nutzen können.

Dennoch, gerade wenn für Euer Smartphone eine passende Magnethülle verfügbar ist (welche schon deutlich eleganter ist als der Aufkleber), dann ist die Pitaka MagEZ Juice Ladestation ein sehr interessantes System!

Die PowerOak PS1 im Test, eine perfekte Powerstation! (USB C PD + 230V Steckdose + hohe Kapazität)

Ihr seid viel Campen oder im Wohnwagen unterwegs? Dann werdet Ihr sicherlich schon einmal mit dem Gedanken gespielt haben Euch eine Powerstation zuzulegen. Eine Powerstation ist eine Art große Powerbank, welche aber neben einer teils deutlich höheren Kapazität auch die Möglichkeit bietet 230V Geräte zu betreiben.

Eins der spannendsten Modelle hier ist die PowerOak PS1 mit ihren Brüdern der PS2 und PS3. Bei der PowerOak PS1 handelt es sich um eine vergleichsweise günstige 200Wh starke Powerstation, mit 230V Steckdose, vier USB Ports und der Möglichkeit des portablen Ladens via Solar.

Poweroak Ps1 Im Test 7Klingt doch nach dem Traum für jeden Outdoor Fan! Aber lohnt es sich hier doch noch satte 270€ auf den Tisch zu legen? Finden wir dies im Test der PowerOak PS1 Powerstation heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an PowerOak für das Zurverfügungstellen der PS1 für diesen Test.

 

Die PowerOak PS1 im Test

Eine Powerstation ist in der Regel weniger kompakt. Dies liegt natürlich an der großen Kapazität, wie auch an der meist etwas aufwendigeren Elektronik. Auch die PS1 ist mit 196 x 65 x 255mm und einem Gewicht von 2,7Kg nicht als leicht oder besonders kompakt zu bezeichnen.

Poweroak Ps1 Im Test 1Allerdings hat PowerOak einen Griff auf der Oberseite integriert, welcher die Powerstation doch ein gutes Stück handlicher macht. Es wäre kein Problem diese Power-Station von einem Auto ein Stück weit in die Wildnis zu transportieren.

Dabei macht die PowerOak PS1 einen sehr wertigen Eindruck! Der Kern der Powerstation besteht aus Aluminium. Optimal für den Schutz der Akkuzellen, der Stabilität und natürlich auch gut für die Wärmeabfuhr. Dieser Aluminium-Kern wird aber an den Enden von einem Kunststoff-Rahmen umrahmt. Ich hätte mir hier vielleicht gewünscht das dieser aus Hartgummi gefertigt ist, um bei Stürzen einen besseren Schutz zu bieten.  Dennoch würde ich die PowerOak PS1 als wertig einstufen.

Poweroak Ps1 Im Test 6Neben der Powerstation findet sich folgendes mit im Lieferumfang:

  • Steckdosen-Ladegerät (36W)
  • Adapter für den Anschluss von Solarpanel
  • KFZ Adapter zum Laden im Auto
  • KFZ Adapter zum Laden von 12V Geräten
  • USB C Kabel

 

Anschlüsse und Feature der PowerOak PS1

Die Anschlüsse der Powerstation sind auf die Vorder- und Rückseite verteilt. Auf der Front finden wir zunächst den Eingang zum Laden der Powerstation, wie auch die 230V Steckdose.

Poweroak Ps1 Im Test 4Der Eingang der PowerOak PS1 kann zwischen 14V und 40V aufnehmen und maximal 60W. Prinzipiell könnt Ihr die PowerOak PS1 auch an normalen 12V Solarpanels laden, da diese meist eine höhere Spannung besitzen, aber im Optimalfall sollte es ein 18V oder 24V Solarpanel sein. Ähnliches gilt auch für das Laden an einem Zigarettenanzünder. Ein passendes Netzteil für die Steckdose findet sich natürlich mit im Lieferumfang.

Warum aber 14-40V und nicht 12-40V? Hierdurch wäre die Powerstation ja deutlich universeller? Dies hat tatsächlich einen technischen Grund! Der Akku im Inneren der PowerOak PS1 hat 11,1V Spannung. Hierbei handelt es sich aber um die mittlere Spannung. Vollgeladen haben die Akkus 12,6V. Die Ladelektronik wird nur auf einen Stepdown Wandler setzen, dieser kann also 14-40V aufnehmen und auf 12,6V absenken, welche zum Laden benötigt werden. Er kann aber nicht 12V auf 12,6V anheben.

Poweroak Ps1 Im Test 2Bei der Steckdose handelt es sich um eine normale 230V Schuko-Steckdose mit maximal 120W Leistung. Wichtig, es handelt sich um Pure-Sine Wave! Günstigere Powerstationen setzen meist auf eine modifizierte Sinuswelle. Diese ist einfacher zu erzeugen, kann aber problematisch in Kombination mit Schaltnetzteilen sein. Dieses Problem habt Ihr bei der PowerOak PS1 nicht.

Auf der Rückseite finden sich zwei USB A Ports, ein USB C Port und ein DC Ausgang.

Der DC Ausgang kann 12V/10A, also 120W, liefern. Ein passender Adapter damit Ihr Kühlboxen usw. über diesen Port nutzen könnt liegt mit im Lieferumfang.

Die USB A Ports unterteilen sich in einem normalen 5V/2,4A Port und einen Quick Charge 3.0 Port. Letzterer kann bis zu 18W liefern. Spannend ist der USB C Port, denn hier konnte ich zwei unterschiedliche Angaben finden was dieser denn können soll. Am Ende kann dieser mehr als beworben! Der USB C Port unterstützt den Power Delivery Standard mit bis zu 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A oder 20V/2,25A. Wir haben also einen 45W USB C Port.

Zusammengefasst

  • 230V Steckdose mit maximal 120W
  • 12V DC Ausgang mit maximal 120W
  • USB A 5V/2,4A
  • USB A Quick Charge 3.0 18W
  • USB C PD 45W

Poweroak Ps1 Im Test 5Neben den Anschlüssen findet sich auf der Rückseite auch noch ein Display mit drei Tasten. Auf dem Display wird der aktuelle Ladestand angezeigt, wie auch wie viel Energie gerade über den Eingang rein kommt, wie viel über die DC Anschlüsse rausgeht und wie viel die Steckdose nutzt.

 

Die Kapazität und ein erster Test

PowerOak bietet neben der PS1 auch diverse Schwestermodelle an, mit 300Wh oder 400Wh. Die PS1 hat allerdings „nur“ 200Wh was 54054mAh @ 3,7V entspricht. Die effektive Kapazität schwankt allerdings ein gutes Stück abhängig wie Ihr die Powerstation entladet.

Kapazität Poweroak Ps1Vergleichsweise ineffizient arbeitet die PowerOak PS1 wenn Ihr die 230V Steckdose nur leicht belastet. Bei einer ca. 12W Last kam ich lediglich auf 133Wh. Bei 100W Last auf 190Wh. Über den DC Port konnte ich sogar bis zu 194,32Wh erreichen.

Wichtig für Euch ist es zu wissen das der DC Ausgang bei niedrigen Lasten deutlich effizienter ist. Habt Ihr eine Kühlbox oder Ähnliches die wahlweise via Steckdose oder Zigarettenanzünder läuft, dann wählt den Zigarettenanzünder.

Poweroak Ps1 Im Test 11Ebenfalls wichtig, der 12V Port scheint mehr oder weniger direkt an den Akkuzellen zu hängen. Heißt die Spannung auf dem 12V Port schwankt massiv! Vollgeladen haben wir ca. 12,6V aber komplett entladen haben wir nur 10,3V.

Auch in einem Auto schwankt die Spannung auf dem Zigarettenanzünder, daher ist dies prinzipiell kein Problem. Allerdings sind 10,3V schon recht wenig. Es ist als möglich, dass einzelne Geräte sich bereits bei 20% verbliebender Restkapazität abschalten, da die Spannung zu niedrig ist. Dies hängt allerdings vom jeweiligen Gerät ab, daher kann ich hier nichts pauschal sagen.

 

Das Ladetempo

Schauen wir uns kurz das Ladetempo der jeweiligen Ports an. Starten wir mit einer Steckdose. Diese soll laut PowerOak bis zu 100W schaffen. Dies stimmt auch! In der Praxis sind sogar noch etwas mehr als 100W möglich. So konnte ich beispielsweise das 96W Netzteil meines MacBook Pros problemlos an der Powerstation betreiben. Klasse!

Wie steht es aber um die USB Ports?

LadetempoGut! Der USB C PD Port liefert die beworbenen 45W und kann somit viele kleinere Notebooks mit dem vollen Tempo laden und sogar größere Geräte wie das Dell XPS 15 oder das MacBook Pro 16 ausreichend schnell versorgen.

Die beiden „normalen“ USB Ports sind ebenfalls tadellos. Der 5V/2,4A Port ist sauber auf IOS und Android Geräte optimiert. Der Quick Charge Port funktionierte ebenfalls tadellos. Dieser unterstützt neben Quick Charge 3.0 auch den FCP Standard.

 

Wiederaufladen

Grundsätzlich habt Ihr drei Möglichkeiten die PowerOak PS1 wiederaufzuladen.

  • Über das beilegende 29,2V/1,2A (35W) Netzteil
  • Über ein 12V Solarpanel
  • Über den KFZ Adapter

Über das beiliegende Ladegerät erreicht Ihr ein maximales Ladetempo von 35W. Via Solar kann es schneller gehen. Ich habe in meinem Fall ein 100W Panel (handelsübliches Solarpanel mit MC4 Steckern) mit der Powerstation verbunden und konnte maximal 62W beobachten.

Poweroak Ps1 Im Test 15Etwas problematisch ist das KFZ Ladegerät. In einem normalen Auto lädt die Powerstation nicht bzw. nicht viel! Hat Euer Auto 12V Bordspannung lässt sich der Akku nur bis ca. 25% aufladen und dies auch nur recht langsam. Die Ladeelektronik hat keine Boost Umwandlung.

Die Eingangsspannung muss also über der Spannung des Akkus liegen. Leer hat dieser 10,xV, voll 12,6V. Abzüglich des Spannungsverlust durch Kabel und interne Elektronik braucht Ihr ca. 13,4V um die PowerOak PS1 richtig zu laden.

