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Vollständig kabellose Überwachungskameras? Das Netgear Arlo System im Test

Winter ist Einbruchszeit, da wird der ein oder andere sich sicherlich die Frage stellen wie man sein Hab und Gut besser schützen kann.

Hier gibt es in der Regel zwei Optionen, 1. Alarm Anlage, 2. Überwachungskameras.

Smarte Alarmanlagen habe ich bereits einige getestet, auch Überwachungskameras habe ich schon die ein oder andere in den Fingern gehabt, jedoch hatten diese meist ein Problem im Alltag, Kabel.

Dort wo die Kamera am besten aufgehoben wäre, ist natürlich kein Stromanschluss oder es sähe einfach dämlich aus ein Kabel zu ziehen.

Hier hat Netgear eine Lösung welche auf den Namen Arlo hört. Netgears Arlo Überwachungskameras sind komplett kabellos!

Ja, Ihr habt richtig gehört, komplett kabellose Überwachungskameras! Glaubt mir einfach, dass ich hier sehr skeptisch war ob dies wirklich funktioniert ohne, dass man jeden Tag die Batterien wechseln muss.

Allerdings war ich doch neugierig genug um satte 320€ für zwei Kameras auszugeben, kann das Netgear Arlo System im Test überzeugen?

Finden wir es heraus!

 

Lieferumfang

Das Alro System gibt es in diversen Set Zusammenstellungen. Was Ihr immer benötigt, ist zumindest eine Kamera und natürlich die Basis Station.

Aktuell gibt es fünf Sets, die sich nur durch die Anzahl an Kameras unterscheiden. Das kleinste Set hat eine Kamera, das größte fünf.

An sich könnt Ihr aber mit dem kleinsten Paket anfangen, denn die Kameras kann man ohne Probleme nachkaufen.

Ich selbst habe ich mich für ein zweier Set entschieden.

Dementsprechend sind zwei Kameras mit jeweils einer einfachen Wandhalterung, Schrauben und Batterien wie auch die Basis Station, ein Netzteil und ein LAN Kabel mit im Lieferumfang.

Auch eine kleine Anleitung liegt bei, welche aber eigentlich nicht benötigt wird.

 

Kabellose Überwachungskameras? Das Netgear Arlo System im Test

Beginnen wir bei der Basisstation. Diese ist die einzigste Komponente im Arlo System, die natürlich verkabelt werden muss.

Die Basis Station ist ein weißer Hochglanz Kasten, der  von seiner Größe und Form etwas an einen Mittelklasse WLAN Router erinnert.

Auf der Rückseite dieser Basisstation befinden sich zwei USB Ports, ein LAN Port und natürlich der Anschluss für das Netzteil.

Ansonsten befinden sich fünf Status LEDs auf der Front und eine „Sync“ Taste am rechten Rand der Basisstation.

Der interessante Teil sind aber sicherlich die Kameras. Diese entsprechen ungefähr der Größe von einem Ei, vielleicht etwas größer aber um Euch eine gewisse Vorstellung zu verleihen wie klein im Grunde die Alro Kameras sind, ist dieser Vergleich durchaus passend.

Die Kameras besitzen eine schwarze Front und ansonsten ein weißes Hochglanz Gehäuse. Diese sind durchaus ansprechend designed.

Die Linse der Kamera ist selbstverständlich auf der Front angebracht. Um diese Linse sind bei Tag unsichtbar IR LEDs angebracht, welche in dunklen Räumen für ca. 6-8 Meter Sicht sorgen.

Die Alro Kameras lassen sich allerdings nicht nur im Innenbereich nutzen, sondern sind wassergeschützt. Netgear selbst sagt, dass man die Kameras auch Outdoor nutzen kann „Ob heiß oder kalt, Regen oder Schnee – sie sehen alles.“ .

Durchaus beeindruckend die kleinen Kameras. Diese müssen natürlich auch mit Energie versorgt werden. Hierfür benötigt jede Kamera vier CR123 Batterien.

Dabei soll ein Satz Batterien für 4-6 Monate halten. Dieses Versprechen kann ich noch nicht überprüfen, da ich das Arlo System noch keine 4Monte+ habe.

Bisher sieht die Batterie Laufzeit vielversprechend aus. Fall Ihr Euch das jetzt fragt, vier CR123 Batterien kosten zwischen 6€ und 12€.

Die Kameras lassen sich entweder über ein Gewinde auf der Unterseite auf eine Halterung setzen oder man nutzt den starken Magnet auf der Rückseite.

Hierfür liegt auch eine Wandhalterung mit im Lieferumfang an welche man die Arlo Kamera „heften“ kann.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung und Installation erfolgt über die Smartphone App. Diese ist für IOS und Android verfügbar.

In dieser App werdet Ihr zuerst aufgefordert ein Netgear Konto anzulegen, dies lässt sich nicht überspringen macht aber auch Sinn für den externen Zugriff.

Wenn dies gesehen ist und die Arlo Basisstation im Strom steckt und mit dem Netzwerk verbunden ist, sollte diese auch sofort von der App erkannt werden.

Anschließend müsst Ihr die Kameras der Basisstation hinzufügen. Legt einfach die Batterien in diese ein, drückt zuerst die Sync Taste an der Basisstation und dann die Sync Taste an der Kamera, fertig.

Dies war auch schon die komplette Basis Einrichtung!

Hier hat Netgear wirklich einen schönen und einfachen Prozess erschaffen, welcher selbst für weniger Technik erfahrene Menschen gut machbar sein sollte.

 

App und Software

Grundsätzlich wird das Arlo System via IOS oder Android App gesteuert. Hierbei gefällt mir die IOS App vom Aufbau her etwas besser.

Allerdings ist es auch möglich auf das System über ein Webinterface zuzugreifen.

Dieses findet Ihr hier -> arlo.netgear.com

Dort ist im Grunde die Android UI nur im Webbrowser zu finden inklusive 1 zu 1 aller Einstellungsmöglichkeiten.

Dabei ist die App klar aufgebaut und an sich sehr übersichtlich. Nur das Anlegen von Regeln zum Aufzeichnen ist teilweise etwas verschachtelt, dazu aber später mehr.

Dadurch, dass Ihr zwingend einen Netgear Account benötigt und alle Eure Aufnahmen in der Cloud landen, ist es natürlich auch möglich von überall auf die Live Ansicht bzw. die gespeicherten Aufnahmen zuzugreifen.

Solltet Ihr mehrere Nutzer im Haus haben, ist es auch möglich mehrere unter Accounts festzulegen.

 

Funktionen und Features

Was können die kabellosen Überwachungskameras so alles? Natürlich könnt Ihr jederzeit Live nachsehen was passiert und auch in der Live Ansicht eine Video Aufnahme starten.

Es dauert ca. 6 Sekunden bis die Live Ansicht geladen ist.

Aber man will ja nicht nur Live nachsehen was gerade passiert. Hierfür haben die Arlo Kameras einen Bewegungsmelder. Wenn nun eine Bewegung erkannt wird, kann zwischen 10 und 120 Sekunden gefilmt werden.

Dies könnt Ihr gemeinsam mit der Intensivität der Bewegungserkennung in der App/WebUI einstellen.

Damit die Kameras nicht dauerhaft scharf gestellt sind, lässt sich auch ein Zeitplan einrichten nach dem Moto „Kamera a soll von 8:00 bis 18:00 aktiv sein und Kamera b den ganzen Tag“ usw.

Alternativ könnt Ihr auch die Kamera mithilfe von „Geofencing“ steuern. Heißt die Position Eures Smartphones wird in gewissen Intervallen überprüft und wenn Ihr Euch zu weit von Eurer Wohnung/Haus entfernt wird die Kamera scharf gestellt bzw. wieder deaktiviert.

Benachrichtigungen bei Erkennung einer Bewegung können als Push Nachricht auf Euer Smartphone und/oder per Mail erfolgen.

Aufnahmen können anschließend in Eurer Bibliothek angesehen werden. Dort werden diese nach Datum und Uhrzeit sortiert. Ebenfalls lassen sich Filter einrichten von welcher Kamera man Aufnahmen sehen will.

 

„Abonnement“

Natürlich werden nicht Eure Aufnahmen unbegrenzt in der Cloud gesichert. Hierfür gibt es diverse „Abos“, welche Ihr erwerben könnt.

Hierbei muss man aber Netgear positiv anrechnen, dass das Gratisabonnement durchaus brauchbar ist.

Beispielsweise bei der Überwachungskamera von iSmartAlrm hat man lediglich 5 Minuten Video „gratis“ bekommen, was eher ein trauriger Witz ist.

Bei Netgear erhaltet Ihr gratis 7 Tage Video Aufnahme bzw. bis zu 1GB Aufnahmen. Wenn eins von beidem überschritten wird, werden jeweils die ältesten Aufnahmen gelöscht.

Dazu ist das Basis Paket auf 5 Kameras beschränkt, was aber in der Regel ausreichen sollte.

1GB sollte im Übrigen für ca. 4 Stunden dauerhafte Videoaufnahme reichen. Wenn man bedenkt, dass die Kamera in der Regel beim Erkennen einer Bewegung nur 10-120 Sekunden Video aufzeichnet, sollte man mit dem Basis Paket schon sehr weit kommen.

Ich werde nicht upgraden, mir reicht das vollkommen aus.

Wenn Ihr mehr wollt, bietet das Netgear natürlich auch. Hier unterscheidet man in private Pakete und Business- Pakete.

Für 8,99€ im Monat erhaltet Ihr Beispielsweise 30 Tage Video (bzw. 10GB) und bis zu 10 Kameras, für 13,99€ im Monat erhaltet Ihr 60 Tage (bzw. 100GB) und bis zu 15 Kameras.

Bin zwar kein Fan von monatlichen Abonnements aber die Preise klingen eigentlich fair.

Im Business Bereich geht das ganze auf bis zu 60 Tage/400GB und bis zu 40 Kameras für 44,99€ im Monat hoch.

 

Bildqualität

Die Bildqualität der Arlo Kameras hat mich massiv überrascht und das im positiven Sinne!

Das Bild ist bei Tag qualitativ überdurchschnittlich! Hierbei lässt sich in den Einstellungen nochmals die Bildqualität in drei Stufen regeln.

Um so höher die Stufe, um so höher anscheinend die Bitrate aber auch der Batterieverbrauch.

Bei einer Batterie betriebenen Überwachungskamera könnte man ja auch meinen, dass diese keine oder nur schwache IR LEDs hat.

Dies ist aber nicht der Fall. Für den Indoor -Bereich sind die verbauten IR LEDs vollkommen ausreichend und können ohne Probleme einen Raums ausleuchten.

Im Außenbereich sind diese allerdings schon etwas mehr limitiert.

Zwar reichen diese hier auch aus einen Bereich von ca. 6 Metern sichtbar zu machen, aber es ist auch nicht so als könnte man eine Einfahrt komplett in „Licht tränken“.

Der Bewegungsmelder reagiert im Übrigen sehr zuverlässig, hier muss man natürlich etwas mit der Intensität herum testen, aber in der Regel geht die Kamera schon an bevor ein Objekt im Sichtfeld ist.

 

Sonstiges

Noch ein paar „Sonstige“ Punkte.

Kann man Aufnahmen Lokal speichern?

Nein, zwar hat die Basis Station zwei USB Ports, an welche man schön eine externe HDD anschließen könnte aber dies ist Software seitig nicht unterstützt.

Wie funktioniert diese Basisstation?

Die Basisstation ist im Grunde ein WLAN Router und erstellt auch ein WLAN Netz, welches bei mir Netgear29 heißt.

Daher sind die Alro Kameras eigentlich WLAN Kameras.

Kann ich die Basis Station als WLAN Router oder AccessPoint nutzen?

Leider nein, das Passwort für den Zugriff ist nicht bekannt und wird auch seitens Netgear nicht genannt.

Ebenfalls ist es nicht möglich die Kameras in das eigene WLAN Netz einzuklinken. Ich nehme einfach mal an, dass die Basisstation mehr „macht“, als ein einfacherer WLAN Router zu sein.

Was verbraucht die Basis an Strom?

Im Betrieb ca. 4,9W.

Wie viel Trafik verursacht das Arlo System?

Das kommt natürlich darauf an wie viel die Kameras filmen müssen. Man kann auf der empfohlenen Qualitätsstufe mit ca. 3,8 MB pro Minute Video rechnen.

 

Fazit zu den kabellosen Überwachungskameras von Netgear

Ich bleibe dabei ich bin kein Fan von Überwachungskameras, welche alle Aufnahmen in die Cloud senden, für das Netgear Arlo System mache ich aber mal eine Ausnahme.

Vollständig kabellose Überwachungskameras sind unheimlich praktisch, da man sie völlig frei und unauffällig positionieren kann.

Zudem ist das Arlo System wirklich ziemlich gut seitens Netgear umgesetzt. Die Kameras sind top sowohl was die Bildqualität aber auch Haptik angeht, zudem sind diese Outdoor tauglich!

Aber auch die Software welche nun sogar einen IFTTT Support mitbringt, ist hervorragend umgesetzt.

Hier lässt das Arlo System nichts zu wünschen übrig.

Letztendlich bleiben zwei Fragezeichen, einmal die Batterie Haltbarkeit und zum anderen die ganze Cloud Geschichte.

Netgear gibt die Batterie Lebensdauer mit 4-6 Monate an. Nach nun ein paar Wochen würde ich dies als etwas optimistisch einstufen, hängt aber natürlich auch von der Menge  ab was die Kamera aufnimmt.

Aber selbst wenn es nur 2-3 Monate sind, ist das immer noch sehr ordentlich! Bleibt die ganze Cloud Geschichte.

Zwar würde ich weiterhin keine Kamera in meinem Schlafzimmer oder Badezimmer anbringen aber ich sehe die Vorteile gegenüber einer lokalen Aufnahme.

Oftmals verwüsten Einbrecher Wohnungen regelrecht und sollten Eure Aufnahmen auf einem NAS gespeichert werden, welches auf Eurem Schreibtisch steht, kann dieses bei solch einer Aktion zu Boden fliegen. Festplatten mögen sowas nicht, heißt, wenn man Pech hat sind die Aufnahmen weg.

Ähnliches gilt auch für Aufnahmen, die direkt auf einer Kamera landen. Hier kann man meist die Speicherkarte einfach herausnehmen, auch gewisses Risiko.

Beim Arlo System werden die Aufnahmen direkt in die Cloud gesendet, selbst wenn der Einbrecher die Kamera erkennt, ist es schon zu spät und die Aufnahmen sind außer Reichweite.

Leider haben viele Cloud Kameras sehr hohe Kosten, wenn man Aufnahmen auch wirklich in der Cloud speichern möchte. Dies ist bei Netgear nicht der Fall! Das Basis Paket wird 98% aller Nutzer vollkommen ausreichen.

Kurzum das Arlo System ist erstaunlich gut durchdacht und umgesetzt, deutlich besser als ich es erwartet habe!

Hut ab Netgear ich bereue es nicht die 320€ für das System ausgegeben zu haben (und ja ich habe dieses wirklich selbst gekauft).

Das Dell XPS 13 2017 im Test, das perfekte Ultrabook?

Die Dell XPS Reihe wird vermutlich den meisten bereits vom Namen bekannt sein. Die XPS Serie repräsentiert Dells High End „portable“ Notebooks.

