Die Xtorm AL480 Powerbank Brick 21000 ist eine besondere Powerbank, was ich in diesem Fall absolut positiv meine.
Während die meisten Powerbanks vielleicht ein oder zwei USB Ausgänge und mit Glück Quick Charge oder USB Power Delivery haben, bietet die Xtorm AL480 Powerbank eine Steckdose.
Ja diese Powerbank besitzt eine normale AC Steckdose, an welche Ihr jedes beliebige Gerät Anschließen könnt. Ihr habt eine Kamera welche sich nur über ein Spezialnetzteil laden lässt oder eine kleine Kühlbox fürs Camping? Kein Problem mit dieser Powerbank, zumindest in der Theorie.
Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert hier die Xtorm AL480 Powerbank Brick 21000 genauso gut wie versprochen? Dies gilt es in einem kleinen Test herauszufinden!
Neugierig?
An dieser Stelle vielen Dank an Xtorm für das Zurverfügungstellen der Powerbank für diesen Test.
Der Beiname „Brick“ ist eine sehr passende Beschreibung für die Powerbank. Aufgrund der Steckdose und der somit deutlich höheren internen Leistungsfähigkeit ist die Xtorm AL480 für die Kapazität von 21000mAh groß. Anders kann man dies nicht sagen.
Normale Powerbanks mit 21000mAh sind ½ oder sogar nur 1/3 so groß wie die Xtorm. Aber wie gesagt handelt es sich bei der AL480 um ein spezielles Modell, von daher ist dies als normal einzustufen. Andere Powerbanks mit Steckdose sind nicht kleiner.
Beim Gehäuse setzt Xtorm auf einen „rugged“ Look. Die Powerbank strahlt einen gewissen Outdoor Flair aus und bettelt regelrecht darum mit zum Campen genommen zu werden.
Allerdings täuscht hier die Optik vielleicht ein wenig, denn das Gehäuse ist komplett aus einem einfachen Kunststoff gefertigt.
Dieser ist mehr als ausreichend massiv, aber ein Sturz auf einen Steinboden wäre vermutlich fatal. Wenn Ihr die Powerbank also mit zum Campen nehmt, passt etwas auf diese auf, auch da es keinen Wasserschutz gibt.
Die Steckdose auf der Oberseite ist zwar mit einer kleinen Gummi Klappe geschützt, aber dies ist kein Schutz gegen Wasser, sondern ein Schutz für Euch.
Die Powerbank produziert 220V AC, damit ist dieser Anschluss potenziell genauso gefährlich wie eine richtige Steckdose. Natürlich gibt es hier auch Schutzvorkehrungen, sofern Ihr also halbwegs vernünftig mit der Powerbank umgeht, ist dies kein Problem! Das Ganze wurde sogar vom TÜV überprüft.
Handelt es sich hier wirklich um eine völlig normale Steckdose? Ja! Diese bietet 220V und 50Hz. Unsere Steckdosen in Deutschland haben zwar theoretisch 230V, aber dieser kleine Unterschied ist völlig egal.
Natürlich gibt es hier eine Limitierung. Die Xtorm AL480 kann maximal 80W liefern. Bei mehr schaltet sich die Powerbank aus. 80W ist genug um irgendwelche Kameras oder kleinere Notebooks zu laden.
Auch für eine kleine Kühlbox oder Ähnliches reicht dies in der Regel aus. Einen Grill oder Ähnliches werdet Ihr mit der Xtorm AL480 nicht betreiben.
Diese 80W alleine benötigen intern schon deutlich hochwertigere Komponenten und eine aktive Kühlung! Ja die Xtorm AL480 verfügt über einen kleinen Lüfter.
Ist diese Steckdose eingeschaltet erzeugt die Powerbank konstant für ein leises Surren. Schade, dass es hier keine Lüftersteuerung anhand der letztendlichen Temperatur gibt, aber ein Weltuntergang ist das Ganze auch nicht.
Der Lüfter ist auch nur aktiv, wenn Ihr die Steckdose nutzt! Wollt Ihr lediglich Euer Smartphone über einen der USB Ports laden ist die Powerbank leise.
Die Xtorm AL480 verfügt über drei USB Ports. Einen „normalen“ 5V 2,4A Port, einen Quick Charge 3.0 Port und einen USB C Port.
Der USB C Port ist dabei sowohl Eingang wie auch Ausgang! Hier kann dieser jeweils 5V 3A aufnehmen bzw. liefern.
Dies ist eine sehr interessante Sache. Ich habe schon Powerbanks mit Steckdose gesehen und diese hatten allesamt ein proprietäres Netzteil, ließen sich also nicht via USB aufladen.
Wie so oft hat dies Vor- und Nachteile. Beginnen wir mit dem Nachteil, das Ladetempo. Dieses liegt bei der Xtorm AL480 bei bestenfalls 15W, nicht langsam aber auch nicht übermäßig schnell. Theoretisch würde diese Powerbank also rund 6 Stunden für eine vollständige Ladung benötigen. Das können andere Modelle besser.
Allerdings müsst Ihr Euch keine Sorgen machen das Original Netzteil zu verlieren, Ihr könnt jedes USB Netzteil verwenden, und Ihr könnt die Powerbank auch unterwegs komfortabel laden.
Beispielsweise an einem USB KFZ Ladegerät oder einem USB Solarpanel. Dies ist, wie ich finde deutlich, praktischer als immer ein Steckernetzteil nutzen zu müssen.
Neben den USB Ports verfügt die Powerbank auf Ihrer Front auch über ein kleines Display, welches den aktuellen Ladestand in % angibt.
Messwerte
Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Xtorm gibt diese bei der AL480 mit 20800mAh @3,7V an. Messen konnte ich bei meinem üblichen Test 17427mAh bzw. 64,48Wh.
Wichtig dieser Wert gilt für den USB Port und einem Entladestrom von 1A! Höherer Entladestrom = etwas niedrigere Kapazität.
Dies gilt ganz besonders für die Steckdose! Aufgrund der internen Umwandlung von DC auf AC und dem Anheben der Spannung auf 220V ist hier die Effizienz deutlich niedriger.
Bei einer konstanten 30W Last konnte ich über die Steckdose eine Kapazität von 48,76Wh bzw. 13185mAh @3,7V messen.
Wie gesagt dies ist normal. Die Herstellerangabe bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akku Zellen. Nutzt Ihr nun die USB Ports geht durch interne Umwandlungen ein Stück weit der Energie verloren.
Die Umwandlung der 3,7V DC aus den Akkuzellen in 220V AC ist nun noch ein gutes Stück komplexer = höherer Energieverlust, kalkuliert dies ein.
Ebenfalls überschätzt die Steckdose nicht! 80W, welche auch erreicht werden, ist zwar ordentlich. Aber habt Ihr beispielsweise ein Gerät mit einem großen Netzteil (300W+) kann es beim Anschließen passieren, dass dieses sich so schnell „vollsaugt“, dass sofort der Überstromschutz anspringt.
Ich hätte mir hier vielleicht eine Art „Peak“ Leistung gewünscht. Also das für 10-20 Sekunden vielleicht 120W oder mehr geleistet werden können und erst danach die Leistung auf 80W absinkt.
Was die Spannung betrifft, bekommen wir je nach Last zwischen 207V und 210V, was vollkommen okay ist.
Wie steht es um die USB Ports? Hier gibt es keinen Grund zu klagen! Der USB C Port liefert zwar „nur“ 5V und 3A, ist aber dennoch für ein MacBook oder ein Google Pixel vollkommen geeignet.
Hier konnte ich auch gute bis sehr gute Ladegeschwindigkeiten erreichen.
Ähnliches gilt auch für den Quick Charge 3.0 Port. Allerdings gilt hier das Motto, verwendet diesen am besten nur mit Quick Charge 2.0/3.0 kompatiblen Smartphones.
Zwar laden auch iPhones usw. an diesem Port, aber das langsamer als am normalen 2,4A Port. An diesem erreichte beispielsweise das iPhone X gute 1,48A und das iPad Pro 2,0xA.
Ist nur die Xtorm AL480 Powerbank leer, was dann?
Wie bereits erwähnt besitzt die Powerbank im Gegensatz zu anderen Powerbanks mit Steckdose keinen speziellen Netzadapter. Ihr ladet diese einfach über den USB C Port.
Hierdurch wäre es beispielsweise möglich diese auch beim Campen mit einem USB Solarpanel wiederaufzuladen. Hier hängt dann das Tempo natürlich vom Solarpanel ab.
An einem normalen USB Ladegerät erreicht die Powerbank 2,48A bei 5V bzw. 3,02A bei 5V. Die 2,48A werden maximal an einem normalen 2,4A USB Port mithilfe eines USB A auf USB C Kabels erreicht.
Die 3A erreicht die Powerbank lediglich direkt an USB C Ports mit 3A, was auch sinn ergibt. Eine vollständige Ladung dauert so ca. 7 Stunden, was ausreichen flott ist.
Fazit
Die Xtorm AL480 Powerbank ist ohne Frage eine etwas speziellere Powerbank. Sucht Ihr nur eine Powerbank zum Aufladen von Eurem Smartphone lasst die Finger von der Xtorm AL480!
Diese Powerbank macht nur wirklich Sinn wenn Ihr auch plant die integrierte Steckdose zu nutzen. Habt Ihr beispielsweise ein älteres Notebook oder Tablet, welches sich nicht via USB C laden lässt und maximal 80W benötigt und Ihr wollt dieses Gerät zum Campen mitnehmen, dann ist die Xtorm AL480 Powerbank vielleicht die richtige Powerbank für Euch!
Ähnliches gilt natürlich auch für andere Geräte oder beispielsweise Kameras, die sich nicht über eine normale Powerbank aufladen lassen.
Hier macht die Xtorm AL480 Powerbank Brick 21000 auch einen guten Job! Die Steckdose funktioniert wie beworben. Bedenkt allerdings die Kapazität. Die Effizienz der Steckdose ist deutlich niedriger als die der USB Ports.
Über die USB Ports konnte ich eine Kapazität von rund 64,5Wh messen, über die Steckdose 48,8Wh.
Bonuspunkte gibt es wiederum für den Verzicht auf ein proprietäres Netzteil. Dies erlaubt das Aufladen der Powerbank auch an einem KFZ Netzteil, an einem USB Solarpanel usw. Dies gibt deutlich mehr Flexibilität, als der Zwang zu einem speziellen Stecker Netzteil.
Kurzum, die Xtorm AL480 Powerbank Brick 21000 ist eine klasse Powerbank! Welche allerdings natürlich recht speziell ist. Habt Ihr einen potenziellen Einsatzzweck für eine Powerbank mit Steckdose, dann kann ich die Xtorm AL480 problemlos empfehlen. Die Qualität stimmt!
Ich glaube das Sicherheitsbedürfnis war bei vielen Menschen kaum höher als aktuell. Dies hat auch die Industrie erkannt, dementsprechend gibt es aktuell zahlreiche Alarmanlagen und Überwachungskameras im Handel.
Viele davon auch von kleineren Herstellern welche jetzt nicht so bekannt sind, wie beispielsweise EZVIZ.
EZVIZ konzentriert sich bei seinen Produkten primär auf eine gute Preis/Leistung. So auch bei der EZVIZ ez360.
Die EZVIZ ez360 ist eine günstige Motor betriebene Überwachungskamera mit einer 720p Auflösung. Wollen wir doch einmal im Test schauen ob die EZVIZ ez360 auch wirklich ihre 70€ wert ist. Neugierig?
Die EZVIZ ez360 720p HD Überwachungskamera im Test
EZVIZ setzt bei der ez360 auf den üblichen Aufbau von schwenkbaren Innenüberwachungskameras. Das bedeutet die Kamera besitzt eine Art Sockel auf welchem eine drehbare Kugel angebracht ist.
In dieser Kugel ist natürlich die Kameralinse integriert, welche sich dementsprechend in alle Richtungen drehen lässt.
EZVIZ hat hierbei anscheinend versucht die ez360 etwas „futuristischer“ zu designen, was auch durchaus funktioniert hat.
Trotz eines ähnlichen Aufbaus wirkt die EZVIZ ez360 „ungewöhnlich“. Es handelt sich nicht um ein 08/15 Design, das man so bei einem Modell aus dem Discounter finden würde.
Dabei wirkt die Kamera dank des weißen Kunststoffgehäuses auch nicht zu auffällig.
Zwar lässt der Name der ez360 auf einen 360 Grad Blickfeld schließen, dies ist aber nicht ganz richtig. Die ez360 lässt sich horizontal „nur“ 340 Grad drehen und vertikal um 120 Grad.
Dank der recht weitwinkligen Linse habt Ihr damit aber effektiv den gesamten Raum abgedeckt.
Was die Anschlüsse angeht, ist die EZVIZ ez360 recht überschaubar ausgestattet. An der gesamten Kamera befindet sich lediglich ein microUSB Port. Ein passendes Netzteil liegt natürlich mit im Lieferumfang.
Eine gute Entscheidung wie ich finde! Der microUSB Port erlaubt es Euch ein Kabel in mehr oder weniger beliebiger Länge zu verwenden, oder ein eigenes USB Netzteil. Dies erlaubt durchaus eine etwas flexiblere Positionierung.
Ebenfalls am Standfuß angebracht ist zudem eine kleine Öffnung für den integrierten Lautsprecher bzw. Mikrofon.
IR LEDs für die Nachtsicht sind erst einmal nicht zu erkennen. Allerdings sind diese einfach um die Kameralinse unter einem Stück schwarzem Plastik versteckt.
Einrichtung und Installation
Die Einrichtung der EZVIZ ez360 beginnt mit der Installation der EZVIZ App auf Eurem Smartphone. Diese ist wie üblich für Android und IOS verfügbar.
Bei der Einrichtung von Überwachungskameras haben die Hersteller immer ein kleines „Problem“. Damit sich die Überwachungskamera in Euer WLAN einklinken kann, muss man dieser die WLAN Daten übermitteln, aber wie machen?
Hier gibt es diverse Ansätze, die Kamera erstellt ein eigenes WLAN Netz, mit dem man sich verbinden muss, es wird ein QR Code erstellt, den man vor die Kamera halten muss, usw.
EZVIZ nutzt allerdings die so ziemlich exotischste Methode, die ich bisher gesehen habe. Bei dieser erzeugt Euer Smartphone einen speziellen Ton, in welchem die WLAN Daten verschlüsselt sind.
Dieser Ton wird von Eurem Smartphone wiedergegeben und von dem Mikrofon der Kamera aufgeschnappt und angewendet.
Erstaunlicherweise hat dies bei mir sogar recht gut beim zweiten Versuch geklappt. Allerdings muss ich gestehen hier nicht meine Hand ins Feuer legen zu wollen, dass dies auch wirklich mit allen Smartphones funktioniert(abhängig von den Lautsprechern).
Es gibt für den Notfall auch noch eine zweite Einrichtungsmethode, die mit jedem Smartphone funktionieren sollte.
Hat sich die Kamera erfolgreich in das Netzwerk eingeklinkt, ist die Installation auch schon so ziemlich durch.
Die Kamera wird in Eurer App hinterlegt und lässt sich nun voll nutzen.
Die App
Die EZVIZ App ist recht klassisch und einfach aufgebaut. Auf der Startseite findet Ihr alle verbundenen EZVIZ Kameras inklusive einem kleinen Vorschaubild.
Habt Ihr also mehrere Kameras von EZVIZ ist eine komfortable Steuerung aller Kameras problemlos möglich.
