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INIU P61-E1 Powerbank im Test: extrem Kompakte 10.000 mAh mit 20W PD

INIU hat einigen seiner Powerbanks ein Refresh verpasst. Dieses umfasst vor allem eine Reduktion der Größe und des Gewichts durch die Nutzung von „Tiny Cells“, wie INIU diese nennt. In diesem Artikel soll es um die INIU P61-E1 gehen, welche ein „Upgrade“ der INIU BI-B61 ist.

Wir haben hier also eine sehr kompakte Powerbank mit 10.000 mAh und 20 W / 22,5 W.
Wollen wir uns diese doch einmal im Test ansehen. Ist die neue INIU P61-E1 wirklich merklich kompakter, und wie steht es um die Leistung?

 

Die INIU P61-E1 10000 mAh Powerbank im Test

Mit 112 x 68,5 x 17 mm und einem Gewicht von gerade einmal 186 g ist die INIU P61-E1 durchaus recht kompakt für eine 10.000 mAh Powerbank.

Dies sehen wir auch im Vergleich zu anderen 10.000 mAh Powerbanks. Sie ist zwar nicht die leichteste, gehört aber klar zu den kompakteren Modellen. Sie ist auch durchaus ein paar Gramm leichter als die „alte“ Version.

Was das Design angeht, haben wir hier eine absolut typische INIU Powerbank. Sie besteht größtenteils aus einem Softtouch-Kunststoff. Dieser sieht zwar schick aus, ist aber auch recht empfindlich.

Auf der Oberseite befindet sich ein kleines Hochglanz-Fenster, unter dem sich eine Akkustandsanzeige befindet.

Ebenso ist eine kleine LED integriert, die als Taschenlampe dienen soll. Diese ist nicht wahnsinnig hell, aber im Notfall durchaus brauchbar.

 

Anschlüsse der INIU P61-E1

Die INIU P61-E1 besitzt zwei USB-C-Ports und einen USB-A-Port.

  • USB-C: 20 W Power Delivery – 5V/3A, 9V/2,22A, 12V/1,67A
  • USB-A: 22,5 W Super Charge, 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Wir haben bei der INIU P61-E1 also zunächst zwei USB-C-Ports mit 20 W nach dem Power Delivery Standard. 20 W ist natürlich keine extrem hohe Leistung, aber gerade für Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones absolut okay.

Hinzu kommt der USB-A-Port, der wie üblich 22,5 W „Super Charge“ und 18 W Quick Charge unterstützt.

Geladen wird die Powerbank ebenfalls über die USB-C-Ports, und das mit bis zu 20 W.

 

Auch mit PPS

Erfreulicherweise unterstützt die Powerbank auch den PPS-Standard:

  • 5 – 5,9 V bei bis zu 3 A
  • 5 – 11 V bei bis zu 2 A

Dies ist zwar keine besonders große PPS-Range, aber für eine 20-W-Powerbank ist das absolut okay und ausreichend, um die Leistung in Zusammenspiel mit Samsung Galaxy und Google PixelSmartphones zu optimieren.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Ich messe die Kapazität von Powerbanks mithilfe einer elektronischen Last und eines USB-Messgeräts bei verschiedenen Laststufen.
INIU verspricht bei der P61-E1 10.000 mAh, und folgendes konnte ich messen:

Im Test erreichte die Powerbank zwischen 9.180 mAh und satten 9.779 mAh. Dies entspricht 92 % bis 98 % der Herstellerangabe, was fantastisch ist!

Die Kapazitätsangabe von Powerbanks bezieht sich immer auf die Akkuzellen im Inneren. Allerdings ist die Entladung dieser Zellen nicht vollständig effizient. Ein Teil der Energie geht durch Wärme, interne Prozesse und Spannungsumwandlungen verloren. Dies ist besonders der Fall, wenn Schnellladestandards wie Quick Charge oder USB PD verwendet werden. In der Regel liegt die nutzbare Kapazität bei etwa 80-90 %. Werte über 90 % sind sehr selten, und alles unter 80 % ist eher ungewöhnlich.

 

Für welche Geräte geeignet?

Die P61-E1 bietet einen 20 W USB-C-Port und einen 22,5 W USB-A-Port. Dies ist keine extrem hohe Leistung. Entsprechend ist die Powerbank nicht für Notebooks und nur bedingt für Tablets geeignet.

20 W sind für Smartphones eine ausreichende Leistung, um diese halbwegs schnell zu laden.

Die Powerbank ist absolut für die aktuellen iPhones, Google Pixel und Samsung-Smartphones geeignet, da hier der universelle Power Delivery-Standard unterstützt wird.

 

Wie lange dauert das Laden der INIU P61-E1?

Die INIU P61-E1 kann mit rund 20 W geladen werden, an einem entsprechenden USB Power Delivery Ladegerät.

Im Test dauerte eine vollständige Ladung der Powerbank rund 2:40 Stunden. Dies ist für eine Powerbank dieser Klasse ziemlich flott!

 

Fazit

Wenn du nach einer kompakten und günstigen Powerbank in der 10.000 mAh-Klasse suchst, dann ist die INIU P61-E1* absolut empfehlenswert! Wir haben hier eine sehr gute Powerbank, die alles richtig macht.

Sie gehört zu den kleinsten und leichtesten Modellen in der 10.000 mAh-Klasse.
Die Ausgangsleistung mit 20 W nach dem USB Power Delivery-Standard reicht aus, um die meisten Smartphones relativ flott zu laden.

Auch die Powerbank selbst kann relativ schnell geladen werden und ist in etwa 2:40 Stunden voll.

Nein, dies ist keine Powerbank, die „Rekorde bricht“ oder das leistungsstärkste oder kleinste Modell in der 10.000 mAh-Klasse ist. Diese Titel gehen an die CUKTECH 10 bzw. Nitecore NB10000, aber mit 23 € (zum Zeitpunkt des Tests) ist die INIU Powerbank auch aus Sicht des Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr interessant.

INIU P61-E1
Positiv
Kompakte Größe: Sehr handliche und leichte Powerbank mit nur 186 g
Sehr gute echte Kapazität von bis zu 9.779 mAh
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
2x USB C und 1x USB A
Schnelle Ladezeit: Volle Ladung der Powerbank in ca. 2:40 Stunden
Mit PPS Unterstützung
Negativ
Empfindliches Material
"Nur" 20 W USB PD Ausgangsleistung
81

Was ist PPS und AVS? USB Power Delivery Ladegeräte mit PPS, Übersicht und Info

USB Power Delivery Ladegeräte sind nichts Neues mehr. Es gibt hunderte Modelle auf dem Markt, und diese sind mittlerweile der de-facto-Standard.

Auch fast alle Smartphone-Hersteller sind auf USB Power Delivery umgestiegen, was das Laden ihrer Smartphones angeht, inklusive Apple, Samsung und Google.

Allerdings gibt es einen neuen Trend, und das ist die Nutzung des PPS-Standards.

PPS? Um beispielsweise das Samsung Galaxy S20/S21/S22/S23/S24 mit voller Geschwindigkeit zu laden, ist ein USB Power Delivery Ladegerät mit PPS erforderlich.

Aber was ist dieses PPS, und worauf sollte man achten?

 

Was ist PPS?

USB Power Delivery ist ein universelles Schnellladeprotokoll, das herstellerübergreifend eingesetzt wird. Es kann bis zu 100 W (mittlerweile auch 240 W) über USB-C liefern und ermöglicht theoretisch die Nutzung eines einzigen Ladegeräts für Smartphones, Notebooks und Tablets verschiedener Hersteller. USB Power Delivery wird derzeit von Apple, Samsung, Google, Nintendo und anderen unterstützt.

PPS ist nun eine Erweiterung des Power Delivery-Standards. PPS steht für „Programmable Power Supply“.

Ein normales USB Power Delivery Ladegerät kann im Optimalfall 5 V, 9 V, 12 V, 15 V oder 20 V liefern.

PPS erlaubt es, innerhalb eines bestimmten Bereichs, beispielsweise 5–20 V, eine „frei“ wählbare Spannung auszugeben.

Das soll das Laden effizienter gestalten und die Elektronik im Smartphone entlasten. Dadurch ist theoretisch ein höheres Ladetempo möglich.

PPS ist Teil der USB Power Delivery 3.0 Spezifikation. Hat ein Ladegerät PPS, unterstützt es auch USB Power Delivery 3.0. Umgekehrt muss ein USB Power Delivery 3.0 Ladegerät aber nicht zwingend PPS unterstützen.

 

Macht PPS das Laden schneller?

Viele Smartphones benötigen aktuell kein PPS. Beispielsweise ist es den iPhones egal, ob man sie an einem PPS- oder einem regulären Power Delivery Ladegerät lädt. Ähnliches gilt auch für alle mir bekannten Notebooks, Tablets und Spielekonsolen.

Die Unterstützung von PPS schadet hier jedoch auch nicht! Wenn dein Smartphone kein PPS unterstützt, aber dein Ladegerät schon, ist das kein Problem.

Allerdings gibt es zunehmend mehr Smartphones, die PPS benötigen, um das volle Ladetempo zu erreichen.

Folgende Modelle sind mir bekannt:

  • Samsung Galaxy S20
  • Samsung Galaxy S20+
  • Samsung Galaxy S20 Ultra
  • Samsung Galaxy S21
  • Samsung Galaxy S21+
  • Samsung Galaxy S21 Ultra
  • Samsung Galaxy S22
  • Samsung Galaxy S22+
  • Samsung Galaxy S22 Ultra
  • Samsung Galaxy S23
  • Samsung Galaxy S23+
  • Samsung Galaxy S23 Ultra
  • Samsung Galaxy S24
  • Samsung Galaxy S24+
  • Samsung Galaxy S24 Ultra
  • Samsung Galaxy A55
  • Xiaomi Mi 9
  • Xiaomi Mi 10
  • Motorola One Hyper
  • Google Pixel 6
  • Google Pixel 6 Pro
  • Google Pixel 7
  • Google Pixel 7 Pro
  • Google Pixel 8
  • Google Pixel 8 Pro
  • Nothing Phone (1)
  • Nothing Phone (2)

Es gibt sicherlich noch mehr Modelle. Vor allem Samsung nutzt die PPS-Erweiterung intensiv.

Natürlich laden diese Smartphones auch an einem regulären USB Power Delivery Ladegerät, allerdings unter Umständen deutlich langsamer.

Hier ein praktisches Beispiel anhand des Samsung Galaxy S24 Ultra:

PPS Beispiel Ladegeschwindigkeit in Kombination mit dem S23 Ultra von Samsung

Das S24 Ultra lädt auch an normalen USB Power Delivery oder Quick Charge Ladegeräten „schnell“. Um jedoch das volle Ladetempo zu erreichen, ist ein USB PD PPS Ladegerät nötig.

