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Die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage im Test, eine Klimaanlage von Xiaomi?

Spätestens wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen wird der innere Wunsch nach einer Klimaanlage immer lauter. Aber Klimaanlagen sind teuer, klobig und brauchen viel Strom. Da kommt uns Xiaomi mit seiner Microhoo mini Klimaanlage doch gerade recht.

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 9Die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage kostet gerade einmal +- 30€, benötigt unter 10W Strom und ist kaum größer als ein Ventilator. Dennoch soll diese für eine kalte Briese sorgen.

Kann dies überhaupt funktionieren und falls ja wie? Finden wir dies im Test der Xiaomi mini Klimaanlage heraus!

Xiaomi?

Wenn Ihr die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage erhaltet werdet Ihr Euch zunächst wundern, Xiaomi? Denn weder auf der Verpackung noch auf dem Gerät selbst ist der Xiaomi Schriftzug zu finden.

Betrug? Jein, Xiaomi stellt nur einen Bruchteil der Xiaomi gelabelten Produkte selbst her. Allerdings betreibt Xiaomi in Asien Stores in welchen auch „fremde“ Produkte verkauft werden, die teils Xiaomi gelabelt werden, in das Xiaomi Ökosystem (die Xiaomi Mi Home App) eingebunden werden, wo Xiaomi am Unternehmen Teilhaber ist usw. Aber auch Teils einfach unter dem originalen Namen weiter verkauft werden.

Dabei gilt dies aber immer als „Qualitätsmerkmal wenn Xiaomi Produkte in den eigenen Stores führt, weshalb viele Hersteller dann ein Xiaomi mit in den Produktnamen einfügen.

Ein gutes Beispiel ist hier der Xiaomi Wiha Zu Hause Akku-Schraubendreher, welcher aus der Zusammenarbeit des deutschen Herstellers Wiha und Xiaomi entstanden ist.

 

Die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage im Test

Bei der Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage handelt es sich um eine recht klassische Wasserklimaanlage. Diese nutzt das Prinzip der Verdunstungskälte um den Luftstrom zu kühlen.

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 1Solche „mini China Klimaanlagen“ gibt es aktuell gefühlt hunderte aktuell im Handel, mit schwankernder Qualität. Hier ist das Xiaomi Branding aber mal wieder ein kleiner Granat für ein Mindestmaß an Qualität, denn die Microhoo mini Klimaanlage ist das mit Abstand wertigste Modell das ich bisher in diesem Sektor gesehen habe!

Das Gehäuse ist natürlich weiterhin aus Kunststoff gefertigt. Dieser wirkt aber recht wertig und generell ist die Konstruktion gelungen. So sind die Spaltmaße passend und das Gehäuse wirkt stabil, was wir über viele dieser „mini China Klimaanlagen“ nicht sagen können.

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 5Der Aufbau ist dabei aber fast identisch zu den günstigeren Modellen. So befindet sich im Heck der Xiaomi Klimaanlage ein 120mm Lüfter, vermutlich ein umfunktionierter PC Lüfter, der die Luft durch eine Art Pappe-Filter bläst.

Dieser Filter saugt sich mit Wasser voll und gibt dieses dann an die Luft ab. Das Wasser kommt aus einem 1L Tank, der sich an der Seite der mini Klimaanlage befindet. Erfreulicherweise ist dieser Tank abnehmbar! So könnt Ihr diesen komfortabel unter einem Wasserhahn befüllen.

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 4Ein weiterer großer Unterschied zu den billigeren Modellen ist die Steuerungseinheit. Diese verfügt über drei Touch Tasten, Ein/Aus, „+“ und „-„. Die Lüftergeschwindigkeit lässt sich zwischen 0 und 99 in 1er Schritten steuern. Dies ist allerdings etwas nervig, da Ihr wirklich für jeden Schritt die Tasten einmal antippen müsst, ein gedrückt halten funktioniert nicht.

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 6Mit Energie wird die mini Klimaanlage via USB C Versorgt. Ihr selbst müsst hier aber ein 2A+ Netzteil beisteuern. Auf Stufe 10 (also recht langsam) benötigt die mini Klimaanlage ca. 1,9W und bei Stufe 99 (volles Tempo) rund 4,5W.

 

Wie funktioniert die mini Klimaanlage?

Wärme lässt sich nicht einfach „auflösen“, so viel ist klar. Daher nutzen große Klimaanlagen ein Außenmodul oder einen Abluftschlauch um die Wärme nach draußen zu befördern. So etwas hat die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage aber nicht.

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 13Diese nutzt das Prinzip der Verdunstungskälte! Wasser benötigt beim Wechsel aus dem flüssigen in den Gasförmigen Zustand Energie. Diese Energie ist hier Wärme, verdunstet Wasser wird die Umgebende Luft gekühlt. Umgekehrt kondensiert das Wasser wieder wird diese „gespeicherte“ Wärme/Energie wieder abgegeben.

Quelle : https://de.wikipedia.org/wiki/Verdampfungsw%C3%A4rme

Quelle: https://www.haustec.de/klima-lueftung/klimatechnik/gewusst-wie-so-funktioniert-verdunstungskaelte

Daher schwitzen wir auch, wir stoßen über unsere Haut Wasser aus, dass dann verdunstet und uns so kühlt. Dies ist also kein neues Prinzip und wohl erprobt. So hat meine Mutter mir früher immer empfohlen feuchte Bettlaken bei Hitze ans Fenster zu hängen, mit dem gleichen Prinzip. Das Wasser verdunstet und kühlt den Raum.

Temperatur Nasse Erde
Die feuchte Erde der Pflanze ist kühler als die sonstige Raumtemperatur

Warum arbeiten dann große Klimaanalgen nicht mit dem gleichen Prinzip? In einem kleinen Rahmen funktioniert dieses Prinzip gut, aber der Kühleffekt hängt unter anderem von der Luftfeuchtigkeit ab. Höhere Luftfeuchtigkeit = schlechtere Ergebnisse, da Wasser so nicht mehr gut verdunsten kann. Pumpen wir also mit einer großen Klimaanlage über Stunden, Tage große Mengen Wasser effektiv in die Luft, dann ist schnell der Punkt erreicht wo die Effizienz der Kühlung massiv sinkt und auch das Raumklima nur bedingt profitiert.

 

Funktionierts?

Kommen wir zur Frage Nummer 1, funktioniert es? Generell ja! Es ist eindeutig zu messen, dass der Luftstrom aus der Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage gekühlt ist.

Damit übertrifft diese jeden normalen Ventilator. Wie stark die Kühlung ist hängt von Eurer Umgebungstemperatur und der Luftfeuchtigkeit. Ich habe das Gerät bei 26,5-27 Grad Raumtemperatur getestet. Nach ca. 5-10 Minuten ist die Austrittstemperatur der Luft auf ca. 19,5-20,2 Grad gefallen.

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 12Die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage erreichte in diesem Fall also eine Kühlung von ca. 6-7 Grad unter Raumtemperatur!

Wer jetzt aber glaubt „dann kühlt die Klimaanlage meinen Raum ja null Komma nix herunter“ den muss ich enttäuschen. Abhängig von der Größe Eures Raums, der Dämmung usw. wird sich die Raumtemperatur +- 0 bis vielleicht -1 Grad verändern. In kleineren Räumen konnte ich eine leichte Kühlung von -0,5 bis -2 Grad nach ca. 1-2 Stunden messen, aber im generellen wird die Wärme im Sommer schneller von außen hineindrücken als die mini Klimaanlage gegenhalten kann.

1 Liter Wasser das verdunstet entspricht ca. 650W Wärmeenergie die der Luft entzogen wird.

Quelle: https://adiabatekuehlung.de/produkte/sprayduesen-duesen-lanzen

Die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage benötigt für das Verdunsten von ca. 1L ca. 2 Stunden, wir können also mit einer Leistung von +- 300W rechnen. Eine große Klimaanlage hat ca. 2000-3000W Leistung. Um also einen großen Raum richtig herunter zu Kühlen würde ihr also 5-10 dieser kleinen Klimaanlagen benötigen.

Dennoch in der Praxis kann so eine mini Klimaanlage angehen sein! So wird zwar der Raum nicht gekühlt, aber der Luftstrom der Klimaanlage ist gekühlt! Sitzt Ihr direkt vor dieser ist es deutlich besser auszuhalten.

Temperatur 1Dieser Effekt kann gut auf einem Wärmebild erkannt werden. Hier ist vor der Klimaanlage ein deutlicher Kältekegel zu erkennen.

 

Fazit

Mini Wasser-Klimaanlagen sind etwas Feines, aber auch keine Wundergeräte. Diese nutzen Verdunstungskälte um aktiv die ausgestoßene Luft zu kühlen.

Also ja die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage produziert kalte Luft und zirkuliert diese nicht einfach nur, wie es ein normaler Ventilator täte. Dabei erreichte die mini Klimaanlage Temperaturen von rund 6-7 Grad unter Raumtemperatur in meinem Test. Ordentlich!

Xiaomi Microhoo Mini Klimaanlage 11Allerdings werdet Ihr dennoch keinen Raum effektiv mit dieser kühlen können. In der Regel wird im Sommer die Wärme schneller in Eure Wohnung drücken als die Klimaanlage gegenhalten kann. Mit 5 Stück könne das effektive Kühlen eines Raums funktionieren, aber dies macht natürlich dann auch keinen Sinn mehr. Dennoch erzeugt die Klimaanlage eine angenehme kühle Brise, welche einen Hochsommer-Tag deutlich angenehmer gestallten kann, sofern Ihr direkt in dieser sitzt.

Dabei ist die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage die wertigste Mini-Klimaanlage die ich bisher in den Fingern hatte. Gerade der abnehmbare Wassertank ist sehr angenehm.

Kurzum ja ich kann die Xiaomi Microhoo mini Klimaanlage durchaus empfehlen, wenn Ihr natürlich keine zu hohen Anforderungen an diese stellt.

M.2 SSD Gehäuse mit Realtek RTL9210B Chipsatz, das ORICO M2PJM-C3 im Test (vs. JMicron JMS583)

Wollt Ihr eine sehr schnelle externe SSD, dann ist das Selbstbauen eine absolut legitime Option! So sorgt die breite Verfügbarkeit von USB NVME Gehäusen für einige Möglichkeiten. Ihr könnt einfach eine NVME SSD kaufen der Ihr vertraut und in ein externes Gehäuse stecken. Diese ganzen Gehäuse haben auf den JMicron JMS583 Chipsatz gesetzt. Allerdings gibt es einen Neuen in der Stadt, den Realtek RTL9210B. Der Realtek RTL9210B soll noch stabiler, schneller und flexibler arbeiten. So unterstützt der RTL9210B neben NVME m.2 SSDs auch SATA m.2 SSDs!