Poweroak Ps1 Im Test 16Für das volle Ladetempo sind sogar 14,8V und 4,13A nötig. Diese würden in einem 24V KFZ erreicht. Und nein das Laden an 12V Solarpanels funktioniert problemlos.

 

Fazit

Ihr sucht eine sehr gute und preislich faire Powerstation? Dann ist die PowerOak PS1 genau die richtige für Euch!

Die PowerOak PS1 ist eindeutig die beste Powerstation die ich bisher in den Händen hatte, aufgrund vieler Gründe.

  • Portables und Stabiles Gehäuse
  • 100W Steckdose mit reiner Sinuswelle
  • 120W 12V DC Ausgang
  • Quick Charge 3.0 und Power Delivery 45W Support
  • Aufladbar via 12V Solarpanel

Technisch würde ich diese als weitestgehend perfekt einstufen! Die Steckdose funktioniert dank reiner Sinuswelle sehr gut mit sämtlichen elektrischen Geräten, inklusive Notebook Ladegeräten.

Poweroak Ps1 Im Test 13Der 45W USB Power Delivery Port macht aber viele Notebook Ladegeräte auch schon überflüssig. Beispielsweise ein Dell XPS 13 oder MacBook Pro 13 könnt Ihr direkt und mit vollem Tempo an der Powerstation laden, klasse!

Auch der DC Ausgang für Kühlboxen usw. macht einen guten Job. Hier ist allerdings die Spannung des Anschlusses etwas niedrig. Dieser ist direkt an die Akkuzellen im Inneren gekoppelt und kann daher bei fast leerem Zustand auf unter 11V fallen.

Ebenso ist das beiliegende Ladegerät mit rund 30W nicht das schnellste. Theoretisch kann die Powerstation mit bis zu rund 62W Laden, was diese auch beispielsweise an einem Solarpanel schafft. Hierfür ist bereits ein gut funktionierender MPPT Controller verbaut. Die Kapazität von 200Wh wird weitestgehend eingehalten, gerade bei der Nutzung der DC Ausgänge. Auch der AC Ausgang arbeitet recht effizient, aber primär bei höheren Lasten.

Poweroak Ps1 Im Test 14Kurzum Ihr sucht eine kompakte, moderne und wirklich gute Powerstation, dann ist die PowerOak PS1 genau die richtige für Euch. Die PowerOak PS1 gibt es im Übrigen auch mit 300Wh oder 400Wh, solltet Ihr mehr Kapazität benötigen.

Poweroak Ps1

HELPER LAB 65W USB PD Ladegerät mit PPS im Test

USB Power Delivery Ladegerät mit PPS Unterstützung sind noch recht exotisch. Eins der wenigen Modelle das dies bieten soll, stammt aus dem Hause HELPER LAB und hört auf den Namen „65W USB PD Ladegerät (S065TV2000325)“.

Helper Lab 65w Usb Pd Ladegerät Mit Pps Im Test 5Bei diesem handelt es sich um ein recht einfaches Ladegerät mit nur einem USB C Port. Im Gegenzug hat dieser aber auch ordentlich Power.

Wollen wir uns dies doch einmal im Test des 65W USB PD Ladegerät von HELPER LAB ansehen!

 

Das HELPER LAB 65W USB PD Ladegerät (S065TV2000325) im Test

Bei dem HELPER LAB 65W USB PD Ladegerät handelt es sich um ein vergleichsweise einfaches Ladegerät. Dieses wird einfach in die Steckdose gesteckt und besitzt genau einen USB C Port. Die Abmessungen sind mit 71 x 71 x 29mm durchschnittlich für die Leistung von 65W.

Helper Lab 65w Usb Pd Ladegerät Mit Pps Im Test 1Beim Gehäuse setzt HELPER LAB auf einen einfachen matten Kunststoff. Dieser ist Okay was die Qualität angeht. Allerdings sind die Nähte auch nicht „spektakulär“ verschweißt/verklebt. Wir haben hier definitiv kein Apple Ladegerät vor uns.

Äußerlich ist das HELPER LAB 65W USB PD Ladegerät also unspektakulär, aber wie steht es um die Technik? Hier wird das „S065TV2000325“ (ja ist eine griffige Modellbezeichnung) spannend.

Helper Lab 65w Usb Pd Ladegerät Mit Pps Im Test 2Der eine USB C Port den wir haben hat es in sich! Dieser unterstützt laut HELPER INC bis zu 65W bzw. 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/3,25A.

Dabei setzt HELPER LAB auf den USB Power Delivery 3.0 Standard mit PPS! PPS ist essenziell wenn Ihr Smartphones wie das Samsung Galaxy Note 10 oder Galaxy S20 Ultra super schnellladen wollt!

Helper Lab 65w Usb Pd Ladegerät Mit Pps Im Test 4PPS ist eine Erweiterung des USB Power Delivery Standards und erlaubt unter anderem eine „flexible“ Spannung. Das HELPER LAB 65W USB PD Ladegerät kann also auch Spannungen abseits von 5V, 9V, 12V, 15V, 20V bereitstellen.

 

Der erste Test

Zunächst möchte ich die Angaben von HELPER LAB bestätigen. Das Ladegerät kann in der Tat 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/2,25A liefern. Des Weiteren bietet PPS einen Spannungsbereich von 3,3-21V bei maximal 3A.

Dies ist wichtig! Aufgrund der Limitierung auf 3A kann beispielsweise das Samsung Galaxy S20 Ultra nicht mit dem vollen Tempo geladen werden. Dazu aber später mehr.

Die Hitzeentwicklung nach ca. 3 Stunden Volllast ist mit maximal 56 Grad im Rahmen.

Temperatur 1Temperatur 2

Das Ladetempo

Folgende Geräte habe ich am HELPER LAB 65W USB PD Ladegerät getestet:

  • Apple iPhone 11 Pro Max
  • Apple MacBook Pro 13
  • Apple MacBook Pro 16
  • Dell XPS 13 9380
  • Dell XPS 15 7590
  • Google Pixel 4 XL
  • Huawei Mate 20 Pro
  • Motorla One Hyper
  • Samsung Galaxy S20 Ultra

Starten wir einfach mal mit dem Motorola One Hyper und dem Samsung Galaxy S20 Ultra. Beide Smartphones nutzen USB PD PPS um mit 40W bzw. 38W zu laden.

LadetempoAllerdings wie Ihr der Tabelle entnehmen könnt schaffen diese beiden Modelle „nur“ 25W bzw. 26W. Dies liegt an der Limitierung auf 3A. Beispielsweise das Samsung Galaxy S20 Ultra benötigt 9,5V und 4A für das volle Ladetempo. Das HELPER LAB schafft aber nur 9,5V 3A, trotz der 65W. Hierdurch ist das Ladetempo etwas eingeschränkt.

Dennoch ist das Ladegerät schneller als das beiliegende Ladegerät, sowohl beim S20 Ultra, wie auch beim One Hyper.

Helper Lab 65w Usb Pd Ladegerät Mit Pps Im Test 7Auch bei den anderen Geräten konnte ich keine Probleme feststellen. So wurde das iPhone 11 Pro Max mit seinen üblichen maximalen +-23W geladen und das Google Pixel 4 XL mit 17W.

Interessant ist auch die Nutzung in Kombination mit Notebooks. Im Falle des Dell XPS 13 und Apple MacBook Pro 13 kann das HELPER LAB Ladegerät das originale Ladegerät voll ersetzen.

Auch das größere Dell XPS 15 und Apple MacBook Pro 16 lassen sich dank der Leistung von 65W schnellladen, aber hier kann das originale Ladegerät nicht vollumfänglich ersetzt werden.

 

Effizienz

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Effizienz an.

Effizinez VergleichEffizinezMit 85-91% sieht die Effizienz des HELPER LAB 65W USB PD Ladegeräts doch sehr gut aus.

 

Fazit

Voll empfehlenswert! So lautet das Fazit zum HELPER LAB 65W USB PD Ladegerät. Dieses bietet dank USB Power Delivery mit PPS den wichtigsten aktuellen Ladestandard und kann somit sehr viele Smartphones schnellladen.

Hierzu zählen beispielsweise die Apple iPhones, iPads, die Samsung Galaxy S20 Reihe, viele Smartphones mit Quick Charge 4+ usw.

Helper Lab 65w Usb Pd Ladegerät Mit Pps Im Test 6Selbst für Notebooks ist das HELPER LAB 65W USB PD Ladegerät gut geeignet. Dies auch aufgrund der modernen Technik und guten Effizienz. Punktabzug gibt es lediglich für den PPS Leistungsbereich. Hier bietet das Ladegerät „nur“ 3,3-21V bei 3A. Um aber beispielsweise das Samsung Galaxy S20 Ultra mit dem vollen Tempo zu laden sind 3,3-11V bei 4A nötig.

Generell würde ich Euch empfehlen das Samsung EP-TA845 45W Ladegerät einmal anzusehen. Gerade für Smartphones, selbst für Apple Modelle, ist dieses glatt noch besser als das HELPER LAB und noch günstiger!

Wollt Ihr aber die 65W Leistung in Kombination mit USB PD PPS, dann ist auch das HELPER LAB 65W USB PD Ladegerät eine top Wahl.

 

Spezielle high Endurance microSD Speicherkarten für Überwachungskameras? 6x Samsung, WD und Kingston im Vergleich

Sehr viele Überwachungskameras und Dashcams setzten auf microSD Speicherkarten für ihre Aufnahmen. Hier kommt einiges an Datenmengen zusammen. Passend hierfür bieten diverse Speicherkarten Hersteller „High Endurance“ Modelle an, welche besonders gut mit der dauerhaften Belastung klar kommen sollen. Diese high Endurance Modelle zeichnen sich auch durch einen etwas höheren Preis aus.

Hier stellt sich natürlich die Frage, brauche ich eine high Endurance für meine Überwachungskamera oder tut es auch ein 0815 Modell?