 

PPS ist nicht gleich PPS

Ähnlich wie beim regulären USB Power Delivery Standard gibt es auch bei PPS verschiedene Leistungsstufen und Leistungsbereiche.

Die bestmögliche PPS-Stufe wäre: 3,3–21 V bei bis zu 5 A.

Allerdings sind kleinere PPS-Stufen in der Regel häufiger zu sehen. Viele Ladegeräte bieten beispielsweise nur eine PPS-Stufe mit einer maximalen Leistung von bis zu 3 A.

 

PPS kann verwirrend sein

Leider kann PPS für Endnutzer sehr verwirrend sein. Warum? PPS ist optional und nicht direkt an die USB Power Delivery-Leistung gekoppelt.

Beispielsweise könnte ein Ladegerät mit einem 100-W-USB-C-Port folgende PPS-Stufen besitzen:

  • gar kein PPS-Support
  • 3,3–20 V bei bis zu 5 A
  • 3,3–20 V bei bis zu 3 A
  • 3,3–11 V bei bis zu 5 A
  • 3,3–11 V bei bis zu 3 A

Nur weil man ein 100-W-USB-C-Power-Delivery-Ladegerät kauft, heißt das noch lange nicht, dass dieses auch PPS unterstützt – und selbst wenn, wird meist nicht angegeben, bei welcher Leistung.

Beispielsweise benötigen die großen Samsung-Smartphones, die mit bis zu 45 W laden können, eine PPS-Stufe, die 5 A im Bereich von 9–11 V liefern kann.

Hast du zum Beispiel ein Samsung Galaxy S23 Ultra, könnte dieses mit folgenden Leistungen an einem nicht näher spezifizierten 100-W-USB-C-Ladegerät laden:

PPS Beispiel Ladegeschwindigkeit in Kombination mit dem S23 Ultra von Samsung

Im schlimmsten Fall könnte das S23 Ultra lediglich mit rund 14 W an einem eigentlich 100 W-fähigen USB-C-Ladegerät laden. Eventuell auch mit etwa 25 W oder vielleicht doch mit bis zu 45 W.

Dies kann PPS für Endkunden sehr verwirrend machen.

 

AVS, der Nachfolger von PPS

Der ursprüngliche USB Power Delivery Standard, der genau genommen schon Version 3.0 ist, sah eine Spannung von maximal 20 V bzw. 21 V bei der PPS-Erweiterung vor.

Allerdings wurde USB Power Delivery mit Version 3.1 auf bis zu 240 W erweitert.

Hierfür wurde die Spannung auf bis zu 48 V erhöht. Damit kam auch eine neuere Version des PPS-Standards, die „AVS“ heißt.

  • AVS = „Adjustable Voltage Supply“

AVS beginnt bei einer Spannung von 15 V und kann bis zu 48 V hochgehen. Bisher ist mir noch kein Endgerät bekannt, das AVS in der Praxis nutzt.

 

Welche Ladegeräte unterstützen USB PPS?

Mittlerweile werden Ladegeräte, die PPS unterstützen, häufiger, insbesondere im Jahr 2024.

Allerdings ist es weiterhin oft nicht auf den ersten Blick ersichtlich, welche Ladegeräte PPS unterstützen und welche nicht. Hier eine kleine Übersicht über PPS-Ladegeräte, die ich in letzter Zeit in den Fingern hatte:

Modell Ports Leistung PPS
4Smarts Desk Charger 210W 4 100W 3,3–21V bei 5A
ACEFAST Z4 4 100W 3,3–21V bei 5A
Anker 317 1 100W 3,3-11V bei 5A
Anker 511 Nano 3 1 30W 3,3-11V bei 3A
3,3-16V bei 2A
Anker 735 3 65W 3,3-11V bei 5A
Anker Nano II 1 30W 3,3-11V bei 3A
3,3-16V bei 2A
Anker Nano II 1 45W 3,3-16V bei 3A
3,3-21V bei 2,25A
Anker Nano II 1 65W 5-21V bei 3,2A
Anker PowerPort Atom III Slim 65W 4 45W 3,3-16V bei 3A
3,3-21V bei 2,25A
Anker Prime 250W 6 140W 5-11V bei 5A
Anker Prime 67W 3 67W 3,3-11V bei 5A
Baseus CCGAN100CE 1 100W 3,3–21V bei 5A
Baseus CCGAN100UE 4 100W 3,3–21V bei 5A
Chargeasap Omega 200W 4 100W 3,3-21,0V bei 5A
Eono Dual USB Ladegerät 2 20W 3,3-5,9V bei 3A
3,3-11V bei 1,8A
Google 30W GLE6S 1 30W 3,3 – 11V bei 3A
3,3 – 16V bei 2A
Google 45W USB-C-Ladegerät 1 45W 5-11V bei 3A
5-21V bei 2,2A
Hadisala 33W USB C Ladegerät 1 33W 3,3-11V bei 3A
Ikea SJÖSS  2 45W 5-16V bei 3A
iNepo USB C Ladegerät 4 65W 3,3 – 11V bei 5A
INIU AI-624 2 65W 3,3-11V bei 5A
INIU AI-641 3 100W 5-20V bei 5A
ISY IWC 4065 2 65W 5-11V bei 4A
5-16V bei 3A
LC-Power LC-CH-GAN-65 2 65W 3,3-21V bei 3A
LinkOn Ganius 4 100W 3,3-21V bei 5A
LinkOn PD-056PT 2 65W 5V-11V bei 4A
Novoo NCEU120D-255C 3 100W 3,3–21V bei 5A
Novoo NCEU67D 3 67W 3,3-11V bei 5A
Omnia II Mix 140W 3 140W 3,3-11V bei 5A
Razer USB-C 130W GaN Charger 4 100W 3,3-11V bei 3A
Samsung EP-TA 220 2 35W 3,3V-11V bei 3A
3,3V-16V bei 2,3A
3,3-21V bei 1,7A
Samsung EP-TA845 1 45W 3,3-11V bei 4,05A
Satechi 108W Pro 4 90W 3,3-11V bei 4A
Syncwire SW-AC651 2 20W 4,5-11V bei 1,8A
Syncwire SW-AC660 2 67W 3,3-21V bei 3A
Syncwire SW-AC678 1 30W 3,3-5,9V bei 3A
3,3-11V bei 3A
UGREEN 100W USB C Ladegerät 4 100W 3,3-21V bei 5A
UGREEN 65W USB C Ladegerät 4 65W 3,3-21V bei 3A
UGREEN CD226 4 100W 3,3-21V bei 3A
UGREEN CD241 1 20W 3,3-5,9V bei 3A
3,3-11V bei 1,8A
Ugreen CD361 3 65W 3,3-11V bei 4,5A
Ugreen Nexode 300W 5 100W 3,3-21V bei 5A
Ugreen Nexode Pro 100W 3 100W 3,3-21V bei 5A
Ugreen Nexode Pro 65W 3 65W 3,3-11V bei 4,5A
UGREEN Nexode Pro 65W 3 65W 3,3-11V bei 4,5A
URVNS A1903 4 100W 3,3–21V bei 5A
Xlayer Power Saver 2 65W 3,3–21V bei 3A

(Übersichtstabelle mit Ladegeräten die PPS unterstützen)

 

Powerbanks mit USB PD PPS?

Ähnliches gilt für Powerbanks, mit einer kleinen Übersicht über mir bekannte Modelle:

Modell Kapazität Leistung PPS
4smarts Lucid Maxx 60000mAh 55246 140W 3,3-21V bei 5A
4Smarts Powerbank Enterprise Ultra 21889 100W 3,3-11V bei 5A
Amazon Basics – Powerbank mit 26800mAh 23781 45W 3,3-20V bei 2,2A
AMEGAT 100W 20.000 mAh 17536 100W 3,3-20V bei 5A
AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh 24160 140W 3,3-21V bei 5A
Anker 737 20867 140W 3,3-21V bei 5A
Anker A1340 Prime 27.650mAh 22025 140W 5-21V bei 5A
Anker Prime Powerbank 20000 mAh 200W 16864 100W 3,3-11V bei 3A
Anker Zolo Powerbank 9413 30W 5-11V bei 2,75A
Anker Zolo Powerbank 18410 30W 5-11V bei 2,75A
Baseus Power Bank 20000mAh 17614 65W 3,3-20V bei 3A
Baseus PPBLD100-S 17171 100W 3,3-20V bei 5A
BOOMPODS Powerboom 10.000 8253 18W 5-5,9V bei 3A
5-11V bei 2A
Canyon PB-301 28895 20W 5-11V bei 2A
Chargeasap Flash Pro 19718 100W 3,3-11V bei 5A
CUKTECH 10 8660 100W 5-11V bei 5A
5-20V bei 3A
CUKTECH 15 SE PB200 18809 65W 5-11V bei 5A
5-20V bei 3,25A
CUKTECH 20 21536 140W 5-20V bei 5A
CUKTECH PB100 8415 30W 5-11V bei 3A
EINOVA Laptop-Powerbank 18677 45W 3,5-12V bei 3A
Elecjet Apollo Ultra A10X 9244 65W 3,3-11V bei 5A
ELECJET PowerPie 17627 45W 4,4-11V bei 5A
Helpers Lab H01113Z 15285 100W 3,3-11V bei 3A
INIU BI-B5 18248 20W 5-5,9V bei 3A
5-11V bei 2A
INIU BI-B5 (2024) 20305 20W 5-5,9V bei 3A
5-11V bei 2A
INIU BI-B61 9511 20W 5-5,9V bei 3A
5-11V bei 2A
INIU BI-B62 18473 65W 3,3-15V bei 4,5A
INIU BI-B63 23700 65W 3,3-20V bei 3A
INIU BI-B64 23518 140W 3,3-21V bei 5A
KOOSEED 145W Power Bank 24669 100W 3,3-20V bei 5A
LinkOn 136W Neutron 26800mAh 20881 100W 3,3-11V bei 5A
Nitecore NB20000 18821 45W 3,3-20V bei 2,2A
Revolt ZX-3427-675 49249 65W 3,3-21V bei 3A
Samsung EB-P4520 17804 45W 3,3-11V bei 5A
3,3-16V bei 3A
3,3-21V bei 2,2A
Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 38400 33203 100W 3,3-21V bei 3A
SHARGEEK STORM 2 Slim 16233 100W 3,0-21V bei 5A
STORM 2 22352 100W 3-21V bei 5A
UGREEN Nexode 130W 17482 100W 3,3-21V bei 5A
VEGER 30000mAh 29178 20W 5-5,9V bei 3A
5-11V bei 2A
VEGER V2053 20000mAh 18179 20W 5-5,9V bei 3A
5-11V bei 2A
Xtorm FS5201 18845 35W 3,3-11V bei 3A
Xtorm Nova Pro 16334 100W 3,3-21V bei 3A
Xtorm Titan Ultra 21845 140W 3,3-16V bei 3A
Zendure SuperTank Pro 22022 100W 5-20V bei 5A

(Übersichtstabelle mit Powerbanks die PPS unterstützen)

 

Video

Eine kleine Video-Erklärung zu dem Thema:

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Mehr Informationen

 

Fazit

Ich hoffe, dieser Artikel konnte dir etwas helfen, zu verstehen, was PPS ist und warum es wichtig ist bzw. wichtig wird.