Tippt Ihr die Vorschau an, landet Ihr direkt in der Live Ansicht. Hier habt ihr die Möglichkeit die Kamera zu drehen, die 2. Wege Kommunikation einzuleiten usw.
Auch könnt Ihr hier per Hand Fotos und Videos anfertigen. Diese werden entweder auf der internen microSD Speicherkarte oder auf Eurem Smartphone gesichert, wie Ihr dies wollt.
Fotos und Videos, die automatisch durch die Bewegungserkennung aufgezeichnet werden, werden natürlich ausschließlich auf der microSD Speicherkarte gespeichert. Es gibt keinen Cloud Upload oder Ähnliches.
Über die App könnt Ihr dann natürlich auch die aufgezeichneten Videos betrachten. Diese werden hier einfach chronologisch aufgelistet.
Aber wann nimmt die EZVIZ ez360 eigentlich auf? Die EZVIZ ez360 verfügt über eine einfache Bewegungserkennung, welche sich in drei Stufen steuern lässt.
Wird nun eine Bewegung erkannt, beginnt die Aufzeichnung und Ihr erhaltet auf Wunsch eine Push Benachrichtigung auf Eurem Smartphone.
Ebenfalls ist es möglich einen akustischen Alarm einzustellen, welcher ausreichend, aber auch nicht übermäßig laut ist.
Sehr cool ist auch die Möglichkeit einzustellen das die Kamera einer Person folgen soll. Hierbei dreht sich die Kamera mit der Bewegung mit.
Allerdings muss die Person zuvor einmal durchs Bild gegangen sein. Es gibt keine Sensoren die erkennen, wenn jemand hinter der Kamera herläuft. Dennoch ein nettes Feature, welches durchaus nützlich sein kann.
Bildqualität
Die EZVIZ ez360 bietet einen 720p Sensor. Videoaufnahmen sind ausreichend scharf und detailliert. Dies ist keine Smartphone Kamera, aber für eine Überwachungskamera ist die Bildqualität okay.
Dies gilt auch weitestgehend für die Nacht. Die IR LEDs der EZVIZ ez360 sind aber nicht übermäßig kräftig.
Für ein normales Wohnzimmer reichen diese aus, aber habt Ihr eine Halle oder einen anderen sehr großen Raum ist die Ausleuchtung eher suboptimal.
EZVIZ gibt 10 Meter Reichweite für die IR LEDs an, was grob hinkommt.
Eine Besonderheit ist allerdings der Blickwinkel. Leider konnte ich hier keine offizielle Angabe finden, aber die Kamera scheint ein recht kleines Blickfeld zu besitzen.
Klein ist hier natürlich relativ aufgrund des Motors, aber der Blickwinkel liegt klar unter 100 Grad. Optimal, um Durchgänge oder Flure zu überwachen, für sehr breite Räume aber eher suboptimal.
Fazit
Die EZVIZ ez360 ist eine Grund solide Überwachungskamera, welche weniger mit tollen Bonus Funktionen punkten kann, dafür aber die Basis Aufgaben gut bewältigt.
Ihr erhaltet bei der EZVIZ ez360 eine solide Bildqualität, die Möglichkeit die Kamera per Motor zu schwenken und aufnahmen lokal zu Speichern. Dabei kann die Kamera sogar automatisch Bewegungen folgen, sofern Ihr dies aktiviert.
Beim Erkennen einer Bewegung erhaltet Ihr eine Benachrichtigung auf dem Smartphone und es wird ein kurzer Videoclip aufgezeichnet. Dieser Video-Clip wird nicht in die Cloud übertragen oder Ähnliches, sondern verweilt auf der Kamera bis Ihr diesen via App oder durch entnehmen der Speicherkarte abruft.
Damit besitzt die EZVIZ ez360 einen sehr klassischen Funktionsumfang, was auch zum Preis von fairen 70€ passt.
Die EZVIZ ez360 ist ganz blöd gesagt keine „Premium“ Überwachungskamera, welche diverse Zusatzfunktionen wie eine Gesichts oder Objekt Erkennung usw. mitbringt. Dafür gibt es aber auch keine monatlichen Folgekosten und der Anschaffungspreis niedriger.
Sucht Ihr also eine gute „Basic“ motorisierte Überwachungskamera ist die EZVIZ ez360 eine gute Wahl.
Mit dem iPhone 8 und X hat Apple endlich auch für seine Smartphones eine Schnellladetechnologie vorgestellt. Fast etwas überraschend setzt Apple hier auf den freien und letztendlich kostengünstigen USB Power Delivery Standard.
Es hat zwar erstaunlich lange gedauert, aber mittlerweile ist auch einiges an Zubehör mit USB PD Support verfügbar.
Aktuell zahlt man meist noch einen Premium Preis für dieses, aber es gibt auch erste Powerbanks welche preislich in einen normaleren Rahmen fallen.
Dazu gehört auch die neue AUKEY PB-Y20 mit USB Power Delivery. Diese 20000mAh Powerbank ist für rund 35€ erhältlich. Ein sehr interessanter Preis für eine Powerbank die theoretisch fast sämtliche High End Smartphones aufladen kann.
Wollen wir uns da doch einmal im Test ansehen, ob die AUKEY PB-Y20 überzeugen kann. Neugierig?
AUKEY setzt bei der PB-Y20 auf sein typisches Gehäuse Design. Ihr erhaltet also eine recht blockige Powerbank welche komplett aus einem matten Schwarzen Kunststoff gefertigt ist.
Die Größe würde ich hierbei als typisch für eine Powerbank mit 20000mAh bezeichnen. AUKEY setzt wie so oft im inneren auf Lithium Polymer Zellen. Hierdurch ist die Powerbank etwas flacher als viele Konkurrenten.
Legt Ihr einen besonders hohen Wert auf das Gehäuse sind AUKEY Powerbanks nicht zwingend die beste Wahl für Euch. Dies gilt auch für die PB-Y20.
Das Gehäuse ist funktional und zeigt beispielsweise Fingerabdrücke kaum. Auch muss man sich keine Sorgen machen, dass dieses einfach auseinanderfällt oder bei einem kleineren Sturz zerstört wird. Allerdings ist die Verarbeitung bzw. die Fertigung des Gehäuses auch alles andere als filigran.
Für mich ist dies kein NoGo, aber erwartet keine absolut perfekte oder besonders raffinierte Verarbeitung. Allerdings ist die PB-Y20 hier schon deutlich besser als ältere AUKEY Powerbanks. Beispielsweise die Übergänge bei den Fugen sind sehr schön gleichmäßig und flach.
Die wahre Stärke von AUKEY Powerbanks ist aber eher der Preis und die Leistung. Wie steht es um letztere?
Auf der Front verfügt die PB-Y20 über vier Anschlüsse. Dabei handelt es sich um zwei normale USB Ausgänge, einen USB C Port und einen microUSB Eingang.
Die beiden normalen USB Ausgänge setzten auf AUKEYs eigene Smart Technologie welche das angeschlossene Gerät erkennen sollen und den Ladevorgang anpasst. Dabei können die beiden Ports jeweils 2,4A Leistung liefern.
Quick Charge oder Ähnliches ist hier nicht vertreten. Der wahre Star der PB-Y20 ist aber der USB C Port. Dieser ist wie oft üblich sowohl ein Ausgang wie auch ein Eingang.
In beiden Funktionen unterstützt dieser den USB Power Delivery Standard mit 18W. Es können entweder 5V 3A oder 9V 2A ausgegeben werden. Hierdurch ist es möglich Smartphones wie das Apple iPhone X, Google Pixel, Huawei Mate 10, Sony Xperia XZ2 usw. schnell zu laden.
Allerdings für Notebooks eignet sich die Powerbank natürlich nur bedingt. 18W Leistung sind für Smartphones genug, aber für Notebooks etwas wenig. Hier gibt es andere/größere Powerbanks.
Beim Aufladen der Powerbank selbst könnt Ihr Euch entscheiden zwischen den USB C Port und dem microUSB Port. Der USB C Port empfiehlt sich nur zu nutzen, wenn Ihr auch ein Ladegerät mit USB Power Delivery besitzt. Nur dann erzielt dieser die maximale Leistung.
An einem normalen Ladegerät ist der microUSB Anschluss mit maximal 2A die bessere Wahl.
Wie jede Powerbank verfügt auch die AUKEY PB-Y20 über vier grüne Status LEDs auf der Front. Diese leuchten auf, wenn Ihr den Einschalter betätigt. Dies ist auch die Hauptaufgabe des Einschalters, in der Regel wird der Ladevorgang nämlich automatisch gestartet, wenn Ihr ein Smartphone anschließt und auch beendet, wenn das Smartphone voll ist.
Messwerte
Starten wir in den eigentlichen Test wie üblich mit der echten Kapazität. AUKEY gibt hier 20000mAh an, messen konnte ich 17340mAh bzw. 64,158Wh.
Dies entspricht guten 87% der Herstellerangabe. Warum sind 87% gut? Die Herstellerangabe bezieht sich immer nur auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akku-Zellen. Beim Entladen dieser entsteht aber eine gewisse Verlustleistung durch die Umwandlung der Spannung. Erwärmt sich beispielsweise Eure Powerbank ist das Energie, die nicht in Eurem Smartphone landet, sondern in Wärme abgegeben wird.
Diese Verlustleistung steigt im Üblichen umso schneller Ihr die Powerbank entladet. Ich messe bei recht konservativen 5V 1A.
Kommen wir zu den Anschlüssen. Hier haben wir erst einmal zwei völlig unterschiedliche Ports, die beiden normalen USB Ausgänge und der USB C Port mit Power Delivery.
Beginnen wir mit den beiden normalen USB Ports. Diese bieten eine gute, wenn nicht sogar sehr gute Ladegeschwindigkeit, für normale 5V Anschlüsse.
Das iPhone X erreichte 1,48A, das iPad Pro 1,75A, das Google Pixel 2 XL 1,42A, das Samsung Galaxy S9+ 1,57A und das Huawei Mate 10 Pro 1,81A.
Alle Werte sehen soweit sehr gut aus, lediglich das Ladetempo des iPad Pros ist etwas „mittelmäßig“. Dieses müsste eigentlich um die 2A erreichen. Die restlichen Smartphones, gerade das Huawei Mate 10 Pro wie auch das Samsung Galaxy sehen gut aus!
Aber der richtig interessante Anschluss ist natürlich der USB C Port. Dieser kann laut AUKEY 5V 3A oder 9V 2A liefern, also 18W im Maximum.
Allerdings ist das immer etwas trickreich. Die AUKEY PB-Y20 besitzt keine 12V Leistungsstufe. Manche 18W USB PD Powerbanks besitzen 5V,9V und 12V, was hier nicht der Fall ist. 18W sind also nicht gleich 18W, zumindest bei Powerbank Leistungsangaben.
Folgende Geräte konnte ich an der Powerbank bzw. dem USB C Port Testen:
Apple iPhone X
Apple iPad Pro
Google Pixel 2 XL
Nintendo Switch
Samsung Galaxy S9+
Huawei Mate 10 Pro
Alle Geräte konnten über den USB C Port schnellladen! Mit einer kleiner Ausnahme beim Samsung Galaxy S9+. Das Samsung Galaxy S9+ konnte mit 5V 1,86A laden. Also etwas schneller als am normalen USB Port, aber noch nicht auf Schnelllade Niveau. PS. Ja das S9+ kann grundsätzlich an USB Power Delivery Powerbanks schnellladen, nur es ist hier sehr zickig.
Alle anderen Smartphones verstanden sich problemlos mit der AUKEY PB-Y20. Das iPhone X erreichte 9V 1,51A, das iPad 9V 1,93A, das Pixel 2 XL 9V 1,83A, die Switch 9V 1,57A und das Mate 10 Pro 9V 1,8A.
Im Falle der Switch und des iPad Pros ist dies natürlich noch nicht ganz das volle Schnellladetempo. Hierfür würden diese beiden Geräte eine Powerbank mit 29/30W benötigen.
Aber es ist schon ein gutes Stück schneller als das Laden an einem nicht USB PD Port.
Wie steht es um Notebooks? Zwar gibt es einige Notebooks welche via USB C laden können, aber hier bietet die Powerbank zu wenig Leistung. Beispielsweise das Dell XPS verweigert komplett das laden.
Apple MacBooks und MacBook Pros laden grundsätzlich an der AUKEY PB-Y20, aber nur recht langsam. Mein 13 Zoll MacBook Pro erreichte beispielsweise 9V 1,68A.
Dies ist genug um das Notebook während des Stand-bys langsam zu laden, aber nutzt Ihr dieses parallel könnte es zu einer weiterführenden Entladung des Akkus kommen, trotz Powerbank.
Für Notebooks sollet Ihr eine USB C Powerbank mit 30W oder besser 45W wählen.
Ist nun die Powerbank leer, wie lange dauert das Aufladen?
Dies kommt darauf an was für ein Ladegerät und Anschluss Ihr verwendet. Nutzt Ihr den microUSB Port oder den USB C Port mit einem normalen 5V 2,4A Netzteil dann nimmt die Powerbank in der Spitze rund 2,0XA auf. Einen Unterschied zwischen den beiden Anschlüssen gibt es nicht. Der Ladevorgang dauert ca. 10 Stunden.
Habt Ihr ein Ladegerät mit USB Power Delivery geht es noch mal ein Stück schneller mit 9V 1,9xA. Hier würde der Ladevorgang ca. 6 Stunden dauern.
Fazit
Die AUKEY PB-Y20 ist eine gute Powerbank um aktuelle Smartphones, gerade von Apple, mit einem hohen Tempo mit Energie zu versorgen.
Der USB C Port macht dabei einen guten Job sowohl in Kombination mit aktuellen Apple Smartphones und Tablets, wie aber auch mit Modellen von Google, Huawei oder Sony. Viele aktuelle High End Smartphones unterstützen insgeheim den USB Power Delivery Standard und können somit an der AUKEY PB-Y20 schnellladen.
Falls nicht, auch nicht schlimm, denn auch die beiden normalen USB Ports machen einen guten Job ein vernünftiges Ladetempo zu erreichen. Lediglich das Samsung Galaxy S9+ zeigte sich etwas zickig und verweigerte das Schnellladen an der AUKEY PB-Y20 und erreichte nur ein normales Ladetempo.
Daher würde ich die Powerbank nur bedingt für Samsung Nutzer empfehlen. Diese ist auch für Samsung Smartphones nicht schlecht, aber hier gibt es bessere Powerbanks.
Mehr Sinn macht die AUKEY PB-Y20 für Apple, Huawei oder Google Smartphone Nutzer.
Auch das Ladetempo der Powerbank ist dank USB PD sehr ordentlich! Habt Ihr ein USB PD Ladegerät ist die Powerbank in rund 5,5-6 Stunden voll, was für ein Modell mit 20000mAh sehr ordentlich ist!
Kurzum für rund 35€ ist die AUKEY PB-Y20 eine gute und vor allem aktuelle allround Powerbank.
Ankers SoundCore Bluetooth Lautsprecher gehören zu den besten auf dem Markt, gerade wenn man nicht x hunderte Euro ausgeben möchte.
An diesen Erfolg möchte nun Anker mit seinem SoundCore Vortex anknüpfen. Der SoundCore Vortex ist allerdings kein Bluetooth Lautsprecher, sondern ein Bluetooth Kopfhörer im Over-Ear Design.
Wollen wir doch einmal im Test schauen ob der Anker SoundCore Vortex genauso überzeugen kann wie die Anker Bluetooth Lautsprecher. Neugierig?
