Tado hat neue Heizkörper-Thermostate und eine neue Bridge auf den Markt gebracht, die unter dem Namen „Tado X“ laufen.
Etwas überraschend sind die neuen Tado-X-Produkte nicht mit den alten Tado „V3“-Produkten kompatibel. Als Tado-Nutzer der „alten“ Generation habe ich mir nun für einen Test das Tado-X-System gekauft.
Und offen gesagt, ich war etwas schockiert, wie schlecht Tado den Umstieg auf das „X“-System gemacht hat.
Tado X ist nicht kompatibel mit dem alten Tado-System
Tado hat offen kommuniziert, dass die neuen Tado-X-Thermostate nicht mit der alten Tado-Bridge kompatibel sind
Umgekehrt sind auch die alten Thermostate nicht mit der neuen Tado-X-Bridge kompatibel. Dies ist sehr ärgerlich für Umsteiger.
Allerdings hat Tado dies immerhin sehr klar und offen kommuniziert, auch wenn ich es etwas schade finde.
Tado X und Tado V3 in einem Haushalt? Kaum möglich!
Was mich allerdings etwas schockiert hat, war, wie schwer es Tado einem macht, beide Systeme gleichzeitig zu nutzen.
Effektiv ist es nicht möglich, beide Systeme parallel in einem Haushalt zu betreiben! Also nein, auch nicht, wenn du eine Tado-X-Bridge mit Tado-X-Thermostaten und die alten Thermostate mit der alten Bridge in einem Haushalt nutzen willst.
Warum?! Technisch gibt es hierfür keinen Grund, aber die Tado-App ist dazu einfach nicht in der Lage.
Die Tado-App ist limitiert
In der Tado-App ist es nicht möglich, eine alte Bridge und die neue Tado-X-Bridge mit einem Account zu verbinden (Stand: Oktober 2024).
Was empfiehlt Tado? Lege einfach einen zweiten Account mit einer zweiten E-Mail-Adresse an.
Es ist aber in der App auch nicht möglich, zwei Accounts gleichzeitig zu verwalten. Stattdessen musst du dich immer wieder aus- und mit dem anderen Account einloggen.
Dadurch ist es nicht möglich, beide Systeme komfortabel parallel zu betreiben. Dies ist also eine reine Limitierung der App.
Theoretisch gibt es keinen Grund, warum du nicht einfach beide Bridges in einem Account nutzen können solltest, z. B. die alten Thermostate in einer Hälfte des Hauses und die neuen Tado X in der anderen Hälfte.
Umstieg daher nur ganz oder gar nicht
Solange Tado diese Limitierung der App nicht entfernt, gilt das Motto: ganz oder gar nicht. Ein teilweiser Umstieg vom alten Tado-System auf das neue Tado X ist derzeit (Oktober 2024) nicht komfortabel möglich, ohne sich andauernd in der App hin und her zu loggen und zwei Accounts zu benutzen.
Das ist extrem schade, denn ich bin weiterhin der Meinung, dass Tado eines der besten Smart-Heizkörper-Systeme auf dem Markt hat, und auch das neue Tado-X-System sieht vielversprechend aus!
Vor einer Weile haben wir uns die an sich sehr gute AMEGAT MagFusion 3-in-1 Ladestation im Test angesehen. Allerdings war mir bei dem Test ein kleiner Einbruch der Ladegeschwindigkeit des iPhone 16 Pro Max aufgefallen, den ich auf die Hitzeentwicklung beim Laden zurückgeführt habe.
Es gibt jedoch einige Ladestationen, die einen integrierten Lüfter haben, um dies zu verhindern. Dazu zählt auch die ESR Qi2 3-in-1 kabellose Ladestation mit CryoBoost. CryoBoost ist ein kleiner Lüfter im Ladepad, der für niedrigere Temperaturen beim kabellosen Laden sorgen soll.
Wollen wir uns einmal ansehen, ob dies wirklich etwas bringt!
An dieser Stelle vielen Dank an ESR für das Zur-Verfügung-Stellen der kabellosen Ladestation für diesen Test.
Die ESR Qi2 3-in-1 kabellose Ladestation mit CryoBoost im Test
Die ESR 2C580 ist eine 3-in-1 Ladestation. Sie kann also ein Apple iPhone, Apple AirPods und die Apple Watch gleichzeitig laden. Dabei ist sie vergleichsweise kompakt aufgebaut. So haben wir zentral das magnetische Ladepad. Im Sockel wiederum befindet sich eine Aussparung für die Apple AirPods.
Das Ladepad für die Apple Watch ist prinzipiell hinter dem magnetischen Ladepad für das Smartphone angebracht. Dieses ist jedoch modular und kann bei Nichtnutzung abgenommen werden. Im Ladepad für das Smartphone ist eine Status-LED eingebaut. Diese ist sehr schick und dezent angebracht und eigentlich von vorne nicht sichtbar, sodass sie beispielsweise auf einem Nachttisch nicht stört.
Was das Material angeht, haben wir hier primär Kunststoff. Lediglich die Mittelsäule besteht aus Metall.
Mit Strom wird die Ladestation via USB-C auf der Rückseite versorgt. Ein passendes 30-W-USB-C-Netzteil liegt bei.
Quick Charge oder USB Power Delivery
Um die ESR Qi2 3-in-1 kabellose Ladestation mit Energie zu versorgen, ist ein USB Power Delivery-Ladegerät mit 18 W oder mehr nötig, oder ein Quick Charge-Ladegerät mit 18 W oder mehr.
Für die volle Ladegeschwindigkeit ist jedoch ein 30-W-USB Power Delivery-Netzteil nötig.
Der Betrieb an einem einfachen 5-V-Port ist nicht möglich.
Mit „CryoBoost“-Lüfter
Die große Besonderheit der ESR-Ladestation ist „CryoBoost“. Bei CryoBoost handelt es sich um einen kleinen Lüfter, der in der Ladestation verbaut ist.
Hitze ist ein großes Problem beim kabellosen Laden. Einerseits reduziert zu viel Hitze die Ladegeschwindigkeit, andererseits ist sie auch schädlich für den Akku.
Daher kann es in der Theorie durchaus Sinn machen, einen Lüfter zu verbauen. Erfreulicherweise ist der Lüfter in der Praxis so leise, dass er auch nicht stört.
Ladegeschwindigkeit: Bringt der Lüfter etwas?
Kommen wir zur Frage, was der Lüfter nun praktisch bringt. Prinzipiell kann die Ladestation Smartphones mit bis zu 15 W kabellos laden, auch die neueren iPhones.
Ich habe die ESR-Ladestation in Kombination mit dem iPhone 16 Pro Max genutzt. Werfen wir zunächst einen Blick auf die Ladewerte mit einer anderen Ladestation.
AMEGAT MagFusion
Hier können wir die Leistungsaufnahme mit der AMEGAT MagFusion-Ladestation sehen, die keinen Lüfter besitzt. Hier gibt es einen auffälligen Einbruch der Ladegeschwindigkeit bei der 40-Minuten-Marke, der vermutlich auf die Hitzeentwicklung beim kabellosen Laden zurückzuführen ist.
ESR Ladestation mit Lüfter
Erfreulicherweise sehen wir diesen Einbruch bei der ESR-Ladestation mit Lüfter nicht.
AMEGAT Ladestation ohne LüfterESR Ladestation mit Lüfter
Auch bei einem Blick auf die Wärmebildkamera können wir sehen, dass sich zwar das iPhone erwärmt, dies aber zum einen weniger als bei der AMEGAT-Ladestation und zum anderen der Kopf der ESR-Ladestation kalt bleibt. Dies vermutlich aufgrund des Lüfters.
Also ja, der Lüfter in dieser Ladestation ist nicht nur ein Marketing-Gimmick, sondern hilft vor allem bei der „0%-auf-60%“-Ladedauer.
Leerlauf-Stromverbrauch
Im Leerlauf benötigt die Ladestation ca. 1,25 W vom angeschlossenen USB-Netzteil. Dies ist etwas mehr als bei der AMEGAT MagFusion, aber auch nicht außergewöhnlich viel für eine 3-in-1 Ladestation.
Erstaunlicherweise ist die „CryoBoost“-Technologie nicht nur reines Marketing, sondern zeigte bei mir im Test tatsächlich reduzierte Temperaturen und somit einen schonenderen und schnelleren Ladevorgang. Dabei war der Lüfter auch nicht zu laut oder störend, super!
Der Leerlauf-Stromverbrauch ist mit 1,25 W via USB-C akzeptabel (wenn auch nicht wenig).
Etwas schade ist lediglich, dass die Ladestation nicht optional auch ein 5V-Ladegerät für ein langsameres Laden akzeptiert. Sicherlich aber für die meisten kein Drama, zumal ESR bereits ein passendes Ladegerät beilegt.
