Bluetooth Lautsprecher gibt es in Massen im Handel. Hier ist es nicht leicht den Überblick zu behalten, gerade da es auch sehr viele kleinere Anbieter gibt.
Solch ein Anbieter ist auch beispielsweise InLine. InLine ist um ehrlich zu sein sicherlich weniger bekannt für seine Audio Produkte, hat aber mit dem Woome 2 ein sehr interessantes Modell im Sortiment, gerade für Bassliebhaber.
Neugierig? Dann schaut Euch den Test des InLine Woome 2 an! Ein überraschend gutes Modell!
An dieser Stelle vielen Dank an InLine für das Zurverfügungstellen des Woome 2.
Der InLine Woome 2 ist ein recht kompakter Bluetooth Lautsprecher. Wobei natürlich kompakt immer sehr relativ ist. Der Woome 2 ist 190mm lang, 70mm hoch und 60mm tief.
Damit besitzt dieser eine recht typische Größe für den normalen Bluetooth Lautsprecher den man zu Massen auf beispielsweise der Amazon Plattform findet.
Allerdings gibt es durchaus ein paar Punkte an denen man erahnen kann, dass der InLine Woome 2 ein etwas hochpreisigeres Modell ist. Dies wäre beispielsweise das Gewicht. Mit 790g ist der InLine Woome 2 erstaunlich schwer für die kompakten Abmessungen.
Bei vielen anderen Produktklassen wäre dies natürlich ein großer Nachteil, allerdings bei Audioprodukten kann eine hohe „Masse“ ein Vorteil sein, mehr dazu später.
Unteranderem aufgrund des hohen Gewichts wirkt der InLine Woome 2 auch angenehm massiv. Das äußere Gehäuse besteht zwar aus Kunststoff, aber gutem Kunststoff. Dieses fühlt sich angenehm wertig und dick an.
Die Front und die Rückseite sind natürlich von Lautsprechergittern bedeckt, welche aus Aluminium gefertigt sind.
Unter den Lautsprechergitter finden wir zwei Treiber mit jeweils 10W Leistung. Die Treiber sind mit 52mm sogar relativ groß für solch einen Lautsprecher. Zusätzlich gibt es auf der linken Rückseite eine passive Treibereinheit, welche für eine verbesserte Basswiedergabe sorgt.
Die Tasten zur Steuerung des Lautsprechers finden sich wie üblich auf der Oberseite. Hier finden sich gleich sieben Tasten, lauter, leiser, Play/Pause, Bluetooth, AUX usw.
Der Einschalter ist hingegen seitlich am Lautsprecher angebracht, wo auch die Anschlüsse zu finden sind. Hier finden wir den typischen AUX Eingang, wie auch den microUSB Eingang zum Aufladen des Lautsprechers.
Auch eine weitere Besonderheit ist hier zu finden, ein AUX Ausgang! Der InLine Woome 2 kann als eine Art Bridge verwendet werden, von Bluetooth auf 3,5mm, für beispielsweise Kopfhörer oder eine Stereoanlage ohne Bluetooth.
Sicherlich eine Nischen Anwendung, aber zusätzliche Funktionen sind immer gut! Die Akkulaufzeit wird von InLine mit 10 Stunden angegeben, was ich so bestätigen kann.
Klang
Der ohne Frage interessanteste Punkt beim InLine Woome 2 ist der Klang. Generell gesprochen braucht ein guter Klang Volumen bzw. umso mehr Volumen vorhanden ist umso einfacher ist es einen guten Klang zu erzeugen.
Der InLine Woome 2 besitzt mit rund 0,8L allerdings ein recht kleines Volumen. Kann da der Klang überhaupt gut sein?
Ja ist die Antwort. Starten wir aber am Anfang, also bei den Höhen.
Die Höhen des InLine Woome 2 sind solide. Der Lautsprecher klingt ausreichend klar und sauber, ist aber auch nicht super brillant oder „luftig“. Ich denke InLine hat hier ein ganz gutes Level erreicht.
Ähnliches gilt auch für die Mitten. Die Stimmwiedergabe ist gut, genau wie die generelle Klangfülle.
Das wirklich Beeindruckende ist aber ganz klar der Bass! Ich bin mir nicht sicher wie das InLine hinbekommen hat, aber der Woome 2 ist ein Bass Monster.
Dieser kann hier problemlos mit den üblichen Verdächtigen wie dem Anker SoundCore Boost und Co mithalten. Der InLine Woome 2 erzeugt einen sehr tiefen und wuchtigen Bass.
Dieser neigt zwar teils etwas dazu sich in den Vordergrund zu drängen, aber das stört nicht. Es ist einfach beeindruckend was an Bass aus dem Lautsprecher kommt.
Natürlich kann der Lautsprecher trotz des herausragenden Bass Levels kein Wohnzimmer zum Wackeln bekommen, aber gerade auf kürzere Distanzen 1-3 Meter kommt eine unheimliche Klangfülle und Volumen aus dem Lautsprecher.
Dabei ist der Klang generell sehr hochwertig, es wirkt nicht als wäre InLine einfach beim Bass „all in“ gegangen. Zwar ist der Bass etwas dominant, aber die Höhen können sich dennoch akustisch recht gut lösen.
Hierdurch macht der Lautsprecher gerade bei recht dynamischen Titeln mit einem tiefen Bass besonders viel Spaß.
Die maximale Lautstärke ist hoch wenn nicht sogar sehr hoch. Allerdings geht natürlich etwas der Bass Power auf der höchsten Stufe verloren, damit der Lautsprecher nicht übersteuert.
Fazit
Optisch mag der InLine Woome 2 sicherlich etwas unauffälliger sein, aber klanglich hat der kleine Lautsprecher es mächtig in sich!
Für die kompakten Abmessungen von 190x70x60mm klingt der Lautsprecher außergewöhnlich voll und satt. Gerade der Bass ist fast schon überragend.
Dabei kann allerdings nicht nur der Bass überzeugen, auch Höhen und Mitten sind sauber, auch wenn sicherlich der Bass das Hauptargument des Woome 2 ist.
Diese ist ohne Frage in der Lage eine kleine „Küchenparty“ oder Grillfeier ordentlich mit Musik zu versorgen. Dies auch aufgrund der guten Pegelfestigkeit.
Kurzum, Ihr sucht einen kompakten aber im Bass starken Bluetooth Lautsprecher in der 100€ Preisklasse? Dann schaut Euch den InLine Woome 2 sehr gut an! Viel mehr geht in dieser Preisklasse nicht.
Wie wir Musik und Fernsehen genießen, hat sich im Laufe der Jahre stark gewandelt. Von großen Stereo Lautsprechern über viele kleine Lautsprecher (5.1/7.1 Systeme) bis hin zu den aktuell favorisierten Soundbars.
Zwar wurden Fernseher immer besser, aber leider gilt dies nur sehr bedingt für die Lautsprecher. Hier sind Soundbars eine platzsparende und effiziente Art einen vernünftigen Klang aus seinem Fernseher zu bekommen.
Einer der Marktführer, was Soundbars betrifft, ist ohne Frage Teufel. Die Cinebar Duett 2.1 ist hier das neuste Modell im Lineup neben der kleineren Cinebar One+.
Die Cinebar Duett soll, laut Teufel, dank 10 Treibern und einem großen Subwoofer einen Sound der Spitzenklasse liefern. Aber natürlich verspricht dies jeder Hersteller von seinem Produkt.
Wollen wir uns daher im Test einmal ansehen wie sich die Cinebar Duett 2.1 von Teufel so schlägt und ob diese auch wirklich dem Preis von 599€ gerecht wird. Neugierig?
An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Ausleihen der Soundbar.
Die Teufel Cinebar Duett 2.1 besteht aus zwei Teilen. Einmal der eigentlichen Soundbar und einem separaten Subwoofer.
Bei dem Subwoofer handelt es sich um einen alten Bekannten. Teufel nutzt den gleichen Subwoofer auch bei anderen seiner Produkte, was natürlich nichts Negatives ist.
Starten wir aber bei der Soundbar. Mit 96cm in der Breite ist die Teufel Cinebar Duett durchaus ein etwas größeres Exemplar, auch wenn die Soundbar nicht sonderlich tief ist.
Im Gegensatz zur Cinebase Soundbar von Teufel ist die Cinebar Duett nicht dafür gemacht Euren Fernseher auf dieser abzustellen.
Die Soundbar soll vor Euren Fernseher gelegt werden, was aufgrund der geringen Höhe auch nichts vom Bild verdecken sollte. Habt Ihr einen sehr flachen Fernseher wäre auch eine Wandmontage durchaus möglich. Hier müsstet Ihr lediglich eine Wandhalterung kaufen. Die Cinebar Duett ist weitestgehend aus einem recht „dichten“ Kunststoff gefertigt, was diese auch nicht allzu schwer macht.
Zwar wirkt die Cinebar Duett ausreichend hochwertig, aber ich hätte mir vielleicht ein Holzgehäuse in dieser Preisklasse gewünscht. Dies hätte nochmals etwas mehr Wertigkeit ausgestrahlt.
Vom Design gefällt mir die Cinebar Duett aber sehr gut! Das Design ist einerseits modern, andererseits auch nicht zu auffällig. Gerade die leichten roten Akzente um die Treiber wirken sehr schick, ohne zu sehr ins Auge zu springen.
Die Soundbar ist aktuell in zwei Farben verfügbar, weiß und schwarz. Die Farbauswahl bestimmt allerdings lediglich die Farbe des Gehäuses. Die Aluminium Abdeckung über den Lautsprechern ist immer schwarz.
In der Mitte der Soundbar ist ein kleines Status Display eingelassen, wie auch diverse Steuerungstasten. Natürlich liegt auch eine Fernbedienung mit im Lieferumfang, sollte diese aber gerade mal nicht auffindbar sein, könnt Ihr die Soundbar auch direkt am Gerät einschalten.
Die Anschlüsse der Soundbar sind auf der Rückseite etwas versteckt angebracht. Hier finden wir einerseits einen 3,5mm AUX Eingang, wie auch einen optisch Eingang und einen HDMI Eingang.
Auch ein HDMI Passthrough ist vorhanden. Habt Ihr einen etwas moderneren Fernseher könnt Ihr die Soundbar auch direkt über die Fernbedienung des Fernsehers steuern, praktisch! Zusätzlich ist auch Bluetooth integriert, für die Kommunikation mit einem Smartphone oder Tablet.
Vielleicht ist Euch etwas aufgefallen, die Soundbar besitzt ja gar keinen Subwoofer Anschluss?!
Dies ist richtig, denn der Subwoofer wird kabellos mit der Soundbar verbunden. Bei dem Subwoofer handelt es sich um das gleiche Modell, welches auch bei der CineBar One+ beiliegt.
Der Subwoofer ist wie es sich gehört komplett aus Holz gefertigt und besitzt mit 31 x 21 x 40 cm eine durchaus solide Größe.
Teufel setzt bei diesem auf das typische Downfire Prinzip. Der Treiber des Subwoofers ist also auf der Unterseite angebracht.
Rein optisch ist der Subwoofer sehr neutral gehalten. Es handelt es sich um eine einfache schwarze Box, ohne großes Branding oder Ähnlichem.
Dies in Kombination mit der kabellosen Anbindung erlaubt es Euch den Subwoofer auf Wunsch sehr unauffällig irgendwo im Wohnzimmer zu positionieren. Lediglich eine Steckdose sollte in der Nähe sein.
Klang
Ehe wir über den Klang der Soundbar reden, lasst uns einmal den Aufbau betrachten. Die Soundbar selbst besitzt satte 10 aktive Treiber Einheiten, welche gemeinsam auf eine Leistung von bis zu 90W kommen sollen.
Die 10 Treiber sind in zwei Gruppen unterteilt mit jeweils 5 Treibern links und rechts. Vier dieser fünf Treiber sind Mitteltöner und einer ein gesonderter Hochtöner.
Dabei gibt es allerdings eine Besonderheit. Zwei Treiber sind seitlich angebracht. Nutzt Ihr Teufels Dynamore Ultra wird mehr „Klang“ auf diese seitlichen Treiber gelegt, was die Soundbar akustisch in die Breite zieht.
Zusätzlich mit anderen Tricks kann hiermit auch eine Art Raumklang simuliert werden. Ja praktisch funktioniert dies durchaus in einem gewissen Rahmen. Mit Dynamore aktiv klingt die Soundbar ein gutes Stück breiter und raumfüllender. Allerdings merkt man schon, dass der Klang nicht von hinten kommt.
Dennoch macht die Soundbar einen so gut wie möglichen Job einen raumfüllenden Klang zu erzeugen, zumindest in Filmen und Serien. Bei Musik bin ich nicht der größte Fan von Dynamore.
Kommen wir damit auch zum Klang.
Die Cinebar Duett ist an sich ein klassisches 2.1 System. Die Soundbar selbst ist ausschließlich für Höhen und Mitten zuständig. Bass kommt aus dieser fast keiner! Das System ist also mehr oder weniger zwingend auf den Subwoofer angewiesen.
Hierbei ergänzen sich aber beide Komponenten sehr gut! Die Höhen der Soundbar sind absolut klar und sauber. Dabei schafft es die Soundbar auch durchaus eine gewisse Leichtigkeit in den Klang legen zu können, was mir ausgesprochen gut gefällt!
Auch sehr gut gefallen mir die Mitten. Stimmen und auch Gesang werden ausgezeichnet wiedergegeben, selbiges gilt auch für die gute Verständlichkeit.
Allerdings scheinen die unteren Mitten bei der Cinebar Duett tendenziell etwas schwächer zu sein. Zwar setzt der Subwoofer eigentlich recht passend ein, aber hier scheint es doch eine kleine Lücke zu geben.
Kommen wir damit zum Bass. Wie auch schon bei anderen Soundbars bei denen Teufel diesen Subwoofer beilegt macht er auch bei der Cinebar Duett einen super Job!
Der Subwoofer ist kräftig, tief und Qualitativ 1a. Teufel wirbt hier zurecht mit einer guten unteren Gangfrequenz von 33Hz. Und ja „echte“ 33Hz sind extrem gut! Seht Ihr irgendwo eine Angabe „20-20.000Hz“ dann ist diese eher als Platzhalter zu betrachten.
20Hz schaffen nur wenige sehr teure Subwoofer. 33Hz ist hier schon ein sehr guter Bass. Dies spiegelt sich in der Praxis auch wieder. Der Subwoofer der Cinebar Duett hält sehr schön die Balance zwischen „kräftig“ und qualitativ hochwertig.
Wollt Ihr dies, kann der Subwoofer wirklich ordentlich Wums liefern. Dabei funktioniert aber die Synergie zwischen Subwoofer und Soundbar sehr gut.
Es gibt keine Verzögerung durch die kabellose Verbindung oder Ähnliches. Habt Ihr den Subwoofer in der Nähe der Soundbar stehen, klingt beides auch wirklich wie eins.
Erstaunlicherweise schafft es der Subwoofer, trotz seiner immer noch recht kompakten Größe, auch größere Wohnzimmer voll auszufüllen. Selbst Wohnzimmer der 50m²+ Klasse sollten hier kein Problem sein.
Gerade in größeren Wohnzimmern wirkt der „Dynamore“ Raumklang besonders gut. Je nach Quelle des Tons kann man hier durchaus hören das einzelne Elemente aus anderen Richtungen kommen zu scheinen. Allerdings frisst Dynamore teils auch etwas der eigentlich recht guten Detaildarstellung der Soundbar.
Neben Dynamore könnt Ihr den Klang der Soundbar auch mithilfe eines EQ verändern. Hier bietet die Teufel Cinebar Duett 2.1 vier Presets, Musik, Voice, Movie und Night.
Am besten gefiel mir hier für eine allround Nutzung das Voice oder Movie Preset. „Voice“ hebt die mitten der Soundbar ein Stück weit an, aber auch nicht zu stark. Gerade bei Musik war das Ganze, wie ich fand sehr passend.
Zusätzlich zu den EQ Einstellungen könnt Ihr auch noch separat den Subwoofer regeln und somit den Bass bestimmen.
Viele Soundbars die mir bisher beengt sind eigenen sich meist primär für Filme oder Fernsehen, allerdings schlägt sich die Cinebar Duett 2.1 auch bei normaler Musik sehr gut! Die Synergie mit dem Subwoofer stimmt, wodurch auch Musik sehr passend klingt. Allerdings ist für Musik natürlich ein paar guter Standlautsprecher immer noch das Optimum.
Fazit
Mit 599€ ist die Teufel Cinebar Duett 2.1 ohne Frage schon Modell der gehobenen Preisklasse. In dieser Preisklasse kann die Cinebar Duett 2.1 aber auch voll überzeugen!
Die Kombination aus einem sehr guten Subwoofer und einer sehr „breiten“ Soundbar sorgt für ein hervorragendes Klangerlebnis.
Dabei schafft es der Subwoofer sogar in größeren Wohnzimmern einen ordentlichen und schön tiefen Bass zu liefern, während die Soundbar sich selbst lediglich um Höhen und Mitten kümmert.
Dies macht die Soundbar allerdings auch sehr gut! Der Klang ist absolut klar und sauber. Dies in Kombination mit dem sehr schönen Bass sorgt für ein hervorragendes Klangerlebnis.
Dynamore Technologie hilft hier auch dabei eine Art virtuellen Raumklang zu erzeugen. Diese Technologie darf man allerdings weder überschätzen noch unterschätzen. Ja der Klang wird deutlich breiter, aber das Ganze kommt natürlich nicht an ein 5.1 System heran. Es wäre hier aber auch gelogen zu behaupten, dass andere Soundbars dies besser machen, ganz im Gegenteil.
Die Teufel Cinebar Duett 2.1 bietet den raumfüllensten Klang, den ich bisher von einer Soundbar gehört habe!