Zusammengefasst: USB PPS erlaubt es deinem Smartphone, eine beliebige Ladespannung innerhalb eines bestimmten Bereichs zu erhalten. Dies kann bei einigen Modellen das Ladetempo massiv erhöhen!

Derzeit ist PPS vor allem für Samsung-Smartphones wichtig, um das volle Ladetempo zu erreichen.

Leider ist es weiterhin auf den ersten Blick nicht leicht zu erkennen, welches Ladegerät PPS unterstützt und welches nicht.

Daher hoffe ich, dass diese kleine Übersicht über PPS-fähige Ladegeräte dir weiterhelfen konnte.

 

CREABEST VB046 LiFePO4 12V 175Ah Akku Test: Vorteile, Leistung und Praxisbericht

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Wir haben uns auf Techtest schon einige LiFePO4-Akkus angesehen, die bisher alle auf das recht typische Kunststoff-Gehäuse setzen und den „Autobatterie-Formfaktor“ aufweisen. CREABEST bietet nun jedoch eine neue Serie an, die auf ein massives Metallgehäuse setzt und laut Hersteller für die Nutzung an engen Orten wie unter einem Sitz oder im Kofferraum optimiert ist.

Zudem verfügt der Akku über ein Bluetooth BMS und ein Display direkt am Akku für wichtige Informationen. In diesem Test wollen wir uns die 175 Ah Version des Akkus näher ansehen!

 

Der CREABEST VB046 LiFePO4 12V 175Ah Akku im Test

Optisch hebt sich der VB046 von den normalen LiFePO4-Akkus deutlich ab. CREABEST setzt auf sein typisches oranges Gehäuse, das hier jedoch aus Metall gefertigt ist.

Die Anschlüsse des Gehäuses sind nicht wie sonst üblich auf der Oberseite angebracht, sondern auf der Front. Hier finden sich auch das Display, ein Einschalter und ein LAN-Port. Letzteres ist vermutlich ein RS-485-Port, dieser wird jedoch weder in der Anleitung noch auf der Webseite näher spezifiziert.

Laut Hersteller ist der Akku trotz des Metallgehäuses IP54-zertifiziert. Der Akku misst 330 x 318 x 143 mm und bringt 21,5 kg auf die Waage.

Damit ist er etwa 2 kg schwerer als Modelle, die auf ein einfaches Kunststoffgehäuse setzen.

 

Technische Daten

CREABEST VB046 LiFePO4 12V 175Ah

  • Kapazität: 175 Ah / 2240 Wh
  • Spannung: 12,8 V
  • Ladespannung: 14,4 – 14,6 V
  • Maximaler Entladestrom: 200 A
  • Spitzen-Entladestrom: 350 A für 5 s
  • Empfohlener Entladestrom: 88 A
  • Maximaler Ladestrom: 200 A
  • Empfohlener Ladestrom: 88 A

Der CREABEST VB046 besitzt ein 200 A BMS, das prinzipiell bis zu 200 A in beide Richtungen bewältigen kann. Allerdings würde ich beim Laden nicht über 88 A gehen, um den Akku nicht zu sehr zu belasten.

 

Mit LC-Display

Spannenderweise besitzt der CREABEST VB046 auf der Front ein kleines LC-Display. Dieses zeigt folgende Informationen an:

  • Ladestand in %
  • Akkutemperatur
  • Akkuspannung
  • Lade-/Entladestrom

Ich finde dieses Display sehr praktisch, um schnell den Zustand des Akkus zu überprüfen, da es bei LiFePO4-Akkus nicht immer einfach ist, den Ladezustand anhand der Spannung zu erkennen.

 

Mit Bluetooth und App-Support

Im CREABEST VB046 ist ein Bluetooth BMS verbaut. Dieses ermöglicht das Auslesen der Daten des Akkus über die CREABEST App.

Die App ist einfach und übersichtlich aufgebaut und bietet folgende Informationen:

  • Kapazität in Ah
  • Kapazität in %
  • Spannung in Volt
  • Eingangs-/Ausgangsstrom
  • Zyklenzahl
  • Temperatur
  • Zellenspannung
  • Systemstatus

Wir finden hier einige nützliche Informationen, vor allem den Ladestand. Erweiterte Einstellungen gibt es jedoch nicht. Dennoch sind die App und die Bluetooth-Funktion ein klarer Mehrwert.

 

Warum einen LiFePO4-Akku wählen?

LiFePO4-Akkus bieten zahlreiche Vorteile gegenüber Blei-Gel- und herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus. Ihre Lebensdauer ist deutlich länger, da sie robuster sind und nicht zur thermischen Instabilität neigen, wie es bei Lithium-Ionen-Akkus manchmal der Fall sein kann. Das Aufladen und Entladen von LiFePO4-Akkus ist dank des integrierten Battery Management Systems (BMS) besonders einfach und sicher. Ein herausragender Vorteil ist ihre Langlebigkeit: Diese Akkus können mehr als 3000 Ladezyklen überstehen, während Blei-Gel-Akkus bei tiefer Entladung oft bereits nach weniger als 100 Zyklen merklich an Leistung verlieren. Lithium-Ionen-Akkus erreichen in der Regel zwischen 300 und 1000 Zyklen. CREABEST wirbt mit einer Lebensdauer von 3000 Zyklen und einer Haltbarkeit von 7-8 Jahren für ihre Akkus, auch wenn sie nur 2 Jahre Garantie geben. Aus meiner eigenen Erfahrung, auch mit CREABEST-Akkus, kann ich jedoch sagen, dass sie sehr zuverlässig sind.

Ein weiterer Vorteil von LiFePO4-Akkus ist ihre geringere Brandanfälligkeit im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus. Selbst im unwahrscheinlichen Fall eines kompletten BMS-Ausfalls neigen LiFePO4-Akkus eher dazu, Rauch oder Dampf zu entwickeln, anstatt in Flammen aufzugehen. Auch in Bezug auf die Ladespannung sind diese Akkus weniger empfindlich als Lithium-Ionen-Akkus. Das integrierte BMS schützt zudem vor Unterspannung, Überspannung, Kurzschlüssen und Überlast, sodass im Falle eines Fehlers die Sicherheit gewährleistet ist.

Es gibt jedoch auch einige Nachteile bei LiFePO4-Akkus:

  • Größer und schwerer als Lithium-Ionen-Akkus: Obwohl sie im Vergleich zu Blei-Gel-Akkus kleiner und leichter sind, sind LiFePO4-Akkus bei gleicher Kapazität größer und schwerer als Lithium-Ionen-Akkus.
  • Temperaturanfälligkeit: LiFePO4-Akkus dürfen nicht bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius aufgeladen werden. Dies ist ein wichtiger Punkt, da viele LiFePO4-Akkus keinen Schutz gegen das Laden bei niedrigen Temperaturen haben. Beim CREABEST VB046 ist jedoch ein solcher Schutz integriert, sodass der Akku sicher ist, selbst wenn die Temperatur unter den Gefrierpunkt fällt.

 

Umfangreiches BMS

Das BMS im CREABEST VB046 bietet folgende Schutzfunktionen:

  • Überlastschutz bei 350 A (5 Sekunden)
  • Tiefentladeschutz bei einer Spannung von ca. 10,75 V
  • Überspannungsschutz bei über 14,6 V
  • Active Balancing der einzelnen Zellen
  • Übertemperaturschutz
  • Untertemperaturschutz

Wie misst Techtest die Kapazität von LiFePO4-Akkus?

Um die Kapazität von LiFePO4-Akkus zu messen, nutze ich eine elektronische Last. Dabei verwende ich die Atorch DL24MP, mit der ich den Akku bei 10 A, 20 A und 25 A entlade. Zudem teste ich den Akku auch an einem 12 V zu 230 V Spannungswandler für höhere Lasten.

 

Wie hoch ist die echte Kapazität?

Laut CREABEST bietet der VB046 eine Kapazität von 175 Ah. Folgendes konnte ich messen:

Ah Wh
10 A 174,93 2260
20 A – 1 175,02 2249
20 A – 2 175,53 2257
25 A – 1 175,05 2243
25 A – 2 176,54 2264

 

Ich würde sagen, dies ist eine ziemliche Punktlandung. Der Akku erreichte im Test ziemlich genau 175 Ah bzw. 2250 Wh. Perfekt! Der CREABEST VB046 hält also, was er verspricht.

 

Unterspannungsabschaltung

Das integrierte BMS besitzt einen Schutz vor dem Tiefentladen der Akkuzellen. Dieser Schutz griff bei mir bei ± 10,75 V.

 

Spannungsverlauf

LiFePO4-Akkus besitzen einen sehr flachen Spannungsverlauf. Das heißt, die Spannung des Akkus schwankt beim Entladen nur sehr wenig. Dies macht es schwierig, den aktuellen Ladestand genau zu bestimmen, weshalb ich ein großer Fan von Bluetooth-BMS-Modulen bin.

Die Spannung pendelt sich unter Last recht schnell bei ± 13,15 V ein. Dabei spielt sich 98% der Kapazität des Akkus im Spannungsbereich 13,1 bis 12,5 V ab. Unterschreitet der Akku 12,5 V, ist er effektiv leer und die Spannung sinkt rapide ab.

 

In der Praxis

Ich nutze den CREABEST VB046 am Victron Energy SmartSolar MPPT 100V 50A Ladecontroller in Kombination mit einer kleinen Off-Grid-Solaranlage in meinem Büro. Und hier gibt es eigentlich nicht viel zu berichten.

Der Akku verrichtet unproblematisch seinen Job. Dabei ist auch das Display und vor allem die App super, um den genauen Akkustand zu ermitteln, da dies ein Ladecontroller in der Regel nicht zuverlässig anzeigen kann.