Kurzum: Daumen hoch für die ESR Qi2 3-in-1 kabellose Ladestation mit CryoBoost.
Bei AA-Akkus setzen wir in der Regel weiterhin auf die klassische Nickel-Metallhydrid-Zellenchemie. Aber warum?
Mittlerweile gibt es auch einige lithiumbasierte AA-Akkus auf dem Markt. Diese sind jedoch kein einfaches Thema, denn Lithium-Zellen unterscheiden sich massiv von Nickel-Metallhydrid.
So benötigen wir hier unter anderem Spannungswandler, Schutzelektronik usw. Dies macht Lithium-AA-Akkus vergleichsweise komplex und teuer.
Für diesen Test habe ich mir 5 verschiedene Modelle von ANSMANN, XTAR, EBL, Hixon und Delyeepow zugelegt.
Schauen wir uns im Test an, welcher Lithium-AA-Akku der beste ist!
In diesem Test sehen wir uns 5 verschiedene Lithium-Akkus im typischen AA-Format an. Diese Akkus sind in der Theorie voll mit normalen „AA-Geräten“ kompatibel und besitzen eine Spannung von 1,5 V.
ca. Preis (4 Stück)
ANSMANN Premium Rechargeable AA
23,00 €
Delyeepow USB-C AA Akkus
23,00 €
EBL Lithium Akku AA
25,00 €
Hixon AA Akkus 3500 mWh
34,00 €
XTAR AA Lithium 4150mWh/2500mAh
24,00 €
Preislich schwanken unsere Akkus zwischen 6 und 8 € pro Akku, was sie deutlich teurer macht als selbst die besten (und teuersten) „Standard-AA-Akkus“.
Interessanterweise geben manche Hersteller die Kapazität der Akkus in mAh an, während andere die mWh-Angabe nutzen.
Auf dem Papier ist dabei der XTAR-Akku mit 4150 mWh bzw. 2500 mAh der stärkste Akku.
mWh ≠ mAh
Bei herkömmlichen Nickel-Metallhydrid (NiMH)-Akkus wird die Kapazität in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Lithiumbasierte Akkus hingegen verwenden häufig die Einheit Milliwattstunden (mWh). Doch wo liegt der Unterschied?
Ein Akku mit 2000 mAh kann theoretisch 2000 Milliampere für eine Stunde liefern – unabhängig von der Spannung. Genau hier liegt das Problem: Während NiMH-Akkus eine durchschnittliche Spannung von 1,2 Volt haben, bieten lithiumbasierte AA-Akkus 1,5 Volt. Diese höhere Spannung bedeutet, dass ein Lithium-Akku bei gleicher mAh-Angabe etwa 25 % mehr Energie liefert.
Da dieser Zusammenhang oft unbekannt ist, bevorzugen Hersteller die Angabe in mWh, da diese die Spannung bereits berücksichtigt und somit einen genaueren Wert für die tatsächlich gelieferte Energiemenge darstellt. Ein NiMH-AA-Akku mit 2900 mAh hätte beispielsweise eine Kapazität von etwa 3500 mWh.
Kurz gesagt: Während mAh angibt, wie viel Strom ein Akku über eine bestimmte Zeit liefern kann, bezieht mWh auch die Spannung ein und liefert somit eine genauere Aussage über die gesamte Energiemenge.
Schutz vor dem Tiefentladen
Ein großer Vorteil der Lithium-AA-Akkus ist die Schutzelektronik. So sind diese Akkus nicht nur gegen Kurzschlüsse und Überladen, sondern auch gegen Tiefentladung geschützt.
Das Tiefentladen ist gerade bei Nickel-Metallhydrid-Akkus ein großes Problem, das bei mir schon viele Akkus zerstört hat.
Alle Akkus hier im Test/Vergleich schalten sich ab und lassen sich nicht weiter entladen, sobald ein sicherer, minimaler Ladezustand erreicht ist.
Testmethode
Zum Testen der AA-Lithium-Akkus habe ich das SkyRC MC3000 Ladegerät/Testgerät verwendet. Mit diesem habe ich die Akkus bei 0,1 A, 0,4 A und 1 A entladen, bis sie sich von selbst abschalten.
Dabei habe ich jeweils 4 Akkus von jedem Typ getestet und im Folgenden den Durchschnittswert angegeben.
Kapazität der AA Lithium Akkus
Kommen wir zum spannendsten Punkt: Wie hoch ist die echte Kapazität?
Beginnen wir mit dem offensichtlichsten Punkt: Die Hersteller überschätzen die Kapazität ihrer Akkus massiv!
Unterm Strich haben wir folgende Rangliste:
XTAR
HIXON
ANSMANN
EBL
Delyeepow
Die XTAR-Akkus bieten mit bis zu 2536 mAh bzw. 3583 mWh die klar höchste Kapazität. Die Hixon-Akkus können hier durchaus noch mithalten, da sie auf bis zu 2293 mAh bzw. 3456 mWh kamen.
Die Akkus mit integriertem Ladeport bieten eine deutlich niedrigere Kapazität! So schnitt der ANSMANN-Akku hier mit 1642 mAh bzw. 2435 mWh noch am besten ab.
Ganz am Ende der Rangliste finden wir den Delyeepow-Akku. Dieser wirbt mit 3400 mWh und erreichte im besten Fall 1802 mWh. Autsch!
Immer 1,5 V?
Eine Besonderheit der Lithium-AA-Akkus ist die Spannung. Sowohl normale AA-Batterien als auch Nickel-Metallhydrid-Akkus haben eine Spannung, die je nach Ladestand schwankt.
AA-Batterien haben im Schnitt 1,5 V, voll aber um die 1,6 V und leer sinkt diese auf 1 V oder weniger. Nickel-Metallhydrid-Akkus haben im Schnitt 1,2 V, voll 1,4 V und leer 1 V.
Die Lithium-AA-Akkus hingegen haben eine konstante Spannung von 1,5 V. Dies liegt daran, dass im Inneren eine 3,7 V Lithium-Zelle steckt, deren Spannung auf 1,5 V abgesenkt werden muss.
Dies hat den Vorteil, dass Geräte mit diesen Akkus immer „volle Leistung“ haben. Hast du z. B. die Akkus in einer Taschenlampe im Einsatz, dann hat diese von Anfang bis Ende die volle Helligkeit.
Allerdings hat dies auch einen Nachteil: Akkustandsanzeigen funktionieren nicht. Deine Geräte gehen einfach unangekündigt aus. Aber 4 unserer 5 Modelle haben hier ein Ass im Ärmel. Sie senken kurz vor Ende der Kapazität die Spannung von 1,5 V auf 1,1 V ab.
Lediglich der Hixon-Akku zeigt dieses Verhalten nicht. Auch ist ersichtlich, dass der XTAR-Akku die Spannung etwas früher absenkt als die anderen.
Unterschiede beim Aufladen
Du kannst Lithium-AA-Akkus nicht einfach in einem normalen Ladegerät für Nickel-Metallhydrid-Akkus laden.
Hier unterscheiden sich aber unsere Testkandidaten ein gutes Stück.
Hixon AA Akkus 3500 mWh
XTAR AA Lithium 4150 mWh/2500 mAh
Die Akkus von Hixon und XTAR benötigen zum Laden ein spezielles Ladegerät, welches je nach Set-Zusammenstellung im Lieferumfang enthalten ist.
ANSMANN Premium Rechargeable AA
EBL Lithium Akku AA
Delyeepow USB-C AA Akku
Die Akkus von ANSMANN, EBL und Delyeepow hingegen besitzen einen integrierten Ladeport. Die ANSMANN- und Delyeepow-Akkus haben einen integrierten USB-C-Port, während die EBL-Akkus microUSB haben.
Dies erlaubt ein einfaches Laden an einem Smartphone-Ladegerät.
Allerdings nimmt der USB-Port in den Akkus einiges an Platz ein, entsprechend fällt die Kapazität dieser Modelle ein Stück niedriger aus.
Ladedauer
Wie lange dauert das Aufladen der Akkus?
Im Kern haben wir hier die umgekehrte Rangliste wie bei der Kapazität. So wurde der Delyeepow am schnellsten geladen und der XTAR am langsamsten.
Fazit: Welcher Lithium-AA-Akku ist der beste?
Der beste Lithium-AA-Akku ist das Modell von XTAR – vor allem aufgrund der großen Kapazität. So erreichte dieser Akku im Schnitt 2536 mAh bzw. 3583 mWh. Wichtig: Dies bei konstant 1,5 V!
Ebenfalls empfehlenswert sind die Hixon-Akkus, welche das zweitbeste Kapazitätsresultat erreichten. Diese senken jedoch nicht die Spannung am Ende des Entladens ab, wie es die anderen Modelle tun.
