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XPPen Magic Drawing Pad Test: Das Android-Tablet für Künstler im Praxistest

XP-Pen ist ein Hersteller von Grafiktabletts, der mit dem Magic Drawing Pad etwas Neues und Spannendes auf den Markt gebracht hat.

Es handelt sich beim Magic Drawing Pad um ein spezielles Android-Tablet für Künstler. Dieses verfügt über einen Stift mit 16.000 Druckstufen sowie ein Display mit einer Texturierung. Sie soll dafür sorgen, dass sich das Zeichnen auf dem Tablet mehr wie auf echtem Papier anfühlt.

Für mich ein wichtiger Punkt! Ich mochte nie das „Schreibgefühl“ eines Stylus auf einem glatten Glas-Display.

XPPen Magic Drawing Pad Test

Dabei ist das Magic Drawing Pad mit rund 470 € auch preislich in einem vertretbaren Rahmen. Sofern es denn wirklich gut ist!

Wollen wir uns in diesem Artikel einmal das XPPen Magic Drawing Pad ansehen. Ist dieses wirklich das beste Android-Tablet für Künstler und Zeichner?

An dieser Stelle vielen Dank an XPPen für die Bereitstellung des Magic Drawing Pads.

 

Das XPPen Magic Drawing Pad im Test

Zunächst handelt es sich beim XPPen Magic Drawing Pad um ein vergleichsweise normales Mittelklasse-Android-Tablet.

Es ist mit 12,1 Zoll relativ groß, besitzt aber recht dünne Rahmen und ist mit 6,9 mm schlank.

Das Gewicht beträgt 599 g, ist also nicht federleicht, aber das Tablet wirkt wertig und stabil gebaut, auch wenn wir ein Gehäuse aus Kunststoff haben. Der erste Eindruck ist ganz klar positiv!

Ansonsten besitzt das Tablet (quer gehalten) an den Seiten jeweils zwei Lautsprecher, auf der Oberseite eine Lautstärkewippe sowie links einen Einschalter und rechts den USB-C-Ladeanschluss.

 

Mit optionaler Tastatur und Trackpad

XPPen bietet für das Magic Drawing Pad eine optionale Tastatur mit Trackpad an, welche das Tablet in eine Art Notebook verwandelt. Dabei besitzt dieses Tastatur-Cover auch ein Scharnier, sodass du dieses prinzipiell auch auf deinem Schoß nutzen kannst.

Das Tastatur-Cover wirkt sehr gut gemacht! Es verbindet sich über Kontakte auf der Unterseite mit dem Tablet.

Es ist also auf das Magic Drawing Pad abgestimmt und nicht einfach nur ein 08/15-Ding.

Durch das hohe Gewicht neigt das Tablet zwar etwas zum „Wobbeln“. Auch hat die Tastatur leider nicht unser deutsches Layout, sondern das englische QWERTY-Layout.

Abseits davon sind aber die Tastatur und erstaunlicherweise das Trackpad sehr brauchbar! Das Tippgefühl ist in Ordnung und auch das Tracking des Trackpads erstaunlich gut, gerade wenn wir die Android-Basis bedenken.

So wäre das Magic Drawing Pad mit der Tastatur durchaus auch für leichte Office-Arbeiten einsetzbar.

 

Großes 12,1-Zoll-Display

Sicherlich das Wichtigste am XPPen Magic Drawing Pad ist das Display, welches sich auf dem Papier auch sehr beeindruckend liest.

  • 12,1 Zoll
  • 2160 x 1440 Pixel
  • 3:2-Format
  • IPS-Panel
  • 109 % sRGB
  • 82 % Adobe RGB

In der Praxis ist das Display etwas schwerer zu beurteilen. Warum? Das Display des Magic Drawing Pads ist leicht matt. Wir haben hier eine matte Textur, um das Schreib- und Zeichen-Gefühl auf dem Tablet mit dem Stylus zu verbessern.

Hierdurch soll es sich mehr wie „Papier“ anfühlen.

Im Gegenzug sieht das Display natürlich nicht so brillant aus, obwohl wir hier mit 2160 x 1440 Pixeln eine hohe Auflösung haben.

Generell sieht das Display auch sehr gut aus! Wir haben hier zwar „nur“ ein IPS-Panel und leider kein OLED, aber wir haben hier ganz eindeutig eines der besseren IPS-Panels.

So ist das Display recht hell, die Schärfe ist für ein mattes Panel gut und auch Farben machen einen starken Eindruck, was zu den guten technischen Daten passt. Auch ist das Display in helleren Umgebungen überdurchschnittlich gut ablesbar.

Kurzum, das Display ist sehr gut, aber du musst die matte Oberfläche bedenken, welche für reinen Content-Konsum weniger „lebendig“ aussieht als ein Hochglanz-Panel.

 

Erstaunlich gute Lautsprecher

Eine kleine Überraschung habe ich bei den Lautsprechern des XPPen Magic Drawing Pads erlebt. Das Tablet verfügt über vier Lautsprecher, welche erfreulich gut klingen!

Das Tablet bietet einen sehr breiten und vollen Klang, mit einem durchaus passablen Bass, für ein Tablet. Hier gibt es nichts zu meckern. Auch ist es sehr laut!

Also die Lautsprecher sind für mich ein kleines Highlight.

 

Kamera

Das Magic Drawing Pad besitzt eine Kamera auf der Rückseite sowie auf der Front. Die Kamera auf der Rückseite besitzt 13 Megapixel und die Frontkamera 8 Megapixel.

Praktisch sind beide Kameras „akzeptabel“. Bei unproblematischen Lichtverhältnissen können diese solide Bilder produzieren, aber das ist kein „Foto-Tablet“. Du willst auf diesem lieber zeichnen oder Bilder von anderen Geräten bearbeiten.

 

Software

Das XPPen Magic Drawing Pad setzt ganz klassisch auf Android. Wir haben hier allerdings noch Android 12, mit Sicherheitspatch, Stand März 2024 (Test fand im Juli 2024 statt).

Android 12 ist natürlich nicht ganz optimal, aber an sich okay. Inwieweit es Updates auf neuere Versionen geben wird, kann ich nicht sagen. Hier sind ja kleinere Hersteller immer etwas schwieriger.

Aber generell ist die Software sehr „clean“ und dicht am Standard-Android. So haben wir neben den Standard-Anwendungen (und ein paar Hardware-spezifischen Apps) lediglich ibisPaint X, MediBang Paint und WPS Office vorinstalliert.

 

Prozessor und Leistung

Wie viele „hoch spezialisierte“ Tablets ist auch das XPPen Magic Drawing Pad jetzt nicht unbedingt auf die maximale Leistung ausgelegt.

  • MediaTek MT8771
  • 2 x 2,40 GHz (ARM Cortex-A78) + 6 x 2,00 GHz ARM (Cortex-A55)
  • 8 GB RAM
  • 256 GB Speicher
  • microSD-Kartenleser

Der MediaTek Kompanio 800T MT8771 ist ein sehr exotischer SoC, welcher in nur wenigen Geräten bisher zum Einsatz gekommen ist.

MediaTek Kompanio 800T MT8771 Geekbench

Der MediaTek MT8771 ist ein solider Chip, aber gerade in Benchmarks auch nicht „herausragend“. So liegt dieser von seiner Leistung knapp unter dem Qualcomm Snapdragon 695, welcher beispielsweise im 250 € Samsung A9+ steckt.

Praktisch bin ich aber mit der Leistung recht zufrieden! Das Tablet läuft gut und im normalen Alltag, egal ob nun beim Webbrowsen, Filme schauen usw., ist die Performance gut.

Auch die Leistung in Foto-/Videobearbeitungs-Anwendungen ist soweit zufriedenstellend. Erst wenn wir Richtung Gaming, Emulatoren und „extremer“ Videobearbeitung schauen, dann merken wir, dass der MediaTek MT8771 kein High-End-Prozessor ist.

Einfache Spiele laufen natürlich auf dem Tablet, auch komplexere, aber letztere oft nicht mit voller Grafikpracht.

Dennoch ist die Leistung des Tablets gut, sofern du hier keine absolute High-End-Leistung erwartest.

Rein aufgrund des Preises wäre hier sicherlich noch etwas mehr gegangen als der MediaTek Kompanio 800T MT8771, die reine Rechenleistung ist also nicht unbedingt ein Highlight an diesem Tablet, aber praktisch ist die Leistung auch nicht negativ hervorgestochen.

Dies liegt sicherlich auch daran, dass aktuelle SoCs (Prozessoren) für Alltagsanwendungen mehr als genug Power haben.

 

Der Stylus, Zeichnen, Schreiben und Arbeiten auf dem Magic Drawing Pad

Kommen wir zum wichtigsten Punkt des Magic Drawing Pads, dem Stylus. Dieser verfügt über 16.384 Druckstufen und setzt auf die EMR-Technologie.

EMR? Kurz gesagt, der Stylus muss nicht aufgeladen werden und bekommt Strom über das Display, ähnlich wie beim kabellosen Laden. Entsprechend handelt es sich um einen aktiven Stylus, auch wenn du ihn nicht selbst laden musst.

Hältst du den Stylus knapp über das Display, auch ohne Berührung, wird dieser vom Tablet erkannt, und du siehst einen kleinen Punkt auf dem Display, der dir bei der Orientierung hilft und anzeigt, wo die Spitze erkannt wurde.

Ab diesem Moment wird auch die Touch-Funktion deaktiviert, sodass es nicht zu versehentlichen Berührungen kommt. Und ja, das funktioniert wirklich sehr gut.

Sehr gut ist auch das Gefühl des Stylus auf dem Display. Technisch ist beispielsweise der Apple Pencil vermutlich der so ziemlich beste Stylus auf dem Markt. Aber ich mag einfach das Gefühl eines glatten Kunststoffstifts auf einem Glasdisplay nicht.

Das macht das Magic Drawing Pad deutlich besser! Wir haben hier ein leicht texturiertes Display, was deutlich mehr Kontrolle und Präzision beim Zeichnen auf dem Tablet gibt.

Zugegeben, ich bin nicht der größte Künstler und nutze solch ein Tablet und Stylus primär für die Fotobearbeitung und das Schreiben.

Und hier können der Stylus und das Magic Drawing Pad absolut überzeugen! Gerade auf einem Tablet bietet der Stylus aus Sicht der Produktivität einen großen Mehrwert.

So fühlt sich der Stylus auch deutlich angenehmer an als beispielsweise der des Samsung S24 Ultra. Zwar ist der Stylus des S24 Ultra bei schnellen Bewegungen noch etwas reaktionsschneller, aber deutlich nervöser.

Der Stylus des Magic Drawing Pads wirkt flüssiger und kontrollierter. Also ja, der Stift des XPPen Magic Drawing Pads kann überzeugen!

 

Nur WLAN 5

Woran wir merken, dass der MediaTek MT8771 nicht mehr ganz frisch ist, ist das WLAN. So unterstützt dieser maximal den WLAN-5-Standard (2,4 GHz und 5 GHz).

Ich hätte mir eine Unterstützung für WLAN 6 gewünscht. Praktisch schafft das Tablet aber um die 330 MBit Upload und Download, was meist die Geschwindigkeit der gängigen Internetverbindungen überschreitet.

 

Solider Akku

Der Akku im XPPen Magic Drawing Pad fasst 8.000 mAh, was nicht übel ist. So wirbt der Hersteller mit einer Laufzeit von 13 Stunden.

Und ja, ich kann durchaus eine Laufzeit im Bereich von 10+ Stunden bei leichter Nutzung bestätigen.

Auch die Standby-Laufzeit war gefühlt gut, wenn auch nicht ganz so fantastisch wie z. B. bei den iPads.

 

Fazit

Ist das XPPen Magic Drawing Pad wirklich das beste Android-Tablet für Künstler? Das ist nicht ganz einfach zu sagen, aber es spricht schon einiges dafür.

Das Wichtigste am Magic Drawing Pad sind der Stylus und das matte Display. Es gibt hier einfach wenig Vergleichbares, vor allem unter 500 €. Ja, es gibt auch andere Tablets mit Stylus, aber der des Magic Drawing Pads ist schon stark, und dank des leicht texturierten Displays fühlt sich der Stylus auch sehr gut bei der Nutzung an.