Anker setzt bei den SoundCore Vortex auf ein Over-Ear Design. Hierdurch sind die Kopfhörer von Natur aus etwas größer und auch schwerer.
Anker scheint dabei auch nicht versucht zu haben die Kopfhörer besonders kompakt oder leicht zu Designen. Die Vortex strahlen dafür eine unheimlich hohe Massivität aus.
Der größte Teil des Gehäuses besteht aus einem schönen matten Kunststoff, welcher sich sehr Schmutz-resistent zeigt. Auch wirkt dieser Kunststoff recht dick und hochwertig. Das Kopfband ist sogar im Inneren mit Metall verstärkt, genau wie der Klappmechanismus.
Dabei handelt es sich nicht um ein dünnes „Alibi“ Metall, sondern um ein recht dickes gefrästes Metallstück, welches alleine in der Fertigung sicherlich recht teuer war.
Dieses bzw. der Klappmechanismus ist sogar mit dem Kopfband verschraubt und nicht nur verklebt.
Hierdurch wirkt sowohl die Höhenverstellung wie auch das Zusammenklappen der Kopfhörer sehr wertig. Allgemein erinnert mich der SoundCore Vortex was die Verarbeitung betrifft etwas an höherwertige JBL Kopfhörer, welche einen ähnlichen Aufbau nutzen.
Das Ganze ist als großes Lob gemeint! Was die Haptik und Massivität betrifft, spielt der SoundCore Vortex eine Klasse über beispielsweise den TaoTronics TT-BH22, welche in einer ähnlichen Preisklasse spielen.
Was die Anschlüsse und Tasten betrifft, finden wir das Übliche. Geladen wird der Kopfhörer über einen microUSB Port auf der Unterseite, welcher von einer kleinen Gummi-Klappe geschützt wird. Anker gibt die Akkulaufzeit mit 20 Stunden an, was durchaus hinkommt.
Ansonsten besitzen die Kopfhörer auch einen AUX Anschluss, falls Ihr Bluetooth nicht nutzen wollt oder könnt.
Aufseiten der Tasten finden wir den üblichen Ein/Ausschalter, wie auch eine lauter/leiser Wippe.
Tragekomfort
Anker wirbt bei den SoundCore Vortex mit „Die samtweichen Ohrpolster aus Rückstellschaum sowie das Kopfband sind mit einem hochqualitativen Kunststoffleder überzogen und gewährleisten einzigartigen Komfort für dich und deine Ohren.“
Dem würde ich sogar so zustimmen! Anker hat beim Tragekomfort sehr viel richtig gemacht. Die Ohrpolster sind extrem weich, vergleichbar mit den Bose QC35, aber auch ausreichend dick!
Für meinen Geschmack könnten die Ohrmuscheln noch etwas größer sein, meine Ohren passen nicht vollständig hinein, aber aufgrund der guten Polsterung ist dies nicht groß störend.
Leider ist die Belüftung der Ohren nicht ganz optimal. Man neigt etwas zu schwitzen. Abseits davon kann ich aber echt nicht klagen. Selbst der Anpressdruck ist sehr gut gewählt.
Klang der Anker SoundCore Vortex
Kommen wir zu dem aller wichtigstem Punkt, dem Klang. Wie schlagen sich hier die Anker SoundCore Vortex?
Das kann man in einem Wort ausdrücken, fantastisch! Für 60€ habe ich bisher noch nichts Vergleichbares gehört. Klanglich können die Vortex mit vielen Modellen der 100€+ Preisklasse mithalten.
Beginnen wir aber am Anfang, also bei den Höhen. Die Höhen sind unheimlich gut bei den SoundCore Vortex. Ich habe in dieser Preisklasse noch keine Kopfhörer mit einer derartigen Brillanz und Klarheit in den Höhen gehört. Auch die Auflösung und Wiedergabe von feinen Details ist exzellent.
Hier können sich sogar glatt High End Kopfhörer wie die Bose QC35 eine Scheibe abschneiden.
Die Mitten der SoundCore Vortex sind solide. Stimmen und Gesang wird gut und deutlich wiedergegeben. Allerdings gibt es keine Mitten Betonung, eher im Gegenteil. Verglichen mit den Höhen scheinen die Mitten ganz leicht abgesenkt zu sein.
Hierdurch wirken die Kopfhörer tendenziell recht kühl, aber auch sehr präzise.
Dies spiegelt sich auch im Bass wieder. Der Bass ist qualitativ herausragend! Wie auch die Höhen zeichnet sich der Bass durch eine tolle Präzision und Detailwiedergabe aus.
Auch das Volumen und der Punch ist sehr ordentlich. Gerade in elektronischen Titeln schafft es der Anker SoundCore Vortex eine hohe Aggressivität und Spielfreude an den Tag zu legen. Dies liegt auch zum Teil sicherlich an der extrem starken Dynamik, tiefer Bass zu sehr klaren Höhen.
Was allerdings die Masse des Basses angeht ist der Vortex eher als neutral bis leicht überdurchschnittlich zu bezeichnen. Es handelt sich hier also nicht um Bass Bomber. Ich denke allerdings das 90% aller Nutzer mit der Bass Menge vollkommen einverstanden sind, zumal die Qualität so gut ist.
Was die Bluetooth Verbindung zu meinem iPhone X und Google Pixel 2 XL angeht, kann ich nichts Negatives berichten. Zwar unterstützen die Anker Vortex in Kombination mit dem Google Pixel 2 XL aptX, aber einen wirklichen Unterschied zum iPhone hört man nicht.
Bei beiden Geräten ist der Klang sehr klar und es gibt keine merkbaren Kompressionsartefakte.
Auch die maximale Lautstärke der Anker SoundCore Vortex ist hoch bis sehr hoch. Nervige Sprachansagen gibt es keine.
Fazit
Anker hat beim SoundCore Vortex extrem viel richtig gemacht! Für 60€ sind die Kopfhörer absolut empfehlenswert!
Dabei ist sowohl die Verarbeitung und Haptik, wie auch der Tragekomfort und natürlich der Klang einfach nur gelungen.
Die SoundCore Vortex fühlen sich robust und gut gemacht an. Es handelt sich bei diesen nicht um irgendwelche super billigen Kopfhörer, welche man auf Amazon zu Massen findet. Die SoundCore Vortex können hier durchaus mit Herstellern wie JBL und Co. mithalten.
Auch beim Tragekomfort hat Anker einen guten Job gemacht. Die Polsterung ist sehr dick und angenehm. Das Wichtigste ist aber ganz klar der Klang. Hochwertig ist hier sicherlich die passendste Beschreibung. Die Höhen der SoundCore Vortex sind fantastisch klar und brillant mit einer tollen Auflösung. Auch Bässe sind sehr schön satt und tief. Dabei schaffen es die Kopfhörer eine hohe Spielfreude und Dynamik auszustrahlen, welche in dieser Preisklasse selten sind.
Kurzum, die Anker SoundCore Vortex sind absolut gelungene Kopfhörer für alle Nutzer die einen hochwertigen und dynamischen Klang suchen. Die SoundCore Vortex spielen hier eher in der 100€+ Preisklasse, knapp unter Kopfhörern wie den Sennheiser HD 4.40 BT.
Nokia ist im Smartphone Geschäft wieder eine feste Größe mit der man rechnen muss. Gerade in der Mittel und Einsteigerklasse erfreuen sich Nokia Smartphones großer Beliebtheit.
Hier ist sicherlich das Nokia 6 das mit interessanteste Modell. Das Nokia 6 wurde allerdings im Jahr 2018 „geupdatet“ auf das 6.1 bzw. Nokia 6 2018.
Besserer SoC, bessere Kamera usw. Belieben tut der sehr interessante Preis von rund 250€.
Wollen wir uns hier doch einmal im Test ansehen ob das Nokia 6.1 bzw. Nokia 6 2018 wirklich so gut ist wie sein Ruf! Wie schlägt sich dieses verglichen mit seinen ärgsten Konkurrenten in dieser Preisklasse? Finden wir es im Test heraus!
Rein haptisch ist das Nokia 6.1 ein sehr „spezielles“ Smartphone. Dieses ist extrem kantig und massiv gebaut.
Man hat regelrecht das Gefühl einen Klotz in der Hand zu haben. Dies kann man natürlich positiv oder negativ auslegen. Gerade verglichen mit dem Moto G6, welches in einer ähnlichen Preisklasse spielt, ist hier ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Ihr müsst also etwas massivere Smartphones mögen damit das Nokia 6.1 etwas für Euch ist. Dabei ist das Nokia aber gar nicht mal so übermäßig groß oder dick. Die Dicke liegt bei gerade einmal 8,1mm in der Mitte. Nicht super schlank, aber auch nicht „Fett“.
Leider geht Nokia mit dem 6.1 2018 noch nicht den randlosen Trend mit. Das Display des Smartphones besitzt oben und unten für aktuelle Standards recht kräftige Rahmen mit ca. 13mm.
Hierdurch wirkt das Nokia 6.1 optisch recht klassisch. Hierzu passt auch das kantige Aluminiumgehäuse, welches auch nicht groß filigran ist. Allerdings ist die Verarbeitung und auch der Qualitätseindruck hervorragend!
Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5,5 Zoll Full HD Display, wie auch eine Ohrmuschel und eine 8 Megapixel Frontkamera.
Das Nokia 6.1 2018 setzt auf On-Screen Tasten. Es befinden sich also am unteren Rand keine kapazitiven Tasten, auch wenn sicherlich für diese Platz gewesen wäre.
Lautsprecher und USB C Ladeport sind auf der Unterseite angebracht. Der 3,5mm Kopfhöreranschluss ist hingegen auf der Oberseite.
Die physischen Tasten des Nokia 6.1 sind etwas speziell. Diese sind auf der typischen Position am rechten Rand des Smartphones, aber die Tasten sind extrem flach gehalten. Hierdurch sind diese teils etwas schwer zu erfühlen. Ich bin kein großer Fan dieser Design Entscheidung, diese ist aber auch nicht übermäßig kritisch.
Auf der Rückseite finden wir zu guter letzt die „Zeiss“ Kamera, einen Dual-LED Blitz und den Fingerabdruckscanner.
Software
Nokia versucht bei all seinen Android Smartphones mit einer besonders schlanken Software und schnellen Updates zu punkten.
Bisher ist auch Nokias Updatepolitik tadellos. Dies soll mit dem Nokia 6 2018 auch so weitergehen, denn man setzt hier sogar auf Android One.
Android One ist Stock Android. Wem das Wort „Stock“ Android nichts sagt, dies bedeutet so viel Standard Android ohne große Hersteller Modifikationen.
Wenn man so will handelt es sich hier um Android wie dieses auf einem Google Nexus oder Pixel Smartphone zu finden wäre. Dies soll für ein besonders leichtes und flottes Betriebssystem sorgen, wie auch für zügige Updates.
Nach dem Start finden wir auch wie beworben den neuen Standard Android Launcher und sämtliche Google Dienste die zu Android dazugehören.
3. Anbieter Apps sind keine zu finden. Nokia hat dem 6.1 lediglich eine alternative Kamera App verpasst und das war es auch schon.
Ich bin aber sehr froh, dass Nokia eine alternative Kamera App nutzt, die Android eigene ist echt nicht gut.
Der freie Speicher bei meiner 32GB Version viel mit 19,82GB allerdings eher mittelmäßig groß aus.
Display
Das Nokia 6.1 bzw. 6 2018 verfügt über ein klassisches 5,5 Zoll 16:9 Full HD Display. Wie bereits erwähnt, ist dieses leider nicht „randlos“. Sieht das Display dann denn wenigstens gut aus?
Jor durchaus. Zwar ist dies nicht das beste Display das ich in dieser Preisklasse bisher gesehen habe, aber es ist mehr als brauchbar.
Gerade was die maximale Helligkeit und Blickwinkel betrifft gefällt mir das Display sehr gut. Allerdings gerade der Kontrast könnte etwas besser sein.
Dennoch Daumen hoch für das Display!
Lautsprecher
Der Lautsprecher des Nokia 6.1 ist leider an der aus meiner Sicht schlechtesten Position angebracht, nämlich unten links.
So wird der Lautsprecher beim Halten des Smartphones im Querformat leider sehr schnell zugehalten.
Klingt denn dafür der Lautsprecher des Nokia 6.1 immerhin ordentlich? Ich will nicht sagen, dass dieser überragend klingt, aber er ist recht laut, wenn auch auf der obersten Lautstärkenstufe etwas schrill.
Dennoch für mal was WebRadio nebenbei oder ein Youtube Video ist dieser problemlos ausreichend.
Ähnliches gilt auch für den Kopfhöreranschluss. Nokia nutzt hier anscheinend den Standard DAC des Snapdragon SoC, welcher eine solide Standard Qualität liefert.
Für große Kopfhörer ist das Nokia 6.1 nicht ganz optimal, aber für normale Ohrhörer passt die Qualität völlig.
Kamera
Das Nokia 6.1 verfügt über 16 Megapixel Kamera mit einer Blende von F2.0. Auf dem Papier eine interessante Kombination.
16 Megapixel Sensoren sind aktuell eher selten, was die Vermutung nahelegt, dass Nokia hier auf einen etwas älteren Sensor aus der oberen Mittelklasse setzt, ähnlich wie beim BQ Aquaris X.
Hierzu passt die auch eher mittelmäßige Blende von f2.0.
Wie sieht es aber in der Praxis aus? Kommen wir damit auch zu den Testbildern.
Diese sind wie üblich nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen. Beim Anklicken der Aufnahmen wird die volle Qualität geladen! Mobile Nutzer aufgepasst!
Bei Tageslicht sind die Aufnahmen des Nokia 6.1 nur als gut, wenn nicht sogar sehr gut zu bezeichnen.
Der Weißabgleich sitzt, die Belichtung passt, Farben sind klar und ausreichend kräftig und auch die Schärfe ist gut.
Zudem bringt das Nokia auch einen vernünftigen Auto HDR Modus mit, welcher die sowieso gute Dynamik der Aufnahmen nochmals etwas verbessert.
Gerade bei Sonnenschein werdet Ihr in dieser Preisklasse, oder sogar einer Preisklasse höher, wenig finden was bessere Aufnahmen macht.
Habt Ihr also einen Spanien Urlaub gebucht könnt Ihr das Nokia sorglos als Kamera nutzen. Bei halbwegs vernünftigen Lichtbedingungen arbeitet das Smartphone sehr schön konstant.
Im super Low Light sieht man aber dann doch ein paar Limitierungen. Das Nokia 6.1 bricht zwar nicht völlig weg, sondern macht hier immer noch einen guten Job, hier kann aber ein Moto G6 Plus oder BQ Aquaris X2 doch vorbeiziehen.
Nokia 6Moto G6 PlusBQ Aquaris X2
Super Low Light Aufnahmen des Nokia neigen dazu etwas dunkel zu werden und rauschen auch etwas stärker. Dennoch ist hier das Nokia 6.1 so stark wie ein Flaggschiff Smartphone von vor 2-3 Jahren.
Videos werden vom Nokia 6.1 in 4K „UHD“ aufgezeichnet. Hierdurch sind die Aufnahmen angenehm scharf und können generell mit ähnlichen Qualitäten aufwarten wie die Fotos.
Bei genug Licht werden also Videos ausgezeichnet, auch wenn die Stabilisierung leider nicht überragend ist.