Zusätzlich zum guten Klang kommt die einfache Bedienung und die gute Anschlussauswahl.
Kurzum die Teufel Cinebar Duett 2.1 ist eine hervorragende allround Soundbar! Gerade wenn Ihr nicht übermäßig viel Platz für etwas wie die Nubert nuPro AS-450 oder die Teufel Cinebase Soundbar habt. Auch der Preis von 599€ ist fair für das Gebotene!
Ultra Wide Monitore liegen im Trend! Zurecht, denn 21:9 ist ein tolles Format. Dementsprechend gibt es hier viele sehr attraktive Modelle.
Eins der interessantesten Modelle ist hier ohne Frage der BenQ EX3501R. Wie so oft bei BenQ Produkten ist der EX3501R so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau.
Der EX3501R richtet sich an diverse unterschiedliche Nutzergruppen. Vom Multimedia Fan, über den normalen Office Nutzer bis hin zu den Gamern versucht der EX3501R alle Bereiche abzudecken.
Aber klappt dies? Finden wir es im Test des BenQ EX3501R heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an BenQ welche mir den Monitor für einen Test ausgeliehen haben!
BenQ nutzt beim EX3501R ein sehr schickes und schlichtes Design. Die Front des Monitors ist sehr glatt und sauber gehalten. Im ausgeschalteten Zustand sind beispielsweise die Rahmen des Monitors nicht erkennbar.
Diese gehen beim EX3501R flüssig in das Displaypanel über. Lediglich der untere Displayrahmen ist etwas stärker betont. Hier findet sich auch beispielsweise das BenQ Logo.
Schaltet Ihr den EX3501R ein, sind natürlich auch die Rahmen links, rechts und oben deutlicher sichtbar. Aber der BenQ EX3501R kann durchaus mit sehr schmalen Rahmen und somit einem modernen Design punkten.
Die Rückseite des Monitors ist in einem schicken und recht neutralen Silber gehalten. Im Gegensatz zu einigen anderen 21:9 Monitoren richtet sich der BenQ also zu mindestens optisch nicht an Gamer. Dementsprechend gibt es auch keine Spielereien wie LEDs usw.
Der Standfuß des EX3501R ist größtenteils aus Aluminium gefertigt und auf Hochglanz poliert. Dieser macht einen guten und wertigen Eindruck.
Schade der EX3501R hat keinen VESA Mount oder Ähnliches!
Die Tasten zur Steuerung des Monitors sind an dessen unteren Rand angebracht. Leider ist hier der Einschalter etwas gut versteckt. Man muss also erst immer etwas herumfühlen, ehe man diesen findet. Immerhin ist der Einschalter deutlich größer und somit besser zu erfühlen als die anderen Tasten.
Ein Kritikpunkt für mich sind die Anschlüsse! Der EX3501R verfügt über 2x HDMI 2.0, 1x Displayport und einmal USB C. Die Anschluss Auswahl ist zwar klasse, aber die Anschlüsse sind dämlich positioniert. BenQ hat diese am unteren Rand angebracht, wo sie kaum zu erkennen sind, zumal sich der EX3501R auch nicht einfach hochschieben lässt.
Hierdurch lässt sich der ebenfalls integrierte USB 3.0 HUB auch nur mäßig gut nutzen, da die beiden USB 3.0 Ports ebenfalls am unteren Rand, neben den HDMI Ports sind.
Wofür man BenQ wieder loben muss, ist der USB C Port! Habt Ihr ein MacBook oder Dell XPS könnt Ihr den Monitor über USB C verbinden und auch gleichzeitig die beiden USB Ports nutzen.
Wenn man so will, kann der BenQ EX3501R eine Art mini Dockingstation sein. Ein Aufladen findet allerdings nicht über den USB C Port statt.
Panel und Auflösung
Der BenQ EX3501R besitzt ein 35 Zoll 21:9 VA Panel, welches zudem leicht gebogen ist. Bei dem Panel wird es sich vermutlich um das M350QVR01.0 von AUO handeln.
Dieses löst mit 3440×1440 Pixeln auf, also WQHD nur in breiter. Dementsprechend fällt auch die Schärfe aus.
Ja ein 4K Monitor ist schärfer als der EX3501R, aber dies fällt in der Praxis weniger auf als man denkt. Der EX3501R wirkt ohne Frage angenehm scharf und detailliert. Text ist gut lesbar und sieht auch nicht ausgefranst aus.
Sofern Ihr also nicht entweder sehr verwöhnt von 4K seid oder besonders sensibel was Bildschärfe betrifft, ist 3440×1440 eine sehr schöne Auflösung. 3440×1440 ist ein gutes Stück schärfer als Full HD, aber gerade in Spielen doch ein gutes Stück leichter zu betreiben 4K.
Helligkeit und Kontrast
BenQ gibt die Helligkeit des EX3501R mit den typischen 300 cd/m² an, welche vollkommen ausreichen würden, sofern der Monitor sie erreicht.
Ist dies der Fall?
Ja mit 343 cd/m² kann der EX3501R sogar die Herstellerangabe leicht überschreiten. Dies in Kombination mit der matten Oberfläche des Monitors reicht völlig um selbst ein Fenster oder Lampe im Hintergrund auszublenden.
Wie steht es um den Kontrast? BenQ gibt diesen mit 2.500:1 an, was im ersten Moment sicherlich etwas hoch klingt, aber wenig überrascht, da es sich beim EX3501R um VA Panel Monitor handelt.
VA Panels sind traditionell in der Lage deutlich höhere Kontrastwerte zu erzielen als IPS oder TN Panels. Während bei IPS Werte von über 1000:1 sehr selten sind, ist VA zu höheren Kontrastverhältnissen in der Theorie problemlos in der Lage.
Von daher wie sieht hier die Praxis beim EX3501R aus?
Erstaunlicherweise ist der maximale Kontrast des EX3501R mit 1140:1 im Maximum relativ niedrig für einen VA Panel Monitor.
Um sicher zu gehen, dass dieser Wert korrekt ist habe ich alle Messungen mit diversen Einstellungen und auch via HDMI und DisplayPort wiederholt, keine nennenswerten Änderungen.
Zwar ist ein 1140:1 Kontrast für einen VA Panel Monitor recht schwach, für einen IPS Panel Monitor wäre dies allerdings ein extrem starker Wert.
Ausleuchtung
Bei allen Monitoren ist die Ausleuchtung immer ein kritischer Punkt. Einen perfekt ausgeleuchteten Monitor zu finden ist extrem schwer. Selbst in der 1000€+ Preisklasse ist dies nicht selbstverständlich.
Hinzu kommt beim BenQ die Krümmung, welche sicherlich das Ausleuchten des Bilds nicht einfacher macht.
Aber wie gut ist die Ausleuchtung? Vielleicht gibt es ja eine Überraschung?
Die Ausleuchtung des EX3501R ist sicherlich nicht als perfekt zu bezeichnen, aber ist besser als ich diese erwartet habe.
Das Bild ist im Generellen recht gleichmäßig. Es gibt zwar beim Betrachten eines schwarzen Bildes durchaus ein paar Punkte wo man auch mit bloßem Auge ein paar hellere Punkte erkennen kann, aber diese sind im Alltag nicht störend.
Beispielsweise am oberen linken Rand gibt es eine Stelle welche merkbar heller ist als der restliche Monitor. Aber erneut dies ist nicht „extrem“ oder im Normalfall störend.
Kurzum die Ausleuchtung und Gleichmäßigkeit des BenQ EX3501R ist mehr als solide.
Farbraum
BenQ gibt den Farbraum des EX3501R lediglich mit 100% sRGB an, eine Angabe zu DCI oder AdobeRGB fehlt. 100% sRGB ist aber schon eine sehr starke Angabe, sofern sie auch stimmt.
Allerdings im Jahr 2018 darf man auch schon 99%+ sRGB von jedem etwas höher preisigen Monitor erwarten.
Wie beworben erreicht der EX3501R eine 100% sRGB und 79%ige AdobeRGB Abdeckung. Damit ist der Monitor erst einmal für alle Nutzungsszenarien gewappnet. Egal ob Ihr nun auf diesem Videos schauen wollt, Fotos bearbeiten oder Spiele spielen wollt.
All diese Medien sind in der Regel im sRGB Farbraum. Bei der Fotografie gibt es natürlich einige Kameras welche auch Aufnahmen im AdobeRGB Farbraum tätigen können, aber auch hier ist eine 79%ige Abdeckung mehr als ordentlich.
Wollt Ihr mehr als 79% dann benötigt Ihr einen professionellen Monitor, welche gut und gerne 1000€+ kosten, wie beispielsweise der BenQ SW271.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich die Kalibrierung. Was hilft der beste Farbumfang, wenn die Farben falsch dargestellt werden. Wobei dies natürlich relativ ist. Für Foto und Video Bearbeitung wollt Ihr natürlich akkurate Farben, bei Spielen und Filmen ist dies nicht ganz so wichtig.
Hier ist es oftmals sogar ganz angenehm, wenn die Farben etwas kräftiger sind. Dennoch sollte ein Hersteller natürlich immer versuchen so akkurat wie möglich zu arbeiten.
Wie oft üblich macht hier BenQ im Standard Profil einen sehr guten Job! Mit einem Delta-E vom 1 im Schnitt ist der EX3501R erfreulich akkurat!
Hierdurch würde sich der Monitor auch für eine Nutzung im Bereich der semi-professionellen bzw. Hobby- Bildbearbeitung anbieten.
Plant Ihr also Fotos oder Videos auf dem Monitor zu bearbeiten steht dem nichts im Wege!
Im Alltag
Sicherlich das wichtigste Merkmal des BenQ EX3501R ist der 21:9 Formfaktor. Ich bin hier aber täglich erneut überrascht wie gut sich dieser Formfaktor nutzen lässt. Viele Anwendungen skalieren auf 21:9 sehr gut.
Ein gutes Beispiel hier wäre z.B. Adobe Lightroom. Ich würde sogar glatt sagen man kann in Lightroom produktiver arbeiten als auf einem 16:9 Monitor. Auch generell geht Foto und Video Bearbeitung auf dem EX3501R selbst ohne große Kalibrierung gut von der Hand.
Auch wer keine Multimonitor Set-ups mag wird den 21:9 Faktor lieben. Ich muss zwar gestehen lieber einen gesonderten sekundären Monitor zu haben, aber nichts hindert einen auch zum BenQ EX3501R einen zweiten Monitor zu nutzen.
Allerdings sind natürlich nicht alle Anwendungen auf einem 21:9 Monitor perfekt. Ihr werdet vielen weißen oder schwarzen Balken begegnen. Beispielsweise bei Youtube Videos oder vielen Webseiten.
Spiele haben mich in diesem Zusammenhang positiv überrascht. Ältere Spiele sind natürlich meist nicht gut auf 21:9 optimiert. Neuere Spiele mit ein paar Ausnahmen aber fast durchgehend. Overwatch wäre ein aktuelles Beispiel für ein schlecht optimiertes Spiel. Offiziell, dass Spieler auf einem 21:9 Monitor Vorteile hätten, was auch in einem kleinen Rahmen stimmt.
Aufgrund der hohen Breite seht Ihr mehr was neben Euch passiert. Dies kann ein kleiner Vorteil sein. Allerdings darf man diesen Vorteil auch nicht überschätzen. Ist aber der EX3501R überhaupt für Spieler geeignet?
Grundsätzlich ja! Gerade aufgrund der 100Hz ist der EX3501R sogar leicht überdurchschnittlich für Gamer geeignet. Allerdings gibt es eine kleine Einschränkung, der EX3501R nutzt eine VA Panel. VA Panels sind etwas träger, was sich bei sehr schneller Bewegungen in einem etwas unschärferen Bild resultiert.
Dies ist auch beim BenQ EX3501R der Fall, allerdings darf man das Ganze nicht über dramatisieren. Gerade da die Reaktionszeit/Inputlag des Monitors in der Bildmitte bei gerade einmal 9,1ms liegt, was gut ist!
Was ich an dieser Stelle allerdings etwas entzaubern muss, ist HDR. Der BenQ EX3501R besitzt kein „echtes“ HDR. Hierfür wäre ein Panel mit einer höheren spitzen Helligkeit nötig. HDR ist beim EX3501R eher ein kleiner Dynamik/Farb Boost. Das Ganze sieht nicht schlecht aus, ist aber eher ein Software Trick als richtiges HDR.
Was ich sehr zu schätzen weiß ist die leichte Biegung des Monitors. Gerade in Spielen hilft dies doch mehr die Ecken im Blick zu halten, als man dies anfangs denkt. Eine wirklich merkbare Verzerrung gibt es nicht, auch wenn natürlich gerade Linien schon leicht gekrümmt werden. Mit 1800R ist die Krümmung im Übrigen sogar schon eine der Stärkeren, für einen Monitor, auch wenn diese noch sehr dezent wirkt.
Stromverbrauch
Kommen wir zum Abschluss noch auf den Stromverbrauch zu sprechen. BenQ gibt diesen mit 55W an. Stimmt dies?
Auf 100% Helligkeit benötigt der EX3501R knapp 59W, die Angabe seitens BenQ kommt also bei einer normalen Displayhelligkeit von 60-80% absolut hin, bzw. ist sogar schon etwas hoch angesetzt.
Fazit
Der BenQ EX3501R ist die eierlegende Wollmilchsau unter den 21:9 Ultra Wide Monitoren. BenQ hat hier einfach alles verbaut, was man sich wünschen kann.
100Hz für die Gamer? Check!
Hohe Auflösung für die Office Nutzung? Check!
USB C für die MacBook Besitzer? Check!
HDR für Multimedia Freunde? Check!
Gebogenes Panel für den Coolnessfaktor? Check!
Dabei hat allerdings BenQ auch einen guten Job gemacht. Das Bild des EX3501R sieht in allen Lebenslagen gut bis sehr gut aus. Egal ob Ihr nun den Monitor fürs Gaming nutzt oder für Bild/Video Bearbeitung.
Zwar ist der EX3501R aufgrund des teils bei sehr schnellen Bewegungen etwas trägeren VA Panel nicht unbedingt der Hardcore Gaming Monitor, aber ich hätte kein Problem diesen an den normalen Hobby Gamer zu empfehlen. Zumal der Inputlag und die generelle Reaktionszeit recht gut ist.
Recht gut trifft auch auf das Bild zu. Dieses ist natürlich vom tollen 21:9 Formfaktor geprägt. Aber auch abseits davon kann dieses überzeugen! Der Kontrast ist mit 1:140 im Maximum schön stark, die Helligkeit mit 343 cd/m² mehr als ausreichend und die Ausleuchtung solide.
Kurzum der BenQ EX3501R ist vermutlich der beste Allrounder 21:9 Monitor aktuell auf dem Markt. Kaum ein anderes Modell kann sich gleichermaßen für normales Gaming, wie aber auch semi-professionelle Foto und Video-Bearbeitung und den Konsum von Medien empfehlen.
Auch der Preis von rund 720€ ist für den BenQ EX3501R sehr fair!
Ich lebe in Nordrhein-Westfalen in einer Region welche durchaus recht hohe Einbruchszahlen hat. Auch im Bekannten- und Familienkreis gibt es leider einige, die von Einbrechern schon heimgesucht wurden.
Daher habe ich auch ein privates Interesse an Überwachungskameras. Vor kurzem bin ich nun über die Netatmo Presence gestolpert.
Netatmo ist ja eigentlich eher für seine Smarte Wetterstation bekannt, baut aber auch „Smarte“ Überwachungskameras.
Die Presence ist hier aber etwas Besonderes da es sich hierbei um eine Art Hybrid aus Überwachungskamera und einer Außenlampe handelt, welche optisch zudem sehr ansprechend ist.
Durch diese Eigenschaft ist die Montage auch sehr einfach, Ihr tauscht Eure Lampe vor der Haustür gegen die Netatmo Presence aus und seid geschützt, so zu mindest die Theorie.
Wie sieht es in der Praxis aus? Kann die Netatmo Presence im Test überzeugen? Finden wir es heraus!
Die Netatmo Presence ist eine sehr schmale und minimalistisch designte Kamera. Diese besteht im Grunde aus zwei Teilen, der eigentlichen Überwachungskamera und dem großen LED Scheinwerfer.
Beim Gehäuse setzt Netatmo auf schwarzes Plastik in Kombination mit schwarzem Metall, für die Aufhängung. Dies sorgt mit den sehr geraden Linien dafür, dass die Presence sehr elegant und Modern aussieht.
Die Verarbeitung und Massivität der Kamera würde ich als Okay einstufen. Sie sollte einige Jahre Wind und Wetter widerstehen, sollte sie aber von der Wand fallen, ist die Kamera mit Sicherheit hinüber.
Die Kamera wird auf einem Sockel montiert der fest mit dieser verbunden ist. Die Netatmo Presence lässt sich nicht einfach irgendwo hinstellen!
Dies liegt auch an der Energieversorgung, für welche die Kamera nicht einfach einen Stecker hat sondern unterhalb des Montagesockels drei Klemmen.
Montage
Grundsätzlich ist die Netatmo Presence ausschließlich für die Montage an einer Wand gedacht! Im Normalfall dort wo vorher eine Leuchte montiert war. Dementsprechend ist das ganze Montagesystem aufgebaut.
Ich empfehle hierbei das sehr gute Anleitungsvideo des Herstellers!
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Die ganze Montage der Kamera ist ausgesprochen durchdacht und ging in weiten Teilen sehr gut von der Hand.
Ihr installiert die Halterung an der Wand, könnt dann die Kamera mithilfe des vorinstallierten Kabelbinders aufhängen und mit dem Strom verbinden.
VorherNachher
Wenn dies geschafft ist wird einfach der Sockel auf die Halterung gedreht und denn die Kamera verschraubt.