Diese sind dabei wirklich primär auf „leicht, klein und kompakt“ getrimmt. Da ich selbst auf der Suche nach einem neuen Notebook war, hat es ganz gut gepasst, dass gerade frisch die 2017 Version mit überarbeiteten Prozessor auf den Markt gekommen ist.

Kann das Dell XPS 13 2017 im Test und für meine persönlichen Anforderungen überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Das Dell XPS 13 2017 im Test

Als ich das XPS 13 ausgepackt habe, war mein erster Gedanke „WOW ist das klein“. Dell setzt bei diesem Notebook auf das so genannte InfinityEdge Display.

Dieses verfügt über extrem kleine Ränder. Diese sind so klein, dass die WebCam von Dell nach unten verlegt werden musste da diese für den oberen Rand zu groß wäre.

Daher ist das XPS 13 auch beinahe nur so groß wie das 13,3 Zoll Display und ja verglichen mit klassischen 13,3 Zoll Notebooks ist der Unterschied wirklich ziemlich groß.

Aber auch abseits von der kleinen Grundfläche ist das XPS 13 2017 kein großes Gerät. Zwar ist das XPS mit 9-15mm Dicke, das Notebook hat eine leichte Keilform, nicht das allerdünnste und auch mit 1,2KG auch nicht das allerleichteste Gerät auf dem Markt aber ich würde das XPS 13 dennoch als ultraportable einstufen.

Im Gegensatz zu Apple hat Dell allerdings nicht bei den Ports gespart, ganz im Gegenteil.

 

Auf der Linken Seite finden wie den Anschluss für das Netzteil, einen USB C Thunderbolt 3 Port, einen normalen USB 3.0 Port, den Kopfhöreranschluss und eine Taste zum überprüfen des Ladestands.

Auf der rechten Seite findet sich ein weiterer USB 3.0 Port wie auch ein SD Kartenleser. Auf der Front und Rückseite sind keine weiteren Anschlüsse zu finden.

Beim Material setzt Dell auf eine Mischung aus Aluminium für den Deckel und die Unterseite und Kohlefaser und Plastik für das Innere.

Zwar kann das XPS 13 sicherlich noch nicht mit einem MacBook mithalten was die Haptik angeht, allerdings ist es durchaus das hochwertigste Windows Notebook was ich bisher in Händen gehalten habe.

Die Verarbeitung meines XPS 13 2017 ist soweit perfekt, ich konnte hier keine Mängel entdecken.

Jedoch neigt die Oberfläche des Touchpads und der Handballenauflage sehr dazu Öle und Fette, die man an den Händen hat, aufzusaugen!

Ich fürchte hier werden nach spätestens einem halben Jahr Nutzung permanente Abnutzungserscheinungen auftreten.

 

Software

Dell setzt bei allen XPS 13 Versionen auf Windows 10 Home. Dieses ist von Haus aus relativ sauber. Lediglich ein paar Dell Update Tools und eine Testversion von Office 365, Dropbox und MacAfee Anti Virus sind zu finden.

Hierbei erhaltet Ihr bei Dropbox allerdings 20GB freien Speicher wenn Ihr Euch über das Dell anmeldet.

Von meinen 256GB Speicher sind von Haus aus noch rund 197GB frei. Dell verwendet natürlich auch beim XPS 13 eine Wiederherstellungspartition welche ca. 12GB Speicher frisst.

 

Display

Beim Display hat man die Qual der Wahl. Es gibt das XPS 13 einmal mit dem „normalen“ Full HD Display und einmal mit einem QHD Touch Bildschirm.

Letzterer kostet natürlich einen gewissen Aufpreis, je nach sonstiger Ausstattung muss man mit 200€ mehr rechnen.

Ich habe mir die Normale Version zugelegt, warum? Ich habe zwar sehr lange überlegt was ich mache. QHD in einem 13“ Notebook sieht sicherlich fantastisch aus, hatte mir aber zu viele Nachteile.

  1. QHD fordert die verbaute Grafikkarte etwas mehr, daher ist die Akkulaufzeit dieser Version ein Stück niedriger (vielleicht 10-20%).
  2. Das QHD Panel ist Spiegelnd, das Full HD matt.
  3. Skalierung unter Windows teilweise immer noch nicht perfekt.

Ich nutze mein Notebook viel im Freien, daher war mir das matte Panel + ein wenig bessere Akkulaufzeit einfach mehr Wert als das hübschere QHD Display.

Dies ist natürlich eine sehr „persönliche“ Entscheidung. Sollte Euch das spiegelnde Display egal sein und Ihr vielleicht einen Touch Funktionalität, welche der QHD Bildschirm mitbringt, mögen dann greift zur QHD+ Version.

Wie sieht das Full HD Panel aus? Einfach fantastisch! Nicht mal zwingend wegen des Panels selbst sondern einfach aufgrund der extrem schmalen Rändern was die Nutzungserfahrung sehr ungewohnt macht. Es ist schwer in Textform zu beschreiben wie es sich anfühlt wirklich vorm XPS 13 zu sitzen, aber vertraut mir es ist klasse.

Dazu kommt auch das wirklich gute IPS Full HD Panel, welches auf 13,3 Zoll immer noch ausreichend scharf ist. Zusätzlich ist das XPS 13 ausgesprochen hell, was es auch für den Outdoor Einsatz durchaus brauchbar macht.

Die Ausleuchtung bei meinem XPS 13 war soweit Okay. Im normalen Alltag kann ich nichts negatives über diese sagen. Jedoch wenn man wirklich danach sucht und ein schwarzes Bild anzeigt + Helligkeit auf Maximum dreht sieht man im unteren Beriech leichte Lichthöfe11.

Kurzum selbst mit Full HD Auflösung ist das InfinityEdge Display wirklich eine große Stärke des Dell XPS 13!

 

Lautsprecher und Webcam

Beginnen wir mit der Webcam. Diese ist Okay aber auch wirklich nicht mehr. Dies liegt nicht nur an der mittelmäßigen Qualität der Kamera sondern auch an der Positionierung am unteren linken Rand des Displays, welche einfach sehr ungewohnt und eine merkwürdige Perspektive ist.

Die Lautsprecher des Dell XPS 13 2017 hingegen, haben mich sehr überrascht. Diese sind am linken und rechten Rand des Notebooks verbaut.

Sie klingen erstaunlich voll und klar. Auch die Stereo Abbildung wie auch die maximale Lautstärke ist ordentlich.

Zusätzlich lässt sich der Klang mithilfe des WavesMaxxAudio Pro Tools noch etwas nach seinen Wünschen anpassen.

Zwar sind die verbauten Lautsprecher nicht absolute Weltklasse aber ich habe in vielen ausgewachsenen 15,6 Zoll Notebooks der 1000€ Preisklasse schon deutlich schlechtere Lautsprecher gehört als in diesem kompakten Gerät.

Daumen hoch dafür!

 

Tastatur und Trackpad

Die Tastatur des XPS 13 hat ein Standard Layout und ist mit einer weißen Hintergrundbeleuchtung ausgestattet.

Eine gute Tastatur ist mir mittlerweile sehr wichtig bei einem Laptop geworden und erneut habe ich nichts Größeres zu bemängeln.

Der Druckpunkt der Tasten ist recht knackig und selbst bei viel Druck gibt die Tastatur nicht nach.

Zwar ist der Hub der Tasten mit 1,3mm nicht übermäßig groß aber ich denke damit werden die allermeisten Nutzer ohne Probleme klar kommen, gerade wenn man dies mit aktuellen macbooks vergleicht, bei welchen die Tasten fast überhaupt keinen Hub mehr haben.

Jedoch ist erneut die Größe des XPS 13 etwas ungewohnt. Zwar ist die Tastatur nicht klein aber die Auflage für die Handballen ist etwas schmäler als ich es gewohnt bin.

Dies ist allerdings zu 100% Gewöhnungssache. Nach wenigen Stunden habe ich meinen normalen Schreibfluss erreicht und mache mit dem XPS nicht mehr Fehler als an meinem MacBook.

Kleine Anmerkung die F Tasten sind mit Einstellungen zur Display Helligkeit usw. doppelt belegt. Hierbei ist allerdings die Standardfunktion nicht die jeweilige F Taste sondern die eigentliche Zusatzbelegung. Wollt Ihr F1 haben, müsst Ihr Fn + F1 drücken. Mich stört dies nicht, ganz im Gegenteil. Ich regele öfter meine Display Helligkeit oder Lautstärke als, dass ich F2 usw. benötige.

Das Trackpad des Dell XPS 13 besitzt eine leicht gummierte Oberfläche und fühlt sich sehr gut und präzise an.

Gesten wie mit zwei Fingern scrollen und auch die allgemeine Nutzung funktionieren ausgesprochen zuverlässig und schnell.

Ich würde dem XPS 13 fast die Krone verleihen für das beste Windows Trackpad, welches ich bisher genutzt habe, allerdings hatte ich in den letzten Jahren primär mit günstigeren Windows Notebooks zu tun weshalb dies auch keine Kunst ist.

 

Leistung

Das XPS 13 2017 ist entweder mit einem i5-7200U oder i7-7500U ausgestattet. Hierbei handelt es sich um i CPUs der 7. Generation, welche noch relativ frisch auf dem Markt sind.

Der Unterschied zwischen dem i5 und dem i7 ist im Alltag wirklich nicht sonderlich groß. Beides sind Dual Core CPUs, die per „Hyper-Threading“ allerdings vier Kerne in Windows nutzbar haben. Lediglich der Takt unterscheidet die beiden (und 1MB mehr Cache).

Beim Arbeitsspeicher habt Ihr die Wahl zwischen 8GB und 16GB, allerdings sind die 16GB Modelle ein gutes Stück teurer. Der RAM lässt sich nicht nachträglich aufrüsten.

Die SSD hingegen ist eine normale M.2 SSD, die via PCIe angebunden ist. In meinem Modell erreichte die 256GB SSD eine ordentliche Lesegeschwindigkeit von rund 1,6GB/s und eine eher mittelmäßige Schreibgeschwindigkeit von 329MB/s.

Bei der SSD handelt es sich um ein Modell von Toshiba (THNSN5256gpuk), welches aber so nicht auf dem freien Markt verfügbar ist.

Die Grafikkarte in allen XPS 13 2017 Modellen ist die Intel HD Graphics 620.

Vollast

Temperaturprobleme scheint das XPS 13 2017 keine bis kaum zu haben. Während Tests wie Cinebench erreicht und hält das Notebook seine Boost Speed von 3,1GHz bei einer Kerntemperatur von rund 84 Grad.

während Chinebench

 

Wie ist es das XPS 13 2017 in der Praxis zu nutzen?

Meine Version mit dem i5-7200U läuft soweit sehr gut im normalen Alltag. Allerdings merkt man durchaus, dass ein „U“ Prozessor verbaut ist.

Spätestens bei Video Bearbeitung ist das XPS 13 am Limit angekommen. Diese ist natürlich möglich aber recht träge gerade wenn es sich um 4K Material handelt, von der langen Exportdauer ganz zu schweigen.

Mit der normalen Office Nutzung + X Google Chrome Tabs im Hintergrund und ein wenig Photoshop hat das XPS auch mit dem i5 allerdings keine Probleme.

Wie sieht es mit Spielen aus? Ich erinnere mich noch an Zeiten in welchen man froh war, wenn die integrierte Intel Grafikkarte eines Notebooks YouTube Videos flüssig wiedergeben konnte.

Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Selbst mit 4K Video Material hat das XPS kein Problem.

Spiele hingegen laufen zwar in der Regel, aber wirklich schön ist das Ganze nicht. Einfachere Spiele wie League of Legends oder CS Go laufen durchaus spielbar und auch in einer ansehnlichen Qualität.

Bei Spielen wie Overwatch wird es allerdings eng. Wer dieses auf niedrigsten Grafikdetails und einer Renderqualität von 50% bereit ist zu ertragen, schafft allerdings auch durchaus 30-50FPS.

Sehr CPU lastige Spiele wie Guild Wars 2 laufen in der Full HD Auflösung und niedrigen Details mit spielbaren 20-40FPS, je nachdem wie viel gerade los ist.

Wenn man also etwas sucht, wird man sicherlich einige gute ältere AAA Titel finden welche auch auf dem XPS 13 2017 gut laufen aber eine Spielemaschine ist das Dell definitiv nicht.

Der Lüfter im XPS 13 ist im normalen Einsatz meist komplett leise oder nur auf einer sehr geringen Stufe.

Bei dauerhafter hoher CPU Last springt dieser aber auch hörbar an. Hörbar ist hier allerdings sehr relativ, selbst auf der höchsten Stufe ist dieser immer noch verhältnismäßig leise.

Kleiner Kritikpunkt das Notebook besitzt Spulenfiepen. Bei meinem XPS recht leise und nur hörbar wenn man direkt mit dem Ohr mittig über der Tastatur hängt und eine hohe CPU/GPU Last vorliegt.

Im XPS 13 ist eine Killer WLAN Karte verbaut (die heißt wirklich so). Sagen wir es so die WLAN Karte ist flott(WLAN ac mit 5GHz und 867Mbit/s) hatte aber einmal bei mir für einen Absturz gesorgt und ist etwas Träge beim Wiederaufwachen aus dem Standby.

 

Akkulaufzeit

Wie üblich kommt es hier drauf an was Ihr mit dem Laptop macht. Im normalen Alltagsbetrieb mit Google Chrome um MS Word laufen, ein wenig Youtube usw. bei einer 50% Displayhelligkeit erreichte ich gute 6 Stunde Laufzeit!

Schließe ich Chrome und nutze nur Word steigt die Laufzeit nochmals um ca. eine bis eineinhalb Stunde auf rund 7-8 Stunden Nutzungszeit.

Sollte man das Energiesparen auf die Spitze treiben wollen und schaltet WLAN, Tastatur Beleuchtung usw. ab und reduziert die Display Helligkeit auf 10% dann sind sicherlich auch 12 Stunden oder mehr möglich, jedoch in der Praxis nicht sehr wahrscheinlich, dass jemand so sein Notebook nutzt.

Kommen wir zum Aufladen des Akkus, hier wird es nochmal spannend. Das Aufladen kann entweder über das beigelegte Dell Ladegerät erfolgen oder über den USB C Port.

Hierbei kann man aber NICHT einfach jedes X beliebige USB Ladegerät/Powerbank verwenden. Das Ladegerät muss den USB C Power Delivery Standard unterstützen inklusive der 20V Spannungsstufe!

HIER MEHR DAZU

So ein Ladegerät wäre zum Beispiel das Anker PowerPort+ 5 Premium(habe ich selbst getestet dieses funktioniert).

 

Fazit zum Dell XPS 13 2017

Das Dell XPS 13 2017 ist ohne Frage ein hervorragendes Ultrabook!

In meinem Einsatz zeigte dieses keine größeren oder gravierenden Schwächen. Angefangen beim hervorragenden InfinityEdge Display (selbst in Full HD) über die gute Tastatur und Akkulaufzeit bis hin zur soliden Performance der 7. Gen i CPUs machte das XPS 13 ein durchgehend guten bis sehr guten Job!