Orico M2pjm C3 Im Test 7Eins der ersten SSD Gehäuse das auf diesen Chipsatz setzt ist das ORICO M2PJM-C3. Wollen wir uns dieses doch einmal im Test ansehen!

 

Das ORICO M2PJM-C3 im Test

Wie die meisten NVME SSD Gehäuse setzt auch das ORICO M2PJM-C3 auf ein massives Aluminium Gehäuse. Dies hat dabei nicht nur ästhetische Gründe, das Aluminium wird auch zur Abfuhr von Wärme genutzt, von welcher NVME SSDs einige produzieren.

Orico M2pjm C3 Im Test 1ORICO hat sogar clevererweise die Oberfläche mit kleinen Kühlrippen versehen. Diese werden sicherlich keinen gewaltigen Unterschied bei der Kühlung machen, aber eine vergrößerte Oberfläche ist nie schlecht.

Das Gehäuse selbst misst rund 106,5 x 28,9 x 11,3 mm und bringt inklusive einer m.2 SSD rund 47,1g auf die Waage. Dieses ist also nur minimal größer als eine normale m.2 SSD.

Orico M2pjm C3 Im Test 4Mit im Lieferumfang des Gehäuses liegt ein Wärmeleitpad, ein Schraubendreher und zwei Kabel. Eins von USB C zu USB C und eins von USB A zu USB C. Dem könnt Ihr entnehmen das ORICO natürlich auf einen USB C Port setzt. des Weiteren findet sich eine kleine Status-LED am Gehäuse.

 

Technik und Montage

Das Gehäuse wird über eine kleine Torx Schraube auf der Unterseite geöffnet. Anschließend erhaltet Ihr drei Teile, den Deckel, das Haupt-Gehäuse und die Platine. Auf der Platine ist die komplette Elektronik untergebracht und auch hier müsst Ihr Eure M.2 SSD einstecken.

Orico M2pjm C3 Im Test 6Das ORICO M2PJM-C3 akzeptiert dank des Realtek RTL9210B Chipsatzes sowohl NVME wie auch SATA SSDs! SATA SSDs können dabei aber maximal rund 4xxMB/s erreichen, während NVME SSDs maximal 1000MB/s erreichen können. Das Tempo wird hier im Übrigen durch den 10Gbit USB C Port limitiert.

In meinem Test habe ich folgende SSDs im Gehäuse ausprobiert:

  • Seagate FireCuda 510
  • Samsung 970 EVO
  • Toshiba RD400
  • Western Digital Green SSD
  • Corsair MP 500
  • Corsair MP 600
  • Samsung 850 EVO

Die SSDs haben alle im ORICO M2PJM-C3 funktioniert!

 

Erster Test

Für diesen Test nutze ich folgendes Test-System:

  • AMD RYZEN 5 3600X
  • 16GB RAM
  • ASUS Prime X570-P
  • ADATA XPG SX8200 (als System SSD)

Als SSD kommt eine Corsair MP 600 wie auch eine Samsung 850 EVO zum Einsatz. Erstere ist eine NVME SSD, letztere eine SATA SSD.

Orico Nvme Ssd 2Orico Nvme Ssd

Im besten Fall konnte das ORICO M2PJM-C3 931,5 MB/s lesend und 903,5MB/s schreibend im CrystalDiskBenchmark erreichen. An einem USB 3.1 Gen 1 Port sind immerhin 398,4MB/s lesend und 411MB/s schreibend möglich. Dies zumindest mit einer NVME SSD.

Orico Sata SsdOrico Sata Ssd 2

Bei einer SATA SSD liegt das Maximum bei 535MB/s lesend und 503MB/s schreibend.

Damit liegt das ORICO M2PJM-C3 wahlweise am Limit das der USB C Port schafft oder am Limit der SATA SSD.

 

Praxis Test + Realtek RTL9210B gegen JMicron JMS583

Im Praxisteil habe ich drei Dateigruppen auf bzw. von der SSD kopiert und die zweit gestoppt.

  • Test 1 = eine große 40GB Datei
  • Test 2 = BioShock Infinite Installation, 6685 Dateien, 24,5GB
  • Test 3 = Lightroom Library, 47.000 Dateien, 38,5GB

Um die Sache noch etwas interessanter zu gestallten habe ich mir ein weiteres NVME SSD Gehäuse das auf dem JMicron JMS583 basiert geschnappt und alle Tests auch mit diesem durchgeführt.

Übertragungstest LesendÜbertragungstest SchreibendGanz klar gesagt, beim Tempo tun sich beide Chipsätze nicht viel. Lediglich beim Lesen von extrem vielen kleinen Dateien ist der JMicron JMS583 merklich langsamer als der Realtek RTL9210B Chipsatz. Abseits davon konnte ich keine großen Unterschiede feststellen.

Dies gilt auch für die Zuverlässigkeit. Zwar gibt es durchaus Berichte, dass Nutzer Probleme mit dem älteren JMicron JMS583 hatten, was die Zuverlässigkeit angeht, diese kann ich aber nicht wirklich aus erster Hand bestätigen. Ja ab und zu ist der JMicron JMS583 etwas zickig, aber massive Probleme hatte ich mit diesem nicht.

Mit dem Realtek RTL9210B hatte ich allerdings bisher absolut 0 Probleme, ungewollte Disconnects oder andere Hänger. Daumen hoch dafür!

 

Leistungsaufnahme

Wo mir ein großer Unterschied zwischen dem Realtek RTL9210B und dem JMicron JMS583 aufgefallen ist, ist bei der Leistungsaufnahme. Hier die Werte mit der Corsair MP 600:

LeistungsaufnahmeGerade im Leerlauf benötigt das Gehäuse mit dem neuen Realtek RTL9210B Chipsatz mit 0,689W zu 1,746W deutlich weniger Energie. Unter Last gleicht sich der Unterschied allerdings wieder +- aus.

 

Fazit

An sich können wir es kurz machen, das ORICO M2PJM-C3 ist ein absolut zu empfehlendes USB C m.2 SSD Gehäuse!

Dieses zeichnet sich durch eine Kompatibilität sowohl zu SATA m.2 SSDs wie auch NVME SSDs aus. Dabei liefert das Gehäuse das maximal mögliche Tempo an einem USB C 3.1 Gen 2 Port, also knapp über 900MB/s.

Orico M2pjm C3 Im Test 10Im Test zeigte sich zudem der Realtek RTL9210B als sehr zuverlässig und stabil. Zudem lag die Leistungsaufnahme des Realtek RTL9210B etwas unter den Modellen mit dem JMicron JMS583.

Kurzum, ja ich kann das ORICO M2PJM-C3 mit gutem Gewissen empfehlen!

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Test: EarFun Air, ein weiterer Geheimtipp?

EarFun gehört zu den spannendsten Herstellern von günstigen Audio-Produkten auf der Amazon Plattform. Gerade die Bluetooth Lautsprecher von EarFun sind klasse! Allerdings in diesem Test soll es um die neuen EarFun Air gehen, true Wireless Ohrhörer.

Die EarFun Air sollen zu einem Preis von 60€ dank eines überlegenen HiFi Klangs, einer langen Akkulaufzeit, der Möglichkeit des kabellosen Ladens und noch vielem mehr überzeugen. Intern wirbt EarFun sogar damit besser zu sein als die Apple AirPod 2.

Earfun Air Im Test 4Liest sich doch durchaus spannend, aber wie sieht es in der Praxis aus? Können hier die EarFun Air auch überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an EarFun für das Zurverfügungstellen der Air für diesen Test!

 

Die EarFun Air im Test

Die EarFun Air werden wie üblich in einer kleinen Ladebox geliefert, in welcher Ihr diese auch bei einer Nichtnutzung verstaut.

Earfun Air Im Test 1Generell würde ich die Ladebox als klein bis mittelgroß einstufen. Äußerlich setzt EarFun auf einen matten Kunststoff, welche überdurchschnittlich resistent gegenüber Fingerabdrücken ist. Die Verarbeitungsqualität würde ich ebenso als leicht überdurchschnittlich für diese Preisklasse einstufen. So sitzt der Deckel straff und der Klappmechanismus wirkt solide.

In der Ladebox ist ein erfreulich großer Akku verbaut, der die Ohrhörer rund 4x unterwegs wiederaufladen kann. Danach muss die Ladebox selbst ans Netz, wahlweise über den USB C Port auf der Unterseite oder über ein kabelloses Ladepad. Ja die EarFun Air lassen sich auf einem handelsüblichen QI Ladepad laden!

Die Ohrhörer selbst sollen mit einer Ladung 7 Stunden durchhalten. Diesen Wert halte ich zumindest bei der Musikwiedergabe für etwas hoch angesetzt. Rechnet hier eher mit 5-6 Stunden, was aber immer noch ein guter Wert ist.

Earfun Air Im Test 2Die EarFun Air selbst setzen auf das bekannte Steg-Design. Dabei ragt ein Steg an den Ohrhörern herunter, welcher bis auf die Höhe Eurer Ohrläppchen hängt. In diesem Steg ist diverse Elektronik verstaut. Die grundsätzliche Form wurde durch die Apple AirPods bekannt, allerdings sind die EarFun Air kein einfacher Klon der Apple Ohrhörer.

Die EarFun Air sind etwas kantiger geformt und setzen auch auf einen Silikon-Ohraufsatz. Das Gehäuse der Ohrhörer ist dabei generell ähnlich wie die Ladebox aus einem einfachen Kunststoff gefertigt. Allerdings die Rückseite setzt auf einen Hochglanz-Kunststoff.

Earfun Air Im Test 3In dieser Rückseite ist auch eine Touch-Oberfläche versteckt. Mit dieser könnt Ihr Anrufe annehmen, Musik pausieren/fortsetzen usw. Das Ein/Ausschalten geschieht automatisch wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox einlegt bzw. herausnehmt.

 

Tragekomfort

Zwar sind die EarFun Air auf den ersten Blick nicht übermäßig ergonomisch geformt, aber dennoch würde ich den Tragekomfort mit einer 2+ bewerten. Die Ohrhörer sitzen sehr angenehm in den Ohren und drücken nicht.