In einer perfekten Welt würde es auch genauso einfach funktionieren wie das jetzt klingt! In weiten Teilen war die Installation auch wirklich einfach, leider scheint der Hersteller nicht damit zu rechnen, dass gerade alte Hauswände nicht immer ganz perfekt flach sind.
Dies führt dazu, dass die Grundplatte nicht ganz flach auf der Halterung sitzt und die Schrauben zu kurz sind.
Leider hat hier Netatmo wirklich nur Schrauben beigelegt die „perfekt“ passen. Ein paar mm länger hätte schon mein Problem gelöst. Gut mit ein wenig Basteln habe ich die Kamera zum Halten bekommen.
Solltet Ihr einen Neubau haben, wird die Montage ein Kinderspiel sein! Jedoch an einem älteren Haus mit nicht ganz flachen und perfekt verputzen Wänden muss man vielleicht etwas experimentieren.
An dieser Stelle auch Entschuldigung für die nicht ganz so perfekten Bilder. Leider ist die Hauswand bei mir nicht ganz weiß und sauber wie das ansonsten auf Produktbildern immer der Fall ist.
Software und Einrichtung
Die Einrichtung der Presence erfolgt über die Netatmo App für IOS oder Android. Wenn diese gestartet wurde, beginnt sie nach dem Anlegen eines Netatmo Kontos automatisch mit der Suche nach der Kamera.
Ist diese gefunden müsst Ihr das WLAN Netz auswählen mit welchem diese verbunden werden soll.
Gebt nun der Netatmo Presence noch einen Namen und fertig.
Die Netatmo Security App ist sehr klar und sauber aufgebaut. Im oberen Bereich findet Ihr die Live Ansicht welche durch Antippen gestartet wird.
Unterhalb dieser ist eine Timeline mit Ereignissen. Die Kamera nimmt nicht dauerhaft Video auf sondern nur dann, wenn ein Ereignis erkannt wird.
Ein Ereignis kann eine Person, Auto oder Tier sein, das durchs Bild läuft.
Erstaunlicherweise funktioniert diese Erkennung gut, wenn nicht sogar sehr gut! Selbst auf 10-15 Metern werden vorbeifahrende Autos weiterhin korrekt als diese erkannt. Auch Personen werden auf eine Distanz von guten 10 Metern immer noch als Person erkannt.
Man kann nun in der App einstellen was passieren sollen, wenn dies oder das erkannt wird. Soll gar nichts unternommen werden? Soll ein Video aufgezeichnet werden? Soll eine Aufnahme gestartet werden und Ihr erhaltet eine Benachrichtigung „Auto erkannt“? All dies steht zur Auswahl.
Ebenfalls lässt sich der Bereich für die Aufnahme einschränken, was für mich wichtig ist, denn ich will ja nicht die Nachbarn überwachen.
Die interessante Frage ist nun wo werden diese Aufnahmen gespeichert? Im ersten Moment dachte ich mir „in der Cloud natürlich bei solch einer Lifestyle Marke wie Netatmo“ aber nein in der Kamera befindet sich eine 8GB microSD Speicherkarte welche sich auch noch gegen bis zu 32GB austauschen lassen könnte.
Optional lassen sich Videoaufnahmen auch noch direkt in die Dropbox verschieben oder auf einen FTP Server.
Vorbildliche Optionen, Netatmo! Der Zugriff auf die Kamera über das Internet benötigt keinerlei Konfiguration oder Portfreigaben. Ihr könnt Euch also ohne Probleme auch auf Eure Kamera schallten wenn Ihr nicht zu Hause seid.
Ebenfalls sehr wichtig ist natürlich das Flutlicht. Dieses funktioniert auf Basis der oben erklärten Ereigniserkennung. Wird eine Person erkannt, schaltet sich das Flutlicht ein, selbstverständlich nur bei Dunkelheit.
Hierbei sinkt der Erkennungsradius aber auf rund 6-8 Meter. Dies ist interessant denn so schaltet sich das Licht nicht bei Wind oder vorbeifliegenden Blättern ein.
Das Flutlicht ist erfreulich hell, deutlich heller als eine normale Außenlampe. Dieses erleuchtet auch sehr gut das Kamerabild.
Die Netatmo Presence verfügt neben dem LED Scheinwerfer auch über IR LEDs welche für die Nachtsicht eingesetzt werden.
Klingt alles sehr gut und ja ich bin sehr zufrieden mit der Netatmo Presence, aber gibt es nichts zu kritisieren?
Leider eine Kleinigkeit doch, die Verzögerung. Ihr erhaltet beim Erkennen einer Bewegung eine Nachricht aufs Smartphone, dies geht innerhalb von ca. 5-10 Sekunden nachdem das Ereignis passiert ist und Ihr wollt schnell in die Live Ansicht springen.
Leider geht dies nicht so schnell wie ich das gerne hätte. Zum einen dauert das Aufbauen der Verbindung ca. 6-8 Sekunden, zum anderen ist die Verzögerung zwischen dem was ist und was man sieht auch nochmal rund 10-12 Sekunden!
Klar die Aufnahme läuft sofort, hier gibt es keine Verzögerung. Aber wenn man mal kurz live reinschalten möchte, sind doch 10-12 Sekunden recht lang. Im Gegenzug kann man argumentieren, dass man so noch das Ereignis mitbekommt was zur Auslösung geführt hat, obwohl die Person schon lange durchs Bild ist. Man schaut Live also immer in die Vergangenheit von vor rund 10 Sekunden.
Kommen wir noch zur Bildqualität. Die Netatmo Presence nimmt Full HD Videos auf, streamt aber nur 360p oder 720p aufs Smartphone.
Die Bildqualität lässt sich jedoch über all diese Stufen nur als top bezeichnen! Sowohl was den Tag aber auch was die Nacht angeht. Ich habe bisher nur selten Überwachungskameras mit solch einer guten Bildqualität gesehen.
Eine Minute Video frisst im Übrigen rund 24MB am Tag, da die Kamera nur aufnimmt wenn auch eine Bewegung zu sehen ist, reichen hier die 8GB Speicher schon sehr lange. Ist die Speicherkarte voll, werden die ältesten Aufnahmen gelöscht.
Fazit
Zwar war ich mir anfangs etwas unsicher ob es sich lohnen wird für die Netatmo Presence satte 299€ (zum Zeitpunkt des Tests) auszugeben, jedoch im Nachhinein bin ich zufrieden mit der Anschaffung.
Dies liegt natürlich zum einen am ungewöhnlichen Konzept eine Überwachungskamera mit einer Außenlampe zu verbinden. Zum anderen funktioniert die Kamera und auch die Außenlampe sehr gut!
Die Bildqualität ist top, die Erkennung von Personen und Fahrzeugen funktioniert 1a und auch die Aufzeichnungsmöglichkeiten, entweder auf der internen microSD Karte oder auf einem FTP Server oder auf einen Dropbox Account, sind vielfältig.
Gut es gibt eine relativ hohe Verzögerung bei der Live Ansicht, jedoch ist dies das Einzige was ich der Netatmo Presence negativ ankreiden kann.
Selbst die Einrichtung und die Montage sind einfach und für den „Normalo“ eigentlich gut zu machen.
Daher trotz hohen Preises spreche ich eine Empfehlung für die Netatmo Presence aus! Viel unauffälliger und besser kann man eine Überwachungskamera nicht an seinem Haus montieren.
Philips Ambilight ist eins der coolsten Features, das man finden kann. Leider war dies bisher offiziell den Philips Fernsehern vorbehalten.
Bisher! Für mich zugegeben etwas überraschend hat Philips ein Softwareupdate für sein Hue System herausgebracht, welches in Kombination mit einer PC Software Ambilight auch auf den Computer zaubert.
Wie funktioniert dies? Was braucht man und ist es auch so cool wie bei den Philips Fernsehern? Finden wir dies in diesem kleinen Test heraus!
Beginnen wir mit der wichtigsten Frage, was braucht man für Philips Hue Sync? Zum Ersten benötigt Ihr natürlich eine Philips Hue Bridge wie auch ein kompatibles Leuchtmittel.
Letzteres muss zwei Bedingungen erfüllen, es muss ein RGB (farbig) und von Philips stammen!
Leider hat Philips 3. Anbieter Leuchtmittel, welche an sich mit dem Hue System kompatibel sind, ausgesperrt. Also Ikea, Innr oder Osram Leuchtmittel funktionieren nicht!
Besonders empfehlenswert ist hier die Philips Hue Go, wie auch der Philips Hue LightStrip+.
Software
Habt ihr bereits ein Philips Hue System dann schaut in der bekannten Smartphone App ob alle Updates eingespielt sind.
Falls ja, geht in die Einstellungen in „Entertainment-Bereiche“. Erstellt dort einen Entertainment-Bereich. Hierfür müsst Ihr den passenden Raum wählen und dort die gewünschten Lampen.
Diese Lampen müsst Ihr nun auf einer „Karte“ anordnen. Habt Ihr nur ein Leuchtmittel positioniert dieses mittig.
Habt Ihr zwei Leuchtmittel links und rechts vom Fernseher, dann positioniert diese auch in der App so. Philips Hue Sync stimmt die Farben dann mit dem Bild ab. Es wird auf der linken Lampe auch die Farbe der linken Bildschirmhälfte angezeigt usw.
Damit das Ganze funktioniert muss natürlich auf dem Computer auch eine Software laufen, welche dem Hue System die passenden Farben mitteilt.
Die Software heißt passend Philips Hue Sync und diese findet Ihr hier für PC und MAC.
Einmal installiert könnt Ihr Euch hier mit der Philips Hue Bridge verbinden. Dies geschieht ähnlich wie beim Smartphone durch einmaliges Drücken der Taste auf der Bridge.
In der Hue Sync App sollte Euch nun der zuvor erstellte Entertainment-Bereich angezeigt werden, welchen Ihr auswählen könnt.
Dies wars auch schon. In der Übersicht könnt Ihr nur die Synchronisation starten.
In der Praxis
Wie funktioniert dies in der Praxis? Ihr könnt Hue Sync in mehreren Modi nutzen. Der interessanteste Modus ist ganz klar der Gaming Modus. Bei diesem wird die Farbe Eures Monitors mit der Farbe der Hue Lampen abgestimmt.
Lasst Euch vom Namen Gaming Modus nicht täuschen. Der Gaming Modus funktioniert für alle Art von Medien.
Habt Ihr eine Lampe mit dem System verbunden, wird die aktuelle Primärfarbe auf dem Monitor gewählt und angezeigt.
Habt Ihr mehrere Lampen verbunden wird je nach Einrichtung der Monitor in unterschiedliche Zonen unterteilt. Beispielsweise die Lampe links stellt die Farbe der linken Hälfte dar usw.
Allerdings gelten alle Leuchtmittel auch wirklich nur als ein Leuchtmittel. Ein Hue Lightstrip+ kann beispielsweise auf der gesamten Länge nur eine Farbe darstellen.
Um das richtige Philips Hue Feeling zu bekommen, welches man vom Fernseher kennt, benötigt man also mehrere Lampen.
Ich muss gestehen sehr erstaunt gewesen zu sein wie gut Hue Sync funktioniert! Der Farbwechsel ist absolut flüssig und auch recht zügig.
Eine große Verzögerung oder Ähnliches gibt es nicht. Ein kleine Verzögerung liegt natürlich vor, aber diese liegt bei vielleicht einer halben Sekunde und fällt somit praktisch nicht auf.
Wie gut nun der Effekt ist, hängt etwas vom Inhalt ab den Ihr betrachtet. Umso bunter umso größer der WOW Effekt. Spiele wie Overwatch sind hier doch ein gutes Stück beeindruckender als PUBG, welches meist Brauntöne besitzt.
Dabei sind gerade Explosionen besonders beeindruckend! Die LEDs verlängern die Explosion regelrecht aus dem Monitor heraus auf Euren Schreibtisch oder in Euren Raum.
Das Ganze kann man wirklich einfach nur als cool bezeichnen. Es ist wirklich eine völlig andere Erfahrung mit den zusätzlichen Lampen.
Ist der Farbwechsel Euch etwas zu aggressiv und hektisch könnt Ihr das Tempo in der Software etwas reduzieren.
Auch könnt Ihr anstelle den Farbwechsel auf die Farben des Monitors reagieren zu lassen auch die Soundeffekte dafür nutzen. Dies hat bei mir allerdings nicht funktioniert aufgrund angeblich inkompatibler Treiber.
Aber frisst Hue Sync viel System-Leistung? Bei meinem System (Intel Core i9-8950HK und Nvidia GTX1080) benötigt Hue Sync 1-2% CPU Leistung und laut Taskmanager ca. 2,5% GPU Leistung.
Ob dies nun viel Leistung ist, darüber kann man sicherlich streiten. Aber ja Hue Sync belastet das System konstant um die angezeigten Farben zu überwachen.
Laut 3DMark frisst Philips Hue Sync knappe 10% Leistung.
Ohne Hue SyncMit Hue Sync
Fazit
Es gibt viele gute Gründe auf ein Philips Hue System zu setzen und dank Hue Sync gibt es einen weiteren!
Hue Sync kann Eurem PC bzw. Gaming Set-up eine völlig neue Tiefe geben. Es ist einfach cool wenn die Beleuchtung in Eurem Raum das aktuelle Geschehen auf dem Monitor wiederspiegelt.
Noch cooler ist, dass dies mit einem gratis Software Update nachgerüstet wurde. Ihr benötigt nur eine Philips Hue Bridge und ein passende RGB Leuchtmittel von Philips.
Hier ist es etwas schade, dass Philips 3. Anbieter Leuchtmittel von beispielsweise Innr, Osram oder Ikea ausgesperrt hat, aber immerhin funktioniert Hue Sync dafür extrem gut!
Die Reaktionszeit ist erstaunlich gut und je nach Spiel kann der ganze Effekt sehr beeindruckend sein.
Habt Ihr also ein Philips Hue System probiert das Ganze vielleicht einmal aus, Ihr werdet positiv überrascht sein! Habt Ihr noch kein Hue System ist nun ein guter Zeitpunkt über eine Anschaffung nachzudenken.
Anker hat mit dem PowerPort II PD endlich sein neustes „Standard“ USB Ladegerät auf den Markt gebracht. Wobei „Standard“ hier nicht ganz richtig ist, denn das Anker PowerPort II PD ist ein top-modernes Ladegerät, welches aber dennoch nicht „over the Top“ ist.
Das PowerPort II PD bietet zwei USB Ports, einer davon mit dem USB Power Delivery Standard und einer mit Ankers PowerIQ 2 Technologie. Dabei ist das Ladegerät aber weder zu teuer noch zu groß, ideal für Normalnutzer oder für Reisen!
Aber natürlich stellt sich die Frage, ist das Anker PowerPort II PD wirklich so gut wie es auf dem Papier aussieht? Diese Frage gilt es im Test des neuen PowerPort II PD herauszufinden!
Beim PowerPort II PD setzt Anker auf den klassischen Steckdosen Adapter Style. Das Ladegerät besitzt also erst einmal keine Kabel, sondern wird direkt in die Steckdose gesteckt.
Das Gehäuse ist allerdings aufgrund der hohen Leistung von rund 50W etwas größer ausgefallen als bei einem normalen Handy Ladegerät. Dennoch ist das Anker PowerPort II PD mit rund 29 x 69 x 70mm immer noch als angenehm handlich einzustufen.
Das Gehäuse des PowerPort II PD besteht aus einem weißen Hochglanz Kunststoff, welcher sehr hochwertig und massiv anmutet. Allgemein hat Anker einen guten Job gemacht das Ladegerät wertig erscheinen zu lassen. Es lässt sich nichts eindrücken und es knarzt auch nichts. Habt Ihr eins der neueren Apple MacBook Ladegeräte mit USB C in den Fingern gehabt? Falls ja könnt Ihr Euch die Haptik des Anker Ladegerätes sehr ähnlich vorstellen.
Man hat von Anfang bis Ende nicht das Gefühl etwas billiges gekauft zu haben, was bei einem Ladegerät besonders wichtig ist!
Aktuell ist das Anker PowerPort II PD nur mit weißem Gehäuse erhältlich, was auch gut ist. Weißer Hochglanzplastik ist deutlich resistenter gegenüber Fingerabdrücken und Schmutz als schwarzes Hochglanzplastik.
Kommen wir aber zu den inneren Werten bzw. zu den Anschlüssen. Diese sind gut erreichbar auf der Front angebracht.
Hier findet sich ein normaler USB Ausgang wie auch ein neuerer USB C Port. Der „normale“ USB Ausgang wird mit Ankers PowerIQ 2.0 Technologie beworben. Was verbirgt sich hinter PowerIQ 2.0? Zum einen diverse Sicherheitsfeatures, zum anderen soll erkannt werden was für ein Smartphone Ihr am Ladegerät anschließt und dementsprechend wird der Ladevorgang optimiert.
Ach ja und der Port unterstützt unter anderem Quick Charge! Der PowerIQ 2.0 Port kann also 5V/3A, 9V/2A und 12V/1,5A ausgeben.
Hinzu kommt der USB C Ausgang, welcher es ebenfalls in sich hat! Der USB C Ausgang unterstützt den Power Delivery Standard. USB Power Delivery ist ein freier und konkurrierender Ladestandard zu Quick Charge, welcher unter anderem von Apple, Google oder auch Nintendo unterstützt wird.
Ja das Anker PowerPort II PD kann beispielsweise ein Apple iPhone X schnellladen!
Über den USB C Port können laut Hersteller 5V/3A, 9V/3A, 15V/2A oder 20V/1,5A geliefert werden, maximal also 30W.
Hier bin ich mir aber zugegeben nicht ganz sicher wie Anker auf „Leistungsstarkes 49,5W Wandladegerät“ kommt.