 

Im Inneren

Werfen wir einen Blick in das Innere des Akkus.

Dies sieht sehr gut und ordentlich aus! Das Innere des Akkus ist sehr solide und massiv gebaut.

 

Fazit

Der CREABEST VB046 LiFePO4 12V 175Ah Akku ist aus meiner Sicht voll zu empfehlen, wenn dir der Formfaktor zusagt! Wir können natürlich darüber streiten, was besser und praktischer ist: ein massives Metallgehäuse oder ein leichtes und kompaktes Kunststoffgehäuse.

Für meine Off-Grid-Solaranlage gefällt mir das Metallgehäuse an sich ganz gut, insbesondere die seitlichen Anschlüsse. Hinzu kommen das sehr praktische Display und der ebenfalls praktische Bluetooth-Support. So kannst du über die CREABEST App genaue Informationen wie den Ladestand oder die aktuelle Eingangs-/Ausgangsleistung einsehen. Dies ist in der Praxis ein großer Pluspunkt!

Das generell gute BMS mit bis zu 200 A und Untertemperatur-Abschaltung ist ebenfalls positiv. Der vermutlich wichtigste Punkt ist aber die Kapazität, und hier macht CREABEST eine absolute Punktlandung. Der Akku erreichte bei mir im Test ziemlich genau 175 Ah. Daher, wenn dir der Formfaktor zusagt, ist der CREABEST VB046 voll empfehlenswert.

CREABEST VB046 LiFePO4 12V 175Ah Akku
Positiv
Passende Kapazität mit ziemlich genau 175 Ah
LiFePO4-Technologie ermöglicht mehr als 3000 Ladezyklen
Robustes Gehäuse
Praktisches Display
Bluetooth-fähiges BMS
Negativ
Größe und Gewicht etwas höher
91

Info: Techtest Serverumzug

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Wenn du am Montag versucht hast, auf Techtest zuzugreifen, dann könnte dir eine Fehlermeldung entgegengekommen sein. Vielleicht gibt es auch immer noch kleinere Probleme.
Wie kommt’s?

 

Techtest hat einen neuen Server

Seit Beginn von Techtest bin ich mit der Webseite bei Host Europe. Im Großen und Ganzen war ich hier auch immer zufrieden, und in den letzten 5 oder 6 Jahren hatte Techtest eine Uptime von ± 100%. Natürlich gilt hier immer das Motto: Es könnte noch schneller, moderner usw. sein, aber ich glaube, das gilt immer.
Dabei lag Techtest seit 2018 im „WebServer Premium SSD“-Paket mit folgenden Eckdaten:

  • 300 GB Speicher auf SSDs
  • 16 GB RAM
  • 100 Mbit

Dies war also ein einfaches Webhosting-Paket. Nun habe ich mich aber entschieden, ein kleines Upgrade vorzunehmen, um eine bessere Ladegeschwindigkeit und ein optimiertes Backup-System zu erreichen.

Nach viel Überlegen bin ich weiterhin bei Host Europe geblieben.
Die neuen Eckdaten:

  • 8 vCPU (AMD EPYC-Rome)
  • 32 GB RAM
  • 400 GB NVMe SSD
  • 1 Gbit

Damit hat Techtest einen merkbaren Hardware-Zuwachs erhalten. Zudem gibt es auch einige Software-Optimierungen.

 

DNS-Umstellung kann dauern

Da es eine Änderung der Server-IP-Adresse gab, mussten entsprechend auch die DNS-Einstellungen angepasst werden. Bis diese bei allen Internetanbietern ankommen, kann es etwas dauern!

Dienstagmittag sollte Techtest von den meisten Anbietern wieder erreichbar sein. Über NetCologne war der neue Server schon ± 2 Stunden später erreichbar.
Die Telekom und Congstar brauchen anscheinend am längsten, um ihre DNS-Einstellungen zu aktualisieren (Dienstagmittag ist Techtest via Congstar noch nicht erreichbar).

 

Bei Problemen und Bugs bitte melden

Sollten dir größere Bugs oder Probleme auffallen, melde dich bitte! info@techtest.org
Ich nutze die Gelegenheit auch, um ein wenig an der Webseite zu arbeiten und diese zu optimieren.

XTAR AA Lithium 4150mWh/2500mAh Akkus im Test: Die besten AA-Akkus auf dem Markt 2024

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Wir haben uns in der Vergangenheit bereits einige Lithium-Akkus im AA-Format angesehen, siehe hier: https://techtest.org/ansmann-premium-rechargeable-li-ion-akkus-im-test-aaa-aa-c-d-und-9v-block/. Diese sind aus mehreren Gründen eine tolle Sache! Allerdings haben solche Lithium-AA-Akkus meist ein Problem, und das ist die Kapazität. Ja, das mag im ersten Moment etwas überraschend klingen, aber es macht auch Sinn.

Lithium-AA-Batterien sind nicht einfach nur reine Akkuzellen, sondern müssen Spannungswandler und Schutzelektronik integriert haben. Dies nimmt in einem so kleinen Akku viel Platz ein. XTAR bietet nun neue AA-Lithium-Akkus an, die mit 2500 mAh bzw. 4150 mWh eine sehr hohe Kapazität bieten, zusätzlich zu den anderen Vorzügen von Lithium-AA-Akkus. Schauen wir uns im Test an, ob dies auch in der Praxis stimmt!

 

Die XTAR AA Lithium 4150mWh/2500mAh Akkus im Test

Rein was den Formfaktor angeht, haben wir hier natürlich klassische AA-Batterien. Aufgrund der Lithium-Basis sind diese vergleichsweise leicht.

Im Gegensatz zu den ANSMANN-Akkus, die wir uns angesehen hatten, besitzen die XTAR jedoch keinen integrierten USB-C-Ladeport.

Anstelle dessen nutzen sie ein beiliegendes Spezial-Ladegerät, das 4 AA-Akkus fasst und neben Lithium-Akkus auch normale Nickel-Metallhydrid-Akkus laden kann. Das Ladegerät selbst wird über USB-C mit Energie versorgt. An den Akkus befindet sich eine Status-LED, die beim Laden blinkt bzw. dauerhaft leuchtet.

 

Schutz gegen Tiefentladung (und andere Dinge) integriert

Ein sehr wichtiger Punkt und großer Vorteil bei Lithium-AA-Akkus ist die Schutzelektronik. Diese Akkus sind gegen Überladen, Kurzschlüsse und vor allem gegen Tiefentladung geschützt. Viele Geräte, die AA-Batterien nutzen, entladen diese sehr tief, was herkömmliche Nickel-Metallhydrid-Akkus beschädigen kann.

Werden Nickel-Metallhydrid-Akkus unter 1 Volt entladen, nehmen diese Schaden. Dies kann bei den XTAR AA Lithium nicht passieren, da der Akku sich einfach abschaltet, wenn er seinen minimalen sicheren Ladestand erreicht hat.

 

Wie hat Techtest.org die XTAR AA Lithium Akkus getestet?

Zum Testen der XTAR AA Lithium habe ich das SkyRC MC3000 Ladegerät/Testgerät verwendet . Mit diesem habe ich die Akkus bei 0,1 A, 0,4 A und 1 A entladen. Dies habe ich mehrfach gemacht, um genauere Werte zu erhalten.

 

Wie hoch ist die Kapazität der XTAR AA Lithium Akkus?

Kommen wir zur Frage, wie hoch die Kapazität der Akkus wirklich ist. Beginnen wir mit der niedrigen Last von 0,1 A.

Test 1
Test 2

Interessant! Zunächst erreichten die Akkus mit 24xx mAh fast die Herstellerangabe, zumindest 3 von 4 Akkus. Akku Nummer 4 schneidet mit 2188 mAh etwas schlechter ab. Da mir dies merkwürdig vorkam, habe ich die Werte nochmals überprüft. Erneut schnitten alle Akkus sehr ähnlich ab, und auch erneut erreichte Akku 4 deutlich schlechtere Werte.

Spannenderweise erreichten alle Akkus bei 0,4 A bessere Werte. Akku Nummer 4 erreichte hier +- die gleichen Werte wie die anderen drei. Dabei übertrafen die Akkus mit über 2500 mAh sogar die Herstellerangabe. Zumindest bei der mAh-Angabe. Die mWh-Angabe passt hingegen mit 3583 mWh nicht zur Herstellerangabe von 4150 mWh. Diese Angabe des Herstellers kann ich mir nicht ganz erklären.

Auch bei 1 A sehen wir weiter sehr gute Werte.

Im Vergleich zu anderen Akkus zeigt sich, wie gut die XTAR-Akkus abschneiden. Zumindest was die mWh-Kapazität (also die Energie) betrifft, ist dies der beste Akku, den ich jemals getestet habe.

 

1,5 oder 1,1 Volt Spannung

Lithium-AA-Akkus müssen einen Spannungswandler integriert haben. Warum? Lithium-Zellen haben immer eine Spannung von 3,6 bis 3,7 V, welche auf 1,5 V heruntergestuft werden muss. Dadurch haben Lithium-AA-Akkus eine stabile Spannung von 1,5 V, unabhängig vom Akkustand.

Dies hat den Vorteil, dass Geräte mit Lithium-AA-Akkus immer mit voller Power laufen.

Allerdings hat diese konstante Spannung von 1,5 V einen Nachteil: Geräte können den Akkustand nicht auslesen. Dieser wird normalerweise anhand der Spannung erkannt, was aber nicht funktioniert, wenn die Spannung von Anfang bis Ende bei 1,5 V liegt.

Hier haben die XTAR AA Lithium jedoch ein Ass im Ärmel: Zum Ende hin wird die Spannung auf 1,1 V abgesenkt. Dadurch haben Geräte die Möglichkeit zu erkennen, dass die Akkus bald leer sind.

 

Ladedauer

Wie lange dauert das Laden der Akkus im beiliegenden Ladegerät?

Hier siehst du die Leistungsaufnahme des Ladegeräts über die Zeit und entsprechend auch den Punkt, an dem alle 4 Akkus voll sind. Das Ladegerät nahm 6-8 W aus dem USB-Netzteil auf. Nach 3:06 h war der Ladevorgang aller 4 Akkus beendet.

 

Video

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Mehr Informationen

 

Fazit, die besten AA Akkus 2024

Unterm Strich würde ich die XTAR AA Lithium Akkus mit 2500 mAh als die besten AA-Akkus bezeichnen, die ich bisher getestet habe! Hier stimmt fast alles: Die Akkus übertrafen mit 2536 mAh im Schnitt sogar die Herstellerangabe von 2500 mAh. Damit bieten sie deutlich mehr Kapazität als vergleichbare Akkus von ANSMANN (17xx mAh) und EBL (18xx mAh).