Ja, ein Apple Pencil mag technisch vielleicht sogar noch besser sein, aber ich mag das Gefühl einer glatten Kunststoffspitze auf Glas einfach nicht. Das macht das Magic Drawing Pad um einiges besser!

Es ist zwar weiterhin nicht ganz das Gefühl wie auf Papier, aber viel dichter dran werden wir kaum kommen, ohne die Bildschirmqualität massiv zu verschlechtern.

Aufgrund des matten Displays ist dieses nicht ganz so brillant wie ein gängiges Display eines Mittelklasse-Tablets, aber es sieht dennoch gut aus und bietet auch in hellen Umgebungen eine brauchbare Ablesbarkeit. Farbgetreue Arbeiten sind hier durchaus gut möglich.

Weitere Pluspunkte gibt es für die Haptik, die erstaunlich guten Lautsprecher und den Akku. Auch der große Speicher mit 256 GB mit der Möglichkeit, diesen über microSD-Speicherkarten zu erweitern, ist spitze! So lassen sich tonnenweise Bilder und Videos auf dem Tablet speichern.

Durchwachsen betrachte ich lediglich den MediaTek MT8771. Dieser ist unterdurchschnittlich für ein Tablet in dieser Klasse. In der Praxis läuft das Magic Drawing Pad gut, hier kann ich also nicht zu laut meckern, aber der Prozessor ist so „der eine Punkt“, wo XPPen etwas gespart hat.

Sofern du aber nicht zu intensive Spiele auf dem Tablet spielen willst, ist alles soweit okay, auch wenn es aus Sicht der Leistung eindeutig bessere Tablets in dieser Preisklasse gibt.

XPPen 12.2 Zoll Standalone Grafiktablett Display mit X3Pro 16384 Smart...

  • Hervorragender Stylus
  • Gutes Display
  • Texturiertes Display: Angenehmes Zeichengefühl, ähnlich wie auf Papier, hohe Präzision und Kontrolle
  • Sehr gute Lautsprecher
  • Großer Speicher (256 GB + microSD)
  • Guter Akku
  • Optionale Tastatur mit Trackpad
  • Mäßig schneller Prozessor
  • Android 12
  • Nur WLAN 5

Kurzum, bist du Künstler oder machst viel Fotobearbeitung auf deinem Tablet und legst daher großen Wert auf einen hochwertigen Stylus, dann halte ich das XPPen Magic Drawing Pad für eine der besten Optionen auf dem Markt, vor allem in der unter 500-€-Preisklasse!

Ist dir der Stylus komplett egal, dann bekommst du vergleichbare Tablets für weniger Geld. Das XPPen Magic Drawing Pad dreht sich schon etwas um diesen, auch wenn es im generellen Einsatz ebenfalls überzeugt. Dies vor allem auch mit der optionalen Tastatur/Trackpad-Kombination.

XPPen Magic Drawing Pad
Positiv
Hervorragender Stylus: 16.384 Druckstufen, EMR-Technologie (kein Aufladen nötig), präzises und flüssiges Zeichnen und Schreiben
Texturiertes Display: Angenehmes Zeichengefühl, ähnlich wie auf Papier, hohe Präzision und Kontrolle
Gutes Display: Helles IPS-Panel mit hoher Auflösung (2160x1440), gute Farbdarstellung, auch bei heller Umgebung gut ablesbar
Sehr gute Lautsprecher: Breiter, voller Klang mit passablem Bass, hohe Lautstärke
Großer Speicher: 256 GB interner Speicher, erweiterbar per microSD-Karte
Solider Akku: 8000 mAh, gute Laufzeit bei leichter Nutzung
Optionale Tastatur mit Trackpad: Verwandelt das Tablet in ein Notebook, gutes Tippgefühl und erstaunlich gutes Trackpad
Negativ
Prozessor: MediaTek MT8771 ist nicht der leistungsstärkste Chip, für anspruchsvolle Spiele weniger geeignet
Kein WLAN 6: Nur WLAN 5 wird unterstützt
Software: Android 12 nicht mehr aktuell, Update-Situation unklar
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Anker Prime 200W Ladegerät im Test: High-End Power für alle Geräte?

Mit dem Prime A2683 bietet Anker auf den ersten Blick ein sehr spannendes High-End-USB-Ladegerät an. So soll dieses eine Leistung von satten 200 W bieten, wie auch sechs USB-Ports und den praktischen Desktop-Style-Formfaktor. Dabei kostet dieses zum Zeitpunkt des Tests (Juli 2024) gerade einmal um die 80 €, was alles andere als zu viel für solch ein Ladegerät ist.

Auch sieht das Ladegerät auf den ersten Blick sehr hochwertig aus. Aber was ist in der Praxis? Ist das Anker Prime Ladegerät mit 200 W wirklich so gut?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Anker A2683 Prime Ladegerät mit 200 W Leistung im Test

Das Prime Ladegerät mit 200 W Leistung von Anker setzt auf den Desktop-Style-Formfaktor. Das heißt, dieses wird über ein Kabel mit der Steckdose verbunden und kann somit auf deinem Schreibtisch, Nachttisch usw. platziert werden. Ich bevorzuge diesen Formfaktor.

Dabei ist das Ladegerät mit 112 x 36 x 75,5 mm vergleichsweise breit, was natürlich den satten sechs Ladeports geschuldet ist.

Haptisch macht das Ladegerät Anker-typisch einen hervorragenden Eindruck. Dieses ist massiv und stabil gebaut und sieht auch schick aus! Sogar das beiliegende Netzkabel ist überdurchschnittlich hochwertig.

 

Anschlüsse und Ladeleistung

Das Anker A2683, was die Modellnummer des Prime 200-W-Ladegerätes ist, bietet vier USB-C-Ports, wie auch zwei USB-A-Ports.

  • USB C – 100 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB A – 18 W Quick Charge und 22,5 W Super Charge

Prinzipiell können alle USB-C-Ports des Anker Prime Ladegeräts bis zu 100 W nach dem USB-Power-Delivery-Standard liefern. Damit bietet das Ladegerät ausreichend Leistung für Smartphones, Tablets und Notebooks. Es ist zwar etwas schade, dass wir keinen 140-W-Port haben, aber 140-W-Geräte sind noch sehr selten.

Die beiden USB-A-Ports unterstützen hingegen Quick Charge, wie auch 22,5 W „Super Charge“.

 

Drosselung bei der Nutzung mehrerer Ports

Wir haben vier USB-C-Ports, welche alle bis zu 100 W liefern können, aber das Ladegerät hat maximal 200 W. Wie soll dies funktionieren?

Je nachdem, wie viele Geräte du mit dem Ladegerät verbindest, werden die Ports passend heruntergedrosselt. Folgendes Schema nutzt das Ladegerät:

 

Keine 12-V-Stufe

Spannenderweise bietet das Anker Prime Ladegerät mit 200 W keine 12-V-Spannungsstufe. Diese wird in der Regel kaum von Geräten genutzt, daher ist das Fehlen meist nicht schlimm.

Es gibt nur eine Handvoll Geräte wie Drohnen von DJI, die 12 V benötigen.

Also von daher kein zu großes Drama, aber etwas merkwürdig, dass die 12-V-Stufe fehlt, denn rein technisch kann die Powerbank 12 V durchaus ausgeben.

 

Unerwartete PPS-Stufe

Natürlich unterstützt das Anker Prime Ladegerät mit 200 W auch PPS auf seinen USB-C-Ports. Was ist PPS und wofür ist dieses wichtig?

PPS steht für Programmable Power Supply. Der normale USB-Power-Delivery-Standard bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. PPS erlaubt es nun auch außerhalb dieser fixen Stufen deinen Endgeräten eine Spannung zu nutzen, wie beispielsweise 9,5V, 10,6V usw. und dies auch bei einer Leistung von bis zu 5A.

Diese PPS-Stufen sind mittlerweile für einige Smartphones sehr wichtig! Vor allem für die Samsung-Modelle, welche ohne PPS viel langsamer laden, wie aber auch für die diversen asiatischen Hersteller alla Moto, Nothing und Co.

Dabei ist PPS komplett optional! Ein Ladegerät oder eine Powerbank muss dies nicht unterstützen. Ebenso gibt es verschiedene PPS-Stufen, welche nicht zwingend an die „normale“ USB-PD-Leistung der Ports gekoppelt sind. Im besten Fall kann eine Powerbank 3,3 – 21 V bei bis zu 5 A über PPS bieten.

Was ist nun beim Anker Prime Ladegerät mit 200 W der Fall?

5 – 16 V bei bis zu 5 A

Dies ist etwas überraschend! So endet die PPS-Stufe hier bei 16 V. Dies ist insofern ungewöhnlich, da normalerweise ein 100-W-USB-C-Port bis mindestens 20 V bieten sollte.

So kann das Ladegerät ja auch bis zu 20 V ausgeben, nur die PPS-Stufe endet früher, warum auch immer.

Für die Samsung-Smartphones, genau wie für die Modelle von Google und Apple ist dies egal. Hier kann das Ladegerät problemlos das volle Ladetempo bereitstellen. Also ja, dieses kann auch ein S24 Ultra von Samsung mit dem vollen Tempo laden.

Aber es gibt einige asiatische Smartphones, welche diese 20/21 V maximale Spannung für das volle Ladetempo benötigen, welche dann entsprechend hier nicht mit dem vollen Tempo laden würden.

 

Belastungstest: Nicht konstant 200W

Ich führe bei allen Ladegeräten im Test immer einen Belastungstest durch. Hierbei belaste ich ein Ladegerät mit Hilfe von einer oder in diesem Fall zwei elektronischen Lasten konstant mit der vom Hersteller angegebenen Leistung über Zeitraum X. Im Falle des Anker Prime Ladegeräts mit 2x 100 W.

Leider konnte das Anker Ladegerät nicht konstant 2x 100 W liefern!

Nach ca. 1,5 h Dauerlast

Nach rund 1,5 Stunden unterbrach das Ladegerät den Entladevorgang und drosselte sich auf je 70 W pro Port.

Dies ist etwas überraschend und enttäuschend, denn die Hitzeentwicklung des Ladegerätes war gar nicht so hoch, zumindest äußerlich.

 

USB PD und UFCS

Es gibt derzeit zwei wichtige Ladestandards, USB PD (mit PPS) wie auch UFCS. USB PD also USB Power Delivery ist unser „westlicher“ Ladestandard, welcher von Apple, Samsung und Google verwendet wird, wie aber auch den meisten anderen Geräten, die via USB C laden.

USB Power Delivery wird hier mit bis zu 100 W unterstützt, entsprechend ist das Ladegerät ideal für die diversen Apple-Geräte, ob nun iPhone, iPad oder auch die MacBooks. Wobei wir hier noch nicht den neuen 140-W-Ladestandard unterstützen.

Dank der Unterstützung der PPS-Erweiterung von USB Power Delivery ist das Ladegerät ebenso für die Modelle von Samsung und Google sehr gut geeignet.

Auch viele chinesische Smartphones wie von Moto oder Nothing nutzen PPS. Hier kann allerdings die Ladegeschwindigkeit teils nicht ganz optimal sein, da die PPS-Stufe „nur“ bis 16 V geht und nicht bis 21 V.

Die „chinesische“ Antwort auf USB PD ist UFCS. UFCS steht für Universal Fast Charging Specification und ist ein chinesischer Schnelllade-Standard, welcher Modelle von OPPO, RealMe, VIVO und HUAWEI umfasst.

UFCS wird mit 33 W auf dem USB-C-Port und 22 W auf dem USB-A-Port vom Anker Ladegerät unterstützt. Dies ist keine besonders große UFCS-Stufe. Entsprechend scheint dieses Ladegerät auf Apple und Samsung „optimiert“ zu sein.

 

Effizienz

Kommen wir zu einem Punkt, der mich sehr positiv überrascht hat, die Effizienz des Ladegerätes.

Anker Prime 200 W Ladegerät Effizienz

So schwankte die Effizienz des Anker Prime Ladegeräts mit 200 W im Test zwischen 82,8 % bei sehr niedriger Last und 92,1 % bei Volllast.

