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Shentec LiFePO4 Akku mit 200 Ah und 200 A BMS: Detaillierter Test

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Wenn du eine DIY-Solaranlage aufbaust, ob nun zu Hause oder im Wohnwagen, dann ist ein LiFePO4-Akku eine essenzielle Kernkomponente. LiFePO4-Akkus sind im Allgemeinen haltbar, sicher, zuverlässig und mittlerweile auch gar nicht mehr so teuer.

In diesem Test soll es um den LiFePO4-Akku von Shentec mit 200 Ah Kapazität und 200 A BMS gehen. Letzteres macht den Shentec besonders interessant, denn die meisten LiFePO4-Akkus besitzen lediglich eine Ausgangsleistung von 100 A.

Zudem bringt der Shentec-Akku ein Smart BMS mit Anzeige mit, das dich über den Akkustand und andere Leistungswerte informiert.

Wollen wir uns den Akku einmal im Test ansehen und prüfen, ob dieser hält, was er verspricht! An dieser Stelle vielen Dank an Shentec für das Zurverfügungstellen des Akkus für diesen Test.

 

Technische Daten

  • Shentec VB Series mit Bluetooth
  • 200 Ah
  • 12,8 V Standardspannung
  • 14,4 – 14,6 V Ladespannung
  • Maximaler Entladestrom: 200 A
  • Empfohlener Entladestrom: 100 A
  • Maximaler Ladestrom: 200 A
  • Empfohlener Ladestrom: 100 A
  • Spitzen-Entladestrom: 350 A (5 s)

 

Der Shentec LiFePO4 200 Ah Akku mit 200 A Bluetooth BMS im Test

Der Shentec-Akku ist mit 345 x 190 x 245 mm und einem Gewicht von 19 kg vergleichsweise kompakt, selbst für einen 200 Ah LiFePO4-Akku.

Dabei setzt dieser auf das typische Batterie-Design, mit einem einfachen schwarzen Kunststoff-Gehäuse, das versiegelt ist.

Auf der Oberseite haben wir aber eine Besonderheit. So haben wir hier zunächst die üblichen M8-Batterie-Terminals, aber auch ein Display und eine Taste.

Dieses Display zeigt dir beim Betätigen diverse Informationen an, auf welche wir gleich zu sprechen kommen. Mit im Lieferumfang des Akkus sind passende M8-Schrauben sowie ein Schraubenschlüssel.

 

Das Display

Auf der Oberseite des Akkus befindet sich ein sehr einfaches Display.

Dieses ist qualitativ sicherlich nicht das beste und auch nicht das hellste, aber dennoch ist es sehr nützlich! Folgendes zeigt das Display an:

  • Ladestand in %
  • Lade/Entladestrom in A
  • Temperatur in Grad
  • Spannung in Volt

Gerade da es bei LiFePO4-Akkus sehr schwer ist, den aktuellen Ladestand genau zu ermitteln, aufgrund der sehr flachen Ladekurve, ist das Display, das dir solche Informationen anzeigt, sehr praktisch.

 

Optional mit Bluetooth BMS

Es gibt die Shentec VB Series Akkus in zwei Ausführungen: mit oder ohne Bluetooth. Ich habe hier die Bluetooth-Version.

Das Bluetooth-Modul ist bei LiFePO4-Akkus aus dem gleichen Grund spannend wie das Display. Aufgrund der sehr flachen Entladekurve von LiFePO4-Akkus ist es extern sehr schwer zu erkennen, wie voll oder leer solch ein Akku genau ist.

Über die Bluetooth-Schnittstelle kannst du dies auf kurze Distanz einfach an deinem Smartphone auslesen. Dies erfolgt über die „Power Quarry“ App. Dies ist sicherlich nicht die schickste oder spannendste App, macht aber ihren Job. Die App zeigt dir folgende Informationen an:

  • Spannung in Volt
  • Strom (Eingang und Ausgang) in Ampere
  • Kapazität in %
  • Temperatur
  • Zyklenzahl
  • Verbliebene Nutzungsdauer

In den weiteren Optionen kannst du auch die genaue Spannung der einzelnen Zellen des Akkus sehen sowie den Systemzustand. Das Bluetooth BMS halte ich bei LiFePO4-Akkus generell für einen Mehrwert!

Ich denke zwar, dass es durchaus möglich wäre, noch mehr aus dem Bluetooth BMS herauszuholen, beispielsweise mit einer anpassbaren Entlade-Stopp-Spannung usw. Aber dennoch ist auch hier das Bluetooth BMS ein Mehrwert, mit dem gängigen Funktionsumfang.

 

Warum LiFePO4-Akkus so gut sind

Was macht Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePO4) so interessant? Diese Akkus könnten sich als die Zukunft für Solar-Pufferspeicher und Elektromobilität herausstellen. Aber was genau macht sie so besonders?

Obwohl LiFePO4-Akkus eine etwas geringere Energiedichte als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus haben, zeichnen sie sich durch höhere Sicherheit und längere Lebensdauer aus. Selbst einfache Modelle können problemlos über 2000 Ladezyklen erreichen, während Lithium-Ionen-Akkus in der Regel nur 500 bis 1000 Zyklen durchhalten. In der Praxis könnte die Lebensdauer von LiFePO4-Akkus sogar noch höher sein, abhängig von der Entladungstiefe. Shentec wirbt selbst bei einer 100% Entladetiefe mit satten 3000+ Zyklen.

Vor allem als Solar-Pufferspeicher bieten LiFePO4-Akkus eine potenziell außerordentliche Lebensdauer. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie selbst in extremen Situationen thermisch nicht durchgehen. Klar sollte es zu einem Ausfall sämtlicher Schutzfunktionen kommen, ist dies nicht gut, aber der Akku sollte nicht in einem Flammenmeer aufgehen, wie es bei Lithium-Ionen-Akkus durchaus passieren kann.

Darüber hinaus sind sie beim Laden und Entladen weniger empfindlich. Das integrierte BMS spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, indem es das Tiefentladen, Überladen sowie Kurzschlüsse oder Überlastungen verhindert.

Es gibt jedoch auch einige Nachteile: LiFePO4-Akkus sind bei gleicher Kapazität etwas größer als Lithium-Ionen-Akkus, was sie weniger geeignet für Smartphones, Notebooks und andere kompakte Geräte macht, bei denen Größe eine wichtige Rolle spielt. Zudem dürfen diese Akkus bei Temperaturen unter 0 Grad nicht geladen werden, da dies zu Schäden führen kann. Entladen ist bei diesen Temperaturen jedoch unproblematisch. Laut Hersteller bringt dieser Akku erfreulicherweise einen Unter-Temperatur-Schutz mit! Das BMS sollte also das Laden bei unter 0 Grad blockieren.

 

Wie testet Techtest.org LiFePO4-Akkus?

Ich bzw. Techtest.org nutzt für das Messen der Kapazität von LiFePO4-Akkus eine sogenannte elektronische Last. Hierbei handelt es sich um ein Gerät, welches Energie in Wärme umwandelt und dabei aufschreibt, wie viel Energie aus dem Akku entladen wurde.

Hierfür habe ich den Atorch DL24MP, wie auch den Atorch DL24EW genutzt. Letzteren habe ich verwendet, um die Werte des ersten zu überprüfen. Zudem habe ich den Akku auch temporär an eine Offgrid-Solaranlage in meinem Büro angeschlossen.

 

Wie hoch ist die Kapazität des Akkus?

Laut Hersteller soll der Akku eine Kapazität von 200 Ah besitzen. Nach meiner Erfahrung erreichen auch die meisten LiFePO4-Akkus ziemlich genau die Herstellerangaben, mal ein % mehr, mal minimal weniger. Daher war ich hier von den Werten des Shentec LiFePO4 200 Ah Akkus etwas überrascht und hatte diese auch zur Sicherheit noch mit einem 2. Messgerät überprüft.

Im Test erreichte der Akku bei mir eine Kapazität von 169,95 Ah bis 173,034 Ah. Dies entspricht etwa 86-87% der Herstellerangabe. Bei einer Powerbank würde ich hier von einem guten Abschneiden sprechen. Allerdings ist bei LiFePO4-Akkus meistens ein leichtes Überschreiten der vom Hersteller angegebenen Kapazität üblich und nicht ein so doch recht deutliches Unterschreiten. Damit ist dieser Akku laut meinem Test eher in der 175 Ah-Klasse als in der 200 Ah-Klasse angesiedelt. Ich habe natürlich den Hersteller angefragt, ob dies normal wäre. Dieser hat durch die Blume ja gesagt. Dies wäre aufgrund des umfangreichen BMS, des Bluetooth usw. der Fall, zudem wäre es laut Hersteller normal, dass solche Akkus auch nur 90-95% der Herstellerangabe erreichen. Zwar deckt es sich mit meinen Beobachtungen, dass LiFePO4-Akkus mit Bluetooth BMS tendenziell minimal weniger Kapazität erreichen als Modelle mit „einfacheren“ BMS (davon ausgehend, dass beide Modelle ähnlich gute Zellen haben), aber unter 98% der Herstellerangabe ist bei mir sehr selten.

 

Unterspannungsabschaltung

Das integrierte BMS besitzt einen Schutz vor dem Tiefentladen der Akkuzellen. Dieser Schutz griff bei mir bei ziemlich genau 11 V, was eine gut gewählte Spannung ist.

 

Spannungsverlauf des Shentec LiFePO4 200 Ah Akkus

LiFePO4-Akkus besitzen einen sehr flachen Spannungsverlauf. Dies gilt natürlich auch für den Shentec-Akku. Das heißt, die Spannung des Akkus schwankt beim Entladen nur sehr wenig. Dies macht auch das Auslesen des aktuellen Ladestands nicht ganz einfach.

Im voll geladenen Zustand hat der Shentec-Akku ± 14 V. Sobald allerdings Last anliegt, sinkt die Spannung auf ± 13,1 V. Ca. 90% der Kapazität des Akkus spielt sich dabei im Spannungsbereich von 13,1 V bis 12,7 V ab. Sobald die Spannung 12,5 V unterschreitet, fällt sie mehr oder weniger sofort ins Bodenlose und der Akku ist effektiv leer. Dies ist ein normales Verhalten für einen LiFePO4-Akku, hier konnte ich keine Auffälligkeiten beobachten.

 

Fazit

An sich gibt es viel am Shentec-Akku zu mögen! Dieser ist relativ kompakt, besitzt das nützliche Display, welches dich direkt am Gerät mit Leistungswerten versorgt, und natürlich das ebenso nützliche Bluetooth BMS.

So kannst du über die Smartphone-App alle Informationen des Akkus auslesen, wie vor allem den aktuellen Akkustand. Dabei ist das BMS mit bis zu 200 A recht mächtig, was gerade in Kombination mit 230 V-Wandlern etwas Puffer gibt.

Damit wäre der Shentec LiFePO4 200 Ah Akku an sich voll empfehlenswert. Etwas problematisch war bei mir im Test allerdings die Kapazität des Akkus. So lag diese lediglich im Bereich von ± 175 Ah. Etwas niedrig nach meiner Meinung für einen 200 Ah-Akku.

Hier bekommst du ganz klar Modelle mit einer besseren „echten“ Kapazität. Kannst du aber damit leben bzw. wenn wir den Shentec LiFePO4 200 Ah Akku* eher als „175 Ah“ Akku betrachten, dann wäre dieser an sich aber keine schlechte Wahl.

Narwal Freo Z Ultra im Test: Der beste Saug- und Wischroboter 2024

Der Narwal Freo war eine der größten Überraschungen im Bereich der Saugroboter für mich. Narwal ist ein Hersteller, der mehr oder weniger aus dem Nichts aufgetaucht war und plötzlich einen der besten Saug- und Putzroboter auf dem Markt im Sortiment hatte. Mit dem Freo Z Ultra legt Narwal nun nach. Auf dem Papier haben wir hier einen Saugroboter der absoluten Superlative vor uns:

  • Mit Absaugstation
  • Mit Waschstation, die mit heißem Wasser arbeitet
  • KI-Erkennung von Hindernissen
  • KI-Erkennung von Schmutz
  • Millimeter-genaue Präzision bei der Navigation
  • 12000 Pa Saugleistung
  • Schwebend gelagerte rotierende Bürste
  • Putzpads mit variablem Anpressdruck

So bietet der Narwal Freo Z Ultra praktisch alles, was wir uns von einem modernen Saugroboter wünschen können.

Wollen wir uns im Test einmal ansehen, wie gut der Narwal Freo Z Ultra wirklich ist und wie er sich im Vergleich zu anderen High-End-Saugrobotern schlägt.

An dieser Stelle vielen Dank an Narwal für das Zurverfügungstellen des Freo Z Ultra für diesen Test.

 

Der Narwal Freo Z Ultra im Test

Der Narwal Freo Z Ultra setzt auf das recht typische Design eines Saugroboters. So besitzt er die typische runde Form mit dem kleinen „Hubbel“ auf der Oberseite, in dem der LIDAR-Sensor verbaut ist.

Zudem verfügt der Narwal Freo Z Ultra über zwei Kameras an der Front, die jeweils mit 1600 x 1200 auflösen und für die Schmutz- und Objekterkennung zuständig sind.

Weiterhin haben wir natürlich die bewegliche Stoßstange und die rotierenden Bürsten auf der Unterseite. Der Schmutzauffangbehälter ist unter der oberen Abdeckung versteckt. In der Theorie musst du diesen aber nie anrühren, da eine Absaugstation im Lieferumfang enthalten ist.