Im Low Light neigt das Smartphone aber dann doch zu einem recht starken Rauschen und etwas dunklen Aufnahmen. Ich habe das Gefühl der maximale ISO Wert beim Nokia 6.1 ist nicht all zu hoch.
Probleme mit der App oder auch dem Autofokus hatte ich keine! Beides funktionierte absolut zuverlässig.
Nokia 6Moto G6 PlusBQ Aquaris X2
Performance
Nokia setzt beim 6.1 auf den Qualcomm Snapdragon 630. Der Snapdragon 630 ist ein aktueller Mittelklasse SoC, welcher auf der Cortex-A53 Architektur basiert.
Dieser ist für die Nutzung in Smartphones der 200-300€ Preisklasse konzipiert, also in der Theorie eine gute Wahl für das Nokia 6.1.
Ähnliches dachte auch Lenovo welche diesen beim Moto G6 Plus nutzen.
Im Nokia 6.1 ist der Snapdragon 630 mit 3GB RAM und 32GB Speicher kombiniert. Schauen wir uns für eine erste Leistungseinschätzung einmal ein paar Benchmarks an.
Der Snapdragon 630 ist ein sehr ordentlicher SoC! Welcher aber erstaunlicherweise im Geekbench Benchmark gegen seinen Vorgänger den Snapdragon 626 leicht verliert.
In anderen Benchmarks wie beispielsweise Antutu kann der Snapdragon 630 wieder mehr überzeugen.
Unterm Strich ist der Snapdragon 630 aber als ähnlich stark wie der Snapdragon 626 zu beurteilen, nur mit modernerem LTE und Bluetooth Modul.
Verglichen mit dem Snapdragon 450 ist der 630 je nach Benchmark 5-20% schneller und verglichen mit dem Snapdragon 636 ist der 630 je nach Benchmark ca. 16-30% langsamer.
Im Alltag
Aber natürlich sind Benchmarks nur das eine, der Alltag das andere. Wie schlägt sich hier das Nokia 6?
Gut! Gerade bei den typischen Apps wie Facebook, Twitter und auch WhatsApp legt das Nokia 6 eine tadellose Leistung an den Tag.
Selbst Bilder und Videos werden angenehm schnell geladen, sofern das WLAN/LTE dies erlaubt. Beim WLAN unterstützt das Nokia 6 auch das 5GHz Band und Geschwindigkeiten von bis zu 433Mbit/s.
Praktisch konnte ich mit dem Smartphone problemlos Download Geschwindigkeiten von 10MB/s+ erreichen. Dies macht auch das Herunterladen von großen Apps angenehm schnell.
Das verbaute LTE Modul soll hat Hersteller 150/50Mbit/s erreichen können, was ich aber dank Dorf-LTE nicht nachprüfen kann.
Wie steht es aber um größere Apps oder sogar Spiele? Das Nokia 6 2018 ist kein „Spiele-Monster“! Schafft aber 99% aller aktuellen Spiele problemlos.
Selbst aufwendigere Spiele wie PUBG Mobile laufen spielbar, wenn auch Dinge wie Ladezeiten usw. recht hoch sind.
In diesem Punkt ist das Nokia 6 auch etwas schwächer als beispielsweise das Moto G6 Plus. Bei kleineren Apps fällt dies allerdings nicht ins Gewicht.
Akku
Das Nokia 6 2018 verfügt über einen Standard 3000mAh großen Akku. Für die Größe des Smartphones keine überragende Kapazität, aber +- 400mAh würde den Braten auch nicht Fett machen.
Viel wichtiger ist hier die Energie Effizienz des Displays, des SoC usw. Von daher wie schlägt sich hier das Nokia 6?
In meinem Standard Test erreichte das Nokia eine Laufzeit von guten 7 Stunden! Dies ist natürlich bei einer recht leichten Nutzung und einer „Indoor“ Helligkeit. Aber es wären mit Sicherheit möglich 10 Stunden Videowiedergabe mit dem Nokia 6 zu erreichen.
Damit kann das Smartphone mit einer sehr guten Akkulaufzeit punkten! Zwei Tage sollten hier für die aller meisten Nutzer problemlos möglich sein.
Fazit
Ich würde das Nokia 6 2018 als das Basis Smartphone bezeichnen. Ganz grob gesagt niemand macht einen Fehler damit dieses im Jahr 2018 zu kaufen.
Das Nokia 6 2018 kann zum einen mit einer guten Leistung überzeugen. Dies liegt natürlich primär am recht starken Snapdragon 630, wie aber auch am schlanken Android One. Letzteres kombiniert mit Nokias gutem Ruf sollte auch für zügige Updates sorgen.
Neben der hohen Allround-Leistung ist sicherlich auch die Kamera ein großer Pluspunkt. Bei Tageslicht ist diese ein sehr souveräner Performer, welcher mit allen anderen Mittelklasse Smartphones problemlos mithalten kann.
Schönwetter Urlaubsbilder werden mit dem Nokia 6 2018 hervorragend! Im Low Light schlägt sich das Nokia 6 2018 zwar immer noch ordentlich, ist hier aber auch kein absoluter top Performer.
Akkulaufzeit, Display und Lautsprecher sind soweit als solide zu bezeichnen.
Etwas „kritisch“ würde ich das Design und die Haptik sehen. Das Nokia 6 ist ein sehr breites und massives Smartphone. Dies in Kombination mit den etwas größeren Displayrahmen lässt dieses sehr klassisch erscheinen.
Es gibt was das Design betrifft deutlich aufregendere und spannendere Smartphones auf dem Markt und auch in dieser Preisklasse.
Natürlich ist das Ganze auch Geschmackssache. Vielleicht sucht Ihr ein etwas robusteres „Basis“ Smartphone mit einer tollen allround Leistung. In diesem Fall ist das Nokia 6 2018 für rund 250€ absolut zu empfehlen!
Alternativ schaut Euch aber auch einmal das BQ Aquaris X2, Moto G6 Plus oder auch das Xiaomi RedMi Note 5 an. Diese sind nicht zwingend die bessere Wahl verglichen mit dem Nokia 6 2018, aber dennoch auch einen Blick wert, gerade das Aquaris X2.
Es gibt viele Bluetooth Lautsprecher auf dem Markt, hier ist es nicht ganz einfach sich von der Masse abzusetzen. Sony hat sich bei seinen Bluetooth Lautsprechern hier etwas besonderes ausgedacht. Anstelle nur mit einem guten Klang auf Kundenfang zu gehen hat Sony seinen Lautsprechern eine „Licht Show“ verpasst.
Mithilfe von diversen LEDs produzieren die Lautsprecher wirklich eine Art kleine Show, welche sich auch der Musik anpasst.
Der neuste Lautsprecher mit diesem Feature ist der Sony SRS-XB41. Dieser kostet aktuell rund 200€. Hier stellt sich natürlich die Frage, will Sony mit solchen Featuren über mögliche Schwächen beim Klang hinwegtäuschen oder ist die Licht Show einfach nur ein cooles Alleinstellungsmerkmal zusätzlich zu einem guten Klang?
Dies gilt es im Test des Sony SRS-XB41 herauszufinden!
An dieser Stelle vielen dank an Sony für das Ausleihen des SRS-XB41 für diesen Test.
Sony geht mit dem SRS-XB41 rein optisch und haptisch einen ganz anderen Weg als beim Vorgänger, dem SRS-XB40.
Der SRS-XB41 ist weiterhin ein etwas größerer Bluetooth Lautsprecher. Allerdings auch nicht so groß, dass dieser nicht portabel wäre, aber ganz klar größer als die üblichen 50€ Bluetooth Lautsprecher.
Das entscheidende ist aber nicht die Größe sondern das Material des Gehäuses. Der SRS-XB41 ist komplett Textil umkleidet.
Front, Oberseite, Rückseite usw. sind komplett mit einer Art Leinenstoff umspannt. Dies ist aktuell ein gewisser Trend, siehe Apple HomePod und Co. Im Gegensatz zu vielen Trends, kann ich diesen aber voll unterstützen!
Der Sony SRS-XB41 fühlt sich einfach klasse an! Zudem sind Fingerabdrücke und auch viele Arten von Schmutz nicht auf dem Lautsprecher sichtbar. Hierdurch sieht dieser immer wie neu aus.
Auch ist dieser Leinenstoff wasserabweisend. Kommt der Sony SRS-XB41 mit Wasser in Berührung, perlt dieses einfach am Lautsprecher ab. Unter anderem hierdurch ist der SRS-XB41 auch IP67 zertifiziert.
IP67 bedeutet der Lautsprecher dürfte sogar theoretisch mit unter die Dusche oder kurzzeitig komplett Unterwasser. Wie üblich gilt hier natürlich eine gewisse Vorsicht, aber der Wasserschutz des SRS-XB41 wirkt vertrauenswürdig.
Beispielsweise über den Anschlüssen ist eine dicke Gummiklappe, welche diese vor Wasser schützt. Zu den Anschlüssen aber später mehr.
Der grundsätzliche Aufbau des SRS-XB41 ist recht klassisch. Auf der Front finden wir zwei relativ große Treiber, welche den Klang produzieren. Zwischen den beiden Treibern ist eine passive Membrane, für den Druckausgleich, ähnlich wie ein Bassreflexrohr.
Am oberen und unteren Rand des Lautsprechers sind zudem zwei LED Leisten angebracht, welche im Betrieb leuchten.
Die Tasten zu Steuerung sind wie üblich auf der Oberseite angebracht. Neben dem Einschalter ist hier eine Play/Pause Taste, lauter, leiser und zwei Modi-Tasten zu finden.
Drei weitere Tasten sind bei den Anschlüssen auf der Rückseite zu finden. Hierbei handelt es sich um eine Taste zum Abfragen des Batterie Status und zum Pairing.
Was die Anschlüsse angeht, ist der Sony SRS-XB41 erfreulich reichhaltig. Der Bluetooth Lautsprecher verfügt über einen Netzteil Anschluss, wie auch über einen microUSB Eingang.
Ihr habt also die Wahl ob Ihr diesen via USB an einem normalen Netzteil laden wollt oder über das spezielle beiliegende Netzteil, was weniger flexibel ist aber schneller geht.
Ebenfalls vorhanden ist ein AUX Eingang wie auch ein USB Ausgang. Der Sony SRS-XB41 kann im Notfall also als eine Art Powerbank genutzt werden, frei nach dem Motto was bringt Euch ein Bluetooth Lautsprecher wenn das Smartphone leer ist.
Licht Show
Ein wichtiger Teil am SRS-XB41 ist natürlich die Lichtshow. Der Lautsprecher besitzt zwei LED Streifen, welches sich jeweils oben und unten um den Lautsprecher legen, zwei weiße LEDs welche die Treiber beleuchten und zwei „Blitze“.
Hierdurch ist der SRS-XB41 gerade im dunkeln Extrem auffällig! Es ist natürlich Geschmackssache ob einem dies nun gefällt oder nicht.
Auf Wunsch könnt Ihr die Beleuchtung via App auch komplett abschalten.
Aber wie genau reagiert die Beleuchtung? Die LEDs leuchten nicht nur einfach so, sondern passen sich etwas an die Musik an. Anscheinend werden die unterschiedlichen LEDs von unterschiedlichen Frequenzbereichen ausgelöst.
Beispielsweise die LEDs welche die beiden Treiber beleuchten reagieren auf Bass. Die „Blitze“ hingegen auf etwas höhere Frequenzbereiche wie Hi-Hat usw.
Dabei gibt das Blinken der Beleuchtung auch das Tempo des Songs wieder. Langsame Songs haben auch eine langsamere, weichere Licht Show, schnellere Titel eine schnellere Licht Show.
Über die Sony App könnt Ihr die gesamte Beleuchtung aber auch noch mal etwas an Eure Wünsche anpassen.
Klang
Was bringt aber die beste Licht Show wenn der Lautsprecher am Ende nicht gut klingt? Von daher wie klingt der Sony SRS-XB41?
Der Sony SRS-XB41 ist ein Bluetooth Lautsprecher der 200€ Preisklasse, hier dürfen also die Ansprüche durchaus etwas höher sein. Erfreulicherweise schafft es der Sony aber diesen Ansprüchen gerecht zu werden!
Ich glaube wenn ich den Klang des SRS-XB41 in einem Wort zusammenfassen müsste dann würde es „Imposant“ ganz gut treffen.
Sony bewirbt den SRS-XB41 mit „extra Bass“ und dies ist zutreffend! Der Lautsprecher ist extrem wuchtig und satt klingend.
Dabei erreicht der Bass einen beeindruckenden Tiefgang, gerade wenn man die Größe des Lautsprechers bedenkt. Man könnte glatt denken es läuft ein kleiner Subwoofer im Hintergrund. Hierdurch erhält der SRS-XB41 eine gewisse Klangtiefe, welche gefühlt irgendwie nicht zu den kompakten Abmessungen passt. Dies meine ich natürlich positiv!
Sucht Ihr allerdings einen „neutralen“ oder ausgewogenen Bluetooth Lautsprecher ist der Sony SRS-XB41 nicht ganz das richtige für Euch. Die Höhen sind zwar ausreichend klar und Stimmen ausreichend gut verständlich, aber habt Ihr einen Song mit einem etwas stärkeren Beat oder Schlagzeug wird sich dieses immer etwas in den Vordergrund drängen.
Aber dies ist natürlich nicht zwingend schlimm! Der Sony SRS-XB41 macht Spaß und bietet eine gute Dynamik. Ich behaupte auch einmal dies war Sonys Ziel beim Erstellen dieses Lautsprechers.
Hierzu passt auch die gute Pegelfestigkeit. Natürlich wollt Ihr wirklich ein 60m² Wohnzimmer voll beschallen ist der Sony SRS-XB41 nicht das Richtige. Der Bass kommt auf kürzere Distanzen, als 0-5 Meter, am besten rüber. Die maximale Lautstärke ist aber problemlos hochgenug um eine kleine Party ausreichend zu beschallen.
Dabei bleibt das hohe Basslevel auch mehr oder wenig konstant bestehen.
Der Sony SRS-XB41 bringt noch einen „Live“ Modus mit. Was ist das? Im Großen und Ganzen handelt es hier um eine Art 3D Sound Modus. Der Klang des Lautsprechers wird versucht künstlich etwas in die Breite zu ziehen.
Dies gelingt auch in einem gewissen Rahmen. Der Lautsprecher klingt wirklich etwas „freier“ und luftiger, aber nur dann wenn Ihr einen gewissen Abstand zum Lautsprecher habt. Steht dieser nur vor Euch oder Ihr seid in einem kleinen Raum, dann klingt dieser Modus nicht gut. Hierbei werden die Mitten ein gutes Stück hochgefahren und die Bässe etwas herunter.
Hier gilt das Motto selbst ausprobieren was in der jeweiligen Situation besser klingt.
Fazit
Man kann Sony zum SRS-XB41 nur beglückwünschen! Der SRS-XB41 ist ein toller und empfehlenswerter Bluetooth Lautsprecher, auch zum gehobenen Preis von 200€.
Natürlich kann man darüber streiten ob die LEDs und die ganze Licht Show nicht etwas unnötig ist. Und die Antwort auf diese Frage ist ja. Die Licht Show ist an sich ein Gimmick, aber ein cooles Gimmick.
Dies passt auch sehr gut zum Sony SRS-XB41. Dies ist kein „HiFi“ Bluetooth Lautsprecher für den Klassik Liebhaber, der SRS-XB41 soll Spaß machen! Dies gilt für die Licht Show, wie aber auch für den Klang.
