Das Acer Swift 3 SF314 im Test, die günstige alternative zum Dell XPS 13, Razer Blade Stealth, ASUS Zenbook

Ein gutes Ultrabook ist in der Regel nicht günstig, siehe Dell XPS 13, Apple MacBook Pro, Razer Blade Stealth usw.

Ein besonders kompaktes Notebook bauen ist nun mal nicht ganz einfach bzw. ganz günstig. Hier ist das Acer Swift 3 SF314 ein etwas „Besonderes“. Das Acer Swift 3 SF314 ist bereits ab 520€ erhältlich, was für ein kompaktes Aluminium Notebook mit ordentlicher Leistung und FullHD Display nicht zu viel ist.

Dies gilt natürlich nur für den Fall, dass das Acer Swift 3 SF314 auch ein gutes Notebook ist. Dies kann man nicht immer nur an den technischen Daten erkennen.

Von daher, kann das Acer Swift 3 SF314 im Test überzeugen? Finden wir dies heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Acer für das Zurverfügungstellen des Notebooks.

 

Versionen

Wie bei Notebooks üblich, gibt es auch das Acer Swift 3 SF314 in diversen Versionen.

Die kleinste aktuelle Version ist mit einem Intel Core i3-7100U, 4GB RAM und 128GB SSD ausgestattet.

Die Größe aktuelle Version ist Intel Core i7-8550U, 8GB RAM, 512GB SSD und Nvidia MX150 ausgestattet.

Zudem gibt es jede Menge Versionen dazwischen. Ich würde Euch an dieser Stelle zu einer Version mit Intel Core i7-8550U oder i5-8250U raten. Der Sprung von den I CPUs der 7 Generation auf die 8 Generation ist recht groß und kann sich durchaus lohnen.

Für diesen Test habe ein mittleres Acer Swift 3 SF314 von Acer bekommen, welches mit Intel Core i5-7200U, 8GB RAM und 256GB SSD ausgestattet ist.

 

Das Acer Swift 3 SF314 im Test

Das Swift 3 hat mich gleich beim Auspacken positiv überrascht. Warum? Das Notebook besitzt ein vollständiges Aluminium Gehäuse, was bei einem Gerät das bereits ab einem Preis von 520€ losgeht nicht selbstverständlich ist.

Vollständig bedeutet in diesem Fall auch wirklich vollständig, sowohl der Deckel, wie auch die Unterseite und Handballenauflage sind aus silbernen Aluminium gefertigt.

Auf ein „Unibody“ Design muss allerdings in dieser Preisklasse verzichtet werden. Dennoch fühlt sich das Acer Swift 3 SF314 erfreulich hochwertig und stabil an. Dies gilt sowohl für den untere Teil des Gehäuses, wie aber auch das Display, welches fast völlig verwindungssteif ist.

Lediglich die etwas harte Kante, am oberen Rand des Innenraums, ist ein kleiner Kritikpunkt. Hier hätte man den Übergang zwischen unterer und oberer Aluminiumschale etwas filigraner arbeiten können. Auch ist der Displaydeckel mit der Unterseite nicht ganz bündig, aber ich vermute dies ist absichtlich gemacht, da hier die Spaltmaße sehr gleichmäßig sind.

Grundsätzlich macht das Swift 3 SF314 allerdings einen hervorragenden Eindruck, gerade wenn man die Preisklasse bedenkt.

Auch die Abmessungen des Notebooks würde ich als sehr portabel einstufen. Ja dieses ist noch etwas größer und schwerer als ein Apple MacBook, Dell XPS 13 oder ASUS Zenbook 3, aber diese Geräte kosten fast das doppelte des Swift 3.

Mit rund 18mm Dicke und einem Gewicht von 1,6KG ist dieses problemlos für das tägliche Mitnehmen zur Schule, Uni oder Arbeit geeignet.

Gehen wir einmal um das Notebook herum. Die meisten Anschlüsse des Notebooks befinden sich am linken Rand. Hier finden wir den winzigen Ladeport, einen HDMI Ausgang, einen USB C 3.0 Anschluss, zwei normale USB 3.0 Ports und einen Kopfhörerausgang.

Die Front und Rückseite besitzen keine Anschlüsse oder Status LEDs. Die beiden Status LEDs, für Power und Strom, sind an der rechten Seite des Acer Swift 3 SF314 angebracht. Dort finden wir auch einen weiteren USB Anschluss, diesmal aber USB 2.0, und einen SD Kartenleser.