Willst du einen Akku mit einem integrierten Ladeport, musst du auf ein gutes Stück Kapazität verzichten. Hier würde ich zum ANSMANN Premium Rechargeable AA greifen, welcher immerhin 1642 mAh bei 1,5 V bzw. 2436 mWh erreichte.
Aufgrund der hohen Preise solltest du gut überlegen, wo es sich lohnt, solche Akkus zu verwenden. Dies ist in der Regel nur dann der Fall, wenn es entweder die Gefahr des Tiefentladens gibt oder eine konstant hohe Leistung benötigt wird.
Das neue iPhone 16 Pro (Max) ist da und besitzt einen größeren Akku und unterstützt, wie es unter vorgehaltener Hand heißt, auch ein schnelleres Laden. Traditionell sind iPhones, was die Ladegeschwindigkeit angeht, eher weniger beeindruckend. So erreichte das iPhone 15 Pro Max lediglich ca. 26 W im Maximum. Quelle
Wie sieht es nun beim iPhone 16 Pro Max aus? Lädt es wirklich merklich schneller? Welchen Ladestandard nutzt das iPhone 16 Pro Max? Finden wir es im Test heraus!
Welchen Ladestandard nutzt das iPhone 16 Pro (Max)?
Wie schon alle iPhones seit dem iPhone X nutzt auch das iPhone 16 Pro (Max) den USB Power Delivery Ladestandard. USB Power Delivery ist der universelle Ladestandard über USB-C, der nicht nur von Apple beim iPhone verwendet wird, sondern auch von Samsung bei seinen Galaxy-Smartphones, Google bei seinen Pixel-Modellen, der Nintendo Switch und auch diversen Notebooks, die via USB-C laden.
Entsprechend ist es auch theoretisch möglich, ein Ladegerät für all diese Geräte zu verwenden.
Wie schnell kann das iPhone 16 Pro Max wirklich laden?
Im Folgenden habe ich das iPhone 16 Pro Max an verschiedenen Ladegeräten getestet. Die Werte, die wir hier sehen, habe ich bei einem Akkustand im Bereich von 10-20 % ermittelt und sie stellen grob die maximalen Werte an diversen Quellen dar. Erfahrungsgemäß wird das normale iPhone 16 Pro etwas langsamer laden als das Pro Max, aber das generelle Verhalten wird sich ähneln.
Das iPhone 16 Pro Max ist relativ unproblematisch, was die Wahl des Ladegeräts angeht. Es lädt in der Regel mit maximal ca. 27 W, was im Vergleich zum iPhone 15 Pro Max ein Plus von 1 W ist.
Aber es gibt einen wichtigen Unterschied zu den alten iPhones: Die alten iPhones (X bis 15 Pro Max) haben bei USB Power Delivery Ladegeräten, falls verfügbar, immer die 9 V Leistungsstufe gewählt. Das iPhone 16 Pro Max wählt, falls verfügbar, immer die 15 V Leistungsstufe!
Spannenderweise triggert es jedoch nicht 15 V / 2 A, also 30 W, sondern direkt 15 V / 3 A, also 45 W, auch wenn in der Regel maximal 30 W genutzt werden. Dabei erreichte das iPhone 16 Pro Max seine maximale Ladegeschwindigkeit an allen USB-Ladegeräten mit 30 W oder mehr.
An einem 20 W USB-C Ladegerät kann das iPhone ebenfalls laden, allerdings nur mit maximal 20 W. Auch das Laden mit einem USB-A-auf-USB-C-Kabel ist weiterhin möglich, hier ist die Leistungsaufnahme jedoch auf ca. 7 W limitiert.
Wie lange dauert das Aufladen des iPhone 16 Pro Max?
27 W ist die maximal von mir gemessene Ladegeschwindigkeit. Wie lange dauert jedoch der gesamte Ladevorgang und wie verhält sich dabei die Leistungsaufnahme? Hierfür habe ich das iPhone 16 Pro Max auf 5 % entladen und dann im Flugmodus aufgeladen. Dies habe ich am 140 W Port des Anker Prime 250W USB-C Ladegeräts durchgeführt: Quelle. Die Leistungsaufnahme habe ich mit dem PowerZ KM003C mitgeloggt.
Eine Aufladung von 5 % auf 100 % dauerte bei mir 2:20 Stunden. Allerdings wird ein Ladezustand von ca. 50 % bereits nach etwa 30 Minuten erreicht. Vor allem die letzten 20 % dauern beim iPhone ewig! Dies ist jedoch nicht ungewöhnlich und wird unter anderem zum Schutz des Akkus gemacht.
Spannenderweise dauerte das Laden an einem 20-W-Ladegerät gerade einmal 10 Minuten länger als an einem „100-W“-Ladegerät.
Wir können sehen, dass die Spitzenladegeschwindigkeit hier erwartungsgemäß deutlich niedriger ist, dafür aber über einen längeren Zeitraum eine hohe Ladegeschwindigkeit gehalten wird.
Dies gleicht das Bild bei einer Ladung von 5 % auf 100 % unterm Strich wieder stark aus.
Allerdings würden wir einen deutlichen Unterschied bei der „bis 50 %-Ladezeit“ sehen. Hier hilft die deutlich höhere Spitzenladegeschwindigkeit eines größeren Ladegeräts.
Über 27 W möglich?
Wenn du dir das Lade-Diagramm von oben ansiehst, kannst du eine kleine Spitze über 27 W bis zu 35 W erkennen. Kann das iPhone 16 Pro Max also über 27 W aufnehmen? Falls ja, in welchen Situationen?
Um dies zu testen, habe ich das iPhone auf 10 % entladen und verschiedene Apps gestartet.
Und ja, hier können wir sehen, dass die Leistungsaufnahme bei einem laufenden Spiel auf bis zu 30 W ansteigen kann. Beim Wechseln von Anwendungen, vor allem beim Wechsel in die Kamera-App, kann das iPhone auch kurzzeitig deutlich über 30 W aufnehmen.
Anscheinend sind 27 W die maximale Ladeleistung des Akkus, aber bei gleichzeitiger Nutzung kann das iPhone 16 Pro Max über 30 W aufnehmen. Dies erklärt auch, warum das iPhone die 45 W USB Power Delivery Stufe triggert, wenn diese verfügbar ist, und nicht nur die 30 W Stufe.
Kabelloses Laden
Das iPhone 16 Pro bzw. Pro Max kann laut Apple mit bis zu 25 W kabellos laden. Dies aber nur mit Apples eigenem MagSafe Ladegerät.
An universellen Modellen sind anscheinend “nur” 15 W möglich. Wie lange dauert das kabellose Laden an einem 15 W Ladegerät?
Auf der ESR Qi2 3 in 1 kabellose Ladestation mit CryoBoost benötigte das iPhone 16 Pro Max rund 2:40 h für eine 5% auf 100% Ladung.
Braucht das iPhone 16 Pro PPS?
Nein, dem iPhone ist PPS egal, dieser Standard wird nicht genutzt.
Kann das iPhone überladen werden?
Es gibt USB-C Ladegeräte mit 100 W oder sogar noch mehr. Ist es sicher, sein iPhone 16 an solch einem Ladegerät zu laden, oder besteht die Gefahr der Überladung? Hier brauchst du dir keine Sorgen machen, du kannst dein iPhone nicht überladen oder „zu schnell“ laden. Es ist absolut sicher, das iPhone 16 Pro (Max) an einem 100 W oder 140 W USB-PD-Ladegerät zu laden.
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Fazit: Was gibt es über das Laden des iPhone 16 Pro (Max) zu wissen?
Was gibt es nun über das Laden des iPhone 16 Pro (Max) zu wissen? An sich ist es recht problemlos und auch nicht sonderlich wählerisch, was das Ladegerät oder die Powerbank angeht.
Maximale Leistungsaufnahme beim reinen Laden: ca. 27 W
Es wird USB Power Delivery als Ladestandard genutzt
Das iPhone 16 Pro Max wählt die 15 V Spannungsstufe
15 V / 2 A, also 30 W, reichen in der Regel aus
Es kann Leistungsspitzen bei gleichzeitiger Nutzung über 30 W (15 V / 3 A) geben, falls vom Ladegerät unterstützt
Eine 5 % auf 100 % Ladung dauert 2:20 Stunden
Nach 30 Minuten werden rund 50 % erreicht
Grundsätzlich lädt das iPhone 16 Pro Max in der Spitze nicht viel schneller als das alte iPhone 15 Pro Max. So werden hier ca. 27 W erreicht, an jedem USB Power Delivery Ladegerät mit 30 W oder mehr. Dabei nutzt das iPhone 16 Pro Max allerdings bevorzugt die 15 V Spannungsstufe, während das iPhone 15 Pro Max noch die 9 V Stufe nutzt. Auch konnte ich bei gleichzeitiger Nutzung Leistungsspitzen über 30 W beobachten. So wählt das iPhone auch die 15 V / 3 A Leistungsstufe von Ladegeräten, wenn diese vorhanden ist.