Earfun Air Im Test 8Auch der Halt ist soweit okay, auch wenn es für den Sport bessere Modelle gibt.

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang. Starten wir hier wie üblich bei den Höhen.

Die Höhen der EarFun Air sind an sich recht neutral. Diese sind gut abgerundet und Zischlaute sind angenehm weich. Dabei wirken die Höhen aber auch nicht matt oder träge. Nein die EarFun Air produzieren nicht die „brillantesten“ oder aufregendsten Höhen, aber diese sind auch beim besten willen nicht schlecht. Etwas auffällig ist leidglich eine kleine „Spitze“ bei den obersten Höhen. Hierdurch können einzelne Elemente wie Snare Drums usw. eine doch etwas unerwartete Schärfe haben, obwohl die Höhen generell recht neutral sind.

Earfun Air Im Test 9Die Mitten würde ich als neutral bis leicht angehoben deklarieren. Die oberen Mitten sind ähnlich wie die Höhen unauffällig natürlich. Die unteren Mitten hingegen sind leicht angehoben. Je nach Song kann dies dem Klang deutlich mehr Fülle geben. Auch viele etwas wärmere Stimmen klingen schön voll. In dem ein oder anderen Song können die EarFun Air aber auch etwas bauchiger klingen.

Für viele das Wichtigste ist aber der Bass. Generell ist der Bass der Ohrhörer ein Stück weit angehoben mit einem guten Tiefgang. Der Bass bei den EarFun Air wirkt aber etwas weicher und weniger aggressiv als bei vielen Konkurrenten. Dies liegt an den recht starken Mitten. EarFun verfolgt also nicht die Badewannen-Klangsignatur, bei der Höhen und Bässe besonders stark angehoben werden. Die EarFun Air klingen eher recht erwachsen und ausbalanciert, nur mit einem Schuss mehr Bass.

Dies wird auch von der Frequenzmessung bestätigt.

Earfun Air Frequency ResponseErklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  Rechts = Höhen. Ist ein Teil höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert schon neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

EarFun hat bei den Air viel richtig gemacht. Die Verarbeitung stimmt, der Tragekomfort ist völlig okay und die Akkulaufzeit ist sehr gut. Dicke Bonuspunkte gibt es für die Möglichkeit des kabellosen Ladens.

Earfun Air Im Test 11Das Wichtigste ist aber natürlich der Klang. Zwar haben die EarFun Air einen durchaus angehobenen Bass, aber generell würde ich den Klang als recht erwachsen und entspannt deklarieren. Die EarFun Air präsentieren sich deutlich weniger effekthascherisch als viele Konkurrenten in dieser Preisklasse. Im Gegenzug gibt es aber auch Ohrhörer die „aufregender“ klingen als die EarFun Air.

Hier kommt es etwas auf Euren Geschmack an. Sucht Ihr erwachsener klingende Ohrhörer mit einer generell wertigen Klangsignatur? Dann kann ich Euch die EarFun Air mit gutem Gewissen empfehlen. Sucht Ihr Ohrhörer die komplett „auf den Putz hauen“ gibt es aber auch noch bessere für Euch.

Die erste Jauch Powerbank im Test, kann die JPB30AHB mit 30000mAh und USB C überzeugen?

Der Hersteller Jauch wird vermutlich den meisten von Euch bisher noch unbekannt sein. Bei Jauch handelt es sich um ein deutsches Unternehmen das unter anderem hinter dem bekannten Powerbank Hersteller XTPower steht.

Diese haben nun aber auch unter dem eigenen Namen einige High End Powerbanks auf den Markt gebracht. Darunter auch die Jauch JPB30AHB.

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 12Bei der Jauch JPB30AHB handelt es sich um eine riesige 30000mAh Powerbank welche unter anderem über einen USB C Power Delivery Port verfügt. Damit ist diese auch aufgrund der großen Kapazität ideal für Notebooks.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Jauch JPB30AHB überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Jauch JPB30AHB Powerbank im Test

Mit 30000mAh Kapazität ist die Jauch JPB30AHB eine sehr große Powerbank. Dies gilt dabei aber nicht nur für die Kapazität, sondern auch für die Abmessungen und das Gewicht.

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 1Die Jauch JPB30AHB misst 185 x 118 x 27 mm und bringt ein Gewicht von 803 g auf die Waage. Damit ist diese keine Hosentaschen-Powerbank! Bedenkt auch, dass Ihr diese nicht ohne weiteres einfach mit in ein Flugzeug nehmen dürft. 30000mAh entsprechen 111Wh, was über dem gängigen 100Wh Limit bei den meisten Fluggesellschaften liegt. Solltet Ihr die Jauch Powerbank mit in Urlaub nehmen wollen, fragt zunächst bei Euerer Fluggesellschaft nach ob 111Wh Okay sind.

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 5Was das Design angeht, erinnert mich die Jauch JPB30AHB an eine etwas modernere Version der XTPower MP-32000. Die Powerbank ist also auch recht flach, aber breit und lang gehalten. Das Gehäuse besteht dabei aus Kunststoff, welches im Falle des Rahmens hochglänzend ist und bei der Oberseite matt.

Die generelle Verarbeitungsqualität und Haptik würde ich als Okay einstufen. Die Jauch JPB30AHB ist keine absolute premium Powerbank, wirkt aber auch nicht minderwertig.

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 4Neben der hohen Kapazität sind natürlich die Anschlüsse und die Ausstattung spannend. Auf der Front der Powerbank finden wir zwei DC Anschlüsse, zwei USB A Ports und einen USB C Port.

Bei den DC Anschlüssen handelt es sich um einen DC Eingang und einen Ausgang. Der Ausgang kann 3A bei 9V, 12V, 16V oder 20V liefern, also maximal 60W. Der Eingang kann 16-20V bei 2A aufnehmen. Ein passendes Netzteil liegt auch mit im Lieferumfang.

Die USB A Ports unterteilen sich in einen normalen 5V/2,4A Port und einen Quick Charge Port. Letzterer kann bis zu 18W liefern. Klasse!

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 6Noch etwas mehr Power hat der USB C Port. Dieser unterstützt das Power Delivery Protokoll, kann also Notebooks wie die Apple MacBooks, Dell XPS usw. aufladen. Der USB C Port kann 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/3A liefern, also auch 60W.  Ihr könnt die Jauch Powerbank auch über diesen Anschluss aufladen! Ebenfalls mit bis zu 60W.

Nochmals zusammengefasst:

Ausgänge:

  • USB A 1 5V/2,4A 12W
  • USB A 2 Quick Charge 3.0 18W
  • USB C 5-20V/3A 60W (USB Power Delivery)
  • DC Port 9V/3A, 12V/3A, 16V/3A oder 20V/3A 60W

Eingänge:

  • DC Port 16-24V 2A 48W
  • USB C 5-20V 3A 60W

Damit unterstützt die Powerbank alle gängigen Standards! Natürlich dürft Ihr aber nicht alle Ports gleichzeitig voll nutzen. Maximal sind 78W erlaubt, also eine volle Nutzung des USB C Ports oder DC Ports + des Quick Charge Ports.

Die % genaue verbliebene Restladung könnt Ihr jederzeit über ein kleines LC Display auf der Oberseite abrufen.

 

Kapazität und Temperatur

Jauch verspricht bei der JPB30AHB eine Kapazität von 30000mAh. Wie hoch die Kapazität in der Praxis ist hängt etwas davon ab wie Ihr die Powerbank entladet.

Kapazität Wh Kapazität mAh
USB C 20V/3A 91.001 24594.86
USB C 20V/1A 100.29 27105.41
USB C 5V/1A 92.959 25124.05
USB A 5V/1A 97.226 26277.3

 

Im besten Fall konnte ich 100.29Wh bzw. 27105mAh messen und im schlechtesten Fall 91Wh bzw. 24594mAh. Dies entspricht 90 – 82% der Herstellerangabe, was ein guter Wert ist!

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 10Warum? Die Herstellerangabe bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen und nicht auf die letztendlich nutzbare Kapazität. Letztere hängt aber von diversen Faktoren ab, der Effizienz, dem Ladetempo usw. Entladet Ihr die JPB30AHB zum Beispiel mit dem vollen Tempo erhaltet Ihr eine niedrigere nutzbare Kapazität als beim etwas langsameren Entladen.

Probleme bezüglich der Hitzeentwicklung bei der Jauch JPB30AHB konnte ich keine beobachten.

Temperatur 60w EntladenSelbst bei 60W bleibt die Powerbank ausreichend kühl.

 

Das Ladetempo

Folgende Geräte habe an der Jauch JPB30AHB getestet:

  • Apple iPhone 11 Pro Max
  • Apple MacBook Pro 16
  • Apple MacBook Pro 13
  • Dell XPS 13 9380
  • Dell XPS 17 9700
  • Huawei P40 Pro
  • Xiaomi Mi 10 Pro

Ladetempo 1Starten wir mit der größten Auffälligkeit, dem MacBook Pro 16. Leider verweigert das MacBook Pro 16 das Laden an der Jauch JPB30AHB. Bzw. dieses versucht zu laden, startet aber den Ladevorgang, dieser bricht ab, startet den Ladevorgang, bricht ab usw. Dies passiert mehrfach pro Sekunde. Dies ist kein neues Problem, das MacBook Pro 16 zeigt dieses Verhalten des Öfteren an Powerbanks. Ich kann Euch nicht sagen warum es hier mit einigen Modellen eine Inkompatibilität gibt, mehr dazu hier https://techtest.org/welche-powerbanks-und-ladegeraete-eignen-sich-fuer-das-apple-macbook-pro-16/

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 9Abseits davon funktionierten alle Notebooks an der Jauch JPB30AHB! Bei 13 Zöllern kann die Powerbank sogar das Ladetempo der originalen Ladegeräte erreichen. Beispielsweise beim XPS 13 erreicht die Powerbank die rund 45W die auch das originale Ladegerät liefert. Lediglich bei großen 15, 16 oder 17 Zöllern müsst Ihr mit Abstrichen rechnen. Diese werden in der Regel auch an der Jauch JPB30AHB laden, aber nicht mit dem vollen Tempo.

Wie steht es um Smartphones? Diese laden generell mit einem hohen Tempo an der Powerbank. Für Apple und Google Smartphones solltet Ihr den USB C Port nutzen, welcher hier das volle Ladetempo bietet. Für die meisten anderen Smartphones ist der Quick Charge 3.0 Port der optimale Anschluss.