Damit ist die Portausstattung ziemlich vollständig und sogar größer als bei den meisten High End Ultrabooks heutzutage.

 

Software 

Acer setzt beim Swift 3 SF314 natürlich auf Windows 10 Home in der 64Bit Version.

Leider installiert allerdings Acer einiges an „Bonus“ Software vor. Neben einer Testversion von Norton Antivirus, welche recht aufdringlich ist, findet sich auch Netflix, Booking.com, Dashlane, eBay usw. auf dem Notebook.

Nicht schlimm, aber der Mehrwert hält sich doch sehr in Grenzen.

Von einer 256GB SSD bleibt nach Abzug von Windows, Programmen, Recovery usw. noch rund 208GB zur freien Verfügung.

 

Display

Das Acer Swift 3 SF14 verfügt, wie der Name es vielleicht schon vermuten lässt, über ein 14 Zoll Display. Beim meinem Swift 3 handelt es sich hier um ein Full HD IPS Panel, welches subjektiv ordentlich aussieht.

Blickwinkel passen, genau wie die Schärfe. Lediglich das Scaling war „out of the Box“ etwas hoch eingestellt, aber das ist mit einem Klick erledigt.

Leider war ich allerdings von den Werten die mein Messgerät zum Display des Swift 3 ausspuckte weniger begeistert.

 

Dass der Kontrast und die maximale Helligkeit eher mittelmäßig ist, war nicht die große Überraschung. Der Kontrast wird von meinem Messgerät mit 640:1 betitelt, was okay ist, aber auch nicht überragend.

Ähnliches gilt für die Helligkeit welche bei maximal 226 cd/m² liegt. Damit ist das Acer Swift 3 für einen außen Einsatz eher mäßig gut geeignet. Dies liegt nicht nur an der Helligkeit, sondern auch am spiegelnden Hochglanz Panel.

Immerhin setzt Acer hier auf Gorilla Glas, was gut für die Bruchsicherheit ist.

Etwas enttäuscht hat mich die Farbraumabdeckung. Diese liegt bei 66% sRGB und 49% AdobeRGB.

Auch die Farbtreue/Kalibrierung ist eher mittelmäßig. Kurzum für Nutzer welche professionelle Bildbearbeitung betreiben ist das Swift 3 nichts.

Im normalen Einsatz geht das Display aber vollkommen in Ordnung.

 

Tastatur und Trackpad

Für jemanden der sehr viel auf seinem Notebook schreibt, ist die Tastatur mir immer sehr wichtig. Oftmals ist allerdings die Tastatur, gerade bei günstigeren kompakten Geräten, eher mäßig. Daher war ich hier beim Swift 3 SF314 positiv angetan.

Acer setzt beim Swift 3 auf ein recht klassisches qwertz Layout. Lediglich die Enter Taste und „#“ Taste wie auch Shift und „<“ sind etwas näher zusammengerückt. Abseits davon sind mir keine Auffälligkeiten aufgefallen.

Wie ist das Druckgefühl? Die Tasten des Swift 3 sind recht knackig mit einer guten Drucktiefe. Das Tippen auf dem Swift 3 fiel mir sehr leicht ohne große Eingewöhnungszeit. Grundsätzlich handelt es sich hier um eine durchschnittliche bis leicht überdurchschnittlich Tastatur.

Lediglich der Anschlag könnte etwas präziser sein. Erstaunlicherweise gibt die Tastatur ein wenig nach, wenn man viel Druck auf diese ausübt. Erstaunlich, da das Gehäuse ansonsten extrem robust wirkt.

Bonus Punkte gibt es für die weiße Tastatur Hintergrundbeleuchtung, welche gerade im Dunkeln einen großen Mehrwert darstellt.

Aber wie steht es um das Trackpad? Erfreulich gut, wenn nicht sogar für diese Preisklasse hervorragend.

Das Trackung ist ausgezeichnet und sehr präzise. Auch das Gefühl am Finger ist nur als positiv zu bezeichnen. Kurzum keine Klagen hier und generell bei den Eingabegeräten.

 

Lautsprecher

Das Acer Swift 3 SF314 verfügt über zwei Lautsprecher, welcher auf der unteren Front angebracht sind.

Steht das Notebook auf einem Tisch wird der Schall vom Tisch zu Euch reflektiert. Dies funktioniert auch ganz gut.