Dies sind für ein Ladegerät dieser Klasse Top-Werte! Gerade die Effizienz bei niedriger Last sind erfreulich gut, da dies normalerweise ein Punkt ist, mit dem viele besonders leistungsstarke Ladegeräte Probleme haben.

Dies können wir auch im Vergleich zu anderen High-End-200-W-Ladegeräten sehen. Dort bietet das Anker-Modell vor allem bei niedrigen Lasten eine sehr gute Effizienz.

 

Video

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Mehr Informationen

 

Fazit: Gutes Ladegerät mit kleinen Schwächen

Es gibt am Anker Prime Ladegerät mit 200 W viel zu mögen, aber auch ein paar „Besonderheiten“.

Prinzipiell ist das Ladegerät sehr alltagstauglich, mit seinen vier USB-C-Ports und zwei USB-A-Ports, wie auch der hohen maximalen Leistung von bis zu 200 W.

Auch bin ich ein großer Fan des Desktop-Style-Formfaktors. Damit ist dieses erst einmal ein ideales Ladegerät, wenn du viele Geräte gleichzeitig laden willst.

Ebenfalls sehr positiv ist die hohe Effizienz, selbst bei niedrigen Lasten.

Aber was sind die Besonderheiten, von denen ich sprach? So haben wir keine 12-V-Stufe bei USB Power Delivery und die PPS-Stufe endet bei 16 V.

In der Regel wird dies 98 % aller Nutzer nicht tangieren, aber hast du genau solch eines dieser wenigen Geräte, die 12 V benötigen (ich hatte da noch nie eins in den Fingern) oder PPS mit über 16 V nutzen, ist dies nicht optimal.

Hast du Geräte von Apple, Samsung oder Google, dann ist das Anker Prime Ladegerät mit 200 W perfekt auf dich abgestimmt.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist der nicht bestandene Belastungstest. So schaffte das Ladegerät „nur“ 2x 100 W ca. 1,5 Stunden, danach drosselte sich das Ladegerät. 100–150 W schafft das Gerät praktisch aber dauerhaft. Ich denke, in der Praxis ist dies aber auch kein Drama.

Du siehst, das Anker Prime Ladegerät mit 200 W ist nicht ganz perfekt. Dennoch denke ich, dass dies ein gutes Ladegerät ist. Anker ist einfach eine vertrauenswürdige Marke, und auch der Preis von rund 80 € (Stand 23.07.24) ist soweit fair für das Gebotene.

Alternativen

Alternativ schau dir auch einmal das ACEFAST Z4 an. Dieses hat ähnlich viel Leistung, kostet ähnlich viel und bietet eine größere PPS-Stufe, ein Display und verschiedene Modi zur Leistungsverteilung, hat aber zwei Ports weniger.

Anker Prime 200W Ladegerät
Positiv
Hohe Leistung: Bietet bis zu 200W Gesamtleistung und 100W pro USB-C-Port
Viele Anschlüsse: Vier USB-C- und zwei USB-A-Ports
Hervorragende Effizienz
Ideal für Apple, Samsung & Google: Unterstützt USB PD und PPS optimal für Geräte dieser Hersteller
Negativ
Keine 12V-Stufe
Begrenzte PPS-Stufe: Die PPS-Spannung geht nur bis 16V
Nicht konstant 200W: Bei Volllast drosselt das Ladegerät nach einiger Zeit die Leistung pro Port.
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A ADDTOP Powerbank 26800 mAh im Test: Finger weg von diesem Modell!

Die A ADDTOP Power Bank mit 26800 mAh zählt zu den meistverkauften Modellen bei Amazon mit über 5000 verkauften Stück allein im letzten Monat.

Es ist auch verständlich, warum. Wir haben eine Powerbank mit angeblich sehr hoher Kapazität von 26800 mAh, 22,5 W Ausgangsleistung, zu einem Preis von lediglich um die 26 € (Stand 17.07.2024).

Aber um ehrlich zu sein, bin ich bei dieser Powerbank sehr misstrauisch. Es gibt einige Powerbanks mit „Fake“-Kapazität im Handel, welche gewisse Parallelen zur A ADDTOP zeigen:

  • Ein etwas kryptischer Herstellername
  • Ein generisches Design ohne Herstellerlogo auf der Vorderseite
  • Eine angeblich sehr hohe Kapazität von 26800/27000 mAh
  • Ein Preis im Bereich 25-35 €

Kurzum, ich habe mir die A ADDTOP Power Bank 26800 mAh einfach bestellt. Wollen wir mal schauen, ob die Powerbank wirklich die beworbene Leistung liefert!

 

A ADDTOP Power Bank B02P 26800 mAh, 22,5 W Powerbank im Test

Die A ADDTOP Power Bank sieht auf den ersten Blick sehr generisch aus. Wir haben ein einfaches schwarzes Kunststoffgehäuse, welches soweit okay ist, aber auch wirklich nichts Besonderes.

Dabei misst die Powerbank 149 x 74 x 24 mm und bringt 378 g auf die Waage. Damit ist die Powerbank verdächtig leicht für die angebliche Kapazität von 26800 mAh. Hier einfach mal ein paar Vergleichswerte:

Die A ADDTOP Power Bank passt beim Gewicht eher in die 20.000-mAh-Klasse.

Bonuspunkte gibt es für das kleine LC-Display, welches den Akkustand in % anzeigt.

 

Anschlüsse

Die A ADDTOP Power Bank besitzt 3x USB-A und 1x USB-C, was auf den ersten Blick sehr gut ist!

  • USB-C: 20 W Power Delivery – 5 V/3 A, 9 V/2,22 A, 12 V/1,67 A
  • USB-A 1: 18 W Quick Charge und 22,5 W Super Charge – 4,5 V/5 A, 5 V/4,5 A, 9 V/2 A, 12 V/1,5 A
  • USB-A 2/3: 5 V/2,4 A

Wir haben hier recht klassische Werte für eine „Einsteiger-Powerbank“. So bietet der USB-C-Port eine Leistung von bis zu 20 W nach dem USB-Power-Delivery-Standard.

Zudem haben wir einen 22,5-W-Super-Charge- wie auch 18-W-Quick-Charge-Port, sowie zwei normale USB-A-Ausgänge.

Der USB-C-Port wird dabei auch genutzt, um die Powerbank zu laden.

Damit ist die Powerbank für Smartphones an sich erst einmal gut geeignet.

 

Mit PPS, aber nicht 5 V/3 A

Der USB-C-Port der Powerbank bietet auch Unterstützung für den PPS-Standard:

  • 3,3-11 V bei bis zu 2 A

Dies ist keine riesige PPS-Stufe, aber passt zur Leistung von 20/22 W.

Aber spannenderweise bietet der USB-C-Port auf der 5-V-Stufe „nur“ 2,4 A nach dem USB-PD-Standard.

 

Hat die A ADDTOP Power Bank wirklich 26800 mAh Kapazität?

Laut Hersteller hat die A ADDTOP Power Bank eine Kapazität von 26800 mAh bzw. 99 Wh. Ich messe die Kapazität von Powerbanks mithilfe einer sogenannten elektronischen Last, wie auch einem gesonderten Messgerät.

Hierbei handelt es sich um die ATORCH DL24 und bei dem Messgerät um das WITRN C4 Pro. Diese erlauben es mir, die Powerbank konstant mit einer gewissen Last zu entladen und die entladene Kapazität mitzuschreiben.

Folgende Kapazitätswerte konnte ich so bei der A ADDTOP Power Bank messen:

Wh mAh %
5V/1A 60,067 16234 61%
9V/1A 60,923 16466 61%
9V/2A 57,812 15625 58%

 

Die A ADDTOP Power Bank konnte bei mir im Test nicht mal ansatzweise 26800 mAh Kapazität bzw. 99 Wh erreichen.

Die Powerbank erreichte im Schnitt 16108 mAh bzw. 59,6 Wh. Dies entspricht 60 % der Herstellerangabe!

Es ist für Powerbanks normal, dass diese nicht 100 % der Herstellerangabe erreichen. Normal sind aber über 80 %. Nur ganz selten unterschreitet mal eine Powerbank die 80-%-Marke.

Warum ist dies normal? Die Herstellerangabe bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen und nicht auf die nutzbare Kapazität, die ich hier messe. Diese fällt durch diverse interne Wandlungsprozesse niedriger aus.

Aber lediglich 60 % der Herstellerangabe lassen sich damit nicht erklären!

 

Die Kapazität im Vergleich

Vergleichen wir doch einmal die echte Kapazität der A ADDTOP Power Bank B02P 26800 mAh mit anderen Powerbanks der 20000-mAh- bis 30000-mAh-Klasse.

(durchschnittliche Kapazität)

Hier können wir sehen, wie schlecht die A ADDTOP Power Bank in der Praxis abschneidet, verglichen mit anderen Modellen.

So bietet die Powerbank weniger Kapazität als die Baseus PPAP20K 20000 mAh oder INIU BI-B5 20000 mAh.

 

Ladedauer der A ADDTOP Power Bank

Laut Hersteller soll die A ADDTOP Power Bank mit 20 W laden können. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Hier konnte die Powerbank kurz mit bis zu 20 W laden und dann hat sich das Ladetempo bei +- 18 W eingependelt.

Dies passt +- soweit. So dauerte eine vollständige Ladung rund 5:16 h. Knapp über 5 Stunden Ladedauer ist okay.

 

Fazit

NICHT KAUFEN! So lautet mein Fazit zur A ADDTOP Power Bank B02P 26800 mAh. Die Powerbank bietet einfach nicht ansatzweise die versprochene Kapazität von 26800 mAh bzw. 99 Wh.

Im Test erreichte diese im Schnitt 16108 mAh bzw. 59,6 Wh, was selbst für eine Powerbank der 20.000-mAh-Klasse am unteren Ende der zu erwartenden praktischen Kapazität wäre.

Damit bietet die Powerbank weniger Kapazität als die Baseus PPAP20K 20000 mAh oder die INIU BI-B5 20000 mAh, was nicht der Fall sein dürfte.

Damit ist auch der Preis von 20-30 € (je nach Kaufzeitpunkt) nicht mehr so attraktiv, ganz im Gegenteil!

Auch abseits der schlechten Kapazität bietet die Powerbank nach meiner Einschätzung wenig Besonderes.

Ich würde dir daher ganz klar vom Kauf abraten! Greife lieber zur Baseus PPAP20K 20000 mAh oder INIU BI-B5 20000 mAh.

A ADDTOP Power Bank B02P 26800 mAh
POSITIV
Viele Anschlüsse
Unterstützt 20 W Power Delivery, 22,5 W Super Charge und 18 W Quick Charge
NEGATIV
Signifikant geringere Kapazität: Erreicht im Test nur 60 % der angegebenen Kapazität (16108 mAh statt 26800 mAh).
Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht: Angesichts der tatsächlichen Kapazität ist der Preis zu hoch.
Generisches Design: Wirkt wenig hochwertig und unscheinbar.
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218W Power & Flexibilität: ACEFAST Z4 GaN Ladegerät im Praxistest

ACEFAST bietet mit seinem Z4 ein super interessantes USB-Ladegerät an. So bietet dieses vier Ports, eine Leistung von bis zu 218 W und ein LCD-Farbdisplay.

Zudem unterstützt es, wie schon die 4Smarts-Modelle, das Umschalten zwischen verschiedenen Modi für die Leistungsverteilung auf die vier Ports.

Hinzu kommt ein cooles, halbdurchsichtiges Design. Wollen wir uns den ACEFAST Z4 218W GaN Desktop Charger einmal im Test ansehen.

Wie gut ist das Ladegerät?

An dieser Stelle vielen Dank an ACEFAST für die Bereitstellung des Ladegeräts für diesen Test.

 

Der ACEFAST Z4 218W GaN Desktop Charger im Test

Wie der Name es schon vermuten lässt, handelt es sich bei dem ACEFAST Z4 um einen „Desktop Charger“, also ein Schreibtisch-Ladegerät.

Dieses wird über ein C8-Kabel mit der Steckdose verbunden und kann entsprechend frei und flexibel auf Tischen und Möbeln positioniert werden. Ich mag diesen Formfaktor sehr, gerade am Schreibtisch oder Nachttisch ist dieser aus meiner Sicht viel angenehmer als die üblichen Steckdosen-Ladegeräte.