 

Wiederaufladen

Ihr könnt die Jauch JPB30AHB wahlweise über das beiliegende DC Ladegerät laden oder via USB C.

LadetempoAn einem normalen 5V/2,4A USB Ladegerät lädt die Jauch JPB30AHB mit ca. 8-9W, womit eine Ladung rund 19 Stunden dauert! Deutlich schneller geht’s an USB Power Delivery Ladegeräten, welche bis zu 60W in die Powerbank Pumpen können. Somit dauert eine Ladung gerade einmal 2,5 Stunden.

Alternativ könnt Ihr auch das beiliegende Ladegerät nutzen, hierrüber werden ca. 31W erreicht.

 

Fazit

Die Jauch JPB30AHB ist eine absolut empfehlenswerte Powerbank, wenn Ihr ein modernes Modell mit einer besonders großen Kapazität sucht.

Jauch Jpb30ahb Powerbank Im Test 8Und ja die Kapazität von in der Theorie 30000mAh ist ohne frage das primäre Verkaufsargument der Jauch JPB30AHB. In der Praxis konnte ich zwar „nur“ eine nutzbarre Kapazität von +- 100Wh erreichen, dies ist aber immer noch ein Top Wert und übertrifft die meisten 26800mAh Powerbanks bei weitem. Hinzu kommt eine große Anschlussvielfalt mit USB Power Delivery, wodurch sich viele Notebooks an der Jauch JPB30AHB laden lassen, Quick Charge 3.0 und einem DC Ausgang.

Kurzum, sucht Ihr eine extra große Powerbank für Euer Notebook oder für den Betrieb an einem „DC“ Gerät, dann ist die Jauch JPB30AHB eine top Wahl!

Der Corsair iCUE Nexus Companion Touch Screen im Test, der geistige Nachfolger der Logitech G15

1

Erinnert sich noch wer von Euch an die Logitech G15? Die Logitech G15 war vor gefühlt 100 Jahren die geilste Tastatur auf dem Markt. Warum? Diese besaß ein kleines LCD Display, welches zusätzliche Informationen wie CPU Auslastung, FPS, die Uhrzeit usw. anzeigen konnte.

Corsair hat dieses Konzept im Jahr 2020 neu aufgegriffen und mit dem iCUE NEXUS ein kleines Zusatzmodul erstellt, das Informationen wie CPU Temperatur, Auslastung usw. anzeigen kann. Dabei ist dieses natürlich etwas funktionaler gestaltet als es noch bei der Logitech G15 der Fall war. So ist das Display natürlich farbig und mit einem Touchscreen versehen. Hierdurch könnt Ihr Makros und andere Einstellungen direkt über den iCUE NEXUS aufrufen. Klingt doch spannend oder?

Corsair Icue Nexus Test 6Aber wie praktisch ist der iCUE NEXUS in der Praxis wirklich? Finden wir dies im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen des iCUE NEXUS für diesen Test.

 

Der Corsair iCUE NEXUS

Beim iCUE NEXUS handelt es sich zunächst um eine ca. 153 x 32 x 16mm große Einheit. Diese verfügt über ein schwarzes Kunststoffgehäuse und ein kleines Display auf der Front.

Corsair Icue Nexus Test 1Um den iCUE NEXUS in der Praxis wirklich effektiv nutzen zu können müsst Ihr eine Halterung nutzen. Hier gibt es zwei Optionen, a) eine Halterung die an Eurer Tastatur befestigt wird oder b) ein kleiner Tischstandfuß.

Corsair Icue Nexus Test 2Die Möglichkeit den iCUE NEXUS an seiner Tastatur zu nutzen ist sicherlich in den meisten Fällen die eleganteste Option, ist aber nur möglich wenn Ihr eine Corsair K70 MK.2 (Low Profile) oder eine K95 Platium habt. Hierfür passend ist das USB Kabel auch nur ca. 80mm lang, genug um den USB Anschluss auf der Rückseite der Tastatur zu erreichen.

Alternativ ist ein Standfuß mit im Lieferumfang, in welchen die Displayeinheit eingeklemmt wird. Gleichzeitig verlängert der Standfuß auch das USB Kabel auf 1,5 Meter.

Corsair Icue Nexus Test 4Über Tasten oder Ähnliches verfügt der NEXUS im Übrigen nicht, lediglich das Display und der damit verbundene Touchscreen ist auf der Front.

 

Das Display

Das Display des iCUE NEXUS misst laut Corsair 5 Zoll und besitzt eine Auflösung von 640 x 48 Pixeln. Die 5 Zoll Angabe ist aber etwas „irreführend“, da das Display einen sehr schmalen Formfaktor besitzt, was Ihr auch an der Auflösung erkennen könnt. Ich konnte ca. 127 x 10mm messen.

Corsair Icue Nexus Test 11Corsair setzt hier auf ein LCD Panel, welches auf den ersten Blick okay aussieht. Der Kontrast ist ausreichend gut und die Farben klar. Auch die Helligkeit und Auflösung passt.

Corsair Icue Nexus Test 14Allerdings ist dieses auch kein absolutes „Spitzen-Display“. So ist die Auflösung ausreichend, aber auch nicht großzügig. Ähnliches gilt auch für die Blickwinkelstabilität. Diese ist okay, aber bei extremeren Blickwinkeln ist schon ein Abfall des Kontrasts merkbar.

 

Feature und Funktionen

Was kann aber nun der iCUE NEXUS? Um den iCUE Nexus zu nutzen, müsst Ihr zunächst die iCUE Software installieren. Wer aktuelle Corsair Produkte nutzt, wird iCUE natürlich schon kennen, denn darüber werden Corsair Tastaturen, Mäuse, Netzteile, AIOs usw. ebenfalls gesteuert.

Corsair Icue Nexus (1)Grundsätzlich ist das Display des NEXUS in 6 Kacheln unterteilt, ähnlich wie bei Smartphones. In jede dieser Kacheln kann eine Funktion oder ein Widget gelegt werden.

Eine Kachel kann eine Funktion sein, wie Lautsprecher muten, Programm XYZ starten usw. oder auch ein frei erstelltes Makro. Jede dieser Kacheln könnt Ihr ein ICON, eine Farbe usw. zuordnen. Ich will nicht sagen, dass die Möglichkeiten grenzenlos sind, aber iCUE gibt Euch hier schon sehr viele Optionen. Ich würde mir lediglich wünschen, dass es mehr vordefinierte Profile bzw. Optionen gibt und diese nicht alle per Hand erstellt werden müssten.

Corsair Icue Nexus (2)Fertig vorbereitet sind die so genannten Widgets. Diese sind „bewegliche“ Kacheln und können beispielsweise Eure CPU Auslastung, CPU oder GPU Temperatur usw. anzeigen. Auch die Uhrzeit lässt sich so dynamisch anzeigen. Praktisch! Allerdings hätte ich mir hier ebenfalls noch mehr Optionen gewünscht, wie eine FPS Anzeige oder Ähnliches. In Kombination mit anderen Corsair Produkten gibt es hier noch mehr Möglichkeiten, wie ein Ändern der Lüfter-Profile „on the Fly“, das Ändern der Maus DPI Einstellungen usw.

Corsair Icue Nexus (6)Natürlich lassen sich Widgets und statische Elemente wie Makros usw. beliebig mixen. Ihr könnt sogar mehrere „Displays“ speichern und je nach Situation aufrufen.

Corsair Icue Nexus (4)

Fazit

Der Corsair iCUE NEXUS ist natürlich ein Luxus-Produkt wie es im Bilderbuch steht. Allerdings kann der iCUE NEXUS sehr nützlich und informativ sein, gerade wenn Euch Dinge wie die CPU/GPU Temperatur, Auslastung usw. während des Spielen interessiert, ohne dass Ihr ein Overlay wünscht.

Corsair Icue Nexus Test 5Auch für Nutzer von Makros kann das kleine Zusatzdisplay einen Mehrwert darstellen, da Ihr über dieses mehr oder weniger frei Makros programmieren und in der Schnelle aufrufen könnt. Dabei ist die Flexibilität beeindruckend die iCUE Euch bietet, auch wenn Ich mir hier und da mehr bereits fertige „Profile“ wünschen würde. Ihr müsst bei der erstmaligen Nutzung vergleichsweise viel per Hand machen. Auch fehlt mir beispielsweise noch ein FPS Counter, welcher aber vielleicht noch via Update kommt.

Die Hardware des iCUE NEXUS ist soweit okay. Das Display ist völlig akzeptabel, wenn auch nicht absolute Weltklasse.

Dennoch, unterm Strich ist und bleibt der Corsair iCUE NEXUS ein Luxus Produkt, welches aber gut von Corsair umgesetzt wurde!

Corsair Icue Nexus

Warum so wenig Smartphone und OnePlus Tests auf Techtest?

OnePlus gehört zu den beliebtesten Herstellern von Smartphones und Smartphone Produkten wie Ohrhörern usw. Allerdings schreibe ich vergleichsweise wenig über OnePlus Produkte auf Techtest.org. Wie kommt’s?

Dies soll ein kleiner „behind the scenes“ Artikel werden, sollte so etwas Euch nicht interessieren, klickt einfach weg.

 

Smartphone Hersteller mögen Techtest eher semi-gerne

Techtest.org ist generell recht breit aufgestellt, daher dürfen Smartphone Tests auch nicht fehlen. Allerdings schreibe ich auch nicht über jedes Smartphone das auf dem Markt erhältlich ist.

Warum? Ich habe hier Probleme mit der Beschaffung. Hier gibt es in der Regel zwei Möglichkeiten:

  1. Die Smartphones selbst kaufen und gegebenenfalls nach Zeitraum X wieder verkaufen.
  2. Die Smartphone Hersteller anschreiben und um ein Testgerät bitten.

Option 1 ist natürlich auf Dauer sehr teuer. Selbst wenn ich die Testgeräte wieder verkaufe verliert dieses alleine durch einen Monat Nutzung bestimmt 20-30% Wert, was bei einem 1000€ Smartphone nicht wenig ist. Heißt der Test eines Flaggschiff Smartphones kostet mich effektiv 200-300€. Diese 200-300€ bekomme ich aber nicht durch Affiliate Verkäufe oder Werbung wieder rein geholt. Ich darf hier nicht über genaue Zahlen sprechen, aber ich bekomme bei Smartphones für jeden Verkauf über meine Links 1-3% vom Kaufpreis. Heißt im Worst Case müssten ca. 30 Flaggschiff Smartphones über meinen Link verkauft werden damit ich +- 0 rauskomme. Will ich ein Smartphone ein Jahr für weitere Vergliche behalten, verliert es +- 50-60% an Wert und ich müsste dementsprechend mehr Geräte über meine Links verkaufen.