Der Bluetooth Lautsprecher zeichnet sich vor allem durch einen sehr kräftigen und satten Bass aus. Dieser ist teils etwas dominant, aber der Lautsprecher schafft es dennoch nicht dumpf zu klingen. Der SRS-XB41 produziert einen sehr lebendigen und spaßigen Klang.
Ich will hier nicht in Frage stellen, dass es vielleicht noch einen Bluetooth Lautsprecher gibt der aus neutraler Sicht etwas besser klingt, aber ich würde sagen der Klang ist dem Preis sehr wohl angemessen. Selbst verglichen mit den ganzen China Bluetooth Lautsprechern muss sich der Sony SRS-XB41 aus Preis/Leistungssicht nicht verstecken!
Gerade wenn man die tolle Haptik, den Wasserschutz und natürlich die Licht Show mit in die Rechnung einbezieht.
Kurzum der Sony SRS-XB41 ist ein absolut empfehlenswerter Bluetooth Lautsprecher, wenn Ihr einen spaßigen und bassstarken Klang sucht und dafür auch bereit seid gute 200€ auf den Tisch zu legen. In dieser Preisklasse ist mir aktuell nichts Besseres bekannt!
Das BQ Aquaris X2 Pro ist die größere Version des ebenfalls neu erschienenen Aquaris X2, welches ich mir bereits in einem Test ausführlich angesehen habe.
Dort lieferte das X2 bereits eine derartig gute Vorstellung, dass ich mich entschied mir auch das X2 Pro für einen Test zu bestellen.
Das X2 Pro soll mit einem noch leistungsstärkeren Prozessor und einer hochwertigeren und edleren Verarbeitung punkten.
Gibt es aber noch andere Unterschiede zwischen den beiden Versionen des X2? Wie schlägt sich das BQ Aquaris X2 Pro im Test und im Vergleich zu seinem Haupt-Konkurrenten dem Nokia 7 Plus?
Rein optisch ist das Aquaris X2 und X2 Pro fast identisch. Dies ist aber erst einmal nichts Schlechtes, denn das Design beider Smartphones gefällt mir ausgesprochen gut!
BQ bleibt sicht hier treu und kopiert nicht das Design anderer Hersteller, sondern nutzt ein fast komplett eigenes Design, welches über die letzten 2-3 Jahre etwas verfeinert wurde.
Beispielsweise das Vertikale anordnen der Kameralinsen, was oftmals Apple zugeschrieben wird, ist ein Design Element, das seit dem X5 (2016) von BQ genutzt wird.
Generell wirkt das X2 und X2 Pro sehr schön frisch und eigenständig. Sicherlich eine beeindruckende Leistung für einen kleinen bis mittleren spanischen Hersteller!
Was die Größe des Smartphones angeht, hat BQ sicherlich für sehr viele Nutzer die goldene Mitte getroffen. Mit 5,65 Zoll ist das Display des X2 Pro und auch des normalen X2 angenehm groß, aber das Gehäuse ist im Jahr 2018 glatt als „kompakt“ zu bezeichnen.
Das X2 Pro verfügt zwar nicht über absolut winzige Display Rahmen, aber diese sind ausreichend klein, dass das Smartphone zum einen modern aussieht und zum anderen auch wirklich schön in der Hand liegt. Dies gilt auch dann wenn Ihr keine riesigen Hände habt!
Gerade die Breite des Smartphones ist mit 72mm relativ schmal. Dies in Kombination mit den recht stark abgerundeten Kanten gibt dem X2 Pro eine sehr angenehme Haptik, welche beispielsweise im starken Kontrast zu Nokias Modellen steht.
Bei der Materialwahl gibt es erste Unterschiede zwischen dem X2 und X2 Pro. Beide Smartphones setzten natürlich auf einen sehr schönen Aluminiumrahmen, wo allerdings das X2 noch eine Kunststoff Rückseite nutzt, ist beim X2 Pro Glas.
Natürlich hat dies seine Vor- und Nachteile. Das X2 fühlt sich etwas weicher und robuster an, das X2 Pro etwas kühler und hochwertiger.
Glas ist natürlich bei Stürzen etwas zerbrechlicher als Kunststoff, zerkratzt aber weniger schnell.
Ich muss ganz ehrlich sagen mich hier nicht entscheiden zu können ob mir der Kunststoff des X2 oder das Glas des X2 Pro besser gefällt.
Rein von der Verarbeitung und Haptik sind aber beide Smartphones herausragend!
Gehen wir einmal um das X2 herum. Auf der Front finden wir das 5,65 Zoll 18:9 Display, wie auch eine 8 Megapixel Frontkamera, einen Front LED-Blitz und die Ohrmuschel.
Die Anschlüsse des X2 Pro sind vollständig auf der Unterseite angebracht. Hier finden wir den USB C Ladeport, wie auch den 3,5mm Kopfhöreranschluss. Auch der Lautsprecher ist natürlich auf der Unterseite zu finden.
Der Ein/Ausschalter wie auch die Lautstärkewippe sind an der typischen Position am rechten Rand angebracht. Beide Tasten sind aus Aluminium gefertigt und besitzen einen guten Druckpunkt.
Auf der Rückseite ist die 12 + 5 Megapixel Dualkamera zu finden, wie auch ein Dual-LED Blitz und der Fingerabdruckscanner.
Letzterer ist gut erreichbar mittig angebracht.
Software
BQ setzt bei seiner X2 Serie auf Android One. Android One ist eine besonders schlanke und performante Android Version, welche aber natürlich völlig mit allen Apps kompatibel ist.
Im Grunde ist Android One „Stock“ Android, also das Standard Android ohne Hersteller Modifikationen oder Ähnliches.
Hierdurch ist das OS des Aquaris X2 Pro natürlich etwas unspektakulärer. Es gibt wenige bis keine Bonus Funktionalitäten, dafür aber die top Aktuelle Android 8.1 Version mit aktuellen Sicherheitsupdates.
Auch schnelle zukünftige Updates sollten sichergestellt sein, was bei BQ im Allgemeinen auch kein großes Problem war. BQ versorgte seine Smartphones immer recht zuverlässig mit Updates, was dank Android One nochmals schneller und besser gehen sollte.
Wie bei Android One typisch finden sich auf dem Aquaris X2 Pro auch keine 3. Anbieter Apps. Lediglich die Standard Google Apps inklusive Google Pay sind vorinstalliert. BQ steuert selbst nur seine Kamera App bei, was eine gute Entscheidung ist.
Hierdurch fällt der freie Speicher bei meiner 64GB Version mit 52GB auch schön groß aus.
Display
Das BQ Aquaris X2 Pro verfügt über 5,65 Zoll IPS Display mit einer Auflösung von 2160×1080 Pixeln.
2160×1080 Pixel entspricht einer Full HD Auflösung bei einem Smartphone mit 18:9 Display. Eine weitere Besonderheit sind die abgerundeten Ecken des Panels. LG hatte damit angefangen und wirbt damit das hierdurch das Display/Panel bei Stürzen weniger schnell bricht.
Praktisch ist dies allerdings eher ein optisches Element, welches mir beim X2 Pro gut gefällt. Aber gefällt mir das Display selbst auch gut? Ja!
In praller Sonne
Das Display des BQ Aquaris X2 Pro ist top! Farben sind klar und recht satt, der Kontrast sehr gut und selbst der Schwarzpunkt des Display ist 1a für ein IPS Panel.
Viel besser geht es in dieser Preisklasse nicht mehr.
Zwar gibt BQ beim X2 und X2 Pro genau die gleichen technischen Daten an und auch die gleiche maximale Helligkeit, allerdings scheinen beide Smartphones NICHT das gleiche Panel zu verwenden!
Qualitativ sind zwar beide Displays sehr ähnlich, aber das Display des X2 Pro ist einen Hauch wärmer abgestimmt und gute 25% heller als das Display des X2.
Damit ist das Display des BQ Aquaris X2 Pro nicht nur gut anzusehen, sondern auch vergleichsweise hell.
Lautsprecher
BQ wirbt beim Aquaris X2 Pro recht offensiv mit den Lautsprechern „Erlebe mit der Qualcomm® Aqstic™Lösung und den beiden Lautsprechern mit einer Leistung von bis zu 9 V ein immersives Stereo-Hörerlebnis“.
Vielleicht ist Euch etwas aufgefallen, BQ spricht von Lautsprechern, aber das Smartphone besitzt doch nur einen Lautsprecher auf der Unterseite?! Jein, BQ nutzt wie Apple und auch Samsung die Ohrmuschel als zusätzlichen Lautsprecher bei der Wiedergabe von Medien.
Zwar sind beide Lautsprecher nicht ganz gleichwertig, der „Hauptlautsprecher“ wirkt etwas voluminöser, aber das Aquaris X2 Pro ist dennoch der Lautsprecher-König bei den Mittelklasse-Smartphones.
Zum einem sind die Lautsprecher sehr laut für ein Smartphone, zum anderen passt die Stereo Abbildung.
Die Klangkulisse des X2 Pro wirkt signifikant besser als beispielsweise bei einem Moto G6 Plus oder Nokia 7 Plus.
Zwar sind die Lautsprecher nicht ganz so voll wie beispielsweise bei einem iPhone X oder Google Pixel 2 XL, aber dafür ist das X2 Pro nochmals ein Stück lauter und sehr schön klar.
Legt Ihr auf die Lautsprecher viel Wert ist das BQ Aquaris X2 Pro ganz klar die erste Wahl in der 400€ Preisklasse. Für Abends Youtube Videos im Bett oder was Webradio in der Küche ist das Smartphone wunderbar geeignet.
Wie steht es um den Kopfhöreranschluss? Gut! Dieser bietet eine leicht überdurchschnittliche Qualität. Allerdings scheint hier aber auch kein spezieller DAC oder Verstärker zum Einsatz zu kommen wie beim LG V30 zum Beispiel.
Das soll aber kein Kritikpunkt sein, normale und selbst hochwertige Ohrhörer und kleinere Kopfhörer klingen Klasse am Smartphone.
Kamera
Das BQ Aquaris X2 Pro verfügt über eine 12 Megapixel Hauptkamera mit einer f1.8 Blende. Bei dem Sensor handelt es sich um den Samsung S5K2L8, einen vergleichsweise modernen und neuen Kamerasensor. Dieser kommt auch bisher exklusiv bei BQ zum Einsatz.
Der S5K2L8 ist ein 1/2.8″ Sensor, welcher über vergleichsweise große 1.29 μm Pixel verfügt. Damit sollte das Aquaris X2 Pro recht gut auch bei Dunkelheit klarkommen.
Zusätzlich nutzt BQ einen sekundären 5 Megapixel Sensor, für den Porträt Modus.
Kommen wir auch ohne große Umschweife zu den Testbildern. Diese sind wie üblich nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen. Beim Anklicken der Aufnahmen wird die volle Qualität geladen! Mobile Nutzer aufgepasst, ein Foto des Aquaris X2 Pro ist 4,6MB im Schnitt.
Kleine Anmerkung an dieser Stelle. Das BQ Aquaris X2 verfügt über 1 zu 1 die gleiche Kameralösung wie das X2 Pro! Im direkten Vergleich sind Bilder von beiden Smartphone nahezu identisch.
Das BQ Aquaris X2 Pro ist eins der stärksten wenn nicht sogar das kamerastärkste Smartphone der Mittelklasse!
Fotos können mit einer guten Schärfe, sehr guten Dynamik und hervorragenden Detaildarstellung punkten. Auch die Farbdarstellung ist sehr gut! Das Aquaris X2 Pro neigt zu etwas kontrastreicheren und etwas farbenfroheren Bildern.
Dies ist allerdings nicht so stark ausgeprägt wie bei beispielsweise Samsung, aber die Aufnahmen wirken etwas lebendiger als beispielsweise bei Huawei oder Nokia.
Hierzu trägt auch ohne Frage die Kamera-Software bzw. App bei. Die BQ Kamera App bzw. der von BQ genutzte HDR Algorithmus ist herausragend!
Das Aquaris X2 Pro bietet hier zwei Modi, AutoHDR und HDR+. HDR+ soll und kann alle Aufnahmen ein gutes Stück verbessern, ähnlich wie bei den Google Pixel Smartphones.
Allerdings gibt es hier auch beim X2 Pro nach jeder Aufnahme eine kleine Verzögerung. Dafür sind die Resultate sehr stark und ansehnlich.
Es macht viel Spaß mit dem X2 Pro zu fotografieren! Dies auch bei etwas schlechteren Lichtbedingungen. Im Low Light zeigt das X2 Pro ein sehr gutes Rauschverhalten und Bildschärfe. Verglichen mit anderen Mittelklasse Modellen wie dem Moto G6 Plus oder Nokia 6.1 kann das X2 Pro ganz klar überzeugen.
Auch ist der generelle Ausschuss an Bildern beim X2 Pro erfreulich gering. Zum einen ist das Smartphone recht resistent gegenüber dem Verwackeln, zum anderen ist der Autofokus sehr treffsicher.
Zwar ist das Aquaris X2 Pro noch nicht ganz auf dem Level von Google Pixel, S9 und Co., aber von den ganzen Mittelklasse Smartphones ist das X2 Pro am nächsten dran! Ich hätte keine Probleme mit diesem Urlaubsbilder oder allgemein Aufnahmen von „unwiederbringbaren“ Erinnerungen zu machen, was ein großes Lob ist.
Aber natürlich ist die Kamera auch nicht perfekt. Es gibt zwei kleine Kritikpunkte. Der erste Kritikpunkt wird sicherlich vom Samsung Kamerasensor ausgelöst. Die Bilder des X2 Pro besitzen eine eher mäßig gute Textur. Dies ist beispielsweise im Himmel bei vielen Aufnahmen leicht zu erkennen. Hier gibt es oftmals etwas „Rauschen“, der Himmel wirkt also nicht glatt.
Dieses Phänomen ist mir des Öfteren bei Smartphones mit Samsung Sensor aufgefallen. Allerdings stört dies in der Praxis kaum, sofern man nicht in die 100% Ansicht zoomt.
Ein weiterer Kritikpunkt ist der Weißabgleich. Dieser ist beim X2 Pro teils etwas zickig. Generell neigt das Smartphone zu etwas wärmeren Aufnahmen, was ich nicht schlecht finde. Aber teils, gerade bei Bewölkung, kippt der Weißabgleich doch sehr ins Gegenteil und Bilder werden etwas sehr kalt. Allerdings arbeitet BQ hier wohl bereits an einem Update, welches den Weißabgleich noch etwas zuverlässiger gestallten soll.
Der schärfste Konkurrent des Aquaris X2 Pro ist das Nokia 7 Plus. Im direkten Vergleich gefällt mir meist das X2 Pro etwas besser, was die Fotos angeht. In einem Blindvergleich mit 56 identischen Bildern habe ich mich in 34 Fällen für die Aufnahme des X2 Pro entschieden und in 22 Fällen für das Nokia 7 Plus.
Das X2 Pro liefert etwas lebendigere Aufnahmen mit mehr Kontrast und Farben. Auch ist oftmals die Dynamik einen Ticken besser. Selbst im Low Light kann das X2 Pro mit dem hier technisch eigentlich überlegenen Nokia 7 Plus mithalten und meist ein Stück überbieten, was Schärfe und Rauschverhalten angeht.
Lediglich im Ultra Low Light ist das Nokia besser als das BQ.
Nokia 6.1
Aquaris X2 Pro
Aquaris X
Wie steht es um den Video-Modus? Ähnlich wie Fotos sind Videos sehr schön scharf, kontrastreich und lebendig. Dabei hilft natürlich auch die 4K Auflösung, welche allerdings bei Modellen dieser Preisklasse mittlerweile als selbstverständlich anzusehen ist.