High Endurance Microsd Speicherkarten Vergleich 2Versuchen wir diese Frage doch einmal zu beantworten. Unter anderem habe ich mir dafür jeweils eine 32GB und eine 64GB „High Endurance“ Speicherkarte von Western Digital, Samsung und Kingston bestellt.

Lohnen sich diese und welche ist das beste Modell? Finden wir es heraus!

 

Die Testkandidaten

Folgende „High Endurance“ Speicherkarten habe ich mir für diesen Test bestellt:

Die Samsung PRO Endurance sind eindeutig die teuersten Speicherkarte hier im Testfeld. Western Digital landet auf Platz 2 und Kingston auf Platz 1.

Kingston Western Digital Samsung
32GB 10 € 10 € 15 €
64GB 13 € 16 € 24 €
128GB 24 € 28 € 45 €

High Endurance Microsd Speicherkarten Vergleich 1Die Kingston High Endurance Speicherkarten sind recht günstig, sogar verglichen mit normalen 0815 microSD Speicherkarten.

PreisEine klassische SanDisk Ultra oder Samsung EVO Speicherkarte ist zwar nochmals etwas günstiger, aber der Aufpreis gerade zur Kingston High Endurance ist gering.

 

Lohnt sich eine high Endurance Speicherkarte?

Starten wir mit der Frage ob sich eine high Endurance Speicherkarte lohnt und was diese besser machen soll als eine normale Speicherkarte.

Western Digital sagt dazu: „Endurance is key. Fine-tuned specifically for surveillance cameras, WD Purple microSD cards allow for continuous capture

Kingston spricht von: „Die microSD Karte wurde für den Einsatz unter rauen Bedingungen entwickelt und getestet.“

Und Samsung: „Verlassen Sie sich auf bis zu 25-mal längere Daueraufnahme als bei herkömmlichen Speicherkarten und hohe Lebensdauer bis zu 43.800 Stunden (5 Jahre).

High Endurance Microsd Speicherkarten Vergleich 9Okay die Speicherkarten sollen länger halten, aber wie viel länger ist mit einem ? Versehen. Alle Hersteller bieten hier unterschiedliche Daten, welche ein Vergleichen schwierig macht.

Western Digital gibt uns eine TBW Angabe. TBW steht für Terabytes Written.

  • 32GB – 32TBW
  • 64GB – 64TBW
  • 128GB – 128TBW
  • 256GB – 256TBW

Leider findet sich bei keiner anderen Speicherkarte eine TBW Angabe, was ein Vergleichen unmöglich macht.

Kingston gibt uns eine Lebensdauer in Stunden.

  • 32GB – 5000 Stunden
  • 64GB – 10000 Stunden
  • 128GB – 20000 Stunden

5000 Stunden sind 208 Tag, also knapp über ein halbes Jahr. Nicht die Lebensdauer die ich von einer High Endurance Speicherkarte erwarten würde. Ich vermute die Angabe von Kingston bezieht sich auf 5000 Stunden Last. Wie hoch diese allerdings ist oder sein darf ist nirgendwo zu erfahren.

Samsung spricht auch von Betriebsstunden.

  • 32GB – 17520 Stunden
  • 64GB – 26280 Stunden
  • 128GB – 43800 Stunden

Samsung gibt uns aber etwas mehr Details. So sollen die Betriebsstunden „Basierend auf Full-HD (1920×1080) Video-Inhalten mit 26 Mbps Video“ entstehen.

Ein Full HD Video bei 26Mbit sollte ca. 1,6MB/s entsprechen, mit welchen Ihr die 32GB Speicherkarte 17520 Stunden beschreiben könnt. Dies würden bei der 32GB Speicherkarte satten 100,9TB entsprechen.

Vertrauen wir also auf die Herstellerangaben ist die Samsung PRO Endurance die eindeutig langlebigste Speicherkarte.

 

Kein vertrauen in die Speicherkarten?

Zwar übertreffen sich alle Hersteller mit Versprechen wie lange die Speicherkarten halten sollen, aber wirklich vertrauen scheint kein Hersteller in seine Speicherkarten zu haben. Zu mindestens wenn es um die Garantie geht.

Haben normale microSD Speicherkarten meist 10 Jahre Garantie unterbieten sich die Hersteller bei den high Endurance Modellen regelrecht.

Kingston Western Digital Samsung
32GB 2 Jahre 3 Jahre 2 Jahre
64GB 2 Jahre 3 Jahre 3 Jahre
128GB 2 Jahre 3 Jahre 5 Jahre

 

Die Performance

Auch wenn dies bei Überwachungskameras nicht ganz so wichtig ist, wie steht es um die Datenraten?

Vorweg jede Speicherkarte hier ist mehr als schnell genug für die Nutzung in einer Überwachungskamera. Nur als Beispiel, das Samsung Galaxy S20 Ultra kann 8K Video aufnehmen, welches ca. 10MB/s benötigt. Eine reguläre Full HD Überwachungskamera wird vielleicht 1-2MB/s benötigen.

High Endurance Microsd Speicherkarten Vergleich 10Die Leistung der Speicherkarten habe ich in einem Kingston FCR-HS4 USB 3.0 Kartenleser mithilfe von CrystaldiskMark ermittelt. Für diesen Test hab ich alle Speicherkarten frisch NTFS formatiert.

32gb Lesend32gb Schreibend64gb Lesend64gb SchreibendAlle Speicherkarten sind lesend sehr dicht beieinander. Diese erreichen alle +- 90MB/s beim Sequenziellen schreiben. Bei kleineren Datengrößen und zufälligen Schreibzugriffen können sich aber die Kingston Speicherkarten etwas vor WD und Samsung setzen.

Schreibend ist die Sache eindeutiger, hier sind die Western Digital Purple Speicherkarten mit 50MB/s bzw. 80MB/s eindeutig die schnellsten. Kingston und Samsung erreichen +- 30MB/s.

 

Was steckt in Überwachungskameras?

Ich habe seid einigen Jahren zwei Netatmo Presence Überwachungskameras, welche auf microSD Speicherkarten aufzeichnen. Diese sind tief im Gehäuse verbaut und somit nicht vorgesehen oft gewechselt zu werden.

Was verbaut Netatmo für Speicherkarten? 8GB Standard Modelle von ADATA. Netatmo bietet alternativ 16GB SanDisk „Standard“ Speicherkarten an. https://shop.netatmo.com/eur_de/presence-micro-sdcard.html

Auch INSTAR nutzt normale Standard Speicherkarten in seinen Überwachungskameras. Dies zeigt mir, dass die Hersteller von Überwachungskameras spezielle „High Endurance“ Speicherkarten für nicht nötig halten.

 

Fazit

Als Privatperson würde ich Euch nicht zu speziellen high Endurance Speicherkarten raten.

Ich nutze seit Jahren normale microSD Speicherkarten in meinen Überwachungskameras und hatte mit diesen nie Probleme. Ich würde Euch hier auch nicht zu den billigsten NoName Modellen raten, aber ein vernünftiges Modell von SanDisk, Samsung, ADATA usw. wird Euch gute Dienste leisten, auch in einer Überwachungskamera.

High Endurance Microsd Speicherkarten Vergleich 8All meine Recherche und Tests zeigen bei high Endurance Speicherkarten primär viel Marketing und wenig dahinter. Gerade was die Garantie angeht sind die Hersteller sehr „vorsichtig“ mit 2-3 Jahren. Vor allem die Kingston High Endurance Speicherkarten stechen hier negativ hervor. 5000 Betriebsstunden und nur 2 Jahre Garantie sind nichts Besonderes.

Lediglich wenn Ihr wirklich die maximale Zuverlässigkeit sucht und ein Einsatzgebiet habt in welchem auch wirklich 24/7 auf die Speicherkarte geschrieben wird, dann kauft die Samsung PRO Endurance. Diese bietet die höchste Lebensdauer und besten Datenraten.

Habt Ihr eine normale Überwachungskamera, welche meist nicht mal konstant auf die Speicherkarte aufzeichnet, nehmt eine gute normale microSD Speicherkarte mit langer Garantie.

Husqvarna Automower 305 (2020) im Test, ist der günstigste Mähroboter von Husqvarna auch gut? (ja)

Mit dem neuen Automower 305 hat Husqvarna seine Mähroboterflotte nach unten erweitert. So richteten sich die bisherigen Husqvarna Mähroboter primär an Nutzer mit sehr großen Gärten. Einher geht damit aber auch meist ein großer Preis. Dies ändert sich nun mit dem neuen Automower 305!

Husqvarna Automower 305 (2020) Test Review 7Der Automower 305 ist für rund 1000€ zu bekommen und bietet eine vergleichsweise überschaubare Flächenleistung von 600m². Damit ist dieser aber ideal für kleinere Gärten oder den typischen „City“ Garten.

Dennoch sind 1000€ nicht wenig! Modelle der Tochtermarke Gardena sind schon ein gutes Stück günstiger zu bekommen, ganz zu schweigen von der asiatischen Konkurrenz.Lohnt es sich hier noch einen „Aufpreis“ für den Luxus eines Husqvarna Mähroboters zu zahlen? Finden wir genau dies im Test des neuen Husqvarna Automower 305 heraus!

An dieser stelle vielen Dank an Husqvarna für das Ausleihen des Automower 305.

Der Husqvarna Automower 305 (2020) im Test

Der Automower 305 verfügt über das recht klassische Husqvarna Mähroboter Design. Dieser ist also aus einem grauen matten Kunststoff in Kombination mit schwarzen Hochglanzelementen gefertigt. Dabei orientiert dieser sich eindeutig an den größeren Geschwistern. Auf Distanz ist es unmöglich zu erkennen, dass dieser nur ein „kleines“ Modell ist.

Husqvarna Automower 305 (2020) Test Review 27Dies liegt auch daran, dass der Husqvarna Automower 305 kein „kleiner“ Mähroboter ist. Dieser misst 57x43x25 cm und ist somit kaum kleiner als mein Automower 315X.

Abseits der Flächenleistung von lediglich 600m² ist auch nichts „klein“ am Automower 305. Dieser kann beispielsweise satte 40% Steigung bewältigen. Hierfür verfügt der Mähroboter über recht große Hinterräder mit starkem Profil.