Selbst Kleinigkeiten wie die guten verbauten Lautsprecher oder einfach die Möglichkeit das Notebook via USB C PD zu laden(bitte oben im Test die genauen Details dazu lesen!) sind große Pluspunkte welche das XPS liefert. Lediglich die Schmutzanfällige Handballenauflage und das leichte Spulen fiepen führt zu einem kleinen Punkt Abzug.

Am Ende bleibt nur die Preisfrage. Das XPS 13 2017 startet ab 1249€ und geht je nach Ausstattung hoch bis 2099€. Gerade der Startpreis ist hierbei ausgesprochen konkurrenzfähig und ein guter Deal für jeden der ein portables Arbeitstier sucht.

Die tapHome GSM Alarmanlage im Test, eine fast Perfekte Vorstellung!

Smarte Alarmanlagen sind ja nichts mehr Neues, jedoch haben diese Systeme meist einen Nachteil sie sind auf das Internet angewiesen.

Was aber wenn man kein Internet hat? Ja ich weiß, dass ist bei meinen Lesern sehr unwahrscheinlich, jedoch gegebenenfalls bei den Eltern/Großeltern oder im Zweitwohnsitz/Ferien-Haus ist nicht immer zwingend eine Internet- Verbindung Standard.

Was nun? Hier kommt die tapHome GSM Alarm Anlage ins Spiel! Diese benötigt kein Internet und ist erstmal auch nicht auf einen teuren monatlichen Service angewiesen.

Aber wie und vor allem wie gut funktioniert das Ganze? Finden wir dies im Test der tapHome Alarm Anlage heraus!

 

Das Set

Das Basis Set besteht aus der Basis Station, einem Fenster/Tür Sensor, einem Bewegungsmelder und zwei Fernbedienungen. Hierbei lässt sich das System natürlich ohne Problem erweitern.

Zur Erweiterung stehen folgende Module zur Auswahl:

  • KeyPad
  • RFID Anhänger
  • Fernbedienung
  • Rauchmelder
  • Tür/Fenster Sensor
  • Bewegungsmelder
  • Aussensirene

Die einzelnen Module sind preislich recht günstig verglichen mit den meisten Konkurrenten. Ein vernetzter Feuermelder kostet Beispielsweise 29€ oder Tür/Fenster Sensor 25€.

Auch die Auswahl an unterschiedlichen Modulen ist recht groß. Gerade so etwas wie ein Keypad oder die Aussensirene findet man auch nicht bei jeder Alarmanlage.

 

Wichtig

Die TapHome Alarmanlage ist NICHT Internet fähig, die Steuerung läuft entweder lokal ab über die Fernbedienung oder über SMS.

Um die SMS Features zu nutzen, müsst Ihr eine SIM Karte in die Alarmanlage einlegen. In diesem Fall wird Euch bei Alarm eine SMS gesendet bzw. Ihr könnt die Alarmanlage via SMS ein/ausschalten.

Auch die TapHome App, welche es für IOS und Android gibt, versendet jedes Mal im Hintergrund eine SMS wenn Ihr eine Einstellung verändert.

Bedenkt dies bitte, das für den SMS Versand die üblichen Kosten anfallen. In der Regel wird man die Alarmanlage einmal einrichten und dann die Steuerung mit der Fernbedienung vornehmen. Wenn dies bei Euch auch der Fall ist dann plant ca. 2-4 SMS für die Einrichtung ein und dann jedesmal eine SMS wenn der Alarm ausgelöst wird.

Hier bietet es sich natürlich an eine Aldi Talk Karte oder ähnliches in das Gerät zu stecken. Diese bekommt man für 12,99€ inklusive 10€ Startguthaben. Diese wären 90 SMS welche die Alarmanlage Euch senden kann, also 90 mal Alarm auslösen, ehe die Karte aufgeladen werden muss.

 

Die TapHome GSM Alarmanlage

Das Basis Set der TapHome Alarmanlage besteht aus fünf Komponenten. Die wichtigste Komponente ist hierbei natürlich die Basis Station.

Hier handelt es sich um einen kleinen flachen Kasten, der aus weißem Hochglanz Kunststoff gefertigt wurde.

In dieser Basis Station ist neben der für die Funkkommunikation notwendigen Elektronik auch eine Sirene und ein Akku eingebaut.

Heißt, selbst wenn der Strom ausfällt, läuft die Alarmanlage bis zu 16 Stunden weiter. Auch SMS Benachrichtigungen sollten weiterhin funktionieren, sofern das Handy Netz noch vorhanden ist.

Als Module sind ein Tür/Fenstersensor wie auch ein Bewegungsmelder mit im Basis Set vorhanden.

Der Tür/Fenstersensor besteht wie üblich aus zwei Teilen. Einmal dem eigentlichen Modul und einem Magnet. Wenn diese beiden voneinander getrennt werden, wird der Alarm ausgelöst.

Die beiden Teile haben im Übrigen etwas Spiel. Es ist also nicht schlimm, wenn der Türrahmen für einen leichten Höhenunterschied sorgt.

Der Bewegungsmelder ist ein kleiner weißer Kasten welcher soweit erst einmal unspektakulär ist und an der Wand befestigt wird.

Zu guter Letzt liegen zwei Fernbedienungen mit in der Box. Diese lassen sich an den Schlüsselbund befestigen und besitzen vier Tasten.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung beginnt mit dem Einlegen der SIM Karte in das Basis Modul. Wichtig die SIM Karte darf nicht über einen PIN verfügen!

Dieser lässt sich aber in einem Smartphone sehr leicht entfernen (unter Android unter Sicherheit und SIM Karte).

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Mehr Informationen

(Video des Herstellers)

Wenn die SIM Karte eingelegt ist und die Basis Station mit dem Strom verbunden ist, seid Ihr auch schon fast durch mit der Einrichtung für die Basis Funktionalität.

Die einzelnen Module müssen nur noch mit der Basisstation verbunden/überprüft werden. Schaltet dafür die Basisstation in den „gesicherten“ Modus (über die Fernbedienung) und entfernt bei dem Modul die Batteriestreifen.

Daraufhin sollte sich das Modul automatisch mit der Basisstation verbinden.

Nun ist die Alarmanlage erst einmal einsatzbereit. Wenn Ihr SMS Benachrichtigungen wollt, müsst Ihr diese noch einprogrammieren.

Hierfür gibt es zwei Optionen, einmal „per Hand“ und einmal über die App.

Um die Basisstation zu konfigurieren muss eine SMS an die Nummer der verbauten SIM Karte gesendet werden mit diversen Informationen und einer speziellen Formatierung.

Wie genau dies per Hand geht beschreibt das Handbuch recht gut. Die tapHome App erledigt diese Formatierung für Euch.

Hier müsst Ihr die Telefonnummer der Basisstation und Eure Telefonnummer eingeben. Die Basisstation wird nur Befehle von der anfangs festgelegten Nummer annehmen.

Mithilfe der App geht das Ganze auch sehr einfach.

 

Features und Nutzung

Die wichtigste Frage ist natürlich was kann das tapHome GSM Alarm System so alles?

Dies kommt letztendlich etwas auf die von Euch verwendeten Zusatzmodule an, aber grundsätzlich handelt es sich hierbei ausschließlich um ein Alarmsystem.

Wenn dieses aktiv ist und entweder der Bewegungsmelder oder der Tür/Fenstersensor ausgelöst wird, ertönt die in der Basis Station verbaute Sirene.

Ebenfalls erhalten bis zu fünf Personen eine SMS wenn ein Alarm ausgelöst wird.

Die verbaute Sirene erreicht dabei eine ordentliche Lautstärke und ist auch durch 1-2 Wände problemlos hörbar. Wer mehr Lautstärke will, muss sich eine zusätzliche Außensirene kaufen.

Die Alarmanlage lässt sich in zwei Stufen einstellen. Einmal vollständig und einmal nur einen „Hüllenschutz“, letzterer ist aus meiner Sicht sehr wichtig.

Ich glaube fast noch schlimmer als wenn in der eigenen Wohnung eingebrochenen wurde, ist die Vorstellung, dass eingebrochen wurde während man seelenruhig im Bett geschlafen hat.

Wenn man aber im Haus ist, wäre es natürlich unpraktisch zum Beispiel den Bewegungsmelder aktiv zu haben. Im Hüllenschutzmodus werden nur Tür/Fenstersensoren aktiv geschaltet.

So könnt Ihr Euch weiterhin im Haus frei bewegen ohne Angst zu haben ausversehen den Alarm einzuschalten.

Im Alltag werdet Ihr die Alarmanlage vermutlich primär über die beiden beiliegenden Fernbedienungen steuern.

Dies geht recht gut, auch die Reichweite der Fernbedienung wie auch der einzelnen Module ist hoch. Ein ca. 120m² Haus/Wohnung abdecken ist bei einer zentralen Positionierung kein Problem.

Im Alltag solltet Ihr zudem überlegen die Einschaltverzögerung zu aktivieren. Wenn diese aktiv ist habe Ihr je nach Einstellung einige Sekunden Zeit nach dem Einschalten ehe der Alarm aktiv wird. So kann man den Alarm noch im Hausflur einschalten bzw. nach dem Öffnen auch wieder in der Wohnung abschalten.

Kleine Anmerkung beim ein/ausschalten piept die Anlage einmal laut. Dies soll einen natürlich Informieren, dass die Wohnung sicher ist bzw. dass der Alarm erfolgreich abgeschaltet wurde, an sich sinnvoll lediglich solltet Ihr in einem Mehrfamilienhaus leben, könnte es sein, dass die Nachbarn das Piepen mitbekommen.

Vermutlich aber weniger schlimm da das Piepen nur etwas lauter ist als beispielsweise das von einer Mikrowelle.

Wo wir gerade bei den „Sonstigen“ Punkten sind.

Das Zusenden einer SMS dauert im Fall der Fälle meist nur 1-3 Sekunden, jedoch wird dies vermutlich etwas von Eurem Anbieter abhängen.

Das Versprechen der 30 Minuten- Installation finde ich etwas pessimistisch. Sofern man nicht die Zeit des Anschrauben/Anbohren der Sensoren mit einbezieht, geht die Basis Installation deutlich schneller, gerade wenn man die App für die Konfiguration verwendet.

Ein interessanter Punkt ist auch die IT Sicherheit. Man hört ja aktuell immer wieder von Bot Armeen welche aus SmartHome Geräten bestehen.

https://www.welt.de/print/welt_kompakt/kultur/article159306982/Angriff-der-Bot-Armee.html

Ohne da jetzt eine all zu große Angst zu schüren (bei großen Herstellern sollte man eigentlich auf der sicheren Seite sein) jedoch kann man sich bei der tapHome Alarmanlage sicher sein, dass diese nicht im Hintergrund zu einer Bot Armee gehört.

 

Fazit

Die tapHome GSM Alarmanlage hat einen sehr guten Eindruck im Test hinterlassen. Allerdings handelt es sich hier aufgrund der SMS Steuerung um ein etwas spezielleres Produkt welches nur bedingt mit den Smarten Alarmanlagen von iSmartAlarm, homematic usw. verglichen werden kann.

Die tapHome bietet sich gerade für Zweitwohnungen, Ferienhäuser und Oma/Opa an. Also im Grunde überall wo keine stabile Internetverbindung vorhanden ist und/oder wenn man eine einfach Einzurichtende Alarmanlage sucht ohne großen Administrationsaufwand und Ballast.

Gerade für ältere Nutzer gibt es auch einen interessanten Zusatzaspekt, die SOS Taste. Sollte es mal zu einem Sturz kommen und man hat die Fernbedienung griffbereit, kann man so einen Alarm auslösen welcher gegebenenfalls die Kinder/Enkel per SMS informiert, dass irgendwas im Argen ist.

Also könnte man das System als mini Hausnotruf verwenden.

Aber auch in seiner normalen Funktion macht das tapHome System einen guten Job. Die Sensoren arbeiten zuverlässig und das Steuern via App und SMS funktioniert besser als erwartet.

Also wer sich nicht auf eine Internet basierte Alarmanlage verlassen möchte oder kann, findet mit dem tapHome system eine günstige und gute Alternative.

tapHome Funk-Alarmanlage GSM mit SMS Steuerung
  • tapHOME Alarm GSM – Die einfache Alarmanlage für Ihr...
  • Einfache Installation in 30 Minuten ohne Vorkenntnisse
  • Durch drahtlose Sensoren keine Verkabelung notwendig. Stabile...
  • Auch ohne Smartphone über SMS mit jedem Mobiltelefon nutzbar
  • Eingebauter Akku stellt Betrieb auch bei Stromausfall für bis zu...

Auvisio WLAN-Multiroom-Lautsprecher im Test, die günstige Alternative zu Sonos oder Raumfeld?

Netzwerk Lautsprecher von Sonos oder Raumfeld sind ohne Frage gut aber auch teilweise unheimlich teuer.

300-400€ kann man bei diesen Herstellern ohne Probleme für ein Mittelklassegerät los werden. Aber geht es auch günstiger ohne auf Features verzichten zu müssen?

Dies verspricht immerhin Auvision mit ihrem 80W WLAN-Multiroom-Lautsprecher mit Subwoofer.

Dieser Netzwerk Lautsprecher inklusive Internet Radio, Spotify und Airplay kostet bei Pearl gerade mal 99€.

Klingt im ersten Moment gut, vielleicht sogar zu gut? Genau dies gilt es im Test herauszufinden!

 

Der Auvisio WLAN-Multiroom-Lautsprecher mit Subwoofer im Test

Auf den ersten Blick ist der Auvisio SMR-621 ziemlich unspektakulär. Der Hersteller setzt bei diesem auf ein recht flaches aber großes Holzgehäuse.

Dieses fasst sich nicht übermäßig hochwertig an, wirkt aber auch nicht billig. Optisch ist der Auvisio Lautsprecher sicherlich Geschmacksache.

Ich würde die Optik mal etwas Retro angehaucht einstufen.

Die Front wird hierbei durch das Lautsprecher Gitter eingenommen, welches nur durch die Bedieneinheit in zwei Hälften unterteilt wird. Hinter jeder dieser Hälften steckt ein 10W Hoch/Mittelton -Treiber.

Auf der Rückseite finden sich die Anschlüsse des Lautsprechers, welche auf dem ersten Blick etwas ungewöhnlich ausfallen.

Auvisio setzt auf einen 3,5mm AUX Eingang wie auch einen USB Port und einen Speicherkartenleser. Die wichtigste Quelle für Musik wird aber sicherlich das verbaute WLAN oder Bluetooth Modul sein.

Ebenfalls auf der Rückseite ist das fest integrierte Netzkabel wie auch zwei Drehschalter zum Verstellen der Höhen und des Basses.

Auf der Unterseite ist, etwas versteckt, noch der Subwoofer angebracht. Subwoofer ist hier natürlich nur ein Marketingspruch. Im Grunde ist dies einfach der Tieftöner des Systems.

 

Einrichtung

Die Einrichtung des Auvisio SMR-621 WLAN-Multiroom-Lautsprechers ist etwas trickreich.

Der Anfang ist simpel, man schließt den Lautsprecher an den Strom an und lädt sich die IOS/Android App herunter (iMuzo).