Beide Ports des PowerPort II können gleichzeitig voll belastet werden, aber 30W(USB C) + 18W(PowerIQ) ergeben keine 49,5W, sondern 48W. Wie auch immer 48W sind eine sehr solide Leistung für solch ein kompaktes Ladegerät!
Oberhalb der Anschlüsse besitzt das Ladegerät zudem eine kleine blaue Status LED, welche im Betrieb aufleuchtet. Allerdings ist diese nicht störend hell.
USB Power Delivery
Ehe wir weitermachen ein paar Infos zum USB Power Delivery Standard. Normale USB Ports konnten traditionell nur 5V und im absoluten Maximum 2,4A (ursprünglich 0,5A) liefern.
Für Smartphones ausreichend, aber auch nicht übermäßig schnell. Diverse Hersteller haben sich daher eigene „Modifikationen“ ausgedacht um sozusagen den USB Port aufzubohren, herausgekommen sind Quick Charge, Super Charge usw. Quick Charge ist hier die meist verbreitete Technologie.
Allerdings gab es hierdurch eine gewisse Fragmentierung. Quick Charge gehört Qualcomm und darf nur von Smartphones mit Qualcomm SoC genutzt werden, also Smartphones von Samsung, LG, HTC usw. Ansonsten sind Lizenzgebühren fällig.
Hersteller wie Huawei oder Apple waren außen vor. Huawei und noch einige andere haben daher wieder eine eigene Schnelllade Technologie entwickelt usw.
Gemeinsam mit dem USB C Standard wurde aber vom USB Implementers Forum, den Machern vom USB Standard, das USB Power Delivery Protokoll auf den Weg gebracht.
Im Gegensatz zu Quick Charge, Super Charge, Dash Charge usw. steht der USB Power Delivery Standard jedem Hersteller offen! Ohne irgendwelche Gebühren oder Lizenzen. Auch ist USB Power Delivery nicht nur für Smartphones und Tablet, sondern auch für größere Produkte wie Notebooks gedacht und gemacht.
Hierdurch hat USB Power Delivery einige große Unterstützer angezogen. Die drei wichtigsten sind Apple, Google und Nintendo.
Apple setzt bei fast allen aktuellen Produkten auf USB Power Delivery für das Schnellladen (iPhone X, iPad Pro, MacBook). Google setzt auch bei den eigenen Produkten (Pixel, Pixel 2) auf USB PD als Schnelllade -Standard und versucht intern auch die diversen Android Hersteller zu überreden USB PD zu nutzen.
Dies hat auch Erfolg, viele aktuelle Smartphones unterstützen unter der Hand sowohl Quick Charge wie auch USB Power Delivery. Hier einmal eine kleine Übersicht über Geräte die USB Power Delivery nutzen, von denen ich weiß:
Apple iPad Pro 10.5
Apple iPad Pro 12.2
Apple iPhone 8 (Plus)
Apple iPhone X
Apple MacBook
Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
ASUS Zenfone 5z
BQ Aquaris X2 / X2 Pro
Dell XPS 13 (20V)
Dell XPS 15 (20V)
Google Pixel
Google Pixel 2 (XL)
Google Pixel C
Google Pixel XL
Huawei Mate 10 Pro
Huawei Mate 9 (9V)
Huawei P10 (9V)
Huawei P10 Plus (9V)
LG G6 (9V)
LG G7
LG Gram 2017
Nintendo Switch (14,5V)
Razer blade Stealth
Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
Sony Xperia XZ2
Es gibt auch noch diverse andere Geräte welche den USB Power Delivery unterstützen.
Was kann und macht USB Power Delivery eigentlich? Ähnlich wie Quick Charge wird bei USB Power Delivery die Spannung des USB C Ports von 5V auf 9V, 12V, 15V oder 20V angehoben.
Wichtig, nicht jedes USB Power Delivery fähige Gerät kann an jedem Ladegerät laden! Bei Smartphones ist dies in der Regel kein Problem, solange das Ladegerät mehr als 18W hat. Notebooks können aber hier deutlich zickiger sein!
Einige Notebooks, primär auf der Windows Seite, setzen oftmals eine Leistung von 30W oder 45W voraus.
Keine Angst, USB Power Delivery ist gut konzipiert. Schließt Ihr ein nicht kompatibles Gerät an wird dieses im aller schlimmsten Fall einfach nur nicht geladen. Beschädigungen oder ähnliches können nicht entstehen.
Die meisten älteren Smartphones mit USB C Port werden normal am Anker PowerPort II PD laden, auch wenn diese nicht gezielt den Power Delivery Standard unterstützen.
Messwerte
Starten wir mit den Basics. Sowohl der PowerIQ Port, wie auch der USB Power Delivery Port können die beworbene Leistung von 18W bzw. 30W liefern. Dies auch gleichzeitig über einen längeren Zeitraum hinweg!
Mein USB PD Sniffer bestätigt auch die genauen Werte des USB C Ports, 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A, 15V/2A und 20V/1,5A.
Erfreulicherweise erhitzt sich das Ladegerät selbst bei Volllast nicht übermäßig schnell. Ja es wird heiß, das ist normal, aber nicht besorgniserregend heiß.
Die Spannungsstabilität des Anker PowerPort II PD ist dabei sehr solide! Gerade auf den höheren Spannungsstufen. Auf der 20V Stufe schwankt die Spannung zwischen 20,38V(0A) und 20,22A(1,5A), bei 9V zwischen 9,22V(0A) und 8,88V(3A) und bei 5V zwischen 5,19V(0A) und 4,85V(3A).
Kommen wir zu den Ladetests. Wichtig nur weil Euer Gerät nicht dabei ist, bedeutet dies nicht, dass dieses Probleme macht oder nicht gut lädt. Ich kann leider nicht alle Smartphones auf dem Markt testen, daher habe ich eine repräsentative Auswahl getätigt. Es ist beispielsweise sehr wahrscheinlich das sich ein Huawei P20 ähnlich verhält wie ein Huawei Mate 10 Pro. Folgende Geräte habe ich am Anker PowerPort II PD getestet:
Apple MacBook Pro 13 late 2016
Apple iPad Pro 10.5
Apple iPhone X
Dell XPS 13 9370
Samsung Galaxy S9+
Google Pixel 2 XL
Huawei Mate 10 Pro
Nintendo Switch
Starten wir mit den Smartphones/Tablets. Alle getesteten Smartphone luden am Anker PowerPort II PD absolut problemlos, egal an welchem Port. Anker hat hier einen vorbildlichen Job gemacht.
Starten wir mit den Apple Geräten. Der PowerIQ 2.0 Port besitzt eine Apple Optimierung = sowohl das iPhone wie auch das iPad laden an diesem Anschluss mit einer guten Geschwindigkeit von 1,48A bzw. 1,96A.
Wollt Ihr allerdings Euer iPhone X (8) oder iPad Pro schnellladen, dann müsst Ihr den USB C Port und das originale Apple Lightning zu USB C Kabel nutzen. Hierrüber steigt die Ladegeschwindigkeit beispielsweise des iPads auf satte 15V und 1,78A, also 26,7W.
Verglichen mit dem originalen Apple Ladegerät für das iPad Pro ist dies eine Steigerung von über 200%! Ähnliches gilt auch für das iPhone X welches satte 9V 1,8A erreicht.
Das Google Pixel 2 XL unterstützt kein Quick Charge, daher lädt dieses am PowerIQ 2.0 Port auch nur mit einem „normalen“ Ladetempo von 5V/1,48A. Erst am USB PD Port kann das Pixel sein volles Ladetempo entfalten von 9V 2A.
Überraschend ist das Huawei Mate 10 Pro, denn dieses erreicht an beiden Anschlüssen ein Schnellladetempo! Am PowerIQ 2.0 Port wurden genauso 9V 1,8A erreicht wie am USB Power Delivery Port. Allerdings sind beim Mate 10 Pro 9V 1,8A bzw. 16,2W natürlich noch langsamer als die 21W welche am originalen proprietären Ladegerät erreicht werden.
Dennoch abseits der originalen Huawei Ladegeräte ist dies die schnellste Möglichkeit ein aktuelles Huawei Smartphone aufzuladen.
Auch beim Samsung Galaxy S9+ ist es mehr oder weniger egal welchen Port Ihr nutzt. Allerdings ist der Power Delivery support des S9+ etwas wackelig. Dieses lädt am USB PD Port nur mit 5V 2,28A, also rund 11,4W. Am PowerIQ Port mit Quick Charge werden 9V 1,3A erreicht, was 11,7W ergibt, also ein sehr ähnliches Tempo.
Wie steht es um die Switch? Gut! Am PowerIQ Port ist das Ladetempo mit 5V 1,42A (7,1W) natürlich recht mittelmäßig, am Power Delivery Port hingegen werden gute 15V 0,82A (12,3W) erreicht, was das Tempo des originalen Ladegerätes ist.
Spielen und gleichzeitig laden ist am Anker PowerPort II PD also kein Problem! Lediglich der Dock funktioniert nicht in Kombination mit diesem Ladegerät.
Die Notebooks sind etwas kniffliger. Sowohl das Dell XPS 13 9370 wie auch das Apple MacBook Pro konnten am Anker PowerPort II PD aufladen! Das Dell mit 20,3V und 1,52A und das Apple mit 20,3V und 1,4A. Damit hängen beide Notebooks knapp bzw. sogar leicht über dem 30W Limit.
Dies ist erst einmal kein Problem, allerdings bedenkt, dass 30W für ein Notebook nicht übermäßig viel sind. Surft Ihr nur im Web, schaut Videos oder betreibt Office Anwendungen wird Euer Notebook in der Regel weiterhin aufgeladen, da das Notebook weniger als 30W benötigt. Betreibt Ihr aber Videoschnitt oder etwas ähnlich aufwendiges, könnte es passieren, dass sich das Notebook trotz Ladegerätes noch weiter entlädt. Umso „größer“ das Notebook ist umso größer die Gefahr dafür.
Bedenkt dies falls Ihr das Ladegerät für ein Notebook nutzen wollt. Auch ist es möglich, dass größere oder andere Notebooks das Aufladen bei „nur“ 30W Leistung verweigern.
MacBooks und MacBook Pros sollten hier aber generell kein Problem sein.
Kommen wir zu guter Letzt auf die Effizienz zu sprechen. Diese hängt natürlich stark von der Last, der Spannungsstufe und dem Port ab.
Grundsätzlich ist der USB Power Delivery Port beim PowerPort II PD effizienter als der PowerIQ Port. Belastet Ihr den PowerIQ Port mit 10W erreicht das Ladegerät eine Effizienz von 78%, beim PD Port sind es bei gleicher Last 83%.
Bei höherer Last steigt die Effizienz. Ladet Ihr beispielsweise ein Notebook am PowerPort II PD, dann liegt die Effizienz bei guten 88%.
Spulenfiepen oder Ähnliches besitzt das PowerPort II PD im Übrigen nicht.
Fazit
Das Anker PowerPort II PD ist das perfekte Ladegerät für alle Nutzer halbwegs aktueller Smartphones und Geräte.
Aufgrund der beiden doch recht unterschiedlichen Anschlüsse können sehr viele Geräte schnell mit Energie versorgt werden. Der Anker PowerIQ 2.0 Port macht dank Apple Optimierung und Quick Charge bei allen älteren und auch sehr vielen neueren Smartphones einen tollen Job. Dabei spielt es auch keine Rolle ob wir über ältere iPhones oder Android Geräte reden. Ihr könnt Euch ziemlich sicher sein, dass jedes angeschlossene Gerät mit einem hervorragenden Tempo lädt, egal ob Smartphone, Powerbank, Bluetooth Lautsprecher usw.
Der USB C Port hingegen ist ganz klar für moderne Geräte gedacht. Ihr könnte viele aktuelle Android High End Smartphones am USB C Port schnellladen, wie das Sony Xperia XZ2, LG G7, Huawei Mate 10 Pro, BQ Aquaris X2 usw. Auch Apples aktuelle Generation lässt sich am USB C Port dank Power Delivery schnellladen. Ich spreche hier in erster Linie vom iPhone X und iPad Pro, welche ich am Ladegerät getestet habe.
Selbst Notebooks wie das Apple MacBook Pro oder Dell XPS 13 laden am Anker PowerPort II PD problemlos! Bedenkt aber hier, dass der USB C Port auch „nur“ 30W liefert. Dies ist völlig ausreichend für Smartphones, Tablets oder sogar Spielekonsolen wie die Nintendo Switch, für welche sich das PowerPort II PD auch super eignet, aber bei Notebooks ist dies doch recht knapp bemessen.
Lastet Ihr Euer Notebook sehr stark aus, kann es passieren, dass das Ladegerät nicht gegenladen kann. Im normalen Office/Web ist dies meist aber kein Problem.
Hinzu zu den guten Ladeergebnissen und Ladetempo kommt eine solide und zuverlässige Elektronik. Das Anker PowerPort II PD spielt ganz klar eine bis zwei Liegen über den typischen „China Ladegeräten“. Der gesamte Eindruck des PowerPort II PD ist nur als Positiv zu bezeichnen, auch was die Haptik betrifft.
Kurzum das Anker PowerPort II PD ist das ideale Universal Ladegerät für alle Nutzer die keine 5 oder 6 Ports brauchen und nur ein gutes und kompaktes Ladegerät wünschen, welches alle Geräte zuverlässig lädt. Sicherlich sehr gut wäre das PowerPort II PD auch als Reise Ladegerät, wofür ich dieses einsetzen werde.
Der aktuelle Preis von 30€ ist aus meiner Sicht absolut okay. Lediglich wenn Ihr keine USB C Geräte habt, dann macht das PowerPort II keinen Sinn, hier wäre ein Anker 24W 2-Port USB Ladegerät oder Anker PowerPort+1 eher zu empfehlen.
Nokia ist zurück, gut das wird für den ein oder anderen mittlerweile keine Überraschung mehr sein. Was allerdings überrascht ist wie stark die aktuellen Nokia Smartphones sind.
Ein gutes Beispiel hierfür ist das Nokia 7 Plus, welches auf dem Papier dank Snapdragon 660, 12 Megapixel Dual Kamera mit großem Sensor, 18:9 Display usw. eins, wenn nicht sogar das interessanteste Smartphone unter 400€ aktuell ist.
Ich bin zwar mit meinem Test zum Nokia 7 Plus etwas spät dran, aber dennoch hat dieses bei mir einiges an Interesse ausgelöst, zu viel Interesse, dass ich dieses komplett überspringen könnte. Daher habe ich mich doch noch entschieden mir das Smartphone für einen Test zu kaufen.
Wollen wir uns doch einmal ansehen wie sich das Nokia 7 Plus auch verglichen mit dem Moto G6 Plus und BQ Aquaris X2 so schlängt. Neugierig?
Das erste was beim Nokia 7 Plus sicherlich ins Auge springt sind die Farben. Das Smartphone ist in Weiß/Kuper und Schwarz/Kupfer erhältlich, was recht exotische Farbkombinationen sind.
Zwar bin ich grundsätzlich ein großer Fan von etwas bunteren Smartphones, aber ich hätte mir hier auch eine etwas konservativere Farbgebung gewünscht.
Nokia setzt beim 7 Plus auf einen Aluminium Rahmen, welcher genau wie die Kameraumrandung kupferfarben lackiert ist. Hierbei handelt es sich um ein recht stark glänzendes und auffälliges Kupfer. Dies ist also nicht wie bei einigen „Golden“ Smartphones wo das Gold in der Praxis sehr dezent ist.
Das Nokia 7 Plus ist ein recht auffälliges Smartphone. Allerdings hebt sich dieses hierdurch auch ein gutes Stück von der Masse ab. Ohne Frage, optisch wirkt das Nokia 7 Plus „teuer“.
Haptisch ist dieses aufgrund des ausgeprägten Aluminium-Rahmens recht hart aber robust anmutend, ähnlich wie das Nokia 6.1.
Allerdings setzt Nokia beim 7 Plus interessanterweise auf eine Kunststoff-Rückseite. War dies vor wenigen Jahren noch etwas als „billig“ verpöntes, nutzen aktuell immer mehr Hersteller wie Nokia oder BQ dies um Ihre Smartphones von den duzenden Aluminium-Modellen abzuheben.
Wie alles im Leben hat auch dies Vor- und Nachteile. Optisch stört mich der Kunststoff genauso wenig wie haptisch. Das Smartphone fühlt sich wertig und angenehm „warm“ in der Hand an, letzteres im Gegensatz zu Aluminiummodellen.
Auch ist der Kunststoff weniger gefährdet zu brechen bei einem Sturz als Glas. Im Gegenzug nutzt sich Kunststoff natürlich schneller ab als Glas oder Aluminium. Auch ist die gewählte recht glatte Kunststoff Textur recht anfällig gegenüber Fingerabdrücken.
Haptisch ist das Nokia allerdings über alle Zweifel erhaben. Die Rückseite lässt sich weder eindrücken noch wirkt diese hohl.
Edit vom 11.09.18 Meine Aussage dass das Nokia 7 Plus über eine „Kunststoff“ Rückseite verfügt ist anscheinend umstritten. Nokia selbst spricht von einer Keramik Beschichtung. Dies kann ich einfach beim besten willen nicht bestätigen! Die Rückseite fühlt sich nach einem sehr wertigen Kunststoff mit einer leicht seidigen Textur an, aber nicht nach Keramik! Ich kann hier nur folgendes Video empfehlen https://www.youtube.com/watch?v=0IoEuuyciVs#t=3m03s Keramik ist extrem hart, in diesem Fall wäre es unmöglich mit einem Messer die Rückseite des Smartphones zu beschädigen, was aber nicht der Fall ist.