Es ist schwer mit geschlossenen Augen zu erkennen wo genau der Ton aus dem Notebook kommt. Blind würde ich eher auf irgendwo aus der Tastatur tippen, als von der Unterseite.

Hinzu kommt das die Lautsprecher recht gut klingen. Das Swift 3 besitzt relativ viel Klangvolumen. Von Bass bei einem kompakten Notebook zu sprechen ist natürlich immer etwas mutig, aber das SF314 produziert durchaus etwas Tiefgang und Klangvolumen.

Mehr sogar als beispielsweise ein Dell XPS 13. Auch die Höhen sind soweit klar und ordentlich. Etwas schwächelt das Acer höchstens bei der Präzision und Sauberkeit des Klangs.

Allerdings habe ich hier schon von Gaming Notebooks schlechteres gehört! Von daher ist das Swift 3 SF314 für mal nen Video schauen oder etwas Musik neben dem Arbeiten hören voll geeignet.

Lediglich wenn Ihr das Notebook auf einer Decke stehen habt kann der Klang etwas gedämpft werden. Aber auch einem abendlichen Film schauen im Bett steht an sich nichts im Wege.

Zum Kopfhörerausgang kann ich nichts groß sagen, weder positiv noch negativ. Hier bietet das Swift 3 vernünftige Standard Qualität.

 

Leistung und Performance

Die Leistung des Swift 3 SF314 hängt signifikant von der von Euch gewählten Version ab und hiervon gibt es viele.

Es gibt das Swift 3 SF314 aktuell mit folgenden CPUs:

  • Intel Core i3-7100U
  • Intel Core i5-7200U
  • Intel Core i7-7500U
  • Intel Core i5-8250U
  • Intel Core i7-8550U

Ich habe diese mal aufsteigend nach ungefährer Leistung sortiert. Wenn Ihr die finanzielle Möglichkeit habt würde ich ganz klar zum i5-8250U oder i7-8550U raten.

Die 8. Generation der Intel I CPUs hat einen guten Sprung verglichen mit der 7. Generation gemacht.

Wählt auch den RAM weise! Dieser lässt sich nicht aufrüsten, im Gegensatz zur SSD.

Für diesen Test hat mir allerdings Acer ein Swift 3 SF314 mit i5-7200U geschickt, wie auch 8GB RAM und 256GB SSD.

Beginnen wir mit ein paar einfachen Benchmarks.

Benchmarks sind aber oftmals nur die halbe Wahrheit. Wie schlägt sich das Swift 3 mit i5-7200U im Alltag?

Dies kommt etwas darauf an was Ihr macht, aber grundsätzlich ist die Antwort, es schlägt sich gut!

Der i5-7200U hat problemlos genug Leistung für Webbrowsen, Video schauen, Office und auch leichte Foto Bearbeitung. Für Video Bearbeitung solltet Ihr eine Version mit i5-8250U oder i7-8550U, da es sich hier um Quad Cores handelt.

Der i5-7200U kommt auch problemlos mit Multitasking klar. X Webbrowser Tabs offen + Microsoft Word + Spotify + Skype + Excel ist beispielsweise kein Problem für den i5.

Lediglich wenn Ihr nur 4GB RAM habt könnte dies etwas das Multitasking Einschränken. 8GB RAM reichen aber in der Regel gut aus.

Auch Photoshop, sofern man nicht gerade 40 Megapixel Bilder mit x Ebenen bearbeitet, läuft soweit flüssig und ausreichend schnell.

Lediglich Gaming könnt Ihr völlig vergessen. Die Intel HD Graphics 620 in Kombination mit dem i5 ist kein Garant für gute 3D Leistung. Ältere Spiele oder auch weniger anfordernde Spiele, wie League of Legends oder auch Overwatch können durchaus laufen. Allerdings im Falle von Overwatch nur auf 720P und niedrigen Details.

Allerdings gibt es das Swift 3 SF314 auch mit der NVIDIA GeForce MX150. Die MX150 ist zwar auch kein Gaming Monster, ist aber durchaus in der Lage die meisten aktuellen Spiele flüssig bei niedrigen bis mittleren Details wiederzugeben.

Solltet Ihr Euch als für Gaming interessieren achtet auf die NVIDIA GeForce MX150. Falls nicht reicht auch die Intel Grafikkarte aus.