Die Ladestation bzw. Absaugstation hat einen Staubsaugerbeutel integriert, in den der Schmutz aus dem Saugroboter abgesaugt wird. Zudem ist in der Ladestation auch eine „Waschstation“ integriert.

Wir haben unter dem Deckel zwei Wassertanks, einen Frischwassertank und einen Brauchwassertank. Die Putzpads des Narwal Freo Z Ultra werden hier automatisch in bestimmten Intervallen ausgewaschen.

Wir haben hier also eine „All-in-One“-Station, die es dem Narwal Freo Z Ultra ermöglicht, weitestgehend autark zu arbeiten. Auf der Oberseite der Ladestation finden wir auch eine kleine Anzeige, über die du den Sauger steuern kannst.

 

Sehr kleiner Schmutzauffangbehälter

Der Schmutzauffangbehälter im Narwal Freo Z Ultra ist sehr klein! Dies muss allerdings in der Praxis kein Problem sein, da die Absaugstation vorhanden ist.

Willst du diese jedoch nicht nutzen (weil dir die Beutel zu teuer sind), dann ist der Narwal Freo Z Ultra nicht optimal.

 

Umfangreiche (aber teils unübersichtliche) App

Die Narwal-App gehört vom Funktionsumfang zu den besten und umfangreichsten Apps, die ich bisher bei Saugrobotern gesehen habe.

Auf der Startseite hast du zunächst wie üblich eine Karte deiner Wohnung, die automatisch in Räume unterteilt ist. Du kannst diese Unterteilung natürlich noch anpassen, No-Go-Zonen usw. erstellen. Du kannst einzelne Räume, Zonen oder die gesamte Wohnung reinigen lassen.

Dabei kannst du auswählen, ob der Narwal Freo Z Ultra nur saugen oder saugen und putzen soll. Alternativ kann der Freo Z Ultra auch zuerst saugen und dann in einem zweiten Durchgang putzen.

Dies kann sinnvoll sein, wenn du sehr viel Schmutz in der Wohnung hast. Die Reinigungsleistung wird von Haus aus automatisch an jeden Raum angepasst. Du kannst diese aber auch individuell festlegen.

Ebenso kannst du die Intervalle anpassen, in denen der Roboter zur Reinigung auf seine Station zurückkehrt, usw. Die App kann also sehr viel, ist aber teils auch etwas verschachtelt.

 

Navigation und KI/Objekterkennung

Grundsätzlich nutzt der Narwal Freo Z Ultra einen rotierenden Laser-Sensor (LIDAR) für die Navigation und das Erstellen einer Karte. So vermisst der Roboter deine Wohnung und erstellt auf dieser Basis eine Karte. In dieser Karte sind dann alle Räume usw. enthalten, und der Roboter kann später seine Position anhand dieser bestimmen. So weiß der Narwal Freo Z Ultra konstant, wo er ist, wo er schon war und wo er noch hinmuss. Dies gilt allerdings mittlerweile für die meisten High-End-Saugroboter.

Diese Navigation funktioniert auch hier sehr gut! Der Narwal Freo Z Ultra navigiert extrem präzise. Narwal wirbt damit, dass der Freo Z Ultra auf wenige Millimeter genau navigieren kann, und dem würde ich auch zustimmen. Selbst verglichen mit Roborock oder Ecovacs ist die Navigation des Freo Z Ultra noch ein Stück sicherer und präziser. So vermeidet der Roboter beispielsweise auch den Kontakt zu Möbeln und Wänden, fährt aber wirklich ganz präzise an diese heran. Die Navigation und die Hindernisvermeidung werden dabei von zwei Kameras an der Front unterstützt. Diese können Objekte und auch Schmutz erkennen und entsprechend die Fahrt des Roboters anpassen.

So vermeidet der Narwal Freo Z Ultra auch sehr zuverlässig Kabel und andere kleinere Hindernisse. Du solltest diese natürlich im besten Fall aus dem Weg räumen, aber falls mal etwas liegen bleibt, macht der Roboter einen sehr guten Job, diese zu vermeiden. Unterm Strich bietet der Narwal Freo Z Ultra die beste und sicherste Navigation, die ich bisher bei einem Saugroboter gesehen habe!

 

Datenschutz bei der KI

Die Kameras an der Front des Freo Z Ultra filmen für die Objekterkennung natürlich konstant die Umgebung. Diese Aufnahmen werden komplett lokal verarbeitet und nicht an den Hersteller gesendet. Ich kann dies auch insofern bestätigen, dass der Roboter nur sehr wenig Traffic ins Internet sendet (zu wenig für einen Video-/Foto-Stream).

Erkennt der Roboter ein „außergewöhnliches“ Hindernis, wird dir dieses in der App mit einem entsprechenden Icon angezeigt. Du kannst dir auch ein Bild des erkannten Objektes anzeigen lassen; in diesem Fall wird das Foto auf den Server des Herstellers gesendet. Dem kannst du in der App zustimmen oder dies ablehnen.

 

Sehr gute Saugleistung

Der Freo Z Ultra verfügt über eine Saugleistung von satten 12.000 Pa, zumindest laut Hersteller. Praktisch ist dieser Wert allerdings nicht viel wert, denn jeder Hersteller scheint hier etwas anders zu messen, und meist wirst du den Saugroboter ohnehin nicht auf voller Leistung nutzen.

Dies soll aber nicht heißen, dass die Saugleistung des Narwal Freo Z Ultra nicht fantastisch ist! Das ist sie, aber rechne auch nicht damit, dass sie praktisch sechsmal besser ist als bei einem Saugroboter mit 2000 Pa. Praktisch unterscheiden sich die meisten Modelle nicht viel. Allerdings hat der Narwal Freo Z Ultra einen sehr hohen Luftdurchsatz. Hinzu kommt die durchaus ordentliche, rotierende Bürste.

Diese setzt auf eine Mischung aus Gummi-Lamellen und Borsten. Aus Sicht der Reinigungsleistung bevorzuge ich normalerweise Walzen mit Borsten bei Saugrobotern, allerdings sind diese, was die Wartung angeht (gerade in Kombination mit langen Haaren), eher schwierig. Daher ist die Mischung, wie hier, ein guter Mittelweg.

So bietet der Narwal Freo Z Ultra eine tadellose Reinigungsleistung auf glatten Böden sowie auf Teppichen. Auch auf Teppichen haben wir eine sehr gute Reinigungsleistung in Kombination mit Tierhaaren. Diese ist nicht absolut perfekt, aber für einen Saugroboter dicht am Limit des Möglichen. Dabei erreicht der Narwal Freo Z Ultra eine sehr gute Abdeckung der Wohnung aufgrund der hervorragenden Navigation. Auch arbeitet er sich generell recht dicht an Möbel und Kanten heran, weshalb dort wenig Schmutz liegen bleibt.

 

Herausragende Putzfunktion

Sicherlich eines der Highlights des Narwal Freo Z Ultra ist die Putzfunktion. Der Saugroboter besitzt zwei rotierende Putzpads auf seiner Unterseite. Diese Putzpads werden in der Ladestation mit frischem Wasser benetzt und der Roboter nutzt sie zum Putzen. Dabei kann er die Pads in der Höhe verstellen. So kann er die Putzpads für Teppiche anheben oder gezielt mit bis zu 12 N auf den Boden drücken.

Der Freo Z Ultra kann den Untergrund erkennen und entsprechend den Druck der Pads auf diesen anpassen. Beispielsweise wird auf Fliesen ein etwas höherer Anpressdruck genutzt als auf Holzböden. In gewissen Intervallen fährt der Roboter dabei zurück zu seiner Ladestation, um die Pads auszuwaschen. Es gibt mittlerweile einige Saugroboter, die auf ein ähnliches Prinzip setzen.

Aber in der Praxis ist der Freo Z Ultra, selbst verglichen mit anderen High-End-Modellen, nochmals eine halbe Stufe besser. Die Reinigungsleistung ist einfach hervorragend! So werden Fußabdrücke, Pollen und auch kleinere Spritzer absolut zuverlässig entfernt. Natürlich ist dieser bei sehr intensiven Verschmutzungen nicht ganz so gut wie ein manueller Waschsauger, aber der Freo Z Ultra bietet die beste Putzleistung, die ich bisher bei einem Saugroboter gesehen habe!

 

Reinigung mit heißem Wasser

Dabei werden die Putzpads des Narwal Freo Z Ultra sogar mit heißem Wasser ausgewaschen. Die Lade-/Waschstation heizt das Wasser zum Reinigen der Pads auf bis zu 75 Grad auf, um Bakterien usw. sicher abzutöten.

 

UV-Desinfektion

Spannenderweise besitzt der Freo Z Ultra eine UV-Lampe, die den Schmutzauffangbehälter „beleuchtet“. Dies soll diesen desinfizieren und Bakterien vorbeugen. Vielleicht etwas „overkill“, aber an sich keine schlechte Idee.

 

Ein sehr leiser Saugroboter

Der Narwal Freo Z Ultra gehört zu den leisesten Saugrobotern, die ich bisher in den Fingern hatte. Gerade die Fahrgeräusche des Saugroboters sind extrem leise. Beim Saugen, vor allem auf den höheren Stufen, ist er natürlich hörbar. Allerdings ist er tendenziell einer der leisesten Saugroboter, die ich kenne, in Anbetracht der Leistung.

 

Fazit

Der Narwal Freo Z Ultra ist ein Saugroboter der Superlative! Narwal hat hier einfach alles an erdenklichen Features verbaut, und diese sind dabei auch wunderbar umgesetzt. Wir haben hier einen ziemlich perfekten Saugroboter.

Beginnen wir bei den Basics: Die Navigation und auch die Hindernisvermeidung sind herausragend! Ich hatte bisher noch keinen Saugroboter im Test, der so präzise navigiert hat wie dieser. Dabei fährt der Freo Z Ultra auch recht vorsichtig und vermeidet den Kontakt zu Möbeln, fährt aber so genau an diese heran, dass es auch keine Lücken gibt. Dabei scheint auch die Objekterkennung sehr gut zu funktionieren, um Kabeln und anderen Hindernissen auszuweichen.

Dies wird mit einer der besten Putz- und Saugleistungen kombiniert, die ich je bei einem Saugroboter gesehen habe! Besser geht es derzeit einfach nicht. Dies liegt sicherlich auch an Detailverbesserungen wie dem variablen Anpressdruck der Putzpads usw. Auch die Absaug- und Waschstation, die mit heißem Wasser und UV-Licht für eine bessere Hygiene arbeitet, ist einfach herausragend.

Aber gibt es auch etwas am Narwal Freo Z Ultra zu bemängeln, abseits des gehobenen Preises? Vielleicht die Nutzung proprietärer Schmutzauffangbeutel, die natürlich nicht gerade günstig im Nachkauf sind. Allerdings, abseits davon ist der Narwal Freo Z Ultra ziemlich perfekt.

Narwal Freo Z Ultra
Positiv
Präzise Navigation
Starke Reinigungsleistung
All-in-One-Ladestation
Leiser Betrieb
UV-Desinfektion und Reinigung mit heißem Wasser
Anpassbare Reinigung: Variable Anpressdrucke der Wischpads, automatische Raumanpassung
Negativ
Proprietäre Staubbeutel
Kleiner Schmutzbehälter
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Google Pixel 9 Pro XL Test: Kamera-König mit stolzem Preis

Ich bin zugegeben ein großer Fan der Google Pixel Serie und hatte jedes Pixel Smartphone. Oftmals war dies zugegeben aber auch ein wenig eine Hassliebe.

Das Pixel 9 Pro XL ist wieder so ein Modell, mit dem ich mich einfach etwas schwer tue. Auf den ersten Blick hat sich verglichen mit dem Pixel 8 Pro wenig verändert, außer dass wir nun „noch mehr KI“ haben und entsprechend der Preis gestiegen ist. Leider ein Trend, dem die meisten aktuellen Smartphones folgen.

Wollen wir uns in diesem Test einmal ansehen, ob das Pixel 9 Pro in der XL Version dennoch empfehlenswert ist, auch wenn dieses preislich mittlerweile problemlos auf dem iPhone-Level angekommen ist.

 

Das Google Pixel 9 Pro XL im Test

Google hat dieses Jahr sein Pixel 9 Pro in zwei Modelle unterteilt: das normale Pro mit einem relativ kompakten 6,3-Zoll-Display und das Pro XL mit einem großen 6,8-Zoll-Display.

Ansonsten (abseits vom Akku) sind die beiden Modelle aber identisch. Du hast also die freie Wahl, ob du lieber ein kompakteres oder größeres Smartphone willst.

Haptisch ist das Pixel 9 Pro XL der High-End-Klasse durchaus angemessen. So haben wir den üblichen Aufbau, mit einem Metallrahmen, welcher eine Front und Rückseite aus Glas umfasst.

Der Rahmen ist hier auf Hochglanz poliert und die Glasrückseite leicht matt. Fühlt sich alles soweit gut an, aber Google hat hier auch das Rad nicht neu erfunden.

Sicherlich das auffälligste Merkmal ist der große Kamera-Balken, welcher 3 Kamera-Sensoren und einige weitere Sensoren umfasst. Dieser steht ein gutes Stück hervor, was mich zugegeben aber nicht groß gestört hat.

Mit 221 g ist das Pixel 9 Pro XL dabei schon ein etwas schweres Smartphone, aber auch nicht ganz so schwer wie z.B. das Samsung S24 Ultra mit 232 g.

Eine anfangs etwas gewöhnungsbedürftige Sache ist die Position des Einschalters und der Lautstärkewippe. So ist beides am rechten Rand des Smartphones angebracht, allerdings ist der Einschalter oberhalb der Lautstärkewippe. Also genau andersherum als beispielsweise bei Samsung.