Woran es leider dem X2 Pro mangelt ist eine Videostabilisierung. Die Software Videostabilisierung ist Okay, aber Aufnahmen sind sichtlich wackliger als bei High End Smartphones.
Dennoch sind auch Videos des BQ Aquaris X2 Pro sehr brauchbar!
Kommen wir zum Abschluss noch auf den Porträt-Modus zu sprechen. Ich bin bei den meisten Smartphones kein großer Fan von diesem. Es wirkt heut zu tage meist eher wie ein Gimmick „jedes Smartphone muss zwei Kameras haben sonnst, ist es nicht High End“.
Gerade in der Einsteiger-Klasse wie aber auch in der Mittelklasse ist der Porträt-Modus meist nicht gut. Allerdings ist dieser beim X2 Pro in Ordnung! Sofern genug Licht vorhanden ist, werden Gesichter erfreulich akkurat freigestellt.
Kurzum der Porträt-Modus taugt!
Leistung/Benchmarks des Aquaris X2 Pro
BQ setzt beim X2 Pro auf den Snapdragon 660 in Kombination mit 4GB RAM. Der Snapdragon 660 ist ein top aktueller SoC der gehobenen Mittelklasse, welcher auf der Qualcomm Kryo 260 Architektur basiert.
Der Snapdragon 660 ist ein höher getakteter Snapdragon 636 (1,8Ghz vs. 2,2GHz). Beide Chips teilen sich auch die gleiche Grafikkarte, welche im Falle des Snapdragon 660 ebenfalls etwas höher getaktet ist.
Wollen wir uns in ein paar Benchmarks einmal ansehen was der Snapdragon 660 so zu leisten vermag.
Der Snapdragon 660 ist ein ausgesprochen fähiger SoC. Aufseiten der CPU ordnet sich der Snapdragon 660 zwischen den ehemaligen High End Chips Snapdragon 821 und 835 ein.
Dabei ist der 660 aufseiten der CPU ca. 20% schneller als der Snapdragon 636, welcher im normalen Aquaris X2 steckt.
Aufseiten der Grafikkarte ist allerdings der Snapdragon 660 etwa schwächer, gerade verglichen mit den High End Chips.
Während die CPU des Snapdragon 660 einfach mal schlanke 40% schneller ist als die des Snapdragon 821 (LG G6, Google Pixel 1), ist die GPU (Grafikkarte) rund 28% langsamer.
Keine Überraschung, Qualcomm nutzt oftmals die Grafikkarte als primärer Unterscheidungsgrund zwischen High End und Mittelklasse Chips. Frei nach dem Motto, eine gute Alltagsleistung bieten beide Chips, wollt Ihr aber ein Gaming Monster müsst Ihr zu den „großen“ Smartphones greifen.
In der Praxis
Wie schlägt sich aber das Aquaris X2 Pro in der Praxis? Ausgesprochen gut! Die üblichen alltäglichen Anwendungen wie WhatsApp, Twitter, Facebook, der Webbrowser laufen absolut flüssig und starten auch angenehm flott. Hier gibt es kaum einen Unterschied zu aktuellen Flaggschiff Smartphones.
Sehr Ähnliches gilt auch im Ganzen für die Benutzeroberfläche. Diese läuft absolut flüssig und angenehm schnell. Auch Ruckler oder kleinere Hänger konnte ich nicht beobachten.
Das Ganze ist aber keine große Überraschung bei der Hardware Power.
Wo ein gewisser Unterschied zu spüren ist, ist bei Spielen. Die Standard-Spiele wie Pokemon Go und Co. laufen selbstverständlich absolut problemlos. Auch die aller meisten „High End“ Titel laufen auf höchster Qualität flüssig auf dem Smartphone.
Allerdings gibt es durchaus ein paar Ausnahmen, welche entweder nicht ganz auf höchster Qualität laufen bzw. recht lange zu starten benötigen. PUBG Mobile ist hier wie üblich ein gutes Beispiel.
Auch etwas aufwendigere Emulatoren usw. können auf High End Smartphones merklich etwas besser laufen.
Im Großen und Ganzen gilt aber, dass Ihr in der 400€ Preisklasse kaum mehr Power bekommen könnt als beim X2 Pro! Grundsätzlich würde ich das X2 Pro voll als gaming- tauglich bezeichnen!
Bonuspunkte bekommt das X2 Pro für das gute LTE Modul und das schnelle verbaute WLAN. Das WLAN unterstützt natürlich das 5GHz Band wie auch den AC Standard. Es werden Geschwindigkeit von bis zu 433Mbit erreicht.
Auch der Fingerabdruckscanner auf der Rückseite ist angenehm flott und auch nach dem zweiten Einspeichern meines Fingerabdrucks extrem akkurat.
Etwas ungewöhnlich ist die Benachrichtungs-LED, welche am unteren Rand des Smartphones angebracht ist (oberhalb des Kopfhöreranschlusses). Der Vibrationsmotor des X2 Pro ist relativ hochfrequent. Diese ist nicht schlecht, aber auch nicht super „satt“.
Akku
Wie auch das BQ Aquaris X2 verfügt auch das X2 Pro über einen 3100mAh starken Akku. 3100mAh sind für ein Smartphone dieser Klasse eine akzeptable, aber auch keine gigantische Kapazität
Allerdings ist die reine Kapazität des Akkus oftmals gar nicht so essenziell. Viel wichtiger ist, wie energieeffizient die restlichen Komponenten sind, wie Display, SoC, Speicher usw.
In meinem üblichen Standard Test, Webbrowsen, Social Media, Twitter, leichtem Gaming usw. hielt das Aquaris X2 Pro rund 7-7,5 Stunden durch.
Bei einer reinen Video Wiedergabe bei einer niedrigen Displayhelligkeit wären auch 8+ Stunden möglich.
Dies entspricht ungefähr dem normalen Aquaris X2.
Selbst intensive Nutzer werden mit dem BQ Aquaris X2 Pro gut durch den Tag kommen. Normalnutzer schaffen mit dem X2 Pro sicherlich auch gute 2-3 Tage, zumal der Standby Stromverbrauch angenehm gering ist.
X2 vs. X2 Pro
Kommen wir noch auf den direkten Vergleich X2 und X2 Pro zu sprechen. Beide Smartphones unterscheiden sich in folgenden Punkten:
Leistung (Snapdragon 660 vs. 636)
Speicher (32GB vs. 64GB)
Material (Glas vs. Kunststoff)
Displayhelligkeit
Das war es im Großen und Ganzen auch schon. Kamera, Lautsprecher und auch die Software ist bei beiden Modellen identisch.
Hier ist es natürlich nicht ganz leicht sich für eins der Beiden zu entscheiden. Ich denke, den meisten Nutzern würde ich tendenziell eher zum normalen BQ Aquaris X2 raten.
Die höhere Leistung des Prozessors ist sicherlich der größte Unterschied, allerdings ist der Snapdragon 660 auch nur 20% schneller als der 636. In der Praxis ist dies ein in der Regel nicht oder nur sehr bedingt spürbarer Unterschied.
Lediglich wenn Ihr viel auf Eurem Smartphone spielt, können sich diese 20% positiv auswirken. Daher würde ich das X2 Pro primär „Gamern“ empfehlen oder generell Nutzern die einen besonders hohen Wert auf das Maximum an Leistung legen.
Der Aufpreis vom X2 319€ auf das X2 Pro 399€ ist grundsätzlich als fair zu bezeichnen, aber das normale X2 hat klar die etwas bessere Preis/Leistung.
Fazit
Das Aquaris X2 Pro ist ein herausragendes Smartphone der gehobenen Mittelklasse, welches durchaus eine weitere kleine Verbesserung zum ebenfalls hervorragenden X2 darstellt.
Dabei kann das X2 Pro mit sehr vielen Stärken des normalen X2 Punkten. Dies beginnt beim tollen Design und der sehr guten Haptik, welche sich dank Glas Rückseite nochmals etwas edler anfühlt.
Hierbei ist das Smartphone dank 5,65 Zoll Display weiterhin sehr handlich, was heutzutage nicht unbedingt selbstverständlich ist. Dabei besitzt das 5,65 Zoll Display aber nicht nur eine gelungene Größe, sondern sieht auch klasse aus!
Ebenfalls klasse aussehen tun die Fotos und Videos des X2 Pro. Diese sind zwar noch nicht ganz auf dem absoluten High End Level, aber sehr dicht dran. Das BQ produziert sehr schöne und lebendige Fotos mit starken Kontrasten und schönen Farben. Dies auch nicht nur in optimalen Lichtbedingungen, sondern auch abends oder indoor. Gerade die Low Light Performance des X2 Pro ist als besonders positiv hervorzuheben. Die Kamera kann sogar die des Nokia 7 Plus leicht schlagen, was durchaus eine Leistung ist!
Eine sehr gute Leistung liefert auch der Snapdragon 660, welcher nochmals ein kleines Stück mehr Leistung bietet als der Snapdragon 636. Diese zusätzliche Leistung merkt man allerdings im Alltag nur recht selten. Sowohl das Aquaris X2 wie auch das X2 Pro laufen hier sehr gut.
Wo man die zusätzliche Leistung etwas merkt, ist in Spielen und komplexeren Apps. Hier macht das X2 Pro auch dank der „best in Class“ Lautsprechern einen tollen Job.
Kommen wir damit auch zum Abschluss. Ich denke, den meisten Normalnutzern würde ich eher zu BQ Aquaris X2 raten und nicht zum Pro. Das Pro stellt zwar eine gelungene „Plus“ Version dar, aber die Unterschiede sind auch nicht gigantisch.
Allerdings ist auch der Preisunterschied zum X2 auch nicht gigantisch. Sucht Ihr also ein hervorragendes und besonders Leistungsstarkes Smartphone, welches schafft sich durch viele kleine Punkte sich von vielen 08/15 Modellen abzusetzen, seid Ihr beim X2 Pro goldrichtig.
Dieses stellt gemeinsam mit dem Nokia 7 Plus die beiden besten Smartphones der gehobenen Mittelklasse dar!
WLAN Mesh Systeme sind ein riesen Trend. Kein Wunder, WLAN ist mittlerweile mehr als ausreichend schnell, woran es jedoch gerade bei größeren Haushalten oft etwas hapert, ist die Reichweite.
1-2 Repeater sind hier oft Standard. Zwar sind auch Repeater die letzten Jahre deutlich besser geworden, aber so 100%ig sind diese meist weiterhin nicht.
Hier versprechen und liefern Mesh Systeme eine unkomplizierte Lösung. Anstelle eines großen Routers habt Ihr mehrere Knotenpunkte, welche Ihr im Haus verteilt und die untereinander ein großes WLAN Netz aufbauen.
Das Lyra Trio ist das neuste WLAN Mesh System aus dem Hause ASUS. Das Lyra Trio soll durch eine besonders hohe Reichweite, bis zu 500m², und starke Software Funktionen punkten.
Auch die Leistungsfähigkeit soll dank 3×3 Design und bis zu 1200Mbit/s auf dem 5GHz Band stimmen.
Allerdings will ASUS dafür aber auch stolze 400€. Ein gerechtfertigter Preis? Dies gilt es im Test herauszufinden! Neugierig?
An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Ausleihen des Lyra Trio Systems für diesen Test.
Oftmals ist es gar nicht so einfach herauszufinden was für ein WLAN Gerät man benötigt, daher hier eine kleine Übersicht.
Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt nur die Reichweite vergrößern, in diesem Fall wird vermutlich ein Repeater das Richtige für Euch sein.
Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt einen weiteren WLAN „Sender“ per Kabel anschließen (dies kann auch in einem anderen Raum sein) oder die schlechte W-Lan Funktion in Eurem Router ersetzen (ohne den Router komplett auszutauschen), dann benötigt Ihr einen Access Point.
Ihr habt von Eurem Internet Anbieter nur ein Modem und wollt dieses mit WLAN „ausstatten“ dann benötigt Ihr einen Router. Alternativ kann man auch eine bestehende Fritzbox, Speedport oder Ähnliches auch nur als Modem nutzen und einem anderen Gerät die Aufgabe als Router überlassen.
Ihr wollt Eure alte Fritzbox, Speedport oder anderes Modem welches Ihr von Eurem Internet Anbieter bekommen habt komplett gegen etwas Besseres ersetzten, dann benötigt Ihr im Normalfall einen Router mit Modem, achtet gegebenenfalls auch auf die Unterstützung von VoIP!
Und zu guter Letzt, Ihr habt einen Smart TV, Spielekonsole oder etwas Derartiges was kein eingebautes WLAN Modul besitzt, sondern lediglich einen LAN Port und wollt diese mit Eurem bereits bestehendem WLAN Netzwerk verbinden. In diesem Fall benötigt Ihr eine WLAN Bridge.
Das ASUS Lyra Trio Mesh System kann entweder als normaler Router oder auch als Access Point eingesetzt werden.
Gerade Letzteres wird vermutlich bei den meisten Nutzern der Fall sein. Erfreulich das ASUS einen hier einfach umschalten lässt.
Das ASUS Lyra Trio im Test
Wie der Name möglicherweise schon vermuten lässt besteht das ASUS Lyra Trio aus drei WLAN Mesh Stationen, welche zusammenarbeiten um ein großes WLAN Netz zu erstellen.
Hierbei ist das Design der einzelnen Stationen sehr interessant. ASUS setzt auf eine Pyramidenform, welche ich so noch bei keinem anderen WLAN Router gesehen habe.
Pyramidenform ist allerdings auch nicht ganz richtig, denn man hat die Flächen weggelassen, es gibt lediglich die drei Kanten welche eine Spitze bilden.
In diesen drei Kanten sind die Antennen untergebracht, clever! Hierdurch kann ASUS vergleichsweise große Antennen in diesem doch sehr kompakten Design unterbringen.
Dabei sind die drei einzelnen Stationen kaum größer als Eure Handfläche. Rein von der Verarbeitung und Haptik spiegelt das Lyra Trio durchaus den gehobenen Preis wieder. Die Stationen wirken hochwertig und massiv.
Nicht, dass dies groß eine Rolle bei einem WLAN Router spielen würde, aber dennoch hat man so das Gefühl Qualität für sein Geld bekommen zu haben.
Was die Anschlüsse angeht finden wir leider nur die Standard Ausstattung für ein WLAN Mesh System. Also pro Station zwei Gbit LAN Ports und das wars auch schon.
Die LAN Ports an allen drei Stationen lassen sich allerdings so nutzen als wären diese an einem Gerät. Habt Ihr allerdings einen etwas technisch besser ausgestatteten Haushalt, wird vermutlich ein zusätzlicher Switch von Nöten sein.
USB Ports oder Ähnliches gibt es leider am Lyra Trio nicht.
Warum WLAN Mesh?
Was macht ein WLAN Mesh System so gut oder besonders? Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Typen WLAN Mesh Systeme, Dual-Band und Tri-Band.
Tri-Band Mesh Systeme nutzen neben dem 2,4GHz und 5GHz Band noch ein zweites 5GHz Band. Dieses ist ausschließlich für die interne Kommunikation zwischen den einzelnen Stationen.
Es gibt also bei Tri-Band WLAN Systemen einen gesonderten Backlink, für eine höhere Performance.