Überrascht hat mich die verbaute SSD im Swift 3 SF314. In diesem war bei mir sogar eine NVME SSD von Intel! Hierbei handelt es sich zwar nur um die „kleine“ Intel SSD 600p, aber auch diese schafft gut 1566MB/s lesend und 593MB/s schreibend.

In einem unter 1000€ Notebook ist eine NVME SSD nicht selbstverständlich! Daumen hoch dafür Acer.

 

Lüfter und Temperatur

Erneut gilt, ich kann was die Lautstärke des Swift 3 angeht nur für die Version mit i5-7200U sprechen. Größere Versionen könnten hier schlechter abschneiden!

Mit dem i5-7200U bietet das Acer Swift 3 SF314 eine fast Perfekte Leistung, was die Lüfter und auch die Temperaturen angeht.

Im normalen Alltag ist das Notebook komplett leise. Der Lüfter dreht entweder gar nicht oder nur so leise das er nicht hörbar ist.

Selbst unter konstanter 100% Volllast bleibt das Swift 3 SF314 leise! Der Lüfter dreht ganz sanft hoch, aber nur so wenig, dass man fast den Kopf auf die Tastatur legen muss um diesen überhaupt zu hören.

Das Acer Swift 3 SF314 ist das leiseste Notebook das ich bisher in den Händen hatte!

Umso erfreulicher das der i5-7200U auch ausreichend gekühlt wird. Unter 100% Last pendelt sich dieser bei 66-68 Grad ein, was absolut im Rahmen ist (die CPU kann rund 100 Grad aushalten).

Ich denke auch das die größeren Versionen hier ähnlich gut abschneiden werden. Der i5 wird einfach so gut vom Notebook gehandhabt.

 

Akkulaufzeit

Acer bewirbt das Swift 3 SF314 mit einer Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden. Ist dies eine realistische Angabe?

Die Antwort darauf ist ja! In meinem Test konnte ich knapp 9-10 Stunden Akkulaufzeit, bei einer niedrigen Displayhelligkeit und dem Surfen im Internet via WLAN erreichen. Bei einer Video Wiedergabe sind sogar knapp über 10 Stunden möglich.

Von daher kann das Swift 3 durchaus mit seinem Akku überzeugen!

Kleine Anmerkung, ein Aufladen via USB C wird vom Swift 3 Sf314 nicht unterstütz!

 

Fazit

Abschließend kann man durchaus sagen, dass mich das Acer Swift 3 SF314 etwas beeindruckt hat. Für einen sehr fairen Preis von 520-1000€, je nach Ausstattung, bietet dieses eine Leistung welche in sehr vielen Punkt mit deutlich teureren Ultrabooks mithalten kann.

Das Gehäuse ist robust und gut gemacht, abseits der etwas harten Kante auf der Front, die Größe und Gewicht des Swift ist angenehm portabel und auch die Eingabegeräte sind top.

Die Leistung variiert stark nach der gewählten Option. Hier hat Acer für jeden Geldbeutel etwas, angefangen beim kleine Core i3, 4GB RAM und 128GB SSD bis hin zum Top modernen i7-8550U, 8GB RAM, 512GB SSD und GeForce MX150, ist praktisch alles dabei.

Sehr positiv aufgefallen ist mir auch die Kühlkonstruktion, welche in Kombination mit dem i5-7200U in allen Situationen komplett leise blieb.

Wenn ich etwas bemängeln müsste, wäre dies am ehesten das Display. Acer setzt hier zwar auf ein Full HD IPS Panel, aber dieses ist höchstens von mittlerer Qualität. Dies ist aber auch schon der fast einzige Punkt welchen teurere Untrabooks, wie das Dell XPS 13 deutlich besser hinbekommen.

Abseits davon ist das halb so teure Acer Swift 3 SF314 fast immer in absoluter Schlagdistanz.

Von daher, wenn Ihr ein günstiges, gutes und portables Notebook sucht, kann ich das Acer Swift 3 SF314 voll empfehlen!

Positiv

  • Hochwertiges und robustes Aluminium Gehäuse
  • Hervoragende Kühlkonstruktion
  • Gute Leistung
  • NVME SSD
  • Gute Tastatur und Trackpad
  • Sehr gute Akkulaufzeit

 

Neutral

  • Mittelmäßiges Display
  • Etwas harte Aluminiumkante auf der Front

 

Negativ

  • Recht viele vorinstallierte Programme
Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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