Der USB-C-Ladeport ist gemeinsam mit dem SIM-Karten-Slot auf der Unterseite.

 

Ein hervorragendes Display!

Einen der größten Sprünge hat das Pixel 9 Pro XL verglichen mit den früheren Pixel-Modellen beim Display gemacht.

  • 6,8 Zoll
  • 2992×1344 Pixel
  • OLED (LTPO)
  • 120 Hz
  • 3000 Nits

Die Displays der früheren Google Pixel-Modelle waren immer soweit „okay“, aber zugegeben auch nicht ganz auf dem Level der iPhones und Samsung-Flaggschiffen.

Dies hat sich dieses Jahr aber geändert! Das Display des Pixel 9 Pro XL ist absolut auf dem Level der anderen Flaggschiff-Smartphones, wenn nicht sogar etwas darüber.

Rein, was die Farben und die Schärfe angeht, tun sich die High-End-OLEDs alle nicht viel. Wo das Pixel aber absolut punkten kann, ist bei der Helligkeit.

Hier ist dieses in der Sonne sehr gut ablesbar! Subjektiv ist es hier klar vor dem iPhone 15 Pro Max und +- auf dem Level des S24 Ultra.

Also von daher hat das Display beim Pixel 9 Pro XL einen guten Sprung gemacht.

 

Lautsprecher

Das Pixel 9 Pro XL nutzt das mittlerweile gängige Dual-Lautsprecher-System, bei welchem die Ohrmuschel auch für die Musik-/Medienwiedergabe genutzt wird, zusätzlich zu den Lautsprechern auf der Unterseite des Smartphones.

Hier gibt es qualitativ auch nichts zu bemängeln. Das Pixel 9 Pro XL ist laut und liefert einen generell guten Klang. Dieses klingt zwar tendenziell einen Hauch schlechter als das S24 Ultra oder iPhone 15 Pro Max, aber diese 3 sind alle auf einem sehr ähnlichen Level.

 

Kamera des Pixel

Das Wichtigste am Google Pixel ist die Kamera bzw. Kameras. Diese sind Jahr für Jahr das Highlight.

  • Hauptkamera – 50 MP – f/1.68 – Samsung GNK
  • Weitwinkel – 48 MP – f/1.7 – Sony IMX858
  • 5x Zoom Kamera – 48 MP – f/2.8 – Sony IMX858
  • Frontkamera – 42 MP – f/2.2

Bei der Hauptkamera hat sich verglichen mit dem Pixel 8 Pro nichts verändert. Allerdings haben die sekundären Kameras wie auch die Frontkamera ein kleines bis größeres Upgrade erhalten.

Schauen wir uns direkt ein paar Bilder im Vergleich zum Apple iPhone 15 Pro Max, Samsung S24 Ultra und Pixel 7 Pro an.

Beginnen wir bei der Hauptkamera.

Google Pixel 9 Pro XL
Samsung Galaxy S24 Ultra
Google Pixel 7 Pro
Apple iPhone 15 Pro Max
Google Pixel 9 Pro XL
Samsung Galaxy S24 Ultra
Google Pixel 7 Pro
Apple iPhone 15 Pro Max
Google Pixel 9 Pro XL
Samsung Galaxy S24 Ultra
Google Pixel 7 Pro
Apple iPhone 15 Pro Max
Google Pixel 9 Pro XL
Samsung Galaxy S24 Ultra
Google Pixel 7 Pro
Apple iPhone 15 Pro Max

Mittlerweile sind die ganzen High-End-Smartphones recht dicht beieinander gerückt, was die Kameraqualität angeht. Entsprechend sticht das Pixel 9 Pro XL auch nicht mehr ganz so sehr heraus, wie es früher der Fall war.

Allerdings gefallen mir die Bilder des Pixel 9 Pro XL immer noch tendenziell am besten! Spannenderweise produziert das Pixel 9 Pro XL die natürlichsten Aufnahmen.

Die Aufnahmen des Samsung Galaxy S24 Ultra sind ein Stück heller und bunter, aber teils etwas übertrieben. Das iPhone hingegen produziert recht flache Bilder, die für mich oft etwas „über-bearbeitet“ aussehen.

Das Pixel 9 Pro XL setzt sich hier in die Mitte. Farben sind gut und kräftig, Kontraste ordentlich und die Dynamik „natürlich“. Dabei ist das Pixel 9 Pro XL ist am sichersten von allen Smartphones.

Gerade das iPhone kann ab und an mal bei Weißabgleich etwas daneben liegen und auch das S24 Ultra ist auch nicht immer ganz gleichmäßig.

Das Pixel 9 Pro XL hingegen ist sehr gut darin, einfach immer ein sehr gutes Bild zu erzielen. Gibt es Situationen, wo mir die Aufnahmen gerade des S24 Ultra besser gefallen haben? Ja klar, aber tendenziell hat das Pixel 9 Pro XL im Schnitt die Nase leicht vorne.

Verglichen mit dem Pixel 7 Pro sehen wir einen sehr ähnlichen Bildstyle, tendenziell sind die Aufnahmen des Pixel 9 Pro XL aber etwas kräftiger.

Wie steht es aber um die zusätzlichen Kameras?

Google Pixel 9 Pro XL
Samsung Galaxy S24 Ultra
Google Pixel 7 Pro
Apple iPhone 15 Pro Max
Google Pixel 9 Pro XL
Samsung Galaxy S24 Ultra
Google Pixel 7 Pro
Apple iPhone 15 Pro Max

Die Weitwinkelkamera hat gerade verglichen mit dem Pixel 7 Pro einen guten Sprung gemacht und liefert generell eine sehr hohe Qualität. Tendenziell gefällt mir die Weitwinkelkamera des S24 Ultra noch etwas besser, aber dieses ist zugegeben auch nicht ganz so weitwinkelig, wie die der anderen.

Google Pixel 9 Pro XL
Samsung Galaxy S24 Ultra
Google Pixel 7 Pro
Apple iPhone 15 Pro Max
Google Pixel 9 Pro XL
Samsung Galaxy S24 Ultra
Google Pixel 7 Pro
Apple iPhone 15 Pro Max

Ähnliches gilt auch für den Zoom. Das Pixel 9 Pro XL hat eine sehr gute Zoom-Kamera, welche klar besser ist als noch beim Pixel 7 Pro und +- auf dem Level wie beim iPhone 15 Pro Max, aber etwas schwächer ist als beim Samsung S24 Ultra.

Unterm Strich bin ich aber sehr zufrieden mit der Kamera des Google Pixel 9 Pro XL. Diese ist weiterhin das Highlight an diesem Smartphone! Vor allem wie zuverlässig die Kamera in allen Situationen gute Aufnahmen produziert, ist herausragend.

Allerdings denke ich, dass gerade das S24 Ultra eine hervorragende Alternative ist, gerade wenn dir die sekundären Kameras wichtig sind.

 

Leistung des Pixel 9 Pro XL

Google setzt beim Pixel 9 Pro XL erneut auf seinen eigenen Google Tensor G4 SoC. Dieser verfügt über 1 + 3 + 4 Kerne und 16 GB RAM. Gerade letzteres ist recht großzügig.

An sich ist der Google Tensor G4 kein schlechter Chip. Aber realistisch betrachtet, ist das Google Pixel 9 Pro XL von der Leistung her das derzeit schwächste High-End-Smartphone.

Sowohl das iPhone 15 Pro Max mit seinem Apple A17 wie auch das S24 Ultra mit dem Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 sind in sämtlichen Tests ein gutes Stück schneller.

Die andere Frage ist aber, ob du dies in der Praxis merkst. Hier ist die Antwort zumindest bei mir nein. Das Pixel 9 Pro XL läuft absolut butterweich, Apps werden schnell geladen und auch das Nachladen von Medien, wie auch das Versenden und Bearbeiten von Fotos und Videos geht flott von der Hand.

Was den Alltag angeht, spüre ich zwischen dem S24 Ultra und dem Pixel 9 Pro XL kaum einen Unterschied.

Wo es Unterschiede geben kann, ist lediglich bei Dingen wie extrem aufwändigen Spielen. Gerade die Grafikkarte des Tensor G4 SoC scheint recht schwach zu sein. Gerade in Spielen à la Genshin Impact ist doch ein Unterschied zum S24 Ultra zu spüren.

Auch Genshin Impact, welches eins der aufwendigsten Spiele für Android ist, läuft natürlich auf dem Pixel. Aber dennoch ist dieses kein Gaming-Smartphone.

 

KI-Kram

Google hat bei der Vorstellung des Pixel 9 Pro XL viel über KI geredet. Hier habe ich aber offen gesagt das gleiche Problem wie schon beim Samsung S24 Ultra, ich merke in der Praxis von der KI nicht viel.

Klar, du kannst recht gut Bilder retuschieren (Objekte aus Bildern entfernen), du kannst Google Gemini Fragen stellen, lustige Dinge mit der Kamera machen wie mehrere Personen auf einem Bild kombinieren usw.

Aber all das wirkt weiterhin auf mich wie Gimmicks. Alles ist soweit nett, aber nichts davon würde sich nicht auch über 3.-Anbieter-Apps auf jedem x-beliebigen Smartphone erledigen lassen.

Vielleicht bin ich auch nicht der richtige Nutzer für so etwas. Ich nutze die Photoshop-KI bei der Bildbearbeitung und ganz gerne mal ChatGPT zur Rechtschreibkorrektur.

Aber all dies ist für mich nichts „Essentielles“, was ich täglich auf meinem Smartphone brauche.

Von daher, ja, das, was Google beim Pixel 9 Pro XL verspricht bezüglich der KI, funktioniert an sich, aber für mich ist dies nicht viel mehr als ein Software-Feature, das zu 90 % eh an der Google Cloud hängt.

 

Eine bessere Akkulaufzeit

Die Google Pixel Smartphones zeichneten sich bei mir nie durch eine besonders gute Akkulaufzeit aus.

Allerdings seit dem Pixel 6 Pro konnte ich hier einen Aufwärtstrend beobachten. Dieser setzt sich auch mit dem Pixel 9 Pro XL fort. So verfügt das Pixel über einen 5060 mAh großen Akku, was für diese Klasse an Smartphone „passt“.

Im Alltag schaffe ich mit dem Pixel 9 Pro XL locker einen Tag. Ein zweiter Tag ist aber vermutlich nicht mehr drin.

Praktisch ist damit das Pixel 9 Pro XL beim Akku etwas schlechter als das S24 Ultra, aber ich denke, die Akkulaufzeit ist solide.

 

Ein sehr stolzer Preis

Google schiebt seine Pixel-Smartphones zunehmend in die „Premium“-Kategorie, was wir vor allem am Preis sehen.

  • Google Pixel 9: ab 899 Euro
  • Google Pixel 9 Pro: ab 1.099 Euro
  • Google Pixel 9 Pro XL: ab 1.199 Euro
  • Google Pixel 9 Pro Fold: ab 1.899 Euro

Ein Startpreis von 1199 € beim Pixel 9 Pro XL ist saftig! Damit ist es derzeit teurer als das Samsung S24 Ultra, welches wie alle Samsung-Smartphones einen recht großen Preisverfall hat.

Idealo bietet in seinem Magazin hier immer eine recht interessante Prognose an.

Quelle: Idealo Preisprognose

Es wäre ein Preisverfall von ca. 23 % nach 5 Monaten zu erwarten, womit sich das Pixel etwas preisstabiler als das S24 Ultra zeigt (ca. 30 % nach 5 Monaten).

 

Fazit

Das Pixel 9 Pro XL ist ein sehr gutes Smartphone! Wir haben ein fantastisches Display und die vermutlich beste Fotokamera, die du derzeit bei einem Smartphone finden kannst. Aber der Preis ist das Problem.

Das Google Pixel 9 Pro XL kostet derzeit rund 1200 € (mit 256 GB), was mehr ist als das Samsung Galaxy S24 Ultra und +- genauso viel ist wie das iPhone 15 Pro Max. Und hier fällt es mir einfach schwer, zum Pixel zu raten.

So ist die Kamera immer noch der größte Pluspunkt der Pixel-Serie. Zwar nutzt Google tonnenweise KI-Kram im Hintergrund, aber in der Praxis liefert das Pixel 9 Pro XL die besten und auch recht natürliche Bilder. Auch Farben usw. sind konstant sehr gut. Du kannst dich einfach auf die Kamera des Pixel verlassen, mehr noch als beim iPhone 15 Pro Max oder S24 Ultra.

Allerdings sind hier praktisch die Unterschiede auch nicht mehr gewaltig. Hier und da produzieren diese auch mal bessere Bilder als das Pixel, aber im Schnitt hat dieses leicht die Nase vorne, dank der sehr konstanten Qualität.

Auch beim Display hat das Pixel knapp die Nase vorne. Aber dann wird es schon dünner.

Gerade was die reine Rechenleistung des Prozessors angeht, ist das Pixel klar das schwächste der 3. Auch beim Akku liefert es zwar gut ab, aber nicht so gut wie das S24 Ultra oder iPhone.

Und der ganze KI-Kram ist hier für mich einfach nicht genug oder relevant genug, um den gehobenen Preis zu rechtfertigen.

Kurzum, sagst du, du willst das pure Google-Erlebnis und die zuverlässigste Kamera auf dem Markt, dann greif zu. Aber neutral betrachtet würde ich vermutlich eher zum S24 Ultra greifen, sofern das Pixel 9 Pro XL nicht etwas im Preis fällt. Eventuell wäre das kaum schlechtere Pixel 8 Pro zum halben Preis auch eine sehr sinnvolle Alternative.