Wie die meisten Lithium-AA-Akkus bieten sie auch Kurzschlussschutz, Überspannungsschutz und vor allem einen Schutz gegen Tiefentladung, was mich schon einige herkömmliche Akkus gekostet hat.

Auch das Laden geht mit etwa 3 Stunden schnell vonstatten, auch wenn du hier das spezielle Ladegerät benötigst.

Kurzum, die XTAR AA Lithium 4150mWh/2500mAh sind die besten Akkus, die ich bisher in den Händen hatte! Der Preis von rund 6€ pro Akku ist zwar nicht gering, aber für einen Lithium-AA-Akku auch nicht zu hoch.

Nextorage NX-A1PRO verglichen mit der NX-A1SE – welche ist die bessere CFexpress Typ A Speicherkarte?

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Nextorage ist ein absoluter Geheimtipp im Bereich der Speicherkarten. So bieten diese einige interessante Modelle an. Hierzu zählen unter anderem auch die CFexpress Typ A Speicherkarten, wovon Nextorage gleich zwei Modelle anbietet.
Einerseits haben wir die A1SE, welche in sehr hohen Kapazitäten und niedrigem Preis angeboten wird. Auf der anderen Seite haben wir die A1PRO, die ein gutes Stück teurer ist.

Aber warum ist die A1PRO so viel teurer als die A1SE? Beide Speicherkarten werden doch mit 950 MB/s lesend wie auch schreibend beworben, sollten also gleich schnell sein?!
Versuchen wir in diesem Artikel zu klären!

 

Die Nextorage A1PRO im Test

Bei der “großen” Nextorage A1PRO handelt es sich um eine recht typische CFexpress Typ A Speicherkarte.

Diese hat den bekannten Formfaktor, setzt aber auf ein reines Kunststoff-Gehäuse, wie Sonys eigene Modelle. Dies ist insofern ungewöhnlich, da viele 3. Anbieter Metallgehäuse verwenden, da sie besser bei der Wärmeabfuhr sind. Diese ist bei CFexpress oftmals ein großes Problem.

Die A1PRO und A1SE unterscheiden sich dabei ausschließlich aufgrund des Aufklebers, zumindest äußerlich.
So besitzt die A1SE einen weißen Aufkleber, die A1PRO einen schwarzen Aufkleber.

 

Bis zu 640 GB bzw. 1920 GB

Nextorage bietet seine CFexpress Typ A Speicherkarten in vielen verschiedenen Größen an.
A1PRO

  • 40 GB
  • 80 GB
  • 160 GB
  • 320 GB
  • 640 GB

A1SE

  • 480 GB
  • 960 GB
  • 1920 GB

Wie kommt es, dass beide Speicherkarten in solch unterschiedlichen Kapazitäten angeboten werden?

Offiziell gibt es hierfür keine Erklärung. Allerdings habe ich eine Vermutung. So nutzen die meisten aktuellen Flash-Speicher sogenannte TLC NAND. Hierbei werden in einer Speicherzelle 3 Bits gespeichert. Dies ist recht “speichereffizient” und auch günstiger in der Fertigung verglichen mit Zellen, die nur 1 oder 2 Bits pro Zelle speichern, erhöht aber die Komplexität des Schreibvorgangs und verringert somit die Geschwindigkeit.
Ich vermute, dass bei den CFexpress Typ A Speicherkarten, die auf Kapazitäten wie 320 GB oder 160 GB setzen (also wie hier die A1PRO), nur 2 Bits pro Zelle in TLC NAND geschrieben werden.

Das senkt die Komplexität des Schreibvorgangs (was diesen beschleunigt) und verbessert auch die Haltbarkeit. Daher vermute ich, dass rein von der Hardware die A1PRO deutlich mehr Kapazität hat, diese aber reserviert hat, für eine bessere Leistung.

  • 40 GB = 64 GB
  • 80 GB = 128 GB
  • 160 GB = 256 GB
  • 320 GB = 512 GB
  • 640 GB = 1024 GB

Zufälligerweise sind z.B. 160 GB 2 / 3 von 256 GB. Wir haben hier also vermutlich 256 GB TLC NAND (3 Bits pro Zelle), der aber wie MLC NAND (2 Bits pro Zelle) genutzt wird, für bessere Leistung und Haltbarkeit.

 

CFexpress Speicherkarte sind NVMe SSDs

CFexpress Speicherkarten sind von der grundsätzlichen Technik ein gutes Stück anders als klassische SD-Karten.
So sind CFexpress Speicherkarten im Kern NVMe SSDs, wie diese in deinem PC/Notebook verbaut sind, nur in einem kompakteren Formfaktor. So setzen CFexpress Typ A Speicherkarten auf deine PCIe 3.0 x1 Verbindung zur Kamera, was bei aktuellen CFexpress Typ Speicherkarten auch der Grund für die maximalen +- 950 MB/s ist, welche dieser Standard bietet.

Selbiges gilt für CFexpress Typ B Speicherkarten, welche aufgrund des größeren Formfaktors einfach mehr Kontakte besitzen und somit eine PCIe 3.0 x2 Verbindung zur Kamera herstellen können, welche entsprechend die doppelte Geschwindigkeit bietet.
Prinzipiell ist es sogar möglich, CFexpress Speicherkarten mit Adaptern intern in einem PC zu verbauen und als Systemlaufwerk zu nutzen. Dies ist natürlich nicht empfehlenswert, aber technisch machbar. Siehe beispielsweise diesen Adapter

 

Höhere Haltbarkeit von CFexpress Speicherkarten

Ein wichtiger Faktor bei CFexpress Speicherkarten, neben der höheren Geschwindigkeit verglichen mit SD-Karten, ist die Haltbarkeit.

Jede Speicherkarte kann unvorhergesehen kaputtgehen, dies gilt auch für CFexpress Speicherkarten.

Allerdings hast du bei SD-Karten keinerlei Möglichkeiten, den Zustand der Speicherkarte auszulesen. Diese funktioniert oder funktioniert nicht. Du kannst nicht sehen, wie viele Schreibzyklen diese hatte, ob schon Zellen Fehler gemeldet haben usw.
Dies ist bei CFexpress Speicherkarten anders! So kannst du über Anwendungen wie CrystalDiskInfo am PC auslesen, wie der Zustand der Speicherkarte ist. Dies gilt auch für unsere beiden Nextorage Modelle.

So kannst du hier auch sehen, wie viele Daten bereits auf die Speicherkarte geschrieben wurden und entsprechend, wie gut diese schon genutzt wurde.

Auch unabhängig davon nutzen CFexpress Speicherkarten in der Regel hochwertigeren NAND und besitzen bessere Algorithmen, um die Datensicherheit sicherzustellen, siehe ECC, Wear Leveling usw.

 

CFexpress Typ A = für Sony

Es gibt 2 Typen (genau genommen 3) von CFexpress Speicherkarten: Typ A und Typ B. Typ A wird derzeit exklusiv von Sony genutzt, Typ B von Nikon, Fuji, Canon usw. Es ist möglich, eine Typ A Speicherkarte mit Adapter in einer Typ B Kamera zu nutzen, aber nicht umgekehrt.

 

Erster Leistungstest

Laut Nextorage bietet sowohl die A1PRO als auch die deutlich günstigere A1SE 950 MB/s lesend und schreibend.
Stimmt das? Zunächst teste ich dies mit Hilfe von CrystalDiskMark am PC.

Die 160 GB A1PRO erreichte bei mir maximal 934 MB/s lesend und 880 MB/s schreibend.
Die 480 GB A1SE erreichte bei mir maximal 934 MB/s lesend und 853 MB/s schreibend.
Dies sind aber weiterhin verglichen mit anderen CFexpress Typ A Speicherkarten absolute Spitzenwerte.

 

Konstante Leistung?

Aber wenn die A1PRO und die A1SE so dicht beieinander liegen, woher kommt der Preisunterschied?!

Konstante Schreibrate ist das Zauberwort! So besitzt die A1SE einen sogenannten Schreibcache. Also nur ein kleiner Teil der Speicherkarte lässt sich mit dem vollen Tempo beschreiben.

So besitzt die A1SE lediglich eine konstante Schreibrate von +- 400-440 MB/s. Dies ist also die “echte” Schreibrate, was auch zu anderen “günstigen” CFexpress Speicherkarten passt.
Was ist aber bei der A1PRO?

Die A1PRO bietet eine konstante Leistung. So bot die 160 GB Version bei mir ohne Temperaturprobleme ziemlich konstant +- 800 MB/s.

 

Praxis-Test in der A1

Machen wir auch einen Praxis-Test. Hierfür habe ich die Sony A1 genutzt. Folgende Einstellungen habe ich vorgenommen:

  • 30 Bilder/s
  • 1/2000 s Belichtungszeit
  • Manueller Fokus
  • ISO 100

Hier habe ich zwei Tests durchgeführt. Zunächst habe ich 30 Sekunden lang den Auslöser durchgedrückt, um zu schauen, wie viele Bilder am Ende auf der Speicherkarte landen.

Mit der A1PRO konnte die A1 479 Bilder in diesen 30 Sekunden machen. Dies ist der 2. beste Wert, den ich bisher bei einer CFexpress Typ A Speicherkarte messen konnte.
Mit der A1SE hingegen schaffte die A1 “nur” 349 Bilder in der gleichen Zeit. Dies ist aber weiterhin schneller als mit jeder anderen SD-Karte.

Noch deutlichere Unterschiede verglichen mit SD-Karten sehen wir bei der Zeit, die es dauert, bis die Kamera den Buffer, also Zwischenspeicher, in die SD-Karte geschrieben hat.

 

Fazit

Die CFexpress Typ A Speicherkarten von Nextorage sind hervorragend und auch beide Modelle machen Sinn!

So bietet die Nextorage A1SE deutlich mehr Kapazität zum günstigeren Preis, ist aber bei konstanter Schreiblast mit ca. 400 MB/s relativ langsam für eine CFexpress Speicherkarte. Allerdings ist diese weiterhin schneller als jede SD V90 Speicherkarte, zuverlässig und günstiger.

Suchst du also viel Kapazität zum günstigen Preis, dann ist die Nextorage A1SE eine super Wahl!