Husqvarna Automower 305 (2020) Test Review 8Die Hinterräder des Automower 305 verfügen auch über den Antrieb. Die beiden Vorderräder sind normale bewegliche Rollen.

Gesteuert wird der Automower 305 über ein großes Bedienpanel auf der Oberseite. Dieses wird von einer Klappe geschützt, welche sich durch das Betätigen der ebenfalls großen Stopp-Taste öffnen lässt. Die Stopp-Taste tut das was der Name schon vermuten lässt. Diese lässt den Mähroboter stoppen, egal was dieser gerade tut.

Husqvarna Automower 305 (2020) Test Review 5Das Bedienfeld verfügt über ein Nummernpad, Pfeiltasten und ein Display. Das Nummernpad ist für eine schnelle Eingabe des PINs. Ohne diesen PIN könnt Ihr oder ein Dieb den Mähroboter nicht nutzen. Es ist sogar ein Alarm einstellbar, wird der Mähroboter ohne PIN Eingabe transportiert.

Bei der Ladestation handelt es sich um eine einfache „Platte“ mit Ladesäule. Fun Fakt, es handelt sich um die gleiche Ladestation wie beim Automower 315X.

Husqvarna Automower 305 (2020) Test Review 21Rechnet aber bitte damit das der Automower 305 super schnell zerkratzt! Dieser ist bei mir zweimal unter einer tiefhängenden Weide hergefahren und sieht naja aus. Allerdings lässt sich auf Wunsch das komplette Oberteil auch tauschen.

 

Lieferumfang und Installation

Der Lieferumfang ist beim Automower 305 erst einmal recht überschaubar. In der Basis-Version erhaltet Ihr nur den Mähroboter, die Basisstation, das Netzkabel, das Netzteil und ein Set Ersatzmesser.

Begrenzungskabel usw. müsst Ihr wahlweise selbst dazu kaufen oder den Installations-Service nutzen.

Husqvarna Automower 305 (2020) Test Review 1Letzterer wird von Husqvarna bevorzugt und macht es Euch natürlich recht leicht. Hierfür kommt ein Husqvarna Händler zu Euch und verlegt die Kabel bei Euch im Garten, wahlweise oberirdisch oder unterirdisch.

Prinzipiell könnt Ihr dies aber auch komplett selbst machen. Das Verlegen der Kabel bei Husqvarna und auch Gardena Modellen ist sehr einfach, verglichen mit Bosch und vielen anderen Herstellern.

In Kurzform, Ihr müsst das Kabel einmal komplett um Euren Garten legen, mit einem Abstand von 30cm zu Beeten und anderen empfindlichen Objekten und 35cm zu Mauern. Dies sind aber nur Richtwerte, der Automower 305 verfügt über einen Stoßsensor und weiß daher, wenn er auf eine Mauer usw. trifft. Ein komplett akkurates Verlegen des Kabels ist nicht zwingend nötig.

Ebenso müsst Ihr auch nicht jeden Baum oder Strauch, der auf der Wiese steht, umranden. Sofern der Baum groß genug ist, dass es ihn nicht stört, wenn der Mährer gegen diesen fährt, stört es den Mäher auch nicht.

Husqvarna Automower 305 (2020) Test Review 2Bei Mährobotern wie dem Bosch Indego S+ 400 oder Robomow RC308u sähe dies anders aus.

Ein zweites Kabel muss einmal quer durch Euren Garten verlegt werden. Wenn der Mähroboter geladen werden muss, sucht dieser dieses Kabel und folgt ihm zur Ladestation.

Keine Sorge, selbst beim oberirdischen Verlegen der Kabel verschwinden diese nach ein paar Monaten im Rasen oder sogar teils in der Erde. Ich kann dies aus eigener Erfahrung bestätigen, die Kabel sind nach einer Weile unsichtbar!

 

Die Logik und Fahrverhalten

Der Husqvarna Automower 305 verfolgt wie die meisten Mähroboter das „Zufallsprinzip“ bei der Navigation. So blöd es klingt, der Mähroboter hat keine Ahnung wie Euer Garten aussieht, wo er gerade ist oder wo er noch hin muss.

Der Automower 305 fährt los bis dieser wahlweise ein Hindernis erreicht (Stoßsensor) oder das Begrenzungskabel überfährt. Geschieht einer dieser Punkte dreht der Mähroboter in eine zufällige Richtung ab, fährt bis er ein Hindernis erreicht, dreht in eine zufällige Richtung ab usw.

Dies ist eine recht ineffiziente Art der Navigation, so ehrlich muss man sein. Natürlich ganz so einfach ist es nicht, es gibt hier schon eine Logik im Chaos, aber diese ist nicht sofort ersichtlich. Beobachtet Ihr den Mähroboter über längere Zeit werdet Ihr aber gewisse Muster erkennen. So dreht dieser einen gewissen Zeitraum immer nach links ab, dann wird die Seite gewechselt usw. Im Gegensatz zum Automower 315x fährt der Automower 305 auch nicht in ganz geraden Bahnen. Dieser dreht nach einem geraden Stück in einer Kurve ab.

Husqvarna Automower 305 (2020) Test Review 12Es gibt auch Konkurrenten, welche deutlich geordneter arbeiten. Modelle von Bosch zum Beispiel umfahren zunächst Euren Garten und erstellen aus diesen Informationen dann eine Karte, welche dann für ein geradliniges Abfahren Eures Gartens genutzt wird. Dies ist deutlich Zeit effizienter, aber in der Praxis auch nicht perfekt. So funktioniert dies nur bei sehr geordneten, gerade Gärten. Ist der Garten komplex mit vielen Hindernissen sind solche Mähroboter schnell überfordert.

Der Husqvarna Automower 305 hingegen navigiert trotz eines augenscheinlich zufälligen Verhaltes recht sicher. So würde ich meinen Garten als sehr komplex bezeichnen, mit vielen Winkeln Hindernissen usw. Dieser schafft es aber problemlos meinen Garten abzudecken, braucht dafür aber Zeit! Ja um 600m² zu mähen könnt Ihr mit guten 6-12 Stunden Arbeitszeit rechnen.

Dies ist der Nachteil vom zufälligen Fahren, es dauert bis wirklich alle Stellen erreicht sind. Letztendlich erreicht der Automower 305 aber alle Stellen. Selbst unter einer Bank wurschtelt sich der Mähroboter bestmöglich durch.

Für den Husqvarna Automower 305 gibt es also kein zu komplex solange Ihr diesem genug Zeit gebt.  Und Zeit ist meist nicht das Problem. Alle zwei Tage 2-4 Stunden und Euer Rasen bleibt konstant kurz. So ist zumindest meine Erfahrung.

Husqvarna Automower 305 (2020) Test Review 20Gelungen ist beim Husqvarna Automower 305 auch die Fluchtlogik. Es passiert sehr selten, dass sich der Mähroboter irgendwo verfängt und auf Eure Hilfe angewiesen ist.

Dies ist bei mir nur zwei mal passiert. Einmal unter einem Gartenstuhl, der auf der Wiese stand und eigentlich zu enge Beine hat, dass der Mähroboter hindurch passt, aber es doch irgendwie dazwischen geschafft hat. Und einmal bei Regen in einer Schräge, wo der Roboter aufgrund des nassen Untergrunds abgerutscht ist.

Mit einer maximale Steigungsleistung von 40% ist der Automower 305 auch durchaus für etwas schräge Gärten geeignet.

Beachtet aber die maximale Steigung am Kabel liegt bei 15%. Habt Ihr also einen Hang mit genau 40% Steigung muss der Mähroboter am unteren Rand etwas gerade Fläche zum Wenden haben. Ebenso gelten die 40% für trockenen Rasen. Aus Erfahrung kann ich Euch sagen, dass bei Regen der Automower 305 etwas zum Rutschen neigt. Daher schickt den Mähroboter am besten nur bei trockenem Wetter los, wenn Ihr viele sehr steile Stellen im Garten habt.

So habe ich in meinem Garten eine sehr trickreiche Stelle mit einer wirklich bösen Steigung. Die Modelle von Bosch, Robomow und Gardena die ich bisher im Test hatte, taten sich hier extrem schwer oder haben schlicht versagt.

Husqvarna Automower 305 (2020) Test Review 16Lediglich der große Automower 315X und nun auch der Automower 305 schaffen diese Stelle weitestgehend souverän. Damit würde ich die Steigungsleistung des Automower 305 als weit überdurchschnittlich für einen Mähroboter einstufen!

 

Das Mähen

„Aber hat der Mähroboter überhaupt genug Leistung?“ Das ist eine gängige Frage, welche durchaus berechtigt ist. Ein Rasenmäher hat X Hundert Watt Leistung, ein Mähroboter muss hingegen mit wenige duzend Watt Motorleistung (25W beim 305) auskommen.

Husqvarna nutzt deshalb auf den ersten Blick fast schon winzige Messer, die nochmals von einer Metallplatte abgeschirmt werden. Dies ist aber der Trick, es werden sehr kleine, aber sehr scharfe Messer genutzt die sehr schnell rotieren (2200 rpm).

Husqvarna Automower 305 (2020) Test Review 10Und ja das funktioniert gut! Selbst hohen Rasen bekommt der Automower 305 gut geschnitten. Ist dieser nicht so hoch, dass der Mähroboter drin steckenbleibt, bekommt er diesen klein. Dabei könnt Ihr die Schnitthöhe zwischen 1,5 und 8 cm verstellen.

Allerdings hat es der Automower 305 in der Praxis eh selten mit hohem Rasen zu tun. Vielleicht beim ersten Schnitt, danach sollte dieser den Rasen aber konstant kurz halten und immer nur ein paar Millimeter pro Schneidvorgang abtrennen. Auch ein paar Zentimeter sind überhaupt kein Problem. Macht Euch also keine Gedanken um die Mähleistung.