Dabei ist es mit 102 x 93 x 43 mm und einem Gewicht von 528 g schon ein etwas größerer Brocken. Ein Reise-Ladegerät ist dies nicht.

Allerdings hat das höhere Gewicht in Kombination mit Gummifüßen einen großen Vorteil: Das Ladegerät ist sehr standfest.

Auf der Front haben wir dabei eine durchsichtige Abdeckung, welche zumindest einen kleinen Blick auf das Innere erlaubt. Das restliche Gehäuse besteht aus grauem Kunststoff.

 

Modi und Leistung

Prinzipiell hat das ACEFAST Z4 3x USB-C und 1x USB-A. Wie viel Leistung die Ports aber haben, hängt davon ab, in welchem Modus das Gerät ist.

So besitzt das Ladegerät auf der Front eine Taste, welche steuert, wie sich die Leistung von bis zu 218 W über die vier Ports verteilt. Es gibt hier vier Modi, zwischen welchen du hin- und herschalten kannst.

Modus A Modus B Modus C Modus D
USB C 1 100 W 65 W 100 W 100 W
USB C 2 65 W 65 W 100 W 100 W
USB C 3 30 W 65 W 18 W
USB A 18 W 18 W 18 W

 

Je nach Modus schwankt die Leistung der USB-Ports zwischen 100 W und 18 W. So könntest du zwei Geräte gleichzeitig mit jeweils 100 W laden oder drei Geräte mit 65 W usw.

Ich finde es klasse, dass es hier keine fixe Leistungsverteilung gibt, sondern dass du diese auf deine Wünsche anpassen kannst. Hast du zwei große Geräte wie Notebooks, gehst du in Modus C, wo wir 2x 100 W haben.

Hast du mehrere kleinere Geräte, Smartphones, Tablets usw., dann ist vielleicht Modus B der richtige, in welchem wir 3x 65 W + 1x 18 W haben.

In welchem Modus das Ladegerät gerade ist, kannst du auf dem integrierten Display sehen.

Super! Etwas schade ist es nur, dass wir keinen 140-W-Ausgang haben.

 

Mit LCD-Display!

Auf der Front des Z4 findet sich ein LCD-Farbdisplay, welches dir einige Informationen anzeigt:

  • aktuelle Leistung in Watt je Port
  • maximale Leistung je Port
  • Spannung je Port
  • aktueller Modus (A, B, C, D)

Ich finde ein Display mit Leistungswerten extrem praktisch! Zudem zeigt dir dieses auch immer die maximale Leistung je Port an.

 

Mit PPS (natürlich)

Das ACEFAST Z4 unterstützt natürlich den PPS-Standard.

PPS steht für Programmable Power Supply und ermöglicht deinem Smartphone die Wahl einer individuellen Ladespannung. Im Gegensatz zum normalen USB Power Delivery Standard, der mehrere Spannungsstufen wie z. B. 5 V, 9 V, 15 V und 20 V anbietet, kann ein PPS-Ladegerät innerhalb eines bestimmten Bereichs, beispielsweise zwischen 3,3-16 V, frei eine geeignete Ladespannung liefern.

Wenn dein Smartphone zum Beispiel entscheidet, dass es am besten mit 6,5 V geladen werden würde, kann ein PPS-Ladegerät diese spezifische Ladespannung liefern.

Einige Smartphones, wie die Samsung-Serie S20/S21/S22/S23/S24, benötigen PPS, um das volle Ladetempo zu erreichen. Ein S24 Ultra zum Beispiel kann an einem normalen USB-PD-Ladegerät mit maximal 25 W laden, aber an einem PPS-Ladegerät sogar mit bis zu 45 W.

Wenn dein Smartphone nicht PPS unterstützt, wird es die Funktion einfach ignorieren und das Ladegerät wie ein normales USB-PD-Ladegerät behandeln.

Allerdings gibt es verschieden große PPS-Stufen. Beispielsweise benötigt das angesprochene Samsung S24 Ultra eine „bis 5 A Stufe“ für die vollen 45 W.

Welche PPS-Stufen bietet nun das ACEFAST Z4? Dies hängt vom Modus ab und entsprechend von der Leistung des Ports.

  • 100 W = 3,3 – 21 V bei bis zu 5 A
  • 65 W = 3,3 – 11 V bei bis zu 5 A
  • 18 W = 3,3 – 11 V bei bis zu 2 A

Sehr gut! Damit bietet das ACEFAST Z4 bei 100 W Leistung die maximale PPS-Range und auch bei 65 W eine sehr große Range!

Damit kann dieses Ladegerät problemlos ein S24 Ultra mit dem vollen Tempo laden, wie auch viele andere PPS-fähige Smartphones.

 

Belastungstest überstanden!

Erfreulicherweise hat das Ladegerät meinen Belastungstest überstanden. Bei diesem habe ich das Ladegerät 4 Stunden lang mit 2x 100 W belastet. Ja, dies sind nicht die ganz vollen 218 W, aber ich denke, 200 W Last über 4 Stunden auszuhalten ist schon mehr als beachtlich.

Hierfür habe ich zwei elektronische Lasten genutzt, welche auch wirklich konstant 20 V/5 A aus den beiden primären USB-C-Ports ziehen können.

Und was soll ich sagen, das Ladegerät zeigte hier keine Probleme!

Dabei war sogar die Hitzeentwicklung erfreulich niedrig. Das Ladegerät erreichte äußerlich lediglich 60-70 Grad, was für ein Ladegerät absolut nicht zu viel ist.

 

Umschalten der Modi „on the Fly“ problemlos

Erfreulich gut gemacht ist das Umschalten der Modi. So werden beim Umschalten deine Geräte nicht zwingend „neu verbunden“. Lediglich wenn dein Gerät mehr Leistung aktiv benötigt, als der neue Modus bereitstellen kann, wird kurz die Verbindung unterbrochen, um deinem Gerät die neue maximale Leistung mitzuteilen.

 

Spannungsstabilität

Werfen wir einen kleinen Blick auf die Spannungsstabilität. Diese ist bei USB-PD-Ladegeräten nicht mehr ganz so wichtig, wie es noch bei USB-A-Ladegeräten der Fall war.

Dennoch ist natürlich eine stabile Spannung wichtig und diese darf auch gewisse Grenzwerte nicht überschreiten. Beispielhaft habe ich mir einmal die Spannung des primären USB-C-Ports näher angesehen.

Die Spannungsstabilität geht soweit in Ordnung! Diese ist nicht absolut fantastisch, aber auch nicht kritisch. So steigt die Spannung unter Last tendenziell leicht an, was aber auch als Vorteil angesehen werden kann, da dies mögliche Spannungsverluste durch ein USB-Kabel ausgleicht.

 

Effizienz des ACEFAST Z4

Wie steht es um die Effizienz des ACEFAST Z4?

Bei mir im Test schwankte die Effizienz zwischen 69,6 % bei sehr niedriger Last und 91,9 % bei hoher Last.

Die Effizienz-Werte bei hoher Last sehen soweit gut aus. Bei niedriger Last ist das Ladegerät allerdings eher mäßig effizient. Dies ist aber auch keine Überraschung, denn Ladegeräte mit hoher maximaler Leistung schneiden hier meistens schlecht ab. Hinzu kommen das Display und die erweiterte Elektronik, welche sich bei niedriger Last deutlicher auf den Verbrauch auswirken und somit auf die Effizienz.

Von daher sehen die Werte soweit plausibel aus, aber gerade bei niedrigen Lasten ist dies nicht das effizienteste Ladegerät.

 

Fazit zum ACEFAST Z4 218W GaN Desktop Charger

Das ACEFAST Z4 gehört zu den außergewöhnlichsten Ladegeräten derzeit auf dem Markt. Wir haben den tollen Formfaktor, das spannende Design, wie auch das hilfreiche Display und vor allem die hohe Leistung.

Mit bis zu 218 W kann das Ladegerät mehrere große Geräte problemlos versorgen. Dank der vier verschiedenen Modi kannst du dabei die Verteilung der Leistung über die vier Ports auch auf deine Geräte abstimmen.

Willst du lieber vier Geräte gleichzeitig mit ordentlich Leistung versorgen oder nur zwei Geräte mit bis zu 100 W, die Wahl liegt bei dir! So kann das ACEFAST Z4 problemlos zwei große Notebooks gleichzeitig versorgen oder drei kleinere Notebooks + Smartphone.

Hinzu kommt das praktische Display, welches dir den Modus und die Leistungswerte anzeigt, wie auch die große PPS-Range.

Dabei ist das Ladegerät auch technisch gut umgesetzt und zeigte im Test keine Schwächen in der Praxis. So konnte das Ladegerät auch ohne Probleme 2x 100 W über lange Zeit liefern. Auch das Umschaltenzwischen den Modi funktioniert sehr problemlos.

Gibt es Kritikpunkte? Natürlich! Aufgrund der hohen Leistung und des Displays ist die Effizienz des Ladegeräts bei niedrigen Auslastungen mäßig gut. Auch haben wir noch keinen „neuen“ 140-W-USB-C-Ausgang.

Aber ansonsten gibt es nichts zu meckern. Gefällt dir der Formfaktor und hast du viele Geräte, welche auch viel Leistung benötigen, dann ist der ACEFAST Z4 218W GaN Desktop Charger echt spannend! Auch der Preis von rund 90 € (Stand: 14.07.2024) ist mehr als fair für das Gebotene!

 

Alternativen?

Es gibt hier wenig Alternativen, wenn du auf das Display und die hohe Leistung Wert legst. Natürlich kommt hier der 4Smarts Desk Charger Lucid GaN 210 W in den Sinn, welcher sehr ähnlich ist, aber im direkten Vergleich einen Hauch schlechter abschneidet, beispielsweise aufgrund des schwächeren USB-A-Ports. Ansonsten müsstest du auf Funktionen wie die verschiedenen Modi oder das Display verzichten, hier gäbe es dann diverse Modelle von z. B. Ugreen.

 

ACEFAST Z4 GaN Ladegerät
POSITIV
Hohe Leistung von bis zu 218 W für mehrere große Geräte
Vier verschiedene Modi zur flexiblen Leistungsverteilung
Praktisches LCD-Farbdisplay zur Anzeige von Leistungswerten und Modus
Unterstützung des PPS-Standards mit voller Range
Fairer Preis für die gebotene Leistung
NEGATIV
Mäßige Effizienz bei niedriger Auslastung
Kein 140-W-USB-C-Ausgang
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Die Tribit StormBox 2 im Test

Tribit gehört zu den absoluten Geheimtipp-Herstellern, wenn es um günstige Bluetooth Lautsprecher geht.

Die StormBox ist hier sicherlich einer der größten Verkaufsschlager von Tribit. Nun hat Tribit mit der StormBox 2 einen Nachfolger auf den Markt gebracht.

So bietet die StormBox 2 mehr Leistung (2x 17W vergleichen mit 2x 12W) und eine größere Akkulaufzeit, wie auch App-Support.

Wollen wir uns im Test einmal ansehen bzw. anhören wie der Lautsprecher klingt!

An dieser Stelle vielen Dank an Tribit für das Zurverfügungstellen der StormBox 2 für diesen Test.

 

Die Tribit StormBox 2 im Test

Die StormBox 2 von Tribit setzt auf ein Säulen-Design mit zwei passiven Treibern an den Enden.

Der Korpus des Lautsprechers ist dabei von einem Leinenstoff umspannt, welche wie üblich schick aussieht und sich auch gut in der Hand anfühlt.

Dabei ist der Lautsprecher mit 119 x 69 x 69 mm und einem Gewicht von 590 g durchaus kompakt, aber auch nicht winzig. Die Verarbeitungsqualität und die generelle Haptik ist dabei gut. Der Lautsprecher wirkt stabil gemacht.

Dabei ist der Lautsprecher natürlich auch Wasser geschützt, nach IPx7. Entsprechend könnte der Lautsprecher theoretisch sogar komplett untertauchen. Erfreulicherweise wirkt der Wasserschutz auch gut gemacht, so ist vor allem die Klappe über dem USB C Port wie auch AUX Eingang sehr dick und stabil.