Techtest SmartphonesVon 1000 Lesern wird nun solch ein Affiliate Link vielleicht von 10-30 Leuten geklickt und ein Verkauf findet vielleicht einmal statt. Klar niemand wird sich aufgrund meines Tests denken „hey das neue iPhone sieht gut aus, dieses kaufe ich mir nun spontan“. Solche Käufe sind gut überlegt und dann werden keine Affiliate Links genutzt.

Heißt Smartphone Tests sind für mich höchst unprofitabel und lohnen nur wenn mich das Smartphone selbst interessiert, ich dieses für weitere Zubehörtests usw. benötige oder ich es selbst nutzen möchte.

 

Die Lösung ist hier natürlich Option 2, ich bekomme das Smartphone vom Hersteller geliehen. Direkt klar gesagt, geschenkt bekomme ich hier keine Smartphones! Das sind alles Leihgeräte, meist mit einer 14 Tage Frist und sogar teils mit Verträgen, dass ich bei Überschreitung dieser 14 Tage theoretisch eine Strafe zahlen müsste.

Leider ist hier Techtest.org nicht groß genug oder zu schlecht vernetzt. Ich könnte vielleicht von 50% aller aktuellen Smartphone Herstellern ein Leihgerät bekommen, das aber erst in der zweiten oder dritten Welle! Heißt nachdem die ersten Tester durch sind, die Geräte wieder bei der Marketingagentur landen usw. kann ich diese bekommen. Meist vergehen hier 1-3 Monate.

Ein Smartphone Test 3 Monate nach Veröffentlichung dieses lohnt in der Regel sehr sehr wenig!  In diesem Moment ist dieses für mich eher nur noch Füllmaterial und persönliche Neugier.

Finanziell muss ich hier nur die Rücksendekosten reinholen, was in der Regel kein Problem ist.

 

OnePlus ist „the worst Case“

Leider hat OnePlus eine Angewohnheit die alles noch etwas problematischer macht. OnePlus gibt Testgeräte vor dem Marktstart heraus und das in großen Mengen.

Klasse für Leute die welche bekommen, schlecht für mich. Selbst wenn ich mich entscheide OnePlus Smartphone XYZ zu kaufen, bin ich zwingend X Wochen langsamer als die „anderen“. Und nur der frühe Vogel bekommt die gute Google Position.

Oneplus 8 Pro Test Review 8Dieses Problem habe ich zur Zeit bei den ONEPLUS Buds. Ich würde die Ohrhörer gerne testen, aber diese kommen erst offiziell am 05.08.20 heraus, die ersten Tests stehen seit dem 24.07 bereits Online und ich bin auf der Warteliste bei OnePlus. Vermutlich bekomme ich die Ohrhörer dann Mitte/Ende August, ab wann ein Test deutlich an Wert verliert. Alternativ könnte ich auch 90€ ausgeben, was ich prinzipiell tun würde, aber in diesem Fall wäre ich dennoch rund 2 Wochen zu spät dran.

Diese Problematik gilt auch für die OnePlus Smartphones und alle Hersteller die weit im Voraus Testgeräte rausgeben.

 

Fazit

Ich habe keine Ahnung ob dieser kleine Artikel für Euch interessant ist oder auch nicht. Falls es interessant war sagt es dann schreibe ich mehr solcher „Artikel“.

Das Fazit ist aber leider, dass sich Smartphone Tests, gerade wenn diese zeitnah sein sollen, sich finanziell überhaupt nicht lohnen. Techtest.org ist mit seinen 200K Seitenaufrufen entweder noch zu klein oder halt nicht gut genug vernetzt/beliebt genug, um hoch genug in der Gunst der Smartphone Hersteller zu stehen.

Xiaomi Redmi 9 Test Review 13

Will ich zu den ersten gehören die einen Test veröffentlichen, dann muss ich die Smartphones aus eigener Tasche kaufen und das rechnet sich selten. Meist wenn eher bei den kleinen Modellen wie dem Xiaomi Redmi 9.

Ich versuche die „großen“ Modelle auch immer im Test zu haben, aber ein komplettes Abdecken aller Flaggschiff Smartphones ist für mich leider unmöglich.

PS. Unterstützt mich und Techtest.org mit einer einmaligen Spende oder via Patreon.

Ambilight für den PC, Corsair iCUE LT100 Smart Lighting Towers Starter Kit im Test

Corsair ist vermutlich der Hersteller der den RGB Trend im Gaming Bereich am meisten befeuert hat. Daher sollte es nicht überraschen, dass Corsair nach RGB Tastaturen, Lüftern und Headsets nun noch einen Schritt weitergeht und Smart Lighting Towers auf den Markt gebracht hat.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 9Smart Lighting Towers? Hierbei handelt es sich um „Dekolampen“ die Ihr auf Eurem Schreibtisch platzieren könnt und eine Steuerung via Software erlauben. Alternativ lassen sich diese auch als Headset Halter nutzen. Spannend oder unnütz? Diese Frage versuchen wir doch einmal im Test zu klären.

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen des iCUE LT100 Starter Kits.

 

Test: Corsair iCUE LT100 Smart Lighting Towers Starter Kit

Das Starter Set der iCUE LT100 Smart Lighting Towers besteht neben diversen Kabeln usw. aus zwei Licht-Türmen. Diese bestehen wiederum aus zwei Teilen, der Basis und der eigentlichen Lichteinheit. Letztere wird einfach in die Basis gesteckt.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 1Corsair setzt etwas überraschend beim Gehäuse auf Aluminium! Sowohl der Standfuß wie auch der LED Streifen sind äußerlich aus einem stabilen Aluminium gefertigt, welches das System gleich um einiges wertiger anmuten lässt.

Beide LED Türme messen ca. 43 cm in der Höhe, inklusive der Basis. Dabei sind LEDs in einer Streifenform vertikal in jedem Turm integriert, wie auch am unteren Ende der Fußes.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 2Zwar sehen beide Türme auf den ersten Blick identisch aus, allerdings gibt es einen primären und einen sekundären Turm. Der „primäre“ Licht-Turm besitzt einen Anschluss für das Netzteil (5V/5A), einen microUSB Eingang für die Verbindung zu Eurem PC wie auch einen proprietären Anschluss für die Verbindung untereinander. Das beiliegende Verbindungskabel misst ca. 1,5 Meter, was damit auch der maximale Abstand zwischen beiden Türmen ist. Zudem besitzt der primäre Licht-Turm einen kleinen Schalter auf der Front für die diversen Modi, dazu später mehr.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 5Neben der Funktion einfach als Deko-Licht könnt Ihr einen der Türme mithilfe einer Halterung zu einem Headset Ständer „umbauen“. Dies funktioniert Okay, die Auflagefläche für das Headset könnte aber größer sein.

 

Was können die Corsair iCUE LT100 Smart Lighting Towers?

Kommen wir zur wichtigsten Frage, was können die Corsair iCUE LT100 Smart Lighting Towers? Um die LT100 vernünftig nutzen zu können müsst Ihr Corsairs iCUE installieren. iCUE ist eine Steuerungssoftware für alle Corsair Produkte, inklusive Mäusen, Tastaturen usw.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 8Über iCUE habt Ihr gefühlt hunderte Anpassungsoptionen, ob Ihr nun eine statische Farbe wollt, einen Regenbogen-Effekt, einen Farbwechsel usw. Wichtig, jede LED in den iCUE LT100 Smart Lighting Towers kann individuell angesteuert werden! Hierdurch sind auch komplexere Lichteffekte möglich.

Ganz offen gesagt soweit wären die LED-Türme nicht 100€+ wert. Allerdings hat Corsair ein paar durchaus interessante Effekte die den höheren Preis rechtfertigen. So können die LED Türme farblich die Temperatur Eures PCs wiedergeben, was ein durchaus interessanter Indikator ist. Des Weiteren können die LEDs passend zur Musik leuchten bzw. blinken und die LT100 unterstützen Ambilight!

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 15Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 18Ambilight? Ambilight ist natürlich ein Marken-Begriff von Phillips aber über iCUE ist ein sehr ähnlicher Effekt möglich. Das Ganze nennt sich Video-Beleuchtung. Dabei spiegeln die LEDs farblich den Inhalt Eures Monitors wieder. Dabei wird auch auf die Position geachtet!

Habt Ihr ein Bild mit blauem Himmel und grüner Wiese, dann werden die Licht-Türme oben Blau und unten grün leuchten. Dabei ist die Verzögerung dieses Effekts absolut minimal, wodurch er auch in Spielen sehr viel Spaß macht! Die iCUE LT100 Smart Lighting Towers können die „Spieltiefe“ deutlich verstärken und das Bild über die Ränder des Monitors erweitern. Jeder der mal einen Ambilight Fernseher hatte wird wissen wovon ich spreche. Dieser Effekt funktioniert auch wirklich tadellos!

 

Das Licht und Stromverbrauch

Corsair nutzt bei allen Geräten die ich bisher gesehen habe immer sehr vernünftige RGB LEDs. Da sind die iCUE LT100 Smart Lighting Towers keine Ausnahme. Farben werden wunderbar kräftig und satt dargestellt. Auch der Übergang und Animationen laufen schön weich.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 7Die Helligkeit würde ich als passend deklarieren. Die LEDs sind bereits bei Tageslicht sichtbar, aber den vollen Effekt können diese nur bei gedimmter Beleuchtung entfalten.

Mit zwei Licht-Türmen benötigt das System im Übrigen 4,5-5W, was soweit okay ist.

 

Fazit

Lohnt es sich um die 140€ für zwei kleine LED Türme auszugeben? An sich sicherlich nur bedingt, so was gibt es einfach günstiger von anderen Herstellern. Für 140€ bekommt Ihr sehr viele RGB LEDs in diversen Formen.