Gehen wir einmal um das Nokia 7 Plus herum. Auf der Front finden wir das große 6 Zoll Display, welches mit „kompakten“ aber auch nicht winzigen Rahmen ausgestattet ist. Das Nokia 7 Plus ist ein recht großes Smartphone.
Ebenfalls auf der Front ist die Ohrmuschel wie auch die 16 Megapixel Frontkamera. Der USB C Ladeport ist gemeinsam mit dem Lautsprecher auf der Unterseite zu finden. Der Kopfhöreranschluss ist hingegen auf der Oberseite angebracht.
Die drei typischen physischen Tasten eines Smartphones, ein/aus, lauter leiser, sind an ihrer üblichen Position am rechten Rand.
Auf der Rückseite findet sich die Dual-Kamera, ein Dual-LED Blitz und der Fingerabdruckscanner.
Software
Nokia bleibt sich auch beim 7 Plus treu und nutzt Android One. Android One ist eine besonders schlanke Android Version welche sich durch ein hohes Arbeitstempo und schnelle Updates auszeichnen soll.
Out of the Box sieht das Ganze auch schon sehr gut aus! Das Nokia 7 Plus ist mit dem aktuellsten Android 8.1 wie auch Sicherheitsupdates stand Juli 2018 ausgestattet. Ein Update auf das kommende Android „P“ 9.0 ist von Nokia fest versprochen.
Es ist sogar bereits ein Beta Update auf Android P verfügbar! Damit ist Nokia einer der Vorzeigehersteller was Updates angeht.
Zum Android auf dem 7 Plus gibt es allerdings nicht viel zu sagen. Ihr bekommt ein „sauberes“ Smartphone auf welchem sich lediglich die Standard Android wie auch Google Apps befinden.
Nokia hat lediglich eine eigene Kamera App beigesteuert.
Beim Launcher handelt es sich um den Standard „Google Pixel“ Launcher und auch das Menü ist ist Android Standard.
Bei meiner 64GB Version waren von Haus aus noch rund 50GB frei.
Display
Das Nokia 7 Plus verfügt über ein 6 Zoll IPS Display, welches natürlich mit 2160×1080 Pixeln auflöst. 2160×1080 Pixel entspricht Full HD, allerdings hat das 7 Plus ein 18:9 Display. Dieses ist also etwas länger als bei einem normalen Smartphone, daher die etwas ungewohnte Auflösung.
Wie steht es qualitativ um das Display? Sehr gut!
Subjektiv sieht das Display hervorragend aus mit satten Farben und starken Kontrasten. Ich war mir auf den ersten Blick zugegeben nicht mal ganz sicher ob es sich nicht vielleicht um ein AMOLED Display handeln könnte. Dies kann man als Kompliment ansehen.
Von der Bildqualität kann man das 7 Plus ganz klar als Oberklasse Gerät einstufen. Sehr mittelmäßig ist allerdings leider die maximale Helligkeit, was so der einzige Kritikpunkt am Display ist.
Geschützt wird das Display im Übrigen von Gorilla Glas 3!
Sound
Wie steht es um den Lautsprecher des Nokia 7 Plus? Leider gibt es wirklich nur einen Lautsprecher auf der Unterseite. Nokia nutzt also nicht die Ohrmuschel als Unterstützung, wie dies mittlerweile einige Smartphones machen.
Klingt dann der Lautsprecher auf der Unterseite denn wenigstens gut? Er klingt vernünftig, aber auch nicht überragend. Ich würde sagen die Klangfülle ist leicht überdurchschnittlich, die Klarheit und das generelle Klangbild ist allerdings nur durchschnittlich.
Leicht unterdurchschnittlich ist die maximale Lautstärke. Diese reicht für Youtube/Netflix im Bett locker, aber ein Radio in der Küche oder Bad kann das Nokia 7 Plus nicht ersetzen.
Verglichen mit dem BQ Aquaris X2 ist das Setup also sehr unspektakulär. Nokia liefert hier das Minimum was man in dieser Preisklasse erwarten darf.
Der Kopfhöreranschluss hingegen bietet eine leicht überdurchschnittliche Qualität. Ähnliches gilt auch für die Telefonqualität. Gerade die Mikrofone klingen erfreulich gut.
Kamera
Die Kamera ist einer der wichtigsten Differenzierungspunkt bei modernen Smartphones. Eine schlechte Kamera kann ein ansonsten gutes Smartphone schnell zum Ladenhüter machen.
Nokia hat beim 7 Plus daher alles gegeben und ja das kann man so sagen, denn auf dem Papier ist das Smartphone eher bei den High End Flaggschiffen angesiedelt als in der Mittelklasse.
Die Hauptkamera verfügt über 12 Megapixel und eine sehr große Blende von F1.75. Zusätzlich zur großen Blende ist aber auch der Kamera Sensor groß.
Ein großer Kamerasensor kann die Bildqualität gerade bei Dunkelheit sehr stark positiv beeinflussen, daher ist beispielsweise das Samsung Galaxy S9 so stark im Dunkeln (großer Sensor) und das LG G7 eher schwach(kleiner Sensor).
Natürlich ist es nicht immer so einfach zu sagen großer Sensor = gute Bildqualität. Aber der hier verwendete Sony IMX362 ist mit 1.40 μm Pixeln, die so ziemlich größte Größe in aktuellen Smartphones, sehr vielversprechend.
Wie jedes aktuelle Smartphone braucht auch das Nokia natürlich zwei Kameras auf der Rückseite. Erfreulicherweise nutzt Nokia hier den zweiten Sensor für eine 2x Zoom Funktionalität.
Allerdings wie üblich geht der Zoom natürlich auf die Bildqualität, zu mindestens bei Dunkelheit. Die Zoom Kamera besitzt nämlich nur eine F2.6 Blende, ist also nur bei Tageslicht/Sonnenschein wirklich zu gebrauchen.
Kommen wir damit auch direkt zu den Testbildern. Wie üblich sind diese im automatischen Modus aufgenommen und unverändert hier hochgeladen. Beim Anklicken werden die Aufnahmen geladen, daher Vorsicht liebe mobile Nutzer.
Zum Vergleich habe ich viele Aufnahmen auch mit dem BQ Aquaris X2 wiederholt, also nicht wundern wenn ich mich in folgendem des Öfteren auf den Vergleich zu diesem beziehe.
Wie bei einem aktuellen Smartphone der gehoben Mittelklasse zu erwarten liefert das Nokia 7 Plus bei Tageslicht tadellose Aufnahmen.
Diese sind scharf mit einem guten Kontrast und einem passenden Weißabgleich/Belichtung. Auch die Dynamik ist ordentlich, unter anderem dank AutoHDR.
Im direkten Vergleich mit dem BQ Aquaris X2 fällt auf, dass das Nokia recht neutrale Aufnahmen liefert. Die Sättigung der Farben ist beispielsweise recht natürlich.
BQ Aquaris X2Nokia 7 PlusBQ Aquaris X2Nokia 7 Plus
Allerdings hält das Nokia eine gute Balance zwischen natürlich und nicht langweilig. Nokias AutoHDR arbeitet bei Tageslicht gut und vor allem unauffällig. In der Regel gibt es keine Verzögerung zwischen zwei Aufnahmen, auch dann wenn AutoHDR einsetzt. Allerdings ist das HDR des Nokia eher von etwas dezenterer Natur. Dies ist natürlich Geschmackssache.
Unterm Strich ist hier kein großer Unterschied selbst zu absoluten High End Modellen. Ein Google Pixel 2 bietet eine etwas größere Dynamik aber das wars auch schon an Unterschieden.
Wie steht es um die Zoom Kamera? Die Zoom Kamera liefert leider eine merklich schlechtere Qualität als die Hauptkamera, stellt aber bei ausreichend Licht eine bessere Alternative zum digital Zoom da.
HauptkameraZoomkamera
Wichtig ist hierbei die Bemerkung bei ausreichend Licht! In Innenräumen oder starker Bewölkung könnt Ihr die Zoom Kamera vergessen und dies meine ich wörtlich. Ist das Licht zu schlecht, wird gar nicht die zweite Kamera genutzt wenn Ihr auf den Zoom drückt, sondern es wird über die Hauptkamera digital gezoomt.
Ähnlich wie beim iPhone wird Euch leider nicht gesagt ob gerade ein optischer Zoom oder digitaler Zoom genutzt wird. Hierdurch ist die Zoom-Kamera in der Praxis oftmals etwas unzuverlässiger was die Bildqualität betrifft.
Ein wichtiger Punkt beim Nokia 7 Plus ist aber auch die Bildqualität bei suboptimalem Licht, zu mindestens laut Nokia.
Und ja das Nokia 7 Plus schlägt sich sehr gut bei schlechtem Licht! Wobei man hier etwas unterscheiden muss, zwischen schlechtem Licht und wirklich Nacht.
Bei schlechten Lichtverhältnissen, ein mittelmäßig ausgeleuchtetes Wohnzimmer usw., hatte ich etwas Probleme damit, dass das Smartphone viele Aufnahmen verwackelt hat. Dies war mir auch im direkten Vergleich mit dem BQ Smartphone aufgefallen.
Während dieses selbst bei schlechten Lichtverhältnissen fast 100% scharfe Aufnahmen lieferte gab es beim Nokia fast 50% Ausschuss, warum auch immer. Ein wenig schiebe ich dies auf AutoHDR, welches anscheinend selbst bei Dunkelheit versuchte zu arbeiten, aber es liegt nicht nur daran.
Haltet Ihr das Smartphone aber ruhig genug werden Aufnahmen sehr schön scharf und auch das Rauschen ist nicht übermäßig stark.
Allerdings neigt das Nokia 7 Plus zu tendenziell etwas dunkleren Aufnahmen. Nicht störend Dunkel aber es versucht die Bilder nicht künstlich aufzuhellen wie beispielsweise das BQ.
Bei allem Lob gefallen mir die Fotos vom BQ Aquaris X2 bei Low Light aber tendenziell etwas besser.
Erst bei fast kompletter Dunkelheit dreht sich dies etwas. Hier zeigt sich der riesige Kamerasensor und die große Blende des Nokias. Fotografiert Ihr bei Nacht beispielsweise in der Stadt, welche nur von ein paar gedimmten Straßenlaternen beleuchtet wird schlägt sich das 7 Plus noch halbwegs gut.
BQ Aquaris X2Nokia 7 Plus
Dies ist zwar kein Huawei P20 Pro, aber bei extremer Dunkelheit ist dies das beste Mittelklasse Smartphone das mir bisher begegnet ist.
Viele dieser Aussagen kann man auch auf den 4K Videomodus übernehmen. Dieser ist bei allen Lichtverhältnissen überdurchschnittlich gut. Aufnahmen sind knacke scharf und schön detailliert. Auch der Ton der Videos ist herausragend. Hier hat Nokia einen super Job gemacht!
Das generelle Arbeitstempo der Kamera ist wie bereits angesprochen sehr gut. Bei genug Licht gibt es zwischen mehreren Aufnahmen keinerlei Verzögerung und auch abseits davon zeigte sich die Kamera App schön stabil und gut nutzbar.
Lediglich die Qualität des Live Views (der Vorschau) ist etwas schlechter als die letztendlichen Fotos. Lasst Euch hiervon also nicht beeinflussen.
Leistung
Das Nokia 7 Plus verfügt über den Qualcomm Snapdragon 660 in Kombination mit 4GB RAM und 64GB Speicher. Dabei handelt es sich um einen top aktuellen 8 Kern SoC der gehobenen Mittelklasse.
Der Snapdragon 660 ist eine etwas höher getaktete Version des Snapdragon 636 (1,8GHz vs. 2,2GHz). Ähnliches gilt auch für die genutzte Adreno 512 Grafikkarte, welche auch nur eine höher getaktete Version der Adreno 509 im Snapdragon 636 ist.
Damit sollte die Leistung konstant über der des Snapdragon 636 und auch 630 liegen, allerdings gigantische Leistungssprünge sind nicht zu erwarten.
Wollen wir uns doch einmal in ein paar Benchmarks ansehen wie gut der Snapdragon 660 in der Praxis wirklich ist!
Die Praxis
Aber oftmals unterscheidet sich die Praxis ein Stück weit von der Theorie. Von daher kann das Nokia 7 Plus in der Praxis seine guten Ergebnisse der Benchmarks bestätigen?
Ja kann es! Die Standard Apps genau wie die Benutzeroberfläche laufen absolut tadellos. Die Unterschiede zu Flaggschiff Smartphones gehen hier fast auf null. Eventuell kann hier und da mal eine App einen Bruchteil einer Sekunde schneller starten, aber die Leistung des 7 Plus ist selbst für einen verwöhnten Nutzer wie mich mehr als ausreichend.
Diese gute Alltagsleistung wird auch vom starken LTE Modul wie auch dem guten WLAN Modul unterstützt. Apps und Webseiten laden sehr schön zügig und schnell.
Selbst Bluetooth 5.0, welches aktuell noch nicht viel bringt, ist schon mit an Bord.
Wo es einen Gewissen unterschied zu Flaggschiff Smartphones gibt ist bei Spielen. Hier ist das Nokia 7 Plus eher auf dem Level von älteren Flaggschiff Modellen mit Snapdragon 821.
Allerdings reicht dies fast immer! Selbst Spiele wie PUBG Mobile oder andere etwas fordernde Titel laufen gut bis sehr gut! Es gibt zwar bei Startzeiten noch ein wenig Luft nach oben, aber das passt.
Unter 500€ wird es schwer ein aktuelles Smartphone mit mehr Power zu finden.
Akku
Das Nokia 7 Plus verfügt über einen vergleichsweise großen 3800mAh Akku. Allerdings ist eine große Akku-Kapazität nicht zwingend gleichbedeutend mit einer langen Akkulaufzeit.
Hier gibt es neben der reinen Kapazität noch einige andere Faktoren. Beispielsweise wie viel Energie Display, Prozessor usw. benötigen.
Allerdings ist die Akkulaufzeit des Nokia 7 Plus mehr als ordentlich. Bei meinem Standard Test, Webbrowsern, Social Media, leichtes Gaming usw. erreichte das Smartphone eine Laufzeit von rund 7 Stunden.
Bei einer reinen Video Wiedergabe bei einer mäßigen Displayhelligkeit wären sogar 8+ Stunden möglich. Damit sollten sogar Intensivnutzer gut durch den Tag kommen. Die meisten Normalnutzer sollten sogar 2-3 Tage schaffen.
Fazit
Das Nokia 7 Plus ist ein sehr gutes Beispiel für ein nahezu perfektes Smartphone! Dies beginnt bereits bei der sehr guten und vor allem robusten Haptik. Zwar setzt Nokia beim 7 Plus auf eine Kunststoff Rückseite, aber diese hatte mich in der Praxis kaum bis gar nicht gestört, eher im Gegenteil!
Vergleichen mit den kalten Aluminiummodellen und den zerbrechlichen Smartphones aus Glas ist dies eine sehr gelungene Abwechslung.
Auch die Leistung des Nokia 7 Plus ist völlig zufriedenstellend. Sofern Ihr keine Hardcore Gamer seid, die 120FPS in Android Spielen brauchen, wird kaum jemand etwas am 7 Plus vermissen. Dabei ist das Nokia 7 Plus allerdings gerade für „Gamer“, die nicht 600€+ für ein Smartphone ausgeben wollen, ein sehr interessantes Modell. Der Snapdragon 660 in Kombination mit 4GB RAM macht hier einen super Job.
Ein sehr wichtiger Punkt ist bei jedem Smartphone die Kamera, welche wichtiger denn je ist. Allerdings gibt es auch hier viel Positives zu vermelden. Die Kamera des Nokia 7 Plus macht einen tadellosen Job, bei allen Lichtsituationen.
Zwar kann dieses nicht ganz mit einem Google Pixel 2 und Co. mithalten, allerdings gehört das Nokia mit zu den besten in der 300-400€ Preisklasse. Genau genommen gefiel mir in dieser Preisklasse bisher nur das BQ Aquaris X2 besser was die Kamera betrifft.
Man ist hier knapp unter dem Level von aktuellen Flaggschiff Smartphones.
Ähnliches Positives gilt auch für das sehr gute Display und den ausdauernden Akku. Auch das schlanke Android System und Nokias gute Update Politik ist nicht zu verachten.
Kurzum das Nokia 7 Plus ist ein herausragendes Smartphone in der 400€ Preisklasse!
USB C ist auf dem Vormarsch, sowohl in Smartphones wie auch in Notebooks. Wir kommen damit dem Ziel eines Ladegerätes für alles immer näher.
Leider sind diese Ladegeräte noch recht teuer. 50€+ ist zwar nicht übermäßig viel, aber auch nicht günstig.
Allerdings hat RAVPower mit dem RP-PC059 ein sehr interessantes USB C Ladegerät im Sortiment, welches aktuell gerade einmal 26€ kostet, für insgesamt 60W Leistung.
Klingt doch gut, aber gibt es einen Haken? Wollen wir dies doch einmal in einem kleinen Test herausfinden!
Das RAVPower RP-PC059 USB Type C Ladegerät im Test
RAVPower setzt beim RP-PC059 auf das klassische Multiport Ladegeräte Design. Das bedeutet Ihr erhaltet eine rund 7cm breite und 10cm lange „Box“. Dies ist ein sehr typisches Format für diese Klasse an Ladegeräten.
Dabei setzt RAVPower beim Gehäuse natürlich auf Kunststoff. Der hier verwendete matte Kunststoff ist angenehm massiv und auch ausreichend resistent gegenüber Fingerabdrücken oder Schmutz.
Das Gehäuse besteht aus zwei Teilen, welche fest ineinander verschmolzen wurden. Stürze sind zwar nie gut für ein Ladegerät, aber das Gehäuse wird auch nicht so schnell auseinanderfallen. Das RP-PC059 ist zwar nicht übermäßig filigran, wirkt aber gut gemacht.