Die Akkulaufzeit wird von Tribit mit satten 24 Stunden angegeben. Diese kann ich nicht ganz bestätigen, aber der Lautsprecher schafft durchaus Laufzeiten in diesem Bereich.

Die Tasten der Tribit StormBox 2 sind auf Front- und Rückseite verteilt.

 

Mit App-Support

Die StormBox 2 besitzt einen App Support. Über die Tribit App kannst du die Box Steuern, Firmware Updates einspielen und vor allem auch EQ-Einstellungen tätigen.

Hier gibt es einige EQ Presets wie auch die Möglichkeit eigene EQ-Einstellungen anzulegen.

 

Wie klingt die StormBox 2?

Wie klingt aber nun die Tribit StormBox 2? Sehr gut ist die Antwort in Kurzform!

Für seine kompakten Abmessungen liefert die StormBox 2 einen erfreulich vollen und guten Klang, auf Zimmerlautstärke.

So liefert die StormBox 2 zunächst hervorragende Höhen. Der Lautsprecher ist wunderbar klar und sauber. Dabei klingen die Höhen auch nicht überschärft, sondern einfach schön rund und sauber. So werden auch Stimmen fantastisch wiedergegeben.

Bei den Mitten und dem Bass kommt es etwas auf deine EQ-Einstellung an bzw. ob du XBass aktiv hast oder nicht. XBass tauscht ein wenig die Mitten für mehr Bass.

Ohne XBass liefert die StormBox 2 gute Mitten und einen soliden Bass. Dieser Modus gefällt mir für die Allround Nutzung, wie auch für Hörbücher sehr gut. Hier liefert der Lautsprecher eine sehr gute Sprachverständlichkeit und natürliche Wiedergabe.

Für Musik würde ich XBass aktivieren, was dem Lautsprecher ein wenig mehr Fülle und Bass gibt. Hier klingt dieser ein gutes Stück lebendiger und kräftiger. Du darfst hier zwar keine absoluten Wunder erwarten, der StormBox 2 ist weiterhin ein kompakter Lautsprecher und kann dein Wohnzimmer nicht zum Wackeln bringen, aber für seine super kompakten Abmessungen klingt dieser gut, wenn nicht sogar sehr gut!

Grundsätzlich kann der Lautsprecher auch recht laut werden, aber auf den höchsten Pegeln ist schon zu merken, dass sich der Bass ein Stück reduziert.

Gerade auf guter Zimmerlautstärke macht die Tribit StormBox 2 richtig viel Spaß mit einem relativ ausbalancierten Klang, welcher auch nicht künstlich klingt.

 

Fazit zur Tribit StormBox 2

Du suchst einen recht kompakten Bluetooth Lautsprecher mit einem guten und starken Klang, sowohl bei Musik als auch bei Hörbüchern?

Dann ist die Tribit StormBox 2 eine spitzen Wahl! Für ihre kompakten Abmessungen zaubert diese einen hervorragenden Klang. So klingt der Lautsprecher recht voll, aber gleichzeitig auch recht natürlich. Viele Bluetooth Lautsprecher neigen zu einem recht künstlichen Klang, was hier aber nicht der Fall ist.

Klar dies ist kein Party Lautsprecher und bekommt dein Wohnzimmer nicht zum Wackeln, aber für etwas musikalische Untermalung in der Küche, dem Garten oder dem Bad ist dieser super.

 

Tribit StormBox 2 Bluetooth-Lautsprecher mit 34W 360° Raumklang,...
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SteelSeries ARCTIS NOVA 5 Wireless im Test: Das Beste plattformübergreifende Gaming-Headset 2024?

Mit dem ARCTIS NOVA 5 bietet SteelSeries ein neues “plattformübergreifendes” Gaming-Headset an. Wie ist das gemeint? Wir haben hier ein kabelloses Headset, das neben einem klassischen 2,4 GHz Funkempfänger auch Bluetooth unterstützt. Dadurch kannst du das ARCTIS NOVA 5 mit deinem PC, Playstation, Nintendo Switch, Smartphone und sogar VR-Headsets wie dem Meta Quest nutzen.

Zudem soll das Headset “unglaublich detaillierte Klangwelten mit kristallklaren Höhen, präzisen Mitten und tiefen Bässen” liefern, sowie eine sehr gute Akkulaufzeit von bis zu 60 Stunden. Wollen wir uns das SteelSeries ARCTIS NOVA 5 einmal im Test ansehen! An dieser Stelle vielen Dank an SteelSeries für das Zurverfügungstellen des Headsets für diesen Test.

 

Das SteelSeries ARCTIS NOVA 5 Wireless im Test

Das NOVA 5 setzt auf das bekannte SteelSeries-Design. So ist das Headset einerseits sehr dezent gestaltet, wirkt aber auch zugegeben nicht wie ein “Premium”-Kopfhörer, was unter anderem an dem vergleichsweise einfachen Kunststoff liegt.

Was ich aber sehr am SteelSeries ARCTIS NOVA 5 Wireless schätze und auch allgemein an den meisten SteelSeries-Headsets, ist die Größe. Das NOVA 5 ist kein großer Brocken, der auf deinem Kopf sitzt – ganz im Gegenteil.

Das Headset ist für ein kabelloses Modell vergleichsweise leicht und “luftig”. Überraschend, gerade wenn wir bedenken, dass das Headset eine Akkulaufzeit von bis zu 60 Stunden hat! Dabei verzichtet das ARCTIS NOVA 5 auf Dinge wie RGB-LEDs.

Es gibt lediglich eine Status-LED und eine LED am Mikrofon, die anzeigt, ob dieses aktiv ist oder nicht. Geladen wird das Headset natürlich über einen USB-C-Port.

 

Ausziehbares Mikrofon

Eine Besonderheit einiger SteelSeries-Headsets ist das Mikrofon, das sich einfahren lässt. Dies ist auch bei dem ARCTIS NOVA 5 der Fall.

So lässt sich das Mikrofon komplett einfahren, wenn du es nur als Kopfhörer in der Öffentlichkeit nutzen willst.

 

2,4 GHz und Bluetooth

Im Lieferumfang des ARCTIS NOVA 5 liegt ein kleiner USB-C-Empfänger bei. Das Headset unterstützt allerdings auch alternativ Bluetooth. Eine “kabelgebundene” Nutzung, also einfach über den USB-C-Port zu verbinden, ist leider nicht möglich.

 

Starker Tragekomfort

Einer der größten Pluspunkte am SteelSeries ARCTIS NOVA 5 Wireless ist der Tragekomfort. So ist das Headset für ein kabelloses Modell relativ leicht und kompakt. Dabei setzt SteelSeries auf ein schwebendes Kopfband sowie Ohrpolster aus einem recht luftdurchlässigen Stoff. Zwar sind die Ohrmuscheln nicht riesig, aber ich finde dennoch, dass das Headset einen hervorragenden Job beim Tragekomfort macht!

So wirkt das Headset nicht zu schwer oder zu warm. Die Polsterung könnte für meinen Geschmack noch ein paar Millimeter dicker sein, aber das Headset macht hier schon einen fantastischen Job. Ich würde sagen, dies ist eines der bequemsten kabellosen Gaming-Headsets.

 

Klang stark anpassbar

Über die SteelSeries-App bzw. Desktop-Anwendung lässt sich der Klang des ARCTIS NOVA 5 stark anpassen. So findet sich hier ein umfangreicher EQ und andere Einstellungen.

Der EQ ist sehr umfangreich und bietet auch Profile für diverse Spiele wie CS2 usw. Diese Profile klingen neutral betrachtet nicht so gut, verstärken aber beispielsweise Frequenzen für Schritte usw.

 

Klang des SteelSeries ARCTIS NOVA 5

Aber wie klingt nun das ARCTIS NOVA 5? Von Haus aus überraschend “unaufgeregt”. So ist das Headset relativ neutral abgestimmt. Wir haben einen guten Bass, der aber auch von Haus aus nicht “hervorsticht”. Ähnliches gilt auch für die Mitten und Höhen.

Das NOVA 5 klingt gut, aber wirklich sehr neutral und sehr gut ausbalanciert. Dies hat natürlich Vor- und Nachteile. Aber wenn wir bedenken, dass ein großer Teil dieses Headsets die Klanganpassung über Profile ist, macht dies Sinn. Denn so kannst du den Klang des Headsets ein gutes Stück verändern. Gerade wenn du Musik mit dem ARCTIS NOVA 5 hören willst, würde ich empfehlen, ein EQ-Profil mit einem Hauch mehr Bass und Höhen zu nutzen, denn dies tut dem Headset richtig gut!

Damit bekommt das ARCTIS NOVA 5 um einiges mehr “Druck” und Dynamik, was das Headset auch sehr gut umsetzt. Mit ein paar EQ-Anpassungen kann das NOVA 5 auch in Musik hervorragend klingen. So kann das Headset durchaus einen kräftigen und satten Bass liefern. Das EQ “Immersion” oder “Deep Bass” verwandelt das NOVA 5 in Musik in ein völlig anderes Erlebnis! Sicherlich liegt aber der Fokus dieses Headsets auf dem Gaming-Bereich. Selbst ohne die besonderen Profile stellt das Headset Schritte und ähnliche Geräusche sehr gut hörbar dar, aufgrund der recht neutralen Klangwiedergabe.

Mit den speziellen Profilen wird dies aber nochmals etwas verstärkt, beispielsweise dem Profil für CS2. Hiermit klingt das Headset „furchtbar“, aber es werden halt die Frequenzbereiche angehoben, in denen Schritte und andere Geräusche ablaufen, die hierdurch besser hörbar sind, auf Kosten des generellen Klangs.

SteelSeries ARCTIS NOVA 5 Wireless Frequency Response
SteelSeries ARCTIS NOVA 5 Wireless Frequency Response

 

Mehrere Audio-Geräte

Spannenderweise wird das NOVA 5 über den USB-C-Empfänger nicht nur als ein Headset erkannt, sondern gleich von Windows als vier verschiedene Audiogeräte.

So kannst du jedem dieser Audiogeräte ein eigenes EQ-Profil zuordnen und beispielsweise “Chat-Klänge” von Discord über ein anderes EQ-Profil laufen lassen als Musik und Games.

 

Virtueller Raumklang

Natürlich bringt die SteelSeries-Software auch die Möglichkeit für virtuellen Raumklang mit. Dies wird hier Spatial Audio genannt.

 

Klang via Bluetooth etwas sauberer

Was mich etwas überrascht hat, war der Klangunterschied zwischen dem 2,4 GHz USB-Empfänger und Bluetooth. So klingt das Headset via Bluetooth besser?! Etwas, was ich so nicht erwartet hätte. Über den 2,4 GHz-Empfänger neigt das Headset etwas zum Ausfransen der Höhen, als gäbe es hier eine leichte Kompression. Etwas verbessern konnte ich dies, wenn ich in Windows die “Signalverbesserung” deaktiviert habe. Via Bluetooth klang das Headset tendenziell etwas “sauberer” und brillanter. Mehr als überraschend und auch etwas schade, denn via Bluetooth hat die Software von SteelSeries keinen Zugriff auf das Headset.

 

Überdurchschnittliches Mikrofon

Viele kabellose Gaming-Headsets haben sehr schlechte Mikrofone. Erfreulicherweise zählt das des NOVA 5 nicht dazu.

So liefert das Headset eine sehr klare und saubere Mikrofonqualität, ohne zu große Kompression oder Artefaktbildung. Zwar würde ich das Headset jetzt nicht für professionelle Aufnahmen nutzen, aber das Mikrofon gehört schon zu den besseren.

 

Fazit

Es gibt in der Praxis sehr viel am SteelSeries ARCTIS NOVA 5 Wireless zu mögen. So ist das Headset vor allem sehr alltagstauglich! Wir haben einen sehr guten Tragekomfort. Das Headset ist nicht zu warm auf den Ohren und für ein kabelloses Modell relativ “leicht und luftig”. Hinzu kommt die sehr gute Akkulaufzeit und das generell unaufdringliche und problemlose Verhalten des Headsets. Grundsätzlich klingt das NOVA 5 dabei auch gut. Allerdings verlässt es sich relativ stark auf die umfangreichen EQ-Einstellungen.