Entsprechend würde ich für die maximale Ladegeschwindigkeit ein USB Power Delivery Ladegerät mit 45 W oder mehr empfehlen, auch wenn praktisch mit einem 30 W Ladegerät nahezu dasselbe Ladetempo erreicht wird.
Was für ein Ladegerät würde ich für das iPhone 16 Pro Max empfehlen?
Mit dem 335 Charger bietet Anker ein spannendes und vergleichsweise günstiges 67-W-3-Port-Ladegerät an. Dieses soll eine Alternative zum Anker 735 Charger darstellen.
Wollen wir in diesem Test sehen, ob das stimmt, denn preislich sind das 335 und das 735 sehr ähnlich! Dabei ist das 735 auf dem Papier eigentlich das größere Modell. Wie steht es um Dinge wie die Effizienz und die PPS-Stufe? Finden wir es heraus!
Der 335, auch A2673 genannt, ist Teil von Ankers „3er“-Modellreihe, die die Basic-Serie darstellt.
Entsprechend ist das Ladegerät vor allem optisch etwas einfacher gestaltet als das Anker 735. Wir haben ein Kunststoffgehäuse mit einigen Hochglanz-Elementen, vor allem auf der Front. Im Allgemeinen würde ich das Anker 335 aber als durchaus schick einstufen.
Auch haptisch ist es gut gemacht. Mit den Maßen 31 x 43 x 72 mm und einem Gewicht von 155 g ist das Ladegerät wiederum durchschnittlich für ein Modell der 67-W-Klasse.
Anschlüsse des Anker 335 Charger (67W)
Der Anker 335 besitzt 2x USB-C und 1x USB-A.
USB-C 1 und 2 – 65 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
USB-A – 22,5 W Super Charge und 18 W QC 3.0 – 4,5V/5A, 5V/4,5A, 9V/2A, 12V/1,5A
Der USB-A-Port unterstützt, wie es derzeit oft üblich ist, 22,5 W Super Charge sowie 18 W Quick Charge. Spannender sind die USB-C-Ports.
Diese bieten beide prinzipiell bis zu 65 W nach dem USB Power Delivery-Standard. Damit haben sie nicht nur für Smartphones ausreichend Leistung, sondern auch für größere Geräte wie Notebooks oder Tablets.
Drosselung bei der Nutzung mehrerer Ports
Zwar bieten beide USB-C-Ports des Ladegeräts prinzipiell bis zu 65 W, aber dies gilt nur, wenn du sie nicht gleichzeitig nutzt. Nutzt du beide USB-C-Ports, werden sie auf 45 W + 22 W gedrosselt, womit wir auf die beworbenen maximalen 67 W kommen.
Mit guter PPS-Stufe für Samsung-Smartphones
Erfreulicherweise verfügt das Anker 335 auch über eine Unterstützung für den optionalen, aber zunehmend wichtigen PPS-Standard. So bieten beide USB-C-Ports:
PPS 3,3 – 11 V bei bis zu 5 A
Dies ist eine wichtige PPS-Stufe, um beispielsweise Samsung Galaxy Smartphones mit voller Geschwindigkeit zu laden. Leider geht die PPS-Stufe allerdings „nur“ bis 11 V. Damit wird die Ladegeschwindigkeit im Zusammenspiel mit dem Google Pixel 9 Pro XL und auch einigen chinesischen Smartphones leicht limitiert.
Alle Ladegeräte, die ich im Test habe, unterziehe ich einem Belastungstest. Dabei belaste ich das Ladegerät mehrere Stunden mit 100 % Last, um zu überprüfen, ob es dieser standhalten kann.
Erfreulicherweise ist die Antwort hier: ja! Das Ladegerät erwärmte sich bei konstanter Last auf maximal knapp über 60 Grad, was unproblematisch ist. Entsprechend konnte es auch konstant die volle Leistung liefern.
Spannungsstabilität
Die Spannungsstabilität ist bei USB Power Delivery-Ladegeräten prinzipiell nicht mehr ganz so wichtig für die Ladegeschwindigkeit, wie es noch bei normalen USB-A-Ladegeräten der Fall war. Dennoch ist eine stabile Spannung immer ein gutes Zeichen für hochwertige Elektronik.
Und beim Anker 335 sieht alles sehr gut aus! Die Spannung ist recht stabil und steigt bzw. fällt bei höherer Last nur minimal.
Effizienz des Anker 335
Wie steht es um die Effizienz des 335?
Im Test schwankte die Effizienz des 335 zwischen 76,2 % und 91,7 %. Die minimale Effizienz von 76,2 % bei sehr niedriger Last ist für meinen Geschmack etwas niedrig, aber die maximale Effizienz ist super!
Spannenderweise ist die Effizienz des Anker 335 und des Anker 735 praktisch identisch.
Unterschiede zwischen dem Anker 335 und 735
Das Anker 335 und 735 sind auf den ersten und auch zweiten Blick sehr ähnlich!
Aber wo liegen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten?
Die USB-C-Ports beider Ladegeräte haben 65 W und die gleiche PPS-Range.
Das Anker 735 hat keine 12V-Stufe.
Das Anker 735 ist minimal kleiner.
Das Anker 735 ist minimal leichter (155 g zu 141 g).
Die Leistungsverteilung ist anders: Anker 335 = 45 W + 22 W, Anker 735 = 32 W + 30 W.
Fazit zum Anker 335 Charger (67W)
Der Anker 335 ist ein absolut empfehlenswertes Ladegerät, vor allem, wenn du im Apple- und Samsung-Ökosystem unterwegs bist.
Dank der vergleichsweise hohen Leistung von bis zu 67 W via USB-C und der bis zu 5 A PPS-Stufen ist das Ladegerät in der Lage, alle Apple iPhones und Samsung Galaxy Smartphones mit voller Geschwindigkeit zu laden. Grundsätzlich ist das Ladegerät aber auch für andere Hersteller gut geeignet; teilweise kann die Ladegeschwindigkeit jedoch etwas reduziert sein, da die PPS-Stufe „nur“ bis 11 V geht.
Dabei ist die Leistung des Ladegeräts auch sinnvoll aufgeteilt, wenn du mehrere Ports gleichzeitig nutzt. Die Effizienz und auch die Spannungsstabilität sind gut, und generell macht das Ladegerät einen technisch starken Eindruck. Kurzum: Ja, ich kann das Anker 335 mit gutem Gewissen empfehlen. Tendenziell mag ich es sogar etwas mehr als das ähnliche Anker 735.
Es ist mal wieder so weit: Apple hat ein neues iPhone auf den Markt gebracht. Das iPhone 16 Pro bzw. die Pro-Max-Version ist dabei auf den ersten Blick kein großer Sprung verglichen mit dem iPhone 15 Pro.
Wir haben ein minimal größeres Display, mehr Leistung und die üblichen Detailverbesserungen bei der Kamera usw. Allerdings, gerade durch iOS 18, gefällt mir das iPhone 16 Pro Max dennoch sehr gut!
Schauen wir uns das iPhone 16 Pro Max einmal im vollständigen Test an!
Haptisch ist das iPhone 16 Pro Max mit seinem Titanrahmen ohne Frage eines der wertigsten Smartphones auf dem Markt.
Dieses fühlt sich auch im Vergleich mit dem Samsung Galaxy S24 Ultra oder dem Google Pixel 9 Pro XL noch ein gutes Stück wertiger und „massiver“ an. Allerdings ist das Handgefühl +- identisch zum Vorgänger.
Dabei ist das Display minimal gewachsen. So misst dieses beim Pro Max nun 6,9 Zoll (verglichen mit 6,7 Zoll beim 15 Pro Max). Dabei ist das Smartphone aber kaum breiter geworden.
iPhone 16 Pro Max: 77,6 mm breit – 8,3 mm dick
iPhone 15 Pro Max: 76,7 mm breit – 8,3 mm dick
Samsung Galaxy S24 Ultra: 79 mm breit – 8,6 mm dick
Google Pixel 9 Pro XL: 76,6 mm breit – 8,5 mm dick
Mit einer Breite von 77,6 mm ist das iPhone 16 Pro Max schon ein ziemlicher Brocken. Dabei setzt es auf ein recht „blockiges“ Format. Die Rückseite ist nicht abgerundet, entsprechend fühlt sich das Smartphone in der Hand auch recht groß an.