Allerdings handelt es sich beim ASUS Lyra Trio im Gegensatz zum normalen Lyra System um ein einfaches Dual-Band System. Das bedeutet Station 1 und 2 kommunizieren über das gleiche 5Ghz Band welches auch Euren Endgeräten zur Verfügung steht. Hierdurch halbiert sich die effektive Geschwindigkeit der zweiten Station.
Wo ist dann aber der Unterschied zu einem normalen WLAN Router + Repeater Setup? Ein WLAN Router und Repeater wissen im Grunde nichts voneinander. Euer Router weiß also nicht, dass ein Repeater mit diesem verbunden ist. Der Repeater ist für den Router nichts anderes als ein normaler Client.
Es gibt also keine „höhere“ Kommunikation. Anders ist dies bei WLAN Mesh Systemen. Hier Kommunizieren die einzelne Mesh Stationen untereinander, tauschen Informationen über die verbundenen Clients aus, nutzen die gleiche SSID und auch das gleiche WLAN Band.
Dies erlaubt beispielsweise einen besseren und vor allem flüssigeren Wechsel zwischen den einzelnen Stationen.
Geht Ihr also durchs Haus werdet Ihr laufend mit der Station verbunden die das beste Signal liefert. Beim klassischen Repeater Setups ist dieser Wechsel meist deutlich härter. Es wird hier erst zwischen den einzelnen Station gewechselt, wenn wirklich das Signal von einer Station abreißt.
Das ASUS Lyra Trio basiert hierbei wie die meisten Systeme dieser Art auf der Qualcomm Wi-Fi SON Plattform. Mehr Infos dazu hier.
Software
Was die Software und Benutzeroberfläche angeht fährt ASUS beim Lyra Trio zweigleisig. Einerseits versucht man dem „08/15“ Nutzer eine einfache App an die Hand zu geben, andererseits braucht man für die erweiterten Feature die klassische ASUS WebUI.
Beginnen wir aber am Anfang. Um das ASUS Lyra Trio einzurichten benötigt Ihr die Lyra Smartphone App.
Hier ist die Einrichtung in der Tat sehr einfach und unkompliziert gemacht. Verbindet den Router(eine der Lrya Stationen) mit dem Strom und Netzwerk/Modem, startet die App und diese sucht von alleine die Station und verbindet sich mit dieser.
Nach wenigen Minuten müsst Ihr lediglich den WLAN Namen und das Passwort festlegen. Den Rest macht die App für Euch.
Seid Ihr also noch sehr unerfahren was solche Dinge angeht, ist auch für Euch kein Problem das Lyra Trio zum Laufen zu bekommen.
In der App erhaltet Ihr eine einfache Übersicht über Euer Netzwerk. Also wie viele Stationen verbunden sind, welche Clients verbunden sind, wie viel Trafik gerade über Euer Netzwerk läuft usw.
Dabei ist die App allerdings wirklich so einfach wie nur möglich von ASUS gehalten. Um die erweiterten Einstellungen zu erhalten müsst Ihr in die WebUI wechseln.
Leider allerdings wurden alle Funktionen die in der App zu finden sind, aus der WebUI entfernt. Das heißt die WebUI hat zwar ein paar interessante Funktionen wie QoS, diverse Graphen zur Web Nutzung usw. wirkt aber etwas löchrig.
Die App auf der anderen Seite wirkt etwas stark vereinfacht.
Kurzum das ASUS Lyra Trio System richtet sich ganz klar an den normalen Nutzer, der dieses einmal einrichtet und dann nichts mehr groß versucht zu verstellen.
Ein großes Feature über welches wir ganz klar reden müssen ist ASUS AiProtection. ASUS AiProtection ist eine Art „Antivirenschutz“ bzw. Intrusion Prevention System.
Versucht Euer PC/Smartphone/Notebook eine verseuchte Webseite aufzurufen dann wird dieser Vorgang geblockt. Intern arbeitet im Router eine sich laufend aktualisierende Filterliste auf welcher IP Adressen von bekannten „bösen“ Webseiten stehen.
Diese Filterliste kommt nicht von ASUS, sondern von Trendmicro, also einem großen Antiviren Schutz Hersteller.
Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Blockieren von infizierten Geräten. Erkennt AiProtection, dass ein Gerät in Eurem Netzwerk versucht eine Verbindung zu beispielsweise einem Kontrollserver eines Bot Netzwerks aufzubauen, werdet Ihr benachrichtigt und diese Verbindung blockiert.
Interessant ist dies gerade für Smart Home Geräte. Sollte hier eins gekapert werden, wisst Ihr dann immerhin Bescheid. Bei anderen Routern würde das Gerät im Hintergrund fleißig einem anderen Herren dienen und Ihr wisst nichts davon.
ASUS setzt beim Lyra Trio auf ein 3×3 Design. Das bedeutet die Stationen können drei parallele Datenströme produzieren. Hierdurch kann das System bis zu 1200Mbit/s auf dem 5GHz Band und 450MBit/s auf dem 2,4GHz Band liefern.
Auf dem Papier klingt das natürlich immer sehr gut, aber die 1200Mbit/s werdet Ihr in der Praxis niemals sehen. Dies liegt nicht daran das ASUS Euch betrügen möchte, sondern einfach daran, dass diese Angaben bei allen Hersteller immer sehr optimistisch sind und das es einfach kaum Clients gibt die ein 3×3 WLAN und somit die 1200Mbit/s unterstützen.
Es gibt einige PCIe WLAN Karten welche 1200Mbit/s oder mehr schaffen, allerdings ist mir beispielsweise keine Notebook WLAN Karte bekannt, die dies schafft (die Killer 1550 zählt nicht, da diese 160mhz Kanalbreite benötigt).
Ähnliches gilt auch für Smartphones und Tablet, 867Mbit/s sind hier in der Regel das höchste der Gefühle. Sind also die 1200Mbit/s des Lyra Trio Systems verschenkt?
Nein, man kann die zusätzliche Bandbreite als eine Art Puffer bei mehreren parallelen Zugriffen, betrachten. Zudem hilft das 3×3 beim MU-MIMO, welches ebenfalls vom ASUS Lyra Trio unterstützt wird.
Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für das ASUS Lyra Trio den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.
Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.
Dies sollte uns einen guten Eindruck vermitteln, was das Lyra Trio in der Praxis maximal zu leisten vermag.
Leider macht es mir das Lyra Trio System nicht ganz einfach. Es ist nicht möglich, sich gezielt mit dem 2,4GHz oder 5GHz Band zu verbinden. Beide Bänder haben eine SSID und auf kurze Distanz wird man immer auf das 5GHz Band geschoben.
Grundsätzlich ein Verhalten, das im Alltag wünschenswert ist, aber das Testen erschwert. Auch ist es nicht möglich gezielt einen WLAN Kanal zu wählen. Man muss mit dem leben, was einem das Lyra Trio System aussucht.
Meist ist diese automatische WLAN Kanal Auswahl okay, aber oftmals wäre auch noch etwas mehr Leistung möglich wenn man per Hand hier herumprobiert.
Die letztendliche Leistung eines ASUS Lyra Trio entspricht genau den Erwartungen. Mit knapp über 70MB/s in Kombination mit der TP-Link WLAN Karte ist die Leistung zwar für einen ASUS WLAN Router nicht zwingend überragend, die Gaming WLAN Router von ASUS leisten hier schon noch ein gutes Stück mehr, aber für einen Mesh Punkt sehr gut!
Man liegt hier generell sogar etwas über dem normalen ASUS Lyra System und den meisten anderen WLAN Mesh Systemen.
Ähnliches gilt auch in Kombination mit Intel ac 7260 WLAN Karte, wo sich das Lyra Trio allerdings zwischen dem Lyra Mini und dem normalen Lyra System platziert.
Dieser Unterschied kann aber auf die „Tagesform“ oder andere Störfaktoren geschoben werden.
Aber natürlich kauft man kein WLAN Mesh System nicht für die maximale Leistung auf kurze Distanz. Man kauft ein WLAN Mesh System für Reichweite und WLAN Abdeckung.
Wie schlägt sich hier das Lyra Trio?
Beginnen wir mit den Basics, nein eine Station des Lyra Trio Systems ist was die Reichweite angeht normalen High End WLAN Routern unterlegen.
Hier einmal die Werte für rund 15-20 Meter Distanz und durch drei Wände hindurch.
Braucht Ihr nur einen WLAN Router für eine kleine bis mittlere Wohnung seid Ihr mit einem ASUS RT-AC86U ganz klar besser beraten als mit einem ASUS Lyra Trio.
Allerdings bietet ASUS das Lyra Trio in Deutschland auch nur als Dreier Set an. Was passiert nun, wenn wir eine Mesh Station mittig positionieren?
In Kombination mit dem Dell XPS 13 9370, welches ein weniger starkes WLAN Setup besitzt als das große Alienware 15, steigert der Mesh Punkt die Leistung von 7,25MB/s auf rund 14MB/s.
Damit ist das Lyra Trio System plötzlich den meisten High End Routern überlegen. Bei Alienware 15 hingegen scheiden die normalen WLAN Router weiterhin besser ab.
Die Killer 1550 WLAN Karte im Alienware macht hier einen vortrefflichen Job mit dem schwächeren Signal umzugehen.
Andere Geräte wie auch Smartphones kommen mit dem stärkeren Signal des zusätzlichen Mesh Knotens in der Mitte deutlich besser klar.
Dies sieht man auch im Vergleich mit anderen WLAN Mesh Systemen.
Ohne Mesh Knoten ist die Signalstärke des Lyra Trios eher mäßig. Mit einem Mesh-Knoten in der Mitte hingegen ist das Lyra Trio System hingegen stärker als beispielsweise das Ubiquiti Amplifi HD oder Tenda Nova MW3 System.
Dies spricht zum einen dafür, dass die Kommunikation zwischen den Stationen besser funktionieren könnte, zum anderen, dass das Antennen Setup des Lyra Trios auf die interne Kommunikation optimiert ist.
Um auf den Vergleich zu normalen WLAN Routern zurückzukommen. Eine Distanz von 15 Metern ist auch für diese noch problemlos zu meistern. Allerdings bei 20-25 Metern und diversen Wänden beginnt das Signal allerdings recht deutlich abzubauen.
Bei einem WLAN Mesh System hingegen wird das Signal bei jedem Mesh Knoten so zusagen „erneuert“. Man verliert zwar etwas Tempo, gerade bei Dual-Band Systemen wie dem Lyra Trio, aber das Signal zwischen Mesh Station und Client ist konstanter.
Umso schlechter das WLAN Modul Eures Clients ist, umso mehr profitiert dieser von einem Mesh System. Und dies ist die wahre Stärke eines Mesh Systems, Signal-Konstanz.
Habt Ihr Kabel im Haus oder der Wohnung verlegt, könnt Ihr auch einen wired Uplink nutzen, welcher das Tempo des Lyra Trio deutlich anheben kann. Hier ist das System nicht auf eine WLAN Verbindung zwischen den einzelnen Stationen angewiesen, sondern kann dies per Kabel machen, wodurch immer ein perfektes Tempo besteht.
Das Roaming, also das Wechseln zwischen den einzelnen Stationen, wenn Ihr Euch im Haus bewegt, funktionierte beim Lyra Trio absolut problemlos und flüssig. Selbst wenn Ihr gerade ein Video schaut, werdet Ihr keinen Abriss oder Puffern des Videos erleben. Allerdings muss man auch zugeben, dass dies alle auf dem Qualcomm Wi-Fi SON System basierenden Mesh Systeme sehr gut hinbekommen.
Etwas überdurchschnittlich gut funktionierte hingegen das Band Steering. Band Steering = Euer WLAN Router produziert ein 2,4GHz und 5GHz Netz. Das 2,4Ghz Band ist älter und langsamer, ist aber etwas Signalstärker als das schnellere 5GHz Band.
Von Haus aus verbindet sich aber Euer Smartphone nicht mit dem schnelleren 5GHz Band, sondern immer mit dem welches Signal stärker ist und dies ist fast immer das 2,4GHz Band.
Wie misst Euer Smartphone welches WLAN Band Signalstärker ist? Es werden kleine Anfragen an den WLAN Router gesendet und gemessen wie lange dieser zum Antworten braucht. Erkennt nur das ASUS Lyra Trio das es parallel eine Verbindungsanfrage auf dem 2,4Ghz und 5GHz Band gibt, drosselt Band Steering die Antwort des 2,4Ghz Bands.
Dadurch antwortet das 5GHz Band zuerst und es wird sich mit diesem verbunden. Je nach WLAN Router funktioniert dies besser oder schlechter. Beim ASUS Lyra Trio funktionierte dies angenehm zuverlässig.
Stromverbrauch
Der Stromverbrauch auch von kleinen Dingen wie WLAN Routern wird immer wichtiger. Von daher wie viel Energie verleibt sich das ASUS Lyra Trio ein?
Im Normalbetrieb rund 4,3-4,5W pro Station. Dies ist erstmal angenehm wenig, aber natürlich haben wir 3 Stationen im Set.
Das komplette Set benötigt also so viel Energie wie ein großer High End WLAN Router.
Fazit
Das ASUS Lyra Trio hebt sich ganz klar ein gutes Stück von anderen ASUS WLAN Routern ab und dies nicht nur aufgrund des Mesh Systems.
Das ASUS Lyra Trio richtet sich ganz klar an den normalen Nutzer! Es handelt sich hier um ein Software und Hardware technisch recht einfaches System, mit allen Vorzügen die dies bietet und auch allen Nachteilen.
Erwartet Ihr ein WLAN System, das Ihr einsteckt, einmal einrichtet und Euch dann nie wieder darum kümmern müsst? So in der Art funktioniert das Lyra Trio. Die Einrichtung und Nutzung ist stark vereinfach.
Dies passt aber auch ganz gut zur Hardware. Sucht Ihr das schnellst mögliche WLAN System, dann seid Ihr hier falsch. Das Lyra Trio ist zwar eins der schnellsten WLAN Mesh Systeme das mir bisher begegnet ist, kann aber nicht mit regulären High End Routern mithalten.
Das Lyra Trio kann vielmehr durch Reichweite und Signalstabilität punkten als durch reines Tempo. Letzteres ist aber ebenfalls mehr als ausreichend, sofern Ihr nicht regelmäßig Daten auf einen lokalen Server übertragt. 4K Video Streaming, App Downloads usw. sind selbst auf große Distanzen problemlos und schnell möglich. Ich schätze Wohnungen mit 200-300m² würden sich gut mit dem Lyra Trio abgedeckt bekommen.
Etwas schwierig ist die Preisgestaltung. Aktuell müsst Ihr rund 35-400€ für das Trio auf den Tisch legen, was ein ähnlicher Preis ist wie für das eigentlich eine Stufe höher angesiedelte Lyra System. Für den Normalnutzer würde ich allerdings eher das Lyra Trio empfehlen. Lediglich wenn Ihr wenige high Performance Gaming Notebooks usw. habt, dann ist das normale Lyra System besser, dank des Tri-Band Aufbaus.
Dennoch bleibt 400€ ein stolzer Preis. Gehört Ihr zu den High End Nutzern würde ich Euch hier vermutlich eher den Kauf eines ASUS Ai Mesh Systems empfehlen. Zwei zusammengeschaltete ASUS RT-AC86U schlagen das Lyra Trio in vielen Belangen und kosten ebenfalls rund 400€, ist aber etwas „komplexer“.
Das Lyra Trio bietet sich primär für den Normalnutzer an, der für Smartphone und Tablet ein WLAN System sucht, welches einfach, schnell und eine besonders gute Reichweite und Signalabdeckung bietet. Hier kann ich das Lyra Trio auch voll empfehlen!