Von Haus aus klingt das Headset sehr neutral und unaufgeregt. Ich gehöre zu den Menschen, die etwas mehr Bass mögen, entsprechend machte mir Musik mit dem Headset primär über das entsprechende EQ-Preset so richtig Spaß. Hier kann das Headset dann auch durchaus richtig Laune machen mit einem guten Schuss Bass und “Druck”. Dabei ist aber dennoch Gaming die größte Stärke des Headsets. So lassen sich Schritte usw. gut heraushören, auch ohne weitere Einstellungen. Mit den diversen EQ-Profilen für Spiele und dem virtuellen Raumklang erhältst du einen klaren Vorteil! Allerdings ist hier auch nicht alles “perfekt”. So ist in den oberen Höhen ein leichtes Ausfransen wie von einer Kompression zu hören. Spannenderweise nur über den USB-C-Empfänger.

Via Bluetooth war der Klang absolut sauber. Nicht dramatisch, aber bei einem 100€+ Headset doch etwas zu kritisieren. Positiv wiederum war das Mikrofon. Hier rechne ich bei kabellosen Headsets immer mit dem Schlimmsten, aber für ein kabelloses Headset war das NOVA 5 hier richtig gut. Kurzum, ja das SteelSeries ARCTIS NOVA 5 ist aus meiner Sicht empfehlenswert. Vor allem aufgrund der Alltagstauglichkeit und des Tragekomforts.

SteelSeries ARCTIS NOVA 5 Wireless
POSITIV
Vielseitige Kompatibilität: Unterstützt PC, Playstation, Nintendo Switch, Smartphone und VR-Headsets wie Meta Quest über 2,4 GHz Funkempfänger und Bluetooth
Lang Akkulaufzeit
Komfortables Design: Leicht und luftig
Anpassbarer Klang: Stark anpassbarer Klang über umfangreiche EQ-Einstellungen und spezielle Profile für Spiele
Überdurchschnittliche Mikrofonqualität
Bluetooth-Klangqualität
Virtueller Raumklang
NEGATIV
Eingeschränkte kabelgebundene Nutzung: Keine Möglichkeit zur direkten kabelgebundenen Verbindung
Neutraler Klang: Von Haus aus relativ neutral und unaufgeregt, könnte für manche Nutzer etwas mehr Bass bieten
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ANC Kopfhörer für Bass-Fans: Teufel REAL BLUE PRO Test

Der deutsche Hersteller Teufel möchte mit den REAL BLUE PRO High-End Bluetooth Kopfhörern in der Liga der Flaggschiffe von Sony, Bose und Co. mitspielen. Mit ihrem Hybrid ANC und 44-mm-Linear-HD-Treiber machen sie auf den ersten Blick einen interessanten Eindruck.

Das sollten sie auch, denn mit rund 300 € gehören sie zur oberen Preisklasse. In diesem Test schauen wir, ob die Kopfhörer ihren Ansprüchen gerecht werden. Vielen Dank an Teufel für das Bereitstellen der REAL BLUE PRO für diesen Test.

 

Design und Verarbeitung

Die REAL BLUE PRO setzen auf ein schlichtes und schickes Design. Sie sind relativ glatt und elegant gestaltet, auch wenn Teufel ein recht großes „T“ auf die Rückseite der Ohrmuscheln graviert hat. Insgesamt würde ich das Design dem Preis als angemessen bezeichnen. Ähnliches gilt auch für die Haptik. Die Kopfhörer fühlen sich sehr stabil und gut gebaut an.

Interessanterweise setzt Teufel zur Steuerung auf klassische Tasten und einen kleinen Joystick statt eines Touch-Interfaces. Die Steuerung der Kopfhörer ist mir sehr positiv aufgefallen.

An den Seiten befinden sich der übliche USB-C-Port zum Laden des Akkus sowie ein analoger 3,5-mm-Audio-Eingang. Der Akku der REAL BLUE PRO fasst ordentliche 800 mAh und bietet laut Hersteller eine Laufzeit von über 44 Stunden mit ANC, eine Größenordnung, die ich bestätigen kann. Die Akkulaufzeit der Kopfhörer ist stark.

 

Tragekomfort

Beim Material der Ohrmuscheln hat Teufel einen hervorragenden Job gemacht. Sie bestehen aus einer Art Kunstleder mit Memory-Schaum im Inneren, der wirklich sehr weich und anschmiegsam ist. Dadurch erzeugen die Kopfhörer eine sehr gute Versiegelung der Ohren, was sowohl dem Klang als auch dem ANC zugutekommt. Das Material ist auch an den Ohren/am Kopf sehr angenehm. Die Polsterung ist ausreichend dick.

Die Ohrmuscheln könnten etwas größer sein, aber für portable Kopfhörer passt das soweit. Durch das sehr anschmiegsame „Kunstleder“-artige Material sind die Kopfhörer allerdings auch alles andere als „luftig und leicht“. Ich hatte jedoch weniger Probleme mit dem Schwitzen unter den Ohrmuscheln als erwartet. Unterm Strich ist der Tragekomfort klar ein Pluspunkt für die REAL BLUE PRO.

 

ANC und Transparenzmodus

Wie fast jeder High-End-Kopfhörer verfügt auch der REAL BLUE PRO über ANC, also aktive Geräuschunterdrückung. Gerade auf Reisen mit Bus, Bahn oder Flugzeug kann dies sehr angenehm sein. Das ANC lässt sich in drei Stufen regeln: leicht, mittel und stark.

Das ANC der REAL BLUE PRO ist durchaus gut. Es unterdrückt typische Brumm- und Motorgeräusche fast vollständig. Stimmen und hellere Frequenzen werden ebenfalls gut reduziert.

Nein, die Teufel REAL BLUE PRO sind hier sicherlich nicht absolut „Klassen-führend“, aber das ANC ist der High-End-Klasse durchaus angemessen. Neben ANC bieten die Kopfhörer auch einen soliden Transparenzmodus, bei dem gezielt Außengeräusche durchgelassen werden, falls man etwas von der Umgebung mitbekommen möchte.

 

Teufel App

Die REAL BLUE PRO werden von der Teufel Headphones App unterstützt.

Diese ermöglicht das Einstellen der ANC-Stufe sowie diverse Klanganpassungen via EQ, Dynamore und Mimi. Die App ist sehr schlicht gehalten, funktionierte bei mir aber tadellos.

 

Dynamore

In der App der Kopfhörer findet sich die Option für „Dynamore“. Dynamore ist Teufels Raumklang-Technologie, die eigentlich primär bei ihren Soundbars usw. zum Einsatz kommt. Sie soll den Klang „breiter“ und räumlicher machen. Offen gesagt fand ich diese bei den REAL BLUE PRO nicht so gelungen. Sie lässt die Kopfhörer aus meiner Sicht gerade bei den Höhen etwas „billiger“ klingen. Daher habe ich Dynamore bei den REAL BLUE PRO ausgeschaltet.

 

Wie ist der Klang der REAL BLUE PRO?

Kommen wir zum wichtigsten Punkt: Wie klingen die Teufel REAL BLUE PRO? Sagen wir es so, ich hoffe, du magst Bass! Denn das ist so ein wenig das Ding der REAL BLUE PRO, das sie von anderen Kopfhörern in dieser Klasse abhebt.

Der Bass der Kopfhörer ist sehr kräftig, deutlich kräftiger als beispielsweise bei den Sennheiser Momentum 4 Wireless oder den Bowers & Wilkins PX7 S2e. Teufel hat vor allem den Kickbass und Mittelbass sehr gut angehoben. Dadurch klingen die Kopfhörer sehr wuchtig und druckvoll. Auch der Tiefbass ist gut, aber verglichen mit den anderen Bassbereichen nicht ganz so stark angehoben. Gerade wenn du also auf viel Bass stehst, machen die REAL BLUE PRO richtig Laune, und das ohne EQ-Profile, die den Bass nochmals boosten können.

Die Mitten sind unspektakulär. Die REAL BLUE PRO vermeiden es, in den Mitten zu leer zu klingen, aber der mächtige Bass überschattet die Mitten-Bereiche etwas.

Die Höhen sind ordentlich und bieten einen guten Kontrast zu den mächtigen Tiefen. Generell klingen die Kopfhörer schon einen Hauch wärmer und „schwerer“, aber die Höhen vermeiden ein zu mattes Klingen der Kopfhörer. Ich denke, hier hat Teufel einen sehr guten Job gemacht, in Anbetracht der anscheinend gewünschten Klangsignatur.

So klingen die Teufel REAL BLUE PRO sehr wuchtig, kräftig, aber gleichzeitig auch recht aufgeweckt und spaßig. Dies in Kombination mit der hohen maximalen Lautstärke macht sie so ein wenig zu den „Party“-Kopfhörern. Gerade Popmusik sowie elektronische Musik klingt mit den Kopfhörern fantastisch.

Wirklich etwas zu kritisieren habe ich an den Kopfhörern dabei nichts, wenn es um den Klang geht. Hier und da wäre vielleicht noch ein Hauch mehr Auflösung wünschenswert gewesen, aber das ist schon Meckern auf sehr hohem Niveau. Pluspunkte gibt es abschließend noch für den sehr „direkten“ Klang.

Info: Mit aktivem ANC klingen die REAL BLUE PRO etwas druckvoller als ohne ANC.

Teufel REAL BLUE PRO Frequency Response
Teufel REAL BLUE PRO Frequency Response Vergleich
Teufel REAL BLUE PRO Frequency Response
Teufel REAL BLUE PRO Frequency Response

 

Fazit

Es ist bei der starken Konkurrenz im High-End-Bluetooth-Kopfhörer-Segment nicht ganz einfach, sich durchzusetzen. Aber Teufel hat mit den REAL BLUE PRO eine interessante Nische gefunden. Sie sprechen vor allem Bass-Fans an. So haben die REAL BLUE PRO deutlich mehr Bass als z.B. die Sennheiser Momentum 4 Wireless oder die Bowers & Wilkins PX7 S2e. Auch die aktuellen Sony-Modelle haben nicht ganz so viel Wumms wie die Teufel.

Damit sind sie natürlich nichts für Puristen, die einen neutralen Klang suchen. Die Teufel REAL BLUE PRO wollen Spaß machen, und das gelingt ihnen klanglich auch. Gerade in der High-End-Klasse sind viele Kopfhörer etwas zurückhaltender und „feiner“ spielend, was auf die Teufel absolut nicht zutrifft. Die Kopfhörer sind offensiv, druckvoll und dynamisch.

Hier kommt es auf dich an, ob dir diese Klangsignatur zusagt. Ja, es gibt klar feinere und höher aufgelöste Kopfhörer in dieser Klasse, magst du aber richtig Wumms, dann sollten die REAL BLUE PRO ganz weit oben auf deiner Wunschliste stehen.

Zumal die Kopfhörer auch abseits des Klangs eine gute Figur machen. Der Tragekomfort ist gut, das ANC sehr ordentlich und auch die Klanganpassungen über die Teufel App gelungen. Kurzum, sagt dir der Klang zu, greif zu!

Teufel REAL BLUE PRO
POSITIV
Kraftvoller, dynamischer Klang: Besonders ausgeprägter Bassbereich, ideal für Pop, Elektro und ähnliche Genres
Lange Akkulaufzeit: Bis zu 44 Stunden Wiedergabezeit mit aktiviertem ANC
Solide ANC-Leistung
Umfangreiche Klanganpassung: Teufel Headphones App bietet EQ, Dynamore und Mimi zur Personalisierung des Klangs
Stabile Verarbeitung und hochwertiges Design
NEGATIV
Basslastiger Klang: Nicht ideal für Hörer, die einen neutralen oder analytischen Klang bevorzugen
Hoher Preis: Mit rund 300 € gehören die Kopfhörer zur oberen Preisklasse
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Kauftipp: USB 4 Kabel mit 240W und Display für unter 10€!

An dieser Stelle möchte ich euch einen kleinen Kauftipp geben. USB-C-Kabel mit integriertem Display sind ja nichts Neues. Ich hatte bereits einige im Test:

https://techtest.org/5x-usb-c-kabel-mit-display-im-vergleich-sollte-jeder-haben/

Allerdings bin ich auf eine neue Version dieser Kabel aufmerksam geworden. Diese unterstützt bis zu 240W Leistung nach dem USB PD 3.1 Standard sowie Datenraten von bis zu 40 Gbit nach USB 4.