Den durchaus hohen Preis zahlt Ihr aber nicht nur für die Hardware, welche dank Aluminium Gehäuses und guter Lichtqualität auch nicht schlecht ist, sondern das Feature der LT100 ist die Software.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers Starter Kit Im Test 11Über die Software könnt Ihr die LEDs in diversen Mustern, Farbverläufen usw. Steuern. Auch eine Synchronisation mit anderen Corsair Produkten ist möglich, nett! Was die LT100 aber wirklich interessant macht ist das Ambilight Feature oder wie Corsair es nennt die Videobeleuchtung. Hierbei passen die Licht-Türme Ihre Farbe basierend auf dem Inhalt Eures PC Monitors an. Dies auch in der Position. Habt Ihr oben Links einen größtenteils blauen Bereich, dann leuchtet der linke Turm oben auch blau.

Das Ganze funktioniert auch in der Praxis wunderbar und ein toller Effekt, der auch einen Mehrwert darstellt. Gerade in einem dunklen Raum vergrößert dies Euren Monitor deutlich. Von daher kann ich mit einem sehr guten Gewissen eine Empfehlung für die Corsair iCUE LT100 Smart Lighting Towers aussprechen, wenn Ihr Euch für einen „Ambilight-Artigen“ Effekt interessiert! Auch abseits davon sind die Smart Lighting Towers nicht schlecht, aber die Videobeleuchtung ist aus meiner Sicht der Effekt der auch den Preis rechtfertigt.

Corsair Icue Lt100 Smart Lighting Towers

Teufels erste true Wireless Ohrhörer, die AIRY TRUE WIRELESS im Test

Endlich sind Teufels erste TRUE WIRELESS Ohrhörer da! Teufel hat sich mit diesen lange Zeit gelassen, aber wie heißt es so schön „Was lange währt, wird endlich gut“.Die AIRY TRUE WIRELESS sollen hier die 150€ Preisklasse aufmischen und sich gegen die Konkurrenz aus dem Hause JBL, Samsung, Apple und Co. bewähren.

Teufel Airy True Wireless Test Review 11Gelingt dies? Klären wir genau diese Frage im Test der AIRY TRUE WIRELESS von Teufel!

An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Zurverfügungstellen der AIRY TRUE WIRELESS.

 

Die Teufel AIRY TRUE WIRELESS im Test

Der erste Eindruck der Teufel AIRY TRUE WIRELESS fällt um ehrlich zu sein eher durchwachsen aus. Wie üblich bestehen die AIRY TRUE WIRELESS aus zwei Teilen, den Ohrhörern selbst und der Ladebox.

Teufel Airy True Wireless Test Review 1Die Ladebox ist vergleichsweise einfach gestaltet. Front und Rückseite sind aus einem matten Kunststoff, während der Rahmen in Hochglanz gehalten ist. Die Verarbeitung ist soweit okay, aber wirkt etwas „Plastikhaft“. Klopft Ihr gegen die Box, dann merkt Ihr, dass diese leicht hohl ist.

In einer niedrigeren Preisklasse wäre dies kein Problem, aber für 150€ geht mehr, um es so zu sagen. Der Deckel der Ladebox wird wie üblich über Magnete gehalten, was auch gut funktioniert.

Teufel Airy True Wireless Test Review 2Der Deckel öffnet sich nicht ungewollt und selbst wenn sind auch die Ohrhörer im Inneren magnetisch gehalten, diese fallen also auch nicht einfach heraus.

Merkwürdigerweise wird die Ladebox noch via microUSB geladen. Hier finde ich es schade, dass Teufel nicht auf USB C umgestiegen ist, wo dieses mittlerweile sowohl im Apple wie auch Android Ökosystem verbreitet ist.

Enttäuscht hat mich etwas das Design der Ohrhörer. Teufel ist normalerweise sehr gut was das Design von Produkten angeht. Alle Teufel Geräte wirken irgendwie einzigartig, auch beispielsweise die MOVE BT.

Teufel Airy True Wireless Test Review 3Verglichen damit wirken die AIRY TRUE WIRELESS fast schon etwas langweilig und gewöhnlich. Ich will die Ohrhörer nicht als hässlich bezeichnen, aber diese sind auch nichts Besonderes.

Die Ohrhörer sind im Apple AirPod Style gehalten, verfügen also über eine Art Steg, der aus der Unterseite herausragt. Mittlerweile hat man sich ja etwas an dieses Design gewöhnt und es gibt den Herstellern etwas mehr Raum für Elektronik. Von daher geht dies für mich in Ordnung.

Die AIRY TRUE WIRELESS sind dabei komplett aus einem einfachen Kunststoff gefertigt. Auf der Rückseite findet sich lediglich das Teufel Logo, welches allerdings in der gleichen Farbe wie das Gehäuse ist und damit etwas „untergeht“.

Teufel Airy True Wireless Test Review 5Die Rückseite ist wie meist üblich auch bei den AIRY TRUE WIRELESS Touch-Sensitiv. Einmal Tippen = Play/Pause usw.. Das Ganze funktioniert auch gut!

Ebenso gut funktioniert das automatische Ein/Ausschalten, wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox legt oder herausnehmt.

Die Teufel AIRY TRUE WIRELESS haben sich hier als zuverlässig im Alltag erwiesen.

 

Tragekomfort

Die AIRY TRUE WIRELESS sind im Bereich des Tragekomforts recht unspektakulär. Diese sind vergleichsweise kleine und kompakte Ohrhörer, welche daher universell gut in allen Ohren passen sollten.

Teufel Airy True Wireless Test Review 10In der Praxis waren die AIRY TRUE WIRELESS auch nicht unbequem oder störend ganz im Gegenteil! Teils saßen diese ein wenig locker, für intensiven Sport nicht ganz optimal. Allerdings für das tägliche Bus/Bahnfahren taugen diese völlig!

Ich würde den Tragekomfort mit einer 2 bewerten.

 

Klang der Teufel AIRY TRUE WIRELESS

Kommen wir zum interessantesten Punkt, dem Klang der Teufel AIRY TRUE WIRELESS. Starten wir hier bei den Höhen.

Diese sind tadellos! Die AIRY TRUE klingen schön klar und sauber. Dabei haben die Höhen einen angenehmen leichten Unterton, ohne dabei schrill oder anstrengend zu sein.

Klasse!

Teufel Airy True Wireless Test Review 6Ebenfalls sehr gut gefallen mir die Mitten, welche toll aufgelöst werden! Stimmen klingen unheimlich plastisch und natürlich. Ich würde glatt sagen die Darstellung von Stimmen ist bei den Teufel AIRY TRUE WIRELESS Weltklasse!

Aus dem Bauch heraus wüste ich keinen Ohrhörer, der dies besser macht und nicht signifikant mehr kostet. Ein wenig erinnert mich die Klangsignatur der Ohrhörer an die Apple Airpods Pro, welche ebenfalls recht natürlich, leicht und wenig anstrengend daherkommen.

Allerdings gerade beim Bass unterscheiden sich die Teufel AIRY TRUE WIRELESS von den Apple AirPods Pro. Wie es sich für Teufel Ohrhörer gehört sind die AIRY TRUE WIRELESS hier etwas wuchtiger und kräftiger.

Von der Masse ist der Bass leicht angehoben, aber das wirklich Besondere ist die Qualität des Basses!

Teufel Airy True Wireless Test Review 9Die AIRY TRUE WIRELESS haben einen hervorragenden Tiefgang! Bass kann richtig schön in die Tiefe gehen und wirkt voluminös. Dabei hält dieser aber eine gute Schärfe, was in einer subjektiv hohen Detailwiedergabe resultiert. Die Detailwiedergabe und Auflösung ist aber generell eine Stärke der Ohrhörer, über den gesamten Frequenzgang. Musik wird toll in die Breite und Tiefe gezogen und klingt hierdurch sehr plastisch.

Am Ende kommt aus den AIRY TRUE WIRELESS ein schon lebendiger und treibender Klang, der auch eine tolle Dynamik aufweist. Toll! So macht Musik Spaß!

Kritikpunkte? Um ehrlich zu sein, keine. Hier und da gibt es Ohrhörer die noch etwas mehr auf die „Pauke“ schlagen wie es so schön heißt. Aber dies ist Geschmackssache. Die Teufel AIRY TRUE WIRELESS halten eine gute Waage aus einem noch neutralen/natürlichen Klang und hoher Spielfreude. Kein Klangelement wird übermäßig dominant gegenüber einem anderen, wodurch die Ohrhörer auch in so ziemlich allen Musikrichtungen eine gute Figur machen.

Teufel Airy True Wireless Frequency Response
Teufel AIRY TRUE WIRELESS Frequency Response

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert schon neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Teufel hat bei den AIRY TRUE WIRELESS viel aber auch nicht alles richtig gemacht! Leider wirken die Ohrhörer und auch die Ladebox etwas „plastikhaft“.Auch das Design ist anders als man dies von Teufel kennt etwas uninspiriert. Nein die TWS Ohrhörer sind nicht hässlich, aber auch nichts Besonderes. Hinzu kommt die Nutzung von microUSB, wo doch so ziemlich alle Hersteller mittlerweile auf USB C umsteigen.

Klingt soweit eher negativ, allerdings können die Teufel AIRY TRUE WIRELESS viel Boden auf der technischen Seite gut machen.

Teufel Airy True Wireless Test Review 11Gerade klanglich sind die AIRY TRUE WIRELESS gut bis herausragend! Die Ohrhörer klingen wunderbar plastisch, detailreich und lebendig, mit einem guten Schuss Bass! Stimmen werden hervorragend abgebildet und der Bass hat einen spitzen Tiefgang.Auch die Bluetooth Verbindung war tadellos. Probleme mit Abbrüchen oder Ähnlichem hatte ich 0. Ebenso funktionierte das automatische Ein/Ausschalten sehr gut und der Tragekomfort war völlig Okay.

Trotz meiner Kritik am Äußeren der Ohrhörer, technisch und klanglich sind diese eine Meisterleistung! Daher kann ich die Teufel AIRY TRUE WIRELESS am Ende wirklich nur empfehlen, vor allem dann wenn für Euch der Klang die NR.1 Priorität ist. Auch der Preis von rund 150€ geht in Ordnung, auch wenn wir hier schon am oberen Ende sind was Preislich für Ohrhörer ohne ANC usw. machbar ist.

