Test: Key Light Mini von Elgato, ein Foto/Video-Licht mit WLAN!

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Licht ist das A und O bei Foto und Video. Ein gutes Licht unterscheidet professionelle und Hobby Produktionen wie nichts anderes. Dies gilt auch bzw. vor allem für Webcams, welche oftmals weniger gut mit schlechtem Licht klarkommen.

Für solche Nutzer bietet Elgato schon länger das Key Light an, ein spezielles Foto-Licht für Webcams.

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Nun hat Elgato mit dem Key Light Mini eine kleinere und portable Version herausgebracht. Diese zeichnet sich neben einem integrierten Akku auch mit einer Steuerung via WLAN und einem guten Licht aus. Letzteres zumindest laut Hersteller.

Allerdings kostet dieses kleine Video-Licht auch satte 99€! Lohnt dieses Geld oder ist das Elgato Key Light Mini überteuerter Luxus? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen des Key Light Mini für diesen Test.

 

Das Key Light Mini von Elgato im Test

Mit 14,7x10x1,7 cm wird das Key Light Mini seinem Namen durchaus gerecht. Dieses ist lediglich etwas größer als ein modernes High End Smartphone.

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Wo wir aber den höheren Preis erkennen können ist bei der Verarbeitungsqualität und bei der Haptik. So haben wir zwar ein recht klassisches Design eines Studio-Lichts, dieses ist aber sehr wertig gemacht.

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Auf der Front haben wie eine halbdurchsichtige Kunststoffschicht, hinter welcher die LEDs angebracht sind. Der äußere Rahmen des Video-Lichts besteht aus Aluminium! Dieses wertet die Haptik massiv auf und verleiht dem Key Light Mini auch eine gewisse Robustheit.

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Die Rückseite besteht wiederum aus Kunststoff, welcher aber ein schickes Elgato Desgin hat.

An der Seite des Key Light Mini finden wir den Einschalter und eine Art Drehrad. Das Drehrad dient dem manuellen Einstellen der Helligkeit und der Lichtfarbe.

Ebenfalls an der Seite ist der USB C Port, welcher zum Laden des Akkus dient.

 

Zubehör eher schwach

Was mich ein wenig enttäuscht hat, war das Zubehör. Neben dem Lichtpanel und einem gewinkelten USB C Kabel findet sich nichts mit im Lieferumfang.

Entsprechend ist auch keine Halterung mit dabei! Wir haben zwar einen klassisches Stativgewinde, aber eine Halterung oder ein Stativ musst du selbst kaufen.

 

App und Feature

Das Elgato Key Light Mini ist nicht einfach nur ein LED Scheinwerfer. Sondern dieser ist vernetzt! Über die Smartphone App oder auch einen PC (falls dieser WLAN hat) kannst du das Key Light Mini in dein WLAN einbinden und darüber steuern.

elgato key light mini (1)

Die Steuerung erfolgt über die Elgato Software an deinem PC oder die Elgato App.

Hier kannst du unter anderem die Helligkeit Steuern, die Farbtemperatur einstellen und einige andere Energie-Optionen anpassen.

elgato key light mini (2)

Dabei ist das Key Light Mini erfreulich reaktionsfreudig auf Einstellungen. Hast du mehrere Elgato Produkte, dann kannst du diese natürlich alle über die Software steuern, schalten usw.

 

Das Licht

Kommen wir zum spannendsten Punkt, wie gut ist das Licht des Elgato Key Light Mini?

Beginnen wir mit der Farbtemperatur. Elgato wirbt hier mit 2900 – 7000K. Diese Werte kann ich mit meinem Messgerät nicht ganz bestätigen. Laut meinem Messgerät schwankt die Lichtfarbe zwischen 5700K und 2800K. Dies ist schon eine Spanne von sehr warm bis ziemlich kalt.

Der CRI Wert wird mit 94%+ angegeben. Dies kann ich voll bestätigen!

CRI Wert
3900K – Neutral Weiß 96.4
5700K – Kalt Weiß 99.2
2800K 95.2

Je nach Lichtfarbe haben wir einen CRI Wert zwischen 96,4 und 99,2. Der CRI Wert ist sehr wichtig für die Farbwiedergabe. Hast du einen schlechten CRI Wert, wird auch oft RA oder Farbwiedergabeindex genannt, dann wirken Farben sehr blass und unnatürlich. Dieses Problem wurde gerne den ersten Energiespar-Lampen und LED Lampen nachgesagt.

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Generell ist hier alles über 80 gut und über 94 auf “Studio-Level”. Das Key Light Mini liefert also ohne Frage ein sehr gutes Licht!

Auf Seiten der Helligkeit spricht Elgato von 800 Lumen. Leider kann ich diesen Wert nicht überprüfen. 800 Lumen entspricht einer klassischen 40-60W Glühbirne. Dies ist durchaus ordentlich, aber damit kannst du kein Fotoset beleuchten! Das Key Light Mini ist hier eher ein Akzent-Licht.

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Auf ca. 0,5 – 1 Meter ist das Licht allerdings durchaus ausrechend um eine Person oder eine Szene gut auszuleuchten. Beispielsweise für eine Webcam wird das Licht völlig reichen.

  • 0,5 Meter ca. 1182 Lux
  • 1 Meter ca. 370 Lux

Sicherlich ist das Key Light Mini damit nicht gleißend hell, aber bei einer Webcam kann dies schon den Unterschied zwischen unbrauchbar und gutem Bild machen.

 

Leistungsaufnahme und Akku

Das Key Light Mini mini hat bei maximaler Helligkeit eine Leistungsaufnahme von ca. 9,3W. Ist der integrierte Akku zudem nicht ganz voll, dann kann die Leistungsaufnahme auf bis zu 13W ansteigen.

Du musst das Key Light Mini also an einem USB Port mit ordentlich Leistung laden. So viel Leistung kann nicht jeder USB Port liefern.

Bei voller Helligkeit und mittlerer Lichttemperatur hält der integrierte Akku ziemlich genau 90 Minuten.

 

Fazit

Das Elgato Key Light Mini ist ohne jede Frage ein außergewöhnliches Produkt, das sicherlich nicht jeder braucht.

Wir haben hier ein recht kleines, aber gutes Fotolicht, das via WLAN steuerbar ist. Letzteres ist natürlich sehr außergewöhnlich und erklärt auch den gehobenen Preis.

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Hast du mehrere Elgato “Licht” Produkte, dann kannst du diese alle einfach über eine Software steuern, was durchaus komfortabel ist. Gerade am PC einfach nur eine Taste klicken zu müssen und das Licht ist an, ist super!

Das Key Light Mini besitzt dabei mit einem CRI Wert von 96+ ein sehr wertiges Licht! Wie versprochen nutzt Elgato durchaus hochwertigere LEDs.

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Bei der Helligkeit wird es dann schwer. Wir haben hier 800 Lumen und ca. 9W. An sich nicht wenig, mit solchen Glühbirnen hat man ganze Wohnzimmer beleuchtet. Aber bei Fotos und Videos kann man nie genug Licht haben! Hier ist das Key Light Mini entweder nur auf kurze Distanzen +- 1 Meter als primäres Licht zu gebrauchen oder allgemein nur als zusätzliches Akzentlicht.

Als Webcam Licht ist das Key Light Mini entsprechend gut geeignet.

elgato

Michael Barton
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