Ankers SoundCore Bluetooth Lautsprecher haben einen hervorragenden Ruf und dies auch absolut zu Recht.
In sämtlichen Preisklassen sind Ankers SoundCore Bluetooth Lautsprecher absolut zu empfehlen, manche Modelle natürlich mehr und manche weniger. Einen richtig schlechten Bluetooth Lautsprecher von Anker habe ich aber schon lange nicht mehr gehört.
Daher kann man durchaus sagen, dass die Erwartungshaltung an den Motion Q recht hoch ist. Der SoundCore Motion Q ist eins der neusten Modelle von Anker und soll neben einem natürlich guten Klang auch mit einer großartigen Optik punkten.
Aber schafft dies der SoundCore Motion Q auch? Und welcher Lautsprecher ist besser von Anker, der SoundCore 2 oder der SoundCore Motion Q?
Wollen wir dies einmal in einem Test herausfinden! Kann der Anker SoundCore Motion Q überzeugen?
Auf den ersten Blick hat mich der Anker SoundCore Motion Q etwas an einen kleinen Apple HomePod erinnert. Dies meine ich auch nicht negativ. Dieses leicht ovale Design mit der Textilummantelung gefällt mir sehr gut!
Auch ist die Textilummantelung gut gemacht. Diese liegt sehr schön straff und gleichmäßig auf dem Lautsprecher auf und fühlt sich sehr angenehm an. Ca. 90% des Lautsprechers ist ummantelt, lediglich die Oberseite, wie auch ein schmaler Rand auf der Unterseite bestehen aus Kunststoff bzw. stark gummiertem Kunststoff.
Dabei schafft es der Anker SoundCore Motion Q eine gewisse Massivität auszustrahlen, was auch am etwas höheren Gewicht liegt.
Grundsätzlich würde ich den Motion Q als recht portabel einstufen, auch wenn dieser eine nicht unbedingt hosentaschenfreundliche Form besitzt.
Unter der Textilummantelung finden sich gleich vier Lautsprechertreiber. Davon sind allerdings nur zwei aktiv, die beiden anderen sind passive Treiber.
Diese erzeugen also nicht selbst einen Ton, sondern schwingen mit. Dies ist allerdings bei einem 360 Grad Klang durchaus hilfreich.
Anker gibt die Leistung der aktiven Treiber mit 16W an, also 2x 8W. Lasst Euch aber von dieser Angabe nicht blenden. Es wirkt so als würden die Bluetooth Lautsprecher Hersteller von Jahr zu Jahr diesen Wert einfach hochsetzen. Zudem spielt die Leistung gar nicht so eine große Rolle, wenn es um einen guten Klang geht.
Erfreulicherweise ist der SoundCore Motion Q laut Anker IPx7 geschützt. IPx7 = Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen.
Es wäre also durchaus möglich den Lautsprecher mit zu einer Pool Party oder unter die Dusche zu nehmen. Allerdings ist hier etwas Vorsicht geboten. Sollte doch Wasser in den Lautsprecher eindringen, wird es darauf vermutlich keine Garantie geben.
Ein paar Spritzer Wasser wird kein Problem sein, aber ob ich diesen untertauchen lassen würde, steht auf einem anderen Blatt.
Immerhin die Klappe über den Anschlüssen wirkt recht robust. Die Anschlüsse des SoundCore Motion Q befinden sich auf der unteren Rückseite. Hierbei handelt es sich um einen microUSB Port zum Aufladen und um den typischen AUX Eingang.
Anker gibt die Akkulaufzeit mit 10 Stunden an, ich kam bei einer normalen Lautstärke eher auf 8 Stunden. Dies ist zugegeben eher eine unterdurchschnittliche Laufzeit, in einer Welt wo die meisten Lautsprecher um die 20 Stunden schaffen.
10 Stunden ist aber immer noch gut genug, wie ich finde.
Das Bedienelement des SoundCore Motion Q ist auf der Oberseite angebracht. Hier finden sich fünf Tasten. Dabei ein Ein-/Ausschalter, lauter/leiser, Play/Pause und eine Taste für das Aufbauen der Bluetooth Verbindung.
Klang
Das Wichtigste bei einem Bluetooth Lautsprecher ist natürlich der Klang. Wie schlägt sich hier der Anker SoundCore Motion Q?
Gut! Aber dies ist auch nicht anders von Anker und einem Preis von rund 50€ zu erwarten.
Die Höhen sind angenehm klar und sauber. Dabei schafft es der Lautsprecher eine schöne Brillanz und Leichtigkeit zu produzieren.
Auch die Mitten und die generelle Klangfülle ist sehr ansprechend und gut. Für viele Nutzer ist aber ganz klar der Bass das Wichtigste.
Anker wirbt daher auch mit „Die exklusive BassUp Technologie verfeinert und intensiviert alle Frequenzen und garantiert vollen, tiefen Bass – und das in der erstaunlich kompakten Motion Q Größe.“
Und durchaus liefert der SoundCore Motion Q einen guten Bass, für die Größe und Form sogar einen sehr guten Bass.
Der Lautsprecher klingt angenehm satt und voll. Allerdings ist der Bass auch nicht übermäßig kräftig. Gerade auf niedrigen bis mittleren Lautstärken habe ich schon vergleichbare Bluetooth Lautsprecher gehört welche mehr Wums haben.
Erstaunlicherweise macht der SoundCore Motion Q auf hohen Lautstärken hier gefühlt einen überdurchschnittlich guten Job.
In der Regel ist es meist anders herum. Viel Bass bei niedrigeren bis mittleren Lautstärken, aber weniger bei höheren Lautstärken, um das Übersteuern zu verhindern.
Hier zeigt sich der Motion Q aber recht pegelfest. Ja der Lautsprecher kann auch durchaus recht kräftig laut werden. Laut genug eine Grill Party vernünftig zu beschallen.
Natürlich schafft es der Bluetooth Lautsprecher nicht Wände zum wackeln zu bekommen, aber für seine Größe ist dieser einer der lauteren Modelle.
Fazit
Das Fazit zum SoundCore Motion Q fällt nicht ganz leicht. Warum? Anker macht sich mit seinem SoundCore 2 selbst sehr harte Konkurrenz.
Optisch und auch haptisch würde ich den Motion Q jederzeit dem SoundCore 2 vorziehen. Allgemein ist die Haptik des Motion Q für diese Preisklasse als hervorragend einzustufen.
Auch klanglich kann dieser mit klaren Höhen und einem guten Bass Punkten. Allerdings im direkten Vergleich besitzt der Anker SoundCore 2 verliert der Motion Q leider knapp.
Der SoundCore 2 klingt etwas voller und noch etwas bassstärker. Auch die Akkulaufzeit des SoundCore 2 ist besser.
Kurzum der Anker SoundCore Motion Q ist ein klasse Bluetooth Lautsprecher, für alle Nutzer die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Optik und Klang suchen.
Wollt Ihr allerdings den bestmöglichen Klang in der 50€ Preisklasse, dann greift zum Anker SoundCore 2.
Action Kameras haben eine unglaublich hohe Beliebtheit erreicht. Zu Recht, die kleinen Kameras können extrem praktisch sein.
Der Vorreiter war hier ohne Frage GoPro. Allerdings gibt es mittlerweile jede Menge guter Alternativen. Unter anderem von EZVIZ, welche eigentlich eher für ihre Überwachungskameras bekannt sind.
Die EZVIZ S2 Lite soll eine gute und vor allem günstigere Alternative zu GoPro sein. Mit rund 60€ ist die Kamera auch sehr erschwinglich.
Wollen wir uns im Test doch einmal ansehen, ob die Kamera auch wirklich gut ist! Neugierig?
An dieser Stelle vielen Dank an EZVIZ für das Zurverfügungstellen der S2 Lite für diesen Test.
EZVIZ setzt bei der S2 Lite auf das unverkennbare GoPro Design, welches mittlerweile zum Standard unter den Action Cams geworden ist.
Dies hat den Vorteil das die S2 Lite auch in das übliche GoPro Zubehör, welches es massenhaft im Handel gibt, passen sollte. Leider verhält sich EZVIZ recht sparsam, wenn es um dieses Zubehör geht.
Neben der Kamera, Akku und Anleitung liegt lediglich ein einfaches Plexiglas Gehäuse mit im Lieferumfang, das auch für die Wasserdichtigkeit sorgt. Selbst auf eine Halterung wurde verzichtet. Passendes Zubehör ist allerdings recht günstig.
Die EZVIZ selbst ist wie zu erwarten aus einfachem Kunststoff gefertigt und erfreulich leicht. Dabei besitzt das Gehäuse eine schöne Softtouch Textur, welche sich sogar halbwegs pflegeleicht zeigt.
Der Aufbau ist wie üblich gewählt. Auf der Front findet sich die Kameralinse, welche leicht asymmetrisch angebracht wurde. EZVIZ setzt auf einen 8 Megapixel Sensor, welcher Full HD Videos Aufnehmen kann.
Um Videos aufzunehmen, müsst Ihr den Einschalter betätigen. Dieser ist auf der Oberseite angebracht und auch durch die wasserfeste Hülle zu aktivieren.
Zwei weitere Steuerungstasten sind zudem an der rechten Seite angebracht.
Alles was nicht über diese drei Tasten einzustellen ist, könnt Ihr über den 2 Zoll Touchscreen erledigen, welcher die komplette Rückseite der Kamera einnimmt.
Auf der linken Seite sind zudem die beiden Anschlüsse der Kamera angebracht. Hierbei handelt es sich um den klassischen microUSB Port zum Aufladen, wie auch mini HDMI für die direkte Wiedergabe auf einem Monitor.
Der Akku bei der EZVIZ S2 Lite ist nicht fest integriert und lässt sich über die Unterseite einfach entnehmen. Hier ist auch der microSD Speicherkartenslot versteckt.
Im Gegensatz zu vielen „billigen“ Action Kameras unterstützt die EZVIZ S2 Lite bis zu 256GB microSD Speicherkarten.
Der Akku der Kamera hält im übrigen Rund 2 Stunden bei konstanter Aufnahme.
Einstellungsmöglichkeiten und Feature
Das Menü der EZVIZ S2 Lite gefällt mir eigentlich sehr gut! Wollt Ihr nur ein paar Videos machen, müsst Ihr Euch mit dem Menü nicht groß herumschlagen. Einfach einschalten und den Auslöser drücken und die Kamera nimmt auf.
Wollt Ihr natürlich Einstellungen bezüglich Auflösung usw. verändern müsst Ihr dann doch einmal ins Menü.
Dieses ist sehr Touch freundlich und klar aufgebaut. Die deutsche Übersetzung ist zwar teilweise etwas schwach, aber man findet sich recht gut zurecht.
Natürlich gibt es Einschränkungen aufgrund der Displaygröße, aber dafür ist das Display qualitativ gut bis sehr gut. Ebenso reagiert der Touchscreen erfreulich zügig.
In den Einstellungen könnt Ihr zwischen drei Aufnahme- Modi entscheiden, Video, Video + Foto und Zeitraffer.
Im Video + Foto Modus werden in einem festen Intervall (5-60 Sekunden, je nach Einstellung) zusätzlich zum Video ein Foto gemacht. Im Zeitraffer Modus wird in einem Intervall von 0,5-5 Sekunden ein Foto gemacht und der Video Modus ist selbsterklärend.
Lediglich der reine Foto Modus ist gut versteckt, hierfür müsst Ihr einmal kurz auf den Einschalter tippen, damit umgeschaltet wird. Alternativ kann man auch ein weiteres Menü durch das rechts nach links wischen aufrufen, welches ebenfalls diese Einstellungen erlaubt.
Die Bild bzw. Foto Wiedergabe ist hingegen durch ein Wischen von links nach rechts zu erreichen.
Obwohl die EZVIZ S2 Lite eine recht günstige Action-Cam ist, hat diese WLAN mit an Bord. Ihr könnt Euer Smartphone mit der S2 Lite über die EZVIZ Action App verbinden. Hierüber könnt Ihr die Live Ansicht sehen (rund eine Sekunde Verzögerung), bereits aufgenommene Videos und Fotos auf Euer Smartphone übertragen und letztendlich auch Fotos und Videos aufnehmen.
Grundsätzlich hat die App mich positiv überrascht, auch wenn der Live View teilweise etwas zickig ist bzw. ein wenig länger zum Laden brauchte (unter IOS).
Bildqualität
EZVIZ setzt bei der S2 Lite auf einen 8 Megapixel Sensor, wie auch auf eine 150 Grad Linse. Damit ist das Bild wie auch bei Action Kameras typisch extrem weitwinklig. 150 Grad entspricht hierbei z.B. der GoPro HERO4 Black Edition, neuere GoPros haben allerdings teilweise schon 170 Grad.
150 Grad ist aber bereits derartig breit, dass man sehr aufpassen muss nicht seine Finger im Bild zu haben.
Wie steht es aber nun um die Bildqualität? Ich bin positiv überrascht! Aufnahmen, gerade bei genug Licht sind sehr schön scharf und detailliert.
Auch Farben sind klar und kräftig. Selbst die Belichtung ist recht gut, für eine Kamera mit einem so großem Blickfeld. Kameras mit großem Blickfeld kämpfen oftmals sehr mit der Belichtung, da sehr viel Himmel auf den Bildern zu sehen ist, welcher die Aufnahmen überstrahlt.
Natürlich neigt auch die EZVIZ S2 Lite etwas zum Überschärfen, was nicht verwunderlich ist. Erneut aufgrund des großen Blickwinkels ist die Full HD Auflösung, wenn man so will über mehr Fläche verteilt.
Um dies etwas zu kompensieren, schärfen Action Kameras gerne etwas aggressiver nach. Kurzum an der Bildqualität gibt es für diese Preisklasse nichts zu bemängeln!
Leider verfügt die EZVIZ S2 Lite natürlich nicht über eine Hardware Bildstabilisierung, sondern nur über eine Software Stabilisierung. Diese ist nicht perfekt, man merkt das Zittern etwas kompensiert wird, aber wird es wirklich ruckelig, aufgrund hohen Tempos oder Ähnlichem, kann die Kamera auch nichts mehr machen.
Neben der Full HD Auflösung bietet die EZVIZ S2 Lite auf die Möglichkeit Videos mit 50 bzw. 60 Bildern die Sekunde aufzuzeichnen. Hierdurch wirken Videos ein gutes Stück „weicher“ und geschmeidiger als bei einer Kamera die nur 30 FPS schafft.
Fazit
Die EZVIZ S2 Lite macht einen sehr guten Eindruck! Dies natürlich nicht zuletzt aufgrund des sehr fairen Preises von rund 70€. Dafür erhaltet Ihr eine sehr gute Action Cam, welche mit einer einfachen Bedienung und einer guten Bildqualität punkten kann.
Selbstverständlich ist man hier nicht auf GoPro Level, aber für eine Kamera dieser Preisklasse ist die Aufnahme Qualität durchaus als überdurchschnittlich zu bezeichnen. Videos sind scharf, Farben klar und selbst Dynamik und Belichtung sind ordentlich.
Auch generell macht die Action Kamera einen sehr vernünftigen Eindruck. Lediglich am Zubehör hat EZVIZ bei der S2 Lite gespart, ansonsten ist alles mit an Bord, was man sich wünschen kann, inklusive WLAN.
Kurzum Daumen hoch für die EZVIZ S2 Lite Action Kamera, für rund 70€ ein sehr faires Angebot!