Ein noch größeres Display
Das iPhone 16 Pro Max hat ein 6,9 Zoll LTPO OLED-Display, das mit 2868 x 1320 Pixeln auflöst.
Qualitativ ist das Display, wie von Apple gewohnt, hervorragend! Es ist +- auf dem gleichen Level wie die Displays anderer High-End-Smartphones, wie dem S24 Ultra oder Google Pixel 9 Pro XL. Gerade was die Farbtreue angeht, ist das Display hervorragend.
Allerdings ist die maximale Helligkeit etwas niedriger als gerade beim Pixel 9 Pro XL und entsprechend die Ablesbarkeit im Freien minimal schlechter.
Dennoch ist dies Meckern auf sehr hohem Niveau. Die Displays aller High-End-Smartphones sind fantastisch!
Lautsprecher
Apple ist extrem gut darin, starke Lautsprecher in seinen Geräten zu verbauen, und hier stellt das iPhone keine Ausnahme dar.
Qualitativ sind dies die besten Lautsprecher, die ich je in einem Smartphone gehört habe! Es ist einfach beeindruckend, wie das iPhone 16 Pro Max einen recht großen Klang erzeugen kann und sogar etwas Bass besitzt.
Damit klingt es besser als viele Notebooks und auch leicht besser als das Pixel 9 Pro XL oder das Samsung S24 Ultra.
Wie gut sind die Kameras?
Das iPhone 16 Pro Max besitzt wie üblich drei Kameramodule:
Hauptkamera: 48 Megapixel – f/1.78 – Sony IMX903
Weitwinkelkamera: 48 Megapixel – f/2.2 – Sony IMX972
Zoom-Kamera: 12 Megapixel – f/2.8
Damit haben sowohl die Hauptkamera als auch die Weitwinkelkamera ein Sensor-Upgrade erhalten. Zwar ist der IMX903 mit 1/1,3 Zoll weiterhin genauso groß wie beim iPhone 15 Pro Max, soll aber eine leicht bessere Qualität liefern.
Wie beim iPhone üblich, liefert auch das 16 Pro Max von Haus aus sehr neutrale Fotos, die sehr gut ausgeleuchtet sind, mit hoher Dynamik und guter Detaildarstellung. Teils neigt das iPhone aber zu vergleichsweise kühlen Bildern.
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Dies sehen wir vor allem im Vergleich zum Samsung Galaxy S24 Ultra oder dem Google Pixel 9 Pro XL.
So produziert das iPhone deutlich kühlere Bilder und gerade im Vergleich zum S24 Ultra auch deutlich weniger stark gesättigte Farben. Am Ende ist dies aber natürlich Geschmackssache.
Tendenziell würde ich aber die Bilder des Google Pixel 9 Pro XL etwas vorziehen, außer bei der Weitwinkelkamera, die beim iPhone richtig gut ist.
Sehr gut ist auch die Video-Funktion! Hier kann das iPhone locker die anderen schlagen.
Eine herausragende Leistung
Eine große Stärke der iPhones ist Apples eigener Prozessor, hier in Version „A18 Pro“. So ist das iPhone 16 Pro Max trotz der „nur“ 6 Kerne das schnellste Smartphone auf dem Markt.
Dass die Benutzeroberfläche schnell läuft, ist keine Überraschung, selbiges gilt auch für die üblichen Apps wie Facebook, Instagram usw. Hier ist das iPhone 16 Pro Max einfach ziemlich perfekt.
Auch die Kamera reagiert bei schnellen Bildern hintereinander sehr schnell und reaktionsfreudig.
Allerdings gibt es für iOS auch Anwendungen und Spiele, die wirklich die Leistung des Chips ausreizen, wie z. B. Resident Evil Village.
Dieses läuft auch gut auf dem iPhone 16 Pro Max. Klar, wir haben hier nicht die Grafik wie auf einem modernen PC oder der PS5, aber hey, ein „vollwertiges“ Spiel, das auf einem Smartphone so gut aussieht und läuft, ist schon beeindruckend.
Gute Akkulaufzeit
Die „Max“-Modelle der iPhones hatten immer schon eine recht gute Akkulaufzeit. Dies gilt auch für das iPhone 16 Pro Max.
So kann dieses trotz seines Akkus, der „nur“ 4685 mAh hat, beispielsweise das S24 Ultra und auch das Pixel 9 Pro XL bei mir in der Praxis bei der Laufzeit übertreffen.
Trotz eines von mir eingestellten Ladelimits von 80 % komme ich locker mit dem iPhone durch den Tag und würde sogar knapp einen zweiten Tag schaffen – super!
Teuer wie eh und je
Mittlerweile sind alle High-End-Smartphones sehr teuer. Da ist das iPhone 16 Pro Max keine Ausnahme, ganz im Gegenteil.
Für das 256-GB-Modell werden satte 1449 € fällig, für 512 GB gleich 1699 € – autsch!
Dabei ist das iPhone leider oder glücklicherweise, je nachdem, wie man es sehen will, sehr preisstabil.
Nach der Analyse von Idealo sinkt der Preis des iPhones „Max“ im Schnitt um lediglich 17 % nach fünf Monaten. Zum Vergleich: Samsung „Ultra“-Smartphones werden nach fünf Monaten im Schnitt 30 % günstiger.
Allerdings ist im Gegenzug auch der Wiederverkaufswert des iPhones tendenziell sehr hoch.
Fazit zum iPhone 16 Pro Max
Die diesjährigen Smartphones sind alle keine ganz einfache Sache, ob nun S24 Ultra von Samsung, Pixel 9 Pro XL von Google oder auch unser iPhone 16 Pro Max.
Offen gesagt hat sich hier nicht viel getan im Vergleich zum 15 Pro Max, und völlig neutral betrachtet wäre das 15 Pro Max, wenn du es zu einem fairen Preis bekommst, der bessere Deal.
Allerdings soll dies nicht heißen, dass das iPhone 16 Pro Max ein schlechtes Smartphone ist. Ganz im Gegenteil: Dieses ist mit iOS 18 hervorragend, mit den vielen neuen Personalisierungsoptionen.
Technisch ist das iPhone 16 Pro Max Weltklasse. Das Display ist hervorragend, die Leistung des A18 Pro ist Weltklasse, der Akku stark, und nicht zuletzt machen auch die Kameras einen sehr guten Job.
Für Fotos bevorzuge ich zugegeben weiterhin das Samsung Galaxy S24 Ultra oder das Pixel 9 Pro XL, welche aus meiner Sicht etwas schönere Bilder produzieren. Das iPhone 16 Pro Max neigt zu etwas „flachen“ und sterilen Bildern.
Allerdings sind dies auch die so ziemlich besten Foto-Smartphones. Bei Videos hingegen kann niemand das iPhone schlagen.
Ähnliches gilt auch für die Leistung. Der Apple A18 Pro sorgt für eine Leistung, die weit über dem liegt, was man eigentlich in einem Smartphone benötigt.
Dabei ist das iPhone 16 Pro Max aber genau genommen noch nicht vollständig. Es fehlen noch Apples KI-Features, die noch nachgereicht werden. Glaubst du, dass diese groß relevant sind? Nö.
Auch beim S24 Ultra oder Google Pixel ist der ganze KI-Kram höchstens ein netter Bonus.
Dennoch muss mein Fazit unterm Strich positiv sein! Wir haben hier ein Top-iPhone ohne Schwächen, welches mit iOS 18 gerade für Android-Umsteiger spannender ist, denn je.
2,5 Gbit LAN setzt sich langsam durch, zumindest bei aktuellen PC-Mainboards. Was Netzwerk-Switche angeht, ist die Auswahl bei großen Herstellern jedoch noch sehr überschaubar oder teuer. Von kleineren chinesischen Herstellern gibt es hingegen einige günstige 2,5 Gbit LAN-Switche. Ubiquiti hat mit dem USW Flex 2.5G nun ebenfalls ein günstiges 2,5 Gbit LAN-Modell auf den Markt gebracht. Dieser ist für ca. 60 € erhältlich und bietet 5x 2,5 Gbit LAN-Ports sowie ein minimalistisches Design. Zudem ist der USW Flex 2.5G sehr flexibel, was die Stromversorgung angeht.
Schauen wir uns den Ubiquiti USW Flex 2.5G in einem kleinen Test genauer an, insbesondere in Bezug auf Aspekte wie die Leistungsaufnahme.
Der USW Flex 2.5G ist ein absolut minimalistischer Switch, der für den Einsatz am Arbeitsplatz oder als „Unterverteilung“ gedacht ist.
Er misst nur 117 x 90 x 21 mm und ist somit kaum breiter als die 5x 2,5 Gbit LAN-Ports an der Front. Das Gehäuse besteht aus einem hochwertigen, weißen Kunststoff.