Diese App ist auf Englisch, was soweit nicht schlimm ist, jedoch ist die zweite Anweisung nicht ganz klar. Ich vermute hier will die App versuchen den SMR-621 via WPS ins Netzwerk einzubinden(siehe Bild)?!

Jedoch was wenn man keinen WPS fähigen WLAN Router hat? Hier gilt das Motto abwarten, wenn nach ein paar Minuten die Einrichtung via WPS nicht klappt, werden alternative Lösungsvorschläge angeboten.

Dazu gehört auch das klassische „der Lautsprecher erstellt ein WLAN Netz, in welches man sich einloggen muss um dann diesen in das normale WLAN Netz einzubuchen“.

Dies hat auch problemlos geklappt. Wenn man also weiß, dass man einfach etwas warten muss, sollte man keinen WPS fähigen Router haben dann ist alles gut.

 

Features/App

Die iMuzo App ist erstaunlich klar und verständlich aufgebaut. Hierbei bietet die App auch ein Modernes Design und sehr viele Features.

Features ist natürlich der richtige Stichpunkt. Was kann der Auvisio WLAN-Multiroom-Lautsprecher so alles?

Beginnen wir bei den Basis Features, Ihr könnt Musik, die auf Eurem Smartphone oder einem Media Server, welcher im lokalen Netzwerk ist, wiedergeben.

Hierbei könnt Ihr Euer Smartphone entweder via Bluetooth oder einfach via WLAN verbinden. Solltet Ihr Bluetooth nutzen, wird natürlich sämtliche Audio Ausgabe Eures Smartphones über den Auvision abgewickelt.

Solltet Ihr einfaches Radio bevorzugen so lässt sich dieses auch über die App auf dem Lautsprecher wiedergeben.

Hierbei handelt es sich natürlich um Internet Radio, ein analoger FM Empfänger ist nicht verbaut.

Solltet Ihr Spotify, TIDAL oder Napster Premium Kunde sein könnt Ihr auch Musik aus diesen Diensten auf dem Auvision Lautsprecher wiedergeben.

Ich selbst nutze nur Spotify, hier lässt sich der Lautsprecher einfach in der Spotify App als Ziel der Wiedergabe auswählen.

 

Ähnliches gilt auch für iTunes bzw. sämtliche Apple Produkte denn auch AirPlay wird vom Auvisio SMR-621 unterstützt.

Google Cast wäre noch der einzige große Streaming Dienst der hier fehlt. Aber dennoch ist das schon eine ganz beachtliche Liste!

 

Dazu kommt natürlich noch die Möglichkeit Musik direkt von einer eingesteckten Speicherkarte oder einem USB Stick wiederzugeben. Allerdings wird hierfür auch die App zur Steuerung benötigt.

Wie sieht es mit der Performance und Stabilität aus?

Das Positive vorweg, das System läuft sehr stabil. Verbindungsabbrüche zu Spotify oder dem Internet Radio gibt es kaum bis gar nicht. Auch die WLAN Reichweite ist erstaunlich gut. Über vier Räume hinweg hatte ich keine Verbindungsprobleme.

Die allgemeine Performance lässt an sich auch nicht zu wünschen übrig. Der Lautsprecher reagiert schnell auf Änderungen des Titels usw.

Lediglich beim „Kaltstart“ benötigt dieser bestimmt 30 Sekunden oder mehr um sich mit dem WLAN zu verbinden.

 

Klang

Kommen wir zum Klang des Auvisio WLAN-Multiroom-Lautsprecher mit Subwoofer. Dieser ist für ein 99€ Gerät mit dem Feature Set durchaus ordentlich.

Allerdings muss man hier auch ehrlich sein, verglichen mit Beispielsweise einem Teufel Raumfeld One M, welcher das dreifache Kostet hört man durchaus einen sehr deutlichen unterschied zugunsten des Teufel.

Für einen Preis von 99€ bietet der Auvisio einen soliden Bass und eine gute Klangfülle. Dazu kommt ein gut ausgeprägter Mittenbereich.

In den Höhen könnte der SMR-621 allerdings etwas klarer sein. Der Lautsprecher neigt zu einem leicht Nasalen Klang.

Größeres Rauschen oder andere Klangprobleme konnte ich nicht feststellen. Lediglich die Sprachansage beim Einschalten (aus dem Kaltstart) kann etwas Nerven.

Die Lautstärke ist passend einen bis ca. 20m² Raum ordentlich zu beschallen, für ein großes Wohnzimmer würde ich aber vermutlich ein anderes, etwas größeres, Modell wählen.

 

Fazit zum Auvisio WLAN-Multiroom-Lautsprecher

Ich bin zugegen ein wenig beeindruckt vom Auvisio WLAN-Multiroom-Lautsprecher. Primär aufgrund der Software und der Features.

Hier bietet der Auvisio mit Spotify, Airplay, Bluetooth, TIDAL, Napster, iHeartRadio und natürlich der Möglichkeit lokale Medien via Netzwerk oder Speicherkarte/Speicherstick wiederzugeben ein unglaublich großes Feature Set.

Damit übertrifft der Auvisio sogar einen Teufel Raumfeld Lautsprecher, welche um ein vielfaches teurer sind.

Allerdings hinkt der Vergleich schon etwas wenn man zum Klang kommt. Der Auvisio SMR-621 WLAN-Multiroom-Lautsprecher klingt nicht schlecht, aber im direkten Vergleich hört man den günstigen Preis doch raus.

Der Bass ist okay aber der Lautsprecher könnte durchaus noch etwas satter und klarer sein. Das ist aber schon Kritik auf sehr hohem Level.

Für 99€ bekommt man hier bei Auvisio ein erfreulich rundes Paket welches durchaus eine günstige Alternative zu Sonos und Co. darstellen kann.

Erwartet aber auch bitte keine Wunder für 99€, natürlich zahlt man bei Sonos und Co. einen Aufpreis, aber dieser ist auch nicht so hoch, dass plötzlich 99€ Lautsprecher mit 300€ oder 400€ Modellen mithalten kann.

Das Alcatel Shine Lite im Test, Optik als wichtigstes Alleinstellungsmerkmal?

Mit dem Shine Lite hat Alcatel vor kurzem sein neuestes Smartphone in der Einsteigerklasse vorgestellt und auf den Markt gebracht.

Dieses soll vor allem durch seine hochwertige und tolle Optik in der unter 200€ Preisklasse Blicke auf sich lenken.

Aber auch abgesehen von der Optik, liest sich die Ausstattung erst einmal vernünftig. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann das Alcatel Shine Lite im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Technische Daten

Vielen Dank an Alcatel für das Ausleihen des Shine Lite!

Lieferumfang

Heutzutage ist leider ein kleiner Lieferumfang bei Smartphones üblich. Um so erfreulicher war es zu sehen das Alcatel ein ordentliches Zubehörpaket schnürt.

Angefangen beim 1A USB Ladegerät und dem üblichen microUSB Kabel bis hin zu Ohrhörer, einem SIM Karten Auswurftool und einer Silikonhülle, kurzum alles war man zum Starten benötigt.

 

Das Alcatel Shine Lite

Man kann durchaus beeindruckt sein was Alcatel hier mit dem Shine Lite gebaut hat. Ein derart hochwertiges Smartphone in der unter 200€ Preisklasse sieht man sehr selten.

Beim Shine Lite setzt Alcatel ausschließlich auf Premium Materialien. Die Front und Rückseite bestehen vollständig aus Glas und der Rahmen des Smartphones aus Aluminium.

Dies verleiht dem Shine Lite ein sehr hochwertiges Gefühl. Allerdings ist das Smartphone dadurch auch etwas schwerer mit 156g, was aber natürlich zur Massivität beiträgt.

Allerdings sei auch dazu gesagt, dass das Shine Lite ein recht rutschiges Smartphone ist. Daher liegt vermutlich auch die Silikonhülle mit im Lieferumfang.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Unterhalb des 5 Zoll HD Displays sind unsichtbare Kapazitive- Tasten angebracht.

Diese werden erst sichtbar, wenn das Display eingeschaltet wird, dementsprechend sind diese natürlich beleuchtet.

Oberhalb des Displays ist die 5 Megapixel Front Kamera wie auch die in der jeweiligen Gerätefarbe gehaltene Ohrmuschel.

Die üblichen drei physischen Tasten jedes Smartphones sind auf der rechten Seite angebracht und verfügen über einen knackigen Druckpunkt.

Der microUSB Ladeport wie auch der Lautsprecher ist auf der Unterseite zu finden, der Kopfhörer Anschluss hingen wurde auf der Oberseite angebracht.

Auf der Rückseite ist die 13 Megapixel Kamera in der linken oberen Ecke, man läuft also etwas Gefahr diese beim Fotografieren zu verdecken.

Mittig auf der Rückseite oberhalb des Alcatel Logos ist der Fingerabdruckscanner angebracht.

 

Software

Ein etwas schwieriger Punkt bei jedem Alcatel Smartphone die Software. Beim Shine Lite 5080X setzt Alcatel auf Android 6.0 mit einer stark angepassten Benutzeroberfläche.

Die Einrichtung beginnt erst einmal Standard gemäß, lediglich gegen Ende der Einrichtung wird Euch die „Alcatel Cloud“ angeboten in welcher Telefon Daten synchronisiert werden.

Auf dem Home Screen angekommen, fällt sicherlich sofort auf, dass die Benutzeroberfläche von Alcatel etwas bunter gestaltet wurde.

Hierzu wurden beispielsweise beinahe alle App Icons ausgetauscht. Immerhin der Launcher besitzt weiterhin einen App Drawer.

Auf Seiten der vorinstallierten Apps ist einiges zu finden. Angefangen bei vielen Alcatel eigenen Apps inklusive eines Alcatel App Stores (der Google Play Store ist natürlich auch vorhanden) bis hin zu Instagram, dem Facebook Messenger oder sogar Uber.

Diese Apps lassen sich nicht deinstallieren! Dementsprechend fällt der freie Speicher mit 9,9xGB auch relativ gering aus.

Im Gegenzug bringt das Smartphone allerdings auch diverse Zusatz- Features mit. Diese wären zum Beispiel eine Gestensteuerung und frei anpassbare Lockscreen Shortcuts.

 

Display

Das 5 Zoll Display des Shine Lite löst mit 1280×720 Pixeln auf, also erst einmal ziemlicher Standard für ein Smartphone dieser Preisklasse.

Das Display ist allerdings in der Praxis recht gut. Die Farben sind kräftig, Blickwinkel stabil und sogar der Schwarzwert für ein „unter 200€“ Smartphone durchaus brauchbar.

Lediglich die maximale Helligkeit ist höchstens Mittelmaß, hier wäre etwas Luft nach oben.

Alcatel setzt beim Shine Lite nicht auf Gorilla Glas sondern auf sogenanntes „Dragontrail-Glas“.

Dragontrail-Glas ist in der Praxis ähnlich gut wie Gorilla Glas.

 

Sound

Das Alcatel besitzt lediglich einen Lautsprecher auf der rechten unteren Seite des Smartphones. Dieser ist klanglich Standardkost.

Er ist recht laut aber etwas dünn. Zudem verzerrt der Lautsprecher auf der maximalen Lautstärke recht deutlich.

Wer wirklich Musik genießen will, muss auf den Kopfhöreranschluss setzen. Dieser liefert eine vernünftige Qualität.

Ähnliches gilt auch für die Ohrmuschel des Smartphones. Telefonate sind qualitativ vollkommen in Ordnung.

 

Kamera

Die Kamera des Alcatel Shine Lite ist ziemlich gut, aber starten wir am Anfang.

Im Shine Lite ist eine 13 Megapixel Kamera mit einer F2.0 Blende verbaut. Etwas ungewöhnlich ist der Kamera Sensor, denn dieser nimmt Fotos sowohl in 16:9 wie auch 4:3 bei 13 Megapixeln auf.

Wenn „Breitbild“- Aufnahmen gemacht werden, erreichen die Bilder eine Auflösung von 13,3 Megapixeln und bei 4:3 von 12,9 Megapixeln.

Das ist ungewöhnlich, denn die allermeisten Kameras in Smartphones nehmen 4:3 Fotos auf und schneiden diese für 16:9 einfach nur zu, weshalb sich die Auflösung in diesem Modus reduziert.

Dies ist beim Shine Lite anders.

Aber kommen wir zu den eigentlichen Bildern, diese sind wie übliche auf der maximal möglichen Qualität entstanden und nicht nachbearbeitet.

Ich finde die Aufnahmen des Shine Lite sehen ganz ordentlich aus!

Die Schärfe ist gut und auch die generelle Bildstimmung passt. Ich hatte nicht den Eindruck, dass das Shine Lite Bilder produziert, welche zu dunkel oder zu hell sind.

Auch einen Farbstich konnte ich nicht ausmachen.

Zwar würde ich mit dem Shine Lite nicht meine Urlaubsbilder machen wollen, jedoch für Fotos welche bei WhatsApp, Facebook usw. Landen, reicht das Gebotene vollkommen aus.

Auch unabhängig von der letztendlichen Bildqualität ist die Kamera ordentlich. Normale Fotos lassen sich recht flott nacheinander machen und benötigen nur wenig „Bearbeitungszeit“.

HDR Aufnahmen sind da etwas träger aber dies würde ich als normal für diese Preisklasse einstufen.

Zudem gefällt mir die Alcatel Foto App recht gut. Diese ist recht schnell, übersichtlich und bringt alle Features die man benötigt schnell erreichbar mit.

 

Benchmarks

Im Shine Lite ist der Mediatek MT6737 verbaut. Dieser ist ein aktueller Einsteiger SoC welcher gerade aufgrund des LTE Supports in letzter Zeit recht beleibt ist.

Im Falle des Alcatel ist der MT6737 mit 2GB RAM und 16GB Speicher kombiniert.

Schauen wir uns zuerst ein paar Benchmarks an:

Ich bin positiv überrascht. Der MT6737 ist zwar kein super schneller Chip, allerdings ist dieser im Shine Lite ein gutes Stück schneller als beispielsweise im Gigaset GP160.

Ob hier Alcatel es geschafft hat die Software besser zu optimieren oder ob dies an den 2GB RAM liegt, kann ich nicht sagen.

Leistungstechnisch liegt der MT6737 ungefähr mit dem Qualcomm Snapdragon 410 gleich auf.

Heißt, das Alcatel Shine Lite besitzt eine vergleichbare Leistung mit dem Moto G4 Lite.

 

Leistung

Das Shine Lite ist sicherlich nicht das allerschnellste Smartphone, das sollte man aber bei einem Preis von 179€ nicht erwarten.

Trotzdem macht das Alcatel im Alltag eine recht gute Figur. Ich war etwas erstaunt denn das Shine Lite fühlt sich recht flüssig und flott an.

Obwohl das Gigaset GS160 über den gleichen SoC verfügt, fühlte sich dieses im direkten Vergleich deutlich träger an.

Alcatel zeigt hier also sehr gut, dass eine vom Hersteller stark angepasste Benutzeroberfläche auch sehr flüssig laufen kann.

Aber nicht nur die Benutzeroberfläche läuft ordentlich, sondern auch die Standard Apps wie der Webbrowser, WhatsApp, Facebook oder auch Twitter.

Bei Twitter kann es natürlich zu leichten Rucklern kommen wenn man sehr schnell durch seine Timeline scrollt und die Bilder nachgeladen werden müssen. Dennoch ist die Nutzungserfahrung eigentlich recht gut.