(Werbelink)

Aber in diesem Artikel soll es primär um die Nextorage A1PRO gehen. Diese bietet vor allem eine konstante Leistung von praktisch +- 800 MB/s. Dies auch ohne Temperaturprobleme, was bei CFexpress Typ A Speicherkarten oft der Fall ist.
Damit ist diese die 2. schnellste CFexpress Typ A Speicherkarte, die ich bisher im Test hatte! Schneller als die Sony eigene und nur minimal von der Lexar Gold geschlagen.
Da die A1PRO aber deutlich günstiger ist als die Sony CFexpress Typ A Speicherkarte und auch günstiger als die Lexar, ist dies ein top Ergebnis.
Damit sind beide CFexpress Speicherkarten von Nextorage absolut empfehlenswert!

Nextorage Japanischer Hersteller CFexpress Typ A 160GB VPG400 Lesen...
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  • Einzigartiges Stromsparsystem: Die A1PRO CFexpress Typ A Karte...
  • VPG400-Zertifizierung: Alle Kapazitäten entsprechen der Video...
  • CFexpress TypeA-konforme Speicherkartenschnittstelle: PCIe3.0 x...

Was kann der Reolink Home Hub?

Reolink-Überwachungskameras funktionieren grundsätzlich „standalone“. Allerdings bietet Reolink nun seit Neuestem den Home Hub an.

Der Home Hub ist ein „kabelloses Sicherheitssystem mit verschlüsseltem lokalem Speicher und Multi-Geräte-Verwaltung“, so beschreibt es Reolink.

Aber was genau kann der Home Hub? Welche Vorteile bringt er, und lohnt es sich, ihn zu kaufen, wenn du bereits mehrere Reolink-Kameras besitzt? Finden wir all das in diesem Test heraus!

 

Was ist der Reolink Home Hub?

Der Reolink Home Hub ist zunächst einmal eine kleine weiße Box, die mit dem Strom und dem Netzwerk verbunden wird.

Auf der Rückseite dieser Box befinden sich zwei microSD-Speicherkarten-Slots.
Im Kern ist der Home Hub als eine Art NVR (Network Video Recorder) gedacht. Die meisten Reolink-Kameras speichern Videos auf einer eingesetzten Speicherkarte. Aber was passiert, wenn diese oder die komplette Kamera gestohlen wird? Dann sind die Aufnahmen verloren.
Hier kommt nun der Home Hub ins Spiel.

Mit dem Home Hub werden Aufnahmen nicht nur auf der Speicherkarte der Kamera gesichert, sondern zusätzlich auf den Speicherkarten im Home Hub. Das heißt, selbst wenn die Kamera gestohlen wird, sind die Aufnahmen noch sicher.

 

Was kann der Reolink Home Hub?

Der Home Hub bietet im Wesentlichen vier Funktionen:

  • Speicherung der Aufnahmen auf dem Home Hub
  • Gemeinsamer Kamera-Verlauf
  • Alarmfunktion
  • Funktion als WLAN-Access-Point

Im Kern ist der Home Hub einfach nur ein „Speicherlaufwerk“ für deine Reolink-Kameras. Du kannst wie gewohnt auf die Kameras zugreifen und die Aufnahmen durchsehen, es gibt aber auch einen „gemeinsamen“ Verlauf.

In diesem gemeinsamen Verlauf kannst du in einer Art Timeline alle Aufnahmen aller verbundenen Kameras in einer Übersicht sehen. Dies kann sehr praktisch sein und gerade bei größeren Installationen die Auswertung der Aufnahmen massiv erleichtern.
Außerdem kann die Station Alarme wiedergeben.

Dinge wie erweiterte Smart-Features oder eine Gesichtserkennung sind leider nicht mit an Bord.

 

64 GB im Lieferumfang

Im Lieferumfang des Reolink Home Hub ist eine 64 GB microSD-Speicherkarte enthalten. Prinzipiell akzeptiert der Hub aber bis zu 2x 512 GB.

Ich finde es etwas schade, dass sich nur microSD-Speicherkarten nutzen lassen. Beispielsweise in der Eufy HomeBase 3 lässt sich auch eine 2,5-Zoll-HDD/SSD verbauen, was ich hier ebenfalls gut gefunden hätte.

 

Integrierter WLAN Access Point

Der Reolink Home Hub wird per LAN mit deinem lokalen Netzwerk verbunden. Allerdings ist im Home Hub selbst ein WLAN-Router bzw. genauer gesagt ein WLAN-Access-Point integriert. Dieser unterstützt WLAN 6 sowie das 2,4- und 5-GHz-Band.

Der Gedanke dahinter ist, dass du die akkubetriebenen Reolink-Kameras direkt mit dem WLAN des Home Hub verbinden kannst.

Kabelgebundene Reolink-Kameras lassen sich hingegen einfach so hinzufügen, wenn sie sich im gleichen Netzwerk befinden.

 

Müssen WLAN-Kameras das WLAN des Home Hub nutzen?

Bei Amazon habe ich eine negative Kritik gelesen, dass Reolink WLAN- (Akku-)Kameras sich mit dem WLAN des Home Hubs verbinden müssen und du nicht mehr auf deine bestehende WLAN-Infrastruktur zurückgreifen kannst. Dies scheint aber nur teilweise zu stimmen.

Richtest du eine akkubetriebene WLAN-Kamera von Reolink ein und du hast einen Home Hub, dann wirst du gefragt, ob du die Kamera mit dem Hub verbinden möchtest. Sagst du ja, dann wird versucht, das WLAN des Home Hubs zu nutzen.

Möchtest du das nicht, weil der Home Hub vielleicht zu weit entfernt steht und dein Heim-WLAN ein besseres Signal garantiert, dann musst du die Kamera zunächst als Solo-Gerät einrichten (diese Option bietet dir die App auch an) und sie danach dem Home Hub hinzufügen.

Bei mir blieben die Kameras dann einfach mit meinem Heim-WLAN verbunden, arbeiteten aber dennoch mit dem Home Hub zusammen.

 

 

 

Verbesserte Home Assistant-Integration

Ein kleiner Bonus für die Home Assistant-Nutzer unter euch: Mit dem Home Hub lassen sich auch akkubetriebene Reolink-Kameras „voll“ in das Home Assistant-Ökosystem einbinden.

 

Stromverbrauch 

Der Home Hub benötigt im Betrieb so +- 3 W.

 

Fazit

Das Fazit zum Reolink Home Hub ist nicht ganz einfach. Im Kern ist der Home Hub eine „Speicherbox“ für deine Reolink-Kameras, sodass Aufnahmen beim Diebstahl der Kameras nicht verloren gehen.

Zudem lassen sich die Aufnahmen mehrerer Kameras auf einen Blick auswerten, und du kannst den Home Hub als WLAN-Access-Point nutzen.
Damit kann der Home Hub durchaus eine sinnvolle Erweiterung sein, wenn du schon ein paar Reolink-Kameras hast. Allerdings ist er auch kein „Must-Have“, wie ich finde.

Reolink Home Hub für Überwachungskamera, 4K-Live-Ansicht...
  • ALLES-IN-EINEM-VERWALTUNGS- & SPEICHERZENTRALE: Der Reolink Home...
  • OFFLINE-AUFZEICHNUNG & LOKALE SPEICHERUNG: Ihre Aufzeichnungen...
  • WI-FI 6 FÜR HOCHAUFLÖSENDE LIVE-ANSICHT UND WIEDERGABE...
  • SICHERHEITSÜBERSICHTEN & ALARMZENTRALE: Durch das Sammeln von...
  • HÖCHSTER SCHUTZ DER PRIVATSPHÄRE: Dank der geräteinternen...

INIU BI-B5 Powerbank Test 2024: Kompakter, leichter und leistungsstärker? (neue Version 2024)

Die INIU BI-B5 ist eine altbekannte Powerbank bei Techtest. Allerdings hat INIU nun unter dem gleichen Namen ein neues Modell auf den Markt gebracht.

Dieses soll sich bei gleicher Leistung und Kapazität durch einen kompakteren Formfaktor auszeichnen. Hierfür nutzt INIU neue Akkuzellen mit höherer Energiedichte. Schauen wir uns die neue “Mini” Version der INIU BI-B5 doch einmal im Test an!

 

Die Mini INIU BI-B5 im Test

Die INIU BI-B5 setzt auch in der neuen Version auf das bekannte INIU-Design. So setzt die Powerbank weitestgehend auf einen gummierten, soft-touch-artigen Kunststoff, der durch ein kleines Hochglanz-Fenster auf der Front aufgelockert wird.

An sich fühlt sich der hier verwendete Kunststoff sehr gut an, allerdings ist er ebenso recht empfindlich gegenüber Fingerabdrücken und Kratzern.

Die neue Version der BI-B5 misst dabei 114 x 70 x 29 mm und bringt 318 g auf die Waage. Damit ist die neue Version ca. 6 % kleiner (231 cm³ zu 244 cm³) und 9 % leichter (318 g zu 350 g). Dies ist schon ein kleiner Unterschied, aber effektiv ist die neue Version der BI-B5 jetzt auch nicht „signifikant“ kleiner und leichter.

 

Anschlüsse der INIU BI-B5

Auch die neue BI-B5 besitzt 2x USB-A-Ports und 1x USB-C.

  • USB-C: 20 W Power Delivery – 5V/3A, 9V/2,22A, 12V/1,5A
  • USB-A: 22,5 W Super Charge, 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A 12V/1,5A

Wir haben zunächst zwei USB-A-Ports, welche 18 W Quick Charge bzw. 22,5 W “Super Charge” unterstützen. Das für uns aber wichtigste ist natürlich der USB-C-Port.

Dieser bietet bis zu 20 W nach dem Power Delivery Standard. 20 W sind keine gewaltige Leistung, aber für eine Einsteiger-Powerbank absolut okay und in der Regel auch ausreichend, um ein Smartphone in einem vernünftigen Tempo zu laden. Über den USB-C-Port wird die Powerbank auch geladen, allerdings nur mit maximal 18 W laut Hersteller.

 

Auch mit PPS

Prinzipiell unterstützt die Powerbank auch PPS auf dem USB-C-Port.

  • 5 – 5,9 V: bis zu 3 A
  • 5 – 11 V: bis zu 2 A

Es ist natürlich super, dass die Powerbank auch PPS unterstützt. Dies optimiert die Ladegeschwindigkeit in Kombination mit diversen Samsung-Smartphones und Google Pixel-Modellen. Allerdings macht dies bei einer 20 W Powerbank auch nicht den großen Unterschied.

 

Überraschung bei der Kapazität

Ich messe die Kapazität bei Powerbanks mithilfe einer elektronischen Last und eines “USB-C-Testers”, welcher die entladene Energie mitloggt. Es ist hier normal, dass Powerbanks nur so 80 bis 90 % der vom Hersteller beworbenen Kapazität erreichen.