Google Pixel 9 Pro XL
Positiv
Herausragende Kamera: Liefert zuverlässig hervorragende, natürliche Bilder in fast allen Situationen
Fantastisches Display: Sehr hell, scharf und farbenfroh, ideal für den Außeneinsatz
Solide Akkulaufzeit: Hält locker einen Tag durch, auch bei intensiver Nutzung
Pure Google-Erfahrung: Saubere Software, schnelle Updates und Zugriff auf neueste KI-Funktionen
Gute Lautsprecher: Lautsprecher auf dem Level anderer Flaggschiff Smartphones
Negativ
Hoher Preis
Leistung schwächer als Konkurrenz: Tensor G4 SoC fällt bei anspruchsvollen Aufgaben hinter Apple und Qualcomm zurück.
Design wenig innovativ: Haptik und Aussehen solide, aber ohne besondere Highlights, großer Kamerabalken polarisiert
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Victron Energy Smart Battery Protect 100A im Test: Bluetooth-Batterieschutz für LiFePO4 und Blei-Gel

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Zwar verfügen fast alle LiFePO4-Akkus über einen integrierten Batterieschutz, aber dieser greift gerade beim Tiefenentladen oftmals sehr spät.

Doch was, wenn du möchtest, dass dieser Schutz etwas früher greift? Für diesen Zweck bietet Victron Energy sein Smart Battery Protect Modul an. Dieses soll deinen Akku sowohl vor dem Tiefenentladen schützen, sei es bei klassischen Blei-Gel-Akkus als auch bei Lithium-basierten Modellen.

In diesem kurzen Artikel schauen wir uns an, was das Victron Energy Smart Battery Protect so alles kann und was nicht.

 

Das Victron Energy Smart Battery Protect Modul

Victron Energy bietet sein Smart Battery Protect Modul in drei Versionen an: mit bis zu 65 A, 100 A und 200 A. Ich habe hier die Version mit bis zu 100 A.

Bei dem Victron Energy Smart Battery Protect Modul handelt es sich um eine kleine blaue Kunststoff-Box.
Diese verfügt in der 100 A-Version über zwei M8-Gewinde sowie einen Header, über den das Modul mit dem Minuspol verbunden wird. Zudem gibt es eine Status-LED und ein Display.

 

Integriertes Bluetooth

Die „Smarte“ Version des Battery Protect Moduls verfügt über ein integriertes Bluetooth-Modul.

Dieses erlaubt eine Verbindung zur Victron Energy App, welche einige erweiterte Einstellungen und Funktionen bietet.

 

Was kann das Victron Energy Smart Battery Protect Modul?

Was kann nun das Victron Energy Smart Battery Protect Modul überhaupt? An sich relativ wenig.
Es kann die Verbindung zwischen den beiden M8-Schrauben automatisch unterbrechen, wenn die Spannung unter einen gewissen Wert fällt, bzw. die Verbindung wiederherstellen, wenn die Spannung über einen gewissen Wert ansteigt.

Wie hoch diese Spannungen für das Trennen und Wiederherstellen der Verbindung – und somit das Unterbrechen und Wiederherstellen des Entladens – sein sollen, kannst du über die Victron Energy App einstellen.
Über die App kannst du die aktuelle Spannung sehen und auch manuell die Verbindung unterbrechen oder wiederherstellen.

Abseits davon bietet die App keine weiteren Informationen. Es gibt keine Leistungsinformationen oder Historie, was ich etwas schade finde. Gerade zu sehen, wie viel Leistung gerade aus der Batterie geht, wäre eine spannende Information.

 

Kein Relais

Interessanterweise schaltet der Batterieschutz die Last nicht über ein Relais ein/aus, sondern über einen MOSFET-Schalter.
Dies hat Vor- und Nachteile. Relais sind mechanische Bauteile, entsprechend kann es hier durchaus zu Fehlfunktionen und Funkenbildung kommen, wenn große Lasten geschaltet werden.

MOSFETs haben dieses Problem nicht, sind aber empfindlicher gegenüber beispielsweise Überstrom oder Überspannung. Sollte es also zu einem Kurzschluss und Lasten von über 100 A kommen, wäre eine Beschädigung des Batterieschutzes nicht ausgeschlossen.

 

Spannungsbereich und Leerlaufverbrauch

Das Victron Energy Smart Battery Protect kann im Spannungsbereich von 6–35 V arbeiten. Der Leerlaufstromverbrauch ist dabei, wie beworben, extrem niedrig! Wir reden hier von deutlich unter 0,5 W – so wenig, dass meine Messgeräte Probleme hatten, den Verbrauch überhaupt aufzuzeichnen.

 

Fazit

Macht, was es soll, aber nicht viel mehr. So lautet das Fazit zum Victron Energy Smart Battery Protect.
Dieses Modul unterbricht die Verbindung zu einer Last, wenn eine von dir über die App eingestellte Spannung unterschritten wird, und stellt automatisch die Verbindung wieder her, wenn eine gewisse Spannung überschritten wird.
Dies funktioniert tadellos, und die Qualität von Victron Energy ist durchaus ordentlich!

Erwartest du jedoch Bonus-Funktionen wie eine Leistungsmessung, Logs usw., dann wirst du enttäuscht. Du kannst lediglich die aktuelle Spannung sehen und manuell ein-/ausschalten.

Fake vs. Original: Wie schlecht ist ein nachgebautes Samsung-Ladegerät?

Ich hatte vor, mir das Samsung EP-T4510 für einen Test auf Techtest.org zu kaufen. Wie jeder normale Mensch schaue ich in Preisvergleichen und bei Amazon nach einem möglichst günstigen Händler. So habe ich hier das EP-T4510 vom Händler YCC FRANCE (Versand durch Amazon) für rund 22€ gefunden und bestellt. Nach Erhalt sind allerdings bei mir ein paar Alarmglocken angegangen, und ich habe mir ein weiteres EP-T4510 von einem seriösen Händler Voelkner (über Amazon) bestellt. Und siehe da, die beiden Ladegeräte unterscheiden sich deutlich!

Daher wollte ich diese Gelegenheit für einen kleinen „Fake vs. Original“ Artikel nutzen. Wollen wir uns einfach mal ansehen, ob ein nachgemachtes Samsung-Ladegerät wirklich so viel schlechter oder überhaupt schlechter ist als ein originales Ladegerät!

 

Original vs. Fake: Woran habe ich es erkannt?

Woran kannst du erkennen, ob du ein Fake-Ladegerät erwischt hast? Dies kann gar nicht so einfach sein, aber bei mir gab es schon ein paar Auffälligkeiten.

 

Die Verpackung

Das nachgemachte Ladegerät wurde einfach mit dem Ladekabel in einer Plastiktüte geliefert. Das Original hatte eine reguläre Samsung-Verpackung.

Nur weil ein Ladegerät „ohne“ Verpackung geliefert wird, muss dies nicht zwingend bedeuten, dass es ein Nachbau ist, ist aber schon ein deutliches Indiz.

 

Das Gewicht

Bei diesem Punkt sind bei mir dann alle Alarmglocken angegangen. Das „Fake“ Samsung EP-T4510 war viel zu leicht!

  • Fake: 62,6g
  • Original: 106,4g

Dafür war auch keine Waage notwendig, es war direkt zu fühlen, dass das Gehäuse des Ladegeräts zu großen Teilen leer war. Ein niedriges Gewicht muss nicht zwingend etwas Schlechtes sein, aber Ladegeräte von Samsung, Apple, Google usw. sind in der Regel relativ „massiv“ gebaut. Zudem passte hier einfach das niedrige Gewicht nicht zu den ansonsten doch etwas größeren Abmessungen.

 

Die Verarbeitungsqualität

Der letzte „einfach“ zu erkennende Punkt wäre die Verarbeitungsqualität. Generell war der Druck auf der Rückseite des Ladegeräts auch beim „Fake“ durchaus überzeugend.

Links original, Rechts Fake

Aber es gab am Gehäuse ein paar sichtbare Press-Stellen, die bei einem Premium-Ladegerät eher nicht zu erwarten wären.

 

Generelle Technik des EP-T4510

Beim EP-T4510 handelt es sich prinzipiell um ein recht einfaches 45-W-USB-C-Ladegerät mit genau einem Port.

  • USB-C: 45 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/2,25A

Dieses Ladegerät setzt dabei auf den normalen USB Power Delivery Standard, womit es nicht nur für die diversen Samsung-Smartphones, sondern auch für Konkurrenzmodelle wie die Apple iPhones, Google Pixel usw. interessant ist.

Links original, Rechts Fake

Zudem besitzt es aber einen recht umfangreichen Support für den PPS-Standard, was hier die große Besonderheit ist und das Ladegerät interessant macht.

  • 3,3 – 11 V / 5A
  • 3,3 – 16 V / 3 A
  • 3,3 – 21 V / 2,2 A

So haben wir hier eine generell fantastische Abdeckung des PPS-Standards für ein 45-W-Ladegerät. Erfreulicherweise kann ich hier aber vermelden, dass auch der Nachbau diese Leistungsstufen unterstützt! Prinzipiell kann also der Nachbau die gleiche Leistung liefern wie das Original!

 

Nicht standardkonform

Allerdings enden damit die positiven Nachrichten. Denn es gab direkt eine Überraschung: USB-Power-Delivery-Ladegeräte sollten nach dem Standard „kalt“ sein. Das heißt, die USB-C-Ports sollen keine Spannung/Leistung ausgeben, wenn diese im Leerlauf sind und kein Endgerät angeschlossen ist. Dies steht im Gegensatz zu USB-A-Ports, welche „hot“ waren, also immer Spannung ausgegeben haben. Der USB-C-Port des EP-T4510 ist nun auch „hot“! Das heißt, hier liegt immer eine Spannung von 5 V an den jeweiligen Kontakten an. Dies ist nach meinem Wissen nicht standardkonform, auch wenn es in der Praxis vermutlich kein Drama ist.

 

Sehr starke Spannungsschwankungen (Ripple)

Ein weiterer Punkt, bei dem sich das Fake vom Original unterscheidet, ist die Spannungsstabilität bzw. Ripple. Wenn von deinem USB-Ladegerät 5 V gefordert wird, sollte dieses auch möglichst konstant 5 V ausgeben. Teilweise geben USB-Ladegeräte auch etwas mehr oder weniger als 5 V aus, was auch in einem gewissen Rahmen okay ist. Selbiges gilt für die 9 V, 15 V und 20 V Stufe.

Leider hatte der Nachbau massiv mit Ripple zu kämpfen, also Spannungsschwankungen im Millisekunden-Takt.

Du kannst sehen, dass auch das originale Samsung-Ladegerät keine „perfekte“ glatte Spannung besitzt. Aber die Ausschläge beim Nachbau sind signifikant größer! Wir sprechen hier über 2-3x stärkere Ausschläge und entsprechende Spannungsspitzen. Bei der 5-V-Stufe schwankte die Spannung um bis zu 0,320 V, was ziemlich extrem ist! Dies kann auch durchaus der Ladeelektronik eines Smartphones schaden.

 

Der Nachbau schreit!

Der Nachbau des EP-T4510 zeigte im Test ein sehr deutliches Spulenfiepen. Dieses veränderte sich auch mit zunehmender Last. Das Ladegerät klingt fast schon, als würde es schreien.

 

Deutliche Unterschiede bei der Effizienz

Wenig überraschend sehen wir deutliche Unterschiede zwischen Original und Fake auch bei der Effizienz.

So schwankte die Effizienz des „Nachbau“/Fakes zwischen 80 % und 85 %. Die Effizienz des originalen Samsung-Ladegeräts hingegen lag bei 84 % bis 91 %. Dies ist schon ein sehr deutlicher Unterschied.

 

Ein heißes Ladegerät! (doppelte Abwärme)

Eine hohe Effizienz ist nicht nur generell für den Stromverbrauch wichtig, sondern auch für den Faktor Hitzeentwicklung. So produziert das Samsung EP-T4510 unter Vollast eine Abwärme von rechnerisch ± 4 W. Der Nachbau hingegen von 8,5 W. Wir haben hier beim Fake-Ladegerät also die doppelte Abwärme. Was bedeutet dies in der Praxis?

Bereits nach rund 10 Minuten 45 W Volllast schaltete sich das Fake-Ladegerät kurz ab, wegen Übertemperatur. Bei einem Blick auf die Wärmebildkamera sehen wir auch warum.

So erreichte das Äußere bereits nach so kurzer Zeit fast 90 Grad! Aber es gibt noch ein anderes Problem. Viele Marken-Ladegeräte haben auch bei konstanter Volllast Temperaturprobleme und drosseln sich. Die Betonung liegt auf Drosseln! Das heißt, es würde beispielsweise nur noch 30 W anstelle von 45 W angeboten. Dies macht das Fake nicht. Es geht kurz aus (für 1 Sekunde) und bietet direkt wieder 45 W an, um dann nach noch kürzerer Zeit wieder auszugehen, um erneut nur kurz zu resetten usw. Schließt du ein High-Power-Gerät an das Ladegerät an, wird dieses immer wieder ein/ausgeschaltet, was nicht gut ist, und dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Ladegerät den Geist aufgibt.

 

Fazit: Kaufe keine Nachbauten!

Dieser Test hat mich etwas überrascht. Mittlerweile haben auch die kleineren Ladegeräte-Hersteller eigentlich die Qualität ihrer Produkte im Griff. Du bekommst also für echt wenig Geld schon Ladegeräte, die taugen. Allerdings wurde sich beim Nachbau bzw. „Fake“ des Samsung EP-T4510 0 Mühe gegeben! Es ist wirklich einfach nur billig gebaut.