Spiele sind wie üblich so eine Sache. Die allermeisten laufen auf dem Shine Lite jedoch mit deutlich reduzierter Grafik und gelegentlich mal einem Ruckler.

Dies gilt natürlich nicht für die 08/15 Spiele wie Angry Birds, diese laufen problemlos.

Der Fingerabdruckscanner arbeitet für ein Smartphone dieser Preisklasse überdurchschnittlich schnell und zuverlässig.

Die Benachrichtigungs LED ist vielleicht ein wenig schwach, aber sie ist vorhanden. Im Gegensatz zu 5GHz WLAN, welches nicht vom Shine Lite unterstützt wird.

Der LTE Empfang bei mir war „unauffällig“ heißt, ich hatte weder besonders guten Empfang noch besonders schlechten.

Ähnliches gilt auch für GPS. Dieses ist nicht das aller beste aber macht einen ausreichend guten Job, dass Navigation usw. ohne Probleme möglich ist.

 

Akkulaufzeit

So langsam fange ich an zu glauben, dass bei der Entwicklung von Alcatel Smartphones die Akkulaufzeit nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt.

Wie auch schon mit beim Idol 4 und Idol 4S ist die Akkulaufzeit des Shine Lite höchstens Mittelmaß.

Der 2460mAh Akku verhalf dem Shine Lite in meinem normalen Praxistest zu rund 5 Stunden Nutzungszeit.

In dieser Zeit habe ich bei ca. halber Display Helligkeit das Smartphone für „normale“ Alltagsdinge wie Social Media (Twitter), ein wenig spielen und das übliche Webbrowsen genutzt.

Wie üblich gilt natürlich solltet Ihr wollen, bekommt man das Smartphone auch in sicherlich 3 Stunden bei voller Display Helligkeit und einem aufwendigen 3D Spiel leer.

Unterm Strich wird der Normalnutzer mit dem Alcatel vermutlich sicher durch den Tag kommen. Ein zweiter Tag ohne aufladen wird aber vermutlich schwer werden.

 

Sonstiges

  • LTE
  • Kein 5GHz WLAN

 

Fazit zum Alcatel Shine Lite

Ich bin positiv vom Shine Lite überrascht. Für rund 180€ bietet dieses ein sehr rundes Paket, welches in einem sehr schönen Gehäuse verpackt ist.

Gerade die Materialwahl ist in der „Unter 200€“ Preisklasse etwas sehr Seltenes. Das schöne Glas- Aluminiumgehäuse könnte man mit dem passenden Innenleben sicherlich auch so in der 300-400€ Preisklasse verkaufen.

Rein vom Innenleben ist das Shine Lite sicherlich keine Rennmaschine, für 179€ bekommt man zugegeben auch Smartphones mit mehr Leistung. Allerdings für die normalen Alltagsanwendungen reicht die gebotene Leistung vollkommen aus.

Lediglich der Akku hätte etwas größer ausfallen können. Kamera und Display würde ich als gut einstufen für die Preisklasse.

Kurzum das Shine Lite ist ein solides Alltags- Smartphone, das  sich gerade durch seine schicke Optik von der Masse etwas abheben kann.

Der iHealth Wave Fitness Tracker im Test

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Smartwatches sind aktuell weitestgehend als tot zu bezeichnen. Pebble verkauft, die Moto 360 wird nicht mehr fortgesetzt und auch Apple hat seine iWatch nur noch sehr halbherzig geupdatet.

Der größte Profiteur aus dieser Geschichte scheinen Fitnesstracker zu sein. Diese verkaufen sich aktuell laut diversen Marktforschungsinstituten prächtig.

Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, in der Regel sind diese deutlich günstiger als eine Smartwatch, bieten mehrere Tage Akkulaufzeit und alle Basisfunktionen wie Benachrichtigungen usw. sind meist auch mit an Board.

Lediglich die Optik ist meist deutlich anders als bei einer normalen Uhr.

Daher war ich auch sehr neugierig auf den iHealth Wave Fitnesstracker, der sich auf den ersten Blick vor allem durch seine sehr „runde“ Optik von anderen Fitnesstrackern abhebt.

Kann der iHealth Wave im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Der iHealth Wave im Test

Wie bereits erwähnt, besitzt der iHealth Wave Fitnesstracker auf den ersten Blick ein rundes Display, was eher an eine normale Uhr erinnert.

Beim Material setzt iHealth auf Plastik und eine große Glas Abdeckung auf der Front unter welcher das Display angebracht ist.

Optisch finde ich den Wave Fitnesstracker recht schick, gerade wenn man etwas kleinere Handgelenke hat.

Geladen wird der Fitnesstracker mithilfe einer kleinen „Platte“ welche in einen freien USB Port gesteckt wird und per Magneten an dem Wave Fitnesstracker hält.

Natürlich ist der iHealth Wave auch wasserdicht, allerdings gibt der Hersteller hier kein IP Rating an, Schwimmen soll aber problemlos funktionieren.

Als Armband kommt ein normales Silikon Band zum Einsatz. Hier legt iHealth auch ein alternatives in Blau bereits mit in die Box.

Das Armband besitzt einen normalen Uhrenverschluss, welcher das Risiko minimiert den Wave Fitnesstracker ausversehen zu verlieren.

Leider ein wenig enttäuscht war ich beim ersten Einschalten. Wobei enttäuscht ist natürlich nicht ganz richtig, bei einem Preis von um die 50€ darf man kein großes Farbdisplay erwarten.

Dies bekommt man auch nicht. Im Wave steckt ein normales LCD Display, welches auch nicht rund ist, was aber erstaunlich wenig stört.

Allgemein im Indoor- Einsatz sieht das Display des Wave AM4 sehr gut aus. Im Outdoor- Einsatz spiegelt dieses allerdings recht stark.

Auf Tasten verzichtet iHealth vollständig. Das Display wird durch eine „Arm- Hebe- Bewegung“ eingeschalten.  Daraufhin lässt sich beim Antippen des Displays durch das Menü schalten.

Hier trickst iHealth bei der Wave allerdings etwas. Anscheinend nutzt man keinen Touchscreen, sondern den eingebauten Bewegungssensor für diese Steuerung, welcher die Erschütterung durch das Antippen des Fitnesstrackers erkennt.

Klingt im ersten Moment sicherlich etwas merkwürdig funktioniert aber in der Praxis erstaunlich gut. Vor allem verwirrt Wasser, das auf das Display kommt, den Fitnesstracker nicht (Touchscreens funktionieren auch wenn sie nass sind).

 

Die App

Um den Wave AM4 zu nutzen ist die IOS oder Andoid App von iHealth notwendig.

Die Installation und Einrichtung dieser geht problemlos. Ihr müsst ein Konto beim Hersteller anlegen und ein paar Daten über Euch eintragen (Größe und Gewicht).

Anschließend wird der Fitnesstracker durch die App mit dem Smartphone verbunden.

Wichtig die iHealth App ist eine „Universal“ App welche auch für andere iHealth Produkte wie eine Smarte Wage usw. dient.

Daher ist diese etwas breiter aufgebaut und fokussiert sich etwas weniger um den Wave AM4 Fitnesstracker.

Heißt, es sind einige Optionen vorhanden, die sich auf andere Produkte als den Fitnesstracker beziehen.

Grundsätzlich ist die App allerdings sehr klar und verständlich aufgebaut mit schönen Graphen usw.

Auch ist die App auf Deutsch!

Daten, welche aufgezeichnet werden, lassen sich auch in Apples Health App oder Googles Fit App exportieren.

 

Funktionen und Features

Ich glaube eine der unterschätztesten Features eines Fitnesstracker im Alltag ist die Uhr.

Der iHealth Wave besitzt kein Allways On Display, sondern dieses wird durch die Bewegung beim Heben des Arms aktiviert.

Wenn diese Bewegung erkannt wird zeigt das Display das Datum, die Uhrzeit und den verbliebenen Akku.

Durch Antippen des Displays kommt man zu den anderen Features wie dem Schrittzähler, einer Distanz -Einschätzung und der Kalorien- Verbrauches- Angabe.

Diese Informationen finden sich auch noch einmal in schönen Diagrammen in der iHealth App.

Der Schrittzähler ist natürlich der Klassiker. Dieser läuft den ganzen Tag im Hintergrund und zählt wie viel Ihr Euch bewegt habt.

Hierbei lässt sich auch ein „Aktivitätsalarm“ Einstellen welcher Euch alle xx Minuten/Stunden Informiert, dass Ihr mal wieder aufzustehen habt und Euch etwas bewegen sollt.

Sehr interessant ist der Wave Fitnesstracker für Schwimmer. Ehe Ihr los legt, müsst Ihr in der Smartphone App den Schwimmmodus einschalten.

Nun zählt der Fitnesstracker nicht nur Eure Schritte sondern auch Eure Schwimmzüge. Hierbei wird auch zwischen drei unterschiedlichen Schwimmarten unterschieden und später in der App aufgeschlüsselt(Freistilschwimmen, Rückenschwimmen, Brustschwimmen).

Auch ein Schlaftracker ist mit an Board. Solltet Ihr die Uhr permanent tragen, auch über Nacht, erkennt diese wenn Ihr einschlaft und aufwacht.

Auch in der Nacht kann die Uhr zwischen leichten und tiefen Schlafphasen unterscheiden und wertet Euren Schlaf in einem Diagramm aus.

So könnt Ihr über mehrere Wochen hinweg überwachen wie gut und effizient Ihr geschlafen habt.

Zu guter Letzt könnt Ihr den Fitnesstracker auch als Wecker verwenden. In diesem Fall beginnt die Uhr zum Weckzeitpunkt an Eurer Hand zu vibrieren.

Was dem Wave Fitnesstracker völlig fehlt, sind leider Benachrichtigungen. Es ist nicht möglich diese auf der Uhr anzuzeigen.

Wie genau sind die Werte der Wave?

Beginnen wir mit dem Schlaftracker. Ich würde die Werte hier als ziemlich genau einstufen! Lediglich wenn ich kurz nach dem Aufstehen den Fitnesstracker abgelegt hatte um beispielsweise zu Duschen, ja man kann Ihn dafür anbehalten, wurde dies dann noch als Schlafen in der App erkannt.

Dies würde ich allerdings dem Wave nicht negativ anrechnen.

Beim Schrittzähler wird es etwas schwieriger. Ich habe hier leider keine professionellen Geräte aber ich habe eine Fossil Q Smart Watch und ein Xiaomi MI Band 2 mit Schrittzähler.

Ich habe einen normalen Vormittag alle drei Geräte getragen mit folgenden Ergebnissen: Die Fossil Q zählte 3513 Schritte, das MI Band 2485 Schritte und das iHealth Wave 2876 Schritte.

Welches Ergebnis ist nun richtig? Gute Frage!

Zwar sind hier die Werte recht dicht beieinander allerdings habe ich teilweise das Gefühl, dass der Wave zu wenig zählt (was in diesem Beispiel nicht ganz deutlich ist). Morgens nach dem Aufstehen ins Bad und in die Küche und es stehen 8 Schritte auf der Uhr obwohl es eindeutig mehr sind.

Das Problem bei Schrittzählern ist die Vergleichbarkeit der Werte. Sollte Euer Ziel sein mit Euren Freunden zu vergleich wer wie viele Schritte macht, solltet Ihr den selben Fitnesstracker kaufen.

Alle Geräte zählen leider etwas unterschiedlich.

 

Fazit zum iHealth Wave

Der iHealth Wave ist mit 50€ durchaus als günstiger Fitnesstracker zu bezeichnen.

Für dieses Geld macht dieser auch einen guten Job! Allerdings würde ich die Optik als das wichtigste Alleinstellungsmerkmal werten.

Die aller meisten Fitness Armbänder sind wirklich Armbänder während sich der Wave eher als Uhr tarnt mit einem augenscheinlich runden Display.

Gefällt Euch diese Optik? Falls nein oder diese ist Euch einfach egal, dann muss ich ehrlich sein, gibt es genauso gute oder bessere Fitnesstracker für ähnliches Geld.

Solltet Ihr jedoch die runde Optik bevorzugen sieht dies anders aus. Der Schrittzähler, der Schlaftracker und auch die App ist als gut zu bezeichnen genau wie die speziellen Features für Schwimmer.

Was mir persönlich etwas fehlt, sind Benachrichtigungen auf dem Fitnesstracker. Solltet Ihr darüber hinwegsehen können, könnte der iHealth Wave etwas für Euch sein.

iHealth WAVE AM4 Vernetzter Aktivitäts-, Schwimm- und Schlaftracker
  • Verfolgen Sie Ihre Schwimmaktivitäten: Schwimmstil-Erkennung...
  • Laufend aktiv werden: Schritte, zurückgelegte Distanz...
  • Schlafen Sie gut?: Analyse von Schlafzyklus und Schlafqualität...
  • Kostenlose iHealth MyVitals App zur Echtzeit-Verfolgung und...
  • Auch als elegante Armbanduhr (Zeit- und Datumsangabe) tragbar...

SteelSeries Rival 500 & Rival 700 – Revolution im Doppeltest

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Nachdem wir uns eine lange Zeit mit mechanischen Tastaturen beschäftig haben, werfen wir nun einen Blick auf eine andere Art von Eingabegeräten. Unserer Testkandidaten sind die neuen Computer Mäuse SteelSeries Rival 500 sowie SteelSeries Rival 700. Die für unterschiedliche Einsatzgebieten konzipierten Nager sind vollgepackt mit neuster Technologie und wollen mit taktilem Feedback den Markt revolutionieren. Ob der Plan aufgeht, klärt der Test.

SteelSeries Rival 500 & 700 Überblick:

SteelSeries hat ihrer Rival Reihe zwei neue Ableger spendiert. Während die Rival 700 sich an die Spitze der Serie setzt, haben die Dänen mit der Rival 500 nach längerer Auszeit wieder eine MOBA/MMO Maus im ihrem Portfolio aufgenommen.
So unterschiedlich die Mäuse auf dem ersten Blick aussehen, so haben sie doch vieles Gemein. Herzstück der beiden Eingabegeräte ist der optische Sensor PixArt PMW3360, der als einer der fortschrittlichsten seiner Art gilt und ebenso in vielen Konkurrenzprodukten vorzufinden ist. Für die Tasten kommen die bewährten und eigenentwickelten SteelSeries Schalter zum Einsatz, die nach Angaben des Herstellers für 30 Millionen Betätigungen ausgelegt sind. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, haben die Dänen einen Vibrationsmonitor in den Mäusen verbaut, um dem Spieler ein taktiles Feedback zu dem aktuellen Spielgeschehen zu übermitteln. Mit einem Gewicht von 129 Gramm (Rival 500) respektive 135 Gramm (Rival 700) gehören die Mäuse ganz klar zu den Schwergewichten. SteelSeries hat auf die Anbringung von Zusatzgewichten verzichtet. Zur Verwaltung der Mäuse wird die alt bekannte SteelSeries Engine 3 Software angeboten.