Und das alles für unter 10€, wenn ihr bei Aliexpress bestellt. Klingt doch fantastisch! Werfen wir einen kurzen Blick auf die Kabel.

 

Zwei Kabel

Ich habe mir zwei sehr ähnliche Kabel bestellt. Diese sind sehr „generisch“, sodass ihr auf der Verpackung auch keinen Herstellernamen findet, und verdächtig ähnliche Kabel werden von diversen Händlern auf Aliexpress gelistet.

Dennoch sind die Kabel an sich recht wertig gemacht. Wir haben eine ordentliche Textilummantelung sowie Stecker mit Metallgehäusen.

Eines der von mir gekauften Kabel besitzt auf einer Seite einen um 90 Grad gewinkelten Stecker, was ich gerade bei Notebooks sehr praktisch finde.

Dabei besitzen beide Kabel jeweils in einem der geraden Enden ein integriertes Display.

 

USB 4 Support

Beide hier getesteten Kabel unterstützen den USB 4 Standard mit bis zu 40 Gbit und damit auch in gewissem Rahmen Thunderbolt 3 und 4.

Bei mir ließ sich eine externe Thunderbolt 3 SSD über beide Kabel mit dem vollen Tempo ansteuern. Spannenderweise spielte bei dem Kabel mit gewinkeltem Stecker die Richtung eine Rolle.

Der gewinkelte Stecker musste in die SSD und der gerade in das Notebook, ansonsten gab es keine Datenübertragung. Merkwürdiges Verhalten, das ich mir so nicht erklären kann.

 

Bis zu 240W Leistung

Es gibt, was die Leistung betrifft, drei Klassen von USB-C-auf-USB-C-Kabeln:

  • bis zu 60W (3A)
  • bis zu 100W (5A)
  • bis zu 240W (5A)

Kabel, die über 60W unterstützen, benötigen einen sogenannten e-Marker. Hierbei handelt es sich um einen Chip, welcher eurem Ladegerät mitteilt: „Hey, ich schaffe wirklich 5A/100W“.

Dies ist ein Sicherheitsfeature, um zu verhindern, dass ihr zu viel Leistung über ein ungeeignetes Kabel jagt.

Ursprünglich ging dabei der USB PD Standard bis 100W bzw. maximal 20V/5A.

Dieser wurde aber auf bis zu 48V/5A erweitert, was erneut optimierte Kabel benötigt. Die beiden Kabel hier im Test sind dabei anscheinend auch genau so optimiert!

Bei mir unterstützten diese bis zu 180W am Framework 16, ein Ladegerät mit 240W habe ich für Tests leider noch nicht im Büro.

Also ja, die Kabel sind in der Lage, die versprochene Leistung zu übertragen.

 

Kabel etwas steif

Aufgrund der hohen maximalen Leistung und der hohen Datenraten ist es leider nicht überraschend, dass die Kabel beide relativ steif sind.

Als reine Ladekabel für Smartphones finde ich diese hierdurch etwas suboptimal, vor allem, wenn ihr euer Smartphone parallel nutzen möchtet.

Zudem sind die Stecker auch recht lang.

 

Display mit Leistungswerten

Die wichtigste Besonderheit dieser Kabel ist das integrierte LC-Display. Dieses zeigt euch folgende Werte an:

  • Leistung (Watt)
  • Spannung (Volt)
  • Strom (Ampere)

Dabei springt der angezeigte Wert im 3-Sekunden-Takt zwischen diesen drei Werten.

Wie genau ist die Anzeige? An sich sogar recht genau! In meinem Test lag die Abweichung zwischen 0% und 5%. Lediglich bei Leistungen unter 5W wird die Anzeige signifikant ungenauer.

 

Display könnte etwas klarer sein

Kleiner Kritikpunkt: Das Display der Kabel könnte für meinen Geschmack etwas besser ablesbar sein. Zudem hatte das Display des Kabels mit dem gewinkelten Stecker bei mir einen kleinen Fehler, was die Ablesbarkeit auch nicht verbessert hat.

Dies ist aber bei Kabeln in dieser Preisklasse schon Meckern auf sehr hohem Niveau!

 

Fazit

Dieser Artikel soll einfach ein Hinweis sein, dass es diese Art von Kabeln gibt und diese über Aliexpress auch sehr günstig zu bekommen sind!

  • Bis zu 240W
  • USB 4 40 Gbit Support
  • Display mit Leistungswerten
  • unter 10€

Sind diese Kabel perfekt? Nein. Sie sind etwas steif und die Anzeige könnte noch etwas hochwertiger sein, aber funktional machen sie, was sie sollen, und bei einem Preis von unter 10€ kann ich da einfach nicht meckern!

Dabei ist auch die Bestellung bei Aliexpress aus China absolut kein Problem! Derzeit ist Aliexpress extrem schnell (unter 10 Tage Lieferzeit) und Probleme mit Zoll oder so etwas gibt es eigentlich auch nicht.

Von daher: extrem praktische Kabel zum sehr guten Preis!

Saugstarke Angebote von ECOVACS zum Prime Day (Aktion abgelaufen, Werbung)

Zum Start des Prime Days bietet ECOVACS einige spannende Angebote für seine Saug- und Mähroboter an. So gibt es am 16. und 17. Juli bis zu 45 % Rabatt auf ausgewählte Modelle des Herstellers.

Werfen wir einen Blick auf die spannendsten Angebote, von denen ich auch bereits einige getestet habe.

 

ECOVACS DEEBOT T30 PRO OMNI, ein High-End-Saugroboter für 699 €

Mit dem DEEBOT T30 PRO OMNI bietet ECOVACS zum Prime Day einen High-End-Saugroboter für gerade einmal 699 € an.

Was kann der DEEBOT T30 PRO OMNI? Zunächst haben wir hier einen High-End-Saugroboter mit ECOVACS TrueMapping 2.0 Technologie, die von deiner Wohnung eine Karte erstellt und anhand dieser präzise navigiert. Unterstützt wird TrueMapping 2.0 dabei von TrueDetect 3D, einer integrierten Kamera für die Objekterkennung. Hierdurch kann der Saugroboter auch kleinere Hindernisse zuverlässiger erkennen und vermeiden.

Ein weiteres Highlight ist die Putzfunktion, die auf zwei rotierende Pads setzt und diese sogar seitlich ausfahren kann, für eine bessere Kantenreinigung.

Passend dazu gibt es eine Ladestation mit Absaugstation und Waschstation für die Pads. So werden die Putzpads beim T30 PRO OMNI automatisch mit heißem Wasser ausgewaschen!

Wir haben hier also für 699 € einen absoluten High-End-Saugroboter, der alle modernen Features mitbringt, ohne Ausnahme!

Preis bei Amazon überprüfen

  • Saugroboter mit 11.000 Pa Saugleistung
  • OZMO Turbo 2.0 Feucht-Putzfunktion
  • TrueDetect 3D 3.0 Objekterkennung
  • Basisstation mit Absaugfunktion und automatischer Reinigung der Putzpads
  • Putz-Pads werden mit heißem Wasser gereinigt
  • TruEdge-Wischtechnologie

 

ECOVACS GOAT G1-800, jetzt für 939 €!

Der große ECOVACS GOAT G1-2000 dreht nun schon seit einigen Monaten seine Kreise in meinem Garten, und ich bin weiterhin extrem zufrieden damit!

Ich halte den GOAT G1-2000 weiterhin für den besten Mähroboter! Hast du aber einen Garten mit bis zu 800 m², dann kannst du nun etwas sparen. Denn das kleinere Schwestermodell, der GOAT G1-800, ist im Angebot für 939 €.

Dieses besitzt im Kern die gleichen Stärken (und auch Schwächen), nur mit etwas weniger Flächenleistung, zu einem günstigeren Preis, und ist daher oft die sinnvollere Wahl.

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Was sind die Highlights?

  • Es werden keine Begrenzungskabel benötigt!
  • Mit Kamera für die Hindernisvermeidung (kann auch Tiere erkennen und vermeiden)
  • Bis zu 800 m² Flächenleistung
  • Voller App-Support
  • GPS integriert
  • WLAN
  • Bis zu 45 % Steigung

 

DEEBOT T30S COMBO COMPLETE

Selbst der beste Saugroboter kann einen normalen Staubsauger nicht immer zu 100 % ersetzen. Blöd, so musst du immer beides herumstehen haben, was gerade in kleineren Wohnungen ungünstig ist.

Nicht so mit dem DEEBOT T30S COMBO COMPLETE. Dieser High-End-Saugroboter hat einen Akkusauger in seiner Basisstation integriert, den du bei Bedarf einfach entnehmen kannst, um Ecken, Teppiche oder die Möbel abzusaugen.

Aber auch der Saugroboter selbst ist sehr vielversprechend und verfügt über satte 11.000 Pa Saugkraft, die bekannte und sehr gute Navigation mit Objekterkennung von ECOVACS und „OZMO Turbo 2.0“.

Hinter OZMO Turbo 2.0 versteckt sich ein Putzsystem mit zwei rotierenden Pads, die auch für Teppiche angehoben werden können. Dieses System übertrifft normale Putzsysteme bei weitem!

Dabei verfügt die Basisstation über eine Absaug- und Waschfunktion für die Pads. So kehrt der Saugroboter in gewissen Intervallen hierhin zurück und wäscht die Pads automatisch aus.

Zwar hatte ich den DEEBOT T30S COMBO COMPLETE noch nicht in den Fingern, aber ich weiß, wie gut die Modelle von ECOVACS sind, und ich erwarte hier einen absoluten High-End-Saugroboter, der auch in der Praxis überzeugen kann.

Preis bei Amazon überprüfen

  • Saugroboter mit 11.000 Pa Saugleistung
  • OZMO Turbo 2.0 Feucht-Putzfunktion
  • TrueDetect 3D 3.0 Objekterkennung
  • Basisstation mit Absaugfunktion und automatischer Reinigung der Putzpads
  • Inklusive Akku-Staubsauger, der in der Basis verstaut ist

 

ECOVACS X5 OMNI

Der X5 OMNI ist derzeit das Flaggschiff-Modell von ECOVACS. So bringt dieses verglichen mit dem T30 Pro nochmals eine höhere Saugleistung mit als auch ein noch kompakteres und flacheres Design, welches es ermöglicht, besser unter Möbeln zu reinigen.

Zudem haben wir hier auch die hervorragende Putzfunktion mit ausfahrbaren Putz-Pads und der automatischen Reinigung der Pads mit 70 Grad heißem Wasser in der Basisstation.

Auch kann der X5 OMNI erkennen, wie schmutzig oder sauber ein Raum ist, und diesen gegebenenfalls noch ein zweites Mal reinigen, falls nötig.

 

  • Saugroboter mit 12.800 Pa Saugleistung
  • OZMO Turbo 2.0 Feucht-Putzfunktion
  • TrueDetect 3D 3.0 Objekterkennung
  • Basisstation mit Absaugfunktion und automatischer Reinigung der Putzpads
  • Putz-Pads werden mit heißem Wasser gereinigt
  • TruEdge-Wischtechnologie
  • Reinigung mit heißem Wasser

 

ECOVACS W2 OMNI

Fensterputzen gehört zu den nervigsten Aufgaben im Haushalt. Aber auch hier gibt es mittlerweile clevere Helfer. So nutze ich bei mir im Haushalt weiterhin den Ecovacs Winbot 920, der gute Dienste beim Fensterputzen leistet. Allerdings gibt es mittlerweile Besseres, wie den ECOVACS W2 OMNI.

Beim ECOVACS W2 OMNI handelt es sich um einen Fensterputzroboter, der Glasflächen vollautomatisch reinigen kann.

Dabei bringt dieser auch eine Multifunktionsstation mit, in der ein Akku integriert ist, sodass du unabhängig von der Steckdose arbeiten kannst.

Gerade wenn du große, zusammenhängende Glasflächen hast, kann ein Fensterputzroboter absolut Sinn machen.