Links original, Rechts Fake

Wir haben eine extrem instabile Spannung/Ripple, es wird sich nicht zu 100 % an den Standard gehalten, das Ladegerät wird extrem heiß in kürzester Zeit und generell halte ich dieses Ladegerät für gefährlich. Spannenderweise ist das Ladegerät aber durchaus in der Lage, die gleiche Leistung wie das Original zu liefern, sodass es auf den ersten Blick vielleicht gar nicht auffällt, dass es ein Nachbau ist. Allerdings: Technisch ist es absoluter Schrott! Du fährst mit fast jedem „normalen“ Drittanbieter-Ladegerät besser als mit solch einem Nachbau.

Zum originalen Samsung EP-T4510: Dies ist ein tadelloses Ladegerät. Es ist allerdings leider schwer im Vorhinein zu erkennen, ob du hier gerade ein günstiges Angebot für das Samsung EP-T4510 vor dir hast oder ob du vielleicht einen Nachbau geliefert bekommst.

Xtorm Nova Pro: 20.000 mAh und 100W Ausgangsleistung – Alle Details im Test

Der niederländische Hersteller Xtorm bietet mit der Nova Pro eine auf den ersten Blick sehr spannende Powerbank an. So haben wir hier ein sehr schickes und kompaktes Modell mit 20.000 mAh Kapazität und einer Ausgangsleistung von bis zu 130 W!

Dabei haben wir ein Metallgehäuse und auch ein Display, welches Leistungswerte anzeigt! Wollen wir uns die Xtorm Nova Pro Power Bank doch einmal im Test ansehen. An dieser Stelle vielen Dank an Xtorm für das Zurverfügungstellen der Nova Pro für diesen Test.

 

Die Xtorm Nova Pro Power Bank im Test

Der erste Eindruck der Xtorm Nova Pro ist extrem positiv! So setzt die Powerbank auf ein Metallgehäuse, das sehr hochwertig verarbeitet ist, ohne Ecken oder Kanten. Lediglich das Front- und Endstück bestehen aus Kunststoff.

Durch die Mischung aus hoher maximaler Leistung von bis zu 130 W und dem Metallgehäuse ist die Xtorm Nova Pro natürlich etwas schwerer. So bringt die Powerbank 494 g auf die Waage. Sicherlich für ein Modell dieser Klasse nicht „extrem“ viel, aber auch nicht wenig. Mit den Abmessungen von 152 x 30,5 x 66,5 mm bin ich sehr zufrieden bei einer Powerbank dieser Klasse.

Kurzum, der erste Eindruck dieser Powerbank ist positiv, wenn nicht sogar sehr positiv!

 

Anschlüsse der Xtorm Nova Pro

Die Xtorm Nova Pro besitzt auf beiden Seiten Anschlüsse. So haben wir insgesamt 2x USB-C und 1x USB-A, optimal aus meiner Sicht.

  • 1x USB-C100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • 1x USB-C60 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3A
  • 1x USB-A30 W Quick Charge, AFC, FCP, SCP (20 W)

Wir haben zunächst einen mächtigen 100 W USB-C Port. Damit ist die Powerbank theoretisch leistungsstark genug auch für große Geräte wie Notebooks und Tablets. Natürlich kann die Powerbank auch problemlos für Smartphones usw. eingesetzt werden.

Neben dem 100 W Port haben wir noch einen 60 W Port nach dem USB PD-Standard und den 30 W USB-A Port. Letzterer unterstützt Quick Charge sowie AFC, FCP und SCP. Beide USB-C Ports können genutzt werden, um die Powerbank mit bis zu 60 W zu laden.

 

Display der Xtorm Nova Pro

Die Xtorm Nova Pro besitzt ein kleines LCD-Farbdisplay, welches dir einige erweiterte Informationen anzeigt:

  • Akkustand in %
  • Eingangsleistung in Watt
  • Ausgangsleistung in Watt
  • Verbleibende Lade- bzw. Entladedauer

Das Display sieht sehr schick aus, und die erweiterten Informationen können in vielen Situationen sehr praktisch sein, gerade dann, wenn du versuchst, irgendwelchen Problemen im Zusammenhang mit dem Laden auf die Schliche zu kommen.

 

Mit PPS, bis zu 3A

Die Xtorm Nova Pro unterstützt auch den optionalen PPS-Standard. PPS steht für Programmable Power Supply. Der normale USB Power Delivery Standard bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich das Smartphone eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es deinem Smartphone nun, innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone, es wäre ideal, mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS-Ladegerät diese 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23/S24-Serie benötigen PPS, um das volle Ladetempo zu erreichen.

Wie groß ist nun die PPS Range?

  • 3,3 – 11 V bei bis zu 3 A
  • 3,3 – 21 V bei bis zu 3 A

Beide USB-C Ports haben die gleiche PPS-Range mit maximal 3,3 – 21 V bei bis zu 3 A. An sich ist es gut, dass die PPS-Range bis 21 V hoch geht, was die maximale Spannung ist, die via PPS möglich ist. Allerdings geht die Leistung selbst am 100 W Port nur bis 3 A hoch. Dies limitiert beispielsweise das Ladetempo in Kombination mit dem S24 Ultra auf +- 30 W. Für die vollen 45 W wäre eine PPS-Stufe mit bis zu 5 A nötig, welche eigentlich bei einer Powerbank dieser Klasse zu erwarten wäre.

 

Konstante 100 W Leistung?

Leider können sehr viele „High-End“-Powerbanks nicht konstant 100 W oder 140 W liefern. Das heißt, sie drosseln sich nach einer Weile Volllast auf eine niedrigere Leistung herunter. Oftmals liegt dies einfach an der Hitzeentwicklung. Genau genommen ist dies ein Problem der meisten Powerbanks der 100 W / 140 W Klasse. Wie steht es hier um die Xtorm Nova Pro?

Auch diese kann nicht konstant 100 W liefern. Bei mir im Test schaffte sie es bis zu einem Ladestand von ca. 30 % 100 W zu liefern, dann drosselte sie sich auf 65 W herunter. Nicht optimal, aber soweit okay für eine vergleichsweise kompakte 100 W Powerbank.

 

Die Kapazität der Xtorm Nova Pro

Laut Hersteller hat die Nova Pro eine Kapazität von 20.000 mAh bzw. 72 Wh. Ich messe die Kapazität von Powerbanks mithilfe einer elektronischen Last, welche mir das konstante Entladen und Mitschreiben der entladenen Energie erlaubt.

Wh mAh %
5V/1A 55.237 14929 75%
9V/1A 59.107 15975 80%
9V/3A 59.568 16099 80%
20V/1A 60.437 16334 82%
20V/3A 60.008 16218 81%

 

Im Test schwankte die Kapazität der Xtorm Nova Pro zwischen 14.929 mAh und 16.334 mAh. Dies entspricht einer Kapazität zwischen 75 % und 82 % der Herstellerangabe, was „okay“ ist.

Info: Bei Powerbanks bezieht sich die Kapazitätsangabe immer auf die Kapazität der internen Akkuzellen, jedoch ist das Entladen nicht zu 100 % effizient. Stets gibt es Verluste durch Wärme aufgrund interner Prozesse wie Spannungswandlungen. Dies trifft insbesondere auf die Nutzung von Quick Charge, USB PD und anderen Schnellladestandards zu. Eine nutzbare Kapazität von 80-90 % wird als „gut“ angesehen. Werte über 90 % sind selten, während unter 80 % als ungewöhnlich gilt. Zudem lädt auch euer Smartphone nicht zu 100 % effizient. Beispielsweise benötigt ein Smartphone mit einem 4000 mAh Akku ca. 4800 mAh, um vollständig aufgeladen zu werden. Dies variiert jedoch je nach Modell und Ladeart.

 

Für welche Geräte geeignet?

Dank der Ausgangsleistung von bis zu 100 W nach dem USB Power Delivery Standard ist die Xtorm Nova Pro grundsätzlich für so ziemlich alle Geräte gut geeignet, egal ob iPhone, iPad, Google Pixel, Nintendo Switch oder größere Notebooks. Dennoch würde ich die Powerbank primär für „mittelgroße“ Geräte empfehlen, also beispielsweise die diversen iPads, 13-Zoll-Notebooks usw.

Hierzu passt die Leistung der Powerbank und vor allem auch die Kapazität am besten. Dabei ist die Powerbank besonders für Apple-Geräte gut geeignet. Prinzipiell ist die Powerbank auch super für Samsung-Geräte, aber hier kann das Ladetempo auf +- 30 W limitiert sein, aufgrund der PPS-Range, die bis 3 A geht.

 

Ladedauer

Wenn die Xtorm Nova Pro Power Bank leer ist, wie lange dauert das Wiederaufladen? Laut Hersteller kann die Powerbank mit bis zu 60 W geladen werden.

Im Test sehen wir zwar eine kleine Spitze auf bis zu 100 W, aber generell scheint wirklich das Maximum rund 60 W zu sein. Allerdings können wir auch sehen, dass die Powerbank nur kurz mit 60 W laden kann. Sie drosselt sich beim Laden auf bis zu +- 30 W herunter, vermutlich aus Temperaturgründen.

Dennoch dauert eine vollständige Ladung mit rund 2 Stunden nicht übermäßig lang.

 

Fazit

Es gibt an der Xtorm Nova Pro viel zu mögen, aber auch einige Kritikpunkte. Positiv ist ganz klar das hochwertige Design und die generell hohe Ausgangsleistung. So ist die Nova Pro sogar relativ kompakt und handlich für eine Powerbank mit 100 W Ausgangsleistung. Auch das tolle Display ist ohne Frage ein Pluspunkt.

Bei der Ladedauer bin ich wieder etwas hin- und hergerissen. So braucht die Powerbank für eine 0 % auf 100 % Ladung rund 2 Stunden, was aus meiner Sicht ausreichend flott für eine Powerbank dieser Klasse ist. Allerdings konnten wir hier auch sehen, dass die Powerbank gerade beim Aufladen etwas unter Temperaturproblemen leidet. Wären diese nicht, würde die Powerbank nochmals um einiges schneller laden.

Auch beim Entladen mit konstant 100 W kann es passieren, dass sie sich auf 65 W herunterdrosselt, was allerdings bei mir vergleichsweise spät passierte, weshalb ich dies nicht als zu problematisch einstufen will.

Etwas schade ist die limitierte PPS-Range, die „nur“ bis 3 A geht, was das Ladetempo im Zusammenspiel mit Samsung-Smartphones auf +- 30 W limitiert.

Dennoch, wenn du eine schicke und kompakte Powerbank mit 100 W Ausgangsleistung suchst, ist die Xtorm Nova Pro eine gute Wahl, auch wenn der Preis mit +- 100 € etwas gehoben ist.

 

Xtorm Nova Pro
Positiv
Hohe Ausgangsleistung: Bis zu 100 W USB-C Power Delivery
Kompaktes und hochwertiges Design: Robustes Metallgehäuse
LCD-Farbdisplay: Zeigt nützliche Informationen wie Akkustand, Eingangs- und Ausgangsleistung sowie verbleibende Lade- oder Entladedauer
Unterstützung für PPS
Vielseitige Anschlüsse: Zwei USB-C-Ports und ein USB-A-Port
Negativ
PPS Range limitiert: Die PPS-Range geht „nur“ bis 3 A, was das Ladetempo bei einigen Geräten wie Samsung-Smartphones auf etwa 30 W beschränkt
Leistungseinbruch bei längerer Nutzung: Die Powerbank drosselt die Leistung bei intensiver Nutzung, z. B. bei 100 W Ausgangsleistung, auf etwa 65 W herunter aus Temperaturgründen
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Anker Prime 250W USB-C Ladegerät Test 2024: Alles über Leistung, PPS-Stufe und Effizienz

Mit dem Prime 250 W hat Anker ein neues High-End-USB-Ladegerät auf den Markt gebracht. Dieses sieht auf den ersten Blick auch absolut fantastisch aus! Das Anker Prime Ladegerät bietet nicht nur bis zu 250 W Leistung über 6 Ports verteilt, sondern auch ein LCD-Display mit weiteren Informationen und WLAN!

Ja, richtig, im Anker Prime 250W Ladegerät ist WLAN und auch Bluetooth integriert für einen App-Support. Für dieses Ladegerät möchte Anker rund 160 € haben. Ein stolzer Preis, der jedoch unter Umständen auch angemessen ist, sofern das Anker Prime 250W USB-C Ladegerät wirklich so gut ist, wie es auf den ersten Blick aussieht. Finden wir genau dies im Test heraus!

 

Das Anker Prime 250W USB-C Ladegerät im Test

Bei dem Anker Prime 250W USB-C Ladegerät handelt es sich um ein USB-Ladegerät im Desktop-Stil. Dieses wird über ein C8-Netzkabel mit der Steckdose verbunden und kann frei auf einem Tisch positioniert werden.

Das Ladegerät ist relativ schwer (640 g) und mit Gummi-Füßen ausgestattet, wodurch es nicht groß hin und her rutscht. Auch die generelle Verarbeitungsqualität ist hochwertig und das Design schon recht einzigartig. Auf der Front des Ladegeräts befinden sich 4 USB-C-Ports sowie eine schwarze Hochglanz-Oberfläche.

Unter dieser ist das Display des Ladegeräts untergebracht. Um das Display zu steuern, gibt es am rechten Rand ein kleines Drehrad sowie zwei weitere USB-A-Ports. 4x USB-C und 2x USB-A sind aus meiner Sicht ziemlich optimal!