Die Unterschiede ergeben sich primär durch den gedachten Einsatzzweck. So ist die Rival 500 als MOBA/MMO Maus mit deutlich mehr Tasten und einem kürzeren, dafür bereiterem Gehäuse ausgestattet. Die Rival 700 besitzt hingegen ein konventionelles, länglicheres Design und ist mit einem in dem Bereich einzigartigen OLED Display und austauschbaren Komponenten zurecht an der Spitze der Rival Series angesiedelt.Bei dem Preis sprechen die Geschwister wieder dieselbe Sprache. Nach Angaben der Preissuchmaschine Geizhals.at sind die Mäuse zu je einem Preis von knapp 90€ erwerbbar.

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Rival 500 im Detail:

Die SteelSeries Rival 500 folgt nicht dem klassischen MMO Maus Design, wo der Daumen stets auf den Tasten aufliegt, sondern hat die meisten Zusatztasten rund um die Daumenablage verteilt.
Der größte Vorteil darin ist die deutlich verbesserte Ergonomie. Die Rival 500 macht das Umsteigen von regulären Mäusen zudem deutlich angenehmer. Man wird nicht in das kalte Wasser geworfen, sondern hat – wie gewohnt – seine Vor- und Zurücktaste. Aufgrund der markanten Größe und Platzierungen der einzelnen Tasten ist ein versehentliches Danebenklicken nahezu ausgeschlossen. Besonderes Merkmal der beiden unteren Tasten ist, dass man diese mit der Daumenbewegung nach unten auslöst anstelle einer Bewegung in das Geräteinnere. Es besteht zudem die Möglichkeit, die beiden Tasten mechanisch zu sperren. Mithilfe des kleinen Schalters auf der Unterseite, bleiben sie fest an ihrer Position und können als erweiterte Daumenablage verwendet werden. Die Produktentwickler haben viel Liebe zum Detail in das Produkt einfließen lassen.
Um das Defizit der fehlenden Tasten nach klassischem MMO Maus Aufbau auszugleichen, sind auf der Oberseite weitere Zusatztasten angebracht worden. Eine liegt vor dem Vier-Wege Mausrad, zwei teilen sich den Platz neben der Linken Maustaste und die Letzte ist vorne rechts verbaut.Das Design hat aber ein eine kleine Schwäche. Die vorderste Taste im Daumenbereich ist mit meiner mittelgroßen Hand bei Verwendung des Palm Griff kaum noch zu erreichen. Nimmt man die Rival 500 hingegen per Claw-Grif oder Fingertipp-Griff, der durch die vergleichsweise kurze Bauform begünstigt wird, in die Hand, wird die ruhende Position des Daumens weiter nach vorne gesetzt, weswegen die vordere Taste besser zu betätigen ist. Davon abgesehen ist die Position der anderen Tasten nahezu ideal verteilt worden. Gleichzeitig bietet das bullige Gehäuse selbst für Leute mit großen Händen genug Freiraum für jeden Finger.SteelSeries setzt bei der Materialwahl für das Gehäuse der Rival 500 primär auf mattschwarzen Kunststoff, während an den Seiten großzügig eine schwarze, mit Noppen überzogene Gummierung zum Einsatz kommt. In Kombination mit der durchdachten Ergonomie ergibt sich daraus ein sehr gut Gripp bei gleichzeitig hohem Komfort. Selbst nach mehrstündigem Einsatz sind kaum Ermüdungserscheinungen festzustellen. Überraschend weist das zwei Meter lange und nicht wechselbare Kabel eine nackte Kunststoff Ummantelung auf und nicht, wie in der Preisklasse gewohnte, Textilummantelung. Wirft man einen Blick auf die Unterseite, ist neben dem mechanischen Sperrschalter drei großflächig Teflonfüße, die ein sauberes Gleitverhalten garantieren, angebracht.Abgesehen von dem leicht schief eingebauten Vier-Wege Mausrad – eine Krankheit, die ich bei jeder Maus mit ähnlicher Konstruktion feststellen durfte – gibt es an der Verbreitung der Rival 500 wenig zu kritisieren. Selbst bei stärkerem Druck gibt der Kunststoff an keiner Stelle nach, die Spaltmaße fallen regelmäßig aus und die Tasten liegen ohne Spiel auf den Schaltern auf. Das Klickverhalten ist auf hohem Niveau. Der Betätungsweg ist kurz und präzise. Auch bei der anfänglichen Befürchtung, dass sich die Tasten rund um den Daumenbereich unregelmäßig drücken würden, kann Entwarnung gegeben werden. Einzig der Druckpunkt der drei Tasten neben der Linken- bzw. Rechtenmaustaste fällt negativ (zu) stramm aus.

SteelSeries Rival 700 im Detail:

Wie bereits vorweggenommen, fällt die Rival 700 deutlich schlanker und länglicher aus. Hierbei sind deutliche Ähnlichkeiten zu dem bisherigen Flaggschiff, der SteelSeries Rival 300, festzustellen. Die Form ist ideal für den Palm-Griff. Die Handfläche schmiegt sich grundsätzlich angenehm an den Kunststoff an, einzig der Übergang zu den Seiten an der hinteren Abdeckung fällt unangenehm kantig aus. Dank der voluminösen Form findet jeder der fünf Finger ausreichend Platz an der Maus. Die Daumenablage ist im Vergleich zu der MOBO/MMO Maus weniger stark ausgeprägt, was beim Anheben der Maus für etwas weniger Griffigkeit sorgt. Wer über eine kleine Hand verfügt, wird Probleme haben die vorderste der drei Zusatztasten mit dem Daumen zu erreichen. Erneut kann mit einer anderen Griff Art entgegengewirkt werden, wobei der Claw-Grip bei der Maus aufgrund der länglichen Form nicht zu empfehlen ist. Highlight der SteelSeries Rival 700 ist das 128 x 36 Pixeln auflösende OLED Display an der linken, äußeren Gehäuse Seite, worauf ich später näher eingehen werde.Neben den drei Daumentasten, ist eine vierte Zusatztaste auf der Oberseite vor dem Zwei-Wege Mausrad platziert worden. Über die Gründe, weswegen man auf ein Vier-Wege Mausrad verzichtet hat, lässt sich nur spekulieren. Erfahrungsgemäß sind jene für ein Defekt anfälliger als konventionelle Zwei-Wege Mausräder.Die SteelSeries Rival 700 punktet aber nicht nur mit moderner Technik, sondern überzeugt auch mit der Austauschbarkeit vieler Komponenten. Neben dem Kabel ist auch der hintere Teil der Abdeckung als auch das eigentliche Herzstück, der Sensor, wechselbar. Das für 29,99€ optionale erhältliche Laser-Sensor Modul spielt mit dem Pixart 9800 (ADNS-9800) ebenso in der Highend Klasse wie der standardmäßig verbaute Pixart PWM3360. Somit kann man nicht nur die Teile ersetzten, die den meisten Verschleiß unterliegen, sondern auch den direkten Vergleich eines anderen Sensortypen am gleichen Mausgehäuse erfahren.Die verbauten Materialen unterscheiden sich kaum von der Rival 500. Erneut ist die Hauptkomponente mattschwarzer Kunststoff sowie eine noppenbezogene Gummierung an den Seitenflächen. Differenzen ergeben sich bei der Textierung der hinteren Abdeckung. Standardmäßig ist bei der Rival 700 eine glatte mit Dreiecken verzierte Oberfläche verbaut, während jene der Rival 500 ein mattes Softtouch Finish verwendet. Dank der Modularität kann man bei Bedarf eine Abdeckung mit anderer Oberflächenstruktur und Farbe an der Maus anbringen. Mit gut 20€ für zwei respektive drei Cover handelt sich hierbei aber um einen teuren Spaß.Die zwei mitgelieferten USB Kabel unterscheiden sich nicht nur in der Länge, sondern auch bei der Ummantelung. Das zwei Meter lange Kabel hat einen dicken Pelz aus Textil spendiert bekommen, während das kürzere Kabel – wie bei der Rival 500 – eine glatte und nackte Kunststoff Ummantelung verwendet. Die drei Teflonfüße wirken im Vergleich zu dem Grundkörper leicht unterdimensioniert – zumindest im Neuzustand gibt es aber keine Beanstandungen an der Gleitfähigkeit der Maus.

Die Verarbeitung der Rival 700 ist tadellos. Während es an der Rival 500 kleinere Beanstandungen gab, ist selbst im Bereich des austauschbaren Covers, das die vermeintlichste Schwachstelle darstellt, nichts auszusetzten. Die Haupttasten lassen sich ungewohnt weich drücken. Der Auslösepunkt mitsamt dem akustischen Feedback fällt aber präzise und deutlich wahrnehmbar aus. Dies dürfte vor allem der unterschiedlichen Form der eigentlichen Maustaste und Positionierung des Mikroschalters geschuldet sein. Die Zusatztasten können durch einen sehr kurzen und knackigen Druckpunkt gefallen.

SteelSeries Engine 3:

Die für die Verwaltung essentiell benötigte SteelSeries Engine 3 ist sowohl für Mac OSX als auch für Windows erhältlich. Auf der Hauptseite wird man mit einer Übersicht seiner unterstützten SteelSeries Produkten begrüßt. Mit einem Klick auf das Produkt, wird das Konfigurationsmenü geöffnet, in dem man allerlei Einstellungen treffen kann. Dies umfasst bei den Mäusen freie Belegung aller Tasten, das Abspielen von Makros, (OS spezifische) Aktionen wie Kopieren ausführen, Programme starten und Profile durchschalten. Es kann sogar unterschieden werden, ob die Aktion einmalig oder N-malig durchgeführt wird, solange die Taste gedrückt wird oder solange bis die Taste erneut gedrückt wird. Des Weiteren lassen sich pro Profil zwei CPI Geschwindigkeiten einstellen und Mausbeschleunigung, Angle Snapping sowie Pulling Rate regulieren. Obwohl der Hersteller des Sensors mit einer anpassbare Lift Off Distance wirbt, gibt es aktuelle keine Möglichkeit, diese bei den SteelSeries Mäusen zu verändern.

Die Software erlaubt es, beliebig viele Profile zu erstellen, die auf Wunsch beim Programmstart automatisch geladen werden können. Der Rival 700 exklusiv vorbehalten, ist das Speichern von fünf Profilen auf den internen Speicher. Per Drag’n’Drop aktualisiert man die Einstellungen, die anschließend komplett autark und ohne im Hintergrund laufender Software funktionieren.

Wie bereits von dem SteelSeries Artic 5 Headset bekannt, kommen Freunde der Farbenspielerei voll auf ihre Kosten. So lassen sich die beiden LED Zonen, die sich am Mausrad und in dem Herstellerlogo an der hinteren Abdeckung befinden, nach Herzenslaune einstellen. Die Farbpalette ist frei wählbar; genauso wie die Art und Dauer der einzelnen Farbübergänge. Das monochrome OLED der Rival 700 kann zudem ein eigenes Bild oder gar eine Animation, die als .gif vorliegen muss, anzeigen lassen. Damit das OLED nicht unnötig altert, schaltet sich das Display nach 30 sekündiger Inaktivität der Maus automatisch aus. Wer das nahezu prüde Design mit Beleuchtung nicht zerstören möchte, kann diese mitsamt des OLED Displays in der Software deaktivieren. Das nachfolgende Video zeigt die beiden Rival Modelle in ihrer leuchtenden Pracht:

Der letzte große Reiter der SteelSeries Engine 3 ist das sogenannte GameSense. Die RGB Beleuchtung und das OLED können für unterstützte Spiele, namentlich CSGO, Dota 2 und Minecraft , als Status Anzeige verwendet werden. Hierbei kann der aktuelle Stand von Leben, Munition oder besondere Events visuell auf den Mäusen dargestellt werden. Einen spielerischen Vorteil wird man aber kaum erzielen können, da man dafür den Blick von Monitor auf die Maus richten muss. Ein nettes Gimmick. Anders sieht es mit dem taktilen Feedback aus:

Anpassbare Taktilmeldungen:

Wie bereits der Name „taktiles Feedback“ verrät, vibrieren die Mäuse zu bestimmten Ereignissen. Analog zu der RGB Beleuchtung und dem OLED Display und muss man erneut unterscheiden, ob das Spiel SteelSeries GameSense unterstützten oder nicht. Trifft dies zu, kann man zu fast jedem erdenklichen Fall die Maus zum Schwingen bringen. Beispielsweise meldet sich, der in der Maus verbaute Motor, mit einem dezentem Summen, wenn man geblendet wird, einen Kill erzielt oder die Munition respektive die Gesundheit unterhalb eines bestimmten prozentualem Wert fällt. Damit es zu keinem Rätselraten kommt, was nun geschehen ist, kann man den einzelnen Events eine Auswahl aus 13 Vibrationsmustern zuweisen.

Aber selbst wenn man kein Fan von Dota 2, CS GO oder Minecraft ist, kann man von dem Feature profitieren. Es ist möglich, selber Events zu definieren. Die Spielelogik hinter den meisten Spielen ist recht simpel. Entweder muss ein entsprechender Checkpoint erreicht werden, eine gewisse Menge an Gegnern erledigt werden oder gewartet werden, bis ein bestimmter Timer abgelaufen ist. Bestes Beispiel für letzteres ist der sogenannte Cool Down einer Fähigkeit (=Zeit bis eine Fähigkeit wieder einsetzbar ist). In unserem Beispiel nehmen wir als Auslöser für den Timer die Taste „4“ auf der Tastatur, womit man auch den Zauber wirkt. Als Dauer geben wir den Cool Down von 3500ms an und damit wir wissen, welcher Zauber wieder einsatzbar ist, nehmen wir als Vibration „Langes Summen“. Man kann zudem festlegen, ob bereits mit dem Drücken der Taste der Timer gestartet wird oder erst beim Loslassen. Zugleich ist einstellbar, ob beim erneuten Betätigen der Timer zurückgesetzt wird oder nicht.

Was auf den ersten Blick mehr wie eine Spielerei aussieht, zeigt sich im Praxis Einsatz als durchaus nützlich. Denn die Taktilmeldungen ist nicht nur für MOBA/MMO Spieler interessant, sondern auch in vielen anderen Genre hilfreich. Als Hobby Pilot in Battlefield 4 weiß ich ganz genau, wann die „natürlichen Feinde“ wieder gespawt sind und ich wieder defensiver fliegen muss.
Das manuelle Erstellen der Timer ist zwar gut gelöst, deckt aber nur einen Bruchteil das, durch die GameSense Spiele gezeigten Möglichen, ab.

Auf der technischen Ebene gibt es nichts auszusetzen. Der Motor arbeitet recht zurückhaltend, aber für das Feedback ausreichend stark. Gleichzeitig konnte in keinem Fall eine Beeinträchtigung der Präzession oder gar ein Zittern der Maus festgestellt werden.

PixArt PMW3360:

Nachdem ausführlich genug über die Ergonomie, Material, Schalter sowie einzigartiger Software und Hardware Features geschrieben wurde, möchte ich nun auf den gemeinsamen Sensor „PixArt PMW3360“ eingehen. Eines gleich vorweggenommen: Der Sensor leistet auf jeder getesteten Oberfläche einen hervorragenden Dienst. Selbst bei einem weiß glänzenden Untergrund wurde jede Bewegung akkurat umgesetzt.Wie bei Vielem im Leben bemerkt die Vorteile nicht zwangsläufig sofort beim Umstieg, sondern erst, wenn man wieder mit der „alten“ Hardware, in meinem Fall die SteelSeries Rival 100 (SDNS-3059-SS), arbeitet. Der Sensor der kleine Maus kann im niedrigen CPI Bereich noch gut mithalten. Spätestens ab 2000 CPI bemerkt man bei der Erfassung und Genauigkeit einen wahrnehmbaren Unterschied. Selbst bei schwindelerregenden 12000 CPI erfolgt das Tracking 1:1 mit der Handbewegung.