Trotz des extrem einfachen Aufbaus hinterlässt der USW Flex 2.5G einen wertigen Eindruck.
Flexibel bei der Stromversorgung
Die Stromversorgung des Ubiquiti USW Flex 2.5G ist besonders interessant, da zwei Optionen zur Verfügung stehen: Einerseits legt Ubiquiti ein passendes USB-C-Netzteil bei, andererseits kann der Switch auch über PoE (Power over Ethernet) mit Energie versorgt werden.
Wenn du also einen zentralen Switch mit PoE hast, kannst du diesen verwenden, um den USW Flex 2.5G zu betreiben.
Der USW Flex 2.5G muss in einen UniFi Controller eingebunden werden. Über diesen Controller kannst du den Switch vollständig verwalten.
Du kannst Informationen zu jedem Port des Switches einsehen, sehen, welche Geräte verbunden sind, und den Traffic überwachen.
Auch VLANs lassen sich einrichten. All dies ist, wie bei Ubiquiti üblich, in einer sehr ansprechenden Benutzeroberfläche verpackt.
In der Praxis unproblematisch
In der Praxis ist der USW Flex 2.5G ein unspektakulärer, aber guter Switch. Nach der Einbindung in das UniFi-System erledigt er seine Arbeit tadellos. Erwartungsgemäß gab es keine Stabilitätsprobleme. Dies gilt jedoch auch für die meisten günstigen Modelle. Das Besondere an diesem Switch ist die Integration in die UniFi-Software.
Stromverbrauch
Ein großes Problem früherer Switche mit mehr als 1 Gbit war der hohe Stromverbrauch. Besonders 10 Gbit-Modelle verbrauchten im Leerlauf oft schon 20, 30 W oder mehr. Die aktuelle Generation von 2,5 Gbit-Switchen ist jedoch deutlich sparsamer. Dies zeigt sich auch beim Ubiquiti USW Flex 2.5G mit dem beiliegenden 5V 1A-Netzteil. Der maximale Stromverbrauch liegt bei etwa 5 W.
Im Leerlauf mit lediglich einem 2,5 Gbit Uplink benötigt der Switch rund 2,4 W. Mit 3x 2,5 Gbit Geräten steigt der Verbrauch auf knapp unter 4 W an. Damit ist der Ubiquiti USW Flex 2.5G als sehr sparsam zu bezeichnen! Über PoE liegt der Verbrauch etwa 2 W höher als mit dem beiliegenden Netzteil.
Fazit
Wenn du bereits im Ubiquiti UniFi-Ökosystem unterwegs bist, ist der USW Flex 2.5G eine logische Wahl, wenn du nach einem günstigen 2,5 Gbit LAN-Switch suchst. Der Switch wird von der UniFi-Software weitgehend wie ein „großer“ Switch behandelt und funktionierte bei mir einwandfrei und stabil. Die Leistungsaufnahme von 2,4 bis etwa 4 W ist erfreulich gering, und die Möglichkeit, den Switch über PoE oder USB-C mit Energie zu versorgen, ist praktisch. Auch der Preis von 60 € ist in Ordnung.
Solltest du jedoch auf die UniFi-Anbindung verzichten können, gibt es auch günstigere Modelle mit 2,5 Gbit oder 10 Gbit.
Man kann nie genug Speicherplatz haben, das ist zumindest meine Erfahrung. Passend hierzu bietet ORICO gerade einige spannende Produkte an. Dazu gehört auch das „ORICO 9728C3“, welches ein externes Festplattengehäuse mit 2, 4 oder 5 Bays ist.
Ich habe hier im Test die 2-Bay-Version, die wir uns einfach mal in einem kleinen Praxis-Test ansehen, denn ich plane, dieses als „Erweiterung“ meines NAS für Backups zu nutzen. Taugt das Gehäuse für diesen Zweck?
Viele externe Gehäuse für mehrere Festplatten sehen sehr „technisch“ aus. ORICO hat hier offensichtlich versucht, das 9728C3 etwas „schicker“ und moderner zu gestalten.
So haben wir ein Kunststoffgehäuse mit einer interessanten Rillenstruktur. Auf der Oberseite finden wir einen Deckel, unter dem die Festplatten hochkant eingesetzt werden. Hierfür gibt es zwei Metallschlitten, auf denen die Festplatten oder SATA-SSDs verschraubt werden. Auf der Front gibt es für jeden der beiden Schächte eine Status-LED sowie eine allgemeine Status-LED für das System.
Auf der Rückseite befinden sich der USB-C-Anschluss sowie der Einschalter und der Anschluss für das Netzteil.
Dass das Gehäuse auf USB-C setzt, ist sehr schön, denn weiterhin nutzen viele externe HDD-Gehäuse USB-B oder microUSB 3.0. Im Lieferumfang ist auch ein recht langes USB-C-Kabel enthalten.
Mit 60-mm-Lüfter
Auf der Unterseite des ORICO 9728C3 2-Bay-Festplattengehäuses ist ein Lüfter integriert. Dieser ist ein „Slim“ 60-mm-Lüfter, der konstant läuft. Der Lüfter ist hörbar, aber auch nicht störend laut. Selbst eine leise HDD ist im Betrieb lauter als der Lüfter. Allerdings ist dessen Anordnung fragwürdig.
Der Lüfter saugt von oben frische Luft an und bläst diese nach unten heraus. Andersherum würde eigentlich mehr Sinn ergeben. Zwei „Cutouts“ im PCB, die vermutlich für den Airflow gedacht waren, werden vom Gehäuse blockiert. Der Lüfter funktioniert und hilft, die Temperaturen unter Kontrolle zu halten. Allerdings denke ich, dass dies noch etwas besser umsetzbar wäre.
Temperatur der Festplatten
Nach rund 30 Minuten Volllast von zwei Seagate IronWolf 6 TB HDDs erreichen diese eine Temperatur von 41 bzw. 42 Grad. Nicht super kühl, aber für eine externe HDD auch nicht problematisch heiß.
Der Controller
Das ORICO-Gehäuse setzt auf den JMS561U von JMicro als Controller. Dies ist ein bekannter und zuverlässiger Controller. Mehr Infos: https://www.jmicron.com/file/download/1006/JMS561U_Product+Brief.pdf
Update: Ein Fehler von mir, das Gehäuse nutzt den JMS561U. Via Software wurde fälschlicherweise der JMS551 erkannt.
Kein RAID
Wichtig! Das ORICO 9728C3 unterstützt kein „Hardware-RAID“. Beide verbauten HDDs werden einfach ans Betriebssystem durchgereicht.
Volle SMART-Daten
Entsprechend lassen sich auch alle SMART-Daten, Temperaturdaten usw. von den Festplatten problemlos auslesen.
Wie schnell ist das ORICO 2-Bay Festplattengehäuse?
Ich habe die maximale Geschwindigkeit des ORICO 2-Bay-Festplattengehäuses mithilfe einer SSD getestet.
Unter absolut optimalen Bedingungen erreichte das Gehäuse rund 450 MB/s in beide Richtungen. Praktisch beim Datenkopieren mit dem Windows Explorer konnte ich folgende Werte erreichen:
430 MB/s lesend
380 MB/s schreibend
Diese Bandbreite teilen sich beide Laufwerke, was nicht schlecht ist, besonders wenn man bedenkt, dass die meisten HDDs lediglich um die 200 MB/s erreichen können.
Leistungsaufnahme
Die Leistungsaufnahme des ORICO 2-Bay-Festplattengehäuses schwankt natürlich je nach verbauten Festplatten. Hier ein paar Beispielwerte:
3,5 W mit einer SSD
5,5 W mit einer SSD unter Last
19 W mit zwei HDDs
24 W mit zwei HDDs unter Last
Das Gehäuse benötigt mit einer SSD etwa 3,5 W, was angenehm wenig ist. Mit zwei HDDs schwankt die Leistungsaufnahme je nach Festplatten um die 20 W, was zu großen Teilen dem Verbrauch der Festplatten zuzuschreiben ist.
Erfreulicherweise unterstützt das Gehäuse auch das Standby der Festplatten. Nach einer Weile unter Windows und auch an meinem Synology NAS gehen die Festplatten in den Spindown, und der Verbrauch mit zwei HDDs sinkt auf etwa 4,1 W.
Einschaltverhalten
Leider merkt sich das Festplattengehäuse nicht den letzten „Einschaltstatus“. Trennst du es vom Strom und steckst es wieder ein, muss es zusätzlich immer wieder manuell eingeschaltet werden.
Fazit
Das ORICO 9728C3 2-Bay-Festplattengehäuse macht, was es soll. Das Gehäuse hat bei mir im Test technisch absolut problemlos funktioniert. Die Datenraten passen für ein HDD-Gehäuse (theoretisch schafft das Gehäuse bis zu 450 MB/s, praktisch 430 MB/s), was deutlich mehr ist, als die meisten HDDs schaffen.