 

Anschlüsse des Prime 250W Ladegeräts

Das Prime 250W verfügt über 4x USB-C und 2x USB-A.

  • USB-C 1 – 140 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB-C 2/3/4 – 100 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-A – 22,5 W Super Charge, 22W UFCS, 18W QC3.0 – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A

Der primäre USB-C-Port bietet bis zu 140 W nach dem USB Power Delivery 3.1 Standard. Entsprechend unterstützt dieser die noch recht neue 28 V Spannungsstufe und ist somit ideal auch für größere Notebooks.

Die anderen 3 USB-C-Ports bieten bis zu 100 W nach USB Power Delivery und sind somit prinzipiell auch sehr mächtig! Hinzu kommen die beiden USB-A-Ports mit Quick Charge und 22,5 W Super Charge.

 

Das Display und App-Support

Die Besonderheit des Anker Prime 250W USB-C Ladegeräts ist natürlich das Display. Dieses zeigt dir primär die aktuelle Ausgangsleistung der diversen Anschlüsse des Ladegeräts an, was ein sehr praktisches Feature ist!

Du kannst über dieses aber auch Einstellungen vornehmen. So ist es auch möglich, das Ladegerät mit deinem WLAN zu verbinden. Du kannst dann in der Anker App (Registrierung erforderlich) live die Daten der jeweiligen Anschlüsse sehen.

Zudem kannst du über die App auch die Anschlüsse einzeln ein-/ausschalten, einen Zeitplan dafür festlegen, einen Timer anlegen usw. Natürlich ist die WLAN-Funktion schon etwas ein Gimmick, aber sie kann durchaus einen Mehrwert bieten.

Verbindest du das Ladegerät mit dem WLAN, zeigt es im Übrigen im Standby die Uhrzeit und das Datum auf dem Display an. Die Genauigkeit des Displays und der angezeigten Werte ist sehr hoch.

 

Leistungsverteilung und Drosselung

Das Anker Prime Ladegerät hat eine maximale Leistung von bis zu 250 W. Allerdings haben wir allein bei den USB-C-Ports eine Gesamtleistung von 440 W. Entsprechend muss das Ladegerät seine Ports drosseln, wenn du mehr als zwei nutzt. Diese Drosselung kann automatisch geschehen, du kannst aber auch Ports über das Display priorisieren. Diese werden dann, wenn möglich, nicht heruntergedrosselt. Hast du beispielsweise zwei Notebooks, die du gleichzeitig mit voller Leistung laden möchtest.

 

Mit enttäuschender PPS-Stufe!

Alle USB-C-Ports des Anker Prime 250W USB-C Ladegeräts unterstützen natürlich die PPS-Erweiterung des USB Power Delivery Standards. PPS steht für „Programmable Power Supply“. Der herkömmliche USB Power Delivery Standard stellt deinem Smartphone mehrere feste Spannungsstufen zur Verfügung, typischerweise 5V, 9V, 15V und 20V. Dein Smartphone wählt daraus eine passende Stufe aus, um aufzuladen. Mit PPS kann dein Smartphone jedoch innerhalb eines bestimmten Bereichs, zum Beispiel 3,3-16V, eine exakte Spannung frei wählen. Sollte dein Smartphone der Meinung sein, dass 6,5V gerade optimal zum Laden sind, kann ein PPS-Ladegerät genau diese 6,5V bereitstellen.

Einige Smartphones, wie etwa die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23/S24-Serie, benötigen PPS, um die maximale Ladegeschwindigkeit zu erreichen. Ein S24 Ultra lädt beispielsweise an einem normalen USB PD-Ladegerät mit maximal etwa 25W, während es mit einem PPS-Ladegerät 45W erreichen kann. Sollte dein Smartphone PPS nicht unterstützen, wird diese Funktion einfach ignoriert und das Ladegerät wie ein normales USB PD-Ladegerät genutzt. Allerdings ist die PPS-Stufe hier für ein High-End-Ladegerät vergleichsweise klein. So bieten alle USB-C-Ports folgende PPS-Stufen:

  • 5 – 11 V bei bis zu 5 A

Damit kann das Ladegerät zwar beispielsweise die Samsung Ultra Smartphones mit bis zu 45 W laden, aber die Leistungsstufe geht nur bis 11 V. Für Samsung-Smartphones okay, aber beispielsweise für das neue Google Pixel 9 Pro oder auch einige exotischere Smartphones (wie die Moto-Smartphones) nicht optimal. Bei einem Ladegerät dieser Klasse würde ich eine größere PPS-Stufe mit bis zu 21 V erwarten! Für Samsung (und auch z.B. Apple) Smartphones ist das jedoch okay.

 

Mit AVS

Spannenderweise unterstützt der 140 W USB-C-Port den neuen AVS-Ladestandard.

  • 15 – 28 V / 140 W

Belastungstest nicht bestanden

Ich unterziehe alle Ladegeräte im Test einem Belastungstest. In diesem belaste ich ein Ladegerät über einen Zeitraum X mit 100% der beworbenen Last. Dies geschieht mithilfe von elektronischen Lasten. Im Falle des Anker Prime 250W USB-C Ladegeräts habe ich dieses mit 140 W + 100 W belastet, also sogar 10 W weniger als das theoretische Maximum. Leider hat das Ladegerät dies nicht durchgehalten! Nach nicht einmal einer Stunde hat sich dieses wegen zu hoher Temperatur gedrosselt. Das Prime kann rund 140 – 200 W konstant halten. Ich denke, dies reicht in der Praxis meist aus, auch wenn es natürlich schön gewesen wäre, wenn das Ladegerät konstant die vollen 250 W halten könnte.

 

Ripple, erfreulich gut!

Selbst die besten USB-Ladegeräte schaffen es nicht immer, eine absolut konstante und glatte Spannung zu liefern, Stichwort Ripple. Das bedeutet, es gibt kleinere Spannungsausschläge. In folgendem schauen wir uns die Spannung bei 5 V, 9 V und 20 V an, sowohl bei Leerlauf als auch bei 3 A Last. Die Diagramme, die du hier siehst, zeigen die Spannung über 2 Sekunden mit 1000 Messungen pro Sekunde.

Hier kann ich das Anker Prime 250W USB-C Ladegerät nur loben! Der Ripple ist nach meinen Messungen extrem gering und die Spannung ziemlich glatt. Zum Vergleich zeige ich dir hier auch einmal den Ripple eines „nachgebauten Samsung Ladegeräts“, welches schon einen Worst Case darstellt.

Hier bekommst du eine gute Referenz, wie glatt und „hochwertig“ die Spannung des Anker Prime Ladegeräts ist.

 

Generelle Spannungsstabilität

Werfen wir einen Blick auf die generelle Spannungsstabilität. Diese ist in der Praxis nicht ganz so relevant, sofern wir hier keine Ausreißer über die Grenzwerte haben.

Bei der 5 V-Stufe haben wir einen recht deutlichen Anstieg der Spannung, welcher für meinen Geschmack recht groß ist, aber natürlich auch in einem gewissen Rahmen den Spannungsabfall durch das Kabel ausgleicht. Bei 9 V und 20 V sieht alles soweit sauber aus. Hier wirst du beim Anker Prime 250W USB-C Ladegerät keine Probleme in der Praxis bekommen.

 

Für welche Geräte geeignet?

Für welche Hersteller und Geräte würde ich das Anker Prime 250W USB-C Ladegerät nun empfehlen? Generell kann das Ladegerät so ziemlich alle USB-C-Geräte auf dem Markt flott laden. Allerdings empfiehlt es sich besonders für die diversen Apple-Geräte und Samsung-Geräte.

Auf diese ist das Ladegerät gefühlt besonders optimiert, siehe die hohe Ausgangsleistung und die PPS-Stufe, welche letztere besonders für Samsung gewählt ist. Auch generell für Windows-Notebooks ist dieses sehr gut geeignet.

 

Leerlauf-Stromverbrauch

Aufgrund des Displays und auch der WLAN-Verbindung hat das Anker Prime 250W USB-C Ladegerät natürlich einen etwas höheren Leerlauf-Stromverbrauch. Dieser schwankt, je nachdem, ob das Display aktiv ist, wie hell es ist und ob du das Ladegerät mit dem WLAN verbunden hast. Rechne mit 1 W bis 1,7 W Leerlauf-Stromverbrauch.

 

Effizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Effizienz des Anker Prime 250W USB-C Ladegeräts.

Im Test schwankte die Effizienz zwischen 62,5 % und 91,5 %. Die 62,5 % bei niedriger Last sind natürlich eher schwach. Allerdings ist dies nicht überraschend. Durch das Display usw. hat das Ladegerät einfach recht viel Overhead und einen recht hohen Leerlauf-Stromverbrauch, was sich bei niedrigeren Lasten prozentual mehr auswirkt. Die 91,5 % sind wiederum okay. Vergleichen wir das einmal mit ein paar anderen High-End-Ladegeräten.

Hier können wir sehen, dass das Anker Prime 250W USB-C Ladegerät nicht der „König der Effizienz“ ist, aber gerade ab mittlerer Last passt die Effizienz.

 

Fazit zum Anker Prime 250W USB-C Ladegerät

Das Anker Prime 250W USB-C Ladegerät ist ein außergewöhnliches Ladegerät, an dem es sehr viel zu mögen, aber auch einige Dinge zu kritisieren gibt. Wir haben bis zu 250 W Leistung insgesamt und bis zu 140 W über einen USB-C-Port, super! Auch generell sind die Anschlüsse mit 4x USB-C und 2x USB-A gut gewählt.

Das Highlight ist aber sicherlich das Display und der App-Support und ja, dies kann ein absoluter Mehrwert sein. So kannst du jederzeit die Leistung pro Port sehen und auch bei der Nutzung mehrerer Ports einzelne priorisieren usw. Hinzu kommt die Möglichkeit, über die App das Ladegerät zu überwachen und zu steuern. Dabei scheint das Ladegerät technisch sauber umgesetzt zu sein, mit sehr wenig Ripple und dem normalen USB Power Delivery Standard, super! Aber ich habe auch zwei große Kritikpunkte. Der größte ist die PPS-Stufe. PPS wird immer wichtiger und von einem High-End-Ladegerät wie diesem erwarte ich eine PPS-Stufe mit 5-21 V bei bis zu 5 A. Allerdings liefert das Prime „nur“ 5 – 11 V bei bis zu 5 A.

Dies ist für die Samsung-Smartphones absolut passend, kann aber das Ladetempo in Kombination mit den neuen Google Pixel 9 Pro Modellen und auch einigen Moto oder Nothing Smartphones einschränken. Auch kann das Ladegerät nicht konstant 250 W liefern. Dies ist aus meiner Sicht kein allzu großes Drama, aber natürlich auch nicht perfekt. Unterm Strich kann ich dennoch das Anker Prime 250W USB-C Ladegerät mit gutem Gewissen empfehlen, vor allem, wenn du primär im Apple, Samsung und generellen „Windows-Notebook“ Ökosystem unterwegs bist.

Anker 65W 543 Ladegerät USB C Netzteil, 65W 4-Port PIQ 3.0 & GaN 45W...

  • Hohe Leistung und 140W USB C Port
  • Vielseitige Anschlüsse
  • Innovative Funktionen: LCD-Display, WLAN- und Bluetooth-Integration
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Geringer Ripple
  • Unterstützung für PPS: 5 – 11 V bei bis zu 5 A
  • Unterstützung für AVS
  • PPS-Stufe begrenzt: Nur 5 – 11 V
  • Nicht konstant 250 W
  • Höherer Leerlauf-Stromverbrauch: 1 W bis 1,7 W

Alternativen: An dieser Stelle möchte ich auch zwei Alternativen nennen. Zum einen das 4Smarts Desk Charger Lucid GaN 210W und zum anderen das ACEFAST Z4. Beide Ladegeräte haben mehr als 200 W, bieten auch ein Display mit Leistungswerten, haben größere PPS-Stufen und sind generell gute Ladegeräte.

 

 

Anker Prime 250W USB-C Ladegerät
Positiv
Hohe Leistung: Bis zu 250 W Gesamtleistung, 140 W über einen USB-C-Port
Innovative Funktionen: LCD-Display, WLAN- und Bluetooth-Integration für App-Steuerung
Hochwertige App zur Steuerung
Hochwertige Verarbeitung: Robustes Design mit Gummi-Füßen
Geringer Ripple: Stabile Spannung mit sehr wenig Ripple
Unterstützung für PPS: 5 - 11 V bei bis zu 5 A
Unterstützung für AVS
Negativ
PPS-Stufe begrenzt: Nur 5 - 11 V bei bis zu 5 A, nicht ideal für alle Geräte
Nicht konstant 250 W: Kann nur 140 - 200 W konstant halten
Höherer Leerlauf-Stromverbrauch: 1 W bis 1,7 W durch Display und WLAN
Registrierungszwang: Um das Ladegerät mit dem WLAN zu verbinden ist eine Registrierung erforderlich
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CUKTECH 15 SE PB200 – Top Powerbank für USB-C, UFCS und PPS Nutzer im Test (unter 50€)

CUKTECH bietet mit seiner „15 SE“ eine sehr spannende Powerbank an, die vor allem aus Sicht der Preis/Leistung ausgesprochen vielversprechend ist.

So bekommst du hier eine Powerbank mit 20.000 mAh Kapazität und einer Ausgangsleistung von 85 W für deutlich unter 50 €. Gerade mit den oft verfügbaren Gutscheincodes usw. kann die Powerbank eine fantastische Preis/Leistung bieten.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist die CUKTECH 15 SE so gut, wie sie auf den ersten Blick aussieht? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die CUKTECH 15 SE im Test

Die CUKTECH 15 SE oder auch „CUKTECH PB200“ ist eine relativ kompakte Powerbank im neumodischen Säulen-Formfaktor.