Husqvarna Automower 305 (2020) Test Review 17Ein großer Vorteil dieses konstanten Schnitts ist der „Abfall“. Während normales Mähen säckeweise Rasenschnitt produziert, verschwindet dieser beim Automower 305. Dieser betreibt ein Mulchmähen, bei welchem der Rasenschnitt einfach im Rasen verschwindet und wieder als Dünger für den Rasen dient.   „Aber sieht man den Rasenschnitt wirklich nicht auf dem Rasen liegen?“  Nein dies ist kein Marketing, ich kann Euch versprechen Ihr werdet den Rasenschnitt beim Automower 305 nicht bemerken. Vielleicht beim ersten Mähen des Jahres, aber danach ist davon nichts mehr zu merken. Ein Abharken des Rasens oder Ähnliches ist in keiner Weise nötig.

Das Einzige was Ich weiterhin machen müsst, ist Kantenscheiden. Der Mähroboter lässt hier immer ein Stück stehen.

 

Lautstärke

Grundsätzlich würde ich den Automower 305 als fast lautlos bezeichnen. Dreht der Motor frei ist dieser auf eine Distanz von ca. 2 Metern unhörbar. Der Mähroboter könnte durch mein Schlafzimmer fahren und ich würde es vermutlich nicht mitbekommen.

Das was Geräusche macht, ist das aktive Schneiden von Gras. Hier erzeugt der Motor ein hörbares knistern. Dieses ist aber auch sehr dezent und würde vermutlich nicht mal Sonntags die Nachbarn stören.

Schaut Euch am besten dieses kurze Video an, welches einen gewissen Eindruck bezüglich der Lautstärke vermittelt.

 

Einstellungsmöglichkeiten und Automower Connect@Home

Ihr könnt den Automower 305 natürlich auf Eure Wünsche programmieren. So könnt Ihr anhand eines Wochenplans  festlegen von wann bis wann dieser arbeiten soll. Ebenso könnt Ihr z.B. Bereiche anlegen. Habt Ihr einen Vordergarten und Hintergarten, könnt Ihr den Automower 305 so einrichten, dass dieser beide Bereiche gleichmäßig mäht.

Hierfür müsst Ihr das Leitkabel durch beide Bereiche legen und diesem mitteilen wie viele Meter er dem Kabel folgen muss damit er in Bereich xyz ankommt.

Des Weiteren lassen sich noch einige Details einstellen, beispielsweise wie stark der Mähroboter die Begrenzungskabel überfahren soll usw.

All diese Einstellungen könnt Ihr direkt über das Display des Mähroboters tätigen, oder über die Automower Connect@Home Funktion.

Automower Connect@home App (3)Automower Connect@home App (1)

Der Automower 305 hat Bluetooth eingebaut, über welches Ihr den Mähroboter steuern und programmieren könnt. Ja über die Smartphone App ist gerade das Programmieren des Zeitplans signifikant angenehmer als das integrierte Display.

Ihr könnt dabei alle Optionen des Automower über die App steuern. Allerdings gibt es hier natürlich Limitierungen aufgrund der Bluetooth Verbindung. So ist die Reichweite auf +- 10-20 Meter bzw. Sichtweite limitiert.

Automower Connect@home App (6)Automower Connect@home App (5)

Ausreichend ja, aber bei +- 1000€ wäre es vielleicht auch noch etwas eleganter gegangen. Ihr könnt beim Automower 305 im übrigen auch das vollwertige Automower Connect System nachrüsten. Hierüber verbindet sich der Mähroboter kostenfrei über das Mobilfunknetz mit Eurem Smartphone. Die Nachrüstung würde aber +- 300€ kosten, lohnt sich vermutlich also weniger.

 

Es braucht keinen Bilderbuch-Garten!

Auf Bildern und Videos der Mähroboter-Herstellern sind immer sehr perfekte Gärten zu sehen. Meist keine oder kaum Hindernisse, ein Rasen auf den ein Golfplatz neidisch wäre und flach wie ein Pfannkuchen.

Ihr braucht aber keinen perfekten Garten oder Rasen für einen Mähroboter! Habt da keine Angst, sofern Euer Garten nicht zu steil ist (der Automower 305 kommt auch durchaus mit Hanglage klar, solange genug gerade Fläche zum Wenden vorhanden ist) oder Eure Durchgänge schmäler als 1-1,5m sind, dann passt das!

Und selbst diese 1-1,5 Meter sind nicht absolut zwingend Pflicht. Ich habe einen 90cm Durchgang zu einer Nebenfläche. Hier musste ich die Kabel zwar etwas „kreativ“ verlegen mit verringerten Abständen usw. aber es geht!

Husqvarna Automower 305 (2020) Test Review 18Zudem sieht mein Rasen spätestens seit ich einen Hund habe furchtbar aus und meine Taktik bezüglich Maulwurfshügeln ist „platttreten und warten bis Gras drüber gewachsen ist“. Hinzu kommt eine leichte bis starke Schräglage, viele Hindernisse und Bäume/Sträucher die auf der Wise gepflanzt sind und der angesprochene enge Durchgang. Das ist kein Problem für den Automower 305!

Ja dieser braucht hier länger für eine 100% Mähung als auf einem perfekten Stück Rasen ohne Hindernisse, aber 2x die Woche 4 Stunden arbeiten und der Rasen ist bei mir konstant kurz. Im Hochsommer gehe ich meist sogar auf 1x die Woche runter.

„Mein Garten eignet sich nicht für einen Mähroboter“ ist meist eine faule Ausrede. Aus Erfahrung sind hier die Modelle von Gardena und Husqvarna sehr unproblematisch. Bei Bosch oder Robomow sieht es zugegeben etwas anders aus, diese sind hier aber eh nicht das Thema.

 

Wartung und Haltbarkeit

Zwar arbeitet der Mähroboter für Euch, aber gelegentlich braucht dieser auch etwas Aufmerksamkeit. So empfiehlt der Hersteller eine regelmäßige Reinigung, wie auch den Austausch der Messer.

Die Reinigung kann dabei einfach mit einer Bürste oder einem Gartenschlauch stattfinden. Wie oft Ihr den Automower 305 reinigen müsst, hängt vom Wetter ab. Bei trockenem Wetter ist dies deutlich seltener als bei nasser Witterung. Ich mache dies vielleicht einmal alle 2 Monate.

Ähnliches gilt auch für den Messerwechsel. Habt Ihr Bordsteine oder Kies mit welchem der Automower 305 kontakt findet, dann müsst Ihr die Messer natürlich deutlich öfter wechseln als bei einem reinen Rasenkontakt.

In der Regel würde ich einen Messwechsel alle 1-2 Monate empfehlen. Beobachtet Ihr Euren Mähroboter viel könnt Ihr auch am Klang erkennen ob die Messer vielleicht stumpf oder verbogen sind.

Ein wichtiger Punkt ist der Akku. Ein guter Lithium Ionen Akku macht 500-1000 Zyklen ehe dieser deutlich an Kapazität verliert. Dementsprechend könnt Ihr den Automower 305 ca. 500-1000x laden ehe ein Akkuwechsel nötig ist. Wie lange dies ist, hängt von Eurer Nutzung ab. Rechnet aber mit einem Akkuwechsel alle 3-4 Jahre.

Wie teuer ein Akkuwechsel ist kann ich Euch nicht genau sagen, aber die Husqvarna Mähroboter Akkus kosten meist 70-110€ + Einbau.

 

Video 

Zum Abschluss noch ein kleines Demo-Video des Automower 305.

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Mehr Informationen

 

Fazit

Mähroboter gibt es mittlerweile einige und auch immer öfter im Discounter für vergleichsweise wenig Geld. Viele dieser Modelle taugen zugegeben auch, gerade wenn Ihr einen recht einfachen Garten habt. Ist Euer Garten aber etwas komplexer, gegebenenfalls mit Steigungen, dann lohnen sich größere Modelle zunehmend.

Warum solltet Ihr aber nun den Automower 305 kaufen? Grundsätzlich spricht sehr wenig gegen diesen! Husqvarna hat hier einen fast perfekten Job gemacht seine sehr guten Mähroboter etwas zu schrumpfen, für kleinere Gärten und Geldbeutel.

Zwar nutzt der Automower 305 das Zufallsprinzip bei der Navigation, aber mit genug Zeit erreicht dieser alle Stellen in Eurem Garten! Dabei kommt der Automower 305 auch problemlos mit komplexen bis sehr komplexen Gärten klar. Ihr braucht für diesen kleinen glatten „Bilderbuch“ Rasen! Mein Garten ist auch alles andere als perfekt, mit einigen Steigungen, Hubbeln, Büschen und Bäumen in der Wiese usw. hier hat der Automower 305 keinerlei Probleme mit der Navigation, sofern Ihr diesem Zeit gebt.

Husqvarna Automower 305 (2020) Test Review 13Verglichen mit günstigeren Modellen ist das größte + des Automower 305 die Steigungsfähigkeit. Mit 40% ist dieser sicherlich keine absolute Bergziege, schlägt aber 95% aller Modelle auf dem Markt. Und diese 40% sind nicht ausgedacht oder von Husqvarna geschätzt, sondern lassen sich wirklich erreichen.

Auch das Schnittergebnis ist 1a. Die scharfen Messer und ihre hohe Rotationsgeschwindigkeit bekommt auch dickere Grasbüschel klein und sorgen für ein gutes Schnittbild.

Kurzum der Husqvarna Automower 305 ist ideal für kleinere, komplexe Gärten mit einer leichten bis mittleren Steigung, eignet sich natürlich aber auch für einen komplett platten Garten.

Husqvarna Automower 305 (2020) Test Review 19Was spricht aber gegen den Automower 305? Dieser hat nur Bluetooth eingebaut für die Steuerung vom Smartphone aus. Ihr müsst also in Sichtweite sein, um diesen zu steuern. Ebenso ist der Automower 305 weiterhin kein Schnapper mit rund 1000€ ohne Kabel.

Ihr zahlt verglichen mit Gardena und den diversen Asiaten schon einen Aufpreis für die Steigungsfähigkeit und den Husqvarna Namen. Husqvarna ist der Porsche unter den Mährobotern und daher ist dies sicherlich auch nicht ganz unterwartet. Neben dem guten Gefühl den Porsche unter den Mährobotern zu haben, ist auch der Support ein gewisser Vorteil. Versucht mal in 5 Jahren für einen NoName billig Mähroboter einen neuen Akku zu bekommen. Bei Husqvarna wird dies kein Problem sein.