Dabei ist die Leistungsaufnahme des Gehäuses recht gering und das Standby-Verhalten gut. Der verbaute Lüfter ist aus meiner Sicht etwas fragwürdig und könnte besser optimiert werden, aber bei mir wurden die Festplatten nicht zu heiß, und der Lüfter war von der Lautstärke her unproblematisch. Das Design des Gehäuses gefällt mir gut, auch wenn es qualitativ nichts Besonderes ist (es besteht aus sehr einfachem Kunststoff). Dennoch verrichtet das ORICO 9728C3 2-Bay-Festplattengehäuse zuverlässig seinen Job.
Wenn du nach einer High-End-externen SSD suchst, wirst du über die Samsung T9 und die Crucial X10 Pro stolpern. Auf den ersten Blick sind beide SSDs ziemlich ähnlich.
Beide bieten um die 2000 MB/s, und auch der Preis ist vergleichbar. Aber welche der beiden SSDs ist die bessere Wahl? Finden wir dies in einem kleinen Vergleich heraus!
Ein deutlicher Unterschied zwischen der X10 Pro und der Samsung T9 sind die Abmessungen:
Samsung T9: 77 x 60 x 15 mm
Crucial X10 Pro: 65 mm × 50 mm × 10 mm
Die Samsung T9 ist deutlich größer und setzt auf ein Gehäuse, das mit Gummi überzogen ist.
Dadurch wirkt sie etwas robuster als die X10 Pro, die ein Gehäuse aus Kunststoff mit einer Metalloberseite hat. Tendenziell mag ich das Gehäuse der Crucial X10 Pro aber etwas mehr.
Interessanterweise verfügt die X10 Pro auch über eine IP55-Zertifizierung, ist also gegen Staub und Regen geschützt, während die T9 keine offizielle IP-Zertifizierung besitzt. Schade, denn die Samsung T7 Shield mit einem ähnlichen Gehäuse hatte noch einen vollständigen Wasserschutz.
Beide mit Status-LED
Beide SSDs besitzen eine Status-LED, die bei Datenübertragungen blinkt. Bei der Samsung T9 ist diese direkt neben dem USB-C-Port angebracht und leuchtet blau. Bei der Crucial X10 Pro ist sie im „Schlüsselanhänger-Loch“ integriert und leuchtet weiß.
Die Technik der T9 und X10 Pro
Samsung und Crucial bieten beide SSDs mit 1 TB, 2 TB und 4 TB Kapazität an.
Samsung
Crucial
1 TB
2000 / 1950 MB/s
2100 / 2000 MB/s
2 TB
2000 / 1950 MB/s
2100 / 2000 MB/s
4 TB
2000 / 2000 MB/s
2000 / 2000 MB/s
Auf dem Papier liegen beide SSDs bei maximal ± 2000 MB/s bzw. 2100 MB/s bei der X10 Pro. Der limitierende Faktor ist hier vor allem die USB-C 3.2 Gen 2×2-Schnittstelle, die von beiden SSDs genutzt wird.
Tendenziell ist die Crucial jedoch laut technischer Daten einen Hauch schneller.
20 Gbit USB-C „USB 3.2 Gen 2×2“: Ein spezieller Anschluss
Die beiden SSDs erreichen dank USB 3.2 Gen 2×2 mit 20 Gbit eine beeindruckende Datenübertragungsrate von bis zu 2100 MB/s. Doch aufgepasst: Um diese Geschwindigkeit voll auszunutzen, benötigst du einen passenden USB-C-Anschluss, der leider noch nicht weit verbreitet ist.
Du denkst vielleicht, dass ein USB 4- oder Thunderbolt-Anschluss mit 40 Gbit ausreicht, da er ja theoretisch schneller ist. Leider ist das nicht der Fall. Hier ein Überblick über die maximalen zu erwartenden Geschwindigkeiten verschiedener Anschlüsse in der Praxis:
USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit): ca. 400 MB/s
USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit): ca. 1000 MB/s
USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit): ca. 2100 MB/s
Thunderbolt 3/4 (40 Gbit): ca. 1000 MB/s
USB 4 (40 Gbit): meist ca. 1000 MB/s*
Nur der spezielle 20 Gbit USB-C 3.2 Gen 2×2-Port ermöglicht die maximale Geschwindigkeit der SSDs. Dieser ist seltener zu finden als USB 4 oder Thunderbolt. Beispielsweise in Kombination mit MacBooks werden lediglich maximal ± 1000 MB/s möglich sein.
Hinweis: Die meisten USB 4-Anschlüsse unterstützen maximal 1000 MB/s in Kombination mit einer USB 3.2 Gen 2×2-SSD. Allerdings gibt es bereits einen neuen USB 4-Controller, den ASM4242, der die vollen 2100 MB/s ermöglicht. Dieser Controller wird zum Beispiel in den neuen X870E-Mainboards verwendet.
4 TB vs. 2 TB
Wichtig: Ich teste hier die 4-TB-Version der Samsung T9 und die 2-TB-Version der Crucial X10 Pro.
Ein erster Benchmark
Schauen wir uns die Leistung der beiden SSDs zunächst bei CrystalDiskMark an.
Crucial X10 ProSamsung T9
Wie zu erwarten war, sind beide SSDs sehr dicht beieinander, mit einem kleinen Vorteil für die X10 Pro. So erreichte diese maximal 2119 MB/s lesend und 1853 MB/s schreibend. Die Samsung T9 kommt auf 2029 MB/s bzw. 1844 MB/s.
Samsung T9Crucial X10 Pro
Spannenderweise hatte die T9 im PC Mark Data Drive Benchmark mit 991 zu 982 Punkten leicht die Nase vorn.
In der Praxis
Leider sind die 2000 MB/s+ aber recht theoretische Werte. So kann der Windows Explorer bei beiden SSDs praktisch nicht die volle Leistung erreichen. Dies ist nicht die Schuld der SSDs, sondern leider normal. Zunächst habe ich eine 52 GB und eine 251 GB große Datei auf die SSDs kopiert bzw. herunterkopiert und die Zeit gestoppt. Anhand dieser Zeiten wurden die Datenraten errechnet.
Hier war die Crucial X10 Pro bei mir etwas schneller als die Samsung T9, vor allem beim Lesen. So erreichte die X10 Pro rund 18xx MB/s, während die Samsung T9 um die 15xx MB/s schaffte. Schreibend erreichte die Crucial etwa 10xx MB/s und die Samsung 9xx MB/s. Es ist etwas schade, dass die praktischen Werte beider SSDs doch ein Stück unter dem theoretischen Maximum liegen, aber sie sind dennoch deutlich schneller als USB-C-3.2-Gen-2-SSDs.
Ein ähnliches Ergebnis sehen wir auch, wenn wir die zuvor kopierten Daten auf den SSDs entpacken. Auch hier ist die X10 Pro etwas schneller als die Samsung T9.
Konstante Leistung?
Viele SSDs, auch externe, setzen auf einen sogenannten SLC-Cache. Das bedeutet, die SSD kann nicht konstant die volle Leistung halten, sondern ab einem gewissen Punkt bricht die Leistung mehr oder weniger stark ein. Eine SSD, bei der dies sehr stark passiert, ist beispielsweise die Crucial X9.
SLC Cache bei der Crucial X9
So kannst du hier sehen, wie die SSD zunächst über 800 MB/s erreichte, aber dann auf deutlich unter 100 MB/s fällt. Damit ist die Crucial X9 eine sehr extreme SSD.
Aber was ist mit unseren beiden Testkandidaten?
Crucial X10 Pro
Die Crucial X10 Pro kann ihre volle Leistung über die gesamte Kapazität konstant liefern, perfekt!
Samsung T9
Dies gilt allerdings nicht für die Samsung T9. Hier sinkt die Datenrate nach ca. 210 GB (bei der 4-TB-Version) auf etwa 800 MB/s. 800 MB/s ist erfreulicherweise immer noch eine sehr respektable Datenrate.
Fazit
Sowohl die Samsung T9 als auch die Crucial X10 Pro sind hervorragende externe SSDs, die jedoch aufgrund des USB-C-3.2-Gen-2×2-Ports etwas speziell sind. Hier musst du prüfen, ob dein Computer/Notebook überhaupt einen solchen Port hat. Falls nicht, greife lieber zur Samsung T7 Shield oder der Crucial X9 Pro.