Dabei nutzt CUKTECH ein durchaus wertiges Gehäuse aus silbernem Kunststoff. Mit 152 x 44 x 52 mm und einem Gewicht von 490 g ist die CUKTECH 15 SE durchaus als kompakt einzustufen, aber natürlich ist sie nicht die kompakteste Powerbank der 20.000 mAh-Klasse, was vor allem an der relativ hohen Ausgangsleistung von 85 W liegt.

Auf der Front der Powerbank haben wir ein kleines LC-Display, das dir im Betrieb den aktuellen Akkustand in % anzeigt.

 

Anschlüsse der CUKTECH 15 SE

Die CUKTECH 15 SE besitzt auf der Oberseite 2x USB-C und 1x USB-A.

  • USB-C 1: 65 W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB-C 2: 33 W – 5V/3A, 9V/3A, 11V/3A
  • USB-A 1: 33 W – 5V/3A, 9V/3A, 11V/3A

Der primäre USB-C Port bietet bis zu 65 W nach dem USB Power Delivery Standard. Zudem haben wir 33 W sowohl auf dem USB-C Port Nr. 2 als auch dem USB-A Port.

Die 33 W sind hier nach dem UFCS-Ladestandard. USB-C 2 bietet bis zu 27 W nach dem gängigen USB Power Delivery Standard. Über USB-C 1 wird die Powerbank auch geladen, mit bis zu 65 W.

 

UFCS bei der CUKTECH 15 SE PB200

Die CUKTECH 15 SE bringt eine recht große Unterstützung für den UFCS-Ladestandard mit. UFCS steht für Universal Fast Charging Specification. Hierbei handelt es sich um einen Ladestandard, der von diversen chinesischen Herstellern genutzt wird. Um einmal Huawei zu zitieren: „Huawei, OPPO, Vivo, and Xiaomi launched the UFCS, first fast charging standard of China.“

Im Kern handelt es sich um eine Art chinesisches Gegenprodukt zu USB Power Delivery. UFCS kann sowohl über USB-A als auch über USB-C genutzt werden und UFCS-Ports können auch zeitgleich mit Quick Charge und USB Power Delivery kompatibel sein. UFCS kann für dich eine Rolle spielen, wenn du ein Huawei, OPPO, Vivo, RealMe oder Xiaomi Smartphone hast.

  • USB-C 1: bis zu 65 W nach UFCS
  • USB-C 2: bis zu 33 W nach UFCS
  • USB-A 1: bis zu 33 W nach UFCS

Auch mit PPS

Die CUKTECH 15 SE bietet auch Unterstützung für die optionale PPS-Erweiterung des USB Power Delivery Standards, die wichtig ist für die diversen Samsung, Google und Moto Smartphones.

  • USB-C 1: 5 – 11 V / 5 A oder 5 – 20 V / 3,25 A
  • USB-C 2: 5 – 11 V / 3 A

Dies ist eine sehr gute PPS-Stufe! Gerade die 5 – 11 V bei bis zu 5 A sind sehr wichtig für die Samsung Smartphones, die hierdurch mit bis zu 45 W laden können.

 

Wie hoch ist die Kapazität der CUKTECH 15 SE wirklich?

Laut CUKTECH soll die PB200 eine Kapazität von 20.000 mAh bieten. Generell bezieht sich diese Angabe bei Powerbanks jedoch nicht auf die letztendlich nutzbare Kapazität, sondern rein auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Da es beim Entladen zu Spannungswandlungen usw. kommt, lässt sich so gut wie nie 100% der Kapazität auch letztendlich nutzen. Meist schaffen Powerbanks 80-90% „echte nutzbare“ Kapazität. Dies teste ich mithilfe einer sogenannten elektronischen Last, die mir das konstante Entladen einer Powerbank ermöglicht. Als elektronische Last kommt die Atorch DL24 zum Einsatz und als Messgerät das WITRN C5.

Wh mAh %
5V/1A 64.144 17336 87%
9V/1A 67.265 18180 91%
9V/3A 68.894 18620 93%
20V/1A 69.594 18809 94%
20V/3A 69.041 18660 93%

 

Im Test schwankte die Kapazität der CUKTECH 15 SE zwischen 17.336 mAh im schlechtesten Fall und 18.809 mAh im besten Fall. Dies entspricht einer Spanne von 87% bis 94% der Herstellerangabe. Aus den oben genannten Gründen ist dies ein sehr gutes Abschneiden! Mit der nutzbaren Kapazität der CUKTECH 15 SE können wir sehr zufrieden sein.

 

Konstant 65 W

Leider ist es bei modernen Powerbanks nicht mehr selbstverständlich, dass diese ihre volle Leistung auch konstant liefern können. Allerdings hatte ich hier bei der CUKTECH 15 SE keine Probleme; zumindest die vollen 65 W des primären USB-C Ports konnten konstant geliefert werden.

 

Für welche Geräte geeignet?

Die Mischung aus einem recht leistungsfähigen USB Power Delivery Port, wie auch der Unterstützung von PPS und UFCS, macht die CUKTECH 15 SE zu einer universell guten Powerbank! So ist diese voll für die Apple iPhones und iPads geeignet, die alle mit dem vollen Tempo an der Powerbank laden können.

Hinzu kommt auch ein ziemlich perfekter Support für die Samsung Galaxy Smartphones (auch die Ultra-Modelle) und die Google Pixel Smartphones, dank der großen PPS-Range. Dank UFCS und anderer Optimierungen ist die Powerbank auch für diverse chinesische Smartphones wie die Xiaomi Modelle sehr gut geeignet. Hier kann ich allerdings nicht aus eigener Test-Erfahrung sprechen, da ich derzeit kein Xiaomi oder OPPO Smartphone auf Lager habe, aber theoretisch müsste die CUKTECH 15 SE hier sauber optimiert sein.

Dank der Leistung von bis zu 65 W ist die Powerbank auch für 13 oder 14 Zoll Notebooks oder Tablets gut geeignet.

 

Ladedauer der CUKTECH 15 SE PB200

Die CUKTECH 15 SE kann laut Hersteller mit bis zu 65 W laden. Im Test konnte ich auch ±65 W beobachten.

Wir sehen hier aber auch, dass die Powerbank sich zumindest kurzzeitig vermutlich aus Temperaturgründen drosselt. Dennoch ist die Powerbank in respektablen 2 Stunden von 0 % auf 100 % geladen.

 

Fazit

Die CUKTECH 15 SE ist eine klasse Powerbank, die ohne Einschränkungen zu empfehlen ist. Für unter 50 € ist dies einfach eine Powerbank, mit der du nichts falsch machst, egal, welches Smartphone du hast. Egal ob nun iPhone, Samsung Galaxy, Google Pixel oder etwas Exotischeres, die CUKTECH 15 SE kann dank der Unterstützung von USB PD, PPS und UFCS fast alle Smartphones auf dem Markt schnell laden.

Dank der guten UFCS-Unterstützung ist die Powerbank auch besonders für Xiaomi, Oppo und Realme Smartphones geeignet. Hinzu kommt eine praktisch sehr gute Kapazität mit bis zu 18.809 mAh im besten Fall und einem schnellen Laden. So ist die Powerbank an einem entsprechenden USB PD-Ladegerät in lediglich 2 Stunden wieder gefüllt.

CUKTECH 65W Power Bank, 20000mAh Powerbank mit Digitales Display...

  • Hohe Kapazität: bis zu 18.809 mAh
  • Starke Leistung: Ausgangsleistung von bis zu 85 W (65W via USB C)
  • Vielseitige Anschlüsse
  • Unterstützung für UFCS
  • PPS-Unterstützung
  • Sehr schnelles Laden

Kurzum, die CUKTECH 15 SE ist eine herausragende und günstige Allround-Powerbank.

CUKTECH 15 SE
Positiv
Hohe Kapazität: bis zu 18.809 mAh
Starke Leistung: Ausgangsleistung von bis zu 85 W (65W via USB C)
Vielseitige Anschlüsse: Ausgestattet mit 2x USB-C (bis zu 65 W und 33 W) und 1x USB-A (33 W), um eine Vielzahl von Geräten zu laden
Unterstützung für UFCS: Unterstützt den Universal Fast Charging Specification Standard
Sehr schnelles Laden: 2 Stunden von 0% auf 100%
PPS-Unterstützung
Negativ
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Anker Zolo Powerbank mit 10.000 mAh und 30W im Test: Design, Leistung und Probleme

Anker hat mit seiner Zolo-Serie einige interessante Powerbanks auf den Markt gebracht. Diese zeichnen sich vor allem durch eine sehr gute Preis-Leistung sowie durch ein integriertes Ladekabel aus. Die 20.000 mAh-Version der Anker Zolo Powerbank hatten wir bereits im Test, und das Ergebnis war, nennen wir es mal, durchwachsen. Einerseits handelt es sich um eine tolle Powerbank, die jedoch etwas unter Temperaturproblemen litt.

Wie steht es aber um die kleinere Version? Diese soll 10.000 mAh und ebenfalls 30 W Leistung bieten. Auch das schicke Design und das integrierte Ladekabel sind wieder an Bord. Schauen wir uns diese im Test genauer an!

 

Design und Verarbeitung

Die Anker Zolo 10.000 mAh Powerbank besticht durch ihr hochwertiges Design und eine ausgezeichnete Haptik. Die Powerbank wirkt deutlich teurer, als sie eigentlich ist. Anker verwendet eine Mischung aus mattem und hochglänzendem Kunststoff.

Zudem gibt es ein integriertes USB-C-Ladekabel, das hochwertig mit Textil ummantelt ist. Das Ladekabel kann dabei auch als eine Art Trageschlaufe genutzt werden.

Optisch ist die Zolo also eine wirklich ansprechende Powerbank! Die Abmessungen sind mit 109,9 x 65,5 x 25 mm mittelmäßig kompakt für eine 10.000 mAh Powerbank. Sie ist weder winzig noch riesig. Ähnliches gilt für das Gewicht von 212 g. Auf der Oberseite der Powerbank befindet sich eine kleine LC-Anzeige, die den Akkustand in % anzeigt.

 

Anschlüsse der Anker Zolo Powerbank

Die Anker Zolo verfügt neben dem integrierten USB-C-Ladekabel auch über einen regulären USB-C-Port sowie einen USB-A-Ausgang.

  • USB-C (30W USB PD): 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A, 15V/2A, 20V/1,5A
  • USB-A: Quick Charge 18W und 22,5W Super Charge – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A

Prinzipiell bieten sowohl der USB-C-Port als auch das integrierte USB-C-Kabel die gleiche Leistung mit bis zu 30 W nach dem USB Power Delivery Standard. Damit ist die Powerbank ideal für Smartphones, Tablets oder auch die Nintendo Switch. Der USB-A-Port kann bis zu 18 W nach Quick Charge bzw. 22,5 W nach dem Huawei Super Charge Protokoll bereitstellen.

Sowohl der USB-C-Port als auch das integrierte Kabel können zum Laden der Powerbank genutzt werden, allerdings laut Hersteller „nur“ mit bis zu 20 W.

 

Leistung bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Ports

Bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Ports der Powerbank werden diese gedrosselt. Effektiv werden dann sämtliche Schnellladestandards deaktiviert, und die Ports können maximal nur 5V/3A bereitstellen.

 

Unterstützung von PPS

Immerhin unterstützt die Anker Zolo Powerbank den optionalen PPS-Standard:

  • 5 – 11 V bei bis zu 2,75 A

Damit ist die Powerbank auch für Samsung– und Google Pixel-Smartphones optimiert.

 

Temperaturprobleme: Eigentlich eher eine 20W Powerbank!

Wie bereits die größere Anker Zolo, leidet auch die kleine 10.000 mAh Version unter Temperaturproblemen – und das sogar noch stärker. So drosselt sich die Anker Zolo 10.000 mAh extrem schnell bei konstanter Volllast von 20V/1,5A. Was bedeutet das? Die Powerbank reduziert ihre Leistung nach rund 20% entladener Kapazität (80% Restladung) bereits auf 20 W.

9V/3A hält sie im Test immerhin etwas länger durch, aber generell wirkt es, als wäre die Anker Zolo 10.000 mAh eher eine 20 W Powerbank mit einer „kurzzeitigen Spitzengeschwindigkeit von 30 W“.

 

Kapazität der Anker Zolo 10.000 mAh Powerbank

Die Kapazität von Powerbanks teste ich mithilfe einer sogenannten elektronischen Last. Diese erlaubt es mir, die Powerbank mit einer konstanten Last zu belasten und die Kapazität zu messen.

Wh mAh @3,7V %
5V/1A 34.827 9413 94%
9V/1A 34.502 9325 93%
9V/3A 29.206 7894 79%
20V/1A 30.024 8115 81%

 

Das Ergebnis ist beeindruckend! Die Powerbank erreichte in der Spitze bis zu 9413 mAh bzw. 34,827 Wh Kapazität, was 94% der Herstellerangabe entspricht – top! Allerdings ist die minimale Kapazität mit 7894 mAh bei höherer Last ein gutes Stück schlechter.

 

Ladedauer

Laut Hersteller kann die Anker Zolo Powerbank mit bis zu 20 W laden.

Im Test konnte ich eine maximale Leistungsaufnahme von ±19 W beobachten. Eine vollständige Ladung von 0% auf 100% dauerte rund 2:30 Stunden, was absolut in Ordnung ist.