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  • Sensor-Smart-Detektionsrahmen, passt sich an alle Arten von Fenstern und Szenarien an
  • 6-in-1 Multifunktionsstation
  • Integrierter 4.500 mAh Akku
  • 12-stufiges Schutzsystem
  • Brandneuer Kantenreinigungsmodus
  • Drei-Düsen-Weitwinkel-Sprühtechnologie: Präzision trifft auf Leistung, um 80 % bessere Reinigungsleistung zu erzielen

 

 

Über ECOVACS

ECOVACS Robotics ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Servicerobotik und setzt sich seit über 25 Jahren für die Entwicklung innovativer Roboterlösungen für Haushalt und Garten ein. Mit der Mission „Robotics for All“ hat sich ECOVACS zum Ziel gesetzt, Robotertechnologien für jedermann zugänglich zu machen und das Zusammenleben von Mensch und Roboter im Alltag zu fördern. Die Produkte von ECOVACS werden in über 145 Ländern eingesetzt und verändern nachhaltig die Art und Weise, wie Menschen leben und arbeiten.

Tineco Floor One S6 Flashdry Pet Test: Der beste Waschsauger für Haustierbesitzer?

Ein Waschsauger gehört in jeden größeren Haushalt, gerade wenn man Haustiere hat! Es ist einfach so angenehm, den Fellnasen nicht mehr mit einem Lappen hinterher putzen zu müssen, sondern einfach einen Waschsauger nutzen zu können, der gleichzeitig wischt und saugt.

Allerdings tun sich die meisten Waschsauger mit großen Mengen Haaren etwas schwer. Dies kann schnell das Innere verstopfen, was den Reinigungsaufwand erhöht. Dennoch liebe ich meine Waschsauger, vor allem den Tineco S5 Pro.

Nun hat Tineco ein neues Modell auf den Markt gebracht, den Floor One S6 Flashdry Pet.

Dieser soll sich, wie der Name schon vermuten lässt, an Haustierbesitzer richten. Dafür besitzt er einen speziellen Haarfilter sowie eine verbesserte Selbstreinigung.

Wollen wir uns einmal den Tineco Floor One S6 Flashdry Pet im Test ansehen, auch im Vergleich mit den anderen Tineco Modellen.

An dieser Stelle vielen Dank an Tineco für die Bereitstellung des S6 Flashdry Pet für diesen Test!

 

Tineco Floor One S6 Flashdry Pet

Tineco setzt bei dem Floor One S6 auf das bekannte Design seiner Waschsauger. So ähnelt er stark dem Floor One S5 Pro, auf welchem er ohne Frage basiert.

Auch hier haben wir einen Waschsauger in einem modern anmutenden Design, im Stielstaubsauger-Formfaktor. Die gesamte Elektronik des Waschsaugers sowie die Tanks sind dabei im Stiel untergebracht, welcher flexibel gelagert auf einer großen Bodenbürste sitzt.

Dabei haben wir auf der Front den Schmutzwasser-Tank und auf der Rückseite einen großen Frischwasser-Tank. Eine Besonderheit des Flashdry Pet ist das zusätzliche Sieb im Schmutzwasser-Tank.

Dieses Sieb fängt gröberen Schmutz wie Haare und Ähnliches auf und trennt diesen vom Schmutzwasser. So kannst du das Wasser z.B. in der Spüle auskippen und den Schmutz im Mülleimer entsorgen.

Bei anderen Tineco Modellen haben wir diese Trennung meist nicht, aber hier habe ich einfach alles in der Regel in der Toilette entsorgt. Wir können also darüber streiten, ob dieses Sieb nun ein großer Vorteil des Flashdry Pet ist.

Natürlich befindet sich im Schmutzwassertank auch ein Feinstaubfilter. Nach meiner Erfahrung bleibt dieser aber meist sauber, denn feiner Staub usw. wird sofort im Wasser gebunden. Dennoch: besser haben als brauchen.

Zur Steuerung des Waschsaugers haben wir 3 Tasten am Handgriff, sowie ein großes farbiges Display auf der Oberseite.

Auf dem Display werden dir aktuelle Informationen angezeigt, wie beispielsweise der aktuelle Akkustand oder die Leistung des Waschsaugers.

 

Mit App und WLAN

Im Floor One S6 Flashdry Pet ist spannenderweise WLAN integriert. So kannst du den Waschsauger mit deinem Netzwerk verbinden und dann die Tineco App nutzen.

In der App siehst du den aktuellen Zustand des Waschsaugers inklusive eventueller Fehlermeldungen, Reinigungsprotokolle usw.

Die App ist kein Muss! Du kannst auch auf dieses Feature komplett verzichten, aber es kann unter Umständen doch einen kleinen Mehrwert bieten.

 

Wie funktioniert ein Waschsauger?

Sprechen wir an dieser Stelle einmal über die generelle Funktion eines Waschsaugers. Die gängigen Waschsauger besitzen zwei Tanks: Einen Frischwassertank und einen Schmutzwassertank.

Wasser aus dem Frischwassertank wird im Betrieb automatisch auf die Walze im „Fuß“ des Waschsaugers gesprüht, welche hierdurch getränkt wird.

Diese Walze reibt dann über deinen Boden und nimmt Schmutz, Haare und auch verschüttete Flüssigkeiten mit.

Durch die Rotation dieser Walze in Kombination mit dem Saugmotor wird der aufgenommene Schmutz abtransportiert.

 

Wie wird der Tineco Floor One S6 Flashdry Pet genutzt?

In der Praxis ist die Nutzung eines Waschsaugers wie des Tineco Floor One S6 Flashdry Pet extrem einfach.

Du füllst den Frischwassertank mit Leitungswasser und gegebenenfalls einen Spritzer Putzmittel auf, nimmst den S6 von seiner Ladestation, gehst zur Schmutzstelle, drückst eine Taste und er legt los.

Dank der großen Walze lässt sich der Waschsauger sehr leicht über den Boden bewegen, selbst wenn du nicht die größte Kraft hast.

Nachdem du mit ihm geputzt hast, stellst du ihn einfach wieder auf seine Ladestation. Je nachdem, wie intensiv du ihn benutzt hast, solltest du die Selbstreinigung starten und gegebenenfalls den Schmutzwassertank leeren.

Auf seiner Ladestation wartet dann der S6 auf seinen nächsten Einsatz. Dies ist ein großer Vorteil, die Nutzung des Waschsaugers ist viel schneller als die Nutzung eines Putzlappens und eines Eimers. Du schnappst dir ihn und los geht’s!

 

Wie gut reinigt der Tineco Floor One S6 Flashdry Pet?

Die Reinigungsleistung des Tineco Floor One S6 Flashdry Pet ist mit der des S5 Pro vergleichbar, also ebenfalls sehr gut!

Prinzipiell kannst du fast sämtlichen Schmutz mit dem S6 Flashdry Pet auf glatten Böden beseitigen.

Ob nun Hausstaub, Fußabdrücke, verschüttete Flüssigkeiten oder auch etwas intensivere Flecken wie von Soße oder Schlamm, einmal mit dem S6 drüberfahren reicht in der Regel schon aus, um diese restlos zu entfernen.

Dabei kann der S6 auch wirklich als „Hybrid“ für klassischen trockenen Schmutz (Staub, Haare usw.), wie auch für Flecken und feuchten Schmutz genutzt werden.

Und ja, ich kann dir versprechen, es funktioniert wirklich so gut! Selbst das Reinigen von klebrigen Flüssigkeiten ist ein Kinderspiel. Die schnell rotierende Walze in Kombination mit dem Wasser, welches konstant nachgegeben wird, funktioniert in der Praxis unheimlich gut.

Auch wird das Wasser zuverlässig wieder aufgesaugt. Böden bleiben am Ende höchstens nebelfeucht und sind in der Regel nach wenigen Minuten wieder komplett trocken. Du brauchst dir also keine Sorgen machen, dass du am Ende im Wasser stehst.

 

Womit hat der S6 seine Probleme?

Einerseits ist der Waschsauger nicht für größere Partikel geeignet. Damit meine ich beispielsweise Blätter von Pflanzen, Kassenzettel und Ähnliches.

Auch mit extrem viel Fett kann der Waschsauger Probleme haben. Sollte dir eine Flasche Öl auslaufen, willst du diese nicht mit dem S6 aufsaugen, denn das Öl würde die Walze verkleben und die Reinigung sehr schwer machen. Mal ein paar Spritzer fettige Soße sind wiederum kein Problem.

Ein weiterer schwieriger Punkt sind Haare. Der Tineco Floor One S6 Flashdry Pet saugt grundsätzlich auch große Mengen Haare problemlos auf. Allerdings können sich extrem große Mengen Haare schon im Waschsauger verkleben, was erstmal kein Problem ist, aber irgendwann eine manuelle Reinigung erfordert.

Hast du z.B. Hunde im Fellwechsel, würde ich empfehlen, erst einmal mit einem normalen Sauger vorzuarbeiten. Mal ein paar Haare sind aber absolut kein Problem.

Die Haare und auch Dinge wie Pollen werden dabei vom Wasser gebunden, entsprechend ist der Tineco Floor One S6 Flashdry Pet auch für Allergiker absolut empfehlenswert!

An dieser Stelle ein kleiner persönlicher Tipp: Hast du einen Welpen im Haus, ist ein Waschsauger ein absoluter Segen! Ich spreche hier aus Erfahrung.

 

Auch für Teppiche?

Generell sind solche Waschsauger nicht für Teppiche geeignet. Willst du Teppiche wirklich intensiv reinigen, brauchst du einen Teppich-Waschsauger, wie den Tineco CARPET ONE.

Allerdings kann der S6 durchaus auf kurzen Teppichen genutzt werden. Nicht zwingend für eine intensive Reinigung, aber sollte mal was frisch ausgelaufen sein, dann kann dies mit ihm durchaus abgelöscht werden.

 

Kann der Floor One S6 ausgelaufene Flüssigkeiten aufsaugen?

Die kurze Antwort ist ja! Sollte dir mal eine Flasche Bier, Cola oder Ähnliches umgekippt sein, ist dies kein Problem mit dem S6 aufzusaugen.

 

Herausragende Selbstreinigung!

Der größte Unterschied zwischen dem S6 Flashdry Pet und beispielsweise dem S5 Pro ist die Selbstreinigung. Beide Waschsauger besitzen natürlich eine Selbstreinigungs-Funktion.

Aber beim S6 Flashdry Pet ist diese deutlich ausgebaut. Zum einen ist die Selbstreinigung hier noch ein gutes Stück gründlicher und durchläuft mehrere „Programme“, zum anderen trocknet der S6 Flashdry Pet seine Walze automatisch mit heißer Luft.

Dies beugt muffigen Gerüchen vor, dein Waschsauger riecht also nicht wie ein nasser Hund.

 

Fazit

Ich wiederhole mich in meinen Tests zu Waschsaugern, aber nach meiner Meinung gehören diese in jeden Haushalt mit Haustieren oder kleineren Kindern!

Es ist so angenehm und entspannt, mit einem Waschsauger mal kleinere Flecken oder eine ausgelaufene Flüssigkeit zu beseitigen. Einfach den Waschsauger von der Station nehmen, drüber putzen und fertig.

Dabei ist gerade die Reinigungsleistung der größeren Tineco Modelle, wie auch vom S6, einfach herausragend! Selbst klebrige Flüssigkeiten werden restlos in Sekunden beseitigt.

Auch generell Staub und Haare bereiten dem S6 prinzipiell keine Probleme. Klar, große Mengen Haare würde ich zunächst mit einem normalen Staubsauger beseitigen, aber generell ist der S6 Flashdry Pet ein echter Allrounder mit wenigen Schwächen.

So ist auch der S6 Flashdry Pet nicht gut, um unter flachen Möbeln wie einer Couch zu putzen/zu saugen, auch extreme Mengen Fett können Probleme bereiten.

Ansonsten gibt es aber nichts zu bemängeln. Nein, der Unterschied zwischen dem S6 Flashdry Pet und beispielsweise dem S5 Pro ist nicht gewaltig.

So bietet der S6 Flashdry Pet vor allem die verbesserte Selbstreinigung. Dennoch würde ich den Floor One S6 Flashdry Pet derzeit als meinen Lieblings-Waschsauger aus dem Tineco-Lineup bezeichnen.