Die JBL LIVE 300TWS im Test, von JBL für Bass-Fans

Die LIVE 300TWS sind JBLs aktuellen „Flaggschiff“ true Wireless Ohrhörer. Im Gegensatz zu den JBL TUNE 220TWS setzt JBL bei diesen auf ein typisches in-Ear Design. Dabei sollen diese neben einem Weltklasse Klang auch mit einer hohen Akkulaufzeit, Ambient Aware und der TalkThruTechnologie punkten.

Jbl Live 300tws Im Test 4Letztere nutzt die Mikrofone der Ohrhörer damit Stimmen trotz Musikgenusses weiterhin hörbar bleiben. Ließt sich durchaus spannend, aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert dies und vor allem klingen die JBL LIVE 300TWS gut?

Finden wir dies im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an JBL für das Zurverfügungstellen der Ohrhörer für diesen Test.

 

Die JBL LIVE 300TWS im Test

Das Erste was an den JBL LIVE 300TWS auffällt ist die vergleichsweise große Ladebox. Diese misst satte 72,4 x 31,8 x 48,4 mm und bringt gute 68g auf die Waage.

Jbl Live 300tws Im Test 1Damit gehört diese zu den durchaus größeren Ladeboxen die Ihr bei TWS Ohrhörern finden könnt. Was die Verarbeitungsqualität angeht bin ich recht zufrieden mit der Ladebox. Der Deckel wird wie üblich mithilfe von Magneten geschlossen gehalten und hat nur minimal spiel. Allerdings die Materialwahl konnte mich nicht überzeugen!

JBL setzt hier auf einen leicht glänzenden Kunststoff, welcher aber extrem anfällig gegenüber Fingerabdrücken und Schmutz ist. Zudem fühlt sich dieser einfach nicht wertig in der Hand an. Hier ist also noch gut Luft nach oben.

Ebenso kann die Ladebox die Ohrhörer nur 2x unterwegs wiederaufladen, was in der Regel ausreicht aber auch nicht großzügig ist. Immerhin wird der Akku anschließend über USB C geladen! JBL hat hier auch einen schicke Status LED um den USB C Port angebracht.

Jbl Live 300tws Im Test 2Ähnlich wie die Ladebox sind auch die JBL LIVE 300TWS etwas größter. Diese messen rund 20mm an der dicksten Stelle und bringen jeweils rund 6,6g auf die Waage. Damit sind diese zwar nicht absolut riesig, gehören aber schon zu den Top 20% was die Abmessungen angeht.

Bei der Ladebox war ich etwas kritisch was die Materialwahl anging, daher muss ich fair sein und die Haptik und Optik der Ohrhörer loben. Zwar setzt hier JBL auch auf einen einfachen Kunststoff, dieser wirkt aber ausreichend wertig. Allgemein könnt Ihr den LIVE 300TWS ansehen das diese keine „billigen“ Ohrhörer sind.

Jbl Live 300tws Im Test 3Gesteuert werden die Ohrhörer über eine Touch sensitive Oberfläche. Das Ein/Ausschalten funktioniert allerdings automatisch wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox legt oder herausnehmt. Dies funktioniert auch soweit sehr gut! Die Ohrhörer können auch automatisch erkennen wenn Ihr diese einsetzt und herausnehmt und pausieren bzw. setzen die Musik-Wiedergabe fort.

Die Akkulaufzeit liegt laut JBL bei 6 Stunden pro Ladung. Dies kommt bei einer niedrigen Lautstärke auch hin! Bei hoher Lautstärke rechnet eher mit 4,5-5 Stunden.

 

Tragekomfort

Die LIVE 300TWS sind große bis sehr große Ohrhörer, daher habe ich keine all zu großen Erwartungen an den Tragekomfort gestellt. Allerdings sitzen die Ohrhörer in der Praxis recht gut! Ich würde diese nur bedingt Nutzern mit sehr kleinen Ohren empfehlen, aber in normal bis großen Ohren sitzen diese gut.

Jbl Live 300tws Im Test 8Für etwas überflüssig halte ich nur die Ohrhacken. Bei den Ohrhaken handelt es sich um kleine Silikonbügel die sich in Eurem Ohr verkeilen sollen um für einen besseren Halt zu sorgen. Allerdings sind die LIVE 300TWS so lang das ich diese zu tief in meine Ohren drücken muss, damit die Ohrhaken greifen.

Ohne Ohrhaken sitzen die Ohrhörer deutlich angenehmer, auch wenn diese für Sport nicht zwingend meine erste Wahl wären.

 

Ambient Aware und der TalkThru-Technologie

Beim Nutzen von Ambient Aware werden die in den Ohrhörern verbauten Mikrofone genutzt um Außengeräusche zu verstärken. Dies soll Euch helfen trotz Musik Umgebungsgeräusche, Autos, Durchsagen usw. dennoch wahrzunehmen. Und ja dies funktioniert auch gut bei den JBL LIVE 300TWS!

 

Klang

Die JBL LIVE 300TWS sind ziemlich aggressiv klingende Ohrhörer mit einem teils fast schon extremen Bass! Starten wir daher auch bei diesem. Der Bass ist absolut eindeutig das primäre Klangelement der Ohrhörer! Der Bass ist extrem kräftig, tief und satt. Allerdings wirkt der Bass auch gekonnt! So ist das Volumen im Bass wirklich beeindruckend und passt zu den größeren Abmessungen der Ohrhörer. Auch der Tiefgang ist top. Sucht Ihr Bass bis zum Anschlag, dann werdet Ihr in dieser Preisklasse wenig besseres Finden.

Jbl Live 300tws Im Test 6Allerdings ist der Bass schon sehr dominant! Gerade die mittleren Mitten bis hin zu den unteren Höhen werden sehr in den Hintergrund gedrängt. Hier und da habe ich mir bei Stimmen sinngemäß gedacht „Kann jemand die Sängerin bitte lauter machen“. Auf niedrigen bis mittleren Lautstärken geht es, aber auf hoher Lautstärke überschattet der Beat Stimmen schon recht deutlich, auch wenn dies natürlich etwas von der Abmischung des Songs abhängt.

Bei den Höhen kommt es etwas darauf an. Die unteren Höhen sind prinzipiell nicht schlecht, werden aber vom Bass auch etwas überschattet. Die oberen Höhen hingegen können durchaus gegen den Bass anspielen. Unter anderem hierdurch wirken die JBL LIVE 300TWS auch nicht dumpf oder matt, ganz im Gegenteil!

Generell wirken die Ohrhörer erfreulich dynamisch und lebendig. Musik klingt extrem kraftvoll und spaßig. Bei vielen Songs haben mir die Ohrhörer ein regelrechtes Lächeln ins Gesicht gezaubert, primär aufgrund des mächtigen Basses. Allerdings sind dies auf keinen Fall Ohrhörer für Nutzer die ein ausgeglichenes Klangbild suchen!

Bonuspunkte gut es für die hohe maximale Lautstärke und die sehr gute räumliche Darstellung.

Jbl Live 300twsErklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve links sehr hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert schon neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Mögt Ihr Bass? Also so richtig? Dann könnten Euch die LIVE 300TWS von JBL gefallen! Starten wir aber mit den Leuten die die Ohrhörer besser nicht kaufen sollten. Sucht Ihr einen besonders ausgewogenen Klang mit starken Stimmen, dann gibt es bessere Ohrhörer für Euch.

Jbl Live 300tws Im Test 9Die JBL LIVE 300TWS punkten durch einen sehr starken und aggressiven Bass, der auch zu weiten teilen sehr das Klangbild domminiert. Dabei ist der Bass aber technisch 1a umgesetzt. Dieser hat ein tolles Volumen und einen guten Tiefgang. Auch die generelle räumliche Darstellung der Ohrhörer ist gut. Hinzu kommen sehr klare Höhen, welche für eine gute Dynamik und subjektive Spielfreude sorgen.

Auch der Tragekomfort und die Akkulaufzeit können überzeugen, wenn auch die Ohrhörer und die Ladebox etwas kleiner sein dürften.

Am Ende kommt es darauf an wie viel Bass Ihr sucht. Die LIVE 300TWS ordnen sich hier schon am oberen Ende ein, was auch durchaus Spaß machen kann! Ist es das war Ihr sucht, dann kann ich die Ohrhörer mit gutem Gewissen für rund 100€ empfehlen! Diese sind Bass-Bomber der oberen Güteklasse.

 

Test: Gardena HandyMower, ein leistungsstarker mini Akku-Rasenmäher?

Rasenmähen ist bekanntlich das liebste Hobby der Deutschen. Allerdings gerade in großen Städten und dem Umland sind die Gärten in der Regel sehr klein. Hier lohnt es sich oftmals gar nicht so richtig einen großen Rasenmäher anzuschaffen, geschweige denn einen Benzin Rasenmäher. Hier hat sich Gardena etwas Neues ausgedacht und zwar einen „mini“-Rasenmäher, der speziell für kleine Gärten konzipiert ist.

Der Gardena HandyMower Li-18/22 ist für kleine Rasenflächen von +- 50m² gedacht und besonders handlich und kompakt designt. Dabei setzt dieser auf das 18V Akku-System von Gardena. Im Gegensatz zu vielen anderen „kleinen“ Rasenmähern ist der HandyMower Li-18/22 aber kein „billig“ Gerät, sondern ist durchaus in der premium Preisklasse platziert.

Gardena Handymower Test 19Dieses Konzept eines super kompakten und handlichen Mähers, der aber auch einen gewissen Qualitätsanspruch verfolgt, finde ich durchaus interessant! Aber hat der HandyMower Li-18/22 überhaupt genug Power, schließlich setzt dieser nur auf ein 18V Akku-System, oder handelt es sich bei diesem nur um ein teures Spielzeug?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Gardena HandyMower Akku-Rasenmäher im Test

Es gibt einige kompakte Akku-Rasenmäher im Handel. Dies ist aber oft einfach nur ein Nebenprodukt beim Versuch den Verkaufspreis niedrig zu halten. Dies ist beim Gardena HandyMower etwas anders. Die kompakten Abmessungen und die hohe Wendigkeit sind hier DIE Feature.

Gardena Handymower Test 8So ist der Gardena HandyMower der kleinste und auch leichteste (4,2Kg) Rasenmäher der mir bisher begegnet ist. Dabei setzt Gardena auch auf eine etwas ungewöhnlichere Form. Anstelle einfach nur einen normalen Rasenmäher zu schrumpfen, ist die Form speziell auf den Einsatz als „Mini-Rasenmäher“ zugeschnitten. So erinnert mich die Form und Größe des HandyMower etwas an einen Rasenmähroboter an einem Stiel. Ja gewisse Design-Parallelen zu einem SILENO City von Gardena sind durchaus vorhanden, auch wenn beide technisch nichts miteinander gemein haben. Erfreulicherweise wirkt der Gardena HandyMower trotzt des niedrigeren Gewichts nicht billig oder zu leicht, das dieser nicht gut über Gras navigieren könnte.