 

Fazit

Das Fazit zur Anker Zolo 10.000 mAh Powerbank fällt tendenziell positiv aus, auch wenn es einen dicken Kritikpunkt gibt. Anker bietet mit dieser Powerbank auf den ersten Blick ein wirklich gutes Produkt an. Sie besitzt ein schickes Design und das extrem praktische und auch wertig integrierte Ladekabel.

Die Kapazität von 10.000 mAh ist für den Alltag ausreichend, und der Preis von unter 30 € ist sehr attraktiv, insbesondere wenn wir die Leistung von bis zu 30 W berücksichtigen. Allerdings ist genau diese Leistung auch das Problem: Die Powerbank kann nicht konstant 30 W liefern und drosselt bereits nach etwa 20% entladener Kapazität auf 20 W aufgrund von Temperaturproblemen.

Effektiv ist die Anker Zolo 10.000 mAh aus meiner Sicht also keine 30 W Powerbank, sondern eher eine 20 W Powerbank.

Anker portables Ladegerät, 10.000mAh 30W Powerbank, USB-C In und Out...

  • Hochwertiges Design
  • Integriertes USB-C-Ladekabel
  • Kompakte Abmessungen
  • Ordentliche praktische Kapazität
  • Vielseitige Anschlüsse
  • PPS-Unterstützung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Temperaturprobleme
  • Leistungsdrosselung, bei Nutzung mehrerer Ports

Spielt dies in der Praxis eine große Rolle? Jein. Für größere Geräte wie Tablets würde ich die Powerbank nicht oder nur bedingt empfehlen. Bei Smartphones, insbesondere bei Modellen wie dem Apple iPhone oder verschiedenen Samsung Mittelklassemodellen, wirst du dies in der Praxis kaum merken.

Hier würde ich aufgrund des alltagstauglichen Designs und des niedrigen Preises dennoch eine Kaufempfehlung aussprechen.

Anker Zolo Powerbank mit 10.000 mAh
Positiv
Hochwertiges Design: Ansprechende Optik und angenehme Haptik mit mattem und hochglänzendem Kunststoff
Integriertes USB-C-Ladekabel: Praktisches, textilummanteltes Kabel, das auch als Trageschlaufe genutzt werden kann
Kompakte Abmessungen: Mittelgroße Bauweise, die leicht transportierbar ist.
Ordentliche praktische Kapazität: Bis zu 9413 mAh
Vielseitige Anschlüsse: USB-C-Port mit 30W Power Delivery und USB-A-Port mit 18W Quick Charge bzw. 22,5W Super Charge
PPS-Unterstützung: Optimiert für Samsung- und Google Pixel-Smartphones
Preis-Leistungs-Verhältnis: Attraktiver Preis unter 30 € für die gebotene Ausstattung
Negativ
Temperaturprobleme: Bei längerer Nutzung unter Volllast starke Drosselung der Leistung
Leistungsdrosselung: Bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Ports wird die Schnellladefunktion deaktiviert.
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Stable Diffusion leicht gemacht: So installierst und nutzt du Stability Matrix für hochwertige AI-Fotos

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Fotos über eine KI zu generieren ist beeindruckend! Allerdings sind die Dienste hier vergleichsweise teuer, wie etwa Leonardo AI. Wenn du jedoch eine fähige Grafikkarte in deinem PC hast, kannst du Stable Diffusion lokal nutzen, um ebenfalls sehr hochwertige Bilder zu generieren. Dies ist aus Datenschutzsicht ideal.

Zwar ist die Nutzung von Stable Diffusion nicht unbedingt kompliziert, kann aber etwas trickreich sein, da du es über die Konsole installieren musst. Es geht jedoch einfacher mit dem Tool Stability Matrix. Stability Matrix ermöglicht es dir, unter anderem Stable Diffusion mit diversen UIs, Modellen usw. mit einem Klick Anfänger-freundlich zu installieren und zu nutzen.

Wollen wir uns Stability Matrix in diesem kleinen Artikel einmal näher ansehen.

 

Was ist Stability Matrix und Stable Diffusion?

Stability Matrix ist nach eigenen Worten ein „Multi-Platform Package Manager and Inference UI for Stable Diffusion“. Stable Diffusion ist ein Open-Source-KI-Tool, das Text in Bilder umwandelt. Das Ergebnis kann fotorealistisch oder künstlerisch sein, je nachdem, was du verlangst und welche Modelle du nutzt. Mit den richtigen Modellen/Checkpoints ist das Stable Diffusion-Programm äußerst mächtig und kann hochqualitative Bilder erzeugen, die kommerziellen Lösungen in nichts nachstehen! Von Haus aus ist Stable Diffusion auch unter Windows ein reines „Konsolen“-Programm ohne grafische Benutzeroberfläche und muss manuell installiert werden. Es gibt jedoch diverse Zusatztools, die Stable Diffusion eine benutzerfreundliche UI verleihen. Stability Matrix vereint nun diese Tools sowie Stable Diffusion selbst in einem einfachen Programm, das sich mit wenigen Klicks installieren lässt.

Hierdurch ist es auch für absolute Einsteiger kein Problem, Stable Diffusion zu nutzen.

 

Hardware-Anforderungen von Stability Matrix / Stable Diffusion

Stability Matrix ist für Windows, Mac und Linux verfügbar. Stable Diffusion ist bei den Hardware-Anforderungen etwas anspruchsvoller. Du benötigst einen PC mit einer Grafikkarte mit 4 GB oder mehr VRAM, idealerweise von NVIDIA. Modelle der RTX-Serie werden bevorzugt. Prinzipiell lässt sich Stable Diffusion auch mit AMD GPUs nutzen, jedoch kann dies teils etwas „zickiger“ und langsamer sein als mit NVIDIA GPUs. Je nach Grafikkarte arbeitet Stable Diffusion teils signifikant schneller oder langsamer. Nach meiner Erfahrung ist alles ab der NVIDIA RTX 3060 (Ti) gut nutzbar und ausreichend schnell.

 

Installation von Stability Matrix

Zunächst musst du dir Stability Matrix von GitHub herunterladen: GitHub-Link

Anschließend erhältst du ein ZIP-Archiv, das du entpacken musst. Darin findest du die Installations-Datei. Es kann sein, dass der Windows Defender meckert, dass es sich um eine unbekannte Datei handelt; diese Meldung kannst du einfach „wegklicken“. Stability Matrix ist sauber; falls du meiner Einschätzung nicht traust, lade die Datei bei VirusTotal hoch. Dort kannst du sehen, dass alle großen Virenscanner bestätigen, dass Stability Matrix sauber ist. Nach dem Ausführen der Installationsdatei installiert sich Stability Matrix völlig automatisch und startet direkt. Beim ersten Start hast du die Wahl, welches Interface du haben möchtest. Du kannst problemlos später weitere ausprobieren, aber ich würde hier zum Start „FOOOCUS“ empfehlen. FOOOCUS ist sehr einsteigerfreundlich und hat sich bei mir als sehr zuverlässig erwiesen.

Anschließend werden dir bereits ein paar „Checkpoints“ zum Download angeboten. Hier würde ich epiCRealism XL empfehlen. Nun dauert es eine Weile, denn Stability Matrix lädt die benötigten Dateien automatisch herunter. Dies sind einige GB (ca. 6-8 GB). Ist der Download fertig, kannst du mit einem Klick FOOOCUS starten, welches dann auch beim ersten Start einige Daten automatisch herunterlädt. Hier brauchst du etwas Geduld.

Ist alles heruntergeladen, sollte sich automatisch dein Webbrowser mit der Adresse „http://127.0.0.1:7865/“ öffnen. Unter dieser findest du die UI von FOOOCUS.

 

Das erste Bild via AI generieren

Wollen wir unser erstes Bild generieren. In FOOOCUS setze zunächst den Haken bei „Advanced“. Hier kannst du zunächst die Qualität einstellen.

Ich würde Speed oder Qualität empfehlen. Zudem kannst du die Auflösung und das Bildformat wählen und unter Preset die generelle Art des Bildes, das du generieren willst. Unter Model kannst du dann das „Base Model“ wählen, falls du bereits mehrere installiert hast. Dann kann es losgehen.

Du trägst unter dem Bild den Text ein, zu dem du ein Bild erzeugen möchtest (auf Englisch). Mit einem Klick auf „Generieren“ sollten dann die Bilder langsam auftauchen.

 

Was sind Modelle / Checkpoints?

Was sind diese Modelle bzw. genau genommen Checkpoints, von denen ich spreche? Checkpoints sind gespeicherte Zustände des neuronalen Netzwerks (Stable Diffusion), also quasi Schnappschüsse des Modells zu einem bestimmten Zeitpunkt während des Trainings. Diese Schnappschüsse werden von Nutzern über diverse Plattformen bereitgestellt, und je nachdem, mit welchen Bildern diese Checkpoints angelernt wurden, können die erstellten Bilder erheblich variieren.

 

Woher bekommst du mehr Modelle / Checkpoints?

Die besten Anlaufstellen hierfür sind:

Die dort heruntergeladenen Modelle müssen unter „C:\Users\Michael\AppData\Roaming\StabilityMatrix\Models\StableDiffusion“ gespeichert werden. Dabei musst du natürlich „Michael“ mit deinem Benutzernamen austauschen. Alternativ kannst du auch Modelle direkt in Stability Matrix im Model Browser herunterladen.

Dies ist für den Anfang vielleicht sogar am einfachsten.

 

Relevante Einstellungen erklärt

An dieser Stelle eine kurze Erklärung einiger Einstellungen, die du kennen solltest, in Kombination mit der FOOOCUS UI.

Performance

Stable Diffusion erzeugt immer zunächst ein „Rauschen“, welches dann je nach deiner Texteingabe „aufgelöst wird“. Dabei wird dieses in mehreren Schritten immer weiter verfeinert. Je mehr Schritte das Modell durchführt, umso besser wird das Ergebnis. Die Performance-Einstellung entscheidet, wie viele Schritte durchgeführt werden. Quality beispielsweise führt 60 Schritte durch.

Base Model und Refiner

Über das Base Model haben wir ja schon gesprochen. Hierbei handelt es sich um den wichtigsten Faktor, was den generellen Style deines Bildes angeht. Neben dem Base Model kannst du auch ein zweites Modell als Refiner festlegen.

Der Refiner übernimmt das Bild vom Base Model und verfeinert es. Dies kann sinnvoll sein, wenn du beispielsweise ein Modell hast, das Posen und Szenen sehr gut erzeugen kann, und ein Modell, das Gesichter besonders realistisch erzeugen kann.

LoRA

LoRAs sind zusätzliche Modell-Dateien, die du speziell nutzen kannst, um Bilder nach deinen Wünschen zu erstellen. LoRAs findest du beispielsweise bei Civitai.

Guidance Scale

Guidance Scale ist eine sehr wichtige Einstellung. Je höher du diese stellst, umso „künstlerischer“ und kreativer, aber oftmals auch unrealistischer werden die Bilder. Hier kommt es wie üblich darauf an, was du dir wünschst. Hier ein paar Beispiele für die Auswirkungen.

Guidance Scale 1
Guidance Scale 4
Guidance Scale 10
Guidance Scale 30

 

Auflösungen zu niedrig?

Vielleicht ist dir aufgefallen, dass die Auflösungen der generierten Bilder sehr niedrig sind. Beispielsweise arbeite ich hier mit 1216×832 Pixeln, also nicht einmal Full HD. Dies ist weitestgehend normal. Die meisten KI-Modelle generieren sehr niedrig aufgelöste Bilder. Was aber, wenn du mehr Auflösung willst? Kein Problem!

Wähle „Input Image“, wo du dann „Upscale (2x)“ auswählen kannst. Dort kannst du dein Bild von der KI noch einmal hochrechnen lassen. Unter „Input Image“ kannst du auch ähnliche Bilder zu einem Bild generieren lassen, das du bereits hast, oder Bilder „verändern“ lassen.

 

Ein paar Beispielbilder

An dieser Stelle einfach ein paar Beispielbilder, die ich mit diesem Setup und dem epiCRealism XL Modell erstellt habe.

Epic, Wallpaper Mountains, Stars, Planets, Dramatic

Mountains, Lake, Trees, Sunset

Female, looking at Stars, Epic, Si-Fi, Wallpaper, Artwork

Lion, realistic, Africa, photo, Picture, Canon

Berlin, City, Night, Lights, Rain, Dark, realistic, real, Photo, shot on iPhone

Munich, City, Day, Sunny, realistic, real, Photo, shot on iPhone

Pirate ship, ocean, realistic, waves, pirates, photorealistic

Poppy field, woman, beautiful, colorful, day, sun, mountains in the background, realistic, professional photoshoot

Swiss Mountain Dog, Sennenhund, Schweiz, Alpen, Berge, Photo, realistisch

Ich denke, diese Bilder zeigen bereits gut, was dieses System in der Lage ist zu leisten, auch ohne ein spezielles Modell oder LoRA genutzt zu haben.

 

Fazit

Mit Stability Matrix ist es kinderleicht, lokal Bilder mithilfe einer KI zu generieren. Stability Matrix übernimmt die ansonsten teils etwas „fummelige“ Installation von Stable Diffusion und einer passenden WebUI komplett für dich.

Alles geschieht mit wenigen Klicks ohne Fachwissen. Stability Matrix lädt alle benötigten Pakete und Dateien herunter, und du kannst dich auf das Erstellen von Bildern konzentrieren. Dabei sind diese qualitativ oftmals wirklich beeindruckend gut! Ich hoffe, diese Anleitung konnte auch den Anfängern von euch weiterhelfen, Bilder lokal zu generieren.