Welche ist nun die bessere SSD, die Samsung T9 oder die Crucial X10 Pro? Beide sind sehr gut, aber im Test hatte die Crucial X10 Pro tendenziell leicht die Nase vorn. So bot die X10 Pro sowohl in theoretischen Benchmarks als auch in praktischen Dateiübertragungstests eine leicht höhere Datenrate. Zudem konnte die Crucial X10 Pro ihre Schreibrate in der Praxis konstant halten, während die T9 einen leichten Einbruch auf ± 800 MB/s zeigte. Auch das Gehäuse der X10 Pro gefällt mir tendenziell besser.
Von daher, wenn ich mich zwischen den beiden Modellen entscheiden müsste, würde ich eher zur Crucial X10 Pro greifen, vorausgesetzt, beide liegen preislich auf einem ähnlichen Niveau.
Crucial bietet einige sehr gute externe SSDs an. So halte ich die X9 Pro derzeit für eine der besten externen SSDs, die du kaufen kannst. Diese ist günstig, schnell und bietet vor allem eine konstante Leistung.
Allerdings hat Crucial noch ein größeres Modell im Sortiment, die X10 Pro. Diese setzt auf ein sehr ähnliches Design, nutzt jedoch einen USB 3.2 2×2-Port mit bis zu 20 Gbit. Dies erlaubt im Vergleich zur X9 Pro theoretisch die doppelte Datenrate, also bis zu etwa 2000 MB/s.
Klingt doch interessant! Aber funktioniert das in der Praxis auch so gut? Wie hoch ist die tatsächliche Datenrate, und kann die SSD eine konstante Leistung bieten? Finden wir es im Test heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an Crucial für das Zurverfügungstellen der X10 Pro für diesen Test.
Die Crucial X10 Pro ist eine vergleichsweise kompakte externe SSD, vor allem im Hinblick auf die zu erwartende Geschwindigkeit.
So misst die SSD gerade einmal 65 mm × 50 mm × 10 mm und wiegt 42 g. Damit ist sie deutlich kleiner als die Samsung T9. Auch generell setzt die SSD auf ein völlig anderes Design. Während die Samsung ein „Gummi“-Gehäuse hat, das sie vor Stürzen schützen soll, setzt die X10 Pro auf ein Gehäuse mit einer Oberseite aus Aluminium und einer Unterseite aus Kunststoff.
Spannenderweise ist die X10 Pro dennoch IP55-zertifiziert. Ein Regenschauer oder Ähnliches sollte der SSD also keinen Schaden zufügen.
Auf der Anschlussseite haben wir genau einen USB-C-Port, und passend dazu liegt ein kurzes USB-C-auf-USB-C-Kabel bei.
Die X10 Pro besitzt auch eine Status-LED, die in einem „Loch“ an der Seite der SSD verbaut ist und weiß leuchtet. Dieses „Loch“ kann auch für einen Schlüsselanhänger genutzt werden.
Die Technik der X10 Pro
Die X10 Pro soll laut Crucial bis zu 2100 MB/s lesend und 2000 MB/s schreibend erreichen. Um diese Geschwindigkeit zu erzielen, setzt die SSD auf eine USB-C-3.2-Gen-2×2-Verbindung.
Als Controller kommt der Silicon Motion SM2320 zum Einsatz. Weitere Infos: Silicon Motion SM2320
Dabei handelt es sich um einen „All-in-One“-Controller, der den SSD-Controller mit dem USB-Controller vereint. Viele „herkömmliche“ SSDs setzen auf zwei Controller, den normalen SSD-Controller wie bei einer internen SSD und einen „Übersetzer“, der aus PCIe USB macht.
Kombiniert wird der Silicon Motion SM2320 in der X10 Pro mit Microns TLC-NAND mit 176 Layern, welcher z. B. auch bei der Crucial P5 Plus zum Einsatz kommt.
Dies sollte eine gute Haltbarkeit und Leistung garantieren.
SMART-Daten lassen sich dabei vollständig von der SSD mit Tools wie CrystalDiskInfo auslesen.
20 Gbit USB-C „USB 3.2 Gen 2×2“: Ein spezieller Anschluss
Die Crucial X10 Pro nutzt einen USB-3.2-Gen-2×2-Port mit 20 Gbit, um eine Datenübertragungsrate von bis zu 2100 MB/s zu erreichen. Dieser USB-Anschluss ist relativ selten, und obwohl die SSD grundsätzlich universell kompatibel ist, benötigst du einen speziellen 20-Gbit-USB-C-Port, um das volle Tempo zu nutzen.
Falls du denkst: „Mein Laptop hat einen USB-4-Port mit 40 Gbit oder Thunderbolt mit 40 Gbit – das sollte also für die maximale Geschwindigkeit reichen“, muss ich dich leider enttäuschen.
Hier sind die maximal möglichen Übertragungsraten pro Anschluss:
USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit): ca. 400 MB/s
USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit): ca. 1000 MB/s
USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit): ca. 2100 MB/s
Thunderbolt 3 (40 Gbit): ca. 1000 MB/s
Thunderbolt 4 (40 Gbit): ca. 1000 MB/s
USB 4 (40 Gbit): ca. 1000 MB/s*
Das bedeutet, dass du an den meisten MacBooks und bei rund 99 % aller Notebooks nur etwa 1000 MB/s erreichen wirst, wenn du die Crucial X10 Pro verwendest. Nur wenige Computer verfügen über den „idealen“ 20-Gbit-USB-C-3.2-Gen-2×2-Port, der für die maximale Leistung erforderlich ist.
*Hinweis: Die meisten USB-4-Anschlüsse unterstützen maximal 1000 MB/s in Kombination mit einer USB-3.2-Gen-2×2-SSD. Allerdings gibt es bereits einen neuen USB-4-Controller, den ASM4242, der die vollen 2100 MB/s ermöglicht. Dieser Controller wird zum Beispiel in den neuen X870E-Mainboards verwendet.
Leistung in Benchmarks
Crucial wirbt bei der X10 Pro mit Datenraten „von bis zu 2100 MB/s“, was sich mit den Angaben des Controller-Herstellers deckt. Ich habe diese zunächst mit CrystalDiskMark am ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI getestet. Dieses AM5-Mainboard verfügt über entsprechende 20-Gbit-USB-C-Ports.
Und das sieht doch ganz gut aus! So konnte ich lesend bis zu 2119 MB/s erreichen und schreibend bis zu 1853 MB/s. Schreibend erreichen wir also nicht ganz die Herstellerangabe, aber dennoch sind dies sehr beachtliche Werte.
In der Praxis
Leider ist die SSD in der Praxis ein Stück langsamer. Dies liegt nicht einmal zwingend an der SSD, sondern zu großen Teilen einfach am Windows Explorer, der sich bei Datenraten über 1000 MB/s schwer tut!
Allerdings konnte ich hier folgende Werte in der Praxis erreichen:
1920 MB/s lesend
1200 MB/s schreibend
Ich denke, dies sind ordentliche Werte!
Erfreulicherweise funktionierte die SSD bei mir stabil und zuverlässig in der Praxis. Es gab keine „Random“-Disconnects oder Ähnliches.
Mit SLC-Cache? (Konstante Leistung?)
Die meisten modernen SSDs verfügen über einen sogenannten SLC-Cache. Das liegt daran, dass selbst aktuelle NAND-Module nicht dauerhaft mit Geschwindigkeiten von 2000 MB/s oder mehr beschrieben werden können. Um dennoch hohe Schreibgeschwindigkeiten zu erreichen, setzen viele Hersteller auf einen SLC-Cache. Kurz gesagt bedeutet das, dass ein bestimmter Bereich der SSD deutlich schneller beschrieben werden kann als der Rest des Laufwerks. Dieser Bereich wird zunächst gefüllt und, wenn ausreichend Speicher verfügbar ist, im Hintergrund wieder freigeräumt.
Erfreulicherweise kann die X10 Pro ihre Schreibrate von praktischen etwa 1400 MB/s konstant über die komplette Kapazität halten!
Dies ist ein Vorteil der Crucial X10 Pro verglichen mit der Samsung T9.
Fazit
Die Crucial X9 Pro und X10 Pro sind aus meiner Sicht die besten externen SSDs derzeit auf dem Markt.
Beide Modelle bieten eine konstant hohe Leistung. Auch die Leistung der Crucial X10 Pro bricht nicht ein, wenn du große Daten am Stück auf die SSD schreibst.
Dabei erreichte die SSD maximal bis zu 2119 MB/s lesend und bis zu 1853 MB/s schreibend bzw. praktisch über den Windows Explorer bis zu 1920 MB/s lesend und 1200 MB/s schreibend.
Beachtliche Werte! Dabei lief die SSD bei mir auch absolut stabil und problemlos.
Kurzum, ich kann die Crucial X10 Pro mit gutem Gewissen empfehlen! Dies ist eine der besten externen SSDs derzeit auf dem Markt.