Warum? Die Herstellerangabe bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Ihre Entladung ist aber nicht zu 100 % effizient. Daher war ich von den Werten der neuen Version der INIU BI-B5 sehr überrascht!

Wh mAh %
5V/1A 75.13 20305 102%
9V/1A 72.42 19573 98%
9V/2A 69.90 18892 94%

 

Was ist denn hier los? Bei mir im Test erreichte die neue Version der BI-B5 zwischen 18.892 mAh und 20.305 mAh. Dies ist eine Spanne von 94 % bis 105 %, was ein herausragendes Ergebnis ist! Entsprechend ist davon auszugehen, dass wir in Wirklichkeit mehr als 20.000 mAh haben. Ich vermute anhand der Werte, dass wir hier eher Akkuzellen im Bereich 22.000 mAh bis 23.000 mAh haben.

Dies sehen wir auch im Vergleich zur alten Version der BI-B5. Diese wird schon ein gutes Stück übertroffen.

 

Ladedauer der BI-B5

Laut Hersteller kann die BI-B5 mit bis zu 18 W laden. Praktisch konnte ich maximal 15 – 16 W erreichen.

Im Test benötigte die neue Version der Powerbank ca. 6:24 h für eine vollständige Ladung. Dies ist sicherlich nicht rekordverdächtig, aber soweit “plausibel” für eine Powerbank dieser Klasse.

 

Fazit

Die neue Version der INIU BI-B5* stellt ohne Frage eine Verbesserung dar. Die neue Version ist etwas kleiner, etwas leichter und bietet in der Praxis dennoch eine höhere Kapazität. So konnte die Powerbank im Test sogar die Herstellerangabe knapp überschreiten, was eine absolute Seltenheit ist! Dabei haben wir mit 20 W weiterhin eine solide Ausgangsleistung über den USB-C-Port und generell eine gute “Basic” Powerbank.

Kurzum, ich würde sagen, die neue Version der INIU BI-B5 ist die beste Powerbank der 20.000 mAh und 20 W Klasse. Dennoch solltest du überlegen, ob du nicht vielleicht die alte Version lieber möchtest. Zum Zeitpunkt des Tests kostet die alte Version 29 € und die neue Version 39 €. Ich finde, der Aufpreis von 10 € ist nur bedingt gerechtfertigt. 33 – 35 € wären im Anbetracht der Verbesserungen vermutlich besser gerechtfertigt. Also Preis/Leistungssieger ist immer noch die alte Version. Ist dir aber Gewicht und Größe sehr wichtig, ist vielleicht doch die neue Version besser. Tipp: Ist dir Gewicht und Größe sehr wichtig, schau einmal in diesen Artikel: Die besten leichten Powerbanks, ideal fürs Wandern 2023.

INIU BI-B5 2024
Positiv
Hohere Kapazität: Im Test erreichte die Powerbank zwischen 18.892 mAh und 20.305 mAh
Kompakter und leichter: Die neue Version ist ca. 6 % kleiner und 9 % leichter als das Vorgängermodell
PPS-Unterstützung
20 W via USB C
Negativ
Empfindliche Oberfläche
Höherer Preis: Die neue Version kostet 10 € mehr als die alte, was den Mehrwert nicht unbedingt rechtfertigt.
80

ANNKE Custos 3MP Überwachungskamera: Preis-Leistungs-Kracher für nur 35€?

ANNKE bietet mit der Custos eine sehr günstige, komplett kabellose Überwachungskamera an. Du bekommst diese Kamera für rund 35€, was für eine Akku-Überwachungskamera ein fantastischer Preis ist.
Dabei sehen die technischen Daten auch gar nicht übel aus. Wir haben einen 4400mAh Akku, einen 3-Megapixel-Full-HD-Sensor, einen microSD-Karten-Slot (also keine Abokosten) usw.

Sicherlich sind dies keine absoluten „High-End“-Werte, aber für eine günstige Überwachungskamera klingt das ordentlich. Wollen wir uns einmal im Test ansehen, wie gut oder schlecht die ANNKE Custos 3MP Überwachungskamera wirklich ist!

 

Die ANNKE Custos 3MP Überwachungskamera im Test

Die ANNKE Custos ist eine recht kompakte Überwachungskamera. So misst diese 90 x 58 x 58,5 mm und setzt, wie meist üblich, auf einen weißen Hochglanz-Kunststoff.

Lediglich auf der Front haben wir ein paar schwarze Hochglanzelemente, unter denen die IR-LEDs und die Kameralinse versteckt sind.

Montiert wird die Kamera über ein Gewinde auf der Rückseite sowie eine beiliegende Halterung.

Auf der Unterseite der Kamera finden wir wiederum eine kleine Abdeckung, unter der der USB-C-Ladeport sowie der microSD-Karten-Slot sind.

 

Die VicoHome App

Spannenderweise setzt die Custos nicht auf die ANNKE-App, sondern auf eine App mit dem Namen „VicoHome“.

Die App ist an sich gut gemacht und auch funktional, insgesamt mehr als solide. Auf der Startseite finden wir eine Übersicht über alle mit der App verbundenen Kameras mit einer kleinen Vorschau.

Die Vorschau ist allerdings nicht live, sondern stammt aus dem letzten manuellen Aufruf der Kamera. Tippst du dann das Bild an, landest du allerdings in der Live-Ansicht.

Über das kleine „Brief“-Icon erreichst du die Aufnahmen, und unter dem Zahnrad findest du wie üblich die erweiterten Einstellungen.

 

Aufnahme in der Cloud und lokal

Die ANNKE Custos nimmt sowohl in der Cloud als auch lokal auf. Für Letzteres musst du allerdings eine microSD-Speicherkarte einsetzen.
Grundsätzlich schickt die Kamera alle Aufnahmen in die Cloud. Dies lässt sich, soweit ich das richtig sehe, auch nicht abschalten.

Es gibt ein kostenloses Cloud-Abo, bei dem Aufnahmen 3 Tage gespeichert werden. Willst du mehr, musst du bezahlen. 60 Tage Aufzeichnung kosten 4,89€ im Monat (inklusive weiterer Funktionen).

Du kannst auch einfach beim kostenfreien Abo bleiben und eine microSD-Karte in die Kamera einsetzen.

Allerdings ist es schon auffällig, dass die Auswertung der Aufnahmen bei den „Cloud-Aufnahmen“ doch ein gutes Stück eleganter ist als bei den Aufnahmen auf der microSD-Speicherkarte. Die Auswertung der Aufnahmen auf der microSD-Speicherkarte ist sogar als recht lästig zu bezeichnen.

 

Bewegungserkennung: Smart nur über die Cloud

Wie so ziemlich alle Akku-Überwachungskameras nimmt die ANNKE Custos auch nur Videos auf, wenn sie eine Bewegung erkennt.
Die Kamera hat hier eine einfache, aber solide Bewegungserkennung. Was die Kamera nicht hat, ist eine „smarte“ Bewegungserkennung.

Diese kannst du bekommen, aber nur über die Cloud und das entsprechende Cloud-Abo. Die smarte Erkennung läuft dann auch nicht über die Kamera, sondern über die Cloud-Server, welche die Erkennung ausführen.
Die Bewegungserkennung der Kamera ist soweit in Ordnung für ein kabelloses Modell. Die Reichweite dieser ist nicht gigantisch, aber mit 5-6 Metern ausreichend.
Es kann bei sehr starkem Wind und Büschen/Pflanzen im Vordergrund zu Fehlalarmen bzw. Fehlaufnahmen kommen.

 

Bildqualität

Die ANNKE Custos besitzt einen 3-Megapixel-Sensor, welcher effektiv Videos und Fotos mit 2304 x 1296 Pixeln aufnimmt.

Dabei haben wir einen Blickwinkel von 100 Grad, was durchaus recht weit ist, aber auch nicht „extrem“.

Mit 2304 x 1296 Pixeln haben wir eine Auflösung über Full HD. In der Praxis ist die Bildqualität der Kamera auch solide.
Allerdings darfst du hier keine Wunder erwarten, die Kamera arbeitet, wie viele kabellose Akku-Modelle, mit einer recht niedrigen Bitrate, was die Bildqualität doch deutlich limitiert, verglichen mit regulären kabelgebundenen Modellen.
Positiv überrascht hat mich die Bildqualität bei Nacht, welche besser ist, als ich erwartet hätte.

 

Akkulaufzeit

In der ANNKE Custos steckt ein 4400 mAh Akku, welcher laut Hersteller satte 6 Monate halten soll.

Allerdings kann ich diesen Wert nicht bestätigen. Bei mir im Test lag die Laufzeit eher im Bereich von 1 Monat an einer mittel belebten Stelle. Dies ist schon eine recht deutliche Abweichung zur Herstellerangabe.

Von daher würde ich das Solarpanel klar empfehlen.

 

Fazit

Die ANNKE Custos ist eine solide Akku-Überwachungskamera. Wir haben hier ohne Frage nicht das beste Modell auf dem Markt vor uns.

Dies dürfte allerdings beim Preis von ca. 30€ auch nicht überraschen. Für 30€ bekommst du aber eine voll funktionsfähige Akku-Überwachungskamera mit solider Bildqualität.
Dabei ist sogar ein einfaches Cloud-Abo kostenfrei mit dabei, wie auch ein optionaler microSD-Karten-Slot für zusätzliche lokale Aufnahmen.

Worauf du allerdings verzichten musst, sind Dinge wie eine smarte „AI“-Personenerkennung. Diese kannst du nur über die Cloud kostenpflichtig hinzubuchen. Ebenso lässt sich die Cloud-Speicherung (anscheinend) nicht abschalten.
Aber gerade wenn du eine günstige „B“-Überwachungskamera für die hinteren Ecken im Garten suchst, ist die ANNKE Custos aufgrund des Preises eine interessante Wahl.

Shentec LiFePO4 Akku mit 200 Ah und 200 A BMS: Detaillierter Test

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Wenn du eine DIY-Solaranlage aufbaust, ob nun zu Hause oder im Wohnwagen, dann ist ein LiFePO4-Akku eine essenzielle Kernkomponente. LiFePO4-Akkus sind im Allgemeinen haltbar, sicher, zuverlässig und mittlerweile auch gar nicht mehr so teuer.

In diesem Test soll es um den LiFePO4-Akku von Shentec mit 200 Ah Kapazität und 200 A BMS gehen. Letzteres macht den Shentec besonders interessant, denn die meisten LiFePO4-Akkus besitzen lediglich eine Ausgangsleistung von 100 A.

Zudem bringt der Shentec-Akku ein Smart BMS mit Anzeige mit, das dich über den Akkustand und andere Leistungswerte informiert.