Fazit:

Bevor ich zu dem eigentlichen Fazit der Mäuse komme, möchte ich einen Punkt explizit ansprechen. Ähnlich wie Kleidung muss die Maus zu einem passen. Jeder Mensch hat die unterschiedlichsten Anforderungen und Präferenzen an die Form, der Größe und das Gewicht einer Maus. So ist es unmöglich zu sagen, dass Produkt XY das perfekte Eingabegerät darstellt. Das kann zwar in meinem Fall zutreffen, ist aber nicht allgemein gültig. Hier hilft es nur, selber ausprobieren und erfühlen(!), was für einen das Richtige ist.

SteelSeries hat unter Beweis gestellt, dass es doch noch kleine Revolutionen in dem sonst eher stagnierenden Markt geben kann. Die anpassbare Taktilmeldungen gib Feedback zum aktuellen Spielgeschehen, ohne davon abzulenken und verschafft dadurch den einen oder anderen Vorteil. Leider geht die Anzahl an Spiele, die das Feature von Haus aus unterstützen, gegen Null, sodass man von Hand die zeitlichen Events definieren und auslösen muss.

Die Dänen können aber auch den Bedarf nach moderner Technik und Features stillen. Der bei beiden Mäusen verbaute Sensor PixArt PMW3360 hat nicht ohne Grund seinen guten Ruf. Er arbeitet überaus präzise, funktioniert selbst auf schwierigen Oberflächen und löst bis zu 12000 CPI nativ respektive 16000 CPI interpoliert auf. Aber auch die Freunde des Individualismus werden aufgrund der zwei Zonen RGB Beleuchtung, die in allen erdenklichen Farben und Lichtmodi scheinen können, voll auf ihre Kosten kommen. Abgerundet wird das Angebot mit der umfangreichen, aber dennoch leicht zu bedienenden Software SteelSeries Engine 3.

Die Rival 500 kann sich aufgrund des innovativen Bedienkonzeptes klar von der Masse abheben. Jede der 15 Tasten hat ganz bewusst ihre eigene Größe und Platz bekommen. Auch die Idee, dass die unteren Daumentasten zu einer weiteren Ablagefläche verwendet werden können, wurde hervorragend umgesetzt und steigert den Komfort ungemein. Die Verarbeitung ist auf hohem Niveau, auch wenn hier der große Bruder noch einen ticken besser abschneiden kann. Leider muss man gegenüber der gleichteuren SteelSeries Rival 700 einige Kompromisse eingehen. So fällt nicht nur das OLED Display weg, sondern es muss auch auf den internen Profilspeicher, das textilummantelte Kabel sowie die Austauschbarkeit von Komponenten verzichtet werden.

Die Rival 700 folgt eher der traditionellen Linie an Spielemäusen. Das schlanke und schlichte Design liegt nicht nur gut in der Hand, sondern kann sich auf jedem Schreibtisch sehen lassen. Als erste Maus überhaupt verfügt das aktuelle Flaggschiff über ein OLED Display. Zwar erfüllt es, wie auch die RGB Beleuchtung, keinen praktikablen Zweck, ein Hingucker bleibt es trotzdem. Punkten kann die Maus mit einer sauberen Verarbeitung, internen Speicherplatz für 5 Profile und der umfangreichen Modularität von Kabel, Sensor und Cover. An der Rival 700 gibt es nur wenig zu kritisieren. Einzig die Abstinenz von optional anbringbaren Zusatzgewichten und eines Vier-Wege Mausrades könnte man dem ansonsten überaus gelungene Nager vorwerfen.

Die Teufel MUTE BT im Test, die besten Bluetooth Kopfhörer unter 200€!

Ich glaube man kann durchaus sagen Teufel hat mit dem MOVE BT einen Überraschungshit gelandet. Zum einen sind die MOVE BT ein paar der besten Bluetooth Ohrhörer aktuell auf dem Markt, zum anderen scheinen diese auch sehr gut bei der Kundschaft anzukommen.

Nun hat Teufel auf der kabellosen Front mit den neuen MUTE BT nachgelegt.

Die Teufel MUTE sind nun keine „neuen“ Kopfhörer lediglich die kabellose Verbindung ist augenscheinlich neu hinzu gekommen. Aber gibt es unter der Haube noch Verbesserungen und wie schlagen sich die MUTE BT auch verglichen mit anderen High End Bluetooth Kopfhörern wie den Bose QC35?

Finden wir es im Test heraus!

 

Die Teufel MUTE BT

Teufel setzt bei den MUTE BT auf eine recht dezente Optik, die lediglich von einem großen „t“ auf beiden Ohrmuscheln etwas unterbrochen wird.

Die verwendeten Materialien bei den MUTE BT lassen sich vermutlich am besten mit „unauffällig“ beschreiben.

Es kommt hier viel einfacher Kunststoff zum Einsatz. Die MUTE BT fühlen sich nicht billig an, aber man hat auch nicht zwingend das Gefühl ein Premium-Produkt in den Händen zu halten.

Immerhin das Kopfband und die Höhenverstellung wurden von Teufel mit Metall verstärkt.

Dies mag jetzt etwas negativ klingen, aber so ist es nicht gemeint. Die MUTE BT sind keine „Fashion Kopfhörer“ auf die man wie ein rohes Ei aufpassen muss.

Ich bin mir sicher, dass die MUTE BT auch einen etwas härteren Umgang gut abkönnen ohne kaputt zu gehen oder verschlissen auszusehen.

Dazu passt auch sehr gut die Möglichkeit den Akku einfach austauschen zu können. So lassen sich die MUTE BT im Gegensatz zu den allermeisten Bluetooth Kopfhörern auch noch nach 3-5 Jahren problemlos weiter einsetzen. Auf Nachfrage hat mir Teufel mitgeteilt, dass die Akkus auch separat angeboten werden.

Optional lassen sich die Kopfhörer auch ohne Akku und dafür mit Kabel betreiben. Hierfür ist am linken Ohrhörer ein 3,5mm Port angebracht. Ebenfalls dort befindet sich der microUSB Port zum Aufladen der Kopfhörer.

Dies ist allerdings nicht oft nötig.

Mit einer Ladung kann man bis zu 60 Stunden Musik hören, bei eingeschaltem Noise Cancelling und einer kabelgebunden Verbindung.

Alternativ sind 50 Stunden via Bluetooth und ohne Noise Cancelling möglich oder 28 Stunden mit Bluetooth und Noise Cancelling.

Oder bis zu 50 Stunden beim Hören über Bluetooth, aber mit abgeschaltetem ANC oder zu guter Letzt bis zu 28 Stunden wenn Noise Cancelling an ist und Bluetooth.

Dies sind hervorragende Werte! Selbst wenn diese in der Praxis je nach Lautstärke etwas niedriger ausfallen, ich höre z.B. Musik gerne sehr laut, daher schaffe ich keine 28 Stunden sondern eher 22-24 Stunden. Dies ist aber schwer zu schätzen, wer hört schon über 24 Stunden Musik.

An der linken Ohrmuschel befinden sich zudem einige Tasten. Zum einen der Einschalter, dieser besitzt drei Stellungen, Aus, Bluetooth und ANC.

Heißt, Ihr müsst nicht zwingend ANC(Noise Cancelling) nutzen könnt es aber auf Wunsch zuschalten. Ebenfalls befinden sich drei Tasten für Play/Pause, Vor/Lauter und Zurück/Leiser an den Kopfhörern.

Die Play/Pausetaste ist wie üblich eine Multifunktionstaste welche auch Anrufe annehmen kann, wie auch Siri/Google Now starten kann.

 

Tragekomfort

Beim Tragekomfort findet man den größten Unterschied zwischen den MUTE und den MUTE BT. Die MUTE BT sind in allen Belangen stärker gepolstert als die MUTE.

Das Kopfband ist hier etwas breiter und dicker gepolstert und auch die Ohrmuscheln haben geschätzt das Doppelte an Polsterung.

Führt mehr Polsterung automatisch zu einem besseren Tragekomfort? Dies kann man ganz klar mit jein beantworten.

Ich würde die MUTE BT was den Tragekomfort angeht als Solide einstufen. Allerdings muss man hier ganz klar sagen, dass beispielsweise die Bose QC35 oder auch die Sony MDR-100ABN nochmals ein Stück bequemer sind.

Die MUTE BT besitzen, zumindest neu, einen recht hohen Anpressdruck, auch werden meine Ohren nach einer Weile recht warm unter den Ohrmuscheln.

Was die MUTE BT sehr gut machen, ist die passive Abschirmung von Außengeräuschen, die hier wirklich auf einem erstklassigen Level ist.

 

ANC

ANC steht für aktives Noise Cancelling. Dies ist eine Technik welche mithilfe von Mikrofonen die Umgebungsgeräusche „aufzeichnet“ und ausgleicht.

Wenn Ihr wissen wollt wie genau das ganze funktioniert schaut Euch z.B. dieses Video an https://www.youtube.com/watch?v=KHsXA_LE3e4

Die Teufel MUTE BT haben ein gutes aber relativ entspanntes Noise Cancelling. Heißt Umgebungsgeräusche wie Motoren, Lüfter oder Turbinen werden sehr gut reduziert oder sogar komplett entfernt.

Allerdings Stimmen und Gespräche kommen immer noch recht klar durch die MUTE BT. Hier gibt es Modelle, welche etwas Aggressiver sind und sogar versuchen solche Geräusche zu blocken.

Im Übrigen auch ohne ANC blocken die MUTE BT sehr stark Außengeräusche. Falls Ihr noch nie Kopfhörer mit Noise Cancelling gehabt habt wird das ganze sicherlich im ersten Moment sehr faszinierend sein, dass dies wirklich funktioniert.

Kleiner Tipp an einer Dunstabzugshaube lässt sich das ganze gut testen.

Wer viel auf reisen mit der Bahn oder im Flugzeug ist wird Noise Canceling nicht mehr missen wollen.

 

Klang

Kommen wir zum Wichtigsten, dem Klang. Dieser ist Teufel typisch, solltet Ihr schonmal ein Produkt dieser Marke besessen haben, wird Euch sicherlich die Klangsignatur bekannt vorkommen.

Aber erst einmal etwas Generelles, ich habe die MUTE BT primär an meinem iPhone aber auch an meinem Google Pixel verwendet und ja, ich weiß iPhones unterstützen kein apt-X, spielt das groß eine Rolle? Nein der SBC Codec bietet meiner Erfahrung nach mehr als genug Qualität für die allermeisten Anwender!

Meine „getestete Musik“ stammt primär von Spotify und CD Rips (FLAC/ALAC). Sollte ich einen Song in meinem Test erwähnen, werde ich versuchen diesen bei Youtube zu verlinken, dies soll nur der Verdeutlichung dienen über was für eine Art Song ich gerade spreche!

Kommen wir aber zu den Kopfhörern, diese sind generell etwas wärmer und spaßiger ausgelegt.

Dementsprechend ist der Bass ein Stück weit angehoben. Zwar sind die MUTE BT keine „Bass Bomber“ aber sie können durchaus gut loslegen.

Hierbei ist der Bass relativ kompakt mit einem knackigen Punch. Allerdings bringen die MUTE BT keine Köpfe zum vibrieren. Der Tiefgang ist ordentlich aber auch nicht überragend, Teufel scheint hier den Bass etwas mehr auf Präzision getrimmt zu haben.

Die Höhen sind klar und sauber dabei aber recht unanstrengend und entspannt. Teufel hat hier eine sehr gute Balance zwischen klar und zu weich gefunden.

Aber die MUTE BT sind keine „Badewanne“ (Badewanne = Höhen und Bass angehoben, Mitten abgesenkt), ganz im Gegenteil. Stimmen und Sprache werden hervorragend von den MUTE BT dargestellt. Gerade akustische Versionen von Songs wie z.B. Shake It Out von Florence + The Machine klingen auf den MUTE BT fantastisch.

Auch allgemein Songs mit starken Stimmen liegen den Kopfhören, ob nun „The Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel oder „I Want it All“ von Queen.

Dies wird auch Hörbuch Fans freuen, welche ebenfalls mit den MUTE BT sehr gut klingen.

Die Maximale Lautstärke der MUTE BT ist gut aber auch nicht brüllend laut.

Die Kopfhörer lassen sich im Übrigen auch via Kabel betreiben. Hier werden die Mitten etwas heller und vielleicht auch einen Tick detaillierter. Der Kabelgebundene Modus funktioniert auch wenn der Akku leer ist.

 

MUTE vs. MUTE BT

In wie weit unterscheiden sich die MUTE BT von den normalen kabelgebunden MUTE Kopfhörern? Abgesehen vom leicht unterschiedlichen Design und den oben bereits angesprochenen Unterschieden im Tragekomfort kaum.

Klanglich sind beide Kopfhörer aus meiner Sicht gleich, sofern via Kabel betrieben. Via Bluetooth werden die MUTE BT etwas wärmer und haben einen Hauch mehr Bass.

Beim Noise Cancelling meine ich einen leichten Unterschied zu hören. Die MUTE BT sind hier etwas stärker was das Abschirmen von Umgebungsgeräuschen angeht, was aber vermutlich auf die andere Polsterung der Ohrhörer zurückzuführen ist.

 

Fazit zu den Teufel MUTE BT

Die Teufel MUTE BT sind hervorragende Kopfhörer für alle die auf Kabel verzichten wollen oder müssen.

Bluetooth ist aus meiner Sicht soweit kabelgebundene Kopfhörer aus dem Alltag zu verdängen und diesen Eindruck bestätigen auch die MUTE BT.

Diese können durch einen warmen und spaßigen Klang überzeugen, welcher gerade Stimmen und Gesang hervorragend darstellt. Aber auch die „Standard“ Features wie ein guter Tragekomfort, eine solide Verarbeitung und eine einfache Bedienung, also im Grunde alles was man auch bei einem Preis von 200€ erwarten darf, wird geboten.

Dazu kommt eine hervorragende Akkulaufzeit und die Möglichkeit den Akku zu tauschen wodurch die MUTE BT nach 3-5 Jahren nicht automatisch zu Elektro Schrott werden.

Dies alles lässt mich ohne Probleme eine Empfehlung aussprechen! Für rund 200€ wird man aktuell kaum bessere Bluetooth Kopfhörer finden!

Alternativen

Die MUTE BT haben es nicht ganz so einfach wie noch die MOVE BT. Bei Bluetooth Ohrhörern in der 100€ Preisklasse hatte die Konkurrenz geschlafen, weshalb die MOVE BT es auch nicht so schwer hatten zum „König“ Ihrer Preisklasse zu werden.

Wie schlagen sich die MUTE BT verglichen mit der Konkurrenz? Die Bose QC35 würde ich als leicht besser einstufen, kosten aber auch das Doppelte. Die JBL Everest 700 sind klanglich den MUTE BT unterlegen, dafür mit App Support, ähnliches gilt auch für die Parrot ZIK 3.