Kurzum ja ich kann den Husqvarna Automower 305 mit gutem Gewissen empfehlen! Husqvarna hat verglichen mit seinen größeren Mährobotern nichts weggespart, abseits etwas Flächenleistung, und einen Top Mähroboter geliefert. Ich würde diesen gerade Nutzern empfehlen mit komplexeren und vielleicht auch etwas schrägeren Gärten. Hier kann dieser auch verglichen mit der Konkurrenz seine Stärken ausspielen.

Husqvarna Automower 305Positiv

  • Gute und wertige Verarbeitung
  • Hochwertiges Schnittergebnis
  • Hohe Steigungsfähigkeit (bis zu 40%)
  • Gute Fluchtlogik
  • Einfaches verlegen der Begrenzungskabel (der Automower 305 verzeiht Fehler)
  • Auch für komplexe Gärten mit vielen Hindernissen geeignet
  • Sehr Leise
  • Gute Verfügbarkeit von Zubehör und Ersatzteilen
  • Hohe Akkulaufzeit

Neutral

  • Flächenleistung mittelmäßig (600m² +- 20%)
  • Benötigt recht viel Zeit fürs Mähen
  • Smart Feature eingeschränkt aufgrund der Bluetooth Verbindung

Negativ

  • Oberfläche Zerkratzt super schnell bei Kontakt mit Büschen

Die Jabra Elite 85h im Test, spaßig guter Klang!

Mit den Elite 85h hat Jabra vor kurzem seine neusten High End Bluetooth Kopfhörer auf den Markt gebracht. Diese sollen durch einen besonders guten Klang, wie auch starkem ANC und langer Akkulaufzeit punkten.

Dies Versprechen allerdings so ziemlich alle Hersteller von ihren Kopfhörern. Das was die Jabra Elite 85h für mich spannend macht ist der Preis. Für Kopfhörer dieser klasse sind die 85h mit knapp über 200€ vergleichsweise erschwinglich. Vergleichen wir dies mit Bose oder Sony können wir gut und gerne nochmals 100€ drauflegen.

Jabra Elite 85h Im Test 14Stellt sich aber die Frage, können die Jabra Elite 85h auch mit den großen Modellen von Bose und Sony mithalten?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Jabra Elite 85h im Test

Jabra setzt bei den Elite 85h auf ein „Soff-Design“. Heißt die Rückseite beider Ohrmuscheln ist mit einer Art Leinenstoff bespannt.

Jabra Elite 85h Im Test 1Hierdurch wirken die Kopfhörer ein gutes Stück wertiger und fassen sich auch angenehmer an. Ich bin ein großer Fan dieses Stoff-Designs. Abseits davon sind die Elite 85h aber sehr schlicht gehalten! Auf 2 Meter Distanz wird Euch kaum jemand sagen können um was für Kopfhörer es sich handelt.

Es gibt nur ein sehr kleines Jabra Branding an dem Kopfbügel, abseits davon sind die Rückseiten „clean“. Dies sind also Kopfhörer für Menschen die nicht groß auffallen wollen.

Jabra Elite 85h Im Test 3Was die Verarbeitungsqualität angeht hat Jabra einen hervorragenden Job gemacht. Die Kopfhörer sind stabil und massiv gebaut. Trotz Klappmechanismus klappert nichts oder wirkt wackelig. Der Kopfbügel ist sogar mit Metall verstärkt!

Was die sonstige Ausstattung angeht gibt es erst einmal keine großen Überraschungen. Unter dem Stoff auf der rechten Ohrmuschel sind drei Tasten versteckt, welche primär zur Steuerung der Kopfhörer dienen. Zwei weitere Tasten sind am unteren Rand der jeweiligen Ohrmuscheln angebracht.

Jabra Elite 85h Im Test 4Allerdings verfügen die Jabra Elite 85h über eine Art Bewegungssteuerung. Die Kopfhörer gehen automatisch an, wenn Ihr diese aufsetzt, pausieren Musik wenn Ihr diese abnehmt usw. Das Ganze funktioniert auch erfreulich gut.

Geladen werden die Kopfhörer über einen USB C Port. Jabra wirbt mit einer Laufzeit von 36 Stunden mit aktivem ANC, was ein Weltklasse Wert ist. Und ja die Größenordnung kann ich bestätigen. Dies sind die Bluetooth Kopfhörer mit der besten Laufzeit die ich bisher in den Fingern hatte.

Jabra Elite 85h Im Test 5Neben dem USB C Port findet sich auch noch ein AUX Eingang, falls Ihr die Kopfhörer an einem MP3 Play oder sonstigem Gerät ohne Bluetooth nutzen wollt.

 

Tragekomfort

Jabra setzt bei den Elite 85h auf sehr dicke Kunstleder Ohrpolster. Diese sind wirklich hervorragend gepolstert und sehr weich! Wir sind hier auf dem Level von Bose Kopfhörern was die Polsterung angeht, was ein gutes Zeichen ist.

Und ja die Elite 85h sind ausgesprochen bequem. Selbst über einen längeren Zeitraum lassen sich die Kopfhörer sehr gut tragen. Mir sind nur wenige noch bequemere Kopfhörer bekannt.

Jabra Elite 85h Im Test 13Allerdings sind die Ohrmuscheln recht „warm“. Ich könnte mir im Sommer vorstellen das Ihr unter den Kopfhörern etwas schwitzen könntet. Dies ist aber auch mein einzige Kritikpunkt.

 

ANC + App

Die Jabra Elite 85h besitzen eine App Unterstützung. Mithilfe der Jabra+ App könnt Ihr die Kopfhörer an Euren Geschmack anpassen. Damit beziehe ich mich sowohl auf den Klang, wie auch das Noise Cancelling.

Die Jabra Elite 85h verfügen über aktives Noise Cancelling. Dabei werden Umgebungsgeräusche aktiv mihilfe von Mikrofonen ausgeblendet. Dieses verfahren ist vergleichsweise kompliziert und ist daher in guter Form meist den High End Modellen vorbehalten.

Jabra hat hier bei den Elite 85h aber einen guten Job gemacht! Brummen, Surren, Motorgeräusche usw. werden fast zu 100% ausgeblendet. Auch Stimmen werden etwas gedämpft.

Ich würde sagen das ANC ist knapp unter dem Level von Boses und Sonys High End Kopfhörern.

 

Der Klang

Kommen wird zum spannendsten Punkt, dem Klang. Ihr könnt den Klang über die Jabra App ein gutes Stück personalisieren. Ich versuche mich hier weitestgehend auf den „Standard“ Klang zu beziehen.

Starten wir bei den Höhen. Die Höhen der Jabra Elite 85h sind sehr klar und brillant! Dabei bieten diese eine hohe Luftigkeit und Leichtigkeit, neigen aber teils auch etwas zur Schärfe. Letzteres gerade auf höheren Lautstärken. Mich stört dies aber weniger! Genau genommen treffen die Höhen voll meinen Geschmack. Neutral betrachtet können die Höhen aber etwas besser abrunden.

Jabra Elite 85h Im Test 9Im Gegensatz zu den Höhen gefallen mir die Mitten etwas weniger. Diese sind recht verhalten und eindeutig etwas „gedrosselt“. Jabra setzt auf die Klassische Badewannen Klangsignatur, also starke Höhen und Tiefen. Gerade wenn der Beat einsetzt können die Mitten etwas untergehen. Wie stark dies der Fall ist schwankt aber von Song zu Song. Dennoch sind die Mitten und der generelle Klang eher kühl.

Der Bass wiederum hat mich sehr positiv überrascht! Dieser ist sehr mächtig und tief. Dabei schaffen es die Jabra Elite 85h ein unheimlich gutes Volumen zu erzeugen. Sofern vom Song gefordert kann der Bass sehr schön „Donnern“. Der Bass ist eindeutig ein gutes Stück angehoben und oftmals das dominante Klangelement. Allerdings sind die 85h auch nicht „extrem“.

Aufgrund der Mischung aus sehr starken Höhen und Tiefen bieten die Jabra Elite 85h eine sehr hohe Dynamik und Spielfreude. Die Jabra Elite 85h machen einfach Spaß, zumal diese auch eine sehr hohe maximale Lautstärke haben.

Allerdings sind die Jabra Elite 85h nichts für „HiFi“ Fans. Hierfür sind die Kopfhörer einfach zu wenig ausbalanciert. Die Elite 85h sollen Spaß machen und färben dafür Musik schon ein Stück weit. Auch die Detailwiedergabe ist tendenziell eher mittelmäßig. Nein schlecht ist diese nicht, aber gerade um die Mitten habe ich schon Besseres gehört.

 

Fazit

Die Jabra Elite 85h haben mich sehr positiv überrascht! Dies beginnt schon beim Tragekomfort, welcher hervorragend ist.

Die Kopfhörer sind super angenehm gepolstert und sitzen auch über längere Zeit angenehm auf den Ohren. Ja die Jabra Elite 85h könnten im Hochsommer etwas schwitzig sein, aber das gilt für viele Modelle mit Noise Cancelling. Dies erfordert nunmal etwas stärker isolierte Kopfhörer.

Jabra Elite 85h Im Test 15Das Noise Cancelling der Jabra Elite 85h würde ich mit einer guten 2 bewerten. Nein dieses ist nicht ganz auf dem Level von Bose oder Sony, aber knapp drunter.

Klanglich sind die Jabra Elite 85h Geschmackssache. Wollt Ihr einen ausgewogenen und besonders detaillierten Klang? Dann schaut Euch wo anders um. Die Jabra Elite 85h sind auf spaß getrimmt. Heißt die Kopfhörer haben einen vergleichsweise stark ausgeprägten Tieftonbereich und Glas klare Höhen. Hierdurch spielen diese sehr lebendig und dynamisch.

Und ja Jabra hat hier einen guten Job gemacht. Der Bass ist nicht künstlich, sondern hat einen sehr guten Tiefgang und Volumen. Auch die Höhen sind 1a. Mögt Ihr solch eine besonders lebendige Klangsignatur, dann klingen die Jabra Elite 85h für Euch klar besser als die Bose QC 35II oder Sony WH-1000XM3. Ganz unter uns, ich würde auch die Jabra Elite 85h den Bose QC 35II und Co. vorziehen, was den Klang angeht.