Die Anschlüsse des RAVPower RP-PC059 sind wie üblich auf der Front angebracht. Hier finden wir vier USB A Ports und einen USB C Port.
Die USB A Ports können laut RAVPower jeweils 2,4A bei 5V. Zudem sind diese natürlich mit der hauseigenen „iSmart“ Technologie verfeinert. iSmart soll eine verbessere Ladegeschwindigkeit und Kompatibilität mit diversen Smartphones sicherstellen.
Die USB A Ports können zwar jeweils 2,4A liefern, bei einer gemeinsamen Nutzung aber nur maximal 6A. Ihr könnt also nur zwei Ports gleichzeitig voll belasten. Schlimm? Praktisch eher weniger. Die meisten Smartphones benötigen nicht ansatzweise diese 2,4A, die ein USB Port maximal liefern könnte.
Die meisten Smartphones nehmen zwischen 1A und 1,8A auf.
Der wahre Star am RAVPower RP-PC059 ist aber natürlich der USB C Port. Dieser unterstützt den Power Delivery Standard und ist somit in der Lage sogar Notebooks aufzuladen.
Genug Leistung dafür hat der USB C Port! RAVPower gibt diese mit 45W an bzw. 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A und 20V/2,25A.
20V*2,25A=45W
Dies reicht um beispielsweise ein Dell XPS 13 mit vollem Tempo zu laden, dazu aber später mehr.
Abseits der Anschlüsse verfügt das RAVPower RP-PC059 auf der Front noch eine Status LED, welche recht stark gedimmt ist, also auch nicht auf dem Nachttisch stören würde.
Mit dem Strom wird das Ladegerät über ein normales Kleingeräte Kabel. Ein passendes in 1,5 Meter länge liegt bei, solltet Ihr mehr benötigen wäre dies im Nachkauf kein Problem.
USB Power Delivery
Ehe wir zum eigentlichen Test kommen, möchte ich ein paar mögliche Fragen zum Thema USB Power Delivery klären.
Sicherlich ist dies für den normalen Nutzer ein etwas verwirrendes Thema, aber hier müsst Ihr durch.
Modere Smartphones unterstützen alle einen Schnellladestandard. Hier gibt es je nach Hersteller diverse. Die meisten Smartphones von Samsung, HTC, LG oder Sony nutzen Quick Charge. Quick Charge ist eine Technologie des Herstellers Qualcomm. Um diese zu nutzen, müssen also Lizenzgebühren gezahlt werden oder ein Prozessor von Qualcomm genutzt werden.
Hersteller wie Huawei beispielsweise tun beides nicht und nutzen einen eigenen Standard, ähnlich wie beispielsweise One Plus. Daher ist es, nicht möglich ein Huawei Smartphone an einem Schnellladegerät von einem Samsung Smartphone zu laden.
Um dieses Chaos mit den diversen nicht untereinander kompatiblen Schnellladestandards zu beenden, wurde der USB Power Delivery Standard erschaffen. USB Power Delivery ist ein „offener“ Standard, welcher grundsätzlich von jedem Hersteller genutzt werden kann.
So hat USB Power Delivery auch ein paar wichtige Unterstützer erhalten. Dazu gehört z.B. Apple, Google oder auch Nintendo.
Alle Apple Smartphones nutzen USB Power Delivery als Schnellladestandard, selbiges gilt auch für die Google Pixel Smartphones oder die Nintendo Switch. Google will sogar USB Power Delivery für alle Android verpflichtend einführen und die proprietären Standards auszumerzen.
USB Power Delivery ist aber nicht gleich USB Power Delivery. Es gibt hier mehre Stufen an Ladegerätstärken. Die einfachsten USB PD Ladegeräte haben 18W, die nächste Stufe 29/30W, 45W, 60W, 87W usw.
Mittlerweile nutzen auch einige Notebooks USB Power Delivery, diese setzen aber oftmals eine Mindestleistung voraus. Ein Dell XPS Notebook lädt beispielsweise nicht an einem Ladegerät mit weniger als 30W.
Smartphones hingegen reichen auch 18W völlig. Denkt dies beim Kauf. Welche Smartphones unterstützen USB Power Delivery?
Google Pixel
Google Pixel XL
Google Pixel C
Google Pixel 2 (XL)
LG G6 (9V)
Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
Dell XPS 13 (20V)
Dell XPS 15 (20V)
Apple MacBook
Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
Apple iPad Pro 10.5
Apple iPad Pro 12.2
Apple iPhone 8 (Plus)
Apple iPhone X
LG Gram 2017
Razer blade Stealth
Nintendo Switch (14,5V)
Huawei Mate 9 (9V)
Huawei P10 (9V)
Huawei P10 Plus (9V)
Huawei Mate 10 Pro
Sony Xperia XZ2
Leider ist dies oftmals gar nicht so klar welche Smartphones USB Power Delivery unterstützen. Beispielsweise die Huawei High End Smartphones unterstützen neben dem eigenen Schnellladestandard auch USB Power Delivery, öffentlich wird aber natürlich nur der eigene Standard beworben.
Ähnliches gilt auch für beispielsweise das Sony Xperia XZ2, welches neben Quick Charge auch USB PD unterstützt.
Wie funktioniert USB Power Delivery? Über den normalen Ladestandard können maximal 5V und 2-2,4 übertragen werden, also 10-12W.
USB Power Delivery erlaubt es die Spannung von 5V auf 9V, 15V oder 20V anzuheben, je nachdem was das Ladegerät unterstütz. Zudem kann ein maximaler Strom von 3-5A übertragen werden. Hierdurch sind potenziell bis zu 100W Leistung möglich.
Keine Angst, es ist kein Problem ein nicht kompatibles Gerät anzuschließen, in diesem Fall wird einfach die übliche 5V Spannungsstufe genutzt. Es kann also nichts kaputt gehen.
Messwerte
Kommen wir zu den eigentlich interessanten Messwerten. Folgende Geräte habe ich in Kombination mit dem RAVPower RP-PC059 getestet:
Apple MacBook Pro 13 Late 2016
Apple iPad Pro 10.5
Apple iPhone X
Dell XPS 13 9370
Huawei Mate 10 Pro
Google Pixel 2 XL
Samsung Galaxy S9+
Nintendo Switch
Starten wir mit den Smartphones und Tablets. Sofern Ihr ein originales Apple Lightning auf USB c Kabel verwendet funktioniert das Aufladen bzw. das Schnellladen des Apple iPhone X und iPad Pro 10.5 in Kombination mit dem RAVPower RP-PC059 absolut problemlos!
Das iPhone X erreicht 9V/1,8A und das iPad Pro 15V 1,74A. Für beide Geräte ist dies das so ziemlich maximale erreichbare Tempo.
Ähnliches gilt auch für das Google Pixel 2 XL mit 9V/1,93A und das Huawei Mate 10 Pro mit 9V/1,67A. Allerdings im Falle des Huawei würde das Ladetempo an Huaweis eigenem proprietären Super Charge nochmals etwas höher liegen. Allerdings gibt es kein 3. Anbieter Zubehör mit dieser Technologie, daher sind die hier erreichten 9V/1,67A das so ziemlich beste, was an einem 3. Anbieter Modell möglich ist.
Ähnliches würde im Übrigen auch für ein Huawei P10 oder P20 gelten.
Dies zeigt sich auch in Kombination mit dem RAVPower Ladegerät. Ich konnte hier 5V 2,44A messen. Klingt erst einmal nicht nach Schnellladen, ist es aber. 5V 2,44A = 12,2W, mit seinem originalen Ladegerät erreicht das S9+ 9V und 1,3A also 11,7W.
Auch wenn das S9+ nur die 5V Spannung nutzt, ist das Ladetempo jedoch als hoch zu bezeichnen bzw. auf Schnelllade Level.
Wie stehts um die Notebooks?
Sowohl das Dell XPS wie auch das Apple MacBook Pro lassen sich problemlos am RAVPower RP-PC059 aufladen! Das Dell XPS 13 erreicht 20V 2,25A, also genau 45W, das Apple MacBook Pro 20V 2,18A, also 43,6W.
Damit nutzen beide Notebooks die zur Verfügung stehenden 45W voll, was bei 13 Zoll Notebooks aus mehr als genug ist um das originale Netzteil zu ersetzen.
Habt Ihr allerdings ein 15 Zoll Apple MacBook Pro oder ein vergleichbares „großes“ Notebook sind 45W nicht für ein Aufladen in vollem Tempo ausreichend, bedenkt dies. Dies bedeutet natürlich nicht, dass ein Aufladen mit dem RAVPower RP-PC059 unmöglich ist. Lediglich würdet Ihr CPU + Grafikkarte voll auslasten, bei maximaler Displayhelligkeit, könnte es passieren, dass der Aufladevorgang stagniert, da das Notebook mehr als 45W Energie aufnimmt und vom Akku zufüttern muss.
Wie steht es um die Nintendo Switch?
Die Nintendo Switch lässt sich am RAVPower RP-PC059 mit dem selben Tempo wie am originalen Ladegerät aufladen. Sogar das Dock lässt sich vom RAVPower RP-PC059 voll befeuern!
Also auch hier kann das RAVPower RP-PC059 das originale Ladegerät voll ersetzen.
Wie steht es aber eigentlich um die normalen USB Ports? Sehr gut! Diese liefern natürlich nur ein „normales“ Ladetempo, aber ein gutes normales Ladetempo. Dabei sind Optimierungen für Apple wie auch Android Smartphones vorhanden. Beispielsweise das iPad Pro erreichte starke 2,33A bei 5V und das iPhone X ebenfalls sehr starke 1,8A bei 5V.
Kommen wir zum Abschluss noch zu ein paar Basis Daten. Der Leerlauf Stromverbrauch liegt unterhalb der Messgrenze meines Messgerätes, also bei unter 0,4W. Die Effizienz des wichtigen USB C Ports liegt bei überdurchschnittlich hohen 86%.
Ein Spulenfiepen oder Ähnliches könnte ich nicht beobachten.
Fazit
Das RAVPower RP-PC059 ist ein extrem attraktives USB C Ladegerät! Warum? Zum einen ist die Leistungsfähigkeit erfreulich hoch. 45W über den USB C Port reicht um viele, wenn nicht sogar alle, 13 Zoll Notebooks die auch via USB C Laden können mit hohem Tempo mit Energie zu versorgen. Beispielsweise beim Dell XPS 13 oder Apple MacBook Pro 13 könnte das RAVPower RP-PC059 das originale Ladegerät voll ersetzen.
Ähnliches gilt auch für das Apple iPad Pro oder die Nintendo Switch. Auch hier macht das RAVPower RP-PC059 einen tadellosen Job, von den diversen Smartphones wie dem iPhone X oder Google Pixel die das Ladegerät Schnellladen kann ganz zu schweigen.
Hinzu kommen noch die zusätzliche USB A Ports, welche das RAVPower RP-PC059 auch zu einem klasse Reisebegleiter machen.
Aber vermutlich das größte Pro Argument ist der Preis. RAVPower will für das RP-PC059 aktuell lediglich 26€, was für ein USB C Power Delivery Ladegerät dieser Klasse ein fantastischer Preis ist!
Dabei wirkt das Ladegerät aber auch nicht billig oder vertrauensunwürdig.
Wenn Ihr ein aktuelles Smartphone im Preisbereich 200-300€ sucht, werdet Ihr an drei Modellen nicht vorbeikommen, dem Nokia 6.1 2018, dem Moto G6/G6 Plus und dem BQ Aquaris X2.
Hier ist es sicherlich nicht ganz leicht sich zu entscheiden. Lieber das etwas günstigere Nokia oder lohnen sich die 70€ mehr fürs Bq oder ist das Moto doch die beste Wahl?!
Bei dieser Frage möchte ich Euch helfen! In diesem Bericht vergleichen wir das Nokia 6 2018, Moto G6 Plus und das BQ Aquaris X2.
Welches ist das beste Smartphone in der Mittelklasse? Kann man diese Frage überhaupt so pauschal beantworten? Finden wir es heraus! Neugierig?
Alle drei Smartphones sind aktuelle Mittelklasse Geräte. Das älteste Smartphone ist das Nokia, welches bereits im Januar auf den Markt kam und daher auch schon einen kleinen Preissturz hinter sich hatte.
Das Moto G6 Plus kam Ende April auf den Markt und das BQ ist mit Juni 2018 das frischeste Modell.
Passend zu dieser Staffelung sind auch die Preise.
Damit liegen alle drei Smartphone in einer sehr gut vergleichbaren Preisklasse.
Haptik und Optik
Die drei Smartphones könnten von ihrer Haptik und Optik kaum unterschiedlicher sein. Während das Nokia auf Aluminium setzt, vertraut Moto auf Glas und BQ auf ein Aluminium- Kunststoff- Gemisch.
Die Front ist bei allen drei Smartphones natürlich komplett von Glas bedeckt. Ebenso besteht der Rahmen bei allen drei aus Aluminium.
Im Falle des Nokia 6 2018 ist der Rahmen und die Rückseite ein Aluminiumteil. Moto hingegen setzt auf den aktuell so beliebten Glasaufbau. Front und Rückseite bestehen also völlig aus Glas und werden von einem Aluminiumrahmen eingefasst. BQ hingegen nutzt zwar auch einen Aluminium Rahmen, aber eine Kunststoff Rückseite.
Hierdurch fühlen sich alle drei Smartphones komplett unterschiedlich an. Das Nokia wirkt ganz klar am massivsten, aber ist auch sehr kantig und etwas klobig.
Das Moto ist hingegen das dünnste der drei und fühlt sich aufgrund des Glases sehr edel und luxuriös an, allerdings im Gegenzug auch recht zerbrechlich.
Das BQ Aquaris X2 ist etwas das Mittelding. Der Aluminium Rahmen strahlt eine gewisse Wertigkeit und Robustheit aus, während die Rückseite recht warm und weich anmutet. Die Kunststoffrückseite beim BQ kann man nicht mit den Kunststoff Smartphones von vor X Jahren vergleichen. Diese wirkt dafür, dass es sich um Kunststoff handelt recht hochwertig. Hier lässt sich nichts eindrücken, auch knarzt nichts.
Dies gilt allerdings auch für die beiden anderen. Keins der Smartphones bietet eine schlechte Verarbeitung. Das Nokia 6 2018 wirkt sehr rustikal und massiv, das Moto sehr hochwertig und edel und das BQ rundlicher und weicher.
Hier kann ich keine eindeutige Aussage treffen welches Smartphone neutral gesehen das beste der drei ist. Ich würde mich allerdings vermutlich für das BQ oder vielleicht das Moto entscheiden, beide Modelle liegen etwas besser in der Hand als das Nokia.
Software
Alle drei Smartphones setzten auf das aktuelle Android 8.1. Allerdings nutzt das Nokia und BQ Android One, wäre das Moto normales Android nutzt.
Android One ist „Stock“ Android welches besonders schlank gehalten ist für eine besonders hohe Performance und schnelle Updates. Hierdurch ist das BQ Aquaris X2 und Nokia 6 2018 Softwareseitig fast identisch.
Es gibt unterschiedliche Wallpaper und die Kamera App ist anders, abseits davon ist alles 1 zu 1 identisch. Es gibt auch abseits der Standard Google und Android Apps keine 3. Anbieter Anwendungen.
Etwas anders sieht dies beim Moto G6 Plus aus. Zwar ist dieses optisch recht dicht am Standard Android, aber es gibt einige Modifikationen. Viele davon wie der Moto Assistent sind auch durchaus als nützlich zu bezeichnen.
Allerdings installiert Moto bzw. Lenovo dafür unter anderem auch diverse Microsoft Apps vor.
Hier ist es natürlich etwas Geschmackssache, lieber ein schlankes OS mit langfristigen Updates, oder ein OS mit mehr Features und Funktionen? Dies ist eine Entscheidung die ich Euch überlasse.
Was Updates angeht wird vermutlich das Nokia langfristig am besten versorgt, gefolgt vom BQ.
Display
Drei Smartphones, drei unterschiedliche Displaygrößen. Das größte Display hat das Moto G6 Plus mit 5,9 Zoll, gefolgt vom BQ Aquaris X2 mit 5,65 Zoll und dem Nokia 6 2018 mit 5,5 Zoll.
Während Moto und BQ auf Displays mit kleineren Rändern und einem 18:9 Formfaktor setzen, nutzt Nokia ein ganz klassisches 16:9 Panel mit „normal“ großen Rändern.
Dabei ist die Auflösung aller drei Smartphones mit Full HD identisch. Identisch ist auch der Display typ, alle drei setzen auf IPS Panels.
Wie stehts um die Qualität? Die Displays aller drei Smartphones sehen gut aus! Allerdings gibt es eine leichte Staffelung anhand des Preises.
Das Nokia 6 2018 sieht etwas schlechter aus als das Moto und das Moto sieht etwas schlechter aus als das BQ. Wobei der Unterschied zwischen dem Moto und BQ sehr gering ist. Das Panel des BQ scheint etwas hochwertiger zu sein, das Moto bietet aber etwas mehr Sättigung.
Mögt ihr es bunt ist sicherlich das Moto G6 Plus die erste Wahl.
Auch hat das Moto G6 Plus das hellste Display der drei. Das BQ und Nokia erreichen hier aber auch ein solides Ergebnis, wenn auch ca. 15-20% unterhalb des Moto.
Lautsprecher
Sind Euch gute Lautsprecher wichtig, gibt es nur eine richtige Wahl für Euch, das BQ Aquaris X2. Das BQ nutzt als einziges Smartphone zwei Lautsprecher, seine Ohrmuscheln und den regulären Lautsprecher.