Der einzige wirkliche Konkurrent für die MUTE BT wären die Sony MDR-100ABN. Die Sony sind aber mit 299€ auch nochmal ein gutes Stück teurer, etwas bequemer und klanglich das Kontrastprogramm zu den MUTE BT.

Die Teufel MUTE BT sind relativ warm klingende Kopfhörer, die Sony hingegen klingen eher kühl.

Am Ende sind die MUTE BT die vermutlich besten Bluetooth Kopfhörer in der 200€ Preisklasse. Um etwas Vergleichbares oder Besseres zu bekommen, muss man aktuell rund 100-200€ nochmals drauflegen.

Abschließend vielen Dank an Teufel für das zur Verfügung stellen der MUTE BT.

Die Sengled Snap im Test, Überwachungskamera und E27 „Glühbirne“ in einem?!

Sengled hat mit der Snap etwas sehr interessantes auf den Markt gebracht. Die Kombination einer „normalen“ E27 LED Glühbirne und einer Full HD Überwachungskamera ist zugegeben ungewöhnlich.

Ich war mir im ersten Moment zugegeben auch nicht sicher in wie weit dies überhaupt eine nützliche Kombination ist und auch weiterhin denke ich das die Snap ein sehr spezielles Produkt ist, welches aber durchaus Sinn machen kann!

Gerade im geschäftlichen Umfeld in welchem man möglichst unauffällig Räumlichkeiten überwachen möchte, sehe ich durchaus Potenzial für ein Produkt wie die Snap, sofern dieses auch gut umgesetzt ist.

Aber ist dies auch der Fall bei der Sengled Snap? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Sengled Snap im Test

Die Snap lässt sich grundsätzlich in jede normale E27 Fassung schrauben. Allerdings wie man vielleicht auf den Bildern erkennen kann ist die Leuchte „etwas“ größer als eine 08/15 LED Glühbirne.

Etwas größer ist hier vielleicht etwas untertrieben. Die Sengled Snap ist ein ziemlicher Brocken und relativ schwer mit knapp über 600g.

Dafür ist in dieser Lampe, auch neben diversen LEDs, welche eine Leistung von 850 Lumen haben,  eine Full HD Video Kamera integriert.

Ebenfalls integriert sind IR LEDs für die Nachtsicht, ein Mikrofon und ein Lautsprecher.

Aufgrund der verbauten Kamera ist natürlich der Aufbau der Sengled etwas anders als bei einer normalen LED Glühbirne.

Sowohl die Kamera wie auch die LEDs zur Beleuchtung sind nach vorne heraus gerichtet. Das heißt, die Snap ist eher ein Strahler als eine Glühbirne da das Licht nur in eine Richtung fokussiert ist.

Dementsprechend macht diese Kamera/LED Glühbirne auch nur in einer Fassung Sinn, die entweder von oben herab hängt oder in einem Strahler, der sich ausrichten lässt.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung und Installation ist im Grunde sehr einfach. Ladet zuerst die Sengled Snap App auf Euer Smartphone, die App ist für IOS und Android verfügbar.

Startet die App und verbindet die Snap mit dem Strom.

In der App werdet Ihr aufgefordert ein Konto beim Hersteller anzulegen, welches auch zwingend nötig ist.

Das Hinzufügen der Kamera ist recht einfach. Ihr müsst Euch während des Einrichtungsprozess mit dem von der Lampe erstellten WLAN verbinden.

Dies ist nötig um die Konfiguration zu schreiben in welches WLAN Netz sich die Sengled Snap einklinken soll.

Wählt Euer WLAN Netz und gebt das passende Kennwort ein, fertig.

Erstaunlich ist hierbei, dass die Snap sogar 5GHz WLAN Netze unterstützt.

 

Die App und Funktionen

Die Sengled Snap App ist erstaunlich hochwertig und modern aufgebaut. Hierbei erinnert mich diese etwas an Netgears Arlo System.

Auf der Startseite findet Ihr eine Übersicht mit einer kleinen Vorschau all Eurer Kameras. Tippt Ihr diese an, landet Ihr in der richten Live Ansicht.

Von dort aus gelangt Ihr auch in die Einstellungen wo Ihr unter anderem die Auflösung der Kamera einstellen könnt. Ebenfalls ist es möglich die Ansicht der Kamera Live für die Welt freizugeben, passt hier auf ob Ihr diese Option wirklich wollt.

Die Snap App liefert hier auch gleich einen ganzen „Discover“ Unterpunkt in welchem Ihr Euch öffentliche Snap Kameras ansehen könnt.

Der dritte Menü Punk ist Security beschriftet, was vielleicht etwas irreführend ist, denn hier werden einfach nur Eure Aufnahmen gesichert.

Dies ist ein guter Punkt Aufnahmen, wie und wo kann die Sengled Snap Video aufnehmen?

Um Aufnahmen, abseits von manuellen Bildschirmfotos, mit der Snap zu tätigen ist ein Cloud Abo zwingend nötig! Dies hört auf den Namen Basic Plus und erlaubt es Euch 24 Stunden für 3,50€ im Monat zu sichern oder 7 Tage für 6,5€ im Monat oder 30 Tage für 18,50€.

Dies muss ich zugeben ist etwas schade. Klar viele Überwachungskamera -Hersteller wollen mit einem Cloud Abo Geld verdienen aber im Gratis- Basis- Paket keine Aufnahmen zu ermöglichen, ist doch etwas suboptimal.

Auch wenn Ihr eine Bewegungserkennung + Push Benachrichtigung wünscht, werden mindestens die 3,50€ im Monat fällig.

Zusammengefasst ohne Monatliche Gebühr ist folgendes mit der Sengled Snap möglich: Live Video Ansicht, Licht an/aus, eine Zeitschaltuhr wann das Licht eingeschaltet werden soll.

 

Bildqualität und Licht

Hier hat mich die Snap sehr Überrascht. Die Bildqualität der Kamera ist unter anderem dank Full HD erstaunlich gut.

Ich würde sogar fast sagen, es ist stärkste Bildqualität einer Überwachungskamera, die mir bisher untergekommen ist! Hut ab Sengled!

Neben der hohen Bildqualität besitzt die Kamera auch einen sehr großen Blickwinkel.

Von den Qualitäten als „Glühbirne“ bin ich allerdings nicht so sehr überzeugt. Das Licht ist sehr warm und wirkt auf mich recht dunkel für die angeblichen 850 Lumen.

Recht dunkel ist natürlich hier sehr relativ, zum Beleuchten eines Durchgangs oder gewissen Bereichen ist die Snap vollkommen ausreichend.

 

Fazit zur Sengled Snap

Die Snap ist ein sehr spezielles Produkt, welches aber gerade im geschäftlichen Umfeld gar nicht so schlecht wäre.

Ich kann mir die Snap sehr gut in einem Ladengeschäft vorstellen, wo diese oberhalb der Regale in der Decke angebracht ist.

Dank der hohen Bildqualität und des großen Blickwinkels eignet sich diese auch problemlos dafür.

Auch die App ist gut und modern aufgebaut und bietet alle Funktionen die man benötigt.

Am Ende bleibt nur ein Kritikpunkt, das zwingend nötige Cloud Abo um Aufnahmen mit der Snap zu tätigen. Dies hat aus meiner Sicht beispielsweise Netgear mit der Alro etwas besser gelöst, wo man auch bereits gratis einige Aufnahmen anfertigen konnte. Ohne dieses Abo ist die Snap leider recht „nutzlos“.

Sollte Euch das Abo allerdings das Geld wert sein ist die Snap eine sehr gute Kamera! Hardware und Software sind hier ohne Frage 1a, nur der Preis ist recht hoch.

Die TIGER travelPOWER L 8.000 mAh Outdoor Powerbank im Test

Powerbanks sind für viele Nutzer kaum noch aus dem Alltag wegzudenken. Kein Wunder es ist sehr praktisch sein Smartphone unterwegs mal kurz wieder aufzuladen.

Oftmals kommen Powerbanks aber auch beim Campen oder allgemein bei sportlichen Outdoor Aktivitäten zum Einsatz.

Hier besteht immer ein gewisses Risiko, dass diese mit Wasser oder Schmutz in Berührung kommt. Einmal die Powerbank unachtsam auf eine nasse Wiese geworfen und ein kleiner Tropfen Wasser bahnt sich seinen Weg in einen der Ports der Powerbank, nun sind Probleme vorprogrammiert, vor allem dann, wenn man sich darauf verlässt, dass man sein Smartphone noch x mal aufladen kann.

Für diesen Zweck gibt es Outdoor Powerbanks wie die TIGER travelPOWER L um welche es in diesem Test geht.

Die TIGER travelPOWER L soll unter anderem durch eine IP57-Zertifizierung überzeugen.

Aber ist die travelPOWER L auch abgesehen davon eine gute Powerbank? Finden wir es im Test heraus!

 

Die TIGER travelPOWER L 8.000 mAh im Test

Natürlich sieht man der travelPOWER L bereits auf den ersten Blick an, dass diese für den Outdoor Einsatz gedacht ist.

TIGER setzt bei dieser auf eine Mischung aus Gummi und Hartplastik. Hierbei schützt das Gummi primär die Kanten der Powerbank, was bei einem Sturz durchaus einiges an Sicherheit mitbringen sollte.

Selbstverständlich sind hier auch die beiden USB Ausgänge wie auch der microUSB Eingang mithilfe von Gummiklappen versiegelt.

Diese Gummiklappen sorgen unter anderem auch für die IP57-Zertifizierung. IP57 = Geschützt gegen Staub in schädigender Menge und Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen.

Zwar sehen die Klappen über den USB Ports vernünftig aus, aber dennoch würde ich ihnen nicht genug vertrauen um die Powerbank absichtlich in Wasser zu versenken.

Auch sind diese Abdeckungen teilweise etwas schwierig zu 100% wieder auf die Ports zu bekommen, hier muss man also wirklich etwas darauf achten, dass diese korrekt sitzen.

Was für Ports sind an der travelPOWER L zu finden? Bei den Ausgängen handelt es sich um einen langsameren 1A 5V USB Port wie auch um einen etwas schnelleren 2,1A Port.

Um die Powerbank wiederaufzuladen ist ein microUSB Port vorhanden. Verwendet hier einfach das Ladegerät, welches bei Eurem Smartphone dabei lag, sofern dieses mindestens 1A besitzt.

Ansonsten kann ich Euch DIESES empfehlen.

Abgesehen von den diversen Ports verfügt die Powerbank auch über eine kleine LED Taschenlampe. Diese ist wie üblich nicht sonderlich hell aber reicht um beispielsweise etwas zu suchen was zwischen die Sitze gefallen ist.

Im Gegensatz zu vielen „normalen“ Powerbanks schaltet sich die TIGER travelPOWER L nicht von alleine ein.

Dies mag im ersten Moment sicherlich ungewohnt sein da das mittlerweile eigentlich Industrie Standard ist. Jedoch ist dies bei der travelPOWER nicht auf schlechte oder veraltete Elektronik zurückzuführen sondern Absicht.

Sollte doch mal Wasser es schaffen unter die Abdeckungen der USB Ports zu kommen, ist noch nicht alles verloren. Eine normale Powerbank mit Einschaltautomatik hat immer eine geringe Spannung auf den Ports um zu erkennen, wenn der Stromkreislauf geschlossen wird.

Hier wäre das Eindringen von Wasser fatal und würde sofort einen Kurzschluss auslösen. Bei der TIGER travelPOWER wäre dies nicht der Fall.

Diese Powerbank setzt die Ports erst unter Strom wenn Ihr auch den Einschalter betätigt.

Eine Abschaltautomatik bringt die TIGER travelPOWER im Übrigen weiterhin mit.

Um den Ladestand der Powerbank zu überprüfen, sind vier Status LEDs auf der Oberseite integriert. Eine leuchtende LED steht hierbei für 0-25% Ladung.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

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Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.

 

Messwerte der TIGER travelPOWER L

Starten wir mit der Kapazität. Diese gibt TIGER mit 8000mAh an, ich konnte 7182mAh (@3,7V) messen. Dies entspricht guten 89% der Herstellerangabe.

Warum sind 89% gut, wenn doch mit mehr geworben wird?

In der Regel bezieht sich bei allen Powerbanks die Herstellerangabe auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Jedoch durch diverse innere Umwandlungsprozesse einer Powerbank, ist das Entladen dieser nicht zu 100% effizient.

Die meisten guten Powerbanks erreichen zwischen 80% und 89% der Herstellerangabe, nur sehr selten wird die 90% Marke überschritten.

Von daher kann man das Ergebnis der TIGER travelPOWER L als gut einstufen.

Aber wie sieht es abseits der reinen Kapazität aus? Lädt die Powerbank angeschlossene Smartphones und Tablets auch schnell?

Dies kommt darauf an an welchen Port man sie anschließt. Wie der Hersteller auch schreibt, ist der eine USB Port auf 1A Leistung limitiert.

Dies bestätigt sich auch in der Praxis. Ein iPhone 7 Plus lädt an diesem Port mit 0,98A, ein S7 Edge mit 0,99A usw.

Im Falle des iPhones entspricht diese Ladegeschwindigkeit der des von Apple beigelegten Ladegerätes.

Am zweiten USB Port erreichen angeschlossene Smartphones/Tablets eine etwas höhere Ladegeschwindigkeit. Beispielsweise erreicht das iPhone 7 Plus an diesem Port 1,44A, das S7 Edge 1,58A, das Xiaomi MI5S Plus 1,55A, lediglich das Google Pixel XL scheint die Powerbank nicht so sehr zu mögen und erreicht an beiden Ports eher mäßig gute 0,98A.

Generell, abgesehen vom Google Pixel, lässt sich die  Ladegeschwindigkeit als brauchbar einstufen. Zwar gibt es schnellere Powerbanks auf dem Markt aber in der Praxis wird den wenigsten ein Unterschied von ca. 20% auffallen.

Die Wiederaufladegeschwindigkeit der Powerbank liegt bei 1,47A. Ihr könnt also damit rechnen, dass einmal vollständig Aufladen ca. 5,5 -6 Stunden dauert.

 

Fazit zur TIGER travelPOWER L

Die TIGER travelPOWER L ist eine solide Outdoor Powerbank, die Ihren Job das Aufladen von Smartphone und co. auch gut macht.

Das Gehäuse macht dabei ein zuverlässigen Eindruck. Ähnliches gilt auch für die Klappen oberhalb der USB Ports. Sollte die Powerbank wirklich mal in Kontakt mit Wasser kommen, stehen die Chancen gut, dass sie dies auch übersteht.

Es gibt zwar auf dem Markt durchaus noch schnellere Powerbanks mit noch größerer Kapazität usw. allerdings sind diese in der Regel auch nicht Outdoor geeignet.

Dies passt auch gut zu meinem Fazit, solltet Ihr eine Outdoor Powerbank suchen ist die TIGER travelPOWER L ein preislich faires Modell. Solltet Ihr allerdings auf den gesonderten Schutz verzichten können, dann gibt es durchaus nochmals Powerbanks, die Euer Smartphone 25% (oder mehr sollte Euer Smartphone Quick Charge können) schneller laden können.

Was ist Euch wichtiger?