Der auffälligste Unterschied zu einem regulären Rasenmäher ist aber der Handgriff. Dieser ist nicht fixiert sondern lässt sich frei im Winkel verstellen. Dies macht den Gardena HandyMower noch ein Stück flexibler und erlaubt ein noch einfacheres Verstauen.

Gardena Handymower Test 16Am Handgriff befindet sich der übliche zweistufige Einschalter, der ein versehentliches Einschalten verhindern soll. Ebenso ist hier ein kleiner „Zündschlüssel“ angebracht, den Ihr abziehen könnt. Dies soll z.B. vermeiden, dass Kinder den Rasenmäher ungewollt nutzen können. Habt Ihr keine Kinder im Haushalt, dann könnt Ihr den Schlüssel einfach stecken lassen.

Der Rasenmäher selbst verfügt über zwei große Räder auf der Front und eine Art Rolle am hinteren Ende. Erneut hilft dies dabei den Mäher so wendig wie möglich zu halten. An einem der vorderen Räder ist auch die Verstellung der Schnitthöhe angebracht. Der HandyMower kann in drei Stufen zwischen 30 und 50mm eingestellt werden. Dabei setzt dieser auf ein Mulchmesser. Es gibt also keinen Auffangbehälter für das Schnittgut, auch nicht optional.

Gardena Handymower Test 12Bei dem Messer handelt es sich um ein „reguläres“ Rasenmäher Messer aus Metall, das nur mit 22cm etwas kleiner gehalten ist.

Als Energiequelle dient ein 18V Akku. Es handelt sich hierbei um den gleichen 18V Akku den auch diverse andere Gardena Akku-Geräte nutzen. Habt Ihr bereits solch eins könnt Ihr das günstigere Set ohne zusätzlichen Akku kaufen.

Gardena Handymower Test 9Leider bietet Gardena abseits seines 18V 2,6Ah Akku KEINE größeren Modelle an. Ihr könnt die Laufzeit des Mähers also nur durch mehrere Austausch-Akkus verlängern. Zwar ist an den Akkus eine Ladestandsanzeige angebracht, aber da sich der Akku „verschlossen“ in der Basis des Mähers untergebracht ist habt Ihr leider während des Mähens keinen Indikator wie lange der Mäher noch hält.

 

Hat der HandyMower Li-18/22 genug Leistung?

Der Gardena HandyMower setzt lediglich auf einen 18V Akku für die Energieversorgung. Die meisten anderen Akku-Rasenmäher nutzen wahlweise zwei 18V Akkus oder einen 36V Akku. Es gibt zwar auch andere Modelle die nur einen 18V Akku nutzen, dies aber meist aufgrund des Preises.

Gardena Handymower Test 18Dies stellt natürlich die Frage nach der Leistung. Zwar kann auch ein 18V Akku prinzipiell 1000W+ liefern, aber dies nur sehr kurz. Gardena liefert beim HandyMower Li-18/22 einen 18V 2,6Ah Akku mit, der 20 Minuten Laufzeit ermöglichen soll. Hieraus ergibt sich eine Motorleistung von ca. 140W. Verglichen mit großen Mähern sicherlich weniger imposant, allerdings wird die Motorleistung natürlich etwas dynamisch geregelt. Trifft der Mäher auf mehr Widerstand, dann wird die Motorleistung diese 140W auch um ein Vielfaches übersteigen können. Zudem hat Gardena einen besonders effizienten bürstenlosen Motor verbaut.

Als Vergleichsobjekt habe ich einen etwas älteren 36V Bosch Rotak 32 LI high Power Mäher. Theoretisch spielt dieser ganz klar eine wenn nicht sogar zwei Klassen über dem HandyMower. Praktisch hingegen tun sich die beiden nicht viel!

Die Kombination aus effizientem Motor, kleiner Schnittbreite und scharfem Messer sorgt für eine sehr anständige Mähleistung! Der HandyMower kann problemlos auch Gras schneiden das höher ist als er selbst. Dementsprechend stellt normales bis niedriges Gras natürlich überhaupt kein Problem dar!

Lediglich etwas wie Maulwurfshügel usw. solltet Ihr vermeiden.

 

Sicherheit ist nicht immer komfortabel

Sicherheit gerade bei Geräten die ein sehr schnell rotierendes Messer haben ist nicht ganz unwichtig. Der HandyMower hat hier aber ein Feature über das man sich streiten kann. So schaltet sich der Mäher automatisch ab wenn der Handgriff zu steil oder zu Flach gestellt wird. Dies soll verhindern das Ihr Euch z.B. ausversehen selbst über die Füße fahrt. Ihr habt also nur ein gewisses Spiel beim Handgriff, innerhalb welchen der Mäher zu nutzen ist.

Gerade anfangs führt dies aber viel zu ungewollten Abschaltungen! Das leichte Design in Kombination mit dem flexiblen Handgriff lädt dazu ein den Mäher ähnlich wie einen Staubsauger zu nutzen, also gerade in Ecken diesen im Stand vor und zurückzuschieben, ohne sich selbst dabei zu bewegen.

Gardena Handymower Test 15Dies geht natürlich in einem gewissen Rahmen, aber es dauert etwas bis man ein Gefühl entwickelt hat wie weit man den Griff anwinkeln kann. Wo die Abschaltung aber definitiv etwas stört ist in sehr steilen Hängen oder Böschungen! Der Gardena HandyMower wäre der perfekte Mäher für Hänge, wäre da nicht diese Abschaltung wenn der Mäher zu steil zum Handgriff steht. Hier wäre mir glatt eine Fixierung des Handgriffs lieber auf die Positionen die „erlaubt“ sind.

Hier können wir aber nicht nur Gardena die Schuld geben, diese müssen sich auch an gesetzliche Vorgaben halten. Ich kann nur nicht so ganz verstehen warum man dem Griff dann überhaupt so viel Spiel gibt.

 

Die Praxis

Die Praxis mit dem Gardena HandyMower wird natürlich primär vom Formfaktor geprägt. Der Rasenmäher fühlt sich weniger wie ein Rasenmäher an und viel mehr wie ein Staubsauger. Dies liegt natürlich am niedrigen Gewicht und dem flexiblen Handgriff. Ihr könnt mit dem HandyMower regelrecht über den Rasen „wischen“, was gerade in Ecken praktisch ist.

Gardena Handymower Test 20Grundsätzlich ist es dabei sogar problemlos möglich den gesamten Mäher mit einer Hand zu fahren. Lediglich der Schalter des Handgriffs ist hier auf Dauer etwas straff und unangenehm, mit zwei Händen am Handgriff ist dies aber kein Problem mehr.

Wir haben zwar schon über die Leistung des Mähers gesprochen, aber auch hier will ich noch mal erwähnen, dass der Gardena HandyMower mich positiv überrascht hat! Dass der Mäher stehen blieb passierte nur beim Aufsetzen auf einen Erdhügel oder bei extrem nassen Gras. Auch das Mulchen funktioniert tadellos! Die einzelnen Grasstücke werden schön und fein zerkleinert. Sofern Euer Rasen nicht zu hoch war, werdet Ihr den Rasenschnitt nicht einmal mitbekommen.

Die Akkulaufzeit liegt wie beworben bei +- 20 Minuten. Ist der Mäher allerdings unter höherer Last kann die Laufzeit auch ein gutes Stück nach unten abweichen.

 

Fazit

Auf den ersten Blick könnte man den Gardena HandyMower für ein unnützes Spielzeug halten, aber dies ist eine gewaltige Fehleinschätzung. Der HandyMower ist ein nahezu perfekter Rasenmäher für:

  • Kleine Gärten und Rasenflächen
  • Sehr verwinkelte oder enge Gärten
  • Ältere Nutzer die nicht mehr ganz so viel Kraft haben
  • Und in einem gewissen Rahmen schrägen.

Aufgrund der Arbeitsbreite von gerade einmal 22cm und der doch etwas eingeschränkten Akkulaufzeit von rund 20 Minuten eignet sich der Gardena HandyMower eher weniger für große Gartenflächen. Gardena selbst spricht von bis zu 50m², womit der HandyMower eher ein Ersatz für einen Spindelmäher ist. Ich würde den Mäher aber auch noch für etwas größere Gartenflächen empfehlen können, wenn Ihr Euch einfach einen 2. Akku zulegt.

Gardena Handymower Test 19Dabei eignet sich der Gardena HandyMower besonders für schmale oder verwinkelte Gärten. Hier kann der Mäher sogar als 2. Rasenmäher Sinn machen. Sein größter Pluspunkt  ist die extrem hohe Wendigkeit und das niedrige Gewicht. Dies macht den Mäher auch für viele ältere Nutzer interessant! Meine Oma beispielsweise fand den HandyMower klasse!

Was die Leistung angeht müsst Ihr Euch im Übrigen keine Sorgen machen. Zwar haben wir hier nur ein 18V System, aber der HandyMower schafft sogar Gras das über diesen hinausragt ohne größere Probleme. Klar Maulwurfshügel werdet Ihr mit ihm nicht „abfräsen“, aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl der Motor wäre zu schwach. Auch das Schnitt und Mulchergebnis ist top!

Den einzigen wirklichen Kritikpunkt den ich am Gardena HandyMower Li-18/22 habe ist die Abschaltung wenn der Haltegriff zu steil oder zu flach gestellt wird. Ohne dieses „Problem“ wäre der Mäher beispielsweise auch ein Traum für das Mähen von Schrägen oder Böschungen. Ja man gewöhnt sich an diese Abschaltung und hat irgendwann darauf wie schräg der Griff stehen kann, aber dennoch hätte Gardena dieses Sicherheitsfeature besser lösen können.

Gardena Handymower Test 23Trotzdem kann ich den Gardena HandyMower mit gutem Gewissen empfehlen, wenn Ihr einen kleinen oder sehr verwinkelten Garten habt! Selbiges gilt wenn Ihr vielleicht auch schon etwas älter seid. Denkt nur gegebenenfalls über die Anschaffung eines 2. Akkus nach.

Gardena Handymower