Hierdurch kann das Bq eine recht breite Soundstage liefern, wie auch einen gefühlt etwas volleren Klang. Auch die Verstärkung der Lautsprecher ist außergewöhnlich.
Das Aquaris X2 klingt nicht nur gut, sondern ist auch verdammt laut! Zwar ist dieses nicht ganz so voll wie das ein oder andere High End Smartphone, kann aber ganz klar die Mittelklasse akustisch anführen.
Auf Platz zwei landet das Moto G6 Plus. Dieses nutzt seine Ohrmuschel als einzigen Lautsprecher. Dieser klingt sehr vernünftig und kann sich dank der zum Nutzer gerichteten Positionierung gegenüber dem Nokia durchsetzen.
Das Nokia 6 2018 zieht hier leider den Kürzeren. Der Lautsprecher dieses ist zwar nicht schlecht, aber einfach sehr durchschnittlich.
BQ Aquaris X2
Moto G6 Plus
Nokia 6 2018
Kamera
Die Kamera ist für sehr viele Nutzer der mittlerweile wichtigste Punkt bei einem Smartphone und ja die Kamera ist ein sehr großer Unterscheidungspunkt.
Alle drei Smartphones setzten auch auf ein etwas unterschiedliches Set-up.
Nokia setzt beim 6 auf eine 16 Megapixel Kamera mit einer F2.0 Blende.
Moto beim 6 Plus auf einen 12 + 5 Megapixel Sensor mit einer f1.7 Blende.
BQ beim X2 auf einen 12 + 5 Megapixel Sensor mit einer f1.8 Blende.
Leider ist weder beim Nokia noch Moto bekannt was für ein Kamerasensor zum Einsatz kommt. Beim Nokia 6 würde ich allerdings auf den Sony IMX298 tippen, anhand der letztendlichen Performance und technischen Daten. Falls meine Vermutung korrekt ist, ist der Sensor 1/2.8″ groß und besitzt 1.12 μm Pixel.
Lediglich beim BQ können wir uns sicher sein was zum Einsatz kommt. BQ geht mit diesen Informationen erfreulich offen um. Es ist der Samsung S5K2L8 Sensor. Beim S5K2L8 handelt es sich ebenfalls um einen 1/2.8″ großen Sensor, dessen Pixel allerdings dank etwas niedrigerer Auflösung 1.29 μm groß sind.
Ohne hier zu weit ausholen zu wollen, aber Samsung Kamerasensoren sind oftmals so eine Sache. Auf dem Papier sehr gut, in der Praxis aber oftmals etwas schwieriger, dies zeigt sich auch hier.
Starten wir mit schön Wetter Fotos. Hier gibt sich keins der drei Modellen die Blöße, was auch keine große Überraschung ist.
Allerdings gibt es durchaus einige stilistische Unterschiede. Das Nokia 6 produziert sehr natürlich und neutrale Bilder, das Moto G6 Plus hingegen produziert sehr bunte und leuchtende Aufnahmen.
Ich will hier gar nicht urteilen was von beidem besser ist, dies ist letztendlich Geschmackssache. Allerdings neigt das Moto teils etwas zum Übertreiben, gerade bei Rottönen. Hier können Details in der Sättigung schnell untergehen.
Dies passiert weder beim Nokia noch beim BQ. Das BQ setzt sich allerdings was die Sättigung betrifft zwischen das Nokia und das BQ.
Was Schärfe und Detailwiedergabe betrifft, gibt es zwischen den drei keine großen Unterschiede. Mal ist das eine besser, mal das andere.
Bei genug Licht ist allerdings das Nokia 6 2018 den beiden anderen leicht überlegen, vermutlich aufgrund der zusätzlichen Auflösung.
Bei der Dynamik der Aufnahmen hängt es etwas davon ab wie die diversen HDR Modi auslösen. Ohne HDR hat das Nokia und Moto die leicht stärkere Dynamik, allerdings ist BQs HDR Algorithmus der beste der drei.
Allgemein ist die Software des BQ weitestgehend die beste. Selbst mit aktivem HDR verwackeln Fotos nur sehr selten und stilistisch gefallen mir diese auch sehr gut. Auch verfügt das BQ über HDR+, welches nochmals eine deutliche Verbesserung mitbringen kann.
Nokias HDR ist hier zurückhaltender. AutoHDR aktiviert sich zum einen nur recht selten, zum anderen ist der Unterschied zwischen HDR und nicht HDR auch nur recht gering.
Wo es deutlichere Unterschied gibt ist im Low Light. Hier ist das Nokia 6 2018 ganz klar das Schwächste der drei. Dieses schlägt sich zwar auch sehr wacker, aber spätestens im Ultra Low Light tritt ein starkes Rauschen und Artefaktbildung auf.
BQ Aquaris X2Nokia 6Moto G6 Plus
Dies macht sowohl das Moto G6 Plus wie auch das BQ Aquaris X2 besser. Zwar müsste man aufgrund der lichtstärkeren Linse erwarten, dass das Moto sich noch etwas besser schlägt als das BQ, dem ist aber nicht der Fall.
Das BQ ist im Low Light und Ultra Low Light ein gutes Stück schärfer und rauschärmer als das Moto. Auch die Qualität des Rauschens ist deutlich angenehmer und gleichmäßiger.
Also ein Sieg für die Kamera des BQ Aquaris X2? Jein. Grundsätzlich würde ich die Kamera als die stärkste einstufen, allerdings kämpft das X2 teils mit dem Weißabgleich.
Manche Fotos sind recht warm (gerade in der Sonne) und manche sehr kalt. Gerade Letzteres kann etwas stören. BQ versucht dies wohl über ein Software Update zu fixen.
Aktuell schwankt daher die Qualität des X2 teils etwas, das Moto G6 Plus ist hier etwas konstanter. Allerdings in 85% der Fällen gefällt mir das BQ Aquaris X2 besser als das Moto G6 Plus.
Daher würde ich das BQ Aquaris X2 zum Kamerasieger erklären.
BQ Aquaris X2
Moto G6 Plus
Nokia 6 2018
Leistung und Performance
Das Moto G6 Plus und das Nokia 6 2018 setzten auf den Qualcomm Snapdragon 630, währen das BQ Aquaris X2 auf den Qualcomm Snapdragon 636 setzt.
Auf den ersten Blick kein großer Unterschied. Der Qualcomm Snapdragon 636 wird doch wie meist eh nur ein etwas höher getakteter 630 sein?!
Die Antwort ist hier allerdings nein, der Snapdragon 630 und 636 sind zwei völlig unterschiedliche Chips! Der kleiner Snapdragon 630 setzt auf die Standard Cortex-A53 Architektur, der größere Snapdragon 636 hingegen auf die Qualcomm eigene Kryo 260 Architektur.
Diese soll laut Qualcomm bis zu 30% schneller sein. 30% ist zwar nicht extrem viel, aber durchaus ein gutes Stück, sofern wahr.
Beim Arbeitsspeicher führt allerdings das Moto G6 Plus mit 4GB, während das Nokia und BQ nur 3GB haben.
Wollen wir uns doch einmal ein paar Benchmarks ansehen um besser einschätzen zu können wie schnell die drei Smartphones wirklich sind.
Die Benchmarks spiegeln weitestgehend die zu erwartende Leistung wieder. Das BQ Aquaris X2 bietet mit 116585 Punkten im Antutu Benchmark rund 31% Mehrleistung, verglichen mit dem Nokia und Moto. Dies wird auch von anderen Benchmarks wie Geekbench usw. bestätigt.
Interessant ist allerdings, dass alle Benchmarks das Nokia 6 2018 leicht vor dem Moto G6 Plus sehen. Mit leicht meine ich wirklich leicht, der Unterschied beläuft sich je nach Benchmark auf 1-2%. Hier zeigt sich das vermutlich doch ein gutes Stück leichtere Android One, auf welches ich diese Performance Unterschiede schieben will.
In der Praxis würde ich allerdings das Moto G6 Plus vor dem Nokia 6 2018 sehen. Normale Apps wie WhatsApp, Twitter, der Webbrowser usw. laufen auf allen Smartphones sehr gut und flüssig.
Auch die Benutzeroberfläche läuft sehr ähnlich gut auf den drei Geräten. Ein wirklicher Unterschied ist hier kaum auszumachen.
Wo man einen Unterschied merkt, ist bei größeren Apps, primär Spielen. Gerade die Ladezeiten sind auf dem Aquaris X2 doch ein gutes Stück geringer. Ob nun Spiele wie PUBG oder auch produktiv Apps wie Outbank, alles lädt auf dem BQ etwas schneller.
Entgegen der Benchmarks ist das Moto G6 Plus hier in der Praxis konstant einen Bruchteil schneller als das Nokia. Allerdings ist dies im Falle des Moto und Nokia kein Unterschied an dem ich eine Kaufentscheidung festmachen wollen würde.
Alle drei Smartphones sind von der Leistung gut alltagstauglich, sollten Euch aber größere Spiele oder besonders kurze Ladezeiten sehr wichtig sein, ist das BQ zu bevorzugen.
Was das LTE Modem und WLAN angeht, gibt es zwischen den drei keine Unterschiede. Alle drei Smartphones nutzten das X12 LTE Modem von Qualcomm und unterstützen den WLAN ac Standard (inklusive 5GHz Band). Auch verfügen alle drei Modelle bereits über Bluetooth 5.0, nett!
Akkulaufzeit
Kommen wir zu einem wichtigen Punkt den man oft übersieht, die Akkulaufzeit. Auf dem Papier sind hier alle drei Testgeräte recht ähnlich. Den größten Akku hat das Moto G6 Plus mit 3200mAh, den kleinsten Akku das Nokia 6 2018 mit 3000mAh und das BQ Aquaris X2 liegt mit 3100mAh in der Mitte.
Der Unterschied zwischen 3000mAh und 3200mAh ist in der Praxis absolut zu vernachlässigen, wir sprechen hier über gerade einmal rund 7% Unterschied.
Im Gegenzug hat aber das Moto G6 Plus auch das größte Display, das BQ das zweit größte und das Nokia das kleinste.
Aber wie steht es um die Akkulaufzeit? In meinem üblichen Praxis-Test erreichten alle drei Smartphones fast das gleiche Ergebnis. Bei einer bunten Mischung aus Webbrowsen, sozialen Medien, leichtem Gaming erreichten alle drei um die 7-7,5 Stunden.
Im PC Markt Work 2.0 Akku Benchmark kann sich allerdings das Moto G6 Plus leicht vor dem BQ Aquaris X2 durchsetzen.
Moto G6 Plus 3200mAh
BQ Aquaris X2 3100mAh
Nokia 6 3000mAh
Fazit
Die Smartphone Mittelklasse ist besser denn je! Alle drei Smartphones in diesem Vergleich können voll überzeugen, weshalb es mir sehr schwerfällt einen Sieger und Verlierer zu küren.
Wenn es einen Sieger gibt, dann das BQ Aquaris X2! Dieses kann an sich in fast allen Kategorien das Moto G6 Plus und Nokia 6 2018 hinter sich lassen, ob nun bei der Kamera, der Leistung, den Lautsprechern usw.
Bei der Haptik ist es natürlich Geschmackssache ob Ihr das Aluminium des Nokia, das Glas des Moto oder den Aluminium/Kunststoff Mix des BQ bevorzugt. Rein vom Handgefühl gefiel mir das BQ allerdings glatt am besten.
Also einfach das Aquaris X2 kaufen? Falls Ihr aktuell 320€ investieren wollt, ja! Die Preis/Leistung stimmt absolut, allerdings gilt das auch für die beiden anderen Smartphones.
Legt Ihr besonderen Wert auf die Optik und hochwertige Glas Haptik ist das Moto G6 Plus für 299€ auch eine gute Wahl. Dieses ist dicht am BQ dran und muss sich lediglich bei der reinen Leistungsfähigkeit etwas deutlicher geschlagen geben (ca. 30% langsamer, was in der Praxis aber nur bedingt auffällt). Allerdings würde ich vermutlich die 30€ mehr fürs BQ zahlen, wenn ich ehrlich bin.
Das Nokia 6 2018 hat einen komplett anderen Charm. Sucht Ihr einen soliden Allrounder ist dieses vielleicht sogar die beste Wahl. Das Nokia 6 2018 ist recht kantig, schwer und massiv. Kann aber dennoch mit einer guten Leistung und Kamera überzeugen.
Zwar kann es nicht ganz mit dem BQ oder Moto mithalten, kostet dafür aber auch „nur“ 250€. Kurzum, alle drei Smartphones haben ihre Daseinsberechtigung. Das Moto G6 Plus wird zwar ein wenig „outclassed“ vom BQ ist aber ein ebenfalls hervorragendes Smartphone!
Wenn man Technik begeisterte Nutzer nach sogenannten „Flaggschiff Killer“ Smartphones fragt, werden sicher so Antworten kommen wie OnePlus 6 oder Xiaomi MI8.
Allerdings gibt es durchaus noch einige andere Smartphones welche diesen Titel verdienen. Eins davon ist das ASUS Zenfone 5Z. Dieses besitzt alles was ein absolutes High End Smartphone im Jahr 2018 benötigt, vollflächiges Display, Snapdragon 845, Dual-Kamera mit großem und lichtstarkem Sensor, Glas Gehäuse usw.
Wo aber das OnePlus 6 mittlerweile um die 600€ kostet ist das ASUS Zenfone 5Z für unter 500€ regulär im Handel erhältlich!
Damit ist das ASUS Zenfone 5Z eins der günstigsten Smartphones mit dem Snapdragon 845 und 6GB RAM.
Allerdings kann das doch nicht sein, so ein gutes Smartphone für so wenig Geld, irgendwo muss ASUS doch gespart haben?! Finden wir dies im Test doch gemeinsam heraus!
Ist das ASUS Zenfone 5Z die bessere und günstigere Alternative zum OnePlus 6?
Ich denke man kann durchaus sagen, dass ASUS sich beim Zenfone 5Z etwas Inspiration beim iPhone X geholt hat, was aber nichts Schlechtes ist!
Die Front des Zenfone wird von einem großen 6,2 Zoll Display belegt. ASUS setzt beim Zenfone 5Z auf das mittlerweile bekannte Notch Design. Das bedeutet das Display besitzt am oberen Rand einen Ausschnitt für die Kamera und Ohrmuschel.
Man kann sicherlich über dieses Design streiten, aber wer einmal ein Smartphone mit Notch genutzt hat, wird wissen, dass man diese sehr schnell vergisst.
Zudem erlaubt es die Notch das Display nochmals ein Stück größer und vollflächiger zu gestallten. Gerade an den Seiten und oben verfügt das Zenfone 5Z über fast keinen Rahmen, lediglich am unteren Rand findet sich etwas davon.
Eingefasst wird das Smartphone von einem recht massiven Aluminium Rahmen, welcher leicht nach außen abgerundet ist. Dieser Rahmen ist im Gegensatz zum iPhone X und Samsung Galaxy S8 matt und nicht auf Hochglanz poliert.
Leider sehen wir bei dem Rahmen zwei Punkte welche vielleicht auf den günstigen Preis zurückzuführen sind. Der Übergang zwischen Displayglas und Rahmen ist nicht ganz glatt. Man spürt hier eine kleine Kante, nicht tragisch aber so etwas gibt’s bei einem S8/S9 bzw. iPhone X nicht.
Auch ist der Kleber, der das Displayglas hält, bei meinem Zenfone 5Z an einer Stelle nicht ganz sauber aufgetragen, wodurch dieser etwas hervorgetreten ist. Ich nehme an, dass dies ein kleinerer Fehler ist, der nicht bei allen Zenfones auftritt. Auch kann man den Kleber mit dem Fingernagel wegkratzen.
Abseits davon gibt es aber an der Haptik und Optik nicht viel zu beklagen. Das ASUS Zenfone 5Z fühlt sich massiv und hochwertig an. Dank der kleinen Displayrahmen ist das Smartphone auch noch sehr handlich für das große Display.
Gehen wir einmal um das Zenfone 5Z herum. Auf der Front finden wir das angesprochene 6,2 Zoll Display, wie auch die Ohrmuschel und eine 8 Megapixel Frontkamera.
Die Anschlüsse sind gemeinsam mit dem Lautsprecher auf der Unterseite angebracht. Hier findet sich natürlich ein USB C Port wie aber auch ein 3,5mm Kopfhöreranschluss. Daumen hoch dafür!
Der Einschalter und die Lautstärkewippe sind auf der gewohnten Position am rechten Rand. Die Tasten besitzen einen guten Druckpunkt.
Auf der Rückseite ist neben dem ASUS Logo ein Fingerabdruckscanner, wie auch die Dual Hauptkamera und der Dual-LED Blitz zu finden.
Software
Bei der Software merkt man, dass ASUS ein asiatischer Hersteller ist. ASUS setzt beim Zenfone 5Z auf seine eigene ZenUI, welche durchaus eine größere Veränderung, verglichen mit dem Standard Android, ist.
Natürlich basiert die ZenUI auf Android 8.0. Ja 8.0 und nicht 8.1, ASUS hinkt leider mit einem Update hinterher.
Grundsätzlich ist aber die ZenUI ordentlich. Im Vergleich zu älteren ZenUI Versionen wurde die hier genutzte Version deutlich verschlankt. Ihr erhaltet einen funktionalen „Standard“ Launcher mit einer App Übersicht und der Google Now Ansicht.
Bei der Benachrichtigungszentrale und auch in den Einstellungen wurden beispielsweise die Icons ausgetauscht verglichen mit dem typischen Android. Auch gibt es einige kleine Bonus Funktionalitäten, welche im Standard Android nicht zu finden wären.
Bei dem Benachrichtigungssystem gibt es allerdings aufgrund der Notch eine Besonderheit. Es wird in der oberen Leiste nur zwei App Icons angezeigt, wie auch WLAN/Netzwerk Status, Uhrzeit, Akkustand usw. Gibt es mehr Benachrichtigungen werden diese ausgeblendet.