Jabra Elite 85h Im Test 16Auch die App Feature von Jabra und die Bewegungssteuerung sind nette Bonus-Punkte.

Kurzum sucht Ihr High End Bluetooth Kopfhörer mit einer etwas lebendigeren und Bass starken Klangsignatur, dann wären die Jabra Elite 85h aktuell meine erste Wahl.

Test, ausklappbare Solar-Powerbanks von X-DRAGON und Hiluckey, wirklich brauchbar?

Ich halte nicht viel von Solar-Powerbanks. Warum? Die Idee ist doch an sich klasse, eines sich selbst und unabhängig füllenden Akkus. Leider sieht die Praxis meist etwas anders aus. Aufgrund der doch sehr kleinen Solarpanels entsteht selbst bei praller Sonne kaum Energie. Die RAVPower RP-PB003 braucht beispielsweise ca. 35 Stunden pralle Sonne um eine Smartphone-Ladung zu produzieren, viel zu viel um praxistauglich zu sein.

Was aber wenn eine Solar-Powerbank dieses Problem der zu kleinen Fläche beheben könnte? Auf Amazon findet Ihr Solar-Powerbanks die auf ein ausklappbares Solarpanel setzen und somit effektiv die vierfache Fläche besitzen. Clever oder?

Ausklappbare Solar Powerbanks Test 13Stellt sich aber die Frage, taugen solche ausklappbaren Solar-Powerbanks? Um diese Frage zu klären habe ich mir gleich zwei Modelle bestellt. Einmal die X-DRAGON Solar Powerbank 25000mAh für rund 40€ und einmal die Hiluckey Solar Powerbank 25000mAh für rund 49€.

Beide Solar-Powerbanks sollen dank eines ausklappbaren Solarpanels deutlich schneller laden, mit bis zu 6W! Sollte dies stimmen wäre dies ein top Ergebnis.

Aber können die beiden ausklappbaren Solar-Powerbanks von X-DRAGON und Hiluckey dies auch im Test erreichen? Finden wir es heraus!

 

Ausklappbare Solar-Powerbanks von X-DRAGON und Hiluckey im Test

Bereits auf den ersten Blick wird klar, beide Solar-Powerbanks stammen ziemlich sicher vom gleichen Fertiger. Wir haben zwar keine zwei gleichen Modelle vor uns, diese ähneln sich aber in der Grundkonstruktion deutlich. Vor allem auf der Rückseite wird dies deutlich.

Bei der Hiluckey Solar Powerbank HI-S025 handelt es sich auf dem ersten Blick um das wertigere Modell. Die X-DRAGON ist komplett aus einem doch sehr billig anmutenden Kunststoff gefertigt. Dieser Macht seinen Job strahlt aber keine Qualität aus. Die Hiluckey hingegen ist aus einem Mix aus normalem Kunststoff und Hartgummi gefertigt, was doch um einiges wertiger anmutet.

Ausklappbare Solar Powerbanks Test 7Allerdings klappert die Hiluckey Powerbank! Die Akkuzellen im Inneren scheinen nicht gut verklebt zu sein. Schüttelt Ihr die Powerbank etwas kräftiger ist eindeutig zu hören, dass sich der Akkuzellen Block im Inneren bewegt. Solch einen Anfängerfehler hatte ich auch schon lange nicht mehr bei einer Powerbank erlebt.

Ausklappbare Solar Powerbanks Test 8Einen weiteren „Fehler“ den beide Modelle besitzen, betrifft das ausklappbare Solarpanel. Dieses ist in einer Art Kunstleder Etui auf der Oberseite eingebettet und besteht aus drei Elementen. Bei der X-DRAGON wird dieses einfach lose zusammengefaltet. Es gibt keine Halterung oder Arretierung die ein Ausklappen verhindert. Die Hiluckey ist hier etwas besser und setzt auf einen kleinen Verschluss. Allerdings ist auch dieser nicht optimal. Ich denke beide Hersteller hätten hier auf Magneten setzen sollen.

Ausklappbare Solar Powerbanks Test 2Neben den drei ausklappbaren Panels ist ein viertes Solarpanel fest im Gehäuse der Powerbanks integriert. Bei der X-DRAGON Solar Powerbank XD-SC-013 könnt Ihr das ausklappbare Panel komplett entfernen, falls nicht benötigt. Nett!

Ausklappbare Solar Powerbanks Test 3Bei den Abmessungen und Gewicht ähneln sich beide Solar-Powerbanks.

  • X-DRAGON 157,5 x 86,4 x 36,5 mm
  • Hiluckey 155,4 x 83 x 33,6 mm

Damit ist die Hiluckey einen Hauch kompakter.

 

Die Anschlüsse

Bei den Anschlüssen gibt es Unterschiede zwischen den beiden Powerbanks. Hier ist die X-DRAGON etwas besser ausgestattet.

Die X-DRAGON verfügt über zwei USB A Ports, einen USB C Port und einen microUSB Port. Die beiden USB A Ports sollen jeweils 5V/2,4A liefern können. Der USB C Port ist merkwürdigerweise nur ein Eingang, gemeinsam mit dem microUSB Port?! Diese sollen jeweils 5V/2A aufnehmen können.

Ausklappbare Solar Powerbanks Test 4Die Hiluckey bietet zwei USB A Ports und einen microUSB Port. Die beiden USB A Ports sollen 5V/2,1A liefern können. Der microUSB Eingang soll 5V/2A aufnehmen können.

Das Solarpanel wird bei beiden Modellen mit 6W bzw. 5V/1,2A spezifiziert. Praktisch sind beide Solarpanels auch weitestgehend gleich groß. Diese messen pro Einheit 65 x 130 mm. Spannenderweise ist das Panel das direkt in der Hiluckey Powerbank eingelassen ist etwas breiter.

Bei diesen Abmessungen sind 6W etwas „optimistisch“.

 

Die Kapazität

Beide Powerbanks werden mit einer Kapazität von satten 25000mAh beworben. Wird diese gehalten?

Nein nicht ansatzweise! Die X-DRAGON erreichte 52,663Wh bzw. 14233mAh und die Hiluckey 54,071Wh bzw. 14613mAh.

Ausklappbare Solar Powerbanks Test 12Kurzum beide Hersteller belügen Euch bei der Kapazität! Normalerweise ist dies der Punkt an welchem ich den Test abbreche, denn aus Prinzip solltet Ihr keine Powerbank kaufen bei der Euch der Hersteller belügt. Allerdings bin ich auf das Solar-Feature gespannt, daher machen wir weiter.

 

Die Solarleistung

Beide Powerbank sollen 6W Solarpanels haben. Schauen wir uns die Fläche der Panels an ist dies sehr optimistisch, aber dennoch ist die Fläche groß genug das durchaus eine vernünftige Menge Energie zusammenkommen sollte.

Ausklappbare Solar Powerbanks Test 16Hier habe ich zwei Tests durchgeführt. Beide Tests fanden an perfekten Frühlingstagen statt. Heißt keine Wolken und strahlend blauer Himmel mit 12 bzw. 13 Sonnenstunden. Bei Test Nr.1 habe ich die ausklappbaren Solar-Powerbanks einfach für 6 Stunden flach auf den Boden gelegt.

Bei Test Nr. 2 habe ich diese leicht angewinkelt für 6 Stunden in die Sonne gestellt. Zuvor wurden beide Powerbanks zu 100% entladen, anschließend wurde die Kapazität dann gemessen.

Hier die Werte auf eine Stunde pralle Sonne runtergebrochen.

SolarIm Optimalfall bieten die Solarpanels ca. 2,5W Leistung. Im Hochsommer unter optimalen Bedingungen kämen auch vielleicht 3W zustande.

Klingt im ersten Moment nicht beeindruckend, ist aber ganz Okay. 2,5W bedeuten 675mAh pro Stunde. Ein modernes Smartphone würdet Ihr so in ca. 6 Stunden voll bekommen. Reguläre Solarpowerbanks ohne das ausklappbare Panel brauchen für so was 30-40 Stunden.

In wie weit das praxisnah ist, ist natürlich eine andere Sache.

 

Fazit

Puh das Fazit fällt mir nicht leicht. Grundsätzlich ist die X-DRAGON Solar Powerbank 25000mAh und Hiluckey Solar Powerbank 25000mAh +- identisch. Im Test war die Hiluckey minimal besser, aber das macht den Braten nicht Fett wie es so schön heißt.

Es gibt Dinge, die für und gegen die Powerbanks sprechen. Gegen sie spricht die Kapazität. 25000mAh werden beworben, 15000mAh werden geliefert. Dies ist eine zu große Diskrepanz, dass diese auf eine schlechte Effizienz zu schieben wäre. Nein die Hersteller belügen Euch. Dies ist eigentlich ein no go.

Ausklappbare Solar Powerbanks Test 21Allerdings die generelle Funktion als Solar-Powerbank ist soweit Okay. Diese produzieren in ca. 6 Stunden praller Sonne genug Energie um ein aktuelles Smartphone vollständig zu laden. Wichtig, pralle Sonne! Am Rucksack befestigt mit herumtragen funktioniert nicht ansatzweise so gut.

Das Konzept der ausklappbaren Solar-Powerbanks funktioniert also. Hier würde ich sogar eine Empfehlung aussprechen. Muss es eine Solar-Powerbank sein, greift zu einem Modell mit ausklappbarem Panel. Dies funktioniert signifikant besser als normale Modelle. Auch wenn ich nicht zwingend genau die Modelle von X-DRAGON oder Hiluckey empfehlen kann. Leider scheinen aber die meisten Modelle mit ausklappbaren Solarpanel verdächtig ähnlich, siehe Elzle, YELOMIN, ADDTOP usw.

Ihr habt die Wahl, lebt mit der mäßigen Qualität und der niedrigen Kapazität der Powerbanks, oder verzichtet auf das brauchbare Solarpanel (oder kauft ein USB Solarpanel + Puffer Powerbank).