Wollen wir uns den Akku einmal im Test ansehen und prüfen, ob dieser hält, was er verspricht! An dieser Stelle vielen Dank an Shentec für das Zurverfügungstellen des Akkus für diesen Test.

 

Technische Daten

  • Shentec VB Series mit Bluetooth
  • 200 Ah
  • 12,8 V Standardspannung
  • 14,4 – 14,6 V Ladespannung
  • Maximaler Entladestrom: 200 A
  • Empfohlener Entladestrom: 100 A
  • Maximaler Ladestrom: 200 A
  • Empfohlener Ladestrom: 100 A
  • Spitzen-Entladestrom: 350 A (5 s)

 

Der Shentec LiFePO4 200 Ah Akku mit 200 A Bluetooth BMS im Test

Der Shentec-Akku ist mit 345 x 190 x 245 mm und einem Gewicht von 19 kg vergleichsweise kompakt, selbst für einen 200 Ah LiFePO4-Akku.

Dabei setzt dieser auf das typische Batterie-Design, mit einem einfachen schwarzen Kunststoff-Gehäuse, das versiegelt ist.

Auf der Oberseite haben wir aber eine Besonderheit. So haben wir hier zunächst die üblichen M8-Batterie-Terminals, aber auch ein Display und eine Taste.

Dieses Display zeigt dir beim Betätigen diverse Informationen an, auf welche wir gleich zu sprechen kommen. Mit im Lieferumfang des Akkus sind passende M8-Schrauben sowie ein Schraubenschlüssel.

 

Das Display

Auf der Oberseite des Akkus befindet sich ein sehr einfaches Display.

Dieses ist qualitativ sicherlich nicht das beste und auch nicht das hellste, aber dennoch ist es sehr nützlich! Folgendes zeigt das Display an:

  • Ladestand in %
  • Lade/Entladestrom in A
  • Temperatur in Grad
  • Spannung in Volt

Gerade da es bei LiFePO4-Akkus sehr schwer ist, den aktuellen Ladestand genau zu ermitteln, aufgrund der sehr flachen Ladekurve, ist das Display, das dir solche Informationen anzeigt, sehr praktisch.

 

Optional mit Bluetooth BMS

Es gibt die Shentec VB Series Akkus in zwei Ausführungen: mit oder ohne Bluetooth. Ich habe hier die Bluetooth-Version.

Das Bluetooth-Modul ist bei LiFePO4-Akkus aus dem gleichen Grund spannend wie das Display. Aufgrund der sehr flachen Entladekurve von LiFePO4-Akkus ist es extern sehr schwer zu erkennen, wie voll oder leer solch ein Akku genau ist.

Über die Bluetooth-Schnittstelle kannst du dies auf kurze Distanz einfach an deinem Smartphone auslesen. Dies erfolgt über die „Power Quarry“ App. Dies ist sicherlich nicht die schickste oder spannendste App, macht aber ihren Job. Die App zeigt dir folgende Informationen an:

  • Spannung in Volt
  • Strom (Eingang und Ausgang) in Ampere
  • Kapazität in %
  • Temperatur
  • Zyklenzahl
  • Verbliebene Nutzungsdauer

In den weiteren Optionen kannst du auch die genaue Spannung der einzelnen Zellen des Akkus sehen sowie den Systemzustand. Das Bluetooth BMS halte ich bei LiFePO4-Akkus generell für einen Mehrwert!

Ich denke zwar, dass es durchaus möglich wäre, noch mehr aus dem Bluetooth BMS herauszuholen, beispielsweise mit einer anpassbaren Entlade-Stopp-Spannung usw. Aber dennoch ist auch hier das Bluetooth BMS ein Mehrwert, mit dem gängigen Funktionsumfang.

 

Warum LiFePO4-Akkus so gut sind

Was macht Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePO4) so interessant? Diese Akkus könnten sich als die Zukunft für Solar-Pufferspeicher und Elektromobilität herausstellen. Aber was genau macht sie so besonders?

Obwohl LiFePO4-Akkus eine etwas geringere Energiedichte als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus haben, zeichnen sie sich durch höhere Sicherheit und längere Lebensdauer aus. Selbst einfache Modelle können problemlos über 2000 Ladezyklen erreichen, während Lithium-Ionen-Akkus in der Regel nur 500 bis 1000 Zyklen durchhalten. In der Praxis könnte die Lebensdauer von LiFePO4-Akkus sogar noch höher sein, abhängig von der Entladungstiefe. Shentec wirbt selbst bei einer 100% Entladetiefe mit satten 3000+ Zyklen.

Vor allem als Solar-Pufferspeicher bieten LiFePO4-Akkus eine potenziell außerordentliche Lebensdauer. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie selbst in extremen Situationen thermisch nicht durchgehen. Klar sollte es zu einem Ausfall sämtlicher Schutzfunktionen kommen, ist dies nicht gut, aber der Akku sollte nicht in einem Flammenmeer aufgehen, wie es bei Lithium-Ionen-Akkus durchaus passieren kann.

Darüber hinaus sind sie beim Laden und Entladen weniger empfindlich. Das integrierte BMS spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, indem es das Tiefentladen, Überladen sowie Kurzschlüsse oder Überlastungen verhindert.

Es gibt jedoch auch einige Nachteile: LiFePO4-Akkus sind bei gleicher Kapazität etwas größer als Lithium-Ionen-Akkus, was sie weniger geeignet für Smartphones, Notebooks und andere kompakte Geräte macht, bei denen Größe eine wichtige Rolle spielt. Zudem dürfen diese Akkus bei Temperaturen unter 0 Grad nicht geladen werden, da dies zu Schäden führen kann. Entladen ist bei diesen Temperaturen jedoch unproblematisch. Laut Hersteller bringt dieser Akku erfreulicherweise einen Unter-Temperatur-Schutz mit! Das BMS sollte also das Laden bei unter 0 Grad blockieren.

 

Wie testet Techtest.org LiFePO4-Akkus?

Ich bzw. Techtest.org nutzt für das Messen der Kapazität von LiFePO4-Akkus eine sogenannte elektronische Last. Hierbei handelt es sich um ein Gerät, welches Energie in Wärme umwandelt und dabei aufschreibt, wie viel Energie aus dem Akku entladen wurde.

Hierfür habe ich den Atorch DL24MP, wie auch den Atorch DL24EW genutzt. Letzteren habe ich verwendet, um die Werte des ersten zu überprüfen. Zudem habe ich den Akku auch temporär an eine Offgrid-Solaranlage in meinem Büro angeschlossen.

 

Wie hoch ist die Kapazität des Akkus?

Laut Hersteller soll der Akku eine Kapazität von 200 Ah besitzen. Nach meiner Erfahrung erreichen auch die meisten LiFePO4-Akkus ziemlich genau die Herstellerangaben, mal ein % mehr, mal minimal weniger. Daher war ich hier von den Werten des Shentec LiFePO4 200 Ah Akkus etwas überrascht und hatte diese auch zur Sicherheit noch mit einem 2. Messgerät überprüft.

Im Test erreichte der Akku bei mir eine Kapazität von 169,95 Ah bis 173,034 Ah. Dies entspricht etwa 86-87% der Herstellerangabe. Bei einer Powerbank würde ich hier von einem guten Abschneiden sprechen. Allerdings ist bei LiFePO4-Akkus meistens ein leichtes Überschreiten der vom Hersteller angegebenen Kapazität üblich und nicht ein so doch recht deutliches Unterschreiten. Damit ist dieser Akku laut meinem Test eher in der 175 Ah-Klasse als in der 200 Ah-Klasse angesiedelt. Ich habe natürlich den Hersteller angefragt, ob dies normal wäre. Dieser hat durch die Blume ja gesagt. Dies wäre aufgrund des umfangreichen BMS, des Bluetooth usw. der Fall, zudem wäre es laut Hersteller normal, dass solche Akkus auch nur 90-95% der Herstellerangabe erreichen. Zwar deckt es sich mit meinen Beobachtungen, dass LiFePO4-Akkus mit Bluetooth BMS tendenziell minimal weniger Kapazität erreichen als Modelle mit „einfacheren“ BMS (davon ausgehend, dass beide Modelle ähnlich gute Zellen haben), aber unter 98% der Herstellerangabe ist bei mir sehr selten.

 

Unterspannungsabschaltung

Das integrierte BMS besitzt einen Schutz vor dem Tiefentladen der Akkuzellen. Dieser Schutz griff bei mir bei ziemlich genau 11 V, was eine gut gewählte Spannung ist.

 

Spannungsverlauf des Shentec LiFePO4 200 Ah Akkus

LiFePO4-Akkus besitzen einen sehr flachen Spannungsverlauf. Dies gilt natürlich auch für den Shentec-Akku. Das heißt, die Spannung des Akkus schwankt beim Entladen nur sehr wenig. Dies macht auch das Auslesen des aktuellen Ladestands nicht ganz einfach.

Im voll geladenen Zustand hat der Shentec-Akku ± 14 V. Sobald allerdings Last anliegt, sinkt die Spannung auf ± 13,1 V. Ca. 90% der Kapazität des Akkus spielt sich dabei im Spannungsbereich von 13,1 V bis 12,7 V ab. Sobald die Spannung 12,5 V unterschreitet, fällt sie mehr oder weniger sofort ins Bodenlose und der Akku ist effektiv leer. Dies ist ein normales Verhalten für einen LiFePO4-Akku, hier konnte ich keine Auffälligkeiten beobachten.

 

Fazit

An sich gibt es viel am Shentec-Akku zu mögen! Dieser ist relativ kompakt, besitzt das nützliche Display, welches dich direkt am Gerät mit Leistungswerten versorgt, und natürlich das ebenso nützliche Bluetooth BMS.

So kannst du über die Smartphone-App alle Informationen des Akkus auslesen, wie vor allem den aktuellen Akkustand. Dabei ist das BMS mit bis zu 200 A recht mächtig, was gerade in Kombination mit 230 V-Wandlern etwas Puffer gibt.

Damit wäre der Shentec LiFePO4 200 Ah Akku an sich voll empfehlenswert. Etwas problematisch war bei mir im Test allerdings die Kapazität des Akkus. So lag diese lediglich im Bereich von ± 175 Ah. Etwas niedrig nach meiner Meinung für einen 200 Ah-Akku.

Hier bekommst du ganz klar Modelle mit einer besseren „echten“ Kapazität. Kannst du aber damit leben bzw. wenn wir den Shentec LiFePO4 200 Ah Akku* eher als „175 Ah“ Akku betrachten, dann wäre dieser an sich aber keine schlechte Wahl.