Immerhin hält sich ASUS mit 3. Anbieter Apps zurück. Neben Facebook sind lediglich einige ASUS Apps wie auch die Standard Android/Google Apps zu finden.
Von den 64GB des Zenfone sind von Haus aus noch rund 50GB frei.
Display
ASUS setzt beim Zenfone 5Z auf ein 6,2 Zoll IPS+ Display welches mit 2246 x 1080 Pixeln auflöst. Eine sehr krumme Auflösung welche auf das 19:9 Format zu schieben ist.
2246 x 1080 entspricht einer Full HD Auflösung bei 16:9, was etwas niedriger ist als bei vielen absoluten High End Geräten, welche meist eine 2K Auflösung besitzen.
Sieht man hier einen Unterschied in der Schärfe? Nicht wirklich, ohne direkten Vergleich ist mir hier nichts aufgefallen und selbst mit einem direkten Vergleich zu einem Samsung Galaxy S9 liegt der Unterschied zugunsten des S9 weniger an der Schärfe, sondern generell am Bild.
Nein das Display des Zenfone 5Z ist nicht schlecht, ganz im Gegenteil, aber dieses kann auch nicht ganz mit den Displays eines iPhone X oder S9 mithalten. AMOLED ist halt in der Regel IPS Panels überlegen.
Allerdings ist das IPS Panel des Zenfone 5Z extrem gut, für ein IPS Panel! Das Schwarz ist wirklich sehr schön tief, Farben sind kräftig, aber auch nicht übersättigt, und die Helligkeit ist ordentlich.
Generell ein sehr ansehnliches Display, welches sich nicht hinter den Großen verstecken muss, auch wenn man hier nicht ganz auf absolutem High End Level ist.
Sound
Bei den Lautsprechern hat ASUS sehr viel richtig gemacht! Das Wichtigste ist, dass ASUS die Ohrmuschel als zweiten Lautsprecher nutzt. Dies verleiht dem Zenfone 5Z eine signifikant breitere Soundstage. Ich hoffe dieser Trend setzt sich wirklich bei allen Smartphones durch, der Unterschied ist schon gigantisch.
Im Gegensatz zu vielen anderen Smartphones ist hierbei die Ohrmuschel aber gleichwertig mit dem Hauptlautsprecher. Beide klingen also fast identisch. Dies ist besonders beeindruckend da beide Lautsprecher für ein Smartphone ein sehr ordentliches Volumen und fast schon so etwas wie Bass liefern.
Dies fällt auch im Vergleich mit dem iPhone X auf. Im direkten Vergleich ist das iPhone X etwas klarer und vielleicht auch etwas detaillierter, das ASUS aber mit einem Stück mehr Tiefgang und Lautstärke.
Kurzum die Lautsprecher des Zenfone 5Z sind klasse! Diese gehen qualitativ fast schon eher Richtung Ultrabook.
Auch der Kopfhörerausgang macht einen super Job! Selbst mit hochwertigeren Ohrhörern wie den IE80 von Sennheiser kann das Zenfone einen super Klang liefern. Zwar ist ein LG V30 hier immer noch etwas besser, aber trotzdem ist der Kopfhöreranschluss überdurchschnittlich.
Kamera
Bei jedem Smartphone ist natürlich die Kamera einer der wichtigsten und auch interessantesten Punkte. Dies gilt gerade für Modelle von kleineren Herstellern, welche meist hier Probleme haben.
ASUS allerdings bewirbt die Kamera des Zenfone 5Z sehr intensiv. Auf dem Papier haben diese dazu auch jedes Recht. ASUS setzt auf eine 12 Megapixel Hauptkamera mit einer Blende von f1.8. Allerdings handelt es sich bei dieser Hauptkamera um den Sony IMX363 Sensor. Der IMX363 ist mit 1/2.55″ und 1.40 μm Pixeln ein sehr großer Kamerasensor, welche mit Google Pixel und Co. auf einem Level ist.
Hinzu kommt eine 8 Megapixel Weitwinkel Kamera! Danke ASUS! Endlich ein großer Hersteller neben LG der erkannt hat, dass eine Weitwinkelkamera 100x besser ist als ein 2x Zoom.
Leider ist die Weitwinkel Kamera auf dem Papier doch ein gutes Stück schlechter als die Hauptkamera. Dennoch ist Weitwinkel cool.
ASUS arbeitet auch mit einer „KI“. Ich bin kein Fan von „KI“ bei einer Smartphone Kamera, weder bei Huawei noch bei LG war das Ganze wirklich überzeugend.
Die KI im Zenfone 5Z kann zwischen 16 Situationen und Objekt-Gruppen unterscheiden und dementsprechend die Aufnahme anpassen. Wird beispielsweise Essen erkannt, wird die Sättigung etwa hochgedreht.
Teils sieht dies wirklich besser aus, aber teils wirken die Aufnahmen auch etwas inkonstant. Allerdings scheint die „KI“ beim Zenfone 5Z nicht ganz so aggressiv zu sein wie bei anderen Modellen.
Kommen wir zu den Testbildern. Diese sind wie üblich nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen. Beim Anklicken der Aufnahmen wird die volle Qualität geladen! Mobile Nutzer aufgepasst!
Das Zenfone 5Z produziert andere Bilder als ich dies erwartet hätte. Aufnahmen bei Sonnenschein oder Tageslicht können mit einer sehr guten Dynamik, natürlichen Farben und einem generell sehr ansehnlichen Bildstyle punkten. Auch Belichtung und Weißabgleich sind perfekt!
Ich hätte im Vorhinein fest damit gerechnet, dass ASUS auf einen etwas „bunteren“ Bildstyle geht. Aber das Zenfone 5Z setzt sich zwischen das Google Pixel (neutral/natürlich) und das Samsung Galaxy S9 (sehr bunt und leuchtstark) was die Farbsättigung angeht.
Dabei neigt das Zenfone 5Z zu recht hellen und gut ausgeleuchteten Aufnahmen, was auch zur starken Dynamik passt.
[spoiler title=’Vergleichsbilder ASUS Zenfone 5z, Google Pixel 2 XL, Samsung Galaxy S9+, LG G7′ style=’default‘ collapse_link=’true‘]
Die Bildschärfe ist auf einem generell guten Level, wenn auch etwas unter dem iPhone X und Google Pixel 2. Hier ist das 5Z eher auf dem Level des Samsung Galaxy S9.
Wenn ich etwas kritisieren müsste dann vielleicht, dass der Kontrast etwas höher sein könnte. Aufgrund der hohen Ausleuchtung und Dynamik wirken Bilder oftmals etwas flach, ähnliche wie beim Samsung Galaxy S9. Gerade das iPhone X produziert deutlich kontrastreichere Aufnahmen.
Aber wie Ihr vielleicht merkt, vergleiche ich das Zenfone 5Z mit den absoluten Top Smartphones und dieses kann hier problemlos mithalten!
Dies gilt sogar für das „Low Light“. Hier ist die Performance des Zenfone 5Z ebenfalls sehr stark, mit einer guten Schärfe und Rauschverhalten. Hier würde ich das Zenfone 5Z +- 10% auf das Level des Google Pixel 2 packen.
Hier hilft auch der optische Bildstabilisator, welcher auch für gute und ruhige Videoaufnahmen in 4K sorgt.
Hier und da gibt es allerdings Bilder/Momente wo man merkt, dass zwar die Hardware auf Flaggschiff Level ist, aber das Postprocessing bzw. die Software von ASUS nicht ganz mit den eigenen Entwicklungen von Apple, Google und Co. mithalten kann.
ASUS Zenfone 5zGoogle Pixel 2 XL, die Dynamik und Post Processing des Pixel ist unübertroffen
Dafür hat das Zenfone 5Z aber noch ein paar Asse im Ärmel, wie die „Super Resolution“. Hierbei nimmt das Zenfone 5Z mehrere Bilder nacheinander auf und rechnet diese zu einem 49 Megapixel Bild zusammen.
Erwartet davon keine Wunder, das letztendliche Bild wird etwas schärfer und „klarer“, aber der Unterschied ist nicht gigantisch. Solltet Ihr im Urlaub sein und findet eine tolle Szene welche Ihr auf ein Poster drucken wollt, kann Super Resolution durchaus nett sein.
Ebenfalls sehr nett ist die Weitwinkel Kamera! Ich kann nicht genug betonen wie toll Weitwinkel Fotografie ist! Dies gilt auch für das ASUS Zenfone 5Z! Die Weitwinkel Kamera hat eine Brennweite von 12mm (Hauptkamera hat 35mm), ist also durchaus ein gutes Stück breiter.
Normale PerspektiveWeitwinkel
Die Bildqualität ist allerdings doch ein gutes Stück schlechter als bei der Hauptkamera. Dies liegt natürlich an der geringeren Auflösung, aber auch an der generell niedrigeren Schärfe usw.
Allerdings zum Versenden der Aufnahmen via WhatsApp und Facebook ist die Qualität mehr als ausreichend! Ihr wollt die Bilder nur nicht groß ausdrucken.
Performance und Benchmarks
ASUS setzt beim Zenfone 5Z auch die typische Top-Level Hardware, also den Snapdragon 845 wie auch 6GB oder 8GB RAM. Ich habe mir die Version mit 6GB RAM gekauft.
Zum Snapdragon 845 muss ich nichts groß sagen. Der 845 ist der beste SoC den Qualcomm im Jahr 2018 im Sortiment hat und somit auch einer der generell stärksten Chips auf dem Markt.
Mehr Power hätte ASUS also erst einmal in das Zenfone 5Z nicht stecken können. Zeigt sich dies auch in Benchmarks?
Das ASUS Zenfone 5Z ist eins und sogar in den meisten Benchmarks das schnellste Smartphone das ich bisher in den Händen halten durfte!
Dabei ist besonders der Vergleich mit dem Sony Xperia XZ2 interessant. Das Sony Xperia XZ2 verfügt ebenfalls über den Snapdragon 845, ist aber in allen Benchmarks konstant ein Stück langsamer.
Kein großer Unterschied, außer im PC Mark Work 2.0 Benchmark, aber dennoch auffällig. Woran kann dies liegen? Hier sehe ich drei mögliche Punkte, 6GB vs. 4GB RAM (dies spielt aber in Benchmarks eigentlich keine große Rolle), Software Optimierungen und/oder eine bessere Kühllösung.
Wie auch immer, das Zenfone 5Z ist in der Theorie ein sehr flottes Smartphone!
In der Praxis
Aber natürlich sind Benchmarks das eine, wie siehts in der Praxis aus? Wie zu erwarten sehr gut! Das Zenfone 5Z läuft in allen Lebenslagen sehr schön flüssig und schnell.
Gerade bei App Start Zeiten fällt die hohe Leistungsfähigkeit doch stark auf. Kein anderes Smartphone, das ich bisher hatte, fühlte sich so reaktionsfreudig an.
Allerdings hatte ich über die letzten Wochen doch ein paar kleinere Hänger bei ASUSs ZenUI! Nach dem Wechsel auf den Nova Launcher lief allerdings alles zu 100% perfekt! Hier wäre also vielleicht noch ein Software Update von Nöten um den ZenUI Launcher zu perfektionieren.
Aber selbst wenn Ihr nicht auf den Nova Launcher wechselt, ist die Performance der ZenUI kein großer Kritikpunkt. Das Zenfone 5Z läuft halt ansonsten so perfekt das 1-2 kleine Hänger für eine Sekunde pro Tag auffallen.
Auch Spiele laufen hervorragend auf dem ASUS Zenfone 5Z! Mehr Leistung kann man aktuell nicht erwarten.
Selbiges gilt natürlich für die verbauten Funkmodule. LTE unterstützt das Zenfone 5Z mit bis zu 1,2Gbit! Auch WLAN wird mit einem beeindruckenden Tempo von 867Mbit/s unterstützt.
Allerdings muss man natürlich dazu sagen, dass selbiges für alle Smartphones mit Snapdragon 845 gilt.
Was mich viel mehr überrascht hat ist die Gesichtserkennung. Neben dem Fingerabdruckscanner könnt Ihr das Zenfone auch über eine Gesichtserkennung entsperren. Dies funktioniert erstaunlich schnell und zuverlässig. Im Gegensatz zum iPhone X ist diese Gesichtserkennung allerdings weniger sicher, da diese nicht über gesonderte Sensoren sondern einfach über die Frontkamera gemacht wird.
Dennoch Daumen hoch für die Gesichtserkennung! Diese funktioniert besser als bei einem S9!
Akku
Das Zenfone 5Z verfügt über einen 3300mAh starken Akku. 3300mAh ist für ein Smartphone mit 6,2 Zoll Display nicht übermäßig viel. Aber wie üblich gilt das die Kapazität des Akkus gar nicht so wichtig ist.
Viel wichtiger ist der Stromverbrauch und die diversen Akku Optimierungen. Hat ASUS hier einen guten Job gemacht? Ja, in meinem Standard Akku-Test, eine bunte Mischung aus Webbrowsen, leichtem Gaming, sozialen Netzwerken usw. hielt das Zenfone 5Z rund 6 Stunden durch.
Dies ist okay, aber auch kein absolut überragender Wert. Intensive Nutzer werden mit dem Zenfone 5Z knapp durch den Tag kommen. Normale Nutzer werden ca. 1,5-2 Tage schaffen.
Damit ist das ASUS Zenfone kein „Roadwarrior“ aber auch nicht schlecht was den Akku angeht.
Sehr interessant ist die „KI“ bzw. die Software feature bezüglich des Akkus. Zum einen könnt Ihr die Performance des Smartphones drosseln um mehr Akkulaufzeit zu erhalten, zum anderen könnt Ihr das Aufladen optimieren.
Wie Ihr vielleicht wisst, ist es nicht gut für den Akku auf 100% geladen zu bleiben. Ihr könnt dies beim Zenfone einstellen. Stellt Ihr einen nächtlichen Zeitraum von beispielsweise 22-8 Uhr ein, timt das Smartphone das Aufladen so, dass dieses um 8 Uhr morgens pünktlich voll ist und nicht bereits nach einer Stunde auf 100% hängt.
Alternativ gibt es auch einen KI Modus in welchen das Smartphone automatisch versucht zu erkennen, wann Ihr ins Bett geht und wann Ihr aufsteht. Ob dies nun viel zusätzliche Lebensdauer für den Akku bringt, will ich mal dahin gestellt lassen, aber schaden tut das Ganze auf keinen Fall!
Das Schnellladen des ASUS Zenfone 5Z funktioniert entweder via Quick Charge 2.0/3.0 oder dem USB Power Delivery Standard. Bei beiden werden rund 14W Leistung erreicht.
Fazit
Das ASUS Zenfone 5Z ist das Preis/leistungsstärkste Smartphone in der Flaggschiff-Klasse! Es ist beeindruckend, was ASUS hier auf die Beine gestellt hat.
Beginnen wir beim sicherlich wichtigsten Feature, dem Snapdragon 845 und den 6/8GB RAM. Der Snapdragon 845 im Zenfone 5Z sorgt für eine absolute High End Leistung und Geschwindigkeit, welche sogar noch etwas über Smartphones wie dem Sony Xperia XZ2 liegen.
Apps und auch aufwendigere Spiele starten blitzschnell und laufen absolut tadellos!
Sehr gut ist auch die Haptik und Optik gelungen. Das Zenfone 5Z ist ein sehr hochwertiges und edles Smartphone, auch wenn das Design jetzt nichts völlig Neues ist.
Zwar setzt ASUS beim Zenfone „nur“ auf ein IPS Display, aber dieses sieht immerhin hervorragend aus und hilft sicherlich auch etwas den Preis niedrig zu halten. Wo ASUS sicherlich nicht gespart hat war bei den Lautsprechern! Diese sind mit die besten die ich bisher in einem Smartphone gehört habe und können problemlos gegen die im iPhone X oder Samsung Galaxy S9 ankommen.
Wie steht es um die Kamera? Überraschend gut! ASUS nutzt beim Zenfone 5Z einen der besten Kamera Sensoren den man bekommen kann, dementsprechend sehen die Bilder auch gut bis sehr gut aus. Besser als bei einem Pixel 2 oder iPhone X? Jein. Ja es gibt kleinere Unterschiede, aber die lassen sich oft nicht eindeutig als positiv oder negativ abstempeln. Stark ist die Dynamik, der generelle Bildstyle und die Zuverlässigkeit der Kamera. Ich hatte nur extrem wenige schlechte Fotos mit dem Zenfone 5Z!
Selbst im Low Light schlägt dieses sich wie es sich für ein High End Smartphone gehört! Hier kann dieses sogar oftmals ein Google Pixel 2 XL oder iPhone X leicht schlagen. Ich will zwar nicht so weit gehen und die Kamera als besser als die eines iPhone X, Google Pixel 2 Xl oder S9 einzustufen, aber das ASUS Zenfone 5Z ist ganz dicht an der absoluten Spitzenklasse!
Dies passt letztendlich auch gut zum Fazit. Das Zenfone 5Z kommt zu 98% an alle 700€+ High End Smartphones heran, kostet dabei aber nur 480€. Sicherlich gibt es auch ein paar Schwächen, aber im Großen und Ganzen ist das Zenfone 5Z ein herausragendes Smartphone, welches sich nicht nur über den günstigen Preis definiert. In diesem Punkt ist das Zenfone 5Z ähnlich wie das OnePlus 6, nur, dass das Zenfone 5Z nochmals eine etwas bessere Preis/Leistung mitbringt.
Habt Ihr also ein mittleres Budget, wollt dafür aber ein großes Smartphone? Dann ist das ASUS Zenfone 5Z die aktuell beste Wahl!