Das Netgear Orbi RBK13 System im Test

Netgears Orbi Mesh Systeme gelten im Allgemeinen als die mit besten auf dem Markt. Allerdings sind die Orbi Systeme auch durchaus kostenintensiv!

Mit dem neuen Orbi RBK13 bietet Netgear nun aber auch ein etwas günstigeres Set an. Dieses ist besonders auf die Ansprüche von Normalnutzern getunt, die nicht Dateien auf einen lokalen Server übertragen wollen, sondern nur im ganzen Haus gutes WLAN suchen.

Netgear Orbi Rbk13 System Im Test 9Aber loht es sich hier immer noch stolze 180€ für drei WLAN Stationen auszugeben? Finden wir dies im Test des Netgear Orbi RBK13 Systems heraus.

An dieser Stelle vielen Dank an Netgear für das Zuverfügungstellen des Orbi RBK13 Systems.

 

Das Netgear Orbi RBK13 System im Test

Das Netgear Orbi RBK13 System besteht aus drei Komponenten bzw. WLAN Stationen. Diese sind zunächst optisch identisch, aber unterteilt in Satelliten und Router. Der Router kommt direkt an Euer Modem und die Satelliten verteilt Ihr im Haus.

Netgear Orbi Rbk13 System Im Test 2Mit 105 x 105 x 63 mm sind die einzelnen Stationen schön kompakt. Netgear verzichtet hier auch auf auffällige externe Antennen oder eine große LED Beleuchtung.

Hierdurch stören die einzelnen Stationen auch in einer etwas ordentlicheren, weniger technischen Wohnung nicht.

Netgear Orbi Rbk13 System Im Test 4Generell gefällt mir auch das Design sehr gut! Mit einem matten weißen Kunststoff macht man nie etwas falsch und die interessante Textur auf der Oberseite lockert das Design klar etwas auf.

Was ich weniger gut finde ist die Ausstattung. Das Netgear Orbi RBK13 System ist klar für Nutzer gemacht die lediglich über Smartphones und vielleicht ein Notebook verfügen.

Netgear Orbi Rbk13 System Im Test 6An dem Router finden sich lediglich zwei LAN Ports, einer ist der „Eingang“ und einer steht Euch für PCs, Smart Home Geräte usw. zur Verfügung.

 An den Satelliten ist überhaupt kein LAN Port!

Seid Ihr technisch etwas umfangreicher ausgestattet, mit beispielsweise PCs, Smart Home Boxen usw. ist es sehr wahrscheinlich das Ihr beim Netgear Orbi RBK13 System einen zusätzlichen Switch für mehr LAN Ports benötigt.

 

Software

Das Orbi RBK13 System richtet sich eindeutig primär an Nutzer der Generation Smartphone. Also Nutzer die primär Ihr Smartphone nutzen.

Normalerweise schaue ich mir die Software und Einrichtung eines Routers über einen PC an. Hier konzentrieren wir uns aber mal auf die Nutzung über die Netgear Orbi App.

Orbi App (3)Orbi App (1)

Die Orbi App wirkt sehr aufgeräumt und durchaus auch modern. Etwas nervig ist allerdings die Pflicht sich bei Netgear zu registrieren und Sicherheitsfragen zu hinterlegen. Dafür gibt es Punktabzug.

Die Einrichtung selbst würde ich als positiv einstufen. Diese ist tendenziell etwas langsamer, aber funktioniert auf Android Smartphones weitestgehend automatisch.

Orbi App (11)Orbi App (7)

Einfach den Router mit dem Strom verbinden, Netzwerkkabel einstecken und fertig.

Leider hatte der Router während der Einrichtung Probleme die Satelliten zu finden. Diese musste ich erst später per Hand einbinden, was dann aber problemlos klappte.

Orbi App (20)Orbi App (25)

Was den Funktionsumfang angeht, bietet die App an sich alles was man so braucht. Ihr könnt einfach WLAN Name und Passwort ändern, ein Gäste Netzwerk erstellen, Kinderschutzfilter nutzen usw.

Wirklich erweiterte Einstellungen wie Ihr diese beispielsweise bei ASUS WLAN Router findet gibt es beim Netgear Orbi RBK13 System aber nicht.

 

WLAN Mesh beim Netgear Orbi RBK13

Das Netgear Orbi RBK13 System ist ein sogenanntes Mesh System. Grob gesagt bilden bei einem Mesh System mehrere Router bzw. „Stationen“ einen gemeinsamen Verbund und agieren als ein System.

Hier gibt es aber zwei Typen Mesh Systeme, die mit einem gemeinsamen Band und die mit getrennten Bändern.

Die teureren Modelle setzen auf getrennte Bänder. Hierbei sendet jede Station zwei WLAN Signale aus. Eins davon ist für Euch zur regulären Nutzung, eins ist für die interne Kommunikation.

Interne Kommunikation? Verbindet Ihr Euch mit einem Satelliten und ladet eine Datei aus dem Internet herunter, muss diese zunächst durch Euren Router, vom Router kabellos zum Satelliten und vom Satelliten zu Eurem Gerät.

Netgear Orbi Rbk13 System Im Test 7Die Übertragung zwischen Router und Satelliten läuft auf einem eigenen WLAN Netz, wodurch die Verbindung zwischen Endgerät und Satelliten nicht zusätzlich belastet wird.

Günstigere Mesh System verzichten auf dieses zusätzliche WLAN Netz und lassen alle Daten über eins laufen. Auch das Netgear Orbi RBK13 System setzt auf lediglich ein WLAN Band/Netz für alles.

Ist dies schlimm? Dies kommt auf Euch an. Nutzt Ihr primär Smartphones und Tablets, streamt mal ein paar Filme usw. dann vermutlich nicht. Hier ist einfach eine gute Reichweitenabdeckung usw. wichtiger als top Performance bei vielen Nutzern gleichzeitig.

Seid Ihr Power-User mit x Jugendlichen im Haushalt usw. dann gibt es bessere Systeme für Euch.

Netgear setzt im Übrigen auf die Qualcomm Wi-Fi SON Plattform. Mehr Infos dazu: https://www.qualcomm.com/products/features/wi-fi-son

 

Die Technik

Der Netgear Orbi RBK13 ist ein WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac Router. Der neue WLAN 6 Standard wird also noch nicht unterstützt.

Was den grundsätzlichen Aufbau angeht, setzt Netgear auf ein 2×2 Design. Im Inneren gibt es also zwei Antennen welche zwei parallele Datenströme aufbauen können.

Hierheraus resultiert ein maximales Tempo von 400 Mbit auf dem 2,4Ghz Band und 867 Mbit auf dem 5Ghz Band. In der Theorie eine sehr vernünftige Geschwindigkeit.

Die meisten (wenn nicht sogar alle) Smartphones und Tablets unterstützen eh maximal 867Mbit. Mehr bringt hier nur bedingt etwas. Aber ja bei vielen parallelen Übertragungen von mehreren Geräten können dennoch Router mit einer höheren Datenrate im Vorteil sein.

Bonuspunkte gibt es wiederum für die Unterstützung von MU-MIMO.

 

Die Performance

Schauen wir uns den Netgear Orbi RBK13 einmal in der Praxis an. Als Clients nutze ich hier die TP-LINK T9E und die Intel ac 7260 WLAN-Karte. Erstere ist eine Oberklasse PC WLAN-Karte, welche maximal 1300Mbit/s schafft. Zweitere ist eine normale Notebook WLAN-Karte, die maximal 867Mbit erreicht. Über diese übertrage ich Daten auf bzw. von einem lokalen Datenserver, der via LAN am Router hängt.

5ghz Intel5ghz TpWenige Überraschungen hier. Der Netgear Orbi RBK13 ist kein High End WLAN Router und tritt eher in die Fußstapfen des RBK20 Systems.

Aber wie schlimm ist dies? Wir erreichen auf kurze Distanz im Optimalfall über 50MB/s, was einer DSL 500.000 Leitung entspräche. Also deutlich mehr als die meisten von Euch haben werden.

Auf Distanz sinkt natürlich diese Geschwindigkeit deutlich, geht es Euch aber nur darum Eure DSL 50.000 oder 100.000 Leitung auf Euer Smartphone „durchzureichen“, dann ist die Leistung des Netgear Orbi RBK13 Systems als völlig ausreichend zu bezeichnen.

Wollt Ihr allerdings regelmäßig große Dateimengen auf ein lokales NAS übertragen, dann gibt es bessere WLAN Router für Euch.

 

Die Reichweite

Kommen wir zum Abschluss noch zu einer subjektiven Einschätzung zur Reichweite des Netgear Orbi RBK13 Systems. Betrachten wir nur eine Station, dann ist die Reichweite als klar unterdurchschnittlich einzustufen. Diese liegt unterhalb einer der moderneren Fritzboxen. Gerade die Datenrate auf mittlere bis hohe Distanz lässt doch zu wünschen übrig.

Netgear Orbi Rbk13 System Im Test 10Allerdings haben wir hier ein Mesh System. Betrachten wir die drei Stationen als ein System sieht die Welt wieder völlig anders aus. Bei einer guten Positionierung der Stationen kann das Netgear Orbi RBK13 System ein größeres Haus konstant mit einem guten Signal abdecken.

Nein die Performance ist hier auch nicht absolute Weltklasse, aber Ihr habt wenig Signalschwankungen. Ihr erhaltet konstant ein hohes Tempo. Ich würde sagen das Netgear Orbi RBK13 eignet sich bei einem großen Haus für Geschwindigkeiten von bis zu DSL 200.000.

 

Fazit

Das Netgear Orbi RBK13 System richtet sich an Nutzer die nicht zwingend die maximale WLAN Performance suchen oder brauchen. Das Netgear Orbi RBK13 System richtet sich viel mehr an Nutzer die eine besonders gute Signalabdeckung suchen. Ihr habt ein größeres Haus und wenige bis mittel viele Smartphones, Tablets oder Notebooks und wollt das diese in allen Bereichen des Hauses schnell im Internet surfen können?

Netgear Orbi Rbk13 System Im Test 12Dann ist das Netgear Orbi RBK13 Mesh System vielleicht genau das richtige für Euch!